VrinswetetUa» - Preise: Sät Laiba»: •en>il6ttg . . 8 fl. 40 tr. OelbiSttig . . 4 „ 20 „ y'mtiia^rig . 2 „ 10 „ M-n-ui» ... - „ 70 „ Mn der Post ...........12 ff. HalbtShrig................6 „ StMtdfütrig..............8 „ Für Aufteilung in« Han« •itrttli. 25 k., wonetl. 8 kr. Einzelne Wnmtotrn 6 ft. Laibacher TJ onblott. Nedaett*«: Bahnhosgaffe Nr. 16. * Jnsrrate»-Bnreen: Aongreßplay Nr. 2 (Buchhandlung von Jg. ». Klein» mayr & 5e6. Bamberg.) z«serti»«svretfe: Für die einspaltige Petit,eile i 4 kr., bei wiederholter schaltung i 3 kr. Anzeigen bi« 5 geilen ‘ Nr. 196. Anonyme Mittbeilungkn werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgeskndet. Montag, 27. August 1877. — Morgen: Augustin. Bei grvheren Inseraten uiw Öfterer Einschaltung enlspre« A chender Rabatt. Für complicierten Satz besou-dere Vergütung. 10. Jahrgang. Vom Tage. Der Beitritt Oesterreichs zu den Vorstellungen Deutschland» inbetress der vonseite der türkischen Truppen auf dem Kriegsschauplätze geübten Grausamkeiten erführt in den unabhängigen Journalen eine abfällige Kritik, die ServililSt Oesterreichs gegenüber Rußlands alterirre Oesterreichs Neutralitätspolitik. Der „P. Lloyd" schreibt: „Die Perachtung der Regierung gegen die Nation hat sich nie verletzender geäußert, als in der Thatsache, daß unser Ministerium de» Aeußern, auf dir russischen Klagen hörend, in Konstantinoprl gegen dir Grausamkeit der Türken protestiert hat. Da» ist unerhört! Der Mufft führt einen ungerechten Krieg, macht fich an die Ausrottung der Türken, verbrennt Slädie und Dörfer, metzelt Kinder und Weiber nieder, schießt auf Spitäler, läßt die türkischen Verwundeten ohne Pflege liegen, — und Ungarn» firhrndrs Wort findet bei den ungarischen Staatsmännern kein Gehör, um den humanen Zaren auf eine bessere Disciplin seiner Soldaten aufmerksam zu machen. Wenn aber der Türke, in dessen Hau- die Räuber eingebrochen, drfsrn Lebrn der Feind angreift, dessen Weiber man schändet, wenn dieser aus Rache und Selbstverthei-digung Gleiche» mit Gleichem vergilt, beeilt fich Oesterreich.Ungarn, dem Russen beizuspringen und fährt den Türken an, daß er kein Barbar sei und die Verträge halte. Die ungarische Nation wird seinen leitenden Politikern diese klägliche Haltung nie vergessen." Nach dem genannten Blatte unterstützt Graf Andrassy den Protest gegen die Türken-greuel, ersten-, weil die Greuel notorisch bewiesen seien und die Genfer Convention verletzen, zweiten», weil er infolge de» Drei-Kaifer-Bunde» dazu verpflichtet ist. Wie informierte Blätter erzählen, wird, wenn auch Serbien al» Bundesgenosse Rußlands Auftreten sollte, Oesterreich so lange der Einmischung in den Krieg fich enthalten, al» die Interessen Oester-reichS nicht unmittelbar berührt werden. Obgleich ein altes Sprichwort sagt: »Roch ist Polen nicht verloren," dürfte dir Kronadrrssr der Polen denn doch zu den Tobten gelegt werden, Galizien wird sich hinsichtlich seiner Gelüste beruhigen, mit der erreichten «utonomie fich zufrieden geben und auch aus dem Traume von der Wieder-auferstehung Polens erwachen, Galizien wird die Gedanken auf Erhebung zur einstigen nationalen Größe aufgeben müssen. DieFeudalen und Klerikalen inPrag liegen fich wieder einmal in den Haaren, zwischen den politischen Führern und den Kirchensürsten Böhmens besieht eine gewaltige Meinungsverschiedenheit; den Feudalen wird zum Vorwurf gemacht, daß sie zu. nächst persönliche Zwecke verfolgen und sich um die Stimmung de» Volkes und seiner Bedürfnisse gar nicht kümmern, im Lager dieser beiden Parteien ist eine totale Zerfahrenheit eingetreten. Vom internationalen Getreide- und Saatenmartt. Die Resultate des fünften in Wien abgehaltenen internationalen Getreide» und Saatmmatkte» sind in geschäftlicher Beziehung al« glänzende zu bezeichnen, ste haben alle Erwartungen weit übertrossen, der Gesammtverkehr mit esfectiver Ware mag wol mehr al« 4 Millionen Zollzentner Körnerfrucht — größten-th:ll« Weizen und Gerste — betragen haben. Es kann mit Sicherheit angenommen werden, daß bereit» der dritte Theil de» Ernte-Ueberschusse» in Oesterreich verwerthet wurde. Rußland und Galizien konnten derzeit noch nicht in Cancurrenz treten, nachdem beide Länder noch nicht über disponible Borräthe verfügen, da« Ausland jedoch prompte Ablieferung begehrte, und für sofortige Stellung der Ware höhrrr Preise bewilligte. Die Produzenten dürfen mit den heurigen Er» gebnisien zufrieden fein. Im Vergleiche zu dem Vorjahre ergaben sich PreiSausschkäge beim Weizen mit 25 bi« 30 tr., bei Gerste mit 75 kr. bi« 1 fl. 25 kr., bei Hafer mit 50 bi» 60 kr., bei Rep» mit 2 fl. per Meterzentner; nur beim Roggen ist ein Preis-rückgang von 7* fl. bi» */* fl. notiert worden. Diese Resultate sind umso günstiger, als Heuer die Valuta um fast ein ganze» Perzent höher kotiert, nämlich: London 121-25 gegen 122*30, Reichsmark 59 35 gegen 59*80 im Vorjahre. Die Kauflust war eine lebhafte, weil die Märkte in Süddeutschland und in der Schweiz auf den un« Ieuilleton. Die Herrin von Kirdy. Roman von Ed. Wagner. (Fortsetzung.) „Das kann ich nicht, das darf ich nicht!" unterbrach ihn der Pfarrer hastig. „Die Lady Helene ist bereite verheiratet, und wollte ich sie jetzt, da diese erste Heirat noch nicht für ungiltig erklärt ist, zum zweiten male trauen, würde ich mich selbst eines Verbrechens schuldig machen. Ich kann Ihrer Ladhschast nur den Statt) geben, ihr Recht vor den zuständigen Gerichten zu suchen." Wieder ließ sich das höhnische Gelächter des Bräutigam« vernehmen. Mit einer raschen Wendung trat jetzt Lord Berry vor seinen Feind und blickte zum ersten male scharf und forschend in dessen Gesicht. Er war bisher von der unerwarteten Vernichtung seines Glückes so sehr in Anspruch genommen, daß er dem Manne, der diese« Unheil veranlaßt hatte, nur we- nig Beachtung schenkte. Er konnte in der Dunkelheit nur so viel sehen, daß der Mann groß und stark und schwarz gekleidet war, wie Lord Berry selbst, sowie daß sein Gesicht, oberflächlich und im Dunkeln gesehen, leicht mit seinem eigenen zu verwechseln war. „Die Sache muß zwischen an« zum AuStrag gebracht werden," rief Lord Berry heftig, indem er dem Fremden einen Schritt näher trat, „und zwar ohne gerichtliche Hilfe. Ich will e» unternehmen, Lady Helene von Ihren Ansprüchen zu befreien!" „Nur nichtiger!" tief der Pfarrer erschreckt. „Entweihen Sie nicht da- Haus Gottes durch übereilte Handlungen. Kommen Sie mit in mein Haus, wo wir die Sache mit Ruhe besprechen und, wenn möglich, in friedlicher Weise erledigen wollen. Erlauben Sie, Lady Helene, daß ich Sie hinüber geleite." Er bot ihr seinen Arm, welchen sie annahm, und so verließen sie die Kirche. Lord Berry ging dicht an HelenenS Seite, wie zu deren Schutz, und die übrigen folgten. Lord Berry zitterte vor Entrüstung über den gemeinen Betrug, der an ihm und seiner Braut begangen worden war, und kaum befand er fich im Freien, als er sich rasch umwandte und dicht vor seinen Gegner trat. Der helle Mondschein gestaltete hier eine nähere Betrachtung, und Lord Berry war nicht wenig überrascht, als er sah, daß dieser Mann nicht die geringste Aehnlichkeit mit ihm hatte. Sein gebräuntes, nicht unschöne» Gesicht war von einem langen Vollbart umrahmt, den er in der Kirche unter seinem bis oben zugeknöpften Rock verborgen hatte. Lord Berry kannte so ziemlich alle Bekannte und Freunde der Lady Helene, doch konnte er sich nicht erinnern, diesen Mann jemals gesehen zu haben. „Nun, mein Herr," rief er hastig, und seine Augen funkelten vor Zorn, „wollen wir die Sache an-gleichen; doch vorher sagen Sie mir, wer Sie find!" „Ich habe Ihnen bereit- gesagt," antwortete der Angeredete, „daß ich Lady Helenen« Gatte bin. Ferner kann ich Ihnen sagen, daß, wäre ich soeben auch nicht mit ihr getraut worden, ich Ihre Heirat doch hätte verhindern können durch mein bloßes Erscheinen. Genügt Ihnen da- nicht und wollen Sie mehr über mich wissen, so verweise ich Sie an meine reizende Frau. Helene!" fügte er in be-fehlendem Tone hinzu. Lady Helene war, als ihr Geliebter fich plötzlich gegen seinen Feind wandte, ebenfalls stehen geblieben, und als der Mann, der gegen ihren Willen ihr auf so seltsame Weise angetrant worden war, jetzt ihren Namen ries, fuhr sie «schreckt zusammen, garischen Weizen angemiesen sind und Ungarn auch in der erfreulichen vage ist, infolge quantitativer und qualitativer Ernte Ergebnisse allen Forderungen zu entsprechen. Ein höchst befriedigendes Bild lieferten die ausgestellten Musterproben: vorzüglicher Weizen au« Niederösterreich, Mähren und Südungarn, aus Kiew und Podolien in Rußland, aus Bari, Ferrara, Mantua, Romagna, Rovigo, Treviso und Udint in Italien, au- Behero, Buch! und Saidi in Egypten; Deutschland und Frankreich waren in schweren Qualitäten schwach vertreten. Die Metropole des österreichischen Kaiserstaates hat hervorragende Bedeutung im internationalen Getreidrhandel erlangt; die Wiener Saatenmärkte hatten bisher glänzende Erfolge zu verbuchen. Wien ist der Platz, auf welchem Geschäftsverbindungen angeknüpft, befestiget, erweitert und neu eröffnet werden können. Nicht nur die eigene österreichisch-ungarische Ware, auch die disponiblen fremden, namentlich rufst-schen und rumänischen Getreideq nantitäten werden durch den Wiener Platz und über Oesterreich.Ungarn dem begehrenden Auslande zugeführt; der lebhafte Transttoverkehr übt auch auf unsere VerkehrSanstalten — Eisenbahnen und Wasserstraßen — günstigen Einfluß. Die Aufgabe des Wiener Getreide» und Saaten-markte» besteht darin, eine entsprechende Berwerlhung unseres heimatlichen Überschusses zu vermitteln und durch verläßliche Auskünfte über die Ergebnisse der letzten Ernte dem Getreidehandel aller Länder das Programm für die beginnende Getreidecampagne mit möglichster Genauigkeit vorzuzeichnen. Wien als Crntralpunkt des internationalen Ge» treibe» und Saatenmarktes hat fich bewährt; die Theilnahme der Interessenten, Verkäufer und Käufer, steigt von Jahr zu Jahr; bei dem derzeit abgehal tenen Weltmärkte fanden sich mehr als 9000 Pro duzmten, Konsumenten und Händler aus allen Ländern Europa'» ein. Da» Zustandekommen dieser internationalen Getreide» und Saatenmärkte ist eben auch eine Errungenschaft der neuen Zeit.______________________ Vom Kriegsschauplätze. Bei Schipka wird noch fort gekämpft, der Sieg SuleimanPascha'S wird als wahrschein II* betrachtet. Die Vereinigung der Truppencorps der drei türkischen Heerführer Osman, Suleiman und Meherned Alt ist bereits vollzogen. Die Türken erneuerten den Angriff auf Ayaslar mit bedeutenden Kräften und zwangen die russischen Truppen, sich auf die Position von Sultankiöi zurückzuziehen. . Rafim Pascha'« Division hat sich, von Philippopel kommend, mit der Armee Suleiman Pa>cha'S vereinigt. Von Aocianopel gehen täglich Truppen aller Waffengattungen zur Verstärkung, namentlich der Armee OSman Paicha'S, ab. Me herned Ali erfocht zwischen Osman Bazar und Dschuma einen Sieg, wobei die Türken mehrere Kanonen erbeuteten. S u l e i m a n hat sich bereits des Schipka-PaffeS bemächtigt, welchen die Russen geräumt haben sollen. Die vor ben Demir-Kapu-Pässen postiert gewesenen Stuften wären gleichfalls abgezogen. Die Avantgarbe Suleiman Pasch a's hat Bebrowa auf ber Straße nach Tirnowa occupiert. Osman Pascha melbet ein siegreiches Re-cognoscierungsgesecht nächst Nikopolis, wobei zwei russische Kavallerieregimenter engagiert waren. Am 22. 6. hat ein bedeutendes Gefecht bei D j u m a stattgefunden, bU Russen würben geschlagen und erlitten große Verluste. Kaiser Alexander, tieferschüttert durch die gewaltigen Opfer, die ber Krieg schon verschlungen, soll allem Anbringen ber Krieg-Partei gegenüber entschlossen sein, lediglich baS ben Großmächten bei Beginn be- Krieges mitgetheilte Programm aus» zuführen, mit anberen Worten, als Befreier, nicht als Eroberer in bie Türkei zu gehen. Daily Telegraph" bezeichnet bie Lage ber Russen als eine durch die neuesten türkischen Be» wegungen sehr schwer gewordene. Ein soeben eingelaufener Bericht melbet, daß seit fünf Tagen eine Schlacht bei Plewna ohne Entscheidung wflthet. Der serbische FeldzugSplan ist im russischen Hauptquartier entworfen unb vom Fürsten in allen Theilen acceptiert worben. Horvatovi! wirb bas Oberkommando über die gesummte, aus vier Corps bestehenbe Armee übernehmen. Es werden 68 Bataillone tu 800 Mann mobilisiert. Die Kriegsbereitschaft ist bereits am 19. d. ungeordnet worden. Griechenland wirb gleichzeitig wie See bien losschlagen. Ein geheimer Agent Serbien« ist nach Athen abgereist. Infolge ber bebrütenden Verluste, welche die Russen in den letzten Tagen in zahlreichen Zn sammenstößen mit der Armee Osman Pascha'S erlitten, mußten bie rumänischen Truppen in Eil Märschen zur Verstärkung ber schwer erschütterten russischen Stellungen herangezogen werben. Am 24. b. würbe im russischen Haupt quartier über ba« Schicksal ber rumänischen Armee in biesem Feldzuge enbgittig entschieden. Nach die Russen jede Cooperation mit selbständigem Kommando perhorrescieren, wird die rumänische Armee aus Bulgarien zurückgezogen und auf ausdrücklichen Wunsch des Zaren und de« Großfürsten Nikolaus sofort entwaffnet werden.___________________. ■ entließ den Arm de- Pfarrer«, stürzte einige Schritte vorwärts und starrte den Mattn mit weit geöffneten Augen an, wie einen, der au« dem Grabe auf-erstanden war. Ueber de« Fremden Antlitz glitt ein Lächeln höhnischen Triumphes, als er das Erschrecken in Helenen« Zügen wahrnahm. „Anthony!" rief sie mit schneidender Stimme, indem sie ihre Hände fest auf die wogende Brust drückte und ein heftiges Zittern ihre Gestalt durchlief. „O, Himmel, Anthony Buonarotti!" „Ganz recht, Anthony Buonarotti,' sagte btt Fremde spöttisch. „Du scheinst überrascht, mich zu sehen, Helene?" De« Mädchens Lippen entrang fich ein halb unterdrückter, ängstlicher Schrei; sie taumelte zurück und erfaßte de« Pfarrer« Arm, an dem sie sich festhielt, um nicht umzufinken. „Er lebt!" hauchte sie in schmerzlichem Ton hervor. „Ich dachte, et wäre tobt! O, Himmel, erbarme dich meiner!" »Lassen Sie e« sich nicht jo zu Herzen gehen, Helene," sprach Buonarotti in leichtem Tone. „E« wäre mir nicht eingefallen, mich Ihnen in dieser theatralischen Weise vorzustellen; aber ich fragte nach Ihnen zu Kirby und erfuhr, daß Sie spazieren gegangen waren. Ich suchte Sie aus und fand Sie am Strande auf der Felsbank, wo ich Gelegen heit hatte, Ihre Unterredung mit Lord Berry sowie dessen Liebeserklärung und Ihre Verabredung zu einer geheimen Trauung mit anzuhören. Ich weiß, weshalb Sie eine offene Heirat mit allem Gli und Aufwand der fashionablen Welt fürchteten. Es sind ja noch einige Personen vorhanden, denen Ihr Geheimnis bekannt ist, und diese würben sich beeilt haben, basselbe Lord Berry mitzutheilen, so baß Sie diesem Herrn gewiß in einem zweifelhaften Lichte erschienen unb bie Heirat unterblieben sein würde. ES ist baher wol begreiflich, baß die ge Heime Trauung die einzige war, welche Ihnen zusagte. Wie gesagt, ich hörte alle- mit an, um« zwischen Ihnen verhanbelt würbe, folgte Ihnen hierher, um im entschiedenen Moment hervorzutreten und die Heirat zu verhindern. Berry's kurze Abwesenheit aus der Kirche brachte mich zu einem besseren Entschluß: Ich nahm seinen Platz ein und mit welchem Ecfolg, ist Ihnen bekannt." Er lachte leise vor fich hin, von teuflischer Lust erfüllt über feinen Triumph und Über de» Mädchen« Qual. (Fortsetzung folgt.) Politische Rundschau. Laibach, 27. August. Inland. Da» am 25. d. au-gegebeneReich»» ze fetzblatt bringt eine Verorbnung de« Mini« terium« für Landesverteidigung vom 10. d. M., welche die Ausführungsbestimmungen zum § 18 des Wehrgezetzes enthält. Nach § 18 des Wehrgesetzes können nämlich jene Wehrpflichtigen, die zwar nicht zum eigentlichen Kriegsdienste, mol aber zu onstigen Dienstleistungen für Kriegszwecke, welche ihrem bürgerlichen Berufe entsprechen, geeignet sind, im Kriegsfälle zu solchen herangezogen werben. Am 25. b. nachmittag- fand in Wien unter Vorsitz des Kaisers ein Ministerrath statt, za welchem bie Minister Lasser unb Unger telegrafisch berufen morden waren. Auch MobilisierungSgerÜch!e kursierten wieder. Als Ursache der Berufung ber Minister wird nebst anberen zu erledigenden Fragen die Haltung de» galizischen Landtage» bezeichnet, dessen Adreßdebatle nun doch weitere Dimensionen anzunehmen droht, nie ber Regierung erwünscht sein tonn. Auch bie Wieberaufnahme der Deputation»-Verhandlungen ist Gegenstand der letzten Minister» berothungtn gewesen. Da ba» Gesetz zur Hintanhaltung der Trunkenheit in Galizien unb in bet Bukowina dir kaiserliche Sanktion erhalten hat, wird, wie offiziös versichert wird, entsprechend ben von ben btibtn Hausern be« Reichsrathe« gefaßten Resolutionen, dir Frage einer eventuellen Ausdehnung desselben auf andere Länder einer eingehenden Prüfung der Landet* behörden, namentlich in ber Richtung unterzöge" werden, ob bie faktischen Zustänbe unb Verhältnisse e« notwendig ober wünschenSwerth erscheinen lassen, daß da» Gesetz auch anderwärts zur Wirksamkeit gelange, und ob e« demnach angezeigt erscheint, seinerzeit das Gutachten ber einen unb ändern Lande« * Vertretung über ben Gegenstand einzuholen. Ausland. Kaiser Wilhelm legt,, wie beut „Eastem Budget" au» Berlin berichtet wirb, große Befriedigung über feinen jüngsten Besuch in Ga-stein unb Ischl an ben Tag. „Je mehr ich von Oesterreich sehe," sagte et kurz nach seiner Rückkehr von biesen Orten, „desto mehr zugethan werde ich demselben, und ber Gebankt, daß da» beutsche 9tiNk"* Parquetten- und Bauartikelsabrik von B. Zois & ComP in Seebach, wohin eigenhändig geschriebene Besuche unm Nachweisung der Besähigung und bisherigen Berwendu»! zu richten sind. (422) 3-3 Zahnweh! ÄÄSÄj rühmte Pariser Kitton, wenn kein anderes Mittel büj Flacon ä 50 kr. bei Herrn Apotheker BlreelUt* (890) 6-j 6 K n' Wiener Börse vom 85. August. ■taat*femU. | 5yetj. Äente, 8It.One. dt», dt». 8#. in 6lto.| iofe Bon 1854 .... iose Bon 1880, ganze iofe een iseo, Fünft. Ptämienfch. v. 1864 . Orandent.-Obl. 6iebcnbfitg. Ungarn ▲ottea. •eit) | iBate I Pfandbriefe. ; «eit 68 70 63*80 Rllg. Oft, ®ob.-<5rebit. 1041— 86 80 66-9C dt», in 83 3........ 107'— 108 —Hation. 8. ZD......... 11*--I11*-S5 Nng. »ob.-4ttbitar.ft. 118-76 119-S5 _ . .. .. _ 134-76 lüS is Prioritate-Obl. Sngl»»8ant .... ÄcctitanSaü .... Scpefltenbent . . . •ecometc»8nfl«tt . 6tanco»®ant . . . 6anbel«bant .... «ettonalbent . . . Otft. aintgefem. . toten »e«nt .... 8erk«hr«baur. . . . Blf6tt.e«6n . . . R«l Ludwigbabn . »eif. «lis..»»hn . »elf. 9t. Oefefto . BteattbeBn .... Eübbahu............ 73 80 74-*C 74 .0 75 - — 8460 — 185*6 — 18,- - 690 - g:an| I»|eI«>Ladi, eit. Metbmeflbebn ekbenbürget . . . Staal«bahn .... Südbahn 4 5 Per,, bl». Bon« Lose. Ärebit > Üble .... «nbotf«. üofe . . . 88* - 834- !l 6«' #0. 111 *44 ,174' ,13*' ;i60 I 71 '86 69 76 — »1— •10 118— — *44 60 '—174 60 — 183-50 861--'— 7* - Woche. (35Dlon.) ÄugSdurg 100 Statt skentf. 100 Wart . cambutg , , , Bonbon 10 Pfd. fetal. Pari» 100 Franc« Münzen, »ai|. »Htn|.$ncaien *o»gtanc«mid .... Deutsche ktrichrmark Silber . . 88'— 97-76 90-76 8940 88-63 60 81-611 Sj t* 16» „»/ J 5»10 47-»° 6‘7* . «•64* 69 05 10t*6 VH' )066 Telegrafischer Kursbericht am 27. »ugust. Papier-Rente 63 80. — Silber-Rente H6’85. — Rente 74-90 — 1860er Staatr-Anlehen 112. actiett 813 — Kreditactien 18710. — London Silber 105-—. - ft. I. Münzdukaten 5 72, — *v-o Stücke 9-62J/i. — 100 Reichsmark 59—. Druck von 3fl. v. «leinmaot & Fed. Bamberg. Verleger: Duomai Bamberg. Für die Redaktion verantwortlich: Franz Müller.