Nr. 171. Freitag, 30. Juli 1886. 105. Jahrgang. Zeitung. Vviwnmtsatlunspltlö: Mi! Postvefsenbung: ganzMrig fl, ib, balbliihrin fi, ?,50, ^m «lomptoir: ü"n, n, hnlbjähnss ü,5o, ss>!> t>ic ZustcNxnss i"? Hn»« gnnzjlihrin ft, l, — InscrOonk.yrbür: ssür Dle „l'aidachcl Zrilnna" e?lm ich Locken hätte, würde ich sie verzweifelt fchüt- Ul bei der traurigeu Mär; weun meiue Kehlkopf-^Mltuisse es erlaubteu, würde ich Tag und Nacht Men, dass die Wände dröhnten; wenn ich ein ge-^Uszener Löwe wäre, so würde ich an den eisernen ,,^beu meines Käfigs rütteln uud dazu eiu nnheim-^es Brüllen ertöuen laffeu; aber all diese Kraft-.gerungen sind mir leider versagt, nnd ich muss mich ^lNlt bcanügen. es niederzuschreibeu, was mir das querste aufwühlt zu stürmischer Erregtheit. Dass ich . Made heraussage: ich gebe mich seit ciuigcu Wo-^ll kmicr Täuschuug mehr' darüber hin, dass ich - '"e Lcibspcise habe.' . Die ersten Symptome des Uebels zeigten sich, wie H>/ "uch nachträglich erinnere, schon vor eiucm Jahre. ^ "n ein gewisser Pudding mit Erdbeer Ueberguss Yen l ^'^ aMrllt wurde, überkam mi^i eiue au- ^syme Stimmung; ich wurde liebenswürdig gegen me Tischgriwsseu. ergicng mich in harmloseu Scher- i> ^. .""d während ich respeetable Bruchtheile dieses ^womgs verzehrte, fühlte ich mich freudig gehobeu, etwa, wie iu laugst vergangenen Zeiten, wem, ich mich in ein erhabenes Dichtwerk vertiefen durfte. Aber ich uuterfchähte diese Erscheiunna.cn, hielt sie für vorübergehend und machte keine Änstrenguugeu, um sie zu betämpfeu. Jetzt, da es zu spät ist. erkeuue ich. wie gut ich darau gethan hätte, einen tüchtigen Arzt zn° rathe zn ziehen. Vielleicht würde er mir nicht geholfen haben, aber die Aerzte wollen doch auch leben . . . Vor einigen Wochen machte ich eine Reise znr See. Die Adria. die ich besnhr, war bei glänzender Laune, und so ließ sie den Dampfer sauft nnd >.latt dahingleiten über die spiegelglatte Flut; eiu wolkenloser Himmel wölbte seine blaue Kugel über das sanft sich tränjelude Wasfer — cs ergab sich cm entzückendes Schanspiel, das man wenig zn genießen sich sehnen mochte. Man konnte da wehmüthig werden bei dem Gedanken, jemals eiue Welt verlasseu zu sollen, in der es so viel Schönheit gibt . . . Mit unsäglichem Behagen genoss ich den Meereszauber, uud ich memte. wieder so juug z» seiu wie damals, da ich um eiuer herrliche» Laudschast willeu au Speise uud Traut tagc-laug vergaß. . . Aber der Eameriere rief zum Mittagseffeu. und trotz aller Bewuuderuug. iu die ich versnuken war, beeilte ich mich, den, ehrenvolleu Rufe Folge zu leisteu. Die erste» (hänge wollten mir uicht recht mnuden, gcgeu das mehr gelochte als gebratene Polastro e,w pörte fich mein Magen im ftilleu, aber meiue Freude au der unsäglich reizvollen Fahrt ließ uoch kciueu Uu-muth iu mir auskomme». Da wurde eiue Torte ser viert, eine schreckliche Torte — und vor memem geistige,! Auge staud das Bild des gewissen Puddings mit Erdbecrüberguss, es wollte uicht weichen, es drängte zu Vergleichen mit der unheimlichen Torte, nnd ich seufzte 'schmachtend nach meinem Pndding.Ideal, als handelte es sich um eine Geliebte, die, ach! in der Ferne weilt uud ciuem unerreichbar geworden ist. Nach dem Diner stieg ich wieder aus Deck. Das Bild war so köstlich wie früher — das Meer so goldig schimmerud uud so sammtweich — aber mir wollte die frohe Lust nicht zurückkehren, und zu meinem inuer-stcu Entsetzen musste ich mir sagen: meine verdorbene Stimmnng hatte ihre Ursache darin, dass ich den heißgeliebten Pudding nicht bekommen, dass ich aber nach ihm verlangte als unerhörter Liebhaber. Ich erschrak über diese Eutdeckmig, deun es tanchte in mir die gerechte Befürchtuug aus, vou nun an sei ich kein freier Mann mehr, fondern der Sclave einer Leibspeise, der Knecht des eigenen Gaumens. . .. Uud später fehlte der gewifse Pndding mir — er schmeckt in der That wunderbar — mitten im Gebirge, in einer Welt voll majestätischer Höhen, lachender Thäler, mnrmelndcr Bäche, tosender Wasserfälle, in einer Welt. in der es mir noch vor etlichen Jahren als Blasphemie erschienen wäre, vom Essen nnd Trinken anch nur nebenbei zu redeu. Mir schauderte davor, dass ich so tief gesuuleu sei, nnd ich sah ein, ss frucyte mir uichls, mich läuger der Erkeuutuis zu vel-Miene». ich hatte eine Leibspeise, ich war dahin gekommen, m den Bauden eines Leibgerichtes zu Negeu, M) yam Laidacher Zeitung Nr. 1?l 1418 30. Juli 1U8K. ein nationales Unglück bezeichnet, welchem dnrch die grüßten Opfer in materieller nnd moralischer Beziehung hätte vorgebengt werden sollen. Unsere Ansfnhr nach Deutschland beträgt mehr als 400 Millionen, jene nach Italien 50 Millionen, beide znsammcn 67 pCt. nnseres gesummten Außenhandels; ist es da nicht ein Gebot der wirtschaftlichen Voraussicht, diese Ansfnhr für die Zukunft gleichfalls sicherzustellen, nnd bietet sich dafür ein besseres Mittel, als der Abschluss von Tarifverträgen mit möglichst langer Geltungsdauer? So oft in den wechselvollen letzten zehn Jahren mit dem deutschen Reiche zollpolitischc Verhandlungen eröffnet wurden, geschah es mit der laut elugestaudeueu Absicht, einen Conventionalvertrag uou möglichst langer Dauer zustande zn bringen, nnd auch diesmal bekundet die österreichische Regierung das gleiche unverhohlene Strebeu. Wir haben keine protectionistischen Hintergedanken und wissen ganz geuan, den hohen Wert fester, anf der Wahrung der beiderseitigen Interessen beruhender Veziehnngen mit dem uns politisch so eng verbundenen Nachbarreiche zu schätzen. Vortheile einzn-räumeu, welche die Entwicklung unserer eigenen Volkswirtschaft nicht gefährden, nnd selbst Opfer zn bringen, welche die Grenze, die von der Rücksicht auf die Selbst-erhaltnng gezogen wird, nicht überschreiten, hat man Oesterreich-Ungarn stets bereit gefunden. Bisher hat dieses Maß rationellen Entgegenkommens Deutschland gegenüber nicht ausgereicht, die erwünschte Verständigung herbeizuführen; unsere Anstrengnngen scheiterten an der deutschen Agrarpolitik, die sich in den letzten Jahren immer schroffer zuspitzte uud heute noch drüben in voller Geltung steht. Durch den Ablanf des Handelsvertrages zwischen Deutschland und Oesterreich-Ungarn bietet sich neuerlich die Gelegenheit zu dem Versuche, die vorhaudenen handelspolitischen Gegensätze auszugleichen, und der Handelsminister erklärt im Namen der österreichischen Regierung, dass diese bereit ist, den Versuch in loyaler Weise zn unternehmen. Der Zeitpunkt für diefeu Versuch ist nicht willkürlich gewählt, sondern ergibt sich eben naturgemäß aus dem bevorstehenden Ablanf des deutsch-österreichischen Handelsvertrages. Welches Echo wird diese Er-klärnng jenseits der dentschen Grenzpfähle finden? Haben sich die Lenker der deutschen Wirtschaftspolitik bereits zn der Erkenntnis dnrchgernngcn, dass die Solidarität der ökonomischen Interessen zwischen den beiden mächtigen Staaten die gegenseitige Bekämpfung ohne äußersten Schaden für das Wohl beider Theile nicht läugcr gestattet? Vambergcr bezeichnete einst den österreichisch-deutschen Handelsvertrag im dentschen Reichstage als die «eingerahmte Null»; wird sich dieselbe nun in eine feste Ziffer verwandeln? Wir wollen es Höften, überzeugt davon werden wir erst sein, wenn von massgebender deutscher Seite ciuc gleich offene Manifestation des gnten Willens vorliegt, wie sie in dem Erlass des Marquis von Vacqnehem an die österreichischen Handelskammern unzweifelhaft erblickt werden muss. Wenn eine handelspolitische Umkehr in Europa stattfinden soll, hat sie nicht vom Varbarastift, sondern zunächst vom Palais in der Wilhelmstraße auszugehen, von wo das System der Agrar- uud Hochschutzzölle wie jenes der antonomen Handelspolitik inangnrierl nnd bis znr äußersten Schärfe ausgebildet worden ist. Wir setzen voraus, dass das freimüthige Entgegenkom^ men des österreichischen Handelsministers in Berlin nnter allen Umständen einen gntcn Eindrnck machen werde, dass es sich als staatskluger Zug bewähren wird, welcher das Eis zn brechen imstande ist. In diesem Falle ist es schon ein bedeutendes Verdienst, wenn man den Mnth hat, die Initiative zn Vertragsverhandluugen zn ergreifen, und es wird gesteigert, wenn dies nnter der gleichzeitigen Aufstelluug eiues klaren, fest umschriebenen Programms geschieht. Uuser Handelsminister hat diesen Muth gehabt und sich im vorhinein eine der Garantien des Erfolges gesichert, gleichzeitig aber auch das Eudziel bezeichüet, welches die nach wie vor auf die wirksame Unterstützung der exportbedürftigeu heimischen Production gerichtete österreichische Handelspolitik vor Augen hat. Wir müssen dein Nachbarstaatc etwas zn bieten haben, wenn wir von demselben forderu wollen, nnd so ist es nnr selbstverständlich, weuu der Erlass des Handels-ministers im Znsammenhange mit den zn stellenden Forderungen die Gewährung entsprechender Eompen-satiouen betont. Ob diese Compensationen auch wirklich eutsprecheude sein werden, können erst die Verhandlnngen selbst lehren; das Material für die Feststellung derselben sollen eben die znr Abgabe ihrer Gutachten aufgeforderten Corporationen in erschöpfender und ver-lässlicher Weise liefern. Gelingt es, mit Deutschland einen Tarifvertrag zustande zn bringen, so ist damit der feste Ausgangspunkt für die Wiederherstellung vertragsmäßiger Beziehungen zu allen übrigen Staaten gewonnen, uud es bangt nns nicht mehr für die Erneuerung des österreichisch-uugarischitalieuischeu Handelsvertrages, dem späteren Abschlüsse eines Tarifvertrages mit Frankreich nnd der raschen Beseitigung des uns aufgeuöthigten Zollkrieges mit Numäuicu. Uugarn wird den Bemühungen der österreichischen Regiernng, den verlegten Eingang zn Handelsverträgen wieder zu erö'ffen. gewiss sympathisch seine volle Unterstützung leihen, handelt es sich doch in erster Linie um die Wiedergewinnung der eingeengten oder gänzlich verschlossenen Absatzgebiete für seine landwirtschaftlichen Erzeugnisse. Soll die Zollnovelle, welche den Vereinbarungen der beiden Ncgicruugen entspringt und den beiden Parlameuteu zur endgiltigen Erledigung vorliegt, als überwundener Standpunkt, als gegenstandslos betrachtet werden? Diese Frage muss sich jedem aufdrängen, der die Versicherungen der freihändlcrischen Presse von dem bereits vollzogenen handelspolitischen Umschwünge liest. Eine solche Annahme wäre uuseres Erachtens ein entschiedener Irrthum, der uicht früh genug corrigiert werde» kauu. Marquis von Bacquehem wird die ^oll-,wvl'llc>, welche bestimmt ist, der Production in beiden Reichshälften für alle Fälle dcu nothwendigen Schlitz zn gewähren, sie in ihren Existenzbedingung«.',, sicherzustellen, ebensowenig preisgeben wie seiue Vorgänger uud sie mit dem gauzeu Nachdruck seiner Stellung vertreten, nicht unr weil er bei der Uebernahme des Handelsamtes diese Aufgabe als eine positive Verpflichtung übernommen, sondern weil er von der Nothwendigkeit die Zollnovelle zn verwirklichen, durchdrungen ist. Eben weil der behauptete Umschwung nicht stattgefuudcu nicht stattfinden konnte aus dem eiufacheu Gruude dass die österreichisch-ungarische Handelspolitik in ihre,/ Endzielen immer die gleiche geblieben ist, bleibt der autonome Zolltarif eine Nothwendigkeit. Dürfen wir ein- seitig die Zollschranken niederreißen, bevor die augestrebten Verträge gesichert sind, nnd ist es denn schon ausgemacht, dass wir die Waffe der RetorsioueMe nicht länger mehr brauchen werden? Niemand kauu aufriß tiger als wir wüuscheu, dass der handelspolitische Kamp! durch einen raschen, ehrenvollen und vortheilhaften Fric« den beendet werde; aber zu demselben gelangt man leider nicht durch den bloßen Willen, nnd zum Abrüste» ist die Zeit noch nicht gekommen. Wir thelleu auch deu zweiten Irrthum der frei' händlerischen Presse nicht, welcher darin besteht, dais sie die Vcrtragspolitik mit dem Aufgebe» des veruüiis-tigeu Schutzes der nationalen Arbeit für identisch hält» Freihandel in ihrem Sinne gehört für lange Zeit hi> aus iii Oesterreich-Ungarn wie in der ganzen Welt z» deu Utopien. Die bernfensten Vertreter der Arbeit in Oesterreich, die Handels- nnd Gewerbekammeru, die in-diistriellen, commerzicllen lind landwirtschaftlichen C^-porationen werden sich beeilen, der an sie ergangen^ Auffordcruug des Ministers zu entsprechen und Hl Votum abzugebeu über die von ihnen gewünschte, ihren Interessen am meisten entsprechende Gestaltung der Handelspolitik. Vom Freihandel dürfte nnserer Ueber-zeuguug nach in diesen Voten kaum etwas zu finde" sein. wohl aber von dem vernünftigen Schutz der he»-luischeu Productiou in allen ihren Zweigen, welche/ auch fürder nicht entbehrt werden kann lind vollständig vereinbar ist mit dem System der Verlragspolim, welche ihrerseits nichts weniger als die Preisgebung der wirtschaftlichen Interessen, sondern gerade nur die sorg' fältige Wahruug derselben bedentct. Die wirtschaftlichen Kreise Oesterreichs sind de"> Haudelsmiuister zn Dank verpflichtet, dass rr ihnen Gelegenheit gibt, an eine gründliche uud gewissenhafte Prüfuug der ökonomischen Situation zu schreiten und das Maß jener Forderungen festzustellen, welche dilM die handelspolitischen Abmachungen der nächsten Zutu»? erfüllt werdeu müssen, sollen dieselbe,! wirklich de» vom Handelsminister in den Vordergrund gestellten Zweck erfüllen, die vorhandenen Absätzgebiete zu W yaupteu und möglichst zu erweitern, uud wir fürchte" nicht, dass sie dabei in das Extreme des schrankenlosen Freihandels oder in dasjenige des engherzigen Pl!' nicht bekaunt, ob er dieselben in Salzburg. Ischl oder etwa auf seinen mährischen Gütern zugebracht h<"' Ueber die Besprechungen des Grafen Kälnoky mit de'U Fürsten Bismarck verlantet auch jetzt nach der 3M' kehr des ersteren nichts Näheres oder zumindest inclM anderes, als was schou früher über dieses Thema i>" Unilaufe war. Es wird iusbefondere bestätigt, dass der persöuliche Verkehr zwischen den leitenden Staats' mäunern Deutschlands nnd Oesterreich-Ungarns e"> sehr intimer nnd herzlicher gewesen, nnd dass anch a»> politischem Gebiete eine vollständige Uebereiustimm»^ der beiderseitigen Anschauungen sich ohne große Mn" ergeben hat. nieine Unabhängigkeit verloren, und vom Kopf bis Fuß erbebte ich bei dem Gedanken, dass auf die eine Leibspeise noch andere folgen werden. Ich sah eine Epoche voraus, in welcher ich der Leibeigene von etwa einem Dntzend schmackhafter Gerichte sein werde, ein Leibeigener in Schlafrock, Pantoffeln nnd Hauskäppchcn. Winters am warmen Kachelofen, Sommers in einein auskömmlichen Garteuhäuschen sitzend — voll süßer Ungeduld und Erwartung der von der höchsten kochenden Instanz verheißenen Schüsseln. Jahre hindurch bildete es meinen Stolz, keine Leibspeise zn haben. Den einzelnen Theilen einer Speisekarte gegenüber huldigte ich der Devise: «Gleiches Recht für alle.» Es war mir egal, was ich zu esfcu nnd zu trinken bekam; im Gasthanse überließ ich es dem Kellner, mir zn bringen, was ihm schmeckte. Ich begriff nicht, wie jemand für ein besonders gelungenes Menu noch in der Erinnerung schwärmen könne. Objecte für die Schwärmerei sind die Geliebte, das Vaterland, die Knnst, die Poesie — aber eine Trüffelpastete? Nein, nimmermehr! So ruft man entrüstet in der Iugeud. Nach und nach ändert sich die Anschauung, mau geht langsam, schrittweise, von Ritter Toggenburg zu Brillat-Savarin über, nnd es kommen die Tage, wo man — mit Mephistopheles zn sprechen — was Gntes in Ruhe schmausen mag, die Tage der Erkeuutuis, dass kciuc Fesseln unlösbarer seien, als die gebrateneu, gebackeucu, gerösteten, kurzum, als die Fesseln, welche am häuslichen Küchenherde geschmiedet werden, sich mit unwiderstehlicher Gewalt an nnser Herz legen lind uns nnsere ganze Schwäche fühlbar machen. Ein Mann sollte es in Gegenwart der Leserinnen nicht zugestehen, aber um der Wahrheit willen sei es constatiert: das Glück einer guten Hälfte der Ehen beruht darauf, dass die Frau sich iu das Herz des Gatten hineingekocht hat. Inqend uud Schönheit verfliegen, der Liebesrausch veracht das Beefsteak bleibt zurück. Wenn der Ehemann nicht mehr die mindeste Lust hat. zu girren uud zu säuselu dann halten geheimnisvolle Fäden ihn zurück bei den Peuateu des Hauses — diese Fäden spinnen sich von der Küche aus zu ihm hin. umgarueu ihn, lassen ihu uicht mehr los, und macht er einmal ciuen lockeren Seiteusprung, so sagt er sich alsbald, von Rene erfüllt -«Es geht doch nichts über eine schmackhafte Hallsmannskost» . . . Was die Censnr einmal erfunden, kann mit einer Variation so mancher Mann mit Vorbedacht anf sich anwenden. Im Vormärz hätte im Wiener Burgtheater eiu Stück gegebeu werden sollen, iu welchem ein Mädchen, die Anträge eines Verehrers in die gebärenden Schranken zurückweiseud, ihm bedeutet: «Der Weg zu meinem Schlafzimmer geht durch die Kirche». Von «Kirche, dnrfte damals beileibe nicht die Rede sein, weshalb die Censnr den Satz nmmodelte: «Der Weg zu meinem Schlafzimmer geht durch die Küche»..'. Der Weg zu dem Herzcu gar vieler Mäuuer geht allen Ernstes auch durch die Küche — eiu Beweis mehr, was für kleinliche Geschöpfe wir siud! Nur so lauge uus der feine Hauch des Lcbensfrühliugs umweht, schweben wir ein wenig über der Materie, aber später zieht ein unsichtbares Schwergewicht uns iii die Niederungen des alltäglichen Lebens herab uud wir entdecken, dass wir zu altem anfangen — nicht bei der ersten Falte nm die Augen, nicht bei dem ersten arm,.,, Haare, sondern bei der ersten — Leibspeise, die nl's unterjocht, an die wir denken, von der wir träunn^ dereu Geschmack wir uns jede Minnte nach Beliebe" mittelst Imagination anf die Znnge zaubern könnell- Ins Uu'vermeidliche mit Würde nnd Aumuth st^ fügen, daruach soll jeder von uus mit allen KriW strebe». Hat mau sich eiumal mit der wehmüthig Thalsache abgefuuden. dass die Aera der Leibspc'!" über eiueu hereiugebrochen ist, dann mag man sich aU> Grund dieser Thatsache das Leben mögiichst behaM gestalten. Man suche sich Schiffe ans, auf deuen Y" gekocht wird, Hochgebirge mit Gasthäusern, die ^ Äädecker den «*» haben, und nachdem das GcsM des Sybaritismus nns einmal bedroht, packe >ncw . bei den Hörnern und mache es zn einem Diener. ^ Leibspeisen wollen uns regieren — gnt, sie sollen >n kommen, aber tadellos müssen sie zubereitet s^n,. " friedigeu solleu sie uns, sollen sich unseren l5"prl^ ' uuserem körperlichen Befinden, unseren stärkeren "V schwächeren Eigarren passen! ^ Aber ich mache es da wie der Sittenlehrer. ^ gegen das Stehlen eifert, während ihm eine gestohlen Gans nnter dem Rock hervorguckt. Ich plaidiere das"' dass jeder für sich aus der Leibspeisen Echo miMM viel Geuuss Eapital herausschlage, uud ich selber bin s" mein Theil entsetzt darüber, dass ich bei der erste' Leibspeise angelangt bin. Nach uud nach werde '^ mich iu die neue Situation hiueiufiudeu. VorderhaU bitte ich um stilles Beileid. Morgen Mittag "b" ^ ich freue mich im voraus darauf ^ lafse ich mir t>e gewissen Pudding mit Erdbcerüberauss bereiten. . F. Oroß. Mbacher Zeitung Nr. 17l 1419 30. Juli 188ß. (Nicderösterreichische Handelskam ->ner.) Von Seite des Präsidinllls der niederösterrei-chlschm Haudelskanliner wurde unmittelbar nach dem ^»treffen des jüngste» Erlasses des Handelsministcrs "carguis v. Aacquehem die Auordnullg getroffen, dass ^°" Seite des Bureans der Kammer' mit möglichster ^Ichlcuuiguug die nöthigen Vorarbeiten eingeleitet werden. Die nächste Plenarsitzung der Handelskammer wird erst in der ersten Hälfte des Monats September Mttfmden, jedoch wird schon in Kürze ein Cirenlandnm M'ggestellt sein, in welchem die Mitglieder der Han-oelstamuier sowie die sämmtlichen industriellen nnt/ gewerblichen Curporationen und andere Fachleute zur ^ymuahmc an einer schriftlichen Enquete eingeladen (Mähren.) Der Arünner Gemeindevertretung wurde vorgestern der Auftrag des Unterrichtsministers M Errichtung einer dritten' czechischen Volksschule in M-Vrünn mitgetheilt nnd zugleich beschlossen, vorbehaltlich des Recnrfcs an den Verwattnngs-Gerichtshof, wt Gemeinderath znr Activiernng dieser Schule zn ermächtigen. ^ > ^ o (Ministerpräsident von Tisza.) Wie ble «Bndapestcr Correspondenz» nieldet, begibt sich der ungarische Ministerpräsident in den ersten Tagen des ^"gust an das Allerhöchste Hoflager nach Ischl. ^ (England.) Das englische Parlament wird am ?> August znsammeutreten. Dies war bekannt, neu ist ^doch, dass sich dasselbe erst nach Erledigung der ^manzangelegenheiten, Ende des genannten Monats, vertagen, die früher in Aussicht gestellte Herbstsession ""fallen und die Hauptsessiun mit Beginn des nächsten wahres ^öffnet werden soll. So wenigstens wurde im "useruativen Carlton-Club beschlossen. Ueber de„ Fortgang d^ Cabinet^bildnng ist man znr Stnnde noch "^l Vermuthungen angewiesen. ^ (Die serbische Sknpschtina) vollzog ihre ^"stituierung für die neue Session nnter dem Vorsitze oes Alterspräsidenten Magazinovie. Zum Präsidenten 'Ud Vicepräsidentell ^^ z„ ^^, Verifications Ans-l"M wnrden dilrchwegs der Regierungspartei an-M)orige Abgeordnete gewählt. Der König bestätigte ^>e Wahl der Abgeordneten Pavlovic nnd Znnie zuui ^asidenten, respective Vieepräsidentcn der Skupschtina. "'e Eröffnung der Skupschtina erfolgte durch Ver-">""a. eines königlichen Ukaz. ^ (Das russische Mittelmeer-Geschwader.) !"le ,»ail der «Pol. Corr.» aus St. Petersburg meldet, uwl'sichtigt die russische Regierung, das Mittelmeer ^'ichwader ihrer Kriegsflotte bis auf zwei oder drei lauere Kriegsschiffe, die im Mittelländischen Meere zurückbleiben sollen, ans ErsparnisNücksichten aufzulösen, "er bisherige Commandant des Mittelmeer-Geschwaders. "ce-Admiral Kaznakov, soll einen wichtigen Posten "l Schwarzen Meere erhallen, c. (Die Straß entämpfe in Amsterdam.) ^ll Ainsterdam ist Nnhe eingetreten. Den Trnppen ist ^gelungen, die Aarricaden zn beseitigen, die Volks-n!"'^ zu zerstrenen — man darf also an eine baldige "eendigung der Unrnhen denken. Wie ernst aber die ^U'lguisse der letzten Tage waren, geht ans den Deichen über den Verlanf der Rnhestörnngen uud alls ^ Ziffer der Opfer hervor, welche sie gefordert haben. >s soll ein anarchistisches Complot existiert haben, das varanf abzielte, die Stadt Amsterdam zn überwältigen; der gelegenste Moment dazn schien das für Sonntag geplante Volksfest, dessen Abhaltung man trotz des behördlichen Verbotes erzwingen wollte. Die Trnppen mnsstcn schließlich, als sich die Polizei nnzurcicheud erwies, die Varrieaden stürmen, wo ihnen die Anar» chisten, mit Pistolen nnd Dolchen bewaffnet, erbitterten Widerstand leisteten. Sogar die Brücken waren von ihnen beseht, das Polizeipräsidium war in Gefahr, genommen zu werden. Die Zahl der Todten nnd Vcr-wnndeten bezeichnet die Heftigkeit der Straßenkämpfe. (Ans Persien) wird gemeldet, dass der Knr-denhäuptling Bazir Agha sich an der Spitze einer großen Anzahl persischer und türkischer Kurden empört nnd die Landschaft Lahijan bischt hält. Ein persisches Trnppeneorps von WOO Mann mit Geschütz wurde gegen Bazir entsendet. Der Aufstand scheint sehr ernster Art zn sein. Tagesneuilllcitell. Se. Majestät der Kaiser haben, wie die «Klagcn-fnrter Zeitung» meldet, der Schulgemeinde Kleblach zum Schulbaue eine Uuterstützuug von WO fl. zn bewilligen geruht. Se.Majestät der Kaiser haben, wie das ungarische Amtsblatt meldet, der cvangelisch-reformierten Kirchengemeinde in Laßtoez zum Baue der Kirche nnd des Rathhauses 200 fl. zn spenden geruht. (Ans dem Vatica n.) Wie das päpstliche Ccrcmonicmueistcramt bekanntgibt, findet von jetzt an bis Ende September kein Empfang mehr im Vatican statt, da der Papst sehr der Ruhe bedarf. — (Die Kunst zu kochen und zu essen.) In der Universalbibliothck von PH. Reclam jun. ist vor einiger Zeit das berühmte Werk von K. F. Rumohr: «Geist der Kochkunst» von Robert Habo neu herausgegeben uud durch den «.^ücheu Kalender» uud die «Gruudzügc des gastronomischen Austaudcs» vou Grimod dc la Rcy mere vermehrt wordcu. Es scheint nicht unangebracht, über das Buch einige Worte zu sagen, denn wenn sein Inhalt auch keineswegs neu ist, so bietet er doch so manches, das uubezweiselt selbst der heutigen Welt noch immer Authcil eiuzuflößeu imstande sei» dürfte. So lange man locht uud ifst, wird es nie gauz gleichgiltig sein, uach welchen Regeln das geschieht, uud so alt die Regeln von Ruuwhr und Rcyuiere auch sind, noch stets wird zu beleuueu bleiben, dass die von ihueu aufgestellten ebenso richtig als geistvoll zu ucnucu sciu wcrdcu. Das Buch behandelt das Esseu selbst, die Tifcheiurichtung, das Verhalten dabei, die Gemüthszustäude, die Gastereien uud Schmause uud die Krauteupflege. Vou dem allen passt das meiste auch auf die heutige Zeit. In der letzteren Abhnndluua. heißt es uutcr anderem: «Die erste Vcr-richtuug lici Tische ist das Entfallen der Serviette, Aber auf die Gefahr hin, sich später beim Essen das Hemd oder dcu Rock zu befleckcu, muss man sich sorglich hüte», dcu Zipfel derselben durch eiu Kuoftfloch zu zichcu, wic daß uuserc weisen Väter thaten. Nach moderner Sitte ist die Serviette nur über die Kuic zu breitcu, um er fordcrlicheufalls zum Abwischen der Lippen oder der ssinger zu dienen.» «Sich zum Zertheilen feines Brotes des Messers zu bediencu, wäre eine große Ungeschicklichkeit, umu hat sich, welcher Art das Brot auch sei uud wie lange das Mahl auch dauert, stets damit zu begnügen, es mit den Fiugeru zu brechen,» Nach Grimod de la Reyuiere muss jeder Gastgeber von Welt die Kunst des Vorschneidens innehaben. «Ein Gastgeber, der nicht vorschneiden und vorlegen kann,» schreibt er, «gleicht dem Besitzer einer trefflichen Bibliothek, der nicht zu lesen versteht; das eine ist beinahe so schmählich wie das andere.» Die Unterhaltung bei Tisch soll leicht, geistvoll und munter sein, nicht zu ernst, aber auch nicht schlüpfrig. Der Wirt soll dabei den Ton angeben und Sorge tragen, dass überall Maß gehalten werde. Reynicre, der alte Theaterfreund und Gönner, behauptet, dass «,als Tafelgenossen uuter deu Frauen die Schauspieler immer stets die liebenswürdigsten seien» Im allgemeinen meint er, «wäre es ein großer Irrthum, wenn man glaubte, es reiche hin, viel Geld zu besitzen, einen tüchtigen Koch zu haben und offene Tafel zu halten, um den Namen eiues Gastgebers zu beanspruchen»; um den letzteren mit Recht in Auspruch uchmcn zu töuucn, bedürfe es «eines geläuterten Geschmacks, liebenswürdigen Austandes, verbindlicher Manieren, Takt und Schicklichkcitsgefühl, neben Bildung und Geist.» Er schließt dieses Capitel mit dem Ausspruch: «Die Beschäftigung mit den Gästen während der ganzen Dauer des Mahles vou Seite des Wirtes muss derart sein, dass jeder beim Abschiede glauben kann, er sei der einzige oder doch der hauptsächlichste Gegenstand einer Aufmerksamkeit gewesen.» — (Die Bayrcuthcr Fest spiele,) Am 25. d, M, wurde «Tristan uud Isolde» mit großartigem Erfolge aufgeführt. Unter den Zuhörern befanden sich der Herzog Johann Albrecht von Mecklenburg-Schwerin, die beiden Prinzen von Sachsen-Meiningen, die Herzogin Wcra von Württemberg. Minister v. Puttlammer. Den Tristan saug Heinrich Vogl, die Isolde Frau Rosa Sucher. Ihrer Darstellung wird künstlerische Größe und hinreißende Leidenschaft nachgerühmt. Das Orchester unter Felix Mottls Leitung spielte vollendet. Die Aufführung des Touwerkcs, welche ohue jede Kürzung stattfand, dauerte vou 4 Uhr nachmittags bis 10 Uhr abends. Die Deco-ratioueu waren völlig neu nud hielten sich vollkommen auf der Höhe der früheren Festspiele, uameutlich wurden die Decorationen des zweiten und dritten Actes bewundert. Die Vorstellung schloss mit stürmischen Beifallsbezeigungen. - — Die Unkosten der heurigen Festspiele wer-deu ruud 4l>s)l)W Mark betragen, wovou bisher die Hälfte gedeckt ist. — Die Nachricht, dass «Parsifal» an andere Bühnen abgegeben werden foll, wird entschieden bestritten. — (Das Unglück aus dem Oroßglockner.) Die Begleitung des verunglückten Fräuleins Son klar bestand aus ssrau Direetor Kuauer, derrn Sohn Robert, Dr. Swckmar uud zwei Wiener Herren. Das Unglück erfolgte infolge Ausgleitens auf der Steinplatte au einer steilen Wcuduug des Fußweges. Die linke Stirusc-ite ist gänzlich eingeschlagen, das Gehirn ausgetreten. Der Leichnam musste mit Seilen emporgezogen werden. — (Telegraphische Porträts,) In England ist neuerdings eine Erfindung gemacht worden, welche der Polizei in der Verfolgung von Verbrechern außerordentlich zuhilfc kommt. Es ist nämlich ein Verfahren gelungen, mittelst des Hughes-Apparates Zeichmmgeu zu telegraphieren, so dass die Photographien von Verbrechern in den Hauptcontouren erkenntlich in derselben Stunde allen Polizei-Centralanstalten Europas mitgetheilt werben können. (Nachdvuck ve,bo>en,) Das Opfer der Liebe. Roman von Max von Weißenihurn. (btt. ssortschuns,.) , «Sie wnrden besser auf dem Sopha liegen, My-aoy,» heeM<. das junge Mädchen sich zu sagen. «Fran on Nranlien, wollen Sie mir helfen, die gnädige Fran ""eder dorthin zurückzubringen.» Beatrice aber wehrte ab. ^ «Ada!» rief sie ans. «Sie verbergen mir etwas! ""s soll es bedeuten? Ein Verdict? Ich dachte, nnr enu es sich mn einen Mord handle, könne von einem '"lchen die Rede sein!» ,. Hin- und hereilendc Schritte, lante Stimmen Mn sich vernehmen. Thüren gicngcn anf nnd zn. Was hatte all dies zu bedeuten? s, Frau von Veaulien eilte an die Thür. Ada war Ul bleich geworden. Beatrice hatte sich erhoben, schwer 'Ultzte sie sich „lit beiden Händen anf den Tisch nnd ei ^'" lautlosem Schweigen des Augenblicks, welcher "le Entscheidung herbeiführen mnfstc. mi, .^" sl"? die Thür anf, nnd Lady Eastwell stürzte ""t wnmphicrendcr Miene ins Gemach. t>„ t '?^ ist geschehen? Du siehst alls, als brächtest "" Nohe Knnde, Bertha?» fragte Beatrice. k?.. c^H bringe sie cmch!. r^f die andere fruhlocken- rn Tones. «Das Verdiet lantet, wie ich es vom An-M an ersehnt und erfleht! Glaubst du, solche ^echtlgkelt würde nicht bestraft? O. Mifs Morton «o du. Eleonore, trachtet nicht, mich zum Schweigen zu bringen. Es gäbe keine Gerechtigkeit mehr anf Erden, wenn solcher That nicht die Strafe anf dem Fuße folgte!» «Vertha, um Gottes Barmherzigkeit willen, komme fort von hier. Dn wirst sie todten,' wenn du ihr die Schreckensnachricht verkündest!» Fran von Aeanlieu bemühte sich. Lady Eastwcll aus dem Zimmer zn entfernen; diese aber widerstand, nnd der rachfüchtigc Ausdruck in ihren Angcn nahm zn. Wie ein Sturm brauste es über sie herein. Sie sollte schweigen? Die Vergeltung, nach der sie so lange Jahre gelechzt, sie sollte sie sich' entgehen lassen? Mit allen Künsten der Koketterie hatte sie einst danach gestrebt, den schönen, stolzen Henry Carr, den alle Frauen anbeteten, zu fesseln nnd in ihre Sclaven-kettcn zu schlagen. Und umsonst war all ihre Mühe gewesen. Beatrice hatte den Preis davongetragen, um den zu erlangen Bertha sich in den Staub erniedrigt haben würde. Mit zuckendem Herzen nnd tief beleidigter Eitelkeit hatte sie ihr Spiel in ein nichts zerfallen fehen muffen, jene andere das, was ihr Erfül-lnng des höchsten Zieles gedäucht, als eine unerträgliche Last bezeichnen hörend. Den einzigen Mann, den sie je geliebt, soweit sie überhaupt zu lieben imstande war, hatte sie verloren! Und nuu endlich, endlich die Stunde der Rache gekommen war, uuu sollte sie schweigen? Neiu uud tausendmal uein! «Lady Eastwcll, ich beschwöre Sie, sagen Sie ihr nichts! Sie ist unfähia, mehr zn ertragen!» flehte Ada. ! Beatrice blickte von der einen zu der andern hin- über nnd machte vergebliche Anstrengungen zu sprechen, aber kein Laut wollte über ihre bleichen Lippen. Doch endlich siegte ihr starker Wille und sie stieß schwer hervor: «Sprich, Bertha! Ich kann alles vernehmen!» «O nicht jetzt!» bat Ada. «Ruhen Sie sich zuerst aus. Lady Carr, dann werde ich es Ihnen mittheilen !» «Nein, nein, ich will es wissen und sogleich!» be-harrtc Beatrice. Jetzt war es Lady Eastwell, welche zanderte. Die plötzliche Fassung Beatrice's erschreckte sie mehr, als ihre frühere Machtlosigkeit, und so sehr sie sich anch des Trinmphcs frente, so fürchtete sie doch die Folgen ihrer Mittheilung des soeben Geschehenen. «Sprich, Bertha!» drängte Beatrice. «Nun, wenn du es durchaus wissen willst, es hat sich herausgestellt, dass der arme Henry keinem Unfälle znm Opfer gefallen ist!» «Keinem Unfälle?» Beatrice's Stimme klang so verzweifelt ruhig, dass Lady Eastwell sich täuschen ließ; nicht so Ada Morton, die das Antlitz mit beideu Händen verhüllte. «Nein, keinem Unfälle!» verfetzte Bertha kalt. «Sein Tod war ein gewaltfamcr — er wurde ermordet!» «Ermordet!» schrie Beatrice auf. 'Wer, w^ sagt das?» ,,.,, «Das Gericht!» rief Bertha mit höllischem Triumph. «Henry Carr fiel von verruchter Hand, und Hugo St. John ist sein Mörder!» Laidacher Zeitung Nr. M 1420 30. Juli 1886. — (Darwin.) Darwins Sohn wird im Herbste das Leben und die Briefe seines Vaters veröffentlichen. Das Leben soll ein autobiographisches Capitel enthalten. — (Eine Katastrophe im Bade.) In Rimini stürzte, wie von dort gemeldet wird, während einer daselbst vorgenommenen Lotterieziehung die dichtbesetzte Plattform der Bade-Anstalt ein, wodurch mehr als hundert Menschen ins Meer fielen. Zahlreiche Personen wurden schwer verletzt. Die Frau eines Majors, welche einen Beinbruch erlitt, infolge dessen eine Amputation sofort vorgenommen wurde, ist gleich darauf gestorben. Unter den Verwundeten befinden sich viele Officiere, welche die Verunglückten zu retten versuchten. — (Aus dem Gerichtssaale.) Richter: «Sie sind ertappt worden, als Sie Ihrem Nachbar im Theater sein seidenes Taschentuch stehlen wollten! Wie gieng das zu?» — Angeklagter: «Ja, das ist eine ganz eigenthüm lichc Geschichte. Man spielte ein sehr rührendes Stück — alle fühlten sich ergriffen und langten nach dem Taschentuche. Aber bei mir war es gerade umgekehrt — ich langte erst nach den» Taschentuche, und dann fühlte ich mich ergriffen,» Local- und Provinzial-Nachrichtm. — (Chronik der Diöcese.) Der hochwürdige Herr Canonicus Dr. Andreas Cebasek ist zum Hausprälaten Sr. päpstlichen Heiligkeit ernannt worden. Herr Johann Brence, Pfarrcoopcrator in Altenmarkt bei Laas, wurde auf die ihm verliehene Pfarre St. Gregor bei Ortenegg canonisch investiert. Herr Johann Kobi-lica, Vorstadtpfarrcooperator zu Tirnau in Laibach, wurde für die Pfarre Tschernutsch präsentiert. Herr Franz Augustin, Pfarrcooperator in Lustthal, wurde als Administrator der erledigten Pfarre Kopajn nnd Herr Mathias Kadunc, Pfarradministrator in Preloka, als Administrator der Pfarre Koprwnik im Decanatc Radmannsdorf angestellt. Der Deficientenpriestcr Herr Simon Azman wurde als Pfarrcooperator in Smarija und Herr Johann Ambroz, Alnmnus-Presbyter, als Vica-riatscooperator in Schwarzcnberg angestellt; Herr Albin Ilovski aber von Schwarzcnberg nach Brezovec als Pfarrcooperator übersetzt. Herr Franz Dolinar, Pfarrer in Trata, wurde in den bleibenden Ruhestand versetzt. — (Patriotische Spende.) Für das Radetzky-Monument in Wien hat das allgemeine krainische Militär-Veteranencorps in Laibach über Antrag des Corpscommandanten Herrn Georg Mihalic einstimmig aus der Vercinscasse den Betrag von U0 fl. gewidmet. Außerdem wurde beschlossen, unter den Vereinsmitgliedern eine Sammlung einzuleiten, damit jeder Veteran, wenn auch mit einem kleinen Betrage, an dem patriotischen Werke sich betheiligen könne. — (Der Quaibau) nächst der Hradezkybrücke ist nunmehr, was die Steinmauern betrifft, vollendet, und es sind nur noch die Stiegen herzustellen. Die Qaimauer wird aber noch weiter geführt werden, nnd zwar bis in die Nähe der Schneidergasse, und hat man zn diesem Zwecke bereits mit dem Einschlagen der Piloten begonnen. Der Bau wurde vom Unternehmer Herrn Loncaric solid ausgeführt nnd ist als Zierde unserer Landeshauptstadt zu bezeichnen. Wünschenswert wäre es, dass die Quai-mauer mit einem hübschen Gitter versehen werde nnd dass auch die dortigen Hausbesitzer etwas zur Verschönerung der anliegenden Gebäude thun würden. Seitens des Vor den Geschwornen. Seit Jahren hatte man in der kleinen Bezirksstadt Exminster, welcher das Fischerdorf Easten unterstand, keinen solchen Meuschenaudranq gesehen, als an dem Morgen, an welchem Hugo St. John vor die Assisen treten sollte, geziehen des Mordes an dem Manne, welcher sein Freund gewesen und au ihm zum Ver-rüther geworden war. Alle Schichten der Bevölkerung nahmen den lebhaftesten Antheil an dem Processe, und man harrte mit nicht geringer Spannnng des richterlichen Ausspruches. Nicht allein die Bewohner von Exminster legten für den seltsamen Vorfall Theilnahme an den Tag, sondern anch aus der Nähe und Ferne eilten die Menschen herbei, hochgcborne wie niedrige Freunde Sir Henry Carrs, wie auch solche, die ihn nur als Leiche gesehen, Freunde und Kameraden Hugo St. Johns, Menschen, die ihn gnt kannten und empört waren über die Anklage, die man gegen ihn vorgebracht, gegen einen Mann, den sie alle liebten, für dessen Ehrenhaftigkeit einzustehen, sie bereit waren; Freunde des Grafen und der Gräfin Eastwell, welche, durch Vertha beeinflusst, sich gegen den Angeklagten eingeuomme» fühlten. Auch viele Leute hatten sich eingefunden, die Beatrice nur dem Namen nach oder vom Sehen als Komm»« der Salons kannten, welche sie beneidet hatten um ihre glänzende sociale Stellung und die nun neugierig waren, zn sehen, wie sie sich als entthront.' Königin benahm. (Furtschung folgt.) Hausbesitzers Herrn Kollmann ist, wie wir dies mit Vergnügen vernehmen, in nächster Zeit eine Verschönerung seines Hauses geplant. — (Unterricht in der Korbflechterei.) Nachdem der Volksschullchrer Herr Anton Funtek nach Absolvierung des Fachcurses für Korbflechterei und Wciden-cultur am technologischen Gcwerbemuscum in Wien, wohin ihn der krainische Landcsansschuss im vorigen Jahre entsendet hatte, Ende April 1880 anf seinen Posten nach St, Veit bei Sittich zurückgekehrt war, fasste er über Anregung des kais. Rathes und Landesausschnssbeisitzers Herru Johann Murnik den Entschluss, eine Korbflech-tereischnle sofort ins Leben zn rufen. Bei diesem Unternehmen wurde derselbe vom dortigen Pfarrer Herrn Stefan Iaklic nnd vom Beneficiaten Herrn Franz Groznik in anerkennenswerter Weise unterstützt. Infolge dessen war es möglich, schon am 1. Juni l. I. mit dem Unterrichte zn beginnen, an welchem, wie man uus mittheilt, nun 1« Schiller, theils solche, welche die Volksschule be-sucheu, theils solche, welche der Volksschulpflicht bereits gcnügcgelcistet haben, thcilnchmen. Der tais. Rath Herr Murnik hat aber nicht allein die Idee angeregt, er war auch für die Bcistclluug der nöthigen Wertzeuge und sonstigen Erfordernisse besorgt, und nur seinen Bemühungen und praktischen Rathschlägen ist die Begründung dieser Fachschule zu verdanke,,, welche der Bevölkerung gewiss zum nachhaltigen Vortheile gereichen wird. — (Eingestellte Waffcnübungen.) Infolge des Ausbruches der Cholera in Trieft und Fiume hat das k. k. Kriegsministcrium angeordnet, dass die den, 97. Infanterieregiment und den, 19. Iägerbataillon an-gehörigen Reservisten zu den im Herbst stattfindenden Manövern nicht einberufen werden. Dasselbe gilt von allen Reservisten, welche in Trieft oder im Territorium ihren Wohnsitz haben, wenn dieselben auch anderen Trnppenköipern angehören. — (Jubiläum der Universität Graz.) Im Monate November d. I. feiert die Universität Graz das dreihundertjährige Jubiläum ihres Bestandes. Die Grazer Karl-Franzens-Univcrsität wnrde im Jahre 1586 gestiftet, 1817 nach 45jähriger Unterbrcchuug wieder hergestellt, aber erst 1863 durch Errichtung der medieiui-scheu Facultät vervollständigt. Die Festschrift wird der bekannte Historiker Professor Dr. Ritter von Krones verfassen. — (Grubenbrand in Sagor.) Mehreren Wiener Blättern wird telegraphisch gemeldet, dass in Sagor ein Grubeubrand ausgebrochen sei. Viele Arbeiter sollen infolge der Brandgase bewusstlos geworden sein. Bisher sei jedoch kein Menschenleben zn beklagen. — Uns ist bis zur Stunde eine Bestätigung dieser Nachricht nicht zugekommen. — (Ein Gemeinderalh zum Lachen.) Der berühmte Görzer Oemcindcrath, der jüngst den Antrag gestellt hatte, die Sitzung möge verschoben werden, bis er einmal keinen Hunger mehr habe, oder doch wenigstens zu einer Zeit abgehalten werden, wo das Abendbrot nicht auf ihn wartet, hat sich durch die sein seltsames, aber des gesunden Humors uicht entbehrendes Vorgehen geißelnden Worte seines Collegen, des Dr. Veimtti, so gekränkt gefühlt, dass er demselben, wie man dem ^Triester Tagblatt» meldet, gleich „ach dem Frühstück seine Zeugen sandte, um blutige Satisfaction zu fordern. Ob aus diesem Duelle, das eigentlich ciuer Mageusache sciuc Entstehung verdankt, etwas wird, ist bis zur Stuudc nicht bekannt, tragisch aber wird die Sache keinesfalls enden, denn die Duelle sind ja heutzutage nicht mehr gefährlich, nnd die Luft verträgt noch manch ein Loch, ohne Schaden daran zu leiden, — (Schadenfeuer.) Aus Gottschee berichtet man uns: Am 24. d. Mts. brach beim Kaischlcr Josef Bauer in Potok, Bezirk Gottschee, Feuer aus, welches dessen Haus und Wirtschaftsräumc total einäscherte. Der Schade beträgt circa 5()l) fl. Bauer war auf seilte Objecte nicht assecuriert. Das Feuer soll durch Unvorsichtigkeit entstanden sein. Nur dein raschen Eingreifen der Feuerwehr von Brod in Kroatien ist es zu danken, dass das Feuer bald localisiert wurde. Neueste Post. Original-Telegramme der Laib. Zeitung. Wicu, 29. Inli. Erzherzog Karl Ludwig und Gemahlin sind heute mittags mit dein Eilzuge der Nordbahn uach Peterhof abgereist. Graz, 29. Juli. Se. Excellenz der Herr Statthalter Freiherr v. Knbeck hat heute einen mehrwüchent-lichen Urlaub angetreten und sich zu längerem Aufenthalte nach Tirol begeben. Tricst, 20. Juli. Von gestcrn bis hente mittags sind hier 10 Personen an der Cholera erkrankt nnd eine gestorben. Finmc, 29. Juli. In den letzten 24 Stundeil sind l),er -j Erkrankung^ und 3 Todesfälle an Cholera vorgekommen. Im ganzen sind bisher 12! Personen an der Cholera erkrankt nnd 74 gestorben. Amsterdam, 29. Juli. Die Ruhe ist volliq hergestellt. Auf dem Noordenmarkt ist eine kleine Kirche uuch von deu Truppen besetzt. Laut amtlicher Fest- stellung beträgt die Zahl der in den Straßcnkämpfen Oetüdteten 43. London, 29. Inli. Für das Cabinet Salisbury wurden bisher Lord Iddesleigh zum Minister des Aeußeren, Marquis of Londuuderry zum Vicekönig von Irland, Sir Michael Hicksbeach zum Staassecretär für das Innere nnd Lord Churchill zum Schatzkanzler ernannt. London, 29. Juli. Reuters Office erfährt aus Pcking, dass zwischen England und China eine Convention unterzeichnet wurde, in welcher China sich w'.t der englischen Herrschaft in Äirma einverstanden erklärt und die Förderung des Handels, welcher durch ein besonderes Abkommen geregelt werden soll, verspricht. Coilstalltiilopcl, 29. Juli. Der russische Botschafter Nclidov überreichte dem Sultan am 26. Juli ein Handschreiben des Zaren, worin derselbe seine freundschaf^ lichen Gesinnungen ausdrückt und die Hoffnung des ferneren Bestehens der gegenseitigen freundschaftliäM Gesinnungen aussftricht. Angekommene Fremde. Am 28. Juli. Hotel Stadt Wicil. Schrodl, Iugcuieur; Winter, Procunst! Steiner und Mostr, Kaufleute, Wien. — Wiudt, Fabrikant, Iicin, — Kasvarel, Ingenieur, Graz. — Milri, Privatier, sammt Frau, Trieft. — Staudhoser Emma, Private, Planing Hlltcl (klcflmt. Lnssieur, Reisender, Genf. — Schmidt, t. l. H"I' rath, und Goldsand, Kanfm,, Wieu. — Neumann, Kmlfm<> Daruvar. — Smolniker und Freudwciller, Private, Klagen/ fürt. — Atteneder, Theolog, Marburg. — Mathes, Hotel' bcsitzcr, Cilli. — Sest, Oberlehrer, Mottling. — Paveliei un° Neumann, Private, Finme. — Fckete Maria, Private, Pola- Hotel Zairischer Hof. Krainz, Besitzer, Durnegg. Gasthof Siidliahnhof. Nearly uud Leidlmann, Reisende, Wien--- Pegan, Besitzer, Wippach. — Urbais, Besitzer, Hrastnigg' Gasthof Sternwarte. Mataromc, Oberlehrer, Ielsane. — Merhel, Privatier, sammt Frau, Reifniz. — Flrs Paula, LehrenN, Slavina, ___ Verstorbene. Den 2«. Juli. ssrancisca 6op, Lehrers-Gattm, ü8 I>, Kuhthal N, Darmlalarrh. Den 2 8, Inli. Maria Glinsel, Mehlhändlers Tocht", 2!i I,, Floriansgasje 1, Lnugeutudercnlose. — Maria Bittnc, Aichmeisters Gattin, 15 I., Nathhau^ftlatz 17, Lun^entnbercnlost' — Johann Poland, Greisler, 44 I., Triesterstraße N), 'I',!'"" ««!«!)! i. — Marün Mali, gewesener Stations-Äorstand, 39 I>, Hnhuerdorf ti, sliiilin^j» li«pa!,i». Den 2 0. Inli. Rudolf Vlcchschmidt, Veamtens.Soh", 2 Monate, Floriansgasse 19, Atrophie. Meteorologische'AeM " "H VZ'-i Z^ "''"b be« Himmel« L-Z ?U.Mg. ^ 2!), 2.N. 7N)M 22,8 NO, mäszig halbbewoikt ",00 9 . Ab. 740.^ 15,4 NO. schwach heiter Heiterer, lnhle,' Tag. Das Tagcsmittel der Wärme 19,»,, um 0,5" uutcr dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: I. Naglii. Verfälschte schwarze Seide. ^«Nen be« Etossc«, von dem man laus>>» ,»,li, »nd bic mr.vnü Vcisalichunss tritt svsort zutage: (5chtc, icin gefärbte Ceidc liäulctt sofort zusammen, vcvlo'sch« l'ald «nb hiütnläsal wcniq Asche vo» aa»,, l»cN< l'läunücher Farbe, — Vrrsäls^ic Ccidc (die leicht spccliss wirb »»d lnich!» l>«,!»t lansssa'i! sort, uameilllich s,Nmmcn die ,,Schl>,s«säden" weiter <,»!>'!!, s^nd^,! friimmt, ^odrilckt m,», die '/Ische bcr cchtc« Sc de, so zer« släul'l sie, die der ueisälschten nicht, D,it< Cc dexsabril Depot «o» . Hc»»el>t> „ (l, n. l. HoMeseranten) i» Zürich versendet ssern Must« von sein.'» echten Seidenstoff»» a„ j^«mcn»! u„d liefert einzelne N^ci, nnb «anze SiOcke zollfrei in« Hau« ohnc ^ollbcrechnuna, Ei« i>« lr, ' N5?i> ^ Allen Freunden uud Bekannten theilen wir W ^ mit, dass der Allmächtige unser herzlicbcs Sühnlein W « im zarten Kindesalier uach längcrem Leiden durch ^ ^ den Tod erldst hat. W W Familie Blcchschmidl. W W Danksagung. n W Für die viele» Beweise herzlichster Theilnahme W ^ während der Kraulheit uud beim Tode unseres in- M >W nissstsseliebten Galten, beziehungsweise Schlvicgcrsohnes, M « des Herrn M > Mathias Mikesch I DD Schneidcrineistcr ^ W solvie fiir die so zahlreiche Betheiligung ant «eichen- W >> bcgäiil^nisse und f>!r die schönen Vlumenspeudeu spn" W M chcn wir hiemit unseren innigsten Danl aus. W M Laibach aul 20. Juli 188«. D W Dic trallcrndcn Hilitlrblicbcllc«. > 1421 Course an der Wiener Börse vom 29. Juli 1886. N^ d^ gellen loursbla«e. Geld Wal, Etnnts.Nnlehen. ^°'«Nl«»te ....... 85-^ «5-60 «,„1.» 4"/« S,a.,,«!lole 25.0 sl, ,»,50 I«!! 5« »»'^'«^ «,."°'^ -"« « ,42 20 14!! 50 ^" 5«/« Mnsle! !!»<>„ ,4,-14150 ""'' ^'««"lolr . . i«o .. UÜ'25,!!->50 ,!^»sckc!!>e , , per Kl, s>7_____- ^" ^)csl Goldrcnte, slcuersxi . >21 — ,p,«rn»c l.n/n .... L4 !,u !!50,'> " '^'!«»l'.'Ä»I. IlU sl. ii. W. 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I2—10, 0« dtl>, in 50 „ „ 4«/n . »?'— «? 50 No. Prämien Echuldvülschl.3°/., lU0 5l!l0I — >^s!,HyPl'll>rlc!,ba>,l «Uj, 5V,"/„ "ü lb - — Q.st.'UNg. BüNl Vlll. 5«/n . . I0I-—I«1l!s> tlo. „ 4>/,"/<> - loiüo lUi! Ä(» dlr, „ <"/„ . . W°?b »8 U5 U>iss, nll,i, VotcncicditcNcticnges. ,<^ Plf! in I, 18,!» v>,ll. 5>/,"/» —'--------'»» Priurilätö»Ol»ligationen ,!»!l 1^0 f>,) «ilüal'eth Ncsibüh» I, Lmisslon ^.— — — '^c>d!i,a»de'Uieidl!ahn in Ibcr <,«»(, z»z» 30 ,UlN!z'(jri>i.^al)»..... hß80 !»?«(> ^aü^ijch« it.!><»^ubw,g«Bahn .,d«I 30U sl, S. ^/,»„ . iui.z5irdcl>lu>ncv....... —-— ^. — Gcld Nn« Slaatsbahn 1, Emission . . lo« — — ^ Südbahn i^ »<>/°.....1«« — l«li 50 « l^ 5°),.....153----------- Ung.gallz. Nahn.....101 ?o,o2 id Diverse l!«se (pcr Stuck). Liedillosc ino s>...... I79<«517975 LlarN-Lose 40 f!...... 4«— <«-f,0 4°/„ Do»au fi. . I19—li»l>0 Lailochcl Plämlen»V>nl«h. «0 sl. 20 75 2,2^ Oscnel ^ose «» s!..... «;— «,-«, Palftykole , n»!>. 14 35 I4«5 Rud°ls^'o!,c ,0 fl..... ,8 75 ,«25 kalM'^osc 40 sl...... 50-75. 57 «5 N!,°Or»oi»^os!,- 40 sl. . . . kß^ 5N75 Wnldsicin.vosc !i», Wiener, 100 sl. . io3-80jl04 20 Bd>>l,r.-Ä>,st.,Ocft.z!«l»sl.S.4,!)-5'»^> — !ilb!,'«>Ns!.s.HaNd.ll.G, KWsl. !2KI-N0^1!»(' Lreditbanl, ÄUg, U»g, ^»0 sl, . ^9—!»«!» 5N Dcpusücnl'aül, Allg.liuu sl. . ,^(>—il»ubft t. «1— «8 — r»udc»v., »jl. ^oujl,^!»,5l)"/« lrhieva»l, VlUg i^u si. . 155 5(»!5h„ «00 fl. nand«'iliordb. looa sl, «i^l, iü' ,fran»-Iofts»Bahn »00 sl, Silber «1 - 221 l»o st>!:,stirchen ^alcser Eisd^Oxsl.S. 1»4 401^4 70 Glll!,,itl>rl«Vlldw!g vX0Usl,CM. —'--------— Wiaz ttollach«,-lIe»< bahN'Oejellsch»,! »!^ sl. ö, W. »»» 7b««»-«5 i!l°yd,öst,'U,!g,, Tries!500 fl.Cüli. — — ^,_ OesterrNoibwcstb. üOU sl. Silb. i?4b0i?5 — bio, (lit,«) ll!»l< ,!, Süb» . 171 »^171-50 Prag-Dürer «tiscnb. 150 sl. Silo. ,5.- ^« — Nudols'l ahn XU0 >l, Silber . i«3 751l>4«5 Siebendilrgci «tisenb. i!0ll sl. — — —-.. Slaaliltisci'.dHh!! ^„1. ,1. «. W, . l81-80L»2 30 Velb Ware Güdbahn »00 fl. Gilber , .117 —,17 5« SUd'Norbb .«erb.^loufl.llVl. i»7 ,5 I«7 75 Ihciß.Uohn «00 II, ö, W. . . ^ — ^ — Iramway-Ges,, wr '?0fl ». w. 1»» — >«« »5 , Wr„ neu loo sl. ll>« 75»0? »t» Tran«pl>rt»<»elelllchaft 100 sl. . — - — — Unn'galiz. «isenb. »00 sl. Silber »?»«> »7S — Ung Nordoftbahn »00 sl. Silber,7S 25 17» 50 N»8,weslb.s«aab.Vi-a,) »oosi.V. 17» 50 17b?t InbuftrieNetien sper Stück). Hgvbi und Kmdber», Eisen» und SlahllInd, in Wien loo sl, . — — — — Hlicnbllbnw^i'cil)», i. »0 sl.40"/, — — —-— ^!l'cn!iihl". Papiürf, u. Ä.'V. « — «450 lünn.Otscllsch., öftcrr.»alpin« «7 »5 »7 75 >g« s>,!i^!!b.»Gcs, «0« !l. .lb«üo il>7-— ^, c.llio.Illrj, !t,senraft. 100 sl. ,1,1— 144 — wafsens'G . Ocft. >n W, 1 « Oll. London.........l«« 05 126-45 ^ari« .........Ü0—50 07» Petersburg .......—— —-— Valuten. 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