Schriftleitung: WatbanSßafT* Nr. 5 fr«»«.) z«tu« mit Wt Coir- ». Rdtr-Ugc) m ll—I» «hl e»Tir. k«i>»Mcil>ri> Wi(<« «MI KTbaffegcbcu, ««»tmlole Sin* >ni»»i!,ni inai Hfrtffftarijt. «»lilitiijusjen «MB bte Dnitoimn; ecrt4n«>a "« fciOigll Ml-jtflfDt«« •ctüliTtu rnt«|rn. *- Po BwKrll»IllR(|rI ?««'» »»chl,tz. .tratet ©«*(• «Mrlnt 1tl«icnaaM< »«>>>"» «erse»«»», »••rtiVrm (iigilrtttlc llnuaatl tflln Mt |it ItMMnt- Ar. S« Htlli, Sonntag, 1. April 1906. 31. Jahrgang. Z>ie Sonderstellung Hatiziens. Ein Lruchtfeuer ist im R»ich«rat» entzündet worden, da« ein so grelle« Licht gib«, daß «» die Lugen deß Janitschare» Gautsch schmerzt. Darum schickt er eilend« die Rkich«rat«stvdbo»tn hei«. Der Antrag betreffend die Sonderstellung Galizitn« hat zwar nicht die zur Dringlichkeit not-wendige Zweidrittelmehrheit, wohl aber die ab» sollte Mehrheit erhalten. ind?m 154 Abgeordnete dafür und nur 135 dagegen stimmten. Da« führt doch eine deutliche Sprache! E« war zumindest ein« machtvoll' Kundgebung wider den Plan der Wiener.ouchdeutschen' Staat«männ»r, die unser Volk durch die Wahlresorm an eine slaoischeParlament«mehrheit verraten wollen. $tt Großteil der deutsche« Abgeordneten stimmte im Bunde toit den Polen sür die Lo«-trennung Valizien«. E« lag einzig a.i den Deutsch-klerikale» beider Schattierungen, die da« Züngel an der Wagschale bildeten, daß der alldeutsche Antrag nicht die notwendige Zweidrittelmehrheit sand. Diese Btgitrnag»«am«luktn. die sich Volk«-Parteien nennen, verraten ja stündlich die Volk«» interesien um de« schnöden PaNeivortnle« willen. Wie von einem Alp befreit, könnten die öfter-reichischen Staattbürger cusatmen, wenn Salizien au« dem Hau«halte de« Reichlrate« ausgeschaltet und mehr wie b,«her aus seine eigenen Füße ge-stellt würde, denn wa« .der Blutegel Ungarn noch übriggelaffen. da« nimmt der polnisch-ruthenische Schmarotzer hinweg. In nationaler Hinsicht wäre die Sonder» stelln«? Salizien« »in hohe« Glück für un« Deutsche. Die Wahlresorm wSre ihrer Gefahren entkleidet; da« deutsche Volk könnte sich frei dem demokratischen Z>as Kochen des Fleisches Die Kunst de« Kochn« besteht nicht nur in der Herstellung schmackgafier Speisen, sondtrn auch darin den Nahrungsmitteln bei ihrer Zubereitung die sür unsere Ernährung wertvollen Stoffe möglichst zu erhalten. In dieser Hinsicht.wird beim Kochen de« Fleischt« vielfach gesedlt. M>>» stellt da«selbe auf. ohne zu erwägen, ob man ein saftige« Stück Fleisch oder eine gute Fleischbrühe erhalten will. Doch ist diese Frage, wie wir bei der weiteren Au«-führunn sehen werden, gar nicht so unbedeutend. Um Wieserholungen zu vermeiden, sei die Be° Handlung de« Fleische« vor der Zubereitung vorau«-geschickt. Daß zu frfch?« Fle'sch durch Kochen oder Brate« weder weich noch schmackhaft wird, ist jeder Hau«ftau bekannt. Daber soll Rindfleisch, da» bei« Fleifchkochen am meisten in Betracht kommt, vor der Verwendung, je nach der Jahreszeit, einige Tage abhängen. Die nach dem Schlachten einge-trete»« Starrheit des Flusche« ist dann vorüber und die Zersetzung, welche durch die währ-nd d»« Abhängen« entstanden» Milchsäure bewirkt wird, hat begonnen. Dadurch ist da« Bindegewebe gelockert, da« Fl'isch ist „mürb«" geworden Da« „Mürbe-werden" wird auch durch da« Klopsen d»« Fleische« bezweckt. Nach dem Klopsen, da« mit dem ange-feuchteten hölzernen Fleischklopfer oder dem flachen Hackmeffer geschieht, wird da« Fleisch in kaltem Wiiffer rasch g«wasch«n, wenn e« zum Braten be-stimmt ist, mit «in«« r»in«n Tuche abgerieben. Beabsichtigt «an nun. «in saftig«« stück Fltisch Zuge überlasten, denn «it der slavischen Parlament«-I Mehrheit wäre «» dann vorbei. Eine Drangsalierung hätten die nichtdeutschen Völker de« Reiche« wohl nicht zu sürchten, denn mehr wie bi«her würde« sich die Deutschen den Luxu« de« Parteihader« gönnen und di« Jnt«r-nationalen der rottn und schwarzen Farbe wären wodl stet« an der Seite der nichtd>utsch«n Volk«-stamme zu finden. Sie würden die Folg?« eine« solchen Volk«oerrate«, einer solchen Sünde wider die Natur in einem von Salizien befreiten Oesterreich ja nicht so am eigenen Leibe zu spüren bekommen, wie in dem Falle, da die Slaven die Herren im Reich«-rate sind, ein» Gewalthirrschast über un« Deutsche auiricht«n können und sich dann mit deutschen s»eu«rgeldern n.ästen und wappnen gegen unser Bolk. £ aß diese Gefahr besteht, bewie« wohl am besten die Sitzung a« 30. d. M., in der alle slavische» Parteien, also auch die R u t h e n e » und die Italien«? für die tschechischen Anträgt aus AenStrung der Verfassung stimm««». Die Ruihenen l Wie sehr man sich in deutsche« Parteilagern doch gerade bezüglich dieser Leute täuscht l Man glaubt sogar sie al« Hilsttruppen der Deutschen in Rechnung stelle« zu können, weil sie die geborenen Segner der Pole», ihrer Bedränger und Erbfeinde sind. Sie haben t« gerade in jüngster Zeit bewiesen, wie ihr Denken und Fühlen un« gegenüber beschaffen ist. Ihre Rtdner hatten sür unser Volk nur Hohn und gering« schätzung und sie brüsteten sich geradezu mit ihrer panslaoistischen Gesinnung, der «aiürlich der Deutscht al« der am kräftigst«« zu hassende Feind gilt. Die Anficht, daß die Ruihenen da« Segengewicht gegen-über den Polen bild«n und daß un« daher die Beibehaltung Salizien« keine Gefahren bringe, ist eine grundfalsche. Gegenüber den Deutschen fühlen auf den lisch zu bringen, so muß man vor alle« da« richtige Stück au«ivShl«n. Dasselbe wird in kochende» Wasser gegeten. die Eiweißstoffe an der Oberfläche de« Fleische« gerinnen dann sofort u«d bilden eine Hülle, die da« Au«treien von Nähr-stoffen verhindert. Man gibt Salz und Suppengrün zu und läßt da« Fleisch langsam garkochen; bei zu starkem Kochen wird dasselbe faserig und rauh. Wie man bei der Bereitung eine» saftigen Fleische» bemüht ist, demselben seine Stoffe zu er-halt,«, so entzieht man dem Fleische die Nährstoffe zur Erzielung einer guten Brühe. In diesem Falle stellt man da» Fleisch mit kaltem, gesalzenem Waffer aus und bringt da»selbe langsam zum Kochen. Je langsamer die« geschieht, desto mehr lö«liche Be-standttile gehen in die Fleischbrühe über, um so besser wird dieselbe. Ein T«n. Au« di«s,m Anlass« wurde an ihn ein Glückwunschschreiben abgesandt. Der Verein beteiligte sich am 1. u. 2. Okt. am zehnjährig«!, Gründungsfeste der frkiwilligen Ftuerwehr in Cilli. Am 4. November fand die erste Turnstunde der ntuq«aründeten S«chündung«-fest de« Vereine« festlich zu begehen. Dasselbe fand am 25. Februar im Kasinosaale stait und wurde vom Kneipwaite Pachiasso geleitet. Turn» lehrer Tisch hielt die Denkrede, welche mit stürmt» schen Beifalle aufgenommen wurde. Der Gründer de« Vertin«« Mathia« Or«l war bei dieser Gründuna«f«ier anwesend. Eine Reihe markiger Trinksprüche schlössen sich der Festrede an. Zum Schlüsse der erhabenen Feier brechern vollzogen wird, die auf Dampfern ent-flohen sind. Vor mehreren Monaten konnie jemand, der »in» g'ößere Summ« unterschlagen hatte, einen Borsprung von zwei Tagen g winnen. Al« d«r Ditbstihl entdeckt murde, telegraphierte man sofort an die amellkaaischen Häfen, damit »r bei seiner Landung sofort verhaktet werden konnte. Inzwischen kam eii, Deieklio auf den Gedanken, der Dieb könnte einen Dampfer benutzt haben, der mit dem Ma,co»isyst«m au«g»sta>tet ist. so daß man ihn also vor seiner Landung in Amerika beobacht'» lassen konnte. Deshalb setzte man sich mit allen Schissen, die drahtlos« Telegraphie haben, in Ver-bindung, teilte ihnen da« Signalement d«S Tiebe« mit und der junge Mann war schon festgestellt, als er nicht viel länger als 48 Stunden ous See- war. Während der Fahrt wurde er zwar nicht verhaftet, wohl abr sofort nach seiner Ankunft in Newyoik. Major Wetmore au» Allenhurst im Staate New-Jersey hat sogar di» dradtlos» Telegraphie sür sein Automobil verwendet. Mit Hilf« d Ä SiationS» Vorsteher« von Allenhurst hat er Aufnahm-» und EwpiangSapparate erfunden, durch die er zu jeder Tage«zeit üder die Schwankungen der Kurse unter» richtet werden kann. Der Ueberirac>unq«appalat befindet sich aus der Els«nbadnstation und ftleich nach Empfang werden die Depeschen an c>»n Major weiieraegtdkn. Major Wetmore hat in feinem Automobil einen Apparat, der dem di« Telephon sehr ähnlich ist, und ein Jnstrum nt aus dem Bodn de« W >genS sä >gt die drahtlosen Depejch»n aus. D»r Apparat arbtiut ganz vorzüglich. „Peutfche Macht- wurd» da« „d«utsch» Sieb" von den Anwesenden stehend und mit heller Begeisterung gksae-gkn. Der Verein beteiligte sich zu Pfingsten am Turnfeste in Windisch-F-istritz. Am 29. Oktober fand die feierliche Ent» hüllung de« Kaiser Josef Denkmale« statt, zu welcher Feier sich der Verein am Fackelzuge und am Festzuk« mit der Fahne beteiligte. Gleichzeitig le^te der Verein einen Kranz mit einer schwarzrot goldenen Schleife an den Stufen de« Denkmale« nieder. Ryer meldet feinen Austritt aus dem Vereine, um in einer Streitfrage mit Vertretern der deutschen Turnerkchaft, besonder« mit dessen Vorsitzende» Götz. offener vorgeben zu können. Im Kasino fand in diesem Jahre »in vom Turnvereine veranstaltete« W»ihnachi«fcst statt, da« al« ein schöne« deutsche« Familiens-fl verlief. .Vater Tisch' erhielt von den Turnern einen schönen B-illianiring mit den turnerischen Zeichen al« Geschenk. In der Hauptversammlung am 25. Jänner 1833 wurden folaende Mitglieder in den Turnrat gewählt: Sprechwart Dr. I. St episch» egg, Turnwart Bader. Zeugwart Sager. Säcklwart Pachiciffo, Schriftwari Professor Gubo, Ersatz-männer Zorzini und Wannisch, Fahnenjunker Zorzini und Hub»r. Der Verein beteiligte sich zu Pfinsten am 20jährigen Gründungsfeste de« Pettauer Turnvereine« und widmet» demselben ein präch-tiges Fahntnbaud. Al« Gegengeschenk erhielt der Ctllier Turnverein von Pettau ein Spannreck. B>im Kaiferbesuche in Cilli am 12. Juli be-teiligte sich der Verein an den stallfindenden gest-lichtesten vollzählig. Der Kasinoverein und der Turnverein veran-stalteten am 17. Juli gemeinschaftlich einen Au«-flug zum „Verwegen*. Die Turner brachten turnerische Vorsühriingen., Die Musikkosten trug jeder Verein zur Hälfte. Am 13. November i^urde der Wiedercintrilt de« Vereine« in den Südösterreichischen Turngau angemeldet. Am 29. Dezember hielt der Vereja im Kasinoiaale eine Weihnachtsfeier mit turnerischen Vorsiihrui^en ab. I» der Einladung zu dieser Festlichkeit wird beton», daß die Damen in möglichst einfacher Kleidung erscheinen möchten. Tieier Wunsch wiederholt sich in den weit»»» Einla-düngen öfters. Der Verein beteiligte sich bei der Festlichkeit, welche zu Ehren de« P oiessoiS Marek anläßlich der Ernennung zum Ehrenbürger der Gemeinde stattfand. ° In der Hauptversammlung am 12. Jänner 1834 wurde folgender Ausschuß gewählt: Eprech-wart Dr. I. S > e p i s ch n e g p, Turnwart Bader, Zeugwart Wallenlschag, Säckelwart Pachiasso, Schriftwart Kurz. Ersatzmänner Staudingec und Deschmann Fahnenjunker Dama«ko und Werbnig. Der Verein zählte 45 auSüoende und 39 un-terstütznde Mitglieder. Am Gauluentage be« Eüdösterreichischen Turnggue« am 17. Februar wurde Dr. I. Sie» p i s ch n e g g al« Gauvertreter, Turnlehrer Tisch als Gauturnwart und gleichzeitiger Vertreter sür den deutschen Turnlag und Professor Gubo al« Gauschristwatt gewählt. Max Stepifchnegg, der sich um die Gründung deS Turnvereine« in Cilli große Vrr-dienste erworben hat, starb in Gurkfeld und wurde am 1. Februar in Cilli begruben. An feinem Leichenbegängnisse beteiligte sich der Verein voll-zählig. Der Turnverein Laibach spendete den Turn-vereine Cilli ein pholographische« Gruppenbild al« Zeichen deutscher Kameradschaft. Beim FrühlingSfeste der Ortsgruppe de« deutschen Schulocreine« am 2. Mn wirkte cec Turnverein durch turnerische Vorführungen mit. Am 17. Mai wurde dem Turnvereine von den deutschen Mädchen Cilli« zur Fahne ein Fahnenband zum Geschenk gemach:. Um da« Lustandekommen dieser Spende haben sich die Frauen Pogalschnigg, Ruch und Foregger und die Fräulein Hummer und Pallo« besonder« verdient gemacht. Bei der AbschiedSfeier deS Ehrenbürge« Pro-fessor Marek beteiligte sich der Verein am 26, Juli am Fackelzua« und am Festabende. Der Verein deitilis.te sich auch am Gauturn-feste dtS Südösterreichischen Turngaue« am 25. August in Villach. Beim Weiturnen erreichte Turner Josef Werbnigg den 9. Rang. Nummer 26 Der Turnverein kaufte am 20. November zwei Los» Nro. 5207 und 5211 vom Turnvereine Lauscha in Thüringen. Da in Cilli noch kein Theater vorhanden ist. wurde vom Turnvereine beschlossen, Theatervor-stellungen gegen Eintritt zu veranstalten. In der Hauptversammlung am 21. Jänner 1385 wurden folgende Turner in den Turnrat gewählt: Sprechwart Dr. I. S«episch»egg, Turnwart Ferd. Siaudinger. Zeuqwart Wallent-fchag. Säckelwart Pachiasso. Schriftwart Dr. Wokaun, Ersatzmänner Schmidl und Josef Werbnig. Fahnenjunger Dama«ko und Werbnig. Die Hauptversammlung beschloß einleitend« Schritte zur Erbauung einer neuen Turnhalle zu machen, da die jetzig» zu beengt sei und in 20 Jahren nicht mehr genügen kann, lieber Antrag de« Turner« Rakusch wurden au« dem gegenwär-tigen VereinSoermögen 50 fl. für den ersten «aufond angelegt. Der Verein zählte 69 au«übende und 43 un-terstützende Mitglieder. Am 27. Jänner fand eine Fafchin^.«unter» hallung mit Tanzkränzchen im Kasino statt. Der Verein war beim Gauturniage am 15. Februar in Graz uno bei« deutschen Turnfeste in Dresden am 20. Juli durch mehrere Mit-glieder vertreten. Die am 23. Dezember abgehaltene Christ» Uumfei« verlief in üblicher Weife. Der geschaffene Baufond für die Turnhalle erreichte eine Höhe von 103 fl. 77 kr. Iotitische Rundschau. Yie stoveaischtiberal« Partei. Die ver» sammlung der Vertrauensmänner der slowenisch-fortschrittlichen P-riei hat cyich ihre getreuesten Anhänger arg enttäuscht. Worte hatte die BevSl» k«rung genug gehört. sie hoffte endlich Taten zu sehen, vor allem «in Bild üb«r di» so oft und nachdrücklich angekündigte Reorganisation der Partei. Und wa« bracht» die Versammlung, aus die di« Partei so große Hoffnungen gesetzt hatte? Wort«, nicht« al« Worte! Matt wie die Rede, di« von Dr. Triller über die Wahlreform vom Stapel a»lassen wurde und die kein neues Moment zutage fördert?, war auch der Verlaus der ganzen Ver-sammlung. uno der Interpellation de« Kanzlei-beamtrn Restan, der sich »rkühnte, namen« der ganzen B»amt»nschast da« Wort zu «rgreifen, war »btnso vi»l Wert beizumessen, wie ,ener de« Ge-meinderate« Lence wegen.de« angeblichen Bünd-nisse« der Partei mit den Deutschen, die Lbgeord-neter Dr. Tavcar kurz abfertigte. Da« Ergebni« der Versammlung war schließlich di» Wahl »ine« Exekutivkomitee«, da« mit der Reorganisation der Partei b»traut wird. Ob di« Na««n der Männer, die in diese« Komitee gewählt würben, für einen Erfolg bürgen, ist mehr al« zweifelhaft. Während die klerikale Partei »in« unausgesetzt ftederhaft« Tätigkeit entwickelt, die Volksmassen in Be» weiinng erhält und kein Mittel schent, um zu» Ziele zu g«lang»n, begnügt sich die fortschrittliche Partei mit akademischen Erörterungen; ihre Zer» fahrenheit tritt am deutlichsten in der Haltung der fortschrittlich-slooenischen Presse hervor, deren Hauplorgan. „Sloo. Nar.", sich al» unabhängige« Blatt erklärte, das nur von Fall zu Fall dir Partei zur Verfügung steht. Di» gegenseitige ErsersÜchtelti. di« Sonderbestrtbungen einzelner führender Perfön» lichkeiten, die Uno«rläßlichk-it ausschlaggebender Männer gegenüber der strammtn Di«zrplin o«r Klerikalen lassen die Lag« drr fortschrittlich-slooenischen Partei durchau« nicht in rosigem Licht« »rsch»inen. Da« si« an ihr«m Niedergang» selbst schuld trägt, wurde wiederholt nachgewiesen. In d»r Angst, an Popularität »inzubüßkn, wollt» fi« in nationaler Beziehung di» klerikal« Partei überbieten und ließ sich von ihrem schlauen Gegner in Aktionen Hetzen, die sür sie gerad»zu v»rnich«»nd» Folg»n hatten. Die Fortschrittlichen verhalsen in der letzten Landtag«fession den Klerikalen direkt in de» Sattel und verscherzten durch ihre treulose H-iltung g»g»n di« deutschen Abgeordneten zweifello« die Achtung aller, die Politik von Anstand noch nicht trennen gelernt hatten. E« ist naiürlich, wenn sich infolge dieser Parieipolitik die b»st»n Männer isoliert fühlen und zurückziehen und den Kampfplatz Persönlich-keilen überlassen, die e« nie «hrlich mit Fortschritt und Frtihtit pemeint haben und di« g»g«d«nensoll« mit fli»g«nd«n Föhnen in« kl»rikal« Lager übergehen w»rd»n. Nummer 26 «P-tttfcke Macht- Seite » ch»»ster»eis»»ge» und Parteilichkeit der Aegier»»g. Die Abg. Wastian. Hofsmann von W«U«nhos, Dobnnig und Genoss«» brachten an d«n Setter be« Unttrri$t6minificiiuml und an den Einanzminifier folgende Anfrage ein: I« l tzien taaiSvoranschlage ist ein Betrag von 9000 K zu« Zwecke der Unterstützung slovenischer Hoch-schüler an den weltlichen Fakultäten eingesetzt. Da t« den Anschein hat. al« seien diese Gelder zur Vorbereitung de« slooenischen Beamtennachwuchse« gedacht, stellen die Unterzeichnelen die Anfrage an die Minister, wie sich diese ausnahmsweise geld-liche Begünstigung slovenischer Hochschüler, sür deren Förderung ohnedies durch zahlreiche Stipendien gesorgt ist. rechtfertigen läßt, und ob die Minister geneigt sind. Aufklärung darüber zu geben, in welcher Weise die Verteilung und An-»endung der erwähnten hoben Summe erfolgt ist? Ein russisches Konsnkat in ^aibach! Da« Petersburger Tagblatt „Slovo" brachte «ine Artikel-reihe über die Notwendigkeit der Vermehrung der russischen Konsulate in Oesterreich. Diesen Artikeln ist zu entnehmen, daß da« russische Ministerium de« L«ußern sich tatsächlich mit der Absicht »räg», eine solche Vermehrung platzgreisen zu lassen ui.d >n dieser Hinsicht vor allem die s ü d s l a v i s ch e n Gebiete zu bedenken. In diesem Gebiete sollen nämlich nicht weniger al« zehn politische Agenturen, oder wie man sie nennen will: „Konsulate" errichtet werden. Auch Laibach soll sein russische« Konsulat erhalten. .Sloo. Narod." nimmt die Kunde huvon natürlich mit Froh-Uckfl» ans. Hrnstes vom Malta» Der »Zeit" geht die ontheniisch« Nachrich« zu. daß die Situation im Sandschat Novibazar gesährlich sei, we«halb die Garnison verstärkt wurde. Eine österreichische Patrouille wurde kürzlich bei Priboj au« dem Hinterhalt beschossen. Per montenegrinisch« Zlnfricdenilister. Der .Bossischen Zeitung" werden über die revolutionin« Bewegung im Plewljegebiett und die bevorstehend« Btrstärkung der dortigen türkische« Garnison aller-lei e» banliche Dinge geschrieben. So unter anderem, daß Montenegro und S«rbi«n nach gemeinsamer Berabreduug an der heimlichen Bewaffnung der serbischen Bevölkerung im Plewljegebiet« arbeit««. Dir Söhn« de« Fürsten von Montenegro rühmen fich dabei offen der Unterstützung de« Londoner Balkankomitee«. während Sncbien di«her eine Förderung von dieser Seite vergeblich angestrebt dai. — Fürst Nikolau« von Montenegro erklärt frank und frei, daß >h» im Vorjahre Wiener maß-gebende Kreis« aufmerksam gemacht haben, wie schwer« Folgen sein« Handlungsweise für die Ruhe und Ordnung im Plewijegebiete in sich berge. Doch vabe er schars erwidert, e« sei Pflicht der slavischen Fürsten ans dem Balkan, die stammver-wandten Rajah tn d«r Tüikei überall dort «it Waffen zu versehen, wo der Schutz der türkischen Behörden sich al« unzulänglich erweis«. — Freilich erhält dir Ecsüllung dieser Ehrenpflicht «ine sonder-bare Beleuchtung, wenn man hört, daß Fürst Nikolau« nicht nur die Serben, sondern auch deren Todfeinde, die Albanesen und Türken, im Sand-jchat und in der Ljuma mit Feuerwaffen versieht Di« 25.000 Revolver, die d«r Fürst im Jahre 1903 an« Rußland erhielt, aus daß er sei« Heer damit au«rüste, werden jetzt an der Grenze an die Albanesen verkauft. So starrt jetzt alle« an der montenegrinischen Grenze in Waffen. Die Unruh« unter Serben und Türken wird aber noch durch Heldtngrdicht« geschürt. In diesen poetischen Er-güffen wird die Befreiung de« Eandschak« und die Grn«u«rung de« Nemanidenreiche« durch daS Fürsten« geschlecht von Njegusch vorausgesagt: „Auf den «eißenZmnen von Zadar(Zara),in dem zu neuer Blü>« fich «rhebenden Dubrownik (Ragusa). in der stolzen Baschalseste Ekodra (Skuiari) und im alten Königs» lande Rascha (Novibazar) werden der Fürst und feine Söhn« herrschen.' Kin neuer italienischer Krieg»Hasen i» der Adria Die »Pairia* berichtet, Ingenieur Mocclga hab« den Entwurs ein«« Krieg«hasen« ausgearbeitet, d«r in drr Lagune von Mezzano, nördlich von Comacchio, zu errichten wäre. Die italienisch« Flott« würde dadurch in der Adria «inen sicheren Anker-u°d Rüstungsplatz erhalten. Der Entwurf werd« dem Marineminister vorgelegt werden. ßi» zweiter Maffengang Japans «it $»| Ein neuer russisch-iapanifcher Krieg beceittt sich vor. Di« unmittelbare Veranlassung hiezu wird di« Besetzung de« nördlichen Teile« von Sachalin, Kamtschatka und de« Küsten,ediet«« bilden. Und noch in dies«« Frühjahr« soll da« gewaltige Ringen von neue« anheben. Japan will «ben den Zeit» punkt au«nützen. In Rußland sind ja all« festen Band« d«r Ordnung gesprengt, ein neuer Krieg und die Revolution lobtet in furchtbar«« Flamm«« «mpor. Japan ist zwar zur Zeit auch srhr gr» schwächt. Groß« Tril« seiner Bevölkerung nagen an dem Hungertuche, der Krieg hat eine drückend« Gtaat«schuld«nlast im Gefolgt gehabt und im Parlamente haben sich die Streitigkeiten so zuge-pitzt, daß sich die G«gn«r nach allen Regeln de« Dschiu-Dschidsu bearbeiten, allein «in Gedanke chließt alle Japaner zu einer einigen Willensstärken Macht zusammen, da« ist der Krieg mit der europäischen Macht, die sich d«m Jnselreiche bi«hrr am gefährlichsten erwiesen hat: Rußland. Di««mal trifft der Krieg die Rusftn nicht unvorbereitet. In >er Mandschurei hat man 350.000 Mann de» äffen. Trotzdem sind die Aussichten für die Ruff«n >i« denkbar schlechtesten, denn hinter ihr«m Rücken, »m Muttkrland«, au« dem den kamps«nd«n Truppen Keäst« zufließen sollen, lauert die Revolution, um mutig ihr Haupt zu erhebt«, sobald im fernen Osten da« tiserne Würfelspiel beginnt. Ein hoher russischer Würdenträger hat diese Eröffnungen einem Schriftleiter der .Strona" gemacht. Auch die an-gesehenen „Novo VrtMt", die enge Beziehungen zur Regierung unterhalten, haben sich mit der ntuen drohenden Gefahr beschäftigt. Verhaftung japanischer Spione in Wladiwostok. Unterm 24. März d. I. meldet man au« Wladiwostok: Gestern wurden in einem hiesigen Fort zwei Matrosen der japanischen Handelsmarine vtrhaftrt. Man fand bei ihnen Pläne der Fon« und Notizen darübrr. ?ene Schlachtschiffe für Aapan. Mi» dem japanischen Dampfer „Tio-Maru" trafen letzter Tage 000 japanische Matrosen in London ein. Sie kamen, um zwei neue, in Englaiid erbaute japanische Schlacht!chiffe zu bemannen und heim-zusühren. Die Japaner wurden Montag van der «wahl besprochen wurde. Der Ausschuß beschloß am 21. April im Gartensaale de« Hotel „Hotel Terschek" «in« Wählerversamm-de« 3. Wahlkörper« abzuhalten, zu welcher alle deutschen Wähler Cilli« «ingeladen sind. Aichtbildervsrtrag Der Lichtbilderabend der Sektion Cilli de« Alptnvtrrine« erfreute sich eine« sehr gutrn Besuch«« und muß in j«der Beziehung al« recht gelungen bezeichnet werden. Der höchst fesselnde Vonrag über da« Großglocknergebiet, den Herr Dr. Skoberne zu Gehör brachte und den wir in nächster Blattfolge im Au«zuge wiedergeben wollen, ward durch Lichtbild« unterstützt, die Herr Hausbau« vorführt« und die allgemeinen lauten Beifall fanden. Z)er deutschvölkisch« ^eyilfe»»«rba»d un t«rni««t heut« Sonntag einen Au«flug nach Star«. Zusammenkunft u« 2 Uhr bei« >ahnh»f«. Teilnehmer an der Bi«marckfei«r sind zu diese« Au«fluge freundlichst mit eingeladen. Ortsgruppe ßilli des l. österreichische» Staatsdieuervereiues. Die Ortsgruppe Cilli de« l. österreichische« Staattdienervtrein«« häU a« Sonntag d«n 1. April in ihn« Verein«hei«, Gast» hos .zur Traub«" «in« Monatd» schiedlabend ausmerkiam. an welche« alt Spiel-leitet Herr Gustav Siege wirkt. Wir finden unter den Mitwirkenden Namen, di« «ia«n guten Klang besitzen und di« Gediegenheit der Leistungen ver« bürgen. Die Vortrag«ordnung ist reichhaltig und bunt und huldigt dem Grundsätze: „Wer viele« bringt, wird jedem etwa« bringe»." Ein Srüßlingsöot«. Freunde unsere« Blatte« .verkhrttn' der Schristleitung einen Frühling«boten in Gestalt eine« Maikäser«, der allerdings noch etwa« traumverloren sein« Fühler reckte. ab«r doch seiner Zeit um ein gewaltige« Stück vorau« ist. Ztilligere Aleischpreise l Wie wir erfahren, wollten einige «it de« Aerar in Verbindung stehend« Fleischermeister. um die mit demselben vereinbart«« allerding« sehr niedrigen Preise höhet zu schrauben, auch den anderen Konsumenten gegenüber mit den Preisrn in di« Höh« gehen. Hiebei stießen sie aber auf den Widerstand de« einsichtsvoller«« Großteile« der übrizr« Fleischhauer, welche sich nicht nur ent» schiede« dagegen aulsprachrn, sondern sogar den Beschluß faßten, für den Fall, al« die Minderhtit ihr« Absicht verwirklichen und die Fleischpreise erhöhen sollte, mit de« Preise um S Heller für da« Kilo herunt«rzug«h»n. Diese einficht«» volle Sikllungnahme muß lebhaft begrüßt «erd«n. Abgekürzt und erlrnnktv. Samstag u« 8 Uhr früh meldeten Flößer bei der Sicherheit«-wach«, daß am «chten User der Sann, zwischen Lehndvrs und Cilli ein« angeschwemmte Leiche lieg«. Sofort verbreitete fich in Cilli allgemein da« Gerüche daß e« die Leiche de« seit 14 Tagen ver» fchollenen Tischlermeister« St o s ch «II sei. Mehrere Freunde und Bekannte de» Genannten begaben fich sofort an Ort und Stelle und erfuhren hi«r, daß der Verunglückt« — mit einem solchen hat «an e« offenbar zu tun — der 62jährige Lu«zügl«r Kaspar B r « « n i k au« M«log Nr. 5 sei. D«r-selb« dürste an drr abschüssig«» Stille neben de« Steinbruche vor der Lehndorser Brücke abgrstürzl s«in. Dasür spricht auch eine Verletzung an der Stirne. Ein Selbstmord ist nach den Erhebungen nicht anzunehmen. Bei der Leich« sand man «in Taschenmesser, «ine Zündhölzelichachtel, «ine Tabak«-pfeife und 3 K 94 h vor. Dir beschriebene, ab-schüßige Stelle befinde» sich aus der ehemaligen am rrchtt« Ufer der San« «ach Lidoj« sührendni Straße und gibt «in beredte« Zeugm« für »i« Seite 4 Nummer 36 fegeu«reiche Tätigkeit der Bezirk«Vertretung Cilli unter der gloreich«« A«ra S«rn«c-D«öko. Ei ist ein wahre« Wunder, daß sich an dieser Stell« noch uicht «ehr Unglück«fäll« ereignet haben, zu-mal die Bewohner von Kassasse« und Liboje auf diesen näheren Weg nach Cillt angewiesen find. Schantzühtt«. Ein Werk au« Schiller« Sturm-und Dra«pp«riode au« der geil, da fein Schaffen von leidenschasilicher Jugeadkraft beseelt war: »Die Räuber" wurde un« am letzten Dien«lag zu Gunsten de« Chorpersonal»« in »»«gezeichneter Be-f«tzu«g geboten. Mit großer Natürlichkeit ver« köpert« Herr W«ißmüller den alten Grasen von Moor. Bon jugendlicher Begeisterung und F«uer war die Gestalt de« Karl durchdrungen, auch sprach Herr Ka«maus sehr schön. Kroß war Herr kühne in seiner Glanzrolle al« Franz. Seine Gestalt »uch« von Akt zu Akt. Nach langer Pause hatten wir wieder einmal Seltg«nh«it, Frl. Hirt in einer ihrer würdigen Roll» zu sehen. Ihre Amalia war darstellerisch und sprachlich von rcht Schller'ichem Geist» beseelt. Auch drr kosin«ky d»« Herrn Lifchka und der Schweizer de« Herrn Mohr verdienen hohe« Lob. Dagegen ließ der Spieg»ld»rg dr« Herrn Kopal bei aller zur Darstellung gebracht«« Verschmitziheit di« spezifisch jüdischen Züg«. di« Schiller dieser Bühn«ng«stalt ausgedrückt wissen will, veru.iss n. Auch Herr May«ihof«r war nicht an seinem rechten Platze; fein Hermann war ein viel zu zahmer .Rüde*. Da« Publikum war kunstbegeistert und g«iz>e nicht mit s«inem Beifall«. Ein Teil der Besucyer. di» ihren Schiller wohl schlecht in Er-tnnerung haben, brach vorzeitig auf, ohne da« Ens» Knall n« abzuwarien. Are«deuve:t«hr Insschnß in KUli. Da di« Zeit der Bermietung von Sommerwoonun^en all-«älig heiannaht und die Ans-agen voi au«wär>« s«dr stark einlaufen, ergebt hiemit an all» Par-teien, di« be> eil« Sommerwoh»ungen zu vergeben gedenken, da« Ersuche«^ sie bei den unten an««-gebenen Au«kunft«ftellen. wo entsprechende Druck-sonen anfliegen, unverzüglich zur Anmeldung zu bringen. Auch jene Parteien, dir überhaupt die Absicht had«n, im Lause de« Sommer« Räumlich-feiten an Fremde zu vermi«trn, wenn auch d«r Bermi«t«rtermin im Juni und Juli erst erfolgen kann, werden «rsucht, ihr« Anmeldungen schon j tzt zu «ach«n, da fich die m«ist«n Fremdin schon lanae vor ihrem Eintreffe» kurch Briefwechsel paffende Wohnung«» sicher». Die Wohnung«v«r-»ittlung geschieht kostenlos, nur ersucht drr Fremdrnoerkrdr«-Ausschuß jene Parteien, die eine bereit« angemeldet» Wohnung verg»b»n od»r an-derweitig» Verfügungen getroffen haben, diese sofort dei der Anmeldungsstelle abzumelden, um de« Au«schusie in rücksichtsvoller Weise seine Aus-gäbe zu erleichtern. Au«kunf,»steUen find: Fritz Raich, Buchhandlung; Kaff-ehau« Merkur und Josef Krell, Stadtaml. Uet»iß««g der K»t»lokakittte» de- I K Stetterreferate» in Killi. Am 5.. 6. unv 7.April 190L werden die Amt«!okalitäte» de« Steuerreserate« der f. k. Bezirk«haup>mannschast in Cilli, Ringstraße 12, 2. Stock, gereinigt werden. An diese» Tagen findrt — bringende unaufschiebbare Geschäste au«genommen — ein Parieiverkehr nicht statt. Atgabe »«« zvaldpffanzen Für Zwecke der Forftkultur »klangen au« dem irakischen Forstgarten in Cilli »in» groß» Partie Weißkieser» zu nachfolgenden Preisen zur Abgabe und zwar kost»»: 1000 Giück 2jährige Weißkielern 3 K, 1000 Stück 3jährige Weißkiefern 4 K. Anmeldungen zum Bezug» obigrr Waldpflanzen werden bei der k. k. BezirkSforstinspekiion in Cilli sofort entg»g»n genommen. An unbemittelte Besitzer werde» die Waldpflanzen unentgeltlich; d. h. nur Segen Vergütung der AuShedunge-Emballage- und .ran«portspe!en abgegeben. Aus de» stempelfreien Geiuchen ist bei mit« llosen Besitzern d»r»n Mittel« losigkeit ausdrücklich gkmeindeämilich zu bestätig»». ' Di» Zahl der gewünscht»« Pflanzen, sowi» die Adresse de« Bittsteller« (Post und Bahnstation) unter der die Pflanzensendung erfolge« soll, müssen genau a»a»g»be» werde«. Atchtet Kaninchen 1 Vor kurz»« hat bet erste steinsch» «anin venzuchtverein auf dem Lend-platze in Graz mit der AuSschrotung von Kaninchen« fleisch begonnen, welch» Neuerung i« der Bevölkerung großen Anklang findtt. Da« Kaninchenfleisch findet reißinden Absatz und ist der V»r»in vorderhand nicht im stand», d»n Bedarf von Lchlachikaninchen durch die Zuchtstation-n der Mitglieder allein zu decken. Da in Kürze auch in Wien und anderen Gtädttn mit der AuSschrotung von Kaninchenffeisch begönne« wird, so eröffnet fich sür di» Züchter ein große« Absatzgebiet und dürft» di» Kaninchenzucht bei un« sich bald ebenso gewinnbringend gestalten, al« die« in Frankreich und Belgien schon seit langem der Fall ist. Kaninchenzüchter oder solche, die e« werden wollen, mögen daher ihre Adressen dem ersten steiermärkischen Kaninchenzuchtverein Graz. Lendplatz, Gasthof «Zum golden,« E»nel*, bekanntgebe«. da der Verein jede« Quantum Schlacht-kanin-tien abnimmt und auch stei« in der Lage ist. geeignete Zuchttiere prei«würdig abzugeben. J>enlfcher Schntvereia — Katholischer Schttlvereitt I» der letzten Generalversammlung de« Katholischen Schulvereine« hat der Obmann de«selbe», wie er selbst in einer Zuschrift an die Redaktion der .Neue Freie Presse« mitteilt, gesagt: Der katholische Schuloerein zählte 60*735 Mitglieder mit 429 Zweig vereinen. Diese Zahl der Zweigvereine habe bi«her kein Schuloerein in Oesterreich erreicht. Dem gegenüber werde« wir von der Leitung be« Deutschen Schulvereine« ersucht f.stzustellen, baß der Deutsche Schulverein im Jahre 1905 850 Ort«gruppen mit mehr al« 80.000 Mit-gliedern zählte. per Präsident de» chrazer Oberlandes- gerichtr» Dr. August v. Pittreich hat seine Stelle bereit« eingenommen. In der ersten Plenarsitzung, der er beiwohnte, gab er auf die Begrüßung«an-sprach« be« Vizepräsidenten Walter die Erklärung ab, daß er da« OderlandeSgericht im Geiste seiner Vorgänger Waser und Gleispach leiten und daß er alle Kräfte aufbiete« werde, diese« zwei Vor« bilder« nachahmen zu können. Areie Lehre Kellen. An der br»>tlassigen Volksschule in St. Wolfgang a. Kaag bei Polftrau, 2. 0-ftl., ein» Lehrerst lle definitiv, Gesuche bi« 12. April; an d»r sech«kl. Volksschule in St. Marxen bei Peitau, 3. O.-Kl., ein» Lehrer- oder Lehrerin« st lle definitiv oder provisorisch. Geiuche bi« IS.April. An der dreikl. deutschen, in der 3. O.Kl. stehende« Volksschule in Markt Tüffer kommt mit Beginn de« Wintersemester« ein» definitive Lehrerstrll» zur Besetzung. Mit di»s»r Stille ist auch die freie Wohnung im Schulhause, bestehend au« einem Zimmer und di« freie Beheizung verbunden. Deutsche Bewerber wollen ihre Gesuche bi« zum 15. Aprril vorlegen. Bemerkt wird, daß durch Uebernahme von PrivatleKione« auch ei« Neben-verdienst erworben werden kann und daß die Schüler-zahl in d»n einzelnen Klasse« 40 nicht übersteigt. Im politischen Bezirk» Windischgraz kommen zur Besetzung: die Stell» eine« ständigen Bezirk«au«hils«-lehret« mit den Bezügen nach der ersten Ort«klasse sür den Bezirk Windischgraz mit dem Aml«sitze dortselbst; an der sünsklassigen Volk«schule in Mahienberg. zweite Ort«klasse, eine Lehrerstelle mit Kennt«,« der slooenischen Sprache; an den einklassigen BolMschulen in St. Bartholomä ob Hohenmaute«, erste Ort«klasse, und in Naßwald, Post Windischgraz, zweite Orttklass«. je die Lehrer-und SchulleitersteUe; an der zweiklassigen Volk«-schule in St. Egtzdi bei Schwarzenstein, Post Wöllan, driite Ortsklasse, »in» Lehrerstelle: Gesuche find bi« 30. April an die betreffenden Ort«schulräte einzu-senden. — An der dreiklassige«, in der dritten Ort«-klaffe stehenden Volk«schule in St. Ulrich in Greit, Post Wie«, ist die Oberlehrerstelle neu zu besetzen. Gesuche sind bi« 28. April beim Ort«schulrate einzureichen. ?o« Kreisgerichte in gift. Für die zweite Echwurgericht«sitzung im Jahre 1906 wurden beim Krei«gerichte in Cilli al« Vorsitzender de« Ge-schworenengericht»« Krei«gericht«präsident Anton Edler von Wurmser und al« dessen Sielloettreter die Lande«gerichl«räte Aloi« Gregori», Dr. Hermann SchSstlei» und Adalbtrt kotzian beruf»«. Kitt »ittdischnatisnaker Sieg »ver Sozial-demotratett. B», den Wahlen in di» Trifailer Bruderiao« siegten die Winvischnaiionalen mit 21 Stimmen gegenüber 18 Stimm«« b«c Sozialdemo-kraie«. Bisher war da« Trifailer Revier die mächtigste Festung der Sozialdemokratie im Unterlande. Kitt schmückende» Aeiwort für pestfchftn*. Wenn sich ein Pervake einem Reichsdeutschen gegen« über weiß, der keinerlei Einblick in unsere Ber-hälia'sse hat, dann beteuert er stet«, daß er sür die Reich«deutschen nur unbegrenzte Hochachtung heg» und daß »« einzig di» D»utschöst»rr»ich»r seien, denen sein Kamps und sein Haß gelle. Daß diese Erklärung jedoch nur eitel Spiegelfechterei ist und daß er die Deutschen, ohne Unterschied innerhalb wtlchtr Grenzpfähle sie geboren wurden, haßt, be-weist un« wiederum einmal zum soundsovielten Mal» der ,Sl»v. Narod", der in eine« G»richt«saal- notiz Deutschland da» Land der E o e z i a l-g a u « «r nennt. E« ist allerding« fraglich, wa« d«r pervakische Ekribler unter «ine« „Spezial-auner' versteht, da« «ine dürfte ^ber wohl fest-ehen, daß au« dieser Bezeichnung keine«weg« eine „unbegrenzte Hochachtung' sür unser« reich«d«utschen Brüder spricht. Kitte pervakische Versammlung in Sachsen- {eld Am letzten Sonntag fand in Sachsenseld «in« Ztrsammlung de« „Windischkatholifchen Vereine«' statt, in der n«bst einem au« Laibach verschrirbtnen Rtdner, namen« Moik«rc, di« beiden Urslovenen Lipold und Bergmann da« groß« Kort führten. Ein politisch«? Gernegroß stellt« mit großer Wichtig-tuerei die Forderung auf, daß bei der Wahlresor« Cilli «inem slooenischen Wahlkreis« «inoerleibt werd«. De« Han«wurst selbst, nach sein«» Geberden kann «an ihn nicht ander« nenne«, war e« furchtbar ernst um bi« Sache. An der Versammlung nahmen auch Sozialdemokratin teil. Von denselben schreibt Slooenec, daß sie sich al« getreue Schüler der großen Slaoenfeinde Marx und Lasalle erwiesen haben und ihre sozialdenokratische Bildung bereit! damit bekundet hätten, daß sie zu Beginn der Der-sammlung unter einander deutsch sprachen. Aller-ding« ein schrecklicher Verstoß gegen die gute» Sitten. Speziell die Cillier Sozialdemokraten komme» in de« Berichte de« .Slooenec' schlecht weg. Die von ihnen ge«achten Zwischenrufe werd«« al« „blöd", sie selbst al« „unwissende Rote* bezeichnet. Jurist L'pold forderte zum Schlüsse der Versa««lung zu« Vern!chtung«kampfe gegen die Sozialdrmokrat«» auf; er war hiebei allerding« so vorsichtig, «it dieser Krieg«ankÜ«dignng erst herauszurücken, al« di« Sozialdrmokrat«« der Versammlung bereit« den Rücken gekehrt hatten. * Kitt soziald««o»rattscher Jklriterfftfm steckbrieflich verfolgt. Durch mehrere Jahre hin-durch konnte sich die sozialdemokratisch« Arbeitet-schall Cilli« rühmen, einen recht schneidigen Führ«r zu besitzen. E« ist die« den gewesene Sekretär d«r Arbeiterkrankenkasse, Maic«n. Al« Vvllblntslvv«n«n fiel e« ihm schwer, bei seiner Agi«ation«tätigkeit seine eigentliche Gesinnung unter de« roten Deckmantel zu verberge». Wir hatte« oft genug Ge-legenheit, zu beobachten, wie er seiner Natur Fessel anlege« mnßte, um sich nicht vor feinen Genosse« i« seiner wahren Gestalt al« verbissener Hetzpervake zu zeigen. Sein Terrori«mu« in der «rbeuerfchast ist bekannt, ebenso sein geradezu erpreßerische« vorgehen bei der Verbreitung de» .Arbeiterwille'. Di« sozialdemokeatische Arbeiterorganisation riß ih« schließlich selbst die Larve vo« Gesicht u«d «nt-larvt« ihn, nachdem sie ihn schon längst al« de» besten Freund der klerikalen windische« P,n„ erkannt hatte, al« — Betrüger und Defraudan«. Bor einigen Tagen verschwand Maiee« bei Nach« und Nebel au« Cilli. Wegen Unterschlagung größerer Summen wirb er nun steckbrieflich verfolgt. Von P»>«au wurde «r <«in»rzeii polizeilich verwies««. Wirder «in „Mene-Tek«l" sür die sozialdemokreuische Arbeiterschaft. Wisch»fd»rf. Da« «rfte Eingreif«« d«r neuen Feuerwehr. A« vergangene« Sonntag d»n 18. v. M. spielten di« K>nd«r «ine« in d«r kunstmühl« de« Peter Majd« beditnsteten Arbeiter« bei «i««m Holzzaun«, kurz« Zeit nachher stand der Zaun in helle« Flammen. Di« Lag« «rschie« sehr bedrohlich. d»«n in d»r Näh« befanden fich mit Stroh g«deckt« Objekte und auch «in «it Heu beladen«? Wagen, sodaß also da« Fener sehr leicht hätt» wiitergreifen und gefährliche Di«ensio»en annehmen könne«. E« ist dem raschen und tat-kräftigen (Singreifen der neugegründeten freiwillige« Feuer«>ehr von Bischof«dors zu danke«, daß größerer Schaden verhütet wurde. chonoöitz. Am 25. d. B. hat Bezirk«haupl-mann Baron Müller unsere« Ort verlassen, um sich an seinen neuen Dienstort zu begeben. Sein Nachfolger ist, wie bekannt, Herr Bezitk«hanp«»ann v. Lthmann, d«r durch «ihr«?« Jahr« d«r Bezirk«-haupimannfchaft Cilli zugeteilt war und in letzter Zeit in «usterhafter Weise die Geschäfte der Be-zirk«Vertretung Cilli besorgte. Schänsteitt. (Stellvertreter de«A«t«-leitet #.) Herr Adolf Or«l, Kaufmann in Schön-stii«, würd« zu« Stello«rtr«trr dr« k. k. Ami«-leitn« Herrn Zoffall in d«ss«n z«itweilig«r E»g«n-fchaft al« Bürger««istrr von Schönstein «rnannt. — A »«Wanderung. Auch bei un« verbreitet sich da« Amerikafieber. D«n bereit« vor einigen Monaie« au« Schöastein Au«g»wand»rten find Montag den 26. d. M. wiederum einig« gefolgt, di» in A««rika ihr Heil such,«. Doch fei bratnft, daß nicht allen Nummer 26 .D-tttlche W«cht- Seite 5 saGzSCLLiSJS JCerbabnys Vatirphosphorigsanrcr Diner «it 36 Jahren eingeführte, von vielen Aerrten betten» beguUchte»e und empfohlene Braetalrup wirkt achlelmlöeend und huetcnetillend. Durch den Oth.lt an Biltermltteln wirkt — anregend uf den Appetit MSfdarwd aal die Ernfthrunjr. D» wichtige Einen tot in dieses Sirup in leicht naeim liierbarer 3{alk-£iseti-Sirup von vielen Aerrten bellen» Form enthalten; auch »t er durch «einen Oehak an UMtehen .1.... _i.t. _i.i.i«ixu.id Phnuhar-Kallc-Salien hei achwlchlichen Kindern beeeeden Depot bat den Herren Apothekers t M. Raaaek — " --- t, Cilli ai. Huciir, 0. Schwär* ck Cie.; Deutaeh-l.andaherg;O.Daghofer;Feldbach: J.KSalg In wli und die Verdauung, und somit ihrung. Da* lür die Blutblldung io Pho»»hor-Kalk-Salien bei »chwlchlkbeu Hadern für die Knochenbildunf (ehr ofitalich. Preia: I Flasche Herbabnye Kalk-Pleen llny yüfim M»b*BHY itusl , , .... , fra-gn^und Haapt- pr jiellmanns Apotheke „Xttf gsrmkeneigk«^', per Peet 40 Hällar mehr für Depot» in den »eilten Apomeun. —— WIE* V1M, Kalsnretrnato Mr. 7>7S. voaobit»l J. Poapiachll Erben; Grni: Apotheke der Barmheralgen Brüder. B. Klei «eher. F. Frantie, K. Paul: Kindberc: O. Kuaohel. IiKibarh: M. Mardeteehliger, J. Mayr, O. Pieeoli. U. v. Trnkdeay; Liesen: O. Orflea-wang; Harbin: ▼. Koban, W. KBnig« Erben F. Prull, E. Taooraki; Mareek: E. Beieho; Pella» J. Behrbalk, H. Molltor; Hadkne* barg. M. I.eyrer; Rann: H. KehntdereeMIek; Windiich-Feittritx: Fr. Peiaoit; WlntM< gras : K. Eebul; Weitaberg: A. Hutb: UM» drüben alle« nach Wunsch geh». Tausend», di« auswanderten, möchten gerne wieder zurück, jedoch sind sie nicht im stände, da« Reisegeld aufzntreiben, denn ste baden keine Arbeit, sind gänzlich befchästignng«lo«. Hoffentlich trifft die« bei den jetzt Hinübergereisten nicht auch zu, wa« u«so trauriger wäre, da einige Weib und Kinder hier zurückließen und ste einer unbestimmten Zukunft au«setzten. — Pferde-abgabe. Dien«iag den 27. d. M fand hier die Untersuchung jener Militärpferde statt, welche vom Aerar an Privatpersonen zum vorübergehenden Gebrauche abgegeben werden. Preise erhielten u. a. die Herren Baron Wai«berg (Rietzborf) und Rack (Wöllon). Die Kommission bestand au» zwei Ritt-meistern und einem Obertierarzte au« Marburg. A« di« Maschine gerate«. Der Werkmeister der Prim'schen Fabrik in Heilenftein, Herr Vinzenz Eempirek geriet mit der Hand in eine Maschine, deren Messer ihm den kleinen Finger der linken Hand abtrennte. Da« Bedauern mit dem Berun-glückten, der sich allseil« hoher Sympathie»» erfreut, ist ein allgemeine«. Briefkasten der Schriftleitung. Smith. Nittt geeignet und nicht zutr-ffend. Stidmarkleserin. Besten Dank. Wird ver-wert«. Schrifttum- per Srühki-g hätt seine« Ki«z«g, und damit ufUvt jeder Hau«frau eine neue Sorge: die der schönen und guten, kurz — zweckmäßigen Kleidung. Diese Sorge läßt sich sehr leicht an der Hand eine« praktischen Modejournal« beheben; wer Antwort aus die ledige Frage der Frühjahr«« moden für groß uud klein erhalten will, orientiere sich in der ^Wiener Frauen Zeitung^. Mit Nr. 13 (I. April) beginnt «in neue« Quartal. Nr. 12 enthält neben vorzüglichen Modellen sür Frühjahr«,oiletten. Kostüme, Mäntel, Paletot«, Mädchen- und Knabenkleider »inen, mit hübschen Vorlagen, reichlich versehenen Handarbeit«-teil und den sehr eingehend behandelten hau«wirt-fchaftlichen Teil. Unter .Nach de« Tage« Mühenfindet man die Fortsetzung de« spannenden Groverschen Roman« »Da« Verbrecheralbum', Skizzen, Gedicht? ic. Prob«nummern der .Wiener Frauen-Zeitung" versendet die Administration der-selben, Wien. l.. Graben 29a (Trattnerhof), an jede aufgebende Adreffe grati« und franko. Der Alioanement«prei« diese« inhaltreichen Frauen-blatte« beträgt nur K 1-80 vierteljährlich bei monatlich zweimaligem Erscheinen. vermischtes. pie Eheschließung ans Aktien. In Gretna Green kann man sich nicht mehr heimlich verheiraten. Leute, die Eile habe», können sich aber noch immer mit blitzartiger Geschwindigkeit sür« Leben zusammen-tun — in Amerita nämlich. E« ist ja zwar etwa« weit, aber heutzutage reist man sehr rasch, und wenn man erst in Newyork ist, hat man die Ge» schichte spottbillig; sür 42 Kronen Bahnfahrt und Hotel miteingerechnel. Da« Heiraten wird nicht in Newyork bewerkstelligt, sondern in YoungStown. einer kleinen Stadt im Staate Ohio; hier gehen di- Dinge mit Schnelligkeit und Diskretion vor sid>, unter Leitung einer anonymen Gesellschaft aus Aktien, die für alle« sorgt und alle« bezahlt, den Pastor und d,n Hotelbesitzer. Man kann mit der Ge-fellschaft auch fchrifilich unterhandeln. Gegen Er« legung von 21 Kronen erhalten die Zukünftigen Fahrkarten für die Strecke Newyork—Young«tvwn und eine gleiche Summe haben sie nach der Trauung p zahlen; die Gesellschaft' verpflichtet sich, die voll» zogene Trauung nicht durch die Zeitungen bekannt werden zu (offen. Man geht in Amerika bei allen Dingen, selbst beim Heiraten, so rasch zu Werke, daß di« anonyme Ehefchli»ßung«gesellschast von Doung«town wie keine zweite blüht. Sie hatte im Jahre 1904 1500 Heiraten zustande gebracht; im Jahre 1904 waren e« schon 4000, und im laufenden Jahre hofft sie mindesten« 8000 Pärchen glücklich zu machen! . . . Telephonische Musik Au« Newyork wird nach den Berichten dortiger Blätter gemeldet: Dr. Taddäu« Cahill au« Maffachusett« hat ein System erfunden, durch da« Musik mittelst der Elektrizität erzeugt werden kann. Seine Methode unterscheidet sich dadurch höchst bedeutsam von dem Phonographen, daß sie nicht Musik reproduziert, sondern produziert. Er hat zur Vollendung und Vervollkommnung dieser Maschine, die 400 Tonnen wiegt, die Summe von 80 000 K aufgewandt. Cahill nennt seine Erfindung .Telharmonium". der Klang soll sehr rein und schön sein und die Vor-führung de« neuen Apparate« in mehreren großen Städten ist bereit« in Aussich« genommen. pie Hhe des amerikanischen Millionärs )ames Duke. Der amerikanische Millionär Jame« Duke, welcher Ende 1904 die junge Witwe Lilian Mac Cr.edy heiratete, sucht jetzt in Newyork seine Ehe aufzulösen. Er begründet seine Trennung«, klage damit, daß seine Frau ihm vom Hochzeit«-tage rngesangen untreu war und während der Hochzeitsreise nach Europa mit ihrem Liebhaber Frank Hunion ununterbrochen täglich in telegraphischem Verkehre stand. Duke ist Präsident de« amerikanischen TabaktrusteS und besitzt, seinen eigenen gerichtlichen Au«jagen zufolge, ein Vermögen von 10 Millionen Dollar«. Aremde Sprachen in £UfU«. Nach den Ergebnissen der letzten italienischen Volk«zählung sprechen in den Bezirken Aosta, Pinerolo und Susa 100.000 Einwohner französisch; 12.000 Einwohner in Piemont und in den venezianischen Provinzen sprechen zwei deutsche Dialekte und 110.000 Bewohner von 14 Bezirken im südlichen Italien und dreien in Sizilien albanesisch. In den Provinzen Leere und R.'ggio in EaUbrien kommen auf 50.000 Einwohner 38.000, bi« griechisch sprechen, und 30.000 italienische Slooenen und 5000 italienische Serben bedienen sich slavischer Dialekte. In der Gemeinde Alghero aus Sardinien verstehen von 1000 Bewohnern 10.000 nur katalanisch. ?eh- und Blumengärten der Ameise«. S« ist eine schon längere Zeit bekannte Tatsache, daß gewisse Ameisen Pflanzen zusammeniragtn, um au« deren Entwicklung Nutzen zu ziehen. Solche Ameisen hat der Botaniker Ernst Ule auf seiner jüngsten Forschung««!!» im Gebiete de« Amazonenstrom-« vielfach beobachtet. Er b«richtet» darüber in der Gesellschaft für Erdkunde zu Halle. Die sogenannten Schlepp-Ameisen zerschneiden mit ihren Kiefern die Blätter von Bäumen und kleinen Pflanzen und tragen die Blattstückchen in ihre Baue. Dort ent-wickeln sich darau« Pilze, die den Ameisen zur Nahrung dienen. Noch merkwürdiger al« diese Pilz-gärt-n sind die Blumengärten dek Ameisen. Die Tiere tragen die Samen gewisser Pflanzen aus Bäume und Sträucher und legen sie dort in den Gabelungen der Zweige oder auch in besonderen Erdnestnn nieder. Durch w'itere« Zutragen von Erde wird da« WachSlum dieser Pflanzen und zugleich di« Vergrößerung und Befestigung de« Baue« gefördert. Die üppig gedeihenden Pflanzen bieten den Ameisen Schutz vor den sengenden Strahlen der tropischen Sonne und vor den ge-waltigen Regengüssen. Diese Blumengärten. die E. Ule zuerst eingehknd «rforscht hat. zeigen sich in den Bäumen zuweilen biö in die höchsten Kronen und gleichen schwebenden Blumenampeln oder auch großen Heubündeln. Kin grausames ?honograph»nlpi»l. Eine ganz neue, aber auch höchst elende Methode, fein W»ib zu ärgern, hat »in Mann in Newark I p* - mm von fl« rw 0*f yl. 13 Jf» TB* Kl <2**7? KnhP KaSkPIstP l» e>n«t vollständig» R»dc. Freal» u. itUIlG UaOlOClUG ;eh#1 ,,„»ut ii>« Ha.» »cke.n«. Xt.dk ®USere«*»«tt u«je«e»». Kelden-Fsbrikt Hennebert, Zfirleh. »Katftreincr — nur Katfjraitwr!« ftathreinrr# Kneipp Malzkaffe« ist b«r einzige Malzkaffe«/ welcher Aroma und Gestmack des Bohneiikaff«» besitzt. bat die Wissenschaft feftgeftelltl Jede tüchtige Haussrin verlangt daher beim Einkaufe in» de» echten «Kalhreiner« und weift >ede Nachahmung zurück. Teshatb prägr man sich groam ein, wt« *tt echt« Kaihreinero Kneipp Mal Laster au-steh»! AIS untrüglich« Kennjeicben des «cht«n ikathreiners >neigp-Malzkaffe« merke man sich vor allem: 1 I«' verschlossene 0riginalpatet 2 Torf wild des Pfarrer« Kneipp | 3. Tit Unirrschrift Eeb. Kneipp I S4»i»uiti 4. DieAusschrist »ftnthreiutrgftnti»» WaUUfft»« (Amerika) ersonnen. Er sprach leidenschaftliche Liebeserklärungen an eine junge Freundin, auf di« feine Frau ohnehin fchon eifersüchtig war. in einen mächtigen Phonographen und diesen stellte er nachts vor die Schlafzimmertüre. Der Phonograph tat feine Schuldigkeit und die arme Frau war ge« zwungen, die ganze Nacht hindurch die Repro-duktionen der Liebeserklärungen ihre« Manne« an eine andere anzuhören. Wegen diese« grausamen Spiele« klagte die Frau aus Scheidung. Der Mann und ihre Nebenbuhlerin erklärten aber, daß der Verdacht grundlo« fei, da sie sich nur in Gegen-wart dritter Personen gesehen und anständig be« tragen hätten und fügten hinzu, daß die vermeint-lichen Stimmen eine Halluzination seien. E« wird aber behauptet, daß die phonographischen Liebe«-erklärungen den Zweck hatten, die Frau zum Wahn-sinne zu treiben. Mit Hilfe ihrer Verwandten gelang eS jedoch der Frau, sich de« Phonographen zu versichern und ihn zum Gerichte zu bringe«. Ein recht netter Erfinder, dieser Mustergatte! Kakao- u.aohokoladal!ebhet>»ru beulen» empfohlen: Johann Hoffn Randol-Kakao hat den geriofeten Fettgehalt, iet daher lelohteet TerdaoUoh, vernraeoht nie Teretopftiag and iet bei fetniteo Wohlgeschmaok asSorordentUoh billig. Koht nar mit dem Kamen Johann Heff nnd der LOven-Sohatimarka. Pakete k '/«kg 00 H«U«r » » Ve » 60 » -------Oberall an haben. Krmord««g vo» Hekerreicher« i« SerVie». In Bajiti (Serbien) wurde da« au« Oesterreich »ingkwandirt» Ehepaar Arnost, da« dort »in» Gast» wirtschaft betrieb, zur Nachtz»it in grausam»? W»is» ermordet. Der Frau wurde der Leib ausgeschnitten, da« Hauö ausgeraubt und dann in Brand aesteckt. Auf die Intervention des österreichischen Konsul« in Belgrad wurde fast die ganze männliche Ort«» bewohnerschast, in«gesamt 60 Personen, w»gen Berdachte« der Mittäterschaft verhaktet. Seite 6 .W-«t?ch- D«chf Nummer ZK IM» bdrvomgendrten rcediiiniachen Autor$Uten verwenden Rshiischer „SiyriaqueCa" >.. ^2 tan. Kehlkopf- n. Bronchialkatarrhen, raße 13. G iehtiache u. rheumatische Schmerlen, Seitenstechen Glied?rreU»en Krlmpfe, Rücken-, Nerren- und Muekeltchtnerten, Hexenachu»«. 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Ist der gute Wille eines Volkes nicht das sicherste, das edelste Band? Bei Gott! Wann darf sich ein König sicherer halten, al« wenn ste Alle fslr Einen, Einer für »lle stehen? . Goethe O Was ist die Welt, wenn sie mit dir Durch Liebe nicht verbunden? Was ist die Welt wenn du in ihr Nicht Liebe haft gefunden? Manch' Einer kann die Gastsreundschast nicht erwiedern! so schenke er seinen Gönnern seine Gedanken, seine Gänge, die Blumen bei Felde», die er pflücken dars — sein Gebet. ♦ Lob« den Herrn! Er ist die Liede, . Er verläßt die Seinen nich». Blickt auch unser Auge trübe, Freundlich strahlt sein Angesicht. F. A. Krummacher. * Die Gegenwart des Elenden ist dem Glücklichen zur Last, und ach! der Glück liche dem Elenden noch mehr. Goethe. Wohl dem, dem spät im Leben, Wenn alles unterstnkr. Noch aus dem frischen Streben Ein Strahl herüderblinkt, Hell über ihm schweben Die Geister der guten Tat Im Leuchten der Tternensaat. O Drei Ding« bedarf der Mensch in den Stürmen de» Leben»: Mut im Unglück, Demut im Glück und Edelmut zu allen Zeilen. Reinigen von VarquettfustbSden. Ist der zu reinigende Parquettsußboden sehr schmutzig, reibt man ihn y.t Stahl spänen, die in allen Feinheitsgraden sast in jedem Drogengeschäjt zu haben sind, tüchtig ab. Sonst genügt es auch, den Boden mit Terpentinöl und einer Scheuer bürste zu scheuem und mit Sagespänen nachzureiben. Nach sorgfältiger Entser-nung allen Schmutzes trägt man die Bohnermasfe mit einer weichen Bürste oder Lappen mäßig aus und bearbeitet dann den Boden mit dem Parkettschrubber. Aus diese Weise erhält man eine ladellos sauber.', spiegelglatte Fläche. Line vorzüg-liche Bohnermasse stellt man aus Wachs und sranzöfijchem Terpentinöl her. Beide Artikel sind aber gegenwärtig sehr leuer. 6» wird deshalb vielfach zu En'atzmiiteln gegriffen. Wachs vermischt man mit oder elsetzt es ga», durch da» billigere Ceresin, während man Terpeminöl mit Surrogaten, an ihrem benzinar.'igen Geruch rrkeniibar, vermischt. Mittel gegen da» Abspringen der Tapeten. Um da» Abspringen der Tapeten in Räumen, welche wechfelndcn WilterungseinstUsj«» auZgeseyt sind, zu verhüten, kann man sich folgende» Kleister bereiten: Man weicht !> Kilo Bolu», »ach-dem er kleingetlopft worden ist, in Waffer ei» und schüttet sodann^a» darüberstehende Wasser ab. Hieraus werden '/« Kilo Leim zu Leimwasser gekocht, noch I Kilo GipS zugemischt ui d dann die Masse mittelst eines Pinsel» duich einen Seiher getrieben. Die Masse wird hieraus mit Wasser bi» zu dem Grade eines dünnen Kleister» ver. dünnt. Edlortalk als Mittel gegen Mäuse. Wiederholt ist die Beobachtung gemacht word.n, daß sich Chlorkalk vor-trefflich dazu eignet, Mäuse und anderes Ungeziefer zu vertreiben, und daß die? schon dadurch gelingt, daß man in Kellern, Magazinen u. s. w. kleine flache Schüsseln oder Blumentopsuniersetzer, mit Chlorkalk gefüllt, ausstellt. Zweckmäßig ist es, den Chlorkalk bisweilen zu erneuern oder wenigsten» mit etwas Essig oder Waffer anzuseuchten Zur Verhütung von Moder-, Schimmel« und Krimbildungen aller Art in Wohnungen empfiehlt sich die Anwendung der Emaillelacksarbe. Dieselbe ist widerstandsfähig gegen alle Kreosot-lösungen (Desinfektionsmittel), gegen kochendes Waffer und selbst gegen heiße Dämpfe. Sie eigtut sich zum Anstrich von Glas. Möbeln, Holzwrrk aller A>t, Kalk- und Zementwänben und endlich auch Metallen, Außerdem ist diese Farbe gift-frei. Zu einer Fläche von 6—10 Quadratmeter genügt 1 Kilo Farbe vollständig. Der Anstrich ist in Einzelanslrichen au»-zufühnn und jedesmal sehr dünn aufzu-trage«', um ein hartes Durchtrocknen zu erreichen. Aersetzen der Pflanzen. 'Wa» die Zeit betrifft, in welld>r da» Perfetzen der Pflanzen geschehen soll, so kann im all-gemeine» da» Frühjahr, und zwar die Monate März, April und Mai dazu empsohlen werden, weil sich um diese Zeit da» Wachstum regt. Selbstverständlich können Pflanzen, welche mau zu recht üppiger Beschaffenheit bringen will i „Blatt-pflanzen"), auch während de» Sommer» versetzt werden; man soll e» aber »er-meiden, die Zimmerpflanzen im Herbst zu versetzen, denn sie wurzeln nicht mehr gut ein und leiden dah-r den Winter über Not. Der Gärtner, dem sür seine Pflanzen die verschiedenartigsten Lokalitäten zu Gebote stehen, kann sich ein späte» Der-setzen eher erlauben. Ein tapfer der tteivohuheit. Gattin eine» ZeitungSredakteur» beim Absturz ihre» irarelnden Manne: „Ich sag'S ja! Diese Sucht, um jeden Preis alle Spalten zu jüllen!" Umschlag. Lehrling: „Herr Prinzipal, ich habe an diesem Morgen ein falsches Zwanzigkronemillck eingenommen - Chef: „Sie sind ein Esel — ein Kameel . . Lehrling: „Ich hab'» aber schon wieder ausgegeben . .* Chef (besänftigt): „Sie sind ein tüchtiger Mensch, Meier!" Unter Studenten. Student A.; „Warum legst du nur w wenig Gewicht aus deine äußere Erscheinung? Du solltest doch wiffen, daß der Rock den Mann macht." — Student B.: „Gan; re l t, ich lann aber nur den Mann nicht finden Blick in die Zukunft. „Nun, Sepp' warum bist so niedergeschlagen?" Tepp (Schweinehirt): .Ja, da hab' i grad' g'lesen daß s' jetzt auch d' Elektrizität al» treibende Kraft anwenden und da hab' i Angst, daß der Gemeindevorsteher auch mir »ich ab nimmt und d' Sä II ililn ch lieibtn läßt. MM. Blätter zur Unterhaltung und Belehrung für Haus und Familie. S»»«tagsbeilag- der „Deutschen Nacht" in Lissi. Nr 13 „Die Süd mark" erscheint jeden Sonntag als unentgeltliche Beilage fslr die Leser bet „Deutschen Wacht". — Einzeln ist „Die Südmart" nicht käuflich. 1906 Das rote Jenster. Roman von Fr. M. W h i l e. „So, "Bitte jetzt," sagte Bell langsam. „Nehmen Sie diese? Taschenmesser und halten Sie die Klinge ai, die linke Seite der untern Hälfte der 8 — Sie habe» dann eine unregelmäßige f. Es sollte mich sehr wundern, wenn dieses eine Stückchen nicht im Lichte der Laterne vollständig verschwindet, während der Rest der Zahl intakt bleibt. Sie sollen sich selbst davon überzeuge», da« daS Stück ausscheidet, weil das Schild schon zer-brachen war, nicht etwa, weil Sie es durch den Druck erst zerbrochen haben." Die Spitze deS Messers lag knapp unter dein Porzellan, vor dem Einschnitt des unteren Kreises, und Steel konnte die Bruchecken fühlen, die seine Finger berührten. Trotzdem war ihm die Entdeckung doch noch nicht ganz klqr. . Ä „Nun, jetzt treten Sie mal aus den Dainin, und sehen Sie nach der Laterne.' David kam schnell der Aufforderung nach, und ein heftiger Schrei entrang sich seinen Lippen, als er ans-blickte. Die Veränderung war augenscheinlich. ?lnstatt 21» konnte er jetzt 21» lesen, allerdings nur eine ver-schwonimene s, die aber trotzdem neunundneunzig Leute »uf Hunden als solche gelesen hätten. .Ich möchte die Adresse des ManneS habe», der das ausgetifteU hat,' sagte David trocken. .Davon hätteu fich auch sehr kluge Leute täuscheu lassen," entgegntte Bell, .Jetzt aber, wo ich Ihnen gezeigt habe, wie leicht Sie sich in der Nummer habe» täuschen lassen, was zum' Teil auf die Llchtwirkung zurückzuführen ist, — wolle» wir ein bischen weiter gehe» Momentan können wir nicht feststellen, wie der Trick mit dem Mobiliar zu Stande gekommen ist. Aber Möbel haben hier gestanden, sonst wäre das Zimmer und der Borsaal nicht so sorgfältig geuubert, wählend der iHest des HanseS m schmutz verbliebe» ist. Wenn meine Äuge» mich nicht täuschen, so sehe ich dort zwei Nagel, die in den. in das Hinterzimmer führenden Bogen hineingeschlagen sind. An diesen Nägeln hing der Vor-haiig, der Sie nicht mehr sehen ließ als Sie sehen sollten. Run, glaube» Sie noch immer nicht, das? dieS das Haus war. in dem Ste Ihr merkwürdige» Abenteuer erktbt?" „Ich'gestehe, da« meine Ansicht stark erschüttert ist," gab David zu. .Aber wie steht"» mit dem Mobiliar? Was sagen sie dazu, das ich ans Mr Gates Landhaus telephonisch angerufen wurde? Daß sich ferner mein Abenteuer in einem Hause abspielte, das neben dem von ihm in Brigbtva bewohnten liegt? WaS sagen Sie zu Miß Gares Aufregung, als sie meinen Namen hört«? Nenneil Sie das alles Zufall?" „Neiu. das tne ich nicht," sagte Bell schnell. .DaS alles ist vielmehr oer Beweis, daß wir es mit Renten zu tun hoben, die ihre Vorteile auszunutzen wissen. Ein sehr gewichtiger Punkt war es z. B. daß Mr. GateS iu'M»a» in einem möblierten Hause wohnt. Aber zu diesem Punkle kommen wir schon noch. Haben Sie sonst noch einen Einwurs?" „Ja noch einen, dann bin ich vorläufig fertig. Als ich neulich Nacht hierherkam, — angenommen natürlich, das;,ich überhaupt hergekommen bin — war das Zimmer sofort bei meinem Eintritt glänzend beleuchtet Jetzt aber kIk ich absolut nichts, und die Drähte müssen von dem Elektrometer abgeschnitten worden sein. So weit ich eS beurteilen faji». muß eine ganze Menge Licht ivährend meines Besuches verbrannt sein Es brannten wohl nicht weniger als zehn Flammen während einer Stm^de. i'iuit der Verbrauch des Lichtes muß sich doch an dem Elektro-Mieter zeigen. Könne» Sie einen Elektrometer lesen?" .Lieber Freund, nichts leichter als das." .Dann wollen wir hinuntergehen und die Sach« gleich erledigen. Es befindet sich sicher «tne Karte an dem Meter, mit der Aufstellung des Tages, an dem der letzte Mieter auszog." Sie gingen hinunter. Unten im Keller stand der Apparat. „Hier haben wir die Karte," rief Bell, .ausgestellt vom 28. Juni l8».'>, dein Tage, an welchem das Haus geräumt wurde. Eine Minute, dann werde ich es gleich haben. Auf dieser Karte in Ihrer Hand müßte also, vorausgesetzt, daß das Licht seit jener Zeit nicht benutzt worden ist. 1532- stehe», und was steht ans Ihrer ttarte?" „1521." ries David, „das bedeutet also, daß feit 5er letzten Ausstellung ll ebrn verbrannt sind, und zwar sind diese l l cbm in der Nacht benutzt worden, in der ich hier war. Sie haben ganz recht. Bell, Sie haben mich tatsächlich überzeugt, daß ich in Nr. 219 wirklich heute zum ersten Mal war. Aber je tiefer ich in das Geheimnis eindringe, desto rätselhafter wird eS mir. . . Was meinen Sie, sollte mau nun zunächst tun?" „Den Namen des letzten Bewohners oder Besitzer« berausbriugen," erklärte Bell. .Entdecke», wozu di« beiden Häuser benutzt werden, als sie noch eine Person mne hatte. Ferner auSkundschaste», warum die Bewohner ein HanS von dieser Berfassung für die Summ« von 80 Pfund jährlich vermieteten. Jetzt wollen wir gehen und dein Agenten die Schlüssel zurückbringen." Steel war froh, als er wieder in der frischen Lust stand. Einige Fortschritte hatte er ja in der Entdeckung 2 des Geheimnisses gemacht, aber jemehr er darüber nach-dachte, desto verblüffter und bestürzter wurde er. Kein noch jo verwickelter Konflikt war ihm |o unentwirrbar vorgekommen, als das Ereign i», in daS er verstrickt war. „Ich bin wie ein Kind in Ihren Hände»,' sagte er zu Bell, »wie ein bliuder Mann, der sich mit einer Schnur leitet und am Ende angelangt ist, wie ein Be-«runkener. drr in einem Labyrinth herumtaumelt . . . Wenn ich einer Frau jemals wieder helfe. . .* Er hielt im«, als er an dem Fenster von 21V daS liebliche Gesicht von Ruth Gates bemerkte. Ein« tief» Schwermut lag auf ihren Zügen, und innig« Sympathie und Mitleid strahlt« aus ihren schönen Augen. Sie trat zurück, als Steel »ich verneigte, und der Rest seiner Worte ging in einen Seufzer verloren. 10. Kapitel. DaS Haus der stille» Leiden. Eine Glocke läutete traurig mit den langsam vibrierenden Tönen eines TotenglockchenS. Wenn Leute in den Winternächten am Hanse der stillen Leiden vor-übergingen, dann verglichen sie die düsteren Klänge mit den Tönen, die den Verbrecher von der Zelle zum Schaffst begleiten. DaS ganze Jahr hindurch antwortete daS kleine Thal von Longdean auf diese traurigen Töne wie ein Eclio. und vielleicht batte ein wandernder Dichter iie Slätie ans diesem Grunde das Hans der stillen Leiden getauft. Bon halb bis acht Uhr ließ die schreckliche Glocke allabendlich ihre düsteren Töne vernehmen. Warum eS geschah, konnte niemand sagen. Niemand aus dem Dorf« hatte j« die großen rostigen Gilter überschritten, die in daS dunkle Mhrengehölz führten, obwohl manchmal ein lecker kleiner Bursche den moosbewachsenen Stcinwall überkletterte und in das dunkle Unterholz gedrungen war. Von hier war er mit blassem, aufgeregtem Gesicht und großen, erschrockenen Auge» zurückgekehrt »ho Halle erzählt, große wilde Hunde hielten sich im Dickicht auf. Später hatte der Wilddieb de!- Dorfes diese Behauptung bestätigt. Er war nicht gerade sehr red-selig in dieser Beziehung, gab aber zii verstehen, daß die Jagdgründe von Longdean Grange für Naturforscher mit verdächtigen Neigungen nicht sehr gesundheitsfördernd seien. Tatsächlich hörte man an mondhellen Nächten diese seltsame» Hunde bellen und heulen. Ein Schäfer, der sie in einer Frühlingsnacht gesehen, erllärle, sie hätten sich gegenseitig gebissen. Aber etwas Genaues wußte niemand über sie, und ebenso wenig wußt« jemand von den Leute» in Longdean Grange etwas Bestimmtes. Wer die Dame aus Grange war. konnte ebenfalls niemand sagen. Sir war eines Nachts in Begleitung ihm Nichte eingetroffen, und von diesem Augenblick nn hatte sie das Haus nie verlassen. Ebenso wei.ig oerließ einer der Dienerschaft jemals das Schloß und seine llingebung, außer, wenn einer überhaupi sort-.oa, .ind dann erhielt er als Belohnung für das Versprechen, die Grafschaft Sussex unverzüglich zu räumen, ein großes Geldgeschenk obendrein. Alles wurde telephonisch aus Brigthon bestellt, und unten in der Portierloge abgegeben. Der Portier war ein Fremder, außerdem taub und außerordentlich mürrisch, fodaß das Dorf längst di« Hoffnung ausgegeben hatte. auS ihm etwaS herauSzu-bekommen. Nur gelegentlich »oh man «in vernünftiges menschliches Weitn aus Grange, einen dicken Mann mit außerordentlich freundlichem Gesicht und großen, milden, blauen Augen, einen Mann von christlicher Güte, der die Dorsknaben stets freigebig beschenkte. Der dicke Herr sührte den Namen Mr. Charles, und man erzählte fich, er hätte eine Menge Tauben, die er sehr liebte. Wer aber Mr. Eharles war, oder wie er diesen Namen bekommen, darüber hätte der weiseste Kops des Dorfe» keine Auskunft geben können. Trotz der schrecklichen Glocke und der ringsumher herrschenden Wildnis war Longdean Grange doch nn entzückender Ort. Wenn man da» Dickicht verließ, bot sich dem Beschauer ein prächtiger Anblick. Die Rasen-Plätze waren elegant und hübsch gehalten, die Beet« wieien reizend« Plilmen aus, di« Schlingpflanzen durften sich nicht allzu üppig ausdehnen. Dennoch herrschte hier Furcht und Grauen. Zuweilen hob sich ei» groqer, schwarzer Kopf aus dem Gebüsch, imd ein langes, duuivfes Grollen enirang sich einer doppelten Reihe weiter Zähne. Die Hunde waren kein Märchen. Sie lebten :n dein fünfzehn bis zwanzig Morgen umfassenden Unterholz, daß das Haus umgab, wurden hier regel» mäßig gefüttert und mitleidlos gepeitscht, wenn sie »ich in dem eigentlichen Garten blicken ließ«». Vielleicht sahen sie wilder und gräßlicher aus. als sie wirklich waren, es waren aus Cuba stammende Bluthunde, doch sie verliehen dem ganzen Orte eine eigentümliche Färbung und verstärkten noch die Angst, die die einfachen Leute in der Umgegend vor dem Schloff« hatten. Die Glocke ließ ihr« traurig«» Töne über de« Ställen ertönen, sie klang, bis die Uhr acht schlug, um dann zu verstummen. In demselben Augenblicke stieg die Dame, wie sie eS immer in den letzte» sieben Jahre« etan, die breite, schwarze Eichenircppe der Borhalle inunter. Ein Haushofmeister aus der alten Zeit ver-neigte sich vor ihr und meldete, das Diner wäre serviert Nach seinem Aeußeren und seinem Auftrete« zu chließen, mochte er bei einem Erzbischos Haushof-Meister gewesen sein, doch sein Anzug war schäbig und im höckiste» Grade abgetragen, seine Stiefel hatten längst ihren Glanz verloren, und seine Wäsche war gelb und zerknittert. Zwei Diener in Livree standen in der Halle. Auch »ie machten denselben schäbigen, verfallenen Eindruck. Die Dame war eine große, schöne Gestalt mit dunklen Augen, zu denen das weiße Haar im grellen Gegensatze stand, doch ein geistesabwesender, seltsamer Blick lag in diesen Auge», als suchten sie Tag und Nacht nach etwas. daS sich nicht finden laffen wollte. Sie selbst machte einen gesunden Eindruck, doch ihre schwarze Toilette aus Spitze und Seide war zerrissen, zersetzte Spitze» bedeckten ihren Busen, während Diamanten von liohem Äerte in ihren weißen Haaren glitzerten. Es war seltsam, wie sich Reichtum und schlimmst« Armut hier vereinten; das ganz? HauS war mit seltenen, kostbaren Dingen, Gemälden, Statue». Chinaporzellan angefüllt, die Fußböden waren mit dicke» Teppichen be-legt, und doch ging alles u> Staub unter. Alles war von einer dicke», weisen Scmiiutzivolke überzogen. Sie verdunkelte das Porzellan, sie trübte das Glas der Ge» mälde, sie lag in kleinen Häuschen auf den Köpfe» und Armen der schmutzigen Statuen. Es mußten viele Jahre vergangen »ein, seit der Staubwedel eines HauS-mädchenS etwas in Longdean Grange angerührt hatte. Es war gleichsam der Palast Dornröschens, den di« Leute wie tm wachen Traume durchwanderten. Die Dame des HauseS schritt laugsam in de« Speisesaal. DaS Essen war schmackhaft und lecker zu« bereiter, ein Gourmand hätt« sich mit Befriedigung vo« der Tafel erhoben. Blumen waren aufgestellt, «ilber-schalen, geschliffene Gläser, Chinaporzellan, von denen jede» seine eigene Geschichte hatte, prangte aus der Tafel, und das Ganze stand auf einem Tuch, das stets zer» fetzt war. An sich war es ein schöner Raum, lustig, groß, von der Erde bis zur Decke mit Eichengetäfel und wenige», aber äußerst wertvollen Gemälden an de» Wände». «Äne Fülle von glitzerndem Silber hob sich wie ein silberner Mond von allein ab, und doch herrschte überall derselbe Schmutz und dieselbe Trostlosigkeit Nur da» Efsen sah gut und sauber au». ttfl standen noch »wei ander« Personen an dem Tische. Ein juugeS Mädchen mit hübschem, geistreichen und leidmfchaftlichem Gesicht Die andere' war der dicke Mann, den man im Dorf Mr. Charles nannte. Tatsächlich war sein Name Reginald Heu so» und er war entfernt verwandt, mit Mistreß Henson. der seltsamen Besitzerin deS Hause» der stillen Leiden. Er lächelte Miß Enid Henson, dem wunderbar schönen Mädchen mit den mißtrauisch blickenden Augen freundlich zu. «Jetzt, da Madame augelangt ist, können wir unt fetzen,' sagte Henson ernst. Er sprach mit riuer gewissen spöttischen Demut und einem seltsam verzerrten Lächeln um den breiten Mund. Enid starke ihn in sprachloser Gut an. Sie war eine leidenschaftliche Person, ebenso stark in der Freundschaft, wie im Haff«, und die Haiiptleidenschaft ihres Lesen» war der Hag gegen Reginald Henson. .Haben Madame gut geruht?" fragte Henson. „Verzeihen Sie uniere ängstliche Neugier' Wieder packte Enid die Wut. doch ftrciu Margaret mochte wohl vou Stein sein, denn sie nahm nicht die geringste Notiz von diesen Worten. Der abwesende Blick Itaiid noch immer in ihre» Äuge», während sie wie im Traum zum Tische wandelte. Dauu warf sie sich plötzlich in einen 5tuhl und begann mit lauter, klarer Stimme zu beten: „Und der Herr verleihe unS Dankbarkeit. Und möge er. wenn es ihm gut dünkt, den Finch vou diesem Hause nehme», die Unschuldigen befreie» und die Schuldigen strafen. Denn die Bürde liegt schwer aus uuS, und eS gibt Zciten. >00 ste kaum mehr zu tragen ist.' Der ticke Mann spielte lächelnd mit »einem Messer und seiner Gabel- Eni scharf« Beobachter hätte bemerkt, daß Sie leid««fchast!<»che Klage sich an ihn wendete, aber von ^«»«»breiten Schultern abprallte. Ju seinem tadellosen GeseiljchastSanzug stach er seltsam von semer Umgebung ab. Enid inachte den allgemeinen Befall allerdings nicht mit, doch ihr graues Hoinespunkleid erinnerte an die strenge Erscheinung einer barmherzigen Schwester. »Madame sind so poetisch," murmelte Henson, .und dabei so sanguinisch.' .Williams," sagte Mistreß Henson ruhig, «mein Besuch möchte etwaö Ehampaguer haben.' Sie machte jettr den Eindruck einer Hausfrau, die einem selbst nn-Willkommenen Gaste nut vornehmer Lebensart entgegenkommt. Dabei aber schien sie nichts zu sehen. Die dunklen Augen starrten immer noch finster. Daö Mahl ging still-schweigend^weiter, nur ab und zu machte Heusoi, mit füßlidw Stimme eine sarkastische Bemerkung. In der tiefen Stille ließ sich daS gelegentlich« Heulen eines Huudes veruehmen, uud ein flüchtiger Schimmer von Äerger flog über HenfonS breites Gesicht. „früher oder später werde ich alle diese Hunde vergiften." sagte er. Enid blickte schnell zu ihm anf. .Wenn alle Hunde um longdean vergiftet oder erschossen würden, dann wäre «S ein angenehmer Ort, in dem man leben könnte," sagte sie. Henson lächelte freundlich. »Meine liebe Enid, Sie beurteilen mich fal'ch." sagte er. »aber eines TageS werden Sie mir doch v>»e> rechtigteit widerfahren lassen." Enid erwiderte, sie hoffe da» sehnlichst, und so ging das seltsame Mahl weiter, mit Lächeln und freundliche» Worten von HensonS und mit wilden und bitteren Bemerkungen von deS jungen Mädchens Seite. Es war heiß im Zimmer, und der braune Puder des StanbeS leate sich wie ei» Schleier auf Qenso«» Kinn. Am obere» «nde der Tafel saß Margaret Henson wie m einem Traum versunken. Zeitweise starrten ihre d.iiiNen Augen «isrig umher, wie die Blicke eines Mensche«, der. vor Durst verschmachttnd, tu einrr Wüst« nach Wasser sucht. Ab und zu bewegten sich ihre Lippe», doch kein Laut entrang sich ihnen. Gelegentlich sprach sie zu einem ihrer Tiichgenossen ein Wort, doch nie itanden ihre Worte mit ihren Augen im Einklang. Wie eine traurige, pathetische, klägliche Gestalt, die graue Sorge in ihren Lumpen und ihren, schneeweißen Haar, saßsie da. Da» Mahl ging schließlich zu Ende, und Mistreß Hensoit erhob sich. Die Marionette machte plötzlich groteske Bewegungen. Sie verneigte sich wie vor einer unsichtbaren Persönlichkeit und schritt würdevoll auf di« Tür zu. Reginald stand beiseite nnd öffnete sie ihr. Sie ging in die dunkle Halle, anscheinend, ohne seine Änweienheit zu merken. Enid warf ihm einen miß» trauischen Blick zu, während sie in dem Nebel und dem herumflatteruden Staub verschwand. HensonS (Besicht nahm auf der Stelle einen anderen Ausdruck an, als Ijutie man ihm eine Maske abgerissen. Er ivurde behend und kräftig, und war nicht mehr der Schutzpatron der Künste, der großherzige Pbilantrop. der Mann, der sich nur dem Wohle der Meiijchheit widmet. Die blauen Augen wurden kalt uud gransam, nnd ei» eigentümlicher Zug spielte um »einen sinnlichen Mund „Bringen Sie eine Flasche Elaret und Zigarre» in die kleine Bibliothek, Williams. Und öffnen Sie das Fenster, der Dunst erstickt mich." sagte er. Der würdige Haushofmeister verurigte sich respelt-voll. Er glich in keiner Weise den verlotterten und stets betrunkenem Roman-Haushofmeistern, doch k«iu« freundlichen Gedanke» schiene» ihn zu beherrschen, während er eifrig dem Befehl« gehorchte. Suid stand zögernd in der Vorhalle, als Williams mit dem Tablett vorüberschritt. „Kleine Bibliothek uud Fenster offen. Miß." flüsterte er. „Er hat wieder etwas Verteufeltes beute Nacht vor. Dabei möchte er gern wissen, wie es Miß Ehrist»', ana geht." »Schon gut, Williams,' verletzte Enid, „meiner Schwester geht'S heute ichlechier. Wen» es nicht beffer wird, werde ich daraus bestehen, das; man einen Doktor holt. Für den Wink, Mr Henso» betreffend. danke ich Ihnen. Die kleine Bibliothek geht ja wohl au' die Treppe hinaus, die in das Schlafzimmer meiner Zchwester führt?" „Ja, und das offene Fenster führt auf den Garten." fetzte Williams trocken hinzu. „Ja, ja. gehen Sie jetzt. Si« sind ein wahrer Freund, Williams. Ich werde Ihre Güte nie vergeisen. Gehen Sie, ich sühle förmlich, wie dieser Mensch kommt." Tatsächlich näherte sich Henson geräuschlos. Trotz seiner großen Korpulenz hatte er de» weichen, leisen Schritt einer Katze, seine große» Ohre» spitzten sich wie die eines Hasen. Henwn lag immer ans der Lauer. Er hätte ein paar Schwatzer der Dienstmädchen hinter einer Küchentür belauscht. Es machte ihm Spaß, andere teilte zu durchschauen uud zu ergründen, obwohl man ihn noch nicht ergründet hatte. Der Welt gegenüber spielte er sich als loyaler Reformator und Missionar auf» er hielt Reden bei religiösen Versammlungen nnd rührte die Frauen zu Tränen. Es war bekannt, daß er ei» bedeutendes Vermögen guten Werken widmete, er war aufgefordert worden, türs Parlament zu kandidieren, wonach sein Ehrgeiz schon lange strebte. Gilead Gates betrachtete Reginald Hensor als feine rechte Hand !)lumc:et 26 OL.tü;* Seite 7 Mchmcr». der beliebteste nnd verbreiteste. Tic ^irnia deckt mir (»mpfehlcnswertes mit ihre« Stameu und jeder Säufer hat Garantie für anten und ausgiebigen. daher äußerst billigen Thee. 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Allen denen, die sich durch Erkaltung oder Ueberladung des Magens, durch Genuß mangelhafter, schwer verdaulicher, zu beißer oder zu kalter Speisen oder durch unregelmäßige Lebensweise ein Magenleiden, wie: Magenkatarrh, Magenkrampf, Magen-schmerzen, schwere Verdauung oder Verfchleimung zugezogen haben, sei hiermit ein gutes Hausmittel empfohlen, dessen vorzügliche Wirtungen schon seit vielen Jahren erprobt sind. Es ist dies das bekannte Aerdauuvgs- und Arutreinigtmgsmittel, der Hubert Rllrich'^e Kräuter-Wein. Oieser BrSuter« -in ist «ns vorzüglichen. beilkräfticr befundenen Kräntern mit gutem Wein bereitet nnd stttrkt und belebt den Verdannngsorgaulsmuii des Menschen, ohne ein Abführmittel zu sein. Kräuterwein beseitig Störungen In den Blntgeffescn, reinigt das Blnt von verdorbenen, krankmachendenStoffen nnd wirkt förder nd ans die Neubildung gesundes lilnten. Durch rechtzeitigen Gebrauch des Kräuter-WeinS werden Magenllbel meist schon im Keime erstickt. Man sollte also nicht säumen, seine An-Wendung anderen scharfen, ätzenden, Gesundheit zerstörenden Mitteln vorzu-ziehen. Symviome. wie: Kopfschmerze», Ausstößen, Sodbrennen, Blähungen, lledelkeit mit Erbrechen, die bei chronischen (veralteten) Magcnieiften um so heftiger ausneten, werden oft nach einigen Mal Trinken beseitigt. und deren unangenehme Folgen, wie Beklemmung, KIuyWtrjlvpfNIlg Kolikschmerzen. Herzklopfen, Schlaflosigkeit, sowie Blutanstauur.gen in Leber, Milz und PfortaderMem tHiimorrhoidalleideiti werden durch Kräuter-Wein oft rasch beseitigt. — Kräuter-Wein brhevt llnverdaulichkeit, verleiht dem VerdauunASsystem einen Ausschwung und entfernt durch einen leichten Stuhl untaugliche Stoffe auS dem Magen uns Gedärmen. Hageres, bleiches Aussehen, Slutmaugel, Entkräftung sind mein die Folge schlechter Verdauung, mangelhafter Blutbiloung uno eine» tranihasten Zuspnd^ der Leber. Bei Äppentlofiakcit, unter nervöser Abstammung und ÄcmuthSversttmmung. sowie häusigen »oosschmerzen, schlaf. losen Rächte«, siechen oft solche Personen langsam da«>in. Kräuter-Wein {icbt der geschwächten LedenStrast einen frischen JmpulS. Kräuter Wein eigert den Appetit, besörde« Verdauung und Ernährung, regt Mit Stoff. Wechsel an, beschleunigt die Blutbildung, beruhigt die erregten Nerven und schafft neue Lebentlust. — Zahlreich« Anerkennungen und Dankschreiben beweisen dies. Gastwirte, Hoteliers und Cafetiers welche ein Musikwerk für Konzert und Unterhaltungsmusik oder fsir Tanzmusik anschaffen wollen, verlangen den illustr.Katalog „Sch" übet- unsere konkurrenzlosen Neuheiten! Elektr. Klaviere mit Papier- oder Presspahnnoten, Piano-Orchestrions, Elektr. Klaviere mit Mandolinen und Begleit- instrumenten. Orchesterwerke mit Feder- und (iewichtsaufzug, mit Walren od. Papiernnten, elektrisch, mechanisch od. pneumatisch. Preis von K 480 aufwärts Ms K 16.000. Zahlungsbedingungen. 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Zum Zwecke d« neuen Studium« der Affeniprache b-finden sich drei Dutzend Affen au« Zentralafrika auf dem W,ge nach Chicago. Für ,hre Aufnahme sind Käfige n>odernster Art mit Dampfheiz«»,-, eingerichtet worden. Die Professoren erwarten einen großen Erfolg (I). JMt »i»yer größte Leifl«»g im Aalte« soll em in der «pglischen Stadt CarliSle lebender Reisender vollbracht haben. Der an Verdauung«» schwäche Leidende «rank 42 Tage lang da« Wasser von gekochtem Hafermehl und während der daraus folgenden 18 Tage gewöhnliche« Brunnenwasser. Der Fastende gab an, dadurch sein Lebe» nicht nur nicht gefährdet. sondern auch seinem Magen» leiden vründliche Abhilfe geschaffen zu haben. Kiue Ariefmarkc zur Htückautwort. In geschäftliche» Kreisen verlangt «an dringend nach einer Aniworlmarte, nämlich einem internationalen Postwertzeichen, da« den Briefen nach jedem Lande drr W«lt beigelegt werden und v°m Empfänger zur Frankurung de« Antwortdriefe« benutzt werden kann. In postalischen Kreisen befürchtet man, daß ,diese Art Marken al« Zahlmittel sür kleinere Be» träge benutzt und damit der Srldbriesverkehr zu» rückgeheu könne. ?er »eiltliche ^ri»atdsze»t. Bor einem Jahrzehnt noch hätte man über die Utopie leise gelächelt, »ine wirkliche Frau Doktor im Kreise männlicher Kolleaen zu haben. Und heute habe« wir e« in fortschreitender menschlicher Kultur zu einer Privatdozemin gebracht und die Frau Uni« versitäl«professor blüht un« in nächster Zukunft. Wie aus akademischen Kreisen mitgeteilt wird, wirkt an der Universität Kopenhagen Fräulein Dr. Elli Möller al« erste Privatdozentin und zwar für Gynäkologie. Bekanntlich hat an der Wiener Universität Fräulein Dr. Elise Richter um eine Privatdozentur angesucht und die philosophische Fakultät wie« da« Ansuchen befürwortend an da« Unterrichtsministerium. Da« Unterricht«ministeri>m Hai den einzelnen Universitäten die grundlegende Frage vorgelegt, wie sie sich zur Zulassung der Frauen zum akademischen Lehramt« stellen, und e« dürste, da dem Vernehmen nach schon ein großer Teil der Antworten eingelaufen ist, auch bei un« in kurzer Zeit endgiltig beschlossen werden, ob die Frau al« Prioatdozentin zugelassen werde oder nicht. Vereins-Buchdruckern Ramausgasse eigenen 5. Seite 10 Nummer 26 Dürkopp-Fahrräder sind allen voran! Nur neueste Modelle 1906 in bester nnd feinster Ausführung zu billigsten Preisen bei 117*9 Hoppe & TTrch MaiMtiir-, Mode i MWM Cilli Grazergasse 13. Ein vollkommen eingerichtetes auf gutem Posten ohne Konkurrenz, ist sofort zu verpachten. Anträge •Postfach Nr. 80', Cilli. 11751 Star - Fahrräder feinst engl. Material, präziseste Werk-mannsarbeit,leichtgäugig, erstklassig, konkurrenzlos im Preis — nur für Hindier in jeder besseren Fahrrad-haodlung zu haben. U6S3 Star-Fahrradwerke Wien 11I./2., Jlarxergasse 4. 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