Sine neue Aera. 'Oedanken z« den Gemeinderatswahlen. " ' Marlbor, 24. Scpteinbcr. Der vergangene Sonntag bedeutet einen Wendepunkt in der Geschichte unserer Ttadt. Zum ersten Z)?ale seit dem Umsttirze schritten sämtliche Bürger unserer Stadt ohne Unterschied der Nation zur Wahlurne, um einer neuen Gemeindevertretung das Leben zu schenken. Die Bedeutung der Wahlen war umso größer, als sich diesmal die deutschen Bürger unserer Etadt zum ersten Male nach dcm Zusaminenbruche der österreichisch-ungarischen Monarchie an der Wahlschlacht beteiligten. Wie es schon im vorhinein zu erwarten war, errangen die iin „Nationalblock" vereinigten slowenischen Parteien 32 Mandate und damit die absolute Mehrheit im neuen Gemeinderate. Eine neue Zeit scheinen die Wahlen der Weiterentwicklung unserer Stadt eröffnet zu haben. Die schweren nationalen Kämpfe, die immer und überall mit den schädlichsten Wirkungen für unsere gesamte Bevölkerung verbunden waren, werden nuninehr einer friedlichen, auf wirtschaftlichen Prinzipien aufgebauten Erneuerung unserer während der Kriegs- und Nachkriegsjahre arg hergekommenen Gemeindewirtschaft Plak machen müssen. , Die Programme der beiden Parteien, die ?n der nächsten Zeit in erster Linie fiir die weitere Entwicklung unserer Stadt von ausschlaggebender Bedeutung sein werden, — d. i. der „Nationalbloc!" und die „Heimische Wirtschaftspartei" .—, bieten Hinreichende Bürgschaft dafür, daß wir uns durchaus nicht täuschen, wenn wir den nächsten Iahren eine entscheidende Milderung der nationalen Gegensätze und damit eine crl)ebliche Besserung unserer wirtschaftlichen Lage anheimstellen. Zweifellos wird die wirtschaftliche Zusammenarbeit der slowenischen nnd der deutschen Elentente viel zum gegenseitigen Verständnis und zur Ueberbriickung der bisherigen, oft ganz ungerechtfertigten Gegen-jätze beitragen. j Unsere Draustadt ist ein Gemeinwesen mit Erwachender Industrie und mit aufstrebendem Handel und Gewerbe. Schon allein aus diesem Grunde wäre den neuen Gemeinderäten ans Herz gelegt, fern von jedem Nationalhaß und jeder Parteipolitik einzig und allein die wirtschaftliche .Hebung unserer Stadt und die Wohlfahrt ihrer Bürger im Auge zu behalten. Nur diefer Weg verspricht uns den erlösenden Ausweg, der uns aus der bisherigen Periode des nutzlosen und die ganze Stadt schädigenden Partei- nnd Nationalhaders herallsführt und nns eine neue Aera friedNcher bürgerlicher Zusammenarbeit znm Wohle der gesamten Bevölkerung unserer Stadt eröffnet. Die bisherige Epo6)e des Mißtrauens znnschen den einzelnen Vcvölkerungsschichten sei beendet und ein?r schon lang ersehnten Beruliigung der Gemüter und Aussöhnung der Geister der Weg geöffnet! Strengste Gerechtigkeit, Unbefangenheit und Unparteilichkeit sind die Grundsähe, nach welchim der Gemeinderat die Geschicke der Stadt bestiulmen soll. Iut vertrauensvollen Zusammenwirken mit einer treuen und gut geschulten'Beamten- und Arbeiterschcist muß seine ganze Tätigkeit darauf gerichtet sein, dem öWtlichen Wohle /;u dienen und alle Maribor. Donnerstag, »en 2S September tS24. Nr. 2t9 - S4. Jahrg. Me Tnien>ngs»ulagm sllr die penfiontsttn. Auszadlung d«r neuen Zulagen ab t. September. Sitzung des Finanzausschusses. — Die restlichen Paragraphen der netten Verordnung. — Ein Antrag des Abg. Zebot. — Die Radikalen ^ir den Ausxahlungstermin am 1. September. uete V. KostiL, daß die Zulagen voul I. April und ulcl)t erst voni 1. September an znr Auszahlung gelangen sollen. Spaho lehnte den Antrag ab, da sonst infol^ic.' der budgetären Verhältnisse die Zulagen verkürzt werden lui'lszten. Die Radikalen ver-lang^teit die Unte'.'brechunlg der Sitzung zur internen Beratung. Nach 'oer Pause erklärte ihr Redner, daß sie don Antr.ig der Nesiie-rimg, die Zulagen der Pensionisten erst vom Z. Septem'bcr an auszahlen zu lassen, annehmen, . . ZM. Beograd, 2-j. Seßtembcr. Heute vormittags hielt der Finanzausschuß eine Sitzung ab, in der die restlichen Paragraphen der Verorduung über die Teuerungszulagen der Pensionisten mit geringen stilistischen Aenderungen endgültig angenvnimen wurden. Beim Artikel 2.^ stellte der Abg. ^ebot (Slow. Volkspartei) den Antrag, daß die Zulagen der Pensionisten nur im Ausmaße von 50 Prozent und nur für staatliche Forderungen pfändbar seien. Der Antrag wurde angenommen. Bei der Debatte über den Artikel 27 verlangte der radikale Abgeord- Am poWAm Lage. PetroviL' Konferenzen mit Radiö. — Alle Hauptschwierigkeiten seien itberbrürlt. Minister Petroviö iiber Radiö. — Fromme Wünsche der Radikalen. — Bor einer groszen Bersammlungsaktion der radikalen Partei. — Empfänge bei David,iviö. Skupschtina. Die radikale Partei bereitet eine große VersammlnngSaktion vor, an der sich die gewesenen Minister nnd die Abgeordneten beteiligen sollen. Auszer deni großen Meeting in Predor soll Sonntag auch in Slara Pazrna eine Versaminlung der Radikalen abgehalten U^erden, an der auch Pai^ii: sprl.'chen wird. Nach dieser Versammlung wird PaZit" auch an mehreren anderen teilnehmen. Taö Blatt „Breme" schreibt, die Radikalen s^'i?n der Ansicht, die Negierung befinde sich in einer kritisclien Lage, weshalb man die N'eitere Entwicklung der Dinge mit Ungeduld erwartet. .'deute vormittags hatte Pa.^l WstB. Paris, 24. September. fHayas.f Das „Journal" glaubt, der Beschluß deZ deut scheu KabinetteS hinsichtlich der Ausnahme Deutschlands in den Völkerbund zeigt, daß es hiebei von der These Stresemanns geleitet worden sei. In der Tat habe Deutschland beschlossen, nichts zu beschließen und die Dinge ihren Lauf nehmen zu lasseu. — „Petit Parisien" sagt, der Beschluß beweise, dag Deutschland die Absicht hcibe, die Frage einer allgeineiuen Regelung des Friedens neuerlich' aufzurolleu. Tie Mächte, die allzu sichtlich darauf dräugen, daß Deutschland um fcinS Zulassung zum Völkerbunde ansuche, hätten es dahin gebracht, daß Deutschlaud uun eine Reihe von Ansprüchen vorlege. — „Oeuvre^ erklärt, „wir könnten es nicht zulasseu, dah' Deutschland sich als Sieger gebärde und de« Pakt des Völkerbundes nicht anerkenne, der von allen, die ihm beitraten, die Achtung vor iulernatioualeu Verpflichtungen fordere.^ Kein Attentat auf K3nig Boris von Bulglt» rien! ZM. Sofia, 24. Septenrber. Ter ^önig Boris ist gestern ohne Zwischeusall in Sofia eingetroffen. Alle Meidungen von einem ver^ jUchton Attentate sind leere Ersind!:ngen. Ein Memorandum der mazedonischen Organisation. ZM. Sofia, 24. ^eptencher. Die maz<4>c,-nis^e Organisation der Revolittioncire bat an die gegenwärtige Völkerbundta.iung ein auofiihiliches Menwran>dum über die mazo-donisclx? Frli>.i<' gesan'cit, welches von den un« glaublichsten Entst<'llnngen auf «^losten Grie-cl)<'nl-l7nds lmd Ingoslll)viens ''ti'otzt. DaÄ Meinoranduul wurd..' auf Iuiti^nive d^r buk« garischeu Regierung verfaßt, um die Ans-merksmukeit der Welt von dem Blutvergi?« ßen abzuleukeu, an ^deiu Min:stervräiide7it Canlow Ull'5 General Protc^feros die Hmlpt, schuld tragen. Neuerliche Zusammenstöße in Bulgarien. ZM. Sofia, 2-l. Sevtemlier. ^u Vidiu ist vorgestern auläßlich des Tot.'namles für Aleksandrow zu Stras^eukämp''en zwischen den gegnerischen P'.n'teien gekommen. Zebn Personen n'urden schn'er verwundet. Auel? die Käu,p^e in T^umaja 'c>^iucrn noch au. Ein geplantes Attentat auf den französische!» NZinisterpräsidenten? WKB. Paris, LI. Sevtember. (Havas). .^Nirz uv Ss^tanj: Johann Solnir, Oberlehrer in Ptuj; ifür Konjice, Rogatec, Smarje und Kozje: MiloS Grmovsck, biccher BezirkSschulmspeittor in, Slovenjqradec' snr Eelje Stadt und Umgebung, Vransko, Gornji Gri^: Ludwig i^ernej, Be^zirlsschulinspektür in Celje; für Ljutomer, l^rnja Radgona, Lenart: Franz NarbaS, Oberlchrer in Ljutomer; für Maribor Umgebung und Slo-penska Bistrica: Matthias Lichtenwallner, Z^zirtsschulinspeki^or in Mariö'^r; für Mur ska Go^ta: Aleksander NeZina, Oberlehrer tn GanSam unid für Dolnja Lendnva: Iu-vus Sontler, -Obcrlchrer in Vidnnci. t.Die Forderungen der Beamtenschaft. Die Dereiniffung der St>aaMc növer erzielten sehr gute Ersolze, ober auch die Lei'stungen im (^^biete der unteren Adria unter dom Kommando d'es Adn'.iral Prica waren z-usriedenstellculd. An It^^'n Manlivcrn nahmen auch einige höhere OffiiZ^icre teil. t. Tagung der internationalen Donaukom« Mission in Bled. Am 24. d. fand in Bled eine Sitzung der interilationalen ständigen Liom-Nlission für das Donau-Wasser-Negiiue statt. Die Tagung dieser Kommission dürfte voraussichtlich 8 bis 10 Tage dauern. Die stonnuis-sion wurde auf Grund des Artikels ^'93 des Friedensvertrages von Trianon aufgestellt und obliegt ihr die Aufgabe, die Einheit der Wasserläufe zu erhalten und zu verbessern, die durch die neuen Grenzen zerstückelt wurden. Der Vorsitzende wird vom Völkerbünde ernannt. Borläufig führt den Vorsitz ioerr Carlo Rossetti. Ilnseren Staat vertritt .^X'rr F. Bilfan, der gleichzeitig unser Vertreter in der Donaukommission ist, die ihren Sitz in Bratislava hat. In der in Bled tagenden Komuiission sind ciußer unserem Staate noch Oesterreich, die Tschechoslowakei, Ungarn und Rumänien vertreten. t. Ein bestialischer Raubiibersall aus der Strahe von Sv. Lenart nach Sv. Trojica. In der Nacht voul 21. auf den 22. d. wurde der .'^7jährige Besitzer Vinzenz Kinkl aus Par-tinje auf der Straße von Sv. Lenart nach Sv. Trojica Unbekannten i'lberfallen, verprügelt und volskomnien ausgeraubt. Als Kinkl ahnungslos auf der Strasse daherkam, versetzte ihm der unbekannte Täter mit einem Prügel von hinten einen Schlag auf den ^opf, so dafz Kinkl sofort zusmnulenbrach. Als er sich wieder aufrichten woNte, kniete ihin der Angreifer auf der Brust und schlug so lange auf ihn ein, bis Kinkl regungslos liegen blieb. Hierauf raubte er den Bewus^tlofen vollständig aus und zog ihm sogar die Kleider bis auf das .'^'^emd und die Unterhose aus. Kintl n'nr-de erst am nächsten Tage von einem Bauer noch im bewusztlosen Zustande anfgefnn-den und nach Verständigung der Gendaruierie ins Altgemeine Krankenhaus nach Maribor überführt. Der Arzt konstatierte einen Bruch der Schädelbasis, einen doppelten Bruch des rechten Arn:es sowie mehrere Rißguetschlvun-den und Hautabschürfungen. t. Die „Marianischen Kongregationen" in den Schulen wieder gestattet. Das vom srü- Heren Nnterrichtsmiuister erlassene Verbot beMgli-h des Eintrittes der Schuljugend in ldie „Mari-anischen Kongregation "n", wurde von Dr. KvroSee au>sigehoben. t. Sparmaßnahmen des Vatikans. Wie eine römische Agentur uiitteilt, hat der Papst die Absicht, dem Lurus in der Bekleidung der Kardinäle, Erzbischöfe und Bischöfe ein Ende zv nlachen. Um den zurzeit geltenden Beklei-dungsvorschrifteu zu genügen, mus^, der Kardinal für seine Gewauduug ein kl^'ines Ver-Ulögen ausgeben. Seine Garderobe besteht anS roten, violetten und schwarzen Geivändern aus Seide, Tuch und mit Kragen aus Hermelin und anderen Pelzarten. Der Papst will nun die Zahl der vorgeschriebenen Gewänder stark einschränken. In Zukunft soll es sür die jtardinäle bei einen? roten und und einem schwarzen Gewand bleiben. Die Erzbischöfe und Bischöfe werden sich mit einem schwarzen und violetten Ornat begnügen müssen. Die seidenen Gewänder sollen überhaupt abgeschafft werden. t. Der „Lusitania"-Fall zugunsten Deutschlands entschieden. Nach eiuer Meldung aus Washington hat der unparteiische Richter Pnrkcr von der gennschten Scha^^'ne^rlatzkom« nlissiml für die Kriegsansprüche lo-ahin entschieden, das; Deutslchlan'd für rlf auf der „Lusitania" getötete Personen nicht haft!b<;r genmcht Nierden könne. Er müsse die An-spri'lche in: „Lu'sitiania"-Faste ?»eswegen a^ weisen, weil Deutschland in gesetzlicher Hin-sicht als uuinittelbarer Verurja'cher dieses Schiffsunterganges nicht v<'rmiiworllich sei. Die Konnuission selbst svar zu keiner Eini-nigung i'rber 't^iese Streitfrage gekommen, ^ln ganzen hat die deutsch-amerikanisch«! Schaidvners^Mvminission Ent scheidung.'n Uvr' einen Gesamtbetroq von üb.'r K5 Mil-liouen Dollar veröffentlicht. Darnnter befinden sich ungefähr Millionen 100.000 Dollar für 61 onrerik-anische Versicherungsgesellschaften und 24 Millionen ."^00.000 Dollar an das Veteranenbilreau. Die E^itfchei-idungeu betreffend d>as Veteranenoilreail nn'o ti! BelPcherun'l^'Msellichaften d.ecken den Sch-aden, ^den amerikanische Versicherer 'durch den Verlust von Schiffen uu^L.tdnngen infolge von KriegHan^olungeir erliti.-'n haben. Mit dieser Entschei!d'ung ist eine seit langem liwstrittene Rechtsfrage ans der Welt geschafft. Dlist leine iriiendwie Pc^litisch geartete Instanz, sondern ein unabhängiger anie» rikauischer Richt-'r Idcn Aus^ichlag gege^ben hat fiir die Verneinung der Schtkld des Deutschen Reiches, ivird begreift'ichenv.'ise in Deutschlan>v mit großer Genug!uung aufgenommen. t. Ein entsej'.licher Lustmord. ?lus Berlin wird telegraphiert: In der Nähe von Friedrichshafen wurde eiu furchtbares Verbrechen entdeckt. Leuten, die Pilze suäiten, fiel ein vierjähriger Junge auf; als sie sich näherten, sahen sie dort die gräßlich verstümmelte Lei« che einer Frau liegen, die vollständig na'kt war. Die Füße waren vom Rumpf getrennt. Die Polizei stellte fest, daß es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um einen Lustmord handl?. Es handelt sich um eine obdachlose Frau, die niit ihrem Kind auf der Wanderschaft war. t. Furchtbare Sühne. Aus Berlin wird gemeldet: Iu einem Hotel im Berliner Westen hat sich vorgestern mittags die Gattin eines chilenischen Bankiers, Frau Anita Kippmann, eine geboretle Wienerin, erschossen. Sie hatte am Vormittag mit ihrem Automobil in Wil-inersdorf den Rittergutsbesitzer Grafen Do-nlinikus vpn Strachwitz überfahren. Der Graf ist infolge eines Schädelbruches im Krankenhaus gestorben und als Frau Kippmann-die Todesnachricht erhielt, jagte sie sich eine Kugel in die Schläfe, die den sofortigen Tod zur Folge hatte. t. Beisetzung Henrik Sienkiewlez in War-schau. Wie die „Nova veforma" zu berichte» weiß, hat Kardinal Kakowski die Einwilligung gegeben, die Ueberroste des großen polnischen Rommischriststellers Henryk Sienkie-wicz in lxjer Krypta t>er Warschauer Kathedrale beizusetzen. Henryk Sientiewirz, der in Vevey in der Schweiz begraben ist. wird noch in diesem Jahre eMmiert un!> Trach Warschau üi^rführt ^Verden. — «ochiMt«» ax Maribor, 24. September. ' m. Aus dem Staatsdienste. Zum Bezirks- schulinspektor sür die städtischen VolksschuleA in Maribor und für die Bürgerschulen im Kreise Maribor wurde Herr Franz Fink^ Bezirksschulinspektor in Maribor, ernannt. nl. Die Staubplage in unserer Stadt. Fast feine andere Stadt ist einer solchen Staubplage mrs-gesetzt, wie Maribor. Nicht nur, ldaß die Gemeindeverwaltung keine mo« ldernen Reinigungsnüttel besitzt, wird noch das primitive Straßenkehren noch während des Tages besorgt und dtadurch die Staub-pbage vergrößert. In anderen Städten werden die Straßen bei Nacht o>dcr in den frühen Morgenftun>den gekehrt, um so die Pajs-santen lmd die Ma'rktplätze vor dieiem UeVel zu bewahren. I>mnler mehr beinerkbar aber umcht sich die Staubplc^ge mit den einsetzenden Herbststürmen, >die Iden schlechten Stanb unserer Straßen und die mangelhafte Reinigung drastisch «und höchst unangenehm zum Bewußtsein bringen. Dem neilen Gemeinde-'rate kann man nur dringlich ans Herz legen, Vorkehrungen zu ersinnen und zir treffen, Die rote Bmg. ds) MM«. (Aachdruck verboten.) ' ^Und fönst liegt für Sie kein Grund vor, die Dame mit der roten Maske von meinem Hause fern zu halten?" fragte er. „Ich muß 'gestern, ich werde die Empfindung nicht los, es lauere dahinter viel mehr, als Sie zugeben tvollen." Don Joss biß sich auf die Lippen, dann aber kam es im Tone tiefsten Gekränktseins zun: Ausdruck. „Ich kann Ihnen natürlich das Vertrauen HU mir nicht einimpfen, wenn es Ihnen fehlt, jConde. Ich meine aber, ein Mann, dem Sie das Lebensglück Ihres Kindes anvertrauen wollen, der um dieses Kind Jahr um Jahr gedient hat in selbstloser Treue, und der Ihretwegen heimatlos geworden ist, um Jahr und Tag den Spuren einer Frau zu folgen, die Ihnen einst teuer war, der verdient es wohl, besser verstanden zu werden, als es der ^all zu sein scheint." Der Eonde strich sich nervös über die mar-Worne Stirn. „Sie haben recht, Don Jose, es ist undankbar von mir, Ihnen zu mißtrauen, der Sie ,^!!ahre Ihres Lebens daran gesetzt haben, die Kau au^Ausiudcn, die mich ein Aahrzehnt durch die Welt hetzte, ohne daß ich auch nur eine Spur von ihr entdeckte. Sie, der Sie ihr Freund waren, dem sie vertraute, Sie waren ja auch der einzige, der mir dauials Kunde und die Beweise brachte, ehe sie uns vollends aus dem Auge verschwand, daß das arnie, kleine Kind sterben ulußte. Wenn ich das alles überdenke, Don Jose, dann packt mich vor mir selber ein so tiefes Grauen, daß ich meine, wahufinnig zu werden. Sie nlüssen mir daher schon verzeihen, daß ich jetzt, wo ich vor der Entscheidung bange, ob wir uns wieder irren, etwas nervös bin uud Sie, anstatt Ihnen zu danken, durch mein Mißtrauen kränke. Ich will Ihnen jedoch den größten Beweis meines Vertrauens geben, den ich Ihnen zu geben vermag: Ich ermächtige Sie, auf unserem Fest mit Isabella zu reden uud um Sic zu werben, ganz qleich, ob und wie Ihre Mission sich erfüllt hat." In Don JosiZs Augen glühte es triumphierend auf. „Und wenn Donna Jsabella niich abweist, Conde?" Erstaunt sah Don Miguel auf den Freund. „Ich meine, Sic seien Ihrer Sache ganz sicher? Sie haben mir immer beteuert, das; Jsabella Sie liebt." „Aber selbstverständlich, bester Eonde, ich habe es auch immer geglaubt. Aber seitdem der junge, deutsche Offizier hier versucht, ihr das hübsche Köpfchen zu verdrehen, bin ich doA sehr uus^)cr geworden. JA bin auK nicht mehr der Iüngften einer, uud da man nie weis;, was alles in eineul so reizenden Mädcheukopf herumspukt, fürchte ich, Jsabella könnte sich leicht in den jungen Sausewind verlieben." „Na, daß der Graf ein Saufewind ist, Don Ios,^', habe ich noch nicht benierkt. Aber ohne Sorge, Taniagno. Sie haben mein Wort, und Isabella wird, selbst wenn ein flüchtiges In-tcresie für den juugen, deutschen Offizier ihr Herz entflammt haben sollte, sich ohne Widerstreben der väterlichen Einsicht fügen." „Ich möchte dringend bitten, lieber Eonde, keinerlei Zwang auf Isabella auszuüben. Frei nnd willig nnlß sie sich mir geben, aus inuer-ster .Herzensneigung heraus. Ich bin doch zn eitel, um nicht zu verlaugeu, meiner selbst wegen genommen zu werdeu." Der Eoude klopfte dein künftigen Schwiegersohn wohlwollend ans die Schulter. „Sie sind viel zu bescheiden, Don Ios. d. vom Pri-umrarzt Dr. Raz^p^ntersuclil-. Anmeldungen werden von Frau Dr. Sernec, Lj'nbljans^a cesta, und vom Frl. ?lnna Zupan, Gregor-iiiöeva uliea 5, entigegengenomnien. c. Tödliches Ungliick. Sainstag, den 20. d. M. verunglückte in Breg bei Telje der 41-jäihrige Schilsterineister Martin Ioöt. Di.: Gast^virtin Ierica Po^t-rtaj holte niehrere Fässer ^Kein einzukellern und bat Jo^t nm Beihilfe. Io»t wollte allein ein grösseres Faß in den Keller schaffen, ohne d-a^ Herbeiholen der nc^twendig^'n Vorrichtung abzuwarten. Als er schon bereits die Mitte der Kellerstiege erreicht h<^tte, glitt er aus, das Fas', mit 2l^ Liter Iichalt rollte über ihn und drückte ihm den Brustkorb ein. Eine halbi? Stnn'ze darauf erlag er den erlittenem Verletzungen. c. Unfslll. Beim Renovieren des Hauses an dor Kapnzinerbrücke vernnglückt«^ gestern der Maurer Johann Tnrn^ek aus Levee. Als er sich auf einer vier Meter hohen Leit^'r be-ftmd, erlitt er einen epileptischen Anmll und sdürzte zu Bodden. Er erlitt einen Oberarmbruch, mehrere Verletzungen am Kovse und mnßte ins All-givmeine Krankenhaus überführt werden. c. Apothekennachtdienst. Den Apotheken-achtdienst versieht in der lansenden Woche die Apotheke „Pri orln", GlaDni trg. 7''"-m- Sport. : MO. In der letzten Sitznng des MO. wurden für die in Maribor auszutragenden Meisterschaftswettspiele 1. Klasse ini Einver-siändnis mit dem LNP. folgende Schiedsrichter bestinnnt: 5. Oktober: Maribor-Jli-rija, .Herr Planin^ek; 12. Oktober: Maribor Iadran, Herr Frankl; 19. Oktober: Rapid— Hermes, Herr öepec; 2t». Oktober: Maribor —Primorse, Herr Nemee; 2. November: Maribor—Rapid, Herr Betetto. Die ' beiden Sportklnbs Maribor und Rapid haben bei diesen Wettspielen mindestens l0 Ordner beizustellen, die sich 15 Minuten vor Spielbeginn beim Platzinspektor zu melden haben. — Der 1. Schriftsichrer. Er schob Jsabella etwas zurück und blickte ihr forschend in das leuchtende, junge Gesicht. „Was soll das?" fragte er fast streng. „Ach, Padre, ich Hab' ihn ja so sehr lieÜ", jubelte Jsabella auf. „Wen hast du lieb? Don Jose? Hast du ihn soeben getroffen?" „Don Iosö?" Jetzt war es Jsabella, die zurücktrat;dann lachte sie silberhell auf. „Aber Padre, er könnte ja mein Vater sein! Nein, nein, ich liebe ihn nicht!" Mit hartem Druck umfaßte der Conde die Hand seines Kindes. „Treib keine Possen, Jsabella! Wen liebst dn, wenn nicht den Conde, der bereits niein Wort hat?" Die Augen des snngen Mädchens össncten sich weit, wie entsetzt. „Er l^at dein Wort — Padre, er? Don Jose? Ohne mich zu fragen?" „Dn N'eißt, die Elteru bestimmen hier über ihrer Kinder Wohl nnd Webe. Sie wissen an: besten, was denen fromnit. Dn wirst an Don Joses Seite sehr, sehr glücklich sein." Jsabella riß das feine Spitzentascbentnch, das sil' in der.Hand hielt, niit einenl einzigen Ruck in Fetzen. XoroZka cesta slr. 19 7^ BoNswirtschoft. X Effekten, und Warenbörse in Ljubljana am 23. September. Effekten: Kriegsentschädigungsrente Geld 119.5, Ware 120; Schluß !19.5; Ljublj. Kreditbank Geld 225, Ware 2lll; 5)t'erkantilbank Koeevje Geld 12.?, Ware I.-'l); Erste Kroatische Geld 915), Ware 918; Kohle Trbovlje Ware Papier Bev-Le Geld 12.'^, Ware 12tt; Zttrainer Kommunalobligationen Ware 90. — Ware: Holz: Balken, Merkantil 5 m. fr. Grenze Geld üt'>7, Ware 570, Schlus; 3 Waggous 5li7 dieselbe« 7 ni. 19—24, Geld 5K7, Ware 570, Schluß 1 Waggon !^,7; Mnrali 4—5 m. 8-10, fr. Grenze Geld 5li7, Ware 570, Schluß 1 Waggon 5>s',7; Bretter 3—4 m. 5-5 fr. Gr. Geld 5:<>7, Ware 570, Schluß 1 Waggon 5<)7; Testoni fr. Grenze Geld 510; Klötze, Tanne, Fichte 4—8 m., media 25, fr. Verlst. Geld 325; Buche gedämpft 2—2.25 m. 20-27 mm. Ware 950; Holzkohle gegabelt fr. Grenze G. 112.5). — Weizen: heim. fr. Ljubljana Geld 370; Baökaer fr. BaL. Stat. Ware 3s)5; Mais Bat^'kaer fr. Bae. Stat. Ware 290; .Hafer Baökaer, fr. BaL. Station Ware 290; Pilze getrocknet fr. Ljubljana Geld .50-58; Bohnen u^eis^, Ribnica, fr. Ljubljana Geld 55)0; dieselben fr. Postojna, transit, btto f. ntto. Ware 650; bnnte fr. Ljnbljana Geld 5(i0; bnnte mit.Hand sortiert, fr. Ljubljana Geld lI00; Mandelbohuen fr. Ljnbljana Geld 375; .Hanf Mandschurei brutto für netto fr. Ljubljana Ware 880; Heu prima gepreßt, süß, fr. Verlst. Geld 75; Wein, unterkrain., kroat., steier'.n., weiß, fr. Verlst. nach Muster Geld 70, Ware 80. X Novisnder Produktenbörse am 3.?. September. Weizen .350, Mais 280, Kolbeninais .10i), getrockneter serbischer Kolbenmais 245, Mehl Niiller M0. Tendenz schwach, Umsatz mittelmäßig. X Nntzmebmarkt in Maribor am 23. September. Auf deni k'tzten Markt wnrden 51 Pferde, 7 Stiere, 83 Ochsen, 211 Kühe und 4 Kälber, insgesamt also 309 Stück, ansgetrie'-ben. Die Preise waren folgende: Mastochsen 12.25 bis 13.50 (per .Kilogramm Lebendge-tvicht), Halbnlastochsen 11.25 bis 12, Zncht-ochsen 8 bis 0, Schlachtstiere 8 bis 12.25, Mastkühe 11.75 bis 13, Zuchtkühe 10 bis 10.50, Kühe für Wnrsterzengung 7 bis 8, Melkkühe 8.75 bis 10.50, trächtige Kühe 8.75 bis 10.50, Jungvieh 11.25. Der Markt war schlecht besucht, da die Wiedereröffnung der Märkte noch nicht bekannt war. Ausländische Känfer keine. Verkauft wurde wenig, da ein Fallen der Preise envartet Unrd. X Hcumarkt in Maribor am 24. September. Auf deu hentig<'n .Heun?a'.lt wurden 10 Wagen.^^eu gebnicht. Die Preise belvexi-ten sich znuschm 50 bis 87.50 Dinar. Die Preise sind in der letzten Zeit ständig im Stei gen begrilsfen und es dürfte sich 'l>ie Voraussage eiuzelner Bauern, daß das .Heu bald auf 1l)0 Diuar steigen wird, bewahrheiten. X Beschleunigung des Eiertransportes nach der Schweiz. Da der Eiertransport ans un-seretn Staate nach der Sckpveiz stets großen Verzögerungen uuterworfen war, legten die schweizerischen Kaufleute bei der General-staatsbahndirektion in Beograd Protest dagegen ein. Nun hat die Direktion angeordnet, daß der Eiertransport in nnserem Staate keine Verzögerung zu erleiden hat. Der Transport von Eiern hat von nun an mit den ersten Eilgüterzügen abzugehen. X Der Uebergang zur Goldwährung und Goldbilanz in Oesterreich. Aus Wien wird berichtet: Seitdeni der Uebergang zu einer nenen Währung uud zur Feststellung von Goldbilanzen offiziell angekündigt worden P, beschäftigt sich die Börse lebhaft niit der Frage, !vie dieser wichtige Uebergang sich sür die .Knrsentnncklung vollziehen werde. Man besi'lrchtet, daß sich ähnliche unangenebnie Erscheinungen zeigen werden wie in Deutschland, wo seit Wochen trotz der Beseitigung der Reparationsschwierigkeiten die Unterneh-nnlngslnst niedergebroclien ist. Würden die gleichen Maßnahmen bei der Znsannnenle-slnng der Aktien anf Goldnoniinale auch in Oesterreich befolgt, so wären anch hier Klarstellungen vorzilnehnten, die einen schlechten Eindrirck machen müssen. Tatsächlich darf jedoch nicht übersehen werden, daß in Oesterreich während der ganzen Inflationszeit die Entlvertnng lange nicht einen solchen Um sang erreicht hat wie in Dentschland. Aus diesem Grunde werden auch bei der Zusammenlegung der Altieu kauul so reduzierte N'onunalzisfern bei den Aktien zilni Vorschein kmnmen wie in Berlin. ES ist Hosfnimg vorhanden, daß der Uebergang zur Goldwah-rnng, die eine seste und sichere Basis bat, in letzter Linie sogar znni Ansgangsvnnkl sür eine günstige Bew''glu:L an der L^^vse werden wird, weil in diesem Falle das ans« ländische Kapital sein Jntereffe in höherem Maße österreichischen Papieren zuwende» dürfte. X Polnische Ein- und Ausfuhrverbote, Aus Warschau wird telegraphiert: Das Gesetzesblatt veröffentlicht eine Verordnung deS Ministerrates bezüglich der Ein- und Aussuhr. Danach wird vom 1. Oktober die Ein« ftlhr verschiedener Waren, wie Bonbons, eingemachte Früchte, Jam, Früchte in Likör, Schokolade, Kakao, Marmelade, Rum, Kognak, Liköre, Weine, Austern, Hummer, kosme tische und Parfümerieartikel verboten. Die Ausfuhr wird verboten sür Rohpetroleum» Mineralöl und Eier. ^ . - ' - ANerle«. a. Sonderbare Ehescheidung. In sonde?» barer Weise wird in Montenegro die Ehescheidung vorgenommen. Der Mann, die Frau uud beider Verwandte ers>cheinen in di'r Kirck)bg^an< Beuierkenswert ist, >daß nie die Frau, sondern inrmer nur der Miann die Scheidung beantragen kann, und daß nur dem Psarrl^ die Prüfung der Gründe zusteht. ' a. Die besten Bücher der Welt. Der Bibliothekar der Londoner Staatsbücheret Dr. Hagberg Wright hat dem Völkerbundausschuß für geistige Zusammenarbeit einen Vorschlag vorgelegt — der Vorschlag wurdH einstimmig angenommen —, unter dem Pro^ tektorat des Völkerbundes jedes Jahr eine Liste der A)0 besten Bücher, die in den vorhergehenden 12 Monaten erschienen sind, zu veröffentlichen. Gelehrte und Studierende aller Fakultäten und Altersklassen werden diesen Vorschlag herzlich begrüßen. Nichts dergleichen existiert bis jetzt und der Studierende kaun keine andere Methode anwenden, uul herau'^znfinden, was auf seinem besonderen Gebiet veröffentlicht worden, als die An-knndignngen der Verleger und die kritischen Zeitfcl^irifteil aufmerksam zu verfolgen odee fortgesetzt in den Buchhandlungen und Bibliotheken nachznforschen. Aber hiebei spielt der Zufall eine viel zu große Rolle. Dr. .Hags berg Wright legte aber nicht nur einen Vorschlag, soudern einen ansgearbeiteten Plan vor. Sein Gedanke ist, daß die jährliche List^ si00 Bücher nicht übersteigen, und daß sis überaus billig sein sollen. Er will nicht alle Gebiete einscl)ließen, sondern die Auswahl nuf Geschichte. Volkswirtschaft, Politik,Kunst, Wisseuschast, Topogravhie und Reisen, Literatur, Theologie, Philosophie und Nachschlagewerke beschränken. Noch in dieser Beschränkung ist das eine sehr nmsassende Liste. Sport uud Musik sind die wichtigsten Gebiete, dis ausgeschlossen sind, wenn man annimmt, dag „Literatur" Poesie, Roman und Drama umfaßt. Jedes Land, das im Völkerbund vertreten ist, wird eingeladen werden, einen für die Auswahl verantwortlichen Vertreter zu ernennen, „hauptsächlich Leiter staatlicher Bibliotheken, die nnt Fachleuten oder einer gewählten Körperschaft sich über die Ausstellung der Listen beraten können." Länder, dis .50.000 Bücher und mehr im Jahre veröffentlichen, haben das Vorrecht, vierzig Bücher zu nenne,l, und der Anteil nimmt verhältnismäßig ab, so daß diejenigen, die jährlich 50ya veröffentlichen, zehn Bücher benennen können. Es mag für die Auswäblenden nicht leicht sein, sich genau an die Verhältniszahk zn halten, besonders in Ländern, wo delZ Stron? der erscheinenden Bücher jedes Jah^ anwächst. Doch bestebt der eigentliche Werl des Planes darin, daß man eine brauchbart Liste in Händen hat, bei der m seder cinzel« nen Abteilung eine sorgfältige Auswahl gv-trossen ist, so daß man bei dem !i?auf sicbel seiu kann, daß man sein Geld nicht unn^ hinan-'.oirft. ' Alte Bücher» gut erH»esellschaften und Vereine. So unter anderem eine l^ruppe tschechoslowakischer Aerzte, der Minister Dr. Vehmen mit seinen Sanitäts-chefs und ^)ieferenten, die sich alle anerkennend über die Schönheit nnd die modernste Ein« richtung dieses unseres schönsten .^uirortes äusserten. Dieser Tag<.' weilt in Roga8ka Sla-tina auch unser ^iirstbischof .'^^err Dr. Liarlin und zahlreiäie andere (Geistliche. Schon jetzt kann gesagt werden, das; tiie heurige Saison einen Rekordbesuch aufznn'eisen haben wird. Rogak^ka Slatina aber erweckt auch allge-ttieines Interesse dnrch seine modernen Einrichtungen. Verschiedene Institutionen wnr-den in den letzten Iahren stark vergrös^ert und mit den neuesten Erfindungen vervoll-komnniet. Sehr viel wurde friiher über die schlechte Wasserleitung geklagt. Diesem llebel wurde Heuer dnrch die Erbauung einer nio-dernen Leitung, die allen Anforderungen entspricht, abgeholfen. Im Aleranderheinl sfrü-her Erzherzog Johann) wurden 25 neue Zim-nier erbaut und von der Kurverwaltung mit eigenen Mitteln auf das modernste ausgestattet. Da es sich aber Heuer trotz des vor-Herrs6)enden Regennietters zeigte, das; die ver si'igbaren ^liänmlichkeiten den Anforderuugen nicht entfpn'chen, wird wahrscheinlich schon in diesen! 5^erbste nlit dem Baue eines nenen l>)ebändes begonnen werden. Außerdem wird das ?^euernu'hrhaus nm zwei Stockwerke er-höljt. Noch verschiedene 'andere Adaptionen sind geplant, die das Ansehen dieses Uieit und breit beri'chutten Kurortes heben werden. Anfangs Oktober wird im „Beograjski dom" die Wintersaison eröffnet. Aufzer der Badegelegenheit wird den (kästen p'.ne grcße Bibliothek, Spielzimmer usw. zur Verfugnnz stehen. Im selben (Gebäude wird auch der Llur arzt Dr. ^lolterer sich niederlassen. Ausser di> sem wird auch Dr. Lavriö über d.!n ganzen Winter in Roga-'ka Slatina ordini.'ren. Ro-ga.^ka Clatina geht llnter der verständnisvollen Leitung des Kurdirektors, .^"lerrn Dr. Ster eineu: stisteniatisch und geschickt vorbereiteten Aufschwung entgegen. Zlnn Schlüsse wollen wir noch darauf hinweisen, das; sich auch Mittelständler eine Erholung in Roga^ka Slatina ganz gut gönnen können. In der .'oerbstsaison sind die Preise in den Hotels nnd Nestaurationen bedeutend ge-sallen, die Staatsbeamten aber g^nieszen ncch dazu in den Hotels und in den Bädern eine .'>()prozentigc Ermässigung, so das; nn?n schon ganz gut mit 50 bis 70 Dinar täglich auskommt. Es wäre noch zu wünschen,^ das; auch Maribor für diefo Perle unserer Kurorte niehr Interesse bekundet. Die Zugsverbindun-gen sind sehr günstiq nnd man kann in einem Tage hin und zurlick gelangen. —n. -lH- Kunft und Ltteratur. -s- Delorationslose Btthnen. Der Wiener Maler Friedrich Kiesler hat eine Erfindung gemacht, die jeht zum ersten Male auf der internationalen Ausstellung neuer Theatertechnik in Wien vorgefiihrt werden soll und die den Bühnendekorationen jede Existenzberechtigung abspricht. Die Idee ist ungefähr folgende: Saal und Bühne sollen während der Ausführung völlig im Dunkeln sein, die handelnden Personen des Stückes sollen jeweils an ihrem Standort durch Scheinwer» fer l)eleuchtet werden, während alles andere in Dunkel bleibt, also jede Dekoration überflüssig macht. Es wäre möglich, diese neue Erfindung für einzelne sehr stark dramatische Werke zu verwenden. Jedoch für eine Unzahl von Aufführungen, in denen Bühnenbilder, Belenchtuug usw. eine ebenso grosje Rolle spielen als Wort und Geste, ist diese neue Erfindung natürlich belanglos. Oder könnte man sich einen „Sommernachtstraum" auf dieser „Naumbühne" denken? Als erste Versuche werden zunächst unter der Regie von Karlheinz Martin Iwan Gölls Drama „Methusalem", darauf Walter Mehrings Revue „Europäische Woche" inszeniert werden; auch Büchners Lustspiel „Leonce und Lena" solle» zu einem Versuche verwendet werden. Die beliebtesten Musikwerke. Der be« wnnte amerikanische Komponist nn'o Kapellmeister Sousa wurde befragt, welche Musikwerke vom PMikum am meisten bevorzugt werden. Auf Grund seiner Vrsahrunge« stellte Sousa darauGin aus den in aller Welt am -meisten beliebten Konzertnummern folgendes Programm zusammen: Ouvertüre z« „Leonore" (Beechoven), Trä'amersi (Sch«« mann), Rosamunde (Schubert)-, „Vatti Bat. ti" mls „Don Giovanni" (Mozart). Andant« (Haydn), Largo (Händel), Air (Vach», „Mar-che militaire" (Schulart), BioUnkonizsri (Mendelssohn), „Aufforiger Arbeiter im Obst-, Gemüse- u. Bmumenbau, sowie Parkpflege, sucht Stelle. Anträge an Gerdi^ »er, Celje, Razlogova ul. ^>151 Ein gnt erkjaltenerBrennabor -^llndttwaflcn zu verkaufen. An-fraaen Verw. s)15i8 Nsrrefpmü»enz I« Kauft« sefuchk l^rohvaterftuhl, tapeziert, inr besten Austande, billig zu verkaufen. Cloven'Lka ulica lS, Tapezierer. !)155 Zltzmfe alle» Volö-, Silbe». »Aaz««. Edslffetne, ««ch alle AIHn«. M. Nger. Klh»mach«r. OD«« Kkelle« „Wenn schin, denn schon." 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