Nr. 40. Dienstag. 18. Februar 1908. 127. Jahrgang, Mbacher Zeitung VliinnmerationSpieiS: Mi! P ostvsl l r n d» » n : liauzjülilin 80 l<, halvMnn 15, K. Im Noittor: ssanzjählin 2i! ii, l,albjä>!r!<, li «. ssill dir Zustrllüün '!,» Hn„s naiizjähriss !i «. — Insrltil>ni>ncliühr: ssül llsinr Iüseralc bis zu 4 Zrilen 50 >>, nröhsre prr ^sils 111 >>; bn «s«nlich, mit Nusoalmir bi-r 3l>n!,' und ssrisrs,r. Die Administiatlon bffinbel sich iloonrehplad Nr. 2, dir MldaMon TalmaNl^osss vir, 10. Tpirchstlindni drr iXrbnKil», t'l'ii « l>is ^0 Uhr vor miNaq«. Uüfraülirrtr Brir!c wrrden inch! llügenomniln, Vlaüullri»'«'' nich! ^uriiclgestfllt. Telephon-Nr. der Redaktion 258. Amtlicher Heil. Den 15. ssrbrnar 1W8 wurde in der l. k. Hof« und Staats» druckerei das CXXVlli, Stüc! der ruthenischcn und das <,'XXX. Stück der polnischen Ansa,ave des Reichsqeschblattes de^ Jahr» gana/s 1W7 sowie das II, und IV, Stück der kroatischen, das VII. Stück der slvvenischcn und das VIII, Siück der rumä» nischrn und rnthrnischcn Ausgabe des Ncichsgesetzblattes des Iahrgansscö 1908 ausa,ca,ebcn und versendet. Den 17. Februar 1N08 wurde in der l. k. Hos» und Staats» druckerei das II,, III., IV. und VI. Stück der rnthcnischen Aus» ynbe des Rrichssseschblattes des Jahrganges 1908 ausgegeben und versendet. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom Ib. und 1«. Februar 190« (Nr, 3« und N1) wurde die Weitcrverbreitung folgender Preszerzcugnisse verboten: Folge 34 «Alldeutsches Tagblatt» vmn 11. Hurnungs (Fe. bruar) i>02t n. N. (1908). Nr. 415 «Der Tiroler Wastl» vom 9. Februar 1908, Nr, 94 «1^ Umaneipk/iono» vom 8. Februar 1908. Nr. li «I.u, I^u,nt«ru»,' vom 8. Februar 1908, Nr. K «UIuk^ ?olli-nllu» vom 8. Februar 1908. Nr. « .Psßo 8iml>>. vom 7. Febrnar 1908. Nr. 7 «önrv/mic>» vom 12. Febrnar 1908. Nr. 34 ««in«, vom II. Februar 1908. Nr. 7 «Nouitur» vom 9. Februar 1908. Nr. 40 und 41 «Aapr-lici. vom 10. und 11. Februar 1908. Nichtamtlicher Geil. Das Negierungsjubiläum Sr. Maj. des Kaisers. Die „Wiener Abendpost" schreibt: Seine ^iaiestät Halali, lvie bekanntgegeben, deil Wlinsch ausgesprochen, das sechzigjährige Inbi-l ä n ni Allerhöchstseiller Negierling nicht durch festliche Verailstaltuilgeil, sondern ausschließlich durch geuleiiluütn'ge und wohltätige Stiftuugeu begangen zli seheu. Der patriotischen Opferwilligkeit nnd dein (^emeinsinne der österreichischen Völker eröff M't sich damit ein weites (Gebiet der Betätignng. träfte sich '.ersplitlern, dast nicht die freudige Energie deo Iubiläiimojahre^ durch die Vielfältig keit der Unternehmnngcn l,in den vollen Erfolg gebrocht werde. Die (^aben dnrfen nicht in dünnen Vächen m>5ei!mnderla'nfen, sie miissei^ '>li e i ll e m breiten Ttrome /,uso.m!nenfl!ei;en, lvenn embers ^'»ros'.eo nnd Plc"ibendes geschaffen werden soll. Dm'um ist e'? notwendig, der österreichischen (Gesell-schoft ein bestimmte ^iel ^n lveisen, wormif sich alle Vestrebnngen ,',ur ^!lbilänm5feier richten, Nior-anf sich alle opferwilligen >träfte vereinigen können. Mit dieser ivrage hat sich mich der Minisler rot beschäftigt lind ist ,^ii dem ^eschllisse gekom meii, der ^ffentlichleit eiiie nmfossende ^iir^ s o r g e - 5>l k t i o n s ii r d a s >l i n d alo Ziel der Patriotischen Bestrebungen deo ^nbiläumv johreo ',n empfehlen. ^ndem der ^toat seine Fürsorge dem blinde ,^i!!vendel, sorgt er für seiue eigene Zukunft. Abel fo gros; auch sein Interesse am Tchickscile de^ >tin deci ist, so lvenig vermog er irob der ^iille seiuer ^«'ochtmi'ttel hier uumitlelbor einzugreifen. Nirgendwo ist der Tioat mehr auf die freiwillige Mitarbeit und Hilfe der Gesellschaft angewiesen alo bei der direkteil ^ürsorge fnr dac> >tind. (5r kann nnr (5'inrichtungeu schaffen-, der (^eist, der sie be-lebt, mns; aliv den Tieseu des Volk^geninteo aufsteigen, ^ür das 'Alter, für im Lebenskämpfe ge-stählte Menschen reicht die Fürsorge der öffentlichen Anstalt aii5. Nin aber die Jugend mit lieben-der Sorgfalt .',u umgeben, da,'.u bedarf e<' der freieu ^^nneignilg hilfsbereiter ^rauenher',en nnd der Umsicht erfahrener Männer, die Mitgefühl nnd so,',iale5 Pflichtbewußtsein ,',n Liebe^werken lreibi. Mit der Alters nnd Invaliditäl5 Versicheruug »vird das Nerk der so'.ialeil Versicherung, solveit e5 anf deil ^taat aukommi, ',mn Abschlnsse ge-lailgen. ^'ür dao >iiild aber verfügt er über solche Mittel der ivürforge nicht. (5r kann uur aureqen, leiten nnd organisieren-, der freien Mithilfe der Bevölkerung ist e5 vorbehalten, durch die Tchaf-suilg eines ^ ü b i l ä li lli s w e r k e 5 für das >l i n d die ganze soziale Fürsorge-Aktion erst zu vollenden, das ^iebeswerk ver l^csellschcift abzuschließen. Zahlreich und mallnigfach sind die Aufgaben, die eine wirklich umfassende Fürsorge sür das >t'ind in sich schließt,. Mntterschnlen. 3ä'ngling5heime, Milll)verteillingsslelleil müsseil geschaffen lverden, um die verhängnisvoll hohe Tängling5sterblichleit unseres Ttaates,zn bekämpfen nnd auf dao natürliche Mas; zu beschränken. Tem kranken >linde mus; Pflege, dein nicht vollsinnigen fördernde Unterweisung, dem vor der l^esahr der Verwahrlosung stehenden Tchnh werden. Der nach ^icht und ^uft schmachlenden Ingeild der volkreichen (Großstadt-bezirke inüßten Erholnngsstätteil und ^reiluft 3analorieu in genügender Zahl errichtet lverden' der ländlichen >iinderw<'lt, der es zwar nicht an ^uft nnd ^icht, lvohl aber oft an der einfachsten Hygiene gebricht, müßte dnrch Anfklärungsschriften nnd Wandervorträge für Elteril nnd Pfleger vermehrte Umsicht und bessere Wartung verschafft werden. Die Errnngenschaftcn oer Orthopädie müssen den breiteil Massen zngutc kommen, damit ! zahlreiche junge (5ristenzen aus der l^fahr lebeus-läliglicher >trüppelhaftigkeit Erlösung finden. Die furchtbare Volkslrankheit der Tuberkulose fordert gerade in der Kinderwelt jährlich traurige Opser' öffentliche, Heilstätten in der freien Natur köun-ten manches snuge Leben retten. Diese kurze ^iste zählt nnr einen geringen Teil der großen sozialen nnd hnmanitäreu Möglichkeiten auf, die, einmal erkannt, zn Pflichten lverden' trotzdem läßt sich darans der Umfang nnd die Vedeninng der sozia-leu Fürsorge-Aktion erkeilnen, lvelche die ösier-reichische l^>esellschafl znr Inbilänmsfeier des geliebten Monarchen vollbringen soll. läßt sich das Feuillewn. Der rätselhafte Domino. Einer historischen Begebenheit nacherzählt von Aoorz, Kic^cl. lMachbiull verholen.) >w ^ ^l'arquise von Pompadour gab einen Maskenball im >t'önigsschlos; von Versailles. Da reiuc Kostüme vorgeschrieben lvaren, wimnielte es vun allen erdenklichen l^cstallen lüld Trachteil. Kostbare uud simple l^ewänder, Brillanten und PMcngch'h,,i,M^ stoben lilid einfache Dominos, "lles wogte in den lnrnriös ansgeslalteten 3älen "»rcheinanol'r. l, ,,. ^^',^l'arqu!se de Polnpadolir hatte das (^e Kostüms zn luahren gelvnßt, so daß Nii /.^ '7 '" der koketten Tchäferiu. die den Aber !''' V''''"^ Maskengrnpve bildete, erkanille. lvorden '^'s' "^ "udwig XV. war bekannt ge !ve> !>.' n . ^"' daß er sich in den Trubel der Tanzenden ^", ' "d"' an einem der zierlich geschrittenen '.^nllMs beteiligte-, rnhig stand er am Vüfett »nd > und trails >nit schneller Hast. Zwischendurch schwand er für kurze Zeit, um Weiler '.u Illileiimieu. Immer mehr der Anwesenden gruppierten sich unl, da,, Vusett lind warteten des gelben ^oinino^ s!^ f'' ^'^'>" ^l.scheinen mit gleich großen (5ifer >>ui lenu'r ^eschäfligung hiugab. Die 3ache lvar äußerst lustig. Der.Vtönig mnßte irgend eincn Trick ersoilneil habeil; denn ein wirkliches Vertilgen der großen ^liantitälen lvar nnmöglich. Aber so schars anch alle beobachteten — der Domino kam, aß nnd trank nnd ging, kam wieder nnd so im immerforten Kreislauf. (5s fing an, unbegreiflich zu werden. Die Marguise von Pom> padonr hatte sich anch zn guter ^eht eingefnnden, die mysteriöse Maske zn sehen. Auch sie stand vor einem Nätsel. Wer mochte es nur seiu? 3ie wußte, daß der König, entgegen dem l^erücht, im >iostüm eines Kreuzritters erschieilen war. Tie hatte ihn voi kurzein noch im weißen ^aal gesehen. Schnell schlüpfte sie dorthin. (5r war noch da. nnd schnell erzählte sie ihm von dem gelbeil Domino. Zusammen gingen sie znm Vüsett. Wieder lvar der gelbe Domino, uubeküminert ob der Umstehen den, dabei, eine Menge der geboteilen Tafelfreu den zn sich zn nehmen. „Und der ißt schon zu wiederHollen Malens" frug der König Ludwig kopffchnttelnd. „Das ist ja nndenkbar!" „Ja doch", entgegnete die Margnise. „zlvölfmal ist sein Kommen bereits gezählt worden." Inzwischen war der gelbe Domino anscheinend gesälligt. 5?hue die anderen Masken eines Vlickes zu würdigen, ging er gemesseneu Schrittes in einen der Nebensäle »nd verschwand dauu iu einem der langen Korridore. „(5r macht seine Verdauuugspromenade," meinte die Marguise lächelnd. ,.5?b er wieder kommt?" Mum waren fünf Minuten vera.ana.cn, da tauchte cr wieder iu dem Korridore auf, kam zum Vüfett und aß und trank, als hätte !">- s<'!< drei Taa.en ilichts genossen. König Lndwig luar sprachlos. (5r rrenuie sich voil der Marquise lind kehrte ill den Taal zurück, einen seiner Offiziere zu slichen. (5lit,gegen kani ihnl ein schlanker Spanier, am Arule eine schwarzhaarige, dnnkelängige ^ands-innnniil. War das nicht der Kapitän der Schweizer garde de Verhelft nnd Komtesse de Villienrs? ^l'atürlich doch. Der ^löiiig trat an den Spanier heran. „Kapitän! Komme (5r!" Vei deilt ,^lang der ihm wohlbekannten Stimme ließ der Spanier seine Partnerin los und machte eine tiefe Verbeugung. „Majestät?" „Nicht so lant! Ich will unbekannt bleiben. Komtesse. Diskretion!" Und er drohte ihr mit dem ^iuA'r. Dann faßte er den Kapitän nnd zog ihn mit sich ill eine der Teitennischen. „Hat (5r den gelbeil Domiilo am Vüfett be reits gesehen. Kapitän?" „Jawohl. Majestät!" „Der Appetit dcr Maske ist mir nnheimlich. Sieh (5r herauszubekommen, wer es ist. Ohne Auf s^'beu natürlich. Wenn es chm glückt, werde ich bei ^ran de Villieurs ein Wort für Ihn einlegen." „Heißen Dank. Majestät!" „Schon gut! Also mach Er's geschickt. Und I bring (5r mir bald Vescheid." Laibacher Zeitung Nr. 40. 348 1«. Februar 190«. nngeheure Feld erkenneil, das dos Bcbaners harrt. Alle nationaloli nnd sozialen Eirergien müssenzn» sailnnellUn'rken, soll ein würdiges Tenkmal der Francisco-Iosephilüschen Zeit aufgerichtet werden. Dazn bedarf es allerdingd der weitestgehenden Mitlvirkung und Beteiligung der Bevölkerung. Eine Commission hervorragender Fachmänner lvird der Negierunss bei der Anlage nnd Organisation dieses Iubiläumswerkes unter Bedacht auf die Bedürfnisse der Köln'greiche nnd Länder zur Seite stehen. Spenden für dieses Iubiläumswerk werden die Präsidien sämtlicher Statthaltereien und Landesregierungen eiügegennehmen. Answeise über die cinfließenden Gaben werden von Zeit zu Zeit zur Veröffentlichung gelangen. Politische Ueberficht. Laib ach, 17. Februar. Mall schreibt au5 Nom: Tie hiesige Presse fährt fort, sich an der in mehreren Ländern entstandenen Erörterung des österreichisch-ungarischen Plans einer S a n d s ch a k b a h n zu beteiligen. Unter den in den letzten Tagen vernommenen Stimmen ist die des „Osservatore Nomano" zn erwähnen, der die in der russischen Presse kundgegebene Besorgnis, daß durch diese Bahn die Vorherrschaft Österreich-Ungarns am Balkan hergestellt werden könnte, als sehr übertrieben be» zeichnet. Der Ansban der bosnischen Bahn sei gewiß keine Aktion, die Erobernngspläne birgt. Es handle sich vielmehr um ein lediglich wirtschaftliches Vordringen, in welcher Beziehung jedem Staate gestattet sei, sich die Vorteile zu sichern, die sich ihm darbieten. — Der „Italie" erscheint es als töricht, dem vom Frciherrn von Ährenthal verkündigten Programm eine Spitze gegen Italien zuznschreiben. Es sei, zumal bei dein zwischen Italien lind Österreich-Ungarn in der mazedonischen Frage bestehenden vollständigen Einvernehmen, ausgeschlossen, daß sich wegen des erwähnten Eisenbahnplans Mißverständnisse zwischen den beiden Mächten ergeben könnten. Das genannte Blatt tritt bei diesem Anlasse nenerdings dein Verdachte entgegen, daß die italienische Propaganda in Montenegro politische Bestrebungen verfolge. Es seien vielmehr ausschließlich wirtschaftliche Ziele, die sich diese Propaganda gesetzt habe. Die Angelegenheit lverde an den maßgebenden Stellen in Wien sicher lich nicht in anderer Welse beurteilt. Wie bestimmt verlautet, wird der R e i ch s -r a t für den 17. März einberufen werden. Die „Neichspost" wendet sich dagegen, daß die deutschfreiheitlichen Parteien die E h r i st l i ch -sozialen,als national minderwertig behandeln und in nationalen Fragen über sie zur Tagesordnung schreiten wollen. Die christlichsoziale Partei sei Manns genug, allein ihres Weges zn gehen und ihre nationalen Pflichten allein zu erfüllen. Aber es bleibe ein trauriges Merkmal, daß bei uns in Österreich immer wieder die nationale <^c meinschaft den Interessen einer kleinen, gesinnungslosen Clique hintangesetzt wird. Die Zeit der Strafe werde kommen. — Das „Deutsche Volks- blatt" hält gleichfalls die Auflösung des alle deutschen Parteien, vertretenden Zwölferausschnsses für beklagenswert. Die deutschen Wähler hätten allen Gnind, über diese, Mißachtung ihrer Wünsche nach eillein geschlossenen Vorgehen aller deutschen Abgeordneten in nationalen Fragen sehr ungehalten zu sein. Das „Vaterland" behauptet in einer Betrachtung über die Situation in Bosnien, die dortige Bevölkerung verlange nicht konstitutionelle Freiheiten' sie wolle die Insurrektion, um die österreichische Herrschaft abzuschütteln. Es wäre darum dringend zu wünschen, daß das Landtagsprojekt zn rückgestellt lind in Wien mit der Politik des Vertrauens nnd des Optimismus gebrochen wird. Die Situation in den okkupierten Bändern sei ernst. Der Vortrag des Fürsten Albert von Monaco in N o m , der für den 22. Februar festgesetzt Nxlr, ist auf den 28. März verschoben worden. Der römische, Berichterstatter der „Pol. Korr." für vatikanische Angelegenheiten meldet, das päpstliche Staatssekretariat habe dem Fürsten dnrch Vermittlung der (Gesandtschaft desselben beim Heiligen Stuhl eine Note übermitteln lassen, welche ankündigt, daß, falls der Fürst auf der Absicht eines Vesnchs in Nom beharren sollte, im Hinblick darauf, daß es sich um einen katholischen Fürsten handelt, der Vatikan sich zn einer öffentlichen Protestkundgebung veranlaßt sehen würde. Die Note des Staatssekretariats ist bisher unbeantwortet geblieben. Aus Lissabon wird gemeldet: Die na ti o n a li sti sch e Partei hat beschlossen, alle von ihr früher gegenüber anderen Parteien ein' gegangenen Verpflichtungen rückgängig zu machen uiUi all dem Versöhnungswerke der Negierung mit-zuarbeiten.________________________________ Tagesneuigleiten. — (Vom Z i a, a r r e n b r a n d e.) Jeder Raucher schätzt einen langen Brand an seiner Zigarre. Welcher Art ist nun der Vorgang des Rauchprozesses, der hier erst zum rechten Genusse verhilft? Zünden wir uns eine Zigarre an! Durch die von Zeit .;u Zeit von uns wiederholte Manipulation des Rauchens glimmt sie bis M ihrer gänzlichen Vermehrung zur Asche ruhig fort. Der dabei auftretende bläuliche Rauch beweist zur Genüge, daß die dabei stattfindende Verbrennung nur eine unvollkommene ist. es tritt langsam Verlohlung unter Entwicklung von gasförmigen Materien ein. Von der Porosität der entstehenden Kohle hängt der jeweilig länger anhaltende Vrand der Zigarre ab; es sind bestimmte Pflanzensalze (äpfelsaures Kalium), welche dadurch, daß sie sich beim Erhitzen aufblähen, die Porosität der Tabatslohle und damit deren Fähigkeit erzeugen, längere Zeit die Wärme zu erhalten. Eine Zigarre, welche Rauchpausen von zwei bis drei Minuten gestattet, gehört, in bezug auf Vrandfähigleit, zu den besten ihrer Art, die Eigenschaft dagegen, alle halben Minuten bei Nichtbedienung zu erlöschen, haben die schlechten Sorten, die nur auf „hohen Vergen" zu rauchen sind. Die aromatischen brandigen Dcstillatumsprodulte des RauchprozeffeZ erreichen ihren höchsten Grad von Feinheit in den Zigarren der Havanna. Sie haben die gleiche Bedeutung wie die unerreichbaren Vulettschätze unserer großen Rheinweine. Das Bedürfnis der Zungen- sowohl wie der Nasennerven wird in der vollständigsten Weise befriedigt, während man bei kleinen Weinen oder geringen Zigarren vergeblich eine ähnliche Empfindung hervorzuzaubern sucht, auch wenn man noch so viel davon genießt. — (Auch die Langschläfer haben ihre Verteidiger.) Gewöhnlich preist man nur diejenigen, welche nur wenig schlafen, und Männer wie Friedrich der Große, Napoleon. Wellington, Edison u. a., die nur vier Stunden Schlaf brauchten oder brauchen, um sich voll-ständig auszuruhen, werden jungen Leuten, die gerne lange schlafen, oft als Muster vorgeführt. Im allgemeinen richtet sich das Schlafbedürfnis nach der Körverlonstitution jedes Individuums: Herr Woods Hutchinson tritt aber im „American Magazine" dafür ein, daß die erste Schlafregel lauten sollte: „Jeder schlafe, solange er kann." Der Schlaf ist nicht das Aufhören der physischen Tätigkeit, sondern dle Ersetzung der zerstörenden Wirksamkeit des Wachens durch eine aufbauende körperliche Tätigkeit. Die Kinder schlafen viel, weil ihr Schlaf im höchsten Maße aufbauend ist. und wenn die Alten nur wenig schlafen, so geschieht das nicht darum, weil sie leinen Schlaf brauchen, sondern weil sie die Kraft des Wiederaufbaues verloren haben. Der beste hygienische Führer in Schlafangelegenheiten muh also lauten: „Man gehe zu Bett. wenn man müde ist, und stehe erst dann auf, wenn man sich vollständig ausgeruht fühlt. Neun Stunden Schlaf sind nicht zuviel, und die Frau soll eine halbe oder eine ganze Stunde länger schlafen als der Mann. Nach dem amerikanischen Physiologen ist es nichts als ein törichtes Vorurteil, wenn maii das zuviel Schlafen als eine Schwächung des Körpers betrachtet-, gerade das Gegenteil ist richtig. So lange man schläft, hat man eben das Bedürfnis zu schlafen: das Aufstehen, bevor man den ganzen Schlaf beendigt hat. ist also weit eher eine Ursache der Schwäche des Körpers. Viele Frauen und Männer tun gut, >venn sie nach dem Essen ein ganzes oder ein halbes Stündchen schlafen. Es ist beinahe ein Verbrechen, wenn man die .Kinder allzu früh aus den Betten reißt, um sie zur Schule zu treiben. Es ist auch nicht wahr, daß. wie man so oft sagen hört, die ersten Stunden des Schlafes besser sind als die letzten; so lange man schläft, sind alle Stunden gleich gut. — (Rasche Justiz.) Ein gewisser Giorgio Pa-pallo aus Martone in Italien war nach Amerika gegangen und hatte seine Frau in der Heimat zurückgelassen. Die junge, schöne Fran schien zuerst untröstlich zu sein; bald aber ließ sie sich von einem Jüngling aus einem Nachbardorfe trösten. Dem Gatten wurde die Nachricht von der Schande seines Hauses nach Amerika telegraphiert: Papallo machte sofort Kehrt, traf heimlich in Martone ein. ertappte seine Frau beim Ehebruch und schnitt ihr mit emem Rasiermesser beide Ohren ab! — (Was unangenehm ist.) Der „Figaro" veröffentlicht „Randbemerkungen eines Moralisten" über „kleine Dinge, die ärgern": Im Eisenbahnwagen aus einem leichten Schlaf aufwachen und am Lächeln der Damen merken, daß man geschnarcht hat. — Nur leichthin bedankt werden für ein Hochzeitsgeschent, für das man mehr Geld ausgab, als man eigentlich wollte, — Sich verpflichtet fühlen, einem geschmacklosen Gegenstand, den man von einem alten Freunde erhielt, einen anständigen Platz in seiner Wohnung anzuweisen. — Sich von einem äußerst eleganten Diener in vornehmem Hause in einen etwas schäbigen Ueberzieher helfen lassen. Der Kapitän entfernte sich und ging zu dem Vüfctt, dessen andauernde Umlagerung bewies, daß der gelbe Domino immer noch nicht gesättigt war. Gerade war er im Begriff, eine Pause und den gewohnten Gang zu machen. Der Kapitän folgte in einiger Entfernung. Der Korridor war durchschritten — da auf einmal, am äußersten Ende, lvar der Domino verschwunden. Nie der junge Offizier auch suchte uud lauschte, alles ergebnislos. Beinahe hätte der Kapitän etwas wie furcht verspürt. Doch er schalt sich selbst einen Narren, an Spuk zu glauben. Wenn der Domino wiederkam, würde er ihn schon erwischen. Er drückte sich hinter eine der Bronzestatuen und wartete, den Vlick auf die Stelle genchtet, wo eben zum letztenmal das Gelb aufgeleuchtet hatte. Es dauerte nicht lange, da stand die rätselhafte Maske wieder da und ging znm Speisesaale. Der Kapitän stürzte zn der Wand hin. Eine geheime Tür nmßte darin sein. Lange mußte er tasten, ehe er den rechten Haken erwischte, dessen Bewegen die Tür geräuschlos aufspringen ließ. Eine Treppe zeigte sich. Mutig ging de Verhelft hin^ unter. Sie führte in zwei Korridore. Welchen nahm der Domino? Er mußte warten. Ein Mauervorsprung gab ihm Deckung. Als endlich die Maske kam. schlich er unbemerkt hinter ihr her. Den Korridor entlang, wieder eine Treppe, über einen Hof und — -------der Kapitän wollte seinen Augen nicht trauen ----------—in das Wachtgebäude der Schweizer. Mit schnellen Schritten trat der Kapitän ein. die Larve in der Hand. Sein Anblick wirkte wie das Haupt der Medusc. Die fidelen Schweizer, die eben ihren Verkleideteil Kameraden mit lautem Halloh begrüßt hatten, standen wie versteinert da mit schreckensbleichen Gesichtern. Der Kapitän nahm den ersten Besten vor und ließ sich die Gcfchichte, die eigentlich ganz einfach war, erklären. Einer nach dem anderen der wak-keren Schweizer hatte den Domino angezogen und in den Genüssen der Königstafel geschwelgt. In furcht nnd Schrecken ließ der Offizier seine Untergebenen zurück. Ihm selbst war auch nicht wohl znmute. Würde der König es ihm entgelten lassen, daß seine Mannschaft die nnerhörte Freche heit gezeigt hatte? Aber seine Besorgnis war unnötig. Als er stockend dem König den Sachverhalt aufklärte, da brach Ludwig XV. iu lautes Lachen au-5. „Der Spaß gefällt mir, Kapitän. Daß Er mir keinen seiner Leute deshalb strafe. — Und mit der Komtesse — verlasse Er sich auf mich."-------------- Vierzehn Tage später verlobte sich Kapitän de Verhelft mit der Komtesse de Villieurs. Den Schweizern aber, deren keckem Maskenscherz der junge Offizier sein Glück verdankte, wurde an dem Festtage eine Freitafcl aufgestellt. Da konnten sie sich, ohne den Umweg der Verkleidung, nach Her-zeiisluft gütlich tun. Zwanzig Millionen Kronen. Roman von I. K. Leh». A»torisierte Übersetzung von Minna Vahnson. (53. Fortsehnn«.) sNachdrus verboten.) „Es ift kein Kerker," gab Gaunt zurück. „Es ist ein sehr helles, freundliches Gemach. Aber ich fürchte, daß es nicht lange so bleiben wird, wenn wir keine Einigung erzielen — oder daß Sie nicht lange darin bleiben werden." „Was soll das lx'ißen?" „Es ist doch ganz klar, daß ich nicht noch einmal ein solches Risiko laufen kann, wie dies hier," nnd er zeigte verächtlich auf den anf dem Tisch liegenden Drachm. „Nenn Sie mir jcht nicht Ihr Ehrenwort geben, keine weiteren Aicknüvfnngs-versuche mit der Außenwelt zu machen, bin, ich gezwungen, Ihre Freiheit noch weiter zu beschränken." „Inwiefern?" „Wir können das Fenster von anßen zusehen oder Sie in Ihrem Bett festschnallen wenn es mir auch leid täte, zu solchen Maßregeln greifen zu müssen. Auf alle Fälle sind Sie hier und bleiben auch fürs erste hier." Für ein oder zwei Minuten gab ich keine Ant wort. Ich dachte nach. Ich hatte noch nicht versucht, welche Wirkung eine große Vestechungssumme und das Versprechen gänzlicher Straflosigkeit auf Frau Markham haben würden. Ich war kein reicher Mann, weit davon entfernt, aber ich konnte sckon Laibacher Zeitung Nr. 40. 349 18. Februar 1908. — (Das Geheimnis eines Schlangen-mage n s,) Kannibalismus ist bei den Reptilien gang und gäbe. Das zeigt ein Fall, den der „T. R." ein Forscher aus einem großen zoologischen Institut mitgeteilt hat. Der Magen einer großen afrikanischen Brillenschlange sX:,.,!» '!i<>i!>,!'u<',n), 42 Zentimeter lang, enthielt eine andcrc. ?>l! Zentimeter lange Schlange, die ziemlich häufige 1.« ,'<"' <1ir,i bolinnkol'in. Auch diese hatte ihre Mahlzeit noch nicht verdaut, denn in ihrem Magen fand sich ein Frosch; die Mahlzeit dieses Frosches, aus einer Mcngc schwarzbrauner Ameisen bestehend, konnte nicht weiter untersuch! werden. Der Frosch, der in der inneren Schlange war, war dreimal so groß wie der Kopf der ersten Schlange, die die zweite gefressen hatte. — ( Theatcrbegin» und Schweine -schlachten.) Die „Kattowitzer Zeitung" erhält folgendes Inserat: „Bitte! An Herrn Theaterbircltor Naul. Läßt sich der Beginn der Theatervorstellung am Mittwoch nicht auf 7 Uhr festsetzen? Ich habe nämlich Schwcineschlachtcn und möchte möglichst bald wieder zu Hause sein." Sicherlich wird Herr Direktor Raul diesem billigen Wunsch nachgekommen sein. Schweincschlachten ist ja doch ein ganz besonderes Fest und lehrt leider nicht so häufig wieder wie ein gutes Theaterstück. Lotal- und Provinzial-Nachrichten. Der Massdalenenschacht bei Adclsberg. Von G. And. Perlo. (Zchuß.) Die Hauptrichtnng der Wasserhöhle ist anfangs NNO. und wendet sich fast in der Mitte in einem rechten Winkel nach Osten. Kurz vor dieser Ecke liegt am rechten Flußnfcr eine mit dem Wasser parallel streichende trockene Seiten-Höhle, voll schöner Sintcrbildungen. In diesen N'ebengang mündet eine kleine, nur auf kurze Strecke offene Vachrinnc (Ncbenzuflnß) mit vielem Geschiebe. 100 Mctcr nach der Vi'ugc wendet sich plötzlich das Flußbett nach Norden und endet mit einem breiten und tiefen Siphon. Jedes weitere Vorbringen ist hier ohne Sprengung der Siphonwand ausgeschlossen. In der ganzen Höhle sind überall die Wände und Blöcke am Wasser mit organischem, ticfschwarzcm Sinter bedeckt und die Schichtcnlöpfe im Flußbette selbst sind messer-scharf erodiert, was ein großes Hindernis gegen das Vordringen bildet. Schauerlich wild ist der Anblick der unter, irbischen Poik während des Hochwassrrs: alle trockenen Ncbcnräume werden von ihr überschwemmt und sie flirßt mit einer Geschwindigkeit von 7 Meter. Aber trotz dirser Geschwindigkeit dürfen die Schwindwässcr von Adelsberg erst nach fünf Tagen bei dem Ausfluß in Planina erscheine», da häufig auffallende Gegenströmungen entstehen und zahlreiche Siphone von Wasser zu überwinden sind. Der Magdalcnenschacht ist das schönste Beispiel für die Erklärung der hydrographischen Verhältnisse des Karstes und überhaupt aller Kallgegenden. Er widerlegt die irrige Annahme, durch die das Vorhandensein längerer Höhlen-flüssc in solche» Gegenden „ i>,-i<»ri ausgeschlossen wird und daß die Hö'hlenschwindwässer unbedingt in Grundwasscr übergehen müssen. Die jungen Geologen Grund, Pcnl u. c>, haben in den letzten Jahren die ncne Hypothese für das sogenannte Karst-grundwasscr aufgestellt und einzelne» geologischen Abhandlungen gleich der Grundwasserthcoric der diluvialen Gegen den für das zerklüftete Kalllager des Karstes angewendet wurden. Wer aber hinreichende Zeit hatte uud wem Gele- genheit geboten wurde, den klassischen Höhlcnboben de» lüstenländischen und Krainer Karstes ober und unterirdisch genau zu untersuchen, dem war es nnmöglich. irgendwo diese neue Theorie vom Karsigrundwasser bestätigen zu lönncn, Es genügt hicbei nicht, die Natnrschlünde und Wasscrhöhlcn nur von außcn beobachtet zn haben sowie die Hochwässer in den Kcsscltälern als eine Folge des sogenannten Karstgrundwassers anzusehen und zu beschreiben, sondern man muß vielmehr die Schlünde und Wasserhöhlen selbst befahren, um einzusehen, daß der Karst, sowie alle Höhlen-reiche Krcidegcgcnben eine Ausnahme von der Grundwasser-rcgel bilden, und daß im Felsgerüste solcher Landschaften lein Grundwasser vorhanden sein kann, sondern nur .Kanäle, die das meteorische Wasser aufnehmen. Meine langjährigen Untersuchungen — ich habe über 400 Höhlen neu erforscht — beweisen, daß die Behauptung vom Vorhandensein ausgedehnter Nasserstrecken (Grundwasscr) im Innern des Karstes hinfällig ist, denn in diesem zerklüfteten Terrain sind nur fließende, durch dichte Felswände voneinanbcr getrennte unterirdische Wasseradern vorhanden. Das Nieder-schlags- und Flußwasscr wirb hier von den zahllosen Schlünbcn, Spalten und Schichtcnöffnungcn aufgesogen, durchstießt nachher die unterirdischen Hohlräume und erscheint wieder oberirdisch aus den Speihöhlen oder durch Pseudoquellen. Wir Höhlenforscher haben schon oftmals mit Erfolg derartige unterirdische Flüsse gefunden, was den genannten Geologen jedoch nicht abhält, das Snchen nach solchen — der Theorie nach unmöglichen — Höhlcnflüsscn als „beliebtes Geduldspiel" lächerlich zu machen In dieser Beziehung das hervorragendste Werk ist die „Karsthybrographic" von A. Grund (Leipzig 190?.). Dieser falschen Ansicht hat sich auch blindlings A. Penl angeschlossen (Penl: ..Ueber das Karst-phänomcn", Vortrage des Vereines zur Verbreitung natur-wissrnschaftlichcr Kenntnisse, .heft 1, Wien 1904). Jeder Leser wirb zwischen den Zeilen dieser Werke die bekannte Vlücherische Bemerkung des Inhalts lesen müssen: „So sag' ich's, so ist's — wcr'c. „i<5< glaubt, ist ein Esel!" - s.Ku r st i pc n d ie n,) Aus der anläßlich des 50-jährigen RcgierungLjubiläums Seiner Majestät des K a i -sers gegründeten Kurstiftung des Österreichischen Eisen-bahnbeamtenvcreines in Wien kommen für das Jahr 1908 24 Kurstipendien zu 1l!0 X zur Verleihung. Die mit einem amtsärztlichen Gutachten versehenen Gesuche sind bis läng-stens 15. März an das Kuratorium der Kurstiftung des Oesierreichischen Eisenbahnbeamtcnvereines (Wien. I., Schulersiraßc 18) einzusenden. —1>. " (Ve setzn ug einer Lehrstelle an der Sta a ts oberrea l schu le in L a i b a ch.) An der Staatsoberrealschule in Laibach kommt mit Beginn des Schuljahres 1908/1909 eine wirkliche Lehrstelle für Deutfch und Französisch als Hauptfächer zur Nefctzung. Gesuche sind bis 20. März beim l. t. Landesschulratc für Krain in Laibach einzubringen. —,-. — (Erledigte M i l i t ä r st i f t u n g,s p l ä h e) gelangen zur Besetzung: Aus der Freiherr von Kurz-Stifiung ein Platz mit 710 7< 40 1» dauernd, für pensionierte Subalternoffizierc. welche infolge einer vor dem Feinde erlittenen schweren Verwundung invalid geworden sind. — Aus der Hanptmannswitwc Katharina Schella -Stiftung drei Plätze ü 174 lv 73 1, mit einmaliger Ve-tcilung für arme weibliche Artillericoffizicrswaisen. welche aus dieser Stiftung noch niemals beteilt wurden. Gesuche — ersteres mit dem ärztlichen Zeugnis, letzteres mit dem l Mittcllosigleitszeugnis und Tauffcheine instruiert und stempelfrei — sind bis 20. März an die Evidenzbchörde einzusenden. — Aus der Stiftung Wiener medizinisches Doltorenlollegium zwei Plätze ü 130 K mit einmaliger Bcteilung für bedürftige Personen, welche während des Krieges 1866 in der Armee gedient haben und durch Ve» wundung oder andere Unglücksfälle während des Feldzuges invalid geworben sind, Aerztliche Personen, welcke ^en ! obigen Bedingungen entsprechen, haben — besonders wenn sie erwerbsunfähig sind — den Vorzug. Die stempelfreien Gesuche, belegt mit dem legalen Armutszeugnis und dem Nachweis der Invalidität, sind bis 26, März an die Evidrnzbehörde einzusenden. " (Versetzungen im Dienstbereiche der Staatseisenbahn Verwaltung,) Karl Nertel Ritter von Polzenau. Bauoberlommissär der Oester-reichischen Staatsbahnen, l. l. Staatsbahndireltio» Linz, und Robert Metzger, Offizial der Oesterreichischen Staatsbahnen, l. t. Eisenbahnbauleitung Klagenfurt, wurden aus Dienstesrücksichten in den Amtsbereich der l. l, Staatsbahndireltion Villach versetzt. —r. - (A u s b e r D i ö z e s e.) Der Herr Landespräsibent hat für die durch den Tod des bisherigen Pfarrers erledigte unter dem Patronate des Allerhöchsten Landesfürsten stehende Pfarre Ko^ana im politischen Bezirke Abelsberg den Pfarr-crpositus in St. Michael. Herrn Karl Lrnassi. präsentiert. —r. — (Todesfälle.) In Neumarltl starb am 14. b. der dortige Apotheker und Hausbesitzer Mi, pH. Vinzenz lEggen berger nach langem, schwerem Leiben, Die Leiche wurde am 16. d. M. nach Laibach überführt und auf dem neuen Friebhof bestattet. Herr Eggenberger hatte sich zur Zeit seines langjährigen Aufenthaltes in Laibach ! durch sein konziliantes Wesen hier viele Freunde erworben. I — Aus Rudolfswert erhielten wir - - für die gestrige Nummer zu spat — die telegraphische Mitteilung, daß in der Nacht auf den 17, d. M. Herr Franz Wamboldt ! Freiherr von U m st a t i auf seinem Gute Hopfenbach in- ! folge Herzlähmung gestorben ist. ! — („V lütenlränzche n.") Als am lehirn Samö-! tag abends im altehrwürbiaen Kasinosaale die elektrischen Lichter aufflammten, da mag sich wohl dieser selbst übn ! das herrliche Kleid, das man ihm umgetan, verwundert ! haben. Und als sich gegen halb 9 Uhr die ersten Besucher bls unter dem Namen „Vlütrnlränzchen" dort veranstal< teten dritten Garnisonsabcnos einsanken, blieben sie unwillkürlich zunächst am Eingänge stehen, gebannt durch den geradezu berückenden Anblick, der sich ihnen boi. Frühling, wonnigrr. sonniger, herrlicher Frühling war eingezogen in das alte Gemäuer und wahre Kaskaden der farbenprächtigsten Blumen strömten von den Wänden herab, in duftig zarte Ranken auslaufend, welche an den Säulen I zur Erbe flössen. Die mächtigen Kronleuchter waren in fo überaus duftiger Weise von herrliche» Rosen umsponnen, baß es den Eindruck machte, als hätten zarte Feenhänbe einen ! Rosenschleier darüber gewebt. Ebensolche Ranken verbanden ! die Lüster und reichten bis an die Wände des Saales. I Diese aber, die Wände, gab es ja eigentlich gar nicht. Eine ! Meisterhand hatte auf sie ein Frühlingsparabies gezaubert, Idas bis in die weite Ferne zu reichen schien: herrliche ! Blütcnbäume, Flieder- und Rosengebüsche. über denen in ! der Ferne die Giebel und Türme eines fendalen Herrensitzes wohnlich anheimelnd hervorlugte». Und all diese in ! farbenprächtiger Plastik gemalte Frühlingswonne fand ihre ! Fortsetzung in die Wirklichkeit, indem sich herrliche Pfirsich-I »nd Apfelblütenbäumchen im geschmackvollste» Arrangement I anschlössen, während sich reich blühende Heckenrosen an txn ! Balustraden emporrankte». Trefflich kam der Charakter des Festes auch durch die sinnige Art zum Ausdrucke, in welcher die ganz mit weißem Stoff überzogenen Wände der Galerie mit Pfirsichblütenspalieren geziert waren. Der sogenannte kleine Saal präsentierte sich als ein bis in weite Ferne reichender, ebenfalls im reichsten Blüteuschmucke prangender Park. Und bei all dieser verschwenderische» Fülle an Früh-lingsherrlichleit erschien das Arrangement nirgends überlade» und die Farbenpracht gestaltete sich durch die überall zutage tretende künstlerische Abstimmung zu einer wahrhaften Erquickung fürs Auge des Beschauers. Wir hatten schon in unseren Berichten über die in dieser Saison von den Offizieren und Militärbeamte» der Garnison veranstalteten Unterhaltungen konstatieren können, baß diese Unternehmungen zu den schönsten Früchten eines verfeinerten Gescllschaftslcbens zu zählen sind, bei denen die künstlerische Anlage dem heitere» Zwecke zur Folie dient. Dieses Wort müßte übrigens als nicht ganz zutreffend bezeichnet werde», wollten wir damit das lehtverflofsenc Zaulxrfest charakterisieren, das vo» den Veranstaltern sehr bescheiden „Blüten-lrä'nzchen" benannt worden war. Die Art und Weise, wie diesmal die zartsinnige Idee, den Frühling zum Milieu eines Tanzfestes zu wählen, verwirklicht wurde, ließ unschwer rrlc»ne», baß dem Schöpfer des Werkes trotz des rauhen Kriegerhandwerles. das er betreibt, künstlerischer Sinn sowie ei» offenes Auge für die Schönheiten der Natur und nicht zum wenigsten eine dom feinsten Geschmack geleitete reiche Phantasie innewohnt. Wie wir hören, hat die große Liebenswürdigkeit zahlreicher Damen der ersten ""ia>' Tausende für einen solchen ^weck opfern, ^'nn ich sie nur überzeugen konnte, das; sic das ^'ld wirklich erhalten würde. ^ "Ich möchte nur Ihr Anerbieten — oder Ihre Drohung vielmehr etwas überlegen," sagte ich mdllch. ,,,,,, ..„Nennen Tie es. »vie es Ihnen beliebt, ich ""Nchere Sie, es wurde im vollsten Kruste M'macht," antwortete (^annt. „Entweder mns; ich >M- feierliches Versprechen haben, keine Votschaft m'v dieiew Hanse zn senden, oder es mns; Ihnen tun" ^l"l unmöglich gemacht werden, es ,'.n ^ImvohWch verstehe." ^mn Xlerkermeister erhob sich, nm zn gehen, ^erri-'^'"^'" ^" nicht, das; ich ein ganz törichieh lä.'ü> , !5" '" ^irem Ehrenwort have?" sagte er '"^d, während er sich der Tnr näherte. ' ^i-"^ ^"^' war mir ja anch aufgestiegen, imi.'-v c"".,"" ^"sprechen ^bunden, das ich diesem Manne gab? Jedem " . ' ^^' '"I ""'» gesagt, (^annt war in der ^i^ ir^'nd ein Versprechen von mir zn erzwin-^ . ^n solche^ Versprechen, nnter Anorohnnq von . che>tsbermwnna N^even, konnte aber'nicht ' d'Nd ,em, 1 nd dennoch schreckte ich davor ^nrnck. ttN'il einem ,olchen Mann mein B^orl '.n vervwn '^ rt , l'5"' ''"d"i>'nd.- „3ie Branchen .nein ^nt ia n.cht zn nehmen, wenn -ie nicht wollen." „3mn qnt. Ich werde hente nachmittag wieder tommen, nnd vielleicht können 3ie mir dann eine bestimmte ''Intwort qeben." Wenn ich daran gedacht halle — nnd die Idee war mir dnrch den Tinn geschossen ^-, mich, ans ^annt zn werfen, wenn er im Vegriff wäre. da5 Zimmer zn verlassen, nnd zn versnchen, ihm die '^affe ans der Hand zn reißen, so war es gnt das; ich sie nicht ansznführen versuchte. Den Nevol ver fest anf mich sterichlet, sties; l^annt dreimal mit dem, ^nße qeqen die Tür. Tofort wurde sie von ans;en geöffnet und im nächsten Mmnenl war ill) allein. Die Ttnnden bis zn meinem Mittagomohle schienen mir die längsten meiner ganzen (befangen-schaft zn sein. Würde ^ran Markham bestechlich sein oder nicht? Denn. wenn sie einer großen Ve siechnngssnmme nicht zugänglich war, wao ich mir freilich kaum denken konnte, so vliel) mir nichte librig als nachzugeben und mein Wort zn ver-pfänden. Denn, offen gesagi, die:'lnosicht absoluter "vinsternis oder völliger ^'sselnng hatte nichts Verlockendes für mich. Wäre anch nnr die leiseste Möglichkeit gewesen, einen Brief ohne die Hilfe der:'llten zn befördern, fo hätie ich ausgehalten. Aber ohne fie erschien es so gäuzlich aufsichtslos, das; es im höchsten l^rade töricht, gewesen wäre, mill) einer Art Tortnr '.n unterwerfen. (Fortsetzung folgt.) ^ Laibacher Zeitung Nt. 40. 350 1«. Februar 1908. Gesellschaftskreise unserer Stadt das schöne Fest nicht nur gefördert, sondern geradezu erst ermöglicht, indem sie mit opfermutigem Fleiße all die vielen Tausende von Blumen und Vlüten anfertigten, die dann zum farbenprachtigen Gesamtbilde vereinigt wurden. Eine ebenso sinnige als herzige Idee war es, den Damen während einer Figur im Finale der ersten Quadrille Spenden in Form allerliebster Rosenbutettchens zu überreichen, an denen mit goldener Schnur eine Miniaturtanzordnung befestigt war. Diese . Vizebürgermeister Ritter von Blei we is. Magistratsrat Lah, Direktor Macher, zahlreiche Professoren sowie andere Herren als Ehrengäste teil. Der Frau Bürgermeister Hribar wurde bei ihrem Erscheinen von Fräulein Mara Vidic aus Rudolfswcrt namens der Anstaltszöglinge mit einer herzlichen Ansprache ein prächtiges Bukett überreicht. — Zur gleichen Zeit fand im kleinen Saale des „Narodni Dom" das Schlußlränzchen der hiesigen Handelsangestellten unter sehr reger Beteiligung statt. Die Quadrillen standen unter der strammen Leitung des H. Fabiani und wurden durchschnittlich von 56 Paaren getanzt. Dem Festkomitee, dem die H:rren Fabiani, Grm , Kobe. Rogli 5 und Zajc angehörten, gebührt für die gelungene Veranstaltung alle Anerkennung. Das Kränzchen beehrten einige Chefs der hiesigen Handels-frrmen sowie Herr Handelslammeradjunlt Dr. Windi -scher mit ihrem Besuche. — (Universitäts-Vortragsabend des Volksbildungsvereines „A l a d e m i j a".) Vorgestern abends um 7 Uhr hatte sich im großen Saale des „Mestni Dom" ein zahlreich erschienenes Publikum eingesunken, um dem Vortrage des Agramer Universitätsprofessors Dr. Anton Heinz, der das Thema ..Das Leben in den Tiefen der Erde" behandelte, zu lauschen. Von den Meerestiefen absehend und sich lediglich auf die Tiefen des festen Erdinnern beschränkend, kommen für den Beobachter teils natürliche Erdhöhlungen. Grotten, Risse und Spalten, teils durch Menschenhand geschaffene Höhlungen, wie Tunnel, Galerien. Stollen und Schachte in Betracht. Inwieferne gibt es nun in diesen unterirdischen Hohlräumen ein tierisches, ein Pflanzenleben und inwieferne ist der Mensch zum Leben unter der Erdoberfläche geeignet? Diese Fragen meinte der Vortragende mit um so höherem Interesse verfolgen zu dürfen, als gerade die Länder Krain und auch Kroatien durch ihren Höhlenreichtum bekannt sind und eben diese Länder es waren, in denen den Höhlenforschern die ersten Belege für das Bestehen einer Höhlcnfauna und Höhlenflora durch Entdeckung des Proteus anguineus, des Grottenolmes und verschiedener algenartiger Höhlenschwämme und Höhlenmoose zuteil wurden. Die Höhlenforschung oder Speläologie ist eine junge, doch kräftig aufstrebende Wissenschaft, die bereits eine ansehnliche Literatur aufweist. Hatte die Vollsphantasie der ältesten Zeiten die Räume des Erdinnern mit sagenhaften Gebilden wie Gnomen, Drachen und Unholden aller Art bevölkert, so verfiel die Renaissance in das entgegengesetzte Extrem und negierte daselbst die Existenz jeglichen Lebe- wesens. Erst die moderne Forschung steht mit den positiven Tatsachen im Einklang, gibt die Möglichkeit eines organischen Lebens in den Erdtiefen zu und strebt die genaueste Durchforschung seiner Bedingungen an. Das Licht ist also lein unerläßlicher Faktor für das Vorhandensein und Fortbestehen von Organismen. Es gibt deren solche, die zeit^ lebens in unterirdischen Höhlen verbleiben, wie der erwähnte Grottcnolm und einige Reptilien und Fischgattungen, in Amerika eine Ratten- und eine Schlangengattung. Ein allgemeines Merkmal dieser Höhlenbewohner ist. daß sie sämtlich blind sind, indem sie entweder überhaupt leine Augen haben oder diese bei ihnen zwar morphologisch, also den Formen nach. entwickelt sind aber physiologisch, also in ihrer Tätigkeit als Sehorgane, nicht funktionieren. Als Üolal-spezialitäten solcher Art wurden der in Kroatien in der Gegend von Lila im Schlamme eines Höhlenflusses in zahlloser Menge vorkommende Parafoxius Croaticus und der schon dem Namen nach als „Augenloser" bezeichnete Anophthalmus Croaticus genannt. Es gibt aber auch tierische Lebewesen, wie die verschiedenen Mikroorganismen infektiöser Natur, die auf irgendeine Weise in das Oberlandwasser Eingang finden und mit diesem, wie gerade bei uns so häufig in unterirdische Grotten fortgeschwemmt werden. Da ist nun die Frage, ob diese in die unterirdischen Räume gelangten Bakterien auch hier weiterfortbestehen können, von der größten hygienischen Bedeutung: denn das aus den unterirdischen Regionen wieder ans Tageslicht sprudelnde Wasser wird von den Uferbewohnern regelmäßig als Trint-wasser benutzt. Man kann nun sagen, daß die besagten Bakterien allerdings auch auf ihrer unterirdischen Wanderung fortleben und beim Austritte des Wassers an die Erdoberfläche auch wieder ins Oberwasser gelangen, sobald sie auf ihrer Wanderung lein Erdreich oder nur ein lose aneinander gefügtes oder leicht lösliches, wie Gipsschichten, passieren, und daß nur jenes infizierte Wasser, das auf seinem Untergrundwege dichtgelagerte, wie ein Filter wirkende Sandmassen passiert, lristallrein und entbalterisiert uns Tageslicht tritt. Es leben also Tiere und Tierchen, darunter auch zahllose Inselten in den inneren Erdräumcn, sie sind blind und taub und nur das Fühlorgan hat bei ihnen eine außergewöhnliche Entwicklung gefunden, das ihr einziges Qrientierungsmittel und Werkzeug in der Suche nach ihrer kargen Nahrung bildet. — Der Vortragende demonstrierte mit einigen Abbildungen die an Inselten und Krebsen solcher Art außergewöhnlich entwickelten Fühl-organe. Wie schon die Tierwelt in diesen unteren Regionen äußerst beschränkt ist, so ist dies bei der Höhlenflora noch mehr der Fall. Pflanzen im eigentlichen Sinne, grünende, blatthaltige, sogenannte chlorophylle Pflanzen, selbst bis zu den Algen herab, gibt es in den unterirdischen, lichtlosen Räumen überhaupt nicht; nur gewisse Pilze fristen daselbst ihr Dasein, doch auch diese nur dann und nur inso-ferne, wenn und insoweit sie von der Außenwelt her die Bedingungen zu ihrer geringen Nahrung erhalten. Wo aber eine solche Kommunikation gänzlich fehlt, wie in den untersten Tiefen der Bergwerke, dcr ist nicht nur das Vorhandensein jedwedes tierischen, sondern auch jegliches pflanzlichen Lebewesens ausgeschlossen. Alle unter der Erdoberfläche vorkommenden, Organismen sind nur Abarten der auf der Erdoberfläche lebenden, und die Annahme, daß sie selbständige Typen xui l5l.nl>!-!>' darstellen, ist von der Wissenschaft als falsch überwiesen. Es gehen aber wohl an Organismen, die einen dauernden Aufenthalt in unterirdischen Ocrtlicbleiten nehmen, ganz gewaltige Veränderungen vor sich. und der Vortragende zeigte auf einem Bilde eine Poliporusart. eine auf unseren Baumrinden häufig vorkommende lolonartige Puppe, die in ihrer unterirdischen Abart als dünnberzweigte, moosartigc Alge gar nicht mehr zu erkennen war! Bei Erwähnung der unterirdischen Algen streifte der Vortragende auch die selbstleuchtcnden. d. i. phosphoreszierenden Algenarten, die ein Gegenstück zu den in den Tiefen des Meeres vorkommenden leuchtenden Fischen bilden. — Und wie Tier und Pflanze nur im beschränktesten Maße. so eignet sich auch der Mensch nicht zum Unterweltsaufenthalte, Zwar hat man in letzter Zeit viel von einer unterirdischen Stadt in den Salzweilen von Wieliczka gehört, deren Bewohner sich vom Eidenleben für immer verabschiedet hätten! . . . Allein, schloß der Vortragende, darüber äußert sich trefflich der französische Botaniker Gaston Bonnier: „Mit Verwunderung hörte ich von diesen Kindern der Unterwelt. Allein als ich Gelegenheit hatte, sie zu sehen und zu sprechen, da machte mir wohl jeder von ihnen den Eindruck, daß er noch hofft, sich aus seinem Grubenelend emporzuarbeiten »nd noch ein paar lichte Tage auf dcr Erdoberfläche zu verbringen — im alles belebenden Sonnenlicht!" - Den hier angedeuteten, auf durchwegs wissenschaftlicher Grundlage beruhenden und doch in anregender und gemeinverständlicher Form gehaltenen Ausführungen folgte das Publikum mit gespannter Aufmerksamkeit, und der rauschende Beifall, der sich an die Schlußworte des Vortragenden reihte, zeugte von der Beliebtheit, der sich dessen Vorträge schon seit dem Vorjahre erfreuen, !<', — (Die Eröffnungsvorstellung in Klnd 5 lyv zoologischem Zirkus) fand Samstag abends nni ^ Uhr vor dichtbesetztem Zuschauerraum statt. Das überaus reiche Programm brachte durchwegs erstklassige Nummern, darunter Tricks, die wohl zu den seltensten gehören. Die diversen Artisten leisteten Hervorragendes in Equilibristil, Iongleurlunst, Drahtseil- und Vallettanz, und die Dompteure ernteten reichen Beifall für die trefflichen Leistungen der ihrem Winke blind gehorchenden Raubtiere, Das Eigenartige der Kludslyschen Dressuren besteht insbesondere darin, daß sie sich nicht auf die Vorführung einer dressierten Ticrgattung beschränken, wie dies gewöhnlich gezeigt wird, sondern Raubtiere verschiedener Art, wie Löwen und Tiger gemeinsam sowie mit Doggen oder Pferde» zusammen, frei in der Eisenmanege erscheinen lassen. Eine Glanznummer ist zweifellos die Original-drcssur des Zirkus Kludsly. „der Ritt des großen Berberlöwen", wobei der Löwe. ähnlich einem .Kunstreiter, das Pferd besteigt und unter mehrmaligem Auf- und Abspringen die Manege durchreitet. Rauschenden Beifall erweckten die vom Direktor selbst vorgeführten Freiheits-Massendressuren mit den prächtigen Schulpferden, die, bald der leisesten Walzermelodie folgend, bald im wildesten Galopp dahin^ stürmend, gleichwie das Zebra und Zebruid lebhafte Bewunderung erregten. Eine Sehenswürdigkeit ist der Riesen elcfant „Baby", der größte Elefant in Europa, in seinen interessanten Dressurstücken mit dem Schulftferde Porter: ebenso der große Elefant „Mutty", ein equilibristischer Dickhäuter, der auf einer langen Reihe von Flaschen, nach vorne und rückwärts gehend, balanciert: aber auch die dressierte Bärengruppe, wobei sich dcr Eisbär als Kugel-läufer und Turnlünstler hervortut. Sehr viel Gefallen fanden die Tricks des Iongleurpaares „Duo Voreschis". Ein Schlangenmensch von seltener Gelenkigkeit ist dcr kleine etwa zwölfjährige Max. — Vorgestern gab es drei Vorstellungen, die sich alle auf dem Niveau der Eröffnung?» Vorstellung hielten, gut besucht und vom Publikum höchst beifällig aufgenommen wurden. Der Besuch dcr Kludslyschen Vorstellungen ist insbesondere allen Freunden von Reitersport und Tierdressur anzuempfehlen. Die Dauer der hierorts geplanten Produltionen ist eng begrenzt. 15. — (Hymen.) Gestern um halb 12 Uhr vormittags fand in der Pfarrkirche zu St. Jakob die Trauung des Herrn Zahntechnikers Alexander Lulcx mit Fräulein Aloisia Nahovec. der Tochter des bestbelannten Groß^ Händlers Josef Nahovec, statt. Aus diesem Anlasse brachte den Neuvermählten dcr Gesangsverein „Ljubljana" Sonntag abends auf dem Ialobsplahe eine Serenade. Unter den drei Liedern, „Narava". „Noiwi ftozdrav" und „Vc^-erni Ave", gefiel besonders das letztgenannte Lied, die neueste Komposition Anton Foersters. die sich durch meisterhaft ausgeführte Glockenimitation würdig den besten Werten des Altmeisters anreiht. Die zarte Stimmung, die der Komposition zugrunde liegt, brachte der aufstrebende Gesangschor unter Leitung des Herrn Anton Svetel vollendet zur Ausführung. i). i), — (Die „G l a s b e n a Matic a") hielt gestern abend eine außerordentliche Hauptversammlung ab, auf deren Programm sich als einziger Punkt eine Ersatzwahl in den Vereinsausschuß befand. Wie der Vereinspräses, Herr Professor 5 tritof, ausführte, hatte .Herr Gcrichtsselrctär Aebre auf sein Mandat mit der ausgesprochenen Absicht vcr-zichtet, hiedurch den Wiedereintritt des in der jüngsten Hauptversammlung aus dem Ausschusse eliminierten Herrn Slavlo Ravnilar zu ermöglichen. Die „Glasbena Matica" müsse, da sie eine Musikschule unterhalte und auf die Unterstützung aller slovenischen Parteien angewiesen sei, stets außerhalb des Parteigetriebes stehen: die Eliminierung des Herrn Navnilar aber sei bon der Slovenischen Vollspartci als eine .Kränkung empfunden worden. Am besten wäre es, den ktlitu« czu« nllt. lais. Rat Prof.Alanle ^ Musikdirektor Hubad auf Grund der oben angeführten Erklärungen die Wiederwahl des Herrn Gerichtsselrctärs Zebre befürwortet hatten, dieser einhellig gewählt, womit die Versammlung ihren Abschluß fand. — („Eine Nacht in Eisenland.") Der Verband der Metallarbeiter in Laibach veranstaltet Samstag, den 22. d. M.. in de» Gasthauslolalitäten des Herrn Vetter (Pock). Floriansgasse Nr. 0, ein Faschingsfest unter dem Titel „Eine Nacht in Eisenland". Anfang 8 Uhr abends. Eintrittskarten 40 1>. — (Ein bedauerlicher Unfall) passierte am 11. d. M. der Gemahlin des Herrn Landesregierungsselre-tärs Dr. Anton Pils hofer in Rudolfswert, Sie glitt auf der vereisten Stiege bei der Kapitellirche in Rudolfswert so unglücklich aus. daß sie sich das linke Waden- und Schienbein brach. Il, Laibacher Zeitimg Nr. 4 ). 351 18. Februar 1908. — (Vortrug,) Der auf heilte abend angeliindisste Vortrag des Herrn Vikars Volz über „Nervosität und Weltanschannnq nach Dr. Marcinowsli" findet erst Diens lag, den 2k;. d, M., im evangelischen Gemeindesaale statt. * (Sanitäres) In der Ortschaft Mrauen. Gemeinde Hinterberq, politischer Vezirl Gottschee. ist eine ssrau nebst fiinf Kindern an Typhns erlranlt; sämtliche befinden sich in häuslicher Pflege. Behufs Hintanhaltung der Weitcrvcrbreitung der Krankheit wurden sanitätspoli-zciliche Vorkehrungen getroffen. —i'. — (Unfall dnrch rollende Holzklötze) ^ian schreibt uns aus Gottschee: Auf dem Holzplahe oberhalb der Dampfsäge der Fratelli Tamburlini geriet ein Stoß von Sägello'tzen wahrscheinlich infolge des eingetretenen Tauwctters am N>. d. M, nachmittags plötzlich nis Nollen. Die Klötze, vorher durch das Eis in ihrer Lage erhalten, lösten sich los und stürzten unter groszem Getöse talabwärts, wo sie einen Viehstall umrissen und die rückwärtige Mauer des ehemals Slulschen Wirtshauses einschlugen. Dcr angerichtete Materialschaden ist bedeutend, doch sind Verluste an Menschen oder Tieren nicht zu be-klagen. * (sseuer.) Gestern nachmittag um 4 Uhr signalisierte der Fcuerwächter auf dem Schloßbergc ein Feuer iu der Stadt, Zufolge Kurzschlusses der elektrischen Leitung war auf dem mit Heu gefüllten Dachboden des kleinen Magazins, das auf bcm Holzplatze der Krainischen Vau-gcscllschaft auf der Vrtcwa steht, ein Feuer ausgebrochen, das jedoch, bevor der Feuerwehr- und Nettungsverein mit seinem Löschtrain erschien, von Arbeitern gelöscht wurde Dcr Schaden ist gering, " (Dcr A u s b r c ch c r t ö n i g ) Der 1«7l) in Hötitsch. Ncziit Littai, geborene Kohlenbrenner Johann Tom^u- gab bor elf Jahren seinen Beruf auf und ging auf die Walzc, um sein Leben nur durch Klingelftutzen, d, h. durch Vetteln, zu fristen. Auf diese Weise mußte er bei verschiedenen Gerichten Aufenthalt nehmen. Um aber allen Empfängen von feiten der Gendarmerie aus dem Wege zu geheu, verschaffte er sich ei» auf den Namen Franz Glsenger lantendes Arbeitsbuch und bereiste inkognito ganz Kram, Steiermarl und Kärnten. Da ihn indes auch dieser Kniff nicht vor den behördlichen Empfängen schützte, spielte er zuweilen den Irrsinnigen. Vor zwei Jahren steckte ihn das Kreisgericht in Nudolfswert auf zwei Jahre hinter die schwedischen Vorhänge, Als er wieder die Freiheit erlangte, beging er sofort einen Einbruchsdiebstahl in Iastrebljc und nahm vier Männeranzüge mit. Tom^i» wurde jedoch ein-gefangcn und dem Bezirksgerichte in Stein eingeliefert, von wo er in kurzer Zeit ausbrach und sich nach Unicrkrain Wandte. Dort verübte er nacheinander mehrere Einbrüche und flüchtete sich sodann nach Kärnten, wo er im Juni )W7 einem gewissen Paul Niedl 150 X Bargeld wegnahm. Da ihm überall der Boden zu heiß wurde, beglückte er Untcrsteiermarl mit seiner Anwesenheit, Hier aber war ihm das Glück nicht gewogen, denn er wurde in Trofin l>ei Mahrcnberg durch die Gendarmerie verhaftet. Nach einigen Tagen gelang es ihm wieder, sich aus dem bezirkst gerichtlichen Gefängnis in Mahrenberg zu flüchten. Einen Mitgefangenen bedrohte er mit dem Erwürgen, falls er ihn verraten sollte. In Markt Tiiffer. wohin er sich aus Mahren bcrg begeben hatte, verübte er wieder eine Unzahl von Ein brüchcn. bis er schließlich wieder durch die Gendarmerie angehalten und nach Markt Tiiffer gebracht wurde. Auch hier unternahm er einen Fluchtversuch. Tom^u- wurde dem Kreisgcrichtc in Cilli und sodann dem Landesgerichte in Laibach eingeliefert. — Diesertage wurde nun der Ans-brecherlönig, den bei der Verhandlung drei Gefangenauf-feher bewachten, zu vier Jahren schweren Kerkers sowie zur Abgabe in eine Zwangsarbeitsanstalt nach verbüßter Haft verurteilt. "(Ein Uasserclow n.) Der 51jährige Taglöhner Iatob Groß machte sich schon längere Zeit durch seine Extravaganzen bemerkbar und veranstaltete mit Vorliebe Strahcnszenen. Am Freitag aber produzierte er sich im Laibachflufse. Als er am Pctcrsdamm bemerkte, daß einer Wäscherin ein Leintuch ins Wasser fiel, zog er sich rasch aus. sprang in den Laibachfluß und schwamm dem Wäschestücke nach, Auf der Jubiläumsbrücle sammelte sich eine große Menschenmenge an nnd sah ihm zu. Nach vollbrachter Bergung des Leintuches wurde er in die Sicherheitswacht-stubc geführt, wohin eine mitleidige Seele trockene Kleider für ihn bringen ließ. » — (Die Laibacher Verein slapelle) konzertiert heute im Kinematographen ..Edison" (Wiener Straße), und zwar bei den'Vorstellungcn um 4, 5, f',, 7 und « Uhr. Theater, Kunst und Literatur. "" (Deutsche Bühne.) Nach langer Pause wurde wieder einmal das Schauspiel von Meyer°Förster „Alt Heidelberg" gegeben, ein Stück, das seinen Weg durch aller Herren Länder gemacht uud auch hier noch immer das vollste Interesse des Publikums wach zu halten vermag. Gestern war dieses Interesse ein doppeltes, da der Theaterzettel ein Debüt des Fräuleins Mizzi Kovacs in Aussicht stellte. Die junge, anmutige Dame, welche die Nolle der Käthie darstellte, verbindet ei» gewinnendes Aenßere mit ansprechendem Talent. In Sprache und Gebärden verrät sich jedoch die Anfängerin, der begreiflicherweise die feine Empfindung für das richtige Maßhalten noch mangelt. Eine durchaus klare, geschmackvolle Leistung bot .Herr Äollmann als .Karl Heinrich. Diese Gestalt bietet wie selten eine dem Darsteller Gelegenheit, in vielen feinen Zügen das Leid, den Ernst und die Freuden eines Herrschers zu zeichnen. Alle diese schwierigen Details arbeitete Herr Bollmann sorgfältig aus, wofür ihm reicher Beifall und eine hübsche Ehrcnspciibe zuteil wurde. Den Dr, Iiittner wußtr Herr Weißmüller recht sympathisch zu gestallen. .Herr Steiner, der ebenfalls für ein Ehrengeschenk zu danken hatte, spielte den Kammerdiener Lutz, eine ohnehin scharf gezeichnete Figur, die durchaus nicht karikiert zu werden braucht, um zu wirken. Die possenhaften Uebertreibungen in der Szene mit Kellermann hätten unterbleiben können. Die Herren Mahr (Hofmarschall) und B a ft a r» (Staatsminister) spielten mit angemessener Würde. Die übrigen Mitwirkenden fanden sich mit kleineren Aufgaben gut ab. Störend wirkte das zeitweise vorlaute Soufflieren, Eine ausgiebige letzte Probe hätte der Aufführung zum Vorteil gereicht, — Das Hans war sehr gut besucht und beifallslustig. — (K a m m e r in u s i l a b e n b.) Auf den heule abend um halb 8 Uhr stattfindenden dritten Kammermusil-abcnd sei hiemit allgemein aufmerksam gemacht, Telegramme des k. k. Telegraphen-ßorrespondenz-Bureaus. Wien, 17. Februar, Dcr gewesene Minister Herren-Hausmitglied Ignaz Edler v. Plener ist im Alter von W Jahren um 4 Uhr nachmittags gestorben. Budapest, 17. Februar. Das ungarische Tele-gravhen-Koriespondenzbureau meldet aus Csil-Gyimes-Közep Lok: Mehrere Mitbesitzer eines unter Sequester gestellten Waldes wollten aus diesem Holz führen, was die anderen Mitbesitzer verhindern wollten. Daraus entstand eine blutige Schlägerei. Gendarmerie schritt ein, um die Nuhe wieder herzustellen, und befahl, das Holz in den Wald zurückzuführen. Die angesammelte Menge griff jedoch die Gendarmen an, die gezwungen waren, von der Wciffe Gebrauch zu machen. Die intervenierenden sechs Gendarmen gaben zwei Salven ab, wodurch znxi Personen getötet und fünf schwer verletzt wurden, Paris. 17. Februar. Den Blättern zufolge lvird ein Teil des von der marokkanischen Staatsbank d?m Sultan Abdul Asis gewährten Darlehens zur Ausrüstung einer Mehalla von 1500 bis 2000 Mann dienen, mit welchen der Sultan den Versuch unternehmen wirb, Fez wieder in seinen Besitz zu bringen. Wie verlautet, soll Muley Hafid vor einigen Tagen an den französischen Konsul in Casablanca einen Brief gerichtet haben, in welchem die französische Negierung ersucht wird. sich in den Kampf zwischen ihm und seinem Bruder nicht einzumengen, und betont wird, wie nützlich die Zurückziehung der franzö fischen Truppen aus Casablanca wäre. London. 17. Februar. Das Neuterburecm meldet aus Teheran, das Parlament habe gestern die Entlassung des Ministers des Innern verlangt und dem Kabinette im allgemeinen seine Unzufriedenheit ausgesprochen. ! " Marie Reichsfreifran Wambold von Umstadt. geb. Rcichsfrriin von Falkenstein, gibt im eigenen sowie im Namen ihrer Kinder, der Rrichsfreiin Elisabeth Wamvold von Umstadt. Klosterfrau im Orden de« heiligsten Herzen« Jesu. de« Rrichssrrihcrrn Philipp Hnao Wamlwld von Umstadt und dessen Gemahlin. Rrichsfreifrau Ludwiga Wamlwld oon Nmstadt. geb. Gräfin Harrach zn Rohran nnd Pannhausrn, des Reichsfreiherrn Vardo Wamvold von Nmstadt, Fähnrich im königl. Bayrischen 1. Klanenregiment Kaiser Wilhelm II. König mm Preußen, sowie ihrer Enkelinnen nnd Verwandten, ticfbetrübt Nachricht uon dem Hinscheiden ihre« innigstgelieblen Gatten, des hochwohlgeb. Herrn Franz Keichcheiherrn Wambold uon Umstadt Grosthrrzoglich tzrsftschrn Kammerhrrrn, Oberstleutnants a la suite. Gesandten und Vevollmächtigtrn Ministers a. D.» Gross Komturs drs Vrltt. Leopolds Ordens. Nitter« des Orden« Philipp des GrossmNtigrn. Ritters de» Oesterr. Leopolds Orden» usw. welcher am W. Februar l. I. nach langem, schwerem Leiden auf Schlosz Hopsenbach in seinem 79. Lebensjahre selig im Herrn entschlafen ist. Die Einsegnung findet in aller Stille am W. Februar vormittags um 10 Uhr in der Schlujz Kapelle jtatt. Die Vei-selnmg erfolgt am 2(i. Februar um 11 Uhr uurmillags in der Familiengruft zu Virkrnau in Hessen. Vie heil. Seelenmessen werden in der Schloszkapelle zu Hopfenbach und in den Pfarrkirchen in Hönigstein. Virkenau, Grosz-Umstadt und Frischau gelesen werden. ^ vchlojj Hopsenbach bei Uudolfswert am 17. Frlnuar «008. ! Kranzspenden werden tm binnr de« Verstorbenen dankend abgelehnt. ! ______________________________________________, Laibacher Zeitung Nr. 40. 352 l8. Februar 1908. Angekommene Fremde. Grand Hotel Union. Am 1«. Februar. Müller. Private; Pah, Nistov, Landesberg, Ing.; Svoboda, l, k. Zollinspektor; Rößler, Strahl, Globotnig, s. Frau, Velczncni, Kurz, Kflte.; Schmidt. Grätzei, Lamm, Soudck, Löb, Stein, s. Frau, Weiner, Oglar, .^enen-berger, Feuerwerk, Thiele, Blodnia, Grünbaun«, Reisende, Wien. — Pollanz, Ing.. Villach, — Dolle^el, l. n l. Oberst. Stein. — Lachmanski, Reifender. Budapest. — Lapajne, Student, Idria. — Mesang, Reisender, Verlin. — Lenlo, Private, St. Peter. - Waldner; Schilizzi. Rosnmann. Kflte,, Trieft. — Goriany. Gutsbesitzer, Rudolfswert. — MareZ, Reisender, Brunn. — Iaaodic. Professur, Graz. — Popovic. Kfm., Zirlmtz. — Dr. Ra^ovanovic, Professor, Belgrad. — Strahler, .^lfm., Anram,_______________ ^Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe' ^06 2 m, Mittl. Luftdruck 736 0 mm. ff H^ ^1 l^L i ^ D^ st Wind !.sVe.W _________^^7Z _..__>. ' "^" 17> 8 ü. «. 739"5^ 7-2, SW. z. start ! teilw. bew. ^ 9 U. Ab. 737 9 i 36, SW. schwach ' bewölkt_______ 18 l 7 U. F 731 4 > 5 0> . . <) <) Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 2 6°. ^ic»-male 0 0". Wettervoraussage ^ür den 18. Februar für Zteies-mark, Kärnten und Krain: Wechselnd bewölkt, sehr lühl, gleichmäßig anhaltend; für das Küstenland: Meist heiter, mä> szige Winde, kühl, gleichmäßig anhaltend. Seismische Berichte und Beobachtungen der Laibacher Erdbebenwarte lssrnrmidct von der .Krai», Sparlasie 1897). (Ort: Gebäude der l. l. Staats-Oberrealschule.) Lage: Nördl. Breite 46«0./ ; Östl, Länge von Greenwich 14° 31'. ^ Bebenberichte. 16. Februar: 14 Uhr* 10 Minuten 12 Sekunden Aufzeichnungen eines Nahbcbeus an den Instrumenten der t. l. Ientralanstalt für Meteorologie und Geo» dynamit in Wien; das Beben wai fühlbar in Radmer (Steiermark) und R a d st a d t (Salzburg). Die Vodenunruhe** ist am 12»Sekundenpendel verschwunden; am ?.Sckundcnpcndel ist sie heute, den 18. Fe< bruar «schwach», am 4'Selundenpendcl «mäßig stark». * Die Zcitaussabeu beziehe» sich auf mitteleuropäische Zeit und werde» vmi Mitternacht bis Mitternacht 0 Uhr bis 24 Uhr nezählt, " Die < n r » h e wird in folgenden Tlärlenradcn llalslfiziert i Nusschläge bis zn l Millimeter «lehr schwach», von l bis 2 Millimeler »schwach», vu» 2 bis 4 Millimeler» »mäniss start», von 4 bis 7 Millimeter» «starl», dun 7 bis 10 Millimetern »sehr starl» iiub über !« Millimeter »anftcr-ordcnllich start». «Allssrmriuc Bubcnuui»Iil>' bebriili'! qleichzeitisi.anftrctexd^ «starle» Unruhe auf allen Pendel», Verstorbene. Am 15. Februar. Miljutin Gregorit. Amtsdicners» söhn, 13 Tage, Kastellgasse 15, Fraisen. — Julius Müller, Magaziusausseheissohn, 3Mon,, Große Tchiffergasse 1, Atrofie, — Anna Roiner, Büglerin, 54 I., Radetzkustraße 11, Heini-p!ossii>. Am 16. Februar. Franz Iancar, Arbeiter, 72 I., Karolinengrnnd <> Altersschwäche. Am 17. Februar. Johanna Dolinar, Arbciterstochter, 2 I., Triestcrstraße 3l, (!oml,ii«t!ci, Hcrzschlag. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Deželno gledališèe v Ljubljani. Št. 69. Far. Danes v torek dne 18. februarja 1908: Drugiè : Red iz nravnosti. (Die Slttennote.) Tragedija uèenca v štirih dojanjih. Spisal Adolf Schwayer. Preložil Fedor Gradišnik. Zaèetek ob pol 8. Konec ob 10. Ämillt Villütl. ihl sollt Wch ßmst lieht»! ^^ Da, Mama schickt euch Eure Mäntel und außerdem ss^M^H jedem Kind fünf Fahs echte Todencr Mineral-Pastillen. ^Ll^ Ihr seid erhitzt vom Spiel und ohne Faus echte ^>^ Sodeucr werdet ihr euch erkälten. Tini hnstet ohn hin ss^M^H schon wicder — die hat gestern vergessen, ihre Sodcner ^<2^ mit in die Schule zu nehmen. Fays echte Sodener ^l^ sind wahre Wohltäter des kindlichen Organismus. V JT- "^^jifeg^^' Sk*>*~**mmo IX k». 9. (i7is) -AJEtle3a.3Ea.plta,! IC 120,000.000-— *^>^^ I^eserTrefoan-d. IC 63,000.000-- Kontokorrente. — Kauf und Verkauf von Effekten, Devisen und Valuten. - - Safe-Deposits. — Verwaltung von Depots. — Wechselstube. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kursblatte) vom 17. Lelirnar 1908. Lie notierten Nurse verstehen sich in Kronenwährung, Nie Notierung sämtlicher Ältien und der ,.Diversen Lose" versteht sich per Stück, Geld Ware Allgemeine Staatsschuld. Einheitliche Rente: 4" n lonver. steuerfrei, ".rone» (Mai Nov.) per Ku„e . . 97 70 97 !»0 detto (Iänn.-Iuli) per Nasse 97'7» 97!« »'2"/<,ö. W. Nottn (Febr.-Äug. per Kasse......gg 80l0o — « ^ 2. W. Eilber (April 0lt/, per Kasse......99 7b !>9 95 l«e«)«r Etaatslose 5«u fi. 4"/„lb^»o<55'9U lseoer ,, 1W sl. 4"/„!N4'. 218'- l««4er ,. IN > fi. .. 262 7b 268-75 »ß«4er „ 50 fl. . .26^75 266 75 3om..Pfllndbr. ^ 120 sl. b"/„2n>Zt»al»schuld» «llschrtibungen. slisadetb-Pal,!, i. G.. ftcuerfr., zu U'.'Wfl.....4"/, - - —'- Fraiiz Iosepb-Vahn in Silber (div. St.! , ^ . . 5>///ltl 1b122'lb Galiz. Karl Ludwig Vat!!! (div. Stücke) »roncn . . , 4"/„ 97 2b 98 25 Nubolf-Valin in Nroncnwähr. sttncifr. (div. St,) . . 4"/„ 9? ,0 98-10 Vorailucrger Vllh». stft., 4NU und 2000 Kronen . . 4"/„ S? 05 98 05 Hu >t»chltibnn»ln «tglstlwPtltl ^isenlahN'Aksitn «lisabetl,-«. 2W sl. KM. 5^/., von ^W Kr......469 2547125 detto LinzVubwtis 200 sl. ö. W. S. 5>///„ .... 43? — 43!» — dttto Ealzvurg-Tirol 200 fl. Ü. W. S. 5"/„ . . , 424 5« 426 50 Krcm«tal Bahn 2UN u. 2000 Kr. 4"/^.........I94'ü«l!»5'50 Geld Ware V»m Klaatt zur Zahlung üter» nomnilne IisenlillliN'Prilililäl» ßbligatimlc». Böl,m, Westbahn, Em. 18»5, 40N. 2000 u. 1U.»«0Kr. 4"/„ 9?-«0 98 0« Elisabeth «ahn 97 90 98-!»« detto Em. 19»4 97 »5 9»-85 Franz Ioseph-Vahn Em 1884 ,div. Et.) Silb. 4"/„. . . 98-15 99-15 Galizischl, Kali Ludwig - Nahn, >'div. St.) 2ilb. 4"/„ . . .! 97 3« ««30 Unss.-galiz. Bahn 200 sl. L. 5"/„ 105 — 106 — betto 400 u. 500a Kr. »>/,"/«' 885« 89 50 Vorarlberner Bahn Vm. 1884 9«-7b delto i^ 50 fl. 192 75 !96 75, TheikRcst.-Lolc 4"/,. . . . .15025 154 25 4"/„ unaar. Gründer tl.-Oblig. 94 65 l»5 65 4«/„lroat. u.slav. Grbentl.-Odl. Sb2b 96 25 Andere öffentliche Nnlchen. «osn, Landeö-Anl. (div.) 4"/„ 82'10 93 1« Nosn.-hercea,, Eiscnb. -Landes- Anlchen (dlv.> 4'/,"/„ . . 98 S5 9!» »5 5"„ Donau Reg.-Nnleilie 1878 1«3-50 104 50 Wiener «ertehri-Anl. . . 4"/« »7'20 »8 20 dctto 1W0 ^0 97 20 9« 2!) Nnlehen der stadt Wien , . 1V2 05»03<>5 dettll lS. oder G.) 1874 122- >22 50 detto (1894).....95-30 üs'30 dctto .5<>I,vl.4"/„ 96-4« 97-20 Vühm, Hvpotliclcnb. vcrl, -l"/n »8 7« 99-70 Zeittral-Nud,-Krcb,-Vt., österr., 45 I, vcrl.....4V,"/,, 101-50 102-50 dctto !>5, I. veil. . . . 4>7n »t'-- 99-— Krcd.-Nnst., oslerr., f.«cil,-Unt. U. öffentl. «rv, Kllt. ^.4"/„ 96 75 97-75 Landesb, d, Kün. Walizien und Lodom. 57'/, I, rückz. >!"/„ 9515 95'90 Mähr, Ht,pothrle»b. Verl. »l'Vn 97>0 98 «0 N.-österr. Lanocs-Hv,P.-Ä!>st.4«« 88^5 9^-25 dctto inll. 2"/<.Pr. verl. g'/i"/» 89- sn-- dctio K.Tchuldsch. Verl. »'/,"/» 89- 9«-— detto veil......4"/n «8-10 9U-10 Oslerr.-una.ar, Bank 50 Jahre Verl. 4"/„ ö. W..... 98-4« 99-40 detto 4"/„ Kr, ' .... 98-50 99 50 Eparl., Erste öst., 60I. verl. 4"/« 99-Il5 100-35 Eifenbahn-Prioritäts-Obligationen. östcrr. Nurdwestb. 20« fl. E, . 102-90 103-90 Etaalsbahu 100 Fr..... 409- 4!1-— Eüdbahn k «"/<, Jänner-Juli 50« Fr. lpcr St.) . . , 300-25 302 25 Tndbahn il 5"/„ :0« lich« z»l». Vxdap.Basilila , 5>'5« 5550 Noteil Kreuz, una.. Ges. v.. 5 fl. 30-25 32'2i> Rubolf-Lllsc 10 fl...... 66'- 70'- Salm Lose lU sl. KM. . . . 217'— 227 -Tüll. E.V,.Änl, Präm,-c>bliss. ^«0 Fr. per Kasse , . . 185-so i««-2N keüu per Medio . , , >«5>'^ !Xl! -^o wcld Ware Wiener Komm.-Lose v. I, 1874 5««'— 5>«-— Gew. Ech, b. .'!"/„ Präm.«Schuld d. Vudculr.Änst. Cm. 188!» 78-50 «2'50 Aktien. Gllln»si»rt>Unttlnet>mnngtN. Nussiss-TepliiM Eisenb. 50« s>. 242N-—244«»-— Böhmische Älorbbahn 150 fl. ,! 394 50 39^'— Vuschtichradcr Eisb, 500 fl. KM. 2924 — 2934'- detto s!it, l!, 200 sl. per Ult, 1,!5'— ,12!'-Donau - Dampjschiffahrts - Ges., 1.. l. l. priu., 500 sl. KM, 1037- - ,047- Nnr, Uodcnbacher E, Ä. >!0N Kr. 553-— 55?-- Ferdinands ^lorbb. 10UU f>, ,«W, 5300'— 533«'— Kascha» - Oderberner Eisenbahn 20!>sl. S....... 3U«'— 37«'— Lemb.-llzcrü-Iassv. Eisenbahn. Gesellschaft, 20« fl. S. . . 572'— 578'— Llovo. i)s!„Tricst, 5W sl., KM. 423-— 427'— Österr. Nordwestbah» 2U0 sl, S. 435— 43S'— dettll (I!l. I!) 200 fl, S.p U>t. 424' 425' Prag Dillcr Eisenb. iWfl.abssst. 2<«-^ 2N<-— Etaatseiscnb. 200 fl. S. per Ult. 672 50 «?3'50 Eüobahn 20« fl, Silber per Ult, 141-25 ,4225 Südnorbdeutsche Verbindnnasb, 200 sl. KM...... 404'— 405'5!> Trausport Oes,, inlcrn., A.-G. 2«0 Kr........ 173 — 175'— Unnar. Westbahn (Raab-Graz) 20« fl. T....... 406-5« 408'- Wr. Lolalb-AltienGes. 8N0 sl. 220— 240-— Banlen. Nüsslo - Österr. Vanl, 120 sl. . 304'75 30575 Banlvercin, Wiener per Kasse —'— —-— betto per Ultimo 53475 535 75 «udenlr.Anst. öst,, ^00 Kr. . 1067'— 107N'— Zcntr.Bod.Kredbl. «st, 200 fl. 5!5'— 518'-Krcditaiistlll! für Handel »nd Gewerbe, 1!I0 sl., per Kasse — '— —-^ betto per Ultimo 638'75 «39'75 Oredilbant, »na. nlla.., 20<» fl, 776'— 777-- Nepositcnbnnl, alla., 200 fl, . 466'— 468 — Eslomptc - Gesellschaft, nieder- öslcrr., 400 Nr..... 585'— 58» — Giro- u, Kasscuverein, Wiener, 20« sl........ 466'- 468'- Hvpothelenbanl, Öst. 2«0.ftr. 5"/„ 291'— 295'^ Ländcrbani, üsterr., 200 fl,, per Kasse....... -'- -'- delto per Ultimo 41365 414-65 ,,Merlur". Wechsclstub, Alticn- «rsrllschlls!, 2<»<> sl, , , . 6!3'- 6!7' tslcir,-,,,!s,ar. Va„l 1 l«N Kr, I702-- l?!!-- Geld Ware Unionbanl 20« fl...... 54«'5,' 547'5« Unionbanl, böhmische 100 sl. . L4l'— 242-— Nerlehrübaul, alll,., 14« fl, . , 338'50 339 50 Indusilll'Intemehmungen. Vaunesellfch,, alla. üst., 1U0 sl. 120'— 122-— Ärül,er^uh>!nl>ers,l', Mes. 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