^N 81, AlllMss am 11. «llftlil 1864. Die „?aibllcher Zeitung" erscheint, mit Ausuahme dn Voml- nnd Feiertage, täglich, nud lostet sammt dm Beilagen im Cmnptoir ganzjährig 11 fl., halb-jührlg 5 fl. 50 tr., mit Kreuzband im Comptoir ganzj. 12 fl., haibj. Nr rine Gornioiid ^ Spallriizrilc oder dm Raum dnscll>oü, ist für imulige Eiiljchali tung 6 fr., für 2maligr 8 tr., fiir «maligc 10 lr. u. s. w. Zu diesen Gebühren ist noch dor Insertiouö - Stemfttl per 30 lr. fi!r rinc jedsSüialigc Einschullung hinzu zu rechnen. Inserate bis 10 Zcilm loste» 1 fl. 90 lr. fllr 3 Mal, 1 fl. 40 lr. fllr 2 Mal und 90 lr. fltr 1 Mal (niit Inbegriff des InsertionSstempelS). Amtlicher Theil. Kaisrrlichco Patent vom 6. April 186^, wodnrch der Landtag del» Königreichs Dalmatien anf> gelöst nnd dic Ausschrcibllng nclicr Wahlen angeordnet wird. Wir /ran) Joseph der We, von Gottes Guadell Kaiser von Oesterreich; König von Hui'garn lind Böhmen, König der Lom< bardei und Peurdigs. von Dalinatien. Kroatien. Slavonien. Galizicu. Lodoincrie» lllld Illyricn ^ König von Icrnsalenl :c. ?c., thnn knnd nnd zn missen: Den Landtag Unseres Königreiches Dalmatirn. von welchen, sich nach den biskerigcn Vorgängen i>, der dievjährigcn Session eine für das Land gedsi!)--üchc Wirksamkeit nichl erwarten läßt, finden Wir in Anwendung des F. 10 der Landcsordnnng aufzulösen und die Ansschrri'bnng neuer Wahlen anzuordnen. Wir behalten Uns vor. den Zeitpunkt der Ein< berufnng des neuen Landtages zu bestimmen. Gegeben in Unserer Haupt- und Residenzstadt Wien. am 0, April 1864. Fran) Joseph m. ^. Erzherzog Vlaiuer >». p. S ch m c r l i n g l». s>. Auf Allerhöchste Anordnung: Freiherr v. Nan sonnet n>. >i. Se. l. k. Apostolische Majestät haben dem Ritt« meister !>n Graf Wallmodcn 5. Uhlaneu. Negimcnlc, Joseph Grafeu Nimptsch. und den» Rittmeister im König von Sachsen 1!!. Kürassirr - Ncgimenlc, Emil Grafen Wurm brand, dle k. k, Kämmcrrrswürdc Mrguädigst zu verleihen geruht. Nichtamtlicher Theil. Laibach, 10. April. Die mcrikanische Angelegenheit ist nun definitiv Neregllt nnd der Slaatsakt. durch welchen dem Erzherzog ^lar dic Annahme der Kaiserkrone ermöglicht wurde, ''l Miramar vollzogen worden. Die österreichische ^kgitrnng steht fortan zu allen Akten, die von dein ^Herzoge ansgehcn, in keiner Bcziehnng nnd liimml "l'ch von denselben nicht amllich Kcilutniß. Der ^'»pfang der mexikanischen Deputation. die Annahme ^l Kaiserkrone, die Nebe des neuen Monarchen sind '^lislstai!l>igc Alle Kaiser Maxiniiliauss l. Die Konferenzen werdrn am 12. April noch nicht ^ginnen. Palmcrston selbst hat eö jetzt verkündigt. °"ß der Zusammentritt einen Aufschub erlitten habe. ^l' sich scinc Erwartungen bezüglich deS bis zum 20. ^pril ermöglichten Zllsamnlcntriltcs erfüllen werden, '"i'lsscn wir noch abwarten. Der dcnlschc Ännd läLt slch Zcit mit seiner Enlschcidnn^ nud wir könilen auch uicht wünschen, daß in dieser Beziehung übereilte Atschlüssl gefaßt werden. Krineöfalla werden dic Erklärungen, die Palmerslon gestern im Unlerhansc "bqab. crmulhigcno für die nationale Partei am Vimdc sei». Was England erstrebt, ist die »cch. '»aligc Glorifizirung dcö londoner Protol"!!^. ,l»d bekanntlich will Deutschland das gerade Gegentheil ""streben. Die „Corrispondenza di Noma" . ein offiziöses ^rgan der päpstlichen Regierung, meldet von einem ""l,dsch,-lil,c,i deö Grafen Rechbng. wonach Otster« ^>ch in Erfüllung der Wünsche t>eö Papste nnd kraft klner Iß4^ j„ ^^.^ abgeschlossenen KoiwcMioi». bic Absicht l'älte. die 3,gationcn. Marken und Umbrien zu okkupircn. Wir hoffen, diese Nachricht dementirt zn sebc». Vom Kriegsschauplatze. Graven stein. 3. April. Morgens !) Ulir Gestern Abends 7 Udr begann aus der zweiten Pa^ rallelc daö Gcsammtfeuer anf die feindlichen Schan« zen nnd wnrde dieser Gfschüjzkampf mit einer seltenen Ausdauer bis heute Morgen 5> Uhr fortgeseltt. Da6 war eine schauerlich schone Nacht; man war durch die verschiedenen Eindrücke troy der nächtlichen Kälte, des Regens nud Windes förmlich an seinen Stand» pnnkt gebannt, denn der Donner, das When der einzelnen Geschütze, sowie ciu pcrmanentlr Feuerschein, der sich an den vorüberziehenden Wolken widlrspie» gelle, das AUes war in der Tbat gecignet. de» Zu-schalier eine ganze Nacht zu fesseln. Aber der Morgen brachte wie gewöhnlich einen heftigen Nordwest mit starken Regengüssen, und um 5 ttbr wurde das Fsuer eingestellt. Dmi? blieb Alles nc'ch in Kampf» bereitschafl. — 10 Ul>r Morgens. Des schlechten Wetters wegen wird für heute jedes weitere Unter» nehmen eingestellt, umsomebr, als dic Nachricht ciu. getroffen sein soll. daü die projcktirtc Vewegnng am linken Flügel ebenfalls der grundlosen Wege halber nicht zn Stande gekommen ist. Fcldmarschall Wrangel verläßt so eben GravenNein nnd fahrt nach Flens» bürg. wohl ein Beweis, daß für beute nichts Wei< tereg i'orgeuommell wird. Einige Wagen mit Ver. wundetln ziel'en ebenfalls durch Gravenstein. ihre nächste Bestimmung ist Ninkcnis. Auf der Strecke zwischen diesem Orte nnd Graoeusteii, st<>ht in diesem Augenblick zn beiden Seiten der Straße ei» impo» santrr Park von mindestens 1800 lcercn Wagen, die thcilweise dazn bestimmt sind, die nächsten Verwun» deten zu transportiren. Die armen Bauern sowohl, als auch die Pferde si"d in der Tlial sehr übel darau, da sie schon über 8 Tage im Freien kampiren und den unfreundlichen Nächten ansgesehl bleiben. AuS Graveustcin wird unter dem 9. d.M.. 11°/, Uhr Vormittags, gemeldet: «Die zweite Parallele ist vollständig fertig. Näh. rend der Anlegung derselben verlor das 'N. Infanterie, regiment 2 Mann und wurden 7 Mann Garde blcssirt. Itt. Sitzung des krainifchen Landtages am 9. April. Die Sihnng beginnt um 10'/, Uhr. Vovsipendcr: Herr Landeshauptmann Baron C o d c l l i. Regie, rungökoiumissär: Herr Laudcsrath N o t h. Aüf der Tagcsordnnng stehen: Fortseftnng der Verhandlung über das ^andespräliminare - Antrag anf Anschaffung einiger Wäschcartilel im Spüale. und Bericht des Ausschusses über die politischen Ehe« ko use use. Nach Vcrlcsnng des Protokolls theilt der Präsi. dent eine vom Abg. Baron M. Zois überreichte, mit 13 Unterschriften versehene Petition mit, des Inhalts: «Hoher Landtag wollc die Staatsrcgicruug ersuche», 'keinerlei verpflichtende Verabredungen in Zoll» nud Handeloangelcgcuheiten zn treffen, ehe lind bevor die Gutachteu der Handelskammern über den Zoll« tarifscnlwnrf vom 18, November 18!>>; geprüft'sein werden, und der Neichsralh sich über die handelspolitische Frage ausgesprochen haben wird.« Wird dem Pcliliousausschusse zugewiesen. Ferner theilt der Präsident eine vom Abg, v. Nurzbach überreichte, mit l.'! Unterschristen ver< scheue Iuterpellation an die hl'he Regierung mit. des Inhalts: „Troy dcr klaren geschlichen Verfügung des Gel'ührengfsehss, dast .'Unbewegliche Sachen, deren Eigenthum zwar eiuer Gemeinschaft nngelbeilt zusteht, wovon aber das Recht auf deu Genuß oder den Gebrauch mit auder» abgesonderten, nnverfügbaren Grllud. oder Hauöbesihungeu untrennbar verbunden ist. und zwar selbst dann, wenn dieses Recht von einer Grund« oder Hausbcsihung anf eine andere mit oder ohne behördliche Bewilligung übertragen werden kann", vom Gebührcnäquivalenle befreit sind. mußten in Krain dic Mitglieder der Eigcntbumsgemeiuschaft. welche Liegenschaften. deren Geuuß mit ihren abgc« sonderten und verfügbaren Grund« nnd Hausbesimmgen untrennbar vcrbnnden ist. gemeinschaftlich besitzen, das Gebührenäquiualcnt von 2 pCt für die Zeit scit 15, Mai 1850 bis l. November 18l'»0. dann vcn Kriegs« znschlag von 15 p(5t. seit dem 1. Mai l,859 an nie zuständigen k. k. Steuerämler bezahlen, nno anoer» in natürlicher Konseqnen; dessen für ll. Deccnnilim ^8) zu verfügen, daß die Anforderung des Gebühren-Acquiualcnts für derlei gemeinschaftliche Liegenschaften ,'ür das II. Dccennium seit 186l bis 1870 zn unterbleiben habe." Herr Regicrungsrath Noth bemerkt, die Inter« pcliatiou werde in einer der nächsten Sitzungen beant. wortct werden. Präsident erklärt, es solle dcr dritte Gegen-stand der Tagesordnung, weil es gewünscht worden, und auch wcil es eine Rcgicrllngsvorlage sei, zuerst zur Verhandlung kommen. Abg. A mb rösch, als Berichterstatter, liest den Bericht des bezüglichen Allsschusses vor. also lautend: „Mittelst Schrcibcns Sr. Exzellenz deS Herr» Statthalters vom 30. Oktober v. I, ist dcr h. Land-tag cingeladen worden, das Gutachleu über deu Reichsrallisbcschluß zur Aufhebung dcr politischen Ehc-konsensc abzugcbc» : ü) ob und welche Hindernisse dcr Aufhebung dcr politischen Eockonscnsc im Wcgc stehen. l») welche Maßrcgcln hiebci erforderlich seien. Bevor dcr Ausschuß in dic Bcmlhcilung dieser Fragen einzugehen fand. crachtctc er vorerst jenen Standpunkt fcstzustcllcn, wclchcu der Laudtag in, vor» liegenden Gegenstände verfassungsmäßig cinzunehmcn bcrufcn ist. Ohne besonderen Nachdclckcil mußle es von selbst eiülclichtc». daß es sich hier um cincn Gegenstand handle, dcr scincr Natur uach. und nach richligtr Bcnrthcilnng der bcstehcndcn Gcsepe. z>l reu Ge< mciildcangclcgeuhcilcu gchört. Nachdein aber Gemcindcangclegenhelten u.'ch §. l8 «l L. O. znm Wirknngskrcisc der Landtage gehörcn. so erachtet dcr Ansschuß noch vor der Ve. antworlnug dieser Fragen seine Kolnpettiiz daz» miS« illsprechcn. . . ^. Lant Lcibeigeuschasls - A>.fl>el.m,gs. P"«""" f'.r Krain vom 1.". September 1782 smd d.c Ver l, >-chnnge.. i„ Kmin chne ""e Ei'Mhmuknng geiltet 322 worsen, und diese Vcstinunungcn sind lurch die Gu> dernial Verordnung vom 1. März 1832, Z. 4264, republ zirt worren. meßbalb bis zum Jahre 1850 keilis polnischrn Ebekonsensc ertheilt, sonder» wegtu der Evioenzh^ltung nur Ebemeldzcltel ausgefolgt wor> den sliio. die Nlcnianden verweigert weroen rurften Se>l orm Zahrc 1850. vorzüglich bei dcr Em» fübrung oer Gcmeindeordnung haben die Gemeinde» .— na»u'nll,ch die Sladtgenieinde i^aibach auf Gru»d VeS GenieinoestalnleH — die politischen Ebekonsensc erlbeill ooer verweigsrt, lind diese Uebung bat slch bis zum Iabre 1863 erbalten, in welchen, Zeilpunkte »on der k. k. Regierung ausgesprochcu worden ist. daß in Krain die Eribeilung dcr Ehckousense »iemals durch ei» Gesey cingefübrt worden sei. folglich uicht geftplich ss>» lo'»ne, ungeachtet des §. 116 der < einigermaßen Einhalt gethan werden möchte und endlich >n der Wahrnehmung der praktischen Erfolge wäbrend des leyt vergangenen Zeitraumes von 12 Ialücn. bat die Majorität des Ausschusses beschlossen, dic Noihwendigleil eines dicßbezüglichen ^andeögesepes alis^usprechen und den ^andesausschuß mit dem E»t» lvurfc dessrlben zu bclralicn. Dcr Ausschuß beantragt unn: Der hohe iiandtag wolle beschließen: Indem der Landtag von Krain seine im §, 18 ll. L. 0. begründete Kompetenz zur Regelung r»r Frage über die Ertheilung des polilischeu Ebelonseuses hiemit verwahrt, beantwortet er die ihm von der Regierung mit Note vom 30. Oktober 1803. Z. 1823. gestellte Anfrage dahin u) daß im Herzoglbume Krain auf Grund der Gescye (das ^eibeigruschafts«Aufbebungsraut. Der ^andcSausschuß wird mit dcr Mitiheilung obiger Beschlüsse an die k. k Regierung beauftragt" Herr Ncgiernngsrath Noth bemerkt zn dem ersten Theil des Antrags, die Erlhcilnng politischer Ebekonftnse sei nur bis 1863 erfolgt, dann aber ab< gestellt worden; etwaige Abwcichlingeit dcr Behörden uon dieser Bestimmung seien, wenn sie belauut worden, sogleich abgestellt worden. Zu dem zweiten Theil des Antrags macht er die Äemerluug. derselbe gehe über die Absicht der Regierung hinaus, welche nur die Meinuug des Landtags habe hören wollen. . Se. Ek;elle»z Graf Anton Auer 0 perg erklärt, er siebe zwar als Obmann unter dem Ausschuß« berichte, aber er werde sowohl gegen die Ein« leitung. alö auch gegeu den zweiten Theil des Antrags stimmen. Das Recht d»r Wien Selbst, bcslünmung. eine Familie zu gründen, gebore zu den allgemeinen Mcnschenrechteu. welche dort, wo sie in'ch nicht anerkannt sind. durch die geseßgebendeu Körper ihre Austragung finden müssen. Eiue Beschränkung kann nur durch deu geseßgebenden Körper vorgenommen werden. Faktisch haben slch beide Häuser des ReichSralhs auf diesen Standpunkt gestellt, und dle Laiioesgtseygebung kaun somit nicht auch die Kompetenz für slch erbalteu. Abg. Kromer kommt es vor. als ob dcr Aus» schud scme Aufgabe nicht richtig aufgefaßt habe und Anträge stelle, welche den Landlag veranlassen, seinen Wirkungskreis zu überschreiten oder voreilige Veschlüsse zu fassen. Was die Regierung verlangt, ist ein Gut-achten, ob nnd welche Hindernisse der Aufhebung der politischen Ebelousense im Wege stehe», und welche Maßregeln hierbei erforderlich seien, und eS war Aufgabe des Ausschusses, über diese beiden Punkte ein mod'fizirtcs Gutachten abzugeben, welches der Land« tag dann zu prüfen und der Regierung vorzulegen habe. Statt dessen bringt er Anträge, der Landtag solle beschließen, die Ehekonscnse ballen fortzubestlben und der Landtag spreche seine Kompetenz zur Erlas« sung eines solchen Geseyts aus. Der Neichöratb hat aber hierzu seine Kompetenz ausgesprocheu und die ist vollkommen begründet. Wenn ein FaU eintritt, daß Zweifel einstehen, wer in einer Sache kompetent sei, oer Reichsrath oder der Landtag, so stehe nach der Verfassung Sr. Majestät die Entscheidung zu. Er stelle oahcr den Antrag: der Aericht des Aus-scbusseS sei dem let/teren znr eingebenden und moolfi zirlcn Begutachtung der uou der Negierung gcstrllieu Fragen zurück zu geben. (Wird uuterslühl.) Abg. Toma» behauptet, der Landtag ist be-rechligl die Fragen so zu beantworten, wie er cö gethan, er ist in dieser Angelegclcheit kompetent. Red» ner zilirt das Olloberdiplom, «als eigcnlltchcs und wahres Orulldgesch. da das Februarpatcut uur daö Statut für die Reichooertrctuug :c, sei.' Er fragt, ob die Angelegenheit wegen dcr Eliekonsense vor den weiteren Reichörall) gebore? Nein! Ob sie vor den engeren Ncichsralh gehöre? Nein! Folglich gehört sie vor den Landtag, und das schon darum, weil eS die Vlrschicdenlielt der Länder, bezüglich Sitte», Kultur :c. erdeische. Die Regierung werde wohl thun, n'enn sie den Landtagen läM, was ihueu gehört. Redner wenoet sich nun gegen die An-schauungen Kromer's uno imint, wem« die Regierung balle Auskunft haben wollen, so halte sie slch au ihre Organe wenden sollen, da sie ab«r die Frage vor die Landtage gebracht, so war eS Aufgaue derselbe», ein pießbezüglichsü Gesep zu veranlassen. Die prakli» scheu Verbältiüsse erheischen die Ehekouseuse. In Bezug auf die Bemerkung des Herrn Regiernngö kommissarö. daß leine politischen Konsense seit 1863 mel»r erchcilt wmdeii, l'lbaupiet Redner, oaß dem doch so sei. wie mancher Abgcorduelc im Ha^sc bo zeugen werde. Regicrungsralh Noth bemerkt, uon Seite der Regierung könne nie gestattet werden, daß ein Unter schied gemacht werde zwischen Ollobrroiplom uno Fcbruarpatcnt. Die Regierung habc keiner Auskunft bedurft, sie war nie iu Zweifel, was sie zu thun habe. Der Wunsch, die Landtage zu befragen, ist von au-derer Seite angeregt worden. Abg. Mulley sagt, vom Standpunkte des li« beraleu Prinzips aus sei er gegcu die Kouseuse, vom Standpunkte der praktischen Erfahrung sei er dafür Wenn die Gemeinoe die Pflicht habe, sich ihrer Au« gehörigen cnizuncbmcu, so müsse sie auch iu Bezug auf dcren Verheiratung eiu Wort mitzuredcu haben. Wcr die Zusläudigkcit iu einer Gemcindc nachsuche, müsse sich der cma/führtcn Beschränkung fügen; habe er leine Lust t>azu, so möge er sich zu den Beduinen begeben, welche die politischen Ebckonscnsc nicht haben. (Heiterkeit,) Er spreche sich für den Auöschußantrag aus. Abg. Suppan äußert slch dahin, eS sei die Annahme des Kromer'schcn Anlragcs anzuempfehlen. Er sei prinzipieller Gegner der Ehelonscnse. Allein, er halle den Landtag für kompetent in dieser Auge« legenheit. Wenn Abg. Kromer Recht habe, so gc< uüge auch, nur den Absaß u anzunehmen. Abg. BleiweiS (sloueuisch) spricht für die Ehe-kousense, indem er hervorhebt, welchen Nachtheil die Heiraten der Arbeiter au der Eisenbahn. Spinnfabrik und Zuckcrrafsilieric gebracht, wovon mau sich bei ei« »cm Gang durch die Vorstädle Polaua und St. Peter überzeugen könne. Abg. Sagorz (sloveuisch) spricht für die Einführung der Ehekonscnsc, indem sonst die Gemeinden durch Unterstützung der verarmten Familien zn sehr iu Anspruch genommen würoeu. Abg. Koren spricht für die gcsepliehe Einfüh. rung der Ehekonscnse. Abg. Deschmanu, die Kompetenzfrage ganz unberücksichtigt lassend, bält sich »ur an die Sache und spricht gegen die Einführung eines GesctM wel. chcs auS der Zeit der Hörigkeit stammend und im Widersprüche »n't dem Zeitgeists stehend, die person« licht Freiheit beschränkt, Er sagt, da man scylichr Einfübrung dcr Ebekouseuse kei» Grund vor« liege. (Wird uicht uuterstüpt.) Abg, Svelec (slouentsch) unterstüht den Aus» schußanirag. indem er die Nachtheile, welche aus der allzu liberalen Bewilligung von Heiraten auf dem Lande hervorgehe», betont. Abg, Kromer sagt. der Landtag sei wcdcr nach dem Oktoberdiplom. uoch mich dem Fcbruarpatent kompeteot. Der Gegenstand der beutigcn Verband-lung sei nur das Gulachicu. welches oie Regierung verlangt bade; die Frage we^en lcr Ebekonsense ist in Folge der VesHjüfse der beiden Häuser des Reichs- rathes an unS herangetreten. Die gesetzgebende» ssör< pcrschaften wolle» sich informiren. Darnm bat der Landtag nur einen eingehende» Bericht zu erstatte». Nach einige» von de» Abg. S » p p a ,i und Tom an gemachte» Einwürfe», ergreift Abg. Apfaltrer» das Wort. um sich der Ausschnßanträge anzunehmen, die nach dcm Gang der Debatte zn urtheilen, verfehlt schienen. Allein. daS seien sic nicht, »ur die Debatie sei verfehlt, indem General« uno Spezialdebatle vermengt worden. Es seien viele Gründe für und gegen die Kompetenz vorgebracht, und der Punkt des Praktische» gar nicht berührt worden. Er l'alte deu Landt.ig für kompe« tent, allein diese Frage t'ül?rc gar nicht zur Ents^ri« oung. Wen», da der Reichsralh die Kompetenz für slch beansprucht, kein anderer Landlag sie für sich in Anspruch nimmt, so wird Se. Majestät für Kram allein leine Ausnahme gcstatlrn, Er werde nur für die Einleitung und für Absaß » des Antrags stimmen. Abg. Ambrosch, als Äerichkikan>M'' Deputalion und die Annahme derKaiserkronevon M?^ 323 durch Se. k. Hoheit den Herrn Ercherzog Ferdinand Mar soll So»nt neralulkcniat. d,m bisherigen Lavdtagödepnlirten Dr. Prulck in Unserm Nanicn anznl'cfeblcn. daß er sein Mandat als Landtagsabgeordneter sofort niederlege, damit z„v Wahl eines andern Depniirten an seiner Stelle, grichrillen werde» könne. Sollte sich Dr. Pruiek weigern, diesem Befehle Folqe zn leisten, so hat das f l>. Generalullariat demselben die kano« Nische Mission zum Katecheten bei dcr Teschener Hauplschnle zu entziehen und il>n »n Unserer Vevoll» mächtigling von allen priestcrlichen Funllionen zu snöpendiren. WaS die Auslassungen des Dr Prulel in der zehnten Siynng dcö Landtages anbelangt. s>> behalten Wir Uns Unsrre weilern Schritte vor."" Znfolgi' dieses odcrbirllichen Auftrages werden Euer Hochwürden zur Mandatsniederlegnng als Landtags, depntirter liiernut aufgefordert und zugleich angewiesen. Ihre dießfällige Nillenömeinung ungesäumt yicramlS schrifilich 5" eröffuen. Teschcn. 29 März 1864. Fürstbischöfiicher Gsneralvikar: Helm." Dieses Schrift« stück theilt die «Reform" nach dem Originale in genauer Abschrift mit. Graz, 7. April. Vorgestern wurde in bem RedaktionS'Vureal! und in der Druckerei des Grazer «Telegraph" eine Hausdurchsuchung uorgeuommen. Gefahndet wurde auf das Manuskript einer in Nr. 68 dieses Blattes erschienenen Notiz, welche eine übertriebene Lobrede anf den Hofrath Höhne!, veröffenl. licht in der .Triester Zeitung", zum Gegenstände der Kritik machte. Prag, 5, April. In der heutigen Landtags, ^ung lam das Gcscy uder die Pezirksvertretung zur Dedatte. Es standen sich zwei Ansichten gegenüber, die der Negienma, lind jcue der Gcmeindekommission. Die Nr^iciiingSoolli^c will die LandtagSivlil'Ibezirke alS Vasis für die Pc^!lk«ucrtl-rtm,ge>i angenomme» wissen, während die Gcmrmdskommissio!,. iil Ueber» etnstl'mmnng mit einem Beschlusse des Landtages in der uoiigen Session, die bestehend,n polilischl-n Amts« bezirke zur Vasis nahm. Nach der ersten Auffassung wären die Bezirke in Böhmen größer lind die Zahl der Bszirksucrtrctungen 79. während die Gemeinde» kommission für die Bildung von kleineren Bezirken. 2(>0 an der Zahl. war. Beide Ansichten wurden mit Geist und Scharfsinn vertheidigt. Für die Negicrung sprach Dr. Pankraß, welcher durch seinen trockenen, "ber schneidenden Wip und Sarkaömus auf die Zu< Hörer zu wirken versteht, Prof. Schrott und sonder« barer Weise — Dr. Nieger. Der Lehterc machte ^Pportnnitälsgründc geltend, er wolle, damlt nur das ^esch zu Stande komme, der Regierung nachgeben, Den Antrag der Kommission hingegen vertheidigten besonders wirksam Professor Herbst und Graf Elan,, ^artinitz,'sowie anch der Berichterstatter Hofrath ^aschck. Graf Velcredi legte die Anschauung der ^lgirrllng dar, welche glaubt, daß eS in kleineren Dirken an den geeigneten geistigen und materiellen kästln fehle, um in gehöriger Weise für daS Wohl bcs Bezirkes und dcS Landes zu wirken. Die Abstimmung zeigte eine eigenthümliche Par» "^ruppirung. Für die Regierungsvorlage stimmte ^> kleiner Theil der Deutschen, der Anhang des Ar. Nicger »inter den ßzechrn. dcr größte Theil der ^roögrundbesiyer (die Partei des Fürsten Carlo« «»rrsperg). gegen dic Regierungsvorlage der größte ^liril der Dciitschen und Czechen, und die Fraktion ^s Grafcn Clam.M.n'tinip unter den Großgrund, bksiher». Die Ansicht der Regierung blieb mit drei» v'ü Stimmen in der Minorität. Hermannstadt, 3. April. Die auf beute ein. bernfsnc griechisch ' nichlunirte Synode wurde mit ei» "km feierlichen Gottesdienste eröffnet. Vei dieser Gklegrlweit nahm Bischof Schaglina. in vollem Or» "ntc nnd unttr zahlreicher Assistenz mit dem ganzen Prunke griechischer Litnrgie. dic Weihe des Krön. stadter Erzpricstrrs Poparu zum Archimandrilen vor. Auslaud. Frankfurt, 8, April. 10 Ubr Morgens. Der U' bul!dechten auS Koren-Hagen vom heutigen Tage melden, daß die Besorgniß ver dem baldigen Fall von Düppel zunimmt. Minister v. Quaade ist bevollmächtigt. auf der Konferenz den WassenstlMandspunkt zu acceptircn. Quaade und Krieger sino gestern vo»l Lübeck per Schiff nach London abgegangen. Die Kommissäre Oesterreichs uno PreuLens haben die gestern in Schleswig projeltirte Versammlung bebufs Zustimmung zur Adresse an die Londoner Kon-ferenz verboten. ^ PariS, 5 Apr Laibach. 11. April. Samstag Abends dalb 6 Uhr trafen Se. Majestät dcr Kaiser, von Miramar nach Wien zurückkehrend, hier ein und geruhten im Bahnhofe ein Diner einzu. nehmen. Se. kaiscrl. Hoheit der Hcrr Erzherzog Ornst, Se. Gnaden der Herr Fürstbischof Dr. V. Widmcr. Sc. Clzelleuz dcr Herr Statthalter Frei-hcrr u. Schloißnigg. der Herr Landeshauptmann Baron Codelli und dcr Hcrr Bürgermeister Ambrosch waren erschienen, um Se. Majestät zu begrüßen. Ein zahlreiches, melst dcn besseren Ständen ange< höriges Publikum harrte in der Halle nnd im Foyer dcS Bahnhofsgebäude«, um des geliebten Monarchen ansichtig zu werden. Se. Majestät, mit lebhaften Zurufen empfangen, geruhten an dcn Herru Landes-hauptmann und an dcn Herrn Bürgermeister einige Fragen zu richte». Z" dem Diner wurden außer Sr. laiserl, Hoheit dcm Herrn Erzherzog Ernst auch Se. fürstbischöfliche Gnaden und Se. Erzellcnz dcr Herr Statthalter huldvollst eingeladen. Bei der Ab> fahrt um 6 l/z Uhr ertönten wieder ein dreifaches Hoch aus dcm Munde des Publikums. Von dem Gefolge Sr. Majestät sind mehrere Herren lu Trieft uno Miramar zurückgebliebeu. darunter Ihre l. l. Hoheiten die Herren Erzherzöge Karl Ludwig und Ludwig Viktor, dann Se. Elzellenz der Herr Staats« minister u. Schmerling, Baron Gchnnger und Graf Karolyi. FZM. Vcnedek begltilcle Sc. Majestät bis bierbcr. und ist gestern Mitlag wieder nach Italien znrückgercisl, — Gestern Mittag fand eine ForlsctMig der letzten Monalsvcrsammlung des Slcnographenvereins statt. In derselben licscrle Hcrr Stc nzi n gc r. gegenüber einer von unS gemachten Bemerkung, daß es dcn Herren Stenographen kaum gclingcn dürfte, em getreues Bild der Landlagssiyung vom 7. d. M, zu geben, dcn Beweis, daß es lroydem gelungen sei. Wir halten die Bemerkung nur gemacht, um das Durcheinander in der Debatte zu charakterisiren. und gesteben gerne, daß die Aufzeichnungen der Steno, grapben. die sämmtlich Mitglieder des hiesigen S:e-nograpbcnvtreins sind, an Genauigkeit nichtö zu wünschen übrig lassen. Wen:: Abweichungen hervor» treten, so sind sie nur nachträglich durch oie Herren Redner selbst l'inein lorrigirt worden. — Heute ist uns die erste Nummer der „Allgemeinen österreichischen Bcamtcn-Korrcspondcnz" zugc« gangen. Sie erscheint monatlich zweimal. Wiener Nachrichten. Wien, 8. April. Die .Oest. Ztg." me!d,t. daß Se. Majestät allergnädigN dem Herrn Dr. Franz Schnselka die Rechtsfolgen seiner Verurluellllng wegen eines Preß-vergehens nachzusehen gerubten. — Ueber die letzten Augenblicke der Frau Erz« Herzogin Hilregarde erzählt man: AIs die hohe Frau den Tod Herannaben füblte, bat s«e ihren cr;l>erzog. lichen Gemal, die Mitglieder des kaiserlichen Hauses um sie zu versammeln, oder wenn dieß unmöglich, doch die Prinzessinnen Tkerese und Mallulde zu ihr zu bringen. Doch Erzherzogin Malhilde war unpaß, lich zu Bette. (Die Prinzessin erfubr dcu Tod ihrer Mutter erst am Vormittag) Als die Mitglieder deS kaiserlichen HauseS daS Sterbebett umgaben, bat die Fran Erzherzogin Hildegard? sie um Vergebung. Da vermißte sie die Prinzessin Mathilde, fragend erhob sie den Blick zn ibrem Gemal. der jedoch die Abwe-senhcil der jüngern Tochter rechifert'gte. Ihren gan. zcn Schmuck vermachte dic Dahiugcschirdene ibrcn beiden Töchtern; wenige Minuten vor il'rcm Tode bat sie ihrcn Gcmal. die Armcn dcr Siädte Nicn und Baden reichlich zn beschenken. Erzherzog Albrecht ist diesem Wunsche getreulich nachgrkomincn nnd hat zu dcn bereits gespendeten 2000 ft. abermals den Betrag von 10,000 fi. für die Armen Wien'S dcm Bürgermeister Dr. Zelinka übersendet. Die Garderobe der Verblichenen wurde unter die weibliche Diener« schaft vertheilt. — Wie die «Mil..Zgl.« hört, hat Se. Majc. star gestaltet, daß für das Kaiserreich Mexiko ein Hrciwilligcn'Korps von 6000 Mann und Z00 Ma. troscn im Iulande geworben werden dürfe. Dieses Korps soll aus 3 Infanterie.Bataillons, 1 Husarc».. 1 llhlantN'Ncgimcntc, einer Pionnicr« und einer Gc. nic-Kompagnie, dann aus einer Batterie zusammengesetzt . die Offiziere ans dcr k. k. Armee nach cige« ncm Wunsche gcnommen und die Mannschaft lediglich durch Freiwillige ergänzt wcrdcu. Die freiwillig sich meldenden Offiziere treten um ciue Charge höber in die k. mexikanische Armee, und bleibt ihnen die Nück. kehr iil die l. k. österreichische Armee durch scchs Jahre gesichelt; nach Verlauf dieser Frist haben ste abcr keine Ansprüche auf ihre frühere Stellung im Vatcrlande. Der Bedarf an Offiziere!, bcz,ffert sich auf 260. und sollen bis jeyt bereits 200 um die Auf« »ahmc in dic mexikanische Armee sich gcmeldct haben. Telegraphische Landtagsberichte vom 6. April. Innsbruck. Lebhafte Debatte über dcn Antrag Comini's we^cn Vermehrung dcr Gendarmme. Mch« rcrc Präliminarien pro 1864 und 1865 wurden eingebracht und über den Kostenpunkt bei Negulirmig der Waldservitutcn Bericht erstattet. Vom 7. April. Klagenfurt. Abg. Göh intcrpcllirt. ob die Ncgicrung sich prinzipiell für odcr gegen die Einfüh. rung von Geschwornengerichtcn entschieden und ob dcr Landtag eine Erlediguug seiuer dießfälligen Petition zu erwarten habe? Der Vcrgleichsvorschlag dcs Fi« nanzministeriumS in der Aequivaleliten^Angelegenheit wurde einstimmig angenommen. Graz. Das Gcmeiudegeset) wurde nach der Regierungsvorlage angenommen. Neueste Nachlichten nnd Telegramme. Original - Telegramm. Wien, R>. April. Se. Majestät Ma., ximilian >., Kaiser von Mexiko, ist au eineri heftigen Erkältung erkrankt und muft das Bett hüten. In Folge dessen ist die Abreise nach Mexiko verschoben. Auö Fridericia machten die Dänen einen Ansfall, heftige Kanonade, die Reserven wurden alarmirt. Dresden, 8. April. Die Negiern"« l'"td"S vom Abgeoronetenhausc bereits bewilligte PoNulat auf Vermchrmlg der Armee um 2000 M.nn zurl.ck« gezogen und nur die Forderung auf Vmmhrung um 59 Off'zicre aufrecht erhallen. 324 Verlin. 8. April. Dcr heutige «Staatsanzci« qer" meldet aus Apcnrade vom 5. .- Die Dänen scheinen cincn Ueberfall auf die Stadt beabsichtigt zu haben. Da uon dcr kleinen feindlichen Flottilc mil 100 Ma,,», an Vord 100 Mann in dcr Gjcnncr Vucht alls i!and g^seßt wurden, sind noch in verse!« licn Nacht Truppen schlcnnigsl dc>rll»in gesandt wor» dcn. worauf dcr Feind das beabsichtigte Unternehmen unterließ. In Jutland hatten preußische Truppen auf der Straße nael» HorsenS lind bei Conltantia, vor ssribericia die Oesterrcicher mit den Dänen einige Patronillcngcfechte. Hamburss, 9. April. Aus Kopenhagen, 8. April, 11. Uhr Vormittags wird gemeldet: Die Ac-schießung der Schanzen war gestern sehr heftig; das Bombardement auf Sondcrburg schwächer. DeS Feuers war man gänzlich Herr geworden. Vrüssel. 8. April. Heutigen Pariser Nachrich. ten zufolge ist die Anerkennung des Kaiserreichs Me« liko durch Nord-Amerika bevorstehend. Amsterdam. 8. April. Priuz Napoleon wird heute nach dem Haag nnd Rotterdam abreisen. London, 8. April (Nachts.) Im Unterbaust stellt Verner die Anfrage. ob die Interessen der Her-zogthümer auf der Konferenz vertreten und ibeschüyt sein werden. Lord Palmerston erwiedert, es werde dieß in dreifacher Weise der Fall sein, nämlich durch den Vertreter ihres legalen Smwerains. durch die deutschen Großmächte und hoffeullich durch^den Ver« treter des VundcStagcs. OSbornc kritisirt die Politik der Regierung m Vetrrff Dänemarks in scharfer Weise und verspottet eine Konferenz ohne Programm. Lord Paliuerstoii erwiedert, die Regierung erstrebte konsequent die Auf» rechthaltung des Londoner Traktates. Die Konferenz wcrdc hoffentlich die Differenzen ausgleichen und dcn Kampf beendigen. Dcr Zusammentritt dcr Konferenz sci, um dein Bundestage cinc Frist zur ^rwägung cinzilrünmcn, auf dcn ^(i. Llpril hinausgeschoben. Die Konferenz würde, wofern dcr Bundestag leinen ^utschlus; fassen laun, ohnc ciucn Vertreter des Bnndcs zusammentreten. Athen, 2. April. Aus Anlaß eines von einem hiesigen Vl.nle aus einem ionischen Journal abge« druckicn Artikels, welcher die Verfassung angreift, versprach der Iustizminister. die Auzschweifungen der Presse zu zügclu. — Lieutenant Soußo. welcher eiuen Redakteur mißhandelt halte, wurde vom Kriegsgerichte freigesprochen, Markt- un> Geschäftsberichte. Laibach, 9. Apr'l. Auf dem heutigen Markte sind erschienen: 10 Wagen mit Getreide. 4 Wagen mit Heu und Stroh, 49 Wagen und 6 Schiffe mit Holz. und 9ü Mchcn Erdäpfel. (Wochenmarkt - Preise.) Weizen pr. Mehcn fi. 5.A7 (Magazins. Preis ft. 5.67); Korn st. 2.80 (Mgz. Pr. ft.3.52); Orrslefi.-.--(Mgz.Pr. ft. 3.I4); Hafer ft.—.—(Mgz.Pr. ft. 2.47); Halbfrucht st.—.— (Mg;. Pr. ft.3.95); Heiden ft. 2.80 (Mgz.Pr. ft. 2.80); Hirse ft. 2.90 (Mgz. Pr. ft. 3.15); Kulurnh st. —.— (Mgz. Pr. fl. 3.57); Erdäpfel ss. 1.50 (Mgz. Pr. ft.-..—); Linsen fi, 4,20 (Mgz. Pr. ft,--------); Erbsen fi. 4.50 (Mgz. Pr. fi. —.—); Fisolen fi. 4.60 (Mgz. Pr. ft. —.—); Nindöschmalz pr. Pfnnd kr. 55. Schweineschmalz kr. 39; Speck, frisch kr, 28. detto geräuchert kr. 39; Putter kr. 50; Ei,r pr. Stück kr. 1',; Milch (ordiuär) pr. Maß kr. l(); Rindfleisch pr. Pfund kr. 18—22. Kall'fieisch kr. 19, Schweine« fieisch kr. 23, Schöpsenfleisch kr. —; Hähndel pr. Stück kr, 45, Tauben kr. 14; Heu pr. Ztr. ft. 1.10 biä fi. 1,00, Stroh kr. 75-90; Holz. banes 30". pr. Klafter ft. 8.50. detto weiches fi, 6.50; Wein (Mgz. Pr.) rother und weißer, pr. Elmer ft. 11 bis 15. Krainburg, 5. April. Auf dem beuligen Markte sind erschienen: 70 Wagen mit Getreide und 12 Wagen mit Holz. 2 Wagen mit Speck, der Zentner zu 25 ft. (Wochcnmarkt < Prcise) Weizen pr. Mehen ft. 5,55; Korn ft. 3.30; Gerste ft. —.—; Hafer ft. 2.30; Halbfrucht ft. —.—; Hcideu fi. 2.50; Hirse ft. 3.— ; Kukuru!) fl. 3,60; Erdäpfel ft. 1.50; Linsen ss —-—; Erbsen ft. —.—; Fisolen ft. 4.20; Rinds, schmalz pr. Pfund kr. 50. Schweineschmalz kr. 44; Speck, frisch kr. 28, octto geräuchert kr. 40; Butter kr. 38; Eier pr. Stück kr. 2; Milch pr. Maß kr. 10; Rindfieisä, pr. Pfnnd kr. 18, Kalbfleisch kr. 18. Schweinefleisch kr. 20, Schöpsenfleisch kr. —; Hahn« del pr. Stück kr. —, Tauben kr. 15; Heu pr. Htr. fi. 180. Stroh kr. 90; Holz hartes, pr. Klafter fi. 5.10, delto weiches, ft. 3.50; Nlin. weißer, pr. Eimer fi. 7. « Verantwortlicher Redakteur: Ignaz v. Kleinmayr. Druck und Verlag von Ignaz v. Kleinmayr st Fedor Vamberg in Laibach. IlÜkltüIltll^I StaatSpapierr ftst und zum Theil Oruudcutlasiuugö-Oliligationen nm ciucll.Vruchthcil besser, 1554er und 18Wcr um '/.« biö '/..'«. theurer. Norbbahu-Akticu fliessm Wien ' "'" '"^ "^ ^' Slldbahu- und galizische Karl Ludwigbclhn.Micu um 2 biö 4fl,, Kredit^Actien um 1 fl. Mchscl auf fremde Plätze nud Valuten schlössen um ei lie ^ den i». '.'i/ril. Klcinicileit strifer. Geld sowohl im Eölomptc alc« im i!eihgcschäftt zicullich flüssig. Veffentliche Hchuld. ^. de« Slant« (sür lUtt st.) Geld Waare In össerr. Wahruiiss . zu 5'/. 68.Ü0 68,70 b'/. Nul,h, v. 1«6l mit Rinfz.'/. W.80 l»7.- ohne Mschiiitt 1864 ', . . 95.50 95 60 «at.Aul.mit Iün.'^mip. zu5'/. 8t.W «I Ä) „ .. „Apr.Üoup. „ 5 .. 81.10 81.20 Mltalliqut«....., 5 „ 7°l.30 73.40 dltlomitVlai.Coup. ...5.. 73.40 73.5>0 detto......„4z., 6475 <'>!>, - Mit Aerlos. u. 1.1839.....150. - 150.50 „ „ ., 1854..... '.'3. - 93.50 ,. .. .. i860 zu 500 ,1. 96.75 96.85 ......., I860 „ 100., 97.40 97.60 .. ,. „ 1864......97.15 97.25 E,mo,3tt»tensch. zu 42 l.. «u«ts. 17.50 18.- v. d,r Hlonländ,r (sür 100 st.) Eruudeutlaslullgs-Oblig^tione!!. N!,b,r.O,st.rrsich . . zu 5'/. 86.— 86.50 Ob.'Otst. und Salzd. „ 5,. 84.50 85.— Whin,».....,5.. 92.50 93.— Gtci,l-I,!.,.ssä!'!,t. u..<^,!!> .. ü.. 87.50 58.-. O)cld Waare Mühreu.....zu 5'/. 93.50 95,- Schltsieu.....5 ,. 88.50 89.— Ilu^aru......5 „ 74.75 75.25 Temeser.Vnuat . . . 5 „ 7!i 75 73.^5 .Nroalien und Slavl'uil» . 5 ,. 74.75 75.25 (Halizitn .....5 „ 72.90 73.25 Si,t>e»t>!l^c!l .... 5 „ 70.75 71.50 Vull'wina'.....5 .. 70.75 71.50 .. m. d. Verl..<5l. 1867 5,. 70.50 70.75 Venetiauische« A»l. 1859 5 „ i,»1.— 95.— Aktie» (pr. Stück.) Natioualb.i»k......773. - 774.- Krtdit-'Ailstalt zu 200 fi. 5. W. 190.40 190.50 N. ü. Escom.'Gts. j. 500 ^ l^. W.606.— 608.-K. Ferd..«ordb. z. 1000 fl. (5. M. 1832.-1834 -Staats.üis.' G,s. zu 200 i>. CM. oder 500 Fr......193.75 194.- Kais. (5Iis.. Äah» zu 200 si. LM. 13^.75 134.25 «üd..»oldd.Verl"Ä.200 .. .. 128.75 199.-<3>ld. Staats-, Iliinbardisch »ven« tianische und clütral itaiitnische His. 200 fl, ö. W. 500 Fr. 254. - «55. - l»,ld Waare Gal. Karl'Ludw.-V. z. 2l>0 ss.ssM.209.25 20!».75 Oc!i.Don..Da>,N'!sch.-(y,s. ^zj 434.- 435.-Oesterreich. i?llyd i» Trieft ZV Ä28.— 230.--W,,li. Dampfm.^stg.siM.o.A'. ^60.- 470.— Pester Kettellbrinlt .... 387,— 389.— Al'hni. Äellbahn jl>. 200 sl. . 15?.— 157.25 Theisibahü-Aklif» zu 200 fi. (3. M. m. 140 si. (70'/.) (5mzahlu,ig 147.— —.— Pfandbriefe (für 100 fi.) National-) 10jäl)rigt v. I. bans auf > 1857 zu . 5'/. 101.20 101.40 (5. M. 1 uerlos^aie 5 „ l>0.25 i)0.50 Natilinalt,. auf i.W, verlesb. 5 .. 86.10 86.20 Uuacnische Vudeu-Kredit'Auslalt zu 5'/, M.....87.- 67.50 Lose (pr. Stück.) Kred.'Austalt sür Haudcl u. Gew. zu 100 fl. 5jl. W. . . . 127.80 128... Du»..^^».^-^^^«^^/. 90.10 91.-Stadlgem. Oieu .. 40 .. 0. W. 29.— 29.50 Mwhazy .. 40 .. <5.M. 91.- 92.— Salm_________.. 40...... 31.25 31.7!» Gcld Waar, Palffy zu 40 st. CM. . H9.53 30. - Claiy .. 40 .... . 38.25 28.75 St. Oeuoi« ., 40 . .. . 29.50 30.- Wiüdisch.pah .. 20 ,. .. . 19.— 19.50 Waldsteii, .. 20 .. .. . 19.75 20.25 Keglevich .. 10 .. .. . 14.50 15.-^ Wechsel. 3 Mouat,. st'eld Waa" yllu^bnrg für 100 ss. ssidd. W. W.I5 '.>9'!" ssr.'üllful'la.M. 100 ft, bett« l)!>.2U 98.4^ Hainl'xvg. fiir 100 Marl Äaüco «7.60 U7.U0 London fur 10 Pf. Sterling . 116.20 116.50 Paris, für 100 Fr.ins.) . . . 46.15 46.25 Cours der Geldsorte». Geld Waare K. Milnz.Dulatt» 5 ss. 54 lr. 5 ff. 55 Nl,. Krone,, . . . 16 ,. 35 .. 16 ., 40 .. Napoleousb'lir . 9 „ 34 ., 9 „ 36 .. Rufs. Imperial«. 9 ,. 60 ., 9 „ 61 ,. VereinSlhaler , 1 ,. 73j.. 1 .. 74 .. Silder . . 115 .. 50 ., 115 .. 75 ..^ Lottozichung vom l>. April. Xriest: H«> «3 35 83 3H fremden-Ädrige. Den 8. April. Ttadt Wien. Di« Herren: Sattler, Cosmoriima'Iuhabei, von Graz — Schntidrr. Haildelsmanu, vou — Petschl, Handelsmann, vl>n Wien. Neusohl. ch^ Handelsmau», vou Oottschee. — Iallits Elephant. Tie Herren: u. Funk, f. l. Major, au« Dalmatit», — Maine, Pfarrer. Vl,n Fiume. — Supantschitsch. .tta,,fmann. vunTriest. — Arodar, Technis,'r. vc», Or.iz, — ^ostischa vun Tüss.r. — Frau Baronin Grießbach von Wien. Baierischer Hof. Herr Allitsch von Wsißcu^. Wilder Mann. Hcrr Valduga. Privat, von Graz. Den 9. April. Stadt Wien< Die Htlren: Ritter v Veuedcl, l. k. Feld-zeugmeister; Var. John, l, I. Oeucralmnjor; v. Krisch, l. l. Oberst ; v Müller, l. f. Major, und Vöttner, f. f. Hauptmauii, von V^roua. — Graf Nimptjch. s. l. Rittmeister, von Wicn. — Moosbruciger von Mailand. — Aerger, Dircltor. von Toplizr. Elephant. Die Herren: Bar. Wall; v. Gallhof. Privat, und Hillmayer. A^cnt, von Nie», — Siinonitsch. Kausmali», vou Agrain - Lauritfch, Wutsl'»' siher. vo» Grosiber^, - Lauritfch, Hai^clclmanu. von Niilef Aeluardl»!. Schis^fapitaiu. u»d Frau Iauardi, Kausmanns'Gatti!!, vou Triest. Wilder Mann. Hcrr Finettl, Handelsmann, von Aucona. Baierischer Hof. Hcrr Viühlschlegel, Kaufman,!, vo» AugSlmlg. — Frau Pctll'vilfch , (,5apitai»S l Oatti» , vou Trieft. Mohren. Die Harren: v. Hilbl, s. l. Oberst. und Ritschl-l, Kaufmann, vo» Wini. — Lnller. Hopftnhaudler aus Böl)»!,ii (6?3) Die letzte Abtheilung Ul)N Sattler's U o 8 Nlora lll e ll lst seit dcm 10. April täglich von 8 Ul)i Morgens liiö Sonncnnntergang zn sehen. (661—3) Gin Praktikant wird in ein hiesiges Comptoir aufzunehmen gesucht. Das Nähere aus Gefälligkeit im Zeilungs-Comptoir. (656-:;) MnnsMur-Wlmrcn-LiMwn. Künftigen Mittwoch am >3. d. 3)t. lind an dcn nachfolgenden Tagcn wcrdcn am Hauptftlntzc Nr. 9 Tuch - und andere Schllitt ^ 2^amcn Uciluiul», ocränßert. Laidach am 7. April 1864. (669-1) Zurnf! Nach 8iährigem Allfenthaltc in Wip< pach ist es mir Acdnrfniß. anö dem neuen, scllistglwa'hlltn WohnoNe den Vc> mohnern deS schönen Thales für vas ehrende Vertrauen, welches für mich eine Quelle gesicherter Erilienz wurde, und für die zahlreichen Beweise des Wohlwollens und der Freundschaft, nun dcim Mschieoe. welchen ich nichl überall per» sönllch nelnuen konnte, ösftnlllch meinen herzlichsten Dank auszudrücken. Gott erhalte Sie!! Indem ich mich lici diesem Anlasse ^cgen die nur i'il'er Wippach und tcsscn Vcwohner in den Mund ^llcgle Aeupe« rung flicrlichst vermalirc und dieselbe alö iiüge und Vrrleun^ung erkläre, mache ich gleichzeitig btk.nint. dnß ich dcn Ev fi„der nnd Verlircilcr derscldeu gcrichl» lich uerfolgen werde. Olicrlaibach am 8. April 1864. MalsM5 3unftswuiA Bczirlswuudavzt. (678—2) ^?^^inc sehr hübsche, ftcundlichc, M M^^ganz ucu hergerichtete Woh- U,^^nnng, licstchend aus .^ Ziln- M^.^ .mern, Sparhcrdküchc :e., ist Gcorgi 1864 zn vergeben. Das Nähere bei Herrn Max.Knscher, Iahrmarltsplatz^ir. 4, v1«-ü-vis der Spnrkassa zu erfragen. (655—4) Nur bis »K. April »8«4 sind noch Lose a OU kr. zn dcr großen und reich ausgestatteten Silber-nnd EMen-Mme wobei schon Gegenstände im Werthe von HH.ttttttfl., vertheilt in HH0 Gewinne, darnntcr Spenden von Allerhiichstihre» k. k. Majestäten, den Herren Orzherzogen n. lc., m'd deren Neinerträstnift dem Amscrm Elisabeth Zllspital in Zall gewidmet ist, mit der Begünstigung i" halicn, daß Abnehmer von ''Z Losen ans einmal l Vos zzrnti^» »O ^oscn auf cininal » Dessertmesset sammt Gabel von IMthiaclN Silber, nnd HH Losen auf einmal « Tischmesser sammt Gabel von 13lothigc>" Silber, als Anfgabc erhalten. 3l,lj. C. 8l,ls)en i,l Me,'- Derlei Lose sind in öaibach zn haben l'" .Foh, MSv. Wutschef. Hiezu ein Vogeu Amts- und Intelligenzblatt.