Nr. 93. Donnerstag. 23. April 1908. 127. Jahrgang. MbacherMZeitung VlänumtlntionSprei«: Mi» Posturrlendnü«: aanzjähriss »o «, Halbjahr!« '5 li Im Konlor: ganzjährig « li, halbjührig ll li, ssiir die Züstrllun« ins Ha»e ßanzjähiiss ü X. — Insertlonsgebühr: Für lleinr Inssialr bi« zu 4 Zeilen 50 !i, nlökris per Ncile l2 k; bei Vftercn Wiebrrlwlüngr» per Zeile « li. Die »Laibacher Zeitung» erscheint tässlich, mit Ausnahme der Kon» und ssriertane. Die Ndminiftiation befindet sich ttllngrchplah Nr, ». dir «rbal«on 3almatin«asse Nr, il>. Lprechftunben der «edaltion von « bi« l« Uhr vl»« mniFge. Unfranfierle Vriefe werken nicht angenommen, Manullrivte nicht zurüllgeslellt. 3elephon°Nr. der Redaktion 258. Mchtamtlicher Heil. Innere Angelegenheiten. In eiuein Leitartikel, welchem die Aorln eines dialogs zwischen zlvei österreichischen Staatsmätt^ "eru gegeben ist, erklärt die „Neue ^reie Presse", ^>l: größte österreilhische ivrage sei jetzt die (Gesund' heit des Baisers. Das Blatt läßt den einen der >lvei Staatsmänner sagen: „Wir besitzen im jet-'»uieil Baiser einen Vorrat cm politischen Ansehen, an hoher lbellimg unter den Völkern der Welt. an uuim zu vergleichender Erfahrung und an Berufs Nolidc, die sechzig Jahre der Mühsal nicht ans Aschen konnteir. Das ist ein starker Trumpf in den fänden der Regierung. Ich würde das Hans zur ^Nväguug des (Gedankens zlviilgeil, Ordnuilg in ^r Monarchie zn inachen, so lange sie das (blück hat, über die Autorität des jehisten Kaisers ver snqen ztü können. Ich bin für eine große Reichs-Politik. In dor Parteipolitik ist die' Reichspolitik lian', vergesseil worden." Im „Neueit Wiener Tagblatt" tritt der Abge-ordnete Dr. Steiuweuder in einem Artikel „Bür M'rlich, freiheitlich und national" für dio Verstän ^igung zlvischeil Deutschen nnd Chechen ein, die auch vom strengsten nationalen Ttandpnnkt go-wünscht worden müsse. Tie sei notwendig im Interesse des Konstitutionalismus, im Interesse <>or lvirtschaftlichen Entlvicklnilg nnd auch der biir-^'rlicheit Freiheit. Die Parteien der bürgerlichen Freiheit sch>vää)eu^ solvohl bei den Deutschen als bei den Chechen, sich selbst, indem beide sich in Fraktionen spalten, die einander national zu überbieten suchen. Dagegen stelln Sozialdemo 'raten uud Koitservative geschlossen da. ^ ^ Das „^remdenblatt" erhält „von besonderer ^eite" einen Artikel, in welchem daranf hingewie-s"i loird, lvie da^s Parlanu'nt in dl?r leht^'n Session. u>n arbeiten ^> können, vielfach seinen Weg neben d<'r vorwalteten (^eschätf5ordnung gelvonnneu nnd ^nie Tochuiken. neue Methoden geschaffen habe. (55 werde früher oder später die ^l'otweudigkoit eintreten, die Geschäftsordnimg anf goschmäs',igom Wege .^n reformieren.,Dein Autor scheint der psy-chologisch<^ Moment nicht mchr fern zn sein, wo nntcr dein Drucke der Notwendigkeit der Widerstand des Parlaments gegen die Neform zusammenbrechen wird. Im „Neuen Wiener Journal" gibt Abgeordneter Dr. v. ^uchs in einem Interview gleichfalls der Ansicht Aufdruck, das; die Geschäftsordnnng unbedingt reformiert werden müsse, wenn das Par lament arbeitsfähig bleiben solle. Oesterreich brauche ein starkes Parlament, schon mit Rücksicht auf die ewigen .Konflikte mit Ungarn. Die „Zeil" schreibt, die größte Aufgabe Oesterreichs sei uoch zn vollbringen, das Tprachen-geseh, das für absehbare Zeit dein deutsch-l,zechischen >trieg Stillstand gebieten soll. Wenn Baron Veck uud seine Negiernng mit der gleichen felbstlofen .Eingabe, mit demselben seifenfesten klauben au den endgültigen Trinmph an das Werk des Sprachengesehes geheu werden, wie an die Sache der Wahlrefortn uud des Ausgleichs, so werden sie anch diesmal siegen nnd damit die Znknnft Oesterreichs sichern. Dio „Oesterreichische Volkszeituug" meint, wenn >l'aiser Wilhelm und mit ihm die svürsteu des Noiches sich in den ersten Maitagen im Schön brunuer.^aiserschlosse einfinden loerden, so find sio in dieser Tenduug zugleich Abgesandte der großen Nation, die nicht aufgehört hat, zn empfinden, welche t'ostbaro Snm.nn' deutscher.straft nnd Nebor lieferung dieses Oesterreich und das Herrschergeschlecht, von dem es regiert wird, verkörpern. Das „Tentsche Volksblait" bedauert es. daß die Hoffnung, die antisemitische Vcwegnnn. werde in raschem Siegeslaufe das ganze deutsche Polk in Oesterreich erfassen, sich uoch nicht erfüllt habe. gibt aber die Hoffnung auf die Zukunft nichi anf. In dcr „Neichspost" beurteilt Minister Doktor (Neßmann das erste (Geschäftsjahr des neuen Volks Parlaments günstig. Besonders günstig habe sich der Eintritt von Abgeordneten in die Legierung erwül'en. Dennoch würde die Aufrechterhaltung der Arbeitsfähigkeit durch eine Neform der, Geschäftsordnung, die für ein kleineres nnd anders geartetes Haus bestimmt war, außerordentlich erleichtert werden. Im „Vaterland" schreibt (hraf Rudolf Czer-nin, in der Tprachenfrage sei es das festhalten an der Diktion des Fortbestandes der historisch-politische Individualitäten, welches den Völkern Oesterreichs den Blick für das tatsächlich Bedürfnis trübt. Der Sprache ihre Rechte, aber sie muß sich den Bedin-fnisseu des Staates und den wohlverstandenen Bedürfnissen der eigenen Nationalität unterordnen. Im „Deutschen Tagblatt" bespricht Abgeoro neter Dr. v. Mühlwert die Situation der Deutsäxn in Böhmen. (5s sei der, ssrößte Erfolg dentfchnatio' naler Politik der lebten Jahre, daf; die christlich-soziale Partei zu einer veränderten Stellungnahme in nationalen fragen geradezn gezwungen wurde. Doch stünden den Deutschen für die nächste Aeit schwere stampfe bevor. (5s sei nicht abzusehen, wie es bei den grundsätzlich verschiedenen Anschauungen je zn einer Verständigung kommen könnte. , Politische Ueberlicht. Laib ach, 22. April. Die „Pol. Vton." schreibt: (5in Wiener Blatt brachte kürzlich nnter der Tpihmarke „Authentische Darstellung" eine Notiz über die angeblich Porgeschichte der (5rkläruug, welche Freiherr von A e h r enthnl in der österreichisäxn Delegation über die O ffi 5 i er s g a a. cn - (5 r h ö h u n ss abgab. In jener Notiz hieß es. Dr. Nekerle hätte sich seinerzeit dafür verbürgt, daß die ungarische Delegation die l^agenerhühnng in oiner frülfsoiN' mertagung votieren werde, wenn er den Partei-führen^ vertraulich mitteilen könne, daß noch im heurigen Sommer Verbandluugeu über die an Feuilleton. Fräuleins Unterricht. Autorisierte Übersetzung aus dem Französische» von F. Wichlev. (Nachdruck neibolrn.) Hans, ^räuleiu ist da nnd wartet anf dich." Haus tut, als ob er nichts hörte, lind sieht Mangweilt zum Fenster hinaus. . „Nun, Hans," fra^t die Mama, „hörst du '""It? mäuleiu ruft dich!" Hans sieht verwundert auf. r „Doch, Mama. Aber, weißt du, es ist immer >° aräßlich, mit ^ränleiu anszugehen." Maina runzelt die Stirne, doch nicht zn sehr. «Vorwärts, kleiner Mann, geh schnell nnd r^' allein behalte die (beschichten gut, welche Aräu- s.^u dir erzählen wird. Beim frühstück will ich '^ bon dir wieder hören." N ^ Hlms tt^h^ nnd schleift die ^-üße auf dcm "öden. Wehmütig bietet er ^räuleiu seiueu Rückei, "^ läßt sich in seiiien kleinen blanon Maiitel NM^,. (^'^„i^i^ s^lt ^, ftjll^ ^l^ s^,i s^i„ Hnt ul ^liii^^^.,, linfgeseht Nürd. (5r niacht sich schloere funken, daß er nun auf Fräulein nnd die Ge- " Nchk'u hören muß. Doch Mamas Drohung ist 'UNcklichcM'eise nicht ernst gemeiut' Hans weiß es ^>5 (5rfaliru,ig. Bemi frühstück lvird die liebe --cama ganz andere dachen im stopfe haben, um "ch daran zu denken, was sie hente morgen gesagt Fräulein Jane ist vollständig gerüstet. (5in grillier Schleier mildert ihre scharfen l^esichtszüge. Ihre langen Arme sind mit einem Sonnenschirm in schottischen Farben nnd mit einom rotbroschicr-ten Buche bewaffnet. Ihr knochig gebauter >lör per läßt sich mit einem zu eug goraleueu uud obeu drein noch übermäßig gefüllten >tohlensack vct gleichen. Unter brauner Serge sträubeu sich unge heuere Asperifolien: sobald man daran stößt, be komnit mau blaue ^leckeu. Fräulein bietet Haus die magere Hand- nm sie zn erreichen, mnß Haus seinen Arm ein wenig in die Höhe strecken. Die Bonne umschließt die Hand ihres Schützlings krampfhaft und eilt mit mächtigen Schritten weiter, so daß Hans gezwuu geil ist, mit einem kloineu Tam'rlauf zu folgen. Mau sollte meinen, eine anf ungeheneren Ai'lßen da hin stelzende Holzspinne von einer ganz kleinen Kellerassel begleitet zn sehen. ivränlein begiuut mit der gewohnten ^rage: „Hans, was ist gestern deine größte Unart ge Wesen?" Hans verabscheut diese Art nnd Weise, die Unterhaltung zn beginnen. Sogleich mnß er sich ermüdenden nnd nnangenehmen <^edächtnisübnn' gen widmen. Aber es gibt keiu Widerstreben. Mil allen Kräften nimmt er sich zusammen. Hans hat gesteril viele Unarten begangen. Welche ist die größte? (5r hat seine Milch umgeschüttet- er hat keiu (Gemüse gegessen; dann hat er sich dreimal von dem Dessert geben lassen. (5r hat ein wenig Tinte in den Kaffee der alten Wilhelmine gegosseil, nm zu sehen, was für eiu Besicht sie beim Trinken machen würde; das hätte beinahe Prügel abgesetzt. Dainl hatte er ^lick im Talon eingeschlossen, ohne daranf acht zn geben; was daraus entstauden ist, wird Hans niemandem sagen; dafür ist er zu gilt erzogeu. Doch Mama hat es gemerkt. Ohne Zloei-fel war das Flicks Schuld; doch Hans hatte, wohl auch ein wenig schnld daran. Dies alles ist recht schlimm; aber es gibt noch Schlimmeres. (Nestern hat Mama Hans mit zum Zahnarzt genommen, damit an einem Zahne ein kleines i/ich ausgebessert würde. Als Hans ill dem ^olterzimmer den nnangenehmen l^eruch spürte, als er den Zahnarzt, den großen Ttnhl, die Ttahlwerfzenge, die Räder, die Zangen, die feilen und alles übrige sah, fing er an, sich mit Händen und Außen zn wehren und zu schreiou wie eiu kleiner Esel, nnd die5 tat Hans so lange, bis Mama darüber ganz bestürzt war, ihr Taschentuch nahm und auf dem Sofa aufing zu weinen. Als Hans dies sah, hat er alles mit sich geschehen lassen. Doch es ist einerlei. (5r war recht ungezogen gewesen. Arme Mama! Um sich von der Angst nnd dem Schrecken zu erholen, mußte sie znr Konditorei gehen, dort zwei (blas cheu ^ikör trinken uud drei Kuchen aufknabbern. Znr Belohnung für seine Tapferkeit bokam Hans anch eineil Kuchen. Hans ist mit seiner Beichte zu Ende. Fräulein sagt: „Du hast gestern lvenig Mut gezeigt. Heute will ich dir Beispiele von Mut er zählen, welche der alten und der neueren (beschichte eutuommen sind. Besonders aber bei den Engländern ist diese Tugend so bewunderungswürdig ausgeprägt, daß jeder sich eiu Beispiel darau nehmen kann." (Fortsetzung folgl.) Laibacher Zeitung Nr. 93. 848 2:< April 1908. Ungarn zn gewährenden nülnärischen Konzessionen stattfinden würden. Dr. Wekerlc habe dann diese Ermächtigung empfangen; mau nehme aber mm in Budapest cine Haltung ein, welche den getroffenen Pereinbarungeir nicht entspreche. Es ist erstaunlich, das; die Bezeichnung „authentisch" hier verwendet wird, nm eine Schilderung glaubwi'irdig erscheinen zu lassen, die sofort als vollkommen unrichtig erkannt werden muß. Wie man weiß, hat nämlich der Minister des Neußern formell erklärt, zwischen der Offiziersgageit-Erhöhuug und den anderen militänschen Fragen bestehe kein Zusammenhang. Somit ist es ausgeschlossen, daß er irgendwelche Verhandlungen auf der (Grundlage eineo solchen Zusammenhangs geführt hätte. Dos „Illustrierte Wiener Ertrablatt" bespricht den zwischen beiden Delegation c n in der Angelegenheit der Offiziersgagen bestehenden .Konflikt. Gelingt es nicht, den Veitritt der ungarischen Delegation zu den Peschlüsseu der österreichischen durchzusetzen, so tritt gleichsain automatisch eine Krise in der geineinsamen Negierung ein. Aber diese Krise würde ganz gewiß nicht, vereinzelt bleiben. Herr Dr. Wekerle und das Koalitionskabinett könnten schwerlich im Amte bleiben. To ist deun nichts übrig, al5 den drohenden Ans-brnch der Krise durch ein Kompromiß zu beschwören,. Es wurde die Meldung verbreitet, der bulgarische Minister des Aenßern habe den bei den Negierungen der, Großmächte akkreditierten diplo manschen Agenten des Fürstentnms Instruktionen zngehen lassen, welche eine abfällige Kritik des englischen Vorschlags, betreffend die Er-nennung eines G eneralgo u v e r n cnrs für M a z e d onien, in dein Sinne enthielten, daß dieser Vorschlag unter den gegenwärtigen Verhältnissen nicht allein keine Besserung deö Loses der leidenden Bevölkerung herbeiführen könnte, sondern sogar geeignet wäre. die Lage in Mazedonien noch mehr zu verwickeln. Wie man aus Sofia schreibt, hat sich Minister Paprikov veranlaßt gesehen, dieser tendenziösen Nachricht, die im mazedonischen Lager große Aufregung und heftige Augriffe gegen die Regierung hervorrief, mit einem entschiedenen offiziösen Dementi entgegenzutreten. Dieser Mitteilung zufolge haben die Instruktionen über den englischen ReformvorscMg durchaus keine Kritik desselben enthalten. Es wurde im Gegenteil folgendes ausgeführt: „Der englische Vorschlag wird bei uns mit Genugtuung begrüßt, weil er den Anfang zu einer regelrechten Lösung des mazedonischen Probleins bildet uud weil er anderseits den Gesichtspunkt der bulgarischeu Negierung aus drückt, den die letztere unter allen Umständen eingenommen und den sie auch als die einzige wirksame Lösnng der mazedonischen ^rage stets bezeichnet hat." Außer dieser Erklärung enthalten die Instruktionen eine Darlegung der bulgarischen Wünsche, deren Erfüllung geeignet wäre. die Ne formen vollständiger und wirksamer zu gestalten. Zu oiesen Wünschen gehört insbesonoere oie Au5-dehnung der Neformat'tion auf die bisher nicht einbezogenen Gebiete Mazedoniens und auf Adrianopel, sowie hauptsächlich die Verleihung erekutiver, Gewalt an die Reformorgaue. Die Konnnission der r u s s i s ch en Dn m a hat nach einer Neihe von nichtöffentlichen Sitzungen die Veratungen über die vom Kriegsminister eingebrachte Vorlage über das Nekrnte n -kont,ingcnt für 1W8 abgeschlossen. Die Kommission sprach sich im allgemeinen für die Gutheißung des Kontingents aus und nahm mir einige Veränderungen vor. Gleichzeitig drückte sie den Wunsch aus, daß 15 Millionen Mann jener Volko-stämme, die gegenwärtig der Wehrpflicht nicht unterliegen, zur Wehrpflicht zugezogen werden. Ferner hielt die Kommission für notwendig, die, Wehrpflicht der Finnländcr den allgemeinen .Reichsgesetzen unterzuordnen. Tagesneuigleiten. — (Ein Reinfall.) In diesen Tagen, wo als Frühlingsboten die Aufforderungen zur Steuererklärung den Bürgern ins Haus flattern, erzählen die „Annciles" eine hübsch« kleine Anekdote von dein Dichter Goudeau. der um seines Hundes willen das ganze Städtchen Asnieres in Aufregung versetzte. Die Steuerbehörde hatte seinen Hund als Wachhund eingeschäht, also eigentlich zu niedrig, denn als Luxushund hätte der Besitzer eine höhere Steuer zu entrichten gehabt. Allein der Dichter war trotzdem nicht zufrieden und legte sofort Protest ein. Er lief von Bureau zu Bureau und jeden Beamten, dessen er habhaft werden konnte, bedrängte er mit der Aufforderung, diesen Irrtum zu berichtigen. „Sie können sich überzeugen, mein Hund ist ein Schäferhund und also auch steuerfrei. Sie können sich überzeugen!" Und überall bekam er die Antwort: „Freilich, Ihr Hund ist ein Schäferhund, aber Sie sind kein Schäfer lind Sie haben auch leine Herde!" Aber Goudeau wollte von alledem nichts wissen, immer von neuem beschwerte er sich, Reklamation folgte auf Reklamation, Vorladung auf Vorladung, bis die Steuerbehörde schließlich nervös wurde und die Sache einfach vor den Friedensrichter brachte. Goudeau achtete zwar die Justiz über alles, aber so nebenbei sann er doch ein wenig angstvoll darüber nach, wie er der Sache für sich eine gute Wendung geben lönm. Schließlich ging er zu seinem Fleischer und bat ihn, ihm doch zum nächsten Donnerstag, zum Tage der Veweisauf-nähme, einen Hammel zu besorgen. „Aber gewiß! Nichts leichter als das! ich gehe gerade am Donnerstag nach La Billette; da bringe ich den Hammel mit und lade ihn gleich bei Ihnen ab!" — „Nein, nicht bei mir, ich brauche ihn beim Friedensrichter, bringen Sie ihn doch aufs (bericht! Aber ich muß mich darauf verlassen können", fügte er nicht ohne Sorge hinzu. Am Donnerstag begann Goudeau vor Gericht seine Erklärung in der üblichen Weise: „Mein Hund ist ein Schäferhund!" — „Gewiß," sagte der Richter, „aber Sie sind lein Schäfer und Sie haben keine Herde!" — „Mas verstehen Sie unter einer Herde?" — „Haben Sie Tiere oder Schafe?" — „Schafe habe ich nicht, aber ich habe einen Hammel!" — „Sie haben einen Hammel?" — „Ja wohl, Herr Richter, ich habe einen Hammel, ich kann ihn Ihnen zeigen, ich habe ihn extra mitgebracht!" Und dabei wandte er sich zur Saaltür und rief mit lauter Stimme nach seinem Fleischer: „Lombard, sind Sie da?" — „Gewiß, Herr Goudeau!" — „Also bringen Sie den Hammel!" In der Tür erschien der biedere Fleischcrmeister. Auf dem Rücken schleppte er einen geschlachteten Hammel herein, ein wahres Prachtexemplar. Das Fell war bereits sorglich abgezogen. Der Dichter war nicht wenig enttäuscht, der Richter lächelte und es blieb dabei, daß Goudeau seinen Hund als Wachthund versteuerte. — (Frauen, die Mann erarbeiten verrichten.) Vor kurzem starb eine Frau im Alter von 80 Jahren, die viele Jahre mit ihrem Manne zusammen in Constantine bei Falmouth als Schmied gearbeitet hatte, und zwar nicht nur mit dem Blasebalg, sondern mit dem Schmiedehammer. Mrs. Winn war eine Frau von seltener Kraft und ließ nicht weniger als 151 Abkömmlinge zurück, 17 Söhne und Töchter, von denen der älteste am Tage ihres Todes 71 Jahre zählte, Dann folgten 75 Enkelkinder. 55 Urenlellinder und bis dahin vier Ururenleltinder. -— Die weiblichen Erfinder in England, von denen allerdings nur zwei auf Hundert vom stärkeren Geschlecht kommen, sollen in ihren Patenten jedoch fast stets von Erfolg begleitet sein. Der Grund ist ein ganz natürlicher, denn fast stets sind ihre Erfindungen Wirtschafts- oder Toilettenartikcl. — Die einzige Gefängniswärterin der Welt ist eine Amerikanerin. Sie wird als eine gedrungene, muskulöse Person von männlichem Aeußeren beschrieben. Ihr Mut und ihre Geistesgegenwart hat ihr über Situationen hinweggeholfen, denen wohl mancher Mann nicht gewachsen. Die Anstellung als Gcfängniswärterin erhielt sie auf Grund folgender Tat: Als sie eines Tages das Gefängnis besuchte, versuchten gerade einige verzweifelte Verbrecher auszubrcchen. Sie waren bereits bis an die äußerste Tür gelangt, als sich die Besuchcrin ihnen mit Tollkühnheit in den Weg stellte. Sie war unbewaffnet, doch gelang es ihr, in den Flüchtlingen den Glauben zu erwecken, sie habe einen geladenen Revolver in der Hand. Einen Moment zögerten sie, und diese kurze Pause machte allen ihren stolzen Hoffnungen ein Ende. Das Mädchen sprang mit großer Schnelligkeit zurück, schlug ihnen die Tür, die sie bereits geöffnet hatten, mit großer Gewalt ins Gesicht, drehte den Schlüssel uM und schlug Lärm. — In Kingston auf Jamaika werben die Arbeiten in den Kohlengruben fast ausschließlich von Frauen besorgt. Der Herr der Schöpfung hält sich mehr zu Hause auf. Häufig sind die Männer auch als Vorarbeiter oder Steiger tätig, während die Frauen die gröbsten Arbeiten verrichten. — Es gibt in Amerika nicht weniger als A3 Frauen, die als Leuchtturmwärterinncn tätig sind. — In Valparaiso liegt die Beschäftigung ber Tramwaylondultcure ausschließlich in den Händen der Frauen, die eine sehr kleidsame Uniform aus blauem Tuch tragen, Sie beschäftigten sich zuerst während des Krieges zwischen Chile und Peru damit, da alle Männer mit im Felde waren. Als der Krieg beendet war, hatten sich ^ Frauen bereits dermaßen an ihren Posten gewöhnt, daß die Gesellschaft sie gern in ihren Diensten behielt. — (Einen Sturm der E n tr ii stu n g) hat die Tierbändigerin Mrs. Isalo Daniel hervorgerufen, die augenblicklich ihre vierfüßigcn Freunde dem Publikum von Bei uns in Amerika. Von Kate van Veeler. (40. Fortsetzung.) Flachdruck verboten.) Nett. von dem Inngen. Na, Gott sei Dank, ein Paar wäre dann glücklich fertig. Das ander» mußte es nach der Beobachtung bei Tisch anch sein, aber war es anscheinend nicht. Iuanita hatte gar nicht den Eindruck einer Siegeriu geinacht. Tie saß ihr jetzt gegenüber wie eine Taubstumme. Oder inacht das Gluck sie stnmm? Der Graf war beim Abschied am Wagen gewesen, natürlich. Hatte sich anch sehr herzlich verabschiedet, so viel die Geueraiin, die mit ihrer Schleppe beschäftigt gewesen, bemerken konnte. Unter dein, ganzen Troß Uniformen, die den Wagen umstanden, konnte man sich überhaupt nicht zurechtfinden. Tie war nur immer froh, wenn sie ihre drei Küchelchen, unbeschädigt im Käfig hatte. Suscl, deren Plappermündchen sonst bei der Heimfahrt nicht eine Sekunde still stand, schwieg heute auch wie eine ägyptische Sphinr. Na, das war erklärlich, die würde vielleicht jetzt dahinter ssekommen sein, wie es mit, Edgar und Dilianna stand, und war nun cms allen Himmeln ihrer Illusionen gefallen. Armeo Ding! ?sber warum müssen so kleine, nnbedeutende Mädchen sich anch immer in irgend-jemand verlieben, der von ihnen nichts wissen will? Leid tat sie ihr doch. Sie boa sich über und streichelte leise Snsels Hand. Die hielt die ihre mit nxmnem Druck fest. Blitzschnell beugte sich das Köpfchen herunter, nnd zwei warme Lippen drückten sich innig nnd dankbar auf ihre Dinger. Zugleich aber fielen auch zwei große, warme Tropfen darauf. Ach, du lieber Gott. das Kind weinte Na sa, da war nun der ganze Jammer, den sie ihrem Mann gleich prophezeit hatte, nnd der mnßte gerade ihren Liebling treffen Wenn sie jetzt, ganz nach ihrem Herzen gehen könnte, wollte sie wahrhaftig die beiden anderen Verlobungen gern hingeben, wenn sie damit nnr diesem sonnigen, lieben Kinde den, Kummer er sparte. Das gute Herz der Generalin blutete, all ihre Freude war zerstoben. Am liebsten hätte sie Susel gleich mit sich in ihr Zimmer genommen, ihr gnt zngesprochen und sie getröstet. Aber Susel sagte so hastig Gutenacht und verschwand so blitzschnell iu ihr Stübchen. daß die Tante merkte, das arme. tapfere Kind wolle allein mit sich und seinein Schmerze fertig werden. Sie seufzte ihr uach, sah sich auch nicht weiter nach Iuauita um. die sich kurz und anscheinend übellaunig verabschiedete, und hatte nicht einmal die volle Empfindung der Verwuuderung für Diliannas ungewohnt innigen Handknß. Na sa, das war eben die Bestätigung für das, was sie schon wußte, eine Art unwillkürlicher Dankbarkeit für die sorgende Hand, die ihr Lebensschiffchen in den sickieren Hafen lenkte. Ganz gut und hübsch, eigentlich mehr, als sie von Dilianna eNvartet hatte- aber bis ins innerste Herz drang es ihr nicht, in dem saß nur die Sorge nm ihren kleinen, fröhlichen Liebling, der auf der Schattenseite blei- ben mnßte, während die anderen in der Sonnc standen. Sie war so tief bekümmert, daß sie heute niM' einmal ihr gewohntes Bedürfnis uach Mitteiln^ empfand. Zum erstenmal in ihrem Leben kramte sie ihre Beobachtungen, Hoffnungen nnd Sorgen nicht vor dem Gatten ans, fondern begab swi schweigend nnd nachdenklich an ihre Nachttoilette. Es würde ihren guten Mann anch beküimnern-Er erfnhr morgen alles zeitig genug, was soll"' sie ihm heute noch mit ihreu Klagen die wohlvcl' diente Ruhe ranben. Und brummen würde er z^ dem. Jawohl, brummen über sie. die erst du' Liebesgeschichten einfädelte und dann unzufrieden war, wenn sich wirklich etwas zusainmenflicki^ Nein. sie schwieg heute lieber: Müdigkeit erklaN und entschuldigt, alles. Der Geueral lächelte bei der Beobachtn'^ seiner lieben s^rau heimlich nnd verschmitzt vor 1w' hiu. Er wußte oder vielmehr ahnte allerlei, wa" ihre sorgenvollen Mienen wunderbar aufklare» würde, aber er wollte sich wohl hüten, von se"'" Anfkläningsmittelu Gebrauch zn macheu, s""' kam er in dieser Nacht überhaupt nicht mehr zu" Schlafen, und in diesem Punkte siegte der Eg"'-' mus über die Gatten lielx. Er hatte heute gc'NM geleistet als Gatte, Onkel und Repräsentation^ pei-son. nnu wollte er anch seine Nuhe als M"'!^ haben nnd wollte schlafen. Damit streckte er M behaglich ans, schloß die Augen und 5""t.e ""^ wenigen Minuten durch ein angeuehm geinütlia^-' Schnarchen an, daß er den Lohn für all i"> Mühen schnell nnd glücklich gefnnden habe. (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 93. ___________849____________________________________________23. April 1908. Baltimore vorführt. Die Bewohner deZ Hauses, in dem Mis. Daniel wohnt, beschweren sich nämlich darüber, bah jedesmal, wenn sie das Haus betreten, ihnen zähnefletschend einige Wolfe über den Weg laufen. Mrs, Daniel ertlärt Mar, daß dies ihre Licblingstierchen seien und keinem Menschen etwas täten. Die Bewohner des Hauses scheinen hierin aber anderer Ansicht zu sein und hatxn die Polizei deranlaßt, gegen das sonderbare Gebaren der Tierbändi-Nerin einzuschreiten. „Früher", erklärte diese, „habe ich sogar junge Löwen in meiner Wohnung gehalten und es hat sich niemand darüber beschwert. Die Einwohner von Baltimore", fügte sie verächtlich hinzu, „scheinen recht ängstliche Leute zu sein." ~- (Die Stadt der Pillendreher.) Amerika hat eine Stadt der Pillen aufzuweisen. Es ist dies die Stadt Detroit. Sechs Milliarden Pillen in allen Farben und Größen werden alljährlich von dort aus verschickt, und dabei ist das nur ein Drittel der dort hergestellten Pillen, der größte Teil bleibt in Amerita selbst. Der Ver brauch an Arzneimitteln in Pillenform geht in Amerika ins Ungeheuerlichei man hat ausgerechnet, daß pro Jahr auf den Kopf W Pillen kommen. Dabei ist die „Pillengcwohn-heit" noch unaufhörlich im Wachsen begriffen, vor allem beim weiblichen Geschlecht. Ein Grund dieses enormen Verbrauches dürfte in bei unhygicnifchcn Lebensweise der "Merilaner, in dem übermäßigen Verbrauch von Giswafser iu suchen sein. Zu den reichlich 2000 verschiedenen Sorten von Pillen werben jedes Jahr noch ungefähr 200 neue "hinzuerfunden", deren Rezepte meist weniger Eigenart als Geschäftssinn verraten. — (Ein amerikanischer Heilquellen-sch Windel.) Aus Newyorl wird gemeldet: Die Inspcl-toren des Nahrungsmittelamtes im Staate Newyorl haben d>e Entdeckung gemacht, daß die Quellen in dem berühmtsten Badeort Amerikas, Saratoga Mineral-Springs, seit längerer Zeit nachgelassen, respektive in ihrem chemischen Charakter sich geändert haben. Sie glauben den Nachweis erbringen zu können, daß die Vetriebsunternehmer bereits seit Jahren, um den Untergang des Kurortes zu verhüten, eme Lösung von kohlensauren Salzen in gewöhnlichem Wasser, die in gel)eimen Laboratorien hergestellt wurden, durch eine besondere Nührcnleitung nach dem Kurbrunnen-Pavillon leiteten. Von den Tausenden von Kranken, die den Vadeort jährlich besucht haben, wurde dieses künstliche Heilwasser seit Jahren voll Vertrauen aus seine Heil Wirkung getrunken. Lolal- und Provinzial-Nachrichten. — (E r g ä n z u n g s w ah l c n in den La! . bachcr G e m e i n d e r a t.) Bei der gestrigen Ergänzung»' Wahl für den III. Wahllörper wurden 012 Stimmzettel abgegeben. Hievon entfielen auf die Kandidaten der na. lional-fortschrittlichen Partei, und zwar auf die Herren Engelbert Franchetti 5W. Anton üilozar 5M, 5°sef Vidmar 550, Urban U^enii-nil 544. Josef T"rl 589 und Ivan Pav.^el 531 Stimmen. Die Kandidaten der sozialdemotratischen Partei, und zwar die Herren Josef Petriö. Etbin K r i st a n und Ivan 7? linar. blieben mit 865, bezw. 854 und 852 Stimmen ^ der Minorität. — Der I I I. Wahllörper zählt 27" 1. April l. I. an veranlaßt. Die von Wien zugleich ""t dem Nörsenkurstelcqrammc hinausgehenden Netter l'wgnosen umfassen sonach neun Gruppen, deren letzte (die Flinte) bie Prognose für Vorarll'crg enthält, während die dritte Gruppe sich nunmehr ausschließlich auf Nordtirol bezieht. Sonst ist eine Aenderung hinsichtlich der Pro-^osengruppcn und deren Reihenfolge nicht eingetreten. Im ' l'ssen beginnt der telegraphische Wciternachrichtendicnst 'e im Vorjahre wieder allgemein mit 1. April und wer-n dif Wetterprognosen täglich, mit Ausnahme der Sonn-"d Feiertage, bis Ende November l. I. — chiffriert bei ^ Staatstelegrapl)enämtern, dechiffriert bei allen Telc-^' "phen- und Televhonstationen der l. l. Staatsbahnen — ^rlautbart. Für Südtirol, Trieft. Istrien und Dalmatien >rd diese Verlautbarung voraussichtlich wie im Vorjahre "s Nanze Jahr hindurch fortgesetzt. H ." (Aus dem V ollsschu ldien ste.) Der t. l. ezntsschulrat Laibach Umgebung hat an Stelle der krank-^'tshalber beurlaubten Lehrerin Fräulein Ursula Mazi e b'shcrige Supplentin an der Volksschule in Birnbaum faulem Antonia A d a m i 5 zur Supplentin an der "llssch^ -^ ^^ ^^, ^ ^ ^ ^ Bezirksschulrat ^'tsch hat an Stelle des kranlhcitslMer wlrlaubten Ober-^Mrs .Herrn .Heinrich Lilar die absolvierte Lehramts-"didatin Fräulein JolMina Gabrov^el zu? Sup-^ntln an der Volksschule in Grahovo bestellt und die defi Uwe Lehrerin Fräulein Marie Krall mit der interims ' ''chen Leitung der Schule betraut. —r. — (Bayrische Gäste in L a i b a ch.) Heute abend treffen mit dem Oberlrainer Zuge um 6 Uhr 40 Min. neunzig Mitglieder des Bayrischen Flotlenvereines, meist Münchener Gäste, in unserer Stadt ein und werden vom Bürgermeister und drei Abgeordneten des hiesigen Landesverbandes für Fremdenverkehr auf dem Südbahnhofe empfangen werden. Die Mitglieder des Bayrischen Flotten-Vereines kommen direkt von München und wollen nach einer an unsere Stadtvertretung gerichteten Mitteilung diesmal nur vorübergehend auf ihrer Durchreise nach Pola in Laibach im Hotel „Union" übernachten, während sie im kommenden Jahre unserer Stadt einen längeren Besuch abzustatten gedenken. Vor dem Bahnhöfe werden zur besagten Stunde fünfundzwanzig von Privaten beigestellte Equipagen Aufstellung nehmen, in denen die Gäste vor ihrer Einlogierung im Hotel „Union" eine Rundfahrt durch die Stadt unternehmen. Es ist neben dieser Rundfahrt eventuell eine Fahrt auf den Schloßberg geplant, um den Gästen die schöne Gesamtpeispcttive unserer aufblühenden Stadt und ihrer herrlichen Umgebung vor Augen zu führen, was jedoch der vorgerückten Stunde wegen taum ausführbar sein wird. R. — (Der Verein für Kinderschuh und Jugendfürsorge für den Gerichtsbezirl Laib ach) hielt gestern in den vom Lanbesgerichtspräsi-dium im Iustizpalais zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten seine erste Ausschußsitzung ab, an welcher sich die in der Gründungsversammlung gewählten Ausschußmitglieder vollzählig beteiligten. Der Ausschuß hat sich wie folgt konstituiert: Vereinsobmann l. l. Landesgcrichtsvräsidcnt Albert Levi("-nil, Obmann-Stellvertreter Kanonikus Andreas Kalan, Schriftführer l. l. Gerichtsselrctär Franz Mil- !^'insli, dessen Stellvertreter Schulleiter Anton Lilo-zar, Kassier t. t. Kassaassistent Franz Vregant, dessen Stellvertreter Stadtphysilus Dr. Othmar K r a j e c. Als Virilistcn lvaren znr Ausschußsitzung erschienen Domherr Josef 6 i 5 l a namens des fürstbischöflichen Ordinariats. Landesausschußbeisiher Dr. Eug. Lampeals Vertreter des train, Landcsausschusses und Gerichtsadjunlt Val, L e v i <" -nil in Vertretung des Bezirksgerichtes, Ueber eingehend begründeten Antrag des Vereinsselretärs wurde die Unterbringung von fünf verwahrlosten Kindern in Anstalten, bezw. in Privatpflege teils auf Kosten, teils mit Unterstützung des Vereines beschlossen und weiters der Beschluß gefaßt, den k. l, Landesschulrat lind das Gcwcrbeinspeltorat hinsichtlich zweier prinzipieller Fragen zu begrüßen sowib beim lrainische» Landtage eine Petition wegen Regelung dcr Jugendfürsorge in Krain einzubringen. — Wir können nicht nmhin, bei diesem Anlasse auf das wohltätige Wirken dieses Vereines aufmerksam zu machen und unseren Lesern den Beitritt wärmstens zu empfehlen. Die Kosten, die der Verein zur Erreichung des vorgesteckten Zieles aufwenden muh, sind sehr beträchtlich. Der Mitgliedsbeitrag ist ein so geringer (2 K jährlich), daß es selbst Minderbemittelten möglich ist, durch ihren Beitritt die Vcreinszwecke zu fördern und so ihr Schcrslcin zur Lösung einer großen sozialen Aufgabe beizutragen. — (Die Ausstellung der Schüler, arbeiten an dcr gewerblichen Fortbildungsschule in Laibach) findet Sonntag, den 2li. d. M,. vormittags an der Staats-Overrcalschule. an der ersten, zweiten und dritten städtischen Knabenvolls-schule öffentlich statt. Dazu werden alle interessierten Faktoren hiemit eingeladen. — (Die lrai Nischen Hoteliers und Gastwirte in Wien,) Wie aus Wien gemeldet wird, hat anläßlich der Anwesenheit dcr Hoteliers und Gastwirte aus Krain vorgestern im „Hotel Iammerland" ein Begriißungs abend stattgefunden. Im Laufe des gestrigen Tages wurden die Gcnossenschafisschule der Gastwirte und Hoteliers und verschiedene Hoteleinrichtungen besichtigt, Mittags fand ein Festbankett statt, bei dem Herr Dr. Krisper namens des Krainer Fremdenverlehrsverbandes mitteilte, daß Seine Er-zellenz der Minister für öffentliche Arbeiten. Dr. Geß mann. die Exkursionsteilnehmer am Freitag in den Räumen des Gewerbeförderungsinstitutes empfangen werde. — (G e wer be be wegu n g in L a i b a ch.) Im Laufe des Monates März haben in Laibach Gewerbebetriebe angemeldet, beziehungsweise Konzessionen erhalten: Franz (''erne. Schellenburggasse s»'. Anstreichergewerbe; Josef Se lula, St. Petersstraße 14. Gemischtwarenhandel; Johann An5i<". Hradehlydorf 80. Gast- und Schantgewerbe; Apol Ionia Goltcs. Alter Markt 2. Handel mit Spitzen. Kurz-und Galanteriewaren: Firma Johann Iax ck Sohn. Wie-nerstraßc 17. mechanische Werlstätte für Maschinenrepara turen; Johanna Zupan^w, Vahnhofgafse 8. Greislerci; Firma Stieglitz H Unger, Wicnerstraße 2. Handel mit Leinenwarcn; Franz Podrxaj, St. Jalobsplatz 4. Raseur-und Friseurgewcrbe; Maria Klemenc, Vodnilplatz. Handel mit Eisenlvaren und Schmicderzeugnisscn; Ernst Remögar. Schellenburggasse 6, Anstreichergelverbe; Flora Schlittner, Wlienerstraßc 2. Handel mit Leinenwaren; Amalia Jal^e, Nienerstraße . — (Das Panorama International) hält in dieser Woche bis einschließlich Samstag den 25. d. M. eine besonders beachtenswerte Serie von Abbildungen aus der Luftschiffahrt ausgestellt. Darunter kommen vor: der ! Aufstieg eines Ballons in Prag mit dem Blicke von demselben aus der Höhe von 70 bis 1800 Meter anf Prag und diverse Ortschaften, zusammen 18 Bilder; frrner der Aufstieg des Miliiär-Drachenballons in Berlin l10. Oktober 1900) 20 Bilder; das lenibare Luftschiff des Grafen Zeppelin und der Aeroplan des Santos Dumont. — Die Bilder sind naturgetreu, plastisch und gut beleuchtet. Derart interessante und belehrende Ansichten aus dem Bereiche der Luftschiffahrt wurden.hier noch nicht gezeigt; bcsl)alb wirb auf die dieswöchentliche Ausstellung besonders aufmerksam gemacht. "(Feuer im Gebäude des I. Staats-gymnasiums,) heute gegen 5 Uhr morgens sahen einige im Gebäude des I, Staatsqymnasiums wohnhafte Personen den Dachstuhl des Schulhauses in F>lamm«n l stehen. Es wurde hievon sofort telephonisch der freiwillige Feuerwehr- und Rettunasverein in Kenntnis gesetzt und hierauf, als mit dem ersten Train zu wenig Löschmannschaft auf dem Brandplahe erschien, der Brand durch einen .Kanonenschuß vom Schloßberae signalisiert. Wäre das Feuer nicht rechtzeitig bemerkt worden, so hätte es eine fiir die Nachbarhäuser sehr gefährliche Ausdehnung annehmen können. Es soll durch glühende Asche verursacht worden sein, die in den Kellerrciunien aufbewahrt wirb, wodurch der hölzerne, bis zum Dachstuhle reichende Auszug in Brand geriet. Der Schaden dürfte über 3000 X betragen. Der unter dem Kommando des Herrn Branddirektors Kiri-cclj stehenden Löschmannschaft gelang es sehr bald. das Feuer zu bewältigen. — (Landwirtschaftlicher Vortrag.) Sonntag, den 26. b, M., um 8 Uhr nachmittags hält Herr Direktor Rohr mann in Pie^na bei Rudolfswert einen Vortrag über die Entwässerung der Wiesen. Hiebei wird auch die Gründung einer Drainageaenossenschaft erörtert werden. — (Für Arbeiter, die nach Deutschland ziehen wollen.) Der österreichischungarische HilfsVerein ;u Aachen weist auf einen vor kurzem in den Reichsdeutschen Blättern erschienenen und sichtlich gegen die ausländische Arbeiterschaft geharnischten Artikel, bezw, Aufruf der „Deutschen Fe l d a r b e i t er - Z e n t r a l e". hin, welche, wie bekannt, eine Institution der Bereinigung b^nn5ka xvc^lv" mit dem Sitze in Krainburg nach Inhalt der vorgelegten Statuten im Sinne des Vereins-gesetzes zur Kenntnis genommen. —e. * (Industrielle s.) Ueber Ansuchen der l. l. Ne-zirkshauptmannschaft Laibach Umgebung findet am 4. Mai um 9 Uhr vormittags die Kollaudierung der Maschinen-zicgelei des Herrn Franz Mally und Genossen aus Laibach in Gamling durch einen Staatstechniter der k. l. Landesregierung für Krain statt. —r. — (Ein Wohltäter.) Der in Krainburg jüngst verstorbene Großhändler Herr Johann M a j d i 5- schenkte außer den bereits erwähnten testamentarisch bestimmten Legaten unter Lebenden namhafte Beträge zu wohltätigen Zwecken; darunter erhielten: der Vinzenziusverein in Krainburg 80,000 X (im Falle, daß der Verein sich auflöst, fällt dicse Summe dem städtischen Armcnfonde in Krainburg zu), der städtische Armenfond in Krainburg 20.000 X. die Studentcnküche in Krainburg 10.000 X, der Verein für Kinderschuß und Jugendfürsorge im Gerichtsbezirle Krainburg 20.000 X, die Armen in den Pfarrsprengeln St. Martin bei Krainburg, St. Georgen im Feld?, Vred-oslje. Nallo und Krainburg je 800 X. die Wallfahrtskirche in Michelstetten 8000 X, das Studentenheim der Missions-acsellschaft in Laibach 8000 X. —l?. " (N e l o h n u n g.) Seine Exzellenz der Herr Minister des Innern hat dem Franz Miheliö aus Neul. d<3 politischen Bezirkes Stein, für sein anerkennenswertes Eingreifen zwecks Rettung eines Menschen vom Tode des Ertrinkens eine Belohnung von 30 X zuerkannt. —r. — (Saaten stand in Unter train,) Ueber den dermaligen Stand der Saaten in Unterlrain wird uns nachstehendes geschrieben: Mit Befriedigung kann konstatier! »rerden. daß der dermalige Stand der Saaten in Untertrain recht günstig ist, Erfreulich ist besonders die Tatsache, daß es heuer Auswinterungen in nennenswertem Umfange nicht gab, während im Vorjahre die Saaten wegen schlechter Uebcrwinterung arg geschädigt wurden. Infolg? günstigen Wetters hat die Vegetation in der letzten Zeit in ihrer Entwicklung wesentliche Fortschritte gemacht. Die wegen des Regenwetters behinderten Feldarbeiten konnten wieder in, Angriff genommen werden, so zwar, daß die Sommersaaten bereits überall angebaut sind und örterweise die Entwicklung der Wintersaaten sogar überragen. In betreff der Uebcrwinterung der Wintersaaten kann konstatiert werden, daß sie überwiegend befriedigend, teilweise sogar gut genannt werden kann. Winterweizen und Winter-roggen bebuschen sich entsprechend und in einzelnen Gegenden entwickeln sich diese Saaten sehr üppig. Die Entwick' lung der Sommergerste und des Hafers ist befriedigend. Der Anbau der Kartoffelfrucht wurde örterweise bereit» vollzogen; wo es nicht der Fall war, dürfte dies in den nächsten Tagen geschehen. Der Weinstock überwinterte sehr gut; desgleichen die Qbstbäume, die allerorts üppigen Blütenansatz tragen. Sollte ein Rückschlag im Wetter in der Folge nicht eintreten, so gibt es für dieses Jahr Aussichten auf ein allgemein befriedigendes Erträgnis in sämtlichen Obstgattungen. —ik. — (Heimarbeit.) Man schreibt uns aus Gotl-schee: Schon am 6. Dezember 1906 hat sich hier auf Grund längerer Gutachten und Vorarbeiten zur Förderung hausindustrieller Netriebe ein Ausschuß gebildet, dem die .Herren Bezirkshauptmann E. Freiherr von Schönbeiger (Vorsitzender), Bürgermeister A. Loy (Vorsitzender-Stellvertreter), Fachschuldireltor I. Knabl (Schriftführer) und Dechant F. Erker (Kassier) angehören. Dieser Ausschuß verfügt dermalen über eine Subvention von 700 K, wozu der lrai-nische Landcsausschuß jährlich 500 X, die Handels- und Gewerbetammer für Krain 100 X und die Krainischc Spartasse in Laibach 100 X beisteuert. Der Ausschuß war der Ansicht, in erster Linie die im Hornwalder Gebiete betriebene Weißbinderei damit unterstützen zu sollen; da indes eine sofortige Befriedigung aller vorgebrachten Wünsche der Binder in bezug auf die vorhandenen Mittel unmöglich war, wurde über Antrag des Herrn Direktors Knabl nur ein Teil derselben berücksichtigt und beschlossen, vorläufig in den Ortschaften Reichenau, Untcr-steinwanb. Ressen, Ribnit. Stalldorf. Munlendorf, Unter-Tappelwerch und Schönberg bei Altlag 47 Kinder mit 196 Werkzeugen im Werte von 555! X 4!) !i zu beteilen. Die Wsirtzeuge wurden von zwei erstklassigen Firmen bestellt und werden den Hausindustriellen gegen Revers vollständig kostenlos am 28. April und 2. Mai l. I. verabfolgt mit dem Vorbehalte, daß diese Werkzeuge einstweilen noch als Eigentum des Ausschusses betrachtet werden, bei ordnungsmäßiger Benützung aber nach fünf Jahren in den unbeschränkten Besitz der Hausindustriellcn übergehen können. Das Programm für den Wandcrunterricht wurde gleichfalls festgestellt; Herr Wanderlehrer Theobald Steiner wird in der Zeit vom 21. Juli bis 12, August 1908 in allen den genannten Ortschaften, deren Hausindustrielle mit Werkzeugen bedacht wurden. Unterricht in der Weißbinderei erteilen. — (Entwaldung) Man schreibt uns aus Gott' schee: Schon öfter wurde auf die Waldverwüstung im Gott-scheer Gebiete hingewiesen mit der Absicht, die erhöhte Aufmerksamkeit der zuständigen Stellen auf diese ganz sinnlose, einen wichtigen Teil des Volkswohlstandes zerstörende Wirtschaft zu lenten. Diese unverantwortliche Ausbeutung unserer schönen Wälder soll aber heuer noch gründlicher vorgenommen werden als bisher — 1^0 Kompanien mit über 1000 Mann. zumeist Italiener, sind daran, in den Gottschcer Bauernwäldern Kahlhiebe anzulegen, um Vuchcnkohle zu gewinnen. In Tiefenbach wurden 140 Joch, in Katzendorf 57 Joch Gemeindewald zu Spottpreisen angekauft, um binnen kurzer Zeit einer trostlosen Oede Platz zu machen. Aufgeforstet wird wenig oder gar nicht. Die Katzendorfer zum Beispiel sagen: „Nenn die abgeholzte Fläche parzelliert und einzelnen Besitzern zugewiesen wird, weiß ja doch leiner, was er bekommt; wozu also für andere aufforsten?" Mit den Samenbäumen verhält es sich auch so eigentümlich; es lrxrden viel zu wenig stehen gelassen, nur trüppelhaftes, unbrauchbares Zeug. das der erste stärkere Schn?efall umbricht oder der Wind niederwirft. Obendrein halten sich die italienischen Köhler dort, wo sie arbeiten, Ziegen, diese größten Feinde jeder Waldlultnr. die in den benachbarten, aufgeforsteten Anteilen alles ab fressen und so die Frucht jahrelanger Mühen vernichten. Die Nachteile einer solchen Holzlohlenerzeugung, die nur den augenblicklichen Vorteil im Auge hat, lieben auf d?r Hand: Verlarstung. Wasserarmut, Verschlechterung des Klimas, unerschwingliche Preise für Brennholz, Holzmangel auch für industrielle Zwecke, Ausbleiben der nützlichen Vögel infolge Entziehung ihrer Lebensbcdingungen. Aufhören der Jagdbarkeit aus demselben Grunde, alles das und vieles andere sind die notwendigen Uebel eines solchen rohen Ver-greifens an den Schätzen der Natur, welchem im Interesse des Landes mit allen zulässigen Mitteln nachdrücklichst Einhalt geboten werben müßte. — (Leichenbegängnis.) Zum Berichte über das Leichenbegängnis nach dem Handelsmanne Kollmann ist nachzutragen, daß sich an demselben auch die Feuerwehr von Vigaun sowie die ^'italnica in Ki^la, beide mit Fahne, beteiligten. — Herr Kollmann war Mitglied des letzteren Vereines seit dessen Gründung (1887). Der Verein hat der Verehrung seinem Wohltäter gegenüber auch dadurch Ausdruck geliehen, daß er an der Bahre einen Kranz niederlegte. * (Durch einen elektrischen Straßenbahnwagen getötet,) Gestern gegen 2 Uhr nachmittags ereignete sich auf der Wiener Straße ein gräßlicher Unglücksfall, dem ein ^/-»jähriger Knabe zum Opfer fiel. Als ein elektrischer Motorwagen das Fröhlichsche Haus passierte, kam gerade der Knabe Cyrill Baric" aus dem Vorhause gelaufen, lief direkt in den Wagen hinein und geriet unter die Schutzvorrichtung. Erst bei der Hiengschen Delikatessenhandlung konnte der Wagenführer den Motorwagen zum Stehen bringen. Es wurden sofort mehrere Arbeiter der elektrischen Straßenbahn herbeigerufen, die den Wagen heben mußten, um den Körper des .Knaben, der sich zwischen den Walzen und den Motor eingezwängt hatte, herauszubringen. Die Leiche war schrecklich verstümmelt; die beiden Arme waren mehrfach gebrochen, der Leib buchstäblich entzwei geschnitten, so daß die Gedärme herausquollen. — Eine tausendlöpfige Menschenmenge drängte sich an der Unfallsstelle, so daß für eine Zeit der Wagenverlehr eingestellt werden mußte. — Der verunglückte Knabe, eine Waise, war vom Schmiedmeister Dem^ar an der Maria-Theresia-Straße, wo sein älterer Bruder in der Lehre steht, aus Mitleid in Unterhalt genommen worden. Er stammte aus Sesana; seine zwei Schwestern wohnen in der Stadt, Den Wagenführer soll am Unfälle leine Schuld treffen. "(Ein gefährlicher Schütze.) Diesertage schoß ein unbekannter Schütze mit einem Flobertgewehr in die Wohnung des Buchhalters Rudolf Küttner in der Pfalzgasse und zertrümmerte hiedurch mehrere Fensterscheiben. — (Raufexzeß mit Totschlag.) Am verflossenen Montag entstand zwischen mehreren Burschen aus der Ortschaft Arezovo und Umgebung, die in den Weingärten in Moräutschberg zechten, ein Raufexzeß, wobei der Äesitzerssohn Franz Zavrl aus Prevole mit einer Mm-gartcnhacke erschlagen wurde, die Burschen Johann Jesen-5et und Varthlmä Iako5 aus Unter-Ielenje aber so schwere Verletzungen erlitten, daß an ihrem Aufkommen gezweifelt wird. Die Täter, Vesitzerssöhnc aus der Qrtsgenmnde Mariatal, sitzen bereits hinter Schloß und Riegel. ^- — (Im städtischen Schlacht hause) wurden in der Zeit vom 5. bis einschließlich 12. d. M. 75 Ochsen. 8 Kühe und 8 Stiere, weiters 130 Schweine. 129 Kälber. 15 Hammel und Böcke sowic 100 Kitze geschlachtet. Ueber-dies wurden in geschlachtetem Zustande 2 Schweine, 67 Kälber sowie 46 Kitze nebst 392 Kilogr. Fleisch eingeführt. " (Gefunden) wurde: ein Regenschirm, ein braunes Geldtäschchen mit Geld und ein Rcgenmanicl. Auf der Südbahnstlltion wurden als gefunden abgegeben: ein färbiges Herrenhemd, ein grauer Handkoffer, ein schwarzer Uebcrzieher, ein blauer Knabenanzug, ein grauer Rock, zwei Regenschirme, ein weißes Tischtuch, ein Bauernrock, em Taschenmesser und 1 X 26 !i Geld. ferner ein Kinder-regen schirm, — (Philharmonische Gesellschaft.) Heu.e um 8 Uhr abends und an dsn folgenden Tagen finden die letzten Chorproben statt. Jene Damcn und Herren, die sich bisher an den Proben nicht beteiligt haben, werden höflichst ersucht, sich in letzter Stunde zuverläßlich cinzu-finden. Theater, Kunst und Literatur. — (Verstaatlichung des Wiener Konser ' vatoriums.) Das Wiener Konservatorium wird ab 1. Jänner 1909 vom Staate übernommen. In die Verstaatlichung werden u. a. sämtliche Lehrer unter angemessene! Erhöhung ihrer Altivitätsbezüge und seinerzeitiger Ruh'-cieinisse einbezogen werden. — (Der letzte Ka in m c r m u s i l a b c n d) '" dieser Saison findet am kommenden Samstag statt, worcmi die Freunde dieser edlclWjlunstgattung besonders aufmerksam gcMacht werden. Ausgestattet mit einem gewählten Programm, verspricht dieser Abend durch das Auftreten von heimischen musitalischen Kräften besonders anziehend M werden. Neben dem trefflichen Cellisten Herrn Rupert Mayer aus Marburg, einem langjährigen Freunde der Philharmonischen Gesellschaft, wird das Publikum Gelegen-hcit haben, die Pianistin Fräulein Ophelia Landau nnd die Sopranistin Fräulein Magda Kulp zu hören, M> junge Damen, die sich durch ihre Begabung schon wiederholt in der Philharmonischen Gesellschaft vorteilhaft bemerkbar gemacht haben. Das Publikum, das gewöhnt ist. fremde Künstler mit großer Liebenswürdigkeit auszuzeichnen, wird sicher nicht ermangeln, auch den heimischen Kräften die ge' bührende Aufmerksamkeit zu bezeigen, zumal das unermüdliche Quartett Gerstner, unterstützt durch die freundliche Mitwirkung des Kapellmeisters Herrn Theodor Chri' stoph und des Malers Herrn Heinrich Wettach, s^ alle Mühe gegeben hat, die Aufführung zu einer genuß' reichen zu gestalten. Das Konzert ist, wie ausdrücklich bemerkt werden mag. nicht nur Abonnenten, sondern jedermann gegen Lösung einer Eintrittskarte zugänglich. — (Die Modcnwelt.) Gin Preisausschrcibe" für unsere Damenwelt wird von der „Modenwelt" (N^n, Domgasse 4) veranstaltet. Für Handarbeiten in den verschiedensten Techniken, ja sogar von Kinderhänden s^ ..Dic Modenwelt" Preise im Netrage von 3000 Mark aus-Die Bedingungen sind in der 15. April-Nummer des Vlat' ks ausführlich angegeben. „Die Modenwelt" will danm d'N von fleißigen Frauenhänden gefertigten, vielfach tiinst-l> cischen und originellen Handarbeiten wieder mehr ^^ achtung und Würdigung verschaffen. — („Beamten-Zeitung", Wien) Die c,m 20. d. M. zur Ausgabe gelangte Nr. 11 enthält u. a.: «Der Rechenschaftsbericht des Beamten-Vereines". „Parlamentarisches". „Offiziantinnen bei den l. l. Staatsbahnen , „Die Inkompatibilität der öffentlichen Beamten (Betrachtungen aus dem ungarischen Neamtenleben)"; Mitteilungen aus dem Beamten-Vereine und aus anderen Beamten-assoziationen. — (Der Ku n st wa r t.) Halbmonatschau für Aus-druckslultur auf allen Lebensgebieten. Herausgeber Ferd'-nand Avenarius. Verlag von Georg D. W, Calling in München, (Vierteljährlich 4 Mark, das einzelne H«" 75 Pfennig.) — Inhalt des zweiten Aprilheftes 19^ Ostergedanlcn. Vom Herausgeber. — Missa solcmnis u» Neunte Sinfonie. Von Georg Göhler. — Leitfaden-Kultur, Von Otto Anthes. — Lose Blätter: Aus I. Gott!'" Fichte. — Aus der „Dorfschule" nach Taleda Izunw von Wolfgang von Gersdorff. — Rundschau. ^ Telegramme dea k. k. Telegraphen Korrespondenz-Dureaus. Wien. 22. April. Vier Wiener, die am Ostermontag von Ternitz aus eine Partie unternahmen, die sie auf Schneeberg oder auf die hohe Wand führen sollte. 'v"?e seither vermißt. Die Teilnehmer an der Partie sind de Erzieher im katholischen Iünglingsvereine und der Kanz >1 des Vereines sowie zwei VUrgerschüler. Lmbacher Zeitung Nr. 93. 651 __________________28. April 1908. Temesvar, 22. April. Gestern wütete in der Näl,.' der Eisenbahnstation Vallany ein heftiae/ Sturm, der 27 Wagen eines Lastcnzusscs umwarf, wodurch der Eisenbahn-verkehr unterbrochen wurde. In derselben Station wurden vier festgelegte Lastwaa.cn durch den Wind mehrere Stationen weit getrieben. In Vallany stürzte der Turm der nimänischen Kirche ans das Schulgebäude, Einzelheiten fehlen noch. London, 21. April. Der frühere Premierminister Campbcll-Nanncrman ist heute gestorben. London. 22. April. Der verstorbene Premierminister Sir Campbell-Vanncrman war schon ^s! Sinn den vor Eintritt des Todes bewuhtlos. Um 9 Uhr 15 Min. sluh erfolgte plötzlich der Tob infolge von Herzschwäche. Vom bay, 22, April. Eine indische Abteilung wurde vo» einer Abteilung Afghanen bei Shabladar in der Nähe bo» Pcschawar angegriffen; sie hatte einen Toten und zwei Verwundete, Eine Strafabtcilung vereinigt sich in Shabladar. Der Feind wirb auf 10.000 Mann geschätzt. Der Befehl zum Vormarsche wird stündlich erwartet. Ausweis über den Stand der Tierseuchen in Kram für die Zeit vom 11. bis zum 18. April 1908. Es herrscht: die Rotzlranlheit im Bezirlc Adelsbcrg in der Gemeinde Zoll (1 Geh.); im Bezirlc Gottschee in der Gemeinde Reisnch (l Geh.); im Bezirle Stein in den Gemeinden Thcinih (l Geh.), Obertnchein (l Geh.); die Räude bei Pferden im Bezirle Littai, in der Gemeinde Dcdnidol (1 Geh); der Rotlauf der Schweine im Vezirle Gurlfeld in der Gemeinde Savcnstein li Geh.); im Bezirke Littai in der Gemeinde Littai (l Geh); im Vezirlc Rudolfswert in den Gemeinden Hünigstcin (1 Geh.). Toplitz (l Geh.); die Tchweinepest im Vezirle Gotischer in den Gemeinden Göttench (1l Geh), Gora (1 Geh.), Kotfchen (1 Geh.). Niedcrdurf (1 Geh.). Neifnch (8 Geh.) Seele (1 Geh.), Susje (l Geh., im Nezlrle Laibach Stadt(1 Geh); im Bezirle Nu° dolfswert in der Gemeinde Seisenberg (1 Geh.); im Bezirlc Tschernembl in den Gemeinden Altenmarlr (2 Geh.), Dra» gatus (, Geh.), Ütälbersberg (1 Geh.). Lola (2 Geh), Mött» Img (1 Och.). Podzcmelj (1 Geh.), Schwcinbcrg (^ Get,.). Semic (4 Geh.), Tscheplach (2 Geh.). Weinberg (1 Geh.), Weinih (5 Geh.). Winkel <1 Geh.); der VläschenauSschlag bei Pferden im Bezirle Rad» Mannsdorf in der Gemeinde Lces (1 Geh.); die Nutkranlheit im Bezirle Rudolfswcrt in der Gemeinde Sagraz (1 Geh.). Erloschen ist: der Milzbrand im Bezirle Krainburg in der Gemeinde St. GeuraM (l Geh.); der Rotlauf der Tchweine im Bezirle Kraiuburg in der Gemeinde .ftraiuburg (I Geh.); im Bezirle Rudolfswert in der Gemeinde Sagraz (l. Geh.); die Tchweinepeft im Bezirle Gottschee in der Gemeinde Suchen (1 Geh.); im Bczirlc Tschcrncmbl in den Gemeinden Tschernembl (8 Geh.), Wiulel (1 Geh.). A. ü. ^ ^ller. s. ssrau, Me.; Dr. Hauser, Generaltonser. (««"' ^'"l- ^ Sullje. Ing., Klagenfurt. - Melnitzly. Ing.. "°rz. -> Dessetar, Littai. — Kunstelj, Oberlaibach. Verstorbene. 4 ^ Am 21. April. Isabella Tejlal, Vahnbeamtenstochter, w"""', Polanadamm k>2, Schwäche. — Wilhelm Lrnassi. ^^"»llsstcucrcinnehmer, bi I,. Triesterstraße 14, Niere». Im Iibilspitale: Vit!.. ^" ^7. April. Ursula Ierina, Arbeiterin, 49 I., 8? cv^A ^l)- April. Maria Pelan, Wagenlupplersgattiu, 59 c!' ^uu^rcul. pulm. — Maria Kosir. Besihersgattin, " - Uoruiu, ventrieoli. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. «^__Seehöhe ^06 2 m, Mittl, Luftdruck 736 0 mm. ff "".3 3 ^^1 9 3^ ^ ^ ^j^^N7Mlg ^ te^ltvl benl--------- 23 ?~.—^ 7N 8 6g! SW. schwach heiter "U. F. ,735-ß, 2 8, NO. schwach, ^ j'^0 Male i0°°,^esmittel der gestrigen Temperatur 7 0». Nor- Kcir,lte?^^"°^us,ane fiir de^TÄprÜ'für Zteie'rmarl. «"Haltes r strain: Wechselnd bewölkt, lühl. gleichmäßig für das Küstenland: wechselnd bewöllt. u'»e ^jnlde, milde, allmähliche Besserung. Seismische Berichte und Beobachtungen der Laibacher Erdbebenwarte lgegrüüdr! lw» dss Nram. Sparlaljs !«l»?>, (Ort: Gebäude der l. l. Staats-Oberrealschule.» Lage: Nördl. Breite 46°<«'; Östl, Länge von Greenwich 14° 31'. Äeben be richte:* 18. April gegen 3 Uhr 30 Minuten Nahbebenaufzeichnung in Rocca di Papa. - 21, April iu A csalag (Ödcnburger Komitat) mittags heftiger Erdstoß. — 23. April gegen 0 Uhr 5K Minuten Fernbebenaufzeichnung. B o d e n u n r u h e: ** 23. April: 4 »Setundenpendrl «mäßig starl»; 7'Selunbcnpendel «schwach» und 12'ScIunden pendel «sehr schwach». "> Tir Zlüannabf» beziehs,! sich a»f iniUlllülopüliche Zeil l>»d weltv» vmi Miürrnach! l>is Mil>cl!,all,< 0 Ul,r bis i!4 Uhr gezählt. " Die Vot> r » u n ruhe wild in sulsssüde» S!ärl»nrade>! l!a!s«ne die z» > MiNimrlei 'lehr «chwach», vo» 1 bis « Millimc,,', »!chwnch., uu» ^ d > Millinirler,! «niäs,!« swrl», von 4 bi« ? M!llimr!>'r„ >!>ail., l'u» 7 bi ll Millimrleln chs> bebsxlrt ssleichzeilig a»!ts,<<',!l>' »staslr» Uxnche a»' aNe» Pendel», Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtck. Mit dor soeben erschienenen neuen Veröffentlichung des MiiBikvcrlages Rieh.Bong: „Goldene Leier", Perlen der Tonkunst, herausgegeben von C. Moreua, worüber der heutigen Nummer unseres L'lattes ein ausführlicher Prospekt seitens der Buchhandlung lg. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg in Laibaoh beiliegt, wird eine Auswahl der vorzüglichsten Erscheinungen auf dein Gebiete der ernsten und heiteren Musik für Klavier geboten, wie sie in so ansprechendem Arrangement und zu so billigem Preise bisher noch nicht auf dein musikalischen Markt erschienen war. Die Opern- und Salonmusik, die Operetten-und Tanzmusik sowie die (»esangsmusik ist in einer Reichhaltigkeit vertreten, welche jedem (ieschmack und Temperament Rechnung trägt, und so dürfte die „Goldene Leier'' bald der beliebteste musikalische Hausschatz in jeder Familie werden, zugleich eine notwendige Ergänzung zu jedem bereits vorhandenen musikalischen Sammelwerk und das dankbarste Geschenkwerk bei allen sich bietenden Gelegenheiten. Unsere verehrlichon Leserinneu und Leser werden das Gesagte bei einer Durchsicht des Prospektes vollauf bestätigt linden und uns für diesen Hinweis sicher Dank wissen. (161)9) Einladung zur außerordentlichen Generalversammlung deß Gremiums der Kaufleute in Laibaoh am S. Mai 1.1 um 3 Uhr nachmittags im hieinen Saale des Mesfni dorn. m<- Tagesord nung1: 1.) Reorganisierung des Gremiums. — 2.) Abänderung der Statuten. — 3.) Allfälliges. Zur vollzähligen Beteiligung ladet ein Laibaoh am 22. April 1908. der AußSChuß. Wohnung bestehend aus vier Zimmern samt Zugehör, ist zum Maitermin Bahuhof-gasse Nr. 11 zu beziehen. (1724)2-1 Tiefbrlrilbten Herzene« geben die Familien ! Rupnil und Hojbauer von Hohenlvall die ! traurige Nachricht von dem Ableben des innigst» ! geliebten, uuvergeßlichfu Galten, beziehungsweise ! Vaters, Großvaters und Schwiegervaters, des Herrn ! Johann Uupnik Oberlehrers in Hasclbnch bci Gurlfcld welcher am Osiersonntag. um 5 Uhr nachmittags, im 57. Lebensjahre, nach lnrzem schweren Leiden sanft im Herrn entschlafen ist. (1717) Hasel bach, am 21. April IN»«. (Statt jeder besonderen Anzeige.) Danksagung. Für die vielen hcrzlicken Veileidsbeweise, die ! uns anläßlich des allzufrühln.hinscheidens des in» ^ „igstgelieblen Gatten, beziehungsweise Vaters, des l Herrn l JuNns Tveo Gulsbesihel ! zngelomnien und, für die vielen ichönen Kranz» ! spenden, besonders aber für die überaus zahlreiche » Beteiligung an dem Leichenbegängnisse, sagen wir l der hochwürdigen Gciftlchleit, der Feuerwehr von Großlack, dm verehrlichen Sängern von Dövernigg, bei» Herrn Oberlehrer sür die Beteiligung mit der I Schuljugend, sowie allen Verwandten, werten Freun» den und Bekannten tiesstgrsühlt<-n, aufrichtigsten Danl. ^ Kleindorf bei Treffen am 21. April 1908. Kanny Treo geb !nidariii, Gutiin. Julius Treo, Sohn. l17i2) Danksagung. ! Für die vielen herzlichen Veilcidsbezcigungen anläßlich der langwierigen Kranl« > heit nnd des Hmschcidens nnscres innigstgcliebten Vaters, beziehungsweise Schwiegervaters, > Onkels ?c., des Herrn > Franz Kollmann sagen wir allen herzlichsten Danl. ! Insbesondere danlcn wir dem hochwürdigsten Herrn Fürstbischof für die Ein- ! segmmg des Leichnams des Verstorbenen, dem hochgeborenen Herrn Landcspräsidrnten I Baron Theodor Schwarz, dem hochgeborenen Herrn Hofratc Grafen Chorinsly, dem hoch. ! wohlgcborenen Herrn Bürgermeister Ivan Hribar. ferner den Vertretern der löbl. Handels- ! und Gewcrbclammer, der Direktion und der Beamtenschaft der löbl. städt. Sparkasse und ! der Kreditbank, der geehrten Direktion der Filiale der Österr.-Ungar. Bank, den vcrschie- ! denen Deputationen der Vereine und Korporationen, die teils mit teils ohne Fahne am ! Leichenbegängnis sich beteiligt haben. ! Ferner danlcn wir der löbl. «Glasbena Matica. für den herrlichen und rührenden Gcsang in der Friedhofstapellc, dem geehrten Vereine «Slavec» und dem kaufmännischen Gesangvereine .Merkur» für den schönen, erhebenden Gesang beim Trauerhau e, beziehungs-weise auf dem Fr,cdhofc. Endlich sei noch unser Danl ausgesprochen den Spendern prächtiger Kränze und allen, dle ungeachtet des schlechten Wetters dem nnvergeßlichen Datnnciesclued.m',, das Geleite zur letzten Ruhestätte gegeben habeu. Die trauernd Hinterbliebenen. Laibachcr Zeitung Nr. 93. 852 23. April 1908. Filiale der K. K. priv. Oesterreichischen Credit- Fi-anz- «JT «» s « JT-' -AJartien.}ca.pita,l IKZ 120,000.000-- Anstalt für Handel und Gewerbe in Laibach. r&ft*K-asM«> Mr. 9. ll7IHl !ReaerTrefon.èL KI ©3,000.000-— Kontokorrente. — Kauf und Verkauf von Effekten, Devisen und Valuten. — Safe-Deposits. — Verwaltung von Depots. — Wec hselstube Kurse an der Wiener Mrse ^nach dem offtziellen Kursblatte) vom 82. April l908. Die notierten Kurie verstehen sich in Kronenwährung, Nie Noticruna, lämüichei «llien nud der ..Diversen Lose" versteht sich per Stück. Gelb Ware Allgemeine Staatsschuld. Einheitliche Rente: 4"n lonver. struerftel. ".ronen (Maislov.) rer «u,se - - »7 70 97 9« detto (Iänn.-Iuli) per «asse 97 «0 97 »c t 2«/„ 2. W, «oten (Febi.-llug.) per Kasse......«» l5 99 3b ^ ««n ö, W. Silber (April Olt.l per Kasse......ö« 2ö 994b l8«0er Vtaa«l°se 500 N. 4"/„,k0- ,b4-lWOer ,, N)U fl. 4"/„21» 7bü,7'7b >8S4er „ l« > fi. . . «S2 - 266 - l8S4er ., ü<1 fl. . .262—266'- r°M,-Pfandbl. k 120 fl. b"„28U 60 290-60 Vtaatsschuld d. i. «eichs-rate vertretenen Königleiche und Länder. ^slcrr. Voldicnte steuerfr., Gold per »asse .... <"/„ l<6 20>l« 4« ^sterr. Nente in Kronen«, stfr., per Kasse.....4"/° 97 60 97-«n detlo per Ultimo . . , 4"/, 9? 6« V7'«0 Öst, Investition« Rente, stfr., Kr. per Kasse . . 3'/,"/<> «7 70 8? 90 G. »tlschltibungln. Elisabeth-Uahn i. E.. steuerfr., zu 10.00« fl.....4"/„ — — —'— Franz Iosepb-Bahn i» Silber (div. St,) . , . . 5'///., >'0 Kronen . , 4"/„ 97 — 9« — ?u )w»<»schul!>otlschle!bnnzln «l>ztftt«p»lte GistnbahN'Alltien «lilabett,.». 200 fl. KM. ü'/.«/« von 400 Kr......«7 — 470 — bett» LinzBudweis 200 fl. ö, W. E. ü'/<"/„ . . . .434 — 436'-delto Talzbura Tirol 200 fl ö. W, S. 5"/„ . . - 422 - 4L4-— «tremstal Vahn 200 u, 2000 Kr. 4"/„........l!14'b«1!»5'b<1 Veld Ware Po« Ztaate zur Zahlung 2K«> nammene t>N'l>li»lillit» ßbligationen. Pöhm, Westbah», lim, l895, 400, 2000 u. 10,000 Kr. 4",„ 97'3« 98 30 «tlisabelh Bahn «00 u, 3000 Vl, -» ab 10"/„......116 6ö l17'6b Elisabeth-Bahn 400 u, 2000 M, 4"/„........,14 - 115 -^ fferdinauds-siordbalin Lm. 1««« 98 «ü 99-05 detto Em, I9O4 98 20 99 20 Franz Ioseph-Valin Em I«»4 ,div. Et.) Lill,. 4"/„ , , . 97 30 98 30 Oalizischl Kai! Ludwi«, - Nllhnl ,'div. St.) Lilb. 4"/n . , .l 9«'«s' 97'öO Ung,gc>liz. Vahn 200 . . l»7'0b 98 vb Staatsschuld der Lander der ungarischen Krone. ! 4".„ >mg. Goldrcii!« per Kaslr . ü, 3ö,n 5ü 4"/„ betto per Ultimo,,i3b,ii 55 4",„ unnar. Rente in Kronen- währ. stfr. per Nasse , . 93 4« 93 60 4" „ deilo per Ultimo 93 4« 936« b'/,"/n detto per Kasse »2-95 8» !5 Ungar, Prümicn.Nnl. ä 100 f>. 19« l94 — delto k 50 fl ,90 - l94'— IheihMeg.-Lolc 4»/« .... 14« - 15« -4"/» uügar, Gnmdertl.-Oblia. 93-30 94 3« 4"/n lroat. u, slav, Grbentl.-llbl, 94 75 95'7b Nndcre öffentliche Nnlehen. Ausn, Landcs>?Il'I. (Viv.) 4"/„ 91 öü 92 6« Vosn, herreg, Eisenb. -Lalides- «nlehcn (d,v.) 4>/,"^ , . 9» 60 99 ?o 5"/n Donau Reg.-Nnlclhe 187« 1«3 5N — - Wiener Verlchrs-Anl, . . ^"/n 97 30 9» Lü detlo 1!>00 4" 0 97 25 9« 25 AnIelM der Stadt Wien . . 10» 2» !<« 20 belto (3. oder O,) 1874 ,2» <>o l!>! <:« detlo (1894).....94 7« U5 70 delto « delto (Llcltr.) v, I. KW«, 9«xo >.,?«« detto (Inv..«,)v I.IU02 96/0 97 70 «örlebaü-NnIch«, verlosb. 4»/„ 97 25 n« ^5 «ulsische Staatsani, v. I. 190« s. 10« Kr. p. K. , . b"/n S3 75 94 2« delt« per Ultimo . . 5"/« 93 65 94 < 5 Vulg, Etaais-Hypothelar-Hnl. l! Veld Ware Nulg. Vlaal« - Ooldanleihe ,U«7 f. 100 kr.. . 4'/i"/<> 8S-70 8? 70 Pfandbriefe usw. B°drnlr,.alla„ost,i,50I,uI.4"/„ 9585 96-65 Vöhm, Hupulhelcnb. verl. 4"/„ 98 «c- 99'6b Zcnlral «od,krcd, Vl.. ostcrr., 45 I, veil.....4'/,'"» 102- — — brlto «!5 I. Verl. . . . 4l>/a 9l<-- 99--Kred. Inst., üsterr.. f.Verl.-Unt, >l. öffentl.Ärb, Kat, ^.4"/„ 96"?5 97-75 Landctzb, d. kün, «alizien »nd Ludom. 57>/, I. rnclz. 4"/n 94 7b 95'75 Mälir. Hupolhclenb, verl, 4"/„ 97 75 98 75 «.-öfterr j.'a»des-Hv,p,-«»st.4'>/« 98-25 99-25 detto inll. 2"/„ Pr. verl. 3'/2"/n 89 - —- dello K.-Schxidsch. vcrl. 3>/,"/n 89- 90-— detto uerl......4"/„ 9810 99-10 Öslcrr. nngar. Vanl 50 Jahre verl. 4"/n ö. W..... 98-50 99-50 detto 4<7n Kl...... 9850 99 50 Spar!.. Erfte öst.,!>0I. verl. 4"/« 99.4« — ^ Eisenbahn-Prioritäts-Obligationen. Öslerr. Nordwcstb. 200 sl, S. . 102-75 10!l-?5 Slaalsbahn <« ssr..... 40« - 404-— Sübbah» il 3"/„ Jänner-Juli 500 ssr. (per St.) . . . 294-75 296 75 Südbahn k 5"/<, ! fl. S. 0. G, 12,-,0 122-1« Diverse Lose. Periln»lichl folt. 3"/„ Nobenlrcbit-Losc Em, 18«« 274-- 280 — dcllo u»llche f»st. Vudap.-Vasilila (Dombau) 5 sl, 20 15 22-,5 NrediOuIe lOO sl...... 453'- 46»-- ll!ary.^o!e 40 fl. KM, . . . 151-- 161- c. KM. . , , 19«-- 19« — )»!oll» Kreuz, «st. Gcs, v. 10 fl, b«-75 b»"75 Nulcu Kreuz, nng, esv . . 5 fl, 28- 20-— Rudols-Luse 10 il...... 68'- 72-— Salm Losc lO sl. KM. , . , 229- 239 -Türl. E. V, «ül, Präm,-Oblig. >»«« Fr. per Kasse , . , ->- --- betto per Mediu , , , 1«7>- 18«'— Veld Ware Wiener komm. Lose v. I, 1874 499— 5N9-Gew. Sck, d. 3"/„ Präm. Schuld d. Vodenlr.-Änst, «km, 188» 77-- 81'- Aktien. Vlan»P»rl'Zlnterne!>mnnll.tn. «lnssin Tepliycr Eiscnb. 500 fl. 249N-— 2510 - Vöhmischc Nordbahn ,50 fl. , »98-50 400'50 Äuschliehrader liisb, 500 fl. KM, 3«5« — 306«' bettn (!il, 1!, 20« sl. per Ult. 1,25'— N30--Donau - Dampfschiffahrt« - «es., I,. l, l, priv.. 500 fl, KM, 1015-— ,021- D»x, Vobcnbacher E.V. '>«« Kr, 570-— 572-- Ferdinands-Nordb. ,00« fl, KM. 5320»— 5335'-Naschau - Oberberger Eisenbahn 200 fl. N....... 35850 36«'- Lemb,-Czcrn,-Iassy Eisenbahn- Orsellschaft, 2«0sl. S, . . b!!!»'— 570'" «loud, 0st., Trieft. 50« fl., KM. 424-— 425'— Oslerr, Äiurdwcslbahu 20« fl, S. 437— 43« 50 betto(>it. I!)2««fl, S.^> Ult. 42U-5« 431-50 Prag-DulcrEisenb, ,0»sl.abäst. 225-- 2268« Llaatseisenb. !i«0 sl. S. per Ult. 69« 5« 69, 5" Sllbbahn 20« fl. Silber per Ult. ,3825 13925 Lüdnorbdentsche Verbiudungsb, 2U0fI,KM...... «4— 4«5- Transport Ges., intern., N.-V. 20« kr........ — — —-— Ungar. Westbahn (Raab-Graz) 20« fl. L....... 405- 409- Wr. Lolalb, «lticn Ges. 200 sl. 210 — 24«-— Vanken. Anglo - Österr. Vanl, 120 sl. . 30050 30: 50 Vaoluercin, Wiener per Kasse — -— —-— dettu per Ultimo b25'6N 526 60 Vobrnlr. Vlnst. «st,, 300 Kr, , ,06»-— <067 — Zentr, Vod. Ksedbl. öst, 20« fl. 535'— 542'-Kredilanstali für Handel und Gewerbe. 16« s!.. per Kasse —' - — — de«o per Ultimo 634 — ö35'— Kredübauk, nnq. allg,, 2«o fl. 742 — 743 - Dcposilcnbanl, all«,, ü«0 sl. , 455'— 457'- ltelomplc - Gesellschaft, nieder- üslerr., 40« kr..... 58«'— 584 — Giro- u. kassenverein, Wiener, 200 fl........ 457-- 460'- Hypolhelcnbanl, iist. 20«kr. 5"/„ 289'— 29l--i!ä»berl>a»l, österr,, 200 fl,, per Kasse....... — -— —-^ deltu per Ultimo 437'25 438 !i5 „Mcrlnr", Wech!elst!il>,-«l!iei!- Gesellschaft, 200 fl. . . , f.i'.i- «,?- österr..iingar. Uanl »>oo iir, i?:»!- ,742- Gelb Wa« Uuionbanl 200 sl...... 54150 b42b» Unioulianl, bülimische ,00 fl. . 244 50 245'b» !laül. alla., 14« fl, . . 831'— »24'— Ineuslrll'illnttmehmungen. Vannesellsch,. all«, öst., 10« fl. ,27'50 <25'^ Briixcrllchlenbernb-Gcs, lOOfl, ?>3'— 71?'— Eise»bal,»vertehr«-Anstalt, öst., ,00 fl........ 390— »»"'71 ltilenl!ahnw,Lelhg.,ers«, i««il, 206'— 208«» ..Elbemühl". Papiers, u. V.-G, . ,. Il«, fl........ 205'- 20b'7d lilcllr, Ges. allg, österr,. «on fl. 404— «s^v Elcltr.OeseNsch,, intern. 20« fl. 585— b»?'^ !tlelts,Gc!eNsch,, Nr. in Liq». 220'- »22'-Hirlenbersser Patr-, ZNndh. ,1, Me!,-Fabril 4<>««r. . , 996'- l00»- Licsinger Brauerei 100 fl. . , 255 — ^59 71 Mo»!a„.<«es., öst. alpine 100 sl. 685 5« S8S't>" ,,Po!di.Hiitte", Tiegelgußstahl- F,-Ä.-(«. 20« fl..... 45S-— 451— Pragerliisru-Industrie-Gesellsch, 200 fl........ 2L45'—2656— iliima-Muranl, Salao-Tarjaner . ,« llisenw. 10« fl..... 553 75 5547b Lalno-Iarj. Sleinlohlen INO sl. 581'— 58b — „Lchlöglmühl". Papifrl..2««sl, 29«'— 2""" „Schodnica", A. G. i. Petrol.- Industrie. 500 Kr, . , . 465'— ^"^"" „Stct,rermahl^,Papirrf,u V.G. 433'- ^" Trlfailer Kchlenw-G, 7« ll. . 278'— «8^^ Tüll. Tabalrcgie-Ges. 2«o Fr. per Kasse...... -— ^" delto per Ultimo . . . 408 — «u Waffcnf.-Wrs,, österr.. 100 fl. . b53'— 558 — Nr, Aaugesellschaft, 10« sl. . , 145'- l47" Wienerbcrge Zienrlf.-Nlt.-Ees. 715— 720— Devisen. Kurze Zlchten unl> Scheck». Amsterdam....... ,9«5« ^»«.^ Deutsche Vanlplähe , . . . ,,7 57- ^''^» Italienische Banlpläb? . . , 95 52' »b'°< «unbu»........ 24« 3« 2"'bv Paris......... 95 57' 05'7^ St. Petersburg...... 25,5« 2b'^ Zürich und «asel..... 95 4« »b b> Valuten. Dukaten........ ,1-54 U^ uossranlen-Ttüllc..... ,9<< l''^ 20 Marl Siücle...... 2» 55 «°A Deiilschl- Neichsbaiiluote» , . 1l7"57' U?''' Ilalisiiischs Ba»l,iu!ru . . . 95 6« vb „ »>!!l»lvl!)>!'».......l 2 5,"' 2 5» I 3EJ.XL- -u.33.oL "Verlca.-u.f von R«nten, IM'aiuIbrlesen, Prioritäten, Aktien, I Loncn elf., l>evl«en nnd Vnlnlrn. Los-Versicherung. (34) «9* C Majei* Ba,33.1c- -u.aa.d. "^7^7"'&cub.slexg-esc2a.aLst Privat-Depot» (Saf(^-I)epositH) ¦va.aa.tor o 1 g-• aa.• aaa "^'•r «tcla.l-Ä»« «JL«x Fa-xt»}--VerzintuDi vir Bartlnlaien lm~Üi»to-Korrent und auf fllro-Kiiito. Amtsblatt zur Laibacher Zeitung Nr. 93. Donnerstag den 23. April 1908. (1678») 2-2 ^_Präs. ^72 4/8. ' GerichtsdienerfteUe beim l. l. Bezirksgerichte in Bischostack, eventuell bei einem anderen Gerichte. Gesuche sind bis 22. Mai 1908 beim k. l. Landesgerichtspräsidium in Laibach einzubringen. K. l. Landesgerichts.Präsidium. Laibach, am 17. April 1908. .1697) Präs. 5390 18/8. Kundmachung. Auf Grund des § 301 der St,P.O.werden für die zweite Schwurgeiichtssitzung im Jahre 1908 bei dem t. t. Kreisgerichtc in Rudolfswert als Vorsitzender des Geschwornengerichtes der l. l. Kreisgerichtspläsident Dr. Ialob Kavcic und als dessen Stellvertreter der l. l. Ober» lanbesgerichtsrat Johann Glerlj und Landesgerichtsrat Anton Levec berufen. tt. l Oberlandesaerichtspräfidinm i„ Graz am 17. April 190-l. (1373) :j - 3 Z^ ^946. Konkursausschrcibung. Der am 21. Februar 1841 zu Prag vcr. storbene Chirurgi^Dollor, Prater Universitäts« Professor und Primar»Chirurg inl Allgemeinen Kranlenhausc daftlbst, Ignaz ssriß, hat in seinem Testamente die Hälfle seines Nachlasses zu einer Stiftung gewidmet, welche die pral-tische Ausbildung der bereits graduierten Ärzte (doetoros m«l1iciii»e, 6oetores clnrur^ia« oder äoetore« msclicinko et cdirur^ms, d. i. <1nctc>re» univer»ll«) nach vollendeter theoretischer Aus» bildung zu fördern bestimmt ist. Die auf das Solarjahr 1907 entfallende Gebühr im Vetrage von 1900 II gelangt dermal zur Verleihung. Zum Genusse der Stiftung berechtigt und berufen sind nur solche graduierte Ärzte, welche ihrer Geburt nach den Kronländern Herzogtum »rain, Ober. und Niederüstcireich, Königreich Böhmen oder der Stadt Karlstadt in Kroatien angehören, und zwar so, daß die Angehörigen dieser Kronländer im Genusse der Stiftung in der soeben bezeichneten Reihenfolge alljährlich abwechseln, wobei Ober» und Niederösterreich im Verhältnisse zu den anderen Kroilländern als ein Land in Betracht tommen und wobei die Angehörigen dieser beiden Länder unter sich ganz gleichberechtigt sind. Die in der Stadt ttarlstadt geborenen Doktoren haben immer und unter allen Um. ständen den Vorzug vor den übrigen Bewerbern, deren Reihenfolge durch dieselben daher stets unterbrochen wird. Von den zur Stiftung berufenen Ärzten müssen: kl) Bewerber ans K'rlstabt, aus Nrain, Ober-und Niederöstcrreich an den l. l. Univcrsi. täten in Wien oder Prag graduiert habm uud an dem t. l. Allgemeinen kransenhause in Wien (mit den demselben affiliierten Kranlenanstalten in Wien) oder an dem l. l. Krantenhause in Prag (als Intern-präparandcn) mit der Verpflichtung, in diesen Krankenanstalten zu wohnen, unent-geltlich praktizieren; l») Bewerber aus Böhmen, die an der l. l. Universität in Prag graduiert haben und im l. l. Allgemeinen Krankenhause in Prag wie oben unentgeltlich praktizieren. Die soeben ausaeschriebcne Iahresgebühr ist für einen aus den Kronländern Dber«, bez»v. Niederösterreich gebürtigen T>oltor bestimmt und es slcht das Verleihungsrecht diesmal der k. k. Statthalterei in Linz zu; weun jedoch ein entsprechend qualifizierter Be> Werber aus Karlstadt einschreiten sollte, so über» geht das Verleihungsrecht an die l. k. kroatisch' slavou sch > dalmatinische Landesregieluug in Agram. Die Äewerbungsgesuche, belegt mit dem Tauf» oder Geburtsscheine, dem Doltorsdiplom und dem Zeugnisse über die Verweudung im Krankenhause sind bis Ende April 100« bei der l. l. statthalterei iu Linz einzubringen. K. l. Landesregierung für Nrain. Laibach, am ^«. März 190«. (1412; 3-3 St. 7460. Razglas. Od podpisauega c. kr. okrajnoga glavar-stva daje so na znanje, da se bodo lov ob-èino Phedoalje dal po javni dražbi v najem dne 30. aprila 1908. 1., ob 9. uri dopoldne, v uradnili prostorih pod-pisanega c. kr. okrajnnga glavarstva za pet let, to je za dobo od 1. julija 1908.1. do 30. junija 1913. 1. Najemni pogoji so pri tukajšrijom iiradu v javni vpogled razgrnjoni. C. Kr. okrajuo glavarstvo v Kranju, dno 31. marca 1908. liundmachung. Von der gefertigten l. t. Bezirlshauftt« niaunschaft wird bekanntgegeben, das; die Jagdbarkeit der Gemeinde Predassel am 30. April 1908, um 9 Uhr vormittags, in der Aintstanzlci der gefertigten l. k. Bezirkshauutmaimschaft auf die Dauer von 5 Jahren, und zwar für die Zeit vom 1. Juli 1908 bis zum 30, Juni l9I3 im Wege der öffentlichen Versteigerung zur Ver» Pachtung gelangt. Die Pachtbcdingnisse liegen beim gefer» tigte» Amte zur allgemeinen Ansicht auf. K. t. Bezirlshmiutmannschast Krainburg. am 3l. März 1!0X.______________________ (!714) Z. 1033. Kundmachung. An der fünfklassigcn Volksschule in Hasel, bach wird hicmit die Oberlehrerstelle zur de« finitiven Besetzung ausgeschrieben. Die gehörig belegten Gesuche sind im vorgeschriebenen Wege bis 26. Mai 1908 Hieramts einzubriugen. Im lrain,»chen öffentlichen Vollsschuldicnste noch nicht definitiv angestellte Bewerber haben durch ein staatöärztlichcs Zeugnis den Nach-weis zu erbringen, das; sic die uulle physische Eignung für deu Schuldienst besitzen. K. t. Bezirksschulrat in Glirlfeld, am 20. April 1905. (1700) X, PrioritgtSanleihe» der Kaiser Ferdinands Nuldlmhn vom 1. I"""^ l«87pcr l8,«^U00<>. bczw. per 24,440.»^' einschließlich I.November ,929. bezw. 1-H vember 1908 bis cinschlichlich 1. November II" enthalten; ^, 2.) die neuen Eouponsbogen werden aus gefolgt werden: , „.. 2) in Wien: bei der k. k. Staatsschulden!»'A l>) in Berlin: bei der Direktion der DlsloiU" Gesellschaft und S. Bleichröder; . ^ e) in Frankfurt a. M.: bei der Dirett,ou or Diskonto Gesellschaft. . ^ 3) Bei der l. l, Staatsschuldeulasse h""' die Parteieu, weun sie mehr als cineu ^al" beibringen, die Talons mittelst Konsig"«""', welche nach Anlehen und Werilalegoneu « trennt auszufertigen sind, einzureichen, in t>c in arithmetischer Reihenfolge die ^utM"^ ferner die Stückzahl der Talons sowie ""' und Adresse des Einreichers anzuführen ' Über Mlhrcre Kunsigillltiuneii derselben ^a"« « ist ein Tummarium mit Angabc der "'>z ^ der Pakete uud der Stückzahl der Talons or zubringen.