Nr. 144. Montag, 28. Juni 1909. l^tt. Jahrgang. Mbachm Zeitung Pr<0 l,, nrüficrs prr Zsilc 12 l>i bri ö«crs>, WisdsrlMüM» pri' )^i!r 8 l,. < , Tic «i/nibnckrr ^riümn» rrschrin» läglich, mil VNiiullliml t>er Lonn- imb ^fisvwns, Tir Ädminiftrotion bssint>s» sick Milll^ioNlake ?>r 20: die Mcdaltion ?^illl)ii»'s!rni!r ^'ri! drr ^sdnliil», vo>, ^ l>,t io Uhi Telephon-Nr. der Redaktion 52. Amtlicher Heil. Seine l. und k. Apostolische Majestät geruhten allergnädigst das ilachstehende Allerhöchste Handschreiben zu erlassen: Lieber General der Infanterie Freiherr von F c j <^ r v i» r y! An einem in der Geschichte ^l'^„^ Heeres besoilders dellkioürdigeil Tage begehen Tie das 50-jährigc Iubilänin als Ritter des Militär-Maria Thcresien-Ordens, welchen Sie in jungen Jahren durch glänzende Leistuilgcn auf dein Gcfechtsfelde voil Sail Martiilo errlingeil haben. So ehrenvoll Sie Ihre militärische Laufbahn begonnen haben, so verdienstreich ist sie durch ein halbes Jahrhundert geblieben, würdig des Ordens, der nur Auserlesenste zu seinen Mitglicderu erhebt. Muß Sie der Rückblick auf Ihre militärische Vergangenheit mit stolzer Freude erfüllen, so ist es Mir — als dem Großmeister des Ordens und im Sinne seiner glorreichen erhabenen Tlifterin — eine liebe Pflicht, Ihnen einen neuerlichen Beweis dankvollster Anerkennung zu geben, indem Ich Ihnen die Brillanten zum Ritterkreuze des Mililär-Maria Theresien-Ordens verleihe. Möge dieser seltene Schmuck noch durch lange Jahre vollster Rüstigkeit Sie zieren und Ihnen Meine dauernde Gewogenheit ebenso versinnlichen, wie die verehrungsvollen Gefühle Meiner Wehrmacht, welcher Ihre ritterliche Tapferkeit vorbildlich bleibt. Wien, am 23. Juni N)W. Franz Joseph m. i». Seine t. und t. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 22. Juni d. I. den mit dem Titel eines Regierungsrates bekleideten Friedrich Freihcrrn von Wcichs-Glon in Trieft zum Ministerialrate <-xri'n «ti»i>n>> im Handelsministerium allergnädigst zu ernennen geruht. W eiskir ch n e r m.,,. Seine l. und k. Apostolische Majestä: haben mit Allerhöchster Entschließung vom 21. Iuui d. I. dem Amtsdiener des Preisgerichtes in Rudolfswerl Eduard Schmidt aus Anlaß der von ihm erbetenen Versetzung in den dauernden Ruhestand das Silberne Verdienstkreuz allergnädigst zu verleihen geruht. Nach dein Amtsblatte zur «Wimrr Zeitung» vom 25. Juni 1999 (Nr. 14!!) wlirdr die Wcitervcrbrcitnua. folgender Preß-crzriigiiisse vrriiotrn: Nr. 24 cutscher Mahnruf, uom 12. Vrachmonbs Juni) IM». Nr. 13 (396) ml> <,,li<-I< nl5<',-). Ein Schiff ist in Gefahr! Es folgt das Rufzeichen „^ V .X". Dieses sagt mir: Es ist die „Slavonia" der Eunard-Linie! Die „Tlavouia" lief mit der „Vatavia" am ';. Juni von Ncwyork aus. Bis zum 5. Iuui hallen wir Verbindung. Da die „Slavonia" etwa drei bis vier knoten schneller lief, war am l>. Juni die Verbiudung nmcrbrochen. Um so mehr frappierte es mich, Zeichen von der „Slavonia" zu bekommen. Ich antwortete und „Slavonia" teilte mir mil, daß sie in Gefahr sei! „vv»5 ill'C «»xlx^I't' UN uoul,1> i^Ioi^l-l lOllv« !'<>!!i<' toi- i,!><«l«iui!<'<'." Ich lief zum Kapitän El. Ruß, der fofort den Kurs des Schiffes auf Flores richten ließ. Die „Slavonia" lief während der Nacht '/^! im dichten Nebel auf den Felsen auf. Die „Batavia" war beim Empfang des Nolzeichcns etwa 160 Seemeilen entfernt. Ich erhielt jetzt, 12 Uhr 30 Min. Schiffszeit, ein Telegramm für den Kapitän: „Ist die ,Batavia' bereit, die Passagiere der ,Slavonia' zu übernehmen? Kein Proviant." Autwort, der „Bataoia": „Wir können Ihre Passagiere nehmen. Entfernung uni Mittag IN Sm." Der Marconi-Offizier teilte mir jetzt mit, daß die Passagiere schon nach einem Dorfe an der Osttüste Flores, Lagens, gebracht wurden. Mittlerweile, um 12 Uhr, vermittelte ich sür die „Slavonia" an die „Prinzeß Irene", die mich hören tonnte, das Ersuchen, zur Hilfe zu kommen: die „Irene" war l,'<^ 3m. von Flores entfernt. Nährend des Nachmittage war ich in ständigem Verkehr mit der „Tlavonia" und der „Irene". Die „Slavonia" sagte jetzt: „Ich arbeite nur noch lllit Hilfsbattcrie. Maschinenraum ist unter Nasser." Es wurde verabredet, die Passagiere wegeu der schlechten Landungsverhällnisse bei La-gens erst bei Tagesanbruch zu übernehmen. Um 9 Uhr abends (Schiffszeit) kam die „Batavia" all. Zur Auffindung der Landungsstelle und zur Verständigung mit dein Land wurden Raketen und Signalseuer s1»l„^!i^1>t^» abgebrannt. Die „Irene" kam eine Stunde später. Der erste Ossi zier der „Batavia" lLewin) war mit einem Schiffs-boot nach dem Lande uuterwegs. Die „Irene" hielt dieses Boot für ein Lotsenboot und hielt darauf an. Um nicht überrannt zu werden, mußte Lewin anhalten. Jetzt merkte die „Irene", daß es ein „Batavia"-Boo: war, und ersuchte unseren ersten Offizier, doch auch ihren ersten Offizier mitzunehmen. Dem Wunsche wurde Folge geleistet. Es war beabsichtigt, die „Batavia" solle so viel Passagiere nehmen wie möglich, die „Irene" den Rest. ^'ln Land wurde dies geändert. Da die „Irene" ein besseres Aussehen hatte als die „Ba-tavin", bekam die „Irene" die Kajütenpassagicre und die „Balavia" die Zwischendeckel. Die „Irene" war mit der Übernahme der Passagiere um tt Uhr fertig und dampfte ostwärts. Die Übernahme der Zwischendeckspassagiere nahm etwas mehr Zeit in Anspruch, so daß die „Batavia" um 9 Uhr ostwärts dampfen konnte. Leider bekamen loir wie auch die „Irene" das Wrack nicht zu Gesicht, da dessen Position eine Meile südlich Westpoint war und La-gens, wie schon angedeutet, auf der entgegengesetzten, der südöstlichen Ecke der Insel liegt. Bei der Abreise der „Vatavia" erhielt ich von der „Slavonia" noch die Mitteilung: „Die Besatzung wird mittelst Leine gelandet, wir können hiei nicht länger verweilen." Rührende Szenen spielten sich beim Einbooten der Passagiere ab, die Mütter halten die Schrecken der Nacht noch nicht vergessen und hielten ihre Kinder in den Armen. Alle lobten die zuvorkommende Behandlung durch die Inselbewohner, die sich auch sehr stark am Reiiungswerk beteiligten und viele Menschen durch ihre Boote ans Land brachten. Aufopfernd betätigten sich Offiziere und Besatzung der „Batavia": wegen der am Eiland stehenden Tee und der Brandung war die Übernahme der Passagiere gefährlich zu nennen. Nach Aussage des Marconi-TelegraPhisten ist die „Slavonia" als total verloren zu betrachten. Die Ladung und der größte Teil des Gepäcks ist unter Wasser. Laibacher Zeitung Nr. 144, 1308 28. Juni 190i1. nächsten Tagen der Lcbensfaden abgeschnitten werden soll. Man ist, wohl mit Recht, auf eine starke Erregung, ja auf direkte Empörungsversuche der Bevölkerung gefaßt. Das Volk hängt eben mit einer Liede an dein Blatt, wie man dies in Europa nicht kennt. Da auch der Premierminister Ehrist ist (er ist Kopte) und alle diese odiosen Dekrete unterschreibeil muß, macht sich der Haß gegen die Christen allenthalben ill lauten Verwünschungen Luft. Politische Uebersicht. Laib ach, 26. Juni. Das Herrenhaus nahm am 25. d. M. den Ge-seiMtwurf, betreffend die Verhütuug und Bekämpfung übertragbarer Krankheiten, in zweiter und dritter Lesuug an, ebenso zwei Entschließungen, worin die Negierung aufgefordert wird, die Durchführung von Assanierungsmaßnahmen tatkräftigst zu unterstützeil und dein Ncichsrat in kürzester Zeit ein Gesetz über Schutzimpfung gegen Blattern vorzulegen. Sodann wurde das Gesetz, betreffend die Arbeitszeit und den Ladenschluß im Handelsgewerbe, in der von der Herrenhauslommission vorgeschlageilen Änderung zum Beschlusse erhoben. Hierauf wurde der Antrag auf Ausgestaltung de5 staatlichen Sanitätswesens angenommen und der Bericht der Spezialkommission über den Antrag Latour in Verhandlung gezogen, worin die Negierung aufgefordert wird, die Frage der Sanierung der Landesfinanzen einer gründlichen Erwägung zu unterziehen und die zu diesem Ziele führenden Vorschläge mit tunlichster Beschleunigung dem Ncichs-rate vorzulegen, Hiczu beantragte Freiherr von Ekene folgende Resolution: Die Negierung wird aufgefordert, bei der Sanierung der Lanocsfinan-zcn den Landtagen solche gesetzliche Maßnahmen vorzuschlagen, mit welchen der vom Staate mit Aufwand größerer finanzieller Opfer angestrebte Erfolg für die Lmidesfinanzwirtschaft in Hinkunft tatsächlich gesichert wird. Dr. EPPi n g e r trat für die Beteiligung des Staates an den Schullasten anläßlich der Sanierung der Landesfinanzen ein. Auch müßte eine Höchstzahl von Lehrerstellen in jedem Schulbezirke nut einem von vornehercin feststehenden staatlichen Zuschuß subventioniert werden. Der Konimissionsantrag wurde, nachdem noch Finanz-minister Nitter von Vilinski in die Debatte eingegriffen, nebst den Zusatzantrngen Eppinger und Ekenc angenommen. Wer das derzeitige Verhältnis der dalmatinischen Abgeordneten zum Eüdslavischen Nationalverband und zur Slavischen Union berichtet „Na-rodni List": Die Abg. Dr. Ivüevu', Viankini, Vu-kovi<- und Peri^ verlangten vom Nationalverband aus wichtigen von ihnen dargelegten Gründen, sich bei der Abstimmung über den Staatsvoranschlag absentieren zu dürfen, mit der Begründung, „dan das Budget auf die materiellen und kulturellen Interessen Dalmatiens in besonderer Weise Nücksicht nehme." Die Majorität des Nationalverbandes hat aber auf Antrag des Dr. ^uster^n' beschlosseil, die Zustimmung zu einer solchen Haltung der Dalmatiner nicht zu erteilen, weshalb die genannten vier Abgeordneteil schon am 17. Juni ihren Austritt anmeldeten, jedoch ihre Vereitwilligkeil kundgaben, als besondere Gruppe in der Slavischell Union zu verbleiben. Wie die Korrespondenz Wilhelm erfährt, entspricht die in den letzten Tagen verbreitete Mitteilung, daß Erzherzog Franz Ferdinand und Gemahlin in Karlsbad und Marienbad Aufenthalt nehmen werden, nicht den Tatsachen. Der „Icnigazetta" zufolge waren die fünf Millionen Pfund Abdul Hanlids bei einer deutschen Staatsbank deponiert. Hamid hatte sich voll Salo-nichi aus durch einen Vertrauensmann wegen der Behebung des Depots mit der Bank in Verbindung gesetzt. Die Bank verständigte davon die deutsche Negierung, die aus Gefälligkeit gegen die Ottomanen die Pforte benachrichtigte. Die Pforte hat wegen der Herausgabe des Geldes bereits Schritte unternommen. „Jenigazetta" befürwortet die Verwendung des Geldes für die Armee und die Marine. Nie „Savah" meldet, hat Abdnl Hamid außer der früher gegebenen Summe von 1,080.000 Pfund noch eine Million Pfund für das Salonichier und Adrianopelcr Korps freiwillig zur Verfügung gestellt, unter der Bedingung, daß für li0.000 Pfund die Villa Aladine getauft werde. Tagesneuigleiten. — sDer „cue Campanile.j Tie Venezianer leben in einer Art Freudenrausch. Der Wiederaufbau des Campanile geht so normal lind sl) rasch wie möglich von statten, nnd man selU schon heute die feierliche Ein» weihnng des schönen auferstandenen Glockenlnrmes ans den 25. April 1911, den Tag des Evangelisten Markus, fest. Der berühmte Tnrm hätte also am Horizont des venezianischen Himmels nicht allznlange gefehlt: Sein Einsturz erfolgte am >4. Juli 1902. Was sind nenn Jahre im Leben eines zehnmal hnnderl Jahre alten Monuments, das sieben» oder achtmal von Blitzschlägen getroffen wordeil ist, mehreren Erderschütternnaen Widerstand geleistet hat nnd nun nach einer uollstän-digen Vernichtung wie ein Phönix ans der Asche er» steht? Wie er gewesen ist, wird der Campanile wieder sein, es ist weder im ganzen noch im einzelnen auch nur die geringste Änderung vorgenommen worden; das Material ist dasselbe geblieben; die Breite ist dieselbe — dreizehn Meter, nnd die Höhe wird gleichfalls die alte bleiben, nennnnonennzig Meter fünfnndzwanzig Zentimeter! Man ist jettt bereits beim zweinndfüns-zigsten Meter. Zu banen ist jetzt der durchbrochene, mtt Arkaden versehene Teil, in welchem die Glocken nnter» gebracht sind, dann der riesige Sockel mit der Wandel» halle, von dem aus sich das pyramidenförmige Dach in die Höhe schwingt. Was die Loggella von Sansovino angeht, so wird sie gleichfalls ganz genau rekonstruiert werden. Gewisse Architektur' uno Sknlptnrstücke und die wunderbaren bronzenen Gitterstäbe, die die Tür der „Loggetta" bildeten, sind ganz unversehrt unter den Trümmern des Campanile gefunden worden. Man wird in ihren Nischen die scl)önen Vronzestalnen von Sansovino: Minerva, Merlnr, Apollo nnd den frieden wiedersehen nnd dazu anch die reizenden Flachreliefs der Attika: die Gerechligkeil, Neplnn nnd die Barm-Herzigkeit. Der Marlnsplcch wird also wieder ganz so aussehen wie früher. Die Venezianer sind, »oie gesagt, ganz glücklich darüber, daß sie ihren Tnrm wiedererhalten; von den übrigen Italienern nnd von den Anslän-dern, die für Venedig schwärmen, lann man allerdings nicht dasselbe sagen. Schon jeht, so meint Gabriel Monrey ,m „Figaro", gibi es sehr viele, die lel'hasl bedauern, das; man den Eampanile wieder anfgebanl Hal. Die Gebäude des Martnsplatzes, die Kirche selbst nnd der Dogenpalast kamen, nach ihrer Überzengnng, nie in so harmonischer, edler Weise znr Gellnng, wie während der Jahre, da der Eampanile fehlte. Es halten sich, sozusagen über Nacht, vom Marknsplal'. znm Dugenpalast nnd znr Piazzella ganz nene nnd prächtige Perspektiven gebildet, Ausblickes die nnn wieder dahin sind; lind dann war der Eampanile an sich nicht schön genng, nm die Ehre, die man ihm znleil werde» ließ, zn verdieneil. Diese gegnerischen Einwände verstnmmen aber leicht, wenn man nnr an oie nnvergleichliche Ans-sichl denkt, die sich vom Enmpanile wieder über Meer, Stadt und Land eröffnen wird. — Wne eigenartig!,' lehtwilliqe Verfnqnnqj Hai, wie man ans Kiel schreibt, der vor elf Jahren znge-Wanderle Adam Scheidt gelrossen, der sich als Hausierer ein kleines Vermögen von 2s!0<» Marl' erworben Hal, vor vierzehn Tagen erkrankte und alls dem Sterbebel! verfügte, daß ihn sünszig in den Kieler Herbergeil anwesende Handwerlsbnrschen zn Grabe geleilen möchten. Dafür sollte jeder eilt Mittagessen, ein Abendbrot, eine Cchlasmarle, sowie am nächsteil Morgen ein Kaffee-frühstück nnd eine Mark in Var erhalten. Kürzlich sand das Leichenbegängnis statt, bei dein fünfzig rei» sende Handwerlsbnrschen dem ehemaligen Kollegeil das letzle Geleile gaben. — sDaö .Konzert am Krankenbett.) Ein lobens» wertes Werk der Nächstenliebe betreiben seit einiger Zeit die Tamen der Brüsseler Gesellschaft. Die Damen tragen die Kunst in die Krantensäle der Spitäler, nnd sie haben Künstler von gnlem Nnfe für ihr Werk ge-Wonnen. Kürzlich fand wieder ein Konzert im Kranken» Hanse des heiligen Johannes statt. Die Patienten, die schon ihr Velt verlassen konnten, waren in den großen Operationssaal geladen worden. Da sah man ein wnn» derliches Auditorium, wie es wohl noch niemals einem Konzerte gelanscht Hal. Krüppel kamen ans Krücken heran, Schwindsüchtige nnd Herzschwäche, die sich nicht mehr auf den Füßen hallen konnten, wurden anf Trag» bahreil oder aus Nollbetten herausgebracht, ^n der Mille des Saales war das Podium für die Künstler aufgerichtet. Ein berühmter Geiger spielte, eine Opern» diva sang, ein Qnartett uereinigle sich, nnd die Zn» Hörer vergaffen für eine Stunde ihre. Schmerze». Viele halten nicht mehr die Kraft, mit den Händen Äeisall zn llalschen. Als das Konzerl im Operationssaale be» endet war, da harrte der Künstler noch eine andere Pflicht: In einsamen Kranlenslnbcn lagen Leidende, die nicht von ihrem Vette bewegt werden dnrften. Die Künstler begaben sich in die Krankenstuben. Der Gei» gcr setzte sich an das Vett, das vielleicht bald ein Todesbell sein sollte, nnd spielte. Die Primadonna tral zn Häupten des Kranken und sang ihm in seiue Schmer-zen eineii milden Trost. So gingen der Geiger nnd die Primadonna einen ganzen Nachmittag lang von einem Krankenbett znm anderen. Aus Eifersucht. Roman von Max Hoffmann. (Nachdruck ueiboten.) 1. Kapitel. In dem großen Zimmer, dessen dichtverhängte Fenster nach dein Vorgarten der Villa gingen, hörte man nur ab und zu die Seufzer des im Vett liegenden kranken alten Herrn. Jede der drei außerdem noch anwesenden Personell bemühte sich, die Stille des Krankenzimmers so wenig wie möglich zu störeil, uud es herrschte jene gedämpfte Stimmung, in der einer den anderen scheu anblickt, um ängstlich auf dessen Antlitz etwas Unaussprechliches zu lesen, voll Furcht, daß jeden Augenblick das Trübe. Schreckliche und doch Unabwendbare eintreten könne. Frau Regierungsrat v. Marleben, die junge Frau des Krauten, stand am Kopfende des Bettes und betrachtete mit auffalleuder Nuhe in den schönen Zügen den ganz zusammengesunkenen, weißhaarigen Gatten; die hochgewachsene Krankenpflegerin, eine Diakonissin, machte sich im Hintergrunde an den auf dem Tisch stehenden Flaschen zu schassen, und Fritz, der Sohn, saß mit vorgebeugtem Körper auf eiucm Sessel, hatte den Kopf in die Hände gelegt uud starrte mit düsteren Blicken auf den Teppich. „Er bleibt lange", sagte er endlich. Die schwüle Stille schien ihm offenbar peinlich zu sein. „Das finde ich nicht", versetzte die junge Frau. „Vor einer Stunde ist er benachrichtigt worden und da kann er gewiß nicht so schnell abkommen." „Von wem sprecht Ihr?" fragte der Kranke stöhnend. „Ach so, von dein Iustizrat! Wenn er ilur erst da wäre. Ich fühle mich so sehr schwach." „War's denn überhaupt nötig, Papa?" fragte Fritz freundlich. „Um ein Testament zu inachen, dazu genügt doch jetzt ein einfaches Schriftstück mit eigenhändiger Unterschrift. Damit wäre die Sache erledigt gewesen, auch ohue den Iustizrat." „Nein, nein", versetzte der Kranke erregt. „Besser ist besser. Ich bin noch vom alten Schlage, und es muß alles seine richtige Ordnung haben. Nicht wahr, Verta?" Er warf ihr einen zärtlichen Blick zu, den sie etwas gezwungen erwiderte. „Ganz, wie du es haben willst, lieber Mann. Obwohl du weißt, daß ich der Meinung bin, auch Fritz müßte —" „Nein, nein", warf der junge Mann rasch dazwischen. „Ich verzichte von vornehercin. Hab's ja nicht nötig, während Sie, Frau Mutter, den Betrag sehr wohl brauchen können. Im übrigen, lieber Papa, ist es ja nach meiner Ansicht bloß eine Form. Denn du wirst bald wieder hergestellt sein und dich noch eine ganze Zeit deines Lebens freuen." Der Kranke schüttelte energisch den Kopf. „Daran ist gar nicht zu denken. Ich fühle, es geht mit mir zu Ende. Und ich ziehe das auch einem Leben vor, wie ich es in der letzten Zeit gehabt habe. Diese Schmerzen möchte ich nicht mehr länger ertragen. Der Arzt ist doch auch bestellt?" Frau Verta sah auf die Diakonissin. „Fräulein Magdalene hat es besorgt, und Dr. Waldow will heute abends noch einmal kommen." „Ja, er muß mir eiue Morphiumeinspritzung machen, damit ich einige Linderung habe." Es klingelte draußen, uud die Diakonissin ging hinaus, um gleich darauf einen jovial ausseheudcn Herrn in den sechziger Jahren ciuzulafsen. „Iustizrat Heinroth ist da", wandle sich Frau Berta zu ihrem Mann, und der Gemeldete trat teilnahmsvoll an das Vett. „Dank, daß du gekommen bist, lieber Freund", sagte der Negierungsrat. „Ich — ich möchte gern erst einige Worte mit dir allein sprechen." Die anderen Anwesenden zogen sich auf diefen Wunsch sofort zurück, uud die beiden alten Herren waren allein. „Du weißl, daß meiue Krankheit uuheilbar ist und daß meine baldige Auflösung bevorsteht", begann der Negierungsrat ruhig und gefaßt. Und auf eine abwehrende Bewegung des Iuftizrats fuhr er mit Bestimmtheit fort: „Nein, nein, gib dir nur keine Mühe, mir etwas vorzureden! Wir alten Jugendfreunde wollen uns doch gegenseitig nichts vormachen. Also, um gleich zu dem springenden Punkt zu kommen: Meine Frau wird ja eine guie Pension haben, aber ich möchte sie doch auch sonst sicher stellen, soviel in meinen Kräften steht. Diese Villa und mein sonstiges Vermögen soll ihr ganz allein gehören." „Alles?" „Ja, alles. Mein Sohn hat sich in Amerika ein Vermögen erworben und braucht nichts voll mir. Sie aber ist von Hause aus arm und recht unerfahren im Leben — und ich liebe sie so sehr —" „Wird aber dein Sohn unter allen Umständen einverstanden damit sein?" „Ich habe schon mil ihm darüber gesprochen. Ja, er ist einverstanden. Er gönnt ihr alles, obwohl er sonst nicht gerade gut auf sie zu sprechen ist." „Er war ja wohl mit deiner Niederverheira tung vor vier Jahren nicht einverstanden?" „Du lieber Himmel, so ist es innner, weun ein alter Mann noch einmal Frühlingsgefühle ill sich erwachen fühlt. So wurde auch ich von ihm und von manchem meiner Freunde scheel angesehen, "ls Lailiachcr Zeitung Nr. 144 1309 i.'8. Juni IW9. sand in Reivyork stall. Mis; Edilh Armslroiig, dir Tochler ei»es Bailkiers, lvurde mil einem bekaniuen Zachtsporifrennde, Äir. Brandreth, in eiilem ^iranseii-hause Newyorls getralil. Vor drei Tageii war das Auto» iuobil, in dem Mis; Armstrong nnd Mr. Nraildrelh cine» Ausflug uuteriiommeil hatleil, unterwegs an cine ^elegraphenslange gesclileudert worden, nnd die beidei, Insassen des Gesährleo, die sofort alls dem Wagen hillausgelvorsei, »vordeil »varen, halten stundenlang be» ivnßllos ans der Straße gelegeli. Motorradfahrer, die die Stätte des Unfalls passierten, krachten die beiden Verunglückten, die ihren Hochzeitstag schou festgesetzt hatten, nach dein Krantenhaus. Als ,uau der Braut, Miß Armstrong, sagte, das; nun die Trauung ivahr» scheinlich werde verschoben werden müssen, wehrte sie sich sehr energisch gegen diese Verschiebung, die Unglück bedenten würde' wenn „Ralph" noch an dein vor dein Unfälle festgesetzte» Hochzeitstage an, ^eben sei, solle die Trauung unbedingt vollzogen werden. Die Ärzte gaben widerstrebend ihre Einwilliguug, und in An. Wesenheit weniger Verwandten der beiden Nramlenle ging dann in dein 5lranle»hai!se die seltsame Zeremonie vor sich. Ans einem Ruhebell wnrde der Bräutigam in das Zimmer gefahren, wo seine Vraul, die vollkommen in Vandagen steckte nnd durch einige Kissen in die Höhe gerichtet wurde, lag. Nachdem die Traunng vollzogen ivar, siel der Bräutigam in ^hiunacht. Er mußte schle»° nigst in sein Krankenzimmer zurückgebracht werdeil, — sDcr Mcrqlaulic der Eisl'ubnhner.j Eii,e Blüte»' lese aus dem Aberglaube», der n»ter den Angestelllen der ainerikaiusclien Eisenbahnen allgemein anzntressen ist, verössenllichl „Railwal) and locomotive Enginee» ring", lol'olnolivsührer »nd Heizer haben z. B. nie Antrauen zn einer Maschine, die bereits einmal irgend» wo a» einem Eisenbahnnnsall beteiligt gewesen ist, >md ziehen die älteste, schlechteste und unzuverlässigste Ma» schiue, deren Reisen bisher ohne Unglück abgelaufen sind, einer neuen und zuverlässigen vor, die nur in lvser Beziehnng zu einem Unfall gestanden hat. Eine merlwürdige Nolle spielt beim Aberglauben der Eisen» bahner das Drehen der Maschine aus der Drehscheibe. Hier aber herrscht keine Einstimmigkeit, vielmehr hallen einige Lokomotivführer flreng darauf, das; ihre ^oko» 'inoliven stets nach rechts hernmgedreht »verde», Iväh-rend andere die entgegengesetzte Richtung sür richtig halteil. Alle aber hallen hieran so fest, das; sie jede Maschine, die nicht in der ihrer Ansicht nach richtigen Trehrichtung gedreht worden ist, noch einmal herumdrehen lassen. Auch sür das Besteigen der Maschine gibt es Vorschriften- Man dars sie nie mit dem rechten ^uß zuerst betreten, und noch gefährlicher ist es, anf der rechten Seite herabzufteigeu, falls mau sie ölen will — das hat sicher einen Eisenbahnunfall znr T^olge. Daß auch ^ahlenaberglanbe bei den Eisenbahnern vor» Handen is<> ist wohl selbstverständlich. Merkwürdiger» weise aber spielen die Unglückszahlen 7 und 13 hiebei leine Rolle; die soiisl als glückbringend betrachtete 9 dagegen bringt nach dein Glauben der Eisenbahner Uu» glück, und gleiches gilt all ihren Vierfachen. Ein Aber. glaube, der bei den Streckenarbeitern zn finden ist, ist folgender: Wer beim Betreten der Strecke über eine Schwelle oder Schiene stolpert, muß unbedingt znrück-gehen, nm den fehltritt wieder gutzumachen, nm das drohende Verhängnis abzuwenden. Lotal- und Proliinzial-Nachrichten. Das große Oesausssfcft in Laibach. Das Gesangsfest, das der slovenische Arbeiter» gesangsverein „Slavec" anläßlich feines 2üjährigen Be» slaiides veranstaltete, nahm vorgestern mit dem Einlangen einer große» Anzahl von T^estgästen aus nah und sern seinen Ansang. Schon am Rachmittag waren Ein» zelgäste und Vereine mit verschiedenen Züge» ei»» gelangt, der erste lorporalive Empfang indes fand abends »m (i Uhr 49 Minute» nm Ciidbahuhofe beim Eintreffe» der böhmische» nnd einiger lärntnischer Ge-sangsvereine statt. Herr Bürgermeister H riba r be» grüßte diese im Name» der Stadt, wofür ihm Herr Dr. Motejl als Obmann des Verbandes der bvh. mischen Gesangsvereine dankte. Etz sprachen sodan» »och im Rainen des „Slavec" Herr Dr axil nnd im Raine» des Verbandes der slovenischen Gesangsvereine Herr Dr. R a v n i h a r. Räch Intonation eines Mnsik-stückes durch die Elov. PHÜHarmonie und Absingnng nationaler bieder »vnrdeil die Gäste unter klingendem Spiel in den „Rarodni Tom" geleitet, wo abends zu» erst in, Restaurationsgarlen, später aber infolge des höchst ungünstigen Welters in der Arena und endlich im Soloisaale eine gesellige Zusammenkunft stattfand. Im Soloisaale konzertierte das Orchester der Slove» nische» Philharmonie nnd der jubilierende Gesangs» verein absolvierte ein lebhaft alkla,liiertes Gescmgspro» gramm. Die Empfänge au, gestrigen Vormittage fanden in ähnlicher Weise wie am Samstag statt. Das »»günstige Wetter hatte sich i» den gestrigen. Vormittagsstunden so weit aufgeklärt, daß sich gegen 1^ Uhr mittags vom „Rnrodni Dom" aus der ^estzug unter Vorantrilt des Orchesters der Slov. Philhar» monie i» Bewegung setzte. Er passierte verschiedene Straße» u»o Gasse» der Stadt und gelangte schließlich auf den Rathausplatz, wo vor dem Rmhansgebäude be» reils der laibacher Gemeinderat mit Herrn Bürger» meister H r i b a r au der Spitze sowie eine Schar nnlio» naler Damen Ausstelluug gekommen hatten. Im ^esl-zuge lvaren zahlreiche naliollale Trachteil verirelen, !.'0 Vereine nahmen auch mit ihre» sahnen ai, der Ver» anstaliung teil. Aus Verschiedellen Fenstern in deii einzelnen Stadtteile» wurden die Gaste mit Blume»-stränßchen beworsell. Die Antunst vor dem Rmli.-.üse lunrde dnrch ,^al>i.me»ichüNe vom Schloßberge sigl,ai,. sierl. Die Veninssahne» posticrlen fich in eine». Halb-kreise, woraus der Obmc.nn des „Slaved, Herr Dln» xil, an den Bürgermeisl.'r eine Ansprache richtete und ihn znm Schlüsse bat, die Huldigung der ^estieilnehmer e»tgege»z»nehmen. Herr Biirgermeister H riba r pries iil seiner Begrüßungsrede das slavische Volks» nnd Kunstlied, dasein ill seiuen so verwandten Meio» dien die stammverlvandte Volksseele zum Ansdrucle bringe, nnd betonte auch mit ^reudeu die beabsichtigte Gründung eines Verbandes der slavischen Gesangsver» eiile. Dann spräche» Herr Dr. '.Vl'o l e j ! als Präses des Verbaiides der böhmisclieii Gesa»gsv<'reine, Herr K r e ,^ i <'- als Präses des Verbaiides der lroat. Gesaugs. vereine, Herr Dr. Ravnihar als Präses des Ver> bandes der slov. Gesangsvereine und endlich Herr Dr. R y b a r im Ramen der Slovelien aus Trieft und Um» gebuug. Alle Reduer feierten die hohe Bedeutung des Liedes und übermittelte» der Stadt ^aibach die Griiße ihrer Volksa»gehörige». Im Ramei, der iiaiio- ich als Zwciundsechziger das vierundzivauzigjährige blühend? Äiädchen heiratete." „Und du verlorst deinen Sohn dadurch", >varf der Iustizrat mit einem Auflug von Vitterheil ein. „Glaube das nicht, licl'or Freund! Fritz ist mir zugetan geblieben wie immer. Aber er ist ein offener, fast zu offener Chtnalier, nnd so gestand er mir bald nach dcr still gefeierten Hochzeit, das', er befürchte, cr könne seine junge, schöne 'viutler nicht mit den Augen eines Sohnes ansehen - " „Aber du sagtest doch eben selbst, daß er nicht gemde gut anf sie zu sprechen sei?" „Jetzt allerdings! Damals war das ganz anders." Dcr Iustizral ließ einen Pfeifenden/Ton hören. „Ah so! Er floh damals gewissermaßen vor sich selber nach Amerika?" „So schlimm war's nun gerade nicht. Er legte mir alles klar dar und ging im Auftrage einer (^roßfirma hinüber. Er ist einer von den seltenen und glücklichen Menschen, die ihr Herz völlig in ihrer Gewalt haben. Verstandeserwägungen und (^eschä'ftsausstchten !N'MN hier noch dazu parallel, und sein rasch ausgeführter Entschluß ist ja auch zum Guten aufgeschlagen. Er hat fich selbständig geinacht und steht bereits in bezua. auf seine Einnahmen zehnmal besser da als ich, der ich im Dienst des Staates erqraut bin." Nicht bloß ergraut, dachte der Iustizrai. als er seine Blicke iiber das Gesicht des vor ihm Liegenden schweifen ließ. Tiefe eingefallenen, ganz greisenhaften Ma,e, die erloschenen, tiefliegenden Augen, die unheimlich spitz hervorragende Nase kündeten an. das; der Tod hier bereits leinen Stempel aufgedrückt halle. Und doch haue dieser Mann immer äußerst solide gelebt, sich wenig von den sogenannten Freuden des Lebens gewährt, die sich für t'urze Nonnen durch lana,e Beschwerden rächen. Es ist da ein Geheimnis, philosophierte der Instizral für sich. Der eine stürmt durch's Leben dahin, nnd selbst schlimme Ausschweifungen könuen ihm gar nichte anhaben; der andere lebt mäßig wie ein Einsiedler lind ist doch bald mit feinen Kräften am Ende. — Tie dumpfe Stimme seine5 Freunden riß ihn aus feinen fellsamen Betrachtungen. „Du siehst mich so teilnehmend an", sagte ^e-qierungsral Marleben. „Hast recht! Beeilen wir uns also! Ich habe die Banknoten und Geldrollen heule vormittags durch Fritz von der Bank holen lassen, nachdem alle Papiere verlanfl worden sind. Meine Frau soll alles in Bar haben, damit sie ganz freie Verfügung hat und damit anfangen kann, was sie will. Willst du fo gut feiu und die Aufnahme machen?" „Sofort! Aber wir können doch wohl beide nicht so ganz allein ich habe draußen meinen Bureauvorsteher —" „Bitte, laß ihn nur hereinrufen! Und nachdem wir nun miteinander geplaudert haben, und du hinreichend unterrichte! bist, können ja auch die übrigen hereinkommen, auch die Diakonissin. Ich habe keine Geheimnisse." Der Wunsch des brauten wurde erfüllt, und nach den ächzend gemachten Angaben schrieb der Bureauvorsteher rasch das einfache Testament nie-der. Tann trat der Iustizrat mit den» Schriftstück auf einer Schreibunterlage an das Bett und hielt es so hin, daß Marleben so bequem wie möglich mit der Feder seinen Namen darunter setzen konnte. Aber der Federhalter flog in seiner zitternden Hand bin und her, sobald er das Papier damit berührte. Er sah den Iustizrat kläglich au. sFlirtschung folgt.) nalen Damen heftete fuhiu Frau Dr. Tav^ar cm prächtiges Band an die ^ahne des „Slavec"; die sun» stigen Vereinsfahnen wurden von den übrigen Damen durch kränze geschmückt. Zum Schlüsse stimmte» alle Sänger die bieder „I.<'i»l> ini^ü <>s>ili<,vin!>" und ,.^vü,i>" an, worauf sich der ?ses. 2.-<) Arndl: „ttv<.^ l< ^vo.iini"; bj Tova^ovskij' „Vli,«l!", großer Chor «Verband der czecho.slavischeu Gesaugsvereme i» Prag». Z.j V. Rovak: „Ili-v-.i^i", großer Ehor «Verband der kroatischen Gesangsvereine in Agram>. 4.j 7^. Bazin: „Ki'i5i!i-.j! Hl, „loi'.iu" i-<>^,i," lVerein „Hlahol" aus Prag), tt.->) Smelaua: „>'<'"<»"; !>) V. ^oerster: „Oi»s": <>j V. Roval- ,,^l.-!i<.5,!! ull<.!<.»»l,v! ^. Imm<'ek! „I><>5 vi^" 1 Iavorel' „X:, ^i.i'nvu" sVerein „Tlcwoj" aus Kar» liue.Prag). 8.) Hausman: „l,'.>/.i^<<" sVerein „Dvoj. nice" aus Brlovarj. 8.«) V. Novak: „.) G. Eijeuhnth: „«,,«,,^ I..-..i->tti!l!i.ii,", großer Ehor niit Varlilonsolo lVerbaud der sloveuischen (^esangsvereiue in ^aibach). !4.) H. Sattner: „V „,.-vüili" sVereiu „Ilirija" aus Trieslj. I5).j E. Adan,i(': „.»unokc.vz, «V«," " lGesaugsverein „Ljub. Zvon" aus ^aibachj. 17.) A. ^oerster: ,,^v.." «Verein „Lipa" m,s La i bach). - <^ür dir Übunsscschllllrhrsl.j Wie die „^orre- Ipondenz Wilhelm" meldet, hat Seiue Exzellenz der Minister für Kultus und Unterricht, Graf Stürakh, heuer zum erstenmale nach den Bestimmuugen oes Ge»' hnltsgesetzes vom Jahre 1907 eiue Reihe vou llbunas. schnllehrlräslen und gleichgestellten ^ehrpersonen, und z>var mit dem 1. Juli d. I. iu die achte Rangsklaise befördert. Dieser Begünstiguug iverden im ganzen 5>3 Lehrkräfte teilhaftig. ' lAus drnl Voltozchlilbicnstc.j Der f. f. Bezirks» schulrat ^/aibach Umgebuug hat die bisherige Supplentiu an der Volksschule iu Nrezovna T^räuleiu Marie M u » lac^el zur provisorischen Lehrerin auf ihrem gegen» wärligen Dieustpostrn ernaunl. _^ — sAm t. l. lkrstcn Ttnatssstimnasinn,,! »eben wm „Rarodni Dom", finden die E i n s ch r e i b u n q e n fi,r die 1. Masse Sonntag, de» ^. I„!i, von halb 12 Uhr au statt. T^ür aufwärts >voh»eude Eltern sei bemerkt, daß sie ihre Söhne auch s ch rist 1 ich anmelden können, wenn ste das letzte Schul- lrefpestwe ^rennen» ta i c- des Bezirksgerichtes St. Marein bei Erlachslein lvnrde znm Grundbuchs, führer beim k. k. Preisgerichte in RlldolfSlverl ernannt. — lFreic und ermäßigte Plähe a» Unterrichts» anstalten für linder von Mitgliedern des Ersten all-gemeinen Veamteuvereines.! Dem genannten über 'loo.oo»! Mitglieder .zählenden Vereine wnrden in An» betracht seiner allgemein anerkannten humanitären Wirksamkeit von einer großen Anzahl von Unterrichts, anslalten in Wien und in der Provinz >HandeIs», Hans. haltnngs-, Industrie., Sprach-, Musik-, Zeichen», Malschulen', Lyzeen, >Undergärtnerinm'nknrsen, Militärvor-bereitnngsanstalten nsw.) freie nnd ermäßigte Plätze zur Verfügung gestellt. Ein ausführliches Verzeichnis hier-über mit deu Bewerbnngsbedingnngen lailil von der Zentralleitung des Beamtenvereines in Wien, I., Wipp» lingerslraße 25, gegen Porlovergülung bezogen werden. — sDic Laivacher gemeinnützige Wohnungsbau» gcuossenschaftj hielt Samstag abends in der Restaura-tion Dekleva «früher Hafners Bierhalle) ihre diesjährige ordentliche Geueralversammlung ab. Der Direktor der Wohnungsbangeilossenschafl, Herr Finanzsetretär Dr. I. Nnpnik, begrüßte die, erschienenen 23 Ge-uossenschaflsmitglieder nnd schilderte ill übersichtlichen Worten den gegenwärtigen Stand dieser für die Frage der Beschaffung billiger' und gesnnder Beauttenwohnm!-gen überaus wichtigen Interessentenuereinigung. Ob-wohl die Anzahl der Interessenten, die bisher der Ver-eiuiguug beigelreten sind, leider bislaug in keinem rich» tigen Verhältnisse zur Wichtigkeit der Angelegenheit stand, hat die Genossenschaft dennoch bereits schone po° sitive Erfolge zu verzeichnen, uuter welche insbeson-dere die Erwerbung eines an der Ecke Hilschergasse» Gradi^e gelegenen Vangrnndes und die ihrem Ab-schlusfe entgegengehenden Verhandlungen wegen Auf» führung eines respektablen Veamtenwohnhauses zn zäh> len sind. Hiefür gebührt warmer Tank sämtlichen Mit» arbeitern für ihre überaus ersprießliche Tätigkeit, insbesondere auch dem Herrn Reichsraisabgeordnetcn Ait» n i k und Herrn Nechnnngsassistenten Brada,^ ka für ihr persönliches Einschreiten in Wien, desgleichen dem Bürgermeister nnd Neichsratsabgeordnelen Herrn H r i» b a r soluie dem Vertreter des Zentralvereines der k. k. Rechnungsbeamten in Wien Herrn F l e s ch endlich der Tagespresse, welche die Aktion stets unterstützte. — Dem Berichte des Herrn Vercinssekretärs Postoffizials Noe, thl über die Tätigkeit im abgelaufenen Geschäfts, jähre entnehmen wir nachstehende Daten: Die Genüssen-schaft hat sich am 9. Mai v. I. als „gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft" aus dein früher bestände-nen, auf'Grundlage des Genossenschaftsgesetzes <-x 1873 basierenden „Beaiutenbauvereine" konstituiert. Am ge-nannten Tage wnrden auch die vom Zcntralverbande der Beamtcnvereine in Wien entworfenen und für alle dem Zentralverbande angehörenden Genossenschaften verbindlichen Statuten sowie der jetzige offizielle, für alle gleichartigen Gcuossenschaften verbindliche Titel ange» nommen. Noch während die Arbeiten behufs Umgcstal-tuug der Genossenschaft im Zuge waren, interessierte sie sich bereits um den Ankauf eines für den Bau eiues größereu Beamtenwohnhauses geeigneten Grunokum-Plcxes und leitete über Aurateu des Bürgermeisters Iv. Hribar sofort die uötigeu Schritte ein, um das dem Militärärar gehörige, an der Ecke Hilschergasfe. Gradi^e gelegene Baugrundstück um einen günstilien Kaufpreis zu erwerben, welche Angelegenheit yeute merilorisch bereits erledigt ist uud nur noch einiger for» Maler Aiulshaudlnngen bedarf. Der Kaufpreis, der mit 62»»» K festgesetzt wurde, nniß als äußerst günstig bezeichnet weroen. — Anläßlich des 60jührigen Regie-rnngsjnbiläums Seiner Majestät des Kaisers habe auch die Nohnungsbangenosseilschaft eine Huldigungs-adresse durch den Herrn Landespräsidenten an die Stufen des Allerhöchsten Thrones gelangen lassen, in wel-chem Wege ihr anch das diesbezügliche Allerhöchste Dankschreiben aus der Kabineltstauzlei zugekommen sei. Die Genossenschaft zählte Ende 1908 62 Mitglieder, der derzeitige Mitgliederstand beziffert sich mit 67. Die großen Aufgaben, die sich die Wohnnngsbangenossen» schaft gestellt hat, können nur danu einer günstigen nutz-bringenden Lösung zugeführt werden, wenn alle Slandesinteressenlen ihre gemeinnützige Organisation dnrch entsprechenden Zusammenschluß nnterslützeu. — Nach Genehmigung des Geschäftsberichtes erstattete der Genossenschaftskassier Herr Sleuerlustralor Iuau T k u° ^ e k den Bericht über den Rechnungsabschluß, dem wir einen Gesamtgeldverkehr vou 5869 lv 24 1i und einen Reingewinn von 76 !< 50 l, entnehmen. Das gegen-wärtlge Geuossenschastsvermögen stellt sich ans 4359 l<. Nach Verlesung der Nechenschaftsdaten stellte Schulrat Herr Dr. Be'zja^k namens des Aussichtsrales den Antrag auf Erteilung des Absulutoriums uitd auf Nber-tragung des znr Verteilung zu geringfügigen Rein. gewinnes in den Reservefonds, was einstimmig all- genommen wurde. Zum letzten Pnntle der Tagesord-nung meldete Herr Max Brada^ka seinen Austritt aus dem Vorstande an, was zur Kenntnis genommen wurde; eine Ersatzwahl fand jedoch nicht statt, »veil für die Versammlnng keinerlei Wahlen vorgesehen »vor-den waren. Eine lebhafte Debatte entspann sich über die in Angriff zu nehmende Bauführung, über die jedoch im Sinne der Genossenschaftsstatnlen eine Abslimmnng u»d Beschlußfassung nicht zulässig war. — Das zu erbauende Wohnhaus wird 24 Wohnungen, meist mit drei Zimmern nmfassen. Der Genofsenfchaftsdireklor be> tonte noch, daß der Viermillionenfonds nach den Inten-tiunen der Regierung nnr vorläufig zum Bau vou großen Wohnhänsern verwendet werden, später aber znr Errichtung von Zwei- und Vierwohnnngshänsern Ver-u^ndung finden soll. Sodann wurde die Veriammlung geschlossen. — Musikdirektor Anton Foersterj iu Laibach tritt diesertage in den wohlverdienten Rnhesland. Er hat sich bekanntlich nach absolvierten juridischen Studien ganz dem mlisi kali scheu Berufe gewidmet. Seil 1865 bis Juli 1867 in Zengg als Tomorganisl nnd MusikvereinS» direktor tätig, wirkte er sodann .bis henle in Laibach, insgesamt also 44 Jahre lang. Seine erste Anslellnng als Ehormeister der hiesigen ^italniea nnd Dirigent des Dramatischen Vereines vertauschte er l868 mit der eines Domorganisten und Tomkapellmeisters, welche Stelle er dnrch volle 41 Jahre verwaltete. Daneben war er 38 Jahre lang Gesang- nnd Klavierlehrer im fürstbischöflichen Knabenseminar Aloysiannm, 33 Jahre Gesanglehrer an den hiesigen k. t. Mittelschulen, 32 Jahre Orgel schnldireltor, 19 Jahre Gesanglehrer im Pricsterseminar uno 38 Jahre Gesang, nnd Klavier» lehrcr im Mädcheninstitute Hulh-Hans. Erinnerlich sind noch vielen die Stndentenlonzerte, die zur Unter-stütznng armer Mittelschüler nnter Foersters Leitung stattfanden. — AIs K o m voni st hat Foerster in der Kirchenmnsik mannigfaltiges geschaffen, so über 150 liturgische Kompositionen mit lateinischem Texte !Mes> sen, Requiems, Gradnalien, Ofsertorien, Tedeum, Tan-tun» ergo uslv., entweder rein vokal oder mit Orgel-auch Orcheslerbegleittmg), ferner über 10(1 slovenische Kirchenlieder, daneben zwei Bände „Eecilija" für gemischten und zwei Bände „Oaitticil «lx-rll" für Män» nerchor. Für das lirchenmusilalische Monalsblatt „t'l'rkvlnii (^li«l)mn!v" hat Foerster 3! Jahre lang die Musitbeilageu redigiert und viele Beiträge zu verschiedenen fremden Sammlungen für Gesang und Orgel geliefert. Für seine Verdienste um die Hebung der Kirchenmusik wurde er bekanntlich mit dem Papst» lichen Silvesterorden dekoriert. Eine nicht minder reichhaltige Tätigkeit hat Foerster anch in der profanen Musik entwickelt, wo er sich fast in allen Genren versuchte. Es erschienen von ihm neben Sololiedern nnd Klavierslückeu an 100 slovenische Kompositionen für Männer, und gemischte Chöre, auch größere mit Orche» sterbegleitung, wie „Doinovnii", „Vollnililiv v^l><^", ,/I'urKi nil l^ovioi", worau sich die dreiaktige Oper „(^«i-cn^ki «lllvl'Qlc", ein Kramer Festmarsch für türkische Musik und die „8uitc> «luvo" in sünf Sätzeil für großes Streichorchester anschließen. — Als Päda -gog hat Foerster n. a. eine dentsch.slovenische Gesang» schule, ein sluvenisches Lehrbnch über Harmonie, Modu» latiuu uud Kontrapunkt nnd eine s!ovenisch»denlsche Klavierschnle geschrieben. Anch außerhalb Laibach sehen >vir unseren heimatlichen Künstler als vortragenden Pädagogen in Tätigkeil, so 1906 in Wien lind ein Jahr später iu Görz bei tirchenmusikalischen Vildungskursen; ans ähnlichem Anlasse ist cr wieder heuer für Ende August nach Wien eingeladen. — Schließlich sei er» wähnt, daß Foerster Ehrenmitglied der „Glasbena Matiea" nnd einiger Gesangvereine ist. — Möge dein hochverdienten Manne ein langer, ungetrübter Lebensabend beschieden sein. — lDie Tchluszpriifnllgcn an der Schule der „Glas» liena Matica"j finden an folgenden Tagen jedesmal nm 4 Uhr nachmittags statt- Mittwoch den 30. Juni: Vio-line und Klavier aus den Iahrgäugen des Herrn Leh» rers Jus. Vcdral, darauf Klavier aus den Jahr» gäugeu des Herrn Lehrers Ios. Pav5i<"; Donnerstag den 1. Juli: Klavier ans den Jahrgängen des Herrn Direktors Fr. G e r b i <- und des Herrn Lehrers Anton Trust, darnach Klavier und Flöte aus den Jahrgängen des Herrn Lehrers Alf. Breznik, dann Oboe lLehrer Herr E i m f lj, Klarinette sLehrer .Herr Josef T r ,n o t a), Hurn lLehrer Herr Fr. T a ni h i n a) und Violoneell (Lehrer .Herr Ed. Vilek); Freitag den 2. Juli: Violine und Klavier aus den Jahrgängen des Herrn Lehrers Iuh. N e z e k und darnach Klavier alis den Jahrgängen der Lehrerin Fräulein Kloth. Pra-protnik. — Zn den Prüfungen haben die Eltern oder deren Stellvertreter und sonstige Freunde der Musik Zutritt. — lTommerliedertafel.j Der Ausschuß des deutscheu Frauen- und Kinderhortes veranstaltet zugunsten seiner Vereinszwecke Dunnerstag den 1. Juli' im Kasino-garten in Laibach (bei ungünstiger Witlernng in der Glashalle) unter Mitwirkung der Sängerrn'nde sge-mischter Chor) des Laibacher deutschen Turnvereines eine Sommerliederlafel, zu welcher die vollständige Kapelle des 27. Infl.-Ngmt. die Konzerlmnsik bei» stellen wird. Der stattliche gemischte Chor singt bei diesem Anlasse die anmutige Tondichtung von Max. von Weinzierl: „Maienwoime", sechs Frühlingsbil-der in Tanzform „Auf der Kapftler Alm"; 3.) „Zillerlal, du bist mei Freud"; 4.) „Tiandle, mir is so wohl" und das schneidige Landsknechllied: „Ain wehrhaft Völtlein" von Josef Ganby zum Vor» trage bringen wird. Sämtliche Männerchöre werden znr e r st e n Auff ü h r u n g in Laibach gebracht. Den Beschlnß dieser anziehenden Vorlragsordnnug wird der gemischte Ehor mit der schwungvollen Walzeridylle „Frühlingszanber" von M. von Weinzierl machen. " ftiteorqanisaiion des uniformierten Vürqcrlorpo iu Landstraß.j Wie uus mitgeteilt lvird, ha'l Seine Majestät der Kaiser den Slatulenentwurf des uniformierten Bürgerkorps der Sladt Landstraß allergnä-digsl genehinigl und dieser Körperschaft die Beibehal« tiiug der bisherigen Uniform und Abzeichen und die Führung des Reichsadlers in der Korpsfahne und am Tschako, der Allerhöchsten Initialen in der Fahnen» stangenspitze nnd in den Rosetten des Tschakos nnd der Kappe sowie beider Insignieu in den Quastenlnöpfc» der Portepees nnd Feldbinden gestattet. —,-. " l^emeindespartasse in Adelslicrg.j Die t. k. Landesregierung für Krain hat zufolge Ermächtigung des k. k. Miuisleriums des Innern die abgeänderten Statuten der Gemeindesparkasse i» Adelsberg geneh. migl. ' ^—,-. — ein, daß das Hosärar sich gegeinvärlig mit dem Projekte einer weii-gehenden Umgestaltung des berühmten Parkes beim Lustschlosse Miramar beschäftigt. Schon siud die Wein-gärle» ausgelassen, die etwa l'o Joch einnehmen, nach-dem Phylloxera- nnd Hagelschäden die Pflanzungen völ-lig verwüstet hallen. Der Park wird nunmehr bis zum Bahugeleise erweitert uud entsprechend ausgestaltet wer» deu. Auch die Hauplschlvierigteil für die Erhaltung und Vergrößerung der den vollen Zauber des Südens dar-bielenden Anlagen, die Wasseruot des Karstqcbietes, soll gründliche Remedur erfahren. Es ist nocl» n'cht bc> stimmt, ob dnrch eigene Bohrnngen neue Wasseradern aufgesucht werden sollen oder die TrieslVr Wasserleitung herangezogen werden soll. Jedenfalls hofft man, in ab-sehbarer Zeit anch die wegen mangelhafter Speisung s» lauge still gebliebeneu kunstvollen Wasserspiele Mira» mars wieder in Betrieb setzen zu fönneu, wodurch das in den Jahren 1854 bis 1856 durch den Architekten Karl Junker im normannischen Stile errichtete Lustschloß eine Sehenswürdistteit mehr erhallen würde. — sPandaliömus.j Die Laibacher Stadtgemeiude ist bestrebt, ihre Parkanlagen »lit möglichst bequemen und mitunter auch teneren Bänken zu versehen, um den Spaziergängern an beliebiger Stelle ein Allsrasten zu ermöglichen. Leider findet sie in diesem Nestreben in einem Teile der Aevöllernng geradezu verbisseue Geg« »er, der sich mutwillige Zerstörung der Bänke, Ein» sriedungen nud Parkanlagen soznsagen zur Atisgabe qe-macht zu haben scheint. I» letzterer Zeit wurden meh» rere Fälle von böswilliger Beschädigung, Veschmierung usw. der öffoutlichen Bänke zur Anzeige gebracht. Ein gioßer Teil dieser „Heldenstücke" sällt den'Nachtschwär, mern zur Last, ohne daß es bisher gelungen wäre, sie au frischer Tat zu ertappen und der Bestrafung zu» zuführen. Die Blumenbeete und Parkanlagen werden in der schonuugslosesten Weise dcvastierl uud zerstört. Es wäre wohl die höchste Zeit, ein solches Beginnen zu uuwrlasseu. I"'—- . * sPon der Ttraße.j Samstag morgens hielt ant der Franz Jusef-Slraße ein Sicherheilswachmann einen uur notdürftig gekleideten und anjcheinend iil-sinnigen Mann an und führte ihn auf d,e Zentralwacht, slube'. Hier erzählte der Mann, er heiße Paul Gro-.^elj, sei Pulverfabritsarbeiter in Stein lind sei in Na-domlje vou mehreren Burschen überfallen und mischa:!» delt wordeu. Der anscheinend an Ep'.lepsi? leidende Mann wurde ins Krankenhaus übersühvt. — Nach» mittags wurde eine über den Marienplatz gehende Magd dnrch einen Fuhrmann überfahreil und erlitt mehrere Hautabschürfungen. — Abends überfiel ein Knecht auf der Uuterkrainer Straße einen Aröeüer uud versetzte ihm mehrere Schläge mit einem Knüttel. — Auf der Maria Theresia-Straße warf ein Straßeuarbetter eiueu Milchwagen nm und verursachte hiednrch oer Bäuerin eineil 'Schaden von 4 X 40 !>. — Als an die» sem Abend die Kinder des Fleischhauers Anton Punib auf der Unterkrainer Straße spielten, geriet die fünf» jährige Pauliue Putrih unter einen Wage.l der elel-irischen Straßenbahn und hierans uuter du Cchutzvor» richtung. Der Straßenbahnwagen ,,vurde sofort zum Steheu' gebracht, »vorauf man das ^ind hervorzog. Dem Mädchen war der rechte Oberscheulel gebrochen worden. Sie wnrde dnrch ihre Mutter ills Kranienhaus gebrach,. " Mgängigj ist seit 21. d. M. der 18jährige Gyinna-sialschiller Fritz v. Kleinmayr. Er U'ar auf einem Dür-lopp-Fahrrade iu der Richtung gegen den Wörlhersee abgefahren. Der Abgängige ist' groß, mager und blaß, hat im Oberkiefer etwas vorstehende Zähne, ein dunkel» blondes, gescheiteltes Haar, trägt einen braunen Allzug, eine lange Hose, einen gelben Girardi-Ctruhhnt mit schwarzem Band und schwarze Cchnhe. Alis seine Aus« forschnng ist ein Preis von 500 K ausgesetzt. — sKurliste.j III der Landesknranstall Neuhaus bei Eilli sind m der Zeit vom 1. bis 20. d. M. 124 Personen zum Kurgebrauche eingetroffen. fiaibadjer Leitung 9lr. 144. 1311 28. 3uni 1909. — iWochenvichmarti iu ^aibach.j ^'lnf den Wl,>chc>l° vichmarkl in Reibach li>» 23. d. Äi. unirden 53 Ochsc», 13 .^iihc, 5i ^llilln'v mW 2^5 SchN'riiN' linfqclriebc». A»s dl'»> ^iiiidcrmnrstc notierten die Preise siir Älcistochsen 72 l'is 8« K, siir halbfette Ochsen 62 dis 70 X »nd für Einflell^cl^sen 5>l> bis til» K für den Meterzentner ^ebexd^eloicht. Illrlnio». »«.or». i»^ der Z>oml'tir. Zum lheiliqe Äpostelfiirsten Peter und Pmllj »l» !<» Uhr PoiUisildldnil: kli^, l<^!ivl, mil Iilstrniiienllilbeqleitunq von Anwn ^oer» ster, wradnlile (^»^titu«'!-! <.>o« pi-ii,c!ij, und znn> Ofsertorin»! '1'n <>« 1'< i,u« vo» Dr. Johann Ven,',. I« der KtadtpfavrüircHe Kt. Inkob. Dicu^taq den ^l>. Juni (das ^esl der heiliqen Apostel fiirslen Pelrns nnd Panlns) nn, 9 Uhr Hochciinl- iVlil-ü^l! !!> IlONOI'MN I>«>l!i!X' I^iül'iüc Vil'ftlini« in ,!«< !«,!«>« <>!'« von Anton Foerster, Offertorinin ('«.ü^,!ni.^ <><^ ^,-iinuix'« von I. V. Tresch. Telegramme des k. k. Telegraphen-Kolrespondenz-Bureaus. Dic uustarischc Krisc. Nudapcst, 27. Juni. lMeldnn^ des Ungarischen Telegraphen.-^orrespondenzbnreans.i Die Blätter de» schasliqe» sich niit der gestrigen Audienz bullies', den sie iibereinstiinniend bereits als designierlen Miiuster» Präsidenten bezeichne». „Pesli Hirlap" gehl so weit, z» sagen, das; die henlige Andiene bei Seiner Aiajeslat bloß der Erledigung der lHinzelheileu der ,^abine!ls° bildnilg gelte. Es ist nicht nmnöglich, sagt das Blatt, daß .^ossuth nach Wien bernsen »oerden n.'ird, aber nur damit ihn Seine M^estä! um seine Unterstntznng sür Lulaes ersnche. Falls ,^ossulh erllären »oerde — und dies sei das wahrscheinliche — daß er ein Kabinett Ln-saes init drei allliberalen Portesenilleinhaberu ohne jede Concessionen nichl nnlersliiln'n tonne, loerde Lnlae'? das Kabinett ans allliberalen Äl'ilgliedern bilden und das Abgeordnelenhaus anslbsen. Das Nlall schreibt die° sen Entschluß der 5>lroue hanplsäclilich dein Umslailde ,',n, daß die Uuabhängigleitsparlei unablässig gegen ttossulh deliioustrierte, »oodurcl) der (klaube in 3i>ie>l ernieckt >oor° den sei, daß .^ossulh niehl mehr Herr seiner Partei sei. Nudapcst, 27. Juni. Das ungarische Bureau mel^ del ans Wien: Seine Majestät der Kaiser empfing um 3 Uhr nachmittags den gewesenen ^'iuanzmiuister Llllaes ill besonderer Audienz. Der Monarch belranle ^ulacs, als num« i-c^!n^ in Angelegenheit der Kabi» nellsbildnug mit der Unabhängigleitsparlei die Ver» Handlungen zu fuhren, ^ulaes begibt sich im ü^aufe des Tages »ach Budapest. Das russische Kniscrpaar iu Stockholm. Stockholm, 2l>. Iuui. Um halb 8 Uhr abends fand aus dem Schlosse ,^n Ehren der russischen Majestäten ein (Naladiner statt, bei welchem die Herrscher Trinl-sprüche wechseilen. König (^uskw gab iu seiuem Toaste der Befriedigung darüber Ausdruck, das .^aiserpaar in der Hauptstadt Schwedens empsangeu ,^u lonueu, lind spracl) seine besondere Freude darüber ans, daß die freundschasllichen und verloandtschastlichen Bande jet.',! noch fester gelniipst seien durch die Geburl eines Sprößlings aus beiden Familien, bei dem Kaiser Nil'olans die Patenschaft übernommen habe. Kömg Gnslao nnd sein Voll wnnschen, in dem Besnche des Kaisers einen Beweis fiir die ausgezeichneten Beziehungen zwischen den beiden Nachbarvölkern zu erblicken, nnd hosjen, daß diese Beziehungen, die in den letzten Jahren feierlichst besiegelt worden seien, sich immer mehr festigen und ans der Grundlage des gegenseiligen Vertrauens enl» wickeln werden. - In seiner Erwiderung dant'te Kaiser ^lil'olans für den ihm gewordenen liebenswürdigen Empfang, der ein weiterer Beweis für die Frennd-schaslsbande, welche die beiden Völker vereinen, sei. Die>e ^renndschaslsbande seien lürzlich durch ein seier° liches politisches Übereinkommen befestigt worden, nnd es liege dem Kaiser am Herzen, diese noch mehr zn stärken und zu föroern. Kaiser ^likolaus gab seiner Freude darüber Ansdrnct, daß der König seinen letzten Aufenthalt in Nnßland im vorigen Jahre in guter Er. inuernug behalleu habe nnd lranl ans das Wohl des Königs, der Königin, der Königinwilwe, der königlichen Familie sowie aus das Glück nnd Gedeihen Schwedens. - N'ach oem Galadiner begaben sic!) der Kaiser und die Kaiserin ans die Kaiserjachl „Slandarl" znrück. Kreta. Köln, 26. Juni. Nach eine»« Berliner Telegramm der „Kölnischen ^eilnng" scheinen die türkischen Wünsche bezüglich Kretas bei den Schntzmächten keine günslige Aufnahme gefundeu zn haben. Die Türkei befaßte auch Deulschlaud »nd Österreich.Ungarn damit, doch änderten Deutschland und wahrscheinlich anch OsterreichUngarn nichl ihre bisherige Hallnng in der krelafrage. Deutsch-land habe das Schicksal der Mohammedaner auf Kreta mit Sympathie verfolgt, doch mnßle es fich auf den Wnnfch beschränken, es möge der Weisheit der Schnlv mächte vereint mit der Türkei gelingen, eine besrie-digende Lösung zn fiilden.____________________ Vecantwortlicher Redakteur: Anton F u n t e I. Gutachten des Hcrru Dr, Xl'ajetan Freiherr v. Hor och, Operateur, Wien. Herrn I. SerravaNo Trieft. Ich habe «Tcrrnuallos Chiua-Wrin mit Eisen» iu meiner Praxis vielfach verordnet und bin mit den Resultaten, welche erzielt wurden, sehr zufricdcu. Dieses Präparat wurde sowohl bei auämischen Individuen, als mich bei Rekonvaleszeuteu mit gutem Erfolge angewendet. Wicu, 29. Oktober 1907. (379) Dr. Kajetau Freiherr v. Horoch. Angctvmmcne Fremde. Hotel Elefant. Am 2 5. Juni Schollmeyer»Lichtenberss. Gutsbesitzer, Schurrbeiss. Zhubrr von Olross. Forstmeister. Einöd. — Xtnlsc. Inss., Spandan. - Ortnrr. Hotelier, f, Sohn, Wildon, — Prusfinaq, t, l, Hauptmannsf,attin, s, Familie, Wr.'Neustaot. — Zllitz, Ar,ztcnsgattin, Taruis - Gruden, Besitzer, samt Tochter, Idria. — Gnisin Cicconi, f, Sohn, üdine. — ituno» var, Äcsi<)er, Travljc, — Zaoieck, Bescher, Senofetsch -Ver^nt, Kfm,, Georgswall). - TnrI, ttfin,, Proßniy, -- Bacher, Nfm,. Sachfrnscld. Xtrausz, l. t, Konzipist: «lein, .^fm, Trieft. Gräfin Wclscrshciml), Priv,, s, Kammerzofe, Trieft. — Esser, Fabritslirsiher, ', (Gemahlin, Eis„ein. - Gottcsmann, s. Bruder, Neumann. Pnschinjagg, Schiller, .Ull-in, Gelles. Manrer. Beck, Anrrdach. Nsltc., Wien. - Mardrtschläger, Apothllcr; Dr. Pesseil. Huf. nnt> Giricht^adoolat, Graz. Verstorbene. Im ^ ivi l spi tu Ie: A »i 2 3 In n i Elisabeth Ceranie, Hauptmannstochter, 1!) Mon., Scharlach. ^ Franzisla Tonrie, Arbeiterstochtcr, 2l» Taa,c, ^ebcnöschwächc. Am 2 4. Inni. Johann Tome. Taa,>öhner, 38 Jahre, I'urili)'»!» corron. Am 2 ix Juni, Franz Bcigant, SchnhmacherSsohn, 3 I,, Scharlach. slppctitiosigHBit, Vcrduiiungsmängcl werden durch periodisches Trinken von Kohitscher „Tempelquelle11 am einfachsten behoben. Bei älteren und chronischen Zuständen dieser Art ist „Styriaquelle" (stärker) vorzuziehen. (2Ü14) 4—4 Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehühe 3W 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. ^ ,^ « " e z: ^^ Ansicht DZZ ^ 2 ü. vl^ M"l sW^!"S^ miiUg halb bew. ! ^' 9 U. Ab. 734-^ l? 2^ NW. mäßi» ! Gewitterreg.! 7 U. F. 732 8 12 3 SO. mäßig Neaen' ' 27. 2U.N. 73'. 8 19 0 SW. starl teilw. bew. 310 __ 9U. Ab. 7."!5a,e: Nijrdl.Vreite4ti" 03': Östl.llnnne von Greruwich N«3!', Beb ende richte:* Am 20. Juni gegen 22 Uhr leichter Erdstt'h in Palagnana lLu c c a). — Am 21. Juni gegen 2 Nhr 15 Minuten schwache Erichntternn/, in Cortemilia iCuiuo). - Am 22. Inni gegen 1^ Uhr Erdftuh in Berti, noro (Forli). verzeichnet in Forli und Urbino; gegen 15Ulir 45 Minntcn Erdstoß IV. Grades in Messina- gegen 20 Uhr 45 Mimltcn ebendort. — Am ^4. Juni gegen 4 Uhr 45 Minuten schwacher Erdstoß in Mileto, - Ain 27, Juni gegen 7 Nhr 5<> Minuten Beginn der Aufzeichnungen eines sehr fernen Blbcns nn der Warte m iiaibach. B l> d e n n n r n h e an allen drei Pendeln «sehr schwach», * Dif ?!l'!lN,!N!,l'!',! w'zil'!,!'!! sich n»i »!!!!s>>'„>U»!N,jl^ >!n! >,„!> »^l!,!»,, Voolb Gesellschaftsreisen. Nach London und Paris. Schweiz nnd Paris, Schweiz, durch die Dolomiten und Eng a din führen die beliebten Gesell' schnftsrrisen des berühmten Weltrcisebureaus Thos. Vool öl- «Lon, Wien, I., Slephansplatz 2. Aussührlichc Pro-grammc versendet auf Wunsch kostenlos das genannte Nnreau. «22<>3Ä) Triton«- Ribisel billig zu hiiben (ü3ÜBj :•}—1 Karlstädterstrasse 30, I btock. Ticf bctriibt tcilcn wir allcn Verwandten, Freunden nnd Bekannten die traurige Nachricht mit, daß es dem Allmächtigen gefallen hat, unseren vielgeliebten Gatten, bezw. Vater, Sohn und Bruder Mitchef dor Firma Johann Perdan nnd Mitvertrotrr der Hanptaarutschaft der k. k. priv. Rinnione Adriatira di Si- rnrta fnr Krain nach langem, qualvollem Leiden, versehen mit dem heil. Sterbesakramente, im 34. Lebensjahre am 2?. Juni d. I. inS bessere Jenseits abzubernsen. Das Begräbnis des teuren Verblichenen sindet am 29. Juni um V, 7 Uhr abends vom Traucrhausc Kaiser Josef-Platz Nr. 12 nach dem ssriedhofc zu St. Christoph statt. Die heiligen Seelenmessen werden in mehreren Kirchen gelesen werden. ^aibach, am 27. Juni 1909. Ada Perdan, geb. Hiena, Gattin. Maria Pcrdan Wota nnd Adica Josef Perdan . Mutter. Töchter, Bruder. Marianne Pcrdan Schwester. Lmbacher Zeitung Nr. 144. 1312 28. Juni 1909. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kurslilatte) vom 26. Ilnni lW9. Die notierten Kurse verstehen sich in »runenwahruna.. Die Notierung sämtlicher Altic» und der ,,'Diversen Lose" versteh! sich per Ltüll «cld Ware Allgemeine Staatsschuld. Einheitliche Rente: l"', tunver. steuerfrei, Kronen 86'25 t l!>.v, ö. W. Noten (Febr.-Nug. per Kasse......3« — S3 2« 4'2>V« ö, W, Silber («pril Olt.) per «asse......g» - 8» 20 l88Uer Ttaatslose 500 fl. 464 25 !860er „ 100 fl. 4"/„2<»-225 — l»S4cr ,, l«0 fi. . . 8«l K0 297 50 l«64er ,, 50 fl. . . 28!'5<»' Staatsschuld d^ i. Reichsrate vertretenen Königreiche und lländer. '2s»err. Guldrente fteuerfr., G old perKasse .... 4»/„ 11? 45 II765 ^sterr. Rente in Kronenw, stfr., per Kasse.....4"/,, 9S 10 »6-30 oettu per Ultimo . . . 4"/,, 9«'i>b 86-25 >)st, Investition«-Rente, stfr., Nr. per »asse . . »'/,"/<> 8570 8l>'90 sist»blllZ>allt!iIchuI2' »«schitibungen. iliiabety-Äahn i. O., steuerfr.. zu l»,0 ft.....4"/„ - > - -- fran^ Ioseph-Bahn in Silber ldiv. St,) . , . . 5>/<<>/, lift 8,- NL-Ä! !>aliz. Kar! Uudwig-Äahü (div. stucke) Kronen . , , 4"/^ 95 ^o 9S 80 i.ildulj Bah» in Kroncnwahr. steuersr. (div, St.) . . 4"/„ 91 - 454 - deno ^inz-Vudiveis 200 fl. 0. W. N. 5>///„ . , . .428—432-deito Salzburss-Tirol 200 fl, 0. W. 2, 5"/„ , . . .424 — 427-^'ren,«tal Bahn 200 u, 2000 Kr. 4"/"........ 191—l<,2 — Oeld Ware Wo« ^lallte zur Zahlung iil>n» nommtut Alslnbahn > Piiorität»' Gbllglltionen. N»hm, Westbahn. Em 1895, 400, 2000 II. 10.000 Kr. 4"/„ 96'ü0 87 20 Vlisabeth-Bahn 000 >,. 3000 M. 4 ab i0"/„......lie 15 li?-!0 Elisabeth-Äal)» 400 u. 2NUU Vl, 4"/n........ne Ä(!i!7^u zerdiiillüds-Nordbahn Gni. 18«« »7 3d »« «b drtto Em, 19N4 36 65 97 65 Franz Ioseph-Vaün «8»^ «9^0 Vorarlberger Äahn Em. 1884 ldiv. St.) Silb. 4°/„ . , 96'Lb S7 «5 Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4°/„ ung. Goldrente per «lasse 113'60!13«U 4°/„ detto per Ultimo »13 «0N3^<, 4"/„ linear. Rente in Kronen- währ. stfr. per Kasse . . 82 »b UZ'Nb 4"/„ deitu per Ultimo »2 «b »!l 0l> 5'/2"/„ detto per Kasse «2'65 «2 «2 Ungar. Prämien.Nnl. i^ 100 fl. lio» kv-io» ü« detto il 50 fl 2«u 5< ü04 dc Theih-Reg.-Losc 4"/,, .... 143 - l4? -4"/„ ungar. Orundentl.-Obliss. 8310 84K 4"/,> troat. u. slav, Grbentl.-Obl, 94 2b 9o'3t Andere öffentliche Anlehcn. Hobn, Landeö-Anl. (div.) 4"/„ 93'50 94 ül Äoön, hercen, Eiseud. -Landes- slnlehen (blv.1 4>/,"/o - . »2 2f> l0«'Ll 5"/„ Dunau-Rcg.-Anleihe 1878 l«»-L(! >-'> Wiener Vcrlehrs-Anl. . . ,"/„ 9« - 97-detto 1W"/„ 99 3» 837! Äulg. Elaats-Hypothelar.'Inl. ,892......6"/„ 122-6 i2ü',',l Geld Ware Änlss, Staats - Goldanleihe 1907 f. 10« Kr, . . 4>/,"/l, 8l 20 92 2« Pfandbriefe usw. «ode!!lr.,°llg.öst. i.5»I.vl,4'V,i S5-:w 86-30 Vöhm, Hupothelenb, Verl. 4"/< 9? 25 8«-25 Zcntral-iliud.Nred.-Ai., üstcrr., 45I. verl.....4>//^ ivl bl, 102-»« detto «5 I. verl. , . , 4"/„ »7^5 88^5 Krcd.-Inst., österr., f.Veil.-Unt. u. üssentl.Arl,. Kat, ^.4"/„ 95^4/2 I. ructz. 4"/„ 845« »ü-^5 Mähr. Hypothelenb. uerl, 4"/„ 98 30 97 25 üi.-üslcrr, Landes-Hyp.->ll»st.4"» 97 50 !)»-5U detto inll. 2"/n Pr. uerl. 3Vü"/!> «? b« l«8 50 detlo K.-Schuldsch, uerl. 3>/2"/i «? b«> 88-50 dcttu veil......4"/n »?- 8»'- Östcrr.-ungar. Van! b« Jahre Uerl. 4"/„ Ü. W..... 37'8l 98-e<5 dctto 4"/„ Kr...... U8'3n 88 »« Spart., Ersteöst., liUI.uerl. 4«« i,9'i0 i,,u ,0 Cisenbahn-Prioritäts-Obligationen. Österr. Nordwestb. 200 fl. S. , 103-60 104-60 TtaalMahn 500 Fr..... 403 - 405'— Südbabn u 3"/„ Jänner-Juli 50« Fr. (per Lt.) ... ->— —>— Sliobah» k 5"/„ ^00 fl. S. °. , 118>! Äodenlredil-Lose (tm, 18U0 276 50 2«2 50 detto Em. 1889 2««'25 274 25 5"/„ Nonan-Negul.-Lose 100 fl 2U4'75 27U-7H Serb. Präm.-Anl.p. 1W ssr.2«/<, 85— lul-- Zlnolrziu»lich» 3»ft. Vndap.-Basllila (Nombau) 5 fl, 2< 2N 23-20 Nredillose IUU sl...... 4ü«'ü^ 5»'- Rudolf-Losc !0 sl...... «8>- 74-- Salm Lose 40 sl. KM . , , 254-50 264 50 Tllrl. ii.-»,-Anl, Präm.-Oblig. 400 Fr. per Kosle . . . Il<5'25 !«k 25 bettu per Medio . . . 185-2 ,x«"8^-Jew, Sch. d. 3"/o Präm,.Schuld d, Äudenlr.-Mst. Vm, 18»!» «,-- 85^- Altien. Gl»n»polt»Zlnl«mel!mnngen. Äülsiss-TepliiM Eisrnb, 500 sl, 2 40- ^270'- Böhmische ^lurdnah» l5» fl, 408-— 409 50 V»lch!icl,rnder liijb, 5»0« fl KM 2?»5 - 2745'- delto (»it.. Il) 200 sl. per Ult, 382 - 888'-Donau - Dampsschisfahrls - Gel,, 1., l, l, priv., 500 fl, KM ?3«-— 945> Dül-Äudenbachcr E.-U. 400Kr, 57«-— 5x«' Ferdinand« Nordu. 1000 fl, KM, 5<4,<-- 54««' Naschnu - Oderberyer Eiscubah» 20» sl, S....... 362-50 365'- Lcinb.'Czern,-Iassl, Eisenbahn- Gesellschaft, 200 sl, L, , , 566 - h«? .',„ loud, üsl., Trie«, 500 sl., KM. 46!»'- 473 - Österr. Norbwestbahn 2l)0 fl, S, 4«2 4««'s>ü detlll (lit, ly 200 fl V. p, U!t, 4«l!- 4si!!'5» Pra„ Dui,rr8isenb, !<>0fl,abnst, 226'— 227' Llaalscisenl!, 200 fl. S. per Ult, 72,! 25 727 25 Tiidbah» ^uo jl, Silber per Ult, l<>? 90 <<>8'i!l, Südnorddcutsche Verbinbungsb, 200!I,KM...... 405- 4uü- Transport Ges,. inter»,, A.-G. 200 Kr........ 81' 85-— Unaar, Weslliahn (Naab-Graz) 200 fl. S....... 40»'- 4<2- Wr. Lolalb.-Ultien Ges. 2<>n fl, 200— 22N-- Banlen. !/lngIo-Öslerr. Vanl, 120 !l. , 29«! 50 29!<-50 Vllülverein, Wiener per Kasse — - detlo per Ullimu 526'75 527 7b Budenlr,-Ans«. ös!.. :U8!!' - nod — ^enlr.-Bod, Nredbl. llst, 20«sl. »85'- 530'-Kieditanstllll für Handel und Gewerbe, 320 Kr-, per Kasse —-- -' bctlo per Ultimo 834 80 «!!ü 8« Nreditbaxl, »Nss. allg,, 20U fl- 751'- 752 — Depusitenblinl, all«., ^00 sl, , 452' - 454'— »1'- 604- Giro- u. Kassenverel», Wiener, 200 sl........ 4K7'— 46!'— HUPutheleubllnl, üsl, 200 Nr, 5"/„ 2U2' - 288' Lüiiderbanl, llsterr,, 2ou fl,, per Kasse....... —— —'- detto pe> Ultimo 4bN 50 451-50 „Merlnr", Wechselstub.-Altie,,- Gesellschaf!. 20«, sl, . . , üj! - 8,S' Östevr,.unnar. ÄanI <4un «tr 177b'—1784 5<, <«,'!!' Ware lnionbanl 200 fl...... 54»- 550 — Inionbaill, böhmische 10« sl. , 244 50 245 50 !jrrlehr«bn»t, alla 140 s!,. »39 75 340 7 5 3ndnstl!l.zlntlMtl»mun«tn, !jaiissesellsch,, allss, üst., ION fl. 170— >70 7b ^nixerKohIenbernb-Ges, i»Nfl. ?<8'— 7zi< — lisenl'ahnverll'hrs.Anstalt, öst,, ><"sl........ 414- 418' iisenbahnw.-Leih«., erste. I00fl. 2»3'— li«4 50 .VlbemilhI", Papiers, u. V-G. l<>0 n........ 1«a- 188- ilcltr.-Ges,, all« österr,. 200 fl. 888 - 390-- ileltr. »«esellsch., intern. 200 sl, —- -. tlettr.-Gesrllsch., Wr, in Liqu, 228— »25-^irtenbersser Patr,-, Ziindli. u Mct.-Fabril 40» Kr. , , ,u4b - 1048 - /iesinner Vranerri l00 sl , , li«8 - ^iu Muntan-Oes,, üsi. alpine 100 sl. «43 2^ «44 2 > .Poldi-Hiitte". TienelnnWahl- F,.A.-<«. 200 f>. , . , 447- 45!-— lirasserltisen-Indüsirie Geseüsch. 2<><> j!....... 2550- 25«0 »>ima> Mnranu - Salgo-Iarjancr Visenw, 100 sl..... 570 75 57>'75 Lalno-Tarj. Sleinloblen 100 fl. 560' > 5'!9 50 ,Lch!ösiImühl", Papier!., 200fl, 80<> — 822 — ,Sch°dnil,'a", »l.-^, f Petrol.- Industrie, 5N0 Kr, , . . lütt'— 514 — ,Stet,reri,li!l,I",Papierf.i! V.G. 43»'- 43950 t^rifailer Kohlenw-V. 70 fl. , 28»'— 280 b0 tiirl. Tabalregie-Wes. 200 Fr. per Kasse..... - - — — detto per Ultimo . , , »?«— «,80 — lgaffenf.-Gel,, osterr,, 100 fl, , «43— S46 Nr, Vantirsellschaft, 100 sl, , . iß!i 163 !,0 lüienerberne Ziessrli.-Ult-Ges. 740' 74?'- Devisen. Kurze Hlchlen und Kcheck«. /lmsterdam....... 19» !»0 i»g'ib Lentsche Banlplähe , , , 117-40 ,17-60 Italienische Ba»!v!äl)e , , , 85'— 8520 London........ 240 05 240'üb ^aris......... 9530 »5-45 Zt. Petersburn...... 252 75 25375 Wrich nnd Nasel..... 35-22' sb-3» Valuten. Dulaten........ 1,-35 11'»9 liN-Franlcn-Stillte..... 19 >>4 lS-l>? llO-Marl-Stüclc...... 28 4? 23'53 Teutsche Reichsbaülnoten , , 11750 1 177« Italienische Aa„l,iute» . . »k» 05 »52 b !>>ubel-Nu!e,!...... 2'b'-'' 2-53" von Rcnten^Pfa„nddbrlerfcn" Prioritäten. 0 J* ^' MaVer Q Privat-DepotS (Safe-DepOSit$) Aktien, Losen etc., JJevIsen und Valuten. -$?- B«,*ii«> unti WechslergeschÄft "X" unter el*enem VerschluB der Partei. Los-Versicherung- Laibach, StritorKaM»e.__________________Verzinsung von Birelnlim Im Kmti-Kirrent iitf nf Ilri-Kut«,