jpoZtn!n» pl»e»n» V »vtovlo!. 76. Zakrgang rsedeiot vöokeotliek leckgwiil (a»it ^uio»t»i»e 6er ?eiert»Ie). Lclirittleituaz ^r. 267V1. Ver,»»ltuax u. Lueiläruclcerei (1'el. ?lr. 2024) ^uröiiZev» ulZo» 4. I^»liii»lcnpte veräen aiclit returviert. -»-- Xok?>D«a Niielcporto l»«i!exeo. »I». 1» r»»I»»S, 6«« x. »«—r laserateii u. i» ^«ritior: 5uri»e«v» ul. 4 (VerWitltunx), k«-u^»prei«e: >^l»ko!ei> mon>tl. 2Z Dia, 24 Dia, «lueet» ?<>»t mon»«!, 23 Din, für »la, iiioa«ttioi> AT D«. Lia»«lv»»>me? 1 äO ua«1 2 Mriborrr zmm Schwierige Krise in Fmnkreich Keive Beendigimg des KriseMst«ches m di^r Woche (««»« ,«i«chft S«t«« L.) ^i>eM noch in be^ievlei Äo^ Stelwng.Z:-nommen, so dah weitere Nachrichten iwer das Bestehen eiiler englischl^i abAuwavtiM bleiben. Fürst Tewang gründet einen neuen Staat Japans Hand auf de« Erb- Dschingt« ChanS. — Ein «euer Spaltpilz in der Mongolei. Nach MeUtungen, die aus Peipsng vortic-zeit der letzte Akt eines weltgeschichtlichen Ab so groß wie Jugoslawien, vollzieht sich Kargen, hat der stellvertretei^e Borsttze^e ^:'Z Politischen Radcs der Inneren Mongolei, ?^ürst T e w a n g, einen neuen mongolischen Staat, M e n g k u o, ausgerufen. 1ln?er der Proklamation steht außer der Unterschrift Tewangs auch die des japanischen Oberkunl' mandievenden der man'dschurischen Truppen. Buddhismus macht die Mongolen fanft. An dem, was wir geographisch heult- noch Mongolei nennen, einenl Gebiete, sechsinal stiegs von der Rolle eines einst über z'vci Erdtl'ile herrschenden Kriegervolküs zur völligen Botmäßigkeit unter fremde' Machthaber. Das gewaltige Mongolcnreich, der AuS-gangspunN D s ch i n g i' s C h a n s. erstreckte sich im 13. Jahrhundert vom Ch fischen Meer i'iber ganz Asien und Osteuropa bis an die Grenze des beutiqen Polens und »om Himalaja bis an die Niederungen Sibiriens. In russischen Bolksschul^'n wurden vor dem Weltkriege die drei Jahrhundert Mongolenherrschaft als die fürchterlichste Zeit des russischen Schicksals schon den n von dem landesiiblichen Räuberunwesen absieht. Damals wurde die Monmüei Reich dt'r Mitte einverleibt. Sie wurde ein." der vier grossen Nußenprovin',en Ch''na3 und ihre Geschicke lenkte der Sohn des Hin?« mels auf dem Drachentliron in Peking Ein Lama putscht gegen den Zaren. Als das zaristische Rußland Ansang des 30. Jahrhunderts seine imperialistischen Pläne im Osten betrieb, pochte das Schicksal von neuem an die Pforte der Mengolci. Im rusiifch-japanischen Abkoinmen von 1907 wurde das riesenhafte Gesamtgevlet in Interessensphären zwischen den beiden Staaten aufiniPer « « g u i e r, aber «ich ^ «mne Oarrau t »irb bereits MMUUt. G«rraut ist einer der H«-ausgibrr der ^Depesche de Toulouse". Ewe solche Neuerung wnnte eventuell Absolute Selbständigkeit der belgischen A«, tzen- und BerteidigungSpolitii. B r ü s se l, Äö. Iännsr. Der belgische Außenminister hielt lieutv abends eine Rede, der in außenpolitischer Sam^ -e!!mlm^^?!?t ^I^umtbeit ^ ^ Hiirficht große Bedeutung beigeinessen wird Ikammer rechnen. Mit «eMmmtheit «««l-z^/ aber »or dem Ablauf der Londoner »eiset zuugsfeierlichkeiten, an denen Lebrun mid Laval teilnehmen »erden, nichts gesagt »erde«. Edens politische Akiionm in Senf Die Politik des englischen Außenministers Italien gegeckiber unverändert geblieben G e n f, 23. Jänner. Wider alles Ernmrten foreiert der englische tlußenminister in Senf die Erledigung der leidlichen Sanktionsrage und e« gelang ihm teilweise bereits die Beschleunigung der I^ratungkn im Schöße des SanktionsauS-schusses. Auf ^r anderen bereitet Eden eine gemeinsame Aktion vor, an der fich England, FraNVteich^ die Staate« der Meinen Entente und des Balkanabkommens beteiligen sollen. Dieser Staatenblock soll nach Edens Konzept im BSlkerbuud eine gemeinsame ErNärung abgeben, in der es heihen wtirde, datz die darin vertretenen Staaten sich bereit erklären, solidarisch im Sinne des Art. IS des Genfer Statuts vorzugehen nnd gegen jedweden Angreifer vorgehen zu wollen. Diese Erklärung sollte im Sinne der englischen Außenpolitik ein moralischer Appell an Italien sein, es möge seine kriegerischen Pläne und Absichten in Bälde liquidieren. Der Minister betonte, Belgien habe beschlos--in Fragen der Landesverteidigung ei^ ne völlig unabhängige Politik zu siihren. Eine Voraussetzung dieser Politik sei, daß Belgien genügend stark erhalten bleibe, um sich verteidigen zu können. Die zwischeil dem französischen und dem englischen Generalstab a^eschlossene Konvention werde sälsch« lich als Militärabkommen ausgedeutet. Belgien, Frankreich und England seien mir durch den Locarno-Vertrag gebunden, der zweifelsohne als'Grundstein der europäischen Sicherheit betrachtet werden kiinne. Töricht sei jedoch die Behauptung, Belgien sei ein Vasall Frankreichs. Demission der ägyptischen Regieruna König Fuad hat Nahas Pascha mit der Nelchildung des Kabinetts betraut Ausländische Staatsoberhäupter b«i den Trauerfeierlichk^ten. London, A'i. I«nner. (T. R.) An d^'in Begräbnis Wnig Georg des Fiiilften werden nach den bisherigen Dispositionen Präsident Lebrun, Wnig Hankon von Norwegen, ^könig Christian von Dänemark und wal>'> scheinlich Wnig Boris von Bulgarien, soivie König Leopold von Belgien periönuch teil^ nehnteu. Der schn^edische König wird durch den Kronprinzen Gustav ?ldols vertreten sein. König Carol vmi Runlänien läßt sich durch den Prinzen Nicolaus vertreten, iü:e Königin von .^'^olland wird ein-' besont>ere Mission entsenden, die deutsche ??eglc?nng wird von Außenminister Neurath vertreten, Ex-Kaiser Wilhesnl wird einen HohenzoNer-Prinzen zu den Trauerfeierlichkeiten entic^-den. K a i r o, N. Innner. Die iigyptifche Regierung ist gestern abends zuriickgetreten. König Auad empfing zwecks Befragung die Allhrer der politifchen Gruppen und Parteien und empfahl ih.ien die Bildung eines Konzentrationskabinetts, welches angefichts der internationalen Lage Aegyptens eine Notwendigkeit fei. Daraufhin erteilte der König dem Führer der «igyp-^ifchen Rationalisten Rahas Pascha, TranSatlantifche Luftverbindung Paris -USA. Paris, 2Z. ^'^änner. (TN) Cine Stu-d!enkonimission fiir die Errichtung einer das Mandat zur Reubildung der Regierung, ttansatlantischeu Lnstverbindung Europa-^ Die Verhandlungen bezüglich der Besetzung der einzelnen Ministerien wurden sofort aufgenommen, so daß die Ministerliste bereits heute abends fertiggestellt sein dürste. Deutschlands 5tvlonial-sorberungen Eine deutfche Anfrage il» Downing Street und deren Beantwortung. — England nicht ungeneigt. — Die Bedingung. London, 23. Jänner. Wie die Blätter berichten, sollen zwei i^enr sche Diplomaten — angeblich sollen es die .Herren von Mhluiann und Dr. Schramm gewesen sein — im englischen Außenamt an gefragt haben, ob Eugland gene'gt wäre, über die deutsche Forderung nach Riickerstat- NS?l wist an Bord Schiss^'s „Ite France" lurch Newvork. An d<'r Spitze steht der Senator Delagrang<', der Vorsitzende der Luftschiffahrtskomnlissio'n der Senates, der ^vor kurzem aus gleichen Anlaß in Cngland weilte, ^^wischen England und der USA soll .bereits ein derartige.^ AbkeiNiinen geschlos-.sen worden sein, wonach beide Länder an der Schaffung einer regelmäßigen Lustver- tung der Kolonien sich in Verhandlungen einzulassen. Englisch^rseits sei bedeutet wor« den — diese Ve»1ion ließ sich auch das Pariser Blatt „il^uvre" aus London telepboaie-arbeiten. Frankreich soll sich an die reu, __ daß (^ngland sich moralisch durchaus ^^^^^^orbereitungen beteiligen. Eine der nicht fi'lr lierechtigt halte, diese Frage anzu- transatlantischen Luftlinien »vird ivahr- schneiden, die britische Regierung sei ab^'r Ausgangspunkt von Paris geneigt, in Verhandlungen darüber c,nzutre ten, wenn sich Deutschlandd deul System der kollektiven Friedenssicherheit anschließe und wieder in den Völkerblmd zurückkehre. W'e hiezu aus Berlin geuteldet nnrd, hat die „Deutsche diplomatische Korrespondenz" Zürich, M. Männer. T e v i s eige unter d^^r Ausji6)t sowjetrussischer Jnftrt>fteure ste- Freitag, den 24. Zämer l9gS. hen, daß Sowjetrussen d« mongoltsche Armee ausbilden, daß Sowjetmünzen die einzige Währung des Landes darstellen. Ispmls «eaeräle i« Hintergniad. ^ Inzwischen erfiillte sich, wenn auch lang-lamer, das Schicksal der inneren Mongolei, stber die die chinesische Souveränität, wenn auch in gelockerter Form, zunächst aufrecht-erh^ten blieb. Seitdem Japan in der Man-dschnrei den ganz unter seinem Einfluß stellenden Staat Mandschukuo geschaffen hatte, war es klar, daß das nächste Ziel seines Stre Pens in China die „Innere Mongolei" sein würde. Schon im Dezemebr 1933 hat der japanische Oberkommandierende in der Mandschurei der offiziellen Politik von Tokio vor l^griffcn inden» er in einer Proklamation den ostlichen Teil der „Inneren Mongolei" unter die Oberhoheit Mandschukuos stellte. Das war eine der bekannten Extratouren des japanischen Militärs. Man g'.'ig offsz'.ell zunächst mit Stillschweigen darüber hiniveg und leitete dafür mit aller Ruhe u. Bsdacht-»amkeit die Durchdringung der ch»nesischci! Nordprovinzen ein, bis vor kurzem d^ren Ablösung vom Swmmreich vor^^enommen nterden konnte. Bas jetzt mit der Griindung selbstan^ digen Staates „Mengkuo", der in Wahrheit s natürlich genau so wie Mandschukuo ein ja» ^ panischer Trabantenstaat ist, geschieht, ist^ nur eine notlvendige weitere Etappe der ^ napolitik Tokios. Die „Innere Mongolei"! ragt im spitzen Winkel in das Gebiet vor,! das von Mandschukuo und den jetzt Japan! botmäß^ gewordenen chinesischen Nordpco-. vinzen gebildet wird. Die Einoliederutt!? Mengkuos", also der „Inneren Mongolei".' ln den japanischen Herrschaftsbereich auf dem afiztischen Festlande bedeutet in den Augen der japanischen Politiker nichts weiter eine „Kvenzverkürzung"'. Laval geMzt Die Linke will unbedingt durch einen Wahlfeldzua Allelnderrfcherin in Frankreich werden / Dramatische Äufpidung der Innenlage / LavaK Seßfiellungen P a'r i s, 22. Iäimer. Die De«iftt<« des Kabinetts S a v a l, von der fett Tage« gesprochen wurde« »ar und die für de« »«««er der Jnnenlage seit dem samase« Beschluß des Bollzugsaus-schusfes der Radikalen im Hotel „Continental" u«abwe«tbar erschien, ist heute um 17.3V ersolgt. Laval ist das Opfer der radi» kalfozialistische« Parteitaktik, die der L!»?e« Utt^ingt die Macht sür de« bevorstehenden Wahlkamps stcher« «M. Im MSrz o^r im April fi«den Neuwahlen statt, selbstoerstand arbeit mit einer Regierung der „front c^'M» mune" oder einer anderen Regierung, die sich bereit erklärt, die rechtsradikalen Kampf verbände aufzulösen und den inneren Frieden angesichts erwarteter Neuwahlen hecm-stellen. Paris, 2L. Jänner. Beim Berlafsen des Elysee erkläite M.ni-sterprästdent Laval den Vertretern der Presse: Ich habe dem Vriifidevto« der Republik die ^missio« des i^amtlabinetts unterbrei Am s. Feber Sortfedung des Marfeiker Vrozeffes Die Problematik der neu« Verteidigung. P a r i s, 22. Jänner Im Anjammenhange zmt de« Vorbereitungen für die Fortisetzuni^ des Marseille'r .Wnigsmörderprozesses berichten die heutigen Blätter, die Generalprokuratur habe d:e Frage der Verteidigung neuerdings in Tr» wägung gezogen für den Fall, daß die Angeklagten nur den abgesetzten Rechtsanwalt DesbonS als ihren Aerteioiger anerkennen sollten. Unl einen klaglosen Verlauf der Verhandlung zu sichern, hat >as Gericht im Einvernehmen mit der Mvokatenkam-mer bereits dic Rechtantvalte C a b a s s o -l a, BonelIi und N oel bestimmt. Die BerhandlANg wird am 5. Feber beginnen. Der abgesetzte Verteidiger Dcsbons hat dem Gerichtshof die schriftliche Znlas^ sungsforderung unterbreitet. D^sbons beruft sich dabei auf einige veraltete Bestimmungen des franzl>sischen Strafnevsahrens, wonach auch solchen Personen, die nicht Rechtsanwälte sind, bewilligt wird, vor den, 0^ericht Angeklagte zu verteidigen. Schloß SandrinAam, wo stch das Krankenlager de» enMchen König« befand iich uuter Führung der Li«Ie«. Als Laval tet u«d gleichzeitig die ll«bee«aha,e der Re« die Demisiia« der radikale« Minister eni- gierungsbildu«g abgeleh«t. Ich habe die gege««ahm, die sich «»it Herriot sali. Wacht «iemals gesucht. Im Ju«l des Bor-darisiert hatte«, blieb ihm nichts so«st iibrig jghres habe ich die Regierung nur aus m«i. als der unvermeMiche Weg »ns «lysee, «o Pflichtbewutztsein Frankreich gegenüber er dem Pröstde«te« der RepMik sei« Amt zur Berfllguug stelltt. Präsident Lebrun begann gleich darauf mit den Konsultationen. He rr iot lehnte im Sinne des radikalsoziaWischon überuomme«. Met« Gemtsse« ist rei« und ich glaube, mein« Mssio« ersült zu habe». Die aus alle« Gebiete« d«r^esührte« BeschlÜffe begannen Früchte zu tragen. Ma« sieht die erste« Anzeichen einer B-sserung a«ch i« der Agrarwirtschast. Im Lause der parlamentaris^« Debatten find die i«ne-ren Gegensätze iu Frankreich ausgegliche« worden. Wir haben den Frieden erhalte« und damit uuser« Verpslichtungen gegenliber dem Völkerbund eingelöst. Unsere Freund-schastsbündnifle find intakt gettieben. Die Aufrechterhaltung der enge« gusammeuar. beit der in der Regierung vertretene« Par-teien ist auch weiterhin eiue «ese«tliche Vor-aussetzuug silr die Durchsührung meiner Ausgaben. Diese Zusammenarbeit besteht jedoch nicht «tthr, w^l sie von ei«er Partei ihre« Vertretern in der Regierung gekündigt wurde. Das war auch die Urseiche «keines Rücktrittes. Dem Rücktritt Lavals sind in der Zeit von bis 17.ö0 Uhr nicht weniger als filnf Kabinettssitzungen vorausgegangen, von denen zwei sogar unter dem Vorsitz des Staatspräsidenten stattgefunden haben. P a r i s, 22. Jänner. Der Vertreter der Rechten im Kabinett ^ Laval, Louis Marin, liat dem Mnifter-präsidenten in statu demissicnis ein Schre«-j ben ges5i-ick.. in dem es HÄßt, die gegenwär-l tige Regierungskrise sei auf unparl^enta-risch!' und verfassungswidrige Weise vom Ziäune gebrochen worden. Da wichtige Ereignisse finanzpolitischer «»td weltpoilitifcher Natur zu erivarten seien, könne anch er als Bertreer seiner Grzchpe nicht mchr .m Kabinett verbleiben. Als Nachfolger Lavals werden auch Marchandeau und der ehemalige Finanzmin^ter Paul Reynaud geiramlt. Me Lage P a^r augenblicklich derart undurchsichtig, niemand mit Bestimmtheit sagen kann, in welcher Rich^ng sich die Entwirrung der Krise bewegen wird. Hostrauer in Beograd B e o g r a d, 22. Jänner. Anläßlich des Todes S. M. .^önig Georg Parteibeschlusses jede Uebernahme der Kabi^^^^^ Fünften von England wuvds am Hofe nettsbildung ab. Als Mandatare weroen P i e t r i, Flandin und Regnier genannt, eine Entscheidung ist jedoch nicht gefallen. Spätabends empfing Le'nun den ^Kammerpräsidenten Bouisso' n, der aber das Mandat zur Neubildung des Kabinetts ablehnte. DaS .Äabinett Laval war das W. in der Dritten Republik. Die konimend? Regierung wird also die hu^idertste ke:n. Pari s, S2. Iännec. Die sozialistisckx' Partei mit Leon Blum an der Spitze hat eine Entschlic--ßung angenommen, die feststellt, daß die Fraktion bereit sei, die Verantw^^rtung für eine beschleunigte Li^sung d2r Regierungskrise zu übernehmen, sei es durch Zusammen S. M. .Äönig Peter des^ Zweiten die H?s' trauer für die Dauer von dvej Wochen ange ordnet, und zwar bis einschließlich 10. F<'-ber. Äm Süden leuchtet die Gönne M Edens Genfer Trick Italien soll ständig unter dem Druck der Sanktwnensurcht gehalten werde«? — Be« sttrchtungrn der italienischen Presse. Genf, 22. Jänner. Die gestrige Zusammenkunft Eden — A l o i f i war selbstverständlich auch denl »talo-abesfinischen Konflikt gewidmet, obwohl Baron Aloisi iil erster Linie einen Kondolenzbesuch im Hinblick auf das Ableben des englischen Königs erstattete. Bei dieser Gelegenheit erklärte Eden dem italienischen ; Vertreter, weder die Ratstagung noch die »Sij^ung des Dreizehnerausschusses würde ab-geschlossen werden. Es l)andlc sick) vielmehr nur UN? eine Vertagung, damit die beiden Organe ^es Völkerundes zusammentreten können, »oenn sich die Möglichkeit einer friedlichen Beilegnng des italo-abessinischen Konfliktes herausstellen sollte. Diose Erklärung wird in hiesigen Kreisen als ein politisches Manöver ersten Ranges bezeickinet, denn es bleibe die Möglichkeit der Verschärfung von Sanktionen gegen Italien immer offen und kann auf Verlangen Englands sofort erfolgen. Ein prächtiger Blick über Korfu, die nördlichste der Jonischen Inseln, die als das Scheria .Homers, die Inseln der Phäaken, angesehen wird. Man sieht in dem prächtigen Ha^ oinen deutschen Touristendanipfer. (SKerl^ilderdiens^.) NefpeN vor der «Sefinnung Zu den Gttlblüten in der letzten „staatsmän-nischen" Rede des Fürsten Starhemberg. Wien, 22. Jänner. In seiner letzten, von einer Halsentzündung stark beeinflußten Rede hat Vizekanz- Gesinnmig und Vergangenheit bei Herrn Starhemberg aussieht, möge aus den nachstehenden, seine eigene Gesinnung aus vergangenen Jahren dementierenden Wendml-gen ersehen werden: Einen Anschluß Oesterreichs an Deutschland, einen Zusaminenschluß Oesterreichs mit deutschen Äämmen in der Form, daß Oesterreich in ein zentralistisches Reich eingegliedert würde, lehnen wir ab! Wenn eS Leute in Oesterreich gibt, die behaupten, der Anschluß an' das heutige Deutschland sei vereinbar mit einem richtigen und ehrlichen österreichischen Bekennt^ nis, so sagen wir: Nein, das ist Schwindel und Betrug, das birgt nur die Gefahr, daß eine staats- und vatevlandsfeindliche Einstellung durch unverständliche Phrasen versteckt und getarnt tvird. Diese versteckten lÄegner betrachten wir als die ärgsten und gefährlichsten. Also sprach Fürst Starhemberg, der vor nlehrereil Jahren noch selbst der überzeugteste Anhänger einer im A>rschlnß mündenden großdeutschen Lösung des österreichischen Problems war. König Eduard VI ll. Prinz Eduard von Wales, der lulnmehr als Eduard Vlll. den englischen Thron bc-stii'gen hat, wurde am 23. Juni 1894 als ältester Sohn des verstorbenen Köni.gs Georg V., damaligen Herzogs ,von Uork. geboren. Wie die meisten englischen Prinzen, begann auck) König Eduard Vlll- als See-?a>dett seine Laufbahn. Im ÄTiege diente er als Offizier an der französischen und italle nischen Front und in Aegypten. Seine eigen liche Lehrzeit begann nach dem Kriege Von Beginn an hatte König Georg für eine demokratische Erziehung seines Sohnes gesorgt. Gleich seinem Vater sollte auch Prinz Gduavd von der Ueberzieugung der Verbundenheit von Krone und Demokratie ge.ragen iverden. Und gleich seinem Vater lerStarhi?mbergim Zusammen hange nrit der Habsburger-Restauration sick)' unternahm der Prinz von Wales weite Rei .selbst als „traditionsgebunden" bezeichnet. ^ sen in alle Teile des britischen Weltretchee-, Das heißt wohl nichts anderes als Respekt die ihn zu einem der besten Kenner der vor der Vergangenheit und wohl auch vor ^Dominions und Kolonien werden ließen, der eigenen, selbst wenn es nur die redne- Is)10 besuchte der jetzige König Kanada und rische Ware. Wie nun dieser Respekt vor «die Veveßnigten S-taaten, IVLO Australien )rettag, den 24. JSnner 1936. 5 „Mar'rborer Zeitung" Nummer lv. und Neulseeland, ISZI Indien und Japan und 1925 Afrika und SÄdanveriKa. Vor allem studiene Eduard Vlil. jahrelang «tn» gehend die sozialen Z^istünde seiner Heimat, ^sonders die LebensvcrhäUniss« der Bergarbeiter, und in den sozialen Konstikte», die in der jüngsten Geschichte Ehlands teines-wogs fehlen, begann Eduard srlch eine vermittelnde Rolle hinter den Kulissen zu spie« len. Eduard VlIl. b>^innt feinH Regierun^g als ein gereiftn Mann, der viele Erfahrungen gewonnen hat und der die BÄlirf-isse seines großen, iveitverzwLigten Reiches genau kennt. Eduard VM. erinnert in vielem an lcimn Vater, in vielem aber auch an einen Großvater'Muard Vll. Der Prinz von Wales war seit dem Kriegsende die si^ren-de Persönlichkeit auf dem Gebiete der Herrenmode, mit ihm kommt auf den enkMnrlich bis heut« unvermählt geblieben. Der Thronerbe ist nunmehr sein Brlider. der.^zoq voilHork. 40 Waooons iwaffen von oesterrelch nach Italien aelieftrt Verschiedene ausländische Blätter berich' ten Ü!^r die in letzter Zeit außerordentlich umfangreich gewordenen . Waffen- und Mu-nittonslieferungen aus Oesterreich nach Italien. Nach den Meldungen jener Blätter arbeitet die bekannte Hirtenberger Patro--nenfabrik Tag und Nacht in dr^i Schichten, woV^i 3tXX) Arbeiter beschäftigt sind. Täglich werden in .Hirtenberg 2ösischen höheren BüilkS schulen eingerichtet im'rden, während die kaufmännischen und gewerblich-mdustrieNen Bürgerschulen den tschechoslowakischen Vl^r-gerschulen nachgebildet werden soll<'n, ln'i ein sprechenden Nendevungen. welche d'-e ju'i'^Ua wischen Verhältnisse erfordern. -Der Hauptschulrat stallte auch eine Liste der für die einzelnen Bürgerschulgattungen in Betracht kommenden L e h r b ü ch e r zusanlmen. Der neue LehrPlan wild schon inl neuen Schuljahr in Kraft treten, und zwar so, das; di.' einz^'llren ^chultlas^en stnseinveise, beginnend von der ersten Kiasse den neuen Borschrlsten angepaßt werden. Der .?^auptschulrat befaßte sich auch : üt der Reorganisl'rung der Pädagogiicl-en .'doch ichule in Z.^tll'kb, stellte aber fest, daß d!ese Frage in die Zuständigkeit des UnterrichiS-lninisteriums falle. .Hiivsichtlich de», qualifizierten Lehrkräfte' wurden Porschläg.' 'Ür den Nnterrichtsminister ausgearbeitet. Dlc nächste Tagung des .hauptschnlrate? wird In der zux'iti.'n Feberhälfte oder Ansa'ig März stattfinden und vorwieg^'nk MittclsÄml^'.a-gen gewidmet sein. d«1 Zoll,,ri«a, IrttlviiiU«« aaä >co»<>a Zo Verkehrsflugboot mit sechs Personen vermißt. Par i s, 21. Jänner. Ein Verkehrsflugboot der Linie Marseille—Ajaccio—TunniS, das heute morgens kurz vor 8 Uhr den Marseiller Flughafen verlassen hatte, mußte etwa .Glonieter nördlich von Ajaccio wegen einer Motorstörung auf das Meer niedergehen. Der Bordfunker d«S Flugzeuges verlangte Hilfe, die auch sofort ausgasandt wur^. Bisher konnte aber das Flugboot nicht aufgefunden werden. Gegen 14 Uhr überflog ein Wasserflugzeug die Stelle, wo die Maschiue vermutlich zum Niedergel^en aezwungen »var. Die Besatzung de.^ Wasserflugzeuges nahm sehr deutlich einen großen Oelkleck von etwa 1var<'n zunächst entsetzt, als sie das Ranblier erblickten, beruhigten sich aber, als 'ie l>cnnrk-ten, daß der Löwe völlig zahm >in!> k<'i' nerlci Angriffen auf die Gläubigen anfz^e' segt war. Jedenfalls soll „der .^töni.i d^r Tiö« re" mit geradezu königlicher Würde an dec Seite seines Herrn in die Wasser H.'il" gen Stromes geschritten sein. Die Riefen der Tierwelt leben im W-^sser! Das größte der heute lebender^ Tiere ist der Bla nwa I. Bei eittlcr Länlie von Metern wiegt er rnnd I'M Dop^iel.zentn^r. Denkt man an l^rgangene Epoche:? der wicklnngSgeschichte der Erdbewohner znriick. so drängt sich nnwillkürlich die Flage ans. N'eshalb wir heute keine solckx' Rieisn niiier den ans dem Lande lebenden Tieren finden. Die erhaltenen Ueberreste der Saurier ge« ben nns ja einen Begriff du von, roelche wältige»» Tiere früher die Erde ln'völt-'rten. Nun läs^t sich natiirlich dabei anfilhee»?, der Mensch im Laufe der Zeiten einen iiu^ mer größen'n Teil des Landes si'»r s;ch b.'an-spruchte und dadtirch das Tier verdrän^^te. Noch wichtiger aber ist dasiU', N'ii' der d?.U« sche Forscher Dr. (^irae<^ ersannt', die iiinele Beschafsenh'it unserer Tiere, die ein derae-tiges Wachstunt. n>ie es in iriilieren v^>r>^e-ichichtlichen Zeiten erfvlgle, nnnü'>gl!ch lnacht. Wenn inan annimmt, eines nniere- hellte Trauung ln Handscheffen j H.««..««« sti,«..«.. In Paris fand dieser Tage eine überaus Neapel, 21. Jäitller. Jininer mehr j^,, >^ubus wachsen, und se'n l^^ei'.'icht merkwürdige .Hochzeit statt. Der Bräutigam^n die alte^römische^Stadt H e r^ u-^ würde dadurch die 1^-fache Znliahiue er'ah hatte sich dafür auf einige Stnnden alis dein " ' Sante-GefängniS benrlanben lassen und erschien in Handschellen auf dem Standesamt. Jedenfalls störte diese Tatsache daS Brautpaar in keiner Weise. Der Bräutigam, Gilbert W a y ist 21 Jahre alt. Vielleicht hätte er eine weniger merkwi'irdige Heirat schlier ßen können, wenn er nicht vor längerer Zeit die Ueberzeugung gewonnen hätte, daß klei-ne Einbrüche und Ueberfäll'e die ''este n id beauenrste Art seien, l^eld ,u ..verdienen" Leider tvar die Sache eines Tages schief gegangen. Ein Polizeibeamter hatte den jungen Mann geschliavpt. als er gerade dabei war, wieder ein Geschäft zu tätigen. So wanderte Gilbert iits Sante-Gefiingikis. Gahs Braut. Marie D e n i s, war sich sofort darüber klar, daß dieses Mißgeschick keili Gruild sei. den B-räntigam smlsen zu lassen. Und Gay seinerseits fragte sich immer wieder, lvie er sich für die Zeit seiner Haft ani besten die Trene seiner Braut sichern könnte. Bei'den schien also die Heirat der vernünftigste Ausweg. Der junge Bräutigam, der in einer Tal^e vor der Mairie voTfnhr, schien zuerst die un-verineidlichen Handschellen bei der bevorstehenden Zeremonie als etnxiS lästig zu empfinden. Auch schien es ihni einen Augenblick lang peinlich, daß seine Brantsührer ansge-rechllet ein paar handfeste Gefängniswärter lvarell. Iinnlerhili kam man ü^r disjc A.'U-ßerlichkeiten rasch hinweg. Die TranuidgSze-remonie lvickelte sich ohne Zwischenfälle ab. und der Stand^.'Samtsekretär hatte Tatt g<'-nug, bei der iiblichen Eintragung der Adressen der beiden Brautleute: die diesbezügliche Frage an den snngen Mann zu unterlassen. AIS die Ehe geschlossett war. mußte Gay zurück ins Gefängnis. Trarig winkte er «eilier Braut zum Abschied — Nlit beiden Händen natürlich. Demi nienn nmn Handschellen anhat, kann nian liicht nur mit einer .Hand winken . . . a lt u ln aln Fuße deS Besnv, die im I<^h- ren. Uin etnen derartigen riciiaeü ^törp 'r re 79 dnrch den Ansbrnch eines Bnlkans'^„ fr^lgen, müßte aber das ^k!l>.^cheng.n",st vernichtet wurde, an das Tageslicht. li^oppelt so stark an Geivicht zulle^imen wie Die während des letzten Iabres durchge- djx .^p^sse des übrige,, Tieres. Das T-er 'n'Ir führten Ausgrabungen haben .HereulanilM ein nenes AusselM verschasst. Großartige Gebäude mit ztvei und drei Stockwerkeli, mit de also bei einer n'eiteren Grös^enzlinalune aus so riesigen ^tnochenmassen bestellen^ li",' deren Aufbau es einn,al garnich! ^>ie ge ' großen Pa'rterresälen, ungeheuren Arkaden Nahrung finden könnte, daneben or'er und großen Gartenanlagen sind anfgedeckt tvorden. j würde. Nns diese,n Grunde finden ,vir he,:te In einigen Monaten w^rd die siks>^mte ^ ^n.' Topographie HereulanumS endgültig anS Hx'n^ohnern. Diese können ja das ^'avk.' Tageslicht gebracht iverden. Briest, die Garlbakdi schrieb . . In, s^'lneindearchiv der Stad!^ Palermo sind aufsehenerrogende Hai,dschri?tv,l geii^n-dei, worden, u. a. der Tei^t einer .'i.>l)in,'e der Garibaldi-?lnhäger, ferner ei,l Briefniechsel Garibaldis lnit dein Dichter Mercantini. 0.'r diese Hl)lNlb<' verfaßt hat. Aitch Briefe Garibaldis an den bekannten (i^iribasd?-.^län'.p' ier Ngo Bassi sind aufgefunden worden. DaS Gemeiikdearchiv von Palermo besitzt bere'ts eine Reihe außerordentlich ivertvoller Dotn-meilte ans den italienisclien Unabhängigkeit?-tänlpfen. Die neu entdeckten Gariüaldi-Ha.ld schristen sind auf A'ilordnung des italienischen Uirterrichtsministerlu,ns der Natit'nal-biliothek in Palermo übergeben worden. ckiengerüst endbebren. dn da-? Wasic^' 'ie träat. i. ßtommemoration fiir weiland ^vnig Georg den 5^Ünften in Zagreb. Die ..Engliil» speaking soeietn" veranstaltet ai,l -!i. d. M. abends eine Tranerfeier für n'eiland ^töniji Georg den Fünften. Ueb<'r das Leben lind Wirkell deS.Königs nu'rden Miß n s l o lv und der britische (^nel'nltonslil M ae ra e spre6>en. i. Herabsekung der städtischen Gehälte» 'Zagreb. Durch entsprechende .Herans^'i'Ul,g der Beauiteidgeiicilter uin lDiniir lvill die Ztadtgenieinde Einsparungrn v.'r-ltehmen, UIN neue, sehr notlvendig ' ?lligestesl te anfnel)M<'n zu können. i. Der ». jugoslawische Esperantiftenkon-greß filidet zu Pfingsten in Liubli.il,a l'ta". i. Wiederaufnahme der Partejungen an der Zagreber Uni»ersität. Da die vol« der Iin! l'^e rsi tätsvo rstehuirg g efo rder t<' n Br»n -stoffkredste ivicder eii,germn'<'ii ,Verden. i. Die erste Nellnerschule Jugoslawiens Löw» babet im heiligen Ganges. Wie alljährlich, so strömen auch jetzt wieder Hunderttauseltd^' vön Pilgern aus allen Teilen IlldienS zuut (langes, n,n hier in den heiligen Fluten zu baden nnd dann ihre An dacht 'IN Teinpel von Allaliabag nl verrichten. Unter den unzälMgen Gläubigen, die sich itl letzter Zeit nieder in die kirlten Flu-t<'n des heiligen Stromes stürzten, erregte vor allem ein Pilger Alifsehen. d^r in e'ner seltsainen Begleitung in die Flnten des Gau. feiert ihren !tv-jährigen Bestand. Die Za» ges stieg. Es war ein indischer Kaufmann jgreber Gastwirte- und Kellnerschule foiert zWit»g, d« Z«. Ml»« tS« »WariVor« Zeitung" Nu««« IS. dieser r«ge iyr«n 2V-jShrigen Bestand; sie ist die älteste Institution dieser Art in Ju-goslawien. i »erhastmiß eines Aaufmanne» i» Zagreb. Der Zagreber Kaufmann Ehaim K o-l» e n, der daS „Grand Magazin" deS MiloS B u r d e l j a um fast eine Million Mnar t^ekaust hat, ist verhaftet worden, da durch den Verkauf zahlreiche Gläubiger BurdeljaS geschädigt worden seien. Das Verfahren wurde auch gegen Miloö Burdelja eingelei-tet, der sich in einem Nervensanatorimn in l^raz befindet. i. Selbstmord eines bulgarischen Deserteurs. Der bulgarische Artillerie-Bizefald-»oebel Todor Ivan B o n o v, de? nach Jugoslawien desertiert ist und dem Lwno als Aufenthaltsort zugewiesen wurÄe, hat sich aus Granl über seinen unüberlegten Schritt erklängt. i. Typhus in Bosnien. In Lla/uj de. Bad JlldZe ist eine Typhusepiidemie ausl^^'-brachen, die immer mehr um sich greift. Bls jetzt sind 25 Personen erkrankt. Ein Kranker Ist bereits stestor^n. In Trnovo wurden lv ^älle von Typhus festgestellt. Die Sanitäts« behörden haben alle Borkehrungen unter» nommen, um ein Nebergreifen der Seuche M verhindern. lu. Freitag kein Empfang beim BanuS des DraodauatS. L j u b l j a n a, 22. Jänner. Der Banus des Draubanats, Dr. N a-t I a e e n, wird am Freitag, den 24. d. M. leine Parteien empfangen. lu. Todesfälle. In Lsubljana ist Mufkal-assistent i. R. Ferdinmrd Schulz im Alter von 87 Jahren gestorben. Dortselbst ist fcrner die Oberfinanzvatsgattin NuSa M ssetlzh verschieden. lu. Aus dem Bahndienp. Versetzt wurden Bahnoberkontrollor Johann P iPan von der Generaldirektion in Beograd zur Direktion in Ljubljana und Kontrollor Leopold Debevec von Dolnja Lendava nach Cevnioa. lu. Bergmaunslos. In der .Kohlengrube Msovec im Revier Zagorje wurde der B«rg-!?rbeiter Josef Likar von herabstürzenden Erbmassen verschüttet, wobei ihm das Rück-irat gebrochen wurde, (kr mußte ins Krankenhaus überführt »Verden. Likar wurde an derselben Stelle verschüttet wie vor zwei Monaten sein Kollege Anton Praßnikar und ^echS Monate zuvor dessen Bruder Josef l^raSnikar. Beide trugen ebenfalls Wirbel-Äulmbruche davon. lu. Wanderung eines Geschosies dnrch den, ?tSrper. Zu Beginn des Weltkrieges wurde > ^»n der serbischen Front der jetzt 60 Jahres ilte Besitzer Johann Oven aus Sv. KriZ ^ Litisa von einer Gewehrkugel in den ?opf getroffen, kam aber mit dem Leben da« ion. Das Geschoß konnte bei der Operation «cht gefunden werden. Der Mann kam als ,'Invalider na6) .^use, wo er seiner BeMif-'igung nachging. Nach einiger Zeit spürte Oven Schmerze,! im .^'^alse, tmnn im Rücken Ind unlängst in, ?^utz. Die Schmerzen nahmen immer n,ehr zu. und schließlich bildete ich auf der Sohle ein Geschwür, aus dem Dieser Tage die Gewehrkugel, französisches "^brikat, zutage trat und entfernt wurde. Oven ist von seinen Schmerzen endgiltig befreit. In 21 Jahren ist somit die Gewehr-!ngel durch die Fleischfasern des Mannes ion, Kopf bis zum Fuß gewandert. lu. Die Spinnerei in Litija ist mit Auf-^ägei, derart versehen, dah jetzt eine dritte ^icht eingeführt werden mußte, sodaß Tag Ind Nacht gearbeitet wird. Aus diesem Grunde wurden 30 jüngere Mäinner aufgenommen. .Hunderte von Bewerbern aus Nah lnd Fern kamen zur FabrtkSdirektion, doch -onnte nur die erwähnt« Zahl von Arbeitskräften aufgenommen werden, in erster Line aus Litifa imd der engf^ Umgebung. lu. Aus Furcht vor der Strafe freiwillig ^ den Tod gegangen. Aus Sopota in Ztroa-^en kamen dieser Tage drei Burschen im ^ter von 2^ Iahren, um, wie sie sagten, ^^vöute zu suchen. Bald verschnxmd jedoch vsz«er5 ein wlcktiLe-; 0aus vorsprach, um sich über die näiheren Umstände des Diebstahls zu erkundigen. Neß er sein Fahrrad draußen stehen, das ebenfalls verschwand. Spätem wurde das Nad bei einein anderen Hause vollfomlnen demoliert Mlsgef»nden. D'e Gendarmerie leitete die nötigen Erhebungen ein, um den Tä-t«r zu cnlieren. p. Arsenik im Fett. Der i^4iährig<' .^u!ch' ler Martin ach der Mahlzeit wurde er von Ue^lsein befallen, das sich derart ver-fchlimmerte, daß er ins Krankenhaus gebracht werten mußte. Bei einer Untersuchung fand man im Fe.tbehälter Arsenik vcr. Die GerichtSbchbrde hat eine Untersuchung ein-geleitet, um den Fall klarzulegen. P. Bieh- und Gch»»t»emarkt. Auf den Biehmarkt wurden DienStag 81 Ochsen, 217 Kühe, 6 Stiere, 33 Jungochsen, 41 K>albinnen, 3 Kälber, IN Pftrde, 6 Kohden und ein Schaf aufgetrieben, wovon 131 Stück verkauft wurden. Es notierten: Ochsen 2—2.80, KÄHe 1.2^2.50, St^^re 2—2.25. Fungochsen 2—Z.40 Zdalbinnen 2Lb—3.50 Dinar pro Ailo Lebendgewicht, Pferde 100c^3ü00 und Folhilen 500_I500 Dinar pw Stück. — Mittwoch wurden cuf den Schweinemavkt 153 Schwein^ zugeführt, wovon S9 verkauft wurden. Es loteten: v— 12 Wochen alte Jungschw?in« 70—120 Din pro Mück. Fleischschweine 4.S0-S, Mast-schweine 5.50—6.50 und Zuchtschweine 4.50 —4.75 Dinar Pro Kilo Lebendgewicht. g. TodeSfMe. I« Dravograd find geftor-bon der pensionierte Msenb^ner Josef T o-polLek im Alter von 65 Jahren, de: Besitzer Martin Schuller im Mer von 74 Jahren und die RevierjSgerSgatl'n Frau Rosalic Temm erl im Alter von 64 Jahren. Ferner verschied in Gornhof hei Dravograd der Bssi^rSsohn Franz G l a-s e r. R. i. p.! g. Die Faschiugmiterhaltmg des Solo» findet am 9. ^ber»in sämtlichen Räumlichkeiten des Sokolheimes statt. g. Ein HanShaltungSkurs, der während der Wintermonate an der hiesigen Volksschule abgehalten wird, erfreut sich eines recht zahlreichen Besuches. Den Unterricht, der alle einschlägigen Fächer des .Haushal:s umfaßt, leiten zwei Lehrerinnen Ä?r hiesigen Bolksschule. g. 128 beschenkte Schulkittder. AnlShl^ reichen Vortrag über die JuM.t>erjiehung. wobei er vor allem die Frage der Bestra^ng mit Worten oder mit der Rute berührte. Die darauffolgende Diskussion b^'slät.czte» daß die Elternschaft ^n Wert der Zusain--menarbeit zwischen Schule und Heim richttg erfaßt hat. e. Der traditionele Gokoiball jiu-det auch Heuer am 1. Feber statt. Die großzügigen Borbereitungen lassen darauf schließen, daß der Ball einen recht animierten Verlauf neh men wird. Union-Timkim». Zum erstenmal: DaS schon lange angekündigte internationale Stan» dardwerk, die Krone der FUm-Jndustrie „RataSa" (Moskauer Nächte). Ein noch nne dagewesener Publikum- und Presse-Welter-folg. Äeser Film ist nach wahrhÄtSgetreu-eu Geschehnissen aus dem zaristischen Rub-land nach dem vielgelesenen Roman von Pierre Benoit gedreht, der nicht weniger als in 32 Weltsprachen übersetzt wurde. Eine der stärksten Liebesgeschichten im Film, spannend, packend und so überMgend, wie man es noch in keinem Film geschen hat. Der Film ist !n deutscher Sprache, die Haupt rollen verkörpern drei weltbekannte Film-grö^: .Harry Ba.ur, Annabella und M-chard Willm. » Vurg-Toicki«. Die Mlmnovität und schwungvolle Wieiler Lustspielschlager „Min Liebster ip «i» MgerS«««" (^r Kaiserjäger von Ischl), der letzte Film der unvergeßlichen Hansi Niese. Jvden übrigen Rollen wirken mit S^org Alexander, Susi Lanner, Gretl Theimer, Lizzi Holzschuh und Leo Slezak. Nne lustigs Geschi:!^ te aus Oberösterreich mit viel Liebe und Humor, schöne Frauen, gute Stimmen und bestechende Musik! — Als nächster Film kommt der neueste Richard Tauber-» Schlager „Du bist nei»e G»«»e .tN dem der gottbegnadete Sänger die bekannten Schlager „Wien, du Stadt meiner Träu me", „Ergebenheit"^ „Meine Welt 'st Gold", „Weg ist die Hoffnung. und „Laß' er-lvachen . fingt. ^ In Borbereitung öer grö^e Spionagefilm „Der Geheimkurier^ mit Hans Albers in einer Doppelrolle. — Samstag um 14 und Sonntag um I I Uhr bei stark ermäßigten Preisen ^r erklassigc Lustspielschlager „Der Gardist der Zarin" mit Oskar Sima und Kurt Bespermann iii den Hauptrollen. Lache dich gesuudl ÄZach den umfassenden Forschungen sev cnglis<^n Arztes Dr. W e l t o n soll das Lachen von ausgezeichneter Wirkung auf die menschliche Gesundheit sein. Der Engländer versucht nachzuweisen, daß Lachen ganz be-son^rs gesundheitsfördernd ist — sofern es sich allerdings nich^ nur um ein Lä^ln. also ein flüchtiges Verziehen dsr Lippen, sondern um ein wirkliches herzl)a^tes Lache,» handelt. Die Erschütterung des ZweichfevS und die Bewegung der Bauchhöhle, die durch das herzhafte Lachen angeregt wird, zieht eine stärkere Durchblutung nach sich^ Herz, Atmung und Appetit erhalten neue Anre gung. Zugleich erfolgt eine wohltuende Cnt spannung der Nerven. Dr. W::lton empfiehlt, möglichst dreimal täglich in frischer Luft und zugleich möglichst leicht bekle'det von Herzen zil lachen, eine Aufgabe, die sich allerdings nicht immer so genau durchführen lassen wird. Bielleicht wäre es nützlich, stch ans offene Fenster zu stellen, rasch,an e'nen guten Witz oder eine echeiternde Episode zu denken ui^ nun aus vollem .Halse nnd möglichst in allen Tonarten zu lachen. Der gesundheitliche, ganz bestimmt a^ der stimmungsmäßige Erfolg wird nicht auSbleib-«??. Zigeuner auf der Schulbant. Das ungarische VolksbildungSko,nitec unternimmt ernsthafte Anstrengungen, um jetzt et-lvas für die Bildung der Zigeuner zu lun, unter denen daS Ai^rlphabetentum nock; immer stark verbeitet ist. In Tarkony ist eine Schule für Zigeuner errichtet 'norden, die von erwachsenen Zigeunern besucht wird. Die großen Schulkind sitzen hier geduldig auf der Schukbank und werden von eiiv?m jungen Lehrer im Lesen und Schreiben unterrichtet. Der Besuch soll recht zahlreich sein/ »«, »t. zi«>«r t«c ,»»rOl>»»r Aitlmg" Zw»»»«! Drohende Hochwaffergefahr Anschwellen der Wasserläufe infolge Regens und rascher Schneeschmelze / Hove bereits unter Waffer Statt Schnee — Hochwasser! Das lft die Charakteristik des heurigen, an Ueberra-fliegen und Enttäuschungen so reichen Winters. Im Jänner muß nach dem tausendjährigen Himmelskalender hoher Schne und Eis die Erde bedecken, und die Winter-Mte Pflegt in diesem Monat ihren Höhepunkt zu erreichen. Statt dessen brachte uns der Christabend lmch einem guten Anlauf zum richtigen Winter urplötzlich eineit Wit--terungSumschlag, der den kalten Nordwinden den Atem verschlug und dem Föhn zur Herrschaft verhalf. Einen Monat schon haben wir einen rick)tigen Frühling im Winter, Schneeglöckchen, Primeln und Schneerosen schießen ans dem Boden «mpor und die Bäume beginnen zu treiben. Die Wetterpropheten sprechen zwar unausgesetzt von einem neuerlichen Witterungsunrschlag, der uns einen strengen Spätwinter bescheren soll, aber bisher ist davon nech nichts zu sehen. Die «armen Südwinde brachte« den Schnee, der Mitte Dezember die Berge eingehüllt hatte, rasch zun: Schmelzen. Alle Wasserrinnen schlvollen allmählich an, die ?^lüsse führen Hochwasser. Die Erde ist von Wasser bereits derart durchtränkt, daß sie weitere Massen nicht mehr ailfnehmen kann. Di« Folge davon ist, daß sich die Flußbetten bis zum Rand füllten und daß das Wasser sich bereits über die Ufer ergoß. Die Drau ist stark gestiegen und wälzt trübes Wasser gege« Ostlm, auf den Wellen schaulelt Treibe holz. Die Pößnitz ist ebenfalls stark angewachsen und hat bereits stellenwei.se die Ebene beiderseits der Ufer iiberschwemmt. H oee ist unter Wasser! Der sonst so bescheidene Bach, der die Wasser vom östlichen Bach?rnabhang über Reka Zet^en Osten führt^ ist zu einem 'Wildba6) geworden, dcr richge Wassermengen mit sich s6)lcppt. Das verkiältmsmäßig enge Bachbett konnte die Massen nicht mehr fassen, weshalb sich gestern gegen Abend die Muten Über Äie User er- gossen. Auf den Feldern beg«nn der aus >^r goldenen Zivilverd^enlstmedaille aue^^ge^zeich-net. m. Die Witwe einss Mitkämpfers König Peters des Ersten gestorben. In Maribor ist Frau Jerica Rosina gestorben, die Bit' tve des Julius Rosina, der sich an der kizs-nisch<'n Erhebung als Mitkämpfer des tor Mrkonjle (König Peter des Ersten) beteiligt hat. R. i. p.! m. In einem Vrazer Sanatorium stacb die Schulratswitme Fran Karoline Triblnk, geb. Wei^ach Sel-nica gebracht worden. nl. Der Mariborer Museumverein ladet auf diesem Wege alle Mitglieder ein, am morgen, Freitag, an der Bolksuniversität stattfindenden Bortrag über die Nationalgalerie von Ljubljana , (Konservator Dr. Stele) teilzunehmen. m. Einen Bortrag Über Steuer, und Ge« werbefraxen hält F r e i t a g, den 24. d. um Uhr der Sekretär der .Handelskammer in Ljublsana Dr. P r e t n a r -m Rahmen einer Zusammenkunst des Slowe-niseti>sches Genie sein, um aus den Leistungen dieses vielverspre6)enden Schülers die Folgerungen zu ziehen, die wir heute bestätigt sin'den. Ein ungewöhnliches Talent, gepaart mit unverkennbarem Lebens ernst und zähem Fleiß, mußte sich in der Obhut eines so großen Meisters und unVergleich lickien Pädagogen, den wir in Prof. .Hermann F r i s 6) unser eigen zu nennen das Glück haben, zu etwas Ungewöhnlichem, ja Hervorragendem entwickeln. Fast acht Jahre hat Prof. Frisch die musikalische Erziehuttg Ro-inan Klasinc' geleitet und die ^at gelegt, die tvahrend ihres späteren Wachstums auch noch von anderen .Händen gepflegt, so Pracht voll aufgegangen ist. Das Programnt des Abends, welches uns 'sicrreicht wurde, ivar eine achtunggebietende Bisitkarte. Nur ein Virtuose im wahrsten , Sinn des Wortes kann es sich leisten, sich mit ! ihm öffentlich zu produzieren. Robert S ch u-m a n n, der wie kaum einer feurigste Lei-dens6)ast mit innigster Empfindung und zartester Innigkeit der Konzeption zu verschntel 'zen verstand, dessen sorgfältige, ins feinste Detail ausgefeilte Faktur noch heute helle Begeisterung weckt, war mit seiner G-Moll-Klaviersonate vertreten, einem Werk von bei spieUoser Verve und heißer Leidenschats. Fri-derik Chopin, der Heine ullter den Kom-ponisten, eine überaus poetische Natur, der Begründer eines neuen Klavierstils, den l^r frei und unbekümmert um herkömmliche und anerkannte Formen ausbildete, und Max Es lvar tein Klavierabend, den man stck) anhört, über den matt spricht und den man schließlich früher oder später vergißt. Der Künstler, der ihn c^ab, kam nicht zu uns- um zu spielen utid wieder zu gehen, sondern er ist einer der Unsrigen, eiti lebendiges Beispiel dafür, daß auch bei uns Talente nicht nur im Verborgenen blühen, sondern daß wir Lehrer haben, die ihre Entwicklung und ihr Ausreisen zu fördern verstehen. Wenn wir ungefähr 10 Jahre überschlagen und uits in die Vergangenheit zurilillbegeben, so wird uns ein Abend bannen, an welchem Roman K l a s i.n c, als (Gymnasiast all der Seite seines Lehrers Prof. Hermann Fris ch, im Reger, dessen.Kompositionen durch Ueber-ladnng des tonischen Apparates, durch harmonische Wagnisse und modulatorische Will-kürlichkeiten eine gefürchtete Berühmtheit erlangten, steuerten seine Phantaisie nnd eine Konzertetüde bzw. seine Variationen und Fuge über ein Thema von I. T. Bach sop. 81) bei. Von D e b u s s p, deni kapriziösen Bereicherer modevner .Harmonie, der eine Mondnacht auch mit künstlichen! Li6?t, eine ^.'Ibendstimlnung auch am Vormittag gsanb-bast zu tnachen versteht, hörten wir einige charakteristische Piecen. Die technischen Schwierigkeiten aller dieser 5tandardn erke der Klavierliteratur wurden voll Dr. Klasinc mit Leichtigkeit genleistert. Mit liebevoller Sorgfalt und pedantisckier (^e nauigkeit hat er auch die unbedeutendsten De-<,i!ls be'ausgcarb^itet nnd ihre, wenn auch oft bescheidene Bedeutung unterstrichen. Den aros;en künstlerischen Ernst und das gri'ind» Ii che Vertiefen in die Schi^itheitcn der ein-'.eslten Werke, die Dr. .Klasinc unter seinen ttttnstlerhänden zu nnärchenhafter Schöllheit entfaltete, bewies nicht zuletzt die Tatsache, daß er alles aus dem Gedächtnis spielte. Was t>ieS bei den Reger'schen Variationen und der Fnge über ein Thema von Bach bedenket, werden wohl nnr wenige richtig ermessen haben. Die Berzweigtheit der eiitzelnen Themen, ihr oft nnr feinsten Ohren hörbares Ineinandergreifen und Uebereiitait>dertürmen war mit so großartiger Plastik herausgearbeitet, die kaum noch übertroffen lverden könllte. In diesem Werke stellte Dr. Klaisinc seinen Meister, in ihm entfaltete er restlos sein vir« tnoses Können. Wo sich die Miiqik der Ma-theinatik nähert, wo die von Reger bis ins Unwahrscheinliche übersvitzte Kompliziertheit der Fuge die Technik in den Vorderarnnd ri'ickt, ist er am größten. Wo aber nur (Emp- findung in den Noten steht, wo diese nur dazu da sind, um .Herzen zum Klingen zu bringen, um Seligkeit uud nicht Bewunderung, NM Schmerz nnd nicht technisches Feuerwerk fühlbar zu machen, steht Dr. Klasinc irock, abseits. Sein Naturell fühlt sich nicht wohl im Schöße der Romantik. Der erste Satz von Schumanns Sonate konnte lncht begeistern. Tenrpo zn bedachtsam, (Vivacissimo!), in der Diktion zn kühl, ließ er vieles ^'l^rmissen, was wir erwarteten. Der zweite Sak koimts ^seilte unter der Asche glintniende Glut nicht l-rufflammen lassen. Dr. silasinc ließ sie un-entfacht. (5:r hat sich eine ungewöhnliche, immerhin aber interessante und auch künstlerisch zu vertretende Auffassnng znrechtgelegt. Das Thema erschien bei ilnn im keuschen Frühlingsgewande, unter denl ein reines, nnntschloses .Herzlein schl^igt, statt im bren-itenden Rot verlangendei- nlld unstillbarer Sehnsucht. Auch (5hopin sahen wir in ungewöhnlicher Belenchtnng. Die Fantasie, teck?'-nisch prägnant ansgearbeitet, war zn kühl empfunden, zn blaß nmdelliert, ein wässeriges Aquarell, in dem die dramatischen Effekte ertranken. Anch die Eis-Moll-Etüde, deren Thema docki lebendige Einpfindung ist, brach te er in einer etwas ungewohnten Anfma-chnttg. Debnssn sah ihn wieder in bester Fornl Das leichte Tändeln seiner Mink, die skizzen haften, mehr andeutenden als filierenden Bilder kamen seiner Künstlerseele entgegen nnd sandett in ihr das richtiae Echo, in dein sich seilte ausgezeichnete Spielterbnik mit rich-tigetn Erfassen des mnsikalischen Stinimungs^ lnldes vereinigte. Ein Künstler von großen Fähigleiteit und l erve» ratendem Können bat sich nns vorbestellt. Die Zukunft liegt offen vor ihn«. Möge er sie meistern zu seinem Ruhm nnd znr Ehre nnserer .<>'imat! Dr. E. B ^Marrborer Zeiwng^ Nummer 19. Freitag, den 24. JSmer 1V3«. KammtmnM'Adend Das Präger Quartett i« Gtabttheater. Seit langem wurde nicht so dl«! von Musik in Celje gesprochen wie in diesen Tagen, obwohl es sonst davon reichlich spricht; und seit Iahren war kein Konzert so gestürmt voll wie das letzte. Gelten hat überhaupt ein zert so viele Menschen glücklich gemacht und noch mehr imglütklich (die nämttch, die eS nicht besuchen konnten). Mit Mozart, Schubert und Dvotak führte sich das neuAusammengesetzte Prager Quartett (früher Z^ika-Quai»tett) am S1. JSnner abends im Ttadttheater verheißungsvoll ein. Den beiden so rühmlich belannten Willibald 5i v e j d a (1. Geige) und Ladislaus öe r-n y (Viola) stehen iit Herbert Berger dem s. (»eigcr, und Johann V e s t o m o v, dcm Violoncellisten, ausgezeichnete kammer« mu^kalische Partner zur Seite. Und so wurde denn im besten künstlerischen ^iste, mit hinreißender Spielfveudigkeit und in tiefster Selbstvergessenheit musiziert. Selbst letzte Aus gewogcnheit des ZusammenspielS konnte bereits in dieser neuen Gemeinschaft erreicht werden. Nichts konnte also der Herzlichkeit des Beifalls Abbruch tun. Ten Abend leitete daS Streichquartett in l5-Dur von Mozart ein. Das war »vieder ein mal eine der seltenen idealen Auslegungen des Göttlichen"! Selbst in unserer Zeit der Hochkultur de» Quartettspiels hört man „letzten Mozart" nur auSnahmsweis« ^n so ^lechthin vollkommener Wiedergabe. Diese AvSgcqlichenheit und Klarlieit d«S Klangbildes. die auf der selbstlosen Unterordnung aller unter das Werk beruht, diese Aeistigkeit ilnd Innerlichkeit — eS war wundervoll! Als zweites folgte das D-Moll-Quart«tt bon Schubert (mit den berühmten Bariatio-wn zum Liede „Der Tod und daS Midchen") Äkusik des Herzens und der Seele. In allen i,ior Sätzen klar und knapp in der ?form, zeigt es in vielen instrumentalen Zügen den feinfüyligen K'oloristen, in der melodischen (5r-findunq aber, am stärksten im reizvollen ^lndante und im Scherzo, den großen Lyriker. (5in vorbildliches, in Stilstrenge und Wahrheit des Ausdrucks nicht zu überbietendes Zusammenspiel adelte dieses Musizieren >on l^ist und Herz. Als drittes und letztes brachte der ?lbend Anton Dvoraks Klavierquintett in A-Dur, op. 8l. von den Künstlern und der Pianistin ^rau Mivca Sancin (Celse) mit wunder vollem Ton und ausgezeichneter Beherrschung der hohen geistigeil und technischen An sm^derungen spielt. Der (?rfoter: trüb, neblig, regnerisch, im großen ^nzen viel Kot auf den Strafen, besonders oroußen in G'aberje. Die Wtnterjportier fingen die Hände, die Schneebrctter setzm Moos und die Eisschuhe vtrün^pan an. ^gen wittern dsss Badchöschen Morgenluft, '^ird man Kail-d sagen können: „G«n ma «ch ba-d'n?" c. Vom SPD. Der Samftvler Zweigver« »iii des SPD in Celje ruft seine Mitglieder ^f. die AuÄveise fi!r daS Jnhr 1936 ab-venMln M lassen und den fälligen Wt- ^licdsb<'i rag einzuzahlen. c. Von der Fleischhauerinmtng. Die Vereinigullg der ^leysch^uer und Selcher m Celje, die die Bezirke Celje, Gornfigrad, ^lovenjgradec, Sniarje, Konjice und LaÜko umfaßt, liislt kkirzlich im Hotel „Post" ihre .^uptversammlmig ab Von den 17l) Mitgliedern wareil 100 erschienen. Zum Borflt-tenden wurde an Stelle des verstorbenen Hoteliers Franz R<^beuschegg der sifleischhau« /rmeister Herr Matthias Esih gewcihlt. c. DK Bitlkerwnimg in Velje, deren ^rdai^ die Bezirke Telje, Gornfigrad, Glo-^grader, kwlmje, Konsiee, Laitko und B?e-^^ice umsaßt, hielt kürzlich die diesjährige Zp^Ävev^mmtung. ab. den 130 Mt- gliedern waren rund IM eiW«n»n. gu« Borsttzenden wurde der bisherige verdienstvolle Obmann Herr Josef Oirbisch wiedergewählt. c. Vortrag. Ueber Holland spricht an Hand zahlreicher Lichtbilder am Montag, den 27. Jänner im Saal der „LIudska Po« sojUnica" Pfarrer Drago O b e r i a n, der viele Jahre unter den slowenischen Bergarbeitern in Holland gewirkt hat. Beginn 8 Uhr abends. c. Parteieuverktztze — »a««? Die Bezirks-hauptmannschast teilt mit, daß der Parteienverkehr bei ihr jeden Dienstag und Samstag zwischen s und'12 Uhr statt' findet (und nicht wie das erstemal geineldet, Freitag und SamStag). c. Hop du VatzlrechtD Die Anwort liegt in der Wählerliste. Wer flch nicht überzeugt hat, ob er eingetragen ist, »veiß nielit, ob er Wahlrecht hat. T^rum unterlasse es niemand, die Wählerlisten einzusehen und sich davon zu überzeugen, ob er und sein Nachbar und sein Freund und alle seine Verwandten und Bekannten in der Wählerliste enthalten find. (Wahlberechtigt sind alle männlichen Staatsbürger mit vollendetem 21. Lebensjahr.) Auch muß jeder nachschauen, ob die Abgewanderten und Verstorbenen gestrichen wurden. ES ist nur noch bis 31. Jänner Zeit. Diesbezügliche^ Berichtigungen sind im Zimmer Nr. 2 der St»dt-hauptmannschaft zwi^che,: 9 und 13 Uh? vormittags vorzubringen. c. Jen, eltMiut« Dame, die s^t mchr«l«n Tagen in Celje, einmal als Gattin eineS Bvnkdirvttors, dann wieder als Sekretärin des Publizisten Grafen Bojnoviö auftvüt und allerlei Schwindeleien und klein« Äeb-stShl-e beging, ^t bereits dem hiesigen Ve-zirksgericht einliefert wortlen. Auf N?ZW Karoliniö. so nannte sich meistens die 3K-lährige Privatbeamtw aus 9jMjan<», Paßt das Sprichwort: „Die Katze läßt das Mausen nicht". Bon d?n letzten drei Jahven hat di-e Pseudc'-Banwirektorsgaidin »»egen ähnlicher Verfehlungen vol^' 2V Monate in Haft verbracht. ^ Telje hat sie nachweislich einen Bmtnstoffhändler, einen Zahnarzt und die Wirtlsc^fterin einer AdvokatenS-ivittve geschädigt. Nn DieibstnHl im Warte- Abgeblasen! Trotz zuuerfichtliche« «bumrteus HM sich die SetterlaGe auch w den letzten T«ß<» uicht goäubert, sodass fich der VIar^h«»«r Wwtersport-Unterverband abermals >O«A-tigt die GtaatSmetfterschastS?Ampft im Gtilang- uub Kprunglauf am 2!!. und LA. b. abzusagen. Der Uuterverband haß beim verband zwar um einen nemn Termin an-gefncht, doch scheint eS, batz bie vettl«m»se angefii^S der nahenden Olympiade auf der „Pokljuka" zum Austrag kommen »etbeu. Wäre a« Bachern, z. V. am „Peset" Oder beim „Tenjorjev dam", eine Gprungschanze Wsthunde«, hätten bie Vettbemerb- beimach bei uns ftattfinben ltznn«. : VG« und der Gplitex ^jdu»" auf Nets»«. VSK wird in den näMten Tagen eine Tournee durch Borderaskn antreten, »oährend der Spliter „Hwrduk" in (^rk'chen-land und Palästina spielen wird. : Die «uroPNmeisterfchaften im Eiskunstläufen finden Freitag, Samstag und Sonn tag in Berlin statt. Sic werden oiesnml im Hinblick auf die nahende Olympiade außerordentlich stark besetzt sein.' Es haben Sü Da' men (!), 19 Herren und IV Paare Fenaunt. : Thil bleibt «eltmeift«. Der in Paris auSgetragene Kampf um die Neltmei'ster-schaft im Mittelgewicht zwischen dem Titel-hälter Marcel Thil und seinem Herausforderer Louis Bronillavd (Kvnada) endete mit der Entfernung; BrouillardS wc-gen Ties-sc^geS. : Tfchrchoflamakei gegen ausländische Nuß ballet. ES verlautet, daß ein« neue Bestimmung geschaffen werden soll, wonach die HöMsM der in MeisterschaftKstzielen tsche- zimmer eineS «rAteS ist ihr mißtungen; sie gab di<' l^estohlenen 23 Dinar wieder zurück. Viele aber, ebenfalls der schönen D^nta auf den Leim gGAangen find, schlveigen lieber . . Freitag, 24. Mwner. Vesßrad: 11 Konzert deS Radioorchesters. 12 Schallplatten. l2.2k Violinkonzert. 13.4» Nachrichten. 16 Schnllptatten. 16.W Lieder-stunde. 18 Tanzmufik. 1S.30 Stunde der Nation. ZV OpernÜdertragung aus dem Veo-grader Rationaltheater. SS Rachrichten. Ljubljam», IL Schallplatten. lg.lk Schall Platten. 1V Nachrichten. 19.30 Stunde der Nation. SV „Im Lande der Minaretts". 21.30 Mttssorgskh: Bilder einer Ausstellung (Orch.). SS Nachrichten. Sck.lü Tanzmusik. Wieu: 12 Funkorchester. 13.10 Fortsetzung des Konzertes. 14 Sc^llplatten. 1Ä.05 Leichte Musik. 17.30 Konzertstunde. 19.15 „Tiks-land", Musikdrama. S2.1H EiShocket'wettsPiel der japanischen Olympiamannschaft gegen l5KE. 22.3k Unterhaltungskonzert. ?3.SK Konzert. verlin: 17 Musikalische Kleinkunst 19.45 Echo am Abend. 20.10 „A^kova", Oper. 21.30 Göring spriö^t. 22 Nachrichten. 25.30 (?cho vom Reit- und Fahrturnier. Leipzig? 12 Blasmusik. 15.05 Heitere Hi^r-^«ne. 16.30 Lieder. 18 Buntes musikalisches »^ssleidoskop. 20.10 Bunter Abend. KiwigSberg: 20.55 „5^wei Lnndknechte wan dern gegen .^lbttstadt". ein lustig Stücklein aus alten Liedern. 22.35—84 Tanzkapelle. Stuttgart: 11.30 Landfunk. 16 Unterhaltungskonzert. 20.10 Bunter Goldatenadend. 22.30 Unterhaltungskonzert. MAnche«; 12 Funkorchester. 13.!5 Unterhaltungsorchester. 19.30 Mädel singen. 20.10 „Die schöne Galathee", Operette. Rsm: 20..?5 Finanzwachekapelle. 22 Alte Cböre. Prag: 12.10 Schallplatten. 13.40 Schallvlatten. 17.15 St''eichquartett. !9.I0 Volks-lieber. 20.30 Shake^sp^res „Ronleo und Julia". Budapest: 12.05 Militärkonzert. 17 Zigeu ^rerkapcllo. 17.50 (5lla Bary spielt Sarophon. 19.30 Opernübertragung. Z2.35 Tanzmusik. Warstj^: 6.S0 Sr!^llplatten. 12.40 AuS Operetten. 17.20 Lieder. 20 Sinfoniekonzert. SS.4V Tanznrufik. choslowakischer Vereine mitwirkenden Ausländer herabgesetzt werden soll. Es wurde sc gar angeregt, die Mitwirkung von Auslän dern in Punktekämp^n überhaupt zu untersagen, doch ist wahrscheinlich, daß je ein Ausländer spiel^rochtigt bleibt. : yranziififche Skimeiftsrfchaftsn. In Me- geve begannen die internationalen AbfahrtS rennen. Im Slalom siegte der Oesterreicher Pfeiffer. Die Erg^isse waren: Pfeiffer (Oesterreich 1.-27.2) 1, Rubi (Schweiz 1:R) 2. v. Allmen (Schweiz, 1:S3) 3, (Nlatthard (Schweiz, 1:S3.S) 4, Allais (Frankreich, 1:34.S) 5, Walch (Oesterreich, 1:35.2) 6. : Ungarisch» Gkimeiiierschasten. Im Matia gebivge wurden am Sonntag d^e Kämpfe um die Meisterschaften von Ungarn im Abfahrtsläufen aufgetragen. Meister von Ungarn 19SV: Ladislaus Szalay (Verein Ho-futok, 198,47). Jugendmeister: Tlbor Ne-meth («. . Mot plismtskl. LrinnerunUen um! l)k>1eumente. Vsnä III: WiitÄrtseliv Vorlesungen. Wt einem Vl)rwort vcm Oene-ra!majl)r von l?abenäu. Lssvner Verlses-anstalt. L85en. .iHöor Kanä In (Zsn?t!e!-nen Nk. 8.50. Vie in clj«5vm Kami enthaltenen Vl)rle8un«en unÄ mitttäriseden Seiirikten von .1l>8ei pil^uäslci IaZ8vn Siek, odelviczk sie aus versekivclvnen seitab-seiinitten stammen, mekreren beson-äsren (Zruppen v«rbinVvttkries entstand äen sinä. als /^»rsekM pilsuclZkt äle militärisoilv ^usdilÄun» der polni^ci^en ^ULeni1-äen clie Studien, clie äer xrove ^arZeliall Über äle Oescdielitv <1er polnlsoken ^uk» sttinäe Lrexen I?uvlaneiten. äle in älesem öan<1 sntkulten sinä um! ein in 8ic:k xescililos-senes dansens diläen, umkavt Vc)rlesun-S^en unci solirlktstellerisetiv Ortzeiten, in äenen k^raeen äer l^üllrersotiatt im Kriv-ee anaivsisrt ^vr<1en. PIKu<1slvar eine k'üllroriiatur. Oeskatb dv>vunäsrt i!ln sein siLvnes Vollc un<1 niekt nur sein eigenes Vollr, sonäorn äie V^vlt. Lein lieben war keklisek unä lvläen8elu»kt!ic:li unä ntan 'virä tapferer venu man äen ^Vorten unci 7'aten rin, Wiav ^knlcoviL, Vilctor I^aden^ liauier. .^os. öolco, I^ajman, I^iteratur-sekau unl1»na. Das vorlie-Lon<1e Kueli, wowl^s äie 8eliüler clos allseits bekannten un6 eeseliüt^ten (Ze-lelirten leu seinem 60. (Zeburtstaee der-ausrvseben kaben, stellt sein beäeutenä-stes >Verk vor. !?s Ist eine vc>rbilVert. aus srünälieber Kennt-nis leiar unä paelcen«! xv8c1i!1VerIc kristalllclar auk. Ls ist eine iiek ^ebUrkenäe Arbeit, äie ein vakrer xeistl-«er k'ütirer eeselzrieden bat. ein bervor-ra«en<1e8 ?eitäokuniont. vie I.,v?ctllre äie-ses Vuebes ^irä Zu einem ein^lxartiiren lLrietmis» äenn es pallt sebr aueb kiir un-«iere Zielt. Kin Saebreeister uniorrapbie ^ sinä beisekÜLt. b. j^onumDnt» »kti» SloVONiLUo. ^it äer vc)rIieLenäen 13. l^iekerunx ist der ef«tö öan le bekalZt sieb mit äer /Vliniaturmaierei unä äie rvproäuzlierten Kiltler unä Nanä-seilritten zausen sebr ansebauliob von äer bc>ek8tebenäHN Kunst Littel-alters, vie Westen tianä'8c:brikten sincl In olnieen Klöstern Sloveniens un<1 in äer l.v2sumsblbllotbel< in I^jubljana erkalten. Der ZTweite öanä virä äie ^alkunst äes karoc^lcs unö äer I^omantlii in ^Vort unä ^Ilä veran8c:baullc?ien. Verla? äer ^lca-äemsl<3 xsloKba ln l^jubljana. prvi« pro lUeseiÄvL Via 38.—. d«l S4. Iünner ZSSK. 7 „MariSoser Aettung" Nummer 1? Der Kampf gegen da< Leder?ailek Aktion für die Srlladung einer Lederfabrik auf genoffenfchastlicher Grundlak«. In Rovi SÄ» wiivde vor einigen Jahr,.'» ein Attlrmsausschu^ zum Tchutz der heimischen Lsder-- und Schuhind'ustrie cinges'tzt, dessen Kamvf bisher fast ausschNeßlich der tschechoslowakischen Schuhfabrik B a t ' a galt. Der Ausschuß zoss alle Umstand«', die den Niedergang der heimischen Zchuherz-.'u-gung herbeig^'führt haben, in Erwägung und machte die Feststellung, daft Vat'a lonie Rohstoff^.', in erster Linie das Leder, oon den jugoslawischen Fabriken bis zur billiger bezieht als die heimischen Lchuhsr^ ,Mger. Dadurch ist es ihm möglich gl^wor-den, seine Erzeugnisse zu so niedrigen Pr.n-sen auf den Markt zu werfen, dast Kie?)?:-mischen Fabriken, vor allem aber die Sck'u!)-machermeister, mit dieser Firma n.cht kon-kurrieven kann. Nun leiteten die Novisader Zchuhmach'.'r eine neue Aktion ein, deren Spitzt) in erstii. Linie gegen das h e i m i s ch e Lederkartell gerichtet ist. Der Akl'onsau?'-schuß hielt eine bewegte Sitzung ab, ln -vel-cher eine ausfiihrliche Entschliefiuua an.i<:--nommen wurd-e, die allen Ministern und ?^a--nufsen sowie den Präfldenten der ?kupseiterzu-führen, faßte der Ausschuß den Beschluß, va rallel damit eine besondere Aktion einzuleiten, die den Zweck verfolgeil s?!!, aus g n o s s e n s ch a f t l i ch c r Giundlat^c-eine eigene Lederfabrik zu gründen, die die Schuhinacher nu: bill'^^ein Leder beliefern wird. Nur in: (5rsnl.^ dieser Aktion erblickt lder Aussckiuß t>ie Gewähr kür den n>eiteren Bestand dieses wichligen Zwei ges der heimischen gewerblichen Betätigung. gereinigt sein muß. Die Grenzveterinäre haben sich anläßlich der Ueberprüfung dieser Sendungen nach Deutschland zu überzeugen, ob diese Anordnung eingehalten wurde und all^ Unregelmäßigkeiten dem Ackerbaumini-sterium anzumelden. X Mariborer Heu- und Strohmarkt vom 22. d. Zugeführt wurden 5 Wagen Hcu, 1 Wagen Stroh und 1 Wagen Luzerne, .tzeu wurde zu 50 bis ö5, Stroh zu 35 und Luzerne zu 65 Dinar pro Meterzentner gehandelt. < Zur Pelzoerwertung eignen sich die nächsten Tage ganz besonders. Die Jäger werden eingeladen, die giinstige Gelegenheit nicht zu verpassen und den Montag, den 27. d. M. in Ljubljana sti^ttsindonden traditionellen Agnes-Pelzniai kt mit guten Waren reichlich zu beschicken. Tie Ware ist unverzüglich an die Adresse „Divsa ko?.a", Ljub-ljana, Belesejem, einzusenden. X Die Zollerhühung für EisenrShren. Wie bereits berichtet, wurde ausangs Dezember der Einsuhrzoll für geschmiedete, gewalzte und gezogene Eisenröhren und Verbindungsstücke siir dieselben, wie auch iiir unbearbeitete Gußröhren von 6 und 15 aus 10 und 35 Golddinar pro 100 kg erhi^ht. Da nun verschiedene Gemeindebetriebe schon frü ber größere Mengen Wasser- und Gasle:-tungsröhren im Auslande bestellt hatten, ordnete jetzt das Finanzministerium an, daß die bis 5. Dezember v. I. bestellten Waren noch zum alten Zollsatz ei»iigeführt iv<'r-den können. Sollte der neue Zoll bereits ge-zahl worden sein, wird die D'fferenz vergütet werden. X Die Pelzmefse in Ljubljana, die kom-X „rschM ftr di- »«PSvl«.«,«». ««ch l RonwA. d-n 2?^ ^ -bg-wlkn wird. Ivichchlm». Das Ack-rb-umlniswwm m°ch wird auch vm, ausländischen Händlern be- Börsenberichte L j u b l j a n a, 22. d. Devise n: Berlin 1756.08-1769.05, Zürich 1424.22— 1431.29, London 315.91-.217.97 Newyork Scheck 4330.79—4373.11, Paris 288.35— 289.79, Prag 181.19-182.30; österr. SCzil-ling sPrivatelearing) 9.33—^9.43, deutsche Clearingschecks 14.40. Z a g r e b, 22. d. S t a a t S w e? t e: Kriegsschaden 35S—354, 4'»/« Agrar 40—0, 6°/o Begluk 64—.0, 6AS dalmatinische Agrar 0—41, 7^/o Stabilisationsanleihe 77—0, 7^ Blair 71.50-72, 8»/° Blair 80.75—S1.25, Agrarbank 235—238. te im Wege der Banalverwaltung die Tierärzte, die für die Ausfuhr nach Deutschland I bestimmte geschlachtete (^flügel überprüfen su6it. Um den guten Ruf des heimischen Mark tes zu wahren, muß derselbe ckit guter Ware so reichlich als mi^glich beliefert werden. Die 7n'f.n°m°m. 'd.k °°- d-'r ng P.'5 xn'un»«.s.« der Bescheinigung von den Absendern for ^dern, daß für die Ausfuhr nach Deutschland bestimmte Geflügel von Federn vollkommen ko?.a, Lsubljana, Belesejem" einzusenden. X Frankreich gegen Bat'a. Die fran.lsi-sche Kammer befaßt sich mit einer Borlac^e, wonach die BewMigung für die Äiündunß von neuen Schuhfabriken und Bergrößeruag der bestehenden Betriebe nur die Regierung erteilt. Dasselbe gilt auch von SchuhoerkauiZ stellen. Dieser Gesetzentwurf ist vor allem gegen die Firma Bat ' a gerichtet, die außer mehreren Berkaufsstellen bereits -.ink Schuhfabrik in Frankreich besitzt uird set^^ eine zweite gründen will. ftie cke /Leilie h. Würstel im Teig. 6 Paar kleine Wür» stel werden erchitzt, geschält, auskühlen ze-lasseii. Bon 40 Dekagramm heiß passiert.'n, ausgekühltcii Kartoffelii, 10 Dekagramiii Mehl, 2 Dekagramm Fett, V2 E», etwas '?alz, wird ein glatter Teig gemacht, halb-fiiigerdick ausgerollt, in fingerbreire Streife,, csoschliitte>i und darin die Witrstel eingej'i'k« » kelt. Die Rollen werden mit dem restlichen Ei bestrichen, mit Zalz uild Pfeffer bestreu!, auf bestrichenein Bleck? iit heißeiN Rohr i'r-ka 20 Minuten zu goldgelber Farbe gebackuU. h. Gestillte Polenta. Vormittags werseit in A-l Liter kocheiideui Salzwasser uni^^r stetem Rühren Liter Maisgrieß etiigekocht. Vis derselbe gleichmäßig und klumpenlos feit geworden ist, wird er in eine gut mit Butter ausgestrichene Kass^'rolle wie eine glatt eingefüllt und stehen gelassen. Anl Abeiid läßt man deil Polenta Vs Stun-de ul lieißem Wasserbad gut durchdünsten. Auf heißer Schüssel ausgestürzt, in der M.tte durchschnitten, werden gehackte, erhitzte Gulaschreste eingefüllt, der Oberteil d^ Pvleii-ta wi>?der daraufgesetzt, mit heißein Gulaschsaft übergössen und, mit geriebenen! Parmesan überstreut, aufgetragen. h. Mohntorte. Vo>l 12 Dekagranim Butter, 15 "^kagramm Mehl. 1 Ei, 1 Eßlöffel Zucker wird ein glatter Tei>g gemacht und 1 Stunde rasten gelassen. In den festgeschla-geneil Schnee von 2 Eiklar rührt man 7 dk.^ Staubzucker, 7 dkg geriebeireil Mohn, 1''/-Eidotter etwas Rum. Der halbe Teig wird zuin Aiislegen der Torteirform iür Boden und Rand verwendet, die Fülle darauf gebeil, welck>e tnit dem restlichen Teig gi^'^er-artig überlegt wird. Die Torte wird mit dem halben Dotter bestrichen, zirka 45 Minu^oii bei Mil^telhitze gebacken, heiß init RunK'rs bespritzt ulid angezuckert. «eeuzwortrane? von relt ^ Teil der Orgel — Art des Wintersports ^ osteuropäischer Rätestaat moderne Ersindung Unterwürfigkeit Naturerscheinung geographische Bezeichnung, 11. türnsl^r Aufseher, 13. Je zwei Wörter, initeinander verschmoll zen, ergeben ein Wort von gegebener Bedeutung. Die Anfangsbuchstaben der zu bil-dendeii Mi>ter.ergeben, voii obeii nack) unten gelesen, den Namen eines beliebteit nieder-deiitschen Dichters. Diamantausgabc Ryew Wand HauS Heim Ober Wechsel Rhein Vyren Sommer Wein Bahn Garten See Speise Finger Sturnl Kette Stube Rain Tal Schein Mann Falter .Hütte .^und i^clialc Netz Leben Bahn Rvsselsprung w«t Pch g» lckhw d»« ßche»' ch« te« n«ch- wa> wohl ßch-t vMxr» »u mit in Ägypten. 14. Hinterblieoene (Mehrzahl). 15. Gewicht für Gold und Diamanten, 1K. weib-licher Vorname, 21. geheim-nisvolle Ausstrahlung des Körpers, 22. Unterweisung, 24.Rind Ertappt. Ein Herr sieht seinen Chauffeur mit einer fremden Person in seinem Wagen fahren, welche er vor der verabredeten Stelle absetzt. Der Herr beobachtete es durch ein gegen'überlie gendes Schaufenster, also konnte der Chauffeur nicht ahnen, daß er gesehen worden war. Er leugyete auch alles ab, als sein .Herr ihm Borkialtungen machte. — Wie konnte ihm die unerlaubte Tat nun sofort bewiesen wer-den? Zusammensetzung. „Eins" dient auf jedem Tafeltisch Als Eßgtzrät für Fleisch und Fisch, „Ztvei" ist ein kirkliches Moment; Das ^Ganze" ewen Bogel nennt. lZlZlZWIlZ ovoiZVN'? Aus den Buchstaben der Figur bilde man in den'wagrechten Reihen Wörter , von folgender Bedeutung? 1. Mitlaut, 2. männlicher Vorname, 3. Blütenstand, 4. Zierpflanze, 5. moderne Erfindung, 6. Kopfschmerz, 7. Metallfaden, 8. bekanntes Bad w Belgien, 9. Mithaut. — Bei richtiger Lösung sind die sich kreuzenden Mittellinien gleichlautend. Auflösungen au» der letzten RStiel-Gcke GilbenrStsel 1. Segelschiff, 2. Okul,, 3. Laland, 4. Anker, 5. Norden, 6. Gießen, 7. Etui, 8. Else, 9. Innung, 10. Nehrung, 11. Neige, 12. An- Zwischen je zwei Wörter setze man ein drittes Wort, welches dem ersten als Nach-, dem zweiten als Vorsilbe dienen kann und jedesmal ein neues Wort ergibt. Die Anfangsbuchstaben der ein« zusetzenden Wörter, von oben nach unten flelesen, bezeichnen einen beliebten dcnt. kcken Scbriftsteller. nemarie, 13. Rhabarber, 14. Runkpler, 15. Sittich, 16. Cholera, 17. Wiege, 18. Erato, 19. Jt!^ka, 20. Goten. — „Solange eiii Narr schweigt, hält man ihn für klug." Wabenrötsel I. Mond, 2. Atein, 3. Elen,' 4. Ooase, 5. Turm, 6. Laina, 7. Note, 8. Saar, 9. Saum, 10. Skat, 11. Ader, 12. Anis, 13. Kuß, 14. Nuß, 15. Rudi 16. Gans, 17. Usus, 18. Urft, 19. Amor, 20. Sieg, 21. Zebu, 22. Nero, 2.'i. Amme, 24. Weib. Kreuzworträtsel Vou links nach rechts: 1. Tell, 3. Leid, 6. Ortler, 9. Gas, 11. Zoo, 13. Orte, 17. Allen» stein. 18. Leuchtbirne, 20. Flut. 2ck. die, 24. Log. 2k. Träne, 27. Raab, 28. Moor. Bon oben nach unten: 1. Tag, 2. Loos, 4. Erz, 5. Diogenes, 7. Tarantella, 7. Lotos-bluine, 10. Ar, 12. ob, 14. Kalender, 15. Blut. 16. Kern, 19. Ai, 21. Po, 22. der, 23. Eta, 24. Leo 25. Ger. Problem Laß das Wünschen, Ringen, Laufeii — Nach entfernten, dunklen Zielen: — Brot ist auch daheim zu kaufen, — Zakil' es m«r mit Schweiß und Schwielen! Befuchskartenrittsel Reichenhall. .Mmcib««r Aeitmrg^ Nummer 19. Freitag, den S4. Aknner 1SSS. Gänfeleberpaftete auf dem Mount Svereft Sorgsame VerpflegungS-Borberettungen der eaglische« Hima-laya-Expeditton , Die Bergsteiger leiden an Appetitlosigkeit AMter ist sehr belieb und hat obendrew den Vorteil, daß er Vluvose «nihült, die nicht nur nahrhaft, sondern vom Körper auch leicht aufgenommen wird. Deshalb Gerstenzucker un.d alle möglichen Arten g«' kochter Süßigkeiten ein notwend^-fler Bestand teil der ErnShrungArat^on. Mr. Hugh R u t t l e d g e, der Führer der englischen Expedition, die Mitte März zur endgültigen Bezwingung des 8840 M«« ter hohen MpfelD deS Mount Evenlst aufbrechen will, richtet gegemvärtig seine größte Sorge Quf die wichtige Vorbereitung eirvir fachgemäßen Ernährung der ExpedttionSteil' n^mer. Es handelt stch darum, Nahrungsmittel auszuwählen, die auch wirklich geeignet sind, die körperli«!^ Kräfte der Menschen in solchen Höhen zu erhalten. Dies ist nicht leicht, ^ in der Haupt'sach« Konserven benutzt werden nrüssen. In der dünnen Luft, wie sie in Höhen über 8000 Mete? herrscht, ist der Appetit gering, und man wird leicht dazu verführt, namentlich da das Menu ja wohl oder üb«l nur beschränkt« Auswahi!-möglichkeiten bietet, wenig zu essen. Deshalb mußte genau stud^rt werden, welche Äät für die ExpeditionSteilnehmer empfehlenswert ist, damit ihre Kräfte erhalten werden, ohne daß der VerdauungSa^rat Liberan-s^ngt wird. Sühigketten sehr wichtig. Der für die Grnährungsfvayen Verantwortliche, Mr. Erle Ghipton, hat fich dieser Tage ausführlich über die gOellten ProUe-me geäußert. „Bevor wir'im Jahve l93S Mr Besteigung des Mount Everest aufbrachen, hat eine sehr bekannte wissenslchastliche ?lutorität a-uf dem Ernährungsgebiet für uns eine geeignete Speisefolge ausgearbeitet. Sie hat uns gesagt, wieviel Protein und wieviel Kalorien notwendig wären, um unter den besonderen Umständen der Expedition Gesundheit und Körperkraft zu erhalten, aber wir fanden nachher in der Praxis heraus. daß wir kaum die Hälfte der vorge-schriebe^len Me,lge essen konnten. Wenn wir es uns gelvaltsam hätten zuführen sollen, so wären wir einfach krank geworden. DaS war jedenfalls unsere Erfahrung. Es ist eine Eigentüyllichkeit des Lebens in grohen ^>öh«n. daß man ein steigendes Bedürfnis nach Süßigkeiten hat. Gersten- Hochdr«Sserge-^ichteten Bohältern gekocht werden. „Durch die Benutzung so!»«k« keute adenlä. «rl>Ve Xusv»!,!. jm vurekoller. bSZ llNeie Aille» I Hlocklttlu, mit mekrjSkriier Pr«ili8 in /»ssridvr. einirsüdt UN«! lrevsnät im Xunäenver-kokr. virtua««. Nomon von Lola ««ein 43 ME Si« blickt zu dem Fcnster im ztveiten Stock empor, diesem ewig geflossenen Fenster, hinter d«m . . . Nein, stc iv^ll eS nicht mehr ^nkcn. — Die Zeit bis halb sieben wird doch sehr lang sein. Sie ist zu unruhig, um zu lesen oder sich sonst abzulenken. ,Helge oder die Eltern?' überlegt sie. Ne i'lbliche Zeit, um zu Helge zu gehen, ist lange verstrichen. Vielleicht ist er schon fort? Sie ha>.' ja ihr Kommen nicht versprochen, und er hat nicht darum gebeten. Eie macht fich langsani uild unlust^ fer-^g: „Ich ^he zu meinen Eltern", sagt s?e zu Frieda, als sie ihr Dodo übergibt. „Bestellen Sie eS bi'^te mi^inen Mann, wenn er noch einmmi't-tags eßt, aber heute hast du selbst gesagt, dak Arnulf später kommt." „Wo ist Gerda denn eigentlich, Mama?" „Der Schlingel hat sich gedrückt wie ge-»vöhnlich. wenn eS Arbeit gibt, die siavon. Mes ist gut ausgegangen. Du bist glücklich, Gudrun. nicht wahr?" „Ja. ich bin glücklich", sagt sie und küßt den Va4er, um ihm nicht in die Augen sehen zu müssen. Er hat ja recht behalten, nicht sie. „Nun muß ich mich um meill« Patienten kümmern, Kind, und du dich um Mamas Damen", sag^ er mit einem <,utmütig?n Lächeln. „Irb denke, ich sche dich nachl^er noch. Gudrun. Bielleicht kann ich dich nach .Hause fahren." „Kommen Si« an meine Seit«, Frau Vdelod«", ruft Ntsula LüderS. nachdem d'e allgemeine Begrüßung vorüber, ist und Gudrun hun^rt Fragen über ihre Gesundbeit, das Befinden ihres Mannes, daS Glück ilirer fun