Macher RörchMatt. —«sU» »sU «sl» ■sl* -sU % jnü •: 1| Jr. IX. I I---------------------fr Anhalt: 52. und 53. Hirtenschreiben und Mittheilung der Allocution Seiner Heiligkeit des Papstes Leo XIII. vom 30. Juni 1889, betreffend das Giordano - Bruno - jj Denkmal (deutsch und slovenisch). 1 j »P» •ff'» »/p* ✓j1'» .^p» ✓p. " 52. Ssssltts^ von Hottes und des Apostotischen Stufiles Knaden Jürstöischof von Laiöach, allen Gläubigen seiner Hiöeese Weil und Segen von unserem Herrn und Heilande Jesus Christus! Von jeher, meine geliebten Diöcescmen! habt ihr an dem Loose des heil. Vaters den innigsten An-theil genommen. Ich erinnere an Pins IX. hochseligen Andenkens; an Leo XIII., unseren gegenwärtigen, glorreich regierenden Papst, und an die schönen Beweise der Liebe nnd Ergebenheit, die ihr ihnen bei jedem Anlasse gegeben. Mochte es Frend sein oder Leid, es hallte stets in eueren Herzen wieder. So darf ich hoffen, daß auch das Ereigniß, das sich am Pfingstfeste dieses Jahres in Rom zutrug, und das, weil eine empörende Beschimpfung und Verhöhnung der katholischen Kirche und ihres Oberhauptes, den heil. Vater ans das schmerzlichste berührte, euere Theilnahme für ihn wecken, nnd euch zu desto treuerer Hingabe an Gott und seine Kirche anspornen wird. Der hl. Pfingstsonntag d. I. ward nämlich zur Enthüllung eines Monumentes ansersehen, das Gotteshaß einem der ärgsten Feinde der Kirche, im Mittelpunkte der katholischen Welt, in Rom, errichten wollte. Es handelte sich um die Verherrlichung eines Apostaten, der, untren seinen Ordensgelübden nnd untreu seinem priesterlichen Stande, endlich sogar das Christenthum selbst verläugnet hat; es handelte sich um die Verherrlichung eines Gottesläugners und Wüstlings. Dieser Apostat hieß Giordano Bruno und wurde im Jahre 1548 in Italien geboren. Sein Leben ist zu traurig, als daß ich euch dasselbe weiter schildern sollte. Nur das Eine will ich erwähnen, daß er als Student in Neapel in die Hände eines Freigeistes, eines sogenannten „Jllnminaten" gefallen war, und durch diesen nicht nur um den Glauben, sondern auch um die Tugend gebracht wurde. Von daher datirt sein Verderben, und das war die Quelle seiner späteren Verirrungen, die endlich sogar zur Längnnng der grundlegendsten Wahrheiten nicht nur des Christenthnms, sondern überhaupt aller Religion gediehen. Man kann sich ungefähr vorstellen, weß' Geistes Giordano Bruno war, wenn man weiß, daß ihn sogar protestantische Kirchengemeinden ans ihrem Schooße ausschloffen nnd excommnnicirten, obwohl ihn der gleiche glühende Haß gegen Papst nnd Kirche mit ihnen verband, und obwohl er zu den begeistertsten Lobrednern Luthers gehörte, mit dem er ja auch die Apostasie vom Orden, Priesterthum und Kirche gemein hatte. Und einem 12 solchen Manne ward hener am Pfingstsonntage zu Rom ein Denkmal errichtet! Es gibt nichts schädlicheres und für die öffentliche Moral verderblicheres, als wenn solche Ehrenbezeugungen Männern zutheil werden, deren Verdienst kein anderes war, als Haß gegen die Religion und bittere Feindschaft gegen die Kirche; oder wenn sie Männern gelten, die, groß durch Treubruch gegen ihre legitimen Herrscher, auch deren Unterthanen mit Glück dazu verleiteten; Männern vielleicht auch, die sich durch nichts anderes hervorgethan vor ihrem Volke, als daß sic seine Leidenschaften weckten, ihm die Verführung der Unschuld und das Laster in schöner, glatter Sprache besangen, und religiösen Jn-differentismus, wenn nicht gar frivolen Unglauben, in berückenden Worten nahezulegen verstanden. Solche Ehrenbezeugungen, durch eine Menge von Monumenten namentlich seit der französischen Revolution und dem wachsenden Einfluße des Freimaurerthums mit einer Art Berechnung und System betrieben, sind ein wahrer Ruin für die öffentliche Moral. Indem sie ab-sehen von dem Urtheil der Religion, und also von dem Urtheil Gottes, des höchsten Richters über der Menschen Thun und Wirken, verwirren und fälschen sie auch das Urtheil des Volkes. Es fragt infolge dessen nicht mehr, was auch vor Gott und darum allein groß und verdienstlich, wahr und gut, schön und edel, was Pflicht und Recht ist; es sieht nur, was der Welt gefällt, und erleidet so täglich mehr und mehr Einbuße an seinem religiösen und sittlichen Gefühl. Was kann es aber für ein größeres Unglück geben für ein Volk, als Fälschung seiner religiösen und sittlichen Ideen? Allein gerade deßhalb, weil derlei Ehrenbezeugungen ein so mächtiges Mittel, das Urtheil des Volkes zu verwirren, und die Fälschung seiner religiösen und sittlichen Ideen zu bewirken und zu po-pularisiren, eben deßhalb greift das Freimaurerthum, die Freigeisterei und die Revolution so gerne darnach. Und eben daher auch das Giordauo-Bruno-Denkmal in Rom. Es handelte sich dabei nicht um den Mönch, sondern um den abgefallenen Mönch; nicht um den Priester, sondern um den Priester, der seinen kirchlichen Oberen, und endlich dem Papste selbst den Gehorsam gekündet; nicht um den Philosophen, sondern um den ungläubigen Philosophen ; nicht um Hochhaltung der Gebote Gottes und der Kirche, sondern um deren Mißachtung. Es sind die althergebrachten Ideen der Freimaurerei, die durch dieses Denkmal verherrlicht werden sollten: der Treubruch gegen die Kirche, die Auflehnung gegen den Papst, der freie Glaube und die freie Moral; mit Einem Worte, die Emancipation des Menschen von Gott und Kirche. Dieser Geist sollte im Giordano-Bruno - Denkmal gewißermassen verkörpert erscheinen, und immer weiter in die Massen getragen werden. Es ist höchst lehrreich, daß man zur Enthüllung dieses Denkmals gerade das hl. Pfingstfest wählte; nichts illustrirt so sehr die Ziele der Freimaurerei, als gerade dieser Umstand. Welche sind diese Ziele? An die Stelle der Kirche, die am hl. Pfingstfeste ins Leben trat, sollte die Loge; an die Stelle Christi das Widerchristenthnm; an die Stelle des Geistes Gottes der Geist der Hölle, der Geist der Negation. Daher die Rufe „Tod!" und „Nieder mit ihnen!" die man an den Pstngsttagen gegen den Papst, gegen Priester und Ordensleute, sowie gegen das weltberühmte Institut der katholischen Glanbensverbreitung, die Propaganda, in den Straßen Roms hören konnte. Daher beim Aufzuge zum neuen Denkmal neben den Freimaurerfahnen auch solche — es schaudert einem, es zu sagen — zu Ehren Satans! Wieder bewahrheitete sich bei dieser Gelegenheit das Wort des greisen Simeon bei der Opferung Christi im Tempel: „Gesetzt ist dieser ... zu einem Zeichen, welchem widersprochen werden wird". (Luc. 2, 34.) Aus dem Widerspruch gegen Christus, aus der Läugnung Christi und seiner heil. Kirche erstand das Giordano-Bruno-Denkmal; diesen Widerspruch und diese Läugnung soll es auch bedeuten, wecken und fördern. Das die Absicht dieser ganzen Denkmals - Errichtung! — Als man im Jahre 1870 Rom occupirte, erklärte man in der darüber erlassenen Proklamation, dieses zu thun im Namen der Religion; um die Kirche gegen die Angriffe der Revolution zu vertheidigen, und um die Auctorität des Papstthums gegen die Revolution zu schützen und zu garantiren. Die Haltung der maßgebenden italienischen Kreise gegenüber der Errichtung des mehrerwähnten Monumentes und ihre dabei bethätigte Connivenz beweist aber vielmehr ein weiteres Mal, daß man die weltliche Herrschaft des Papstes deßhalb vernichtete, um desto leichter auch seine geistliche Herrschaft und Auctorität, wenn es möglich wäre, begraben zu können. Wie es angesichts solchen Gräuels an heiliger Stätte dem Papste zumuthe sein mochte, könnt ihr euch leicht denken. Er selbst offenbart es uns in einer feierlichen Allocution, die er am 30. Juni an das Cardinal - Collegium hielt, und auch den Gläubigen der ganzen Welt bekanntzumachen befahl. Der heilige Vater sagt: Ehrwürdige Brüder! „Was Wir neulich in der an eben diesem Orte an Euch gehaltenen Ansprache sagten, daß neue und schwerere Unbilden gegen die Kirche und den römischen Pontifikat in dieser hehren Stadt vorbereitet werden, das ist wirklich zu Unserem größten Seelenschmerze und zum Aerger aller Guten verbrochen worden. — Deshalb haben Wir Euch außergewöhnlich zusammenrufen lassen, damit Wir den Eindruck, welchen die unwürdige That aus Uns gemacht, zum öffentlichen Ausdruck bringen und auch freimüthig, wie es sich gebührt, in Euerer Gegenwart ein so großes Unrecht verurtheilen können. Nach der Umgestaltung der Verhältnisse in Italien und nach der Einnahme der Stadt Rom haben wir in der That gesehen, daß die hochheilige Religion und der apostolische Stuhl durch eine lange Reihe von Unbilden verletzt werde. Aber die Umsturzparteien streben ungeduldig nach Schlimmerem, noch Unerreichtem. Hartnäckigen Sinnes bestehen sie darauf, die Hauptstadt des katholischen Namens zur Heerführerin jedweder unheiliger Sitte und Gottlosigkeit zu machen: und gerade hier legen sie die von allen Seiten zusammengerafften Brandfackeln des Hasses an, damit sie so durch den Angriff auf diese Feste der katholischen Kirche leichter den Eckstein selbst, auf welchem sie ruht, von: Grund aus, wenn möglich, zerstören könnten. Wahrlich, als hätten sie nicht genug Unheil schon so viele Jahre hindurch angerichtet, ja als wollten sie sich selber an Kühnheit übertreffen, stellten sie an einem der heiligsten Tage des christ- lichen Jahres öffentlich ein Standbild auf, wodurch der Geist des Trotzes gegen die Kirche den Nachkommen empfohlen und zugleich erklärt werden soll, man müsse die katholische Kirche auf Leben und Tod bekriegen. — Daß dies namentlich die Veranstalter und vorzüglichen Gönner des Werkes wollen, dafür spricht die Thatsache selbst. Sie überschütten mit Ehren einen doppelt Abtrünnigen, einen gerichtlich überwiesenen Ketzer, dessen Trotz gegen die Kirche bis zum letzten Athemzuge währte. Ja gerade aus diesen Gründen glaubten sie ihn ehren zu sollen; denn einen wahren Ruhm hat er ja bekanntlich nicht besessen. Keine besondere Wissenschaft; seine Schriften nämlich thun ihn als einen Anhänger des Pantheismus und des schmählichsten Materialismus dar, in gemeine Jrr-thümer verstrickt, nicht selten mit sich selbst im Widerspruch. Kein Tugendschmnck, da seine Sittenlosigkeit durch die äußerste Schlechtigkeit und Verderbtheit bezeugt wird, wozu nur immer ungezügelte Begierden den Menschen zu verleiten im Stande sind. Keine ruhmvollen Thaten; keine hervorragenden Verdienste gegen den Staat; seine gewohnten Künste waren Heuchelei, Lüge, Selbstsucht und Anmaßung, die keinen Widerspruch duldet; er war eine niedrige Seele und ein verkommenes Talent. Die Bedeutung der so großen Ehren, welche man einem solchen Manne erwiesen, und ihr Sinn ist demnach dieser, man soll nunmehr abseits der göttlich überlieferten Lehre, abseits des christlichen Glaubens das ganze Leben einrichten und die Geister der Menschen der Botmäßigkeit Jesu Christi gänzlich entreißen. Eben das ist bekanntlich der Plan und das Werk der geheimen Sekten, welche mit aller möglichen Gewalt ganze Staaten Gott zu entfremden streben und die Kirche und den römischen Pontifikat unaufhörlich befehden und aufs Aeußerste bekämpfen. Damit aber sowohl die Unbild größer als auch die Sache bekannter würde, ward beschlossen, die Einweihung mit großem Gepränge und mit großem Aufgebote des Volkes zu begehen. Eine zahlreiche von allen Seiten herbeigerufene Menge sah Rom in jenen Tagen innerhalb seiner Mauern; unverschämt wurden religionsfeindliche Fahnen herumgetragen, und, was am schrecklichsten ist, es fehlten auch nicht Fahnen mit Bildern des „Bösen", der sich im Himmel dem Allerhöchsten unterworfen zu sein weigerte — der Anführer aller Empörung, der Anstifter allen Verrathes. — Zur verbrecherischen That gesellten sich ttbermüthige Reden und Schriften, in welchen den erhabensten und heiligsten Dingen ohne Scham, ohne Maß Hohn gesprochen und jene gesetzlose Denkfreiheit gepriesen ward, welche die fruchtbare Mutter verkehrter Meinungen ist und sammt den christlichen Sitten die Grundlagen der Ordnung und bürgerlichen Gesellschaft erschüttert. Es war aber gestattet, ein so trauriges Werk unter langer Vorbereitung zu besorgen, zu veranstalten, und zu vollenden, nicht blos mit Wissen, sondern auch mit Begünstigung und unter reichlichem und offenem Antrieb der Obrigkeiten. Bitter und fast ungeheuerlich ist es zu sagen, daß von dieser hehren Stadt, in welcher Gott den Sitz seines Stellvertreters errichtet hat, das Losungswort von der Unabhängigkeit der menschlichen Vernunft von Gott ausgeht, und daß dort, woher der Erdkreis die unversehrten evangelischen Heilsvorschriften und Räthe zu erbitten gewohnt ist, nach ruchloser Umwälzung der Ordnung gottlose Jrrthümer und selbst die Ketzerei durch Standbilder ungestraft verewigt werden. Dahin haben Uns die Zeiten gebracht, daß wir „den Gräuel der Verwüstung an heiliger Stätte" sehen. Im Angesichte solch unwürdiger That, und da Uns die Leitung der Heerde Christi und der Schutz und Schirm der Religion anvertraut ist, protestiren Wir feierlichst gegen die der heil. Stadt angethane Schmach und gegen die schimpfliche Verhöhnung unseres heil. Glaubens und bringen dem ganzen katholischen Erdkreis mit Entrüstung und Abscheu diese gottlose That zur Kenntniß. Aber ans der Unthat kann man auch nützliche Lehren ziehen. — Daraus erhellt einmal immer mehr, ob unsere Feinde sich in der That mit der Beseitigung der weltlichen Herrschaft zufrieden geben, oder ob sie nicht etwas anderes als letztes Ziel anstreben, nämlich die heilige Macht der Päpste selbst dem Erdboden gleichzumachen und den christlichen Glauben mit der Wurzel auszurotten. — Desgleichen geht hervor, ob Wir bei Rückforderung der Rechte des apostolischen Stuhles von einer menschlichen Rücksicht, und nicht vielmehr von der Freiheit des aposto- lischen Amtes, der Würde des Papstes und der wahren Wohlfahrt Italiens selbst geleitet werden. — Endlich kann man aus diesem Gang der Dinge nur zu gut erkennen, was die zahlreichen und glänzenden Versprechungen und Garantien, welche zu geben man Anfangs kein Bedenken trug, werth sind und wohin sie ausgeschlagen haben. Die Ergebenheit nämlich und die Erweise jeglicher Verehrung, mit welchen man den römischen Papst freigebigst ehren zu wollen versicherte, haben allmälig den schwersten Unbilden und Schmähungen Platz gemacht; deren größte und vor aller Auge und Anblick bleibende nun das Standbild eines böswilligen und verkommenen Menschen ist. — Diese Stadt aber, welche, wie man versicherte, immerdar der glorreiche und sichere Sitz des römischen Papstes sein soll, soll nun das Haupt einer neuen Gottlosigkeit werden, wo der gleichsam zur Gottheit erhobenen menschlichen Vernunft eine thörichte und freche Verehrung erwiesen werden soll. Erwäget daher, ehrwürdige Brüder, welche Freiheit oder welches Ansehen Uns nach alledem in der Verwaltung des höchsten apostolischen Amtes noch übrig geblieben ist. — Nicht einmal Unsere Person ist frei von Besorgniß und Gefahr, denn Jedermann weiß, wozu die Umsturzparteien sich verschworen und was sie anstreben; und jeder sieht, daß sie mit Benützung günstiger Zeitpunkte täglich sowohl an Zahl als an Unverschämtheit zunehmen und bei sich beschlossen, nicht eher zu ruhen, als bis die Dinge zum äußersten gebracht sind. Wenn bei dem Anlasse, welchen Wir gegenwärtig beklagen, ihnen, übrigens lediglich aus Nützlichkeitsrücksichten, nicht so große Freiheit gewährt ward, daß sie ihre verruchten Pläne auch mit Gewalt und roher Faust hätten verfolgen können, so kann doch niemand versichert sein, daß sie nicht einmal bei gegebener Gelegenheit auch zu diesem Frevel schreiten werden, zumal Wir in der Gewalt von Leuten stehen, welche sich nicht scheuen, Uns öffentlich zu verleumden, als ob Wir den Interessen Italiens abhold und feindselig wären. — Nicht minder steht zu befürchten, daß die zu jeder Schandthat bereite Kühnheit verworfener Menschen und die Macht entfesselter Leidenschaften nicht immer also werde im Zaume gehalten und unterdrückt werden können, wenn nämlich einmal besorgnißvollere und bewegtere Zeiten kommen, sei es infolge bürgerlicher Unruhen und Staatsumwälzungen, sei es infolge unglücklicher Wechselfülle im Kriege. Aus allem dem ist es augenscheinlich, in welcher Lage das oberste Haupt der Kirche, der Hirt und Lehrer der katholischen Welt sich befindet. Unter der Bitterkeitdieses Grames und der Last der Sorgen müßten Wir, zumal Wir am Abende des Lebens stehen, nahezu gebrochen und anfgerieben werden, wenn Uns Mnth und Kräfte nicht sowohl das sicherste Vertrauen, Christus werde seinem Stellvertreter die göttliche Hilfe nicht versagen, als auch das Bewußtsein der Pflicht aufrecht erhielte, welches Uns heilig gebietet, das Steuerruder der Kirche desto fester zu führen, je heftiger der von der Hölle gegen sie erregte Sturm der Jrrthümer und Leidenschaften wüthet. — Ja, alle Hoffnung und Vertrauen setzen Wir auf Gott, um dessen Sache es sich handelt; überdies; aber vertrauen Wir auf die wirksamste Fürbitte der großen Jungfrau, welche Wir mit heißer Jun-brunst des Herzens anflehen, der Helferin der Christen, und der heiligen Apostelfürsten Petrus und Paulus, in welchen diese hehre Stadt, zu ihrem Besten, immerdar Schutz und Schirm gefunden. Wie aber Ihr, ehrwürdige Brüder und Theil-nehmer an Unseren Schmerzen, auch Euere Gebete vereint mit Uns zu Gott, dem Erhalter und Vertheidiger seiner Kirche, emporsendet, so zweifeln Wir nicht, daß auch die ehrwürdigen Brüder, die Bischöfe Italiens, beständig dasselbe thun, und gegenüber den Gefahren der Zeit mit desto angestrengterer Sorgfalt und Tätigkeit für ihre Gläubigen bedacht sein werden. — Insbesondere ermahnen Wir sie, denselben die Schlechtigkeit und Treulosigkeit der Pläne zu zeigen und klarzulegen, welche die Feinde der Religion nicht minder wie des Vaterlandes auszuführen unternommen haben; sowie, daß es sich um das höchste und einzigwahre Gut handle, das da im katholischen Glauben besteht; daß die Feinde nichts angelegentlicher betreiben, als wie sie die Völker Italiens von jenem Glauben loszureißen und abzubringen vermöchten, durch den sie doch so lange in Ruhm und Wohlfahrt aller Art geblüht haben; daß es aber für katholische Männer durchaus unstatthaft wäre, gegenüber so großen Gefahren zu schlafen oder ihnen nur leise zu begegnen, sondern daß sie muthig sein müßten, ihren Glauben zu bekennen, ihn standhaft zu schützen, und ohneweiters bereit, nöthigenfalls auch jeden Verlust dafür zu erleiden. — Solche Belehrungen und Ermahnungen gehen aber die Römer noch näher an, deren Glauben bekanntlich alle Tage größere Gefahren und Nachstellungen zu bestehen hat. Je größer das Gut des Glaubens, das sie von Gott erhielten, indem sie diesem apostolischen Stuhle am nächsten stehen, und durch so viele Bande mit ihm verknüpft sind, desto mehr sollen sie bedacht sein, darin zu verharren, würdig ihrer Väter und Ahnen, deren Glauben auf dem ganzen Erdkreis geehrt und gepriesen wurde. Sie aber, und alle Italiener und sämmtliche Katholiken allüberall mögen nicht ablassen, sowohl durch Gebete als auch durch gute Werke aller Art von Gott zu erlangen, daß er seinen durch so viele gottlose Schmähung und thörichte Bekämpfung der Kirche herausgeforderten Zorn mildreich besänftige und den vereinten Bitten der Guten um Barmherzigkeit, Friede, und Heil gnädigst willfahre." So der hl. Vater. — Geliebte im Herrn! Der Schmerz des Vaters ist auch der Schmerz der Kinder; seine Gefahr auch unsere Gefahr; die Schmach, die man, der Religion wegen, ihm anthat, ist angethan auch allen denen, so gleiche Religion mit ihm verbindet. Denn nicht der P e r s o n des Hl. Vaters gilt der Kampf, den man gegen ihn führt, sondern dem Glauben und der Religion, welche er nach Gottes Anordnung zu hüthen hat; und da dieser Glaube eben unser Glaube, unsere Religion, so gilt der Kampf auch uns. Es wäre ein schwerer Jrrthum, zu meinen, das Schicksal des Papstes und des apostolischen Stuhles betreffe nicht auch uns. Man will den Hirten schlagen, um desto leichter die Heerde zu zerstreuen; man will den Hüther des Glaubens und der Religion unwirksam machen und lahmlegen, um desto leichter die Saat des Unglaubens auszustreuen; man will das Fundament erschüttern, um desto sicherer das Gebäude über demselben in Trümmer zu legen. Das ist das Ziel all' der Angriffe gegen den Papst bis herab zu den Insulten, die mau ihm iu den Pfingsttagen an-gethan hat. Rom, einstens die Stadt unzähliger Blutzeugen f it r den Glauben, soll nun eine gastliche Stätte werden für die Vertäugner des Glaubens, und der kirchliche Mittelpunkt des Christenthums der Herd eines neuen Heidenthums. Deutlich künden das die Reden voll Haß und Galle, die gelegentlich der Enthüllung des Monumentes gehalten wurden, und die mit erschreckender Offenheit gestanden, es gelte diese Verherrlichung eines Apostaten einer neuen Religion; einer Religion, in der nicht mehr der unsterbliche Gott, sondern die Göttin „Vernunft" herrsche und triumphire. All' dem gegenüber, meine Theueren! muß jeder voll und ganz seinen Mann stellen. Vor Allem muß uns jederzeit eine lebendige Ueberzengung und ein tiefes Gefühl der n o t h w e n d i g e n Zugehörigkeit zum Papste, als dem von Gott gesetzten Hüther des Hl. Glaubens, beseelen. Wir dürfen daher nicht nur nicht dulden, daß das Band der Vereinigung mit dem Oberhaupte der Kirche irgendwie gelockert werde; wir müssen vielmehr dasselbe jederzeit fest und unversehrt erhalten und zu stärken trachten. Und das thun wir durch ausnahmslose Annahme aller Glaubens- und Sittenlehren, die uns der Papst als göttliche Wahrheit verkündet, und durch pünetlichen Gehorsam gegen die Anordnungen, die er in der Leitung der Kirche zu treffen befindet. Gar manche gibt es, die da glauben, Katholiken zu sein, in Wahrheit sind sie es aber nicht. Deßhalb aber sind sie es nicht, weil sie glauben und thun, soviel sie wollen, nicht aber soviel ihnen die Kirche zu glauben und zu thun vorstellt und befiehlt. Nicht sie richten sich nach dem Glauben, sondern sie richten den Glauben nach sich; nicht sie folgen Gott, sondern sie wollen, daß Gott und seine Kirche nach ihnen sich richte und ihnen folge. Wer nur so glaubt, der glaubt nicht zum Heile; denn er glaubt nicht christkatholisch. Durchdrungen von der Erhabenheit der Stellung, die der Papst nach Anordnung Gottes in der Kirche einnimmt, und von der Wahrheit, daß nur dort die Kirche Christi, wo der Papst, müssen wir ferners darauf sehen, daß es dem Papste auch jederzeit möglich, seiner hohen Aufgabe nachzukommen. Wie Gottes Wort und Gottes Gebot nicht abhängig sein kann von der Menschen gutem oder bösem Wollen, also muß auch der Herold und der Interpret des Wortes Gottes, der Papst, unabhängig sein von aller menschlichen Gewalt. Er darf nicht gehindert werden, Gottes Wort zu verkünden, auch wenn es ungelegen kommt; und er muß jederzeit frei von aller irdischen Rücksicht und Gewalt verlangen und anordnen können, was immer das Interesse der unsterblichen Seelen erheischt. Wie Gott in seinen Gerichten Niemandens Diener, also kann es auch derjenige nicht sein, der uns nach Gottes Willen eben die Wege zu weisen hat, ans denen wir wandeln müssen, um dereinst Gottes Gerichte nicht zu fürchten zu haben. Mit einem Worte: der Papst muß behufs Ausübung seines hehren, übernatürlichen Amtes frei und unabhängig sein. — Diese Freiheit und Unabhängigkeit kann er aber bei der jetzigen Gestaltung der menschlichen Gesellschaft ordentlicher Weise nicht haben, als wenn er auch in weltlicher Hinsicht Niemandens Diener, Niemandens Unter-than, sondern selbst unabhängiger, souveräner Landes-fürst ist. Es ist ja, wenn auch ein abgebrauchtes, so doch noch immer wahres Wort: Weß' Brod ich eß', deß' Lied ich sing'. Deßhalb ist die Wiederherstellung eines entsprechenden, von jedem anderen Staate unabhängigen päpstlichen, oder, was dasselbe ist, kirchenstaatlichen Gebietes eine Forderung, die im Interesse des Glaubens, im Interesse des Reiches Gottes auf Erden selbst gelegen ist. Auf die Wiederverwirklichung dieser Forderung können und dürfen wir daher nicht verzichten; wir müssen vielmehr alle Tage das diesbezügliche Recht der Kirche reclamiren, wie wir auch alle Tage beten: Zukomme uns dein Reich. Gerade die Freiheit und Unabhängigkeit des Papstes ist uns ja Gewähr, daß uns das Reich Gottes und seine Segnungen, soweit es auf das Haupt der Kirche ankommt, voll und unverkümmert zukommen können. In dem Schreiben, in welchem befohlen wird, den Gläubigen die Ansprache des heil. Vaters, die ihr gehört habt, zur Kenntniß zu bringen, wird den Bischöfen auch aufgetragen, dieselben zu warnen vor der Freimaurerei. In dieser Beziehung nun, meine Theueren! genügt es nicht, dem Freimaurerbund nicht anzugehören, worauf ja bekanntlich die Excommuni- catton gesetzt ist; sondern man mutz sich auch vor dem Geiste und den Grundsätzen der Freimaurerei hüthen. Gar Viele, die zwar dem Verbände nicht angehören, sind erfüllt von deren Geiste, und arbeiten ihr, wenngleich oft vielleicht auch ohne ihr Wissen, in die Hände. Welcher ist dieser Geist? Es ist, wie ich schon früher gesagt, ebenderselbe, den man durch die Errichtung des Giordano - Bruno - Denkmals feiern wollte: der Abfall von Christus, die Auflehnung gegen Papst und Kirche, der freie Glaube und die freie Moral; mit einem Worte, die Emaneipation des Menschen von Gott. Es ist das, was vor nicht gar so vieler Zeit in gewissen Kreisen als Ziel der Neu-schnle bezeichnet wurde: Man mutz aus Christen Menschen machen. Nicht blotz die Etttchristlichung und Entkirchlichnng, sondern die Entgöttlichung des Menschen, wenn man so sagen darf, uni) aller der verschiedenen, privaten und öffentlichen menschlichen Verhältnisse — das ist das letzte Ziel der Freimaurerei. Diesem Ziele entspricht so ganz die der Freimaurerei eigene Läugnuug einer übernatürlichen göttlichen Offenbarung, und der Notwendigkeit des Glaubens. Wir wissen ja aus der Geschichte, wohin die Menschheit allmälig gelangt, wenn sie die Leuchte des geoffenbarten Glaubens einmal verläßt: zum Heidenthum, zum Unglauben, zu einem Leben, das Gott und seine Gebote nicht kennt, und in seinem Thun daher thatsächlich entgöttlicht, von Gott losgerissen ist; d. h. eben dahin, wo sie die Freimaurerei haben will. — Ans dieser Läugnuug der Offenbarung und des Glaubens aber, wie vieles ergibt sich daraus, das auch in sogenannt christlichen Staaten heutzutage das öffentliche und private Leben und Denken mehr minder beherrscht! Es ergibt sich zunächst die Läug-nnng Christi und seiner Gottheit. Daraus folgt weiters die Läugnuug der Kirche Christi, der Lehrmeisterin der Offenbarung; und des unfehlbaren Hiithers der Offenbarung, des Papstes. Daher dann die eonfessions-lose Schule; daher der Grundsatz: die Wissenschaft und ihre Lehre ist unabhängig von aller Offen-barnngslehre, und kann daher auch das gerade Gegen-theil davon behaupten; daher auch die Beseitigung der kirchlichen und die Aufstellung der ausschließlich- staatlichen obersten Schulaufsicht; daher endlich auch die Furcht und Angst, die so Viele vor dem Dogma haben, und das Verlangen, nur die Moral, aber nicht etwa die christliche, sondern nur die reinmenschliche Moral in den Schulen zu lehren. Allerdings, wenn man sieht, was auf Basis dieses Grundsatzes in Kunst und Literatur alles geleistet wird und doch immer noch als sittlich und ehrlich gilt, dann weiß man auch, was es mit dieser reinmenschlichen Moral für ein Bewandtniß hat. — Mit der Offenbarung fallen auch die übernatürlichen Gnadenmittel, deren Ausspendung von Gott der Kirche zur Pflicht gemacht ist. Das heil. Saerament der Ehe wird zu einem bloßen Civilcontract, der so leicht, wie eingegangen, auch wieder gelöst und seiner Pflicht ledig erklärt wird. Das ganze Leben von der Wiege bis zum Grabe wird sozusagen laisirt. Wie man den Priester nicht will zur Taufe, so verwahrt man sich gegen ihn auch auf dem Todtenbette; das christliche Begräbnis; mutz der Civilbestattnng weichen, die Beerdigung der Todten der Verbrennung der Leichen. — Fällt die Offenbarung und gibt es keine Gnadenmittel, so fällt natürlich auch der Priesterstand, welchem die Erhaltung der Offenbarung und die Ausfpendnng der Saeramente anvertraut ist. Daher die Behinderung desselben, indem man durch den Geist, der das moderne Unterrichts- und Erziehnngswesen bereits von der untersten Stufe au beherrscht, den Beruf zum Priesterstande möglichst schon im Keime erstickt, und indem man überdies; den Eintritt in denselben erschwert, oder den Unterhalt des Clerns durch Einziehung des Kirchenvermögens verkürzt. Daher auch der nimmerruhende Ruf nach Aufhebung der Klöster. Und wie es bei solcher Anschauung keine über das menschliche Erkennen erhabene, und demnach von der menschlichen Vernunft unabhängige Wahrheit gibt, so auch keinen unabhängigen Klerus. Derselbe soll, soweit er überhaupt noch geduldet wird, die Norm seines Handelns endlich nicht der übernatürlichen Wahrheit und den übernatürlichen Geboten Gottes entnehmen, sondern lediglich den Verfügungen des Staates, auch wenn diese den Geboten Gottes schnurstracks widersprechen. Nicht mehr ein Diener des lebendigen Gottes darf nach solcher Anschauung der Priester feilt, sondern ein willfähriges Werkzeug des Götzen „Staat". — Aus der Läugnung der Offenbarung folgt auch der confeffionslose Staat, dem jede Confession gleich viel, d. H. gleich wenig wiegt, und der es, zumal für das öffentliche Leben, als etwas höchst Ueberflüssiges betrachtet, sich für confessionelle Angelegenheiten einzusetzen. Am besten — so wird es vielfach verlangt — stillschweigend über den Glauben hinausgehen (d. H. in Wirklichkeit Gott und seine heil. Kirche in den Winkel stellen); dafür aber, ohne Unterschied des Standes und der religiösen Grundsätze, ohne Gott sich vereinigen in der einen Sorge für das „Vaterland", für die „Aufklärung" des Volkes, und was derartige Schlagwörter mehr sind, die je idealer sie klingen, desto leichter das Gift falscher Grundsätze verbergen, Arglose und Unerfahrene fangen, und die letzten Ziele, worauf es bei der Läugnung der geoffenbarten Religion und der Kirche abgesehen ist, verdecken. Als ob Gott, der Allerheiligste und Allgütige, und die Rücksicht auf sein Wort und Gebot irgendjemals schädigend sein könnte für das Wohl eines Landes! Und als ob die menschliche Kurzsicht und Ohnmacht allein die Völker besser lenken und zu höherer Blüthe bringen könnte, als wenn sie einherschreitet ans den Wegen der geoffenbarten Weisheit Gottes und sich stützt auf seine Macht! Als ob es endlich nicht tausendfach, durch Vernunft und Erfahrung, bewiesen wäre, daß, wenn Gott der Herr nicht baut das Haus, die Werkleute vergebens arbeiten, und daß vergebene Mühe alle menschliche, und darum immer nur äußerliche Sorge für die Gesellschaft, wenn sie der höheren inneren Obsorge Gottes dabei ent-rathen zu können vermeint! Doch genug der Aufzählung dessen, was sich aus dem letzten, im Wesen der Freimaurerei gelegenen Ziele ergibt, und daher der Freimaurerei dient, gleichviel ob der innere Zusammenhang solcher Folgesätze mit Ziel und Grundlage der Freimaurerei von dem Einzelnen erkannt wird, oder nicht. Es genügt schon dieses Wenige, und die Thatsache, daß solche und ähnliche, den Geist der Freimaurerei athmende, weil die Läugnung der Offenbarung Gottes involvirende Grundsätze in so Vielen die Richtung ihres Denkens und Handelns bestimmen, — es genügt, die Wahr- heit zu erhärten, daß Viele, wenn sie auch nicht dem Verbände der Freimaurerei angehören, doch durch Annahme und Gutheißung, durch Vertheidigung und Verbreitung derartiger Grundsätze ihr nur zu wirksam in die Hände arbeiten. Es genügt aber auch, um zu zeigen, wie sehr im Rechte der heil. Vater ist, wenn er nicht abläßt, immer und immer wieder die Gläubigen zu mahnen und durch ihre Bischöfe mahnen zu lassen, daß sie sich hüthen vor der Freimaurerei und ihren verführerischen Grundsätzen. Wohlan denn, meine Theueren! Folget dieser väterlichen Mahnung, und haltet jenen Grundsätzen gegenüber jederzeit fest, felsenfest an der katholischen Wahrheit, und an dem Gehorsam, welchen wir der warnenden Stimme unseres obersten Hirten in allen Lagen unseres Lebens schulden. Nie darf die geoffenbarte Wahrheit von uns zum Stillschweigen verurtheilt, und in das Ablebestübchen verbannt werden, wo man ihr aus Klugheitsrücksichten eine zeitlang vielleicht noch mit einigen äußeren Achtungsbeweisen begegnet, um ihre Forderungen sich aber nicht kümmert. Nein, sie muß vielmehr die Magnet-nadel sein, an der wir uns in den verschiedenen Fragen des öffentlichen, wie des privaten Lebens jederzeit orientiren und unsere Stellungnahme bestimmen. An euch, christliche Eltern! ergeht aber noch meine besondere Bitte. Eingangs dieses meines Schreibens sagte ich euch, wodurch der unglückliche Giordano Bruno auf Abwege gebracht wurde. Es geschah dadurch, daß er Freigeistern und frivolen Spöttern in die Hände fiel. An dieser Sorte von Leuten fehlt es auch heutzutage nicht, und darum meine ernste Bitte an euch, ihr Eltern, sowie an Alle, die, sei es ständig, sei es vorübergehend, deren Stelle bei der Jugend zu vertreten haben: Wachet über die Jugend, die euch anvertrant ist; wachet darüber, mit wem sie verkehrt; wachet darüber, ans welchen Büchern und Schriften sie ihre geistige Nahrung schöpft; wachet, daß nicht unter glänzender Hülle und unter der Maske der Freundschaft sich tödtliches Gift in ihre Seele einschleiche, und sie verderbe für Zeit und Ewigkeit! Wenn der göttliche Heiland über Jene, so die Jugend ärgern, und ihren Glauben an Christus, und folglich auch an seine Kirche, zerstören, mit furchtbarem Ernste sagt, es wäre ihnen besser, daß ein Mühlstein an ihren Hals gehängt und sie versenkt würden in die Tiefe des Meeres: welches, glaubt ihr, müßte dann wohl dereinst euer Loos sein, wenn von euch selbst, den berufenen Hüthern der Jugend, das Aergerniß ausginge, oder wenn ihr ruhig zusähet, wie Andere das Gift ihres Glaubens- und Priesterhasses — nun unter der Hülle der Gelehrsamkeit, nun unter dem Gewände angenehmer Leetüre; nun mit dem Ansehen wissenschaftlichen Ernstes, nun mit Spöttelei und schaalen Witzen; nun durch das geschriebene Wort, und nun durch dessen Verkörperung aus der Bühne — in ihre Herzen einträufeln ! Ein schweres Verbrechen, wie ihr gesehen, ward in Vom verübt; ein Verbrechen gegen Gott und die Religion, gegen Christus und seinen Gesalbten, gegen die Kirche und den Papst. Das Giordano - Bruno-Denkmal in Rom ist so recht ein Gräuel der Verwüstung an hl. Stätte, bestimmt den Glauben zu zerstören, dadurch Gott dem Herrn Anbeter zu entziehen und so den Himmel selbst zu entvölkern und zu verwüsten. Ausgehend von der Verläugnung des geoffenbarten, christlichen Glaubens, ohne den es unmöglich, Gott zu gefallen und in den Himmel zu gelangen, will es ja nichts anderes, als durch Anpreisung und Verherrlichung dieser Verläugnung die gleiche Gesinnung auch in Anderen verbreiten. — Solch einer Frevelthat nun dürfen wir nicht kalt und gleichgiltig gegenüberstehen, sondern, wie sie schreit um Rache zu Gott, so müssen hinwiederum unsere Gebete rufen um Verzeihung und Erwärmung ; der Beleidigung der Einen muß die Sühne der Anderen gegenüberstehen. Die Anstrengungen für die Hölle müssen solchen für den Himmel begegnen. Suchen die Einen, zu verführen und zu verderben, müssen die Anderen suchen, zu retten und aii bewahren. Dadurch, daß wir trachten gntzumachen, was Andere gefehlt, müssen wir zeigen, daß wir Jesum Christum und sein Werk auf Erden verstehen. Jesus Christus ist ja dazu auf die Welt gekommen, um genugzuthun, zu sühnen, die nöthigen Gnaden zu verdienen. Und darum müssen auch wir, wenn anders Jesu Christi Geist in uns lebt und wirkt, in ähnlicher Gesinnung handeln und wandeln; insbesondere also für unsere und unserer Mitmenschen Schuld durch Werke der Frömmigkeit und Buße Genugthuung leisten. Zu diesem Ende, meine Theueren! wollen wir am letzten Sonntag im October (27. gen. Monates) in der ganzen Diöcese, und zwar in allen öffentlichen Seelsorgekirchen, eine gemeinschaftliche Betstunde vor ausgesetztem hochwürdigsten Gute Halten,, um Gott dem Herrn Abbitte und Ersatz zu leisten; den Irrenden Verzeihung und Umkehr, Jenen aber, die da glauben zu stehen, die Gnade zu erbitten, daß sie nicht fallen, sondern den Glauben, den sie bekennen, auch in ihrem ganzen privaten und öffentlichen Leben durch die Werke bezeugen. (Diese Betstunde kann auch in anderen Kirchen stattfinden, in denen das Allerheiligste regelmäßig aufbewahrt wird. Die nähere Bestimmung der Zeit, ob Vor- ob Nachmittag, oder ob beides, bleibt den hochwürdigen Herren Kirchenvorstehern überlassen.) Während der Betstunde ist der „schmerzhafte" Theil des Rosenkranzes zu beten in Erinnerung daran, welch' tiefer Schmerz durch die mehrerwühnte Frevelthat dem göttlichen Herzen Jesu und seiner gebe-nebelten Mutter angethan ward. Die Pfarrmesse ist an diesem Tage vor ausgesetztem hochwürdigsten Gute zu lesen, und möge in derselben, wie auch in allen übrigen Messen, nach der Collecte pro Papa auch jene sub n. 10. inter orationes diversas eingeschaltet werden. Nach der Messe, vor dem Segen mit dem Allerheiligsten, ist dann noch je ein „Vater Unser" und „Gegrüßt sei Du Maria" zu beten zu Ehren des Hl. Josef und des Hl. Michael, die wir als besondere Patrone und Vertheidiger der Hl. Kirche verehren, und endlich das gewöhnliche Gebet für den Papst. Euch aber, meine geliebten Diöcesanen! bitte ich, daß ihr an diesem Tage überdieß recht zahlreich zu den heil. Sacramenten tretet. Denn, wie könnten wir Ersatz und Abbitte leisten, wenn unsere Herzen selbst Gott dem Herrn entfremdet wären durch die Sünde? Zudem, wie könnten wir Gott besser genugthun, als wenn wir mit lebendigem Glauben, mit vertrauensvoller Hoffnung und kindlicher Liebe eben Denjenigen in unser Herz aufnehmen, welchem durch die Verherrlichung der Apostasie der Glaube 13 versagt, die Hoffnung gekündet und die Liebe entzogen werden wollte? Und endlich, was könnte unsere Ge-nugthuung Gott wohlgefälliger machen, als wenn wir uns vereinigen mit dem Lamm Gottes, welches hinwegnimmt die Sünden der Welt? Und darum nochmals die Bitte: Empfanget bei dieser Gelegenheit in der Kübnch, am 26. September 1889. angegebenen Intention recht zahlreich, mit würdiger Vorbereitung, das Hl. Sacrament der Buße und des Altars. Der Segen des Allmächtigen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Hl. Geistes, komme über euch und bleibe immerdar mit euch. Amen. f Jarobils, Fürstbischof. Anmerkung: Aus vorstehendem Hirteuschreibeu ist jedenfalls die päpstliche Allocittion den Gläubigen ganz vorzulesen. Dieselbe wird selbstverständlich mit entsprechenden Erklärungen zu begleiten sein, zu welchem Ende das Hirtenschreiben beigegeben ward. Es bleibt aber den hochw. Herren überlassen, auch das Hirtenschreiben selbst zur Verlesung zu bringen. Auf alle Fälle muß aber die Lesung so eingerichtet werden, daß sie am Sonntag vor der angeordneten Andacht vollendet sei. Am Sonntag aber, wo die Betstunde stattfindet, ist eine der Veranlassung entsprechende Predigt zu halten. 53. 5J po usmiljenju bozjem in apostolskega sedeza milosti knezoskof ljubljanski, Ysem vernim svoje skolije pozdrav in blagoslov od Gospoda in Izvelißarja Jezusa Kristusa! Od nekdaj, dragi moji! ste kazali najiskreneje socutje s stanjem sv. Oceta. Spominjam na Pija IX. preblazega spomina; na Leona XIII., nasega se-danjega, slavno vladajocega papeza, in na lepe dokaze ljubezni in vdanosti, katere ste jim dajali o vsaki priliki. Naj je bilo veselje ali zalost, vsikdar je odmevalo v vasik sreih. Zato smem upati, da bode tudi dogodek, ki 86 je vrsil letosnji binkostni praznik v Eimu in 8 katerim se je grozovito sramotila in zasmeho-vala katoliska cerkcv in njen poglavar, vzbudil vase socutje za njega ter vas vspodbnjeval, to-liko tesneje oklcpati se Boga in njegove cerkve. Binkostno nedeljo t. 1. so si izbrali namrec za odkritje nekega spomenika, ki ga je liotelo sovrastvo do Boga postaviti jednemu najhujih cerkvenih sovraznikov v srediscu katoliskega sveta, v Eimu. Povelicevali so odpadnika, ki se je iz-neveril svojim redovnim obljubam, izneveril du-kovniskemu stanu, slednjic zatajil celo krscanstvo; proslavljali so bogotajea in razuzdanca. Ta odpadnik se je imenoval Giordano Bruno ter je bil porojen 1.1548 na Laskem. Njegovo zivljenje je prezalostno, da bi vam je obsirneje opisaval. Le jedno hocem omeniti. Kot dijak padel je v Neapolu v roke nekega prostomisljaka, nekega takozvanega „razsvetljenca“. Ta ga je pripravil ne le ob vero, ampak tudi ob krepost. Od tod izkaja njegova sprijenost, in to je bil vir njegovih kasnejih zmot, v katerih je zabredel tako dalec, da ni tajil le temeljnih resnic krscanstva, ampak sploh vsako vero. Lahko si primeroma mislimo, kakega duha je bil Giordano Bruno, ako vemo, da so ga celo protestantovske cerkvene obeine izkljucile in iz- pabnile izmed sebe, dasi ga je druzilo z njimi enako besno sovrastvo proti papezu in eerkvi. in ceprav je bil jeden naj bolj navdusenih preslavlje-valcev Lutrovih. Saj je bil tudi on enak temu, od-padnik od reda, duhovenstva in cerkve. In takemu mozu postavili so letos, binkostno nedeljo, v Eitnu spomenik! Ni je skodljiveje in za javno nravnost po-gubljiveje stvari, kakor ce se take casti skazu-jejo mozem, ki niso imeli druge zasluge, kot sovrastvo proti veri in trpko sovrastvo proti eerkvi; ali ce veljajo mozem, ki so veliki v tem, da so prelomili zvestobo do svojih zakonitih vla-darjev, ter se jim je tudi posrecilo, se njihove podlozne v to zapoljati; mozem znabiti tudi, ki se niso v nicemer drugem odlikovali pred svojim narodom, kakor da so vzbujali njegove strasti, mu v lepem, gladkem jeziku opevali zapeljevanje nedolznosti in hudobijo ter z mamljivimi besedami ga zazibali v versko vnemarnost, ce ne celo v golo nevero. Taka proslavljanja, ki se nekako redno ponavljajo zlasti od francoske prekucije sein in odkar vpliv prostozidarstva bolj narasca, ter se kazejo v tem, da se postavlja nekako z narne-nom cela vrsta spomenikov, so pravi pogin javne nravnosti. Ker se ne ozirajo na sodbo sv. vere, in tedaj ne na sodbo Loga, najvisjega sodnika cez clovekovo dejanje in nehanje, premotijo in popacijo tudi sodbo narodovo. Vsled tega ta nie vec ne vprasa, kaj je tudi pred Bogom prav, in zato e d i n o veliko in zasluzno, resnieno in dobro, lepo in plemenito, kaj je dolznost in pravica; vidi le to, kar je svetu vsec, ter izgublja tako dan na dan bolj svoje versko in nravno custvo. Ali si je pa mogoce misliti veejo nesreco za kak narod, kakor ce se mu popacijo njegova verska in nravna cutila ? Toda prav zarad tega, ker so enaka pre-slavljanja tako mogoeno sredstvo za zmedenje narodove sodbe ter za kvarjenje njegovih verskili in nravnih idej, prav zato se jih prostozidarji, prostomisljaki in prekueuhi tako radi posluzujejo. Od tod Giordano Brunov spomenik v Rimu. Niso se pri tem menili za meniha kot meniha, ampak za odpalega meniha; ne za duhovnika, marvec za duhovnika, ki je svojim cerkvenim predstoj-nikom in slednjic celo papezu samemu odpo-veda 1 pokorscino; ne za modrijana, ampak za nevernega modrijana; ne za spostovanje bozjih in cerkvenih zapovedij, ampak za n jih ovo zanicevanje. Stari nauki prostozidarjev so, kateri naj bi se s tem spomenikom povelicevali: nezvestoba proti eerkvi, upor proti papezu, prost.% vera in prosta moräla; z jedno besedo, oproscenje cloveka od Loga in cerkve. Ta duh bi se moral v Giordano Brunovem spomeniku nekako vtelesiti in zmeraj bolj siriti med ljudstvo. Jako podueno je, da so si za odkritje tega spomenika izbrali ravno sveti binkostni praznik. Nie ne pojasnjuje namenov prostozidarstva bolj, kot ta okolnost. Kateri pa so ti narneni ? Na mesto cerkve, ki se je zacela binkostni praznik, morala bi priti prosto-zidarska loza; na mesto Kristovo, protikristijan-stvo; na mesto duha bozjega, duh peklenski, duh zanikanja. Od tod klici: „smrt!“ in „ob tla z njimi“, ki so se culi binkostno dni po rimskih ulicah proti duhovnikom in redovnikom, kakor tudi proti pro-pagandi, svetovnoznanemu zavodu za razsirjanje katoliske vere. Zato pri sprevodu k novemu spomeniku razun prostozidarskih zastav tudi take — groza spreletava cloveka, to povedati — v cast satanu! Zopet se je vresnicila ob tej priliki beseda starcka Simeona pri darovanju Kristusa v tem- peljnu: „Ta je postavljen...................v znamenje, kateremu se bode nasprotovalo“ (Luk. 2. 34.). Iz nasprotovanja proti Kristusu. iz zatajenja Kristusa in njegove sv. cerkve nastal je spomenik Giordano Bruna; to nasprotovanje, to tajenje naj kaze, vzbuja in podpihuje; to je namen pri napravi tega spomenika! — Ko so se leta 1870 Rima polastili, rekli so v razglasu, ki so ga o tej priliki izdali, da so to storili v imenu vere; da bi varovali cerkev proti napadom prekucije, in da bi branili in zagotovili veljavo papestva proti pre-kueiji. Vedenje odlocilnih italijanskih krogov pri napravi ze veckrat imenovanega spomenika, in njihova naklonjenost temu pocetju nasproti pa zopet z novega dokazuje, da so svetno oblast pa- 13* pezevo zato unicili, da bi tem lozje pokopali tudi njegovo duhovno vlado in veljavo, ce bi bilo mogoce. Lahko si mislite, kako je bilo pac sv. Ocetu pri srcu, videc toliko gnjusobo na svetem raestu. Sarai nam razodenejo v slovesnem nagovoru. kateri so govorili 30. j uni ja v zboru kardinalov, ter ukazali ga razznaniti tudi vernim po eelem svetu. Sv. Oce pravijo: „Castitljivi bratje! Kar smo pri zadnjera Naseni nagovoru ravno na tem kraju trdili, da sc v tem svetem raestu pripravljajo nove in se hujse krivioe zoper cerkev in rimskega papeza, se je v najveco na so zalost in v veliko nevoljo vseh dobrih res zgodilo. — In zato smo Vas izvanredno sklicali, da raoremo javno izraziti, kako hudo nas je malopridno de-janje zabolelo. ter prostodusno, kakor se spodobi, vprico Vas toliko krivico obsoditi. Po laskem prevratu in po vzetju rimskega mesta smo videli prav res celo vrsto krivie proti sv. veri in apostolski stoliei. — Ali zlobne stranke teze nestrpljivo se po hujsem, ne se dosezenem. Vbile so si v glavo, prevstvariti glavno mesto ka-tolicanov v glavno mesto nenravnosti in brez-boznosti. Tje obracajo svoj srd od vseli stranij sveta, da bi z napadom na trdnjavo katoliske cerkve toliko loze, ce bi bilo raogoce, popolnoma spodkopali temeljni kamen, na kateri je posta v-ljena. In res, kakor da bi ne bili v toliko letih se dovolj zlega storili, postavijo, prav kakor da bi hoteli v predrznosti sami sebe se prekositi, ravno v dan, ki je raej najsvetejsimi v cerkvenem letu, javen spomenik, s katerim naj se priporoca potomcem uporni duh proti sv. cerkvi in s katerim naj se zajedno uci na.uk, da je prav, biti s ka-tolicanstvom smrten boj. — Da je to namen vzlasti provzrociteljev tega slavlja in odlicnih njih pod-pornikov, kaze stvar sama. 8 castmi obsipljejo cloveka, dvakrat izdajico, pravicno obsojenega kri-voverca, ki je do zadnjega vzdika vstrajal v klju-bovanju proti sv. cerkvi. Da, ravno zato ga caste, ker kaj tacega, kar bi bilo v resnici casti vredno, isces pri njcm zastonj; zastonj posebno vednost, kajti spisi ga kazejo panteista in privrzenca nesramnega materijalizma, zamotanegavgrde zmote, ne redko samemu sebi nasprotujocega; zastonj cednost, nasprotno, nravi njegove sluzijo potomcem v dokaz. do kaksne zlobe in sprijenosti nebrzdane strasti cloveka pripeljejo: zastonj slavna dejanja; zastonj kaksne posebne zasluge za drzavo. Navajen je bil hliniti se, lagati, samo sebe pred ocmi imeti, nobenega nasprotovanja ne trpeti, klecepla-ziti; bil je nizka in sprijena dusa. Castij skazo-vanih takemu mozu namen in pomen torej ne more biti drug, kot svet pozivljati, naj zivi brez ozira na resnico. od Loga razodeto, brez ozira na krseansko vero; ne drug, kot duse in srca ljudij popolno odtujiti Jezusu Kristusu. — A ravno to namerjajo tudi one zlobne stranke (framasonov), ki se na vso moc trudijo, odtujiti Bogu cele drzave, in ki v brezmejnem sovrastvu svojein bijejo ne-prestan boj za zivljenje in smrt zoper cerkev in rimskega papeza. Da bi bila pa krivica toliko veca in zadeva toliko ocitnejsa, zljubilo se jim je na-praviti slavnost z velikim bliscem, vprico stevilne mnozice. Veliko ljudij, od vseh stranij skupaj zbobnanih, je gledal Bim tiste dni v svoj ein ozidju, nosile so se nesramne, veri sovrazne zastave; in kar je najstrasnejse, nosile so se zastave s po-dobami samega „hudica“, ki ni hotel biti pokoren v nebesih Najvisjemu; prvak rovarjev, podpiho-valec vseh zarot. Z gresnim dejanjem so zdruzili nebrzdane govore in spise. V njih se najimenit-nejse in najsvetejse reci brezsramno in brezmejno zasmehujejo; na vso moc se slavi ono prosto-misljastvo, ki ne pozna nobenih ojnic, ki poraja celo vrsto zmot in ki s krscanskimi nravmi vred spodkopuje temelj zakonitega reda in cele cloveske druzbe. Doli zalostno delo pa se je smelo dolgo pri-pravljati, vravnavati in izvrsiti, ne le, da so ob-lastniki za to vedeli, celo pospesevali so stvar in z vsemi mocmi in ocitno k njej spodbujali. Bridko je izreci in kakor neka spaka je, da se ravno iz svetega mesta, v katerem je Bog po-stavil sedez svojemu namestniku, siri cescenje uina, vzdigujoeega se zoper Boga. Tarn, kjer je bil do sedaj svet navajen iskati nepokvarjenili evangelj-skih resnic in zapovedij ter zvelicavnih sovetov, tarn 86 smejo po krivicnem preobratu nesramni nauki in celo krivoverstvo brez kazni s spomeniki slaviti. Tako dalec smo prisli, da moramo gle-dati na s v e t e m m e s t u g n j u s o b o r a z d e -janja. V ocigled tako nesramnih razmer in ker nam je izroceno vladati krscanski svet ter varovati in braniti sv. vero, izjavljamo, da se je s to malo-pridnostjo zelo zalilo in sramotilo sveto mesto, in da se je nesramno skrunila svetost krscanske vere: z vso odlocnostjo ternu oporekamo in s stu-dom javimo to svetoskrunstvo vsemu katoliskemu svetu. Vendar pa se moremo iz zlocina tudi nekaj uciti. — Bolj in bolj se kaze, ali so res hoteli sovrazni duhovi jenjati, potem. ko je porusena posvetna Nasa oblast, ali ce ne mislijo marvec iti se dal je in sicer do skrajnega — dokler popolnoma v tla ne pogazijo papeske veljave in krscanske vere s ko-renom ne zatrö. — Bavno tako se kaze, ali so Nas, ko smo tirjali in tirjamo nazaj pravice apo-stolske stolice, nagibali kaki cloveski oziri, ali ne velikovec prostost apostolske oblasti in sluzbe, veljava papeska, da, celo prava sreca laske dezele. — Konecno je moci iz tega le predobro spoznati, koliko veljajo in kam so izginile tolike in tako obsezne obljube, katere so s pocetka delali in s katerimi so se zavezavali. Kajti uslugam in raznim castem, s katerimi so obetali, da hocejo rimskega papeza obdajati, sledile so polagoma velike krivice in sramotenja. Mej temi sedanja najveca, ki bode ostala v vseh oceh in pogledu spomenik nesram-nega in izgubljenega cloveka. — Bavno tako hocejo, da bodi mesto, o katerem so trdili, da bode cestitljiva in varna stolica rimskega papeza, sto-lica nove brezboznosti, v katerej se skazuj clo-veskemu umu, kakor do visokosti bozje povzdi-gnenemu, cescenje, ravno tako nespametno kot drzno. Premislite torej, castitljivi bratje, kako malo prostosti in kaksno veljavo so Nam v opravljanju apostolske sluzbe se pustili. — Celo Nasa oseba ni brez strähn in nevarnosti; kajti vsakdo ve, kaj nameravajo in kaj hocejo privrzenci te najzlob- nejse stranke. Ni ga tudi, ki bi ne vedel, kako se, okoristujoc ugodne prilike, dan na dan mnoze in kako raste v isti meri tudi njih predrznost. Sklenili so namrec, ne prej jenjati, dokler ne do-spejo do skrajnega, — do najhujsega prevrata. Ce se jim v zadevi, o kateri se pritozujemo, ni se toliko dovolilo, da bi mogli hudobne svoje na-klepe tudi s silo in s sovrazno pestjo izvrsevati, — odvraca jih od tega jedin ozir na korist — ni pa nemogoce, da bi se pri dobri priliki tudi tako dalec ne izpozabili; toliko vec, ker smo v oblasti nekih moz, katerih ni sram javno nas kri-viciti, kakor da bi bili neprijatelji ali celo sovraz-niki italijanskih koristij. — Nie manj se ni bati, da bi se predrznost hudobnih ljudij, pripravljenih za vsako zlodejstvo, in vzbujena strast ne inogla tako lahko zadusiti in ugasiti, ce bi navstali morda bolj strasni in nemirni casi, bodisi vsled drzav-Ijanskih nemirov in prekucij, bodisi vsled nemirov in nadlog vojskä. Vse to tedaj na vso moc jasno prica, v kaksnem polozaju se nahaja najvisji glavar svete cerkve, pastir in ucitelj katolicanov. Pri takem bridkem zaljenju in pod tezo skrbij, povrh pa se pri visoki Nasi starosti bi se skorej kar zgrudili, ce bi Nas ne osreevalo in krepealo prav tako najtrdnejse upanje, da Gospod ne bode nikdar odtegnil bozje pomoci svojemu Namestniku, kakor stroga dolznost, katere se dobro zavedamo in ki Nas ojstro opominja, toli trdnejse prijeti za krmilo sv. cerkve, kolikor bolj divja zoper njo v peklu vzbujeni vihar zmot in strastij. — Yse upanje in zaupanje stavimo torej v Boga, za ka-terega se borimo, trdno zanasajoc se na mogoeno priprosnjo velike Device, Pomocnice kristijanov, katerej se gorece priporocamo, in ravno tako na priprosnjo svetih apostolov Petra in Pa via, pod katerih varstvom in brambo je sveto mesto vedno srecen mir vzivalo. Kakor pa Vi, castitljivi bratje, zNami vsikdar zalost delite in posiljate prosnje k Bogu, varuhu in mascevalcu svoje ccrkve, tako prav nie ne dvo-mimo, da bodo vsikdar ravno tako delali i vsi castitljivi bratje, italijanski skofje, in toliko skrb-nejse vsak svoje ljudstvo vodili, kolikor vecjo skrb-nost hudi casi tirjajo. — Opominjamo, naj si vzlasti prizadevajo, vernim svojim oznaniti in jasno jim razodeti, kako brezbozni in brezvestni da so na-klepi, katere nameravajo izvrsiti ljudje, ki so prav tako sovrazniki vere kot domovinc. Naj jim po-vedö, da se gre za najvisje in najistinitejse dobro, za katolisko vero; da si sovrazniki nicesar bolj ne prizadevajo, kot italijanska ljudstva od one vere odvrniti in odtrgati, po katere blaginji so tako dolgo cvetela v vsakovrstni slavi in sreci; da bi bilo za katoliske moze vsekako pregresno, v takih nevarnostih spati, ali se jim le lcno ustav-ljati, in da je treba. da svojo vero sreno spozna-vajo. stanovitno jo branijo, in da so tudi priprav-ljeni z veseljem karkoli za njo trpeti, ce bi oko-liscine zahtevale. Ti nauki in opomini zadevajo se blize rimske mescane, katerih vera — kakor ocitno — se zvito dan za dnevom nevarnejse zali. Temu nasproti naj toliko bolj stanovitni ostanejo, kolikor vecja je dobrota sv. vere, katero imajo od Loga, vsled tako tesnega zdruzenja z apostolsko stolico in naj bodo vredni potomci svojih ocetov in prednikov, katerih vero slavi dober sloves po vsem svetu. Oni pa, in vsi Italijani in vsi katolicani po celem svetu naj ne nehajo i z molitvami i z vsakovrst-nimi dobrimi deli Loga prositi, da naj milostno potolazi svojo jezo, provzroceno s strasnimi pre-grehami in z nespametnimi napadi zoper sv. cerkev in naj dobrotljivo uslisi zdruzene prosnje dobrih in poboznih, ki ihte po usmiljenju, hrepene po miru in izvelicanju.“ Tako govore sv. Oce. — Predragi v Grospodu! Ocetova bridkost je tudi bridkost otrok; njegova nevarnost tudi nasa nevarnost; sramota, katero zaradi vere njemu napravljajo, zadeva tudi vse tiste, katere veze z njim ista vera. Ker boj, ki se bije proti sv. Ocetu, ne velja njegovi osebi, ampak veri, katero mora po bozji naredbi varo-vati; in ker je ta vera prav nasa vera, zato velja boj tudi nam. Hudo bi se motili, ko bi me-nili, da ne zadeva osoda papeza in rimske stolice tudi nas. Hocejo udariti pastirja, da bi tem lozje cedo razkropili; zvezati hocejo cuvaja sv. vere, da bi tem lozje sejali seme nevere; omajati hocejo temelj, da bi toliko gotoveje porusili nanj postav-ljeno poslopje. To je namen vseh napadov na papeza prav do ostudnostij, s katerimi so ga sra-motili binkostne praznike. Lim, nekdaj mesto brez-stevilnih mucencev za sv. vero, ces, naj postane sedaj zavetisce brezvercev; in cerkveno sre-disce krscanstva — ognjisce novega paganstva. Jasno nam to oznanjujejo govori polni sovrastva. in zolca, ki so se glasili o razkritju spomenika in ki so z neko strasansko odkritostjo priznavali, da to slavljenje odpadnika velja novi veri; veri, v kateri ne vlada in ne zmaguje vec neumrljivi Log, ampak boginja „pamet“. Nasproti vsemu temu, dragi moji! se mora vsakdo pokazati m o z a. Pred vsem mora nas na-vdajati zivo prepricanje, globoko custvo, da mora m o b i t i t e s n o zvezani s p a p e z e m , ki je od Loga postavljen za varuha sv. vere. Mi ne smemo tedaj nikakor trpeti, da bi se vez jedinosti, ki nas veze s cerkvenim poglavarjem, kakorsikoli bodi zrahljala; se vec, mi moramo skrbeti, da se ta vez vsaki cas mocna in neraz-vezljiva ohrani in utrjuje. In to storimo s tem, ce sprejemamo brez izjeme vse verske in nravne nauke, katere nam papez oznanja kot bozjo res-nico in ce cisto natanko izpolnjujemo vse ukaze, katere za potrebne spozna pri vladanju svete cerkve. Prav mnogo jili je, ki menijo, da so katolicani, v resnici pa niso. Niso pa zaradi tega, ker verujejo in störe le toliko. kolikor sami hocejo, ne pa toliko, kolikor jim cerkev ukazuje vero-vati in storiti. Ne ravnajo se sami po veri, marvec vero obraeajo po sebi; oni ne poznajo pokor-scine do Loga, temvec hocejo, naj se Log in njegova cerkev po njih ravna, njim nklanja. Kdor le tako veruje, ta ne veruje v izvelicanje; ker on ne veruje krscansko - katolisko. Trdno prepricani o vzviseni stopinji, katero zavzemajo papez po bozji volji v cerkvi, in pre- pricani o resnici, da je le ondi cerkev Kristusova, kjer je papez, moramo dalje na to gledati, da bode papezu tudi vsikdar mogoce izpolnjevati svojo visoko nalogo. Kakor bozja beseda in bozja postava ne more biti odvisna od dobre all hudobue volje ljudij, isto tako mora biti tudi oznanjevalee in tolmac bozje besede, papez, neodvisen od vsake cloveske oblasti. Nibce ga ne sme zavirati v oznanjevanju bozje besede, ce prav se zdi komu neprilezna; in on mora iineti vsak cas prostost, brez ozira na kako svetno moc zahtevati in ukreniti, kar tirja korist neumrljivih dus. Kakor Bog pri svojili sod-bah ne more biti nikomur sluzabnik, prav tako tudi tisti ne, ki nam mora po bozji volji kazati pota, po katerih moramo lioditi, da se nam ne bode treba kedaj bati sodbe bozje. Z jedno besedo: papez mora biti prost in neod visen pri izvrsevanju svojega vzvisenega nadnaturnega poslanja. — Te prostosti, te neodvisnosti pa pri sedanjik razmerah cloveske druzbe redno ne more imeti drugace, kakor ce tudi v svetnem oziru ni nikomur sluzabnik, nikomur podlozen, ampak -ce je sam neodvisen, samostojen vladar. Saj je, ce prav vsakdanji, vendar vedno resnicen pregovor: „ Cegar kruli jes, tega pesem pevas.“ Zato tirja korist svete vere, korist kraljestva bozjega na zemlji, da se zopet ustanovi primerna, od vsake druge drzave neodvisna pa-pezeva, ali kar je isto, cerkvena drzava. Ne moremo in ne smemo se tedaj nikdar odreci, da bi ne vresnicevali te zahteve; marvec vsak dan moramo to pravico za cerkev nazaj zahtevati, kakor tudi vsak dan niolimo: pridi k nam tvoje kra-Ijestvo. Saj ravno prostost in neodvisnost papezeva nam je porok, da bode moglo priti bozje kraljestvo s svojimi blagri k nam v polni meri in nepopaceno, kolikor je to odvisno od cerkvenega poglavarja. V pismu, s katerim se veleva vernikom na-znaniti nagovor sv. Oceta, ki ste ga slisali. se skofomtudi naroca, najvernike svare pred pr osto-zidar st vom. V tem oziru pa, dragi moji! ne za-dostujc sarno to. da niste vpisani vprostozidarsko druzbo, saj je, kakor znano, takim zazugana kazen izobcenja; treba se je temvec varovati tudi du ha in nacel prostozidarstva. Prav ninogi, ki sicer niso z njimi v zvezi, so napolnjeni njihovega dulia ter jim pomagajo, ceprav se pogosto znabiti tega ne zavedajo. Kateri pa je ta duh ? Kakor sem ze prej rekel, je prav tisti, ki so ga hoteli preslav-ljati s postavljenjem Giordano-Brunovega spome-nika: odpad od Kristusa, upor proti papezu in cerkvi, samovoljna vera in samovoljna moräla; z jedno besedo, osvobojenje cloveka od Boga. Prav tisto je, kar se je pred nedavnim casom v nekih krogih oznacevalo kot namen novodöbne sole, ko se je reklo: treba je iz kristijana narediti cloveka. Toda ne samo odtrgati cloveka od krscanstva in cerkve, temvec odtrgati ga od Boga z vsemi za-sebnimi in javnimi zadevami — to je zadnji namen prostozidarjev. S tem namenom se cisto natanko slaga nauk prostozidarjev, ki taje nadnaturno bozje razodenje in potrebo sv. vere. Saj vemo iz zgodovine, kam clovestvo s casom zabrede, ako zapusti lue razodete resnice: v paganstvo, v nevero; v zivljenje, ki ne pozna Boga in njegovih zapovedij, tako da je v svojem dejanju zares brezbozno. odtrgano od Boga; to se pravi, zabrede prav tje, kjer je hocejo prosto-zidarji imeti. — Iz tega tajenja razodete resnice in sv. vere pa, o koliko od tod izhaja, kar tudi v tako-zvanih krscanskih drzavah vlada vec ali manj javno in zasebno zivljenje in misljenje! Od tod izhaja najprej tajenje Kristusa in njegove bozje nature. Od tod izhaja dalje tajenje cerkve Kristusove, uci-teljice razodenja; in nezmotljivega straznika raz-odenja, papeza. Od tod potem brezverska sola-; od tod nacelo: veda s svojimi nauki je neodvisna od vseh razodetih naukov, in more torej tudi veri cisto nasprotne stvari trditi; od tod tudi to, da se odriva cerkev od najvisjega solskega nadzorstva ter izroca to nadzorstvo izkljucljivo le drzavi; od tod slcdnjic tudi strah in groza, ki spre-letava marsikoga pred verskimi resnicami, in zelje, po solah uciti le morälnost, a ne znabiti krscansko, marvec le cisto clovesko morälnost. Kajpada ce se vidi, kaj se pocenja na podlagi tega nacela v umetnosti in slovstvu, in vendar se vedno vclja kot naravno in posteno, tedaj se tudi ve, kaj pouieni ta cisto cloveska moräla. — Z razodenjem padejo tudi nadnaturne milosti, in Bog sam je nalozil sv. cerkvi dolznost, te milosti deliti. Zakrament sv. zakona spreminjajo v golo civilno pogodbo, ki se prav tako lahko razrusi in oprosti svojih dolznostij, kakor se je sklenila. Celo ziv-Ijenje — od zibeli do groba — rekli bi. se s posvetnjastvom prekvasuje. Kakor ne marajo du-liovnika h krstu, tako se ga branijo tudi na smrtni postelji; krscanski pogreb mora se urnakniti civil-liemu pokopu, pokopavanje mrtvih pa seziganju mrlicev. — Ce pade razodenje in ce ni nikakih milostij, pade tudi duhovski stau, kateremu je naroceno, naj hrani razodenje in deli sv. zakra-mente. Od tod ovire, ki se mu stavijo s tem, da se po du hu, ki prevladuje do najnizje stopinje novosegnih ucilisc in vzgojevalisc, poklic v duhovski stau, ce le mogoee, ze v kali zadusi, ali da vrhu tega obtezujejo vstop v ta stau ali pa kratijo doliodke duhovscine s tem, da pogra-bijo cerkveno premozenje. Od tod tudi neprestani klic, naj se samostani razpuste. In kakor pri takih nazorik ni resnice, ki bi bila vzvisena nad clo-vesko spoznanje in torej neodvisna od cloveskega razuma, prav tako tudi ni n e o d v i s n e duhovscine ; duhovseina, v kolikor se sploh se trpi, naj nikar ne isce ravnila za svoje delovanje v nadnatürni res-nici in nadnaturnih zapovedih bozjih, temvec edino le v ukazih drzave, ce tudi ti bozji postavi kar naravnost nasprotujejo. Po takih nazorih du-hovnik ne sme biti nie vec sluzabnik zivega Boga, ampak le radovoljno orodje rnalika „ drzave — Iz tajenja razodenja sledi tudi brezverska drzava, ki vsako vero enako visoko ceni, ker vse enako malo ceni, in kateri zlasti v javnem zivljenji jako preseda, da bi se za verske zadeve na-vdusevala. Naj bol je je — tako se pogosto mo-druje v nasih drzavnik naukih — v nemar pustiti vero (to se pravi: v resnici Boga in njegovo sveto cerkev v köt potiskati); zato pa, brez razlocka stanu in verskih nacel, brez Boga se zdruziti v jedni skrbi za „domovino“, za „prosveto“ naroda, in kar je se vec takih besedij, ki so tim nevarnejse, cim lepse zvene, ker zakrivajo tem lozje strup krivih naukov, love na limanice pri- proste in neizkusene ter skrivajo zadnje namene, katere imajo pri tajenji razodete resnice svete cerkve. Delajo tako, kakor da bi najsvetejsi in najdobrotljivejsi Bog, ce se ozira na njegovo bc-sedo in postavo, utegnil kedaj biti na kvar sreci kake dezele! In kakor da bi cloveska kratko-vidnost in onemoglost sama mogla ljudstva bolje vladati ter je privesti do veejega razevitanja, kakor pa, ce koraka po potih razodete modrosti bozje in se opira na njegovo moc! Kakor da bi koneeno ne bilo ze tisockrat dokazano po parneti in izkusnji, da, ce Gospod ne zida liise, se zastonj trudijo, ki jo delajo, in da je prazna vsa cloveska, in zato vedno le zunanja skrb za druzbo, ce meni, da pri tem lahko izhaja brez visjega notranjega varstva bozjega! Toda naj zadostuje, kar sem nastel. To vse izhaja iz zadnjega in bistvenega namena prosio-zidarjev in sluzi torej prostozidarstvu, bodisi, da posamezni notranjo zvezo takih posledic z na-menorn in s podlago prostozidarstva spoznajo ali ne. Zadostuje ze to malo, in pa resnica, da taka in enaka nacela, iz katerih veje duh prostozidarstva, ker taje nadnaturno razodenje bozje, vo-dijo premnogih misljenje in delovanje — zadostuje dokazati resnico, da mnogi, ceprav ne pri-padajo k zvezi prostozidarjev, jo vendar le prekrepko podpirajo s tem, da sprejemajo, odo-bravajo, branijo in razsirjajo taka nacela. Zadostuje pa tudi v dokaz, kako prav imajo sv. Oce, ko ne nehajo naprej in naprej vernikov opominjati z lastno besedo in po skoflh, naj se varujejo prostozidarstva in njegovih zapeljivih nacel. Torej, dragi moji! slusajte ta ocetovski opomin in drzite se nasproti onirn nacelom vsaki cas trdno, trdno kakor skala, katoliske resnice in pokorscine, s katero smo dolzni poslusati sva-reci glas svojega najvisjega pastirja v vseh okol-nostih svojega zivljenja. Nikdar ne smemo razodete resnice obsoditi, da naj molci, nikdar ji ne smemo odkazovati kota, kjer bi ji znabiti po zu-nanjem skazovali se kako cast, za njene ukaze pa bi se ne zmenili. Ne tako, ona mora biti veliko-vec magnetna igla, po kateri se ravnajmo vsak cas v raznih vprasanjih javnega in zasebnega zivljetija tcr odlocujmo svoje stalisce. Do vas, krscanski starisi! imam pa se po-sebno prosnjo. V zacetku tega raojega pisanja sem vara rekel, kako je bil s poeetka nesrecni Giordano-Bruno zapeljan na krivo pot. S tem, da je pal v roke prosiozidarjem in nesramnim zasmehovalcem. Brez takib ljudij tudi dandanes ni, in zato resna moja prosnja do vas, starisi, kakor tudi do vas vsek, ki bodisi stalno, bodisi le zacasno zastopate njihovo mesto pri mladini: Cujte nad mladino, ki vain je izrocena; glejtc s kom obeuje; glejte iz kaksnih knjig in spisov zajeina svojo dusevno hrano; cujte, da se ne priplazi pod blesteco zunanjostjo in pod krinko prijateljstva smrtni strup v njihove duse in se ne pogubi za cas in za vecnost! Ce bozji Izvelicar o onih, ki mladino pohujsajo in razdirajo njih vero v Kristusa in tedaj tudi vero v njegovo cerkev, s strasno resnobo pravi, da bi jim bilo bolje, da bi se jim navezal mlinski kamen na vrat in bi se potopili v globocino morja: kaj me-nite, kaksna bi morala biti kedaj vasa osoda, ce bi prihajalo pohujsanje od vas samih, ki ste po-klicani za varuhe mladini, ali ko bi mirno gledali, da bi drugi sikali v njihova srca strup svojega sovrastva do vere in duhovscine — in to tu pod odejo ucenosti, tarn pod ogrinjalom micnega be-rila; tu z veljavo vednostne resnobe, tarn z za-smehovanjem in pikanjem; tu s pisano besedo, tarn z gledaliscnimi predstavaini! Velik zlocin, kakor ste videli, zgodil se je v Bimu; zlocin proti Bogu in veri, proti Kristusu in njegovemu maziljencu, proti cerkvi in papezu. Giordano-Brunov spomenik v Bimu je v pravem pomenu besede gnjusoba razdejanja na svetem mestu, ki naj pomaga razjedati vero, s tem go-spodu Bogu castilce odvracati in tako nebesa same prazniti in pustositi. Najprej taji razodeto, krscan-sko vero, brez katere ni mogoce Bogu dopasti in v nebesa priti, ter skusa s povelicevanjem in proslavljanjem tega tajenja enake misli razsirjati tudi pri druzih. — Proti takemu zlocinu ne smemo biti mrzli in vnemarni, temvec, kakor ta klice Boga na mascevanje, tako morajo nasprotno nase molitve klicati odpuscanje in usmiljenje; raz-zaljenje z one strani moramo skusati popraviti 's zadoscenjem od svoje strani. Naporom za pekel moramo nasproti postaviti napore za nebesa. Ce skusajo oni zapeljavati in pogubljati, moramo mi skusati resiti in ohraniti. S tem, da si pri-zadevamo poravnati, kar drugi zagrese, moramo pokazati, da razumemo Jezusa Kristusa in njegovo delo na zemlji. Saj je Jezus Kristus zato prisel na svet, da bi za nas zadostil, nas spravil z Bogom ter nam zasluzil potrebne milosti. In ce v nas zivi in deluje duh Jezusa Kristusa, moramo zato tudi mi v enakem dulm delovati; moramo torej zlasti za svoje grehe in grehe svojega bliz-njega zadostovati z deli poboznosti in pokore. V ta namen, dragi moji! hocemo zadnjo nedeljo v oktobru (27. imen. mes.) po celi skofiji, in sicer po vseh javnih duhovnijskih cerkvah, skupno moliti jedno uro pred izpostavljenim Naj-svetejsim, da bodemo Bogu zadostili in nadome-stili; da izprosimo tavajocim v zmotah odpuscenja in spreobrnenja, tistim pa, ki menijo, da stoje, milost, da ne padejo, temvec da vero, katero spo-znavajo, kazejo tudi z deli v vsem svojem za-sebnem in javnem zivljenju. (Ta molitvena ura se sine obhajati tudi po druzih cerkvah, v katerih se sv. Besnje Telo redno hrani. Cc. gosp. cerkve-nim predstojnikom se prepusca, dolociti natancneje cas — ali dopoludne ali popoludne, ali obakrat.) Med to uro molitve naj se moli „zalostni“ del sv. roznega venca v spomin na to, kako globoka zalost se je s tem hudodelstvom napravila bozjemu srcu Jezusovemu in njegovi blazeni Materi. Farna masa naj se sluzi ta dan pred izpostavljenim Naj-svetejsim in naj se vanjo, kakor tudi v vseh drugih masah, po kolekti pro Papavstavi tudi ona sub n. 10. inter orationes diversas. Po masi, pred blagoslovom z Najsvetejsim, naj se moli se „oce nas“ in „cescena si Marija“ v cast sv. Jozefu in sv. Mihaelu, katere castimo kot posebne patrone in branitelje sv. cer-kve, in konecno navadna molitev za papeza. Vas pa, dragi moji! prosim, da ta dan zraven tega tudi prav mnogostevilno pristopite k sv. zakra-mentom. Ker kako bi mogli mi nadomestiti in zado- 14 stiti, izprositi odpuscenja, ce bi bila nasa lastna srca odvrnena od Boga po grehu ? Dalje. kako bi mogli Bogu bolje zadostiti, kakor ce z zivo vero, 8 trdnim zaupanjem in detinsko ljubeznijo sprej-memo prav Tistega v svoje srce, kateremu so hoteli s povelicevanjem odpadnika odreci vero, odpovedati upanje in odtegniti ljubezen ? In sled-njic, kaj bi moglo storiti nase zadoscevanje Bogu Ljubljana, dnd 26. septembra 1889. dopadljivejse, kakor ce se zjedinimo z Jagnjetom bozjim, ki odjemlje grehe sveta ? In zato prosim se jedenkrat: Prejraite o tej priliki v imenovani namen prav obilno in vredno zakramente svete pokore in sv. Resnjega Telesa. Blagoslov vsemogocnega Boga, Oceta, Sina in sv. Dulia, pridi nad vas in ostani vsikdar pri vas. Amen. f Jakob, knezoäkof. Opomnja. Iz tega pastirskega pisanja naj se vsekako papezev nagovor vernim v celoti preöita. Seveda ga bode treba primerno pojasnjevati, zato je pristavljeno pastirsko pismo. Prepuäia se pa 66. gospodom, öitati tudi celi pastirski list. Za vse slufaje pa naj se berilo tako uredi, da bode konöano v nedeljo pred zaukazano poboznostjo. V nedeljo pa, ko se bode molilo pred Najsvetej§im, naj se napravi priliki primeren govor. Dom fürstbischöflichen Ordinariate Laibach am 26. September 1889. Herausgeber und für die Redaktion verantwortlich: Martin Pogacar. — Druck der „Katholischen Buchdruckerei" in Laibach.