Nr. 1K9. Dienstag, 19. August 1890. 109. Jahrgang. Mitmcher Zeitung. «<"Mhli, fi ,,^^",'„s M" P ° stver, c « du » g : ll,Hhl<« fl, 7 !i<>. Im Iom P < ° < l.-^!«r I»!sra,'s ^« ... ^u^: ^'' ^'»r die «ustclt»,«, >,,« Hm.« «anzjährlg fl, ,. - Insrrtlousnebür: ssür -^^ ^ '^ °^ zu 4 Zf,i,n 25 lr., «r«hcre pfl «f«s n fr,: bs! öllcre» Wirbelholungen per Zelle » ll. Dir «llaibacher Zeitung» erscheint tüsslich m!t «»»»ahme der Tonn- «i,d ssclertllge, D!e N>m bl« l^ Uhr vormiliag», — Unjranlieite iUnese werden »icht angenommen und Mnimscripte nicht zurückgeslelll Umtlicher Theil. Oberl^'.. ^' ""^ ^ Apostolische Majestät haken dem Nec, m/n 7!!)" d"s Ia.W.er „nd Kllmanier Husareu-C ?, .^lj St. fan Kolofy von Kolos nnd ^"nhen ^ Kämmererswürde taxfrei allergnädigst zu Alleres/' ""? ^ Apostolische Majestät haben mit limtenn? unterzeichnetem Diplome dem Ob.'rst. ^ltt?m ^?"^""ie R.gimens Freiherr von "'t d., ?/. ^ ^ug.lst Lazich den Adelstand 'Ann 6h"nwort.! «Edler, und dem Prädicate: »enwehr. allergnädiqst zu verleihen geruht. 1llrMck,s!' "ü? ^ Apostolische Majestät haben mit GrV^. .?"tichließunq vom 11. August d. I. dem l5'ldwei«V''^ ^"" Edlen von Hardtmuth in niit m^!? "rden der eiserneu Krone dritter Classe geruht '^ ^" ^le allerguädigst zu verleihen Kral^.^"^"Nl der k. ?. Finanz-Direction für Official i« ^"^istenten Manuel Iosin zum Dentin'"a"^"lk" ""d ben Rechnungspraktilanten ^''asclatt u^!) zmn Assistenten in der elsten etnaülit ^" ^ ^ Landeszahlamte in Laibach Nichtamtlicher Theil. Des Kaisers Geburtssest. ^chen^i)'^^" ^ihe und erhebender Innigkeit ^ s'chli^ "^!! ^lker Oesterreich-Ungarns die Feier !^'d Kö2 ^^urtsfeste« ihres erhabenen Kaisers '^e» Ae»3', ^'e überwältigende Macht des dynasti-"'ilhluncl d" 5 "5^' "" lill'gst anlälslich der Ver. ^."nd k ^ ^. ." ^"lhter unseres Kaiferpaares. Ihrer ?"ie V?s," ^" durchlauchtigsteu Frau Erzherzogin "U'be lini. ^' '" l° "»zählen Kuudgebungen treuer ^snn s s.s 3"^^lichkeit zutage trat. verleiht auch ^" das U?'' ^e da^ Gepräge. Fromme Gebete ^Nzr» K^r°i. ^^ erlauchten Monarchen und des . l Nclrm?, "^"les l^igen zum Himmel empor. Acte ^n «, ^skelt werden geilbt und wohlthätige Stif-t>eü Gel^l'Ü "' bamit der freudige Tag auch kommen-5 Esis. >!"" zum Segen gereiche, bttrsch ''/ "es m der That die würdigste Form. den ^^ zn ehren Allerhöchstwelcher immer und üb.r< all nur in Werken der Barmherzigkeit und der Milde, des Wohlthun« und der M''i!sch>'uln'bi> Seine höchste Bcfriedigimg gesuht uüd gefunden hat. Die rihabe» sten Tugend,» des Herrscher« mit den edelsten Charakter« zügen d.s Menschen in Seiner erlauchten Person v r-einig^ud. steht unser geliebter Monarch als das Ideal eines Regenten da, verehrt und geliebt von Seinen trew'u Völkern, bewundert von der ganzen Welt. Seit den zw iundvierzig Jahren, während welche Se. Majestät den allchrwürdigen Thron der Habsburger ziert, hat Allerhöchstderselbe kein and.tvs Ziel gekannt, als dem Reiche ein w iser und milder Herrscher. Seinen Völkern ein wohlwollender und gerechter Lcmdcsuater zu seiu. Während dieser langen nnd ereignisreichen Regierungizeit hat es keinen Tag gegeben, an wilchlM nicht der erhabene Monarch Seine ganze Kraft dem Wohle Seiner Völker g wiomet hätte, an welchem nicht Werke d.r Menschenliebe. Acte wahrhaft landesuäter-licher H:,ld Seine seg.xöreiche Regententhiitigkeit gelenn-zeichnet hätten. Es gibt kein Land. leinen B^irk. keine Gemeinde der weiten österreichisch.uugarischrn Monarchie, die nicht be,eits Beweise der Allerhöchsten Ouade und Fürsorge empfangen, die nicht durch irgend eine Kundgebung der Theilnahme vom Allerhöchsten Throne geehrt und beglückt worden wäre. Lieser unzähligen Beweise von Milde und Güte. Erbtiiginden drs erlauchten Hauses Habsburg, von rastloser Fürsorge für das Wohl dra Reiches und seiner Theile, für Schich und Schilf jegliche» Rechtes, für die Pflege und Förderung aller edlen Oestrcbunqen u»d gemeinnühigeu Einrichtungen wird insbesondere am Veburtsfeste Sr. Majestät des Kaisers, einem wahren Volks' und Freudeufeste o^n vierzig Millionen treuer Unterthanen, mit Inbrnnst gedacht, und unzäh. lige Gebete steigen zu dem Allmächtigen empor. Er möge seine schirmende Hand auf OersterreichUngarns H rrsch,'r und Dessen ellau6)tem Hause ruhen lassen, sie vor jedem Ungemach schützen n,'d den edlen Mon archm noch durch eine lange R^ihe von Jahren in ungebrochener Kraft und Frifche des Körpers und Geistes erhalten zur Freude und zmn Glücke Seiner treuen Völker. Se. Majestät der Kaiser ist geehrt und geliebt nicht nnr Seiner hohen Würde und Seiner person« licheu TiMudeu w>'geu; Er ist S inen treuen Völkern nicht bloß der Inbegriff der Weisheit. Milde uud Gerechtigkeit. Es ist auch die glänzende Verlörperuug des Staattgedllnlens. das strahlende Su,nbol der alten, ruhmreicheu Monarchie. Darum verstummen auch an gesichts Seine« erhabene» Thrones alle Parteileiden- schaften, aller nationaler Zwist, alle confessionellen Ve>schiedenheiten. Geeint in Liebe und Vereh,ung, scharen sich alle Völker um ihren ritterlichen Mou> archen, jederzeit bereit, mit Gut und Blnt für Ihn einzusteheü. Diese in der geheiligten Person des Herr. schers und Seines erlauchten Hauses sich vereinigende Liebe und Anhänglichkeit bildet das starke Aa»d. das Oesterreich-Ungarn zusammenhält, ihm Kraft uud Festigkeit verleiht nnd das Staatswesen befähigt, allen Stürmen Trotz zu bieten. In ihr liegt die Bürg. schaft für die Blüte, dus Gedeihen und di? Zukunft des Reiches. Von dieser Ueberzeugung dulchdrunqeu. feiern die Völker Oesterreich Ungarns mit freudiger Begeisterung das Wiegenfest ihres erhabenen Monarchen und Be» schützers. Mit d?n erhebenden Klängen der Volkshymne geht der einmüthige Ruf d»rch das ganz«: Reich: Gott erhalle, Gott beschütze. Gott segne Se. Majestät drn Kaiser und das erlauchte Kaiserhaus! « Politische Uebersicht. (Des Kaisers G eburtsf eft.) Man telegraphiert uns unterm Gestrigen au« Wien: Anlässlich dcs sechzigsten Oeburlss>stes Sr. Majestät des Kaisers fand heute eine Tagrevrille nnter Kanonensalven statt, welcher vormittags eine Truppenparade der hiesigen Garnison, unter welcher sich auch die beiden bosnisch« hercegovinischen Bataillone befanden, auf dem Schmelzer Excrcicrselde folqt?. Anwesend waren die Erzherzoge Karl Ludwig, Albrecht. Wilhelm und Rainer, Kriegs« minister Baner. die Generalität, die fremden Mil,tär« Attache's und enie qrohe Volksmenge, worunter zahl« reiche Fremde, inbbefondere Sänger. Nach der Feld» m.sse defilierten die Truppen. Um 11 Uhr vor« mittags fand ein feierliches Hochamt im Stephans« dome in Aüwefenhelt der Minister Kälnoly. Källay. Taaffe, Gautfch. Äacquehem. Schöuborn und Prazäk und der Spitzen der Eivilbehörden statt. Das von Fürstbischof Doctor Gruscha celebrielte Hochamt schloss mit der Absinguug der Volkshymne. In sämmtlichen Kirchen und Gotteshäusern aller Con» fessionen fanden Festgottesdienste statt. Auch aus allen cisleilhamschrn Landeshauptstädten sowie aus Ungarn liegen Nachrichten über festliche Begehung des Allerhöchsten Glbuttifcstrs vor. (Legitimierung unehelicher Kinder.) Der Oberste Gerichtshof hat anlässlich eines speciell, n Falles folgende principiell wichtige Entscheidung gefällt: Ein außerehelich geborenes Kind erlangt im Falle der Aenilleton ^ Die letzte Reift. ^Hilna/n ^" 2ocomotivsührern der E,scnbahnlin,e ^liebia, ?5'b"s "ar einer aus ihrer Mitte .ine '.^valiVr ^"^"lichkeit: Eugen Horst, den sie den 'weln lu "annten. theils weil sie wnsiten. das er huschen ^' "°^.vurnchm klingenden Namen ein «von» "lteudrz Nl^^'^ ""' theils weil sie ihm sein zurück-legten. '"' "ls Aufgeblafenheit und Arroganz ^'a herubn,^^ i!" ^^""' hochgewachsener Mann. Ein Eugene w,, ^^' dunkelblonder Vollbart, eine kühn-, , hull, de sÄ"'^ u"d drei permanente kurze Furcheu 9s ^ der Kr?,"' vrrliehen seinem Antlitz das Oe-^!^" blickt?.,"' >""d ^""«'e ">'d zwei stahlgraue Urend. E,"^ demselben, streng entschlossen, dnrch-u^"^- Vtan w 7? "erhällniimäßig kurze Z.it im r. Munkelt.' '^" "'^It. was er früher g.tlieben 3°" "„en, v.r,I'"' """ dnrchgebrachten großen Gütern. wichen n V"^""l «even in Saus uud Braus und In "^l)r. ?"geu an !Ä„ '^" '" Kameradenkreisen mit schalen ^bchi^t 'und' ^? ""l er sein verschlossenes Wesen n?^"' qemei,,^^. "" er mit anderen Locomot.v->i einen b ' .>!"^'ch Rast hielt, im Wirtshause stets ?'"derV^ lp^t' ""d i'" Whr^r- "nch ^ ', ^.' """" er dasselbe überhaupt betrat. " kurzem Gruß.» eine Lagerstätte ein nahm u„d stuinm auf derselben verblieb, lheilnahmslos für alles, wurüber mau plauderte. Vlsouders eiuer der Locomotivführer hegte gegen Horst große Abneiquug. j,i. glühenden Hiss — August Winter, der die Führerqualification. trotzdem er schon seit längerer Zeit diente und die Fachvrüsung v.el früher schou abgelegt hatte, verschiedener Ausschreitungen wegen noch nicht besaß, sondern nur seiuer offeueu B> fähigung wegen eine Locomotive anvertraut erhielt. Er erklärte sich durch Horsts E u nuuug übergaugen und machte seinen Unwillen gegen oieseu «Eindringling», wo es angieng, Lust. Der Znfall wollte es bei einer Gelegenheit, dass Hurst zur B'fördernng eines starkeil M'.itarzligcs Winter mit seiurr Maschiue als Vorspann erhielt. Wi.tter wur. wie schou in wiederholten Fällen, ziemlich stalk betrunken. n»d manövrierte entsetzlich, so dass es der ganzen Umsicht nnd Beschicklichteit Hursts bedürfte, dass die nächste D'spositioutzswtiou ausinndslos er, eicht nierdeu konnte; dort aber erstattete Horst dem Heiz. haüsleiter Meldung, worauf er eiue audere Vur-spannsmaschine erhielt. Die Ablösung Wiulers halte, hauptsächlich da er sich gegen de«, d^hansliiter sehr renitent benahm, ! seine zeitweilige Degradierung zum Hcher zur Folge. 'Dieser Umstand machte das Meß seines Zornes gegen Horst voll. Bei der nächsten Gelegenheit trat er vor den stolz,'«, Mann hin uud schrie ihm eine schwere Be» leidigung ins Gesicht. Ein Faustschlag Horsts streckte d.'u Beleidiger zu Boden uud l'mcn »mmlichen Angriss desselben beantwortete der schweigsame Mann damit, dass er Winter weit zur Thüre des Führerszimmers hinausschleuderte. «Hund! Das wird dein Leben kosten!» Laut und deutlich vernahm man diese Worte herein, Horst aber stopfte sich. als ob nicht« geschehen wäre. seine Pfeife und vertiefte sich iu die Lecture eiues Buches, während die anderen anwesenden Führerleute, verstohlene Seiten» blicke anf den «Cavalier» werfend, im drückenden Stillschweigen sitzen blieben . . . Ein Jahr mochte nach di.sem Rencontre ver» gangen sein, da stand eines Abends i» der Schönauer Bahnhofshalle ein starkleibiger, musculöser Mann. Locomotivführer Walkau, in großer Erregung an dem in Fahlbereitschast befindlich n Schnellzuge. Der robuste Mann i„ der ruhg-fchwürzteu Blouse zlttette an Le,b ,md Seele u»d eine schwere Thräne stahl sich aus seinem Änge. Ein halbwüchsiges Mädchen, sem Töch-t'rchei,. stand vor ihm und starrte änqMich einer Antwort vu», V-tter entgegen. Waldau's Weib lag in schweren Kindesnölheu und jammerte um den Galten, den die arme Leidende noch einmal sehen wollte, denn sie glaubte sterben zu müssen. «Ich kaun Ihucn nicht, helfen.» sagte der hinzu^ tretende Zugsördcrnngbchrf in bedauernd/m Tone. »Sie wissen: dei Dienst ist ebeu der Dienst nud darf um leinen Preis leiden. Höchstens, dass w anlanaende Führer des Lastzuges ein Mann ist. drm ich Ihre Pflichten anvertrauen kann, vorausgesetzt noch. da^ er eimuillig». „ach sein r schni^cn Tu.n statt Ih>,en z>. Ulnlinchrr Zeitung Nr. 189. 1560 19. August 1890. nachgefolgten Eheschließung seitens seiner Eltern alle Rechte der von dieser begründeten Familie und bedarf es hiezu nicht erst der Bewilligung zur Anmerkung der Legitimation in der Geburtsmatritel seitens der politischen Behörde oder erst der Eintragung dieser Anmer kung. Denn nach § 161 des allgemeinen bürgerliche,, Gesehbuches ist die Verehelichung der Eltern eine die Legitimation des unehelichen Kindes erzeugende That fache, welche unabhängig von der Bewilligung zur N» merkung der Legitimation und deren Eintragung in die Geburtsmatrikeln ist. da diese Eintragung nur zur Ersichllichmachung dieser rechtserzeugenden Thatsache und der damit zusammenhängend erfolgten gesehmäß'' gen Aenderung des Familiennamens des Geboren?,, dient. (Landtagswahlen in Oberösterreich.) Wie das «Linzer Voltsblatt, schreibt, sind die Vestry buugcn. im oberösterreichischen Großgrundbesitz auläss' lich der Landtagswahlen ein Eompromiss zwischen den Eonservativen und Liberalen herbeizuführen, gescheitert. (Aus Böhmen.) In Pardubitz fand vorgestern die zehnjährige Jubiläumsfeier des czechischen Schulvereines statt, zu welcher auch zahlreiche Gäste aus Mähren erschienen sind. Der ehemalige jungczechische Abgeordnete Professor Celakovsky und Dr. Zäcek hiel« ten die Begrüßungsreden. Lehterer betonte die Znsam» Mengehörigkeit der Czechen in Böhmen und Mähren nnd sagte: «Ich glaube keine Phrase zu sprechen, wenn ich bemerke, dass jeder von uns in Mähren, der die Onnze dieses Königreiche« überschreitet, sich glücklicher fühlt. Hier leuchtet die Sonne ganz anders, hier grünen die Wälder viel schöner, hier verspürt man eine andere Luft; hier weht eine wahrhaft czechische Luft, die wir in Mähren nie verspüren.» Sonntag traf auch Rieger dort ein. (Galizien.) Nach einer Lemberger Meldung hat der Landmarschall Graf Tarnowsli ein Schreiben an den Statthalter Grafen Vadeni gerichtet, in welchem er von seiner Resignation Mittheilung macht. Als Grund derselben werden Gesundheitsrücksichten au° gegeben. Graf Tarnow5ti soll gleichzeitig au den Landeschef die Bitte gerichtet haben, es möge ehestens dre Ernennung eines neuen Laudmarschalls erfolgen. (Ungarische Waffenfabrik.) Aus Budapest wird telegraphiert: Das Honved«Ministerium hat der ungarischen Waffenfabril das Gutachteu der Arsenals-Eommission zugestellt. Dasselbe führt ans. dass die Stahlbestandtheile zu weich sind. Die Patronenhülsen werden vom Verschluss zerrissen, wodurch ein gefährliches Entströmen der Gase herbeigeführt wird. Es muss vorausgesetzt werden, dass die Fraises der Maschinen Dimensionsunterschiede aufweisen, ein Mangel, der erst nach Monaten behoben werden kann. Die Bestandtheile konnten zur Noth untereinander aus» gltaujcht werden, keiuesfalli aber mit Bestandtheilen von Gewehren aus Steyr. Die Commission musste demnach das Gutachten dahin abgeben, dass die 50 Probegewehre unbrauchbar sind. Das Ministerium wird seine Entscheidung erst mit Ablauf des Präclusiv-tlrmines am 1. September fällen. (Kaiser Wilhelm in Russland.) Vor. gestern begannen bei Narva die russischen Manöver, denen der deutsche Kaiser als Gast des Zaren bei» wohnt. Die beiden Monarchen wohmn in der auf das glänzendste restaurierten Villa Poloocev, wohin täglich eine Wagqonladung frischer Blumen aus Nizza dirigiert wird. Der Petersburger Marstall sendete acht« hundert Pferde nebst Hunderten von Equipagen nach Narva. Die baltische Bahn erbaute eine besondere Anfahrt, auf welcher das kaiserliche Zelt errichtet wird. Da der Kriegszustand erklärt wurde, übernahmen die Militär-Behörden die Verwaltung der Bahn. Das Commando des großen russischen Geschwaders in Reval führt der Großfürst A^exei. Auf besonderen Befehl des Zaren ist auch au den Commandanten des den Nameu des Zaren führenden österreichische» Infanterie Regi' mentes Nr. 61. Oberst Hofmauu von Douuersberq. eiue specielle Einladung zur Theilnahme an den Ma< nöoern ergangen, und der Eingeladene hat bereits die Reise nach Narva angetreten. (Steuerreform in Preußeu.) Dem Ber» liner «Reichsanzeiqer» zufolge beabsichtigt die Re gieruug. dem preußischen Landtag».' unmittelbar bei dessen Znsammentritte außer den Entwürfen eines Volksschulgesetzes uud einer Landgcm^ude-Oronilug für die siebeu östlichen Provinzen auch Vorlagen betreffend di> Reform der directen Steuern vorzulegen. Hoffentlich werde es auf diese Weise gelingen diese bedeutungsvollen Resormgksche in der nächste» Landtagssessiou zur Verabschiedung zu bringen. (Aus Narva) telegraphiert man uns unterm Gestrigen: Der deutsche Kaiser traf gestern um halb 9 Uhr abeuds hier ein und wurde auf dem Bahnhofe vom Zaren und dem Großfürsten Thronfolger sowie anderen Großfürsten und dem deutsche» und österrei« chischen Botschafter empfangen. Die Majestäten begaben sich in die Villa Polovcev, wo die Kaiserin den deutschen Kaiser herzlichst begrüßte. Am ganzen Weqe wurden die Majestäten sowie Kanzler Caprivi lebhaft acclamiert. (Kämpfe in Marokko.) Aus Madrid wird über neue blutige Kämpfe in Marokko berichtet. Zwölf Stämme schlössen eine Art von Trutzbündnis, empörten sich gegen den Sultan, und bald kam es zwischen den Rebellen und einer von dem Gouverneur oou Ait Insi befehligten kaiserlichen Armee zu einem Treffen. Die Rebellen, welche beiweitem stärker als die Truppen waren, bewältigten den Widerstand der letztereu und steckten die mit Sturm genommene Citadelle in Brand. Die Streitkräfte des Sultans wurden vollständig zersprengt. Dieser Sieg öffnete den Weg für die Ein« »ahme einer anderen Citadelle, und nun belagern die Rebellen Sefro. Ein nxiteres Telegramm aus Tanger meldet, dass die kaiserliche Ersatzarmee unter Führung des Sultans Muley Hassan bei Mekinez abermals eine Schlappe erlitten hat. Die Berber, welche Herren von Mekinez sind. haben der Nachhut der Armee des Sultans den Rückzug abgeschnitten. (Russlaud.) Wie man aus Petersburg schreibt, wird der russische Finanzmimster. Herr Visnegradiki, demnächst seine längst projectierte Reise nach Central-Asien antrete» und dieselbe wahrscheinlich bis Chiwa ausdehnen. Die Reise verfolgt hauptsächlich den Zweck, die für die Errichtung von großen russische« iudilstriellen und Handelsetaolissemeuts in diesem Gebiete nöthigen Bedingungen zu prüfen, beziehungsweife zu sichern. Die Herrscher von Bokhara und Chiwa werden den russischen Minister durch besondere Abordnuugen in Taschkent begrüßeu lassen und ihm einen überaus feier-lichcu Empfang bereiten. (Aufstand der Malissoren.) Wie man aus Belgrad schreibt, ist dort eingetroffenen Consular-berichten zufolge die Auflehuung der Malissoren »>" Bezirke Dibra qeqen die tü,tischen Behörden bisher localisiert geblieben, so dass Aussicht auf baldige H"« stellung der Ordnung besteht. Ueber die Ursachen der Auflehnung bestehen verschiedene Versionen. (In Frankreich) beginnt soeben die SesM der Geueralräthe. Dieselbe wird aller Voraussicht nach einen sehr ruhig a/schäfUmäßigen Verlauf uehnn'tl' seit Jahren war vor Beginn derselbe«, so wenig wie heuer von politischen Fragen die Rede, welche auf b" emeu oder auderen tnVs'r Kreisvertrrtungeu aufgeivoll^ werde» solle». (ZurLage aufKreta.) Eiue der «Pol. Corr» aus Constautiuopel zugehende Meldung constatiert, das auf Kreta allenthalben volle Ruhe h/rrscht. Die Er" ° ans der Insel ist überaus reichlich ausgefallen, was als eiue weitere Bürgschaft für die läutere Dancr dmes befriedigenden Zustandes angesehen werde» könn«'. ^ General Gouverneur Dsch vad Pascha unterhält mit d^ Eonsularcoipz in Canea die besten Beziehungen. . (Belgrader St ad tan leihe iu Mosla^ Einer Z'itungsmelduug zufolge wird PcM in ^osla erwartet, um dort die Belgrader Stadtanleihe im " trage von 10 Millionen Dinars zu nrgociieren. Tagesneuiglelten. Se. Majestät der Kaiser haben für die ^ gebrannten der Stadt Staremiasto in Galizien 5^ >' zu spende» geruht. „ Se. Majestät der Kaiser habeu. wie das «PlU. Abendblatt, meldet, der Gemeinde Pilsdorf zur "' schaffuug von Löschgeräten 50 fl. zu spenden g"^' — (Prinz von Wales in Wien.) U" Albert von Wales trifft Mitte September in -w' ein. Es heißt, dass er von seiner Gemahlin begleitet I werde. Der Prinz von Wales und seine Gemahlin wer in Wien einen mehrtägigen Aufenthalt nehmen, '^^, welchem der englische Thronsolger dem Maler ^ ^ liewicz auch zu einem Porträt fitzen wird, das Prinzen in der Uniform des 12. österreichischen Husar Regiments darstellen wird. Von hier begibt sich der P ^ von Wales und seine Gemahlin auf die Vesiyll"9 Grafen Tassilo Festetics nach Ungarn. ^hl — (Die Zeitungen der Welt.) Die ^ sämmtlicher auf der Erde erscheinenden Zeitungen be , 41,000. Hievon entfallen rund 24.000 auf Europa, -H, zwar 5500 auf Deutschland, 3500 auf ^este" . Unnn,n, 4000 auf England, 4100 aus 3""^. 1400 auf Italien, 850 auf Spanien. 600 a"! >" h land. 450 auf die Schweiz, je 300 auf Holland Aelgien. während der Rest in Schweden, N"" ^, Dänemark, in drn Vallan.Staaten und in Po^"s"^ scheint. Die Vereinigten Staaten von Amerila y^ 12,500 Blätter, Canada und Australien je ^'^e" den 300 Zeitungen, die in Asien erscheinen, ew!^ zwei Drittheile auf Japan. In Afrika werde" "ur ^ Blätter herausgegeben, auf den Sandwich-Inseln ^ ^ englischer Sprache gibt es 17.000 Zeitung/"» ^, deutscher 7800, in französischer 6800, in spanisch" in italienischer 1300. fahren. Und Ihre Dampfbremse ist zum Unglücke auch noch verdorben! Verteufelt schwere Sache, das! Herr W«Ue! Wer bringt denn den Lastzug?, «Maschine 85.» tönte die Antwort des mit dem Obercouducteur blschäftiglen Vcrtehrsbeamten zurück. «Horst!» seufzte Locomotivsührer Waldau und seine Allgen wurden aufs ueue nass. Er hatte dem «Cavalier» im Laufe der Zeit ebenfalls nicht viel Wohl< wollen bez-uqt und fühlte dies nun schwer. «Horst!» meint»' der Vorgesetzte, «hm, hm! Das wäre ganz der rechte Mann! Dem würde ich den Zug ohneweiters anvertrauen. Wir wollen hören!» Der Lastzug rollte eben in den Bahnhof, und kaum, dass er stehen geblieben war, erschien Horst vor dem lihef, der ihm lasch den Stand der Dinge er« klärte. Der «Cavalier» sah stumm auf den schwer» lzeängstigteu Kameraden, strich mit der Hand üb r die Bahn dahiu. seinem ^^ el entgegen. Funken sprühend und neu aufwirbelnd l^„ iu eine Station mit Aufenthalt. Wie ein ^.^, fliegt er jedoch an dem Stationshause vorbei -^ A^ fort. ohue Führuug. preisgegeben der vernicht"'" hie walt des entfesselten Dampfes — krachend wer^.^t verstellten Wechsel der Ausfahrt durch den Z"s ' uuigeworfen — wieder hinaus auf die Streck- H.s Die Läutewerk,! arbeiten, die Wächter ,gebe" ^ ^ Licht und schwwiugeu entsetzt ihre Laternen im ^ ^e e>" umsonst, weiser rast der Zug, im tollen Flua/> ^st^ Riesengeschoss der Hölle. In grässlicher Angst "' ^ die Diensthabenden der nächsten Station d^e ^ loreneu Train, telegraphisch über das ll'^W'^,,s' Gefahr informiert. Schon siud die rothen Sal lichter beim Distauzsignal. . d^ Die Wageubremshölzer breunen lichterloh ''gi,< nu», in der Station die Beamte» und auf den ^ ^>i-dächern des dem Verderben geweihte» Z"^ " „ stM ductcure. die, um zu retten, zur Maschine tletle ^jsi leu. höreu es zur grausigen Beruhigung ^ . ^ ei" es von Horsts Maschme — klagend, jammer»" ^" jäher, fürchterlicher Ruck. bei dem alle "^ M reißen — uud im langsamen Tempo s"^ ,fi,ah^' nu» in die Station, um luapp vor d^'M ^'' , gebäude stcheu zu bleibeu. . ,.t ^ ^ Beamte uud Zugsp,rsouale. alles 'p , ,v'^ > Mischine. Horst, jedenfalls auf wenige M"""^ ^'"" zu, Besiunung gelangt, hatte mit dem letzt?" >" Kraft den Dampf abgesperrt. . <«l ^ Nun aber lehnt er auf die VreMslur" gebeugt, blutüberströmt, regungslos -^ todt- .^sy, Joses <2"' ^aibacher Zeitung Ni. 189. 1561 19. August l»W. llllp ^.^^an.) Aus Brunn wird berichtet: Von urn gelten langen höchst betrübende Nachrichten ilber br^ ^^"' ""' selche der Orcan und Wolken-lw"? °" ^^ d. M. verursachten. Zahlreiche Menschen «roe., schwer verletzt. In Saih riss der Sturm die «"Pftel dom Kirchthurme und trug sie weit weg. boml^n . "berische Zigeuner.) Wie aus Zla« St?., geschrieben wird. haben gelegentlich der in fabrt? zachst Brod vor lurzem abgehaltene.« Wall, in k^ m "'^unerinnen einen neunjährigen Knaben, der sell.?» l^^ Schweine hütete, entsührt und wulllen den-^"rn iur das Bettelhandwerl verstümmeln. Sie brachm ibm ^""^ ^^"^ ""^ H""^ u"0 einen F»ß und wollte» drm l. «" ^ ^"^" ausstechen, als ein Landnwnn aus c>u« .6"^" Dorfe LijcZce daher kam und den Knaben lerin ',^^"' ^" Megären befreite. Die eine Zigeu-llel»« ^ ^ ^ ^' ^'ssen und sie der Behörde zu über-Nun. .^^'^ ^'' "b'igen drei enlflohen. Es ist Hch^ 'll vorhanden, dass der Knabe am Leben erhallen bleibt. diti^^A" "°rwegische Nordpol.Cxpe N°l^ ,^ ^'^' ba« «Petit Journal» weldet, wird die °raa?.^c^'°"' ""che der Norweger Dr. Nansc,, Ever^ "' '^" ^°brt im Frühling 1892 unter Leitung "rd2 ^?"^"' ^"^"" "bt sich gegenwärtig im Aschen C^!^" '" b" schwierigen Kunst, ein Schiff ' ien klsschollen hindurch zu lenken, berap ^"tskauf.) Baron Friedrich Leitendon ^ ,. ^'^ ^'^" Sohn die Herrschaft Lissa 117^°'^"'"^"lllichen Creditbanl für Böhmen um ' """ Gulden. »ve°en^l..^-^""^'lte Journalisten.) Die gellaatp« «5 .""U ^"" H"^ sege» eine Nationalität an« "'Mä„^f, !"" ^"p' °lS Autor eines Artikels in der berselb « m,'^^" Transsilvanica», und der Redacteur dortiaenV^. l'°" '" Kronstadt wurden von dem «sterer ^"^richte einstimmig schuldig erkannt und Woct.9., ^'! ,I"bre Staatsgefängnis, der letztere zu sechs ^ " «rrest verurtheilt. in den ln^^" ^"^^'^^"bicat.) ^" Baltimore "it 5 'm)"«!"^" ^^aten hat sich ein KaffeoSyndicat Kaffee dir . ^^°" kapital gebildet, um dcn l°s>: c ' "^ """ Auszeichnung für gute Mieter! bird ^'?" "sfenbar völlig ernst gemeinten Antrag ^rstädtt,, ^'"^ ^"^°lPH. Vorsitzender des nord. stalten. ^" ^"'"" zu Leipzig . Gohlis, Bericht er- lu Canl^^.^^^^^p ) Die Gebrüder Clark ^"ftttim,. ^ "' Massachusetts sind gegenwärtig mit der W>He?,>-"" ^lesloplinse beschäftigt, welche an '" Durck.n « ^"'^" "bertreffen soll. Sie misst 40 Zoll Wilson 3"^7 ""^ 'lt f"r das Observatorium auf peal bei Los Angeles in llalisornien bestimmt. ^ltenbei, . ^ " ""^ Iruchtr) Als merkwürdige ^raubU.,^ "'^ Erwähnung, dass man zu Thusis in Ruinen?!. ^^"^lig an einzelnen Aepfel« und Nirn. ^se me7,".!.""b Früchte zu glcicher Z.it sehen kann; "°ssen ' ."""^,ge Erscheinung ist wohl die Folge der Mittelung. — (Abgestürzter Luftschiffer.) Charles Cos grove, ein Luftfchiffer, stieg am letzten Samsiag in Portland im Staate Oregon in Nordamerika in einem Ballon etwa 1000 Fuß in die Höhe und versuchte mittels eines Fallschirmes sich herunterzulassen. Der Apparat gerielh indes in Unordnung und Cosgrove siel au« einer Höhe von 200 Fuß auf das Straßenpflasier, wo seine Gebeine in Stücken aufgesammelt wurden. — (Secten in A me r i la.) 134 rcligiöseSeclen gibt es nach der jüngsten Volkszählung in den Vereinigten Staaten. Darunter sind 5,000.000 Methodisten. 4,000.000 Baptisten, 4.000.000 Katholiken, 3.000.000 Presbytcrianer und 2,000.000 Episkopal,. Im ganzen zählen die 134 Srcten 25 Millionen Mitglieder. — (Frosch regen.) In der Umgegend von Holywell in England fielen am 13. b. M. während eines heftigen Regens Tausende von kleinen Fröschen auf die Elbe. Die Landstraße war in einer Ausdehnung von 200 Meter mit diesen kleinen Geschöpfen brdeckt, — (Aufhebung der Postdeoit'Entzie» hung.) Die serbische Regierung hat das Verbot, wonach dem «Pester Lloyd» der Postdebit in Serbien entzogen war, nunmehr wieder aufgehoben. Die fragliche Maß. regel war vor einigen Wochen erlassen worden. — (Zu guter Letzt.) Lieutenant Ku>,o: «Nun, Kamerad, haben schon mit kleiner Alma Bekanntschaft gemacht?» — Lieutenant Botho: «Vorgestern. Aber sie liebt mich nicht.» — Lieutenant Kuno: Das ist originell !» Eine mysteriöse Geschichte. Geheimnisvolles Dunkel umgibt noch immer eine so»de»bare Angelegenheit, dil> scho,> seit einiger Zeit de B'rlincr Polizeibehörde beschäftigt. Em? junge Dame aus Vreslau. Tochter eines dortigen Kaufm^nne?, reiste kurz nach ihrer proclamierten Belobung in Begleitung ihr,r Eltern nach einem b^lannlen Badeorte im Niesingebirge. Der glückliche Bräutigam fuhr nach B'rlin. woselbst er dauernd seinen Wohnsitz hat. Die BreSlauer Familie l rnte in ihrcm Sommeraufenthalte einen jungen Mann kennen, welcher sich v. W. nannte und gar bald ansieng, der schönen jungen Braut den Hof zu machen. Als ihm zu verstehen gegeben wurde, dass sein Betragen der Dame lästig falle, verschwand er eines TageS aus dem Badeort. Vier Wochen nach diesem Vorfall kehrte die Braut mit den Eltern nach Breslau zurück. Kaum hier an« gelangt, erhielt sie von der Mutter ihres Verlobten den ersten Brief. Hastig öffnete sie das Schreiben, doch ftlo> lich sank sie mit einem Aufschrei zusammen, der Blies enthielt die Anzeige über das erfolgte Ableben ihres Ver. lobten. Die Tröstungen der Ellern halfen nichts, sie wollte und musste nach Berlin, sie wollte noch einmal den Verblichenen sehen, noch einmal den Grliebten um» armen können. Kurz vor der geplanten Abreise traf eine mächtige Kiste aus Berlin ein, und in dieser war — ein Todten-lranz für das junge Mädchen. Der Sendung, Welche an den Breslauer Kaufmann gerichtet war, lag ein herz-zerreißender Brief des als todt beweinten Schwiegersohnes bei. Dieser hatte eine gedruckte Anzeige, welche das Ableben seiner Braut meldete, auS der schlesischen Haupt« stadt empfangen und bat nun, mit den übersendeten Blumen das Grab der Entschlafenen zu schmücken. Der Tele-graph spielte zwischen Areslau und Berlin, »nd es stelle sich bald heraus, das« die Liebenden in arger Weise mystificiert worden waren. Wohl kam ihnen der Gedanke, dass Herr v. W, seine Hand im Spiele gehabt habe. doch war dieser nirgends zu ermitteln und auch in dem Bade» orte seinerzeit nicht gemeldet gewesen. Längere Zeit nach diesem Vorfalle reiste die Braut mit ihrer Mutter nach Berlin. Sie nahmen in einem Hause der Stallschrciberstraße Wohnung und besuchtm hin und wieder eine befreundete Familie in der Groß» beelenstraß,». Eines Abends gieng die junge Dame allein nach dort. Kurz vor ihrem Bestimmungsorte überholte sie eine herrschaftliche Equipage, Dieselbe hielt. u»d unter Verbeugungen näherte sich dem neugierig gewordenen Mädchen rin Herr und bat es, in den mitgebrachten Wagen steigen zu wollen. Als die Angeredete sich eiligst zu entfernrn suchte, wurde sie sowohl von dem Herrn ^ als auch von dessen Bedienten festgehalten und mehr todt als lebendig in die Equipage gehoben, deren Fenster durch seidene Vorhänge verdunkelt waren. Man bedeutete der Entführten, nicht zu schreien; e« sollte ihr nichts passieren und sie würde in einem Zeitraume von zwei Slunden in der Großbeerenstraße wieder abgesetzt werden. Die Pferde zogen an, und im raschen Tempo gieng es fort. Nach circa 20 Minuten hielt der Wagen, Man ver-band der vor Schreck halb ohnmächtigen Dame die Augen und zerrte sie in ein Gebäude. Hier wurde sie in den ersten Slock geführt, die Augenbinde fiel, und sie sah in einem durch elektrisches Licht erleuchteten, höchst elegan» ten Salon — den Herrn von W. stehen. Ein Myrten» lranz mit Schleier wurde ihr aufs Haupt gedrückt, Herr von W. reichte ihr seine rechte Hand, und so wurde das Paar dann — photographiert. Stumm und mit Thränen in den Augen entfernte sich Herr von W., der Dame wurden wieder die Augen verbunden, und dann ward sie mittels der Equipage nach der Grohbeerenstraße zurück' befördert. Von hier entfernte sich der Wagen nach der Königgrätzerstraße zu. Es dauerte lange, bis die Arme wieder zu sich lam. und diesem Umstände ist wohl hauptsächlich zuzuschreiben, dass das Dunkel, welches über dem geschilderten Vorfalle liegt, trotz der Bemühungen, die sich die Criminalpolizn gab, bis heute nicht gelichtet ist. Man glaubt, dass der angebliche Herr von W. irgend ein reicher irrsinniger helr ist, dessen krankhaftem Hirn die Pläne zu dem eigenthümlichen Vorhaben entsprungen sind, Local- und Prouinzial-Nachlichteu. Das 00. Gevurtsfeft 3r. Majestät. Im ganzen weilen Reiche wurde das 60. Geburls« sest Sr, Majestät de« Ka'sers in der feierlichsten Weise beäugen. Dass Krain nicht zurückbleibt, wo es gilt, der Liebe und Verehrung zu dem durchlauchtigsten Monarchen Ausdruck zu geben, ist selbstverständlich. In Laibach wurde gestern morgens der Vegimi der militärischen Feier des Geburtstages Sr. Majestät des Kaisers durch eine Tagreveille vcilünd.t. Sämmtliche Tambours schlugen unter Begleitung der Mililärmusil die Tagwache; die Tambours und die Musik zogen bann unter klingendem Spiele durch die Stadt und sudann zur Insanterie.Kaserne zurück. Um 8 Uhr rückten sämmtliche zu Uebungen hier concentrierte Truppen unter dem Com» mando des Generalmajors Schilhawsly von Bahn« brück zum Goltrsdienste und zur Parade auf die Nachdrull verbul»'». Verstoßen nnd verlassen. iNomcm von Vmile lNichebouvg. (83. Fortschnng.) 'U werde es nicht vergessen, Herr Director.» diese y>'«, "Felsen, dass man Orund haben muss, um ,?7,sändcr..ng zu wünschen?» H i^7"" überzeugt!. Nach c^'«^ Ihnen saczte. kehrt der «Orest. direct Voden a. , ch ä'""ck- Sobald Sie auf heimatlichem ^ersaill.5 """"" ^'d. b^eb.n Sie sich sofort nach "°lt Möa '"" ^" im «Hotel Chautiers. absteigen, geben od!r s« . ^ "ls einen altru Soldatru ans-der ein. f ?"" .^"neu Reutier aus der Prouinz. Eie werd.n ^"" '" Versailles zn blcibeu gedcutt. Msen u„t) ^ Z'mmer so wenig als möglich uer-t " Herrn ^ "^ls, warteu. bis jnuai'd kommt, der l^ bald ^"^" zu sprechen wüuscht, was übrigens " Nabe N. ? '^o- In Versailles w^rdcn Sie in ^" Sie d.i.? "«"" s"n. 'll der Nähe Ihres Sohnes. uuterilchmm. um sie vorläuft ^' ""s sind die Inslructionei,. wclche ich ^tdeu Si, Ä?" "H"lcli habe. Was weiter geschieht. Lavr'» '"hlen!. "°l« die^^^ch- Der Director reichte ihm aber-"'t dem II^.« .""b l"h 'hl' dalm verwundet au. denn A"°M!ua >""'""' Sträfling war eine mnwiirdige ^alt. so,,si ^""ae". Sein Antlitz leuchtete, seine ^chte de« »i. Ü^'"l' war hoch anfgerichlct. und er l "beu. Da« ^ ' "ls Ki cr um Jahre jünger ge< '""' <"ndml ki ^""Msm>. uicht mchr Slräflmg zu! "" H^il),,^ die glilüc.e Fr.iheit wicorr»' erlaugt zu haben, war es. wodurch er a/radrzu um« gewandelt schien. Nachdem er dem Director mit Warme seiuen Dank ausgesprochen, entfernte er sich; ihm war so leicht und froh zumuthe, als fehlte,, ihm nur die Flügel, um sich hoch emporschwingen zu köuneu. Er fühlte sich maßlos glücklich. Nach Frankreich sollte er zurückkehren/ seine Frau und seinen Sohn sollte er wiedersehen dürfen! Er dachte nicht mehr an die Leiden, welche er während voller 18 Jahre erduldet hatte. Er wollte die Vergangenheit vergessen. I..ht. ^ cr frei war. da er die Seinigeu wiedersehen sollte, lag ja nichts darau. wie er vorher gelitten hatte. Er dachte nur noch an die Zukunft und au das Glück, welches sich damit vor ihm cmsthat. Wer aber mochte jener mächtige Befchützrr sein, dcr sich uach so vielen Jahren seiner erinnerte? Er musste gruften Emflilss nesilM, da es ihm gelungen war. ihm die Freiheit z» sichern. Und damit nicht gcmig, cr wollte auch vor aller Welt seine Ehre wieder herstell»u! War das denkbar? Ach. hätte er denn eine kurze Stuude zuvor das für möglich gehalten, dass er jetzt frci sein würde — f^'i wie der Vogel m der Luft? Mit cluem vor Dankba>keit übergiiellenden Herzen segnete er den Manu, durch dessen Oroßmuth ihm uach langen Jahren eiu solches Glück in deu Schoß gefallen war. eiu Gliick. wie er es sich "icht hätte trän» meu lasse» — eiu Glück, so groß. dass er es selbst jetzt »och nicht fasste und sich Mühe gebeu musste, es für Wirklichkeit u»d uicht für einen leereu Wahn zn halten — eiu Glück, so überwältigend, dass er alles darüber uerglist. selbst die alle Schuld sühnende Vergeltung — seine Nach»'. . . XIII. Der Freiherr von Sepieme hatte eben diniert und zündete sich gerade eine Cigarre an, als es draußen klingelte und gleich darauf der Freiherr von Verboise von dem Diener eingelassen ward. Er war offenbar in sehr schlech-ter Laune, das erkannte mau an dem mürrischen Ausdruck seiner Züge. an dem sardonischen Lächeln, welches um seine Lippen z>'ckte. «Guten Abend, Verboise!» rief ihm Septeme eut-gegen. «Guten Abend!» entgegnete dieser kalt. Verboise gegenüber war Septeme in seinem Wesen Weder stolz noch hochmüthig. sondern im Gegentheil bei» nah,» verlegen; er fürchtete ihn entschieden und war sein ergebenster Sclave. «üieber Sepleme.» rief Verboi'se mit schneidender Ironie, «ich komme, um mich zu erkundigen, wie »'s Ihnen geht und was ihre Wunde macht, die zum Glück „icht gefährlich sein soll.» .Ich danke Ihnen für da« Interesse welches Sle mir entgegenbringen.» , .. ^ r^, «Ich wai in den letzten beiden Tagen sehr beschäftigt, und'Sie verzeihen mir wohl, dafs ich nicht früher kam.» «Umso leichter, weil ich gewiss bin, dass Ihre zahlreiche» Beschäftigungen Sie uicht daran hinderte,,, viel an mich zu denken.» «Allerdings. Ueberdies erhalt ich dnrch Ihrrn zweiten Zeugen Kunde über Ihr Bchnden und srrnk' mich zn hören, dass Ihr Leben ganz und M nicht m Gefahr sei. Nun erklären Sie mir. Septeme. wie .2 möglich ist, dass Sir verwnndrt wurden?» «Das we,h ich selbst nicht,. (Formung folgt) ^'aibacher Zeitung Nr. 189. 1562 19. August 1890. städtische Wiese nächst dem Coliseum au«. Die Trup» pen waren in vier Treffen aufgestellt; im ersten Treffen waren das ganze 17. Infanterie-Regiment und ein Bataillon des 87. Infanterie-Regiments, im zweiten Treffen das 7. und 19. Feldjäger. Bataillon, im dntten zwei Landwehr-Bataillons, die Sanitäts-Nbtheilung und das lrainische Militär-Veteranencorps. im letzten Treffen zwei Escadronen des 5. Dragoner-Regiments und die schwere Batterie-Division Nr. 5. Se. Excellenz der FML. Wattel Edler von Hermanns-hort inspirierte die ausgerückten Truppen. Sodann las der hochw. Herr Militär-Curat Jura nie in dlM im Nondeau der Allee aufgestellten Zelte eine heilige Msse, wahrend welcher die üblichen Generaldechargen und Kanonenschüsse abgegeben wurden. Nach wendeten» Gottesdienste folgte die Defilieriing der Truppen vor dem Herrn Divisions-Commandanten. Um 9 Uhr war diese militärische Feier, welcher ein nach Tausenden zählendes Publicum beiwohnte, zu Cnde und die Truppen rückten in ihre Ubicationen ab. Um 10 Uhr celebrierte in der Domlirche Se. Excellenz der hochwürdigste Herr Fürstbischof unter Assi« stenz des gesammten Domcapitels ein solennes Hochamt mit Tedeum. Dem Hochamte wohnten bei: Landes« Präsident Baron Winkler mit den Räthen und Beamten der k. k. Landesregierung, Finanzdirector Plachky, Finanzprocurator Dr. Racill. Bezirkshauptmann Vlahkot, Landesgerichtspräsident Kocevar, Stanisanwo.lt Pajl, der Leitcr d?r hiesigen Tabak« hauptfabrit Oberinspcctor Payer. Oberpostverwalter Prehl, Landeshauplmann Dr. Poklular mit dem Landecauischusse, Bürgermeister Graiselli mit zahl« reichen Gemeinderäthen und Magistratsbeamten, Handelskammer» Vicepräsident Klein, die Directoren und Professoren der Mittelschulen, die Lehrerschaft fowie sonst zahlreiche Andächtige. Auch in den übrigen Stadt« und Vorstadtpfarren fanden aus diefem Anlasse feierliche Gottesdienste statt, denen zahlreiche Andächtige bei« wohnten. Nach dem Gottesdienste erschienen Deputationen beim Herrn Landespräsidcnten mit der Bitte, die unterthänig» sten Glückwünsche zur Kenntnis Sr. Majestät bringen zu wollen. Ts waren u. a. erschienen: Deputationen des krainischen Landesausschusses, des Laibach.'r Gemeinde« rathe?, der k. k. Landwirlschafts-Gesellschaft für Krain, der Filialen des Rothen und des Weihen Kreuzes, des Militär« Veteranencorps und des Veamtenlörpers der Südbahn. Gesellschaft. — Um 1 Uhr nachmittags fand im Casino ein Festbankett des hiesigen OfficierScorps statt, wobei Se. Excellenz der Herr FML. Wattel Edler von Herman nshort einen Toast auf Seine Majestät den Kaiser als oberste» Kriegsherrn ausbrachte. Der Toast wurde vom Schloss berge mit Kanonenschüssen salutiert. Wie bereits gemeldet, begieng das hiesige Militär» Vlteranencorps das Allerhöchste Geburtssest in besonders festlicher Weise. Während des Concertes auf der Schieß« statte brachte der Corpscommandant Herr Mihalic Toaste aus auf Se. Majestät den Kaiser, die Erzherzogin Marie Valerie und Erzherzog Franz Salvator sowie den Herrn Landespräsidenttn Baron Winller. Sämmtliche Toaste wurden vom Veteranencorps und dem zahlreich anwesenden Publicum begeistert aufgenommen. Auch aus verfchiedenen Städten und Märkten dee Lande« sind uns Berichte über Festlichkeiten aus Anlass des Allerhöchsten Geburtsfestes zugekommen, welche bc« weisen, dass dieser hohe Festtag im ganzen Lande mit patriotischer Begeisterung begangen wurde. — (Verlobung.) Der Ndministrationsrath der l. k. Forst« und DomäneN'Direction in Görz, Herr Dr. Oskar Freiherr vo„ Sommaruga, hat sich mit Baronesse Betty Rechbach in Laibach verlobt. — (Aus Rudolsswert) wird uns unterm Gestrigen telegraphisch berichtet: Zur Feier des Allerhöchsten Geburstag/s Sr. Majestät des Kaisers veranstaltete vorgestern abends das hiesige Bürgercorps eine Sere« nade vor der k. k. Vezirtthaüptmannschaft mit einem Zapfenstreich und Umzug durch die Stadt. Gestern morgens fand eine Tagcveille, sodann in der Eapitellirche ein Pontificalamt mit Intervenierung sämmtlicher Behörden und zahlreicher Andächtiger statt. Später erschienen beim Herrn Bezirlshauptmann das Capitel, das Kreis-gerich!spräsidiil!N, die Staatsanwaltschaft, die Stadt« vorsthnng sow'? die Bürgercorfts-Officiere mit der Bitte, die al'eruntllthäxigsten Glückwünsche an die Stufen des Allerhöchsten Thrones gelangen zu lassen. Die gleiche Bitte stellten auch die bezirlshauptmannschastlichen Be« amlen. — (Notarentag.) Am vergangenen Freitag tagten in Marburg die Notare Steicrmarks, Kärnters und Krain« unter dem Vorsitze des Dr. Vol aus Laibach. E« wurden Resolutionen bezüglich der Eintragungen in da« Grundbuch, der Begrenzung der Com'nrrenzen d«r richterlichen und der dem Notar als Gerichtscommissär zustehenden Nmishandwngen. der Legalisierungs-Novelle ü^. « Krnnlenve^chrlungspsttcht für Notariat«.Ueamte beschlossen und al« nächster Versammlungsort Laibach be- — (Concert in Krainburg.) Man meldet uns aus Krainburg: Auch heuer veranstalten unsere unternehmenden Studenten, an ihrer Spitze die hiesigen Abiturienten, am 24. d. M. ein Concert unter Mitwirkung der Musikkapelle des heimischen Ir>fanterie«Regiments und des bekannten Tenoristen Herrn Otesancic. Der Reinertrag desselben soll dem Fonde für die Unterstützung armer slovenischer Hochschüler zugewendet werdrn. Die Vorbereitungen seitens der Veranstalter versprechen uns einen genußreichen Abend. Das ausgewählte Programm sowie der wohlthätige Zw^ck des Concertes werden gewiss viele Freunde der studierenden Jugend bestimmen, an diesem Concepte theilzunehmen. — (Aus der Laibacher Diöcese.) In das hiesige Priesterseminar wurden bisher folgende Candidate»! neu aufgenommen, und zwar: Ignaz Nadrah aus Sittich, Johann Strulelj aus VHmarje, Johann Masclj aus Krainburg, Johann RihtaM aus Selzach, Josef Koblar aus Selzach, Anton Idesar aus Horjul, Mathias Ka-stelec aus Mehovo, Andreas Krajec aus Laserbach, Johann Plehan aus Laibach, Josef Lazar aus Sagor, Johann Andolsel aus Reifnih, Franz Bernik aus St. Veit ob Üaibach, Felix Kuizel aus Laibach, Anton Mlakar aus Eisnern. Anton Nagode aus Laibach, Michael Opeka aus Oberlaibach, Josef Volc aus Kronau, Franz Zuzel aus Großlafchitz und Johann Kromar aus Niederdorf — letzterer in den zweiten Jahrgang. — (Selbstmordversuch.) Der Unterofficier U. Saitz des Infanterie-Regiments Nr. 17, der Cadettenschnle in Trieft zugetheilt, versuchte vorgestern um 8 Uhr früh durch einen Schuss aus dem Dienst-gewehre seinem Leben ein Ende zu machen; er wurde in schwerverletztem Zustande in das Garnisonsspital gebracht. Es ist nicht bekannt, was Saitz zu dem verzweifelten Cnlschiuss,' veranlasst hat. — (Privat-Correspondenzlarten.) In< folge einer Eingabe des Gremiums der Wiener Buch' Händler hat die Postdirection demselben eröffnet, dass die Einführung von Privat »Correspondenzkarten in einem beliebig anderen Formate als die amtlichen, und zwar so» wohl im Verkehre im Inlande als nach dem Auslande gestattet ist, doch dürfen diese Karlen außer dem ge» druckten Inhalte nur die schriftliche Mittheilung des Ottes, Datums und der Unterschrift sowie die Adresse enthalten und müssen beiläufig die Größe eines gewöhnlichen Briefes haben. — (Von der Grotte in St. Cantian.) Man meldet uns aus St. Cantian bei Diuaca: Das Grottenbaucomite' der «Section Küstenland» hat weitere großartige Wasserreservoire des unterirdischen Flusslaufes br Reka erforscht. In diesim Jahre allein ist bis j.ht ebensoviel entdeckt worden, als in dem Zeiträume 1841 bis 1890, was nur mittels des neuen, unter Blsiegung der mannigfaltigsten Gefahren innerhalb zweier voller Jahre U"d mit bedeutendem Kostenaufwande hergestellten Rettungsweges möglich war. — (Tobt schlag.) In Zirklach entstand am St. Rochustage zwischen den dortigen Burschen eine arg,-Rauferei, wobei ein Bursche todtgeschlagen wmde, wiih-rc'nd cin zweiter hoffnungslos darniederliegt. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Zlq.» Wien, 18. August. Anch in Berlin. Bukarest. Belgrad, Constantinopel. Sofia und Kopenhagen wurde das Geburtsfest des Kaisers Franz Iof^f solenn begangen. — Im Ostrau-Karwmer Kohlenreviere wmde die Arbeit überall wieder aufgenommen. Die Situation ist normal. Graz. 18. August. Erzherzog Wilhelm 'trifft heute Abends 10'/, Uhr behufs Inspicierlmg der Artillerie-truppen hier ein. Nlllvll, 18. August. In der Villa Poluvcev fand heute ein Dejeuner statt, wobei der Zar auf den deut« schen Kaiser, hierauf auf Kaifer F,anz Josef, dessen Geburtstag heute begangen werde, toastierte. D»r deutsche Kaiser erwiderte russisch mit einem Toast? mis den Zaren. Vor Beginn der Revue sandte der deutsche Kaiser den russischen Majestäten einen prachtvoll, n leichten Wagen zum Geschenk. Abends fand ein Bchlch d r Stadt, dann Galadiuer und Marschallstafel statt. Paris, 18. Anglist. Präsident Cariwt empfahl im Laufe dichr Woche den ruisischen Botschafter Buru-i Mohreilheim in Priuatmidienz. welcher ihm die Äiil-lantinsiqmkil des Andreas. Ordens übrrreichl'N wird, CollstlMtinopcl, 18. August. Das Kriegsgericht l>, r« urtheilte dtt Hmipllllissethaler bei de» Unruhen in der armen,schen Patriarchats Kirche zum Tode. die nchl übrigen zu 6 bis 15 Jahren K^rtcrs. Kairo, 18 August. Der Handelsm'rliag Oesterreich Ungarns mit Egyptnl wlirde geslen, »lüterzeichint. '-j'lum Pascha ist ucich Paris aba/rrist. D^r Gesund heitszustand in Kmro ist s>hr befriedigend, die migün >ugen Berichte sind unbegründet. Newyort, 18. August. Nacb Meldungen aus Vus fak> slicitrn 300 Angestellte der Newuorkel Ceutralbahli. Angekommene Fremde. Am 16. August. Hotel Ttlldt Wien. Hofbauer. Wnzs. Gutfreunb und TsctM. Kaufleute, und Ranlel. Reisender. Wien. — Secreiäc '"" Äaycr. Vautechiu'ler. Graz. — Pcohaska und von Jen"""' Fiume. — Schalaudel, evangelischer Pfarrer; OziwnY "?7 Puhly. Trich. — Pip. Realitätenbesiher. Sapione. -^ ^' Kaufm.. Prag. — Komlanz, Gottschee. — Ritter Fränzl »»> Vestenel. Rudolfswert. ,,, Hotel Vlcfllnt. Klemencic. Postbeamter- Zanfretter s. 3"""'!.' Suligoi s, Familie und Marlclanc, Trieft. — Kainer. ^ lchrer. Dolein. — Prevendar, Kaufmann, Agram. ""^i> .. dorf. Wien. — Polignac, Poduin. — Tschernitschel. M" l'nvii. — Leban. Lehrer. Ternouo. — Knipfer, 3""'' Odrrinspl'ttor, Pnla. j, Gasthof Nailer von Oesterreich, iliidmar. Commis; ssranz "" Ioliaun Voncina, Idria. — Franz u»d Ladislaus W<"> ^Üippach. — von L^el'enau, Student. Graz. «., Hotel Aaierischer Hof. Äntonaz, Gutsbesitzer, Portole. ^ " dl'lla, Montoua, — Gradisnil, ssranz. Hotel Eildbahuhof, (lafuta. Knkar und Nüthel, Tschernembl-Hocevar. Gastwirt. Ralel. — Weil. Kaufin,. Lüplitz. -7 ", ciancic, Private, Wien. — Kouc. Schuhmacher. Oberstelec,' Zeiringer. Lehrer, Graz. — Maljcvai j, Frau, Feistritz. Am 17. August. Hotel Stadt Wien. Dr. Roza. f. l. Minisierialrath; Nah, A^ und Brausewlttsr, Wien. — Corvich und Dr. Doetta, wl«« — Bartll. Kfin. s. Frau. Klaunifurt. — Heller. Salzburg- ^ Dubsly, Reisender; Kullman. Fiori und Gutfrcund, Prag-Kohu. Kfm., Linz. — Werner. Warschau. .. ^,. Hotel Elefant. Zalud und O^terreichri. Wien. — de Pol'S"^ Podviu — Kanra. Architrlt. Pcass. — Fatolich. P°^ Lüvrencic. Privatier, Graz. — Ravnikar, Loitsch. -- Olll°°' s. Famili,', Trieft. Hotel Vaierischcr Hof. Koren, Schulbircctur. Wien. ^,^. Hotel Slidl>llhnl)0f. Maljevac. INyrisch-sseistrih. — «"5", ^,, marl,l. — Mnlez und Pre^lj. Laibach. - Pevec. Pl«"H Istrien. — Scaiia, Beamter; Dr. Nobilr. Advocat, «^ Treffcnbach sammt Frau. Trieft. — Raznoznil, i!"" Dymst, Ingenieur; I^rbes. Fiedler und Wagner, Pola^^. Verstorbene. ^ Den 1 6, August. Antonia Zalraj^k. Aqentens'T^ 2'/,^ Monate. Herrcnqasse 14. Massenlaiarrh. — Johann ^ macher. Stadtarmer. «0 I.. Karlstädterstrasze 7, Oo^em» ^ Den 1« August. Matthäus Garbeis, Stadt"" 84 I,. Karlstädterstraße 7, MaraSmus. I '" SpitaIe: «^ Den 1 6, August. Anna Hoccvar. Inwohnerin, b" ^ Lunaentuberculose. ^, Volkswirtschaftliches. Nudolfswert, 18. August. Die Durchschnittspreis,' stellten!> aus dem heutigen Marlte wie folgt: ----------------------------------------------l---------------------------------------------------------------- , ft, Weizen pe» Heltoliter 5 85 Vntter pr. Kilo . . > "" l, Korn . 4 39 Eier. 1 Stück . . > ^ s Gerste » 4 22 Milch pr, Liter . . - ^ B Hafer . 2 44 Rindfleisch pr. Kila > ^ 5^ Halbrucht . 4 «8 Kalbfleisch . - " ZS Heiden » 4 88! Schweinefleisch » - ^ gß birse » 4 71! Schöpsenfleisch » « " 3<1 Kukuruz » 5 20! Hähndel pr. Stück. . " 20 Erdäpfel pr.Metcr'Ctr, 2 2!)! Lauben » . > ^ B Fisolen per Heltolitcr 5 52 Heu pr. M. Ctr. - - B Vrl'scn . 5 52 Stroh 100 . . - "" Linsen » 5 52 Holz. hartes, pr. Clibil' ^ Flachs . 8 13 Meter. . . - - " Nindsschmalz pr, Kilo — 80 Holz, weiches, pr. Cubit- ^ Schweineschmalz » — 72 Meter - - - ' ' <« "" Speck, frisch. . — — Wein, roth. pr. Heltl. ^ ^. Speck, geräuchert, » — — ÜWein.weiher » ^"- Lottozichuugcll vom l<». August. Wien: 27 86 8 45 4l. Graz: 39 87 16 76 80. Meteorologische Veobi^chtllllstcn in ^aiba^. _____L___Z - A I^____________^^--i^ 18 2 . N. 735-9 29 0 windstill heiter 9 . A. 735 3 21 6 windstill h"t" Schiuacher Moigeuuebel, gegen 7 Uhr verschwixde"^ V<" sinniger Tag. wollcnws.r Himmel, stlrneiihslle Nacht- ^ Tagesmittcl der Wärme 22 8°. um Z 9" über dem M^^ Veranlwlirtlicher Net»acteuc: I. Naglir. ^^^ü Avis! Die Bürsctcnbenz ist eine entschieden feste. I'^se ^! lebten Hulbmunalsbrrichte habe ich ausführlich auf d"' ^.„^ wegung begleitenden Umstände und die Ursachen, die >t?r z ^stiss liegen, hingewiesen. Nicht immer bietet der Esfcctsln'''"^,,^' Gülegenhrit zu Gewinueu; jrl)t ist dic Zeit l>i^'^. ^erst^ Zwei Dinge gehören dazu.- rascher Eutschlus« u"t> " dlsses Vorgehe«; die Parole ab.'r l.iutrl^ Wer genaue und verlässliche InsormatiolN',' g"" will, wnide sich au das , .^. Bankhaus Drrm. KnöpMK (Firma seit 1««!)) ^'' Wicu. I., WaNnerstraße 1<- Xmdüchci Zeitung Vll. 18!). 1563 111. August 1890. Course an der Wiener Börse vom 18. August 1890. N^ ^m °ffi«ellen 2°^,°»« Geld War, 3taals-Anlehen. i°/„«wh»Miche Kente ln Noten ft« zn ^'^l) v'lderrente....... NN 75, «99^ >»bi« 4»/„Gtaaltlo!« . «ün fl. «Nl»kini-?b l«A,er k>"/, » lllln^e bnn fl. ,39 _. ,41, - >««0ci . . ssi^ftf« l«,n st. 147 «f, 1<» «s, >»k4er EtaaMoli , , »on si. 177-25 l?8- ,.' » . . 5Nst. ,?7'«b 1?» - ^/»D»M,°VN>bl. k >»<'fl, , , <47>»k >48'li5 i°/,0tsl, Voldreme. steuerirei . >C» «s, K'p. il> ^«nerl.No!e»r«»»e. stcuerircl , «N j>5 i«l 45 «»ranliertt «flltnbnhN' Tuldvtr,> n, Eilber „,» . ,,4 _ 5" "Nlibllhn 200 fi, sl, », W, ü,z _.____ "»abslhdal!» !!r !i»w Vlarl . 109^ «10^ ""« <üi ^0 Ma,l 4"/„. , , -_1,«^ 3""i-I°!eph.Vahn tr«f, «ahn »miss. l«»l sb 50 - - ° ° W^"'^"^". v, I, ,«?» fi, «, W, 137 ,5 l»N _ «cld Ware «Prundentl.-Ol'listlltillnen 5°/„ «all,i!cl>t...... ,04'— lO4 5N 5"/s, mührlsche...... 10» »0 — — k"/<, l^rain und KüNenlanb , ^.^. —>— ^"/n niedrrösterreichlscke . . , — ->' — 5"/, stelrüchc...... „ ... —-- 5"/, lroatilchc und llanon^che . «»4 z; l0ü-»s> 5°/» stebr»bülgi!che , , . . —-__ —-. 5°/„ Trmeser Vc.na! , , . . ..._, —-— 5"/« »»««lückt..... «9 gy 89 NO Undrrt üfsentl. Anlehen. D°n»u«^ell.0 si. . ,L2„ 1L» — d,<>, slnlelbe <«78 . - ,05 50 lo« Lf> ?!nlth,n der Gladt «Nör» . . ,1, — - «n>ty!N b. Stnt,lt>eme^z<, »Ns, - Piüm.»InI, b, Gladtgem, <»len ,49^ 14975 Bvri'olx», >".!,!e!^>, btllo«, f.°/« >,g zy i - - - 1 9N °„ „„«^ __ _, l.rsl, im« Van! verl, 4'/,°/» . ,<>, _ ,,», ß„ drllo » 4"/« , . ion Ln ,nn e<' belt» üOjühl, . 4"/„ . , ,ny2s,l«>l,>ß(» ^lloritiits-Obligütlouen (fill 111» ft,), ssfrbwll»t>>' Norbbahn i zs> «im. ,^l ü"<> N, K. ^'.."» . 99 ßo !<«,_., «eld wo» Oefterr, Norbwestbahr. , , . l06 üN lN? — 3tlla<«I>lll,n.......__— «9,! — 3N,bllhn k H",« , 149L?><5l>^» Ung.'»al«,. Valin «W ll« »>'l - Diverse Lose «reditlose !N0 fi. . . 188 50 1«9 50 lllOld L°Is 40 fl...... bb — b«'?5 4«/. DonaU'D»mpf!ch, ><»!> fi. , >L5'KU —-. La,l,achsr Prüm, «nlrh, «l> ft, 21 90 »» 4<> Oscncr Lose 4<> ft. , , l>7 »^ 58-.. Palf!y U°le 40 fi. . . ^?-5>» 58 5,0 Siothen lireuz. Ost. »el v„ »0 > siubolv^ «lost lN fi, . . . »>'— lil - Nalr, i:«le 40 fi...... Sl > si2 — Kt,-«eüoi«°Lo!e 4» ft, , «2— «2'5<> Nillldsl,'!,! Uo!c U0 fi, 38-50 89 s>s> WludlIch-»rHh°Lo!e Ä<> fi . —— b«-— l»ew.«Gch. b.»°/„Präm 'Vchulb- »tlftl, b, »llbenci-ediiaüNal» »?— « — v«ml. Nllicu Hnglu.Ocst. BnlilW« st, »^ G, ig8 — >«» b0 «anlvliein, W!e»si iuo fi, . , zzl, 5ft izi — Adncr.'Unsl. öst. W0 fi. O. 40»/^ »47— ,47 5n üldt,-!«i!sl. f. Hand. u, «. l«»st, 8»»-— ,il» 5<» Credilbanl, «Uß. uiig. !«,<» ft »58 9^ »l^8 ?ü erpoNlrntmnl, «llg. li^» ,i 2(.0 75 «01 7s, ^compie Ml,,!'!^tl,i>, i!,»« fi z,ß.__ »,7-— »clb Ware k>Nvl>tbetenb., Nss. »na». »5°.„«. «» 5,« 7n 50 iiüllderbllnl, öst. 200 fi. «. . . «zi»<> ?»,«(> Offterl..un«»r, Vanl »00 fi. . »75- . »79- Unionbmil »00 fi...... 24»-7i24l'- «tilehribonl. «lll«. «40 ss. lUl 50 N . , , gzz ^ »»4^_ «u!chtlet,rader »0<» fi. z« n?>, ,iz«. U)l,0U!l. ^5_i«^._ Donau' Dampfschifilayrt» H^>. Oesle«. bi>0 fi, «M, . . ,72 . ,74 dra» al. llarl^udw'Ä. 2l>0 fl. «« ^, .^^ ,<,z, ^ Ui-mb. < Ezernow.. Jas«, < Eisen bllbn Nclrllsch. 2(»<> fi. «. . . zz»' 75 «»«7z lil°lib,üft.01l,T« ,1^9 ^ .,7» - «Kefterr, Nordweftb, liW fl. Vllh, «,« _ »,y 75 bto, (lit, U,) <> fl, 3. . . 2,0 75 2„ 75 prag'Duiel Eiienb. lkO fl. Vllb 7»— ?? — vünbahn »00 fl, Eilder . ,^_. ,4'. 5„ Hüb stort>0,lljerb,.V.»0Ufl,!lÄl ,?z-— ,74.. Iillmw.ll, HcI,,W:.,l?i»ss,ü. j» „u z« 2»l — » »el.e r,, Prlo i»,i!>» «ctit» N»u fi...... 97,_ 9»,^ ll,,» ft, Hll5,c ,95 5,» lsk ^ Ware Una Noidossbabn «0<> sl, Zilb»'' <9«-5' l?7 — Una «8tNb,s«<,<,b'!»r»,)l'»0ff,3 <>a ff. . . . , , 8» .. «^... 2ll?nl,ah,!w llechg , «!le, »«! ü 9!j— 99 .. '«ilbemilhl». Vapierf, u. ö,>« !»4 — 54:,l> ^ieslngcr lttrauerei >0>> ss. . . »? sz »4 — iliontü» Gelell., öiierr,-alpine »8 «n 99- ijiagcr ElIe!i'Ind,.<8ei. «>»' fl 41? — 4,9'.. Kalao^Larj, 3 fl, 4,!,-- 44< .. »Vchl»z!llllW», Äaolei-f, Ä^»!> sl, ,9» . i»5 — »3tey«rmühl»,PH:>ier1,>l V <^> izg zn l!»o-,s» Iilsaller il^hlenw »b>I. 7 > >l , ,45 .. li?» — «aisenf, <ü>,,Oefi,ii, Hlt,, lu,Ua»nelell fi. . . 75.. ??- ,. Menelbscger Ziegll ?lct^-8'»! bb »7. Mpiel.Kul,«:!...... , 8?,„l , 37?» iltalienüch, ^llüfiwli-n »><» 44 60' «4 7> Circus Hubert Cooke Heute Dienstag den 19. August grosse Pracht-Vorstellung. Das Programm umfasst 14 der besten Nummern. Mister Hubert \>ar König aller Jockeys « berühmteste Jongleur zu Pferde auf „ngesatleltem Pferde, vom Direc- in der Gegenwart. tor Hubert Cooke. Die Fee der Luft _ _ , _.. . _ "faulem Agne« Soholler an den 3 freres Florida schwebenden Hingen. ausgezeichnete Akrobaten. €aHMa-Er»fl*nnnK 7 Uhr. An fan« H Uhr. Morgen Mittwoch grosse Brillant-Vorstellung mit ganz neuem Programm. 12 ul*' Für den Karten-Vorverkauf ist im Circus die Tagescassa von 10 bis s^ u«r vormittags und von 3 bis 5 Uhr nachmittags geöffnet. Pferde-Licitation. >üitt^ain8taff den 30* AuSUBt 1390 um 10 Uhr vor-diÄ iß* werden in Laibaoh am Kaiser-Josefs-Platze 1116 Oastraten: Nr. 130 Dualist, sohwarzbraun, „ 81 Urfl, kastanienbraun, „ 61 Urfl, liohtbraun und ]ji „ 159 Ben-Azet, Porzellansoheok ^41» offerenti verkauft werden. (3498) Vom k. k. Staats-Hengstendepot zu Graz, _____"* Posten Nr. 3 in Selo bei Laibach. „,„ Sollicitator "i^chtu1^11^ und der slovenischen Spraclie A(1vocatniS l so"leieli Aufnahme in einer rirdGeSSzlei am Lande. Verlangt °ncept ti • eit lm Manipulationssache und «,. OfsertA ei.ne5er gerichtlicher Eingaben. ' u- M an"!?- ULter «Bollioltator" bis iXi ächten Redaction unseres Blattes ^— ' (3496) 2—1 l^,. ^ Nr. 3726. Kuratorsbestellung. 1890. ?) Ä^. La.bach vom 5. Juli ^ wH«..,, ' "^ 8 273 a. b. G. B. Jahre a ' ' « /"lärtrn Josef K.>rn. 42 ^ 3lr 1« Zeicht. Glnndl.esi^r in ^l- 26 z.,«.'^" ^'l)rg Kern wn Circice ^ K. k m,^""^ aufgestellt wurden. 21. Juli'iK"^"'^ Kramburss, am ^ ^8) 3^7------------------ 1 ¦ SU 6321. G kr UlUlc. 2a«niinir'vOliraino, sodiftße v Kamniku ' jul'Ja ifton ku k oklicu z dne %Vil umS W da - J« P-um tabularnim upnikom .loželu, Marijani, in Heleni Kušar in Franciški (lospodariè iz Repenj, ozi-roma njih ne/.nanim pravnim nasled-nikom Blaž Keržic iz Vodic kuratorjem ad aotum, in da se je lemu dotièni dražbeni odlok doslavil. C. kr. okrajno sodišèe v Kamniku dne 3. avgusla 1890. 7338m Y—2 St.. 15.569. Oklic. C. kr. za mesto deleg. okrajno so-diSCe v Ljubljani imenovalo je ne-znano kje bivajoßemu ložencu Mai iji Prislavcu iz Jezera, oziroma. njegovim neznanim dediöem in pravnim nasled-nikom, Janeza Roglja, poses»nika \v. Jezera, kuratorjem ad acl.um, ter rnu vroèilo tožbo Jožeta Fristavca iz Jezera zaradi pripoznanja pripo.sesl.o-vanja lastninske pravice gledè zem-Ijisèu vložna fit. 27 katastralne obsiine Jezero s prip., de praes. 2. julija 1890, ! St. 15.569, o kateri se je dolocil narok /a skrajšano razpravo na dan 2. septembra 1 890. 1. ob 9. uri-dopoludne pri tern sodišèi. V Ljubljani dne 15. julija 1890. Vorzügliches, gut gekühltes Grazer Märzen - Bier der I. Grazer Actien-Brauerei und von Puntigam mp** in Flaschen ""^Kl in it l*at€knlvcrH«'liliiNN. Zu bestellen bei Herrn Gruber im Tabak-Hauptverlag Laibach, Rathhausplatz Nr. 18. (H49.;j i (3353) 3—1 Nr. 5902. Bekanntmachung. Folgende Grundbuchs-Bescheide li6 1890, und zwar: Z. 2468 für Anna Franlovik von Neulmden Nr. 6; Z. 2608 für Jakob Schweiger r»on Radovica; Z. 1327 für Mathias Kutietlc von N,'ulmden Nr. 4; Z. 3314 flir Malhias Lanrin von Dre-nuvac; Z. 2832 fnr Georg Ioanic von Weltsderg; Z. 2493 für Marcus Kobe von Schöpfenlag Nr. 1; Z. 3763 fiir Paul Spehar von Spcharje Nr. 37; Z. 4036 für Georg Vutala von Tanz-berg Nr. 20; Z 3205 für Josef Schwe gel von Mitter.Raden«; Z. 2951 fur Josef Schwegel von Ober-Radence; Zahl 4085 für Iofef Schmalcel von Vorn» schloss; Z. 3907 für Jakob Mannn von Untcrwald Nr. 2, Marcus Maurin von Unterwald Nr. 5 und Maria Latner von Altrnmarlt Nr. 10; Z. 2555 für Jakob Kobe von Radence und Katharina Kobe von dort: Z. 3033 für Margaretha Majerle von Äistrib Nr. 7 ; Z. 8105 für Iosrf Stojnik von Slrahenberg; Z 3136 für Maria Vertin von Loka; Z 1419 für Peter Kobe und Martin Ionle von Vretlerdorf; Z, 2125 für Georg Sterbenc in Altcnmarkt Nr. 19; Z. 2289 Michael Vardjan von Dolence Nr. 2; Z. 2330 für Georg Zanic von Tribute Nr. 51; Z. 1779 für Miko Ialofcic von Karl. stadt; Z. 1681 für Jakob Grahet von Dobooce; Z. 1486 für Johann Majerle von Straßenberg; Z. 1746 für Johann Majerle von Slraßenberg; Z. 2008 für Mate Ostrojnic von Weinih; Z. 3563 an Maria Schuß in Castellmluvo; Zahl 1552 an Theresia Kuralt; Z. 1992 an Johann Rozic von Rodine Nr. 50; Zahl 1116 an Anna Delzaj in Lahina; Zahl 2103 an Iofef Grahrk von TanMchel; Z 1673 für Josef Ml'dch von Nüchcl Nr. 19; Z 2465 an Johann und Maria Stonic von Tscherncmbl; Z. 2465 an Josef Krakar von Tanzbüch^l; Z. 3084 für Maria Kralj von Kralie Nr. 4; Zahl 3052 fur Gertraud Grill von Sporebcn und Mathias Grill von dort Nr. 9; Z. 3178 an Mathias und Gertraud «rill; Z. 1037 für Josef Stukelj von Otovec Nr. 13; Z. 3216 sür Georg Z^elj von Dolence Nr. 5; Z. 3178 für Florian Terne von Mittenwald Nr. 1; Z. 3835 für Martin Skala von Mladica Nr. 4. — werden drm Curator Stefan Z>i-pankic von Tschrrnrmbl und der M. V. Bescheid Z. 4251 für Johann Pctric von Otovec Nr. 7 d»m hiemit besteilten Curator Josef Stariha von Tsch'rnembl zugestellt. K. k. Bezirksgericht Tschernl-mbl. am 24. Juli 1890. (3489) 3—1 St. 16.274; Oklic. C. kr. za mesto deleg. okrajno so-dišèe v Ljubljani imenovalo je tozeni zapusèini dne 2. maja 1890 zarnrle Mice Kiemen iz Zunanjih Goric An-dreja Marinka, posestnika iz Zunanjih Goric, kuratorjem ad actutn ter mu vroèilo tožbo Marijane Loènikar iz Zunanjih Goric pcto. 17 gold. 24 kr. 8 prip. de praes. 10. julija 1890, štev. 16.274, o katerej se je narök za malotno razpravo doloöil na dan 2 8. avgusta 189 0.1. ob 8. uri dopoludne pri t.om sodisèi. G. kr. za mesto deleg. okrajno ho-dišèe v Ljubljani dne 26. julija 1890. (3485) 3—1 fii714^355. Oklic. C. kr. za mesto deleg. okrajno so-dišèe v Ljubljani nazn;inja, da se je na prosnjo Neže Lavriè iz Skrilja, sedaj . v Ilovici St. 33, proli Janezu Vain-plinu iz Skrilja (po dr. Mundi) v izter-janje terjatve 54 gold. 65 kr. s \n: izvršilna dražba na 3962 gold. 50 kr. cenjenega nepremakljivegu posesiva vložna fl«.. 76 zernljiske knjige kala-stralne obèine (Jolo. Za to izvršitev odrejena sla nvn röka, in sicer prvi na dan 30. avgusta in drugi na dan 1. oktobra 1890.1., vsakikrat ob 9. nri dopoludne pri f.em sodišèi s pristavkom, da se bode i<> posestvo pri prvem röku le za ali nad cenjeno vrednostjo, pri drugem pu Ludi pod njo oddalo. Pogoji, cenilni zapisnik in izpisok iz zemljiške knjige se morejo pn lern sodišèi upogledati. G. kr. za mesto deleg. okrajno m-disèe v Ljubljani dne 20. junija 1890.