.Prä««wrra> »i« 1>rcisc: Für La,»a » »»ouähng . . . » ft. K> kr. H*!»jLhri, . . . « . i« . «serteljLhri,. . . i . 10 . «»»atli» . . . — > 7» , Mil der Post: »au,j»hri, . . . II fl. — kr. -»itjähriz . . . d , L0 . »<« rljährig. . . r . 75 , U4« Zustellusg tu» Hau» »lertel-iihrtg »5 kr., ssuatlich s kr. Ur:,clvc Nummern 6 kr. Laibachcr Nriaction: Sahnhosgasie Nr. I»r «ipkditiou und Ävstralc» Lvrkoii: Lougr-ßplatz Nr. 81 (Biichbardliiu «on I. r.Mewmavr»F. Lamd-r,! Zllsrrtioas-rkisc: Für die einspaltige Petitzeile S !r bei zweimaliger Einschaltung L rkr dreimal L 7 kr. Snler1ionk»emp-I jedesmal .K, kr. «ei größeren Inseraten und ött-rr, Einschaltung entlxrechender Rabatt, Anonyme Mittheilungcn werden nicht berücksichtigt; Mannscripte nicht zurückgesendet. Nr. 232. Mittwoch, 9. Oktober 1872. — Morgen: Franz Borg. 5. Jahrgang. Schule und Haus. Neuerdings haben die Hallen des Unterrichtes der Landeshauptstadt ihre gastlichen Thore geöffnet, um die Jugend, an Körper und Geist gestärkt, in ihren Räumen zu empfangen. Bon jeher ist es Brauch von Seite verständiger Lehrer, bei Beginn der Lernperiode an das heranreisende Geschlecht freundliche Worte zu richten und in eindringender Weise Lust und Eifer zum bevorstehenden Theile der Bildungsarbeit wachzurufen. Aber die Arbeit wäre nur halb gelhan, wenn man im Elternhanse wähnen sollte, dadurch, daß man die Kinder irgend einer Lehranstalt anvertraut, sei schon alles abge-than, für das übrige müßten die Lehrer allein sorgen. Es gibt auch für die Gereiften, für die der Schule Entwachsene», insbesondere für die Eltern und Angehörigen der Schüler noch Pflichten, die sie im Interesse der Zukunft der Ihrigen den Lehranstalten schuldig sind. Niemals noch seil seinem Bestände hat es in Oesterreich eine Periode gegeben, in welcher so erfreuliches für das Unterrichtswesen wäre geleistet, so viele Opfer für die Heranbildung der künftigen Geschlechter wären gebracht worden, als in unserer Zeit. Die edelsten Männer, die begabtesten Frauen lassen es ihre erste Sorge sein, am Bildungswerke für alle Bolksklaffen mit heiliger Begeisterung zu arbeiten. Freilich ist der heiligen Begeisterung auch kaum ein höheres und würdigeres Ziel gesetzt, als beizutragen, daß daö Ideal des wahren Menschenthums : 'allgemeine geistige Bildung und Aufklärung, immer näher gerückt werde. Aber leider gibt es noch der Unverständigen gar viele, welche diese freudige Bewegung in unver-jkihlicher Weise lähmen; leider gibt es noch so manches Elternhaus, wo inan der Begeisterung für die Schule mit Kaltsinn, wo nicht gar mit Hohn und Widerstreben, statt lebenswarmer Unterstützung begegnet. Es gibt leider noch immer Bruchlheile in der Bevölkerung, die, selbst in Unwissenheit und Aberglauben ausgewachsen, einer richtigen Schätzung echter Geistesbildung nicht fähig sind, darum auch den Anforderungen der Neuzeit an die Schnle kein Verständnis entgegenbringen und es nicht begreifen können, warum die Eltern der Jetztzeit für die Ausbildung ihrer Kinder größere Opfer bringen müssen, als früher, warum der Unterrichtsstoff erweitert, die Unterrichtszeit verlängert werden mußte. „Wozu braucht unser Bube nur die vielen Bücher, die Kartenwerke und die ändern theuern Lehrmittel? Weshalb soll unsere Tochter so lange Jahre in die Schule gehen? Was nützt unser». Kindern das Zeichnen, das Singen, das Turnen u. dgl.? In meiner Jugend hat man so etwas nicht getrieben, an Zeichnen, Gesang, Turnen n. s. w- gar nicht gedacht; dennoch sind wir immer prächtig fortgekommen und haben es auch gottlob zu etwas gebracht!" So unverständig und albern, oft noch verbunden mit empörender Rohheit, äußern sich manche Eltern selbst in Gegenwart der eigenen Kinder, als ob sie es geflissentlich darauf angelegt hätten, in denselben alle Liebe und Lust zum Lernen zu ertödlen. Und bei den Ihörichten Reden allein hat es nicht sein Bewenden. Die muthwilligen Schulversäumnisse der Kinder' werden auf die leichte Achsel genommen und unter den nichtigsten Borwänden gestattet, ohne zu bedenken, daß sic dadurch ihre Kindek gegen das Pflichtgefühl von frühester Jugend an abstumpfen, daß sie wissentlich gegen ein bestehendes Gesetz handeln, weil sie die Kinder während der Schulver-säumniS entweder sittlichen Gefahren oder einer für ihr junges Alter schädlichen Arbeitsüberbürdung aussetzen, denen sie in der Schule nicht ausgesetzt sein würden, und weil sie endlich die Kinder nach der-selben dem fragenden Lehrer gegenüber'aus Furcht vor Strafe zu allerhand Lügen verleiten, die aus eigenem Betrieb oder wohl gar auf Geheiß der Eltern vorgebracht werden. Nebst der sittlichen Schädigung der Kinder für die Zeit ihres Lebens durch Gestattung leichtfertiger Schulversäumnisse verschulden solche unverständige Eltern aber auch noch das Zurückbleiben derselben in der Verstandes- und Geistesbildung, sofern die Kinder durch die Ver« fäumnis im Lernen verhindert werden und zu ihrem eigenen und der ganzen Schule Nachtheil das ihnen gesteckte Ziel des fchulmäßigen» Wissens und Könnens mehr oder weniger verfehlen. (Schluß folgl.) Politische Rundschau. Laibach, 9. Oktober. Inland. Unversehens sind in der SamstagS-sitzung der österreichischen Delegation die ersten Erklärungen über die durch die Abstriche de« Budgetausschusses der ReichSraths-Delegalioii geschaffene allgemeinen Lage, in der officiellsten Form gefallen. Freiherr v. Pratobevera, der Obmann des Budget-suSschusseS, nahm in der Generaldebatte über das Erfordernis der Kriegsmarine Stellung zu den Gerüchten, die in unerhörter Manier die Verhetzung zwischen den gemeinsamen Ministern und der Delegation betrieben. Das mußte den Grafen An-draffy auch seinerseits veranlassen, offen einzubekennen, wie die Lage beschaffen. Graf Andraffy gab in seiner Erwiderung eine kurze Darlegung des Sachverhaltes. Aus dieser wird ersichtlich, daß bis zur Stunde die bestehenden Differenzen keinen aus- Jeuill'eton. Im Ocean der Lnste. Erste Lustschisfahrt von Gaston Tis -sandier. (Fortsetzung.) Die kleine Mannschaft des „Neptun" kann ihre Freude nicht bergen. Ich drücke Duruof und Barret die Hand, und wir wünschen uns gegen-feitig Glück, diese Meersahrt ohne Seekrankheit oder sonstiges Unwohlsein vollendet zu haben. Dann werfen wir ein wenig Ballast aus und erheben uns abermals, um eine geeignete LandungS-stelle ausjusuchcn, Mit meinen Gedanken bereits k"r Ende zurückgckehrt, betrachte ich das Fangseil, welches von unserer Gondel herabhängt. „Passen Sie auf, Duruof!" sagte ich. „Un-Thau wird sogleich die Erde berühre«." „Sind Sic von Sinuc»? Wir sind mehr als «»tausend vierhundert Nieter hoch über dem Boden." Unser Fangseil war huildertdreißig Meter >ang. Meine Augen irrten sich daher um minde-Iiens eintausend zweihundert vierzig Meter ! Aber ein verzeihlicher Jrrthnm bei einem Neulinge, der noch nicht daran gewöhnt ist, die Gegenstände von oben zu sehen. Weiterhin bemerke ich mehrere weiße Punkte. Sie bewegen sich langsam auf einer Wiese hin und her; ich ergreife mein Fernrohr und erkenne eine Heerde grasender Kühe, die heute wahrscheinlich zum ersten male Gegenständ teleskopischer Betrachtung geworden ist. Uin fünf Uhr fünfnnddreißtg Minuten haben wir uns indessen der Erde wieder so weit genähert, daß unser Tau aus einer Trift hinstreift und mehrere hier aufgebaute Heuschober in Unordnung bringt. Es kommen Bauer» Herbeigelaufe». Wir frage», wo wir uns befinde». „Auf der Straße »ach Boulogne!" lautet die Antwort. Zugleich greift man nach imscrm Seile; aber wir wolle» noch »icht landen. Duruof fordert mich auf, Ballast auszuwerfen, und in meinein unerfahrene» Eifer leere ich beinahe eine» ganzen Sack. Im nächsten Augenblicke steigen wir mit reißender Geschwindigkeit wieder bis zn einer Höhe von eintausend achthundert Metern und finden uns gleich darauf in so dichte Wolken cingehüllt, daß wir un-fern eigenen Ballon nicht mehr sehe», ja uns einander selbst kaum noch erkennen. Welch' ein jäher Wechsel! Meine Gedanken beginnen sich traumartig zn verwirren; alle Sinne sind wie gebunden; in dem unbeweglichen Nebel scheint die Gondel unbeweglich zu stehen, und nur die untrügliche Rechnung kann uns sagen, daß wir zwei Kilometer hoch über den menschlichen Leidenschaften schweben. Seit den Morgenstunden, die zumeist der an. strengenden Arbeit der Füllung gewidmet waren, hatten wir nichts genossen. Es war daher wohl an der Zeit, von den mitgenommene» Vorrathen Gebrauch zu mache». In einer unserer Schachteln präsentiert sich ein gebratenes Huhn, wir verzehren es mit wahrem Luftfchifferappetit, trinken dazu ein Glas Wein und halten auf diese Weise ein behagliches Mahl mitte» in einem Dnnstbade. Ich werfe die leere Flasche über Bord, um mir sofort eine Rüge Duruofs zuzuziehe». Es sei eine Unklugheit, de» Ballo» auf diese Weise eines Theiles seines BallastS zu berauben. Noch glaube ich diese Bemerkung für Scherz nehmen zu müsse», als der Augen-schein mich eines ändern belehrt; denn ei» Blick ans das Barometer zeigt mir, daß wir nniuittel bar um zwanzig bis dreißig Meter steigen — so empfindlich ist der im absolute» Gleichgewicht schwe be»dc Ballon in der Lust. Unterdessen scheinen die Dünste sich zn zn gesprochenen Charakter haben, zumal sie nicht einmal noch die Zustimmung der Delegation besitzen. Von den Beschlüssen derselben wird es abhaugc», was eigentlich selbstverständlich, ob tiefere Meinungsverschiedenheilen obwalten und welche Bedeutung denselben beizumcsscu ist. Dein Ministerium scheint es endlich klar geworden zu sein, duß es etwas thun müsse, um die Fühlung mit den Parteigenossen in Pest herzustellen. Der Ministerpräsident Fürst Auersperg sowie die Minister Lasser und Depretis sind ebenfalls in der ungarischen Hauptstadt eingetrosfen. Wie man aus Pest schreibt, erwartet man dortselbst am Freitag mit dem Kriegsbudget fertig zu sein und in einer nächsten, am Samstag slatt-findenden Sitzung die noch ausstehenden kleineren Referate erledigen zu können. Für diesen Fall ist dann eine Unterbrechung der Delegations-Verhandlungen auf drei bis vier Tage in Aussicht genommen, während welcher Zeit die Ausschüsse beider Delegationen über die Beilegung der Differenzen be-rathen sollen. Ist eine vollständige Einigung, wie zu hoffen, erreicht, so finden hierauf unmittelbar die Schlußsitzungen statt. Die Arbeit der Delegationen geht trotz aller Zwischenfälle ihrem Eude zu, und die öffentliche Aufmerksamkeit beginnt sich namentlich in den Provinzen bereits der bevorstehenden Session der Landtage zuzuwenden. Des Erfreulichen für ihre Sache wissen nun allerdings die Oppositionellen aller Schattierungen auch aus diesem Ereignisse nichts abzuleiten; nur das Organ der prager Staatsrechtler klammert sich, krampfhaft noch an die letzte Hoffnung, der tiroler Landtag könne den Reichsraths-strike doch noch beschließen. Freilich muß das Blatt in demselben Athem eingestehen, daß damit gar nichts gewonnen wäre, ja daß es durch die leidigen Noth-wahlen noch schlimmer werden könnte. Nun reime jemand zusammen, wie dasselbe Blatt gleich darauf im wahren Jubelton prophezeien kann, der Sieg der föderalistischen Partei stehe vor der Thüre, da für den allgemeine» „Ausgleich" nuumehr — Graf Andrassy eintrete. Andraffy «ls Borkänipfer des czechischen Staatsrechts. — Auch nicht übel! Ausland. Die „Nordd. A. Ztg." schreibt aus Anlaß der Auswanderungen aus Elsaß und Lothringen: „Zwei Jahre deutscher Verwaltung liegen heute beschlossen hinter uns, zwei Jahre treuen emsigen Schaffen?, rastloser Thätigkeit. Nicht fehlerlos, wie kein menschliches Wirken, namentlich in so schwierigen Verhältnissen, ist das Wollen und Vollbringen gewesen, aber immerhin mit Gcuugthuug dürfen die Behörden des streuen. Bleibt uns auch die Erde verhüllt, so sehen wir doch die Sonne, welche eben dicht über dem Horizonte wie eine glühende Kugel steht, während lausend funkelnde Strahlen den Himmel er-leuchten und unfern Schatten weithin ans das Wolkenthal werfen, welches sich unermeßlich vor, um und unler uns dehnt. Da wölben sich schneeige Kuppen, da strecken sich lange leuchtende Rücken, und zwischen ihnen gähnen tiefe Abgründe und düstere Schluchten. Wo sind wir? Hat uns der Wind weiter ins Innere geführt ? oser treiben wir zum zweiten male in die See hinaus? Es ist sieben Uhr. Barrel macht uuS auf ein verworrenes Murmeln anfmerksam, das unter den Wolken heraufdringt ; und in der That schlägt im ununterbrochenen Rhythmus ein dumpf feierlicher uud doch melodischer Ton an unser Ohr. Ist eö das Brausen des Meeres? Wir öffnen da« Ventil. Der Ballon sällt rasch, wir durchbrechen die Wolkenschicht, und unter uns wogt im Purpur des Abends der Ocean. Wohl konnte ich mit Göthc auörufen: Bor mir brr Tost und hiuier inir die Nacht, De» Himmel ttdcr imr »»d uuier mir die Wellen! Aber es war nicht mehr Zeit, Dichters Pfade zu ivandel». Dämmerung senkt sich über das Meer, und jede Secunde steigert die Gefahr der Landung. Reichslandes auf den Zustand blicken, in welchem die Perle der deutschen Kaiserkrone dieser nunmehr endgiitig eingefngt wird. Selbst sonst so schmähsüch-lige französische Federn erkennen, wie ;. B eine Eorrespondmz aus Luneville in der „P.urie" , die großen materiellen Wohlthacen a:i, die tyeils vorbereitei, theils bereits in der Ausführung begriffen sind. Mit seltener Bescheidenheit mahnt der französische Briefsteller seine Landsleute, nicht nur von den harten Lehren des Krieges, sondern auch von den neuen Beispielen zu leruen, die das friedliche schaffende Deutschland bietet. Der Lontrast, welchen Elsaß seit zwei Jahren gegen das seit 40 Jahren „colonisicrtc" Algier bietet, gereiche Frankreich nicht zur Ehre. Sympathien für die neuen Verhältnisse verlangt Deutschland von den nunmehr definitiven Bewohnern des Reichslandes nicht, aber Vertrauen darf die Verwaltung beanspruchen, und es wird ihr in wachsendem Maße von Jahr zu Jahr zutheil werden, ebenso wie von Geschlecht zu Geschlecht die Liebe uud Treue sich mehren wird. Wir zweifeln nicht, daß die Enkel derer, die heute vielleicht noch mit Trauer auf die Wendung in ihrem Volksleben blicken, einst dankbar den Tag der Versailler Präliminarien nnd den heutigen I. Oktober segnen werden, an welchem sic von fremder Herrschaft und von fremder Agitation frei geworden sind." Die baierischr „Donauzeitung zieht als Summa ihrer politische» Abrechnung über die jüngste M i -nisterkrisis folgendes: „Wenn der Stein in Baiern nochmals zum Rollen kommen soll, so wird nicht zuerst das Ministerium des Aeußern vom Blitze getroffen werden, sondern in Bayreuth wird ein großer Neubau einfalle», der Gärtnerplatz in München ivird veröden, und das WittelSbacher Palais wird sich beleben." Dazu bemerken die „N. Nachrichten" : „In verständliches Dentsch übersetzt, heißt dies nichts anderes als: Wen» cs noch einmal in Baiern zu einer Krisis kommt, dann handelt es sich nicht mehr um einen erledigten Ministerposten, sondern um einen erledigten Königsthron; dann wird die königliche Residenz einen neue» König, das Wittelsbacher Palais aber eine» Nachfolger König Ludwig I. im Ruhestand sehen; dann werden nicht mehr der modernen Oper Paläste gebaut und dem Volke nicht länger der Tempel der. heiteren Muse erhalten, sondern es werden dem Ultramontanismus neue Herde geschaffen, von denen ans er die Keime seines unheilvollen Wirkens verbreiten kann. Wir wissen nicht, in welcher Weise diese Hoffnung verwirklicht werden soll, aber daß sic so leicht verhüllt und erkennbar, ja als offenbare Drohung ausgesprochen wird, zeugt, daß die ultramontane Partei die Zeit ihrer Erfüllung für sehr uahe-gerückt hält." ES gilt zu handeln, rasch und besonnen zu Han« deln. Der Seewind jagt uns mit Macht der Küste zu. Schon werden ihre zackige» Felsvorsprüiige sichtbar. Aber wie, we»» der „Neptun" das Ufer nicht erreicht, wenn er es.uns nur zeigt, um feinen Flug vou neuem über das Meer zu nehmen? Die Nordsee haben wir im Rücken, aber vor uns den Kanal! Jmmcr dichter ward die Dämmcrnng und immer verhängnisvoller die Niederfahrt. Es waren tiefernste Augenblicke. Stumm blicke» wir drei Mäuucr i» dem clcudc» Boote nach dem Lichte des Leuchtthurms, der soeben seine» ersten Strahl über die Wogen wirft, bald anfflammend »»d bald verlöschend, als wolle er uns symbolisch uufer Schicksal deute». Ja, ich leugne es nicht, der Gedanke an de» Tod trat mir nahe. Aber da»» rief mir die innere Stimme Mnlh zu, und da»» wieder betrachtete ich mechanisch die versinkende Son-ncnscheibe, die ich nocli nie so bluiig roth gesehen. Sic schien mir heute einem brennenden Ballon zn gleichen, dcr sich in den Wogen begräbt, und zuwei len wohl kam sic mir vor wie ein großes wohl-thätigeS Wesen, welches mich mit einem letzten Schcideblicke segnete. (Fortsetzung folgt.» Die Dreieinigkeit in der Person Bismarck's, wie dieselbe sich aus seiner Stellung als lauenburgischcr Minister, als preußischer Miuisterpräsidrnt, als deutscher Reichskanzler ergibt, ist in eine eigenthümliche Lage gerathen. Nachdem nämlich der lauenburgische Landtag das Gesetz über das Dominialvermögen angenommen hat, ist vom lauenbnrgischen Minister Bismarck dem preußischen Ministerpräsidenten der Wunsch nach Annexion amtlich zu erkennen gegeben. Dem Vernehmen nach hat dcr preußische Bismarck daraus in sehr entgegenkommender Weise sich geäußert. In der letzten Zeit waren die beiden Ministerien durch Grcnz-streitigke teu iu eine etwas gereizte Stimmung gerathen. Der lauenburgische Bismarck hatte sich beim preußischen über das Verhallen der Regierung in Schleswig bitter beklagt. Da aber der preußische Bismarck seine Regierung entschieden in Schutz nahm, ist, dem lauenburgischeu Bismarck nichts übrig geblieben, als die Intervention des Reichskanzlers auzuruscn. Im Reichska»jleramt schwebt die Sache gegenwärtig »och. Nach einer Mittheilung in der Times hat Gambetta seine Rundreise unterbrochen, weil sein Empfang in Savoyen keineswegs so warm gewesen, wie gewisse pariser Blätter glauben machen wollten. Diese Rundreise soll Gelegenheit zu der Wahrueh-mu»g gegeben haben, daß die Gerüchte über in Sa voyen herrschende separatistische Tendenzen keineswegs ganz aus der Luft gefallen waren. Bei dem Bankette i» Thonon äußerte sich nämlich der dortige Generalralh Dubouloz i» seiner Rede, „daß Savoye», wen» Frankreich wieder ei»er klericale» oder militärische» Monarchie a»heimsalle, seiue Augen auf dieSchweiz richte» und sich als Vaterland das Land wählen werde, wo die Freiheit herrsche." Gambetta ließ zwar diese Aeußerung keineswegs ohne Protest hingehen, sondern verlangte mit Ungestüm, daß mail Frankreich „unter allen Umständen" gelre» bleibe, und erklärte es für ein ,»Verbrechen, sich von dem Lande trenne» zu wollen, welches an dcr Spitze der Civilisalion marschiere uud dem an zugehören ma» ungeachtet seiner Unglücksfälle stolz sei» müsse." Trotzdem bleibt dieser Zwischenfall sehr charakteristisch Uebcr die Vorfälle an der türkisch- in o »te »egri nischen Grenze berichtet eine Depesche ans Pest,'daß bei dem letzte» Zusammenstöße die Montencgriner die Angreifer waren und die Türken, als sie ihrerseits die montenegrinische Grenze überschritten, nur Repressalien geübt haben. Wichtiger als die Frage, wer das Karnickel gewesen, das an-gcfangc», scheint u»S die bcigefügte Behauptung, daß mau dem traurigen Vorfall in,diplomatischen Kreisen nur eine locale Bede»tuug beilegt. Die türkische Negierung thut indessen ganz recht, wenn sic alle-ausbiclct, um dic Wiederholung derartiger Vorkommnisse unmöglich zn mache». Mit Zündhölzchen soll ma» bekanntlich nicht spielen. Zur Tagcsgeschichte. — lieber die letzten Stunde» de 0 Königs Karl XV. vonSch >oeden wird ei»e»> lopcnhagener Blatte berichtet: „Die Kräfte »ah»>cst mit enlsctzlicher.Schnelligkeit ab. „Glaubst Du, daß ich die Nacht überlebe?" fragte der König 'einen Leibarzt »nd verlangte, als dieser zögert«, eine aufrichtige Antwort. Dic Antwort lautete nun: lern, ich glaube nicht, daß Eure Majestät bis morgen leben. Die Kräfte nehmen schnell ab. und wenn ein neuer A>l' fall cintritt. erfolgt der Tod bald nachher." „Glaubst Du. daß die Schmerzen stark werden?" fragte der König. „A«ch darauf müssen Eure Majestät vorbereitet sein, doch geht es vielleicht sehr leicht." Dcr KSn'g hörte das mit männlicher Ruhe und verlangte, Abschic* von seinen llmgebungeu zu iiehine». Dic daraus s^' gende Szene war sehr ergreifend. Aus dcS Königs Bitte trat dcr Probst Olen ein uud sprach ein ei"' saches, inniges Gebet. Dcr König solgte dcmselbc-sichtlich mit Andacht. „Eichst Du, daß meine bereits weiß werden?" sagte dcr König zum M „Eure Majestät mlissen nicht zu früh urlheilen, eS ist möglich, daß sich noch Schmerzen einstellen." Nach einer Weile streckte der König den Arm aus und fragte: „Wie viel Pulsschläge?" „Vierzig, Majestät." „Doch so viele," äußerte der König. Die Stimme war jetzt so matt, daß sie wie ein schwaches Flüstern klang. Einige Zeit darauf legte der König die Hand aus seinen Nacken und sagte: „Ich siihle noch keine Kälte hier oben." Etwa? später schob er ein mit Eau de Cologne befeuchtetes Taschentuch, womit man des Königs Haupt gebadet hatte, weg, als flihle er Hitze im Hinier-kopfe. Dies waren die letzten Lebenszeichen: er lag nun ganz ruhig und athmete regelmäßig, aber schwächer und schwächer. Tiefe Stille herrschte, dann erhob sich der Leibarzt Lundberg und sagte: „Jetzt hat unser König auSgelitten!" Ruhig und friedlich war er entschlafen ; die Uhr zeigte fünf Minuten Uber neun. Zum Schluß fügt der Verfasser hinzu: „Der Tod König Karl'S war schöner und männlicher als der eines Helden."___________________________________ Local- und Provinzial-Angelegenheiten. Local-Chroni!. — (Dr. Albert Georg KoSmac ---.) Kaum haben wir den Vater zur letzten Ruhestätte geleitet, kaum hat sich die kühle Erde über dem Grabe des Greises geschlossen, erfüllen wir die traurige Pflicht, dem Sohne die letzte Ehre zu erweisen, die rauhen Schollen auf des Jünglings letztes Bette zu rollen. Dr. Albert Georg KoSmac ist es, der seinem voran-gegangenen Vater heute nachfolgte. In der Blüte seiner Jahre, an der Schwelle einer Laufbahn, die dem strebsamen Jünger der Wissenschaft noch so manchen Ehrentag, so manche glänzende Anerkennung hätte bringen Müssen, entriß ihn der unerbittliche Tod seiner ge< beugten Mutter, seinen vielen trauernden Freunden. Die Wissenschaft verliert an ihm einen begeisterten, unermüdlich thätigen Jünger, begeistert für die Poesie, unermüdlich im Studium, thätig in der Arbeit. Dr. Albert Georg KoSmac widmete sich beim Eintritte in die Universität zu Wien dem philosophischen WlssenS-zweige, gewann bald Vorliebe für die Werke orientalischer Poesie, welch letztere sein LleblingSstudium bis ans Lebensende geblieben war, bezog jedoch in seine Studien nahezu die gesammten Sprachen des Orientes, sowie die Erforschung der geheimnisvollen Bildzeichen der egyptischen Hieroglyphen. Die letzteren erkor er sich zu seinem Fachstudium und jvar auch bereits mit einigen selbständigen Arbeiten in dieser Richtung — wir erwähnen nur die Entzifferung der Inschrift auf dem Sarge der im hiesigen Museum ansbewahrten Mumie — vor das Forum der gelehrten Oessentlichkeit getreten. Um in seinem Fache sich möglichst zu vervollkommnen, zog er eine Anstellung bei' der k. k. Universitäts-Bibliothek in Wien seiner gleichen bei jener in Graz vor, und von diesem seinem letzten Ansenthalte in Wien, wo er sich überarbeitete, datiert seine Erkrankung, von der er nicht wieder genesen sollte. Bedenklich erkrankt, tras er im Herbste 1871 in seiner Vaterstadt ein. Die Krankheit sesselie ihn sogleich ans Belt, das ihm sein Todienbelt ward. In steter Hoffnung, zu genesen, bereitete ihm den letzien Frcudcmag seine Ernennung zum Scriptor an der k. k. UniversiialSBiblioihek in Graz, anfangs des Wahres 1872. Ohne seuiei, Dienst an-treien zu können, blieb er an sein Schmerzenslager gefesselt, immerfort arbeitend, studierend, im innigsten Briefwechsel mit Robert Hamerling. DaS Maß seines Leidens voll zu machen, erkrankte und verschied, wie bekannt, vor kurzem sei» greiser Vater, und dieser Schlag scheint auch ihm de» Todesstoß versetzt zu ha. ben. — Er ist dahingegangen, geachtet von seinen Vorgesetzten, geschätzt von seinen BerufSgenossen, ge> ^tbi von feinen freunden und allen, die den stillen, freundlichen, jungen Mann kannten. Wehmülhig rusen wir ihm nach: Friede seiner Asche! — (Der .Osservatore Triestino" -iber den slove nischen Lehrer tag.) Dem ,O. Tr." schreibt man uiiierm b. d. M. auS Lai-ach: »Die Förderer dieser Jahresversammlungen bei uns zulande haben andere Ziele im Auge, als an- derSwo, wo man vor allem die bestmögliche Entwicklung des Unterrichtes auf dem Lande mittelst persönlichen Ideenaustausche- anstrebt. * Hierzulande aber veranstaltet man Lehrerversammlungen, nicht um pädagogische Fragen zu erörtern, sondern um Fragen der Nationalität breitzuschlagen, nicht um ein harmonisches Vorgehen in der Art und Weise deS öffentlichen Unterrichtes zu vereinbaren, sondern um ben ohnehin schon genug verderblichen StammeShaß zu chüren; mit einem Worte, nm die Hetzpolitik der Tabors auf einem ändern weit gefährlicheren Felde iortzusetzen. Und daß dies der Hauptzweck ist, erhellt aus einer Thatfache, die ich in keinem Organe noch gehörig beleuchtet fand und die ich deshalb zur Bekräftigung meiner Behauptung klarlegen will. Wie in Steiermark, Tirol, Kärnten und anderen Krön-gebieten, bestand auch hier ein Verein der VolkSschul-lehrer KrainS. Da auf einmal bei Gelegenheit der Jahresversammlung im verflossenen Jahre fand man, daß der Name den Bestrebungen der Slovenen nicht entsprach. Die Umstände unter HohenwartS Regimen! schienen ganz besonders günstig, rasch einigte man sich, den krainifchen Lehrerverein derart umzugestalten, auf daß seine Jahresversammlungen einen ausschließlich nationalen Charakter bekämen. Nicht mehr „Verein der Volksschullehrer KrainS," sondern „slovenischer Lehrerverein" wurde er gelaust. Diese Namensänderung, die in der vorjähriven Versammlung beschlossen ward, erhielt ohne Anstand die Billigung des damaligen Lan-despräsidenten, und von diesem Zeilpunkle hauptsächlich schreib! sich die Entartung, die in dem Charakter und in dem Streben des LehrervereinS eintrat. Daß die? der Fall, davon haben wir Beweise die Fülle in der jüngsten Versammlung. In der That, wer sieht nicht, daß man bei der Ausdehnung der Einladungen nach Istrien, in das Gebiet von Triest, von Görz und GradiSca, in die slavischen Theile von Kärnten, Steiermark, nach Kroatien und vielleicht auch nach Serbien und Rußland sich zum Ziele setzte, eine ausschließlich nationale Versammlung zu inszenieren, während man einen Lehrer aus dem gotischeer Dlstrict, hätte sich dieser als Mitglied der krainischen Lehrer-welt gegeben, wahrscheinlich vor die Thür gesetzt häiie. Werfen wir einen Blick aus die Anträge und Beschlüsse, die gefaßt wurden, kommen wir zu demselben Schlüsse. Da haben wir einen Lehrer Lapajne, der eS ganz in der Ordnung sand, für die Errichtung einer Lehrer-BildungSan-stalt mit slovenischer Unterrichtssprache in Klagensurt und Marburg das Wort zu sichren, als ob die Lehrer KrainS sich um die Angelegenheiten SteiermarkS und Kärntens zu kümmern hätten. So ereiferten sich andere sür Ausschließung des Deutschen, ja für die gänzliche Ausrottung desselben aus unseren Schulen, um — das Kroatische und Russische an dessen Stelle zu setzen. Und ein Kroate Namens Tonnt schloß seine Rede mit dem Hinweise auf die mächtige Slaven-mutter Rußland, welche die zerstreuten Glieder der unglücklichen Nation dermaleinst vereinigen «erde. Dill diesen wenigen Thalsachen glaube ich bewiesen zu haben, daß der krainische VolkSschullehrer-Vereln angesault ist im Keime seines Daseins, uiid daß der erste Schritt dazu gelhan wurde mit der Aenderung seines ursprüngllchen NamenS. Mit der Pensionierung de» Propstes Jarz und mit der Ernennung deS PloscssolS Püker zum Volksschul-Jnjpccior glaube ich versichern zu können, daß man endlich zur Einsicht gekommen, dem Verderbe» müsse rin Damm gesetzt werden, sollen anders die Volksschulen aus dem Lande nicht gänzlich verkommen. Ich verkenne es nicht, daß eS ein hartes Slück Arbeit sein wird, und daß man mii großen Schwierigkeit!! wird zu ringen haben. Ader eines halte man sich gegenwärtig, Halde Maßregeln nützen nichlS, das System muß von Grund aus geändert werden, dann glaube ich, wird auch kein solcher Lehrertag, wie wir ihn in den letzlen Tagen des Sep-lember in unseren Mauern gesehen, mehr möglich sein. — (Zur Achtung der Gesetze.) Eines der vielen Uebel, woran Oesterreich leide«, ist bekannilich, daß seine Gesetze nicht respektiert werden. In dieser Hinsich! richtet die .D. Z." sol ende Mahnunq an da« deutsch.österreichische Lolk: „DaS Wort muß Fleisch werden. Keinen Mann darf es künftig geben, drr nicht wüßte, was ihm die Verfafsnng ist, was die Staat-« Grundgesetze bedeuten. DaS Kind muß lernen, waS e-darf und was es soll, und was das Kind gelernt, muß der Jüngling wiederholen und der Mann üben, bis er ins Grab sinkt. Keine Anstalt darf mehr in Oesterreich fein, wo nicht die Grundgesetze Oesterreich-gelehrt werden; keine Mittelschule, keine Dorfschule selbst darf existieren, aus deren Lehrpla» nicht die österreichische Verfassung stünde, damit der Knabe schon durch das Bewußtsein der eigenen Rechte die Achtung vor denen anderer lerne. DaS Volk selbst muß ungesäumt an die Erfüllung dieser segensreichen Aufgabe gehen. Die Lehrer müssen den Plan durchführen, die Gemeinden müssen dem Lehrer seine Mühewaltung besonders lohnen. Der Katechismus der StaatSgrund-gesetze steht in menschlicher Beziehung weit höher older, welchen der Katechet den Kindern eintrichtert." „Wollt ihr ein Volk, das stark, ernst und selbstbewußt, dann lehrt cs seine Macht kennen, dann lehrt es den Unterschied zwischen gut und böse, unterweiset eS in seinen Gesetzen. Kein freier, starker Staat ohne ein freie-, starke- Volk; kein freies, starkes Volk, da- nicht feine Rechte kennt." Literarisches. (Politischer Volkskalender.) I» der reichen Kaleu-derlitcratnr ha! sich der vom libeial-polilische» Vereine in Oberösterreich heransgegchcnc „Politische Volkskalender" einen würdigen Platz erobert. Der vorliegende dritte Jahrgang desselben, reichhaltiger als seine Vorgänger, ist ein echt zeitgemäßes Bolksbnch nnd verdient als solches allen Freunden der Bildung und Aufklärung dringend empfohlen zu werden. Unter den Männern, welche diesmal da« Buch mi! ihren Beiträgen beehrten, begegnen wir Namen von echt volkr-ihilmlichen Klange, z. B. die freisinnigen Priester Aloi« A»lon, Julin» Pederzani, Professor ReinkenS, die Vorkämpfer fllr die Volksrecbte HanS Kudlich, Göllerich, Dr. Hiebler und viele andere. Es wechseln zahlreiche Aussätze polilischen und gemeinnützigen JnhallcS. Dem liberalen politischen Vereine fllr Oberösterreich gebührt alle Anerkennung für sein segensreiches Wirke», insbesondere imler dem Landvolke. Der Verein wirkl lheils durch das lebendige Wort auf seine» Wanderversammlungkii, lheils durch die Verbreitung von selbst verlegten oder von anderen Vereinen bezogenen Flug-schiiflen polilischen nnd gemeinnützigen Inhaltes und läßt einen großen Th.-il derselben durch feine Mitglieder unentgeltlich am dem Lande verlhrilen. Von den jüngst erschienene» empfehlen wir unfern Lesern anfjer dem erwähnten „Volktzkalender" insbesondere die populäre Flugschrist „Die sreie Schule," zu beziehen durch Herrn vonHochenegg, Ge-meinderalh in Linz. Laudwirthschaftliches. (Ein Wort zur Zeit der Kartoffelernte.) Die Wahl deS Samens wurde bis zum bcutigen Tage von den Landwirthen noch viel zu wenig gewürdigl; und doch hängt die Höhe deS Ertrages in erster Reihe davon ab, daß nur ein vollkommen ge» reifler, keimfähiger, vorzüglich entwickelter Same, der alle Kennzeichen seiner Art in hohem Grade entwickelt zeigt, dem Schöße der Erde anvertraut wird. B« dem Getreide springen die in dieser Richtung gemachten Verstöße, wenn sonst ein keimfähiger Same verwendet wird, nichl so sehr in die Augen, wie bei der Kartoffel, und in der Thal hängt auch der Ertrag dieser Frucht in ganz besonderer Weise von der Beschaffenheit des Saatgutes ab. So wurden von der gleichen Fläche geerniet: beim Legen von 2löthigen Kartoffeln 211 Ztr., 4!ölhigen Kartoffeln 257 Ztr., Llöthigen Kartoffeln 303 Ztr. Wle dieser in England ausgesührte comparative Versuch darthut, steht die Höhe de- Ertrages mit der Schwere resp. Größe der Saatkartoffel in unmittelbarem Zusammenhänge. Sammeln wir daher gleich vom Felde weg die schönsten, größlen und schwersten Knollen, und die geringe Mühe, welche diese-Auslesen verursacht, wird sich in dem künftigen Erlrage reichlich lohnen. Bezüglich dcS Aufbewahrens der Saalkarloffel sei bemerkt, daß dies am besten in leerstehenden, gut gegen Wetter und Wind verschossenen Gewölben oder in Ermangelung dieser in Kellerräu-men geschieh!, nur möge dem Lichte so viel wie immer möglich der Zulrit! gestaltet werden, da dadurch da-Keimen der Kartoffel fast zur Gänze verhindert und so alle Kraft der Saaiknollen bi- zu jenem Zeitpunkte aufgefpart bleibt, wo sie der Erde anverirau! und die gebundenen Kräfte gelöst werden. Witterung. Laibach, 9. Oktober. Ganz bewölkt. Rege» seit 8 Uhr, Ost- und Westwind schwach und wechselnd. Wärme: Morgens6Uhr -j- 11.5", nachmittags L Uhr 13.0» 6. (1871 -j- 17.4'; 1870 -j- 13.8".i Barometer im Fallen, 734 37 Millimeter. Das gestrige Tagesmittel der Wärme -s-12.9", um 0.3' über dem Normale. Augekommene Fremve. Am 8. Oktober. Jeukner, Handelsm., Rndolsswerth. — Po-tiorek und L. Kosniac, Jdria. — Bcllin, Prag. — Gebeth, Kausm., Lngerer und Novak, Wien. — Dotria, Ingenieur, St. Peter. — Johann und Anton Kritz, Eabar. S«n«I» T* >«»» Ottavio. Udine. — Schneemann, Kansm , und Daniel, Beainle, Wien. Müller, Kansm, Pest. - Pseffel, Gallensels. Lurop«. Prixner, Kanfin , Cilli. — Detcla, Ehrenau. — Hübl, Lack. Hoss. Tnschlltz, Wien. — B>dmar, St. Peter. Cermelj, LormonS -- Pecniker, Moränisch. Gedenktafel über die am 12. Oktober 1872 stattfindenden Licitationen. 3. Feilb., Jntihar'sche Real. acl Sonuegg, BG. Laibach. — 2. Feilb, Hlebania'sche Real, Kronau. BG. Krona». — 3. Feilb., RamovZ'sche Real. ->il PepenSseld, BG. Laibach. — 3. Feilb., Anscc'sche Real., Podlaa«, BG. Laa». — 2. Frilb., Jsteuic'schk R-al., Predgrische, BG. Jdria. — 3. Feilb., Scver'sche Real, Bründl, BG. Senosetsch — 1. Feilb., Miklaucic'sche Real., Salilog, BG. Lack. — 3, Feilb., Kozar'sche Real, Salloch, BG. Laibach. Telegramme. Wien, 9. Oktober. Die heutige „Wr. Ztg." veröffentlicht eine Kundmachung, womit der Han-delsminister die Sequestration der österreichischen Bahnlinie der Lemberg-Czernowitz-Jassyer-Eisen-bahngesellschast anordnet. Regierungsrath Barychar wurde zum Sequester bestellt, der am 8. d. sein Amt antrat. Wiener Börse vom 8. Oktober «rld Ware 85.15 «5.55 »t«. dt». »ft-MSll». 70.«0 r»l« »»» ISS« . . .! »z.-j S4.— »,o 18«, ,»>2« 10,.— lvr.bo von 1860, Faust. — V-Lmtml». 18« Greinmarl »uIPTt. »r.— Itrvlen, Kram a. »»Ikut-nd b . ^.75 8«.— »»,«». > >»i . 8i.i» . > 8,75 84.— »k»«dür,. . i . 7,.75 80.50 «»tionolbank . llaiou - Baak . «rrdil»nst»lt . . . »i»-lo.österr.Ballk vest. Lodrucred.-» -Vr» Hy>°th..«»nk -«tei». «tc-mpl.-Bt. Franko . »uftria . . «,il. S«d.-«°rdb. . «Ldbab°.»-sklll». . Mali. »lNadetb-Bahv. Gtebeiid. Eiicubahu . «t»at«b»hn. . . . «ais. K,an,.avlks»d.. »»-»..«arcler «l,IU»S>um. «aha . «7.7« tv»v Iv»5 »13.75 »I4.»i «74.— «5— SS.-IVi.-,S7.-j I,7.ö0>S8.-Äkv »»«5 »04.80 »05.-»17.50 »4».-«».- »Ä».5V 177.50 178 50 »»0 »»>.- »»».50 18».50 I8!>.-17«.— 17,.50 »el»! war« . ^ »«.»5! »4 7» eitdb..««i.,u»<>os,. ni.75 ni.re dt». «»»«Spitt. — »i-rdb. <10« II. «M.) 1VI.75 lvs.,5 ei,d..«.(»oofl.«.w.> »l>.»a »oso Klaal-bahn Pr. SlUS IW.- 130.-«taat»b. pr. St. I8«7 I»4 — 1»5.-«ud°I,«b.(R)»v.i.w.> »».50 94.-»r-»,-0°I.(»ooft.«.> I«110 1V1.»« L».. ' >87.- «redit 100 P.». w. .1«. Doii.-Da»>Pf<4-'drs. ,0 IM »l. «M. . . »8.50 0S 5« rrteftrr 100 fl. «M. . 117.50 118 S0 dt». 50fl. k.w. . Osraer . 40 fl. ».w. Ealm . , 40 , . . 40 . «I»rd . . 40 . «t.»o»»I«, 40 , WtudisagrL, «> , »4_ woldstem . «> , »».5» jkcgle«,- . 10 , ! >».-1 «lldolf«lNst- »»«.«. 1»« 58.- »0.- 40- »7.50 38.— »S.75 59.-LI.-41 -»8 5V »8 5V »0 75 »5.-»3->8 50 I5.V LU,«».I00fl.s»dd.w. Kran«. IVO fl. , , k»nd»a 10 Vs. «terl. Pari« IVO graoc» . ML»»»«». B0-Fr»»c«fta« . . . «ereta»tdal«r . . . SUd». - . »I S» »I.-»r.—I »210 109.10 I, 9 ,0 4» 50 4».«0 i.»5' 5.»«! 8-75'! 8.7« ISS.75 I«4.-107.85 „s.- Telegraphischer Cnrsbericht der Filiale der Ltciermürk. Escomptcbank in Laibach, von des k. k. öffentlichen Börse in Wien am 9. Oktober Vorbürsc. 5perz. MetalliqneS mit Mai- und Diovtmbtr-Zlnsen ftü.40. — 5perz. Rational A»leben 70.65. — 1860er Staats' Anlehen 102.2,^. — Bankacticn 901.--.— Lredit 328.60. -«nglobank 315.—. — Francobank 128.25. Lombarden 264.50. - Unionbank 265 7.',. - Wechülerbaiik 315.-. -Baubank 132.10. A»gll.'ba»bank 218.75. — Bereinsdank 166.75. — Hhpothekarbank 226.25. — Banverei» 593. — »'»»doll >''8.85. — Bilder 107 60. — «. k. !v 5.S-I. --- 20-Franc-Stttck, ».75. Mllnz-Dncaten Verstorbene. Den 8. Oktober. Agata Aroni, Bettlerin, alt 47 Jahre, im Civilspilal an der Lnngentuberculose. — Jo-hanu Jankovik, Taglohner, alt 53 Jahre, im Civilspilal am Zehrfieber. Beim Postamte i» Lces l kg8!8XVKÜi wird ei» oder älterer sogleich aufgcu,nimen. Anträge nimmt entgegen das k. k. Postamt Lres in Ärai». . (609) 8vl»8», ,»„«> sind zn haben in großer Auswahl modernste Damenhut Bouquets »>id Tträutzcl, Ztrautz- »»d Fantasiefedern jeder Art, Mlirthenkrän;e n»d andere Uunstblnme». Auch wird jede in da« Blumcnsach einschlagende Aibeit prompt und billigst aiiSgeflihrt bei der Blumennwcheiin (597—2) Theatergasse Nr. 40, ebenerdig. Täglich vo« 2 Uhr nachmittags bis Sonntag NM 8 Uhr abends findet im Gastbanse zum Eckt dtr Trirstcrlini!' das Dt'stkt'gt'lscheil't n statt. Näheres die Anschlagzettel. (595—2) Laut ijeugniß des Herrn Professor Oppolzer, Rektor magnif. und Professor an der k. k. Klinik in Wien, ist das von Dr. I. G. Popp. k. k. Hvf.Zahiiarzt in Wien. Stadt, Bognergasse Nr. 2, eines der geeignetsten Mittel zur Konservirung der Zähne, und wird dasselbe auch von ihm sowie von zahlreichen anderen Aerzten gegen /rUm- uni! Niiittlkiittlkllejlen hiinsig verordnet. Preis fl. 1.40 ö. W. die Flasche. IN . .s. 0. I'ttpp 8 V6§stLk'.1i8e1iSL 2a1iiixu1ver. Es reinigt die Zähne derart, daß durch dessen täglichen Gebrauch nicht nur der gewöhnlich so lästige Zahnstein entfernt wird, sondern auch die Glasur der Zähue au Weiße und Zartheit immer zuuimmt. (4—3) - Preis pr. Schachtel 63 kr. ö. W. Depots: In Laibach bei pettieiö L Pickel-, A. ki-ispei', loset Ksnngei', loti. Kns8vbo«itr, Lli. Uskn, k. Apotheker, und 5. KI. 8elimitt; Krainbnrg bei f. Xi'kper und 8eb. Selisunig; Apotheker; Bleibnrg bei Kei^t, Apotheker; W a -rasdin bei ttsltei', Apotheker; Nndolfswerth bei v. kürroli uud l. öefgmsnn, Apotheker, und loses kergmsnn; Gurkfeld bei fpiecli'. Lömotie», Apotheker ; Stein bei lalin, Apotheker; Wippach bei ^nton veperis, Apotheker; Görz bei ponloni, Apo theker, und j. Keller ; Wartenberg bei f. Kglilen; Ädelsberg bei l. Kupfe^setimillt, Apotheker; Bischof lack bei 0. fsbisni, Apotheker; Gottschee bei j. k^sune, Apotheker ; Jdria in der k. k. >VerIc8-apolkelte; Littai bei X. Uiikl^enrel, Apotheker; Radmannsd 0 rs in der Apotheke vo» Lallockef» Vit^e. Äclie» .»jelklWast l»> Vei lichki»»^» iil Mi,». Wir beehren uns, dem p. t. versichernden Publicum bekannt zu geben, daß wir nach Lösmig unserer Geschäftsverbindung mit Herrn' kugudl VnIM unsere Gkiieral-UePräseiltanr für üram -em Herr» . Ulbert Ik-inkki- m l.3ibsek, Congreßplatz dtr. 1, im Gustav Fischer sehen Hanse, übertragen haben, und enipfehleu denselben zum Abschlüsse von Versicherungen: !<) Hegen Schäden durch Neuer, Blih. oörplolion: l>) „egen Schäden durch Hagel schl ag i e) gegen 'Dransportgefal-r der ^»üler zu Wasser und zu Land: (I) geg^n Wrnch der Spiegelscheiben: o) ans das Leben des Wenichen in allen Lomliinalionen zu billigen festen Prämien und den liberalsten Bedingungen. Hochachtungsvoll (599—2) O»°d.r IMS. die Filiale der „«,11-»,,«» in Graz. lEk Iliitlulliimi'»« m. i>. ^ Fnbriks-Aitdtllnge ^ ^ von patcnlierler « ^ M«sscr«Ias-«omp»sitio«H sWasch - Präparat) « ans den Fabriken ^ «LL«rLg». » t N»»b»r« i» Laibach. Bcrlrgn »ob für kt» Nedactwu vrrautwortlich: Otto«ar «amberg