^U 216^ Donnerjlan am 22. September 1864. Die „kllibach» Zeitung" erscheint, mil Nnsnahme der Sonn- und Feiertage, tllglich, und kostet sammt den Beilagen im Comptoir ganzjährig 11 fl., halb» jlayrtg e fi. 50 lr., mit Kreuzband im Comptoir gMtZj. 12 st., halvj. « si. Fllr die Zustellung in's Haus stub haibj. 50 lr. mehr zu entrichten. Mit der Post portofrei ganzj., unter Kreuzband und gt» druckter Adresse 10 fl., halbj. 7 si. 00 lr. Instrtlonsgebsllr für eine Vannonb, Spaltenzeile oder bm Naum derselben, ist für lmalige Einschal« rung Str., fltr 2malige 8 fr., fllr 3malige 10 lr. u. s. w. Zu diesen Gebühren ist noch der Insertions»Stempel per 30 lr. für ein« jedesmalige Einschaltung hinzu zu rechnen. Inserate bis 10 Zeilen losten 1st. 90 lr. ittr 3 Mal, 1 st. 40 lr. für 2 Mal und S0 lr. ft« ! Vlnl lmit Inbegriff des Iusertionsstempels). ^^"^____________________________________________ ^^»-^ ____ ^^_ Amtlicher Theil. 35c. k. l. Apostolische Majestät habcu nut Aller-höchster Entschließung vom 7. September d. I. dcn Diözcsan-Schulcuiuspcltor in Ehioggia Felice Boz-zatto znm Ehrcndomhcrr am dortigen Kathcdral-kapitcl allcrgnädigst zu ernennen geruht. Das Finanzministerium hat den Grazcr Finanz« sckrctär Matthäus Tax zum Finanzrathc und Finanz« bczirksdircttor'in Marbnrg ernannt. Nichtamtlicher Theil. Laibach, 21. September. Das Gerücht, Napoleon habe mit Viktor Ema< nncl das Uebercinkommen getroffen, Rom in zwei Jahren zu räumen und dcn Schutz dcS Papstes dem Könige von Italien zu überlassen, erhält sich nicht mir, sondern wird von verschiedenen Seiten als auf Wahrheit basirt bezeichnet. Wenn Napoleon einen so folgenschweren Entschluß licfaßt haben sollte, wie das Aufgeben der Italien beherrschenden Position in Nom ist, so muß er seine Gründe dazu habcn. Er gehört uicht zu jenen Politikern, welche in ihren Handlnngcn von bestimmten volgefaßtcn Prinzipien abhängen, sondern welche sich stets nach den Zcitvcrhältnisscn nnd Umständen richten. Es muß daher bezüglich der römischeu Frage ein Um» schwung stattgefunden habcn. Einige behaupten, cS sei der erste Schritt, um aus der Isoliruug herauszukommen, welche sich während des letzten Iahrcö gezeigt habe. Möglich ist, daß Napoleon die Authcntizität der von der „Mor. ning-Post" veröffentlichten heiligen Allianz»Dcpcschcn "icht bezweifelt nnd sich wenig nm die Dementis kümmert. Das Eingehen anf die Bedürfnisse Italiens bezüglich Rom's ist nur der erste Bcrsnch, nu, aus l'cr Isolirnng hcrauszutommcu, uud wahrscheinlich ^ud diese»- Versuch gelingen. Vor Allem gewinnt Louis Napoleon an Italien, das durch Lösung der römischen Frage nur gestärkt werden kauu, cinc nicht zu verachtende Stütze. Aber anch England wird es dem Kaiser der Franzosen Dank wissen, wenn er der römischen Oltuftntion endlich ein Ziel setzt. Er würde dadurch die (mtoiite corcii^i« der Wcstmächtc ganz wieder herstellen. Alle diese Momente dürfte Napo« lcon berücksichtigt haben, wenn er dem Drängen Italiens endlich nachgab. Das Gerücht ist jedoch noch nicht verbürgt und Viele behaupten, cS sei Alles Spie« gclfcchtcrci. In zwei Jahren soll der vcrhängnißvolle Mo-mcnt eintreten, der dcn letzten französischen Soldaten scheiden sieht. „Zwei Jahre will ich Dir schenken", verkündet damit Napoleon III. dem Papste. Die Frist kann verlängert, sic taun erneuert wcrdcu, lie-sonders wenn Pins IX. länger lcbcn sollte; aber ein-mal wird der Sand verrinnen, die Stunde abgc-lanfcn sein. Was dann? fragt dcr „Botsch." König Viktor Emanucl hat unterdessen seine Residenz nach Florenz verlegt, um aus möglichst geringer Entfcr. nnng seinen Schutz zn leisten. Die Invasion von Frcischaarcn wird er allerdings verhindern, aber um dies wirksam zn lhnn, mnß mau ja das römische Gebiet, muß man Nom selbst besetzen. Der Schutz gegen die Invasion bedeutet dcn Einmarsch dcr ita« licnischcn Bataillone. Eö wird cm leichtes sein, ihn im Interesse dcr Ordnnng zn rechtfertigen. Denn dcr Abmarsch dcr französischen Oklnpalionstruppen aus Nom gibt das Signal znr Revolution. Sollten die Römer selbst, was wir auflichtig gestanden, uicht glauben, anf cinc Erhebung verzichten, so wird man sie von Florenz ans in Szene setzen. Man hat das in Turiu stets vortrefflich verstanden und wird es an dcn Ufern dcS Arno nicht verlernen. Setzt Viktor Emanucl erst seinen Fuß als Beschützer in die Sieben-hügclstadt, dann wird er anch bald dcn ftcrrn spielen nnd mit dcr weltlichen Macht dcr Päpste ist es vorbei. Hat Napoleon IN. wirklich die Frcigcbnng Roms, dcsscn Okkupation er bisher so konsequent den Wün^ schen Italiens, wie dcr Opposition im eigenen Lande entgegen festgehalten, ernstlich zugesagt, dann ist der franzöfisch.italicnischc Vertrag cinc neue Mahnnng au das Papstthum, die zwei Jahre cinc neue, vielleicht nicht wiederkehrende Frist, sich durch Reformen mit dcr Ncnzcit zu versöhnen, die Römer für sich zu gc« winncn. Man überfchc Eines nicht. Die Erwerbung Roms durch Viktor Emanucl ist dcr Todesstrcich des Papstthums im Sinne jener Universalität, die ihm der Geist seines Gründers und die Geschichte langem Jahr« Hunderte gegeben. Nur dcr souveräne Papst, wenn sich anch feine Souvcränelät nur über ein kleines Stück Land erstreckt, ist unabhängig. Flattern die Banner Italiens in zwei Jahren wiMch auf dem Kaftitol, dann war Pins IX. dcr letzte Papst im Geiste der alten Kirche, sein Nachfolger lann nur ein italienischer oder französischer Obcrbischof sein. Doch vielleicht irren wir! Vielleicht ist cS Napoleon und Viktor Emanucl ernstlich darum M thun, den Kirchenstaat zu schützen und dcr König von Italien rcsi. dirt für immerwährende Zeiten in Florenz! Vielleicht aber anch, uud dieß düukt uns das Wahrscheinliche, bleiben die Franzosen langer in Rom als zwei Jahre. Oesterreich. Wien, 19. September. Das Finanzministerium wird von nun an in jenen Fällen, in welchen die Entscheidung desselben nur auf Grund vorauSgegan-gcncr, durch die Unterbchöroen (Finanzbczirts-Direl-tioncn, Intendanzen, Finanz^Inspcliorcn) zn pflegen« dcr Erhcbnngcn oder über deren Gntachlcn erfolgen kann, so weit es nach dcr Beschaffenheit deß Falles thuulich ist, mit Umgehung der Zwischen - Instanzen diese letzteren mit dcn Erhebungen nnd dcr Berichterstattung unmittelbar beauftragen. Die abgeforderten Berichte haben jedoch seinerzeit im Wcgc dcr vorgesetzten Landcsbchördc und mit deren gutachtlicher Ein-bcglcitlmg an das Finanziuinistcrinm zu gelangen. Achnlichc Gcschäftsvcrcinfachnngcn habcn anch dic Finanz.Landes.Dircllioncn durch unmittelbare Bericht« crstattnng von dcn betreffenden Aemtern und Organen eintreten zn lassen. Feuilleton. Wo der Pfeffer wachst. Ist es in Wahrheit so schlimm in dem Lande, „wo dcr Pfeffer wächst?" Dcr Bodcn Guianas, das Vasco Nnncz 1504 entdeckte, ist so knltnrfähig wic der des übrigen Süd» ammka, aber cr hat bis in die Neuzeit brach gelegen nnd ein abergläubischer Schreck umgibt dni! Wort: Cayenne! Die französische Regierung betrachtete dic dortige Kolonie von jeher unr als einen Ort zur Deportation von Verbrechern nnd zur Verbannung für nngcrathcnc ^"I"e. Nach dem Verluste Canada's an dic Eng. „s , "' "ahm man sich dcr Kolonie etwas eifriger au, In' 7- ^^ z" "zielen. l ,s /v '^' Hcit suchte dic Regierung einen außer. l)mu Europa gclcgcncu Punkt, ihre überfüllten Straf-an lal ei, zu lecrcn. Die Anfmcrksamscit lcnltc sich ans Guiana. Es entsprach allen Anforderungen, wclchc da« System der Deportation verlangt, die schon in Australien fo gute Rcsnltatc geliefert hatte. Drei feilen von dcr Küste von Gniaua liegen drei Inseln.-dlc Tcufelsinsel, dic Königsinscl, die Insel St. Io< skph. Sie waren wüst nnd unbewohnt, forderten viel Elicit uud boten die Sicherheit eines militärischen Llmktcs. Die ersten Vcrbrcchcrscuduugcu gingen da< h'n. Wcgc wurden gebahnt, cin Hospital, cinc «lrchc nnd cinc Kaserne, Häuser für die frei dort Hiugcgangcncu erbaut. Dcn Stamm dcr Bevölkerung bildeten 1800 Tranöporlirle. Indessen fand sich anf allen diesen Inseln lein Erdstr.ch der sich zmn Ackerbau besonders geeignet hatte. Um diese Lücke ansznfüllcn, aründcte man selbst zur schwarzen Nasse gehört, admmistrirt Andere Etablissements mußte man aufgcbcn, weil die Ent. znudlingsficbcr dic Dcportirtcu hinrafften. Nun erst wandte die Verwaltung von Gniana ihre Blicke nach Maroni, das dic französischen Besitzungen von dcn holländischen trennt. Man gründete 1857 St. Lamcnt und 1859 Sl. Louis; beide erstanden aus cincm Urwald. Das Klima war hier cin ungleich besseres, die Sterblichkeit ergab kein schlimmeres Resultat als die iu den Vaguo'S Frank, rcichs. Im September 18L3 belief sich dic Hahl der dorthin Verbannten auf 6324, untcr ihnen "378 Schwarze. Auf den Inseln dcS Heils an der Küste ist das Gencraldevot dcr Transportation; hier werden die Trausvortirten bis znr Vcrthcilnng i», dcn verschic, dcncn Albcitswertstättcn beschäftigt. Einc Kommission, bestehend ans dem Kommandanten, dem Chef der Administratiou und dem Prediger, leitet diese Vc» thcilnug. Viele werden nach Eonron geschickt, wo die Rcgicrnng Wälder ausroden uud anf verschiedenen Pnnltcn Kolonisation unternehmen läßt, seitdem daS Klima durch Trockenlegung von Sümpfe», weniger Gefahren bietet. Später ließ man neben den ländlichen Besitzern anch Handwerker aller Art zu. Viele früher im Mutterlaudc Besitzlosen haben hier ihre Häuser für sich nnd leben von ihrem Erwerbe, von den Produkten , die sie von ihren Feldern verkaufen , dem Federvieh und den Schweinen, die sic züchten. Um ihnen dcn Verlauf zu erleichtern, hat man im Dorfe einen Markt eingerichtet, der jeden Sonnabend abgelialtcn wird. Um das Werk zu vollenden und die Gebesserten »ncht nur durch Eigenthum, fonder» anch durch Famllicnbandc zn fesseln, führte man Frauen aus Frankreich herüber. In sechs Jahren, seit 1857, hat man in St. Laurent 150 Häuser gebaut und 1500 Morgen rings um die kleine Stadt nrbar gemacht. Wcae sind ge-bahnt, cinc Chaussee errichtet worden. St. Louis, cinc andere Kolonie, zeigt noch nicht diesen Wohlstand; cs ist cin Ort dcr Pein, strengster Zwangsarbeit, wohin die schlimmsten Verbrecher ge-sandt werden. Eö wurde vor fünf Jahren gegründet Die Perurthciltcn müssen hier aus dcm Urwald Schiffsbanholz fällen. Das unfern gelegene Dorf zählt 00 Häuser eine Kirche, ein grohes Holzmaga ^»unm>, Vngihl sich llnn «,, Et. l'»unnl, so 8K2 Aus Verona, 17. September, wird geschrieben: Je wcitcr die Untersuchung in dem letzten Hochvcr-rathsprozcssc vorschreitet, desto fester begründet sich hier die Ueberzeugung, daß man ts nicht mit dem tollen Plane einer starken Partei, sondern lediglich mit der Verschwörung einiger einzelner hirnverbrannter Agenten zu thun habe, und daß es sich mehr um eine lärmende Demonstration, als um wirkliche Ideen eincr revolutionären Erhebung handle. Schon die Anlegung des ganzen Planes ist eine so verrückte, jede Aussicht auf den mindesten Erfolg so gering, daß man sich füglich darüber wundern muß, wie es dumme Köpfe gibt, die sich zur Ausführung solchen BlödsinncS hergeben. Von einem Angriffe auf irgend eincm Punkte, von der Organisirung einer rcvolutio» nären allgemeinen Erhebung war nirgends die Ncdc. In zehn Städten sollten zugleich ein Paar Dutzend Leute Skandal machen und womöglich andere Leute zur Thciluahiuc an diesem Skandale verführen, dann sich mit diesen Verführten flüchten, in die Verge zu« rückziehen, und dort eine neue Auflage des Bri-gantaggio in Szene setzen. — Man wollte also mit anderen Worten der Welt weiß machen, daß gleichzeitig in ganz Vcnczicn einc revolutionäre Acwcgung ausgebrochcn sei, um das Weitere kümmerte man sich nicht. Wie die Skandalmacher davon kommen, wie überhaupt der ganze Skandal arrangirt werden sollte, wußte kein Mensch — man wollte Lärm und von sich spreche» machen, dieß war der erhabene Gedanke der großen Verschwörung. Man weiß wirklich nicht, soll man sich ärgern oder lachen über eine solche Be» thöruug, soll man die Opfer bedauern oder auslachen, welche die Märtyrer einer so dummen und läppischen Sachc geworden sind. Ausland. H>amburss, 18. September. Die Flcnsbnrgcr Stadtlollcgicn beschlossen, die aus den Kriegsjahren 1848 1850 von der Stadt lontrahirtcn Anlehcn zur Berichtigung der Kriegskosten als Kommnnalschnldcn cmzucrkcuucn. Aus Gchleswig'Holstein, 15. September. Da die Rhcde von Kuxhaven bei stürmischer Wit> tcruug für Schiffe einen sehr unsicheren Ankerplatz darbictct, so ist jetzt vorläufig bestimmt, daß ein Theil der österreichischen Kriegsflotte in dem hannouer'schcn Hafen Gccstcmünde, am Ausfluß der Weser, seine Winterquartiere nehmen soll. Für die beiden schwer rollcndeN'Panzcrfrcnattcu „Kaiser Max" und „Don Juan d'Austria" ist die Jahreszeit ohnehin schon zu weit vorgerückt, um bei den heftigen Hcrbststürmcn die gefährliche Fahrt dnrch den biskaUischcn Meer« lmscn und weiter bis nach Pola zu unternehmen. Die preußische Nordseeflottillc wird sich von der österreichischen trennen nnd nicht in Geestcmündc, sondern in einem schlcswig.holstcin'schen Ostseehafen, entweder Flcusburg oder Kicl, überwintern. Aus Holding schreibt man der „Presse": Prinz Friedrich Karl, ein großer Musiklicbhabcr, halte seit-her in scincm Hauptquartier eine Zigeunerbande, die aus den hicr befindlichen ungarischen Regimentern König von Preußen» und Graf Coronini-Infanterie zusammcngcfctzt worden war. Diese Vcutc, welche sich hicr, so gut eö eben giug, mit Saiten-Instruments versehen, außerdem aber ein ausgezeichnetes Eimbal :c. von Pest hatten kommen lassen, hatten sich mit der ihnen eigenen Fertigkeit in lnrzer Zeit vortrefflich eingespielt, und exzcllirtcn in der Produktion uugarischcr Natioualwciscu derart, daß sie bald die Lieblingsmusit des Prinzen bildeten. Letzterem impouirtc die treffliche Musikkapelle vou Preußen-Infanterie fo sehr, daß cr sich auf das eifrigste mit den InstrumcntirungS - und Hcranbildungs-Verhältnissen der österreichischen Musikkapellen bekannt machte, und zu gleichem Zwecke eine Auzahl preußischer Ka> pellmeistcr heranzog. Der Prinz hattc Nccht, deuu es gibt in der Welt keine bcsscrcn Militärmusitcn, als die österreichischen, ein Urtheil, das Sie mir wohl gestatten, der ich die Fcldmusilcn fast aller europäischen Heere aus eigener Wahrnchmnng kennen zu lernen Gelegenheit hatte. Paris, 16. September. Der „Monitcur" zeigt an, daß die erste Zahlung von 2,083.!i!^i Fr., welche laut eines mit dcr Rcgicruug vou Mexiko abgcschlos» seucn Vertrages mouatlich geleistet werden mnß, am 31. Juli, als sie zum crsicu Male fällig wurde, rich» tig dem Chef des französischen Schatzmcistcr'Amtcö, und zwar dcr Fcststclluug entsprechend, in Gold cut-richtet worden. Ebenso ist am I. August dem französischen Schatzmeister-Amte die zur Bczahluug der mexikanischen Truppen für den Monat Juli uorgo streckte Summe von 1,742.000 Fr. zurückerstattet worden. — Die letzten Hcrichtc ans Algerien lauten so beunruhigend, daß man neue Verstärkungen (vier bis fünf Regimenter) von Frankreich dorthin gesandt und der Marschall Mac Mahon seine Abreise nach Algier beschleunigt hat. Die letzten offiziellen Mit» thcilungcn dcr algerischen Mütter geben uur wcuig Aufschluß über die eigentliche Lage deS jetzt schon Monate dauernden Aufstaudcs. Vtew-Aork, 3. September. Die Näumuug Atlantas durch Hood und die Okkupation dcr Stadt durch einen Theil der Shcrmau'schcu Truppcu untcr General Slocum wird durch amtliche Depeschen bestätigt nnd gleicher Wcisc die Nachricht, daß südlich von Atlanta bei East-Point cine großc Schlacht zwischen Hood und Sherman geschlagen worden ist, in welcher die Verluste auf beiden Seiten groß gcwcscn. Mhcre Einzelheiten fehlcn noch; doch scheint das Kricgsglück den BundcöNuppcn günstig gcwcscn zn sein, da Hood dcn Rückzug antrat, wie man glaubt, nach Macou. Dcr südslaatlichc Gcucral Hardcc verlor sein ^'ebcn in dcr Schlacht. — Vom obern Potomac den 2. d. M. wird berichtet, daß General Early sein Hcmvtqucn ticr in Vnnter's«Hill zwischen Martinsburg nnd W'mchcstcv hattc. — Die Indianer-kämpfe in Kansas dauern noch immer fort, doch hat General Sully am 25. v. M. am Knife Nivcr cincn Sieg über die räuberischen Stämme erfochten. — Depeschen aus New'Orleans vom 24. v. M. mcldcn die Ankunft dcr Familie dcs Präsidenten Iuarcz, welch' Letzterer gleichfalls auf dem Wege nach New-Orleans sein soll. Kaiser Maximilian von Mexiko ist auf scincr Rundreise am 18. August in Valladolid, dcin Haupt« orte dcr gleichuamigcu Provinz, angekommen und von dcr Bevölkerung aufs Herzlichste empfangen worden. Der Kaiser, wclchcr gleich bci scincr Ankunft cincm feierlichen Tcdcum in dcr Kathedrale beiwohnte, war nur von eincr kleinen Anzahl Personen und von cincr Eskorte französischer Hußarcn bcgleilet. Die Ucisc wird nicht langc dancrn, denn Sc. Majestät beabsichtigt, am 10. September wieder in bcr Hauptstadt zurück zu sein, um der Fcicr der mcxitauischcn Unabhängigkeit beizuwohnen, welche in diesem Jahre mit großem Glänze begangen werden soll. Dcr Kaiser wird bei dieser Gelegenheit den Grundstein zu dem Monumente legen, welches «r den Helden dcr Unabhängigkeit zu errichten beabsichtigt. Die Kaiserin Ehar-lottc hat ihren Gcmal auf seinem Ansflugc uicht begleitet, weil Ihre Majestäten später eine Reise von 4 bis 5 Monaten miteinander machen werden. Die Kaiserin ist als Rcgcntin in Mexiko znrückgcblieben; sie führt dcu Vorsitz im Ministerrathc nnd leitet die Staatsangelegenheiten. Ihre Popularität wächst von Tag zu Tag. Dcr Kaiser wollte zwci Tagc iu Valladolid bleibcu und dann nach Guadauato weiter reisen. Am 1l». sollte er Deputationen dcr Hanptortschaftcn von Michoacan empfangen und ein Dekret uutcrzcich' ncn, mit welchem die Errichtung eincS Mcmumentcs für den Kaiser Itnrbidc in Valladolid angeordnet wird. Ilurbidc wurde 1784 aus ciuer angeschenen Familie baslischcn UrspruugcS geboren. Vera-t5ruz, 15. Juli. Eiucm Schreiben vom Bord dcr k. k. Fregatte „Novara", welche, nachdem sie dcm Kaiser Max auf seiner Fahrt nach Mexiko das Gclcitc gcgcbcn, im mexikanischen Meerbusen kreuzt, cutuimmt die „O.»D. P." Folgendes: A»f Gottes wcitcm Erdboden kann cS kcinc uuwirthlichcrc Küste gcbcu als diese mexikanische. Da gibt es m'r-geudS cincn Hafen, nnr ein Paar elende Nhedc», deren Strand mit Wracks aufhäuft, beweist, wie gut sie sind! Dann das schlechte Klima, wclchcS zwci Drillet dcr Europäer dahinrafft, dann dic Thcuc< rnng, welche alle Bcgriffc übersteigt. Es wird gc-uügcu, hier zu sagen, daß eine „Real" die kleinste hicr gangbare Münze ist, und acht derselben cincn Kolonat ausmachen! . . . Wir habcn acht Tagc iil Havaunah zugebracht, wohin wir gesegelt waren, »M dic Fregatte zu vcrproviantircn, da man in Vera-Eruz gar uichts, uicht cinmal Triukwasser fiudct. Iu Havauuah wurden wir von dcr dcutschcn Kolonie, welche eine sehr starte nnd rcichc ist, sehr gut aufge-nommen nud mit Liebenswürdigkeiten überhäuft, lv^ wir meist dcm thatkräftigen Eommodorc Tcsictthos! vcrdaulcu, dcr durch seine Bravour in dcr Nordsee nns auch hicr in weiter Ferne schr genutzt hat, indem cr nus so populär machte. Wie gesagt, die frcuudlichcn Dcutschcn in Hnvauuah wetteiferten, un« uus dcn Aufenthalt dort so angenehm alS möglich z" machcn, wofiir wir ihnen nicht gennn danll'ar fe/tl könncn. Mitte Ollodcr sollen wir wicdcr nach H^ uanuah, da dic bis jctzt cinsscschifftcn Provisiunc» »ur bis dahin rcichcu wcrdcn uud wir mnßtcn unseren deiltschm Flciiudcn versprechen, daß unser nächster Anfeuthalt in ihrer Mittc ein längcrcr nls dcr letzte scin wcrdc. . . . Uutcr die viclcn Annchinlichkcitcn die-scr Küste gehören auch die, daß man lciuc Nachlich' tcn von dcr Hcimat erhält. So rcichcu uuscrc dienst' lichcn und Priuatxachrichtcn aus Tricst bis zum 6. Mai, während wir hculc dcu 15. Juli schreiben. Wir verlorcu hicr zwci Mauu, nicht am grlbcn F>e' bcr, doch an Krcmlhcitcn, luclchc untcr cincm anderen Klima nicht mit dcm Tode abgclanfcn wärcn. Änlh von Havannah gingen wir ab, ohne dic abscheuliche Krankheit an Bord zn bekommen. In Vera - Cr»z bleiben wir nicht über fünf Tagc nnd gehen wicdcl kommt er hierher; beide Orte vertreten Lohn und Strafc. Wcr in St. Louis Spuren dcr Besserung zeigt, darf sischcn und jagen. Manche habcn sich schon Gärten angelegt und einen gemeinsamen Hüh. nerhof. In dieser Weise sieht Frankreich die Opfer, welche es gebracht, belohnt. Die Verbrecher gewinnen dcr Industrie und dem Handel nenen Boden, neue Bahnen. Cayenne ist der Sitz dcr französifchcn Regicrnng in Gniana; es liegt auf einer kleinen Insel. Die Stadt ist in zwei Hälften getheilt: dic alte und die neue Stadt. Die letztere zeichnet sich durch breite Straßcu uud schöne Häuser aus; eincm weiten Garten voll Orangen uud Roscu, mit allen Ääumeu uud Sträuchern dcr warmen Zone geschmückt, entströmt würzige Luft; cr trennt uud verbindet die beiden Stadttheiic und ist dcr Spaziergang der Einwohner, ebenso wie dic UfcrquaiS der Insel, wo dcr Meeres-wind allcu Erfrischung spendet. Der Anblick der an den steilen Felsenriffen sich hier brechenden Wogen soll überaus prächtig scin; langc Zcit hicltcn die gcfähr. lichcn Klippcn, die hier in's Mccr hineinragten, alle Haudclsschisfc von dicscr Küste fern — Fcucr uud Pulucr, das mau längs dcr Inseln deS HcilS anwandte, machte sie verschwinden. Seit 1863 crhcbt sich anf cincn Felsen ein Leuchtthurm: „I.'enjunt por»d unt Guadc für sciuc rebellischen Stammesgcnosscn z" bitten kam. Wi Tako (nach den gcgcuscitigcn Begrüßuugcn)! Lieben Sic die Maoris? Fox: Sicherlich. Wi Tato: Die Maoris sind allc unter Eine»" Dach. Ich habe den Schlüssel, dcn ich Ihncn S^" will, wcun Ihr Herz wirklich, wie Sic behaupt^' Licbe zn dcn Maoris hat. Lieben Sie wirklich "^ die Gnten, wie dic Bösen? Fox: Ja, in jcdcr Hinsicht. Ich verabscheue ""l das Böse. Wi Tako: Uuscr Herr nnd weiland Ics"° Ehristus licbt allc Menschen, die Guten wie d" Böscn. >, Fox: Aber nichtsdestoweniger will cr die SchH ten bestrafen, wofcrn sic nicht bereuen und zu '" zurückkehren. ^ Wi Talo: Das ist wahr; aber er wünscht, doch zu retten. .^ Fox: Ganz recht. Aber wenn sie nicht bcrcuc so müssen sic zn Grunde gehcn. ^t Wi Tako: Noch cinmal, beschränkt stcy ^ Liebc nur auf mich allcin odcr umfaßt 1" Maoris? 863 in Sec. Der Aufenthalt bietet hier so wenig Angenehmes , daß sowohl Offiziere wie Mannschaft daS Unterscgclscin bei Weitem vorziehen. Da wir in Vera-Cruz tcincn österreichischen Konsul besitzen, so ist der preußische so freundlich, sich unser anzuuchmcu, und besorgt mit aller ^icbcuSiuürdigtcit unsere Go schufte. Die angesehensten Handelshäuser in Vera> Cruz sind Deutsche. Die französischen Schiffe, fünfzehn an der Zahl, licgcu thcilwcisc in Vera < Cruz, andere blockircu j,cuc Flußmündungen, welche noch nicht in Händen der rechtmäßigen Regierung sind, und deren gibt es leider noch viele. Auf unserer nächsten Fahrt sollen wir bis uach Campcche segeln, wo jedoch das Meer so seicht ist, daß die Handelsschiffe sechs bis zehn Meilen vor der Stadt ankern. Man taun sich vorstellen, wie lange es unter solchen Umstäudcu braucht, um ein Schiff voll zu ladcn. Mit der ,,Ro» vara" werden wir wohl anf 18 Meilen weit von der Küste ankern müssen und dann unr in sechs Faden Wasser sein. — Vera-Crnz, den 26. Inli. — Da sind wir gestern glücklich hier angekommen; als aber unser nmsichtigcr Kommandant (Linien-Schiffs-Kapitän Richard Barry) crfnhr, daß „^oiimv ^aok" (daS gelbe Fieber), sehr stark in der Stadt aufräume, untersagte er auf das Strengste jede Kommunikation mit derselben. Wir erwarten nur die übermorgen eintreffende Post und gehen dann wieder in See. So sind wir seit 15. April bis heute (26. Juli) mit Ausnahme von 14 Tagen in Sacrifices und 7 Tagen in Havannah stets in See und zwar seit unserer Ankunft von Trieft in Vera-Cruz immer unter Segel und unsere Mannschaft macht eine sehr gute Schule durch. Wie lange wir noch in diesen Gewässern weilen sollen, davon hat Niemand eine Ahnung. Mal- und PlMNjial-Vachlichtcn. Laibach, 22. September. Vorgestern Vormittag, nach einer hell. Messe in der St. Pcterökirchc, bei welcher der ^ängerchor der mcrikanischcn Freiwilligen sang, fand die feierliche Eidcsablcgnng des Osfizierkorpö der mexikanischen Freiwilligen in Gegenwart des Generalen Grafen Thun iu der Kaserne lVtalt. ächterer hielt ciuc kräftige Ansprache, die mit einem dreimaligen Hoch auf Sc. Majestät den Kaiser Max endete. — Gestern war der Stand des mexikanischen Frciwilligcntorps 3400 Mann; heute erwartet man 70 Mann ans Pest. In Ungarn gehen überhaupt die Anwerbungen jetzt besser als bisher. Es sind Vcrhandlnngen im Zuge wegen Unterbringung von 500 Mann in Münlcndorf bei Stein. — Es ist von Seite des Kricgsministcrinmö verordnet worden, daß die Beurlaubten des Regiments Hohcnlohc bei dessen Dislocirnng nach Pola nicht einzurücken haben. — Ihre k. Hoheit die durchlauchtigste Frau Erz» Herzogin Sophie haben zur Errichtung einer Schule in der Pfarrgcmeindc Radlach in Obcr-Kärntcn 100 fl. gnädigst gespendet. — Die Handelskammer von Lcobcn hat in Folge eines ministeriellen Erlasses sich an die Direktion der Südbahn mit dcm Ersuchen gewendet, die Flügclbahn Vruck.Lcobcn sobald als möglich zu bauen. Zugleich hnt sie in dcm Gutachten über den bekannten Eut- Fox: Alle. Wi Talo: Fühlt der Gouverneur ebenso. Fox: Ebenso. Sein Herz ist voll Liebe und Milde neacn die Maoris. Wi Tako: Wollen Sie nuS also Alle retten ohne Ausnahme? Fox: Allc, mit einziger Ansnahmc der Mörder. Wi Tako (nach knrzcm Nachdenken): Wollten Sie mir nicht die Vcdingnngcn noch einmal vorlesen? Fox: Die Mörder, die Kinder, Greise und wehrlose Frauen gemordet haben, sollen ansgclicfcrt und den Behörden übergeben werden. Wcnn sie ordnungsgemäß gerichtet und vcrurthcilt sind, so wird das Urtheil au ihnen vollzogen. Sie werden gehenkt. . Wi Tako: Das ist klar. Mörder müssen gehenkt werden. In diesem Tone geht daS Gespräch noch eine Mc Weile fort, bis der ehrliche, seinen Stamm llcbcnde W Tako sich für vollkommen überzeugt er-llart und folgenden RcvcrS nutcrschrcibt: „Ich erkläre hicmit, daß ich ein trcncr und loyaler Unterthan der Königin sein will, daß ich ihre Gesetze halten, die von ihr eingesetzten Behörden und Beamten ehren nnd überhaupt allcu gesetzlichen Anordnungen gewissenhaft gehorchen will." Man erwartet von dieser Untcrwcrfnngs. Akte des unter seinen ^andslcutcn sehr beliebten Haupt-lings die beste Wirkung nnd hofft, daß diesem Beispiele bald vielc ähnliche folgen werden. wnrf eines Eisenbahnnetzes für die österreichische Monarchie auf das Nachdrücklichste den Ban einer Bahn Äruck-Salzburg und Bruck^cobcn-Klagcnfurt bcvor-w ortet. — Durch einen Erlaß dcS Slaatsministcriums vom 31. August d. I. ist an der Grazer Universität die Errichtung eines philologischen Seminars mit sechs Stipendien im Betrage von je scchSzig Gulocu jährlich bewilligt nud die Leitung desselben den Herren Professoren Dr. Schenkt nnd Dr. M. v. Karajan übertragen worden. — Der Herr FML. Heil» ich Fieih. v. Rath, t. t. Kämmerer, Ritter des Ordens der eisernen Krone zweiter Klasse, zweiler Inhaber dcö l. l. In-fantcric. Regiments Erzherzog Wilhelm Nr. 12, ist am 17. d. M. in Graz gestorben. — Bekanntlich nimmt die Venctianer Handels-wclt lebhaftes Interesse an dem Zustandekommen einer möglichst kurzen Eiscubahnverdindung mit Nord-Tirol, um hiedurch den Verkehr mit Süd-Dcutschlaud und der Schweiz an sich zu ziehen, und wurde vor kurzem Herru Bellati aus Bclluno die zu diesem Zwecke nachgesuchte Bewilligung zu den Vorarbeiten sur eine Cl eubahn von Trcviso über Bclluno durch daS Pusterthal zum Auschluß au die im Bau befind-liche Brcnncrbahn nächst Brixcn ertheilt. Neuerlich sind nun zum gleichen Zwecke die Muuizipaltongrc-gallon uud die Handelskammer in Venedig um die Bewilllguug zu dcn technischen Vorarbeiten für eine Cllcnbahn von Venedig übcr Mcstre, Kastelfranlo und Bassano nach Tricnt zum Anschluß an die Süd-tiroler ttlme dcr Südbahngescllschaft eingeschritten. Die Vortheile dieser letzteren Nnic wurdcu von cincm In-gcmcur A. Romauo iu ciucr besonderen Denkschrift hervorgehoben, welche vor kurzem in Venedig crschie-ncn ist. Neueste Nachrichten nnd Telegramme. Original-Telegramm. Wien, HH. September. Die fünfte Konserenzutzung findet erst in den nächsten Tagen Statt, „nd zwar ans äußerlichen Gründen. Die Absicht, einen ÄVaffenstill-stand fur längere Frist abzuschließen, ist ausgesscben, weil bedenkliche Symptome in Dänemark und Schweden bemerkt worden sind. Schwalbach, 20. September. Kaiser Alczan-der vo»l Nußland wird morgen zum Besuche dcr Kai-serin Eugcuic auf mehrere Stunden hier eintreffen nud vom Gcueraladjutantcn Grafen Adlcrbcra bcalci-tct sein. Berlin, 20. September. Die „Voß'sche Hei. tung" berichtet: Der naßau'schc Finauzdircktor HemS. lerck ist zur Vollziehung des AnschlußvcrtragcS Naßau's an dcn rckonstituirtcn Zollvcrciu hier eingetroffen Ein Bevollmächtigter Württembergs wird crwartct' Es ist wahrscheinlich daß Württcmbcrg, Darmstadt und Naßau in eiucm Alte dcn Verträgen vom 28. Juni bcitrctcn. Verlin, 20 September. (P,.) z^^ Alexan-dcr kommt am 22. nach Potsdam Der Minister. Präsident Herr v Bismarck, hcu'tc hier erwartet, kehrt wcgeu Krankheit scmcr Gemalin erst in einigen Tagen (ans'Pommern) zurück. U^ Richard gehl nach Ehrcnbrcttstem. ^ " ^ Hamburg, 20. September. sVr'» Am Geldmärkte bedcntcndc Erleichterung. ^ ^ "'" ^"° Kolding, 19. September. (Pr 5 U,nts>^ ^.,;. sche Nachrichten melden, daß die ^I.'.k- V . Hev'teiuber. um '/.,"/» wohlfeiler, G^ld flilßig llmsah ohne Belang. 45esseutl»che Hchnld. X. dt, Zlaale, (sür 100 st.) O.ld Maar, In östcrr. Wälnunq . zu 5'/, 6?,.'l» <^?,4 > b'/. Anlrh. u. 18<;'i mit Nü7.W l»7.40 ohn, Abschnitt 18> 5'/, 7<1.20 7<< Z<> ., „ ., ?Ipr < Eoup... 5 ., 79,30 79 40 Metallique« . . . . „ 5 ,. 71,20 71.25» bttto mit Mai-Coup. „5., 71.^5 71.30 dctto......„ 4j „ 63 25 <;3 75> «Nil Verlos, v. 1.1839.....155 50 156.50 ,. „ „ 1854..... 87.75 88.25 ......I860 zu 500 ss. 9515 92.25 „ „ „ I860 „ 100,, 93.90 94.— ,.....1564 .. .. .. 84.60 84.70 Tomo-Reutcnsch, zu 42 I.. ,u«lr. 17.50 18. -lt. der Hronläüder (für 100 st.) Aril»dciltla!im!g6-Oblia/,tiontn. Nlldtr-^cft.rrcich . . zu 5'/, 99.— 90.50 Obcr-Ocst,rr,ich . . „ 5„ 88.- 89.— Salzburg . . . . ,. 5„ 89.50 -.— Vötimm ......5.. 93.50 94.— Geld Waar, Ttti,.....„ 5 ,. 73.75 74-10 Tt'»,ssr-Ba«at . . „ 5 „ 7^! — ?2,5<» Nroalien und Slavonien „ 5 ,. 74 75 75.25 Galizi,» .... „ 5 „ 74 30 74l,'<» Sildcnliiirgcn ... „ 5 ,. 7i..^0 72.2.'» Bukowina .... „ 5 .. 71.50 72.25 .. „l. d. Vtrl.-lll. 1867 ,. 5 , 70.50 - .-V«netia»ischls Anl. 1859 ., 5 .. —. - ^-.— Aktien (pr. Stück.) Nationalb^nt......776. > 777,- Kredit-Anii.ilt zn 200 ff. ö. W. 185.— 185».10 ?!. ü. E^cu»>.-Gss. z. 500 ,!. ö.W.6l»i — 618.— K. Ferb.-Nordb. z. 1000 fl. C. M.1928.-1930 -Staats-ltis.- Ges. zu 200 >l. CM. odcr 500 Fr. .... 207 25 207.5l> Kais. (ilis.- Aah» zu 200 ft. CVt. 1^<>.7> 141.-Süb.-nordd.Vcrb-V.200 „ „ 121.25 122,50 Süd. Staats-, lombarbisch-vtNt- tianische und central italitliische Gis. 200 fl. 0. W. 500 ssr. 246,50 247,5l! O>il. .i»N','sch.-9. O.i^rrlich. ^,'lcyp i„ Tries? ZZ 234.— 236.— V,e». Da»N'f,n.-'.'Ist^.500fl.ö.W. 430— 4.50, - 'li.i^r Ksttfiil'rmte .... 370.- 375.— '^'I'm. 'AlcN^'hu zu 200 il. . Ni3.50 164.— ?!!e!sil'»-Äf >,» <>i 200 si. ^. M. m. 110 il. (7«»"/,) Einzahlung 147.— —.— Pfandbriefe (für 100 fl.) National-, lOj.'hrigc v. I. ba»sm,fl 1857'zu . 5'/. 102.50 103.. <5. M. ) vcrloSba,e 5 „ 93.25 93.50 Natiunalb.anf ü. W ucr!oSt!.5 „ 88.85 89.— Ungarische Äodcn-Kredit-Husialt zu 5'/. pCt.....85.25 85.75 Uose (pr. Stüct.) Kred.-Änstalt sür Handel u. Gew. zu 100 fl. ^st. V. ... 128.30 128.50 D>n.-DM'ssch.-O.zu100fi.CM. —.— 85.5) Ttadt.,e,n. Ofen „ 40 „ ü. W. 24.50 25.— liflcrhazy ., 40 ., (5.M. 98.— 99.- 3c>>»,____________., 40...... 30.— 30.50 (»cld Waalt Palffy zu 40 sl. (5M. . 24.— '/5.- «l^ry „ 40 „ .. . 25.25 50.— 2t. Ocnm's .. 40 , .. . 24.50 25.-Windischqläy „ 20 .. „ . 18.50 19.— Waldig!» .. 20 .. ,. . 17. - 17.f>0 Kealtvich „ 10 „ „ . 13.— I3,5"1 K.i.Hosspitalsond 10.....11.75 11.65 Wechsel. 3 Mmwtf. Veld Waar, Augsburg für 100 N. südb. V. 97.40 97,60 ssrunfsurt a.M. I00st. dctk' 97.60 97.80 Hcmibmg. für 100 Marl ^cinco 86.^0 87.^-London sür 10 Pf. Sterling . 11.5,40 115.60 Paris, fü,- 100 ssr.,»ss . . . 45.65 45.75 l5ours der (^ldsortcn. Geld Waar, K. Münz-Dusatcn 5 il. 47;lr. 5 fl. 4«jNlr. Kronen . . . 15 „ 96 „ 16 „ — „ Napol,on«d'or . 9 „ 25 „ 9 „ 26 „ Nuss. Imperial«. 9 „ 43 ., 9 „ ^4 „ 'lj.ieinsthaler . 1 ., 73 „ 1 „ 74 „ Sill'tr . . 115 ., 25 ., 1l5 .. 50 „^ Telegraphische Effekten- und Wechsel-Kurse an der k. k. öffentlichen Börse in Wien den ^1. Stptcml'cr 1864. 5'/. M.talliqutS 71.40 1860-er Anleihe 93.70 5'/« Nat.-Anlch. 79 30 Silber . . . N5.25 Vanlaktie» . 77?.- London . . 11510 Kreditaftien . 187.10 K. k. Dulat«n 5 47 Lottoziehung vom 21. Sept. T rieft 53 44 ä» H, 37 Ircmden-Än;eige. Dn, 20. Scplciill'cr. Ttadt Wien. Die Herrcn: Zillcr, Privat, von CiNi, — .Nürschncr. HandelSinc,»», vc» Kanischa. — Pe-fyffcr, .ssaujmaun. von Vcrn, - Paumroni, P i-vat. von Padua. — Kl.mcut. f. f. TelcglaptM-Bannte. v>.'N Tncst, — Poln,. Nsalitätlübesihc!', von Clsana. - Dr. Müller aug Unlerfrain. Elephant. Die Hcrren: Lamnns. Kaufinanii-, Schneller. Obcrl'nchhaltcr der Nat'onall'anf, und Pier-l»a»n. Handrl.'maun. von Wien — L.hman». HaNllüN^srcistüdcr. »on P aq -- Partl, lDcll-ncluic» ÄrelMtc, u°n Hi'pf^lbach. — Vcrlug>i. Kaufmann, ron Trieft. — Aaron Val'o. Pnv.it. von Kll'sttrneul'urg. — Rilschc, Studirendtr, vcn Hcidell'clg. — Hotscl>»w«l. Plivot, von Nen» i^attl. — Die Domen: Müfin Corcnini vo» Innsbruck. — Dol'ner, Gcwcrla-Diltltor«-Gat-lin, von Hof Wilder Mann. Die Hrrnn: Joses und Ma, tin Roscnlyal, Kausteutt. von Kovant.na in llnqarn. Vaierisclier Hof. Die Herrcu: Saverthal. f l. Marlne-zla-VeNmeistcr, vcn Po a, - v Vlihalovils, Privat, von Ncndtl — kißcs, Bauuutctinhlner, vl» Nabresina, Mohren. Dic Hcrreu: Motz, Kan mann, »on Triest. — D^nne'.'t'l'vgsr, Ha,>»ttrschinitd, von Köfiach Oe^cntlicher Dank. Wir fühllli lins im Nailiril nnftrer ^anicrlil'e» vcrrsiichtst. dem wodlosdornlii HrllN Dr. Ludwiss Iftleib lmsertn l»e« ftc» D^»k für ssMln. am 17, d. M. ge> l'lachle» Aufsaß: «daS nielilanische Frei» lviliiqelilorpS" dar^ilninqc». L.ulach. an, 2l. September 1864. (1843) mex. Freiwillige. Cm Willhshausgtschäst am Rann Nr. 18'.) lain, von Michaeli an eilism soUvcu Geschäftsmanne über» lassen werken. DaS lokale hiezn btsieht nalzimmcr. mödlirt ol'er unmödlirt zu vrrmirtben. — ErssereS Lokale wird, wenn sich lein Pachllustigcr findet, auch als Wolimma. uermlltl)lt. Das Nädcre l'ci der Hauscigln-thümtrin daslllift. _____^ (1820 - 3) " H'lincraugcn.Gpcrate r aus Gt-lil, rinpfichlt sich cinen, !'. I. Pudlilnm zn schmerzlosen ^pcratloncn yh,,« Messer. Beseitiget jedes Hilynerauge in 5 Minuten Vedient von 8 Ul,r strOH bi« 5 Nhr NI)<'Ndi<. — Auf Verlangen in der Wcchnnnl' Wohnt: „Hotel Elephant" 9ir 17. Kalender i>^ 1885. Auerbach, V. Voltölalender. Mit Holzschnitten. Leipzig. 75 lr. Anstria - Kalender. Mit zahlreichen Illustrationen. Wien. 60 lr. Faustkaleuder. Wien. 1 fl. Fistaro - .ttaleuder. Humoristisch-saty- rischer. Wien. 5<> lr. Oeitler'S Gcschilftö - und Änslunft«- Kalcndcr. Wien. 48 lr. Gubitz F. ,W. Vollölalcndcr, dculschcr Berlin. 75 tr. Uaibacher Sackkalender, msälzcll 12 lr., mit ^'apperlu 15 mit Schuber 18 lr. Medizinalkalendcr, Österreich. Wien. 1 fl 40 lr, Nieritz, deutscher Vollmalender. i,'eipzi^. 66 tr. Pharmaceutischer Taschcutalcndcr. Wien. 1 fl, 40 tr. Reform-Kalender, Uslerr. Prag. 6<»tr. Taphir M. G. VollStalender, huiüo^ ristisch-salyrischer. Fortlirsetzt vou Brenn- sslaS. Wicu. 70 lr. Treweudt'« Polll,lalcudcr. Mit Stahl- slichcu. Vrcölau. 75 tr. Vogl, Li-. I. N. Voltslaleuder. Wien, 60 lr. Volkbkalender, üstcrreichischrr. Wir,,. 60 tr. Porräthia, bei H^n. v. H^,«vln«»n) «» , «l»»«l»e»'» in ^ailiach. (1844-1) Gin Lehrling fiüdct in liner Nürnl'ls^er H.lüflüüii i» l'ail'ach sogleich Aufnalims. worül'll d.^ 3?äl'ere aus Gefälligkeit daS Compioi! rcr Lailmchll ZeOnng rrlheilt. Studircnde wcrdcil im Hause Nr. 11 am Hauftlplatzc im kommenden Schuljahre bei einer geachteten Familie in uollständia.c Verpflegung genommen. Sorgsamste Aufsicht und Pflege werden versprochen. Nähcrc Auskuuft daselbst; schriftliche Aufragen werden unter der Adresse (>'. l. poäto i'08tHiiw erbeten. (18A5—2) (674-17) Klattlluer WaschwNllMlstllrlk l»!!< Il III l Mml lTlinker in I.z,iln,l:n, ll.,„,»t«^tt/ >>. I.'lft, (1«^0—2) UMsö-M. Haupttreffer 2ä.00Nfl. Mildester HewilNl ei>le8jedellLose5 Diese kose, welche in Anbetracht ihrer Sicherheit jedem derartia/u Papier gleichgestellt werden tonnen, da dieselben nicht nur sseni!-gendc Real-Hypctthek darlneleu, sondern auch »och überdies uom Staate ciarantirt find, anniesten jet,tt schon lici drn, Ünistandc, dasz dieselben A Ziehungen de<< Ialjres „nd dnß jedes i.'oi« 12 fl. gewinnen mns!, anßcrLcwvhnliche Ncliclitheit. Diese Lose uerlanft i, fl. 12 Gefertigter u»d verpflichtet sich, alle lici ihm getaufleu i'ose »>'l l'/. fl. Differenz seldsl nach der Ziehunss bis 15, Oktober 1864 zurücl ^u tauseu und aMlil hierdurch dein Publilum einen Beweis von deul inneren Werthe dieses Papieres zu liefer». Grohhäudlrr und lUrchs.icr m wit«. Bei acilciglen au^wärtigcu Aufträgen wird um franlirle Ciuseüdnng deS Betrages, soivic mn Beischliesiuug von 3<> lr, für s. Z. frantirte Zusendnng der Ziehuugttlistc ersllcht. ^tu haben sind diese z»ose in ttaibacl) bei Ich. Eu. wulschcr. Seidlitz-Pnlvcr. Central-VcrsenÄungo-Depot: Apotheke „ium S'tarch" in Wien. ^«r Veachtuna. ,/^ede Schachtel der von mir erzcuqtcn Seidliiz-Pulver ist znm Unterschied von ädn» lichen ^r;enstnissen n»it meiner Ichnhinarke und Unterschrift vcvsedcn und auf jedem, die einzelne Wulvcrdosi^ unlschlieslendcn weiften Papier das .^eun^ichen „Mvll'ö 3cidlih-,uchi!-Ä!lN>eis!lNg in allen Evrachen. Diese Pulver bchanptcu durch ihre ans;erorde»tliche, in den mannigfaltigsten Fällen erprobte Wirtsamleü unter sämmllichen bltcher bclannlen Hansar;cneicn nnbfsl>'.!!en den erste» Naug; wie deun viele Tausende aus allen Theilen des grc>s,en Kaiserreiches nns vorliegende Dantsagungsschreiben die detaillirten Nachweisuugen darbieten, das; dieselben bei habitueller Verstopfung, unver-danlichleit und Sodbrcnuc u, ferner bei Ärcimpfcu, Nicreulraulheiten, Nervenleiden, Hrr,,llopfctt, nervten Kopfschmerzen, Vlutcouqestioneu, gichtartigen K lied rr-Af fectioncn, endlich bei Anlage zur Hysterie H,pochoii-drie. andaucrudem Brechreiz u, s, w. mit dem besten Erfolg augcwcndet werden und d»e uachhaltigstcu.vcilresultate wserteu. 3!tt!>tl'lllüt w Laibach bci Herrn ^zi«,-/la,/n,V/^ Apotheker, ^custadtl: /)„,«. /ti22"i/ und./„.v,/ /<,?/,//«s,nn. Tvippach: >l»t/. />e/,'- Durch obige Firma ist auch zu be^ieheu das ^«^ ^ Ochte Dorsch Leberthran Vel. Die reinste und wirlsamsie Sorte Mediciuallhrau auü Vcrgeu in Norwegen, ^ede Voutcille ist ,um Unlcrschieo vou andern i,'ebcrthransorlen mit meiner Schn^marlc versehen. Preis einer gan;eu BoiKeille uebst Oebrauchsauweisung 1 fi. «0 lr., einer halben 1 fl. osi. W. Das echte Dorsch - Veberthra« - vcl wird mit dem besten Erfolg angewendet bei Vrust- und ^»»gcnlranlhelten, Scrophcln und Nachit'i« Es heilt die veraltetsten G'cht- nnd rheumatischen beiden, so wie chronische HautauSschlägr-Diese rciuste uud wirksamste aller i'rberthrau-Sorteu wird durch die surgfälligstc Eiusnmmlung und Ausscheidung von Dorsch-fischen gewonnen, jedoch durchaus leiner chemischen Bchandluug unterzogen, indeiu die in dcn Ori ginalflaschcn enthaltene Flllfsigleit sich ganz in demselben ungcschwächtcn Prinntivcu Zustande befindet, wie sie au« der Hand der Natur unmittelbar hervorging. ^ H«TßU» , ^7^37) Apothelcr uud chemischer Prodnctcn.Fabrilant in W,e"- Hiezu eiu halber Bogen Amts- und Intclligcuzblatt.