Schnstleitnng: N»tH«»4gac^«l?n»<» Prei«» »»chl-t. tsw .Sratfchc Bachi« rrfchrtnt lebe» CnaMgnit ®»mtrt«loj »itrjtnl. «^NV»rt»ste»-»»«I, HO«,. Verwaltung: ««thauSgasse Str. S (Sijnit« Hau«.) Ve»vg»»r»iiguiM>: T>»rch tii Po« b^nge* t «,-N«lI»hri, ...IM !>I»d», . . .» tut K It-M > «njittu •«mJiWrl« . Sät 31II i mit Zustelln», ist (ult «««tuq . . . , K 1-1« MdWUlli . . . K !■— «wliJSSrin . . . . K r— öonjialirif) . . . . K ir— «an Hirtluit ntitrn st» Mc um 6i< höhne, 8«f«bam».ait »Alpenländisch, Handwerker-Zeitung^ enthält einen bem,rktn«w,Ntn Aufsatz au« der Feder de« Abg. Erb ($. Volk«p.). Wir rat* nehmen seinen sachkundigen Erfahrungen: »Die Vertagung de« Abgeordnetenhauses gibt die passend» Gelegenheit, einen Rückblick auf die parlamentarische Behandlung gewerblicher Fragen i« verflossenen Jahre zu werfen. Wenn man von der kürzlich zu« zweitenmale erfolgten Erledigung der neuen Hausiergesetzvorlage im Gewnbeau«. schufst absieht, einer Gesetzvorlage, die teilS durch »a« Herrenhau« und teil» durch die im Abgeord-netenHause zum Beschluß» erhobenen Bestimmungen für so viele bevorzugt, Gegenden leider gegen die Absichten und Beschlüsse de« Gewnbeau«schusse« bedenklich verschlechten wurde, ist da« Ergebni« diese« Jahre« nichi darnach angetan, nach irgend einer Richtung hin Zufriedenheit bei den »erbeireibenden zu erregen. Bon der Regierung geschah weiter nicht«, al« da« sie durch eine neue Lerordnung die seinerzeitige Verbesserung der A8 öS und 60 der Gewerbeordnung wieder der. schlechtere. Im GewerbeauSschuss» mühte man sich stundenlang ab, die Schädigung de« Gewerbe» stände« durch da« polnifcherseit« so heiß ersehnte Trunkenheil«gtsetz abzuwehren, in da« vom Herrenhause in so arg verschlechterter Fassung zu< rückgekvmmene Hausiergesetz wieder gewerbefreund. lichere Bestimmungen zu bringen und die Regie, rung zur Borlage gewerbefreundlicher Gesetze zu drängen. Die Hauptfrage der gewerblichen Ten. denzen, die Borlage einer neuen Gewerbeordnung, «urd» trotz unzähliger Vertröstungen und B»r. fprechungen der Regierung nicht erfüllt. Bei dieser Gelegenheit sei vor allem hervor-gehoben, daß e« die Ding« auf de» Kopf stellen heißt. wenn für die gehemmte Tätigkeit auf jedem Gebiete, also auch auf Gewerblichem, da« Abg». »rdnetenhau« verantwortlich gemacht wird. Immer klarer kommt e« auch zum Bewußtsein der breiten Schichten de« Volke«, wa« Einsichtsvoller, schon Mi, Donnerstag. 29. Aezemöer 1904 29. Iayrgang. Wintersonnenwende.*) Verschneiter Wald, vom Eilbertraum umsponnen. Die Opferfeuer fluten durch di, Nacht, E« qu'Qt da« Licht au« ferner Sterne Bronnen, Die Flamm,»scheide in die Täler kracht. Am Julblock feiert Knecht und Herr und Fraue, Au« blauem Kinderauge leuchtn Glück: D«r gute Balder mit der weißen Braue Kommt au« dem Helhtim in die Welt zurück! E« streicht ein Brausen durch die Tannenäste. . Horch, wie der Wind die weißen Wipfel biegt: Die Götter kommen alle zu dem Feste Und Wotan« dunkelblauer Mantel fliegt. Die lichte Perchta auch und ihre Zwerge Zu allen braven Spinnerinnen gehn Und dort an j»nem schneeverhüllien Berge Läßt Holla ihre weißen Federn wehn. *) Au« bei gemütStiefen jungtirolischen Dichter« Anton R t n l vortrefflichen Sonnwendbuche, das in diesem Jahre im Verlage de« Sonnwendfeier-AuSschuffe« zu Innsbruck erschienen ist. längst erkannten, daß von der Regierung und der ihr fast auSnahmlo« ergebenen Wiener Presse alle« getan wurde, um gegen da« Adgeordneienhau« zu Hetzen nnd zu schüren, um die Abgeordneten in Bausch und Bogen bei der Wählerschaft zu v»r-schwärzen, al« die nicht«nutz'gst»n Karnikel hinzu-stellen, welche die lamm«sromme, sür die Arbeit«» sähigkeit de« Abgeordnetenhaus,« so besorgte Regierung an den besten Taten für Gewerb,, Jndu. strie und Landwirtschan hindern. Die Mitglieder de« Gewtrbeau«schusse« im Abgrordnetenhause und mit ihnen viele andere Abgeordnete wissen nur zu gut. daß die heftigsten Gegner eine« im Sinne der Gewnbetag, zu beschließenden Gewerbegesetze« im Handelsministerium selbst sitzen, während der Gewerbeausschuß und da« Abgeordnetenhau« eine sehr große gewerdesreundliche Mehrheit haben. Die Regierung ist trotz alle« Drängen« und Pressen« bi« jetzt nicht zu bewegen, den Wünschen und Forderungen de« Gewerbestande« in entprechender Weise gerecht zu werden. Uebrigen« ist di« Mehr» heit d«« Adgeordneienhause« überzeugt, daß die Regierung überhaupt keine Sehnsucht nach einem arbeii«sähigen Abgeordnrttnhaus« im Herzen trägt. Da« n«u« Jahr wird n«ue B«w«lse sür dirs« nicht zu widerlegende Tatsache bringen. Nachdem mit dem § 14 da« Butgeiprovisorium erledigt sein wird, könnte die Regierung im Jänner durch die Einbringung »iner Rrihe von wiNschastlichen Gesetz vorlagen die Verhandlungen in Gang setzen. Vor allem wäre da« neue Gewerbegesetz soso« in der ersten Sitzung de« Hause« einzudringen. Kein«m Abgeordnrten dürfte «« «insallen. gegen d«ss«n Ver. Handlung zu obstruieren. Diesem könnte die aber» malig« Brratung de« Hausiergesetzk« folgen, nachdem da« Gewerbegesetz mit od,r ohn, nst, Lesung dem Grwei b«au«schusse zugewiesen worden wäre. Eine Reihe von Wohlfadn«gesetzen, darunter die Ber. beflerunß de« Unsall-VersicherungSgefetze«. sowie andere allgemein wichtige Gesetze, wi, da« Pr,ß. gesey, geben Arbeit in Hülle und Fülle Auch die Vorschläge der Regierung w,g,n d,r Alier«v,rsich«. rung könnte in irgend einer Form zur Debatte g». E« ruh, die Arbeit heule sür« Gesinde Und GotteSfiiede waltet weit und breit. U«d Sonnenräder liegen j-dem Kinde Und JdunSäpfel zum Gefch-nk bereit. Di» Liede leuch,«t au« drr Bäum« Zw,ig,n. Die Lichtg»burt vtikünd« Fest und Spiel. Und «iner neuen Schöpfung Lieder steigen In die Walhalla aus au» Yggdrasil. So war e« einst. — Ich will die Norne fragen. Die unter meinem Wynochibaume sitzt, Ob noch einmal au« alten Bald,r«tag,n Der Siege«schein da« d uische Volk duichblitzt. Ich beb' den Becher, trinke Heimaiminne. Am Mora«nb«rgt sich die Sonn« hebt. Und zu d«r lichiumlohten Felsenzjnne Der Wotan«zug in Siegelfreude schwebt. Siegfried und Armin, Alarich der Gothe, Der Rotbart, Luther, Go the sind im Flug, Ulf letzter Bitmarck will zum Morgenrot»: Ein weltdezwingender Germanen,ug! Dein Kanzler hat da« Won in« Herz geschrieben, Daß nur ein Gott de« Deutschen Kräite bricht- bracht werden, wenn di, Regierung wollte, daß etwa« für da« Volk g,sch»h». Ist einmal da« Ab. g»ordn»t»nhau« bri der Arbril, ungehind»rt durch die Maßnahme ter Regierung, bann wird e« schon vorwäN« gehen. Aber dazu gehört auch Zeit. Man könnte e« geradezu einen hinterhältigen Kniff der Regierung nennen, wenn sie da« Hau« aus zwei oder drei Wochen einberuft, dann ihm ein Bein stellt, um e« wieder nach Hause schicken zu können. Zeit für die parlamentarisch» Arbeit! Dann wird e« auch möglich sein, jene dringenden gewerb. lichen Gesetze zu fchafen, die für die so wichtige Erhaltung de« Gewerbestande« von größter B-deu» tung sind. Da« wird umsomrhr sicherer der Fall sein, al«, e« möjie hier nochmal« wiederholt werden, da« Adgeordneienhau« eine große Mehrheit von Mitgliedern besitzt, die für die Forderungen der G»werbttrtibtnd»n mi, aller Entscheidenheit ein. treten. Än Kämpfen mit der Regierung und mit dem Herrenhaus? w»rd e« dabei freilich nicht mangeln, aber endlich müssen alle sich mehrenden gtwerblichen Fragen auch parlamentarisch ang,pack, ro,rd,n trotz aller mächtigen Gegnerschaften. Wenn die Regi»,ung aufrichtig will, daß endlich einmal für da« Gewerbe gearbeitet w«rd«, so ließt die« in ihrer Macht. Da gibt e« keine stichhäliige AuSrede. Wir Abgeord-neten sind bereit dazu. Mög» im n»u»n Jadre die Regierung endlich ihr« Pflicht gegenüber dem Ge. werbestande tun, an un« Abgeordneten wird e« daran nicht fehlen, den Forderungen der Gewerbe, treibenden im Abg,ordnn,nhuus, d,n nötigen Nach, druck tatkräftigst zu g,b,n. Wenn sich dir Regi,rung für da« Tlurk,nh.it«g,s.tz so in« Zeug gelegt hat, wird sie vielleicht auch einmal kür ein bissereS Ge. werbegesetz den passenden Eifer btlomn.en'" Vom ostasiatischen Kriegsschauplatz. ?ort Frthnr. Am Kri,g«schauplatz, kam e« am 24. d. zu zw«i klein«« Scharmützeln. Die Ruhr b«r W«ih-nachl«s«ikr>agt scheint auch auf dem Kri,g«schau. platze keine besonder, Störung erlitten zu haben. Da« Reuterbure.iu meldet: Bon der Belageruna«. So lang dir dirie« Sch>ckfal«wort gedlieb«n. Du d«uischc« Balduivolt, verzage nicht! Anton Renl. Seltsame Mayrungsmittet. Unt«r Kul,urvölkern sind die Verschiedenartig, keiten de« Geschmack« nicht gar so groß. Möu»n sich auch zum Bei'piel Vegeiarier und Fleisch ss,r noch so arg beiehaen. gewiss, Ans-tauunp»n sind wohl allen Kuliurmenichen «emeiniam und deson-der« teilen all, mancherlei Vorurteil, g,g,n be» stimmte Nahiung«li>i,tel, di» adrr, wie ein Mit-arbeiter de« .Si.nnfic American- d,» längkren auesühn, eigentlich underechtigt sind. Der Kultur-menjch t»,de auf riese Weise einiger sehr schmackhafter „Leckerbiss n* verlustig So soll der beste Fisch in Kalifornien der Seesko p on sein, aber kein Mensch im Osten Amerikas mag diesen Fisch essen, und zwar nur wegen s«ine« unangen>hm,n Au sehen«. In Arizona suchen di» indiai.iichen Kind,r Amriien und essen sie mit großem Ver» gnüg.n und in M>xko ist die Honigame«je von den Eingeborenen »in s»hr gesuchler Leckerb'ssen; sie Geite 2 .gnttr«* *»«*><* Nummer 104 armee vor Port Arthur wird di« am 24. erfolgte Besetzung von Taliuchiatn« und d«r Fall sämtlicher vor der rechte« Flanke der Japaner gele« gen«n vorgeschobenen russischen Besestignngen ge-Meldet. Die J-paner haben sich nach heftigen Kämpfen in den Besitz der ganzen Höhen vom 203-Meter-Hügel biS Taliutiatung gesetzt. Die Russen leisteten heldenmütigen Widei stand und versuchten in verzweiselten Kämpsen einzelne Posi-tionen wieder zu erobern, mußim aber schließlich den Versuch ausgeben, da ihren ermüdeten Truppe« immer neue Bataillon« seiienl der Japaner ge» genüberaestelll wurden. Eämiliche Osfiziere der Außtnsort« sind verwundet oder gefallen. Et wird ein neuer Hauptsturm aus die Jnnesort» vorbe« reilet. Diese Meldungen klingen sehr unglaub» würdig da von stattgefundn«»« Kämpfen nicht» verlautet und e» nicht anzunehmen ist. daß die Russen kampflos Fort Taliuchiatun ausgegeben haben sollten. A»« mandschurischen Kriegsschauplätze. Der Korrespondent der „Birschewija Wiedo. mosti" telegraphiert aus Mulden vom Samstag: In der Ortschaf! Eiossi erschien eine «ngefähr 80V Mann starke Tschun«usenbande. Die zu deren Verfolgung entsendete Truppenabteilung halte mit derselben ein Scharmützel und schlug sie in di« Flucht. Di« Abteilung erbeuleie hieb« Pferd«, Rind«r, Schwein« und Schafe. Ein großer Teil unserer Soldaten ist gegenwärtig gegen die Strenge des Winter» geschützt, so daß der Krankenstand ein merklich geringerer ist al« in der ersten Zeit. Ein T«l«gram» de« General» Kuropatki« vom Samstag besagt: Die Japaner rrössn«t«n heul« bei Tagesanbruch auf der Straß« von Einlsmtin nach Kuanjeniin «in Feuer gegen unsere Feldwache beim D• stire Taipinlin. Dies« zog sich au» dem Defilee zürück, rückte jedoch nach dem Eintreffen von Verstärkungen neuerlich vor und besetzte wieder da« Defile« Taipinlin. Wir ver« kor«n ungefähr zwölf Mann; di« Verlust« der Japaner find jedoch beträchtlicher. politische Rundschau. Der niederöiterreichische Landtag zeigt un« immer wieder, wohin die Herrschaft der Christlichsozialen sührt. Die größi« Gemeinheit, di« gröbst« Gewalttat, da« sind di« W^ss-n. mit denen dies« Volk»d«glück«r kämpfen. In der Sitzung am 22. d. würd« währind d«r Red« des Abg. Seitz von der Gal«ri« hernnler da» Wort „Strolche^ gerufen; selbst dem Lanbmarschall. der doch gänz lich im Banne Geßmann» steht, war die« zu viel, so daß «r rief: »Ich kann da» unmöglich zugeben! Ich kann da» unmöglich dulden!• Al« dann Abg. v«itz sagte: „Ader. Herr Landmarschall. lassen Sie doch die Galerie räumen! E» ist bezeichnend, wa« für Element« von d«n Christlichsozialen auf die Galtri« g«führt werden l", da spielte d«t ««fernann d«n Beleidigt«,, schlug mn der Faust auf« Pult und schrie: „Elemente? Da« lassen wir un« nicht gesallenl Da« ist unrrhört! Da« »st eine Frechheit Während d«r Red« de« Abg. Völkl sagt« Bielohlawek: „Sir kriegen den Dackelorden!" essen aber nur den wohlgerundeien Hinlerleib Ja Südamerika ist die grofe« K^mmeidechse eine Delikatesse und die größeren Schlangen soll«n einen Geschmack haben, der an den der Hühnchen er« innert. Die gewöhnliche Klapperschlange gibl ein leck*?»« Wahl, wenn man nur da« dagegen ein-gewurzelt« Vorurteil überwinden kann. Ganz aben-teuerlich klingen un« die Schilderungen eine« chine-fischen Menu«; die Amerikaner hängen den Chinesen da« Schimpfwort „Raitenesser" aus, aber di« so Angegriffenen «rwidern ruhig, die Ratte wäre doch sehr sorgfältig in ihrer Toilette und säubere sich ständig, währtnd da» Schwtin, d»ss«n Fleisch di« Amerikaner so gern ess«n, sich mit Borlitb« im Schmutz wälze. Da» gewöhnliche Stinktier ist w»gen seiner Drüsen al» Nahrung»mitlel nicht be-liebt, aber sein Fleisch ist vorzüglich, wie dir Kenner versichern. Daß di« Insekten nicht «ehr al» Nahrungtmittel dienen, ist auch ein Vorurteil. H»u« schreck,» werde» von mehreren Stämmen im Westen Amerika» gegessen. Zerrieben bilden sie eine nahr-hafte und angenthme Speis«. Wenn Heuschrecken« schwärm« «infallen, sammeln die Indianer sie in Säcken, waschen sie sorgfältig und koche» si«. Da« merkwürdigste Nahruna»mitt«l ist wc>hrsch«inlich die Lt/n>e der in Kalifornien lebenden Wassernymphe. Diese« Infekt wird in solchen Mengen a« Lake und im selben Augenblicke hört« man im Saale ein kellen. Da« oeranlaßte den Abg. völkl zu dem Au«rufe:' „Brllt nur l Ihr benehmt Euch wie die Hunde!" Fast wäre e« darauf zur Rauferei ge-ommen. Der Disziplinarausschuß waltete in diese« Fall« sofort seine« Amt«« und schloß den Abg. Völkl von der Sitzung au«. Nach einer Rede de« Abg. Dr. Koli«ko pricht wied«r Abg. Seitz zur G«schäst«ordnung. Er erklärt da« Vorgehen de« Landmarschall« in An. gelegenheit der Verkündigung de« Urteil« d«S Disziplinarausschüsse« sür geschäft»ordnung»lvidrig. Da« Urteil d«S „famosen' Disziplinarausschusses dürste «rst in der nächsten Sitzung verkündrt werden. (Widerspruch bei den Christlichsoziale«.) Abg. Scheich er: „FamoSl »«»schließen! Disziplinarausschuß einberusen I" Abg. Lu«g«r (zum Landmarschall): .Den Disziplinarausschuß einberufen! Kurz«n Prozeß machen mit dem Seitz Abg. Seitz: „Ich bin ja erst einmal zur Ordnung gerufen worden!" (Rufe b«i drn Christlich» soziales: „Also lassen wir ihn lausen!') Dir Galerie ruft immer in drn Saal hrrunler, so z. B. während einer Red« Bielohlawek» inb«zug auf Abg. Sritz: „Ohrfeigen!' — Gegen die Galerie geschieht aber nichts. — Schlirßlich wird dir Vor« läge wegen Errichtung rines niederösterrrichischen Landrsl«hrrrsr«inars. vom Schuljahr 1905/0 an-grfangrn. angenommen. Staa'svehöröe und Hemeinderat. Wie die „Gr. M.P.* von verlrauenswürdiget Seil« er-fährt, soll an die in Frage kommenden Unterbe-hörden von der Slalihalterei ein Erlaß des In-hal>» herabgekommen sein, «s fei für Etaalsbeamte nicht empfehlenswert, sich um Gemeiaderatsmandate zu bewerben. Von jenen Siaalsbeamlen aber, di« bereit« Gem«inderäle sein, erwarte man. daß ste sich keinem der bestehenden Klubs anschließen werden. Hege« die aiederösterreiche Schutreform. Am 26. sand in L e o b e n eine von ver soziale demokratisch«» Arbeiterschaft veranstallete ^roß-Dimonstralion gegen die nikderöstep'tichüch« Schul-reform statt. Sowohl in Leo den al« auch in Judendorf ivurden massenhaft besucht« Volk«-Versammlung«» abgehalten, in welchen • Redner dir von d«n Christlichsozialen Wien» ge-machl« jüngste Schulgesrtzgebnng krilisierl«n und die Bedeutung der gegen dieselbe inszenierten Temon-stration klarl«gt«n. Um ll Uhr vormittag» zogen die Ttilnehmer an der Judendorfer Versammlung nach dem Leobener Haupiplatz. wo sie sich mit den Leobener Genossen zu einem riesige« Demonstration»« zuge vereinigte«. Die Menge zog in geschlossene« Reihen gegen das Hole! Gärner. wo die Delegierten der Brrgarb«ii«r-Union OesterrtichS ihr« B ratungen pflogen. Den Drl«gi«rten wurden Ovalionen da»-gebracht. GewerkschaslSsekrelär Ausobtky betont« di« Bed«utung d«r Demonstration«», di« sich gegen die Klerikalifierung der Schul« richt«, wi« man sie jetzt in N>ederöftt>r«ich durchzusührr« sich anschicke. Leider habe man da« Altentat auf die Schule nur teilweise abwenden könne«. Die Demonstration der Arbeiler-schast fei eine «rnst« Warnung an die Regierung und di« herrschende Partei Niederösterreich«, aber Mono gefunden, da« «« in Schwad«« an« Uf«r ci«n>asch«n und schefftlweise gesammelt wird. Die Indianer bringen die Larven auf Tücher und Ge-stelle, um si« in der Sonne trocknen zu lasten. Dann werden di« wurmähnlichrn Larven aufge-schlagen und rnthülst und sehen nun wie Rei« au«. Dir Indianer nenn«» da« so gtwonn««« Nahrung«-mittet „koo-chah-bee"; wie nahrhaft e« ist, sieht man daran, daß die Indianer bei dieser Kost dick und fett werde«. Am Trxcoco-See in Mexiko findet man eine von d«n Eingeborenen „ahuatl" genannt« Fliege, deren Eier gesammelt und gegessen werden. Die Fliege legt die Tier aus ein« am Chalco-See an-gebaute Ar« Schilfgra«. Diese« wird zu Bündeln gesa«««lt und in den Texcoco-See getan. Dann wird da« Schilfgra« geschlagen, die Eier werden gesam«elt und zu eine« Mehl gemahlen, da« auch .ahuatl' heißt und besonder« an Fasttagen ver-wendet wird; den« die Insekten oder Eier werden, da sie au« dem Wasser kommen, nicht al« Fleisch angesehen. Au» dem Mehl werde« kletne Kuchen gebacken, die ähnlich wie Kaviar schmecken. Auch die häßlich ansehenden Larven dienen unter dem Namen „puji" als Nahrung. Während sür den amerikanischen Geschmack der an der Küste de» Stillen Ozean« lebende große Teepolyp abstoßend auch ein Bew«i«, daß da«, wa« man in Ni«d«r-östrrrtich versucht, in St«i«rmark unmöglich wär«. Redn«r versicherte, daß die ganze Arbeiterschaft Oesterreich« einr« Sinne» mit den Leobener Ge-nossen sei und mit ihnen in den Ruf «instimm«: „Nieder mit den Pfaffe«, hoch die Sozialdemakrcuie!-(Stürmischer Beifall, Pfuirufe auf die Christlich« sozialen, aus Dr. v. Körber. Dr. Lueger und rufe: »Los von Rom!*) Da«« bewegte sich der Zug zum Haupiplatz zurstck. wo der Arbettergesangverein „Morgenröte* unter lebhasten Beifall den Sozial,-stenmarfch fang. Der Arbeiterführer Tuller erklärte dortfelbst in einer Ansprache, daß e» der sozial-demokratische» Arbeiterschaft zur Ehre gereiche, allein im Kampfe sür die freie Schule z« stehen. (Pfuirufe und Beifall.) Die Sozialdemokraten werde« diesen Kamps di« zum Aeußersten führen. (Ein Arbeiter ruft: „Militär und Psaffr« machen euch zu schaffe«. Psaffeu und Militär mache» den Bentel leni') Nach «in«m Umzug durch di« Slraßen der Stadt zerstreut«» sich die Demonstranten in vollster Ruhe. A« der Delegiertenoersammlung der Bergarb«it«r nahm«« di« Rkich«tag»abgeordntt«n Schröder und Singer au« Deutschland und der ehemalige abge-ordnete Dr. Verkauf teil. Gewaltakte in Alugarn. Die vereinigte Opposition veröffentlichte am 22. d. ein Manifest, in dem sie mitteilt, daß die von Graf Zuliu« An-drassy eingeleiteten Kompromißversuche an dem Widerstande Tilza« gescheitert seien. Die Opposi-tion habe sich zur Annahme einer die technische Obstruknon ausschließenden Hausordnung bereit er« klärt, aber vorher die Durchführung der Wahl-resorm und den Rücktritt TiSza» und Perczel» ver« laugt. Die» habe Ti»za rundweg abgelehnt. z>ie Ileberreste 'Kakoczys. Der Sultan ha» laut kürzlich ersolgter Meldung au» Konstantinopel infolge der Schritte der oesterr.-ung. Botschaft einen Jrad6 erlassen, welcher die Erlaubnis zur Ueber-sührmtg der Reste Rakoc^zy« und seiner Genossen erteilt. Die U«b«rsührung wird im Frühjahr er-folgen. Äus Stadt und iland. giftet Hemeiuderat. Am Freitag den 30. d. M. um 5 Uhr nach-mittag» findet eine außerordentlich« öff«rtliche Ge-meindeautfchuß-Sitzung stall, deren Tagesordnung der Bericht de» Finanz. Ausschusse« über den Voranschlag 1905 bildet. 7erso«aütachrichl. Der Vorstand der hiesigen Ingenieur - Sektion der Südbahn Herr Ober» kommissär Johann Mohr wurde zu« Inspektor ernannt. AeujaHrs-Kutheiluttgskurteu. Enthebung», karten zu Gunsten de» städtischen Ar«enfonue» haben weiter» gelöst: Frau Wilhelmine Wallaad 4 X, Frau D. Tisch 2. Herr Anion Gajiek 3, Frau Anna Gajöek 3, Frau Helene Skoberne 4, Herr General Killiche» 4. Familie Gust. Schmidl 3, Herr Josef und Frau Therese Rebeuschek ö, Fa-milie Rakusch 10. Herr Josef König 10. Frau Corina Seybolt 2, Herr Dr. Rudolf Sadnik und Frau 4. Herr Karl Ferje« und Frau 4 X. wirkt, gilt er in Italien. Frankreich und Portugal für eine Delikatesse. Set« Fleisch ist zart und weiß wie Hühnerfleisch; er schmeckt etwa wie Kr,bbe«. Der Gegensatz zwischen dem Geschmack de» Amen-kanerS und dem de« Chinese« macht sich oft in den Chinesenoierteln amerikanischer Städte bemerkbar, wenn dort al« Leckerbissen au«geboten wird, wovon der Amerikaner sich voll Cckel abwendet. Der Chi-nese vertäust Eier von undefinierbarem Alter; b«-sonder« Enteneier entHallen oft Junge, die fast au«, kri'chen könnte«. Die Nachfrage «ach zähe« Haifisch, flösse« ist groß; in Bildung begriffene Hörner vom Wild u. d verschiedene Arten Eidechste« werden vern gegessen. Da« Schwalbennest ist fast fein Gewicht im Gelde wert, und auch der äußerst zähe Trepang dient al« Speise. Da« Sammeln de« Trepang« ist eine bedeutende Industrie an der malayischen Küste, deren Wert auf wenigsten« 400.000 Mark jährlich geschätzt wird. Auch ver-schiedene Seeigel werden gegessen; man kocht sie wie Eier in der Schale und ißt sie mit dem Löffel. Manche Inder halten Erdwürmer für Leckerbissen: sie werden getrocknet und in einem besondere« Mehl zusammengerollt. I« Bahama und Florida ißt «a« ganz zähe Muscheln, dfe erst zerstoßen werd« müssen, damit sie zerkaut werden könne». Nummer 104 tteln uno Geld beschenkt. Von Seiie de« Armenrate« der Stadt Cilli wurden 210 Parteien vor den Feiertagen au«giebige Unterstützungen zuteil, 43 Personen wurden mit Kleidung. 142 mit Brenn. maleriaUen und Leben«mitteln und 18 mit Selb bedacht. Die Brteilung erfolgte ohne Rücksicht auf die He>mat»angehöri..k«it; daß die Bemlung so reichlich au«sallen konnte, ist vor allem auch dem milden, wohltätigen Sinne edler Spender, wie der Gewerkschaft Ostrau, Bohemia, der Herren Sonnenberg (Deuischental). Lapp (Wöllan). Fran Lenko (St. Peter), der Cillier Stadt» wühle ic« zu danken. Ihnen allen sei an dieser Stelle im Namen der Armen der wärmste Dank gesagt. — Durch den „Katholischen Frauenoerein" wurde bei einer Christbaums«»! edenfall« eine größere Zahl armer reichlich beschenk». Khristbuumfeier i« Aralieuyau/e. Auch den armen Kleinen unsere« Krankenhaus««' wurde am heiligen Abend durch mildtätige Spenden eine kleine Freude bereitet. Ungefähr 20 recht arme Kinver vom Lande scharten sich freudenstrahlend um den schönen, von den deutschen Handel«angestellten dem Krankenhaus« übermittelten Christbaum und wurden mit Kleidung«stückea und Bäckereien reichlich be» fchenkt. Allen edlen Wohltätern, »«besondere der deutschen Kausmannschast sei hiemit im Namen der armen Kleinen der herzlichste Dank gesagt. Aerei» „Deutsche« Stadeuteußet«". Die ordentliche Generaloerjammlung sür da« Verein«» jähr 1903j04 fand am 22. t>. um halb 7 Uhr Abend« statt. Der Obmann, Herr Lande«gericht«. rat Ad. Kotzian begrüßte di« Erschienenen und erstattete den Rechenschasttbericht. Wir entnehmen ihm folgen?««: Die Zahl der Vlr-tn«mitgliet»«r hat sich erfreulicherweise gemehrt, dagegen haben die spenden gegenüber de« Vorjahre abgenommen. Di« Zahl d«r Zögling« ist i« Schuljahr« 1904|05 auf 80 g«stikgeu, von denen freilich nur di« Hälste den vollen Pension«be«rag leistet. Der Ausfall wird durch Spenden und durch di« B«iträg« der Mitglieder gedeckt. Die Aufgaben, die bei Grün» dung de« Vereine« maßgebend gewesen wäre», wurde» oo» Seite de« Au«schusse« nicht außer Acht gelassen. Schon in nächster Zeit wird der Verein für NeuhersteUnngen und Ergänzungen größere Bei» träge benötigen; die Berein«mitglieder mögen daher in ihrem Siser für die gute Sache nicht erlahmen. Di« inneren Verhältnisse der Anstalt und die Stu» dienerfolge sind zufri«dtnsttll«nd; haben doch i« N9,»tr*« p«*t" Schuljahre 1903 04 91-78 Prozent ver Zögling« da« L«rnzi«l erreicht. Die Leistungen der Zöglinge im slovenischen Hau«kurse sind anzuerkennen. Dem Leiter, Herrn Prof. Duffek, gebührt sür die Lösung ber erziehlichen Aufgabe der volle Dank der VereinSmitglieder. nicht weniger dessen Gattin sür die stet« musterhafte Führung der Wirtschaft. Im Zahre 1906 wird die Anstalt die Feier ihre« zehnjährigen Bestände« begehen; e« soll getrachtet werden, sie bi« dahin nicht nur in ihrem gegen» wältigen Stande zu erhalten, sondern auch weiier» hin auszubauen. Hieraus erstattete der Zahlmeister Herr Viktor Schwab den Kassabericht, der ein vollständige« und sehr Narr« Bild über di« g«saml« G«ldg«bahrung im abgelaufenen Jahre gitt. Die ?ücher waren von den Revisoren, den Herren König und Pallo«, geprüft und für richtig befunden worden. Der L«it«r der Anstalt, Herr Professor Duffek, gibt w ssen«werte Einzelh«it«n über die Heimat der Zögling«, d«r«n Zahlungen, über ihr« Teilnahm« am Unurrichte in d«r slovenischen Spracht und über die gesundheitlichen Verhältnisse in der Anstalt. Hiebei gedenkt er mit Worten de« Danke« de« untigtnnützigtn, stet« hilf«» bereite» Wirken« de« Anstali«arzte« Herrn Dr. I e f e n k o, in die di« Versammlung einstimmt. Nachdem der Obmann für du vom Au«schusse br« schlösse»« GebaltSerhöoung de« Leiter«, der dasür anderweitige Opfer gebracht hat und die auch durch die namhafte Vermehrung feiner Arbeit«leistu»g gerechtfertigt erschien, die Bestätigung der Haupt« Versammlung eingeholt, ergreift Herr Bürgermeister Jnliu« R a k u s ch da« Wort, um feine Befriedi» gung über da« in der Versammlung Gehörte au«» zusprechen und er drückt insbesondere dem Obmanne und dem Zahlmeister, der seine umfangreiche Arbeit mit größter Sorgfalt und Hingebung leiste, den Dank der deutschen Stadt Cilll au«. Die Worte de« Herrn Bürgermeister« wurde» von den A»we-sende» mit Btifall begleitet. Endlich drückt« d«r Obmann allen edlen Spender», namentlich dem deutschen Schulvereint,' den Dank der Vollver-lammlung au« und schließt, d, sich niemand «ehr zu« Worte «eldet, die Sitzung. Aertuud deutscher Kochschnler giffis. Ton« ner«tag den 29. d. sinvet ein ordentlicher Verband«, abend statt. Ort: Hotel „Stadt Wien". Zeit 3 halb Uhr. Alle Mitglieder werden freundlichst um ihr Erscheinen ersucht. Die Proben für die komische Oper werden eifrig abgehalten und verspricht die Aufführung großen Erfolg zu erzielen. Hßx Kett durch die Welt. Am 24. d. traf hier ein Weltreisender ei», dessen man sich hier, gewiß noch erinnern wird, e« ist die« Herr Otto ft a m p I e t h, der am 28. Juli vorigen Jahre« von Graz abfuhr nnd welchen nach fast anderthalbjähriger Wanderung da« Heimweh sür kurze Zeit nach Cilli zog. Au« dem von Herrn Otto Kampleth vorgelegten Buche ist zu ei sehen, daß derselbe bereit« Oesterreich, die Schweiz, Frankreich, Spanien und Italien bereiste, wo man ihm überall Sympathien entgegenbrachte, wie au« den dortigen Zeitung«berichten zu ersehen ist. In einer der nächsten Nummern hoffe» wir einge-hendere Schilderungen seiner Reise geben zu können. S?k»esterfeier. Der Gehilsenau«sch«ß der Fleischhauer- und Selchergenossenfchaft veranstaltet am 30. d. im Hotel „Post" eine Sylvesterseier mit Juxbestverteilung und Tanz. Di« Musik besorgt die St. Mareiner-Etreichkapelle. 7oß$Mfs6eamte. Der Zudrang von An» Wärtern aus Posth,lf«beamtenstellen war Heuer im Bezirke der Erazer Postdirektion ein derartiger, daß sich die hiesige Postdirektion bemüssigt sah. außer den Lehrkurfen in Graz und Klagensurt noch einen solchen in Marburg einzurichten. Ob und nelch« Kandidaten zu Den Lehrkursen zuge» lassen werden, wird die Beschreibung über deren Eignung geben, die die Postämter erster, b«zi«. hung«weise zweiter Klasse, bei denen dir Kandi» daien dermalen in praktischer V«rw«ndung stehen, erstatt«« werden. Di« Lehrkurse, dir drri Monat« dauern, beginnen mit Neujahr am Sitze der be» treffenden Hauptpost» und Telegraphenämter, be. neife der Postdirektion. I» Graz dürsten 65, in Klagensurt 30 und in Marburg beiläufig 20 Kandidaten männlichen und weibliche« G«. schlechte« zugelassen werden. Tozente« find i» Graz die Poftoffiziale Franz Meltzer und Her» mann Haa«, in Klagenfurt di« Poftoffiziale Ludwig Budefchin«ky und Franz v. Lichem. Die Oberleitung der Kurs« im allgemeine« führt da« Departement für da« Landpostwesen der Post» direktion (Vorstand Postrat Suttner v. Erenwin). Seite 3 Eine Neuerung von «inschn«idender Wichtigkeit wird die sein, daß all« Kandidaten beim Tel«» graphrnapparate zu Gehörlefern herangebildet werden. Deutscher Schutuerei». I« der Sitzung de« engere« Ausschusse« am 21. d. wurde dem Bezirk«« au«schuß Graz, der Bezirktvkrtrrtung Frirdland, d«r GtMtind« Ob«rh«inzendorf, der Sparkasse in Herzogenburg. dem Deutsch-Oesterr. Alpenverein, «kad. Sektion Wien und Herrn Zapfe, Wien, sür gewidmete Beiträge-und Spenden, serner den Ort«gruppen Deutsch-Land«berg, Heiner«dorf, Lo-bositz, Marienbad und Wie» XIX. für Erträge an Veranstaltungen und sonstige Zusendungen der ge-ziemende Dank »»«gesprochen. Der Schule in Brannbusch wurde ein Schulgeldpauschale bewilligt, dem Kindergarten in Rokitnitz ein Erhaltung«dei. trag gewährt. Dann erstattete der Wanderlehrer Nowotny Bericht über seine Besuche von Nikol«-bürg und Ei«grub. Deutsche Wehrschatzmarlle. Die von der lithographischen Anstalt de« August Matthey dem Vereine Südmark gespendete deutsche Wehrichatz-marke ist in schöner Au«sührung herau«gekomme» und in der Vereintkanzlei (Graz, Herrengosse Nr. 3), da« Stück um zwei Heller, nur gegen Nachnahme oder sofortige Bezahlung erhältlich. Die Marke zeigt im runden Schilde eine« germa-«ifchen Recke« in voller Kampsrüstung mit der Umschrift : Deutscher Wehrschatz Südmark. Die erste völkische Marke ist die finnische Trauermarke, die im Jahre 1899 herau«kam. Sie wird noch heute in Finnland auf jedem Briefe, jeder Ein-ladung und jeder Rechnung verwendet. So wie e« dieses kleine Volk tut, foll»n auch wir es halte«, offen uns als Deuilche bekenne« und zu-gleich unser Scherfiei« zur Erhaltung deS bedrohte» VolkStumS an der Sprachgrenze beitragen. Zustchtsliurteu «ts prukjacheu. Da» Ver» ordnungsvlatt ber k. k. Post» und Telegraphen« Direktion sür Sieiermark und Kärnirn, Nr. 33, berichtet: Es würd« die Wahrnehmung gemacht, daß in lttzterer Zeit seitens der Postämter häufig Ansichtskarten, die mit der Ueberschrist „Druckmche" versehen und mit 3 Heller markiert sind, trotzdem diese Karte« sür Drucksachen unzuläjsie Zu'ätzt, wie „Best« Grüßt", „Heil" ic. enthielten, angenommen und weiierdefördert wurden. Die k. k. Postämter werde« daher zur künftige« genaue« Beachtung «euerdingS aufmerksam gemacht, daß mit 3 Heller frankierte und für Drucksachen unzulässige Zusätze enthaltende Ansichtskarten, auf welchen nach Durch» streichung der Bezeichnung „Korrespondenzkarte" da« Wort „Drucksacht" angebracht ist, von der Be» förderung ausgeschlossen sind. Solche Karten sind womöglich den Aufgebern zurückzustellen und diese über den Grund der Nichibeföroerung aufzuklären. Ansichi«karien ohne Titelüderschrift oder mit der Bezeichnung „Korrespondenzkarte" sind jedoch, wenn sie «it 3 Heller frankiert sind und Begrüßungen oder Mitteilungen enthalte» im inländische» Ver» kehre al« ungenügend frankierte Korrespondenzkarten zu behandeln und mit dem koppelte« Betrage de« fehlende» Porioteile« zu belege«. Im internatio» »alen Verkehre sind hingegen derartige Ansichi«. karte« ohne Titelüberschrist al« ungenügend sran» kierte Briefe zu taxieren. Z>ie Maröurger Kheotogeu find unter die Anleger gegangen. Die Alumnen der Mar» bürget theologischen Lehranstalt richten in der Nummer 103 der „Südsteierischen Presse" an mehrere Herren in Unterst«iermark die recht ein» dringliche Bitte, sie möchte« doch den Betrag von 3 K sür da« ihnen zugeschickte, von den Mar» burger Theologen gemeinsam mit den übrige« slov. Theologe« herau«gegebene Werk ,Za rosnico' einsendtn. Da« Wtik, an dt« so vitle Verfasser arbeiten scheint wenig zu ziehe« und die geistlichen Herrrn Verleger müssen ei« fa lechte« Geschäft machen, den« sonst würden sie nicht .recht herz« lich" bitten. Kuirach lei Nömerbad. (Versteigerung.) Aus Betreiben de« AerarS findet bei dem Bezirks-gerichte in Tüffer am 14. Jänner 1905 die Ver-steigerung der auf 30.418 K 46 h geschätzten Pa« pierfadrit Gairach statt. Da« Zubehör ist auf 10.930 K geschätzt. Kindisch - Aeistritz. (W e i h n a ch t«f e st.) Am Donner«iag fand im Hiefi^en, vom Deutsche« Schulvereine erhaltene« Kindergarten die Weih-nacht«seier statt. Trotz de« schwachen Besuche« war die Stimmung eine gehobene und eine weihevolle. Ein hoher, prächtig geschmückier Weihnachttbaum gierte den Hintergrund. Eröffn.» wurde da» Fest du,ch ein Marschliedchen der Kleinen, dem sich da« Seite 4 Weihnacht«lied „Leise hört man Flügel rauschen" und ein Begrüßung«gedicht an die Gäste anreihten. Diese, sowie die solgenden Vorführungen: „Wir steinen Mädchen, ein», zwei, drei", »Der Winter*, „Da« Ehristkindspiel*, „Da« Kuchenbacken* und da« Schlußliedchen „O liebes Christkindlem* wurde von den Anwesenden mit viele« Beifalle aufge» nommen. Nach DankeSworten der Kindergärtnerin, de« Fräulein« Ottilie Osimitsch, für den ehrenden Besuch und die vielen namhaften Spenden zur Ab« Haltung de« Feste« ergriff der Bürgermeister und Landtag«abgeordnete Herr Albert Enger da« Wort, um der Kindergärtnerin, die einer hochachtbaren Windrfch-Feistritzer Familie entstammt und seit Oktober an der Anstalt tätig ist, für ihren großen Fleiß, Eiser und die Mühe zu danken und sie zu idren fchönen Erfolgen besten« zu beglückwünschen. Mit der Verteilung von Spielsachen und Backwerk endete die schöne Feier, die den Kindern manch« angenehme Ueberraschung brachte, den Gästen aber eine heitere, frohe Stunde bereitete. «jichtenwald. (Au»grabungen in U r a n j e) Die Zentralkommission sür Kunst« und historische Denkmale in Wien beschloß in ihrer legten Sitzung, zum Zwecke der Fortsetzung der Au«« grabungen in Uranje duich den Herrn Konservator Emanuel R i e d l eine Subvention von 200 X zu bewilligen. Lnttenberg (Tod in der Mühle.) Am 17, d. ging der beim Grundbesitzer Anton Hraöo« vec in Prezentinzen al« Müller beschäftigte Vinzenz Vikar in da« dortige Gasthau« de« Jakob Ko» roßak, wo er bi» spät ab»nd« zechie. Gegen 10 Uhr abend« verließ er da« Gasthau« und ging in di» am Stainzbach liegende Mühle angeblich schlafen. Am 18. d früh wurde Vicar durch fei-nen Bruder Martin bei der Mühle zwischen einem Mühlrad und der Wasserrinnt eingeklemmt tot aufgefunden. Wie erhoben, hat der Verunglückte in betrunkenem Zustand die Wasservorrichtung mit einer hölzernen Stange geöffnet, wobei dieselbe ab-brach und er aus da« bereit« im Gange befindliche Mühlrad fiel. Eine strafbare Handlung erscheint autgeschlossen. Warburg. (Konkur ».) Da« Kreitgericht Marbur. hat vie Eiöffnung de« Konkurs-« über dat Vt'mögen bet Acihur Vusc > c, gewesenen Verwalter« in Radein. nunmehr flüchtig und un-bekannten Aufenthalte», bewilligt. Marburg- (Vom Eilzug überfahren.) Der Bahnoberdauarbeiter M. K i.d r i c. der bei der neuen Sueckenlegung Klagenfurt bischästig war, fuhr zu den Feiertagen nach Nußborf bei Kranichtseld, wo er frin Heim hatte. Er benutzte in der Nacht den Postzug Nr. 8 und ging dann von der Station Kranichtfeld auf dem Bahnkörper zu leiner nahe gelegenen Heimstätte. Wahrscheinlich wich er einem von Marburg kommenden Zuge auf da» rechte Geleise au«, übersah aber, daß ihm der Triester Eilzug I d unmittelbar im Rücken folgte. Nun stieß, so muß man annehmen, d«e Maschine den Un-glücklichen nach vorne, so daß die rechte Seite feine« Körper» unter die Maschine kam, denn der rechte Fuß und die rechte Hand waren vollständig zertrümmert und der Brustkorb eingedrückt. Trotz dieser unbedingt tödlichen Verletzungen muß der Mann noch einige Zeit gelebt haben, da die Spuren daraus hindeuteten, daß er sich über den Bahnkörper und ziemlich hohen Skarpe dinunterwalzte, dann wieder hinauf wollte; denn die Leiche lag den Bahn« dämm aufwärt«. Kirchengänger fanden morgen« den verstümmelten Leichnam im Gebüsche, woraus die Station Kranich«feld von dem Unfälle ver-ständigt wurde. Nach den nötigen Erhebungen wurde die Uebeiführung ver Leiche in die Toien« kammer Schleinitz angeordnet. ?etta«. (FrauElly Stärk al«Gast.) Au« P e t t a u wird un« unterm 27. geschrieben: Wenn der Theaterzettel diese Ankündigung enthält, freuen sich die Freunde echter r '.rstellung«kunst aus den Brettern, welche die Welt b deuten. Frau Elly Stärk scheint unser Siadttheater lieb gewonnen zu haben und wir sind ihr dankbar dafür, denn mag auch die jeweilige Saison ein gut geschulte Schau-spielergesellschast bringen, .in allen Fächern kann niemand Meister sein und e« liegt schon in der Natur solcher Gesellschaften, oie „alle« spielen »Assen*, daß sich innerhalb derselben der Einzelne in einem bestimmten Rollenfache nicht zum Meister entwickeln kann. Da;« manuell <« ihm an Zeit unk> wohl auch an Gelegenheit. Da« „vielköpfige Unge-Heuer Publikum* will Abwech«lung; e« begnügt sich oft mit sehr zweifelhafter Kost, aber auf Ab-wechlung verzichtet e« nicht; lieber aus Güte und Dualität bet Gebotenen Zum Glückt für die ganze dramatische Dichtkunst gibt e« aber noch immer Freunde einer besonder« exquisiten Tafel und diese verzichten gerne aus Abwechslung bei mäßigen Preisen. „Die rote Robe" mit Frau Elly Stärk al« „Aanetta" war ein Abend für Gourmand« und sie kamen auf ihre Rechnung, umsomehr, al» sich Herr Kovac« al« Pierre vortrefflich neben der Gattin hielt. Wer da« fehlende Publikum mitver« schuldete, ist schwer oder eigentlich nnschwer zu sagen. Man veranstaltet kein Gastspiel, wenn, wie voraus« zusehen war, die „Weihnacht«s»i»r im deutschen Mädchenheim* allein mindesten« ein Halbhundert Theaterbesucher für den Abtnd festlegt und eine zweit» Versammlung manchem da« Erscheinen im Theater unmöglich macht. Pflicht g»ht vor Ver-gnügen, auch wenn diese« einen seltenen Genuß verspricht. Damit sollte gerechnet werden, weil Pettau keine Großstadt ist, wo man ein paar Dutzend fehlender Theaterbesucher nicht spürt! ?ettav. (Archöologischer Fund am O b e r t a n n.) Im Frühjahre 1903 wurve auf der Wiese de« Herrn Johann Versii am Oberrann Parzelle 338/1 anläßlich der Grabung eine« Loche» sür einen Zaun ein gelblicher Kalkstein in der be« kannten römischen Altarform gesunden. Derselbe ist Im 10 cm hoch und die Inschrift ist leider bi« auf wtnigt Buchstaben unleserlich. Die vergangene Woche ließ nun der Pettauer Musealverein dort« selbst ein» Probegradung vornehmen und gleich am ersten Tage der Grabung wurde in unmittelbarer Nähe der Fundstelle de« ersten Steine« «in zweiter, jedoch besser erhaltener, von gleicher Form und Höhe, ebenfal« au« sogenanntem Barbarastein, an« Tapelicht gesörbert. Die zwölfzeilige Inschrift auf diesem ist zum Teile noch erhalten. Auffallend ist e«, daß beide Steine mitten im Jnfchrisitfelde eine Vertiefung haben. Trotz mehrerer Probetanäle in nächster Umgebung der Fundstellen wurde bi« auf zwei kleine römische Kupfermünzen au« dem 4. Jahr-hundert» n. Chr. nichi« vorgefunden, wa« die Be« deuiung der Steine erklären könnte. Die beiden Funtftücke wurden in« Lapidarium de« Pettauer Museum« überführt. ?ettan (Marktbericht.) Vieh« und Schweirumarkt am 21. Dezember 1904: Ausge» trieben wurden 56 Stück Pserde, 412 Stück Rinder und 223 Stück Schweine, alle« schöne deutlche Rasse, zum giößten Teile au« der Pettauer Umgebung stammend. Preise im Verhält» sse zur guten War» sehr billig und wurde dah»r auch alle« glattweg ve kaust. — Fleisch« und Speckmarkt (Specharen) am 23. DezeMber 1804: Der Markt war seilen« der Speckdauern sehr gut besucht un» hätte auch, obwohl ziemlich viele fremde Käufer am Platze waren, einer größeren Nachfrage Stand gehalten. Geboten wurde nur Primaware. Prei«lagen: Piima Speck (ohne Schwarte) X HO bi« 1 24, Schmer 1 24 bi« 1 34, Schinken 1'— bi« 1 08, Schulter 0 90 bi« 1'—, Rücken.Fifchfleisch 1'40 bi« 1 60, Wurstfleisch 1'— bi« 1'20 K. — Nächster Schweinemartt am 28. Dezember 1904, näch« ster Vieh« und Schweiaemarkt am 4. Jänner 1905. Fleisch« und Speckmarkt jeden Freitag. Eine f»hr r»ge Beschickung ist vorau«sichllich und Privaten:c. s«dr zu «mpfrhltn. Autkünsie erteilt bereitwilligst da« städtische Marktkommissariat. Aohitsch (K u r k a f f e e h a u «.) Der Lan« d»«au«schuß hat in feiner letzten Sitzung am21. be« schlössen, da« Kurkaffeehau« und die damit oerbun« den« Zucktrbäckkrei in Rohiisch-Sauerbrunn für «ine Reihe von Jahren an Herrn Karl Tänzer zu verpachten. Der Pachtvertrag beginnt mit 15. Mai 1905. Herr Tänzer, al« Besitzer de« Caf6 „Kai-srrhoi" den Grazern längst b»ft»n« bekannt, ist »nt« schlossen, da« Rohitscher Kasseehau« völlig neu ein-zurichten, mit neuem Service, neuer Wäsche und neutn Billard« zu vtrfehen und im modernsten Stile zu führen. Er wird da« Geschäft gemeinsam mit seiner Gattin Frau Katharina Tanzer sühren. Hlshitsch Sanerbrniin. (Die Chr istbe« scherung an verdeutschen Privat-schule) sand am 24. d. im Schulgebäude statt. Dazu hatten sich eingefund'N der Schulau«schuß sür diese Schule mit dem Obmanne Herrn Sani-«ät»rat Dr. Joses Hoisel au« Graz und viele Schul- und Kindersreunde. Die vorgetragenen Lieder und stimmungsvollen Gedichte der Kinder sanden allgemeinen Beifall. Sanität«rat Dr. Josef Hoifel erörterte in längerer Autführung die Bedeutung der Christbaums«» in nationaler Hinsicht. Ober-lebrer Herr Franz Janisch dankte namen« der Schuljugend dem Schulautschusse sür dessen Mühe« waltung. sowie ollen Gönnern, die durch ihr» Spenden dies»« schön« Fest ermöglichten. Zur Verteilung gelangten sür 97 Schüler v«rschi«denr Kleidung»« Nummer 104 stücke. Bücher u. s. w. fo wie von hiesigen Frauen in reichem Maße gespendete« Backwerk. KrifaU. (Uebersrtzung.) ?«r Direktor de« Trifaller Kohlenbergwerke». Herr I. Drafch, wurde zu« Werke in Gottschee übersetzt und an seine Stelle Herr Teuschert, zuletzt in Ungarn, berufen. Vermischtes. Ki« wanderndes Moor. In der Grafschaft Ro«co««on in Irland hat sich ein «ehrer« Qua« dratkilometer große« Moor bei dem Dorfe Clovn-shiver in Bewegung gesetzt. Fast da« ganze Dorf ist verfchwunden. Die Wanderung begann a« Sa««tag und schritt bi» Sonntag u« eine halb» Meile vor. Die Bewohner der vom Moor ver-fchlungenrn Hütten sind entsetzt geflohen. Viele sind obdachlos. Die Behörden haben schleunigst Abzug»-kanäle herstellen lassen, u« di« Bewegung auszuhalten. Alsmarck «ad Keine. In der Leben«be-schreidung der Kaiserin Elisabeth von Klara Tschudi heißt e« auf Seite 136 der Rekla«-Au«gabe wörtlich. nachdem vorher von der Verehrung der Kai-serin für Heine die Rede war: „Sie wünschte, seinem (Heine«) Gedächtnisse öffentlich ein« Huldi« gung darzubringen. E« bildete sich »in Komm« zu dem Zwecke, ih« in »iner deutschen Stadt ein Standbild zu »rricht»n. Der Plan befand sich auf de« besten Wege, zur Autsührung zu gelangen; denn die Kaiserin von Oesterreich zeichnet» sich an der Spitze der Listen «it einer auffallend großen Summe. Da traf »in Schr«ib«n von d»m d«utsch«a Rtichtkanzltr an da« Kabinitt in Wien «in; Bi«-marck sprach s«in« Verwunderung darüber au«, daß di« Kaiserin eine« freundlich gesinnten Nachbar« staaie« einen Dichter öffentlich ehre, der die Hohen« zollern verhöhnt habe. Franz Josef und Elisabeth hatten seit einer Reihe von Jahren wie gut« Kam«» raden mittinander g«l«bt, di« ihre von «inandtr ab-w«ichtnd«n Sympathien und Geschmack«richtungin gegenseitig achteten. Aber au« Rücksicht aus den Dreibund mußte der Kaiser seine Gemahlin die«-mal bitten, dem eisernen Kanzler nicht entgegen zu sein und ihren Namen au« den Subskripiion«listen zu den Sammlungen sür da« Heine-Denkmal strei« chen zu lassen." Ein paar Proben schottischen <$«««*». Da« unerschöpfliche Thema vom schottischen Hu-nor wird wie!«« durch «in o«u<« Buch „The Hurnours of Scottish Life' von R«o. John Gill«spi« um «in« Anzahl n«u«r Beispiele bereichert, von denen einige hier wiedergegeben seien: Daß e« auch den schottischen Prosessoren nicht an Humor fehlt, zeigt folgende Anekdote von Professor Robert Buchanan von d«r Universität GlaSgow. Ein«» Tages prüft« «r einen recht unverschämten Studenten in der Logik. „Nennen Sie mir ein Beisptel einer Spezie»', sagte «r. „Läuft l* «rwidrrt« der Student sofort. Di« and«r«n Studenten lachten. „Da ist doch nicht« zu lachen. Augenscheinlich be-schästigt da« Ihren Kopf sehr', meinte der Pro« fessor ruhig. Auch schottische Geistliche haben augenscheinlich den Mund aus dem rechten Fltck. Ein Mann, d«n d«r Rev. Walter Dunlop aus der Straße traf, wollte sich einen Spaß machen und sagte zu ihm: „sehen Sie die Mücke dort aus dem Turm jener Kirch«?* Der Geistlich« legte feine Hand über die Augen, schaute ausmersa« hinaus und antwortete dann: „Freilich, ich seh» si» mit d»m linktn Aug» blinzeln!* — Mr. Dunlop trank einmal Bier in einem Landhau«. E« war zwar schal, aber «r war durstig und trank «t doch. Al« «r später noch einmal an dem Hause vorbeikam, ging «r hinein, um wieder etwa« z» trinken. Die alt« Frau gab ihm auch d,«««al Bi«r, äuß«rt« aber ihre Befürchtungen, da« Bier könnte schal sein. „Et wundert «ich wirklich nicht, wenn «t jttzi schal ist; «« war schon zitmlich matt, al« «ch da« vorig» Mal hi»r vorbeikam." — Der Rev. Peter Donaldson haue eine Abend« gesellschast gegeben, zu der auch Mr». Thomson geladen war. Al« der Geistliche sie einige Zeü daraus traf und fragte, wie sie sich Gunter haltte hätte, antwortete sie: „Oh, sehr gut, Mr. Donald« son; denn zwei Sachen liebe ich über allet/ „Und die wären?* „Pserde im Zirkut und Geist-liche bei einer Soiree!" — In dem Lande Des Whitky« hört man natürlich viele lustigen Geschichten vom Trinken. Natürlich erscheint Whitky al« dat einzig» trinkbare Getränk. Zwei Hochlander er-tzt»lt»n bei »inrr F«i«rlichk»it Champagnrr oorge« setzt. Nachdem jeder zwei Flaschen Champagner getrunken hatte, lagt« der eine vertraulich zum an-deren: „Ich hoffe, Allster, wir bekomm:« noch etwa« Whi«ky, eh« wir fortgehen." „Da« hoffe Nummer 104 ,A-«!74- »«cht- Seite 5 ich auch: «an hat «ir gesagt, daß die« .Mine« ralwaffrr" — dabei deutete er aus de« Cha«-pa«n»r — den Körper sehr schwäche.* Zu« Schluß sei noch folgende originelle Geschichte er-zählt. Ein Herr traf einen zerlumpten Knaben «emend aus der Straße. .Warum weinst Du. Junge? Kümmert sich denn tciRrr un Dich? Der Knabe erklärte, daß seine beiden Eltern tot wären. Hast Da denn keioen Bruder?* ,0 ja!" 5Sorgt er nicht sür Dich?' »Nein er ist in der Universität.* „Wa« ? Wie lange ist er schon fcott?" .Drei Jabre * „Und er kann da« Studium an der Universität bezahlen und Dir nicht helsen?" .Aber er ha« ja garnicht« dafür bezahlt, um in die Universität zu kommen." „So, wie wäre er den« «hne Kollegiengelder dahin gekommen?" „Er ist ja dort in einer Slatflasche, — er wurde «,t zwei Köpfen geboren. Ratschläge für Aervöse. Mannigfaltig wie die Ursachen der Nervosität sind auch die Bor» schlage, wie dem U-bel abzuhelfen sei. Einen großen Teil zum He«r der Nervösen stellen die geistig ongistrenpt arbeiiende« Personen. Damit dies« ihre Nervosität lo« w rden. ist bei ihnen vor allen Ein-^chränkunft des Maße« der fleistigen Arbeit not» «endig, daneben ausreichende Erholung durch Schlaf und da« Schaffen eine« Gegengewichte« gegen die Gehirnarbeit durch Pflege der anderen vernach« lossigten Organe, vor allen de« Mu«k,lsystem« durch Bewegung in frischer Luft. Sport und Gymnastick. Dadurch wird da« Blut von Gehirn nach anderen Organen geleitet, e« schwindet der Kopsdruck und der einginommgne Kops und auch der Schlaf bessert sich oder stellt sich wieder ein. Bei Blutandrang nach dem Kopke tun oft kalte Umschläge und Kühl-schlauche pule Dienste. Auch Gauzpakungen beruhigen die Nerv?» und leiten da« Blut vom Gehirn ab. Zur Bekämpfung der Ruhe und Schlaflosigkeit der Nervösen empsahl Professor Brieger auf der Bre«-laue« Naturforscherverfammlung da« Aus» und Abgehen aus sluchie» Boden mit entblößten Füßen, dann kurze kalte Fußbäder und den Gebrauch von Sitz« und Vollbädern. Auch Luftbäder, verbunden »it leichien gymnastischen Uebungen kurz vor dem Schlaf,ngehen haben sich namentlich bei geistig an« gestreugt arbeitenden Personen, bewährt. Schrifttum. Iom deutschen ZSüchermarKte. Zu der in der Weihnachi«ivoche erschienenen größeren Bücher« ankündigung der deliebtesten deutschen Schriftsteller dringen wir hier noch einen kürzeren Nachtrag: Die seinsinnige Erzählerin Hemine Villinger. Verfasserin so vieler wertvoller Bücher, an denen vor allem die deutsche Frauen» und Mädchenwell Gefallen findet, zeigt sich in dem äußerst bewegt geschriebenen Roman „Mutier und Tochter' al« N»se Kennerin der Frauenseele; ein treffliche« Da» «engeichent. Unter den fünf Novelleabänden, di« in gleich hervorragend schöner Au«stait«ng. al« die eben angeführten Romane im Bona'schen Verlag« neu vorliegen, ragen die Namen Ernst Eckstein („Lorbeer und Myrthe"), Ludwig Hevesi („Sonne Homer«*) gleich SeeUuchlen aus. Diesen beiden Sterne» der deutschen Literatur schließen sich an: Richard Bredenbrücker. .Liebe«-wirren*. Eizählunqen au« Südtirol, illustrier», F. o. O st i« i, ,Ar«e Seelen- (humoristisch) und Otto Hauser, „Lucidor der U»alücklicht." — In de« großei deuischen Romanverlan von Otto I a n k« in Berlin gebe» sich die »rsten Schrist» fteUer Rendez-vou«, hier vereinigt sich Geist und Intelligenz und herrliche Au«statl»nx> zu vollkommenster Harmonie de« Schönen. Eine Au«-wähl sonder gleichen bietet sich dir dar. deutscher Leser, deutsche Leserin! Wir nennen heute au« der Fülle der vorrätig«» neuen Bücher, durchaus gut« UnterhalungSlekiür«. die piachiipe» historischen Ro« «ane .De« Kaiser« Adjutant" von der gewandten Erzählerin Henriette »on Meerheimb und .Der Narr der Zarin* von Otto M y s i n g , unter welche« der d«rüh«l« sranzösische Schrift« steller Diderot gemeint ist, der mit der großen Katharina von Rußland in Verbindung gestanden. Au« dem Nachlasse de« fruchtbaren verewigten Jo kai liegt in zweiter Auflage dessen sensatio» nelle« Werk „Geliebt bi« zum Schaffst* vor. Von unserem Rosegger finden wir seine Eharakterstudi« „Wie sie lieben und hassen* in Form einer natur» wahr und farbenfrisch erzählten Dorfgeschichte von erschütternder Tragik, Juliu« Rauh spendet in seiner dramatisch bewegten ländlichen Geschichte „Zwei von den Armen" ein Stück Dorsleben, da« sich dem besten diese« Genre» anschließt. Karl v. Heig «l « „Humoresken* lind die Würze s»r literarische Feinschmecker, während ti« Schrifistelle» »in Westkirch in ihrem Roman „Loreley" sowie der beliebte Karl B e r k o w mit seine« düster an-gelegten „Der Schatten" dunkle Seiten de« Dasein« schildern und ernste Menschenschicksal« darstellen. Die Perle der neuen Ericheinunpen a«S Otto Janke« Verlag ist aber unstreitig da« sogenannte .Frauenbuch" von Bogumil G o l tz. Seine he« rüha.te „Charakteristik und ?iaturgeschichte der Frauen*, welch«« epochale Werk, versehen mit dem Porträt und einer biographischen Skizze de« Verfasser«, legiere ein M-isterwerk der geistvollen Feder de« Dr. Erich Janke, soeben in sechster Auflage erschien«» ist. Der Umschlug de» „Frauen« buche»" (so nannte «» Goly im Kollegen« und Freund«»kr«is«) ist dem Lriginal-Uaischlag der ersten Au»gab« getreu nachgebildet u»o besonder« interes« sant, weil Goltz salbst der Man» ist, der mit d«m Stock auf die Frauenkösfe hinweist. Empfehlen«-werte Neuigkeiten de« Jahre« bietet auch der an-gesehene Romanverlag von H^rma» Costenodle in J«na, der mehr die ernster« Richtung pflegt und stet« nur Vorzügliche« auslegt. Besonderen Anklang in unseren gewerbfleißigen Städten dürst« ei» hochgeditgene« Bild deutschen Streben« und Ring«»« finden, welche» Motiv der tüchtig» Autor Han« von Zodelitz in d«« Roman .Arbeit* au« dem Leben eine« deutschen Großindustriellen zeichnete, «in Zeitbild, gleich g«lung«n in d«r An« lag« wie Durchführung. Eine» wertvolle» B«itrag von bleibender Bedeutung sür die Kulturgeschichte finden Freunde diese» G-nre« in dem Kulturroman au« de« Waldlande „Am Sonnenwirbel* von M. G e i ß l e r, dessen Schöpwnge» früheren Datum« bereit« beifällige Aufnahme gefunven, wir erinnern blo» an dessen Hallig-Roman „Jochen Klähn". Al« dritte im Bunde erscheint hier TuSnelda Kühl, die mit dem anscheinend so anspruchSlo» sich gebenden „Lehnsmann von Brölum* ein Mei-sterwerk von fast männlicher Kühnheit und Kraft hervorgerufen; Diesem Buch» wurden in den be« deutendsten r»ich«deutsch-ro«tockgi»#e. Zementrohre, Zementplatten und Zementstufen etc. werden unter den normalen Preisen abgegeben. 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Jänner 1905, (Beginn 10 Uhr vormittag) Gamser, St. Peterer und Pickerer (bei Marburg), Rittersberger (bei Windisch-Feistritz), Cnter-wellitschner, Obermurecker und Silberberger-Wein« und zwar insgesamt 230 Hektoliter gut sortierte, bereits zweimal abgezogene Sortenweine von Kleinriesling, Traminer, Weissburgunder, Buländer, Sylvaner, Ortlieber, Wälscbriesling, Mosler, Gutedel, Muskateller, Damaszener-Muskat, Portugieser, Burgunder weiss gekeltert, Blaafr&nkischblau und Schilcher Lese 1904; — ohne Gebinde, — zur Versteigerung. Die Erstehungssummen sind zur Halste sofort und mit der zweiten Hälfte bei der Abholung zu erlegen. Die erstandenen Weine müssen innerhalb 14 Tagen vom Erstehungstage an abgeholt werden. Näher» Auskünfte erteilt das Landes-Wein- und Obstbau-Kommissariat Graz, Landhaus. Graz, am 23. Dezember 1904. 1020S Steierm. Landesausschuss. Südmärkische Volksbank GRAZ, Radetzkystrasse Nr. I Spar-Ejinlagen ssul 4% aucii von Nicbtinitgliedern, verzinst vom Werktag« nach Erlag zur Behebung, in der Regel kBndigungtfrti. Die Reuteusteuer tilU't i>is Bank Au bärtige Einleger er-halten Postsparkasse-Erlagscheine. Kontokorrent-Einl »n zu 3 Bürgschafts Darlehen O Wechsel-Eskompte u. Kredit Bcli'huung von 10094 Verleger und H