(Poitsina pladana t gotovini.) Will Zeitung Erscheint vöchcmlich zweimal: TouuerStag und e»m»tag früh. Gchkiftl«tt»«g und Verwaltung! Preiernova ulica Nr. S. teUption 81. — Ankündigungen werden in der Verwaltung grgen Utr^rama billigster Eebühren entgegengenommen. B «tugSvreis«: Für da« Inland vierteljährig Din 2d—, haldsührig Tw SV'—, ganzjährig Din lvO-—. Kür da« ÄuSIand entsprechende Sryähunq. — Einzelne Nummern Dia >°— _ Rummer 501| Sonntagsden 2?. Juni 1924 " || 49. Jahrgang Der Zlmschwuug in Arank-reich ein Ztmschwnng in der europäischen Politik? In der Zeit vor den j französischen Kammer' wählen galt e« dem Großteil der europäischen Presse so gut wie abgemacht, daß besonders im Hinblicke auf den Ausfall der Wahlen im Deutschen Reiche, wo außerordentlich prägnante Gestalten wie General Ludendo-ff und Admiral Tnpitz in die offizielle parlamentarische Arena eintraten, die PolitikPoircareS und MillerandS von den Wählermzssen »eS fran;i fischen LolkeS approbiert werden müßte. ES ist daß nicht geschehen, sondern Europa durft« — in seinem größeren Teile sicherlich zu seiner Erleichterung — daS englische Beispiel auch in Frankreich erleben. Daß der Umschwung in Frankltich, die Uebernahme der LtaatSleitnng durch Männer, deren Auffassung und politische Ansichten so ziemlich diametral zu der Ausfassung der bisherigen RegierungSleiitr flehen, größere Überraschung hervorrief und daß diesem Umschwünge eine ungleich größere Bedeutung znge-schrieben wird, daS läßt sich auS der europäischen Politik dieser Jahre nach dem Kriege unschwer er-klären. England hat sein natürliche« Mißfallen an d:m Gang der Ding« aus dem Kontinent ja bald und unzwei-demig zu erkennen gegeben. Wenn seine Inseln nicht so velhängnitvoll nahe dem europäischen Erdteile, der sich in Kiä»psen wand und windet, vorgelagert wären, dann hätten diese sonst so kühlen Politiker ihr nach dem gi ößlcn Siegesräusche aller Zeiten eingetretenes Kopfweh wohl am liebsten in einer spleoäiä Isolation, in der erklärten Uuinteressieriheit an den kontinentalen Verhältnissen heilen lassen, auch wenn sie nicht die goldenen Tröste Amerikas gehabt hätten. So mußten sie sich aber interessieren, trotz und im Hinblick auf die Fortschritt» in der Luft vielleicht gerade wegen ihrer Jnselhaftigkiit. E« begann der bekannte Kamps NetlejÄizzen. Bon Alma ätf. Karlin. Dritter Teil der Wcltumseglung. — Im fernen Osten. XXIX. Durch das Gelbe Meer. II. Dänen ist wichtig als Hinterland zu Port Arthur und ist der wichtigste und besuchteste Hafen des Nordens — Frachthafen vorallrm. Sojabohnen, Bohnenkuchen als Dünger und Behn-nil werden von dort nach China und Smcpa auSgeiühit, aber auch Affen« oder Erdnüsse und deren Oel, sowie andere Oclarten werden da verschifft; auch Ka«liang in bedeutendeu Mengen. Leser! Fahr' nie durch das Selbe Meer! Stürme hab' ich ertrage» und da« schwere Rollen vernichtender Wogen vor Guatemala, abcr nie war mein Magen so dasetnimüd« wie gegenüber von Chisu, dem Spitzenort, Weihawei und dem einst deutschen Tstngtao. Ich lag auf meinem Bett in alle erreich-baren Decken gehüllt und verwünschte die erdschaffenden Sötter, die »«viel« Pfütze» gelassen hatten.--- Nach dreitägiger Qual — allcS hat ein Ende atf dieser gebogenen Welt — wurde da» Meer schlammig und still; Segelboote und Dampfer um gaben unS und die Ufer rückten näher. Wir waren i» der Aengtstbucht und passierten den Wassung. zwischen England und Frankreich, der 'manchmal nur sehr schwer noch von dem Gedanken der großen Entente und den frischen Erinnerungen soweit der-schieiert wurde, daß «S nicht zum offenen Bruch kam. Die Realität der großen Entente schwand immer mehr und eS wird heute nicht allzuviel« wirkliche Politiker in Europa geben, die noch an die absolute Feuer- und Bruchsicherheit dieseS Gebildes glauben. Die englischen Staatsmänner, mögen sie nun Lloy'i George, Bonar Law, Baldwin oder Mocdonald heißen, träfet! bei all ihren Versuchen, die Lage in Europa einzurenken, aus den hartnäckigen Widerstand jenrr Politik in Frankreich, die als die Epoche Poir rare- Millerand der ganzen Welt in langer schmerzlicher Erinnerung bleiben wird. Als in Eng-land die Arbeilerregieruiig Macdonalds anS Ruder kam, die von der englischen O-ffentlichkeil mit be-wundernSwerler Gelassenheit hingenommen wurde, ali in Deutschland die Verzweiflung über den völligen Zufammenbruch. der aus hungernden Augen starrte, die Grundfesten der demokrati!chcn Republik i» g' enzen-los'm Fiasko zu erschüttern drohte und sich die Massen nach rechiS zu wenden begannen, da glaubte «an und mußte verzweifelt daran glauben, daß die Po» litik PoircareS feststehe, dc.ß sie die Politik der meisten Franzosen sei. Bei den letzten französischen Wahlen aber zeigte sich wieder einmal, daß die Politik einzelner Führer nicht die Meinung eirnS Volke» zu sein braucht, auch wenn sie infolge der Festgesitgtheit eines SlaalS-«echaniSmu» und der Disziplin aller seiner auS-übenden Teile als der Gesamtwille deS BolkeS er-scheint. Feststeht vorläufig, daß daS französische Volk seiner bisherigen Führung daS Mißtrauen auSge-sprechen hat. ES ging darin soweit, daß eS auch dem in diese Politik zu sehr verwickelten Präsidenten der R'publik, der als solcher über den Machtver-schiebungen der Parteien hätte stehen müssen, mit einem nicht gewöhnlichen Ruck seinen erhöhten Sitz Niedere User, Weiden, niedere Lehmhütten, kleine Borstadthäuler und ringsumher Schiffe aller Herren Länder. DeS ist Shanghai. Die Stadt ist ganz europäisch, der Bund oder Strandweg könnte In Genua, in Hamburg, in Stockholm fein, die breiten Straßen, fast durchweg« nach chinest» scheu Städten benannt, voll großer, prachivoller Geschäfte erinnern an da« Beste im Westen, aber Chl» nesen in sch mutzigen, dickwattterlen Röcken, Kuli, die vorsündflutliche eiarädrige Xarren schieben, R.k'haS an allen Ecken und der Geruch, der süßliche, wüizige, oft in« Ekelige umschlagend, warfen alle zurück in den lärmenden Osten. I« irrte durch die Straßen, fuhr zur Pagode jenseit« de« FlußeS, sah die französische Miision, die weggeworfene und verkaufte Kinder großzog, lehrte, ver-hciratete, versorgte. Dort bestellen Katholiken aller Herren Länder die herrlichen, reichiesticktcn Kirchen-gewänder und die goldstimmernden Altartücher; kleine Mädchen und Knaben stickten daran unermüdlich, stickten noch, nachdem sie Marn und Frau geworden, stickten, bi« da« Aller die Augcn trüb gemacht wie regenblii.de Laternen. Da schnitzten au« wertvollen Hölzern geschickte Jungen chinesische Schränke nach uraltem Muster und die Kinder der Begüterten gingen da zu den stillen Nonnen und lernten Lesen, Schreiben, Zeichnen, Französisch wie bei un«. Immer wieder aber kamen auS wegzog. DaS französische Volk will nicht mehr Poincare und Millirand sein. DaS ist daS wesent» liche und wer die Lust dieser Nation an der Gloirc und damit im Zusammenhange an de« Grundsätzen keurt, die von diesen beiden verkündigt wurden, der weiß, daß daS ungeheuer viel heißen will. ES beginnt ein neuer Wind über daS unglückliche Europa hin zu wehen. Auch wenn die neuen Machthaber, Herriot an ihrer Spitze, sich nicht am ersten Tage zu einer brüsken Abkehr von der Ruhr-Politik bekennen, denn auch sie fürchten von ihrem Parteistandpunkte au« das Gspsnst eineS rachehei« schn den Teutschland und die Wiederkehr eine« deutschen Militarismus, auf jeden Fall find sie neue Männer. Die Größe der Zeit und der Be-gebenheiten liegt darin, daß sowohl in England als auch in Frankreich die Männer deS Krieges abgebaut und der Vergangenheit überantwortet wurden. DaS wird und muß leine Auswirkungen in der ganzen Welt haben. Langsam lösen sich die Glieder der europäischen Völker auS de« Krampst. Man steht am Ansänge d<8 freigelegten WegeS, der zur Ver-ständiguvg führen muß, auch wenn er lang ist. Man steht an der Schwillt einer neuen Zeit, auch wenn im Iltzten Zusammenraffen ihrer Kräfte da und dort noch die alten Geister verstärkt zu herrschen scheinen, die in der Betrachtung deS großen Um-schwunges nichts zu belonen wissen, alS ihre Be-friedigung darüber, daß es dem Deutschen Reich trotz Macdonald und Herriot nicht besser gehe» soll am Rhein und Ruhr. Diese Geister werden von der neuen Zeit aeggestgt werden, die eine Zeit der Menschlichkeit und der europäischen Solidarität, der Erkenntnis deS gemeinsamen Schicksales zu werden verspricht. In vierzehn Tagrn sreilich kann sich dieser Uebergang der Weltgeschichte nicht machen. Aber der Umschwung kommt und muß kommen. Es wäre sonst schade um jeden Blu'.Slropsen, der in daS Blutmeer dcS Kriege» gi flössen ist. gesetzte Kinder und wurde» in klein« Wägelchen getan bi« sie durchkamen oder starben. Man nennt Shanghai «da« Prri« deS Osten« Für Shincfen mehr noch al« für Weiße ist e« da«. In den kleinen Wiakelgasfen der Ehinefenstadt gibt «» Spiel- und Opiumhöllen viel« Ort«, wo »er-armt« Ru!sia»e» tanzen und stngen wie im westliche» „Tingeltaagel". S'eleuie von den vier Wiltecke» tauschen hier ihre Lastererfahrungen anS und Hochstapler versuchen Fuß »u fassen Wie immer der Sammel-platz vieler Raffen und Völker genießt e« schlechte» Ruf und wie alle solchen Ort« bietet e« viel »Ber-gnügtir" dieser Art, doch wenig, waS einen ernsten Lerntr fremder Sitten fesselt. So sah ich e« ohne Be-dauern, al» der ,Kohoku Maru" neue,ding« den Fluß abwärt« dampft« dem interessante» Fooch«w zu. Foochew bedeutet .glückliche Gegend* und ist einer der fesselndste» Ort« Südchinas. Hier gibt e« noch Hundeanbeter — Leute, die ernsthaft hehauplen, von einem Urhund« abzustammen — und Sitten und Ge-bräuch« wie da« Geld weichen vom Noide» ab. Braune Segel der chinesischen Dschunk«, Segel, die nicht spitz sondern qacr abgeschnitten enden, gleite» hindurch »wischen bläulichen, dunstumspoaaeaca Hügeln und dann taucht da« Festland auf und der Sommer» aufenihalt der Feocheuer „Sharp Plak" (bie scharfe Spitze) auf zuckerhulföimigem Berge. Man umfahrt •cfat 2 Tt I lt«e Aeitavß «n»»er S0 Die Ermordung des italienischen Abgeordneten Watteotti. »Die Geister, die ich rief, die werd ich nun nicht lo«!" Die bedrückende Gewalt und Wahrheit dieser Worte mögen in diesen Tagen den italienischen Ministerpräsidenten umdräuen. WaS naturgemäß das Wesen einer dermaßen aufgebauter-. Herrschast ist, hat sich in Italien an einem furchtbaren Beispiele gezeigt. Ein Abgeordneter der im Vergleich zur Regierungsmehrheit zwerghaft kleinen Opposition wurde am hellichten Tage von der Straße weg in ein Automobil gezerrt und irgendwo auf das gräßlichste ermordet. Man sucht vergeblich nach Begreif-lichkeitSgründen für eine solche Tat, wenn sie nicht eben in der Mentalität jener Kreise liegen, die sich daran gewöhnt haben, vor den Augen der staatlichen Behörden, geschützt durch Phrasen und daS bezeichnende Zeichen ihres LiktorenbündelS, jeden Anders» denkenden nach Belieben zu verfolgen und ihn für fein AnderSdenken an Leib und mit unerhörter Leicht-fertigkeit auch am Leben zu bestrafen. Im Geiste keines anderen Volkes hat der Krieg so sichtbare Folgen hinterlassen als im leicht reagierenden Geiste des italienischen Volkes. AIS der Krieg zu lange lastete und die aus den italienischen Teil entfallenden Waffenerfolge fast bis zum Schluß verzweifelt zweifelhaft blieben, war im Hinblick auf daS russische Beispiel jene Hinterlands« und Schützen» grabenstimmnng da, wie sie fast in allen Ländern da war. Während sie aber in den anderen Staaten, sogar in den besiegten, ziemlich rasch verflog und ihre Bekämpfung nicht mit außerordentlichen Ver-Änderungen der staatlichen Machtmittel und Ein-richtungeu bezahlt werden mußte, war daS in Italien ander» und zum kommunistischen Umsturz war es in einer Zeit nur eine« kleinen Schritt wett. Der Staat, die Gesellschaft, die Ordnung, die Wirtschaft waren in großer Gefahr und besonders die letztere litt bedeutenden Schaden. Da trat ein Meister der Organisation auf und schuf ein KampfeSmittel, für das die Italiener ein traditionelles glühendes Verständnis hatten, den Faschismus. In ihm war alles vereinigt, was die italienische Volksseele mitreißen konnte: Die Erinnerung an die große Zeit der rö-mischen Ahnen, verlockender imperialistischer Glanz, der auf jeden Jüngling und Mann im schwarzen Hemd feinen Schein warf. In der ersten Zeit das stolze Bewußtsein der persönlichen Gewalt und Macht auch dem Staat und seinen Organen gegenüber. Mussolini zog an der Spitze seiner Scharen nach der ewigen Stadt, vor ihnen her flog der ihn und ist auf dem breiten Minfluß tausendmal schöner und unberührter und zeitentrückter al» der be» kan»tere Aangtse e» ist. «reit wie ein See windet er sich um Vorgebirge aus Vorgebirge; dort liegt eine Ortschaft mit großen Heuschobern «ic Strohmännchen vor jedem Hause; drüben auf einem Hügeiche», da» wett vorspringt, thront der rosafarbige Tempel der fünf Glückseligkeiten mit verwaschenem FreScogemälde über dem Tor i weiter stramabwän» steht man im Ufer» schlämm ein« Menge Wasserbüffel, die sich vergnügt darin wälze». Falken fliegen über brei kronige Zedern und da» Grün der niedrigeren Abhänge findet Unter-brichung in zahlreiche» Gräbern, alle in Hufeisenform und gänzlich verschieden von denen im Norden. Drei Seiten Zementmauern halten die bösen Geister ab, die Südseite — die günstige dagegen — ist offen. Dazwischen fleht «an Sampan«, kleine Boote mit Bambu»dächern und hellgrünem Bretterbsde», auf denen arme Foochewer lebe»; der Vorderteil ist Ausschau und >rtert»raum; der mittlere Empfang«- und Schlafstube mit irgend einem geisterverscheucheuden Bild oder Symbol; der Hinterteil de« Schiffe« ist Küche. Die Frauen und Kinder tragen nicht nur Sitberarmbänder sonder« auch Knöchelspangen und ganz kleine Kinderchen und Hunde find angekoppelt an langer Leine, damit sie schneit au« dem Wasser gezogen werden können. Räch drei Stunden erreicht man die Endorlschaft für Dampfer. Eine Dampfbarkass« und Sampan« um- Machtdurst der Jugend, die stets bereit ist, auch dem rüstigen Alter die Fähigkeit und die Kraft ab-zusprechen, eine große Tat der Rettung zu voll-bringen. Möglicherweise war die alte Regierung wirklich nicht imstande dazu, vielleicht war diese Form organisierter Volkskrast das einzige Mittel, Tatsache ist, daß Italien der späteren Herrschaft Mussolinis viel, wenn nicht alles zu verdanken hat. Dieser einzigartige geniale Kops führte Ordnung ein, die bis dahin renitenten Eisenbahnen begannen wieder auf die Minute zu laufen, wirtschaftliche und außenpolitische Erfolge schienen die immer offene Frage einseitig zu beantworten, ob nicht ein einziger starker, tüchtiger, ehrlicher Mann, bekleidet mit aller Machtfülle, segensreicher für fein Vaterland fein kann als da« Kunterbunt parlamentarischer Gruppen, die sich um die Fetzen der Macht raufen. Mussolini schien es zu verstehen, die Geister zu zähmen, die er gerufen, da« Zauberwort „In die Ecke, Besen, Besen seid ihr gewesen!" schien zu wirken und die eingestandene und nicht eingestandene Bewunderung folgte diesem eigenartigen Manne auf Schritt und Tritt. Sein Beispiel machte Schule und in manchen Staaten begann man. es ihm nach zu-machen oder versuchte eS wenigsten«. Freilich brach te man eS, da die Voraussetzungen der Tradition und der Volkeseignung und die Gestalt eines gleich großen Führer« fehlten, meisten» nur zu einer drückenden, gefährlichen Landplage. DaS faschistische R.gime in Italien schien sich zu bewähren, zumal sein Führer mit der obersten staatlichen Gewalt auch die Verantwortung übernahm. Ministerpräsident Mussolini machte die Wahlen für das Parlament, da« er nicht entbehre n konnte und wollte, und eine ungeheure Mehrheit seiner Abgeordneten saßen in den Bänken. Z« Lande war Ordnung und Ruhe. Da — da« neue Parla» lament tagte erst kurze Zeit — sprang au« de« Wesen der Herrschast der böse Geist auf. Ein Ab« geordneter ver Opposition wurde am hellichten Tage durch ein Automobil verschleppt und ermordet. Wo» nunmehr folgte, läßt keinen Zweifel darüber, daß dem obersten Ehef der faschistischen Bewegung diese faschistische Tat eta Entsetz?» und ein Greuel ist. Hohe Funktionäre gingen und wurden gegangen. Leitende Personen von führenden Blättern wurden verhaftet, in Italien herrscht die größte Aufregung, vor de» Hause, in dem Matteotti wohnte werden Blnmen gestreut, da« Parlament wurde vertagt, die faschistische Partei hat vor aller Welt einen fürchter» lichen Stoß erhaltn». Die Geister find lo«gegaugen wider den Willen de« Meister«. Der Meister wird feine Größe, die ihm persönlich zugeschrieben werde« muß, damit zu ringen da» Schiff und erkämpfe» Fahrgäste. In einer guten Stund« Fahrt flußaufrvärt» erreicht man die Nantetinsel vor Foochew, aber »a« h,t man unterweg« nicht alle« gesehen! HochzettSzüge an dem U;«r, höh« Dschunk« mtt bemaltem 8ug, in der Form ganz an-schließend an di« Schiffe in denen Eolumbu« die neue Welt entdeckt«; Sampan» »oll kräftig rudernder, ener« gischer Frauen mtt Blumen im schwarzen Haar; Häuser, die trunken im Wasser herauSschwanken; Büffel, kleine Ziegen, große schwarte Schweine und al» Hintergrund zu all dem sich windend« Hügelkette» v»r hochstrebenden herrlich gesormte» Bergzäge», auf denen noch Tiger hausen. Foochew durch die „Brücke der Zhntausend Jahre' mit der Rantatinsel verbunden, ist unbeschreiblich. Die Tempel mit alte» Bronzen und älteren Bildern hinter großen, sacht schwankenden Papterlalernea, umgaben von Gärten voll tropischer Poineetta» und Z »ergbiumche» sind ganz verschieden von den nordischen; die halbnackreu Rikshakult« mit Zackcrhutstrohhüre» eine andere Rasse al« di« Pekinger; die «rt de« auftreten« ander« bi» auf ewige» Schreien und Ungezogenheit ge»en Au»lLnd«r; die Straßen en, mit überhängendem Oberbau, da verdunkelnd, dort Licht durchlass-od; unzählige kleine Tor«, di« Durchblick gewähren auf noch enger« Straßen voll hängender Stoffschilder, die im Winde flattern; die Läden riechen stärter nach Weihrauch und südlichen Gewürzen und alle« ist fa benbunter, beweisen habe», daß er sie zwingt, daß er die Besen, die nicht in der Ecke stehen wollen, über da« Knie bricht, ohne daß sie sich nach Geistergewohnhelt verdoppeln und vertausendfachen und dem Meister und seinem Hause zum Verderben werden. Politische Rundschau« Inland. ?a§i6 wartet auf Gerichte aus Zketdes. Die Ruhe im politischen Leben dauert an. Pasic hat die Beratungen über die Neubildung de« Kabinettes mit feinen Ministerkollegen und den politischen Freunden beendet und wartet nur noch auf die Rückkehr Dr. Ninöiö' auS Beides, der ihn über die dort vorgefundene Stimmung der Regierung und ihren Plänen gegenüber berichten soll, um sich selbst auf den Weg nach Beides zu begeben. Wie man erfährt, steht die Form der Umbildung ganz fest und Paiii wird versuchen, auf Grundlage dieser Tat-fachen, die für die Regierung eine Stärkung durch die Einführung von vertrauenswürdigeren Persönlich-keiten bedeuten soll, das Wahlmandat zu erlangen. Nach den bisherigen Ersahrungen glaubt man in politischen Kreisen, inSbesonderS nach den letzten Vorfällen des Terrors gegen oppositionelle Abgeordnete, nicht, daß der König sich den Wünschen de« PaSiö' fügen werde, und verweist darauf, daß von ihm immer betont wurde, e« könne in der Atmosphäre, die durch die auf« höchste erhitzten Parteikämpfe ge-schaffen wurde, von Wahlen keine Rede sein. Paiiä wird daher in Belve« einen sehr schweren Stand haben. E« ist anzunehmen, daß der König wiederum auf die schon früher gewünschte Lösung der Krise durch die eine Verständigung im Rahmen einer Kon-zentrationsregierung zurückkommen wird. Wie mau in politischen Kreisen glaubt, wird in BeldeS anläßlich des Besuches Paiiö' die Entscheidung über die politische Lage fallen. Die Stimmung im radikalen Hauptausschusse. Wie die „Pravda" erfährt, herrscht im radikalen HauptauSschusft einstimmig die Meinung vor, daß man die Nationalversammlung nicht vertagt lassen dürfe, sondern daß entweder Wahlen ausgeschrieben oder die Skupschtina mit einer neuen Regierung einberufen werden solle. Auch herrsche in d m Ausschüsse die Meinung vor, daß man mit der bisherigen Methode der Politik brechen und eine Politik der Verständigung suchen müßte. Am besten wäre e« eine Koalition der Radikalen und des Blocke« za bilden, da bekannt sei, daß die Krone in diesem Jahre keine Wahlen will, bis sich die Erregung gelegt hat. Was die Auswechslung der Minister anbelangt, fei der Ausschuß der Meinung, daß jene Minister, welche sich diskreditiert haben und gegen die sogar die radikale Presse auftritt, unbedingt entfernt werden müssen. An ihre Stelle sollen Personen treten, die schon Minister waren, aber nicht neue Leute. Sollte eS zu einer Koalition der Radikalen und des Blocke« wärmer, orientalischer. Da fitze» Männer und reibe» Lack auf StÜlchen, Schachteln, Basen; dort arbeit«» Stlberaideiter entzückend« Ding«; daneben schnitze» andere Sötter und Möbel au« berShnUe» Süichia»-hölzern; der Arzneiladen ist voll Menschen uad an-grenzend, t» dunkler Bude erzählt der Bcruf»erzSHIer. während 0»er gegenüber «in Wahrsager jemand die Stäbchen wirft. Wohin man schaut goldene Zeiche» auf rotem Grunde, goldglitzernde Schaulpielerpuppe» i» seidenstrotzendni Schaufenstern, Wärst« au» Katzen fleisch (wie behauptet wird) an Schnüren baumelnd und grell rote« Zückerwerk t» Stangenform. Riksa« schreie» — zwei können kaum »u« weichraum fiaden, SS»ft«»träg«r schwanken taktfingend einher, arme Foochewfraue», di« immer große Füße behalte» durft«», nur schwarz« oder blau« Hosen trag«» dürft» und immer auf den Felder» arbeit«» müsse» kommen einem entgegrn, de» Kopf hoch »nd im Rackenknote» de» typische» Silderschmuck — drei Rteseunadeln mit breitem Ende kreuzartig hinei»-gestcckr und nach allen Richtungen hl» wett — vorstehend. Tausend neue Dinge — allzu schnell vorbet — und dann eine Heimfahrt bei Mondschein an stille», tiefschattige» Dschuak« vorüber. A.-t Tag«»»»bruH'.i»!et der Kohoku Maru «nker und zieht weiter »ach Formos» zu Kep'jägern und Wilde». — — — nammet 60 kommen, dann sollen alle Minister ausgetauscht werden und dann wäre Ljuba Jovarroviö der Herr der Lage. Di« Reise Radi«! nach Moskau werde als nicht gefährlich betrachtet, man hält sie für eine gewöhnliche Demonstration gegen die Lösung ver Krise. Auch sei der Ausschuß gegen die Anwendung deS Gesetzes zum Schutze des Staates aus die Radiö-Partei, wie dies Pribiteviö will. Z>er demokratische Abgeordnete Ar. Sit-menßovit aus seinem eigenen Wahlkreise ausgewiesen. Der KreiSvorsteher von Struga (Mazedonien) hat aus Anordnung deS Obergefpane» von Ochrida de« demokratischen Abgeordueten Dr. Jlija Su«en-kovie au« der Gespanfchaft von Ochrida, welch; der Wahlkreis Dr ^su«enkovit' ist, wegen deffen Partei-betätigung ausgewiesen. Diese Tatsache hat in Bco-grad in allen Kreisen große Auslegung hnvorgerufen und Dr. isumeukoviö richtete an den König ein Telegramm, in welche« er gegen diese off-n-kundige Verletzung des durch di« Verfassung garan tierten Rfchtrt der Freizügigkeit protestiert und um eine Audienz bittet ZteSerfall auf Abgeordnete der ^andmirtepartei. Die Abgeordneten der Landwirtepartei vujiö und MoSkooljev i hatten in der Näh« Bcograd« eine Wihlerv«rsammlung angesagt. AIS sie mit dem Frühzuge dort eintrafen, wurden sie auf dem Bahn-Hose von einer Mengt, die unter der Führung deS radikalen Abgeordneten Al,xa Zujevit stand, er« wartet und überfallen. Gegen die Abgeordneten wurden auch Bomben geschleudert, die jedoch zu« Glücke kein« Wirkung hatten. Des weiteren wurden sie und ihr« Anhänger, die st« gleichfalls erwartet hatten, «it Stöcke» verprügelt. ES entwickelte sich auf dem Bahnhof« eine fii«liche Schlacht. Unier diesen Umständen konnten die Abgeordneten natürlich inchl in die Ortschaft kommen und kehrten mit dem nächsten Zuge nach Beograd zurück. Die beiden Ab-geordneten haben bei« Minister bei Inneren Protest eingelegt. Austand. Beginn einer neuen Aera in der Entwicklung der französtsch-dentschen Me-Ziehungen. Wie auS Paris gemeldet wird, hat d«r neue französische Ministerpräsident Herriot am 16. Juni de« deutschen Gesandte» in Pari? einen Besuch ab« gestattet. Dies« Tatsache hat großes Aufsehen her-vorgerufen, da rt zum ersten Male feit Frieden», schluß geschah, da» ein französischer Ministerpräsident den Boden der deutfchen Gesandtschaft betrat. Die Pariser Blätter habe» in ihrer Besprechung der !'!-g>tri:nzSeiklärung besonders den Paffu« unter-strichen und hervorgehoben, worin e» hinsichtlich d«r Außenpolitik heißt, daß die neue Regierung jeden Gedanken an Annexion entschieden ablehnt und die Politik d«r Isolation und der Gewalt verwirft. Frankreich woll« «it allen Mittel» darnach streben, einen ehrenhafte» und dauernden Frieden zu er« reiche«; ,S wird dazu auch die andern! BSlker auf. «untern. Kerriot für di- Aufnahme Deutschlands in den Aölkeröuud. Herriot «klärt« dem Pariser Betrete? der „fltaoyorl World ', die internationale Politik, deren Mittelpunkt der Völkrrbuvd ist. «üffe sich der Passt-vität entkleiden und aktiv gestaltet werden. Der Völkerbund «üss« di« Ossevsive ergreisen. Der Frieden kaun nicht gegen, oder ohnr di« Völker ge. «echt wnden, darum müsse Deutschland an der Eudlösuug der Reparatio-Sfrag« iateresfiert und beteiligt werden, da'.um trete ich sür die Ausnahme Deutschlands in den Völkerbund und den Völker bundrat ein. «S ist erstaunlich, daß nicht schon früher erkannt worden ist, welch großer moralischer Erfolg Deutschland« Ausnahme in den Völkerbund wtre. Almbildnng der italienischen Legierung. Wie verlautet, habe» i« Zusammenhange mit der Ermordung Matteotti« mit Ausnahme des F«. nanzmimsterS de Stefani und des WirlfchaftSmi. nister« E?rbaino oll« Minist«? ihre Portefeuilles Mussolini zur Verfügung gestellt. Der König er. nannte auf Mussolini Vorschlag, anstatt Debono, Cillier Zeitung der Kommandant der Miliz bleibt, Federzoni zum Innenminister; der Ministerrat den Präsekten von Trieft Crispomonda zum Generaldirektor de» Sicher-heitSwesenS. Einzelne Blätter sprechen von einer Umgestaltung deS Kabinetts. Die Theater In Rom habe« im Interesse der Ordnung Montag abends nicht gespielt. _ Kurze Nachrichten. Der an Stelle deS nach Brüssel berufenen Dr. von Keller neuernannle deutsch: Gesandte Dr. von Holzhausen ist In veograd eingetroffen. — DaS Rkichskabiuett hat beschlossen, beim RerchZpäsidenten die Aushebung der Ausreisegebühr vor 500 Gold-mark zu beantragen; der Reichspräsident hat sich mit dieser Maßregel einverstanden erklärt; die Erlaffung der Verordnung steht unmittelbar bevor. — Der sozialdemokratische Abgeordnete FarkaS wollte im Austrage seiner Partei im ungorischen Parlamente eine Anfrage wegen der Ermordung deS italienischen Abgeordneten Matteotti richte» und die Regierung zu einer BeileidSkundgebung an daS italienische Parlament ausfordern; der Präsident de» ungarischen Parlamentes hat eine Besprechung des MordeS an Matteotti im Parlamente abgelehnt, da derartige? in Ungarn Unruhe hervorrufen könnte. — Der „Malin" veröffentlicht neue Enthüllungen über die Ermordung der Zirenfamilie und teilt mit, daß die verbrannten Ueberreste de» Liren nnd der Zarin in eine« eisernen Kästchen voa dem französischen General Jantn, der den Rückzug der tfchrchitch'N Legionäre nach Wladiwostok leitete, im Jahre 1919/20 nach Frankreich gebracht wurden, wo sie in den Besitz der überlebenden Mitglieder der Familie Romanow gelangten. — Am 15. Juni nachmittag wurde in Sosi r der Abgeordnete Pnkow auf der Straße durch vier Revolverschüsse ermo.det; e» handelt sich >.-« einen politischen Mord, da Peikow der Bauernpartei an-gehörte und während der Regierung StambulijSkiS in «nßenminiflerium als Generalsekretär tälig war. — Am 15. Juni nacht» brach im Kursaale von Ostende ein Schadenseuer au», das erst i» den frühe» Morgenstunden gelöscht werden konnte; das Feuer scheint gelegt worden zu sein, da «an nach dem Löschen des BrandeS daS Fehlen eines SackcS von 5000 Einfrankstücken feststellte, die erst tag? vorher an die Kasse der KurhauSverwaltung eingetroffen waren; es wurden zwei der Tat vndächtiae verhastet. — In Riwyork ist eine chinesische Dschunke angekommen, mit der der krnadier B orge Ward nnd feine Frau samt Besatzung eine Reise um die Welt machen wollen. DaS Fahrzeug ist bSher durch den Stillen Oz»au von Kanada her, durch den Panamakanal und hierauf den Atlantischen Ozean nord wärtS zur Hudsonstadt gelangt. — Die Mitglieder zweier Budapest« BörsenkommissionSgeschäste Leopold Diamant, Ferdinand Recht, Wilhelm Weiß und Manuel Glück sind nach Unterschlagung von mehre-ren Milliarden ins Ausland geflohen. — Der reichsten Frau England», der Lady Ludlow, wurde ein hi -oiischer Juwelenschatz im Werte von 250.000 englischen Psund gestohlen. — In Siosok am Plattensee ist am Sonntag da» große Hotel Kar-pclel vollständig abgebrannt; bei dem heftigen Sturme war die Arbeit der Feuerwehr sehr er-schwer»; ei» Feuerwehrmann ist bei den Löschar» betten erblindet. Aus Stadt und Land. Tag der Mutter. In der evangelischen Kirche wird Sonntag, dem 22. d. M. eine Ehrung der aufopfernde» und treusorgenden Mütter im Gottesdienst um 10 Uhr vormittags stattfinden. Hiezu ist jedermann h?rzlichZeingeladen. Predigt: Vikar May. Die Zusammensetzung des neuen Gemeinderates der UmgebuugSgemeinde Killt. Der neue Gemeinderat der Umgebun^Sge-meinde Eilli setzt sich folgend zusammen: Klerikale: Gliniek Johann, Bruvc Joses, Strenöan Georg, Zvja Franz, Polner Franz. Mihelc c AloiS, Kodela Johann, Birkirik Josef, Go'ograi c StanlSlau», Mulej Anton, Koren Blas. Samc Johann z D-mo-traten: Kukoo^c Binunz, Fazarirc Anion. Omlad^! Jakob, Br j! Josef, Zoloznik Jgnaz, Baebler Baltha-sar, Puinik Franz, C-Jto» Heinrich, ^ribar Jakob; Koren-Sozialisten: Hrafinik Valentin, Plankar Martin, Smerc Johann, Vodopivec Jakob, Jan«»! Emanuel, Fndii Jgnaz; Berrot Sozialisten: Vrriar Johann, Zelen Franz; Unpolitische Gemeindepartei: Bäumen Jakob, Petschuch Franz, PristovSek Martin, Nooak Rudolf. Seite 8 Die Gemeindewahlen im Bezirke Lail'ach. Bei den Gemeindewahlen im Laibacher Bezirke erzielten die Listen der Slowenischen Volks, Partei in allen Gemeinden die unbedingte Mehrheit. I« 64 sah sich die Partei überhaupt keinen Gegnern gegenüber. Die Demokraten haben aus Kosten der Klerikalen einen ansehnlichen Stimmenzuwachs er-fahren. Auch die sogenannte Selbständige Land-wirlepartei ist an Stimmenanzahl neuerdings stark zurückgegangen. Die sozialistische und die komm», nistische Partei haben ihre ziemlich schwachen Post-tionen behauptet. 3u den Gemeindewahlen. I« den Ge- meinden der Bezirkshauptmannschaste» Marburg, Petrau, Windischgraz und Gonobitz sowie in denen der GerichiSbezirke Drachenburg und Oberburg worden die Gimeindewahlen om 1. Juni für den 10. August l I- ausgeschrieben. In den GerichtSbezirken Rann und Lichterwald finde» aber die Gemeindewahlen am 17. und 24. August statt. Di« Reklamationsfrist lief 14 Tage nach der Wahlausschreibung, d.i. bi» 15. Juni. Die Kandidatenlisten sind innerhalb voa 10 Tagen nach Aufl gung der rechtskräftigen Wähler« liste bei der zuständigen BezirkLhaupt«annschaft (KreiShaupimannschast), versehen mit doppelt sovielen Unterschriften olS jeder einzelne Ort Gemeinderäie wählt, einzureichen. Außerdem hat jede Partei doppelt foviele Kandidatenlist n (ohne Unteischcisten) vorzulegen als der betreffende Oct Wahlplätz« hat. Die Kandidatenlistenformulare sind bei der Bezirks (Kreis-) havptmannschaft oder beim Gemeindeamte erhältlich. Für die Gemeinden d»S Bereiches der BezirlShavpl» mauufchaft Marburg ist als letzter EinreichimgS-termln der Kandidatenlisten der 10. Juli (bis 2 Uhr vormittags) angesetzt. Dil»ttant»ntheater Aufführungen. AnS Abstall wird berichtet: Am «. und am 16. d». fand in MietSdorf bei Abstall auf einer Freiticht-biihne unter der Leitung des Herrn Oberlehrers Reßmarrrr die «usführuira deS Lustspieles „Jung-gesellensteuer" statt, die beim Publikum wcgeu de» vortrefflichen Spiele» großen Beifall erntete. Die Pausen wurden von der Süßeirberger Musikkapelle mit vortrefflichen Bortragsstückeu ausgefüllt. Möge un» Herr Oberlehrer Reßmann mit seiner Spiel» jugend recht oft eine derartige angenehme Unterhaltung bieten. Apothekeunachtdienst. In dieser Woche versieht die Apotheke „Zur Mariahilf", Hauptpla», den Nachtdienst. DieGattindeSehemalig,«Deutschen Kaisers erkrankt. Die Gattin Exkaiser Wilhelm» ist in Doorn in Holland an einem Gelenkrheumatismus schwer erkrankt. Sie leidet auch au einer erheblichen Herzschwäche, wa» ihren Zustand erheblich kompliziert, da sie seit 14 Tagen unter hohen Fieber-erscheinungen da» Bett hüten muß. Die Krankheit der Exkaiserin ist während ihrer Reis« nach Deutschland zum AuSbruche gekommen. Ein Ladenmädchen als Kerzogin. Durch Gerichtsurteil ist eine junge Berkäuserin au» Ediuburg die Base der Herzogin von Z)ork, geborenen Lady BoiveS-Lyon und Schwiegertochter de» König» von England, geworden. Die neunzehnjährige Konstanze Lyon erhob den Anspruch, die eheliche Tochter des Lord» Hubert Bowes-Lyon zu sein, und da dieser Anspruch bestritten wurde, beantragte sie gerichtliche Entscheidung. Sie wie» nach, daß ihr Vater jahrelang mit einem Fräulein Smeatou zusammengelebt halte, und daß sie diesem Verhältnis entsprossen war. Es wurde weiter festgestellt, daß der Baier ein Jahr nach ihrer Geburt rechtsgültig die Ehe mit feiner Geliebten geschloffen und da» Kind gleichzeitig als ehelich l'gitimiert hatte. Da» Ladenmädchen »st demzufolge heute die Erbin d«» Vater» und darf den Herzog von Aork Vetter nennen. Der jüngste Soldat des Weltkriege« gestorben. In Rosenheim bei München ist kürzlich der 24jährige Hilfsarbeiter Otto Eyffka au» Dresden im «rankenhauf« gestoibeu. Er wurde seinerzeit be« rü^mt al» der jüngste Soldat Ie3 Wellkriege». Im August 1914 meidet« er sich, obrohl er erst' 14'/, Jahre alt war, freiwillig zum Militärdienste im deutschen Heere. Ans allen Kriegsschauplätzen machte er die schwersten Kämpse mit und hat allerdings eine schwer« Rerveuz«rrü t ing getragen, an der «r d e ganze Zeit nach Beendigung des Kriege» noch litt und kurterte. Zuletzt war er beim Bau deS Welchen-feewerke« in Bay in beschäftigt und wurde dort mit fünf Arbeitikameraden durch einstürzende Erdmaffen verschüttet. Die Aufregung gab feiner G-sundhert den Rest, so daß «r skither krank und arbeitsunfähig von einem Krankenhau« in daS ander« zw sch-ir scheinbarer kurzer Genesung kam. •eiit 4 stille« Zeit»»z No«»er 50 SDos Sie brauchen, da« ist «Isafluid l Diese» wahre Hausmittel, welche« Ihre Schmerze» vertretbt l Probesendung 27 Dinar, Apoiheker Eug. v. Feller, Stubica Donja, Elsaplatz Nr. 33b, Kroatie». Waröurger Nachrichten. Vermählung, »m Monlag, be» 16. Juni, sanb in bet Franziskanerkirche die Vermählung be« Herrn Magister« Franz Baupot, Oberleutnant« i.b. R. au« Windischgr^z, mit Fräulein Albine Zöllner, Ge»sevgewerken«tochter au« Winbischgraz, statt. Al« Trauzeugen fungierten Herr Magister Karl Rebul, Apotheker au« Winbischgraz. für den Bräutigam und für die Braut deren Bruder Herr Han« Zöllner. Die Feier würbe butch einen ungemein stimmungsvollen Bortrag ber bekannten Btollnvirtuofin Frau Braubl-Pelikan verschönert. Todesfälle, Am DIenitag, dem 17. d. M., starb nach lange», schweren Leiden Herr Han» Friedl, Besitzer be« Hotel« „Meran*, im Alter von 54 Jahren. Der verblichene wurde am Donner«tag «us be» städtischen Friedhose in Pobersch in der Familiengruft beigesitzt. — An Montag verschied Frau Maria Iurti, GastwirtenSgatlio, im 42. Lebensjahre. Sin« blutige Eifersuchtsszene. Drei Burschen geriete» am Sa»««ag nochmiilags in der Eankarjeva ulica wege» eine« Mädchen« in heftigen Streit. Da der Streit auf gütlichem Wege nicht »tfchieben werden konnte, entstand eine blutige Schlägerei, iu deren Verlaufe der 28jährige August R. vier gefährliche Messerstiche an der Brust unb am Rücken erhielt. Der Schwerverletzte wurde von der RettungSableilung in« Allgemeine Krankenhaus überführt, während sei»; beiden anderen Rivalen, »i» gewisser Anton B. und ein gewisser ftarl L., be» Polizisten folgen mußten. Selbstmordversuch in der Untersuchungshaft. Der schon vorbestraste Aloi« <5 p ko»wt am Freitag be» 20. b. M. wegen Diebstahl« vor bi« Geschworenen. Obwohl er schon »ehr»al« Gelegenheit Halle, »it ber Justiz Bekanntschaft zu wachen, ergriff ihn doch eine solche Angst vor den Geschworene», daß er sich in der Nacht von Sonntag auf Montag ba« Leben zu nehmen versuchte. Er burchschnit« sich »it ber Ho'enschnalle, die er zu diese» Zwecke geschärst hatte, bie Schlagader an der rechten Sand. Rech«,eilig wurde jeboch der Selbst' «orbversuch bemerkt, so baß eine Verblutung ver-hindert werde« konnte. Auafolgung der Brlefpoft an Sonntagen. Ueber Ansuchen de> HanvelSgremium« hat ba« Havpipostamt bewillig«, baß die Briespost den Kaufleuten unb Jnbustriellen an Sonntagen von 8 Uhr 80 bi« 10 Uhr 30 »ieber au«gesolgt wird. Die Interessenten müssen bie Post jedoch entweder selbst oder aver bereu vollkommen vertrauenswürdiges Personal abholen, bamit nicht« in Berlnst gerät dezw. Unberufenen in bie Hävbe kommt. Staatliche Arbeltsdörfe. In der Zeit »o« 8. bi« 14. b. M. waren bei ber hiesigen Ar-deit»börse 148 freie Dienstplätze, 177 Personen suchte» Arbeit; in 42 Fällen vermittelte die Ar-bettfbörse. Spendenenthebung der Kaufleute. Da« •ccuttam gibt allen Mitgliedern bekannt, daß die Plakattaieln mit EnthebungSbestäligung eingelangt sind, welche alle» Kaufleuten, die sich für bie E»t-hebungSatlion erklärt haben, bezw. die« noch zu tun beabsichtigen, in ber Gremialkanzlei zur Beifügung stich«. Gesundheitswochenbericht. In der Zeit do» 8. bi« zum 14. d. M. wurde kein neuer Fall vo» anstecken»«» Krankheiten angemeldet. Wirtschaft und Verkehr. Erleichterungen für Konservenfabriken. Die Generaldirektion ber birekten Steuern studiert bie Frage der Erleichterungen für Konserven-»abriken, bie Erzeugnisse in« Ausland exportieren und di« au« dem Auslande dünne« Blech einführen »üsse», wobei sie de» Zoll für da« Blech bei der Einsuhr zu entrichten haben. Bei der Ausfuhr leidet die Konkurrenzfähigkeit ber Erzeugnisse heimischer Fabriken durch die Belastung mit dem Einfuhrzoll. Die Zentrale der Jndustnekorporationen hat alle notwendigen Schritte eingeleitet und die Generaldirektion prüft nun die Frage auf welche Weise die Kontrolle darüber auszuüben wäre, ob bie gleiche Menge Blechdosen, für welche Blech eingeführt wurde, auch ausgeführt wird. Unbefugter Tabakbau. Da sich viele Fälle ereignen, daß Tabak von unberufenen Personen angebaut wird, hat die Monopoldirektion veilantbart, baß jeder, der ohne Bewilligung Tabak pflanzt, mit einer Geldstrafe bi« 1800 Dinar, sowie Gesängni« bi« zu einem Jcchr bestraft wirb. Außerdem werden ihm bie Kulturen vernichtet. Auch die G«meinde-Vorsteher machen sich strafbar, wenn sie unbefugten Tabakbau nicht zur Anzeige bringen. Die jugoslawisch italienischen Handels-vertragsoerhandlungen. Im Laufe der gegen-seitigen BertragSverhandlungen wurde kürzlich eine Konvention über die gegenseitigen Rechte der jugoslawischen und der italienischen Staatsbürger anläßlich von Konkursen bestätigt. Diese Konvention wurde nämlich bereit« im Borjahr von Seiten der jugoslawischen Delegierten angenommen, ebenso wie eine Konvention über die Zahlung der privaten Bor-kriegS^chulden, die jetzt ebenfalls bestätigt wurde. Demnächst gelangen Fragen, die mit der Agrarreform in Verbindung stehen, zur Verhandlung. Dle Ausfuhrkredite. Wie man au« Beo-grad meldet, hat die Nalionalbank gestern die Erledigung ber Gesuche um Exportkredite zu verhandeln begonnen. Die Nalionalbank will im Sinne einer Eingabe des Verein« der Exporteure die Reparation der Kredite zeilgerecht vornehmen, damit unsere Ex-porteure mit der Ausfuhr sofort sto t beginnen können. Da unsere diesjährige Ernte qualitativ und quantitativ besser al« die unserer Nachbarn ist, wird e« e« vom Borteil sein, wenn unsere Produkt« als erste am Markt im Ausland erscheinen, umsomehr als die Nachfrage sehr groß ist. Aus die Hebung unserer Valuta wird die« ohne Zweifel von großem Einfluß sein. Der Grfliigelexport au» Jugoslawien. Die Generalzolldirektion hat soeben die statistischen Daten über den Gcstügelexport im ersten Quartal d. I. fertiggestellt. In den Monaten Januar, Februar und März wurden über 170 Waggon Geflügel im Wert von zirka 50 Millionen Dinar ausgeführt. Der Wert der GesamtauSsuhr im Vorjahr war rund 140 Millionen und 600 Waggon. Sollte die Kornernte heucr den Erwartungen entsprechen, kann mit einem Exportwert von 200—225 Millionen für 1924 gerechnet werden. Neue Stempelmarken. Die Monopol-Verwaltung hat neue Slempelmarken zu 5, 10, 20 und 50 Omar in den Verkehr gesetz'. V m mmvt* -t. .5.5.5 m 2 Autolöschjug der Freiwilligen Feuerwehr in Celje. Wie wir schon mehrfach berichteten, ist feiten« der Freiwilligen Feuerwehr in Eelje die Anschaffung eines Autolöschzuges ins Auge gefaßt. Der Zweck unseres heutigen Berichte« ist e« nun, die breite Oeffentlichkeit über Zweck und Wesen eines solchen Autolöschzuge« aufzuklären und mit diesem modernen Geräte einigermaßen vertraut zu machen. In allererster Linie unterscheidet man zwischen den gebräuchlichen Geräten eine Autoturbinen spritze und einen Autolöschzug. Die Autoturbinenspritze besteht aus einem vier-räd«rigen Autvwagen, in welchen die Turbinenspritze stabil eingebaut ist und welcher gleichzeitig auch zur Mitbeförderung der au« 6 bi« 8 Man« bestehenden Bedienung«-mannschast sowie der nötigen Schläuche, Steigleitern Feuerhacken u.s.w. dient. Bei allen eminenten Vorzügen, die diese Spritze ausweist, hat sie nur den einen Nachteil, daß sie insolge ihre« überaus großen Gewichies nicht überall ansgeftellt werden kann, d. h. daß man z.B. mit diesem Geräte nicht zu einem zwischen Wiesen und Feldern gelegenen Bach oder sonstige ergiebige Wasserstelle gelangen kann, weil die Räder de« Geräte« in da« Erdreich versinken und eine weitere Beförderung ausschließen. Der gedachte Autolöschzug, den die Freiwillige Feuerwehr in Celje zu erlangen sucht, würde nun aus einem einfachen MannschaflS-auto bestehen, aus welchem die Bedienungsmannschaft nebst allen nötigen Gerälschasten, wie Schläuche, Leitern u. s. w. Platz hätte und an welches eine zweirädrige Turbinenspritze mittelst eigener Vorrichtung angehängt werden würde. Die Stärke und Ausführung dieser Motorspritze bleibt die gleich« wie oei der Autoturbinenspritze mit stabilem Einbau, nur hat sie den speziell sür daS Gelände der Umgebung TeljeS überaus großen nnd wichtigen Vorteil, daß zwei Mann da« Gerät überallhin leichttransportieren und zum sofortigen Gebranch ausstellen können und daß man mit derselben zu den schwierigsten Wasser-stellen gelangen kann, was bei den meisten größere» Geräten, die sich gegenwärtig im Besitze der Wehr befinden, auch nicht leicht möglich ist. Eine etwas primitive Abbildung des gedachten Fahrzeuge« mit angehängter Motorspritze ist oben ersichtlich. W,r schließen un« den Wünschen und Bestrebungen der Eeljer Freiwilligen Feuerwehr gerne an, umsomehr, al« eine moderne Stadt mit großer ansblüheuber Industrie, auch eine vollkommen schlagfertige und für jede Katastrophe gerüstete Feuerwehr mit modernen Geräten besitzen soll und begrüßen nur die Idee und Absicht der Wehr aus da« wärmste. Verweigere niemand für ein der großen Allgemeinheit dienendes Werk seine volle Unterstützung zu verleihen und nach besten Kräften beizutragen um e« auch zu verwirklichen. m ; -m :>y >:<• »::&< mm/Mm. >:OSO!< snswnon * >:< >:*■ .« >:♦' >'< >:< VEREINSBUCHDRUCKEREI Herstellung von vruckarbeiten wie: lverke, Zeitschristen, Broschüren, Rechnungen, Briefpapiere, Ruverts, Tabellen, Speisentarife, Geschäfts-und Besuchskarten, Etiketten, Lohn CELEJA Vermählungsanzeigen, Siegelmarken Bolletten, Trauerparten, Preislisten, vurchschreibbücher, Drucksachen für Aemter, Aerzte, Handel, Industrie, Gewerbe, Landwirtschaft u. private ftlfltl '£rZ-rr listen, Programme,Diplome, Plakate Celje, PresemOVa lllica 5 in bester und solider Ausführung * * Kammer 50 Man hörte Hufgeklapper auf der Straße, als der Wagen vorfuhr. Die Wache faß auf. ich sprang hinein, Grady setzte sich neben den Kutscher auf den Bock, und in rasendem Galopp fuhren wir durch die Straße, i« der unser Wagen laute« Echo weckte. Ich hielt mich mühsam fest, als wir in dem Wagen hin» und hergeworfen wurden, und versuchte, in die Nacht hinausstarrend, die Sachlage zu verstehen. Konnte Godfrey recht haben? Natürlich hatte er recht. £ch fühlte e» Und doch, wie hatte sich Ervchard an des französischen Detektiv» Stelle setzen können? Wo war Pigol? Lag er irgendwo mit verkrümmten Gliedern, »it einer unscheinbaren Wände auf der Hand? Doch da» war nicht möglich — Grady und Simmond» waren ja den ganz«« Abend in feiner Gesellschaft gewesen. Und konnte dieser bejahrte Franzose mit der weißen, zarten, runzeligen Haut identisch sein mit «rlfinal- Schicht-Seife Marke „Hirsch" iat seit mehr ala 60 Jahren ala die beate und auagiebigste aller Kernseifen bekannt. Echt nur mit dem Namen Schicht und Marke „Hirach"! Schicht der gebräunten, kraftvollen Persönlichkeit, die ich al» Felix Armand gekannt hatte? Mein Verstand verwirrte sich vor dieser Unmöglichkeit — »ad doch wußte ich — ich weiß nicht warum —, daß Godfrey recht hatte. Der Wagen hielt so plötzlich, daß ich heftig auf meinen Nebenmann geschleudert wurde, und die Mann-schast riß mich beim Absteifn mit. Wir hielten vor der Tag und Nacht < Bank, und auf einen Besehl Grady» bildeten die Leute sofort einen Ring um da« Gebäude. Ein anderer Polizeiwagen stand fchon da, der Kutscher saß aus dem Bock, aber al« Grady eben im Begriffe war, sich hinüberzubegeben, erschien im Tor de» Gebäude« eine Gestalt und rief un» etwa« zu in so aufgeregtem Tone, daß ich nicht» verstand. Aber Grady hatte die Worte offenbar verstanden und eilte di« Stufen mit einer Behendigkeit hinauf, die mich bei feinem Körpergewicht überrascht», so daß ich ihm kaum zu folgen vermochte. Auf einer Seit« der Halle stand dort «ine kleine Gruppe Leute beifamen, die auf eine Gestalt herabsahen, welche aus einem Ruhebett ausgestreckt lag. Einen Augenblick später erkannte ich in der Gestalt Simmond«. Er lag auf dem Räcken, »it offenen Augen und schien zur Decke emporzustarren. Ader beim zweiten Blick erkannte ich, daß seine Augen nicht» unterschieden. Grady drängte sich durch die Leute hindurch. „Wo ist Kelley?" fragt« er. Bei diesen Worten erhob sich ein blaffer Mann ,in Uniform von einem Stuhle, in dem er sich äugen» scheinlich erschöpft halte sallen lassen. „So, da sind Sie jj,' sagte Grady und warf hm «inen wilden Blick zu. „Berichten Sie, wa» geschehen ist — aber rasch!" „<54 ist nicht viel geschehen,' stotterte der Bi-amte. „Erst ale wir unien hielten und ich absprang und den Schlag öffnete, sah ich, daß niemand im Wagen war. al» Herr Simmond«. Ich redete ihn an, aber er antwortete nicht — dann berührte ich ihn und er siel zur Seite — und dann eilte ich herein und telephonierte zur Station. Aber dort hieß e«, Sie feien bereit» nach der Bank unterweg«. Und dann gingen wir hinan» und trugen ihn hier herein — da« ist alle«, wa» ich weiß, Herr Kommissär." »Sie haben nicht» gehört — keine» Lärm von einem Kamps?" „Nicht« — keinen einzige« Laut!" »Und Sie haben auch keine Ahnung, wo der andere herau«gesprungen ist?" „Nein." „Herr Simmond» hatte eine Handtasche bei sich — haben Sie da» bemerkt?" „Jawohl. Ich habe sie auch in de» Wagen gesucht, aber sie ist nicht dort.' Grady wandte sich fluchend ab. In diese« Augenblick kamen vier oder fünf Männer von der Straße hereingerannt — die Leute vom Haupt-qjartier, wie ich mir sagte. Ich hörte, wie er in scharfem, leisem Tone mit ihnen sprach, und da»n verschwanden sie plötzlich wie sie erschiene« war». Auch unsere Leute eilten davon, und ich schloß daraus, daß Grady versuchen wollte, sdie Gegend abzusperren, in der sich der Flüchtling warscheinltch aushielt. Abrr »ein Interesse für diese Anordnungen trat jetzt hinter meiner Besorgnis um Simmond« zurück. Ich ergriff seine rechte Hand und besah sie genau. Ein tiefer Seufzer der Erleichterung entrang sich mir: sie war nicht verletzt. »Hat man schon nach einem Arzt geschickt?" sragte tch. „Gewiß," antwortete einer der Bankbeamten. .Wir haben sofort telephoniert — hier ist er schonl-sügte er hinzu, al» ein kleiner Mann mit schwarze» Barte eintrat, der die kleine schwarze Mappe unter de» Ar» trug, an der man unfehlbar den Arzt erkennt. Der Ankömmling blickte zu Simmond» hinüber, bedeutete un«, zurückzutreten, öffiete ihm die Kleider auf der Brust und horchte in der Herzgegend. Da» schaute er i« die starren Augen, zog die Lider her» unter, wartete, bi» sie wieder in die Höhe gingen und öffnete dann eilend« sein Mäppchen. . „Etwa» Wasser," sagte er. „Also ist er nicht tot?' fragte ich, nachde» einer d«r Angestellte« davongeeilt war, da» Verlangte zu besorge«. .Toi? N?in. Aber er hat irgend etwa« bekommen, da« die Herztätigkeit zum Stillstand gebracht hat." Ein Schauer lief mir den Rücke« hinab, als ich mich de« kleinen, zur Hälfte mit jener blutroten Flüssigkeit gefüllten Fläschchen» erinnert, da« Ervchard in seiner Tasche trug. Aber diese# Mal hatte er keinen Mord i» Sinne gehabt. Ich erinnerte mich der Behauptung Godsrcyi, daß er nie eine« Gegner tötete. Der Arzt arbeitet« eifrig, und nach einige« Minuten schloß Simmond« plötzlich die Angen, tat einen la»gea Alemzuz und richtete sich auf. Dann schlug er die Augen ans, und blickte unsicher und erstaunt u» sich. „Legen Sie sich lieber wieder," sagte der Arzt freundlich. „Sie sind noch ein wenig schwach." „Wo bi« ich?" sagte Simmond« leise. — Dann begegnete» seine Augen den «einigen. „Lester?' sagte er. „Wo ist er — Pigot? Doch nicht . . .* (Fortsetzung folgt.) Finnungsgeschenke! Ixt l'hren, Ketten, Ringen, Collier», Ohrgehängen, Armbändern Roienkrttazen °c>OOc In Silber dOO=°' nnd Gold in grÖMter Auswahl tu den solidesten Preisen bei R. 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