Ar. 44. Donnerstag, den 2. Juni 1881. VI- Jahrgang. Cillier Jfituna. Pränumerations-Bedingungen. K»r Eilli l V«„II>ch . . . —M . . 1.50 . . . >■— •anuäbng. . . lotnmt .SIi*fllu*o | (fiiijflnr Nummern 1 fr Mit Vvft-»ersenduog: ?>cn«liadr>, . , >.«0 H»Idjtd»>» . . . ».»» G»»«oIl»>i . . . 8-4* Erscheint zeden Donnerstag und Sonntag Morgens. Inssrsts vorclvn angenommen In b>a-rc»fl*ife Ht. e (B« »bnttftiri v»» Jod»»» «ntn,»,. Zu»w-rl« »edmen Znler»>e »« »>« 3'ltung" 0 0: 1R. VlaHt ia «»!?». «»» »fl«* b<öMaSke der „Südsteirischen Post" recht deutlich das wahre Antlitz grinsen sehen, daß wir idren hinkenden Pferdefuß erblicken. Inzwischen Hot da» verehrlichc Blatt einem unwiderstehlichen Sitzet folgend ab und zu feine eentrifugale Weis-heit leuchten lassen und sich, getreu seiner natio-nal-elericaten Mission, mit einer Berhimmlung und Seligsprechung der VersöhnungSaera adge> quält. Es war mitunter starker Tabak, der da geboten wurde, unv selbst Graf Taaffe müßte, wenn er die LobeShymnen, die ihm gedachtes Blatt in der letzten Nummer über feine Errun-genschafte» aufzudisputire» sucht, mit erröthenden Wangen auszurufen: „Nein, fo schlimm, meine Herren, ist e« wohl nicht." Die „Südsteirifche Post" macht in gedachter Nummer von ihrer schwarzen Farbe den auSgle« bigften Gebrauch. Sie schilt und schimpft in allen Tonarten aus die verlogene oppositionelle Presse, die, weil sie nicht aus dem DiSpofitio»Sl>orne vippcn karrn, da« Cabinet und dessen erhadene Tendenzen befehde. ES ist im Ganzen ein fromme« Hepp-Hepp, in dem der Aerger über die unter verfassungstreuem Reqime eingeführten Neue-rangen des Schulwesen» nachzittert. Wir übergehen die Lamentationen über jü-dische Journalisten und Gründerthum, wir über-gehen sogar die geflügelten Worte: „Die heutige Presse repräsentirt nicht mehr die öffentliche Mei-uunui, sondern nur die Meinung einiger gewissen^ loser, unwissender und frecher Journalisten," — weil wir dem Schreiber derselben, der ja auch die heutige Presse bedient, nicht nahetreten wollen. Wir möchten nur an die Bemerkung, — „daß die Verwaltung unter dem Ministerium Taaffe nirgends eine Störung erlitt, daß der Credit des Staates im steten Wachsen begriffen sei und die StaalScaffen große Bestände aus' weiss»," einige AnimadversioneS und Marginal-gloffen knüpfen. — Der europäische Geldmarkt, den doch sicherlich Graf Taaffe nicht lenkt, ist in vortrefflicher Stimmung und derselben ist der hohe Cnrswerth der österreichische» StaatSpapiere zu verdanken, unv die phänomenale Uederzetchnung sür Ungarn, an der Graf Taaffe doch sicherlich auch unschuldig ist, beweist nur den gewaltigen Geldüberfluß deS Weltmarktes. Es ist eine unglückliche Idee, die Verfassung«« Partei für all die Sünden der Gründerzeit anzuklagen, umfomehr. weil da« goldene Kalb der gegenwär« tigen Regierung, die Länderdank, von deren Ab-fällen Blätter vom Kaliber der „Südsteirischen Post" ihr ephemere« Dasein fristen, zu ihrem Schutzpatron einen Mann zählt, der offen und bündig erklärte, daß er in Oesterreich nur fron-zöfische Interessen verfolge und eben dieser Aeußerung wegen von der BerfassungSpartei vor die Thüre gefetzt wurde. , Recht jesuitisch sieht e» a»S, wenn die „Süd-steirifchePost", um unseren Abgeordnete» Dr. gor-e g g e r irgendwie beizukommen, eine Gründer-liste von BerwaltungSräthen — natürlich nur der liberalen Partei — veröffentlicht. Es ist dies der alte verbrauchte Kniff, den ja auch EhrenNarod gelegentlich der letzten ReichSrathSwahlen mit vielem Ungeschick versuchte. Damals wurde in der dem letztgedachten Blatte eigenen verlogenen Weife den harmlosen Lesern mitgetheilt, daß Dr. Foregger sich nur darum um ein ReichSrathSmandat bewerbe, damit er BerwaltungSrath werden könne. Heute tritt die südsteirifche Angeberin den gleichen Quark breit und sucht dadurch in Ermanglung jede« po-si'.iven VorwurfS gegen den gedachten Abgeordneten Stimmung zu machen. Sie hat jedoch damit wenig Glück, denn die Wähler Dr. Foregger'«, soweit sie nicht von national-clericale» Dünsten umnebelt sind, wissen, daß da« Ehrenamt eine« VerwaltungSrathe« Niemanden schänden kann. Wenn Dr. Foregger auch zehnmal Ver-waltungSrath wäre, so könnte die« sein Ansehen nicht trüben. Der Genannte war jedoch, seit er da« ReichSrathSmandat ausübt, keine Minute BerwaltungSrath, während indeß der nationale Abgeordnete G o e i» 11 • ? o n o tj im Berwal« tungSrathe der Länderbank und zweier anderer Institute thront. Die „Südsteirijche Post" möge daher, wenn sie schon durchaus denunciren muß, sich die Ge-schichte von Splitter und Balken vor Augen hal-tcn, damit ihr keine so albernen Ungeschicklichkeiten unterlaufen. Mit frechen Lügen und perfiden Unterstell»»« gen läßt sich nicht» erreichen, uno der Denunca-tion«sport, welcher den Aufputz jeder Nummer de« gedachten Blatte» bildet, wird weder der na» tionalen noch der klerikalen Sache einen Dienst erweisen, sondern nur der Verbitterung, welche die VersöhnungSaera herausbeschwor, neue Nahrung zuführen. Feuilleton. Zn den Gewittern der Zeit. Roman von Max Vogler. (13. Fortsetzung.) Wer mag denn jener schweigsame Mann sein, der gesenkten Haupte«, ernst und sinnend, dort in einem der engsten, dunkelsten Gänge wandelt? Haben wir diese starkknochige, markige Ge-ftalt nicht schon gesehen? Un« dünkt so. Ader der Gang de« einsam Dahinwandelnden ... wir sahen jene kräftige Männergestalt ja sonst NetS fest und energisch einherfcheiten. und jetzt so langsam, so zögernd, so unentschlossen, so teise Fuß vor Fuß . . . Man ei kennt Helmbold in der That kaum wieder. Ganz andere Gedanken sind » freilich auch gegen die früheren, die jetzt seine ganze Seele bewegen. Porher träumte er von Paradiesen, die sich schnell im feurigen Fluge erreichen ließen, von Ansehen. Ruhm und Glück; er sah unbeschränktester Freiheit Morgenlicht schon in vollem Glänze über ein leidenschaftliches, erlöste« Menschenherz herein« breche» . . . wa« Wunder, daß er damals fo stolz da» Haupt zurückwarf und fo sicher und fest ent-schlössen dahinschritt? Damals hatte er sich ein goldige« Bild der Zukunft vorgezaubert, und ihr lenchlender Glanz hatte fein Herz berauscht. Damals sah er nicht die Schatten in diesem Bilde, und er hatte die Wahrheit mit ihren ernsten, traurigen Augen noch richt geschaut. Nuu aber, da er ein Geisteswerk nach dem andern mit gierig verlangender S-ele in sich auf-nahm, da ihm die Offenbarungen Willibald's durch den Busen klangen, nun stieg er hinab in da« langsam läuternde Fegefeuer der Wahrheit, wo züngelnde Flammen Herz und Geist peinvoll martern. Der strahlende Glanz jene« goldigen Bilde« er weilte wohl immer »och leise vor seinen Blicken; aber er sah e« haltlo« in der Lust schwebe» und vergeben« noch der Stützt, auf der e« für alle Ewigkeit, fest begründet, ruhe» könnte. Manchmal war's ihm, al« habe er eine solche Stütze ge-funden, al» habe er sie sicher erschaut; dann wieder sah er da» glanzvolle Bild, und mit ihm Alle», Alle» in der Luft zerrinnen . . . Der strebsame Arbeiter wiegte sich jetzt nicht mehr in dem süßen Wahne der Gewißheit, er seufzte in den qualvollen Glulhen de» Zweifel». Den schwierigste» Problemen, die für ihn früher gar nicht vorhanden waren, sann er jetzt nach bei Tag und Nacht; er hatte eben erst Göthe'S „Faust" gelesen und . . . wa» die Haupt-sache war . . . verstehen gelernt. Die unsterbliche Dichtung war ihm wohl auch früher schon im Schauspielhaus? an der Seele vorübergezogen, doch e» war ihm dann höchsten» gewesen, al» habe sich ein schwerer, dunkler Schleier, ein dumpfe» Alpdrücken auf seine Seele gelegt, wa» schnell vorbei ging, aber jetzt . . . mit welcher Feuergewalt fielen nun die schwere» Körner ewiger Weisheit von der Menschen Glück und Leid, von deS Leben» Zweck und Ziel, von dem, .wa» die Welt im Innersten zusammenhält" in sein Herz! Vielleicht dämmerte e« ihm jetzt, dem nach Wissen und Bildung lechzenden Arbeiter, der die Reichen ob ihrer zu dieser führenden Mittel be» neidete . . . vielleicht dämmerte ihm jetzt da« taurige, aber über Alles heilsame Bewußtsein, daß bloßeS Wisse», bloße Bildung, und wenn sie Himmel und Erde umspannen würde, allein nim-mer glücklich zu machen vermöge». Die meisten seiner Camerade» ahnten freilich kaum im Entferntesten, welche qualvollen Gedanken fetzt Helmbold ununterbrochen beschäftigten . . . pah! Sie stocken noch tief im Koth und lechzten aufhören, die Landliga gänzlich zu unterdrücken, alle Häupter zu verhaften und alle öffentlichen Meetings durch sechs Monate zu verbleien. Der „CzaS" bringt aus Krakau die Mel-düng, der Czar habe sich mit dem Großfürsten Constantin versöhnt. Aus Sofia liegt die Privatnachricht vor, daß das diplomatische Corp« der rumänischen Regierung eine Beschwerden»«? wegen der Zunahme des Banditenunwesen« überreicht habe. Kleine Chronik. Cilli. l. Juni. iAuS dem Gemeinderatbe.) Unter dem Vorsitze deS Bürgermeister« Dr. Neckermann fand Sonntag den 29. Mai eine außerordentliche Gemeinderathssitzung statt. Auf der Tagesordnung stand die Neuwahl des Spzrcasse - Ausschusses. Bevor dieselbe vorgenommen wurde, widmete ver Vorsitzende dem bisherigen Sparkasse- Ausschüsse für die Liede und Opferwilligkeit, mit welchen er während der vierjährigen FunctionSdauer die In-lercsscn des für das Gedeihen der Stadt so her» vorragenden Institutes vertreten hatte, warme beredte Worte. Seinem Antrage, dem bisherigen Sparkasse-Ausschüsse für das ersprießliche Wirken den Dank der StaMgemeinde auszusprechen, stimmten die Gcmeinderäihe durch Erheben von den Sitzen zu. Nachdem hierauf der Vorsitzende die auf die Wahl bezughabenden Paragraphen des Sparkasse-Statute« vorgelesen und den Gemeinde-Ausschuß ersucht halte, ohne Rücksicht auf politische Anschauungen nur solche Mitglieder zu wählen, welche sich durch guten Willen und Befähigung für diese Ehrenstelle eignen, wurde die Neuwahl vorgenommen und hiebet die Herren: gränz Bahr. Anton F e r j e n. Dr. Carl HigerSperger, Johann I e l l e n z, Raimund Koscher. Johann »reizberger, Edmund Langer, Adolf Lutz. Fritz M a t h e s, Carl P o S p i ch a l, Josef R a k u s ch, Julius Rakufch. Dr. HannS S a j o v i tz. Moriz Sajovitz, Gustav S t i g e r. Victor W o g g und Franz Z a n g g e r gewählt. Es sei hiebei bemerkt, daß auch der jeweilige Bürgermeister der Stadt Eilli statutenmäßig Mitglied des Sparc^sse-AuSschusfi» ist. — Der öffentlichen Sitzung folgte eine vertraulich: Be» sprechung. (G e m e i n d e? a t h « f i tz u n g.) Freitag, den 3. d., findet eine Gemeinderathssitzung statt. Auf der Tagesordnung stehen diverse Berichte der Bausertion, ferner der Antrag des Special-comiivS betreff» Erbauung eines Strafhauses und ZuständigkeitSberichte der RechtSfection. (,U nfere Kinder sollen Deutsch lerne n",) daS Slovenische prositiren sie ohne» die« zu Hause. Diese Antwort ertheilt?» vorigen Sonntag slovenische Eltern, welche wegen Aus- bleiben» ihre- Kinder von der Schule (Umgebung Cilli) zur Rede gestellt wurden. (Technologische« Gewerbe - M u » f e u in in Wien.) Im Winter-Semester 1681 und 1882 werden an der Sektion für Holz-Industrie folgende Special.Lehrcurse abgehalten werden: SpeeialLehrcur« für ha »«industrielle Schnitzerei und Drechtlerei (zum zweiten Mate). Special-Lehrcor« zur Ausbilounz von Werkmeistern in der llorbflechterei und Weidencitltur (zum dritten Male). Die Special Lehreurse für Möbet» und Bautifchlerei beginnen am 1. Ociober und bilden eine höhere Fachschule für Möbel, und Bautifchlerei (UnterrichlSoauer 2xjt I ihre), eine Lehrwerkstätte und eine Fortbildungsschule. Auf» < nahmSgesuche bi« 1. September 1881. Programme versendet gratis und franco auf Verlang n da« Bureau des Technologischen Gcwerbe-MufeumS in Wien, 1.. Efchenvachgafse 11. Pettau, 27. Mai 1881. (Orifl.-Corr.) lgur Volkszählung) Ter politisch« sttejirt Pcllau zählt 81.828 Einwohner, u. z. 39.235 männlichen und -12.093 weiblichen Ge schlechtes. Tavon entjallen aus den Ee-richtSbeziri Frieda» 13.649 (8706 männl., 9943 weidl.) ; auf den GerichlSbezirt Pettau 5l>.M7 <24.481 männl-, , 25.723 weidl. >, und auf den GerichtSbeziet Rohitsch 12.422 (6015 männl, «>427 lreibl). Rücknchltich des Viehslande» haben sich im politischen Bezirke nachstehende Taten ergeben: Pferd« 64SS, Esel 3. Rinder M.820, Ziegen 476. Schale 1369, Schweine 43.881. Bienenstöcke 8345. (F e l S a d st u r z.) Gestern RachtS fand auf der Eifenbahnstrecke Eilli» Tüffer ein FelSabsturz statt. Da» abgestürzte Material« wurde nicht rechtzeitig bemerkt und so kam e». daß die Maschine des Wieii-Tliester Nachtichuellzuge» an demsetoe« anfuhr und dienstunlauglich wurde. Es mußte i'aher von Tüfser aus eine Hitfsmafchine rrqui» rirt werden. (S ü d b a h n.) Mit dem heutigen Tage beginnt auf der Südbahn eine n.ue Fahrordnung. (F e ch t f ch u l e.) Daß die schöne Fechtkunst nicht nur eine ritterliche Waffenü?u»z für H-rrea fei, sondern auch angesichts oer leichten graciöser» Körperbewegung, verounden mit geistlicher Anre-gung, als vorzügliches Mittel zur Belebung und Entfaltung innerer Orzane angesehen wird, zeigt uns der erfreuliche Unftarn, daß auch Damen dieser edlen Kunst huldigen, und an dem vom Grazer Fechtmeister Herrn Prieger geleiteten Ficht-unterrichte iheilnehmen. Das Fechtwcat ist nicht mehr im Theatergebäube, sondern i» der Herren-gaffe Nr. 126, 1. Stock. (Theater in Tüffer.) Mit der Costa-schen Posse »Ihr Corpora!" eröffnet morgen die Mayer'sckie Theatergesellschaft ihre Vorstilluiigen in Tüffer. (Vom Blitze erschlagen.) Vorgestern zwischen 11 und 12 Uhr wurde der Knecht Politische Rundschan. Silli. 1. Juni. DaS Triumphgefchrei der officiöfen Wohl-dienn des Grafen Taaffe hat die beabsichtigte Wirkung erzielt. Die Schlußabstimmung über das 'Gesetz betreffend die Prager Universität fand die verfassungstreuen Clubs wieder geeinigt. Sie stimmten in dritter Lesung gegen da« ganze Ge-setz. Dies geschah nachdem die Tschechen den An» trog Granitsch wegen Aufnahme der Bestimmung über die deutsche PrüfuugSfprache in da« Gesetz mit einem Antrage auf Uebergang zur TageSord-nung beantwortet hatten. DaS Herrenhaus hat gestern nach mehr als fünfstündiger Debatte das Gesetz betreffend die Festsetzung der Grundsteuer-Hauptfumme in der vom Abgeordnetenhause Voluten Fassung mit 64 gegen 45 Stimmen angenommen. Die „Mittel-Partei" unter Führung des Grafen Witmann» Sedlnitzkl) gab den Ausschlag, indem sie mit der ministeriellen Rechten stimmte. Die Eisenbahncommiffion des Herrenhauses lehnte die Westbahnvorlage od. Die in der vorgestrigen Abendsitzung deS Abgeordnetenhauses vorgenommenen Wahlen in die Delegationen ergaben für die Linke eine Ma-jorität von zwei Stimmen. Es wurden 21 Mit-glieder der BerfassungSpartei und 1!) Mitglieder der Rechte» gewählt. Für Steiermark wurden die Abgeordneten Magg und Heilsberg als Delegirte und Abg. Portugall als Ersatzmann gewählt. Das ungarische Uulerhius hat den Gesetz-entwurf betreffend die Regelung der HrndelS-u»d Verkehrs Beziehungen zu Deutschland in der General- und Specialdebatte angenommen. Im Laufe der Debatte hatte der Ministerpräsident Tisza erklärt, daß er sich über die Revision teS Zolltarifs jetzt nicht aussprechen wolle. Er bemerke nur so viel, daß auch diese Frage unter die in Verhandlung befindlichen Frage» gehöre. Seiner individuellen Ueberzeugung nach könnten die Ver-Hältnisse Ungarns auch dahin drängen, in Betreff der Rohprodukte in gewisser Beziehung eine Schutz-zollvoluik zu befolgen, doch bedürfe diese Frage »och einer eingehenden Erwägung. Der Handels-minister hatte die Ausführungen Appony s wider-legt, welcher behaupiet hatte, daß ein autonomer Zolltarif nur Oesterreich zu Gute komme. Dem deutschen Reichstage ist eine neue Denk-schrift Bismarck's betreffs der Subvention deut-scher Dampferlinien nach der Südsee. Australien und China zugegangen. Die Denkschrift deutet eine künftige Vorlage über den deutschen Länder-erwerb an der Süds«. Der deutscht Bunde«rath hat in seiner vor-gestrigen Sitzung den Handelsvertrag mit Oester-r»ich-Ungar» angenommen. Die englische Regierung beabsichtigt, fall« die Unruhen in Irland nicht in einige» Tagen nach Geld und Gut, noch Freude und Genuß... was schreckten sie Probleme? Nur t>ei wenigen erst entstammte der Wunsch »ach einer Verbesscrung ihrer Lage dem Bedürfniß nach einer größeren Bildung, und viele von ihnen hatte» schon lange begonnen, Helmbold zu zürnen, weil er nicht mehr mit dem alten Muth, mit dem früheren rücksichtslosen harten Sinn, mit dem alten Trotz bei den ChcfS ihre sich stets vermehrenden und bi« zur Unmäßigkeit sich steigernden Wünsche vertrat. Nur manchmal »och stellte er sich Herrn Li«wendt sen. schroff und energisch entgegen, und vollend«, seit er zu der Stellung eine« Beamten befördert worden war, begann er, so meinten die Arbeiter, sich ganz und gor zu ändern. Sie konnten e« nicht verstehen, daß Helmbold nach wie vor ihre Sache vertrat, daß es aber Viele« gab, wa» sie nicht kannten und wa« ihn bestimmte, diese Sache in anderer Art zu vertreten, al« ihre blinde Leidenschast sie drängte. Mit wilder Hast stürzte sich die Leidenschaft der Arbeiter über ihn her und warf ihn al« einen Abtrünigen von sich. Man mied seinen Umgang, mit stechenden Blicken sah man ihn und brummte Flüche und ballte im Verborgenen die Fäuste. . . Nur ganz wenige, denen er zuweilen seine Gedanken verrieth, und die Geduld und Fähigkeit genug besaßen, um au« allen diesen Gedanken die alte, reine Liebe zu den armen Genossen seine« Stande« leuchten zu sehen, sein unablässiges Streben für die Linderung ihres Elends zu erkennen, waren ihm al» Freunde treu geblieben. Helmbold war jetzt, in tiefe Gedanken ver-funken, au» dem Dunkel der Bäume herauSge« treten und befand sich auf der sandigen Fläche, über die der Weg nach Moabit hinüberführt. Keine einzige der hohen Dampfessen dieses Fabrikcomplexe« war zu erkennen; rabenschwarze Nacht lag Über der Erde. Ein feuchter Niederschlag, halb Schnee fiel vom Himmel herab, und nasse, kalte Luft strich über da» Feld. Helmbold zog feine» Winterüberrock noch fester an sich heran. Er vermochte keinen Weg mehr zu sehen und inte ziellos auf den feuchten Sandboden umher. Er hatte wohl nicht bemerkt, wie bei der letzten Gas-Laterne, die einen der Hauptwege de« „Thiergartens" erhellen half, zwei dunkle Gestal-teu an ihm vorüberschritten und, nachdem sie ihn prüfend in'« Auge gefaßt hatten, in da» Dunkel der Bäume hineingingen. Dann, al« er sich ein Stück von Ihnen entfernt, traten sie, schüchtern um sich blickend, wieder hervor und folgten in kurzer Entfernung dem sich ganz feinen Gedanken überlassenden Ar-beiter nach. Dieser kümmerte sich um nicht« und schritt sinveud weiter. Kein einziger Stern stand am Himmel, e« war so recht eine Nacht, um schwermüthig zu sein .. . Plötzlich stand Helmbold still. Leise« Flüstert» in seiner unmittelbarsten Nähe hatte ihn in sei-nein düsteren Brüten gestört . . . Aber noch hatte er sich nicht umzudrehen vermocht, al« ihn zwei Männer mit kräftigen Hände» packten und ein heftiger Stoß nach seiner Brust geführt wurde, dem er indeß durch eine ge» schickte Wendung entging. Der so schnell aus seinen Träumen Gerissene bemühte sich, die Hand, die diesen Stoß nach ihm ausgeführt, zu erfassen, und gewahrte dabei, daß sie ein scharf geschliffenes Messer hielt. Er vermochte den Arm de« Angreifer« nicht zu erhäschen, uud während ihn der Andere der von der Nacht völlig in Dunkelheit gehüllten Männer zu Boden zu stürzen suchte, führte die-selbe Hand einen Stoß nach seinen Augen au«. Dieser Stoß hatte sein Gesicht getroffen, und Helmbold fühlte, wie da» warme Blut üoer seine Wangen floß. Mit der Eatkchloffenheit eine« Verzweifelte» aber versetzte er jetzt dem Verruchten aus kraft» voller Hand einen wuchtigen Hieb in'» Antlitz, daß er stöhnend zu Boden sank. In demselben Augenblicke stürzte sich jedoch auch schon der Andere wieder von hinten auf Helmbold und brachte ihn zum Fall. Lebetisch nik ju Lositsch bei Heilenstein, al« er mit den Pferden von der Hutweide zurück-kehrte, vom Blitz« getödtet. (T h i e r k r a n k h e i t e n.) In Blanca bei Rann herrscht der Milzbrand. (11 e b e r f il 11 n n g.) Da auch die Räum-lichkeiten des Karlauer Gefangenhause« die Zahl ter unfreiwilligen Käste nicht zu fassen vermögen, so mußten 19 vom hiesigen Kreisgerichte verur-theilte Verbrecher nach Eapodii'tria überführt wer« »en. ES ist die» seit fünf Jahren der erste solche Fall. (Falsifikat.) In einem Gasthause zu Doll (Bez. Cilli) wollten zwei Gäste aus Croaiien ihre 29 Kreuzer betragende Zechschuld mit einer falschen Zehn-Guldennote begleiten. DaS Falsistcat wurde jedoch rechtzeitig erkannt und die beiden Industrien«» verhastet. (? a n d e S str e i f u n g.) Bei der letzten allgemeinen LandeSstreisung in Sleiermark wurden 360 männliche und 64 weibliche Individuen auf-gegriffen. Davon entfallen auf die Bezirkshaupt-Mannschaft Marburg 19. Eilli 18, Pettau 14, RatkerSburg 10, Rann 5. (D iebstah l.) Aus dem Stallt deS Hotels ^Elefant" wurde dem OfficierSdiener Johann koviü ein hölzernes Kistche», in dem siä eine Geldbörse mit 5 fl. und eine silberne Ankeruhr befanden, gestohlen. (L u r s ch e u « R a ch e.) Der Riemer Franz Eisinger in Wind.-Feistritz wurde von seinem HandwerkSgenoffen Joseph Turilsch im BUte überfallen und mit einem Scheite geschlagen. Am nächsten Tage begab sich Eisinger zu einem Grund-besitztr in der Racdbarjchafl, um dort zu arbeiten. Überweg« ruhte er im Schatten ti»e« Baume« aus und während er schlief, kam Turiisch herbei-geschlichen, entriß dem Gegner ein Messer und verwundete denselben lebensgefährlich am Halse. Der Thäter entfloh, wurde aber bereits nach Verlauf einer Stunde von der Gendarmerie ver» hastet. Junis. Eine Reise-Erinnerung. (Schluß.) Nach den üblichen Dank- und Begrüßung»-formeln begleitete uns der Eeremonienmeisler wie-der hinaus; außer einigen Eunchcn, dem Bey und seinem Gefolge hatten wir niemanden gesehen, ein letzter Gruß mit der Hand an Stirne, Mund «nd Brust, die Pforte schloß sich und wir waren um da» Vergnügen reicher, Mochamed es Sadok von Angesicht zu Angesicht gesehen zu haben — leider daß zu jener Zeit die tunesische Frage den Äelttheil noch nicht >o beherrschte, daß der Bey «och nicht der interessante Mann der Gegenwart war — ich hätte ihn mir vielleicht genauer de-trachtet — so machte er den Eindruck, den all' die zahlreichen Bali'S und Pascha'« auf den Euro-päer zurücklassen, nämlich — gar keinen. Außerhalb der Thore der Residenz liegt orientalischer Unrath fußhoch, die ausdünstenden MiaSmen verpesten die Luft, rings um jenen Palast, in dessen Innern man in von Rosenöl und Ambra geschwängerter Atmosphäre lebt; — überall im Oriente derselbe grelle Eontrast, der nur im Leben jener Rationen möglich ist, wo e» eben nur wohllüstige Herrscher und schmählich Beherrschte givt, wo die Masse de» Volke« nur für die Harem« und für den Glanz de« Palaste« Frohndienste leistet, wo die Natur alle« von selbst liefert und dem genügsamen Türken jede Hand» arbeit erspart. Der Ausflug zu den Ruinen von Earthago, wenn man die spärlichen Reste alten Gemäuer«, die in öder, sandiger Eaene liegen, so nennen will — bietet wenig de« Interessanten. Diese Trümmer haben nur mehr den Werth, sie geiehen zu haben, um sagen zu können: „ich bin auf den Ruinen von Chartagv gewesen." Der Spazierritt auf die Hacienda eines gastfreien Italiener« bot dagegen viel des Inier-effanten. — Die Fruchtbarkeit de« Bodens bei nur halbweg« angemeffcner Äcarbeitung ist eine phänomenale. Was die Natur Herrliches au Flüchten hervorbringt, wächst wild in Tunisien. — Alle Äetreideaneu, Melonen, Bananen, Fei« gen, Datteln, was der Magen eine« Früchten-gourmanb« >n Europa nur träumt, genießt der ärmste der Bewohner in Abondance. Auf diesem Bestie hatten wir Gelegenheit, die künstliche Be-fruchtung der Dattelpalme zu sehen. Im Früh-jähre (Ende März — April) blüht die Palme und wird dann künstlich befruchtet, invem man mit einem spitzen Holzstocke die weibliche» Blüthen-riSpen öffnet und ein Büschel mit männlichen Blüthen dazwischen klemmt — eine männliche Palme reicht für 100 weidliche — ; da« ist die einzige Mühe, die der Baum macht, gewässert wird er nie. Der Ertrag eine« ausgewachsenen gesunden Baume«, der eine Höhe von 40—70 Fuß erreicht, variiU zwischen 25—50 Pfund Datteln. Noch fünftägigem Aufenthalte verließen wir die Rhede von Goletta mit dem wehmüthigen Eindruck, den ein fruchtbare« Land bietet, da« durch Mißwirtschaft und ohne jede reele Handel«-Politik immer tiefer herabsinkt — ein Land, da« ein Emporium deS mittelländischen Handel» wer-den könnte. Alle Bedingungen seiner wirthschaft-lichen Existenz sind ihm gegeben — ist ja trotz Allem sein Handel noch immer ein bedeutender — Seide, Leder, Südfrüchte, Oel und Wolle werben ausgeführt; und wenn in der Zukunft eine europäische Macht in Tunis festen Fuß ha-ben wird, wenn es den Franzosen gelingt, dort, wo schon Don Juan DÄustria europäische Ge« sittung und Eultur hintragen wollte, sie auch ein- Rasch seine gefährliche Page erkei.nend. hielt dieser beide Arme ausgestreckt vor die Brust, und alt der Gegner aus thu eindrang, warf er ihn mit zwei wuchtigen Bewegungen von sich . . . Da« Alle» mochte kaum fünf Minuten ge» daunt hiben. Den Augenblick, der ihn von Beiden frei machte, benutzend, floh Helmbold in der Richtung noch dem „Thiergarten" von bannen. Al« er in feiner Nähe wieder da« Läuten vo» de» Pserdeeifendahnen her hörte und da« Licht der Laternen durch die Bäme schimmern sah, blieb er »schöpft stehen und athmete tief auf. Das Blut rann in heißen Strömen von feiner Stirne herab ; das Messer hatte unmittelbar über tem rechten Auge gesessen und ihm unter der Hirnhaut eine lange, liefe Wunde beigebracht. Helmbold preßte sein grobe« Taschentuch auf den Blutquell und eilte so schnell wie möglich nach dem Hamburger Bahnhof zu. Dann ging'« raschen Schritte« an diesem vorüber und in eine der sich an da» Wedding an-schließenden Straßen hinein. Da» Unwetter hatte sich inzwischen noch ge-steige«, uno der kalte Nachwind peitschte dicke Regentropfen an die Scheiben der Ga«laternen. Helmbold triefte vor Schweiß, al« er an der Thüre de« Hause«, in welchem sich seine Wohnung befand, angekommen war. Er riß die Thüre auf und keuchte die Treppe empor . . . Die Abendstunden waren schnell vorüderge-eilt; e« mochte jetzt schon elf Uhr fein, aber in den niederen Kellerwirtschoflen, wo fast nur Arbeiter verkehren, ging e« noch lebhaft zu. Oaen in der Wohnstube Helmbold'« saß eine greise Frau, die wohl schon dem siebzigsten Lebensjahre nahe fein konnte, auf dem alten, mit einer wollenen Decke belegten Holzgestcll, da« man Sopha nannte. In ihr schmale« Gesicht hatte die Zeit zahl-reiche Spuren von Sorge und Kummer gegiaben. Aber die gutmüthigen Augen blickten noch lebendig, und da« graue Haar, welche» noch in ganzer Fülle ihr Antlitz umrahmte, machte ihre Erscheinung zu einer höchst ehrwürdigen. Sie war Helmbold'« Mutter. Eben im Begriff, die Nachtruhe auszusuchen, la« sie in der alten Familienbibel, die aufgeschlagen vor ihr auf dem schmucklosen Tische log. Al» der Sohn hastig die Thüre aufgerissen hatte und schnell hereintrat, nahm sie die Brille von den Augen und sah nach der Schwelle de» Zimmer« hin. — Mein Gott I Wa» ist dir geschehen? rief sie auf da» Höchste erschrocken au«, al« sie den Sohn mit verstörtem Gesicht und mit Schmutz be» deckten Kleidern näher kommen sah. (Fortsetzung folgt.) zubürgern — dann wird Tunisien auch wieder werden, wa« e» zu Hamilcar'S und Hanidal'» Zeiter gewesen ; die glänzendste, fruchtbarste Eolonie Nord-Africa«. X. 'f. Eingesendet.) 1 Interessant ist die in der heutigen Nummer unserer Zeitung sich befindende Glückö-Anzeige von Samuel Heckscher senr. in .Hamburg. Diese» Hau« hat sich durch seine prompte und verschwiegene Auszahlung der hier und in der Umgegend gewonnenen Beträge einen drrmafsen guten Ruf er-worden, dav wir Jede» au» dessen beutiges Inserat schon, an dieser Stelle aufmerksam machen. Gourse der Wiener Aörse vom I. Juni 1881. Goldrente...........94.40 Einheitliche Staatsschuld in Noten . 76.60 in Silber . 77.25 l860er Staa'.S-AnlehenSlose .... 133.25 Bankactien........... 834.— Creditaclien.......... 354.25 London............116.1)5 Navoleond'or.......... 9.30 k. k. Münzducalen........ 5.55 100 Reichsmark.........57.20 Eisenöalw-JaKrordnung. Richtung W i e n - T r i e st. Ankunft Absähe» Tages'Eilzug................ 3.40 3 42 Nachm. Nachl-Eilzug................. 3.34 3.36 Nacht«. Postzug.....................11.32 11.42 Mittag. Postzug.....................11.42 11.47 Nacht«. Gemischter Zug..............5.22 5.80 Nachm. Richtung Triest - Wien. Ankunft Abfahrt Tage« Eilzug................ 1.12 1.14 Nachm. Nacht-Eilzug.................12.24 12.2« Nacht». Postzug..................... 3.55 4.01 Früh. Poftzug..................... t.26 4.32 Nachm. Gemischter Zug.............. 0.11 S.I9 Vorm. Secundürzug ab Cilli 6 Uhr Früh Ank. Laibach 9 Uhr 24 M Vorm. ab Laibach 5 Uhr 45 M Abd«. Ank. Cilli 9 Uhr 4 M. Abb«. Msahrt der Folien von Cilli nach: Sachsenfelb, St. Peter, St. Paul, ftrnnz, Miltnig, Trojina, Luknwed, Bir, Laibach um 5 Uhr Früh. Fraßlau, Prahbcrg, Laufen, Lberburg um 5 Uhr Fnih. Willa«, Schönstem, Mißling, Wmdischzra; um 5 Uhr Früh. Neubau« um 12 Uhr Mittag«. Hohenezg, WeUeastem um 13 Uhr Mittag«. Sachsen seid, St. Peter, St. Paul, Frau, um 1 Uhr 5 M. Nachm. Mit 1. Juni 1831 begann ein neue» Abo»« nement auf die wöchentlich zweimal erscheinende „Killier Zeitung". Der Abonncment»prei» beträgt: Für Cilli mit Zustellung in« Hau«: Monatlich st. — 5ö Vierteljährig „ 1.50 Halbjährig „ 3.— Ganzjährig „ 6.— Mit Poftversendung (Inland): Vierteljährig fl. 1.60 Halbjährig „ 3.20 Ganzjährig „ 6.40 Jene P. T. Abonnenten, deren Abonnement mit 31. Mai d. I. zu Ende ging, ersuchen wir nm sofortige Erneuerung, damit in der Zusendung keine Unterbrechung eintrete. Administritiou der „Cillier Zeitung". ^ Zwei möblirte Zimmer mit separatem Eingang sind iu vermiethen Mfmuftt» $»tot* /•«. Eine Wohnung mit 4 Zimmern, sammt allem Zugehfir. ist in den billigsten Bedingungen ZU vermiethen. Cilli, Wiener* strasse No 7. 50— Auskunft 1*1 Kr. Karl Ptihl, Sattkrraeister nebenan. Danksagung. Allen, welche dem nun in Gott ruhenden Lehrer. Herrn JOSEF LEVER so herzliche nnd aufrichtige Theilnahme während seiner langwierigen Krankheit bewiesen; Allen, welche «ich beute an dem ovationeilen Geleite zur letzten Ruhestätte betheiligten und Oberhaupt Allen, welche in irgend welcher Weis« an dem traurigen Schicksale des theuren und nnvergesslichen Verstorbenen theilnahmee, insbesondere den löbl. Schul-behfirden, dem lObl. Officiers-Corps, der hoch würd. Geistlichkeit, den Herren Professoren, Lehrern und Beamten, den Frl. Lehrerinnen, dem löbl. Lehrervereine. der löbl. Citalnica und den Herren Singern diese» Vereines, den vielen Spendern von Kränzen nnd Blumen sagt im eigenen und im Namen der trauernde» Angehörigen aus tiefinnigster Rührung den wärmsten herzlichsten Dank. Josef Ludw. Weiss. Cilli 29. Mai 1881. 267—1 500 Gulden 411-13 zahle ich dein, der beim Gebrauch von Rösler's Zatin-nini1. 263 ' i w. a 2000 M 75,000 M 12 Gew. a 1600 M. 60,000 M. 2 ( e .v. a 1200 M. 40,000 M. 631 Gew. a 1000 M. 30.000 M. 873 Gew. a 800 M. 25,000 M. 1060 Gew. ä 300 M. 20.000 M. 60 Gew. a 200 M. 15,000 M. 100 Gew. a 150 M. 12,000 M. 28860 Gew. ä 138 M. 10,000 M. 3000 Gew. u 124 M. 8,000 M. 75 Gew. ä 100M. 6,000 M. 7800 Gew.a 04 U.07M. 5,000 M. 7850 Gew. a 40 u 20M. und kuininen solche ia wenigen Monaten in 7 Abtheilungen zur »leliereis Entscheidung. Die erste Gewinnziehung ist amtlich auf den 15. nnd 16. Juni (1. J. festgestellt und kostet für dies« erst« Ziehung das ganze Original-Los nur 3 fl. 50 kr. das halbe Original-Los nur I fl. 75 kr. das viertel Original-Los nur 88 kr. und werden diese vom Staate garantirten Original-Loose (keine verbotenen Promesscn) gegen frankirte Einsendung des Betrages selbst nach den entferntesten Gegenden von mir versandt. 497— Jeder der Betheiligten erhält von mir neben seinem Oi-iginal-Loae auch den mit dem.Staatswappen versehenen Original-Plan gratis und nach stattgehabter Ziehung sofort die amtliche Ziehungsliste unaufgefordert zugesandt. Die taMiin ü. Versendung ier Gewinngelder erfolgt von mir direct an die Interessenten prompt und unter strengster Verschwiegenheit. Jede Bestellung kann man einfach auf eine Postelnxahlungskarte oder per recom-mandirten Brief machen. DOS* Man wende sich daher mit den Auftrügen Vertrauens voll an 181 Samuel Heckscher sen., Banquier and Wechsel-Comptoir in Hitnihtirjt. Die Unterzeichneten erfüllen hiemit die traurige Pflicht, allen Verwandten, Freunden und Bekannten, Nachricht zu geben von dem Hinscheiden ihres innigst-geliebten Vaters, beziehungsweise Bruders, Schwieger-, Gross- und Urgrossvaters, des Herrn JOHANN PLENTL, Bürger und Realitäten-Besitzer, welcher gestern, Morgens 2 Uhr, nach kurzem Leiden und Empfang der heiligen Sterbesacramente, im 86. Lebensjahre selig im Herrn entschlafen ist. Das Leichenbegängniss findet morgen, Donnerstag den 2. Juni, Nachmittags 5 Uhr, vom Trauerhause aus auf dem Eriedhofe der Umgebung Cilli statt Die heil. Seelenmesse wird Freitag, den 3. d. M., Vormittag 8 Uhr, in der Abtei-Stadtpfarrkirche zu St Daniel gelesen werden. CILLI, 1. Juni 1881. 2G8—l Die trauernden Hinterbliebenen. Druck und Verlag von Johnnn Habusvb in Cilli. Verantwortlicher Redacteur Max Besossi.