Nr. 28. Donnerstag, 5. Februar 1903. 122. Jahrgang. OMcher Zeitung. 3A««erat« »^li, halbjährig 1l X. ssür dir Zustellung inö Haus ganzjähna 2 «, - Iilsertlonilsstbühr: ssür tletne Iterate bis zu 4 geilsn ü» I>, ncüsicre per Zcüe l2 k^ bei österri, Wicdcrhuliiüssr» pn Zeile 0 tl. Die »Laibachcr Zeitung» erscheliK täglich, mit Nusnahmc der So»„- und Feiertage. Nie Adminlstralion befindet sich «ongrehplay Nr, », die Medaltian Dalmatingasse Nr, 0. Sprechstunden der «rdallio» von 8 bis lU Uhr vormitlclgö. lliifralilierlc Vriefe werben nichl angenommen, Ma»u,lripte nicht zurülfgcftell Nichtamtlicher Teil. Die englischen Küstenbefestigungen in Europa. Ein auswärtiger militärischer Berichterstatter! treibt der „Pol. Korr.": Die marokkanische Frage ^t im Vordergründe allen Politisck>en Interesses, ^nd trotz aller Erklärungen und Versicherungen von Unveränderter Einigkeit unter den am meisten be-.^^gten Mächtcir verlautet doch mancherlei von eng» pichen Vesorgnissen über ein Wiederauftollen der ^mtelmeerfrage und über die bedrohte Position von ^k> rnltar. Dies Unbehagen erscheint auch erklär» ^ch, denn England würde bei der dauernden Gefahr-^ny seines großen Stützpunktes Gibraltar eine enip-'lndliche Einbuße seiner Machtstellung erleideil. Wie ^ aber häufig bei Dingen von einiger Wichtigkeit j Schicht, so haben sich auch bei Erörterung der Ver-^ültnisse in Gibraltar und im weiteren Anschlüsse "uran bei Besprechung aller englischen Befestigungen ^Europa so viel Unrichtigkeiten und Irrtümer in 7^ Angaben eingeschlichen, dah es nur der Nedeu° ^ug derTatsachen entspricht, wenn eine kurze Nichtig" strung erfolgt. ... Zunächst ist in spanischen Blättern, die in den ^lstersten Farben das Ansameln und allmähliche Ausbreiten englischer Streitkräfte in Gibraltar schil-! "^ln, die Nachricht verbreitet worden, das zur Zeit ^ Gibraltar, in allerdings außergewöhnlich starter ^ahl, vor Anker liegende englische Geschwader führe ^gesamt 21.00« Mann an Bord und erreiche nut ^ Besatzung der Felsenfeste die Stärke von fast ^.000 Mann. Richtig ist dagegen, daß die 42 Schiffe ^ englischen MittelmeergeMuaders nur eine Be« '/lllnnung von 11.240 Mann haben, denen man höa> !lens noch 1000 Mann hinzurechnen kann, wenn man "le Besatzungen sämtlickM Torpedo fah rzeu g e in Be» ^ckfichtigung ziehen will, und daß ferner die Gar° T'lson von Gibraltar nur 4500 Mann stark ist, wo. "Urch alfo die vorerwähnten Zahlenangaben über die ^Nglischen Streitkräfte um mehr als die Hälfte re° °Uzi?rt werden. Auch über die jüngsten Vefestigungs-Alagen, Batteriebauten und Hafeiierweiterungcn in ^lbraltar macl>t man sich vielfach eine falsche Vor-^llung, wenn auch nicht in Abrede gestellt werden ^rf, daß trotz aller Für und Dagegen die Position Englands hier nach wie vor außerordentlich stark ge- nannt loerden muß. Zutreffend ist, daß England durch umfangreiche bauliche Veränderungen an der neuen Handelsmole, sowie an der detachierten Mole, den neuen Hafen sehr wesentlich erweitert hat, so daß die englische Mittelmeer-Flotte in ihrer Gesamtheit ! hier vortreffliche Aufnahme finden kann. Auch die An» läge von Batterien schwersten Kalibers an dem Moorish Schlosse, die zum großen Teile renovierten und mit Panzerplatten verstärkten Felscngalerien, die neue breite Fahrstraße an der Westfront der Fe-! stung sowie der Bau eines Munitionsmagazins sind! Verbesserungen, welche die Bedeutung Gibraltars als Waffenplatz ivesentlich erhöhen. Dagegen hat aber die Tragweite der heutigen Geschütze und die Wirkung! der Nrisanzgeschosse derart zugenommen, daß selbst die stärksten Befestigungen nicht mehr den gleichen I Wert wie früher haben, und rechnet man dazu, daß > ! ill dem vorliegenden Falle die vortrefflich angelegten ^ svanisä>en Stellungen der Forts Carnero, Algesiras,! Amirante und Üarteau nur 6950 bis 8100 Meter von den englischen Befestigungen liegen, so wird man! ve. stehen, daß die gegenwärtigen Besorgnisse der! Engländer nicht gan^ grundlos sind. Der zweite Stützpunkt Englands im Mittelmeere ist Malta. Doch cnich dieses hat nicht mehr seine frühere Bedeutung, trotzdem das Gerücht ausgestreut ^ worden ist, daß hier ein „Maltesisches Bizerta" geschaffen werden sollte und seitdem an den Hafenerwei-terungsbauten und an einigen Punkten der Befestigungen mit geradezu fieberhaftem Eifer gearbeitet ^ wird. Stärker als Gibraltar ist Malta in Bezug auf feine Besatzung, die, bei einer Bevölkerung von nur 24.000 Seelen, 6500 Mann beträgt und darnach das zweitgrößte Truppenkontingent des Drei°Inselreiches ist. Seitdem sich aber Italien in Maddalena einen Waffenplatz ersten Ranges geschaffen und Frankreich in Bizerta und auf Corsica Befestigungen und Hafen» bauten in großem Stile ausführen läßt, ist Malta aus seiner dominierenden Stellung im Mittelmeere verdrängt und die einst Furcht und Schrecken vcr° breitende strategist Linie Gibraltar-Malta ist nahe daran, durch die militarist Bedeutung der Straße TouloN'Corfica-Bizerta zurückgedrängt zu werden. Befestigungen von einiger Bedeutung in Europa besitzt England sonst nur noch im Mutterlandc zum Schutze der Hauptstadt lind seiner weitverzweigten Küsten. Schon im Jahre 1897 entschloß sich die eng° lische Regierung, London »lach den Plänen des Ka> pitäns W. H. Harrison mit einem Gürtel von sechzehn Forts in einem Umfange von etwa 145 Kilometem in Iwischenränmen von je 7—13-5 Kilometer zu um» geben und wurden hiefür auch zunächst 5-5 Millionen Pfund Sterling bewilligt. Tatsächlich aber ist man nur zum Bau einer Anzahl von Magazin» und Depot' räumlichkeiten gekommen, die man im Mobil' machungsfalle in drei bis vier Tagen zu einer zu--sammenhängenden widerstandsfähigen Verteidigungslinie ausbauen zu können glaubt. Die Siche^ rung Londons liegt demnach zunächst noch in den Befestigungen, der Küste, wofür hier in erfter Linie die befestigten Werke an den Mündungen der Themse und des Medway in Betracht kommen, ^c'eben den Forts Garrison Point und Vertons Point ist das Fol°t Grain nahe der Hauptmündung des Medwny zu nennen, und ebenso verdienen die Forts New Ta-vern und Fort Coalhouse hervorgehoben zu werden, die, etwa 32 Kilometer von London entfernt, die Hauptverteidigungslinien an der Themse bilden. Was sonst den militärischen Schutz der Küsten Englands anlangt, so ist damit am besten die Südtüfte bedacht. Hier liegt zunächst Dover, dessen Einrichtung als Kriegßhafen lind Flottenstation ersten Ranges im Jahre 1908 vollendet sein wird; es folgt als Hauptkriegshafen Englands Portsmonth, dessen moderne Befestigungswerke von hohem militärischen Werte sind, und hieran reihen sich die Häfen von Portland lind Plymouth, deren fortifikatorifcher Schutz heute noch teilweife unvollendet ist. Von Befestigungen an der Ostküste Englands tritt nur der Hafen von Leitli am Firth of Forth hervor, und an der Westküste sind die einzig nennenswerten Punkte der Kanal von Bristol, Pembroke am Milford°Hafen und Liverpool am Mersey, die fortifikatorifch geschützt sind. Daß nach vorstehend skizziertem Nilde die Küsten-Befestigungen Englands in Europa noch nicht überall auf der Höhe moderner Anforderungen stehen, dürfte schwerlich bestritten werden. Auf der anderen Seite muß aber davor gewarnt werden, jenem Schutz eine so minderwertige Bedeutung beizumessen, wie es von nicht informierter Stelle ails in letzter Zelt vielfach geschehen ist. Feuilleton. Gin Preisausschreiben. Novellette von Z. Müller. , HZ herrschte eine schwüle Stimmuug im Eß° Zwliner des Redakteurs Doktor Walter. Nicht, daß die ^.ltterung oder die Jahreszeit daran schuld gewesen ware — bewahre, dah war nicht der Fall. Draußen '"chte sogar ein recht kühles Lüftchen, und in kleinen, feinden Kristallen fuhr der Iännerschnee ans Fenster. Es hätte also eigentlich dem Herrn Doktor. ' ^r auH der scharfen Ostluft in das erwärmte Zimmer Nkkonrmen war, worin der einladend gedeckte Eßtisch 'lut seinem kunstvoll gestickten Läufer, dem tadellos glänzenden Porzellan, den zierlich gefalteten Ser. "litten dein Heimkehrenden vielversprechend entgegen-Ulcinzte, sehr behaglich zumute sein müssen. Leider geht aber auf dieser mangelhaften Erde ^lten etwas so ganz nach Recht und Billigkeit zu, wie ^ im Interesse des allgemeinen Wohlbefindens ^lugend zu wünschen wäre. So stocherte denn auch ?" Herr des Hauses sehr kritisch angelegt in seinem ^cllrr herum. ..Und zu einem solchen Mttagsessen braucht man ^W einen ganzen Morgen?" fragte er und hielt eine Kartoffel, die er an seiner Gabel aufgespießt hatte, ""ausfyrdernd in die Höhe. Dabei hütete er sich jedoch wohl, den Blick nach l»n«r Eyj^ z^Z Tisches zu richten, wo Schwieger° mamachen ihrenPlatz hatte. Offenbar paßt es ihm für den Augenblick nicht reM, den Augen zu begegnen, die ihn von dorther über die goldgefaßte Brille hinweg prüfend und fragend beobachteten. Er fah viel» mehr vorwurfsvoll und tiefgekränkt nach der kleinen Frau, die ihm gegenüber fah und ängstlich, mit leise bebenden Lippen, die ihr entgegengehaltene Kartoffel ansah. „Schmecken sie dir nicht, lieber Hermann? Wir haben doch von den guten, roten Kartoffeln genom° men, die du, wie du schon einigemal sagtest, den gelben vorziehst!" „Hier handelt es sich nicht um die Farbe, liebes Kind, die ist hier durchaus nebensächlich: aber ich sollte doch meinen, daß eine Kartoffel, mag sie nun rot oder gelb fein, vor allein gar und weich gekocht sein dürfte!" „Ach! Das sind sie doch ganz gewiß . . . Sieh doch nur, wie aufgefprungen sie sind! Es war die höchste Zeit, sie wegzunehmen . . ." „Natürlich! Ich bin ja wieder einmal ein Mensch, der ohne Zweck und Sinn daherredet! Also diese Kartoffel ist weich? Haha!" Dieses „Haha", das eigentlich recht höhnisch hätte klingen sollen, artete in einen kläglichen Schreckens-ruf ans, denn der Doktor hatte die Kartoffel auf den Teller gelegt, um fie zu zerteilen, aber unter dem festen Drucke der Gabel, der ihre Härte Wui>'W, sollte, war die tückische Kngc-l vom Teller aeglitfcht und lag nun in ihrem ganzen fettigen Glänze alo großer Fleck auf dem schönen Tlschlaufer. „Wie ich mir dachte", sagte Mama gemütsruhig und wandte sich wieder ihrem eigenen Teller zu. „Du hattest eine sogenannte wasserharte Kartoffel erwifcht. lieber Sohn! DaZ kann vorkomme,:, dafür kann nie» inand was." Die junge Frau fuhr hastig mit ihrem Tüchlein wieder in die Tasck>e und beugte das gerötete Gesicht» chen über den Apfel, den sie sich zum Nachtische schälte. Der Herr Doktor beendete sein Mahl schweigend, er» klärte dann auf die Frage der beiden Damen, ob er nicht sein gewohntes MittagsschläfäM machen wolle, mit großer Bitterkeit, daß er dazu leider keine Zeit habe, kramte noch etwas in seinem Zimmer herum, und nachdem er schließlich beim Anziehen seines Ueberrocks mit tiefer Schwermut bemerkt hatte, daß der lose Knopf an diefem Kleidungsstücke immer noch nicht angenäht sei, obwohl er nun schon drei Wochen darum bitte — verschwand er, um sich nach dem Ro daktionsbureau zu begeben. . Schluchzend sank die junge Frau auf nnen Stuhl, während ihre Hand hastig nach ^m Taschen-luche griff, das fie dann krampfhaft vor tne Augen "^ O Mmna. Mama, was geht mit Hennann vor? Warum ist er in den letzten Tageil fo zornig lmd g» reizt? O ich unglücklich Weib! Er liebt nuch mcht mehr, Mama, ich ... ich ..." „Pah, dummes Zeug!" gab Mama zurück und schob' sich den Puff bequem zurecht, um em kleines Schläfchen zu machen. „So sind die Männer meistens, wenn ihnen im Geschäfte, aus dem Bureau und sonst Laibacher Zeitung Nr. 28. 224 5 Februar 1903. Politische Uebersicht. Laibach, 4. Februar. Der Beschluß des jungczechischen Exe« tutivkomitees in Prag, durch welchen die Differenzen im Iungczechenklub beglichen, die Resigna» tion des Dr. P acü, k abgelehnt, die Solidarität aller Abgeordneten der Partei als unerläßlich erklärt, und gebilligt wird, daß dem Neichsratsklub die Wahl der taktischen Vättel von Fall zu Fall überlassen wurde, ebenso wie die gegen die Obstruktion um jeden Preis gerichteten Neden der Abgeordneten Dr. Herold und Dr. Kramar werden von den Wiener Vlättern als Anzeichen angesehen, daß in der parlamentarischen Situation eine Besserung eingetreten sei. Nach der „Neuen Freien Presse" berechtigen die Aeußerungen der czechischen Führer und die Beschlüsse des jung» czechischen Exekutivkomitees zu der Annahme, daß sich in der nächsten Zeit ein Wandel in der czechischen Taktik vollziehen werde und daß dein Abgeordneten-hause ein gewisses Maß von Arbeitsfähigkeit gewährt werden soil. — „Die, Zeit" meint, durch diese Äe' schlüsse habe die Prager Versammlung die von Doktor Pncük geführte Mehrheit gegenüber der radikalen Minderheit in aller Form autorisiert, die Neigung zum Uebergang von der Obstruktion zur Ovportuni-tätsvolitik in die Tat umzusetzen. — Das „Neue Wiener Tagblatt" erwartet, daß die Konsequenzen dieses Beschlusses bald zutage treten werden, und verzeichnet die in Parlamentarischen Kreisen verbreitete Meinung, daß sich die Iungczecheu der Beratung der Staatsnotwendigkeiten, vor allem der Ausgleichs-vorlagen, nicht werden widersetzen können. — Die „Deutsche Zeitung" erkennt als Tenor der gehaltenen Neden, daß die Iungczechen im Abgeordnetenhause nicht gesonnen seien, um jeden Preis Obstruktion zu machen. — Die „Wiener Morgenzeitung" glaubt, man habe Ursache, auf einen ungestörten Verlauf der Parlamentsfefsion zu hoffen. — Das „Neue Wiener Journal" beurteilt das Vertrauensvotum für Doktor Pacük als Beweis, daß man in Prag fich nicht für eine Katastrophenpolitik entschließen kaun. — Die „Oesterreichische Volkszeitnng" weist darauf hin, daß in dm Prager Beschlüssen keine Einheit herrsche. Alan haue zuerst dem Nadikalismus den Krieg erklärt und dann wieder verkündet, daß der Riß zwischen Ge° mäßigten und Radikalen beseitigt sei. Der czechischen Politik der freien Hand hätten die Deutschen eine Politik mannhafter Offenheit und nationaler Ent> schlossenheit entgegenzusetzen. — „Narodni Listy" knüpfen an den Verlauf der Versammlung des jung° czechischen Vollzugs - Ausschusses die Hoffnung, daß nunmehr die gesamte Partei einig und geschlossen vorgehen werde. Seien auch MeimlngsverschiedeN' heiten nicht zu vermeiden, so habe doch die Aussprache zwischen den maßgebenden Wortführern dargetan, daß die Ziele aller Vertreter der czechischen Nation die gleichen seien. Die „Agencc T6l6graphia,ue Bulgare" meldet: Das von einen: auswärtigen Blatte verbreitete Ge» rücht von einer angeblichen Erkaltung der Be° ziehungen zwischen dem, Fürsten und der russischen Regierung ist absolut falsch. Ebenso entbehrt die Nachricht der Blätter, daß die Stellung des. 5k abi nettes infolge der Ver- offentnchung m der Faksimile.Angelegenheit des Mi-nisters Ludslanov erschüttert wäre, jeder Begrün-dung. Das Kabinett erfreut sich andauernd des vollen Vertrauens des Fürsten und der Unterstühung der Mehrheit des Sobranje. Das fortdauernde P i r aten unwesen im Noten Meere hat der italienischen Regie» rung abermals Anlaß zn Reklamationen bei der Pforte gegeben. Kürzlich wurde ein unter italie« nifcher Flagge segelnder Zembut aus Massaua na» niens „Arslan" (Löwe) von Piraten, welche in Dogha, an der arabisäM Küste, ihr Versteck haben, gekapert. Da die Bemannung des Segelbootes seit» dem verschwunden ist, wird befürchtet, daß fie er« mordet oder der Slauerei verkauft wurde. Die ita» lienische Botschaft in Konstantinopel hat diesbezüglich der Pforte kürzlich eine Note überreicht, welche eine strenge Züchtigung der Piraten und das Zustande-» bringen der verschwundenen Bemannung verlangt. Gleichzeitig macht die Note die, Pforte aufmerksam, daß, wenn das Piratcnunweson im Roten Meere fort' dauern sollte, Italien gezwungen fein werde, selbst energischen Maßregeln dagegen zu ergreifen. Tagcsncuigleitell. — (Die drahtlose Telegraphic der Hotels.) Aus London wirb über eine höchst meilwürdige Wahrnehmung berichtet: Unter den Portier» der Hotels auf dem europäischen Kontingent soll nach Mr. Labouchöre ein System „drahtloser Telegraphic" bestehen, durch das die Eigenarten eines Reisenden in Bezug auf Trinkgelder von einem Hotel zum anderen mitgeteilt werden. DieseMitteilung geschehe mittelst der auf das Gepäck gellebten Etikette und der „Telegraphentobe" bestehe in der Veränderung des Winkels, in dem das Etikett angetlebt wird. In einer bestimmten Stellung bedeute das Etikett, daß der Gast zu „kultivieren" sei und daß er für geleistete Dienste auch bestimmt reichliche Anerkennung spende; eine andere Stellung bedeute, baß besondere auf ihn verwandte Aufmerksamkeit ganz verschwendet sei. „Wie weit d,es System vorherrscht", bemerkt Mr. Labouchöre, „kann ich nicht sagen; es genügt mir, daß es besteht." Die Neisenden also, die von der Bedienung des Hotels mit geflissentlicher Gleichgültigkeit behandelt werden, sollten keine Zeit verlieren, ihre Koffer von den Etiketts zu säubern. — (Komponist Planquettc vergiftet?) Aus Paris wird gemeldet: Die Neffen des verstorbenen Komponisten Planqueite haben an die Staatsanwaltschaft das Ersuchen gerichtet, die Leiche ihres Onkels exhumieren zu lassen, und motivierten ihr Ansuchen damit, daß sie den Verdacht hegen. Planquette sei durch Gift aus dem Leben geschafft worden. — (Die Liga der „Weihen R 0 s e".) Auf der Insel Jamaica muh es recht ideal veranlagte Menschen geben. Ein britischer Geistlicher, der sich längere Zeit auf den Antillen aufgehalten hat. gründete während seines Ver-weilens auf Jamaica eine Vereinigung, deren Mitglieder wahrhaft himmlische Eigenschaften besitzen müssen, tvenn sie nicht beständig gcgen die Vorschriften der Liga verstohen wollen. Männlein wie Weiblein, die der „Weißen Nose" angehören möchten, haben nämlich einen Eid darauf zu leisten, daß ste aus keinem anderen Motive als aus uneigennütziger Liebe geheiratet haben, respeliioe heiraten werden. Feiner muß jedes Mitglied schwören, an seinem dereinstigen Hochzeitstage wie überhaupt während seines ganzen Lebens jeden Luxus in Bezug auf Kleidung und Einrichtung seiner Wohnung zu vermeiden, auch leine üppigen Festgelage zu veranstalten und in leiner Weise verschwenderisch zu sein. Die weiblichen Wesen, die dieser Vereinigung beitreten, müsst» sich eines malellosen Nufes erfreuen und dasGelübde ablegt", als Mädchen wie als Gattin bescheiden und tugendhaft z" bleiben und sich stets nach Kräften zu bemühn, ihren A"< gehörigen ein trautes ideales Heim zu schaffen und zu ei' halten. Recht erfreulich ist es, zu hören, bah die „Weihl Rose" bereits eine ansehnliche Miigliederschaft zählt, die be ständig im Zunehmen begriffen ist. — (Eine Rechnung über Entfüh rungs' 1 0 ste n,) Ein ganz unerwartetes Nachspiel hat, wie Paris" Blätter erzählen, die mit einer Heirat beendete Entführung^ geschichte des Fräuleins Le Play durch den Dr. Marcile g<< habt. Dieser junge Arzt, der sich schon durch die Anwendung des Automobils bei Herzensfragen als kühner Neuerer ei< wiesen hat, ist ein ganz prächtiger Vertreter der jungen Oe-neration, deren kaltblütigen Militarismus Alphonse Daubt! so beißend als den der Herren llu lloiniol' lmtoau gegeißelt hat. Nach der Vermählung legte nämlich Dr. Marcile seinem Schwiegervater mit kühler Vornehmheit eine Kostenrechnung über die Entführung im Vetrage von 40,9 Franken vor. dir Herr Le Play etwas erstaunt nach einige^ Bedenken bezahlte, um Weiterungen zu vermeiden. — (Gesegneter Appetit) Russische Älättel berichten aus Kiew: In eine der ersten Restaurationen tral gegen 11 Uhr vormittags ein kräftig gebauter Mann und lieh sich ein Gabelfrühstück servieren. Er verzehrte neun Po^ tionen Kotelette, sechs Flaschen Vier. fünf Nouteillen Wein, zwei Flaschen Selterwasser, zwei Schwarze und vier Veni' biltiner, zahlte die Nota mit 2? Rubel 40 Kopeken, gab 2 Rubel Trinkgeld und verließ frisch und munter das Lokal, begleitet von dem Staunen des gesamten Kellnerpersonals, bcm ein so gesegneter Appetit noch niemals vorgekomnie» war. Was der Mann erst zum Diner essen mag! — („E r travagan t".) Zwei neupatentierte Lehttl meldeten sich jüngst — so erzählt der Verner „Bund" — an eine bernische Schule. Die Schulkommission verlangte ihre Zeugnisse zu sehen, welche in nur einem Stücke für jeden bestanden, nämlich im Abgangszeugnisse bom Seminal-Der eine war im Zeugnisse folgendermaßen charakterisiert' „Ziemlich begabt, aber manchmal etwas extravagant". Di< Schulväter hatten einige Mühe, das letzte Wort sicher zu entziffern, dann aber schüttelten sie die Köpfe mit großer Entrüstung: „Es wär scho bös gnue, baß sie us dem Seminal Vagante schicke, aber diese isch be no a Ertra-Vagant!" — (Einer der schwersten Männer Euro' Pas) lebt in dem Städtchen Willcnberg in Ostpreußen. 6s ist dies der dortige Hotelbesitzer Hans Fromm, der 5 Zentnel 2 Pfund wiegt. Lolal- und Provinzial-Nachnchten. — (Personal nachricht.) Seine Exzellenz del Herr Landespräsident Baron He in und Frau Baronin He in sind gestern abends aus Wien nach Laibach zurückgekehrt. — (Zur Tätigkeit der städtischen Rettungsstation.) Im Monate Jänner trat die Rettungsstation in 36 Fällen in Altion, und zwar bei 18 MännelN und 18 Frauen. Die Krankheitsfälle waren nachstehende: 2 Anfälle von Irrsinn, 1 Geburtsanfall. 3 Beinbrüche, 1 El-frierung, 2 leichtere Unfälle :c. — 9 Patienten wurden aus einer Krankenanstalt in die andere transferiert. 16 Kranle aus der Wohnung in das Landesspital überführt; 5 von btl Straße in das Spital und 3 aus demselben nach dem Bahn" Hofe und 2 vom Bahnhöfe ins Spital überführt. — M'l 1. Jänner l. I. hat die Rettungsfunltionen die hiesige frei' willige Feuerwehr übernommen. Den diesbezüglichen II^ spettionsdienst versehen ununterbrochen zwei Mann. Äei größeren Unglücksfällen interveniert die ganze Mannschaft der Wachstube im „Mestni Dom". Bei der Rettungsstation wirken unentgeltlich alle Hivilärzte der Stadt. Die Station im Berufe etwas in die Quere gekommen ist. Dazu schweigt eine vernünftige Frau ganz mäuschenstill und wartet ruhig ab, bis wieder besseres Wetter kommt. Sollst sehen, wenn er hente abends heimkehrt, ist alles in schönster Ordnung."--------------------------- Die gute Mama, die mit ihrer behaglichen Fülle, ihrem lieben, freundlichen Gesichte doch wirklich gar nicht aussah wie eine Sibylle, hatte trotzdem mit ihrer Vorhersagung voll und ganz richtig geurteilt. AIs Doktor Walter am Abend nach Hause kam, schien er merkwürdigerweise gar keine Ahnung davon zu haben, daß er mittags auf geradezu welterschütternde Art den hänslichen Frieden gestört hatte. Liebevoll begrüßte er Mutter und Frau und erkundigte sich dann mit zärtlicher Teilnahme, ob letztere Kopf» schmerzen habe, da ihre Augen so müde und trüb blickten. Aengstlich schmiegte sie den Kopf an seine Schul-ter. „Ich dachte, du seiest mir böse. Hermann?" „Ich? Keine Spur! Wie kommst du darauf?" „Du warst doch heute Mittag . . ." Etwas beschämt rieb Doktor Walter seine Brillen» gläser. „Ach, warum nicht gar!" Er zwinkerte schuld» bewußt mit den Augen nach der Mama hin. „Weißt du, ich . . . na ja, man hat doch manchmal recht ärgerliche Geschichten . . . nnd da . . ." „Armer Mann!" sagte die kleine Frau schmei» chenld. „Was war es denn wieder?" (Schluß folgt.) Die rote iocke. Kliminalroman von Vrnft vou »aldow. (Fortsetzung.) „Verzeihe mir, Ferdinande, wenn ich dir unrecht getan habe", bat Angelika, unwillkürlich getroffen durch den Ton schmerzlicher Entsagung. „Aber wäre es denn nicht möglich, mit der Zeit zum Ziele zu ge> langen?" „Wie meinst du das?" „Du bist noch jung und könntest ja warten, bis Sternwald sich eine Stellung errungen hat." „Ach, liebste Angelika, darüber könnten wohl zehn Jahre vergehen! Adolf ist jetzt Verteidiger in Straffachen, das heißt: erst im Beginne seiner Lauf» bahn, und so viel SäM'fsinn und Wissen er auch besitzt — wenn das Glück ihm nicht günstig ist, wird er sein Lebelang ein armer Advokat bleiben, der, wenn er fich verheiraten will, eine reiche Vraut suchen muß." Angelika erwiderte nichts, sie blickte nachdenklich vor sich hin; endlich sagte sie langsam: „Du rühmst die Geistesgaben und den Scharf» sinn Adolf Stcrnwalds, weil du ihn liebst. Deshalb erscheint er dir so bedeutend." „Nein. nicht deshalb allein. Mein Vater, der un» sere Verbindung gewiß nicht gern sehen würde, hat ihm trotzdem die Gerechtigkeit widerfahren Icrssen, ihn einen ausgezeichneten Juristen zu nennen." „Das gibt den Ausschlag bezüglich eines PImies, welchen ich soeben gefaßt habe." „Welchen Plan?" „Deinen Freund und Iugendgespielen zum Ve? leidiger meines Gatten zu wählen." „Ist das dein Ernst?" „Mein voller Ernst!" „O, wie danke ich dir, Angelika! Sterntvald wird sicher sein Bestes tun, um dir dein Vertrauen zu lohnen. Doch hängt die Sache nicht allein von dir ab. Roderick) von Landskron hat, wie ich hörte, den Bei^ stand eines Verteidigers überhaupt abgelehnt." „Allerdings, doch werde ich ihn zu bestimmen suchen, den Doktor Sternwald zu empfangen. WenN ich es als einen Beweis seiner Liebe fordere, wird et mir die Bitte nicht abschlagen." „Darf ich mit Sternwald sprechen?" „Ich bitte dich sogar darum." „So werde ich noch heute zu seiner Schwester gehen. Adolf mag sich inzwischen eine oberflächliche Kenntnis des Falles verschaffen, bis ihm Gelegenheit gegeben wird, die Nntersuchungsakten zu studieren." „Ja, das ist jedenfalls gut. Weißt du, Ferdi/ nande, lade deinen Freund ein, morgen den Tee mit uns zu nehmen. Ich bin jetzt Frau", fügte sie mit einem allerliebsten Lächeln hinzu, das an die frohen Scherze vergangener glücklicher Zeiten gemahnto, „und da darf ich schon in meinem kleinen SaloN Gäste empfangen." Ferdinande hatte sich erhoben und die Freundn' umarmend, sagte sie in ihrer entschiedenen Vkise: „Tu weißt, meine Zeit ist gemessen, denn meiner warten gar vielerlei Geschäfte daheim, deshalb niib ich keine Minute verlieren, mich dieses wichtigen 3luf- ^ üaibacher Zeiwng Nr. 28. ___________ 225 5. Februar 1903. ^t durch das Telephonamt mit der Zentrale verbunden und lann somit in dieser aufgerufen werben. Tote und Personen ln.lt ansteckender Krankheit werden durch die Rettungsstation N'cht befördert. ' x. — (Wohl tät igleits-Post karten.) In der »Tagespost" trat unlängst der auch in hiesigen Kreisen wohl-plannte Herr Oberlandesgerichtsrat Dr. Karl Paeuer in l?laz für die Einführung von Wohltätigleits-Postlarten UN. In seinen Grundzügen ist das Institut der Wohltätig-leUslartcn nach den Ausführungen des Herrn Dr. Paeuer folgendermaßen gedacht: 1. Es werden durch die Staatsbehörde Postkarten und auch Marken zu entsprechend geringen Beträgen (10 II bis 1 X) gegen EinHebung eines Itortoaufschlages (1 bis 2 k per Karte ober Marke) in Ver-ichleiß gesetzt und zur postamtlichen Beförderung gleich gewöhnlich frankierten Korrespondenzen Zugelassen. 2. Adressa-^n können nur Humanitäts-Anftalten und Vereine sowie Ikitungs-Redaliionen sein, welche die Kartenberechtigung ^>^> Eintragung in das biesfällige Verzeichnis behördlicheres erwirkt haben. 3. Die Einlösung (Auszahlung) der ^arlenbeträge erfolgt durch das zuständige Postamt gegen Germer! in einem zugleich als Legitimation dienenden Kon-slgnationsbiichel; sie soll auf bestimmte Tage in der Woche, eventuell Tagesstunden, beschränkt werden. 4. Postkarten an Redaktionen haben auf der durch Vordruck bezeichneten stelle die Angabe des WidmungZzweckcs zu enthalten, loidrigens sie, wenn unausgefüllt, als dem Ortsar me nfonbs ^fallend, unmittelbar diesem ausgefolgt werden. Letzteres ^itt auch ein bei Kariensendungen an private Adressaten, ^nn bei jenen an Vereine, Anstalten und Zeitungen, welche 'n das Verzeichnis nicht eingetragen sind, sowie bei Sendun-3kn, welche ein, obschon berechtigter Adressat anzunehmen verweigert oder mit dem Vermerke „nicht angenommen" rück->lellt. 5. Die tartenberechtigten Wohlfahrtsvereine und Anstalten werden in jeder eisten Quaitalsnummer des Amtsblattes und gelegentlich in anderen Tagesblättern zur all« ^Meinen Kenntnis kundgemacht; dagegen genügt im Falle ber Teilhabung eines Zeitungsblattes an dem Kartenverlehre bie Führung einer gesonderten, dies in der Aufschrift ausrückenden Rubrik in der eigenen Sonntagsnummer des Blattes. 6. Die Mitteilung einer Unfallsereignung in dieser Rubrik gilt als Sammel-Aufruf. Der Aufruf soll in der ^tgtl auf akute persönliche und familiäre Unglüösfälle be-'chränlt bleiben und. wo tunlich, die Wohnungsadresse der Notleidenden enthalten. Er steht im freien Belieben der Redaktion. Widmungen zu gesetzwidrigen Zwecken unterliegen ber Konfiskation zu Gunsten des Armenfonds, wogegen der Beschwerdeweg zulässig ist. 7. Karten, welche den Zeitungs-ledaltionen mit freigewählten, nicht auf einen Aufruf bezug-habcnden Widmungen zugehen, können von denselben ent-lveber widmungsgemäh oder nach Ermessen für ihre sonst ^rgeinerttcn Supplilanten verwendet oder aber für den ^lrmcnfonbs zurückgelegt »verden. 8. Es kann Redaltionen Angesichts ihrer Vertrauensvollmacht ferner nicht benommen sein. ausnahmsweise, bei unverhältnismäßig hohen Samm-lungsergebnissen zu Gunsten eines Bittstellers, die eingegangenen Beträge bis zu einem Drittel auch für andere Mitbewerber zu verwenden. Das gleiche Recht, und zwar ohne Beschränkung, soll Platz greifen können, wenn ein Bittsteller den 3eitungsaufruf durch grobe Entstellungen oder wissentliches Verschweigen eines bereits für ihn laufenden gleichen Aufrufes erschlichen hat. 9. Die Art der Vormerlführung bleibt dem Gulbcfinden der Redaktionen überlassen; selbstverständ" !)ch jedoch empfiehlt sich eine summarische (wöchentliche) Veröffentlichung der Sammelergebnisse in der zuvor gebachten Rubrik zur Information und als Regulativ für das Publi-lum. Achnliche Nachweisungen können für Anstalten und Vereine wünschenslvert erscheinen. 10. Die Wohltätigleits-larten werden in Formatgröhe und Farbe unterschiedlich bon den bestehenden Korrespondenzkarten ausgegeben. Sie haben an der Vorderseite oben den Raum für noch vier bis fünf Nebenmarken, in der Mitte den Vordruck für die ^ageö zu entledigen. Morgen hast du Bescheid und ich ^lbst werde ihn dir bringen." „Ich hoffe auf gute Notschaft!" versetzte Angelika zuversichtlich. Und ihr Vertrauen sollte sie nicht täuschen. Adolf ^tcrnwald erklärte sich bereit, das schwierige Amt "ncs Verteidigers des Grafen Landskron zu über- "ehnien. Angelika hatte eine lange Unterredung mit ihm Und sie verschwieg ihm auch nicht die Gefahr, in wel° ^r seine Liebe schwebte; schloß sie doch ganz richtig, °aß dieser Umstand den jungen Mann zu den höchsten ^lnstrengungen anspönnen werde. Es stcnrd ja außer "Weisel, daß, loenn es dem unbekannten Verteidiger gelang, in einem so sensationellen Prozesse gu siegen, >^n Ruf begründet, sein Glück gemacht war. Jetzt galt es für Angelika, nur noch die EinWilli-6ung des Gatten zu erlangen, und das ward ihr in b" Tat nicht fchwer. Durch den höchsten Veweis ihrer Liebe und ^reuc, den sie Nodorich gegeben, hatte sie denselben ^r tödliäM Teilnahmslosigkeit entrissen, die ihn bis V"i in ihrem Vanne gehalten: or begann seine -^llwM^ wiederzugewinnen: er wollte leben, llnlckllch soin, und es erschien ihm wieder möglich, in "'m Nampse gegen ein feindliches Geschick zu siegen. Er uahm daher Angelikas Vorschlag an, und ""m die Gatten sich auch nur eine Viertelstunde Mtten schon und sprachen können, noch dazu in Gegen« wnrt deö Untersuchungsrichters, so erfüllten diese "ugonulicke des Glücks sie doch beide mit Freudigkeit ltnd neuem Mute Adresse (Verein. Institut oder Zeitungs-Redaltion) und unterhalb den offenen Wibmungsvermcrl „infolge Aufrufes für . . ." zu enthalten. Auf der Rückseite können Namen der Absender, Ort, Datum und ein allfälliger Widmungszusah bis zu fünf Worten Aufnahme finden; weitere Mitteilungen unterliegen der Portopflicht. Behufs Anregung des Absatzes werben auch ausgewählte Marlenhefte in Vertrieb geseht. — (Beim t. l. Verwaltungsgerichtshofe) wird am 11. b. M. eine öffentliche mündliche Verhandlung über eine Beschwerde des Vinto Kolöet in Laas wider das l. l. Finanzministerium wegen Gebühren-Begünstigungen (2 Fälle) stattfinden. — (Abschieds fest.) Es wirb uns berichtet: Die Studenten des t. l. II. Staatsgymnasiums veranstalteten am verflossenen Samstag dem Herrn Prof. V. Vorätner zu Ehren, anläßlich dessen Pensionierung, ein Abschiebs-Konzert. Sie hatten schon im Anfange des Schuljahres mit Bewilligung des Herrn Direktors ein Streichorchester gegründet. Unter Leitung de» Kapellmeisters Herrn Heidegger spielten sie mehrere Stücke, darunter einige sehr schwere. Der Chor der Stubenten desselben Gymnasiums sang auch mehrere Lieder mit großem Erfolge. Auf die Anrede eines Studenten bedankte sich Herr Prof. VorZtner herzlich und verabschiedete sich mit tränenden Augen. Zur schönen Feier waren auch alle Herren Professoren erschienen. — (Geschwornenauslosung in Rudolfs-wer t.) Für die I. Session des Schwurgerichtshofeö in Ru-bolfswert wurden zu Hauvtgeschwornen ausgelost: Alois Meöan, Grundbesitzer in Korenitla, Stephan Koxar, Fleischer und Nealitäicnbesitzer in Tschernembl, Franz Marin-Ket in Ecrklje, Martin Hpchar, Gastwirt und Realitätenbesitzer in Dolenja Njiva, Matthias Turk, Grundbesitzer in Stoclenborf, Johann Lipar. Realitätenbesitzer in Savenstein, Matthias Ionke, Gastwirt und Rcalitätenbesitzer in Lichten-bach, Matthias Gorenc, Grundbesitzer in KoZno, Karl Schener, Fleischer und Realitätenbcsitzer in Gurlfeld, Michael Tauses, Handelsmann und Realitätenbesitzer in Hrib, Franz Pibernit, Handelsmann und Realitätenbesitzer in Unter-Suhor, Jakob Humel, Grundbesitzer in ObreZje, Fr. Vrunslolc, Spenglermeisier und Hausbesitzer in Tscher-ncmbl, Josef Zupanc. Realitätenbesiher in Töplih. Anton Ulm, Landtagsabgeorbneter und Herrschaftsbesitzer in Klin-gcnfels, Johann Dulcr. Müller und Nealitätenbesiher in Krtina, Josef Rubman. Handelsmann und Realitätenbcsitzcr in Kröta Vas, Johann Mebitz, Gastwirt und Realitäten-bcsitzer in Unter-Deutschau, Franz Oblal, Realiiätenbesitzcr und Gastwirt in St. Gregor, Franz Kleinen. Handelsmann und Realitätenbesiher in Tschermoschnitz, Franz Tratar, Grundbesitzer in Slrovnil, Josef Kek. Grundbesitzer in Plusla, Josef Mausser, Gastwirt und Realitätcnbesitzer in Eebental. Alois Rizzoli, Versicherungsagent in Reifnitz, Anton Tom5e, Grundbesitzer in ^atei, Franz Stergar. Grundbesitzer in Leslovec, Johann Ho6evar. Fleischhauer und Realitätenbesiher in Grohlaschih, Ignnz Majcen, Gastwirt und Besitzer in Nassenfuh, Stephan Vodboj. Reali-tätenbesiher in Adamovo, Karl ßaäelj. Bäcker, Gastwirt und Rcalitätenbesitzer in Nasscnfuh, Ignaz MMon, Grundbesitzer in Zbure, Josef Virant, Grundbesitzer in Groß-laschih, Franz Rumpret, Lederer und Realitätenbesitzer in Gurlfeld, Johann Ko»icel, Hutmacher und Besitzer in Sei-senberg, Josef Podboj, Fleischer und Realitätenbesitzer in Neifnih, und Johann Fornbacher, Tischlermeister in Gott-schee; zu Ergänzungsgcschworncn: Franz Rohrmann, Gastwirt und Realitätenbesitzer in Kleinslateneck, Andreas Agnitsch, Spenglermeister und Hausbesitzer in Rudolfswert. Franz Rifelj, Grundbesitzer in Loöna, Franz Hönigmann, Kaminfegermeister und Hausbesitzer in Rudolfswert, Peter Gorupiö, Schmied und Hausbesitzer in Kanbia. Anton Ogrin. Handelsmann und Hausbesitzer in Rubolfswert. Anton Gaönit, Gastwirt und Fleischhauer in Rubolfswert. Anton Zali, Hausbesitzer bei Werschlin und Franz Kastelic, Gastwirt und Realitätenbesitzer in Rudolfswert. —s— Der dunkle Punkt. Es hatte anfänglich verlautet, daß die Schwur» gerichtsvcrhandlung gegen den Grafen Landskron zum Veginn des neuen Jahres, etwa um die Mtte Jänner, statthaben werde. Die Aerzte erklärten jedoch einstimmig, daß der Angeklagte sich noch nicht im Vollbesitze seiner kürper» lichen und geistigen Kräfte befinde und man ihm Zeit lassen müsse. Deshalb wurde die Verhandlung vertagt. Angelika atmete auf! waren doch alle Frennde ihres Gatten der Ansicht, daß besonders viel daran gelegen sei, Zeit zu gewinnen, um alle möglichen Schritte zu tun, das geheimnisvolle Dunkel zu, lüften, welches das Verbrechen noch immer umgab. Adolf Sternwald hatte die Akten mit der Pein-lichsten Genauigkeit studiert und der gewandte Jurist verhehlte sich nicht, daß die Sache seines Klienten schlecht stehe. Er hatte darauf mit dem Grafeil, der sich noch immer im Incmisitenspitale befand, eine lange Unter« redung gehabt. ^ür ihn selbst war es unzweifelhaft, daß Roderick) unschuldig, daß er entweder das Opfer einer teuf-tischen Intrigue sei, oder daß ein Zusammentreffen ungünstiger Umständs ihm verhängnisvoll geworden war. (Fortsetzung folgt.) — (Kr -: nlenbewegung) In dem Hausspiiale der hiesigen Landes-Zwangsarbeitsanstalt wurden während des abgelaufenen Jahres 223 erkrankte Zwänglingc behandelt, von denen 189 geheilt. 10 dem Landes-Kranlenhause überstellt und 16 wegen unheilbarer Krankheiten aus der Anstalt entlassen wurden, während 3 gestorben sind. Dem-nach verblieben mit Ende des Jahres 1902 noch 5 Kranke im Hausspitale. Während des ganzen Jahres 1902 wurden welters ambulatorisch 3083 erkrankte Iwänglinge ärztlich behandelt. Im allgemeinen war in der Zwangöarbeitsanstalt der Gesundheitszustand ein guter; die meisten erkrankten an den Atmungsorganen; schwere akute Ertrantungen kamen selten vor. __^ — (Fa sch in gsch ron i l.) Der Lesevercin in Nassenfuß veranstaltet Sonntag, den 15. d. M., in den Gasthauslolalitäten des G. Vlafius Mcviclj eine Vereins. Maskerade. Der Eintritt beträgt 1 X für Masken, nicht-maslierte Besucher zahlen 1 X Strafe. Anfang um 8 Uhr abends. H. — (Das Handelslränzchcn in Kr a i n b u r g) vereinigte am 1. d. M. eine Auslese alles dessen, was in Krainburg als elegant und schick gilt. Kaum schlug die Stunde des Beginnes, so eilte ein munteres Völkchen über den nett in Grün dekorierten Aufstieg in den s'italnicasaal, der sich in seinem festlichen Putz, durch die Embleme des HandelsstandeZ die Widmung des Abends in sinniger Weise ausdrückend, umso hübscher repräsentierte, als auch dicVühnr einen stilgemäßen Schmuck auswies. — Die Klänge des ersten Walzers riefen zur fröhlichen Nachtarbeit; die junge Welt warf sich mit Feuereifer auf dieselbe und hielt sich sc> wacker, baß der gewissenhafte Chronist im Gegensatze Zu früheren Jahren konstatieren muß. die Tanzlust sei bei der Herrenwelt — bei den Damen ist die Stellungnahme ohnehin klar — in dem Maße rege geworden, baß die Tänzerinnen kaum zum Sitzen kamen. Das ist umsomehr anzuerkennen, als. wie die Quadrillen zeigten, 40 Paare, eine für Krainburg und die (,'italnicaräume fast zu hohe Zahl, d«n Saal belebten. Dieser Erfolg kommt zu gleichen Teilen auf Rechnung des Festausschusses, der auch hübsche Damenspenden besorgt hatte, ferner auf Rechnung der Tanz-Übungen, die im laufenden Winter stattgefunden hatten, und einer Tanzmusik, die die Tanzenden förmlich elektrisierte; das tat wirtlich die Abteilung der Militärkapelle des Infanterieregiments Nr. 47 aus Görz, die für das Kränzchen gewonnen worden war. — So kann denn der Festausschuß mit Befriedigung auf den Verlauf der Veranstaltung zurückblicken, die auch zu Gunsten der Studentenlüchc einen Ueberschuß abgeworfen haben dürfte. —in— — (Feuer wehrl ranz chen in L i t t a i.) Man schreibt uns aus Littai: Bekanntermaßen erfreuen sich die seitens der Fcucrwehrlorporationen in den einzelnen Orten veranstalteten Faschingsunterhaltungen seit jeher großer Popularität. Echte Gemütlichkeit, gepaart mit wahrer, in den richtigen Grenzen gehaltener Karnevalsfreude, zeichnen diese Unterhaltungen besonders aus. Auch die heurige Veranstaltung, welche seitens der hiesigen freiwilligen Feuerwehr am verflossenen Sonntag in den reichgeschmückten Lokalitäten des Herrn Georg Oblal in Littai erfolgte, kann ihres besonders gelungenen Arrangements wegen zu den besten Faschingsunterhaltungen unseres Marktes gezählt werden. Das Kränzchen erfreute sich selbstverständlich eines vorzüglichen Besuches und dem Tanzvergnügen, bei welchem das heimische Streichquartett zum erstenmale die Musik besorgte, huldigte jung und alt — hievon die Mehrheit bis zum anbrechenden Morgen. —ilc. — (H a n d we r le r l r ä n z ch e n in S a g o r.) Aus Sagor wirb uns berichtet: Unsere Handwerker gaben am 1, b. M. im Salone des Herrn Lulas Habat in Töplitz bei Sagor eine mit Tanz verbundene Faschingsuntcrhaltung, welche sich eines recht guten Besuches zu erfreuen hatte. Bevor der Tanz in seine Rechte trat. gelangte von heimischen Dilettanten der lustige Schwant „Lumpazi Vagabundus" zur Aufführung. Sowohl die Inszenierung des Stücks als auch die Leistungen der einzelnen Darsteller waren bortrefflich und erregten viel Heiterkeit. —ik. — (Das Tanzlränzchen der Gastwirte, Kaffeesieder :c.) findet heute abends in der Restauration Eder (Kasino-Glashalle) unter Mitwirkung der Laibacher Vereinslapelle statt. Die Tänze werden vom Tanzlehrer Herrn G. Mortera geleitet werden. — Da das Reinerirägnis der Genossenschafts - Krankenkasse der Gastwirte, Kaffcesicder :c. zufließt und writers für die Veranstaltung umfassende Vorkehrungen getroffen wurden, steht eine zahlreiche Beteiligung am Kränzchen i« Aussicht. — (Verunglückt,) Der 46jährige, verheiratete, beim Besitzer Matthias Pauiä in Altenmarkt bei Treffen als Knecht bedienstelc Anton Stariä kam vor einigen Tagen abends angeheitert nach Hause. Er setzte sich auf die zum Heuboden führende Stiege und schlief ein. Da in derselben Nacht große Kälte l)errschtc, so erfroren ihm beide Füße und er konnte sich nicht mehr von der Stelle rühren. Stanö wurde sofort der ärztlichen Behandlung zugeführt. 3. — (Ertrunlen.) Am vergangenen Sonntag abends war der bei einem Sägemühler in Dolenja Vaö, politischer Vezirt Krainburg, bedienstcte 30jährigc I°ha"" Vergant in ziemlich angeheitertem Zustande auf dem Heunwege la g« »""' "" w« W^r^^ftm,^^^ ^ 2, v M, n ^.. ^ blichen Todes der dem Trunte ergebene Be» Ur I°^ Olivet, Gerichtsbezirl Krainburg. Er hatte °m genannten Tage acht Achtelliter Brantwem ge- — (Nach Amerila.) Im Monate Jänner haben sich aus dem Verwaltungsgebiete Littai insgesamt 41 Personen nach Amerika begeben, beziehungsweise wurden soviel Personen Reisepässe behördlich ausgestellt. —ilc. Laibacher Zeiwng Nr. 28. _____________________________226 5. Februar 1903. — (S chu r fb e wi l li gu n g.) Vom Nevierbergamie in Laibach wurde dem Herrn Franz Ionle, Bergwerks- und Realitätenbesitzer in Gottschee, für den Bereich der politischen Bezirke Gottschee, Littai und Rudolfswert die Schurfbewilligung auf die Dauer eines Jahres erteilt. —ik. — (Sanitäts-Wochenbericht.) In der Zeit vom 25. bis 31. Jänner lamen in Laibach 18 Kinder zur Welt (24 93 A), dagegen starben 25 Personen (34-63 <^). und zwar an Keuchhusten 1, an Tuberkulose 9, an Entzündung der Atmungsorgane 5, an sonstigen Krankheiten 1s) Personen. Unter den Verstorbenen befanden sich 8 Ortsfremde (32 ^) und 10 Personen aus Anstalten (40 A). Infeltionserlranlungen wurden gemeldet: Masern 5, Scharlach 3. Keuchhusten 1. Diphtheritis 1. — (Heilung von Knochenfraß und Knochenbrand.) Aus Wien wird gemeldet: Hofrat Professor Mosetig hat eine sensationelle Erfindung auf chirurgischem Gebiete, die sogenannte Knochenplombe, gemacht. Dieselbe soll die Heilung bei Knochenfraß und .Knochenbrand bewirken und ist von Professor Mosetig bereits mit Erfolg an Patienten angewendet worden. Die Plombe besteht aus einer Mischung von Jodoform, Sefamöl, Spermazeti. Patienten mit schweren Knochenleiden konnten bei Anwendung der Plomben, ohne daß eine Operation nötig gewesen war, nach drei bis vier Wochen als geheilt entlassen werden, — (Laibachcr Eislaufverein.) Infolge des Wilterungsumschwnnges mußte das für Montag angesagte Kostümfest auf dem Eislaufplatze unter Tivoli unterbleiben. Dasselbe findet nun morgen von 7 bis 10 Uhr abends statt. Eintrittsgebühr für Mitglieder gegen Vorweisung der Jahres- oder Saisonlarte 40 1i. für Nichtmitglieder 1 X. Ohne Karte ist der Eintritt ausnahmslos nicht gestattet. — (Ein Fa m il ien t a nz a be nd) wurde gestern von der Laibacher ('italnica im großen Saale des „Narodni Dom" veranstaltet. Die Damen waren hiezu meistenteils in den anmutigen Kostümen erschienen, welche auf dem Tou-ristenballe soviel Gefallen erregten. Die Quadrillen wurden von Herrn M. Paternoster mit Umsicht geleitet; zum Tanze spielte die hiesige Vercinslapelle mit Ausdauer auf. — (Von der SüdbaH n.) Ueber das Projekt, betreffend die Umgestaltung des Handschranlens der Wegübcr-setzung zwischen'Laase und Krchnitz in einen Zugschranlen mit automatischem Läutewerke, wird die politische Begehung an Ort und Stelle am 23. d. M. stattfinden. Näheres im Gegenstande enthält die Kundmachung im Amtsblatte. —<,. ^ __ Grühlingserwache n.) Wie uns aus Littai berichtet wird, herrscht dortselbst bereits seit mehreren Tagen das prachtvollste Frühlingswetter. Der Schnee ist längst verschwunden und die sonnseitig gelegenen Waldränder beginnen bereits den ersten Blumenschmuck anzulegen. Anemonen. Schneeglöckchen, Primeln, die schwarze Niehwurz sowie das Heidekraut stehen schon mancherorts in der schönsten Blüte. "lil. — (Wahl.) Bei der am 29. v. M. stattgefunbenen Konstituierung der Sanitätsbistriltsvertietung Landstrah wurden die Herren Valentin U r 8 i ö zum Obmann und Raimund Dole 5 aIet, l. l. Landesgerichtsrat, zum Ob-mannstellvertretcr gewählt. Als Mitglieder gehören dieser Sanitäisdistriltsvertretung folgende Herren an:Franz Do-linarin Grohdolina, Johann Tom 3 e in Globoöice, Johann Bartel in 5utna. Josef Polanc und Josef Tavöarin St. Vartelmä und Leopold B u 5 a r in Landstrah, ferner als Ersatzmänner die Herren Johann Feigel in Iessenitz und Anton M e stel in ßutna. —o. — (K aminfeue r.) Gestern vormittags entstand im Hause der Helena Kastelic an der Unterlrainerstraße ein Kaminfeuer, das jedoch von den Hausleuten alsbald gelöscht wurde. " (Roßhaarbiebstahl.) Vorgestern nachmittags wurden vor dem Geschäftslolale des Ant. Ieöminel. Peters-strahe. von einer Frauensperson 19 k^ Roßhaar im Werte von 76 1< entwendet. Die Diebin wurde eruiert. Das gestohlene Roßhaar wurde bei der Hausdurchsuchung unter einem Bette gefunden. — (Richtigstellung.) Von der Frau Johanna Treo werden wir um die Mitteilung ersucht, daß der Knecht Johann Svetel, von welchem gestern unter der Spitzmarke ..Tierquälerei" die Rede war, nicht in ihren Diensten steht. — (Korrigenda.) Ins gestrige Feuilleton haben sich einige störende'Fehler eingeschlichen. Es soll heißen: erste Spalte. Mitte: durchschritten sie, zweite Spalte, letzte Zeile: Seit langem blickte sie ... fünfte Spalte. 9. Zeile: Kein (nicht Sein) schönes Himmelszelt. Der Dichter heißt II«l'lui-sI.V2U(I« nicht ll^Iiu^rälil?. * (Abgängi g.) Der beim Gastwirte Val, Mrak an der Maria Theresienstraße Nr. 14 bedienstete Knecht Franz Trepotec ist seit 2, d. M. abgängig. Trepotec ist ein Alkoholiker, und man befürchtet, daß ihm ein Unglück zugestoßen sei. — * (Verlorene Gegenstände.) Auf dem Wege von der Landwehrstraße bis zur Polanastraße wurden eine qolbene Damenuhr und eine goldene Uhrlette mit einem An-hängsel verloren. — Auf dem Wege vom Rain bis zur Fran-ziskcmerlirche und von hier bis zum Nambergschen Hause in der Dalmatingasse wurde ebenfalls eine goldene Damenuhr verloren. — Die AuZzüglerin Maria Purtal aus Visolo bei Vrunndorf verlor unbekannt wo in der Stadt ein Papierpalet mit drei Zwanziglronen- und einer Zehnlronen-Note. * (Verlorene Wäsche.) Die Wäscherin Fran-gisla Verbinc aus Vizovil verlor auf dem Wege von der Volanastrahe bis Vizovik ein Bündel Wäsche (7 Leintücher. <) Hemden. 5 Unterhosen und 1 weihleinenes Jäckchen). Die Wäsche war mit den Buchstaben A. A. gemarkt. — (Verloren) wurde auf dem Wege Rain, Juden-, Wolfgllfse. Üandesgerichtsstrahe eine goldene Damenuhr. Der redliche Finder wird gebeten, selbe bei der Administration dieser Heilung abzugeben. — (Gefunden) wurden auf dem Touristenballe im „Narodni Dom" ein goldenes Armband, ein Goldschlüsselchen, ein Fächer und eine Tabaldose. Diese Gegenstände können im Zimmer des slovenischen Alpcnoereines im „Narodni Dom" in der Zeit von 6 bis 7 Uhr abends abgeholt werben. " (Nach Amerika.) Gestein nachts haben sich vom hiesigen Sübbahnhofe aus 93 kroatische und 11 lrainische Auswanderer nach Amerika begeben. Theater, Kunst und Literatur. " (Deutsche Vühne.) Infolge der Erkrankung von Frau Paulmann wurde gestern an Stelle des angekündigten Schwankes „Zwei glückliche Tage" der lustige Militärschwanl „Die dritte Eskadron" eingeschoben, der bekanntlich vor zwei Monaten mit dem Gaste Herrn Willi Thallei in der Hauptrolle eine fröhliche Wieberbelebung erfahren hatte. Herr Lang spielte zwar den schneidigen ungarischen Rittmeister nicht mit der scharfen, temperamentvollen Charakteristik seines Vorgängers, aber er wußte denselben mit seiner behaglichen Koinil recht humorvoll auszugestalten. Die braven Leistungen der übrigen Mitwirkenden versetzten die wenigen Zuschauer, die sich eingefunden hatten, in die heiterste Stimmung. — Samstag findet der Ehrenabend der beliebten Opern- und Operettensoubrette Frau Werl - Hutter statt. Die Verdienste dieser vortrefflichen Künstlerin, die eine Hauptstütze der Operette ist. bedürfen wohl feiner neuerlichen Schilderung; das Publikum hat sie jederzeit gewürdigt und anerkannt und wird daher gewiß mit Vergnügen die Gelegenheit benutzen, um seinen Sympathien gegen Frau Werl-Hutter beredten Ausdruck zu verleihen. ^. — (Die Philharmonische Gesellschaft in Laib ach) veranstaltet Sonntag, den 8. d. M., unter Leitung ihres Musikdirektors. Herrn Josef Zöhrer. und solistischer Mitwirkung des Herrn Leo Funtel (Violine) das vierte M i t g l i e d e r t o n z e r t mit folgendem Programme: 1.) Eh. W. Gluck: Ouvertüre zu „Iphigenie in Aulis" mit demSchlusse von R. Wagner. 2.) L. v. Beethoben: Violinkonzert mit den Kadenzen von Josef Joachim. Solist: Herr Leo Funtel. 3.) Fr. Schubert: Zwei Sätze der unvollendeten Symphonie in II-innU. — Beginn des Konzertes um 5 Uhr nachmittags. — Das 5. Mitglieder-lonzert findet am 1. März statt. — (Die Erdbebenwarte.) Monatsschrift, herausgegeben von A. Velar. — Inhalt der Doppclnummer 7 und 8: ),) A. Sicbcrg: Einiges über Erbbeben in Aachen und Umgebung. 2.) Das Erdbeben von Salonichi. 3.) A. Velar: Ueber moderne Erdbebcnforschung. 4.) E. Stöckl: Die Vulkan Katastrophen auf den Kleinen Antillen im Mai 1902. 5.) Der Erdbcdentatalog von N. M. Lersch in Aachen. 6.) Erdbebenwarte in Shidc auf der Insel Wight, England. 7.) P. v. Na b i cs: Kraincr Beben nach Aufzeichnungen bei Schönlcben und Valvasor. 8.) Monatsbericht für Jänner 1902 der Erdbebenwarte in Laibach. 9.) Literatur. 10.) Notizen. 11.) Einlaufe. — (I,.i u!> I.i l, n5k i Avon.) Das Februarheft dieser Monatsschrift enthält außer Gedichten von A. A 5 -lerc. Mara G r., Stanlo Stani 5 , Vlado L e v st i l. P. Gro»elj, Gorsla, Narjan Pretlo, Mladen Mladenov, Vojanov und Kristina sowie einem Gedichte aus dem Nachlasse Kettes nachstehende Beiträge: Iof. Ieranov: Hcautotiinorumenos (Erzählung), I. Vavvoti^: Mancs im Hagenbunde, A. Sever: „Die Mutter" (Skizze). Ivo Korli: Ein Grunbbuchsauszug (Skizze), Dr. Vladimir Foerster: Karl Kovarovic' Oper „Psohlavci". Podlimbarsli: Erdbeben-Erzählung. In den üblichen Rubriken über Literatur, Musik. Theater sind Notizen von Dr. Ios. Tomin «el, R. Peru 5 el. Dr. Fr. Ile,8 i 6 . Dr. V. Foerster. Dr. Fr. Zba 3 nil. Dr. M. Murlo u. a. enthalten. — (Utitsli'glci ?ov2ri8.) Inhalt der 4. Nummer: 1.) Die Erziehung unserer Mädchen. 2.) Debatte über die Regulierung der Lehrergehalte im Görzischen Landtage. 3.) Korrespondenzen. 4,) Vcreinsmitteilungen. 5.) Literatur und Kunst. 6.) Mitteilungen. 7.) Bitte. 8.) Amtliche Lehrstellen-Ausschreibungen. — (Fabrils zeichen eines Dichters.) Eine völlig neue Erscheinung im literarischen Geschäftsbetriebe ist das Fabrilszeichen eines Dichters und durch den in der letzten Zeit vielgenannten Kipling eingeführt worden. Er hat sich eine eigene, allerdings nicht angemeldete Handelsmarke angelegt, die in einem von einem Kreise umgebenen Elefanten-Haupt besteht. In allen autorisierten Kipling-Ausgaben ist des Dichters lrucl« innrkangebracht. Im letzten Jahre haben die Herren Putnam in einem Bande freier Gedichte, das heiht solcher, für welche Kipling Weber Honorar, noch Tan-tiöme zu erhalten hatte, das Kiplingsche Warenzeichen verwandt. Kipling klagte nunmehr auf Entfernung feines Elefanten gegen die Putnams, weil sie eine „autorisierte Ausgabe mit seiner Marke geschmückt hatten." Geschäftszeitung. — (K. l. Postspar lasse.) Im Monate Jänner betrugen in Krain die Einlagen im Sparverkehre 82.093 X 47 Ii, im Scheckverlehre 4.724,861 15 51 k, die Rückzahlungen im Sparverlehre 77.045 X 49 k, im Scheckverlehre 2,270.974 X 54 k. Telegramme des k. k. Ncichsrat. Sitznna. des Abgeordnetenhauses. Wien. 4. Februar. In Verhandlung der Anträge, betreffend die Aenderung der Geschäftsordnung, betonen sämtliche Antragsteller, ihre Anträge haben keinerlei politische Hintergedanken, richten sich gegen leine Partei und bt' zwecken lediglich die Sicherung der Arbeitsfähigkeit des Parlamentes. An der Debatte beteiligten sich Redner Verschiß dener Parteirichtungcn. Sämtliche Redner, ausgenommen den radikalen Czechcn Zazworla, welcher gegen die Aenderung der gegenwärtigen Geschäftsordnung sich aussprichl, anerkannten die Notwendigkeit einer Aenderung der Geschäftsordnung, wobei die Vertreter der Italiener, Nuthenen und Sozialdemolraten den Vorbehalt machten, daß sie gegen jede Vergewaltigung der Minoritäten und Einschränkung del Redefreiheit sich entschieden zur Wehr setzen würden. Auch die Abgeordneten v. Derschatta namens der Voltspartei und Groß namens der deutschen Fortschrittspartei hoben hervor, daß eine Aenderung der Geschäftsordnung nicht dazu benützt werden dürfe, die Minoritättcn vollständig rechtlos ober mundtot zu machen. Ersterer hob hervor, daß leine Geschäftsordnung den angestrebten Zweck zu erreichen vermag, wenn das Haus nicht das sich selbst gegebene Gesetz sowie ' dessen Handhabung durch den Präsidenten respeltiere. Abg. Groß verlangte unter Widerspruch der Czechen Abhilfe gegen den Unfug nichtdeutscher Reden sowie den Schutz gegen Vergewaltigungen seitens des Präsidiums. Der Urgrund der Krankheit des Parlamentes und des politischen Lebens liege in der seit Jahren befolgten unseligen Politil, die Staatsnotwendigleiten der Slaven auf Kosten der Deutschen abzulaufen. Die meisten Redner treten für ein Mittel zur Vermeidung einer mutwilligen Obstruktion sowie fill die Erweiterung der Disziplinargewalt des Präsidenten ein> Der christlich-soziale Abg. Pattai warnte vor dem Verbote fremdsprachiger Reden, wodurch die unselige Sprachen' frage mit der Geschäftsorbnungsänderung in Verbindung gebracht würde, während Abg. Iro die Mitwirkung del Zentralamerilanischen Union. Wien. 4. Februar. Seine Majestät der Kaisel if um 3 Uhr 30 Minuten nachmittags zu zroeiwöchentlicht^ Aufenthalte nach Budapest abgereist. Prag. 4. Februar. Fürst Moritz Loblowih ist he"" 1 früh gestorben. Berlin, 4. Februar. Der sozialdemolratische ReiH' tagsabgeordnete Axster (Pforzheim) beging in einem Anfa" von Geistesstörung heute mittags im Neichstagsgebäube eine" Selbstmordversuch. Er blieb unverletzt, da er vorher ^ Kugel aus der Patrone entfernt hatte. Er wurde vorläuft auf die Klinik gebracht. , Ge n f. 4. Februar. Prinzessin Luise traf heute mittag mit Giron hier ein und wurde am Bahnhöfe von ihtt^ ^ Bruder Wölfling begrüßt. Ihr hiesiger Aufenthalt dürff. nur kurze Zeit währen. Prinzessin Luise, welche ermüde ^ aussah, soll sich angeblich allein nach Salzburg begeben. ! London, 4. Februar. Dem amtlichen Bulletin ^ ! folge macht die Besserung im Befinden des Königs befried' gende Fortschritte. Laibacher Zeitung Nr. 28. . 227 5, F bruar 1903. Neuigkeiten vom Büchermarkte. ! n Ianitschel M., Äuf weiten Flüqeln, K 3. — Klein ^ vlos. Dr. H. I.. Astionomische Abende, k 6-60. — Dieh Ph.,! ^« Rrstauration des evangelischen Kirchenliedes, k 12. — «ch'ckele Renö. Pan, l^ 2 40. — Heiderich H., Zwischen l« und 14 Uhr, k 2^0. — France Hettor, AuS drm «eiche des Haschisch. X 1 20. — Hof mann, Dr. H.. Wilhelm v°uff. K 4-80. — Schwarz Ed., Charallerlöpfe aus der »ntite» Literatur. X 2 40. — Cornelius H., Einleitun« in d« Philosophie. « 5 76. — Friedländer M.. Das deutsche «led im 18. Jahrhundert. 1/1, k 9 60; 1/2, X 14-40; «? K 14 40. — Credner, T>r. H., Elemente der Geologie, li 18. — Riemann H., Große Kompositionslehre, 2 Vde., ^K 16 80. — Stein H., Gütheö Briefe, k 4 80. — Scholtz, ^' b., und Hermensdorff. Standesvorurteile, X 3. — «ftura M.. St. HubertuS, X 3 60. — Franlenberg. «gbert. Im Widerstreit d^r Geisttr, K 8 40. — Pe. lscher M., Die Nrfonnbewegung im alttlassischen Unterricht» ^ 1. — Sprann O., Anleitung für die Ausbildung im »lufllärungtdienst der Feldartillcrie. K 2 80. — Milteilunssen »ber die Arbeiten der l. l. chemisch physiologischen Versuchs« Kation für Wein und Obstbau, X 24. — Caner, Dr. E., tabellarische Darstellung der inneren Krankheiten, X 6. Vorrätig in der Buchhandlung Jg. v. Klein mayr H «ed. Namberg in Laibach, Kongrehplah 2. Angekommene Fremde. Hotel Stadt Wien. . Am 2. ssebrnar. Dr. Decrinis; Schreyer, Private; vummer. Pitschl, Breidisch. Reisende. Gra^. — Schwarz. Wagner, Me.. Niidapest. — Klein, Tchacharl. Reisende, Vudweis. — Eichel, Polahel. Berger, Varbarich. W«ß Echi'ck. Schneider, ^chiiuberger, Kollarz. S^efts, Rule! Reichmanu, Gecansly. Nei» >ende. Wien. — Wolurla, Nfm.; Maur, Fiume. — Karplus, ^nvat, Trieft. — Grabenst^iner, Küchler, Private, Vürz. — v°hn. l. l. Obergeometer, Radmannsdorf. — Majdii, Privat, fische. ^_ Nisintini. Privat, s. Familie. Monfalcone. — Iellinet. 6re,b. Reisende. Brunn. - Pfeill. Vergverwaltcr, Mütlnig. T' Griinbergcr. Kfm., Agram. — Iasare. Kfm.. Pola. — "renh, Kfm., München, — Knupp. Reisender. Reichenbach. — "ban, Reisender, Dresden. — Putzler, Reisender, Nürnberg. Hotel Elefant. ^ Am 1. Februar. Müller, Fischer, Bremer, Lamprecht, Merger. Reisende; Schcnl. Kfm.. Wie», — Wajtest. Ingenieur, Mau; Dr. Venlouic, Kandidat. Trieft. — «oseliita. B.sihers. ächter, Gottschee. — Doganoc, Besitzerin, s. Sohn, Großlaschitz. ^ Hafner, Reisender, Eisnern. — Lackner, Kfm., Ngram. — Ar. Slanc, Aduolat. Rudolfsluert. — Winller, Vraz. — 3.^-^ilfan, Radmannsdon. — Schuster. Hauptmannöwilwc, "tarburg. — Krenner. Fabrilant, Nischoflack. — Peretz. Rei» ^nder, München. — Trost, Bahnmeister, Tarvis. — Filipoviö. "elsenber, Linz. Am 2. Februar. Pettitz. Reisender; Arthur, Kfm., Wien. — Basch, Kfm., Paris. — Ditz, f. l. Beamter; Bihl» meier, k. l. Steuerinspektor, Guilfeld. — Peatenil, Reisender. Brunn. — Donauer, Vremitz, Reisende, Trieft. — Hid, Rei. sender, Slalitz ^Vühmen). — Johne, Kfm., Kamnitz (Böhmen). — Stalzer, l. u. l. Marineeleve. Pola. — Dirle, Reisender, Plag. — Frildler, Kolporteur, Marburg. — Herre, Reisender, Graz. Verstorbene. Am 2. Februar. Apollonia Luznar, Private, 46 I,, Nahnhofgasse 11, Tuberkulose. — Nmalia Jordan, Näherin, 24 I., Aucrspergplatz 8, Lungentuberkulose. Am 3. Februar. Vinzenz Ienslovii, Bäckerssohn, 3 M., Nustiaße 15, Cklarrk. ß»8tro intoüt. Im Zivilspitale. Am 31. Jänner. Helena Mejal, Taglöhnerin, 73 I,. ^2l2!;mli8 »enlli». — Anna Oregolsanec, Tagliihuerin, 32 I., Tuberkulose. — Matthias Kasper, Schneider, 63 I., U»ema. tem68«8. Volkswirtschaftliches. Laibnch, 4. Februar. Die Durchschnittspreise auf dem beutiarn Markte NeNten lisl, wie solat: Vlaitt.Mgzs.' Viarlt'lVlgz«,. Preis Preis «lllXl, x,Kic,b Weizen pr. ^ . .-------l7,?(> Butter pr. ky. . . !>2l)—!— Korn »..-------l4 80 Eier pr. Stück . . — 6------- Geiste » . .-------14 W Milch pr. Lltel . . — 18------- Hafer » . .-------15 20 Rindfleisch I» pr. kß 1 24------- Halbfrucht ...-----------— Kalbfleisch » 130------- Heiden » . .-------lg — Schweinefleisch » 1 40------- Hirse, wriß . . .-------18- Schöpsenfleisch . —80------- Kukuruz, alt...-------l540 Hähndl pr. Stück 1 10------- Erbäpfel ...-------660 Lauben . » —40------- Linsen pr. Liter . — 25-------Heu pr. q . . . . 7----------- Erbsen » . — 35-------Stroh »».... 650------- Fisolen » . — 24-------Holz, hart,,pr,Kbm. 760------- Rindöschmalzpr.kß 140-------—weich., » 540------- Schweineschmalz » 1 60-------Wein, rot., pr. Hltl.--------------- Speck, frisch » 145-------— weißer, »--------------- — geräuchert » l 60------- vandestheater m «atbach. 74. Vorstellung. Gerader Tag. Heute Donnerstag, den 5. Februar Die Fledermaus. Operette in drei Allen von Johann Strauß. Ansang halb 8 Uhr. Ende nach halb 10 Uhr. Krainische Kunstwebeanstalt Sternwartgasse 2,11. Stock. — Ausstellung von Qeweben der eigenen Anstalt. Geöffnet täglich vorm. von 8-12 und nachm. von 2- 5 Uhr. n>M) Eintritt frei. ! Lottoziehung vom 4. Februar 1903. ' VrNnn: 4 66 61 10 32 ^ Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehühe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. , . 2U7N. ?4'3-7 43 NO',ch,uach heiter' ' ^ « . Ab. 745-3 1-2 NW. schwach fast bewölkt b.j 7 U. F. ! 747 2 I -17, NNO. schwach j fast bewölkt j 0 0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 0'6°, Nor« male: -1-3°. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. I Mosa Kastelle gibt im eigenrn und im > Namen aller Verwandten Nachricht, daß ibr ge» » liebter Gatte, beziehungsweise Vater, Bruder, » Schwager und Onlel, Herr > Raimund Kastelic D l. l. Rechnungsrat i. R. I heute um 6 Uhr früh nach längerem Leiden, ver« > sehen mit den heil. Sterbcsalramenten, im 77. LebenS» > jähre sanft entschlafen ist. W Die irdische Hülle des teuren Verblichenen wird > Donnerstag, den b, d. M., um 4 Uhr nachmittags W vom Steibehause, Riimerstraße Nr. ^>, aus auf den ^ Friedhof zu St. Christoph überführt und dort zur > ewigen Ruhe bestattet weiden. > Die heil. Seelenmessen werben in der Pfarr« > lirche gelefrn werden. (476) » Laibach am 4. Februar 1903. > Kranzspenden werden danlend abgelehnt und > besondere Parte nicht versendet. P Bleiweisßtrafie Nr. 13, gegenüber dem ^gierung^gebttude, ist zum Maitermin eine schöne Wohnung y*1 n. Stock, bestehend aus drei Zimmern, '°rzimmer, Dienstbotenkammer und son-Jt'gem Zugehör, ferner eine htlbsohe ~*oh Wohnung, bestehend aus zwei Zim-"le'"n, Küche, Keller und Dachraum, an 'uhige Parteien zu vermieten. (493) 3-1 Eine schöne grosse Wohnung ^stehend aus sieben Zimmern, Küche, ^.Peisekammer, Dienstbotenzimmer und metn schönen geschlossenen Vorsaal, ist 7» Auerapergplatze Nr. 5, II. Stock, für *u6ust-T«.-rmni zu vermieten. . Nähere Auskunft wird am Auersperg-plft**e Nr. 6, Parterre links, erteilt. (490j 3-1 pj°. eioem Herrn gesucht. Gefl. Offerte mit H.re>s unter «B. B.» an die Administration qies«r Zeitung erbeten. (492) 2-1 (32?) 871/2, 893/2, 937/2. Oklic. *•) Francetu Pintar iz Cirknice , • !32; 2.) Mariji Steržaj iz Trsta er 3.) Markotu Lavrenèiè iz Unca r°ttti je pri c. kr. okrajni sodniji v Mrknici sklep; ad 1.) z dne 24. no-vernbra 1902, opravilna št, 871/2 *.. 2) z dne 2. decembra 1902, opra-;lltla ät. 893/2; ad 3.) z dne 14. de-^bra 1902, opravilna st, 937/2, L jatenm se dovoljuje vknjižba: ad 1.) ^tnitiske pravice pri zemljišèu vlož, st. 41b kat. obè. Cirknica za Ivano Debevc iz Cirknice št. 132; ad 2.) zbrisa zas'avne pravice pri zemljišèu vlož. št. 229 kat, obè. Dolenjavas glede terjatev Marije Levar, omož. Steržaj, v zneskih 159 K 77 h in 122 K 10 h s prip.; ad 3.) zbrisa zastavne pravice pri zemljiSèu vlož. St. 447 kat. obö. Cirknica glede terjatve Markota Lavrenèiè v znesku 180 gld b prip. Ker je bivališèe gori navedenih ne-znano, se jim postavlja za skrbnika v obrambo njihovih pravic gosp. Leopold Vehovar, c kr. notar v Cirknici, ka-teri jih bo v teh pravnih reèeh za-stopal na njihovo nevarnost in stroske, dokler se sami ne zglasijo pri sodniji ali ne imenujejo pooblašèenca. C. kr. okrajna sodnija v Girknici, odd. I, dne 16. januarja 1903. (406) Cg. I. 34/3 Oklic. I Zoper Marijo grofinjo Wurmbrand, rojeno Auersperg, katere biva-lišèe je neznano, se je podala pri 0. kr. deželni sodniji v Ljubljani po Mariji, Jerneju, Ivani in Josipu Sever v Kozarjih tožba zaradi priznanja priposestovanja parcel št. 2504/2, 2555, 2710 in 2792 kat. obö. Dobrova. Na podstavi tožbe odredil se je prvi narok za razpravo na dan 12. februarja 1903, ob 9. uri dopoldne, tusodno, v sobi št. 123/II. V obrambo pravic toženke, ozi-roma njenih neznanih dedièev se po-ptavlja za skrbnika gosp. dr. Fran Munda, odvelnik v Ljubljani. Ta skrbnik bo zastopal toženko v ozna-menjeni pravni stvari na njeno nevarnost in stroške, dokler se ne oglasi pri sodniji ali ne imenuje poobla-, šèenca. C. kr. deželna sodnija v Ljubljani, odd. I, dne 28. januarja 1903. Krainische Sparkasse. Monats-Ausweis pro Jänner I9O3. BSiiilagen......2568 Parteien K 1,681.053-62 RUckzahlungen . . . 2799 > > 1,492.13255 (Stand der Einlagen Ende Jänner 19Oa in 41.861 Bücheln.......> 62,375 22643 Im gleichen Monate des VorjahreB: Einlagen........2546 Parteien » 1,588.89304 Rückzahlungen.....2750 > » 1,695.967*92 Ntnnd der Einlagen Ende Janner 190» in 42.436 Bücheln........» 59,029.615-54 Hypothekar-Darlehen, zugezählt . . » 44.524'48 rückbezahlt . . » 145.71501 Stand Ende Jänner 1903 . . . . > 32,579.36174 Im gleichen Monate deB VorjahreB: zugezählt . . .» 59.800" — riickbezahlt . . . » 206.507 30 Stand Ende Jänner 1902.......»31,021.3 59*57 Gemeinde - Darlehen, zugezählt . . » 8.000 — rückbezahlt . . > 16.13415 Stand Ende Jänner 1903 . . . . > 1,531.79628 Ina gleichen Monate dea Vorjahrea: zugezählt ...» —¦¦— rückbezahlt. . . » 2.8 57'76 Stand Ende Jänner 1902.......1,321.404*47 Oesamt - Reserven Ende Jänner 1903.........» 9,164.448*38 Ende Jänner 1902..........» 8,623.256-16 Ziiisfusa für Einlagen 4 °/0 ohne Abzug der Rentensteuer „ „ Hypothekar-Darlehen 4 \a °o, ebensolche in Krain bis K 600 4 °/0. Pfandamt: 1.280 Pfänder eingelegt........K 17.668'— 1.154 > ausgelöst........* 15.792 — Stand Ende Jänner 1903 12.919 Pfänder...........* 17b b4t>>~" Im gleichen Monate des Vorjahre« : ^ 17 050*— 1.416 Pfander eingelegt.......... ^ 1 7*497 •__ 1.258 » ausgelöst.......-. Stand Ende Jänner 1902 ^ 11.966 Pfander............ ' löö./ld- — L»ibach am 3. Februar 1903. (491) Die Direktion, Laibacher Zeiwng Nr. 28.______________________________________228______________________________ ^^^ b. Februar 1903. Kurse an der Wiener Börse vom 4. Februar 1903. ^« ^ oWeen Kurs^e Die notierten Kurse versiehe» sich in Kronenwähning. Die Notierung sämtlicher Altien und der «Diversen Lose» versteht sich per TMck. Allgemein. Staa,°schuld. «"b ^«« «inheitl. «ente in Violen Mai» November P, K. 4'2"/„ . . 1U0 f0 101 - lnNot,Febr.'«l!!g.pr,K,4^ 10075 100 85 ..SlIb.IÜ».°IuIipi,«,4'2°/^ 100 75 10>> S,", „ «pril. Olt.pi.K.42°/, 100 75 1'0 95 1854er Vtaatslose 25« sl. 3'2»/<> ,80-- »80 - 1860tl „ 5U0 sl. 4°/., ,55 50 156 50 lßSOer „ 100 l. 4°/,, 185 - 1<<7 50 18U4tl „ 100 l. .. «48 — 252 - otll. „ b« l. . . »4« — ?52 - Dom.'Pfandbr, n. 120 fl b"/<> , 30« ü« 303 50 Staatsschuld der im ßeich«» rat« verwtlnen Königreich» und zänder. Oesterr. Voldrente, stfr.. 100 sl,, per Kasse.....4°/« ,21 »0 lLi 40 btu. Rente inNronenwähr,, stfr., per Kasse.....4°/» 101 75 10,85 >>t°. bto. dto, per Ultimo . 4°/» 101 60 101 8n 0chcrr.Investitlon«'l«ente,stfi., per Kasse .... »'/,°/° »475 94 S5 «lsenbahn. st«»«sschulb» verschreibnulltn. «lisabethbahn ln G., steuerfrei. zu 20.000 Kronen . . 4°/« N9 70 — — Franz Joses'«ahn ln Silber (biv. Et,) , . . . b>/<°/i, l»9 75 130 75 «udolsKbahn ln ltruucnwklil, steuerfrei (biv. Nt.) . . 4°/° 100 «0 101 60 Vorarlbergbahn in Kronenwsbr. fteuerfr,, 400 Kronen . 4"/° 100'4U 101'40 Zu Gtc,at»s 45 dto. dto, ps» Ultimo . . . . 121 Lb 121 45 4»/p bto, Nentc iu Kronenwühr., steuersrel, per Kasse . . . 99 75 89 »5 4"/» bto. dto. dto, per Ultimo . 83 6« S» 8« Una. Lt..Vis..Anl, Gold 100 fl. . - —.. dlo. dto. Gilber 100 fl. . . . — — —-dto, Staatl-Obllg. (Ung. Oftb.) v. I. 1876....... —-— -- bto. Schanlrcgal. °«blös,^Oblia. —-— — - bto. Präm.°N. tl 100 fl. -- 200 ll 2N1 75 203 75 bto. dtll. K ^«ll.--lNV Il iyl 25 2»» 25 Thelh-Neg.'Lose 4°/° . . . . 180 - 1«3 - 4"/» migar. Vrundentl.-ObltZ. 8» 85 100 S! 4°/, troat. und slavon. detto »8 — — - Ander» Vssentl. Hnlehen. 5°/«Donau«Nea,-«lnlrlhe 1878 . 10« ?5 !l>9 2l Nnlehen der Stadt Oörz . . 9»-— wo - «nlehen der Stadt Wien , , , il)5'«<> I««'8l dto. dto. (Silber od. Gold) 12»-'<5 >25- bto, dto. (1834). . . . 89-80 N'» 8, dto. dl«. (I8W). , . , <0»U5l0I6? Vörsebau-Nnlehen, verloöb. li"/» 100 — ibll-l^ 4°/» Kialner Lclnbc^««:,leh«n . S7 — 9?Ll Geld Ware Psandbrieft etl. Vodrr.lllla,0st,ln L0I.vell.4°/° 9« 4N 100 4« N.^österr. LandesHup,°«l>st. 4°> lW »0, <0l'3u vest.- ung. Uanl 40Vijähr. «rl. 4°/»......... «nn ro <>i W Tpallasse, 1, öst.,6"I.,verl.4'>/° ll)i 75 ,02 75 EisenbahN'prlarllät«' Obligationen. i?erbinllnds°Nordbllhn verz. Iänn.'Iuli 304 50 Aue 50 dto, d, 5°/°......l»4-—j------ Ung.'gallz. Nahn..... i0S L5i,0 6.'> 4°/» Unternainei »ahnen . . 99 5« 100-— Diverse zoft (per Ctüll). «»zwlNche Lose. »«/» Vobenlredit^Lofe Vm, 1880 2N8 75 27« 75 3°/« „ ,, Em. 1889 ^,;5 — u«42 - sserbinanb« Norbu,1N00sl.l»M, 5ü«u 5595 Lemb.- Lzcrnow.- Iassy- Eisenb.» «esellschast 200 sl, E. . . , 5W'- !><,0 Lloyd.Oest,, Iriesl, 50N sl,KM 824 - »2« - Ocstcrr. No' »»uestbahn 200 fl, S, 45« 50 ^54 50 dtu. bto. t"t. U) 200 fl, 3. 455-. ,^?- Prag-Duler Eisenb. INO fl.abgN. 2 >0 — «s>0 50 Staatseistnbalin 2l« sl. E.. . 694 75^nz 75 büdbllhn 200 fl. 2..... 57 40 5« 40 O»on«rdd.Verb,°V. 200fl,«M, 411-4,3'-tramway-Ges,, NeueWr.,Prio° litäts «Men 100 fl. . . . ,47- ,53- Una..gali,,Lileiil>.2!)0 fl.silber 444- 4«6 - Ung,Wes6l - «rbt..Nnft,f Hand. u.G. 1NU fl. 69? zn «9« 5» bto, dto, per Ultimo . . 4 - Geld Ware Länberbanl, Vest., »on fl. . . 409?5 4iu?l Orsterr.-ungar.Vanl, 600 fl, . >585- «15» Unioxbanl 200 fl..... 548 — t»ü>'"" Verlehrübanl, llllg., 140 fl. . »84'- lllU ^ Industrie «Unter« «ehmungen. Vauges., Nllg. öst., ,00 ft. . . ,29 - l»1'" Egydiei «lsen- und Stahl.Ind. in Wien 100 fl..... ,95 - ,S7-^ Vifenbahnw.-Leiha,Erste, lOOfl il!i — 2^^"" „»lbemühl", Papierf, u. V..V. ,l>5 - ,iü'^ Lleslnger Vrauere« 100 fl. . . 32« >zzs-- MolitanGesellsch., vest.^alpine K98 !>0 3«» ^ Präger Eisen-Ind^Ves. 200 fl. »«»»u !,g70' Balgo-Tarj. Kteinlohlrn 100 fl. 55»—!5il'^ „Echlöglmühl", Papierf. »0« fl. K >o - li»«'^ „Steftrerm.", Papiers. u.V.°V. 3««- «70^ Trifaller Kohlenw,»Gesell, 7« sl. nn«-- 4<1l'^ Wllffenf.^»,,0tst.— ?00" Wien« «augesellschaft 100 fl. , ill>> - ,Ns'^ Wlcntlber«eigitgel-«ltlen<«el. 715 - 72"-^ Devisen. Kurz« Eichten. Amsterdam....... iu? »0 lvs ^ Deutjche Pläh«...... 117 ,0 iN'«° London........ «89 85 240 ^ ! Parl«......... »5 4? »»'>' ! St. Petersbura...... — - —" Dalutn». Tulaten........ 11U4 lll> 20-z>ranc«'Stücke..... ,90? ls^ Deutsche «eichsbllnlnoten . . >l7i">1?A Italienische Aanlnuten . . . 85 50 9»'"