Nr. 272. Dienstag. 27. November 1906. 125. Jahrgang. Mbacher Zeitung Vrannmerationöpreio: Mit Po st Versendung: ganzjährig 80 il, halbjährig lb ll. Im Kontor: ganzjährig !Ni ll, halbjHhrig 11 li. ssür die Zustellung in« Hau« MizMris, « li. — Insertionögebühr: ssiir lleinc Inserate bls zu 4 Zeilen 5« b, größere per ^rilr <2 li; l»'i osNieu Wiederholung!! por Zlüe 8 t,. D<« «Laibachrl Zeitung» erscheint tägl»ch, mit Nusnahmr der Soxn- und ssei.'Nage, Die «ldminiftiatlon befindet sich Kongrehplatz Nr, 8, die Mebaltivu Dalmntingasss Äir, 10, Sprechstunde» der Medallion von « bi« lU Uhr vor» mittag«, Uiill'milk'i'ls Briefs weiden »ich! annrnuninie», Pianuiliipic nicht zurückgestellt Amtlicher Teil. Seine f. und k. Apostolische Majestät geruhten allergnädigst das nachstehende Allerhöchste Hand-schl-eiben zu erlafseili Lieber F.>ldnlarschall.Leutnmit Conrad von Hötzendorf! Ich ernenne Sie znm Chef dc^ Gen^ralstabes für öic gesamte bewaffnete Macht. Wien, ani 1^>. Novenidcr ilXXi. Franz Joseph m. p Seine l. und l, Apostolische Majestät haben mit All ^höchster Entschließung vom 23. November 0. I. den Sektionsräten im .Handelsministerium Dr. Ale» rander P oPpo v i ^ und Friedrich D i e hl den Titel ,md Character eines Ministerialrates init Nachsicht der Tare allergnädigst zu verleihen geruht. Fort in. p. Den 25. November 1906 wurde in der l. l. Hof» und Staats-druckerei das X0VIII. Stilck deö Reichsgesetzblattes in deutscher Ausgabe ausgegeben und versendet. Nach dem Nmtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 24. und 2b. November 1906 (Nr. 270 und 271) wurde die Weitervei' breitung folgender Preherzeugnisse verboten: Nr. 3b1 (47) «Der Tiroler Wastl» vom 18. November 19U6. Nr. 46 «I^udin», vom 17. November 1906. Nr. 293 5 znm erstenmal den Delegationen vorstellte, habe ich als damaliger Präsident der zuversichtlichen Hoffnung Ausdruck gegeben, dos; er die Friedenspolitik seines Vorgängers fortsetzen möge. Wir tonnen dem Grafen Goluchowski nur dankbar sein, das; er diese uicht nur fortgesetzt, sondern auch in mancher Richtung vertieft hat, wobei ich nur au unser Verhältnis zu Rußland zu erinnern brauche. Heilte wieder berufen, den nen-ernaümten Herrn Minister des äußern zu begrüßen, tue ich dies hieniit aus ganzem Herzen, in der Hoff-nnug, daß es seinem staatsmännischen Geschick? gelingen werde, die Großmachtstellung unserer Monarchie nicht nur zu erhalten, sondern auch zu vermehren und zu kräftigen. «Beifall.) Mit FZM. Ritter von Pitreich ist ein Kriegsminister von un« geschieden, der auch ungewöhnlich hervorragende parlam'^ntarifclie Eigenschaften aufwies. Ein vorzüglicher Redner und Debatter, lvar Seine Exzellenz auch stets bereit, die an ilm gestellten Interpellationen ill der eingehendsten Weise zu beantworten, lvas speziell auch gelegentlich unserer letzten Verhandlungen in Wien allseits au-erkannt worden ist. Auch sein Nachfolger FZM. Schön» aich, den ich mir hiemit auf das herzlichste zn begrüfjen erlaube, ist uns keine fremde Persönlichkeit, (lebhafter Beifall.) Sein parlamentarisches Auftreten in seiner früheren Stellung als Landesverteidignngsminister hat in beiden Häusern des Reichsrates wiederholt auf das Angenehmste berührt und wir hoffen, in ihm einen Hort zu besitzen für nufere ganze gemeinsame lind ungeteilte Armee." (Lebhafter Beifall nnd Hän-detlatfchen.) Dor Präsident beruft die Delegierten Dr. Erner und Dr. Schlegel als provisorische Schriftführer. Im Einlaufe befindet sich eine Zuschrift des Ministers des Äußern, wonach der feierliche Empfang der Delegationen in der königlichen Hofbnrg am ^>. d. M. stattfindet, und zwar: der Delegation des Reichsrates um 2 Uhr uud der Delegation des nngarisckM Reichs» tages nm :j Uhr nachmittags. Nach der Verlesung der Interpellationen nnd der Mitteilung, daß die Delegierten Dr. Kramar, Dr. Hilenli und Graf Serenyi ihre Mandate im Budget-auvschusse niedergelegt haben, unterbreitet derMinister des Äußern, Freiherr v, Ährenthal, die Vorlagen tx'r gemeinsamen Regierung. - - Der Präsidellt beantragt die Zuweisung dieser Vorlageil au den Budgetaus« schuß. Delegierter Dr. Baernreither richtet a»l den Reichstriegsminister und den Marinetoinmandanton die Bitte, es mögeil im Bndgetansschusse so wie im vorige« Jahre Auslveife darüber vorgelegt lverden, was von den von den Delegationen bewilligten autzor. ordentlichen Militärtrediten durä) die beiderseitigen Regiernngen bereits flüssig gemacht, und in nx'lcher Höhe diese flüssig gemachten Beträge verwendet wurden sowie zu welchem Zwecke, damit der Ausschuß Gelegenheit habe, sich ein genaues Bild über die Verwendung der votierten Kredite zu machen. — Die Vorlageil Norden hierauf dem Vudgetansschusse zugewiesen. Der Präsident schreitet nunmehr zur Wahl der Schriftführer. Del. Stein gibt seinem Befremden darüber Ausdruck, daß den Delegationen eine Liste vorgelegt wurde, ohne daß -^ wenigstens sei Redner hievon nichts bekannt — eine Besprechung oder Beratung über die aufzustellündelu Kandidaten statt-gesunden hätte. Feuilleton. Die Schwestern. Von Mrich H^clnü. Um dcu runden Tisch saßen drei Personen. Eigen, tümlich^ Erscheinungen, eigentümlich wie der Ranm, in dem sie lveilten. Ein sehr großes, viereckiges Zim. mer von verblüffender Eigenart. Die Ecke mit den, runden Tisch, auf dem eim' Modcrateurlampe stand, wie sie unseren Großeltern sanft den Abend erhellte, war kleinstädtischen Charakters. Ein Sofa., steif und unbeholfen aufragend- darüber, unter schützender Ver» gklisuny, ein Silberhochzcitskranz samt Sträußchen. Links davon ein altmodisches Nollbureau, anf drr anderen Seite eine Servant«, in der ehrenvoll behütete Andenken aufbewahrt wurden. Diese Ecke war das Heim des Rektors a. D. Stellmacher. Vergangene Tage, vergangene Zeiten! In seltsamem Widersprnch die gegenüberliegende Ecke, in der sich phantastisch nnd ganz modern etwas wie ein Maleratelier zusammendrängte. Malerisch angeordnete Draperien an der Wand, davor eine Con-chette mit römischer Seidendecke nnd weißem Fell. Überall dekoratives Allerlei. Unter- lvcit überragender Palme eine Staffelci. die eine Malarbeit trug. Eine von der Erde anfragende Lampe mit großem Spitzen-sclnrm bestrahlte in rötlichem Scheine das Arran-gemeint. Und nun das Übrige! Praktische Möbelstücke für nützlickieu Gebrauch füllten die anderen Ecken. Unter mild leuchtender Hängelampe der Eßtisch, nett gedeckt für drei Personen. Auf dem Nählisch ein großer Ar-bciwtorb mi indiskret herausschanonder Strumpf-stopferei. Alles in diesem Teile des Ammer's deutete den auf Nützlichkeit uind Ordnung gerichteten Sinn seiner Inhaberin an. Die beiden Tochter, die aus der malerischen Ecke und die von der praktischen Seite, waren bei Papa zu Besuch, bis Gertrud sie zn sich zu Tisclie lud. Nur in Fridas Atelierecke fand man sich sehr selten ein. Dort blieb das schöne jnnge Mädchen meist allein ihren Ar« beiten und ihren Träumen überlassen. Rektor- Stellmacher hatte ei>ve mei-kwürdia. stillvergnügte Eristenz gcsiihN. In Amt und Haus und dhe friedfertig. Vr blickte jetzt ba,l<ö Gertrud, bald Frida etwas ungewiß und schüchtern au. Sic verlangten seine be. ratende Stimme in einer Familienai^gelegenheit. Das war ihm ungewohnt. „Das ist eben das Leben", hatte Gertrnd be schwichtigend gesagt. — „Das ist die Großstadt", hatte Frida ihn getröstet. Daran war nichts zu ändern. In seiner Heimat wäre er nach dem Tode seiner Fwu einsam nnd ver-lassen gewesen in den, Togen hohen, schwachen Alters'. !,ier war er geborgen. Im ganzen ging es ja auch, wenn unr oiese Beratungen wegen Fridas Zukunft in den letzten Tagen nicht gewesen wären. „Bitte, Papa, die Sache ist nicht so leicht zu behandeln, wie dn nieinst. Du mußt, lvenn von Heirat nnd Ehe die Rede ist, nicht an das herrliä>e Bündnis denken, das dich und Mania in der Kleinstadt sieben° und dreißig Jahre hindurch beglückte. Hier und in unserer Zeit ist das anders." „Aber warnm denn?" fragte er ungläubig. „Weil die Menschen in der Großstadt heute andere sind und das Geltendmachen der Individualität der Hauptzweck des Seins geworden ist." „Du - nx'ißt du, Trudaien, das ist ^ das ist mir zu gelehrt. Wenn ich mich Schulmeister war und auf dnn Lehrerseminar fleißig und achtbar studierte, von solchen Dingen hat ma.n nie was gehört du kannst mir's glauben! Gott, von Philosophie haben wir ja auch was erfahren, so ^ so von Kant lind Hegel: aber oie Hauptsaclie war doch Gottes Wort! Und — na, weißt du, wenn ich jeHt sehe, wie du mit all der Weisheit nnd Überlegung die Frida um ihr Glück bringen willst, da sage ich mir doch: da ist's doch besser, wie's früher war, ehe man vor lauter Klugheit vergessen hat, glücklich zu sein." „Nun, Frida, und dn?" Damit wandte sich Ger» trud an die jüngere Schwester. „Papa hat recht ich möchte warum soll ich uicht glücklich sein?" ,.Aber unsere Verhältnisse inachen es unmöglich. Du kannst einen vermögenslosen Mann nicht heira» teil, weil dil selbst nichts hast —" , Wenn sie sich beide lieben", warf der Rettor ein. „Die Liebe macht nicht satt." „Ja, aber Stephan verdient doch mit seinen Vlu^ sikstunden", erwiderte Frida, „und ich auch jeder so viel, wie er für sich allein braucht uud etwas mehr ^" „Bei diesem Exempel macht zwÄmal zwei nicht vier — glaub's nur, Frida! Was für jeden allein ausreicht, genügt für zwei nicht: der einzelne Viensch ist unabhängig: er taun leben, wie er will, wo er will', er t'ann untertauchen im großen Strom des Lebens, emporschießen an feine glänzende Oberfläche; cr tann fich verbergen und hervordrängen, lvenn seine Bewe-guugen nicht gehemmt sind; wenn er frei ist, nur auf sich gestellt. Aber w?un eiu Zweites nebeil ihm ist. ihn umschlingt, an sich reißt - " „Ja, aber man heiratet doch alle Tage." mur-melte Frida, „und ich weih nicht, warum du es gevcrde mir so schwer machst. Was so vielen geglückt, sollte mir nicht glücken?" „Und auf Gott muß man auch hoffen", n-gänzte der Vater. (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeiwng vtr. 272. _____________________________2552 27. November 1906. Es werden, sodann gewählt: Zu Schriftführern die Delegierten Dr. Exner. Dr. Glabinski, Frcil)err von Glanz nild Dr. Schlegel; zum Ordner Fürst Frcxilz Anersperg; in dcn Vildgetallsschnß Dr. Hrnby, Graf Dobrzensky und Dr. Ryba; in den Verifltations» ausschuß Fürst Alfred Liechtenstein und m den Petitionsausschuß Dr Pitacco. Toi. Steiner erinnert daran, daß sowohl im österreichischen Abgeordnetenhause als anch im Herrenhause Anfragen gestellt wurden, worin gegen die Eröffnung der Delegationen an einem Sonn^ tage Protest erhoben wnrde. Diese Interpellationen seion gewohnheitsgemäß nicht beanttvortet worden. Danlit für die Zukunft nicht ein Präjudiz geschaffen werde, richte Neoner an den Präsidenten die Anfrage, ob er geneigt sei, kompetenten Orts dahin zu wirken, daß die Delegationen nicht wieder auf einen Sonn-oder Feiertag einberufen luerden. (Beifall.) Präsident Prinz Loblowitz erwidert, er sei selbst von der Einberufung der Delegationen auf einen Sonntag auf das unangenehmste berührt worden. Er erkläre ans das entschiedenste, das; er, solange er dic Ehre haben lverde, Präsident der Delegation zu sein, eine Sitzung weder für einen Sonntag noch für einen Feiertag anberaumen werde. Del. Stem erinnert daran, daß er in der letzten Session einen Antrag eingebracht habe, wonach die österreichischen Nessortminister eingelaoen werden sollen, in der Delegation zu erscheinen. Dieser Antrag sei aus Mangel an Zeit nicht mehr zur Verhandlung gelangt. Er wiederhole ihn schon jetzt in Form einm Dringlichkeitsantrages, damit cr rechtzeitig zur Verhandlung gelaugen könne, und beantrag«; die Wahl eines vierzehngliedrigen Ge-schäftsordiinngsiinsschnsses, welchem öieser Antrag zugewiesen werden soll. Die Dringlichkeit wird hierauf angenonnnen. In der meritorisHien Debatte glaubt Del. Kr !nü.r, es würde sich der Einfachheit wegen empfehlen, den Antrag Stein dem Vudgetansschnsse znznwcisen, da doch die österreichischen Minister in der Delegation erscheinen sollen, um dem Vndgetansschuß Nede und Antwort zu stehen. - Del. Dr. Schlegel erklärt, er tverde sowohl für die Dringlichkeit als für das Meritnm dieses Antrages stimmen, jedoch nnter der Verniahrung, das^ durch die Verhandlung dieses An-träges die Delegierten nicht etwa der in der Presse sowie diesseits nnd jenseits in den öffentlichen Be° ratnngskörpern wiederholt aufgetauchten Anschauung beipflichten, als ob die Delegation nur ein Ansschnß der beiden Legislativen wäre. Schon der Umstand, daß die Delegation des Neichsrates mit der Delegation des ungarischen Neichstages gemeinsame Veratungen abhalten könne, beweise am besten die Hin- fälliat'eit diefer Auffassung. Del. Dobernig stimmt der Ansicht des Del. Dr. Kramer bei. Te Zoll^ tonslikt mit Ö st e r r e ich - U n g a r n beigelegt wird. Wenn auch linsen ^ionarchie nnt Serbien allein fertig lveroen kann. so schätze sie darum dennoch die frennosäiaftliche nnd noble Ansicht, die aus der fran° zösischen Ennnziation spricht. Der Schritt des Pariser Kabinetts habe nicht bloß eine aktnelle Bedeutung, sondern auch seinen syniptomatischen Wert. Wer in einer DetaUfrage dieser Art so gute nnd freund jchaftliche Intentionen offenbart, wem es so ernst darum zu tun ist, nirgends den Glauben zn erwecken, als hege er Stimmungen, die ander«: sind als solche, die nach Frieden und Freundschaft hinzielen, der rechtfertigt auch auf dem Plane der großen internationalen Politik gute und siMpathische Erwartungen. Das vom russischen Minister für Handel und Industrie, Filosofov, vor kurzein angekündigte sozialpolitische Programm geht seiner Verwirklichung mit raschen Schritten entgegen. Zu-nächst steht die Verlautbarung eines Gesetzes bevor. ourrti das sur 'vandlungvgehUfen im gesamten Rnch« eine zwölfstimoige Arbeitszeit mit zlveistündiger Panse, somit in Wirklichkeit eine zehnstündige Arbeits. dauer festgesetzt wird. Für Handlungslehrlinge bis zum 17. Lebensjahre hat eine weitere Verkürzung der Arbeitsdaiuer um drei Stunden zn Fortbildungs-Mecken stattzufinden. Eine weitere Errungenschaft ist die strenge Durchführung der Sonntagoruhe. Nur in einzelnen großstädtischeil Betrieben sind Ausnahmen nnter bestimmten Voraussetzungen zulässig, jedoch oarf die Gesamtarbeitszeit an Sonn- und gesetzlichen Feiertagen die Tnuer von fünf Stunden keinesfalls überschreiten. Im Laufe dC5 Dezember tritt unter Vorsitz des Handelsministreo und Mitwirkung von Vertretern sämtlicher Ministeriell, wie auch Delegierten der Industrielben ans dem ganzen Londe, eine ans ungefähr 150 Mitgliedern bestehende Enquete zusammen nnt der Anfgabe, ans dem gesamten, seit Jahren vorbereiteten Material zur Schaffung einlMIicher Arbeitergesetze eine Vorlage fiir die zweite Neichsdnma auszuarbeiten. - Eine ljalbaint« liche Erklärung besagt, baß die Versnche einiger Ge» sellschaftsgrnppeii, die Negiernng, welche sich der In. den frage zugewendet l)at, zn Ungunsten der In> d<'n zn beeinflnssen, die Regierung nicht davon ab batten werden, die durch die Verhältnisse gefordei-ten Erleichterungen für die Iudeil zu schaffen. Die end« gültige Lösnng der IudenfnTge müsse der Neichsomnu vorbehalten bleitx'n, doch ei-achte es die Negiernng für notwendig, ohne Nücksicht auf die Stellungnahnio die« ser oder jeuer Gruppe zur Iudenfrage, die die Iuöen beengenden Polizeimaßnahmen und Beschränkungen in Handel nnd Gewerbe zu beseitigen. Sie erwai-te, daß der znr Armnt verurteilte Teil der Juden, sobald er größeren Spielraum znr Vetätignng größcrerEncr-gie und znr Arbeit erhalte, nicht mehr nur Bombenwerfer und Näuber alls seiner Mitte liefern lueröe. Zweifellos u>erde das dein ganzen russischen Volke Vorwil bringen. Tagesneuigleiten. — (Ein gestohlener — Eisenbahn-dämm.) Aus Budapest, 24. d.. wird gemeldet: Daß in Budapest vor einigen Jahren eine ganze Straße gestohkir lvurde, ist bekannt. Jetzt hat man aber auch einen Eisenbahndamm weggetragM, allerdings nichi in Budapest, sondern ii, der Nähe der Stadt Gran. Die Lokomotivführer der Vizinalbuhn Budapest Gran bemerkten schon vor längerer Zeit, daß der Vahntor-Per in der Nähe oer Stadt Gran gefährlich ,'chwarcke. Infolgedessen wnrde eine Untersuchung eingeleitet, die das überraschende Ergebnis geliefert hcrt, daß ein Teil des Bahndammes abgetragen wurde. Die in der Unrecht Gut. Roman von N. <5orony. (4. Fortsetzung.) (Nachdruck verhüten,) Auf die Erkundigungen des Polizeibeamten cr< Widerte Huber: „Der Mensch, der vor kaum ennr Woche in nächtlicher Stunde hier um Einlaß bat, hatte keine üegitimationspapiere bei sich und ver» weigerte anch, seinen Namen zu nennen. Katharina gewährte ihm Obdach. Ich erkannte später meinen seit lange schon verschollenen Bruder Paul in ihm, aber in einem so verkommenen Znstllnd, daß ich mich seiner hätte schämen müssen. Wir hoffteil, er würde in eini» gen Tagen we iteNv andern können, und wirklich war es seine Absicht, uns heute zu verlassen. Aber als ich — es mochte so zwischen drei und vi,er Uhr morgens sein - hier eintrat, um ihn mit dem Nötigsten zu versorgen, fand ich eine Leiche vor." „Nnd Sie wissen gar nicht, woher er kam und wo hin er wollte?" fragte Pastor Frank. „Doch, er hatte sich unter unsäglichen Beschwer» den, Entbehrungen und Gefahren von Paris bis hierher durchgebettelt und wollte nach Berlin. Hier sehen Sie noch den Mundvorrat, die kleine Geldsumme und die Kleidungsstücke, welche ich ihm bei Tagesanbruch brachte — leider ohne daß er noch Gebrauch davon machen konnte." „Er scheint ein schlimmes Ende geiwmmen zn haben", sagte Pastor Frank. „Begraben Sie, den alten Groll mit ihm." Huber wandte sich ab nnd murmelte: „Er soll anständig begraben nierden, auf meine Kosten." „Das ist brav von Ihnen!" rief Frank, seine Hand drückend. „Hinterließ er Familie?" „Soviel ich weiß, nicht. Wenigstens erwähnte er ihrer niemals, und ich bin auch überzeugt, daß er un> vermählt starb, denn niemals gab es einen elenderen Egoisten. Schon als Knabe gönnte er keinem hungern« den Hund einen Bissen Brot, keinem Vogel ein Körn- chen Hanf. Pah! Der Ekel packt mich an, wenn in an--------" „Still, still. Huber!" beschwichtigte der Pastor. „Jetzt steht Ihr Bruder vor dem Nichterstuhle Gottes. Sie haben in seinen letzten Tagen schön an ihm go> liandelt und es muß Ihnen zur Genugtuung gereichen, daß cr ill der ärgsten Not hier Hilfe suchte uud fand. Über das Grab hinaus darf die Feindschaft nicht geheil." „Gut! - Mag er in Frieden ruhen!" preßte Martin mit heiserer Stimme hervor. Er hatte sich nnn gefaßt, die verlorene Nuhe wie» dergefunden und konnte die nötigen Unordnnnaen treffen. Man sah aber wohl, wie tief er sich von dem Vorfalle erschüttert fühlte. Sein Gesicht zeigte keine Spur von Farbe uud erschien förmlich gealtert. Die Herren nahmen ein frugales Frühstück ein nnd entfernten sich dann. Katharina war sehr bestürzt, als sie heimkehrte nnd alles erfuhr. Sie verrichtete ein stilles Gebet an der Leiche ihres Schwärs und drückte ihm die immer noch weit geöffneten Augen zn, holte blühende Zlveige und die el-sten Frühlingsblumen aus den, Gärtchen und schmückte des Toten letztes Lager. „Er muß ein bejammernswerter Mensch gewesen sein, nicht nur seiner Armut lvegen, sondern hauptsächlich deshalb, weil er ein so lieboleeres Leben fülirtc," sagte sie zu Martin, „Das wird er schwerlich empfnnoen haben, denn cr lieble immer nur sich selbst und war gefühllos gegen jede andere Kreatur, gleichviel ob Mensch oder Tier. Schweige von ihm! Möchte er nnr ei-st ans meinem Hanse sein und der Grabhügel sich über ihm wölben. Ich habe nie viel auf die erbärmliche Banernwirtschaft hier gehalten, aber seitdem Paul unter ihrem Dache atmete nnd starb, ist sie mir geradezu verhaßt. Wäre der Verstorbe,le nur scholl der Erde übergeben!" „Ich begreife nicht, wie dir die Erinnerung an eine gute Tat unfer Gütchen verleiden kann", entaeg-nete Katharina betrübt. „Mir ist es lieb und wert, denn hier zog ich als glückliche, junge Frau ein und hier sind meine Kinder geboren worden. Ich hänge mit ganzer Seele an der kleineil Besitzung. Wenn du unfreundlich von ihr sprichst, ist es mir geraoe. als würde ein teures Wesen gescholten." Trail en standen ihr in den Augen. „Ja, ja, ja!" murmelte Martin, sich die Stirn reibend, wie nm ein schmerzlick)es Gefühl zu vertrei» ben, „wir verlebten frol)e Stnuden hier, das soll zugegeben sein, aber lvenn es »nein und der Kinder Wohl erfordert, daß wir uns anderswo eine Heimat grün-den, so erhebst du doch sicher keine Einwendungen da-gegen." „Nein, gewiß nicht. Dein Wille war nnd ist mir heilig." „Ich mache ihn ja auch nur im Interesse meiner Familie geltend. Was mich betrifft, so könnte ich noch viel mehr entbehren, lind mit weit weniger zufrieden sein, und du machst ja keine Ansprüche, das weiß ich. aber fiir die Zukunft der Kleinen muß dock) gesorgt »verden. Der Ökonomiehof hier lostet leider seit mch. reren Jahren schon mehr als er einbringt. Du und ich, wir arbeiten von früh bis spät, aber wie in ein Sieb hinein. Wo.5 wir mühsam verdienen, läuft uns nnter den Fingern iveg; wir sehen immer mehr zu nnd legeil nie etwas zurück. WaS soll daraus nx'rden? Können wir es nnseren Kindern gegenüber ver-antwol'ten, immer so ins Blaue hinein zn nnrtschaf-teil?" „Ich hoffe auf bessere, Zeiten, Martin." „Sie kommen nie, Nienn wir darauf iuartend die Hände in den Schoß legen. — Eine Weile will ich es ia meinetwegen noch so ansehen, nehmen aber die Dinge keine günstige Wendung — dann heißt es, irgendetwas Neues und Einträglicheres ergreifen." „Dazn gehört aber anch Geld, Martin." „Ich Iial>e noch einen Rest meines väterlichen Erb« teils liegen und betrachtete ihn bis jetzt als unangreifbar." „Davon erwähntest du aber niö etwas", rief sie überrascht. (Fortsetzung folgt.) Üaibacker ^eituna Nr. 272. 2553 27. November 1906. Umgebung loodnbaftell Banermneiber hatten nämlich die Eiltdeckliug gemacht, daß der Bahilkörper aus dem befwn Toi, verfertigt fei, 5er eiil vorziigliches Heiz» lnaterial liefert. Sie hadeil daher seit Monaten gauze Stücke Ton ans dein Blihnkörper heransgeholx'il nnd „ach Hanse getragen, so daß jetzt ein großes Stiick des Baihilt'örpers sehlt. Der Ichler Umrde repariert, und die Bahnverwaltung hat angeordnet, daß der Bahn» daulin eine Zeitlang strenq deniacht werde, damit sich derartige Vorkonumlisse nicht lviederholen. - (Ein origil« eller G a n ll e r st r e i ch.) Aus Budapest, 2^1. d., wird berichtet: Der aus ^tew Vork Hieher gekommene Bäcker Myrok erstattete heilte bei der Polizei die Anzeige, daß er in Nnv Zork von einem jungen Manne betrogen worden sei. Der juilge Mann fei bei ihin erschienen und hatte ihni gesagt, er sei der vielgeslichte Defraudant K'ecskeiliety, anf dessen Kopf eine Ergreiferprämie von M.lXX) lv ausgesev: sei. Er wolle diese dein Bäcker znkonl»l?,l lassen, ux>nn ihm dieser einige tausend Kronen davon gebe. Der leichtgläubige Backernleister ging in seiner Freude darauf ein und gab ihm zunächst 1000 i<, bewirtete und beherbergte ihn anch eine Zeitlang lief; ihn sehr schön ausstaffieren und trat dann mit ihm die Reise nach Europa an. Gestern abends kamen sie liier an. /oeute wollten sie sich zur Obersladthauptmannschaft beliebn, aber während der Fahrt sprang der junge Mann von dem Wagen der elektrischen Straßenbahn ab und verschwand spurlos. In seiner Bestürzung kehrte der betrogene Bäckermeister in das Hotel zu-rück, wo er einen Brief vorfand, in dem, der junge M^ann ihm mitteilte, er sei natürlich nicht Kecskemety, wollte aber einmal auf billige Weise nach Enropa zurückkommen. Hierauf erstattete Myrok die Anzeige wi' der Polizei. (Tie U n terfa l, r n n g des Ärmel-.K,an als.) Aus Landon wird der „Franks. Ztg." geschrieben: Das alte Kanaltunilelprojekt naht jetzt anscheinend seiner Verwirklichung. Zwar wird sich erst im nältn'ten Jahre das Unterhaus mit einer bezüg-lichen Bill beschäftigen, welche die Begründer des großartigen Unternehmens jetzt dem Parlament übersen« det baben, aber die Begründer sind doch ihrer Sache schon so gewiß, daß sie in der nach Folkestone zu be-legeneil Gegend von Dover schon den Boden für den oberirdisclien Teil der Eisenbahn getauft und den Hansbewohnern dort gekündigt haben. Auch das Gruudstück für eine elektrische Zentrale, von oer ans oer Tunnel mit Licht und die Tnnnelbahu mit elektrischer Kraft vorsorgt werden soll, ist schon aus» gewählt. Was bisher an Vorarbeiten zum Tunnel vorhaudeu war, bestand in einem gewaltigen senkrechten Schachte hart am Meeresstrande, westlich von Dover, oon dem ans der Tunnel schon eine englische Meiile weit unter dem Meere gebohrt war, als vor drcWg, Jahren militärische Bedenken den Weitcrbau des Tunnels unmöglich machten. Diesen Bedeuten will man dnrch die Vorsorge begegnen, daß der Tunnel im Kriegsfalle mit Wasser gefüllt und fein Ein-gang bei Dover durch Sprengung verschüttet werden kann. Anderseits versprechen sich die Unternehmer eine gewaltige Zunahme des Personen- und Güterverkeh res dnrch den Tunnel und eineil gewaltigen Auf» schwung von Dover. Daneben soll der Dampferver» lehr zwischen Dover, Folkestone, und der französischen Küste auch nach Eröffnung des Tunnels im bisherigen Umfange erhalten bleiben. -- (D i e poetische Hcba m m e.) Als die Einweihung der Bahn von Rothenbnrg nach Zeven stattfand, prangte letzterer Ort im reizendsten Schmuck. Auch öie Lokalpoeten hatten sich in den Dien^ des Festes gestellt, und an den, Hause der Zevener Hebamme war der klassische Vers zn lesen: „Bleib' heut' iu deinem Neste, lieber Storch, die neue Eisenbahn geht heut' hier dorch!" - (Börsenlente als Stati st e n.) Große Heiterkeit erregte es in London, daß bei der Theater-l'orslv'llniig vor dein norwegischen Königspaar im Schloß von WinDsor lM Londoner Börsenleutc als Statisten aufgetreten sein sollen. Das Stück „Nobin Hood" drein sich um eine Üegendenaesta,lt der briti» scheu Geichichle. halb Ausstandofiihrer, halb Räuber» Uauptniann. Die Börseuränberbaude soll ihre Sache sehr gut geinacht haben. Lokal- uud Provinzial-Nachlichtcn. " Philharmonische Gesellschaft. Am 25. November fand die Iahreshauptvev> sammlung der Philharmonischen Gesellschaft uuter dein Vorsitze des Gesellschaftsdirektors Herrn Landesgerichtsrates Iof. H an ffen statt. Derselbe begrüßte die Erschienenen nnd erteilte, sodann den, Schristsüh' rer Herrn Regiernngssekretär Dr. Prarmarer zur Erstattung des Tätigkeitsberichtes für das abge-laufene Vereinsjahr das Wort. Deni Berichte entnehmen lvir, daß daß >tonzert, institut ani ersten Abend als Neuheit ein historisches Konzert mit Orchester und Chonverten großer Meister arls dem 16. bis 18. Jahrhundert erfolgreich auf führte. Zwei weitere Konzerte brachten Werte moderner nnd modernster Meister, zwei waren vorwiegend Klassikern gewidmet. Außer den satzlmgsmäßigen Konzerten wurden Zwei Festkonzerte veranstaltet, nnd zwar eines zur Feier des 150. Geburtstages Mozm-ts, das andere znr Feier des 100. Geburtstages Anasta-siu6 Grüns. Letzteres fand iu Verbindung mit ande> ren deutschen Vereinen statt. Die K a m m er in nsikv e r eini g u n g hat ill der abgelaufeueu Saison iu opferfreudiger Hingabe in der Pflege der intimen Knnst das 2<4. Jahr ihres Bestandes erleut. Die rege Teilnahme fcitens des Pu^ blikmns bürgt für ihren weiteren Fortbestand. Binnen sechs Monaten wurden mit eigenen Kräften elf Aufführungen mit abwechslungsreicher Vortragsord° nnng erfolgreich vermittelt. Der Bericht spricht den beiden artistischen Leitern, den Herren Musitdirettor ^ öhr e r und Konzertmeister Gcrstne r, den Mit. gliedern der Kmumermusikvereiuigung, deu Mitglie-deril des Streicherchorw, den Damen nnd Herren des Chores und der Sängeriiinde des Lmoacher Dentschen Turnvereines, die ini historischen Konzerte uiitluirkte, den Da>nk aus. Die Musikschule uahm ini Berichtsjahre einen weiteren Aufschwung. Die Schülerzahl stieg voll 216 anf 210 und ini jetzt begonnenen Schuljahr auf 246. Die Lehrkräfte mußten um eiueu Lehrer für Violine nnd Klavier vermehrt werden und es wird derzeit in der Schnle an Grnppen zn drei Schülern wöchentlich in 14k Stunden Unterrichi ereilt. Nebst einem öffent> lichen Vortragsabende fand noch am Schlüsse des ersteil Semesters ein allgemeines Schuleramen statt, das die Schüler vor der ganzen Direktion und dem Lehrkörper abzulegen hatten. Für die Zuwendung von Subventionen wird deui t. k. Unterrichksmiuisterium, der Stadtgemeiitde und der Krainischen Sparkasse der Dank ausgesprochen». Da die Schule mit einer beträchtlichen Summe passiu war, wurde diesmal der Ansfall der Subvention von feiten des Landes um so liärter empfunden. Die Krai° nische Sparlasse widmete heuer die letzten Raten znr großmütigen Iubilänmsfpende, wofür der Gönnerin nochmals besonders der Tank ausgedrückt wird. Gedantt wird ferner allen Frenuden oer Gesellschaft, die ihr Spendeil zniommen ließeil, weiters der deutschen Presse ill Laibach und Graz. Der Bericht bespricht sodann den Lehrerpensiuns^ fonds, über deu in einer außerordentlichen General-Versammlung Beschluß gefaßt werdeil wird und gej-dentt schließlich pietätvoll des verstorbeneu Ehrenmitgliedes Herrn Josef Luckmann, des langjährigen Direktionslllitgliedes Herrn Karl Leskowik nnd der oalu'ngeschiedenen Vereiusmi'tglieder Herren Otto F i s ch e r, Karl ^ u ck m a n il, Baroil N echba ch uud Anton Schwad. Die Versammlung erhob sich zum Zeicheu der Trauer von ihren Sitzen. Gesellschaftskaffier Herr Emil Nand h a r t i >i -ger berichtete nunmehr über den Rechnungsabschluß. Tie Ein»alm>e,n betrugen i!!i,821 1< 8!l I,, die Ans-gaben 2<).6i)^ X i)7 ll, die Abschreiblinig betnig 12ll,' X ^l l>. Es ergibt sich eine Vermögensvermehrnng voll .^76 X l!l l». Der Kassatonto loeist an Einnahmen anzüglich der durchlanfellden Posten «:l.4()5 l< 27 1i, an Ausgaben 83.1:^ l< 72 li anf. Der Kassarest betrug 266 X 55 l>. Der Voranschlag zeigt ein Defizit von 2522 I< 6(1 Ii. ^Namens des Revisionskomitees erklärte Herr Dr. P o t, dliß die Prüfuug der Bücher das beste Resultat ergeben liabe. ^liach einer kurzen Debatte über die Deckung ües Defizits wurde der Rechnnngsal> jchlnß geilehiuigt lind Herrn Nandhartillger sowie den Rechnnngsprüfern, den Herren Dr. Vot ntld Laiblin, der Dank der Versammlnng votiert. llber Antrag m,s der Milte der Versammlung wurde der Direktion der Dank für ihre Tätigkeit zum Ausdrucke gebracht. Der bisherige Gesellschaftsdirektor Herr Josef Hauffen wurde mit Akklamation wiedergewählt. Bei der Neuwahl in die Direktion giugeu als Mitglieder hervor die Herren: Emmerich Lang, Franz >< a n d e l a, Hermann v. Nickerl. Dr. Pessiack, Dr. Robert Prax m a re r, Emil Randhartin -ger, Dr. Rudolf S aj o v i c. Dr, Heinrich Schnf° f e r, Mar 3 a m affa und Heiilrich Wetta ch. Die bisherigen beiden Rechnungsprüfer wurden einhellig wiedergewählt. ,i. (Der K a iser ü b e r d e li 1 r aini s ch e n L a ll d t a g.) Beim vorgestrigen Delegationscercle zog Seine Majestät der K a i s e r mehrere Delegierten ins Gespräch, Znm Delegierten Herrn Dr. Auster-^ i <' sagte Seine Majestät derKaise r, er freue sich, ihn wiederzusehen, lind oemertte lveiters, daß er wohl schon lange nicht zn Hanse gewesen sei. Der Monarch lenkte sodann das Gespräch auf die Verhältnifse im trainischen Landtage, gab seinem entschiedeneil Wnn sche Ansdrnck, daß dort normale Verhältnisse wieder» kehren mögen, nnd bedauerte, daß dies anläßlich der letzten Landtastagung nicht gelnng2. Infanteriebrigade in Klageilfiirt, zuni ^lvlnniaildanteu der ,10. Infanterietrnppendivision iil Iosefstadt: Oberst Johann Freiherr von, Kirch bach des Generalstabskorps, Generalstabschef des 1'< >wrps, zum ^tommandanteli der 12. Infanleriebrigade, iil Klagensnrt; zum provisorischen Landnielirbezirks» seldwebel der Rechnilugsunteroffizier erster Klasse Mi» chael S a r kowicz des Lalldlvehrillfantericregi' meilts .Ulagenfurt Nr. l beiin La>ldn,>ehri!,fa»terieregi° »lent PrzemyZl Äir. 18. Iil den Präsenzstand wird übersetzt der mit Wartegebühr beurlaubte Leutnant Franz Kraömauu des Infanterieregiments 3ir.27 bei gleichzeitiger Transferieruug zlliii Infanterierogi-ment Nr. 30. (Urlanbsort Welsberg, Tirol.) Transferiert werden: die Regimentsärzte erster Klasse Dr. .Raiulnnd I a tobb voili Landloehrinfanterieregillwiit Gra^ Nr. 3 zum Landloehriilfanterieregiment klagen' fnrt Nr. 4, nnd Dr. Stanislaus Ch r i st vom Land-iuehriilfanterieregimeilt Klagenfurt Nr. l zum Land-wehrinfanteriereginlenl Tefchell Nr. 31: die Rogi-mentsärzte zn>eiter Klasse Dr. Josef Gstettenho-fer vonl Landwehrinfailterieregunent Wien Nr. 2l zuni üandwehritifaliteriereginient Klagenfurl Nr. 4 und Dr. Johann Urban vom Lalidwehrinfanterie.' regiment Klagenfurt Nr. 4 zum Landwehrinfanterie> regiment Wien Nr. 21. '" (Garnisonsabend.) Das am verflösse» »en Samstag im großen Smile des Hotels „Union" veranstaltete Konzert wurde durch die Ollvertüre „1812" von P. Oajkuvstij für grosses Orchester, au,s« geführt di,rch die Musikkapelle des 27. Infanterie« regiments unter Leitung ihres Kapellmeisters Herrn Theodor (5 h r i st o p h eröffnet. Die programmatische Bedentnüg der >lompositioü erhellt schon ans der Aufschrift: die Musik ist ganz Dienerin des dichterischen oder. besser gesagt, des historischen nnd patriotischen Gedankens, aus dem sie Lebenskraft schöpft, und diefer Gedanke, möge man noch so große ästhetische Bedenken gegen solche Art von Programmnsit hegen, isl logisch ausgeführt, ohue daß der künstlerisch gegliederte Satz fehlt, wobei allerdings der Komponist anch seiner Lust nn materielle!» Orchesterklang die Zügel schießen läßt. Es wird uns das russische Volt vorgeführt, wie es in Andacht >lräfte für den volkstümlicl)en Kampf gegen eineil übermütigen Feind sammelt; ill greifbaivr Rea> listil zieht das Schlachtenbild: Kampf, Niederlage, Verfolgung durch 5ios(iteu, vorbei, wobei in geistvoller Art das franzosische Heer durch die AnsangSta,kte der Marseillaise markiert wird, die anfänglich froh und stolz, dann leidenfchaftlich, allmählich ängstlich und düster ertönen, um endlich kraftlos gebrochen in der Ferne zu verhallen. Iu großartiger Steigerung durch die Streicher eingeleitet, welche in Siegeslauf einher» stürnien, baut sich in plastischer Größe das Anfangs» thema auf, um, umrahmt durch Streicherfigurcn, in dröhnender elementarer Wucht unter Entseffelung aller OrclMertlänge, Kanonendonner nnd Glocken» klang mit der russischen Hyuiue zn schließen. Uuein-geschränktes Lob verdient die virtuose Orchefterbehand. lun'g, die Genialität, mit oer der größte russische Tondichter die Orchestermassen gegeneinander zu führen uud auseiuauderzuhalten verstellt und raffiuiertlmrt-same Klangeffelte und Klangkombinationen zu ersiu« nen weiß. Die wirksame Wiedergabe des schwierigen. Werkes zeugte wieder von dem hervorragenden tünst-lerischen Verständnisse nnd feine» musikalischen Emp» finden des Dirigenten Herrn Christo pH: sie be^ wies — wie wir schon oft zu beobachten Gelegeuheit hatten —, zielbewußtes energischem Studium, das sich namentlich in der Ausarbeiluug der dynamischen Ab-slnfnngen nnd dem frischen, leidenschaftlichen Zug, der ja ein wichliges Moment in der nationalrussischen Sinfouiemuslt <''ajkovskijs bildet, vorteilhaft Geltung schaffte. - In überzeugender Weife trat ferner die charatteristifck>e Zeichnung aller musitalischen Einzel heilen in der glänzenden Wiedergabe der fasziniet-en-den ersleil Rhapsodie von Franz Liszt zutage. - -Herrn Oberleutnant 0eöatka aus Graz ging der Ruf eines abgezeichneten Sängers mit selte» schöner Stimme voran: Die Leistung des werten Gastes l)at diesmal zu unserer freudigen Überraschung das gün° Laibacher Keituna Nr. 272. 2554 27. November 1906. ftige Urteil n»eit übertroffen, deinll lvir hatten es nicht »lit dor Darbiowng eines Dilettanten, sondern eines stilnnibognadelon Künstlers zu tun, der nicht nur dem Kolizortsaale, sonderi, anch einer großen Opernbühne zur Zierde gereichen luürdo: Der Sänger bositzt einen odlen, weick>en lyrischen Tonor voll Schmelz und .>llangschönheit, bei dem man von Registern gar nicht sprechen kann, da. die Stimme in allen Lagsn von gleicher Schönheit, und ,Nlallgfiillo ist nnd niiiholos in die Höhe steigt. Die Stimme ist zudem gnt geschult, dio Atelntoclinit tadellos, der Vortrag zeugt von t'ünst. lyrischer Auffassung. Alu schönsten tratoll diese Vorzüge im Vortrage dor Gralserzählung aus „Lohen^ grin" nnd der Arie des Canio ans dem „Bajazzo" hervor, die der Gast mit Orchestorbegleltnilg sang. Mit zarter Innigkeit trug der Sänger H. Wolfs herrliches Lied „Verborgenheit", frisch nnd fröhlich R. Schumanns „Wanderlied" vor und gab über stürmi-sä>es Vorlangen Lieder von Rubinstein, Hiloach und Hentschel als willtonunene Zugaben. In der >tlavier-bogleitung zeigte sich Herr Christoph als gleichwertiger Künstler. — Fran Hauptmann Stein-h ard - G erhild dollamierte mit innigem Verstand, nis, sesselndeln Ausdruck una schöllem modulations fähigem Organ das reizende Gedicht „Das begrabene Lied" von Nauiubach und Schillers „Pegasus im Joche" und erfreute über rallschenden Beifall durch weiteren Nortrag zweier hmnorvollor, anlnutiger Kleinigkeiten. " Nach beendeter Vortm,gsord>,ung wurde mit rühmenswerter Ansdanor i)om Tanzvergnügen gehuldigt. «I. (S imon G r e g o r (' i e f.) Unter großoni Gepränge fand gestern vorlliittags in Gör.; me Über, fiihrnng der sterblichen Hülle des Dichters Simon Gre ^oreic- nach dcssen Geburtsorte statt. Neben zahlreichen Vereinen gaben dem Verblichenen die Herren Landen Präsident a. D. Wint l e r, die Vezirkshallplnm'nner Graf Attenis nnd Nebet, Bürgermeister Hri bar, die Pfarrer Aljaii, Berlie, Me« to u,nd Vrhovni k, Notar Grunta r, Mons. T r i n k o :c. das letzte Geleite. Der Zug bewegte sich durch die Her° rengasse ans den Travnik. worauf die Leiche in die Kirche übertragen wnrdo, wo oer Herr Fürsterzbischos von Görz, Dr. Sedej, in der ersten Bank tniond. sein Andacht verrichtete. Auf dem Goriköek hielten Herr Professor V erbu 5 und Herr Prof. Dr. O z -vald ergreifende Trauerreden, worauf die Sänger und Sängerinnen des „Glasbeno in pevsko oruötvo", die bereits in der Kirche einen Trauergesang angestimmt hatten, das ergreifende Lied „Nazaj v pla-ninsti rai" zum Vortrage brachten. Fast alle Ver^ kaufslnden, an denen vorbei sich der Zug bewegte, Walen geschlossen. Auch bemerkte man zahlreiche Trauer« sahnen. — Heute, früh um ? Uhr erfolgte die Beisetzung dos Dichters in Libusnje... Und so kam er denn „zurück zurück ins Alpenglück!" - (L a n d e. s i r r e n a n st a l t Studenec.) Wir erhalten folgende Mitteilung i Der Gemeinde-ausschuß in Mariafelü hat in der Sitzung vorn ll^. d. dem krainischon Landesansschusso für die vor kurzem dot rotierten Porsonalverändoriinge!! in der Landes-irrenanstalt Studonec mit der Motivierung den Dant ausgesprochen, daß die bestandenen Verhältnisse auf die Gemeinde oinen nachteiligen Einflnß ausgeübt haben. Gleichzeitig wnrde oom Wnnsche Ausdrnck ge-gebe,!, es möge dem allgemein beliebton Ordinarius Dr. Stephan Divjak die Ausübung der privaten ärzt' lichen Praxis in dessen dienstfreier Zeit gestattet wer dein. — (S ch w u r gerichtsv e r h andl n n g e n) Gestern fanden unter dem Vorfitze des Herrn Landes-gerichlspräsidenten Albert Leviönik drei Vorhand-lungen statt, bei denen Herr Staatsanwalt Franz Trcnz als Ankläger fnngierte. Die ersw Vorhand-lnng betras die 2(, Iahro alte Grnnabositzorsgattin Franziska Sodia ans Gorjo, Gorichtsbezirl Nad^ uiannsdorf, wegon Verbrechens dies Diebstahles. Der Tatbestand ist folgender: Der Auszügler Joh. Sodja in Dobrava hatte sein Spart'assobüchel oer Staütfpar-lasso ill Radümnnsdorf auf 1(i.(M lv in s<>inor ,<>lloioer-truhe vorluahrt und gut versperrt: auch trug er den Schlüssel dazu immer bei sich. Am 5. August I. I. wollte er ill der Sparkasse einen Geldbetrag belieben. Dort wurde ihm bedeutet, das; die Interessen por 701 K 86 1i am 10. Juli 190(! behoben woroon waron: auch erinnerten sich zwei Beamte, daß das Geld eino Frauensperson empfangen hatte, die als Johanna Sodja fertigte. Der Verdacht fiel alsbald anf Sodjas Schwiegertochter, zumal sie am genannten Tage grö-ßere Einkäufe in Radmannsdorf besorgt hatte. Vom Schwiegervater befragt, ob sie das Geld behoben hätte, erschrak sie derart, daß sie erkrankte. Vor Gericht stand oie Angeklagte den DiebstalVl ein. Sie hatte ihn vollführt, als sie allein zu Hause war. Franziska Sodja, deren Verteidigung Herr Advokat Dr. Mar Pirc führte, wurde nach 8 3:54 St. P. O. freigesprochen. Die zweite Verhandlung wurde gegen den 59 Jahre alten Bettler Anton Cclar aus Visoko, Gerichtsbezirl 5irainburg, wegen Verbrechens des Diebstahles und Übertretung der Landstreicherei durchgeführt. Als Ver leidiger des Angeklagten fnngierte Herr Advokat Dr, Theodor Vodu 5 e t. Maria Vergant, Grnndbesitzerin in St. Georgen, ging am 2,i. Oktober l. I. gegen 7 Uhr früh vom Hause und sperrte das Haus ab: den Schlüssel jedoch ließ sie im Tore stecken. Zn HamV blieb dio Magd Maria Nozmann zurück, die das Vieb besorgte. Als dio Besitzerin nach kaum einer Viertel stnnoo znrückkohrte, sagte ihr die Magd, sie habe etwas früher Celar aus dein Hause kommen gesehen. Da dieser ein bekannter Dieb ist, eilte die Vergant ins Zimmer, um nachzusehen, ob sich ihr Geldbeutel mit 3(1 ,I< im unversperrten Kasten befinde. Sie fand ihn zwar anf, aber er war leer; das Geld hatte Colar zu fich genommen. Er wurde noch an domselben Tage verhaftet: in soinom Besitze fandou sich '27 l< nnd einige Heller vor. Celar ist ein Gewohnheitsdieb, der bereits 17 mal wegen Diobstahles bestraft wurde. Er selbst äußerte sich, er müsse sich oen Winter über ein Qnar tier im Arreste besorgen, Er wnrde zu zwei Jahren schweren Kerkers mit einmaligem hartem Lager allmonatlich verurteilt. - In, der dritten Verhandlung hatte sich die 29 Jahre alte Magd Viaria ^agar aus Goluünik, Pfarre St. Peter ill Untertrain, wegen Ver-brochons des Diebstahles zu vorantworten. Deren Ver-toidignng fiihrto Herr Advokat Dr. Albin 5t a P u s. Die Beschuldigte ist trotz ihrer Jugend eine unver^ besserliche Diebin: sie war wegen Diebstahles schon sechsmal abgestraft. Anfangs September IRKi trat sie als Magd in den Dienst bei Frau Gertrud Totlova in Adelsberg, verließ ihn aber schon nach nx'nigon Tagen, wobei sie ihrer Dienstgeberin und einer Nachbarin verschiedene Kleidungsstücke nnd 4 1< Bargeld ent-lvendete. Sie ist geständig, verantwortet sich aber da-!)i»!. daß ihr die Dienstgeberin zn wenig Lohn ansgo zahlt habe. Das Urteil lautete auf drei Jahre schwc ren Kerkers mit oinmaliogm harten Lager allmonat lich. l. (To d o s f a l l.) Gostern staru hier üor Ober lehrer von Dobrova, Herr Frang B o r 6 t n i k, nach längerer Krankheit. Er war im Jahre 1t>7l in Üusttal geboren, studierte in Laibach und wirkte dann als Lehrer in Franzdorf, Adelsberg nnd Noumarktl. Erst im vorigen Jahre wurde er znni Oberlehrer in Do-brova ernannt. Das Leichenbegängnis wird heute nachmittags um U3 Uhr vom Sterbechause am .Kon» greßplatzo Nr, 5 aus nach dem Friedhofe zum Heil. >trenz stattfinden. <5. (E inoReisena ch Ame r i k a.) Der Licht-bildervortrag „Als Schiffsarzt von Trieft n a ch N e w I o r t" von Dr. Dmneter R. v. Blei-weis findet, wie bereits berichtot, Mittwoch, den ^!>. o. M,, mit slovcnischem, nno Donnerstag, den 29. d. M. mit dentschom Vortragsbexte statt. Mit Rücksicht auf den wohltätigen Zweck wurde der Eintritt mit 1 l< für den Sitzplatz nnd "><> 1» für den Stehplatz festgesetzt. Der Beginn ist jedesmal pünktlich nm halb d> Uhr abends. Eingang in oen „Mestni Dom" auf der Seite der Schießstättgasse. Für den Vor trag gibt sich infofern ein besonooros Interosso kund, als die Bilder alle höchst aktuell nnd vom Vortrage» den selbst aufgenommen sind. (Die Genossenschaft der Gastwirte, Eafeliers, B r a n n twei n schän t er n n d A u s k ö ch e i n L aiba ch) hält Donnerstag, de,n 29. ü, M., nm halb 3 Uhr nachmittags im großen Saale des „Mestni Dom" eino außerordentliche Generalversaminlung mit folgender Tagesordnung ab: l.) Verlesung des Protokolles der letzten ordentlichen Generalversammlung. 2.) Re-gelung der Proiso für Spoifen und Getränke. 3.) Re-gelung des Zigarrmvcrkaufes ill Wirtshäusern. 4.) Veränderung dos 8 ^ der Genossenschaftsstatuten .) Allfälliges. Sollto dio Goiioralvorsammlnng nicht beschlußfähig sein, so wird eine andero Genernlversamlnlung am 13. Dezember MX> obonoort, zn derselben Stunde und mit der solbon Tagesordnung abgehalten lvorden. - (Voni Ä rtiller i oschi oßp l a tzo bei G n rt fe l o.) Aln 29. d. M. nm ^ Uhr friih und erforderlichenfalls auch an den nachfolgenden Tagen findet eine tommissionelle Verhandlung wegen Erweiterung des Artillorioschioßplatzos nächst Gnrtfold durch Zumiete, dann Rodung eines Waldgrnndes bei Oberdorf sowie Ausrodung der Flächen nördlich dor Hanptsämßlinie in Mittermaierhof bei Zadovinek stall, ,.,.H. ^ (Sonn tagschroni k.) ilath reili stellt den Tanz ein. So lautot eine alte Bauernregel, nach dor man sich diesmal anch in, unserer Stadt richtete. Mit diesem Tage fanden in elf Gasthäusern die heurigen Tanzunterhaltungen, boi denen 'es an tleinen Exzessen nicht mangolte, ihren würdigen Abschluß. In einem Gasthauso an der Martinsstraßo erodierte nachts ein betrunkener Arbeiter nnd schlng mil einem Stnhl so nm sich. daß ihn der die Tanz» »»lorlMtung üborwachonoe Sicherheitswachmann ans donl Lokal ontforilon tliußto. Als beide auf die Straße kamen, ergriff der Erzodent den Wachnlann am Mantel und riß ihn hin nnd her, bis ein zweiter Wachnlann erschien, mit dessen Hilfe oer Arbeiter ver» haftet und abgeführt wurde. - Abends überfiel auf dein St. Iatodsplatz cin Mann ein ihm sehr gut bekanntes Mädchen und bcteilte sie mit Ohrfeigen. — Eili Arboiter schimpfte i» einem Gasthause in der Tirnallervorstadt über die Mutter eines anderen Gastes. Infolgedessen entstand eine Prüglerei, an der sich mehrero Gästo beteiligten. Ein herbeigerufener Sichorhoitswachmann wollte die itälnpfendon ans^ oinander bringe», tat» aber übel daran. Er wurde üborfalleu und oinen Arbeiter, den er verhaftete, va> fnchten die anderon zn bofroion. Endlich kam Snkknrs nnd dann wurden drei Erzedonten vorhaftet. - Ein Taglöhnor, dein sein Kino starb, trank sich aus Schmerz oarüber einon solckien Rausch an, daß er mn Franzonslai niederfiel und einschliof. Ein herbei.-gekommener Sichorheitswachmann versuchte don Be» trunkenen mit Güte zl« ontfornon, aber alles Zliroden half nichts. Als er ihn fü.r verhaftet erklärte, sprang dersolbe anf. ging mit geballten Fünften a,lf den Wach» mann los, spnckte ihm in das Gesicht und schrie, daß or ihn ins Wassor werfen werde. Nur mit Mühe konnte der Sichorheitswachmann t)on gowalttätigon Menschon arrotioren. Ailf der Zentralwachtstubo er« tannto l»an in dem Vorhafieton den scho» sochsinal wegon Diebstahlos abgestraften dreißigjährigen P. F. ans Moräutfch. Er wurde dem Gerichte angezeigt. — Nachmittags orschicn boi der Polizoi dor 24 jährige Schlossergehilfo Heinrich Egor ans Hiinmelborg mit der Anzeige, daß ihm der Auskochbesitzer Anton Mcfe an der Petersstraßc seinen Hut woggonomlnen habe. Tann stellte es sich heraus, daß Egor dort zn Mittag gegesson hatte und, ohne gezahlt zu haben, dnrch-gehen wollte. Anf diese Art hatte er in, inehrcren Gastlokalen die Zoche beglichen. Dieser Zechpreller, der sein väterliches Erbteil im Netrage von lN X in wenigen Monaten onrchaebracht hatte, wnrdo dml Bezirksgerichte eingeliefert. — (V o m Volkssch i, l d i e n st e.) Der Sup-plent Herr Folir Zalokar in St. Kantian wurde in gleicher EigensckM nach Tel5o boi Tr/.i^o übor-setzt. ^ ,^ ^- (EinIiefer n » g o i ll e s T e sert o » r Z.) Der irn Jahre 187ll in Zagorioa, Bezirk NadmannZ-dorf, geborene, in Rafolöe, Gerichtsbozirk Egg, hoimatsborochtigte nnd foit 20. Oktober »IM, als Dofortenr steckbrieflich vorfolgto Reservo.Infantcrist Franz Majer des k. n. k. Infantorieregimonts Nr. 17 wnrde am 2l>. o. Ä»lV durch oas GondarnierioposteN' kommaildo in Lnkowitz anfgogriffon nnd dem Gar> nifonsgorichto in Laibach oingoliofort. l>. — (Nenban oinor Pfarrkircho in S t. M ichael boi Seife n b e r g.) Iudoni veäits-kräftig entschieoon wnrde. oaß statt ber baufälligen nnd für oie dermaligen Zwecke zu kleinen Pfarrkirche in St. Michael bei Soisonborg oino lnme Kircho zu orrichten ist. lvnroe die bozüglicho ,Uvnt'urretlzvorhand' lnng anf Donnorstag, don 9 Uhr vormittags a» Ort nnd Stelle ausgeschrieben. Der Noubau wird nur auf ungefähr 3s>.(X)0 K zn stehen lolNMM. — (Schadenfeuer.) Am 19. d. M. vor-mittags spielte der sechs Jahre alte Franz Pureder in Unwr-Mrai-evo bck Rudolfsluert vor dein Dr^ch.-boüon seines Vaters unt Zündhölzchon, dio or in oinom nnbcwachton Angollblicke vom Herd<' an sich genommen hatte. Er stockte dais vor dem Dreschboden gelagerte Stroh in Brand, worauf in drei Viertelstunden oer Treschbooon, ein Hcuschupfon und eine Harfe famt allen Fnttervorräten, Felofrüchten und Ackergerätfchaftcn eingeäfchort wnrdon. Der Schade wird anf 2l(X) l< geschätzt. Wären nicht Orts-insassen unverziiglich zur Lokalisierung des Feuers herbeigeeilt, so wäre das ganze Dorf, das zumeist. aus hölzernen, mit Stroh gedeckten Häusern besteht, in Flammen aufgegangen. - (Schadenfeuer.) Am 22. d. M. nachts brannte dem Besitzer Martin Unetl'6 in Vinji Vrh, Gomoindo Hi, .^renz, dossen in Gadova Po«'' befind-licher Weinkoller samt don darin bofindlickM 8() Hctto° liter Wein, 2 Woiiiprossen und das unter dem Dache, nntergebrachto Grulnet ab. Unetie, wolcher nicht ver- Läibacher Zeitung Nr. 272. 2555 27. November 1906. sichert war, l< Ta<' Feul'r aus Rachsucht gelesst zu haben, erscheinen dcr Taqlöhncr ssrm^ .Nonioi-ar ans Vinji Vrh und der Keuschlcr Anton .Vem^n^c- ans Vrhovska Vas drin-gent» verdächtig, n>eohalb sie verhaftet und dein Ne° zirf^gorichte in Landstraß eingeliefert wurden. —ß—^ lT ö d I i ch v r r n li g l ii ck t.) Am 22. d. M. naclnnittago zechkn d<>r ^"> Jahre alte Maurer Leon-h^rd Neqro.v a,us St. Georgen, GemoiniX' ^aak, und der Tnglöhner Josef Pajk aus Lank, Bezirk Cilli, im Gasthause des Johann Milavec ii, Natschach. Geaeu 6 Utir abends verließen beide in ziemlich angeheitertem Znstaude das Gasthaus, nm sich nach Hause zu degebeii. Als sie iu die Nähe der Vrücke lalneu, schlng Negrov den Weg zur Save ein, während sich Pajf viH znr Brilck.' begab und dort etwa zehn Minuten auf Negrov wartete. Da Negrov in dieser Zeit nicht erschien, begab sich Pajk, in der Meinnng, Nogrov habc sich nach Natschach znriickbegeben, um dort zn überliachten, allein nach Hause. Da Negrov bis 5N. d, M. früh noch nicht nach Hause kam, begab sich seine Ehegattin in Vegleitnng des Pnjt' nach Ratschach, nm nach ihrcni Manne nachzufragen uno fand ihn am Savenfer tot auf. Er war m seiner Trnutenheit iiber einen drei Meter hohen Damm ge^ fallen nnd tot liegen geblieben, ü ^ (Ein nn befugter Sammler.) Wie der Polizei mitgeteilt wird, verkauft ein junger Mann nnbefugterweise Flugblätter mit dem Titel: „Die nrmen Vögel bitten für den Winter um Futter". Er wolle angehalten nnd der Polizei übergeben N^rdeii. * (G e f n i, d e >n ) wnrdel, eine Pferdedecke, ferner ein Geldtäschchen mit einem größeren Geldbetrage nnd ein Gebetbuch. * (Verloren) wurdeni ein schwarzes Geld-räfchcl)cu mit -ltt K, ein roter Frau^nrock, eiu Geld-täscl)äien mit 26 lv, ein Geldtäschchen mit 10 l<< ferner ew goldener Fingerring init zwei Brillanten und «.nnem Smaragd. Theater, Kunst und Literatur. ' (Dentsche Bühne.) Gestern fand eine Miedcrholmiy von Richard Wagners herrlicher Oper „Der fliegende Holländer" mit dem Erfolge der vor-angegangenen Anfführnng bei mäßig gut befuchtem Hause statt. (D i c n e u en Rei chs ra ts wnh l n n) wer° fen ihre Schatten bereits voraus. In allen Lagern wird gerüstet und allüberall die neue Wahlbezirtsein-teilnng besprochen, Znr genaueren Orientierung über letztere ist diö in Farben ausgefürte vom t. t. Mmi-stcrium des Innern genehmigte kartographische Darstellung der Wahlbezirt'seinteilmlg, erschienen im Verlage G. Freytag Mähren mw Schlesien dentsche Wahlbezirke, Nr. (i Mähren und Schlesien, böhmische Wahlbezirke, Nr. ? Kram, Görz, Grndisla, Trieft, Istrien, Nr. « Dalnmtien, Nr. l) Gallien nnd Bnton'ina enthält. Jode Nr. lostet 5i() il außer Nr. 5) und (>. deren Preis mit je 40 1, festgesetzt ist. Nr. ! Böhmennnd Nr. l» Mähren (böhmische Wahlbezirke) ist auch iu böhmischer Sprache zum gleichen Preise in allen Bnchhandlnngen wic auch vom Verlage G. Freytag en Einsendung des Betrages u haben. ^ (Zwei n e nc Oper n von Masca g ni.) Metro Masca^ni hat. wie aus Mailand berichtet wisd, einen Kontrakt mit dem Verleger Sonzogno unterzeichnet, nach dem er zwei Opern schreiben wird. Er ist damit zu dem Verleger zurückgebehrt, bei dein seine ersten Opern, die seinen Namen berühmt gemacht haben, erschienen sino. Er wird 4l) Prozent Tantiemen erlialten. Als Libretto wird ihm Sonzogno das Werk überweisen, das in den von dein Verleger veranstalteten Wettbewerb für Opernlibretti den ersten Preis davongetragen Hot. Das Ergebnis dieses Preisansschreibens, das gute Resultate gezeitigt haben soll, N'iro in den nächsten Tagen betanntgemacht werden, Telegramme ks l. l. leleMhen-sttttslllilizlellj'Vlllttlls. Reichsrat. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wien, 2tt. November. In der heutigM Sitzung des Abgeordnetenhauses überreichte der Ministerpräsi deut das gestern den Delegationen unterbreitete Not-buch nnd Brannbncki. Der Handelsminister überreichte die Oesekesvorlage wegen Unterstütznng der Handelsmarine, Das Haus setzte dann die Spezialdebatte über die 5> Gruppe, ß 1^ der Relchsratswahlordnung, fort. In die Debatte griff auch der Minister des Innern, Freiherr v. Bienerth, ein, welcher auch die Erklärungen des Ministerpräsidenten in der Frage öer Ver° tretnng der Deutschen in Böhmen und Mähren in den Delegationen abgab nnd betonte, daß in den Delegationen über keine wichtige Materie ohne die Teil-nähme des dnrch seine historische Stellnng und dul-ch seine tnltnrelle uuo wirtsä>aftliche Bedeutung so hc^ vorragenden deutschen Voltes entschieden werden darf. Im Wege des Kompromisses werde den Deutschen ill Böhmen nnd Mähren anch in Zukunft die ihnen gebührende Vertretung in den Delegationen gesichert bleiben nnd dicsfalls weroe die Regierung ihren Ein-flliß stets geltend maclM,. — Nächste Sitzung morgen. B e l g r a d, ^!. Iioveinber. Der österrcichisch-un» garische Gesandte Freiherr v. Czikann hat heute nach-mittag der serbischen Regierung die Antwortnote Österreichs Ungarns auf die letzte icrbifchc Note übergeben, Belgrad, 26. November. (Aus amtlicher Quelle.) Die dein „Leipziger TaMatt" entnommene Nachricht eines Prager Blattes von einer angeblichen Verschwörung gegen die Dynastie ^aragiorgjevie entbehrt seder Begründung. Theodosi a, 2(i. November. Hente lvurde hier auf der Straße gegen oen General Davydov ein Bombenanschlag verübt. Der Täter wurde verhaftet. D^r Mann gab an, österreichischer Untertan uno ^2 Jahr« alt zn sein. Das Attentat habe er im Aufträge der flie-genden Sektion der Siidabteilung der Sozialrevolutionäre vnübt. Die Haltung des Attentäters ist herausfordernd. Der Wachmann, der sich geweigert hatte, den Verbrecher zn verfolgen, wnrde ebenfalls verhastet. Beide wnrden dem Feldgerichte übergeben. Auße-r« dem wurden, noch zwei Verbrecher arretiert. >l a,n s a s ° Cit y (Missouri), 20. Noveiuber. Ein ,iiaskierter Räuber lx'raubt^ iu einem von Oltan nach dem Osten gehenden Znge die Passagiere, indem er sie unter Vorhaltung eines Revolvers zwang, ihm ihr Geld nnd ihre Wertsachen insgesamt im Werte von ÄXX) Dollars, auszufolgen. Dem ZuMührer gelang es, den Ränder zn überwältigen und zu fesseln. Man hat in ihm, einen Mann erkannt, der in demselben Znge schon einmal einen Ranb ansgefuhrt hatte. Ausweis über den Stand der Tierseuchen in Kram für die Ieit vom 17. bis 24. November 1906. Es herrscht: der Rotlauf der Tchweine im Vezirle Laibach Umgebunss in den Gemeinden Oberlaidach (4 Geh.), Presser (1 Geh.»' im Vezirke Littai in der Gemeinde Moräutsch (I Geh,); im Be< zirle Rudolfswert in der Gemeinde St.Michael-Stopic (1 Geh.); im Bezille Tschernembl in der Gemeinde Mottling (2 Geh.); die Schweinepest im Nezirte Gottschee in den Gemeinden Ebental (2 Geh.).St. Gregor (9 Geh.), Suchen (1 Geh.), Tie-fenbach (4 Geh.); im Bezirke Gurlfeld in der Gemeinde Heil. Kreuz (8 Geh.); im Bezirke Uittai in der Gemeinde Draga (1 Geh.); im Bezirke Rudolfswert m den Gemeinde» Diibernil (2 Geh.), Haidowitz (1 Geh), Treffen (1 Geh.); im Bezirke Tschernembl in den Gemeinden Tschernembl (1 Geh.), Weinih (1 Geh.); Erloschen ist: der Milzbrand im Bezirke Tschernembl in der Gemeinde Müttlins» (1 Geh.); der Rotlaus der Vchweine im Bezirke jkrainburg in den Gemeinden Flödnig (2 Geh.), Mauiit (1 Geh.); im Bezirke Laibach Stadt (l Geh.); im Bezille Radmaiinsdorf iu der Gemeinde Unter-Gorjach (1 Geh.); im Bezirke Nudolfsmert in den Gemeinden Haidowitz (1 Geh.), Treffen (1 Geh); die Schweinepest im Bezirke Gottsckee in den Gemeinden Graflinden (2 Geh.), Luzarje (1 Geh.), Müsel (8 Geh.); im Bezille ltrainburg in der Gemeinde Afriach (1 Geh.). K. l. Landesregierung für Krain. Llliback am 24. November 1^)6. Angekommene Fremde. Hotel Elefant. Nm 24. November. Rieger, Fabrilsdirettor. N,u. marktl. — Gmeyner, Bergdirektor, Carmel. — Vlll^k, t. t. Ober. beigrat; itubias, t. l. Bergdiretlor, Idria. — Ganser, »assier. Gotlschee. - Ronai. Kfm., Budapest. - Ostoihnit. Plivate. Klagenfurt. — Dr. Bayer. Fabrilsbesitzer, Graz. — Vozy, Mor-purgo, «flte.; Vattl. Besitzer, Trieft. — Adler, jtfm,, «rakau. — Ruminowtzli, Pfarrer, Tarnow (Galizien). — Schöbt, I„. genieur, Mödling. Neumann, Kfm, Neumarlll. — Ober» Hammer, Kim,, Marburg. — Schwarzdart. Ingenieur; Eder, «ohn, Nirschner, Beiger. Eugl, Leichttnmüller, Weiß, P,sl. Steiner, Seidlei, Basch, Salzer, ssatz, s. Sohn, Spriugl, Fränkl. Laub. Ladstätter, Wellisch, gug, Feigl, Veutsch, Nrexler, Kstte,; Dr. Rosmauit, Privat, Wien. Grand Hotel Union. Am 24. und 2 5. November. Neumann. Iungl, In «enieure. Graz. — Weisler, Generaluertreter; Klein Professor; Unida, Sekretär; Fuchs. Fabrissdirelmr; Dr. Nejedly. s. Frau; Wilhelm. R. Bayer, I, Bayer, Wilhelm. Wotihty. Löwy, Gul-lerer, Nflte; Eisler, Sondet. Lulwar, Reisende, Wien. — Ver sinner, Tiiest. — Reichmann. Reisender. Ptibram, - Schwager, Generaliuspeltor, s. Frau; Mayer. Nfm,. Fiume. Epstein. Reisender, Ziirich. — Goriany juu., Gutsbesihi-r, Rudolfswert, — Repe, Rnsender. Peldes. ^ Iajicek. k, u k Major. s. ^rau, Pola. — Fuchs, Privat. Stermol. - Susnik, Zürich. — Lelis, Kfm., Abbazia. — Vilhar, Santo, Kflte,, Fiume. Verstorbene. Nm 22. November. Silvert Reichard, Harfenistens-söhn, lb Tage, Mitlosicstiahe 5, !)«dilil»l, vit»«. Am 23. November. Anna Pleinar, Ärbeiterstochter, 3 I-, Schießstättgasse 15, Masern. Im Iivilspitale: Am 20. November. Katharina Knez. Bestherstochter. 4 I., Pneumonic. — Josef Eisenzopf, Agent, 4b I., vsmsntia Nm 21. November. Franzisla Fabjan, Schneiders» gattin, 26 I., 8eet><, o»v8., <^>»tsnln. Nm 22. November. Johann Ianhar, Inwohner. 68 I., >l»r»»lnu« »unili». — Johanna Iatopii, Inwohnerin. 51 I., Vitium «oräi». Am 23. November. Leopold Cernal, Amtsdiener, 43 I., Oti^i» mocl. «llroil. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. z N ftz W ».> .«. ZV «« 2 UN. 7407 44 windstill teilw. heiter 2"' 9 . Ab. 742-3 3 1 S. schwach teilw. Nebel 27.1 7 U. F. I 740 2 j -06z NNO. schwach i Nebel j 0-0 Pas Tagesmittel der gestrigen Temperatur 2 6', Nor. male 13«. Verantwortlicher Rebakteur: Unton Funtek. Neue grouse Erfolge auf dem Gebiete der Landwirtschaft sowie des Obst- und Weinbaues hat die bekannte Firma Ph. Itlaysarth & <'<»., Maschinenfabriken in Wien, Frankfurt a. M., Berlin, Paris und Minsk (Rußland) aufzuweisen. Auf den heuer beschickten Ausstellungen wurde sie in: Mailand mit dem tGrand Prix>, Karlsruhe mit der güldenen Medaille, Donge (Frankreich) mit der Bronze-Medaille, Kaluga (Rußland) mit der goldenen Medaille, Nymegen iHolland) mit der goldenen Medaille, Leon (Spanien) mit der goldenen Medaille, Wels (Oberösterreich) mit der Bronze-Staatamedaille, Leoben mit dem Anerkenmingsdiplom, Marburg mit dem Anerkennungs-Diplom, Zwettl (Niederösterreich) mit dem Ehrendiplom, Brück a. d. M. mit der silbernen Medaille und in Villach mit der großen goldenen Medaille als erster Preis ausgezeichnet, so daß ihre Prämiierungen die stattliche Zahl von 592 bis heute erreichen. (6083 a) P. T. Für empfindliche Füsse sind die weltberühmten warmen Schuhe mit Wollfutter, für Erwachsene und Kinder, aas der k. k. priv. Miinchengrätzer Schuhwareri - Niederlage nicht genug zu empfehlen. Miinchengrätzer Schuhe sind wasserdicht, tadellos in Fasson und die Fabrik garantiert für jedes Paar. (4277)10-7 Heinrich Kenda Niederlage der Miinchengrätzer Schuhfabrik. t Vili Voritnil geb. Geftrin gibt betrübten ! l Herzens im eigenen sowie im Namen des Siihnleius > I Kranz und der übrigen Anverwandten die traurige ! Nachricht, daß ihr inniggeliebter, guterGatte, bezie« ! hungsweise Vater, Herr ! Franz Oorötnik I Oberlehrer in Tobrova bei Laibach > nach langem, sehr schwerem Leiden, versehen mit den > heil. Sterbesakramenten, in seinem 35. Lebensjahre > heute um halb 6 Uhr früh selig im Herrn ent° > schlafen ist. > Die Leiche des teuren, unvergeßlichen Nahin- > geschiedenen wird Dienstan den 27. November Nach» > mitiag um '/<4 Uhr von, Trauerhause ztongrehftlatz > Nr. 5 auf den Friedhof zum Heil. Nreuz überführt. > Die heil, Seelenmesfeu werden in der Franzis» ^ kaueilirche gelesen. « Der teure Verblichene wird dem frommen Gebet ^ und freundlichem Andenken empfohlen. > Laibach, am 26. November 1906. I (Statt jeder besonderen Anzeige.) > Laibacher Zeitung Nr. 272.___________________ 2556 27. November 1906. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Bursblatte) vom 26. November 1906. Die notierten Kurse verstehen sich in «>ronenwahr!m<. Die «^o^<"-una sämtlicher Nltien und der „Diversen Lose" versteht sich per Stucl. «eld «ware Nllgemeine Staats» schuld. Einheitliche Rente: lonv. steuerfrei, Kronen (Mal.Nov.) per Kasse . . »9-10 9» 3<> btlto (IKn.'Iuli) p«r Kasse 8» - 99i<> 4 2 "/<> o. W. Ätoten (Fedr..Nug,) per »äffe......100-20 no 4«, 4 2°/« 0. «. Silber (Npril.ON.) per Kaffe ...... 100 25 i,>0-4i> 1860er Staatllose 500 fl. 4 °/„ ,5775 159 ?:' 1»«0cr „ 100 fl. 4°/n i>^8 üu ^^41« l8S4er ,, 100 fl. . . 273 40 2?.^ 40 l»S4er „ bo fl, . . 273 7», «75 4« Dmn.'Pfanbbr. k t«) fl. b°/» 2»u - 2L1- Staatsschuld d. i. Reichs. rate vertretenen König» reiche und Länder. bfterr. Goldrente, stfr., Gold per Kasse .... 4°/, n? 40 l1?-«f Öfierr. Rente in Kronenw. stfr., «r. per Kasse . . . 4°/, b»i0 9930 dttto per Ultimo . . 4°/„ 8i» 1« US 2« /lift. Investittons.-Nente, stfr.. »r. per Kasse . 3'/,°/° 80 VU 89 so Elstnb°hn.S!aat«lchkl»> oelschltibnngln. «l isabethbayn in G., wuerfrei, zu »0.000 fl. , . . 4°/« 11710 1»8 -Fran, Iosef.Vahn in Eilb« (div. St.) . . , 5'/<<>/« 1«3'65 124'6b l!al. Karl Ludwig-Bahn (div. Stücke) Kronen . . 4°/„ 88 15 100 1» Uudolfbahn in Kronenwährung, fteuerfr. (div. Et.) . 4"/« 99 20 100-2« Vorailbergrr Vahn, steuerfrei, 40« Kronen . . , 4"/^ 88 02 »oont, zu zt«»t»schnl»u«schllll!UNllln »bglsttmptlte EisnlbllhN'AkNen. lklisabeth-«. 20U sl. KM, 5'/4°/° von 40« Kronen .... 462 — 483 5» betto Linz.Uudwel« 200 fl. ö. W, S. b'/<°/, .... 435 - 4«650 detto Salzburg-Tirol LOO l. ö. W L. 5«/„ . . , .428 50 430-50 Geld Ware z>°» Ztüllte ,ul ?«hluug üb«. nommene Eisenbahn. PrlorlM». Pbligaiiouln. Vöhm. Westbahn, Vm. 189b. 40« Kronen 4«/, .... 88-35 100 85 Vlisabethbahn 6U0 und »00« M. 4 ab I0«/„......115-80 nu-8s, Elisabethbahn 400 und 2000 M, 4°/n........11? 2b 118 3b ssran, Josef-Vahn Tm. 1884 (div. St.) Silb. 4°/» . . 89 20 100'2U Gallzischr Karl Ludwig Nahn (div, St.) Silli, 4«/n . 9»-2l> 100 2< Ung.'galiz. Nahn 200 fl, S. 5"/,, III 75 112 ?s> Vorarlberger Vahn 4«/« detto per Ultimo 114-05 114üü 4°/u ung, Nenle i» Kronen- währ. stfrei per «asie . . 95^0 95 6» 4"/„ betto per Ultimo »5 4.°, Li, Lü »'/,°/° dettv per Kasse . «4 70 84»<> Ung. Prämien.Ml. k l«o fl. . 2<>4'75 «U7 ?!> betto i» üo fl, . ^«4Lü »«72s Theih-Neg,°Lose 4«/<> , . . . ,«,'< ^5 lbl> .iü 4°/u ungar. Grundentl.-Oblig L5!id ULliü 4°/u lroat. u. slav. Grunbentl.- ebliy........96-— 97-W Andere öffentliche Anlehen. «o«n. Landr«.Nl,l. (dlu.) 4°/u . 94-55 95-5» Äosn.-Herceg, Eisenb.-Lande«. «lnlehen (diu.) 4»/,°/» . . «9 85 llw 85 5«/u Dona» Reg..«nleihc 1878 105— 10N-- Wiener Vrrlchrs-Änlelhe 4<>/u 9« ,0 u»u 1,^ detto 1900 4«/u 99-25 1»»'-l»l, «nlehen der Stadt Wien . . 102 ho IN3 5> detto (S. od. G.) . , . 121-10 >!i2-i«> dktto (1894) .... 97 75 98'75 detto (1898) .... «9 25 1«!' 2^ detto (1900) .... 9»-?n 100 «.', drtto Inv.-N.) 1902 . 9N-25 1"» 25 ^örsebau Äülelirn verlosb. 5°/„ 99 - ^<,'0- Buln. Swateelsenb. Hl,P.»Anl. 1«»9 Gold .... 6«/<> 118-75 119-75 Äulg, Staats > Hypothekar N»l. 18»li......6O/u UV— 120- «e!b Ware Pfandbriefe «. V«de»ir.,llNa,öf!,i!!5oI^»I.4«/„ 98-75 99-50 Bö!,«>, Hlipothelonlianlverl.4°/„ 9»bb 100 5b .^eülral-Vod. Kred. Bl,. üsterr., 45I. vell. 4'/,°/« . . . 102-- —--Zentral Vov.-Kred.-Bl., österr., «5I. verl. 4°/u .... 89-30 1008!' kred.°Insl.,üsteri., f. Nerl.'Unt. u.i!fsel!N.»lrl>.Kat.^uI,4°/u 98— 99--Laubeiib. d. Nsn. Gallzien und Lodom, 57'/, I. ruckz. 4°/„ l>?-50 98'5o Mähr. Hlipothelenb. oerl, 4°/« 99— »«-«ü N..österr.Lande«.Hyp..Änst.4°/« 9925 iO0-2i> delto >!>N. L°/«Vr. Verl. 3>/,<>/l, 92— »3- dclto K.'Schuldsch. vcrl. 3»/^ 9175 9275 detto Verl. 4«/u 8915 100'iä Osterr..u»nai. Van! 50 jähr. verl. 4°/« ö. W.....9945 100 45, dett« 4°/n Kr.....9970 10U-7«, Vparf. Löst., 60 I. verl. 4°/« 1004« 101-4«, Eisenbahn-Prioritäts' Obligationen. Ferd!na!ids.Noidbahn Vni, 1886 89 60 100'6< , detto Em. 1904 100 20 -'- Osterr. Nordwcstb. 20« fl. S, , 105 35 1063!, Ttaalöbahn 500 Fr.....4ibb0 4l?l»u Hiidbahn tl 3°/<> Jänner »Juli 500 Fr. «per St.) . . . 3lc>— 317-- Südbahn k 5«/<,.....1L4H5 12b-8b Diverse Lose (per Stück). P,tjin,liche ffoft. 3°/« Vodexlredlt.Lose Em. 1880 282'— »82'- detto «rnl. 1889 288-5« 29U'5 z>nn«rzln«llcht z»l». «ub>,p,.Ällsllila (Dumbau) 5 fl. 22 8« 24 8< ttrrditlnse 100 fl......455— 465'- lllary-Lose 40 fl. K. M, . . 143— 14« - Osexcr Lose 40 fl.....166— 174-— Palssy.Lose 40 sl, K. M. . . 1?3'5« 183-50 Noten Kreuz, öst. Ges. v.. I« fl. 47?b 49 75 Noten Kreuz, ung. Ges. v.. 5 sl. 28 90 308« Nudolf'Lose 1« sl......54 — 6U-— Ealm.Lose 40 sl. K. Vi. . . i»b— »"4 - Veld Ware Türl. V,.V..«nl. Präm..Oblig. 400 Fr. per Kasse . . . i«g?h ,54,7,, betto per M. ... 163 25 i«4 25 Wiener Komm,>Losr v. I. 1874 5«5— 515 -Gew.'Sch,d. 3"/»Präm..Schulbv. b. Vodentr.'Anst. . 500 fl. KM. L870 — 2975- detto (lit. U,) 2W fl, per U!t. 1132— 1136-Donau > Dampfschiffahrt«. Ges., 1., l. l. priv.. 5NN fl. KM, 10^»!, — 1922 - Dul.Vobenbacher Eisb. 400 Kr, 557— 558- ssrrbinanbs.Nordb.I0OU fl.KM. 56ÜN-— b7N0' -Lemb..Ezer!!..Iasst> > Eisenbahn» Gesellschaft. 200 fl. T . 57? - 583- Lloyd.öslerr,,Trieft.,5N0fl.KM, 7«1'— ?»!-.. Österr. Nordwest! ahn 200 fl. S. 450-— 453- betto (lit. li,)!i!w,l,S,P.Ult, 448- 450- Prall'L»xerEisenb.lOOfl.llbgst. »2I-— 282 5' Ttaatseisb. 200 Lüdnorddeutschr Verbindungsb, 2N0 fl, KM...... 406 50 40? - Tramway«Ges., neue Wiener, Priori<äte.«ltiei, 100 fl. . —-— — — Ungar. Westbahn (Raab»Graz) 20« fl. S....... 408 - 405- Wr, Lolalb..NNien.Ees. 200 fl. 180-—------- »anten. «nglo«Österr, Banl. 180 fl, . . »13 b« 31450 Bankverein, Wiener, per Kasse —— — detto per Ultimo . . . 55725 558 25 Äodenlr..«nst. Sster»..200fl. L 1068— 1N75-- genti>Aob..Kredb, «st., 200 fl. 548 — 551-Kreditanstalt für Handel und Gewerbe, tüo fl„ per Kasse —— — — dettu per Ultimo 68I ?5 «»,2 75 Kreditbanl allg. ung., 200 fl. . »20 75 «22 75 Deposttenbanl, allg., 2»n fl. . 452— 451 -Eslomple. Gesellschllfl, nieder» österr., 400 Kronen . . , 5s7— 590'— Giro» und Kassenverem, Wiener, 200 fl........ 457— 460 — Hypothelenbanl, österreichische, 200 fl. 30 o/u E..... 296 — 298 — LäudrrbanI, SNerr,, 200 fl. per Kasle....... —-— —>- drtto per Ultimo .... 444 75 445-75 „Merlur", Wechselst .Altien. GeseUschast, 2„u fl. , . . 631— «36- Velb Ware Österr..ung. Van! I4«o Kronen 177°— I?»5 — Unionbanl 2ou fl...... h«ss-5i> 5s?-__ Verlehrsbanl, allg., »40 fl. . 845 - 84« — Inoustrit.zlnllrnehmnngen. Vauges., llllg. österr.. ion fl. . i»»-- l394b Vr!lxerKohIf!,berab.°Gel.l00fl. 7LÜ— 732 — l5isc»bah!lw.>Leiha,, erste, 10« fl. 20>»-— 2l1-— ,,CIbe>nül,I", Papiers. u.V..G, 174— ,?« — E!eltr..G»6 — Montan.Gesellsch,, österr..alpine 60675 K0775 „Poldi.Hütte". Tiegelgufzstahl. ff.'Ä.G, <<00 fl, ... 533— 540'-Präger Eisen. Ind.. Ges. Gm. 1905. 200 sl...... 2672- 268L — Nima.Miirany >Salgo»Tarjaner Eisenw. 1N0 fl..... 5s6bO 567-50 Tallio>Tarj, Steinlohlen ion fl. 628— «2?-— ,,SchlöglmühI", Papiers., »oofl. »50— 352»— „Schobnica", A.»V. f. Petrol.. Ind., 500 Kr..... 630 — »,40'— „Vteyrermühl". Papierfabrik unb N..E...... 4U5— 46»-— Trifailer KohIenw.'G. 70 fl. , 287 — 291-— Tüll. Tabalregie.Ees. »no Fr. per Kasse . —— —>— bctto per Ultimo 421 — 43» -Waffenf.'Ves., österr., in Wien. 10° fl........ 584- ö80-— Waggoil.Leihanftalt, allgem., in Pest, 40« Kr..... —>— —>— Wr. Äaugesellschast 100 fl. . . ien 50 162 50 Nieneiberger Ziegelf..AN..Gef. 8»0— 8»H-—. Devisen. Kurze Sichln, nnd Kcheck». Amsterdam....... 198 KO 189 — Deutsche P'ühe...... ii? 50 117-70 London........ 240-87'' 241 10 Italienische Vanlplähe , , , 95-47° 85 62> Pari«......... 85 3?b »5-52- Zürich und Basel..... »540 «5 55 Valuten. Dulate» ....... 1l'»5 Il-3S 20 graulen Stücle..... l» 14 181« sn.Marl-Ntücle...... 28 50 2»-58 Deutsche Reichsbanliwte n , . II? 5» ii?-?o ^lalienNche Nanlnoten , . . 85 60 85-80 Rubel-Noten..... 8 53" 254