ff. Jahrgang ßncheint wöchentlich Mchsmal Cnit Aatnahme der Feiertage). Schrift' leitunK. Vei*waltiinp und Buchdruckerci Tel. 35-67. 25-68 und 25-^. üaribor, KopalUka utica 6. Manuskripte werden nicht retoumiert. AnlraieD Rflckporto beilegen. Nr. 89 Mittwoch, den 19. April 19S9 Inieraten- und Abonnements-.\nnatime in Maril)or, Kopali&ka ulica 6 (Verwalliiiii^,. IJezugsprcise AI)holen monatlich 23 IMn, zustellen 24 Uin, durch die Post monatlich 23 Din, für das Ausland monatlich 35 Din. Einzelnummer 1.50 und 2 Diu. Preis Din 1*50 Wnriliorer ntunttg Tßuffolinf an Otooftbell Dfe VoraiMftbttnoen fflr eine Internotlonalr ftotiferen) / iSfanfyftem 5er 2Bfflinäil>te ^ugollotoltn mul 3Birt-fdlaffteinDttt MclOen! Die Verhandlungen, die Ministerpräsident C V e t k 0 V i ^ mit dem Kroaten-fOhrer Dr. M a £ e k führt, haben in allen politischen Kreisen Jugoslawiens das grOß te Interesse auf sich gezogen. Dies ist um so begreiflicher» als es sich nunmehr um d'e definitive Inneneinrichtung des Staates.handelt, der auf diese Weise seine festen Grundlagen erhalten soll. Nichts ist selbstverständlicher, als daß auch die wirtschaftlichen Kreise des Landes diesen Verhandhingen ebenfalls ihr volles Augenmerk schenken. Politik ist von Wirtschaft nicht leicht zu trennen, denn sie greifen ineinander wie Zahnräder Uber, von deren Beschaffenheit im Übrigen auch das gute Funkt'onleren einer Maschine abhängt. Wenn die Verständigung von Politikern gemacht wird, so ist daran nxhts auszusetzen. Wichtig wäre es jedoch, daB zu den Verhandlungen, sobald s'e in ein konkretes Stadium getreten sind, auch Vertreter der Wirtschaft einbezogen werden. Ueber dieses Thema brachte der »J u-goslovenskiLloyd« (Za.qreb) einen Leitart'kel, der sich mit den Eln'.-gungsverhandlungen eing'^hendst befaßt. In diesem Leitartikel wird vor altem auf die Wichtigkeit der wirtschaftlichen Probleme hingswiesen, die man nicht Uber* sehen dürfe, da gerade die wirtschaftlichen Verhältnisse in der Vergangenheit sehr oft den Orund zur Unzufriedenheit abce^eben haben. Das Blatt setzt sich im weiteren Verlauf seiner Ausführungen dafür ein, daß zu den kommenden politischen Beratungen auch wirtschaftliche Sachverständige herangezogen werden sollen, denn ihre Teilnahme an der Vorbereitung zur Neuordnung des Staates würde die Bürgschaft dafür bieten, daß dadurch viel bessere u. reellere Ergebnisse erzielt werden können. »Wenn man die Absicht hat«, so fährt der »Jugoslovenski Lloyd« fort, »zu einem festen und auf viele Jahre hinaus berechneten Einvernehmen zu gelangen, so muß es einen soliden wirtschaftUcheti Grund besitzen. In der Zukunft soll das wirtschaftliche Einvernehmen allen Teilen des Staates den Weg zum Wohlstand freihalten.« Das wichtigste, worauf man aufpassen müsse, bestehe darin, daß jeder Teil zu seinen Rechten gelange, daß aber deshalb die wirtschaftliche Einheit keinen Schaden leiden dürfe. Für welche Art von politischer Einrichtung man sich auch entschließen werde, jedenfalls müsse das gan te Staatsgebiet nicht nur eine Zoll-, sondern auch eine Wirtschaftseinheit blei-)en. Große Wirtschaftsräume bieten al-en Teilen die Möglichkeit großer wirtschaftlicher Entfaltung, während bei kleinen Wirtschaftskörpern die Möglichkeit ler Entwicklung Ranz erheblich herabge-ietzt wird. Es gibt keine Industrie und iein Geschäft, weder in Serbien noch in Kroatien, oder in Slowenien, die nicht auf len Absatz ihrer Produkte im ganzen ilaat refle''tieren würden. Deswegen sind luch alle Industrien daran interessiert, laß ein e'nzi'^or Mnrkt für den ganzen crlui'ten Weihen ^o\\. Auf'h we'^en Il's Auslandes müsse Jugoslawien eine L 0 n d 0 n, 18. April. (Avala.) Der »DallyExpreB« meldet aus Rom, M n t • 0 11 0 i habe fai Uebereinstlm-mtiQf mit H 111 e r dem amerikaiiischen Staatspräsidenten Roosevelt mitteilen lassen, daß ItaUen bereit sei, an einer internationalen Konferenz teilzunehmen, daß aber vorher Frankreich ein konkretes Zeichen seines guten Willens zeigen mfiBte. Mit anderen Worten: es müßte die Hatienischen Fordeningen an! Djlbu-ti, Tflttto imd Suez anerkennen. Odring nahm von Muasolini die Versicherung nach Berlin mit, daB -* falls Verhandlungen beginnen sollten — Deutschlands Kdonlaiforderangen an die Adresse Englands einbezogen wfirden. P a r i s, 18. April. (Avala) Heute um 10 Uhr vormittags trat ein Ministerrat T o k i 0, 18. April. Der japanische Kriegsminister warnt die Westmächte vor weiteren Waffen- und Munitionstieferun-gen an Marschall Tschlangkalschek, da dies zum Abbruch der Beziehungen zu Die Hoteausfuhr nach Deutschland. 5 i b e n i k, 18. April. Der deutsche Dampfer »Samos« ist hier mit der Verladung von 800 Kubikmeter Holz beschäftigt, welches für Hamburg bestimmt ist. Der erste Ozeanflug des »Yankee Clipper« B a 1 t i m 0 r e, 18. April. (Avala) Der »Yankee Clipper« hat seinen ersten Transatiantikflug absolviert, indem er gestern um 17.40 in Baltimore landete. Attentat in Tunis. znsanmien, in dessen Verlaufe AuBenml-nister B o n n e t üt>er die Einzelheiten der diplomatischen Aktion berichtete, die die Staaten des demokratischen Westens nach der Besetzung Böhmens in Osteuropa in Szene gesetzt haben und die wahrscheinlich noch im Laufe dieser Woche zum Abschluß gelangen wird. Es ist hinlänglich bekannt, wie es dazu gekommen war, daß Frankreich und England die Integrität Polens, Rumäniens und Griechenlands garantierten. Frankreich und England gaben diese Garantien, um jede Ueberraschung zu parallsieren, und zwar für die Dauer der mittlerweile ange> bahnten Verhandlungen. Es scheint, daß diese Verhandlungen in drei Phasen vor sich gehen. In der ersten Phase galt es, die Form der Un- Japan führen könnte. Die letzte Offensive der Chinesen sei nur dadurch möglich gewesen, daß ihnen über Hinterindien Waffen und Munition geliefert worden sind. Äurge ^JJadiriditen L 0 n d 0 n, 18. April, Premierm nister Chamberlain wird heute naclimt-tags im Unterhaus e'ne Erklärung über die Botschaft des Präsidenten Roosevcit ablieben. M a d r i d, 18. April. Entgegen den im Ausland verbreiteten Meldungen, wonach j Spanien entlang der Grenze an gewissen Punkten Truppen zusammenziehe, wird von unterrichteter Seite erklärt, daß diese terstützung Sowjetrußlands bei der Organisation der Sicherheit Polens, Rumäniens und der Türkei zu definieren. Die Beistandshilfe Sowjetrußlands würde sich lediglich auf die Waffen-, Kriegsmaterial- und Rohstofflieferung beschränken. Die zweite Phase bestünde darin, daß die sowjetrussische Hilfe in die Abkommen hereingebracht wird, mit denen die Weststaaten sich verpflichten, den Ost- und Südosteuropastaaten zu Hilfe zu kommen. Was die dritte Phase betrifft, so scheint die Absicht zu bestehen, daß die Beziehungen der Sowjets zum Ausland mit dem Beistandssystem in Osteuropa in Ein Iclang gebracht werden. Meldungen den Tatsachen nicht entsprechen. Im Gegenteil, nacii der Beendigung des Bürgerkrieges wurde ein großer Teil der Truppen heimbefördert. L 0 n d 0 n, 18. April. Der sowjetrussi-sche Botscliafter in London M a j s k i beg'bt sich heute nachmittags für zehn !"p"c zur H?r r'ifcr=:'ntfunnf nach Moskau. H a a g, 18. April. Die holländische Regierung bereitet ein Gesetz vor, wonach die Dienstpflicht in der Armee von elf Monaten auf zwei Jahre verlängert werden soll. »örfe Zürich, 18. April. Devisen. Beo-grad 10, Paris 11.80 drei Viertel, London 20,87 ein Viertel, Newyork 446, Brüssel 74.92 ein halb, Mailand 23.45, Amsterdam 236.72 ein halb. Berlin 178.50, Stock holm 107.63, Oslo 104.90, Kopenhagen 93.20, Sofia 5.40, Warschau 84, Budapest 87, Athen 3.90, Istanbul 3.60, Bukarest 3.30, Helsinki 9.20 ein halb, I3uenos Aires 103 fünf Achtel. Rom, 18. Aprü. Die Agenzia Stefani meldet: Wie aus Tunis berichtet wird, wurden In der Nacht zum Sonntag in einem Saale in Tunis während einer italienischen Vorstellung fünf Schüsse abgefeu ert, wobei zwei Italiener verwundet wurden. Pierk>ts Mission. Brüssel, 18, April. (Avala.) Nach der gestrigen Audienz beim König erklärte Ministerpräsident P ! e r 1 o t, daß die sozialistischen Mitglieder des neuen Kabinetts nach einer vorherigen Sitzung des obersten sozialistischen Parteirates aus der Regierung ausgetreten se'en. P er-lot wird morgen seine Bemühungen über die Neublldting eines Kabinetts fortsetzen. Paris, 18. April. Die französische Re gierung hat d e Anweisung erteilt, 75 spa nische Fischdampfer, die set Beginn des Bürgerkrieges in La Rochelle interniert worden waren, an General Franco auszuliefern. S>ie nöc^tlid^e 6l^unci 6ed Oes . \ X ■ . • A TW >■ ,■» n Wirtschaftseinheit bleiben, denn sowohl als Käufer als auch als Verkäufer werde man ganz andere Bedingungen erreichen, wenn man einig auftreten kann, als es dt^r, Fall sein würde, wenn das grof^e Win-schaftsgebiet in mehrere kleiuere zerbrük-kelt werden würde. I Unter dem Vorsatz des Duce trat Donnersin^inacht der Gro'le Rat d^s Fa^cli!snius .m Palazzo Vcncz'.a in f^om zu einer atif^crordcnirchen Sitzung zusammen, um über den Antrrg der verfassun^fjsfrebenden albnnisci'.cn Nationaivcrsammlung auf r*er8onalun'on Be?cli?uß zu fassen. — Uiccr Bl'll'I "ramm zcl^t: n d^r Mitte 'luSoOllnl, von rcc^ts nach links: n-'ncral Bonn ind Marfclinll Bpüto. An d?m langen Tisch, im liinlcrgrund de ß.klcs, Zvv?'t r: An"cnfr!'n-ster Graf Ciano. (W 011 b 11 d- \V ago n b 0 r g-M,) 3apanlf(De 2)roOuna AN DIE ADRESSE DER WESTMACHTEWEGEN DER KRIEOSMATERIALLIEFE- RUNGEN AN CHINA. ;S)ie ^erflänDigung marfc&iert! 3ii 3agrr& bereite öie fonfreten Dorfdglfige lD(riyanMungegonnenen Verhandlungen detailliert unterrichtet, sie wird auch bei der Annahme der definitiven Entscheidungen mitwirken.« B e 0 g r a d, 18. April. In allen politischen Kreisen der Hauptstadt hat die amtPche Erklärung über das Ergebnis der gestrigen Aussprache zwischen dem Mini sterpräsidenten DragiSa C v c t k o v i d und Dr. M a C e k den besten Eindruck gemacht. Die Aufrichtigkeit, die die beiden Staatsmänner in ihre Besprechungen gelegt haben, berechtigt allseits zu den besten Hoffnungen. Diese Hoffnung wird noch mehr durch die Worte bestätigt, die Dr. M a £ e k in einer Unterredung mit dem Budapester Vertreter der »Associated Preß«, M a t z o 1 d, ausgesprochen hat. Matzold richtete an Dr. Maöek die Frage: »Wird, Herr Präsident, eine Einigung bald zustande kommen?« Dr. MaCek beantwortete diese Frage nach einem Bericht der »Pravda« wie folgt: »Wenn wir dies nicht erwarteten, würden wir nicht hier sitzen. Ich glaube wahrhaftig, daß wir uns einigen werden.« :3iag«yflatDfefM TSertretuno i^ei öer berliner <9e6urt«iaaeffier B e o g r a d, 18. AprH. (Avala.) Der Reichsaußenminister v. Ribbentrop hat zahlreiche angesehene Persönlichkeiten des Auslands eingeladen, an den Feierlichkeiten teilzunehmen, die aus Anlaß des 50. Geburtstages des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler veranstaltet werden. Aus Jugoslawien nehmen an den Feierlichkeiten teil: Der Befehlshaber der Luftwaffe General Milko J a n k o v i d, der Inspektor der Wehrmacht General Lu k i d, Minister a. D. und erster Vizepräsident des Auto-Klubs Dr. Velizar J a n-k 0 v i c, der erste Vizepräsident des Aero klubs Tadija Sondermajer und der Vorsitzende der Jugendorganisation der Jugoslawischen Radikalen Union Dr. Bo-Jan P i r c. Die Abordnung begibt sich heute nach Berlin. ie Tlont-Tleift ötr unoarifd^ni etaat^mfiniirr Gral Teleki und Außenminister Czaky reisten über Jugoslawien. Budapest, 18. April. Ministerpräsident Graf Teleki und Außenminister Czaky sind gestern früh nach Rom abgereist. In Begleitung der beiden ungarischen Staatsmänner befinden sich der italienische Gesandte Vinci und hohe Funktionäre des ungarischen Außenmlni-steriums. Der Bahnhof war mit unr^ari-schen, italienischen und deutschen Fahnen geschmückt. Zur Verabschiedung hat ten sich die ungarischen Kabinettsmitglie- Berlin, 18. April. (Avala) Das DNB meldet amtlich: Der amerikanische Staats Präsident hat an den Führer eine Botschaft mit dem Ersuchen gerichtet, zu gewissen Problemen Stellung nehmen zu wollen. Dem Führer erscheint die Angelegenheit derart wichtig, daß er beschloß, dem PräsWenten der USA die Antwort des deutschen Volkes vor dem Reichstag zu geben. Der Führer und Reichskanzler hat deshalb den Reichstag für den 28. d. zur Entgegennahme einer Regierungserklärung einberufen. L 0 n d 0 n, 18. April. (Avala) Reuter berichtet: In hiesigen politischen Kreisen glaubt man, daß der Führer und Reichskanzler in der Reichstagsitzung am 28. d. bestimmte Gegenvorschläge zur Botschaft Roosevelts aufstellen werde. B e r 1 i ii, 18. April. (Avala) Der »Völkische Beobachter« kommentiert Roosevelts Botschaft und meint damit im Zusammenhang, ein Teil der ausländischen Presse sei der Meinung, nunmehr könne keine Rede mehr von einer Einkreisung Deutschlands sein, da Roosevelt alle Staaten zur Zusammenarbeit aufgefordert habe. Eine derartige Meinung — schreibt das Blatt — sei sehr primitiv und beleidigend, da es den Anschein geben soll, daß die Achsenmächte den gesunden Blick für die Verhältnisse verloren hätten. Es müsse jedoch betont werden, daß Roosevelt Deutschland und Italien als die beiden Staaten hingestellt hat, die den Frieden stören, denen gegenüber jedoch eine ganze Liste von 'Staaten aufgestellt wurde, die angeblich von den Achsenmächten bedroht seien. I Roosevelt beteilige sich damit am Spiel jener Pariser und londoner Politiker, die die Achsenmächte einkreise i wollen. Roo-Isevelt wünsche offensichtlich eine feste Front gegen Rom und Berlin, und zwar mit der Ausrede, daß nur so ein Angriff auf die Unabhängigkeit und Sicherheit der kleinen Staaten verhindert werden könne. Zerteile man den Phrasendunst, in den dieses Experiment gehüllt sei, dann sehe man deutlich die Konturen einer Kriegsallianz gegen die Achsenmächte. Charakteristiscli sei es, daß Roosevelt die USA für einen Staat hält, die Sowjetrußland beschützen. Wenn jedoch Roosevelt wünsche, Freund dieses Staatsfeindes Nr. 1 zu sein, dann könne er nicht erwarten, daß sich die Achsenmächte mit dem Bolschewismus solidarisieren, der in der jüngsten Zelt allein in Spanien das Leben von 1,200.000 Menschen gefordert hat. In England und Frankreich werde die Botschaft Roosevelts als Aufforderung zur Zusammenarbeit ausgelegt. Die Welt scheine vergessen zu haben, daß Deutsch land vor Jahren mehrere Vorschläge zur allgemeinen Befriedung unterbreitet habe, die weiter hinausgingen als Roosevelts Vorschläge. London und Paris hätten ^lie deutschen Vorschläge jedoch abgelehnt. Nun schreibe ein großer Teil der Weltpresse, daß Deutschland auf eine solche Basis für die Zusammenarbeit nicht eingehen könne. Man könne aus dieser Agitation ersehen, daß die Botschaft nur die Vorbereitung für eine neue Kriegsschuldlüge sei. 3>fr im 13(roteforat B e r 1 i n, 18. April. (Avala) DNB berichtet: Der Reichsjustizminister hat seine Arbeit bezüglich der Organisation der deutschen Gerichte im Protektorat Böh-mcn-Mfihren und deren Kompetenz gegenüber den übrigen Gerichten in diesen 'dem ausgearbeitet. In diesem Sinne werden zwei Keichsobergerichte in Prag und in Brünn errichtet, ferner auch deutsche Kreisgerichte in Budweis, Brünn, Oeutsch-Brod, Titschein, Mährisch-Ostrau, Olmütz, Pardubitz, Iglau, Pilsen, Prag und Strankowitz. Für diese Gerichte gelten die Vorschriften, wie sie im Reiche zu recht bestehen. Das Recht wird im Namen des deutschen Volkes gesprochen. Im Protektorat gilt das deutsche Strafrecht. Ueber Strafdelikte werden daher die deutschen Gerichte urteilen, währerd über die anderen Streitfälle die Protektoratsgerichte Urteil sprechen. Personen, die nicht Reichsbürger sind, gelangen vor ein deutsches Gericht, wenn sie sich an den Interessen des Reiches im weiteren Sinne vergehen, d. i. durch Hochverrat, Herabwürdigung des Reiches, der NSDAP und ähnliches mehr. Die deutschen Gerichte und Staatsanwaltschaften in Böhmen und Mähren haben mit ihrer Tätigkeit bereits begonnen. ün einn »tr remff««! itonfcraiira (»OrinQ« Efai Mittelmeerpakt zwiachen Italien, Spanien imd Deutachland? , Rom, 18. April. Im Zusammenhang mit den kürzlich erfolgten herzlichen Besprechungen zwischen Oeneralfeldmar-schall 0 ö r i n g und dem italienischen Ministerpräsidenten M u s s o 1 i n i und Außenminister Graf C i a n o berichtet der Londoner Berichterstatter des »P i c c o-1 o«, daß dje Londoner Presse amtlich den Auftrag erhielt, über die großen Ehrungen Qörings in Rom sowie über seine Besprechungen so wenig wie mögHch zu bc richten, damit das Interesse der englischen öffentlichen Meinung für die diplomatischen Aktionen der Westmächte erhalten bleibe. In amtlichen Londoner Kreisen seien jedoch diese römischen Konferenzen sehr aufmerksam verfolgt worden. Dies gelte noch ganz besonders für die Lybien-Reise des Generalfeldmarschalls. Jn London werde es nicht für ausgeschlossen gc halten, daß Mussolln! und QGring den Plan eines italo-spanisch-deutschen Mit-telmeerpaktes entworfen haben. An einem solchen Vertrag könnte England nicht un^ interessiert bleiben. 2>fe I(6m0e K a n s a s, im April. Dem 28-jährlgeR John Thornton gelang es, in die Raubermethoden der Gangsters des amerikanischen Mittelweston eine ganz neue Note zu bringen — und eine erfolgreiche dazu. Der Junge Mann betrat eines Tages den Schalterraum der Bank von Chanutc in Kansas und forderte den Kassier ?.uf, ihm das In der Kasse befindliche Bargeld einzuhändigen. Dabei bed'ente er sich aber keinesfalls eines vorgehaltenen Revolvers, um das traditionelle Hand« up zu unterstützen. Er wies auf — zwei Dynamitpatronen hin, die er recht sichtbar im Gürtel tru.q. Sie enthielten, wie er in ruhigem Ton erläuterte, genügend Dyamlt, um nicht nur ihn selbst in Stücke zu zerreißen, sondern auch das ganze Haus in Üe Luft zu sprengen. Die Patronen seien mit einer Batterie verbunden, die der Desperado in dei Tasche seines Mantels trug. Nur ein Druck des Fhigers genüge, nrn die Katastrophe auszulösen, wenn nicht... Die Drohung wirkte, der Kassier lieferte J. Thomberg an die 5000 Dollar aus und der Räuber verschwand. Damit al)er hatte die Tragikomödie noch nicht ihr Ende erreicht. Der Kassier verständigte selbstverständlich sofort die Polizei, die aber erst eine lange Beratung darüber abhielt, wie man dem Räuber bei kommen könne. »Achtungl« so lautete die Instruktion, die den Verfolgern mitgegeben wurde, »Es bedeutet Lebensgefahr, der lebenden Bombe in Körpernähe zu kommet»'« Keiner der Polizisten hatte Lust, zugleich mit dem Verfolgten in die Luft zu fliegen. Die Jagd nach dem Pclubcr, dem man es zutraute, daß er seine Drohunf wahr machen werde, wurde also recht aufgenommen. Trotzdem man den Weß seiner Flucht kannte, gelang es dem Ko\v' di, die Grenze Nebraskas zu ilbtrFcnrci-ten. Und den Verfol(?ern blieb nur übrip:, zu konstatieren — und das wahr^vhein-lieh zu ihrer eigenen Erieicht^ning 3 »Mar'borer Zef'un?^« Nummer 89 dftfi sich die »lebende Bombet durch die Flucht dem Zugriff der Gerechtigkeit enl- lofta hAbf. 0raufii|)aflM 9amNfni&rania Mutter und Sohn «rtchlagto den Vater. Paris, 16. April. In dem Dorfe Riviere de Mansac spielte sich ein grauenhaftes Familiendrania ab. Der 42JAhrige Landarbeiter Charles Bourdu lebte mH seiner Frau stindig im Streit da diese dem 18-jährigen Sohn gegenflber trotz dessen notorischer Trunkenheit und Faulheit von einer unbegreiflichen Nachsicht war. Dabei hatte der Bursche bereits eine mehr> monatige QefSngnisstrafe wegen Diet>-stahis verbüßt. Vorgestern abends hattt das Ehepaar abermals sine heftige Auseinandersetzung, in deren Verlaufe sich der Mann zu Tfltlichkeiten gegen die Pfau hinreißen Heß. In diesem Augenblicke stürzte sich sein Sohn mit einem Messer bewaffnet auf ihn. Bourdu wollte flflch-ten, kam aber zu Falll und rIB die Prau mit zu Boden, worauf eine entsetzliche Rauferei begann. Frau Bourdu biB ihrem Manne di^e Unterlippe durch, wlhrend der Sohn mit dem Messer auf ihn einstach. Als Bourdu von einem Messerstich an der linken Schilfe getroffen wurde, verlor er das Bewußtsein und lleB seine Prau los. Diese holte in ihrer unblndigen Wut eine Holzhacke und versetzte den am Boden liegenden Manne einige Hiebe Ober den Kopf. Als der Mann noch Lebenszeichen von sich gab, ergriff der Achtzehnjährige selbst die Hacke und zertrümmerte damit dem Vater den Kopf. Diann wusch sich der Vatermörder seelenruhig die Hlnde und begab sich zur PoÜiel, wo er zynisch lachend die Mitteilung machte, daß er. soeben seinen Vater umgebracht habe. Sohn und Mutter wurden verhaftet. Der 20. April — Nationalfeiertag im Dent-sshso Rsich B e r 1 1 n, 18. April. (Avala.) Der Keichsinnenmlnlster hat den 90. April als Geburtstag des POhrers and ReicManz-ters zum Nationalfeiertag des QroBdeut-schen Reiches erklirt. Dies gilt auch fir die Protektoratsllnder Böhmen ttRd Mlh-ren. S)ad „tiiritoatpara5l(6" an örr ^Ofte bon j^ono uiu DAS MARCHENSCHLOSS »SHANQRI LA«, EINES DER PHANTASTISCHESTEN BAUWERKE UNSERER ZEIT, FERTIGGESTELLT — WO DAS REICHSTE MÄDCHEN DER WELT SEINE FLITTERWOCHEN VERBRINGEN WIRD — FÜNF MONATE IN DER VOLKSTRACHT DER HAWAIIANER . . . LailaCBIIlZIIIHnigni n vtm Rom, 17. AprIL Die In diesen Tagen stattgefundenen LuftschutzObungen wurden auch auf die Vatikanstadt ausgedehnt Die vorgeschriebenen Luftschutzmaßnah-men wurden strikte eingehalten. Belm ersten Sirenengeheul wurden alle Passanten auf dem Territorium der Vatikanstadt durch die päpstliche Gendarmerie aufge^ fordert, schleunigst im Innern der Gebäude Zuflucht zu suchen. Die StraBent>e-leuchtung war blau abgeschirmt worden. Schiffsanglflck im Stillen Ozean. San Pranziaco, 17. AprU. Der bri^ tische 4500 t Frachtendampfer »Tempie Bar«, der sich mit einer Erzladung unterwegs nach England befind, ist fat der Nähe der Marquesas Inseln im Stillen Ozean auf ein Korallenriff aufgelaufen und nach kurzer Zelt gesunken. Auf die SOS Rufe des Dampfers eilte ein in der Nähe befindlicher amerikanischer Frachter unter Volldampf nach der angegebenen Position und konnte die inzwischen in die Boote gegangene dreißigköpHge Besatzung retten. UC9CIZ QCi SCiMe Bordeaux, 17. April. Ein Kaufmann namens Sevres aus Bordeaux erlitt auf der Straße von Ar^s nach Bordeaux eine Autopanne. Während er nach der Ursache der Panne suchte, hielt seine Frau einen vorUberkommenden Wagen an und bat den Fahrer, sie nach Bordeaux mitzunehmen, dam't sie dort einen Mechaniker holen könne. Die ganze Nacht wartete in 7wisctien der Kaufmann neben seinem Wagen, ohne daß seine Frau zurUckge-keiirt wäre. Schi'eßlich bekam er es mit der Angst zu tun. Er benachrichtigte die Gendatmerie und erfuhr von dieser zu sei ner iintsetzen, daß man einige Stunden vorher ein 'n einen Straßengraben gestürztem Auto Refunden iiabe, unter dessen Trümmern sich d'e Le'chen einer Prau Scvre« und eines Ovinnasiallehrers namens Lavieiie befanden. H 0 n 0 1 u I u, im April. »Shangri La«, das Märchenschloß von Honolulu, ist fertig geworden. Die amerikanische Presse bezeichnet es als eine der phantastischesten Bauten unserer Zelt Aber nicht eine KOnlgin der SOdseeinseln wird hier in Kürze ihren E'nzug halten, wie es sich der naive Fremde etwa vorstellt, londern die einzige Tochter und Universalerbin des amerikanischen Tabak kOnigs Duke, die man nicht mit Unrecht alsdasreichsteMädchen der Welt bezeichnet Denn Stunde für Stunde vermehrt sich das Vermögen dieser jungen Dame um 200 Dollar ~ auch wenn sie schläft! Unter solchen Umständen kann man sich wohl ein Traumschloß bauen lassen, das seinesgleichen nicht hat... »Kein Fremder hat die Erlaubnis, hier einzutreten. Alle Anliegen sind an die Ver walhing von »Shangri La«, die Hawaiian Contrachting Company in Honolulu, zu richten«, so kann man ei auf großen Plakaten an der Mauer lesen, die das Märchenschloß d. Erbin des TabakkOnigs um gibt. In den nächsten Tagen wird sich Do ris Duke mit dem bekannten Sportsmann C r o m w e I I vermählen, um dann die Flitterwochen auf Hawai zu verbringen und Ihr Privatparadies an der Küste von Honolulu einzuweihen. Das Kühnste, was sich Amerikas snobistische Architektur erdenken konnte, hat hier seine Vereinigung gefunden. Die Vorhalle von »Shangri La« ist mit dem kostbarsten indischen Marmor belegt, die eingelegten Türen sind mit Halbedelsteinen geziert, das flache Dach, das dem eines Tempels gleiciit, kann durch einen Druck auf einen elck-trisclien Sciialter geöffnet werden. Ein eigenes Schwimmbad aus schneeweißem Marmor mit einem hydraulischen Sprungbrett, das beliebig gehoben und gesenkt werden kann, wird von sterilis'er tem Meerwasser gespeist. Das zukünftige Ehepaar hat angekündigt, daß es während seines Aufenthaltes auf »Shangri La«, der jährlich fünf Monate dauern soll, nur die Volkstracht der Hawa'laner tragen wird. Bereits jetzt wurde die eingeborene Dienerschaft engagiert, die unter anderm die Aufgabe hat, den jungen Herrschaften das Fischen m't Specren beizubringen, wie es in Honolulu üblich Ist Freilich erfordert diese Art von Fischfang große Ge-schickllchke't, und Cromwells haben sich eigens für diesen Sport einen Fischteich anlegen lassen, der es ihnen erleichtern soll, die Kunst des F'schespleßens zu erlernen. Die Autozufahrtsstraßen zu dem Schloß sind durch eine versenkbare Vorrichtung gesperrt, damit ia kein unberufener Kraftfahrer das Glück des jungen Paares stören kann. Aber man glaube ja nicht, daß Mr. Cromwell, der Glückliche, der das Miil'o-närstöchterchen angelte, untätig sein will. Er hat den amerikanischen Reportern mit geteilt, daß er sich neben F'schen, Wellen reiten, Schwimmen und Golfspielen mit dem Anpflanzen von Palmen sowie mit der Erlernung der Eingeborenensprache beschäftigen wird. Wir Garsolieren {kfür daits d e id I a 1 iJ • Kochschokolade au« besten Kohpiodu!;ten zu ammen^esetet ift ! KUHINJSKA COKOLADA EaclMtl lutMilm der ATP 3>rr 3Iina;)onenflaat fn Drr 6aDara INTERVIEW MIT ORAP BYRON DE PROROK Paris (ATP). Oraf Byron de Prorok, der bekannte amerikanische Archäologe, ist vor kurzem aus dem Hoggar zurückgekehrt. Er hat unserem ATP-MItarbeiter ein Interview Über die Ergebnisse seiner Forschungsreise gewährt. In wenigen Tagen wird Graf Byron int Auftrage des Carnegie-Instituts zu seiner 18. Mission aufbrechen. Mit Flugzeugen und Maschinengewehren will er sich den Weg hl die unbekannten Gebiete Sttdma-rokkos bahnen, die heute noch von aufständischen Berbern gegen das Eindringen Jedes Weißen geschützt werden. Mitten in den Reisevorbereitungen hat er mich empfangen und mir Teile des Films gezeigt, den er Im Hoggar, dem unzugäng liebsten Teil der Sahara, aufgenommen hat Er hat monatelang mit den Tuaregs gelebt und Ihre Sitten studiert. Männer, die sich schminken. »Hier haben höchstwahrscheinlich die Amazonen gelebt von denen die Sagen des Altertums sprechen«, erzählt der Grat »Tatsächlich wird dieses Volk auch noch heute von einer Königin regiert. Im Leben der Familie hat die Frau die führende Rolle. Will ein Krieger heiraten, so muß er eine Mitgift bringen. Sein ganzes Vermögen gehört von diesem Augenblick an der Frau. Der Mann muß das Hochzeitsmahl kochen und damit seine Unterwerfung unter den Willen semer Gattin kundtun. Die Frau zieht mit ihm in den Krieg, sie gibt dem Kind thren Namen. Wenn sie Lust hat Itann sie sich nach Belieben Liebhaber nehmen, ohne daß der gehörnte Gatte auch nur die geringsten Einwendungen machen darf. In dieser Umkehrung der Geschlechter fehlt nichts. Das Mädchen muß um den Mann werben. Sie macht ihm den Hof und er sucht zu gefallen, indem er sich schminkt während die Frau diesen Aufputz als »männlich« ablehnt Im Orient verschleiert die Frau das Gesicht. Im Hog gar verhüllt der Mann sein Antlitz. Nur die geschminkten Augen bleiben frei.« Das Reich der Antinäa. Byron de Prorok hat das Grab der Königin Tin-H nan gefunden. Dies ist niemand anders als Antinäa, die märchenumsponnene Königin von Atlantis, über deren herrliches Reich s'ch heute noch die Tuaregs Legenden erzählen. Auf einem riesigen Felsplateau, das steil aus der flachen Wüste auftaucht sollen nach den Aussagen der Eingeborenen heute noch die unmittelbaren Nachkommen der Amazonen leben. Sie bMden dort einen eigenen Staat und tauchen nur alle paar Jahre aut um sich Männer zu rauben. Die Forschungsreisendcn versuchten, diesen gehe'mnisvollen Felsen zu erklimmen, mußten das Unternehmen sehr bald infolge des Widerstandes der Wüstenbe-wohner und Witterungsschwierigkeiten aufgeben, Sie hoffen, mit Flugzeugen ein andermal das Geb'et überfliegen zu können und uns näheren Einzelheiten über das Vorhandensein des Amazonenstaates zu geben. Die Tuaregkönighi fätirt Auto. Die Königin der Tuaregs war m't den Mitgliedern der Expedition sehr befreundet Ihr bevorzugtes Vergnügen war Autofahren. Zuerst hatte man sie nicht bewegen können, d'ese Teufelsmaschine zu besteigen. Dann faßte sie Mut und nahm mit ihrem ganzen Hofstaat Platz, um das Auto nur noch zu den Mahlzeiten zu verlassen. Als sie jedoch von der Öffnung des Tin-H'nan-Grabes erfuhr, berief sie 'hrc Minister und erklärte der Expedition den Krieg. Der König wollte Einwendun-|gen machen. Sie wurden aber offenbar jmlt der Bemerkung: >iGeh in die Küche« I abgeschnitten, I So mußten die Forschungsreisenden so schnell w'e möglich flielien. »Aber wir kehren eines Tages wieder zurück«, sagt mir Graf Prorok und steckt sich lachend eine neue Pfeife an. Wann? »Vielleicht in zwei oder drei Jahren; ich weiß es noch nicht genau. Im nächsten Sommer will ch erst einmal eine Expedi'on in die Wüsten Arabiens machen. Ich will dort die Stadt der Königin von Saba besuchen. Diese wird mir, wie ich annehme, weniger Schwierigkeiten machen als die Tua-reg-Königin.,.« Mit diesen* Worten erhob sich der Graf von seinem Sitz; d es war das Zeichen für mich, mein Interview zu beenden. Mit vielen Dankesworten für seine hochinteressante Ausführung verabschiedete ich mich von ihm. Ein Wunder... Brüx, 17. April, In der Nähe von Ma-lenowitz wurde ein Kraftwagen von einem Güterzug erfaßt und etwa fünfzig Meter weit geschlcift. Der Kraftwagen wurde inmitten entzwei geschnitten. Ein Teil hatte sich derart in einen Waggon verkeilt, daß ein Kran herangeschafft werden mußte, um die Trümmer zu bergen. Als der Wag gon gehoben und der Rest des Autos beifeite geräumt wurde, tauchte zur allgemei nen Verblüffung der Fahrer des Kraftwagens aut der nicht zermalmt worden, sondern vollständig unverletzt geblieben war. * Starke Esser, die eine sitzende Lebensweise führen und daher meistens hartleibig sind, trinken das natürliche »Franz-Josef«-Bitterwasser in Tagesga-ben von I Glas, in etwas angewärmten Zustande. Das altbewährte Franz-Josef-Wasser zeichnet sich durch sichere Wirk samkeit bei angenehmem Gebrauche aus und ist überall erhältlich. Reg. S. br. 30474'35 _ Opfer der Wissenschaft. Genua, 17. April. Der bekannte Rönt-gcnologe Professor Vittorio Maragliano, e^ne Kapazität auf dem Gebiete der Röntgentherapie, mußte sich dieser Tage der zwölften Operat'on unterziehen. Nachdem ihm erst vor einigen Monaten ein Finger der rechten Hand amputiert wurde, mußten ihm diesmal zwei Finger der linken Hand abgenommen werden. Es handelte sich dabei um Verletzungen, die sich der Gelehrte bei Experimentcne mit Röntgen-•^trahien zugezogen hatte. Comlells letzte Nachfahrin gestortjen. In Saint-Saens in Frankreich starb in diesen Tagen Witwe Jeanne Marli» Have, geborene Corneille. Sie war die letzte Nachfahrin des großen französischen Dra matikers in direkter männlicher Linie. — Der Name des Verfassers des »C*d« ist damit aus,r;estorben. Pierre Corneille lebte von 1606 bis 1684. Enjifinder wußte nichts vom Weltkriejf. Vofl einer Expeditionsreise kelirte in diesen Tagen ein englischer Qroßwild-jäger zurück, der in seinem Heimatland dadurch bekannt ist, daß er im Jahre 1918 noch nicht wußte, daß vier Jahre lang die Welt im Zeichen des Kriencsgottcs Mars gestanden hatte. Der Großwildjäger brach im Juli 1914 nach Zentralafrika auf, wo er vier Jahre bleiben wollte. Er war dort von jeder Verbindung mit der zivilisierten Welt abgeschnitten, Die Eingeborenen, bei denen er sich aufhielt, kannten noch nicht die Nachrichtcnüber-mittlung durch Urwaldtromnieln. Als der Engländer nach vieriähricrem Aufenthalt im afrikanischen FJu'^'ch auf d:r Meimreisc wieder einen Weißen traf, erfuhr er von dipspm. daß der Krieg be- endet sei. Da der Forscher erstaunt erwiderte, er wüßte gar nicht, daß es einen Krieg gegeben hatte, hielt man Ihn anfangs für geistesgestört. Erst nachdem er von seiner vierjährigen Expeditton er zählte, klärte sich die Situation auf. UUtk 2)00 3agre6er etDatOturnUr In Fortsetzung der vierzehnten Runde unterlagen FilipCii gegen Vukovid, Preinfalk gegen Tomovid, Aviroviö gegen Schreiber und Roziö gegen Le&nik. Unentschieden blieben die Partien Piro : Bröder und Vidmar jun. : Dr. Kalabar. Die Partie Dr. Vidmar ; Kostiä wurde unterbrochen. In Austragung der hängenden Partien gewannen Tomoviö gegen LeSnik, Dr. Vidmar gegen Petek und Petek gegen Vukovii. Hingegen blieben die Partien Pirc : Roziö, Petek : Preinfalk, Ko-stic : Le§nik und Kostid : Preinfalk remis. Da lomovic in der ietzten Runde Sieger blieb, rückte er bereits an die erste Stelle Stelle vor. Stand nach der vierzehnte Rtmde: '"'omovid 9 ein halb, Kostiö und Dr. Vidmar je 9 (1), Vukoviö und Schreiber je 9, Pirc und Preinfalk je 8 ein halb, Vidmar jun. 8, Lelnik 7 ein halb, Avirovid und Bröder je 7, Petek 5 ein halb, Fllip-iit 5, Furlani 4, Dr. Kalabar und Roziö je I ein halb Punkte. Dienstag wird die fünfzehnte und letzte Runde ausgetragen, worauf noch die schwebenden Partien erledigt werden. Intemat'onales Ttimier In Margate In M a r g a t e in England hat das herkömmliche Osterturnier begonnen. Es neh men daran teil; Capablanca (Kuba), Ke-res (Estland), Flohr (Protektorat), Naj-dorf (Polen) und die Engländerin Thomas, Wheatcroft, Sergeant, Milner,Barry, Golombek und Frau Menschlk. In der e r-s t e n Runde gewann Capablanca gegen Wheatcroft, Thomas gegen Flohr; die Partien Milner-Barry gegen Keres, Naj-dorf—Menschik und Golombek—Sergeant endeten remis. In der zweiten Runde siegte Thomas gegen Wheatcroft, Naj-dorf gegen Milner—Barry, Flohr gegen Golombek und-Sergeant gegen Menschik. Die Partie zwischen den zwei Hauptkonkurrenten Keres und Capablanca endete nach wechselvollem Spiel remis. Die vierte Runde des Schachturniers zu Margate brachte folgende Ergebnisse: Keres gegen Flohr remis, Sergeant gegen Capablanca remis, Frl. Menschik gegen Milner-Barry remis. Thomas hat Oewinn-aussichten gegen Najdorf, Cheatcroft dürfte gegen Golombek verlleren. Stand nach der vierten Runde; Capablanca, Keres, Flohr, Sergeant je 2V<, Thomas, Najdorf 2 (1), Menschik, Milner-Barry Golombek 1 (1), Wheatcroft 0 (1). Im Reserveturnier wird in drei Gruppen gespielt werden, es spielen dort u. a. der deutsche Meister Sämisch, der Meister des Protektorates OpoCensky, der Slowake Dr. FazekaS, der Holländer van Does-burgh. 3a6r(dDauptt)erfammIung öer (ÜafiflälieninDal^r.r DIE NÖTE UND SCHWIERIGKEITEN DES OASTOEWERBES. — ROCKOANO DES FREMDENVERKEHRS IN MARIBOR STATISTISCH NACHGEWIESEN. Heinere Ecke Kochkünste. »Ich freue mich ja so, daß es dir geschmeckt hat,« jubelt die junge Frau, »Mama sagt immer, das einzige, was ich kochen kann, ist Kartoffelbrei und Eierkuchen.« — »So..und welches von den beiden war das heute?« Der Vater weiß eine Antwort. »Ach, Hermann,« stöhnt die Mutter, »es ist wirklich schrecklion mit :1cm Inn-Rcn: er kommt niemals, wenn man ihn rufl! Was soll bloß aus ihm werden?« — »Er kommt nicht, wenn man ihn rufti Na, dann wird er eben Kellner.« Mutiger Jäger Peter geht auf die Jagd, einen Bock zu töten. Mitten vor dem Walde macht er halt und stellt sich, so groß und dick er ist, mitten auf die Maiwiese und wartet auf den Bock. Aber nichts rührt sich. Der Förster kommt des Weges. r^Wa-rum nehmen Sie denn keine Deckunf^;?« fragte er entsetzt. — »Deckung? Denken Sie ich fürchte mich?« Gestern nachmittags fand im Saale des Hotelrestaurants »Meran« die diesjährige Jahreshauptversammlung der Gastgewerbeinnung der Stadt Maribor statt. Den Vorsitz der gut besuchten Versammlung führte der allseitig verdiente Obmann Alexander Kl e 51 <5, der in seinem Präsidialbericht auf die Schwierigkeiten zu sprechen kam, mit denen das Gastgewerbe auch Im vergangenen Jahre zu kämpfen hatte. Die Hoffnungen, die das Gastgewerbe in be7Ug auf eine Verbesserung der Oesamtlage hegte, hätten sich nicht erfüllt. Es sei gelungen, den Strompreis elnigermassen herabzusetzen, doch sei er noch immer verhältnismäßig teuer genug. Was vor allem notwendig wäre, sei die Herabsetzung der staatlichen Stromverbrauchsabgabe. Obwohl das Gastgewerbe relativ den größten Beitrag zum Stadt budget liefere, sei der Gastgewerbestand in der Stadtvertretung am schlechtesten vertreten. Die Frage der Pauschali'^rung der Banats- und auch der Gemeindeverbrauchssteuer für Alkoholgetränke befinde sich nach wie vor auf einem toten Punkt. Redner verwies in seinem Bericht auf die verschiedenen Taxen, Tantiemen und auf die Umsatzsteuer, die eine schwe re Belastung des Gastgewerbestmde^ bedeuten. Die gas+gewerbllche Schule weist einen schönen Besuch auf, doch müs sen alle drei Klassen mit ei'^em Schulzimmer vorliebnehmen. Die Frage der Errichtung einer höheren Hotelfachschule und eines modernen Bachernhotels, müsse aufgeschoben werden. Der Fremdenverkehr sei im Vorjahre katastrophal zurückgegangen, was insbesondere Im Gastgewerbe zum Ausdruck komme. In einem statistisch vortrefflich begründeten Rechenschaftsbericht verwies sodann der Sekretär der Vereinigung I. J e n k 0 auf die Tatsache, daß der Fremdenverkehr der Stadt nach den bekannten Ereignissen jenseits der Staatsgrenze ein Problem geworden sei. 1938 wurden nämlich 2300 Fremde weni-E;er als im Jahre 1937 ausgewiesen. Die Nächtigungstaxe, die seit der Gründung der turistischen Gemeindeausschüsse eingeführt wurde, könne nicht auf die Gäste abgewälzt werden. Der Autobus-Halteverkehr an Sonn- und Feiertagen sei fast vollkommen lahmgelegt. Die Schuld daran, daß die Sonntagsexkursionen ausgeblieben sind, liegt vor allem in den Valutaverhältnissen, in den Paßverhältnissen, vor allem aber in dem fast hoffnungs losen Zustand der Straßen. Das Gastgewerbe habe daher kel'^en Nutzen von der Einreibung der Stsdt in die Kategorie der Fremdenverkehrsstädte. Aber auch die verschiedenen Konzert- und Tanzveranstaltungsausgaben seien als Hindernis für den Fremdenverkehr zu bezeichnen. Wie aus dem Bericht ferner hervorgeht, stellt sich die Verschuldung des Ma riborer Gastgewerbes auf 14 Millionen Dinar. An Wein wurden in Maribor im Vorjahre 14.625 Hektoliter zum Ausschank gebracht, d. 1. um 476.42 Hl. weniger als 1937. Der Bierkonsum stellte sich auf 5.347 Hl., d. i. um 296 Hl. mehr als Im Vorjahre, ebenso erhöhte sich der Likör- und Branntwetnkonsum (um 59 Hl.). Die Zahl der Gaststätten beziffert sich nunmehr auf 151. Die Hotels verfügen Ober 154 Zimmer und 214 Betten. Nach diesen beWen Berichten^ die mit Beifall entgegengenommen wurden, sprach noch Direktor L o o s über die Ziele der Mariborcr Festwoche, während Hotelier Cyrill M a j c e n als Obmann des Banatsverbandes d. Gastst-^ttcnbesit-zer (Iber die Bemühu ngen des Verbandes berichtete. Worte der Be^rüBun'j; sprachen Cafetier S e r e c und der Gewerbe- referent der Stadtgemeinde Dr. S e n k o-v i t. Nach dem ebenso beifällig aufgenommenen Kasslerbericht, den Restaura-teur A. M a j c e n erstattete, wurde zur Wahl des neuen Ausschusses geschritten. Zum Obmann der Vereinigung wurde wiederum mit großem Beifall Alexander K 1 e § i i gewählt, dessen bisherige Tätigkeit damit gebührend anerkannt wurde. Zum Vlzeobmann wurde Alois M a j-c e n gewählt. Der übrige Ausschuß setzt sich wie folgt zusammen; Povodnik, Kreuh, Serec, Lisjak, Kimeswenger u>nd Verzel. Zu deren Stellvertretern wurden gewählt: Jarc, K. Golob und Trafenik. Den Aufsichtsrat bilden: Hönlgmann, Fr. Majcen und Mastnak, deren Stellvertreter sind Resnik und Starman. Die Versammlung, die In vorbildlichster Weise verlief, war eine schöne Manifestation gewerblicher Interessenverbun denheit. (S^rolktr :3Dairoran5 Eichenwaldung bei Celje in Mitleidenschaft gezogen. —- Feuerwehr and MHi-tir zur Be1<ämpfung des Brandes eingesetzt. In VIpot bei Celje geriet Montag nach-j mittags durch Unvorsichtigkeit ein Ei-jchenwatd in Brand, der sich rasch aus-I dehnte und große Dimensionen anzuneh-jmen drohte. Zur Verstärkung der Feuer-j wehren, die rasch am Brandplatz erschie-|nen, wurde auch eine Abteilung Militär entsandt. Den Bemühungen der Wehren I und der Truppe gelang es schließlich, des Feuers Herr zu werden. Die Bekämpfung des Brandes wurde durch den herrschenden Wind stark erschwert. Bis zum Abend wurde für die übrigen Waldungen jegliche Gefahr gebannt. Den größten Schaden, der auf etwa 12.000 Dinar geschätzt wird, erleiden die Besitzer Johann O j s t r I § e k und Josef Z u p a n in PeCovnik. Am Brandort erschienen im Laufe des Nachmittags auch der Regimentskommandant Oberst M i h a j 1 0 V i ö und der Stadtkommandant Oberst M i 1 k o v 1 ö, um sich Ober den Fortschritt der Löscharbeiten zu überzeugen. Ißlt&fr rinn* £fr6M(ro«t6Me In SeSöe bei Sv. Pavel pri Preboldu wurden der 31jährige Hilfsnrbeiter Josef V e d e n i k sowie dessen Braut, die 26-jährige Fabriksarbeiterin Paula M a k, mit durchschossenen Schläfen tot aufgefunden. Veden''-, der krankhaft eifersüchtig war, kehrte mit dem Mädchen von einer Tanzunterhaltung heim. In der Eifersucht dürfte auch das Motiv der unglückseligen Tat zu suchen sein. m. Regen bringt Abkühlung. In der Nacht zum Dienstag ist endlich der ersehnte Regen gekommen und in seinem Gefolge auch eine beträchtliche Abkühlung der Temperatur. Der Regen ist allerdings noch nicht ausgiebig genug, doch wollen wir hoffen, daß der einmal eingetretene Witterungswechsel nun endlich auch genügende Niederschläge mit sich bringen wird. m. Trauung. In Ljubljana wurde der Kaufmannssohn Helmut Ritter v. T u r-z a n s k i aus Koievje mit Frl. Milena L a z a r, Tochter des Staatsrates i. R. Johann Lazar, getraut. Wir gratulierenl m. Ausgrabungen aus der Hallstätter Zelt. In einer Vorstadt in Kranj wurden in geringer Tiefe alte Grabstätten angetroffen, Die Untersuchungen ergaben, daß 2>i«i«tog. örn 18.31|>ril es sich um Ilyrische Grabstätten aus der Hallstätter Zeit handelt. Die etwa 2600 Jahre alten Gräber sind zieml'ch gut erhalten. Die Grabungen werden fortgesetzt werden. m. Letzter Weg. Vergangenen Sonntag wurde in Limbu§ die bekannte Großgrundbesitzerin Frau Lina R o b i £, geb. Lorl)er, die am Freitag im hohen Alter von 83 Jahren gestorben war, unter stattlichem Geleite aus Nah und Fern zu Grabe getragen. Frau Lina RobiÖ entstammte der alteingesessenen Familie Lorber aus Maribor und war die Mutter des verstorbenen Primararztes Dr. Hugo RobiÖ, des ebenfalls schon verstorbenen Gutsbesitzers Sreiko Robiö und der Rechtsanwalts gattin Frau GoriSek in Sv. Lenart (Slov. gor.). Die Verstorbene, die sich In weitesten Kreisen wegen ihres sympathischen Wesens größter Wertschätzung erfreute, war Zeit ihres Lebens eine wirtschaftlich vorbildlich tätige Frau, die stets auch für die Not ihrer armen Mitmenschen ein offenes Herz hatte. m. In Ljubljana verschied der dortige Rechtsanwalt Dr. Franz F r 1 a n. R. I. p.! m. In der Volksuniversitit findet Mittwoch, den 19. d. ein Literarischer Abend statt. — Montag, den 24. d. hält der Kreis gerichtsrichter Dr. Rudolf K y o v s k y aus Novo mesto einen Vortrag über Ko-öevje. m. Die Arbefterkanmier für Slowenien erhielt eine neue Leitung. Zum Präsidenten wurde der Delegierte Viktor K o z a-m e r n 1 k gewählt. Vizepräsident ist Al-bln G a s a r u. Kassler Rudolf K a I £ 1 ö. Sonntag wurde die erste Plenarsitzung abgehalten, in der verschiedene aktuelle Fragen behandelt wurden. Der Voranschlag für das laufende Jahr beläuft sich auf 2,200.000 Dinar. Es wurde u. a. beantragt, Im Rahmen der Arbeiterkammer eine Fachschule zur Heranbildung der Vertrauensmänner und Führer der Arbeiterschaft zu gründen. Damit im Zusammenhang befindet sich auch eine den ganzen Staat umfassende Akademie der Arbeit in Vorbereitung. m. In Prag verschied im hohen Alter von 83 Jahren der dort im Ruhestande lebende Professor der Technischen Hoch, schule Ing. J. v. H r a s k y, der vor dem Kriege viele Jahre in Slowenien gewirkt hatte. Unter seiner Leitung entstanden große und monumentale Bauwerke, u. a. das Operntheater in Ljubljana, der »Na-rodni dorn« m Celje, die Savebrücke in RadeCe bei Zidani most, zahlreiche Strassen, Brücken usw. Mehrere Jahre war er auch Mitglied des Wiener Reichsrates. m. Der Vorstand der Kulturvereine in Maribor hielt Sonntag unter dem Vorsitz des Obmannes Fachlehrer Pirc seine Jahreshauptversammlung ab, in der die Re chenschaftsberichte vorgelegt wurden. Dem Verband gehören gegenwärtig 313 Vereine mit PO.OOO Mitgiiedt-r*' an Büche re'en gibt es !il, Lesehellen und Vereine für Volksaufklärung 38, Gesangvereine 14, Bühnenvere.ne il, Musikvereine 6 usw. 240 V-^reine besitzen ihre e'genen Büchereien mit mehr als 80.000 Bänden. Eine Reihe von Organisationen pflegt u. a. auch das Marionettentheater. Eine lebhafte Tätigkeit wiesen die verschiedenen Sektionen auf. Mit geringen Aenderungen wurde der bisherige Ausschuß mit Fachlehrer Pirc an der Spitze in seiner Funktion bestätigt. m. Eine eindrucksvolle Trauerfeier fand gestern am Ortsfriedhole von Studenci statt. Unter außergewöhnlich großem Geleite wurde Frau Agnes LeSnik zu Grabe getragen. Der Gesangverein »Ena-kost« und die Musikkapelle Schönherr brachten ergreifende Trauerchöre zu Vortrag, während Bürgermeister A. K a l n h in tiefempfundenen Worten Abschied von der Verstorbenen nalim. m, Cercle fran^ais. Alle Mitglieder und Freunde des Vereins werden zum fra nzösischen Vortrag eingeladen, der Donners- TRari&orrr ^unftloocDr KAMMERMUSIKABEND IM THEATER. ^ AM MITTWOCH UTERARISCHER ABEMD IN DER VOLKSUNIVERSITAT. tag, den 20. d. um 20 Uhr im Chemiesaal des Realgymnasiums, OregorCiöeva ulica 2, stattfinden wird. Herr Professor J. L a c r o i X aus Ljubljana wird das Thema »Die Provinz im modernen französischen Schrifttum« behandeln. Eintritt frei. m. Eine nette Bürgerschule wird !m Herbst in K a m n i k eröffnet werden. m. Die Theaterleitung teilt mit, daß wegen plötzlicher Erkrankung der Frau Anfica Mitroviö die für Donnerstag, den 20. d. angesagte letzte Aufffihrung der Verdischen Oper »Alda« abgesagt werden mußte. Statt dessen gelangt das Lust spiel »Gläubiger auf den Plan« zur Aufführung. Das Abonnement C bleibt unver ändert. m. Der Deutsche Hilfsvereln bringt den deutschen Reichsangehörigen folgendes zur Kenntnis: Der Deutsche Hilfsverein veranstaltet aus Anlaß des 50. Geburtstages des Führers für die hier lebenden deutschen Reichsangehörlgen am Mittwoch, den 19. d, um 19.30 Uhr in der Gambrinushalle eine Feierstunde. An dieser Feier können nur deutsche Reichsangehörige teilnehmen. Einlaß ab 18.30 Uhr, Saalschluß 19.30 Uhr. Legitimationen mitbringen. Besondere Einladungen werden nicht ausgegeben. m. Harmonikaspieler konzertieren. Das vorgestrige Debüt d. Harmonikaspieler v. Maribor, die sich nachmittags im Feuerwehrdepot in einem selbständigen Konzert vorstellten, gestattete sich zu einem vollen Erfolg. Dem unermüdlichen Leiter des Chores, Erwin Hartmann, gebührt daher auch die besondere Anerkennung. Zunächst traten als Solisten die Zöglinge Nekrep, Likavec, Pavalec, Smo-nik, Kozjak, 2uiek, MlinariC und Medved auf, worauf auch Benko, Pauko, Flieger, Horvat und Hartmann selbst einige wohlklingende Stücke zum Vortrag brachten. Als Schluß der musikalischen Darbietungen trat sodann der Oesamtchor der Harmonikaspieler in einer Stärke von 18 Schü lern auf. Den Schluß der Veranstaltung bildeten zwei mit viel Beifall aufgenommene Einakter. Das Oesamtarrangement lag in den bewährten Händen des Herrn I. PodgorSek. • Eßbestecke in Chrom, je 6 Messer, Gabeln, Löffel, Kaffeelöffel von Din 160.-aufwärts. Neumoderne Fassonen in AI-pakka-Silber und echt Silber bei M. Ilger-jev sin, Juwelier, Oosposka 15. 399 ni. Schloßbrand. In Marenberg b^ch dieser Tage im Schlosse ein Brand Jus, der rasch auf das Dach übergriff, das in kürzester Zelt ein Opfer der Flammen wurde. Die Feuerwehr verhinderte ein weiteres Umsichgreifen des Brandes. Die Insassen und die Nachbarn schafften in aller Eile die Einrichtung ins Freie. Später stellte es sich heraus, daß einige Gegenstände verschleppt worden waren. Der durch den Brand arrgerichtete Schaden ist bedeutend, erscheint jedoch durch Versicherung größtenteils gedeckt. Einige Personen wurden wegen verdächtigen Verhaltens zur Anzeige gebracht. m. Auf den Bergen wieder Neuschnee. Auf der Petzen hat es wiederum geschneit. Heute, Dienstag frühmorgens erreichte der Neuschnee eine Höhe von 15 Zentimeter, der angesichts der Überall noch vorhandenen Unterlage eine ausgezeichnete Skifähre gewährt. m. Zwei Autocarausflüge des »Putnlk«. Der ^Putnik« veranstaltet Sonntag, den 23. d. eine Rundfahrt durch das Weinland der »Slovenske gorice«. Fahrpreis 50 Dinar. — Am 3. Mai findet die nächste Gra-zer Fahrt statt. Fahrpreis 100 EHn. Näheres im »Putnlk«-Relsebüro. m. Hatiskonzert. Heute, Dienstag um 20 Uhr findet bei freiem Eintritt im Klaviersaal der Firma Bäuerle, TyrSeva 26, ein Hauskonzert statt, veranstaltet vom Künstlerehepaar Dr. Roman und Dr. Elfe K 1 a s i n c. Freunde Intimer Musik sind eingeladen. m. Unfälle. In der Voja§ni§ka ulica war der lOjährige Hilfsarbeiter Franz Klajn § e k bei der Einkellerung von Wein beschäftigt. Hiebei glitt er derart unglücklich aus, daß er sich das linke Bein brach — In Raäe wurde der 30jährige Hilfsar beiter Franz Koren beim Hohverladen voci einem herabkollernden Baumstamm Als zweite Veranstaltung der II. Marl-borer Kunstwoche fand gestern abends im Theater ein Kammermusikabend statt, in dessen Rahmen die neuesten Schöpfungen der Mariborer Komponisten Karl P a h 0 r, Leo Novak und Ivan T u r-§ i C zur Aufführung gebracht wurden. Die, einleitenden Worte sprach Theater-intendant Dr. B r e n C i 5, der in beachtenswerten Ausführungen auf das musikalische Schaffen der früheren und jetzigen Generation hinwies und hiebei die kulturelle Mission der Draustadt hervorhob. Das Konzert selbst, das einen weit größeren Besuch verdient hätte, stand auf besonderer künstlerischer Höhe. Die | getroffen, wobei er einen Beinbruch und schwere innere Verletzungen erlitt. — Beide wurden ins hiesige Krankenhaus Uberführt. m. Tagung der Gewerbetreibenden. Der Slow, Gewerbeverein hält heute. Dienstag um 20 Uhr in seinen Kanzleiräumen eine öffentliche Tagung ab, in der gegen das Pfuscherwesen Stellung genommen werden wird. Femer wird die Frage des Baues eines Gewerbeheimes in Maribor eingehend beraten werden. An der Tagung werden sich auch die Vertreter der übrigen Korporationen beteiligen. m. Roheitaakt. Vor einem Oasthaus in Studenci überfiel ein Betrunkener den 25-jährigen Schlosser der Staatsbahnen Johann S u m a n d 1 und versetzte ihm mit einer Latte einen Hieb auf den Kopf. Su-mandl erlitt hiebei einen Schädelbasisbruch. m. Diebstähle, Die Fahrraddiebstähle mehren sich von Tag zu Tag. Im Laufe des gestrigen Tages wurden wiederum drei Fahrräder gestohlen, und zwar der Privatbeamtin Frieda MaCek in der Pre-Scrnova ulica, dem Zimmermann Ivan Vidoviö in der Marijina ulica und dem Hilfsarbeiter Michael Sparac in der Sme-tanova ulica. — In der Slovenska uHca kam dem Handelsangestellten Damian Kardigel aus dem Wohnzimmer eine Taschenuhr im Werte von 1800 Dinar sowie das Geldtäschchen mit einem kleineren Geldbetrag abhanden. — Der in der DuSanova ulica wohnhaften Arbeiterin Antonie Rozman wurde aus dem Kleiderschrank ein Barbetrag von 400 Dinar ent wendet. — In der Smetanova ulica Heß ein noch unbekannter Täter aus dem Dachbodenabteil der Privatbeamtin Ida KerSIC ein Speiseservice im Werte von etwa 600 Dinar mit sich gehen. m. Gemeiner Uet)erfall. Auf einem Radausflug mit seiner Familie wurde der We ber Josef Rastnik aus der Rajöeva ulica von sechs unbekannten Burschen unweit von Kamnica überfallen und in gemeinster Weise mißhandelt. Aus Ceiie (Seife mad^t afraMadrtfloilette Ja, ja, unser liebes Sannstädtchen putzt sich wieder heraus, ganz wie eine junge Frau sich schön macht für ihren Geliebten. Allerdings anstatt des Pflichtigen »Rouge« legt es ein saftigfrisches'Grün auf und während des langen und Öden Winters da und dort etwa aufgetretene Krähenfüßchen oder leichte Runzeln werden durch die Gehilfen des Schönheits-Joktors, rekte Stadtgärtner, sorgfältig ge-cjlättet und'durch allerlei Mittel neuzeitlicher Gartenbau-Kosmetik restlos beseitigt. Kurz; Groß-Celje ersteht neu, ver-lUngt und zeigt sich adrett und bildsauber den bewundernden Blicken seiner neu entflammten Liebhaber. Aber nicht nur für den einen, den Aus-?rwählten, dem die Stadt ganz heiml'ch hre intimsten Reize offenbart, macht sie sich schön. Auch den vielen Tausenden von schüchternen Anbetern aus nah und fern muß sie sich möglichst reizvoll zei-';en und für all diese macht sie wieder einmal Toilette, dlekmal natürlich ganz einzelneni Kompositionen wurden vom Ljubljanaer Kammerquartett sowie von einem Bläsertrio zum Vortrag gebracht. Anschließend folgten noch zwei Kammer-musikstUcke von Bemard und AmiS. Die einzelnen Darbietungen ernteten wohlverdienten Beifall. Am Mittwoch, den 19. d. findet in der Volksuniversität um 20 Uhr ein L i t e-rarischerAbend statt, in dessen Rahmen die slowenischen Schriftsteller Rudolf Golouh, Anton IngoliC, J. Ledina, Ruia Lucija Petelinova, Radivoj Rehar, Franjo RoS und Vinko Äitnik aus eigenen Werken lesen werden. großl Den letzten Schrei der Gartenbaumode hat sie sich diesmal auserkoren, um wirklich jedermann zu gefallen. Hunderte von zarten Schleifen und duftigbunten Rüschen in grün und rosa, in gelb und rot In allen nur möglichen Schattierungen zieren ihre Staatsrobe, um die schönheits-dürstenden Augen ihrer verliebten Anbeter zu erfreuen. Und man kann nur sagen, es ist ihr wieder einmal gelungen, aller Blicke begeistert in ihren Bann zu ziehen. Es ist eben ein ganz raffiniertes Frauen-zimmerchen, unsere liebe Sannstadt. Walter Rasch. c. Kino Dom. Heute, Dienstag, zum letzten Mal »Die Marne-Helden«. — Ab Mittwoch der deutschsprachige historische Großfilm »Marie Antoinette« mit Norma Shearer, Tyrone Power und J. Barrymore. Aus IHuf p. Todesfall. Im hohen Alter von 78 Jahren ist hier die Private Frau Marie K r a n n e r gestorben und am Montag nachmittags am evangelischen Friedhof beigesetzt worden. R. I. p.! p. Der Amtstag der Handelskammer für den Bereich von Ptuj und Umgebung sowie für OrmoJ, Ljutomer, Murska So-bota und Dol. Lendava findet am D o n-n e r s t a g, den 20. d. in den Räumen des HaTdelsgremiums in Ptuj (Narodni dorn) statt. p. Im Stadtkino gelangt Mittwoch und Donnerstag der letzte Film des berühmten Ivai Mozuhin »N 1 C e v o« zur Vorführung. Außer Mozuhin noch Harry Baur in der Hauptrolle. Im Beiprogramm die neueste Wochenschau. p. Beim Einbruch in das Wohnhaus am Weingutsbesitz Elsbacher in PlacerskI vrh, über den wir bereits berichteten, fielen den Tätern verschiedene Kleider und Wäsche, ferner ein Jagdgewehr im Werte von 1000 Dinar, ein Flo-bertgewehr sowie ein Faß mit 150 Liter Wein In die Hände. Der Gesamtschaden beläuft sich auf etwa 7000 Dinar. p. Ueberfall. In Ljubstava wurde in der Sonntagnacht der 17-jährige Besitz-rs-sohn Vinzenz S m i g o v e c von mehreren betrunkenen Burschen überfallen und in bestialischer Weise mißhandelt. Smigovec wurde ins hiesige Krankenhaus überführt. p. Kfaid lebensgefährlich verletzt In ApaCe wurde der 3-jährigie Keuschlerssohn Rudolf Horvat von einem ausschlagenden Pferd derart tnglücklich am Kopfe getroffen, daß ihm hiebei die Schä deldecke eingeschlagen wurde. In hoffnungslosem Zustand wurde das Kind ins Krankenhaus nach Ptuj überführt. Mtketstkou b. Dem Land Chile, das erst kürzlich durch die Erdbebenkatastrophe im Vordergrund des Weltinteresses gestanden hat, widmet die »I 1 1 u s t r i r t e Z e i-tungLeipzig« ihren einleitenden Beitrag- in ihrer Ausgabe vom 13. April d. J." Es gibt einen äußerst aufschlußreichen Querschnitt durch die landschaftliche, volkstümliche und wirtschaftliche REPERTOIRE. Dienstag, 18. April um 20 Uhr: »Der Btt- telstudent«. Ab. A. Mittwoch, 19. April: Oeschtossen. Donnerstag, 20. AprH um 20 Uhr: »Oüu-biger auf den Plan«. Ab. C. 550lf^ttn!0erfttftt Mittwoch, 19. April: Literarischer Abend. Montai;, 24. April: Dr. Rud. Kyovsky spricht über Kodecvje. Burg-Tonkino. Die Premiere des großen musikalischen Abenteurerfilmes »Piratennfichte«. Ein erstrangiger kolorierter Prachtfilm mit einzigartigem Gesang, mitreißenden Tanzeinlagen umd bezaubernder Musik. Esplanade-Tonkino. Der große hochinteressante und spannende Kriegsfilm »An der Isonzofront 1917« mit Sybille Schmitz, Inge List und Hannes Stelzer. Der Film, der von dramatischen Momenten menschlicher Konflikte und spannenden Szenen erfüllt ist, schildert den großen Kampf zwischen Liebe, Heimat und Pflicht. Unlon-Tonkino. Bis einschließlich Don nestag »Der kleine Lord« nach dem berühmten Roman von Francs Hodgson Burnett. In der Hauptrolle sehen wir den beliebten jugendlichen Filmstar Freddie Bartolomew, der uns aus den Großfilmen »Anna Karenina« und »David Copperfield« in bester und lebhaftester Erinnerung steht. Die führenden Schlagworte des Filminhaltes sind »Liebe zur Mutter — Nächstenliebe«. Ein prachtvolles Filmwerk. — Es folgt: »Der weiße Teufel« (Hadii Murat) mit Ivan Moiuhin in der Hauptrolle. QIVOfDcfennatMMenfl Bis zum 21. April versehen die Stadt-apotheke (Mag. pharm. Minafik) am Hauptplatz 12, Tel. 25-85, und die St. Rochus-Apotheke (Mag. pharm. Rems) an der Ecke der Aleksandrova und Meljska cesta, Tel. 25-32, den Nachtdienst, Mittwoch, 19. April. Ljiibl[ana, 12 PI. 13.20 Schrammel, 18 Jugendstunde. 19 Nachr., Nationalvortrag. 20 Oper. — Beograd, 17.20 Konzert. 19.30 Nationalvortrag. 20 Oper. — Beromßnster, 18.30 Harmonikonzert, 20 »Fledermaus«, Operette von Strauß, -r-Budapest, 18.30 Zigeunermusik. 19.30 Oper. — London, 18 Konzert. 20 Orgelkonzert. — Paris, 18.35 Werke von Ma-th6. 19.30 Bunte Musik. 20.45 Hörspiel. — Rom, 19.20 Klavierkonzert. 21 Bunte Musik. — Sofia, 18 Konzert. 19.15 »Zar und Zimmermann«, Oper von Lortzing. _ Straßburg, 19.30 Buntes Konzert. 20.30 Nordische Musik. — Malland, 19.30 PI. 21 PI. — Leipzig, 18 Kammermusik. 19 Vortrag. 20.30 Konzert. — München, 18 Konzert. 19 Hörspiel. 20.30 Konzert. — Wien, 18.20 Alte Musik. 19 Volkslieder. 20.30 Konzert. ~ Berlin, 18 Konzert. 19 PI. 20 Reichssendung. 20.30 Konzert. Struktur des Landes. Auch der folgende Beitrag führt uns ins Ausland und berichtet iu Bild und Wort vom arabischen Volksfest »Nebi Musa«, welches um die Osterzeit gefeiert wird. Eine weitere Bild Seite zeigt die Luftschutzmaßnahmen in Japan. Im Mittelpunkt der Nummer steht unter dem Titel »Tanz aus Berufung« eine Würdigung Mary Wigmans und ihrer weltberühmten Tanzschule. Bilder v. den Bühnen schließen sich an. Eine lebendige Bildseite berichtet von dem neugegründe-ten »Haus des Humors« in München. Auf schlußreich ist auch ein Einblick in die Arbeit des thüringischen Obereichamts in llmentu. Den Abschluß der Nummer bildet wie üblich ein reichhaltiger Aktueller Teil, in dessen Rahmen diesmal dem Stapellauf des neuen deutschen Schlachtschiffes »Tirpitz« besonderer Raum gewidmet ist »Marlborer Zeltungc Mummer 80 6 ► Mittwoch, den 10. April 1030 Slufforftung in 3iigbflatDien 80 MILLIONEN JUNOBAUME IN ACHT JAHREN GEPFLANZT. NIOTE AKTION NOTWENDIG. BESCHLEU- Ungeheure Komplexe Landes stehen in Jugoslawien seit jeher kahl, Gestein und Felsen glühen in der Sonne oder werden von Sturmwinden gepeitscht. Das Karstgebiet zieht sich hunderte von Kilometern weit durch die LIiia, Dalmatlen, die Herzegowina, Crna gora und Südserbien, Sandwüsten finden wir in der Wojwo-fJina. Und gerade in diesen Gebieten sind Verwüstungen durch Ueberschwemmun-gen nicht seltene Erscheinungen. Die Unterrichtsverwaltung hat auf diesbezügliche Vorschlage schon vor Jahren den alljährlich stattfindenden »Kinderaufforstungstag« eingeführt. Auch das Rote Kreuz hat für seine Jugendorganisationen eine ähnliche, jährlich sich wiederholende Aktion organisiert. So auch die Sokolorganisation, insbesondere in Herzegowina. Der Jugend schließen sich anläßlich der Aufforstungstage fast überall auch Mitglieder verschiedener anderer kultureller u. nationaler Organisationen an. Es wurde unter Mitwirkung der genannten Organisationen und der staatlichen Organe sogar ein ganz Jugoslawien umfassender Ausschuß für Aufforstungspropaganda gebildet Den Bemühungen aller dieser Faktoren ist es gelungen, in der Periode von 1930 bis 1938 in ganz Jugoslawien beiläufig 80 Millionen Jungbäume zu pflanzen. Auf den ersten Blick eine imposante Zahl, jedoch hat ein Fachmann sich die AHihe gegeben und eine Rechnung aufgestellt, wonach es nach dem bisherigen das Aufforstungtempo hundert Jahre dauern würde, bis wenigstens der Großteil aller einer Bewaldung bedürftigen Oe-biete mit Bäumen bepflanzt würde. Um die unermeßlichen Schäden, welche unserer Volkswirtschaft in den waldlosen Gegenden durch Ueberschwemmungen u. andere Naturereignisse zugefügt werden, möglichts einzuschränken, ist eine stark beschleunigte Aufforstungaktion nötig. Die diesbezügliche Statistik zeigt, daß die Forstwirtschaft am günstigsten in Slowenien steht. Dies ist wohl auf den Umstand zurückzuführen, daß ein Großteil der Bevölkerung von der Forstwirtschaft lebt. Die Statistik zeigt auch, daß in keinem Teile unseres Staates durch die Privatinitiative soviel Jungbäume gepflanzt wurden als in Slowenien; im Jahre 1937 waren es 320.000, von 22^8 Schülcrn und 581 Lehrern eingesetzt. Erst an zweiter Stelle steht Kroatien mit 210.000 neu eingesetzten Jun'gbaumstäm-men. Es wäre wohl am besten, wenn die ganze Aufforstungsaktion überhaupt völlig der Privatinitiative überlassen würde. Der Staat möge durch seine Organe vor allem verhindern, daß verschiedene gewissenlose Krämer neue Karstgebiete schaffen. Weiters möge er durch seine Fachorgane die Aufforstung fachmännisch beaufsichtigen, natürlich ohne den gewohnten Amtsschimmel. Und schließlich möge er auch durch seine Fachorgane dafür sorgen, daß für eine planmäßige und doch forcierte Aufforstungsaktion genügend Jungbaumstämme herangezüchtet und kostenlos zur Verfügung gestellt werden. In der fachmäßigen Zucht von Jungbäumen müßte jedenfalls unsere Schuljugend auf dem Lande unterrichtet werden. Und so wird unsere Jugend schon von Kleinauf den Wald liebgewinnen. s. gramm. Der Wdtverbräuch für medizinische Zwecke ist mit rund 250,000 Kilogramm anzuschlagen. Jugoslawien ist dem Genfer Abkommen über die Kontrolle von Opium und Opiumderivaten beigetreten und hat mit der Türkei eine Vereinbarung über den Verkauf abgeschlossen. Die Preise, dieln den Jahren 1926 bis 1929 noch 700 bis 1000 Dinar für das Kilogramm betrugen, sind jetzt auf 200 Dl-|nar gefallen. Im Mai 1939 wird die Frage eines Abkommens Über die Kontrolle des Mohnanbaues in Genf von der Opiumkom mission behandelt werden. Auf dem Weltmarkt werden ferner jugoslawisches Tannen- und Kiefemöl gehandelt, wie Belladonna und Lindenblüten, d'e besonders von Bosnien auf den Markt kommen, und Stramonlum und Kamillen, die hauptsächlich im Banat gezüchtet werden. 3er>niberi(Me Zagreb, den 17. d. — S t a a t s w e r t e: 4% Agrar 0—62, 4% Nordagrar 60-62, 6% dalmatinische Agrar 87—88, 1% Sta-bilisatlonsanleihe 0—98.50, 7% Investitionsanleihe 99.50—100, 1% Seligman 0— 100, 7% Blair 89—90.50, 8% Blair 99— 101. Ljubijana, 17. d. D e v i s e n. Berlin 1774.82—1792.58, Zürich 995—1005, Lon don 207.10—210.30, Newyork 4406.75— 4466.75, Paris 116.95—119.25, Triest 233.05—236.15; deutsche Clearingschecks 13.80, engl. Pfund 238, im freien Verkehr 258. 6trigen6er !!>rilfrfiut(r- QibfQft Befriedigende Ausfuhr. — Rückginge der Preise für Mohn und Opium. Unter den jugoslawischen Ausfuhrgla-tern spielen die medizinischen Pflanzen eine bedeutende Rolle. Unter disen sind der Salbei, der Fenchel, der Sesam, das Opium, die Kamillen, dann Lindenblüten Lorbeer und Belladonna von besonderer Bedeutung. Auf den Auslandmärkten wird Salbei stark bevorzugt. Die Produktion ist in Jugoslawien auf jene Gebiete beschränkt worden, wo die beste Qualität gedeiht, so daß eine Standardqualität erreicht wird. Der über Sa'loniki in den Handel gebrachte levantinische Fenchel hat als Produktionsgebiet Südserbien. 1937 sind rund 100,000 Kilogramm Fenchel in den-Handel gebracht worden. In Südserbien wird auch Sesam angebaut, die Produktion betrug 1937 rund 700,000 Kilogramm. Sesam und Fenchel werden fast ausschließ-l'ch exportiert. Die klimatischen Verhältnisse Südserbiens begünstigen welter den Anbau von Mohn und damit im Zusammenhang die Erzeugung von Opium. Die Zentren der Opiumerzeugung liegen im Vardar-Banat. Die Jahresproduktion beträgt 75,000 Kilo- !Die &cutf((^e :pia9i(rinOuftrie auf Oer SrograOff !3litrnt Auf der Beograder Frühjahrsmesse Ist auch diesmal wieder die Wirtschaftsgrup pe Druck- und Paplerverarbeitung, Berlin W 35, Noliendorlplatz 1, vertreten. Die repräsentative Ausstellung In Pavillon 2 bietet eine vollständige Ueberslcht über die deutsche Paplerwarenfabrika-tlon und zeigt die niesten Druckverfahren anhand vollendeter Druckbilder und Mustern, die in geschmacklicher Anreihung des branchenkundigen Kaufmannes Interesse wecken, durch ihre Schönheft aber auch das Auge jeden Besuchers erfreuen. Die in den vergangenen Jahren erzielten Erfolge der deutschen Papierindustrie auf den Beograder Messen stellen nicht nur die Qualität und die Preiswertigkeit der ausgestellten Waren unter Beweis, sie bieten auch die Gewähr, daß die deut sehen Papierwaren nach wie vor in Ihrer Ausführung dem Geschmacke und den Ansprüchen der Bevölkerung entsprechen. Die Ausstellung steht unter der Leitung des dlpl. Volkswirten Louis Schmidt. Die faclikoindige Beratung seitens des Herrn Schmidt ist nicht nur bei der Auswahl der einzelnen Artikel für den Kaufmann von Wichtigkeit, sie ist für Ihn auch vom rein geschäftlichen Standpunkt besonders wertvoll. X Die Wirtschaftobesprechungen mit Deutschland werden am 27. d. aufgenom men werden. Der Verhandlungsort ist noch nicht endgiltig bestimmt. Es handelt sich vor allem um die Regelung der Wirt schaftsbeziehufigen und der Zahlungsmodalitäten mit den Gebieten der ehemaligen Tschecho-Slowakei. X Mit Polen werden die Besprechungen zwecks Ergänzung des H a n d e I s-vertragesim Monat Mai aufgenommen werden. Vor allem handelt es sich um dte Neuregelung des Zahlungsver-kdirs zwischen Jugoslawien und Polen. X Das Postministerium wird bei der Postsparkasse einen Kredit von 115 Millionen Dinar aufehmen, um das interur-bane Fernsprechnetz anzubauen und einige automatische Telephonzentralen einzurichten. X Das Jüdische Kapital kann von Jugoslawien nach Palästina trans f e r i e r t werden, sofern es sich um Auswanderung der Besitzer dorthin handelt. Der Finanzminister hat eben die erforderlichen Bestimmungen getroffen. Darnach wird bei der Nationalbank ein besonderes Koito eröffnet, auf das die für den Transfer bestimmte Summe in Dinarwährung im Wege einer bevollmäch tigten Bank eingezahlt wird. Der Gegenwert wird dem Inhaber von einer palästinensischen Bank zur Verfügung gestellt Die Sperrdinare werden zur Finanzierung der Geschäftsbeziehungen mit Palästina verwendet werden. X Der albanische Frank, der dem Oold frank entspricht, bleibt auch nach der Besetzung des Landes durch Italien weiterhin gesetzliches Zahlungsmittel, allerdings nur einstweilen. Jetzt wurde das Verhältnis beider Währungen zueinander in der Weise festgesetzt, daß ein Frank 6.25 Lire entspricht. Damit wurde mehr oder weniger nur der bisherige Zustand bestätigt. X Prelte ffir Schlachtvieh im Protektorat featgesetzt Durch Entscheidung des bevollmächtigten Reichskommissärs für Prei^lldung in Prag werden die Preise fUr Kälber auf dem Fleisch- und Fettmarkt des Prager Zentralschlachthofes mit sofortiger Gültigkeit wie folgt festgesetzt: Kälber auswärts geschlachtet bis 10 K, am Schlachthof geschlachtet bis 10.50 K, Ochsen böhmischen Ursprungs bis 7.50 Kronen. — In Brünn dürfen auswärts geschlachtete Kälber nur bis zürn Höchstpreis von 9.50 K, in Brünn geschlachtete Kälber bis zu 10 K, in Budwels auswärts geschlachtete Kälber bis zu 0 K, In Budwels geschlachtete bis zu 9.50 K verkauft werden. Überschreitungen dieser Preise werden streng bestraft. X Belgische Probeenbezflge aus Bulgarien. Belg'sche Eisenhütten haben erstmalig eine größere' Erzmenge von bulgarischen Bergwerken angekauft. Die ersten 5000 Tonnen wurden bereits verladen. Von den Schmelzergebnissen wird es abhängen, ob ein längerer Liefervertrag zustande kommt. X Günstige igyptiache Zwlebeisaison. Die Ausfuhr von Zwiebeln aus Ägypten übertrifft bereits etzt die Vorjahrsz'ffern hinsichtlich der Menge bedeutend, doch konnten d'e hohen Vorjahrspreise nicht mehr gehalten werden. Vorübergehende Störungen infolge der polltischen Lage in Europa und verschiedener Manöver der englischen Banken, die unter anderm die Ausfuhr nach Deutschland nicht mehr bevorschussen wollten, konnten rasch überwunden werden. (SeCtnlct Otr ^Intitiiherfulofen-Siaa! 6onne erfdieint atö !3(tina EIN INTERESSANTES NATURSCHAU SPIEL AM 19. APRIL. — DIE TEILWEISE VERFINSTERUNO AUCH BEI UNS ZU BEOBACHTEN. — OASEXPLOSIONEN IN DER CHROMOSPHÄRE. Am 19. April ist wieder das grandiose Naturschauspiel einer ringförmigen Sonnenfinsternis zu verzeichnen. Sie wird teilweise auch bei uns zu beobachten sein. Himnielsverdu ikelung, Kometen, Meteore und Sternschnuppen haben zu allen Zeiten die Menschh-eit in ihren Bann gezogen. Während man jedoch früher diese absonderlichen Naturereignisse meist für Vorboten liommenden Unheils hielt, weiß man heute, daß die Himmelskörper ganz bestimmten unerforschlichen Gcsctrcn unterworfen sind, nach denei s!e im Weltall kreisen. Unler einer Son-nerrr^ternis versteht man das gänzliche oc'er tcilv.c'<^c rnFlrhtbprwcrdcn der Son rtr ' ^'rc ir^'^!!7o cirs Davortrct-^ns des A'onc'cs. Der hierbei zur Gcllu.'c kom- mende Mondschatten besteht aus dem sogenannten Kernschatten, von dem aus die Sonne vollkommen unsichtbar ist, u. dem Halbschatten, von dessen Stelle aus nur ein Teil des strahlenden Himmelsgestirns verfinstert wird. Je nach der Entfernung des Mondes von der Erde erreicht der Kernschatten die Erde oder er endigt schon vorher in einer Spitze. Eine totale Sonnenfinsternis kann höchstens acht Minuten, eine teilweise bis zu zwölf Minuten dauern. Jährlich sind durchschnittlich zwei Sonnenfinsternisse zu verzeichnen, an einem bestimmten Ort jedoch nur alle zwei Jahre ein solches Ereignis. Eine totale So-inenfinsternls an einem bestimmten Ort aber kommt nur alle zweihundert Jahre vor. Zur Bezeichnung der Größe des NaUjrerei,rTn's''es pflegt man die Anzahl der Zwölftel des Somiendurchmessers, die vom Schatten bedeckt werden, festzustellen. Die Wissenschaft hat die Zahl der Himmelsverfinsterungen vom Jahre 1207 vor Christus bis zum Jahre 2163 nach Christus, berechnet und ist dabei auf nicht weniger! als etwa 8000 Sonnen- und 5200 Mondfinsternisse gekommen. Derartige Naturerscheinungen ziehen somit gewlsser-massen am laufenden Band am Firmament an der Menschheit vorüber. Die Eftkimon haben es gut. Die Sonnenfinsternis am 19. April Ist nun diesmal nicht total, sondern ringförmig. Am besten ist sie Im hohen Norden und von Alaska, sowie der äußersten Nordwestecke Amerikas, bis zum Pol und darüber hinaus zu beobachten. Wie entsteht nun eigentlich der Interessante Sonnenring? Zur Zeit der größten Verfinsterung, wenn der Mond genau vor der Sonnescheibe steht, bleibt ein schmaler, , leuchtender Ring des strahlenden Himmelsgestirns unbedeckt. Natürlich Ist d es nur dadurch möglich, daß der Mo :d bei dieser Sonnenfinsternis sich nicht in Erdnähe befindet, also einen scheinbar klei- neren Durchmesser hat als die Sonnen-scheib«. Infolgedessen kann auch keine totale Sonnenfinsternis eintreten. Unbedeckten Himmel vorausgesetzt, Ist das sehenswerte Naturschauspiel in eiizel-nen Teilen Jugoslawiens kurz vor Sonnenuntergang Im Westen wahrnehmbar. Mit dem Eintritt einer vollständigen Sonnenfinsternis werden über dem Sonnenrand oft rosafart>ene, wolkenartige Gebilde, sogenannte Protuberanzei, sieht bar, die nach dem Ausweis des Spektro-.skops aus Wasserstoff bestehen, und nicht selten aus der die Protosphäre umgebenden Chromosphäre mit einer- Se-kundengeschwindigkeit voti 500 Kilometern in die Höhe geschleudert werden. Diese Naturerscheinung ist nur durch das I Spektroskop oder bei einer totalen Son-nenfinsternis zu beobachten. Recht merk-, würdige Verhältnisse scheinen übrigeis in der Chromosphäre zu herrschen. Sie besteht in ihrer oberen Schit-ht fast ginz lieh aus glühendem Wassersloffgas, wäh rend die untere auch glühende Meta'l-dämpfe enlht.lt. fonde^barrrwi^e ist d e 'Temperatur d^r Chromo?p'är(^ nuT dcntlichen Schwankiing-^n unt 'rwo fea Sport 3tal(en — 3ug(yflatDien 6: o GROSSE FESTAKADEMIE IN ZAGREB. — REVANCHE FÜR DIE NIEDERLAGE VON PORTOROSE. — ITALIENS OLYMPIASIEGER PINTON AM START. In Zagreb wurde im Rahmen einer fei-erlichai Akademie ein Fechtländerkampf zwischen Jugoslawien und Italien bestritten, der sich zu einem besonderen gesellschaftlichen Ereignis gestaltete. Eingefunden hatten sich zahlreiche illustre Vertreter, u. a. der Zagreber Stadtkommandant Divisionsgeneral A n t i d, Vizeba-nus M I h a 1 d 2 i ö, der italienische Generalkonsul G o b b i und der Ehrenpräsident des Jugoslawischen Fechtverbandes Senator Dr. M a i u r a n I ö. Die Konkurreiz umfaßte Kämpfe im Florett und Säbel, in denen sich die Italienischen Repräsentanten stark Uberlegen zeigten und mit dem Endergebnis von 6 : 0 einen sicheren Sieg feierten. Immerhin boten die jugoslawischen Gegner einen hartnäckigen Widerstand und auch ein grosses Können, doch mangelte es den meisten an der nötigen Routine. Im Florett trafen zunächst Branko T r e t 1 n j a k und der italienische Hochschulmeister An gelo T amborra aufeinander, der mit 10 : 6 die Oberhand behielt. Zuvor unterlag Nikola N i k o 1 i <5 dem italienischen Heeresmeister Gaston D a r e mit demselben Ergebnis. Den dritten Florettkampf bestritten F r 1 a n (Ljubljana) und der beste Italiener und Olympiasleger Vincenzo P i n t o n, der mit 10 ; 5 die Oberhand behielt. Frian kämpfe ausgezeichnet und erntete gleich wie sein berühmter Gegner begeisterten Beifall. Im Säbelfechten gewann Gasto D a r e g€gen Krego Tretiniakl0:3. Weit spannender verlief der Kampf zwischen L a d a n y i und T a m b o r r a, aus d€m der Italiener mit 10 : 7 siegreich hervorging. Im letzten Match schlug P i n t 0 n den sich ausgezeichnet verteidigenden Branko T r e t i n j a k mit 10 : 6, Italien hat nun für die Niederlage in Portorose von 2 : 3 ausgiebig Revanche genommen. <8r61fnuna4var.ie Orr (SMtotftlcr Wie uns berichtet wird, veranstaltet der hiesige Radfahrerklub »Edelweiß 1900« am Sonntag, den 23. d. als erste Ausfahrt im heurigen Jahre einen Radaus flug nach Jarenina (Horvat). Die Abfahrt der Radler erfolgt um 13 Uhr vom Vereinsheim Hotel »Zamorc«, und werden die Mitglieder ersucht, pünktlich dort zu erscheinen, da keine Wartezeit eingeschaltet wird. Um den älteren Mitgliedern die Beteiligung möglich tu machen, fährt um 14 Uhr vom Trg svobode ein Autobus nach Jarenina. Anmeldungen übernimmt Herr V. Hausmaninger, Cankar-jeva 23, Tel 25-83. Alle Sportkameraden und Freunde des Vereines sind selbstverständlich zu dieser Ausfahrt, füt welche etliche Überraschungen geplant sind, herz liehst eingeladen. 20 3oiyrr !}lo5rafMtrllu& „Umin" Der wiederholt crfolgrekh hervorgetretene Radfahrerklub »P e r u n« feiert in diesem Jahre sein 20jähriges Gründungsfest, aus welchem Aiilaß ein großangelegtes Jubiläumsrennen zur Abwickhing kommen wird. An der am Sonntag stattgefundenen Jahrestagung wurde folgende Leitung gewählt: Obmann Ant. H1eb§, 1. Vizeobmanin Franz Kumerc, 2. Vizeobmann Ungar, Schriftführer Moöivnik, Kassier Nardin, technischer Referent Sibenik, Ausschußmitglieder Kranjc, Vldmar, Ste-fanec, Stupen und Junker, Revisoren Ja-rec, Jelinek und PliberSek. Für seine außerordentlichen Verdienste um den Klub sowie überhaupt um die straffe Organisation unseres Radfahrwesens wurde Ob- mann HI e b § zum Ehren^)räsideinten gewählt. Die Motorradfahrer sind diesmal von der Tagung ferngeblieben. 3ugoflatiH(ii< OtingNinipfrr nadD 4)0lo Knapp vor Nennungsschluß zu den Europameisterschaften der Ringkämpfer im klassischen Stil vom 25. bis 28. April in Oslo ist noch die Meldung Jugoslawiens eingetroffen, womit sich die Teilnehmerzahl auf 13 Länder mit 31 Ringern erhöht hat. Jugoslawiens Vertreter starten erstmals mit einer kompletten Staffel. Die sieben jugoslawischen Repräsentantn, von\ Bantamgewicht aufwärts, sind Schneeber ger, Moguljak, Pongrac, A. Fischer, D. Fischer, Metzner und Nagy. Man fragt sich nur, warum nicht auch Staatsmeister VerboSt und Pircher, der gerade kürzlich Metzner glatt erledigt hatte, in Betracht gezogen wurden. eiotDcnltne toaöl för In Trlest findet am 29. und 30. d. ein Leichtathletikkampf zwischen Slowenien und Julisch-Venetien statt. Am vorigen Sonntag wurde in Ljubljana ein Qualifikationsmeeting zum Austrag gebracht, an dem sich auch einige Mariborer Athleten erfolgreich beteiligten. Die Ergebnisse waren: 100 Meter: 1. Cirie (Ilirija) 11.6, 2. Skuäek (Primorje) 11.7, 3. Polak (Prim.) 11.8. 400 Meter: 1. PleterSek (Prim.) 52.8, 2. Poljgak (Prim.) 54.9. 800 Meter: 1. Nabernik (Prim.) 2:02, 2. KoSir (Planina) um Brustweite, 3. Muraus (2eleznJCar)'2:06.8. Auch scheint sie an manchen Stellen höher zu sein als an anderen. Möglicherweise hat die Strahlung oder was es sonst sein mag, was die Chromosphäre erhitzt, auch Eifluß auf unseren Erdball. Man denkt hierbei an die elektromagnetischen Stürme, das Nordlicht, die elektrischen Schichten in der Höhe unserer Atmosphäre und andere Erscheinungen, die sogar für die Radioübertragungen von Bedeututig sind. 80 Xstfonomen warteten in Hokkakfo. Die letzte Sonnenfinsternis, der die Wissenschaft mit großen Erwartungen entgegensah, fand am 19. Juni 1936 statt. Es handelte sich um eine totale Verdunklung auf einem schmalen Streifen des Erdballes von kaum 200 Kilomeiern Breite, der sich vom Mittelmeer über Griechenland, das Schwarze Meer, Sibirien und die Mandschurei bis nach Nordjapan erstreckte. Zahlreiche Wissenschaft liehe Beobachtunrysexpeditlonen aus allen Teilen der Welt haben sich damals nach Nordjnpan nufgeniacht, um den Geheimnissen der Chromosphäre auf die Spur zu kommen. Auf der Insel Hoki-aido allein weilten 80 berühmte Astronomen ;aus den verschiedenen Ländern. Sogar die englische Universität Cambridge u. die bekannte amerikanische Sternwarte Wilson in Kalifornien waren dort vertreten. Allerdings hat der Wettergott vielen Beobachtern einen Strich durch die Rech nung gemacht. Hunderttausende — eine Expeditionsausrüstung kostet viel Geld — wurden damals umsonst ausgegeben. Es kann in diesem Zusammenhang übrigens gar nicht oft genug davor gewarnt werden, eine Sonnenfinsternis mit blosem Auge zu beobachten. Schwere gesundheitliche Störungen können die Fol ' gc davon sein. Am besten ist es, zur I Beobachtung des Naturereignisses ein 'gefärbtes, etwa dunkelrotes Glas' oder .sogenannte Ncutralgläser zu verwenden. lAuch kann man im Wasserspiegel einer jbis zum Rande gefüllten Schüssel, die natürlich voliltommen ruhig gehalten wer-I den muß, die Himmelsvorgänge verfol-igen. Diesmal allerdings wird man sehr aufpassen müssen, den richtigen Augenblick nicht z^u versäumen, da die Sonnenfinsternis nur wenige Minuten dauert iindi' sich zudem am äußersten Westrand des Horizontes abspielt. e mich ab MIT ZUNEHMENDER KAHLHEIT eute ^ILHaarwuchs ichreibt Herr Daltrg — /nen Sie nachaUhtndtn Brie/) Schuppen sind das Alarm-Signal. Haarausfall und Haare im Kamm das S. 0. S. Die Haarwurzeln shid am Verhungern — und wenn sie weiter ausgehungert werden, wird es mit Kahlheit enden. Dieser Leidende sah schon gänzliche Kahiheit rasch herannahen. Er versuchte alles Mögliche. Nichts hatte die |[ewünschte Wirkung — weil nichts seine Haarwurzeln mit der ihnen nötigen Nahrung versah. Dann hörte er über Silvikrin. Er versuchte es. Sofort fühlte sich sein Kopf gesünder. Schuppen verschwanden. Bald setzte neuer Haarwuchs ein, so daß jetzt dichter, staricer Haarwuchs seinen Kopf bedeckt. WARUM SILVIKRIN DEN HAARWUCHS FÖRDERT Es gibt kein Geheimnis um Silvikrin — was es ist oder wie es wirkt. Es t)e8teht aus vierzehn gesonderten Substanzen, von denen jede einzelne im menschlichen Haar vorhanden und jede einzelne für den Haarwuchs unentbehrlich ist. Es ist die natürliche Nahrung, die ein starkes, gesundes Haar aus dem Blut erhält. Kann es diese Nahrung aus dem Blut nfcht erhalten — dann muß sie Silvikrin ersetzen. Wenn die Wurzeln noch am Leben sind, wird Silvikrin sie nähren und das Haar zum Wachsen bringen. ÄRZTE BEGEISTERT Da Silvikrin ein rein wissenschaftliches Präparat ist, unterbreitete es sein Erfinder Dr. Weidner Ärzten und Krankenhäusern zur Begutachtung. Die Aufnahme war ganz erstaunlich. Die Aerzte waren vor allem entzftekt zu sehen, daß endlich jemand das Problem des Haarwuchses wissenschaftlich behandelte und noch mehr entzückt zu sehen, daß das Experiment glückte. Sogar Professor Polland, der berühmte Dermatologe der Grazer Universität, erzielte mit Silvikrin solche glänzende Rezultate, daß .sein Bericht darüber den grös-sten Lob ausspricht. - L—— Sie Brl«f des Hr. D«ltry - »Geehrte Herren! — Durch fünf Jahre plagte tch mich ab mit zunehmender Kahlheit und habe dabei ceüuldis und ausdauernd icdes Mittel versucht, das ich beschaffen konnte. Keines half jedoch. Im Oenenteil, einige von den Mitteln, die ich versuchte, reizten meine Kopfhaut und verursachten andere Haup'beschwerden. Und dann kam die lani; ersehnte Verwandlung. Heute bedeckt ein dichter, starker Haarwuchs meine einstige Kahlheit. All dies ist das I^rsebnls des Qebrauchcs von Silvikrin Lotion. Und ich brauchte im Ganzen unmefähr fOnf Wochen, um dies zu erreichen. Ich verde Ihnen sicherlich stets dankbar sein. Acht tnEsvotl J. H. Daltry. 93. Rtvavdea Road. Oldfeaa, Lancailiire. IS. raaja 1935. Die Wurzeln braachen Nahninft Wie Silvikrin das Haar nährt. Die schwarze zwiebeU förmlne »Wurzel« kann ausfallen — die elKentl. Wurzel Ist der faserlxe Wuchs darunter. Diäter wird von Silvikrin tenlhrt. WAS SIE BENÖTIOEN; Bei SchuDPOd — einsetzendem H.iarausfall. nm die Kopfhaut Kesund zu erhalten, um das Haar zu stärken und seine natüflichc Schönheit ztim Ausdruck zu briniten — verlanKen Slo LOTION SILVIKRIN. Bei harlnäcklgea Scbupiien. »iarketn Haarauslall. kahlen Stellen, nm den Haarwuchs zn erneuern. Rebrauchen Sie die konzentrierte na-tQrllche oTcanlsche HaarnahniSE — verlaiig«B Sie NEO>SiLVIKRIN. Silvilfrin ÄUL 3t(uuwucfi& lY- 31-K 10.000 Meter: 1. Kvac (IHrija) 35:34.1. 2. Perc (Prim.) 36:10.3, 3. Glonar (Ilirija) 36:29.4. Hochsprang: 1. Bratovz (Ilirija) 175, 2. Polak (Prim.) 170, 3. Marek (Prim.) 170. Weitsprang: 1. Klinar (Prim.) 6.09, 2. LonCariC (Marathon) 5.97, 3. Lajiko (Li-tija) 5.89. Stabhochsprung: 1. Kosec (Prini.) 3.21 2. ZupanCiö (Planina) 2.80. Dreiftprang: 1. Smolej (Plan.) 12.51, 2. [.onöariC (Marathon) 11.89, 3. Lozar (Planina) 11.59. Kugel: 1. Klinar (Prim.) 12.95, 2. Hla-de (2el.) 12.39, 3. JegliC (Plan.) 12.15. Hammer: 1. Gujznik (2el.) 30.04, 2. Hlade (2el.) 36,27, 3. Jeglie (Plan.) 32.93 Diskus: 1. Klinar (Prim.) 37.42, 2. Jc-giiö (Plan.) 36.47, 3. Hlade (Zel.) 36.28. Speer: 1. Vehar (Ilirija) 43.05, 2. Klinar (Plati.) 42.36, 3. Vuksini^ (Ilirija) 41.30. : »ConcorcHa«—Zagreber Fußball-Un-terverbandsmelster. Die Zagreber »Con-cordia« hat am Sonntag das entscheMen-de Meisterschaftsspiel gegen »Ferraria« mit 1:0 gewonne-n und damit die Meisterschaft endgültig an sich gebracht. : In der deutschen Puuhalimcistefsriiaft sp'elten Dessau 05 gegen Admira 1:0, Blau-Weiß Berlin gegen Hindonburi^ A\-lenstein 2:, Hamburger Sp. V. gegen Osnabrück 5:1, Fortuna Dii"»5cldorf gegen Viktoria Stolp 1:0, Srhweinfurt gegen Dresdener Sp. V. 1:0, Stutti^arter Kickers .?2:egen Mannheim 3:2, V'vw Rasensport Gleiwitz gegen Kassel 03 2:1 und Scjalke 04 gegen Wormatia Wu^'nis 1.0. : Im Kampfe um den Tsclianiiner-Pokal s'egten am Sonntag ü?r Grazer Sportklub gegen Sturm mit 2:0, Wene.'-Neustadt gc gen Donawitz 4:2, bX' Wien gegen Wiener Sportklub 2:2, Wackcr—Fischanienci : In der Liga von Böhmen und Mähren spielten Slavia—Bata 4:1, Lieben— Kladno 3:2, Nachod—Slezka Ostrava 2:2, Pilsen—2idenice 2:1. 5:0, Austria—orwärts 06 3.0, Rapid—Red Star 6:2, Krems—Amateure Fiar 2-8, Ama teure Steyr—Hertha, Wels 4.0. TSV Mim chen—Salzburger AK c':i. : Die ungarische Fußballmetsterschaft brachte folgende Ergebnisse: Ujpest— Elektromos 3:2, Ferencvaros—KIspest, 3:2, Hungaria—Szürketaxi 6:0, Szeged— Szalgotarian 4:0, Budafok—Bocskai 4:1, Szolno^i—Zuglo 4:1, Ne-mzeti-—Phöbus 4:1. : Die itaUetiische NatkmaUiga zeitigte folgende Resultate: Milano—Liguria 1:0, Juventus—Novara 1:0, Triestina—Lazio '2:0, Lucchese—Bologna 1:1, Modena— Livomo 2:2, Roma—Bari 2:0, Napoli— Genova 2:0, Amibrosiana—Torino 1:0. : 130.000 Zuschauer wohnten dem Fuß ballkampf zwischen England und Schottland in Glasgow bei. England siegte ' knapp mit 2:1. I : Der Fußballkampf Deutschland— i Frankreich, der für den 23. d. angesetzt war, wurde von französischer Seite untersagt, da dte Behörden Kunc^ebungen gegen Deutschland beWrchten. — Das 70.000 Zuschauer fassende Colombes-Stadion war fast völlig ausverkauft. : Einen neuen Weltrekord stellte der Italiener Taruffi auf, indem er mit seinem Gilera-Motor einen Stundendurch schnitt von 205 Kilometer erreichte. Er hilft sich. »Könnten Sie mir wohl zwanzig Pfennig leihen für die Straßenbahn?« — »Tut mir leid, aber ich habe nur ein Zweimarkstück bei mir.« — »Na, großartig! Da neh me ich ein Taxi.« ^Cleiaet Anteiget ¥tuiliitd§iiu Hallo k Hallo I Dauerwellen! Dann nur bei Drllevii, an der Rcichsbrückel Neueste Apparate! Rasieren nach amerikanischem System Stutzen. Solideste BedienunKl 2589 Blumenerde (Kompost) für die Gärten und Umsetzen der filumen zu haben bei Gärtnerei Ivan Jemec. Maribor« Preäernova ulica 3259 Gartenrosen» hohe, niedere, Kieiterrosen. 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Den Tag über wirkt er dämpfend, hemmend; am Abend und der Nachtzeit fällt dieser Reiz weg. Auch Angstzustände, Beklemmungen, Mißgefühle nehmen in den nächtlichen Stunden oftmals beängstigenden Umfang an, um sich t)elm Anzünden der Lampe oder gegen iVlorgen, wenn der Tag herandämmert, wesentlich zu verringern oder ganz zu verschwinden. Sicherlich kommt hier der hemmende Einfluß der durch die Beleuchtung des Raumes geschaffenen Sinneseindrücke in Betracht. In anderen Fällen wieder wirkt • die Dunkelheit nicht schmerzverstärkend, son frauenlosen schmerzlindernd, wie zum Beispiel bei Migräne. Es gilvt viele Patienten, die von ihrem Kopfschmerz nicht eher befreit werden, als bis sie das Zimmer voll- kommen verfinstern und jeden Lichtreiz ausschließen. Gerade bei nervösen Personen, deren Nervensystem zeitweilig überreizt und erschöpft ist, wirkt die völlige Ruhe der Sinne in einem stillen und dunklen Räume, und wenn nur eine Viertelstunde, oft ganz wunderbar. Hüdii h. Spritskrapfen. In eine Pfanne gibt man ein achtel Liter Wasser, 7 Dekagramm Butter oder Thea, etwas Salz u. läßt aufkochen. In das kochende Wasser werden 11 Dekagramm Mehl eingekocht, bis sich der Teig von der Kasserolle löst. Nach dem Erkalten werden nach u. nach 3 Eier eingearbeitet und sehr gut abgerührt. Man läßt den Teig eine halbe Stunde rasten. Inzwischen zerläßt man H kg Fett (Probe machen, ein Tropfen Wasser muß im heißen Fett zischen), dann spritzt man durch die Spritzkrapfenform die Mas se In das heiße Fett Dazu reicht man Himbeersaft h. Rlngtorte. 15 Dekagramm Zucker mit 7 Dottern flaumig rühren, 2^ Rippen Schokolade, auf Dunst erweicht, dazu-rflhren, 15 Dekagramm geriebene NOsse, 1 ganzes Päckchen Oetkers Vanllllnzuk-ker, vcwi 7 Klar den Schnee. : ApMsiiitiNcliilM kann man zum Rei-niigen der Badewannen, des Ausgusses und von EffltllgefäBeti verwenden. Gedenket der AntltaberfrakMenllffe) Oi^NKMOUNQ Für die mir zugekommenen Beweise warmer Anteilnahme an dem Verluste meiner innigst geliebten Gattin, Frau Agnes Leinlk sowie für die zahlreiche Beteiligung am Leichenbegängnisse, Kranz- und Blumenspenden, sowie dem Gesangverein »Enakost«, der Musikkapelle Schönherr, der Freiw. Feuerwehr, dem Sterbeverein Studenci und dem Bürgermeister Kaloh für die tiefempfundenen Worte am offenen Grabe dankt tief gerührt Studenci, 19. April 1939. Auguil leinlk nlen Sie Pnsse-Reooilerl- Wir suchen für die nns angescMoesenan Tage«, und Wocbeneeitungeo geeignete Damen und Herren als dauernde Mitarbeiter für Bericjiterstattung. Lieferung aktueller Lokalberichte md wichtige Ereignisse, Theater- u. Modeschiiderungeo, so-wie auch Kurzgeschichten. Reisebeschreibungen Erzählungen, Gedichte, ^ I^otoreportagen usw. zum Ausbau unseres Zeitungsdienstes. Ständiger guter Verdienst Zuschriften an CERCLE DE PRESSE, (Serv. 911), lOrue Pauquet. 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Und dennoch muß sie sich immer und immer wieder mit dem Jugendfreund befassen. Er sitzt ihr gegenüber, sein energisches, sonnenverbranntes Gesicht, das die frühere Blässe des Teints nur noch ahnen läßt, hat sich in den letzten Jahren merkwürdig eigenwillig geformt. Die fliehende Stirn ist breiter und höher geworden, scheint es ihr, der Mund klarer gezeichnet, ein bißchen ironisch und sehr sicher. Die braunen Augen liegen tiefer unter den Brauenbögen versteckt als früher. Schön ist Hanno Denker nicht, dazu ist dieses Oe sieht zu großzügig und charakteristisch angelegt — aber er sieht so gut aus, wie ein Mann nur irgend aussehen kann. Man beschäftigt sich gern mit diesem Gesicht; hier hat die Mischung deutschen und italienischen Blutes einen Typ hervorgebracht, der von den beiden Elternrassen nur Gutes mitbekam. Quitts und Hannos Alicen begegnen sich häufig bei diesem Abendessen, und das ist ganz und gar nicht Hannos Schuld allein. Major Petersen läßt die beiden jungen Leute den rrrößten Teil der Tischunterhal- tung allein bestreiten. Quitt ist harmlos genug, dahinter keine Absicht zu vermuten. Der Vater ist ja oft schweigsam, vor allem in seinen Rheumazelten — vielleicht plagt ihn das Bein heute abend wieder. Aber es schmeckt dem alten Herrn wenig stens, und er sieht auch ganz zufrieden aus. Die Laune scheint also nkht gelitten zu haben, »Hanno, du ißt aber wenigl Du bist wohl Besseres gewöhnt, du Oeklprotz du — was?« fragt Quitt über den Tisch, als er beim dritten Anbieten keinen Kartoffelsalat mehr nehmen will. Hanno lacht; jedem anderen Menschen außer Quitt hätte er einen solchen Scherz wohl Übel genommen. »Ach 'Gott, Quitt, laß mich doch bloß mit meinem Geld zufrieden. Einmal: so viel, wie du denkst, war es gar nicht Zweitens gibt es in Deutschland die prächtige Einrichtung der Erbschaftssteuer, die erkleckliche Prozente einkassierte. Und drittens betrachte Ich d-iese Erbschaft nur als einen Vorschuß für die Arbeit, die Ich in meinem Beruf jetzt noch zu leisten habe. Geschenkt neh me ich nichts vom Schicksal — nicht mal das Geld meines guten alten Großvaters.« So geht das Gespräch hin und her. Zwischen den beiden jungen Menschen beginnt sich allmählich eine schöne Atmosphäre der Gemeinsamkeit zu bilden. Sie sprechen vom Theater, von beider musikalischen Neigungen, von Büchern und vom Film. Ihre Ansichten gehen recht auseinander auf diesen Gebieten, aber jeder Ist duldsam und nachsichtig für die Meinung des anderen. Quitt hat e'ne stille und schöne Freude an diesem Gespräch sie fühlt sich fast ein wenig glQckllch, Beide sind zart und freundtich miteinander wie..., ja, wie zwei Menschen, die sich sehr gut sind. Nach Tisch nuB Vater Petereen auf einmal ganz wichtig einen Brief schreiben. Es ist ihm während des Essens eingefallen, und er bittet seinen Gast sehr um Entschuldigung. »Aber du bist ja morgen noch den ganzen Tag da, Hannote Der Vater zieht sich also hinter seinen Schreibtisch zurück, und Quitt und Hanno bleiben allein Im vi^ohnzimmer. Sie sprechen noch ein bißchen Ober Bücher; aber der junge Mann ist nicht sehr bei der Sache. Er geht, die Hände in den Taschen seiner gut geschnittenen Sporthose, im Zimmer auf und ab und bleibt dann plötzlich vor Quitt stehen, die sehr khige Dinge spricht Er sagt nichts, aber der Blick, mit dem er sie ansieht, erschreckt 9ie. Dieser Blick zerreißt mit einem Male die schöne, laue Freundschaftsatmosphäre, die während des Abendessens zwischen ihnen stand. Ein Mann sieht eine Frau ant Sie redet welter, wie gehetzt, um ihn nicht zu Worte kommen zu lassen; es ist auf einmal eine namenlose Angst in ihr vor dem, was Hanno Ihr nun sagen wird. Sie möchte aus dem Zimmer laufen, aber dr Blick läßt sie nicht k>6. Da wischt Hanno nHt einer Handbewegung all die klugen, dummen, wehrlosen Worte, die sre als Schutz vor sich auftürmt, beiseite. »Qulttl« sagt er, und noch einmal »Quitt!« Nun schweigt sie, aber Ihre Augen sind randvoll von Angst, die Pupillen sind so groß, daß fast alles Blau in Schwarz gewandelt erscheint. Die Uhr an der Wand tackt mit einem Male aufdringlich laut in die Stille, unten, fem in der Küche, klappert das Mädchen mit den Tellern beim Abwaschen. »Quitt, ich bitte dich..J QuHt, du mußt meine Frau werden 1« Sekie Stimme ist rauh; es soll eine fragende Bitte sein, aber es klingt wie ein Befehl. Quitt antwortet nicht, sie sitzt im Stuhl, totenstfll, nur Ihre schmalen Hände gleiten leise auf der Armlehne hin und her. »Quitt, ich Hebe dich schon so lange! Seit Ich denken kann, seit Ich dich kenne, Qtiltt! Du gehörst zu mir. Quitt, du bist die Frau, die ehizlge Frau, mit der ich glücklich werden kann. Quitt, Ich will gut zu dir sein, ich will dich lieben, wie ein Mensch nur den anderen lieben kann, wir wollen durch ein schOnes und reiches Leben gehen! Quitt, wir wollen sehr glücklich miteinander seln...I Quitt, wir..,!« Hanno spricht ohne Widerhall, kein Laut, Jetzt auch keine Bewegung mehr, gibt Ihm Antwort Er hat es sich leichter vorgestellt, um das geliebte Mädchen zu freien. Nun Ist es, wie wenn man eine feine, blasse Birke anfleht: Ach, neige dich herab zu mlrl Nun ist es, wie wenn man eine Wolke tHttet: 21eh nicht welter. bleib doch bei mirl Eine Welle am Strand einen leisen Windeshauch, wie kann man sie binden? Ltebe Meine Birke, Hebe ferne Wolke, Hebe Welle, Heber Wind — ach, sie verstehen ja unsere Sprache nicht. Er schwelgt. Nun Ist wieder so viel Stille Im Zimmer, vollgepackt ist die Luft mit Stille; es ist wie ein unerträglcher Druck. Da hebt Quitt den Kopf. Geliebtes Gesicht, wie bleich, wie müde, wie besiegt bist du! Die blassen Lippen öffnen sich... »Ja...!« sagt Quitt. »Ja, Hanno!« SECHSTES KAPITEL Die Nacht hat viele Stimmen, die der helle Tag nicht kennt. Und diese Stimmen werden im Augenblick wach, da Quitt sich zum Schlafen legen will. (Fortsetzung folgt.') Chefredaklcur und für die Redaktion vorantworliirh: HDO KASPER - Druck der „Mariborsko tiskarna" in Maribor. — Für den Herauifiebcr und den Druck' voranlwörtlich Direktor STANKO DETELA, — Beide wohohaTl in Maribort