Nr. 93. Montag, 26. April 1909. 128. Jahrgang. LmbacheiMMum "> W!b,«I,rin l> »i, ssiir die Ziistellunn i»s Ha»« ganzjährig 2 X. — InsrrttonSnebühr: ffür Ilciür Inslialc ! l>i« z» 4 Zeilen 50 l», nröße« per Zelle 18 n; bei üsteren Wiederholungen per Zeile « d. V Die «Lnil'ocker Zeilunn» er!ch!'!ü< läsilick, mil Änennlmis drr 3u»»- »»d ^eierlnnr. lis Administration l'efinbel sich Millll»iöslrakc Nr, 20; die lNcdoltlun Milloii^sllnsie Äir, 20. Cprechftundr» der Rrbaüil», uo» x b,«- 1<> ">" vormittag«, Unsranlierle Vriese werben nicht »nßenomme», Manuüripte nicht znriillgestellt. Telephon««», de» Medaltion F2 Amtlicher Heil. ^, .^en ii.^. Uft^il I9W> wurde in der l, l. Hof. und Staat«. m,,^"> das XIX,, XX. und XXVII. Stücl der böhmischen "Mbe des Neichsgeschblattcs des Jahrganges 1W9 aus. uneben und versendet. 1^,,Anch dem Aintsblatte zur «Wiener Ieitung» vom 2!l. April ,.,, ^"l. «)^) wurde die Weiterverbreit»««, folgender Preß. '«"lgulsse verboten: Ar." .II A»«., n^i'^mure» vom 15. April l90!1. l^^Nlclschrifl: «l/lwlm ii-rodouw» von V. Aguoletti (Mai. Ar.43 .i,. i<^ ,,ßi u^u. vom 15. April 1909. A. IN «Illll«)' ?o!lrollu» vom 1?.April 1909. <(. ",'k lin Jahre 190« in Florenz erschienene Broschüre: bini «, "" Odlirio»to. (Verlag Ner» "' Verfasser G. Aaldi). Nichtamtlicher Heil. Die österreichisch-ungarische Bank. r.^s?" der ""I ^^- d- ''^. abgchalteneii General-.'^NMilg der Österreichisch-ungarischen Bank hielt dic^ ^ Vailkgonvcrncur Geheimer Rat Dr. Popo-^/> ein«.' Ansprache, in der er die augenblickliche 3nn'" ".^'l ^"lcnbank eiilgeheild würdigle. „Tic rj'^ ^ !", führte er ails — „gestaltet sich schlvie-^.! ourch dj^. ^.^. s^,,s^^ Beslrebungeii, insbeson» ^,/ >n meinen, Vaterlande, loelche darauf abzielen, ,,..,. ^'Ulil^ gesetzliche Negelnng des Notenbant-Ij^"s nach Ablauf des hiefür festgestellten gesetz-^/l, ,,"'»>lls zu verlassen und dasselbe auf neuen ttcm ^'"' ""^ zumr auf deu, Prinzipe der Vanl-'lnsi'^^^ lNlfzuballen. Dic Herren kennen nicinc iih'^'l'l'cr diese AiMleqenheit. Die Entscheidung brhM. ' ^?Nc selbst ist höheren GeN'alten vur-^»^s n' ^^ N'iirde ineinen, das; es für uns fen ^ - l.^""'l l"""- zllzun'arteli. Ist doch zu hof-Aivi,^'^' ^^^ "'-'^ ^'^ Erwägung die Oberhand ^c>o l^'" ^'"^^' l's sei besser, beini Erprobten, beim ^^^^uzl< verbleiben, als eineil Sprung ins Ungewisse zu wagen und damit die höchsten Inter« essen der Staats- und Voltswirtschaft in beiden Staaten der Monarchic ill Frage zu stellen. Die grundlegenden Bestimmungen der Währungsreform vom Jahre 1ttl>2 sind zum grosten Teile ausgeführt. Es ist viel Vorzügliches, ja Mustergültiges getan worden, allein dem Werte fehlt die Krone. In den letzten Jahren haben wir die Wahrnehmung gemacht, daß der Abschluß der Währungsreform in den Hintergrund getreten ist, ja wir haben ueue Theorien vernommen, nach welchen dieser Abschluß überhaupt überflüssig ist. Trotzdem halte ich unerschütterlich an der Überzeugung fest, daß die einzige Grundl^c eines fest fundierten Währungswesens die obligatorische Zahlung in dem Metall ist, welches gleiche (^elluug ,„ der ganzen Welt hat. Auch in dieser Beziehung stehen wir bereit, dein Befehle der Gesetzgebungen zu folgen und die letzte Hand an das Neformwerl anzulegen. Ob nun gerade dieser Zeitpunkt der geeignetste ist, in den mit großer Mühe und Sorgfalt lonstruierten Organismus durch Aufwerfung der Bantfrage störend einzugreifen, das mögen diejenigen oeanlwor ten, die auch gewillt sind, für die Konsequenzen die Verantwortung zu tragen." Das „Fremdenblatt" führt in einer Besprechung der Bankfrage ans, daß der Zwitter „Kartell-banten" totgeboren war und alle Versuche, ihn zum ^ebcn zu bringen, scheitern mußten. Die Baut-gemeinschast ist nicht eine österreichische Forderung, sondern eine Forderung der wohlverstandenen Interessen Ungarns, die nicht einer Politischen Kon-stellation und um eines Politischen Augenblickserfolges willen Preisgegeben werden können. Wer könnte das gerade heute leugnen, an dein Tage, an welchem ein ungarischer Gouverneur der gemeinsamen Notenbank sein Amt angetreten hat, stolz ans dieses Aint nnd überzeugt davon, daß er seinem Vaterlande noch besser, als er ihm bisher gedient hat, diene, wenn er diese gemeinsame Notenbank verteidigt. _________________ Die Vorgänge in der Türkei. Aus Konstanlinopel gehen der „Pol. Korr." folgende Meldungen zu: Der Sultan hat, wie es heißt, vor einigen Tagen die Offiziere der den Iildiz umgebenden Kasernen zu sich berufen, um sie zu befragen, ob sie imstande wären, ihn im Bedarfsfälle gegen Angriffe zu schützen. Die Antwort soll gelautet haben: „Batadschagyze" lWir werden sehen). Die Nachricht, daß der Sultan den Schutz auswärtiger Souveräne für sein Leben angernfen habe, wird als unbegründet erklärt. Mitglieder des Komitees für Einheit und Fortschritt haben eine Untersuchung bezüglich des Gerüchtes eingeleitet, daß dab Komitee „Ittihad 'Muhammedi", welches bekanntlich als der wahre Urheber der Mililärrevolte gilt, unter die Truppen der Salonichicr Iägerbataillone habe Geld verteilen lassen. Tatsache ist, daß die Soldaten über un-gewöhulich große Geldbeträge verfügten. Bei einzelnen derselben, die im Verlaufe des Freuden» schießens verwundet und ins Spital gebracht wurden, fand man Summen bis zu 30 türkischen Pfunden. Die erwähnten Gruppen, welche die Militär-revolle eingeleitet haben, sandten ill den letzten Tagen eine Abordnung zur heranziehenden Armee, um deren Gnade mit dem Hinweis zn erbitten, daß ihr Vorgehen nicht auf die eigene Initiative des genannten Iägerbataillons zurückzuführen sei, sondern auf Verführung durch Personen, welche den guten Glanben der Truppen mißbraucht hätten. Es soll ihnen Gnade unter der Bedingung zugesagt worden sein, daß sie die wirtlichen Verräter und Urheber der Atevoltc angeben. Die Infanterie-, Kavallerie- und Artillerietruppen, deren Garnisonen in der Umgebung von Konstantinopel liegen, ferner die meisten Offiziere des Kriegsministerinms, die Zöglinge aller Mili-iärschulen und deren Professoren haben sich der Ein» zugsarmee angeschlossen. Die Zöglinge mehrerer LeuMrwn. In der Walpurgisnacht. °ch den, Finnischm von C-v,,st iv U.ch5,!w<-,,,. "m' al5 Zauberer bekanni. ^'>"ild'^"" "lMl^'g/'U'» Dorfe glaubte» ihm, daß habr >. "^'^ beschwören könne und es in der Hand l"Nn'l,ll'l ^'nschen Böses anzuheren. Jahrzehnte "l5 e > ^' klaube fest und unerschütlert: aber "U)re i, V "' Burschen ans dem Dorfe mehrere l^cn s:' ^ "' Sladt zugebracht hatten, da verspot-"^ des Alten Zauberei. ^acl, >? "^' Pen«! aber störte sich nichi daran, ^'il,!,^'. ""' schlich er in den Zanbernächten — Ställe !.'-^ Astern uud Walpurgis - in die ^initt' n ' ^ '^""re aus den Pserdeschweifen lind ^"s w., "" ^lücl'c aus den Ohren der Schafe, bilsc d'. "/s/^u^l.'l<ätige Talismans, mit deren 'hü, l,a< / 5 den Dorfbewohnern, die Furcht vor l'ch zn, !!v"M'l Almoseu abzwang, daß er reich-l""l.^eben hatte. ^Wen'n^'s ^7 '""'«gen, die den Zauberer nicht !,"ld n>ö, i^'^wsscn ihm einen Possen zu spielen ul'tt' l^is ?'l "llen zu beweisen, daß der Alle weder "ben ky,/,^ gebieten, noch sonstige Hercnkunst aus- die Burschen in der Walpurgis- "^'ckt y ;//"" der größten Ställe des Dorfes "U'n. Vei ^ '' ""'s "u leiser Pfiff alle zusam- ?""""nen d.1 ^""" Twndorl vorbei war Pentti >">N'. Der^n s^ "" '" '''" Nachbargehöft geschlüpft "ilhv war in der Falle. Hastig rannten die Burschen in den betreffe»,' den Stall uild sprachen dort laut durcheinander. „Wo ist der Geist geblieben?" „Hast du ihn auch gesehen?" „Nie er ausschaute, mit den großen Hörnern und dein dicken >topse!" „Schrecklich! Aber hier muß er seiu. Hier hinein ist er geflogen." „Dann wollen wir ihn fangen. Wenn wir ihn habe», werden wir ihn im Teich ersäufen." „Ersäufen? Geht das denn?" „Ja, in der Walpurgisnacht kann es geschehen." In einer Ecke des Stalles raschelte es im Stroh des Stalles. Der eine der Geisterbeschwörer zündete eine Laterne an und leuchtete damit. An die Wand gepreßt mit angstvollen Zügen stand der Dorf-Zaubermnnn. „Wir haben ihn," rief der Laternenträger. „Er hat die Gestalt des Pentti angenommen." Mit diesen Worten ergriff er den Zitternden und zog ihn heran. „Ich bin kein Geist. Ich bin Penlti", jammerte der Alte. „Wie geschickt der Geist den Alten nachäfft! Aber wir wollen ihm lehren, eines tüchtigen Mannes Gestalt zu mißbrauchen." Im Nu lag Pentti auf der Erde, während seine Kehrseite tüchtig mit Stöcken bearbeitet wurde. Endlich gebot der Wortführer Einhalt: „Aus diese Weise kommen wir dem Geiste nicht bei." sagte er. „So werden wir denn hingehen und ihn ersäufen." Mit einem Stricke wurden des jammernden Pentti Hände gebunden. Dann ging's hinaus dem Teiche zu. Unterwegs wurde Penltis Sack mif seinen Inhalt nntersncht. Da fand sich eine Tchafschere, trockene Fleischstückchen, Fledermausflügelu und Pserdehaare. Am Teiche angekommen, erhielt Pentti einen triftigen Stoß, der ihn sogleich ins-Wasser taumeln ließ. Aber am Stricke wurde er wieder zurückgezogen. Noch mehrere Male wiederholte sich das Spiel trotz des Bittens des Pudelnassen Zauberers. Plötzlich hatte einer der Burschen eine neue Idee. „Geschwommen hat er nun. Jetzt wollen wir ihn fliegen lassen. Einen Augenblick." Er rannte fort und kam in wenigen Augenblicken mit einer langen Zaunlatte zurück. Tann wurde dem Alten die Stange durch die Rockärmel geschoben und die Handgelenke festgebunden. „Ei, was für ein prächtiger Geist!" riefen die Burschen. „Welch ein Prächtiger Geist! Wenn er jetzt seine Flügel entfaltet, verläßt er uns. Doch etwas fehlt ihm noch, die Hörner." „Nehmt doch die Schere," meinte einer. „Ganz recht." In die Mütze Pcnttis wurden zwei Löcher ge» schnitten, die Spitzen der Schere hindurchgestcckt und dann der Griff auseinander auf den Kopf gelegt. Die Hörner waren fertig. „So. nun mag sich der Geist forttrotten. — Doch halt. Erst muß ihm der Mund verbunden werden." Aus dem Sacke wurden einige der nicht gerade appetitlichen Zaubersachen dein armen Ventti m del, Mund gesteckt. Nachdem noch em TaMntuci, darüber gebunden worden war, veremigten sich alle vor dem Zauberer. Laibacher Zeitung Nr. 95 826 26. April 1909. höherer Zivilinstitute, darunter die der Verwaltungsschule „Multic" wollten dieses Beispiel nachahmen, standen jedoch, da es ihnen widerraten wurde, davon ab. Viele Softas haben die Flucht ergriffen, teils infolge der Animosität, welche gegen sie seit der Militärrevolte in vielen Kreisen herrscht, zum größten Teil aber infolge ihrer Zugehörigkeit zum Komitee „Ittihad Muhammedi". Nicht wenige Sofias haben den Turban mit dein Fez vertauscht. Die meisten Medressen (muselmanische Theologieschulen) sind fast leer. Politische Ueverkcht. Laibach, 24. April. Aus Sofia lvird gemeldet: Im Hinblick auf die bevorstehende allseitige Anerkennung der Unabhängigkeit Bulgariens seitens der Mächte beginnt man an den maßgebenden Stellen, sich mit den Vorkehrungen zu befassen, welche für die vollständige Ausgestaltung des neuen Zustands erforderlich sind. Zum Zwecke der Abänderung der Verfassung, die infolge der Proklamierung des Königreiches vorgenommen werden muß, wird die Regierung die große Nationalversammlung einberufen. Der Zeitpunkt und die weiteren Einzelheiten werden tm außerordentlichen Sobranje festzustellen sein, das wahrscheinlich Mitte Mai zusammentreten wird. Nach dem Abschluß der Tätigkeit der großen Na-» tionalversammlung dürfte die Krönung des Königs Ferdinand in der alten Zarenstadt Tirnovo stattfinden, woran sich große Festlichkeiten in Sofia anschließen werden. Vald danach wird der König eine europäische Rundreise zum Besuche der auswärtigen Höfe antreten. Obgleich das Programm dieser Reise noch njcht festgesetzt ist, gilt es doch schon jetzt als wahrscheinlich, daß die Reihe dieser Besuche mit einer Fahrt nach Konstantinopel eröffnet werden dürfte. Der Besuch des Kronprinzen Wilhelm in Bukarest hat der gesamten rumänischen Presse ohne Unterschied der Parteirichtung Anlaß zu Äußerungen hoher Verehrung für Kaiser Wilhelm und lebhafter Sympathie für Deutschland gegeben. Der „Sccolul" erklärt, daß Rumänien, welches mit dem gioßen Reiche, das auf dem Gebiete der Politik, des Handels und der geistigen Entwicklung eine überaus hervorragende Stellung in der Welt einnimmt, durch Politische und wirtschaftliche Bande verknüpft ist, sich durch den Besuch des deutschen Kronprinzen äußerst geschmeichelt fühle. — Die „Roumanie" sagt, Kaiser Wilhelm habe mit der Entsendung des Kronprinzen einen Wunsch des rumänischen Volles erfüllt. Der Tag, an dein die beiden Zweige des Hohenzollernstannnes, der Vertreter der Hohenzollern von Deutschland und der Hohen-zollern von Rumänien nebeneinander erscheinen, sei für dieses Land ein wichtiges Datum. Mit ähnlichen Kundgebungen begrüßen „Conscrvatorul" und „Patrie" den Besuch des deutschen Kronprinzen. Die „Neue Freie Presse" führt in einer Besprechung der Vorgänge in der Türkei aus, es sei kein Wunder, daß die Revolution den Sultan jetzt verschlinge. Alles, was irgendwie zur Intelligenz gehört, betrachte Abdul Hamid, diesen vielleicht intelligentesten aller Sultane, als Feind. Die Frage, um die es sich handelt, sei nur, ob er vom Thron entfernt, oder durch eine strenge Überwachung wehrlos gemacht werden soll. Wenn ihn: Zeit gelassen würde, könnte sich vielleicht eine Lcgi-timistenpartei um ihn scharen, und das ist eben, was die Iungtürten fürchten, daß Abdul Hamid allmählich wieder aktive Anhänger gewinnt, deren er sich dann mit seiner überlegenen Kunst bedienen könnte. — Das „Fremdcnblatt" weist abermals darauf hin, daß die erste jungtürtischc Revolution ihren Ursprung aus der Scheu vor der Einmischung der Mächte in die inneren Angelegenheiten der Türkei nahm. Es mag daher die Annahme nicht unberechtigt erscheinen, daß die Iungtürken auch bei ihrer zweiten siegreichen Revolution alles werden vermeiden wollen, was eine Möglichkeit einer solchen Intervention nähcrrückcn könnte. Mahnen doch die blutigen Metzeleien ill Kleinasien und Syrien, welche auch Österreich-Ungarn veranlaßt haben, Maßregeln zum Schutze der dortigen Bürger unserer Monarchie zu treffen, die Iungtürten, keine weiteren Komplikationen zu schaffen, sondern rasch und energisch an die Wiederherstellung der gefährdeten Ordnung zu schreiten. Im englischen Unterhause fragte der liberale Wedgwood, ob mit Rücksicht auf die Vorgänge in der Türkei irgend ein Grund zu der Annahme vorhanden sei, daß die britische Regierung in irgend einer Weise die sogenannte „Liberale Union" diplomatisch unterstützt oder das Vorgehen der „Union für Freiheit und Fortichritt" mißbilligt habe. Staatssekretär Grey erwiderte verneinend und fügte hinzu, die britische Regierung habe die Errichtung der konstitutionellen Regierung in der Türkei seit deren Einführung im Juli v. I. stets willkommen geheißen. Sie halte sich aber von jeder Einmischung in den Streit der Parteien fern, weil dies außerhalb des Wirkungskreises einer fremden Regierung liege. Tagesucmglciten. — (Die Hochzeitsnacht im Fahrstuhl.) Ein hei» teieö Gefchichtchen macht, so erzählt die „V. Z. a. M.", gegenwärtig im Westen Berlins die Runde: Ein junges Pärchen halte Hoäizeit gefeiert und wandelte spät nachls seinem nenen Heun zu, dessen Vorzüge — Nacht, belenchtung, selbsttätiger Fahrstuhl usw. — es wühl kannte, aber sozusagen noch nicht am eigenen Leibe er» probt hatte. Der Ehemann öffnete die Haustür, „drüctle" die Nachtbeleuchtung „wach" und schob seiu junges Frauchen in den Fahrstuhl. Dazu brauchte er mehr ^eil, als eigentlich nötig war. Als der Fahrstuhl nun mit dem jungen Paare in die Höhe stieg, erlosch schon wie-der die Nachtbeleuchtung. Der Ehemann halte aber noch nicht die Fahrstuhlbeleuchtung geknipst, nnd so befand sich das Paar plötzlich im Dunkeln. Der Gatte, der leine Streichhölzer bei sich trug — man hat ja elel» tiisches Licht — tappte im Finstern nach dein Licht» knipser, fand irgendeinen ktnopf und drückte: sofort stand der Fahrstuhl still. Die junge Frau begann in Todesangst zn weinen nnd erlaubte um keinen Preis ihrem (hallen weitere Versuche an den Drnctlnöpsen. So saß das Pärchen zwischen Himmel und Erde >m Fahrstuhlschachl gefangen. Die Tränen der jmMii Fran brachten auch den Ehemann zum Weinen, >»w da Weinen, wie Sndermann sagt, schläfrig macht, s" schliefen die Neuvermählten, cms dem FlchrstuhlbäntctM dicht aneinandergeschmiegt, schließlich ein. Als am frühen Morgen 'der Pfortner den Fahrstuhl benutzen wollte, ließ er ihn durch einen Druck auf den Knop, nach dem Erdgeschoß kommen und war nicht wemg erslaunl, als er die Tür üffuete nnd drinnen ein sich' schlummerndes Pärchen entdeckte, das seine Hochzcits' nacht cinf so eigenartige Weise in Eeliqleil „schwebend »erbracht hatte. — lArief eines Zillertaler Mädchens an seinen Schah.) Die „Vrixener Ehronik" veröffentlicht so>^»> den Aries, den eine Zillerlaler Maid an ihren bei tn'» Kaiserjägern dienenden Schatz gerichtet hat: „Lipe' Wcistl! Wir haben Vesting eine Sau gestochen und we" ich weiß, daß du das Saufleisch so muig üpst als wn' mich, so schicke ich dir eppes vou der Sau. Las;' dir es Gut schmecken und tenge dapei au mich. Das Hl)^' l^cif wo dli in der Uniform draus bist ist sehr sch"» ich habe es einqeremelt nnd habe dis vor lauter Lipe in meinem Kasten ausgehängt, dort mußt dn hänc^" bleiben bis dn wieler frei bist. Aus heiling drei tt'öinsi nach der Vesper hat mir der Sielen Hans c, Bier ll»d au 5las zahlt aber ich habn nil gmölt, weil i dir ttt> bleib bis in den Tod wenst mir glei jetzt lan 5las; zahl^ lcmnsl. Wen ich dei Fotogras auschang nachher ten^' ich immer an dich ob dn auch genug zum Essen triebt weilst gar so käsig ausschaust. Thu deshalb glei ^ Blutwurst essen sie ist ein Sinnbild uuserer Lipe. M habe deshalb viel Speckbrüdl hinein gethan. Mei'"' Zeitlang nach dir ist sehr gros; immer tenge ich an dmi aber ich habe nicht immer daweil dazu. Es grist M" qisl dich deine drei Zenzl." — lDie leichteste Münze.) Aus Paris wird berich' let: Die Tage der lupfernen Sonsstücke sind gezöh»' Die populäre» großen brennen Münzen werden luild der Verganqenheil angehören, sie werden eingezm^» und cm ihrer Stelle werden neue Eiusous» und Zwc>' sonsstücke ausgegeben, die wohl die leichtesten Mn» FranM'-Hiezu lrelen noch 1,2<><>.<««> Franken Präqelosten, !" daß den Staat die auszugebenden tt3 Millionen »>" ! !,845.l»><) Franken tosten. Trotzdem wird die s""' zösische Regierung bei dieser Umwandlung einen Gew>»>' nicht verzeichnen können; nach gennnen Nerechn»»!'!^ beziffert man den Nominalwert der zirkuliere»^'" Kupfermünzen auf Mi Millionen' nach der Einscl)»'"' znng werden sie als Metall jedoch nnr einen Wert lw» . 6 Millionen Franken haben. — ^ lAltässyPtische Briefe.) Unter den mancher!^ Briefen, die aus a!läql,ptischer Zeil iu Papyri erl)^' ten sind, finden sich mich einiqe, die auf Zöglinge eim' Priesterschnle Bezug haben und inhaltlich nicht lü'-inleresscinl sind. Sie stammen ungefähr aus 13<»<> v. lM-Da schreibt eiu Lehrer an seinen Schüler na""'»-' Pentnur: „Nur dem Vergnügen gibst du dich hi», "", Straße zu Straße treibst du dich nmher, nach ^'" riechst du allabendlich uud der Geruch scheucht die M" ' scheu von dir uud richtet deine Seele zngrnnde. M>^ trifft dich, wie dn anf Mciuern kletterst und Mim' .^ „Vcfehlen Euer Gnaden sonst noch 'was? Langsam graut der Morgen heran. Ihr müßt Euch beeilen, so Ihr rechtzeitig zu Hause sein wollet." Vvaum fühlte Pentti sich losgelassen, so rannte er, so schnell ihn seine Füße trugen, seinem Hause zu, das eine gute Viertelstunde entfernt lag. Von seinen Peinigern her klangen noch höhnische Abschiedsgrüße zu ihm hin. Aber er hörte nicht darauf. Nur eilends fort. Er bot einen grotesken Anblick. Die Latte auf dem Rücken, die er mit ausgebreiteten Armen hielt, schien wie zwei Nindmühlcnflügel und die Schere auf dem Kopfe täufchte wirtliche Hörner vor. Dazu die vollgestopften Backen und der verbundene Mund. Pentti hatte Glück, insofern, als ihm niemand auf den Straßen begegnete. Ihm war gottsjämmerlich zumute. Der ekle Geschmack im Munde, der ihn dem Erbrechen nahe brachte, die unbequeme Zwangshaltung der Arme und die durchnäßte Kleidung, die in der kühlen Morgenluft fest gefror, machte ihn trank und elend. Endlich zeigte sich am Wcgrande das Haus, welches Pentti mit seinen: Bruder bewohnte. Letzterer war schwachsinnig und glaubte sich stets von Dänionen und Schreckgestalten verfolgt. Er schlief nur wenig. So war er auch an diesem Morgen bereits auf. Vom Fenster aus blickte er zu den Wicfcn hinaus, wo graue Nebelwolken von den feuchten Gründen aufstiegen. Plötzlich fiel sein Vlick auf eine fonderbare Gestalt, die in Eile geradenwegs auf das Haus zu kam. „Da ist er, mein Feind!" rief der Schwachsinnige. Er faßte einen Vefcn und stürmte dem Teufel entgegen. Der Worte seines Bruders achtete er nicht; er hörte sie wohl auch nicht in seinem Grimme. Kaum fühlte Pentti die ersten Schläge auf seinem noch von der vorigen Prozedur schmerzenden Rücken, als er sich wandte und eilends die Straße hinabfloh. Sein Bruder mit läutern „Hallo!" hinterdrein. Die aufgeschreckten Schläfer der Häuser, an denen das Paar vorbeiranntc, bekreuzten sich schrcck-erfüllt. Die wilde Jagd raste vorbei. Es war ja Walpurgisnacht! Am Kirchplatze erst gelang es dem unglücklichen Pentti durch eine schnelle Wendung wieder den Weg zu seinem Hause einzuschlagen. Nie ein Pfeil schoß er dahin, mehr als Todesangst im Herzen. Es gelang ihm, zur offenen Haustür hin-einzuschlüpfen und diese mit einem Fußtritt ins Schloß zu werfen. Als Penttis Bruder zornbebend durch ein Fenster eingestiegen war und nach dem geflogenen Teufel suchte, fand er in der Stube Pentti ganz ermattet liegen. Jetzt erkannte er ihn. Schnell erlöste er den Zauberer, dein in der He^ennacht so übel mitgespielt worden war, von den Flügeln und vom Knebel. Im Dorfe war Penttis Zaubcrnimbus dahin, nachdem sich herumgesprochen hatte, wie es dem Alten ergangen. Aber Pentti lechzte auch nicht mehr nach dem .Rufe eines Hexenmeisters. Er hatte an der einen Walpurgisnacht genug. Am Franzosenstein. Original» Roman von Erich Eben st ein. (3. Fortsetzung.) «Nachdruck vcrdo'"' ' Sie unterbrach sich und warf einen verwund^ ten Alick aus den Fremden, der den Kopf in o> Hand gestützt hatte und fellsam verwirrt "vr p / hinsah. Auch der Amcisödcr zog die bus» Vrauen hoch und stutzte. Und plötzlich Mte/r "^ Lippen, während ein schlaues Lächeln über scM "^ wittertes Gesicht glitt. Dann sagte er langsmn: "^. ja, so weit hat's der Jakob Paur gebracljt. ^ . deswegen ist mir der andere doch lieber. Der auch für seine Leute ein Herz —" . ^.Z Der Fremde hob jäh den Kopf. „W"s !"" ' ^ heißen?" fragte er rauh. ,.,. .-.ml, „Daß der alte Paur ein Feiner ist ^,""^ öld, ein Harter. Der macht nicht nur aus Eisen " sondern auch aus Schweiß und Elend —" ^,.crc,,uigt trommelt er sich auf den Bauch; wenn er aurr ausstchl'n will, dann iaumelt er, fällt hin und l'cht schniutzig ans wie ein K'rokodil! . ^ Dalante Männcr.j Einer sehr zarten Behand» nnq durch ihre Gatten haben sich, wie es scheint, die Granen auf den Maulten oder Gewürzinseln zu er-! l'ile». Der Priester, der ein malaiisches Brautpaar ^animengetan hat, erteilt dem jungen Ehemann stets "°ü) folgende eindringliche Lehre: „Du füllst dein Weib kocr lnit der Lanze noch mit dem Messer verwunden, ^yorcht es dir aber nicht, so führe es in ein Zimmer Nd züchtige es mit einem Schnupsiuche." Haun man ,1 wohl eine zartere Strafe denken? Vorausgesetzt V /"/)"'>'ch, daß das Taschentuch nicht mehrfach in ^ "^'ise <^>s,,^Ichen Mandate lveder in der Geineindever. iil,!>'"'^ ""^ u" Landtage, noch im Reichsrale aus-«i.'.' "'chlsdeslolveniger entbinde sie dies nicht von der A' 'n' in engere ^iihlnng mit ihren Gesinnnngs-Iliir '/ '" ^iibacl, zu treten. Auch in Laibach müsse "c-»^, ^'^-'^'danle durchdringen, der sich im ganzen ^,'."' l'egreich Bahn gebrochen habe. Aus sein Thema lisci, ?'"^' !"!vl' Herr Dr. ^»ster^."', die ganze poli-^!/ ^"^ sei in der jüngsten Zeit nnter dein Drucke Elm .^!N"l)r gesta,lde'n. In dieser Zeit habe die roi?''l^' Volkspartei als echte Volkspartei durch ihre ^Hl"U!che Delegation alle Kräfte zur Erhaltung des rbr,, "'' ""gesetzt. «Beifall.) Jede Vollspartei erblicke ^lif/l' Abwendung des Krieges eiue ihrer edelsten pol? s"'' ^^ >""lle nicht gegen jenen liberalen Redner !>!r ^''"l'n, der sich in einer Versammlung in Catež ?>^:.'" ^lic^ ausgesprochen habe. Zur Beseitigung der d^.^A'iahr sei >,',„ ^n Mittel zur Versüguug geslan-dchV^'' l)abe den, Auslande gezeigl iverden müssen, c.r,'»us Monarchie stark dastehe'. (Beifall.) Die Sozial-l)>il V bn'l'ei alle Mililärlredite abgelehnt. -- Seil lonti, ^'"^,ule, "ls das Parlament das Rekruten-sii^, ^"U mil erdrückender Mehrheil bewilligte - wo-^ l,^l slavischen Union ein großes Verdienst zustehe ^^^suh die internationale Lage gebefsert. Das Hauptorgan der flovcnischen national-fortfchriltlichen Partei habe Nedners bei diefem Anlasse gehaltene Rede zwar als eine Lalaienrcde hingestellt, allein die Slo-venische Vollspartei sei frei von allen Lakaiengefühlen; ein Lakai sei übrigens auch ein Mensch und die Partei sonne nnmöglich mit Prinzen sympathisieren, die ihre Lakaien niederschlügen (Znstimmung), speziell nicht mit dem Prinzen, dessen Bildnis die Liberalen öffentlich ansgestellt hätten und der beinahe sein Vaterland zu einem Kriege mit der Monarchie gedrängt und ins Ver-derben gestürzt hätte. Das sluvenische Volt habe übri» gens noch lange nicht das lakaienhafte Verhalten der »ational-forlschrittlichen Partei dem früheren Landes-chef ^reiherrn von Hein gegenüber vergessen. Nenn diese Partei nun radikale Politik verkündige, so komme ihr dies nicht vom Herzen. „Elov. Narod" habe uu-längst einen radikalen Aufsah veröffentlicht, worin sogar verlangt worden sei, daß man keine Subvention aus Wien annehmen dürfe (Heiterkeit); ^^ darauf aber sei in einem weiteren Artikel die radikale Politik als ein Nonsens hingestellt worden. — Die Schreib-weise einiger slavischen Blätter, darunter auch einiger slovenischen Journale, zur Zeit der äußeren Krise sei überans gefährlich gewesen, da sie in naiven Gemütern in Belgrad und anderswo den Glauben habe erwecken können, die Sluvenen und die Kroaten würden sich im Kriegsfalle ans die Seite der Serben schlagen. Aber die Slovenen uud Kroaten hätten in jedem Falle ihre Pflicht gegenüber dem Kaiser erfüllt und werden sie anch künftighin erfüllen. (Zustiminnng.) Unfere Jünglinge haben im Jahre l878 nicht umsonst in Bosnien lind in der Hereegovina geblutet, und was wir blnlig er» sämpsl haben, wolle» wir nie und nimmermehr aus der Hand geben. «Händeklatschen.) Zu betonen sei übri-gens, was bereits Dr. Krct im Landtage hervorgehoben habe: Österreich ist keineswegs in Auslösung begriffen. Österreich ist jung, eS ist nicht mehr Osterreich vor dem Jahre 1848. Das heutige Österreich datiert erst seit der Einführung der Versassung. Und wie hat es sich seil der Annahme der Wahlresurin sür den Reichsrat geänderl! Dieses Österreich ist notwendig im Mittel-plinlle Enropas, ans daß sich darin die kleineren Vollö-stamme entwickeln können. Wir sind jung, dafür macheil wir auch manchmal dumme Streiche «Heiterkeit). — Die Clovenen im Vereine mit den Kroaten nnd anderen Südflaven müssen nach dem ^rialismns streben, müssen darauf bedacht jein, daß neben Ungarn in der Mon-archie ein dritter Faktor, ein südslavischer Staat nnter dem Szepter der Habsburgischen Dynastie, ei stehe. «Leb-haster Beifall.) Gerade die Slovenen als der au, meisten exponierte Teil des Südslaventnms müßten das Banner des TrialismuS hochhalten. Abg. Dr. Krek habe einmal die Slovenen als die am meisten fortgeschrittenen Süd-flaven bezeichnet; wenn dies wahr sei, dann müßten sie ihren Brüdern geben, was ein Bruder dem anderen in Liebe gebe. Aber jedenfalls hätten die Kroaten ihre rnhmreiche Geschichte sowie wenigstens teilweise die staatliche Selbständigkeit vor den Slovenen voraus und es sei gewiß, daß die kroatische Slaalsldee genug Raum für die Slovene» biele nnd daß fich diese mehr oder weniger an sie anlehnen müßten. Wenn die Slovenen im Einverständnis mit dein Herrscher sich selbständig Gesetz gäben, so wäre dies von der größten Nedenlnng sür den einfachsten Man» in allen vvn den Slovenen bewohnten Gebieten, denn dann würde die größte »tolle jenem Teile der Bevölkerung, der die Mehrheil aus» inache, also der slovenischen Landbevölkerung, zusallen. Dadurch würde kein Gegensatz zu der Bürgerschaft ge-schassen werden; blühende Städte haben überall einen gesunden und kräftigen Bauernstand zur Vorausjetzung. '»Zuslimlnung.) „Hat der Bauer Geld, so hat es die die ^^ lcinc Brust hob und scnlte sich rasch, und """! klugen sahen fast schwarz aus. Wu''^ ^'"mnd Josef!" schrie die Nosenanerin denn ihr ging ein ^icht aus. d^« die Möglichkeit? 'Am End' ist der Herr gar nur , Ni? vom Herrn von Paur! Wo hab' ich denn "ichiV?>,'" Augen gehabt? Nein, so was! — Na, ^Maw < "'Ml, sunger Herr, der Ameisöder lchli». - allerhand zusammen ^ wird nicht so b"k (? '"" ^ w"ß denn der Herr Vater schon, ^ dc/c? ^"ü'ck such? uild so stattlich aufgewachsen ^'hn". l l- ^ Wenn ich denke, wie er damals vor ^s w?^ "^ 1ttjährige5 Vürschlein fort ist, nein, bas ^ ^!^ Freude sein drüben ill der Villa, und ben ?. llein Barbara, oder waren Sie schon orü- ' UUlger^Hcrr?" lactte^" fremde schüttelte den kiopf. „Nein", sich ..,' ""rf ein Geldstück aus dell Tisch und wandte ""ber nun will ich hinüber. Auf Mm Nosenaucrin!" dttiasl,., ' l)"llc er das Haus zum „Hl. Florian" ihre S^ ",'' ^ Wirtin in die Stube stürzte, wo 'chiilo V^crm, die alte Nandl, eben Kartoffeln bor, m-ad'"c "' ^m^ sie aufgeregt, „jetzt stell' dir ttlvH " l'ld^ ju,^. <.^^. heimgekommen, und ^'l Mri'l l l """ "llcm, was der Alte in Win-baut l,a l?^ ^' Nicht mal, das; er die Villa gc- Die^'I ^.b"^^wustt!" Nrn. Dan,, r?! l'^ ^'^' besser fatten vor Erstau- ^ wird'i; . ")uttcltc sie bedächtig den >topf. „N'a, '^cht m.'^ ^""'^'u 'n Winkel! Dein Alten sein ^"lN, nwl^ ' '5^ bl"ß schcn, weini der Iunqe ihn '^r er das Geld zu allem genommen'hat!" „Vah, sei nur damit still, sonst stecken sie dich noch ein dafür — wo wird cr's denn herhaben? Verdient halt! Ter versteht's doch!" „.^ahaha! Verdient!" Die Alte kicherte vor sich hin. „Mlchl' rein ein Hexcnmacher sein! Na, nur tann's ja recht sein. Wenn's ihm die Leute glauben, und der Hnn6 auch —" Sie begann wieder Kartoffeln zu fchälen, während die Nosenauerin sich m die Stube zurückbegab, um oie große Nenigleil mit ihren (Kisten weiter zu besprechen. 2. Kapitel. Fräulein Barbara Paur. eine Cousine des allen Paur, welche ihm nach den, Tode seiner Frau d,e Wirtschaft führte, stand eben im Speisezimmer und rieb mil einen, Lederlappen die runden, wein grünen Butzenscheiben der Kredenz blank, als Hanv leise eintrat. „Bist du's, Thomas?" frug sie ihn, ohne sich umzuwenden, in der Meinung, es sei der Hausknecht. Da antwortete eine tiefe Männerstimme, die ihr fremd uud doch zugleich bekannt erschien: „Nein, Tante Barbara - ich bin's, der Hans!" Sie fuhr sählinas herum uud griff mit zitternden Händen an ihre SpitMhaube, als stände diese in, Begriff, ihr vor Schreck auf- uud davonzufliegen. Hsus ___ Jesus — Hans, du? Und so auf li,liM —" stammelte sie, „und wir haben dich erst in acht Tagen erwartet, und ftht ,st das Haus nicht einmal geputzt, und gebacken habe ich auch noch nichts zum Willkomm!" (Fortsetzung folgt.) ganze Welt." — Der slovenischen Nation salle in oei Monarchie eine große Aufgabe zu, weil ihre Nieder' lassungen bis zum Meere reichen, das eine Vurbedin» gilng für die Entwicklung ^eder Nation bilde. Eine große Ausgabe unserer Staatsmänner läge also in der Schaffung eines selbständigen Staates im Nahmen der Monarchie, wodurch der Dynastie das Meer gesichert und eine treue Wacht an den südlichen Grenzen ge» schassen würde. (Zustimmung.) Herr Dr. .^ster^ii- beschäftigte sich sohin mit der Haltnncz Nnßlands in der serbischen ^ragc und bczeich. uele dessen Politik als nnslavisch, als eine Politik, die vom ^rthodor.ismns diktiert worden sei. Die wahrv slavische Politik könne nur die Gleichberechtigung aller Slaven im Ange haben und diese Gleichberechtigung nnch den katholischen Slaven einräumen, zumal die lalholischen Slaven kaum jemals vom Katholizismus ablassen würden. Wir lassen uns nicht verhöhnen, wie dies dem Kroaten Nadi6 bei einem Vurtrage in Peters, bürg über das segensreiche Wirken der Franziskaner geschah, als Bobrinstij die Bemerkung tat: „Das sind lauter Lumpe" und auf die Fra^e, wie er zu dieser Außeruug käme, erklärte, dies se, ihm von den Slo. Venen in Laibach gesagt worden. — Die Lösung der slavischen ^rage sei nicht nur in den friedlichen Nezie» hnngen zwischen Österreich und Rußland, sondern in einem freundschaftlichen Verhältnis dieser beiden Staa» ten zu suchen, wobei es anch Nnßlands Pflicht sei, inner» halb seiner eigenen Grenzen slavische Politik zu treiben nnd uuter anderem die polnische ^rage im Sinne der Gleichberechtigung zu lö>rn. (Beifall.) Im Abgeordnelenhaufe werde der Slavischen Union als der relativ stärksten Gruppe, da die Lage uicht mehr durch die Gefahr äußerer Verwicklungen gestört fei, bei der Lösung der innerpolilische» fragen ein gewichtiges Wort zustehen, ^rotz aller gegnerischen Stimmen, die auch im slovenischen »ational'sortschritt. lichen Lager lant werden, werde die Slavische Union noch lange nicht gesprengt werden, denn sie sei eine Claatsnotwendigleit. Die vorige Zersplitterung der Rechten des Abgeordnetenhauses habe nur den Gegnern sowie der Negierung Vorteile gebracht, welch letzlere die eine Gruppe gegen die andere ausgespielt habe. Die Slovenische Vollspartei werde all ihre Kräfte einsetzen, ans daß die Slavische Union erhalten bleibe und in vol. km Maße ihre Pflicht tue. (Beifall.) In der voröster-lichen Iiagnng wurde das Viehseuchengesetz beschlossen, dessen Wichtigkeit jedermann einsehe b>5 ans den Nedner in C'ate5, der dnrch die Äußerung! „Wir brauchen lein solches Gesetz" gezeigl habe, daß er ein echter Liberaler sei, einer von jenen, die nichts gelernt nnd nichts ver» gessen hätten, weil sie eben nie etwas gewußt hätten. (Heiterkeit.) In Besprechung der Tätigkeit des lrainischen Landtages bemerkte Herr Dr. Küsters''-, in der letzten Session sei viel Nützliches beschlossen worden; die Ta. gung habe aber auch ein schönes einmütiges Vorgehen aller slovenischen Abgeordneten ausgewiesen. In le!> tcier Zeit räsoniere nun die national^forlschrittliche Partei gegen Beschlüsse, sür die sie selbst gestimmt habe. So gegen das Meliorationsgesrtz. In Littai habe sich ein Nedner der Partei znm freunde der Landbevöl» ldung ansgespiell, indem er hervorgehoben habe, daß die Nalional.^orlschlilllichen auch für das Melio» rationsgesetz gestimmt hätten' anderswo wieder heiße es: Seht ench einmal die Klerikalen an; sie richten das Land zngrnnde, sie haben ein Darlehen von N» Mil» lwnen beschlossen! (Heiterkeit.) — Vom Landtage wurde auch die Nesorm der Gemeindeordnung »nd der Ge> meindewahlordnnng durchgeführt. Selbstverständlich könne nun die Landeshauptstadt nicht eine rückschritt» lichere Wahlordnung haben als Ki^la, Wailsch u. a. (Heiterkeil.) Auch in Laibach müsse das Wahlrecht vrr» allgemeinert werden, ans daß in die Gemeindestnbe demokratischer Geist einziehe. Die national.sortschritt. liche Partei drohe freilich mit der Obstruktion, allein vor dieser Drohung brauche man sich nicht zn sürchten. Die nalional'sorlschrittliche Parlei habe auch gegen die Nesorm der Landeswahlordnung obstruiert, fich ader schließlich, nichl zu ihrem Schade», eines Bessern be. sonnen. Eine allfällige ^bstrnltion würde sicherlich niedergerungen werdeni die Partei möge besser nüch' tern, vernünftig uud sachlich au der Reform der Wahl. ordnung für die Stadt Laibach mitwirken. (Neiscu!,) Keineswegs aber möge sie an dem Gedanken festhalte», daß sie für alle Zeiten die Herrin auf dem Magistrate bleiben werde. Die Slovenische Volkspartei fordere so viel Einfluß auf den Laibacher Gemeinderal und auf die Gemeindeverwallnng, als ihr nach der Anzahl ihrer Gesinnungsgenossen in der Stadt zukomme. (Hände, klatschen.) Wir werden eine ehrliche Nahlreform aus. arbeiteni wenn die national.forlschriltüche Parlei dann d,e Mehrheil der Wähler sür sich haben wird, so wird sie anch die Mehrheil im Gemeinderale haben, wenn nicht, so kann ich ihr nicht helse». (Heiterkeit.) Die nalional.surtschrittliche Partei möge also an der Refor,» mitarbeiten; wolle sie indes den Kamps, so werden wir eben kämpfen; wir sind's ja schon seit 20 Jahren ae-wohnt. (Heiterkeit.) Die Laibacher Gemeindeverwaltung lnauche gauz sicherlich frisches Blut. Jede öffentliche Verwaltung bedürfe einiger Opposition; fehle die Kritik, so werde man etwas begnem. Der Voranschlag Lmbachs weise ein beträchtliches Defizit .,»f; die national-sor -schrittliche Partei n.üßie nur wünsche,,, l-me "^'''' - Land7vo» der Land.virtschaft leben; aber es gebe trotz. Laibacher Zeitung Nr. 93. 828 26. April 1W.1. dem keinen Gegensatz in den Interessen der Stadt» und denen der Landbevölkerung. Der Fortschritt des Landes, des Volkes nnd der Nation entspringe aus dem ein» mutigen Vorgehen der Bürgerschaft, der Bauernschaft, der Arbeiterschaft und der Gewerbetreibenden. Sie alle mögen sich daher zusammenschließen im Zeichen der Ein» tracht und der gemeinsamen Arbeit. (Lebhafter Veifall und Händeklatschen.) Herr Dr. P e g a n verwies im Anschlüsse an diesen Bericht, aus dein sich die Tätigkeit der Slovenischcn Volkspartei, bezw. die der reichsrätlichen Delegation klar ersehen lasse, auf die Angriffe gegen letztere und gegen Herrn Dr. >>uster5i5. Er bezichtigte den Herrn Dr. Tav<"ar der Mitschuld an der angeblichen „Schreckensherrschaft" im Landcsausschnffe, von der im „Slov. Narod" zn lesen sei, denn auch Herr Dr. Tav5ar habe im Landesausschnsse dafür gestimmt, daß dem Laibacher Gemeinderate der Beschluß auf unentgeltliche Überlassung eines Grundstückes im Werte von 24.000 Kronen an den Verein „Mladika" untersagt wurde, und desgleichen habe Herr Dr. Tav<"ar auch dafür ge-stimmt, das; der bisherige Kustos des Landesmuseums, Dr. kmid, seines Amtes zu eutheben sei. Mau habe übrigens Dr. «mid schon vor einem Jahre bedeutet, sich nach einer anderen Stelle umzusehen. — Dann be» antragte Herr Dr. Pcgan eine Resolution, worin der Bericht des Herrn Dr. Küsters über die Tätigkeit der reichsrätlichcn Delegation der Slovenischen Voltspartei und deren führenden Einfluß bei der Slavischen Union mit Dank und besonderer Befriedigung zur Kenntnis genommen uud der genannten Delegation, namentlich Herrn Dr. Küsters'"-, für das entschiedene Auftreten an-läßlich der Friedeusbestrebunae" '"' österreichisch' serbischen Konflikte das vollständige Vertrauen aus-gedrückt wird. Auch wird iu der Resolution die Er-Wartung ausgesprochen, daß die Abgeordneteil der Slo-veniscl>n Volkspartei bei allen wichtigen Vorkommnissen zum Nutzen uud frommen des slovenischen Volkes, bezw. der Slovenischen Volkspartei wirken und entscheiden werden. — Die Resolution wurde uuler Händeklatschen einhellig angenommen. Schließlich machte Herr Dr. Pegan auf die erste Theatervorstellung des Vereines „I.M,-" im Landestheater sowie auf die bereits vom Herrn Prof. Iarc angekündigteil Versammlungen im christlichsozialen Perbande und' auf den am Dienstag stattfindenden öffentlicheil Vorlrag des Herrn Kanonikus Sn^nit über die Entwicklung der' Luftschiffahrt aufmerksam, worauf er die Versammlung nach nahezu anderthalb' stündiger Dauer schloß. — lPersonalnachricht.j Seiue Exzellenz der Herr Minister a. D. Dr. Heinrich Wittek ist Samstag hier angekommen und im Hotel „Union" abgestiegen. — sonderem Erlaft geregell werden. Die Veschlagmeister jind wie die Kurschmiede jetzt adjustiert. — lVom Nergbaudicnste.) Seine Exzellenz der Minister sür öffentliche Arbeiten hat den Feldwebel des Infanterieregiments Nr. 17 in Laibach Markus Reif zum Kanzlisten im Stande der Bergbehörden ernannt. — lTie Lehrbefähigungsprüsungen für allgemeine Volks» und sür Bürgerschule«) wurden vor der hier» läudischeu t. k. Prüfungskommissiuu vorgestern zu Ende geführt. Approbiert wnrden ^. fiir B ü r gers ch u l e n iuit deutscher Unterrichtssprache: Isid. D o l i n S t i, k. t. Bezirtsschnlinspettor in Gurahumora iBulowina), aus der I. Fachgrnppe !>nit Auszeichnung)' Franz Sleßl, definitiver Lehrer in Groß-St. Floriail ^Sleiermark), alls der I. Fachgruppe' I-ofef Stracke, definitiver Leh» rer in Schlag ^Böhmen), ans der 1. Fachgruppe' Io» haun Thnulscr, definitiver Lehrer ill Trahovitz lBöh» inen), aus der 1. Fachgruppe; Josef Z i n e ct e r , defi» nitiver Lehrer in Obcrrochlitz (Böhmen), ails der l. Fachgruppe l^lnit Auszeichnung). — l^. E r g ä n z u il g S» p r ü f n >l g e n legten ab: Josef (.'en^w, provisorischer Lehrer in St. Barbara in der Kolos, aus der Religion; Friedrich Dermelj, provisorischer Lehrer ill Weichsel» bürg, aus der deutschen Sprache als Unterrichlsgegen-stand und Raimuud Novak, provisorischer Lehrer in Idria, aus der Religion, l'. Spezielle Prüsun » gen bestanden: Marie Jurea, desiliitive Lehrerin ill Grafeilbrunn, aus der deutschen Sprache als Unter. richtSsprache; Angela Kuhelj, provisorische Lehrerin i» Sialzeru, aus der sloveuischen Sprache als Unlerrichls» spräche; Marie Priboschitz, AlishilsSIehreriu iu Mosel, aus der französischen Sprache mit deutscher Unterrichts» spräche; Marie Svobuda, Private in Laibach, aus der siauzösischen Sprache, mit deutscher Uuterrichtssprache; Auguste tt ante!, Lehrerin an der l. und k. Marine-volks» und Bürgerschnle in Pola, aus dein Violinspiel mit deutscher Unterrichtssprache , Zamc,;to; Ottilie I u u o w i e z, provisorische Lehrerin an der inneren Privatmädchenvolksschule der Ursu-linerinnen in Laibach uil Auszeichnllng); Käthe,-rina >S. Laurenlia) Poto^ilik, provisorische Lehrerin an der Mädcheuwaisenhausschule in Laibach; Milena Rohrulanu, provisorische Lehreriu a>l der städtischen slo-venischcn Mädchenvoltsschule in Laibach; Marie 5 I a u> b e r g e r , provisorische Lehreriu in Krainburg luiit Auszeichnung). — Zivei Kaildidaliuneil für Bür-gerschulell sonne ein Kandidat, der sich der Prüfling alls der französischen Sprache unterzog, traten während der Prüfung zurück; eine Kandidatin für Volksschule» mit slovenischer Unterrichtssprache sowie zwei Kandidatin-nen für Volksschulen mit deutscher und slovenischer Un-terrichtssprache wurden approbiert; eine Kandidatin war zur Prüfung nicht erschienen. * sAnertennung im Schuldienste.j Wie uns mit-geteilt wird, hat der t. k. Laudesfchulral sür Kraiu den t. k. Bezirksschulrat Laibach Umgebung beauftragt, dem Oberlehrer an der zweiklassige» Volksschule iu' Sankt Martin unter dem Großlahlenberge Herr» Franz Lavti5ar für seine vollkommen zusriedeustelleude Verwendung in der Wiederholnngsschnle im Namen des Laudesschulrates die Anerkennung auszusprechen. r. * ^Reifeprüfung an der k. k. Lehrer, und Leh-rerinncnliildungsansialt in Laibach.) Wie uns mitgeteilt wird, hat der t. k. Landesschulrat für Krain für die Abhaltung der Reifeprüfung an der k. k. Lehrer, und Lehrerinileilbildungsanftalt in Laibach im Schuljahre IW8/1909 folgende Termine festgesetzt: 1.) sür die Ab-Haltung der schriftlichen Reifeprüfung die Zeit vom 17. bis einschließlich 21. Mai; 2.) für die Vor'uahme der mündliche» Reiseprüfnng die Zeit vom 21. Juni 1909 bis 20., eventuell 21. 'Juli. Das Schuljahr wird an der t. l. Lehrer» und Lebrerinnenbildungsanstalt am 19. Juni nnd an den beiden l. l, Übuugsschuleil ui'd im l. l. Killdcrgartcu am 8. Juli geschlossen werden. —r. — sDie Lailiacher Tevteinliercreiguisse vor Gericht) Die Verhandlung gegen die 22 Personen, die im Sep' tember v. I. bei der gewallsame» Entfernung und Ver« unslaltung deutscher Firmenschilder in Laibach beteilig! Ware», wurde vorgestern abends um V2II Uhr zu Ende geführt. Das Urteil wird indes erst morge» »achmilla^ verkündigt werden. ^ 3 Uhr nachmillags i»> Hole! „^lrukelj" in Laibach sl'!»l griüideude Hauplversammluug ab, zu lvelcher die Herrc» Kollegen eiilgelade» loerdeil. — lSanitäts.Wochenlicricht.) Iu der Zeit vl)»> I I. bis 17. April kamen in Laibach 24 Kinder zur Mlt 13120 pro Mille), darnnter 3 Totgeburten, dmM'» starben 32 Personen <41 60 pro Mille), und zwar a» Masern 2, an Scharlach 2, an Tuberkulose 9 (6 Or>'> fniude), an sonstigen Krankheiten 19 Personen. U>«ll'' den Verstorbenen befaudeu sich 13 Ortsfremd l4l!62^) und 19 Personen aus Anstalten l59'37^>-Ilisesliouserlrauluugeu lvurde» gemeldet: Maser» ^ Scharlach 9 l ging, mit Schneeschuhe» aiisgerüstel, dxrch das Krm>'' Tal, ».'0 »loch ungeheure Schneemassen anfgehänsl lieg^'' da voll allen Teile» Lawinenstürze herabgegangen wcw'» und a» de» Waldbesläilde» arge Verwüstnnge» ailgeri^)' tel hatte,,: er passierte die Scharte zwischen dem Ver"<" und dem ^o'^ee, wo der Schnee vom Winde bereits wesi' gefegt war, und fand die Vodnik-Hntle sshneefrei l>>'/ »ilbeschädigt. Vo» hier wcmdte sich Berloiieelj gegen d>e Kiedarica li»d sa»d a»ch das Triglav-Tourisleuhaus sa" schueesrei u»d uliversehrl. Nur die Kapelle a» der O!'^ seite steckt iloch tief im Schnee, so daß nur deren »»'"^ Dach mit dem Türmche» sichtbar war. Über die KonM Plan inn kehrle Bertoneelj in das Kruia.Tal zul','^ - 3rotz den großen Schneemasseil si»d bereits e>'Nl1 Touriste» ii» Triglnvgebiet ailgekommeu. ^'^, Urbas begleitete d'iesertage drei' böhiuische Tonris^' durch das Vrala-Tal uud die Lulnja nach S. Luc''" '" Gölzische». Der Weg d»rch die Lulilja ist noch 1^. schlvierig niid wegen der Lawinenstürze »och gefahr^''' Im Vrata-Tale wllrden in de» letzte» Tage» "v 90 tote Gemse» nnd Rehe vorgesimde»; somit scl)l'", det heurige Winter linler den verschiedeile» W>>^ luilgeil arge Verheeruugeu angericlitet z» habe». > " ll3in Unfall durch die elektrische Straftenbah"'< AIs am Samstag abends der 60jährige Leicheiia»!^ Thoiuas Velkovri) aus dem Magazi» der Leiche»^'" tiillgsaustalt des Franz Vidali im Fröhlichschen >W^ eine» Sarg aus die Straße sührle, kam vou der ^^ bah» der elektrische Straßenbahnwagen Nr. 7 ^"^ <. gefahren. Er schleuderte den Wagen' nebst dem Scn^ i» die Mitte der Straße »»d warf de» Mann >» ^. Grabe» knapp vor dem Troltoir. Velkovrh erlUt d» ^ deil Fall eine leichteVerletznng ober de>» rechle» ^^/.^il Wage» iüid der Sarg bliebe» »»beschädigt. De» lu' .^ hatte Velkovrh selbst verschuldet, da er de» Wag"' '"^. mit der nötige» Vorsicht aus dem Hausflur a"! Straße führte. ' ^)>.,lc»l ' llkin Gasschlag.) Als dieserlage der Mo>w . Franz Plesteujal u,it dein Monliereu von »euen ' ' l'andelaber!, auf der Wieuer Slraße beschäftigt '^^.^ versuchte er durch Aussaugeu eillen frelnde» ^^«'„ql' der Röhre zu e»tst>r»en. Da sching eine so große ^"^., Gas in den Mlind des Moutexrs, daß dieser von ^ zwei Meter hohe» Leiter ans die Straße s^'^. '.-„iqc ohiimächtig liege» blieb. Plestenjak, der am ^'^/.m',?''' leichte Verletzmigen erlitl, ionrde mi! dem >1>'l'u' ' N'age» ins Krankenhaus überführt. ,i'M'»^' '" l(5ntwichen) ist aus Kötschach in KäriUe», ^' ^jc lich seiner Überstellnng vom Bezirksgerichte z"" „^) meindeamte der im Jahre 1881 ^'borcm', ^, Liesing, Bezirk Hietzi»g Umgebung (Niederostl' .^.,> zuständige und für die Zwangsarbeilsanslali m > ^^. js! nenbnrg uotionierte Häftling Hermann ^^"V', ,^l!>^' inittelgruß, breitschultrig, hat eine» tlei»e» l>"^' ^>,c Schnnrrbart, solche Haare n»d Angenbrauen.^^^ ,,„d Kenllzeicheil sind Tätolvieruilge» auf der ^"''^dl^ auf beideii Händen, und zwar auf der Brust l'"U'> h. und auf der linken Hand einen Indianer dcir!,n Laibacher Zeitung Nr. 93. 829 26. April 1909. — X sür den -"rler^entner LebendqeU'icht. ^ " lVerlorcnj »onrden-. drei Taschentücher, eine ^aqenwinde, ein Geldtäschchen mil Geld nnd ein sei-^""- Neqenschirm. ., Defundenj wurde ein Geldtäschchen mit einem l^meii Geldbetraqe, einem Ninq und einem Ohrrinq. ^ gleicher Tardellensang.j Aus Naqusa wird ci.e-ull'Idel- Schon seit oiele» Jahren luar der Sardellen-auli »icht so reich une hener. Die Fischer fanqen nächl-'"' vml ,<„> ^jß 200 Quintal- daher werden sie auch A" Ichr billiq, 10 Heller das 5tiloqramm, versaust. ^'uu> snhlt dort das Bedürfnis nach einer .zweiten ^cwnf zi,i Inbereitunq der Sardellen, da jene in !^ula "'anisla die Arbeit nicht bewältigen kann. Tlzratrr, Kunst und Literatur. ^ -^ lVorstelluuss im ^alidcstheater.j Der qc'striqe s^ imin nnter Ümsländen sür die «Hnlwictlunq der "'"''schell drainatischen Knnst von qroszer VedeulllNli j ^'ldl'ü. Der verein „I^ucl^i U'!n größeren Pnblilnm im Landestheater ^u be» . '!^n, »voraus sich die Er.ziehung des so sehr vernlißleu s" ,"u,che» 'Nachwuchses voil selbst ergibt. Vor allen, um ^,^, P^,^^^.^> ^^.„ ,^x.rden, als deren erstes, ,l'>^!i Viorres „'s Nllllerl" »,,U<>v.»< ^n1<") d<>, ^^'^' ^ing. Tas Personale besteh! derweil aus ein,-t ",^'wesenen Schauspielern so»vie aus mehreren Dilel-wi v '^" "sleren gehören Fräulein SIav, ""'''^'- ^u> sich natürlich gestern in die Haupt-> „'"', Kilten und sie zufriedenstellend durchführten. Na-dm ? '^" Urban^i.', der die Titelrolle spielte,^ !>s>> ', ^" Einleger gnt zn charakterisieren nnd holte' Mü, -""' ^"fall sowohl nach den Altschlüssen als ^ l»,d 3'^ "ll"'"' Szene. Er war gut ill Masle, Spiel tN'ssl'^ "' ^llinlein Clav^eva, seinerzeit eine »icll ^i Darstellerin, versagte als solche auch gesteru lllil ^ ^ ?srauica war sympathisch in ihrer Schlicht» ^ '"id Nalürlichleil. Der Dorslepp des Herrn Lov.^ Äio» > ^^ "^'^ l'^'^l'n Schwächen verschiedeile glüclliche! ^iln!^^^' ^'^ ^ '" dichte» Scharen erschienene Pn>, ^>. ,'''''t Danf gnitlierle- den Gros;tnechl Paul spielte hcil , /'^^ »,il >lrasl uud beträchtlicher Gewandl-Hcvr ^ " l>pisodislischeu ^iolle des Zvitorog sand sich ^arst'll!^ ^ ^ znsriedenslellelld ab. Unter den sonstigen »ns,>. > ' l'rweclle speziell ^ränlein L j u b o m i r a (ii,s^s ^"lerefse, da fie die Rolle der Magd sehr gnl i» h^ "^ ^^le und sie resolut durchführte. Sie dürste Dl'l ^.^'^ l'il'e überans brauchbare Kraft abgeben. ^l>n^, '.' des Herrn Posavsli >var zn steif nnd ^'anV ^'^'^ '"' Affelle llichl, sein Inneres nach aus. iVii^...^' schrei,; ^,,, gnter Wirlnng >var jedoch sein P(^'' ^,^a» nud seiue deutlicl,e Sprecl,>veise. Herr hns,^ '''u spielle und sprach den Dorsinlriganleu zn ' "r b .? ^^^'"Un'ise auch zu polternd. Herr Vre-ii i,-. ^> /^"' s'ch als Domen tapfer: ^ränlein l^ n sl e r -der Duii ^'"' "'" ^"i,a an Trema zn leide»! "ls '"M'e»5> '"" ^">><"vl stellte .Herr Nerlee eine be-^» ,»el, "< Charge- die übrigen Darsteller eutspra-!'^ll»nn . t^. '""''^"- ^ ^"^ ganzen zeigle die Vor-'l)N^ '>!./'" ^'Nes Gefüge, die Regie waltete energisch !''Mi> >, ' bie Darsteller uud Darstellerinnen ver-^"le„ s^, ?' W'te Rollenleilutnis, die sie vor unlieb. '>l'»!l,l>'^ >^",nach rüstig an der Ausgeslallnug seines l;»le„ fu^,'' I"ll(nl'eilen- die Bedingungen z>, eine», ^'^'lilis'?" ^'"^ '-'"l'dandel!, und so dürsle das Dilel-^""M,d!! "^ "bgestreisl werden, nm schanspielerischer ^ ^>it, '^ ^'"l> ,'>» machen. Wir mochten übrigen? ^ En,' nlesli,^ '^ lusl ""gelle!)»!, wenn Echristformen uud 'lpirl»,,^ "'-'"'^'n uebeueinander laufen und lvenn ">>< nller ^'"<'^'" "l"'l"^" das grobrnslilale ,.,>^n" ^"»chl und vollem Alzenle gesprochen wird. ,. —"— "^"t>5 '^''''""'''«silabcnd.» An, 28. d. M. um 8 Uhr 3" kam. 3 '^" ^'"U"' Saale des „Narodni Dom" ^'pa„ ^'">'l"br»d statt, an dem ^räuleiu Mira s.^". <.!^^""^'" >^n Rezet, Karl ,^u-U" Antm. ^ ^."l'ch "ud Ed. Nilel, Weilers i' ""N: Q..^/^' '"'^"'^"'. Programm! l.) W. A. ^"' ". , ""ett .n U,lu„ 2.) R. Schumanns «) '" ^ll/,' ^'Uu'd, 4.) E. Grieg: So.late in ^'noll '""". «/m Ä^'"' 5.) F. Chopin: Ballade in , ^ ^.^. ^ Dvorak: Quarte« ii, ^.vie den Herren W eiß > O st b o r n lind H. I e s s e n. Die jüngst bekanntgegebenen Eintrittspreise gellen für die Kammermnsikiiiatinee iind das Konzert. Die Ein» trittskarlen berechtigen zum Besuche der Generalprobe gegen Zahlung eines Eintrittsgeldes von 1 K. — lEine neue Oper MasscnetK.j Massenet schreibt für dcn rnssischen Sänger kaljavin eigens eine Oper, die er „Don Quichotte" nennt und die den Stoff des spanischen Dichters zum Libretto hat. Telegramme des k. k. Telcgraphen-Korrespondenz-Bureaus. Der deutsche Äroupriuz iu Wicn. Wien, 25. April. Der deutsche Kronprinz ist zu zweitägigem Besuche Seiner Majestät des Kaisers nachmittags ans Bnlaresl hier eingelroffen und wurde nm Bahnhofe vom Kaiser und den Erzherzoge!, empfan-gen. Die Begrüßung gestaltete sich alcherordentlich herz^ lich. Der Kronprinz fuhr mit den, Kaifer in die Hoj. bürg, auf dem ganzen Wege von der Bevölkerung jubelnd akllamierl. Im ^anse des Nachmittags stattete der Kronprinz den Erzherzogen Vesnche ab. Abends fa»d in der Hofburg ein Diner statt, woran außer dem Kaiser und dem Kronprinzen die Mitglieder des Kaisers-Hanfes, der denlsche Botschafter und Freiherr v. Aehren» thai teilnahmen. Nach dem Diner wohnte der Kronprinz einer Vorstellung in der Hosoper bei. Erzherzog Karl Franz Josef. Wien, 25. April. Im Befinden des an Halsentzü». dung erkrankten Erzherzogs Karl ^ranz Josef ist ein? Besserung eingetreten, so daß dessen baldige Genesung z» erhoffen ist. Der Umsturz in der Türkei. Talonili, 25. April. Die Nachrichten aus Konstan-linopel über die Unterwerfunci, der Garnison und die Vesetzuiig des Iildiz rufen hier deu tiefsten Eindruck hervor: t"Is ist man befriedigt, teils erschüttert. Beson. ders in militärischen Kreisen ist die Freude über die Erreichung des Zieles unbeschreiblich. Über das Schick-sa! des Snllans liegen an hil'sigl'r kompetenter Stelle bis zur Stunde leiiie offiziellen Meldungen vor. Hier ist alles ruhig. Nur aus dem Bezirke ^loriiia wird das Auftreten einer griechischen Bande gemeldet. Paris, 25. April. Die „Agence Havas" meldet aus Koilstantinopel! Die gesamle Iildizgarnison hat um >!,1 Uhr nachmittags kapituliert und die Waffen abge-liefert. Im Bosporus kreuzen Torpedoboote, um die , flucht des Sultans zu verhindern. Erdbcbcu. Lissabon, 21. April. Infolge Erdbeben^ wuioen in Lissabon einige Personell verletzt. Auf der Strecke zwi-scheu Lissabon nnd Santarem ist der angerichtete Scha-den ein bedeutender. Zahlreiche Häuser siud eingestürzt. Auch sechs Todesfälle werde» gemeldet. Der Tajo ist alls seinen Ufern getreten. Lissabon, 24. April. Bisher wurden in der Gegend von Ribalejo vierzig ^eiclM nnler den Trümmern her-vorgezogen. Zahlreiche Pl-rsoue» wnrden verletzt. Es wurde eiu Rettungsdienst organisiert. Der König ver-brachte die Nacht auf der Ungluctsstatte. In, Lause der Nacht wurden ill Santarem nnd in Aviz neuerliche Erdstöße verspürt. Die Kammern bewilligten sür die vom Erdbeben Betroffenen rinen Kredit von lOO Eentes Reis. ___________ Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. »«nvvl-ü,,!«» Untvs8tütiunll8mitte! l»oi «n^nzäui-e, eiont. l)i». ^ Ibet«8, !Xl»yen- »»s »Ohlllllllllll, W Aaibcrch. Angekommene Fremde. Hoiel Elefant. Äm 2 A. Apr,' l, Chaumoff. s, Frau; All,. Sefretar -. Brenner, Kuriir. Vacon (Rußland). — Krutschel, Venefiziant, Neisse. — »rutschet. Lehrerin, s. Schwester. Vreslau. — v. Zcicte.Hllllburg, Privat, Fiume. — Krammer. Privat. Trifail. — lLarne. Pfarrer, Loitsch. — Kvgelel. Kfm.. Brunn. — Lesloscheaa.. Ksm., Kla^eufurt. — Schwarz. Kfm. Neu-titschein. — Hermann. Kfm.. Germstadl. — Spendal. Pfarrer, Neumarltl, — Königshaaeu, Ing.; Neuermann. Pollal. Zwie« bach. Nsste.. Graz. — Stein, Kfm, Budapest. — Hammer» schmieo. Steiliberg, Wimmer. Samel. kohn, Horpatzly, Biel, Halm, Karpfen, Tinoo. Kflte.; Dr, Steiner. Kommissär d, T. V.; Jaeger. Redaltrur, Wicn. Verstorbene. Am 23. April. Franz Slrinjar. Schlosser. L3 I., Alter Martt 15». '1'ubvrenl. pulm. Im Zivilspiiale: Am 1'.». April. Maria Cele6nil. Inwohnerin. 63 I.. ^l>c»l:l>r6iti8 edrun. - Stanislaus Simontic, Fialerssohn, Z I,, Diphtheritis. — Johann hutter. Schneider, 6b I., Lm-p1i^»ein» pulm. «lm 20. April. Franz Veben, Schuhmacherssohn. 3 I.. Scarlatina. Am 21. April, Angela Robjel, Maurerstochter, ii I., Rachitis. Am 21. April. Franz Setina. Arbeiter, 62 I,. <^s einama eooei. — Maria Cesnovar. Tischlersgattin, 48 I/ ^lenin^iti», Ucirilmilä», ll6Ill Ul « il m « l) Ul « !> m ^ Vriest: 19. - 111233-----------------------111658 1155« ' (75) ^ o l c, : 23, — 18 43 47----------^------ 18 51 20 W 13 >V (5-0) ^ grci n»: 23. 18 4356 18 47 29 18 4U 41 18 52 34 2l» — VV l (128) ^ n d il a : 23. 2 U0 18 44------------------------------------------v sger: 23. 21NU 18 43 44 18 47 20 18 49 50____________- ! Bebend crichte:" Nm 19. April heftiger Ausbruch des Aullans P,co de Colina (Mexico), wobei ein beftiaer Erdstos, erfolsstc. Am 21. April grgen 13 Uhr 30 Minuten Erschütterung V. Grabes auf den «ip arischen Inseln, verzeichnet in Catania; gegen 1? Uhr 30 Minuti-n Er» lchüttcrung III. Grades cbenbort. Am 22. April argen b Uhr Erdstosz VI. trades in Messina, Am 2-i. April gcaen 1« Uhr 40 Minuten mehrere heftige Erschütterungen i» Lissabon, schwächer verspürt in Madrid. Vodenunruhe am 25. und 26. April unverändert. Lailachei Zeitung Nr, 93, 830 26, April 190« Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kursblatte) vom 24. April 1909. Die notierten Kurse verstehen sich in Kronenwährmig. Die Notierung sämtlicher Altien und der «Diversen Lose» versteht sich per Stück. Gelb Ware Allgemeine Staatsschuld. Einheitliche Rente: 4"/o lonver, steuerfrei, Kronen (Mai-Nov) per Kasse , . 95 4k» 95 65 detto (Iänn.-Iuli) per Kasse 95 45 95 65 4'2'V., ö. W, Noten (Febr. Aug.) per Kasse......98 2« 99 40 4-2"/„ S, W. Silber («lpril-ON.) per Kasse......99 25 99 <5 I8««er Staatslose 500 fl. 4°/» 155 - 159 -1860er ,. 10« fl. 4"/„ 215 9« 219 30 1864er >. 10« fl, . . 27b—!281 — 1864er ,, 50 fl, . , 2?b —lilsti — Dom.-Pfandbr, k 120 fl, b"/„ 288 30 290 3b Staatsschuld der im Reichsrate vertretenen Königreiche uud Lander. Oesterr, Eoldrente steuerfr,, Vold per Kasse , , . . 4"/, n« 4b 116 «5 Oesterr. Rente in Kronenwäh^. ! steuerfrei, per Kasse , 4°/« 95 4b! 95 6b detto per Ultimo , , 4°/<> 9b 40> 95 60 Oest. Inveftiliuns-Rente, steuer- frei. Kr, per Kasse 3'/,°/« 8b 70 8b 90 Eisenbahn» Vtaatöschuldverschrelbungen. Elisabcth-Vahn i, O., steuerfrei, zu 10,000 fl, . . . 4"/n 11b 70 11» 70 Franz Ioseph-Vahn, in Silbcr (div. St., . . . b>/<"/„ 118 20 119 20 Galizischc ^arl Ludwig-Bahn! (div. St, «runen , 4"/« 9b 6H 86 6i, NubolfVahn, in Kronenwühr. ftcucifrei. ldiv. Et,), 4°/« 85 «0 96 60 Borarlberger Vahu, steuerfrei, 400 lind 2000 Kronen 4"/„ 3b b0 96 50 Zu Ktaatsschuldverschrei- bungen abssestempeltc Visen» bahn-Nlticn. Tlisabeth-Bahn, 20« fl, K.M. 5'/<°/n von 400 Kronen . 454 50 4b8 b« detto Linz-Budweis 200 fl. ö. «3. in Silder. b'/<°/n . 422 — 424 — detto Salzburg-Tirol 200 fl. ü, W. in Silber, b"/« . . »21— 42350 Kremstal-Aahn 20« >md 2000 »ronen. 4"/«.....183 —I8b — Gelb Ware Vom Etante zur Zahlung übernommene Eisenbahn» PriaritätK»Obligationen. Vöhm. Westliah» Em, 18N5, 400, 200«) u, 10.000 Kronen 4«/, 9605 9705 Elisabeth-Bahn 600 u, 3000 M. 4 ab 10"/y...... 11? 50 118-60 Elisabeth Nahn 40« u. 2000 M, 4"/„........ 1172011820 Ferdinands-Nordbalm Em.1886 9675 97'75 bettll Lm.1«04 96-40 87-40 Franz Ioseph-Vahn Em. 1884 (div. St.), Silber. 4"/„ . 9680 97'8o Galizische Karl Ludwig-Bahn (div. Lt.), Silber, 4"/„ , 9585 9685 Ung,-Galiz,Bah» 200 sl. S. 5" „ 103 80 10480 dctto 400 U, 5000 X 3>/i"/n 88-30 89 30 Vorarlbergcr ^Bah» ltm, 1884 (div. St,), Silber. 4"/„ . 8« 20 9720 Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4"/„ ung. Gllldrentc per Kasse , 11260 11280 4"/„ detto per Ultimo 112 60 112 80 4"/» ung, Rente in Kronenwähr,, steuerfrei, per Kasse . . 924b 9265 4°/n detto per Ultimo 924b »2 65 3'/,"/,, betto per Kasse . 8285 8305 Ung, Prämienanleihe a 100 fl, 197 — 201 — detto a b« fl, 197 — 201 — Theih,-Reg,-L°se 4"/„. . . . 142 50 146 50 4"/n ung. Grund" 'tl.^Kblig. , 93 2» 94 25 4"/« Iroat, u, slav. Grundentl. Obligationen .... 9350 9450 Andere öffentl. Anlehen. Vosn. Landesanlehen (diu.) 4»/„ 9250 93 50 Busn.-Herceg, Eisenh,-Landes- Anlehen sdiv,) 4>/l"/„ . , 99-25^00-25 5°/n Donau Neq,-Anlehen 1878 103 2« —- — Wiener VeilchrLanlehen 4°/s, , 9«05 9705 detto 1900 4"/» !'«-05 97 05 Anlehen der Stadt Wien . . 101 10 102 10 bettu (S. oder G) 1874 120 9« 121 90 detto (1894)..... 94 15 95-15 detto (Gas) v. I, 1898 . 9490 95!»0 detto (Cleltr.) v. I. 190« 95— W — detto (Inv.N) V, I, 1802 9610 97 10 detto v, I, 1908 . , . »5 — 96- Vörsenbau Anlehen vcrlosb, 4«/n 9550 96K0 Russische Staatsanl, v, I. 1906 f. 10« X per Kasse , b°/„ 98 85 99 40 detto per Ultimo 5"/„ 9st-65, 9915 Nula. Staats-Hypothelaranlehen 1892......6"/o I21'75 122 75) Geld Ware »ula. Staats-Goldanleihe 1907 f, 100 Kronen , , 4'/,"/» 89-40 8« 40 Pfandbriefe «sw. Vodeülrcbit, allss, üstrrr,, in 50 Jahren verlosbar , 4"/„ 94-40 9540 Vöhm, Hypothelenb,, vcrl, 4"/„ 9765 9865 Zentral,.Vlid,-Kn'°,-Bl,,östcrr,, 45 Jahre vcrl. , 4>/,"/n 10150 102-50 etto 6b I, veil, , , 4"/„ 97— 98- -Kred,I»st,. «strrr,, f, Vcrl,.U»t, u, üsfcntl, Arb, Kat,H. 4"/„ 9490 95W Landesli, d, llüiügr, Galizien u, Lobom,, 5?'/2I,r!,ckz. 4"/„ 9455 9555 Mähr. Hnvothelenb,, verl, 4"/„ 9630 97-8» N, üsterr^llndcs-Hyp, Anst, 4"/., »7— 98- detto inll, 2"/„Nr,verl, 3'/2°/n 88 25 8?25 dctto K,SchnIbsch, verl. »'/2"/<> 88 25 89 25 deltu verl.....4«/„ !»6'75 9775 Oeslerr. u»g. Banl, 50 Jahre verl,, 4°/„ ö, W, ... 9815 991b detto 4°/„ Kronen-W. . . 9850 9!» 50 Sparl., Erste «st,, no I, veil. 4°/n 9975 —- Eisenbahn-Prioritäts-Obligationen. Ocsterr, Nordwestbahn 200 fl,C, lU4- 105- Staatsbahn 50« Fr.....403 — 40?-- Lübbahn k 3"/„ Iänner-Iuli 50N ssr, (per Sl.) . , , 275— 277 — Südbahn ll 5"/n 20N sl. S,o,G. 116 90 111,-90 Diverse Lose. 283L5 detto Em, !«8ü!271-K0 277 ü« 5"/» Donau Rcssul,-Lose 109 sl, 259 — 265 — Serb,Präm,-Nnl,p,100Fr,«"/,, 94— 1U0 — Unverzinsliche Lose. Büdap, «llsililn (Domban, 5 fl, 2«'60 28Ü0 kreditlose 100 fl...... 468 — 478 — Clan, Lose 40 sl, K-M, , . 150— 160 — Oscner Lose 40 sl...... 235 — 245'— Palfty-Lose 40 fl, K,-M. . .195 — 205'- Rote» Kreuz, öst. Ves, v,, 10 fl, 50— 54-- «oten Kreuz, una, Ges, v,, 5 fl, 3060 32-60 Rudolf-Luse 1« sl...... 65— 71 — Salm-^usc 40 sl, tt-M, . . 24»— 258- Türl. lt,-N,-Nl»,-Präin,.Oblia. ! 400 Fr. per Kasse . , , 183-25 184 2-, ditto per Medio . . . 18325!i«4 Geld Ware Wiener Komm,-Lose v, I. 1874 49550 505 50 Gew.-Lch,d. 8"/«Pram,-Schuld, d, Bodenlr,-«nst, Em. 188S 7475 7875 Attien. TranSportunternehmunaen. Ausslg-Tepliher Eisenb, 500 fl, 2282 — 2292- Böhmische Nordbahn 150 fl, . 404— 40550 Buschticl)radcrEiIb,l>0«fl,K,-M, 2730- 274',> — detto 200 sl, per Ult, »??'— 863 — Donal!-Dampsschisfal)rts-Wes,,1,, l, !, priv,, 500 sl, K,-M, . 900 — 1,04-— Duf-BobenbachcrEisenb.-lONKr. 574— 575--- Ferdinand« Norbb. 1000 sl. KM. 53UU — 5418 — Kaschau - Oberbcrger Eisenbahn 200 fl. S....... »eo — 862 Lemb, Czcrn-Iassy-Elscnbahn- Mesellschast, 20« fl, S. , 558— 5N1 — Lloiio, üstcrr,, 400 Kronen . . 4»i 5<> 438- llestcrr,Nllrbweftbat)n,200fl,S, 460— 460 30 delto «bo PraaTuxerEisenb, I0«sl,abäst. 222— 223- Ttaawciscnb. 200 sl, S. per Ult, 69625 697-25 Eüdbahn 200 sl, S, per Ultimo 10825 K.8-25 Tüdnorddcutiche Nerblndungsb. 200 fl, KM..... 401 — 408 - Transportgesellschllst, internal., A, W„ 20« Kronen . . . 79 — 81 — Ungar. Westbahn (Raab-Graz) 200 sl, S....... 409-— 411'— Wiener Lolalb.-Nlt,-Ves, 200 fl, 1««- 220- Vanlen. Nnglo Ocsterr, Van!, 12« fl, , 294-75 285-75 Banlvcrcin, Wiener, per Kasse —'— — — dello per Ultimo 523 70 52470 Bodenli,-Nnst,,alIg.öst,,30NKr, 10?» — 1075 b« Zentr.-Bod. Kredbl..üst, 200fl, 532— 536 — Kreditanstalt sür Handel und Gew.. 320 Kr., per Kasse . —-- - — betto prr Ultimo 632 7b 63375 Nrcditbanl, ung, allg., 2l)» Kr, 735— 736 — Depositcnua»!, alla,. 20« fl, . 451 - 452-Estomptc - Mcscllschast, nieder- österreichische, 400 Kronen 596— 5N?-5<> Giro- n. Kasscnu,, Wr., 200 fl. 456— 4-,i-25 Geld .la»« Induftrieunternehmunnen. Äausseielllchast, aNgem, üsterr,, 100 fl........ 168 — I?» " Nrüxer Kohlcnbergbau-Gcscllsch. 100 fl........ 698— 700 " Eilcnblll,!werlehls-Nnst,,österr.. ,0« sl........ 410— 4l3^ Eisenbalmw.-Leihg,, erste, 100 fl. 2«5- 2^-^ «Elbcmühl», Papicrfabril »nd Perl, Oesellschaf!, 100 fl, , 181— I^- Elcltr,-Ges,, allss, üstcrr,. 200 sl, 385'— 3»°'" Elcl,r,Wcs,, intern,, 200 fl, , —— ^"" Eleltr-Ultien-Ves,, vereinigte , 221- "25"-Hinterberger Patr-, M»bh,-u, Met-Fal'ril, 400 Kronen, 1!»50 — lOl»»" Licsiiiger «rauerei 100 sl. . . 222- 22!,^ Woütan-Gcs, öst, alpine. 1««fl, 67225 67»" «Poldi - Hütte», Tienelgnsistahl- F-Ält-Weseaschaft. 200 sl. 459- 4«^ Präger liisenindustriegelellschaft 20« fl........ 2542- 2553'" Nima -Müiany-Salgo-Tarjaner .. Eiscnw IN» fl..... 5645« böbo« SalaoTarj, Stcinlohlen 100 sl, 570 — °7s ^ .Schlögelmühl..Papiers,,200sl. 300- »22^ »Schobnica», A.-O. für Petrol.- Industrie, 5»» Kronen . 420— <"-' 'Ltriirerim'ihl», Papicrfabril n. ^. «erlagsgesellschast . . . 432'— 43»'»» Trifailer «ohlenw-Ges. 70 fl. 265- »«?'" Türl, Tabalrrgiegcs, 2»o Fr. per Kasse....... —'-^ -''T! betto per Ultimo 385- 33«»" Wafsrnf. Ocs, österr, 100 fl, . 646— öbi-" Wiener VailgeseNschaft, 100 fl, 155 — 1b? ^ Wiencrbcrger Zicgelf,.Ult.-Ges. 725 - 72°' ' Devisen. Kurze Eichten und Schecks. Amsterdnm....... 198-66' 1!«! ^ Denlschc Vanlplähe ... 117-0^ 117^ Italienische Banlpläl)e ... 84 57' 94'<» London........ 23!» 52' 23? »l Paris......... 95 22' "5 ^' St, Petersburg...... 252--- 25^^ Zürich und Basel..... 9520 95^" Valuten. Dukaten........ 11-34 H^ 2O.ssranlcnStückc..... 19 01' 1s^ 20-MarlStücke...... 23 42 23'». Deulsche Nrichslianlnulcn , . 117 07> 1^'^/ Italienisch!' Banlnuln, . . , 9450 «4'"" Nichrl-Nole»....... 2-5,1" 2'b2' I "«« Renten, p'fandbHefcnr Prioritäten, q J. CX MaVCr q Psivat-DepotS (Safe-DepOSitj) I Aktien, Losen etc.,JOevIsen und Valuten. -g- Bank- und Wechshjrgeschaft "5T untcr eigenem Verschluß der Partei. I____________\^^y_^J^}cI1 er "J?*• I^Hbnrh, StHtnrtr.-isso.___________^ Verzinsuns von Barelnlaqtn Im KonH-Korrent und auf 6lro-Xnli.