Nr. 29«. Montan, 20. Dezember 1886. 105. Iahrssaiil,. Mbllcher Zeitung. Vr«»umelatl°»evrel«: Hl ös<,'en wicdeihülüngcn pl. Zelle «fr. ^ »«lben lncht anqenommn, und ««nn»crl»te nicht ,nr««,est«ll». Amtlicher Weil", Sc. k. nnd k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 1A. Dezember d.I. dem Statthalterei-Secretär und Leiter der Aezirtshanptmann-ichaft in Imoski Friedrich Karl Fürsten zn Hohen-lohe anlässlich seines freiwilligen Austrittes aus dem Staatsdienste den Titel eines Statthaltereirathes mit "Ychsicht der Taxe allergnädigst zu verleihen geruht. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom tt. Dezember d. I. den Professoren an der Leobner Bergakademie Franz Kupel-wieser und Franz Lorber in Anerkennung ihrer ^rzüglichen lehramtlichen und wissenschaftlichen Thätigkeit den Titel eines Oberbergrathes mit Nachsicht der Taxen allergnädigst zu verleihen gernht. Nichtamtlicher Weil. Zur Sprachenfrage. Wien, 17. Dezember. Die deutsche Sprache feiert Ehrentage und diese Triumphe erringt sie gerade am Anbeginne der Land-tagKscssion. in welcher sie manchen Kampf zu bestehen haben wird, für welchen ihr eine moralische Stärkung recht gut zustatten kommen kann. Rieger und Randä haben in Prag bemerkenswerte Reden gehalten und in deren Erklärungen über die Nothwendigkeit, die deutsche Sprache gründlicher als bisher zu pflegen, erblicken wir den Anbeginn einer ernsteren und gedeihlicheren! Auffassung der Sprachenfrage. Gegenwärtig reihen sich die Polen Galiziens jenen czechischen Rednern an, ^ welche eine fernere Vernachlässigung der deutschen! Sprache als nationale Calamität beklagen, als eine Gefahr, unter welcher die Slaven zumeist zu leide» haben. Fürst S«pieha war es, der es übernommen hat, ^ Polen Galiziens zu ermähnen, eine Sprache nicht! "^ Gleichgiltigkeit oder gar Unmuth zu behandeln,^ selche geistige Cultur und materielle Wohlfahrt zu-! gleich bringen kann. und ohne welche beide für die ^auer nicht zn behaupten sind. Der Rede des Fürsten "dam Sapieha noch weitere Argumente beizufügen, ^are wohl gewiss überflüssig. Sie ist allein schon ein deutliches Symptom des Umschwunges in den nationalen Kreisen, welcher durch das Gebot der Nothwen-blgkeit, durch die Cullurmacht der deutschen Sprache ^ durch den Vortheil des Volles selbst herbeigeführt' wurde, und die Einwirkungen diefer Einsicht werden in dem Maße kräftiger werden, als das von den un» befangenen Männern der verschiedenen slavischen Stämme beklagte Uebel in der Zunahme begriffen sein wird. Der bekannte polnische Parteiführer, welchem bis< her eine besondere Vorliebe für das Deutschthnm nicht nachgerühmt werden konnte, der vielmehr seinen Stolz in der Pflege des polnischen Nationalbewusstseins gesucht hat. befürwortete in der Donnerstag-Sitzung des galizischen Landtags den Antrag auf eine zweckmäßigere und intensivere Pflege des Unterrichts in der deutschen Sprache, nicht etwa aus bloßer Begeisterung für diese und nicht, um dem deutschen Wesen eine Ehrenbezeigung zu bekunden. Er sah sich vielmehr zu seiner so dringenden Empfehlung dnrch die Rücksichten auf sein eigenes Heimatland gedrängt. Damit dieses nicht die Verbindung mit der westlichen Cultur verliere, damit das materielle Fortkommen der galizischen Jugend nicht unterbunden werde, sei es nothwendig, die Schulleitungen zu einem emsigeren Unterrichte in jener Sprache zu verhalten, deren Bekämpfung noch vor kurzem überall als das Symptom nationaler Gesinnungstüchtigleit an» gesehen wurde. Fürst Sapieha betonte auch ferner den Charakter der deutschen Sprache als de« Verständi-guugsmittels der Armee. Jede höhere Stellung in dem Heereskörper sei filr die Söhne des Landes nicht mehr zu behaupten, wenn sie jene Sprache nicht beherrschen, welche die Armee zur Einheit verbindet, und dieser ebenso unentbehrlich ist, wie ihre taktische Gliederung und ihre Waste. s Die Umkehr, auf welcher wir Galizien begegnen. , entspringt, wie man sieht, auch egoistischen Motiven, aber gerade dahin scheint eine Gewähr für die lange A?"^ lener Erkenntnis zu liegen, deren Vcrkündcr ^urst Sapieha gcwurdeu. Sie ist uicht auf eine mo-"""ane. allgemeine, humanitäre Begeisterung, nicht au eine Bewunderung für die in der deutschen Sprache 5 aufgespeicherten literarischen Schätze zurückzuführen. , Solch e.n plötzlicher Ideenallstausch könnte leicht verfliegen wie etwa die Ekstase für verschiedene Stilarten oder litcransche Richtungen. Diese Wendung in den blshengen Ideen ist vielmehr durch die Wahrnehmung herbeigeführt worden, dass, während nationale Tribunen jeden Axthieb gegen die deutsche Sprache als einen Act der Emancipation von einer Sclauenkette feierten, in Wirklichkeit nur ciue der Grundlagen des materiellen lind geistigen Wohlstandes zertrümmert worden ist. Der 'nationale Urzustand, welcher überall angestrebt wurde. >rohte zur Verarmung zu führen. Das nationale Be« wusstsein und die Sprache nähren nicht die Jugend, welche, des größten internationalen Verkehrsmittels beraubt, plötzlich an die Scholle gefesselt bleibt und sich freiwillig des größten Vortheils der neuen Zeit, der Freizügigkeit, der freien Wahl des Erwerbes begeben hat. Nunmehr kommt die Kehrseite des bis zur äußersten Grenze getriebenen nationalen Befreiungs« kampfes, und jene fla vischen Politiker, welche die Zukunft den Schlagworten des Tages nicht preisgeben wollen, erheben selbst die mahnende Stimme und lassen den Warnungsruf gegen die Fortbauer einer Richtung ertönen, welche die nationale Gleichberechtigung auf. zuHeben droht, weil sie die nationale Gleichbefähigung zu beseitigen geeignet ist. Gerade auf diefe Kraft der deutschen Sprache, welche nebst den großen geistigen Gütern auch wirtschaftliche Vortheile zu fpenden in der Lage ist. gerade auf ihre Unentbehrlichkeit für die ökonomische Entwicklung, haben auch alle ihre Freunde in Oesterreich ihre Hoffnung gebaut. Der Augenblick scheint gekommen zu sein, da sie in Erfüllung gehen wird. Noch wird die Umkehr auf vielfachen und mächtigen Widerstand stoßen, aber sie wird unabweislich noch weitere Fortschritte machen, uud man wird die deutsche Sprache allüberall da zurückberufen, wo sie int Exil wandern musste. Am schwierigsten wird sich der Umschwung in Böhmen vollziehen, wiewvhl die Nothwendigkeit eines solchen auch bort mit Lebhaftigkeit anerkannt worden ist, da hier der politische Antagonismus von vielem zurückhält, was das Leben erfordert und weil die nationale Agitation daselbst den Vorrang vor der praktischen Erfahrung gewonnen hat. Aber wir zweifeln nicht, dass jene Erwägungen, von denen Galizien nunmehr geleitet wird, auch in Böhmen endlich zum Durchbrüche kom» men werben. Denn auch hier werden dieselben Erscheinungen zutage treten wie in Galizien. und auch hier kann die nationale Einseitigkeit nur die gleichen Con-sequenzen zur Reife bringen. Wir wollen keineswegs damit behaupten, die Czechen würben je der Promul-gierung der deutschen Sprache als Staatssprache ihre Zustimmung leihen, aber sie werden schließlich selbst darauf bedacht sein, ihre Pflege zu ermöglichen und sich jene Kraft zu wahren, welche in deren Kenntnis gelegen ist. Ob Staats- oder Verwalt»ngs-, oder schließlich Armeesprache, sie bleibt die nothwendige Sprache, sie bleibt jene des Lebens und de« Verkehres, und wer an denselben theilnehmen will. muss sie erlernen und beherrschen. Die Gründe der Klugheit und Zieuillelon. Der Iunggesell. Jahrelang arbeite ich mit Herrn Gollinger in !.?em Zimmer. Er kommt des Morgens immer sehr pünktlich ins Bureau und schreibt still bis zur Mit-Mtunde. Schlag zwölf Uhr setzt er mit einer cigcn-Mtnlich pedantische» Bewegung den Hut auf mid M in ein kleines Gasthaus. Dort speist er zu Mittag. ^ 'st immer dasselbe Menu: Suppe, ein Rindfleisch, k'" Gemüse, ein Brot, ein Glas Bier. Dann raucht ^ eine feine Cigarre, welche er sich a»f dem Gange ^ Amte in das Gasthans zu kaufen pflegt. Ich ^'b nicht warum, aber diese Nachmittags-Cigarre, 3"che Herrn Gollinger so viel Vergnügen macht, diese! Quarre, welche seinen einzigen Luxus bildete, nennt er '""eFrau. N-., Um ein Uhr streckt sich Herr Gollinger zu einem Wäsche,, auf das Canapie. das in unserem Zimmer Ut. Nach zehn Minuten erhebt er sich immer munter v" jrisch und gibt irgend eine behagliche Bemerkung ^" Nch. dann nimmt er wieder seine Arbeit auf. Um 2 ^ geht er heim. Kein Mensch we,ß. wo er li^"- Er hüllt seine Adresse in ein undurchdrmg-fin. D""kel. Herr Gollinger ist ein Mann von etwa sein'"'herzig I"hren. s"N Haar ist sehr ergraut, aber lick "rslchtszügc schienen mir oft erstaunlich lugend» ichi^ !ein. Gollinger ist unverheiratet. Neulich, als ^ '"« Bureau kam. saqte ich ihm: 'Sie. Gollinger. jetzt sollten Sie nach Frankreich auswandern.» — «Möcht' wissen, warum!» — «Dort will man jetzt eine Iunggcsellensteuer einführen.» — «Die würde ich mit Vergnügen zahlen, meinetwegen dreifach! Denn ich habe dreimal nicht geheiratet.. — «Was! Sie waren dreimal verlobt?» — «Und verliebt!» — «Ei. zum Kuckuck! So ein Schwerenöther waren Sie?» — «Kommen Sie heute mit mir zum Abendessen, da erzähl' ich Ihnen die Geschichte.» Und er erzählte sie mir. 'Wissen Sie. lieber Freund, die Geschichte ist eben die. dass die Fraueu-zimmer kein Wort halten können und einem Menschen, der sein Wort nicht hält, glaub ich nicht. Meine erste Braut hieß Karoline. Sie war ein liebes, schwarzäugiges Mädel. Ich hab sie sehr gern gehabt. Es war g'rad eine Woche vor der Hochzeit. Wir zankten ein wenig. I wie das schon bei Licbesleuten geht. Ich war böse. daz heißt, ich stellte mich so. Denn Karoline war gar herzig, wenn wir uns wieder versöhnten. Sie wollte mich also wieder gut machrn. sie wollte sich anf meinen Schoß fetzen und mich küfsrn. So böse bin ich mcht. meinte ich. dass ich dich nicht anf den Schoß nähme, aber so gut bin ich auch nicht, dass ich mich von dir küssen lasse. Schwör mir. das« du mich nicht küsfest. Sie schwor es. Wie sie nun auf meinem Knie saß. schaute ich ihr tief in die lieben Augen und wupps! hatte sie mir einen mächtigen Kuss gegeben. Sie lachte wie toll. Aber ich gieng schön still nach Haus. Nein, dacht ich mir, die nimmst du nicht. Wenn sie den Schwur, den sie am Altare ablegt, auch so hält, so hol mich der Teufel. Und dann, jetzt ist es aus. Ich hab' kein Vertrauen mehr zu ihr; wenn ich die heut' heirat', so hab' ich mein Lebtag leine Ruh' vor lailtrr Eiferfucht. Und wissen Sie, die fürcht' ich sehr. Zu Hause also sehe ich mich nieder und schreibe: Meine liebe Karoline! Ein düsteres Geheimnis, das ich dir nicht enthüllen kann, weil es nicht das meine ist, hat sich plötzlich zwischen uns erhoben. Ich würde es dir gerne sagen, aber ich habe mein Wort gegeben, dass ich schweigen werbe. Und i ch halte mein Wort. Wir können einander > nie angehören. Es ist zu deinem Vortheil. Dein Michael/ Gut war's.» «Das war hart», meinte ich. — «Nicht so han, als die Ehe geworden wär'. Denn ich habe recht ge-habt. Sie hat nachher geheiratet und ihren Mann schändlich betrogen.» — «Woher wissen Sie das?» — «Aus guter Quelle. Ich habe schauen wollen, ob ich ihr Unrecht gethan habe. Sie hat richtig den Trenschwnr nicht gehalten. «Nun . . . bald darauf war ich wieder verlobt. Sie hieß Marie. Es war wieder einige Tage vor der Hochzeit. Da dachte ich mir, die stellst du auf die Probe. Ich schenkte ihr also einen Ning und sagte ihr! Marie, du darfst nicht hineinschauen, denn „n Ring ist ein Wort eingraviert, das du nicht wisstl, darfst. Schwörst du mir?' Sie gab mir die Hand. Wie sie sich nun den Ring ansteckt, fängt sie auf ei»,, mal an zu lachen. Marum lachst du?' frage ich. ,E« steht ja gar nichts drin/ antwortet sie mir. Sie hatte recht. Die war also neugierig und wortbrüchig. Ich habe sie sitzen lassen und ich habe auch daran gut gethan.» — «Wieder eine Prore nach der Ehr?» — Laibllcher Zeitung Nr. 290 ___________________________ 2406_______________________ 2N. Dezember 1iM. des Egoismus werden über nationale Lieblingswünsche und Phantome den Sieg davontragen, die realen Bedürfnisse über nationale Ideale. Die Nothwendigkeit behauptet schließlich das Feld, ob man ihr mit Paragraphen beispriugt oder ihr entgegentritt. Im Grunde genommen hat Randa nichts anderes behauptet, als Fürst Sapieha, nur hat dieser die Erkenntnis im Landtage selbst zum Ausdrucke gebracht. Das wird allerdings in Böhmen noch lange nicht möglich sein, aber wenn endlich die verschiedenen Stämme zur Ueberzeugung kommen, dass die nationale Abgesondertheit nur ihnen selbst schadet, so werden sie diese Anschauungen selbst bekennen. Die deutsche Sprache wird vielleicht noch nicht Staatssprache sein, und sie wird bereits wieder die Völkersprache sein, wenigstens jene der Völker Oesterreichs. Die Noth lehrt beten — sie wird auch lehren deutsch sprechen. Und das ist auch ein Glück Oesterreichs, dass, wo der Wille fehlt, sick zur rechten Zeit die Nothwendigkeit einstellt. Alles, was zur Einheit der Monarchie und ihrem inneren Gefüge gehört, fußt derart auf der Nothwendigkeit, auf der durch die Verhältnisse geschaffenen Zwangslage, dass es schließlich alle Schwierigkeiten überwindet. Dies gilt auch von der Kenntnis der deutschen Sprache. Ist einmal deren Unerlässlichkeit für das Gedeihen der einzelnen Stämme öffentlich und von diesen selbst con-statiert worden, dann hat sie nichts weiter zu befürchten. In jedem Falle darf die Rede des Fürsten Sapieha als das Anbahnen einer Gegen-Action gegen nationale Exclusionen angesehen werden. Sie entspricht vollkommen den wichtigsten Bedürfnissen, und wird deshalb überall eine gleiche Bewegung zur Folge haben, wo dieselben Bedürfnisse vorhanden sind, welche schließlich ihre Beachtung finden werden, welchen Verlauf auch die verschiedenen parlamentarischen Sprachenkämpfe nehmen sollten. I^. N. Politische Ueberficht. (Aus dem Kärntner Landtage.) Da die Erhebungen ergeben haben, dass das Land Kärnten bei Errichtung einer selbständigen Zwangsarbeitsanstalt ein Capital von wenigstens 100000 st. ausbringen und jährlich 10000 bis 17000 fl. mehr an Zwänglings« Verpflegskosten zahlen müsste als gegenwärtig bei Unterbringung der heimischen Zwänglinge in fremden Anstalten, hat der kärntnerische Landesausschuss in der jüngsten Landtagssitzung den Antrag eingebracht, von der Errichtung einer eigenen Zwangsarbeitsanstalt in Kärnten abzusehen. Dieser Antrag wurde dem volkswirtschaftlichen Ausschüsse zur Berathung zugewiesen. (Böhmen.) Der Czechencluv beschloss, gegenüber dem Antrage Pleners keinen Gegenantrag einzubringen, sondern eine Commission einzusetzen, welche eine Directive für die Commissionsmitglieder auszuarbeiten hat. Der Antrag Pleners sei abzulehnen, aber in der Motivierung seien positive Anträge an die Regierung zu richten. (Utraquistischer Schulunterricht in Oalizien.) Zufolge eines im vorigen Jahre durch den galizischen Landtag gefassten Beschlusses, wendete sich der galiz'^che LandesoMchM an die Regierung um eine gutachtliche Aeußerung über die angeregte utraquistische Einrichtung des Schulunterrichtes au einigen ostgalizischen Gymnasien durch Einführung des obligatorischen Unterrichtes einiger Lehrgegenstände in ruthenischer Sprache. Seitens der Regierung ist nuu-mehr, wie der «Pol. Corr.» aus Lemberg gemeldet wird, dem galizischen Landesausschusse eröffnet worden, dass obigem Plane schon aus didaktisch«pädagogischen Gründen nicht zugestimmt werden könne, ganz abgesehen von den staatsgruudgesetzlichen Bedenken, welche jedem, einen Lehrzwang involvierenden Gesetzentwurfe entgegenstehen. (Ungar n.) Die liberale Partei des ungarischen Abgeordnetenhauses beglückwünschte Freitag ihren Führer, den Ministerpräsidenten K. Tisza, anlässlich seines 56. Geburtstages in herzlichster Weise. Die Bedeutung dieser Ovation reicht über den Tag hinaus; sie be« sagt, dass der Minister sowohl während des Restes der laufenden Session als für die Zeit der kommenden Wahlen auf seine Partei zuversichtlich rechnen darf. (Die deutsche Militärvorlage.) Die Beschlüsse der deutscheu Reichstags-Commission haben begreiflicherweise in Berlin große Aufregung hervorgerufen. Dass sie mcht als definitiv betrachtet werden können und in den weiteren Lesungen, sowie im Plenum wesentliche Aenderungen erfahren werden, gilt als zweifellos, zumal das Centrum ein Entgegenkommen der Regierung in ebenfalls entgegenkommender Weise erwidern dürfte. Die drohende Reichstags-Auflösung mahnt zn ernsten Berathungen, und in Äbgeordneten-krcisen scheint man sich der Verantwortung bewusst zu sein, welche die definitive Abstimmung über die Vorlage aus den Reichstag ladet. Gewiss dürste nur das Eine sein, dass an eiue Erledigung der Vorlage vor Weihnachten nicht zu denken ist. (Serbien und Bulgarien.) Der neu ernannte diplomatische Agent und Generalconsul Serbiens, Herr R. Danic, hat diesertage der bulgarischen Regentschaft in Sofia seine Creditive überreicht und bei diesem Anlasse den Wunsch des Königs Milan, die Beziehungen der Freundschaft und guten Nachbarschaft nicht nur erneuert, sondern auch immer mehr entwickelt und befestigt zu sehen, besonders betont. Herr Stam-bulov antwortete namens der Regentschaft in derselben Weise, die Regenten und die bulgarische Regierung seien von den gleichen Gefühlen und Wünschen für das ser« bische Volk durchdrungen und würden alle möglichen Bemühungen aufbieten, um die Beziehungen zwischen Serbien und Bulgarien zu vollkommen aufrichtigen, brüderlichen und vortheilhaften zu gestalten. (Bulgarien und die Türkei.) In Sofia glaubt man auf Grund von Berichten aus Constan-tinopel annehmen zu dürfen, dass die Pforte nunmehr die Erfolglosigkeit weiterer diplomatischer Bemühungen zugunsten der Candidatur des Fürsten von Mingrelien einsehe und demgemäß den Gedanken, ihre Action, sei es in Sofia, sei es bei den Mächten, fortzusetzen, aufgegeben habe. Da diese von vornherein aussichtslose Action hauptsächlich aus den Uebereifcr Gadban Paschas und dessen keineswegs objective Berichterstattung zurückzuführen ist. soll derzeit in den maßgebenden tünchen Kreisen große Verstimmulig gegen den genannten Diplo^ maten herrschen. Seine baldige Abberufung gilt als nahe bevorstehend. (Irland.) Wie Londoner Blätter melden, wird die englische Regierung infolge der emphatischen Er. klärung des Richters im Processe Dillon, dass der sogenannte «Feldzugsplan» eine gesehwidrige Vereinigung sei, unverzüglich eine Proclamation erlassen, welche den Plan als eine illegale Verschwörung brandmarkt. Inzwischen ist sie bereits gegen die Ligaführer, welche in Vollziehung des Feldzugsplanes Pachtzinse einsammelten, in Action getreten und hat Dillon, O'Brien, Harris und Sheehey verhaften lassen. Tagesneuigleiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie die «Vriln-ner Zcitiiug» meldet, der Gemeinde Taßwih für die dortigen Abbrändler 200 fl. zu spenden geruht. — (Ritterschlag.) Bekanntlich gehört der Herr Erzherzog Eugen seit längerer Zeit dem Deutschen Ritterorden als Novize an. Der feierliche Ritterschlag desselben wird am 11. Jänner k. I. im Beisein Ihrel Majestäten des Kaisers und der Kaiserin durch den Hoch' und Deutschmeister Herrn Erzherzog Wilhelm in der Augustinerkirche vollzogen werden. — (Carl Maria von Webers Honorare.) Folgende Zusammenstellung der Honorare, die C. M. von Weber nachweislich bei Lebzeiten für feine Opern erhalten, dürfte gerade jetzt, wo des Componisten hundertster Geburtstag überall festlich begangen wird, nicht ohne Interesse sein. Für «Sylvana» erhielt Weber 203 Thaler, für «Abu Hassan» 315 Thaler 22 Groschen, für die Musik zu «Preciosa» 921 Thaler 8 Groschen, für den «Freischütz» 660 Thaler, für «Euryanthe» 5803 Thaler und schließlich für «Oberon», dessen erste Aufführung in London (12. April 1826) der Meister bloß um siebe" Wochen überlebte, 3300 Thaler ? Groschen. In diesen Summen ist natürlich auch das Honorar für die Clavier" auszüge (Partituren wurden nicht gedruckt) mit in-begriffen. — (Kaiserin Eugenie auf Reisen.) ^ aus Rom mitgetheilt wird, hat sich daselbst vor einige" Tagen die Kaiserin Eugenie ails ihrer Durchreise nach Neapel eine Stunde aufgehalten. Die Witwe Napoleons III» welche, wie immer, in Trauergewänder gehüllt war, empf^ in ihrem Salonwagen einige Mitglieder der Bonaparte' schen Familie, die sich gegenwärtig in Rom aufhalten. ^ Kaiserin wird sich einige Wochen in Neapel aufhalten »nd sodann nach Rom zurücklehren, um dem Papst einen Besuch abzustatten. — (Gedichte von Tennyson.) Eine neue Sammlung von Gedichten von Lord Tennyson, dew ^00t,H I^ul'03,w8, ist unter dem Titel «I^oekljlo? ll^' 8ixt/ Ioai-8 afto»-» soeben erschienen. — (Frauen in Männerkleidern.) Ist das Anlegen von Männerkleidern durch junge Frauen grobes Unfug? Diese Frage hatte am 9. d. M. die DanMgel Strafkammer zu entscheiden. Eine als etwas absonderlich bekannte junge Dame, Frau Martha Pieste, Tochter einer angesehenen Gutsbesitzers-Familie und geschiedene Gattin eines Gutsbesitzers, welche sich seit längerer M in Danzig aushält und gegenwärtig als Handlung qchilfin fungiert, war vom Schöffengerichte wegen «groben Unfugs» zu 30 Mark Geldstrafe verurtheilt worden, A" sie wiederholt aus der Strafte und auch bei öffentlich Verhandlungen in den Gcrichtssälen in Mannerly, ^ erschienen ist. Die Vcrurtheittc hatte gegen dieses l^^ «Wie sie verheiratet war, schreibe ich ihr: ,Liebe Marie/ Nun, da du verheiratet bist, kann ich dir das düstere Geheimnis enthüllen, das sich einst plöhlich zwischen uns erhoben hat. Ich hätte dir es schon damals gern gesagt, aber damals war es nicht mein Oe-heimnis allein. Erwarte mich heute abends bei der PauMirche/ Sie kam. Ts war doH erstemal. Sie lam später öfter. Sie verstehen mich.» Hier stockte mein Freund. «Warum erzählen Sie mir nicht die dritte Geschichte?» — «Meine dritte Braut hieß Lola. Ich weiß, ich war streng und hart gewesen gegen die beiden früheren. Ich habe gebüßt, schwer gebüßt. Damals war ich nicht mehr ein junger Fant, der sich denkt, eine andere Mutter habe auch ein schönes Kind. Ich fühlte, ich wusste, dass Lola meine letzte Leidenschaft sei. Und so beherrschte mich denn in ihrer Nähe immer ein unbestimmtes Angstgefühl waches mir die Sicherheit des Verkehrs raubte. Sie fragte mich. ob ich nie geliebt habe. Ich war so schwach, ^o thörvcht. ihr zu erMen. wie ich die beiden Mädchen auf die Probe gesetzt, wie ich sie verlassen hatte. Sie lächelte. Noch sehe ich dieses süße. gefährliche Lächeln vor um. Aber ^ag' e3 nicht der Mutter, bat lch, .Es war nur eine Bitte; ich beabsichtigte nichts daw. Sie aber erfasste die Gelegenheit und gab mir feierlich die Hand, Da trat die Mutter ein. Und vor mir, vor memen Augen erzählte sie der alten Frau, was sie soeben gehört hatte, den Blick immer sieges-bewusst mir zugewendet. Sie brach ihr Versprechen nicht aus Schwäche, sie brach es. weil sie es so wollte sie brach es in ihrem sicheren Kraftgefühle, sie brach es. um mich auf die Probe zu setzen. Ich aber fiel ihr zu Fühen und weinte, denn ich konnte ohne sie nicht leben. Da erdob sie sich ruhig und sagte mir mit Verachtung: ,Geh', ich mag dich nicht, du bist schwach. Wenn du nur einen Versuch gemacht hättest, gegen mich so zu sein, wie du gegen die anderen gewesen bist. ich wäre dir bis an daö Ende der Welt nachgelaufen und hätte nicht geruht, bis du mir verziehen, bis du mich wieder geliebt hättest.' Ich kann nicht all mein Leid wieder erzählen, ohne es wieder-zuempfinden. Sie hat einen anderen geheiratet; ich bin ihr nachgelaufen, nachgelaufen bis ans Ende der Welt, damit sie mir verzeihe und mich wieder liebe. Sie hat mich wieder geliebt. Aber es war zu spät. Nie ist sie mein gewesen. Mein Her^ ist gebrochen.. . So, mm wissen Sie, warum ich ein Iuliggesell bin...» Alz wir avH der Straße standen und Abschied voneinander nahmen, dachte ich mir in einem Anfalle von weiblicher Neugierde, ich könnte vielleicht heute seine mittrMame kaune besitzen und erfahren, wo er wohne. — «Wo ich wohne? Hm, das gehört eigentlich dazu, Sie haben recht; ich wohne als Zimmerherr bei einem Ehepaare. Mann und Frau nennen mich Vruder. die Kinder nennen mich Onkel. Abends, wenn ich heimkomme, sitzen wir alle in traulichem Kreise beisammen. Die Frau heißt Lola.» Eine Thräne stand in seinem Auge. Er entfernte sich rasch. Wo seine Behausung ist, blieb Geheimnis. Julius von Luda^y. Die Stimme des Herzens. Erzählung von E. Wild. Gelangweilt machte die junge Frau eine Bewegung der Ungeduld. «Lass mich in Ruh, Elly,. sagte sie mit müder, lässiger Stimme, 00 fl. herausstellen würde. Für das alte Irrenhaus in Laibach aber acceptierte die Congregation die Regievergütung statt mit 24 kr. nur mit 22 lr. per Kopf und Tag vom 1. Jänner 1886 an. Da nach dem Berichte des Landesbauamtes der alte Sftar-herd derart ungünstig construiert war, dass zur Beheizung ungewöhnlich viel Holz verbraucht wurde, gleichzeitig aber derselbe verschiedener Reconstructions bedürftig war, wofür sich die Kosten auf eiuige hundert Gulden belaufen würden, beschloss der Landesausschuss die Aufstelluug eines neuen Sparherdes, welcher bei der Firma Josef Vittorin in Wien in der Breite von 2 m und in der Länge von 3 m um den Kostenbetrag von 1000 fl. bestellt wurde. Der Sparherd ist im Monate Juli aufgestellt worden, functioniert ausgezeichnet, und ist der Verbrauch an Holz um die Hälfte geringer als früher. Die Regievergütung im Krankenhause aber ist von 1b'/« auf 14'/« kr. herabgesetzt worden. Anbelangend die Verspeisung im Krankenhause ist uach weitläufigen Verhandlungen eine solche Vereinbarung in den Vergütungspreisen erzielt worden, dass sich auch hier einige Ersparnisse ergeben werden. Der Landesausschuss beautragt daher: Der hohe Landlag wolle der Ausgabe per 1030 fl. 92 kr., beziehungsweise 1080 st. 02 kr. aus dem Kranlenhausfonde sür die Herstellung eines Sparherdcs die nachträgliche Genehmigung ertheilen. — Bei der Abstimmung wurde der Antrag angenommen. Ueber Antrag des Finanzausschusses werden folgende Petitionen erledigt: Dem Bildhauer Alois Pro gar aus Hönigstein wird ein Stislplatz an der t. t. Akademie der bildenden Künste in Wien in, Betrage von 100 fl. verliehen ; dem Zögling an der l. Akademie der bildenden Mnste in München Anton Ä^be eine Subvention von 100 fl. bewilligt- ebenso wird bewilligt dem Zögling an der k. Akademie der bildenden Künste in München Ferdinand Vesel eine Subvention von 100 sl.; serner dem Zögling an der k. l. Staatsgelverbeschule in Wien Jakob Nralj eine Subvention von 150 fl. und dem Zögling au der k. l. Akademie der bildenden Künste in Wien Alms Gangl eine Subvention von jährlich 240 fl.; der landschaftlichen Officials-Wilwe Ursula Zanoslar wird der Fortbezug der Gnadengabe von 120 sl. aus drei Jahre bewilligt; den Luöin'schen zwei Waisenkindern wird eine Guadengabe von jährlichen 50 ff. bewilligt und zugleich dem Landesausschusse das Gesuch abgetreten mit der Empfehlung, dasselbe bei Verleihung der Waisenstivendicn zu berücksichtigen- der Fachschule für Holzindustrie in Gottschce wird eine Subvention von 150 fl. bewilligt. Der Abgeordnete Faver gellte den Antrag aus Bewilligung von 200 fl., sein Antrag wurde jedoch abgelehnt. Der Ocmcmde Ratschach wurde für den Save-Treppelweg, ^eine Subvention von 250 fl., der Schule in Unterloitsch für den Schulgarten eine Subvention von !50 fl. und der Schule in Iirtnitz für den Schulgarten eine Subvention von 50 ft. bewilligt- desgleichen wird dem Vereine «GlaSbena Matica» eine Subvention von 500 ft. auf drei Jahre und für das Jahr 1887 noch eine außerordentliche Unterstützung von 200 fl. bewilligt. Bei diesem Punkte entspinnt sich eine lebhafte Debatte, an der sich von der deutschen Partei die Abgeordneten Ritter von Gariboldi, Deschmann und Baron Schwegel betheiligten, die gegen die außerordentliche Subvention protestierten und erklärten, an der Abstimmung über diesen Punkt nicht theilnehmen zu wollen, da der Verein selbst um keine bestimmte Summe angesucht, es also doch nicht angehe, etwas zu bewilligen, um was man nicht gebeten wird; sie warnten vor den Folgen dieser Methode. Von der nationalen Partei sprachen für den Antrag des Ausschusses die Abgeordneten Prof. ,nd das Kind sich selbst überließ. ,. ,.. Und dve Mama. die Mne Mama! siir f« sauen die kleine Elly nur eine Lust zu sein; wenn das Kmd des Morgens zu ihr 5am, streifte ei/, kühler Ms Wy'K üppiges Blondhaar, damit war jede gärtllchkelt abgethan Nach dem Mittagessen durft.' Elly jeden Tag eine Stunde in Mamas Zimmer mit ihren Puppe,, M'leu, dann wurde fie enttarn uud bekam die Mama nicht Mehr zu sehen, bis am „ächsten Morgen. Ein schwerer Seufz" hob die ttc.ue Kttlwbrust. T>u aroben blauen Augen blickten tranng auf d,e ^chiiue Frail, dir. m ein rlegantcK SeiwmeaUa.ee ge. iMt, auf einer Ottomane lag. <- « <^ j ^. Mit le^er Hand strich Elly "w die kostbarc Tp'chenaarmwr; das duftete ^oM.dab ^h)o rMch. /o W,'<7 aus/ Ach, weuu ihre Mama nur e,u emzigesmal nlauben würde mit den blassblauen Äaudschlelfe» zu ^en. die fo lockend Mchen den Setzen hervor» sahen. , .., Die kleine Elly konnte der Versuchung mcht ^dechchcn Bcachrlich heckte fic die lwum rosigen Fingers .md"erfasste eine ^ blauen Bandschw en. Die junge Frau erwachte w bit's" Berührung aus ihn« Träumereien. . ^ c- . «Was! Du stehst „och da?» sragt ste er° "au«t; sie wollte eine Rüge hinzufüge», allem d,e 7°w Kinderaugen blickten sie so flehend cm dass ste ""willlürlich in weicherem Tone sagte: .WM du "was. Elly?. c - ,. 9n den Ana.cn des Kindes leuchtete es auf w,e "" heller Sonnenstrahl. .Ich möchte, ich möchte, Mama, dass du mich ei/, wenig lieb hättest,, stammelte sie verwirrt. Ueber die reizenden Mac der jungen Frau flog cin matteK Lächeln. «Ich habe dich lieb, Wy,, sagte sie, ihre schöue Hand leicht auf den blonden Scheitel des kleinen Mäd-chens legend. «Sehr. sehr lieb, Vtama?» «Sehr lieb /» Das Kind athmete ties auf. »Dann. dann.»fragte sie. die tleinen Hände fest ineiuauder pressend, «da/,« möchtest du mich wohl auch auf deinen Schoß nehmen und küssen, wie Mariens Mama es mit ihr thut?» Die junge Frau richtete sich aus ihrer halb-liegeudeu Stelluug laugsam empor. Einige Nngcnblicke laug ^ah ^ie die kleine Fra> germ starr an. Wie das hübsche Kinbergesichtchen glüh/e und welch ^rechenden Blick die grohcn blauen Augen hatten! «Mama,- bat die Kleine schüchtern. Ueber das schöue Frauenantlitz flog es wie Rührung. Die Dame beugte sich zu dem Kinde und, Elly in ihre Arme schließend, hob sie die kleine Gestatt auf ihren Schoß. «Vist du nun zufrieden, Elly?» «O. Mama,» jubelte die Kleine, ihre Arme fest nm den Nacken der fchönru Frau schlingend, «wie gut du doch bist! Und wie lieb, wie lieb ich dich dafür haben will!» (Fortsetzung solgt.) Mbacher Fcitung Nr. 290 _________________________ 2408____________________________________________20. Dezember 1886. Bezirkscommissären in Steiermark, der Statthaltereicon-cipist Franz Bouvard Edler von Chätelet zum provisorischen Bezirlscommissär, der provisorische Statt-haltereiconcipist Dr. Heinrich Edler von Cron und der Statthalterei-Conceptspraktikant der niederösterreichischen Statthalterei Franz Freiherr von Braun zu Statthal-terei-Concipisten in Steiermark und der Statthalterei-Conceptspraktitant Oscar Sabransky von Thalbrück zum provisorischen Statthalterei-Concipisten mit der Zutheilung zur Vezirkshauptmannschaft in Gröbming. — (Weihnachtsbescherung.) Wie alljährlich, hat das Damen-Comite, bestehend aus den Frauen Karoline Nleiweis Edle von Trsteniska, Maria Murnik, Elise Robic und den Fräulein Louise Orel und Premk, sich auch heuer der humanen Mission des Christtindels mit wahrhaft selbstverleugnender Opferwilligkeit entledigt. Mit unermüdlichem Eifer unterzogen sich die genannten Damen der zwar überaus ehrenden, jedoch nichts weniger als leichten Aufgabe, freiwillige Spenden für die Weihnachtsbescherung dürftiger Schulkinder zu sammeln. Aus den gesammelten Beträgen wurden Winterkleider angekauft und damit die Kinder der Armut betheilt. Die Bctheilung fand gestern vormittags im Saale der hiesigen Citalnica in feierlicher Weise statt. 40 Knaben und 40 Mädchen erhielten je einen complete« Anzug, außerdem noch jedes Kind eine Weihnachtsstruze und Backwerl. Die schöne Feier beehrten mit ihrer Gegenwart: der hochwürdigste Herr Fürstbischof Dr. Missia, Herr Landespräsident Baron Winkler und Herr Landeshauptmann Graf Thurn. Der Director der ersten städtischen Knaben-Volksschule, Herr Praprotnik, eröffnete die Feier mit einer Ansprache an die zu beschenkenden Schulkinder und legte ihnen in warmen Worten ans Herz, sich stets dankbar zu erweisen für die empfangenen Wohlthaten, und zwar dadurch, dass sie in der Schule Fleiß und musterhaftes Benehmen an den Tag legen. Hierauf fand die Vertheilung der Kleidung statt. Den Mädchen überreichte der Herr Landespräsident, den Knaben Se. fürstbischöflichen Gnaden die Gaben des Christlindels. Nach der Vertheilung richtete Fürstbischof Dr. Missia eine Ansprache an die beschenkten Schulkinder und sprach schließlich dem Damencomitc, sowie allen Wohlthätern und Wohlthäterinnen im Namen der Kleinen den Dank aus. Der Feier wohnte ein zahlreiches distinguiertes Publicum bei. — (Im Kärntner Landtage) berichtete vorgestern Abg. Hilling er für den Landesausschuss über die Errichtung eines Zwangsarbeitshauses und beantragte, mit dem Landesausschusse Krains über die Unterbringung kärntnerischer Zwänglinge in der Laibacher Zwangsarbeitsanstalt vorläufig auf 10 bis 15 Jahre die Verhandlungen einzuleiten. Der Antrag wurde dem Volkswirtschafts-Aus-schusse zur Berathung zugewiesen. — (Die Handels- und Gewerbelamme r) hält morgen um 6 Uhr abends im Magistratssaale eine öffentliche Sitzung ab mit folgender Tagesordnung: 1.) Vorlage des Protokolles der letzten Sitzung; 2.) Berichte über die Erneuerung der Zoll- und Handels' Verträge mit dem deutschen Reiche und Italien. — (Altersversorgung vonDien st boten.) Im steirischen Landtage begründete vorgestern Abgeordneter Morre (der Dichter des «Nullerl») seinen Antrag auf Altersverforgung der landwirtschaftlichen Diestboten. Es fei Pflicht der Gesellschaft, jenen Mitmenschen, welche ihr ganzes Leben im Dienste anderer arbeiten, ein menschenwürdiges Lebensende zu bereiten, damit der Alte nicht als «Einleger» von Hof zu Hof oder gar von Stall zu Stall wandern muss, weil er zu gesund für das Spital und zu schwach für die Arbeit ist. Der Antrag würd« einem besonderen Neuner-Ausschusse zugewiesen. — (Der Komiker Tobias Müller vom Schlage gerührt.) Der von seinem Engagement an dem hiesigen landschaftlichen Theater in Laibach bekannte Komiker Tobias Müller, ein Bruder des Olmützer Theaterdirectors Robert Müller, wurde am vergangenen Mittwoch nachmittags vom Schlage gerührt; Müller stürzte ohnmächtig zusammen. Erst nach zweistündigen Bemühungen gelang es, den Äewusstlosen zur Besinnung zu bringen. Als dies geschehen war, stellte sich heraus, dass Müller den Gebrauch der Sprache eingebüßt habe. Der schwer Erkrankte wurde nun zu Bette gebracht und von seiner Frau eifrigst gepflegt. Donnerstag morgens hatte sich Müller ziemlich erholt und auch den Gebrauch der Sprache wieder erlangt. Seiner Bühnenthätigkeit w»rd Müller jedoch für lange Zeit entzogen sein. — (Schadenfeuer.) Die fürstlich Auers-p e r g'sche Dampssäge in Bernheim bei Obergras ist, wie man uns mittheilt, am 16. d. M. total abgebrannt. Auf welche Weise das Feuer zum Ausbruche gekommen, ist unbekannt. — (Aus Eilli) wird berichtet: Der von dem Förster Anton Dobersek in der Nacht vom 12. auf den 13. d. M. fchwer verwundete verehelichte Knecht Johann Kavcic ist Freitag nachts seinen Wunden erlegen. — Der am 23. September d. I. vom Schwurgerichte Cilli wegen meuchlerischen Raubmordes zum Tode durch den Strang verurtheilte Josef Ogorevc wurde vom Kaiser begnadigt, und der Oberste Gerichtshof erkannte auf eine lebenslängliche, schwere Kerterstrafe. — (Bewahrung des Kaffee-Aromas.) Der gebrannte Kaffee, wenn er lange steht, verliert bekanntlich leicht sein Aroma. Um dies zu vermeiden, fügt man auf ein Kilo Kaffee sofort nach dM» Brennen zwei Löffel gestoßenen Zucker hinzn. Diefer umgibt im Augenblick den Kaffee und faugt das Aroma in sich hinein. Auf diese Weise hat man immer einen vorzüglichen und traf« tigen Kaffee._______________^^._______________ Kunst nnd Aitevatrtr. — (Landschaftliches Theater.) Der dämonische, allverzehrende, hie und da an Zola's «Nana» erinnernde Cha» ralter der Carmen wurde dem Publicum durch die bestlesbare französische Novelle Carmen von Prosper Merimöe näher gerückt, popularisiert durch die musikalisch'dramatische Bearbeitung des jungen, zu früh verstorbene» Comftonisten Georges Bizct, und dauernd zum Repertoirestück durch die naturalistische Leistung der berühmten Pauline Lucca erhoben. — Diese Worte vorausgeschickt , werden hinlänglich die Mängel und die Vorzüge der vorgestrigen Ausführung im landschaftlichen Theater begreiflich werden. Die kurze Ouvertüre wurde sehr schneidig und brillant von dem diesmal mit aller Sorgfalt einstudierten Orchester unter der Leitung des Directors Herrn Schulz gebracht. Im einzelnen nicht genügend, hat die Carmen des Fräuleins Ianovicz in der allerdings überall nicht richtig erfassten, etwas zu zahm gehaltenen Charakteristik, welche ein längeres Studium erheischt, im allgemeinen gefallen und begründeten Beifallssturm entfesselt. Freilich liegt ihr die Rolle in der Wirts« Hausscene etwas zu tief. Der Jose des Herrn Negro wurde mit vollster Corrcctheit und genügender Leidenschaft gesungen und gespielt; auch Herr Negro erntete Beifall, namentlich im dritten Acte, wo die Leistung desselben im Vereine mit Frl. Ianovicz und Frl. Korniher. welche letztere ihre stolperungsfähigen Arien tadellos, mit Innigkeit und Gefühl vorgetragen, so recht zutage trat. Die dramatische Schlussscene des vierten Actes allerdings muss im beschleunigteren Tempo gesungen und gespielt werden; Iosö und Carmen stehen sich ja hier als hasserfüllte Gegner gegenüber. Die dankbare Partie des Escamillo, welche usuell der hohe Bass singt, wurde von Herrn Scherte! mit großem Er< folge bewältigt. Hie und da wünschten wir etwas mehr Nachdruck und Wucht, namentlich in der Recitation. Herr Passy hat nicht ohne Geschick, doch ftarl verschnupft, zwei Rollen gesungen und theilweise gespielt! den Iuniga und den Seregant Morales; künftig muss da doch wohl eine Trennung erfolgen. Bei Wiederholungen des zugkräftigen Stückes, welches Samstag ein ausucrkauftes Haus aufwies, wird es angezeigt sein, die Herren Negro und Rust einerseits, Passt) und Dohrs anderseits alternieren zu lassen. Die Chöre waren diesmal im hohen Grade znvcrläsfig und ihre Einsätze im Torcadorliede sehr esfectvoll. Die Ausstattung war bis auf den letzten Knopf richtig und geschmackvoll. —k. < < Vlätter im Winde.» Neuere Gedichte von Robert Hani erling.) Ein Vuch mit neuen Gedichten von Robert Hamerling ist immer ein literarisches Ereignis, Der Dichter hat sich durch seine epischen Dichtungen: «Ahasver in Rom», «Der König von Sion> und andere poetische Werke einen so hervorragenden Namen in der gegenwärtigen deutschen Literatur erworben, dass jedes nen von ihm erscheinende Wcrl ganz selbst, verständlich allgemeine Aufmerksamkeit erregen muss. Visher haben auch noch alle seine späteren Schöpfungen, wie der alt-griechische Liebes-Roman «Aspasia», die Dramen «Danton und Robespierre», «Tcut» und andere kleinere Arbeiten sein litera-risches Ansehen in leiner Weise geschmälert, sondern vielmehr in so voller Geltung erhalten, dass man allen Grund hat, dieser eben jetzt erschienenen Ausgabe seiner neueren Gedichte mit been zuversichtlichen Vertrauen entgegenzutreten, sich darin etwas wahrhaft Bedeutendes und Schönes geboten zu sehen. Und dieses zuversichtliche Vertrauen wird in der That nicht getäuscht. «Blätter im Winde» bringen den Freunden deutscher Poesie einen Schah vorzüglicher Gedichte, vorzüglich in Hinsicht auf Inhalt wie Form. Robert Hamerling bat noch im mindesten nicht die Kunst eingebüßt: in reinen und wohllautenden Rhythmen große Gedanken und erhabene Gefühle auszusprechen. Es mischt sich in seine neueren Lieder hier und da allerdings ein Zug der Realistik, ein Zug, den man sonst an ihn» nicht gewohnt war. Das sinnliche Element war in Hamerlings Dichtung immer hervorstechend, allein es erschien seither nie so epigrammatisch zugespitzt, so pessimistisch angehaucht wie jetzt. Darin zeigt sie sich jetzt von einer neuen Seite, gleichsam mit den ersten Silber» faden des beginnenden Alters. Es befremdet einigermaßen, sie ausrufen zu hören: «Was soll doch nur die Poesie? Sie kommt zu spät, sie kommt zu früh, Hat schnöden Lohn für edle Müh, Was sie gewollt, erreicht sie nie.» Dieser Ruf klingt verzwciflunasvoll; indes wir begreifen ihn, weil wir die Ursache kennen, die ihn erpresste. Einen edlen und freien Dichtergeist muss nothwendig und selbstverständlich die geringe Beachtung erschrecken, welche heutzutage im Sturm und Dränge einer vorzngsweise materialistisch ringenden Zeit die Stimme der Poesie zu erlangen vermag. In der vorliegenden Gedichtsammlung sprechen uns die patriotischen Gedichte ganz besonders zum Herzen. Uns sind überhaupt diejenigen seiner Strophen am liebsten, die sozusagen im Faltenwurf der Vcrs-kunst erscheinen. Hier «charakterisiert sie», wie Rud. von Gottschall richtig behauptet, «eine Eigenthümlichkeit, ein symphonischer Schmelz, eine gewisse Weichheit und Ueppigkeit der Farbengebung, welche indes das Bedeutende und Grandiose nirgends herab-stimmt.» Hier ist er geradezu Meister. «Lass die Einzclwclle tanzen», «O, Thränen sind ein fester Kitt», «Es ruhet in Klüften ein brausender Föhn», «Einsam», «An die Nationen», «Abend» und ähnliche sind dichterische Erzeugnisse von hinreißender Art. Selbst solche, die an den Ton des Volksliedes mahnen, den ^ man Hamerling immer hat abstreiten wollen, treten hier zu<' weilen mit entzückender Frische und dem ganzen Dufte volls-! thümlicher Anschauungsweise auf, wie z. B. in «Volksweise» und 5 «Das Ringlein». Geistreich und sinnig sind die «Lyrischen^ Aphorismen» und ein Beweis, mit wie aufmerkender Seele und i mit wie ernster Beschaulichkeit Robert Hamcrlings Muse Welt und Menschen ins Auge zu fassen gewohnt ist. Alles in allem genommen, hat uns Hamerling durch seme «Blätter im Winde» von neue», bewiese», dass seine dichterische TchöpfungSkraft nicht abgenommen hat. , Neueste P^ Original-Telegramme dcr Laib. Zeitung. Wien, 18. Dezember. Der Gcneraladjntant de« Kaisers. FZM. Friedrich Freiherr vm, Mündel, ist heute zu Baden im 66. Lebensjahre gestorben. ! Budapest, 18. Dezember. Der Gouverneur von Fiume, Oraf August Zichy. wurde zum Geheimrath Ernannt. Der Podrstä von Finme, Ciotta, erhielt das Kleinkreuz des Stefans-Ordens anlässlich der Unterdrückung der Cholera. Berlin, 19. Dezember. Giltem Vernehmen nach sollen die Mitglieder der bulgarischen Deputation heute einzeln vom Staatssecretär Bismarck empfangen werden. Paris, 19. Dezember. Die Kammer genehmigte mit 486 gegen 13 Stimmen das Budget»Proviforium mit der vom Senate votierten Aenderung, worauf die > Session geschlossen wurde. Brüssel, 19. Dezember. Gntem Vernehmen nach werden über die Expedition, welche nnter der Leitung Stanley's zur Aufsuchung Emin Vey's abgehen soll, ! erst dann endqiltiqe Beschlüsse gefasst werden, wenn Innkcr, welcher am 19. September Onyngi verließ nnd sich ans der Rückreise nach Enropa befindet, über die Lage Emin Vey's nähern Bericht erstattet haben wird. Sofia, 19. Dezember. Der britische Agent 2as-celles ist nach London abgereist. j Dublin, 19. Dezember. Das Amtiblatt veröffentlicht eine Proclamation, welche die Agrarbewegnng als verbrecherische Verschwörung erklärt nnd entsprechende , Strafe androht. Landschaftliches Theater. Heute (ungerader Tag) erste Gastuorstellung des Opernsängers ! Herrn Josef Nolli vom Scala-Theater zu Mailand: Hcr < nani, der Bandit. Große Oper in 4 Abtheilungen von F. M. Piave. — Musik von G. Verdi. Angekommene Fremde. Am 19. Dezember. Hotel Stadt Wien, Klingseisen, Fabrikant; Schulz, Wollenste'", Schneider und Singer, Kaufleute, Wien, - Venezian, Holz« Händler, Trieft. — Grunter, k. l. Notar, Loitsch. Hotel McfllNt. Voßcler, Schniarzmann nnd Henkel, Kaufleute. Wien. — Munsch, Neis,, Weinberg. — Baron Dottor, Pr>' vatier, Trieft. - Mubej, l. t. Marine'Commissariatsadjunct, Pola. Verstorbene. Den 16. Dezember. Antonia Vizlar, Aufsehers' Tochter, 1'/, I., ssloriansgasse 20, Diphtheritis, Den l,8, Dezember. Vincenzia Vaumgarten, Pfrilnd-nerin, 69 I., Karlstädtcrstraße 7, Vrustwassersucht. Im Spitale: Den 1 7. Dezember. Maria Kerz'isnik, Kaischlerin, 50 I., ^ai-cinoma o«»oplmßi. — Johann Sadnilar, Bäcker, 6« I., Wassersucht. Mtozichungcn vom 18. Dezember. Trieft: 65 52 42 ? 62. Linz: 66 21 65 25 76. Meteorologische Vcobachtnnssen in Laibach. "' ?U. Mg.' ?nH ^V SW. ^ 9Z0 16.2 . N. 731.19 8,0 O. schwach Regen aze'ge" 9 » Ab. 732.02 12.2 SW. mäßig bewölkt ^^ 7 U. Mg7"73i,89 li.6' SW^mäßig bewölkt 9.50 19.2 . N. 732,73 13,2 SW. mäßig bewölkt UegeN 9 . A. 732.37 11,4 SW. schwach bewölkt Den 18. Regen fast den ganzen Tag anhaltend. Den lA^ anhaltend trübe, lein Sonnenblick, windig; nachts Rcgen.^ ". Tagesmittel der Wärme an beiden Tagen 9,8° und l2,1, ziehungsweise um 10,1" und 14,0° über dem Normale._______ Verantwortlicher Redacteur: I. Nagl it. (5252) 2-2 ! Mir unsere JusA^! ,nrch alle Buchhandlungen zu beziehen: ZWMtimt. M MeMMM UN» MWM Hel I. Band. 1867. Preis elegant gebest. 3.- ö-^- Hhrer k. k. Hoheit der Kurchl. K"" Hr,hermi«Kanazosefa^mct. Verlagsbuchhandlung „Mm" m A^. Kaibacher Zeitung Nr. 290 ____________2409_____________________________________________20. Dezember 1«8«. Course an der Wiener Börse vom 18. Dezember 1886. N^ d« j i L«? m, m ElllltS'Anlehe«. Ao:emcnte ....... »«b5 »275 «!>berrenle....... 8» 40 8» eo >^.-> 4"/, Staalelosc 250 fi. '81'- '»li - >«<><^! 5"/„ ganze 500 « IN»'- i»» 50 Mrl 5«/., YUnsitl ,0« ,. '38'50,<:!'5,0 "««^ ß laatelose . . 100 « >«7 5«ls>8 l!5, ,'"«4« ^ . . 50 ., ieu eo i<>7 L0 «»mo.Nrutünschcine . . per St. —'----------- ''7° Ocst. Golbrentc. fteucrfrei . l>«'3oli2 5o ^cherr. lNolenrente. fieuersrei . wo — 100 ,5 '"'«, Voldrent« 4°/„ - - - . 103 8!> 104 — ' Popierrenle 5«/o . . - - »»8« !»» 7 s, ' ..«nl,1««sl. ö.w,S. ,517515.«- « cstl'ohn.Prioriliitcn . . !<9 «0 ll»«o , klaats'Obl.tUnz.Ofil'llhn)-------—'- , vom I. 'U76 . I«V3«I»0«0 . PrlimieN'Knl.kiooslö.W. 121,5,2175 lh«iß.N.„.,z,'ose 4°/, 100 sl. . . I»8—i»»4l, ^rundentl.' Obligationen (fUl wo ft galizilchc....... 104 — ,04 sic< ^/» mählUche....... 105 5010!!.',« ^'/° n,cberöft«»cichische . . . 109 — 110 — °°/, oderöfterreichische , . - - 105 30 ioe — ^°/°ftenilche....... 105 50 -- °°/»lroatische und slavonisch« . 105 50106 5« ° ,° siebenbliiaisch«..... I04 l»I05 — ,«elb>ware 5°/o 3«mel« »anal . . . .104 25,05 — 5°/„ ungarische......104 40 105'10 Nndcre öfientl. Nnlehen. Tcnau-Neg..l'ose 5°/,. >no sl. - n?50i,8-dir, ?!,»eihe 1»?». steuerfrei . ,o«z!5i0«75 «ülcbc» t>, Slabigcmcinbc Wien I05»oil<5»!, Anlcbcn b. Etablgemeinbe Wien (Silbrr und Void) .... 131 - — — Psiimicti.NnI, d. elablgem, Vien i«ä 5« 1«5 - Pfandbriefe (,'polb<:lc!,ba«l I0j. b>/,°/° 1U0—101 — O>,. „ 4>/,°/° - 101 80 IN« ll» b!o. „ 4«/„ . . »850 U880 NNO. «Nz, «odencilbit'Netiengcs. „> Pcjt in ^. 1^>!» vc,I. 5>/,°/, —'--------— Prloritätö.Ol>ligati«nen »a»d!oldbah!l in Silber 9940 »9 80 olanz-^j.l-Aah».....—--------— ^.'allzijac ^l»><» Ludwig« Vahn Lu>. ,««, .'WU I,, ^. . 100 30 100 80 l^cslcrr. VlortNeslba!,» . , . io«I0!N«»0 Gelb ^l-ar. Slaat«bahn I. «misfion . .198—199 — Slidbahn ^ 3 °/,.....158-15^ — z 5°>o.....,W l.0i,» — Nng,»gal79 — LlarU-Losc 40 fi...... 4g,5 «4 — 4»/„ DonaU'Dampfsch. llX»fi. . 117 — >18 - Laibachel Plämlen.Nnleh.z w»ldftein»Vose 8« sl. ... z, — .»3 bo U'i»d,sch8rÄh.z.'os« »0 fl. , . 45 — 46 — »anl.Actien Nnglo-Oefterr, «anl «0« fl. . m- - III 50 Banlvtltin, Wlcurr, 100 sl. . ioü-»^ 10» 90 Vdncl..Nnft.,Otft.lo0fl.S,40°/o «4,—«4,— !lrdl..Anft. s. Hnnb. u.«. ,«u sl. ,83 »o «94— Lrebilbanl, »Ug, Ilng, wosl. . 3«3 5c»»0i-— Teposilenvanl, «Illss,!il»l» fl. . ,^4—^85 — sI. 547»«.— H^polhelcnb., öst. >l0u ll. >!5°/««. «5— »7 — Vanbcrb, ösl. ll, Ällz,, >l,, sl. , 154 bO 155— ^. Ves. Oefterr.500 fl. «Vt. . . . 384—3»S — Drau-Lis. (Vat..Db..Z.)«>ull.S. 18« —18» — Dur.VodenbachtlL.Lüuofl,«. —'------------ ln»«d».iahn »00 sl. Silber — — — — ssünfnrchen»^arcjer»ilb.«»l>sl.ll».------------— «ahlenberg.Eisenliahll wu sl, .------------' — «asel8'9 - Otsterr. Nordweftb. i!UU sl, Silb, ihz, —,i«9 75 blo. (lil.«) xul) ft, Silber . ißi 7WI«» iu Plog.Dulcl «tljenb, 15^ sl. «ilb. „5, ,7.5« i»ubolf'5llb>! «00 sl. Sllber ,gg.—„h,— S,«bc!ibüigl.l !i,ft,lv. ^00 sl. , ! —-—! — -Staali>e!,^^.>!/!l ^>x ,1, ö. >w, .I5V7b2biz5 ! Veld ware Südbahu «00 fl. Silber . . , i«4 75 »05 75 Süb'Nordb .«tlb,«Ä,2<>l) fl. HHl, no - lttv'75 lheiß.Vahn «uo sl, ö, W. . — .. — — lram»»v-Ves,, Vr. i?osl, ö. W. «15 «5 »>5 50 , Wr., neu K»l> sl, !0l 75 105 75 Iran»port»<»tltllschast 100 fl. , — — — — Ung >H»li», «isenb, «00 N. Silber 174 75,175 «k Ung. Norboftbabn «00 sl. Silbei ,7» — I7L 5l< U»8.Weftb.s«aab«Vra,)»«0fl.V, 170 zo,7, — Iubuftrie.Actlcn (per Vtllcl). ine »7 »5 «7 75 >«r»ger 2« 50 Pari» .........4,57 49 «5 Peter»burg .......>. __. — — Valuten. Ducalen ........ »97 L 99 «l»»3r»nc«'Stei M. E. Siipan Wiener«trasse. (4870) ;$-3 fBlütreipis-Pilleii habon sich bei Htuhlverst<>|>l'uii£en, Kopfschmerzen, lilutwn Ilungen, Schwere in Cartonagen, hübsche Strohkörb-n^en» mil Früchten und lionboiis eingelegt; Vhri*tkinder in verschiedener schönster ÄJ ""''lining sowie diverse andere Tragant-flKUren. (5148) 8-4 d , ''"erner empfehle ich feinstes Man-joiato, Frtiohtenbrot, Lebkuohen, . lefferkuohen, Pinza, Grazer Zwle-Thk' e»gl. Caekes, Theebäokerol, «Je«, Rum, Punsohessenz, Cognac, ^2 Champagne, feinste Liqueure, ums °» Caooolade, Caoaopulver eto. *i%u*u <1(1" Ffiierf.aRen Gugelhupf "nd ll«en in don verschiedensten (iallimKon. pr "estellungen nach auswärts werden a r»pt. esfocluiert, und empfohln ich beson-b«h-'n<'inc assortierten Colli-Christbaum-dh(l an8:e, welche von 2 II., ii II., 4 II., » H- '»alia her sranco Hamml Porl° und Kin" **^! versendet werden. Herru Apotheker Piccoli in LaitacL Senden Sie rnir 20 Flaschen Ihrer^ vortrefflichen Magenessenz, die ich mit Erfolg gegen veraltete Magenlciden verordnet habe. St. Anna, Kroatien. Dr. M. Zellioh, Arzt. Ersuche, mir mit Post gegen Nachnahme des Betrages 36 Flaschen Ihrer vorzüglichen Magenessenz zu übersenden, welche in der That eine «Hand üottes» zu nennen ist. Sušnjevica, lstrien. J. Pf legar, Pfarrer. Nachdem nieine Frau die Cur mit Ihrer Essenz unternommen, verbesserte sich das Leiden und der Kraukheilszustand ihrer chronischen Uebärmutter-Entzündung derart, dass sich ihr Aussehen in kürzester Zeit ganz verjüngt hat. (4184) 12—11 Visinada, lstrien. Patelll, Apotheker. Durch Zufall zu Ihrer wunderbar heilsamen Essenz gelangt, fühle ich mich nach dreijährigein Magenleiden sehr erleichtert, obschon ich kaum erst ein Flaschchen davon genommen ; ersuche Sie demnach, mir sofort 12 Fläschchen zu übersenden. Marh u r g. Q, Hammer _________in d'T VVrrkBtätte der SUdbahn-Uoselliichan. CACAO und CHOCOLADE Victor EÜJä Schmidt & Sohne welche auf der ersfen Wiener Kochkunst-Ausstellung mit dem höchsten Preise, dem Ehrendiplom , ausgezeichnet wurden, sind nur echt mit unserer behördlich registrierten Schutzmarke und Firma. Zu haben bei allen renommierten Herren Kaufleuten und Delicatessenhändlern, in Laibach bei Herrn Peter Lassnik. — Versendung in die Provinz per Postnachnahme. VICTOR SCHMIDT & SÖHNE k. k. landesbef. Fabrikanten. Fabrik und Central-Versandt Wien, IV., AUeegagHu Nr. 48 (iiHehst dein Südbahnliofe). (5224—1) Nr. 7098. Bekaillltmachling. Dcr diesgerichtliche Mcistbotsanmel« diiüqsbcscheid vom 5. November 1886, Z. 6335, betreffend die Ncalitätcn wm. II., -<', Astrachan Perl-Caviar. Versandt in Fässern jeder Grösse. — Niederlage von Karawanen-Thee, Hansenblase, Moskauer Zuckerschoten, Tafelbonillon. Gistttiaiten l„ hübscher AuSsührunn enipleblen Iz. o. Rleinmayr H /l«ol sambtlg. (5228—1) Nr. 7099. Belanntmachunsi. Der diesgerichtliche Realfeilbietungs-befcheid vom 29. Oltober 1886, Zahl 5980, betreffend die Realität Rectf.-Nr. 229 nä Herrfchaft Pölland, fiir die Tablllarqlänbisser Jakob, Georg, Iofef und Maria Kobbe, fä'nuntliche alls Ober-Rcidknze, wllrde den, für dieselben bestellten Curator ad«6nli«, Herrn Peter Perfche cnis Tschernembl, zugestellt. K. k. Bezirksgericht Tfchernembl, ain 12. Dezember 1886._____________ (5229^1)^ Nr. 7120. VekaimtmachllNsi. Der diesgerichtliche Realfeilbietungs-bescheid vom 23. September 1886, Zahl 5243. betreffend die Realität Nerg-Nr. 23 ad Gilt Wcinih, für die Tabulargläu-bigerin Maria Kralar aus Nakla wurde dem für diefelbe bestellten Enrator »b-86n