IWWAWiA K,»«>,««i>i »»»»»««tllG» «l,dO»in«i. SiiwMIMUlz) (7«lDß»» Mwnikd«» ?ßr. Z«70) «VWl« V«»«»w«9 «< 0»o»ck«M«,I tsOl«ß>» IMi»d« I«f. »»Y: ck»«öW« M.4» kMtlkVckckv«« I» ««0»RK0. ««I» iil.N. ^7^ IMI NdttVitt. «n V. PSVnnir 1SZS II. I» ßßWid»?: «il. 4 vmugspwl«»: Kd»«!«». «o«»«. 23 0»n. «»»»«»n 24 vln. «lurek Post mons«. M VI». We <« abkt>O H«I>n6 MO«»«. H» Vi» kiiustuDMM» » dl» 2 Qin. >t«ki wwmlOt^ Marwiim stiwilg MontagsAusgabe Der ?veg zum DMen Nelch Hitler geht rücksichtslos gegen Sozialdemokraten md Kommunisten vor - Landtagsauflösung durch Papen gesichert -Die Gemeinderäte in Preußen aufgelöst Russische Wirtschaft Was ivir aus russischen amtlichen Qellen ilnd aus der russtsckien Presse über die poU' tischen und wirtschaftlicheil Zustände deS Staates vernehmen, Klingt durchaus günstig. Erst unlänflst hat Stalin ein!i'.: l^i^fahrung erhärtet, dast man die Nack»« richten aus russisckiml Quellen nnt deni de^ kannten .>Uirnchen Talz ausnehmen muß. Es ist allerdinsis schwierig, authentische Infor« mation übc'r ö^ie wirkliäie Lage in Ru^lan!^ zu erhalten, da daö dort herrschende Negim? i'ler einen gut sunktionier-enden Polizei- und ,^ensurapparat verfügt und mit Wlpj.rrung.^ inaf;nahlnen für die i^ffentliche Meinun^o-sins^eriing nicht geizt. Trotzdem al^r sind ^och auch boi uns Tatsachen belannt gewor--keil, welche ein anderes, bedeutend lveniger rosiges Nild der Zustände uitd Verhältnisse in Z-owietrussiand ergeben. Por allenl verdanken wir manche ^nt^-fiüllung dein gewesenen mächtigen ^^üihr^r t^er '5ow?ets Leo Trotzii. Es ist keine ^rage, t^as; dieser Mann über das heuti^ge Nus;land, welM's er b^'gründen half, anfs (v^enaiioste informiert iit. Auch liegt kein Grund i^'or. seine Mitteilungen nicht sür zuverlässig zu l.alten. Trokki iebt zwar in der Verbannung und bringt offenbar.<>errn Ttaltn kei-ne besonders Herzli6>en ^mpflndungen ent» gegen, Iissein er rechnet offenbar noch iminer auf seine '^iüätehr und 'lZ>^ie'd<'reInsel,ttng und r-eteiint sich l>?it Vossen? ^kachdrnck zuin schewiSinuS und seiner Politik. Te!n Borti aii in .'ilopenhagen bat be'wiesen, das', Troiüi bolschewlstisckie 5nslein noch iuinier für das teste, ja für das einzig mögliche iu ''>ius;land btilt Wenn also Trot'ki kritisckie Aeus^erun' gen über MisistäN'^e und Mis^erkos^ze hi^ren läs^t, dürfen wir seine Ans^Khrnngen schon für authentisch halten. Trohki bereitet ein Buch über die Wirt« s6>aft in Nttfiland vor, welches zwar nc>5) nicht erschienen ist, worans aber mehi'erc Bruchstücke bereits in aiuerikanisckM tungen veröffentliM wurden. Nach Trotzkis Urteil kann man von eiilem Erfolge deS ersten Füinsahrplanes nicht reden. Die .Pro» duktion ist ans allen Ael>ieten nvit hinter dem «geplanten un^ vorgeschriebenen Er^eb« nissen zuvückgebl'c^'en. An l5isen, Stahl und Messing wurde kaum etwas über die Häl'te des festaesehten ?lnsmaj^,es erreicht, selbst di? Elektrifizierung, für welche ungeheure Geld-o.pfer gebracht wurden, hat nicht die gewünsch ten Ergebnisse ge-eitigt. Dazit sieigen die ProdnktionSko'sten von Iabr zu Jahr. Frei« lich sind es nicht die Arbeitslöhne, ivelche di« Produktion vert<'uern, denn aerabe dem Arbeiler es km b>''s'''^'>'"v:st^^lsien Paradies iveit elettder, als in irgendwelchen?a- B e r l i n, 5. Feber. Der Preutzenkommissär G ö r i n g gab eine Erklärung ab, der zufolge alle Beamten der preußischen Polizei, die das nationalsozialistische Programm nicht guiheisien, zu-riicktretell mögen. Diejenigen aber, die iin Dienste verbleiben, würden vor die Aufgabe gestellt, mit allen Kräften bei der Durchführung der Idee des Dritten Neichcs mitzuwirken. Die Regierung sein die Amlselithebung ho^ her Beamter, die sozialdemokratisch gesinnt sind, fort. Die Nackifolger sind Nationalsozialisten. B erli ik, ü. s^eber. Da der preußische Landtag, in dem die übrigen Parteien die Mehrheit besitzen, den nationalsozialistischen Auslösungsantrag ablehnte und die ^sblehnung auch durch das sogenannte „Dreimännerkoslegiunl" erfolgte, in dem Dr. Adenauer für das Zenlrnin und Braun für die Eozialdemokratei? entscheidend gestinnnt haben, wird Reichslouns-sar von Papen nun ini Dreimännertolsegi-nm mitstimmen, so dasi die Landtagsanftö-sung ies)t sicher beschlossen wird mit jein.'v Stimme und der glimme deZ Nationalsoz:^ allsten .^errl. Berlin, 5. Feber. Die Reichsregierung hat das Erscheinen der kommunistischen „Noten Fahne" bis 7. Feber verboten. Der Aufruf Advls .'h i t l e r S an das deutsch« Volk wird iin ganzen Reiche plakatiert werden. Au: ?^reitag wird der Reichskanzler in: Sport.Palast im Rahnten einer tiationalsozialistischen Monster-^.>ersamm-luug sprechen. Die Rede wird auf der deutschen Mlle von allen Sendern gefunkt »Verden. erll n, 5. Feber. In Stras^furt bei Magdeburg fanden g<'' siern groß Kundi^ebungen der .'^rzburger Front statt, wobei cs zu Zusammenstösi^n mit den Sozialdeinotrat^'n kani. Der sozialdemokratische Bürgerul-eister iil' a r st e n konnte schliesslich nnt seiner Polizei die Ordnung wieder herstellen. Beim .'?)eimgang wurde er von <'inein 1« jährigen (^jyninasia-sleu durch zw!.'i 'lievolverichüsse von hinten niedergestrertt. ?.tarsten n,ar auch i?andtags-al?geordueter. Verll n, Feber. Tie lmnmissarische Preußen-R<'gierung hat alle b^euieindräte aufgelöst llud die?teu-wahl zui?' 12. März ausgeschrieben. nationalen Zusammenarbeit zur 'Degeneration EHI.lao. » Pari s, 5. Feber. Der „Matin'^ meldet aus Schanghai: starke sapanische Truppen sind von Mukden her nach der Provinz Ie-hol im Attmarsch. Man befürchtet eine japanische Offensive großen Ztils, zumal auch die Fliegerauftlärung ausserordentlich rege sei. Die Japaner wollen augenscheinlich noch vor Eintritt des Tainvetter^ und der Frül)-jahrsüberschwemmungen einen entscheidenden Vorstoß nnternehiuen. Der chinesische Mar. schall Tschang-.'^^sü-Liang ertlärte, entschlossen zu sein, jeden Zoll chinesischelr Bodens zu verteidigen. (5r hoffe Veling nnd Tiien-tsru vor jedein japanischen Angriss schiii^en zu können. MM BölkerbundvermNung endgwtig gefcheStert Die Japaner Planen eine Offcnsive großen Stils G e n f, 'i. Feber. Die Völkerbundvermilt-lung lnr chinesisch-japanischen .^lonflikt kinn niinnie^)r als gescheitert angesehen werden. Die Neunzehner-Ki.mmifsion der ans;eror-dentlicken Bölkerbitndversanlmlung hat gestern ütier die Empfehlungen beraten, di" auf l^rund des Artikels fünfzehn, Paragraph t, znni ostasiatischen KonsUtt gegeben werden sollen. Dabei hat sie nach längerer ?el'ntte einsliutnng festgestellt, dasz aum der neueste sapanische (^)egen''irschlag, der eiik ^chiichluugstiersal)rcu nach Anerkennling des Mandsäiutno vorsieljt, völlig unannel)nl^ bar n'l. Mil der gleichen Einstimmigtett beschlos^ die i^tommission n>eiter, ic>ie zetni Tchluiisol' gerungen aus dem Lvtton-Berickit als C-irluid läge anzunehnielk, deren wese>ttlichste i^e-daitteu darin bestehe»?, das; die Errichtnug einer wirtlich autonomen Mandschurei unter ch i n e s l s 6) e r Oberhoheit einpfählen wird. Tie japanischen Interessen in oer Mandschurei worden anerkannt, aber auch die Unvereinbarkeit der bestellenden Äer-l'ältnisse nnt dem japanischen ^chul^staal in der Mandschurei, ^chlies'.lich liasiereu die Empseiiluilgen auf einer 'jnsamiilenarbeit znnschen >^'hina und Japan iind einer inter- Minister Tttu!e«lcu fUr Smopavunv B u kare 't, 5). Feber. Bei einem sang von Pressevertretern betonte Ansieu-u?in?ster?- i l u I e s c it, das; seine le!',!eir Erllärungeu uver eii?e nnrtschaftliche An-liäherung au Uugarn der Politik dcr leinen Entente entsvn'chen, auf die sie lrel', der Bert^'!guNs> de-^ Tardien.Planes nicht verzichten tömie. Tie drei Staaten der !>ileinen Entente seieli entschlossen, nnter den von ihin aufgezeigten Bedingungen O-esterreicli und Ungarn die Frenndschait^chand zu rei' nnd dainit die erste Etappe auf de:'.' Wege zu einem Enropabnnd znrt'!e<-ulel>'j'.. lverden, sagte der Minister, aui di^^ .n B..'eg fortschreiten, aurl) iv nn nnc' ein Äis;-erfolg be'chieden sein sollte. Fiir die Freiheit drs d^ntwvn Nol'l:?. B e r l i n, Feber. Ein stonntee, hend aus Professor Ald^'rt Einstein, .^^<'in,ich Mann nnd '^^iudolf !7lden erläs;t >ein'.'n Auf-rus, in deni fiir die d'.''.notratis l>ieistes an das den!' sche Bolt apneliert nur!'. Tenr .^tl^n^itee sii^d bereits zalilreiche Znttiiinnnnas^'rktärnn.?i'n zugegang<'n. unter anderei? Prof<'">l' Baluschet, Prosenor ,Martin '>!ub>r, Taster Alfred Töblin, Presessor s^'ans v. EchirV ^.^ion Fencinu'aiilier, Tr. Fischer, '.^^^ernee .'i)egeinann, Pr^n'essor ,'^uistrow, Bernhard .^t.llerinann, Alfred .>cerr. Tli'V.na^- Mann .'itarl 'Vinz Marlin. Alson..' '^^aanet, l^rosei-sor ^l^aabrltch, Arnold ,'>U'e!g. Tac- uon^ilei-l^eabsichlitst, für !^en und d. eiu'n i^'tongres; snr da>^ „Freie in Tan.'^ig'' abzuliallen. Pilalistischen 5laat. 5chen die ??ohnver-hältnisse sind derart, «dast sie Trol^ki als ekel, erregend bezeichnet. Die Berpflegnug ist un-^nireicheiid und inigieichinäs'.i^g, die ^'öhne unzureichend und idie Teuerung derart gros;, daß im Ankauf der notmendigst^'n Bedarfsgegenstände für deit Arbeiter ein Ding der Unmöglichkeit geirorden ist. Tie Fi'l^^e dieser i^ustände ist eine innncr steigende Arbeitsunlust, n'elck>e natürlich die Produktion tlach teilig beeinflußt. Dabei u>ird vou den all^^ mächtigen Betrieb^ötouimissarell ein fast an,e-rikanisches Ärbe!tStem>Po verlangt, welches der ungelernte russische Arbeiter, der sich ans dein bäuerlicfx'n Landvolke rekrutiert, nickit gewachsen ist. Eö ist kein Wunder, daß sich Fälle von Arbeitsflu6>t erschreckend uiehren und bereits Dimensionen angenouiuten haben, iveiche die Machthaber zu neuen stren' gen Vorschriften veranlaßten. Die „Progul-Söiki" (Arbeitsflüchtigen) werden hiedurch ganz attßerhalb des Gesetzes gestellt. ES wird ihnen die Berpslogung entzogen, ihre Fa-n^lien werden erbarmungslos del^tert und aus;ei>d.'in stohen is)nen noch s6)were ^traselt weg<'n „i^egenrevolutionärer Belätigunli" b^ vor. ^chü'arze Listen, n?elche vou aintouiegen gesiUnt iverden, verhindern dem Arbeiter, der o^nie „genügende" Ent5chuldu>ung von der Arlx'it fortbleibt, sede Einstellung in einent anderen Betriebe. 1^,'icht besser sieht es in der Landu'lrtsäia't aus. Die i'iolll^ktivisierung hat allgeuteine Unzufriedenheit unter den 'dauern hervor» lierusen nnd der passive '^'.'iderstand des ^'andvolfe>5 hat die landwirtschafll.jclx' Produktion tatastrophal uiedergedrüstl. Die scharfen Strafen, die Neguisilieuen des Bodenertrages, selbst die TepaStationen der unbotmäßigen Bauern erzielen leine wesentliche Wirkung. Man kann das Ergebnis deS bolschelvisti' schen Wirtschaftssystem dahin zusammenfassen, daß eS ihm ANXlr gelungen ist, die Land wirtsrliast zu ruinleren, daß es aber mit der Industrialisierung noch gute Wege hat. Der neue Mnfjahrplan ^ängt nicht mnl-der vielversprechend an. Die Evakuiertln^en gain.er Törfer. nne unlängst l'e! den .^?!lban. kosalen, die iu Au'^sicht gestellte Ztädteiä'i' berutia und antVre angetinlidigte C'^ewal'. mas;nal)ui.''' iin"lss>.'n den Banern nnd Ar. beilern r.'c'r üi'ibe ?tu:'l'licle in die ^^ntlinsl eröffnen, .'"^n dvr '^n'p>il>I!s der Bauern- nnd Arbeiterräte sind n^ahrlich gerade die Bau ern und Artx'iier n'cht auf 'diesen gelx'ttet St, lin inrd seine Mitarli-l'iler s^l^einen der Passivität und der geduldigen Er^^eben« heit ii'.'r breiten rechnen. E: ist aber doch die Fmge. ob die Eewaitl'err. schaft si^l) ans die Taner alS star' genug er« nx^isei: wird. Ter rs'cknchtclose ^tUl n segep das.'^^'iniat- und !'!el!giousgefnl.l wird auck kauui den «leminscht'n Er-elg lniben. Es .^-el)' ja schon hetUe ohne strengste Unlerdrütlun^ nicht, selbst überzeugte Anhäuger, ia, ver« diensti'olle Mitarbeiter des beutigen 5nst'em< sind vor der Deportien nicht sicher, weun si' nicht uoch größeren (^iefabren an^-iieieizt sind Erst' l'nl'tngst nnlßte '^inovjev daran glau l»en. Mau sollte nu'tnen. daß ein ''^ieginie. (Fortjelvuug auf ^-eile 3). »MarWvn!? ,^ettuny' Vkuminer N. vronnwg, om v. ?fever IVSZ. Sin unvtrdeMNchtr Welder» ftlnd 'Ehrend dei^ ^»ieglerungszeit des lussijchen ^«retl )!iko!aus des Crstcn loar ^er Kommandeur der Festung Dünaburq «in l^ne-ral der ebenso lu's tüchtiger 5oll>at wie als c^rostcr Äeikcrfeind bckmntt war. ?cinc Abneil^ung gegen daiZ schöne Ge 6)Iecht ginss sei^ar sc» iveit, daß cr jede B-cg«c^N!iug mit -grauen äuqsllich zu l'^rnleiden suchte. Der >tciis>kai^ serin !ilit nach Dünabnrg zu ^lelnnen, und befahl >>eUlUlg, ihr dic Festung z" .zeigen. T da.^ Herrschec« pnar auch noä) !'<'> i'.?n? zuin T<'e '.ansagte. habe keine ^ran Majesti'ü", sagte >'i)eA-wig, „ich bin !'in alt<.'r >>ngcstolz". „Warum heiratest du nicht", erwiderte der Kaiser, „ick) wnstte ein? gute und passende Partie für Dich", „^ch liin zu aU, uin zu heiraten, Majestlit". nui,, ich irill Dir nicht ivei« ter zured^'n. aber Tee will ich doch bei Dir tcint-en. l^ieh zur ^wiserin und kitte sie, die Rolle der.'^^auefrau zu illzernehmen". Schwe len »er;ens kain der Alte den? !^e''<'hl nach und aiik ?lb<'n«) war der Teetiich tZs'schutack Voss hergerichtet. >>elswig, der wie ans Na^ dein saß, innßtc von der ^taiserin Dbst und andere Dinge entgegennebinen. Aber das Tchlinnnste stand ihm noch l'evor. als ihin keim Abichieid die !»1aiserin die Hand zum Kuße reichte. >>ellinig bezwang sich und tat, was die Etikette von ihnt verlangte. Doch kouin hatten ihti seine (^äste vorlassen, so ging er nnverziigtici, an die Säuberung sei iu'!Z äus;er?n Menschen (5r sPiUte sich nicht nur den Mund gründlich aus, sondern nallim auch ein lieisie?^ Vtid, wechselte seine Leib Wäsche und zog eine andere Uniforn» an. Dann lief; er die bei dein Empfang voll ihm lietragenen ^leidcr sorgfältig de^^infizieren und seine '^innner durchräuchern. Der 5tuhl aber, au'' dein die .Kaiserin gesessen hatte, erhielt aul näckisten Tage einen neuen Ueler-zug. Die Zaad noch der Nechenmotchlne Die Äuda^^citer -Poli.iei l>efas;t sich init ei-rlenl eigeliartigen ^'itriininalfall. Der Mrsen-i'gent d'dinund Ä'uIIer, der ein ganz her-^vorragender Mathenkatiler und Mechaniker j'ein soll, hat vor einiger Zeit eine Erfindung sieiliacht. MiUler hat eine Miniaturrechen--ulasck)ine konstruiert, ulit deren Hilse die touipliziertesten niathematischen Aufgaben gelöst n>erden tonnen. Die Maschine vermag selbst die ^'ogarit^iinen anzugeben und so die loniplizierten Logarithm-enstäbe, die die Ingenieure zu diesen Zuiecten verlvenden, zu ersetzen. Da sich Muller von dieser Erfin» di:ng und insbesondere von deren Einfilh« rung in die Bankpra;i'5 niaterielle Vorteile erhoffte, hat er leine Miniaturrechenmaschi-iie, die tauin grös;er al'> ein >)andteller ist, t^atentieren lassen. Vor einiger Zeit hat nnn Müller die Be-lanntschast eines A^lneritaners liemacht, der sich is)ni als Ingenieur und Vertreter riner grossen techitischen ?virnw vorstellte. Müller legte ihm ein Skizze seiner Erfindung vor, und der Amerikaner erklärte sich l»ereit, die .^Rechenmaschine durch seine Firnw aufzukaufen. Nach langwierigeit Verhandlungen hat der ?)ankee Miiller eineil Lchecl auf iM0 Dollar überreicht. Es kam ein Uebereinkom-nien zustande, denizusolge Müller sich mit denl Anrerikaner nach Newyork begeben und dort die Masäiine verkausen soll. Nun hat Müller das einzige ausgeführte .^)ü^'^del der Nechenniaschine, in einen kleinen Lederkoiker verwahrt, dem Amerikaner über geben. Auch alle Dotmnente und TkiMn waren in diesem Lederkoffer eingeschlossen. l?s war eine Zusammeniunft auf dem Ost» bshnhof vereinbart. Ed^nultd Müller verfiel nun unulittelbar vor der Ankunft auf dem Bahnhof auf die Idee, den Tck)ccl einer Bn-hapMr Oiros>,bant vorzuweisen nnd ihn honorieren zu lassen. Die Ueberraschung war nicht gering, als uian il)m die Auskunft erteilte, der Name der Äank, auf die der Cchecl- lautet, sei unlietannt. Man halte oS für wahrscheinlich, das, der Scheck gefälscht und Müller einem Schwindler aufgesessen sei. Müller stürzte nun ans die Trane, nahin ein Auto und fuhr nnt rasender t^^eschwindig Henry Fords FriedensarOe Wie der Automobiltönig den Weltkrieg beenden wollte -Friedensexpedilion nach Europa — Bereits in Ono gescheitert Im Oktober 1915, im zweiten Jahre des Wcltkriege'Z, tam der amerikanische Automo-biltönig Henry Ford auf den Gedanken, eine Friedenserpedition nach Europa in die Wege zu leiten. Er entschlos; sich ein Schiff auszurüsten und an dessen Bord nam-lio.fte Kriegsgegner aus aller Herren Länder zusammenzubringen. Unter persönlicher Füh rung Fords sollte das Schiff, mit einem Sternebanner am Heck und einer grofjen weißen Fahne am Bvg, vers6)iedene Häfeit der lriegführi^ndeti europäischen Mächte anlaufen, uin für die sofortige Beendigung der Äriegsoperationen Pro pagmida zu machen. .Henry Ford schien seiner Zache sicher zu sein. Er glaubte, bereits zum Äeihnachtsfeste Iv15 die freudige Friede nsbotsck^ft der Welt verkünden und die Soldaten auS allen Schützengräben heimführen zu rennen. Der Verlauf der mnkwürdi-geu Expedition strafte diesen naiven Glaubett Fords Lügeu^ ?!orton Leonard, ein amerikanischer Journalist, der sich unter den Einge-ladenen auf der Friedensarche Fords befand, schildert setzt in den Spalten der Zeitschrift „Readers Digch" den Ärlanf der im Lärm des Ärieges unbachtet gebliebenen Friedens eipedition Fords na6i Europa, die in all ihren ergöklichen Einzelljeiten ein dankbares Thema für den Verfasser eines »lenen „Don Ouichote" abgeben könnte. Am 21. Lktober herrschte im Hauptquar tier der Fordschen Friedenserpedition im Baltiinore-Hotel in Mwyort grös',tc Aufregung. An alle l)ervorragenden Mätwer uno Frauett Amerikas erging der ?lppell, an dem großartigen Friedensunternehmen teilzuneh inen. Die Goui?erneure und Vizegouvcrneure aller Gliedstaaten Amerikas, die Rektoren u. Dekane der Uniliersitäten und die hohen Stcatsbeanlten wurden gleichfalls eingeülden. Auf telcgraphischein Wege ivandte sich Henry Ford an den .Heiligen Vater mit der Bitte, für den glücklichen Ausgang der Friedensex-pedition zu beten und den Teiln^mern seinen apostolischen Segen zu erteilen. Zur größten Enttäusäiung des Autoinobil-königs lehnten fast alle Eingeladenen die Beteiligung an der Expedition ab. Henry Ford gehört jedoch nicht zu den Menschen, die auf ein begonnenes Werk fchtiell verzichten. Er wollte seine Friedensinitiative unter allen Umständen zum erfolgreichen Ab schluß bringen. Das lS6nfs „Oskar II." der Skandinavisch-A'lnerikanischen Linie, mit dem ttie Reise nach Europa vor sich gelien sollte, erhielt von Ford die Anordnung, sich für den 4. Dezember zur Abfahrt bereit zu halten. Unterwegs sollte der Schiffssender ununterbrochen das Frie-densmanifost an alle triegführenden Natio-ncit durch den Aether funken. Bor der Abreise erteilte Ford den Pressevertretern ein Interview, in dem er zum Ausdruck brachte, daß die Zahl der Anmeldungen für feine Frie densexpebition so gewaltig sei, daß man mit dieser „Friedensarniee" eitte ganze Flotte bevölkern könnte. Diese Erklärung mar zweifellos niäit übertrieben. Auffallend war jedoch, daß Persönlichkeiten, die damals in Amerika Ruf und Namen hatten, an Bord des Friedensschiffes nicht zu sehen waren. Die Friedensexpedition bestand aus Vertretern einiger radikalpazifistischer Berbän de, aus religiösen Z^anatikern, ^magogen. fahrplanmäßig bereits in tveitigen Mnuten abfahren sollte. Müller lani gerade in der Sekunde auf lein Bahnhof an, als dem Zug das Abfahrt^-! ignal gegeben wurde. Zu seinem Glück be> merkte er den Amerikaner, der eben dabei tvar, die Tür des KiipeeS zu schließen, Mil^ er sties', den Schaffner aus dem Wege, der ihn hindcrn wollte, aus das Trittbrett des Schnellzuges zu springen. Was nun folgte, war das Werk eines Augenblicks. Müller riß ')le Tür des Äupees auf, packte den Koffer, !)cn der Aitterikaner noch in der Hand hielt und suchte, vom Zuge abzuspringen. Zu gleicher Zeit wurde die Notbremse gezogen und der Schnellzug, der sich in Belvegung gesetzt hatte, blieb stehen. Es entstand vor »eltfteml»en Mitgliedern der Franenver- ein«, Quäkern und n«wen Phantasten, von deren Existenz man bisher überhaupt ni6)ts wußte. Der Ansturm der „blinden Pas sagiere" war so groß- daß die Befatzung des Schiffes die Reiselustigen mit Gewalt vertreiben ntußte. Ein Mann, der sich durch List an Bord des Schiffes eing^chlic^n hatte, und abtransportiert werden sollte, fank Plötzlich zu Boden iil einem Anfall schwerer Epilepsie. „Oskar U." stellte am Tage der Abfahrt ein eigenartiges Bild dar. Alle Schiffskajüten und Salons waren init Oelzweigen, Frie dcnspalmi'n und ausgestopften Tauben ge-sckinlückt. kurz vor dem Start erschien Thomas Edison an Deck, um von seinenl Freunde Henry Ford Abschied zu nehnlen. Da der Expeditionsleiter im Moment abwesend war, zog es Edison vor, rasch zu verschwinden. Er wurde von feindlichen Rufen weil^licher ReisenUtglieder begleitet, die ihm seine Weigerung lnitzufahren nicht verzechen konnten. Die Blasinstru-mente und Blechpauken aint Kai stimmten die amerikamsche Friedenshymne an, die von der Schiffskapelle ntit der dänischen National Hymne beanwortet wurde. Um l.lb Uhr kam .^«nry Ford in Begleitung seine Sohnes und des engeren Stabes mn Kai an. Ein unbeschreiblicher Lärm brach aus. Die Kapellen donnerten durcheinander, Friedensschalmeien ertönten, die Nationalhymnen verschiedener Vöilker erklangen. Mit Mühe bahnte sich Ford den Weg zum Schiff durch die gewaltige Menschenntenge, die an der Friedens-reisc nach Eurl>pa durchaus teilnehmen moll- s te. Jemmand reichte dem Automobilköntg einen rie'sigen Rosenstrauß. Einige Minute» später stach „Oskar II." in See. An Bord der Friedensarche befanden sich neben 3 Kameraleuten 54 Pressevertreter, die über den Verlauf der Expedition ihren Blättern drahtlos Berichte gaben. Manche Journalisten waren offensichtlich bestrebt, da< ganze Unternehmen lächerlich zu machen. Sie mutzten »on TtreitiAeiten und sogar Ge«alttiltigleit«n zwisthen den Friedens» delegierten zu erzi^n, die verschiedenen politischen und weltanschau lichen Richtungen angehörten. Die Reise ging zunächst nach Oslo. Als „Oskar ll." den Hafei, von Oslo allliabr' gemacht. Carl Millöcker war von dent Borfall ties erschüttert. Und erst nach langer Zeit war er wieder in der Lage schöpferisch tätig zu sein und den „Gasparone" tu konwonieren. momskSfl, sen «. .Märs?örer Zeitimq" Nummer 35? ^ welches ohne Bluturteile, Maffenverfolg«»-gen und Jnstttutonen, wie er die GPU lst, nicht auskommen kann, kaum von Dauer sein können wird. Zu Boginn der bolschewistischen Hvrschaft find zahlreiche konlikunistisc!^ ^ealistLn aus den anderen Siaaten au^^ewai^ert. Vie wir in Präger Zeitungen lesen, sint etniM von ihnen zurückgekehrt. Die kamen verarmt und verbittert in ihrer Heimat an und geben Schilderungen aus dem Arbeiterparadies. welche sellst dem überzeugtesten Marxisten div' ?^llu'sionen zerftiören mtisfen. Tas russische Volk leidet. Man sprach früher so viel von der zaristischen Knechtschaft. Aber ??reiheit ist dem 'leutigen Rußland fr^iind-er als je. DciS alte Rußland wird wohl nicht wiedererstehen, die Adel5hcrr-schaks kann wohl nicht zurückkehren. Aber auch di? hentls'e lVen:al«heri'schaft der kam-munist schen Minderheit wir^ ein Ende fin' den. Volk von i'zv Millwnen kann nicht dau'^rnd in W?ll?nl'>sigkeit erhalten ^Verden. Volk Mli-Ä sich einmal au' sich selbst öe-sinnen und d'e Leitung seiner l^esckiicke in Hände nehmen. D. R. A. Ford geqen die „Rassen". .l^^enry Ford steht wieder einmal inl Mittelpunkt des Interesses der amerikanischen Oeffentlichkeit. Seine Arbeiter sind in den Streik getreten, seigre Fabriken sind geschlossen. Ford behauptet, daß seine Konkurrenz und einige Grofibanken den Streik angezettelt hätten und finanzierten, seine ttegner behaupten, da^ Ford den Streik nur als Vorwand benutze, um eine Pause in der Produktion zu bemänteln, die er un, diese Jahreszeit regelmäßig eintreten lasse. Jedenfalls sollte man meinen, daß Ford augenblicklich mit ziemlichen Schwierigkeiten zu kämpfen l)abc. Aber seine Sorgen scheinen noch gar nicht so groß zu sein. Denn wie man erfährt, ist die große Gemeinde der Prohibitioi^anhänger an ihn herangetreten mit der Bitte, den Kampf gegen die „Nassen" zu organisieren und zu führen. .Honr»i Ford ^ soll sich bereit erklärt haben, dieses Mandat zu übernehmen. VStN onntag AbfahNsrennen „Mala kopa Als Klubmeisterschaft des SK. „Rapid" Hans Heller und Willy Jeglttsch siegreich ^ Schöner Besuch Buzenica, 5. Februar. Auck) Heuer trug der Sportklub „Äapld" seine Skimeistcrschaft inl Umkreis seiner idyllisck) gelegenen Äihiitte keim „Theii^" aus. Mgen des schweren Schnees wllrde das Damen- und Altherrenrennen verlegt. Ein umso hi>heres Interesse brachte n?an daher dem Lauf der Senioren und Junioren entgegen. Die Rennleitung wählte Heuer als Pri'rfungssirecke die Abfahrt von der 152« Meter .)ohen „Mala topa" zuiu „Theisel". D e etwa 4 Kilometer lange strecke M,rte den ireistlichsn steil aHfallenden Bachernkamm entlang bis zun, Sattel vor dem „KremZarjev vrh" und dann auf dessen in das Drautal geneigten Rücken, um schließ lich in flotter Schußfahrt das Ziel beim ..Dheisel" zu erreichen Wie schon erwähnt, wurde das Rennen in zwei Kategorien ausgetragen. Ins^^samt hatten sich nn7 Start auf der „Mala kopa" 14 Wetttemerlvr eingefnnden. Bei den Senioren lieferten sich .Hans eller und, Reinhold Ie glitsch einen erbitterten! Kamps. .?>elser trug ailch beuer den Sie-i^ davon. do6> passierte knum 30 Sekunden hinter ihm ^esilit'ch als Zlveiter das Ziel. Auch die Junioren warteten mit ansein-lichen Leistungen auf. .^lier dominierte Willy I e g l i t i ch, der irbrigens die drittbeste Zeit des Tages erzielte. Knapp hintereinander folgleil ilu Helnmt Zinthauer und Lothar M ü h i e i s e n. Die Ergebnisse waren: Senioren: ?. Hans Heller S. Rcinhold ^eglitsch 13; 3. Rudolf .holzer 15.50; 4. Alois Werlitsch Itt.ZS; 5. Oskar Werbnigq K. Franz Pirk!^n 15.20. Juioren: 1. Willt, Ieglitsch I 8. Helmut Zinthauer 15.10; 3. Ll)tl?ar Müh^--eisen 15.40; 4. Langhanlmer Otto 18.15; 5. Kurt Kern 20.05; 6. Willy Nnger 21.15. Das kennen lpng klaglos vor sick?, wofür fich insbesondere die Herren Ing. Cl, lert, Dr. Bö 6) e r und Dr. I e t t m a r verd'ent machten. ?es Tchiedörichteramtes waltete Herr Dr. O r o t e n. Als E^pert des Un-terverbandec» nwt?nte der Veranstaltung .(''err C i l e lt ö c k liei. Die Berkündioung und Preisverteilung wurde in, Rahnien einer geselligen Znsan?» menkunst im l^asthof Lobenlvein vorgenom« men, wo außer dein Sektionsleiter .Herrn Ing. E t, l e r t auck der Bi.^eVbmann des SK. Rapid .Herr Dr. B r a n d ß e t t e r in begeisterndl'n Worten d.'e rersaininelte Wintersportgemeinde begrüßte. Vei ft,ck»»de« Stuhlgang m»d »ber'chl^iger Magensiiure leitet das sehr milde, natürliche »Franz'Irsef"-Bitterwasser die im Magen nnd Darm anges'nnmeltcn Rückstände der Verdauung ab und verhütet in vielen Fällen die Entstehung von Blinddarmentzündungen. In der är^tsichen Vl'rufstStigkcit wird das FranziIoles'Wnssl'r Sek Miinnern, Frauen und Kindern mit il>llem Erfolg angewendet. Dns .,Franz'^Iosef"«'NiUer-Wasser ist in Apotheken, Drogerien und ^pe«-reihandlungen erhältlich. Swe »rigmelle Winterhilfe. Der Magistrat der Stadt Budapest bat eine eigenartige Aktion zur Linderung der Winternot eingeleitet. Er hat bei den Leil?-hänsern 3sM Ueberzieher eingeli^st und sie ihren Besitzern zustellen lassen. Er hat aber gleichzeitig Borsorge getroffen, daß passionierte „Berseher" ihre Mäntel nicht gleich wieder zum nächsten Leihamt tragen. Alle ausgelösten Mäntel sind innen mit einem besonderen Zeichen versehen worden. Den Leihämtern ist verboten worden, derartige Kleidungsstücke bis zum nächsten Frühjahr anzunel^men Winlersporttag auf der „llrNia aora" Mavko Stanstl (Marathon) l^ewiimt das AbfalMSrennen — Masstnbeteiliqnnfl am Nodelrennen G n 8 t a n j, 5». Feber. Auch Heuer gestaltete sich das vom «liklub ^^uZtanj-Kotlje organisierte Ab'ahrtsrennen von der „UrSlia gora" zu einem allgemeinen W'ntersporttag, an den: anch die Landbevölkerung Anteil nahm. Das Rennen stellte an die Fa^irer überaus schwierige Aufgaben. Von den 17 Teilnehniern erreichten 12 das Ziel. Leider erlitten auch mehrere Konkurrenten Bescliäd'gunien. 5o mußte u. au. anch.c',ert'ert .König ivegen einer P''<'llunq des rechten Unterarmes das Rennen au?-iiolien. Al.? Zieger qing l^ner in neuer Rekord-'>eit der l'elannte Meisterl^nfer de.? 55?!' Marathon '^dranko 8 tangi hervor, der zeitweise in einem höllischen Tempo dahinraste und trot^ einer Verlet.-tung des Arineö noch immer mit einein Borsprung von mehi als einer Minute dc?s Ziel erreichte. Zweiter wnrde Franz I v i ö sMaribvrer Zkiklubl, ^ der ebenso seine hohe Form in« Abfkihric-, lauf unter Beweis zu stellen vermochte. Diel Der hundertjShrige Skat. Ein Prominenter feiert seinen 100 Ge-! bnrtstag: der Skat. Der Vater des Skats war der sächsische Rechtsanwalt Friedrich .Hempel in Altenburg. Der Name des Kar-tensvielS kommt von dem italienischen Wort ..sratare", das heißt weglegen. Der Name wurde deshalb aus der italienischen Sprache ^ gewählt, weil Italien vor hundert Iahren das klassische Land des Kartenspiels war. .Hempels neues Spiel bürgerte sich immer mehr ein. und es ftab Zeiten, wo es einfach zum guten Ton qehörte, daß man Skat spiel-te. Der Skat hat natürlich im Laufe seines hundertjährigen Bestehens manche Veränderungen erfahren, und er wird auch heute noch auf die verschiedensten Methoden gespielt Gesetzlich geregelt wurde er zum ersten Mal im ^'>ahre als Buhle die erste Allsienieine Deutsche Skatordnnna herausgab. Es en^l^anden nsi''""l^!--fi bald "'"^lubs iiongressen hatte es nicht ^esel^ll. t drittbeste Zeit erzielte S t e f i r. docl» wurde er wegen „?'?s^erlreitons" disqualifiz'ert. Ter dritte Preis wurde deshalb dem schon aus deul Vorjahre bekannten Michael K o-ne ^ nik ls^ilAtani-Kotlje) zuerkannt. Ausgezeichnet lies anch Erwin Kralj aus slov t^radc^, der allerdings den .Kamp': wegen Skibrurs'es aufgeben n?us^te. Der Einlauf gestaltete sich folgendermaßen: 1. Zdravko Sta ngl „Marathon) 3. Franz Ivie sMS.^i) Mi- chael KoneLnik (Gustanj-Kotlje) ^0.16; 4. Jos. .'<)eriö s^elezniLar) 41.52; 5). .'^)arnold-i(^u.^tanj-Kotlje) 42.03; 0. Mauhler (Solol-7.eriav) 43.13; 7. Stanko Ktangl (GuZtanj-.^iotlje) 43.28; 8. Toma/üL sGu^tanj-.Kotljc) 10. Stropnik (Slov. Gradee) 47.42. Auch Heuer veranstalteten die heimischen Wintersportler gleichzeitig ein Rode l-r enne n. Unter tatkräftiger Unterstützung des Pfarrers Herrn Serasnik und der Pvstverwalterin Frl. Ella K r a k e r zeitigte auch Heuer die Veranstaltnng einen vollen Erfolg. Der Start war l?euer oberhalb des Janet-l^ehi)jtes festgeseht. Es siegten: Felix Zdo ve <».31; 2. Jakob Ple^ivönil K.49; 3. Ivan Zdovc und bei den Damen: 1. Katharina Dvor^ak t^j.50: -- Jvana Zdovc 8.54. ^Den Veranstaltungen lvohnte auch de? Vertreter des Wintersport-llnterverdandes Herr Vetri h bei. Die Organisation lac^ in den Händen der Herren I e l e n k o, V o-l a v 8 e k und Zorko .K o tni k. In aufopferungsvollster Weise stellte sich auch Herr Rajko K o t n i k den Veranstaltern ^r Verfügung. Äaoreber?Nng»r in Mailbor Bei außergewöhnlichen! Interesse fand Samstag abends inl Saal der „Zadru^na gospodarska banka" ein Abend des ksassis6)en Ringkan,pfes statt. Als Gegner traten si6) die Ringer des Sportklubs „Sparta" aus Zagreb und des SSK. Marathon (Maribor) gegenüber. Fischer und U r a n k e r kämpften untentschieden, dagegen besiegte U ransek H r a st n i k und .K e nl perle P e r h a v e c. Obige Kämpfe füllten den ersten Teil dcs Abends aus. Dann folg-x teil die Gäste. Halo ^ a n (Zagreb) legte B r ö t o in der 7. Minute auf die Matte. P r pi L überwältigte in sicherer Manier I e v « e n l a k. Aufsehen erregte der Austritt des sympathischen Zagrebers I a n e der allerdings nur nach Punkten gegen den sehnigen F i s ch e r siegte. Einen Pracht-sieg erzielte B i d i c, der in der sechsten Minnte init einer blitzschnellen Wendunst den Staatsmeister itn .^lbschwergewicht Brajo auf die Schulter legen konnte. Die KälN'psc leitete Herr B e r g a n t, wahrend die Jury die .Herren Dr. V a t o v e c. F u c k a tt lnld Drozg bildeten. Die Kugy-Schanze eröffnet. C e l j e, 5. Feber. Mit e'nem ausgezeichnet besuchten Propagandaspringen wurde heute die vonl Ski. klub in Celje erbaute Sl^nze ihrer Bestim. lnung überleben. In der Konkurrenz siegte Lop (Ilirija) l.'or Mejav^k (ÄPD-Celje!. Außer Konkurrenz behielt der Norweger G u t t o r Ul s e n vor den l^^razer Dr. Ei chholzer und Ing. E r l i n g <» r die Ol^erhand. Den weitesten Sprung deS Tages erzielte Gu t to r in s e n nlit Meter. „Primorje" besiegt „Ilirija"'. L j u b l j a n a, 5. Feber. Das erste Oualifikationsspiel fi'ir den Aufstieg in die Nationalliga gewann „Primorsc" mt 2:k gt!gen „Ilirija". Kleiner ^msigei' ^lisl'sqen sincj 2 viNSt iii Lk-iei- macken dei^ulscieti. cia Zsisonstsn ctie ^cjministsstioi'' liioiii in c^ef i_gc?e ist i^as (Zevvünsvlite ei'lecütiien Zimm«r an 1 oder Herren vder Studenten zu verleb?n. Datlcnba6>ova IS/Z linkS. 146Y ^rhslfln für Da men' Ullk^l'U'NNN'.'N. ' ' V V. Mari'^'i'. Ciov^llsia ul. lt. z42vl Gebe deilanut, daß ich für dle Schulden meiner Fniu 'Anna nicht Zahler bin. Josip LeZnik. 1477 Dame mit 20—30.lM Din für ein LebenSmittl-lqc'ichäst in M>i. ribor als Nompnlnwnin qcsucht. Cvent. Mitarbeit siewün'cht. An uüoe unter .l. März" a>' ^ie Berw. 142S lyrisch, Krassen. Backhau» Schmid. Iuröiöeva »I. t Dauerhafte l^tlühlampen! Das )lllesnstersiiis?rockn von Gllikz. lamven ist worden' Tie dkir^^n nnnmebr Ibren ^arf an l^iüblamten decken, wo Ibncn belil'kit Dauerhaste u .wie li^liischirnen bekommen Eic t^ei der Firma ?>os Wsvplina»r Möbel, Einsäfte, »ille Tapezicrer-Erzeu^nlsic. Bett.zeua und q-inzc Wohnuntd5i'inrichtun!ten erhielten Tie blklisist bei F. Novak, Ve-trinjSkli 7, Kliro-^ka 8. Billitie einfackie serbische Sprecks-ttbunffsstunden flesncht. Bosni'ch oder Dalmkilinisch Vevorni-it Anträge imtor „AwkarSka" iiii die Verw unt' verbreilel die , Ztadlo Montag, 6. Februar. Lsubljana, 12.15 Uhr: Mittagsmusik. — 17.30.- Nachmittagskonzert. ^ l3..^0: Esperanto. — 19: Serbokroatisch. — 20: Ueber« tragnng aus Beograd. — Veoqrad, 20. Opernallffüihrung. — Wien, 20.05: Leh: ^innernlttsik. ^ 22: Kon^^ert._Miinchen, 20.15: 5konzert. _ 22.45: Nachtmnsik. — Budapest, 20.15: Zigennermu'ik. _ 21..^: >lonzcrt. — 23: Jazz. — Warschau, 20: Vronknsels Operette „Liebeskarneval". — 22.15: Tanzmnsik. — Daventry'Rational. 211 ssamn^ermn'ik. ^ ?2..''>5: Bnnter Alx'nc' . 23 10' ?l7?n'.>-^''',?stefhoi»- scu. 20.05: ^^'ehar-'.'lt'cud. ^ 21.20: »konzerr MuMWo» «ttinmer ZK Aomc« von v. Williams OovMtikt w Nüaedeo bel lZeo»L A>sütler. M. FoitsetzWlg-) Dvr ^lmnenfchem, die Weite, die Ähvn-h«t des ^nd-MstSbildes erfüllte,! JoanS Her^ lmt tiesem Frieden. Weltenfern dem ivHig flIeUenden Kluß und den schweifenden Berge:i lag die nnvöse Hast des Alltags. Ioan fichl^ ihre Sorgen weichen, ^ch glaube. daß ich hier Mcklich werde", sagte sie ileife. „Haben Sie jemals ein herrlicheees Land gesehen, Simmons?" D'c Zofe, den Schirm fest zwischen den ^ien, schmidffelte h^bar. „Es schont hier sehr scklei^ zu rieten!" knurrte sie zweifelhaft. Tage, getaucht in Sonnengold, kamen »nd gingen. Ioan shlhabenden Neisenden aller Ncv-ttonen und ateilds gab es gesellschaftliche Verattst-altllNIen lmd Toilettenprunk in und Fi'llle. — Ioan aber hielt sich mit Absicht dieseill qcriiuschvoNen Treiben fern. Sic zog es vor, ihr eigenes Leben zu leben, «verbrachte nmnche stille auf ihrem Zimmer» bkon, von wo sie das beruhigende l^riin des sttnrtens ul^ die graurolei: Gipfel der Berge nl>erblicken konnte, oder ruhte in l'inem Strandsessel auf der Ärvassc, um das ütberwältiqende Zchaufpicl des Zounenunter ^ngeS zu gelließen. ' EinAkdent Äcr Ratschläge des Prinzen liesz sie sich nicht von Mussa miide Hetzen. Zie te-^uchtc (^rabmciler und TemPel. cit>Lr ganz willkürlich und im?lgcrte sich ihres Z^ührers unverdautes Wissen über sich nuS^ie^n zu lassen. Es genül^te il^r, auf den wannen Steinen zu sitM und uni die Ruinen :."7r« Träulne zu spinnen. Qst l^ing sie ohne Plan und ohne iV'ührcrbuä) uach Kvrnnkh, lies; de» beleidigten Mussa nlit sanlt deni Wächter am großen Pylon zuritck und wanderie allein durch die geivei^cn Ttätten. Eines Morgens ritt sie zun^ Tal der >»tö-?,ige. ^^ur Abil'ech'lung nMte sie, statt iin )!^estnurant, einmal hoch inl Gebirsle oberhalb dec^ lerassenförnligen TentpelS der .Königin .^Msäiepsut zu Mittag essen. Man zeitig auf, denn der Tag vers^l^cach heiß zu werden. Bald rann der Sch veiß si'ber die l'raunen Wan-ien des Treiberjungen, der, den Eßkorb aur^ der Schulter, hinter ihrenl und Mussas (tsel trabte und den Eer sich befand, der sich inerkwiirdiiierN'eise unte»: der .Vi^riiliaut bewegte. Zunächst waren sich die Aul^enspezialisten in unklaren, auf welche Weise dieser kleine bewec^lickse (^jienstand i'ir<> den Weq in daS Innere des l^ehorgans l>clii!eil tonnte. Erst die eingehende inikro-s^ol'is^-h.' ?''!^eobachtunq des AngcS ergab die Dinqnose, daß eine kleine Insektenlarve ans dein Augenwinkel durch die .Hornhaut ge« drnnken war »nd im Auge des Madchens :,es,etierte. Etv'a einen Monat lang verblieb das Kind in ärztlicher Behandlung. Da die ^i^'sahr des Verlustes des rechten Auges niut wurde, e,ttschlossen sich die Aerzte zu ^nnenl chirurgischen Eingriff. Die Operation ve konnte im lebenden Zustand entfernt u>erde,i. In den Annalen der Ntedizin sind solche Fälle zwar bekannt, sie stellen jedoch eine äusjevste ^ltenheit dar. Sttenge Tanzoorfchnften in Japan. Wohl in keinem nloderneil ^'ande sind die öffentlichen Tanzbelnstigungen einer fo stren gen Ansticht untevworfei: wi« ill Japan. Vsr an diesen ^ieransbaitungen teilnehmen H einsamer Reiher melancholisch stand und schwaiMeiße Eisrögcl über Wassern l ispkelten, kani nmn auf die sandige Ttraße, die zu einem Bewässerungskanal führte, l Vraune Männer, nur nrit einem .Hüftentuch bekleidet, hockten in den leeren Melonen» toeten. Auf den Feldern schüttelten, nmhüllt von gelben Eaubwolken, dunkle Gestalteir Phosphatsäcke aus. Unter einem Strohdach ' darrte ein Wasserrad und seln eintöniges Gerälusch verschnwlz mit den hohen Tönen, die ein nackter Bub, Platt auf dem Nucken ^ liegend, seiner Rohrflöte entlockte. Von Bamn AU Baum flogen grellgrüne Bienen^ besser, deren Flügel wie Kupfer glänzten, ! und 'im Sandboden pickten niedliche ägyp-ttsche Tauben. l An einen: Seitenweg, nach den Meninons. säule hielt ein schlottriger, zerlumpter Junge in Leinenschuhen einen Esel an. Es war ein schl^nes großes Tier mit einem niaurischen Sattel aus scharlachroten: Saffian und einer wtgelten Satteldecke. Daneb^ stand ein ^ gutgekleideter Mann in europäischeln Reit-anzüg und fV.nmaschen, der seh? nervös schien. Er sprach eifrig nltt einem wildauS- ^ fehenden, vierschrötigen Fellach mit großen scWeligen Fiißen. Der Kerl machte einen unangenehnien Eindruck, denn es schlte ihm ein Auge, und die leere rote Hi>hlc lenkte mnvisskürlich die Aufmerksamkeit ans die Unrll)e seines Partners. Gesicht und Haltung des Freinden fiel Ioan au', als sie nni die Biegung trabte. > Tie brachte ihr Reittier zuni Stehen. „Gntel, Tag, .Herr Simopulos!" rief sie fröhlick). Mann im Reitanzug erschrak so l)ef- i tig, daß er seine Gerte fallen ließ. „Hallo, Frau Averil!" antwortete er ulierrascht. Dann warf er seineni Gefährten ein balliges Wort zu. Der hob die Hand zuni Zcichul, daß er verstanden habe und lief uiit langen Schritten zu den Säulen hinab. Sin:.iPuloS nahnl die Reitgerte ans nnd trat zu Ioan heran. „Ich wnßte nicht, daß Sie in Luksor sind!" Voll Anerkennung ließ er den Blick ül-er ihre ^tleidnng '^allen. ihren sandsarbenen Filzhnt, die lai!gab'je, eineill Privatdamp'er ans dem Fluß Ich kau? für ein paar Tage aus .^tairo, um nach eineiu Besip zu lohen, an dem ich beteiligt bin. Werden Sie sich längere Zeit in Luksor aufhalten'-"' Ioan zuckte die Achseln. „Ich weiß es nicht, ich ha'be den Ort lieb gewonnen. ES will, nnlß sich l>eim Eintritt in die Tanzhalle legitimieren, worauf der Name auf einer Liste eingetragen wird, die neben der Eingangstür all ^r Wand l>efestigt w!rd. Junge Leute beiderlei (^Geschlechts, welche noch nicht das 21. Lebenc'jahr erreicht haben, inüssen ist inir, als ob ich hier immer bleiben könnte!" Der (Krieche blickte auf den E^korb zu Füßen des Eseltreibers. „Sie ma^i)en» elni?n Tageoausflug, wie es scheint?* „Ich fürchte, ich bin ke'ne richtige Touri-stin! Ich bummie nur Planlos uinher, wie ich geral'e Lust habe.' M.t aem elfenüe.nei' nen Fltes.»nwedel zeigie si.: ail^ das braulie Gebirge. „Sehen Sie den Berg da drüben, Mussa und ich n»eroen hinaufklettern, bis wir ein schattiges Pläi^chen finden, wo man sich's gut schniecken lassen und dann ein wenig schlummern kann. Jedenfalls" — sie blitzte ihn schelinisch an — „wenn Sie sich kvätig genug für ^n Aufstieg fühlen, dürfte das Mittaginahl wohl auch für zivei ausreichen!" „Es gibt nichts, ^vas ich lieber täte! Aber ich werde in Luksor erwartet." Er sah au', seine Uhr. „O Gott, ich muß u»ich beeilüu!" zog den Hut und reichte ihr die .Ha»ld. „Äben Sie wohl, gnädige Fran! Ich habe mich sehr gefreut, Ihnen zu begegnen!" Er bvstiog seimn Esel und trabte davon. Sein zerlunrpter Diener rannte hinter ihm drein. Auch Ioan setzte ihren Ausflug fort. Es fiel ihr flüchtig ein, daß Simo«pulos merkwürdigerweife nicht deil Wunsch eines Wiedersehens geäußert hatte. Beim Geländer, außerhalb des Tals der Könige, stiegen sie ab. Zu dieser frühen Stuude störten weder Führergeschwätz noch eilige Schritte wißbegieriger Touristen die Stille der Schluchten. Aus der Wächterhütte über dein (ijrabinal Tut-ailchainons ringelte sich eine Rallchwolke in die ruhige Luft. Mufsa nmr zurückgeblieben, uin die Esel nach der Stra^ zun: Hatschepsutteinpel zu schicken, wo. sie sie anl Nachmittag vorfinden wollten. Aber Ioan hatte sich nicht aufgehal, ten. Sie durchschritt den hochgewöltten Ein« gang der (Grabstätten und begann den sleil(:n PM zu dem steilen Sattel elnporznklitnlnen, der llzie eine Scheitellinie das Königstal von den felsigen (Klüften Der-el-Val)ris trennt. Es war ein anstrengender Alifstieg. Eininal blieb sie stehen nnd sah weit drui:-ten das flatternde (^ieu'alld des jinlgen Ae-gtipters, der lltühsain und schwitzend, den Korb in der .Hand, den Berg herauttenchte. Sie hatte de,: Hut abgenoinillen, uild als sie sich dein (Gipfel näherte, blies ihr eine frisck)e Brise die latten braunen Haare -Zm die Ohren. Au'> eillein kleinen Plateau lvartete sie, bis Mussa kain, und dailn schritten 'ie zu-sailimen auf dein weißen Reitiveg, der seit Iahrhllnderten von den unbeschlagenen Füßen der kleinen (^el aus dein schiefrigen Kalkstein des Kalnlnes au5gel)älnulert wor-dell war. Ueber eine Stunde lnarschierten sie eine schriftliche Bescheinigung ihrer (Altern oder ihres Bormundes vorweisen, daß ihnen die Teilnahllie an der Tanzbellistigung gestattet ist. Das Feilhalten von Speisen und Getränken lvährelld der Dauer der Beran-staitllng ist verboten. Alle Türeil der Tanz- SNMNiag, oen o. ^eoer isv? längs des Sattels, bald aufwärts, bald abwärts, ülber verfallene Stufen hlnweg, die in die Felsplatten eingeschnitten waren, und einen Abhang von Geröll entlang. Plötzlich zeigte Mussa mit dem braunen Kinger hinunter. Sie standen gerade auf ei» ner au'Hpriirgenden Kanzel, die sich wie ein Schibtogen auS der FÄslnasse h?rvo»-schwang. „Das ist Haus von Miestär Lomas, was macht Ausgrabung in Der-el-Bahri!" verkündete der Führer. Im Schutz des Berg?cs in einer halbkreisförmigen Oesfnung zwischen den Klippen durchschnitt ein niedriges Dach das Profil des Z^lsengeblrges. Vor einer kleinen Veranda schlängelte sich der Weg wie ein wei-tzer Faden zur Talstraße hinab. „Sehr gutter Mann, Miestär Lomas^, fuhr Mussa fort. „Versteht viel von Mer-tümern. Kauft oft von ^ksor-Händler. E? jetzt in England. Wir sehr traurig darüber.^ Loiuas? Der Name kam Ioan bekannt vor. Natürlich — der Mann, bei dein Cradock arbeitete! „Äe meinen Professor Lomaz^ nicht wahr?" „Ja, Professor Lomax!" wiedev^olte de» Fl'chrer freundlich. Sie blickte mit Interesse auf das Gebäude. Wie einsam es lag! Keine mensÄ)liche Behausung in der Nähe uild kein grünes Plätzchen — nicht als die- kahle, braune oder weihstaubige Oede von Berg und Tal. „Kennen Sie Herrn Cradock, Mussc??^ fragte sie plötzlich. „Miestär Cradock, sehr stiller Mann. mand kennt ihn recht!" Ioan lächelte; denn diese Beschreibung sch en sehr treffend. Im S<^tten eitttS gewaltigen Felsblocks verzehrte Ioan behaglich ihr Mittagmahl und lehnte slch dann, das Gesicht gegen Himmel, zurück, um „dem Schweigen zu lauschen", wie sie es bei sich nannte. Bisweilen schrie klagend ein Geier hob über dem und einmal jllbilierte aus der blauen Weite des .HimmolSgewMeA ein Lerchenliod. Nachdem sich auch Mussa satt gegessen^ )vurden die Eßschalen verpackt, und über einen tiefer gelegenen Wog machten sich di« beiden nach Dr^V-Bahri auf. Die rosabraunen Temipelsäulen wurden im Tal schon sichtbar, als vom Berg «her Stiln-menlärn, an ihr Ohr drang. Ioan lugt« hlmrb. Auf dem unteren Teil des Abhangs lief eine Kette winziger Gestalten, mit Körben au^. den Schultern, zwischen einer Fersenhöhle und einer Art Abladeplatz enisig hin und her. Eine Wolke seinen weißen Staubes, so dicht, daß er zeitweise die Träger dem Mick entzog, lagerte üiber dem Bilde. Halle mit Ausnahlne der Eintrittstür müss.n ^est verschlossen sein und dürfen auch nicht von innen geöffnet iverden. Das Abdämpfen des Lichtes während der Tänze ist verboten. Keine derartige Festlichkeit darf sich Kber 10 Uhr .W Milluten abends ausdehnen. In größeren TanzlMllen sind meistens auch noch zwei Polizisten ständig anwesend, damit die Borschriften auch beobachtet werden. Die Tanzhallenbcsitzer denken auch gar nicht dar an, gegen diese Bestimmungen zu verstizßei?, dcnil die bei jeder Ueberschreitung zu erwartenden Geldstrafen sind sehr hoch, und die .'»^ehl.irden sind iin Wiederholungsfälle sofort ki-it der Lizenzentziehung l!ei der Hand. Ein neuer Höhenjlugrekord. Zwei englische Flieger, Penrose und Fel-lolves, haben mit einem 2^ Tonnen schweren Nugzeug einen neuen Weltrekord ,in .Höhenflug mit Passagier aufgestellt. Sie haben eine Höhe von Il.lXX) Meteril erreichte Es lvar das Houston-Westland-Flirzzeug, das an der Mount-Everest-Expedition leib-nehmen soll. Die Maschine hat dnrch di^s.'n Flug belviesen, daß sie iinstando ist, den Mount-Everest niit Leichtigkeit zu überflie» gen. Nach der Landung iimßten die Piloten feststellen, daß ihr Filinapparat, mit dein sie eine Reihe ron Aufnahmen gemacht hatten, zu eineln schwarzen EiStlumpen geworden lvar, Die Tenlperatur in der Kabilw betrug in der gröfiten erreichten H^he >ninus 40 Grad, die Außenteinperatur sogar (X) Grad. Da der vom Luft-nlinisterium versiegelte Kon troll-Barograph völlig in Ordnung war, dürfte der Rekord als offizieller Weltrekord ailerkannt werben. Berlin feleet den Hltler Stell Reichspräsident von Hindrnburg während des Vorbeimarsches der GA. oaä llt» «ti« »««»»UortUodz vä» — vrnck ilvi »I>I»rit>