Rr.M/öS.Zahro. I^r^ks Mn IchlMllItMß^ V»N»a»W»G vAchV»«»««,. Martdor, ?«««,« uUea « Vel«ptz- « Abholen. mo»attich . . o,n Z»^ Zufte««, ^ 2, M v«ch Post. .:: ».2 »-tan». MO««,,»«, . . . ,^. clnzeinv«me, vm I'— ^ F.. ^ 0«ste!lung der Zettun^ ist »« «donn^meni»der ÄoW«»l«» ttr «»„desiea» einen u^. halb kür mindeste«« dre^ M»«ate et» Zusen^n. Zu deanl«oNend» Vrlef» 5.'^^ 2"'^^ -ich« derSckftch. M. »n1era»e«,»i,«hme i« M«lV»r ^ ZeitUUg. t3. Auouft tv2S RaM Wt SaW Mit wahrhaft königlichem Gepränge zu Grabe getragen Sewaltlaer SlndruS in Beograd (Do« «nserem >-. S -S-nderbertcht-eft»««) Z a g r e v, IS. August. Stefan R a d i 6, der „ungekrönte König'^ von Kroatien und abgöttisch verehrte Liebling des Bauernvolkes, wurde heute mit einem Geprünge bestattet, welches wirMch nux k ö n i g l i ch genannt werden kann. Di« Stadt Zagreb hatte heute früh ihren Trauerslaggenschmuck vollends angelegt. Ich versuchte nur ein einziges HauS zu finden, welches nicht — zumindest mit Papierfähnchen — beflaggt worden wäre, aber umsonst. Bor dem GtaatSdahnhofe ein riesiges Gewimmel von «Nens^n. Trachte«, nichts als Trachten! Einfach herrlich! Man konnte alle Farbenvariationen aler Provinzen und Bezirke sehen. 88 reglm»ihige Züge splen schon in der Nacht und w den sämtlicher «irchenglocken, die eigenUiche Leichenfeier. Ae Einsegnung der Leiche nahm, nachdem di« kombinierten kroatischen TesangSchöre ein von Stefan Rabis gedichtetes und vom Somponifttn Canie vertontes „Gebet^^ ergreifend zum Bortrag gebracht hatten, Erzbifchof Dr. B a u e r unter zahlreicher geistlicher Affistenz vor. WS erster Redner lieh sich am Balkan de» Vau-ernheims Dr. Bladko M a e « k, der Nachfolger Radiö', blicken, welcher das Leben deS Bauernftihrers Stefan Radis, few persön-liches Verhältnis zum Bauerntum umrih. Svetozar P r i b i L « v i «, der «ampfge-noffe Radis', schilderte die staatsmännische «olle des verstorbenen, während Doktor T r u m b i 6 die Situatisn d^ kroatischen sr«»«n M-roinftim»«,, diu «0«»^», «-atS-chtllch« neben gab es noch 58 Gonderzüge. Die Zei tungS?ösftorttnre schrien stch heiser. Alle Zeitungen sind mit dem Bildnis Stesan Radis', schwarz umrahmt natürlich, erschienen, ^unge Burschen verkaufen Trauerabzeichen, florumhüllte kroatische Kokarden, in den Schaufenstern lehnen inmitten geschmackvoller Arrangements Reproduktionen und Bilder Stesan Radis'. Die Menschen gehen hastig hin und her, alles drängt zum ltroa-tischen Bauern^im, wo der „Vater deS Volkes" auf der Bahre ruht. Eine endlose Prozession von Bauern, Mrgern, Arbeitern nsw. wartet stundenlang geduldig, um durch das Hauptportal hindurch im ersten Stockwerk am Katafalk von Stefan Radis vorbeiziehen zu können. Der Andrang war so gros,, da^ gestern die ganze Nacht hindurch die Pilgerschaft zur Totenbahre ermöglicht werden muhte. lüv.vMMenschen zo gen gestern am Garge des Kroatensührers vori'bcr. Die Fassade deS BauernheimS ist voll-knmmcn schwarz drapiert, von innen sowohl als auch von auhen. Monteure sind mit der pyn Megaphons am groben Bnlkon bcsch^ftipt, damit die Trauerreden auch von den entlegeneren Trauergästen ge-hijrt werden können. Es ist 8 Uhr früh. ES mir endlich, die düstere« Gtiegen-ansnflnq inm'tten der bäuerlichen Prozesiion rrreikt'en. Sämtliche Lüster und Lampen sink» mit schwarzem Flor verhängt. Dort lieq<. nus einem hohen Katasalk, Gtefan Ra-di<:. ^in l^i^elndes Dulderantlitz spiegelt i.'n flnckernden Schein der Kerzen. Die Bän ?n>^5n weinen, ich höre inmitten der Stille, d!e durch weiche Dritte auf dem schweren ??ppich s'i'dämpft wird, einige alte Vaurin k^fzitrreiftend schluchzen. Sie weinen n^? ikftn Führer, dem sie das letzte Mal in-< '.»k 'kNt' schauen . . . W '. n k''' gegen 9 Uhr am Maiara-König-Alezander-Platz die Mnssen z u, Scichenzng formieren, werden im Banernsjeim die letzten Anstalten getroffen. Ii» ^.ibr war daS Zentrum der Stadt bclaiert. dass die Tramway ihr«"' ' ' '^-rkehr mi'^te. Um Udr i»egau«» »uU«r d«m Geläute z schmückt. hinfällig gewordene bezeichnete. Es spräche« «och Bürgermeister H e i n-z e l und etwa 10 bis IS Vertreter eiuzel-ner OrgO«isatio«en, des HeimatS- und Wahlbezirkes deS Verstorbenen, ferner die Vertreter der ei«zel«e« Provinzen, worauf sich der riefige Zug langsam ln I!^wegung setzte. J«deffen hatte« Taufende und Abertausende an beiden Seite« der Strohmayer-ova, JuriSiäeva, Paluwtiseva, am Radbi-skupski trg, Ridirjak, MedveSLak und an der ttZvijezda" bis zum Mirogoj Spalier gemacht. Man rechnet, daß auf diese Weise a« der Leiche«feier 1S0.00« Menf^n mitgewirkt haben. Den Zug eröffneten etwa 7» kroatische Sokoln in einem lter ungarischen Magnatenuniform ähnUchen Aufzuge. ES folgten viele Hundertfchafte« des kroatischen Sokol und die erfttn Musikkapellen, Wunderbare und farbenprächtige Bilder boten nun die Bauern und Bäuerinnen aus allen erdenklichen Bezirke« Kroatiß«S, Sla-wonienS, DalmatienS, Bosniens ufw. Herr lich war die alte Marinegarde a. ^r Boka KotorSka, ebenfo die Mkari-Reiter auS Sinj sämtliche in ihren historischen Trachten. Der Kroate liebt das Historische, und ^nte konnte sich diese Vorliebe nach Herzenslust austoben. Ueber zwei Stltnden marschierten nur die Bauern und Bäuerinnen vorüber, weitere eineinhalb Stunden sah man die übrigen Korporationen, wie Feuerwehren, Hochschüler, Kaufleute, l^werbetreibende, Eisenbahner, Postler nsw. ES wurden im Leichenzug, an dem etwa kst- diS SV.^ngtl>i8 äs ^ o n r i v. Senator unjf diMinder^itenlfragen beziehen, ebmsomchil vermittelnd als auch regelnd. Der bund ist ein Friedensgericht im grofMl^ dessen vornehnllichst« Aufgabe w der A»-bahnung einer Belohnung liegt. Wen« tr die Klüger nicht einig machen kann, fSM er seinen Wahlspruch nach Art der röD^ schen Prätoren. Er verfügt aber i« p«c^ schen Streitfragen über keine XutsvitKt, jv nicht einmal die nötige Eigming. Ao zeigen betspielsweife die Begichenyeiten dtr u'Mrisch-rumänisc^n und Pslnksch-VMmt-schen Streitfälle Zaudern und Msiche^^ die dem Ansehen de? Bunde? nmhWl^ waren. Obwohl der Dkiskerbimd dde gEgkO» sätzliche Diplomatie der Stegtevav» Vd-stehen Visit, ist er feM nnchgeradeß^g von di»lo««chchen Sorge« w W>ch«»O die Genf zahlreiche Beschlverden anhängig gemacht haben, hätten da« größte In« terefse, die FrageiN der Auslegung und die Streitfragen betreffend die ÄuSfllh-rung von dem internationalen Gerichtshof austragen zu lassen. Haag präzisiert Genf, wie da« Recht die Ergebnisse der Politik gerichtlich bestktigt und definiert. Dieses Tiistem hätte den doppelten Vor« teil, die Staaten gegen RebellionSprozesse schützen und den gerechtfertigten Be-langen eine jüdizieNe Bel^andlnng zu slcl?ern. (Copyright by Euro^'reß). Die Friedensverträge haben das Statllt von Europa nur infoftrne geregelt, als fie allgemein geltende Grundsähe aufstellten: Der Völkerbund ist eS, der die Art der Anwendung überwachen, die Zwischenfälle erledigen, Konflikte zu uulgghen trachten soll Seine Aufgaben sint> kloror umschrieben als se^ MoklUg'ii»tSgule der ^)cttuug^ u«u»^ 1'.)1 uottl 1.7 '...^^,t. Moouom, die.chm Freiheit uud l»»u«YK«,tzU,^che«, denen d« Geschick oder chr In. ^ beschränken,.«der er^ziir Losung seiner ßdbiFkVeil und schiedsrichterlichen Aufgabe bedurste. Ohne Zweifel besteht seine Funktion darin, den Mächten zur gegebenen Zeit. t>aS Gefühl der internationalen Gerechtigkeit einzuflößen. Aber das ist eher eine Dredigt als eine Judikatur. ^ > Ich mache darauf yur aufmerksam, um dieser Unzulänglichkeit die so wirksame Tätigkeit der Schiedsgerichte und desJnternationalenGerichts Hofes vomHaag gegenüberzustellen. Hier sind ü^rraschende Erfolge erzielt worden, aus denen bis jetzt noch keiner lei ideologischer Vorteil gezogen wurd::. Eines Tages wird man alle durch diese Organismen, -besonders aber durch das wirklich vorbildliche sranzösisch-deutsche Ausgleichs-Tribunal, erzielten Erfolge aufzählen müssen. Die Welt wird dann dar-jjber staunen und begeistert sein, daß so viele Schwierigkeiten allgemeiner Art, die in so zahlreiche Sonderinteressen Hineinsspielen, dank der Schiedsgerichtssprüche aus der Welt geschafft worden sind. Uebrigens erachte ich es als ein Ereignis ganz besonderer Bedeutung, daß die türkische Regierung, ungeachtet der mehr auf Aeußerlich-keiten bedachten nationalistischen Strömung von Angora, den Zwischenfall mit dem Dampfer „Lotus" dem Haager Schieds gericht unterbreitet hatte. In diesem Falle handelte es sich um einen Regierungsakt, der in sehr weitgehendem Maße die nationale Eigenliebe berührte und über den T^entrale Gerichtspersonen berufen waren zu entscheiden; dabei ging es um eine inter->ne Angelegenheit, die unter dem Deckmantel der Staatshoheit genommen und die durch den guten Glauben der Staatsgewalt, auf das Gebiet des internationalen Rechtes getragen wurde. Auch hierfür gab es Präzedenzfälle, doch hatte keiner von ihnen die Bedeutung und die Tragweite dieses gleichzeitigen Rekurses an das Haager Tribunal durch Frankreich und durch die Türkei. Daran erkennt man, daß, wo es sich um Beschwichtigung internationaler Streit^ quellen handelt, nationale Empfindlichkeiten, die noch bis vor kurzem unüberwindliches Hindernis für die Fortschritte internationaler Justiz waren, nicht mehr in Rechnung gestellt werden brauchen. Es ist also möglich, juristische Lösungen für Probleme, die durch die verschiedenen Forderungen der Minoritäten entstanden sind, ins Auge zu fassen. Ich gehöre nicht zu jenen, die an einen gleichen auf alle Fälle anwendbaren Lösungsschlüssel glauben. Der Spruch des Römers „tot capita tot sensus" hat nirgends mehr Bedeutung als gerade auf diesem Gebiete. Der Kommunismus allein, dank einer geschickten Täuschung seiner .Propaganda, kann vorläufig nur in recht unsicherer Weise Strömungen verkennen, die voneinander grundverschieden sind und die mit den jedem Lande eigenen Umständen wechseln. Der Föderalismus erscheint unserer Erfahrung nicht mehr als ein Allheilmittel gegen alle Uebel, ohne Berücksichtigung der Natur des Patienten. Das Problem liegt komplizierter. Ich glaube, daß der wirkliche Nationalismus in dem gleichen Maße anwächst als der ideelle Internationalismus Verbrei, tung findet. Es gibt und es wird umse-Streitpunkte zwischen den Nationa. geben als sie scheinbar mehr in Staal,.!: oder Föderativgruppen vereint sein werden. Das Leben ist und wird umso weniger einheitlich sein als der abstrakte Gedanke es inliner mehr ist und werden wird. Folglich wird es auf die Dauer unbedingt nötig sein, übernationale Rekursmöglichkeiten zu Gunsten der Minderheiten, deren Stimmen sonst im Getöse der großen Völker sich verlieren würden, zu schaffen; und diese Möglichkeiten sind durch nationale Urkunden vorgesehen, durch das interne Recht eines jeden Volkes bewilligt und durch den Wortlaut der verschiedenen Legislaturen genau umschrieben. Ist es meinerseits eine Selbsttäuschung, wenn ich ein derartiges Ziel von Bemühungen auf geistigem Gebiete erhoffe? Ich glaube nicht. Der moraliche Zwang vergrößert von Tag zn Tag seinen herrlichen Wirkungskreis. Was die Minoritäten anbelangt, so wurde das Stadium der Au,-regungen und der Klagen bereits überschritten; gewisse Minderbeit euhaben schon die Aufnahmen von Klauseln, die ihre Eigenart schuhen, in die Verträge durci> geseht; die anderen können gleichfalls de-- ."zugewiesen hat. ES ko«mt lmr darauf an, die Verpflichwngen zur Geltung zu bringen und ihnen Sanktionen zu verleihen. Es scheint, daß eine Arbeitsteilung für das Werk des Friedens angebracht wäre: Genf ist qualifiziert siir die Bersöh-nungs- und Bermittlungsrolle, der Haag aber für die Anwendung der Jurisprudenz. Es hieße das Ziel des Völkerbundes fälschen, wenn man von ihm alles erwarten würde: Neuerungen, Vermittlungen und gleichzeitig auch richterliche Schiedssprüche. Die nationalen Minderheiten, die in Genf zahlreiche Beschwerden anhängig gemacht haben, hätten das größte Interesse, die Fragen der Auslegung und die Streitfragen betreffend die Ausführung von dem .^ager Tribunal austragen zu lassen. Es ist nicht eine Abtretung, die ich wünsche und vorschlage, sondern eine genaue Kompetenz-umschrÄbuHg. Haag präMert Genf, wie das Recht die Ergebnisse d^ Pvktll bestätigt und definiert. Seitdem, dank Genf, die nationalen Minderheiten moralifche Personen geworden sind — n^oralische Personen allerdings ohne jede „familiale" Machtbefugnis — muß ihnen der Zutritt zu einem wirklichen Tribunal gesichert werden. Warum sollte dann, wenn man gewissenhaft diese unserem französischen Recht entnommene Metapher zu Ende denkt, dem Völkerbund nicht die Aufgabe zufallen, den nationalen Minderheiten die Genehmigung zu erteilen, beziehungsweise zu verweigern, ihre Sache vor ein Tribunal zu tragen? Dieses System hätte den doppelten Vorteil die Staaten gegen Rebellionsprozesse zu schützen und den gerechtfertigten Belangen eine judizielle Behandlung zu sichern. Was »st mit PoljSak 7 Bekanntlich ist seit Anfang Juli der Cil-lier Lehrer und bekannte Ärebsforscher P o l j k a k, der in letzter Zeit viel von sich reden macht, im hiesigen Krankenhause mit Krebsheilungsversuchen beschäftigt, um unter ärztlicher 51ontrolle die Stichhältig-keit seiner .Heilmethode zu illustrieren. Abgesehen davon, daß H. PoljZak bis heute noch nicht viel zu zeigen imstande war, ist gestern eine seiner Patientinnen, eine gewisse Reiser aus Slawonien, die er seinerzeit (vor 6 Wochen) mit der größten Zuversicht in Pflege genommen hatte, an Gebärmutterlrebs gestorben. Wir würden daher der betreffenden Aerztekommission im Interesse des Ansehens des Aerztestandes dringend raten, diese „Versuche" in Bälde einzustellen und mit einem entsprechenden Kommuniquee vor die Oeffentlichkeit zu treten, die ganze Angelegenheit könnte sonst leicht ad absurdum geführt werden. Abschluß desLehrerkongreffes Die beiden letzten Tage stand unsere gastfreundliche Draustadt im Zeichen des Kongresses der jugoslawischen Lehrerschaft. Den ganzen Tag über herrschte in den Straßen, ins!^sondere aber vor der Brauerei „Union", wo der Kongreß tagte, ein außerordentlich reges Leben, was jedenfalls begreiflich ist, wenn man bedenkt, daß am letzten Kongreßtage bereits gegen 20lX) Delegierte aus allen Gauen Jugoslawiens anwesend waren. Die kroatische Lehrerschaft war wegen des Todes Stefan NadiS' fast gar nicht vertreten. Der Kongreß wurde Samstag abends beendet. Sonntag unternahmen die Teilnehmer in größeren oder kleineren Gruppen Ausflüge in die nächste oder fernere Um« gebung. Gegen 100 Teilnehmer besuchten das Bad RogoSka Slatina. Eine größere Gruppe begab sich nach Oberkrain und einige ließen es sich sogar nicht nehmen, dem so nahen Oesterreich (Wien) einen Besuch abzustatten. artige Begünstiounaen in tvn Ländern e U«fMe Gestern früh stürzte die 48jährige, in der Slovenska ulica 22 wohnhafte Wirtschafterin Elisabeth SiLovnik über die ^l-lerstiege und verletzte sich hiebei am Kopfe derart, daß sie ins Krankenhaus gebracht werden mußte. Infolge Rückschlages der Autokurbel verletzte sich Samstag abends der Mechaniker Franz FraLko nicht unerheblich an der Stirne. Er konnte in häuslicher Pftege belassen werden. Wegen plötzlich eingetretener Gehirnhaut entzündung mußte gestern der in Pobreije wohnhafte SOjährige Metallarbeiter Johann S t e r n a d ins KrankenhmlS überführt werden. Der ArbeitsmarN Vom y. bis il. August haben 136 männliche nud 4L Uieibliche ?Zersonen Arbeit gesucht, 131 Dieilstll'lätze waren frei, Arbeit erhielten 7? Personen, 27 reisten auf Arb<'jtsuchc ab und 52 nnrvdn'. außer Evidenz gehetzt. Durch die ??itl»örje in Vlaribor erhal- Maribor, 13. August. 4 Vl'aurer, 2 Anstreicher, 3 Säger, 1 Müller, 1 Zimlmernvannpolier, I Wagner, 3 Faßbinder, mehrere Lehrlinge (Tischler, Tapezierer, Wagner, Schmiede und Leibzelter), serner 7 Köchinnen, 8 Dienstmädchen, 3 Stu benmäldchen, 2 KindermädcZ^n, 1 Stickerin, 1 Friseurin, 2 Köchinnen zur Finanz und 3 Mägde. Selbstmord eines SlrSsUngs Gestern früh wurde der 34jährige Bäckergehilfe Rudolf Zagor8ekin einer Zelle des hiesigen Kreisgerichtes erhängt aufgefunden. Zagorsek, der kürzlich wegen wiederholten Diebstahls zu einer längeren Kerkerstrafe verurteilt worden war, dürfte des Lebens überdrüsiig geworden uud deshalb freiwillig aus dem Leben geschieden sein. ! QuQl!1dis-5eI^rSivmczsed»lns ^ - Immsr Fut i«t 144S4 ui.ic» zo lei. «« Protestversammlung der Bevgrader Gastwirt« LM. B e o g r a d, 12. August. Heute oor inittags fand eine Massenversammlung der serbischen Gastwirte und Kaffeesieder statte wobei schärfstens gegen die Regierung wegen der Ladensperre-Verordnung losgezogen wurde. Die Gastwirte und Kaffeesieder erklärten, alle Lokale solidarisch solange sperren zu wollen, bis die Regierung ihre Verordnung nicht zurückgezogen haben werde. m. Vermählung. Gestern abends wurde in der hiesigen Franziskanerkirche Herr Pro fessor Gustav 8 ilih mit Frl. Olga I a n« ö i e, der Tochter des bekannten Marburger Kaufmannes .Herrn IaneiL, getraut. — Unsere herzlichsten Glückwünsche! m. Das jtingsie Mitglied unseres Aeroklubs. Das Söhnchen Milenko des hiesigen Untersuchungsrichters .Herrn Franz I u-hart dürfte das jüngste Mitglied unseres Aeroklubs sein, denn es zählt erst 5 Jahre. m. Gasthausrauferei. In einen: Gasthause in der Koroska cesta kam es Samstag abends zu einer schiveren Rauserei, in deren Verlaufe der 28jährige Knecht Franz P. eine Hiebwunde am linken Auge erhielt. m. Marburger Stechviehmarkt vom U). d. Aufgetrieben wurden S34 Schnvine. Die Kauflust war groß, verkauft wurden 14Ü Stück. S t ü ck p r e i s e: ftir ü bis 6 Wochen alte Iungschweine Din lOV—125, 7 bis 9 Wochen I80--^325, 3 bis 4 Monate .^50 bis 4^, b bis 7 Monate 460—500, 8 bis 10 Monate 550—650, einjährige 1000—! 300. — 1 Kilogramm Lebendgewicht Din 10— 12.50, 1 Kilogramm Schlachtgewicht Din >16-18. * Lajtersberg. Der Gesangverein „L u-n a" veranstaltet am 15. August iul Gasthaus Po!auko-Ko8aki ein Garten-Volksfest mit Gesang, Musik, Tanz und verschiedener lustiger Unterhaltung. Anfang 15 Uhr. Eintritt 5 Dinar. Im Falle dauernden Regens findet die Veranstaltung am 19. August statt. Um zahlreichen Besuch bittet der Ausschuß. 145 * Freiwillige Feuerwehr Pekre veranstaltet am 15. August ein Sommerfest, bei welchem verschiedene Belustigungen geboten werden, wie: Bestkegelscheiben, Topfschlagen Scheibtruhensahren, Arrest, Scharfschießen, Juxpost usw. Das Kegelscheiben beginnt bereits am Sonntag den 12. d. Eintritt frei. Ein ev. Reingewinn dient für den Fond für die bereits bestellte Turbinenspritze. 143 ^ Die große Tombola der Freiwilligen Feuerwehr in Studenci, die am 19. August im Sokolheim in Studenci stattfindet, wird sowohl für unseren Vorort wie anch'für die Stadt und Umgebung eine Sensation werden. Gelangen doch nicht lveniger als süns große Tombola und noch weitere 150 wertvolle Beste Kur Auslosung. Die Tombolage-imnste sind: Ein komplettes Schlafzimmer, ein Fahrrad, 1 Fuhre hartes Holz, 1 groß, neues Faß^. ein Sack Mehl. Karten zu je 3 Dinar sind bei allen Mehrmännern und« w °»«» »chVPM w ! Aufsehenerregender Raub mord ln Varls A.M Freitag wurde in Paris ein Raubüberfall verübt, bei dem es zwei Tote und zwei Verwundete gab. Am Vormittag er-schieii in einem Juwelierladen ein Kunde und ließ sich von den: Inhaber eine Reihe von Schlnucksachen zur Ausivahl vorlegen. .Hieraus verließ er das Geschäft ohne irgend etwas zu kaufen. Am Nachmittag erschien er wioder, ohne eiil Wort zu verlieren^^ gab er mehrere Schüsse auf den Juwelier ab, der tot hinfiel. Die Frau des Juweliers, die sich iiu oberen Stockwerk aufhielt, sprang aus Schreck aus dem Fenster und verletzte sich schwer. Die von Vorübergehenden herbeigerufene Polizei faih sich zu einer regel« rechten Belagerung des Ladens gezniungen, da der Verbrecher aus dem Fenster wieider-holt Schüsse auf die Straße a'^ab. Nach lebhaften Kugelwecl)sel gelang es der Polizei in das G^chöft einzudringen, wo sie den Banditen mit einem Nevowerschvß im Rücken tot vorisand. Eiii Weinhändler in einoui gegenüberliegenden Geschäft war gleichfalls von einer Kugel getroffen wor-«t^n. Sein Zustand^ ebenso wie der der Frau des Juweliers ist ernst. Eine Eisenbahn, die nur bei Rege« sührl Eine der sonderbarsten Eisenbahnen der Welt dürfte wohl die von Kushequa sein, die durch entlegene Teile Penn-sylvaniens führt und die beiden Landstäidtchen Smeth-Port nnd Backus miteinander verbindet. Die se Eisenbahn ist nicht sehr gut fina,iziert. Eigentümer ist ein gewisser Elisha K. Kane. Wenn aus «dieser Strecke etwas Passiert, so muß der Besitzer alles ans seiner eigenen Tasche bezahlen. Bor einigen Jahren wurden nun so viele 'Schadenersatzansprüche wegen der Waldbrände, die seiTie Lokoimotiven verursachten, an Kane gerichtet, daß er sich zu ewem originellen Entschluß durchdrang. Er schwur nämlich, daß fortan seine Züge im Somimer nur an Regentagen fahren wÄr den. Diesen Schwur hat er auch geihalten, und die Bürger von Gnret»7. , Än der Straße gegen ltärnten, d»)rt wo Maschen den Dörfern Bresternica und Ckl-nica die bewaldeten Ausläufer dcS Pohrulk-gebirges biö nahe an die raschfliehende Drau heranrücken und wo sich jenfeitS deS Flusses das mächtige Bacherngeblrge wie eine langgestreckte dunkle Wand erhebt, liegt in anmutiger Gegend eine der schönsten Perlen unserer engeren Heimat — das Schloß Wildhaus. Prächtige Tannen- und Laubwälder bilden den Hintcr-'izrund. Auf einer bewaldeten Anhöhe stehen die grauen Ruinen der alten Feste. Ein murmelnder Bach eilt ans diesem Schatten an der Ostseite des Schlosses vorüber zur Drall. Nahe der Brücke, die den Bach übersetzt, steht jenseits der Straße eine vtelhun-dertjährige Linde. Unweit d gleich hinter der Schlo^ärtnerei, das/Häuschen des Fährmannes, der den Verkhhr von einem Ufer zum andern besorgt. Weiterhin an der Straße steht eine Reihe schlanker Pappeln. Das weitläufige Schloß mit seinem mächtigen Turme und der am Schlosse angebauten stattlichen Kapelle befindet slch ininitten eines mit Mau-- ern umfried^'ten Parkes, dessen Pracht der Borübergehende nur durch die Torgitter bewundern kann. Der Name „das wilde Haus" niag wohl in jenen uralten Zeiten, wo die Gegend dem vorüberziehenden Wan derer wild und nuiiastlich erschien, gerechtfertigt gelvescn sein. .Heute ist diese Bezeichnung nur noch eine geschichtliche Trlnner-ung. Wer die ersten Bewohner dieser Gegend waren, wissen wir nicht. Vermutlich war der Ort bereits den Römern bekannt. Diese Annahme erscheint deshalb begründet, da sich inl nahen Maria Rast (Ru8e) — am jenseitigen Drauufer _ eine blühende römische Ansiedlung befand, was uns zahlreiche Funde beweisen uniz da der mittelalterlich« Adel seine Burgen mit Vorliebe dort baute, wo sich Reste römischer Befestigungen befanden. Rönrische ^nde haben jedoch bisher diese Annahme noch nicht bestätigt. Jedenfalls verwilderte die Gegend später, namentlich zur Zeit der Völkerwanderung vollständig. Jahrhundertelang moch ten hier in dichten Wäldern nur wilde Tiere gehaust haben. Erst unsere Vorfahren haben die Gegend wieder urbar gemacht. Auch das Christentum fand scheink^r nur zögernd Eingang in diese damals so irelt-entlegene Gegend. Denn noch um das Jahr 1300 soll im nahen Bresternica ein Ritter „zuui Schumche des Schöpfers" einen heiligen Bauul verehrt ha^n. — Die erste sichere Nachricht von der Feste „Wildhans'' stammt aus dem Jahre 1209. Damals erscheint nämlich auf einer vom Herzog Leopold ausgestellten Urkunde, d^e sich heute im Grazer Joanneum befindet, der Name des Schloßbesitzers, .Heinrich von W i l d h a u s, der ein Waffengefährte des Herrn Gebhard v. Crumbach war. Auf dieser Urkunde, welche zu den ältesten schriftlic!^n Denkmälern unserer engeren .Heimat gehört, befindet sich auch daS Wappen dieses Adelsgeschlechtes. Etwa 100 Jahre später (1302) wird wiedenlm ein Heinrich vonWildhauS urkundlich erwähnt. Seine Gattin hieß Margarete und stammte aus dem Geschlecht der Herrn von M a r b u r g, mit dem die Wildhauser stammverwandt waren. Das Ehepaar hatte drei Söhne: Albrecht, Ulrich und Berchtol.d. Diese kauften von T i m u t h, der Witlve ArdolfS v. G o n o b i tz, die Herrschaft Go-Nobitz (Konjice). Auch besaßen sie die Burg Eibiswald, nelche jedoch bald darauf- durch Anna v. Wild^>auS an ihren Gatten Haug v. T y b e i n kam. Andere Mitglieder dieses Geschlechtes waren: Wilhelm (1351), Heinrich (1360), Han» (lüKL) und Rudolf (138k). Der bekannteste Sproß des HauseS Wildhaus war jedoch Ulrich, der als der 21. Bischof von Gurr in den Jahren 134.'^ bis 13üd sein Viswm verwaltete. Ein Sub-diakon Ulrich v. WaylthauS wird urkundlich im Jahre 13W envälint. Vielleicht ch er mit dem erwähnten gleichnamigen Bi- schof identisch. Der Letzte seines Namenö war E t a s m u s v. W i l d h a u s, der um baS JaZ^ 14V0 starb und in einer eben-'falls im Grazer Joanneum befindlichen Originalurkunde erwähnt wird. Die ?^och-ter des letzten Wildhausers Margarete war mit Gaspar vonRogendorf verehelicht. Im Besitze dieser Familie blieb da? Schloß bis etwa 1541, wo Wolf En^^elhr^'cht v. A u e r s p e r g als Besitzer von Wild-Haus erscheint. Im Jahre 15W erwarb das Schloß Georg v. Z ä ck h l, dessen F.^m^lie gerade zu dieser Zeit in unserer Heimat »'i-ne nicht unbedeutende Rolle spielte. Er verkaufte die Herrschaft kurz darauf dem Freiherrn Christof v. H e r b e r st e i n, einem Mitglied der bekannten, später gräslich. Familie dieses Namens, der einer der eifrigsten Förderer des neuen evangelischen (^lan benS war. Um diese Zeit (etwa seit 1W0) war die alte Feste nicht mehr bewohnt. Viel leicht hat sie und daS Archiv eine FeuerS-brunst vernichtet. Zu dieser Vermutung berechtigt der Unlstand, daß Veit Sizisuinnd v. Herberstein im Jahre 1025 das neue Schloß, d. h. das heutige Mittelgebäude erbaute und fast gleichzeitig (1622) ein neueS Urbarium anfertigen ließ. Im gleichzeitigen Vischers „Schlösserbuch" erscheint das neue Wildhaus als ein einfaches, schmales, zweistöckiges Gebäude, überragt von einer weitläufigen Ruine, von welcher noch dsr Uhrturm steht. Spätere Besitzer waren: die Kahianer (1S22), Hieronymus Graf von Stahrenberg (1SSS^1S81), fowie die Grafen Rabatta, ein altes und angesehenes Adelsgeschlecht aus Görz, aus dem viele hohe Würdenträger, wie z. B. der Bischof Josef Graf Rabatta (Ljubljana) stammen. Im Besitze dieser Familie befand sich das Schloß vom Jahre liVI bis 1794. Anton Graf R abatta erbaute um das Jahr 1750 die gegenwärtige Schlpßkapelle, „damit feine Untertanen leichter als im früheren kleinen Oratorium die hl. Messe hi^ren können*. Nachdem der (krbauer den Revers ausgestellt hatte, daß d^e Kapelle vom jeweiligen Schlvßbesitzer im guten Zustand erhalten und mit allen Erfordernissen versehen werden wird fowie daß nur dem Pfarrer von Selnica die Pfarrechte gebühren, wurde die Kapelle mit dem Dekrete des Seckauer Ordinariates vom 30. Jänner 1755 als öffentliche Kapelle erklärt und von Johann F e r l a n i, Archidiakon in Leibnitz, eingeweiht. Seither wird in der Kapelle zweimal im Jahre, und zwar am Oster Montag und am ersten Sonntag im Juli das Meßopfer dargebracht. (Erwähnenswert ist auch, daß jeder Schloßbesitzer verpflichtet ist, dem Pfarrer In Selnica jährlich SK0 Liter Wein zu liefern. Zu dieser Zeit (1756) lebte in Wildhaus auch ein frommer Einsiedler namens Urban P i p a n, der zugleich Kapellendiener war. Außerdem haben die Grafen Rabatta den gegenwärtigen rechten Schloßflügel erbaut, ^r letzte Besitzer aus diesem Geschlechte Graf Michael verkaufte das Schloß im Jahre 1794 der Josefa Steiner, welche jedoch das Schloß schon nach 4 Jahren (17^) an Sebastian Weniger veräuf^te. Dieser ver größerte das Schloß durch einige Zubauten. Im Jahre 1808 gelangte Wildhaus in den Besitz der historisch wohlbekannten Familie L a n n o y, die mis den Niederlanden stammt. Peter Josef Albert Freiherr von Lannoy starb im Jahre 1825. Sein Erbe war sein Sohn Heinrich (kduard, der ein bekannter Komponist und Dichter war. Berühmt waren insbesondere seine Konzerte (coneei'tz spiriwelg). Zu dieser Zeit umfaßte die Herrschaft WildhauS, wo sich auch ein Patrinwnialgericht befand, 7926 Joch mit 2869 Einwohnern in 8 Gemeinden. Die Gerichtsräume befanden sich ebenerdig. Nach dem Absterben dieses kunstsinnigen Besitzers (1853) erbte „die Herrschaft samt dazu gehörigen Maut" seine Witire Josefine geborene (kdle v. E a r n e r i. Diese verkaufte das Schloß nrit dem Vertrage vom 3. Mai 1857 ihreul Bruder Bartholoinäus R. v. C a r n e r i, dem berühmten Marburger Philosophen, Schriftsteller, Dichter und Politiker (geb. L. November 1821 in Trient, gest. 18. Mai 1909 in Maribor). Carncri war wähl der bekannteste Besitzer des Schlosses, das durch seinen Besitzer weit über die Grenzen unserer .Heimat berühmt geworden ist. In der stillen Einsamkeit entstanden ivohl manche seiner Werke, manche hohen Gedanken und Pläne. Außerdem errichtete er in Wildhaus eine Musterwirt« schaft. Am 24. Oktober 1883 verkaufte (5ar-neri sein Schloß um 43.000 fl. dem Gutsbesitzer Jakob B a d l d. Aelt. auS Maribort und zog in unsere Stadt, wo er bis zu seinem Tode blieb. Die Sto^t ehrte ihren gro-ßei? Sohn dadurch, daß sie ihm im Jahre 1901 das Ehrenbürgerrec^ verlieh und sM-ter auch eine Straße — die heutige Mker-öeva ulica — nach ihm benannte. Der neue Schloßbesitzer starb im Jahre 1834» Sein Sohn und Nachfolger Jakob B a d l d. I. vergrößerte und verschönerte das Schloß durch mehrere Neubauten. So errichtete er im JaHre 1888 das neue Glashaus und ein Jahr später die kunstvolle Brücke, die daS Schloß mit denl dahinter liegenden Teil des Parkes verbindet. Mit dem Berttage vom 12. Dezember 1900 schenkte Jakob Badl d. I. das Schloß seinem Sohne Ottokar Maria Badl. Dieser verunglückte als junger Mann be< einem Eisenbahnunfalle in Kärnten, so daß er zeitl^ens verkrüppelt blieb. In seinem Leide suchte und fand er den Trost in der Ausschmückung seines Schlosses und Parkes. So erbaute er die prächtige und geräumige Veranda und im Jahre 1902 den mächtigen Turm, der dem Schloß zu einer besonderen Zierde gereicht. Liebevoll Pflegte er auch seine zahlreichen Palmen, ^»rz vor seinem Ableben (im Frühjahr d. I.) verkaufte er mit dem Vertrage vom 27. März 1928'daö Schloß samt den dazugehörigen Liegenschciften dem gegenwärtigen Besitzer .Herrn Peter M a-g s r l, Holzhändler und Besitzer in Polj Lane. Das Schloß wird gegenwärtig von seiner Tochter Frau T r o^f e n i k und ihrer Nichte bst^nt. Mt liedevolbem Ver stündnis ben>ahren und bewachen die neuen Kommen 8le zur MAWWZk 26. 1.5«pt«md»r 1VAV »d«v«r mi»cliez I^dor»to»ulm lür 1t»nä«r ZallcZa-x«cdDtt»»tLlIa. Vevssr»6, Velikox 17 Besitzer und Bewohner des Schlosses die geschichtlichen, künstlerischen und Nawrdenk-mäler dieses herrlic^n, ehrwürdigen Bo-fitzes. Als P f l e g e r bezw. B e r w a l t e « von Wildhaus verdienen Trwähnung: Matthias Lang (1551), Melchior Ränkl (1727) und Franz Kamniker (1741), dern Namen in den Akten des Patrimaniat gerichtes häufig vorkommen. In bunter Reihenfolge wechselten durch viele Jahrhunderte die .^rren und Bofitzer von Wildhaus: Mitglieds der ältesten und angesehensten Adelsgeschlechter der Vorzeit und einfache Bürger; Dichter« Mrd Denker» Kitnstler und Landwirte. ein jeder von ihnen schmückte und v«rgrös»erte den Besitz nach seinen Neigungen. So entstand im Lauf der Zeit ein harmonisches Ganzes, em wahres Klrinod, das mit Recht unsere Bewunderung vev^ent. Damit !^tte ich mich, waS die ÄeschichA dieses interessanten Schlosses betrifft, «r-schöpft, in einem zn>eiten Aufsatz will ich mich mit diesem se^ beschäftig«,. Stäche M süß Bon Offip D y « » ». Herr Herzderg hat sich nach Tisch ein »venig hingelegt. DaS tat er immer gern. Es geht nichts über «in wenig Ricken nach einem gttten Mttagessen, und das war ^ Gott sei Dank — ganz gut. Er erinnert sich unwillkürlich cm die alten Zeiten, da zwei StuNen ein gutes Mittagessen bedeuteten. Na ja, damals war er noch nicht verheiratet, war jung, war frisch. Aber waS heißt das eigentlich: jung, frisch? Ist er denn jetzt nicht mehr f^sch? Ist er jetzt etwa alt? Ein Mann von dreiundvivrzig Jahren ist alt? Er ist soUd, gefetzt, »cmn man sagen, aber doch nicht alt. UebrigenS kann das feine Frau am besten bezeugen, ob er alt ist oder nicht. Sie muß eS doch wissen. Ja, sie weiß eS, seine hidbsche, junge Frau. Svlci^ Frauen gibt eS nicht viele. So eine Frau liegt zwar tagsüber auf dem Sofa, aber nur solange der Mann, Herr Herzbery, im Bureau ist. Kcrum ist er zu Hause, da ist sie schon auf den Beinen, hat Besorgungen, macht Spaziergänge. Sie spaziert sehr gerne. Das ist a^r kein Verbrechen. Sie ist nämlich ^ nicht dick, o nein, nur ein wenig mollig. Da geht sie doch gerne ein bißchen spazieren, auf der Suc^ nach der Linie. UsbrigenS, was foll sie dann zu Hause tun, solange ihr Mann nach dem Es^n nickt? Soll er nur ruhig schlafen, s^ wird ein bißchen spazieren, vielleicht verliert sie ein paar Pfund. Also liegt Herr Herzberg und ist gerade im Begriffe, sich in daS Reich der Träume zu begeben. In diesem Augenblick klingelt das verdammte Telephon. .Herr Herzberg erklärt das von vornherein für eine falfche Verbindung und geht nicht hin. DaS Telephon aber versteht keinen Spaß, klingelt weiter, und wie! Herrn Herzdsrg bleM nichts Übrig, als den Hörer zu nehmen und AU sagen: „Hallo!" Und eine Frauenstimme -meldet sich: »Ist dort Herr Herzbevg? Wir kennen uns zwar nicht, es ist aber ot«e äußerst wichtige Ungele^heit, und ich muß mit Ihnen sprechen . . . Sie haben keine Zeit? Das M es nicht. Es handelt sich um mein Leben, t»telleicht auch um Lei^n. Nur nicht erschrecken. Ich hole einen Wagen, und tn zehn Minuten bin ich b«t Ihnen. Blebben Sie nur zu Hause, SS ei-wartet Sie eine große Ueberraschung." Nachdem sie das gesagt hat, hängte die vStimme den .Hörer an. Sie kam also. Sie lÜ!Ut»t. Man läßt sie herern. Hier ist f^. Eine kleme, pikante Brünette mit ^erlichen Händen und schlanken Beinen, gut gekletd^. Aber man steht ihr an, daß sie jetzt geweint hat. Ohne eine F«lge abzuwarten, begann sie zu sprechen: „Warum ich weine? Ja, Sie find et» Mann, Sie können fich beherrschen, aber was soll ich tun? Sie können ste mit einem Messer erstechen, und daS Gericht wil^ Gte freisprechen. Ich selbst werde auSsa^n, Sie brauchen keine Angst zu haben. Haben Vte Mnder?" „Nein, ich habe keine Ander, gnSdige Frau. Aber sagen Sie, wenn soll ich demi eigentlich erstechen?" „Na wen? Gewiß nicht ihn, sie soll«, s^ i.e»:stechen." „Ich weiß nicht, wen Sie danM met» nen." Die Dame sah ihn ntzit Bedauern an uM» sagte: „Ddeinen Mann und Ihre Herr Herzberg bliob sitzen mit c»fftznel« Mund. „Was hat Jlfir Mann mkt mMer M» zu wn?" fragte er. Und fchov MNW er die Antwort im vorm»S, wollte ß« aber nicht wissen. „Sie sind zusammen", sagte die Da«e weinend, „sie betrügen mich und Gie, beide.- HMKkSgSaüSgabe der „Maevueger Zeitunq^ „Tie ging doch spazieren", meinte Herr Herzberg. „Ja, auch mein Mann ist spazieren ge» gangen, und so trafen sie sich. Ich habe sie beobachtet. Ich hatte schon längst einen ^Verdacht. Sie haben sich auf der Strafte getroffen, nachher setzten sie sich in einen ^ Wagen un.d fuhren weg." ^ „Wohin?" ? „Na ja, in ein Absteigequartier, damit sie »ungestört sind. Deshalb habe ich Ihnen te« !ephoniert, und jetzt bin ich da. O Gott, 1vie unglücklich bin ich!" Sie hatte wieder begonnen zu weinen, dieses Mal so stark, daß der gutherzige Herr Herzberg ihr ein Glas Wasser brachte und anfing sie zu trösten, ohne an seinen eigenen Schmerz zu denken. „Es ist sehr peinlich", sagte er endlich, ijedoch muß man sich fassen. Das Leben ist gar nicht so leicht. Würden Sie nicht ein Glas Wein trinken? Das wird sie ein we-Tiig stärken." „Nein, nur keinen Wein! Ich will ster« ten! Nun, geben Sie mir ein kleines Gläschen." (5r gab ihr ein Gläschen Wein und trank auch selber eins. Auch er war sehr verzweifelt und mufjte sich irgendwie erholen. Dann besprachen beide das ganze Ereignis, i^nd es stellte sich heraus, dast Frau Herz« berg ihren Mann schon längst hintergangen hatte, ohne daß der Mann Verdacht geschöpft hätte. „Ich aber bin nicht i'lberrascht", uieinte die Dame, „ich habe es von meinem Mann schon längst erwartet. Ich sage ihm: Sobald ich erfahre, das; du mir untreu wirst, tue ich genall dasselbe." „Das ist kein i'ibler Einfall", meinte 5?err .Herzberg. „Wozu Messerstechen? Was bat man schon davon? Nein, man soll dasselbe machen. Soll sie nur spüren, wie schmerzbaft es ist." Und bei diesen Worten nahln er daZ .^'ländchen der Daine in seine .?)and. Sie bat ihn sehr freilndlich angesehen. Sie war nicht irgendwie erregt, sie war nur prinzipiell rachsüchtig. Nnd sie rächten sich. Sie übertrieben sogar' ein bistchen dabei Aber Rache ist so süß. „Sag mir doch. Liebste", fragte später Herr Herzberg, „wo hast du denn meine Adresse erfahren? Wer bat sie dir mitgeteilt?" „Das war gar nicht schwer", antwortete die Dame, „ich habe das Telephonbuch ge-nonlmen und nachgeschlagen. Isidor Herz-berg, und so kam ich her." Herr Herzberg erhob sich und betrachtete eine Mnute lang die Dame. „Weshalb schaust du mich so an?" fragte sie. „Isidor .Herzberg?" wiederholte er. - „Gewiß." „Aber ich bin gar nicht Jsbdor, ich bin Adolf Herzberg", sagte er. Die Dame sah ibn ein wenig verwundert an und meinte: „Sooo? Dann ist das ein Irrtum, entschuldigen Sie, bitte!" Und fort war sie. Nadlo Montag, den 13. August. W i e n (G r a z), 1tt.15 Uhr: Nachmit-tayskonzert. 19.30: Konzert-Akademie. — Preßburg, 18: Prager Sendung. — 19: Schallplattenlnusik. — Zagreb, Ss).15: Radiopropaganda. — P r a g, 18: Deutsche Senimng. — 19.15: Konzert. — 59..W: Berliner Sendung. — .Kori-zert. — Daventry, 19.30: .ff-abarett-abend. — 20: Prolnenade-Konzert. — 22..'^: .^dlavierkonzert. — 23: Tanzmusik. — Stuttgart, 20.15: Frankfurter Sendung. Anschließend Unterhaltungsmusik. — F r a n k f u r t, 19.45: Französisch. — 20.15: Robert Bodanskys Operette „Marictta". — B r ü n n, 20.W: Prager Senkung. — 22.20: Ausstellungskonzert. — Berlin, 20.30: Internationaler Programm austausch. — Budapest, 20: SinflMtscheS sionzert. ^ 23: Schallplatte«. PartS-Eiffel, 20.30: Konzert. * Radeiaer HeUquelle. ?tärkster y^athron-Lithion-Sälterling Europas. Grös.te .Heilerfolge durch Trinkkuren bei Vlas^n«, Nieren-, Magen- und Leberefküankungeu. langen Sie Prospekt und Tcmk^wrschriftcn bei der Direktion der Kuranstalt Slatiua Radenci (Bad Radein). Die Tennlsmeifierslkaften von Slowenien Karl Hltztl gewinnt dle Herren- und Frl. Karla Hltzel dle Damenmeisterschaft Den heurigen nationalen Tennismeisterschaften von Slowenien, die «gestern auf den „Rapid"- und „Maribor"-Plätzen zu Ende geführt wurden, war wieder ein voller Erfolg beschieden. Spieliswrke Besetzung, ver-'ständnisvolle Leistung und nicht zuletzt wundervolles Wetter wirkten trotz des nicht gerade glünstigen Nennungsergebnisses zusammen, um die Stimmung der Spieler sowie ves Publikums aufs beste zu beeinflussen. Die sportlichen Ereignisse waren in vielfacher Hinsicht sehr interessant. Die spannend sten Kämpfe fant^n wohl in den Einzelspielen statt, in welchen die Begegnungen der Herren Dr. B l a n k e-^ a f p a r i n u. Hi tzel-uGasp arin sowie der Damen Frl. Hitze l—Frl. Mitzl Stergarund Fvau B a b < L—Frl. Hitzel größtes Aufsehen erregten. In der Herrenmeisterschaft gestaltete sich das Treffen Dr. B l a n k e—^ asparin zu einem Duell zweier hervorragender Flug ballspieler. Beide griffen unentwegt an, der Punkt wurde fast immer nach langem Ballwechsel entschieden. Dr. Blanke war ruhiger und placierte ausgezeichnet, doch Gas^rin spielte sein bestes Spiel und errang in zwei Sätzen 6:3, 7:5 einen viel beachteten Sieg. Die Schlußrunde führte hierauf H i tz el und Gasparin zusammen und lbvachte ein variationsreiches lvie hartes Spiel. Hit-zel war bald in Schwung und übernahm sofort die Führung, Ga-sparin konnte mit den langen, hart geschlagenen Mllen Hitzels zunächst wenig anfangen mld konnte sein fintenreiches ^iel nicht recht zeigen. Erst nach den ersten Spielen beMnn Gasparin ernsteren Widerstand zli leisten, spielte aber doch nicht mehr mit dcrs '^'^ - (.'rnerffie und Aufop ferung, die er in dc . l .sc'I^ilßrlinde gezeigt hatte. Dennoch kämpfte er inutig und konnte in dsm Satz zwei Spiele für sich buchen. .Hrtzel imponierte mit seinvln glasharten Auf schlag, glänzendem Ne^piel mid harten Drives und gewann die Meisterschaft, ohne gefährdet zu werden. Hart gekämpft wurde in der Damenmeisterschaft. Während Frl. Stergar nach einsm 6:4, 6:0-Sieg über Frl. Scher-b a u m in die Schlußrunde kam, hatte Frl. H i tz e l in dem oberen HüLfte einen schweren Kampf gegen Fvau B a b i e zu bestehen, welch letztere sich von Turnier W Tur mer ständig verbessert. Durch genaue und harte Drives, abwechselnd n^t gut angebrachten Lobs, konnte Fvau BabiL immer wieder Frl. .Hitzel passieren, doch die neue Meisterin konnte sich doch schließlich mit 6:4, 6:4 erfolgreich durMetzsn. Das Endspiel bestritten hierauf Frl. tzitzel und Frl. S t e r g a r. Fr. Hitzel spielte ruhig und sicher und machte besonders mit vortrefflich placierten Bällen feihr schöne Punkte. Im zweiten Satz versuchte ^l. Stergar mit scharfen Borhandischlägen ihre Gegnerin auf der Rückhandseite anzugreifen, konnte aber auch diese Taktik nur zeitweise mit Erfolg durchführen. Erst nach geschickten Variationen zwischen placierten langen und kurzen Schlägen kam sie in Führung u,td holte sich diesen Satz mit 6:4. folgende S^ z^gte Frl. Hitzel wieder auf voller HUHe. Mit schönen, langen und unangenehm harten Treibschlägen konnte sie sich den Sieg und hlvmit die Meisterschaft sichern. Das Re-sultl?t war 6:1, 4:6, 6:2. Im gemischten Doppelspiel holten sich die GcsckMister H i tz l ihren dritten wohlverdienten Erfolg. Zweite wurden Fräulein S t e r g a r und Herr G a s p a r i n, die der Vorschlußrunde das Paar Frl. Berec —2 0 l g e r geschlagen hatten. An dritter Stelle placierte sich das Ehepaar BabiL. Jin .Herrendoppelspiel stand der Sieg von Dr. Blanke-.Hitzl wohl nie in Frage. Einen hübschen Kampf gab es im Finale, wo sie das Paar Z a j e e - N o-v a k aus Ljubljana zum Geguer hatten, wenn auch die Ueberlegenheit der heimischen Kombination immer sichtbar war. Insbesondere brillier!? Zajec, ein Überalls st)n,pathischer und talentierter Spieler, am Netz, wo er auch die härtesten Schläge sei- ner Gegner zeitweise abfing. Einen Satz nlußten Dr. Blanke-Hitzl auch den Brüdern Gasparin abgeben, gewannen trotzdem noch mit 1:6, 6:1, 6:1 relativ leicht. Nachstehend die R e s u l t a t e : Herren.Einzelspiele: Hitzl-Kiepach 6:2, 6:1; Felber-Ueblagger tt:2, 4:6, 6:2; Bergant-Babiö 6:1, 6:3; Gasparin-Rogliö 6:3, 6:0; P08—Wipplinger 6:3, 6:4; Dr. Blanke-Puch 6:0, 6:2; Gasparin—^Dr. Blanke 6:3, 7:5; Hitzl^^ajec 7:5, 6:3; Bergant—-Fel-ber 6:3, 6:1; Felber—Novak 6:2, 8:6; Hitzl —Gasparin 6:2, 6:2, 6:2. Damen-Einzelspiele: Frl. Stergar—Frl. Loos 6:0, 6:4; Frl. Stergar—Frl. Sc^r-bauln 6:4, 6:0; Frl. Hilll—Frau BabiL 6:4, 6:4; Frl. H i tz l—Stergar 6:1, 4:6, 6:2. Herren.Doppelspiele: Hitzl-Dr. Blanke gegn Äolger-Bergant 6:2, 6:2; Hitzl-Dr. Blanke gegen die Brüder Gasparin 1:6, 6:1, 6:1; 2olger-Bergant gegen Po8-Vldem Sek 8:6, 7:5; Za^ec-Novak gegen Rogliö-Ba« biö 6:4, 6:4; .Hitzel- Dr. B l a n k e gegen Zajec-Novak 6:1, 6:4, 6:3. Gemischte Doppelspiele: Geschwister Hitzl gegen Frl. Scherbaum-Kiepach 6:1, 6:3; Geschwister Hitzl gegen das Paar Babiö 6:0, 6:4; Frl. Stergar-Gasparin gegen Frl. Gregorec-Puch 6:3, 6:l; Frl. Berec-^olger gegen Frl. Loos-Mastek 4:6, 6:4, t?:4: Frl. Stergar-Gasparin gegen Frl. Berec-2olger 7:5, 6:3; GeschwisterHiyl gegen Frl. Stergar-Gasparin 6:2, 6:3. Die Preisverteilung wird voraussichtlich Donnerstag vorgenommen werden. Zy erwähnen wäre noch, daß sich die 'bisherigen Tennismeister von Slowenien, Lehrer, Bleiweiß und Dacar sowie die Äimen Frau Dr. K r a u s und Frau S ch w e i ck h a r d t an den diesjährigen Meisterschaften nicht beteiligten. Abfchwß ver Olymplade Gestern wurde als letzte Konkurrenz der Olympischen Spiele das Hindernisreiten durchgeführt. Als Sieger ging der Tfchecho-slovxlke Ventura hervor, wel^r die letzte goldene Medaille der 9. Olympiade gewann. Zweiter wurde der Schweizer K u h n und Dritter Bertran iFrank-reich). Samstag war der Tag der Schwimmer in Amsterdam. Die Sensation der Konkurrenzen bildete die Zeit WeißmüllerS über IVO Meter Freistil. Der Amerikaner schwamm im Zwischenlauf 58.67, lvas Olym pischen Rekord bedeutet. Der Japaner To-kaishi erzielte eine Minute, der Ungar Ba-rany 1 Minute 8 Zehntel Sekunden, Kojac benötigte 1.01. Barany kommt als einziger Europäer ins Finale. Einen neuen Weltrekord im Damen-rückenschwimmen iiber Ivo Meter stellte die Holländerin B r a u n mit 1:21.6 auf. Im Freistil der Damen über 1W Meter erzielte die Engländerin Mac D 0 wall mit 1:14 in den Vorläufen die beste Zeit. Im Turmspringen siegten in der ersten Gruppe die Amerikanerinnen Pinkst 0 n und C 0 l em an mit je 31:40 Punkten in der zweiten Gruppe blieb die Schwedin Sjökorst (29.20 Punkte) vor der .Holländerin Baron erfolgreich. In den Turnfreiübungen der Herren siegte die Schweiz mit sechs Punkten Vor sprung knapp vor der Tschechoslowakei. Im Reiten Erster Marion (Frankreich) vor deln Schweden Lundblad. Im Gesamtklassement siegten die V e r-einigtenStaaten von Amerika mit 22 ersten^ 17 zweiten und 15 oritteil Plätzen vor D e u t s ch l a n d mit 11 ersten, 10 zweiten und 18 dritten Plätzen. Nach Abschluß der Bewerbe wurde eine Schlußfeier abgehalten, an lvelcher sich unter anderen auch die iilönigin von Holland ud der Kronprinz von Norwegen mit größerem Gefolge beteiligten. OMelle Mitteilung des M.0. Für das Auswahlspil'l aln Mittwoch, den 15. d. um 17 Uhr nachlnittags werden nach stehende Mannschaften nominiert: Weißes Team: Pelko, Unterreiter, Koren, iPrevolnik, KirbiS, Hresöak Just, Hre85ak Gujo, Paulin (Z^elezniLar). Tergletz, Wenko, Pernat Einil; S ch w a r z b la u eS Team: Kovaöie, Barloviö, .^urzmann, iLöschnigg, Bröckl. Ronjak, Lctnik, .KopLiL, Pollak, Klippstätt«, Stare. Ersatz: ötrukelj, Wagner, Z^angeS, Stauber, Vogriliec, Ko-schell, Konrad und Jurko. Die Pereine bürgen für das verläßliche Antreten der Genannten. Die Dreß stellen S.S.K. V^aribor (weiß) und S.V. Rapid (schwarzblau). Dieselben sind bis 16 Uhr dein „Maribor"-'Platz-meister zu übergeben. Die Spicler haben sich eine halbe Stunde vor Spielbeginn einzufinden. Die Eintrittsgebühr wird wie folgt festgesetzt: Tribmiensitz zehn, Sitzplatz fünf und Stehplatz drei Dinar. Die Bereine haben je einen Ordner zu delegieren. Die Platzaufsicht besorgen sälntliche Mitglieder des M. O. Das Finalespiel uln den Jugendpokal des SK. Jlirija wird Mittwoch uln 10 Uhr am „i^elezniear"-Sportplatze erledigt. Die Spie ler haben die Geburtsdokumente vorzst^ei-sen. Der Schiedsrichterbericht ist spätes^'enz 24 Stunden nach Spielschluß an .Herrn E. B e t e t t 0, Ljubljana, Kersnikova 3 zu senden. Die Platzaufsicbt versehen die Herren Breznik und W i n t e r h a I t e r. Eintrittskarten sind zu 2 und 5 Dinar erhältlich. die k^adrikste dieser denS-tiZen keiner besonderen ^nprei-8unx, sie sind als die Izesten ^r-Zleuxnisse in der Sckulidrgncke all-xemein bekannt. Die ke^utsci,-tunxen bekommen 8:e be! den .Karo'-LcbuktrZgern die neuen kergbgesetzten preise jedock Koroilea «5!« 19 9S36 Der Siops des Mörders im Grab des Opsors An Nanking hatte ein von einsm Polizisten überraschter Einbrecher diesen erschlagen und war gefangen genommen und zum Tode verurteilt worden. Das Begräbnis des Polizisten wurde auf Befehl des Innenministers aufs feierlichste begangen. Tausende v, Menschen wohnten iihm bei. Iln Augenblick, als der Sarg ins Gva!er „Marburger Zeltünq' II!I» , W Ehamberlatn« Derireler Von l^eleli^lnlster s. 0. vr. k. c. Leor« Q o t k e l n — verlin. Dle moderne Prv'duktlon der Hauptver-brauchsartikel muß M a ss c n p r o d u k-tion lsein. Massenproduktion hat M a ss en a b s a tz zur Voraussetzung, dieser verlangt einheitliche grosse Wirt^ schaftsgebiete, wie ein solchi2s die Vereinigten Sdanten v^n Nordamerika mit ihren rund lA) Millionen kaufkräftigster Menschen darstellen. Im Gegensatz dazu steht heute Mitteleuropa, daL durch die ^^riodens-biktate von Versailles, St. Germain, Tria» nun usw. balkanisiert ist, und wo das grö^-se Wirtschaftsgebiet, das Deutsckie Reich nur «2^ Millionen Menschcn umfaßt, während Deutschosterreich kj^, Ungarn 8;^, die Tschechoslowakei 13, Jugoslawien 12 und Rum>ä-nien zirka 18 Millionen Einwohiier zählt. Schon Deutschland ist fiir die Massenfabrikation wichtiger Industricartikel ein zu kleines Absatzgebiet, bei den anderen noch dazu vom Meere ganz oder grösstenteils abgeschnittenen kleineren Staaten ist d^is in noch weit stärkerem W^sse der Fall. Und diese kleinen Etaaten haben sich in cinein falschen Souveränitätsdünkel gegenei-n ander durch ungeheure Schutzzolle und sonstige Protektionistische Mas^nahinen abgeschlossen. Allein Deutschosterreich hat eine austauschfreundli-,che Politik geführt. Dieser Stcxit mit der Millionenstadt Wien ist auf ein Hinterland von kaum 1 Millionen Menschen beschränkt worden, während er fri'cher ein solches von 45 Millionen hatte; er kann wirtschaftlich nicht leben und nicht sterbcqi. Der (^^danke eines wirtschaftlichen Zusa Nl n! e n s ch l u ss e s M i t t e l e u -ro pas nruß daher für jeden wirtschciftli-chen Kops als ein Bedürfnis erscheinen und besonders starken Viderhcill in der Bevölkerung Deuts6^'?sterrcichs finden. Politisch erstrebt dieses rein deutsche Land den Anichlus; cm Deutsöiland. Ticsek ist ihm allerdings d^ch M Friedensv^rtr^c^e vevsperrt, die auch ein weitqeh^indes Hoin>!nn'is des wirtschaftlichen Anschlusses sind. Aber dieser kann Teutschi>sterr!'ich unmöglich verwehrt wevden, denn man kann schlies^.lich ein Land nicht wegen eiuic^er vsm ?.ast diktierter Friedens-bestinnnungen zun, Wirtschaftliäien Tod? ver urteilen. (Gerade in Amerika findet auch die Forderung, große geul-einfanne Wirtschafts^ic-biete zu schaffen, volles Verständnis u. warme Unterstützung. Der Weg zu eine.», wirt-schaiftlich geeinten Mitteleuropa, das einen politischen Zusammenichlus^^ nicht erfordert, sondern lediglich eine Z o ls u « i o n darstellen würde, wird von den einen gesucht durch einen wirtschastlichen Zufammcnschluf; der T s ch e ch o s l o w a k e i, Ungarn und Deutschöster r e i ch e r, den die ^Friedensverträge offen lassen. Aber dieses Wirtschaitsgehilde würde noch lang«? keine 50 Millionen Menschen umfassen, also kur den Absiitz einer Großproduktion ebenfalls viel zu klein sein, zunial man die K'aufkraft der ?^ensche-i dieses Wirtschaftsgebietes nicht mit der der Einwohner der Vereinigt. Stinten von Nordamerika vergleichen kann. Der andere Weg ist der eines wirtschaftlichen Anschlllsses Deut 1' ch 5 ster . r e i ch s an T) e u t s ch l a n d. der von der österreichischen Bevölkerung auf das leH-lhafteste gewünfcht würde. Damit würde min destens ein gemeinsames Absatzgebiet von 70 Millionen Meillchen geschaffon werden, aber darüber hinaus würde das den wirtichaktli« chen Anfchlus^ Ungarns zur?solge l)a-ben, ebenso den Jugoslawiens, das hente bereits einen sollen wirtschaftlichen Anschluß an Dentfchösterreich imd Deutschland sucht. Dam: Mrd? die T s ch e ch o-slowa k e i, die völlig von ldieseim Wirt-schaftsi?ebiet umklanHinert wäre, einen gleichen Anschluß vollzielien müssen, was von weiterblickenden Wirtschaftskreisen dieses' Landes ebenfalls schon b-eute gzwümcht wird. Voraussichtlich würden sich f'ie S ch w e i z, V n f g a r i e n, N u m ä n i e n. vielleicht anch Polen diesem gewaltigen Wirtscha'fts gebiet ebe?,^alls anschlies^en und man känio AU einer mitteleuvapäischen Zollunion, die anch anderen Staaten, vorneihmlich rank reich, gerne den Anschlus^ gestatten würde. Eine solche Zollunion braucht nicht von HV7N bei^in eine vollständige sein. Es würde genügen, noch Vereinheitlichung der Zolltarifschemen die Zölle der Unierten Län» dern schrittweise, sagen wir von fünf zu fünf Jahren um 2V oder 25^ herabzusetzen, so daß nach 2lt oder 25 Iahren die Zwischen« zolttnien verschwinden würden. Cin gemein-sAMS Zollparlanlent un!d ein Z oll bundesrat würden die weiteren au-s;enhandelspolitischen Geschäfte versehen. Die politische Souveränität aller beteiligten Staaten könnte dabei u n -berührt bleiben. Die wirtschaftliche Ver« ein!hcitlichung dürfte sich aber nicht auf Zoll fragen beschränken, sondenu ni'üßte auch Ber keh rsfragen uinfassen, einheitliche Regelung des Betriebes und der Tarisie-rung der Eisenbahnen aufstellen, wie das verbildlich bereits vor d<^m Kric-ge mit >denl Verein deutscher Tisenbchnverwaltungen geschehen ist, dem auch die damaligen öster-reichisch-ungarischen, luxemburgischen u. die Eisenbahnen anderer Li'?d'^'r angehörten. Ebenso erweist sich eine gemeinsame W a s« serstraßenpolitik mit voller ?^rei zügiakeit des Verkehrs als geboten. Der Mitteleuropa verbindende Hauptstroin, >dic Donau untersteht zivar einer internntionalen Kominission, hat aber sieben Anliegerstaaten die Möglickikeit gegeben den Perkehr auf ihr innerhalb ein und dessel- ben Staates den Beschr'änkmigen des Küsten Verkehrs zu unterwerfen: unfagbare Zoll- u. Paßschwierigkeiten mit unendlichen Aufenthalten erschweren den Verkehr. Bei der Lei-stun^sunfähigkeit ei-nzelner kleiner Donaustaaten laßt auch deren Regulierung vieler-lorts zu wünischen übrig. Diesen Strom zu einer einheitlichen freien Verkehrsftraße zu machen und hhm durch Verbindung mit dem Rhein, d erElbeund der Oder ein weites .Hinterland zu fchaffen und ihn mit der Nord- und Ostsee zu verbinden, ist eine weitere brennende Auf gäbe. Deutschland ist iui Begriffe, sie durch den D o n a u-M a i n-K a n a l der wichtigsten Sstelle zu lösen. Ist einmal diese Verbindung geschaffen, dürfte die der Elbe und Oder mit der Donau, die weit weniger Schwierigkeiten und Koften verurfachen, nur die Frage einer kürzeren Zeit sein. Der Völkerbund wird sich dem Streben der Völker Mitteleuropas, sich zu einen: einheitlichen Wirtschaftsgebiet zusammenzuschließen, auf die Dauer nicht widersetzen können; denn es ist auch für das Ausland vorteilhafter, mit einen: Mheitlichen großen Verkehrsblock zu tun haben, als niit einem Dutzend wirtschaftlich nicht entwicklungsfähiger. ^enelwoche w Ein Bild vont Rennen der Großklasse-Jachten, die das Ende der Rennstrecke, die Nordostboje, umrunden. _ Aufuahme von Bord des siegenden Schoners „Westward". Die Herbßmobe Man schreibt aus Paris: In den Luxusbadeorten, in Trouville und Deauville, zeigt sich schon an Regentagen und kühlen Aben-deil die k o nl nl e n d e H e r b st n? o d e. Schicke Mäntel werden zur Schau getragen, dezente, längere Formen mit neuartiger Pelzverbrämung, schmale Jacken zu engen englischen Röcken, viel Naturpersianer, blondes Lammfell und Breitschwanz in Mengen. Skunks, dieses äußerst haltbare, seit Jahren unverdienterweise vernach lässi'^gte Pelzwerk, wird in der .Herbstsaison als Verbränntng für dunkelgraue und blaue Mäntel und Koftünie zu Ehren kommen. Die ü t e sind schiual, fest anliegend und wechseln je nach Laune der Madedamen in unendlicher Vielfältigkeit der Toqueformen ab. Das Material der .Herbstkleider, für milde Septembertage, besteht aus Kasha, Kashatulla und neuartig gewebtem Trikot-ierseymat'.'rial. Die Machart: nach wie vor Illmper für vormittag. Das Promennde-kleid ist danienhaster, länger und kompletter. Der älteste Baum der Welt Aus dem Friedhof der Stadt Santa Maria del Tuel in Südamerika steht eine Zti-presse, deren ^.'llter n,an auf bis 6000 I^ahre schätzt. Dieser ehrwürdige Nestor der Pflanzenwelt wächst und blüht heute noch wie vor fünfzig Jahrhunderten. Er ist unzweifelhaft der älteste lebende Organis-nlus auf Erden. Wenn dieser Baum sprechen könnte, so hätte er wohl der Welt die fesselndsten Geschichten zu erzählen. Er könnte unschätzbare Berichte aus der frühesten Geschichte Mexikos und von Blüte und Zerfall der Monarchien inl tropischen Anierika liefern. Als der Bauln etwa im Jahre 3000 v. Chr. aus der Erde hervor-fproß, regierte König Menes in Aegtipten. Als Cheops seine Myriaden von Sklaven mit der Peitsche zur Arbeit an der großen Pyramide trieb, war der Banm ein Jüngling von zweihundert Jahren. Und als die Juden ihre erste Wanderung aus dem Tal des Nils unternahmen, war er erst 15)00 Jahre alt. Als man den Baum zum letztenmal maß, hatte der Stamm in 1.20 nl Höhe über dem Boden einen Umfang von 40 ni. Die Riesenzvpresse ist von Alexander von .Humboldt entdeckt worden, der an dem Stamm eine Gedenktafel anbringen ließ. Das war vor hundert Jahren. Die Tafel ist aber jetzt fast vollständig von der Rinde übern achsen, ein Beweis, daß der Stamm noch in voller Kraft steht. bei der Unterzeichnung des Kellcgg-Paktes in Paris und bei der nächsten Tagung des Völkerbundes in Genf wird Lord E u-sh endnn (inl Bilde) sein, dessen geritT' ge Sympathien für Deutschland die pk^ tische Entwicklung in der nächsten Zeit einslussen dürften. tMWMlIlMi! Endloser Streit um das Erbe des letzten Tyrannen Zehn Jahre sind seit dem Tod des ch> nialigen Sultans Abdul .Hauud vergang.'n, der dreißig Jahre iit-er die Ti'lrkei l)..'rrichte und im Jahre IMj abgesetzt wurde. Abdul .Hamid, der „letzte Tyrann", hatte ein Vermögen erworben, das nian auf lW Millionen Mark bezifferte; alier nocli i.niner gelit der Streit um die Erbschaft, der von Prinzen und Priuzefslnei'.nen gesiU'rt luird. In allen Teilen des ti'lrkischen Reiche') h.it Abdul .Haniid große Besitzungen. Nach seinem Tode beanspruchul seine Erbeil sast die halbe Provinz Sciloniti, einen grs",.'-: Teil Ma.^edoz'.iens, r.'eite Gebiete in Syrien und Mossul und große Lieg.'nschafl.'n auf Eypern. In: Dezember lL)^^ reiste der auie-rilanische Rechtsanwalt Jr.l)!n Unter!ue^)er nach Europa, um der ^sonsereuz von ..'au« salttie die Ansprüche der türkisch.:: zen und Prinzessinnen vorzulegen, die als Erben Abdul .Hanlids be.^elchnen, uu) besonders die .Herausgabe von Oelguelleu in Mesopotamien zu verlangen, die auf einen Wert von nlel)c als vier Millirl^en Mark geschätzt werden. Ein anderer treter der tiirkischeil Erben war der John Godolvhin Bennet, ein ehe!N?lii.'r Offizier der britischen Ar,nee. Dieser Vi^nn bemlchte sich auch vergeblich, in Berl?a''.d-lungen mit der griechisc'ien, der bulgarisl^'n und der jugoslawischen Regierung e'N' -'Anerkennung der ErbansVri'ch' oder wenil> stens ein i^tonipensatiensobjekt zn e.lang^.'.; bis zum Februar dieseZ Jakires wurden solche Vcrhandllingen noch geführt. S.'chZ Prinzesinnen und sieben Prin^'^en der Familie Abdul .Hamids, die sich zu einein „Rat der Erbeu" vereinigt haben, brachten ihre Forderungen an die britische Regierul^g vor das anglo-türkische geniischte Schied-^-gericht. Sie forderten die Ansliefrung von 122 Besitzungeu in Bagdad und-a'.:f Eypern, sowie die Oelfelder in Mo'sul. Ain 27. Mai hatte uian außerdem in London eine Gesellschaft gegründet, die ans den türkischen Prinzen uild Prinzesinnen besteht, und deren Aufgabe es ist, die Erbansprüche der Nachkoulmen Abdul Hamids durchzusetzeu; es war das besondere Ziel Ziel der Gesellschast, Abdul Haulids einstige Besitzungen in Griechenland zu erhalten. Man schickte deu Major Bennet nach Griechenland, der dort im März dieses Jahres verhaftet wurde, weil man bel^auptete, das', er die griechische Regierung mit falschen Dokumenten schädigen wolle. Der verliaf-tete ehemalige Offizier konnte nachweisen, daß er selbst die Urkunden für echt halten lnußte, und eö gelang der griechischen Regierung nicht, den Beweis dasnr zn erbringen, i^ß Dokumente gesälscht worden wa-^ ren. Soeben ist Major Bennet aus der Un tersnchungsha-ft entlassen nnd aus Griechen lardd ausgewiesen worden. Gegen diese Ausweisung vei'suchte er die Hilfe der englischen DiPlmnatie in Anspruch zu nehmen. Es könnte also noch jetzt wegen i.er Erl'schaft des Sultans Abdnl Hamid zn diploniati schcn Schritten kommen. ' MontagsauSgade der „Marburger vom 73. Nucylst. UHi» ÄU der Wm Sekunde dem Galgen entronnen! Das tmgMe SeschiS eims angeblichen Gattenmörders Derhalten der spurlos verschwundenen Sattln Von Drei uniformierte Wärter saßen in dem kleinen Zimmer, das sich neben dem Raunl, in dem die Hinrichtungen stattfanden, be« fand. Jeder hielt ein haarscharfes Messer in der Hand, das etwa zwei Zentimeter über drei straffgespannten Schnüren ruhte, die über ein zwei Fuß weites Gestell hinliefen, um dann dltrch ein schmales Loch in der Wand zu verschwinden. Jeder der Männer hielt sein Au^e gespannt auf die Wand gerichtet, die nur drei Viertel der Aimmerhöhe betrug und darüber einen freien Raum freiließ. In wenigen Sekunden würde sich dort oben eine Hand, die jenseits der Wand gehoben würde, zeigen. Das war das Signal, bei denl alle drei zugleich ihre Messer über die drei Schnüre zu ziehen hatten, die sich vor ihnen befanden. Eine davon würde alsdann ein Ü0-Pfund-Gewicht auslösen, wodurck) sich die Falltür unter dem Galgen aushakte, und wieder wäre ein Menschenleben in die Ewigkeit gesandt. Äeiner würde jemals wissen, welcher der drei Männer die todbringende Schnur zerschnitten, die NM! bereits eine Stunde vor der Hinrichtung gespannt hatte. Der Be-anlte, der sich in dem kleinen Zinimer befand und die losen Enden in der Hand hielt, hatte keine Ahnung, welche davon den Tod Veduten würde, während der Beamte, der eine der Schnüre mit der Kugel verband, wiederum nicht wissen konnte, in welcher Reihenfolge fie gespannt wurden. Niemand konnte etivas mit Bestinnntheit darüber wissen und jeder mochte glauben, . daß sein Mesier eine ^ete zerschnitten habe. ' I i m M a r t i n, begleitet von zwei Wärtern und einem Prester, stieg die verhängnisvollen dreizehn Swfen zur Galgenplattform empor. Seine Arme hatte . man fest an den Z^rper gebunden. Schnell > wurde er auf die Falltür gestellt. Nn Wärter zog eine Schliivge um seine Füße. Der Henker, der für die Hwrichwng 25 Dollar erhielt, legte die Todesschleife um Martins Hals und zog sie fest um die Kehle des Verurteilten, daß er fast erstickt wäre. Ein dritter Wärter legte eine schwarze KÄPpe über das Gesicht, um so den Zuschauern den schrecklichen Anblick des Gesichtes dos Gehenkten HU ersparen. Jetzt hatte der Henker nur noch die Hand zu heben, so^ß die drei Wärter im Rebenraum sie ü!^r der Wandteilung sehen konnten. Drei Schnüre würden dann durch-sthmtten werden und die Falltüre würde sich auslösen. Es handelte sich nur noch um Sekunden und Martin, der Schmied, der vorher nie fich etwas hatte zu Schulden kommen lassen, hätte für den Mord an sei« «r Frau d^ gezahlt. Hundertmrdfünfzig Zuschauer sowie 1k> Vertreter der Presse, erstere aus krankhafter Neugier, letztere in Ersüllnny einer unerfreulichen Pflicht anwesend, standen in atemloser Spannung, dem fürchterlichen Augenblick erwartend. Zwei Aerzte^ der eine mit dem Stetofkop bereits am Ohr, der andere mit einer .^rzschlag-Kiirventabelle versehen, warteten am s^ße des Schassotts. Ihre Aufgabe würde es sein, die letzten Herzschläge zu zählen und den Gehenkten offiziell für tot zu erklären. Ein anderer Helfer stand dicht dabei. Seine Pflicht N'ar es, im Augenbl'ick, wo der Wrper durch die Fasse sauste, vorwärts zu rennen, schnell das Hemd über der Brust aufzur^ßen, so daß der Doktor sein Instrument aufs Herz fetzen konnte und dann den Gehenkten fest, zuhalten, um den Körper an etwaigen Bewegungen zu hindern. Mhrend des ganzen Morgens stShnten und fluchten die anderen st^fangenen, die man in ihren Zellen eingesperrt ließ, ohne Unterbrechung, und drückten ihr Mißfallen über die Tc^Sstrafe in heftigen Worten aus. ?^r Gouvermnir des Gefängnisses nnd sein Sekretär standen etivaS abseits von d<'n Zuschaiierv, neben<«cktzem^Tele;^n, das di- rekte Verbindung mit dem Bureau des Gouverneurs Henry Gago in Sacram?nto hatte. Der Henfer begann langsam die Hand zum Zeichen zu heben, als er plötzlich sah, daß der große Knoten in der Schleife, der dazu dient, das Genick zu brechen, nicht in Ordnung war. Er trat schnell ein z^aar Schritte vor und legte den Ä'noten auf die richtige Stelle, worauf er wieder zurücktrat. Es handelte sich nur noch um ein oder zwei Sekunden, und alles war vorüber. Wieder hob sich langsam des .Henk^'rS Hand. In diesem Augenblick schrillte die Glocke des Telephons, noch greller tSnte die Triller-Pfeife des Gouverneurs in die nervenspannende Stille. Die Zuschauer sprangen auf, manche schrieen vor Erregung, verschiedene wurden ohnmächtig. Der Henker lief auf den Verurteilten zu, löste die straffgezogene Schlinge und riß die schwarze Kappe fort. Martin fiel in Ohnmacht, zwei Wärter mußten ihn halten. „Nein, nein, gerade in Zeit!" rief der Gou verneur in das Telephon, „alles in Ordnung, jawohl." Alles ging drunter und drüber. Die Pressevertreter rannten ans Telephon, die Nachricht weiterzugeben, daß der Verurteilte dem Galgen um eine Sekunde entgangen sei. Man brachte Martin in die Totenkammer und brachte ihn nach vieler Mühe und Arbeit wieder zu sich. Erst glaubte er, er sei tot, bis er schließlich langsam dahin kam, daß er noch unter den Lebenden weilte. Vor dem Portal des Todes war er Plötzlich durch eine unsichtbare, mächtige Hand zurückgerissen worden. Es brauchte mehr als eine Woche, bevor er aus dem Gefängniskrankenhaus entlassen werden konnte und in seine Zelle zurückkehrte. Fünfmal im Laufe von zwei Jahre n war es seinem Rechtsannsalt, Silvester I. Budd gelungen, die Hinrichtllng aufzuschieben. Man hatte Martin wegen der Ermordung seiner Frau verurteilt, und zwar auf Grund der Aussage seiner kleinen, sechsjährigen Tochter. Den Leichnam der Frau, die er umgebracht haben sollte, hatte man allerdings nie gefunden. Eine Woche vor der Hinrichtung hatte ein Freund Martins dem Rechtsanwalt erzählt, er habe Frau Martin in San Diego gesehen. Mr Budd fuhr nach dem Süden und lag mehrere Tage vor einer Pension aus der Lauer, bis ihm das Glück hold war und er sich eines Abends der Frau gegenübersah. ?^s war der Abend vor Mattins Hinrichtung. Als die Frau den Rechtsanwalt erkannte, schrie sie auf nnd rannte davon. Er folgte ihr, doch da sie die Straßen besser kannte als er, gelang es ihr, zu entkommen. Mr. Bltdd rief vom nächsten Telephon den Gouverneur Henry Gage an. Er war nicht in Sacramenw, wurde aber am nächsten Morgen um 9 Uhr im Büro zurückerwartet. Äls war eine Stunde vor der f:'st-gesetzten Hinrichtung. Der Advokat jagte in sein^ Automobil durch die Nqcht und traf 1b Mimlten vor zehn, ^so eine Viertelstunde vor Martins Ende in Sacramento ein. Atemlos berichtete er von seinem Erlebnis, gerade sov-iel, daß der Gouverneur von der Billigfeit eines breiteren AufschlibS über zeugt war. Fast hätte die schlechte Telephon Verbindung Schuld am Tode eines Unglücklichen gehabt. Doch dank der kleinen Ver-zögentng, die durch die Richtigstellung ^s Knotens in der Schleife eingetreten war, traf der Kefehl noch zur rechten Zeit ein. Begleitet von einem Detektiv begab sich der Rechtsamvalt wieder nach San Di^go, um die Frau, die gefühllos ihren Mann für ein Verbrechen, das er niv begangen, hatte sterben lassen wollen, aufzuspüren. Sie hörten, daß Frau Martin die Stadt verlasieli habe. Nach mehrwöchigem Suchen eu^eckte man sie als Insassin eines berüchtigten Tanzlokals. Langsam arbeiteten die beiden Männer an ihrem Plan. Eines Abends — der Detektiv hatte sich gut mit ihr angefreundet— lud er sie zu einer Autotour ein. Sie willigte ein, nicht ahnend, daß Mr. Budd unter dem Rücksitz des Wagens ^r-steckt lag. Sl) ging die Fahrt durch '^ie Nacht, wobei der Detektiv eine interessante Unterhaltung im Gange hielt. Frau Martin dachte nicht im Entferntesten daran, daß man sie entführte und über die mexikanische Grenze nach den Vereinigten Staaten brachte. Erst als der Wagen an der Grenze hielt, schöpfte sie Verdacht. Aber es war zu spät. Budd kam aus seineni Versteck hervor und wieder versuchte die Frau, als sie ihn erkannte, zu entfliehen. Ein paar Handschellen jedoch machten jeden Fluchtversuch fernerhin unmöglich. Auf dem Wege nach Sacramento brach sie zusammen u. gestand. Ihre Aussagen niederholte sie am nächsten Morgen in Gegennmrt des Gouver neurs Gage und unterschrieb das Bekenntnis, das sie abgelegt hatte. Aus Eifersucht, weil ihr Mann mit anderen Mädchen, mit denen er zusammen in einem Mrchenchor sang, geflirtet habe hatte sie keinen Einspruch gegen das Urteil erhoben. Die weiteren Untersuchungen klärten den Fall vollends, und sie wurde zu 15 Iah ren (^ängnis verurteilt'. Ihr Mann wurde bedingungslos begnadigt und erhielt die bürgerlichen Ehrenrechte zurück. Er hat später eine Schilderung seiner Empsindungen und Gedanken während der letzten 40 Äunden, die er vor dem Todesgang zum Schaffott hatte, gegeben: „Am Mittwoch abend — Freitag früh sollte die Hinrichtung stattfinden — betraten sechs Wärter meine Zelle und holten mich in der sogenannten „Todesprozession" ab. Wir zogen durch den ^fängnishof. Alle anderen Sträflinge waren hinter Schloß und Riegel gebracht und wurden besonders bewacht. Man sagte mir, die Totenkammer befinde sich im obersten Stockwerk des Gebäudes, dem wir zuschritten, und zwar im dritten. Ich zählte die Stufen, es waren 7d. Die zwei Totenkammern grenzten an den Hinrichtungsraum und damit ich nicht das Schaffott sehen sollte, traten wir von der Rückseite hier ein. In meiner Kammer stand ein Stuhl, ein kleiner Tisch und auf dem Boden lag eine kleine Matratze. Vor der Tür lief ein breiter Gang, auf dem zwei Wärter ständig Totenwache hielten. Als sich die Schlüssel im Schloß drehten, kam nrir völlig klar zum Bewußtsein, daß ich nur noch einmal aus dieser Kammer herauskommen würde, um meinen letzten Gang anzutreten. Ich setzte mich auf den Stuhl, mein Kopf brannte. Dann stand ich auf und fing an, das Zimmer zu durchmessen, auf und ab, auf und ab. Äl sah ich, daß auf d<'m Holz des Stuhles etwas geschrieben stand. Ich las: Gott, o Gott, warum hast t>u mich verlassen? In zwei Stunden werde ich auf dem Schaffott in Schande sterben. Ich bin unschuldig, ich habe nie ein VerbreiZ^n begangen. Die Polizei nnd der Staatsanwalt brauchen ein Opfer, und mich haben die Plutokraten ausgesucht. Aha, also hier noch so ein Fall wie meiner, dachte ich. Wie ist es möglich, daß Unschuldige zum Tode venirteilt werden können? Gibt es keinen Gott, der dagegen einschreiten kann? Sicherlich muß eS einen Gott geben und doch haben sie diesen armen Tenfel, der seine Soelenangst in letzter Stunde hinausschrie, gehenkt. In früheren Tagen hatte ich in einem K'irchenchor in Sacramento mitgesungen, nicht weil ich religiös gesinnt war, sondern weil ich mit meiner guten Baßstimme etwas verdiente. Im stillen hatte ich mich über den Priester lustig geniacht, welln er sich in Ekstase hineinbetete oder in Begeisterung geriet, sobald er auf der Ranzel stand. I-tzt, als ich daran dachte, verstand ich, daß es dem Priester bitterer Ernst »rar. Vielleicht l>«Zdoutet Re- ligion mehr, als ich annahm. Ein< Weile saß ich still und dachte nach. Dann verlangte ich eine Bibel. Man gab sie mir, und ich schlug auf gut Glück auf. Ich laS: ,Und ob ich auch wanderte im finsteren Tal, ich fürch te mich nicht, denn Du, o .Herr, bist bei mir.' Ich verbrachte die Nacht im Gebet, und als der Morgen durch die vergitterten Fenster der Totenkammer dämmerte, legte ich mich nieder und schlief. Mir träumte von einem Aufschub der Hinrichtung, doch mußte ich zur unveränderten Wirklichkeit aufwachen. Während dieses ganzen TageS las ich in der Bibel oder betete. Ich suchte meine Gedanken.von dem Ereignis ^s kommenden Morgens abzulenken. In dieser letzten Nacht schlief ich nur sehr lvenig. Frühmorgens kanl der katholische Pfarrer. Er tröstete mich und bat mich, guten Mutes zu sein. Daun knieten wir zum gemeinsamen Gebet nieder, worauf ich mich gestärkt erhob. Bald aber trat eine nerwse Spannung ein. Das Ende kam immer näher. Mein ganzes Wesen richtete sich gegen den Staat, meine Henker und die, die mich bald zum letzten Gang abholen würden. Ich war unschuldig und konnte nicht einsehen, weshalb ich zu sterben hatte. Man hatte mich des Mordes an meiner Frau bezichtigt. Meine kleine Tochter hotte vor den Richtern ausgesagt, ich hätte den Leichnam in ein Nebenzimmer getragen. Dann habe sie gehört, wie ich etwas zersägt habe. Diese Aussage genügte, um mich weiter schwer zu belasten, da man weder den Leichnam, noch irgendwelche Spuren desselben gefunden hatte. Die Zeiger der großen Uhr in der Totenkammer zeigten auf 9.4b. Noch 1b Minuten zu leben. Wie sollte ich es überstehen? Mein ganzer Körper wurde im Fieber geschüttsl^. Nur meine Willenskraft ließ mich nicht, zusammenbrechen. Zehn Uhr. Beim letzten Schlag hörte ich, wie die Schlüssel im Schloß gedreht wurden. Die Riegel wurden zurückgeschoben und vler Wärter, begleitet von einem Oberaufseher, traten ein. Man las mir mein Todesurteil vor. Dann packten mich die Wärter, nicht gerade sanft, und banden meine Arme an meinem Körper fest. Es war der Anfang zum Ende. Kein Laut kam über meine Lippen, trotzdem die Behandlung... mich schmerzte. Dann begann der Todesmarsch. Vorauf ging der Gefängnisgouverneur McArdle. Hinter ihm eine Wache, dann kam ich, wiederum von einer Wache gefolgt. Wir hatten etwa 35 Schritte zu gehen, bevor wir in das Hinrichtungszimmer traten. Wir stiegen die Stufen zum Schaffott empor. Dreizehn. Wahrhaftig, eine Unglückszahl. Oben angelangt, sah ich die große Schlinge herabhängen, die aus meinen Nacken wartete. Einen Augenblick später hatte ein Wärter sie bereits um. meinen Hals gelegt und zog sie fest an, sodaß ich fast erwürgt wurde. Ein anderer legte eine Schlinge schnell um meine Füße. Dann wur de mir eine schwarze Kappe liber den Kopf gezogen. Tausend Gedanken schössen mir in diesen wenigen Sekunden durch den Kopf. Ereignisse aus meiner frühen Kindheit kamen mir ins Gedächtnis. Besonders lebhaft mußte ich an ein Erlebnis denken, das sich vor 35 Jahren abspielte. Ich war damals ein junger Bursche gewesen und hatte einen Ausflug in des Mchbars Obstgarten unternommen. Dabei blieb ich n^t.dem Hwterteil meiner Hose am Gitter hängen, und da der Stoff so fest und gut war, kam ich nicht eher los, bis mich der Besitzer des Gartens fel^r befreite, nicht ohne mir jedoch eine gehörige Tracht Prügel zu verabreichen. Warum dauert es so lange, dachte ich dann wieder. Ich spürte, wie jemand an der Schlinge ruckte. T^nn folgte der Klang einer Glocke und der schrille Ton einer Pfeife. Das ist das Zeichen, dachte ich, und wurde ohnmächtig. Als ich zu mir kam, lag ich inl Krankenhaus. Am nächsten Tag kam mein Rechtsanwalt und erzählte mir, daß meine Frau in Kalifornien sei. Dann vergingen wieder Wochen, bis ich eines TageS entlassen wurde und in mein Heim znrückkehren konnte. „Sehen Sic", sagte Martin, nnd wieS auf sein schneeweis^e? .Haar. „Als ich die Stitfen zum Schaffott hinaufstieg, war eS no Hkllmilel! isl vom 13. Äugust MvntagsauSffave oer „Vtarourfter x 5cl>IMzgen stk. Kriminalroman von Hanns AomaS LvDvrlsI^t bv i^srtin feucktvaneer, tislle an 6er Lalle. 2 Die ganze exklusive Welt vDn Paris war zu (^aste. Hohe Diplomaten, Industrie- u. Bankkönige, erste Vertreter der französischen Kunst und Wissenschcift unid viele prominente Ausländer saf;en in bunter Reihe nebeneinander. Obwohl fast hunderbsünfzig Personen anwesend waren, konnte man feststellen, d-aß keiner der Anwes«^den zu den „gewöhnlichen Sterblichen" gehörte. In der Mitte der hufeiisenförmigen Tafel saß das Brautpaar. Grace Woermann war zweifelsohne eine seltene Schönheit. Sie hatte alle Vorzüge, ldie eine Fcau nur besitzen kann. Mes an ihr war Gbenmaß; keine Spur von der angel sächsisckien Eckigkeit. Im Brautkleid sah sie aus wie eine Lichtgestalt aus einer anderen Welt; kein Wunder, daß aller Augen bewundernd an ihr haften blieben. Hans von Troykeme«! bildete ihr gegenüber einen merkwürdigen Kontrast; seine eckigen^ nmrkanten Gesichtszüge, seine dunklen Augen und Nock) dunkleren Haare, stachen seltsam ab gegen die ruhigen, aristokratischen Ziige seiner t^lor.-den Frau. Trotzdom wirkte auch er entschieden interesiant und imponierend, und m-a,! konnte wohl verstehen, das; Grace von diesem Ma>nne mit den großen, rätselhaften Augen und der heroischen Erscheinung fasziniert worden war. Hans von Droykeuiens Nervosität schien mittlerweile verschwunden zu sein. Er unterhielt sich angeregt, und war in jeder L>!n-sicht nieder der elegante, geistreiche G^'sell-schaftsmensch von vorhin. Woerniann allein behielt ihn auch weiterhin scharf ittl Auge; er hatte das unbestimmte Gefühl, als müsse irgend etwas nicht ganz in Ordnung sein. Er beobachtete, daß sein Schwiegersohn, ganz gegon seine sonstige Gewohnheit, ungemein hastig den schweren Weinen zusprach, und l.'bhafter, als es seiner Gewohnheit entsprach, mit den .Händen gestikulierte. Schliesslich dachte er indes auch nicht mehr nn den Zwischenfall, ünd widniete sich wi!.'d.'r seinen Gästen. Dann wnrde die Tafi'l e.nfgehoben. asle^z erhob sich nnd zerstreute sich in die '.'!eb.»n-räume, wo lockende Geigenklänge zum Tanz einluden. In dem großen Konzertsaal des Aoer-mannschen Hauses entfaltete sich nun ein Bild von unerhörter Pracht. Die kostoiren Toiletten der Damen und die eleganten ^-rackanzüge der Herren, die auf den ersten Blick den Londoner Schneider verrieten; der kostbare Schmuck und die leuchtenden Blumen, mit denen der Saal geschmückt war, boten einen bezaubernden Anblick. Jetzt tanzte das Brautpaar einen Tango, und aller Augen folgten bewundernd den eleganten Bewegungen der beiden .gertenschlanken Figuren. Stürmische Bravorufe erschollen nach Schluß des Tanzes. Der junge Ehemann überließ dann seine Frau einen anderen Tänzer und verschwand in der Menge. Woermann beobachtete ihn von weitem, wie er mehrere Gläser Kogilak hintereinander leerte. „Was ist nur mit deni Jungen los?" dachte er für sich. „ Hat ihn sein zungeS Glück so aufgeregt, oder stimmt hier etwas nicht? Eigentlich gefällt er mir heute nicht, er hat wieder genau denselben unsicher flackernden Blick wie dainals, als ich ihn kennenlernte. Wenn ich nur wüßte, was eigeiltlich los ist." Vergebens versuchte er mehrere Male, näher an Droykemen heranzukommen; es hatte ganz den Anschein, als ob dieser vor ihm fliehe. Mittlerweile war es zehn Uhr geworden. Für das junge Paar wurde es höchste Zeit, aufzubrechen, wenn es noch den Zug nach Nizza erreichen wollte. Grace und Droykenien zogen sich also nach oben zurück und kleideten sich rasch um. Das Gepäck hatten die Diener bereits auf den Bahnhof gebracht. Kurz darauf schloß der alte Woermann seine über alles geliebte Tochter noch e!n-nml in die Arme, drückte ihr einen Abschiedskuß auf die Stirne, und wünschte ihr alles Gute auf die Reise inS Glück. Dann wandte er sich an .Hans von Droykemen, und sagte, während er ihm kräftig die Hand schüttelte: „Es fällt mir altem Maime schwer, mein einziges Kind herzugeben. Sei gut zu ihr, und lnache sie gliicklich, sie hat es verdient!" Droykemen erwiderte mit einem ruhigen, klaren Blick. Dann bestiegen die beiden jungen Eheleute das bereits wartende Auto. Gerade in dem Moment, als der Diener den Wagenschlag zumachte, kam ein elegant gekleideter Mann in mittleren Jahren vor-beigeeilt. Er grüßte Droykemen, und Grace war es, als hätte er nach seinem Gruß ihrem Mann noch die Worte „Nummer vier" zugerufen. Verwundert blickte sie zu Hans auf, dieser nickte dem Fremden leicht, wie bestätigend zu; sein Gesicht zeigte dabei einen harten, entschlossenen Ausdruck. Nieniand von den mit ans Tor gekommenen Gästen l/Ute diesen kleinen Vorfall bemerkt; Graces Herz jedoch begann abermals ängstlich zu klopfen. Sie wollte etwas sagen, aber da ließ der Chauffeur bereits den Motor anspringen. Ein letzter Händedruck, ein letztes Winken, dann fuhr der Wagen im schnellen Tempo davon. „Er sieht tatsächlich aus wie ein Abenteurer", dachte sich Professor Claciaur im stillen, „allerdings nnt einem stark genialen Anstrich. Eines ist jedenfalls sicher, dieses Paar kann hinkommen, wo es will, es wird stets im Mittelpunkt des allgemeinen Interesses stehen." Der erste Gang wurde inzwischen aufgetragen, die Gläser klangen aneinander, und langsam kam eine gemäßigt animierte Stimmung auf. Die Tischreden waren verhältnismäßig kurz gewesen, da man wußte, das Worinann aller Phrasendrescherei abhold war, und dieser Umstand mochte besonders wohltätig auf die gute Laune der Anwesenden eingewirkt haben. Das Essen war erstklassig, die Weine erlesen, und die Gesellschaft harnwnisch abgestimmt. Kein Wunder also, daß man sich wahlfühlte. Hans von Droykemen Plauderte angeregt, warf dann und wann seiner jungen Frau einen bewundernden Blick zu, als könne er selbst nicht recht glauben, daß sie nun ihm allein gehören solle, und drückte ihr ei:^ über das andere Mal verstohlen die .Hand. Als man gerade beini Nachtisch angelangt war, trat ein Diener zu ihm heran, und flüsterte ihnl einige Worte zu. Das vom Wein etwas gerötete Gesicht Hans von Droykemens verfärbte sich urplötzlich, seine .Hand, die die Gabel umfaßt hielt, begann merklich zu zittern, und eine kurze Entschuldigung murmelnd, erhob er sich, und verließ mit eiligen Schritten d?n. Saal. Die Gäste schienen den Vorfall gar nicht' weiter bemerkt zu haben, aber Grace hatte die eigentüinliche Erregung ilires Mannes wohl wahrgenommen. Auf ihrem Gesicht spielte nervöse Unruhe. Auch ihr Vater warf einen forschenden Blick herüber. Nach kaum drei Minuten kam Droykemen schon wieder zurück. Sein Gesicht zeigte einen gewaltsain beherrschten Aucdrul'k, sei-ne Hände zitterten noch innner leicht, und die srüliere Blässe sein^.- ?<'.'^ugen war einer auffallenden Röte gewichen. Grace beobachtete ihren Mann ängstlich von der Seite. Denr alten Woermann konnte man es ansehen, daß er seinen Schwiegersohn an? lieb sten auf der Stelle gefragt hätte, nas eigentlich vorgefallen sei. Er sagte sich jedoch, daß es komisch wirken mußte, wenn er über die Tafel hinweg .Hans von Droykemen ausgefragt l)ätte, und überwand sich deshalb zum Schweigen. Grace jedoch konnte es nicht anchaltett,' und fragte schließlich: „.Hast du soeben irgendwelche Unannehmlichkeiten gehabt?^' „Nichts von Belang, uiein Kind", erwi« derte Droykenien, „nnr ein kleines geschäftliches Aergernis, das aber bereits wiede'' in Ordnung gebracht ist." „Aber du warst so nierknürdig erregf, wie ich dich noch nie gesehen habe. Sage nur doch um Gottes willen, was eigentlich loZ ist?" „Dummes Närrchen", antwortete er scher zend, „mache dir keine Gedanken. Ich war lediglich ärgerlich, daß ich nicht l/?nmal am .Hochzeitstage ungestört neben dir sitzen darf. Außerdem war es niir der Gäste wegen peinlich, während der Tafel aufzustehen. Siehst du das nicht ein, Darling?" Grace nickte nur stuinm, und hatte sich bald nieder vollkonunen beruhigt. Sie uu» terhielt sich in ihrer ungezwungener Art und Weise weiter mit den Uulsiizenden. Sie war ja so unsagbar glücklich; und daß sie noch heute abend ganz allein nnt ihm in die weite, herrliche Welt hinausfahren dnrfte. Sie hätte ani liebsten laut alifgejn« belt vor Freude, und unißte sich wirklicki sehr zusammennehulen, nin nicht dem geli?b ten Manne vor allen Anwesenden nnl den Hals zu fallen. Aber sie tröstete sich damit, daß sie ja alles in wenigen Stunden nachholen köinüe. Bei diesem Gedanken lächelte sie glückselig vor sich hin. (Fortsetzung folgt.» »«»«wo« Lpe^laltzesckgkt tür k^aksrZcler, kestanäteile u. Pneumatik. I^lizuptvertretun^ cZer bekannten ^ecksn»5cke ^erkstütte mit lVienef Kranken-un6 Se8rSbnt5xe!«I - VersickerunjZZkssze Fezzen m^88l^e /^onatsbeitrAAe. vie l<2S8e si-beitet sckon 5«lt äem Satire 1896 in ^snbor. Mkeres clurci^ die kieti^e Vertretung^: Ivans ^vLnik, Isttendackova ulica 19. 9 kür ^Snner, Knaben unci Kincler, kerner Zkrvmpkv. U8V. ' QrvÜe ^U5>vgkl biUixsten preisen bei 902^ Md liid. UMls. «ml lni! billig ksuksn vZII iCSUkt vle besteder ver-xclilectenLlen Loiten In l^ekren-IZSl uncl l)/»men5to!fen so>vi'e Iictie I^ekIeictun?5AltjkeI nur bei I^sribor, KoroZlia c. 9 Ztriclc^sren Wie: Zaclcen, ^e5»en, puIloWer, kISMe». teo5tUme. Zckoksn, /^dencitllcksi', Kincier-Sslnituken u. 5. v. aus reiner >VoIle unä ?u äen dilliß^sten preisen empkieiilt die Strickerei »«kvn« gut« ^ucb verclen nnzenebme leil. isblun^en x^crne ße>v bei xibt, solsnge äer Voiiat reicM l!) l^sporlt Ltran^tsI^Ä'ekel, !k I^spvrlt ^re5st«l/5ie^el (Vienerberxer). ld l^spolit l)oppelpres5tal^ System l^jtelZberg dllltxi8t »d. 8t»(Itt>«umelzter unä ?ieZelkgd!jk5de8, »vr Surksn u. ». N,., »vrnor UXvrSy LvISgvr, «um, Xognalt u. ». w., lu mäkigvn ^ n a » vrkSMKhH dvl eßvr kirms Ln «I« tsii Wli kerliMl. Mmllllr. M vo« !S. U«gust VkontagsauSgave der „Marvnrger Zeitung^ Kleiner )^nleiqer Lesakdtt« »wifgelegenheit! Schreiben Sic sich sofort meine Adresse auf. Geschlissene Bett, ^dern für Pölster und Tuchen» Än. SS. Versand ten. kg. zu Postnachmchme weniqstenS b rg ausw. L. Brozovi^ I' 3«! federnreiniffung, S». chem. Bett »greb. Ilicn 9382 Lu vittauftn SaetO » » aller Art liefert billigst ltarro-nogenwerk ^rgo". Maribsr. PreSernova ulica lk. 4g8S MaschiN'A' jour-Arbeiten werden Übernommen und billigst berechnet. Ttrostmajerseva uli« ea II, neben Kloster. 94K2 Automobilifte«! Auto-Reifen, Schläuche usw. werden prompt und pr^Swert vulkanisiert bei Dt'lenc. Maribor, Aleksaudrona eesta ZS. W2I NeatMm Achtung! Ha«», GesckiöstshauS bevorzugt, qegen Bcirj^ahlung z. kaufen gesucht. Anträge und Preis unter „25* an die Berw. 9i'M Äu kauft« gesucht Saufe altes Sold. VUberkro» »en. fAlfche vebiffe v«d ASt«»e vrei! und qahl«. dafür A. Stumpf, Woldar roSta eefta K. tvreife! iter. So» ^907 Suche zu kaufen: Stabilmoto' ren von 25 bis 80 HP-, auf Leuchtgas oder Ben« zin. sowie nuch andere Motore und Maschinen. Offerte zu rich» tcn an die Adresse: Dragutin Math??. MlischinenhSndler, Bin kovti. Prenvdoviöeva ul. 19. W.-zK yiut erhaltene alte Weinfilsfer, 2—a Hektoliter, jedes Quantum zu kaufen gesucht. Jojip Rosmarin, Oekonom, ?toimi V-Ptuj. '^87 Wege« Ueberfiedl«»g werden zu herabgesetzten Preisen verkauft: Schlaf- und Speisezimmer, Matratzen, Drahtbetteinsätze, Ottomanen, Vettvorle^r, Ueberwürfe usw. Möbelhandlg. Makotter, Slovenska ul. 2 und Krekova ul. S. 9üS7 Zwei Vistaften, ein komplettes Billard, alles gebraucht, zu verkaufen bei R. K o m a u e r, Meia.__ Phaeton, gut erhalten, im best. Zustand, komplett, ist wegen Umstellung auf Autobetrieb billigst abzugeben. Gefl. Zuschriften erbeten an Vlastelinstvo IalZabet pri Vara!din. 96.?7 Au mieten gefticht Suche l Zimmer mit Iküche in besserem Hause. Zahle gut. Antrüge unter .Guter Zahler" an die Berw. 9471 Wohnung, 3—4 Zimmer mit Küche Ujw., in der Nähe des Parkes o^r in ruhiger Gasse gesucht. Adr. Veno. 9K7K SMenoefticht Selbständige Svchin wünsckit b. solidem, alleinstehendem ^rrn als Wirtschafterin unterzukommen. Adr. Verw. 9S14 Köchin für alles, tüchtig in se-der häuslichen Ar^it, sucht Stelle zu Neinerer Familie oder alleinsteh. Dame oder Herrn. Adr. Verw. !>K46 I^uttstickerei, Klüppel so^ie Valenciennes, mocZerne Muster in reicker dei c.vuoklli.v7 N»eldoe. Qv»p«»»Ir» ullc«. 951s (!soüe llüii lle ldiil! von Dinar 58'— sukvSrts ?u Kaden nur bei cler I^irma 1. Olgvni trß^ 17. feinste A^srke xsrsnt. ^ 99<'/y einZetrokken dei ^ klO'idoe. Vo«tnlkov tr« <1^ svsaoeaäeellelll vetclen von cler eln-l«ck5ten bis lur fein> »tvn ^u5fUkrunx el-reuxt. ^Its Decken veräen dlNtxzt um-xesrbettet. 6632 l. MM Xralj» Petra cesta 34 Neue FSfler von SV bis Ibvv Li ter verkaust am billigsten Jos, Ramiiak, Faßbindr. RuSe. W9tt Fast neue Schufter « Nähmaschine (Hohlmaschine) preiswert zu verkaufen. Pobreika ceesta 9, ^rt. Sida. 9474 Ä« vermtetm HauSbeforgerwohnung, Zimmer und Küche, an kinderloses Pen-stonistenpaar zu vergeben. Po-breZje. Cankarjeva ul. 3. 9675 MSbl. Zimmer, separiert, billig sofort zu vermieten. KoroS-ka cesta 43, Part, rechts. 9tt83 Ein gut gehendes Gafthau» zu verpachten. Adr. Verw. 9691 Möbl. Zimmer mit fepar. Eingang, elektr. Licht, zu vermieten. VosaöniSka ul. 18. 9698 Möbl. Zimmer, seep. Eingang, für 1 odr 2 Personen ab 1. S^'P tember zu vermieten. Anfr. in der Bem. 9693 Mädchen sucht Stelle'bei besserer Familie. KoroSka cesta 51. 9619 Sffem Stellen Lehrling mit guter Schulbil-dg. der slowenischen und deutschen Sprache mächtig, wird ^fort aufgenommen bei Ferd. Kaufmann, Spezereihandlung. Kra-lja Petra trg 1._ _9649 Ein" intelligente« «iä^fräu-lein, perfekt deutsch sprechend, zu dreijährigem Mädchen gesucht, das willig ist. auch in .-»er Wirtschast mitzuhelfen. Offerte senden an die Adresse Milan königl. Notar, Ludbreg aratmn. i)629 Peri^, bei Bo Kinderfräulein, das auch leichte Hausarbeiten verrichtet und etwas nähen kann, wird zu einem sucht. ------------------. ^ lich. Gefällige Offerte mit An-gäbe der Sprachenkenntnisse, GehaltSansprüche und der bisherigen Tätigkeit erbeten an Dt. Ignjo Fürst, Osijer, Dolnj, LS s,— l sechsjährigen Mäderl ge-t. Eintritt so bald als mi>g. grad. 9636 Lehrjunge mit einiger Schulbildung sür ein besseres Herren modeegeschäft gesucht. Adr. Vw. 9686 VI« vausrvellsn elbsiten 8Ie im So5posk» uilc» »sr. 2V svoovcak äie xrööte k^adnk für Oummireiken, veicker äie desten lecknilcer zur Verkü^un^ Steden unä >velcke sSmtlici^e l^okstvlke gu5 eigenen ^nisxen be?iekt, ist imstsnäe, einen ^uto-reiten ?u ksdri^ie^en, veicker qusütgtiv am tiöcksten stedt. Die veltumspannenäe Verksuksorßsnisstion sokAt äatllr, clsü 8ie den k?eiken, äen Lie drsucken, in Ikrer Ltsät bekommen. ^ebr l.eute ksuken QOVV-VL^I^-I^eifen, als irxenll eine sncZere ^srke. ÜMilAlWMlÄIIIitllV.lllMir Vvrtretlimjx: MIrloSiLvva 2 » ^mtllcke vrueksorten ti!r lnäustrlen, Xaukleute» »irte, prtv»te, ^mt«r, Sckulen» Vereine u.8. v > IN biUlx8ten preisen, dei xe5el,maeltv«>llei' ^u5k0!,runx unä »olläer keälenunx . Mlt moilernZten />^a8cl,Inen »U8xestattet empfiet:it sick rlleseidv rar ^ustiUlruag von Vue!idin6vr»fdeiten » »ller >^rt. von «ler elnkacksten dl, lur vollkommen5ten ^uskakrunx I » Verde>Vnick»>ctien. Plakate. I'lux:eettel, 5pel»e- unä Velnkarten, Etikette», viplome in sein»? Xu8fakrunx I»»D I » kin- «nä k^ekrf>rl»enänie>l ^ I k^ieene l.ltk»Ss«ulen unä lakeln auf äen krvquentiei-to5tvn Plätzen äer 8t»ät. I II . plskstierunx lu müMxer Se eel nun« «,Gz«»,G In «»GDGO, oruokGrOl WGretGn, del e>«r PI»katlOrung d«»on«I«e»n »t«okl»>» fl^l^i.e / sittc)ssi!«/>^.leK.icv/^ u>-lc/^ s Qtvtkvililttoae «S Mr 6to >^ollOktk» vsrmttvertlloli: VVO K^SPLK. 1ourasll»t. — fitr Äov N«r»«»>xvdor uml äso vnwtMvrtNed: VIroktor 51^1^X0 — voicko Wvlwimit w