Nr. 276. Pt»numer»llon«pl«»»! Im «lompto», ganzj. N. 11. halbj. N. 5 50. YU» dle ZusteNun» !n« H«»< b»lb>. l'N e parlamentarischen Erfolge der Opposition dürften aber kaum imstande sein, Deutschland von der gegenwärtig betretenen Bahn der auswärtigen Politik abzubringen und das Volt für den kleinen Parlamentskrieg zu be-geistern. Immerhin sind die Schwierigleiten der inneren Verhältnisse nicht zu unterschätzen. Diese Krisis in der inneren Entwicklung Deutschlands wird aber nicht Feuilleton. Sitzen geblieben. Eine Frühwinter>Elcgie. dc» Widere Mädchen mögen nach Frühlingen zählen. siz"Nospen treiben und Blüten prangen — fie hat üen ^llhnt, nach Schneejahren zu rechnen. Vor eini. kin, U" kam sie spät abends mit ihrem Vater aus n.s.„, Gesellschaft. Es war die regelmäßige Dienstag-«'Schaft bei ihrer verheirateten Cousine. Man hatte pudert, soupier», Musik gemacht und um II Uhr llns^d genommen wie sonst. Als sie aus dem Thore «u ^ Stroße trat. trieb ihr der Wind etwas Weißes stui». ?acke. Ein Schneeflocken! Der erste... Sie ^ leicht auf. lltln^ ^" h^ du? fragte ihr Vater, der sie UN- "lm genommen hatte. I? Nichts. liz ^'e aber wusste dass sie ein Jahr älter geworden. ll«s^ da« zehnlemal. dass sie, aus der Abend-h°Mt "ach Hause kommend, den Wmter Emzug Hal,/ lab. Sie halle jedesmal die Empfindung ge. M« H « so plötzlich kam. Der Tag war ein °'nH^°r.kmbertaq gewesen, und die Nacht war auf Me V° weiß und greisenhaft. Dieselbe Empfindung Und b" b'ksni°l. Jawohl, das Jahr 'st alt geworden. N- auch. ^'t 35 schlief diese Nacht nicht - o, sie kannte da»! ""ie ausblasen, sich schlafend stellen, wenn der Vater nach einer Viertelstunde, die Lampe in der Hand, in der Thür erschien, um sich über ihr Befinden zu beruhigen, ehe er in sein eigenes Schlafa.emach gieng; dann, wenn sie hörte, dass drüben die Thür der Schlaf, stube geschlossen wurde, und es so traulich finster war, ringsumher, dass selbst die Wände nichts von ihrem Jammer sehen konnten, mit dem flachen Gesicht sich in den Polster bohren und weinen, weinen, bis ihr das Herz leichter wurde und die Augen schwerer, das« sie einschlief — o. sie hatte sie geübt, diese Rolle, und ich möchte das alte Mädchen sehen, die sie besser spielte. Sie halte sich die Nacht zur Vertrauten ge> macht. Sie begriff nicht, was die Menschen wollten, wenn sie die Nacht einsam, unfreundlich, schauerig nannten. Ihr war sie, die ruhige, gleichmäßige, still, verschwiegene Nacht der einzige, unwandelbare Freund, den sie besessen, der einzige, der ihr nie etwas ver« sprochen, was er nicht gehalten, der einzige, der sie nach nichts fragte und dem sie alles sagen konnte — alles. Auch ihr Alter. «Achtundzwanzig!" flüsterte sie leise und langsam, Silbe von Silbe trennend, als wollte sie hören, wie das Wort sich ausnimmt. Sie sprach es heute zum erstenmale aus. Es fehlten noch genau drei Wochen zu dem Aller. Aber sie nahm die Frist vorweg — vor der schwarzen Nacht, der stummen Freundin, hat es nichts zu sagen. Wie alt das klingt! Wie all! Ruhig! Das Wort wird nicht mehr ausgesprochen. ^ <« ^ In bunter Reihe gaukeln die Winter der V". gangenheit vorüber. An ^ letzten Mf we.h s.e^ ganz genau zu ermnern; ans der H«,l ""», die Bilder ineinander, und nicht einmal, ob es sieben ober acht Jahre hei ist, dass der Maulaffe Jean mit der ganzen Tasse voll Limonadegläsern mitten im „Eurvpe".Saal auf die Nase fiel, weiß sie mehr — es sind aber eher acht als sieben. Es geschah ihm jedoch ganz recht, die Empfindung hat sie auch heute noch, obschon sie nachsichtig sein gelernt hat in den letzten Jahren. Warum musste er auch so aufdringlich sein mit seinen letzten Diensten und überall alles sein wollen. Tänzer und Causeur und Kellner zugleich, während er doch in Wirklichkeit nichts weiter als ein sorgsam coiffierter. gesunder Junge war — so ein tende Zucker«Industrielle geladen waren und welche den Zweck hatte, das Finanzministerium darüber zu in» formieren, in welcher Weise die Zucker-Industriellen sich die Errichtung eines Zuckerdepöls, beziehungsweise die Belehnung von Zucker denken. Auf Grund der von den Experten gemachten Vorschläge wird diese Frage im Finanzministerium studiert werden. Von dem Resultate dieses Studiums hängt es ab, ob die Einberufung einer Zucker- Enquete von Seite des Finanzministeriums beschlossen wird. (Die Voltsschulen Mährens.) Die Zahl der öffentlichen Voltsschulen Mährens betrug im Schuljahre 1882/83 in sämmtlichen 38 Schulbezirlen 1996, darunter 46 Bürgerschulen. In 61 l Schulen war die Unterrichtssprache deutsch, in 1386 böhmisch und in 45 Schulen deutsch und böhmisch. Privalschulen be» standen 70, von denen 25 das Oeffentlichkeitsrecht besaßen. Die Zahl der im schulpflichtigen Alter stehenden Kinder detrug (nach den Ergebnissen der Schul-beschreibung) in den 6 Stadibezirken 19329 und in den 32 Landbezitken 344 997, zusammen 364326 Kinder. (Ungarn.) Das ungarische Oberhaus hielt vorgestern eine Sitzung ab. In derselben gelangten Zu« jchristen des Ministerpräsidenten zur Verlesung, nach welchen Se. Majestät der Kaiser die Anlwortsadresse auf die Thronrede allergnädigst zur Kenntnis zu nehmen und den FML. Freiherrn V. Fejcrväry zum Lan» desvertheidungsmilüster zu ernennen geruhten und Ihre Majestät die Kaiserin die Glückwünsche des Hauses zum Allerhöchsten Namensfeste huldvollst und dankend entgegennahm. — Dem ungarischen Abgeord-netenhause überreichte der Finanzminister den Entwurf eines Penfionsgesehes für Staatsbeamte, Minderbedienstete und Diener. Der Entwurf, der vom Haufe mit lebhaftem Beifall aufgenommen wurde, enthält in vier Abschnitten 66 Paragraphs und ist äugen« scheinlich in der Absicht verfasst, auf alle Verhältnisse lhunlichst Rücksicht zu nehmen und allen zulässigen Ansprüchen nach Möglichkeit Rechnung zu tragen. In» wiefern dies mittelst des Entwurfes auch thatsächlich gelungen ist, kann sich nur aus einer eingehenden Prü» fung seiner einzelnen Bestimmungen ergeben. Hier sei nur erwähnt, dass die definitive Pensionierung in der Negel nur nach zehnjähriger Dienstleistung erfolgen kann, dass Professoren und Lehrer dreißig, alle übrigen Angestellten vierzig Jahre lang ununterbrochen zu dienen verpflichtet sind, wenn sie nicht etwa früher dienstuntauglich oder 65 Jahre alt werden und dass die Pension nach zehn Jahren mit 40 Procent gerechnet wird, dann mit jedem Jahre um zwei, bei Professoren und Lehrern um drei Procent steigt, und somit nach 40, respective 30 Dienstjahren, die volle Höhe der einrechenbaren Bezüge erreicht. Die Minister und der Präsident des Staatsrechnungshofes haben, wenn sie in dieser Eigenschaft oder als Staalssecretäre ununterbrochen mindestens drei Jahre dienten, auf eine Pension von mindestens 4000 st., die Staatssecreiäre nach mindestens dreijähriger Dienstzeit auf eine Pension von 2000 fl. Anspruch. Die Pensionen ihrer Wilwen. wenn diese nicht auf Grund längerer Dienstzeit ihrer Gatten höhere Beträge beanspruchen können, haben 2000 fl., respective 1000 fl. zu betragen. Die Witwen der übrigen Angestellten beziehen Versorgungen, die mit einem Drittel der letzten Bezüge des Galten, wenn dieser Minderbediensteter oder Diener war, beginnen und bei Beamten bis zu 2500 fl. steigen; der Entwurf ist jedoch darauf bedacht, Misibräuchrn, die Pensionisten zum Zwecke der Versorgung von Frauens« Personen durch deren Ehelichung machen könnten, lhun-lichst vorzubeugen. Auch auf die Kinder der Pensionsberechtigten ist umfassend Bedacht genommen; Frauen im Staatsdienste sind den Männern gleichgestellt. Ausland. (Aus dem deutschen Reichstage.) In der Mittwoch-Sitzung des deutschen Reichstages entspann sich anlässlich der Verhandlung über den Antrag auf Gewährung von Diäten an die Reichstags-Ab^ord-neten eine lebhafte Debatte, in welcher Fürst Bismarck dreimal das Wort ergriff. Die erste Rede des Reichskanzlers, welcher sich diesmal wiederum entschieden für die Nichtgewährung von Diäten als ein unerlässliches Correctiv des geltenden Wahlrechtes erklärte, schloss mit der Warnung, an der Reichsverfas-sung, welche die Diätenlosigkeit der Abgeordneten aus» drücklich enthält, nicht zu rütteln. Nachdem Schor-lemer und Hänel auf diese Rede des Kanzlers erwidert hatten, nahm dieser das Wort zn seiner zweiten Rede, in welcher er u. a. bemerkte, die Diätenlosigkeit habe der Ausbildung des gewerblichen Parlamentarismus vorbeugen sollen. Das Land brauche Leute, die im Leben stehen, nicht Parlamentarier, die in vorlheilhafter Verbindung mit der Presse seien und infolge der Diäten die Sessionen unnütz verlängern. Fürst Bismarck schloss mit der Erklärung, er habe das Wahlgesetz im Jahre 1867 bei den deutschen Fürsten nur durchgesetzt gegen die Bedingung der Diätenlosigkeit, und das auch ausdrücklich dem con< ftituierenden Reichstage gesagt. Nachdem hierauf Schor lemer und Rickert in scharfer Erwiderung sich gegen den ihren Parteien gemachten Vorwurf der Reichsfeindlichkeit und gegen die vom Fürsten Bismarck an dem deutschen Reichstage geübte Kritil verwahrt hatten, nahm der deutsche Reichskanzler zum drittenmale das Wort und erklärte u. a., er werde sich das Recht zur Kritik der Parteien nicht nehmen lassen. Die Freisinnigen bestreiten das Streben nach Herrschaft, aber indem sie eine parlamentarische Regierung anstreben, wollen sie eine Regierung von ihrer Partei oder doch ab und zu von »hrer Partei. Republikaner nenne er sie, weil für ihn ein Unter-schied zwischen Republik und Monarchie nicht dann bestehe, dass der Monarch erblich sei. Die Monarchie sei da noch vorhanden, wo eme Uebereinstimmung des Königs und der LandeLverlretung nöthig sei, um Gesetze zu ändern. Die Republik beginne, sobald der Monarch durch die Majorität des Parlamentes ge-zwungen werden könne, Minister zu entlassen. D>e parlamentarische Regierung sei keine monarchische mehr, wie sich dies bei der englischen Regierung zeige. Redner habe nicht gesagt, dass die Majorität eine republikanische sei. Es sei überhaupt keine Majorität da. Wäre die Linke und das Centrum hier so einig wie bei den Wahlen, so würde er dem Kaiser vorschlagen, aus ihnen eine Regierung zu bilden. Der Kanzler schloss: „Noch heute meine ich, dass der M' nister mit dem gesetzgebenden Köiper Compromise schließen solle; aber dieser möge auch suchen, mit jenem im Einklänge zu sein. Sie dürfen nicht den Kaiser und dem Bundesralhe ihren Willen auferlegen wolle». Zur Herrschaft werden Sie nicht gelangen, davor bangt mir nicht; aber lassen Sie es nicht als Gefühl des Unrechtes in die Wähler gelangen, dass der Reichstass nicht die alleinherrschende Macht im Lande sei." Nach einer kurzen Rede Richters, in welcher dieser behauptete, die Reden des Fürsten Bismarck stünden in schroffem Widersprüche mit dem Friedensgeiste der Thronrede, wurde, wie bereits telegraphisch gemeldet, der Antrag auf Gewährung von Diäten mit 180 gegen 99 Stimmen angenommen. (Frankreich.) «Der tägliche Sie« ist unser normaler Zustand in China!" Das stolze Wort stanilM aus dem Munde Jules Ferrys, der in der vorgestrigen Fortsetzung der Tonkin g-Debatte >n der französischen Kammer das Wort ergriff. D»e Teppen, sagte er, befinden sich nicht in der Defensive, sondern in der Offensive; inbelreff der Detailoperationen müsse man sich auf die Führer der Truppe" verlassen. Bezüglich des weiteren Vorgehens gegen China führte Ferry eine fehr entschiedene Sprache. Er droht für den Fall. als alle Arrangements-Versuche scheitern sollten, mit verschärften militärische»' Maßnahmen; man werde eventuell Kelung und Tamsul besehen und bis zu einem festzusetzenden Zeilpunkte die Zölle einnehmen und die Minen ausbeuten. -- D'e freundliche Aufnahme seiner Rede durch die MajorM gab Ferry den Muth, die sofortige Votierung von 43 Millionen als Credit zur Fortsetzung der Oper«' tionen für dieses und einen Theil des nächsten Jahres zu verlangen. Der Credit wird auch ohne Zweifel bewilligt werden. (Russland.) Nach einer Meldung des armenischen Blattes „Aurora" aus Tislis hat die russische Regierung schon die nöthigen Anordnungen wegen der Besehung des Khanats von Chiwa u"0 dessen Einverleibung in das russische Reich 6^ troffen, mit deren Durchführung nun der Genera^ Gouverneur von Taschkent) betraut werden soll. Aer Khan Mahomed Er-Rhaman-Vahadur, der ein M' lömmling des großen Welteroberers Tamerlan ist, >"" nun depossediert und, mit einer Pension abgefertig' sein Land mit dem schon transkaspischen Gebiete U>w dem erst kürzlich annectierten Bezirke von Merw i" einer Provinz verschmolzen werden, die den Natnel> Nmu-Darja schuldiger Scherze weinen werde. Jedermann aber wusste bei sich, dass es Ernst gewesen sei, und das« sie im Ernste geweint hatte und den Jean im Ernste lieb habe. Wie die beiden aber auch zusammengepasst hätten! Gutmüthig und einfällig waren sie beide, und gesund und hübsch und unbedeutend. Woher es nur kommen mag, dass die dummen Männer durchaus den gesche>dten Mädchen nachjagen müssen! Jean vernachlässigte die kleine Tini auf beleidigend» Weise, und einmal sagte er es gerade heraus, dass sie ihm zu dumm sei. Tin» war aber gar nicht dumm. denn sie wollte nicht mehr scheinen als sie war, ulid darauf kommt alles an im Leben; und als sie ein Jahr darauf ihren begüterten Onkcl heiratete — was da« für Kichern war im Kreise der ,.ae-scheidten Mildchen", als die «kleine Dm" ihren dicken Onkel heiratete — wurde sie bald eine so sialtliche Frau, Wie jede andere, und gebar ihrem Mann jedes Jahr einen Buben oder ein Mädel. u»b nmnal sogar beides zugleich: die „kleine T>ni!« Der Maulaffe Jean aber ist seilher um acht Jahre feister, dümmer, eitler und ,roulinielter" geworden, macht nur noch verheirateten Frauen den Hof, bezieht von feinem Vater ein kolossales Taschengeld, und wenn der zehnte Theil von seinen Renommaa/n wahr ist, so hat er entschiedene Erfolge bei den „Weibern". Vorüber, vorüber! Wie lange scheinen jene Iu« aendgeschichten her! Jedes Mädchen hat seine zwei Winter im Zenith, von da weiter geht es abwärts. Die sogenannten „reizenden" Mädchen haben diese Blütezeit von siebzehn bis neunzehn, die „interessanten" von neunzehn bis einundzwanzig. Sie war von den letzteren. Denn „interessant" hatten sie damals alle gefunden, die Meinungsmacher der Gesellschaft; der lange Lieutenant erklärte sie sogar einmal für „verrrteufelt interessant"; aber heiraten mochte sie, schien es, unter allen, die sie leiden konnte, keiner. Es gibt einmal Mädchen zum Heiraten und Mädchen zum Hofmachen, und die letzteren sind nicht immer die ersteren, sowie man beim Confiteur nicht das, was man im Schaufenster bewundert, auf den Tisch bekommt. Der und der und dieser und jener — in ganzen Reihen zogen sie vor ihrem Gedächtnisse vorüber, die sie damals „intecessant" gefunden: sie heirateten eine andere oder keine. Allerdings, sie war stolz, wie jede selbstbewusste Seele, und nicht, dass man sie verlange — dass man sie bezwinge, wollte sie. Dazu aber waren die Heiratscandidaten zu bequem und die Stürmer und Dränger zu wenig heiratsfähig. Leute, die kecke Forderungen stellten, wurden k»ck bezahlt, und dumme Männer zumal hatten ihr nie öfter als einmal eine Dummheit gesagt. Sie kam in den Ruf für Heiden-mähig gescheidt nnd heidenmäßig ftolz unter den jungen Leuten. Interessant, gescheidt und stolz — eine reiche Mitglsi für ein Mädchen, aber eine gefährliche. Ein schwerer Klumpen «oldes. der den Träger zu Boden drückt. D,e jungen Leute, die das Gold fein au«, gemünzt haben wollen, glatt, rund. leicht und Hand. lich, wussten dannt nichts anzufangen. Das Zumünzen aber halte ihr immer wie Fälschen geschienen - sie verstand es nicht. Und so verstand man auch sie nicht und gieng an ihr — nie geringschätzig, immer mit Respect — vorüber. So vergiengen jene zwei, drei Jahre der Glanz- zeit. Wie die Mädchen ringsumher heirateten! ^rs die älteren, die in der Schule immer in höheren 5M gangen als sie gewesen waren — die lungeren talz ten Weiler. Dann kam das Heiraten in ihre ^" . Immer mehr von ihren ehemaligen SchulfreundlM überraschten sie mit jenen winzigen Vriefchcii auf ln > und Goldschnittpapier, darin sie ihrer »einzigen. >"b. Freundin" die frohe Nachricht brachten, dass st« >'^ gestern abends „im engsten Familienkreise" ">t V , Soundso verlobt haben; und alle diese Arles«? schlössen damit, wie „unendlich glücklich" sich die S9" berin fühle, und mit der Erwartung, dass bocl) ,^ die „süße Freundin" kommen werde, ihr zu / ^„d ren und sich von ihrem Glücke erzählen zu lasse" ".^ die süße Freundin kam und ließ sich von »hren» ^ " erzählen. Es war erstaunlich, wie diese junge» ^'"^ mit dem ..Glück" herumwarfen: wenn ein HU" ^ theil von diesen Glücksleimen in die Halme scho>»' war die Welt ein Paradies. , he" Am Ende des vierten Jahre« konnte man a Fingern abzählen, wie viel von den Altersaeno,!'' ^. noch nicht unter der Haube waren. Dann lan" ^ Nachzügler; im fünften, im sechsten Jahre. tM ^, da noch eine Hochzeit unter den Fre"""""^' ^ einer solchen Hochzeit war es. da kam d,e ^""^tlc, mal fliegenden Athems zu ihr; sie hätle ewe ^ eine einzige, flehentliche Bitte, es müsst 'yr ao ^, zugesagt wecden, dass sie im Und als alle Ausflüchte im vorhinein beseMgl ' da platzte jene endlich mit dem Anliegen heraus. — Du musst meine Brautführer!» »e«n. ,,„ Jede Widerrede fei umsonst, es se» l« ^^ voraus zugestanden, und dann sei s»e l« Laibacher Zeitung Nr. 276 2271 29. November 1884. rückt vor. Alle« bewegt sich nach einem zwanzig Meilen »euen Silben gelegenen Punkt. Das VardoKameelco'ps wird ohne Aufenthalt hier durchmarschieren und sich ihnen anschließen. Das ist die erste Vorwärtsbewegung der britischen Truppen über Donqola hinaus. Dieselbe ist ledoch nicht al« eine Off>'lisive gegen die Streitkräfte des Mahdi oder als Beginn der allgemeine» Vor-rllckung beabsichtigt, sondern nur wegen des Ueberhand-"ehmens der Vlatlern unter den hiesigen Emgebornen beschlossen worden. Aus Kmdofan sind verschiedene Be-nchte eingelangt und die Bazars sind voll von Gerüchten, über es ist zweifelhast, ob eines derselben verlässiq sei. Einerseits erhält sich die Nachricht, dass die Cholera dort ausgrbrochen sei und große Entmuthigung hervor« gebracht habe. Andererseits wird behauptet, dass der Mahdi große Vorbereitungen treffe, um sich dem Aorrücken der Engländer zu widersetzen und dass er Mahnschreiben an alle Stammhäupllinge erlassen habe, lhre Zwistigleiten aufzugeben und sich gegen die Un« »laubigen zu vereinigen. Von der Oesammtmacht von 65 Compagnien Infanterie, welche das Expeditions' 5"ft8 bilden, stehen jetzt 21 zwischen Wady-Halfa und "al; der Rest bewegt sich ununterbrochen stromauf-^ltsnach dem erstgenannten Punkt.«______________ Tagesneuigkeiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie das ""garische Amtsblatt meldet, zu Kirchenzwecken der griechisch.lalhol'schen Gemeinde Eusimze 150 fl., der römisch-katholischen Filialgemeinde Nädasd-Ladäny, der griechisch.katholischen Gemeinde Estte und der gri«. lhlsch.kalhollschlu Gemeinde Nagy-Ilonda je ilX) st. i" spenden geruht. — (Die Druckerpresse der Anarchisten.) Die anarchistische Propaganda in Wien wurde in den ätzten Jahren besonders durch Verbreitung von Flug« «christen hochverräterischen und anderen strafbaren In« Haltes gefordert. Der Behörde gelang es endlich, den ^rzeugungsott dieser Brandschriften in Wien zu ent. bkcken. und vorgestern begann vor dem Ausnahmsgerichts-hofe die auf vier Tage anberaumte Verhandlung gegen zwanzig Angeklagte, die an der Erzeugung und Verblei« tung der anarchistischen Schriften thätigen Antheil nah-"en. Unser Strafgesetz bestimmt, dass jeder, der an der Erzeugung und Verbreitung von Flugschriften sich be« heiligt, jener Verbrechen oder strafbaren Handlungen »lch fchuldig macht, welche laut Erkenntnis der Straf« Arichte in dem Inhalte der Schriften begründet sind. ?^" Angeklagten bilden insofern« eine Ausnahme von ^kll anderen, vor dem Wiener Strafgerichte angellagt gewesenen Socialisten und Anarchisten, al3 ein großer Theil derselben vollkommen geständig ist und sozusagen im Solde von Führern der anarchistischen Propaganda arbeitete. Durch die Geständnisse war es möglich, ein llares Bild der Flugschriften-Erzeugung in Wien zu er« halten. — (Gehirn und Seele) Ueber dieses Thema hielt vorgestern Professor Dr. Eduard Albert in Wien tlnen überaus fesselnden und instructiven Nortrag. Pro« sessor Albert leltrte sein Thema mit der Besprechung aller jener Bestrebungen ein. welche bis heute zur Vr« grllndung des Sitzes der Seele geschahen. Aristoteles War der erste, welcher der Seele das Gehirn als Sitz zuschrieb. Nach Erörterung verschiedener anderer Hypo» thesen bespricht der Vortragende die Kant'sche Theorie vom punktnellen Sitze der Seele in der Zirbeldrüse. Bemerkenswert ist die Erklärung Kants, man müsse überhaupt alle Bemühungen, den Sitz der Seele aufzu« finden, als unfruchtbar bezeichnen. Die modernste Forschung habe allerdings ergeben, dass die Kant'sche An« sicht von dem ftunktuellen Sitze der Seele unstichhaltig sei, dass die Einwirkungen derselben auf die körperlichen Organe vielmehr von verschiedenen Punkten des Ge« Hirns ausgehen; aber darin werde Kant doch ewig Recht behalten. dass die Seele selbst nie und nimmer werde erforscht werden können. — (Karthause Selz in Steiermarl) Von der Kirche der alten Karthause Seiz besteht nur mehr ein zerbröckeltes Gerippe; der alte herrliche Bau ist längst zur Ruine geworden. Nun interessiert sich dem Vernehmen nach der Trappisten.Orben für diefe ehr» würdigen Ueberreste, und eS waren kürzlich zwei Trap» Pisten aus Neichenberg dort und unterhandelten auch in Gonobih mit der fürstlich Windifch.Grätz'schen Guts« Verwaltung wegen Erwerbung der verfallenen Karthause; sollten die Verhandlungen zu einem Ziele führen, dann würden die Mönche von la Trappe die Kirche wieder aufbauen und ein Convent von 27 Trappisten sich in Seiz niederlassen. — Man kommt von der Südbahn« station Pöltschach aus in etwa vier Stunden über Heiligengeist und Seizdorf in jene einsame, reizende Waldwildnis, in der die Trümmer der Karthause liegen. Sechs Säulen schmücken das Portale, an welchem man die Jahreszahlen 1084, 1165 und 1444 findet. Der hintere Flügel des Gebäudes ist noch ziemlich erhalten und wird von einem Forftbeamten bewohnt. In der Flucht der Gemächer sieht man das sogenannte Kart« Häuser-Iimmer im Ecklhurme. das Fremdenzimmer und die alte Rüstkammer, jetzt Getreideboden. Das Refectorium zeigt noch Spuren von Wandmalereien. Ziemlich erhalten ^ist auch die Todtenlapelle. unter welcher sich die Gruft der Prioren befand. In der zerfallenen Sacristei ruhten bis 1827, von wo an Seiz der Verödung preisgegeben wurde, die Leichen der Gründer der Karthause, Herzogs Oltokar V. und seiner Gemahlin Kunigunde, deren Särge jtht in der Grablapelle des Stiftrs Rein stehen. Das Kloster ist 1782 aufgehoben worden; sein letzter Prior war Nnselm Pinter; das Kloster zählte damals noch 16 Mönche. — (Der Woll.Apostel und seine Iün. g e r.) Der Iägerianer-Verein in Berlin feierte am vorigen Sonntag in den Festräumen des Beau'fchen Etablissements fein zweite» Stiftungsfest. Die Mehrzahl der Festgrnossen war im Normal.Vallcostüme erschienen. Die Herren trugen schwarzen Sanitätsrocl, weiße, söge« nannte Ritterhosen und weihe Schnallenschuhe; die Damen weiße Normal'Wollenlleider. die entweder auf der mit breitem Blustüberschlag versehenen Taille mit Goldtressen beseht waren oder Schmuck aus rother Wollen« stickerei zeigten. Die Zahl der «Hölzernen", wie Pro< fessor Jäger die mit Pflanzenfaser-Veweben bekleideten Sterblichen nennt, war nur gering. In der Festrede verherrlichte der Vorsitzende, Ingenieur März. das Woll Regime und seinen Apostel, Professor Jäger, dem man ein donnerndes Hoch ausbrachte Während der Festtafel traf ein telegraphischer Gruh von Professor Jäger ein, der in poetischen Worten seinem Bebauern Ausdruck gab. nicht statt der Wolle ein Feoergewand zu 5'nzige, wirkliche, gute Freundin, und was dergleichen Mndeit Argumente, deren keines stark ist und die zu« 'Mrnen unter Weibern doch verfangen. Als die beiden 5"M Abschied sich um den Hals fielen, flüsterte ihr lene bedeutungsvoll lächelnd ins Ohr: . — Er ist dein Brautführer, hat felber darum ge-beten.... . Sie erröthete vetroffm. Wieso wusste !/t"e? .. . Jene aber wusste, wie alle wussten, ohne °>2 sie selbst es je mit einer Miene verrathen hätte 7- die Welt hat eine neugierige Bosheit zu errathen. "?r einem Mädchen im Herzen sitzt. Als am Hoch. ^ltstagt unser Brantfilhrerpaar durch die Kirche kam, ,° gab es ein Gewisper und Gestufter unter den Leu« ^' das habe man ja längst gemusst, und die Sache , ia schon seit Jahren ausgemacht, und es sei schon Uae mit dem Vater des Mädchens besprochen — die gutter lebte nicht — dass der junge Mann nur seine , snennung im Ministerium abwarte, die ihm zugesichert ,' dann wolle man Hochzeit machen — und was die Me sonst alles wussten. Sie aber — die Stolze, d,e ^escheidle — war wirr und beklommen nachher noch ^ch Wochen und Monate, dmch mehr als anderthalb ^hre. W'sset Ihr was anderthalb Jahre des stum« 3" b°ffms und Zagens für eine Mädchenseele sind ? 2v!"°l« fiengen die schlaflosen Nächte mit ihren wachen N"""n an Will er - will er nicht, da« war d,e ^dieser Traumwelt. ^ ^ . «- ^ .. da« ^ wollte nicht: das war ,hr Ende Er hatte dann^" ihre« Vaters eine Zeitlang häusig besucht Tilled er plötzlich aus. viele Wochen lang. Emes in ^ schien sein Name in einer Verlobungbnachrlcht «uz ^5iw"a ^t dem liebenswürdigen Fräuleln 3:. «,nvn7' 5°6,lkr des dort begüterten Herrn A" Sie ^'ä die Nachlicht laullos und niemand hörte von ihr ein Wort der Klage. Die Leute hatten nun wieder ihren Gesprächsstoff. Die Frauen fagten, er habe sie betrogen, die Männer fagten. man könne niemanden zwingen, dafs er alle Mädchen heirate, die sich in ihn verlieben; die besonders Klugen beiderlei Geschlechtes sagten, dass sie alles hallen fo kommen sehen; sie aber sagte gar nichts. Was wollt ihr weiter? Die Geschichte ist zu Ende. Mädchen mit sechs« und siebenundzwanzig Iah« ren thun gut, wenn sie nicht komisch werden wollen, ihr Romanbuch zuzuschlagen. Die jüngeren Mädchen sind seither alle so üppig herangewachsen, in sechs Jahren wechseln zwei Generationen. Die einstigen Freundinnen sind alle verheiratet, und Tmi« Kinder (das älteste, ein Mädchen, ist sechs Jahre alt und ganz fo rundig, hübsch und einfältig wie die Mutter) sagen ihr ,.nsm«. Die Nini gehl von Zeit zu Zeit noch in Gesellschaft, denn ihre Freundinnen wollen sie noch immer verheiraten. Was für abenteuerliche Anträge dabei heraus« kommen! Am Abend, von welchem wir eingang» sprachen, war nach langer Pause wieder jemand, der sich für sie „interessierte": ein dicker Landwirt, seit acht Jahren verwitwet, mit drei Kindern, etwa« derb in den Manieren, aber ziemlich gut rangiert, wie die Hausfrau dem Vater unter vier Augen zu verstehen gab. Der dicke Landwirt führte sie zu Tische, ah viel. sprach viel von seinen Schweinen und vom kalten Wetter. Es sollte heuer einen ausnahmsweise f'iihen Winter gegeben haben, erzählte er. indem er mit voller Faust auf den Tisch auffchlug; ein Ferkel sei ihm am vergangenen Sonntag nachts erfroren. Sie blickte ihn von der Seite an. Es g'bl '" der That manchmal frühe Winter. Bettina. ' tragen, das ihm gestatte, nach Berlin zu stiegen. Tasel-llieder von zuweilen recht kräftiger Würze erhöhten die festliche Stimmung der Wollenen. Wir wollen es uns nicht versagen, aus dem dritten Festliede einige Stellen wiederzugeben. Dasfelbe beginnt mit dem Schmerzruf: „O, wie ist die Welt verstunlen. Ganz in Elelduft versunlen", zeigt dann, wie „zu des Jammers jähem Ende ein Pro« fessor ward behende", und fährt dann fort: „Kinder, sprach der zweite lluther, Niecht doch euer Unterfutter, Fest dort sihet Beelzebub, Darum seid aus eurer Hut: Er stinlt ganz unbändig. . . ." „D'raus erhob sich ein Spectalcl. Keelcnriccher! Nehmt den Bakel, Schrie erbost die ganze Welt. Was will dieser woll'ne Held? Schlagt ihn aus die Schnute!" Das Lied schließt bann mit einer Verherrlichung des Woll Regimes und seiner Jünger, denn „Wcr in Wolle rein, ssrei von Elrldüstc Pein, Dem erschließt das Paradies Seine Psorten ganz gewiss". — (Die Transportkosten einer Vlume.) Die Baronin Rothschild, welche kürzlich ihre prächtige Villa in Cannes zum Winteraufenthalte bezog, ließ sich vom Golfe Ionan eine RieseN'Nrancaria dahin trans» Portieren. Die Pflanze wiegt 28000 Kilozr.; 32 Pferde zogen den Wagen, auf welchem sie geführt wurde. Da mehre Brücken, über welche der Transport gieng, gestützt werden mussten, betrugen die Kosten der Reise des „Vlümleins" über W000 Francs. — (Unficherheit.) «Die Zustände in unferer Stadt find fchauberhast. Gestern Abend hab'ich in meiner Bllrse 20 Gulden g-habt — heute früh schau' ich hinein — nicht ein Kreuzer ist mehr da!" — „Nlfo g'stohlen?" — ..Beileid! Vertrunken! . . ." Local- und Provinzial-Nachrichten. Der Verein der Aerzte in Krain hielt vorgestern zu Ehren des 80. Geburtstages seine« Obmannes Professor Dr. Franz Schiffer eine Fest« sihung ab. an welcher 33 Mitglieder und ein Gast theilnahmen. Nach Verlesung und Genehmigung des letzten SitzungSvrotokolles wurde Professor Schiffer durch eine vom Schriftführer Professor Dr Balenta verlesene Beglückwünschungsadrefse. welche von allen An« wesenden unterfertigt worden war, begrüßt, welche der Jubilant in schlichten, zu Herzen gehenden Worten ban« lend erwiderte, meinend, er wusste nicht, wodurch er solche wiederholte Ovationen verdiene, er habe ja nichts weiter als seine Pflicht als Arzl und Mensch strenge erfüllt, worauf zur Tagesordnung geschritten wurde. Schriftführer Professor Dr. Valenta theilte den Veitritt des Zahnarztes Schweiger mit, ferner die Resignation deS Primararztes Dr. Dornig als Delegierten des städtischen ständigen GrsundheitsratheS; die Vornahme der Ersatzwahl wurde für die nächste Generalversammlung beschlossen. Ferner kam eine von 17 Mitgliedern unterfertigte Zuschrift an die Vereinsleitung zur Verlesung des In« Haltes, das zur Statutenänderung gewählte Comite wolle bei deren Abfassung das Aufgeben des pathologifch« anatomischen Vereinsmuseums ins Auge fassen ; — wirb dem Vomits übergeben. Schließlich wurde bekanntgegeben, das» als Geschenke für die Vibliothel eingiengen: durch den hiesigen Spitalsdlrector der Jahresbericht de» Wiebner Kran« lenhauseS und vom steiermärkischen ärztlichen Vereine dessen vorjähriger Thätigleitsbericht. und wurden vom Schriftführer die Statuten der vom österreichischen Aerztevereins'Verbanbe angestrebten Pensions» und In-validencasse vertheilt unter eindringlicher Ermahnung, derfelben recht zahlreich ehethunlichst bietreten zu wollen, und nun kamen die angekündigten Vorträge an die Reihe: 1.) Klinischer Assistent Dr. Gregoric demon, strierte ein durch Knochenerweichung hochgradig verengtes Vecken — die Knochen waren so weich und nach« giebig. dass vom Kaiserschnitte Abstand genommen und die Geburt des Kindes, allerding« sehr schwierig, jedoch auf natürlichem Wege beendigt werden konnte; ein UarniawlliH rsriopsriwuSHis war die Todesurfache. 2) Primararzt Dr. Ritter von Blei we is zeigte das Herz eines 2b Jahre alt gewordenen Manne« vor. an dem das sogenannte rov^I« loramou oval« po",- «Kot, geblieben war und sich Verschliehun, der P"lm°n°lc.rter e.. durch «wachsu«, der Klappen h"°u^ll.e und e ^"er,^ H^ scheint, das« /er Mensch l°°lt^^ ^^ Unicum wird """" »^ ^, ^ inter- . ^?t'^ im Elisabeth. vor; der ««'rtraa wird demnächst in oiwu»o publiciert werden, «n der sich an diesen Vortrag anknüpfenden Debatte be-theiligten sich die p. t. Mitglieder Dr. Fux, Dr, Kapler. Mayer und Dr. R. von Stoeckl; letzterer beantragte eine Discussion über die Divhtheritil in einer der nächsten Lnidach« Zeitung N,. 276 2274 29. November 1334. VereiuSsihungen, indem er meinte, dass eine solche interessante Aufschlüsse dalüber ergeben dürfte, wann die Diphtheritis hier in Laibach in Beobachtung gelangte, und über den Umstand des auffallenden Rückschreitens, resp. AufhüienS, der früher so gefürchteten häutigen Bräune. Nachdem die Vereinsleitung versprach, diesen Gegen» stand auf die Tagesordnung der Iännersitzung zu sehen, erfolgte Schluss der Sitzung. — (Fürststbischof Dr. I Missia.) Am 7ten Dezember wird Fürstbischof Dr. I. Missia in Graz consecriert werden. Bei der Consecration werden der Weihbischof von Salzburg nnd der Lavanter Fürstbischof fungieien. Das Laibacher Domcapitel wird durch die Domcapilulare Dr, OebaZcl und Dompfarrer U r ba s vertreten sein. Die Inthronisation in Laibach wird nicht, wie ursprünglich bestimmt war. am 8,, sondern am 14. Dezember evfolgen. — Im Schaufenster des Gion« ti u i'schen GewtUbeS am Rathhausplatze finden Wir das wohlgetroffene Porträt des neuen Kirchenfürsten ausgestellt. — (Oberlanbesgerichtsrath Koöevar.) Am 26. d, Pl. gab der Grazer Iuriftenverein in der «Ressource Restauration" feinem von Graz scheidenden Mitgliedl'. dem Oberlandesgerichtsrathe Herrn Karl Ko-kevar. ein Nbschiedsbanlett. an dem Se. Excellenz der Herr Oberlandesgerichts'Präsident Dr. R. v. Wafer, welcher im Namen der Rathsgremien dem Scheidenden ein herzliches Lebewohl darbrachte, fowie die hervor» ragendsten Vertreter der Grazer Iuriftenwelt sich betheiligten. — (Wollwih. Flachenfeld'scheS Cano-nicat.) Der trainische Landisausschuss. dem das Vor-schlagsrecht bei Besetzung des Wollwih Fluchenfeld'schen Canonicates zusteht, hat den Rcichsrathö Abgeordneten Karl Klun für dasselbe präsentiert. — (Die Schlussverhandlung gegen die Laibacher Anarchisten) wird am 6 Dezember vor dem Gchwurgerichtshose in Klagen fürt beginnen Die Anllage lautet auf Hochverrath und Majestätsbeleidigung. Als Vorsitzender ist Oberlandesgerichtsrath Edmund Schrey Eoler von Redlwert designiert; die Anklage wird Staatsanwalts Substitut Pajk vertreten. — (Das rothe Kreuz) Anläsülich der An. Wesenheit Sr. l. und k Hoheit des durchlauchtigsten Herrn Erzherzogs Carl Ludwig wurde deckung wurden mehrere Mitglieder der Section „Küstenland" des deutschen und österreichischen Alpenverelncs benachrichtigt, welche zufällig in St, Eantian weilten, um in der dortigen Grotte ihre Forschungen über den unterirdischen Lauf des Rekaflusses fortzusetzen. Die neue Höhle wird demnächst näher untersucht werden. — (Bahnwächter als Bienenzüchter.) In der Juli»Ausgabe der „Oeslerreichisch ungarischen Bienen in einer solchen Form erscheinen zu lassen, dass es ein ösk', reichisches Volksbuch werde, das iu Haus und Familie mn' bleibende Stätte finde. Dieser Wunsch ist erfüllt worden, und liegt jetzt das erste Heft der populären Ausgabe vor. Dasselbe erscheint in der Staatsdruckerei in 20 rasch auscinnndcrfolaen-den Lieferungen, auf seinem Ehamoispapier gedruckt. Die zahl» reichen, prachtvoll ausgeführten Illustrationen, nach der Natur von Franz von Pausinger aufgenommen, sind sämmtlich dem Prachtwerte entlehnt und auch in die Volksausgabe aufgenom-men. Der Preis einer Lieferung beträgt 30 kr. — (OK kFrarnom vplHäu,n^i,) so heißt eine Broschüre, die als Nachdruck aus dem I.owpi» der Mtia» 81ov(M8llH erschienen ist. In derselben bietet uns der Ver-fasscr, Hcrr^Dr. I, Vosnjak. die Resultate seiner umfassenden und genauen Studicu auf dem Agrargcbicte in einer sehr leicht fasslichcn und übersichtlichen Weise, so dass sie jcdcrmcmn, der sich über die Agrarfrage bclchrcu will, empfohlen werden kann. Der Verfasser hat alle bedeutenderen Werke der Agrar-litcratur berücksichtigt und benützt. Wo ihm diese nicht luis» reichten, wusste er sich verlässlichc Daten von persönlichen Freunden zu verschaffen. Original-Telegramme der Uaib. Zeitunü' Linz. 28. November. Das Vchnden des VischosS Rudigier ist bei zunehmendem KräfteverfaU, Fieber und steigender Schwäche in weilerer Verschlimmerung begriffen. Budapest, 28 November. ..Vudapesti Közlöi'U" publiciert die Ernennung des bisherigen zweiten Plä' sidenlen der Curie, Vela Perczel, zum Präsidenten derselben. Paris, 28. November. Die Kammer nahm mit 361 gegen 166 Stimmen den ersten Credit von l6 Millionen und fodann mit 351 gegen 179 Stimmen den neuen Credit vou 43 Millionen an. Sodann wur» den mehrere Tagesordnungen beantragt. Ferry lehnt die einfache Tagesordnung ab, welche auch mit 301 gegen 233 Stimmen abgelehnt wird. Carrot beantragt eiue von Ferry unterstützte Tagesordnung betreffs energischer Wahrung der Rechte Frankreichs. Infolge des Verlangens der Opposition nach getrennter Ab-stimmung wird die Abstimmung auf morgen vertagt- Haag, 28. November. Die Kammer genehmigte mit 66 gegen 8 Stimmen das Gesetz, durch welches der Artikel 198 der Verfassung dahin abgeändert wird. dass eine Verfassungs-Nevision während der Regentschaft mit Ausnahme der sich auf die Thronfolge be-ziehenden Artikel der Verfassung gestattet ist. Petersburg. 26. November. Der Kaiser und d>e Kaiserin haben sich nach Gatschina bea/ben. Angekommene Fremde. Am 27, November. , Hotel Stadt Wien. Friedrich, hausner, Glas,. K'rachi. M"'' leute. Wieu. — Ritter v. GutmannSthal, Triest, — Mayc>> sürstl. Leibarzt, s. Frau, Planina, Hotel Elefant. Gassclscder und Neitmayr. Kaufl., Wien. ^ Stajer. k. l. Notar, Wippach. — Löschnigg, Kaufm,, Sa"" Marcin. Gasthof Südbahnhof. Nozmann, Ncij,, Graz. Landschaftliches Theater. Heute (ungerader Tag): Morill a. Komische Operette >> 3 Acten. Nach einem Miirchen frei bearbeitet. — Musik "'" Julius Hopp. Meteorologische Beobachtungen in Laiback ,. ff 3ß^ 8 » 5-. 3^ n - « tin« " " n ^ « —'<" ! _ L sei z 3__^ ^ '^-5'''- 7 U.Mss. 735.64 — 6.4 NO, schmachi^beiuöllt , ,,., 28, 2 „ N. 734.U1 ^- 3.6 SW, schwach, halbheitcr 0,"" »..Ab. ?33.7.'l ^ ii.0,SW schwach! bewölkt Morgenroth, vormittags ziemlich heiter, uachmittag«^" . Wetter, bewölkt, Alpenglühen, Das Tagcsinittel der Alan« — 0,3«, um 2,8« unter dem Normale. ^^_^ ^ Verantwortlicher Ncdactcur: I, N a g l i k. Gesunde Liqueure N,',7»^»5 ^3"" Carl Philipp Pollal in Prag. (Sieh heutiges Inscrat^^.. (40l) 36—34 Bestes Trinkwasser bei Epidemien. _—-^^aSe^bkSS bestes Tiscli- uJrIViscliuiigsgetränk erprobt bei Husten, Halskrankheiten, Magen-und Blasenkatarrh.___________.. Heinrich Mattoni, Karlsbad null Vio. iiaibachcr Zeitung. Nr. ii76 2273 29. November 1884. Course an der Wiener «örse vom 28. November 1884. Blllats.«nlehen. '°«°.««n.«s««we' ' per«?. '!?._ '.^H ^»«r. »t°teur«ute. st«u«s«i , »z h, »7.^^ U»«. Void«»», ,«/. . . . „z.75,,,9, ' iueub..«»,. «off. «llv.G. ,<^ .3« -' «laat«.«Dbl. (Ung. Oftb.) i,« 25 N» 75 ' !» , .' "°°' 3- 187» ,0b 7s. wb - " ° "'» "°le 4°/, ,!» fl. . . Il«.ho 11,,zo ^»ndentl.. Obligationen (Nil l0«fi.«l..Fi.). .°t»"«.......!^l<>..«5 i°'^'"/?°.......l°««ll,0l0 ,°/ "°"'<«' U°d l:av°,is«e . ,00—1l>,-'/'««d«nb«l,,l,!»« .... „.llU»«en..!'o«e 5»/!, l00 N. !l? «5 ll? 75 bto. Nnllih 1N78, Nenlrfru! . 105'----------- «nlehen b. « adtgtmeindc Mcn 10» 60 108 — Anlehen d. Gta^tgtmeinb« Wien (Slid« ober Gold) ....-------— — Vlii«!en»»nl.b.Vt ill» — Pfandbriefe lfür KW ss.) «odenci. allg. öfter». 4'/,'/« Gold iz» — ll» s.c, bto. lu 50 , , 4>/,«/« »' .',« 9? 8(> bto. In nn , , 4°/« . h,-kc »»— bto. Pr«u!ieni«chulbverschi.3'/, h« ,l 37 »5 Oeft. Hypothelenbanl l»j, b'/,«/» - ------ O«ft.»unz. Vanl »«l. »°/, . . loi z« »oi 50 dto. , «'/,»/«. loo 85 loi — dto. , <°/. . . »5-l.e l»l 75 Nng. allg.Vobenc,tl>ll'«ciienges. in Pest ln 34 I v«l. z>/,»/, , 10, 75 !o, 72 Prlorit»ts'0l,lt8lltioncn «.für ion jl.>. Hlisabelh.WeUbahn l. «misfton lc,, s,o ,y» »c. !»an,»Iosef»Ullhn.....yy— l»02l wu N. S. «>/,«/» - . »V 70 I«0 -. Oefien. Nvlbweftdahn . , . . ib« ?o lc< -«lebentülge» . . . . 98 10^ b» bll V»»at«bahn 1. «misfton . . . l«,'5b '.KL- -»ubbahn ^3"/,......I«? . . 1<7 50 « ' .2 ^t......'«Ü0 12, 70 NN8»,aliz. V»h» . . , ,,^_ „2^, Dlverfe L«fe s« ion N, , 17«, ?z 1,^^>' «l«V.S°le 40 N.. . . "_ .«« 4°/, D°Nl>u,Pa»hssch. »ay ff ,.z.^ i,^ ,^ ealbach« Pliiminl.Unlehen ,,0 ft. ,z . ?< l,^ ^s"""l«" ffd-Lose 40 N .....„ z« „ _ «"ben "rcu,' ^ft. «t,. v. 1« ft. ,3 »o ,5 l ki. «dnci..«lnft., Oeft.zooss. G.40»/,, z, , 5 , «5>-. 3^!'«"^' ^°"» "' ^' "« « «llb, 500 !l. «Vl. »8» - kyc, — , sUt »> »«» N. - 1»l — l!<3-- Donau » T>»mvssch>ff»hlt » Oe<. Oeftcrr. «00 N. «M.....527 — 2»!» — vlau.«is.lVat,.T>b,.Z,)«uoN.G l?» 72 ,79 2b Dux»Vobenbach««.'N,^0l)sl.V.------! —- - «lisabelh.Vllhn 200 ff. «M. . , »<>3 2>> 253'5 „ Linz»K^ ylan»»Ic>bsrg>— il<0 «> >iembnn»HNsci «isenb. i5c>ll.V,lb, ——------ !«tudolf» «ahn ,<><» fi, Silbei , ,S»«<5!'8»'7^ Vl«bei>biligei «isenb. «00 fi. G, i7b>75 i».0 — «ta,i'i ^1 "' " , «vr.. nen« ion ,. . . i<,7 7^ ,/,.5^ Ir»n«p°rt.«elell,<1>°ft 100 N. > "0 3? " Nng. »orboNbabn ,00 st. «ill.« ,«5 ?? ,«,.:« .^ndnstrieNetie, (v«l «tü«l). ial»2.«ri. ««leiiraff. lvo fl. ,<>, _ ll>3>,c W»ffei,f..V., OeN. .<<> Irlfail« »l>hl,»w..«el. U» N. . ... "." 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Piccoli, Apotheker in Laibach. Ich war soit 18 Jahren immer mit Magonlejden go-plagt und tflaubto nio inohr gesund zu wordon. Wie ich Ihro Magoncssenz bokomrnon habe, nach einigen FJa-schon wurde ich ganz gut, und jetzt schaue ich wohlbeleibt und ganz gut aus. (1951) 15—8 Rovoredo, Tirol, 10. Februar 1884. ZLvsaria. Sch.-warz. 1 Flasohe 10 kr. In Schachteln ä 12 Flaschen wird gegen Nachnahme von 1 fl. 36 kr. vom Erzeuger versendet. Bei grÖHserer Abnahme entsprechender Rabatt Leberthran-Oel (Oleurn Jecoris Asselli). Ein Oel, welches aus don frischon Lebern, welche Gadui Morrhua Linnè, eine Scholliischart, inno hat, bei «ehr gelindor Wärmo iui Dampfbade bereitet wird, ist blaKSgelb, von eigenthümlichem, nicht ranzigem Geruch Und Geschmack. Man unterscheidet im Handel vorschiedeno Thransorton: 1.) Dor blanko, hollblanke odor gelbe Leberthran (der officinelle) fliesst unter golindom Erwärmon im Wasserbado aus den Fischloborn, odor man gewinnt ihn durch Einwirkon vor» Wasserdäropfon auf die zerkleinerte Leber (Dampfleber-thran). 2) Dor braungolbo oder blanko hellbraune Leberthran (früher eben-faJls officinollj ist daa Ool, welches nach Abscheiden der ersten Sorte durch stärkeren Erwärmon und Auspressen gowonnen wird. 15.) Uraunor Leberthran wird aus dorn Rückstände der Lebern nach den beiden vorgehenden Sorten durch Auskochen mit Wasser ei halten. (Froyberger, Präparate dor doutschon Phannacopoe, Ausgabe II ) yjT Die erste Sorte, die auch die beste und wirksamste ist, in Flasohen ä 60 kr. vorkauft 4839) 12-2 (naoh der Znbereitongr»-weise), welche jedoch bezüglioh der Farbennuanoe den Unterschied der Qualitäten nioht so genau maoht, wie die im Jahre 1883 ertohie-nene deutsohe Pharmacopoe, welohe mit Rüoksioht aas dl« *mlt}?*s gemachten Fortschritte der Wissensohaften bezügrUoh *•«"¦• U5lter" lung der Güte und Beschaffenheit der Präparate «•¦•L•; Leber-soheidet. Das p. t. Publioum wird auf merles*^ **™*.° ' Zejtung*n thranöl, welohes von «-inor Firin". '" ^ir" nioht ai» solohe annonoiert und als beste Sorte a»areprie»» wurde in die deutsohe anzusehen, da diese nioht die 5el'es' „oinBeD («ie 1st nioht die von Pharmaoopoe nioht als of°^Jinte), ist weniger wirksam und im der österr. Pharmaoopoe^e^ ^j ili^oi- als die reinere und wirk- "°*?;'fji"'rlÜ^üT^t."*"*"Q-- FJCCOli, Apotheke,.