Nr. 24. Samstag, 30. Jänner 1909. 128. Jahrgang. Mbacher Mum Nanziähr!« 30«. Halbjahr!,, ,k X Im Non!c.li „anzjähiin b's zu 4 Zl.lrn 50!», giüsiere per Zeile ,2 »>; be! ösicrrn WlrdctholuiM!, per Zeile » l>. Lie »liaibacher Zeitlmn» erlchei»! «änlich, mit ?I>,c„n!!mr der Tonn ,»,b sseirrloge, Tie Hldmlnlftlaiion txfinbtt sich Millllziöslrusie Nr 20; di, Medalllon Milwii^lrahe Nr, 20, Cp^chlluichsü der Nebnflioi, rm, » die ,0 Uhr vurmiOassi, U»slll»lier!r priese werde» »ich! annenomme», Maimillutte nicht »ulücl.i, ilelll. Telephon-Nr. der Redaktion 52. Amtlicher Heil. Ven 88. Jänner I9"Ü wurde in der l. l Hof« und Staats» druckerei das VUI. Stück des Reichsgesetzblattes in deutscher Ausgabe ausgegeben und versendet. Den 2». Jänner 19li9 wurde in der l. l. Hof. und Staats, druclere, da« OIII. Stück der rumänischen und das ^XXV. Stück der slovemschen Äusssabe des ReichSgeschblattes des Iahrgan« geS 19U8 ausgegeben und versendet. ,^^^ dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 28. Jänner 1909 «r. 22) wurde die Weiterverbreitung folgender Preß-erzeugnifse verboten: 3lr, 16 «Alldeutsches Tagblatt, vom 23. Jänner 1909. Nr. 8 'Marburgcr Zeitunss» vom 19, Jänner >909. Nr 144 «I^Nmlmeipkxinllu» vom 23. Jänner I9l)9. Nr. 18 und 19 «^'lulilpeulloute» vom 21. und 22. Iäi». ner 1909. Nr. 5 «8w8k? 1.,8t. vom 2l. Jänner 1909. Nr. 4 «^ll^lluisko ^nvill^» vom ^.Jänner 1909. Nr. 39 <^lä,ll«i>ue. vom 22, Immer 19>»9. Nr. 9 «l)u'»n8wtno8t» von» 2l. ^änxcr 1909. Nr. 21 ./5'Inilili. vom 23. Iäuuei !90!1. Nr. 4 «Mroclui IIn3s»n. Jänner I9«>9. Nr. 4 'prano I^„6u» vom 22. Jänner 1909. Nr. 2 'lolillLkio 8tovo> vom 14. Jänner >909. Nichtamtlicher Heil. Die Verständigung zwischen Österreich-Ungarn und der Türkei. Nach einer Meldung aus Konstantinopel wird in den Rcgierungslreisen auf Grund dcr Wahrnehmungen, die bisher über die Stimmung des Parlaments bezüglich des Einvernehilicns niit ^stcrrcich-Ungarn gcinacht werden konnten, die bestimmte Erwartung gehegt, daß die getroffene Vereinbarung die Zustimmung der Mehrheit der Kam- mer finden werde. In Deputiertenkreisen bricht sich immer mehr die Erkenntnis Bahn, daß es auch, wenn das Übereinkommen in der einen oder anderen Hinsicht als anfechtbar erscheinen sollte, im Hinblick auf die internationale Lage den Geboten politischer Klugheit und Vorsicht widersprechen würde, die von der Regierung zu unterbreitende Vorlage zu verwerfen. An maßgebenden Stellen wird auf die für die Beurteilung dieser Frage äußerst wichtige Tatsache hingewiesen, daß nicht nur keine dcr Mächte der Türkei die Annahme dcr Vorschläge Österrcichs-Ungarns widerraten hat, sondern daß vielmehr alle Kabinette dcr Pforte die Zustimmung zur Beilegung dcr Meinungsverschiedenheiten auf dcr aus Wien beantragten Grundlage empfohlen haben. Unter diesen Umständen wäre es, wie betont wird, töricht, sich im Falle dcr Ablehnung des Einvernehmens durch das Parlament die Unterstützung dcr Türlci fcitcns cincr der Mächte gegenüber Österreich-Ungarn zu versprechen. Bei cincr objektiven Prüfung des InHalls des Übereinkommens und bei gebührender Rücksicht auf die Erwägungen, die für die Pforte im Hinblick auf dic internationale Konstellation in dieser Angelegenheit maßgebend waren, werde sich, wie erwartet wird, die Mehrheit dcr Volksvertretung gewiß für die Gulheißung des mchrcrwähnten Einvernehmens entscheiden. Aus Paris wird dcr „Pol. Korr." ein Artikel Ernest Iudcts im „Eclair" übermittelt, welcher ausführt, daß es großer Klugheit auf feiten der österreichisch-ungarischen Regierung bedürfte, um durch das Dcsil^ durchzukommen, in dem sie von allen Feinden des Friedens erwartet wurde. Dadurch, daß sie sich vernünftiger erwies, als die Türkei, habe sie jene überrascht, die auf ein nicht auszugleichendes Mißverständnis gerechnet hatten. Man müsse sich nun fragen, oli noch ein ernster Grund vorliege, um sich beunruhigt zu fühlen. Es bleibe nur noch das unbedeutende Serbien, das, statt sich zu beruhigen, nun, je vereinsamter es wird, um so ungebärdiger auftritt und seine Forderungen erhöht. Versteige cs sich doch sogar bis zum Verlangen einer Veränderung der österreichischen Grenze zugunsten Serbiens. Dieser Vorschlag sei ein Muster offensiver Kühnheit. Die einzige annehmbare Erklärung dieser Haltung wäre die Hoffnung auf Entfesselung eines allgemeinen Kriegs, in welchem das untergehende Serbien auch den Tod seines Besiegers sehen würde. Es sei dies aber ein chimärischer Plan, denn die Besetzung Serbiens durch österreichisch-ungarische Truppen sei eine so einfache und leichte Operation, daß die erwähnten Rächer sich verspäten könnten. Nie man aus Petersburg schreibt, teilt das „Journal dc St. Petersburg" nicht die in Europa allgemein kundgegebene Befriedigung über den Aus« gleich zwischen österreich-Ungarn und dcr Türkei. Tas Blatt mcint, daß die Konferenz fchon vor ihrem Zusammentritt durch den Beginn der Durchführung dieses Einvernehmens auf die Nolle eines einfachen Registraturamtes herabgedrückt sein werde. Die Pforte habe nicht deshalb einen Vorschuß auf die ."'4 Millionen Franken, die sie von Osterreich' Ungarn erhalten soll, verlangt, um ihn im Falle der Verweigerung der Zustimmung der Konferenz zu dein erwähnten Ausgleich zurückzustellen. Öfter-rcich-Ungarn habe das seit dem Beginn der Krise verfolgte Ziel erreicht, was einen großen diplomatischen Sieg für den Freih. v. Aehrenthal bedeute. Eine mit Österreich-Ungarn befreundete Türkei erschien noch vor wenigen Tagen als ein Paradoxon, nun sei die Entente zustandegekommcn. Diese habe zwischen Konstantinopcl einerseits und Belgrad und Eetinje anderseits eine Kluft geschaffen, die man in fünfzig Jahren nicht werde ausfüllen können. Politische Urberllcht. Lni bach, 29. Jänner. Über die im Annexionsausschusse abgehaltenen Verhandlungen wird unter dem ^tt. d. M. gemeldet: Ministerpräsident Freiherr von Nienerth gibt Feuilleton. Porträts aus der literarischcn Moderne. (Schlich.) Ein gleichartiges Problem, doch im gegensätzlichen Sinne behandeln die „Lebendigen Stunden" und „Literatur". Hier gipfelt es in der Frage, was mehr wert sei, „lebendige Stunden" zu leben, oder künstlerisch zu gestalten, ihnen Dauer zu verleihen. Der Dichter, der sich mit Heinrich in „lebendigen Stunden" identifiziert, möchte zwar gerne dem Künstler recht geben, doch fühlt auch er das Zweifelhafte dieser Stellungnahme. Ist nicht jede Literatur in ihrem letzten Grunde Indiskretion an sich oder anderen? Verrat und Sclbstvcrrat, wenn nicht was Schlimmeres? Wird nicht das Beste in uns, in Worte oder sonstige Sinnfälligkeit gebracht, eine Entweihung oder bestenfalls Stückwerk? Daß nicht jede Frau die „Gefährtin ihres Mannes sein kann, ist wohl ebenso einleuchtend, als die Weisheit jenes Mannes, dessen schwelgendes Verzeihen um seine Frau den Schein der Schuld hüllt. („Dic Frau des Weisen.") Die Feigheit unerlaubter Liebe wird in „Ein Abschied" und „D,c Toten schweigen", das Unedle in der Abwehr cmes listigen Nebenbuhlers in dem „Ehrentag gerichtet. Tie ..Blumen" führen wieder einen rührenden Ver> l"ch vor. verlorene Liebe zu gewinnen, wahrend "Die Komtesse und dcr Familientag" cm Mnsches ^lld aristokratischer Verhältnisse und Wechscl-bcz'ehunqen entwerfen. . _ Die Kategorie der Halbwachen vom L b "bcrtölpellen. zeichnet Schnitzlcr m den Novellen des Bandes „Dämmerseclcn" („Das Schicksal des Freiherrn von Lciscnbohg", „Die Weissagung", „Das neue Lied", „Die Fremde", „Andreas TlMneyers letzter Brief") und dcn Einaktern der „Marionetten" („Der Puppenspieler", „Dcr tapfere >lassian", „Zum großen Wurstel"). Wie schon die Namen sagen, sind es im ersteren Falle ewig iräu-mende Menschen, „Dämmerseelen", denen das Schicksal jämmerlich genug zusetzt, sie eine lächerliche Figur spielen läßt, ohne sie dies je ahnen zu lassen. Dic grotcsl-burlcsken Geschichten der „Dämmelseelen" finden eine Ergänzung in den „Marionetten", wo Naturen gezeigt werden, die die Dinge zu beherrschen vermeinen und hiebei „Marionetten" in fremder Hand oder dem Schicksal sind. ähnliche problematische Charaktere enthält das tiefsinnige Schauspiel „Der einsame Weg", dic scn-sationell gewordcnc Novelle „Leutnant Gustl" und Schindlers neuester großer Roman „Der Weg ins Freie". Julian Fichtners (im „Einsamen Weg") späte Liebe zu seinem natürlichen Sohn Felix vermag ihn nicht vor dem „einsamen Weg" auch im Alter zu bewahren, ungleich seinem Widerpart Stephan von Sala, einer aus Seelentiefen des Dichters geschöpften Gestalt, der selbstherrlich, ein starker Egoist, als Vereinsamter zu leben und zu sterben weiß. Leutnant Gustls anfängliche Unehr' und schließlichc Befreiung durch eine merkwürdige Schicksalsfügung ist wohl nicht typisch, höchstens als ein spezieller Fall aufzufassen. Nicht unerwähnt bleibe die hier, wie ähnlich auch in „Freiwild" angeschnittene Frage des so vielbekämpften Duells. Im „Weg ins Freie" ist gleich wie im „Vel> mächtnis" und „Frau Berta Garlan" das vorhan-dcnc odcr nicht vorhandene Kind dcr Beweggrund dcr Endercignisse. — Solange nicht die Sehnsucht nach einem Kinde von dem Geliebten hinzukommt, ist cs immer bloß eine sehnsüchtige Anwandlung der Weiblichkeit, wenn nicht das Dirnenhafte. („Frau Verta Garlan.") Mit dem Tode des Kindes (im „Vermächtnis") reißt auch das Band mit der Mutter. Oder im Roman „Dcr Weg ins Freie". Der angehende Künstler Georg von Wergenthin, der durch längere Zeit ein Verhältnis mit dem hochachtbaren, licb-wcrtcn Mädchen, Anna Rosncr, unterhalten, findet, nach mancherlei Abirrungen und der Totgeburt seines Sohnes endlich den „Weg ins Freie", wenn uns auch der Schluß keineswegs überzeugt oder gar befriedigt. Andcrnteils ist letzterer Roman hauptfächlich der Iudenfragc gewidmet, die hier eine allseitige, interessante Würdigung erfährt. Mit den Tatsachen und Problem des Lebens und Sterbens findet sich Schnitzler in den Novellen „Sterben" und „Dcr Tod des Junggesellen", den Schauspielen „Der Schleier der Beatrice" und „Der Ruf des Lebens", dann in den Einaktern „Letzte Masken", „Paracelsus" und „Der grüne Kakadu" ab. Im „Sterben" ist das Sichsträuben des Ich-gefühls gegen das Ende in erschütternder Weise zum Ausdruck'gebracht. Im „Tod des Junggesellen die Grausamkeit und dcr Egoismus der S^^l.enden-In dcn „Lctzten Masken" der Nichtigkeit alles des. Die Schauspiele „Der Schleier der Beatrice Laibacher Zeitung Nr. 24. 202 30. Jänner 1909. in einein längeren Expose, in welchem er zunächst die staatsrechtliche Bedeutung der Annerionsvorlage auseinandersetzt und dabei hervorhebt, daß östcrrei-chischerscits auf Grund der pragmatischen Sanktion eine gesetzliche Feststellung der Erbfolge auf die annektierten Provinzen nicht notwendig wäre, daß diese aber auf Grund der ungarischen Gesetze nötig erscheine. Der Ministerpräsident legt eingehend dar, das; die textlichen Verschiedenheiten der beiden Gesetzentwürfe aus gesetzestechnischen Ursachen auf ungarischer Seite ihren Grund haben, daß aber im Wesen keine Divergenz bestehe und daß insbesondere die Mitwirkung des österreichischen Neichsrates an der späteren staatsrechtlichen Feststellung des Verhältnisses der annektierten Provinzen in unzweifelhafter Weise fixiert worden ist. Der Ministerpräsident äußert sich ferner über die Grundprinzipien der Bosnien und der Herccgovina zu gewährenden Verfassung, betont, daß sie auf vollkommen konstitutionellen und freiheitlichen Prinzipien aufgebaut sein werde und erklärt schließlich bezüglich des Übereinkommens mit der Türkei und der Boy-kottbewegung, daß die endgültige Texticrung des Übereinkommens in naher Zeit zu gewärtigen sei ulH-daß, dank den energischen Maßnahmen der Pstrte, auch die baldigste Beilegung der Boykott-bcwegung zu erwarten sei. die jetzt, da wieder ein freundschaftliches Verhältnis zwischen der Monarchie und der Türkei hergestellt sei, auch jeder politischen Grundlage entbehre. Die „Pol. Korr." schreibt: Gegenüber den in einigen italienischen Blättern enthaltenen Darstellungen, als sei der italienischen Negierung von maßgebender Stelle in Wien eine Zusicherung zugegangen, die italienische Nechtsfakultät werde ihren Sitz in Trieft erhalten, sind wir in der Lage zu erklären, daß eine derartige Iusichcrung weder gegeben wurde, noch auch verfassungsmäßig gegeben werden konnte. Nachdem die obbesagten Ausstreuungen die Rede Herrn Tittonis vom 4. d. M. zum Ausgangs» punkte nehmen, können wir bestätigen, daß die in dieser Nedc enthaltenen Äußerungen über die günstigen hiesigen Dispositionen, betreffend die Errichtung einer italienischen Fakultät überhaupt, durchaus richtig und der faktischen Sachlage entsprechend waren. Aus Sofia wird gemeldet, daß die dortigen diplomatischen Vertreter der Mächte beim Minister des Äußern, General Paprilov, informative Schritte bezüglich der von der bulgarischen Negieruna. verfügten militärischen Maßregeln unternommen haben. Ter Minister hat den auswärtigen Vertretern in jeder Hinsicht beruhigende Aufklärungen erteilt und die durchaus friedlichen Absichten betont, von welchen die bulgarische Regierung erfüllt sei. Die günstigere Beurteilung der Lage, welche durch die von General Paprikov im Sobranje über diesen Gegenstand geinachten Mitteilungen herbeigeführt wurde, hat durch die erwähnten Äußerungen eine weitere Kräftigung erfahren. ________ Aus Konstantinopcl wird gemeldet: Die Nachricht, daß der serbische Gesandte, Herr Nena-dovi<^, der Pforte eine das Einvernehmen zwischen der Türkei und Österreich-Ungarn abfällig erörternde Note überreicht habe, ist unbegründet. Der Besuch, den Herr Nenadoviü jüngst auf der Pforte machte, hatte die Fortsetzung der Erleichterungen für die Beförderung von Waffen und Munition nach Serbien zum Gegenstande, die fortgesetzt in Salo-nichi eintreffen. Tagesneuigleiten. — sNapoleon in der Tanzstunde.) Der große Cchlachtenlenter ist nie ein guter Tänzer gewesen, aber er hat doch des üftcrcn versucht, das fehlende Talent für die Kunst der Terpsichore durch Eiser und Stu-diiim zu ersehen. Ein französisches Blatt veröffentlicht einen interessanten Allszug aus den Memoiren des be» rühmten Tanzmeisters Despr<"anf, in denen eine amü-scmte Schilderung der Tanzstunde des Kaisers gegeben wird. „Napoleon legte seinen Arm über meine Schul» ter", so erzählt der Tanzlehrer, „und wir begannen zu walzen, aber da ich merkte, daß die Kraft, die er dc-zu aufwandte, uns alle beide bald zu Erde werfen würde, bat ich ihn, doch innezuhalten. Es war tein Violinspieler da, der Kaiser klingelte und man stichle im Schloß nach einer Geige. Tann nahm ich das In> strument und den Dreimaster mit dem Federbusch unter den Arm- den Degen an der Seite, begann ich die Geige zu spielen und mit Napoleon zu tanzen, der da hüpfte wie ein Ziegenbuck. Länger als eine Stunde hüpfte er und übte alle Schritte, aber die Knie hielt er dabei immer gebeugt. Dann sprach er von dem Tanz der Tri» cotets ie Adern der Hand als Grlennunqszeichen.j In der „Gazzeta degli Ospedali" veröffentlicht Dr. Airigu Tamassia, Professor für gerichtliche Medizin an der Universität in Padua, das Ergebnis eingehen» der Untersuchungen über die Verteilung der Venen auf dem Handrücken. Dieses Gebiet kann für die kriminali-stische Praxis von großer Wichtigkeit werden, denn die Verteilung der Venen aus der Hand tann dazu dienen, die Identität von Personen festzustelleil. Seit einiger Zeit sucht die Kriminalistik nach einer einfachen und schnellen Methode, einzelne Personen eindeutig zu be-schreiben. Vertillon in Paris ist in dieser Beziehung durch sein Meßverfahren bekannt geworden; aber seine Methode ist weder einfach, noch schnell und außerdem kostspielig, ganz abgesehen von der beschränkten Mög-lichleit ihrer Anwendung. Eine andere Methode besteht, wie bekannt, in der Verwendung des Abdruckes der Fingerspitzen zur Wiedererkennnng- aber dieses Mittel ist unsicher, weil es ein Leichtes ist, die feinen Linien der Fingerspitzen durch Narben unkenntlich zu machen. Alle diese Nachteile hat das Verfahren Tamassias nicht. Besonders ist seine Einfachheit hervorzuheben. Wenn man die Venen aus der Rückseite beider Hände ver-gleicht, wird man sofort die Verschiedenheit bemerken, und noch größer sind die Unterschiede, wenn man die Hände verschiedener Personen betrachtet. Um die Venen deutlicher hervortreten zu lassen, genügt es, auf kurz« Zeit das Handgelenk zu unterbinden,- dann kann man die Zeichnung, die die Adern bilden, leicht photogra-phisch festhalten. Wegen der beträchtlichen Größe der Hand ist es viel leichter, die Verschiedenheiten zu ent' decken als es bei dem kleinen Abdruck einer Fingerspitze möglich ist. Bei diesem Verfahren ist auch nicht zu be-fürchten, daß sich irgend jemand die Zeichnung des Adergeflechtes willkürlich verändert, denn das ist nichl möglich, ohne daß die Hand ernsthaft verletzt wird. — lDic Millionärstochter als Schutzmann.) Wie aus Los Angeles gemeldet wird, ist die einzige Tochter des kalifornischen Millionärs Nixby, Miß Fanny Nixby, welche, nebenbei bemerkt, sich auf der Hochschule von Wellesley den Dokturtitel erworben hat, in die Kom-munalverwaltung von Lung Beach als — Schutzmam. eingetreten. Miß ^anm) NiM) ist der Ansicht, daß sich die Frauen soviel als irgend möglich dem sozialen Wert widmen und sich genau so, wie die Männer, im Beam» tlntum betätigen müssen. Und tatsächlich findet die junge, hübsche Dame in ihren, Beruf nichl allzuviel Schwierigkeiten, ja sogar eine ganze Menge Erfolge. Ter den Amerikanern angeborene Sinn für Nitler-lichkcit erleichtert ihr das Handwerk ganz bedeutend. Da, wo ein männlicher Schutzmann tauben Ohren pre-digen würde, wenn er versuchte, eine sich anrollende Volksmenge aliseinanderzulreiben, gelingt dies der tüchtigen und energischen jungen Dame ohne weiteres. Demi selbst der Amerikaner der niederen Stände gc> traut sich nicht, dem Wunsche einer Ladt) nicht nach. zukommen. Allerdings dürste dieser hohe Begriff, wel-chen die Söhne der Vereinigten Staaten von den Frauen nun einmal haben, sehr bald verschwinden, wenn die grauen mehr und mehr Berufe ergreifen, welche eben nur den Männern reserviert bleiben sollten. — Long Beach ist ein Badeort an der San Pedro Bay, In New-York oder einer anderen amerikanischen Großstadt dürfte die Anstellung lwn Frauen als Schlchleute wahr-scheinlich auf mehr Widerstand stoßen. — lMn fruchtbarer Autor.j Aus Newyorl wird berichtet! Frederit Del), der Schöpser der Gestalt des „Nick Carter", ist schwer erkrankt' ein völliger Zusam-menliruch seiner Nerven recht ihn aus einer unend-lich fruchtbaren Tätigkeit. Dey tann den Nuhm für sich in Anspruch nehmen, wohl der am meisten produzie-rende Schriftsteller der Welt zu sein. Riesenhaft ift die Zahl seiner berühmten Detektivnovellen, die sich alle um Nick Earter gruppieren. Allwöchentlich veröfsenl-lichte er solch eine Nick Earler-Novelle in einem Um-fang von 30.000 Worten, das Wort zu 25 Heller. Alle die komplizierten Verwicklungen sind seinem Kopfe ent-sprungen, alle die Geschichten von ihm eigenhändig ge» schrieben. Damit nicht elwa einmal die Welt eine Woche lang auf seine Novelle warten müßte, hat Dey stets drei Novellen in Vorrat. Anch wenn er sich einmal wohlverdiente Ferien gestattete, sammelte er stets erst eine genügende Anzahl seiner Geschichten. Seine Mari» malleistung sind drei Novellen die Woche, wobei er dann durchschnittlich 15.000 Worte um Tage schreibt. Groß sind die Erfolge und die Wirlungen dieses Autors auf die amerikanischen Gemüter gewesen. Ein begeisterter Verehrer der Nick Earter-Novellen war z. B. der ver-storbene Senator Hoar, einer der führenden Staats-Männer Amerikas. In allen traurigen Lagen des Le-brns und des Staates griff er als bestem Heilmittel zu einer der dickbändigen Nick Earter-Nooellen und ver-gaß bei der Lektüre seinen Kummer. Auch zahllosen anderen beschwerten und bedrückten Seelen haben Deys Werke Vergessen und Erholung gespendet. und „Ruf des Lebens" führen die alles überwindende Macht und Lockung des Lebens, selbst nach schweren Abenteuern, Mord und Liebe, vor. Überhaupt ist speziell Leben und Tod ein beliebtes Thema unseres Dichters. Läßt er doch „Paracelsus", den berühmten Gaukler und Hypnotiseur, der das ganze ehrbare Haus des Waffenschmiedes Cyprian in Angst und Verwirrung stürzt, also sprechen: „Es fließen ineinander Traum und Wachen, Wahrheit und Lüge, Sicherheit ist nirgends. Wir wissen nichts von anderen, nichts von uns, wir spielen immer, wer es weiß, ist klug." Der unvertilgbaren Lust an diesem Spiele hat Schnitzlcr in seiner Packenden Groteske „Der grüne Kakadu" ein schönes Dokument ausgestellt. Wie hier dekadente, lüsterne Aristokraten in einer perversen Anwandlung sich Verbrechen und Abenteuer vortäuschen lassen, bis Schein und Wahrheit sich vollständig verwirrt und eine grause Wirklichkeit dem Spaß ein jähes Ende bereitet, ist grandios aus-gedacht. Wie nicht minder im wundervollen Ne-naissancc-SchausPiele „Der Schleier der Beatrice" die letzte, vom glühendsten Lebensdurstc erfüllte Nacht Bolognas vor dem sicheren Untergänge, mit ihren rasch durchlebten, überreichen Stunden. — Die Handlung ist bei Schnitzler, wie wir sehen konnten, vorwiegend mehr innerlich, die Ereignisse oft nur Staffage. Er ist darum kein grußer Epiker oder Dramatiker. Dazu fehlt seinen seltsam feinsinnig gewobenen Werken, bezw. Dramen das Brutale der sinnfälligen Tat. Es sind INncrlichkeits-dramen, deren Geltung weniger im Geschehen, als im geistsprühcnden, aphoristisch anmutenden Dia-loge liegt. Sic sind infolgedessen mehr Vuchdramcn geblieben, die aufmerksam, mit Gourmandise, gelesen weiden wollen. Unter ihnen ist vielleicht noch am ehesten „Der grüne Kakadu" als wirksames, Packendes Stück anzusprechen. Ein weiteres Charakteristikon seines Schaffens ist die leise Ironie und Satire, die sich, wie bei Bahr, durch seine Werke zieht. Er versucht in ihnen, gleich den großen Tragöden des Altertums (Aschy-los, Sophokles. Euripides), lachend des Daseingrauens und der Welträtsel — der gemeinsamen Wurzel alles Tragischen und komischen — Herr zu werden. In dieser Hinsicht steht er zwar höher als Bahr, der den Leser oder Hörer düpiert, doch steht auch er nicht sieghaft über den Dingen, sondern sein Skeptizismus ist ein Guttcil Angst vor dem Dasein und ein wenig Sehnsucht nach der gesunden, unberührten Tüchtigkeit des Nichtkünstlers oder Unwissenden. Befreien daher auch seine Werke nicht, geben sie meist auch keinen neuen Lebensinhalt, so regen sie doch vielfach in wunderbarer Weise an, wirken still in uns fort. Seine Lebensphilosophic ist ein eigenartiger Skeptizismus allen Dingen gegenüber, der jedoch das Leben bejaht. Immer und immer wieder werden wir auf neue Entwicklungsmöglichtciten, neue Lösungsversuchc hingewiesen. Seine Sprache ist von seltsamem Neiz und bestrickender Anmut, vielsagend und stimmungsreich. Voll glühender Bilder, heißen Wünschens und Trängens. Bei ihm empfinden wir wie bei nur wenigen den Triumph der Form, eine elementare Tftrachgewalt, die auch das scheinbar Unaussprechliche meistert und impressionistisch in Worte zwingt. <1. v. VV. Lolal- und Provinzml-Nachrichten. Don Lorenzo Perosi und seine Oratorien. (Schluß.) Eine in jener Zeit an ihn ergangenc Einladung, eine Professur am Konservatorium in Parma zu über» nehmen, lehnte er ab. Wohl aber leistete er noch im selben Jahre einem Nufe nach Venedig Folge, wo man ihm die Stelle eines (5hord,rigenlen und Kirchenkapellmeisters bei der Mo-rlsch berühmten St. Markuslapelle angeboten hatte. So bildet denn die altehrwürdige Lagunensladt mit ihrem mosailumwobenen Kleinod von San Marco vom Jahre 1894 weiter Perosis ständigen Aufenthaltsort. In ihrer weltberühmten Basilika, diesem guldschimmcrn-den Friedensdum, sand der junge Künstler seinen lieb» stell Zufluchtsort; hier träumte er seinen kühnsten Zukunststraum, hier widmete er all seine Jugend-kraft, all sein Wissen und Können der Hebung der Chor-kapelle und arbeitete hiebei unentwegt an seiner eigenen künstlerischen Vervollkommnung. Von den vielen freunden, die er sich in seinem ncuen Aufenthaltsorte erwarb und mit denen ihn auch noch gegenwärtig aufrichtige Freundschaft verbindet, sei h,er nur Enrico Boss, genannt, dessen Name den Be-wohnern unserer Stadt'nichl unbekannt ist, da dessen Tonwerl „Das Hohelied" — „Eanlicum Ecmticorum" erst vor wenigen Jahren hier ausgeführt wurde. Perosi lag indes nicht nur seinen künstlerischen, sondern auch seinen theologischen Fachstudien mit Eifer ob und vollendete letztere schon im Herbste des IahreS 1895. Im September 1805) empfing er die Priester-weihe und feierte seine Primiz in Loretto. Laibacher Zeitung Nr. 24. 203 30. Jänner 190'i. In Stille und Zurückgczugcnhcit, in Gcbel, Arbeit und Studium fluß seit dieser Zeit das Leben des Me»» stcrs dahin — bis cr im Jahre 1897 plötzlich zur Be» rühmthcit gelangte. Dcr damalig Patriarch von Venedig, Sarto, dcr jchige heilige Vater, berief im Mai 1897 einen eucha» ristischen Kongreß, der im Monate August des genann-ten Jahres in Venedig, und zwar in der Kirche San Giovanni c Paolo, stattfinden sollte. Dies war der Anlaß, der in Perosis Meiste den Gedanken aufblitzen ließ, einen den, Evangelium cut» nommenen Stoff musilalifch zu bearbeiten nnd das Werl anläßlich der bevorstehenden Feier zur Aufführung ge» langen zu lafsen. Er wählte deu Text des Evangelisten Markus, der die Einsetzung des hl. Abendmahles behan» delt, schritt noch im Mai 1897 an die Arbeit und be» endete sie im gleichen Monate. Die Ausführung diefer ersten großen Komposition oralorischer Art, die sich «Coena Domini" — „Das Abendmahl des Herrn" be-titelte, fand am 9. August des genannten Jahres i» der Kirche Sa» Giovanni e Paolo statt lind hatte einen enormen Erfolg zu verzeichnen. Kritiker und Publi-kum waren einig, daß hier ein gewalliges Talent in die Schranken getreten sei, von dem noch Allerbestes zu erhoffen sein werde. Das Werk bezeichnete mau viel» sagend als „Offenbarnng". Vis zum September 1897 hatte Perosi indes schon zwei andere Tonstücke ähnlicher Art zuwege gebracht: «La morte del Redenture" — „Der Tod des Erlösers" --und „In Monte" l.Ans dem Kalvarienberge), welche bei-den Werke mit dein erstgenannten, der „Eoena Domini", zu einer Trilogie vereint, sein erstes Oratorium, „Die Passwn Christi nach Markus" bildeten, welches in, herbste 189? zum erstenmale iu dcr Kirche Delle Gra» zie in Mailand anläßlich des dort lagenden Kongresses für Kirchenmusik aufgeführt wurde. ' Daß gerade Perosis Erstlingsoralorinm anläßlich dieses Kongreffes zur Aufführung gelangte, hängt mit folgendem zusammen: der Vorbcreitnngsausschuß für den ebenerwähnten Kongreß gab sich Mühe, bei dem am 3. Dezember, dem Tage des hl. Ambrosius, in der Mailänder Ambrosiuslirchc zu zelebrierenden Ponli. fikalamte ein Werk eines modernen Autors zum Vor» trage zn bringen, uud wandte sich diesbezüglich direkt an Pcrusi. Der junge Künstler schrieb denn anch sofort, und zwar in zehn Tagen eine Ponlifikalmesse, die zu» gleich sein bestes Werk dieser Art ansmacht und bcwun» derungswürdige Stellen in Form nnd Gesühlsvcrtiefung aufweist. AIs Gegenleistung für dieses Werk, das am Tage des besagten Pontisizinms mit großem Erfolge zum Vortrage gebracht wurde, stellte Perosi dem Vor. bercilungsausschnssc die Bedingung, seine Oratorien» trilogie anläßlich des .Kongresses zur Alisführimg brin» gen zu lafsen. Gerne wurde den, Künstler schon mit Rücksicht ans den enormen Erfolg, deu seiue „Eoeua Domini" in Venedig errungen hatte, willfahrt und die Trilogie gelangte unter persönlicher Teilung des Kom» ponisten mit durchschlagendem Erfolge in Mailand zur Ausführung. ' ' lSchluß folgl.j — l.Pcrsonalnachricht.1 Seiue Majestät der Kaiser hat deu Sektionsrat Dr. Johann Babuik znm Ministerialralc im Justizministerium ernannt. — s.Keine doppelte Anrechnung des Jubiläums» jahrcö.j Das gestrige „Neue Wiener'Tagblatl" meldet: Abg. Dr. Heilinger sprach gestern beim Leiter des Finanzministeriums Freiherr,, von Jorlasch-Koch vor, um diesem die von einer Reihe von Staatsbeamte,,' mganisalionen gegebene Anregnng wegen Anrechnung des Jubiläumsjahrrs als doppelten Dienstjahres zu unterbreiten und nm deren Berücksichtigung zu ersuchen, wobei er darauf hinwies, daß die Kosten infolge der Verteilung auf eine Reihe von Jahren nicht sehr be» deutend sein dürften. Freiherr v. Iurlasch-Koch er-widerte, daß er für seine Person dieser Vewegung, mit der sich das Finanzministerium bereits beschäftigt habe, wuhlwullend gegenüberstehe. Es seien aber gewichtige finanzielle Bedenken vorhanden, die der Durchführung sich entgegenstellen. Abgesehen von den, Ausfall, der durch die um ein Jahr beschleunigte Vorrückung enl» stünde, wäre auch der sinnuziclle Essell dnrch die früher eintretende Fälligkeit der Pensionsbezüge, wenn auch bescheiden, so doch im Lanse dcr Zeit fühlbar. Auch stehe 9.n '-aibach für die Stadt Laibach statt. ^- — Gencralversammlnn.q des Vrsten H«'';bcs'ber. feines in 3albach.> Vorgestern abends um 8 Ul^r ,e ^" Erste .siausbesitzcrverein ", Lcnbach „n kl^nun Saale des Hotels „Union" seine diesjährige ordentliche Jahreshauptversammlung uutcr einer so regcn Nctcili. gung ab, wic sic bci diesem Vereine während des ganzen Dezenniums seines Bestandes nicht zu verzeichnen war. Dcr Vorsitzende, Primaribs Dr. Greguril-, begrüßte die Anwesenden, insbesondere die Landtags' abgeordneten K nez, Dr. Tav <" ar und Dr. Tril. ler und lieh dem Wunsche Ansdruck, daß nicht nur Landtags», sondern anch ReichSralsabgeordnete den Versammlungen des Hausbesitzervereines hie und da beiwohnen würden. Er erwähnte Weilers den jüngst er» gangenen Landlagsbcschluß, womit das Ansuchen der Hausbesitzer um Aufrechterhaltung des im Jahre 1905 gefaßten Laudtagsbeschlufses abgewiesen wurde, nacy welchem Beschlusse auch deu „ach dem 2. Inli 1900 ausgeführten Neubauten die Besreiuug von deu Lau» desumlagcn zugekommen wäre, berührte die in Aus» sicht stehende Reform der staatlichen Gebäudesteuer uud erklärte, daß es Sache des Hausbesitzervereines sein müsse, gegen den geplanten Reformenlwnrf auss eilt» schiedensie Stellung zu nehmen, weil dieser nicht etwa eine Erleichterung, souderu die Aufbürdung einer neuen Last für die Hauszinssteuerlräger bedeute. Der Haus» bcsitzcrvcrcin beabsichtige in Kürze in einem popnlären Vortrage auf die Schädlichleiten des Entwurfes und die Fehler des gegenwärtigen Steuersystems überhaupt hin» zuweisen. Am besten wäre wohl eine Progresive Haus» zinssteuer, die aus alle Einkommensgnellen des Steuer» Pflichtigen Rücksicht nehme» würde. Der Verein er» fuhr im Berichtsjahre einen Zuwachs von 47 Mit» gliedern, so daß die Zahl der Vereinsmitglieder gegen» ivärlig 27« ausmacht, was für die Stadt Laibach, welche 1800 bis 2000 Gebäude aufweist, sehr wenig ist. Der Verein hatte in dcr abgclaufcncu Geschäftsperiudc 1622 X 22 l, Einnahmen nnd 1388 X 97 1, Ausgaben. Die Rechnungen wurdeu vom Rechnungsprüfer Herrn Hudovernik durchgesehen und richtig befunden. — Dcr Vorsitzcnde betonte noch, das Interesse nicht nur des Vereines, sondern der Hansbesitzer unserer Stadt selbst erheische es, sich dem Vereine in möglichst großer Zahl anzuschließen, um so als wohlorganisierte Phalaur ge» meinsamen Zielen mit Erfolg zustreben zn tönneu. — Auläßlich der hierauf vorgenommenen Wahlen in den Ausschuß, in den die Herren Tuberiet, Dr. Gregorn-, Korsilq, Manrer, Dr. Po5ar, Petlov^ck, Dr. Pirc, Stedry/ Röger und Verovsek pf>r n^cIilMlNionmn gs. wählt wurdeu, brachte dcr Vorsitzende die von den Herren Karl L e s lowi tz, H a m ann nnd Ingenieur Endlicher eingeschickte Nachricht zur Kenntnis, daß die Genannten infolge eingetretener Hindernisse <'1c>in Xroi'^'u" »eben der St. Ja» lobsschnle, beim (^novar in der Nnhnhofgafse und beim Figawirt den Ehrenplatz einnehmen. Die Rauh-warenhändlcr und Vorläufer langen schon tagsvorher luit den ersten Nachmiltagszugen ein; desgleichen die auswärtigen Fellhändler. Und nnn beginnt ein animier» tes Feilschen und Handeln, das mit der eintretender Dämmerung immer mehr zunimmt. Dabei fpielen sich oft ganz hübsche Szenen ab. So sttzt am Tische ein ehrlicher, alter Reisnitzer. Ans einer Rebschnur um den Hals trägt er wohl über 20 Stück prachtvolle Edel» Marderfelle, die hcutc scincn ganzcn Stolz bilden. Die niederen, anfänglichen Angebote überhört er mit stolzem Gleichmut. Auf die neueren, höheren Angebote scheint ein Zeichen des Lebens in ihn, erwacht zu sein. doch dies alles entspricht noch nicht den kühnen Hofsnungen, zu dessen ihn die schöne Ware berechtigt, und verneinend 'schüttelt er mich jetzt noch den Kopf. Ein aller Be» lannter betritt die ranchgefüllte Gaststube. Der Reis. nik" üln'i»! erwacht zu sem: dies ist sein langjähriger Abnehmer; zu dem hat er sein volles Vertrauen. In einigen Augenblicken ist das Geschäft verfett. Mit der» klärten, Gesichte streicht er die ansehnliche Summe in scin Gcldtäschchen, daß er sodann bchulsam in seiner linken Vrusttasche verwahrt. Das Geschäft dauert ge» wöhulich dic ganze Nacht hindurch bis in die Vormit» tagsstundcn. — Die heurige „Laibachcr Börse" wurde von über dreißig ausländischen Pelzhändlern besucht. Die Ware war durchgchends schön uud die crziclten Prcise hielte», sich ungewöhnlich hoch. Die Fuchsselle, vor Jahren mit vier bis sieben Kronen bezahlt, wurden heuer mit 12 bis 15 Kronen verknust. Die gesuchteste Fcnbc: leuchtend rotbraun. Die Edelmardersclle, vor Jahren zehn bis zwölf Kronen, erzielten heuer hor-rende Preise, denn sie wurden mit 38 bis 42 Kronen bezahlt. Die Stcinmardcrselle sind etwas billiger' nichtsdcstowcniger wurden sie mit 28 bis 30 Kronen bezahlt. Der Preis der Iltisselle schwankte zwischen vier und fünf Kronen per Stück. Wildkatzen, die man vor Jahren mit zwei bis 3 Kronen bezahlte, erzielten einen Preis von vier bis fünf Kronen. Die Tachsselle wurden weniger verlangt, trotzdem wurdc das Stück mit fünf Kronen gezahlt. Die Fischottcrfcllc, die man vor Jahren um 16 bis 18 Krone» laufte, wurde» mit 36 bis 38 Kronen bezahlt. Anderweitiges Fellwerl gelangt weniger auf den Markt. — Im ganzcn wird an diesem Tage nm nahezu 30.000 X Rauhware in den Verkehr gcsetzt, was für unsere Verhältnisse schon ein hübsches' Sümmchen bedeutet. Die „Laibacher Börse" bildet mit» hin für so manchen eine ansehnliche Quelle von Ein» lunften. l<<-—. - lGcschworcncnauclosunff.j Für die am 1. März bcginnende erste Schwurgerichtsperiodc wurden, am 28. d. M. nachstchcndc Hcrrcn ausgelost: Als Haupt» gcschworcnc: Michacl Mman, Staatsbahnmaschinist in P. und Ncsitzcr in Laibach; Franz Nclx', Schlosser und Bcsitzcr in Laibach: Johann Bcli<-, Gastwirt nnd Vc» sitzcr in Laibach; Anton Boncu-, Kanfmann, Gastwirt »ud Bcsitzcr in Laibach; Joscf Brc»«'is', Landmann in Mcdvedje Nrdo sLoitsch); Paul Nlenln^, Holzhändler, Gastwirt und Besitzer in Wald lKronan); Franz <^il, Besitzer in Laibach; Franz Flerin, Kaufmann und Be» sitzer in Obcr.Domxale; Anton Gor^c, Kantineur und Besitzer in Laibach; Franz Gro^elj, Kaufmann und Be» sitzer in Laibach; Johann Gravel, Kaufmann in Stein; Max. Jerman, Privatier in Laibach; Vinzenz Jan, Bcsitzcr in Untcrgörjach; Alois Ko^ir, Besitzer in Laibach; Gottfried Krcnncr, Lchrer i. R. in Laibach; Matthäus Kubal, Gastwirt und Vcsitzer in Idria; Anton Kogcj, Gastwirt und Besitzer in Idria; Karl Kutnik, Grundbesitzer und Fabrikant in Verd bci Oberlaibach; Franz Lov^in, Besitzer i» Laibach; Andreas Man'an, Gastwirt, Fleischer und Besitzer in Laibach; Johann Millavc, .Kaufmann in Laibach; Joses Pint» bach, Besitzer in Ratschach lKronauj; Johann Robavs, Gastwirt nnd Besitzer in St. Martin bei Littai; Joses Resmann, Bäcker und Besitzer in ^goäe lRadmanns» dors); Karl Rcpe, Kanfmann in Secbach jarou als Vcrcinspräses uiil cincr Veglüßungs» ansprachc cröffnelc. Herr Dr. Majaron gedachte der voi 2l» Jahren sam 26. Jänner 1889) crfolgtcn Grün» dung dcs Vereines sowie des 25. Nestanojahrcs des Vereinsorganes „Slov. Pravnil", »voraus er seinem Bedauern darüber Ausdruck lieh. daß der Wissenschaft» liche slovenischc Nachwuchs, dcr sich für Dozenturen an dcr slovenischeii Universität vorbereitet, dcm Vcreins» organc gänzlich scrnc stchc. Rcdncr crllnrtc sodann, daß die für Böhmen gcplanlc Rcgelung dcr Sprachen» fragc nicht ohuc glcichzcitigc Regelung der Sprachen» finge in den von den Slovene,, bewohnten Gebieten er» folgen dürfe; ein diesfälliger Gesetzentwurf werde von dcn flovenischen Abgeordnelen dem»ächst eingebracht werden. Zu diesem Zwecke werde im Laufe des nächsten Monatcs cin gemeinsamer Dislussionsabend der Dcle» gicrtcn dcs „Pravnil" mit dcn sluvcnischcn Abgcurd» ncten stattfinden, lvic dcnn auch dcr Vcrein stets mit Frcudcn bcrcit sci, an dcr Lösung dicscr Fragc nacy Krästcn mitznarbcitcn. Voraussichtlich werden mich an» dere Vereine diese Idee aufgreifen und das Iniere,,e dafür in die breitesten Vollsmassen von Herrn Dr. Stoj an erstatteten Tätigkeitsberichte über das 20. Vereinsjahr entnehmeil wir folgendes: Der Verein zählt 175 ordentliche Mitglieder sum 7 mehr als i.m Vorjahre), 1 Ehrenmitglied und 173 Abonnen» ten auf das Vereinsorgan, das in 370 Exemplaren ver» cndet wird. Der Ausschuß trat zu 8 Sitzungen zu-ammen. Vom „Slovcnsti Pravnik" wurde im ver» lossenen Jahre der 24. Jahrgang, von der Sammlung dcr österreichischen Gesetze das 5. Heft, redigiert von Dr. E. Vol<'i<-, herausgegeben. Vom letzteren abon» nierle das Oberlandcsgcricht in Graz 51, das Ober-landesgericht in Triest 24 Exemplare. Unter dcr Presse befindet sich Dr. Vol<'-i<'-' kroatische Bearbeitung der Grnndbuchsordnung, die in Kürze erscheinen soll. Das 6. Heft der Gcschesammlung wird die Gesetze über das Verfahren außer Streitsachen samt der Notariatsord» nung umfassen. Von dcr populären juridischen Biblio» thet'(Redakteur Dr. VolÄö) sind bereits 11 Hefte er-schienen- einige wurden vom trainifchen Lcmdcsaus» schusse angekauft. Herrn Landesgerichtsratc Dr. Vol» , die Passiva 2958 X 85 1l, demnach beziffert sich das Rcinvermügen mit 3641 X 69 ^. Der Spczialfonds für die Herausgabe von Gesetzen in slovenischer Über-tragung hat im Aktivvermögen die Höhe von 2283 X 23 k erreicht, dem keine Passiva entgegenstehen. .Das dem Vereine von der Stadtgemeinde Laibach gewährte Darlehen belauft sich samt Interessen auf 2405 X 3U l). — Neide Berichte wurden genehmigend zur Kennt» nis genommen, worauf Herr landschaftlicher Konzipist 6karja den Bericht über den Stand der Vereins» bibliothek erstattete, die einen Znwachs von 44 Werten, weiters von verschiedenen Fachblättern und Revuen er» fahren hat. Herr Bezirkshauptmann i. R. Lapajne regte hiebei die Anschaffung von Iuditatcn des Reichs» gerichtes, Herr Landesgerichtsrat Dr. Vol 5 iä die suk» zeffive Veröffentlichung des Kataloges der Vereins» bibliothek im Vereinsorgane an. — In den Ausschuß wurden folgende Herren gewählt: Dr. Majaron als Vereinspräscs, Dr. Üvigelj, Dr. Stojan, Dr. Toplat, Dr. Papci, Dr. Mohoriö, La» pajnc und ütarja Me in Laibach), Dr. Bab» nik, Dr. Hrai^ovec und Dr. Zucconi sanswär» tigc Mitglieder). Revisoren sind wie bisher die Herren Advokat Dr. Mund a und Oberlandcsgcrichtsrat Pole. — Eine lebhafte Debatte entspann sich über die Anträge des Herrn Landesgerichtsrales Dr. Vol» <>i<:, das Vereinsorgan alle vierzehn Tage und in vcr-mehrtcr Auflage erscheinen zu lassen. Die Verhandlung lieferte kein positives Resultat, indes wird sich der Ausschuß mit dieser Angelegenheit zu beschäftigen haben. Ein weiterer Antrag des Herrn Dr. Vul<:i5-, betreffend die Änderung einiger Bestimmungen der Vereinsstatu» ten, soll in einer außerordentlichen Hauptversammlung erörtert werden. — Die Versammlung fand erst nach Mitternacht ihren Abschluß. — jPortrasssabend des Vollsbildungsvercincs „Ata» dcmija".> Gestern abends hielt Herr Redakteur Raslo Pustoslem^et im „Mestni Dom" einen Vortrag über die Annexion Bosniens und dcr Herceguvina. Die so aktuelle Frage, die in jüngster Zeit auch in unserem Laudcsvcrtretungskörper ihren parlamentarischen Nach» klang gefunden hatte, sei für die Südslaven und suhin auch für die Slovenen von eminenter Bedeutung. Aller» dmgs seien die Interessen der einzelnen südslavischen Völkerschaften durchwegs keine homogenen. In ganz an» derer Perspektive betrachte das Serbenvolk den Gang dcr politischen Ereignisse, die sein Nachbarland, aus dessen möglichste Unabhängigkeit es stets große Stücke hielt, über Nacht in eine Nachbarprovinz verwandelten — ganz anders betrachten diesen politischen Werdegang und dessen voraussichtliche Wirlungen die österreichischen Südslaven, die Kroaten und namentlich die Slovenen, Völkerschaften, welche eben österreichische Neichsunter» tcmen sind und bei denen naturgemäß das National» qefühl dem Gefühle der staatlichen Reichsuntcrtänig» kcit subordiniert ist. Insbesondere bei denSlovenen zeige sich dies bei jeder Gelegenheil in der ausgesprochensten Weise. Somit geradezu diametrale Gegensätze gegenüber den Aspirationen und dem Beurtcilungsstandpunl? des Serbenvolkes, das das Alpha und Omega seiner Exi-stenz in der Prospericrung seiner nationalen Ideen er. blicke. Der Vortragende ging auf die historifchen und wirtschaftlichen Gründe dieser nalionalpolitischcn An- schauungen Serbiens ein und beleuchtete sohin auf Grund eines umfassenden Zitatenmaterials die Frage, ob die Annexion der in Rede stehenden Gebiete für die Zukunft des Slaventums und namentlich des Süd» slaventums als vorteilhaft zu begrüßen sei oder nicht. Dies sei, wie aus den Aussprüchen der meisten slavi» schcn Gelehrten und Staatsmänner hervorgehe, teils zweifelhaft, teils zu verneinen. Anders urteilen hierin die österreichischen Südslaven, und namentlich die Slo» Venen — denn insbesondere letztere seien in erster Linie österreichische Patrioten und dann erst Slovenen. — Das Publikum, das in mäßiger Anzahl erschienen war, zollte dem Vortragenden lebhaften Beifall. ^ Muscalverein fnr Ärain.j Im Landesmuseum „Rudolfinum" fand gestern abends die diesjährige Hauptversammlung des Mnsealvercines für Krain stall. Der Obmann des Vereines, Herr Landesschulinspettur Levec, begrüßte die Erschienenen und gab seiner Freude über die verhältnismäßig zahlreiche Teilnahme der Mitglieder Ausdruck; es sei dies ein Beweis, daß sich das Interesse für den Verein gehoben habe, was ja auch ans der bedeutend gesteigerten Anzahl der Mit» gliedcr geschlossen werden dürfe. Auch der Kreis der Mitarbeiter an den Vereinspnblilationen habe eine namhafte Erweiterung erfahren und wenn es noch ge» lingt, die berufenen Faktoren zn entsprechender Sub» veiitionicrung des Vereines zn veranlassen, dann sei etl. eifrenlicher Aufschwung des Vereines und dessen lite» rarischer Tätigkeit mit Sicherheit zn erwarten. Der Obmann sprach den Redakteuren der Vcreinspublita» tionen sowie sämtlichen Mitarbeitern den Tank ans und hob schließlich mit besonderem Dante hervor, daß Herr Professor Dr. ? mavc sich der Mühe nnterzogen habe, die große Anzahl der tauschweise eingelangten Pnbli» tatiunen zu sichten und zn ordnen. Wie wir dem Verichtl des Vercinssekretärs, Herrn fürstbischöflichen Kanzlers V. Stesta, entnehmen, belauft fich die Zahl der Vercinsmitglicder derzeit auf 255 und hat sich im Ver» gleiche zum Vorjahre um 52 vermehrt. Die Redaktion der deutschen Vereinspnblitationen <„Earniola") be-sorgte Musealkustos Dr. Walter 6 mid, jene der „Izvcstja" Dechant Anton K u^b l a r. Die Vereins» Publikationen haben im abgelansenen Jahre eine nam» hafte Bereicherung erfahren und die Vereinsleilung werde bestrebt sein, die Editionen in HintuM nach Tunlichkeit anf ein noch höheres Niveau zu hebw. Der Sekretär machte schließlich die Mitteilung, daß die Inbi» länmsausgabe der „Earniola" in die kaiserliche Fidei» tommißbibliothet aufgenommen wurde. Der Vereins» kassier, Professor Milan Pajk, erstattete einen ein» gehenden Bericht über die finanzielle Gebarung. Der Rechnungsabschluß weise leider ein Defizit von 2758 X anf. Die Mitglieder» und Abonnementbeiträge reichen für die Bestreitung dcr Auslagen bei weitem nicht aus. Wissenschaftliche Vereine bleiben stets auf Subvcnlio» ncn angewiesen; in der Hinsicht aber sei es mit dem Musealverein keineswegs gut bestellt. Wohl habe die Unterrichtsverwaltung dem Vereine eine ordentliche Subvention von 600 X bewilligt, dagegen sei die Sub» vention des krainischen Landtages schon seit Jahren ausständig. Es sei jedoch Hoffnung vorhanden, daß nnn» mehr auch das Land Krain, das ja in erster Linie an einer gedeihlichen Tätigkeit des Vereines interessiert sei, dem Vereine kräftig unter die Arme greifen werde. Über Intervention des Vizepräsidenten des Abgeord» netenhauscs Herrn Abg. P o g a 5 n i k habe das k. l. Unterrichtsministerium dem Vereine für das laufende Jahr eine außerordentliche Unterstützung von 300 X bewilligt. Die Finanzen des Vereines seien derzeit zwar keineswegs erfreulich, allein dcr Verein habc vicl Lc» benskraft betätigt und der Ausschuß gebe sich dcr Hoff» nung hin, daß es ihm mit Unterstützung der berufenen Fakturen gelingen werde, den Bestand und die Tätig» teit des Vereines auf eine sichere Grundlage zu stellen. Der Bericht wurde genehmigend zur Kenntnis genom» men und dem Rechnungssührer über Antrag des Herrn Revisors Podlraj^et das Absolutorium erteilt. Bei der hierauf erfolgten Neuwahl des Vereinsaus, schusscs wurden gewählt, und zwar: zum Obmann Herr Landesfchnlinspet'lor Franz Lcvec, zu Ausschußmit» gliedern die Herren Dr. Josef Eerk, Dr. Josef G rüden, Milan Pajt, Lukas Pintar, Dr. Guido Sajovie, Viktor Steska, Dr. Jakob Amavc und Dr. Walter K m i d. Zu Ncchnungsrevi» soren wurden berufen die Herren Franz Podtraj» 5e k und Ivan V r h o v n i k. Schließlich wurde dem abtretenden Ausschusse für dessen ersprießliche Tätigkeit der Dank der Hauptversammlung votiert. — Drgänzungswahlen der Handels» und Gewerbe» lammer in Laibach.) Gewählt wnrden serner: aus der Gruppe des Kleinhandels die Herren D i t i r i ch und Fürsagcr mit 699 Stimmen, aus der Gruppe des Mittclgcwerbes die Herren L e n a r <> i 6 und Ma j» d i <"- mit 725 Stimmen, ans der Gruppe des Mittel» Handels die Herren M e j a 5 und Hrcn mit 379 Stimmen, aus der Gruppe des Großhaudels die Herren Ivan Hribar und Knez mit 45, Stimmen. (Alle gehören der national-fortschrittlichen Partei an.) In der Gruppe des Großgewervcs erhielten die Herren Kutnit und P a m ln e r je 47 Stimmen; das Los entschied für Herrn P a m m e r. In dcr Montangruppe wurden die Herren Dr. Ambrositsch und Sa» massa mit 4 Stimmen gewählt. — sDer Allgemeine sloveuischc Frauenverein) wird morgen um 5 Uhr nachmitl. im Vereinszimmer sRömer» straße 9) seine ordentliche Hauptversammlung abhalten. — , denen die Aus-gaben in der Höhe von 35 X 75 l> gegenüberstanden,-daraus ergibt sich ein Kassarest von 129 l< 43 l». -Für die Versammlung war ein Vortrag des Herrn Jakob Jeglii-, Besitzers in Duplje, über die Blume I. binar l. I. tagenden Versammlung des slovenischen Zcntralbiencnzuchtvereines in Laibach werden die Filiale die Herren Ivan Lampe und Franz Luznar cils Delegierte vertreten. -- Angenommen wurde der Antrag des Herrn Franz Luz'nar, wornach am 28. Februar I. I. um halb 3 Uhr nachmittags eine außerordentliche Vollversammlung dcr Filiale ab» zuhalten sei, bei welcher deren Stellungnahme zur innen Genusfcnschast festgesetzt werden soll.' — Endlich gelangten die Überreste des im Frühjahre 1908 in Vir» lendorf und Podnart von der Filiale veranstalteten Vienenmarltcs an die Mitglieder zur Verteilung; es waren dies nett bemalte Vorderbrcttcr für Bienen-stocke lein Wert des Herrn Matthias Vradaäka in Krainburg), praktische Gerätschaften für Imker, ja so» gar eine goldene Biene als Uhranhängsel usw. - Dem Ausschusse der Filiale gehören folgende Herren an: Johann Lampe, als Obmann und Kasficr; Franz Luznar, Oberlehrer in Primslovo bei Krainburg; Michael Er5en, Straßeneinräumer in Krainburg, als Sekretär; Johann Strupi, Besitzer in Rupa bei Krainburg, und Laurcnz Konjedic, Bahnmeister in Krainburg. —f?. — jAuo der Wochcin.j Am 1. Februar findet in Görz ein großer alpiner Ball statt, worauf sich die Teil» nehmer in die Wochein begeben, um dem Rodelsport, vergnügen zu huldigen. Der Ausslug der Görzer ist auf den 2. Februar festgefetzt und dürfte, dem regen Inter» efse, das der Veranstaltung entgegengebracht wird, und der rührigen Tätigkeit des Vorbereiliingslomilees nach zn schließen, ein sehr animierter sein. Es wäre sehr angezeigt und wünschenswert, daß auch die Teilnehmer des hiesigen, gleichfalls am I. Februar stattfindenden alpinen Balles, die Gelegenheit benutzend, in recht an» sehnlicher Zahl ihren Görzer Sportslollegen ein Stell» dichcin auf den blinkenden Hängen unserer schönen Winlersportslation Wocheiner Fcistritz geben würden. An Unterhaltung wird es nicht fehlen. Anch die Wochei» ncr rühren sich und es macht eine Gruppe in National» kostümen ihre Vurvisile aus dem Balle in Görz, eine zweite laus Veldcs) ebenfalls ill Nalionaltrachl auf dem Balle in Laibach. Laibacher Zeitung Nr. 24. 205 30. Jänner 1909. — jVolkökonzcrt.j Das Orchester der Slowenischen Philharmonie veranstaltet morgen nnter Leituug des Konzertmeisters Herrn Marcnzzi im großen Saale des Hotels «Union» ein großes Voltslonzcrt. Beginn um 8 Uhr abends, Eintritt 60 Heller. Das Konzert findet bei gedeckten Tischen statt. * «Mfnndenj wurde: eine Pferdedecke, ferner ein goldenes Armband. Theater, Kunst und Literatur. Konzert zu Gunsten des Militärkapcllmcister-Pcusionsfuudö am 28. Jänner 1'.)U!1. Die Konzertezum Vesteu des Militärkapellmeister-Pcnsionssonds sind eine alljährlich von allen Musit» freunden willloulmei» geheißene Erscheinung im Knnst» leben unserer Stadt, denn sie bieten stets ein a.ewäl)l» tes Prograuiui mit hervorragenden Neuheiten in treff» licher Äussühruna,. Zn dem vorgestern veranstalteten Konzerte hatten sich die Musikkapelle des 27. Infanterie, regiments, verstärkt durch Musiker des 17. Infanterie-regiments, und Mitglieder des Slreicherchors der Phil» harmonischen Gesellschaft unter Leitung des ansgezeich-ncten Dirigenten, Herrn Militärkapellmeisters Theo-dor Christoph, zu gemeinsamem Wirken verbnnden-sie wagten sich hiebei au eine hohe Ansorderunqen ftel» lcnde Anfgabe, die fie mit glänzendem Erfolge lösten. Das grüßte Interesse wnrde der Tondichtung „Tod und Verklärung" von Richard Stranß entgegengebracht. Der Bedeutung des hervorragendsten Tundichters der neuesten Zeit wnrdc bereits anläßlich der Aufführung von einigen seiner sinfonischen Werke Rechnung a/. tragen. Wir erinnern an das Konzert, das N. Strauß in Laibach veranstaltete, wobei seine Sinfonie „Aus Italien" zur Aufführung gelangte, an das Lowe-Konzert, das nns die Bekanntschaft des sarbenglühenden „Don Inan" vermittelte. Grüßer nnd gewaltiger als letztere, vielleicht die gewaltigste unter feinen Tondich» tunaeu, übt „Tod und Verklärung" einen machtvollen Eindruck aus, dem fich niemand entziehen kann, der einer nenen Knnst mit nenen Ausdrncksmitieln Ver. ständnis entgegenbringt. Der Tondichtung steht ein poetischer Vorwnrf zur Seite, der uns das grausige Niugeu eines kraulen Men» scheu gegen den Tod schildert. Im ^ieberwahu schwebt seinen« inneren Auge der Kindheit Morgenrot, des Jünglings keckes Spiel, die Zeit der ernsten Männer» kämpfe vor, bis den» um die höchsten Güter der Mensch» hcit Ringenden der Tod ein furchtbares „Halt" ent» czegcnrufl. Dem von irdischer Bürde Befreiten künden jedoch aus lichten Himmelshöhen reine Harmonien die Erfüllung feines Strebens, Kämpfens, Wclterlösung, Wcltvcrllärung an. Die Tondichtung gliedert sich in vier Abschnitte. Drei versinnlichen das Ringen des Sterbenden mit dem Allbezwinger Tod, der lehte Abschnitt stellt die Er-lösung, Verklärung dar. In ihrem Ansbau, ihrer Durch» führung, besonders aber in den Gegensähen, in seiner Entwicklung nnd Steigernng, in der polyphonen Me» lodik, deren Schönheit R. Strauß dort zur Geltung zu bringen weiß, wo er sich dem Fluge seiues dithyramb»'» schcn Geistes bedingungslos hingeben kann, wie in der ersten Periode das Todes» nnd Kindheitsmotiv, im vierten Abschnitte das Ideal»Motiv nnd die Verklärung, erkennt mau die Charakteristik seiner Stilisierung. Den durch Richard Wagner aus eine enorme Höhe gebrachten Ausdrucksfaltor der modernen musikalischen Kunst, das Orchester, hat Richard Strauß uoch wesent» lich zu steigern verstanden. Die Palette des Tondichters lrx'ist Hunderte von leuchtenden nnd malten, glitzernden, schillernden nnd dumpfen Farben ans; mit geistreichem Raffinement wird in verblüffenden Klanglombinationen und eigenartigen Harmonien, ja sogar dnrch Vergewalti» gung der Naturesselte einzelner Instrumente eine sinn» lich schöne Totalwirlnng des Klangtürpers erzielt. Es ist freilich nicht ausgeschlossen, daß die musitalische Natur in seinem Innern mit den» Verstande i» Konflikt kommt. Denn oft hat der Zuhörer das Gefühl, als ob der Tundichter ein tausendtöpfiges Orchester im Innern hörte, daß er mit lausend nnd aber tausend Stimmeil reden lassen möchte, daß ihm der Saal zn klein, die Farben zn eintönig sind. Dadurch wird der Kunst» genu ß oft zugunchen des K n n st i n l e r e sfa n t e n geschwächt. Au der 5iand des Musilführers war es dem mup. lalifch gebildeten Zuhörer nicht schwer, den Einzelheiten des geistvollen Werkes zn folgen, die in ihren trag», schen Höhepunkten — wir verweisen beispielsweise aus das furchtbare „Halt", das der Tod dein zur Erkennt-'"s strebenden Menschen znrust — geradezu erschut» ternd, in ihrer idealen sinnlichen Schönheit entzuciend wirken. Der großen Wirkung konnte sich das Publikum "n, so weniger entziehen, als die Ausführung der Ton-Achtung durch das Orchester bewnndernswerl war an das die höchsten Anforderungen auch m technischer Hin» Wit gestellt würden. Das Orchester zeigte f,ch der „der das Normale der Kraft weit hinausgehenden Aufgabe "'cht allein voll gewachseu, sundern entfaltete em ,o Münzendes 'iusammeuwirlen, daß ihm h'ep.r die ehrend->,nkires hei. ligcn Evangelisten Markus) um 10 Uhr' Hochamt: Preismesse '„«nlv« Nl^inli" vou G. Ed. Stehle, Gra> dnale <^an«t!o« von Antun Foerster, Offerturium Ii> uil,ix,lii torruin Vuu Mol. Vrosig. Telegramme des l. k. Telegraphen-ztoriespondenz-Bureaus. Rcichsrat. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wien, 29. Jänner. Das .haus zuerkannte teinem der in Verhandlung gestandenen sechs auf die böhmischen Angelegenheiten bezüglichen Dringlichleitsanträgc die Dringlichkeit und nahm nach Zuertennuug der Dring' lichleit in allen Lesungen den Antrag des Abg. Pater Stojan, betreffend die Verlängerung der Gcltunqs-dauer der Gebühren» und Stempelfrciheit für die Iubi» läumssliftungen, an. In» Einlause befindet sich neuer» lich eine größere Anzahl von Dringlichteitsanlrägcn. — Nächste Sitzung Mittwoch. Die Valkanfragcn. Paris, 29. Jänner. „Echo de Paris" bringt ein Interview mit einem angeblich hochgestellten Politiker, der schon kürzlich Vorschläge zur Lösnng des österrei» chisch-ungarisch.scrbischen Konfliktes gemacht hat. In seinem heutigen Interview erklärt dieser Politiker, Ser-bien branche für seine kummerzielle nnd landwirtschast» liche Entwicklung einen Absatzweg, der möglichst bald zu seiner Verfügung gestellt werden müßte. Die zweck-mäßigste Bahnlinie wäre die gegenwärlig teilweise be» reits fertige Linie Velgrad»Kragujevac.Vardi>itc.Sara» jevo nach Gravofa oder Eaflelnuovo, wo ein Frei» Hafen zu errichten wäre. Eine Formel für das üster» reichisch.ungarisch-serbische Arrangement, betreffend die Eisenbahnlinie, wäre leicht zu finden. Unabwrislich wäre, daß die Mächte ein derartiges österreichisch»unaa' risch.serbisches Übereinkommen gutheißen und dessen Durchführung verbürgen. Wien, 29. Jänner. Einem von der Korrespondenz „Zentrum" veröffentlichten KommunicM- zufolge hat heute die Konstituierung des „Slavischen Zentrums" stattgefunden. Die neue Parteigruppe besteht aus dem südslavischen Verbände, den ezechischen Kathulisch.Natio» nalen nnd den Altruthenen. In das Präsidium wur» den gewählt Dr. Hruban, Dr. Iv^evi^ und Dr. 5usteri;i<5. Das Slavische Zentrum zählt 58 Mitglieder. Messina, 29. Jänner. Gestern abends und heute früh wurdeu starke Erdstöße, verbunden mit unterirdi» scheu, Getöse, wabrgenommen. In den znm Bahnhöfe führenden Hauptstraßen werden die Abräumungoarbei» ten mit großen, Eifer betrieben. Es herrscht sehr schlechtes,'kaltes Wetter. Brancaleone, 29. Jänner. Um 4 Uhr 45 Minuten früh wurde hier eiu kurzer Erdstoß verspürt. Verantwortlicher Nedalteur: Anton F u n t c l. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. SeclMe 30«'ii in. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. -3 3^5 ^T 5 «<5L '^s2 U7N. 745 1"^0O. schwach t«l»v7heiter " 9 U. Ab. 743 5 -9-1 . bewbllt ^01 7 U. F j 737-4 l'N'7j S, schwach ! » j00 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur -8 0', Normale -19°. Wettervoraussage für den 30 Jänner: Für Iteiermarl. Kärntsn lind jc r n i n: Wechselnd bewöllt, mätzige Winde, sehr lalt, midcsti>»mt, unbesmiidig; für das Küsten» I'M?»: Meist heiter, stürmische Vora, sehr lalt, undrftimmt, a«« haltend. Seismische Berichte und Beobachtungen der Laibacher Erdbebenwarte (sssgrlwdc! vu» der ttiain. Cparlas^t <«»?), (Ort: Gebällde der l, l. Staats'Oberreallchule.) Lage: N0rdl.Vreite46" 03'; Östl.Länge von Greenwich 14-31'. Nessinn «5 ^« berd^ ZK ZK Zss ßZ3 "ss V ^ distanz '^Z I.Z KZ> M' "H Z H "V HW ^" ^ Z «3-Agram: 28. - <»4 39 41-----------04 89 54 s>4 3' 58 0l 4b V (Ili) Vebenbcrichte: Am 28, Jänner gegen 4 Uhr 40 Min. Erschlltteiunss in Palrac und Lipil. Die V obenun ruhe" zri^t seit den Morc,mstimden des 30. eine ziemlich beträchtliche Zunahme an dcn beiden lurzpi-iiodlschcl, P>ndrln. Sie ist am 4 Selundeilpenb«-! «mähig start» bi« »starl^, am 7.3el!llld<-npe,idel «mäßi« sturl». «lm 12 Teiun^enpeichel ist leine Verstätlung zu bemcrlen, .. Di. Bube ..»,.... ht wird 0. '"l^w... -.är^^. l^'^ -.ltonr» Uilruhe an »llni Pendeln. Laibacher Zeitung Nr. 24. 206 -W. Jänner 1909. Unsere 8ttßelttlll wiickll nber stauntil, wrnn sie sehen könnten, welche Entwicklung der Winterspot genommen hat. Rodel, Bobslen und Tli herrschen vor und Wintersportfeste sind Vcran» staltunssen der vornehmen Welt geworden. Nun ist der Nmtelsftort ja gewih gesund, aber doch nur, wenn man sich vorsichtig vor Erkältungen hütet. Und das tut man sicher und bequem, wenn man während der Fahrt immer eine Sodener Mineral Pastille (Fays echte) im Munde zergehen läßt. Latz Fays echte Eodener auch jede vorhandene Erlältuna. schleunigst beseitigen, ist längst bekannt. Man lauft sie «n allen Apotheken, Drogen» und Mineralwasser Handlungen für k l 2"> die Schachtel. (50^5) 2 2 Gl'neralrcpräscntanz für Osterrei«b>Nngarn: W. Th. Wuntzcrt, Wten, IV 1, Große Neugasse Nr. 17. Mit l. Feliliml 19U9 beginnt ein neues Abonnement auf die Laibacher Zeitung. Die PränumerationS'Bedingungen bleiben unverändert und betragen: mit Vallversenoung: sür Laibach: ganzjährig . . »N 15 — k ganzjährig . . 22 X — d halbjährig . . I» » — » halbjährig ll » — » vierteljährig . 7 » llN » vierteljährig . 5 » »O » monatlich. . . 2 , »tt » monatlich. . . I » 85 » Für die Zustellung ins Haus für hiesige Nbonnenten per Jahr 2 Kronen. Die P. T. Abonnenten werden höflichst gebeten, den Pränumerationsbctrag für die »Laib. Zeitung» stets rechtzeitig nnd in vorhinein zu entrichten, da sonst die Zusendung ohne weiteres eingestellt wird. M»^ vie plänumelation> vetläge wollen ponolsei l»se»enffnr ^cllvi«^nrvu,t«r (! (snor in^nre!»«Hllt« diutilsHlllullllm«). — ü sttiole «lllop^l»oli« VlllHor. — 3.) I^donZv«^ (re»Ii-»tiscli. — 4.) UÄ»!cni»I»ü,II slinloi-iort). — b.) Nu» »utro ^oncln Verlmltunls (»elir k0mi»cli). Danksagung. Mr die vielen ergreifenden Beweise uun Antrilnahme und Mitgefühl an dem harten Verluste der mich getroffen, für die prachtvollen Kranz-spenden nnd die ehrende Begleitung zur letzten Nnhestätte meiner ge-liebten Frau. sagt tiefgefühlten Dank, im eigenen sowie im Namen der Familie Baumeister Roman Treu. Laibach, 30. Jänner 1909. (348) Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kursblatte) vom 29. Jänner 1909. Lie uolicrlcn Kurse verstehen sich in Kronenwährun«. Nie Notiermia sämtlicher Ullie» und der .Diversen Lose. versteht sich per Stücl. Geld Ware Allgemeine Staatsschuld. Einheitlich« «ente: <«^ lonuer. steuerfrei. Kronen -!2!4 ' 18^4-r ,. lU« fl, . , !L«4 25^6 ?5 l«»4er ,. za « 25 D«m.-Pfanbl!l, k 12« fl, 5"/n 2'^u 2b 2l>1 2ö Staatsschuld der im Ueichörate vertretenen Königreiche uud Länder. vtsleri. Goldrente steuerfr,, Gold per Kasse , , , , 4"/« 114^7» N4 9i v«sterr, Rente ft«<> Kr. per »asse 3>/,'/<> 83 90 84 10 «lsenba«,«. « atSschuldvelschreidungtN. », St,) Kronen . 4"« 94'7b »ü 75 studols Bahn, in ltronenwähr. fleueifrel. sbiv, von 4l« Nionen . 452 b« 4bb 50 detto Linz-Büdwei« »00 sl, «. W, in 3i,d,r. 5>/.V« ^ ^2» — 428'— dettu Lalzbura Tirol ü«> fl. e, W, in Silber, b"/« , , »22 — 425 -K«««'al«ahn 200 "nb 2000 Kronen, 4"/«.....192 — l93 — Geld Ware V«m Staate zur Zahlung übernommene Eisenbahn. Priorilatö Oblissationen. AülM, Wcs«l,ah„ (tm, <«',^, 4U0, 200" >l, lU0«<» »rollen 4"/» 9b »b SS 25 Elijabeih Äaliü «00 u, !luuo M. 4 au !0"„......11b 15 II« 15 Vlisabeih Äal,!i 400 u, 20tm, >«0^ 95 s0 d« SV Franz Ioscpl,-«ah„ »- I04-- dclto <00 u, 500» l< 3'/,"/« «ü 30 8630 Vorarlberaer Bah» /,"/<, betto per »asse . 80 8b 81 «5 Ung, Prämienanleihe u 100 « l»2 üU delto ^ 50 fl, 18« b0 l',!2 5>> Theik,-Rcl,..Lose 4°/„, . , ,142.-146 50 4"/„ ung, Erund 'tl-Obliss, . V2 4b 92 ,5 4°/« lroat, u, sla Erundentl, Obligationen . . . . 92—94 — Andere öffentl. Anlehen. Vusn, Laodeianlrhen >enb, Laxdei- «nlrhrn sdiv,> 4>/,"/„ . , 9735 9«'25 5"/„ Dona» Ne«,.Än>shcn 18<8 l03 >l0 W42U Wiener Verlehrüaiilchrn 4"/„ . «5'50. 90 50 drlto ,900 4"/« l 50 Nnlrben der Stadt Wien . , IM'- -^02 — detlo ,S, vdcr G) 1874 12125 1^225 delto 50 betto («leltr, >v, I ,i»00 95 4" W4U betto (Ilw.«, v. 1,190^ «>20 9U2>> detto v. I. 1908 , . . Ub'40 W 15 Vörseiibnu Nülchen vcrlosb. 4«/„ Ub.»»> Ss'«0 Nussischc LlaateanI, v, I, i!»o« j f. ,00 X per »asse . b"/« — — —'—! delto per Ultimo 5"/„ »« — SS bo Bli,s, Slallt«-Hl,plllhelaranlrhf,! l <^U^......e^/„ ,20 50 !2lü0! Geld Ware «ulg, StaatsGolbanIeihe 1W? l, 100 «tronen. . 4'/,°/» »SS« 87S!» Pfandbriefe usw. Bodenlredit. all„, österr,. in 50 Jahre» uerlosbar . 4"/„ S4 l0 95 «0 Vöhm. Hypothelenb,, veil, 4"/„ »«'45 97 4» Zentral,-'^iit>,.Nicd,.Bl,.ös. «at, ^ 4"/n 94'25 »5 25 Landesb, d, nönigr, Oalizic,, u. Lubom,. 57 >/, I, rückz, 4"/„ 932b 94'25 Mähr, Hopoihelenb,. ve>l, 4"/„ Ub»b 9« »5 «, l>sterr,La,ldes.Hyp..«nst, 4"/„ "6 b0 97'50 detto intl, 2"/„«r,verl,3'/i°/<, ««' «9' — detto N-Echuldsch. veil, «'/,«/" ««' ' «2- dctto verl.....4"/„ i>«'2^ l»? 25> Oestcrr-una, Vanl. 50 Jahre verl,. 4"/„ ü W , . , «7^-^ ^ ^b betlu 4°/„ »roncü-W, , , »«?ü U" 7ü Spall,,ltrsleüst,.erl.4''/» '-»«^ "- Eifeubahn-Prioritäts' Obligationen. Oeslerr Nordwestbahn 200 sl. S- 1«2 3U 104 30 2!aatebal,,i 500 ffr.....390- 337' Südbahl, k 3"/„ Iänner-Juli 50" Fr, lper St ) . 260 9> 2S2 9« Südliahnii 5"/„ 20Nsl, Vo.V. l1»Ub 11» Ub Diverse Lose. (Per Ltücl,) Verzinsliche Lose. 3«/« Vodenttedil-Lose "" ^ "b 50 NnverzlnKliche Lose. Vubap, Basilika «b - 2»5'- Noten Kreuz, ösl, Wes, v,, 10 sl, bi 40 l>5 ^0 Molen Nreuz, un«, <»es, v , 5 sl. 2« 50 »0 50 Rudolf Luse 10 fl...... ««'— 70- Salm Lose 40 fl. K,-M 24b'— 255-Türl, blia, 400 Fr, per «nsse 18725 18< 25 d«!° per Mc^io . , . 184— ,85 - Geld Na« Wiener «omm-Lose v, I, 1874 485— 49b — »ew.-Lch d,3"/nPrüm,SuIb, d, V«be»lr..«nsl, (tm. 1889 S»Ü0 78 bN Nltien. Transportunteruehmunnen. Äussin Trplitzer Eiienli, 500 sl, 2270 - 2280 — Böhmische «urdbahn «50 fl. . 40"'- 402- «uIcht!cl,lllderO0fl,»,-M. 2830 — il»4!>-. dcüo ,lit. ll> '^00 !l, per Ull. 1043'— W52 -DonauDampüchi^alirls Wes.I., l, l. plit,., 500 !l, ll,M, . 927'— 932'— DuxVode!!dachcrEiscub,^0U»r. f>^8— b52- ffeldiilanda-Aordb, 1000 flNM. 5030 — 507U — ltaschau-Oderbclger ltisexbahn 200 fl, S....... 35? — 3«0 — Lemb, 0 sl, S. , 552'5l> 55.5 — llloyb. üfterr.. 400 lcronen , . 41N - 418 — Oeslerr,Nordwestbahn,^«0sl V, 448 25 449 — betto ,I'l, >!) XO0sl,S,p, Ult, ^48- 4zz,^ Pran Tiixerltisenb, ltt0fl,abnl<, 2>« — 818- LtaatSeiirlib, 200 sl, S, per U<», «76 :.0 67? 5>, Südbahn 200 sl. E. per Ultimo 99 90 100 !)0 Sübnordde»! che Vtiliinbungib. 200 sl. » M..... 298 - 299 50 Transpollgssellschasl. interna»., «l. G.. 200 ltronen , , , 110 — 120 — Ungar. Westbahn («aab-Oraz, 200 fl. S....... 408 — 410'. Wiener Lolalb.««, Ges. 200 sl. 200- 20b 50 Vanlen. Nnnlo-Oesteir Vanl, 120 sl, , 2N3— 294- Banlliercin, Wiexer, per Kasse - -^ - — dello per Ulümo b!3'75 5i4'7ö ^!odenlr,.«ns» .aN„. öft.IWNr 1057 — io»2 — Zenll.-Bod.lrledbl..l>st..z!0«sl, b2« — b2» — Nrcdüaiislalt sür Haube! u„d Gew. 320 Kr. psr «asse . -— — - delto per Ultimo «29 75 «M 75, Nredübllnl, unn, allss,. 200 Nr 72« 75 729 75, Deposiieuda»,! nllg. 200 00 s,........ 40470 407- «iscl!lia!,»w..Ltiha,.ers— lllcltr «llien-Ges,, vereillisste . Ltl'— «»-— Hinierlierffsl Palr-, Zuobh,- u, Mel,-Fa >ril, 400 «ronen . 973— »77 — Liesiuaer X'rauerei 100 sl, , «20 - 2«4 — Mo»ta»-Wss.. öst, alpine, 100 fl, 628 «ü «« » «Poldl-Hülte.. Tifa^laüßstahl. ff, «lt-Velrllschaf!. 200 ll, 4,b'- 4«« — Prasser (tiseliiubustriesselellschaft 200 ll........ 237b —»» — Rlma Murann-Salffo Tarjaner Eileilw 100 sl..... bllO'bN b»>50 Sal,'o Tarj. Lleinlohlen 100 fl, 579— b8» — 'Schlünslmühl>.Pavlesf..200sl, «»«'— XX — «Schod»icll>. «.-«. für Petrol.- Industrie, 5.0» llronen . 44«'— «z«-«» 'Ntryrcrmühl». Papiersabril u, Perlalisnesellichas! , . . 42«-— 430 — Trifailer «uhlexw. Wes, 70 sl, 27» — «7h — Türl, Tabalregieaes, 200 Fr. per Nasse....... -- — — detto per Ultimo »lb bv »«7>«> Wnffenf.-Wes.. üsterr.. 100 sl. . «0l — e»4 — Wiener Äauss,!ell!chast, 100 fl. >46 - ,4» — Wieilerberner Ziegels, «lt,-G«l, «»«'- «^» — Devisen. Nurze Eichten ««> Vchecks. Nmslcldam....... ,!»8 4b» 19« Sb Deutsche Panlplöhe . , . , 1l«87 1,70? Ilolitülsche «anlplöhe , . . »4 90 »l» London........ 22!» 7lt 2»9'8? Pari«......... «,5 zz ,«.4« St. Petersburg...... 251— «52 - Zürich „nd «asel..... 95 «> » »» Valnteu. Dl'laten........ ,1 ,5 „,, liNFraüien Stücke..... ,« «7 1« u« 20Warl.S«l!cke...... 23,4'^ «48 Deutsche Neichsbaiiilioten . , ilSüü 1l?lb Ilaliel!iscl,e Bnnlnuien , . . 94'»„ 9z,y Rubel Violen...... - k«> » ^«