Amtlicher Theil. >tt. Se. f. und l. Apostolische Majestät haben mit ltthöchsj unterzeichnetem Diplome dem Hauptmanne F'l Classe des Infanlerieregiments Graf Huyn Nr. 13 "Emilia,, Kaftan den Adelstand mit dem Ehren- .°"e ..Edler" und dem Prädicate ..Grohtann" "gnädigst zu verleihen geruht. lii^heute wird das VIII, Stück des Landesnescpblattes l>„z Herzossthum Krain ausgegeben und versendet. ,^nslelbc enthält unter " ^: Gcscl.i, betreffend die Vcrwenduna von Privat-^> ängsten zum Veschcilen. °" der Redaction des lra in i s ch en La n d es ° gesehblattrs, i!aibnch am 23, November 1«85. Nichtamtlicher Theil. Verwaltungsreform in Kroatien. Gute Gesetz; allein machen ein Land noch nicht Mich; man muss sie auch ausführen. — So bei. ,, nq ließe sich das brannte geflügelte Wort über die Zückende Kraft des Geldes, oas seinerzeit durch all.' ^elljchaslKlreise die Runde und Dank seiner phäno-/""le>, Naivetä,, überall Furore machte, in seiner Sendung auf die Producte der Legislative variieren. ^'" bkr That „ützen selbst die besten Gesetze nichl viel. h?« sie nichl verständnisvoll ausg?fasst und gewissen^ s? ^obachlet werden. Dies lehrt hundertfache Er« V?"l,a.. Dagegen lassen sich selbst bei mangelhaslen h.^«n gan^ erträgliche Zustände herstellen und er-^!^". Wenu der Verwaltungs-Apparat seiner Auf> slii >> entsprechend construiert ist und unter allen Um» > ""s>l piompt und v^rlässlich functionicrt. Auch hiefür ^t vielfältige E»fahrung. Wo die Verwaltung ihre Huldigtet thut, sind die wesentlichsten Vorbedingun» i,",lür riue gedeihliche Entwicklung und für den be-! Agenden Gang sowohl der allgemeinen Angelegenen, wie der verschiedenen Interessen der Gesellschaft », ^ Regel auch schon gegeben. Wohl kann die Ad-halation leine Wunder wirken, und selbst die beste Faltung kann mit ihren Erfolgen von Einflüssen li^""3'g werden, auf die sie leine oder nur eine unteren' ' Ingerenz zu üben vermag; nichlsdesto->^ üer werden dort^ wo die Verwaltung ihrem Beruf ^.^sftrechen geeignet ist, das Gute. das sie schafft ^ ..wrdert, sich voller geltend und die Ucbelstände. >iH ^ nicht zu beseitigen vermag, sich minder empfind-'3, !Mblll als dort machen, wo ihr Können für ihre cue nicht ausreicht. Unter allen Umständen eine Nothwendigkeit wird die Sorge für eine gute Verwaltung zur ersten und dringendsten Pflicht, wo die politische Intrigue des Umnulhes. welchen die Unzulänglichkeit der Administration in der allgemeinen Stimmung erzeugt, sich be< mächtig», um aus den Gebrechen der Verwaltung Ca> uital für ihre subversiven Tendenzen zn schlagen. Und dies ist in Kroatien der Fall. Der Widerwille gegen das bestehende staatsrechtliche Verhältnis, der in weiten Kreisen der Bevölkerung thatsächlich vorhanden ist; die von Misstrauen gesättigte Abneigung gegen alles, was mit ungarischen Einflüssen irgendwie in Zusammenhang gebracht werden kann, wären lange nicht so allgemein und intensiv, wenn die Opposition nicht in der mangelhaften, wiederholt selbst den bescheidensten Anforderungen Hohn sprechenden Verwaltung ein wirksames Mittel gefunden hätle, die Verstimmung gegen Ungarn bis zur Erbitterung zu steigern, indem sie die Schuld für alle Plagen, welche das Laud heimsuchten, dem Ausgleich in die Schuhe schob und Ungarn auch für alle Missgriffc verant« wortlich machte, die in Kroatien auf dem Gebiete der Velwaltuug begangen wurden. Aanus Graf Khuen sucht denn auch den Stier bei den Hörnern zu fassen, indem er an eine gründ-liche Reform der Landesvcrwaltung geht. Der Plan, mit dem sich der kroatische Landtag soeben beschäftigt, geht ebenso in die Breite wie in die Tiefe und ist offenbar das Ergebnis ernster und umfassender Stu-dlen; derselbe besteht aus einem Complex von vier Vorlagen, die, in inniger Verbindung mit einander stehend, sich gegenseitig ergänzen. Die leitende Idee. welche in diesen Vorlagen zum Ausdruck gelangt, geht von der Gemeinde als dem allgemeinen Fundament aus; auf diesem soll sich de. gesammte Bau der Administration in dreifacher Gliederung: Bezirk, Comital Centralgewalt. erheben. Zu diesem Behufe wird das Land in acht Comitate, die wieder in sechzig Bezirke zerfallen sollen, neu eingetheilt. Jedem dieser drei Factoren ist fein specieller Wirkungskreis zugewiesen und abgesteckt, wobei insbesondere darauf Bedacht genommen ist, die Gemeinde und die Landesregierung, die heute überbürdet sind. zu entlasten; die Element,', die an dem Gange der Verwaltung interessiert erscheinen, im Verhäl'nisse zu ihrer Eignung zur Bethci« ligung heranzuziehen und der Regierung Einfluss in dem Maße und iu der Art zu wahren, dass sie ihrer Aufgabe vollauf genügen könne und doch der Sisy phusarbeit des Zuviel-Regiereus enthoben sei. Die erste der vier Vorlagen handelt von der El« richtung dcr Comitate und von der Einrichtung der Verwaltung in diesen und in den Bezirken. Das hervorragendste Moment dieses Gesetzentwurfes besteht in der Betheiligung an der Verwaltung, zu welcher der- selbe der Bevölkerung theils unmittelbar, theils mittelbar den Zutritt eröffnet. Die Mitglieder der Comi-talöversammlung bestehen zur Hälfte aus den Höchst» besteuerten und zur Halste aus den gewählten Ver» tretern der Comitatsbevölkerung; Wähler und wählbar ist jeder Comiialsangehörige, der das active und passive Wahlrecht zum Landtage besitzt. Das Recht oder auch die Pflicht der Comilatsriersammlung erstreckt sich sowohl auf Angelegenheilen des natürlichen wie des übertragenen WitkungskrelseS, die ihr zur A-schluss-fassung wie auch solche, die ihr zur Control« zugewiesen sind, und in der einen wie in der anderen Richtung ist ihr ein weiter Spielraum überlassen; ja es wird sich sogar erst zeigen müssen, ob die kroatischen Co« mitate von dem ihnen zugestandenen Rechte: eventuell auch hohe Politik zu treiben, schon heute den richtigen Gebrauch zu mache» wissen. Eine Hauptaufgabe der Comitatsversammlungeu wird jedoch in der Wahl der Verwaltungsausschilsse bestehen, auf die sich die zweite Vorlage bezieht. Diese Ausschüsse, die unter d?m Vorsitze des Obergespaus aus zwölf Mitgliedern bestehen, sind aus jenen sechs ernannten Comitalsbeamten, die an der Spitze bestimmter Ressorts stehen, und aus sechs Vertrauens« männern der Comitatsversammlung zu bilden und haben die eigentliche Verwaltung theil« in erster, theils in zweiter Instanz, in Händen, während dem Obergespan, als Repräsentanten der Regierungsgewalt und Vertrauensmann der Regierung, die Aufsicht über die gesammte Verwaltung in dem Comitate und in den Bezirken zufällt, daher ihm auch ein dementsprechen-der Wirkungskreis zugewiesen ist. Auf die Thätigkeit dieses ihres Vertrauensmannes legt die Regierung so großes wewicht, dass sie demselben in der dritten Vor« läge auch die im Comitat befindlichen Städte unterstellt, respective ihn unter dem Titel Oberbürgermeister in Agram einführt. Die vierte Vorlage endlich bezieht sich auf die Verantwortlichkeit der Comitats- und BezirkLbeamlen, respective auf das Disclplinarver-fahren gegen dieselben. Zweck dieser Vorlage ist. einerseits Garantien für die treue Pflichterfüllung der Beamten zu schassen, andererseits ihnen selbst Vürg-schaftel« gegen persönliche Willkür oder gegen Versuche unberechtigter Beeinflussung zu bieten. Wie sehr die Regierung bedacht ist, die Comitats-Beamten solchen Beeinflussungen zu entziehen, geht auch schon aus dem Umstände hervor, dass sie insgesammt ernannt werden und, so lange sie im Amte sind, kein Landtagsmandat annehmen dürfen. Die« der wesentlichste Inhalt der Reformvor. lagen. An der Praxis ist es nun, auf Kern und Haltbarkeit zu prüfen, was. sichtlich ernstlich erwogen, mit dem Anspruch auf Anerkennung seiner Lebensfähigkeit vor die kroatische Landesgesetzgebung tritt. Feuilleton. Allerlei Geschmeide. >st »i^ephistopheles hatte gut gerechnet — dem Teufel i,^ ,^ auch da« Frauenherz nicht unergründlich. Mar-M/?2 unschuldvolles Herz gieng richtig in die sie v' bie Bethöcung gewann Macht über sie, so wie htt,.'? Schmuckkästchen öffnete. Das glitzernde Ge-tz« y'be blendete da« arme Kind und verblendete es. V°3 wie ein Nachtfalter dem Lichte zu. das der ^/"e Schmuck ausstrahlte — und mit versengten b<"n siel e» nieder in den Koth. Ein Mephisto in lieh kernen Amerika wäre aber in arger Verlegen-e< wusste er für eine Margarethe unserer Tag? ^Schmuck herbeischaffen. Der Schmuck müsste ^. "wdern lew, »no da nützte es wenig, auszu- „Ich kenne manchen schönen Platz Und manchen altvergrllb'ncn Schad» Ich muss ein wcnia revidieren," ^«.^"n der Schmuck, den die Mode neuesten« in ^!z ? aufgegriffen. ^ s° sanz außerordentlicher Art. !« .^ne Revision altvergrabener Schätze sich kaum 'l kii?^ den Augen peruvianischer Mumien, welche ^tl "''Wlschastliche Expedition au« Arica nach New- u beacht und die nun dort als Geschmeide sich unglaublicher Nachfrage erfreuen. Diese Augen sind in dem Urzustände, wie sie gefunden werden, von gelber Farbe und undurchsichtig. Aber wenn sie so weit ge« schliffen werden, dass der Linsenkörper zutage tritt, geben sie ein linsenförmiges Gestein von orangegelber Farbe, dessen Farbenspiel ein wenig jenem des Opals gleicht. Einige amerikanische Naturforscher behaupten, es wären die« nicht Menschenaugen, sondern Augen der Seekatze, und begründen diese Negation mit dem Hinweise, dass die Zauberer unter den Inkas die Gewohnheit hatten, die Augen der ihnen anvertrauten Leichen durch Fischaugen zu ersetzen. Von anderer, und zwar von recht autoritativer Seite, wird dagegen steif und fest erklärt, dass die aus Peru gebrachten Augen von Mensch?» herrühren; und da Professor Ramondi vom Britisch Museum und Dr, Tschudi in Wien. ein Freund und Mitarbeiter Humboldts, sich ebenfalls dieser Ansicht zuneigen, so müssen wir Laien wohl ungesäumt den Anschauungen solcher Capacitäten beipflichten. Nun stelle man sich eine Dame in glänzender Robe im Ballsaale vor, den schlanken Leib von schmiege samer Seide umhüllt, gewinnende Anmut in jeder ihrer Bewegungen und um den HM, den blendend weißen, schlangelt sich ein Collier aus Mumien-Augen, aus Augen, die vor Jahrtausenden erloschen und die nun den Galan, der zum Walzer die Taille der Schönen umfasst, gespenstig anstarren, als wollten sie sagen: «Hüpfe nur zu. nach einem Jahrtausend hüpfst du eh' Nicht mehr." Bn! Das wäre ja schauerlich und könnte einem die ganze Nacht verderben. Indessen dürfte ja diese Modethorheit sich kaum lange halten. Es hat ja Zeiten gegeben, da die Laune der Mode gewisse Genresteine, wie die Maikäfer- und Katzenaugen, riesig in Schwung brachte. Aber immer wieder gieng aus dem Kampfe der Edelstein siegreich hervor: der teine Edelstein, möge man ihn Diamant oder Perle, Saphir oder Rubin nennen. Geschmeide und Frauenschönheit: sie sind eins, und wer möchte sie voneinander trennen? Nenn im Ballsaale Ihre Marmorstirne, Madame, unter der Bcillanten.Agraffe nuc noch heller schimmert; wenn Ihr Weiher, zarter Hals die Strahlen des Collier« erblassen macht; wenn im Wirbel de« Walzers da« Glitzern Ihrer Brillanten sich mit dem Glitzern Ihrer Augen zu einem blendenden Lichteffcct verschmilzt: Wer möchte das Frauenjuwel von dem Geschmeide unterscheiden, wer darüber grübeln, ob das Edelgesteiu das Weib schmücke oder die Frauenschönheit den Wert des Edelgesteins ausmache? Allein wir sind jetzt nicht im Vallsaale. Via« dame, und hier aus meiner behaglichen Ecke hervor darf ich Ihnen wohl von Geschmeide plaudern, ohue ans Ihr Gesicht zu reflectieren -- plaudern von Perlen und Rubinen, zu Ihrer Belehrung und zu Ihrer Zerstreuung, Ihnen erzählen, was man trägt und nicht trägt in der Modewelt von Paris bis Con-stantinupel. Die Palme gehört noch unbestrillen der Perle und dem Rubin. Der Rubin ist ein seltener Stei Laibacher Zeitung Nr. 268 2192 23. November 1885. Dass der Landtag die Vorlagen in der Gestalt, in welcher sie ihm sein Dreizehner-Ausschnss unterbreitet, unverändert votiert, ist heute schon gewiss; an Einsprache wird es jedoch gleichwohl nicht fehlen; auch dafür ist bereits gesorgt. Die Postsparcaffe und ihre volkswirtschaftliche Bedeutung. ii. Richtig kaufmännisch geleitet, wie dieses Unter« nehmen ist, frei von jedem bnreaulratischtm Zug, versteht es ebenso treffend die Wünsche seiner Comitten« len auch nach anderer Richtung hin zu erfüllen. So übernimmt die Postsparcasse in Wien auch die Einziehung von Urkunden. Das heißt, die genannle Casse löst gegen eine Vergütung von 10 kr., die von dem Guthaben des Einlegers abgeschrieben werden, Wechsel, welche bei dem Postsparcasseamt in Wien domiciliert sind, ein, natürlich nur dann, wenn ihr rechtzeitig der Auftrag mit dem entsprechend hohen Check zugeht. Ebenso kann durch dasselbe Amt die Einlösung von fälligen Zinsenconpons — natürlich immer nur für Checkbüchclbesitzer — erfolgen; man ficht also, der Wirkungskreis dieses Institutes dehnt sich immer weiter aus. Unter solchen Umständen kann es nicht in Erstau» nen sehen, dass mit der Menge des Grbotenen auch die Zahl der Wünsche einzelner oder auch zahlreicher Mitglieder des Check- und Clearing»Verlehrs zum Ausdruck kommen. Einer der am öftesten laut werdenden Wünsche ist wohl der, dass an den Checkbuche!« besitzer, wenigstens in den größeren Städten, Beträge aus dessen Guthaben im kurzen Wege. elwa gegen einfache Präsentation seines Checks, Beträge ausgezahlt werden mögen, was allerding« nur dann zu ermöglichen wäre, wenn in den einzelnen Städten Separat-Buchhaltungen eingeführt würden. Die großen Schwierigkeiten, die dies mit sich brächte, lassen wohl eine Realisierung vorerst noch nicht erhoffen, doch ist nicht zu verkennen, dass die dreitägige Verzögerung, die das Beheben von Beträgen für den Einleger dadurch nöthig macht, dass er erst einen Check an eigene Ordre ausgestellt nach Wien senden muss, ehe die Gammel-stelle in seinem Domicil angewiesen wird, den ge» wünschten Betrag an ihn auszubezahlen, manchen Kaufmann vom Beitritt zum Checkverkehr abhält. Allerdings schrumpft die Bedeutung dieses klonen Uebelstandes, den bedeutenden Vortheilen des Check" Verkehrs gegenübergehalten, stark zusammen; allein, da vor kurzem eine vorerst noch jeder Bestätigung entbehrende Nachricht die Runde durch die Zeitungen machte, dass die Umwandlung der Postsparc^s«! in eine Staatsbank geplant werde, so wollten wir auch auf diefen Umstand hinzuweisen nicht unterlassen. Ehe wir diefen Artikel schließen, wollen wir durch einige Zahlen illustrieren, welche Bedeutung der Clearingverkehr dort anzunehmen imstande ist, wo man dessen Wert vollkommen erkannt hat. So beträgt das durchschnittliche Iahres-Reviretmnt des Newyorker Clearinghouse 60725 Millionen, im Londoner Clearinghouse 61410 Millionen, bei der Reichsbanl in Verlin 6550 Millionen und beim Wiener Saldierungs-Verein 575 Millionen. Alles in Gulden österr. Währ. In Newyork und London ist also der Umsatz mehr als hundertmal, in Berlin mehr als zwanzigmal so groß als in Wien. Die Postsparcasse, die am 15. Jänner nächsten Jahres nun auch in Ungarn ihre segensreiche Thätig» leit entfallen wird, ist das geeignetste Institut, die Vortheile des Clearingverkehrs auch in Oesterreich allen Schichten des Handels und der Industrie zugänglich zu machen — und dass dies bald geschehe — zum Wohle jedes Einzelnen und znm Wohle des Staates, das zu fördern, möge jedermann mit Stolz als seine Pflicht betrachten! Politische Uebersicht. Inland. (Ueber die Ausgleichsverhandlungen) liegen im «Pester Lloyd" einige Details vor, welche, wenn sie auch ein vollständiges Bild über den gegenwärtigen Stand dieser Verhandlungen nicht bieten, immerhin die Beruhigung gewähren, dass über einzelne wichtige Angelegenheiten des Ausgleichs ein Einvernehmen bereits erzielt wurde und dass daher begrün-dete Hoffnung vorhanden ist, es werde auch bezüglich der noch offenen Fragen ohne sonderliche Schwierigkeiten die Verständigung gefunden werden. Zu diesen offenen Fragen ist die Quotenfrage nur formell zu rechnen, weil die beiderseitigen Regierungen von vornherein übereingekommen sind, für die den beiderseitigen Regnicolar-DeputtNionen vorbehaltene Austra-gung derselben, beziehungsweise Festsetzung des Quotenschlüssels, nur das Materiale zu sammeln, der meri' torischen Entscheidung der Deputationen aber nicht vorzugreifen. (Aus dem Tri ester Gemeinderathe.) Die in der jüngsten Sitzung des Triester Gemeinderathes eingebrachte Interpellation über die vom Statthalter vertagten Gemeinderathswahlen sowie ein dies« bezüglicher Dringlichkeilsanlrag wurden von der überfüllten Gallerie mit derartigem Toben und Lärmen aufgenommen, dass von der beiderseitig geführten Debatte nahezu nichts vernommen werden konnte und schließlich die Gallerie geräumt werden musste. Die Debatte wurde hierauf fortgesetzt, bis die Rechte erklärte, sich der Abstimmung zu enthalten, und sodann den Saal verließ, wodurch die Versammlung beschluss» unfähig wurde. (Ungarn.) Im ungarischen Abgeordnetenhause soll demnächst der Gesetzentwurf über die Verlängerung der Dauer des Abgeordnetenmandats eingebracht werden. Es ist dies, wie wohl noch erinnerlich, ein? Frage, die schon längst spruchreif ist und deren Lösung nach allgemeiner Annahme speciell der laufenden Session zufällt. (Im kroatischen Landtage) gelangten Freitag die Vorlagen, betreffend die Reform der Verwaltung, zur Berathung. Graf Sermage und Genossen beantragten die Vertagung der Debatte bis zur Einbeziehung der Gemeinden in die Verwaltungsgesetz-Entwürfe. Dr. Mazzura und Genossen stellten den Antrag auf Uebergang znr Tagesordnung über die Vorlagen und die Aufforderung an die Regierung, sie möge je eher einen Gesetzentwurf über die Ausgleichimg der Verwaltung im gewefenen Grenzbereiche mit der Verwaltung im Provinciale vorlegen. Ueber Antrag des Präsidenten befchloss das Haus nach längerer Debatte, sämmtliche vier Gesetzentwürfe cunmlativ in die Generaldebatte einzubeziehen und die Abstim» mung über jeden einzelnen separat vorzunehmen. Ausland. (Aufdemserbisch wertvoller erscheinen lassen, als die Beseitigung"., Austragung der Gegensätze in Sachen der Ol>e Politik. s, (Ueber den gemeldeten UnterU",^ fungsact des Fürsten Alexander) unter, Beschlüsse der Conferenz und die Befehle des SuN«' liegen bis zur Stunde keine weiteren bestätige" Nachrichten vor. In serbischen Kreisen ist "a"^ Ansicht, der Fülst habe sich unterworfen, um alle!^ T'UPften aus Ostrumelien auf den KriegsschaUP ziehen zu können. ^l (Die französische Regierung)^ den Wunsch der republikanischen Mehrheit, alle regenden Fragen bis nach der Präsidentenwahl z"^z tagen und diese selbst zu beschleunigen, abgelehnt- ^ Ministerium ist der Ansicht, dass der Zusammen ^ des Congresses erst dann erfolgen könne, wen" ^ Kammer über die Credilforderuugen für 1386 etM^ den haben werde. Herr Brisson und seine ^"^> wollen überdies ein Vertrauensvotum der lka^ ^, provocieren, da sie sich nicht mit der geduldeten s, lung zu begnügen gedenken, welche ihnen einige A^l führer der äußersten Linken einräumen möchten. .^ ^ mannhafte Entschluss der Regierung Wird aM! ^ besten Wirkungen auf die im Zerfall begriffene lblilauische Mehiheit ausüben. ^ und, wenn er seine Herkunft von Ceylon nachzuwei« fen vermag, sogar theurer als der Diamant selbst; diese Art des Rubins ist aber äußerst rar und darum verlegt man sich mehr auf die siamesischen und blass« rothen Rubine und auf die Rubinspinellen, die jedoch einen erheblichen geringeren Wert haben. Die ge^ wölkten Rubinen sind Saphiere. Ueberhaupt werden alle rothen Steine, wenn sie unter einem gewissen Reflex einen mehrzackigen Strahl zeigen, Saphiere genannt, doch haben die letzteren in der Regel eine hellere Farbe. Die schwarzen Perlen werden immer seltener. D,e Austern llefern fast gar leine mehr. Die rosenfarbnen Perlen — wussten Sie das schon früher? — kommen nicht von Austern, sondern von jenen riesigen Muscheln, in welchen die Kinder das Meer erbrausen hören. Eine schöne Perle entdecken: da» ist schon etwas. Aber deren zwei zu entdecken, die voll« kommen gleich wären: das ist das Ideal! Ein Paar gleicher Perlen ist wie ein Paar gleicher Rosse; wenn eine einzelne Perle - sagen wir — tausend Gulden wert ist, beträgt der Wert einer zweiten, dle der ersten gleich wäre, das Zwanzigfache. Möchten Sie es glauben, dass der Diamant in seinem Werte abgenommen habe? Und doch ist dem so. Nicht als ob die alten Diamanten, die Stücke von Ruf. die der Handel allerorten verfolgt, die aber in den Schatzkammern vornehmer Geschlechter ruhen, eine Entwertung erlitten hätten. Aber einen Courswert besitzen ja diese Stücke auch gar nicht. Der Courswert aber hängt von ihrem Fundort, ihrer Farbe, ihrem Feuer und von tausend anderen Dingen ab. Die schönsten Diamanten sind die indischen, nach diesen kommen die brasilianischen. Dann erst kommen jene von Kap-land, welche den Markt überflutet haben und unter welchen es zahllose Spielarten gibt. Die besten kaplän« bischen Diamanten finden sich in den Gruben von Iuggers Fountain, deren Ausbeute aber eine wenig ergiebige ist. Der Smaragd hat aufgehört zu gefallen. Warum? Das weih wohl kaum einer zu sagen. Die excentrischen Steine sind zum großen Theile aus dem Um« lauf geschwunden. Die Katzen-Auaen, um die man sich in England namentlich so wahnsinnig riss, sind fast gänzlich aus der Mode gekommen. Zwar die fchöneren unter ihnen haben noch immer ihren Wert, wie denn ein wirklich schöner Stein trotz aller Modeschwankungen seinen Wert unversehrt behält. Aber sie müssen aus Ceylon gekommen, gelb oder grünlich sein, nicht aber d,e Nuance der aus Ungarn stammenden Katzen-Augen haben, die ehedem laratweise verlauft worden sind jetzt aber höchstens zur Ausschmückung der Albums und der Treppengeländer benützt werden. In Russlano ist ein „Alexandril" benannter Stein sehr im Schwünge. Er besitzt das specifische Ge« wicht des Saphirs und ist am Tage grün, bei Nacht aber roth. Mehr selten uls kostbar, hat er seine Po-pularität der kaiserlichen Familie zv danken, welche jh„ propagiert. Uebrigens hat auch manches andere Land '^,. bevorzugten Edelstein. Frankreich. Italien und ,^ nien zeigen keine ausgesprochene Gunst für einen ^ ^ sie cultivieren alle drei mit gleicher Vorl'eve Diamant, die Perle, den Rubin und den SavM- ^ England schwärmt für den Smaragd un^t>, Opal. Männer und Frauen tragen da vielen " s, schmuck: große Ringe, große Nadeln. A< °en "^ ballen tragen alle Damen Kronen oder Dlaven ^ als Correctur gegen die durch die Etiquette volM^ bene Kopftracht, welche in Federnschmuck bestw ^ iü dai Bracelet ist in England sehr modern, wlen"" ^ geringerem Maße als in Russland. Der P""'gr»'' Wales trägt auch einen dünnen Goldreif um °e" ^s und der Herzog von Edinburgh gar ist kaum ^jlle ohne sein Collier, an welchem die St. Georgs^" hängt. .«.Ochlllss Gestatten Sie mir, Madame, Ihnen M Mc" einen außerordentlich praktischen Rath 3" .1 e!>'^' Gewiss hatten Sie schon mehr als einmal^UH ^c-Stein zu laufen und wagten e3 nicht aus F«r" ^ selbe könnte falfch sein. Wollen Sie nun w'w ^1 man sich am einfachsten und sichersten gegen «" ^. Betrug schützt? Berühren Sie den Slew," Ac'" taufen möchten, mit der Zungenspitze. iM ^„ o^ echt - gleichviel, ob er ein Saphir, M" d Diamant fei — so macht er auf die Ü" «^ Empfindung der Kälte. Die falschen Steme ^' niemals dieses Gefühl. Die Probe ist alM- ^> Machen Sie einen Versuch damit. «aibllchee Zeitung Nr. 868 2193 23. November !885. ,. (Der deutsch-spanische Conflict) scheint mem Ende entgegenzugehen. Aus Berlin wird ge< ,^°ct, dasz die Annahme des vom Papste unlerbi'ei-'"' Vernnt. l' Hoheit der Erzherzogin Maria Theresia, Mtr des Herrn Erzherzog« Karl Salvator und der lMrzogin Maria Immaculata, staltgefunden habe, ^herzog Karl Stephan, welcher im 26. Lebensjahre /^, ist gegenwärtig CorvettesCopiton; er ist ein Sohn ^' verstorbenen Erzherzogs Karl Ferdinand und der ^Herzogin Elisabeth, also ein Bruder der Königin von PNlUrn und der Erzherzoge Friedlich und Eugen, Herzogin Maria Theresia steht gegenwärtig im 23sten ^bentzjahre, ^"-(Oesterreichlsche Offlciere ill Ost- ^en.) Der Einladung seitens der englischen Regie-s,^.zu den im Jänner künftigen Jahres in Ostindien ^findenden großen Manövern wird das gemeinsame ^gs. Ministerium durch Entsendung zweier höherer yMere entsprechen, deren Designierung im Laufe dieser "°che erfolgen wird. lck ^ (^l>" be" schweizerischen Seen.) Man ^eibt nus der Schweiz: Schon mehrfach hat man auf »lÜ ^chweizer Seen die Beobachtung gemacht, dass ab s, ° 5ll ein langsames Sinken und Steigen des WasserS M»de. Kürzlich wurde diefe Erschoinung auf dem «.'^lualdstädter- und Thuner See wahrgenommen, und y.^te man dieselbe auf Erdbeben zurück, Eine solche ^"ahme fand aber bisher nirgends eine Bestätigung. "Legen wird nun von Genf gemeldet, dass Erschei-^"llen. die einer Ebbe und Flut gleichen, unter dem b""U'»l „Seiches" daselbst längst bekannt seien. Sie wer» ^' ln Genf — und das ist wohl auch das Wahrschein' ^ ^ auf ungleichen Luftdruck an verschiedenen Stellen ^/2ees zurückgeführt. Früher wur'cn ähnliche Beob- ^""»en auch am Aodeusec gemacht, h ^- (Die serbischen Studierenden nach !ck? ^ riegsschauplatze.) Auf der serbischen Gesandt' ^ , ^k hie^lin bald verständigt wurden, fanden sich noch h spater Abendstunde im Gesandtschaftshotel ein und ,'^e" hsj Verlesung des Telegramms in stürmische ^"'uMufe aus. Der Gesandte ermähnte hierauf die stierenden, ihren Patriotismus stets zu bewähren und ^ des Nufes ihres KönigS würdig zu zeigen. — d.^tag sind die Studierenden — eS sind 26 Me-„'"lr und sechs VeterinärZöglinge — über Belgrad ^ ^m serbischen Hauptquartier abgereist, sy "- (Banditen räche.) Vor eiuigen Tagen. ^ ^zühll die „Capitale", wurde der reiche Kaufmann vn>l 3""l nus dem Städtchen Monteftelose bei Potenza ^/banditen entführt, d'e fllr ihn ein Lösegeld von 15 000 Lire forderten, das hinter einem näher bezeich, neten Baume hinterlegt werden sollte. Die Polizei rieth nun, das geforderte Lösegeld dort zu hinterlegen, zu» gleich traf sie aber auch Anstalten, um den Abgesandten der Banditen beim Abholen des Gelbes festnehmen zu können. Als die Polizisten zur bestimmten Stunde sich zu dem bezeichneten Baume begaben, sahen sie an dem-» selben einen Mann angelehnt stehen. Sie eilten nuu herbei, sahen sich jedoch zu ihrem Entsetzm der Leiche des entführten Kaufmannes gegenüber. Die Banditen hatten nämlich von den Anstalten der Polizei gegen sie Kenntnis erhalten, worauf sie Noberlucci erstachen und dessen Leiche an dem Baume aufstellten. — (Auf der Soiröe.) Die Professorin (Welche mit ihrem Gülten den ganzen Tag über die turbulentesten Scenen aufführt, nach anßrn hin aber de.l Schein wahrt): Mein Mann und ich haben die Absicht, uns Hand in Hand malen zu lassen. — Ein Eingeweihter: Da kann ich Ihnen den Maler A. auf das beste empfehlen, gnädige Frau — Die Professorin: Malt er schön? — Der Eingeweihte: Seine großen Gemälde haben in der Ausstellung Furore gemacht. Er ist Schlachtenmaler.... Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Se. k und k Hoheit der durchlauch. tigste Herr Erzherzog Joseph) ist mit höchst« seiner Familie Samstag früh zu längerem Aufenthalte in Fiume angekommen. — (Der krai nische Landesausschuss) beschloss, dem Landtage ein neues Gemeindestatut und eine Wahlordnung für die Stadt Laibach vorzulegen und zu beantragen, dass das Land Krain für die Vici> nalbahu Laibach-Stein um 50000 st. Actien übernehme, sowie dass die Landcs°Weinbauschule von Innerlrain nach Unterkrain verlegt werde. — (Ernennungen) Der mit dem Titel und Charakter eines Hosrathes bekleidete Oberstaalsanwalt Herr Johann Nepomuk Graf Gleispach wurde zum Präsidenten des Landesgerichtes in Graz, und der Staats' anwalts-Substitut in Cilli Herr Georg Wagner zum Landeögerichtsrathe in Klageufuct ernannt. — (Personal Nachricht.) Der im k. und k. Ministerium des kaiserlichen Hauses und des Aeußcrn in besonderer Verwendnng stehende wirkliche Gnieralconsul Alexander Nehn wurde seitens des gedachten Ministeriums mit der Abhaltung der Vorlesungen über österreichisch-ungarisches Consularwesen an der l und k. orientalischen Akademie betraut, — (Der k. l. Landesschulrath fürKrain) hielt am 15. Oktober eine ordentliche Sitzung ab. Dem Sihungsprotokolle eütnehmen wir Folgendes: Nach Eröffnung der Sitzung durch den Herrn Vorsitzenden trägt der Schriftführer die seit der letzten Sitzung erledigten Geschäftsstiicke vor, worauf zur Tagesordnung geschritten wird. Inbetreff der Erweiterung der eiuclassigen Volts« fchule in Slurje zu einer zweiclafsigen Werden die entsprechenden Verfügungen getroffen. Das Ansuchen eines Mittelschuldirectors um Versetzung in den bleibenden Nuhestaud wird mit den geeigneten Anträgen höheren Orts vorgelegt. Die Einführung deS HalvtagsunterrichteS in der zweiten Classe der Voltsschule in Obergörjach pro 1885/86 wird bewilligt. Die dritte Lehrstelle an der Volksschule in Iirklach. serner die zweite Lehrstelle an der zweiclasfizen Mädchen-Volksschule in Gottschee werden definitiv besetzt und inbetreff der provisorischen Besetznng der zweiten Lehrstelle an der Volksschule in Zilllach die entsprechende Weisung an den Bezirlsschul« rath erlassen Drei Gymnasialprofesforen, einem Uebunzs» schullehrer und einer Uebungsschullehrerin werden die bezüglichen Quinquennalzulagen zuerkannt. Recurse in Schulversäumnisstraffällen und ein Gesuch um nachtrug« liche Aufnahme in die l. l LehrerinnenBildungsanstalt in Laibach werden der Erledigung zugeführt. Gefuche hierländtger Mittelschüler um Schulgeldbefreiung, ferner RemunerationSgesuche für die Ertheilung des Religions«, Nothschul« und landwirtschaftlichen Unterrichtes sowie des Unterrichtes in weiblichen Handarbeiten an den hierländigen Volksschulen wurden erledigt. — (Concert Dengremont.) Wie man uns mittheilt, findet am 1 Dezember in den Sälen der ehemaligen Schießstätte ein Concert des beltthmten Violinvirtuosen Maurice Dengremont statt. Dle Pianistin Fräulein Martha Seel mann und die Altistin Frau Gertrud Krüger, die sich bekanntlich ebenfalls eines bedeutenden künstlerischen Rufes erfreuen, werden an dem Concerte mitwirken Das Programm werden wir in der nächsten Nummer bringen. — (Kirchliches.) Die neuerbaute Kapelle in, Marianum wird am 26. d. M. um 8 Uhr morgens durch den hochwürdigsten Herrn Fürstbischof Dr. Miss ia feierlich eingeweiht werden. — (Vom W etter) Der zu Ende der Vor° Woche im Nordwesten Europa's erschienene niedere Luft» druck zog sich rasch ostwärts; die Depression erreichte bereits am Montag, den 16. d. M.. das nordwestliche Nussland. während sich von Großbritannien her neuerlich hohe Barometerstände über den Continent ausbreiten. Die allgemeine Vertheilung derselben blieb eine ziemlich gleichmäßige. Nach den letzteingelangten Nachrichten ift in West-Europa bei geringer Temfterawrzunahme das Barometer ziemlich rasch gefallen, während in Russland, dem Nordosten Oesterreichs und Deutschlands der Himmel vorwiegend heiter ist und strenge Kälte bis zu — 16 Grad Celsius herrscht, wodurch für unsere Gegenden südliche Winde, nebelige« feuchtes Welter mit häufigen Nieder-schlagen noch ohne wesentliche Temperatur«Aenderungen voraussichtlich erscheint. — (Selbstmord.) Gestern gegen ^7 Uhr morgens sprang die 51 Jahre alte Schusterswitwe Therese Kozjek bloßfühig und nur mit einem Kittel bekleidet bei der St, Iakobsbrücke in den Laibachstuss und wurde am Petersdamme beim Grasmuck'scheu Haus<> von den städtischen Sicherheilswachleuten Itzanc, Gosti? und Toplikar ans User gezozen. Der sofort erschienene städtische Arzt Dr. Illner konnte nur mehr den erfolgten Tod constatieren. Der Leichnam der Selbstmör derin wurde in die Todtenkammer zu St. Christoph übertragen, Die Selbstmörderin war vom 10. Juni bin !9. d. M, wegen Melancholie im Landesspital und hatt-sich wiederholt geäußert, sie könne nicht mehr leben und werde ins Wasser springen. Auch vorgestern äußerte sie zu ihren Angehörigen diese Absicht. Gestern um 4 Uhr morgens gieng die Schwägerin der Theresia Kozjtl. bei Welcher diese in der Rosengasse Nr. 35 gewohnt, in di,-Kirche, und als nach einigen Stunden die übrigen in» Zimmer schlafenden Personen erwachten, fanden sie da« Bett der Kozjet leer, Dieselbe hatte in aller Stille dir Wohnung verlassen, um den geplanten Selbstmord aus zuführen. (Nachbius verboten) Manuela. Roman von Vlaz von Weißenthurn. (77. Fortsetzung.) ll>il »l^"b lml war Ihr Lebensretter?" fragte Cäcilie 'hnlnahmsvolllm Lächeln. tz^-Ein wahrer Richard Löwenherz, ein junger ""an Namrns O'Douell." dicz ^cilie ^ ^„, offenen Fenster, während er ihr ez j erzählte. So entgieng es dem Grafen nicht, wie " ihren Vrsichtszünen zuckte. Hit s."^r hat auch Sie gekannt, Mylady." fügte er besonderer Betonung hinzu, ^t? K?"'" bestätigte das junge Mädchen, ohne schein-^m "gung, »ich kannte einst einen jungen Irländer !ei^NL Roderich O'Donell. Es mögen sechs Jahre skj^ln vetflosftn sein. Erwähnte er Ihnen gegenüber Akanntschast mit mir?" !ltcht""Ulch Zufall! Als ich ihn eines Tages be° ^' lah ich ein Buch auf seinem Tische liegen, in ez ^ Ihr Name eingeschrieben stand; Sie hatten kii ""st geliehen und er versäumte die Grlegen- ' ^ Ihnen zurückzustellen, wie er mir sagte." ^ Kapitän O'Donell scheint dazu bestimmt zu sem. elh^llen das Leben zu retten." sprach Cäcilie »ml ^ ^zwungenem Lächeln. „Auch mich hat er einst ^ ."lh'g vor dem Sturz in einen jäh'N Abgrund ^ilt", Wissen Sie, dass er gegenwärtig in London ftnl^""- Doch ich bin nicht erstaunt, es zu ver- ^w, ,^ erwähnte mir gegenüber, dass er emcn l>»z Z/n Ullauv nehmen würde, um seine Schwester '""en Landen, aus New«Olleans, wenn ich mcht irre, zu holen und sie nach Frankreich zu Freunden zu lningm. Er ist fürwahr «in prächtiger Mensch, ein Ritter ohne Futcht und Tadel, wie man sich ihn nicht edler denken kann!" Cäcilie antwortete nichts, aber sie legte von nun an in ihrem Wesen gegm Lord Arthur eine Herz. lichkeil an den Tag, welche ihr bis jetzt fremd g» blieben war. Beide fi lMN an, die lasten Freunde zu werden, und Graf Ainö'leigh sah mit Genugthuung dem Lauf der Dinge zu. Eines Tage« hatle Lady Genevieve eine Land. Partie projectielt. Cäcilie und ihr Vater, Lord Arthur, der Major sowie die Dame des Hauses selbst nahmen an de» selben theil. Der Tag war ausnehmend warm, und als man an der elften Raststrlle ankam, fügte es sich, dass Lady Genrvieve mit dem Major alsbald auf die Suche nach einem lauschigen Versteck gieng, an dem man sich mit dem mitgebrachten Imbiss niederlassen konnte. Nachdem aber eine geraume Zeit vergangen war, ohne dass jene beiden wiederkchtten, machte Graf Ainsleigh den Volfchlag. das« Lord Arthur und Cäcilie sich nach einem geeignelrn Platz umsehcn, jedoch rascher das gewünschte Ziel finden sollten. Er selbst wolle bei den mitgebrachten Effecten zurückbleiben. Cäcilie nahm den dargebotenen Arm ih^es Begleiters und entfernte sich mit ihm, den interessanten Dingen lauschend, welche er ihr erzählte. So aeschah es beiden, dass sie die am Himmel aufziehende Wolken nicht sahen und das Gewitter, welches im Auöbruch stand, erst bemerkten, als schwere Negentlvpfen nieder-fielen. „O. Lady Cäcilie, ein Gewitter!" rief Graj Althur erschrocken. «Was sollen wir thun? Zu den Wagen zulückzulchren, ist es zu spät. Ah!" rief s> plötzlich erleichtert aus. „Ich sehe ein Haus — wenig« strns einen rauchenden Schornstein!" «So eilen wir dorthin!" versetzte Lady Cäcili«'. lurz entschlossen. „Schnell, vorwärts denn!" Mit fröhlichem Lachen, wie eine Elfe glitt si-> vor ihm her, und bald sahen die beiden einen frein, Platz vor sich, auf dem sich ein einsames Haus erhol,. Einen Moment standen sie unter dem Schul) einer mächtigen Eiche still und sahen auf das fremde Grbaude, während sie nach Athem schöpften. ..Wo mögen wir nur fein? Wem mag da« Hau» gehören?" fragte der Vraf. ..Ich weih es nicht." versetzte Cäcilie, und si' vermochte sich eines leisen Schauders nicht zu e>. wehren. „Es sieht nicht sonderlich verlrauenerwecke»d aus. Gott im Himmel! Haben Sie da« gesehen?' Erschreckt umklammerte das junge Mädchen de» Arm ihres Begleiters. Bestürzt folgte er der Richtung ihrer Blick', welche auf das Haus gezielt hatte«,, und sah noch eben das verschwindende Antlitz einer Frau, derrn geisterhaft bleiche Ziige ein fahler Blitzstrahl secundenlang Cäciliens entsetztem Vlick gezeigt hatte und dir jcht eine andere Gestalt unverkennbar m«t Gewalt Von, Fenster hinwegzerrte. .. c ,«. y« « . ^ ,.I<«e Frau, kennen S»e dieselbe?" fragte der Graf "erschreckt. Cäcilie aber l„ sprachloser Bestürzung war lei»>es Wortes mächtig. (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 268 2194 23. November 1885. — (Vermählung) Morgen um halb 12 Uhr vormittags findet in der bischöflichen Hoskapelle zu Laibach dle Trauung des Bezitkshauptmannes in Korneuburg, Wilhelm Freiherrn Marx von Marxberg, mit Fräulein Hermlne Roth von Rothenhorst, Tochter des verstorbenen Hofrathes der Landesregierung fiir «lain, Josef Roth v. Nothenhorst. statt. — (Keltenzräber) Gegenwärtig finden am rechten Save-Ufer in Unterlrain, in Dernouo, an der Stelle, wo die römische Stadt Neviodunum stand, Grabungen statt, Wobei einige Keltengräber blosgelegt wurden; demnächst wird auch auf der steierischen Seite, auf dem Loibenberge, an dessen Fuß die Eisenbahn nach Ngram vorilberfiihrt, mit der Bloßlegung der dort befindlichen Keltengräber begonnen werden. — (Gemeindewahl.) Bei der jüngst vorgenommenen Neuwahl des Gemeindevolstandes der Oitsgemeinde Mvschnach im pol. Bezirke Radmannsdorf wurden Andreas Iurgele in Unterottok zum Gemeindevorsteher, Johann Gabrielkk von Brezje. Johann Cvenkelj von Laufen und Ignaz Nozman von Piraöic zu Gemeinde^ rathen gewählt. — (Erschossen.) Johann Nems aus Wein. thal, politischer Bezirk Stein, welcher mit seinen Schwiegereltern in häuslichen Ierwürfuissen lebte, kam am 17. d. M. nachts in betrunkenem Zustande nach Hause und begehrte EinlasS, da die Hausthüre bereits geschlossen war. Hiebei kam es zwischen Rems und seinem Schwiegervater Anton Vagaje zu einem Wortwechsel, im Verlaufe dessen Vagaje mit einem Gewehr durch das offene Fenster auf seinen Schwiegersohn einen Schuss abfeuerte und denselben in den Weichtheilen schwer ver letzte. Als des Verwundeten Gattin am nächsten Tage den Ehemann nach Laibach ins Spital überführen wollte, starb derselbe unterwegs. Vagaje wurde dem Gerichte eingeliefert. — (Nnglttcksfall.) Nm 17. d. M, fiel Anton Skoda aus Oberkafchel im politischen Bezirke Um« Uebung Laibach unter einen mit Holz beladenen schweren Wagen, wobei ihm ein Rad über die linke Hand zieug. ^koda erlitt einen Beinbruch am linken Arme. — (Güterverkehr nach Fiume.) Dir Direction der ungarischen Staatsbahnen gibt bekannt, dass die Aufnahme von Gütern nach Fiume nun wieder anstandslos erfolgen könne. — (IWei Todesurtheile.) In der Nacht vom 21. auf den 22. September d. I. wurde in Unter-Kupiina, Gerichtstafelsprengel Agram, der Bauer Iandra Matas infolge Familienzwistes im Schlafe ermordet. Von den drei dabei Nethelligten wurden Freitag von der Ngramer königlichen Gerichtstafel Paul und Joseph Mata» zum Tode durch den Strang, Mathias Matas zu zwölf Jahren schweren Kerkers verurtheilt. — (Nusgleichsvorschläge der Firmen Tschinkel.) Wie aus Prag telegraphiert wirb, legte die ConcurSmasse.Aerwaltung der Firma August Tschin -k el's Söhne namens aller drei Tschlnkel'schen Firmen der Gläubigerschaft Ausgleichs-Propositionen vor. wor< nach erstere Firma (öffentliche Gesellschafter Anton und Theodor Tschinlel) eine Ausgleichequote von 15 Pro< cent anbietet, und zwar 8 Procent in vier Wochen nach Zustandekommen des Ausgleiches und 7 Procent sechs Monate nach Aufhebung des Concurses. Jene Gläubiger der Firma Anton Tfchinkel, welche auch bei dieser Concursmasse angemeldet haben, erhalten überdies 5 Procent, somit im ganzen 20 Procent. Der Per« fectionierung des Ausgleiches der Firma August Tschin-lel's Söhne müssen jedoch die Ausgleiche in den Con< cursen der Firmen Anton Tfchinlel und Brüder Tschinlel Voranzehen, welche AusgleichLquoten zu je 5 Pro cent anbieten. Falls die Gläubigerschaft ihre Iustim. mnng zu diesen Präpositionen gibt, soll bei der Aus-gleichstagfahrt ein dreigliedriger Administrationsrath gewählt werden, welcher bis zur vollständigen Tilgung der von der Firma August Tschinkel's Söhne übernommenen Ausgleichs «Verpflichtungen das gesammte Tschinlel'sche Massevermögen mit allen Rechten eines Sequesters verwalten würde. — (Die Leihbibliothek) befindet sich von nun an nicht mehr im Coliseumgebäude. sondern in der öolz.Strahe Nr. 2. parterre. Die österreichisch.unqnrische diplomatische vlacnlie in Sofia richtet au alle Mc,,,chc..,rcu»de dic instm.dWc Aittc. sin die zahlreichen Verwundeten, deren (5lcnd nnbcschrriblich ist Samm-lungen einzuleiten und deren Eraelims moalichst bald an das österreichische Spital in Sofia sende« zu wollen. Kunst Nttd Aite^atuv. — (Deutsche Rundschau für Gcos,rnpl)ic und Statistik. Unter Mitwirkung l)crvorrac,end<,>l Fach. manner herausgegeben von Professor Dr, Fr ll m l >, u f l U. Hart leben s Verlag mW'«,) Von dieser rnhmllchst bekannten Zeitschrift aehl mis soeben das zwcttc Hcst chrrs neuen, beö VI11. Jahrganges zu. das durch d.c Fnllc dcs Oe^ botenen abermals überrascht. Das Programm dcrsrll'cn n!»»a,st wie bisher alle Fortschritte der geographischen Wissci'scha t mid auhcrdem noch die danleuswcrte Specialität, cmzclm- Lander und Völker in cingehendcn. durch Onginal-Illllslrationrn er« läuterten Artileln näher brlanntzumachcn. — (Heinrich Heine's inid N. Leuau's Werke illustrierte Prachtnnsgabe». hcransgcssebcn von Heinrich Lau be, Verlag von Sigmund Vensina.cr in Wien, Prag und Ln'pzig,) Beide Ausgaben, wovon die erste bereits liis zum 33,, letztere bis zum 27. Heft fortgeschritten ist, befunden, dass die genannte Vcrlaqsfirma auf dem Gebiete der auf typographischem und xylographischem Wege entstehende,! Nationaldenlinalc einen der ersten Plähe einnimmt und die Wcttbcwcrbung mit Dcntchland glänzend desteht. Die Vildcr lverden sozusagen von Heft zu Heft ausdrucksvoller ill der Anfassuiig, die heimische 5'yloglaphic bietet Darstellungen vou wirklich trejslichcr Anssührlillg und zeigt, welche groszeu, hochcrfrculichen Forschrilte das N'unslqrwerbe in Oesterreich in den letzten Jahren gemacht hat. Beide Aus» gaben bilden ein ehrenvolles Dcntlnal heimischer Arbeit. "^ UeneftePost. Original-Telegramme der Laib. Zeitung. Wien, 22. November. Die „Pol. Corr." vernimmt, dass die ferbifche und bulgarifche Regierung sich an die österreichische Regierung gewendet haben, um Aushilfe auf dem Gebiete des Sanitälswesens anläfslich der Krirgsereignisse zu erlangen. Agram, 21. November. Im Landtage beantragt Varö ö, den Banns uud den Iustizvorstand wegen der VelhälMNg der Untersuchungshaft über Slalörvic und Grzani^ in den Anklagezustaud zu versetzen. Die Generaldebatte über die Reformvorlage wurde so>tgesetzt. Seclionschef Slankovii empfahl in beifälligst' aufgenommener Rede die Annahme der Vorlage. Hierauf sprach Zork' dagegen. Belgrad, 21. November. Die Schuld an dem Misserfolge bei Slivnica wird dem General Iovauuvik zugeschrieben, der sich überrumpeln ließ und zurück« geschlagen wurde. Demselben wurde das Commando entzogen. Das zweite serbische Aufgebot ist bereits auf dem Kriegsfchauplatze. Man glaubt allgemein, dass nach den erlittenen Misserfolgen Slivnica nunmehr regelmäßig cerniert wird. General Lesjanin erhielt den Befehl, nach Zurücklassung eines kleinen Obser-vationscrrps bei Widin direct gegen Slivinca zu marschieren. Belgrad, 21. November, abends. Heute liegen keine Meldungen vom Kriegsfchauplatze vor. Beide sich feindlich gegenüberstehenden Armeen haben Rast« tag. Die kurze Waffenruhe wird benützt, um Verstärkungen an sich zu ziehen; die Tinwl-Armee ift nach Zurücklassung eines Observalionscorps vor Widdin in Eilmärschen nach Slivnica abgerückt. In Pirot wird heute ein Kriegsralh über einen vom Fürsten von Bulgarien angetragenen Waffenstillstand berathen. Belgrad, 22. November. Die Kämpfe zwifchen Dragoman und Slivnica wurden am 17., 18. und 19. d. M. fortgesetzt. Nach den ferbischerseits infolge des Angriffes der Bulgaren auf den linken Serben-flügel unternommenen Rekognoscierungen versuchten die Bulgaren neuerdings den linken Serbenflügel anzugreifen. Es gelang ihnen auch, für kurze Zeit diefen Flügel zurückzuwerfen. Ein energischer Angriff des rechten Flügels der Serben jedoch zwang die Bulgaren zum Rückzüge, indem die Serben sie aus den vorgeschobenen Positionen verdrängten. Die Serben erlitten empfindliche Verluste. Die bulgarifcheu Verluste sind enorm. Beide Armeen stehen in den ursprünglichen Positionen. Gestern hat kein Kampf stattgefunden, auch heute ruhen die Waffen. Kalafat, 22. November. Widiner Flüchtlinge erzählen, die Panik nehme zu, in der Festung brennt es seit mehreren Stunden. Die Cassen und Archive wur-den bereits donauabwärts geschickt. Sofia, 21. November. Nach dem letzten Kampfe bei Slivnica ist die Chaussee von Dragoman im Besitze der Bulgaren. Sofia, 22. November. Der Rückzug ber serbischen Armee ist andauernd. Nur das serbische Corps iu der Richtung Solince ist geblieben. Breznik undDra-goman wurden von den Bulgaren widerstandslos besetzt. Ein bulgarisches Corps drang über Zaribrod bis zur serbischen Grenze vor. Der Vormarfch der bulga-rifchen Armee ist wahrfcheinlich. Constantinopel, 21. November. Die Botfchafter traten gestern zusammen, um den Wortlaut der Mit< »Heilung, welche die Conferenz an den Fürsten von Bulgarien richten soll, zu berathen und die Protokolle der früheren Sitzungen zu unterzeichnen. Die Pforte beschloss, anstatt eines provisorischen Gouverneurs zwei Commissäre nach Rumelien zu entsenden. Constantinopel, 22. November, abends. Auf die Unlerweifungsdepesche des Fürsten von Bulgarien beglückwünschte die Pforte denfelben zu den klugen, achtungsvollen Gesinnungen, kündigte die Entsendung eines Commissars an, drückte die Hoffnung auf Wiederkehr der Ruhe aus und schlofs mit dem Versprechen, dass sie sich für das Aufhören der Feindseligkeiten verwenden werde. Athen, 23. November. Von den Grenzen werden Bewegungen der tiirlischen Truppen signalisiert, welche hier Aufregung verursachen. Die Presse fordert die Reg,erung zu einer energischen Haltuug auf. Die Kammer votierte ohne jede Debatte die fiscaliscuen Maßregeln der Regierung. '" Petersburg. 21. November. Das „Journal de St. Pctersbourg" constatiert, dass König Milan, wem, er durchaus nach Sofia gelangen will, diesen Erfolg theurer bezahlen werde, als er hoffe. Das genannte Journal will momentan nicht in die Erörterung der praktischen Nefultate eines folchen Vorgehens eingehen-weist jedoch darauf din, dafs den Mächten das iNecy zustehe, die Achtung der Verträge seitens der M" des Balkans zu sichern, wie dies auch die deu!« Thronrede betonte. Uebrigens habe nach dem VesaM des Fürsten Alexander, Ostrumelien zu räumen, ° Fortsetzung des serbischen Feldzuges jede Verecht'g""" verloren. . , Paris. 22. November. Die Kammer annummc mit 305 gegen 243 Stimmen die Wahl der vier co>' servaliven Deputierten des Departements TalN'tt-w ronnc, weil dieselbe durch die Ingerenz des Eler zustande gekommen sei. Die Regierungsvorlage ', betreff eines Credites von 75 Millionen für Tom und von 4 Millionen für MadaMlar wurde M in der Kammer eingebracht und an eine Coninni!' von 33 Mitgliedern verwiesen. . Rom. 22. November. Cardinal Panebial"" ist gestorben. ^, , Rang««, 21. November. (Reuter-Meldung) ^ englische Brigade landete in Magne und machte zw Italiener Namens Comonotto und Barberiui zu ^ fangenen. Das englifche Hauptquartier wurde lM Monho verlegt. volkswirtschaftliches. Laibach, 2l. November. Aus dem heutigen Markte ^ erschienen: 6 Wna.cn mit Getreide, 4 Wagcn mit he» Stroh, 16 Wagen und 2 Schiffe mit Holz (16 Cubllmeter)' Durchschnitts - Preise. fi,,lr, fl. lr. fi,! ll^ L>^ Weizen pr. hestollt. 6 50 7 25 Vutter pr. Kilo .-,84^ Korn . 5 53 5 85 Eier pr. Stück . . - 3i ^ Gerste . 4^39 5>13! Milch ftr.lliter .- »^ Hafer , 3 9 3!32z Rindfleisch pr.Nilo-M ^. Halbfruch« .-------6 30 Kalbfleisch . - 60 „, Heiden , 4 6 b ^Schweinefleisch „ — 54 . Hirse „ 5 4 5 58 Schöpsenfleisch „ 34^ Kuluruz . 4 87 5 43 hähndel pr SÜlcl - 4b ^ Erdäpfel 100 Kilo 2 77-------Tauben . - !? ^ Ulnscn pr. Hektollt, 8-------Heu l00 Kilo . .25^. Erbsen , 8----------Stroh » . .25^ Fisolen . 6 50— - Holz, hartes, pr. -" . Rindsschmalz Kilo - 90------- Klafter 7 60 ^ Vchwelneschmalz „ — 76------ — weiches. „ 5 50^ vpeck, frisch « - 54-------Wein, roth .100M. ^ ^ ^^ — aeränchert^ —66— - —welker . ' 1^ «andschaftliches Theater. Heute (gerader Taq): Ka bale «nd L i cb e. Vürgerli" Trauerspiel in 5 Acten von Friedrich v, Schiller^^, Angekommene Fremde Am 21. November. , Hotel Stadt Wien. Ncnler, Oreschnil und Vauermann, K<"^ Wien. — Trudcn, Kfm.. Wien. . M' Hotel Elefant. Schwäckhöfer und Dr. Oser. k. l. bochMH, fessorcn; Milncr und Bierncr. Kaust,; Aichinssci', Sudl>"^ Obcrinspcctor. Wien. — Willner. Südbahn - Inspector. .^ — Zorias, l. l. Hauptmann, Trieft. AnahiluS, Pl'" Agram. , .i>i Hotel Europa. Mihaljcnich A . l. f. Mafchinist, und MltM" F,, l. k. Wcllfilhrer. Pola, Gafthof Siidbahnhof. Fcrcher. Privat, Klagensurt. Gaftyof Kaiser von Oesterreich. Link. Privat, Villacl> ^- Verstorbene. .^ Den 21. Novcmbcr. Maria Gorsii. Pfriindl" 73 I., Karlstädlcrstraße Nr. 7, Vruslwasscrsucht. Im Sftitale: ^ Den 20. November. Amalia Dolenc. TaM^ Tochter. 3 Tage, Darintatarrh. Iahann Kokalj, Tastl"^ ^ Sohn. 2 Mon.. Lcbcnsschwäche. — Iatob Mozilla, 3«'"°" ?ii I. Krebskachexir. ^^^ Lottoziehungcn vom 21. November: Trieft: 42 Ü6 59 19 48. Linz: 63 41 7 74 4>5^ Meteoroloaische U^ibsj> ?U.Mg. 737.61 1.2 NO. schwach bewölkt 3.^, 21 2 . N. 7:^5.38 3.2 O. schwach bewölkt W 9 . Ab. 734.29 3.0 O. schwach bcmöltt . ?ll.Mq. 7-N.28 2.8 windstill Ne^tt !sH 22. 2 .. N. 728.28 5.0 windstill Neste» i M 9 . Ab. 727.28 4.2 windstill 3tca.cn / Den 21. trübe, rednerisch. Den 22, Regen säst d"' ^ Tac, anhaltend. Das Tagesmittel der Wa'r,ne an be>d"'<, ül>' 2.5" und 4.0°, beziehungsweise um 0.5" unter und ^ dem Normale. __^ Verantwortlichs-r Ncdaclcilr : I. N a a li^^ Eohr, Gclirralüntc dcr Äallan-Halbinscl. l:I?""^ ^, ^ l sl, Il lr. ,.hB" > Handtle, Generalkalte der Balkan - Halbinsel, ! ' ,„ « Preis 74 kr. «iltti^n s Freitag, Karte der Valkan Halbinsel, 1:1 600 000, ^.F" ^ Vli ÄssteN»Ni,l>„ von auswärts bitten dcr P">'" » 5' lr. mch>, fiii fransifrtc Zlisflidnng, beiznles,c» . ^gl » Jg. v. Kleinnmyr ^ Lrd. B"'" > ^«^) Buchhandlung. > 2195 Course an der Wiener sörse vsm 31. November 1N85. '<»« d.« »^..»m Cou«b,.... » Glld War« «d!»«.^ ^ ,^ ,^ °5! »°l°! ^r 5°,° ^taatslose 250 ft. 127— il7b< ^«Ucr 5»/ l>'"'^ >^l> " >8'> «c> 140 - ""'lei K» . Mnstcl 10U ,, 140 — 140t< ^°>°»»>.«." . - . 50 ,. 170 50 171 - "entcnlchcine . per St. 4» - 4? - ^f>en^°lb«nte, st^'erfie, . 103-75 iuu--' '>°len«n!e, steuerfrei , 99 »0 IW «c ","?°di""^°" . . . > »»'5 98 3° , N^"!'i t>«/» . . . , 90,0 »040 „ O^b'Unl.I^Nft,e.W.S 149 25 14» 75 , ^' ^».Prioritäten , . 07-20 97 80 „ "'"»!«°Ol!l. (Ung. Ofib.) 124-- - — /' '^^! "°Ul I. 1»7fi.b.W, 118?,. 11» — "lcn.vose 4',,, ,00 ft, . , I»1'70 122'— ^"''btNtl.-Obliaatiouen ^/I'VK......1^50 108^ l^ "l^llcrseichische .' ! ^ 07'50 l«8'N. z'? l!citiiH""'^'^^ ... lUb'25 i 25 "^' 'Vn!?,° ?."b slavonische ^ 1^2 - 10^ - Geld War, 5°/a Temeser Vanat . . , , io» — 104 -5«/n unssarlsche......ia«-— io» ill Andere öffentl. Änlehen. Drnall.Neg,«vose 5°/« 10U ft. . 117 — 1l? k« dto, «ulcihe l«?8, stcnelsrei . l«l^ib iu5 »c Anlchen b. Stadtgenieinbc Wic» l02'- 102?« Änlchen d. Stabtgemcinde Wien (Stlbor unb Gold) , . . . — — —'— Pnilnieü.Nnl.d.Slabtgem.Wlen 124— l«4»b Pfandbriefe (für 10« ft.) Bcdcncr. Hllg,östelr.4'/,",«Go!d, l25 2» l2l>,«0 dlo, in 50 ,, „ 4 V, "/» l00'— 10» co dto, i» 50 ,, ,, 4"/» . W'f>0 »6 — dlo. PramicK^Schuldvcilch,^"/» ss ^ »2 5U Och.Hypothrlenl'anl inj.K'/,"/« I«»'— >ui- Oest.-ul-.g. B>ml verl. 5°/<> . loi Lu luLL» d<». „ 4 >/,"/; , I01'2u lvl'4« bto, ,, < »/„ . 98 »o »»'»u N»H, >>llg. Vl?benrlcd!t«Nct!l:nstl.'s, in Peft in I, I«3» «erl.5 >/,"/„ 102'?5 10» 60 Prioritüts - Obllgationen (silr 100 fl.) »and!<0 Zr,,nz'Iosef»8l 30U fi, S. 4 >/>°/i, - »9^0 IlIN LU Ocsterr, Norwefibahn .... l0< — 104 2d Sicbcnbiiraer......98 — 98 50 Geld Ware Stant»bnhn I, Emission . . . l«8'-i99-- Silbbayn » »»/„......i5ü-»5 ib5"?e ,' ., ^^°/°......128 75 1«»^. Unss.-gal«,, Vahn.....9»b Llar».0ost 40 ft...... 5 5^-7h S<,"Gcnoii<-^os!: 40 ft. ... 6,-bu 51 — Ä!>Udjl^lI^^ose i!0 ft.....28-— 28 »0 wiüdischgrä^.^'osi' ^„ ft. , . ,' 3,40 40 5,0 Vanl-Nclleu (per Vtiilt) «nqlo'Oeslen-. «aul L«o «. . . »g — «35» Vnnlvercin, Wiener, luo sl, . . 102-— 102-50 Ndncr,üiu — 221'— (lrdt.»Anst. f. Hand. n. O, lwfl. 284 b0 264-90 ^ 'bilbanf, Alia. Ung. ^u<> ft, . »89 50 28»-— T>cposlle»l>. Allq. 200 ss. . . . iu» — iui> — sö^ompleVes., Niebcvosl. 50« s! 55» — 5«i'— Hyp°thelcnb,.ösl, ^uu ft, 25"/°H. n«— L8 — l'änberbanl, oll, li0Nfi.G,ü0»/,1«3'5U 103 75 lDcst«,»llng, Vanl..... s«4 — LSS-— Nnionbanl 10U st......75>50 7« — AeiiehrObanl Nllss, 140 fi, I«4 S« 45- Gelb Ware Actien von Transport-Unternehmungen. (per Stück) «lbrccht'Aahn 200 st, Silber . —-— ..>— Nlfolb.ssium-Vahn 2N0st,Silb, I8l-»b 1817b Äussig.Tep. Eisenb. 200 fi. HM.----------------- Nöhm Nordbayn 150 st: ... —>—____ Westbah» 2ü0 fi. , . .----------------- Vuschtiehraber Eisb. 500 st, HM. 79h — 79»-— (lit, «,) W0 ss. . —-— —-— Dona« < Dampfschiffahrt» » Ges, Oesterr, 500 ft, 2M. . . - 4«< — 4« — Dr!Ni'Els,(Bat.»Dl,,^,)»oast,S,-------—-- Duf,«obcnliacherra»<«ö,wcher i!Iol!b, üft'UNg,, Trieft 5Wfi., 1«« — 1«« 50 bto. (Ut. N) «oa ft. Sllb» .14« 5« 147 — Prag»Vui« «>senb.150ft. Sill», »0— »0 5o Nuboll'«ahn 2l1„ st. Silb« . . ißs,-zs, 18K'K0 Siebendilrger «iisenb. «00 fi. , 179 oo luo — VtailNl'isenbah!! «<>U fl, ü. W. . 2?u 2l> 270-50 " «elt> Wo« Gllobahn z»o ft. Silber . . .»«vz iz«' — G«b.?iotbb,.V«sb..N.«l,(,fi,«M, i»8«o '»»'— Theiü'Vahn ^oo ss, ö, W. . . »505a »5»' — Tramway-«es., «Vr.170 ft. ö,»V. 187 7b 188 — " Wr,. neu I0U fi, 105 ,5 ^05 50 Transport.Gescllschast ,U0 fi, . 5. «lisend, ,an fl, Gilüer »7l ?6 1?» « Una. Norbostbahn 200 fi, Silber »7« bo 173'— N,l„.WeNb (Maab«Gra,)«Wss,G. i«4 7» l«v»5 Industrie Nctien (per Still!) Eaybi unb Nindbcrg, Eisen« und Stahl.»Ind. in Wien 100 fi. . — — ^.^ Lisenbahnw^eihg. l,«0,'.4U°/» >oi — l0» -„(ilbcmübl^. Papiers, u. V.»«, »«5u «4 «c> Klont.i!i°ÄeselIsch, ö>1>«vr.>alp!ue »3 .- «»l.t» Uraaer Ua,),Tali. ltlseuraff. I— — — W.vsens,.«»^ lDeft, in W. luu ,'., ,35 — _.__ l»ilall>> «°I)l«nw..»i<. »0 fl , —— ^._ Devise«. ^cutsche Pläljt......«1 75 «1 «0 Vonoo»........ . l>ü «0 0l>^ Silber......... —— — — vr>ltsche »tslchssbanluoten . , »1 ?a «1 8«