Nr. 72. Samstag, 28. März 1908. 127. Jahrgang. Mlmcher Zeitung briwumtrntilinSvrtl« - Mit » oNuel < <> n du »a - aanziäbrm >,U K l!alt»jül,ric> l5> « ^m «onliil ' aai'z,ül,rin I Dir .Lailmchrr ZsNimn» rrschri»! liiqucl,. mil «liiKnadm!- der Son» imb ,^sirl!af,r. Dir »dminiftrntion bsfinbe? bis "» 4 grilen 50 k, griiwr per «°il<> '^ k; bei vltrrs» Wiroerdolu.M " vrr Zcilr « k. ^ m.Nn^. U",r°nl,cl»»!ln>". mcl» z»lu^,!rll! Telephon-Nr. der Medattion 258. Mchtanrtl'icher Heil. Die Entrevue in Venedig. In einer Betrachtung über die Monarchen l'ntrevne in Venedig weist dir „Neue ivreie Presse" M die Veränderung hin, welche die politische situation seit dor letzten Begegnung Kaiser Nil-l^lins mit König Viktor Emanuel erfahren habe. ^riul anch der seither '.wischen England, ^rank-^>ch und Spanien gesehlossene ^iittel>neervertrarden ist, wie gefährlich eo loäre, nnter solchen ^^hältnissen den sicheren ,«oort nnd schlitz auf^ 'Ngeben, den ihm der Anschluß an Deutschland U'w Österreich-Ungarn im Dreibunde bietet, ist laicht begreiflich. Das Zufammentreffeu Kaifer ^ilhelmc' nnd Xöuig Viktor Emanuels ist ein Zeiche, dafnr, daß der Dreibund seine Notwendigkeit und ^lützlichkeit noch immer nicht verloren hat. Österreich-Uugarn begrüßt die Begegnung mit voller Sympathie. Das „Neue Wiener Tagblatt" sagt, die Be geguung von Venedia, siebe den (Gerüchten, welche über Trübungen der deutsch-italienischen Freundschaft fabulierten, das letzte Dementi. Des Fürsten Vülolv vorgestrige ^'ede ließ erkennen, welche Gesichtspunkte bei der Begegnung in der Laguuen-Üaot die vorherrschenden sein Nn'irden. Was er, die 'uazedonischeu lvrageu besprechend, über die ^oheitsrechte des Sultans sagte, und Wa3 er über "N5 )1lecht ^sterreichllugm'ns sprach, sein Vahn ^roiekt auf deiu Balkan auszuführen, entspricht uem Wesen nach den korrekten und bnudeofreund-uchen Ansehauuugen Tittouis. der sich als Inte^ Pret der Vertragstreue und Loyalität des König-niches ja stets so eminent betätigt hat. . Die „^eit" ist der 'Ansicht, daß dic Entrevue lu Venedig, lvenn sie anch bestimmte politische M' ^achlnngcn nicht be'.wecke, doch niehr sein >verde, als ein flüchtiger Gruß. Unmittelbaren Einfluß auf die Entwicklung der Palkanpolilit wcrden oie Iluterhaltuugen kaum haben. Aber ihre Wirkung dürfte sich im Fortgang der Ereignisse fühlbar machen. Die „Österr. Volkszeitung" glaubt, daß die Orientfragen in den Unterhaltungen ocr, beioen Monarchen eine große Nolle spielen werden. Vei der erprobten Vunde^treue des deutschen Kaiser» dürfe man erlvarten, daß die neueste Monarchen-begegnuug nur zur weiteren ^estiguug des herzlichen Verhältnisses zwischen Italien und den beiden mitteleuropäischen >l'aisermächten führen werde. Das „III. Wiener Ertrablatt" meint, wichtige Entscheidungen seien wohl nicht zu erwarten. Die neuerliche Bekräftigung der freundschaftlichen Be-ziehungen zwischen 'liom lind Berlin oder, wie ein oeutsches Platt präziser sagt, die Beseitigung des letzten Nestes der Verstimmung, die ans den Tagen von Algeciras her zurückgeblieben ist, dürfte dao wesentliche Ergebnis der Monarchentage in Venedig sein. Das „Neue Wiener Journal" schreibt: Die freundliche Haltung Deutschlands gegenüber dem Tandschakbahnprojekt und die Entrevue in Venedig lassen erkennen, daß die Wolken, die von Osten aufstiegen, sich erfreulicherweise zerstreuen. Der Verbündete Österreich-Ungarns nnd Italiens. Kaiser Wilhelm, am Tische des >lö'nigs von Italien ist eine Bürgschaft dafür, daß im Dreibnude über die Balkanfragen ein beruhigendes Einverständnis herrscht, lrutz aller l^raulereien müßiger >lou jekturalpolitiker. Die mazedonische Frage. Man schreibt aus Petersburg: Tie russischen Blätter bemühen sich. auf l^ruud zerstreuter ^'lndeu-tnngen, oie in verschiedenen diplumatischeu >luud gebungen nud in der ausländischen Presse zu finden waren, vielleicht auch znm Teil auf Grund vertraulicher Mitteilungen ein klareres Bild von der englischen Aktion in der mazedonischen ^-rage, so wie von den dein Petersburger >tabinelt<' zngeschrie benen Tchritlen zu gewinnen. In den letzten Tagen hat sich der „Tlovo" nut diesem Gegenstände besaßt, der den englischeu Vorschlag iu folgender Weise daiitelleu zu köunen glaubt: Die Mächte ernennen mit Genehmigung der Pforte für Mazedonien auf eine bestimmte ^rist einen christlichen oder mohammedanischen Generalgouvcrneur. der ausschließlich vom europäischen >iouzert abhängt. Die Gendarmerie wird reorganisiert, ihre Zahl vergrößert, europäische Offiziere sollen engagiert werden- die Unterdrückung der Aufständischen und die Wahruug der öffentlichen Ticherheit wird der Gendarmerie als Pflicht auferlegt. Die Zahl der türkischen Truppen wird auf ein mögliches Minimum beschränkt. Die Zivilagenten treten in türkischen Dienst und werden zu Gehilfen des Generalgou' verneurs. ^ür die ganze Zeit dieieo Abkommens wird der Türkei die territoriale Unantastbarkeit garantiert. In der nifsischen Antwort sollen An-' regungen gewisser Andernngen des englischcn Projekts enthalten sein. die darauf abzielen, das euro-päische Konzert in dieser 3ache zu einigen. Es gelte, in gewissem Maße eine Verfchmelzung der englischen und der russischen Anregungen herbeizuführen, um in Mazedonien zn erreichen, was gegenwärtig erreicht werden kann. Politische Ueberlicht. Laibach. 27. März. Das „^remdenblait" sührt aus, im Lichte der Anführungen dcs Ministers Dr. Marchet im Budgetausschusse erscheine der hitzige Kampf für nnd gegen die i^ e h r freiheit als ein Kampf gegen Windmühlen. Auch die Grazer Affäre sei, wie ans den Erklärungen des Ministers hervorgehe, auf gutem Woge, ihre Sanierung in den, Eingreifen der akademischen Behörden zu find?u, und C5 sei besser, die natürliche, selbsttätige Gesundung des Hochschullebens nichi durch rauhen Zugriff von außen zu stören. 3o dürfe denn der friedliche Bchr etwas gouvernantenhafter Ton verletzte yn sichtlich. Seine Unzufriedenheit jedoch sogleich ^merkend, fügte sie sanfter hinzu: „Ich bin Waise! '"d muß in der Welt überall zu ,5anse sein, wo "Mn Perus mich hinführt." . „Auch in eiserner Pflichterfüllung kauu man l'M vereinsamt fühleu, lveun die Kraft des Mague ^"'gebrochen, der uns ans Dasein fesselte," mur-^,^' te .^^.^ h^ ^^. ^^ während eine scharfe '>Mte sich z^^. ^>j„ Signum innerer Onal ^lvischen '^"le dunklen Augenbrauen senkte. ^. ^"l'rwr sie ihr Gespräch fortsetzen konnten, rief ^'^chis'f^locke ,^^ ^bendessel^, das in der äußerst >n^!l " Salonlajüte beim uusicheren Schein einer ,.^ ^^'lmenden Petroleumlampe eingenonnnen ton ^n.wller, als er selbst es für möglich gehal s^ ' ^elvöhnte der sonst nur iu grüblerischer Eiu-"l"t dahinlebende Doktor >lerg sich an s^ine .'Iteisegefährtin. Ja, nach wenigen Tagen schon wich er kaum noch von ihrer Seite. Und sein umdüster-ies (''»emüt, das, wie Gerda empfand, nnter der Wucht eiues grausamen Schicksalsschlages nachzit-terie, schien nicht unempfänglich gegen die ruhige, heitere Sicherheit, die das junge Mädchen gleich mäßig zur Schau trug. Mit echt weiblichen' In stinkt vermied sie alle Andeutungen lind fragen bezüglich seiner Vergangenheit und mühte sich un ablässig, seine trübe Stimmung, die ihn zeitweilig ganz beherrschte, zu mildern. So vergingen die Tage gemeinsamer Seefahrt iu anregenden Gesprächen, die die langen Pausen zwischen den kargen Ereignissen an Bord aus füllten. Denn nur selten unterbrach das Aus tauchen eine?' mächtigen Walfisches, das Vorbei fabren einer fremden >lriegsflottille oder der Anblick abendlichen Meerleuchtcns die Eintönigkeit der nnabfehbaren Wasserfläche. Doch trotz aller ^rende an der Seefahrt, die. von wunderbar windstillem Wetter begünstigt, alle Unbilden der Meerleiden fernhielt, freuten sich Passagiere uud Mannschaft gleichmäßig anf den ersten Landungsplatz. Im ,(>afen von Eollo, eiuem kleineu, malerisch gelegenen Dorfe Algeriens, ging die „Pergamon" endlich vor Anker. Eine gewaltige Menge Kork-ladung. aus den nahen Wäldern der Korkeiche herrührend, harrte der llbernahme an Bord nnd bedingte einen längeren Aufenthalt. Kaum stand das «chiff, als anch Gerda und Doklor >lerg. znr Landpromenade genistet, vom Kapitän Ur!aub,erbaten. Eiues der kleinen Voott'. die. von weiß beturbanten Arabern gerudert, dus Schiff nmschwäl-mten, führte die beiden Passagiere blitzschnell dem Ufer zu. „Werden wir uns mich hier nicht verirren?" fragte da5 junge Mädchen, sich unsicher in dem Gewirr enger lhassm und Winkel umblickend, durch das ihr Begleiter sie führte. Dieser zuckte wie von einem Pseil getroffen unter ihren harmlosen Worten zusammen, und erst, als sein Auge ihrem offenen Blick begegnete, gab er, anfangs mit zitternder Stimme, dir aber immer rnhiger und klarer wurde, eine Erklärung für seine trübe Neisestimmuna, ab. Den einsamen Weg über den Felsen ab hang zn seiten des Meeres verfolgend, erzählte der Doktor seiner aufmerksam lauschenden Gcfähriin die Geschichte seineo knrzen Gluckeo an der Seite eiues heißgeliebten Weibes, dessen etwnc> phantastischer Sinn die unschuldige Ursache ihres jähen Todes war. „Zwei lange Jahre sind es her," so schloß er, „seit mein Stern nach knrzem Leuchten Plötzlich versank. Ihren sehnlichsten Wunsch erfül-lend, reiste ich mit meiner ^rau auf e^nem Frachtschiff nach dem Süden, nm hier in Algier in einem idyllischen Dörfchen die ersten Wochen unserer Elfe, fern vom Getriebe der Reisenden, zu genießen. Diese Weltabgeschiedenheit wurde unserem Glück Laibacher Zeitung Nr. 72. 634 28. März iW«. kostbarer Schatz im Staatsvermögen, wert oer sorg^ sumsten Pflege aller Nationen und Parteien. Das „Teutsche Tagblatt" erklärt sich in einer Besprechung der B ankfrage entschieden gegcn den Plan einer sogenannten Kartellbailk. Österreich habe während des Bestandes der gemeinsamen Notenbank alle Lasten des ungarischen Kapitalbedarfes getragen, weil es dagegen den Vorteil behaupten konnte, Herr des Geldwesens der öster^ reichisch-ungarischen Monarchie zu sein. Gewiß, c5 hat diesen Vorteil viel zu teuer bezahlt, aber es war gewohnt, auch alle anderen Vorteile der Vereinigung mit Ungarn weit über den wahren Wert zu bezahlen. Aber diesen Vorteil aus der Hand geben und Ungarn tributpflichtig bleiben — einen solchen Narrenstreich wird die gesamte magyaren-freundliche Presse Österreichs den Österreichern nic-mal5 einreden können. Das „Nene Wiener Tagblatt" meldet.: Der seit längerem angekündigte Gegenbesuch des deutschen Reichskanzlers Fürsten B ü l o w bei Freiherrn von Ährenthal erfolgt bereits in den allernächsten Tagen. Wie wir erfahren, trifft Fürst Bülow am nächsten Sonntag früh zu zweitägigem Aufenthalte in Wien ein. Allgemein war die Ansicht verbreitet, daß der Besuch Vülows bei Ährcu-thai mit der Anwesenheit des deutschen Baisers in Wien Ende ?lpril oder Anfang Mai zusammenfallen werde. Diese Annahme war aber von allem Anfang an unrichtig, da Vülow schon vor einigen Monaten seinem Kollegen den Besuch erwidern wollte lind nur durch die Arbeiten des Reichstages an der Ausführung dieser Absicht verhindert war. Ebenso ist die Version unrichtig, derzufolge der deutsche Reichskanzler nach seinem Wiener Aufenthalte eine Italienreise antreten werde. Bülow wird am Dienstag von hier direkt nach Berlin zurück-kehren. Sonntag nm 6 Uhr abends veranstalten Baron und Baronin Ährenthal ihrem Gaste zu Ehren ein großes Diner und Montag geben der deutsche Botschafter in Wien, Herr von Tschirschky und Gemahlin, eine Frühstückstafcl. Vülow wird voraussichtlich am Montag vom Kaiser in Schön-brnnn in Privataudienz empfangen werden. In der Begleitung Vülows werden sich der Gesandte im Berliner auswärtigen Amte. Herr von Flotow, und der Geheime Negierungsrat Schäfer befinden. Der deutsche Gesandte in Athen, Graf Arco-Valley, machte dein griechischen Minister des Äußern. SkuM, die Mitteilung, daß Baiser Nil-Helm seine Ankunft in Korfu um sechs Tage verschoben habe. so daß er dort am 7. April eintreffen werde. Infolge geänderter Verfügungen des Marineministers werden sich nicht zwei Panzerschiffe und vier Torpedojäger, sondern nur ein Panzerschiff, die „Spctsai". und drei Torpedojäger, „Dora", „Niki" und „Navkratusa", zur Begrüßung des Kaisers nach Korfu begeben. In Korfu hat sich unter dein Vorsitze des Bürgermeisters ein Konntee zur festlichen Ausschmückung der Stadt gebildet. Die Baueru der Ortschaft Gafturi beschlossen, die durch die Ortschaft führende Fahrstraße zu dekorieren und dein deutschen Kaiser mit ihren Frauen nnd Töchtern entgegenzuziehen. Die Regierungspartei in England hat neuerlich eine schwere Niederlage bei einer Ersatzwahl erlitten. In dem Londoner Voi> orte Peckham fand vorgestern die Ersatzwahl für da5 verstorbene radikale Unterhau5mitglieo Elark statt. Es wurde der Unionist Gooch mit lil)70 Stimmen gegcn den Liberalen Gantry, der nur -4476 Stimmen eichalten hatte, gewählt. Der radikale Freihändler Elark war MM mit einer Mehrheit von ^889 Stimmen gewählt worden. Tagesneuigleiten. — (Seife als Gift.) Ueber „Akute Seifcnver-giftung" Hai Dr. Liebetran in der Medizinischen Klinik in-tereffante Mitteilungen gemacht. Zwei Geisteskranke aßen in unbeobachteten Augenblicken je ein Stück Seife; der eine starb nach kaum einer Stunde, der andere nach zwei Tagen. Die Wirkung bestand in beiden Fällen in geringer Verätzung der mit der Seife in Berührung gekommenen Schleimhäute und schweren Allgemeinerscheinungen, insbesondere Herzschwäche, Giftige Substanzen konnten, wie die „Umschau" dem Berichte entnimmt, in der Seife chemisch nicht nachgewiesen werden; man muß somit eine Gift-wirlung der Seife selbst annehmen. — sDer Handschuh.) Aus Paris schreibt man: In unseren Tagen hätte Fräulein Kunigunde nicht einmal einen Dienstmann, geschweige denn einen Ritter geschickt, ihren Handschuh zu holen, denn die eleganten Damen sind auf dem besten Wege, wenn sie «n toil«tt« an einem festlichen Anlaß teilnehmen, dem Handschuh völlig zu entsagen. Der Kampf zwischen kurzen und langen Aermeln spielt dabei nicht einmal eine Nolle, man laßt die Hand ohne Hülle, ob nun der Aermel laut Ulaz einzelner Modenschöpfer bis zu den Fingern geht. ob er als Dreiviertelärmel den halben Unterarm deckt, oder beim Ellbogen Halt macht. Man fragt sich nämlich plötzlich, warum man eigentlich just die Hand versteckt, da man doch so vieles liberal enthüllt. Die einzige Toilette, die man der Hand gestattet, besteht in Ringen, welche nun oft mit den wieder modernen Armbändern funkelnde Blicke wechseln. Natürlich wird auch der Handpflege die größte Aufmerksamkeit gewidmet und die Manilurcs machen fleißig Erfindungen, um fehlerhafte Hände zu korrigieren. Das letzte in diesem Genre sind runde Hülsen, die um die Knöchel gelegt und dann festgeschraubt werden, um unschöne Erhöhungen zu ebnen. In den Folterkammern des Mittelalters hatte man ganz ähnliche Instrumente, sie hießen damals Daumschrauben; wenn sie die Pariserin im Muse« Cluny steht, wendet sie sich mit Entsetzen ab und der Maniküre zahlt sie heroisch Künstlerhonorare, damit sie ihr dieselben um die armen, gequälten Finger lege. — (Ein kluger Elefant.) Im Weltmuseum zu Philadelphia steht das Gerippe eines Elefanten, d«r im Leben unter dem Namen „Vijou" bekannt war und das klügste Exemplar seiner Rasse gewesen sein soll. Erst in seinem sechzigsten Lebensjahre entdeckte man seine großen Fähigleiten. Er befand sich damals im Zirtus einer amerikanischen Nandergesellschaft. aber am zweiten Tage nach der Eröffnung wurde „Vijou" vermißt; man suchte vergeblich nach ihm, kein Mensch hatte den Entwichenen, gesehen. Da fand man ihn endlich im Pferdestalle, damit beschäftigt, die Pferde zu waschen und zu bürsten. Erstaunen ergriff die Zuschauer. ..Vijou" aber ließ sich nicht stören, von einem Pferde ging er zum anderen, und wenn das Wasser in seinem Kübel zur Neige ging. drehte er den Hahn des Wasserfasses auf und schöpfte neuen Vorrat. Die Pferde ließen sich die Behandlung durch den neumodischen Stallknecht ruhig gefallen. Die Lösung dieses Rätsels wurde bald gefunden. In seiner früheren Stellung war nämlich „Vijous" Quartier der Pferdestall, wo man ihn stark gefesselt hielt. Dieser Umstand hinderte ihn, die Arbeiten, welche er den Stallknechten abgesehen, selbst auszuführen, jetzt aber hatte er nun dic erste Gelegenheit benutzt, sein Geschick zu zeigen. Künftig wusch er die Pferde, lammte sie und legte ihnen das Geschirr auf. Lolal- und Promnzial-Nachlichten. Rrainischer tandtag. Der lrainische Landtag trat gestern um 11 Uhr vormittags nach einem Hochamt, das um 10 Uhr vormittags .Herr Kanonikus t> i« l a in der Domkirchc zelebrierte, zu seiner Eröffnungssitzung zusammen. Den Vorsitz führt« Landeshauptmann Hofrat Franz Zullje, die Regierung war durch den l. l. Landesfträsidenten Theodor Freiherrn uon Schwarz sowie durch den l. l. Landesregicrunsss-rat Wilhelm Haas vertreten. Landespräsident Freiherr von Schwarz eröffnete den Landtag in flovenischer und in deutscher Sprache durch eine Begrüßung der Abgeordneten, worauf er, in slove-nischer Sprache fortfahrend, folgendes ausführte: Geehrte Herren! Sie haben das neue Mandat aus den Handen der Wähler in einem bedeutungsvollen Augenblicle empfangen. Groß ist die Erwartung, und Ihre Tätigkeit wird daher besonders bedeutungsvoll und verantwortlich sein. Man ist allgemein überzeugt, daß dem fruchtlosen Zustande der letzten sechs Jahre ein Ziel zu setzen st> und daß alle berufenen Faktoren bestrebt sem müssen, die der ordentlichen Tätigkeit der Landesvertretung entgegenstehenden Hindernisse zu beseitigen. Wenn ich Sie daher bitte: „Beschließen Sie so rasch als möglich die Reform der Landesordnung, bezw. die Aenderung der Wahlordnung für den Landtag, und beseligen Sie dadurch die Ursache des langjährigen Haders", so spreche ich hiemit das aus. was Sie. geehrte Herren, selbst in Ihren Herzen empfinden, die ohne Unterschied für die Wohlfahrt der Bewohnerschaft schlagen, und was einen lebhaften Widerhall im ganzen Lande finden wird. sDeutsch fortfahrend:» Geehrte Herren! Die Voller Oesterreichs rüsten sich zur feierlichen Begehung eines alle Herzen auf das innigste rührenden und begeisternden Ereignisses. Welch willkommener Anlaß für die geehrten Herren Vertreter des Landes Krain. ihren Teil zur allgemeinen Festesfreude dadurch beizutragen, daß sie deM Lande den Frieden bringen, (Slovenisch:) Geehrte Herren! Ich bin überzeugt, daß Sie sich mit Begeisterung an der allgemeinen Freude im Iubiläumsjahre durch Schaffung von Bedingungen für eine gemeinsame und eifrige Tätigkeit zum Vorteile der lieben Heimat in der Landcsvertretung beteiligen werden. Die Unterstützung und Förderung dieser Tätigkeit wird die Regierung stets als ihre Pflicht und Schuldigkeit erachten. Ich habe dem hohen .Hause mitzuteilen, daß Seine Majestät der Kaiser zum Landeshauptmanne des .Herzogtums Krain den Herrn Landtagsabgcordneten Hofrat Franz Kullje und zu dessen Stellvertreter in Leitung des Landtages den Herrn Landtagsabgeordneten Leopold Freiherrn von Liechtenberg allergnädigst zu ernennen geruht haben. Ich beglückwünsche Sie, hochverehrter Herr Landcshaupt- zum Verhängnis. Abgetrennt von ärztlicher Hilfe erlag meine Gattin einem tückischen Fieber. Der afrikanische Boden wnrde ihre Ichtc Ruhestätte". Tief ergriffen hatte Gerda zugehört. Nun schritt sie schweigend an der Seite des Manneo, dessen trauriges Geschick ihr ein heißes Mitleid einflößte. Noch unter dein Eindruck der Erzählung betraten sie mit leisem Schauder den kühlen Rati:n einer kleinen Moschee, deren nüchterne, kahle Wände kein Schmuck, kein Bildwerk versöhnlich zierte. Vorsichtig, wie uni die Stille des fremden Heiligtums nicht zu stören, schritten die Wanderer über die zerschlissenen Gcbetsteppiche bis zu dein schlichten Gitter, das den glatten, die Kaaba überdeckenden Stein einfriedete. Durch runde Bogenfenster warfen die Sonnenstrahlen unsichere Reflexe auf den Boden und spiegelten sich in den Aasseiten der gläsernen Lampen. Hin lind her zuckend, gleich aufleuchtenden Aeuerfläimnchen, umspielten die Lichter das junge Mädchen, das. vom Zauber des Augenblickes ergriffen, anch den Schleier von seinem, Leben hob. Gerda erzählte dein aufhorchenden Manne von ihren schweren Kämpfen um die Eristcnz, von ihrer arbeitsreichen Jugend. Wie sie, der Eltern früh beraubt, allein in die ^reinde gehen mußte, um die Kinder gleichgültiger Menschen zu erziehen. Sie erzählte von ihrem kurzen Liebestraum, der durch dm erkältenden Hauch materieller Erwägun- gen jäh zerstört worden. Ihr ganzes, freudloses Dasein entrollte sie vor ihm. Und immer inter essiertcr betrachtete sie der ernste Mann. dem sein eigenes Leid plötzlich gering gegen ihr freudloses Geschick erschien. Das Herz schwoll ihm vor Erregung und Mitleid, als er sie so resigniert und doch voll tapferen Selbstbewußtseins vor sich sah. wie sie von der ernsten Arbeit sprach, die, ihrer wohl für das ganze Leben harre. Bewundernd blickte er sie an; welch ein Mut, gepaart mit ^rauenwürde! Da zuckte jäh der Gc-danke in ihm an f. daß dieses im Lebenskampfe erprobte Weib wohl die rechte ^rau für ihn sei, um ihm die verlorene zu ersehen. Während sie langsam, an dem stumm sich verneigenden arabischen Wächter vorübergehend, die Moschee verließen, ergriff Doktor Kerg des Mädchens Hand und fragte schlicht: „Gerda, Sie mit Ihrem stcn-ken Lebensmut, wollen Sie es mit mir versuchen? Wollen Sie mich der Lebensfreude wieder zuführen? Wollen Sie meine ^rau werden?" Überrascht, aber nicht erzürnt, überließ sie ihm ihre feine, schmale Rechte und nickte schweigend Gewähr. Auf fremdem Boden hatten sie sich kennen gelernt. All fremder Andachtsstätte hatten sich ihre Herben gefunden. Bei uns in Amerika. Von Kate van Veeler. (20. Fortsetzung.) sNachdr»il verboten.) Recht so, sie engagierte ihn, sie bestimmte, sie legte Beschlag auf seine Person. Er hatte nicht die leiseste Sympathie für Arauenrcchte, besonders nicht nach dieser Seite hin. Er behielt sich g"'" sein Männerrecht des Werl>ens, Eroberns nnt> -^ was dazn gehörte - auch des Engagements um'' Getan hätte er es wohl auch so, aber dann wcn't es von ihm ausgegangen, nicht von ihr. Und außerdem — wer konnte wissen? Vielleicht hätte er nun gerade diesmal für die kalte Partie gern die kalte Schönheit engagiert. Tann ließe er seinen beiden jungen wilden Füchsen die Zügel, daß sie dahu^ jagten in die we iß samtene, brillantfunkelnde, stille Winterpracht hinaus, weit fort wie anf Flügeln, hinweg von all dem erbärmlichen Getriebe dieser geldgierigen, schmutzigen Welt in eine reine, klare, selige Einsamkeit, in der ihre blauen, stolzen Auge" so hold nnd warm und lieblich leuchteten wie damals, an jenein ersten Abend — — ^. „Woran denken Sie denn, Graf? Hörten ^ nicht, was ich von der Musik sagte? Sie sehen ans, als wenn Sie mit Ihre Gedanken nicht bei nncl) swd!" Iuamtas Angen waren verdunkelt, sie blickten zornig, und Misste, die eben sehr zmn Gefallen ihrer Herrin ein graziöses Spiel mit deren zier- Laibacher Zeitung Nr. 72. 635 ^8. März 1908 wann. anläßlich dieser Allerhöchsten Ernennung und drücke meine Freude darüber aus, Sie an dieser Ehrenstelle zu sehen, weil Ihre gründlichen Kenntnisse sowie Ihre reiche Parlamentarische Erfahrung eine objektive und tatkräftige Geschäftsführung verbürgen. sDeutsch fortfahrend:) Auch den zum Stellvertreter des Herrn Landeshauptmannes in der Leitung des Landtages allcrgnädigst ernannten Herrn Varon Liechtenbcrg be-grüße ich aus das l>crzlichste. überzeugt, daß er dem Herrn Landeshauptmanne gerne seine wertvolle Unterstützung an-gekeihen lassen werde. Der Landcspräsident luld hierauf den neuernanntcn Landeshauptmann ein. im Sinne des tz !» der Landesord-lUlng in seine Hände die Angelobung zu leisten. Nachdem der Landeshauptmann Hofrat ^ullje dieser Einladung Folge geleistet hatte, übernahm er den Vorsitz und ergriff das Wort zu einer längeren Rede, worin er ungefähr folgendes ausführte: Seine Majestät hat mich allcrgnädigst mit der Würde des Landeshauptmannes im Herzogtum Kram zu betrauen geruht. Ich trete diese stelle mit dem innigsten Wunsche an, daß es mir mit Gottes Hilfe und Gottes Segen gelänge, der Heimat ersprießliche Dienste zu leisten. Ich übernehme die ehrenvolle, aber auch schwierige Aufgabe in der Erwartung, daß es nur gegönnt sein werde, wenigstens jene Ansichten und Entwürfe zu verwirklichen, die ich mir im Laufe meines Bebens rüclsichtlich des nationalen und des Landcsfort-schrittet geschaffen habe. Gleichzeitig aber bin ich überzeugt, ^ß alle meine Anstrengungen erfolglos wären, wenn ich nicht das Vertrauen und das Wohlwollen der geehrten Herren Kollegen gewänne. Um dieses Vertrauen bitte ich Sie, geehrte Herren, und erhoffe es um so mehr. als ich den festen Entschluß gefaßt habe, auf dem ehrenvollen Posten, »vorauf mich die kaiserliche Gnade gestellt Hai, stets streng gerecht und unparteiisch vorzugehen. Ich wende mich auch an Euer Hochgeboren. Herr Landcspräfidcnt, zunächst mit der Bitte, meinen ehrfurchtsvollsten Dank an den erlauchten Thron Seiner Majestät gelangen zu lassen und verdolmetschen zu wollen; dann aber bitte ich Sie. Herr Aaron, um Ihre werktätige Hilfe. Es besteht ja ein innerer Kontext zwischen dcr staatlichen und der autono-mischen Verwaltung und es wird sich am leichtesten im Lande walten lassen, wenn sich diese beiden Zweige der öffentlichen Administration in schönem Einklänge befinden. Vor allem, meine Herren, wird es notwendig sein, daß ocr Landtag zu einer ordentlichen Tätigkeit gelange. Wir sind gewiß alle darin einig, daß dcr Friede und die Versöhnung in diesem Landtage gewährleistet sowie eine ordentliche Tätigkeit in diesen, Saale erst durch die Wahlreform gesichert werde. Es braucht leiner Beweise dafür, daß die noch gegenwärtig in Geltung stehende Wahlordnung, die in allen wesentlichen Bcstimmungin aus dem Jahre 18s>I datiert, schon lange einer gründlicheil Reorganisation bedarf, daß sie durchaus nicht mehr mit den tatsächlichen Verhältnissen in unseren, Lande in Einklang steht. Die Zeit-strömung drängt zu einer demokratischen Umgestaltung der Wahlordnung, und es wäre eine leere Illusion, vielleicht deuten, daß diese Strömung vor den Türen dieser ^andessiube stocken bliebe. Vielleicht finden wir gerade in unserem Lande dic Nn'nsticiskn Verhältnisse für eine solche demokratische Umgestaltung. In keinem österreichischen Kronlande nehmen die uibuctlen Steuern, die auch dcr einfache Arbeiter zu zahlen hat, einen so breiten Raun, ein wie im Lande Kram und l'chen ^us;spil,uheu qelriebeu mW den ^aum de5 Kleides so weit verschoben haitc, das; dcr feine Knöchel im durchbrochenen, seidenen Strumpf sich ^niscntierte, wurde mil eben diesem zierlichen ,"us', Ip'hchen hart ,',ur Seite qestos'.en. Ter (^>raf fuhr auf li»5 lichtem, reiuem ^'„tertraum. „T doch, sie waren a.cm,'> nahc," beteuerte er wahrheitoqetreu und säst befanden - „Win'. U"he^. Und da seine Blicke dabei unsicher über den ^'PPich irrten, lächelte Iuauita in schnell wieder Mlmdener Vefriodiqnnq n-nd Ticherheit. ^r war sehr amüsaut, wenn sie ihm die >3inne mvas verwirrte, sehr amüsant! Hi>enn nnr das ^chmütiqe Geschöpf ^ sehen könnte! Wahrhaftig ,^'k'r (^raf qefiel ihr, nnd sie wäre imstande, nin "" andere zu ärqern - s ^hre weiteren l^edanken wurden sehr unlieb «a», durch den Eintritt der ^eueraliu unterbrochen. ^ !IH, die liebe Tante sah nach Ttnrm ans! ^" kommandeusenhaft und imponierend war !'' 'l'r uoch n>e erschienen! ^ehr hübsch! Nur >.'poni^tt> sie ihr trotzdem, nicht im aerinqslen. ">e s^'^' ^li!^>rilanerin liesz sich von einer deut '" u ^aut^. i,,iti »vein« diese zehnmal eine «ene "»>' lvar, nicht ins Bockshorn jaqen, sondern be '"'ip ele ihre Eiqenart uud ihre Nechte. ^. ^^ ^onkeubrlick war anf^esprunlien, nm die ^.'^', bes Hauses ,',n besirüuen und sich seines is '"riuqens halber zu entschuldigen. Aber sie lam ^ " zuvor. (Fortsetzung folgt.) im Voranschlage des Landesfonds. Ich darf kühn behaupten, daß mehr als 40 l'5 der Gesamt-Landeserfoldernisse schon jetzt durch die indirekten Steuern gedeckt werden. Wir dürfen ferner nicht vergessen, daß im Laufe der letzten Dezennien auch in unserem Lande im gleichen Maße die politische Reife und das Standesbewußtsein der breitesten Massen gewachsen ist. Wer mit klarem Auge die politische Entwicklung unserer Zeit verfolgt, muß sich barin im reinen sein, daß den Bestrebungen nach der Erweiterung des Wahliechtes, nach der Reform der Landeswahlordnung auf breiter Grundlage lein erfolgreicher Widerstand entgegengesetzt werden kann. Werfen wir einen Blick auf die sonstigen Länder in unserer Monarchie, so s>el>n wir überall, daß eine solche Aenderung entweder schon durchgeführt wurde oder daß ernste Vorkehrungen zur Erreichung dieses Zieles getroffen werden. Auch in Krain müssen wir zu diesem Ziele ge^ langen, und mich erfüllt die Hoffnung, baß wir uns trotz aller Parteigegcnsätze barin finden und einigen werden, Halten wir uns das benachbarte Istrien vor Augeu. Dort wird die Bewohnerschaft durch nationale, wirtschaftliche und kulturelle Unterschiede geschieden und doch wurde vor einigen Tagen eine Einigung der nationalpolitischcn Parteien erzielt, die dann im Wege eines ruhigen Kompromisses glücklich die brennende Frage der Wahlreform erledigten. Das Land Krain, dem wir alle ohne Unterschieb der nationalen Abstammung und der Partriüberzeugung mit gleicher Liebe anhängen, sehnt sich nach einem arbcits-freudigeu Landtage, den die verschiedensten Arbeiten erwarten. Eiempli gratia erwähne ich das weite Held der Lanbesmelioration. bie Versorgung der Bewohnerschaft mit gesundem Trinlwasser, die Sorge um die Verbesserung unserer Verkehrswege, um die Eisenbahnen uud Straßen, die dringende Notwendigkeit, das alte Irrenhaus in Studenec durch einen nach den Grundsätzen bcr modernen Wissenschaft unb der Humanität eingerichteten Bau zu ersetzen, ferner werden die Krankenhäuser vermehrt und überdies Sicchcn-häuscr errichtet werden müssen. Schließlich wirb das Schulwesen auf jene Höhe zu rücken sein. die den Bedürfnissen unseres Landes und unserer Zeit entspricht: dann wird die Sanierung der Lcuidcsfincmzcn durchgeführt werden müssen. lDcutsch f orlfahrcud:) Und nun, meine geehrten Herren auf dcr Rechte» diefes Hauses, wende ich mich an Sie mit der Bitte um Ihre patriotische Unterstützung. Die Geschichte des lrainischen Landtages bürgt mir dafür, daß ich meine Bitte an die richtige Adresse gelangen lasse. Wir lieben doch alle unsere heimatliche Schollei der Unterschieb in der Sprache und in der Abstammung bedeutet keineswegs einen Unterschied in der Liebe zur engeren Heimat! Das Land Krain steht vor einem Wendepunkte seiner wirtschaftlichen nnd geistigen Entwicklung, Wir haben lange Zeit mit Recht über die stiefmütterliche Behandlung des Landes Krain beim Baue der modernen Verlehrsstraßen, der Eisenbahnen, Klage geführt Die Dinge haben sich nun gebessert. Während der Bau der Alpenbahnen, an bcm ein Mit-glieb bcs Allerhöchsten Kaiserhauses hervorragenben Anteil genommen, nur dem nordwestlichen, allerdings sehr entwicklungsfähigen Landesteile die Möglichkeit des maiv'iellen Aufblühens bietet und während die Lokalbahn Ncumarltl Krainburg ihrer baldigen Vollendung entgegen ficht, wird die langersehnte Durchgangsstrecke Laibach' Spalato Segen der Landeshauptstadt Laibach sowie dem Unterlande bringen. Ueberdies werden infolge bcs unerhofften Aufschwunges bcr Elektrotechnik nunmehr für industrielle Anlagen die großen Schätze unserer Wasserkräfte verwertet werden lönncn, Wenn wir zu den Vorteilen unserer geographischen Lage noch den Umstanb hinzufügen, baß wir, zwischen zwei große Kulturnationen, bic Deutschen und Italiener, cingeschoben, an bcr Völlerstraßc liege», die aus Hamburg über Trieft in den Orient unb an den Suezlanal führt, so ist es ersichtlich, daß nun Krain aus seiner unverschuldeten Rückstänbiglcii hervortreten und sich i„ bic gleiche Reihe mit den fortschrittlichen Nachbarländern stellen lönnc. Wir würden am Schicksale unserer .Heimat freveln, wollten wir dicfen Moment versäumen uud die Vorteile unserer Heimat kleinlichem Partcihadcr opfern. sSlovcnisch schließend:) Und noch ein Neweggrnnd muß u»s zu dem Versuche lcitc», durch ruhiges Einvcr nchmcn unsere Gegensätze zu mildern und uns zu gemeinsamer Arbeit zusammenzufinden. Im laufenden Jahre begehen- k>e unter dem Szepter dcr Habsburgischen Dynastie vercinlgtcn Völker ein anßcrordentlich seltenes hehres Fest, Es ist das «iNjährige Rcgierungsjubilänm unseres erhabenen Kaisers, unter dessen Herrschaft das slovcnische Voll aus seinem todesähnlichcn Schlafe zu neuem, frischem Lcbcn erwachte. Alle österreichischen Länder, alle Völker der weite» Monarchie werbe» untereinander in ber wiirbigen Be gehung dieses hochbebeutcnbcn festes wetteifern. Wie wäre es unserem ärmlichen Lande und dessen ärmlicher Nlvölle rung möglich, an diesem großen Feste würdig teilzunehmend Wollten wir alle Werte, die überhaupt das Land Krain besitzt, dem allgelicbten Monarchen wibmen, wir könnten ihm leine größere Freude als burch bie einfache Tatsache bereiten, baß wir Vertreter der Bevölkerung des allzeit gc Irenen und ergebene» Kronlandes Krain nach so heftigen Parteilämpfen und Zwistigleiten uns doch wieder in gemeinsamer Arbeit zum Wohle unserer weiteren unb engeren Heimat Zusammengefunden, In dicfem Sinne rufe ich Sie zur parlamentarischen Arlxit und fordere Sie auf, mit mir begeistert auf den erlauchten Monarchen Franz Josef sdeutsch:) auf unseren allgeliebten Landesfürsten, Seine Majestät den Kaiser Franz Josef ein dreimaliges 2idio, Hoch, Slava! auszubringen. Nachdem bie Abgeordneten ber Einladung des Landeshauptmannes freudigst Folge geleistet hatten, erklärte Freiherr von Liechtenberg, als Landeshauptmann-slellvertreter stets seines Amtes mit der vollsten Objektivität walten zu wollen. Der Landeshauptmann stellte sohin dem Landtage den Vertreter der l. l. Landesregierung. Lanbesregierungsrat Wilhelm Haas, vor, worauf die Abgeordneten der Reihe nach in die Hand des Landeshauptmannes die Angelobung leisteten. — Abg. Dr. öitnil hatte seine Abwesenl)eit durch bringende Geschäfte im Nudgetausschusse des Abgeordnetenhauses entschuldigt. Nun schritt der Landtag zu seiner Konstituierung. Der Vorschlag des Landeshauptmannes, statt wie bisher zwei Ordner und zwei Vcrifilatoren, drei Ordner unb drei Verifilatorrn zu wählen, begegnete keinem Widersprüche. Ueber Antrag des Abg. Dr. Tavöar wurden dann p«^ l!ct'1i,i»:>) aus ber Gruppe der Städte und Märtte Abg. Doktor Tav5ar mit s» von 10 abgegebenen Stimme»; <-') aus ber Gruppe ber Landgemeinden Abg. Dr, L amve mit 13 Stimmen; <1) aus dem ganzen Hause Abg. Dr. kusil.-,,- «ni 2s! von 35 abgegebenen Stimmen (9 Stimmen entfielen auf den Abg. Plantan). Alle neugcwähltcn Landesausschußmitglieder erklärten, die Wahl annehmen zu wollen; Abg, Doktor 5 u st e r^'- betonte für seine Person, daß er die Wahl nur provisorisch unb aus dem Grunde annehme, weil seine Partei Wert darauf lege, im Lanbesausschusse durch einen Inristc» vrrtrctr» zu sci». Sobald ihr noch ein sonstiger Jurist zur Verfügung stehen werbe, wolle cr seine Stelle niederlegen. Als Stellvertreter der Lanbesausschußmitglieber würben gewählt: -,) aus der Gruppc des Großgrundbesitzes Abn Tlnis^r von Apfaltrern mit 9 Stimmen;' 1.) aus dcr Gruppe ber Stäbte unb Märtte v^c,, Doüoi, Triller mit 9 Stimmen; s^) aus dcr Gruppc dcr Landgemeinden Abg. Ko^nl mit 11 Stimmen; <1) aus dem ganzen Hause Abg, I a l l i,"- mit 14 Stimmen, (11 Stimmzettel waren leer, « Stimmen entfielen auf den Abg. Plantan, 1 Stimme erhielt Aba, Dem^ar.) In Begründung eines von allen Abgeordneten l,n^ brachten Dringlichleitsantrages auf Einsetzung eines zwölf-gliedrigen Verfassungsausschusscs behufs Aenderung ber Landtagswahlordnung erklärte Abg, Dr. k u st e r 5 i <' . der Standpunkt seiner Partei in der Wahlresormfrage sei allgemein bekannt. Der Umstand aber. baß ber Dringlich-leitsantrag von allen drei Parteien eingebracht wurde, die sich bisher mit solcher Schroffheit entgegengestanden, spreche am besten für dir Dringlichkeit bes Antrages. Habe die Wahlreform leidenschaftliche Kämpfe entfesselt, so möge sie als Produtt des allgemeinen Einverständnisses, als Resultat ber ruhigen Mitarbeit aller Parteien zum Beschlusse erhoben werben. Das Lanb Krain brancht bringende Arbeit zn seinem wirtschaftlichen und kulturellen Fortschritte. Arbeit und Fortschritt, dies sei die Signatur bei gegenwärtigen Zeit, Das ganze Land lverde mit Freuden konstatieren, daß in bezug auf die Wahlreform jebe Uneinigkeit aus ben Reihen der Abgeordneten verschwunden sei; burch bie Wahlrcform werbe bas Tor allen jenen geöffnet werben, die bisher vergeblich ihre Beteiligung an der Lan-desverwaltung ersehnten. Die Dringlichkeit bes Antrages würbe einhellig anerkannt, was mit lebhaftem .Händeklatschen begrüßt wurde — In den Verfassungsausschuß wurden hierauf folgende Abgeordnete gewählt: Dr. KusteriUs'', Dr. Krel, Pov^e, Freiherr von Liechtcnberg, Graf Barbo, Dr. Eger. Dottor Tartar. Dr, Triller und Plantan mit 35. Freiherr von Schloegel mit 34 Stimmen, Zu Stellvertretern wurden die Abgeordneten Dem^ar. Gangl und Graf Margheri berufen. Der Ausschuß wählte den Abg. Dr. Kret zu seinem Ob-manne unb den Abg. Freiherrn von Liechlcnberg zu dessen Stellvertreter, Seine erste Sitzung w^rbc für gestern nachmittags um 4 Uhr anberaumt. Der letzte Punkt der Tagesordnung: Bericht bes Lanbesausschusses, betreffend die neuen allgemeinen Wahlen für den Landtag des Herzogtums .Krain. wurde über An- Laibacher Zeitung Nr. 72. 636 28. März 1908. trag des Abg. Freiherrn von Tchwegel von der Tagesordnung abgesetzt und gelangt in der heutigen Sitzung, die um 11 Uhr ihren Anfang nimmt, zur Verhandlung. — (Vom F i n a n z die n ste.) Das Präsidium der Finanzdirettion für Krain hat die Finanzlonzeptspraltilan-ten Hubert Ryschavy und Max Ritter von Lasch an -Moorland zu Finanzlonzipisten nä peruonuin in der X. Rangsllasse ernannt. — (Anerkennung.) Der l. t. Landesschulrat für Krain hat in seiner Sitzung am 12. d. M. dem Oberlehrer an der dreillassigen Voltsschule in Wocheiner Feistritz, Herrn Martin H umet. und der Lehrerin an derselben Schule, Fräulein Franziska Zemljan, für ihren Bcrufs-eifer die Anerkennung ausgesprochen. —>-. * (Besetzung mehrerer S t a a t s st i f l -Plätze.) In dem l. t. Zivil-Mädchenpensionate in Wien, dessen Hauptzweck ist. Lehrerinnen für öffentliche Volksschulen und Erzieherinnen für Familien heranzubilden, kommen mit Beginn des Schuljahres 1908/1909 sieben Ttaats-Stiftplä'tze und zwei Zivil-Lotto-Stiftplätze zur Besetzung. Auf diese Freiplätze haben bei gleicher Vorbildung und Würdigkeit zunächst die von beiden Eltern, dann du vom Vater, hernach die von der Mutter verwaisten und in Ermanglung solcher, nicht verwaiste Töchter von Zivil-Staatsbeamten Anspruch. — Die gehörig belegten Gesuche um diese Stiftplätze sind bis längstens 16. Mai an die Obervorstehung des l. k. Zivil-Mädchenpensionates in Wien (VIII., Iosefstädterstrahe Nr. 39) einzusenden. —r. * (Eisenbahnangelegenhciten.) Zufolge Ermächtigung des k. l. Eisenbahnministeriums findet über das Projekt der l. l. priv. Südbahn-Gesellschaft in Wien. betreffend die Erweiterung der Station Littai der Linie Wien— Trieft, Montag den 6. April l. I. um 9 Uhr vormittags die tonnnissionelle Verhandlung mit dem Zusammentritte der Kommission in der Bahnstation Littai statt. Als Vertreter des l. l. Eisenbahnministeriums wird Herr Oberingenieur Karl Hohenegger intervenieren. "(Prüfungen der Aerzte und Tierärzte.) Die Prüfungen der Aerzte und Tierärzte zur Er langung einer bleibenden Anstellung im öffentlichen Sani-täts- oder Veterinärdienste. im Sinne der Verordnung des k. l. Ministeriums des Innern vom 21. März 1873, R, G. Bl, Nr. 37, werden im Laufe des Monates Mai abgehalten werden. Die nach den Bestimmungen der i>ii 7 und 17 dieser Verordnung belegten Gesuche um Zulassung zu den Prüfungen sind bis 20. April bei der Statthalterei in Graz einzubringen. Die Tierärzte haben überdies den Nachweis über das zum Eintritte in eine inländische vollständige Ticr-arzneischule als Iivilschüler erforderliche Vorstudium zu erbringen. —!-. * (Wahl des Bez irks stra ße naus schu sse s Egg.) In den Nezirlsstraßcnausschuß Egg, politischer Bezirk Stein, wurde Herr Franz Majdi 5 jun.. Realitäten-besitzer in Vir, als Obmann, und Herr Franz 5 imenc, Gemeindevorsteher und Besitzer in Lusttal, als Obmann-stellvertreter gewählt. ^-r. — (Der Laibacher Lehrerverein) hielt am 26. d. M. seine ordentliche Jahresversammlung ab. In den Ausschuß wurden gewählt: Oberlehrer Jakob Dim nil, Obmann; Oberlehrerin Marie Ma rout, Qbmann-Stellvertrcterin: V. Sa dar, Schriftführer; I. Fur-lan. Kassier; K. Wider. Josef Pavöiö und Kar! Iavor 5 et. — (Die Genossenschaft der Gastwirte und Kaffeesieder in Laibach) hielt gestern nachmittag im großen Saale des „Mestni Dom" ihre ordentliche Hauptversammlung ab. Indem wir uns den näheren Bericht darübe vorbehalten, erwähnen wir vorläufig, daß sich die Wahl des Genossenschaftsobmannes erst nach lärmenden Szenen vollziehen tonnte. Schließlich wurde der bisherige Obmann, Herr Johann Tosti. p,i- lK^-Inm-nin-n<>,n mit allen gegen die Stimmen des Obmann-Stellvertreters. Herrn Dachs, gewählt. — (Akademie.) Morgen um 8 Uhr abends hält im „Mestni Dom" Herr Dr. Ernest Miler. Universitätsprofessor aus Agram, einen Vortrag über die Berechtigung der Soziologie, ( 5! i m on (^ r o A o r <" i <' ., l/. n i l> u in 5 i t ll! n i st, sondern auch. weil er an den verschiedensten Organen die schwersten Veränderungen zu hinterlassen pflegt, so langwierige Qhreiterungen mit Gehörsverlust, Scharlachrheumatismus, Nierenentzündung usw. Gleichzeitig ist er eine der ansteckendsten aller Krankheiten, und zwar dauert die Ansteckungsgefahr gegen sechs Wochen. Die er-Iranlten Kinder werden deshalb für diese Zeit vom Schulbesuche ausgeschlossen, Ja, in der jüngsten Zeit werden in Acrztelreisen Stimmen laut, die verlangen, daß selbst in leichten Fällen der Schulbesuch erst 8 bis 9 Wochen nach Krantheitsbeginn gestattet werde. Die An st eckung s^ gefahr ist nämlich in leichten und schweren Fällen ganz dieselbe. Ja, die leichten Fälle, in welchen die Fiebererscheinungen und der Ausschlag nur wenige Stunden bis zu einigen Tagen dauern können, sind in allgemeiner Hinsicht die weit gefährlicheren, weil sich die Eltern oft nicht dazu entschließen wollen, die nötigen Ab sfterrungsmaßregeln durchzuführen. Und doch hängt davon das Wohl und Wehe so vieler Familien ab! Wer einmal bei seinen Kindern eine schwere Scharlachepidemie mitgemacht hat, müßte verlangen, daß gegen solchen Leichtsinn sträflich vorgegangen werde. Denn ein Scharlachfall, der bei dem einen Kind« ganz leicht verlaufen ist, kann bei einem anderen, auf das er übertragen wird. die schwerste Form annehmen. Man sollte glauben, baß die Bevölkerung in dieser Hinsicht wenigstens auf den Rat der Aerzte hört. Ein Fall, der sich kürzlich ereignet hat. ist so bezeichnend, daß er veröffentlicht werden muß. Gin zu einem erkrankten Kinde gerufener Arzt konstatierte Schar« lach. und zwar zum Glücke einen leichten Fall. Die Mutter protestierte gegen diese Diagnose, erklärte, sie wisse es ganz genau, daß ihr Kind keinen Scharlach habe; sie kenne diese Krankheit, die ganz anders ausschaue usw. Wir wollen hier von dem merkwürdigen Unterfangen, daß ein Laie gegen die Diagnose eines geschulten Arztes Widerspruch erhob, ganz absehen, versetzen uns aber in die Lage des Arztes, dessen Verantwortung i» solchen Fällen eine ungeheure ist. Der Arzt ersuchte, wiewohl er hiezu nicht verpflichtet war. sondern den Fall einsach der Sanitätsbehörde hätt? anzeigen können, einen zlveitcn Arzt. daß er mit ihm zusammen zur Familie komme, das Kind untersuche und der Mutter seine Diagnose mitteile. Als die zwei Kollegen in die Wohnung kamen, fanden sie bei dem erkrankten Kinde mehrere Besucher mit Kindern vor! Die Besucher waren sich wohl nicht bewußt, daß sich ihre Kinder hiebel den Todeskeim holen konnten, allein von der Mutter des krallten Kindes, welche der Arzt auf das Wesen der Krankheit aufmerksam gemacht hatte, war es ein sträflicher Leichtsinn, daß sie die Besucher nicht darauf aufmerksam machte und den Besuch verhinderte. Das in Vorbereitung befindliche Seuchengesetz sieht ja auch für derlei Fälle Strafbestimmungen vor. Der zweite Arzt bestätigte die Diagnose und die Sanitätsbehörde ordnete die nötigen Schutz- und Absperrungsmaßregeln an. - Nenn auch dieser Fall hoffentlich leine weiteren Folgen nach sich ziehen wird, wie leicht hätte er zu einer epidemischen Ausbreitung der Krankheit Anlaß gegeben. Wie leicht weiden durch solch unvorsichtiges Gebaren ganz schuldlose fernstehende Familien betroffen. Vor zwei Jahren, als sonst in der ganzen Stadt lein Scharlachfall bestand, infizierte ein Student, der an einem außerordentlich leichten Scharlach erkrankt war. durch Vermittlung seines Wohnungsgebers. eines Nureaudieners lind eines Beamten dieses Bureaus das Töchterchen eines hiesigen Schuldircttors, dic Enkelin des vorgenannten Beamten. Das Kind erkrankte so schwer, daß es ins Spital abgegeben werden mußte, wo es mit dem Tode rang. Und die ganze Lehranstalt mußte für mehrere Tage gesperrt werden, das durch das im Hause erkrankte Kind die Kranlhcit weiterverbreitet werden könnte. Kleine Ursachen, große Wirkungen! Nirgends ist eine genaue Befolgung der ärztlichen und behördlichen Mahnahmen so sehr Pflicht und Gewissenssachc. als bei ansteckenden Krankheiten, — Bei Scharlachfällen ist die strengste Isolierung des Kranken nötig; lann er nicht ins Krankenhaus abgegeben werden, so ist er in einem von den übrigen FamilienräuMn getrennten Zimmer zu isolieren. Er soll von ein« 'Person gepflegt weiden, die mit der Familie nicht direkt verkehrt. Die Aerzte, welchen die Gefahr wohl am besten bekannt ist. pflegen es stets so einzurichten, daß sie die Scharlachlranlen nach allen anderen, Patienten besuchen und sich darnach gründlich desinfizieren. So groß isl die Gefahr einer Uebertragung der Krankheit in fremde oder die eigene Familie! — (V e r e i n s we se n.) Das l. t. Landespräsidium für Kram hat die Bildung des Vereines „I)ru3tvo 2» «^ro^Iio VlN'xrvl» iii, mlilllii^kl) klir!) v «s». — (Ein Theaterabend) wird ^?amütag. den 4, April, im großen Saale des Hotels „Union", arrangiert von den Mitgliedern des slovenischen Theaters unter Mitwirkung der MUitärmusil des Infanterieregiments Nr. 27 und des Herrn Venice! mit folgendem Programm veranstaltet werden: 1.) Smetana: Ouvertüre aus der Oper „Das Geheimnis" (Militärmusil). 2.) „Schauspieler-Typen", dramat. Parodie (Herr I. Kratochwil). 3.) ('ajlovslij: Arie Lenslijs aus der Oper „Oncgin" (Herr Si. O r > zelsli). 4) Helvego: Arie des Kardinals aus der Oper „Die Jüdin" (.Herr I. V a 5 i 5 e l). 5.) Straus: „Ei" Walzertraum". Potpourri (Militärmusil). l>.) Lehar: „V'lja Lied" aus der Operette „Die lustige Witwe" (Frl. F. G r o -ßova), 7.) Millöcker: „Wie man tanzt" (Herr I. Kra< tochwil). 8.) Niel Moret- „Mohnblumen". Japanische Romanze (Militärmusil). 9.) Vizet: Arie des Don Iosi aus der Oper „Earmen" (Herr St. Orzelsl i). 10) Helmesberg: „Vogelduett". Tanzduett aus der Operette „Der Polizeichef" (Frl. M. Klrdlilova und Herr A. Vaverla). — Pause. — 11.) Lehar: „Rote Nosen". Walzer aus der Operette „Der Mann mit den drei Frauen" (Militärmusil). 12,) Mouleone: Serenade aus der neuen Oper „Cavalleria Rusticana" (Herr St, Orzelsl i). 13.) Pistm'el: „Zigeunerleben" (Frl. F. G r o ß o v a), 14,) Helmesberger: „Mizi und Jean", Tanzduett aus der Operette „Wien bei Nacht" (Frl. M, klrdlikova und Herr A. Vaverla). 15) „O die Frauen", aus der Operette „Der Stammhalter" (Herr I. Kratochwil). 10.) Srne-tana: „Janlo und Kecal". Duett aus der Oper „Die verkaufte Braut" (Herr St. Orzelsli und Herr I. Va-z i<"-e t). 17.) Fu5il: „Ein Abend bei Maxim" (Militär musik). — Anfang halb 9 Uhr abends. — Karten sind im Vorverkäufe in der Trafik Ke«arl in der Schellenburggasse erhältlich. — (Deutsche Sängerrunde in Weißen-fels.) In diesem Monate hielt der Verein im Erlachhof seine 10, Jahreshauptversammlung ab. Der Obmann, Herr A. Ei sen Hut, begrüßte alle erschienenen Mitglieder. Vor Uebergang zur Tagesordnung wurde der von der Bundeslcitung in Laibach eingelangte Drahtgruß und die Mitteilung, daß der Triester Männergesangverein beabsichtige, am 29. Juni einen Ausflug nach Weißenfels zu unternehmen, mit besonderer Freude zur Kenntnis genommen. Der Verein zählt 14 ausübende und 8 unterstützende Mit' glicder. Im abgelaufenen Jahre wurden 32 Proben abgehalten. Die Einnahmen betrugen 814 I< 3 1>, die Ausgaben 789 l< 40 l>, der Kassarest 24 K 57 1>, Die Rech' »ungcn wurden geprüft und richtig befunden. Die M> wähl der Vorstandsmitglieder hatte folgendes Ergebnis: Alfred Eisenhut, Obmann und Chormeister; Willy Wester, Obmann-Stellvertreter; Hans WesselY. Schriftführer; Emil Kramer, Säckelwart; Josef Dörsl. Notenwart; Josef Güssen bau er, Fahnenjunker; M Bacher und K. Pernat. Ausschußmitglied der. Zum Schlüsse der Versammlung kam es wegen beantragter Verlegung des Vereinslolales zu Auseinandersetzungen, welche Uneinigkeit ins Vereinsleben brachten und zur Folge haben, daß die Sängcrrundc vorläufig ihre Tätigkeit bis nach Ostern einstellte. " (Sanitäre s.) In der Ortschaft Sava. Gemeinde Aßling. politischer Bezirk Radmannsdorf, sind l! Kinder an Scharlach erkrankt; ein Kind ist gestorben und ."> befinde" sich noch in ärztlicher Behandlung, Behufs Hintanhaltung der Weiterderbreitung dieser Krankheit wurden sanitätspolizeiliche Vorkehrungen getroffen. —r, "^ (Der sloven is che Arbeitergesa ngs" verein „Slave c") hält l)eutc abend um halb 9 Uhr in den Nkstaurationslotalitäten des „Narodni Dom" seine 2li. ordentliche Hauptversammlung ab. - (Die Laibacher V e r e i n s t a pe l l e) lo» zerticrt heute abend im Hotel „Südbahnhof"" (A, Seidl). Anfang um 8 Uhr abends. Eintritt frei. - Morgen abend findet in der Restauration „Zum Lölven" (Maria-Theresia' Straße) ein Mitgliederlonzert statt. Anfang um 8 Uhl abends. Eintritt für Mitglieder frei, für Nichtmüglicder 40 I>. — (Ein F a m i l i e n dr a m a in Trieft.) W^ die Blätter melden, stürzte sich aus Schmerz über den Vcr-lust ihres acht Monate alten Töchterchens die 25jährigc Gemahlin des Staatsbahnadjunlten Karl Vastendorf mit ihrem dreijährigen Töchterchcn am 2s!, d. M. nachmittag-» bei Muggia ins Meer. Die Frau wurde noch lebend, aber besinnungslos aus den Fluten herausgezogen und ins Spita« gebracht. Das Kind war bereits tot. Aus Verzweiflung über diesen Schlag erschoß sich gestern nacht auch der Gatte der Unglücklichen und wurde in der Früh als Leiche in seiner Wohnung aufgefunden. — (Nichtige Zeit.) Landhausuhr am 28. März: — 22 Sekunden, das heißt, es müssen von der Zeit des ersten Viertelstundcnschlagcs 22 Sekunden abgerechnet wc^ den, um die richtige mitteleuropäische Zeit zu erhalten, Theater, Dunst und Literatur. -" (Deutsche Bühne.) Gestern wurde die Op^ rette „Der Walzcrlraum" zum zwölftenmal in dieser Spielzeit aufgeführt, die größte Zahl von Niederholungen, die üaibadjer geitung 9ßr. 72. 637 28. März 1908. tin Nühnemvcrl im neuen Hause in einer Saison erreicht hat. In der Vorstellung verabschiedete sich der verdiente weibliche Komiker Frau Sophie U r ban, die mit ihrer heiteren .Minst durch mehrere Jahre das Laibachcr Publikum erfreut hatte, von demselben und von der Bühne. Die zahlreich erschienenen Theaterfreunde gaben ihrer Danlbarleit durch schöne Vlumenspcnden, (5hrcna,cschcnlc und herzlichen Veifall Ausdruck. Auch die treffliche Soubrette Frl. Kurt ward durch Widmung einer prächtigen Nlumcnspcndc gc. ehrt, Die Vorstellung verlief flott und temperamentvoll und alle Künstler gaben voll und ganz, lrxis ihre heitere Kunst Zu geben vermochte. — (Herr Stanislaus Q r,i e l s l i) absolvier! heute im slovenischcn Theater sein letztes Gastspiel. Da sich ber Sänger ob seiner hervorragenden Qualitäten allgemeiner Wertschätzung erfreut, so werden die „Glocken von Corneille" sicherlich einen sehr zahlreichen Vcsuch auszuweisen haben, zumal sich die Vorstellung dadurch, daß Herr Or-zelsli den Marquis singt, vorteilhaft von den vorangcgan genen Aufführungen diefer Oper abheben wird. — (Aus der slovenischen Theater-kanzle i.) Morgen nachmittag (gerader Tag) gelangt zum besten des DramcnpcrsonalcS Jules Vcrucs große Aus-slattiingslomödic „Die Neise nm die Erbe in ,W Tagen" zur Aufführung. - (A ll s der deutschen T h c a ! e r l a n z l c i.) ^or.ntag und Montag finden dir beiden letzten Vorstellungen in der diesjährigen Spielzeit statt. Am Sonntag geht die zugkräftige Operette „Die lustige Witwe", Montag zum Vcnefiz des Sekretärs und Kassiers Adolf Neif die erfolg reiche Opcrcttcnneul)1i«^« ,',> Iionnrpm ««„<>,-<'^«'! .^<>!!,p1li<'i nnd Graduate I.li<>flitu5 !>nni mit Tractns do» Anton Foerstcr. Offertorium I.ln,«1l,l.> l><>mi„ini> von Dr. Franz Witt. In der Ktadtpfarrslirche St. I^üob. S o n n t a g d e n 2 9. M ä rz (vierter Fastensonntag) um 9 Uhr Hochamt: Sankt Antoniu^Mcsse in ^-inoN von I- G. Zangl, Grabuole I.!,<,!l,i,„« ,^n,»i mit Tractus von Anton Focrster, Offertoriuin I.:n,<1l>i>' liomiin,!»! von Dr. Fr. Witt. Telegramme des k. k. Telcgrapl»en-ttc>rrespondenz-Bureaus. Venedig, 27. März. Kaiser Wilhelm besichtigte vormittags die Glasfabriken von Murano und lehrte dann auf die „HolMMern" zurüct. Hierauf unternahmen der Kaiser und die Kaiserin eine Gondelfahrt durch die Stadt und besichtigten einzelne Kirchen. Das Dejeuner nahm das Kaiserpaar auf der „Hohenzollern". Berlin, 27. März. Die „Kreuzzeitung" berichtet über die Meise des Fürsten Vülow nach Wien noch fol gendes: Daß bisher über die Wiener Reise des Reiche lanzlcrs in der Ocffcntlichteit nichts verlautete, ist mit Niicl sicht daraus geschehen, daß Fürst Vülow erst die Erledigung ^er Debatte über den Etat der Reichskanzlei und nament-'>ch die seines eigenen Etats, die heute bevorsteht, abwarten ""Ute, Im jetzigen Zeitpunkt? stellt sich eine politische Au^ sprachc zwischen Fürst Vülow un,b Freiherr» von Aehren 'Hal als eine Ergänzung zu den deutsch-Üalienischen Kund Nebungen in Venedig dar. Nach Veginn der Reichstags, fkricn. also wahrscheinlich in der ersten Hälfte des Monats April, wird Fürst Nülow vielleicht in der Lage sein, den Ualicnischrn Minister des Auswärtigen, TiNoni. und den Ministerpräsidenten Giolitti in Rom zu besuchen, P e tc r s bu rg, 27. März, Vei einem in der vorigen "acht ausgebrochcncn Brande in der Snolovstraße, in der ^'ele Arbeiter wohnen, sind sieben Personen verbrannt, Zwanzig Personen erlitten Verletzungen. Kon sta n t in opc l. 27, März. Die Pforte ha! ^ute nach Rom die Mitteilung gelangen lassen, daß sie den general de Robilant als Kommandanten der Gendarmerie '" Mazedonien akzeptiere. Sie wird dies anch den Vot-Lastern der Ententemächte mitteilen. Sidney. 27, März. Wie von dem Dampfer „Siyis^ mund" gemeldet wird, sind auf den Admiralitätsinseln vier Angeborene, die Lebcnsmittel einkauften, von Wilden über ^llcn. niedergemetzelt „nd aufgefressen worden. Aus Deutsch "'guinea ist eine Expedition abgegangen, um die Mörder ^bestrafen. Was ist Krankheit? H Hast alle Krankheiten entstehen dadurch, daß die "Ndaullnss und Assimilation eine falsche ist und das wird ^ ^"^ ^"damma. und Assimilation geschaffen sta >> ""^att in vollkommen reinem und kräftigem ^u< . 'de zu sei,,, durch Unreinheiten und Krantlieitsstoffe „^, "PU'tt ist. Wenn bei den Menschen immer eine Und ' c ^"bmmna. nnd Assimilation vorhanden wäre "lfolgedessen anch gesundes, reines Blut, so wären wahrscheinlich alle Krankheiten ausgeschlossen. Somit liegt der Keim aller Krankheiten in der Verdauung, Assimi« lation uud in dem Blute. Leider treten durch uurationelle Lebensweise, speziell im Essen nnd Trinken, Störungen der Verdauung und Assimilation hervor, welche, wenn sie anch anfangs nicht sehr lästig erscheinen, doch allmählich einen Blutznstand hervorrufen, durch welchen Krankheiten aller Art ihren Eiuzng halten. Leshalb ist es eine hervorragende Errungenschaft, in I'«»»'»'«»««»«»?»»»»«» ein Mittel gefunden z» haben, das bei der heutigen Lebensweise unbedingt notwendig ist, um mangelhafte Verdauung nnd Assimilation zu korrigieren, das Blut zu reinigen und demselben die ihm nötigen Elemente zuzuführen. Die ersten Kranlheitserschcimmgen obiger Störun-gen zeigen sich in Bleichsucht, Vlntarmnt, Schwächeznstand, Herzklopfen, Hautcmsschlag, Kopfschmerzen, Gliederreißen, Neuralgie, Unterleibostörnngen bei Frauen und Mädchen. Bald treten aber ernstere Kranlheitsznständc auf, wenn nicht Abhilfe geschafft wird. Ferromanganin zn k 3 50 die Flasche ist in fast allen Apotheken zn haben, n. zw. sicher in den Apotheken in Laibach: „Zum Engel", Wiene'straße, und „Zum goldenen Hirschen", Maricnplatz; Engros l5. Brady, Wien I., Flcischmarlt 1. _______________«KM i Bei Nieren- und Blasenleiden, Harngries, Harnbeschwerden und Gicht, bei Zuckerharnruhr, bei Catarrhen der Athmungs-und Verdauungs-Organe wird die Bor- und Lithium^hältige Heilquelle SALYüf©E mit. ausgezeichnetem Erfolg angewendet. aT^ Harntreibende Wirkung. FjJ EisenTrei. ¦V Leicht verdaulich. IH Angenehmer Geschmacks ^¦^L Absolut rein. ^f^^^^k Constunte Zusammensetzung. PHHH Medicinal-Wasser »"¦'¦¦ ..!.».>,,¦.. I».; U till v^KTOR rOJBju> dietätisches Getränk Jfejl^^ ersten Randes. iJ^S^S^M Besonders jenen Personen "fltor-^*1" empfolilen, welche zufolge i^t^.1... ,.55? sitzender Lebensweise an B^SSS Harnsaurer Diathese und ^nm^H Hämorrhoiden, sowie ^¦B^B gestörtem Stoffwechsel ^^^^^^^ leiden. Aerztliche Gutachten, Zeugnisse über Heilerfolge und sonstige Brunnenschriften stehen gratis und franco zu Diensten, 1 lauptniederlagen in Laibach: Michael Kastner und Peter Lassnik. (11HH)10 1 Verstorbene. ?lm 2«, März. Margarete Iamökl, Neslherin. 6« I,, Deutsche Gasse A, ^rwrionclei-«»!», — Anton ttulclj, Pfarrer, li^ I., starb unterwegs ins Sanatorium an Herzlähmung, — Iosesa Eernelcc, Postillonstochter, K Tage, Einöoaasse N', Lebensichwäche. - Ida Murgel, Private, 4i> I., Sallocher^ ftrahe 11, Carcinomatosis. Am 2 7. März. Nubolf Serie, Gürtleresohn, 4 Mon., Petersbamm bi, Elclnmpsie. Angekommene Fremde. Hoiel Elefant. Am 2li. März. Czcrnohly, Nsstauratenrsgattin, Groh» Wossel. — Grnnrr, Sänger; Herz, Schwarz, Srmnoel, Rjde,; Veyfuß, Scegl. Private; Hoffmann, jtfm.; Mein, Obertontiollor; Milo, Ing., Wien. — Dr. ssrancllich, Advokat; v. Fugani. Trieft. — Kozelel, Punsch, Rsoe„ Briinn, — Priebs, Nsdr, Berlin. — Preyß, samt ^rau, Klagrnfurt, — Lagus, Msdr,, Prag. — Rossi, samt Frau; Neumann, Cantoni, Rjdr,, Graz. — Benndwitz, Kfm,, Dresden. — Petri, samt Frau, Äbbazm. — Ienbo, Snucsm, Äsdc., Budapest. — Dosloal, Oberlon» trollor, Klagcnsurt. Am 7 ^ ll, «, 742« 'ss y SO. mäßig ! bewillN ^^ 9«, Ab. 7436 3 li^ windstill teilw. bew. 2«l?ll. F , 744 3 j -2 4! S. schwach i heiter 0 0 Da« Taqesmittel der qeftnqen Temperatvi 2 9'. No,» „ale ü «'. Wetteivoraussage für den 28. März fkr Stnermarl, lkärnten und Kr »in: Größtenteils bewbltt, mäßige Winde, kühl, später Nushliterung; für das ltüstenland: Meift heiter, schwache Bora, Temperatur wenig verändert, Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. SKXLEHNEKtJnATÜRLICHES BITTERWÄSSER ? Mild abführende Wirkung.Vorzüglich Gegen L Constipation.GestörteVerdauung.Congestionen.etc W Frau Therese Tschech, geb. Stepischnegg, gibt im eigenen und im Namen > ihrcr Kiudcr Nudolf Tschcch, l. k. Swatsanwaltfubstitut. Harl Tschech, Sparkasse- > beamtcr, Hr. Nichard Tschcch, t. t. Gerichtsadjuutt, Dstar Tschech, t. n. k, Pwmer- > Obcrlcutuaut, Paula von Plachti, geb Tschech, Neria Tschech, Mary Tschech, » ihrer Schwieqcrtmder Johanna Tschcch, geb. von Vetter, Nlaja Tschech, geb. > Bamberg, ,md Dr. Auauft von Plachti, ^iechtsanwalt, jowic allcr (tnlcl und > Enkelinnen in tiefstem Schmerze Nachricht vom Hinscheiden ihres lieben, teuren Gatten, W Vaters, Schwie.qer- und Großvaters, des Herru ! Alois Tschech > welcher am 27 März nm '/«!2 Uhr nachts im 77. Lebensjahre sanft verschied. W Der teure Verblichene wird Montaq den 30. März nm 3 Uhr nachmittags im W Traucrhause Nonnengassc Nr. 8 feierlich eingesegnet nnd anf dem Friedhose zum Heiligen W Krcuz zur letzten Ruhe bestattet werden. W Die heil. Seelenmesse wird Dienstag den 31. März um 9 Uhr vormittags in der W Pfarrkirche zu Maria Verkündigung gelesen werden. W Üaibach, am 2«. März 1908. ^ (Statt jeder besonderen Anzcissc.) Saibadjer ßeituttg ^r. ~1^- «38 2«. März 1908. Deželno gledalisèe v Ljubljani. Št. 90. Za lože : Nepar. Danes v soboto dne 28. maroa 1908: Zaduje gostovauje tenorista Stauislava Orzelskega : Zvonovi korneviljski. (Lei oloohes de Corneville.) Komièna opera v trek dejanjih. Spiaala Clairville in Gabet. Preložil Oton Zupanèiè. Uglasbil Robert Planquette. Zaèetek ob pol 8. Konoc ob 10. Kandestheater in ßaibach. >M" 'Porl'ctzte Worstellung. ^< 106. Vorstellung. Gerader Tag. Vlor«en Sonntag den 29. Vlärz 1908 Zum acht^ehntenmal Hie lustige Witwe. Operette in drei Alten teilweise nach einer fremden (Hrnnd- idee) von Piltor Leon und Leo Stein, —Musik von F.Lehär, Anfang halb 8 Uhr. Ende 10 Uhr. Bol KINDERKRANKHEITEN irztlloharselts mit Vorlloba «mpfohlan. 'S (è?^Sk ^6' Magensäure, C ^^1 Soropheln, Rachitis, fl ^ 3O. Druienanachwellung, • ** ^ Katarrhen, M H&SSr Keuchhusten. Niederlage bei den Herren Miohael Kastner und Peter Lassnik in Laibaoh. (143) Um Unteraohiebungren vorzubeug-en, wcnhin die I'. T. Konenmenten von ,,Mattonla GleOhäbler" gcbwen. 212») i Hotel Elefant. Heute Samstag den 28. d. M.: Abschiedsvorstellung dos loses Steidler bürgerl. Gesangskomiker I aus Danzers Orpheum in Wien samt Gesellschaft. Paula Palme, Vortragssoubrettc. -¦ Annerl Dare vom könitfl. \\ illielrninen-Tlieater in Stuttgart. — Mltzi Hartmann, Lieder- und Oporettensängerin. — Max Berger, genannt „Der kleine Danl-Oürtler". Gustav "Walter, Kapellmeister. Streng dezentes Familienprogramm. j Anfang am 8 Uhr abends. Eintritt 1 Krone. ! Hochachtend Karl Otto Schmidt I (1289) Restaurateur. ' Hotel Südbahnhof (Seidl). !i^< Heute Samstag den 28. d. M.: Grosses Konzert ausgeführt von der Laibacher Vereinskapelle. Anfang um 8 Uhr abends.______Eintritt frei. „Thalia", ssahrten des vsterreichischen Lloyv. Der Österreichische L>oud unternimmt mit seinem oestbckanuttu und tomfortabclst eingerichteten Vergnüguilg«lfahltcndainpfer »Thalia» im Frühjahr und Sommer dieses Jahres die fol» gend, n Reisen: Reise IV vom 2l>, April bis !i<>. Mai n.ich Fpauicn. den Kanarischen Inseln u. Nurdafriku über Malta, Alqier. Malaga, Gibraltar, Cadix, Madeira (Funchal), Tcncrisfa (Tta. Cruz), Las Palmas, Tanger, Tunis und Norfu. — Fahrpreise für die Seefahrt mit Verpflegung oon 7l>0 K aufwärts. ^ Die Ver« gnügungsreije Tricst-Vremcihav.n (V. nnd Vl. Reise findet als Schiarasfenreise statt. Es folgen: I.Nordlandsrcife ab Äremer' hauen, uum 4. bis 30. Juli uach 3chottlaud, Nordlap, Spitz' bergen und Norwegen; sodann II Nordlandsreise ab Kiel, vom 3. bis A I.August nach Norwegen, Spitzbergen und dem ewigen Eise, - Fahrpreis für je eine der Reifen, Seefahrt mit Verpflegung von 700 K aufwärts, 5Ilj, Die beiden Nord« la'>dsrcisen wcr"en in di,scm Jahre von» Osterreichischen Lloyd selbständig durchgeführt. Reise IX uom 5i. September bis 1. Oktober oon Bremeihauen nach bekannt n 3ecbädern des Atlantischen Ozeans, uach Algier und Trieft. — Fahrpreise für die Teefahrt mit Verpflegung nun 520 X anfwärts. -^ Die Landtouren werden von dem R< iscburcau Thos. Cool u, SoN, Wien, I. Bezirk, Tiephansplaft Nr, 2, zn dm in einem Spczial» progranlm enthaltenen Bedingungen ausgeführt, — Programme, Auskünfte und Aumelduugen bei der < Für unsere AtmungSorgane sind Herbst und Winter böse Feinde, nud nur zu leicht stellen sich in diesen Iah>cs> zciten Schlcimhautentzunbungcn im Rachen, Kehltopf, Luftröhre und den Bronchien ein. Solchen Erlraulungen soll man sofort die größte Aufmerksamkeit schenken, da ihre Vernachlässigung zu langwierigen, schweren Katarrhen führen kann, die nicht selten sogar das Leben bedrohen. Man soll auch nicht mit zwecklosen Hausmitteln die Zeit verlieren, sondern sofort zu einem wirklichen Heilmittel greifen. Unter diesen dürfte wohl die erste Stelle das «Sirolin Roche» einnehmen, dessen vorzügliche Wirksamkeit bei allen Erkrankungen der Atmnngs-Wege übereinstimmend von den Ärzten anerkannt ist. <«ll») Kurse an der Wiener Börse jnuch dem offiziellen Kursblatte) vom 27. März 1!1l)8. Die notierten Kurse «erstehen sich >n ttronenivährung. Die Notierung sämtlicher Ältien und der „Diversen Lose" versteh? sich per Stücl. Geld Ware Allgemeine Staatsschuld. Einheitliche Rente: t°'n lonver. steuerfrei, "rone» (Mai-Non.) per itu„e . . 97 6b 97 «k detto (Iänn-Iuli) per «asse «7 5b »7 7b t-»«/««. W. Vutcii (F«br, Aug., per »assc......89 4b 99« t z>«/n0. W. Silber (April Olt. per Kasse......SS Sl> 99 W 18«0er Ttolltilose 5<>0 fi. ^/„I b« 25154 ^5 l»e0er „ ,un sl. 4"/.,2,A b!)üI7'b<) !8«4«r „ 10 fi. . . 261 bl! 2«5 50 l8«4«I „ btt fl. . .281 b"«b b« DllM. Pfandbl. ll 120 fl, b"/„ 290 ,029210 Gtaatsfchuld d. i. Reichsrate vertretenen König, reiche und üänder. Östcrr, Ooldrente steuersr,, Gold per »asse .... <"/„>«» 3l llS bc vsterr. Rente > »tlschilibnnzen. «lisabeth Vahn i, O,. steuerfr.. zu lU.luo fl.....4"/„ — — —-- Franz Ioseph-Uahn iil Silber (biv. St.) . , . . b>/<"/n l2l 0ü l22-0b Galiz. »°rl Ludwi« Vahn (div, S>ücle> N-rvnrn . . . 4"/„ 97 9«^ — Rudolf Buhn in ilronenwähr. steuersr. »tlschlliblmgtu »bziftempeltt ffistnbalm.jlktieu «lisabeth.«, 2<»0fl. KM. 5V<"/s, von 4<'U 5b0 Geld Warc <«« ft«ate zu» Zaljluny übn» üommtnl Eiltn>!l>IiN'I>r!0lität»- Dbligiliiontn. «öhm, Westbahn. , 2()00 u. 10.!!0U Kl, 4"/„ 97'10 98 0b Elisabeth Bnhn UUO u, 300«) M. -l ab l0"/„......li?-— 1<»'- «tlisllbeth Vc>hn 400 u, 2000 M. 4"/,.........Nb 15!«» 1b Ferdi!,ai>ds-?iorbbahn Vm, :««<> 98 -- 9« 9b detto Em, 19<>4 s«- 99 - Franz Ioseph.Pahn Vm 1884 (div. Et.) Silb. 4"/„ . . . 97 SV 98 60 Galizischc Kar! Lubwia. - Bahn, (div. St.) Tilb. 4"/„ . . .97159815 Ung..galiz, Vahn 2»<> sl, S. 5"/„'l04 40,05 4« detlo 400 II. 5000 Kr. 2'/i"/n 87 75 88 75 Vorarlberger Vahn 7'0b 980b Staatsschuld dcr Länder der ungarischen Krone. 4",„ ung. Goldrcine per Nasse . ,,l-40N, «o 4"/„ detto per Ultimo iil-40III-sa 4"/„ ungar. Rente in Krone,,- währ. stsr. per «asse . , 93 4b 9» »15 4"/„ beito per Ultimo 93 4b 9» 65 b'/l"/» detto per Kasse 83'8b 8405 Ungar, Prämien,Anl. i^ 100 fl, 191 - l9b ^ detlo k 5« fl, 19! 2b,95 25 Theik-Reg, Losc 4> . . . .14» 9« 152 90 4"/« ungar. Grunbei-tl.-Oblig. 8»'60 94 »u 4"/<> lroat. u, slab, Grdentl. Obl, 9b bb 9« 50 Andere öffentliche Nnlehen. Bosn, Landes-Nnl. (biv.) 4"/„ 9l4b 92 45 Vosn. herceg, Eisenb. -Landes- «lnlehcn (b>V,^ 4>/,"/„ . . 98 65 99 «5 5"/„ Donau Reg,-«»leihe 187» l03'75 — - Wiener Verlehrs-Anl. , . 4"/„ 97 4b 9» 45 dctto l!«1<1 4« n 97 45 9» 45 Nnlehcn der Stadt Wien , , 1«< 50!N2bl betto sS. oder G,) 1874 12» A> !22 3n bctto (1894).....95^0 9« !io dettll /n 97 — 98 — Russische Staatsaul, v. I, 1906 f, ,00 Kr, p, K, . . 5"/„ 91-90 92'40 dclto per Ultimo . . 5"/» !11'90 92'4o Vulss, Staals-Hypothelar Anl. 1«!!2......«"/«12130 122 3« Geld Ware Vulg. Slaal« - Ooldauleihe 1N07 f, 100 Nr. , . 4'/,"/« «7'2b «8 2b Pfandbriefe usw. !liodc>!lr,,alla..öst.i,5<»I ol.4"/„ 9b'9O 9<>'7<) Uöwn, Hupolheleub. vcrl, 4"/„ S8 70 99-70 Zenlral-Vod..«red. Vl., österr.. 45 I veil.....4'/,"/« 1015« 102 50 detto «5 I. verl. , . . 4"/« 98 - 99--Kred.Inst., österr., f.Verl.-Unt, U. öffentl.Nlv, Kat. ^.4"/„ 96 75 97-75 Landezb, b, kö», Walizien u»d Lobom. 57>/, I. rüclz. 4"/n 94 75 95-75 Mähr. Hl,po!l,ctrnb. verl, 4"/„ 97 60 98 60 N.-üslerr Landc«.bt,p,-«lnst.<"/« 98 25 99-25 detto inll. 2"/., Pr.verl, 3'/i"/>, 89-- -- detlo K,<2ch»ldsch. verl. 3>/,"/n 89- 90-— detto veil......4"/,, 9«ic> 99-10 Osten..ungar. Van! 5<1 Jahre verl. 4"/„ ö, W..... S»-2b> 99-2?. dctto 4"/„ Kr. .... 98-50! 99 50 Spar!.. Erste öst., 8«I.V«rl.4°/, 93-90 99 W Eisenbahn Prioritäts» Obligationen. Österr. Nordwestb, 200 fl. S. . 103- - 104-— Etaatsbahn ! 00 ssr..... 400 - 404-— Eübbahn ^ 3"/„ Jänner Juli 500 ffr. sper St.) . . . 29S-25 298 25 Ludbahn 5 5"/„ ivo sl, E, 0. V I2l-Ü0 122-5« Diverse Lose. D«iln,llcht f»st. 3"/n BodtnlreditLose Em. 1880 272 75 278 75 detlo Em. 1889, 270-ü« 27«: 50 5"/« Donau Regul,.Lose ,00 fl.! 259-- 265-- Serb. Prlm. Vnl.p. I00Fr.2"/„ 1l!l— K>?>- In»triin«llche l«sk. Vildap,.Äasililll lTombau) 5 fl, 2l»0 2»-3U kreditlose 100 sl...... 453'- 46»-- Llary-Luse 4« fl, KM. . . . 152-- 162 - Ose»er Lose 4<» f!..... 233'— 243'- Palssy-Loic 4N sl. KM. . . . 190'— 198 — Noten lireuz, üst. Ges. v. 10 fl, b>'- 55 - Molen Kreuz, u»g. esv . . 5 fl. 28'4« 30 4t Rudolf-Lose 1« sl...... 68-— 72-— SalmLose 10 sl. KM. . , . 225 5« 23b bl Türl. Iig. 400 Fr. per Kasse . . . l«8'6b l«9'6k detto per Medio . . . 187-k« l»«'9c Meld Ware Wiener Komm.-Lose v. I, 1874 5NN-- 510-^ Vew, Nch. d. ü"/n Präm.'Schuld d, Ällde!!lr,.«l»st, «m, 1889 77'— 82-- Altien. Gl«n,Port>Zlnlerneh«nn8tn. Nüssiss Irvliyrr ltiseiiu. K00 fl. 243N-— 2435 - «ühmische Norbval,!! lb<> sl. , 895'— »98'- Vüschtirhradrr Ei>b, 5,00 sl, NM, 2915 — 2930'- drtto (lit, «) 20« fl. per Ult, n i6 - 1,22'-Donau - Dampslchissahrts - «es,, 1,. l, l, priu.. l.oo sl, KM, ,n^!l- - 1032- Dur, Uobenbacher - 5290-^ Kaschau - Oderbergcr Oiscnbahn 2«0fl. S.......364-50 866 50 Lemb, - Tzern,-Iassy Visi'übalm- Gesellschafl, 200 sl. S. . . b6«'- b?2'— LloUb. üst,,Trirs!, bOO fl., KM. 423'- 425'— «dsterr, Äiordwestbah» 2N0 fl S. 432- 4»«'- detlu (lit, l!) 200 sl, S. P U,t. 422-5« 42550 PranDuzerEilrub, mofl.abgst. 217-- 2>8-~ Ntaalseisenb. 200 sl. S. per Ult. 677 50 «78-50 Lüdbah» 200 sl, Silber per Ult, ,45'— !4«-— Lüdnorddeulsche Verbindungsb, 2N0sI,NÄl......40^— 405'- Transport Oes,, iotern,, N.-E, 2«0 Kr........—-— —>— Unnar, Weslbah» (Maab-Graz) 2l>0 sl, S.......406'50 408'5« Wr. Lutalb, «ltien Ves. 2«)«sl. 220— 240-— Vanken. Nnglo-Österr. Vanl, 120 fl. . 303 25 804-25 Vanlverein, Wiener ver Kasse —-— —-— drtto per Ultimo 53630 537 30 «odenlr, Anst. öst,. 800 Kr. , iN8l'— 1086 — Zrntr.Vod.Kredbl, öst, 200sl. 540'- 550'-Nreditnüstali süs Handel und Ocwerbe, l«0 II,, per Kasse —'— —-— dettn per Ultimo 64425 645 25 Kredilbanl, un». alla.., 20« fl, ??!>-- 774'- Depositenbank, all»., "/s, 289'— »91'— Ländrrbanl, öslerr., 20« fl., per Kasse.......---. --- dctto per Ultimo 43210 433'1« ,,Mcrt»r", Wechselstub.Älüeil- Gesellschaft, 2<>« fl, . , . 61»'- 616- Österr,-ungar. Baul 1^00 kr, 1718'— <729> Gelb Ware Uniuubaul 20« fl...... 555-5.0 5565» Unionbaiil, böhmische 10« sl, . 246'50 247 50 Verlchrsbanl, allss., 140 fl. , . 840'— 841'^' znl>us7— ViNxerKuhlexbellib-Oes, lUNfl. 735'— 736'^ Eise»bah!>vcrlehr«-?lnstalt, öst., 100 sl........ Ü94-- 3U?'^ Eisenbahn«).-Leiha.., erste, 100fl. 207'- 20s'^ „Elbem«l!l", Papiers, u. V.-E, 100 fl........ 206'- 208-- Elelös,lmnhl", Paplerf..200fl, 326'— Ü»«" „Schobnica", «. G, f. Petrol,- Industrie, 50« Kr. ... 440'— 46« ^ .,S!enrcrmü!,l",Papierf.u,«.G. 4:»4'- 437— Trisailcr K^hlenw.-V, 7« sl. . 276'^- 278— Türl. Tabalregie-Ges. 20« Fr, per Kasse...... -^ ->'- detto per Ultimo . . . 405 - "?"" Wassenf.-Oes.österi.. loo fl. . 552— 556— Wr. Va»ge!ellschast, 100 fl. . .147' "8^0 Wlenerberge ZIegelf,-Vll..GeI. 726- ?»"'^ Devisen. Kurze zichlen nnd Scheck». «msterbam....... 198-60 ii, "pHanfttteii, Aktien, I «M* C/« IMEsiyC^M" | Privat-Dcpot» (Safe-Deposit») I Lown clc, DcvUen und Vnlnt^n. l Ba,33.1c- "0.23.0. TTsT'e clxslexg-e S CtL&f t S unter «lc.n.m V.ibcIiIub» dtr Put«1-| Los-Versicherung,______________(M)____________________Lalbwch, NtHtarKHM««-. Verzlniung von Bareinlagen Imlönto-Korrent und auf Blri-Kuto. J Filiale der K. K. priv. Oesterreichischen Credit- ^tffeg^ Anstalt für Handel und Gewerbe in Laibach. FranB>JloBe Wm ^^ffifife§^^ fStvammm^ IW ¦•• 9. 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