frtma*ttstt»n8 - Preis« gttiLaibach: S»»tjShrig . . 8 <1 40 fr wywi. • • 4 „ 20 „ . 2 „ 10 „ Änttttich . . . — „ 70 „ Mit der Post: »sxiiitttg........12 p. »ÄMrig............... 6 „ MrttrMrtg............ 3 , S5-: LsstiL«ng in* Haut W kr., «onatl. 9 kr. A»irl»r «»»»nn 6 kr. Laibachrr I Laablatt Hnonhme 8ti taethmgtn werden nicht berückfichligl; Maauscripte nicht zurüSgesenret. Sicduckion Bahnhofgaffe Nr. 13L «rvcdilion- & Jnseratr« timxau: Lvngreßplny Nr. 81 (Buchhandlung von Jgn. v. Klein-mcbr & Fed. Bamberg.) AnsrrtionSpreise: Für die einspaltige Petit i 4 tr., bsi zweimaliger 1 (Haltung ä 7 fr., trcim;, i 10 kr. ; Kleine Anzeigen bis f> Ze 20 fr. Bei größeren Inseraten uns öfterer Einschaltung entsprechender Rabatt. Nr. 226. Montag, 5. Oktober 1874. — Morgen: Bruno. 7. Jahrgang. Die deutsche Presse über die Nordpolsahrer. Die österreichische Nordpol.Expedition begegnet in den maßgebenden Kreisen Deutschlands der wärmsten Sympathie, der hervorragende Organe, wie die Weser Zeilung, bereits erfreulichen Ausdruck gaben. Tie Norddeutsche Allgemeine Zeitung, das Organ des deutschen Reichskanzleramtes, schließt sich diesen Kundgebungen mit einem interessanten Artikel an leitender Stelle an. Derselbe betont hauptsächlich die gemeinsame Culturarbeit der Deutschen in Oesterreich und im Reiche, welche durch den warmen Empfang der Nordpolsahrer in Hamburg bereits gebührend anerkannt und gewürdigt worden ist. D>r Artikel lautet wörtlich: »Wien und mit ihm alle gebildeten Elemente >n Oesterreich und Ungarn hoben am Freitag ein in «einer An einziges Fest gefeint. Unter Betheili-flung fccr höchsten Staats- und Gemeindebehörden ward von der gesammien Bevölkerung der Reichs-haupistast den Männern ein feierlicher Empfang bereitet, welche von einer ehrenvollen, im Dienste jjtt Wissenschaft unternommenen Aufgabe nach Mühselige! cit und Gefahren aller Art heimkehrten, wit Beule und Schätzen reich beladen, jedoch nur Ait solchen, die niett durch blutiges Ringen, durch Vernichtung und Zei störung gewonnen, sondern als Errungenschaften des menschlichen Geistes, mensch-licher Beharrlichkeit und Willenskraft zu Nutz und Frommen der gestimmten Welt auf dem Altar der Wissenschaft niedergelegt werden konnten. Aber nicht allein die Erkenntnis von dem Werihe der der Erderfvrfchung geleisteten Dienste, nicht allein die tiefempfundene Achtung vor dem Mnth und der Ausdauer, welche die Mitglieder der Expedition allen Gefahren und Entbehrungen e-tgegengefetzt, sondern vor allem die Freude über die dem österreichischen Namen und der österreichischen Flagge erwachsenen Ehren hat im ganzen Kaiser-ftaate die herzlichsten und lebhaftesten Huldigungen für die Heimgekehrten wachgerusen. Unter österreichischer Flagge war der „Tegetthoss" hinausge-segelt in die arktischen Regionen, und österreichische Männer, den verschiedensten Stämmen der vielsprachigen Monarchie angehörend, haben ihre vaterländische Flagge bis zu dem nördlichsten, jemals von einem menschlichen Fuße betretenen Punkte der Erde getragen. Zum erstenmale war die österreichische flagge so ausschließlich im Dtenste der Wissenschaft entfaltet worden und in Ehren heimgekehrt. Und wie im Staatsleben der österreichischen Monarchie der deutsche Stamm das leitende Element ist, so waren auch die Führer der Expedition Deutsche, denen ihre Gefährten und Untergebenen mit gleicher Ausdauer und Hingebung gleich muthvoll zur Seite standen. Nicht mit Unrecht haben wiener Blätter in dem Bilde, welches so die Expedition darbietet, ein Bild ihres Staates gefunden, in welchem der deutsche Stamm die österreichische Flagge als Führer in der Entwicklung und Entfaltung aller Kräfte des Reiches voranträgt, und so betonte auch der Minister-Präsident Fürst Auersperg den rein österreichischen Charakter der Expedition, welcher derselben einen so jubelnden Empfang eingetragen und diesen zu einem großartigen Ausdruck des österreichischen Gemeingefühls aller Stämme des Kaiser-staatcs gestaltet habe. Seit jenen Junitagen des Jahres 1869, da die zweite deutsche Nordpol-Expedition unter König Wilhelm's Augen und von seinen teilnehmenden Wünschen geleitet in Breme Hafen die Anker lichtete und bei der Heimkehr im Jahre 1870 vom Bord d-r auf der Wacht liegenden Painrrsregatte „König Wilhelm" die Kunde von dem inzwischen eingetretenen und so glorreich verlaufenden Kriege vernahm, find mächtige Ereignisse über Deutschland dahinge-zogeit und inmitten des allgemeinen Ringens um die Neugestaltung unserer staatlichen Verhältnisse sind die aus die Erforschung des Nordens gei ichteten Bestrebungen in Deutschland noch nicht wieder ausgenommen worden. Mit um so regerer Theilnahme begleitete Deutschland das ous dem befreundeten Nachbarreiche hervorgehende Unternehmen, eine Theilnahme, welche in dem herzlichen Empfange, den die Heim-gekehrten beim Betreten des deutschen Bodens in Hamburg fanden, ihren schönsten Ausdruck erhielt. Jener Empfang bezeugt, daß alle gebildeten Elemente Deutschlands die Erfolge, deren sich wie die Wissenschaft so auch das b freundete Oesterreich^Ungarn erfreut, mit aufrichtigster Genugtuung begrüßen und dasselbe zu treuer gemeinsamer Arbeit wie im Völ-- Ieuilletoii. Rew-Aork, den 1l. September 1874. (DriflinaUtiomsponbeiij.) ft* ^cr Sommer entweicht und allmälich melden die Vorboten des Herbstes an. Badesaison, »wwersr^e und Staubferien sind zu Ende — e . diejenigen Städler, für welche diese namhafte ^'Mung»pcriodc nie begonnen, sehen mit doppelter ftÖhJ',ceblttun0 den Abschluß derselben einfrtten. Das 5g .‘fae Treiben wird wieder lebhafter und die Vorf(lne Übel Evlle Hunde, Wettrennen und ähnliche U,.f “!’1m>'isfe, welche in der sauren Gurkenzeit den Wtowfloff bieten müssen, höre» ans, unsere fechtttn«8 ten !"llen. Die Pioniers-, Wasser- vorüber' <^*ü'äcn'r Sänger- und Volksfeste find 4cm bi nut bae cam'stüdier @4 woben fest, zu wel-Iroffen hCtmal außerordentliche Vorbereitungen ge-bkvor. s^ht uns noch in nächster Woche mehr a„ * ,^woben strenge» sich in diesem Jahre vor für,' sonst, weil ihnen duich einen fctr mit ,cnlf,QI,bcnen baierischen Volkesestverein, 8icrt k)otör°t • »ter den Vorbereitungen zur kom- menden Herbstwahl-Campagne widmen die hiesigen Riesenzeitungen und Winkelblüttchen aller Art mit immer noch migeschwächten Kräften sich dem schon seit Jahren dauernden Tilton-Beecher-Skandal. Herr Beecher ist, wie Ihre Leser längst wissen weiden, der berühmteste Kanzelredner Amerikas. Er predigt in der Plymouthkirche in Brooklyn vor dein ausgesuchtesten Publicum der Metropole. Ein Sitz in dieser Kirche kostet bis zu 600 Dollars jährlich und da« Einkommen Bcechcrs beläuft sich auf circa 50,000 Dollars per Jahr, worin der Ertrag feiner Zeitung „The Independent" u. a. literarische Unternehmungen einbegriffen sind. Herr Beecher hatte in seiner bedeutenden Stellung einen großen Einfluß und besonders die weiblichen Mitglieder seiner Gemeinde sind ganz „eingenommen" von ihm Dem Ittzier» Umstände verdankt der große Skandal sein Entstehen. Frau Tilion, die Gattin eines bekannten Journalisten, verliebte sich in ihren Seelsorger, wel. cher die weibliche Schwäche anszubeuten gewissenlos genug war. Nach jahrelangem Schweigen hat nun Herr Tilion den Briefwechsel seiner Frau mit Beecher veröffentlicht und die ganze Seifenblase von Ruhm und Ansehen ist für den großen brooklyner Prediger geplatzt. Ein Cotniiü, zusammengesetzt von Mitgliedern der Pihmouih'Gemeinde und von Hrn. Beecher selbst ernannt, hat die Anklage zwar abge-wiesen und den Angeklagten völlig weißgewaschen, aber das Publicum glaubt nicht an die Eomödic und die Briese Beechcrs, sowie die Bekenntnisse, welche er einem Freunde Tiltons, namens Moulton gemacht hat, liefern den nieberfchlagenden Beweis von BeecherS> Schuld. Tilton hat die Sache jetzt vor die Gerichte gebracht und Beecher auf 100.000 Dollars Schadenersatz wegen gestörten Hausfriedens und verletzter Ehre verklagt. Andere Personen, welche in die Geschichte verwickelt sind und deren Namen durch verschiedene Zeitungen mehr oder weniger verunglimpft wurden, haben ebenfalls Prozesse anhängig gemacht, in denen Summen für gekränkte Ehre und Beleidigungen zum Betrage von ungefähr einer halben Million Dollars verlangt werden. Auf diese Weise haben wir die schöne Aussicht, daß der Skandal noch Monate lang durch Gerichtsverhandlungen und Zeitungsberichte, in denen man bekanntlich hier zu Lande bedeutendes leistet, in die Länge gezogen werden wird., So widerlich der Skandal au und für sich ist, eint gutes hat er entschieden gewirkt: die BkoSstellunA der namenlosen Verkommenheit und Gesinnungslosigkeit der sogenannten „besseren Schichten" unserer Gesellschaft. lSchlnß folgt.) teriebeit so auch auf dem weiten Arbelisfelde der Cuitmentwicklung und des wissenschaftlichen SmbenS herzlich willkommen heißen." > Plüttijche dnmvMu. ! Llüdach. 5. Oktober. ! Inland. Das Amtsblatt oerlautbaite acht Pairecrnen nugen. Die gleichzeitig auSgege denen officiösen Commentare hiezu gipfeln darin, daß., dem Pairsschube keine politische Deutung zuzuschreiben sei. Acußeriich wird derselbe mit den im Herrenhause durch den Tod gerissenen Lücken begründet. So wäre der neu ernannte Pair Baron S-ua als Ersatz des als Vertreter der hohen Finanz im Herrenhause betrachteten Baron Rothschild anzusehen ; die Generale Kellner und Roßbacher traun an die Stelle der verstorbenen Generale Gablen^ und Mertenö, die dem reichen Grundadel entnommenen Grasen Dzicduszycki und Widman Sedliützky sollen die Grafen LanckoronSky und ükbna ersetzen, endlich sei Baron Ceschi als Vertreter des Johai-niterordens ins Herrenhaus berufen worden, mal der verstorbene Großmeister dieics Ordens, Graf Kolowrat, gleichfalls dem Herrenhausr angehört hat. Für die Berufung der Herren Schmitt und Engenh weiß mau ähnliche Motive nicht anzugeben. Die Regierung fand sich veranlaßt, die Landtage auszusvrsern, wegen der bevorstehenden Eröffnung des Rcichsraths ihre Arbeiten ih u u» llchftz >» beschleunigen. CS unterliegt fernem Zweisel, daß die entschiedene Mehrzahl der Landtage diese durch die Zeitumstände gebotene Mahnung entsprechend beachten werde. Nur die unoerdesscrliche ultramvntane Landtagsmajoritak Vorarlbergs scheint nicht geneigt zu sein, mit Ernst und Würde ihren Pflichten zu obliege». So telegraphiert man dem „Vaterland" aus dem Landtagscomiie, welches die „Rückwirkungen" der dirccten Wahlen auf Bor-arlberg in Erörterung ziehen soll, nachfolgendes: „Der Eomitvanirag lautet auf Beschluß einer Land tagsrcsolution mit Vorbehalt, seinerzeit eine Vorstellung und Bitte an den Kaiser um Hochdessen Initiative zur Wiederherstellung des Völkerftiesens im Reiche auf der nie alternde» Grundlage der Gerechtigkeit zu richten " Der Antrag ist in bieicr ! Horm geradezu ein Unsinn; doch liegt in demselben Methode, was ganz erk arlich wird, wenn man erwägt, daß dieser Antrag wahrfcheinlich eine grucht der Geistesarbeit des Dioskurenpaates Oelz Thurnher ist. So heiter auch die Geschichte sich liest, so erzeugt es doch andererseits einen tristen Eindruck, das Wohl und Wetze der Landeeintercssen Vorarl-, bergs solchen Leuten anoertratU zu sehen. Es wäre1 am besten, den Vorarlberger Landtag nach Hause zu schicken, che der staatsrechtliche VeitSianz, ausgeführt von der uUramontanai Laudtagsclique, beginnt. Ein wiener Corresponvenl der „National Ztg." liefert einen bcmcrteuSrocnhtn (Sommern ar zu der unlängst erfolgten Enthebung des Overstlicnte-nants v. Ko dolit sch von dem Posten eines Mi-liläraitachöS der österreichiichen Botschaft in Paris, «odolitsch sei eifriger Bonaparlist gewesen und Hube itn französischen Lager den deutsch fianzösischen Krieg mitgemacht. Der Botschaft zugetheilt, habe er auch die Einschließung von Paris mit ausgehalten. Man habe es aber endlich bedenklich gefunden, einen so ausgesprochenen Parteigänger des BonaparlisrnuS auf dein officiellen Posten zu belassen und ihn deshalb durch einen indifferenten Berufsoffizier ersetzt. Ausland, lieber die Dauer und Tragweite der Session des deutschen Reichstages sind die Meinungen widersprechend; cs steht indes außer allem Zweifel, daß die Serathungen von hohem Interesse sein werden. Abgesehen von dem Militär-etat, den Justizgesehen und dem Bankgesetze, wird auch der mit Bestimmtheit zu erwartende Entwurf eine« Eivil-EhegefetzeS für das Reich zu levtzasten Debatten Anlaß geben; namentlich aber dürften die Verhandlungen über Elsaß Lothringen, sowie die von den Social-Demokraten vo>bereitete Massenpetition wegen Verletzung de» Verein-rechtes die Geister der Reichsboten in nicht geringe Erregung verletzen. Eine »ich zu un'.erschätzmde moralische Stärkung haben die nationalen Elemente übrigens durch die Befchlüsse erfahren, welche am vorigen Sonntag die LandeSversammlung der „deutsche» Partei" in Würtembcig gefaßt bat. Fast durchwegs wurde die Politik des Reichskanzlers gutgeheißen, und der Globe hat schon Recht, wenn er, anknüpfend an die fluttgarter Beschlüsse, die Gefahren des Parti-culariömuS für die Wohlfahrt des deutschen Reiches als wenig bedeut!ame charuftensiert. „So lange," sagt das englische Blatt, „die commercielle und gebildete Klasse als ei» Ganzes fest in der Unterstützung des Reiches ist, wird cs gesichert seilt. Deutschland wird nicht umstoßen, was die Ereignisse für sein.' Wohlfahrt als nuthmendig erwiesen haben. Die Ide-, daß das individuelle ^eben der kleinen Staaten von Preußen zertrümmert werden wird, ist grundlos. Solche Staate» wie i9aiern, Sachsen und Würtemberz habe» eine bestimmte nationale Geschichte, und sie werden ihre besondere Charakteristik behalten, welche Form auch die dem deutschen Volke gemeinsamen Institutionen annehmen mögen." Die fra nzösi schen Blatter behandeln alle zusammen nur einen Stoff: die Rede des Herrn Thiers in Vizille. Der Temps nennt sie die beste und schlagcnste Antwort > uf alle Anklagen der Reaction. Das Journal de» Debats erklärt trotz seiner gewohnten fürsorglichen Zurückh ltung, Thierö habe gerade zu rechter Zeit gefprochcn und den Gefühlen des Landes Ausdruck gegesen. Ordre und Univers schweigen noch. Beide haben wichtigere« zu thun. Das bonapartistische Organ hat sich mit dem Lobe des Kaiserreichs zu beschäftigen, und für den llnivers existirt jetzt feine andere £rage, als die Abberufung des „Oreucqnc." Vielleicht werden uns die beiden Blätter morgen mit ihren galligen Glossen zu der Rede des Herrn Thiers erfreuen. Das orteanisti che Leiborgan ist wüthend und sucht feine Galle hinter übel angebrachtem Spott zu vergeben. Es fragt Thiers, ob er de» Föderalismus in Frankreich entführen wolle, und was dergleichen unnütze Possen mehr sind. In der neuesten Times beschwört ein inCar -tage na lebender Engl »wer, George Higgins, seine LandUcnte, sie möchten doch kein Geld inehr für die blutdürstige Carlislenlnmde hei geben. Gleichzeitig ichickt er den Wort aut jenes niederträchtigen Blutvefehls ein, der die Erschießung aller Bahnbeamten anord-nete, tie sich aus eine Stunde Entfernung von der Bahn aushalten. Wie man der „Kölnischen Zeitung" schreibt, ist die Bestie in Priesterkleidern, die sich Santa-Eruz nennt, wieder in Spanien und denkt neue Helden-thaten zu verüben. Warum auch nicht? Seit Santa Cruz fluchtete, sind die Gatlistenführer alle m t einander auf sein Nioeaj hcrabgekommen. Er paßt jetzt zu den übrigen. Zur TtMSgcichtchre. — Aus lösung der Nsrdpvlexpebition. Am 29. Sept. ist tu Wien die Mannichofi auSge-zatzlt und gleiäizaitg die Auslösung der Expedition auagespiochen worden. Die E holung hat thv R cht gehabt, j-tzi komm! die Zen da tinsten Arbeit. Es | ist ein ungeheueres Convolut von Hesien mit den Aus-ijeichimngen der Temperaluiverhäiinisse, der Richtung i der Winde Die Schwierigkeiten, welchen diese | Auszeichnungen begegneien, mözcn sich au9 den That-: sachen bcutihnlen lassen, daß die Th-rmomeier auf dem bloßen Leibe getragen werden muß en, und daß, als alle Elpiononicier unbrauthbar gewoiden waren, W >)-piecht die große Sch'ffiuhr unter feinem Pelze barg. — Vater T he t ner's tintl) ü Hungen, lieber deu Pater Theiner und die Enthüllungen, welche die Beiöffentlichung seiner nachgelassenen Werke zu I bringen versprich», meldet die „Schles. Ztg.* : „Dir Leiche deS Pater Theiner best„bet sich noch immer Über der Erde. SB« anfl Eivi avecchia gemeldet wird, hat der deutsche vesandte an du Erden de» verstor- benen inBreelan geschriebev, damit dieselben über die Beerdigung Otrstigen, doch soll bisher noch keine Nach» richr emgelouten jetn. Bei der Sperrung vou Ttzei-ner's Wohnung im Vatiean fand sich auch der Co»-tract mit der ag?aater Actlen-Buchdruckerei betreffs des Druckes der „Acta Tridentiua“ vor. Verichiedene Blätter melden nun, d.iß oie,e ticten in zraö.f Bä»-den erscheinen sollen und daß nicht da» tnoentiner, iottbem dsS vatieariische Connl von 1870 den Inhalt deS großen Werkes bilde. Ich kann Ihnen bestimmt versichern, doß nur zw:i Bande cuSgegebcn werden. Der erste ist bereits vollendet (91 Bogen Quart) und der zweite Band wird bis Ende Oktober vollständig fertig. Bereits früher sollte einmal diese-Werk gedruckt werden, und zwar in Lheiner's eigener D-ucke-ei, im Batican, mit spezieller Erlaubnis PiuS IX. Leidet etlangien die Jemtten KenntiiiS von diesem Plan und lagen dem Papste solange in de» Ohren, bis dieser Theiner bestimmte, den D-uck einzustellen. Zehn Bogen waren aber bereits vollendet. So viel ich Einsicht in die Aashängebozen nehmen konnte, ist dieses „Vermächtnis Scheinei'« an die gebildete Welt" eine der größten Enthüllungen, welche je über Jesuiten Umtriebe v roffeniiicht wurden. Man muß diese Verhandlungen lesen, Bit fe Grobheiten und Gemeinheiten, welche sich die hochwürdigen Bischöfe gegenseitig au die Kopse warfen, und diesen CyaiS-muS in dem ganzen Treiben durchkosten, um zu begreifen, warum den Jesuiten gerade jetzt im Augenblick der g>oßen Kirchenkämpfe in allen Ländern die Beiöffentlichung ein solcher Dom im Äuge ist. — Wie ich Ihnen schon früher mttihetl c, besorgt Dr. Vorschar die Beiöffentlichung nach Theinei's Tode. Derselbe ist seit vierzehn Tagen von Ägrarn nach Deutschland gereift, um mit mehreren Jesuuengegnek» Verhandlungen zu pflegen. So viel ist sicher, daß sowohl Dr. Boischak wie auch Bischof Strrßmayr von Tjakooar manches über Pater Themer veiöffeutliche» können und tS auch thua werden. Jntenss nt ist ti überhaupt, daß der gefammic kroatische Kl nur gegen die Jesuiten ficht und daß in den südslavischen Ländern, wo die Geistlichkeit noch eine enorme G-walt in Händen hat, die Jünger Lvyola's nie Gcuud und Boden finden konnten". — Ein jovialer Fürst. Bei einer der letzten gejitviiäien iif einet bekannten kleinen R sisenz-stadt, wo der Kaiser seine Durchfahrt hielt und et# Dejeuner einnahui, hatte bei „Riumunq" der Tafel ein Lakai, vorschristuiäßi^ mit we ß r Weste versehe», sich einen Rest Roihweiu feinster Sorte zu (Scmüihe geführt. Der Hofmeister haue j-boch strengen Befehl, gegeben, daß niemand an den Weinresten rühre, Kl» Berräiher bei dem alten Lakai machlen sich indeß mehrere Rolhweinflecke auf der weißen Weste sichtbar. Der unnachsi tntge Hofmeister kündigte dem alten Dunet feine vorläufige Suspendierung vom Amt an. Lotetet stand betrübt auf dem Corndor, als der Grohherzoj von der Gastgeber, zufällig des Weges kam. „Nu" Siephan, weßhald so beitübi?" Der Unglückliche 9e' stand fein verzeihliches Vergehen. Der joviale schlug ein helles Gelächter an. „Zur Strafe tragt ihr künftig, vom Haushofmeister bi» zum letz eu Bediente» bei der T-fel alle ivihe Westen. Da sind weder die Weißwein, noch die Roihweinfllcke zu sehen. S>eph°" Ihre ÄmtSsuSpension ist beendet Hllien Sie sich klws tig mehr an den Weißwein, der ist augenblicklich fe^1 schön I" Votal= uW — (Näheres zur LaudtazSdebalte über die Subvention des stooeitischen Thea« tetfl.) Der slovenische dramatische Verein haite an den^hohen L-ndtag eine Petition gerichtet um Erhöh»»-ber"in den letz-en Jahren bezogenen Sudoention vo» 2400 um weitere 300 fl. Der Fmaiizau»sch»8 glaubte die« A 'suchen nicht befürworten zu solle». Der Abgeordnete Schrey ging noch weiter und bea»* trogte aut 1600 fl. in das Landesbudget einzuftcQe»-Diesen seinen Antrag begründete derselbe dadurch, er t» längerer Rebe einen geschichtlichen Uedervtt» über da- Wirke» de« slovenisch dtamattschen Verein und ei»e kritische Beurtheilung feiaea Gebarens mit ber au? oem öandessonde gewahrten Dotation zum besten gab. Von Keinen Anfängen habest sich die Ansprüche LeS flovenüch-dramatifchen Vereines an den LandeSfond 5}on Jahr zu Jihr gesteigert, ohne daß dabei Die bra> aaiurgifchen Leistungen desselben irgendwie eine höhere Stufe erreich! hätten. Im Gegemheil. Unzeachtet demselben auf eine Eingabe, er wolle eine dramatische Schule errichten und Preise sür slovenische O.iginal-brcttnen au3schreiben, berritS im Jahre 1870 eine Subvention von 1600 fl. bewilligt worden, sei dennoch weder in der eine« noch in der anderen R chiung rin nenneSwmher Erfolg erzielt worden. Im Jahre 1871 habe die national-klericale Partei, da sie sich insoize des Austrittes der L'nken unter sich befunden, flugS die Gelegenheit benützt für da- slovenische Theater 2400 bewilligt, ohne auch nur beit Schatten ein« Grundes für btefe tz-höhnng an\ugeben. Ebenso pjenig sei seit der Zii, für bie dramatische Schule oder sür Schaffung von Originaldramen das mindeste geschehen; ja heute bekennen die Begründer der dra-matbchen Schule auf einmal, Dieselbe tauge nichts. poa der Heranbildung geeigneter Dilettantenliäfte fei ?«ne Rede mehr, von Ociginalstücken nicht die leiseste Spur zu entdecken. Und dennoch — „l'appetit rient en mangeant — hat mau gegenwärtig die «Urne um Erhöhung der Subvention einzukommen. Da nun die erbärmlichen Vorstellungen keine Ein-nahm?» erzielen, so verwende man die zu ganz anderen Zwecken bewilligte Dotation für bie Verstellungen. 2l00fl feien für 21 Vorstellungen eine riisige Summe, üüt (Sagen, ©p.ettjonoi'aie, Statisten, Männer, bno Iraueuchöre u. s. w. meiden bedeutende Summen au8> 3e9fL6n; die Auslagen für die bramatifche Schule dangen feien gtiingfügig. Auch einen ©ecreiär hält sich ’tt slovenische dramatische Verein, der seine 450 fl '•^halt beziehe, tuaS bei gesellschaftlichen Vereinen wohl ganz oT)i-c Beispiel sein dürste. Es fragt sich NUN, oi> biefe Subvention irgend einen Bildungszweck fördere. •Uibnet verneint dies. Die flovenifchen Theatervorstei. -urige« — bQ,über herrscht nur eine Stimme — Listen nur ungenügendes. Der Mangel an Veiständ-der dramatischen Kunst, die ganz ungenügende Vorbildung der einzelnen Bühnenwiiglieder gewähre 5{tU Publicum selten eine Befriedigung, lasse meist 'Ur U-bervruß uns Abspannung zurück. Zudem biete nur U.'berfetzungen ua6 jiuinpethasie R pcoduc-:onen; durch die |lor>. Ztjeaierooiftellungen werde über» ’8uW iür die Volksbildung ovei juc jßickang des yitttoiilchen Gefühls nidh1? zel istet. Dir 'Jandcsfoab *et nicht dazu ba, bereinige Liebhabereien zu unter» ' 6;n. Gesellschaftlich- Vugnügungeu, rote bie Ti^aiei» "vrüellunzen, sollen diejenigen zahlen, bie sie genieß:«. " “anem et circeuses" sei freilich einmal das ^ch^stooti geroefen — für den römischen Pöbel, ”ne es aber nimmermehr f-in für moderne Kuliur-iunändc. Der Bauer in K am, der fUc den LandeS-0nt>. beisteuert, (et miini>|lich inter jsiett an dem gegen» ‘ “ttigen flovenifchen Th-ater. flUc d»e Koste» Bei "lntn ÄomöoiespteleS müsse unnachsichtlich auftoimnen, x daran ein Interesse habe, der Landessond nicht yjat h^ben sich einer Meldung De« „Slov. SRaioö" V. 9e von 500 flovenifchen Patrioten, die für den f«*‘« ftcrootbeu wurden, nur 2 zum Eintritt m den y ini^e« dramaiischen Verein bereit erklärt, aber ^.^""!cher, insbesondere opferwilliger müssen die u>vlle°" ^"den, wenn sie ein slovenische» Theater haben Die philharmonische Gesellschaft gebe ihnen ein tioe <5* e6‘et fern>iUt:j(eir; dieselbe erhalte ebenfalls SUeV auf '*)rt Kosten und gewähre ihren Mit» The,»," ®ani andere Genüsse. Aach der deutsche denn bi°etein ntnteßc keinerlei Subvention vom Lande, fthäöiou' 900 st-, die eingestellt seien, haben als Ent» Thkaierad,.,^ 9‘lttn füt 6en Batgaug der slovenischen höchstens fn ®u8 allen biefen Grünben kann Redner kür lßon o a,e frühere Höhe der Subvention, b. H. für Schule ’g? w,tt* D-r Bauer Krackarii, der bewilliaet Lehrer u. f. w. gewöhnlich nicht» OWOfl Kn! Tu’ blc6m0t f“C 6t“ «usfchuß. Hownti*fn h «b-afalls bemttfligt, für den W dramauschea Verein «nb für dessen ®e» barcu eiae L:nze einzu^M. Aber leidrr ist dieselbe' schon stark rostig um d.'fect, so daß er zu den lächet«, lichfien otatorifchm Sprüngen seine Zuflucht nehmen < muß. Lächerlich nennt er es, w.'gen armseliger 800 fl.! soviel Aufhebens zu machen. Und dann hat der an-! qebliche Freund und Bewunderer wissenschaftlicher! Größen gar bie kolossale Geschmacklosigkeit, ba« „pa-trioiifche" Wirken beS obfeuten flovenifchen brami» tischen LereineS in Parallele zu stellen mit bem Wirken des krainischen Sparkassev-reineS. DiS B-rmögen dieses Vereines — ruft er — ist flovenisches Geld. Kolossale Summen feien im Pcnnkbau der neuen O:errealfchule verschleudert worden. BioS an der Fax,de j hätten noch dem Ausspruche bewährter Fachmänner (ä la ' Poiccaif!) 60 000 Gulden erspart werden können. Nun freilich, bei einem erklärten Genossen und Schlepp-träger der altramontanen Finsterlinge, deren Wehen nur bei allgemeiner Volksverdummung blüht, darf man kein Verständnis vorauSfctzen für sie Bedeutung eines monumentalen Baue», eines würdigen Tempels bec Wissenschaft, errichtet für BildunzSzwecke ber heimischen Jugenb, der durch Jihrhundrrte der Stolz und die Zierde unserer LandeShauprstadr bilden wird. Für ] einen Costa und seine Gesinnungsgenossen ist jeder! Kreuzer hinauSgeworsen und verschleudert, der nicht in! den unersättlichen Schlund der Römlinge und ihrer! Sch'.epplräzer fließt. Wie diese saubere Sippschaft mit ■ den Ersparnissen des Volkes zu wirthschaften, wie sie das „flovemfche Geld" fruchtdringenb anzubauen versteht, bavon haben wir ja ein cclalonte« Bei'piel an der famosen „Banka Slovenija." ES ist doch wahrhaftig unverzeihlich, daß der Sparkasicoereiu sich dieses saubere Institut nicht zum Muster nimmt für seine Gebarung mit den „flovenifchen Gelbem." Nach dem aber angelegenen Muster fehen alle Argumente fceS im höchsten DiScant und Falsett sich ereifetnben Ber-theibigerS ber flovenifchen Thalia an». Daß der bereite altersschwache und lendenlahme Paradetchirnmel ber „Nationalität“ wieder brav gestachelt wurde, versteht sich von selbst, muß ja doch stets, wo man die geistige^ ! Impotenz etwas verhüllen will, der alte Paradegaul j herhalten. Das slovenische Volk soll nach Costa für , seinen Standpunkt auch auf dem Theater kämpfen! Nun w ihrhaftiq. wenn bie Sloveuen keine bessern Bor. ‘fäuipfer ihrer Nationalität, keine gtögetn nationalen I Helden auszubringen vermögen, al« ihre Theaterhelden", ifo steht er verzweifelt schlecht mit bem bewußten Sund-|punki. Herr Bleiwe iS mochte wohl bas mislichc einer loichen Vetihetbigung des nationalen SanvpuakceS ernfehen, er erhob sich daher, nachdem Costa geendet, zum Wre mit dem Aussprnche: „Ni hiS ist fürchterlicher i in einet GejeUlchaft als die 8 mgeroetle11 ; und nach-! j dem er conflaturi, daß heuic die Thearer-Debaite im M o 11» T o u geführt werden, wahrend st: andere Jihre im Dur erscholl, beantragte er Shluß bec De-' batte, bet auch angenommen wurde, Cer Bericht» ' erstatt r Dcsch mann b:merkte noch, die Debate über! . die Igeaterfubventioa liefere ein sehr belehrendes Material für den voiutheilsfceiett Blick. Bei P.Ofuig bet Position halte die eine Seite den S-andpunki der Kritik der Finanzlage de- LindeSsoade» ein,! während bei der anderen Seite auch hier ourschlirß ich der iia lonalt Standpunkt nnß[CbenD sei. Die ein» i zelnen Abgeorbneteu mö^ea eS bei- sih ttoerlegen, ob sie den nüchternen Anschauungen, ob dem Appell an den nationalen PatrotiSmuS den Lorzug einräumen.! Er könne aber nicht umhin, eine Thatsache zu konstatieren. Ein nationaler Abgeordneter habe einmal im Hiufe in sehe kühner und schDungvoller Wetse die: Aufgabe der flovenifchen Dramaturgie gezeichnet. Damals habe jener A»geordnete dem Vereine, ber sich § cianz ber flvvrnisch:n Th Uta opfere, ein donnerndes, ^ aio zugeruien. Heute fei die Bedeutung diese»! begeisterten Awio in etroaU anderer Weise zutage getreten. Zunächst handle es sich um Heranziehung des LmdeSfondeS für zweifelhafte Leistungen. Dc. Costa selbst belehrt uns, daß bie bramatifdhe Schule nichts genützt hat, daß sie überhaupt nicht» tauge. In bet Eingabe an den Landes-Ausschuß sehe bie Sache, eben anbei» an»'; der dramatische Verein lasse ba ein ,Bild von seiner Wirksamkeit aufmarschieren, wie e« glänzender nicht gedacht werden kann, und da8 matt nur burch eine ©uboeution in der HSh- von 2700 ff. würdig honorieren könne. Ais M gited ves Landes-auSfchufseS müsse «• ferner Berwahiung bagegeu ein« legen, baß man glaube, bie ursprüngliche S stimmunz der Subvention fUc eine »rama ische Shule bestehe niht mehr. Anders sei e» beim »eutfchm Theater. D.-r Abgang in der Höhe von 3292 Gulden müsse aus bem Landesfonde gedeckt werft n, da ein Theater« fond existirt 3);r LiuSeSau,schuß ii nicht berechtigt, zu sagen, ich sperre dar Theater, wrnn ein demfcher Theaterdireclor nicht ohne den Z iftuß ipielen will. Schon durch bie ursprüngliche Widmung ves Theater« fei bieS geboten. Die eingestellten 900 R. fite bra Unternehmet bes beutfchen Theaters em - Unterstützung des beutfchen Theaters zu nennen, sei monnrös, st« fo«» me auf ben Conto bei dramatisch n Be, eines. Bei der Post ion Assecuranz kommt eine Petition de 8ogeabefl« tz:r zur Sprache, welche gegenenüber dem L nde«ausschuß ihre Bedenken gegen bie Be sitzerung des Theatetge-bäudeS bei der „Banka Slooen^j," ausfprechen. Herr Defchman gibt die Aufklärung, früher fei das Thea» ter, oder vielmehr bie einzelnen Logenbesitz-r bei veifchic-benen Gesellschaften versichert gew-fen. Die „Slove-nija" habe bem LandeSauichuß die Versitzernng der landschaftlichen Gebäude zu einem nhorigeita Preise ange» tragen und dieselbe auch erhalten. Die Versichern^ laufe j-deSmal nur ein Iaht und Aufgabe de? tzan-deSauschuffeS fei eS, bie landschaftlichen Gebäube betar* tig zu offecurieren, baß im Falle einer Zerstörung butch Feiersbrunst ber Schade ersetzt werde. — (Schadenfeuer.) Man schreibt uns an» Kcainburg: Den 1. Oktober früh morgens um zwei Uhr brach in bem Hause eines Maurers in Dorfe Stufe nSchil Kvainburg aus bis j tzs unbekannter Ursache Feuer aus ur>d legte in kurzer Zeit zwei Wohnhäuser und eine wohlgefüllte Dreschtenne in Asche. Die Beschädigten waren iheilweife veisicheit. — (ConcnrSmasseverwalter.) Entsprechend dem E lasse deS ^ustizminilieiiumS, betreffend die Hanbhavung der GoncurS» Ordnung, haben nun bie G:rich'.?prästi>enten an die Handel», und Gewerbekawiuer Zuichritten gerichtet, in welchen um Namhaftmachung von Handels- üad Gewrrbetrei» bcnden ersucht w>td, bie zur UebeenaHme ber Function eine« ConcurSmasse-V-rwaltecS geeignet unb bereit si id. — (Eisenbahn. Expropriationen.) Au» Aalaß vvrgekommener D ff r-nzm ü 'er bie C'npetenz bet l8:i t t)ts» odet po itiichen Beböcden zur V'rnahme der im § 1 deS Äes-tz:S vorn 29. Ma z 1872 er* irfth itea B-sitz:>N'etzu,g ist bestimmt worden, vaß jene El rs tzang in fett Ä sitz O^r in die Be-ützung von O'jcea, bezüglich derer zu,unst n ein r (£;jen6ahtt ein Exo-opriations-E ktnntrns e fl ß n oder das im § 4 Desselben Ges^tz-S erwähnte gütliche Uebereinkom» men zuftaabe gekommen ist. a!s ein Art ber Voll-streckurg eines politifdjen ErfetmtniffeS oder be» an die Stelle desselben getreten Uebeceinfommen« der lan» dessücstlichen politischen B-Höcde erster Instanz, daS ist der k. k. Bez'.ik>'hiuptma»fchaft, in Deren Gebiet ba» Onjict liegt,„ober in den mit etg-neu Statuten b:r» fefcuen Gemeinden dem Gemeinde-Ante zusteht. Diese Einiüh ung in den B sitz o?er in die Benützung hat jeooch nur dann staiizustnden, wenn e» sich darum Han» d-lt, ein derartig:« 6$p optiatione-Eikcnntnij oder Uebeteinfommen zaranqA oetfe zu boOzichen, während dort, wo der bisherige Besitzer ausdrücklich oder stillschweigend ber Occupation oefl Gegenstandes der Expropria» tion ober de« UcbereintommenS zustimmt, ein beson» beter A t ber behöibltchen Besitz Einführung als nicht erforberlich entfällt. D e zwangsweise Einsetzung in ben Besitz oder in bie Benützung kann erst verfitz» werden, wenn die Eifenbahn Untetnehmung den Nach» weis geliefert hat, baß sie ben vollen burch bte geeicht» licht Schätzung ermittelten Ealfchädigungrbetrag am ben Eigenihümer be» Gegenstandes der Expropriation oder be» Ueberemkommen» bezahlt oder gerichtlich er» legt bat. Wir erlauben uns auf dak heutige Inserat der Herren Streune Camp, in H e$ofltenbaut ... »jcom»ir-Anstalt . Stetten - »an! . > HanbeUbank .... Wianonetbaot . . . Orftcrr. »llg. 8aal Ccfl. gesell?. . Union - Ban! . . . Bctcmiibon! .... War! hrSbauk .... mfillb.iBaUn .... l/arI<#nbtel0»ffiaSa. •■'it. eiifabtt^eabi S.’.tf. Btanj«0efe(to. C-'! (iat«6n6n . . . * „tbatn ............. Wfltr Pfandbriefe. Seid 70 Lv 70.60 42g. «ft. *ci>..«rcbit. 94 - 74.' 74 25 bin. in SS 3 87.— 102 EC 1 3 Nation. 6.81) 93 30 K b.60 1U8 7“ Ing. Lod.-iredttaust. 86.76 111 -133.75 11 2 154- Priori täts-Obl. stranz-JosesS-Bahn . Ocft.-Ü ordvcftlahn. ICO 30 1 95 61 75 25 75 75 Siebenbürger 81 60 70 76 77.2.* Ekaaisbavu .36 6> Südb..«-!.,ll 600 Fr. bto. Bons 108 74 160.75 161 - Lose. 249. - 49.25 ütibit «8 165.- Rubels«-L 950 *6.7S 79 50 67 ~ b0 - Wechsel (3Mou.) 8d 991. uuflib. 100 ft. (flbb.fu ttanlf. 100 R. . „ 91 3v 91 40 197 - Hamburg 63 40 129.7 i3o — ruboli 10 Pf. 6tcv!. l . 0 199 Kaif. 3)lücA-4'ecotc-zo>{)tanc0|m45 25 iilici . . . . 103 70 ; war, 95.- 88 i-StO 86— 166.60 91 4S 91 6i. 60 09 50 43.50 Telegraphischer Curtbrricht - am 5 Oktober. Papier Rente 70 55 — Silder-Rente 74 45 — lMOf 6laol8-iftnlcbfii 1^810 itionlomtn ! 80" — Credit L47 75 — London 109 45 — Silber 103 60 — 20- Frunc«-«etütft 8-78. Uifitlmrtnt in hübscher Schreibichrist best ausgesllhrt in der Buchdruckerei v. |Udtmnui?' & Dumberg. tepMiiitüilliiiiil Ibtutf nun äfln. e, »u e i» ai a 91 & tzrv. OamDttß Lebensmittel Preise in Laibach am 3. Oktober 1874. Weizen 5 fl. — kr.; Korn 3 fl. 30 kr.; Gerste 2 fl. 80 kr.; Hafer 1 fl 80 kr.; Buchweizen 3 fl. — kr., Hirse 2 fl. 80 kr., Kukurutz — fl. — kr., Erdäpfel 1 fl. 60 kr., Fisolen 5 fl 80 kr. pr. Metzen; ffltnb« schmalz 53 kr., Schweinfett 50 kr., Speck, frischer, 42 kr., Speck, geselchter, 44 kr. pr. Pfund; Eier 21jt kr. pr. Stück; Milch 10 kr. pr. Maß; Rindfleisch 30 kr., Kalbfleisch 32 kr., Schweinfleisch 28 kr. pr. Pfund; Heu 1 fl. 25 kr., Stroh 75 kr. pr. Zentner; hartes Holz 6 fl. 60 kr., weiches Holz 4 fl. 80 kr. pr. Klafter. Lottoziehung vom 3. Oktober. Wien: 56 71 81 35 60. Graz: 3 28 43 81 13. 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Gewinne nnd Prämien schon innerhalb 6 Monaten mittelst nur sieben statthabenden Verlosungen zur Entscheidung kommen. 2. Für die Auszahlung der Gewinne haftet der Staat und erfolgt solche sofort nach jeder Ziehung. 8. Die Einsätze sind äußerst niedrig gestellt, jo daß im Verhältnis der vielen bedeutenden Gewinne eine Bethettiguiig mit nur kleinem Risico verknüpft ist Alle diese Vortheile zusammengenommen. lassen dieses Unternehmen als ein höchst solides empfehlen und wird es uns hoffentlich auch diesmal wieder vergönnt fein, die höchsten Hauptgewinne unseren verehrten Abnehmern auszahleu zu können Für bevorstehende Ziehung 1. Klasse kostet: (5mi ganze» Criflitinllo* fl. 3 30, ein halbes fl. 1.75, ein viertel mir 90 fr., welche gegen die Einsendung des Betrages nach den entferntesten Gegenden von uns versandt werden, IVtr muffen jcDoci) dringend bitten, geneigte Aufträge unö bi» längstens den > 22. Oktober znkomnien zu lassen, da wir nur in diesem Falle dieselben i» | gewohnter Pünktlichkeit anssiihren können. — Amtliche Pläne und jede weitere Aus-| kunst gratis. (616—1) Strauss «4L* €oni|>., Bankgeschäft, Hamburg. Localität-Verän-cruilg. Gefertigter zeige hiemit ergebenst an, daß ich mein bis nun im Kollmann'schen Hause nächst dem Theater befindliches Geschäft ins Zetinovich’sche Haus Nr. 37 (Sternallee) in das ehemals von Herrn Franz Fink innegehabte Locale übertragen habe. Gleichzeitig danke sür das mir bis mm bewiesene Vertrauen, und werde stets bemüht sei», inteilt geehrten Kunden wie bisher durch gediegene Anfertigung und aparte Stoffe gleichsam eines besseren weneer Geschäftes zu bedienen. Hochachtungsvoll ergebenst Joh. Wilh. Strecker, (617—1). Civil- und Militär-Schneider. L>e«eger Dtiuuiut >vamberg. Für die Vircamun veiamwornich: Franz Spitaler.