Erscheint wöchentlich sechsmal (mit Ausnahme der Feiertage). Schriftleitung Ucl. Nr, 2670). Verwaltung u. Buchdruckerei (Tel. Nr. 2024) Maribor, Jurčičeva ulica 4. Manuskripte werden nicht retnraiert. — Anfragen Rückporto beilegen. Inseraten- u. Aheanements.Annahme in Maribor: Jurčičeva ul. 4 (Verwaltung). Bezugspreise: Abholen monatl. 23 Din. anstelle» 24 Din, durch Post monatl. 23 Din, für das Ausland monatlich 35 Din. Einzelnummer 1"50 und 2 Din. Preis Din TSO Mariborer 5 eitu im 1Licejska knjižnica Ljukljana Der Hirtenbrief bei evangelischen Bischöfe Kundgebung, die in Jugoslawiens evau-EclifdjEit Kirchen zur Berlesung gelangt. Zagreb, 13. Jänner. Wie bereite beachtet, haben die Landesbischöfe der südost-^ropäischen deutschen evangelischen Landes ■tchen — darunter auch Landcsbischof Dr. ^ v p p (Zagreb) — «inen Hirtenbrief ge-5en den Bol chewismus erlassen. In diesem Hirtenbriefe, der in allen evangelischen Kir-ri,eit Jugoslawiens zur Verlesung gelangt, es: «Die grauenhaften Auswirkungen des s^lschewismus sind ein erschütternder Bich. ’uf Qit die Völker der ganzen Erde. Sie ste-hier vor den letzten Folgen der Sott* jsbgkeit. Im vollen Bewußtsein der den ^angelischon Kirchen obl egenden Pilichten letlen wir uns entschlossen auf die Seite :,et (legen j'igcndcn Englands Außenpolitik Aufsehenerregende Bankettrede des Außenministers Göen / England nach wie vor gegen die Gpattung Europas in zwei ideologische Blocks die kolschow stische Gottlosigkeit ^ .o-wu, Kräfte. Wir sind dessen gewch ,5b das evangelische Christentum berufen j ' Ost diesem Kampf entscheidend nt tzuwir-ll!» indem cs durch Weckung der Ehrfurcht 01 Gott die t/e . . . . . . . , . . Ic den Dienst am ganzen über den Eigen-chtz des einzelnen stellt. Als Führer beutst evangelischer Kirchen wissen wir uns j't den auf solche Ziele gerichteten Bestre-^ u8en im deutschen Volke aufs engste ver-^!nben und rufen alle verandvortungsbe--F'Mstc evangelischen Christen zur tätigen ^ IitaHrnc an solchen Dingen auf durch kla-I'’ Bekenntnis evangelischen Christentums, utch Bewährung unseres Glaubens in ei-^Ct chm entsprechenden Lebenshaltung und -■Irch tatkräftige Förderung der auf Schaf-J’f9 einer wahren Gemeinschaft gerichteten Bestrebungen." Dardanel-se- ah ommen ® a r s ch a u, 13. Jänner. In unterrich . ctt Kreisen vermutet, daß demnächst zwi» Polen Uno der Türkei Verhandlungen. c,fr ich'ben werden die den Abschluß eines öjr* London, 13. Jänner. Auf eiitem Ban kett der Auslandspressevereinigung hielt Außenminister Sir Anthony Eden eine bedeutsame Rede über die englische Außenpolitik. Der Außenminister kam eingangs auf die Zusicherungen zu sprechen, die der Führer und Reichskanzler Hitler gelegentlich des Neujahrsempfanges des diplomatischen Korps in Berlin in der Haltung Deutschlands zum Spanien-Problem gegeben hatte, wobei er seiner Zufriedenheit über diese Erklärung Ausdruck verlieh. Die Lage habe sich zunehmend gebessert. In seinen weiteren Ausführungen bemerkte der Minister u. a., es fehle gegenwärtig in der Welt an politischem Vertrauen. Alle Staaten seien inmitten eines Wettrüstens, welches England ungerne mitmache, da es nur große Kosten verschlinge. Aber «s gebe unter den gegenwärtigen Umständen keinen anderen Weg. Der Minister kam sodann aus das S p a-nien -Problem zu sprechen und erklärte, England könne es nicht einsehen, warum Spanien nur eine kommunistische oder nur nationalistische Staats- bezw. Regierungsform haben müsse. Wenn man Spanien genügend Zeit gegeben habe, so werde es seine Regierungssorm schon allein finden. Aus diesem Grunde weigere sich auch England, die Einmischung in den spanischen Bürgerkrieg znzulassen. Die Versuche, Europa in zwei ideologische Blocks bezw. Lager zu teilen, hätten in der letzten Zeit merklich nachgelassen. Der beste Beweis hiefiir sei das englisch-italienische „gensteman agreement" über die Mittelmeersragen, ein Abkommen, welches zwischen zwei Staaten getroffen wurde, die im Hinblick aus ihre Staats- bezw. Regierungssorm alles eher alz harmonieren. England — sagte Eden — habe eine Teilung Europas in zwei Blocks immer abgelehnt, weil es das politische und moralische Gewicht der Aufrechterhaltung des Friedens zu festigen ver stand. Wenn aber England den Gedanken der Zusammenarbeit aller Völker zugunsten der Erhaltung des Friedens verteidige, so sei es nichtsdestoweniger entschlossen, kein einziges Land von dieser Mitarbeit auszuschließen. England würde notgedrungen auch einen anderen Weg gehen können, doch wäre eine solche Politik regelrechter Wahnsinn, denn dieser Weg könnte nur der Weg fortgesetzer Rüstungen sein. Die Ausführungen des englischen Außenministers haben allseits Aufsehen erregt. Deutchiond und Frankreich Die Chancen der Annäherung wieder gewachsen / Dr. Sli acht wird am 1 d. M. der Grundsteinlegung des deutschen Staats-pawllons der Pariser Weltausstellung beiwohnen Paris 13. Jänner. Im Zusammen-1 Die Lage hat eine derartige Aenderung , -ic inneren Voraussetzungen für hange mit der eingehenden Aussprache, die erheben, »aß französischerseits keine Hin- ■ wahre Gemeinschaft verwirklichen hilft,1 am Quai d' Qrsay zw'schen dem Außmmi- dernisse 'mehr für die Wiederaufnahme der nistcr Jvonne D elbos und dem Berliner Verhandlungen über die zwischen beiden französischen Botschafter Francois- Mächten schwebenden Fragen erblickt werden. Poncet geführt wurde, wird in diplo- Den Beg'nn dieser Verhandlungen erwartet i ™Ufchtn Kreisen betont, die Zusicherungcn [ man noch im Jänner, und zwar gelegentlich Hitlers in der Spanien-Frage hätten die in-1 der bereits für sicher angesetzten Pariser Rei-ternationale Lage vollends geändert. Sowohl j se Dr. Schachts, der am 16. d. M. in Paris die Erklärungen des Reichskanzlers als auch der Grundsteinlegung für de» deutschen ; die Zusicherungen des Oberkommissars von’ Staatspavillon der Weltausstellung beiwoh-Spanisch-Marokko Oberst Beigbeder nett wird, hätten die Entspannung praktisch bewirkt. | Widersprüche in Kriegsberichten Avila und Madrid melden ihre Erfolge und Mißerfolge schädigt wurde durch Granateinschüsse auch das- Gebäude des britischen Konsulats. Bischosskonferenz in Fulda. Berlin, 13. Jänner. Am 16. d. M. tritt in Fulda eine Pleuarkonfereuz des deutschen katholischen Episkopats zusammen, die sich mit den Jugendgesetzen der Reichsregierung befassen wird. 8t b i I a, 13. Jänner. Die Rotmiliz hak d z-S m i g l y, der soeben eine schwere Krankheit überstand, ist als Rekonvaleszent nach Zakopane abgereist. Totale Demokratie Eine Ankündigung der „Samouprava" / Bilanz des Regimes Dr. Stojadinovie Beograd, 12. Jänner. Die heutige „Samouprava", das Zentralorgan der Jugo slawischen Radikalen Union, bringt eine Dar stellung der bisherigen Tätigkeit des Regimes Dr. Milan Stojadinovie und macht am Schluffe die Feststellung, es gebe keine Hindernisse mehr pas Programm der Jugoslawischen Radikalen Union in vollem Umfan- ge durchzuführc». Dieses Programm bestehe aus den Prinzipien der Ordnung. Arbeit, Gleichberechtigung und Demokratie! Die Par tei werde "lle ihre Kräfte daran setzen, dieses Programm durchzuführen. denn es bedeute nicht nur die volle Demokratie und den echten Parlamentarismus, sondern auch den wirtschaftliche« Wohlstand Dr. ©eftufeftniaq über das juqo flatoffdvöfterrelchlfc&e Verhältnis Für gemeinsame Arbeit im Interesse des Friedens und der Wirtschaft Die Beogradcr „P r a v d a" veröffentlicht eine Erklärung des österreichischen Bundeskanzlers Dr..S ch u s ch n t g g über die Beziehungen Oesterreichs zu den Nachbarstaaten. Dr. Schuschnigg erklärte u. a., die Aufgabe, die Heuer nicht nur Oesterreich,' sondern allen übrigen Staaten besonders im Donaubecken harre, ist in erster Reihe Erneuerung der Wirtschaft. Kein Staat könne dies allein durchführen, sondern cs „sind dafür gemeinsame Bemühungen und der Wille zur Zusammenarbeit notwendig." Die Vertiefung und Kräftigung des Wirtschaftsverkehrs zwischen den einzelnen Staaten werde auch eilte günstigere politische Atmosphäre schaffen und so zur Erhaltung und Sicherung des europäischen Friedens beitragen. „Den europäischen Horizont bedek-ken schwere Gewitterwolken, und nur der aktive Wille zum Frieden und eine aktive Friedenspolitik können diese Wolken zerstreuen und werden sie auch zerstreuen. Unsere Bemühungen werden wie b'sher darauf gerichtet fein, daß wir mit allen unseren Nachbarn in guter Freundschaft leben und 't daß wir mit ihnen wirtschaftlich und kultu-' rell zusammenleben. Deshalb erfüllt es uns | mit großer Genugtuung, wenn man in I u-g o s l a w i e n größeres Verständnis für unsere Politik zeigt, weil dadurch eine At-mtosphäre des Vertrauens geschaffen wird, in der jene Fragen gelöst werden könnten', l die man sonst nicht lösen könnte. Unsere , freundschaftliche Verbindung mit Italien u. j Ungarn hat keinen exklusiven Charakter, aber auch unsere Beziehungen mit Deutsch , fand haben ihn nicht. Diese Verbindungen ^ entspringen nur den allgemeinen Bedürfnis-! seit des Friedens und der wirtschaftlichen | und kulturellen Zusammenarbeit und sie stel , len eine geeignete Grundlage für die Ver-I tiefung unserer Beziehungen zu den übrigen , Staaten dar". j Zum Schluß erklärte Dr. Schuschnigg, daß er nicht nur im Interesse Oesterreichs spreche, wenn er zu Beginn des neuen Jahres der Hoffnung Ausdruck gebe, daß sich in den nächsten Monaten ein schöner Fortschritt in dieser Richtung zeigen werde. Blum im kommunistischen Kreuzfeuer Der Ministerpräsident wegen seiner Versöhnlichkeit Deutschland gegenüber Angriffen ausgesetzt Italiens Aufbauarbeit in Abessinien R o nt, 12. Jänner. Der Straßenbau in Abessinien macht gewaltige Fortschritte. Bon 3000 Kilometer Straßen, die bis Juni 1937 fertiggestellt sein werden, sind 2000 Kilometer bereits benützbar. Bis Ende Juni w'-rd die moderne. 9 Meter breite Autostraße Teiste— Addis Abeba fertig feint D'e Drahtseilbahn Massaua—Asmara wird dieser Tage dem Verkehr übergeben. Am vorigen Sonntag wurde das neue moderne Elektrizlläts-werk in Asmara eingeweiht, welches die Stadt und Umgebung mit Sicht und Krast-strom versorgen wird. An den Straßenbau-ten sind nicht weniger als 250 000 Eingeborene und italienische Arbeiter Beschäftigt. Döring nach Italien abgereist Eine Erholungsreise des Ministerpräsidenten. — Jagdgast des Königs und des Thronfolgers von Italien. R o m. 1.2. Jänner. Der preußische Ministerpräsident Generaloberst Gering wird mit Gemahlin m Rom eintreffon. Amtlich verlautet, diese Reise GörinaZ sei privaten Charakters. Ter Ministerpräsident werde einen kürzeren Urlaub auf Capri und in Neapel verbringen. Es verlautet jedoch, daß Göring die Gelegenheit nicht unbenützt lassen werde, mit italienischen Staatsmän-tmt, vor allem mit Musselin! und C'ano, Besprechungen zu führen, um neue Aufklärungen über den Inhalt und das Wesen des englisch-italienffchen Msttelmeerabkonn mens zu erhalten. In Gesellschaft des Königs Viktor Emmanuel wird Göring, der in Deutschland Führer des gesamten Jagdwesens ist. in Caftel Fusano an einer großen Jagd teilnehmen. In Neapel wird Gering Gast des italienischen Thronfolgers teilt. Gegenoffensive bei Madrid Rach einer Havas-Meldung wurden die Trup pen Francos zurückgeworfen und die Verbindung Madrid—El Escorial wieder hergestellt. Pari s, 12 Jänner. Der Sonderberichterstatter der Agencc Havas berichtet aus Madrid. daß es den Truppen der Madrider Regierung durch einen raschen und erfolgreichen Gegenoffensivstoß gelungen fei. den letzten Erfolg Francos wieder auszugleichen, indem sie die Nationalisten auf die ursprüng lichen Positionen zurückgeworfen hätten. Der rote Angriff wurde gegen die nach La Co-runa führende Straße konzentriert, die von den Truppen Francos vor zwei Tagen eingenommen wurde, wodurch die Verbindung P „a 5 * 12- Jänner. Ter französische' ne wahre Kanonade gegen Leon Blum und Botschafter Jjf r a rt c o t s-P o n c e t ist die Bolksfrontregierung, die ihrer Ansicht mit der Zusicherung des Führers und Reichs nach Dr. Schacht empfangen werde und an kanzlers Hitler gleich nach oem Neujahrs-J eilte Annäherung mit Deutschland denke. empfang des diplomatischen Kmps nach Pa-! Berlin 12 Jänner (Avala) In hie- genommen uuuue loouimy otc yeromoun ®r i ck> a ch t in Wiho f m iWerbc 'U Paris viel mehr erreichen als er Nach mehrstündigen blutigen Kämpfen will men mele tCÄiÄu Frankreich sei bereit. Deutschland ans >cn die Nationalisten v-s Pozuela zurückg. das GeÄcht FrMkreich ^ WrtMstsnöt-n zu helfen ohne hie- worfen. Die Verbindung mit EI Escoric in finanzieller bzw. wirtschaftspol tischer Hin! u? Konzessionen zu verlangen. Es sicht entgegenkommen und zwar so daß die Frankreich daran gelegen, einen neuen von Dr. Schacht int Herbst begonnenen Ber- 0uten 92ad)Bttrn *u gewinnen. Handlungen jetzt fortgesetzt würden. Botschafter Francois-Poncet begab sich gleich nach feiner Ankunft in Paris in das Kabinett des Außenministers D e l b o e und sodann zum Staatssekretär Vien-not. Nach diesen Besprechungen des Botschafters mit den beiden führenden Männern des Quai d' Orsay begannen die Kommunisten in ihren heutigen Morgenblättern ei- ist dadurch wieder hergestellt. Auf den übrigen Frontabschnitten gab a keine wesentlichen Operationen. Die lldider S&pand Owmpjabegeistemng Englands neue Initiative Günstige Aufnahme in Berlin, aber ohne Präjudiz zur definitiven Stellungnahme B e r l i n, 12. Jänner. Insoweit ein Ue'berblick schon möglich ist, kann gesagt werden, daß die neueste englische Initiative, betreffend die internationale Blockade der spanischen Küsten, in Berlin eine günstige Aufnahme gefunden hat. Amtlich wird zu diesen neuesten Instruktionen, die das Foreign Office dem Botschafter Sir .Eric P h i p p s zugchen ließ, erklärt, der definitive Standpunkt Deutschlands werde erst nach sorgsamer Ueberprüfung der Note ntög lich fein. Deutscherseits wird zugegeben, man müsse anerkennen, daß die englijchc Regie- rung sich offensichtlich bemühe, dem deutschen Standpunkt soweit als möglich entge-genzukommen. Sondo it, 12. Jänner. Die wiederholte Zusicherung Deutschlands bezüglich der Respektierung ber spanischen territorialen und kolonialen Integrität — diesmal durch den Mund des Reichskanzlers — haben in Londoner maßgebenden Kreisen volle Zufriedenheit ausgelöst. Auch die Presst gibt zu, daß Adolf Hitler durch feine Erklärung die internationale Spannung weentlich herab« gemindert, wenn nicht beseitigt habe. Japan bereitet sich schon jetzt auf die in vier Jahren stattfindenden Olympischen Spiele vor. Wir zeigen eine Auswahl von japanischen Postkarten, die auf die Olympiade in Tokio hinweisen. (Associated-Press-M.). Segnet beschränkten sich dort lediglich auf Sie artilleristische Aktion. Eine Bestätigung Set neuesten Kampflage liegt noch nicht vor. Einigung Polen—Danzig. D a n z i g. 12. Jänner. Die Pressestelle des Danziger Senats teilt mit: Die Besprechungen, die über das Verhältnis Danzigs zum Völkerbund vom Präsidenten ©reiset und Staatsrat Dr. B o t t-ch e r vrn Seiten Danzigs und Ministerialdirektor L a l i c k i von polnischer Seite geführt wurden, sind beendet und Hachen zu einem positiven Ergebnis geführt. Wieviel Rumänen leben im Ausland? B u k a r e st, 12. Jänner. Laut amtlichen Statistiken leben im Ausland 804.559 Rumänen davon in Sowjetrußland 249.000, in Jugoslawien 229.000, in den Bereinigten Staaten 130.000. Die übrigen entfallen auf Ungarn, Frankreich, Griechenland, Bulgaren und die Tschechoslowakei. 16 neue deutsche Hochseezerstörer. Berlin, 12. Jänner. (Avala.) Reuter berichtet: Auf der Kieler Werste wird am ]-i d. M. der Stapellauf des ersten von den ,c neuen Hochseezerstörern zu je 1625 Toasten erfolgen. Die übrigen fünfzehn Zerstörer werden in Bälde vom Stapel gehen. Englischer Fliegerbesuch in Deutschland. L o n d o n, 12. Jänner. (Avala.) Am 'T d. M. treffen über Einladung des deutschen ReichSluftfahrtministeriums drei hohe Offiziere der englischen Militärluftfahrt zum Besuche in Berlin ein, darunter der Ehef des Generalstabes der englischen Luft* streitkräfte. Es ist dies die Erwiderung des Besuches, den die deutschen Fliegevgenerale Rti I ch und P itzi n g er im Vorjahre über Einladung des englischen Luftfahrtministeriums in London gemacht haben. Italiens Propagandaminister in Paris. Paris, 12. Jänner. Der italienische Propagandaminister D i n o A l f i e r i ist in Paris eingetroffen. Deutschlands erstes Atlantik-Passagierflugzeug bewährt sich. .. H a mbu r g, 12. Jänner. In einem hi: i sten Flugzeugwerk wurde das Großflug-i-Ug fertiggestellt, welches den ordentlichen Passagierflugdienst zwischen Europa und Nordamerika bewerkstelligen wird. Die Ver-suchsflüge haben bereits begonnen und erst» Üstssige Ergebnisse in bezug auf Geschwindigkeit, Tragkraft Konstruktion usw. ergeben. Hinrichtung eines ännesische« Rauschgift-Händlers. Neuer Lindbergh-Fall Amerika in größter Erregung / Den zehnjährigen Sohn eines Arztes entführt und ermordet N e w y o r k, 12. Jänner. In der Nähe von Everest (Washington) wurde die furchtbar verstümmelte Leiche eines Knaben aufgefunden, in dem man den 10jährigen Sohn des Arztes M a t t f o n aus Docama erkannte. Der Knabe war vor zwei Wochen entführt worden. Mattson übergab einem Vertrauensmann der Entführer in der Vorwoche 28.000 Dollar, doch ließen die Entführer den Knaben trotzdem nicht frei. In den ganzen USA herrscht wegen dieses furchtbaren Verbrechens, das an den Lsteb-bergh-Fall erinnert, größte Erregung. Die Leiche des jungen Mattson wurde nach Ta-corna gebracht. Die Aerzte, welche die Obduktion vernahmen, erklärten, daß der Knabe wahrscheinlich in der Nacht zum Freitag ermordet worden sei. Beim Lokalaugenschein wurde auf Grund von Spuren fcstgestellt, daß ein einziger Mann die Leiche dos Kindes an den Ort brachte, a« dem sie aufgefunden wurde. Allein in den ZWopendergen Jahren Stillegung modernisierte und erweiterte Zellulosefabrik feierlich dem Betrieb übergeben werden. Die Fabrik ist bekanntlich aus schweizerischen Händen auf den jugoslawischen Staat übergegangen. Sie wird bei voller Kapazität 1500 Arbeiter beschäftigen. i. Ein Jugoslawe w roten Händen in Spamen. Der Besitzer Josef Z u n i č in Te-merin erhielt aus Spanien einen Brief seines Sohnes, der seit 16 Jahren irgendwo in der Handelsmarine diente und jetzt von den Roten gefangen genommen wurde. Er bat den Vater um Einsendung seiner Dokumente, damit er die jugoslawische Staatszugehörigkeit Nachweisen und sich „aus der spanischen Hölle befreien könnte". i. Der Tod auf der Strotze. Auf der Straße Zagreb—Klanjec — bei Krahevec — wurde der 68jährige Besitzer Anton Žmavce, der Vater der Inhaberin des Restaurants „Janje" in Zagreb, von einem Kraftwagen so unglücklich erfaßt und zu Böden geschleu- Eine Frau fängt 30.000 Insekten Plymouth, im Jänner. Mit dem: auf einmal sank ihnen so sehr das Herz, Junenverletzungen verschied. Dampfer „Orontes" ist die Engländerin daß sie die Engländerin allein lin ihrem I i. Wegen einer verjährten Ohrfeige den Miß E. Cheeseman vom British Zelt zurückließen. Diese Tatsache konnte sie Bruder abgcschlr^htet. In Banjaluka ereigne-Museum nach England zurückgekehrt. Sie jedoch nicht davon abhalten, ihre Insekten- te sich am 12. d. M. ein bestialisches Verweilte zehn Monate in HolländischMeugui- lampe aufzustellen und sorgsam alle Tiere brechen. Ein gewisser Pejo A u u š t 6 aus nea und sammelte in dieser Zeit rund 30 einzufangen, die durch das Sicht angezogen der Umgebung suchte den ganzen Tag über tausend Insekten, 500 Reptilien, 300 Fische wurden. Sie faßt ihre Erlebnisse sehr kurz feinen 22jährigen Bruder, den Forstmanipu-und zirka 150 verschiedene Würmer, Ster» zusammen: „Abenteuer? Haben wir keine lauten Stefan Arrušič. und fand diesen in pione und Schnecken. Ihre große Ausbeute erlebt! Ich war auf einer wissenschaftlichen einem Gasthaus beim Auszahlen des Lohns hat sie in großen Kästen in bester Berfas-. Expedition. Ich habe gearbeitet!" mit seinen Arbeitern. Bor dem Gasthaus sung mit nach Europa bringen können. Sie I Außer der zoologischen Ausbeute brachte schrie ihn der Bruder an: „Halt, keinen versichert, daß die Spezialisten d«s British Miß Cheeseman auch noch wichtig- Notizen Schritt weiter!" Im nächsten Moment zog Museums Fahre lang damit zu tun haben über die Fauna der Zyklopengruppe mit. Pejo ein Messer und stieß cs dem Bruder Man hat nämlich den Eindruck gewonnen, ms Herz. Stefan sank sofort tot zu Boden, daß die Zyklopenberge lange Zeit hindurch Dies war die viehische Rache für eine Ohr-als einsame Inseln aus dem Ozean empor- feige, die der Bruder ihm vor Jahresfrist ragten und der große See Sentani nichts an, in einem Streit gegeben hatte, deres ist als ein übriggebliebener Meeresteil. Dieser Umstand wird durch die botanischen Funde erhärtet, die M'ß Cheeseman mitbringen konnte und die scheinbar nichts anderes sind, alz Seeformen, die sich einer sogenannten Frischwafferexistenz anpaßten. würden, die vollkommen neuen Tierarten zu klassifizieren, die sie aus dem unbekannten Neuguinea mit nach Europa brachte. Miß Cheeseman ist eine ungewöhnlich mutige Frau, die sich ganz allein in jene fast vollkommen unerforschten Gebiete der Zyklopenberge hineinwagte. Sie hatte lediglich einige eingeborene Träger bei sich, die aber auch nur mnt'g waren, bis sie in die Nähe der eigentlichen Zyklopenberge kamen. Dan« lu. Trauung. In Stiöna wurde Linien-schiffsleutnant Stanislaus Ivančič mit | der Lehrerin Frl. Johanna Traun ge- 'merksamkeik der Behörden auf die Tatsache iwut. lenken, daß ihre Bibliothek, für die sie be- lu. Todesfälle. In Ljubljana verschieden trächtliche Gebühren entrichten, seit sechs Mo die Lehrersgattin Johanna Kristan die naten geschlossen ist und daß bis zu ihrer Financhcamtensgattm Christine G a 6 ’c r- Der Grazer T a g e s p o ft" wird aus' Öffnung noch viele Tage vergehen werden, š c k und der Zahntechniker Wilhelm G o - S p i t a l am Semmering berichtet: Der $ie Studenten beschlossen grundsätzlich einen l o b. in Blcd der Oberstleutnant i. R. Leo Der Herzog von Windsor am Semmering Herzog von W i n d s o r, der bekanntlich einen Skiausflug auf den Semmering unternommen hatte, besuchte Montag in Begleitung seiner österreichischen Skilehrers, des bekannten Sportsmannes Walter D e l e * kart, auch Spital a. S. Der hohe Gast traf um 11.30 Uhr in einem großen Bu- westächgen Streik zum Zeichen des Prote« pold S t u ch l y und in Št. Vid bei Ljub- stes. ... ,.r , n. . icfwagen mit seiner Begleitung ein. Er trug bei ' Vi-1 sri”' Janneu. Auf Grund (i5un{fe Sf.ibreß und begab sich sofort auf neuen behördlichen Best mmungen gegen - - ° - - Rauschgifthandel ist jetzt in Peiping die crÜe Hinrichtung vollzogen worden. Ein vor kurzem verhafteter Chinese na-siisns L u l u h si n. der den von ihm betriebenen Rauschgifthandel eingestanden hat. st>urbe erschossen, nachdem man ihn zur Ab* styreckuna der Bevölkerung an einen Kar-gefesselt durch die Straßen der Stadt geführt Satte. Hunderte von Polizisten rit-en dem Sträflinasstrren voran. Schließlich der Ch nese in end erekutiert wurde. die prachtvoll gelegene Üebungswiese beim Schieferhof. wo er bis -Kl Uhr übte. Hierauf nahm der Herzog von Windsor in seinem Auto einen Imbiß ein. um dann bis 4 Uhr das Training fortzusetzen. Wiederholt äußerte sich der Herzog überaus anerkennend über das schöne Gelände und zeigte sich von dem Ausflug sehr befriediat. * Werdende Mütter müssen jegliche Trägheit der Verdauung, besonders aber Ver- ljana der Bauleiter Jan D v o f a f. lu. Aus der Adookatenwelt. Rechtsanwalt Anton 1 c j n C in Ljubljana hat auf die Ausübung der Advokaturspraxis verzichtet ^ ^ch Gebrauch des natürlichen ~ ei^W^aus « ®,liK?ST2f ^ zeichnis der Rechtsanwälte gestrichen. Zum eit. i/ns „Franz-Joses -Wasser ist le'cht ent Uebernehmer seiner Kanzlei wurde Rechtsan-zunehmen und wirkt in kurzer Zeit ohne un- angenehme Nebenerscheinungen. 01 «ln toc. »el. ur. rtr S br 15-1»5 ei 25 V im in Ljubljana walt Dr. Josef K r a p e z bestimmt. lu. Bom Zuge gerädert. Wie bereits berichtet, wurde Samstag bei Ježtra in der Nähe von Ljubljana eine junge Frau, die sich unter den Zug geworfen hatte, auf der . _ „ . Stelle getötet. Die Lache konnte erst jetzt .cr tche Slim tue Mgr. Pellegri- aqn0|^el:f werden. Es handelt sich um die nettr ist aus Zagreb, wo er an den Bespre- 17.iftrn.}oi2 grab. ^ u r ; g c f ^ockiter tbCrra^Ž0!11chungen des jugoslawischen katholischen Epis- einc§ städtischen Bediensteten in Ljubljana. Wunsch hat als Privatmann resp kt ert zu kopats teilgenommen batte. Wieder nach Beo- Den Grund für den Selbstmord können sich werden, msterhielt er sich mit verschiedenen grad abgereist. Die Abreise erfolgte knapp w ertm, nicht erklären und man glaubt Reichte bet Zug fre Hinrichtungsmauer, Leuten. Der Herzog der ausgezeichnet deutsch vor Abschluß der Bis»ofskonferenz. deren Er- £1 TaTw^n die Tot“ln einem Anfall hergebrachter Wege kme- spricht zeigte hiebei fei« großes Interesse gebnis in der Oeffentlichkeit mit Spannung % geistger Verwirrung begangen haben Sinkende Geburtenziffer in England. Sondo n. 12. Jänner. Den englischen Aaßaeblichen Stellen bereitet die Tatsache e§ Geburtenrückganges große Sorgen. Man Svt errechnet, daß die Bevölkerung von Eng-jssttö und Wales in hundert Jabren von 40 5 Millionen auf 17 M Ilionen linken werde. S*nn man die Natalität und Mortalität st ah res 1933 als Maßstab zugrunde stör Sir William Beveridge be,zeichnete in ^tnem Vortrag vor der Geogravhischen Ge-Alffchart den Geburt->nn"ickaang als Kernvro-. >n der enali'chen Sozial"olitck. Die „Mor-’i'ng Post" schreibt hiezu: „Keine Nation darf erwarten m;t einer aer'nger werdenden Be* „ölkeruna die Funktion einer Großmacht aus ''Sen 5u können. En^and muß entweder feine Geburten.iiffer steigern oder seine Erbschaft Woerlenen". Mnssol ni 4500 Meter hoch. R o m, 12. Jänner. Ministerpräsident :‘l u s s oli ni hat heute aus dem htefi* 3en Militärflugplatz die Pilotenprüfung ab ö^legt Er erhob fich mit einem Jagtiflug* üeitg 45oo Meter hoch und machte die vor-Mchrebeiten Flöge, worauf ihm das Pilo--Mdekret eingehändigt wurde. für alles, was der Eigenart der österreichischen Bevölkerung entspricht. Alle, die die Auszeichnung genossen, von dem Herzog an» gesprochen zu werden berichten über sein leutseliges Wesen. An jenen Leuten aber, die sich nur aus Sensationslust an ihn herandrängen sowie mit Photoapvaraten bewaffnete Zudringl'che hat der Herzog begreiflicherweise wenig Freude. Die Bevölkerung von Spital hat sich bei diesem Besuch äußerst diszivl'niert verhalten. Auf der Hinfahrt unterbrach der Herzog von Windwr in Steinhaus die Fahrt, um auch auf den dortigen Hängen Ski zu laufen, bevor er auf den Semmering zurückfehrte. Der Herzog h’elt sich in den lebten Tagen wiederholt in verschiedenen Orten des Sem-mering-mbieles auf. Er weckfelt stets das Ziel feiner Ausflüge, um der Neugierde des Publikums zu entgehen. Studentenstreik in Bordeaux. B o r d e a u x, 12. Jänner. (Havas.) Die Rechtsstudenten haben gestern vormittags in dem Wunsche, bessere Arbeitsbedingungen zu erwirken, eine Kundgebung veranstaltet, indem sie in den Straßen der Stadt einen Umzug hielten. Sie nahmen eine Tagesordnung an, in der sie die Aus- erwartet wird. i. Georg Weifert gestorben. In Beograd ist der Großindustrielle Georg Weifert im Alter von 86 Jahren gestorben. Weifert, ßt gemeinde, doch konnte der Entwurf des 93er träges erst jetzt ausgearbeitet werden, da die Verordnung über die Mindestlöhne abgewar tet werden mußte, auf die sich der Kollek-tlvuertrag stützt bzw. mit deren Bestimmun gen er im Einklang stehen muß. Der Vertrag ist für die Arbeiterschaft ziemlich günstig- Polizeichef Dr. T r st e n j a k wandte sich unlängst an die Stadtgemeinde mit einer Eingabe, worin er die Notwendigkeit, die S i a d t p oli z ei mit einer entsprechenden Anzahl von Moto r f a h r z e u-g « n zur Erlangung einer größeren Bewegungsfreiheit zu versehen, begründet und zu diesem Zweck um die Erhöhung der bis herigen Subvention ersucht. Die Stadtgemeinde erlidigte diese Eingabe in günstigem Sinne und wurde in den neuen Voranschlag eine entsprechend» Summe eingestellt. Falls auch die Staatverwaltung die brennende Notwendigkeit der Motorisierung der Ma= riborer Polizei cinsehen wird, kann damit gerechnet wenden, daß unsere Polizei in ab fehbarer Zeit wahrscheinlich noch Heuer einige Motorräder und auch ein Automibl er Schon längere Zeit macht sich die Not- in verschiedenen Schulgebäuden bracht, was einer ersprießlichen Tätigtet keineswegs förderlich sein kann. Die Gemeinde war 'deshalb bemüht, entsprechende Räume ausfindig zu machen, wofür sich jetzt n 1 eine günstige Gelegenheit bietet. Ein tzaus-sa Besitzer ist nämlich bereit, zu diesem Awea sein Haus der Gemeinde abzutreten. Wie man erfährt, handelt es sich um das Eckhaus zwischen dem Slomškov und dem Rotovški trg, in dem sich gegenwärtig die Oeffentliche Frem'ere des UFÄ-Meislerwerkes Höfkosserl unterge- j fapon 1937 — Mittel finden, mit denen em bescheidener Anfang gemacht werden könnte, da die Stadtgemeinde sicherlich auch ihren Beitrag in Form von Materialfuhren, Re-gieavbeiten uw. leisten würde. 'Was für den Stadtpark gilt, gilt selbstverständlich auch für die öffentlichen Anlagen um das Tap-peiner-Denrmal und — last not least — auch um die Anlagen auf dem Jugoflovan-ski trg, wenn die dortige Kirche einmal vollendet' fein wird. Marbor will Fremden-verkehrZstadt sein, man nennt unsere Drau-stadt sogar eine „Gartenstadt". Gärten müssen aber gepflegt werden, und wenn sie. öffentlich sind, dann bedürfen sie auch des Schutzes des Publikums. Die Verwahrlosung öffentlicher Ear'enanlageu ist in einer Kul- 0 erbte tursta.dk undenkbar. Die Gepflegtheit selben kann aber als Gradmesser für Kultur einer Bevölkerung gelten. i Hofli^iizerl , der schönste und lustigste Filmschlager MARTHA EGGERTH, JOHANNES HEESTER3 tim öle Vmüngung des öfoötparlee Maribor als Fremdenverkehrsstadt müßte der Pflege der öffentlichen Anlagen viel mehr Augenmerk zuwenden wie einer Zeit ist an dieser Stelle die An-, gilt auch für die Sommerarbeiten. regung veröffentlicht worden, die Stadt-1 D. die so unbedingt notwendige Neuanlage ...... 1 a-. 1 n—C- <*... gemeinde möge im Einvernehmen mit dem Stadtverschönerungsverein Maßnahmen zur „Verjüngung" des Stadtparks einleiten, da die Gefahr besteht, daß -der Bestand an alten Bäumen bleibt und schließlich dem Altersverfall anheimfällt. Es wäre nämlich dringend geboten, die städtischen Anlagen p l a n m ä ß i g im Baumbestand zu erneuern, und zwar so. daß in allen Teilen des sogenannten „Neuen" wie auch des „Allen" Parks systematisch sowohl e i n h e i-m i f ch e Bäume und Stretlicher wie auch fi'O t a ni s ch e R a r i t ä t e n zur Anpflanzung gelangen. In diesem Falle könnten dann die allzu dimensionierten „Schattenspender", deren Aussehen schon viel zu wünschen übrig läßt, nach und nach ausgerodet werden, um den Neupflanzungen Platz zu machen. Ein Kapitel für sich sind die Fichten- und Birkengruppen des „Neuen Stadtparks", die zumindest ausgelichtet und in einigen Jahren durch Neupflanzungen zu ersetzen wären. Selbstverständlich wäre auch die alljährliche restlose Reinigung der Bäume von trockenem Astwerk usw., welches sich im Sommer dann unästhetisch bemerkbar macht, in den Plan der Parkpflsge einzu-bezieheu. Alle diese Arbeiten könnten aus den Mitteln der Winterhilfe in der Form der produktiven Arbeitslosenunterstützung unter fachlicher Anweisung der Stadtgärinerei-stcbiensteten durchgeführt werden. Dasselbe Küche (Javna kuhinja) befindet. Die erwähnten Aemter sollen im ersten Stockwerk, wo seinerzeit die Mtriborer Expositur des Kreisamtes für AvbeÜerverjicherung unter« gebracht war, eingerichtet werden. Der Bericht über • den Stand der Aktion wird in der Stadtratsfitzung erstattet werden. .Wie noch erinnerlich, wurde im Vorjahr im Sinne einer diesbezüglichen Verordnung int Schöße mr Stadtgemeinde ein F r e m- Fz-xchW TrklbM eitler d e n v e r t e h r s a u s t ch u ß ms Le- v tfffnV'rt’lftPr&ail&e beu gerufen, an dessen Spitze Vizebürger- VLiv moister Ž c 5 c t steht. Sein Wirkungskreis Am Koöki vrh bei Gornja Radgona wur-ist in einem Reglement nisdargelegt, das den in der Nacht zum Sonntag mehrere fre-beiit Handelsministerium zur Genehmigung che Einbrüche verübt. Eine Grupp« von vorgelegt wurde. Das Ministerium fand je- Langfingern brach in die Winzerei der Be-doch im Entwurf einige formale Fehler, sitzerin Maria J e r i k aus Kraljevci c.tt und ließ aus dem Keller 70 Liter Wein und aus dem Wohnzimmer Fenstervorhänge und verschiedene Geräte mitgehen. Die Bande ver anstaltete in der Winzerei ein regelrechtes Gelage und goß schließlich einen Teil des Weines in ein Kalkfchaff. wodurch er ungenießbar gemacht wurde. Dann begab sich die Gesellschaft zum Nachbar Anton K o e u -v c n. aus dessen Keller 50 Liter Wein und 40 Liter Branntwein entwendet wurden. In Peeeeni vrh wurden sodann in der Winzerei Georg T o r n einige Liter Wein ausgetrunken und ein Sack Hafer mitgenommen. Schließlich entwendete die Bande nach aus der Winzerei des Besitzers J. M a -t a 1 c 26 Liter Branntwein, worauf sie im Dunkel verschwand. Die Bevölkerung wird ersucht, auf die Verkäufer von Wein und Schnaps bedacht zu sein, die das gestohlene Gut sicherlich an den Mann zu bringen weshalb sich der Stadtrat jetzt neuerding mit der Angelegenheit beschäftigen wird. der Parkwege, die sich int Laufe der vielen Fahre derart gesenkt haben und schon so vererbet sind, daß sie unter dem Niveau der Rasenflächen liegen und nach jedem Regen» weiter einem wahren Koimcer mit vielen Pfützen gleichen. Diese Wege müßten neu. aufgerissen, mit grobem Schotter neu an- i gelegt und dann etwa mit feinem Kies neu hergerichtet und so gewölbt werden, daß das Regenwasser versickern bczw. abfließen kann. Nur in diesem Falle könnte der Stadtvarl im Sommer Bei jeder Witterung bzw. gleich versuchen werden. Ranbnberfälle In nächster Umgebung von Gornja Radgona ereigneten sich dieser Tage zwei dreiste Raubüberfälle. Als der Tischlermeister Jo- hann Zemljič aus Pregrada bei Gornja Radgona spätabends mit seinem Fahrrad heimwärts fuhr, fielen unweit des Hau ses des Besitzers Anton S-u k i 5 zwei mas kierte Räuber über ihn her und entrissen ihm die Brieftasche, in der sich ein Geldbetrag von 1400 Dinar. befand, die er am selben Tage einkassiert hatte. Die beiden Strol che warfen das Rad in bi» nahe Mur und konnten unbemerkt entkommen. Die Gendar merie hat bereits eine Spur ausgegriffen und auch schon mehrere Verhaftungen vor-genoiminem In derselben Nacht tauchte eine Räuberbande beim Gasthause des Gastwirtes Johann Kukovec' in Lomanosi auf und versuchte durch ein Fenster des Erdgeschosses einzudringen. Kukovec, der schon längere Zeit krank 'darniederliegt, hörte den Lävm und ries sofort um Hilfe. Int Hause befand sich nur seine Tochter, der es gelang die Nachbarn herbeizurufen, worauf die nächtlichen Gesellen von dannen zogen. m. Evangelisches. Der Kcnfirmandenum terricht soll, in der nächsten Zeit beginnen. Die Eltern werden ersucht, ihre Kinder, dir Heuer zur Konfirmation kommen, bis zum 20. d. M. in der Pfarramtskanzlei einschret-6eit zu lassen. Die Taufscheine sind mitzubringen. m. Vermählung. In Graz wurde kürzlich Herr Ing. Leo R e i ft n g e r mit Frl. Marion C I a r i c i aus Maribor getraut. Das jungvermählte Paar wirkte bekanntlich in Solopartien beim großen Festkonzert ait« läßlich des Wföhrigxn Bestandechubiläums des Mannergesangvereines in Maribor erfolgreich mit. — Unsere herzlichsten Glückwünsche! m. Todesfall. Nach längerer chwerer Krankheit ist gestern Frl. Paula K 0 r 0-s ch e tz. Tochter der ehemaligen bekannten Mariborer Großkaufnrannes Koroschetz, gestorben. Die Verblichene erfreute sich in Bekanntenkreisen größter Wertschätzung. Frede ihrer Asche! — Der schwergetroffenen Familie unser innigstes Beileid! m. In den Ruhestand versetzt wurden die Postbeamten Franz P x o s it i k und Augustin Böhm in Maribor, Vinzenz V r b-it jak in Gornja Radgona und Karl R a j 8 in Slovenska Bistrina. Blutiges Liebesörama Verliebter Fleischergehilfe erschießt eine verheiratete Frau und sich selbst Aus ö a k o v ec wird eine blutige Sie* bestragödie berichtet. Unweit von der Stadt wurde in einem Walde der 23jährige Fleischergehilfe Dragotin Markovič aus Ljubljana, der in letzter Zeit in Čakovec beschäftigt war, in einer Blutlache bewußtlos ausgefunden. Neben • ihm lag eine jüngere Frau, die ebenfalls zwei Schußverletzungen aufwies und kaum noch Lebenszeichen gab. Der bald darauf eingetroffene Arzt konnte auch nur mehr den bereits eingetretenen Tod feststöllen. Markovič wurde in das Krankenhaus nach Čakovec überführt, doch erscheint auch sein Zustand hoffnungslos. Die tote Frau konnte alsbald als die 33-jährige des Schlossers Stefan Zadravec, Elisabeth Z a g r a v e c, agnosziert werden. Wie man in Erfahrung bringt, hatte Markovič schon längere Zeit ein intimes Verhältnis mit Elisabeth Zadravec unterhalten, die Mutter eines Kindes war. Beide strebten eine dauernde Verbindung an/ doch wollte der Gatte der Frau von einer Scheidung nichts wissen. Gani Maribor und Umgebung wird vom Hofikestxeat entzückt sein m. Tagung der stellenlosen Lehrer. Die stellenlosen Lehrer in Maribor veranstalten vom 24. bis 34. d. eine Propagandawoche, in der sie verschiedenes Material zur Bekräftigung ihrer Forderungen sammeln und an die maßgebenden Stellen weiterleiten werden. m. Unfall oder Ueberfall? In der Aleksan drova c. in Studenci wurde gestern abends der 48jährige Krämer Michael Beljan aus Kočevje mit einer klaffenden Kopfwunde bewußtlos auf gefunden. Die Rettungsabteischaffte ihn sofort ins Krankenhaus, wo der Mann ganz verworrene Angaben machte, so daß man nicht weiß, ob er das Opfer eines Unfalls oder Ueberfälls geworden ist. v. In Šoštanj ist die WeinhändlersWtwe Frau Jo'efine S $ u š c ! aus Metlika gestorben. Die Leiche wurde nach Ljubljana überführt und dort beigesetzt. R. i. p.! m. Landfeuer. In Kovačja vas bei Slov. Bistrica brach gestern frühmorgens am Anwesen des Besitzers Max K o l a r ein Schadenfeuer aus. dem das neuerbaute Wirtschafts objekt zum Opfer fiel. Der Schaden von 30.000 ' Dinar erscheint durch Versicherung gedeckt zu sein. m. Auch der griechische Deserteur amnestiert. Wie seinerzeit berichtet, wurde vor einigen Monaten oberhalb von Dravograd der griechische Soldat Jovan ides E p h t i m 0 s festgenommen und wegen öffentlicher Gewalttätigkeit zu einer mehrmonatigen Arreststrafe verurteilt. Auf Grund des jetzigen amnestieerlasses wurde nun auch Jovanides auf freien Fuß gefetzt, und nach Süden -abgeschoben. m. Totschlag. Wie schon gestern kurz berichtet, brach in der Nacht zum Montag in Otisk, vrh bei Dravograd gelegentlich einer Gasthausunterbaltung zwischen angeheiterten Burschen ein Streit aus. der bald in Tätlichkeiten ausartete. Hiebei bewarf der Arbeiter Franz Z a ] c seine Gegner mit Flaschen und B'er-»läsern. Der 16iährige Arbeiter Roman W e n i g e r aus Dravograd. der an dar Rauferei nicht beteiligt war, und nur seinen Verwandten abholen kam, wurde von einem Wurfgeschoß an der rechten Schläfe getroffen und stürzte bewußtlos SJi Boden, worauf ihn der Rohling noch mit Fußtritten bedachte. Weniger erlag bald darauf seinen schweren Verletzungen. Zajc wurde dem Gericht eingeliefert. m. In Dravograd sind die Besitzerstochter Marie Poročnik und der Besitzerssohn Ferdinand Streit gestorben. R. k. P.! m. Der AntituLerkulosendinax zur Errichtung eines Asyls für Tuberkulose in Maribor erreichte Ende Dezember v. I. d'-e ansehnliche Summe von 276.406 Dinar. Außerhalb der in den Wohnungen durchge-tührten Sammelaktion ließen der Antitu-berkulofenliga zukommen: Herr Dttc K i f f-ur a n n, Inhaber der Firma „JugoinZta-laeija", 460, der Gesang- und Tamburaschenverein der Finanzkontrolle „D a n i» . i a" sowie Rosa und Josef L e y r e r je lch0, der Rad f a h r ervc r c i n der Textilarbeiter 100 und die Eisenbahneror-llanisation „V z a j e m n o st" 27 Dinar. Ten edlen Spendern wird der verbindlichste Tank ausgesprochen. — Die Antituoerkulc-senliga in Maribor wendet sich auch bei dieser Gelegenheit att die Bürgerschaft mit dem Ersuchen, auf den monatlichen Antituberku-kosendinar zugunsten des Asylfonds nicht zu vergessen. Jedermann möge einmal im Mo-Uat eitteit geringen Beitrag leisten, und der Plan, in Älaribor ein Asyl für Tuberkulosekranke zu errichten, wird in absehbarer Zeit unschwer verwirklicht werden können. m. Marie Kuralt außer Gefahr. Der Zustand der Bovdruckerin Marie K u r a l t, die gestern vormitags in einem Geschäfte vnt Slomškov trg schwere Verbrennungen erlitten hatte, hat sich wesentlich gebessert, südaß sie sich bereis außer Gefahr befindet. Wie uns hiezu ergänzend mitgeteilt wird, hatte sich das Mädchen noch vor Arbeitsbe-fiintt beim Ofen, der übrigens nicht mit Ab-iällen, sondern mit Holz geheizt war, gehärmt und war dabei mit doni Kleid an heut glühenden Ofentürl angekommen, wo hei das Kleid Feuer fing. Donnerstag Elite-Programm mit aller-Ic't Belustigungen arrangiert von der Kabelte Slamic in der Velika kavarna. 351 . ui. Spende. Für die beiden armen Fautt-iiett in Bistrica spendete „Ungenannt" 10 Tittar. Herzlichsten Dank! ..nt. 761 Fahrräder gestohlen. Laut statistischer Angaben der Polizei, wurden im vergangenem Jahre int Stadtbereiche nicht weniger als 761 Fahrräder gestohlen. nt. Mit dem „Putnik"-Autocar nach Gr«z. Ter „Putnik" veranstaltet am Samstag den d. eine Sonderfahrt mit dem Autocar Nach Graz. Abfahrt um 7.30 Uhr vom Ho-fel „Drei", Rückfahrt um .23 Uhr vom Ho-teI „Steirerhof". Fahrpreis samt Bmtm i^O Dinar. Anmeldungen sind unverzüglich den „Putnik", Tel. 21-22, zu richte«. Aus Okiimm _ po. Beisetzung. Unter zahlreicher Beteiligung wurde vor einigen Tagen, die im Al- von 62 Jahren verstorbene Frau Anna ^ e g e n, Gattin des hier im Ruhestande gebenden Frachtenkafsiers Franz Degen, zu Grabe getragen. Die Verstorbene kam vor Die Znfel gehött zur Stadt! Aktion zur Eingemeindung des Jnselbades und des Uferstrerfens Kamnica ist hartnäckig dagegen Tjkßotßt Auf der Tagesordnung der Freitag abends stattfindenden Sitzung des Stadtrates befindet sich auch die Frage des Art-chlußes der Atariborer Insel und des da-vorliegendert Uferstreifens an die Stadtgemeinde. Bekanntlich gehört der 'unterhalb der nach dem Drautal führenden Banatsstraße gelegene Uferstreifen samt der vorgelagerten Insel zur Nachbargernehtb e Kamnica. Unlängst wurde nun eine Aktion ein-geleitet, die beiden 'Gelände, die ein Flächen ausmatz von wenigen Hektar aufweisen, in das Stadtgebiet einzubeziehen. Eigentümerin der Insel mit den Baideanlagen ist die Gemeinde Maribor, die auch einen schmalen Geländchtreifen am linken Ufer zu erhalten wünscht, um eine Verbindung zwischen der Stadt und der Jnselbvücke zu erlangen. Ueberdies wurde die Verlegung der Banats straße unter Umgehung der gefährlichen Montebello-Steigung als Fortsetzung der Koroška cesta in 'gerader Richtung ani Fluß-ufer bereits in Angriff genommen. Nach der Fertigstellung der Uferstraße wird die Insel unmittelbaren Anschluß an die Stadt erhalten, wobei die starke Steigung von der Jnselbvücke bis zur Banatsstraße vermieden wird. Die Gemeinde Kamnica stellt sich in Verfechtung ihrer Ansicht auf den Standpunkt, daß sie die aus dem Mkoholausschank in der Jnselrestauration sich ergebenden Verzehrungssteuern nicht missen und deshalb die Insel und den Uferstreifen nicht hevgoVen könne. Dagegen ist jedoch ernzuwendeu, daß Kamnica eben durch die Insel in den letzten Fahren größere Einkünfte zu verzeichnen Hat, die die im Jnsölbäd euigchobenen Verzehrungssteuern beiweitem übertreffen. 'Gerade in der vergangenen 'Saison konnte die Wahrnehmung gemacht werden, daß sich durch mehrere Monate zahlreiche Fremde wochenlang in Kamnica als Sommerfrischler aufhielten, vor allem aus Oesterreich, um täglich Gäste des Jnlselbades zu sein, was für die Gemeinde ansehnliche Einnahmen darstellt. In Hinkunft wird k>er_ Zustrom der Fremden sicherlich noch anwachsen, was auch int 'Gemeindesäckel zum Ausdruck kommen wird. Die Stadtgememde ist entschlossen, d>e Insel samt den Badeanlagen bedeutend aus« zugestalten, was indirekt auch der Nachbar-gcmeinde zugute kommen wird. Denn je komfortabler das Freiluftbad sein wird, desto größer wird auch der Zuzug der Sommerfrischler sein, die in nächster Nähe der Insel, somit in der Gemeinde Kamnica, Aufenthalt nehmen worden. Die Stadtgemeinde ist jedoch gewillt, größere Summen nur dann in die Insel und den Zugang dazu zu inve stieren, wenn diese samt dem 11 {erstreiten ihr Gebiet wird, da man ja keiner Gemeinde zumuten darf, öffentliche Arbeiten größeren Stils in einem anderen Gemeindewesen vornehmen zu lassen, da sie ja vor allem für sich selbst sorgen muß. Es ist zu hoffen, daß die Nachöargemem-dc ihren ablehnenden Standpunkt revidieren und in die Einbeziehung der Mariöorer Insel samt dem Ufergelände einwilligen wird. Der größte Nutznießer davon wird ja gerade Kamnica selbst sein. vielen Jahren mit ihrem Mann aus Vrhnika nach Poljčane und erfreute sich hier all gemeiner Achtung und Wertschätzung. R. t. Aus IHuf p In Zikole ging das Wirtschaftsobjekt des Besitzers Vinzenz K iiiat in Flammen rnr. Vernichtet wurden auch die landwirtschaftlichen Geräte sowie sämtliche Vorräte. Der Schäden beträgt nahezu 50.000 Dinar. Man vermutet Brandlegung. p Ueberfallen wurde Montag abends in der Bahnhofallee der 22jährige Knecht Vinzenz Strafe! a,' wobei ihm einer der vier Angreifer einen 'Stich in den rechten Arm verhetzte. Strafela wurde ins Krawßeu-haus überführt. Aus Itito it. Generalversammlung. Die hiesige Frei willige Feuerwehr wird am Sonntag, den 17. d. ihre diesjährige Vollversammlung ab hallen. ik. Volksbewegung. Im Sprengel unserer Zahl der ToideAfälle betrug 36. Eheschlietznn gen haben 14 stattgefunden. ik. Antoniusfest. Das übliche Anfernns-fgst findet Heuer bei der Antoniuswallfcchrts' kirche am Sonntag, den 17. d. M. statt. Aus Letze Repertoire: Mittwoch, 1-3. Jänner: Geschlossen. Donnersta, 14. Jänner um 20 Ichr: „Wot-kenbruch". Ab. A. Freitag, IV. Jänner: Geschlossen. lott-Hiue Burg-Tonksiro. Das Ereignis des Tages: die große Sensation „Hofkonzert", einer der erfolgreichsten Filme des Jahres mit Martha Eggert und Johannes Heesters in den Hauptrolle. Eine schmissige Handlung mit viel Musik und Humor. Martha Eggerth und der aus dem „Bettelstudenten" bekannte Johannes Heesters streuen das Beste aus dem Füllhorn ihrer Kunst. — Samstag und Sonntag bei stark ermäßigten Preisen das Doppelprogramm „Bengalen" und „Der Schrei der Prärie". — In Vorbereitung „Duett" (Du mein Schutz fährst mit) mit Marika Rökk. Union-Tonkino. Der neueste und zugleich einzige diesjährige Franziska Gaal-Film „2 i ll i". Ein entzückendes Großlustspiel mit einer spannenden Handlung, die zwischen Wien und Monte Carlo spielt. Der schelmische Humor der Gaal und ihre reizende Verlegenheitskomik gewinnen auch in diesem Film die Herzen der Zuschauer. Außer ihr Szöke Szakall und Hans Jaray in Rollen, die Leben und bunte Abwechslung in das spannende Geschehen bringen. Die Schlager, gesungen von der Gaal, bleiüem im Ohr, die schönen Revierabilder erfreuen das Auge. In Vorbereitung der Wiener Spitzenfilm „Burgtheater", der gegenwärtig in 14 Wiener Kinos läuft. c. Aus dem Schuldienst. Versetzt wurden: der Lehrer in Saško Jofef Kotnik nach Celje; die Lehrerin in Cehe Anna Podbcy nach Laško; die Lehrerin in Vojnik Mira Jankovie-Jnrko nach Maribor; die Lehrerin in Velika Piresica bei Celje Karoline Srebrnič nach LeÄovec bei Krško. c. Das Mtter im Sanntal. Das, was uns in diesen zwei ersten Wochen des neuen Iah res vom: Wetter beschert würbe, konnte man wirklich nicht mit Begeisterung aufnehmeri. Und es wäre doch so herrlich gewesen., wenn wir 1937 mit einer pfundigen 'Schneeballschlacht hätten beginnen können. Aber wir geben die Hoffnung nicht auf einen richtigen Winter auch im Sanntale nicht auf und warten auf die Laune der „Frau Holle" (man kann sie auch Meevesßaltluft nennen), bis sie endlich einmal auch über unseren Häuptern ihre Federn schüttelt. Die Sann-taler Alpen und das Gebirge rund um das Sanntal wurden in der vergangenen Wo-Pfarrgemeinde gab es int Vorjahre 86 Ge- che durch die starken nordwestlichen Winde bürten (50 Knaben und 36 Mädchen). Die allerdings etwas zugestaut, so daß hier Be- Kampf dem Staube! Die Hauptverkehrsadern der Stadt müßten durch Oelnng vor der Staubplage gesichert werden Ter heurige Schneelose Winter hat in den ^rkehrZreichen Straßen der Stadt eine derartige Staubplage entstehen lassen, daß sich heute schon ernstlich die aus hygienischen und Bthetischen Gründen aufgeworfene Frage vach deren wirksamer bekämpfung erhebt. Ta angesichts der Kältetemperatur Wasser ?5 Bekämpfungsmittel nicht in Frage °mmt bleibt einzig und allein die Oelung ^Fahrbahnen übrig. In diesem Zusammenhänge wäre es inter-®l!ant zu erfahren, warum diesbezüglich noch stne Versuche angestellt wurden. Es ist hin-.QrtBich bekannt, daß bei der Gasfabrikation "n städtischen Gaswerk Teeröl als Abfallpro-gewonnen wird. Wie wäre es nun, Bchsi man dieses Del, dessen Gewinnung si-^erlich nicht mit besonderen Spesen verbun- den ist, zur Oelung der Fahrbahn der 2llek-sandrova cesta. Vetrinjska ulica, der Reichsbrücke, des jenseitigen Brückenkopfes und auch der Frankopanova ulica verwenden wür de. Das Abbürsten der Straßen bei hellichtem Tage erzeugt nur neue unnotwendige Staubwolken, da die Pneumatiks der Krast die Koroška cesta und die Tattenbachova ulica —, in der die Staubentwicklung einfach unerträglich geworden ist. Auch hier rächt sich die Tatsache, daß man es unterlaßen hat, die beiden genannten Zufahrtstraßen des Haüptplatzes wenigstens zu makadamisieren, wenn nicht schon zu pflastern. So aber sind die beiden stark frequentierten Verkehrsadern in Regenzeiten ein Kotmeer, gegenwärtig hingegen wahre „Staubfabriken". Der Kampf gegen die Staubplage wird in Maribor systematisch beginnen müssen. Wenn es wahr ist, was die Wetterpro pheten prophezeien — nämlich einen dürren wölkung und Niederschläge, die ab rund 1000 M?ier als Schnee niedergingen, stärker waren. Zur Ausübung des Wintersportes aber ist das bißchen zu wenig. Es sicht in -dieser Hinsicht also trostlos aus. Der Ju-gendfkitag des SkiMubS Celje am kommenden Sonntag wird (wie das Eröffmings-springen auf der Sprungschanze des SK. Celje in Zagrad am letzten Sonntag) sicher wieder Ausfallen müssen. c. Kino Metropol. Mittwoch- und Donnerstag: „Eskapade", das Erlebnis eines Amerikaners, der in Rußland in eine Spiv-nageaffäre verwickelt wird. In den Hauptrollen Renate Müller und Georg Alerav der. Vorspiel: Tönende Wochenschau wagen aus den Ouaderfugen immer wieder. Sommer, — so wäre es schon heute gebo-iteucn Staub aufwirbeln, solange dieser nicht i ten, darüber nachzudenken, wie die Verkehrs durch eine ölige Masse fixiert ist. Irgend et- adern besser als lediglich Lurch Besprengen was wird die Stadtgemeinde unternehmen j vor Staub geschützt werden könnten. In was-müssen, um die Staubplage zu bannen. Die. {erreichen Jahren spielt dies keine Rolle, soll-Staube'ntwicklung in den gepflasterten Stra- te aber heuer ein wasserarmer Sommer kom ßen wäre auch eine geringere, wenn man men, dann wird man als Ersatz ljicfüt un-seinerzeit die Fugen 'der Quadern nach dem bedingt zur Oelung und Makadamisierung Zagreber Vorbild mit Asphalt ausgegofsen schreiten müssen, hätte. Es gibt jetzt Straßen — besonders auch Dormerstag, 14. Jänner. LjMjcma, 12 Schallpl. 18 Fnnlorchcifter. 18.40 Slowenisch. 19 Nachr., Natzionalvor-trag. 20 Balalaikaorchester. — Beograd, iS Tanzmusik. 19.30 Nationalvortrag. 20 Kon-zrt. — Paris, 19 Orgelkonzert. 20.45 Bw-linsoli. — Droitrsich, 17.15 Kammermusik. 22 Tanzmusik. — London, 20.30 Schallpl. 21 Hörspiel. — Mailand, 17.15 Solisten-konzert. 31 Oper. — Rom, 20.40 Oper. — Zürich, 19.40 Kammermusik. 20.55 Musik von Cocchenni und Mozart. — Prag, 15.25 Kon zert. 17.45 Deutsche Sendung. 19.15 Deutscher Sprachkurs. 19.30 „Der Ueberwinder", Oper von Förster. — Budapest, 19.15 Kunst ler-Abend. 20.10 Jazzkonzert. — Wien, 7.10 Frühkonzert. 10.5p Schallpl. 11.25 Stunde der Kranken. 12 Mittagskonzert. 16 „Häusel und Grebel", Märchen spiel von Humpcrdinck. 17 Borträge. 18.05 Konzert-stuttix. 19.30 Unterhaltungsmusik. 20.45 Berühmte Stimmen (Sch.) — Deutschlandsender, 18 Kammermusik. 19 Schallpl. 20.10 Tanzmusik. — Berlin, 18 Mozartstunde. 19 Seemannslieder. 20 Tanzmusik. — Breslau, 18 Blasmusik. 19 Kleine Musik. 20 Tanzabend. — Leipzig, 18 Musik zum Feierabend. 19 Hörspiel. 20.10 Das Fest der Geige. — München, 18 Blasmusik. 19 Kammer mujtf. 20 Bunter Abend. ZEIGT ERBARMEN MIT DEN ÄRMSTEN DER ARMEN M und tretet als Mitglieder de &NTIT18BERKUI.©SENU6Ä in Maribor bei ! - Gewinne bis zu zwei Drittt Allgemeines Steige Wie die Warenmärkte, so sind auch die Effektenmärkte in den meisten Staaten ins neue Jahr mit einer ausgesprochenen Tendenz nach weiterer Aufwärtsbewegung der Wertpapiere getreten. Auf den Börsen setzten sich die Kursbefestigungen in den letzten Monaten durch und schreiten nach vorübergehenden Schwankungen unaufhalt sam fort. Die Entwicklung stand im Vorjahr im Zeichen einer allgemeinen Aktien-li auss e. Der als Durchschnitt der Indexziffern der elf wichtigsten Börsen errechnete internationale Börsenin-d e x, der sich bereits 1935 um rund 16 Prozent erhöht hatte, ist 1936 weiter um 34"/» gestiegen und hat jetzt mit 70,6 (Ende 1927 — 100) gegen Ende 1934 eine Erhöhung um rund 55% aufzuweisen. Wie in den vorausgegangenen Jahren, wurden auch im letzten Jahr durch die Währungsabwertungen in einzelnen Ländern Sach werth aussen hervorgerufen. Auf der Pariser Börse stiegen die Kurse in den letzten drei Monaten um rund 41, auf der Börse Zürich um 45 und auf der Amsterdamer Börse um nahezu 47"/°. Die Pariser Börse mußte aber in der ersten Jahreshälfte zeitweise scharfe Rückschläge hin nehmen, so daß sie per Saldo nur Gewinne von durchschnittlich nicht ganz, 10% zu verzeichnen hat. Die Kurse der niederländischen Aktien haben sich 1936 im ganzen um rund 60% und der schwei X Mariborer Rindermarkt vom 12. Jänner 1937. Der Auftrieb belief sich auf 8 Pferde. 10 Stiere, 156 Ochsen, 364 Kühe und 14 Kälber, zusammen 552 Stück, wovon 279 verkauft wurden. Es kosteten Mastochsen 3.75—4.25, Halbmastochsen 3.25—3.75, Zuchtochsen 3.25 —3.75, Schlachtstiere 3.10—3.30, Schlachtmastkühe 3—3.75, Zuchtkühe ffas-iääm Zwischen sieben und Halbsechs Bon Moria Weit. Herr Ingenieur a. D. Heinrich Wiede-mev, ein äiterer Junggeselle ziemlich eigen-hvödlerischer Art, pflegte nur 7 löch des Morgens aufzuftehen, um men ausgedehnten Spaziergang zu unternehmen. Dies geschah Tag für Tag mit solcher Pünktlichkeit, daß die Flurnachbarm -Sophie Schneider-Furver glaubte, der alte Herr sei krank geworden, als sie an diesem Morgen um einhalb neun Uhr den Brotbeutel und die MWkanne noch immer vor seiner Tür fand. Sie besprach sich Deshalb mit der eine Treppe tiefer wohnenden Büralisbin .Hilde Bärk-Ii> die ihrerseits Frau Schneider-Furrer fragte, ob sie nicht den Lärm gehört habe, der mindestens eine -Stunde lang am gestrigen Wend beim alten Ingenieur geherrscht Habe. Frau Schneider-Furrer aber imr im Kino gewesen und also [Hatte Fräulein Bärk-Ii Gelegenheit, ihr das Kreischen der Frauen stimme, das immer wieder in die begütigenden Worte des alten Herrn Wtekcmer fuhr, gebührend zu schildern. Sie schilderte eg um eiichalb 12 Uhr mittags übrigens auch dem Kommissar, der die beiden Frauen an Ort und Stelle vernrchm und sie bat, sich für eine weitere Vernehmung zur Verfügung zu halten, denn der alte Herr Wiedemer war, tot an seinem Schreibtisch sitzend, aufgesunden worden. Lag hier ein Verbrechen vor? Eine Kasse war nievgenbs zu sehe». Gift? Die beiden Frauen tuschelten aufgeregt. Für sie war die Sache klar, denn vor sich aus seiner Schreibtischplatte '‘halte der Tote ein aasgeschlagenes e ffe überall f gegenüber dem Vorjahr / t des Börsenindexes zerischen um 65% erhöht. Der Aktienindex der Mailänder Börse hob sich in den letzten drei Monaten um nur 12 und im ganzen Jahr um 28%. Ende 1927—100% 28. Dez. 26. Sept. 26. Dez. 1935 1936 1936 Berlin 34 40.0 44.3 London 75.3 78.3 81.4 Paris 50.3 38.8 4.7 Brüssel 34.4 36.3 50.2 Amsterdam 39.4 43.0 63.0 Stockholm 16.4 23.6 26.9 Zürich 36.8 41.9 60.6 Wien 41.4 48.7 57.9 Prag 71.8 89.6 101.8 Mailand 94.6 107.3 120.7 Newyork 84.4 103.3 115.5 Auf den Aktienmärkten der anderen Länder haben sich ebenfalls durchweg Aufwärtsbewegungen durchgesetzt. Das Kursniveau der Newyorker Börse die durch den wirtschaftlichen Aufschwung angeregt wurde und starken Zustrom ausländischen Spekulationskapitals zu verzeichnen hatte, hat sich 1936 um rund 37% erhöht. Auf der L o n d o n e r Börse, die im Hinblick auf die weltpolitische Lage lange Zurückhaltung übte, hielten sich die Steigerungen in bescheidenen Grenzen. Die B e r 1 i -n e r Börse schöpfte aus dem binnenwirtschaftlichen Aufstieg Deutschlands Anregung und hatte eine Hebung ihres Kursstandes um rund 28% zu verzeichnen. Auch alle übrigen Börsen konnten ansehnliche Gewinne buchen. 2.75—3.25, Beinlvieh 1.75—2, Melkkühe 3—3.50, trächtige Kühe 2.75—3.25, Jungvieh 3.50—4.25, Kälber 4.50—6 Dinar per Kilogramm Lebendgewicht. Fleischpreise: Ochsen prima 8—10, sekunda 6 —8, Stier-, Kuh- und Jungviehfleisch 5 —8. Kalbfleisch prima 10—12, sekunda 8—10, frisches Schweinefleisch 10—14 Dinar per Kilogramm. Scheckbuch liegen, dessen letzter Abschnitt den Vermerk: „Frcs. 1060.— für Anna" und das gestrige Datum trug. Fran Schneider-Fnrrer fühlte sich als Heldin des Tages, denn sie war auf den Einfall gekommen, die Polizei zu verständigen, während Fräulein Bärkli das Bild des alten Herrn in lebhaften Farben malte. Er sei zwar zurückhaltend und etwas seltsam, aber immer freundlich gewesen und habe kaum gesellschaftlichen oder Verkehr mit Bekannten 'gehabt. Ms gestern abend . . . Der Scheck trug die Nummer 47438 B. — Wer aber war Anna? Punkt 12 Uhr mittags klingelte im Kas-senraum der Bank das Telephon: die Zentra itc -gab Anweisung, kveit Scheck Nummer 47438 B. Kl sperren, falls er im Laufe dieses Tages oder später Vorkommen sollte, und jene Person, die ihn einzulösen beabsichtige, unauffällig zurüchzuhalten, bis die Polizei eitrträfc. Kurz vor Schalterschluß erschien eine junge Frau, bk auffallend blaß war, ein hübsches, dunkelblaues Kleid trug und dem bicnfchdfonden Beamten den fraglichen Scheck zuschob. Der 'Beamte stutzte und verglich die Nummer, sie stimmte. Dabei hatte sie so rührend unschuldige Augen, die Frau, ganz anders, als mmt sie sich bei verdächtigen Elementen sonst vorstellen mag. Der Beamte wurde ptctzlid) sehr höflich, denn er hatte die sich steigernd« Unruhe der Frau -bemerkt. »Ich muß Sie bitten, einen Augenblick im Nebenzimmer Platz zu nehmen . . . sagte er. Es war kein Zweifel darüber, daß ihre Lippen zitterten und in ihren Worten die Angst saß: „Oh?" fragte sie hastig, „stimmt etwas nicht? Ich habe nämlich gar keine Zeit. Ich könnte — morgen wiederkommen." Der Beamte bemühte sich, die Frau zu beruhigen, während er sie in einen leeren Börsenberichte Ljubljana, 12. d. D e v i s e n. Berlin 1743.52—1757.40, Zürich 996.45— 1003.52, London 212.75—214.81, New-york 4307.25—4343.56, Paris 202.59— 204.03, Prag 151.83—152.94, Triest 227.70 —230.78; österr. Schilling (Privatclearing) 8.14, engl. Pfund 238. deutsche Clearingschecks 12.60. Zagreb, 12. d.Staatswerte. 2%°/o Kriegsschaden 376—378. 4% Agrar 50—51, 6% Begluk 69.25—69.75, 7% Investitionsanleihe 83—84, 7% Stabilisationsanleihe 85.25—85.50, 7% Hy-pothekarbankanleihe 91—0, 7% Blair 0 —77. 8% Blair 86.50—87; Agrarbank 0 —195, Nationalbank 7000—7150. X Ein Gesetz über die Lebensbedaris artikel befindet sich im Schöße des Ministeriums für Sozialpolitik in Vorbereitung. Da der Entwurf des Gesetzes bereits fertiggestellt ist, wird ihn jetzt eine Kommission der beteiligten Ministerien durcharbeiten, worauf der Ministerrat hiezu Stellung nehmen wird. Ebenso ist auch das Reglement zu diesem Gesetz bereits in der Hauptsache fertiggestellt. X Debetzinssenkung der Stadtsparkasse von Ljubljana. Die Stadtsparkasse von Ljubljana hat den Beschluß gefaßt, den Debetzinsfuß ab Neujahr um durchschnittlich ein Prozent zu senken. Din Hypothekarschuldner werden künftighin Zinsen in der Höhe von 7% (bisher 8%1 zu bezahlen haben, während reine Wech selkredite zu 8% (bisher 9%) gewährt werden. Ferner wurde der Debetzins fuß für Anleihen für die Stadtgemeinde Ljubljana von 6 auf 5%% und für fremde Gemeinden von 8 auf 7% herabgesetzt. Es sei hier erwähnt, daß die Spar kasse in den letzten sechs Jahren unein bring!iche Forderungen in der Höhe von 24% Millionen Dinar abgeschrieben hat X Tagung der Wirtschaftskammern. In Beograd traten die Vertreter der einzelnen Wirtschaftskammern zusammen, um zu verschiedenen aktuellen Fragen Stellung zu nehmen. Vor allem handelt es sich um die Aenderung einiger Wirtschaftsgesetze. Dienstag wurde die Pan" Warteraum führte. Es stimme wahrscheinlich alles, es müsse nur rasch etwas nachgeprüft werden... Sieben Minuten später erschien der Kommissar. Die Frau preßte die Hand aufs Herz, als er sich auswies. Wenn es möglich war, wurde sie noch blasser. Der Kommissar erklärte, es täte ihm sehr leid, sie belästigen zu müssen, doch hoffe er, sie verlege sich erst garnicht aufs Leugnen, sondern gestehe alles. Das werde die Situation wesentlich erleichtern. „Um Gotteswillen, was ist denn los?", stieß die Frau hervor. Ihre Augen weiteten sich und ihre Finger nestelten unablässig an chrem Kleid. „Können ‘Sie sich legitimieren, Frau . ." „Niehaus, Erika Niehaus-Egli . . Ja. . nein . . ich glaube . ." „Können Sir mir bann vielleicht sagen, wie sie zu diesen Scheck gekommen sind?" „Ah — diesen Scheck? Ja . . Nein, nein, daz kann ich nicht!" „Auch nicht, wenn ich Sie sonst unter Mordverdacht verhaften mußte?" Frau Niehaus-Egli schwankte. Der Beam te schob ihr einen Stuhl 'zu und sorgte für ein Glas Wasser. Hastig trank die Frau. „Mein Gott, mein Mann, mein Gott, mein Mann . murmelte sie dabei vor sich hin und sah den Kommissar flehend an. „Wollen Sie mir nicht doch lieber sagen, woher Sie den Scheck haben, Frau?" „Nein, das kann ich nicht, das kann ich rtidst, ,o Gott, mein Mann!", wiederholte sie nur, völlig aufgelöst und verwirrt. „Dann will ich es Ihnen verraten" — die Stimme des Kommissars >var jetzt einen Ton strenger geworden — „Sie waren gestern abend in der Zeit von acht bis neun Uhr in der Zürcher Straße Nummer 44 bei Herrn Ingenieur Wiedemer. mit dem Sie einen schalumsazsteuer in Behandlung genom men. X Wiener Schweinemarkt. Montag wurden auf den Markt 11.355 Schweine zugeführt, davon 8017 aus dem Auslande. Es notierten pro Kilo Lebendgewicht Fettschweine Prima 1.62—1.66, mittelschwere 1.58—1.60, . alte 1.44—1,54, Bauernschweine 1.55—1.65, gekreuzte 1.55—1.65, Fleischschweine 1.48—1.70 Schilling. Die Preise ließen wegen des großen Angebotes etwas nach, so bei leichten Fettschweinen um 3—5 und bei schweren polnischen um 2 Groschen pro Kilo. Hingegen zogen ungarische Fettschweine wegen starker Nachfrage um 3 Groschen an, während Bauernschweine ihre vorwöchige Preishöhe behalten konnten X Kommissionelle Besichtigung der Gastlokale. Nach einer vom Handelsministerium eben ausgegebenen Verfügung werden die kommissioneilen Besichtigungen der Gastlokale künftig eingeschränkt werden. Eine Besichtigung findet nur dann statt, wenn in den betreffenden Räumen das Gastgewerbe noch nicht ausgeübt wurde, wenn sich früher dortselbst ein Gastgewerbe niederer Ordnung befand oder wenn der Mieter des Lokals die kommissioneile Besichtigung verlangt. Bäskessekau - ■rinwwii ■ milili wim W b. Industrijska Odbrana. Wochenschrift für Industrie. Verleger Dr. Ing. Franz PodbreLnik, Beograd. 4. Jahrgang, Nr. 38 —39. Jahresabonnement 250 Dinar. b. Rudarski i topronioki vesnik. Erscheint halbmonatlich. Verlag Dr. Ing. Franz PodbreLnik. Beograd. Jahrgang 8. Nummer 19—20. Jahresabonnement 120 für Ein zelperfon, 300 Dinar Firmen, Anstalten usw. b. SüdOroler Bilderbuch. Ein Buch der Sehnsucht und der dankbaren Erinnerung. Verlag Grenze und Ausland, Berlin. 112 Seiten mit 116 Bldern, im Kunstdruck, kartoniert 2.00 Mark. Mit prachtvollen Aufnahmen der Landschaften im Süden Tirols. 6. Brennessel. 7. Jahrgang. Folge 2. Be» lag Franz Eher Nachf. Berlin. Einzelvreis 30 Pfemrp, für das Ausland 32 Pfennig. b. Wirtschaftsdienst, Heft 2. Herausgegc-ben vom Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Archiv. Zeitschrift für Wirtschaftspolitik Einzelnummer 1 Mark. Beziehbar: Buchhandlung Scheidbach Gosposka 28. Streit hatten. Dort haben Sie d. Scheck emp langen. Es durfte Ihnen bekannt sein, daß Herr Wiedemer 'heute morgen tot an seinem Schreibtisch aufgefunden wurde." „Aber um Himmelswillen! Ich kenne doch »inen Herrn Wiedemer garnicht, ich war nie Mit Haufe Zürcher Straße 44. Ich war gestern Abend mit.meinem Mann bei meinen Verwandten zu Besuch! Von sieben bis drei viertel 12 Uhr, Herr Kommissar. Das kan» man doch nachprüfen!" ; Den Kommissar begann die Sache, die jo einfach angefangen hatte und sich so komplizieren schien, zu interessieren. Trotz flehentlichen Protestes der Frau wurde Herr Niehaus herbeigeholt, der aufgeregt und außer sich vor der Untersuchungsbehörde erschien. Das Alibi der Frau Niehaus wurde einwand frei festgestellt, sie selbst aber war völlig zu-fammengebrochen und weinte herzzerbrechend vor sich hin. Herr Niehaus war Postbeamter. Seine Beförderung stand bevor, und Frau Niehaus zitterte davor, daß sie ihrem Manne Schande machen könnte, mit dem „Skandal", in den sie da verwickelt war. Im Kreuzfeuer der Fragen, das ihr Mann und der Kommissar auf sie losließen, gestand sie schließlich: ja. sie habe ein Geheimnis vor ihrem Mann. Daher ihre Angst! Daher ihre Vorsicht! Daher ihre Blässe und Unsicherheit. Denn sie war seit drei Jahren verheiratet und hatte, glücklich wie sie war. keinen anderen Wunsch, als diese Ehe nicht zu gefährden. Vorher aber hatte sie eine Jugendfreundschaft mit einem Artisten gehabt. Als sie ihren Manu kennen lernte, hatte sie mit dem anderen gebrochen, der das erst auch gelassen hinnahm und aus ihrem Gesichtskreis verschwand, bis er drei Wochen vor ihrer Hochzeit heimlich bei ihr erschien und sie um ein Darlehen anflehte. Er warf sich ihr zu Firnen und versicherte ihr hoch u. hellig, das Geld bald zurückzuzahlen und dann Medizinisches lIlllll!l!IHII!!llll!n!ilHlilNineill!llillllHliMIHHIKRIIiHIRniRIVIIIHIIIililHIIIHIiHIH8KI8IBIilllMHIIIIilHlflHlillNKHIIIINI!MIKIHIHfflHHI8HiMlll!INIIIRIN!HIRmilfilNnillttllllfflim Hsven Sie schon .die Grippe hinter sich? Eine zeitgemäße Frage i'ö gibt wohl kaum eine Frage, die während der letzten Monate so aktuell war und sicsi) ist, als die obige. Recht rätselhaft er-, scheint es dabei ident Laien, daß der eine öoti der Grippe befallen wird, während der andere, der unter den gleichen Lebensumständen lebt, verschont bleibt. Dieser Umstand ist dadurch zu erklären, daß zur Entstehung jeder Krankheit nicht nur der betreffende Krankheitserreger gehört, sondern auch eine gewisse Krankheitsberettschaft der Körpergeweke, die zum Glück nicht bei jedem einzelnen ständig vorhanden ist. Wenn das Fall wäre, würde jede ansteckende .freut1 ht?tt ja jeden Menschen ergreifen. Wie sich die Grippe äußert, ist den meisten sicherlich bekannt. Plötzlich setzt leichtes Frösteln ein, der Kopf wird benommen, die dßruft fängt an zu schmerzen, Husten und Schnupfen lassen nicht. lange auf sich warstu. Wir haben also das Bild einer tnpi-ichett Erkältung. Der Temperaturanstieg berhält sich ganz verschieden; manchmal beginnt die Krankheit mit äußerst heftigem U'eber, das jedoch rasch wieder abklingt, in anderen Fällen jedoch steigt die Körpertem-steratur nur wenig an. Diese geringe An-Istigung kann aber wochenlang bestehen bleiben, und viele Aerzte haben die Beob-sickstung gemacht, daß gerade die geringer Fiebernden viel länger an den Folget: der Grippe zu leiden haben. Möglicherweise jjstgt das daran, daß sich bei hoch Fiebernden im Körper rascher die notwendigen Abwehrstoffe bilden, welche die Krankheits-erreger unschädlich machen uüd daher den 'wlauf der Krankheit beschleunigen. Bei den verschiedenen GriPpe-EvkraNkun-flen ist das Gebiet der am meisten in Mitleidenschaft gezogeiret: Organe nicht immer dasselbe. Manchmal werden mehr die At-Wungs,organe betroffen, bisweilen die Ra-stienmandeln und das Mittelohr; zu änderet: -octtcrt äußerte sich die Grippe im Auftreten stsu heftigen Magen- und Darmstörungen, •b’e Epidemie ist daher erst zu erkennen, wenn gehäufte 'Krankheitssymptome dersel- ben Art gleichzeitig auftreten. Ziemlich geklärt ist heute schon die Art der Weiterverbreitung. Sie erfolgt durch die sogenannte Tröpchen-Jnfektion. Darunter versteht mau die Uebertragung der Aus kaum einem anderen Gebiet ist gegen wärtig alles so sehr im Fluß, wie auf dem der Hormone und Vitamine. Nicht zufällig, denn hier nähert sich die Forschung auf verschiedenen Wogen immer wieder einem Grundproblem des Lebens in der Natur. Wahrscheinlich wird eine spätere Stufe naturwissenschaftlicher Entwicklung die Trennung in Vitamine als Lebensstoffe der pflanzlichen und Hormone als Lebensstoffs der tierischen Welt überhaupt nicht mehr kennen. Schon heute deutet fast jedes neue Forschungsresultat auf die äußerst enge chemische und biologische Verwandtschaft beider Stoffgruppen hin. Bakterien und manche Kiefelälgen vermögen Vitamine aufzubauen, Schimmel-und Hefepilze Vitamin B zu bilden. Umgekehrt ist die Entwicklung der Arbeitsbiene zur König!,: au das Vorhandensein des Fruchtbarkeits-Vitamins E gebunden. Vitamine kurbeln die Honnontätigkeit bei Tier und Mensch an, können sogar normalerweise winterfchlafende Tiere während des ganzen Winters wach halten oder aus dem Winterschlaf wecken. Anderseits fördern Hormone, wie sie z. B. int Harn schwangerer Tiere und Menschen enthalten sind, das Wachstum von Pflanzen bringen Hyazinthen und Orchideen zu früherer und reicherer Blüte. Besonders interessant erscheint d>e Tatsache, daß man immer häufiger in der Pflanzenwelt auf Stoffe stößt, deren Wirkung völlig der des weiblichen Sexualhormons gleicht. So in weiblichen Wutenteilen. Krankheitskeime auf kleinsten Schleimteilchen, die der Betreffende aushustet oder ausschnupft und mit denen er feine Mitmenschen ansteckt. Diese Gefahr des Anhustens ist namentlich in den öffentlichen Verkehrsmitteln der Städte besonders groß, und es empfiehlt sich daher, zu Zeiten, wo die Grippe besonders stark herrscht, jede größere 501enschenansammlung zu vermeiden, soweit das im Rahmen der Möglichkeit liegt. Auch durch rechtzeitige Desinfektion von Mund und Rache,: läßt sich Vorbeugen, daß diese Organe die Haupteingangspforten der Krankheitserreger darstellen Kätzchen bestimmter Weidenarten, de» Samenkörnern der Sonnenblume und den Ker nett von' Palmen. Ter stärkste Beweis aber für die Einheit des Lebensprinzips in der gesamten Natnr aber ist es, daß man weibliches Sexualhormon in größerer Menge auch in der sogenannten „unbelebten", besser gesagt „nicht mehr belebten" Natur vor fand: in der Torferde und int Moor; wobei sich bekanntlich das Fratrzensbader Moor (mit etwa 500 Mäuse-Einheiten pro kg Mo-or-extrakt als etwa doppelt so hormonhalttg erwies, als das Aiblinger und fünfmal so stark, als das von Bad Nenndorf. Lassen sich mit diesen hormonhaltigen Stoffen aus der Natur echte Hormonwirkun gen erzielet:? Im Tierversuch ja. Hier gelang es bereits, durch Pinselung der Haut weiblicher Tiere mit Moorextrakten eine für das weibliche Sexualhormon typische „Brunst"-Reaktion ai: den Geschlechtsorganen zu erreichen. Für ihre Wirkung am Menschen liegt vorläufig nur ein starker indirekter Beweis vor: die Heilwirkung des Moors speziell auf Frauenleiden. Doch auch der direkte Beweis wird bald erbracht sttrt. Entscheidend ist die Frage der Durchlässigkeit der Haut für Hormone. Diese ist im Prinzip zu bejahen. An ihrer technischen Lösung wird fieberhaft gearbeitet. Gelingt sic, so wird damit die Voraussetzung geschaffen werden für ein neues aussichtsreiches Heilverfahren: für die wirtlich wirksame Therapie mit Hormonen in Salbenform. Vitamine und Hormone wie den Blüten der gelben Teichrose, den ss'etnals mehr in ihrem Lebet: aufzutau-chetr. Es gelte eine Rekordnummer zu finan-Ueren, mit der er sich in Artistenkreisen ei* nen weltberühmten Namen machen wolle. Wie Frau Niehaus erzählte, sei ihr die ^itze Angelegenheit äußerst peinlich gewesen, der Artist habe ihr leid getan, sie habe %t so schnell wieder aus dem Hause haben, vollen, damit ihr zukünftiger Mann nicht *stst von dieser Sache etwas erführe, und Wb« darum in der wohl begreiflichen Ber-.^jvrung dem Artisten gegen einen Schuld -schein tausend Franken gegeben. .Frau Niehaus-Egli konnte vor Schluchzen Mht weitersprechet:, denn sie liebte ihren ■ ™ntt und kannte seine maßlose Eifersucht, endlich aber kant es heraus: ihrem Manne patte sic gesagt, sie bringe 3000.— Franken -r?partes mit in die Ehe! Zweitausend wa-v^t, mit der Zeit nun aufgebraucht. Immer .fvt'tger fehlten ihr die tausend, denn wenn wr Mann auch das Bankbuch nicht sehen wallte, so drängte er seit einiger Zeit doch „^siuf, daß sie für den Haushalt und für ach seihst einige größere Anschaffungen mach ,c- Das Geld hatte ihr also gefehlt. Sich nach w langer Zeit dem Manne zu offenbaren, takte sie nicht den Mut. Heimlich stellte- sie ;°vchfo-rschungen nach dem Artisten an. Als tVrc oEch bekannt wurde, daß er sich in der stUet: Stadt befand, in der sie wohnten, sihrieb sie ihm dringend, er möchte ihr Post-vgernd E. N. 1000 die Summe zurücker-atten. Heute vormMag nun habe sie im 2f!chlof]"enett Kuvert den beschlagnahmten yfchvtf gefunden und ein paar Zeilen dabei, den Schuldschein heute nachmittag dlhr an: Bahnhof der dort am Zigar-aiti osk ^ wartende:: Person abliefern. Als „ räöhlung der Frau Niehaus an dieser ■wue ankam, flogen alle Blicke auf die Uhr. --Zehn Minuten vor fünf!" _ „Und wo ist et schuldschem?" Frau Niehaus öffnete ihre Handtasche und zog ihn heraus. Herr Niehaus atmete auf. „Und wie sah er aus, der — hm — Artist?" fragte der Kommissar. „Oh," antwortete Frau Nichaus nervös, er tvar früher bas, was man einen schönen Mann nennt, glaube ich . ." Und da die Herren zum Aufbruch drängtet:, fügte sie rasch hinzu, er habe ein scharf-geschnittenes Gesicht, ein cowböhmäßiges Aussehen, eine sportliche Figur also, blitzende Augen, schwarzes Haar und eilten federnden Gang gehabt. Und schon waren die Beamten unterwegs. Zwei Minuten vor 5 Uhr promenierten sie bereits unauffällig in der Nähe des Zigarre« kiosk. Der Bahnhof war mit diese Zeit nur wenig belebt. Punkt 5 Uhr schritt ein junges Mädchen vorüber. Da tauchte an der Ecke ein Mensch mit zwei Krücken aus, der sich langsam näherte und das einzige Wesen zu sein schien, das mit dem Kiosk irgendetwas zu tun hatte. Dem: er verglich die Zeit, spähte diö Straßen entlang, kehrte um, ging bis an die Ecke, kehrt» wieder vor den Kiosk zurück,- schaute sich mißtrauisch um, und schrak heftig zusammen, als einer der Beam ten auf ihn zutrat und ihn fragte, ob er sich ausweifen könne. „Ja, natürlich", meinte der Krückenman!: und zog seine Schriften aus der Tasche, aus denen hervorging, daß es sich bei ihm tatsächlich um den ehemaligen Artisten stav er Benteli, genannt „Rolf Valentin" handelte, der vor ein paar Jahren bei einem Doppel salto aus der Zirkuskuppel verunglückte, beide Beine brach, voll erwerbsunfähig wurde und eine kleine Rente von seinem Berufsverband bekam. Sonst war alles in Ordnung. Nur —: „Von dieser Rente können Sie keine Schuld im Betrage von 1000.— Francs bezahlen, Herr Benteli", sagte der Kommissar. „Woher haben Sie also diesen Schein?", und er wies den Scheck vor, der schon Frau Niehaus beinahe gefährlich geworden -wäre. Herr Benteli lächelte wehmütig und bedachte sich eine kleine Weile. „Denn . . hm . . den habe ich von meiner Frau", sagte er dann. „Und Ihre Frau heißt mit dem Vornahmen Anna und hat den Scheck: in Höhe von 1000.— Francs gestern abend von Herrn Ingenieur Heinrich Wied einer bekommen, indessen Wohnung sie sich über ein Stunde lang aufhielt. Mißtrauisch musterte der einstige Artist die beiden- Herren, die rechts uitd links von ihm: gingen. „Es stimmt", meinte -er seelen-ruhig, „wollen Sie mir aber vielleicht erkläret: — —". „Erklären sollen Sie, Herr Benteli' -Finde:: Sie es nicht ein bischen merkwürdig, daß Ihre Frau in die Wohnung eines fremden Mannes, eines Junggesellen geht und dort — na, drücken wir einmal sehrgelinde aus — eine ziemlich hohe Summe erpreßt?!" „Erpreßt?" brauste Herr Benteli auf, „Erpreßt? Es gehört ja meiner Frau das Geld! Jahrelang war sie Hausdame bei diesem Kerl, der sie nur ausgebeutet hat und ihr nie einen appen Lohn bezahlte! Hinge» halten und vertröstet hat er sie, die Heirat hat er ihr versprochen, und sie hat ihn geliebt, hat ihn verehrt, mein Gott, sie ist eine einfache Frau und hatte Respekt vor seinem Titel und seiner Leistung, bis sie es gemerkt hat, daß er eS ja garnicht ernst meint, daß er nur aus Eigensucht, aus Geiz, aus Habgier bei: Lohn nicht bezahlte, daß er nie im Ernst daran gedacht hat, sie zu heiraten! Das ist lange her, meine Herren, meine Frau ivar damals noch jung, sie hat mir daa alles erst viel später erzählt, und ich habe ihr verziehen, denn sie ist die beste Frau, die cs gibt. Wem: sie wüßten, wie aufopfernd sie mich armen Krüppel Pflegt, wie sie für mich, sorgt! Aber das Geld irntß er zahlen, Stad : In Ljubljana wird -kommenden Sonntag die Z a g r e b e r „S P a r t «" ein Fußballmatch gegen den SK H e r m e s bestreiten. Bekanntlich spielt im Ter der „Sparta" der ehemalige Internationale M h e l L i ö. : Noch immer keine Aussöhnung zwischen Ljubljana und Zagreb. In letzter Zeit 'wurden Stimmen laut, daß endlich alle Differenzen zwischen den Fußballzentret: Ljubljana und Zagreb aus dem Wege geschafft und ein „gentleman agreement" abgeichlof-sen worden sei. Nunmehr meldet sich der Vorsitzende des Zagreber ,,-Grädjanski". Berge r, mit einer Erklärung, daß ihm hievon nichts bekannt sei. : Die Akademischen Welt-Winterspiele. Bisher halben sich 15 Nationen zu den fünften Akademischen Welt-Winterspielen gemeldet, die vom 1. bis 7. Februar in Zell am See durchgeführt werden. Es sind dies Oesterreich, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Italien, J u g o s l a-w i c n, Lettland, Sichenstein, Litauen, Norwegen, Polen, Schweiz, Tschechoslowakei und Ungarn. : Damen-Fußball in Budapest unaktuell. Der Wiener Damenfutzballklub Austria offerierte sich schriftlich der Budapester Huu-garia zwecks Austragung eines Damen-Fuß-Lallspieles in der ungarischen Hauptstadt. Die unternehmungslustigen Damen erhielten aber eine Absage, denn die Ungar:: habet: bisher noch keine Fußballerinnen. : Im Sprunglauf des Großen Preises von Paris, der am letztet: Tage des Bewerbes in Megave ausgetragen wurde, siegte der Oesterreicher Dr. Harald Reinl mit 216.9 Punkten. : Verschwundene Fußballmannschaft. Wie aus Bukarest gemeldet wird, ist die Fußballmannschaft des Bukarester Rapid am 16. Dezember v. I. nach Palästina abgereist, um dort einige Spiele auszutragen. Obwohl nun bereits mehr als drei Wochen vergangen sind, hat man noch keine Nachricht von dieser Fußballmannschaft, die weder an ihrem Bestimmungsort ein getroffen noch nach Bukarest zurückgekehrt ist. : Perry feiert den 3. Sieg. Auch die dritte Begegnung zwischen Perry und Wittes endete mit einem sicheren Siege Perrys, der Vines in einem Dreisatzkampf mit 6 : 0. 6 : 2, 6 : 3 schlug. der Alte, das. habe ich mir damals zugeschworen, alles, was recht und billig ist, — und jetzt, als ich eine Ehrenschuld zu begleichen hatte, an die ich längst nicht mehr dachte, da vertraute ich meiner Frau an und bat üe, den Alten doch zu stellen und endlich das Geld zu verlangen. So ist das, meine Herren. Es mag zwar manches nicht ganz' richtig daran gewesen sein, so wie wir cs taten, aber ich bin ein ehrlicher Mensch und niemand darf mir. nachsaget:, daß ich das nicht wäre! Und darum wollte ich den Schuldschein habet: . . Damit meine Frau weiß, daß es sich um eine anständige Sache handelt, die nun in Ordnung ist." Die Beamten hatten gespannt zugehört. Der Mann machte wirklich einen guten Ein druck. Armer Kerl . . „Und ist Ihnen an Ihrer Frau nichts auf gefallen, als sic von ihrem Besuch bei dem Ingenieur wiederkam? Hat sie nicht von einem bösen Auftritt mit ihm erzählt?" — „Nun ja, sie hat sich wohl mit ihm gestritten, denn natürlich wollte er das Geld nicht her-ausrücken, der alte Geizhals." _ „Sie glauben also nicht, daß Ihre Frau den — alten Geizhals — umgebracht haben könnte?" — „Waz hat meine Frau -----------", stotterte der Krückenmann und alle Farbe wich aus seinem Gesicht. Die Beamtet: mußten ihre Pflicht erfüllen. Punkt einhalb 6 Uhr abends erschienen sie mit Anna und Herrn Benteli vor der Untersuchungsbchörde, die das Ehepaar Nie haus gerade mit entschuldigenden Worten entlassen hatte. Denn . 5 Minuten vorher war das gerichtsärztliche Gutachten über die Todesursache des Ingenieurs Wiedenter erstattet worden. Und dabei hatte sich her-ausgestellt, daß Heinrich Wiedemer — wahr 'cheinlich infolge übermäßiger Aufregung an einem Herzschlag eines natürlichen Todes .gestorben war. Rattenplage in Warschau. Ein Nachtwächter im Gebäude des polnischen Senats in Warschau hörte auf seinem Dienstgange ein Geräusch im Keller. Er öffnete die Tür, die in das Untergeschoß hinabführte und wäre dabei beinahe von einem Strom von Tausenden von Ratten, die herauskamen, unrgerissen worden. Das ganze Kellergeschoß des Gebäudes war von diesen Nagetieren mit Beschlag belegt worden. Man mußte die Feuerwehr holen, die mit Giftgas gegen sie vorging. 5000 Ratten lagen schließlich aus der Strecke, aber unendlich viele sind noch entwischt. Kaum war diese Razzia im Senatsgebände beendet, da wurde die Feuerwehr telephonisch von der Französischen Botschaft angerufen. Auch dort dieselbe Rattenplage. Nur war der Schaden, den sie angerichtet hatten, dort noch größer. Wertvolle Stühle und Sofas, ein kostbarer Gobelinteppich und ähnliche Sachen waren angenagt und zerstört. Man nimmt an, daß die Ratten sich in einem seit längerer Zeit leerstehenden Gebäude eingenistet und stark vermehrt haben und daß sie sich von dort dann in die Keller des Senatsgebäudes durchfraßen. Htebu A Kleine Anzeigen kosten 50 Para pro Wort, in der Rubrik „Korrespondenz“ 1 Dinar / Die Inseratensteuer (3 Dinar bts 40 Worte, 7'5Ö Dinar für grössere Anzeigen) wird besonders berechnet / Die Mindesttaxe für eine kleine Anzeige beträgt IO Dinar / Für die Zusendung von chiffr. Briefen Ist eine Gebühr von IO Dinar zu erlegen / Anfragen ist eine Gebühr von 3 Dinar In Poetmarken beizuschliessen Uetsdüedekes Glänzende Existenz wird einem Organisator mit Kapital Radfahrer! Eure Fahrräder bedürfen einer Generalreparatur sowie einer neuen Lak-kierung und Emailierung. Wenden Sie sich an die bekannte mechanische Spezialwerkstätte Justin Gustinčič, von 60.000 Din geboten zum Vertrieb eines anerkannten Mittels für den ganzen Balkan. 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Anläßlich des Hinscheidens meines innigst- gg geliebten Gattens, unserer» lieben Vaters, Bruders, und Großvaters, des Herrn Sebastian Požauko sprechen wir auf diesem Wege für die vielen Beweise der Anteilnahme, den Kranz- und Blumenspendern, den innigsten Dank aus die Trauernd Hinterbliebenen. »■■■HHHHMfflüffleHFBHBl Leset und verbreitet die „Mariborer Ze:tu g!“ IIBIIHIIIIIIIIIIIIII Vermiete leeres großes Zimmer (oder möbliert) an eine alleinstehende Person. Anzufragen nachmittags Tattenba-chova 34. Parterre.________342 Reines, ruhiges, sonniges Zim mer in Park- und Bahhnofnä-he an Frau oder Fräulein zu vermieten. Cankarjeva ul. 15, II. Stock, links. 353 < | mešen §esuä?i Größere Garage für einen Kraftwagen, Lastauto, gesucht. Antr. zu stellen sofort an die Administration des Blattes unter »Pünktliche Zahlung«.___________________326 3 Zimmer mit Küche, womöglich Badezimmer, verläßlich rein, an der Peripherie gesucht. Angebote mit Preisan-gabe unter »37«.____________343 Suche schöne abgeschlossene Wohnung mit 1—2 Zimmern. Möglichst Stadtzentrum. Zu-«chriften unter »Ruhige, kinderlose Partei« an die Verw. 344 Schmerzerfüllt geben wir allen Verwandten und Bekannten die traurige Nachricht vom Ableben unserer innigstgel-iebten Schwester bzw. Tante, Schwägerin u. s. w., des Fräuleins Paula Koroschetz Private wc-lche am Dienstag, den 12. Jänner 1937 um 'A2 Uhr früh nach langem, mit Geduld ertragenen Leiden itn 56. Lebensjahre verschieden ist. Die Beisetzung der teuren Verblichenen findet am Donnerstag, den 14. d. um 15 Uhr von der Kapelle des stückt. Friedhofes aus statt. Die hl. Seelenmesse wird am Freitag, den 15. d. um K>9 Uhr in der Franziskanerkirche gelesen werden. Maribor, Črnomelj, Graz, Wien, 12. Jänner 1937. Fantschi Greiner, Anna Eyberger, Mary Krisper, Lina Heinrich, Grete Jaburek als Schwestern und alle übrigen Verwandten. Statt jeder besonderen Anzeige. Gedenket der Antituberkulosenliea! kt das die Liebe? Roman von Luise Rnoepfel 40 Biviau lachte grell auf. Das war ja ausgezeichnet! Das war ja herrlich! Thea ein Spitzel von Frank-Rudolph hätte nur einmal dies pikante Foto sehen sollen, dann würde sich seine Meinung über diesen Unschuldsengel. Thea vermutlich wandeln. Aber das wollte sie Thea hetmzählen. Sie würde es schon noch erfahren, was es hieß, Vivton Brown zur Feindin zu haben. Und Frank-Rudolph? Alle Sorgen um sein Ergehen, alle Liebe zu ihm war aus-gelöscht in ihrem Herzeil. Sie würde ihnen alles heimzahlen. Sie überlas noch einmal den Begleitbrief. Welcher gute Freund mochte ihr diese interessanten Dinge in die Hände gespielt haben? Jedenfalls einer, der Thea auch nicht wohlwcllte. „Vertrauen Sie niemanden, den Sie nicht dir vertrauenswürdig halten," stand in dem Brief. Aber sie konnte diese Dingo nicht bei sich behalten. Einem mußte sie sie erzählen. Einem durfte sie sie erzählen — das war Galow. Wenn er jemals einen Funken von Neigung für Thea gehabt haben würde, dies Bild, dieser Brief mußte ihm die Augen öffnen. Sie ging aufgeregt im Zimmer hin und her immer wieder nach der Uhr schauend. Sie konnte es kaum erwarten, bis Galow kam. Endlich klopfte er. „Miß Brown, Herr Graf Galow fragt, cü er Miß Brown seinen Besuch machen dürfte." Vivian ritz die Tür auf. Galow sah in ein erregtes Gesicht mit funkelnden Augen. Biviau zog ihn über die Schwelle, sie konnte es kaum erwarten, bis die Zofe verschwunden und sie mit Galow allein war. „Bivian-Liebling." Galow wellte sie in die Arme ziehen. Aber Mvian, sonst so zärtlich- kcitsbegierig, hatte heute keinerlei Sinn für Galows Liebkosungen. „Clemens, es ist etwas Unglaubliches geschehen." „Was denn, Biviau? Du bist ja so erregt?" „Sieh doch hier, diese Sendung fand ich vor, als ich vorhin in mein Zimmer kam. Aber du mußt mir dein Ehrenwort geben, über alles zu schweigen." * In Galows Gesicht zuckte es. „Ich habe zwar keine Ahnung, worum es sich handelt, und Pflege mein Ehrenwort dann ungern zu geben. Wer wenn du es wünscht, selbstverständli ch, Bi van." Vivian nahm die beiden Briese und das Photo vom Tisch. „Da sieh einmal an. Was sagst du dazu?" Galvw schaute auf das Photo. Seine Hand schien zu zittern. „Das ist doch — das ist doch", sagte er, „ich begreife gar nicht, Bivian. Was heißt denn das?" Bivians Stimme war hoch- und grell vor Triumph: „Das heißt, daß unsere, neu hereingeschneite Kusine ein ganz unmoralisches Wesen ist. Das heißt, daß sie hier irgendwo einen Liebhaber hat, während sie uns Blüm lein „Rührmichnichtan" vorspielt. Aber das ist noch nicht alles. Lies nur, welche Rolle ihr Frank-Rudolph in diesem feinen Spiel zugedacht hat." „Nun siehst du, was Thea in Wirklichkeit ist, nun wirft du wohl auch begreifen, daß mau nur ihrer raffinierten Art zum Opfer füllt. Weißt du, daß ich dich auch im Verdacht hatte, in ihre Netze geraten zu sein?" Forschend schaute sie Galow an. Der aber begegnete .ihrem Blick mit völliger Offen- heit. Er schien geradezu amüsiert über diese Vorstellung. „Aber wie in aller Welt kommst du nur darauf, Darling? Ich bin gegen deine Verwandte zuvorkommend und höflich gewesen, eben weil es eine Angehörige eurer Familie ist. Aber darüber hinaus auch nichts mehr. Weißt du nicht, daß nur eine einzige Frau für mich existiert? Eine einzige, nadj der :ch mich bis zur Tollheit sehne — die für mich die ganze Welt bedeutet? Weißt du es wirklich nicht?" Er riß sie in seine Arme — und nun wehr te ihm Vivian nicht mehr. Zn tief war sie durch Frank-Rudolphs Verrat, wie sie es nannte, getroffen. Verband er sich mit Thea gegen sie, gut, dann brauchte auch sie ihm ihr Wort nicht mehr zu halten. Ihrer tief verletzten Eitelkeit tat die bedingungslose Anbetung Galows wohl — und seine leidenschaftlichen Werbungen ließen auch in ihr Leidenschaft aufflammen. In feinen Küssen vergaß sie für eine Weile alles, die schwere Erkrankung Frank-Rudolphs, die Kränkung durch seinen geheimen Brief an Thea. Brauchte er sie nicht — gut, sie würde zeigen, daß sie ihn schon lange nicht brauchte. „Am liebsten käme ich gleich mit dir nach New York, Liebstes", sagte Galow und sah Vivian tief in die Augen. „Komm doch mit!" Mvian empfand bei diesen Worten eine plötzliche Erleichterung. Galow überlegte. Konnte er das? Wenn Frank-Rudolph gesund gewesen wäre, hätte er diesen Gedanken nicht ausgesprochen. Sollt« doch seine Beziehung zu Viv'an vor Frank-Rudolph so lange verborgen bleiben, bis alle Dinge so gelaufen waren, wie er selbst sie mit Durgins und MW zusammen eingeleitet hatte. Aber da Frank-Rudolph schwer erkrankt war — war es dann nicht besser, an Ort und Stelle zu sein? Sein Ent fchluß war gefaßt. Er wollte mitkonrmen. Aber ein Hindernis stand inzwischen. Seine Geldmittel waren ziemlich erschöpft. Durgins war im Augenblick nicht zu erreichen. Auch Mittel hatte nicht mehr viel, wie sie bei dem letzten Zwammenkckmncn feftgeftestr hatte. Durgins hielt sie jetzt eigentümlich knapp, vermutlich — um sie desto sicherer :t seiner Gewalt zu haben.f „Ich möchte schon mitkommen," meinte er zögernd, „nur es — es ist so peinlich, Bivian — es klingt lächerlich, Vivian. Aber ick) bin im Augenblick mit Geldmitteln nicht sehr flüssig. Die Zahlungen von meinen Gütern sind noch nicht eingegangen. Ein paar Pächter machen da Schwierigkeiten, kurzum —" Vivian küßte ihn. Sorglos sagte sie: „Ach, wenn es weiter nichts ist? Hier hast du mein Scheckbuch. Bitte, fülle nur aus. Daß man kein Geld hat, kann doch Vorkommen." „Ich danke dir, Vivian. Ich habe nicL-geglaubt. daß du dir so etwas vorstellen könntest." Sic lachte: _ „Weißt du daß ich auch blank gewesen bin? Ich habe ein buchen schlecht gewirt-fchaftet in diesen Karlsbader Wochen. Mein Motto war vollkommen überzogen. Mamas Sekretär hatte mir schon ianfte Vorwürte gemacht. Aber nun wir so plötzlich nach Ame rika reifen, ist sicherlich unser Konto von unferm Hause drüben frisch aufgefüllt. Also, wieviel brauchst du? Zwei — drei — viertausend?" „Aber Vivian, du bist ein leichtsinniges kleines Mädchen. Wenn wir erst verheiratet sind, dann werde ich die Zügel schon fester ziehen," scherzte Galow. Vivian gab ihm mit dem Scheckbuch innen kleinen Schlag auf die Hand. „Das wirst du schön bleiben lassen, mein Lieber! Wenn ich einen Schulmeister brauchte, hätte ich ja bei Frank-Rudolph bleiben können. Also hier hast du meine Blank' Unterschrift, füll aus." Galow füllte eine absichtlich niedrige Sum me aus. Man konnte nicht wissen, wer V>-vstms Scheckbuch einmal in die Hände bekommen und den Empfängers dieses Geldes fcststellen würde. Da hieß es, einen guten Eindruck machen. Chefredakteur und für die Redaktien verantwortlich: Udo KASPER. — Drnck der »Mariborska tiskarna« in Maribor.— Für den Herausgeber u. den Druck verantwortlich Direkter Stanke DETELA. — Beide wohnhaft in Maribor.