Nr. 9. ft, >1. halbj, N 5«, Für d!l ^uNellun« in» Han» l»»l»j z« ti. Mil dn P°N «»nzj st l5. haibj, ? l»0. Freitag, 11. Jänner. I«sl»lioli»>lb«r: Ml Nlinl >»»<«»»« bi« j, 4 Ze«t» » tt , sslötz»« pi, Zeile « kl ! bti «ftern. l8?8. Amtlicher Theil. Se. k. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschli,'wma vom I. Jänner d. I. dem Pfarrer in An- ^ Linde mayr, in Anerkennung sein.« ^.,n!i>.>j!,, lierufstreucn und vcr-dinlstlichen Wirkens das goldene Verdienstlreuz mit der Krone allergnädigst zu verleihen geruht. Se. k. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom >il. Dezember v. I. dem pensionierten Steueramtsdiener Johann Schmidt !N Ungarisch-Ostrau, in Anerkennuna seiner vieljährigen ^kuen und ersprießlichen Dienstleistung, das silberne "kldirnstlreuz nllergnädigst zu verleihen geruht. Nichtamtlicher Theil. Die Luxussteueln in Ungarn. In der letzten Sitzung der Finanzlommisston des ungarischen Abgeordnetenhauses vom ?. d. M. entspann llch inbetreff dcr Luxussteuern eine längere Debatte, wobei die Kommission auch auf die Gesuche um Ab-schafsung der Pferde- und Wagenstcucr, dann der -nillard uud Zpielzimmersteucr refiectierte. Die Vcr^ Handlung endete mit der Vulierung der Luxusstcueru »m unveränderten Ausmaße wie bisher auch für das Jahr 1tz7tt. Ueber den Gaug dcr hierüber gepflogenen Debatte bringt die „Deutsche Zeitung" aus Budapest nachstehenden kurzen Bericht: Abgeordneter Paul Somssich unterstützte die gegen dle genannte Steuer eingelaufenen Pctlttoueu, da bei den Luxussteucru die Unannehmlichkeiten für den Staat größer sind als dcr Nutzen. — Minister Szcll gibt zu. bah die Lnxusstcucrn viel zu schaffen geben, aber nur deshalb ist dies der Fall, weil im betreffenden Gesetze ^ele Hintcrthürchen und Ausuahmen enthalten sind. Er ^streitet dagegen, daß die Pferde- und Waacnsteucr im ^gemeinen auf die Wagcnindustrie eine so nachlhci-"3e Wirkung geübt hat, als behauptet wird, denn der AMe Theil der Wagenbesitzer bezahlt gar leine Steuer. ^?le Wagensteuer trägt lg ab, wo man mit allerlei sinnreichen ^orrich- ^cu im Laufe eines einzigen Tages 8<>. verschließen und mit ihrer Adresse versehen. Znm Schlüsse bringt uns der Führer dahin, wo l die Korke, die man in großen Säcken aus Spanien bezieht, sortiert, zurcchtgeschnitlen und dnrch Andrücken an Slahlscheiben, die über der Flamme von Spiritus lampen glühend gemacht worden sind. mit der Marke des Etablissements gestempelt werden. Fast jedes Eham-Vagnerhaus ist übrigens bereit, auch einen andern Brand, der gewünscht wird, z. V den des ten des rohen Weines oder oen deS crsw aus den Kork zu bringen, nien den eines an- dern Fal'rilanten von Sect. T- ^.^,üpelui'" <"'"'""''' hier bei MM ^ ...,,.. ...icde, welche die Agraf< fen fur die Flaschcnlöpfe herzustellen haben. Wir hören, daß die Firma im ganzen etwa vierlhalbhundcrt Ar beiter und Arbeiterinen bejckMiqt Nur noch ein paar " ^mpagner. firmen von Epcrnay und ........... s» einige zwanzig gibt und zu denen m den Nachbarorten Ü.HK' Ions, Mareuil, Ay, Avize und Pieny noch etwa ebenso viele kommen. Die älteste dieser Firmen ist die r^n Ruinart 'ims, deren ,' pagnon , nt ist, vun dl',;............ einer zu derselben Benediktiner Bruderschaft aehört haben soll, welcher Pater Dom Pirignon, der Erfilv der des Champagners, angehörte. Dieies uralte Hcius ist jedoch schon seit vielen Werbern um die Gunst dei den und macht jetzt mit seinem Produkt, zu dem es den Nothwein gioßentheils aus der U'......^......- des einst berühmten Selleru bezieht, nur no^! we- schäfte, welche außerdem 1 ' ', desselben geschmälert wer^ : Kurz nennt. Die zweitälteste Firma ist die. deren ^i.f.fisiV, ment in Epernay wir soeben besucht haben. ! ihre (^7^ ' dis vor die e ^ ' '' ' ! ^uriir? und ist im Ehandons scheinen auf das Deutsche < ' ' -den. denn ick erinnere mich. daß Namens, die m,S (^psrnay Warei!, MlNe der Di> 'eKdcn aushielten und die dortige K,> , ,_ Die' Firma El'cquol. wuror iln Iuhre 179fj durch ds" <"....... '-- '^^ "' ^^^..... "'- " benen ^^ - Ve« ruyiülljci: st die Müsse, . ., deK in dei! > der Dame ^> annali""-" '^ ^jler H.!".'„«.. des z. !sn Sch^ und ^' ' ^, und da» Glucl 5<-5 r ^liissuot lclilli !' und .............^........... l"- 'wie »hre 'ls"tm,une Äestenerung anderer Luxusgegeustände, z. B. der Photographien, ersehen. Minister Szell hält solche Compensationen für sehr schwierig. Die Besteuerung der Photographien würde einen andern Indnstriczweig schädigen. Das Sviel-larteN'Monopol könnte bei der Gemeinsamkeit des Zoll» gcbietes nur dann eingeführt werden, wenn auch Oester» reich einverstanden wäre, und auch dann noch wäre der Schmuggel aus dem Auslande sehr groß. Man sollte die fraglichen Petitionen ihm zuweisen, damit er erwäge, ob diese Steuer durch eine andere ersetzt werden lönne. Im künftigen Jahre würde er darübe, ' n, jetzt über möge die Kommission die betrefseitt , n votieren. — August Pulszly bemerkt, die Wagensteuer sei sehr vexatorych; man sollte sie durch den Zeitungs-stempel ersetzen, dessen Abschaffung weder dem Publikum noch der Literatur, sondern nur einigen großen Gesellschaften und einein Theile der deutschen Blätter Nutzer, gebracht habe. In Verbindung mit dcr Wicdereinsüh runsl des Zeilungsstempels sollte auch die Inseraten-Stempelsteuer, dem Umfange der betreffenden Inserate entsprechend, umgestaltet werden. — Ignaz Helfu miß' billigt den Antrug Pulszty's, denn die Abschaffung des Zeitungsstempels habe das Entstehen wohlfeiler Zeitungen zur Folqe gehabt, was für die ärmne Klasse ein großer Vortheil ist. Die Abschaffung der Nagcn-stcuer findet ihre Kompensation in sich selbst, denn die Abschaffung dieser Steuer Hütte ein entsprechendes Steigen dcr " ' 'ieucr der betreffenden Industrie' zweige zur 7> " den Luxussleuern will Redner nnr die Diene»steuei beibehalten, denn es sei doch höchst übertrieben, daß selbst gewöhnliche bürgerliche Familien drei bis vier Diener halten; dies komme im Auslande nicht vor. " Minister Szcll formuliert einen Antrag Wahrmanns tmhin. daß der Finanzminister noH vor Einbringung des nächsten Budgets darüber Bericht er» statten soll. ob und in welcher Weise es möglich wäre, das Luxussteueraeseh so zu modificieren, bah darunter die Einnahmen oes Aerars nicht leiden würden. Die Kommission nahm diesen Antrag des Ministers an und votierte die Luxussteuern für das Jahr 1378. Türtische Festungen. Seit bnn Falle von Plewna, das, ohne eine Festuna zu fein. oen Rufsen doch hartnäckigeren Wider-lwnd leiskte, als dies jonft bei einer regelrechten eswna vielleicht möglich gewesen wäre, wendet sich me Aufmerksamkeit in erhöhtem Maße den eigentlichen türkischen Festungen zu, da diefelben nunmehr ,m Falle der Fortsetzung des Kr,eges berufen emc größere Rolle zu spielen. Wir thnlri— stehende, von der ..Augsb. Mg. Ztg." gebraci derung über den gegenwärtigen Zustand der <^'. i, -gen Schumla, Parna und Adrianopel nut; weittt^ lautet: ..Die Stadt Schumla lirnt südlich von der von Rustschul nach Varna n Eisenbahn auf den unteren Stufen der ^l,,<,.,!.>,lubhänge <-- ' »^...^ Höhenrückens, der. durch das Thal dee vom Hauptgebirgezuge unter b»' ^5l ' Schritt liegen vor der Nord», Ost^ uno einige vorgeschobene Forts, respective M">" denen die Tildis-Tabla ,m Norden t< Tschalli Tabia " !^ von der Eisenbuyii) Mlb ou Fedüy-Tllbia lwn der Eisenbahn) im Osten der Stadt sowie die 3 Tabm im Süden der Stadt nnter Sultan H)c..,...... ij, erbaut word.,, si>,d und fich schon bei der Belagerung von ! » I87>4 als nicht ansreichenb btw,esen haben. H.^llmlK entstand vor diesen genannten ..Forts" während der Belagerung eine neue Linie von Erdwerlen, die gegenwärtig wieber hergestellt und t^" lunii^n veränderten Ansprüchen entsprechend l ergänzt worden sind. Außerdem wurdri, ^eu ^, i noch neue. weiter vorgesHobeue Werke gebaut, barunter zwei „Forts", die erst im. /7 vollendet wur» den. Ihre Lage ist uns rm:, ^l G.w s, ,st d^ß fie als „permanente" Werke nut g< wänden und lasemattierten Untertuililvilunl.'ii ^uuul wurden. Die Mimmalorsatzuna. der Festung dürfte mit 20,tX)0 Mann noch zu niedrig > sem — ein Umstand, der die türkische ^rc in dem Augenblicke der wahrscheinlich b> Vereinigung sämmtlicher Heeres!^^ ^.^o^iu^ lu'l,l geniert, als er ihr willkommen ist. Die Ausdehnung des befestigten Lagers verlangt, selbst bei einer He» «ft satzung von nur 20,000 Mann, für die einfache Cer-nierung des Platzes 45,000 Mann. Die Armierung der Festung soll den Bedürfnissen entsprechen, die Proviantierung eine sehr reichliche sein. „Was Varna betrifft, so dürfte die Beobachtung dieses Platzes im Falle einer Belagerung von Silistria und einer Cernierung von Schumla der Invasionsarmee nicht unbeträchtliche Kräfte entziehen. Hicfür spricht in erster Linie der Umstand, daß infolge der Lage des Dewno-Sees im Westen der Stadt das Beobachtungscorps aus zwei selbständigen und daher nothwcndigerwelse hinreichend starken Theilen bestehen muß. Demnächst aber ist Varna die Ausfallspforte für etwaige Angrlfssstößc der Landcsvertheidigung gegen das von den Russen besetzte Festungsviercck. Aus diesen Gründen wird die Invasiousarmee für die Beobachtung von Varna auch wahrscheinlich zwei Divisionen aufstellen müssen, wovon die eine im Norden der Festung die Belagerung von Silistria und die andere durch Stellungen westlich des Küstenplatzes die Cermerung von Schumla sichert. Auf eine Belagerung Varna's kann es die russische Heeresleitung ebensowenig absehen, als auf eine wirkliche Eernlernng, da der Platz infolge der Herrschaft der türkischen Flotte auf dem S^.Warzen Meere niemals um seine überseeischen Verbindungen gebracht werden kann. Was die Festungswerke betrifft, so sind sie seit dem Jahre 1871 allmälig wesentlich vervollständigt worden. Es wurden namentlich die im Norden der Stadt sich erhebenden Höhen, von denen aus die Stadt hätte beschossen werden können, durch neue Anlagen in permanenter Ma-, nier befestigt. Auch die Höhen im Süden des Dewno-Sees sind mit Schanzen bedeckt worden. Den Hafen bestreichen drei Batterien. Nach der Landseite ist die Stadt durch eine alte Umwallnng abgeschlossen Die Normatbesatzung von angeblich etwa 15,^>00 Mann lann mit Rücksicht auf die offenen überseeischen Verbindungslinien des Platzes jedenfalls zeitweise auf die Hälfte herabgemindert werden. „Suleiman Pascha's Inspection der Befestigungsanlagen von Adnanopel soll mit der Zufriedeustclluug des Obertommandlercnden geendigt haben. Vorläufig beschränkt sich unsere Kenntnis von der Ausdehnung und dem Znstande dieser Befestigungen auf einige wenige i)loNzen aus den Korrespondenzen von Kriegs-berlchterstattern, welche jene Hegend mehr als flüchtige Passanten gesehen, als dieselbe reeognosciert haben. Das Gesammturtheil aus diesen Beobachtungen ist: daß infolge von Fortiftcationsarbeiten, welche schon im Frühjahre begonnen wurden und namentlich zur Zeit des Gurto'schen Vorstoßes im Juli wieder sehr energisch in Schwung kamen, aus Adrianoftel eine Feldsestung entstanden ist, die an Ausdehnung, Armierung uuo Plaumäßigkeit der Ausführung Plewna weit übertrifft, vielleicht aber den Nachtheil allzu großer Weitläufigkeit besitzt, für den Fall nämlich, daß sie nicht zum Reduit für eine größere Armee wird. Die Zahl der selbständigen Werte, welche die sonst offene Stadt in einem Gürtel umgeben, soll nicht weniger als 25 betragen. Davon waren vor drei Wochen 18 angeblich vollendet, an den sieben anderen wurde gearbeitet. Von emem in der Stadt gelegenen Minaret aus vermochte ein deutscher Berichterstatter um die erwähnte Zeit 13 oder 14 dieser Werte mit eigenen Augen zu sehen. Er nahm an, daß die anderen durch heiraten. Das gegenwärtige Haupt der Firma ist ein Herr Werlc, der als blutarmer Junge ans dem Her-zogthum Nassan nach Rheims kam und, nachdem er in das große Gcschäft eingetreten, allmälig zum Schwic gersohnc und Partner der „Vcnve" avancierte und im weiteren Verlaufe der Dinge Deputierter, Ritter der Ehrenlegion und was noch, namentlich aber znm reichsten Manne in Rhcims wnrde. Wie seine Schwicgcr-maina, hat anch er seine Kinder glänzend nnterzubrin-gcn verstanden, indem sein Sohn die Tochter des Herzogs von Montebcllo und seme Tochter den Sohn eines französischen Finanzministers, dessen Name mir entfallen ist, heiraten durfte. Fabrication und Konsumtion des Champagners haben sich im Lanfe der Zeit ganz außerordentlich gc steigert. Im Jahre 1750 galt es als eine stmmeus-werthc Leistung, als MM in Ep?rnay in zwölf Monaten 500 Tu'tzeud Flafchen angefertigt hatte. Jetzt liefert dieses Haus durchschnittlich fast hundertmal so viel das Jahr in den Handel, und drei oder vier andere liefern nicht viel weniger. In Hamms „Wcin-buch", dessen zweiter Auflage ich hie und da folge, heißt es über den Champagner Export: „1835 betrug der letztere ungefähr fünf Millionen Flaschen, von welchen nach Deutschland 500,000, nach England 700.«XX), nach Amerika 500,000, nach Rußland eben so viel, nach Dänemark und Schweden 200.» XX), nach Italien 100,(XX> gingen, während in Frankreich selbst etwa 600,000 consumiert wurden. Nach den offiziellen statistischen Tabellen der Handelskammer in Rhcims befanden sich am 1. Jänner 184.') in Frankreich auf Lager 23.285,818 Flaschen Champagner, wovon vier Millionen 380,214 ausgeführt und 2.2.55,438 im Inlande verbraucht wurden. Im Jahre 18W waren 35.648,124 und sechs Jahre später 37.008,700 Fla- Terrainfalten seiner Einsicht entzogen waren. Diese Schaincn krönen zum größten Theile die Höhen, welche die tief im Mariza-Thale sich ausbreitende Stadt von allen Seiten umschlichen. Das Betreten des Vau-tcrrains ist untersagt. Von jenem crwöhnten Vcobach-tungs-Standpunkte aus stellten sich die Werke als im Polygonalsistcme erbaut dar; die Brustwehren scheinen von beträchtlicher Stärke zn sein. Das Manza-Thal ist unterhalb wie oberhalb der Stadt durch je ein „Fort" geschlossen, welches „in der That diesen Namen verdient". „Diese Forts — sagt das kurze Expose des Berichterstatters — sind mit Krupp'schcn Geschützen armiert, von denen auf zwei Eaualicren enorme Exemplare über die Brustwehren hinwegsehen. Demnach würde ein Handstreich, welcher bezweckte, die Forts zu umgehen und Adrianopcl von Südwestcn lser aus jenen weiten Ebenen zu uehmcn, in denen ich kein Fort entdecken konnte — was noch nicht beweist, daß keines da ist — für den Angreifer eine vollständige Niederlage herbeiführen." Das Feuer der Werke kreuzt sich uämlich über der Stadt. Ferner bc merkt jmer Berichterstatter, daß, wenn man, anf einem Aussichtspunkte in der Stadt, Konstantinopel den Rückcn zuwende, man Adrianopcl fast ganz von Wasscr umgeben sehe. Die Einschlicßnng dieses großen verschanzten Lagers durch eine russische Armcc würde sich um so schwieriger gestalten, als die Mariza innerhalb desselben von rechts her den Ardaftuß, von links her die Tnndscha und diese letztere wieder den Hasanebach aufnimmt, so daß oer Eernieningsgürtel in vier Hauptabschnitte zerfallen würde, die nicht anders als über Brücken mit einander communiciercn, aus diesem Grunde sich gegenseitig schwerer unterstützen könnten und daher eine vcr'lMtnismäßig stärkere Truppenbcsetzung verlangen." Vom Kriegsschauplatze. (Asm Tpezialberichterstatler der..^aibacher Ielt«,,«.") Nust schul, 30. Dezember. (Schluß.) Anfänglich konnte ich vor Tabatsqnalm wenig oder gar nichts fchen, aber endlich gewöhnte sich das Auge, und ich erinnerte mich lebhaft an die Schilde rung der verschiedenen Dicbshöhlcn in den Dumas^ schcn Romanen, denn die Gcfcllschaft, die hier bunt zufammengewürfelt faß und in emcr entsetzlichen Schnaps^ atmusphäre wild dnrchcinander schrie, hätte für jeden Galgen das passendste Anhängsel abgegeben. Was mich aber besonders staunen machte, das war die Erscheinung eines Mannes, der, scheinbar in Gedanken versunken, in einer Ecke abgesondert saß und meinen Eintritt nicht bemerkt zu haben schien. Sein Aenßcrcs paßte so wenig zu seiner Umgebung, daß ich gleich auf den ersten Blick errathen hatte, der Mann müsse ein Leidensgefährte von mir sein, der dnrch ähnliche Umstände wie ich Hieher verschlagen wurde. Je länger ich mir die Erscheinung betrachtete, desto bekannter schien sie mir. Ich mußte den Mann schon irgendwo gesehen haben, aber mein schlechtes Nanicnsgedächtnis hatte mich wieder einmal cclatmit im Stiche gelassen. Dessenungeachtet weckte ich ihn aus seinen Trünmen, schien er mir doch der einzige, von dem ich allfallsigc Auffchlüsse erwarten konnte; aber kaum sah er mich. so sprach er meinen Namen aus, und er cntpnppte sich schen am Lager, von denen im jenem Jähre 1I.305,01<;, in diesem 10.283,806 exportiert wurden. Gegenwärtig (1872) schätzt man den jährlichen Verbrauch auf ungefähr zwölf Millionen Flaschen, wclchc sich auf ful-gcnde Länder vertheilen: Deutfchland lind Oesterreich l.500,000, Rußland 1.<;<)<),l)00, Großbritannien mit den Kolonien und asiatischen Ländern 2.300M). Belgien und Holland :',00,l»), Frankreich drei Millionen, die übrigen Länder eine Million." Zu anderen Ergebnissen kommt ein Artikel der „Pall Mall Gazette"' ans dem Jahre 1873, den ich ebenfalls theilweise benutzt habe. Es heißt da: „Vor zwanzig Jahren betrng die Ehampagnerausfuhr nach fremden Ländern 5.'.)7.'>,52^, der heimische Verbrauch 2. l<)2.^0 Flaschen. Zchn Jahre nachher hatte die! Eonsulntiou im Auslande um eine ganze, die im Inlande um etwa eine halbe Million zngenomlncn. Im Jahre des Krieges (mit Deutschland) belies sich die Ausfuhr nur auf 7.5>44,323 und der iuläudische Ver-brauch — trotz der Gierigkeit, welche die deutschen Truppen nach französischer Vehauptnng inbetreff dcs echten Sects entwickelt haben follen — auf nicht mehr als I.033/.141 Flaschen. Gewissermaßen mn diese zeit wcilige Uuterbrechuug des Geschäftes wieder auszugleichen, gingen lchtucrflosscnes Jahr nicht weniger als 17.001, l 24 Flaschen ins Ausland, vou deuen Großbritannien allein zwischen drei und vier Millionen verbraucht haben soll und von welchen 3.337 — trotz dcr«Kriegscntschädigung von fünf Milliarden, der infolge derselben erhöhten Stenern nnd dcs Geschreies über die Höhe der nunmehrigen Ansprüche dcs Staates an den Bcntel seiner Angehörigen — in Frankreich selbst fröhlich vertilgt wurden. (Schluß folgt.) als ein alter Kollege, der im Eisenbahnbauc mit mir thätig war, später, wie so mancher andere, verscholl und nun plötzlich ungeahnt in diesem entlegenen Erden-winkcl inmittc einer ganz sonderbaren Gesellschaft vor mir auftauchte. Bald erfuhr ich nun, daß er in Rustschuk wohnt und dort als Ingenieur bei den fortificatorischen Arbeiten thätig ist, nnd nun erstaunte ich noch mchr, als er mir ganz lnnn lac^an eröffnete, er käme öfters von der Festung herüber, um hie und da alte Bekannte zn finden, deren einige beim Baue der nencn Linie thätig sind. Wenn ick) nun in diesem, von andern Fcldzügen so ganz verschiedenem Kriege, so manches sah, woran ich früher wol kaum geglaubt hätte, so schien mir mit dieser Mittheilung die Gemüthlichkeit denn doch etwas zn weit getrieben, denn wenn anch gerade hier ein strengerer Eordonsdienst von russischer Seite vorläufig nicht gerade geboten scheint, so sollte man doch annehmen können, daß man den „Gianr" türtischerseits mehr beobachtet nnd ihn nicht so ohne-weitcrs seine Spazicrgängc bis ins feindliche Lager ausdehnen läßt. Dics veranlaßte mich auch zn einigen Zweifeln über die Wahrheit der Mittheilungen meines ehemaligen Kollegen, aber da er mir Details mittheilte, für deren Veröffentlichung hier nicht der Platz ist, nnd mich schließlich einlud, ihn nach Hause zu begleiten — ev that es in einer Weise, als wohnte er im Hause daneben, — da wurde es mir denn doch klar, daß der Mann die simple Wahrheit sprach, um so mehr, als nnser Vorhaben sofort, also noch diese Nacht, znr Ausführung gebracht wcrdcn mnßle. wenn die Möglichkeit dcs Dnrchtommcns wahrscheinlich sein solltc. Frisch gewagt ist halb gewonnen, die qcgrnwär' tige Periode bietet ohnedies nichts BelnertenswerthcS. Die Waffen ruhen infolge der WittcrungsverlMtnisse, nnd so machten wir uus nun unbemerkt aus dcm Staube. Bald hatten wir das Dorf hinter uns, der rufsischc Posten war passiert, dcr nächste stand MM Schritte weiter stromabwärts, und auf dcr halben D> stanz zwischen bcidcu wurde dic abenteuerliche Excursion inszeniert. Die brcitc Donan ist hier nnr an zwci Stel^ lcn tics, das eigentliche Fahrwasser für Schiffe. Ueber dic Untiefen und den schmalen Wasserarm, der fcst gc> frorcn ist, gelangten wir ohuc Hindernis. Beim Hauptarme angelangt, sah ich meinen Begleiter mit fragendem Blick an, aber er hatte in allem ein so sicheres Auftreten, daß ich keinerlei Bedenken mchr hatte nnd, ohne ein Wort zu sprechen, ihm nachging. Kaum waren wir .'><) Schritte weiter gegen Osten durch deü Schnee durchgewatet, dcr thcilwcisc erleuchtete Bahn-hos der Festung diente uns als pmn<< lis vu«. uni mein Führer wies mir einen Platz in einem Kahv an, der im Weidcngcstrüftpc angekuppelt vor uns stand. Hier war also dcr eigentliche Rubicon, der, über-schrittcu, nns anf türkisches Gebiet führte. Die DonaU hatte wenig Treibeis, und da ich mich endlich vol mir selbst geschämt hätte, umzittehren, so überließ ich es dcm Znfalle. was aus dcr Geschichte werden wird. Einige träfuge Rudcrschlägc, nnd nach 5, Minuten landeten wir am Quai ncb'cn dcm Bahnhöfe, nachdcw wir schon früher durch eine Vedette angerufen warcN, der lncin Freund im geläufigen Türtifch die nothwendige Antwort zurief. Infolge seiner gegenwärtigen Äe' fchäftignng von allen Soldaten gekannt^ war man selbst über meine Erscheinung beruhigt, nur trug man dc" allgemeinen militärischen Vorschriften Rechnung unt> führtc uns znm nächsten Offiziersposten, wo nach we> nigen, Auseinandersetzungen der Kommandant, jedes Mißtranen beiseite lassend, nns mit Kaffcc und Tsch'' buk rcgalierte und namentlich mcincn Mi«lieiluua,el> über die letzten TlMn Plewna's mit begreiflicher Alls mcrksamkcit zuhörte. Die vorgerückte Stunde zlrmüs uns aufzubrechen, um die Wohnung meines Freundes aufzusuchen, der für mich die Garcmtic übernahm nachdem ich noch meinen Paß als Depositum bc^ Postenkommaudanten ließ, der mir außerdem ei»'^ Nizam als Bcglcitnng bcigab. Mein Freund besorg mir die Expedition dieser Zeilen, dic ich im AugeN' blicke schließe, als mir aus dcm Konak durch t>e" meinen Nizam ablösenden Soldaten eine EiuladuNs zngcht, mich um 10 Uhr morgens dort einzusiudc^ Hoffentlich wird man mir keine Schwierigkeiten in d<^ Weg legen, meine Rückreise anzutreten, da nicM^ meine Mission kennt, in der ich gegenwärtig reisc^ M'ilische Peliechchl. Laibach, 10. Jänner. Dcr Zollausschuß des ungarischen Abqco^ nctcnhanses acccptiertc in seiner vorsi.cstria.cn Sih"^ die Zollsätze auf Leinen nnd Baumnwllgarne, V"N" wullwarcu, Tchafwullgarne. Schafwollwaren, Scldcl'' klcider nnd Putzwmen. , In der französischen Kammer gab es in.^ vorgestrigen Eröffnungssihunss einen von bonapm't'^ fcher Seite provocierten Zwischenfall. Dcr A«^ Präsident Dcsscaux gedachte des verstorbenen Dcp". ^ ticrten der Linken, Dncamp, der im Jahre l 8.^2 ""1 Algier transportiert wurdc und sagte. Ducamp sc<" Opfer cincs vcrabfcheuungswürdigen Regimes steive' Eassagnac unterbrach dcn Redner mit den 2^^!. „Die Republik ist es, die unedel handelt." Cassag" «0 wurde infolge dessen zur Ordnung gcrnfcn. — Das Ergebnis der Gcmcindcwahlcil ill Frankreich ist zwar noch nicht vollständig bctmmt, es stellt aber schon den glänzenden Sieg der Republikaner außer Zweifel. Man hofft zuversichtlich, daß die Scnatswahlrn des kommenden Iuhres mfolgc dessen für die Republikaner günstig ansMcn werden. Der englische Premier Lord Äeaconsficld hat von der Köttlgln den Hosenbandorden erhalten. Aus Italien brachte der Telegraf heute die Traucrnachricht von dem gestern nachmittags in Rom erfolgten Ableben Sr. Majestät des .Königs Victor ^manucl. Diese Nachricht wird uicht verfehlen, im ganzen Lande, das in dem Verstorbenen den Wieder-Hersteller seiner Einheit hoch in Ehren hielt, die schmerzlichste Bestürzung hervorzurufen. Sogleich nach dem Tode des Königs hat der Kronprinz — als König Humbert — den Thron bestiegen. Auf dem Kriegsschauplätze fanden wäh rend der lchtcn Tage an der Drina unuutcrbrochen Scharmützel statt. Die Türken versuchten den Ucbcrgang bei BujullitschAdda erfolglos. 6ine Abtheilung des Iavor (i,orps wurde gegen Mitrowiza gesendet, um die Bahnverbindung unt Salunichi abzuschneiden; eine andere marschierte gegen Pristina, um die Verbindung Albaniens nut Rumcllcn abzuschneiden. Zwei kleinere Gefechte am Iauor hatten sür die Serben einen un« Mistigen Ausgang. Die russische Wcstarmce ist im stetigen, wenn uuch langsamen Vorrücken gegen Südost begriffen, ^ach den Telegrammen aus Äogot sind dir Vortrupp pen Gurto's bereits am 3. d. M. vor Poibrcn im ^hale der Topolniza, das bei Tatar- Basardschit in "e Viariza Edene mündet, eingetroffen. Ichtiman war un diesem Tage ebenso wie Poibren noch von den Türken beseht, doch tann darüber, wie die „N. fr. Pr." lneült, lein Zweifel herrschen, daß an eine Vertheidigung der ^c1)tlmall-Dcfilccu nicht gedacht werden wird. Vielleicht brabjichligt Sillciman Pascha bei Tatar-^asardjchil Stellung zu nehmen und eme (intschcldung zu wagen. Auf der nördlichen, längs der Haupttetle des Baltans führenden Linie haben die Rufsen Sla> t>za besetzt, (is wird wol uicht mehr lange dauern, und General Stobclcff wird den TruM-Paß mlt seinen drei Dlvisiunel, passieren können. Dic türkischen Journale bestätigen, daß die Pforte einen Waffenstillstand angesucht habe, für welchen stc sich iln Prinzipe entschieden hat. Der knegs minister bereitet stch vor, zu den betreffenden Verhandlungen abzureisen. Wie der „Pol. Korr." seiners aus ^onstantmopcl unter dem U. d. gemeldet wird, sind du' dnettm Antnupfungen wegen Herbeiführung eines 'Uiasfenstlllslanoes bereits so weit gediehen, datz man längstens innerhalb von drei Tagen dort die Mitthci' lung der russischen Wasfenstillstands-Bedingilngcil erwar ^» zu dürfen glaubt. Gleichzeitig macht man sich in ber türkischen Hmiplstadt darauf gefaßt, daß das russische ^licltummmldo telneu längeren als einen einmonat-l'^cn, höchstens sechswöchentlichen Wasscnstlllstano zu-^g^tchen geneigt sein werde. ., Das neue liberale brasilianische Ministerium bat >iH in folgender Weise constitmert: Sllvcira lVl-Nilnbu, Präfloium ulld ofjeiltll^e Arbeiten; Herval, ^llcg; ^conlclo, Inneres; Lafayette, Aeußeres; Villa-"kUa, Marine; Andrade Pinto, Finanzen. Hagesnemgkeilen. l> -^ (Holzln echte unter einer Lawine.) Vier volzlnechte, unter der Führerschaft des Johann Lechner. ">aren seit längerer Zeit im sogenannten Schrcinbach^ waldc. vier Stunden von St. Wolfgang entfernt, mit ^olzzirhrn beschäftigt und hatten sich deshalb in der ^"kn zunächst gelegenen Holzlnechtstubc, sogenannten "Schrcinbach-Süttn".'einlogiert. Am 30. Dezember 1^77. ^ welchem Tage ein furchtbares Schneegestöber war, Kurden diese Männer, nachdem sie sich zur Ruhe gelegt ^ltcn. zwischen l l und l 2 Uhr nachts durch ein furcht. ^rg Gepalter aufgeweckt, von einer Schneelawinc er- !"ftt und fortgerissen. Johann Lechner erzählt hierüber ." der Linzcr „Tagespost" folgendes i „Ich blieb trotz ^ auf mich drückenden Schncemassen bei Verstand und "annte, daß ei»e Lawine über unsere ,,Söllu" gcht. die lrsrloe zerdrückt und von ihrem Platze weggefegt habe, T^l cinemmale verspürte ich am Gekrach der Sölln lnkrn. daß wir an irgend etwas angeprallt und dadurch zlllz, Stillstandr gebracht sein müssen, Gleichzeitig wurde '^ Drücken der Schnellnasjen auf mich immer ärger ^"° finchterlicher Nachdem ich erkannt hatte, daß sich 'k über mich gelagerten Schneemassen nicht mehr be . ^kn, fing ich zu wühlen an und bekam dadurch einigen ^'r>, Raum und, was noch mehr, Lust, Nun übersah ^ erst die fürchterliche Lage, in die wir gerathen waren. on der „Sölln", unter der ich meine armen ttameraden ^'"uthen muhte, war nichts zu sehen, von ihnen selbst "türlich „och weniger; lein Wimmern, lein Hilfernf Errieth mir ihre Spur, Trotzdem ermannte ich mich und ^"ll das Wühlen von neuem an und entdeckte endlich ^ ^'tenwand unserer Behausung Unter derselben ^ltc ich ,„ir s^, ^ch nug und wühlte so lange in dem l^"". bis ich endlich einen Kameraden fand. Ich be "le denselben nus seiner Memme und schleppte ihn ins Freie, Dann lehrte ich sogleich wieder zurück und suchte nach einem nächsten Kameraden, den ich auch stöhnend und wimmernd unter Ballen und Schnee verklemmt fand. Als ich nun auch diesen ins Freie gebracht hatte, suchte ich nach den« letzten ttamernden. Auch diesen fand ich; derselbe war aber zwischen den eingestürzten Balten so verklemmt, daß ich ohne jcdc andere Hilfe denselben nicht befreien und ihm nur Luft zubringen konnte, indem ich seinen Kopf von, Schnee frei machte. Ich mußte nun alles daran sehen, mit den zwei befreiten Kameraden zu der nächsten Holzstube, die man zur Sommerszeit in eiucr Stunde erreichen kann, zu kommen. Dies war ein fürchterlich Stück Arbeit. Alle drci hatten wir leine Kleider am Körper, als Hemd und Hose; weder Fuß noch andere Kürpcrbellcidung; der Schnee 4 bis <> Schuh hoch. fürchterlicher Sturm und Schneegestöber und eisige Kalte, dazu rabensinstcrc Mitternacht. So begannen wir unsere traurige Wanderung. Nach drei ftüudigem mühevollen Schneewühlen kamen wir etwa um 3 Uhr morgens endlich bei der ersehnten Holzstubc an. Der letzte Kamerad tonnte erst um «» Uhr früh von den vo» uns zur Hilfe herbeigerufenen Holztnechtcn aus seiner fürchterlichen Lage befreit werden. Per Arme hatte nebst unzähligen Quetschungen einen Beinbruch am linken Fuße und e,nen Schulterblattbruch erlitten." — (Ein Stierlampf.) Mit dem Zuge der Südbahn, welcher am Donnerstag den 3. b. M, aus Kanischa in Ocdcnburg eintraf, lam auch, wir die „lDedenb, Ztg." mittheilt, eine Partie Rinder an. Als das Horn Vieh auSwaggoniert wurde, wäre ein Stier — obgleich vorsichtshalber seine Vorderfüße und sein Gehvrn gefesselt waren — dennoch beinahe Ursache des Todes zweier Menschen geworden. Das Thier widersetzte sich, gleich als es festen Vodcn gewonnen hatte, seinem Trei ber, stellte sich ausrecht auf die Hinterbeine und drang anf den Treiber ein, den es mit den Hörnern erfaßte und in die Lust wirbelte. Zum Glück zerriß dir etwas defccte Klciduug des Mannes bei dieser Attaque und so entkam daS erste Angriffsobjckt der Wuth des Stieres. Inzwischen sammelte sich eine große Menschenmenge, und ein Wirthschaftsbesitzer glaubte den Stier überwältigen zu können — er versnchtc also Hand an ihn zu legen, alleiu auch diesen Unvorsichtigen schüttelte das fast bis zur Raserei gereizte Thier gewaltig, und es ist ein wahres Wunder, daß auch cr ohne erhebliche Wunde davonkam. Nun wich alles zurück, der Stier war in zwischen auf den Bahnkörper gelangt, als eben ein Last zug heranbraustc; laum ersah das Thier die pustende Locomotive, als cS sich gegen diese warf, merkwürdigerweise wurde der Stier aber nicht zermalmt, sondern der Locamotivführer hielt noch rechtzeitig den Zug an, der nahezu eine Stunde verweilen mußte, bis es endlich möglich geworben, den Stier von den Schienen zu cnt fernen, was dadurch erreicht wurde, daß man ihm eine Anzahl Kühe entgegentrieb, denen er dann willig folgte, bis es zuletzt gelang, ihn vollständig zu bündigen, — (Ein Nriegslorrespondcnt) Archibald Forbes, der berühmte Kriegslorrespondent ber „Daily News", hat aus seiner Rückreise von Petersburg Berlin passiert und bei dieser Gelegenheit Herrn Strousberg jun.. mit welchem cr in freundschaftlichen Beziehungen steht, einen Besuch abgestattet. Bei dieser Gelegenheit dürfte es nicht uninteressant sein, mitzutheilen, welche Belohnung der englische Journalist für seine hervorra genden Leistungen erntete. Als Mr. Forbes nach London zurücklehrte, zahlten ihm die Besitzer der , Newö" zuvörderst eine Extra Gratification von Pfd. St, oder 40,000 Mark, Dann gaben sic feme Berichte in Buchform heraus und wendeten den Netto Ertrag ihm uud seinen Mitarbeitern zu. Außer diesen Vortheilen, welche die ..Daily News" Herrn Archibald Forbes zuwendeten, wurde demselbeu noch von Amerika aus das Anerbieten gemacht, in den großen Städten der Union Vorträge zu halten. Ein Impresario bot ihm für einen Cyllus von Vortragen 5(XX1 Pfd St. oder 100.0^10 Marl an. Archibald Forbes scheint ent schlössen zu sein, dieses Anerbieten anzunehmen, und er darf dann die ganze Ernte, welche ihm aus dem Eiuen Feldzug erwächst, auf etwa 200.000 Marl ""^s,,,^„. Die deutsche Presse gab den englischen Bei r beharrlich für einen zur Disposition gestellten ilapllan aus Diese Annahme ist vollkommen ,rrig Forbes war niem t. und er darf stolz daraus sein, daß er als cinsa^.. ^...nlalist in Bezug auf llare und anschauliche Schilderung sich in .s'wssK'is,'!, ^„l- überaus freundliche Aufnahme. - (Victor Hugo fur die !^ mnibu 5 Eon -duct eure,) Victor Hugo ist, wie viele Pariser, ein Feind des Droschleufuhrwerls und ein Liebhaber ber Omnibusse. Fast täglich lann man den rüstigen Greis aus seinem Hause in der Rue be Clichy treten und in den nächsten des Weges lommenden Omnibus steigen, ja so gar. wenn das Wetter eS irgend gestattet, sich m,s di<-Imperialr emporschwingen sehr" Nl'ch mehr. dab thümlichc Treiben in diesen Wagen und auf ihreil -.>, tiuncn hat für den Dichter etwas so Ansprechendes und > geradezu Anregendes, daß er nicht selten ohne jeden an deren Zweck eine ganze Oim aus nn fahren soll. Dies muh zum ^..,:__^is des nu^,..^... den Briefes vorausgeschickt werben, den Victor Hugo an den Präsidenten der Om' llschast, Herrn Berthier. gerichtet hat: „Paris, . l"7< Uem Herr! Ich verkehre gewöhnlich auf zu. ways vom Triumphbogen zur B..... .. ... ^.......... den Omnibus von Batignolles nach bem Iarbin des Plantes, habe also auch meinen Theil an den ausgezeich ncten Diensten, welche die Schaffner unc» Knticher ^,'N'r beiden Linien bem Publikum leisten. Bei <' neuen Jahres möchte ich Ihnen meinen T. .! „........ nen geben. Gestatten Sie mir also, ihnen durch Ihre Vermittlung die beifolgende Summe von 5XX) Francs anzubieten, welche ffteziell unter die Schaffn?! imft Kutscher ber genannten beiden Linien z» > reu. Als Gabe ist es nichts, als Beijpnl l> ___ Es würde mir bie größte Freude machen. r zu finden. Auf alle Fälle gebe ich wackeren unu gen Arbeitern gern einen Beweis meiner ! Sympathie. Empfangen Sie u. s. w. Victor Hu^o. fokales. U»S de» Sanilälsberichte des Laibacher ötavl-Phyftl«tte5 für den Monat November 1577 entnehmen wir folgende Daten: I. Meteorologisches: Luftdruck: Monat mittcl 7A5-43 mm.; Maximum am 1.',. d. M. 9 Uhr 74« 15 mm.; Minimum am 2d. b. M. um 2 Uhr 710 39 mm. Lufttemperatur: Monatmittel -l- ü1°0.; Maximum am 14. b. M. 2 Uhr -j- 152°; Minimum am 27. d. M. 7 Uhr — 4 2«. Dunstdruck: Monatmittel 5 7° mm.; Maximum am 14. d. M. 2 Uhr 103° mm.; Minimum am 2<;. d. M. 2 Uhr 30 mni Feuchtigleit: Monatmn' ' ' " geringste Feuchtigkeit am 2. d. M. .' Bewölkung : Monatmitlrl <,:» 1 : 10). Zahl der Niederschläge 12, ^............,...^i ' 17 00 mm ; Maximum am 30. d. M. 33 5^) mm.; wollcnlose Tage 7. ' ------' ' "" '" wölkte 13. vorher, NW. und !.".li!(il l>tol>l Krank! lter ber Athmungs. und V' ........... .....'"^. Rheumatismus, Dli der Tuberlullv Lungen und ^ ! den z> traten lach. <.,^,.^...>... ......^,.lsten, Vu..^.^.,, und Rothlauf auf, ohne daß eine dieser >ii nur annäherungsweise bisher einen epiocmlschcu ^chu ralter zeigte. III. Mortalität: Dieselbe war sehr mäßig. Es starben <»ii Personen (gegen :',h im Vormonate und gegen 87 im November 1^7»»). Aon diesen waixi um 4 ul» zwe» Drills......... ... ^............. ,........^......... Das Aller betreffend, wurde: todt geboren Kind und starben: im I.Lebensjahre . . , number vom 2. bis 14. Jahre . . x .. « 14. „ 20. „ . . 3 Personen ,. 20. „ 30. .... 4 .. 30. „ 40.....». .. 40. « 50.....« « dO. „ lX)....." « 60. « 70. .. 70. « 80. „ »0. « 90. Ueber 90 (98 Iahrc all) . ^___^^, ..____ ^......... . 62 Personen. Gor, -;t.) — sUnterftühKncisversin) Dc>r .n d<-, f l Lehrei -„stall in ! verein j»i l>n," " ^"'>! >,.,.^......,^,,.,,> ^i,i,n>n ,ü gelnufenen Vli line Oesammteinnahms > ^' > lr,. r>l i '' t» ,, von 4 <»0 tr. für den Anlllüs vm, / f, d' ,! l,) rin^ n » 100 jl. ^ ^,) e,n ' ijsebuchel pri ,..,-......^ 4.) 5i'. ft, <.s. ,r, in !^....... — (Einstellung be» Person envlrlehr» auf der Südbahnftrecke Wien und Wiener» 70 Neustadt.) Einer uns gestern abends zugekommenen telegrafischen Verständigung zufolge mußte der Personenverkehr auf der Süddahnstrecke zwischcu Wien und Wiener-Neustadt des andauernden heftigen Schncesturmcs wcgcn eingestellt werden. Tie Pcrsoueuzüge der Süd-dahu verkehren somit liis auf weiteres nur bis, beziehungsweise von Wiener-Neustadt. — ^ Dr. Schaffer) ist durch sein leider noch nicht völlig behobenes Unwohlsein derzeit verhindert, sich zu den Sitzungen des Abgeordnetenhauses nach Wien zu begeben, und war deshalb bemüssigt, einen mehrwöchent-lichcn Urlaub anzusuchen. — ^Vergiftung eines Jagdhundes.) Der dem hiesigen Handelsagenten Herrn I. L. gehörige Jagdhund — ein schönes Thier, Istriancr Rasse — wurde dicsertage das Opfer eines böswilligen Attenuates. Wie nämlich die vom Wasenmcister vorgenommene Section ergab, war derselbe infolge einer — aller Wahrscheinlichkeit nach von fremder Hand beigebrachten — Arsenik-Vergiftung nmgestanden. Ein ähnlicher Fall kam bekanntlich erst vor einigen Wochen in Laibach vor, indem der Jagdhund eines zweiten hiesigen Jägers, der bis dahin ganz frisch und munter war, plötzlich auf der Gasse niederstürzte und binnen wenigen Minuten unter schweren Krumpfen verendete, ohne daß man sich den Grund dieser auffälligen Erscheinung anders als durch die gleiche Vermuthung erklären tonnte. Hoffentlich wird es diesmal gelingen, dem Thäter dieser Schurkerei auf die Spur zu kommen und ihm das Handwerk gründlich zu legen. — ^Räuberischer Ucbcrfall.) In der Nähe von Stein wurde vorigen Samstag abends auf zwei in ihren Schlitten nach Hanse fahrende Grundbesitzer von drei Strolchen ein räuberischer Uebcrfall verübt, der leider den Tod eines der beiden Ucbcrfallencn zur Folge hatte. Dem „Laib. Tgbl." geht hierüber aus Stein den 8. d. M. nachstehende Mittheilung zu: „Am vorigen Samstag zwischen 6 und 7 Uhr abends fuhren zwei Nirthfchaftsbefitzer aus Obcrtuchein von Stein nach Hause. In dein sogenannten Schipka-Passe — ^ Fahrstunde von Stein entfernt — wurden beide Landwirthe von drei Strolchen überfallen. Der im ersten Schlitten fahrende Landwirth wich dem Attentate dadurch aus, daß er fein Pferd durch einen scharfen Peitschenhieb zum schnelleren Lauf antrieb. Im zwciteu Schlitten saß der Mühlbesitzer Matthäus Drolc, ein in ganz Oberlrain wohlbekannter, ruhiger Mann; einer von den drei Strolchen stellte sich am Hintcrthcil des zweiten Schlittens auf, die andern zwei versteckten sich, der erste versetzte dem Drolc mit einem dolchartigcn Messer unzählige Stiche, von welchen süns in den Nürver des Drolc eindrangen, die übrigen wurden durch die festen Stoffe der Winterkleider aufgehalten. Drolc schrie um Hilfe, es kam ihm der vorfahrende Nachbar, ehemals Gendarm, zuHilfe; letzterer trug eiuen Revolver bei sich und feuerte eiucn Schuh auf den Attentäter, jedoch der Schnß traf nicht; beide Landwirthe packten den Strolch, wollten denselben mit Stricken binden, dieser jedoch, ein starkes, erst aus dem Arreste entlassenes, abgestraftes Indlvlduum, wand sich aus den Händen beider Landwirthc und ergriff die Flucht. Drolc fühlte nun erst heftige Schmerzen ün Untcrleibe. der Herbeigerufelle Arzt constatiertc Bauch- und Darmwunden. Leider war die Hilfe erfolglos, der schwerverletzte Mühlbesitzcr Drolc, ein allgemein geachteter Mann, auch Obmann des Ortsschulrathes in Obertuchein. starb am 7. d. M., hinterließ eine trostlose Witwe nnd mehrere unversorgte Kinder. Drolc verschied nach Ansstchung unsäglicher schmerzen. Zur selben Zeit fuhr der Steiner Bürger Anton Fröhlich von Obcrtuchein nach Stein zu Hanse, nnd wurde derselbe voll den erwähnten Landwirthcn aus Obcrtuchcin auf die Strolche aufmerksam gemacht. Auch Fröhlich wurde von diesen drei Strolchen auf offener Straße überfallen, einer der Strolche hielt daS hitzige Pferd an, gerieth jedoch ulltcr den Schlitten, die beiden andern Strolche wur den weggcschleudcrt, und das im Werthe von 4(X1 bis b(X) st. stehende Pferd erhielt cine qroke. weite nnd tiefe Schnittwnnde am Halse." — (Personalveränderungen im trainischen Lehrstande.) Die absolvierten Zöglinge der t. k. Lehrerinnenbildungsanstalt in Laibach Frl. Albine Dragic und Frl. Gabriele v. Fladung sind — erstere im hiesigen Institute Rehn, letztere in jenem des Fräulein Huth — in die Schulpraxis eingetreten. — Herr Johann Wochinz, provisorischer Lehrer in Poliz, erhielt eine provisorische Lchrerstelle zu St. Veit bei Sittich. — Herr Max Ivanctic, gewesener prov. Lehrer in Rob, erhielt eine prov. Lehrerstelle in Gutenseld. — Der Oberlehrer in Littai, Herr Anton Kunsii, ist einer Mittheilung der „Laibacher Schulzeitung." zufolge dic-sertagc einem langwierigen Lungenleiden erlegen. — (Vere insvcrs amm lung.) Morgen abends findet im Gasthause der Frau Kaiser am Ialobsplatze eine Versammlung des krainischcn Landeslchrervereins statt, bei welcher über die Miethe eiues ständigen Vereinslokales Beschluß gefaßt werden soll. — In der kürzlich stattgefnudencn Generalversammlung des genannten Verejns wurden, wie die „Laib. Schulztg." berichtet, die Herren: Belar, Eppich, Ritter von Gariboldi, Hro-vath. Linhart, Rattelj, Sima, Wisiak und Zumcr in den Allsschuß gewählt. — (Kränzchen.) Im Glassalon der Schreincr-schen Bierhalle wird morgen abends ein Kränzchen abgehalten, bei welchem ein Streichorchester der Musikkapelle des 53. Infanterieregiments die Tanzmusik besorgen wird. — (Unser Bier.) Einen Beweis für die Beliebtheit nnd große Verbreitung, der sich unser österreichisches Bier auch im Auslande immer mehr zu erfreuen beginnt, bietet die Nachricht, daß kürzlich sämmtliche Bierbrauer Italiens dem Parlamente in Rom eine Petition dahin überreicht haben, daß das österreichische Bier immer mehr Verbreitung in Italien finde nnd daß sie mit demselben infolge der verschiedenen Abgaben vom Getreide nicht concurrieren können. Die Regierung möge daher wirksame Maßregeln zum Schuhe der inländischen Brauereien ergreifen. — (Beilage.) Unserem heutigen Blatte liegt ein Prospect der heuer in ihren 26. Jahrgang getretenen „Gartenlanbc" bei. Abonnements anf dieselbe besorgt die Bamberg'schc Buchhandlung. Neueste Post. (Original-Telegramm der „Laib. Zeitung.") Petersburg, 10. Jänner, offiziell. Aus Lowaz wird vom '.). d. gemeldet: Heute nahm General Ra-oetzty nach hartnäckigem Kampfe die gesammte Schivka-Armee, bestehend aus 41 Bataillonen, 10 Batterien und einem Kavallerieregimente unter Nessel Pascha gefangen. Fürst Mirsky hält Kazanlik, General Slo-beleff das Dorf Schipta besetzt. Trieft, 9. Jänner. Die Handelskammer hat in der heutigen Abendsitzung den Präsidenten Ignaz Brüll und den Vizepräsidenten Leopold Goldschmied wiedergewählt. Rom, U. Jänner. Der König empfing nachmittags den Priester, der ihm die Sterbesakramente spendete, in sehr heiterer Stimmung und ließ sodann den Kronprinzen und dessen Gamalin zu sich rufen, mit welcheu er einige Minuten sprach. Einige Momente danach nahm der Fricselausschlag zu. Der König ließ sodann seine gewöhnliche Umgebung berufen und richtete an jeden einige Worte. Einige Augenblicke darauf, um 2 Uhr 30 Minuten, starb er. Paris, 9. Jänner. (N. fr. Pr.) Der bisherige russische Verlust wird auf 1li0.l>X> Mann geschäht. London, 9. Jänner. „Daily Telegraph" meldet aus Schumla: Die Donau ist nahezu ganz zugefroren, nur ein schmaler Kanal ist noch offen. Mau erwartet den Angriff auf Rustschuk. 3000 Bulgaren halfen Gurtn auf seinem Marsche über den Balkan. Die Straßen nach Erzerum siud jetzt geschlossen, die Stadt ganz cer-niert. Es liegt tiefer Schnee und herrscht harter Frost. — „Daily News" melde», deu Nüssen gelaug es, zu verhindern, daß die Türken aus Sofia sich mit Suleimau vereinigten. Die Türke» gaben thellweise deu Schipka-Paß auf. Kostautinope l, 9. Jänner. Der Entschluß, betreffend Waffenstillstands - Verhandlungen, ist gefaßt worden, »achdcm auf ein letztes Telegramm Server Pascha's an Mussurus Pascha, worm diesem aufgctra-geu wurde, Lord Derby zu ersuchen, mit Nußland die Bedingungen eines Waffeustillstandes zu vereinbare», Lord Derby geantwortet hatte, Rußland werde jedes derartige Verlangen Englands ablehnen; Engla»d kön»e der Pforte »ur direkte Verhandlungen »lit R»ß-land rathe». Die Pourparlers zwischeu E»gla»d u»d Nußlaud bezüglich der spätere» Arrangements dauern fort. Telegrafischer Wechselkurs vom 10. Jänner. PapierRcnte Kl 60, Silber-Nentc 6690. — Gold' Rente 74 60. — 1860er Staats^lnlchcu 11575. - Bank Actien «12. — Krcdit-Vlcticn 220 50. — London 119—. - Silber 10565. — K. l. Münz-Dukaten 563. - 20-Franken-Stücke 9 52. — 100 Reichsmark 58 80. Handel und Woikswirthschastlichcs. Wochenauöweis der l. k. priv. üstrrr. Nationalbanl. Der» selbe weist im Verhältnisse zu dem der Vorwochr folgende Veränderungen auf: Äcmtnotcnumlauf fl, 280 208,81«,», Abnahme fl, 2,059,090; Giro (tiulagen fl 69.522. Abnahme fl. 5392; einzulösende Bankanweisungen u»d andere fällige Passiva fl.6.882.601. Abnahme sl, 2,176.689- Metallschcch l> 1^!?,^! 68^ in Metall zahlbare Wechsel sl, l 1,425.668, Zunclhmc sl. Ill 06!'.; Staatsnotcn fl 2 267,878, Abnahme sl. 264.375; (tscompte fl. 109,446,574, Abnahme fl, 5607.101; Darlehen sl, 27 970 20<1, Zunahme fl. 286.100. Theater. Heute »ungerader Tag): Gastspiel des Gesangskomikers Herrn C.A.Friese und der Frau Iosefine Friese Sluhra. Herr h. Pälcl als Dcbut: Die Fledermaus, it omische ______________Operette in 3 Arten von Strausz. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. 5 "Z ^5 5-5 « 2; «^ Z ^Z ^ z: 8 3. ^ ____2_54^. ^_____-o ^7 7U.Mg. 73138 —12 NO. schwach triibc^ 10. 2 „ N. 734 71 — 2 6 O. schwach thcilw.heiter 00» 9 „ Ab. 738 10 — 6 2 O, schwach fast heiter Nachmittags Sonnenschein, thcilweisc Aufheiterung zunehmende N alte. Das Tagesmittel der Temperatur 33° um 0 7" unter dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: O < < o m a r V n m b r r g, W In unserem und im Namen der sämmttichen W > Joses Zm. > > Realitätenbesitzers und Ledcrfabrilanten, W > l.",5?"/.'^ ä" sehen, welcher heute vormittags um D > ? , ^. '^t '.^ l"""u beiden, versehen m,t deu > W I"/. Sterbesakramenten, im Alter von 69 Jahren > ^ selig lm Herrn entschlafen ist, W W Die Beerdigung fi„det Samstag den 12 d. M. M ^ vormittags um 10 Uhr statt, W ^ .... ?.ie l,oil, Seelenmessen werden in der hiesigen W « Pfarrkirche gelesen werden. W W Der Verblichene wird dem frommen Andenlen W « seiner Verwandten und Bekannten empfohln,, W W Nenmarltl am 10. Jänner 1878. W > Marie Teu, Gattin. - »ranz Teu. Sohn - W M )l»«ef bummer, Schwiegersohn, Marie Tcu W M geb, wollmeler. Schwiegertochter, ^ U,oi,ia hum^ W » mer. ^nlel.u ^Io,e,»r«n<. Johann, »arl > « und Vl»rle Ten. Enkel. M 3^l)l!^llI)^M)^. HSieu. 9. Jänner. (1 Uhr) Die Börse verlehrte in durchaus fester Haltung bei animiertem Geschäfte, doch waren die Kursbesscrungen meist nicht von arofzem Belang'' Gelb Ware Papicrreute........ 6335 6345 Sllbcrrentc........ 6675 66 85 Golorentc......... 7450 74 60 Lose. 1839........ 296— 300- 1854 .... 109 - 10950 " 1860 '.'.'.!.... 11525 11375 „ 1860 (Fünftel) .... 123-- 123 50 5, 1864 ........ 136 75 137 25 Una. PrämicN'Anl..... 76 50 76 75 Kredit L.......... 159 75 160 20 ".'">'>>, ^l......... i:j 50 14 — il. der Stadt Wien 86— 86 50 >,,!,,, u!,,i5.Lose . . 104'— 104 25 sc . . . 14050 — — ^ ^s^^iiic , 100'- 100 25 Ung, upci 91— 9120 Ung. Eis^! 9875 9925 Ung. Tchützdou» voul I, Iü74 10475 105'— Unlehen der Stadtgemcinde Wien in N. V...... 9675 97 25 vlrundentlaftnngü Obligationen. Böhmen.........10325 103 75 Riederösterreich ......104— 104 50 <3«lb wa« Galizien.........86— 8650 Siebenbürgen.......76— 76 60 Temeser Bannt......77 50 78 — Ungarn..........77 75 7850 Actlen von Vanl,n. <3«lb Ware Anglo-österr. Bank.....94 - 9450 Kreditanstalt .......214 80 215 — Depositenbank.......155— 156 — Kreditanstalt, ungar.....204 50 204 75 Natioualbant.......804 — 806 — Unionbank ........65— 6525 Vertehrsbaul.......97 50 98 — Wiener Bankverein.....72 50 73 — Netten von Transport Unterneh mnnaen. Geld Ware Nlföld'Babn .......112 50 113' - Dona» ' ^'.«Gesellschaft 352— 354 — Elisab< il.....162 50 163 — Ferdinand ^orobahn . . I960'—1965'— Franz Ioseph'Vahn .... 128 - 12850 G«lb Wa« Galizische Karl«Ludwig.Bahn 245 25 245 75 .KaschnU'Odcrbergcr Bahn . . 102 50 103 -Lembcrg ilzcrnowiher Vahn . 120— 12050 llloyd-Gescllschaft......387— 390 — Oesterr. Nordwestbahn . . . 107-50 108— Rudolfs'Bahn.......117 50 118 — Staatsbahn........253 50 254 — Südbahn.........7575 7625 Theift-Vahn........172- 173 - Ungar-galiz. Verbindungsbahn 92— 93-Ungarische Nordostbahn . . . 109 — 109 50 Wiener Tramway.Gcsellsch. . 102— 102 50 Pfandbriefe. Nllg.öst.Bodcnlreditanst,ll.Gd,) 104 50 105- „ „ ,. (i,B.-V.) 89 30 89 50 Nationalbanl....... 9860 9880 Ung. Bodenlrcdit-Inst. (V..V.) 93'25 93 50 Prioritiits Vbllaationcn. Elisabeth-B. 1. (5m.....9250 — - Ferd.Nordb. in Silber . . . 105 — 105 50 Franz-Joseph Bahn .... 8575 86 -Gal. Karl-Ludwig'B., 1. Vm. 100 50 101 — Veld W»" Ocsterr, Nordwesl Bahn . . 85 5) 86 ^ Siebenbürger Bahn . . . 64 64^ Staatsbahn 1. __ ,99.^ ^,. ., ü'V,...... 91-60 91'so Eudbahn, Bons...... — — — ^ Devisen. Auf deutsche Plä^e.....58 25 5s ^ London, kurze Sicht .... 1,930 11!»^ London, lange Sicht .... II950 119^' Paris..........47^ 4?6' «eldsorten. Dllkaten .... 5 fl. 64 kr. 5 fl. 60 ^ Napoleonsd'or . 9 „ f.4'/, „ 9 „ 5b'/, Deutsche Reichs- banknoten. . . 58 „ W „ 58 „ V5 ' Silberguldcn . . 103 ^ 85 ,. 104 ^ ^ " ' Grundentlaslungz.Obligationen, ^<, llng: Geld 90—, Ware -^"' Nachtrag: Um 1 Uhr 20 Minuten notieren: Papierrcnte 63 35 bis 63 40. Tilberrente 66 30 b,s 66 90. Voldrente 74 50 bis 74 55. Kredit 214 60 bi« 214 80. «nalo 93 50 bis s3 <" Üondon U9 1ö bis 119 45. Napoleons i153'/, bis 9 54. Silber 103 30 bis 104—.