^54. Mittwoch, 6. März 1889. 10». Jahrgang. LMcher Mum. ""Mhlis »?? ?'?!?,? ^l Postvttienbung: gl,n»l«hrlg st. l», dalblübli, sl. ?.«). I« «omptoll! ''«'«« ^nitl«'.. ? »^^^« ll,s..»0, ffUl bl« Zliftellun« in« Hau« gauMr!« sl. I, - g,l«t«,»»,:»«»l fl». Dle „«albach« ^«ltun«" «Ichlint »«glich «!t ««»nahm« d« Sonn» und F,!»t«»e Die «d«l»»str«tl»» bcstnbtt fich (longicssplah 2, tie «evacllon «ahnhosgcisft 2t, Sprechstunden b« «ebactlon tiinlich von 10 bi« I» Uht vormittag»— Ur!lr<„M«lt«i»r!tfs «eiben nicht «.uzeuom««« nnb Viannscrtpt« nicht,Nlusgrsttllt. Umtlicher Hheil. Nlltth^s/' "^ k- Apostolische Majestät haben mit "dmtlick,?F"^'^l'Uq vom l. März d. I. d.n H^a? ^^fl'ssom, der Wiener Universität Dr. Ps.Nat's ^""^el. Dr. Ocorg Bühler nnd NllchsiH."''^ 3°^'^ den Titel eines Hofrathes mit "" oer Taxe allergnädigst zu verleihen geruht. UerhM "^bischen ^ ^' vom 17. Jänner 1888 den !^"t Do. y5?°"sunl mit 2.100.000 Metercentner »l verehrten ^ ' "^ '^ da ein so bedeutender, von 3'Mcht ae" ^"" ^'dner wurde um so viel mehr in ^5."iniermw?"' d"ls man annehmen kann, die Mdene N,e^ Regierung sei eine vielleicht zu der Zucker-Ver» ^ö^000 "K '° "iel ich weiß. im Jänner ^ genommen. ^.^ im vo?"/'"' "^"ge Methode - ich muss ^ ftiger Nne, .""Z"''' ""l ich sehe. dass sich die ^ sie w . ^ ^'""'ö"'"schaft Notizen macht Vl..^"^ fträlimi.,: ?"^°l ^braucht. Man nimmt die"? und "' '""e Iawssumme. vertheilt sie auf Wp.^n hat °,-^ lallte eingehen im Jänner so N?^'iilim„^ gesagt: es würde entfallen, wrnn « ^'697000 ?^s ^"a 'st. im Durchschnitte per ^^winare '^N? ^t der Erfolg im Jänner "^^^°re um 249.0^ .'^.^.'^ten. Ich gebe zu, dass dieser Vergleich kein concludenter ist. Dass diese Summe größer ist als pro Jänner 1888 folgt selbstverständlich zum Theile ans den Veränderungen des Systemes. Dafür kann weder der Ausschuss noch irgend einer der Hrrren, und ich glaube anch die Ne gierung nicht. Wenn man gewisse Zweifel hat bezüglich der Präliminierung der Brantweinsteuer und der Zuckersteller, so beruht dies eben darauf, dass ein ganz nenes System eingeführt ist, dass wir den bisherigen Consum überhaupt nicht genan berechnen konnten und dass auch bei der Zuckersteuer die frühere Production nicht genau bekannt war. Das konnte niemand genau wissen, weil das eben auf einem Systeme beruhte, welches eine ge> naue Berechnung unmöglich machte. Trügen aber nicht alle Anzeichen, so glaube ich, dass die präliminierten Summen erreicht werden können. Wenn überhaupt jedes Präliminare nichts anderes ist als eine Combination, eine Voraussicht, eine Berech» nung nach der Wahrscheinlichkeit, nun so kann umso» weniger bei dem Präliminare von Zucker und Brant» wein nach den ganz neue» Gesehen die Sache anders sein. Der Herr Abg. Dr. Menger hat — ich glaube das muss ein Missverständnis sein. aber ich habe es mir so notiert — das Salzpräliminare beanständet; da ist aber. wie ich glaube, folgende Ziffer entscheidend. Im Jahre 1888 wnrden abgegeben 3.025.000 Meter, centner Salz, um 123.000 Meterceutner mehr als im Jahre 1887. Der Salzqefällsertrag bezifferte sich im Jahre 1888 mit 20.502,000 fl.. um 590.000 fl. mehr als im Jahre 1887. und das diesjährige Präliminare wurde nur um 54 000 fl. gegeu das Präliminare pro 1888 erhöht. Diese Besorgnis scheint mir also nicht begründet zu sein. Was nun das Tabak-Präliminare anbelangt, das ja auch der Gegenstand manch — ich will dies gern gestehen — ernster Zweifel war, so muss ich die hoch« verehrten Herren in Kürze nur daran erinnern, was ich in der Beantwortung einer Interpellation über die Erhöhung der Preise ausführlicher sagte: Erstens, dass es uicht ausschließlich finanzielle Gründe waren — allerdings auch finanzielle, aber nickt ausschließlich — sondern dass auch von dem Standpunkte der industriel» len Bedingungen, unter denen das Tabalmouopol zu betreiben ist, dieser Vorgang nothwendig schien, und zweitens, dass die Regiernng auf jeden Fall auf einen vorübergehenden Mckgaug gefasst war, weil man ja bei starken Preiserhöhungen nicht allfogleich eine Ver-mehrung der Consumlion, im Gegentheile immer eine Verminderung erwartet. Was aber das betrifft, dass ich. wie einer der heutigen Herren Redner gesagt hat, nicht die höhrr bewerteten besseren Tabake und Cigarren allein im Preise erhöht habe, um auf diese Art das ganze geplante Mehrertragnis zu erreichen, so muss ich da nur wiederholen, dass ich es ja gern gethan hätte, aber dann hätte diese theuren Sorten niemand zahlen können. Denn wenn ich in einem solchen Verhältnisse diese besseren Sorten erhöhte, so würden manche dieser Cigarren auf 1 fl. und mehr kommen, nnd ich glaube nicht, dass selbst in diesem hohen Hausr jemand genrigt wäre, bloß aus Patriotismus so viel Geld auszugeben. (Heiterkeit rechts.) Man muss sich eben an die unerlasslichen Vorbedingungen jeder llon-umtion und eines jeden Marktes halten. Nun der Rückgang ist eingetreten, das ist ganz richtig. Ich habe auch im Budget - Ausschusse, so weit ich dazumal informiert war, rs mitgetheilt, ich glaube auch der Specialreferent hat es aufgenommen, wozu ich aber, Sie erlauben mir dies, meine Herren, eine Brmerkung machen muss. Es wurde schon im Budget.Ausschusse von Seite der Regierung betont, dass ja von Monat zu Monat auch in anderen Jahren, in denen gar leine Preis-Veränderung vorgenommen wurde, nicht eine feste Zunahme, sondern dann und wann auch eine kleine Ab» nähme zu bemerken ist, weil ja der Consum hie und da eine springende Bewegung bald nach rückwärts, bald nach vorwärts macht. Im April 1888. das werden Sie doch zugeben, hat kaum jemand etwas gewusst und gefühlt von einer Preiserhöhung, uud da haben wir ein Minus des Ertrages im Vergleiche mit 1887 von 257.000 fl., während in den vorangegangenen Monaten Jänner, Februar, März fortwährend eine Zunahme am VruttU'Ertrage stattfand. Nun kommt der Inni. Interessant wäre, da ich schon dabei bin, der Mai, wo gerade eine größere Bevorräthigung statt' fand, weil man schon die Preiserhöhung vorausgesehen hat. Der Mai brachte im Vergleiche mit 1887 eine Mehreinnahme von 800.000 fl. Dann kommt der Juni mit einem Rückqange von 465.000 fl., Juli 278.0s)0 fl.. Slptember 205.000 fl.. October ein Plus von 3561 fl.. November ein Rückgang von 42.000 fl.. December ein Plus von 23.799 fl. Das ganze Jahr 1888 endigt alfo gegenüber 1887 mit einem Minus von 383.000 fl. Im Jänner 1889 haben wir eingenommen: Brutto Einnahmen an Tabak 6,063.189 fl'. gegeu Jänner 1888 mit 5.793.149 fi.. wir haben also ,in Zeuilleton. nn 'Die Zeit ^ ^"Mittwoch. ^',.""d "on U, ^"-'' Sagen Sie das wo ""de ^Echy." Kl Se.ten antwortet Ihnen ein "lleg " Ende ertönt >-^" l"d sehr schwer.. Am Es ist "> Chor.^A.Und sofort betheuert ein viel-°b solck^ ^ nun s^l-'I "'N «"hi zu existieren., "ch an? ^°ss NE n5."^ traurig, und man möchte ^ 37?'its ^"des fast verzweifeln, wenn man ^'"s^^ltslosia^ ' das« die vor Theuerung. Noth ^ß?n?lich V"s/''^ mehr existieren könnende »ch ^ ün Fasching zu trösten l^e f,hastig un^ "^"^'""''!^'' dmch grow ^ H "^^ bass weu.gstens Äallgeber, d Es in """'- ° Faschmgs-Grschä'fts- ?H "chr'z!.^Wat, dass die Zeiten, in "'"«ost so "z' st""!, ist. uns wenigstens den °"" fi ^Üschaf 'U spenden, «nd das« die total c, Utm" ^rb^,.u°ch die Mittel aufbringen Killen « ^ "Mi s«"3 blese« Trostes! ^"iind^'"'NlierF7^'bt in den Tagen des all- N'"! T^ttst i„" un Faschmg so lustig hergeht. l1>- erwerbsreichen U ^«e i^useHe '^' ^rig. als auch Vor- Hijisi^'2. zum Nch,^" "l3"S.'rlen. vom Drei- 5"l TaH^""°che die Schulzimmcr Mwecke zu adaptieren, die Aemter zu sperren und sämmtliche G< schufte, die nicht dem Fasching dienen, auf dru Nagel zu hängen. Ein so hochgradiges «Nicht«mehr-existicren können» und eine so opulente Faschingslust: wie reimt sich das zusammeu? Das reimt sich einfach gar nicht, und sohin ist nur der Schluss zu ziehen, dass nach beiden Seiten hin start übertrieben wird, und dass es so ist, sieht jeder, der es nur sehen will. Gar kein Zweifel, dass Hunderte dem Earneval und dem Unterhaltung«, dränge weitaus größere Opfer bringen, als eine besonnene Verwendung ihrer Mittel es gestatten würde, kurz, dass viele in den Tag. respective in die Nacht hineinleben, ohne ihre Gesundheit und ihren Geldbeutel zu berücksichtigen; kein Zweifel auch, dass durch kost. spielige und überflüzsige Ausstattung der Carnevals. Vergnügungen mitunter maß- und zwecklos vertheuert wird. dass ferner viele glauben, überall dabei sein zu müssen, die mit drei bis vier Faschingsnächleu sich tn" gnügen könnten. All dieses zugegeben, so bleibt aber doch noch die Thatsache feststehen, dass die Gefell-fchaft sich unterhalten will und dass sie die Mittrl dafür aufbringt. Wer das Bedinfniö nach Freude hat und sich diese kaufe» oder verschaffen kann, thut recht daran. Es ist nicht nur der Leichtsinn, der uns sagen lässt: .Drr Mensch lebt nur einmal., cs ist die unumstöß-liche Wahrheit, und j.'dc ungenützte Lebensstunde, ob ungenützt durch Arbcit oder durch Freude, «st eme unwiederbringlich v?rlorcne. Besser ein zeitweiliges Uebelschäumeu des Bechers, als ein unausgeschtl'ö Sparen, Erwägen und Bedenken, ein trübes Verzichten auf die Frrudcn der Gegenwart, weil für eine unbekannte Zukunft dann die Mittel zum Vegetieren fehlen könnten. Es wäre trostlos um die Welt bestellt, wenn die gar Klugen und Fürsichtigen, die Sparmeister und Zulunft5gucker in die Majorität kämen. Da gibt es Trübselige, die bei jedem Aufflackern der Freude auf die Noth armer Mitmenschen hinweifen. Gewiss existiert diese Noth. und wer ein Herz hat und die Mittel dazu, seinem Herzen zu folgen, der hilft anch, wo und wie er kann. Den Lamen'tierern aber möchte ich zu bedenken geben: Für die Faschingsfreuden wird allerdings schr viel verausgabt; aber wenn Ihr alles Geld, das auf Costüme, Musik. Eutröc, Ballauslagen ?c. aufa/wendtt wird, unter die Nothleidenden vertheilt: macht Ihr damit der Nolh ein Ende oder wird sie auch ">::' wahrnehmbar abgeschwächt? Das wäre nicht einmal durch eine Summe. dn> nach Millionen zählt, erreichbar, geschweige denn durch da« an Ballfreuden ersparte Velo! Die Noth ist ewig — aber sie trifft nicht ünmer dieselben Individuen, und diese selbst nur zeitweilig. Die Gesellschaft kann sich gegen Noth so wenig schulu". wie der Einzelne a/gen Krankheit und Unfälle; all? Mittel dagegen sind nur Surrogate, und an diesen fchlt es ohnehin nicht. Ich mag einmal die Leute nicht vertragen, nnd ich verstehe sie auch nicht, die in der Welt immer nur das Jammerthal sehen und ihren Mitmenschen allr Freude verkümmern; die ihren Nächsten, wenn er vergnügt sein kann uud will. gleich daran erinnern, d^K in der Nachbarschaft sine unglückliche Famiw lrvc. Laibacher Zettung Nr. 54. 432 8. März 1» Plus gegen das Jahr 1888 von 270.000 fl. (Hört! Hört! rechts.) Die Regierung hat nun, wie sie die höheren Preise eingeführt hat, zugegeben: ein Rückgang muss stattfinden. Abgesehen von den finanziellen Erwägungen ist der Vortheil der, dass wir bessere Sorten zu jedem Preise und in jeder Classe haben werden, weil, wenn der Consum ein geringerer ist, die Tabakfabrikate nicht sofort nach der Fertigstellung in den Verschleiß übergehen, sondern gut ablagern können. Die Wahrscheinlichkeit der Abnahme haben wir in folgender Weise berechnet: Wenn wir die Preise, wie sie sich in der Erhöhung darstellen, auf den Consum des Jahres 1887 anwenden, so würde eine Mehreinnahme von 8 Millionen Gulden resultieren, weil wir aber einen Rück« gang besorgen, so stellen wir nur 3 Millionen statt dieser 8 Millionen ein. Ich glaube, dass da genug Vorsicht beobachtet wurde; übrigens wird die Ersah» rung ja lehren, wer da recht hat. Es wurde auch, mir ganz unbegreiflicherweise — das muss ich aufrichtig gestehen — von einem Herrn Redner der verehrten Opposition gestern die Prälimi-nierung des Rüstungscredites beanständet, und heute hat der letzte Herr Redner gesagt, die Regierung soll irgend einen Widerstand gegen die Präliminierung pro 1888 geleistet haben. Nun mein unmittelbarer Herr Vorredner, der ja das Budget gründlich kennt, muss sich da in irgend einem ganz unbegreiflichen Miss' verständisse befinden. Es ist doch ein so elementarer Satz der Vudgetierung und der bestehenden Normen, dass man den Credit in dem Jahre präliminiert, in welchem die Ausgabe, für welche er bewilligt worden ist, erfolgt, dass ich gar nicht begreifen kann, wie es anders geschehen könnte. Darum ist auch in der Re-gierungsvorlage bezüglich des Credites gerade so wie im Jahre 1887 dieser Umstand gar nicht erwähnt worden. Die Delegationen haben im Jahre 1888 einen Credit pro 1688 beschlossen, und die Regierung hat vorausgezahlt, weil der hohe Reichsrath nicht versammelt war; da sie aber solche Summen auf die Dauer nicht entbehren konnte, ist sie im Spätherbste, ich glaube es war gleich am ersten Tage des Sessionsabschnittes, an den Reichsrath mit der Forderung der Bedeckung herangetreten. Derselbe hat sie mit der Maßgabe bewilligt, dass die Verrechnung für das Jahr 1888 statt, zufinden hat. Ganz richtig! Aupsi-Nua non nocent, das ist selbstverständlich. Ich citiere hier nur die §§ 12 und 24 der lais. Verordnung über Staatsvoranschlag und Staatsrechnung. Ja wenn ich den Credit von 20,000.000 st., der mir pro 1888 bewilligt wurde und den ich im Jahre 1886 vollständig ausgegeben habe (Hört! rechts) bis auf den letzten Kreuzer, wenn ich diesen Credit im Jahre 1890 zu präliminieren berechtigt wäre, mit derselben Logik könnte ich dann die ganzen 500 Millionen Ausgaben im Jahre 1888 pro 1890 präliminieren, und dann würde das Jahr 1888 eines der glücklichsten in der Geschichte sein. Dieser Einwurf ist mir daher, ich muss es gestehen, vollkommen unverständlich. Was in formeller Beziehung bezüglich des Budgets von Seite des Herrn Abg. Dr. Menger bemerkt wurde, dass nämlich Nnterrichtsanstalten und Flussregulierungen, Staatsgebäude u. dgl. nicht zu einer Gruppe con« centriert erscheinen, so wird, wenn ich nicht sehr irre, seit dem Bestände des Parlamentes bei uns überhaupt immer der Staatsvoranschlag nach den Ministerien ge- Weil leider viele Menschen krank sind, sollen sich darum die Gesunden auch ins Bett legen und sich Umschläge machen lassen? Der Mensch braucht zum Leben nicht nur Luft und Gesundheit, sondern auch den erwärmenden Sauerstoff «Freude.; diese kräftigt ihn. das für sich Nothwendige zu erwerben und auch die Mittel zur Linderung fremder Noth zu gewinnen. Wie ich heule zu solchem Thema gekommen bin? Weil mir kürzlich so ein Lamentierer in den Weg gekommen ist, der den glänzenden Aallfesten der Reichen, den Faschingsfreuden des Mittelstandes die nicht wegzuleugnende Nothlage so vieler Armen entgegenhielt. Ich kann es nicht leiden, wenn man kein Mitleid mit der Noth hat, mag es aber auch nicht ertragen, wenn man anderen vorwirft, dass sie sich unterhalten. In Laibach ist das schon gar nicht am Platze. Laibach ist eine eminent wohlthätige Stadt, Laibach leistet wahrhaft Großartiges in Wohlthätigkeitsacten, und so soll es auch seine Freuden und Vergnügungen holen, wie und wo es mag. Diese nergelnden Hofmeister aber soll der .... Nein! justament nicht; der.... soll sie nicht holen; sie sollen dableiben, sollen zusehen, wie sich alles freut, was sich freuen kann; sie sollen sich grün und gelb ärgern über den Carneval, und nichts sollen sie von ihm haben, nichts als Aerger und Langeweile. Die Carnevalslust ist nun zu Ende. Die Lamentierer sollen jetzt ein Comite' bilden und irgendwo einen großen Iammerball arrangieren. Einladungskarten 5 la Partezettel, dort können sie sich gemeinsam ausjam« mern. * nacht. Da nun aber z. A. nicht alle Unterrichtsanstal-en dem Unterrichtsminister unterstehen, so wird jede :ben nicht in jenem Ressort präliminiert, wohin sie ;ehö'rt, und so ist es auch mit den Flussregulierungen, lnd ich glaube nicht, dass das hohe Haus es für wün-chenswert ansehen würde, die Ministerien zu zerreißen lnd das Budget nach Materien zu verfassen, indem )ies zu vielen Irrungen führen dürfte. Was die künstliche Verschiebung der Auslagen an-ielangt, die von mehreren Herren betont wurde, so muss ch um Entschuldigung bitten, wenn ich sage, dass diese Bemerkungen eigentlich keinen rechten Inhalt haben. Hür das laufende Jahr wurde in dieser Beziehung der Credit für die Neubewaffnung der Landwehr betont, nsofern wir in diesem Jahre nur eine Million für )iesen Zweck einstellten. Allein ich habe eben nicht mehr lerlangt, als man von mir verlangte, und es wäre !ine eigenthümliche Budgetierung, wenn ich vom hohen hause mehr verlangen würde als der betreffende Ressort-ninister von mir. Was die Annuitäten anbelangt, so vurde über diesen Gegenstand so oft in diesem hohen hause debattiert, und ich habe an der Debatte selbst heilgenommen, dass ich keinen Nnlass finde, noch einmal die Sache meritorisch zu besprechen. Und was )ie Budgetierung auf Grund der Annuitäten anbelangt, o entspricht sie den betreffenden Gesetzen. Man kann ucht mehr einstellen, als im Gesetze als Annuität be» willigt wurde. Eine Bemerkung bei der Besprechung der Vrant-veinsteuer seitens des Herrn Abg. Dr. v. Plener scheint mir einer ernsten Erwägung würdig, nämlich die, dass )ie gesetzlichen Bestimmungen, wenn ich recht verstanden habe, über den denaturierten Spiritus möglicherweise M Benachtheiligung des Aerars führen könnten. Zur Rechtfertigung der Regierung erlaubte ich mir aber anzuführen, dass der Brantweinsteuer Ausschuss die Re° gierung gewissermaßen gezwungen hat. neue Befreiungen zu bewilligen, trotzdem von Seite der betreffenden Herren Regierungsvertreter manche Bedenken geäußert wurden. Ich habe solche Meinungen im Privatverkehre auch gehört, und ich werde, so weit dies von mir abhängt, trachten, vielleicht schon in der nächsten Session eine Abänderung einzubringen. Ich muss aber vorerst mit der ungarischen Regierung in Verhandlung treten, weil es sich da um ein gemeinsames Gesetz handelt. Es freut mich aber, zu constatieren, dass der Rcgierungsoertreter im Brantweinsteuer Ausschusse nicht ganz unrecht hatte, als er die Herren von der ungeheuren Liberalität der Steuerfreiheit des denaturierten Spiritus warnte. Es wurden da die kleinlichsten Forderungen gestellt; ich will die einzelnen Industriegruppen nicht nennen, um nicht Missstimmung hervor, zurufen. Dass in Ungarn Zuckerfabriten errichtet werden sollen, habe ich gelesen, ich habe aber nicht die Macht, auch nicht den Willen, die Ungarn an der Entwicklung ihrer Industrie zu hindern. Aber man muss abwarten, wie weit die Folgen für uns reichen. Bis jetzt liest man nur davon; meines Wissens wird in Ungarn gegenwärtig nicht mehr Zucker produciert als bis in die jüngste Vergangenheit. Politische Uebersicht. (Das Abgeordnetenhaus) ruht aus; nach der Generaldebatte über das Budget gönnen sich unsere Volksvertreter einige Tage Faschingsferien zur Erholung. Morgen kommen die Immunitäts. Angelegenheit des Abgeordneten Vergani und das Bruderladengesetz zur Verhandlung, so dass die Specialdebatte über das Budget wahrscheinlich erst am Samstag in Angriff genommen werden wird. (Vom Benediktiner- Orden.) Am 28sten März beginnt die große Conferenz der Aebte und selbständigen Prioren der österreichischen Benediktiner-Ordensstifte zur Berathung der vom Papste angeregten einheitlichen Organisation und Obserdanz. Die Con» fereuz ist nach Salzburg, d. h. an den ältesten Sitz der Benediktiner in Oesterreich einberufen und dürfte im dortigen Stifte St. Peter tagen, dessen Observanz zwischen der strengen und milden die Mitte hält. (Für die Special-Debatte über den Staatsvoranschlag) haben sich bis jetzt 1528 — sage fünfzehnhundertachtundzwanzig — Redner vormerken lassen, und zwar 509 pro und 1019 contra. Da erfahrungsgemäß im Laufe der Debatte die Rednerliste noch eine Vermehrung zu erhalten pflegt, so müsste, wenn den Wünschen aller dieser redelustigen Herren willfahrt werden soüte, die Budget-Debatte wohl bis zum Ablaufe des Budgetjahres dauern. (Reichsrath swahl.) Die Ergänzungswahl eines Reichsraths-Abgeordneten für den zweiten'Wahl-körpcr des Großgrundbesitzes der Bukowina an Stelle des verstorbenen Dr. Ritter von Grigorcia findet am 11. d. M. in Czernowitz statt. Für den folgenden Tag. den 12. d. M., ist die Vornahme einer Ersatzwahl aus derselben Wählergruppe für den Bukowinaer Landtag anberaumt worden. (In Ungarn) schreitet die Wehrgesetz-Debatte in langsamem Tempo weiter fort; daneben gründet Herr Pazmandy eine Patriotenliga nach franzöM Muster, und erscheinen die Studenten wieder lran>M rend in den Straßen. ^_„!l (Im deutschen Reichsamt) des 3"^ ist jetzt eine Erörterung behufs Feststellung des " Haltens der Regierung gegenüber den ComnM Beschlüssen erster Lesung über das Alters- lMl, ^ vllliditatsoerficherungs-Gesctz zum Abschlüsse gelo""^ Die Regierung wird bei dem Beginne der zweuen ^ sung in der Commission eine Erklärung iiver Grenzen ihres Entgegenkommens abgeben können. (Die Affaire der Patr'iotenllga) herrscht in Frankreich noch immer das öffenMH < teresse. Die Verhandlung über die von demM""'» sten Laguerre am Samstag in der Kammer eMgevH Interpellation, welche einen sehr stürmischen^ nahm, gab Anlass zu einer Erklärung des M" ^, Präsidenten Tirard, dass die Gesellschaft, d«e "^ ^ triotenliga nennt, aber gemeinsame Sache macy ^ allen Prätendenten und Feinden der Repubm vv" ^ Regierung bestraft werden wird, gleich allen, sich gegen die Republik auflehnen. «^i,. (England.) Wie Londoner Blätter ver^ ^ wird nächstens eine ganze Reihe von Verleunl ^ Processen von irischen Abgeordneten gegen die /^.^t angestrengt werden. Alle, sowohl Parnell ""^2^ und O'Kelly, werden natürlich einen riesigen V^ ersah fordern. Selbst Patrick Egan. der frühe« ^e meister der Landliga, wird von Amerika au ^ Casse der «Times, auf gerichtlichem Wege lN « nehmen. ^ «A (In Italien) ist die Ministerlrisis lw°1 ^ vollständig gelöst; entschieden aber ist, dass «"" ^ neue Ministerium Herrn Crispi zum Präsiden"" ^, wird, welcher zugleich, wie versichert wird, dle Grein in Oberösterreich starb die V^ye ^M-,/, gartlchnergutes bei Clam infolge eines A^bM" sie sich vor acht Tagen in den Daumen .g-Es war eine Blutvergiftung eingetreten- ^ j e v F — (Fahrpreisermäßigung '" .. ^ ^" Herrn Vorsitzenden trug der slllcke vor- ^ " "" currenten Wege erledigten Geschästs-^"" zur'sss!^. ""^e zur Kenntnis genommen und so-^llveiterunn „ ^""^ ^r Tagesordnung geschritten. Die b"f 'ln K^. s? °'^" dreiclassigen Volksschule in Mitter-^eiteruna », ^'"° ^"tschee auf vier Classen und die Kitsch ^f U. .l bisher zweiclassigen Volksschule in Unter. Ü^ Lands« l °^" ""^e beschlossen und der lrai« , "lehrers.7s, '^"ss um seine Zustimmung ersucht. Die °.^"igen dp« >."" ^ Volksschule zu Weinitz wurde dem m b°ch berrn '^" ^^" °" ^er Volksschule in St. Veit ob , llsschule I. ^"^ Lovä-n; die dritte Lehrstelle an der öligen l)rl^ ^"^ '"' Schulbezirle Gurlfeld dem """- Herrn?"'^" Unterlehrer zu Nlanca in Steier->lassi. '^ranz Slanc; die dritte Lehrstelle ander Oliven Lel>. '^"^ " ^t. Martin bei Littai der de-?^räul"'nV^/'' "'^ 2"elle an dieser I? °n der N»^"" Demsar; die zweite Lehr« Maiden Lekr ^"^ '" Moräutsch dem bisherigen l^°ln°n v.." a" der Volksschule in HiMsch, Johann ^ " Udl,s.° ^ Lehrstelle an der einclassigen Volks-3 V°lkKlchu W ^" bisherigen definitiven Lehrer an ?""b be^ Herrn Anton Kadunc, h^ ^imund '^,.^ bisherigen provisorischen Lehrer: ^ ^rl Ki^"'''" an der Volksschule in Preloka. d/." ^anz «.,./" °" b" Volksschule in Lees und b" Volksschule in Reifen, dann a "°lsigen V°l,.H"/ lür die zweite Lehrstelle an der U"l>' und d ?le i" Mottling, Herr Franz Gre-H« Erstelle ^ "sl)"'^ provisorische Lehrerin für die !i7"°' wurde« «. ^. ^«sichllle, Fräulein Mathilde slii ti?I"^emisett n^^^^s^llen definitiv ernannt. ^?? deutsch"'<5""lehrerstelle "" ^" zweiclassigen he?. Oliven l^ ?""benvollsschule in Laibach wurde cwÜ ^"ton Via i ^? "" ber Volksschule zu Ahling, der? ftädtisch « !^' die ^eite Lehrstelle an der drei-3riim^"iaen denni^^ Mädchenvollsschule in Laibach ^ " Emma R " " Unterlehrerin an dieser Schule, b°Il«l?"rinstellp °"""cher. und die hiedurch erledigte dies?"e in Lai." ?" statischen deutschen Mädchen-den: schule. 3rii>>?? ^ bisherigen Aushilsslehrerin an «2?' Der ""''.n Irancisca Illerschih. definitiv bV°Nber^^ Lehrer für die dritte die,.'.°"z Ecbes^ .' °" Knabenvolksschule in Gottschee. M^' und der 3^"'.""'be ^m definitiven Lehrer für ^«u ?' °" der ^b"'ge ^sinitive Lehrer für die vierte klle V' zum ^^Volksschule in Gottschee, Friedrich ^nd^ ,"r diedr^Lehr- ^icht Inspect""" ,^"le ernannt. Der vom Herrn ^ °ä"t>en Nus^Smolej erstattete Jahres-N di?" "'erkannt und flüssig > r ^""mäß ?^° °""° ^erm in Adleschitz '^ln^ 'b" UnH .^"l"" ammt Crziehungsbei-^Hil3"rer Leh7 °7"' Kinder bewilligt' Die Ge« >l ri« bann N ,'""" Bewilligung von Geld-^<'l'Umnis.St"«^".onsgesuche m,d Recurse in ^ nnauen wurden der Erledigung zu- "az «> (Die d' > ^'"nm de7b^) ^ ° ln Waffenübunge n.) ^'"' P^^sweh ^^'?" Waffenübungen ist. wie n>anl^lclbe^ "'ttheilt, bereits verlautbart 3"" Uf ^s V°H« '/''l°l"ne von dem gleichen E> m." ^uer'.«" " als "es mit Nücksicht-»e^reser "ufenen Nel.^""ung mit dem Repetier. 3> 3">llen zu "^^"^lten geboten war. 3' ""d^''"berufe, ^""bung "" dem Repetier- ^ >'s^^ ",n. Ferner soll bei der h>' Hl'« der "^s"". "bwede Waffenübung H l.^Hlt das Uebung ^"" ilikform der Waffcn-^""'e ^ di^s r"N"'"?" ""e Weisungen. Aufbehalten w,/ ^"" ^" einem späteren ^"° "och^"' ba die Vorarbeiten für ^ "cht abgeschlissen sind. — (Frühllngsblüten.) Seit heute früh schneit es wieder lustig fort. Der Nachwinter seht uns hart zu. Doch während der Thalboden noch eine recht bedeutende Schneedecke ausweist, zeigen sich auf den Südgehängen der Kalkgebirge fchon allerlei Frühlingslinder Flora's. So findet man auf dem benachbarten Groß-kahlenberg nun schon die blühende Nießwurz, die Primel, die fleischfarbige Heide, das Leberblümchen, den Huflattich, die Sahlweide mit Kätzchen und den Hornstrauch in seinem gelben Schmucke. — (Die Presse im Jahre 1 8 8 9.) Da« von der k. k. Postamts-Zeitungserpedition I in Wien bearbeitete Preisverzeichnis der in der österreichisch-ungarischen Monarchie und im Auslande erscheinenden Zeitungen und periodischen Druckschriften für das Jahr 1889 umfasst 5409 Nummern. Die Hauptrubrilen bilden die deutschen Zeitschriften mit 3103, die französischen mit 408, die englischen mit 421, die czechischcn mit 360, die italienischen mit 292, die ungarischen mit 182, die polnischen mit 166 Nummern. Hieran reihen sich die russischen Zeitschristen mit 58, die griechischen mit 39, die kroatischen mit 37, die rumänischen mit 34, die slovcnischen mit 33, die serbischen mit 29, die holländischen mit 28, die schwedischen mit 25, die dänischen und ruthenischen mit je 24, die spanischen mit 18, die hebräischen mit 12 Nummern. Der Rest von 56 Zeitschristen seht sich aus Vertretern von 13 Sprachen zusammen. Aus die norwegische und slovalische Sprache entfallen noch je 9, auf die türlifche 8, die armenische 6, die lateinische 5 Nummern. Die finnische Sprache erscheint nur mehr mit deren 4, die arabische, bulgarische, wendische mit je 3, die portugiesische und romanische mit je 2, die vlä« mische und persische mit je !. — (Vincenz-Verein.) Die beiden Confereuzen des hiesigen Vincenz-Vereines halten am 10. d. M. abends 6 Uhr im Locale des katholischen Vereines Versammlungen ab. Um gleichen Tage nehmen die Mitglieder des Vereines um 7 Uhr früh an einer hl. Messe in der Capelle des Marianums theil. — (Vauernball in Zwischenwässern.) Wie wir einem uns aus Zwischenwässcrn zugekommenen Berichte entnehmen, fand dortselbst am vergangenen Samstag in den Localitäten der «Post» ein Bauern ball statt, der in jeder Hinsicht recht befriedigend ausfiel. Um das gelungene Arrangement des Balles haben sich insbesondere die Herren Dietrich und Hopsgartner verdient gemacht. Als Revanche sür den copierten Bauern-ball fand gestern im gleichen Locale ein Original-Vauernball statt, bei dem es ebenMs hoch hergieng, — (Ein be stöhlen er Riese.) Dem «Riesen» W. Wood, welcher im Schaffer'schen Hause an der Wienerstraße gegen Enträe sich bewundern ließ, gieng am 3. d. M. sein Diener durch und ließ den Betrag von 180 st. mitgehen. Der untreue Diener benutzte den nächsten Zug, um nach Trieft zu gelangen, wurde jedoch über telegraphische Anzeige bereits in der Station Rakel von der Gendarmerie verhaftet und nach Laibach es-cortiert. — (Beisetzung.) Die Leiche des im Duell gefallenen Linienschiffs Lieutenants Arthur P ogl a yen ist von Cilli nach Fiume überführt und vorgestern vormittags mit den üblichen militärischen Ehren in der dortigen Familiengruft beigeseht worden. — (Localbahn Silbbahn-Sauerbrunn» Rohitsch.) Aus St. Marcin bei Erlachstein wird aus angeblich verlässlicher Quelle gemeldet, dass diese schon längst projectierte Localbahn in kürzester Zeit gebaut werben soll, und zwar von (Südbahn) Grobelno aus über St. Marein nach Sauerbrunn-Rohitsch. — (Verwertung südslavischer Möbelstoffe.) Wir entnehmen den Vreslauer Tageszeitungen folgende Notiz: Das ostdeutsche Kunstgewerbe ist seit einiger Zeit bestrebt, seinen Leistungen den Stempel der Originalität und Selbständigkeit auszuprägen. Vermöge seiner geographischen Lage ist es darauf angennesen, seine Bezugsquellen im fernen Osten, im Orient, aufzusuchen. In einer im December 1886 in Wien stattgefundenen Ausstellung von Erzeugnissen südslavischer Haus- und Kunstindustrie der Textilbranche. Stickerei. Schmuckarbelten u. s. w., welche unter dem Protectorate der Kömgm Na. talie von Serbien stattfand, befanden sich auch Sopha-lifsen und Möbelbezüge, welche durch ihre Originalität hinsichtlich der Farbenzusammenslellung und des Dessins großes Interesse erregten. Einen Versuch der Emfuhrung derartiger Stoffe am hiesigen Platze hat ein Mitglied des hiesigen Kunstgewerbevereines, Herr Tapezierer Pfeiffer, gemacht und eine Polstergarnitur im orientalischen Stil mit derartigen Stoffen bezogen. Die lebhafte Farbengebung, die reiche Goldwirkung und besonder« der originelle Dessin dieser Stoffe wirken im ersten Augenblicke frappant für unser an orientalische Farbenpracht nicht gewöhntes Auge. Die Ausstattung dieser Möbel »st eme entsprechend reiche und geschmackvolle, und bieten dieselben sehr bequeme Sitze dar, weisen also auch nach d.eser Richtung die Vortheile des Orients aus. Wir können d,e Einführung dieser Stoffe entschieden als eine Bereicherung der Möbelindustrie begrüßen. . — (Wochenausweis der Sterbefälle.) In Laibach sind in der Z?it vom 24. Februar bls 2!en März 35 Personen (18 männlichen, 17 weiblichen Geschlechtes) gestorben; von diesen entfallen 14 auf das Landesspital, je 1 auf das Strafhaus und das Zwangs-arbeitshaus. In der gleichen Periode kamen 15 Kinder (7 männlichen, 8 weiblichen Geschlechtes) zur Welt. — (Unterwegs gestorben.) Sonntag vormittags wurde der in Wagram bei Graz bedienstete 37jährige Darmputzergehilfe Alois Toniutti aus Lai« bach von einem plötzlichen Unwohlsein befallen. Wahrend des Transportes ins Spital wurde er von convulsivi» fchen Krämpfen befallen und starb, noch bevor er Graz erreichte. — (Seltenes Phänomen.) Am Dienstag wurde vom Prebil aus ein seltenes Phänomen beobachtet. In den Abendstunden erschien das Seethal hochgeröthet und feurig, was jedenfalls vom Restexe der Sonnenstrahlen herrührte. Aunst und Literatur. — (Capitän Marryats Romane.) Die nrur, elegant auögrstattrlr Nusssabe der hochmteiessanten Romane von llapitän Marry at (in 1W Lieserunnrn zu 40 Pfennig, Brrlngsbnch« Handlung von Karl Zieger Nachfolger in Berlin) schreitet rasch vorwärts. Bereits sind die spannenden Romane «Der fliegende Holländer» und «Königseigrn» sowie der Anfang des Romans «Midfhipman Easy» zur Ausgabe gelangt, in welch letzterem l>e< lanntlich gesunder Humor den Leser eraM. Nach «Midshipman Easy» wird «Die Sendung oder Treuen in Afrika» folgen, welchem Werle namentlich in, Deutschen Reiche mit Rücksicht auf dessen afrikanische Collmial'Politil mit Spannung entgegengesehen werden dürfte. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.» Wien, 5. März. Der Kaiser betraute den Brigade-Commandanten GM. Bolfras von Nhnenburg mit der Leitung ANerhöchstseiner Militiirlanzlei. — Minister-Präsident Vraf Taaffe begibt sich heute abends für einige Tage nach Budapest. Vudllpest, 5. März. Heute wurde die Special« brrathung über das Wehrgesetz fortgesetzt. F. Komlossy (Antisemit) sprach gegen die W 24 und 25 und wurde vom Präsidenten, als er von der Iudenpresse sprach, zur Otdnung gerufen. Iustizminister Fabinyi wies auf Grund der Gesetze nach, dass die Sprachenfrage der Armee zu den Kronrechten gehöre. Köln, 5. März. Die «Kölnische Zeitung» meldrt: Die Verhandlungen des Königs von Serbien mit Ristic ergaben, dass Ristic in voller Königstreue die Geschäfte führen, im Innern die Ordnung bewahren, nach außen die bisherige, an Oesterreich » Ungarn sich anlehnende Politik befolgen werde, was umso ersreulicher, als König Milan wegen seiner angegriffenen Gesundheit nächstens sich länger von den Regierungsgeschäften zurückzieht. Belgrad, 5. März. Man erwartet für morgen einen königlichen Erlass, durch welchen Ristic mit be-sonderen ausgedehnten Vollmachten für die Dauer der Abwesenheit des Königs ausgestattet wirb. Der König hat bereits für die Regentschaft Sorge getragen und Ristic mit den Befugnissen eines Regenten ausgestattet. Odessa, 5. März. Ncinov und dessen Genossen wurden gefangen Hieher gebracht. Volkswirtschaftliches. Nudolfswert, 4. März. Die DurchschnittS-Preise stellten sich auf dem heutigen Markte wie folgt: fl. lr, », 5, Weizen per Hektoliter 6 5,0 Vutter pr. Kilo . . . — W Korn » 5 4 Tier pr. Stück ... — 1., Gerste . 4 88 Milch pr. iiiter ... — ^ Hafer . 2 60 Rindfleisch pr. Kilo . — ! 4(1 Halbfrucht » 5 20 Kalbfleisch . . — 4« Heiden . 4 22 Schwcineslrifch » . — 4« Hirse . 4 88 Schöpsenfleisch . .--------- Kuluruz > 4 b4 Hähndel pr. Stück. . — 25 Erdäpfel pr. Mcterlltr. 1 8b Tauben » . . — II: Fisolen per Hektoliter 5 85 Heu pr. 100 Kilo . . 8 — Erbsen . b 85 Stroh 100 ... 1 80 Linsen » 6 83 Holz, hartes, Pr. Tubil-Ürinsamen . 6 83 Meter..... 2 40 Nindsfchmalz pr. Kilo — 80 Holz.weicheS,pr.Cubil. Schweineschmalz » — 80 Meter.....— — Spcct. frisch. » — 56 Wein. roth., pr, Eimer — — Speck, geräuchert, » — 66 Wein. weiher, » — — Die Weinprcise variierten zwi'chen 7 und 10 fl. Meteorcilöllische Beobacht«««!«, in laibach. -3 5^ :53" 2» W,l<»> dc'Himmel» e«. ' 1M D «.« " TU Ma'"M^ l — 9>s"N5. schwach, bewöltt 4.H, 5.2»«. 73" 2 04 NO. schwach bewöllt ^. 3. Ub. 758-N -1-2 NO. mäßig! Tchnee !^"" Vcwollt, um 9 Uhr abends latter Wind mit Schneeball, lchterer noch nachts anhaltend. Das Tagesmittel drr Tenipr ratur —11°, um 36' unter dem Normale. Veranlwortlichcr Nldaclw,". I AagUi. 434 Course an der Wiener Börse vom 5. März 1889. N°« dem oM^., ^«MM Geld W«, Staats-Aulehen. 5°/, einheitliche Rente in Ntten 82 70 »IN, Sllberrrnte....... »41«! 8430 1»54er 4»/„ Etaatslose . 250 fl. 139 25 140 — I8«ner5"^ . aanze 500 fi. 141 «o 142 - i»«0er . » FüustellUvl. 145 50 146 — 1864er Ttaatslose . . 100 fi. 18I — 181 50 . . . . 5« fl. 181-1^150 5",„D°m.-Pfdbr. il120fl. . . 154-25 154"?5 4"/,, Oest. Golbrente, steuerfrei . Ill lw ill 80 Oesterr. Notenrrnte, steuerfrei , 9SNl> 99 85 Oarantierte Eisenbahn' Schuldverschreidungen. «lisadethbal,,, i» O, steuerfrei . 12« 75 187.50 Franz Joseph Vahn i„ Silber . 115 25 115 75 «orarlberner Aal«, in Silber 1U4 — 104 80 Elisabethbah» 800 fl, CM, , , 236'- - 237 — detto Li»z Äudwei« 200 fi. S. W. 215 25 215 75 dettu Sa!,d. Tirol 200 fl. ü. W. 207 25 2«? 7b ltlijadrthvahn für 20» Marl . 11« — 11« ^ detlo für 200 Marl 4"/«. . . 122-50 123 — Fran^Iosepl, Äahn t°. Pram. «nl. il 10« fi. «. W. 139 - 139 25 dt. dto. k 5N fl.b. W. 138 50 139 — Theih.«e«.'L<,"/„ gali,,sche..... 104 40 105 — .'»"/„mährische...... 109 25 11» 25 5°/„ ltrain und Küstenland . . 1««—------- 5"/n nicderösterrelchische , . . 109-ü(/ — — 5°/„ steirische...... 104-75 — — 5°/„ lroatische und slavonische . 105- - 10« — 5"/„ siebcnbürgische .... 10475 105-25 5"/n Temescr Äanat .... 104-75 1<>5 25> 5»/„ ungarische...... 104-75 105 25. Andere öffentl. Anlehen. Donnu'Mcg.'Luse 5"/« 1«»« fi. . 12425 12475 dto. Anleihe i»78 . , io«.— 107 — «nleben der Stadt «örz . . iiu— — — «lnlehen b. Lladtgemeiübe Wien 1055« lN.'.-Ä«. Pram.-Nnl. d. Stadtgrm. Wien 145 — 14:',-l.o Vörsenbau'Anlehen verlo?, 5" „ 95-50 9« 2c> Pfandbriefe (sür inu fl.). Nobencr. allg. öst. 4°/„ G. . . 1215« 122 - dtll. » 4>/,"/<> . , ' 100 60 101 — dtll. , 4»/„ . . . 98-40 98-90 dtll. Pram.-Echuld!>erschr. 3°/« l05 25 105 75 Oest. Hypothelenbanl 10j. 5N°/„ 101 — — — Oest.'ung, Vanl verl. 4'/,»/« . 101-75 102 25 bett» » 4"/„ . . 99-70 wo-l«! bettll 50jähl, » 4°/„ . . 99-70 U>«-l0 Prioritäts-Oliliglltillnen (für 100 fi). Ferdinands Norbbal,!, (tm. 1886 1N033 IW 90 Galizische Narl iiudwig-Äahn «M. 1881 300 fi. E. 4»/,°/^ . Diverse Lose (per Stück). Creditlose 100 fl...... 185-75 I8N- - Clary-Lose 4» st...... s,2 ^5 «!,__ 4"/„ Dona» Dampfsch, 100 fl. . l3L-—____ Üailiacher Präm.-Änleh. 20 st. 3325 24 25. Ofener Lose 40 st..... s,Zs,<, «4.5,» Palffy-Lose 40 st...... ^'b„ ü^ . ^ Rothen Kreuz, öst.Ves.u. last. 194« lg «« NubolphLose 1» fl..... zz2— 22 5»<> Salm Lose 40 st...... Lose 20 fl. . . 59.__ 5975 Gew. Sch. d. :<"/„ Präin.-Schuld versch. d. Bubenrreditaüftalt . ,7-. l«-^ Van!«Actien (per Ltücl), AnsslojDest. Äanl 200 st. 1<»25» Ädücr.Anst, äst. 20« fl. S. 40"/„ 2««:— 2X7 — Crdt. Anst. f. Hand. u. G. lüofl. >A»4 50 »04 75, Eieditbanl, Vlllg. un«. 200 fl, . !N2 2!» 3l275 DepoNtenbanl, Ällg. 200 fl. . l<»o — 191- - Escumpte Ves.,«brüst. 500 fi, , 551-— 554 - sliro- »i. Cassenu., Wiener 200 fi,----------------- Hupothsll'lil»,, ijst « 75. l!«lli5 Vül)>». Vlurdbahn 15,0 si. . . . 20,'l 50 204 50 . Westbahn 2«0 fl. . . . 325 50 82»o st, CM. «!>?-- «c,o - bto. Mt. ll) 200 fl. . ll4!» - 351" Donau - Dampfschiffahrt' Ves., Oeslerr. 5.0« fl. CM. . . . 413— 4l5 - Drau-Tls. (Ä, Dl>. Z.) 2oi> fl, S. I»3-^» 194-50 Dux Äudcnb. Eis. A. 200 fi. S. 450 - 455 — Ferdinand« «urdb. 1000 fl. EM, 254H 2550 Gal,EarILudw. A, 200 fl. EW. 2l> -- Oesterr. Nordlvcstb, 200 fi. Silb. l»2 l.0 1«» 25 bto. (lit. ll) 200 st. S. . . 20« 75 20?-. Praa Dü^r Eisenh, 150 fi. Silb. 47 25 4« 2l, Nnbolpl, Bah,, 2«<> ss. Silber . -------------- Staalseisculinhn 200 fi. Silber 25>O 75 251-25 Liibbahn 200 fi. Silber. . . l02 5«i-25 Tranlwal,rVrs,,Wr,,i70fi,ö.W. 132 — 133 — » neue Wr,, Prioritäls- Netlei, 100 fl...... 99bUl100-50 Unn, nallz, (i!senb.200fl. Tilber i«5 5><>!i«" «VteyrennNhl.,Papierf,u,«-O- '^^. «>" Irlfailer Kühlem», Gei. ?" si- - ^-^b- Waffens,O,,Oesl,inW!e»10<>si- "^ Waaaon «eihansl.. »lllg. in Pest „.^ «!'" »Ost........- »,..»«" Wr. Vauaescllschaft 100 fi. . - ,°^„. l«>«" WienerbergerZieaelÄstien^l, "" Devisen. ^ Deutsche Pliihe..... M'b »^ London......- - .7»« l?'l" Parl«........- * Valuten. ^« b'° Ducaten......- - ß-ü« ^ 20-Franc«-St!lcke . . . ' KS^"3< Denlsche Neichsbanlnolen - - ",.^9,, l"" Papier-Rubel ...--.; 4?-?^ ^ Italienische «anluvten (<"0 «) ^^