Mittwoch dm 81. Juni 1876. ZahrMg. Vit „Marb»fger öeiiuna" erscheint jeden Sonntag. Mittwoch und Freitag. Preise — für Marburg: ganzjähria 6 fl., halbjährig 8 fl., vierteljährig 1 fl. 60 kr; für Sustellung in» Hau» monatlich 10 kr. — mit Postversendung: ganzjährig 3 fl., halbjährig 4 fl., vierteljährig 2 fl. 3nsertion»gebahr 3 kr. pr. Zeile. Türkischer Versassmigßschviildrl. I. Marburg, 20. Juni. Midhat Pascha, der Neformniinister des Reformsultans Murad.V. hat einen Versassungs-entwurs ausgearbeitet^ welcher vom groben Mi-nisierrath unter Mitwirkung sämmtlicher in Konstantinopel allwesenden Würdenträger genehmigt worden. Me europäische Türkei zählt neun, die asiatische sechzehn Provinzen. Jede dieser Provinzen soll vier Vertreter wählen; die Zahl der Vertreter siU Konstantinopel wird später sestgestellt. Die Wahl ist nicht uinnittelbar, sondern wird durch Gemeinderäthe und Provinzialräthe vorgenonlmen. Diese mittelbar gewählten Vertreter bilden den Nationalrath. Der Staatsrath, »ms Vorschlag der Negierung vonl Sultan ernannt, hat ausschliehlich das Recht der Initiative und entwirft die Gesetze. Der Nationalrath ist nur berechtigt, die vorgelegten Gesetze abzulehnen. Diese Gesetze beschränken sich aus die innere Verwaltung und aus wirthjchaftliche Angelegenheiten ; die äußere Politik ist dem Wir» kuugskreise des NationulratheS gä!»zlich entzogen. Die Milttster sind detn Nationalrath verantwortlich und ist dieser berechtigt, Anfragen zu stellen und Tadel auszusprechen. So lauten die wesentlichen Bestimmungen der neuesten Verfassung; dies sind die Grundrisse, nach welchen dort unten anl Goldenen Horn, wie die Türken in Wien versichern, der Nenba»» eines „Rechtsstaates" ausgeführt werden soll ^ vorausgesetzt, daß die Aufständi- schen entweder freiwillig die Waffen niederlegen oder besiegt werden ul»d Frieden im weiten Reiche herrscht. Weinbau - Avsstrllvlig und Weimarkt in Marburg. il/ (Allgemeines Programm.) Zur Leitung der Ausstellung und des Weinmarktes wurde eine AuüstellungS-Kommis-siolt in Marburg eingesetzt, welche auS 15 von der Filiale Marburg der fteiernlärkischen Land-wirthschastSgesellschaft gewählten Mitgliedern und je einein Delegirten der übrigen Weinbau treibenden Filialen und Weinbauvereine Steier-marks besteht. Die Aussühruilg der Beschlüsse der Ausstelluugs-t^omnüssion und die Besorgung der laufeuden Geschäfte ist einem i^ekutiv-Komite von 6 Mitgliedern übertragen. Die Ausstellung und der Weinmarkt werden am 17. September d. I. Vormittags 10 Uhr eröffnet und am 24. September Abends lnn 6 Uhr geschlossen. Während der Dauer der Ausstellung sind die Ausstelluugs-räutne von 8 Uhr Vormittags bis 6 Uhr Abends, der Weinmarkt von 8 Uhr Vormittags bis 8 Uhr Abends dem Publikum geöffnet. Der Eintrittspreis ist auf 20 kr. für die Per fon festgesetzt. Für die Mitglieder des Kongresses und für die AllSsteller und deren Bevollmächtigte ist der Eintritt frei. Die Gegenstände der Ausstelluug werden in 5 Gruppen abgetheilt: I Weine. II. Reben uud Nebeuprodukte des Weinbaues. III. Weintrallben. IV. Geräthe, Apparate, Maschinen und Materialien für Weinbau und Kellerwirthschaft. V. Lehrmittel für Weinbau und Kellerwirthschaft und die darauf bezughabende Literatur. Zllr Ausstellung in den Gruppen I und II werden nur Aussteller und Produkte aus den im Reichsrathe vertretenen Königreichen und Ländern Oesterreichs zugelassen. Die Ausstellung für die Gruppen III, lV und V hat einen internationalen Charakter und kann von Ausstellern und mit Produkten au» allen Ländern ohne Unterschied beschickt werden. Die Anmeldungen für die Ausstellung und den Weinmarkt sind bis letzten Juli d. I. an die Ausstellungs-Kommiffion in Marburg (doppelt) einzusenden. Ueber jede Anmeldung wird ein Aufnahmsschein allSgefolgt, welcher mit der fortlaufenden Nummer des AnmeldungSproto-kolles bezeichnet ist. Für die Unterbringung der verspätet angemeldeten Gegenstände wird keine Garantie übernommen. Atlmeldungsformulare können bei der Ausstellungs - Kommission in Marburg und bei allen Landwirthschastsgesell-schasten, önologischen Vereinen und den Han-delskamniern der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder unentgeltlich bezogen werden. Die Anmeldungen haben zu enthalten: a) Den Namen oder die Firma de» Ausstellers. b) Da» Land und den Wohnort mit Angabe der Poststation. o) Die Gruppe, in welche die Au»stellungSge- genstände gehören. t1) Die genaue Beschreibung des Ausstellung»« gegenständes. v) Den Ausstellllngsraum, welcher für dieselben beansprucht wird, nach Quadrat-Metern; ob Boden-, Äsch- oder Wandfläche. Aeuitteto». Per Zk«ge. Vom Verfasser der neiien deutschen Zeitbilder. (Schluß.) Er besah!, deit Zeugen einzusilhren. Ein hoher, blasser Mann trat in den Saal. Tiefer Ertlst, schwerer Granl lagen aus dell edlen Zügen. Niemaitd im Saal kannte ihlt, weder it» dem Rallme der Zuschauer, noch in dem des Gerichts. Doch zwei Augen hatten ihn er> kannt. unv sie fiMten sich mit Entsetzen. Der Angeklagte schien verinchtet zu sein, als er den hol?en Mann, das erliste, gramvolle Gesicht sah. Sein Stolz, seine Licherl)eit hatten ihn mit einenl Male verlassen. Er sank auf seinem Platze zllsnninlen, als wenn er mit dem Blicke auf den fremden Zeugen sein Todesur-theil empfangen habe. „Er giebt sich verloren", zifchelte es in den Reihen der Znhörer. „Das ist ein Zeuge feines Mordes, den er nicht geahnt hatte." Die Richter dachten dasselbe; sie sprachen s nur nicht aus. „Ihr Nanle?" fragte der Präsident den Frenlden. „Adalbert von Wartenburg I" Adalbert von Wartenbnrg! Der Hochver-räther! Der zu lebenslänglichen! Kerker verur-theilte, ans der Haft entsprungene, seitdem vergeblich mit Steckbriefen verfolgte, in aller Gegend gesuchte Hochverräther! Das war vielleicht der erste Gedanke Aller, als sie den Namen hörten. Er war jetzt da; ein halbes Htitl-dert Gensdarmen, Gerichts- und Polizeidienern umgab ihn; man brauchte nur eine Hand an ihn zu legen, um ihn in seine lebenslängliche Hast zurückzuführen. Und er hatte sich selbst, völlig freiwillig, ans eigenem Antriebe überliefert. Aber zu welchem Zwecke? Welches konnte das Motiv feitt, das den Mann allS der sicheren Freiheit in die ewiae Nacht der Gesangenschast zurückgesührt hatte ? Es war der zweite Gedanke. es war die heiße, brellnende Frage Aller. Aber konnte man noch fragen, wenn man die plötzlich zusammengesunkene, verinchtete Ge^ stalt des Angeklagten ansah? Und wnßte nicht Jeder inl Saale, wie dieser näinliche Aligeklagte früher der eifrige, streuge, der leidenschaftlich, fanatisch strenge Ankläger des Freiherrn von Wartenbnrg gewesen war, wie er diesen wegen Hochverraths verfolgt, uild nicht geruht und alle Mittel, die ihm seine hohe Stellung, sein mit fast ullbefchränkter Macht bekleidete» Amt als StiMtsanwalt, gegen die Zeugen, gegen die Geschwornen, selbst gegen die Richter gab, itl Bewegung gesetzt hatte, um die Verurthei-lung des Verfolgten, der nun einmal sein Opfer sein sollte, herbeizuführen? Warum konnte denn dieser Verfolgte, dieser Verurtheilte jetzt zurückgekehrt sein, hier als Zeuge stehen, seine Freiheit, seiu Lebeil zum Opfer bringen? Ja, der Angeklagt» ist verloren! Der Gattenmörder ist dem Schwerte des Scharfrichters verfallen. Er fühlt es selbst schon. Die Blicke, die leise geflüsterteil Worte des ganzen Saales sprachen es aus. „Zeuge von Wartenburg, was haben Sie auszusagen?" fragte der Präsident den Zeugen. Die tiefste Stille fieberhafter Spannung wollte nicht den leisesten Ton der Antwort verlieren. „Ich habe auszusagen", antwortete der Zeuge mit ruhiger sester Stimlne, „daß der Altgeklagte unschuldig ist all denl Tode, dessen er bezichtigt lvird. Seine edle Gattin ist nicht gemordet. Der Zufall, vielleicht eine Unvorsichtigkeit von ihrer Seite, unter allen Umständen ein beklagenSlverther Unfall, uud nicht ein Verbrechell hat ihren Tod herbeigeführt. Ich war unlnittelbarer Augenzeuge." k) Ob und welche Ausstellungsgegenstände von den Ausstellern nach Schluß der Ausstellung zurückgenommen werden. 8) Ob der Ausstellungsgegenstand verkäuflich ist oder nicht. d) Ob der Aussteller für die Aufstellung selbst sorgt, oder ob dieselbe von der Kommission vorgenommen werden soll. i) Die Anmeldungen find von dem Aussteller eigenhändig zu linterschreiben mit dem Beifügen, dab sich derselbe den Bestimmungen der von der Ausstellungs-Kommifsion veröffentlichten allgemeinen und Spezial Pro» gramme in allen Punkten füge. Sämmtliche Ausstellungsgegenstände sind mit der Bezeichnung: Weinbau-Ausstellung in Marburg zu versehen und an die Ausstellungs-Kommiffion franco einzusenden. Die die Selidling begleitende Adresie hat zu enthalten: a) Namen und Firma de» Aussteller» ; d) Land ulld Wohnort de»selben; e) die Gruppe, in welche die Gegenstände gehören ; ä) die Zahl de» Ausnahtt»»scheine»; e) die Angabe, aus wie vielen Frachtstücken die Sendung besteht. Die Einsendung der Ausstellungsgegenstände muß vom l. bis zum 10. September, bei Weintrauben bis 15. September erfolgen. Der Transport der Ausstellungsgegenstände vom Bahnhofe in den Ausstellungsraum und die Aufstellung derselben wird von der Au»-stellungs-Kommisiion besorgt. Die Aufstellung von größeren Maschinen und kostspieligen Apparaten, welche besondere Vorrichtungen, größere Kosten und die Intervention eines Sachverständigen erfordern, muß von dem Aussteller auf eigene Kosten besorgt werden. Die Ausstellungsgegenstände werden auf Kosten des Ausstellungsfondes nach Gruppen auf eine entsprechende Art ausgestellt und mit dem Namen des Ausstellers und der Nunimer des KatalogeS bezeichnet. Aussteller, welche ihre Ausstellungsgegenstände auf von ihnen beige^ stellten Ausstellungsvorrichtungen ausstellen wollen, haben die Aufstellung llach Anordnung der Ausstellungs-Kommiffion auf eigene Koste»» zu besorgen. Bis zum l 5. September müssen sänlmtliche Ausstellungsgegenstände im Ausstellungsräume aufgestellt sein. Binnen zwei Tagen nach Schluß der Ausstellung müssen die Ausstellungsgegenstände und Ausstellungsvorrichtungen aus dem Ausstellungs- Der Angeklagte glaubte aus einem schweren Traume zu erwachen. Die Nichter und die Zuhörer meinten wohl, von Gaukelbildern eines wunderbaren Traumes umsangen zu sein. „Erzähle!» Sie, Zeuge — auf Ihren Eid!" sagte der Präsident. Und der Zeuge erzählte auf feinen Eid, Alles, was er und fein verstorbener Freund und Gefährte, der Graf Golzenbach, von jener Bergkuppe aus an der steilen Felfenwand ge« gesehen, und wie er, der Zeuge, wohl den Zwiespalt gewahrt, der zwischen den Gatten sich erhoben, die Vorwürfe des Mannes, den Gra»n, den Sch»nerz, die Verzweiflung der Frau, dann vielleicht vergebliche Betheuerungen auf der einen, vergebliche Bitten auf der andern Seite, dabei al»s beiden Seiten nur der Gedanke, nur das Gefühl des schweren, tiefen, unheilbaren Unglücks, »ttld in dem Gedanken und Gefühle das Vergessen alles Anderen, selbst der Todesgefahr, die keinen Fußbreit von ihnen war, das Hineinstürzen in die Gefahr, der Fall der Frau, ihr Tod. — Das Alles hatte er, der Zeuge, mit feinen klaren, sichern, durch keine Leidenschaft und durch kein Vorurtheil getrübten Augen gesehen. Und er erzählte auch, wie der Graf Golzenbach, eine weniger ruhige Natur, durch die Verfolgung und die Wunden doppelt räume entfernt lein. Die Aussteller, welche ihre LuSstellungSgegenställde nach Schluß der Ausstellung zurücknehmeil, haben die Hinwegschaffung selbst oder durch ihre Bevollmächtigten, welche sich mit gehörigen Vollmachten legitimi-ren müssen, zu besorgen. Zu diesem BeHufe werden den Ausstellern verläßliche Spediteure namhaft gemacht. Nach Verlauf dieses Termines werden die von den Ausstellern nicht hin»veggeräumten Ausstellungsgegenstände aus Gefahr und Kosten der säumigen Aussteller einem Ausstellungs-Spediteur übergeben und diesbezüglich keine Reklamationen angenommen. Die ausgestellten Gegenstände «erden nach den b Gruppen von einem Preisgerichte beur-theilt und von demselben die Ausstellungspreise, bestehend in silbernen Preismedaillen und Ehrendiplomen, zuerkannt. Die Organisation des Preisgerichtes, die Anzahl und Eintheilung der Preise wiü) nachträglich bekannt gemacht. Die Ausstellungsgegenstände der Preisrichter sind von der Preiswerbung ausgeschlossen. Die feierliche Vertheilung der zuerknnten Preise findet am 24. September statt. Ueber die ausgestellten Gegenstände wird ein Katalog veröffentlicht. Die Auastellungs-Kommission wird bestrebt sein, bei den Eisenbahnverwaltungen die möglichsten Begünsttglnlgen für den Transport der Ausstellungsgüter zu erwirken. Zum BeHufe der Verbreitung nützlicher Geräthe, Maschinen und Bücher werden vom Ausstellungs-Komite anerkannt nützliche Ausstellungsgegenstände angekaust und im Wege einer Lotterie verloost Während der Dauer der Ausstellung werden öffentliche Vorträge llnd Demonstrationen über Weinbau und Kellerwirthschaft mit Be« nützung der ausgestellten Lehrmittel und Geräthe abgehalten. Zur Geschichte des Tages. Wenn die Magyaren das Wort Vermögen hören, wird es ihnen sonderbar z»» Muthe und interpelliren sie viel lieber, als welni stch's um Schulden handelt. Gelegentlich der Beantwortung einer Frage über das gemeinsame Vermögen sagte Koloman Tißa im Abgeordneten Hause, daß eine Vereinbarung noch nicht erzielt worden, daß die Regierung sich aber bemühen werde, diese Angelegenheit zu ordnen. Möge der nächste Reichsrath behilflich sein; klare Rechnung ist uns auch hier von ausgeregt, alle jene nämlichen Thatsachen ganz anders, in einem völlig entgegengesetzen Sinne ausgefaßt hal'e, habe auffassen müsse»», uild wie in Folge seiner zweiten Verwundung die Bilder seiner aufgeregten Phantasie mit jeder der wenigen Minuten bis zu seinem Tode sich »»lehr und mehr zur festen Gewißheit in seine»» In» »lern gestaltet hatten und hatten gestalten müssen. Das Zeuglliß des Freiherrn von Wartenburg war überzeuge»ld, es eilthielt die Freisprechung des Angeklagten. Es war nur noch eine Fönnlichkeit, wenn die Geschwornen ihr Richtschuldig aussprachen, der Präsident die Entbindung des Angeklagten von der Anklage ulld seine Freiheit verküilden »nußte. Es geschah. Die a»ldere»l Zellgen hatten gleichfalls u»n der Förlnlichkeit willen kurz noch vernomlnen werden müssen. Es waren die Reisegefährten des Staatsanwals von Rachenberg utld seiller unglücklichen Frau. Sie sahen den Herrn von Wartenburg, der, wie sie, bis zur Beeildigung der Verhandlullg in dem Zeugenriume verbleiben mußte. Frau Milden sah ihn wieder. Bittere Thränell entströmten den Augeil der edlen Frau, als ste den edlen Mann erkannte. Dann aber konnte kein Auge trocken bleiben, von dem einen Ende des Saales bis zuul anderen. „Herr von Wartenburg", mußte der Prä- nöthen, selbst auf die Gefahr hin, iheure Brüder in Gegner verwandelt zu sehen. Die russische Regierung soll neuerdings vielen Offizieren ausdrücklich gestattet haben, in Serbien Kriegsdienste zu nehmen. Dies wäre ein Wink mit dem Säbel für Alle, welche llns die Friedenspfeife vorrauchen — eine deutliche Antwort, gerichtet an die Pforte und England. Die bedrohliche Stimmung der Griechen in der Türkei hat »um ersten Male seit denl Ausbruch des slavischen Aus-standes förmlichen und feierlichen Ausdruck ge-fullden: Kreta und Kandia stellen die Bedin-gungell, unter welchen ste getreue Unterthanen Seiner Majestät Murad' V. bleiben wollen. Politisch'wirthschaftliche Freiheiten und nationale Sonderstellung l Müßte sich der „Schatten Gottes" in Konstantinopel unter folchen Bedingungen nicht noch mehr verdüstern? In der zweiten niederlälldifchen Kammer hat der Minister des Innern erklärt, daß das Kabinet sein Entlaffungsgesuch überreicht habe, weil die Vorlage, betreffend die Erhöhung des Heerstandes abgelehnt worden. Dieser Schritt ist vom Geiste echter Verfassungsmäßigkeit getragen. Das Ministerium wäre ermächtigt, die Kammer aufzulösen und Neuwahlen allSzuschreiben; es beugt stch aber vor dem Willen des Volkes, deutlich durch die Ab-stilnmung der Vertreter. Vermischte Nachrichten. (Götterlehre. Die Geburt eines ileuell Gottes.) In der japanischen Stadt Nio»l Malhu herrscht jetzt, wie der „Akebono Schimbun" meldet, große Freude unter den dortigen Bewohnern, und zwar weil die Götter ihnen das unerhörte Glück gegönnt haben, daß. neulich eine neue Fleischwerdung des Bliddha vor sich gi»lg, welche dann die Geburt eilles Gottes zur Folge hatte. Die Mutter dieses Gottes ist ei»le No»llle, die schon vor längerer Zeit ein Trauingesicht hatte, il» dem lnan ihr lnittheilte, sie werde eine»» Ki»aben gebären, in welche»« der Geist Buddha's throne»! werde. Bald darauf gebar sie auch richtig einen «naben, in dessell Augen »licht we»»iger als die Bildnisse von sechs Göttern zu sehen sein sollen »»»ld der voll einer allßerorde»ltliche»l Schönheit ist. A»n Tage seiner Geburt sah »»»a»» sechs Götter, auf einer Purpurlvolke sitze»ld, durch die Lüfte schweben. Von Nah »lnd Fern strö»l»e»l jetzt sident des Gerichtshofes sich an den Manll »ve»lde»l, der die edelste Pflicht der Ehre und des Geivisseu« ersüllt hatte. „Sie sind wegen Hochverraths zu lebensläilglicher Festungsstrafe verl»rtheilt „Ja, Herr Präsident.'' „Sie silld allS ihrer Haft entwichen?" „Es ist so!" „Ich »nuß Sie verhaften und in Ihre Gefangenschast zurückführen lasse»».* „Ich wußte es!" Und er ließ sich ruhig verhaften ul»d in seinen Kerker zurückführen. Er »var ei»» Hochverräther ! Er »var dennoch ein freier, ein edler Mann. Ulld der Oberstaatsanwalt, der ihn dem Kerker überliefert hatte, mußte vernichtet und mit verhülltem Haupte den Sitzungssaal verlassen. Andächtige herbei, um den neuen Gott anzu« beten und ihn zu beschenken. (Kutscher und Künstler.) Theodor Wachtel, der bekanntlich einst Kutscher gewesen, wurde bei seinenl letzten Aufeilthalt in New-Orleans zur Mitwirkung in einem Wohlthätig-kelt«-Konzert aufgefordert. Da er ablehnte, so veröffentlichte das beleidigte Komite in den Zeitungen ein Gedicht, das am Schlüsse folgende höfliche Strophe brachte: „Kutsch ist futsch und futsch ist aus, Da» Komite ist futscher — E» ging nach einen Sänger aus Und fand einen — groben Kutscher!" (Selbstmorde in Wien.) Seit 1. Jänner d. I. haben in Wien 130 Selbstmorde stattgefunden. (Zur volkswirthschaftlichen Krise) Die Geschäftslage des Wiener Platzes ist unerfreulicher als je Nicht alleii^ die zahlreichen, ossenen und stillen Stockungen des Ultimo — wenn möglich noch mehr der schlechte Geschäfts' gang, die Unnlöt^lichkeit, Waaren an Mann zu bringen, treiben die Mißstimmung auf's Aeußerste. Zu ver Unverkäuflichkeit der Lager gesellt sich die Unmöglichkeit Zahlungen eiilzn-bringen. Baares Geld findet sich nur dort, wo e» nicht gesucht wird — auf deni Markte fiir erste Wechsel, im Realitäten-Geschäfte für die täglich seltener werdenden ersten Sätze. I»» kaufmännischen Kreisen fehlt das Baargeld in erschreckendem Grade und mit der Seltelcheit desselben halten das Mißtrauen und der mangelnde Zahlnngi^wille gleichen Schritt. Die Dinge sind so weit gediehen, daß selbst jene Geschäftsbranche, welche ehedem umsomehr flo-rirte, je schlechter die Handelszustätlde waren — die Waarenbelehnung — gleichfalls ins Stocken geräth. Seit Wochen nehmen die Belehnungen bei den betreffenden Instituten ab. Es scheint fast, daß die Welt keilte Waare tnelir zur Belehnung überbringen kaitn. Die Erzeu-gutlg hat ungemein abgenommen — in »nan-chen Artikeln und Gegenden vollständig aufgehört. (Oesterreichisch - ungarischer Wein in Philadelphia.) Die Weltausstellung in Philadelphia haben nlit Wein beschickt: Wien, Marburg, Gaya, Gumpolds-kirchen, Preßburg, Dornberg bei Görz, Sebenico, Bozen, Agram, Spalato und Lutteitberg. (Bauwesen. Dächer aus Holzce-me»»t.) Schon durch längere Zeit ei freuen sich die Holzcementdächer, nainentlich in Leipzig und Breslau einer großen Beliebtheit. Es gibt in diesen Ctädten ganze Gassen von stattlichen Gebäude»:, die mit Holzceuieitt gedeckt sind. Diese Bedachung zeichtiet sich durch Dauerhaftigkeit, dtirch Feuersicherheit tind, was die Hauptsache ist, dttrch Billigkeit vorlheilhast aus. Was den Kostenpunkt betrifft, so stellt sich diese Be^ dachung billiger als Schiefer« »tnd Blechbeda' chttng, und zwar nicht blos an uitd fitr sich pro Qtmdratmeter, sondern weit «lehr noch dadurch, daß das Dach äußerst flach zu legen kommt (auf 1 Meter konlmt eilt Gefälle von 3—6 Cetltimeter), wodurch ein Drittel an Materialien des Dachstuhles, an Holz und Brettern erspart wird. Was die Dauerhaftigkeit betrifft, so wird durchwegs zehttjährige Garantie ge» leistet; der Teinperaturwechsel, bei andereit Be-dachultgen so zerstörelid, l)at hier keine»! Eilt-fluß, daher auch keilte Reparaturen zur Folge. Aus Folgetldeü ist »toch ein besonderes Geivicht zu legen, ^^ust uitd Sonne, deren reiner Ge-nttß dent Grobstädter entrückt ist, deren Mangel Epidetnien sördert, werdelt slir ihn in den Gärteli ztigänglich, deren Alllage aits Holzee» metltdächern möglich ist. In den höhereit Regionen der Dächer wird also gleichsatn eine neue Area sür die vielseitigste Benützung geschaffen ^besoltders tvenn der Dachboden mit Geländer eingefaßt wird), welche eili oft beschränkter Hofraum,ncht zuläßt. Aber auch für den Landwirth bieten Holzcemeittdächer schon durch die Gewährung einer Aussicht über Hof uttd Felder einen großen Vortheil, sowie auch durch die doppelt so große Ausnützung der Räume, da das bisherige hohe Dach die Hälfte des Quadratraumes von derselben Grundfläche in sich faßte. Bis jetzt lag der tveitereit Verbreitung der Holzcementdächer bei uns leider die bisherige Gewohnheit und die Nichtkenntlüß derselben )m Wege. Zlierichte. (WolkeItbruch - Schaden.) Der Schaden, welcher durch den Wolkenbruch in Frauheitn uitd den Nachbargemeinden (8. Juli l. I.) verursacht worden, beträgt nach amtlicher Schätzung 1l.200 sl. und vertheilt sich folgendertnaßen: Pivola, Ober-Kötfch, Unter-Kötsch 1.000 fl. — Frauheitn 2.300 fl. — Loka, Kohlberg und Ober-PulSgait 7.900 fl. Die Wiederherstellung der Reichsstraße kostet 300 fl. Die Bezirksvertretungen Windisch-Fei' stritz uttd Marburg und der Landesausschuß habeit Beitrüge zugesichert. (Brau d.) In Lechen sittd ant 12. Juni Vorlnittag das Wohtlhans utrd die Wirthschasts-gebättde des GrultdbesitzerS Michael Karltitsch-Utk abgebranttt. Der Schaden beträgt 1690 fl., die Versichermtg 1000 fl. (Gerädert.) Aitton Meizetl, Grundeigner in Lotsche bei Gonobitz, fuhr kürzlich tnit eiltent schwerbeladeiten zweispäntngei; Bretter-»vagen »tach Sauerbrunn. In der Nähe von Ober-Takatschove stürzte er vom Wagen, fiel unter die Räder und wurde so gefährlich verletzt, daß nach einer halben Stunde schon der Tod erfolgte. Dieses Unglück hätte sich wohl kautn ereigltet, wäre Meizen »ücht betrunken gewesen. (I n d u st r i e' L e hre ri n.) Fräulein Fra»»ziska Jung ist zur Jndustrielehrerin an der Volksschule in Franz ernannt worden. (S t e n e r a m t s - Ad j u n k t.) Die k. k. Fi»»anz.Laitdesdirektion hat den Stet»eratntS-Praktikallteit Herrn Joses Straßer in Marburg zutn StetleramtS'Adjunkten in Hartberg ernannt. (Sängerfest i »t Cilli.) Das E»n-pfaltgskolttite des Festausschusses hat, wie die „Cillier Zeitung" schreibt, sich dahin geeittigt, dein leiteitden Ausschuß nachstehetiden Vorschlag zu tttachen: Die Sänger-Gäste solle»» ain Bahnhofe von de»n Hiesigelt Gesangsvereine empsan ge»t u»td begrilßt werden. Der Festzug konstt-tttirt sich sofort am Bahnhofe u»td zieht unter klillgeitdetn Spiele durch die Stadt zuln Fest platze. Der Zttg soll seitten Weg über die Ringstraße durch die lÄrazergasse, Postgasse, über de»t Burgplatz, durch die Herreitgsse »»eh-ttlen, dann a»n Hauptplatze gegen die Stadtpfarrkirche eiltbiegen und an dieser vorbei über die Saitnbrucke iit t^en Stadtpark ziehen. Dort »vird »ticht der Fttßlveg, so»tdern die breitere Fahrstraße be»»titzt, »»IN zu»n eige»»tlichett Festplatze, der Reiter schen Wiese zu gelange»». Hier fiitdet dani» die forinelle Begrüßung statt. Das lei-te»tde Ko»»»ite dürste bezüglich des Arrauge»nents des Zuges »nit der vorstehe»ld beantragten Ordnung einverfta»»den sei»». Wie »vir vernehtnen, ist »na»» auch dapon abgegangen, eine Militar-Kapelle zu benütze»», da einer solchen das Her^ umziehe»» in de»» Straßen nicht gestattet »vird. Es soll vielmehr »»ebst der hiesige»» Stadtkapelle die Marbnrger Werkstätten-Kapelle fiir das Musikvergnügei» der Sa»»gesfret»nde »lnd Säi». gergäste sorgen. Die von dem Fii»a>»z-Ko»»tite »»»it großer Energie betriebene»» Sa»»l»nl»l»»ge,» sind vo»n schönsten Erfolge begleitet uitd ist der bis nnn fchon eingegangene Betrag ei»» so be-de»ttellder, daß er alle ii» dieser Richtung gehegten Er»vartul»ge»» übertrifft. Wir können nur tvünschel», daß die Theilnahine und das Interesse der Bevölkerung an de»»» Zustande-komtnen ultd gläl»zettden Gelinge«» des schönen Festes rege bleiben und sich auch ferl»erhin lebhaft bethätigen »nöge. (Ans dem Handelsregister.) Das Kreisgericht Cilli hat verfügt, Herrn Karl Hauser als Inhaber des Fabriksgeschäftes (Kaffeesurrogate) zu Marburg, welches unter der Firma „Karl Gerdes ultd Sohn" fortgeführt werden soll, in das Handelsregister einzuschreiben. (Fall Brandstetter.) Herr Landes -gerichtS-Nath Jordan, welcher in diesem Falle die Ulltersuchung geführt, hat die Akten bereits der Staatsanwaltschaft übergeben. Die Anklage wird Herr Dr. von Pflügl vertreten; Verthei-diger ist bekanntlich Herr Dr. Holzinger i»; Graz. Die Verhandlungen vor dem Schwurgericht werden im Septe»nber stattfinden, sollen drei Wochen dauern und ist zum Leiter der Präsident des Kreisgerichtes, Herr Heinricher, ernannt worden. Letzte Post. Den öftere,ichtfch-ungarifche» Staats-bürgern in Skumcknie» ist auf Grund des Handelsvertrages dle Perfonalsteuer anfer-l,gt worden. Die Engländer haben in Kle? Geld, Lebensmittel «nd Waffen für daS titrkifche Heer ausgeschifft. Di- freistnnige Partei Belgiens ver-langt »ine Aenderung deS Wahlgesetzes. Die repnblitanische Konventio» i» Stord-Amerika hat fich gegen die Verwendting öffentlicher Gelder ftlr Tektenschulen ausgesprochen. Eingesandt Zun« Durchgang unter dem Stiegenhause in der Burg. Es war am 26. September 1871, also cirka vor s Jahren 9 Moiwte»», als der hoch-geborne Herr Ferdi»tand Graf von Brandis a»l Herr»» Girstlnayr das Haus Nr. 2 von der Burg weg verkaufte. Bis zu diesem Verkaus bestand durch die Burg kein öffentlicher Durchgang, sonderil dieses Gebäude »var in Verbindung lnit dein Hause Nr. S mittelst eines Thores geschlosse»», daher bei dem Sliegenhause in der Burg ein Servitut für frenlde Äutsteher i»n Sinne des S 477 des allge»»te»nei» bürgerlichen Gesetzbuches Iit. 1 nie besta»»de»» hat, weßwegen auch eil» Verbot zu»n Durchgang »tm so noth. wel»diger erlassen werden »nußte, mn nach K 1480 des allge»n. bürg. Gesetzbuches die Gr-sitz»lng eines Servitutes an de»n Eigenthum des hochgeborlten Herrn Grafel» durch fre»nde Fußgeher zu verineidei». Gleichzeitig mit de»n obigen Kaufvertrage haben Se. der hochgeborne Herr Graf z»tr Eröffn»tng der Brattdisgasse vo»n Burgplatz gegen deit Tappeilierplatz eine entspreche»»de Grutldarea für die Oeffe»ltlichkeit z»lr Benütz»lng unentgeltlich abgetreten, daß aber diese Brandisgasse bis zur Stu»»de noch »lach Maf^gabe des hiezu geschenkten Grund« koinplexes nicht hergestellt, daher auch nach de»n gegenwärtigen StatttS sowohl sür F»»hrwerke als auch Fußgeher Unbequelnlichkeit und Gefahr ail dein Tage liegt, rührt daher, weil die zul!» abtrage!» l'esti»n,»lten Theile vo,n Haus Nr. 2 und an veln hiez»t gehö»igen Stiegenhaufe noch unverändert verblieben, obwohl diese Theile sür die Oeffeiltlichkeit gefchenkt wurden. Ich möchte de»nnach den geehrten Befu-cherinl»ei» des Stadtparkes rathei», von Sr. hoch-geborn den Herr»» Grasen für die Brai»dlHgasse nicht »»och ein größeres Opfer zu verlangen, sondern vielnlehr das für die Oesfe»»tlichkeit gebrachte große Opfer als öffentliches Eigenth»i»n in» gesetzlichen Wege ausrecht zu erhalten, wor-nach der beq»ie»nste Spaziergal»g votn Stadtpark in die Stadt dtirch die BrairdiSgasse vorhanden sein »vird. Ko»»rad, Verwalter. l. Vstsri'viviiisvkvi' Veiidinksizi'«. Niiil»!»! tmleliuiiz ii. WimM in Ilili dusj; l87k. Der CongreH wird am IVO. September eröffnet und am 23. geschlossen. An demselben können Angehörige aller Länder ohne Unterschied theilnehnlen. Die Ausstellung und der Weinmarkt finden zwischen R V.und »4. September statt. Zur AllSstellung gelangen: Gruppe I Weine. Grilppe II Nebenprodukte des Wei,»-baues. Gruppe III Weintrauben. Gruppe IV Geräthe, Maschinen und Materialien, und Gruppe V Lehrnnltel und Literatur für Weinbau und Kellerwirthschaft. Die Gruppen I ilnd II können nur von Ausstellern und mit Produkten der Länder, der österreichischen Krone, die Gruppen III, IV und V aber aus allen Ländern ohne Unterschied beschickt werden. Die Special-Programme und Anmeldungsblanquetten werden auf Verlange>l portofrei zugesendet, und um baldige Bekanntgabe der dießbeziiglichen Adressen ersucht. Marburg im Juni 1876. (748 ___Aer Eentrak-Ausschuß. - V ert»I» r«i» um ZeichnlMgen aller Ärt, Karten, Pläne, Stiche, Vruckschristen n. dgl. m. schnell, diUW und genau )u vervielfältigen. Wichtig für (744 Jngkniturt, Techniker, Bau-Bureaux, Maschinen-Fabriken, Kunst-Handwerker, Zeichner, Geomeler, Bergwerke..Fabrikanten von Spitzen, Stoffen u. dgl. m. Änsertigung von Lichtpausen m der photographischen Anstalt von HvtarivI» Itr»pp«It tn M«rdurK, St chls Garttn Abdrückekosten: 3S'ö X22'5 Centim. pr. Blalt 18 kr.' — 20 Stück auf einmal fl. 3.24 — 50 Stück fl. 7.20 kr. 45X355 „ „ 34 kr.'- 20 „ „ fl. 6.32 — 50 „ fl. 13.60 kr. 70 X47 „ „ 66 kr. — 20 „ „ fl. 11.88 — 50 „ fl. 26.50 kr. 100 X67'5 „ „ fl. 1.36 kr. — 20 „ „ fl. 24.48 — 50 „ fl. 54.40 kr. _Auf Verlangen kann auch jedes andere Format nclicfert werden. Eill eMllhener Papagei. Es wird gebeten, denselben im Comptoir dieses' Blattes gegen Belohnung abzugeben. Zu kaufen wird gesucht: ein kleines Haus mit Garten, oder ein kleines Haus mit schön gelegenem Weingarten in der nächsten Nähe von Marburg zu Studentenwohnungen. (743 Auskunft im Comptoir d. Bl._ Das GasthauA Nr. 91 in der Magdalena-Vorstadt ist mit I.Juli 1876 zu verpachten oder zu verkaufen. Näheres beim Eigenthümer selbst. (751 Ein möblirtes Zimmer Tegetthosstraße, Girstnmyr'sches Haus vil-t-a-vis dem Südbahnhof, 1. Stock, ist mit 1. Juli zu vergeben. (747 Mahlmühle zu verkaufen oder zu verpachte« 2 Stunden von Marburg und eine Viertelstunde von einer Bahnstation, fammt Detail-Verschleiß und Viktualiengeschäft, wegen Familienverhältnissen unter sehr Bnstigen Bedingniflen um den Preis von 10.000 fl., wovon 6000 fl. liegen bleiben können. Dabei sind 15 Joch Grund, meistens 3mähdige Wiesen und schöner theilweise schlagbarer Wald. Die Mühle hat beständiges Wasser, 4° Gefälle und ist mit vier Gängen, Cylinder, sehr guten GrieSputzerei und Koppcrei eingerichtet. (746 Näheres posts rsstants ^ ^ 1866 in Marburg. Ananas-Erdbeerell. Zn der Weinbanschule bei Marburg können von Montag dkn 19. Juni an täglich von 9 bis 11 Uhr Vormittags schöne grohfrüch-tige Ananas-Erdbeeren (Pröbstlinge) das Kilo zu 60 kr. abgegeben werden._(738 kr. .liiliii« kelAiielxür. beehrt sich anzuzeigen, daß er seine Kanzlei in Tegetthoffstraße, A. v. Kriehuber-BeS Haus, eröffnet hat (734 Wohimgiiiiechstl. Heil.äkliir.lli'.l'Ii.'km ^ ln t SivItlllVrGtrnslAS INI vi8-^-vjs tivr vvttNK. Xiretie. cs» e: MW? s: Z EiUue Erzcunniiii. Diistvr-Gwvv«« in gran, gelb, schwarz von ö. W. fl. S aufwärts. in schönen neuen Deffin von fl. V aufwärts. complet, S'^eeoS, Hofe und Gilct von fl. 7 aufwärtö. (von 2—5 Jahre) Wasl'.istoffe, Lüstre, von fl. A ausw. empfiehlt (713 liiiiivnsi'iN.>u.>UiA K K e'Q S S? S SV S Nerautwortl» 2«« Klafter schS«eS SS" iv»chenholz (re^. hartes Brennholz) 9 bis 10 fl. die Klafter looo Ukrdurx find zu haben bei Herrn I. N. Gpitzy jun. in Tt. Leonhard. (737 ES wird auch in kleinen Parthien von 1 Klafter aufwärts weggegeben. Ein lettes Hm i» Gim mit drei Zimmern, Sparherdküche, Holzlege uvd Garten, besonders für eine Sommerwohnung geeignet, ist zu verpachten und vom 1. Juli an zu beziehen. Auskunft beim Eigenthümer Josef Rattei, HauS Nr. 3 in GamS. 782 Dampf« «.Wanuellbad in der Kärntoer-Vlirftadt täglich von 7 Uhr Früh bis 7 Uhr Abends. 156) Alois Schmiderer. Z. 2437. (746 Vom k. k. Bezirksgerichte St. Leonhard wird hiemit bekannt gemacht: ES werde die Re-li^italion der von Ä^dalena Toplak am 17. März 1876 um den Meistbot von 1681 fi. erstandenen KleinhäuSler-Realität Urb. Nr.' 51 o aä Gutenhaag unter Zugrundelegung der früheren Bedingungen bewilligt und zur Bornahme derselben eine einzige Tagsatzung a« S«. Jnni ISV« Vormittags von ^11--HS Uhr Hiergerichts mit dem BeisaAe angeordnet trorden, daß diese Realität hiebei auch unter dem früheren Meistbote pr. 1681 fl. und auch unter dem früheren AuSrufSpreise pr. 1500 fl. auf Gefahr unl) Kosten der Ersteherin Magdalena Toplak an den Meistbietenden werde hintangegeben werden. Vadium 150 fl. 1 Joch 116 3 Qkl. Grund. K. k. Bezirksgericht St. Leonhard am S. Mai 1876. Der k. k. BezirkSrtchter. Gin Gewölb im RathhauShofe ist sogleich zu vergeben. _Anfrage bei Marie S chraml. cq Unterzeichneter erlaubt sich, den ?. 7'. Wirthen ze. auf fein Lager fertiger AierküHler (Kiskästm) für 1 und 2 Eimer, mit und ohne Speifebes hälter aufmerksam zu machen, mit der Zusicherung, die ?. Herren Abnehmer sowohl durch solide Ausführung, alS auch Billigkeit der Waare zufrieden zu stellen. Hochachtungsvoll Otto Schulze, 403) _Spenglermeister. Ein Bauplatz in der Grazervorstadt, an der Hauptstraße gelegen, ist zu verkaufen. (731 Auskunft im Eomptoir d. Bl. VIv der k. k. priv. von risvkS? ^ Mllvßr in k. 8eIlvi