MbllcherOMtung. Nr. 99. Piänumerationsprei«: Im Comptoir ganzj. fi. 11, halbj. fl. 5.5«. ssilr dic ^iistcNunss in» Hau« halbj.5Ulr. Mit bclPost ganzj.fi. 15, halbj.fi. 7.5U. Mittwoch, l. Mai Inscrtl onsgebllhr bis l» Zcilen: Imal «0 !r., Lm. 80lr., 3m. 1 st.; sonst pr. Zeile im. 6 lr., Lm. 8 li., 8m. 10 lr. u. s. w. Insertionsstempel jedcsm. 30 l». 18S7. Aintlicher Theil. Circulilllmordnung vom 24. April 1867. Pr. Nr. 1627. (Schluß.) tz 31. Für die in Localanstcllnngcn befindlichen Officicrc vom Hnnptmann und Rittmeister zweiter Classe abwärts, wclchc ans cincin solchen Posten dnrch acht Jahre in cin nnd derselben Charge tadellos gedient haben, kann nach Ablanf dieser Frist ans dic Bcfördc rilng in die nächst Höhcrc Charge bci sich crgcbcndcn Aperturen ansnahmswcisc der Antrag bciin ssricgsmini» sterinm gestellt werden. Dagegen haben die ans gleichen Posten angestellten Hanptlciitc (Rittmeister) erster Classe nnd Stabsofficicrc anch bci entstehenden Abgängen keinen Anspruch ans wcitcre Beförderung. Nnr bci ganz besonders hervorragenden nnd scltcncn Leistungen darf für sic bci Sr. Majcstät cinc anßcr-gewöhnliche Berücksichtigung erbeten werden. Localanstclllingcn sind: Dic Localtrnppcnbrigadccommandcn, ferner die Austclluugspostcn beim Kricgsarchivc, bci den Platz», Stadt-, Forts- und Fcstungsco»i< mandcn, bri der Montursbranchc, bci den Transportshänscrn, bci den Garnisonsspitälcrn, bei dcn Militärbadcinspcctioncu, ^ci der Militärvcrpflcgscontrolc, be» dcn Gcttcnniagazinsvcrwaltnngcn, bei den Gcbändcinspcctioncn, dic Posten des Commaudautcu dcr mcdicinisch-chirnr-gischen Josephs-Akademie nnd dcö Ätilitärthicrarznci-institutes so wic dcs Adjutanten odcr Ockonomicofficicrs dieser Anstalten, dic Pasten dcr Commandanten dcr Militärinvalidcn-hänscr, dcrcu Adlatns nnd Hansadjntantcn, cudlich dic Verwendungen bci den Manipnlatiousämtcrn des Armccobcrcommando's, dcs Kricgömiuistcrimns, dcr Gc-ucralcoiumaudcn und des GcncralstabcS. § 32. Dic in Folgc dcr Vcrwnnduug vor dem Miudc dienstunfähig gewordenen Gcncialc, Stabs- nnd Obcrofficicrc, so wic dic Officicrsaspirantcn sind, sobald sic auf cutstaudcuc Ap.'rturcu au dic Bcfördcrnngstonr Nclangcn, ohuc Rücksicht auf ihren augenblicklichen physi» sch>-'u Zustaud zu avancircn. Gleichzeitig mit dem Vcrwuudctcu hat, wcnn cs cine vcrmögc dcr Nangstonr zll crsctzcndc Stcllc bctrifft, nuch dessen bcfördcrnngsfähigcr Nachinann in dic Höhcrc Charge vorzurücken. Handclt cs sich abcr uiu dic Besetzung cincr vicrtcu ^pertlir uud ist dcrjcuigc znm Aval,ccmcnt mit Vorzug ^lassificirtc, wclchcn nntcr Beobachtung dcr uorgczcich« "ctcn Acstinnnnngcn dic Vcfördcrung in dicsc Stcllc ^'"fc, etwa vcrwuudct, so hat dcrsclbc gleichwohl bcfür ^^ zu wcrdcn. Ucbcrdics abcr ist in cinc solche Aperlnr zur Dcckuug ^s cntstaudcucu Abgaugcs uoch ciu zwcitcs außcrtour-llchcs Avanccincnt vorznnchmcn. Eine wcitcrc Befördcrnng dcr in Folgc Vcrwuu-?'U'g vor dcm Fciudc dicustnufähig Gcwordencn darf icdoch vor erlangter vollcr FcldkricgSdicnsttauglichkcit ^'cht mehr stattfinden. .. Die in Folgc dcr Verwundung vor dem Fciudc ^"stnntauglich verbleibenden Generale, Stabs- nnd "brrofficicrc, dann Osfieicrsaspirantcn sind, falls sic Nach j^,^. ^^ly^ldnug ciuc Bcfördcrnng iu dic nächst ^l,crc Charge erlangt habcn, — bci ihrcr Vcrsctzung in °^' >)tuhestand uach s 283 dcs Gcbührcurcglcmcuts, N'doch mit dcr Bcschräukung zn behandeln, daß -- nach< 3'U sic dic Höhcrc Charge bereits erlangt haben — dic ^nsionirnng dcrsclbcn nnr in ihrcr innehabenden Charge '" "folgen hat. w 5? 33. Mit Vorbehalt dcs RangcS — die volle ^f«higung für dic Höhcrc Charge vorausgesetzt ^- siud '" Avanccincnt zn nbcrgchcn: "- Dic in Kricgsgcfangcnschaft gcrathcnen odcr son,t ^ vermißten Gcncralc, Stabs, nnd Obcrofficicrc, W dann Officicrsaspirantcn bis zn ihrcr Rückkehr W und volllommcncn Rcchtfcrtignng, daß ihucn bc^ ^ znglich ihrcr Gefangcunahmc odcr uucvidcutcu M Abwcscuhcit in kcincr Bczichnng ctwas znr Last ^» gelegt wcrdcn kann. l). Alle in Disciplinary odcr gerichtliche Unter» snchnng gezogenen Generale, Stabs- nnd Ober-officicrc, dann Officicrsaspirantcn. Dic hicbci gänzlich Frcigcsprochcncn, welche ans Ursache dcr gerichtlichen Untersuchung im tonrwciscn Avan-ccincnt übcrgangcn und ctwa anch peusionirt worden waren, sind nach dcr rechtskräftig gcwordcucn vollkommenen Freisprechung nntcr Wiedereinsetzung in ihr frühcrcs Rangsvcrhältniß und bczichuugswcisc uach vorausgcgau» gcucr Rcactiviruug zu bcfordcru. Bezüglich dcr an dic Bcsördcrnng gelangenden schwer« krankn Officicrc ist von Fall zn Fall ^ nntcr Vorlage eines von dem bctrcffcndcn Commandanten bcstätig-tcn odcr dcsscn etwaige gcgcuthciligc Ausicht motivircn-dcu ärztlichen Zeugnisses — stets dic Cutschciduug dcs Armcc-Obcrcommando's, bczichuugswcisc dcs Kricgsiuiui' stcriulns cinzuholcn, ob dicsclbcn mit odcr ohnc Vorbehalt dcs Rangcs zn übcrgchcu siud. tz 34. Ohnc Raugsvorbchalt sind bci den Beförderungen zn übcrgchcu: Stabs- nnd Obcrofficicrc, wclchc l>. den Bedingungen für dic Höhcrc Charge nicht cnt- sprcchcn, !,. wclchc nach 8 1 dcs UrlanbsnormalcS ans cin Jahr gcgcn Vcrsctznng in dcn snpcrnnincrä'.cn Stand nnd Carcnz nllcr Gcbührcu beurlaubt siud, — währcud dcr Dancr dicscs Urlanbcs, <. die im Siuuc dcr Allcrhöchstcu Culschlicßnng vom N). April 1U62 constitnirtcn Officicrc — wäh. rcnd dcr Dancr des Probejahres. Zn Guustcu dcr in dic letzte Katcgoric gehörenden Officiere kann jedoch vor dcm Fcindc, wcnn sie sich durch hervorragende Tapfcrkcit aus-zcichucu, cinc Ansnahmc gemacht werden. § 35. Alö Maximalaltcr'für dic,Dienstleistung in dcr Activität wird fcstgcsctzt: :>. Vci dcn Fcld- nnd Sichcrhcitstrnftpcn, dcn Corps nud dcr tcchuischeu Artillerie so wic dcu für mo° l,ilc Hccrcsthcilc bestimuttcu ^lruicc-Anstaltcu: das 5-t. ^cdcnsjahr für dic Obcrofficicrc, das 60. Vcdcusjahr für dic Stabsofficicrc, das l>2. Lebensjahr für die Gencralmajorc uud Divisionärc; l». bci dcn Localanstcllnngen, dcr Grenzvcrwaltungs-branchc uud dcu höhcrcu stabilen Armccbchördcn: das <'»2. Lcbcnsjahr für dic Obcrofficicrc, das 64. Lebensjahr für dic Stabsofficicrc, das 66. Lebensjahr für die Gcncralc (cinfchlicß-lich dcr commandircndcn Gcncralc). Dic Bctrcffcndcn sind in dcr Rcgcl mit Ende dcs Iahrcs, in wclchcm sic das obcnbczcichncte Alter crrcichen, nnd falls bci den in dic Kategorie ll. Gchörcndcn dcrcn gleichzeitige Vcrsctznng ans cincn Localpostcn nicht lhuulich ist, in dcn Ruhestand zn übcrnchmcn. § 36. Dic ans dcr Katcogoric ". (ß 35)) anf Gruud dcs Normalaltcrs pcnfionirtcn Gcncralc, Stabs-und Obcrofficicrc könucu jedoch später anf ciucm ihrcr Bcfähignng cntsprcchcudcn Localposlcn wicdcr angcstcllt N'crdcn, wcun sic sich dcm für diese Posteu gestatteten Maximalultcr nicht schon allzu schr gcuähcrt habcu. Icnc Oberste derselben Kategorie, wclchc mit Er« rcichnng dcs 60. Lcbcnsjahrcs odcr zur Zcit ihrcr in Folgc dcr Supcrarbitriruug stattfiudcndcn ^Ausschci' dnug aus dcr Activität zu dcu zchn rangsältcstcn ihrcr Charge gchörcn, wcrdcn mit Vcrlcihnng dcs Gcncralmajorscharaktcrs :>>! !>lm>,i<>, danu bci phy» sischcr uud sonstiger Ciguuug mit der Vormerknng für ciue Localbrigadc odcr ciuc für Generalmajore systcmisirtc Localanslelluug iu dcn Nuhcstaud übernommen. Vci Rcalisirung dicscr Vormcrkuug erfolgt sodaun auch ihrc Bcfördcrnng zn wirklichen Generalmajors. . ^ . Auf dicsclbc Vchandlnug habcn auch icnc Obcrstc Anspruch, welchc cutwcdcr gcmäß dcr Bestimmungen ocö tz 27 nur uichr in cinc für Generalmajore systcmi-sirte'Localanstclluug avancircn könncn, odcr bloß für cinc solche befähigt sind, sobald sic an dic Tour zur Bc< sördcruug gclaugcu. Ihrc Pcnsiouiruug odcr dic Vcrlcihnng cincr Local-anstcllnng an dicsclbcn hat jedoch stcts uoch vor crfol-gcndcr Beförderung ihrcr Nachmäuncr ciuzutrctcu. tz 37. Ciuc Ausilahmc von dcu Bcstimmnugcu dcr Z§ 27 nnd 35, (bctresfend dic Fcstsctznng cincs^Ma» j.imalaltcrs) ist nur daun gcstatlct, wcnn bci cinciu das bctrcffendc Niaz-imalaltcr vollstreckendcu Hauplmann, Rittmeister, Stabsofficicr odcr Gcncral noch ciuc außcr-gcwöhulichc geistige und Physische Tüchligtcit vvrhaudcu st, dcrsclbc somit noch cinc mehrjährige crfolgvollc Dienst« lcistnng versprechen sollte. In jcdcm dcrlci Falle ist der wohlmotivirtc Bericht von dcm znr Ansfcrtignng dcr Individualbcschrcibung übcr die bctrcsfcndc Charge, bczichnngswcisc dcs Hanpt« l'crichtcs Acrnfcncu zil verfassen und im Dienstwege an das Armccobcrcommando cinznscndcn, wobci bc-merkt wird, daß solche Berichte von dcn vorgcsctztcn Gc-ncralcn niit dcm gcwisscuhaftcu uud bestimmten Gutachten zn vcrschcu siud. 8 38. Für Fcldmarschällc und die bci dcn k. k. Garden Angestellten ist kcin Maximalalter uormirt. § 39. Während eines Fclozngcs treten die anf das Maximalaltcr basirtcn Vcstimmuugcn für dic Vcrsctzuug iu dcu Ruhestand außcr Wirtsaiukcit. § 40. Znr Beurtheilung uud Prüfung dcr Indi-vidnalbcschrcibnngcn so wic znr Classificirnng dcr Beschriebenen hat jährlich nntcr dcm Vorsitze eines höheren Generals cinc Commission znsammcnzntrctcn. ß 41. Dic Vcrlantbaruug cincr von cincm Inhaber , Corpschcf odcr Gcncralinspcctor angcordnctcn Bc-fördcrnng in dcn Chargen vom Hanptmauu (Rittmcistcr) abwärts darf crst dann crfolgcn, wcnn das Eintreten des Abganges, welchcr dadnrch bcsctzl wcrdcn soll, mit vollcr Sichcrhcit bekannt ist, und bci jcucn Abgängen, die in Folgc Anordnung — bezichuugswcisc Bewilligung dcs Kricgsministcrinms sich crgcbcn, nicht clwa anch dic Bcsctzung geschieht, odcr cin Vorbehalt ausgesprochen wird. Wird cincm Commandanten cin gesetzliches Hinderniß gcgcn dic Beförderung cincs Individuums uoch vor dcr Verlautbarung bekannt, so hat cr dicsc zn nntcr-lassen nnd davon sogleich dic motivirtc Anzcigc dorthin zn erstatten, von wo die Vcfördcrung angeordnet worden ist. ß 42. Ist in cincin Truppcnkörpcr, Corps u. s. w. ciu fnpcrnnmcrärcr Ofsicicr znr Cinbringilng vorhanden, so darf cin sich crgcbcndcr Abgang von Scilc dcs Inhabers, Corpschcfs odcr Gcncralinspcctors nnr in dcr Art bcsctzt wcrdcn, daß mit dieser Vcsctznng dic Einbringung dcs Snpcrnumerärcn in dic Wirklichkeit vcrbundcn wird. — Kauu dics uicht gcschehcu, wcil sich dcr Abgaug iu dcr nicdcrcn Charge crgcbcn hat, so mnß dcrsclbc insolangc nnbcsctzt gclasscn wcrdcn, bis dic Einbringung dcs Snpcrnnmcrärcu anf cincn andcrcn Abgang erfolgt ist. — Ergeben sich mchrcrc Abgäugc in verschiedenen niederen Chargen, so ist dcr Abgang in jcncr Charge nnbcsctzt zn lasscn, wclchc dcn Snpcrnnmcrärcn znuächst stcht. — Sind mchrcrc Snpcrnnmcrärc znr Einbringung vorhanden, so ist sich in Bczug anf jcdcn cinzclncn dcr-fclbcn analog zu bcnchmcn. §43. Officicrc, wclchc sich in besonderer Dicnstcs« vcrwcndnng übcrconiplct befinden, dürfen im cigcncu Trnppcnkörpcr, mit Ausnahmc dcr iu dicfcr Vorschrift augcführtcu Fällc, nnr mit ihrcm Nachmanuc avaucircu. Eutgcgcugcsctzt kauu wicdcr mit cincm scincr Anstcl -lnng wcgcn übcrcomplctcn Officicr dcr Nachmaun unr daun anf cincm nnd ocmsclbcn Abgang gleichzeitig vc, fördcrt wcrdcn, wcnn dcr erstere anch in dcr höhcrc Chargc systcmgcmäß odcr nut bcsondcrcr Bewilligung / dcr Anstcllnng vcrblcibt, in wclchcr Bczichung dic crfor-dcrlichcu Auskünfte zcitgcrccht cinzuholcn sind. ß 44. Dic Zöglinge dcr Militnrakadcmicn, wclchc dcn victtcn Jahrgang bcfricdigcud vollcudct habcn, trctcn im Äionatc September jcdcn Iahrcs als Untcrlicntcnants in dic Armec; sic wcrdcn hiczn anf Grlindlagc dcr von dcn Atadcmicn vorgclcgtci'Qnalificationslistcn voin 5kricgs -ministcrinm ernannt. ß 45). Dic Vcfördcrnng zn Officicrcn von Officicrs-asvirantcn dcr Artillcric, technischen Truppen nnd Gcn-darmcric zn andcrcn Trupftcu und Waffcngattnngcn, ohnc vorhcr cingcholtc Zustimniling dcs Gcucral-Iuspcctors, ist dcu Inhabern nicht gestattet, welch' lctztcrc anch be-züglich dcr Äcfördcrnng von dcrlci Aspiranten dcr Sani-tätstrnppc, dcs Fnhrwcscnscorps, dcr Militärgcstütsbranchc, dcr Militärpolizciwachc nnd dcr Kriegsmarine in dic innc^ habenden Regimenter an dic Bewilligung dcs Kricgsmiui-stcriums gcbnudcn sind. § 46. Die aus dcn Schnlcompagnicn nnd Mili» tärakadcmicn vorzeitig ausgctrctcncu Zöglingc, wic jcnc, wclchc nach absolvirtcm vicrlcn Jahrgange cincs Cadct-tcuiustitutcs iu ciuc Schulcompaguic übcrsctzt odcr ihrcu Augchörigcu zurückgcgcbcu wordeil siud, dürfcu iin Fallc ihrcr soglcichcn odcr spätcrcn Asftntirung — dcn im ^ 2 crwähntcn Fall ausgcnommcn -- uicht vor Austritt ihres srühcrcu Iahrgangcs zn Nntcrlicutcnants l>c-fördcrt wcrdcn. 650 F 47. Die Verleihung eines höheren Militärcha-raktcrs u«l l«'»!)!-«'« ist stets ein Act der Allerhöchsten Gnade, daher auch Tr. t. k. Apostolischen Majestät ausschließlich vorbehalten. Um die Höhcrc Eharaktcrisiruug ml Ilouorc^ dürfen nur jene Stabs« und Obcrofficicrc bitten, welche l>. auf Gruud des erreichten Marimalaltcrs, >>. als real- oder halbinvalid ftcnsionirt werden oder denen t'. der Austritt aus dem stehenden Heere unter gleichzeitiger Aclassuua, des OfficicrscharaktcrS bewilligt wird. Iu allen diesen Fälleu müsscu sie aber bei ciucr vollkommen makelloscu Eouduite zu dem raugsältcstcu Zehntel ihrer Charge iu dcu bctrcffeudcu Eoucrctualsta-luö, bezicl/uugswcisc Truppcukörpcr, gchöreu nud die Halbiuvalideu überdies hervorragende militärische Verdienste sich erworben habcu. l? 48. Gesuche um höhere Charaktcrisiruug von Stabs- nud Oberosficicrcu des Pcnsionsstaudcs oder solcher, welche mit dem Charakter eines Officicrs in der Armee ans dem stehenden Heere ausgetreten sind, ohne seit dein Austritte aus der Aetivität ucuc erhebliche Dicuste geleistet zu habcu, sind nnstatthaft. Dieses Verbot hat jedoch anf jene Stabs- nnd Oberofficicre keine Auwcuduug, welche als zeitlich invalid peusiouirt waren, bei der crucuertcu Supcrarbitriruug als halb ° oder realiuvalid aucrkauut wcrdeu nud bei diesem Aulasse auf Grund ihrer iu der Aetivität geleisteten Dicuste um die Höhcrc Eharatlerisiruug bittcu, weil sie eben erst durch dcu Eintritt dcr Halb- oder Real-» iuvalidität zu dicscr Bitte die Griludbcdiuguug erlangen. § 4l>. Zur Stcllvcrtrctung dcr Bataillunscommau-dantcn im ganzen Umfange dicfes Eounuaudo's find jene raugsältcsteu Hauptlcutc des betreffenden ^tegimcltts oder selbststäudigeu Bataillons berufen, N'elchc für die Veför-dcruug zil Truppcnstabsofsieicrcu sich vollkommcu eignen, nud dürscn auch nur solchen Hauptlentcn dic nach dcm Gcbührcnreglcmcnt für Hauptlcnle bcmcfsencn Fonragc-Portionen zugewendet werden. H 5)0. Icde :nit Umgehung dcr voraugcgaugcucu Aestimuluugcu vorgenonnucne Beförderung ist uugiltig, daher sofort zu aunnllircn, der an der illegalen Beför-dcrnng Schüldtrageilde aber znr Verantwortung zn ziehen und uuuachsichtlich zmu Ersatze dcr Kosteu zu verhalten. Ueber Vortrag Meines nngarischcn Ministers des Innern enthebe Ich den Obcrgcspau des Varauyer Eo< mitatcs Andreas v. Escrnyus auf feine Vittc nnter Anerkennung seiner trencn und eifrigen Dienste von dicscr Würde nnd gestatte, daß der ans dem Staatsdienste herrührende Anspruch desselben auf eine allfälligc ferncrc Versorgnng entsprechend berücksichtigt uud Mir über sein Ansuchen dicsfalls ein abgesonderter Vortrag erstattet werde. Unter Einem ernenne Ich den Laudtagsabgcorduc-ten Bcla Frciherru von Lipt h a y znm Obcrgefpau des genannten Eomitatcs uud betraue mit dem Vollzüge dieser Meiner Entschließung Meinen obenerwähnten Minister. Wien, am 2^. April 1807. /ranz Ioscpl) 111. j). Bela Freiherr v. Wcnckheim m. i>., Minister des Innern. Mhtamtlichcr Theil. Laibach, I.Mai. Die Fricdcnsphafe dcr Luxemburger Angelegenheit ist für manche Politiker einigermaßen nncrwartct eingetreten, n»d inan sucht nach Gründen, mn die nach so viel Säbelgcrasscl plötzlich eingetretene Friedensliebe dcr Mächte zn erklären, insbesondere bezüglich Frank-rcichs bcgcguct die kundgegebene Bereitwilligkeit zur Ord> nnng dcr Frage durch eine Eonfcrcnz noch hie nnd da eiucm skeptischen lächeln, und mau meint, Luxemburg werde lvohl ullr die erste Etappe und seine Neutralität »vohl uicht fester begründet sein, als jene Belgiens, dcm man soeben Gebietsabtretungen, freilich nnter dem bc° licbteu Titel vou Grenzrcglllirlingcn, zugcmuthet hat. Diese Auffassung wird hauptfächlich vou deutscher Seite gcuährt und sticht sich ganz aualog der französischen anf verletztes ^iationalgcfühl. Dies gilt bcfondcrs von den specifisch»preußischen Kreisen, höchstgcstclltcn Personen nnd Militärs, lind von dcr „National-Zcitnng" wnrdc dafür geltend gemacht, daß es fich niit Mainz gerade so wie mit Luxemburg verhalte, da die Protokolle dcr verbündeten Mächte vou 1810 lind dcr Vertrag mit dein Groß» herzog von Hcsscn von 1810 die Ncchtstitcl seien, kraft welcher Prcnßcn in Mainz Wache halte. „Gäbe Preu-ßen heute dcni Verlangen Frankreichs uach, so würde dieses morgen mit dcmstlbcu Recht die Nänmung von Mainz verlangen können, und vielleicht nnch verlangen. Noch mehr abcr. Daß Ulm nnd Rastatt Bundesscstun-gcn seien, beruhe lediglich auf Bcschlüsscu dcr Bnndcs-Versammlung: also könile man auch ucrlaugcu, daß diese Festuugeu geschleift würdcu, stelle uiau erst dcu Satz aus, daß die Bundesfestuugcu mit dcm Vundc sclbcr stchcn und fallen. So köuue dcun auch ihretwegen zn jeder ^eit ciu nluthwilligcr Streit bcttonncn werden. Wir muffen abcr, fährt die „National'Zeitnng" fort, an dic Franzosen cinc Mahnnng richten. Dieses Hinansdrän-gcnwollcn auS Lu^cinburg ist nichts anderes, knrz nnd gnt, als was man sonst „Vergeltung für Waterloo" genannt hat; die geschichtlichen Ereignisse zu Rathe gc-zogcu, ist dies gauz deutlich. Nuu hat ncnlich Frankreich dem König vou Picmout das Stück von Savoycu wieder abgernngen, das es im zweiten Pariser Frieden hatte herausgeben müssen, und das war somit eine „Vcr-gcltnug für Waterloo." Wohl gemerkt abcr. Preußen ist kein Picmont, Preußen läßt sich so leicht keine fcincr Erwerbungen von 1815 abfordern, weder Saarlouis und Saarbrück, noch die Stellung iu Luxemburg. Iu Deutfchlaud vcrstchcu dic meisteu deu gauzcn geschichtlichen Ernst uud Siuu, der dariu liegt, weuu luau frauzösischcrscits au uuscrcul Besitz zu rütteln unternimmt." Kältcrc Politiker snchcn nach Erklärlingen für die veränderte Sitnation, nnd wir finden in dicscr Bc-zichnng in cincr Wiener Corrcspondcnz dcr „A. A. Z." folgende interessante Mittheilungen: Die Ertlärlliigen, welche der Herzog von Gramont vou Paris überbrachte, haben die Hoffnnng nnfcrer i)ic-gicrung gehoben, daß es ihr gelingen werde, den Krieg zwischen Preußen nnd Frankreich zn verhindern. Frhr. v. Bcnst glanbte bisher nicht, daß dcr französische Kaiser große Opfer bringen werde, um dcu Fricdcu zu erhalten. Dcr Verzicht anf Lnxcmbnrg war nnwahrschcin-lich, weil cs fast zweifellos ist, daß dcr König.Großhcr-zog bcrcits cincn sehr bedeutenden Theil des Kaufpreises, man nennt 25 Millionen Franken, empfangen hat, und ciuc Rückzahlung dieser Schuld au Frankreich mit großen Schwierigkeiten vcrtuüpft fein dürfte. Trotzdem ist dcr Kaiser Napoleon auf dcu Vorschlag der Ncntra-lifiruug des GroßherzogthumS ciugcgaugcu, wie es scheint nicht bloß ans Rücksicht auf die Vage dcr Parifer Iu» dustric uud die ungeheueren Verluste, mit wclchcu dcr Kricg durch den Zusammcubruch des hochaufgethürmteu Ercditsystcmö Fraulreich liedroht, soudcru viclleicht wcit uichr uoch ails Persönlichen Gründen. Kaiser Napoleon ist nicht lebensgefährlich krank, abcr seine Gesundheit ist notorisch so zerstört lind geschwächt, daß cr die höchste Vorsicht uud Regclmäßigkcit in Bezug anf seine Lebensweise beobachten muß, wenn cr sehr schmerzliche Anfälle vermeiden will. Das chronische Uebel des Kaisers, (^'>!llnl>, hat bcrcits einen Grad crrcicht welcher ihn« läugercs Reiteu absolut unmöglich macht, uud selbst daun mnß cs auf Pferden vou abnorm wci-cher Bcwcgnng geschehen. Vor kurzem wurde wcgeu dieser Eigenschaft ein fönst höchstens 2000 Franken werthes Pferd für den Preis von 12,000 Gnldcn dnrch den General Flenry angekauft. Erwiderung auf einige VehaupwnjM des Herrn Landtagsadgeord» neten Svctec in dcr Grundstenerfra.qe. Vom k. l. Obl'rfiiiaiizralhc 5?arl ^olltaine v. Felseubrunn. I. Den von mir herausgegebenen „statistischen Tabellen über die dircctcn Stencrn im Herzoglhume Krain" wilrdc die Ehre zu Theil, bei mehreren Anlässen im traiuischcn Landtage bcrnfen, ja sogar in dem Landtagsansschnß-bcrichtc vom 28. December 1806 ciucr förmlicheu Kritik uuterzogcn zn werdeli. Da die Angabeil nnd Ziffcr-Ansätzc in dieser Broschüre theils nicht ganz richtig anfgefaßt, theils einfach ohne nähere Begründung lind ohne alle Beweise als uurichtig bezeichnet wurdcu, so halte ich mich verpflichtet, den Abnehmern meiner Broschüre nnd jcncn, welche den Landtagsvcrhaudlungen bcigewohut oder die steuo» graphische»: Berichte darüber gelcscu haben, nachstehende Erklärnng zn geben. In dcr Laudtagssitznug am 21. December I860 wnrde bei der Vcrhandlling über die Aenderung der Landtagswahlordnnng zur Sprache gebracht, daß, wcuu das Wahlrecht nicht anf dic Besitzer lano-täflichcr Güter beschränkt, sondern auf alle Großgrundbesitzer, welche für cincn größeren geschlossenen Grnnd-couipler 100 st. oder darüber au Rcalstcueru zahlcu, übertragen würdc, ilach den vou »iir hcrausgcgcbcueu statistischcu Tabelle» das Wahlrecht vou 120 Wahlbcrcch-tigtcu beiläufig auf 22l> allsgcdchut würdc. Dics veraulaßt mich zu der Bemerkung, daß uach dcr Vorrede zu meiucr Brofchürc jeder Besitzer mehrerer Realitäten in verschiedenen Stcncrgcmcindcn desselben Bezirkes nnr einmal gezählt wurde. Derselbe Besitzer konnte abcr mit Schluß dcS Jahres 1805 anch in andcren Bezirken Realitäten besessen haben nnd wnrdc dahcr in diesen Bezirken wieder gezählt, in der Tabelle Vl der Broschüre daher so oft berücksichtigt, als er in verschiedenen Bezirken Realitäten damals besessen hat. Ferner muß ich erinnern, daß die Zahl 229 nur jene Grundbesitzer in sich faßt, welche mit Schlnß dcö Jahres 1805 mit einer 100 st. übersteigenden Grundsteuer sammt Drittclznschlag in Vorschrcibnng standen. Werden abcr uach tz 10 dcr LaudtagSwahlordnnng nnch die übrigcn Rcalstener n (Hausclasscu', Haus-zius-Steucr) berücksichtigt, dauu stellt'sich die Zahl jener, welche über 100 fl. au Realstcucru zahlcu, höhcr hcraus als 22<). 5 > , ^/ i Um dem Laudtagc auch iu dicscr Bczichuug ciuen Dienst zn erweisen, habe ich zwei namentliche, vollständig verläßliche Answcisc nach den bisher bestandenen 30 Bezirken verfassen lassen, nnd zwar cincn übcr jcuc Rcalitätcubcsitzcr, welche am Schlüsse des Jahres 1806 mit 100 ft. oder darüber an Gruudstcucr sammt Drittclznschlag, nnd dcn andcrn übcr jcnc Realitätcnbcsitzcr, wclchc mit Zurcchuuug dcr Hansclasscn- uud HauSzius-stclicr zur Gruudsteuer mit eiucr Gcsammtrenlstcucr von 100 fl. oder darüber in Vorschrcibnng standen. Nach diesen beiden Ausweiscu, wclchc ich gleichzeitig an dcn Landesausschuß leite, betrug mit Schluß des IahreS 1800 die Auzahl jcucr Grundbesitzer, wclchc l(»0 fi. nnd darüber au Grundsteuer sammt Drittclznschlag zn zahlen hatten, 220 — nnd jener, wclchc an Grnnd-Hansclassen- nnd Hauözinsstcucr zusaiumcu 100 fl. uud darüber zu entrichten hatten, 5)3. Ans diesen Answciscn ist zugleich zn crschcn, wie viel jeder Grnndbcsitzcr Realitäten und iu wclcheu Stcucr-gcmciudcu besaß, wie auch: ob diese Rcalitätcu ciucn größcreu geschlossene« Gruudcomplcz- bildeten. Daß sich diese Zahlen dnrch die Grnndlasten- und Scrviluten< Ablösung, durch Käufe uud Verkäufe, Abtrctuugcu, Vcr-laßabhandlnngcn u. f. w. alljährlich ändern, versteht sich von selbst. Seit dcm Jahre 1805) hat sich die Zahl dcr Grundbesitzer, welche übcr l,00 fl. Gruudsteuer zu cut« richten hatten, nm 9 vermindert. Ich übergehe mm zn dcm Anwnrfe, dcr auf Scitc 250 des steuographischcu Berichtes vom 28. December l800 gegeu die Fiuanzdircction bczichuugSwcisc gegen mich erhoben wird. Was die Ansicht der Finanzdircction bezüglich der Höhe der Gruudstcucr betrifft, uud was dieselbe dies-falls gethan hat, darüber Aufklärungen zn geben bin ich nicht ermächtigt. Dcr Vorwurf aber, der mir gcmacht wird, mußte mich um fo mehr befremden, als ich dem Hcrru Berichterstatter Svctcc nicht »ur Materialien 'zur Bericht^ crstattnng bereitwilligst lieferte, sondern demselben anch bei den mehrmaligen Unterredungen meine Ausichteu iu dicscr Angelegenheit klar nnd umständlich ohne Rückhalt mittheilte, ja sogar seine Zweifel mi.t Hinwcisnng auf mehrere Stelleu mciucr Broschüre behob. Ich habe allerdings auf Seite 57 meiner Broschüre ausgesprochen, daß die ordentliche Grnudslcucr iu Krain uicht zu hoch sei, welche Behauptung ich auch rechtfertigen werde, allein ich habe nirgends behauptet, daß ciuc Gruudsteuerübcrbürduug oder Ungleichheit iu dcr Stcucr-vcrthciluug iu Krain gar nicht bcstchc, viclmchr habe ich Seite 43 die Vermuthung ausgesprochen uud bc-grüudct, daß bei ciuigcu Eulturgattuugcn, uameutlich bei dcu Aeckcru gegcuübcr dcu Nachbarländern, die Schätzung in Krain „zn hoch sein dürfte." Mit vollständiger Gewißheit konnte ich dies doch nicht behaupten, weil ich dcn Schätznngs »Operationen in Krain, Stcicrmark nnd Kärntcn nicht beigewohnt habe nnd die Vodenverhältniffe in diesen Ländern nicht vollkommen keuue. Mciu Ausspruch, daß die ordcutliche Gruudstcucr iu Kraiu nicht zn hoch sei, stützt sich ans dic bcdcutcn-dcn Enlturvcräudcruugcu seit dcr Einführnng des stabilen Katasters. Was ein großer Theil der Contribnenlen für einige Enltnrgattungcn zu vicl zahlt, zahlt ciu großer Theil der Steuerträger für audcrc Eultureu mit Rückficht anf die Eultursveräudcrnugcn zu wcuig. Seite 200 des stenographischen Berichtes wird zwar der in meiner Broschüre S. 45 ausgesprochenen Vermuthung , daß bei einer ncncn Revision dcs Katasters so bcdcuteudc Äcudcrungcu iu dcu Eulturcn vorgefnndeü wcrdcn dürftcu, daß fclbst bei ciuer thcilwciseu Rcin-crtrags'Hcrabsctznng dic Stcucrquotc uicht gcriugcr aus-fallen wird, — mit aller Entschiedenheit entgegengetreten nud bemerkt, daß, um diese Behauptung mit solcher Bestimmtheit aufstellen zu köunen, wohl dic factischcu Grnndlagcn vorläufig fchlcu dürften. Mcincm Ansspruchc lic^cu dic Relatioueu uou fn»f Euideuzhaltuugs'Gcoulctcru zu Gruudc, wclchc, abgesehen vou dem Moorgruude bei Laibach, die Eultursäudcrun-gcu uud Umwaudluug vou abgestocktcu Wäldern, von Gemeinde- nud audcreu Hutwcideu iu Wiescu, Accker, Gärtcil uud Weingärten bei der Erhebung der alljährlich iu großer Auzahl vorkommenden Gruudthciluugeu nnd Objeclsveräuderuugcn wahruchmcu lnußteii und dieselben mit Augabc dcr Bezirke uud Gcmciudcu, iu wclchcu solche Meliorirnugcn nnd Acndcrnngcn stattgcfnndcn haben, alo sehr beträchtlich nnd nmfangrcich bezeichnen. . Welche Grundlagen dcr Herr Berichterstatter M seinen entschiedenen Widcrsprnch bc,iützt hat, ist mir >''>' bc'auut, augcgcbcu hat cr dicselbcu im Berichte nm) -Ucbrigcns wird dies bald anßcr Zweifel gefetzt wcro^ nachdcni noch im hcurigeu Jahre die Ncambulirung oc Vcrlucsfuug in Krain begilint. Oesterreich. Pest, 27. April. „Hon" mcldct, die lais. Fa"'Uc werde am 14. Mai in Pest eintreffen nnd sich ""''^' Mai bis znr Krönung in Gödöllö aufhalten. Der <^u tag wn-d am 8. Mai wieder zufammentn'tcn, ws ' Krönl.ng tagcn, welchc von, 2. b.s 10. Innl sta" "' wird, nnd'hicrauf bis zu,u Hcrbst vertagt wcrdcn. 651 Pest, 28. April. Das Elaborat für gemeinsame Angelegenheiten war in den letzten Tagen neuerdings Gegenstand eingehender Ministcrbcra« thnngcn; es handelt sich nämlich gegenwärtig nm die Eodifieirnng desselben, nnd ist es Absicht des Iustiz-ministerinmö, welchem die Eodificationsarbcit überwiesen wnrde, die betreffende Gesetzvorlage sofort nach dem Zusammentritte dcö Reichstages, welcher zwischen dem ü. lind >^. Mai erfolgen dürfte, der legislative zu unter» breiten. Das zum Gesetze umgestaltete Elaborat würde dann in erster Ncihe der Sanction Sr. Viajcstät des gekrönten Königs von Ungarn unterbreitet werden. Uusland. Ans Vevlin wird die Mobilmachnng von vier Arlncccorps als demnächst bevorstehend gemeldet. Ans landau ist am 25. April der Gouverneur der Festung landau, Generalmajor Äuz, in Folge telegraphischer Berufung nach München abgereist. Ebenso der Gouverneur von Gcrmcrshcim, Gcncral^ieutcnant v. Kratz« eisen. Venedig, 28. April. Das. Ministerinn! hat dem Parlamente am 25. einen Gcsctzcntwnrf betreffs vcr-schicdcncr Arbeiten zur Verbesserung des hiesigen Hafens vorgelegt. Dieselben umfassen zuuächst die Vollendung der Hafendämmc von Malamocco und die Ansticfuug des "großen Cauals, der vom Hafen von Mala-moeco nach Venedig führt, auf 8 Meter. Für diese Arbeiten ist eine Snmme von 3.225,000 L. pra'li» miuirt. — Der König wird erst am 6. oder 7. Mai hier eintreffen. Gcnua, 27. April. Der „Corr. mere." sagt: Garibaldi schreibt in einem seiner letzten, ans Fiorano vom 15. d. At. datirtcu Briefe an den demokratischen Verein in Mantua, das; der Palast Earignan uud der Saal der Füushnndcrt für Italien nicht genüge, sondern daß es der erhabenen Majestät des Eapitolö bcuöthige. Uns scheint, das; wenn die italienischen Parteien fortfahren, in Thorheit nnd Uubesouuenheit mit einander zn wetteifern uud unsere Angelegenheiten fortwährend in der bisherigen Weise verwaltet werden, auch der Saal des Gcmeinderatheö von Ponlcdcra oder Änsto»Arfizio für Italien noch zu majestätisch sein wird. Die Völker werden nach ihren eigenen Leistungen benrtl'eilt nnd nicht nach jcnen ilircr Vorcllcrn, besonders wenn diese schun wenigstens 1500 Jahre todt sind. Vergamu, 25. April. Vom 22. bis 24. kamen in dcr Provinz 21 ncnc Cholcracrkrantungcn vor; hier» selbst ,5 und' 1-; Todesfälle. (Anch in Novercio sollen dieser Tage zwei Fälle vorgekommen sein. Die Krankheit scheine ans Italieu eingeschleppt zu seiu.) Palermo, 2.'j. April. In Ealtanisette ist die Cholera uoch iiuincr nicht erlösche», ol'schon sie sehr go linde auftritt. Ans Vern schreibt ein m der Schweiz ciiigebin« gcrter Oesterreicher der „Tr. Ztg.:" „Das für mein erstes Vaterland su unglückliche Jahr 18(>() ist mir nature lich schr tief zu Herzen gegangen. Möchte Oesterreich von der kleinen Schweiz lernen, wie nnr um das Panier bcr Freiheit gcschaart auch vcrschiedcuc Sprachfauiilicu ^l) zu ciuer festen Einheit verbunden fühlen, denn uuscren ^csslucrn fällt es ebenso wenig ein, Italiener werden zn Zollen, als unsere Waadtlandrr Franzosen oder gar unsere dsntschsprcchendcu Schweizer Deutsche werdcu wollen. Was bie Schweiz betrifft, so habe ich die Hoffnnng, daß ihre schlichten, aber sehr einsichtsvollen Veitcr, tief durchdrungen von dem Ernst der Situation des Augeublicks, sich aus iede Eventualität weniger mit Züudnadelgewehren, desto Uiehr aber mit politischer staatomännischcr Weisheit rüsten werden/' Aus Madrid wird uuterm A>. d. lelegraphirt: ^n wohluilterrichtctcu Kreisen steht man in Besorgnis; vor ciuer S chi ldcrhcb n ng der pro g ressi sti. 5 ch e n P artci; dem Prounuciamcuto sollen französische ^uifliissc nicht fremd sein nnd die Generale Prim nnd D'Douilcl ihren Beistand zugesagt haben; anßcr Dnlce soll s^^u- ?larvacz, dessen Stellung nicht mehr die festeste !>l' nicht abgeneigt seiu, dem Unternehmen sich nnzu Wiesel,. Das Prograunn ist: Nöthiguug der Köuigin ^^' Abdanknng, Erneunnng des Königs zuni Regenten u»d des Herzogs von Tetuan znm Gouverneur. Oagesneuisskeittn. ^. -» (Reorganisation des Findclswesens.) ^e „N. Fr. Pi." schreibt: Das von der Geselljchaft der ^lztc „irdcrgeschte Comity betraut mit der Aufgab,, auf ^Nind des v. Karajan'schen Antrages über den gcgcnwür-'Zen Stand des Finbelwesl'ns und die Verbessriungen, die °"sselbe so dringend erheischt, Bericht zu erstatten, hat seine "mhm,^,, beendet. Einstimmig beantragt das Comity die ^'lsuchunsssweise Errichtung von Kinderbewahranstalten, veröden mit Fröbcl'schen Kindergärten und Erzichungsbäuscrn. ^>e eben erwähnten Instilute — dcn verschiedenen Alters-^ssen von den crslcn Lcbcnswochcn bis zum vollcndtten .^ Lebensjahre angepaßt, sollen als Zufluchtsstätte sür j l diejenigen unehelichen Kinder armer Eltern dienen, die ^', "»er guten Privatpftegc nicht unterbracht werden können. '" lies cingrcisendcr Rrsormvorschlag — dem in Hinlnnft al'chcZ Kind seine körperliche uud geistliche Gesundheit, ja >l >Ml Leben daulen dürste — ist wol dcr vom Comitli adoptirte zu nennen, demzufolge dcr Mutter und deren Verwandten der Vorzug bei Uebernahme der eutgeltlichen Pflege des Kindes vor allen audercu P s l eg e p a r t cic n eingeräumt wird: es ward dies bis jcht uicht nur perhorrescirt, sondern sogar im Verhcimlichungsfallc als „Vctrug" geahndet. Mit dem diesbezüglichen Referate an die Gesellschaft der Aerzte wurde der Universitäts'Doccnt Dr. Schulter betraut. — (Wiener Nachrichten.) Ihre l. k. Hoheiten der Prinz und die Prinzessin ron Hannover besuchten am 28. April die Blumenausslellung der l. l. Garteubaugesell» schaft. — Das Wasser der Douau war am selben Tage wiederum um 3 Zoll gestiegen und stand im Cauale 7 Schuh ober Null. — Die vom Rondeau bis zum Lusthause uer« längertc große Prater«Hauptallee soll am I.Mai feierlich eröffnet werden. — Die Sladterweilcrungscommission hat beschlossen, die Bauparzellen auf den Stadtcrwcitcrungs» gründen nicht unler den urspn'lnglich fcstgcschten Preisen zu verlaufen. — Die Tefiaudatiou in dcr Creditanstalt soll über 80.000 fl. betragen. — (Falsche Müuzscheine.) Seit einiger Zeit tauchen in Wälschtirol Falsificate von Münzscheinen auf, die von bcr Schweiz über den Nonsberg importirt sein sollen. Sie unterschieden sich durch die Mangclhastigkcit des laiserli» chen Adlers auf der rechten obereu Seite, durch den fast mangelnden oder jedenfalls viel schwächeren Backenbart des schildtragenden Mannes gleichfalls auf der rechten Seite, endlich durch zwei übereinander anstatt nebeneinander liegenden Kugeln in dcr lintscitigcn unteren Randuerzicrung. — (Seltene Heilmethode.) Scharlach und häu< lige Bräune, schreibt man aus Ncumarlt in Steiermart, treten in unserer Gegend noch immer größtenthcils vehement auf. In Betreff der uelschienen Heilmethoden gegen Scharlach darf ein eigenthümlicher Fall nicht unerwähnt bleiben. Cine arme ledige Person, die sich und ihre sieben Kinder durch Betteln ernährt, legte alle am Scharlach ertränkten sieben Kinder im bloßen Hemde vor die Kaische auf die kalte Erde und trug sie, als sie vor Kälte schon ganz erstarrt waren, erst wieder in die Stube. Alle diese Kinder sind genesen, während in dcr Nachbarschaft Kinder uutcr der sorgfältigsten Pflege starben. — (Die preu bische Flotte), der im Falle eines preußisch'französischeu Krieges eine schwere Aufgabe zufallen düistc, zählt gegenwärtig 1 PanzcrthurmfclM, 1 Panzer-widderschisf, 4 Fregatte», 4 Corvclten, 8.1 Kanonenboote und ^j Auisodampfer, zusannmu 203 Kanonen; ferner an Segelschiffen: 3 Fregatten, I Corvette, 3 Bliggschisse und 40 Kanoncnschaluppcn, zusammen 285 Kanonen. — (Der Ku r fi! rst von Hesse n) hat, wie ver» sichert wird, bis je^l verschmäht, die ihm aus seinem Vertrage mit Preußen offcrntcn GcldcinlNnstc zu acccptircn. „Ich will nicht in den Verbackt tommen," soll er gesagt haben, „mein Land uerlauft zu haben, wie mir preußische Zeitungen l'crrils fälschlich »achgsscigt hade»." — (Harmlose Gespräche.) Nach Gerüchten, die nach dem Berichte der „Tridun«.'" i» Berlin verbreitet sind, hat dcr König sich mit dem französischen Botschafter bei den Vennälungs-Feierlichkeiten des Grafen von Flandern sehr freundlich unterhalten. Es wird erzählt, daß der französische Botschafter zu dcm General Mollkc scherzhaft gesagt habe, er finde dcn General so heiler, alö ob es zu einer neuen Campagne gehen sollte, worauf Herr v. Mollle erwidert habe: „Glauben Sie denn au einen Krieg? Ich habe auch schon in den Zeitungen davon gelesen und von Ihnen etwas Gewisses zu hören crwarlct." Der Botschafter soll durch cm herzliches Lachen dcr Erwiderung aus diese Bemerkungen aus-gewichen sein. — (Hochwafser in der Schweiz.) Die Seen von Murteu, Viel und Ncucndurg hallen vor einigen Tagen, wie man aus Bcrn mitthcilt, einen Wasscrstand von 5 Hup über drm gcwöhnlichcn Wasscrspicg.l, in Folge dcssen die ganze Gegend imtcr Wasser slcht und sie jetzt zusammen einen einzigen großen Ece bilden. Seit 1818 crinnclt man sich eincs solchen Wasscrstandcö nicht. Die Aufsichten auf elne Ernte sino fast ganz geschwunden. "- (Revolv er kano n cn.) In Betreff dieser viel« besprochenen ncneu frai'züsisch.'n Grschüize stellt sich heraus, daß dil'srldrn nicht i» Aalllrien zusammengestM, sondern den einzelnen Trupveülürpern, und zwai der Insantene, wic! gleichmäßig anch dcr leichten Cavalcne und überhaupt deu < leichten Truppen einzeln zugetheilt werden sollen. Dcr Con-, struclion nach scheinen diese Gcschülje eine Verbindung der, kleinen Zündnadel-Handfahrgeschiche, wie sie 1857 uud 1858 ebenfalls in der prcußiscvcn Armee eingeführt uud d«r Infanterie bcigegcbcn werden sollten, und der neuen ähnli«! chen Erfindung von Dreusc zu sein, welche sich seit vorigem ^ Herbst in Berlin ebenfalls noch in Prüfung befindet. Der ^ Vortheil dieser Kanonen wird dahin angegeben, aus einem einzigen Geschütze in ununterbrochener Folge aus cineu gege«! bcneu Punlt einen solchen Hagel von Geschossen zu entsen« den, um denselben vollkommen zu beherrschen und nöthigen«' fallö das Feuer von ganzen Batterien zu ersehen. Derselbe Vorthul wird indeß, wie aus dcn früheren Mittheilungen ersichtlich, auch von der deutschen gleichen Etfindung des berühmte» Clfinders des Züudnadclgcwchrcs in Anspruch gcuommen, und es erscheint deshalb nicht unmöglich, daß jenem französischen Fortschritt in dcr Wassentcchnil auf' deut» scher Seite eine unmittelbare Coucurrenz entgegentreten dürste. — (Biercomsnmlion in Europa.) Dieselbe betliigt per Kops der Bevölkerung jährlich in Rußland 0.^o Eimer, in England !.,<,„ Eimer, in Frankreich !.,,<, Eimer, in Preußen 1.,,<, Eimer, in Oesterreich 2,,^ Eimer und in Baiern 8.^8 Eimer. Glückliches Baiern! — (Der Schnei der st rile in London) wird von den Arbeitern mit großer Entschiedenheit fortgesetzt. Die Meister dagegen werden zum Theile schon wankend. Einzelne haben sich bcrcit erklärt, mit dcn Gesellen zu unterhandeln, und verschiedene zeigten sich geneigt, die allgemeinen Regn» latiue über die Zeit für Anfertigung dcr eiuzclueu Kleiduugö« stücke anzunehmen. Das Eomitö der Arbeiter »Association, wohl bekannt mit dem Drucke, dcn die Vereinigung der Meister auf diese Abtrünnigen ausüben könnte, verlangt eine schriftliche Erklärung über ihre Annahme der Aestimmuug. Der härteste Schlag für die widerstrebenden Arbeitgeber war ein Vcschlnß, den die Arbeiter außer dem Hause faßten, cbcufalls keine Arbeit für die in den Strike ciugefchlossenen Firmen zu übernehmen, wodurch diesen Geschäften nunmehr auch die lctzte Hoffnung abgeschnitten worden ist. Nichtsdestoweniger soll die Mehrzahl derselben entschlossen seiu, mann» haft die Sache durchzufechten. Ein Telegramm der Pariser Arbeiter an ihre Londoner College» besagt, daß die dortige Bewegung günstig fortschreitet, Geld sei hinreichend uorhan» den, und man habe Aussichten auf baldigen Erfolg. Von französischen Arbeitern brauche man in London nichts zu befürchten. Locales. — (Pcrsonalnachrichte n.) Heute findet die Ver< mälung des Herru Grafen Rudolf Chorinsty, l. t. Ve-zirlsvorstchers in Tschernembl, Sohnes Er. Excellenz des Herrn Statthalters von Niederösterreich, mit Fräuleiu Magda« lena Frciin v. Schmidburg, Tochter des verstorbene,! Statthaltereiviccpräsidcnten in Temesvar, statt.— Am 0. d.M. findet hier in der bischöflichen Hauscapelle die Vermäluug des Reichsfreiherru v. Gussich, k. l. Rcgicrungsconcipisten, mit Fräulein Pistor, Tochter erster Ehe Ihrer Excellenz der Freifrau v. B a ch statt. — (Tagesordnung) der am 3. Mai Nachmittags 5 Uhr stattfindenden Gemeinde,athssikung: Mittheilungen des Vorsitzenden- Vortrag des Magistrates wegen Feststellung der Gemeiubewählerlisten und der nöthigen Anordnungen für die Gcmeindcwahlcn: Vortrage der Vl. Section: l>. wcqen Einführung dcr Cimcntirung der Maße und Gewichte, !>. wegen Vorsorge sür Ausräumung der Aborte in den Häuseln dcr Stadt: Vortrag der l V. Section, die Anschaf. fung m.hrcrcr Bänke sür die Etcruallec betreffend: Vorträge der III. Section: n. über die Rechnung der städtijchcn Militär» bequartirungsbaralen, li. über die Sanitä'tsauHlagen anläßlich der Cholera im vorigen Jahre. Geheime SiiMng: Ausnahme in den Gemcindc- und Bürgeroerband: Vorschuß- und Rc-muneralionugesuchl'. — (Abschiedsfeier.) Gestern fand im Hotel „Elefant" die letzte Ofsicierssoiree des 21. Linien.Infanleric» Regiments Mecklenburg. Strctil; statt, welche sehr zahlreich drsucht war und bei welcher die Musik dieses Reaimenls spiellc. — (Die gricchisch . orientalische O st e r, sei er), welche acht Tage später als jene der Katholiken fällt, wnrde gestern im rückwärtigen Saale des Coliseums geschloffen. Am vorigen Fnitag und Samstag war ein Katafalk (das heilige Grab) aufgerichtet, an welchem tagüder mehrere Lampen brannten, mit dem Christuslreuz iu der Mitte, rechts und liuts stand ein Mann als Wache. Am Sonnlag !,', Uhr Früh war die Auferslehungsfeicr, verbunden mit der Messe und Predigt. — Der Coliseums-Saal, wel» chcr als improvisirte Capcllc gctient, wurde wegen des dc» vorstehenden Abmärsche! des Regiments Mccklcubulg-Strelilj gchern slines kirchlichen Schmuckes entäußert. Morgcn mar» schirt, wie bereits berichtet, der Stab mit dcm 2. Bataillon von hier ab, dirscm solgt am 4. d. M. das 1. Bataillon, ^ wogegen das 3. Bataillon biü znm Juli hier in Garnison verbleibt. — (Eine griechisch-orientalische Taufe> ! fand hier vor einigen Tagen statt, wobei, dein russischen Ritus gemäß, dcr Täufling ganz ins Wasser getaucht wurde. — (Maiseirr.) Heute Morgens 6 Uhr fand Tag-reueille vou der Musilbande des 31. Lmien-Infanteric-Regi-ment'Ä Mcklcnburg-Slrclil; statt. Nachmittag 3 Uhr findet die Eröffnung des Schweizc,Hauses in Tivoli statt, wodei die Arlillerie-Musilbandc mitwirkt. Zu gleicher Zeit soll in Rosenb ü ch I dic Musilhande des 31. Infanterie-Regiments spielen. Abends Eröffnung dcr Ai erballe (Gaißcr) uud Production dcr belicbtcn Wiener Voltssüngergesellschast Hagen. — (Wetter.) Gestern Mitlag fiel während eines kurzen Platzregens Hagel, jedoch in eben nicht großen, auch bald zerfließenden Kornern. Merkwürdigerweise fallen die häusigeu Gewitter und Stürme dcr letzten Zeit immer auf die Mittagsstunden. Eorrespondeuz. ^V. Rakck, 29. April. Am 28. d„ Nachts !0 Uhr, ist in der Gemeinde Grahovo del Zirtniz au5 bisher noch unbekannten Gründen Feuer ausgebrochcn, DaS Element wüthete fürchterlich und verzehrte 9 Wohuardäude und vier Schupfen. Bemerken muh ich, dah auch bereits der Kirch« tliurm und das Pfarrhaus Feuer singen, nnd nur dem um» sichtigen Wirken des ehemaligen Rakcler Bürgermeisters Herrn Cduard Kantz im Verein mit einem Maurer ist cs zu verdanken, daß die Kirche und das Pfarrhaus gerettet und dcm Weitergrciscn des Feuers Schranken gesetzt wurde». 652 Oeffcntlicher Dank! Allen s'. l. Herren und Damen, die am letztvergan« gencn Sonntage durch Ihr freundliches Mitwirken am Chore dl'im feierlichen Hochamte die Insta!lation5scicr des neuen Stadtpsarrers zu St. Jacob hier so sehr gehoben haben, fftiicht hiermit vcr gehorsamst Gefertigte dcn herzlichsten Danl aus. I. Nosman, gewes. Stadtpfarr-Administrator. Neueste Post. Wien, 30. April. Die „Prcssc" vernimmt: Nuß-land legte unter Anregung dcs ^onferenzgedankenö gleichzeitig cincn Programmscntwurf vor, dcS Inhalts, die londoner C^nferen; uä IM! habe ausschließlich das Ber-tragsprotokoll von 1839 zn rcvidircn. Frankreich wiwscht nnch, daß dic Verträge von 1^15) nnd der Präger Frieden von 1806 znr Sprache gebracht werden. Prenßcn erwarte von der Confcrcnz die Ancrkennnng der vorjährigen Er-wcrbnngcn. Von gnt unterrichteter Seite geht der „Debatte" folgende Mittheilung über die momentane kagc zn: „Dic Sitnation ist hcnte nn verändert dieselbe wie gestern; officicllc Telegramme bcknndcn die natnrgcinnßc Entwicklung der schwebenden Frage, nnd die Cabiuctc sind eifrigst mit der Regelung der Ans-führungsbcstiununngcn beschäftigt. Alles dcntct darauf hin, dcch die Confcrcuz tanm mehr als einige Tage beisammen sein werde, da dieselbe, wie wir bereits gestern sagten, keine andere Aufgabe haben wird, als der schon bestehenden Uebereinstimmung einen präeisen Ausdruck zn verleihen nnd in einem Protokoll die Gesammtgarantie der Großmächte für das zn ncntralisircndc Gebiet zn formnlircn. Die Berichte der Gesandten Englands, Nnßlands nnd Oesterreichs iibcr dic telegraphisch gcmcl' detc Annahme des Vcrmiltlnngsvorschlagcs von Seite Preußens dürsten zwischen hente nnd morgen in den rcspcc-tivcn Hanptstnoten eintreffen." Telegramme. Prass, 29. April. (N. Fr. Pr.) Dcn, czcchischcn Alattc „^l'arodni Listy" wurde hcntc der Befehl znr Suspension zugestellt; für das Vlatt erscheint als Ersatz „Narodni Noviny." Die Aufregung ans dem Vaudc in Folge der czcchischcn Hctzartifcl ist groß. Assram, 29. April. (Dcb.) Die für morgen angesagte große Eonfcrenz der ^nndtagslnitglicdcr nnter-blcibt N'egcn Abwesenheit des Bischofs Stroßmaycr. Im Landtage crsclicineu diesmal alle Magnaten. Die Unions-anssichtcn sind günstig. Berlin, 29. April. Heute wurde der Landtag durch dcn König eröffnet. Der König hielt folgende Thronrede: Erlauchte, cdlc nnd geehrte Herren von beiden Hänsern des Landtages! Ans dcn Äcrathnugcu des Reichstages, zu welchem daS preußische Volk anf Grund des von Ihnen genehmigten Gesetzes seine Vertreter entsandt hat, ist eine Versassungsnrluudc des norddcntschcn Blindes hervor» gegangen, dnrch welche die einheitliche nnd lebenskräftige Entwicklung der Nation gesichert erscheint. Ich habe Sie mn mcincu Thron versammelt, nm diese Verfassung Ihrer Äcschlnßnahmc zn unterbreiten. Das Werk nationaler Einigung, welches die Staats« rcgiernug unlcr Ihrer Mitwirkung begonnen hat, soll jetzt dnrch Ihre Zustimmung ihren Abschlnß finden. Anf dieser Grnndlagc wird dcr Schutz dcs Bundes* gcbictes, die Pflege dcs gemeinsamen Rechtes nnd dcr Wohlfahrt des VoNcs fortan von dcr gcsammten Bevöl« kernng Norddcutschlands und von deren Regierungen in fcstcr Gemeinschaft wnhrgcnomincn werde». Dnrch die Einfnhruug dcr Bundesverfassung werden die Befngnissc dcr Vertretungen dcr Einzclstaatcn anf allcn denjenigen Gebieten, welche hinfort dcr gemeinsamen Entwicklung nuterliegcn sollen, eine unvermeidliche Ein» schränluiig erfahren. Das Volk selbst aber wird auf leine? seiner bisherigen Rechte zn verzichten haben; cs überträgt dic Wahrnehmung derselben unr seinen Vertretern in dem erweiterten Gcmcinwcscn. Die Zustimmung dcr frci gewählten Vertreter des gesammtcu Volkes wird anch im norddcntschcn Bunde zn jcdcm Gesetz erforderlich seiu. Durch dic Vnndesverfassnng ist in allen Bczichuugcn dafür gesorgt, daß diejenigen Rcchic, auf deren Ausübnng dic ciuzclncn ^andcsvcrtrc-tnugcu zu Gunsten dcr ncucu Staatsgcmciuschaft zu verzichten habcu, in ocmsclben Umfange dcr Ncichsvcr-trctung übertragen werden. Die sichcrc Begründung nationaler Sclbststäudig-tcit, Vlacht nnd Wohlfahrt soll mit dcr Entwicklung des dcntschcu Rechtes nnd verfassungsmäßiger Institutionen Hand in Hand gehen. Meine Regierung gibt sich der Zuversicht hin, daß dic bcldcn Häuser des Landtages, in richtiger Würdigung dcs dringenden nationalen Bcdürfuiffcs, zur schlcuuigcn Erledigung dcr vorliegenden Aufgabe bereitwillig dic Hand bieten werden. Meine Herren! Dcr ncn errichtete Bund umfaßt znuächst nur die Staaten Norddc.itschlands. Abci eine innige nationale Gemeinschaft wird dieselben stets mit dcn süddcntschcn Staaten vereinigen. Dic festen Beziehungen , welche meine Rcgicrnng bereits im Hcrbstc vorigen Jahres zn Schutz und Trutz mit diesen Staaten geschlossen hat, werden durch besondere Verträge anf die erweiterte norddeutsche Gemeinschaft zu übertragen sein. Das lebendige Vcwnßtscin der süddeutschen Regiern»» gen und Bevölkerungen von dcn Gefahren deutscher! Zerrissenheit, das Bedürfniß cincr festen nationalen Vereinigung, welches in ganz Deutschland immer entschiedener Ansdrnck findet, wird dic Lösung jener bedeutsamen Aufgabe bcschlcnnigcu hclfcn. Die geeinte Kraft dcr Nation wird berufen uud befähigt sein, Deutschland die Segnungen des Friedens nnd ciucn wit'samcn Schutz sciucr Rcchtc und seiner Interessen zn verbürgen. In diesem Vertrauen wird meine Regierung sich angelegen sein lassen, jeder Störnng des europäischcn Fricdcus dnrch alle Mittel vorzubeugen, welche mit dcr Ehre und dcn Interessen dcs Vaterlandes vertrag« lich sind. Das deutsche Volt aber, stark durch seiuc Einig-leit, wird getrost den Wcchsclfällcn dcr Znluuft entgegensehen können, wenn Sie. mcmc Herren, mit dcm Patriotismus, dcr sich in Preußen in ernsten Stuudeu stets bewährt hat, das große Wert dcr uatioualeu Einigung vollenden hclfcn. Berlin, 29. April. (Sitzung deS Abgeordneten Hanfes.) Forckenbcck cröffuctc oicselbc mit einem dreifachen Hoch auf den Köuig. Sooauu wnroc die Verlosung dcr fünf Abthcilungcu dcs Hanfes vorgenommen. Morgen findet die Präsidentenwahl stall. Berlin, ^9. April. Dic „Nordd. Allg. Z." und dic „Krcuz-Zcituug" bestätigen, daß Prcnßcu dic Einladung zur Eonfcrcnz angenommen habe. Die „iircuz. Zcituug" fügt hiuzn, cs würde sich dabei nm europäische Garantien dcr Vuzcmburgcr Neutralität handeln, falls die Großmächte sich dahin ciuigeu, von dem bisherigen Dcfcnsivsystcm abzngchcn. Die Basis der Verhandlungen sei noch nicht gcuan formulirt. Berlin, 29. April. (N, Fr. Pr.) Die „Post" meldet, die Neutralität Däucmarts sei zuverlässig, derjenigen S ch w e d e n s nnd Italiens halle man sich in Berlin für versichert. Demselben Blatte wird aus Dresden telegraphisch gemeldet, man versichere dort, daß Preußen wohl aus deu Vorschlag, an cincr Eonfcrcnz in London thcilznnchmcn, abcr nicht auf die Ränmnng ^! n x c m bürg s eingehen werde. Die sächsischen Truppen sollcn im Kriegsfalle nach Schleswig < Holstein verlegt werden. Darmstadt, 29. April. In dcr Dcpntirtcnkam-mcr erfolgte die Vorlagc dcr mit Prcußcn abgcschloffeneil Militäreonvcntiou. Dic Abgcorducten Goldmann nnd Hallwnchs beantragen dcu Eintritt dcr diesseitigen Pro« vinzcn in den Nordbuno. Hambur«, 29. April. (Frdbl.) Einer bestuutcr-richtctcu Berliner Eorrcspondenz dcr „Weser-Zeitung" zufolge hat Preußen deu vou ^Rußland ausgehenden Eon> fcrcuz-Vorschlag unbedingt, aber ohne foruiulirtes Programm angenommen. Preußen soll auf die Vorschläge dcr Vcrmittlungsmächtc, wclchc weder collectiv noch idcn-> tisch mitgetheilt worden, keinerlei bindende Erlläruug abgcgcbeu haben. Dic Rcisc des Königs von Prcnßcn nnd dcs Grafcu Bismarck nach Paris ' stcht nach dcm Scssionsschlussc bevor. «Pariö, W. April. (Tr.) Dcr „Monitcur" schreibt: Vci Eintritt dcs luxemburgischen Zwischcnfallcs mußte die Rcgieruug Vorsichtsmaßregeln "ergreifen. Friedliche Nachrichten bestimmten dcn Kaiser, leine neue Maßregeln auznordncn. Die Urlauber, die einbcrnfcn werden sollten, werden zn Hanse bleiben. London, 29. April. (N. Fr. Pr.) Das prcnßi« schc Eabinct hat zwar die österreichische Vermittlung mit dcm Confcrcnzvorschlage mündlich angenommen, indessen hat, wie verläßlich vcrlantct, Graf Bismarck noch Reserven gemacht, indem cr bctont, daß mittlerweile Frankreich scinc enormen Rüstuugen energisch fortsetze. Dic Fricdcnspartci fürchtct, daß nn cincm prcnßischcu Vorbchaltc, wclchcr von Frankreich die Einstellung dcr Rüstungen fordern würde, dic ganze Vermittlung scheitern könnte. Stew'Aurk, 18. April. (Per „Hermann".) Kai-scr Maximilian vcrsnchtc vergeblich daS Belagcrnngs-eorps von Qncrctaro zn durchbrechen. Juarez befahl, cucntucll dcn Kaiser ^ls Kriegsgefangenen zu behandeln. Telegraphiscke ÄVechselconrse vom 30. April. 5perc. ll'letalliqncs 57.4»). — 5prrc. MctalliqnrS mit Mai' und Novcmbcr-Ziuscn 59. — 5perc. National Aulchen 68.60.-- Ba«l< acticn ?<»8, — Crcditactien 162. — 1860cr StaalSanlehen 81 80. — Silber 130. — London 131 75». — K.!. Dncalcn 6.2l. Keschästs-IeituM. Die österr. Nativlialbank feiert im Juli d. I. das 50jnhrigc Jubiläum ihrcs Äcstchcn?, nud beabsichtigt man dicsc Fcicr in cinlr würdigcu Weise zu begchcu. Neu» östcrr. (^rcditiustitllte «ANgcmciuc uNerr. Bodcucicdiialistalt, Auglo^stcrreichischc Bank, Niederösterreichischc C^coun'tc-O^scllschaft, Psaudlcih.Gcscllschas!, Böhmisch!' Ei>comptc-^nuil, 2)lährisch>,' E^comptl'I,'anl, Els^rmm'kischc (5öcl)mplsl'au!' imd Tri.'stl-r Cummncialbaiit) hadrn Delc^irtc zu cincr am 28. April in Wi'N ad^chaürücn Coiifrrr,!; ciüs^idet, auf wclchcr eine Vor-stellung an da« Fiiianzmiüistcriiun bsschlosslü wurde wegen drr dnictcndcii ^'ast dcr Sicucr uon den Zinsm dcr von den Instituten rmittirlen Lasscuschciiic. Doulanen^fandbricfc. Dic „Prcssl!" vom ^». April brachte dic Noti; ? Alls cine Anfrage wurde van mcchgelicnder Stcll„ dieser Nichtnna, ^e« inachtcu Schrilll> rilcksichllich d8.-- »;8 25 „ „ Apr.-Cunp. ., 5 „ <;7.75 08.-. MctalliqneS......5„ 57.40 57 !.0 dctto mit Mai-Eonp. ,. 5 „ 58.50 59.- Mit Verlos, v. I 18M) . - - l^- ^ ^ " ,","i8l;0zn'5Mfl' 51.80 <^.- " ^ „ „ I8(!0„ 100,. "7.- 8/.50 ," " "" 1864,. 100 „ 71.80 7^,..^ El)mn-Nrntcnsch. zn 42 I.. ,'m.< ^,— 17,.'i0 ll. dcr Kronlmidcr (für l00 sl.) Gr.-Entl.-Oblig. Nicderosterrcich . . zu 5"/« «4— ^.— Ober'östcrreich . - „ 5 „ ^-^- ^'"^ Geld Waare Salzburg .... zu 5"/, 86.— 67.- Böhmen .... „5 „ 88.— —.— Mährcn .... „5 „ 8«.50 87— Schlcsicn......5 „ 88.— 89.— Stcicrmart . . . „ 5 „ 85.— 87.— Ungarn......, 5 „ 70.— ?l.- Trmcscr-Vanat . . „ 5 „ 6'.)...- 6.25 Sicbcubürgcn . . . „ 5 „ 6^.5)0 65.— Vukoviua ' . . . . „ 5 „ 04.50 65. - Uug. m. d. P.-C, 1867 „ 5 ,. 68.-. 08.25 Tcm.B.m.d.V.-C. 1867,, 5 „ 66.50 66.75 Acticn (Pr. Stilck), Natioualbauk (ohue Dividende) 70?.— 709,— K.Fcrd.-Nurdo,zu1000sl. C,M. 1615,.- I,,20.— Ärcdit-Austalt ^u 200 fl. k. W 16^: -- 1>^i ll' N. ö, Escom.-Gcs. ^'500fl. ü.W. 5<'5-..'- 598.— S.-E.-G.ztt2<»0,1.CM,o.500Fr, 19 «.70 195.-- Kais. Elis. Bahn zn 200 fl. (5M. 132.50 1!i:l.50 Sild,-nordd,Vcr,-V.200 „ „ 1,6.5.u 117.-^ Sjid.St.-,l.-ven.n.z,-i.C.200fl. 19.'l.50 194.— Gal.Karl-Lud,-B.z.200sl,LM. 201.50 202.- Geld Waare Böhm. Westbahn zu 200 st. . 143.50 144.- Ocst.Doi!.-Damisch,-Gcs.^-« 46^.— 465.— Orstcrrrich. L in Silber 104.50 105.50 Vose (pr. Stllck.) Crcd.-A.f.H,n.G.,>100^l.o,W. 119.- 119.50 Dc,!i,-DmPfsch,-G.5.100fl,CM 84.— 85.— Stadtqcm. Ofru „ 40 „ o. W. 24.— 2!,.- Estcrhäzy ,. 40 „ iiM. 85.— 90.— Salin „ 40 „ „ . 29.- 30.— PMfsY ,. 40 „ „ . 22.- 24.— Geld Waa« Elarl, zu 40 st. CM. 23.- 25.^ St. GcnoiS „ 40 „ „ .21.-2^ Windischgrätz „ 20 „ „ . 16.— l^. Waldstcin „ 20 „ „ . 20.- 21-^7 Kcglcvich „ 10 „ « . 13-50 1^ Rudolf-Stiftnng 10 „ „ . N.50 1^ Wechsel. (3 Monath Nugsbnrg fiir 100 st sildd. W. 11025 H^ ssranlfurta.M 100sl. dctto ^0.50 1!».^ Hamburg, fitr 100 Vlark Vanko 97,.'i0 -"- ^ London für 10 Pf. Sterling . 131.^ "^5 Pariö fiir 100 Frants ... 52.10 ^" <5ours der Gcldsorten Geld Waare K. Mlinz-Ducaten 6 fl, 23 lr. 6 st- A "' Napolcon^d'or . .10,. 52 ,. 1) ,' >' Rufs, Impcriali« . 10 „ ^ „ 10 „ ^ ^ Vcrcinsthalcr . . 1 ".''^",<, " '^ „ Silbcr . . 130 „ !^0 „131 „ ^- Krainifche GrnndenllastnngS-Obligationen, Pn-vatnotirnng: 86 Geld, 88 Waaie, „ .,