Pcäuamrratiou» - Preilr: Für Laidach Ganziährig . . . 6 k. — lr. Halbjährig . . . S . — . Vierteljährig. . . 1 „ SV » Monatlich . . — . so . Mit der Post: Ganzjährig . . . S fl. — lr. Halbjährig . » 50 . Vierteljährig. . . S „ 2S , Für Zustellung ins Hau« vieriel-. , jährig LS kr., monatlich S kr. Laibacher Einzelne Nummern 5 kr. olatt Rrdaktiov: i-abnbofflaffe Nr. 132 Lrordition und Ivscrakeu Sureau: -ongrehplay Str 8t (Duchhandlurg von I. v. K!e:r.mc>vr L ^.Lamber».- Iusertiousprttsc: Für die einspaltige Petitzeile S kr. öri zweimaliger Einschaltung L 5kr. dreimal L 7 kr. ^)usertionsftemvel jede-mal SO kr. wei größeren Inseraten und öfterer Einschaltung entsprechender Rabatt. Anonime Mitteilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. Nr. 97. Samstag, 30. April. Morgen: Filipp und Jakob. Montag: Athanasius. 1870. Abonnements -Linladung. Mit 1. Mai 1870 beginnt ein neues Abonnement auf das „Laibacher Tagblatt." Bis 1. Juni 1870: Für Laibach ..............................50 kr. Mit der Post..............................75 kr. Bis Ende Juni 1870: Für Laibach.............................Ist- — kr. Mit der Post..........................1 fl- 50 kr. Für Zustellung ins Haus monatlich 9 kr. Aus das „Laib. Tagblatt" kann täglich abonnirt werden, doch muß das Abonnement immer mit Schluß eines Monates ablaufen. Ein Blick aus das Konzil. Die bedeutsame Wendung, die in unsern innern Angelegenheiten eingetreten ist, hat die allgemeine Aufmerksamkeit in der letzten Zeit so sehr in Anspruch genommen, daß wir eine geraume Zeit das in Rom tagende Konzil völlig aus den Augen verloren hatten. Nur hie und da war eine einzelne Nachricht zu melden, ohne daß sich die Gelegenheit geboten hätte, weitere Betrachtungen anzuknüpfen. Indem wir daran gehen, das Versäumte nach--uholen, sehen wir, daß sich im Kreise der frommen ^äter eigentlich in den letzten Wochen wenig ereignet hat, das einer ausführlicheren Beleuchtung bedürftig gewesen wäre. Der Papst ist um Ostern noch nicht unfehlbar erklärt worden, wie cs früher bestimmt war, und die positiven Resultate beschränken sich darauf, daß mehrere Abschnitte des Schema äs Ms angenommen und hiewit wieder einige krasse Ungeheuerlichkeiten dagmatisirt worden sind. Betrachtet man heute die ganze, nun schon Monate lang delibrirende Versammlung, so muß man offen gestehen, daß dieselbe einen wahrhaft trostlosen Anblick gewährt. Wie eine düstere Ruine aus fernen Jahrhunderten ragt sie in unsere Tage hinein. Ihr fehlt jedes Verständniß für die Zeit und ihre Aufgabe und von dem Wahne befangen, es sei noch immer die Epoche, wo die Kirche in ihrem Ueber-muthe auf Hohe und Niedere ihre Bannstrahlen schleuderte und ganze Länder mit dem Interdikte belegte, will sic verneinen, was die Menschheit bejaht, verfluchen, was diese segnet. Sie unternimmt die Sisifusarbcit, die ganze Welt umzukehren, und das mächtigste Gesetz, das der Bewegung, des Fortschrittes, der Entwicklung, das in allen Dingen gilt, außer Acht lassend, will sie ewige Starrheit predigen. Wenn wir uns die bekannten Anschauungen eines Rauscher oder Schwarzenberg gegenwärtig halten, wenn, wir uns erinnern, was diese Herren bei uns daheim in ultramontanen und reaktionären Velleitäten schon geleistet haben, und wir erblicken dann solche Männer — eines Stroßmayer und der wenigen ändern, die einen vorurtheilslosen Blick bewahrt haben, gar nicht zu gedenken — bei dem Konzil in der Opposition, so kann man sich vom Zelo-tismus, dem jesuitischen Geiste und der Verstocktheit einen Begriff machen, die hier ihr Unwesen treiben und sogar unsere gewiß nicht im entferntesten zur Aufklärung hinneigenden österreichischen Bischöfe zum Widerstande zwingen. Man war vom Anfang an auf vieles gefaßt, aber der Verlauf des Konzils hat auch die kühnsten Erwariungcn übertroffen. Es bleibt nun nur das eine zu wünschen, daß recht bald die Unfehlbarkeit dogmatisirt werden möchte. Ist die Geschichte einmal so weit ins Absurde geführt, dann werden wohl auch denjenigen die Augen aufgchen, die sich vor der Eröffnung des Konzils vielleicht noch mit schwachen Hoffnungen getragen haben. Auch unsere Zeit hat, wie jede andere, ein religiöses Bedürsniß, freilich aber ein ihrem inner- sten Wesen, ihrer ganzen übrigen Entwicklung entsprechendes. Welche segensvollen Wirkungen könnte eine Kirchenversammlung erreichen, die diesem Bedürfnisse zu genügen verstände und die so notwendige Reformation der Kirche mit erleuchtetem Verständnisse durchzuführen vermöchte? Diese Betrachtung ist cs, welche den wirklichen Menschenfreund, den wahrhaft Religiösen schmerzlich berührt, so oft er des gegenwärtigen Konzils gedenkt. Im übrigeu werden wir uns über dasselbe schon zu trösten wissen.. Eine neue Verordnung bezüglich der Geld- und Werthsendungen durch die k. k. Post tritt am 1. Mai l. I. in , Die wesentlichsten Punkte dieser Verordnung sind : 1. Geldbriefe bis 100 fl. dürfen nur verschlossen, d. i. „nach Angabe" zur Postbeförderung angenommen werden. Wer diese Art der Versendung nicht benützeu will, kann Beträge bis 100 fl. mittelst „Postanweisungen" versenden, nachdem solche an jedes Postamt der österreichisch-ungarischen Monarchie ausgestellt werden können. 2. Als Verschlußform ist das Spitzkouvert mit fünf Siegeln vorgeschrieben. Das Postamts- oder Kontrolsiegel kommt bei Briefen nach Angabe nicht mehr in Anwendung. 3. Offene Geldbriefe werden bei der Postanstalt nur angenommen: g,) im Spitzkouvert; b) wenn in solchen mehr als 100 fl. Bank- oder Staatsnoten versendet werden, und wenn e) der Brief das Gewicht von 15 Loth nicht überschreitet. Doch müssen diese Geldsendungen bei der Aufgabe frankirt werden und unterliegen einem höheren Tarifsatze. Nebst der Ge-wichts- und Werthtaxe ist als Zuschlag die Hälfte der Werthtaxe in Anrechnung zu bringen. 4. Geldsendungen im Gewichte von mehr als 15 Loth dürfen nur verschlossen zur Beförderung angenommen werden. Ziemileton. Eine wohlverdiente Lektion. Lasset die Tobten ruhen! das ist ein alter Satz, den das Gesetz der Liebe scstgestellt; doch haben wir in unserer Stadt ein trauriges Beispiel verkommener Journalistik, welche, alles Anstandsgefühl mit Füßen tretend, jeden Anlaß gierig sucht, um ihr unsauberes Gewerbe treiben zu können. Wir haben einem Todten in dieser Woche einen ehrenvollen Nachruf gewidmet und dadurch ihm und dem von uns stets gewahrten Prinzipe der Objektivität Genüge gethan. Nicht so der Repräsentant der slovenischen Knüttelliteratur. Der Tod Dr. Costa des Vaters, dem er über das Grab noch die üble Nachrede hält, daß er in den „Triglav" geschrieben, anstatt in christlicher Liebe über den Vorzügen des Mannes die Schwächen desselben zu vergessen, der Tod Eosta'S gibt ihm Anlaß, noch einmal als Anwalt der knüttelbewaffneten Bauern von Jantsch-berg aufzutreten. Der Knüttelmoniteur bringt nämlich die Nach- richt, daß ein Mitglied des Männcrchors der sil-harm. Gesellschaft, welche ihrem einstigen Direktor das Ehrengeleite gab, mit Pistolen bewaffnet den Leichcn^ug mitgemacht habe. Selbstverständlich ist diese Erzählung eine vollkommen aus der Luft gegriffene Erfindung, eine plumpe Lüge. Die Lüge ist aber zugleich so albern, daß man ordentlich Mühe hat, um klar zu werden, was jenes Blatt mit dieser Perfidie eigentlich bezwecke. Der Nachsatz jener Notiz gibt uns einigen Aufschluß. Der Jantschbergmoniteur, welcher noch immer der Ansicht ist, es sei ein frommes und gottgefälliges Werk, wenn man seinen politischen Gegner mit dem Knüttel erschlägt, folgert also: Wenn die Sänger bei Leichenbegängnissen in der Stadt schon bewaffnet ausziehen, sollen da die Bauern von Jantschberg nicht im Rechte sein, daherkommende Städter, inSbesonders wenn sie ihnen von den Jantschbergliteraten als Feinde bezeichnet sind, todtzuschlagen? Leider ist dem Knüttelanwalt bei seinem Plai-doyer das Malheur passirt, daß er eine solche Albernheit erfunden hat, die niemand glaubt; zu was soll denn ein Sänger bei einem Leichenzug bewaff- net erscheinen? Oder gilt es. Laibach zu Beginn der Frühlingssaison und der Zeit des Zuges der Reisenden in neuen Vcrrus zu bringen, oder schon jetzt die Bauern der Umgebung auf die Sänger der filharm. Gesellschaft zu Hetzen, falls diese einmal einen Ausflug in die Umgebung machen sollten ? Auf die Turner dürften sich dieselben ihre bösen Absichten nach den traurigen Erfahrungen der jüngsten Zeit wohl überlegen, also jetzt auf die Sänger! Dieses Unikum journalistischer Entartung ist so tief gesunken, daß es sogar von seinen ehemaligen Freunden, den jungslovenischen Korrespondenten des „Slovenski Narod," in einer Weise traktirt wird, wie man Gassenjungen zu bedienen pflegt. Hat ja doch der „Triglav" gar keinen Anstand genommen, das Blatt, das Levstik in Wien herausgeben will, noch ehe cs erscheint, ebenso als verkauft und verkäuflich hinzustellen, wie es dasselbe Manöver gegen uns seinerzeit in Szene setzte. Um sich zu rächen, behauptet der Knüttelredakteur, Levstik könne nicht deutsch schreiben. Wir wissen nicht, ob Herr Levstik deutsch zu schreiben versteht, aber das wissen wir, er versteht sich sehr „deutsch" auszudrücken, indem er den Redakteur des Knüttel» 5. Geldbriefe von mehr als 15 Loth können auch im Klappenkouverle verschlossen werden; doch sind solche Sendungen jederzeit mit Spagat zu überbinden, je nach Form der Klappen ist die vorgeschriebeue Anzahl der Siegel anzubringen, vor allem aber die Enden des Spagates niederzusiegeln. 6. Zu jedem Geldbriefe im Gewichte von mehr als 15 Loth ist ein Frachtbrief erforderlich, und dieser ist mit einer Stempelmarke per 5 kr. zu versehen. An jedem Frachtbriefe ist ein Ausdruck des Siegels anzubringen, mit welchem die Sendung selbst versiegelt ist. Dies gilt auch bei allen Begleitbriefen, welche zu anderen Frachtsendungen beizubringen sind. Im Interesse des Versenders ist darauf zu sehen, daß das Kouvert aus starkem Papier, unter Umständen aus Leinwand oder Leder rc. bestehe, sowie daß der Inhalt, ob Noten, Werthpapiere oder Bargeld, mehrfach emballirt in das Kouvert hinterlegt wird. Vor allem ist die Versendung von Beträgen bis zu 100 Gulden mittelst Postanweisung anzucmpfehlen. Nicht nur, daß Postanweisungen dem niedrigsten Porto unterliegen und dem Empfänger die Avisogebühr ersparen, so werden solche bei Beförderung von Eisenbahnen mit Zügen befördert, mittelst welchen in der Regel Fahrpostsendungen nicht befördert werden, z. B. auf der Südhahn mit den Eil- und gemischten Zügen, in der Regel jedoch nur zwischen größeren Stationen. Politische Rundschau. Laibach, 30. April. Die zwanglosen Konferenzen des Grafen Potocki mit der nationalen Opposition, vorerst der czechischen, sind in vollem Gange, die Aus-gleichsaktion des neuen Ministeriums hat begonnen; wie ans den Mittheilungen der Rcsidenzblätter hervorgeht, jedoch ohne alle Hoffnung auf Erfolg. Auf den letzten Parteiversammlungen in Prag und Brünn wurden Punkt für Punkt die Forderungen der Czechen festgestellt und die in Wien anwesenden Führer halten mit aller Zähigkeit daran fest. Die Czechen sind, so wird einem Wiener Blatte mitgethcilt, im Begriffe, einen Moment, wie er ihnen günstiger wohl schwerlich je mehr kommen dürfte, durch ihre hartnäckige Verblendung gründlich zu ruiniren. Wenn ihnen nicht im letzten Momente noch Besinnung und Ueberlegnng kommt, sind die Unterhandlungen mit ihnen so gut wie als gescheitert zu betrachten. Bisher haben sie sich auf alles Entgegenkommen vollständigst unnachgiebig gezeigt. Im kroatischen Landtage verließen wegen Publizirung des VerzehrnngssteuergesetzeS 17 Deputirte den Saal, wodurch der Landtag beschlnß- § unfähig wurde. Der italienische Kriegsminister, General Go-vone, hat Angesichts des Widerstandes, dem seine Ersparungs- und ReduzirungSpläne im Heere be-> gegnen, um seine Entlassung gebeten. Eine kleine Komödie wird jetzt in Ro in ausgesührt, die aber zu dem ganzen dort seit De-zemver v. I. aufgeführten Schauspiel ganz vorzüglich paßt. Der Papst läßt sich seit einigen Tagen von den Infallibilisten „drängen," das Unfehl-ba rkeits-De kret mit möglichster Beschleuni-dung dem Konzil vorznlegen. Pius IX. selbst gibt vor, als sei er diesem Wunsche seiner Getreuen nicht hold, da er aber ihrem Flehen nicht widerstehen könne, so wird demnächst die erwünschte Vorlage den heiligen Vätern überreicht werden. Am Dienstag halte Msgr. Merniellad, der Weihbischof von Ginevra, Audienz beim Papste und beschwor ihn „mit dem ganzen Eifer und der vollen Beredsamkeit des Nachfolgers des heiligen FranziSkns von Sales," wie die Infallibilisten sagen, die Definition der Unfehlbarkeit zu beschleunigen, indem er auscinandcisctzte, wie die Menschheit ohne dieses Dogma nicht länger bestehen könne. „Er predigt gut," meinte Pius IX., dem solche Worte Labsal sind sin- sein nach Unfehlbarkeit dürstendes Herz. Die Kurialisten heben die Blicke zum Himmel und können die Mäßigung des heiligen Vaters nicht genug rühmen, der so beredtem Andringen nicht sofort nachgegcben habe. Aber, sagen sie, Gott wird sein Herz lenken, daß er die Welt nicht länger schmachten läßt. Die Annahme des G l a ub e ns s ch em a' s erfolgte am 24. d. nicht mit Stimmeneinhelligkeit, wie der Telegraf im Diensteifer für die Kurie meldete. Drei Bischöfe gaben ein Mn kirrest ab, Einer der dreien war der Bischof Stroßmayer. (Anfänglich hieß es, Stroßmayer sei bei der Sitzung gar nicht anwesend gewesen.) In Ergänzung der Mittheilungen ans Rom wird noch von einer vierten Schrift gegen die Jnfallibiltät berichtet, welche in den letzten Tagen des Monates März erschien n»d den Bischof Kettel er von Mainz zum Verfasser hat, Der Korrespondent eines ungarischen Blattes bezeichnet diese gleichfalls lateinisch geschriebene Broschüre als die schärsste und einschneidendste unter den bisher erschienenen. Nachdem sich, wie bei allen oppositionellen Druckschriften, in Nom kein Drucker für die Ketteler'sche Arbeit fand, so veranlaßte er den Druck derselben in Basel und ließ eine Zahl von Exemplaren unter Kreuzband den Konzilstheil-nehmern zusenden. Die römische Post koufiszirte jedoch fämmtliche Exemplare und gab dieselben erst journals rundweg einen „Schuft" nennt, was dieser pflichtgemäß ruhig eingesteckt hat, anstatt sich auch hier auf das neueste Feld seiner knüttelliterarischen Thätigkeit zu werfen, wir meinen das Feld der „Berichtigungen," in welchen dieses Blatt noch nicht dagewesenes leistet. Zuerst insultirt man irgend eine Persönlichkeit, was immerhin sechs bis acht Zeilen des Blattes mit Originalmanuskript füllt; in der nächsten Nummer berichtiget man die erste Notiz als eine „böswillige Erfindung," und abermals sind sechs bis acht Zeilen gewonnen. In der dritten Nummer berichtigt man die Berichtigung und hat abermals eine Originolnotiz, heißt das nicht das Handwerk verstehen? Und da wirft man dem „Triglav" noch vor, ihm gehöre die „Zukunft." Doch das großartigste im Genre der Berichtigung leistet er in der gestrigen Nummer, die nur mit einer Geschichte zu vergleichen ist, welche einmal in einem Wiener Blatte zu lesen war. Dieses brachte nämlich die Nachricht, daß eine Dame eine Kiste auf den Bahnhof brachte, in welcher ein todtes Kind verborgen war. Des nächsten Tages brachte die Zeitung folgende Berichtigung: „Unsere ge- strige Notiz von der Dame am Bahnhofe mit dem tobten Kinde müssen wir dahin berichtigen, daß diese Dame eigentlich keine Dame, sondern ein Hausknecht eines Handlungshauses war, daß derselbe die Kiste nicht auf den Bahnhof, sondern auf das Zollamt brachte, und daß endlich in der Kiste kein todtes Kind, sondern geselchte Würste sich befanden; im übrigen halten mir unsere Notiz in ihrem vollen Umfange ausrecht." Geradeso schrieb der „deutsche Brencelj" — wie ihn der „Slov. Nar." sehr treffend genannt hat — unlängst einen Artikel und berichtiget ihn gestern in der oben geschilderten Weise. Graf Potocki wurde unter ändern „roth gefärbt" genannt, und der naive Spötter glaubt nun allen Ernstes berichtigen zu müssen, Graf Potocki sei nicht roth gefärbt, er ist überhaupt nur auf einer Seite gefärbt, denn er ist „rechts" gefärbt, meint der „Triglav." Eine traurige Aussicht bleibt dem Knüttelmoniteur aber doch: In künftigen Tagen, wo bessere Gesittung und vorgeschrittenere Bildung allgemein sein werden, wird er für den Kulturhistoriker als Belegblatt dienen, wie tief die Journalistik sinken kann, wenn sie keinen sittlichen Halt mehr hat und wenn eine unbegreifliche geistige Verkommenheit jedes Gefühl für Recht und Anstand erstickt haben. über dringendes Einschreiten von einflußreicher diplomatischer Seite an die Adressaten ab. Jeder Tag stellt mit größerer Sicherheit heraus, daß die Proklamation des Kaisers Napoleon und das Manifest der Minister keinen guten Eindruck auf die französische Bevölkerung gemacht haben. Man hat wieder einmal die Abwesenheit der Feder Mocquards bedauert. Auf den materiellen Erfolg des Plebiszits werden diese Aktenstücke keinen Einfluß ülieu, weil die Furcht vor einer Revolution bei den Bauern und vor den Experimen-ten der Sozialisten bei dem Bürgerstande bestimmend wirkt. Die Nachrichten aus den französischen Provinzen weichen je nach den Departements sehr von einander ab. Nirgends zeigt sich großer Enthusiasmus. Allein in gewissen Departements betrachtet man die Frage so, als ob sie zwischen der Ordnung und der Unordnung gestellt wäre, und die liberalen Männer entschließen sich daher, mehr aus Resignation als aus wirklicher Ueberzeugung, mit ..Ja" zu stimmen, um uicht mit den Revolutionären ein Bündniß zu schließen. Der französische Gesandte Banneville überreichte endlich dem Papste das vielbercdcte Memorandum der französischen Regierung. Der Papst las das Schriftstück aufmerksam durch und meinte, die Kirche habe der den Staaten durch die Forderungen der Völker und die Ungunst der Zeiten bereiteten Lage stets Rechnung getragen. An demselben Tage unterstützten die Vertreter der katholischen Mächte einer nach dem anderen den Schritt Frankreichs bei Antonelli und überreichten demselben Noten der betreffenden Regierungen. Der Papst versammelte sodann die Kardinäle und berieth mit denselben das Memorandum. Die Kardinäle erklärten einstimmig, der Papst solle sich enthalten, das Memorandum dem Konzile mitzutheilen, da Marquis de Banneville bei Ueberreichuug desselben den Wunsch nicht betont hatte, daß es mitgethcilt werde, und sich einfach auf die Weisheit des Papstes verlassen habe. In Folge dessen hat der Papst es endgiltig abgelehnt, die französische Note dem Konzile mitzu-theilen. In Spanien haben anläßlich der Militär-losung in mehreren Orten wieder Unruhen stattgefunden, so daß die Truppen theilweise einschritten und viele Verhaftungen vorgenommen wurden. Die Pforte beschloß, Z i v il st a u d s re g i ster nach den Vorschriften des französische» Zivilkodex im ganzen Reiche einzuführen und nach zwei Jahren eine Volkszählung zu veranstalten. In Wien sollen Berichte aus Bukarest eingelausen sein, welche Mittheilungen über eine bevorstehende Katastrofe gegen dieHohenzol-ler' sche Dinastie enthalten und die Großmächte ersuchen, bei dem Eintritte der äußersten Eventualität Mittel zur Ausrechthaltung der Ordnung zur Verfügung zu stellen. Der König von Griechenland und die Minister machten dem englischen und den italienischen Gesandten anläßlich des traurigen Ereignisses von Marathon Beileidsbesuche. Das englische Geschwader in Malta soll Ordre erhalten haben, nach dem Piräus abzugehen Zur Tagesgeschichte. — Se. Maj. der Kaiser Ferdinand hat für den Neubau des in der Nacht vom 12. auf den 13ten Februar d. I. abgebrannten Gemeindehauses in Veglia fl. 1000 gespendet. — Im Rathssaale des Wiener Magistrates wurden dieser Tage die von der Armen-Lotterie zurückgebliebenen Gewinnstgegenstände lizitirt. Ein Herr welcher Lust hatte, eines der ausgebotenen Fernröhre zu kaufen, verlangte eines derselben erproben zu dürfen. Nichts leichter als das, meinte der Schätzmeister, richten Sie das Rohr auf das gegenüberliegende Haus (Ministerium des Innern) und wenn sie im dunklen Hintergründe den rechten Mann fürs Ministerium NE" Fortsetzung in der Beilage. Beilage zum „Laibacher Tagblatt" Nr. SV vom S«. April. entdecken, können Sie jedenfalls mit dem Kaufe zufrieden sein. — Graf Taaffe war am Mittwoch in Graz, konserirte einige Stunden mit dem Statthaltereileiter und kehrte dann nach Wien zurück- — Bei der Löschung des Brandes in Wels wirkten bekantlich neben den freiwilligen Feuerwehren in ganz hervorragender Weise auch die dort stationir-ten Dragoner mit, welche vom Obersten in sehr bereitwilliger Weise zur Verfügung gestellt wurden. Nun geht in der Beziehung, wie der „Tagespresse" aus Gmunden geschrieben wird, cin ganz unglaubliches Gerücht durchs Land. Der Herr Statthalter soll nämlich gleich nach seinem Erscheinen auf dem Brandplatze dem Obersten seine Verwunderung darüber ausgedrückt haben, daß sich das Militär an der Löscharbeit betheilige. Als ob das angesichts eines so unermeßlichen Unglückes etwas Unziemliches wäre! Hierüber soll nun weiters der Oberst derart betroffen gewesen sein, daß er erst wieder über vieles Bitten des Bürgermeisters die fernere Betheiligung seiner Leute an den Rettungsversuchen gestattete. Dieses Gerücht wird mündlich und schriftlich kolportirt; der Korrespondent kann unmöglich daran glauben und will mit Vorstehendem nur den gutgemeinten Anstoß geben, demselben wegen den nachtheiligen Wirkungen hievon baldigst entgegen zu treten. — In Schwarzenberg in Untersteiermark kam das 17jährige Dienstmädchen eines Grundbesitzers mit ihrer Dienstfrau in einen Wortstreit. Nach dem eigenen Geständnisse des Mädchens hatte dieser auf dasselbe so mächtig eingewirkt, daß es sich entschloß, ihren Dienstgebern etwas „Boshaftes" anzustellen. Es dachte hin und her und kam endlich auf den unglücklichen Gedanken, das neben dem Wirthfchaftsgebäude befindliche Stroh anzuzünden. Gedacht, gethan, und in zwei Stunden standen alle Gebäude in Hellen Flammen. Außer den Gebäuden verbrannten fünf Rinder. Der Ge-fammtfchaden beträgt mehr als 1000 fl. Die junge Brandlegerin ist der That vollkommen geständig und befindet sich in Haft. — Das Prager Landesgericht hat gegen Zeithammer und Strejfchowski wegen mehrerer im Gemeinderath gehaltener Reden die Untersuchung eingeleitet. Eine hübsche Illustration zum Ausgleich. — Dcr Kaplan in Grünwald, bei Gablonz in Böhmen, Namens Rößl, hat den Kindern verboten, in die evangelische Kirche nach Gablonz zu gehen, weil das eine große Sünde sei, und die evangelischen einen ganz ändern Jesu hätten, als die Katholiken. — Wie die „Tr. Ztg." erfährt, sind in Vene-tien über 30.000 Pässe für Personen ausgestellt worden, die bei den Eisenbahnbauten in Oesterreich Beschäftigung suchen. — Die Velozipedisten thun das Aeußerste, um den vielfach angefeindeten Ruf des neuen Fortbewegungsvehikels, das sie reiten, zu retten. So traf Samstag auf flüchtigem Rade ein junger Mann, Herr F. Wallmoder aus Frankfurt a. M., in Wien ein, der die ganze Tour iu sechs Tagen zurückgelegt haben wollte. (?) Am Mittwoch fährt er, ein Seitenstück zur Glücksgöttin, von Wien nach Linz und gedenkt über Prag nach Frankfurt zurückzukehren. — Wie verlautet, wird der König von Bai ern nächstens dem Berliner Hofe einen Besuch abstatten. — Ein preußisches Blatt erzählt folgende belustigende Geschichte: Gegen einen freisinnigen Gerichtsdirektor, seinerzeit Abgeordneten, — der Ehrenmann ist bereits gestorben — waren eine Menge Denunziationen eingebracht und wurde ein Appellrath abgesandt, die Sache an Ort und Stelle zu untersuchen. Jnsbesonders handelte eS sich um einen Bestechungsfall. Ter Fall war ein schwerer, denn der Direktor hätte vor Gericht, während des Verhörs, von einem Angeklagten,. „eine Prise" angenommen. Der Direktor wußte sich dieser auf ihn ausgeübten Bestechung nicht zu erinnern. Der Angeklagte, der damals die erwähnte Bestechung verübt haben sollte, wurde vorgeladen und gab zu Protokoll, daß es leider eine Thatsache sei. Der Appellrath forderte ihn auf, den Sachverhalt mit allen Umständen recht genau zu beschreiben. In erschöpfender Weise hin- und herredend, aber immer nicht zur Pointe kommend, that er es, zog dabei seine Dose heraus, nahm eine Prise, hielt dabei die Dose dem eifrig lauschenden Appellrath hin, der hineingriff und seine Nase bediente, worauf der Verhörte rasch damit schloß: „Herr Rath, so war's!" Die Untersuchnag wurde niedergeschlagen. — Die Bevölkerung Italiens wurde im Jahre 1867 auf 25,404.723 Einwohner geschätzt und ist im Jahre 1868 um 123.192 gestiegen. — In Napoleon III. verliebt. Eine englische Dame, Abkömmling der Stuarts, hat sich iu Napoleon III. sterblich verliebt. Sie ist nach Paris gereist, um eine Audienz bei dem Kaiser zu erlangen, aber ihr Wunsch, Napoleon III. zu sehen, ist ans Hindernisse gestoßen. Nun hat sie in der Nähe der Tuilerien eine Wohnung gemiethet, und bot alles Mögliche auf, um sich bei dem Kaiser einzuschleichen; allein die Wachsamkeit der Garden hat ihre Versuche scheitern gemacht. Erst dieser Tage gelang es ihr, unbemerkt in den reservirten Garten zu gelangen. Sie verbarg sich hinter ein Gebüsch, und erwartete da Napoleon. Es scheint aber, daß ihr Versteck nicht genügend war, denn plötzlich herrschte eine kräftige Stimme sie an: „Was machen Sie hier?" Die Dame stotterte einige unzusammenhängende Worte. Nun führte man sie zu dem Wachtposten, wo ein Pa-lastossizier sie verhörte. Sie erklärte, Lonisa Creery zu heißen, aus Dublin gebürtig zu sein, und eine heftige Neigung für Napoleon zu hegen, „von dem sie prädestinirte Kinder zu bekommen wünsche." Das Resultat war, daß die Liebevolle in eine Gesundheitsanstalt überbracht wurde, und daß man die ganze Affaire telegrafisch ihren Verwandten mittheilte. — Durch Dr. Labordette, einen französischen Arzt, sind Untersuchungen über Erscheinungen angestellt worden, welche man bisher bei Ertrunkenen als Simptome des eingetretenen Todes angesehen hat. Diese bestehen namentlich in dem krampfhaften Zusammenpressen der Kinnladen und der Finger. Dr. Labordette hat gefunden, daß dieses Verhalten, weit davon entfernt, wie bisher angenommen, ein unzweifelhaftes Anzeichen erfolgten Todes zu sein, ein Merkmal noch bestehender Lebensfähigkeit ist. Die Rettungsbootgesellschaft hat in Folge dieser Entdeckung die Verhaltungsmaßregeln für ihre Beamten entsprechend geändert. — — Die Journale von Valencia bringen einen grauenerregenden Fall aus Teruel. Am Donnerstag der Eharwoche begab sich der Bewohner einer dortigen Vorstadt früh Morgens in Begleitung seines siebenjährigen Söhnchens auf die Jagd. Am Abend allein heimkehrend, antwortete er auf die Frage der Mutter um den Knaben, „derselbe habe sich verlaufen, und da er — der Vater — später nur dessen Schuhe gefunden habe, müsse er wohl einem dort hausenden Wolfe zum Opfer gefallen sein." Diese Umstände, zur Kenntniß der Behörde gelangt, veranlaßen die Aussendung bewaffneter Individuen nach dem Jagdterrain, welchen mehrere Hunde mitgegeben wurden. Die letzteren leiteten auch bald nach einer entlegenen Stelle, welche von einer frisch stattgehabten Erdbewegung zeugte; die Leiche des Knaben wurde gefunden, und zwar mit unverkennbaren Spuren, daß er lebendig begraben wurde. Die Transferi-rung des muthmaßlichen Verbrechers aus seiner Wohnung nach dem Gefängnisse mußte, um ihn der Volks-justiz zu entziehen, unter ganz besonderen Vorsichtsmaßregeln vorgenommen werden; denn auf die schnell verbreitete Kunde des Geschehenen wurde das Haus von einer unübersehbaren Volksmasse belagert, worunter vorwiegend Weiber, mit Messern bewaffnet, in wutheutbranntem drohenden Geschrei nicht ermüdeten. — Ein entsetzlicher Unglücksfall wird aus dem an dergleichen Katastrosen wahrlich überreichen Nordamerika telegrafisch berichtet. Im Kapitol zu Richmond in Virginien stürzte der Fußboden der Gerichtshalle in den Sitzungssaal der Volksvertretung hinab. Man zählt 40 Todte und 150 Verwuudeie. — Die Bevölkerung Belgiens. Laut der kürzlich von der belgischen Regierung pnblizirten Bevölkerungsstatistik des Landes geht aus den Erklärungen der Einwohner hervor, daß in Belgien 2,041.781 Menschen leben, die nur französisch, und dagegen 2.406.491, die nur vlämifch sprechen; 308.561 sprechen vlämisch und französisch zugleich. Jedenfalls ist daraus ersichtlich, daß die Vlamingeu die Mehrzahl im Lande bilden. Lokal- und Provinzial-Angelegenheiten. Lokal - Chronik. — (Bei der heutigen Verlosung der krainischen Grunde utlastungsobligatio-n en) wurden folgende Obligationen verlost: L 50 fl. 29, 323, 325; L 100 fl. Nr. 12, 46, 66, 146, 409, 482, 551, 695, 753, 772, 810, 826, 862, 979, 1258, 1504, 1520, 1644, 1779, 1845, 2043, 2276, 2521, 2723, 2727, 2814 und 2841; L 500 fl. Nr. 26, 145, 153, 185, 257 548, 671, 711, 715; L 1000 fl. Nr. 81, 124, 131, 460, 552, 854, 995, 996, 1005, 1186, 1224, 1226, 1324, 1360, 1479, 1501, 1527, 1753, 1760, 1767, 1796, 1855, 1863, 1967, 2020, 2051, 2066, 2113, 2280, 2299, 2397, 2415, 2510, 2550 und 2573; L 5000 fl. Nr. 203, 242, 388, 394, 581; lit. Nr. 1106 per 10.000 fl. und Nr. 1486 per 100 fl.; Nr. 437 per 5000 fl. mit dem Theilbetrage per 2550 fl. — (Die letzte M a rkusp rozessio n ,) bei der sich diesmal die Schüler der hiesigen Realschule und des Gimnasinms nicht betheiligten, gibt den sloveni-schen klerikalen Blättern zu lauten Weherufen Veranlassung. Vor allem bekreuzigt sich die scheinheilige „No-vice," aus höchst prosaischer Spekulation das rentable Geschäft des Anwaltes des in großer Gefahr schwebenden Glaubens betreibend, ob solcher Missethat uud ruft: „Auch dies ist eine Frucht der neuen Aera." „Da-nica" spricht von Beleidigung des katholischen Gefühles des ganzen Landes, und profezeit die totale Verödung der Hörfäle an den Mittelschulen, indem schon jetzt die krainischen Hochgebirgler (Zor^nei) über den antikatholischen Geist, der in den Schulen weht, die Köpfe schütteln, und ihre Jungen nicht mehr nach Laibach schicken wollen. Wir glauben, daß dieser modernen Pest, nach dem Wunsche jener beiden Blätter, bald abgeholsen werden könnte. Im Landesschnlrathe sitzen ja Dr. Bleiweis und Dr. Costa mit einer glaubensstarken prozessionssreundlichen Majorität. Da der Gegenstand alldort ohnehin zur definitiven Entscheidung kommen wird, so ist die Wiederaufnahme der Prozessionen gesichert, vielleicht steht sogar die Betheiligung der Schuljugend an der Florianiprozession, von der sie bisher verschont war, als fromme Errungenschaft der neuesten Aera in Aussicht. Doch würden wir jenen Männern zu bedenken geben, daß schon vor mehr als einem Dezennium ein national gesinnter Geistliche in der Untersteiermark, ein Mann, dessen katholischen Eifer Niemand bezweifelte, der zudem noch Bischof war, in seiner Diözese den Prozesiionszwang der Gimnasialjugend bei den Umzügen am Markuslage und in den Bittagen abgeschafft hat, weil er die Ueberzeugung gewonnen hatte, daß diese erzwungene Assistenz die Andacht der wirklich frommen Bittgänger durchaus nicht förderte, sondern meist nur Aergerniß erregte. Dieser Mann war Bischof Slomschek, und doch wurde er deshalb von Niemandem der in Slovenien streng verpönten Freisinnigkeit verdächtiget, noch haben die Pacherer Bauern, deren Söhne das Gimnasium in Cilli besuchen, dazu die Köpfe geschüttelt oder ihren Kindern gar den Schulbesuch verwehrt. (Der gestrige Schneefall) bescheerte einen großen Theil von Krain wider mit einer frischen Schneedecke. Die Karsthöhen sind heute frisch eingeschneit. In Unterkrain, z. B. in Rudolfswerth, fiel der Schnee einen Schuh hoch. Auf den höheren Bergen, wo der Winterschnee noch gar nicht weggeschmolzen war, ist eine bedeutende frische Ladung hinzugekommen. Aus Jnnerkrain wird uns gemeldet, daß noch in den Ostertagen auf den Höhen um Schwarzenberg Schnee fast drei Schuh hoch, ja in der wegen der langen Winterdauer berüchtigten Gegend von Vojsko noch klafterhoch lagerte. Selbst der benachbarte Krim-berg, an dessen Gehängen der Buchengrün sich bereits zu entwickeln begann, hat während des ganzen Monates April seine weiße Schneemütze nicht abgelegt. — (Der krainische Gartenbauverein) hat zur Anstellung von Kulturversuchen mit verschiedenen Gemüsesorten bei der bewährten Firma Bilmo-rain in Paris eine Partie Sämereien bestellt, und es steht demselben ein größeres Sortiment der daraus gezogenen Pflanzen, insoweit es zu den gedachten Versuchen nicht benöthiget wird, zur unentgeltlichen Verkeilung unter die Vereinsmitglieder zur Verfügung. Liebhaber des Gemüsebaues, welche die weitere Kultur dieser Pflanzen übernehmen wollen, werden eingeladen, sich diesfalls an den Vereinsgärtner Hermacora in dem ehemals Velasti'schen Garten zu wenden. Dem VereinSausschusse werden Mittheilungen über die bei der weiteren Kultur anzustellenden Beobachtungen sehr willkommen sein. — (Eine Obst- und G em üs e a nSstel-lnng) wird vom krainischen Gartenbanverein im heurigen Herbst, und zwar in den ersten Tagen des Monates Oktober in Laibach veranstaltet werden, womit zugleich eine Preisvertheilnng in Silbergeld verbunden sein soll. Der Verein wird sich an den Preisen mit einer namhaften Summe betheiligen, und es sind von einzelnen Gartenbaufrennden bereits mehrere Pri-vatpreife zugesichert worden. Die näheren Bestimmungen der Preisbewerbung werden in einem demnächst zu veröffentlichenden Programme bekannt gegeben werden. — (Ein großer Kunstgenuß) steht uns nächste Woche schon bevor, indem die beiden Fräulein Eber hart im Theater ein Konzert zu veranstalten gedenken. Frl. Klementine Eberhart, den Mitgliedern der filharm. Gesellschaft als tüchtige Sängerin vorteilhaft bekannt, hat sich in Wien bekanntlich ans-gebildet, ist dann am Theater in Linz als Primadonna in Engagement getreten und hat sich daselbst vom ersten Tage ihres Auflretens zum „Liebling des Publikums" emporgeschwungen. Die Linzer Theaterberichte wissen nicht Lobes genug für die talentirte Sängerin aufzubringen, welche mit ihrer Schwester zugleich abermals sUr die Linzer Bühne gewonnen wurde. Bei der großen Beliebtheit, der sich Frl. Klementine Eberhart in Laibach erfreute, und bei dem großen Interesse, mit dem wir ihre Kunstlaufbahn verfolgten, wissen wir sicher, daß jeder Verehrer ihrer Kunst die Gelegenheit willkommen heißen wird, die Fortschritte des Fräuleins bewundern zu können. Auch Fräulein Zäzilie Eberhart, welche in Linz mehrmals mit Glück auf der Bühne sich versuchte, hat sich weiter ausgebildet und wir sind sehr gespannt, die seltene Stimme des noch sehr jungen Fräuleins wieder hören zu können. Nachdem das Konzert die Sängerinnen in den interessantesten Gesangsnummern uns vorführt, und außerdem von den ersten musikalischen Kräften der Stadt unterstützt wird, so erwarten wir einen genußreichen Abend und hoffen, ein volles Haus werde die in unsere Mauern zurückgekehrlen Sängerinnen willkommen heißen. — (Beitrag für die freiwillige Feuerwehr.) Vom Herrn Adolf Gaudia 3 fl. — (Ein großer Wäschediebstahl) wurde heute Nacht aus der Wäschekammer des Zivilspitals vollbracht. Es ist dies bereits der dritte Einbruchdiebstahl in kurzer Zeit. Die mit den Lokalitäten jedenfalls sehr vertrauten Diebe sind über die Gartenmauer eingestiegen und haben das Gitter des Fensters der Wäschekammer ausgebrochen. Bis jetzt sind 40 Leintücher als fehlend konstatirt. — (A g iozus chla g.) Im Monate Mai 1870 wird der Agioznfchlag zu den hievon betroffenen Gebühren jener Bahnanstalten, welche zur Einhebung eines Agiozuschlages berechtigt sind und von diesem Rechte Gebrauch machen, mit 20 Perzent berechnet. — — (Die Grazer Schneidergesellen) haben Strike gemacht, da die Meister ihre Forderungen nicht erfüllen wollten. In Wien striken die Hutmachergesellen. Für die arme Witwe sind eingegangen: Von „Damen Laibachs" der Überschuß einer zu künstlerischen Zwecken veranstalteten Sammlung mit 12 fl. 30 kr. — Vom Herrn A. V. 1 fl. Aus dem Bereinsleben. In der gcftriaen Monatsversammlung des Musealvereines leitete Berghauptmann Trinker seinen Bortrag über Magiletabweichuiigeu und die hierüber im kraiui-scheu Bergbaue gemachten Beobachtungen mit der Vorweisung der bei den Bergbanen altherkömmlichen Meßiustru mente, des Gradbogens, Häng- und Zulegzeuges ein, nnd nachdem das Wesen der magnetischen Deklination, die gro ßeu Veränderungen in derselben und die praktischen Nach theile, die aus der Vernachlässigung selbst kleinerer Dekliua-tionsdifserenzen entstehen können, in besonders gewählten Beispielen erörtert worden waren, ging der Vortragende ans die Mittel über, welche zur Vermeidung derartiger Fehler von verschiedenen Fachmännern in Vorschlag gebracht wurden. Er verweilte etwas länger bei dein Antrage des Bergkommissärs Gleich bezüglich umsichtiger Benutzung der De-kliuatioiisbeobachtuugeu benachbarter Sternwarten für die Zwecke markscheiderscher Vermessung, sprach sich für den wissenschaftlichen Vortheil solcher Beobachtungen auS, befürwortete aber in Berücksichtigung der individuellen, vom Instrumente abhängigen, nnd lokalen Abweichungen die größtmögliche Verbreitung von selbständigen, an Ort und Stelle zu machenden Beobachtungen, wie dies bei vielen größeren Montanwerken, nnd so auch in Krain bei der k k. Bergdirektion in Jdria und bei der Gewerkschaft am Savestrom in löblicher Weise bereits geschieht. An beiden Orten wurde ein namhaftes Rückgehen der westlichen Deklination bemerkt, welche für Jdria seit 1843 , dem Jahre der Feststellung eines Ortsmeridianes, nicht weniger als 3'/, Grad, für Sagor seit 1847 aber 2 Grad 66 Minuten beträgt. Die gegenwärtige westliche Maguetabweichung am erstgenannten Beobachtungsorte stellt sich auf 117, Grad, nachdem bei Beginn der Beobachtung dieselbe noch auf 15 Grad stand. Schließlich wurde uoch hervorgehoben, daß von Seite der Montanbehörde man bemüht ist, auch bei anderen lrai-nischen Bergbanen mindestens fixe Normal- oder Observa-tionslinien, wie in Sagor, herzustellen, was mit geringen Kosten verbunden, und von jedem ausgeführt werden kann, der mit dem Kompaß umzugehe» weiß. Wegeu ihrer Lage als besonders geeignet hierzu wurden außer den bereits genannten zwei Bergwerken noch Gradaz, Sava oder Janer-burg bezeichnet, wo dann nur erübrigen würde, daß im Mittelpunkte Laibach zu einer Art Observatorium erhoben würde, wozu durch die Herstellung einer fixen Mittagslinie innerhalb der Räumlichkeiten des Lycealgebändes, weil die berghauptmannschastlichen Lokalitäten dazu sich uicht eignen, der Anfang gemacht werden könnte. Das Vereinsmitglied I. Stussin er hatte sich die kleine Koleopterensamilie der Pselafiden zum Gegenstände seiner Besprechung gewählt. Nachdem er die Literatur der Pselafiden (besonders Dr. Reichenbach's, Denny's und C. Au-ber's Monografien aus den Jahren 1817, 1825 und 1833) erwähnt, und diese artenarme, in Kram jedoch sehr reich vertretene Familie im allgemeinen charakterisirt, deren Vorkommen und Lebensweise eingehender geschildert, theilte er auch einiges über den Fang derselben mit. Dunkle, feuchte Orte sind der Lieblingsaufenthalt der Pselafiden; daher ist das Aussieben des feuchten Laubes und ber Humuserde sowohl der Wälder, als auch der Vorderräume unserer Kalkhöhlen, und La einige Arten Mirmekofilen (Amei-sengäste) sind, das Aussieben der Ameisenhaufen vorzugsweise im Frühjahr sehr zu empfehlen. Der Vortragende hat bereits in Krain über 30 Spezies, vorzüglich der Genera Lrznxis, L^tkiuu8, Littrisus, Luplsctu«, ksölüxüus, Irimium, I^ekus nnd LlLcI>übi'it«8 aufgefunden. Jnsbesonders ist des letztgenannte Genus für den Krainer Entomologen von einem besonderen Interesse, da das Vorkommen seiner beider Arien — Naeü. spslseus Niller und Llaeii, subterrkmsus Uotusckulsk)' — auf die Kraiuerhöhlen ausschließlich sich beschränkt. ULekaeritW spslLeus wurde von Ferdinand Schmidt im Jahre 1854 in der Strugerhöhle in einem einzigen Exemplare entdeckt, und von Miller in dem V. Bande der Verhandlung des zoologisch-botanischen Vereines Mß. 509 beschrieben und abgebildet, er galt bis vor kurzem als Uuikum. Trotz der eifrigsten Nachforschungen konnte inan bis nun zu keinem zweiten Exemplar dieses interessanten augenlosen Pselafiden gelangen, alle angeblichen Fnnde erwiesen sich als eine Verwechselung mit jenem anderen Pselafiden, obwohl U. sxölLLns durch das große, behaarte, messerförmig gebogene Endmaxillarpalpeuglied auf Len ersten Blick leicht und sicher zu erkennen ist. Im Herbste des Jahres 1868 gelang es dem Vortragenden, ein zweites Exemplar im tiefsten Innern einer Gottscheer Höhle zu erhaschen, welches, nebst seinen nächsten Verwandten, dem ULebs,erites ^ub-terr-iueus mit einer Suite der bisher in Krain aufgefundenen Pselafideuarteu demoustriri wurde. ! Kustos Deschmaun wies ein sehr gelungen ausge-stopstes weibliches Exemplar des Schlangenadlers (Oireaötos Milieu« 6m.) vor, dasselbe wurde den 13. April l. I. bei Freudenthal erlegt und von Herrn Viktor Galle an das Museum eiugeseudet. Der Vogel schien aus dem Frühjahrszuge aus den wärmeren südlichen Gegenden zu seinem alten Horste in der Frendenthaler Waldung eben zurllckgekehrt -u sein, er hatte bereits ein ziemlich entwickeltes, befruchtetes Ei, der Magen war leer; in den Eingeweide» fand sich eine große Menge von Bandwürmer», der Art l'aemu xörlatL angehörig, nebst einigen großen Spulwürmern vor. Der Vortragende besprach sodann, mit Bezugnahme ans eine vom österreichischen Ornithologen Jnlius F iuge r in den Mittheilungen des zoologisch botanischen Vereines gelieferte Abhandlung, die Naturgeschichte dieses merkwürdigen Vogels, dessen Nahrung ausschließlich in Schlangen und Amfibien besteht; er gehört zn den seltensten Adlerarten Oesterreichs, iu Kraiu scheint er häufiger als anderwärts anfzntreten. Die Vertilgung des Vogels ist wegen seiner Nützlichkeit nicht zn billigen, werden jedoch Exemplare erlegt, so sollen sie nicht dem Verderben preis-gegeben, sondern als sehr geschätzte Akquisitionen für Vogel-saminluugen erhalten bleiben. 1 Weiters zeigte Kustos Deschmann eine für die Flora Krains neue Petasitesart, deren Standort die wildromantische Felsschlucht Pekel binter Franzdorf ist, wo auch die schöne krimula cirriiioliea, die iu blühenden Exemplaren vorgewiesen wurde, vorkömmt. Nach einer brieflichen Mittheilung des berülnuteu Botanikers Hofrath Mutius vou Tomasiui in Triest gehört jene Pflanze zur Art ketii-sit68 spurius Rets., die bisher uur aus Norddeutschland, Rußland und andercn nordischen Gegenden bekannt geworden ist. Im frischen Zustande besitzt' sie eineu äußerst lieblichen nnd starken Vanillednst, sie stebt der Mräv8mi!i kraxi-ims, einer süditalienischen Petasitesart, zunächst und es wäre ihre Kultur iu den Gärten wegen des angenehmen Geruches sehr empsehleuswerth. Schließlich wurde eine Sammlung schweizerischer Psahl-bauteureste ans Robenhausen, die das Landesmuseum von dem bekannter! Sammler Messikomer iu Wetzikon, Kanton Zürich, angekanft hatte, vorgewiesen. Die Steinbeile sind aus Serpentin, einzelne Geräthschaften und Waffe» aus Hirschhorn und Knochen gearbeitet; eine steinerne Kugel zum Kornquetschen stellt die primitivste Form einer Hand-mühle dar, die verkohlten Reste verschiedener Getreidearten, Aepsel, ja sogar Brotsragmente deuten auf ein Volk, das bereits den Ackerbau betrieb; auch die Benützung des Leines war den Bewohnern der Psahlbanten nicht unbekannt, wie dies aus den verkohlten Geweben nud Fischnetzresten aus Garu ersichtlich ist. Znm Schlüsse wnrde vom Musealkustos der Wunsch ausgesprochen, daß Liese Requisition des Museums die Nachforschung nach ähnlichen Gegenständen im Laibacher Moraste anregen möge. Der vor mehreren Jahren in der Nähe von Moosthal durch Herr» Bahnamtsverwal-ter Guruig gemachte Fund räthselhafier Instrumente aus Hirschhorn rechtfertiget die Vermuthuug, Laß die Torfschichte des Laibacher Moores uoch mehrere Reste aus der Pfahl-bautenzeit berge. Als neue Mitglieder sind dem Musealvereine beigetreten: Herr Gustav Koscheuini, k. k. Obertelegrafist, Herr Anton Leitner, Pens. k. k Bezirkskommissär, Herr Julius Pogatschnigg, Werksdirxktpr in Skosje. Witterung. Laibach, 30. April. Gestern reichlicher Schneefall in den höher gelegnen Gegenden, die Berge tief herab beschneit. In der Ebene starke Regengüsse. Heute trüber Tag, Regenwolken aus OSO-ziehend. Wärme: Morgens 6 Uhr 2.1° R., Nachmittags 2 Ubr->-8.6° (1869-^-15.1°, 1868-j- l7.7") Barometer 324.64"' im steigen. Das gestrige Tagesmittel der Wärme -s- 2.6", um 6 2" unter dem Normale. Der Niederschlag erreicht 10.40"'. Vom morgigen Tage, k. Mai (Filippns und Jakobus), gilt der Bauernspruch: Wenn es am 1. Mai regnet, gibt es Eicheln in Fülle. Wenn am I. Mai Reif fällt, so ist ein fruchtbares Jahr zu hoffen. Angekommene Fremde. Am 29. April. Wittgenstein, Kaufmann, Wien. — Fermendy, Kaufmann, Wien. — Biedermann, k. k. Lieutenant, Cattaro. — Sonnenberg, Kaufmann, Czakathnrn. — Balenovii, Kaufmann, Agram — Janejii, Triest. — Bla», Kaufmann, Kanifcha. — Müller, Kaufmann, Wien. — Fischer, Krainbnrg Hot«I Lang, Geschäfts-Reisender, Straßburg. — Gruber, Geschäfts-Reisender, Marburg. — Powo-rowiky, Krainblirg. — Kohlbert, Krainburg. — Nigris, Handelsmann, Triest. — Jaklitsch, Kaufmaun, Wien. — Majer, Kaufmann, Wien. — Dr. Spazzapa», k k. Notar, Wippach. — Baron Littrow, k. k. Fregatten - Kapitän, Fiume. — Frau Lambach, k. k. Majors - Gattin, Graz. Telegrafischer Wechselkurs vom 30. April. 5perz. Rente österr. Papier 60.55. — 5perz. Rente österr. Silber 69.70. — 1860er Staatsanlehen 95.90. — Laukaktien 710. — Kreditaktien 252.80. - London 123 65. - Silber 120.85. — K. k. Dukaten 5.86. Eingcsciidct. Allen Leidenden Gesundheit durch die delikate Röva-lesoisrö äu Lg>rrx, welche ohne Anwendung von Medizin und ohne Kosten die nachfolgenden Krankheiten heilt: Magen-, Nerven-, Brust-, Lungen-, Leber-, Drüsen-, Schleimhaut-, Athem-, Blasen- und Nierenleiden, Tuberkulose, Schwindsucht, Asthma, Husten, Unverdanlich-keit, Verstopfung, Diarrhöen, Schlaflosigkeit, Schwäche, Hämorrhoiden, Wassersucht, Fieber, Schwindel, Blut-aufsteigen, Ohrenbrausen, Uebelkeit und Erbrechen selbst während der Schwangerschaft, Diabetes, Melancholie, Abmagerung, Rheumatismus, Gicht, Bleichsucht. — 72.000 Kuren, die aller Medizin widerstanden, worunter ein Zeugniß Sr. Heiligkeit des Papstes, des Hofmarschalls Grafen Plnskow, der Marquise de Brshan. — Nahrhafter als Fleisch, erspart die Rsvalksolörg bei Erwachsenen und Kindern 50 mal ihren Preis in Arzneien. Neustadl, Ungarn. So oft ick meine innigsten Dankgebete zum allgütigen Schöpfer nnd Erhalter aller Dinge sende für die unberechenbaren Wohlthaten, welche er uns durch die heilsam wirkenden Kräfte der Naturerzeugnisse angedeihen läßt, gedenke ick Ihrer. Seit mehreren Jahren schon konnte ich mich keiner vollständigen Gesundheit erfreuen: meine Verdauung war stets gestört, ich hatte mit Mageniibeln und Verschleimung zu kämpfen. Bon diesen Nebeln bin ich nun seit dem vierzehntägigen Genuß der Leva-leseitzre befreit und kann meinen Berufsgeschäften ungestört nachgehen. I. L. Sterner, Lehrer an der Volksschule. In Blechbüchsen von Pfd. fl. 1.50, 1 Pfd. fl. 2.50, 2 Pfd. fl. 4.50, 5 Pfd. fl. 10, 12 Pfd. fl. 20, 24 Pfd. fl. 36. — Ii6VLl68llivro Olioeolatkö in Tabletten für 12 Tassen fl. 1.50, für 24 Tassen fl. 2.50, für 48 Taffen fl. 4.50, in Pulver für 12 Taffen fl. 1.50, 24 Taffen fl. 2.50, 48 Taffen 4.50, für 120 Taffen fl. 10, 288 Tassen fl. 20, 576 Taffen fl. 36. — Zu beziehen durch Barry du Barry L Co. in Wien, Goldschmiedgaffe 8; in Laibach bei Ed. Mahr, Parfumeur; in Pest Török; in Prag I. Fürst; in Preßburg Pisztory; in Klagcnfurt P. Birnbacher; in Linz Haselmayer; in Bozen Lazzari; in Brünn Franz Eder; in Graz Oberranzmeyer, Grablowitz; in Lemberg Rottender; in KlaufenburgKronstädter, und gegen Postnachnahme. Wiener Börse vom 29. April. Geld Ware 60.35" 6,1.45 69.75 69.85 89.75 90 — 93.50 94.- Verstorbene. Den 29. April. Anna Kovacic, Inwohnerin, alt 61 Jahre, in der Stadt Nr. 25,7 an der Brustwaffersucht. SlLLtstonäa. Sperc. österr. Wäbr. . dto. Rente, öft.Pav. dto. dto. öst.inSilb. dose von 1854 . . . o.-,. «o — Lose von 1860, ganze 95.50 95.70 Lose von 1860, Fünft. 105.75 Ui6. Prämiensch. v. 1864 . 117.—>117.25 ttrunäontl.-Odl. Steiermark zu5pCt. Kärnten, Kram u. Küstenland 5 „ Ungarn . . zu5 „ Kroat. n. Slav. 5 „ Siebenbürg. „ 5 „ -tationalbank . . . Kreditanstalt . - . N. ö. EScompte-Ges. Anglo-österr. Bank . Oest. Bodencred.-A. . Oeft Hvvotli.-Bank . Steier. Eöcomvt.-Bk. Lkais. Ferd.-Nordb. . Südbabn-GesellsL. . Kais. Elisadetb-Bahn. Sarl-Ludwig-Lahn Siebenb. Eisenbahn . Kais. Franz-Joseföd.. Hünfk.-Barci'er E.-B. Klföld-Fium. Bahn Nation. ö.W. verloSd. llng. Bod.-Creditanft. Allg.ött.Bod.-Credit, dto. in 33I.rückz. . , 86.—^ 94.— 79.L5 79.75 83.5» 84.— 75.50 76.— ! ! 7W.—!?is.-'-48.20 '^18.80 855.— 800.— L95.—>96.— 375.— 380.— 245.— L50.— LL28 r!23<> 195.30 195.50 195.— 195.50 L?L9.—,L30.-167.50 168.— 186.— 186.50 173.— 174.-169.75 170.25 93.S5 93.50 90.75 91.-107.25 107.75 90.25 90.50 Oest. Hypoth.-Bank . Südb.-Ges. zu 500 Fr. dto. BonS6pCt. Nordb. (100 fl. CM.) Sieb.-B.(200 fl. ö.W.) r»udolfsb/300fl.ö.W.) Franz-Jos. (200 fl.S.) I^oss. Credit 100 fl. ö. W. . Don.-Dampfsch.-tAes. zu 100 fl. CM. . . Triester 100 fl. CM. . dto. 50 fl. ö.W. . Ofener . 40 fl. ö.W. Salm . „ 40 „ Palffy . „ 40 „ Clarv . „ 40 „ St. GenviS „ 40 „ Windischqrätz 20 ^ Waldftem . 20 „ Keglevich . 10 „ Rudolfsftift. 10 ö.W. ^voksoL (3 Mon.) Augsb. 100 st. südd.W. Franks. 100 fl. „ London 10 Pf. Sterl. Pariü IW Francs . VLüvrv». Kais. Münz-Ducaten. 20-FrancSflürk . . . Vereinet daler . . . Silber . . Geld Ware 98.— 99.— 116.25 245.50 93.25 90.75 93.— 95.60 116.75 246.— 93.75 91.20 93.50 96.— 158.25 153 50 99.— 127.— 61.— 33.50 40 3c».50 36.— 29.50 20.50 22.— 17.50 102.80 103.— 123.50 49.10 5.86 9.88 1.81 120.75 100.- 129.- 63.- 34.50 41.-31.— 37.— 30.50 21.— 22.50 18.50 103.— 103.25 123 85 49.15 5.87 9.88» 1.82Z 121.— Beim Gefertigten: Niederlage von /^Ifsnicls-Lilbsi'xvagi-sn der berühmten ttllt'Vieiit' (Goldschmiedarbeit) 6kri8ioslö L Lomp. in Paei8 unä Xklrl8ruiiö, preisgekrönt bei den verschiedenen Industrie-Ausstellungen mit 10 Medaillen und mit 21 Diplomen ausgezeichnet. Dieselben bestehen in Eß- und Dessert-Bestecken, Suppen- und Rahm-Schöpfern, Kaffeelöffeln, Leuchtern rc., zu Fabrikspreisen. Dieses Fabrikat ist für jeden Haushalt, Hotels nnd Cafes höchst praktisch, da cs dem echten Silber nahe kommt nnd durch Eleganz, reellen Werth und Dauerhaftigkeit alle ähnlichen Erzeugnisse übertrifft. (172—3) Preiskonrante zur gefälligen Einsicht. Marktbericht. Laibach, 30. April. Auf dem heutigen Markte sind erschienen: 5 Wagen mit Getreide, 25 Wagen und 2 Sänfse (10 Klafter) mit Holz. Vurchschnitls-Prcisc. Mtt.- 'Mg,.- "M'kl^ Mgz'- fl. i kr. fl- kr. fl- kr. fl. !kr. Weizen Pr. Mtz. 5 30 6 5 Butter, Pfmrd — 50 — — Korn „ 3 30 4 — Eier Pr. L>tück l! — — Gerste „ 3 3 20 Milch pr. Maß — 10 — — Hafer 2 50 2 42 Rindfleisch, Pfd. — 23 — — Halbfrucht „ — 4 32 Kalbfleisch „ 23 — — Heiden „ 3 — 3 34 Schweinefleisch „ 24 — — Hirse „ 3 30 3 32 Schöpsenfleisch „ 18 — — Kukurutz „ — — 3 80 Hähndel pr. St. dO — — Erdäpfel „ 2 20 — — Tauben „ 1t) — — Linsen „ 6 — — — Heu pr. Zentner 1 20 — — Erbsen „ 5 5>0 — — Stroh „ W — — Fisolen 5 — — — Holz, har,, Klstr, — 6 50 Rindschmalz,Pfd. — 58 — — — weich „ — — — Schweineschm. „ — 41 — — Wein, ro.her, pr. Speck, frifch „ — 32 — — Eimer — 9 — — geräuch. „ — 42 — — — weißer, „ — — 10 — Gedenktafel über die am 2. Mai 1870 stattfindenden Lizitationen. 1. Feilb. des Friedr. Wilcher'schen Gutes Steinbera, 37.798 fl., Landesgericht Laibach. — 3. Feilb., Stopar'sche Real., Seebach, 2520 fl 70 kr,, BG. Krainburg. — Ist-Feilb., DiHelan'sche Real., Suhadol, 825 fl.; Bobic'sche Real., Praprece, 2606 fl.; Hraval'sche Real , Hudu, 369 fl.; Hribar'sche Real., Karndorf, 766 fl.; Gimpel'sche Realität, Oberschnschitz; Malluer'sche Real., Hasenberg, 300 fl.; Buker-sche Real., Dols, 430 fl.; Wanic'sche Real., Berh, 1000 fl.; Umek'sche Real., Großscheronz, 700 fl.; Brudar'sche Realität. Pechdorf, 185 fl.; BG. Rudolfswertb. — 2. Feilb., Debe-lak'sche Real., Neumarktl, BG. Neumarktl. Die Lnirih'sche Wlildwoll-Mchtwatte, das Oel, die Unterkleider, besonders aber das Extrakt zur Selbstbereitung der so überaus heilsamen (149 —1) Kiesernadel-Biider werden alleu au Mcht und Mcniiiatisnius Leidende» hierdurch wiederholt angelegentlich empfohlen. DW^Der Alleinverkauf für Laibach befindet sich bei Änempfehlung. In Spezerei-Handlung am Hauptplatz Nr. 262 sind frisch angelangt: Vrarer Sokiaken, Linixen, LLiserLeiscli, LuLimsi-Lssik-lrurlrsQ, russisede Larrt nea u. Lavier, Senf, OorxomolL-, Himueii-tLaler- und Kroger-, I»i-iws«rn-, yuargel- und doUänclisoder Läse, IVl^roiri, vLttelr», OrLa^ea, I-imonik», ULselaüsss, alle Sorten von R.ei8, Lpeiss- und Lrsiuiöle, FLurglkL-I-ic^usure, IrolläQclisclLe ULi-inge, ^.alüsclis, SLrüeUeii, in- uud ausländische OiiLwpLANsi' und vossert-^Vvine; «ctlt krLQ2Ü8. I-ULsrLer-Llee- und uebst allen übrigen Artikeln in tadelloser Auswahl zu billigsten Preisen, und wird um geneigten Zuspruch höflichst gebeten. (135—5) Lngl3nl!ei''8 (166-5) jahnarzttiches Atelier ist von 9 bis 12 und 3 bis 5 Uhr offen. Die Eröffnung des «>«-»- W»i-,,In gelegenen FINIIII» - findet Heuer wie gewöhnlich am >. statt. Um zahlreichen Besuch bittet (169—3) .-«»«vKiiv Lialiovki. Dis Ltzit viölvQ dssttzdtznäö s'üellki'Iage clsr k. L. erstell (100-9) -1" akrik äes I I « l)s1(rmi>t äurod idr von vkledöiu die; krsiss nöuöräiu^s bsäkutkoä Iisr-sind, dküuäöt sied voeli iiumsr dvi Liiukei Xli I>L8 uock vorrrltliixe dostsdeiul in livineli- nnä 1jg.uw-voll-'lLß- Ullä I^LLlitliewäeii, I^oinsii- unä LLumvvoll-Viriuellli08eo, gestrickten 2virn8trümi>feo, virä üu de-(leuteoä deralixeset^ten kreisen xLnrlicü Lus verkauft. I Epileptische Krämpfe (Fallsucht) (16-84) heilt brieflich der Lpczialarzt für Epilepsie Doktor «». Kllli-»«.'!» i» Berlin, jetzt: Louisenstraße 45. — Bereits überHundert geheilt. Zur I licvsrstehkn-en Dausaison! Feinsten englischen spieqelhell und gut deckend, osserirt billigst (jedoch nicht unter 50 Pfd.) 7ok. HartNiLM tzl, (114-12) in Laibach, Wienerstraße im Grumnig'schen Hause IVI0U886 - kiei'pipen von (27—8) Anton Wiesner in Wien sind stets vorräthig und zum AabrikSprriS zu haben bei 8ama88a 111 I^aidaoli. 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