LaAchn TaMtt. Nr. 76. PrLnumeration«Preise: Kür L-iba-b: G°u,j. fl. 8 4V; 1j.2SK. Zustellung in« Haus vrtlj. LS! Mit der Post - Ganzjähr. fl. I Redaciion und Expedition: Bahnhofgasse Nr. 15. Mittwoch, 3. April 1878. — Morgen: Isidor. gnsertionSpreise: Tin- , . ^ Ipaltige Petitzeile L 1 kr., bei 1 1 /> Wiederholungen » Z kr. An- H. jeigeu bis 5 Zeilen iv kr. Der gegenwärtige Stand der Ansgleichs-verhandlungen mit Ungarn. n. Wenn wir uns jetzt einer ganz gedrängten Darstellung des augenblicklichen Standes der einzelnen Theile des Ausgleichs und der ändern damit im Zusammenhange stehenden wichtigen Angelegenheiten zuwenden, so sind zunächst die neuenGesetze über die Zu cker-un!d Branntweinsteuer gewissermaßen als Vorläufer für die eigentlichen großen Bcrathnngen zu betrachten. Dieselben bilden keinen integrierenden Bestandtheil des Ausgleichs und brauchen auch nicht mit dem zehnjährigen Zeiträume, für den letztere Gesetze gelten sollen, zusammenzufallen, wol aber sind es ooch Gesetze, welche in beiden Theilen der Monarchie gleichlautend beschlossen werden müssen. Die Reform der Zucker- und Branntweinsteuer war schon längst ein dringendes Bedürfnis, da besonders bei ersterer wegen der unter ganz anderen Voraussetzungen geschaffenen und noch immer geltenden Steuerrestitutionen beim Exporte das Erträgnis, das nach der tatsächlichen Production Millionen hätte betragen können, im Laufe der letzten Jahre immer mehr geschwunden war; ja, es war so weit gekommen, daß der Staatsschatz im Jahre 1876 — gewiß auch ein Unicum — sogar auf die Zuckersteuer, infolge der durch die Restitution künstlich abnorm gesteigerten Ausfuhr, noch einen namhaften Betrag darauf zahlte. Beide Gesetze fanden hier und in Ungarn eine eingehende Berathnng und wurden ohne sehr erhebliche Differenzen beschlossen, beide können auch im ganzen als eine zeitgemäße und zweckmäßige Reform der betreffenden Steuern bezeichnet werden und lassen ein günstiges Erträgnis dieser beiden indirekten Abgaben erhoffen. Wenn auch formell mit dem Ausgleichswerke nicht ein Ganzes bildend, so muß doch die Bank- fr a g e vermöge ihrer tatsächlichen Connexität mit wichtigen Theilen der erstern und ihrer selbständigen, eminenten Bedeutung als eines der wichtigsten Glieder in der Reihe der schwebenden Verhandlungen bezeichnet werden. Da es sich in dieser kurzen Darstellung durchaus um keine Detailkritik der einzelnen Vorlagen und der hierüber geführten Berathungen handeln kann — was ja eine ganze Serie von Einzelreferaten erfordern würde, — sondern nur um Fixierung des Punktes, bis zu dem dir bezüglichen Verhandlungen gediehen, und um die Bezeichnung der etwa obschwebenden Differenzen, so sei in der Banksrage lediglich noch folgendes bemerkt: Unzweifelhaft ist das Statut, wie es bisher aus den Berathungen der beiden Unterhäuser hervorging, nicht das Ideal einer Bankorganisation an sich betrachtet. Nimmt man aber eine dualistische — nicht paritätische — Gestaltung des Bankwesens als unvermeidlich an, dann darf die in Aussicht genommene Organisation der öster-reichifch-ungarischen Bank immerhin als acceptabel und ausreichend und als eine solche bezeichnet werden, bei der für die Gestaltung und weitere Entwicklung unseres Geld- und Kreditwesens irgend ernste Gefahren aus diesem Grunde nicht zu besorgen sind. Lebhaft bedauert muß es jedoch allerdings werden, daß durch die Annahme der staatlichen Ernennung der Vizegouverneure der künftigen Bank seitens des österr. Abgeordnetenhauses eine den Einfluß der Regierungen überhaupt und speziell der ungarischen in bedenklichem Maße steigernde Bestimmung in das Bankstatut ausgenommen wurde. Nach dieser Aufnahme bestehen zwar wegen des Bankstatuts zwischen Oesterreich und Ungarn keine sehr einschneidenden Differenzen mehr, dennoch aber steht der Activierung der künftigen Gesellschaft ein anderes wesentliches Hindernis entgegen. Das österreichische Abgeordnetenhaus hat dieselbe nämlich davon abhängig gemacht, daß auch unter,^^, einem die Achtzigmillionen - Schuld Staates an die Bank im Sinne einer entsprechenden Beitragsleistung seitens Ungarns geregelt werde, und Ungarn hat diesfalls bisher noch keine Concessiouen gemacht. Die Sache ist nun den beiden Quotendeputationen zugewiesen worden, und — abgesehen selbst von möglichen Schwierigkeiten der bestehenden Nationalbank bei Uebernahme des neueu Privilegiums — existiert hier somit ein erster, sehr wichtiger, noch ungeschlichteter Streitpunkt. Die genannten Deputationen waren ursprünglich gewählt worden zur neuerlichen Festsetzung der Beitragsleistung zu den gemeinsamen Angelegenheiten. Das bisherige Quotenverhältnis ist bekanntlich 30:70, und als so drückend dasselbe für Oesterreich gegenüber Ungarn, zumal im Hinblick auf die gleich ge-theilten Rechte zwischen beiden, bezeichnet werden muß, war man doch im schlimmsten Falle aus die Beibehaltung desselben gefaßt; als entschieden unzulässig mußte jedoch hier eine Mehrbelastung angesehen werden. Eine solche würde nun für Oesterreich, wenn auch vielleicht nicht in dem gefürchteten, doch immerhin in erheblichem Maße erwachsen, wenn die Vorschläge der Regierungen in diesem Punkte angenommen würden. Hiernach bliebe es zwar beim Verhältnisse von 30 : 70, aber die schon erwähnten Steuerrestitutionen sollen von den gemeinsamen Zolleinnahmen nicht wie bisher einfach abgezogen werden, wornach also auch dieser Ersatz im Ausmaße 30:70 geleistet wird, sondern sein Abzug hätte nach einem neuen Schlüssel auf Grundlage des Brutto-Erträgnisses der betreffenden indirekten Abgaben (also z. B. Bier-, Zuckersteuer rc.) in beiden Reichshälften zu erfolgen. Hiernach hätte Ungarn, da es z. B- that-fächlich nicht 30 Perzent alles exportierten ZuckerS erzeugt und versteuert erhalten hat, sondern etwa IicMeton. Griechisches Priesterthum. Bei der Feier des kaiserlichen Geburtstages in der Universität Berlin am 22. März hielt Prof. Dr. E. Curtius die Festrede über die Bedeutung von Delphi für die griechische Kultur. Aus dem oratorischen Meisterwerk hebt die „Voss. Ztg." folgende leitende Gesichtspunkte hervor: Das klassische Alterthum ist für uns stets ein Quell geistiger Erfrischung, zu dem wir gern zurückkehren, vor allem das griechische Alterthum, das mit dem, was es in Kunst und Wissenschaft, in Religion und im Staatsleben geleistet hat, die höchste Blüte der Kultur repräsentiert. Aber wie sehr ein eigenthümliches Gepräge der Vollendung in allem, was die griechische Kultur geschaffen, auch zutage tritt: es fehl: in keinem der rein menschliche Zug. Alle einzelnen Richtungen des menschlichen Strebens sind vorhanden, aber alle Unterschiede treten zurück vor dem allgemeinen Zweck. Der hellenische Geist ist der Geist der Freiheit und der Humanität. Aber man würde sich täuschen, wenn man annehmen wollte, daß dies von Anbeginn so gewesen wäre. Wir erkennen mehr uud mehr auch in der Kultur der Griechen das Werdende, und in dem reichen Erbe, das sie hinterlassen haben, die Spuren, wie sie erst all-mälig Hellenen geworden sind. Wenn ein Volksleben beginnt, so knüpft es an heilige Stätten an, wo man im Waldesrauschen und am murmelnden Quell die Gottheit sich nahe glaubt. So waren die Altäre unter den Eichen Dodona's die ersten Sammelplätze der griechischen Kultur, ihre Priester die Pfleger des ersten Volksthums. Aber wie sie dem Zeus, dem Gemeinsamen, dienten, so waren sie auch die ersten Vermittler des Verkehrs, der an den Küsten des Aegäischen Meeres viele Heimstätten fand. Was in Vorderäsien an Kuifftsinn gereift war, wurde auf den jungfräulichen Boden von Hellas verpflanzt. Sidon und Tyrus florierten, und die orientalische Frage hatte auch im grauen Alterthum ihre hohe Bedeutung. Zwischen dem orientalischen und hellenischen Priesterthum bestand indessen ein wesentlicher Unterschied. Im Orient verehrte man die Naturkräfte unter der Führung erblicher Geschlechter, und diese, denen man willenlos folgte, waren entweder von königlicher Natur, oder die Priester herrschten allein. Auch den alten Griechen war der Gedanke nicht fremd, daß die Naturkräfte Verehrung heischen, und daß die höchste Würde nur ausgewählten Geschlechtern gebüre. Aber während im Orient das Kulturleben in der einen Form erstarrte und bis zur Römerzeit keinen Umschwung erfuhr, gewann es in Griechenland die reichste Entfaltung; die theokratische Idee, die in ihrer Allgemeinheit aus den Eichen Dodona's rauschte, vertiefte sich, indem sie die Naturkräfte persönlich gestaltete, und nun gewann Delphi, obschon dem Jüngsten der Götter geheiligt, seine hohe und ausschließliche Bedeutung. Es ist wunderbar, daß dieses Heiligthum im entlegensten Winkel des Parnaß in der ganzen hellenischen Welt die höchste Autorität genoß, aber die Macht, die von Delphi ausging, beruhte eben auf dem tiefsten Verständnis des hellenischen Charakters. Eine Theokratie war vorhanden, aber keine Hierarchie, wie in der griechischen Nation ja alles Herrschen von selbst in ein Vorangehen und Führen sich verwandelte. „Erkenne dich selbst," nur 20 Perzent, auch dann nach dem dem Brutto-Erträgnisse angepaßten Schlüssel 20 : 80 zu restituieren. Nun könnte man meinen, daß der neue ModnS, wie es scheine, eine bestehende Unbilligkeit für Ungam beseitigen solle, welches jetzt, um beim Zucker zu bleiben, an Steuer m einem größern Perzentsatz restituieren muß, als es ursprünglich eingenommen. Diese Unbilligkeit ist aber eben nur eine scheinbare. Denn einerseits wurde 1867 von der österreichischen Deputation der Satz 30 : 70 ausdrücklich nur deshalb für zulässig erklärt, weil in dem bisherigen Restitutionsmodus eine theilweise Ausgleichung der Unbilligkeit jenes allgemeinen Perzentsatzes für die Beitragsleistung zu den gemeinsamen Angelegenheiten gelegen war, und andererseits participiert ja Ungarn an den Solleinnahmen auch nach dem Satze 30: 70, obgleich hier umgekehrt der thatsächliche ungarische Consum gewiß einen viel geringeren Antheil für dieses abgeben würde, ein Vortheil, der bei auch nur theilweiser Annahme der noch zu erwähnenden Fmanzzölle noch ungleich zugunsten Ungarns wachsen würde. Die hier eben angedeutete Mehrbelastung hat nun die österreichische Quotendeputation nicht acceptiert, die ungarische verharrt aber auf dem neu vorgeschlagenen Restitutionsmodus nach dem Brutto-Ertrag der bezüglichen Abgaben, und hier besteht somit ein weiterer höchst bedeutsamer Differenzpuukt. Die Situation im Orient ist unverändert. „Schwache Hoffnungen und ernste Thatsachen" sind ihre Signatur, wie die „Neue freie Presse" treffend bemerkt. Einerseits wird der „Köln. Ztg" aus Wien telegrafiert, man bezweifle nicht im mindesten, daß Fürst Gortschakoff allen Forderungen Oesterreichs zustimmen werde (wenn sich nur von russischen Versprechungen viel halten ließe!). In Frankreich ist die Stimmung ganz antirussisch und stricte Neutralität das Programm der republikanischen Regierung. Rußland hat also leine Aussicht auf Allianzen, und daS wäre vielleicht ein Anhaltspunkt für Hoffnungen auf friedliche Beilegung des die Ruhe von ganz Europa bedrohenden Conflictes. Andererseits liegen wieder Thatsachen vor, welche den Krieg in naher Sicht erscheinen lassen. Die russischen Truppen sollen in aller Stille bereits bei den „süßen Wässern" in der unmittelbaren Nähe Konstau-tinopels angelangt sein, und in Pera sollen 300 Häuser für den russischen Stab gemiethet sein. Die Besetzung Konstantinopels wäre aber so viel als eine Kriegserklärung. Dem „Standard" meldet daS war die Inschrift des Tempels zu Delphi. Wenn aber dieses Delphi auch wie der stetige Höhepunkt der griechischen Kultur erscheint, so war es doch großen Veränderungen unterworfen. Die Priester wurden gezwungen, ihre weltliche Macht an den Bundesrath der Amphiktyonen abzutreten, und auch die geistliche wurde in demselben Maße gemindert, als statt der einzelnen Ansiedelungen und Ortschaften größere Städte als Sammelplätze des geistigen Lebens entstanden. Ihre Blütezeit war, als die Tyrannen ihre Herrschaft gründeten, denn sie bedurften, um dieselbe zu befestigen, der Gunst der Priesterschaft, in deren Tempel reiche Schätze flössen, welcher Abgaben bewilligt wurden und die geradezu das Amt des Ainanzministers versah. Indessen ging ie. als die Tyrannen gestürzt wurden, doch we-ejMch geschwächt aus diesen Käinpsen hervor, sie tand nicht mehr über den Parteien, sondern war elbst auf die Arena hinabgestiegen, und als die Freiheitskriege begannen, vollzog sich vollends ihr Niedergang. Denn sie fühlte sich mehr als die Macht, welche auch zu dem Orient ihre Beziehungen aufrecht erhalten mußte: sie entsprach nicht der nationalen Bewegung uno verlor damit man als authentisch, daß die Russen am verflossenen Montag Bujukdere besetzen sollten. In Bezug auf die Stimmung in England wird der „Köln. Ztg." aus London berichtet, die Königin habe geäußert: „Würde das auswärtige Amt noch einmal nachgeben, so würde ich mich scheuen, die Hauptstadt wieder zu betreten, da ich errvthen müßte, mich meinem eigenen Volke und den Vertretern der fremden Mächte zu zeigen." Aeußerungen des Thronfolgers, Prinzen von Wales, lauten nicht weniger ungeschminkt. Es ist schon lange kein Geheimnis, daß die Königin die ihr durch die frühere friedliche Volksstimmung auferlegte Zurückhaltung schwer ertrug. Jetzt darf sie sich aber eins mit ihrem Volk fühlen, und das Znrückweichen, wenn ein höchst unsicheres Kriegsspiel vermieden werden soll, wird auf Seite Rußlands sein! Parlamentarisches. Abgeordnetenhaus. Sitzung vom 1. April. Fortsetzung der Spe> zialdebatte über das Einquartierungsgesetz. Zu Z 10 nimmt Abgeordneter Streernwitz das Wort, um im Namen der Minorität gegen die Einquartierungsfreiheit der Klöster zu sprechen, welche im Widerspruch mit dem Rechtsgefühl stehe. Bei Frauenklöstern sei es noch aus gewissen Schicklichkeitsgründen erklärlich, wiewol seiner Ansicht nach die Klosterfrauen nicht so prüd seien, als man glauben möchte. Aber da wir doch bisher noch keine Frauenregimenter haben, so fällt auch dieser Schicklichkeitsgrund bei den Männerklöstern fort. Das deutsche Gesetz kenne ein solches Privilegium nicht. Die Behauptung, daß die klerikale Bevölkerung darüber entrüstet wäre, wenn man in die Klöster Militär einquartieren werde, könne der Redner nicht als richtig anerkennen, denn er sei der Ansicht, daß die Bevölkerung, auch die klerikale, die Last von den Klöstern nicht auf ihre eigenen Schulden wird nehmen wollen. Der Abgeordnete Streeruwitz stellte demnach den Antrab, daß nur die Arauenklöster bezüglich derjenigen Räumlichkeiten, welche der inneren Clau-sur angehören, von der Einquartierungslast befreit sein sollen. Dieser Antrag wurde jedoch, nachdem sowol der Berichterstatter als der Landesverthei-diguugsminister dagegen gesprochen, abgelehnt. Dagegen wurde ein Antrag des Abgeordneten Grocholski, welcher nicht nur die Amtslokali-täten der Seelsorger aller Consessionen, sondern auch die Privatwohnungen befreit wissen wollte, so wie em Antrag des Abgeordneten Hausner, welcher eine gleiche Befreiung, wie sie den öffentlichen Krankenhäusern zugestanden wird, auch für ihre politische Bedeutung. Dagegen blieben die persönlichen Beziehungen aufrecht erhalten. Die Philosophie knüpfte an die delphischen Priestersprüche an; Sokrates lehrte als leitenden Grundsatz: „Erkenne dich selbst," und Plato sah in der geistigen Kultur, die von Delphi ausgegangen, die schönste Blüte des hellenischen Lebens. Athen mit seinem Kunstsinn, in der vielgestaltenden Kraft seines Geistes wurde der Nachfolger Delphi's, in seiner Demokratie selbst das Priesterthum pflegend, dem früher allein über die Geister Macht zugefallen war. Als dann mit der Demokratie, die sich selbst verlor, das öffentliche Leben zerfiel, schwand auch die Bedeutung des alten Cultus, und am Altar des Unbekannten in Athen richtete sich der neue Gottesdienst auf. Die politische Bedeutung Athens ist allzu schnell vorüber gegangen, denn von Marathon bis Chäronea ist es nur eine Spanne Zeit; aber wenn wir erwägen, was trotzdem geleistet wurde, dann werden wir an den homerischen Achill gemahnt, den Frühsterbenden, dessen Leben doch so überschwänglich reich war, und wir werden nicht müde, uns in jene Zeit zurück zu versetzen, wo in Athen die höchste Kultur der griechischen Welt blühte. die Privatheilanstalten in Anspruch nahm, angenommen. Die übrigen Paragraphe des Gesetzes bis incl. tz 24 wurden vom Hause ohne Aenderung angenommen, wiewol Abgeordneter Baron Hammer-Purg-ftall zu diesem letzteren Paragraphe, der von der Einrichtung einer Offizierswohnung handelt, den Antrag stellte, es solle nicht vorgeschrieben werden, daß in einer Offizierswohnung ein Spiegel sein müsse. Dieser Einrichtungsgegeustand ist seiner Ansicht nach ein Luxusgegenstand, den ein Offizier nicht nöthig hat. Er selber sei 62 Jahre alt und habe noch nie einen Spiegel gebraucht. (Lebhafte Heiterkeit.) Das Haus lehnte jedoch diesen Antrag ab. Nächste Sitzung Mittwoch den 3. April. Mau glaubt, daß der Rest des Gesetzes in dieser Sitzung berathen werden dürfte und daß dann bis zum Eintritt der Osterferien die Debatte über die Personal-Einkommensteuer fortgesetzt werden dürfte. Das Herrenhaus hält heute eine Sitzung ab, auf dereu Tagesordnung das Gesetz, betreffend die Zuweisung der Achtzigmillioneu-Schuld an die Quotendeputation, steht. Die Kommission empfiehlt das Gesetz zur Annahme. Die Quotendeputationen sollen sich am 10. oder 12ten versammeln. Der Mobilisierungsentwurf der englischen Armee nimmt die Aufstellung von acht aus regulären und Miliztruppen zusammengesetzten Armee-corps in Aussicht. Die Corps werden in Col-chester, Aldershott, Croydon, Dublin, Salisbury, Jork und Edinburgh coucentriert. Das erste Armeecorps ist ausschließlich aus drei Liniendivisionen zusammengesetzt, das zweite Corps aus zwei Linien- und einer Milizdivision, das dritte Corps aus einer Gardedivision und zwei Milizdivisionen, das vierte und fünfte Corps ist aus je einer Linien- und zwei Milizdivisionen und das sechste, siebente und achte Corps je aus einer halben Linien- und aus zwei einhalb Milizdivisionen. Das erste Corps hat 15 vollkommen bespannte Batterien, das zweite Corps hat 14, das dritte Corps 13 und das vierte Corps 12 Batterien. Die übrigen Corps haben bisher nur je eine bespannte Äatterie. Die Operationsarmee wird daher mindestens drei bis vier Corps mit 100,000 bis 120,000 Mann zählen, unter denen sich 40,000 Reservisten oder Milizen befinden. Zum Oberkommandanten ist bekanntlich Generallieutenant Lord Napier und zum Generalstabschef Generalmajor Wolfeley bestimmt. Tagesneuigkeiten. — Daß die Kunst nach Brod geht, ist doch nicht immer wahr. Dies zeigt sich wenigstens an den Bildern Meister Makarts in Wien, welche mit 60- bis 90,000 fl. bezahlt werden. Das neueste Werk dieses Künstlers „Karls V. Einzug in Antwerpen", welches für die Pariser Ausstellung bestimmt ist und bei seiner Ausstellung in Wien solches Aufsehen erregte, daß Polizei ausgeboten werden mußte, um den übermäßigen Andrang hintanzuhalten, ist von Sr. Majestät dem Kaiser um 80,000 fl- angekauft worden. — Aus dem Salzkammergut. Man schreibt aus Gmunden vom letzten März: Gestern war bei schönem Wetter heftigster Föhn auf dem Trauusee; die Wogen des schäumenden Sees schlugen weit über die Promenade hinaus. Es herrschte tiefster Barometerstand; in der Nacht vom 30. bis 31. März gab es Blitz und Donner, heute früh wieder sachten Schneefall. Der Schnee ist überhaupt nur in der Niederung um Gmuuden gewichen; die umliegenden Höhen sind noch reichlich damit bedeckt. Seit 28. März verkehrten die Züge der Salzkammergutbahn wieder regelmäßig von Schärding nach Obertraun am Hallstädter Sec, nachdem durch eine ganze Woche der Verkehr zwischen Traunkirchen nnd Obertraun ganz eingestellt war. Bis wann die Passage durch das Koppenthal von Obertraun nach Aussee wieder offen werden wird, läßt sich heute noch kaum absehen, — Als privilegierte Fechtbrüder werden, wie Graf Friedrich Thnn in den Prager klerikalen Blättern ankündigt, die katholisch-politischen Feudalherren, unterstützt von einigen gedankenlosen Schafen auS der Bürgerschaft, an einem der nächsten Sonntage wieder an den Prager Kircheuthüreu stehen, um den Peters Pfennig für den Papst einzn-sammeln. In den ersten Tagen des nächsten Monats werden dann Pilger aus Böhmen den vom frommen Blaublut zusammeiigefochtenen Peterspfennig nach Rom bringen. Angesichts des im Lande herrschenden Elends wäre es denn doch an der Zeit, diesen unverschämten öffentlichen Bettel für den Papst, der auch ohne die böhmischen Peterspfennige „ganz herrlich in der Welt lebt", wie das Volkslied sagt, endlich abzustellen. — Ju Rumänien breitet sich die schreckliche Typhus-Epidemie immer mehr aus. Auch in der Hauptstadt greift die Seuche immer mehr um sich und ist aus den Spitälern bereits vielfach in die Häuser der Bürger gedrungen. Im Coltzospital allein liegen 35 Typhuskranke. Die zahlreichen Spitäler des Landes waren bisher eine Wohlthat für die Bevölkerung, da in denselben alle Kranken ohne Unterschied des Glaubens Aufnahme und Pflege fanden. Gegenwärtig werden die rumänischen Spitäler selbst von den Aerzten und von Schwerkranken als eine Stätte der Pest und Ansteckung gemieden. In Bulgarien soll der Typhus unter den Einwohnern und den russischen Soldaten noch viel mehr Opfer fordern, als in Rumänien, und es wird behauptet, daß die Russen seit dem Waffenstillstand jenseits und diesseits des Balkans mehr Menschen an Fieber und Typhus verloren haben, als während des ganzen Feldzuges mit allen seinen Schlachten bis zum Waffenstillstand. — Ein interessanter Fund. In Oberweis bei Bitburg ist in den letzten Wochen auf Kosten des Provinzialmuseums in Trier eiue römische Villa aufgedeckt worden, welche unter alleu römischen Villen der Rheinlande nur der Nenniger an Umfang »achsteht. Die Mauern sind meist noch gut erhalte», in einzelnen Theilen stehen sie noch zwei Meter hoch. Es wurden daselbst zwei Mosaikböden aufgefuuden, von denen der eine, welcher auf weißem Grunde Fische und Vögel darstellt, von vorzüglicher Arbeit ist. Auch Bruchstücke von interessanten Wandmalereien haben sich noch erhalten. Lokal- und ProvinM-Ängelegenheiten. — (Noch einiges zum Stichworte: „ SPiegelteuchdar an!") Die Linzer „Tagespost" zieht nochmals gegen die klerikal- und fortschrittsfeindlich gesinnte Wählerschaft in Linz zu Felde, sie leitet ihre Epistel an die gesammte Wählerschaft unter Coustatierung der erfreulichen Thatfache ein: daß im ersten und zweiten Wahlkörper bisher noch immer der gesunde Sinn die Oberhand behielt und im Bunde mit Eintracht und Parteidisciplin der guten Sache zum Siege verhals. DaS genannte liberale Organ beklagt, daß ein großer Theil der dem dritten Wahlkörper angehörigen Wähler sich aus geschäftlichen Rücksichten vom Terrorismus der klerikalen, fortschritts- uud ordnungsfeindlichen Partei leiten läßt, welch' letztere die Stimmzettel nach Belieben für die schlepptragenden Wähler ausfüllt. Diese Opposition und Manöver haben ihre Ouelle in den katholischen Kasinos und sogenannten „Spießbürgers-Vereinen. Aus diesen Kreisen werden nachstehende ungerechtfertigte Klagen und Beschwerden geführt: „Die bisherige Communalwirthschaft tauge nichts mehr, der sauer verdiente Gulden des Steuerzahlers werde für die unnützesten Zwecke vergeudet, man bürdet der Stadt Linz Millionen als Schul- den auf, ja, der dermalige Gemeinderath untergrabe durch seine Thätigkeit geradezu das Wohl der Stadt Linz, es müsse daher gründlich aufgeräumt, eine andere Partei berufen, ein anderer Boden gelegt werden." Solch' perfide Schmähungen, solch' moralisch verwerfliche Tendenzen werden der klerikalen Partei niemals zum Siege verhelfen! Die Linzer „Tagespost" bemerkt: „Von Jahr zu Jahr geht dieses Manöver in gleicher Weise fort, dieselbe Leimspindel faßt neue Gimpel und andere werthe Singvögel!" und betont, daß es schmählich sei, das segensreiche Wirken des liberalen, fortschrittsfreundlichen Gemeinderathes durch lügenhafte abfällige Kritik vor den Augen der Wähler in den Koth zu ziehen. Anch der liberale Gemeinderath in Linz niußte die Commune Linz aus dem Sumpfe unrationeller, arg in Verfall gerathener Wirthschast, die sie der klerikalen Partei zu danken hatte, hervorziehen ; die liberale Partei war cs auch in Linz, welche die Stadterweiternng, die Regulierung der Plätze, Straßen und Gassen, die Herstellung von Brücken, die Stadtverschönerung, die Reform des Unterrichts-, Armen- nnd Sanitätswesens, die Wassersrage, die Errichtung einer Fleisch-, Vieh-, Frucht- und Mehlhalle in die Hand nahm und zur Durchführung brachte. Die Linzer „Tagespost" gibt in wohlmeinender Absicht dem Wunsche Ausdruck: „Möchten sich doch die Wähler nicht so oft durch einige bekannte Faiseurs der Rcaction irreleiten lassen!" Das genannte Blatt sagt zum Schlüsse seiner Epistel: „Poltern nnd Schmähen ist ein leichtes, schwer dagegen ist es, im öffentlichen Interesse wirklich Ersprießliches zu leisten. Mögen uns die Klerikal-Conservativen (?) in Hinkunft mit ihren Reformen verschonen. Der überwiegende Theil der Wähler hat die aufdringlichen Rettungsversuche dieser Partei bereits im Vorjahre gebürend zurückgewiesen, hoffentlich wird dieselbe auch Heuer das gleiche Schicksal erfahre». Wenn etwas in Linz wahrhaft reformbedürftig ist, so sind es vor allem die Anschauungen, Tendenzen und die Kampfweise der Gegenpartei." — Der Inhalt dieser Philippika kann treffender nicht auch an die Adresse der Wählerschaft in Laibach gerichtet werden — (Aus dem Abgeordnetenhause ) In den Staatsvoranschlag pro 1878 wurden für Kraiu eingestellt: für Wasserbauten 10,000 fl., für Saveregulierung 12,000 fl., für Straßenbauten 125,000 fl., für Staatsgymnasium 78,000 fl. und für StaatSrealschulen 24,000 fl. — (Aus dem Beamtenvereine.) Der krainifche Ausschuß des ersten allgemeinen Beamtenvereines hat sich konstituiert nnd folgende Wahlen vollzogen: Landesfchulinfpektor Pirker — Obmann, Gymnafialdirektor Smolej — Obmann-Stellvertreter, Landesregierungsconeipist Friedrich — Sekretär. Sonntag den 28. d. hält der Lokalverein Laibach im Klubzimmer der Kasinorestauration eine außerordentliche Versammlung ab; anf der Tagesordnung steht der Antrag betreffend die Abänderung des Z 18 der Vereiusstatuten. — (Eine Lehrcrstelle) ist an der Volksschule zu Stockendorf zu besetzen. Gesuche sind bis 1. Mai l. I. beim Ortsschulrathe in Stockendorf, Bezirk Tfchernembl, einzubringen. — (Selbstmord.) Dem „Slov. Narod" wird geschrieben, daß sich auf der Bahnstrecke St. Peter-Fiume ein Bahnwächter erschossen hat. Er hinterließ eine Witwe mit vier unversorgten Kindern. — (Landschaftliches Theater.) Auch der Liebling unseres Publikums, die Operette, fand in den abgelaufenen Tagen weder Gnade in Kreisen des Publikums noch auf der Bühne, der Besuch der drei letzten Operettenvorstellungen war ein spärlicher, und auf der Bühne gab sich insbesondere gestern eine scharf zu rügende Nachlässigkeit kund,' man sieht daß die bisher geübte strenge Disciplin einen argen Stoß erlitt, der Eifer der Bühnenkräfte merklich erkaltet ist und die Theatersaison ihrem Ende zugeht. — (Zeitschriften.) Die ,Mctoria", Mode--blatt für Damen, erfreut sich eines gute» Rufes» bewährt denselben durch ihr 28jähritzes Bestehen, ist an der Spitze des Fortschrittes und der Verbesserungen , gibt gegen geringe Vergütung ihren Abonnenten fertige Schnittmuster aus Seidenpapier. In München ist im Berlage des Herrn Theodor Ackermann ein neues bau- und ingemerrr-wifsen-fchaftliches Organ ersten Ranges unter dem Titel „Zeitschrift für Baukunde". ein Rathgeber und Informator für Architekten und Ingenieure, redigiert von Dr. Wittmann, Privatdocent an der königlichen technischen Hochschule in München, erschienen. Jährlich vier Hefte mit 36 bis 40 Bogen Text mit Illustrationen, Preis 24 Mk. Wir machen unsere geehrten Leser auf beide Zeitschriften mit dem Beisatze aufmerksam, daß Bestellungen hierauf in der hiesigen Buchhandlung v. Kleinmayr L Bamberg besorgt werden. Eingesendet. Prolwimchlkn! Das gefertigte Comite beehrt sich hieuüt zu den anläßlich der bevorstehenden Gemeinde-rathswahlen zu veranstaltendes Probewahlen einzuladen. Dieselben finden statt: Für den II. Wahlkörper: Mittwoch den 3. April im Kasino-Glassalon. "WW Für den III. Wahlkörper: Donnerstag den 4. April im Kasino-Klubzimmer. Beide Versammlungen, um deren pünktlichen und zahlreichen Besuch seitens der Herren verfassungstreuen Wähler dringend gebeten wird, beginnen abends halb 8 Ahr. Laibach am 30. März 1878. Vom Tentrak-MakkeoaM des ronst. Vrrrins. Witterung. Laibach, S. April. Morgens Ncbel, daun ziemlich heiter, sonnig, schwacher Südwest. Wärme: morgens 7 Uhr -s- 12°, nachmittags 2 Uhr 103° 6. (1877 14 4°; 1876 -j- 153» 6.) Barometer im Steigen, 733 27 wm. DaK gestrige TageS-mittel der Wärme -j- 4 9°, um 29" unter dem Normale; der gestrige Niederschlag 8 00 mm. Rege«. Verstorbene. Den 2. April. Georg Prista. Zwängliug, LI I., Landes-ZwangSarbeitsanstalt, Lungenödem. Gedenktafel über die am 5. April 1878 stattfindenden Li-> citationen. Neuerliche 2. Fcilb., Vodopivc'sche Real., Peteline. BG. Adelsberg. — 1. Feilb.. B-itista'sche Real., ZareNea BG. Feistriz. — 1. Feilb., Logar'sche Real., Oberdors, BG. Loitsch. — 2. Feilb., Debevc'sche Besitzrechte, Sl-vinie, BG. Wippach. — 3. Feilb., Tomaztt'sche Real., Slap, BG. Wippach. — Reass. 3. Feilb, Cehovin'schi- Real., Gotsche, BG. Wippach. — 2. Feilb., Smerdu'sche Real., Prem, BG Feistriz. — 3. Feilb., Zalaznik'sche Real., Kirchdorf, BG. Loitsch. — 1- Feilb., Peterlin'sche Real., Stop, BG. Stein. — 1. Feilb., Zadu'sche Real., Jasen, BG. Feistriz -Reass. I. Feilb., Bostjankik'sche Real, Grdb. s>ä Semen-hof, BG. Feistriz. — I. Feilb., Mauriö'sche Real., Dornea BG. Feistriz. — 3. Feilb., Muhove'sche Real., Vormarkt, BG. Radmamisdors. - Reass 3. Feilb., Klemenc-sche Real., Jakobowk. BG. Loitsch. — Reass. 3. Feilb., Svigelj'sche Real., Niederdors, BG. Loitsch. — Reass 2. Feilb., OZbolt'sche Real., Gartschareuz, BG. Loitsch 2. Feilb., Rozanc'sche Real., Zirkniz, BG. Loitsch. - 2. Feilb., Udovi'sche Real., Rojanc, BG. Loitsch. - 2. Feilb , Obreza'sche Real , Wesulrck, BG. Loitsch. — 2. Feilb . Oz-bolt'sche Real., Kirchdorf BG. Loitsch. — 2. Feilb., ^kos-sche Real., Martinsbach, BG. Loitsch. — 2. Feilb., Go-stißa'sche Real., Oberdorf, BG. Loitsch. — l. Feilb , Nemc-sche Real., Bitinje, BG. Feistriz. — 1. Feilb., Evab'sche Real., Loka, BG. Tschernembl. — 1. Feilb., Köbel'sche Real., Selo bei Zagorica, BG. Rudolfswerth— 1. Feilb., KraLovic'sche Real., Hereindors, BG. Rudolsswerth. — 1. Feilb., Ainkove'sche Real., Hereindorf, BG. Rudolfswerth. — I. Feilb., Kukmaml'sche Real., Karlovic, BG. Rudolsswerth. — 1. Feilb., Rosmann'sche Real, Ober-forst, BG. Rudolsswerth. Verlosungen. 1854er Staatslose. Bei der am 1. April vorgenom-menen Verlosung der 1854er Lose fiel der Haupttreffer mit 1VV.VVU fl. auf Serie 439 Nr. 50 und der zweite Treffer mit 20,000 st. auf 439 Skr. 40. Aus alle übrigen in den bereits am 2. Jänner d. I. verlosten vierunddreitzig Serim enthaltenen 1698 Gewinn-Nummern fällt der geringste Gewinst von je 300 fl. CM. kreditlose. Bei der am 1. d. M. in Wien vorgcnom-menen 80. Verlosung dieses Lotterie-Anlehens wurden 14 Serien gezogen, und zwar: Nr. 109 253 510 517 784 1370 1454 1561 1595 2 HO 2243 2450 2837 und Nr. 3689. Aus diesen 14 Serien fiel der Haupttreffer mit 200,000 fl. aus S. 2110 Nr. 75; der zweite Treffer mit 40,000 st. aus S. 1370 Nr. 14 und der dritte Treffer mit 20,000 fl. au S. 2243 Nr. 65; ferner gewannen je 5000 fl.: S. 253 Nr. 100 und S. 2110 Nr. 51; je 3000 fl.: S. 2450 Nr. 7 und S. 3689 Nr. 2; je 1500 fl.: S 1595 Nr. 10, S. 2248 Nr. 39 und S. 3688 Nr. 11; je 1000fl.: S. 1370 Nr. 53, S. 2110 Nr. 54, S. 2450 Nr. 4 und S. 2837 Nr. 39; und endlich gewannen je 400 fl.: S 109 Nr. 15 16 61 97 und 100, S. 253 Nr. 67, S. 510 Nr. 15 und 100, S. 784 Nr. 14 nnd 53, S. 1370 Nr. 15 21 43 und 79, S. 1454 Nr. 1 14 77 und 83, S. 1561 Nr. 18 31 46 48 85 und 97, S. 2110 Nr. 26 45 61 und 87, S. 2243 Nr. 8 13 und 22, S. 2837 Nr. 36 74 91 und 98 und endlich S. 3689 Nr. 4 22 und 85 Auf alle übrigen in den 14 Serien enthaltenen und hier nicht besonders ver-zrichneten 1348 Gewinn-Nummern fällt der geringste Gewinn von je 200 fl. ö. W. Theater. Heute (ungerader Tag): Zum ersten male: Falsche Ehen. Effektstück in 4 Acten von Eduard Pailleron. Telegramme. Wien, 2. April. Eine Konstarrtinopeler Meldung der „Pol. Korr." signalisiert neuerliche Bewegungen der Russen gegen Gallipoli. Die Türken befestigen Bujukdere. Täglich treffen in San Stefano russische Dampfer mit großen Proviantladungen ein. — Die russischen Truppen nördlich des Balkaus werden näher an die Donau gezogen und überall Befestigungen angelegt; in Sophia sind zahlreiche russische Truppen concentriert. Auch südlich des Balkans finden Concentriernugen statt. Berlin, 2. April. Der Kaiser leidet seit Samstag an einer Erkältung, doch ist sein Zustand heute besser. London, 2. April. Eine Proclamation der Königin beruft die Reserven zur Stellung vor dem 19. April ein. London, 2. April. „Pallmall-Gazette" verzeichnet das Gerücht, Graf Beust sei plötzlich in dringenden Angelegenheiten nach Wien gereist. London, 2. April. Der Minister des Aeußeru, Salisbury, richtete am 1. April eine Depesche an die Vertreter Englands, in welcher er das Verhalten Rußlands tief beklagt und den durch den Friedensvertrag von San Stefano geschaffenen überwiegenden Einfluß Rußlands mit den Interessen Englands für unvereinbarlich erklärt, die Nichtberücksichtigung der griechischen Bevölkerung betont, die durch den Modus der Zahlung der Kriegsentschädigung bedingte längere Abhängigkeit der Türkei von Rußland befürchtet, die unzweifelhafte Notwendigkeit großer Veränderungen in den Verträgen zugibt, jedoch auf der Berathung des ganzen Friedensvertrages auf dem Kongresse ohne die Vorbehalte GortschakoffS besteht. — Hardy wurde zum Staatssekretär für Indien, Stanley zum Kriegsminister ernannt. Ursula Rat^chitsch gibt in ihrem und im Namen ihrer Söhne Tr. Josef Rakschttsch, k. k. Finanzproeuraturs-Sekretär; Karl Ratschitsch, Privalbeamter; Heinrich Ratschitsch. Comptoirist, und ihrer Tochter Fanny, verehelichte Tnioquina, die betrübende Nachricht vom Hinscheiden ihres imiigstgeliebten Gatten, rücksichtlich Vaters, des Herrn Z. L. Ratschitsch, welcher heute den 2. April mittags nach langem Leiden, versehen mit den Tröstungen der heiligen Religion, im 62. Lebensjahre selig im Herrn entschlafen ist. Die irdische Hülle des theneren Dahingeschiedenen wird Donnerstag den 4. April d. I., um 10 Uhr vormittags, aus dem Friedhöfe zu St Agatha bei St. Helena zur Erde bestattet. Die heiligen Seelenmessen werden in mehreren Kirchen gelesen werden. Der thenere Verblichene wird dem Andenken aller Verwandten und Bekannten empfohlen. St. Helena, den 2. April 1878. x, l'rös 6u eoöur. (160) Herren-Wäsche, eigenes Erzeugnis, solideste Arbeit, bester Stoff und zu möglichst billigem Preise empfiehl! L. Hamann, Hauptplatz Nr. 17. Such wird Wäsche genau nach Maß und Wunsch a» gefertigt und nur beslpassende Hemden verabfolgt. (23,32 Gin Darlehen von 2500 fl. wird vom 15. Mai d. I. an und ein weiteres Darlehen per 4500 fl. vom 1. September d I. an gegen 6perz. Verzinsung und Sicherstellung desselben auf ein Landgut oder Grundstück angebote». Auskunft hierüber wird ertheilt in der Notariats-Kanzlei des I»i-. I in Laibach. (136) 3—3 vr. L. IM MMM»" KvSvü all« katarrltv Dieser Luk vi88eo8ekg>ftlieker Oruuälsge aus äen deilsLwstsu LrLutern uml XVurreln bereitete Idee virkt ausgereiclmet bei L»en kütLrrbalisebeo LrlrrsuIcuoxeQ der 8eblsimbLute, äes Ledllcopkss äer l^uttröbrs, «1er Lrouokien, äer I^unxe, des LI»8evs und äer 6eäLrme, leistet gaor Vorrttx-lielies beim Blasen-, Kebärmutter- unä Svdeiäeo-lrstsrrd, unä virkt rmek geliaäs ernabi-sail unä blutreinizeiiä — Nn ksolret s. OsdrLuodsanveisuoß riu 80 Kr. unä 40 Kr. (133) 6 2 Dl-, k. ?lSNl<8 «U8l6NPUlV6I-. 8ei»r voklsokmeekenä unä virkssm. Lins Sckaoktel samwt kedraueksanveisuns unä üiLtstiseder Lelebrung 40 Kr. vl'. H. plSNk8 Vsi-llLUUkMPUlVVI'. 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Geld Ware 60 55 6065 64 75 64 85 72-40 72 60 Staatslose. 1839. . . „ 1854. . . „ 1860. . . „ 1860(5tel) !!.>-107 25 110 75 119 — 318 — 07 50 NI 25 119 50 „ 1864. . . 135'— 135 50 Grnnäentkaftnng«-' Obligationen. Galizien Siebenbürgen . . . ' Temeser Banat . . . 83 90 75 40 77-85 77 60 8440 75 80 77 50 ^8 25 Anäeee öffentkiiiie ^nkeken. Donau-Regul.-Lose . Ung. Prämienanlehen Wiener Anlehen . . . 103 50 76 75 8«— 104— 77 25 8925 Aetien o. Analen. Kreditanstalt f-H-u.G. EScomptLb-Ges.. n.o. . 288 75 796 — 223 — 797— Aetien v.Trim«xort Unternekmnngen. Alföld-Bahn 111 — 365— 164— 1965 187 — 848 — 119 50 394 — 111 50 Elisabeth^Äba^!?'. Ferdinands-Nordb. . Franz-Iosevh-Bahn -Galiz. Karl-Lndwigb-Lemberg - Ezernowitz -Lloyd-GeseUschast - - 164 50 1970 127 50 212 50 120 — 396 — Nordwestbahn . . . . Rudolfs-Bahn . . . . Staatsbahn............ Südbahn................ Unz. Nordostbahn . . Psanäörief«. Bodenkreditanstalt in Gold............. in österr. Währ. . . Nationalbank........... Ungar. Bodenkredit- . Prioritäts-Otkig. klisabethbahn, l.Em. ^erd.-Nordb. i. Silber kranz-Ioseph-Bahn. Saliz.A-Ludwigb,1.E. Oest. Nordwest-Bahn Siebenbürger Bahn . Staatsbahn, 1. Em. . Südbahn L 3 Perz. » 5 „ . . Prioatkose. Kreditlose............. Rudolfsfttftung. . . . Devisen. London Gelüsorten. Dukaten............ SO Franc- . . . . 100 d. Reichsmark Silber............. Geld 107 so 113— L4«— 6850 108Ü0 106-50 89 84 98 IL 94— 93 — 106 — 88-70 10L-L5 88 50 64 L5 155-11L — 93 75 160-25 iS 121 7V 5-78 9 75 60 — 106 70 Ware 108— 113 50 848 50 69 — 109'- 107 — 90 — 98 30 95 — 9350 106 50 89 — 108 75 88 75 64 50 155 50 118 50 94 — 160 KV 13 50 :21 80 5 73 9 7« 60 10 106 »v Telegrafischer Änrsbericht am 3. April. Papier-Rente 60 05. — Silber-Rente 64 20. — Gold-Rente 71 70. — 1860er Staats-Anlehen 110.50. -- Bank-aetien 791. — Kreditaetien 206 80. — London 122 65. — Silber 107.25. — K. k. Münzdukaten 5 73. — 20-Frcmcs-Stücke s 25. —100 Reichsmark 60 45._________________________ Druck von Jg. v- Kleinmayr L Fed. Bamberg. Verleger: Ottomar Bamberg. Für die Redaction verantwortlich: Franz Müller.