fFoStnina piMana ▼ gotorini.) Wer Zeitung «tlftctal »Sch«aNch KU> »,»«», f*M%. Steift t Uno und ffrealtuw Ktttmui» »iit« St. 6. Telephon Sl. — Hn»ünb»ö«B0«* Btrben ts ke; emoaltv*^ gegen Beeechnnna billigster «Aedtlhren entgegengennmm«, W »zuxSvrerse »Zr dvt Jnlant' vte-iettühng fclrt 30—, halbjährig Dln «0—. sia?«ahri^ Sin 130—. Zttlr da« «»ilonb .»i'prech«»-« «rW)*nß. — einzelne Hummern Tin 1*6 Nummer 17 || Sonntag den 28. Februar 1926._ 51. Jahrgang Die Katze im Sack. Man erinnert sich, daß während der Berhand-langen in Locarno die Bedingung für da» Jnkraft-treten di«j<« Bertrage«, nämlich der Eintritt Teutsch-land« in den Völkerbund, von der ganzen Weltpresse als der Glanzpunkt der Befriedung Europas gefeiert wurde. Die öffentliche Meinung der Welt wurde in einen Friedensrausch versetzt, der damals keinerlei Bedenken aufkommen ließ. Man fürchtete das Ein-treten des großen zentralem opäifchen Volkes in die Gesellschaft der Nationen nicht nur nicht, sondern man stellte eS als Bedingung für den Friedensvertrag von Locarno auf, von der man sich die Entwirrung der verschiedenen Geheimpackeleien, mit einem Wort den Beginn eines richtiggehenden Friedens erwartete. Die Glocken von Locarro sind kaum verhallt, dir FriedenSfchalmeien der Staatsmänner klingen noch in den Ohren nach und schon ist der Katzenjammer da. Ein Katzenjammer, der jedoch nicht Buße in der stillen Kammer tut. sondern kramphaft be> müht ist. die eben noch so hochgerühmten „Segnungen' von Locarno zu paralysieren. Es sieht aus, als wäre sich in Locarno kein Mensch dessen bewußt gewesen, was das eigentlich bedeutet: Eintritt Deutschlands in den Völkerbund. Kein Mensch scheint daran gedacht zu haben, daß mit dem Augenblick diese« Eintrittes wirklich eine ganz neue Situation entstehen, daß sich in der europäischen Konstellation eine ganz neue Lage vorbereiten muß. Man forderte diesen Eintritt und nun erst, wo er vor der Tür steh», steigen den hohen Siegerherrfchaften die GrauS-birnen auf. Man greift sich an diese wohlauSge-wachsenen Grauebirnen und auf einmal besteht kein Huf den ungesund«n AeuAtbriden. Bon *. M. ffatlin. II. Hier findet man sarieufchimmertidc Papigeie — rot und kobaltblau — einen Saidinal, der scharlachrot ist, dessen Echwirgemä, der aber feine durkclblau« Streifen tragen; der grüne Pfeifer, die Minahrögel, die den Kühen die Zecken aus dir Haut lösen, eine tkanarienabart und der Notu, eine große schwarze Taube mit roten Beinen und Schriebet, die ihr Mu mu eher brüllt -l« gurrt, bevölkern diele Wälder, doch steht man cuch Rieleri per wird »u Wasser. Vom Hemd tropft e« nach einigen Stunden, wenn man wechselt, da« Belt ist «in See, die Bettlaken nasse F.tzen. Legt man sich auf« frische Bett, so rinnt da« Wasser lang fam weiter, oft zwölf Stund«» lang, und «rhebt man stch, gebrochen und lebenSi»Äd«, am folgenden Tage, so kommt da« Fieber noch einmal, der Borgang wiederholt fich und so kann man drei, vier Tage arbeitsunfähig blei ben. Rutzlo» zu sagen, daß man keiner Ealfetlungtkur bedarf; ich hjte heule da« gleiche Sewicht, da« ich al« vierzehn jäh, ige« Jtind gehabt . . . So v »dient mau sich sein Wissen l Nimmt man Chinin ein — und da« muß man I — so hat man «intn halben Tag lang «inen bitteren Mund und Mager krämpfe; ist halbt.ub und nicht feilen halb verdlövet und kann roch Gott dai k,n. wenn man seiner beleidigten Milz wegen nicht den ganzen bedeutende Dinge außerhalb der .Stimmung" ln Betracht — beständiger, als es dcn Franzosen lieb sein kann. Es bereitet sich eine Gruppierung vor, deren Konturen immre sichtbarer werden: die germanischen Staaten England, Amerika, Deutschland und der germanische Norden auf der einen Seite, Frankreich, Italien und die slawischen Nachfolgestaaten — vielleicht! — auf der anderen Seite. Der jugoslawische Außenminister Dr. Ninöiö ist dieser Tage mit seinen Völkerbunddelegierlen plötzlich nach Rom abgereist, ohne daß die Mitglieder jener Einrichtung, die Volksparlament genannt wird, irgend»-etwas über den Zweck dieser Reise hätten erfahren können. Er reiste in Begleitung de« italienischen Ge-sandten General Bodrero am Mittwoch in Ljub« ljana durch. Durch Ljubljana ist man auch nach Rapallo, St. Margherita und nach Rom gereist. Obzwar in den Blättern vorläufig nur herumgeraten wird, fo ist e« doch nicht schwer auszurechnen, daß in Rom eine Art Garantiepakt für die Unversehr« barkeit oller Grenzen abgeschlossen und die Aktion»-sphären in Südofteuropa festgesetzt werden sollen. Bor allem soll dem Anschluß des deutschen Staate« Österreich an da« Deutsch« Reich für alle Zeiten ein Riegel vorgeschoben werden. Daß dieser Riegel von zwei Staaten beschlossen werden soll, welchen die nationale Bereinigung ihrer eigenen Völker da« höchste politisch« Ideal bedeutet, ist nur eine Ironie mehr unter anderen Ironien. Nun sind die Serben vorsichtige und geschickte Diplomaten, da» muß ihnen der Neid lassen. Besonder« Herr Paii6 ist ein vor-sichtiger Mann. In de« Worte« wörtlichster Bedeutung. Tcihalb muß wohl noch sehr abgewartet werden, wa« au« dieser Reise herauskommen wird. Mit Italien „Bündnisse" zu schließen, auch die festesten, ist so eine Sache für sich. Da« hat die Bergangen- T»g aus dem Rücken liegen muß. Will man gehen, so schwankt die Erde. Ich zähl« absichtlich nur eigene Erfahrungen auf; ich will gar nicht von der Tropenruhr, der Kana-kakritze, dem >u«fatz dem Schwar,wass«,steb«r us«. sprechen — Freud n, die mir noch bevorstehen — sondern eur erwähnen, daß ich, seit ich auf den Ren-H biiden weile, so gut w'e nutzlose Beine habe, wa« jemand, der in den Urwald soll und Blumen malt, nalüilich eine biso.idere Hilfe ist. Ich kratzte ' mich (und. Leser, wer würde stch nichi kratzen, der hundert Mückenstiche auf einem Bein hat?) und bet geringstem Reiben ging die Haut wie nasse« Papier ab. Da« konnt« ich ja nicht wissen I Man darf n'« bei offener Türe schlafen, nie ' ohne Schuh« da» Gra» betreten, nie stch auf di-> Erde legen, oi« fich erkälten, nie fich aufregen, ni« stch an-stungen, nie wert g> heu. Jede dieser Sünden hat Fieber zur Folge und au« dem Fi.ber enlsteht die Seelenkrankheit, die dt« Franzosrn dt« „Assel", die Engländer .die blauen Teufel? und ich selbst „Tro-p«njamm«r" gelaust, w«il man alles im schwärzesten Licht steht, stch unglücklich fühlt, fich sein Grab ucht, nicht essen und tyiechen will und in der Suppe d«S Lebens da« oft genannte Haar «nid ckt. Mich trifft da» nicht so urplötzlich — ich trage den „Jammer" schon seit fünf Jahren mit mir, auch in kühlere Län» der. — Dethald aber sagen die Reu H«lir,dl«r: — »Da« L ben hängt von der Leber ab • Die Eingeborenen find sch^'i», kraushaarig, häß-lich — reine Melanester; undankbar, s»mutzig unser > schäm», wild, dumm, ohne Kunst U'># lelbst ohne ®e» saug. Ihr »Sing sing' ist «in Stampfen von P ',r 5«tt« 2 Etllier Zeltung Nummer !7 heit gelehrt und auch Jugoslawien konnte in Rom und Rapallo schon einen ganz nelteu Vorgeschmack eine? richtigen „Bündnisse«" mit Italien abbekommen. Jugoslawien nämlich, wenn vielleicht auch nicht gerade Serbien. Denn wa« für Serbien als Vorteil gedeutet werden kann, muß nicht auch für Jugoslawien ein Vorteils«». Mit einigem Recht läßt sich der Ljubljanaer „Jutro", der zwischen seinen beiden Antipathien gegen Deutschland und gegen Italien — er möchte am liebsten beiden da« „Beste" vergönnen I —hin und herschwankt, folgen-dermaßen vernehmen: Herr Ninciö und Herr PaiirZ können zehnmal bessere Diplomaten sein als Herr Mussolini, trotzdem ist e« ganz unmöglich, daß sie in ihrer staatsmännischen Erziehung zu Zwecken de« kleinen Serbien und mit ihren ziemlich veralteten diplomatischen Ansichten der schweren Ausgabe ge-wachsen sein können, die sie auf sich genommen haben. Wir wissen, daß niemand von den kompetenten Slowenen in dieser Angelegenheit um Rat gefragt wurde, obwohl mit dieser Aktion vitale Interessen gerade der slowenischen Teile unsere« Volke« in Ver bindung stehen und stehen müssen. Da« Ignorieren der Slowenen in so eminenten und entscheidenden Augenblicken erweckt den berechtigten Verdacht, daß man —- mit oder ohne Absicht — internationale Geschäfte auf Rechnung de« Lande« und Blute« unsere« Teile« de« jugoslawischen Volke« machen will. Sei der Weg de« Herrn Nincic noch so notwendig und unaufschiebbar und die Ziele, die seine Aktion verfolgt, noch so sehr auch im großen Interesse Jugoslawiens gelegen, trotzdem überkommt un« die tötliche Empfindung, daß wir wieder einen inter-nationalen Handel abschließen mit der Katze im Sack. Etwas über die Kleine Entente. Der Ljubljanaer „Narodm Dnevnil" ver-östentlichte dieser Tage einen längere» Artikel, der. weil er sich mit dem Problem der nationalen Mnderheiten innerhalb der Kleinen Entente beschäftigt, auch für un» von Interesse ist. Ta« Blatt schreibt u. a.: Rumänien ist kein zu aufrichtiger Verbündeter der beiden slawischen Nachbarn. Aber Beßarabien ist der Waa Wau, der e« in d e Kleine Ente >le zwingt; diese« Bündnis soll ih« den Besitz de« okkapierten russische« Lande« bis hin fast nach Odessa sichern. Sowj'Uußland hat nie»al« cken Beschluß anerkannt, welcher Btßarabien an Rumänien gib, ci drohte und droht noch, daß »an diese« mit Waffengewalt wieder zurücknehmen werde. Ei ist stch gegenetnanderstützenden Männern, ein Wiederholen der gleichen Laute oder Worte, von einem gelegent-lichen Pfeif» unterbrochen. Die ftumati - - ihre Stroh-Hütte — hat feine schönen Matten auf der Erde wie die Bure auf Fijt; nicht» al» heiße Asche um ein ewig glimmernde« Feuer, da« Wände und Decke schwär» säibl. Am Lagmal schlafen dle unverheirateten Minner und selbst Ehemänner teilen nur selten.die Hütte der Frauen. Dies« haben kein «echt, werben geschlagen und können um ein einzige« Zahnschwein verkauft werden. Da« ist nun nicht so billig, al« man glaubt. Da« Schwein wird ganz jung genommen, die »deren Hauer werden gezogen und die unteren krümmen stch nun allmählich erst »ur Sichel, später nicht selten ,um Doppelbogen. Um aber |u verhindern, daß stch da« Schwein dies« wertvollen Zähne auSbricht. müssen die Kanakaweiber Kam, Tar« und vrolfrucht kauen und damit da« Schwein füttern, «ach acht Jahren bringt der Eingeborene solch ein Schwein seinem Häuptling, seinem zukäofttgen Schwiegervater oder sonst jemand, von dem er einen groben Dienst erwartet und dieser tötet tn »nwesenhett vieler diese« Schwein, denn ohne e« selbst »u töten, wären die Zähne für den Besitzer wertlos. Run aber höht stch sein Rang und sein« Würd«. Seine Frauen dürfe» die Zähne um den Hal« gehängt tragen und e« gibt alte Häuptlinge, die tausend Zahnschweine erlegt haben. Sicher bleibt, daß ein Mann weit mehr um ein tote« Zahnschwein al» um eiu Weib trauert. Menschen — also umschrieben „Langschwetn" — werden wie auf Fijt auf heißen Steinen in der Erde gut gedünstet, nur fehlt bJ« ««singe, da« Schleifen, da« Tam Umschlägen und deshalb will ich mich hier also natürlich, daß «ine solche Situation geradezu gesäh.lich für die guten Beziehungen der gesamten Kleinen Entente zu Rußland ist. Serade deSvegkv hat Jugoslawien die Sowj ti noch nich; anet sannt, wa» un« zu viel größerem Schaden gereichen kann al« den Russen, die ev:«tuell darauf pfeifen köaneu, ob ste unser j inger Staat anerkennt oder nicht. W.'nn fich die Sowjet« trotzdem um unsere Aner-kennung interessieren. ist da« ein Bewei», daß dort der slawische Gedanke denn doch doch lebt und daß man in der europäischen Politik den slawischen Kur« steigern will. Die Furcht vor dem Bolschewismus wurde ad hcc in den Kampf für die Rechtfertigung unseres Bündnisse« mit Rumänien gerufen. Mit solch» L»r>sari könnte man schon aushö en! Man glaubt selbst nicht an eine solche Erfahr, möchte aber anderen einen derartigen Bären aufbinden I Mit Rumänien haben wir in der Kleinen E-.tenle also m-hr Schaden al« Ritzen! Ich sehe nirgend» emeo Borteil, der diesen Schaden aufwiegen würde. Die Tschechoslowakei ist ein gaaz natürlicher Verbündeter. Die bisherige halbhundertjährige leb-haste Tätigkeit für die Verbrüderung zwischen dem tschechischen und besonder« de» slowenischen Volke (zwischen den Tschech«n. Kroaten und Serben war sie niemals fo intensiv, weil die Staatsgrenzen zie«liche Schwierigkeiten machten!) führt« folgerich'ig zu einer «»geren Verbindung zwischen den beiden neuen Staaten. Schon die geographische Lag« drS tschechoslowakischen Staat«« in Mitt«l«uropa ist für die Zukunft nicht g rade hoffnungsvoll. Diese Wurst von der bayrischen bi« zur rumänischen Grenze. in ihr aber ein noch bunkere« BrvilkerungSksaglomerat al« im alten Oesterreich, muß die Staatsmänner jeden Tag an große Vorsicht in der Innenpolitik und in der Auswahl der äußeren Freunde gemahnen. Da« Bündnis »it Jugoslawien ist mchr al« will-kommen. Diese« Bündnis »it Jagoslawien gibt un« da« Recht, daß wir un« ernstlicher mit den inneren «ngelegenheiten der T'chechoslowakel besassen, weil diese auf die Politik der Kleinen Entente im allze« »einen und sogar ans unsere speziell jugoslawischen Angelegenheiten ihren Einfluß ausüben — zu unse rem Schaden 11 Die Tschechen sind in ihre« Staate in dir — Minderheit. Wenn sie fich »t den Slo. wakeu nicht ausgleichen, erleben sie schlimme Zeiten l Dies« Erkenntnis kommt, wenn auch langsam. Wieviel unnütz! Kämpfe g,b es zwischen ihaen! Sie stritten sogar, ob fie fich tschecho-slowakisch oder tschechoslo-wakisch (»it Bindestrich dazwischen oder ohne Binde strich) schreiben sollen. Die erst« Art bedeutete den Zeparati«mn«, die zweit« den Z nlrali«mu«. Run, j'tzt ist sogar Dr. Kramarsch zur Erkenntnis ae» kommen, daß die Verständigung »it den Slowaken um jeden Preis notwendig ist. Er schrieb in den „Jt. 8." einen Artikel, der eine ungeteilte Slowakei mit einem gesetzgebenden Landtag anbietet. Er lehnt die KreiSeinleilung ab, w«U diese auch nur ein «uSwuch« de« Zentralismus ist, den die Slowake» anfeinden. Zur Verständigung muß es kommen. E« nicht fressen lassen; auch würd« mir vertraulich gesagt, daß man um solch ein Bändel Knochen nicht die Steine erhitzen würd«. »uf den vankinseln nnd selbst auf Piama st», bet man noch Musch«lgeld und man bezahlt da einen, zwei od«r mehr Meter dies« ebenmäßig geschnittenen, auf ei»«r Schnnr anfgefaßte» Muschelstücke. Sonst lieht man da» englische «eld vor, obschon franziftsch« Pflanzer in Franc» »ahlen. Die Eingeborene« um die Küste nennt man „Mann Saljwasser- nnd ste stnd dt« aufgeweckteren; ste sehen fremde Schisse, fich lassen stch am öftesten zur Arbeit anwerben, ste »iehea selbst auf» Meer hinau» und suchen nach Trcca«muscheln, Schildkröten, Haistsch«n, Meerschleichen und den wunderbaren P-pageifischen. die blaugrün und stlberschimmernd find, dt« man aber nur ,u gewisse» Iahrzeiten gefahrlos essen darf. Dt« Eingeborenen der Jnselinnern nennt man .Mann Busch" und will man einen Eingeborenen beschämen, wenn er etwa« Dumme» angestellt so sagt man ihm lachend „Mani»Busch!" Unbegrenzt ist ihr Aberglauben. St« fürchten stch nacht» auszugehen, denn ein« weiße Henne könnte ihnen erscheinen und da» bedeutet den Tod; ein LiebeSstell-dichein muß im Flüsterton gemacht werden, den» überhört e» der Nakaima» oder Jnfelgeist, so nimmt er die Form de« Mädchen» an und wird mitten in der Umarmung zu einer schwarzen Eule, die davonfliegt und da« Opfer entweder wahnsinnig zurückläßt oder ihm den Tove»keim eingeimpft hat. E« gibt auch bei jedem VolkSstamm einen Tabnmann oder Ziuberer, der dw „Mastng" versteht, da« will sagen, alle Kriu- ist genug, daß auch die Slowaken für einen gemein» famen Staat find, der einheitlich und stark nach außen sei» wird. In diesem Staate gibt es aber ungesähr dreieinhalb Millionen Deutsche. Und wa» für Deutsche! Schon im alten Oesterreich kamen die meisten Scherereien von ihnen her. Eine so große Zahl von Deutsch'», welche die reichste Jadustrie besitzen, be-Irachtet man nicht als nationale Minderheit, sondern al« gleichwertige Komponenie de« Staate« „aus Kündigung" nach de« Grundsatz der Selbstbe. stimmung her Völker l Daß die Tschechen »it diesen und solchen Deutschen ein g-oße« Kreuz haben, ist natürlich. Dies-nizen, welche ernstlich auf den guten tschechisch?» Magen gerechnet hatten, daß er all diese harten Knochen werde verdauen können, haben fich böl geirrt. Ich will die Regierung«»e>hoden gegen die so «ächtige deutsche M ndeiheit in Böhmen nicht kriti« sieren. Ich fürchte, daß fich da«, wa« wir in dieser Beziehung erleben, noch bitter tächm wird. Mit dem Eintritt Deutschland« in den Völkerbund bekommen auch die Deutschen in Böhmen einen «ivstaßrtichen Bert«id!ger. Mit dieser Tatsache muß ernstlich ge-rechnet werden. Die Berichte von der Konferenz eer Kleinen Entente in T'meSvar behauptn, daß Dr. Bki'& auch diese Frage zur E ö terung brachte, und zwar in dem Sinne: man wird verhindern müssen, daß aus die Tagesordnung dei Völkerbünde« auch dle Frag« der deutschen Minderheiten in den Staaten der Kleine« Entente komme, wenigsten« nicht auf eine Weise, die ihren Jitnessrn schaden würd«. Wa« diese Interessen anbelangt, müssen wir mit allem Nachdruck betonen, daß wir fie ander« anssasseu al» die Tschechen. Die Tschechen stellten sich auf den Slaodpunkt, daß die deutsche Frage in der Tschechoslowakei ihre innere Angelegenheit sei, in in die sich andere Staaten nicht hineinzumischen haben. Jugoslawien hat keinen Grund, eine solche Diskussion im Völkerbund zu fürchte«, im Gegenteil, i» unsere» Interesse liegt e», wenn wir alle strittigen Min derheitenfragen auf die Tagesordnung bringen. Wir wollen zur vollen Verständigung komme« auf Grundlage der Rez'prozität: Wa« die Deutschen und die Italiener von un« wollen, dessen mögen auch unsere Landileute in Oestereich und Italien teilhaftig werden! Da« maß unser höchste« Iieal sein und unser Wunsch ist e«. daß e« fich auch unsere tschechische« Brüder aneignen mögen, weil ti ihnen mehr nützen wird al« die letzten Sprachenverordnungen. Welch einen Kampf sührte da« tschechische Volk i» alten Oesterreich gegen die vergangenen Sprachenverord. nangenl Wenn die tschechischen Brüder glaub«, daß ihnen diese (heutige») Kämpfe nütze« werde«, irren fie fich sehr. Da« ist aber «icht vor ihre eigene Sache, sonder« auch die ihrer Verbündete« in der Kleine« Entente, besonder« aber trifft ste un», weil ter und ihr« Verbindung weiß »nd «ach Willen Reg«», Sonnenschein, günstigen oder ungünstigen Wind oder Windstille »zeugen kann; er «acht na» alten Knoche» nnd eine» mensch ähnelnden Stet« de« gefürch tet e« Su, dtr Macht gibt über de« vesttz und da« Leb«» andern «ad er allein »erteilt den .Sehtrank', der «» dem Glückliche« ermöglicht, den «nfichlbtren Sn zn sehen und stch davor zu schütze«. Er kennt «nch die LiebeSmittel — fo da« rote Pulver, da« mau stch auf die Lider stäubt, wen» man dem W«i»« entgegen, geht, da« «a? besitze« will. Trifft «an ste, dte Begehrte, braucht man fie nur fest anzusehen «nd stch langsam da« Pulver von den Lider» gegen dt« Ohre« zu stresse«. Da muß st« folgen . . . Unterläßt ste e«, so kann fie weder essen, noch rnh:n, noch sprechen und muß uaibedingt sterben. Hier tat e« ein Mann auch, aber der Zauber wirkte so schnell und so start, daß da« Weib wie toll die Tür feiner Kanals bearbeitete, um z» ihm zu gelangen, und er fich einsperrte und versteckte, weil ihn der wilde Knstnrm der Liebe erschreckt hatte . . . Sie tätowieren fich ntcht, aber ste malen stch gerne blane Punkte oder Striche auf die Wangen und ste schwärzen fich gerne dt« obere GestchtShälfte mir Ruß und Kerzennußöl, weil ^da» „kriegerisch" wirst. Sie ölen fich weniger häufig mit Koko»öl al» andere Südseerasse«, fie waschen fich nur, wen» der liebe Herrgott ste gnädig n,ß werde» läßt und fie binde« stch bet festlichen Anlässe« stark duftende Gräser nm« Lavalava . ... Ste hab«« wenig, wa« ste anziehend macht. Nummer 17 Eillier Zeitung Seite 8 un» aus biefe Weise der Kamps für unsere national« Minb L heilen ersch««t wird. DtShalb müßten wir «n« enl schienen gegen allfällige Schritte det «leine» Entente i» Völkerbund auflehnen, ble da-tauf abSielen würden, daß wir UN» nicht um die Käto!»er Slowenen un^ »ie burgenländifchen K.ojten annehmen oder daß wir dicht mit aller Tatschten» he«t Deutschland unterstützen könnten, sobald e« sicherlich sür die nationalen Minderheiten tn Italien eintreten wird, sür welche die tschechische» Brüder noch »icht da« geringste Törtchen verloren habedn. Der rumänische Minister Dnca erklärte f» Journalisten nach Abschluß der Konferenz in Teme«-var: .Wir wollen mit unseren Minderheiten aus das liberalste «»gehen. Ein Staat, der vier Millionen nationale Minderheiten hat, kann nicht leben, wenn er nicht einen Modu« vivendi mit den Minderheiten findet. Wir sind überzeugt, daß sich mit den Minderheiten gemeinsam arbeiten läßt." Hit Djci auch in 92 taten von Dr. Ben » gesprochen? «at Patze siad nämlich seine Worte in noch größerem Maße sür die Tschechen. PMischr Rundschau 5er Aw.ck der Itattenfayrt unftro Außenministers. Wie die slowenisch«, Blätter berichten, Ijat die plötzlich« Reise unsere« Außenminister« nach Ro», die sowohl der italienisch n al« der jugoslawisch-n O:ffentlichk«it überraschend kam, den Zarcf, einen weitreichenden italienisch-jugoslawische <0 iraitiepaft abzuschließen, der alle Zeichen eine« rich tgen Ä> >d-nisse« b styen soll. J> politischen Kreisen behiup et man sogar, daß Cc. N iü nicht nuc im iR ime.-t Ju^u'ljtuien«, sondern im Einveiständni« mit betn tschechisch n Augenministec Dr. Ben<» auch im Name» der T>ch.'choslo»ake« alle w ch igereu irntcr« national,!> Probleme mit Mussolini verhandeln werde. Ans der Yationasversammlnug. Aus der S tzung de» Parlament« vom 24. Februar warf der rablüianische Redner Abg. Badii der Opposition vor, daß fie nicht« arbeite und nur kritisiere. Dabei hörte man au« der Opposition die Zwischenrufe: Ihr habt früher behauptet, daß nich!« gearbeitet wird, waium arbeitet ihr selbst jetzt nicht« ? Abg. Wilder: Warum streitet ihr untereinander, warum arbeitet chr »icht? Der Abg. Bablt fuhr fort: „Die jetzige Regierung ist wie ei» Birnbaum, der im Frühling blüht und im Herbst Finchl trägt. Da« Patlamenl wäre viel besser, wenn in ihm nur Bauer» wäre». In« Parlament dürfte man nicht um 9 Uhr vormittag« gehen, sondern um 4 Uhr früh, wann auch die Bauern auf« F?ld gehen. (Stimme aus der Oppositio,: Eare Minister würden dann direkt au« dem Variete in die Skupschiina kommen.^ Cie SOprojentige» Bon« brauch:» «icht ausgezahlt zu werde». Sie möge» in der S aats» fasse bleiben, damit sich der Staat leichter helse» könne. Den Beamten brauchen die schuldigen Dsfe« lenzen »icht ausgezahlt zu werden, fie sind ohnedie« gut ge»ug ge;ahl'." Aus der Nachmittaa«sitzang teilte der Präsident «it, daß der Abg. Dr. Lorkov ä, Ehes der kroatische» Verewigung, gestorben sei. Ver selbständige Demokrat Abg. K.caanoviö führte in feinet Rede au«, et sei überrascht, daß die „bäuer-liche" Regierung mit einem so ungeheuren Budget angerückt komme. Der Wert de« Dinar sei gestiegen, da« Budget »»erde aber trotzdem immer größer statt kleiner. Die Regierang verhalte sich allen Ungelegen-heite» im Staate geg-nüb.t gleichgültig und k«hre »icht« Er»ftliche« vor. Sie habe keine Zeit dasüc, weil sie sich mit ihre» inneren Zwistigketten befestige. Die Regierung fei den ganze» Sommer «ad Herbst auf Reifen gewesen, aus Unterhaltungen und Festivitäten. Ali sie am 20. Oktober mit dem Parlament zu arbeiten begann, zeigte sich daß ste »icht« imstande sei. So verliere da« Volk »en Slanbe» tu die Etarichtung unsere« Saate«. Ban der Befreiung bi« heute habe e« 13 Regierungen gegeben. Da« sei eine unglückliche Zahl für die gegenwärtige. E n üble« Schiksal begleitete diese» unglückliche» Staat und hemme immersort seine» Fortschritt. Da« Bolk lnde, die Unzufriedenheit wachse. Am Schluß seiner Rede zog Abg. 8 cma» »oviö ein Stück grobe« Haferbrol au« der Tische, um zu zeige», wie armselig der bot mische Bauer leben müffs. Die Abgeor»»eten träte» hinzu utd ein bäuerlicher Radiä aner erklärte: Dieser schvarze Weizen ist nicht unter unserer Regierung, sondern schon unter der früheren gesät worden. Rus: Mein Gott, e« ist ja Haferl Hanfe. Gelächter im ganzen Das Staatsbudget grundfähtich angenommen. Auf der Sitzung de« Parlament« vom 25. Fe bruar wurde da« Tla nsbudg't für da« Jahr 1S26/27 mit 161 gegen 72 Stimmen angenommen. Ausland. Kin neuer römischer Z^rtrag. Die Agenzia Stefani vnöfseiitlicht ein Kommunique, woun mitgeteilt wird, dag die Aaßenminister Dr. Nmü 6 und Maffolint am 2b. Februar im Palazzo Thiggi eine andeithalbstündige Beratung abhielten, die sich um die l tzren iniernationalen Ereignisse mit besoldeter Rücksicht auf die B:rträge von Locarvo bewezten. Aa» einem Artikel de« „Gtornale »' I alia' geht hervor, daß ei» neuer römischer Vertrag zwischen J-alien un» Jagosla wten abgeschlossen werden >oll. besten Hauplmien durch nachfolgende» Absatz charakterisiert werden: Deutjchlan» mag wissen, oaß die Berührung der Brenner-Grenze dle KriegSerktäiung an Italien bedeutet. Die Forderung nach dem «aschlug Oesterreich« an Deutschland aber bedeutet den Alarm für Italien, Jugoslawien, die Tschechoslowakei usw. Kine englische Stimme üöer die zukünftige Kräfteverteilung im Aölkeröuad. Gleichzeitig mit den Nachrichte» über die Ab» reise Dr. Ntne < nach Rom, Die van Mussolini vielleicht uar al« Demonstration ausgenutzt werden wird, bringt da» angesehene englische Blatt „vatly New»* einen sensationellen Artikel über eine neue Annäherung zwischen Italien un» Deutschland. Da« Loa» doner Blatt sch>e>dt; dt kann recht leicht zu einer italienisch deutschen Zusammenarbeit im Völkerbund« tat kommen. D;t letzten Verhandlungen zwischen den beive» Regierungen hao-n gezeigt, daß Deut-schland un» Jiaiiea gemeinsame Interessen in G-ns haben. Die ursprüngliche Idee, die noch vom Geusen Ssorza herrührt und welcher Mussolini niemals geneigt war, nämlich einen besonderen deuifchseind-licht« Pak« zwischen I alten und den Staaten der Kleinen Ealente abzuschließen, ist j tzi vollkommen fallen gelasfen worden und die römische Regierung beabsichtigt, stch auder» zu orientieren. Sude der kleinen Entente? Der faschistische .Popolo d> Triefte" schreibt anläßlich der Abreise oe« jagojlawischen Äugen-minister« nach Rom: Die polnischen Kreise an der Donau sehe» in der Reise de« serbische» Politiker« den Anfing de« dcfinliven Zerfalle« det Kleine» Entente. Mussolini hat alle alten Gleichgewichte in Europa auf oea Kopf gestellt. Italien, seinerzeit ohne Bedeutung, ist heute der notwendige Schwerpunkt de» europäischen L-beu«. Die Kieme Eatenf hat m TemeSvar ihr Eade gesunde» und Dr. Lcueö kann stch nicht me?r irren. Rwilö und die Jugoslawen haben die Krast und da« Prestige de« neuen Italien kapiert. Schließlich darf »aa nicht virgeflen, daß e« heute i» europäischen Leben nur zwei leben-dige Völker gibt, die wachsam und aus alle« vorbereitet find, nä»lich Eaglau» und Italien. Det Qnai b'Orsay (Frankreich) ist auS der Mode gekommen. Kugland gegen die französischen Antrigen. Wie au» London berichtet wird, hat bet Ausschuß »e« Unterhause« für völkerbunbangelege». heue» eine veschließang gegen die Vermehrung ver Zahl der ständige» Sitze im völkerbuadrat an-genommen. Dieser Resolution wird große Wichtig-reit zugeschrieben, weil aa der bezüglichen Stzang Ve.tretet aller Parteien teilnahmen. Fie Tiroler gegen Anndeskauzler Fr- Aamek. Am 24. Februar sand in Jnntbtuck eine große DtmovstraltonSversammlung der Tirolet aller Berufe uno Parteien statt. Die Redner griffen den Bundeskanzler schaff an und sorderten den sosortigen Riickrritt der Regierung, welche durch ihr klägliches Verhalten gezeigt habe, daß sie nicht sähig sei, die Interessen oe« VolteS za vertreten. „Wir können", erklärte Dr. Pembauer unter dem stürmischen Bei-fall der Versammlungsteilnehmer, „ein solches vot-gehen »icht ununterbrochen ertragen. Wr wollen «tsfen, um welchen Preis sich Dr. Ramek bereit finden ließ, die Sache Südtirols zu verrate». Wir rufen dem Leiter der österreichische» Außenpolitik zu: Wir sind nicht in Galizien, Herr Ra»ek I Wenn unsere erzwungene Selbständigkeit so auSge-legt wird, daß wir in Wirklichkeit ei» Vasallenstaat Mussolini« sind, dann müsse» wir den Anichluß au Deutschland verlangen, wa« un« die einzige Bürg, schaft dasür sein wird, daß die Interesse» »»serer lhrannisierten BrüSer jenseit« der Grenze anständig vertreten sein wertzen." Der christlichsoziale Abge» ordnete Dc. Sieidle war ktva« gemäßigter, dennoch griff auch er die österteichltche Außenpolitik an, die aus Südtirol v.rgesfen und sich vor Massalini al« za knrchllich erwiesen habe. Die Regierung habe »ich nicht an den Völkerbund gewandt und Dr. Ramek habe den g'vßen Fehler bedangen, in seiner offiziellen R'öe wiederholt den Au«druck .Oberetfch-zu gebrauchen. Da« habe die Gefähle de« Tiroler Volke« aus da« tie'ste verletzt. Die versammlnng be'chloß, nachfolgende« Telegramm an den amen-kauiichen Senator vorah zu sende»: „Die B r-sammluag der Berireter de» Tiroler Volke« bittet den edlen Freund de« F.ieden«, et möge sich Tirol« erinnern, denn der nalteuische Ministerpräsident Mussolini offiziell mit dem faschistischen Einsall diohie und de>sea südlicher, unter italienischer Herr» 'chaft st.-he»der Teil unmen'chliche Gcaasamkeiiea er-leidet. Wir erinnern »aran, daß Wilso» in seinen Me»o"-en die Zaieilnng S'lZtitol« an Italien als de» ^tög'en Irrtum de» Frte»en»oertrage« bezeichnet.-." öte L rsammlung ichloß mit det Adsingung dc« Ändiej« Hoser Lie»e«. \«8 Staat Mi (nt »fcslu Hanny Weren f. Am 25. F-bet utt 1 Uhr früh ist in C (je Frau Hanny W te», G-» >h in de« hiesigen «aufmanne« Herrn Josef W:ren, nach langem, schwerem Lüden im jugenduche» Alter v»n 33 Jahren gestorben. Alle, welche die jung; l.ebenewä.dige Frau kinnte» und in ihr die liebevollste G titln und sürtorgliche Muuer, die »uster-haf e Hau«>taa, die getreueste Gesährtin uud tüchtige Mitard-! «in ihre« Ga teil verehrten, tranern »hte» erschütternd frühen Hiaschet»en ichmerzlich nach. Die v:r»tordene war ei» Eillier Km»; sie enistammte der Familie Treo. Sie war eine stille, in stch ge-kehrte Natur, die ihr ganze« Glück im Hau« und in der Familie sachte und fan». Nicht vergesse» sei, daß sie eine allezeit bewußt deutsche Frau war. Die vl-gemeine herzl che Teilnah «e wendet stch dem schwer gettoss »en Gauen und Kindern za. Kranzadlösung. Die Familien Eugen Walzet und Hago Schmi»i spendeten statt eine« Kranze« für die verttordene Frau Han, h W.-ren je 100 Dinat det sreia>illigen Feuerwehr in E:jje. Todesfall. In Radlersburg ist der bekannte W-ingartenbesitzer Franz Kleinoscheg im Altet von 72 Jahre» gestorben. % Gvangeltsch, Gemeinde. Sonntag, den 28 Februar, fiidei der Ge«!iudegoitcSdienst um 10 Uhr, der Iug?ndgotteSdienst u» 11 Uhr im G:> meivdesaale Itatr. Für die Geschworeneng«richt»periode in Eeljr, die am 1. März degwnt, find »ach-olgende Fälle ausgeschrieben: 1. März: Viktor TurtiSek und Aioi« Krijan, Todschlag. 2. März: Juliane Zaleznlk, Mord; Alot« Mujclnic, Raub; Franz Ka»ev«:k, Raub und schwere körperliche Be-chädignng. 3. März: Joses Golob, schwere kirper. ich: Beichädigung; Jgnaz Hrida", Raub. 4. März: Ernst Hogl und Genossen, veruntrenung; A. Kobrii, To^chl.!Z. In unsere Staatsbürgerschaft aufge. rommen wurde Herr Dr. Juli»« Mattes Kreisarzt IN Ap^!.', bisher Schweizer Staatsbürger, samt seiner Gtmahlia Berta u-rd seiner Tochter Eharlotte. Än« Unserer Staatsbürgerschaft sind «»«getreten: Ivan Odreza, Arbeiter in Frauendorf, zuttandig nach So. Siefan, Bez. S»arje pri Jeltahz Alojzij D'jman, Arbeiiet in LoitSberg, zuständig nach La< cooa bei R i» "!j ca; Jzfef Puich, Pt>va>. »eamier in München, zaftäudig nach L-«kovtc bei !'tija; Jikob «atz. Fad»ik«arbeitet i» Pasftag Ü^herr) zuuäadig nach Vrhloge det Maridor. Dtt Brand, der am Mittwoch gegen 4 Uhr nachmitiag« tnrch »en Schuß vam Rikolaiderg an-gezeigt wurde, erwie» stch glücklicherweise al« uade» d-uiendc« Äa^dfeuer. Auf der Südseite de« Schloß» berge» hatte »ämlich eine Frau Abfälle angezündet; i folge de« etwa« windigen Wetter« drettete sich da« ^euer aaf dem trockenen Boden schnell au« un» er-reichie auch die in der Rähe stehenden Bäume. ?« lang, da« Feuer bald zu löschen. Auf die Br?»d-laue waten die Feuerwehren von E:lje n»d Gaberje geeilt. Seite 4 Tillirr Zeitung Nm-mer 17 Deutsch in den slowenischen Bürger- schulen. Einem Erlaß de« Unlerrich««mi»isierS zu« folge wiid hinfort in der erste» und zweiten Klaffe »er Bürgerlchule» in Slowenien Deutsch als obli« gater Gegenstand drei Stunden wöchentlich vorgetragen werden. Mit Beginn de« kommenden Schul-jähr« gilt viefe Verordnung auch für die dritte und vierte Klasse. Die deutsche WirtschastSoffensioe tn Martbor. Ja den Auge» de« L ubljanaer „Julro" bzw. feiner Berichterstatter ist ziemlich all««, wa« bei der deutschen Mindeih'it hierzulande zu be-melken ist, böswillige „Politik", «eun «in paar Kabarettsänger in einem Filchingipro^ram« aus-treten, ist e« „Politik'. Wenn ei» Gesangiverein seine Liedertasel geben will, ist es .Politik". Wenn bei einer B rsammlnng, auf der bloß vier Leuie SlomeiMch verstehen, Deutsch gesprochen und ver langt wird, daß da? Slowenischjesprochene mS Deutsche übersetzt werden solle, ist ei nur böswillige „Politik." ffimn in Rahmen de« neuen Wohnung«-gesetze« deutsche Hau«befitzer de» Z'n« sür die Ge schäftSlokale ebenso steigern wie die »loweniichen, ist da« „Politik" l Ma» sollte da« letztere nicht glauben, aber e« ist so. Im Ljubljanaer „Jatro" lesen wir näml'ch: Die Marburger Deutschen kommen lang'am zur Ei»sich«, daß sie aus politischem Feld viemal« wieder eine »»»scheidende Rolle spielen werde». Um io enger schließen sie fich daher an ihre wirtschaftlichen Festungen an. Die Krise, die da« sloweniich- Element auf wirtschastlichem Gebiet durchmacht (Sa« deutsche natürlich wird von ihr vrschont?!), vertiefe» und nütze» die Deutschen auf alle möglichen Arten au». Während sie schon fiüher mue kleine Strase abgeseffen, weil er ohn» Paß d«e G>e»ze nach Deutschösterreich üb«schienen wollte. Auf der Fahrt nach Eelje wurde er mit einem reichSdentschen Reisende» bekannt, a» de» er stch, da er 16 Jahre in Deutschland gel-bt hatte, bald so anbiedern konnte, daß ihm dieser auf der Station Eelje feine» schweren Koffer mit Dank überließ, damit er ihn in der Garderobe aufgebe. Da die beiden in der Sladt kein N ichlq lariier bekamen, blieben sie im Wartefaal, von wo sich aber Sosiar nach einiger Zeit entfernte, den Koffer auS> löste und «it ihm gen Petrovce wickelte. Der Deutsche, dem schließlich die Sache verdäch.ig erschien, ver-kändigte die Polizei und der OserwachmannSpicapan holte den Ausreißer ans der Straße zwischen Levce und Petrovce mittelst Fahrrad ein. Sosiar mußte den schweren Koffer wieder nach Clje zurückschleppeu, wo er dem rechtmäßige» Eigentümer ausgehändigt wurde. Der Mann behaupiet, daß er den Koffer au« bloßer Feindschaft gegen die Deutschen gestohlen habe. Für solche „Feindschaften" scheint jedoch die Polizei nicht da« geringste Berstäldni« zu haben. Meffekarten sür die X. Wiener Jnter-nationale Messe (7.—13. März) find zu haben bei der I. Kroatische» Sparkasse, Filiale in Celje, Kre-kov tr:. Feinste Rindsuppe bereitet man rasch und billig mit Maggi'« Rindsuppe Würfel. Faschistische Drohungen gegen Jugo slawien. Da« in Zara erscheinende Blait „Jl Lilorale Dalmatico' erbost sich darüber, daß ein J-alieuer wie Mrsg. Pellegrinetti, der zugleich päpst licher Gesandter ist, auf seiner Dalmatinireife Serbo« kroatisch redete, besonder« i« Städten wie Kotöula, da« die italienischeste S.adt in Dalmaiien sei. .Korcula ist italienischer al« Venedig", ruft da« Blatt emphatisch aus. .Es ist gut, daß der Nuntiu« die serbokroatisch« Lp ach? beherrscht; kennt er aber auch die Geschichte Oalmatien«? Die Dalmatiner find gute Kaiholiken. Und wer hat da« erreicht? Venedig, da« lange Zeit seine Kultur nach Dalma-tien strömen ließ. Wenn nicht Venedig gewesen wäre, wäre Korcula heute gerade so türkisch wie Dubiovaik. In diesen Städte» wenigsten« müßte ma» in der Sprache der Retterin Venedig rede». Die italienische Flagge kann wohl über die Grenzen getragen, niemals aber gestrichen werden l — Die Italiener, die «it Rücksicht auf ihre« „Sieg" verlangen, daß von der Adria bi« zu« Schwarzen Meer, vom alten Salzburg bi« nach Saloniki n>ch« ohne die Ge> nehmi^ung Italien« geschehen dürfe, körnen sich fcheiubar nicht genug tun an der Phrase ihrig faschistischen Ehes« über da« .vortrage»' ihrer Flagge. Der Ljubljaeaer „Jutro", der soüst — wenigsten« in Beziehung auf Deutschland — ziemlich unverhohlen «it den Faschisten sympathisiert, setzte diesem Berichte Indigniert hinzu: W rkl ch, groß und lächerlich ist eine solche Aufgeblasenheit! Was bietet Leipzig? Leipzig ist nicht nur die Sladt der Messe», sondern auch vo» jeher ei» Mittelpunkt von Kunst und Wissenschaft gewesen. Bor allem hat man der Masit stets eine besondere Pflege angedeihen laffen und die Leipziger Gewand-hau« KonzeUe und die GefangSauffährusge» de« Thomanerchors sind weliberühmt geworden. Auch auf der bevoistehende» Frühjahrsmesse wird Leipzig feinen ausländische» Besuchern eine Reihe künstle« Ichar, iuibesonder« musikalischer Veranstaltungen biete», die dazu beitrage» dürfte», den ausländischen Gästen den Aujenthalt in der alte» Msseftadt an. genehm zu gestalten. So wird ein große« Gewand Hau«-Konzert, unter Leitung oo« Fritz Busch von der StaaiSoper Dresden, stattfinden. Der weltoe-rühmte Thomaner-Chor wird ei» großes Kirchen-konzert zum Borirag bringen und der altbewährte Riedelverein wird eine Auffährung des berühmten Requiem von G. Verdi bieten. I« neuen Theater (Ope>) werden sich» Meßspiele gegeben werden, nämlich Lohengrin, Margarethe, Salome, Die lustige« Weiber von Windfor, ToSca, sowie die Operette Zigeunerdaron. I» den Haupttolle« der Oper wer-ve« berühmte au«wärtige Sänger al« Gäste mitwirken. Auch in den übrigen Leipziger Theatern ist ein erstklassiges Programm zusammengestellt wo» den, mit dem man dem Geschmick der au'pruch vollsten auiwäitigen Besucher geiecht werden dürfte. Kleine Nachrichten au» Slowenien. Am vorige» Freitau trank im Büffet des Kino Maiica in Ljubljana der 12 jährige Gymnasiast V k or R

kundararzt i» Ljubljana Herr Dc. Marti» Ogvrevc au« Kovj ei ernannt. — In Litija wurde tne bor« tige Postmeisterin Zorka Borimer verhaftet, weil ihr eine plötzlich durchzesührte Kaffarevifio» Unierschla» gungen in der Höhe vo» 170 000 Dinar »achge»»iefi« hatte. — Das Parteileitung«Mitglied der slovenische« Radikianer Herr Äibin Prepeluh »st zum Direkior deS HolzinvustrieuntervehmenS „Dobrlin > Dron" (Steinbeil) ernannt worden. Ein deutjch-amerikanifch«» Hckndatck-bündnis? Bekanntlich stellt sich die öffentliche Meinung Amerika« in der Frage der Ratssitze im Bölkeiband mit aller Entschiedenheit aus St« ceutsche Seite, die eine gleichzeitige Zuertennuag eine« stä». digen Sitze« in der Esekuiive de« Völtabnafc««, im Bö ker bundrat, an Polen und die im Z»sa»m««-hang damit geipon»enen sranzöstsche» Intrigen z«r«k-weiit. Wie da« Pariser „Journal" zu berichte» weiß, bereitet fich da über hinan» er» richtige« teutsch axr'kani cheS WirischasiSbündni« vor. Die Regierung der Bereinigten Staate», welche die ge» sam t Industrie Deutschland« und seinen Haaferi syidikalistntn will, beabsichtigt, ei« große« ameri. kanilche« Konsortium zu errichte», da« dt» Aufsicht über die deuifche Produktion übernehmen uud au» Deutschland eme Art Filiale der vereinigt«« Staaten mache» soll. Da» Konsoitlu« würde Me deutschen Paff va einichliißltch der Reparatwae» über-nehmen und die Verbündete» zu einer beträchtliche« Reduktion de« Dawe« Eatmurse« zwinge». Die Ber-havdlurgeu über diese« amer'ka«>'ch »eutjche Handel«-bür.dniS sollen schon dettächtlich fortgeichriiten sem. Nummer 17 Cillier Zeitung Celte 5 * Der Doppelgänger des Herrn Emil Schnepfe. Roman von Karl Schüler. Amerikanisches Copyright by Robert L»b in Stuttgart lsio. Nach wenigen Minuten erschien der Privat fckreiär wieder: „Herr Direktor Zahn läßt bitten I" Der ehemalige Kriminalkommissär hatte sein Sprechzimmer »u einem kleinen Veibrechermuteum auZ-gestattet. An ten Wänden hingen abscheuliche Moid und Ditbeiwc,kjcuge, die alle numeriert und mit kleinen erläuternden Zetteln beklebt waren, und daneben Photographien und aus Zeitschriften herausgeschnittene Köpfe von männlichen und weiblichen Missetätern. Such Dankschreiben unter GlaS und Rühmen hoben stch wi,kung«voll von der dunkelroten Tapete ab. Der Direktor saß vor einem großen Schreibtisch, mit dem Rücken gegen da» Fenster, da» so von Gar dinen und Portieren vnhängt war, daß es nur ein Dämmerlicht tn dem R^um auskommen ließ. Ans dem Schreibtisch lagen große Stöße von Akten und rechts stand ein Diktieropparat. Bei Eintritt Dorival« erhob stch Zahn mit einer weltmännischen Bnbeuzung. Der Held so vieler Pro zess«, der Berliner Sherlock Holme», machte keinen Übeln Eindruck. Er war groß und sehnig, gut gekleidet und verstand, Vertrauen einzuflößen. 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Februar um 4 Uhr nachmittags nach dem städtischen Friedhofe zur Beisetzung in der Familiengruft statt. Celje, am K5. Februar 1926. Josef Weren, Kaufmann, Gatte Margit nnd Helnierl Rosa Treo, Mutter . . Kinder Lo«i Zeixchegg, geb. Treo Anton Zeischegg Ella Treo Viktor, Eminy, Hermann Treo Schwager SehwSgerin Geschwister (HqOittmn, fccwuisfle*» »rb fetfcriftldttr i Aton, Scham« u« ^«1* — iiwl uw "ertog: üS««mtai$bnKtei in (Ms'. gut tu ittf&ra unantioon.uu .