Ar. 80. Sonnlag, den 3. Hctovcr 1880. V. Jahrgang. r: Priinumerations-Bedingungen. Ivur Silli: WCMtUil . . . —.56 9imci)äiiti«. . i.mi Si>t>idtiT%a ... s.~ »miafcrifl. . . lammt AiikkUun» Vinzrlnr Nvmmrru 7 kr. Mit Post-vrritndung: tMcrltltäferia . . l.M ^-ol6|aliTi() . . . 3.W ^tan^kibria . . . S.4C Erscheint jeden Donnerstag und Sonntag Morgens. Inserat« werden angenommen >» d» sj.-wtitlon »«, ..tftlicr .-iatanfl". jpet-kiijoII« fit. « k«» »diacktnl viii 3»l|a«s MufulAj. flulBüil« nctn»* Ialcraie für bis ,.4ifii«c .H'ilUBd" «»: allen bct>rui<*t«<» >» '*tay. ». Oplxlit unt «»II,. k ja«», in iämi. it. VtAslc. n^s - in (j t Zur Wanderversammlung in ^ettau. Der „Deutsch? Verein" aus (Vraz hält heute in P.'ltau eine Wru'erversammlung ab. Es ist wohl feibslifPint», daß bei dieser Gelegenheit das deutsche Bewußtsein der ältesten Stadt ©ttitr-mark« ju müchligtm Ausdrucke gelangen wird. Wie nnjere Stadt. so wird auch Pettan nur allzugerne von nationalen Heißspornen als slo-venische Domäne erklärt. Wir können uns daher nicht wundern, wenn wir in ler gestrigen Nummer des „SlovenSki Narod' bittergehässige Bemerkungen übe, die Mit-glieder des deutsche» Vereines, welche die „alt» jivvenische' Stadt Peitau zum Versammlungeort wählte», lesen. &» ist allerdings ein starker Tabak, welchen der Geschichtsforscher des Narvd seinen Lesern bietet. Wir erfahren da, daß diese unsere« Wissen» äll.-ste Sta.'t Steiermarks, die zu Pannonicu ge-hörte, bevor noch die Römer sich dieselbe unter-warfen, eine „aitslovenische Stadt' sei. Aus der flovenischcn Wurzel des Namens „Peio" schreibt „Narod" würde kein Grimm eine deutsche Ab-stanimung hcrousklugeln. Geiriß geben wir dies gerne zu. Allein die iiovrnische Wurzel des Nahens „Petorio* oder .Poetovio*, weichen die Römer diesem Orte gaben, nachdem sie Theile Panno-niens unicr ihre Botmäßigkeit gebracht hatten, dürfte kaum eiucm flovcnischcn Lexikon nie« nommen fein. Wir wollen uns nicht in historischen Facten und Daten ergehen, sondern nur bemerken, daß Pcllau während der Bölkrrna.iderung da» gleiche Schicksal traf wie Eilli, baß beide Städte von den andringenden Slaven zerstört uno von ihren Einwohner verlassen wurden, daß Pcltau lange Zeit ju Salzburg gehörte, daß Friedrich der Zweite den deutschen Orden mit Pettau belehnte, daß letzteres später an Ungarn kam und erst gegen Ende des fünfzehnten Jahrhundert» der Steier-mark einverleibt wurde. Die Bevölkerung Pettau's fühlte sich stets deutsch und nur eingewanderte Halbblutslovenen, also Fremde, betrieben daselbst, wie auch in den übrigen Städten und Märkten des Unterlandes nationale Propaganda. „Narod" kann es nickt fassen, wie der „Deutsche Verein' sich erkühnen kann mitten unter Slovenen auf slovenischer Erde eine beulste Agitation zu versuchen. „Was würden wohl die Deutschen sagen, wenn es den Slovenen einfiele für irgend einen confervativen Candidaten nach Obersteiermark agi-tiren zu gehen', frägt Narob. Wir glauben die Deutschen würden einem solchem Zuge mit ruhigem backen zusehen, wie es ja auch die Slovenen thun könnten, wenn der „Deutsche Verein' sie aufsuchte. Der Besuch gilt indeß den Deutschen Pcltau S. die deutsch waren und deutsch bleiben wollen, mögen ihnen auch die nationalen ExaltatoS noch so sehr die Vortheile einer sprachlichen Bekehrung vorfaseln und ihnen die slovenische Abstammung aufdiSputiren. Den Trost, daß man in zehn Jahren keine solche Fahnen mehr in'S Unterland unternehmen werde, gönnen wir dem Narod und seinen Nach-deleru vom Herzen, ja wir hoffen selbst, daß in zehn Jahren die politischen Experimente definitiv erlebigt und der nationale Größenwahn sammt seinem Dilettantismus abgethan sein wird. Ans dem OemeLuderathe. In der gestrigen Sitzung des GemeindeäuS» schusses, kamen durch den Vorsitzenden Dr. Neckermann nachstehende Einläuft zur Bor-lejung. Eine Zuschrift dtS Statthalters Baron K ü b e ck, in welcher bekannt gegeben wird, daß Se. Majestät der Kaiser die LoyalitätSkund» gebungen anläßlich des fünfzigsten Geburtsfeste« mit dem allergiiädigsten Danke zur Kenntniß ge« nommen habe. Ein Erlaß der Statthalter«, in dem die Zuständigkeit der Familie Luschnegger nach Eilli ausgesprochen wird. Ein Schreiben des HofratheS und Kreis» gerichl>'präsidenlen Heinriche? über den schad-hrsteu Zustand von zwei Doppelböden im Kreis-gerichlSgebäude. Ein Ansuchen deS Obmannes des Ver-schönerungSvereineS. »in Ueserlassung von 3 Klaftern Holz zur Erhaltung diverser Stadlpark« pflanzen während der Wintermonale. Diesem An» suchen wurde sofort Folge gegeben und wie all» jährlich, auch diesmal Prügclholz zu gedachtem Zwecke bestimmt. Vor Beginn der Tagesordnung brachte der Vorsitzende einen kurz vor Sitzung üderge enen, von acht Äe.neinderäthcn unterferiigten Antrag zur Verhandlung. Derselbe lautet: „In Anbetracht der einigermaßen gerechten Anwürfe gegen unsere neue Friedhosanlage, die in übertriebener Weise unter den Bewohnern unserer Stadt immer mehr genährt werden, stellen die Gesertigten den Antrag: FciliUctoil. Z) i e Gouvernante. Roman von S. Meiner. <27. F,rlsesung.1 Lord Rutlans war wieder stumm. Das war freilich höchst merkwürdig. Wie sonderbar doch das Schicksal spielte und . . . spottete! War es nicht Spott. daß er. der sich so heftig geweigert, die Gouvtrnante zu Tisch zu führen, oder auch nur zu sehen, dennoch, sie für eine Andere halten», ihr seinen Arm bot, um von ihr . . . abgewiesen zu werden? Daß er trotzdem neben ihr saß. sich ledhaft mit ihr unterhielt und schließlich ersuhr: er habe sie eigentlich selbst hierher gebracht l Ja, tos war reiner Spott des Schicksals. — Sie sagten, daß meine „Times" zuerst den Gedanken, Gouvernai te zu werden, in Ihnen erweckt habe . . . also sind Sie da» erst seit Ihrem Ausenthalt in England? — Ja, Lord Rutland. — Und wa« waren Sie . . . vordem? Er schämte sich seiner übereilten, unberech-tigten Frage als Bianca ihn groß uns ruhig, aber voll tiefer Traurigkeit ansah. — Das glückliche, sorglose Kind des besten, edelsten Baters. Lord Rulland wußte nicht gleich das rechte Wort zur Erwiderung zu finden. Wie ungeschickt hatte er gefragt, wie traurig klang ihre Antwort! — Uns sind Sie das nicht mehr? fragte er leise und theilnahmsvoll. — Rein! Ich bin ganz verwaist. Er sah, wie mühsam sie daS herausbrachte. — Verzeihen Sie mir, cS war wenig zartfühlend, solch' wunde Stelle zu berühren. Es ist sehr schmerzlich, geliebte Todte zu beweinen . . . Gott schütze Sie vor größerem Leid! Er sagte das leise und düster. Bianca blickte ihn zweifelnd an und fragte zögernd : — Vor größerem Leid? . . . Giebt es noch größeres ? — Ja, Lebende beweinen, als wären sie ge-starben ... die wir liebten, verachte» müssen, ist größeres Leid, als sie sterben sehen . . . Mein Gott, wohin gerathen wir I rief er dann, die düstere Stimmung gewaltsam verscheuch:«?» und einen leichten Ton anschlagend . . . Was würde Lady Lake sagen, wenn sie un» hörte Da hebt sie die Tafel auf, das ist das Zeichen des Auf-bruchS für die Damen. Seine Verbeugung war jetzt genau so höflich, als da er Bianca für Lady Burnham gehalten. Bestie hatte Recht, sie war eine Lady in jeder I Beziehung; er fand schon begreiflich, daß man sic nicht wohl anders behandeln konnle, als man sie behandelte. Sie hatte eine fo freie, vornehme Art, als fei sie gewohnt, mit Vornehme» als Äleich-stehende zu verkebrcn. Ihre Bescheidenheit und Einfachheit entsprang nicht dem Bewußtsein, eine untergeordnete Stellung einzunehmen, sondern hatte ihre Ursache in der hohen Stnse geistiger Bildung, auf welcher sie stand. Lionel Rutland besaß denselben Freimuth wie seine Schwester. Er war seit vielen Jahren in einem Vorurtheil be-sangen gewesen, das ihn oft. auch heute wieder, ungerecht gemacht halte. In demselben Augen» blick, wo er fühlte, daß er im Unrecht sei, ließ er daS Vorurtheil fahren, und dachte nicht mehr daran, ihr anders zu begegnen als sein Gesühl ihm vorschrieb, gleichviel, ob ober trotzdem sie Gouvernante war. Was aber hatte sie bewogen, sich zu weigern, als er ihr seinen Arm bot? Er wollte da» noch heute Abend erfahren. Nachdem die Damen den Speisesaal ver» lassen, wurde die Unterhaltung der Herren leb-haster. Lord Rutlaiid erzählte in ungewöhnlich angeregter Stimmung von seinen Reisen, worüber Sir Henry sehr erfreut war. Er, wie auch seine Gemahlin hatten mit Befriedigung bemerke, daß derselbe sich mit Bianca unterhalten und durch-au» hüfllich gegen sie gewesen war. Um so mehr beunruhigte Litt) Lake die Cooscquenz, mit welcher ihr Bruder die arme Mr«. Willinglon vor dein bahndrückt sowie der Sisenbahndamm beim Schloß- berge gegeben. Der Gemejndcralh möge daher be» schließen: „Er sei für sie Regulirung der Sann Von der Kapucine»brücke abwäns, er e> kläre sich auch nach dem WafferrechlSgesetze bereit die ihn treffenden Beilragsleistungen zu entrichten, jedoch mit Rücksicht auf die Ursachen der Reguliiung in einem Minimalbetrage. Würde dem jedoch nicht Folge gegeben, so sei die richterliche Entscheidung anzurufen. Der Antrag wurde einstimmig ange-nommen. Ueber das Präliminare des Gemeindehaus-halte« pro 1881 referirt der Obmann der Finanzsection G.R. S t i e g e r. Sämmtliche Posten werden nach dem An» trage der Seclion angenommen. Da» Gesammtersorderniß für da« Jahr 1881 betrügt........... st. 46350.19 die Bedeckung.........„ 27049.31 E» bleibt somit ein Abgang von fl. 19300.88 welcher seine Bedeckung findet: a) In dem Gemcinvezuschloge zur Berzehrungssteucr vom Wein-und F'eischverdrauch mit 15°/0 resp. in der Pauschalsumme von . . . fl. 1800.— b) Im 15% Zuschlage vom eingeführten Bier und Bra« »twein resp. pr. Eimer (Hektoliter 20 kr.) im Wege der Verpachtung . . . . fl. 341.— c) Im 15% Zuschlage auf die VerzehiungSstcuer von der Bier« und Branlitweinerzeugung resp. pr. Hekio- liler 20 kr..........kl. 1000.— d) In der 35% Umlage auf sämmtliche direkte Steuer» pr. fl. 32.000 mit........fl. 11200 — e) In dem 2% Aufschlage auf die einbekannten Zinsen . . . fl. 2700.— Zusammen fl. 17041.— Der sich noch ergebende Ad- gang von.......* . . . fl. 2259.88 wird durch die Interessen des Reservefonds der Gemeinde-Sparkasse, welche in das Präliminare nur mit 7000 fl. eingestellt wurde», jedoch wie in diesem Jah»e sich auch im nächsten auf fl. 10.000 belaufen dürften, gedeckt. Hrifailer KohtenwerKe. Die kohlenführendcn Schichtn in Trifail gehören einem auf paläozoischen Grundgebirge gela-gerten Tertiärbecken an, welche« sich von Sagor über Trifail, Hrastnigg, Tüffer, Trobenthal bi« nach Kroat en fortzieht. Da« eigentliche Kohlenvor-knmmen in diesem Zuge ist in der Regel nur an dem nördlichen Becken« ande oufgischlossen, und stellt sich al« ein sehe steil ausgerichtete« dar. Nur Trifail macht da eine Ausnahme, denn da« Flötz erscheint hier zusammengesetzt von einer Anzahl flacher Wellen, welche muldenförmig und kuppen-artig mit einander zusammenhängen, und im Vergleiche mit den Nackbarwerken, eine so hohe Vage über der Thalsohle besitzen, daß zum Auf-schlaffe de« Kohlenflözes nirgends im ganzen Re» vier Schächte erfordeilich sind, sondern sämmtliche FlötzauSrittungen nur durch stollk»sörmige Einbaue bewerkstelligt werde» können. Auf jenen stellen wo da« kuppen- oder auch mu'densörwig gelagerte Flötz nur mit einer verhällnißmäßig geringen Decke de» Hangendgesteine« bedeckt ist. sind die Tagbaue angelegt, von denen einer (der T»gbau II) bereit« ausgebaut ist, während 3 andere in Betried stehen, und 2 weitere soeben neu eröffnet werden. Dort wo die Bedeckung des Flötzes bereits mehr als das doppelte bis dreifache der Flötzmächligkeit er» reicht, erscheint der tagbaumäßige Abbau der kohle nicht mehr ökonomisch vorteilhaft, und dort wird die Kohle grudcnmäßig abgebaut. Das normale Kohlenflötz besitzt eine Mäch-tigkeit von 23*960 Meter, und ist durch dünne ScheiduNjlSdlätter in 14 Bänke getheilt. Zwei dieser Blätter, die sogenannten Zwillingsblätter be-finden sich genau in der Mitte de« Flötze« unv theilen dasselbe in die Hangend- u>»S liegend-kohle. Die summarische Mächtigkeit der Scheidung«-blätter beträgt 0°73 Meter, so daß für da« nor-male reine Flötz eine Mächtigkeit von 23 230 Meter resuUirl. Unter diesem normalen Flötz liegen nun die Kohlenschiefer, die bis zu 20 Meter Mäch-tigkeit anwachsen, und in denen auch noch reine Kohlendünkc mit einer Mächtigkeit von 3 — 5 Mctcr auftreten, die beim Tagbaubctriebe auch noch mitgenommen werden. Bedeckt wird das Flötz mit thonigen Hydra»-tischen und kalkigen Mergeln, welche eine nutz-dringende Verwerthung in der eigenen großen Ce« menlfabrik finden. Aus denselben wird Roman-und künstlicher Portland Cement erzeugt. Bemer-kcnswerth ist noch, daß durch seitliche Berschie-dünge» und dadurch bewirkten Dopp^Uagerung de« FlöycS die Mät tigkeit de« normalen Flötze« auf 40 — 50 Meter anwächst. Solche Ueberschiebun« gen sind besonder« am Tagbau Nr. I zu beo-dachten. Der Montanbesitz der Trifailer Kohlenwerk«-Gesellschaft in Trifail erstreckt sich (ohne seine neuangekauiten Nachbarwerke Hrastnigg unb Sagor) über 75 Grubenmassen. und 8 Ueberscharen «och dem Patente von 1819 und repräsentirt eine Fläche von 3,451.492 622 Quadratmetern — 345 Hektaren 14 Are» und 92 625 Quadratmetern. Da» Kohlenoermögen beziffert sich, wenn man nur mit der normalen Flötzmächligkeit von 23'230 Metern rechnet, und die öftere Doppcllagerung de« Flötze« unberücksichtigt läßt auf rund 700.000.000 Zollzentner oder 35,000,000 Tonnen. E« sei die Grabtaxe für da« Reihengrab, besonder« sür Kinder, bedeutend herabzumindern, und e« sei ferner die Beerdigung der Armen so-fort an den höher gelegene», vollkommen trockenen Theilen de« FriedhofeS vorzunehmen, im Bedarfsfälle der untere Theil vor dem Wiedergedrauche entsprechend zu trainiren." Die Friedhos«-Com-Mission wurde beauftragt diesbezüglich in der nächsten Sitzung Vorschläge zu erstatten. Den ersten Gegenstand der Tagesordnung bildete der Bericht der Bausection Üder die Ver-legung de« Spielbudenplatzes. Rcserent GR. Stepischnegg beantragte namens der Sektion, dem Gesuche des Herrn Gollitsch, die Aus-stellung der Spiel- und Jahrmarktsbuden bei der Sannbrücke ni«t zu gestalteten Folge zu geben und da« Stadtamt zu beauftragen von Fall zu Fall einen paffenden Platz ausfindig zu machen; für ruhigere derartige Unternehmungen könne auch der Burgplatz vei wendet werten. Der Antrag wurde angenommen. Weiter« wurde be-schloffen dem StadtverschöneiungSvercine zur Unterbringung seiner Geräthe und Parkeinrich-tungsgegenftände einen Theil de« ehemalige» Feuerrequisiten-Depositorium« am Burgplatze zu überlaffen. Zu diesem Behufe habe der Obmann des VerschönerungSvereineS mit dem Obmanne der Bausection die Größe des erforderlichen Reume» festzustellen. Eventuelle Kosten sind von Seite des VerschönerungSvereineS zu trage». Der freiwillige» Feuerwehr wurde die Er-richtung einer den moderne» Anforderungen enl-sprechenden Steigerwand im Principe bewilliget. Die Feuerwehr hat jeboch eine dieSbezüglicht Skizze vorzulegen und den Ort, wo sie die Steigerwand errichtet haben will, bekannt zu ftben. Ferner referirle der Obmann der Bausection üder diverse nothwendig erforderliche Refaraluren im Lreisgcrichlsgcbäude. Er beantragte zur Reno> virung eine» Plafond» sofort die nöthige Holz» auSschreibungen zu veranlassen; auch habe eine technische Eommiffion iämmtliche Localitätcn des KreiSgerichtSgebäude« zu untersuchen; für ähnliche Reparaturen sei das Bauholz rechtzeitig zu be-schaffen. Sämmtliche Anträge wurden ange-nommen. Nun referirte Dr. Ncckerman in aus-sichtlicher Weise über die Sannregulirung. Er theilte mit, daß am 5. Oktober bezüglich der Regulirung von der Kapuzinerbrücke abwärt» eine Eoncur-renzverhandlung stattfinden werde. Die Interessenten seien die Stadigemeinde, die Gemeinde-Umgebung Eilli, die Südbahngesell-schaft unv die Bezirksvertretung. Die giößieVer-anlaffung zur nothwendig gewordenen Regulirung nach abwärt» Hütte die Regulirung de» Flusse« im oberen Sannthale nnd vor Allem aber die Stellung der Biückenpfeiler der zweiten Eisen- nicht zu sagen, weshalb ihre Stimme so weh-mülhig und freudig zugleich war. Wie immer versammelten sich einige besonder« Musikverslän-dige, an denen e» nicht etwa fehlte, um sie, um ungestörter zuhören zu können. Bald erschienen auch die Herren, LordRuttand war nicht unter ihnen, wie Mrs. Willingto» mit heimlichen Aerger be-merkte. Bianca wurde gebeten, zu fingen. Ein deutsches Lied verlangte der Eine, ein italienische« Lied der Andere. Sie stimmte, fast ohne e« zu wiffen, LiSjt'S herrliche Eomposition de» Mignon-Liede« an. Sie sang es mit tief ergreifendem Ausdruck, ihre ganze Seele lag in ihrem Gesang. Die volle», weichen Töne zogen weit hinau» in die stille Nacht; im Salon verstummte jede Unterhaltung, und die draußen lustwandelnden Paare lauschte» dem sehnsuchtsvollen, ein tiefes Weh verrathenden: Dahin, dahin, Möcht' ich mit Dir, o mein Geliebter jiehn! Al« Bianca geendet, traf ihr Blick den Lord Ruiland'S. der mit verschränkten Armen an einem der Fenster lehnte unv sie unverwandt an-sah. Sein Blick war weniger finster al» lraurig . . . batte er ihrem Glsang gelauscht? Liebte er Musik? Plötzlich blickte er überrascht zur Seite. Mr». Willington stand neben ihm, mit demüthiger, bittender Geberde. — Lord Rutland, sagte sie mit sanfter, leiser Stimme, kennen Sie mich nicht mehr? Er verbeugte sich kaum merklich mit den Worten: — Doch, Madame, besser als Ihnen lieb sein dürfie. Mein Gedächtniß ist ausgezeichnet, ich vergesse heute noch eben fo wenig wie ... vor Jahren. Mit diesen Worten ließ er sie stehen uod mischte sich unter eine Gruppe älterer Herren, welche eifrig üder eine Bill diSculirten. Mr«. Willington'« künstlich angehauchie Wangen wurden einen Augenblick natürlich purpurn. Ihr Auge leuchtete auf vor Freudt und Triumph. S>e hatte gewußt, ausspionirt, daß Lionel Rutland zurückkehrte. Deshalb hatte sie einen so trefflich gelingenden FeldzugSplan entworfen und sich bei Zeiten in feinem Hause eingenistet. Allein, daß er gerade an Beffie'S Geburtstag in korest Lsstlo einlreffen würde, halle sie nicht geahnt. Schon dieser Umstand war ein Beweis, daß er sie nicht vergessen, daß er ihretwegen zurückkehrte, nachdem er erfahren, daß sie Witwe, daß sie . . . frei war! Wenn er sich nun auch Mühe gab. ihr schroff und stolz zu begegnen, sie ließ sich davon nichl läuschen, sie kannte den Lord zu gut. Sein Benehmen war nur ein Beweis mehr, daß er sie noch immer liebte, sonst würde er ihre An« Wesenheit gar nicht dulden, wußte sie doch, wie Diner ignorirt halte; wäbrend de« Mahl« holte diesetde ihm zu fern gesessen, um ein Beachter, oder ein nichl Beachten auffällig zu machen. Da« „arme Ding" dauerte sie so. sie mußte sich sehr gekränkt fühlen, man sah eS ihr an. Wen» sie nur erst eine Annäherung erreicht hatte, darüber hinweg zu kommen war da« Schlimmste. In den Salons waren die Fenster geöffnet, um die laue, balsamische Sommerlust herein-zulaffen. Der Park, von dem Gärtner mit den-gotischem Licht in roih und gelbe Farbenpracht gekleidet, bot eine» bezaubernden Anvlick dar. Ein Theil der Gesellschaft wandelle in den taghell er-leuchtete» Gängen auf und ob, mit ihren luftigen, glänzenden Toiletten daS märchenhafte Bild vervollständigend. Laty Lake war mit noch einigen Dame« im äraviuF»room geblieben und bat Bianca zu spielen. Der Flügel stand in einer Ecke de« großen Salon», von hohen Topspflanzen um-geden, die denselben von dem übrigen Raum ab-sonderten. Die Lady wußte, daß sie dem kost-baren Instrument keinen Gefallen mit dieser blühenden Umgebung that; aber was schadete daS . . . wenn es schlecht war, konnte e« ja ersetzt werden, es sah so hübsch, so poetisch aus, und darin hatte sie Recht. Bianca spielte heute besonders schön. Sie war so ungewöhnlich erregt und wußte doch selbst Die Förderung der gewonnenen Kohle geschieht durchweg» auf den RailSdahnen, welche eine Spur-weile von 0-645 Meter besitzen, und ein durch-schnittliches Gefalle von '/«« haben, so daß sammt-liebe Kohle von den Tagdauen sowohl als auch von den Grubenbauen direkt zur Bahnstation auf die Verladerampe gebremst werden kann. Die Kohlenhunde werden in Zügen von 20 — 40 Stück zusammengekuppclt und rollen mit nach Be-lieben regulirbarer Geschwindigkeit der Verlade-rampe zu. binnen wenigen Minuten sind sie ent-leert, und werden durch Pferde wieder zurückbe-fördert. So gleicht die doppelgleisige Bahn einem »immer ruhenden Paternoster-Werke, welches Tag und Nackt ohne Störung aibettet, und eine großartige Veistungsfahigteil besitzt. Die Gesommtlänge der Bahnen sowohl über Tag» al» in der Grude betrügt 49.838 Meter, die Anzahl der Kohlen-Hunde ist 2000, die der Materialwagen, d. h. Gestüllwagen wie dieselbe» beim Abraum de« Hangendgedirges benützt werden, 200. Die Kohlenhunde sauen 9*7 Lubikmeter, respektive 1 Tonne Stückkohle. WaS die Kohlenproduction und Absatz anbelangt, sind alle Vorrichtungen so getroffen, daß die Ial,rcStrzeugung jederzeit auf 500,000 bis <500,000 Tonnen gebracht werd«, kann. Al» Haupt-abnehmer der Kohle,« ist die k. k. p iv. Südbahn zi: betrachten, der übrige Absatz vertheilt sich auf die lüdlichen Provinzen ver öslerreichisch-ungarische» Monarchie und Italien. Die Arbeiter-Verhältnisse müssen sehr günstig genannt werden, und stehe» hier zumeist Arbeiter au» dem südlichen Theile Steiermork» und de» angrenzenden Bezirken LrainS, in Verwendung. Der slovenifchc Arbeiter ist willig, ausdauernd, genüg-fam, fleißig und scheut ^kei«e Gefahr. Der durch-schnittliche Verdienst beziffert sich per Kopf und 12 stündiger Schicht bei Männern auf 90 kr. bei Weider aus 60 kr. Für die Versorgung der Arbeiter in Erkrankung»- und Invalidiiütssällen besteht ein Bruder-ladeverei». wozu jeder Arbeiter monatlich per Berdienstgulden 4 kr. beitragen muß. Dieser Vcr-ein unterhält ein Krankenhaus in welchem der erkrankie Arbeiter freie ärztliche Behandlung findet und außerdem vom Berein auf die Dauer seiner Eikrankung die Hälfte de» normalen Schichten-lohne» erhall. Im Falle eintretender Dienstuntaug-lichkeit werde» vom Vereine Pensionen ausbezahlt. Der Bniderladeverei» untcrhütt außerdem ein Ledensmittel Magazin dessen Erträgniß zur Unter-Haltung einer Werksschule, sowie für außerordentliche Unterstützungen verwendet wird. Zum Echluße folgt hier noch eine kleine Tabelle über die verschiedene» BelriebSverhaltnisse aus der man am leichteste» sich ein Bild über das Trifailer Sohleiiwerk mache» kann. hatt und unerbittlich er war. meint er zürnte . . . . sie hatte es erfahren! Aber es galt große | Vorsicht. Sie mußte durch Sanfimuth und tiefe Reue fein stolze» Herz zu rühre» «erstehen. Mit großer Befriedigung betrachtete sie, a» einem der großen Wandspiegel vorübergehend, ihr zartes, „rosiges" Gesicht, da» wirklich noch sehr schön war. Hatte es ihn nicht überrascht, sie noch so jugendlich, so wenig verändert zu finden? Wo war er jetzt? Sie durfte ihn nicht aus den Auge» verliere» ... ah! Wa» that er bei der unauS-stehlichen Gouvernante! Sie hatte doch gestern, als sie in der shrtibery lauschte, mit so großer Befriedigung gehört, wie er über Gouvernanten dachte, hatte mit so inniger Schadenfreude ge-sehen, daß er die „hochmüthigc" Person wirklich allein in be» Spciscsaal gehen ließ. Wie kam er jetzt dazu, sie aufzusuchen? War er auch schon von der allgemeine» Verehrung angesteckt? Wie ihn das Gespräch zu intereffiren schien, er las ihr ja förmlich die Worte vom Munde! Und wie vornehm sie sich in den grüne» Sammetsessel zurücklehnte, al» habe sie von klein auf nicht» Andere» gethan, al» die große Dame gespielt l Sie irar nicht im Geringsten verlege» üder die Ehre, vo» Vord Rutland unterhalte» zu werde», sonder» schien e» ganz selbstverständlich zu finde». Ja, sie war gefährlich, dur-tauS gefährlich . . . o, wie si^diefeGouvernaiite haßie, mehr denn je zuv»:! Be-triebS-Jahr Production in Mtr, Cn,lnern Geldwerth der Produktion Ar-beiter-Anzahl Länge der Mörder-bahnen in Meiern 1871 526.834., 174.007 514 10.307 1872 782.675., 257.283 774 19278 1872 1,406.931.. 622.500 1050 27.089 1874 2,356.445., 999.56«., 1147 28.400 1875 2,510.295., 979.800 1228 37.500 , 1870 2,838.120 1,059.800 1666 42.200 1877 2,819.828., 1,063.402 1709 49.838 1878 2.695.183 972.600 1373 48.834 1879 2,689.597., 914.000 1196 47.850 Die Ardeiterzahl dieses Jahres schwankt zwischen 13UO—1400 köpfen, darunter 400 Weiber. Von diesen Arbeitern sind 600—70J bei der eigentlichen Kohlengewinnung beschäftigt und 600—700 bei dem Tagadraum. Die Anzahl der hier inArbeit stehenden Professionisten, Bremser, Ab- und Verlader u. s. w. beträgt 100 Mann. Die diesjährige Produktion kommt aus 6 Millionen Eentner Zollgewicht = 3,000.000 Meter-Eentner — 300.000 Tonnen. Älcinc Chronik. Lilli. 2. Octodee. (Spende.) Der Kaiser hat der Kirchen-vorstehung von Doberna, BezirkShauplmannschaft Eilli, zur Ausschmückung der Kirche und Anschaffung einer Orgel 150 fl. gespendet. (Für Sagelschäden.) Der Herr Statt-Halter i0aio» Kubeck Hai ver hiesige» k. k. Be» zirkshaupimonnschast von den eingegangenen Sam-wclgclder» für die durch Hagelschlag verunglückten Bewohner Steietmarks. einen Betrag von 1400 fl. zur Vertheilung angewiesen. Weitenstein, den 29. September. Der hiesige GemeindeauSschuß beschloß in der Sitzung vom 23. d. einstimmig dem deutschen Schulvereine als gründende» Mitglied mit dem Betrage von 20 fl. detzutteltii. Wir wollen MrS. Willington ihrem Aetger überlassen uuo uns zu dem Paare wende», da« denselben veranlaßte. Bianca haue in der Nahe de» Flügel» Platz genommen, al» eine andere Dame zu spiele» begann. Unwiukührlich suchte ihr Blick den Lord und fand ihn, wie er Mr». Wil-lingion kühl und fremd . . . abfertigte. Ader sie mußte sich wohl geirrt haben, al» sie seine Miene für abweisend, nein, verächtlich hielt, denn Mr». Willizton sah ihm so triuwphirend nach, als habe er ihr da» Angenehmste gesagt. Er kam aus sie zu, zog einen S.ffel heran und begann mit ge-dümpfier Stimme, um da» Spiel nicht zu stören: — Sie werden nicht mehr lange in Eng. land bleiben. Miß Orlandi, nicht wahr? Sie blickte überrascht zu ihm auf. — Warum sollte ich nicht, Lord Rutland? — Weil Sie zu große» Heimweh haben, um e» noch lange hier auszuhalten. Sie schüttelte leicht da» Haupt. — Ich glaube, ich habe drs Heimweh so ziemlich überwunden, feit wir in borest C'astle sind. — Da« haben Sie nicht, Miß Orlandi. (Fortsetzung folgt.) (Kindergarten.) Die Eröffnung de« öffentlichen Kindergarten« ist so ziemlich gesichert, da der Gemeinderath in löblicher Opferwilligkeit für den edlen Zweck den vom Eomitv erbetenen fixe» Beitrag von 300 fl. bewilligt hat. Wenn diese Opserwilligkeit avch anderwärts Nachahmung findet, so durfte der Kindergarten im Fiüdjahr eröffnet werden. (Hundesteuer.) Der GemeindeauSschuß beschloß in seiner gestrige» Sitzung um Erhöhung der Hundesteuer von 2 auf 4 fl. einzukommen. Diese Erhöhung, gegen welche die G.R. Iuliu« Rakusch, Dr. Higersperger und Kupferschmiot eintraten, soll nicht so sehr diS Ergebniß der die»-bezüglichen Steuer vermehre». als vielmehr die Anzahl der Hunde, deren Eoneerte zu nachtschla« sender Zeit vielseitige Klagen hervorriefen, ver-mindern. Wir glauben indeß, daß eine solche Maßnahme ihren Zweck kaum erfüllen wird, denn gerade d>e nicht versteuerten Hunde, die sich einer größeren Freiheit erfreue», sind die nächtlichen Ruhestörer. Ihre Zahl wird sich durch die Erhü-hung der Steuer eher ve. mehren als vermindern. Die hohe Steuer wird roch häufiger zu umgehen gesucht werden als die gegenwärtige.Ersvlgreicher wäre es »ach unserer Ansicht eine empfindliche Geldstrafe für die Besitzer unversteuerter Hunde auszusetzen. Tüffer, den 27. September. Die bejahrte MeßnerSgattin Maria Sidur, welche in Abwesen» hc.l ihres Gatten das A?e Mariageläute an der Michaeliskirche bei Tüffer besorge» wollte, hatte das Unglück von der zum Glockenzugc führenden vier Meter hohen Treppe herunterzustürzen. Die Aetmste blieb besinnungslos liegen unv wurde rst am nächsten Tage vom Gemeindevorsteher Kaeic und dem Kirchenpropste Kraine, welche verwundert über da» Ausfalle» des täglichen Geläutes Nach» schau halten gingen, aufgefunden. Sie brachten die Verunglückte in ihre Wohnung, woselbst ste nach wenigen Stunden starb. (Angeschossen.) Der beim Grundbesitzer Johann tfaßnig in Tirvsch als Hirt bedien« stete fünfzehnjährige Urba» R a t a i » s ch e k hatte MsaM der Folien. von Eilli nach: Sachltiifeld, St. Peter, St. Paul, Franz, Miittiug, Troja»», Luluwetz, Vir, Lai»«ch um 5 Uhr Früh. FraSla«, PraSberq, Laufe«, Ol>eed»rg um S Uhr Früh. Wolla», Tchousteiii, MiSliitg, Windifchgeiz um 5 Uhr Früh. Neudaus um 12 Uhr Mittags. H«I»t»egg, SLeitenstei» um 12 Uhr Mittags. Sachsenfeld St. Peter, St. Paul, Franz um 1 Uhr I.'» M. Nachm. aus dem Zimmer feine» Dienstherr» ein geiadene« Gewehr genommen um Vögel zu schieße». Bei dieser Jagd schoß er den Grundbesitzer Matthias K o v a e, welcher hinter einem Gebüsche stand, in den Arm. Die Verletzung des Letztgenannten ist eine schwere. (Ein grosser Einbruchsdiebstahl) geschah a»> 26. v. M. in Lai»ach. Herr Regie» rungSrath Ritter von Stöcke! siel demselben zum Opfer. Der Einbrecher entwendete Gold- und Sildersache» im Werthe von 4000 fl. Verdächtig erscheint der kurz vorher auS dem Zwangsarbeit»-hause entlaffene Schneider Andrea» Sella». (Kindesmord.) Die GrunddesitzerStochter Josesa Wo dusch aus Tirvsch. Bez. Ooerburg, hat am 8. v. M. ein Kind geboren, baSselbe ge-,Stiel und in einer Schlucht verborge». Die un-natürliche Mutter wurde bereit» dem Gerichte eingeliefert. Hourse der Wiener Börse vom 2. Oktober 1860. Goldrente...........71.50 Einheitlich« Staatsschuld in Noten . . 72.60 i» Silber . 87.70 1860er Staa'.S-AnlehenSlose .... 130.— Bankaktien...........821.— Ereditactie» . . . . -...... 282.— London............118.20 Napoleond'or.......... 9.39 (. k. Münzducate»........ 5.62 100 Reichsmark.........58.25 „Zwiegespräch am Ring." Servua! Hut Stiglit z: Glaner wo war*t denn da,mir scheint« dn bist benebelt? 151—1 Herr dauert Ich war In, Gasthof z-ir „Stadt Wien4' und da habe ich vom nuten Viaeler Wein getrunken, der mich wie dn sieh»t in diese heitere .Stimmung schon uacli dem Genoss« I Liters »ersetzte. Gehe hin und überzeuge dich. 17. September 1880. I>er „bekannte und doch unbekannte aber aufrichtige Freund" wird behnfs Erwidciung ersucht, •eine Adresse unter J.W. So. 21, an die Expedition des Blattes zu »enden. 445—1 Hotel weisser Ochs. Heute Sonntag den 3. Oktober 1880 Abends 8 Ulir Concert M Mellm der Singspielgesellschaft J. Diem, und B. Günther. 150-1 Neue« komische« Programm. Entri? frei Kleines möblirtes Zimmer ebenerdig, ist zu v«rmiethen. Nettgesa« Ko. 172. 148-2 Aufgenommen wird ein Portier Anmeldung bei Lutz t Naeff Kunatmtthle von Cllll. 441—1 \\ asclianstaK Beehre mich einem P. T. Publikum anzuzeigen, da«« ich in der Brunngusfte No. Gll eine Waschanstalt errichtet habe. In derselben werden Waschkleider sowohl wie auch die feinst« Put,Wäsche gegen billige Preise gewaschen, gerollt und geplättet. Herrrn-Hemden ohne Kragen .... pr. Stück 8 kr. dto. mit ...... „ 10 „ Unterhosen............ „ 4 „ Socken.............das Paar 2 „ Sacktücker............pr. Stück 2 ., Hamen-Hemde»........... „ 4 „ Beinkleider............. „ 4 „ Knabenhemden gestärkt........ „ 5 „ Barchent rücke........... „ 4 „ Steifrstoke glatt geputzt........ „ 15 Damen-Kragen............ „ 3 „ Manschetten...........das Paar 3 „ Korsetten schön geputzt......pr. Stück 5 Strümpfe............das Paar 2 „ Hamen-Kleider glatte ....... pr. Stück 20 „ dto. gekolmte , ... 25 bis 30, 40, l>0 „ Schürzen gepuzt..........3, 4 bis 6 Küchenschürzeti ..........pr. Stück 2 „ Tischwäsche, Tischtücher......„ „ 4 „ Servietten.............. „ 2 „ Kaffeetücher ............ „ 3 „ Kaffeeservietten.......... » » 1 „ Handtücher.......................„ 2 „ Polaterüberzttge............ „ 2 „ Leintücher............* „ 4 „ Hie Wische wird mit Holzasche gcsechtclt. Hie Waschanstalt arbeitet Winter n. Sommer. Hit der Bitte um geneigten Zuspruch Hochachtungsvoll 441—1 Anton Cebul. vuig-Kräutcr JaU. (yrtract und Karamellen von L. II. Pietsch & Co. in Brcsluu. — Zu haben in Cilli bei I. Äu»ferschinicb. Avvthrle zn Marie Hilf. 2u9 Ter Huste Nicht ve, dankt seine lvunverbaren Er, folge der naturqeniäben Wirkung seiner kräftigen Be-jiandtheile und ist das anerkannt vorzüglichste diätetisch« Haus Genuß-Mittel bei Hustc», (Katarrh# Heiserkeit S(tt-schleimung der Ailmunqs Organe und k,tt,uiidlichcn Zu-standen der Schlei»chäu:e der Lnu«k». Lustrihre», de» «e»ll«»feS und bri allzrmciurr Schwäche. Jeder Huste» kann höchst Aksiihrlich werden. Ein vernachläbiqler Huste» lau» der Äeim von Uebeln iverde», welche in ihrer Ent-»ickeluna tag Lebt» bedrohe». Wir machen daraus «usmcrlsam. Liseiidg.Kll-?rg.vIitdriskö »tot» vorrÄtdiz in ävr lDllOiiiöuon i. Ein möblirt es Zimmer 2 Fenster, gassenseitig. mit separatem Eingang, ist zu vermiethen. Adresse in der Eipedition, Deutsches Ftimilirnlildtt vlerteljiilirig Alk. 1.K0. Z» Heften zu 50 Pf. = Aeuer Koman von L. Lenneck. = Jtaa brfttll liWrjeli la »le»?aatz»»»laa«»a nab Poft«ml«ra. Z. 14505 Stf. Kiitacliiii. Von dem k. k. Krelsgerlohte In Cllll wird hiemit bekanrit gegeben, dass bei demselben Wegen Si-cherstellung der Beapei»ung der eigenen gesunden u. kranken Häftlinge und Slräflinge.dann jener des hiesigen stidt.-del. Bezirksgerichtes; ferner wegen Sicherstellung der Brodliefemng für dieselben für das Jahr 1881 d'e Offert und zugleich Minucudo-Vcrhandlnng am 14- October d. J. Vormittag um 10 Uhr in der Amtskanzlei der Hilfe-ämter-Vorstehung (Klostergebäude 2. Stock) abgehalten werden wird. niexu werden die Unternehmungslustigen mit dem Beifügen eingeladen, das» jeder I.icitatit um dio Uebernahme der Häftlingshespeisung eine Caution von Eintausend Gulden, jener um die Uebernahme der ßrod-licferung aber eine Caution von Siebenhundert Gulden entweder im Baaren oder in Sparcassabücheln oder in Staat-obligationen, letztere nach dein Courswerthe des Verhandlungstages zu Handen des Herrn Licitations-comniissstr» zu erlegen hat; die etwaigen Offerenten aber die mit den gleichen Cautionen belegten, gut versiegelten Offerte bis zum Beginne der Verhandlung zu überreichen haben; ferner dass die Verpflegsnorm. die Speisetabellen, das Marktpreiscertiticat und die übrigen Bedingnisse bis zum Verhandlungstage täglich während d'-r gewöhnliehen Amtastenden in der Kanzlei des Herrn Hilfsämter.Vorstehers eingesehen werden können. Cilli, am 27. Septemb, r 1880. Vom k. k. Kreisgerichte: 247—3 Sohuh. Die zahnärztliche Operationsanstalt und das zahntechnische Atelier befindet sich in Cllll, via a Tla dem Bahnhöfe, Caffe Hauibtum. 1. Stock. Schmerzlose Zahnoperationen mit Narooae oder Looalan&atheaia; Plomben in Gold, Amalgam, Cement etc; künstliche Sahne nnd. Gebisse nach amerikan. Svstem. 414 Ein Gommis der Geinischt-WaarenhanJlung der deutschen nnd slo-venischcn Sprache mächtig, wir,! sogleich aufgenommen bei Jaklla 1b B«S ftoktM. 149—2 Ein Reitpferd schwarzbraun, englische Vnllhlnt-stnte 15*/« Faust hoch, vollkommen geritten (auch für Damen i äusserst vertraut, fromm, gesund etc. auch zur feucht geeignet, ist billig zu verkaufen im Chrtatinealaofe. ('/, Meile von Cilli.) 439—i 500 Gulden 223-10 zahle ich dem, der beim Gebrauch von RöslerV Jah«-Miandnesser a Flaaeh« SB kr. jemals wieder Zshnschmerzi'n bekommt, oder au. dem Munde riecht. Ullh. Rfluler, Wien, I. Wipplingemtr. 19. Nur echt In C1U1 be4 J. K«pferr«ksl4, Apctkeker. s - M L Ptrtfww n»ella. 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