Eaihaditr Etodjrahlatl, Organ bet Verfafjungspartei in Stain. Sir. 415 Atonnements-Bedingnisse: GanziShrig: ' Sur Laibach fi. 4.— Mit Post (I. 5,— Halbjiihrig: 2.-..........a.50 VierteljLhrig: » » 1-— « » .. 1-25 Fur Zustellung in’8 Haur: VierteljLhrig 10 fr. Samstag ben 21. Juli Znsertions-Preise: Einspaltige Petit-Zeile a 4 fr., bei Wiederholungen a 3 Er. — Anzeigen bis 5 Zeilen 20 fr. Redacti on. Administration it. <$rj>ebition: Schustergaffe Nr. 3, 1. Stock. 1888. Iur Confieriilioiisiitiiris in firoin. Unter den znhlreichen Fallen von Beschlag-^ahmen, von denen die hier erscheinenden Blatter Jahr ein Jahr aus betroffen roerben und die — roenn ci angesichts der hcrrschenden Prehfreiheit nicht un° Nioglich ware — so mannigfachen Anlah zu einer Ititifdben Beleuchtung boten, zahlte auch einer, der iiinqft die »Laibacher Schulzeitung' trnf, zu den recht besonderen. In einem langeren Aufsatze dieses SlatteS in dem unter dem Titel „Stc>t,onen seiner' Lebenspilgerfahrt" allerlei Erinnerungen rines alien Lehrers mitgetheilt rourben, erzahlte der Verfasier auch von bem eigenthumlichen Benehmen eineS Pfarrers aus Anlah eineS Versehganges und zwar mit solgenden Worten: „ Jch eilte dem Igfarrer ben Versehgang zu melben. Er befanb sich, ttie g.wSH«lich. wenn er £aufe mar und nicht Td&Itef im Kuhstall. Sein geflicktcr Rock am Rucken „mbe was bie Bescheibenheit seines Anznges betraf, nur dutch einen Cylinber iibertroffen, bessen tiefige Kobe und aeringe Haarentwicklung auf mehrere Jahr-2e zuriickwies Sein Geiz mar im Dorse unb bessen vmgebung sprichmortlich geworden, und seine Liebe kannte nur einen Gegenstanb seiner Aufrnerksarnkeit _ bng Geld, unb um biese Reigung zu besr.ebigen, war er wenig wahletisch. Ohne sich erst zu rcinigen vder von ben Stiefeln bie Spuren beg Ausenthaltes iu entfernen, fchritt er nach tneiner Anzeige bem ^ore ber Sacristei zu. Kein Talar schien wurdig, ^ f t it 177 t t 0 in Uns're Zngend, uns're Hoffnnng. Unlangst sah ich >" meiner Amtsstube unb Binq meinen Lieblingsgedavken nach. Da bsfnctc sich fete Tlnir Ein Vater war's, ben bie Sorge um sein Kind zum Lehrer trieb. Wclche Sorge ben Loen Mann brtiite, zeigt unset Zw.egesprach, bas jch zu Nutz unb Frommen unserer Jugenb Hier itiittbeilen will. . ~ r Der Vater begann folgenbermnfcen: Je mehr ii> mich mit ber Erziehung meiner zroei Kinder beschaftige, beslo schwieriger erfchemt nur biese Ihaljgkeit. In manchen Fallen tappe ich vollends im Dunkeln. . D'rauf ber Lehrer: Sie diirsen es mit nicht jjbel nehmen, datz ich Jhre erzieherische THLtigkeit tiberhaupt ein „Tappen im Dunkeln" nenne. Vater: Aber ich schmeichle mir doch, mcine finder gut zu erziehen! Lehrer: Wenn Sie ntanchmal dag Nichtige ttessen, so geschieht das unbewnht. Um bie rcchten xrzieherischen Mahregeln mit Bewuhtsein treffen zu fiinnen, muh man vorerst bas Ziel ber Erziehung vnb bann bie Mittel zur Erreichung bieses Zielcs Henau tennen. Vater: Darubcr Habe ich noch nie nachgebacht. bes Rockes Bescheibenheit zu beden, ba er ihn kurz zuriickwies unb nur bas Chorhemd sowie eine wenig bem Ernste ber Hanblnng entsprechenbe Stola, bie bie Spuren bes Alters deutlich zeigte, warb tiber ihn geworfen. Mit bem Cylinber (!!) auf bem Kopse trat er aus ber Sacristei in ben inneren Kirchen-raunt unb nohm ben Weg zum Hochaltar, wo ich inzwischen die Laterne an bem eroigen Lichte ent-zunbet. Nahe stanb selbe bei bem Tabernaculum, da der Psarrer aus Sparsamkeitsrucksichten das Anzun-den ber Wachskerzen oerboten hatte. Ohne die zu bem heiligen Acte wenig pasienbe Kopfbebeckung ab-zunehmen ober bas Knie zu beugen, entnahm er bem Giborium bie Hostie unb legte sie in bie Bursa, bie seinem Anzuge, was bie Ausstattung anbelangt, voll-fontmen entsprach. Mein Jnneres war auf bas tiesste erschiittcrt, alle religiosen Grundlagen meiner Jugenb emporlen sich gegen eine solche Vornahme bes tirchlichen Actes, bn ich sah, bah bas, was bem Menschen als bas Heiligste gelten sollte unb gilt, hier don bem Diener ber Kirche eine berartige Be-hnnblung erfuhr." In bieser, wie man boch zugeben muh, sehr sachlichen unb in keiner Weise provocirenben, viel-ntehr in sehr wiirdigem Tone gehaltenen Darstellung wollte nun bie Staatsanwaltschast bas Vergehen nach 8 302 St.-G.: Ausreizung zu Feindseligkeiten gegen Rationalitaten, Religions - Genossenschasten, Korperschaften u. bgl. crblitken unb confiscirte bie betreffenbe Rummer ber „2aibacher Schulzeitung" ; Lehrer: Sie stehen mit Jhrem nufrichtigen ©esidnbnih jebensalls nicht allein. — Unset Herr-lichcs Schulgefttz nennt tad Ziel: „Das Ziel aller Jugenberziehung ist ein offener, ebler Charakter". Die Erziehungswisscnschast lehrt: Die wichtigsten Erziehungsmittel sinb Unterricht, Beispiel, Gewohnung. Voter: Sie nennen ben Unterricht ein Erziehungsmittel ? Jch Habe ihn immer ber Erziehung gleichwerthig gehnlten. Lehrer: Jhre Anschauung ist die landlausige; die richtige ist: Wir unterrichten die Kinder, um sic zu erziehen. Sie finden auch im Lehrplan ber Volksschule nur solche Unterrichtsgegenstanbe, benen eine erziehliche Kraft innewohnt. Die erfte Ausgabe ber Volksschule ist also nicht ber Unterricht, sonbern bie Erziehung. Vater: Run beginne ich zn ahnen, watum in unseren Tagen so viel uber bad Zusammcnivirten von Elternhaus unb Schnle gefchrieben mirb. Lehrer: Jch will Jhre buntle Ahnung zur klaren Erkenntnih etheben. Die Hauptanfgabe ber Schule ist bie Erziehung ber Kinder; das ist aber auch die erfte Ausgabe ber Eltern. Wenn nun biese nicht stetS in vollem Einvernehmen mit bem Lehrer -u Werke gehen, so roerben sie manchcs EdelreiS verberben, bas bie Schule auf ben jungen Menschen-wilbling gepfropft hat. bas Lanbesgericht hob aber bie Beschlagnahme auf, wogegen bie Staatsanwaltschast jeboch Einsprache erhob, so bah bie Angelegenheit vor bas Dber-lanbesgericht kam. Auch bieses hat, wie zu erroarten roar, bie Beschroerde bes Staatsanroaltes oerwotfen unb bie Beschlagnahme, beziehungSroetse bas Verbot ber SBeiterverbreitung aufgehoben. Wie in allen cihnlichen Fallen miiffen wit tins auch im oorliegenben jeber roeiteren Erottemng iiber bas Vorgehen bes Staatsanroaltes enthalten. Das-selbe zeigt aber an sich schon zur (Senuge, wie ein Blatt ttotz ber ruhigften, sachlichsten Sprache, ttotz eines augenscheinlich von ben besten Jnlentionen beseelten SSorgehenS bei einer Gelegenheit, wo es ein solches Eingreifen selbst bei ber forgfattigften Pru-fung nicht vermuthen femnte, ber Confiscation mit alien bamit verbunbenen Vetlusten an Zeit unb Gelb unb allen Unannchmlichfeiten fur bie Rebaction unb bie Leser versallen fann. Statt eines naheren Eingehens auf ben Charakter ber befprochenen Beschlagnahme sei es uns aber erlaubt, noch von einem anderen Vorkommnih aus der hier herrschenden Eonfiscationspraxis zu fprechen, das sich vor etniger Zeit ereignete unb fogar bem Casiationshose Anlah zu einer Entscheibung bot, von ber ivir aber bisher Irotz seiner principiellen Wichtigkeit noch nicht Erroahnnng zu machen Ge-legenhftt hatten. Am 10. December v. I. veroffentlichte „Slov. Narod" einen Artikel, in roelchem die Staats- Vater: ©ibt es benn nicht gewisse Vorschristen, bei beren Besolgnng sich die Eltern in vollet Ueber-cinftimmung mit ber Schule roiihten? Lehrer: Wenn es Jhre Zeit erlaubt, bin ich gem bereit, Jhnen einige 2lnbeutungen zu geben. — Sollen wir Lehrer nicht vergeblich arbeiten, so miissen bie Eltern vor Allem von ber Uebevzeu--gnng burchbrungen sein, bah bie Schule nur bas Beste ihrer Kinber will. Vater: Sie fprechen so, als ob es Eltern ga&e, bie anberer Meinung sinb. Lehrer : Es gibt [eider solche. Wenn biefen eine Verfiigung bes Lehrers zu hart erfcheint, so nehmen fie das Kind fofort in Schutz gegen ben grausamen Lehrer, dem bekanntlich bie Qual bes KinbeS ein auherorbenllicheS Bergniigen macht. Vater: Sie roerben aber einraumcn miissen, bah ber Lehrer auch trten fann. Lehrer: Jch miihte ein schlechter Kenner, bet Menschennatur sein, roenn ich bieh bestreiten ivollte, Abet bas Kinb wirb vielsach gegen roohlbegriinbete Mahregeln ber Schule in Schutz genommen. Die Eltern miissen nur bebenken, bah ihnen ja oft bas Verstandnih baftir fehlt, eine erziehliche Mahnahme der Schule richtig zu beurtheilen. Und wenn der Lehrer wirklich geirrt hat, so wissen sie nicht, wie fie sich in einem folchen Fah -k anwaltschaft das Verbrechen des Hochverrathes und Vergehen nach bem oben angesuhrten § 302 St.-G. erblickte und weShalb fte die betreffende Rummer mit Beschlag belegte. Den Hochverrath bildete nach bet Auffassung der Staatsanwaltschaft die in dem Artikel enthaltene Propaganda fur die Idee der culturellen Vereinigung aller Slaven durch die Annahme einer slavischen Schriftsprache und Einfuhrung der altslavischen Sprache in der Litur-gie, womit die Losteihung der Slaven OesterreichS von bem einheitlichen osterreichischen Staatsverbanbe vorbereitet roerben solle. Das Vergehen gegen bie offentliche Ruhe unb Ordnung wurde bamit begrun-bet, bah burch die Angriffe gegen die Deutschen und Ungarn zu Feindseligkeiten gegen diese Natio-nalitaten aufgereizt werde. Das Landesgericht Laibach bestatigte ivohl die Confiscation, jedoch nur auf Grund des Vergehens gegen die offentliche Ruhe und Ordnung. Die Beschlagnahme wegen Hochverrathes wurde jedoch vom Landesgerichte nicht bestatigt. Gegen diese Entscheidung erhob die Staatsan-waltschaft Beschwerde an das Oberlandesgericht Graz mit der Motivirung, dah die Einfuhrung einer slavischen Rationalsprache in der Liturgie auf poli-tischen, panslavistischen Tendenzen beruhe und daher gegen die Jntegritat Oesterreichs, sowie auf die Herbeifuhrung einer Gefahr fur den Staat von Auhen gerichtet sei. Das Oberlandesgericht erledigte diese Beschwerde abweisend, und zwar „in Erwa-gung, dah nach § 493 St.-P.-O. das Gericht zu erkennen hat, ob der Jnhalt einer init Beschlag belegten Druckschrift cine strafbare Handlung begrunde; in Erwagung, dah die Qualification der strafbaren Handlung, wenn das Gericht eine solche fiir vorliegend erachtet, nur die Basis fur das Ver-bot der Weiterverbreitung abzugeben hat und, wenn dieses Verbot ausgesprochen ist, Gegenstand einer Beschwerde seitens der Staatsanwaltschaft nicht bilden kann; in Erwagung endlich, dah dieses Verbot fur den ganzen Jnhalt des beanstandeten Artikels ausgesprochen warden ist". Diese Zuruckweisung der staatsanwaltlichen Beschwerde gab der General - Procuratur Anlatz zu einer Richtigkeits-Beschwerde zur Wahrung des Ge-setzeS, welche von dein General-Advocaten Dr. Schrott vertreten wurde. Der Cassationshof entschied desien Antrage gemah, durch die erwahnte Entscheidung des Oberlandesgerichtes Graz sei das Gesetz verletzt nehmen haben. „Das wirst du aber nicht thun, ich werde schon mit dein Lehrer reden! * Solche Worte entschlupsen dein Vater in Gegenwart des Kindes, und der Lehrer darf ftch nicht wundern, wenn von dem Tage an das Kind einen nie gezeigten Trotz offenbart. Der Auftrag des Lehrers inuh von dem Kinde ausgefiihrt werden. Vater: Verzeihen Sie! Sie fordern von mit, dah ich sogar Ihte Jrrthumer gutheipen soll? Lehrer: Nur geinach, lieber Herr! Das ver-lange ich durchaus nicht. Wenn Sie ineinen, dah ich eine unbegrundete Verfugung getroffen habe, so lassen Sie vor Allein Jhr Kind nichts von dieset Meinung mcrten. Dann suchen Sie eine Untetredung mit mil. Ich werde Jhnen dankbar sein, wenn Sie mich uber jene Umstande ausklaren, welche die Jrrung herbeigefiihrt haben; Sie werden durch diese Untetredung Jhrct verletzten Vaterwiirde Genug-thuung vcrschaffen, und — was das Wichtigste ist — Sie bewahten mit den Gehorsam des Kindes, dessen ich zu einem srohlichen Gedeihen nicht ent-rathen kann. Vater '• Ich werde mit metlen, dah man in Gegenwart der itinder auf die eigenen Wotte wohl achten muh. Lehrer: Hiezu eiit Beispiel! Sie find gewih mit mit der Meinung, bah "der hcrtschenbe Ratio« worden. Der Begtundung dieses Erkenntnisies ent-nchmen wit Folgendes: Das Gesetz enthalte hin* ftchtlich des Beschwetdetechtes in diesem Punkte keine Beschtankung; es seien vielmehr als gleichroerthige Theile des Etkenntnisses angefuhrt einerseits die Entscheidung, dah der Jnhalt der Druckschrift itgend eine und welche sttafbate Handlung begtunde, und andererseits das Verbot der Weiterverbreitung. Allerdings berufe ftch das Oberlandesgericht darauf, dah das Verbot des Artikels in seinem ganzen Umfange ausgesprochen worden, und lehne die Beschwerde deshalb ab, weil mit detselben tein gesetz-licher Etfolg angesttebt roerben konne. Eine nahete Prufung musie jedoch zeigen, dah bie Auffasiung des Oberlandesgerichtes Graz eine Beeintrachtigung der Rechtsverfolgung in ftch fchliehe. Jndcm das Laibacher Landesgericht den ganzen Jnhalt dieses Artikels mit Verbot belegt hat, wenngleich die Grunde des Er-kenntnisses dieses Verbot nur bezug-licheinesTheiles rechtfertigen, hates sich zum Mindesten einer Ungenauig-ke it schuldig gentacht, und es durfte dieser Vorgang nicht die Grundlage fur ein Erkenntnih des Grazer Oberlandesgerichtes bilden. Jnsbefondere waren die nachtheiligen Folgen bei einer etwaigen Einspruchsverhandlung eingetreten. Eine Erweiterung oder Erganzung des Verbotes im Einspruchsver-fahren sei ausgeschlossen; andererseits jedoch hatte sich bei der Einspruchsverhandlung ergeben, dah die Grunde des Erkenntnisies den Ausspruch des G:richtes nur insoferne decken, als es ftch um das Verbot roegen des Verbrechens gegen 8 302 handelt. Dem-zufolge ware der voraussichtliche Erfolg der Einspruchsverhandlung die Aufrechthaltung des Verbotes in Betreff des Vergehens gegen 8 302 und die Aufhebung in Bezug der ubrigen Theile und inSbesondere des Theiles, welcher nach der Anficht der Staatsbehorde das Verbrechen des Hochverrathes bildet. Mit Rucksicht darauf ware aber der Wieder-abdruck dieser Stellen (der auch thatsachlich, jedoch vot Rechtskraft erfolgte) keine strafbare Reproduction. Das Oberlandesgericht hatte also allerdings die Beschwerde der Staatsanwaltschaft Laibach als zulassig erkennen und zum Gegenstande metitorischer Entscheidung macheit sollen. Bei dieser Entscheidung des Eassationshofes handelt es sich, roic man sicht, um keine meritorische Erledigung, fondern in det Hauptsache nut um die nalitatenhah nicht in die Herzen unseter Kleinen einziehen darf. Da hat einmal ein Vater in Gegenwart seines etivas naseweisen Burschen ein abfalliges Urtheil uber die politische und nationale Ge-sinnung eines aitbereit Vaters gefallt; die Kinder der beiden Vater sind Schulgenossen. Der Junge hat bei seinem nachsten Erscheinen in der Schule nichts Eiligeres zu thun, als das vernommene Urtheil an Mann zu bringen. Das in seinen heiligsten Gesuhlen verletzte Kind kommt weinend zu mir. Konnte mein strafender Arm den wahren Uebelthater erreichen? — Einige beruhigende Worte dem Gekrankten, ein strafender Blick dent Sunder. Die Ruhe war wohl hergestellt, aber das schiinc Blau unseres Himmels war durch ben Zivischensall schon getrubt unb unsere Friichte reifen nur unter bem wolkenlosen Himinel bcr Heiterkeit des Gemuthes. Vater: Ich ersehe auS dent Bsnehmen des ge-krankten KindeS, bah sich die Schuler in alien Lagen vertrauensvoll an ben Lehrer wenben. Lehrer: Das Lertrauen der unverdorbenen Kinder besitzen wir goUlob im vollein Mahe. Es ist nur zu bedauern, dah mancheS Kino unS Anfangs nur Mihtrauen entgegenbringt. Vater: Beruht das vielleicht auf einer beson-deren Anlage des KindeS? Lehrer: DaS weniger, abet auf einer beson- Frage, ob, wenn lediglich ein bestimmtcr einjefe1 Absatz eines Artikels den Grund zur Beschlagnrh«!' bildet, dennoch ber ganze Artikel beanstandrt uti zutuckgehalten roerben soll. Aus ber Entscheidw! geht hetvor, bah bloh ber Anstoh erregenbe HI nicht veroffentlicht roerben barf, roohl aber bet u6rij! Theil des Aussatzes. Rach ber hiet eingeburgerU1 Uebung roird jedoch stets ber ganze Aufsatz cot# cirt, mag ben Grund ber Mahtegel auch nut einziget Absatz, ober nut eine kurze Wenbung obet wohl gar nut ein Wort bilden, wie Letzteres iJ unseter eigenen Ersahrung schon oorgefommen ifi-Dah biefe Uebung fiir ben Hetausgebet des Blati abet mit einer ganz auherorbentlich erhohten lastigung in jeber Beziehung verbunden ist, litzl auf det Hand. Rach det Cassationsentscheidunz |o8 der beanstcindete Absatz genau bezeichnet roerben; bet itbrige Jnhalt beS Artikels bleibt srei un> besien Abbruck kann nicht untersagt roerben. 3» solchem Sinne, roie wit schon ofter hervorzuheBrt Gelegenheit hatten, roirb auch in Wien, Graz u. s.» von ber Behorbe fofort ohne befotibere Formlich' keitcn eine zweite Auslage des Blattes mit M lassung des anftohigen Abfatzes gestattet. Im H» blicke auf diese Entscheidung des Eassationshosei miihte nun doch die Erwartung berechtigt sein, b4 die Behorbe in Laibach, welche bisher in Fallen to Beschlagnahme eine Reihe von Schwierigkeiten macht die anderortS nicht vorkommen, biefelbe kurtstiz fallen lasien unb bie Blatter, die in Laibach erscheinen, nicht anderS behanbeln wet be, als es de«e» in Wien und Graz wiberfahrt. Wenn bie Eafii' tionsentfcheibung minbestens diese eine Wirkung hattt so ware die Sage ber hieftgen Ptesse in Fallen bff Beschlagnahme boch cinigermahen weniger fchroieri$ unb peinlich. Wiener Brief. (Das b ii u c 11 i cf; c A u 6 a e d i n g 11.) 17. Juli. ; Eines ber fchivierigsten socialpolitischen Proble«! i ist die tichtige Regelung des Verhaltnisses zroischil dem Besitzer eines bauerlichen Hoses unb defy1 einen Hausstand griindenden, zur Nachsolge im besitze ausersehenen Sohn. Uralte, seit Jahrhunderten mit geringen Vrr cinderungen ausrecht erhaltene Gewohnheiten is Bauernstande suchen die Sofung der schivierige" Frage: eine Bauernwirthschaft fiir die Bediirfni^ _______ deren Eigenschast gewisier Eltern, die bent kleint* Kinbe die Schule als Zuchthaus, ben Lehrer Kerkermeister hinstellen. „Warte nur, bis bu in ^ Schule kommst; det Lehrer wild bit’s schon geben! So manche Mutter bebient sich biefer Dtohung, uč das lebhaftc Kinb in Schtanken zu hatten, fteiti? in bcr Regel ohne Erfolg. Was ftir ein Bilb bet Schule unb dem zukunftigen Etziehet mag W roohl in dem jungen Kopfe cntstehen ? 0s unsetem gtohen Gliick ist das Kinderherz eine Knospe, bie sich bent utilbcn Wort unb Blick * Lehrers binnen Kurzent freudig etschlieht. Vater: Ich muh Jhnen geftehen, bah me> Kinb sehr gem zur Schule geht. Lehrer: Das Kind fucht gem den Ott «# roo es beflimmt auf Anetkemtung und Liebe tech« darf, roenn fein Benehmen banach angethan ist. ber rechten Liebe — unb diese keunt auch ' Strenge! — richteit wit Lehrer in der Regel means, als bet burch unliebsame Lorfalle v ftimmtc Vetter mit ber Ruthe unb die netnoi Mutter mit ihreitt sortwahrenben Xabelit. Sie wcrbcn begteifcn, bah jene 1 nicht bei allen Kinbern verfangt. A" jeme . tritt dann die Autoritut, das Ansehen be 9 I Leibet erfahrt die Autoritiit be« Lehrers zweier Familien aufkommen zu lafsen unb fie durch zwei selbststanbige Familienvdlet leiten zu lassen, in bet Regel batin, bah bet Vater, beziehungsweise die Eltetn bem heitatenben Sohne bas Bauetngut gegen bem tibetlassen, bah biefer ben abtretenben Eltnn ein AuSgebmge (Leibgebinge, Auszucht), b. i. tine Behausung unb eine vertragsmahig festgcsetzte Menge bet Etzeugniffe bet Witthschaft zut Ftistung ihtet Existenz iibetlasse, fetnet bie etroa am Hofe noch meifenben Geschwistct ethalte unb ftit ihte Eizjehung forpe. Die am Hofe lebenben Verwanbten haben in bet Witthschaft rnitzuhelfen. EZ ist begreiflich, bah biefe Losung eine Neihe schweret socialpolitischet unb witlhschafllichet Uebel-fionbe in sich bitgt. Ein so geattetes Zusarnrnenleben zweier Familien muh zu zahllofen Reibungen, zu ben heftigsten Conflicten ftihren. Det ohnehin meift Betfdbulbete Bauetnhof muh nun fur bas Bebiitfnih zweier Hausstanbe auflcmmen, er muh zwei Famt- lien ernahten. Die ftetigen Fnctionen bet so nahem Beisam-mensein ber Eltetn unb Schwiegeteltetn liegen auf bet fianb. Man vergegenrodrtige sich nut, roie in alien Gesellschaftsschichten ein folches Zufammcn-leben thunlichst vermieben roirb, roeil ja ber Gegen-satz ,n>ischen bem Willen ber biSherigen unbestritte-hen vaterlichen Autoritcit unb bes nach ©elbststdn-diakeil ftrebenben unb als Haupt emer neuen Familie biefer ©elbststdnbigkeil auch beburfntben Sohnes unb noch vielmehr ber burch wetbltche Re.z-barfeit erhohle Gegensatz zwischen ©chwiegermutler unb ©chroiegerlochler lief in ber menschltchen Natur ^^Welch^ stete Quelle von Zwist ergibt sich abet etjl au5 bem in ber Form bes Ausgebingenvethdll-nificS »eloslen Zusammenwohnens auf eimm Bauern-S»te. Das bisherige Hat.pl ber Familieber bis-herige allein herrschenbe Setter ber W.rthscha t soll nun roeicben — « foU den Sohn getrahten lassen, ja beziiglich ber Wirthschastsstthrung ihm fast als Knechl unterthan fein. Det Wille beSjenigen, ber ihm biS cor Kurzem unbcbmgt gehotfam fetn mufete, steht mm allein gebietenb jo er steht ubcr.hm tm House, in ber Witthschaft. Man stelle sich nun biefen jdhen Wechsel cot unb man tturb begtetfen n,ie riel Anlah zu Famtltenzrctst, ,u stelem Zank unb Haber biefer Umfchmung btetel. Je thatkraft.ger bet abtretenbe Vater noch ist. 1° mehr bem-selben Bet roller lotpctlicher Se.stungssahigkeit bas finb nun einmal Bunbesgenvsien tm Kompfe gegen bie sittlichen ©chwachen bes Kmbes. 08 Itegt tm Jntetesse eines jeben The.les, bah fern Serbunbeter so stark als mbglich fei, unb lebet The.l rctrb Sore tragen, noch Ktasten bte Macht unb bas Ansehen seines Bunbesgenossen zu heben. Das Ansehen bes Lehrers beim Jlinbe ronb am ©tchetsten babutch gesbrbert, bah bie Eltetn oor ben Ktnbern nut in Ausbriicken ber Achtung uom Setter sprechcn. Fiir ben fleinen Mcnschen liegt abet bte ©mmne atlet Achtungsbeweise in bent Worte „£err". Datum witnschen wit. bah Vater unb Mutter beharrl.ch bet Ausbrucksweise ..Herr Sehrer" sich bebtcncn. Baier • DaS Verlangen rcitb ohnc Zrceifel erfuttt roetben. Me forgen abet ©ie fiir bie Starke Jhtes Bunbesgenvsien? ........... Sehret: Das naturliche AbhangigkeitSverhaltmh zwischen Kinb unb Eltetn macht es uberfltifftg, bas Ansehen ber Letztercn in ber Schule befonbers zu pflegen both gefdjieht bieh im llnterrichte nicht gerabe felten. Sie sollten zugegcn fetn, rccnn ich wit ben Kinbern bas Gebicht ..Mullerltebe" lese. . . . Sic hat tiom crftcn Tage an «ur bid) gclcht mil boiiflcit (sorgnr, Sic drachtc Abends bid) z»r IRul)’ llnb medte fiiffcnb bid) am Morgen. 2Benn solche Worte aus bent Munbe beS Lehrers tommen, etjcheint bent Kinbe bas Bilb ber Bewuhtsein einer tibetlegenen Erfahrung in ber Wirthfchaftsfuhrung unb bas Gefiihl seiner vaterlichen Gercalt inneroohnt. besto fchrcerer rcitb et sich in eine so unnatiirliche Sachlage hineinfinben, bte er nur bem Scheme nach freirciHig gefchaffen hat, ba bie unbezrcingliche Macht uralter, festgewurzeltet Bauernsitle ihm biefelbe aufnothigte. Unb zu biefen Gegenfatzen kornrnt noch bie ©chrcierigteit bes Ver-haltnisses zu ben iibrigen Farnilienrnitgliebern. Die Geschrcister treten an ©telle biSheriger Seiorbnung in ein Verhaltnih ber Unterorbnung. Konnen sich nun zrcar auch bie Geschrcister einem fiir sie un-leiblich rcerbenben Vethaltnisse entziehen, inbem sie ; sich anberrceitig als Knechte unb Mdgbe oetbingen ober sonst roie Arbeit fuchen, rcegheitaten u. bgL, so ist bieh ber ©chrciegermuttet nicht mbglich. In bet Regel treten also zu ben erroahnten Gegensatzen zwischen Vater unb Sohn noch bie nicht minber schroffen, Gegensiitzlichkeiten horvorrusenben Bezie-hungen zwischen Schwiegermutter unb Schrcieger-tochter, benen bas stete Beisammensein im selben Hause, in ber Statte bisherigen ©chastens ber nun zur Unthcitigkeit verbannten, alien Hausfrau, fort-rcahrenb neue Nahtung zufithrt. Zahlreiche Ent-behtungen ftit ben einen Theil, ©chrcierigfeit bes Aufbringens ber iibernommenen Lasten fiir ben anberen Theil ethohen bie allgemeine Unzufriebenheit unb ertlaren es, roie hausig in bem fo ftieblich unb ibyllifch ausfehenben Bauernhaufe Zank unb Haber herrfcht unb roie oft es ba zu Familienbramen fommt, bie in manchen Fallen bas Eingreifen ber ©trafgerichle nothroenbig machen. Det materielle, roirthfchaftliche Uebclstanb, ben bieses Verhaltnih hetvottuft, ist nicht minber gtoh. Et liegt in ber bataus entfiehenben Belastung bcs einen Hofes mil bem Lebensuntethalte zweier Familien. In alien ©tdnben unb Errcetbszweigen treten analoge Etscheinttngen bei ©riinbung einer Familie in ber zweiten Generation ein, ober wcihrenb bei ben iibrigen Beschciftigungsarten ber herangewachfene ©ohn sich einen felbstftdnbigen Erwerb in ber Regel oerfchofft ober burch fein Verbleiben unb Mitrcirfen in ber vaterlichen Unternehmung beren Ausbehnung unb Rcntobilitat roefentlich zu steigern vermag, ist bieh beim Grunbbesitze nicht ber Fall. Hier kann man hochsiens von bem Zulvachse einer Arbeitskraft unb selbst non biefer nur sehr bebingt ober ouch gar nicht teben, ba bie Arbeitsleistung ntiirrifcher unb unzufricbetter Eltetn an sich schon tuenig unb Mutter in it einem Glorienschein umgeben. Unb mil was fiir Blicken betrochtet bos Kinb noch einer f solchen Unterrichtsftunbe bie vom Sehrer verherr- i lichte Mutter! Vielleicht macht ntanche Mutter bie ^ fficobachtung, bah ihr Kinb an biesem ober jenetn 1 Tage ganz befonberS tvillig unb gehotfam ist, jeben Besehl mit sichtlicher Fteube unb ohne Zogetn voll- j zicht. Dann kann sic sich benken, bah von ihr in ber ©chute bie Rebe roar. Es rcitb ihr bann gcroih ! nicht schwer fallen, mit bem Jlinbe vom „§crrn ; Sehrer" zu sprechen. Voter: Non bet ©cite Habe ich Jhre Thatigkeit: noch nicht betrachtet. Sehrer: ©tc foUen sie gleich noch von einer anberen ©eite anfchauen. Vielleicht ist Jhnen ber ©pruch von Riidert befannt: Rein geljnltcn bas Gcwaitb, Nciii flcltallctt Muitb unb Hand: ilicin baS itltib uoit Erbenpiitz, Rein bit Hanb tion 6rbcnfd)nuijb! ftinb, ber auherii Rcinheit Stand Ist bet iiincrn Unlctpfanb. Sie glauben gar nicht, roelche Kantpse ber Sehret in biefer Hinsicht mit manchem Elternhause zu bestehen hat. Mil Schmutz am Halse, an ben Honben, in ben Dhren tommen bie Minber — reiche unb atmc — zur Schule. Schmierige unb burch-lochette Kleiber gehoren zu ben alltiiglichen Et- bei zunehmenbem Alter unb Eintreten ber Gebrech-lichkeit geroohnlich gar nichts zahlt. Wet tmmer sich mit bet ©chilbetung bauer-licher Vethaltnisse beschaftigte, muhle biefer schwar-zen Punkle bes Dorflebens Erroahnung machen — abet Riemanb vermochte hier Abhilfe zu schaffen, ober ouch nur rabicale Gegenmiltel vorzuschlagen. Der ©ohn folgt bem Gesetze ber Ratur, roenn et einen zweiten Hausstanb gtunbet, unb basSSermbgen, welches ber Houplsache nach nur in bem Bauemhofe befteht, kann nicht roillkiitlich vetmehtl, beffen Einnohmen nicht ober boch nicht roefentlich ethoht roetben. Ttotzbem musien sie abet unter zwei Familien getheilt werben. „Man unletsage berlei Vetttage", rufen bie energifcheften Reformatoren. Det Valet roirthfchafte bis zu feinem Sebensenbe unb bann erst folge ber ©ohn! Das hiehe ben oerheirateten ©ohn zum Knechte machen, bis zu bes Valets Tobe, ihn eigentlich von bem Hofe vetjagen, ben er zu bewitth-fchaften bestimmt ist. Das hiehe alle lief eingercur-zelten ©itten unb ©eroohnheiten auf ben Kopf stellen unb einen roirthfchaftlich hochst fchdblichen Zustanb schaffen, ber in ber Beroirthschastung bes Hofes burch geistig unb physisch unzureichenbe Krafte bet Allen lage unb bem ©ohne ben Tob ber Eltetn hiiusig ols ein lange erfehntes Ereignih erscheinen Iiehe. Gehl bieh also nicht, so verbiete man ivenig-stens bie Uebernahme groher Ausgebingskosten — rufen roieber Anbete! Mon tebucire bie Ausgebings-. pflicht auf ein Minimum! Heihl bos ober nicht bie ©Item plbtzlich von roohlhabenben Bauem zu Beltel-leuten machen? Heihl bas nicht alien Familiensinn vernichten unb bie Pielal gegen bie Eltetn erftiien wollen? Die betlagte ©chwierigkeit ist eine Folge gege-bener unabdnberlicher Vethaltnisse. ©ie kann mentals beseitigt, roohl abet namhafl gentilbetl roetben. Die Gefetzgebung kann hier nie unmittelbar unb impe-taliv einfchreiten, sie kann hochstens inbirecl ein-witken! — Wie bieh zu geschehen Habe, wollen wit ein nachstes Mai barlegen. Polttische Wochenuberficht. Die Regierung witb bem Vemehmen nach vom ReichSrathe einen (tuherorbenllichen Erebit im Bettage von runb 7 Millionen Gulden zut A n-fchaffung von Setriebsmateriale fiir bie ©taatSbahnen (circa 100 Socomotiven unb mehr als 1000 Waggons) begehren. fcheinungen. Wit lehren bie Kinber ben ©pruch: „Rein unb ganz gibt bem schlichten Kleibe Glanz". Unb bos Kinb thut ja gern ben Willen bes Lehtets, roenn bie Mutter hilfl. Do kommt eines Tagcs einer meiner ©chiiler im Clasienzitiimet zu mit. Wit hatten rocnige Tage friiher bas uorstehenbe ©priichlein gelernt. „Hett Sehret, fchauen ©ie, roos fiir einen grohen Fleck mit bie Mutter ba hinten in bie Hosen eingesetzl hat!" So spricht er mit vergniigler Miene unb zeigl mit seine Kehrfeile. Einige Worte ber Anerkenmtng, unb ber brave Junge gehl hochcrfrcut von bnnnctt. — Wenn abcr bet Sehret in bie Zivongslage verfetzt roirb, bos fchmtitzige Kinb behuss grunblicher Reinigung noch Hause zu schicken ober bie fchriftliche Weisung ertheilt, bas schobhoste Kleibungsstiick auszubessern — er kann ja ben ©chiiler in biesem Zustanbe nicht an bie Tasel rufen, ihn ben Blicken ber ganjen Elasse aussetzen — bann gibl's Verbruh unb bos so nothivenbige, herzliche Einvernehmen ist auf lange Zeil hinauS gcstbtt. Vater: In manchen Familien finb eben ber Kinber fo viele; bad mag zur Entfchulbigung bienen. Sehrer: Voter unb Mutter follen ben Himmel bitten, boh er ihnctt nur fo viele Kinber befcheere, als fie orbentlich zu erziehen im ©tanbe sinb. Es konnte fonst ber Fall eintreten, boh ber unter tin. x Im Ackerbauministerium fand dieser Tage cine Sitzung der Phylloxcta-Reichs-Commis-s i o n statt. Gegenstande der Verhandlungen roaren: Abanderungen des Verbotes von Handel mit bewur-zelten Reben; Erleichterungen fur Anbauversuche mit amerikanischen Reben in verseuchten und nicht verseuchten Gebieten; Antrage der Mitglieder Lber Abanderungen des Phylloxeragesetzes; Wiederherstel-lung zerstorter Weingarten durch Veredlung der Reben auf amerikanische Unterlagen. Im Herbste werden Graf Kalnoky und Fiitst Bismarck in einem ostcttcichischen Bade-orte zusammenkommen. Am 14. d. M. verlief in Paris das Nationals e st in glanzendster Weise. Die Rede, welche der Prasident der Republik auf dem Mars-felde an die versammelten M a i r e s gehalten Hat, zeugt von Zuversicht in die Zukunft der Republik. Dieses Gefuhl der Sicherheit soll in alle Gaue Frankreichs getragen werden. „Sie werden Jhren Mitburgern erzahlen", ruft der Prasident den Maires zu, „datz Sie pochende Herzen und Einklang gefunden haben, entschlossen, die institution zu ver-theidigen, und welche sich nicht versuhren lassen durch trugerische und larmende Unternehmungen." In der sranzosischen Deputirten-Kammer wurde die Dringlichkeit sur den Antrag des Bi-schoss Freppel auf Abschassung des Duells abgelehnt. Der radicals Deputirte Bourgeois stellte den Antrag auf Revision der Verfas-snng und sorderte die Zuweisung des Antrages an die Revisionscominission, wogegen die Rechte protestirte, roeil dieh einer Einsargung des AntrageS gleichkame. Die Bonapartisten beantragten die Zuweisung des Antrages an eine Specialcommission, was die gesammte Links ablehnte. In der i t a l i e n i s ch e n Kammer steht die Berathung des Gesetzentwurses iiber die P r o v i n-zial- und Communal - Reform an der Tages-Ordnung. Die russische Regierung verlangerte die M il i t ar d i en stz e i t von 15 auf 18 Jahten und erhohte das jahrliche Truppencontingent. Wochen-Chronik. Das Programm fur ben 93 e s it ch des deutschen Kaisers in Ruhland ist folgen- gunstigen Familienverhaltnissen ausgewachsene Mensch dereinst zu dem schrecklichen Schlusse fame: Es ware rnir besser gewesen, roenn ich nicht geboren worden ware. Vater: Jhre Worte sind hart, ntteiit ich faun Jhnen nicht widersprechen. — Ich danke Jhnen fur die mir gewordene Aufklarung. Lehrer: Zum Schlusse noch Eins! Jhr klarer Blick in Erziehungsfragen wird Sie unschwer erken-nen lassen, bah die Uebereinstiinrnung von Eltern und Lehrer hinsichtlich ihrer erzieherischen Thatigkeit in gleicher Weise von Vater und Mutter verlangt werden muh. Es ware sehr schlimm, roenn die Mutter sich so weit vergahe, das Kind gegen die verrneintlich iibermahige Strenge des Voters offen-kundig in Schutz zu nehmen. Ist die Mutter mi t dem Vorgehen des Vaters nicht cinuerstanbcn, so wird jhr Benehmen gegen denselben dem zu vet-gleichen sein, welches ich vom Elternhause der ©chute gegeniiber gefordert Habe. Vater: Ich werde nicht verabsaumen, mit der Mutter meinet Kinder iiber diefen Gegenstand zu sprechen. Lehrer: SSielleicht tragt ein Dichterwort dazu bei, Jhnen den Ernst und die Heiligkeit der Er- ziehungsaufgabe noch mehr zu Gemiithe zu fuhren; es lautet: Ei» Safer soll jii (Boil an jcbcin Tage beicn: Herr, tehre mich Dein Anil bcim Kinde recht ocrtrcten ! des: Donnerstag ben 19. b. erste Begriihung auf offener See bei Kronstadt, Galadiner, Fahrt nach Pcterhof und Illumination des doctigen Partes; Freitag den 20. d. Besichtigung von Petersburg ; Samstag den 21. d. Militar-Parade in Krasnoje-Selo; Sonntag den 22. d. Flotten-Revue, hiernach Absahrt. Die Konigin Natalie von Serbien nahm einige Tage in Wien Aufenthalt und begibt sich dann wahrscheinlich in ein sranzosisches Seebad. Sicherem Vernehmen nach soll am 18. August, am Geburtstage des Kaisers Franz Joses, ein groheres Avancement in den Reihen der Subaltern-Officiere und Gadetten stattfinden. Der Justizminister hat eine angeblich mi1 50.000 Unterschriften versehene Petition um Revi5 fton des Processes iiber ©ch o ne ter zuriickgewiefen ; Schonerer mutz am 20. August seine Strafe antreten. Die Stadtgemeinden Graz und Agram nehmen Anlehen, erslere im Betrage von 1,700.000 und letztere im Betrage von 1,800.000 fl. auf. In den politifchen Bezirken Villach und Volkcr-markt wurde mit ben agrarischen Operationen, betref-fend die Grundtheilungen und Reguli-run gen, begonnen. In den steierntarkischen Badern sind bis 12. d. M., u. zw. in Gleichenberg 2738, in Romerbad 620 und in Neuhaus 580 Eurgaste eingetroffen. Nachdem der niederosterreichische Turngautag das Grundgesetz im antis emi-tischen Sinne abgeandert hat, beschloh der in Munchen versammelte Ausschuh der deutschen Turners chast, denselben, sowie den Ersten Wiener Turnverein auszuschliehen. Die Anzahl der in Oesterreich beste-st e h e n d e n Turnverein e hat sich im Jahre 1887 um 260 vermehrt; Ende 1887 bestanden 3632 Turnvereine mit 350.875 Vereinsangeho-rigen, von welchen 180.576 an den Turnubungen theilnahmen. In den galizischen Stadten Tarnovrzeg und Dzikow ist eine grohe Feuersbrunst aus-gebrochen. Bischos Konstantin Schuster in Waitzen (Ungarn) spendcte zum Bau einer Madchenschule in Kecskemet den bedeutenden Betrag von 60.000 fl. In Jllok und Palanka (Syrmien) wurben 15 Banknotenfalscher verhaftet. An ber Unioerfitat in Berlin wurben im zweiten Semester 117 Studenten wegen Unfleihes aus ben Listen gestrichen. Bei bent am 13. b. M in Paris zwischen bent Minister - Prasibenten F l o c> it e t und dem Ex - General Boulanger stattgehabten Duett wurden bei dem ersten Gange Beibe teicht ver-wundet. Bek vein zweiten Gange wurde Floquet sehr teicht an der linken Brust und Boulanger an ber Kehle verwundet. Das Gerichtstribunal in Nizza Hat ben Bischos in partibus Bousquet, welcher phantastische Drden und Diplome von gar nicht vorhandenen Afademieit ucrfaufte, zu brei Monatcit Kerkers oerurtheilt. ______ Provim- und L'ocal-tlachrichten. — (Kaiser-Jubilau in.) Se. Mijeftat bet Kaiser haben bie vom krainifchcn Landtage a us Anlatz seines heuct stattfindenben Regierungs-Jabi-laums zum Ausbtucke gebrachten Gliickroiinsche unb ben Lanbtagsbeschlust, betreffenv bie Wibmung cincs StistungScapitales pet 20.000 fl. zut Unterstiitzung ftecher Kranker, unter bent Ausbtucke des a. h. Wohl> gesallens unb ber bankbareit Anerkennung zur Kenntnih genommen. — iP e r s ona l n a ch t i ch te it.) Drr Hett Obetlandesgetichtsprasident Dr. R. v. Waser a Graz hat einen lcingeren Uclaub angetreten. — Be: der in ber vorigen Wache stattgehabten Grnerrl-Versainmlung ber krainifchcn Advocate«* kammer wurben Hsrr Dc. Pfefferer zum Kammerprasioeitten, Herr Dr. Mo f ch e zu fciitem Stellvertreter, seiner die Herren Dc. M u n b I, Dr. Papež, Dr. Eoler von Schrey, Dr. Edi« von Wurzbach unb Dr. Sajovic in deit Aus> schutz gewahlt. — Ernannt wurden der Steucramti’ Adjunct Herr Johann Kalan zum Gonttolot;: die Praktikante« Herr Franz Modrijan unb Joses Strel zu Steueramts-Adjuncten. — Director Dr. Georg Putschko wurde von Seisenberg nach Gurkfeld vetsetzt. — Der Riih-nungsassistent Herr Anton Mrak wurde zui» Official und der Rechnungspraktikant Herr Johan« K o v a č zum Assistcnten bei der Finanzditection in Krain ernannt. — (To de S fall.) Am 14. d. M. verschied hier nach langem und schroerem Leiven im 59. Leieni1 jahre Herr Leopold Biirger, Chef der Firml Carl C. Holzer, Ritter des Franz Jofef-Ordens, SSicf prasident der krainischen Sparcasse, Verwaltungsrath der krainischen Jndustrie-Gesellschast, Director bii Casino-Vereines u. s. w. Der Verstorbene hatte jti( urspriinglich der technischen Carrivre gewidmet, trL aber spater nach seiner Verheiratung mit der altestv Tochter eines der geachtetsten hiesigen KausleM Herrn Carl C. Holzer, als Compagnon in defien ©<■ schast, dessen Chef er nach bent Tode seines Schwieger vaters wurde. Herr Biirger verstand es durch ri> streng solide und umsichtige Art, wie er butch eitf lange Reihe von Jahten sein grosses Gefchaft leitett. wie butch seine vorttefflichen Geistes- unb Chatakttl^ eigenfchaften sich bie attgenteinste Hochachtung un) SSetehrung seiner Mitbiirger zu erwerben, bie ih> auch wieberholt auf bie verschiedensten VertraueB posten beriefen; unter Anberem war er auch buii viele Jahre Mitglieb beS Gemeinberathss unb Hanbelskaminer. Wie seinen Beruf als Kaufmonn, so fiillte der Verstorbene auch alle seine Ehrenstellcr ebenso gewisfenhaft als erfotgreich aus; er gene; ein bercrhtigteS Anfehen unb seine Meinung, dii sich stets durch Umsicht unb Verstanbigkeit, wie ni-h: minber burch Unabhangigkeit auszeichnete, ivutbe stel> gerne gehort. Die beutsch-liberale Partei bettautt! iiberbieh in Herrn Leopolv Burger einen ubetzeu-gungstreueit unb sehr verehrten Gesinnungsgenossen In seiner Familie unb feinein Betufe, in stint1 offentlicheit Wirksamkeit wie im geselligen Leber war ber Verstorbene gleich hochachtbar. Die The«' nahme bei bent traurigen Falle war auch eine gro^ unb ausrichtige unb das Leichenbegangnih gab noch mats Zeugnitz von ber attgenteinen Beliebiheit un® Verehtung, beten sich ber Dahtngegangene erfrcute, cine auherorbcntlich gtojje Zahl von Leibtragenbec a tier Stande, daruntcr bie hetvorragenbsten Petjon' lichkeiten ber Stavt, ivar bazu erschienen und i'ni reiche Fiille der hettlichsten tilumenspenben bebecki-ben Sarg. Mit Leopolb Biirger fchicb ein 6pS maim aus unferer Mitte, bent seine Mitbiirger un^ Gesinnungsgenossen gewih immetbar ein guteS u» chrenvolles Anbenken bewahten wetbeii. — („Die ostett.-ung. Monarchic > Wort unb Bitb".) Auher Herrn Hugo Chatty mont wurbe auch ber Dialer Herr Alfred ^01 mit ber Aufgabe betraut, fur bie kunstlensche ^ schmuckung beS Krain betrefsenbeit Thetles die] Prachtwerkcs im Landc Aufnahinen zu niachen. << Zoff, von dem bereits vetfchiedene treff 1£9e nische LandschastSbilvet cxistiren emI8c ® warcn in der Bainberg'schen Buchhandluitg a flclt - unb d-, auf b«r lchl-u Kunstausstellung mit einent grohen, vo,n a 3000 fl. angefauften Oelgeinalde Bebeutenben Erfolg erzielte, Hat schon verschiebene Ausnahmen in Jnuerkrain gemacht; im Laufe bieser Woche skizzirte er eine Ansicht von Laibach unb -emnachst roirb er sich zu Aufnahmen nach Gottschee tinb anberen Punkten Unterkrains begeben. - (Krai n ische Sparcasse.*) Der Serein \»ei krainischen Sparcasie hielt unter bem Vorsitze >,c8 Prasibenten Herrn Alexanber Dreo 12. b. M. eine Vollversammlung ab, auf beren Tagesorvnung einige Stntutendnberungen >,nb die Wahl never Mitglieder stand. Was die <5ta tutenanbetungen anbetrifft, so wurden r>ieselben vom Amtsdirector Herrn Dr. Suppan eit bis zu deren Abschlusie vetstre.chen durfte, so ?errn°chte fte die Einbringung ihrcs heutigen An-traaeS nicht langer zu verzogern. Dutch die eine ^eantragte Aenderung der Statuten soll d.e noth-u-endige leichtere Bewegl.chke.t m Festsetzung iemeiligen Zinsfuhes fur d.e Spar-'€tnlaaen aeschaffen werden. Nach ben ietz,gen Be-flimmungen mLhten Ms mindestens acht Monate retstreichen, ehe eine von der D.rect.on m Au°sicht •genommene Zinsfuhanderung m das S-ben treten fann also ein Zeittaum, mnerhalb befien die Vet-Idltnifsf, welche die Aenberung als nothroenbtg trscheinen liehen, sich total mimbett, ,a tn .hr q«adeS Gegentheil verwandelt haben konnen. H.eber tritt noch die Anornalie ein, dah die Sparcasse ^icht einrnal eine Erhohung des bestehenden Zins-sutz-s sofort eintreten lasien kann obwohl dadurch d.e -Einleger nut begunstigt rotirben, dah also auch mcht durch einen Beschluh auf eme solche Erhohung d.e ftiihet beschlosiene Vermmberung des Zinsfuhes «aralysirt werden kann, wenn sich solche zur Ze.t, als fie in Wirksarnkeit treten soll, m Folge der -miltletmeile geanderten Verhaltnisse als unzweck.ndhig h-rausstellen rotitbe. 3n dieser Bez.ehung .st daher eine Aenderung unbed.ngt geboten unb die sich stets mehrenden Einlagen unb bie irnmer grotzere Schw.e. Tiateit dieselben sicher zu fructifxctren machcn es unmoalich, mit bieser Aenberung noch langer zuzu-roarten Wenn man auch unmer barnach streben muh, dm Zinsfuh fur die Einlagen moglichst stabil zu erhalten, so wird bennoj, wenn sich jene Ver-baltnisse nicht in Kurze andern unb msbesondcre. Lnn sich nicht die Hosfnung realisiren sollte dah durch die bevorstehenbe Eroffnung ber tabt. Spar-,caffe ein betrachtlicher Theil bet Einlagen bah.n abgelenlt mirb, bie Direction sich mit ber Frage befaffen miissen, ob nicht mdbefonbere fur b.e gro-fcereit Einlagen der Zinsfuh herabzusetzen fa, urn dieselben von der Sparcasse abzuhaltm und d.e bereits corhandenen zu reduciren. D.e zwe.te ber vorgeschlagenen Statuten-Aenberungen betr.fft cmcn Zusatz 3um § 17, wodurch der Sparcasse b.e Mog. lichkeit verschafft werben soll, auch D a r l e h e n a n ©emeinben, Bezirke oder Sander zu ceroahten mit der Beschrankung auf b.e mi Reich-rathe vertretenen Konigreiche und i'linber. Diese Fructisicirungsart von Sparcasie-Einlagen mar bereits durch das Sparcaffe-Regulat.v in Aussicht oenommen. Wenn bei Errichtung der jetz.gen Sta-tuten demungeachtet feine Rucksicht barauf genommen rombe, so mag hiebei das Bebenkcn mahgebend aewesen fein, dah die Einbringung folcher Darlehen mit grotzeren Schwierigkeiten Verbunden fei, welches Bebenken aber durch die neuere Gesetzgcbung besei-tigt erfcheint. Fiir die Gemeinden namentlich KrainS *) Durch Zufall ucrfptitcl. kann eS in manchen Fallen vortheilhast fein, wenn fte zur Deckung eincS momentanen gtoheten Bedatfes, z. S. bei Bauten von ©chulhaufern, Spitdlern u. f. ro., ein Darlehen zu contrnhiten in ber Sage sinb, welches fte bann butch geringe Umlagen im Laufe einiget Jahre jurudzahlen konnen, wdhrenb sic jetzt zur Befchaffung folcher Mittel zu sehr hohen und dethalb druckenden Steuerzufchldgen die Zuflucht nehmen nttijfen. Fiir die Sparcasie selbst wirv es aber auch nur vortheilhast fein, wenn .hr bieser ntue Weg zur Fructisicirung bet Spareinlagen er-offnet roirb, roelcher bermalen roohl als ber sichersie erlannt werben muh. Am Schlusse seines Voitrages stellte Herr Dr. Suppan namenS ber Direction ben Antrag, die Statuten im Sinne ber gemachten AuS-fuhrungen abzuanbern. Der Antrag rourbe einhellig angenommen. Hierauf folgte die Wahl neuer Mitglieder. Dieselbe siel auf folgende Herren: Graf Auersperg Leo, Janefch Johann, Kaftner Michael, Dr. KeeSbacher Friedrich, SuJmann Anton, Mahkot Johann, Rechet Victor, Rezori Johann, Schantel Franz, Baton Wutzbach Alfons unb Zefchko Lubwig. — (Zur Wasserleitungssrage.) In ber Gemeinderathssitzung com 13. b. M. rourbe befchlossen, die Latbocher Wasietleiturig nach ber etsten Alternative bes vom Jngenieur Oscar Smreker hergestellten Entwurses mit einem praliminirten Kostenauswanb von 485.486 fl auszufuhren. Hier-nach roirb also die Zuleitung des Wasiers aus den. am Laibacher Felde anzubringenden Tiefbrunnen er-solgen. Nach ben roeiteren Mittheilungen, bie in ber betreffenden Gemeinderathssitzuni gemacht routben, fiihren roir hier noch NachsiehenbeS an: Da erroahnter« mahen bie Geroinnung des Wasiers am Laibacher Felde beabsichtigt roirb, hat det Magistrat bei Kletsche ein Terrain von 10 Joch um ben Betrag von 4690 fl. angelauft. Die Rohren sollen anbett-halb Meter unter dcm Strahenniveau an det Strahe, roelche von Kletsche bis zum Backetkreuz fiihtt, und fodann an der Wienerstrahe gelegt roerden. Die Temperatur des Wasiers wird circa 11 Grad Celsius betragen. Fiir die erste Zeit roirb ber tagliche Ver-brauch des Wasiers auf 3000 Kubifmeter geschatzt, dursie sich aber (pater auf nahezu 4500 Kubikineter erhohen. Der Wasietdruck roirb die Seitung dee Wasiers bis zu einer Hohe con 42 Metern ermog-lichen. Nach Herstellung ber SBasierleitung foUen alle gefunbheitsfchablichen Brunnen gefperrt werben. Das Wasset soll in alle Theile der ©tabt mit Aus-nahme ber Tirnau, Krakaa und eines Theiles der Petersvorstadt geleitet werden; doch rourbe auch die Meinung ausgesprochen, diese ©tadttheile in die Seitung ebenfalls einzubeziehen, in roelchem Falle die Kosten um beilaufig 70.000 fl. fteigen wurden. Unter 1223 Laibacher Hausbesitzern sprachen sich bei einer beziiglichcn Umfrage nur 47 unbedingt, 128 bebingungsrocife fiir die Einfiihtung einer Wasierleitung unb 46 bagegen aus. Nach Jnstal-litung ber Seitung rechnet man auf bie Einfiihtung in circa 600 Hausen., unb 40 fl. Erttag pro Haus gerechnet, nebsi 1000 fl. Jahresertrag con inbu= ftriellen Unternehmungen ergabe bich eine Summe con 25.000 fl. jahrlich. Ob ber Verbrauch des Wasicrs gemesien unb barnach bezahlt werben ober ob bie Kosten etwa dutch eine Umlage auf bie Steuern hereingebracht werben sollen, batubcr rourbe noch nichts DesiniticeS befchlossen. Die Vorbeifllhrung der Rohren beim Friedhofe in ©t. Ehristof rourbe an-geblich nur im Falle cincs uncorhergesehenen Rohrenbruches nnchthcilig sein. Die Einsuhrungskostei. wurden fur ein Haus mit 50, refp. 60 fl. ange-gcben, je ntichbem ber Rohrensttcng auf ©cite des betreffenden Haufes licgt ober nicht. Wahtend ber bejiiglichen Verhandlung im Gemcinderathe rourbe auch mehtfach auf die grojje Bebeutung biefeS Untet-nehinens hingeroiefen unb bas auherorbcntliche Vct- bienst ber jetzigen ©emeindevertretung in dieser ©ache gepriefen. Gewih wird es Niemandem bei-fallen, die grohe Wichtigleit unb Nothwendigleit einer Wasierleitung im geringfien zu unterfchatzen, aber es roare doch ohne Zroeifel ein Gebot der Billigkeit unb bes Anstandes gewefcn, wenn bei dieser ©elegenheit ber ©iirgermeifter ober ein anderer Redner derjenigen Gemeindevertretung fruherer Jahre gedacht hatte, roelche das Laibacher ©tabtanlefjen burchgefuhrt unb dadurch erst der ©tabt bie Miiglichteit gegeben hat, eine Reihe grofjeret unb goneinnutziger Arbeiten in Angriff zu nehmen. Wenn ber gegenroartige ©emeinberath bie Wasierleitung einmat thalsdchlich unb ziveckentsptechend burchgefuhrt haben roirb, fo soll ihm bas Verbienst hiefur nicht gefchmalert roetben; oil ein man barf niemats cergeffen, bah ein noch gtohereS 23 e t d i e n ft bem fruhcren deutsch-liberalen ©e meinberathe g e-b tihrt, roelcher bie fur bie Herstellung einer Wafferleitung erforderltchen ©eldmittel gef ichert, unb bam it die erfte unb wichtigfte Vorausfetzung fur ein solches Werk er fiillt hat. Die gelun-gene Herstellung einer Wasierleitung fur bie ©tabt ist eine anerkennenswerthe ©ache; abet es ist boch sichetlich ciet teichter, wenn bas ©elb einmat cor« hanben ist, ein solches Unternehmen in Ausfuhtung zu bringen, als bie hiefur erforberlichen gtohen ©ummen con einer ©tabt zu befchaffen, beren sinan-zielle Hilfsquellen friiher betanntermahen auherft unergiebige waren. — (Zucker stcu er -Gef etz.) Die Finanz-birection fiir Krain erlieh unterm 9. d. M. eine das neue Zucketsteuet-Gefetz betreffenbe Kundmachung, roelche fiir die interefsirten Kteise von Wichtigkeit ist unb ber roir NachstehendeS entnehmen : „Nach S 60 bes neuen Zucketsteuet-Gefetzes ist Jebetmann, ber am 1. August 1888 einen Vorrath an steuer-baten Zucketetzeugnisien, bas ist an Ruckenzucker ober irgenb einem Zucker con gleicher Art (Rohr* zucker) in jebem Zuftanbe ber Reinheit, mit alleiniger Ausnahme con zum menfchlichen ©enuffe nicht ge-eignetem Syrup, con meht als 100 Kilogramm be-sitzt, cerpflichtet, bas Nettogeivicht, forote ben Drt unb bie Rtiume ber Aufberoahnung berfelben binnen brei Tagen, com 1. August 1888 an gerechnet, also bis 3. August 1888, bei bet betreffenben k. k. Finanzwach-Abtheilung ober bem zustandigen k. k. Hauptstcueramte ober Steueramte fchriftlich anzu-melben. (Sine Ve.steuerung bieser Vottathe con Seite der Vesitzer hat jedoch nicht platzzugreifen. Die Unterlaffunq ber corgefchricbenen Anmelbung, foroie Unrichtigleiten berfelbeii, roelche mehr als fiinf Ptoeenl betragen, icetben mit 11 ft. fur je 100 Kilogramm der nicht angemelbeten, beziehungs-roeife berjenigen Zuckermenge, um roelche die Anmelbung von bent Zuckervorrathe abroeicht, bestraft. Blankette zu ben Vorrathsanmelbungen sinb com 30. Juli 1888 angefangen bei fammtlichen k. k. Hauptsteueramtern unb ©teucramtern in Krain gegen Ersatz ber Gestehungskosten erhaltlich." — (Der heurige Jahresbericht des h i e f i g e n D b e t g 9 m n a f i u m S) bringt Eingangs eine com Professor Julius Wa Iln er mit cie-lem Fleihe unb groher Fachkenntnih cerfahte histo-rifche Abhanblung uber ben Entwutf Nic. Frifch-ling's, bctresienb cine Laibacher ©chulorbnung aus betn Jahte 1582. Weiter entnehmen roir bem Be-richtc noch folgenbe Daten: Am Laibacher Ober-gymnasium waren 36 Lehr krdfte: 1 Director, 15 Ptofesiorcn, 5 Lehter unb 15 Supplenten thatig. Den ganjen Jahtgang 1887/88 abfolcitten 770 Schuler, u. zro. 174 in ber etsten, 125 in der zweiten, 112 in ber brittcn, 74 tn bet cierten, 79 in ber funftcn, 94 in ber fechflen, 65 in ber fiebcnten unb 47 in ber achten Elasie. Der Zustdn- ! digkeit nach waren 681 nach Krain, 3 nach Kcimten, 19 in das Kustenland, 40 nach Steierrnark, 15 in andere Provinzen Oesterreichs, 9 nach Ungarn und defsen Nebenlandern und 3 in daS Ausland zu standig. Was den Fortga ng anbetrifft, erhielten 95 Schuler die erste Clasie mit Vorzug, 460 die erste, 73 die zweite, 27 die dritte Fortgangsclaste; 103 roerden zu Wiederholungsprufungen zugelassen und 12 zahlten zu ben auherordentlichen Schulern — Von det Zahlung bes ganjen SchulgeldeS waren 264 und von jmer des halben SchulgeldeS 48 Schtilet befreit; 128 Schiller flanden im ©e-nusie von Stipenbien. —7 (3)et Jahresbericht der hiesigen Oberrealschule) ftir das abgelaufene Schul-jahr enthalt als Einleitung ben zweiten Theil bet im Votjahte begonnenen, vom Ptof. A. RaiS vet-fahten slovenischen Abhanblung »Stapleton" Der Lehtkorpet beftanb aus 1 Director, 10 Prvfefsoten, 5 Lehrern unb 2 Supplenten. Diese Lehranstalt rourbe von 254, u. zw. in ber ersten Clasie von 79, in bet zweiten von 66, in der dritten von 38, in ber vierten von 42, in ber funften von 14, in ber sechsten von 9 und in ber siebenten Clafse von 6 Schulern besucht; es erhielten 8 bie Vorzugs', 177 bie erste, 25 die zweite unb 3 bie dritte Fottgangs-Classe, 40 roerben zu Wiederholungsprufungen zugelasten unb 1 Schuler blieb ungeprtift. Von biefen 254 Schulern find 181 nach Krain, 59 in verschiebene anbere Provinzen Oesterreichs, 8 nach Ungarn unb Groatien und 6 in das Ausland zustandig. — Vom Schul-gelde waren 109 gang, 10 Halb befreit unb 14 haben Stipenbien genossen; 7 Schuler unter-zogen ftch ber Maturitatspriifung, 1 erhielt bas Zeugnih bet Reife mit Auszeichnung, 5 erhielten bas Zeugnih bet Reife und 1 rourbe zur Repetition angewiefen. — Der Verein jut U n ter-stlitzung durftige r Realschuler, welcher 88 Mitglieber zahlt, verrechnete 532 fl. Einnahmen und 523 fl. Ausgaben. — Die g eroer6li ch e Fortbildungsfchule brsuchten in drei Classen 222 Schuler. — (Die hiesigeKnaben-Volksschule b e s Deutschen Schulvereines) besuchtcn im abgelaufenen Schuljahre 167 Schtiler unb zwar in ber etften Klasie 41, in ber jweiten 45, in ber dritten 48 unb in der vierten 33 Knaben; 154 ge« Horten ber romifch-katholischen, 8 ber euangelifchen unb 5 ber ifraelitifchen Confession an. Der Unter-richt wutbe von 5 Lehrkrciften in der Religion, deutschen Sptache, im Rechnen, in det Natur- unb Erdkunde, in ber ©eschichte, im Schreiben, Zeichnen, Gesange und Turnen und im Slovenischen ertheilt. Das fruher bestandene S ch u l c o m i t (s hat sich heuer mit bent Kindergartencomitč ju einer Korper-schaft imter bem Ramen „Schulausfchuh" vereinigt. Derselbe besteht nun aus ben Mitgliedern: Professor Wilhelm Linhart, Obrnann; Frau Jacobine Kastner, Frau Therese Maurer, Sparcafsebeamter Leo Sup-pantschitsch, Oberlehrer Johann Benda unb Lehret I. Philipp Uhl. Dem Lehrkorper gehoren folgenbe Herren an: Johann Benba, Schulleiter unb Lehret bet 4. Klasse; Philipp Uhl, Lehrer ber 3. Klasse; Heinrich Lubwig, Lehret ber 2. Klasie; Franz Betsin, Lehret bet 1. Klasse; Josef Erker, Domkaplan, Religionslehrer; Johann Sima, l. k. Uebungsschullehrer, fur ben freien Unterricht in ber slovenischen Sptache. — Det Jahresbericht ivirb mit cincm liingeren Auffatze: „ Unsere Jugenb, unsere Hoffnung" cingeleitet, welcher in sachlich eingehenber unb babei gemuthvoller Weise bie erjiehliche Aufgabe ber Volksfchule behandclt und den wit an anberer Stelle ini Wortlaute mittheilen. — (Die Sommer-Liedertafel) des MannetchoreS ber philharmonifchen Gesellschaft, bie am 14. d. M. im Casino-Garten unb GlaS-Salon slattfanb, nahnt — im heurigen Sommer ein wahrer ©lucksfall — vom fchonsten Wetter begiinftigt, einen hochft gelungenen Verlauf. Das iiberaus an-fprechenb zusammengestellte Ptogramm des Manner-chores gelangte vortrefflich jut Durchfuhrung; alien SSortragen folgte lebhafter Beifall, bet einige Male so anhaltenb unb aQgemein war, bah bie betreffen-ben Chore repetirt roerben muhten. Auch die von der Militarcapelle executirten Piecen fanden grohen unb verbienten Applaus. Die Liebertafel roar sehr zahlreich besucht. — (Realttatenroerthe in Oesterreich im J ah r e 1886 in Ver gleichung mit bem Jahre 1866.) Unter biesem Titel veroffentlichte bet Vorstand ber stat. Central-Commission Hofrath von Jnama-Sternegg im Juni-Heft ber flat. Mo-natsschrift cine sehr untfangreiche, ebenfo interessant als instructiv gefchriebene Abhanblung, ber wit hier nur einige, auf Krain bejiigliche Daten entnehmen wollen. Im Jahre 1866 »erhielt sich in ganj Oesterreich ber Steuerwerth zum roirklichen Vekehrs-werthe wie 1 : 2 33; im Jahre 1886 roar dieses Verhaltnih roie 1 : 2'25, b. h. also: eine Realitat mit dem gesetzlichen Steuerroerthe von 100 fl. rourbe durchfchnittlich uni 225 fl. verkauft. ©egenliber 1866 zeigt also 1886 eine fleine Annaherung bes Verkehrswerthes an ben Steuerwerth. In Krain stellt sich das fragliche Verhaltnih fur bie gcnanntcn Jahre als roie 1:1 93 unb 1 : 1*69. In Krain fteht aber ber Verkehrswerth bent Steuerroerthe ntiher als im Reichsburchfchnitte unb jroar 1886 noch nahet als 1866. Die Realitaten, ivelche nur ©runbfleuer jahten, also landroirthfchaftliche Objecte ohne Gebaude, roeifen eine bctrachtlich hoherc Differenz zroifchen Vetkehrsroerth unb Steuerwerth als jene Realitaten, bei welchen Grunb- unb ©ebciubesteuet concur-tiren, obet teine ©ebiiubesleuer befteht. Stellt man die Reatitiiten mit teiner Gnmdsteuer alien anderen gegeniiber, so ergeben sich pro 1886 fur ben Steuer-unb Verkehrswerth folgenbe Verhaltnifse: Im Reichs-burchfchnitte 1 : 3 35 unb 1 : V93; fiir Krain 1 : 3'47 unb 1 : TOO. Betrachtet man bemnach bie Realitaten mit reinet ©rundfteuer unb alle ubrigen besonders, so fteht ber Verkehrswerth bent Steuerwerth bei Weitem in Krain roeniger nach, als bet Durchschnitt ergibt, roahrenb bei ben Rea* litaten ber zweiten Kategorie bas UrngeEehrte ber Fall ift unb hiebei in Krain sogar Verkehrs- und Steuerwerth sich deckcn. Bei Vergleichung ber Dif-ferenjen, welche sich zroifchen beiben Beobachtungs-jahreit in ben Verhaltnissen zwischen Steuerwerth unb Verkehrswerth ergeben, gcroinnt man sehr lehrteiche Anhaltspunkte, inwieweit bie veran-berte Reinertragseintragung bet neuen Kataster auf dieses Verhaltnih eingcwirtt hat. Vergleicht man zu biesem Behufe die SSeranberungen im Reinertrage bet Gtunbstucke, roie sic ber neue Kataster im Verhaltnisie zum stabilen cmfiveist, mit ben Veranderungen des Verhaltnisses jwischen Steuer-wcrth unb Verkehrswerth ber Liegenschaften mit rciner Grunbsteuer seit 1866, so ergibt sich, bah in Krain der Reinertrag gefallen ist urn 20 4 %, bie Differenz zwischen Steuer- unb Vetkehrsroerth aber groher rourbe urn 68 4 %. Hicrnach ergibt sich baim roeiter, bah bie Vertausspreise von Grunb-stucken in Krain 1886 gegen 1866 nntiirlichcrroeise eine steigenbe Tenbcnz Hatton, roc it die Lasten bet Grunbstilckc sich butch bie ©runbsteuervegiilirung fur Krain rclativ ansehnlich oerniinberten. Rimmt man auf bie Griihe ber Liegenschaften Riickficht, so tommt 1886 roie 1866 im Allgenieinen bei hohcr> werthigen Liegenschaften ber Kaufspreis bem Steuet-werthe nahet. Aus ben zahlrcichen, hieher gehorigen Angctben pro 1886 fei nur angefiihrt, bah bei bet Nealitatcnkategorie zroifchen 500 ft. und 1000 ft. Krain mit bem Verhaltnifse 1 :3 39 gegen ben Reichsburchschnitt mit 1 : 2 97 bie grohte Differenz unb bei bet Kategorie von 2000 fl. 6i8 5000 sl mit bem Verhaltnisie 1 :1 35 (ReichsdmchML 1 :2'8 8) bie Ileinfte Differenz zwischen Stem-unb Vetkehrsroerth aufroeift. Vergleicht man b« Verkaufe aus freier Hand mit ben executivm, so stellt sich bas oft erwahnte Verhaltnih zwischr« beiben Werthen in Krain bei ben Verkaufen auS freier Hanb roie 1 : 1*79 (Durchschnitt 1:2*35} unb bei executiven Feilbietungen roie 1: 1*46 (3)ut$ fchnitt 1: 2 27). Demnach fteht in Krain bei tie enliven Feilbietungen ber KaufpreiS nieberer, all bet freihanbigen Verkaufen. Faht man alle @rge6' nisie ber Vergleichung ber Jahre 1866 unb 1886 zufammen, fo ergeben sich folgenbe Refultate: Drr Verkehrswerth ber Liegenschaften fteht bermalen be trachtlich hvher, als ber Steuerwerth. Zu ben San5 bern, in benen bie Differenz int Allgenieinen Iteiner ist, gehort auch Krain. Im Vergleiche zum Jahre 186k haben sich beibe Werthc int Allgemeinen etretf genahert, insbesonbere auch in Krain. Der Der-lehrswerth fteht im Allgemeinen int Vergleicht zum Steuerroerthe hoher bei Liegenschaften mit Grunbsteuer, niebriger bei sotchen mit GebLud? steuer. Realitaten mit Hauptclassensteuet habro im Allgemeinen hoheren Verkehrswerth im SBer gleiche zum Steuerroerthe, als Realitaten nti Hauszinsstcuet. Bei Anroesen mit ©rund unb Hans-ctassensteuer fteht ber Vetkehrsroerth im Vethaltnifk zum Steuerroerth niebriger als bei Dbjecten mit teiner Grund- ober Hausclasiensteuer, bei Anroefcn mit Grunb- ober Hauszinssteuer bagegen hohet, otf bei Dbjecten mit teiner Hauszinssteuer. Die Diffp renz ist im Vergleiche ju 1866 groher gewotbe* bei Realitaten mit teiner ©runbfleuer, fleinet alien tibrigen Realitaten. Bei Realitaten mit retntr Grunbsteuer ist bie Differenj beiber 28erthformer. befonbers gestiegen in benjenigen Lanbetn, welche butch bie ©runbfteuerregulirung eine Verminderunz ihtet Steuerleistung erfahren haben. Der Verkehtt-rocrth fteht int Allgemeinen int Verhaltnifse zum Steuerroerthe urn so hoher, je kleiner ber 25ett> ber Realitat ist. Im Vergleiche zu 1866 hat ber Vetkehrsroerth bei ben geringroerthigen Realitaten eine Steigetung, bei hoherroerthigen eine Verminde-rung im Verhaltnisie zum Steuerroerthe erfahren. Bci executiven Feilbietungen fteht bas Berhaltnip zroifchen beiben Werthen int Allgemeinen ungefahr gleich roie ben freien Verkaufen, in ber Mehrzahl bet Lanbcr jedoch ist bie Differenz bei executiven Feilbietungen geringer. Es iiberroiegen abet 6i flnttflcfunbt«. ^er ENMilis-' 111116 der lOctiblltrtiui) war iingelieuer. Berlin, 20. Juli. Die ,Mdd. alls-3tfl." bringt einen hestigen Artikel gegen ole ruifi schen Blatter. ift Paris, 20. Juli. Die Koolgin Natalie m nach Haag aligerrist. Berstorbene tit Latbach. Stm 11 Suli. Alex, ©erfman, Gartner, 34 I., Polanastratze M 42 (Spitalsfiliale), Slattern. — Karl Pance, Gastwirth, ^ VN'S fcSS'SSi*. -w,,«. fttaSe 62. AMehrung. Witterunks-Bulletin aus Laibach. Suftdruc inmVii metern auf 0 tebucirt Nieder Thermometer nach Celfln« WttterungS-Charakter mtttrn Mari- Minimum ! mum TagtS mitttl 735-4 735'3 733*7 7316 727'4 727 2 7285 14-7 155 18-5 21-7 20-8 20-5 17-9 180 20-5 22-0 210 23-5 9-o; 10-5 11-5 140 22-5 152 21-9 00 00 0 1) Wechselnde Btwolkung, Abends schwacher Regen. Morgennebtl, taguber ziemlich heiter. Sonntnschein, windig. Heiter, trockener Sudweftl stark, Mondhof. gjiorgtns 1 Uhr Gtwitttrl 22-0 mit ©uffttt, taguber ziem-I lich btittr, windig. ! Morg. Rtg.,taguber Halb-14-8 heiter, Adds. ft. Wetterl.! 1 u. Donner, Nachts Regen. I L „„ Wechselnde Bewolkung, 11-0,, 0 0 schwacher Wind. Eingesendet. T’SB - m .„.,4., k.,,* ein etnfaches Mittel »on 23ifibrigtr $aub-| %nc Wien, aehtitt lourtr, ifl btrtit, eine Beschreibmigj Delt und Ohr-ngtrausche g Y i(j ^ ubersenden. Adresst: ^--selben v. btut^tt ©ytadK j ,x w m_ reineter nlknl inciter tetes Tiscl- nnfl ErfriscliipiiGtrM, erprobt bei Husten, Halskrankheiten, Maaen- und Blasenkatarrh._____________ Heinrich Mattoni, Karlsbad and Wien. Durch Kampf $»•« Sieg. „. . auf irflcttb emem Gcbietc. de sen Em ledcS Nnterney , verbankt bicfcu vat alien, Ersolg unsere Beivund A cin y’cibenber, dcr jahrelang mit Ausdauer und Energtc. faniefcn hat. lutrb mit dann dens cmer chronischen Kmnk c t zukan.pstn ^ ■ Sieg baton tragen, b 0|-,cr Bcharrlichkeit au»fiii)rl, biS dern on* mit ^uSdauer g wiedererlangte ©cfunb- schliehlich bcr wackere Kamp er imi £ ifl heit als Stegesprel« errunyen >,a^ ^ in Sachsen. ..Wvllic A. S-Muller t^Lb^L bie^ist°l heinahe et.oa- zu -rch Jhnen alleS ichrewen. uor „„„ balb 8 Jahrcn voit lana werben. Nur so ow, ' ,,cl„(,mt „nb baft tro^ Gicht und RheuinatlSi f^ dicier Baber ich "lich nicht mehrerer Aerzte, melcr besonberS an Hanben nnb guficit bewcgen lotmlt. u«« ftij lliurbc fnimm gczoncn imb «ntstanben ©rchtkiioteil, irf t,en Alorpcr mit l»» fo, dap, als.ch »‘ f'VKb nufi d ten foimte. Auch hatte id, ju etner Sohe von 4| ®$t6antl/ciicil, Wasseransam.nlungen, sortwahrenb mit |tuftmi i> fnmyfen, lilt and, z»- Schleimbeschwerden. H isteu, ^ 1 Underen inehr. Bei den ersien wnlenanHamorrboi^' und vie ° '^>>° ^ n[)cr fJ)-lw flc, L§b»d^ schwinden dcr wmitriiuiui v »erade ivurbc nub '»»°"" f* ““ baS Athmenwurde f««et- . _ , , rtllri) bcm (ftutobc in Dittersbach wohnt imo i.i o«u». ‘’"f:alnf(1ic fcinc « e ss.'s,;? &±£ YtauTimi) Versandt nnr bind, V0'!’«CWabdet J'lSoH Devoir in Laibach: SB. »•:5t*lfSnS)u.®ea# General-Devot: Einhorn-RpothekctM.Santa) m + eaa Waarenhaus -« Bernhard Ticho, j Brflnn, Krautmarkt 18, int eigenen Hause. | ocrfenbet mit Nachnahme: Soimer-Kammgarii 1 Rest fur einen comvleten MLnner-Anzug, waschecht, 6-40 Meter tang it. 3.— Schafwoll-Lodcn dopvelbreit, auf tin »olistan« bige« Damtn-Kltid in atttn fiarbtn. 10 Meter (t. 4.—___ Schafwoll-Beige dovpetbreit, da» Dauerhaf-teste fur tin comvleteS Kleid 10 SDltttr st. H.50 Judisch-Foule Halbwollt, doppelbreit, ein corny!. Kltid 10 Mettr ft. 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