EINZCLPItETS: wottienUgs IQ ttpl ^ ^ M ^amsUg-Sonntag 15 Rpl SlQtliitigtr gntung Amtliches Organ d e s Stelrlschen Heimatbundes Verlag und SchrlftleUung; Marburg a. d. Drau, Badgasse Nr. 6, Pernruf; 25-ft7 Erscheint werktagUch als Morgenieitung. Bemgsprels (im voraus zahlbar) tno- 25-68. J5-69 Ab 18.30 Uhr Ist die Schrlftleitung nur auf Farnruf Nr. 28-61 natllch 2,10 einsch'. 19.8 Rpf. Postzeltunesgebühr; bei Lieferunj: im Streif- erreichbar. - Unverlanßte Zuschriften werden nicht rückgesandt. - Bei band zuzüjl. Porto; bei Abholen in dej Qeschäftsstelle RM 3,—. Altreich durch Anfraeen ist das Rückporto beizulegen. — Postscheckkonto Wien Nr. 54.608 F^nst monatl. RM 3.10 einüchl. 19,8 Rnf. Postzeitungsgebühr u. 36 Rpf. Zustellgebühr 3tr. 316 ____01tar6urg-3>rau, S>onnrr0(ao, 12. !7lot)enider 1942 82.3a{)rgans Schuti der afrikanischen Besitzungen der europäischen Völker Besetzung der Mittelnieerkiiste Frankreichs Deutsche Wehrmacht erhielt Befehl lum Durchmartch durch das bisher unbesetite französische Gebiet Oegen engllach-amerikanische AngriffspIMne auf Corsica und die siidfranxöslsche Küste Führerhauptquartier, 11. November Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Deutsche Truppen haben am 11. November früh zum Schutz# des französischen Territoriums gesenüber den bevorstehenden amerlkanlsch-britUclien I.andungsunternehmen In Südlrankrelob die DemarkatlonsHnit zum unbesetzten Frankreich überschritten. Die Bewegungen der deutschen Truppen verlaufen planmäßig. Rom, 11. November Amtlich wird bekanntgegeben: Gleichzeitig mit dem Vorrücken deutscher Truppen sind Italienische Truppen Mittwoch vormittag In das nichtbesetzte französische Gebiet eitigerückt. Adoli Hitler an das franzisisclie Volk Der Führer hat folgenden Aufruf an das französische Volk gerichtet: Fraiisoseiil Offiziere und Soldaten der franzftsischen Wehrmacht! Am 3. Septejnbcr 1939 wurde durch die englische Regierung ohne ÜTund und ohne iede Veranlassung Deutschland uer Krieg erklärt. Es »t damals leider den verantwortlichen Arrangeuren dieses Krieges geluiiKcn, auch die franzö.sische Regierung zu bewegen, sich ihrerseits der englischen Kriegserklärung uii-zuschließen. Für Deutschland bedeutete dies eine unverständliche Herausforderung. Die deutsche Regierung hatte von Frankreich nichts gefordert und nichts verlangt. Sie hatte an Frankreich keine Zumutungen gestellt, die es hätte verletzen können. Das deutsche Volk, das nun mit dem Blute seiner Männer diesem Angriff entgegentreten mußte, hatte keinen Haß gegen Frankreich empfunden. Trotzdem brachte dieser damit ausgelöste Krieg über zahllose Familien in beiden Ländern Leid und Unglück. Nach dem Zusammenbruch der tranzösisch-eiigllschcn Front, die mit der Flucht der Fng-länder aus Dünklrchen zur Katastrophe ausartete, erging an Deutschland das Ersuchen um die Gewährung eines Waffenstillstandes, Das r)eutsche Reich hat in diesem Waffenstillstandsvertrag nichts verlangt, was der Fhre der französischen Armee hätte Abbruch tun können. Aber es mußte Vorsorge getroffen werden dagegen, daß. wie es im Interesse der britischen Kriegsanstilter liegt, durch bezahlte Agenten früher oder später der Kampf wieder würde beginnen können. Das Ziel Deutschlands aber war es nictit, Frankreich zu demütigen oder zu vernichten, oder das französische Weltreich zu zerstören, sondern das Ziel war im Qegonteil, durch einen späteren vernünftigen Frieden eme allgemeine Atmosphäre der gegenseitigen Verständigung in Europa herbeizuführen. Seit dieser Zeit haben England and nunmehr auch Amerika versucht, wieder auf französischem Boden Fuß zu fassen, um den Krieg — ^ wie es in ihrem Interesse liegt — auf fremlcr Frde weiterzuführen. Naghdeni dies« Anschläge überall jämmerlich zusam-meniebrochen waren, fand nun der englisch-amerikanische Überfall auf die west- und nordafrikanischen Kolonien statt Hier Ist der Kampf infolge der Schwäche der französischen Besatzungen leichter bu führen als gegen die von Deutschland verteidigten Küsten im Westen. Seit 34 Stunden ist nun der deutschen Re-gierting bekannt, daß in Ausweitung dieser Operation der nächste Angriff gegen Corsica zur Inbesitznahme der Insel und gegen die südfran/ösische Küste stattfinden soll. leb habe mich unter diesen Umständen entschließen müssen, der deutschen Wehr-iraciit den Befehl zum soforticen Durchmarsch durch das bisher unbesetzte Gebiet u (He von den englisch-amerikanischen Lan-iiwiaatrupptn vorgesehenen Stellen tu geben- Die deutsche Wehrmacht kommt deshalb aber nicht als Feind des französischen Volkes und als Feind seiner Soldaten. Sie hat nicht die Absicht, In diesen Gebieten zu regieren. Sie hat nur ein Ziel: Jeden amerikanisch-englischen Landungsversuch im Verein mit seinen Verbündeten zurückzuschlagen. Marschall P6tain und seine Regierung sind vollständig frei und können ihren verantwortlichen Pflichten nachgehen wie bisher. Es steht von letzt ah auch ^iner Ver-wirklicliung ihres früheren Wunschcs. nach Versailles zu ziehen und von dort aus Frankreich zu regieren, nichts mehr im Wege. Die deutschen Truppen sind angewiesen, durch ihre Haltung dem französischen Volk so wenig als möglich Belastungen zuzufüiren. Möge das französische Volk aber bedenken, daß es durch die Haltung seiner Regierung im Jahre 1999 das deutsche Volk in einen schwe^ ren Krieg gestürjt hat, der über Hunderttausenden von Familien tiefes I^cid und Bekümmernis febraolit hat. Es ist der Wunsch der deutschen Regierung und ihrer Soldaten, wenn irgendmög-lich nicht nur mit den Angehörigen der französischen Wehrmacht gemeinsam die franzi)-siscJiMi Grenzen zu schützen, sondern vor allesm auch niltwhelfcn, die afrikanischen Besitaungen der «iropäischen Volker für die Zukunft vor räuberischen Angriffen zu bewahren. Nur dort, wo durch blindem Fanatismus oder wo durch bezahlte englische Agenten dem Vormarsch unserer Verbände Widerstand entgegengesetzt werden sollte, wird die Waffe die Entscheidung erzuingen. Im übrigen werden sicher zahlreiche Franzosen den verständlichen Wunsch besitzen, von der Besatzung erlöst zu werden. Aber sie alle dürfen überzeugt sein, daß es auch dem deutschen Soldaten lieber wäre, in seiner Heimat bei Frau und Kiud oder im Elternhause leben und friedlich arbeiten zu diirlen. Je schneller deshalb die Macht niedergeschlagen wird, die seit 300 Jahren in Europa Staat gegen ?taat hetzt und die auch Frankreich in der Vergangenheit so oft beraubte und augenblicklich wieder zu berauben im ncgriii ist. umso früher werden die Wünsche der besetzten französi.sclien Lande und der besetzenden deutschen Soldaten gemeinsam in Erfüllung gehen. Alle besondere» Fragen werden im Einvernehmen mit den französischen Behörden geregelt und gelöst. iL November 1942. Adolf Hitler Sclilaclitscliiü Im Nordatlantih torpediert Bombentreffer auf einem Flugzeugträger und einem großen Handelsschiff vor Französiscii-Nordafrika FöhrBThauptqiiartier, 11. NoTember Das Oberkommando der Wehrmacht gibt belcannt: Im Westkaukasus and am Terek-Abschnltt wurden zahlreiche feindliche Angriffe !■ erbitterten Kämpfen abgewehrt und Bereitstellungen des Feindes durch Artiileriefeuor zerschlagen. In StsUngrad lebhafte StoOtrupptätiffkeit. An der Don-Front wiesen rumänische Truppen feindliche Angrilfe ab. Schlachtflieger griffen in di« Erdkämpfe mit Erfolg ein. Ungarische Truppen vereitelten einen llbersetzversuch des Feindes. Im mittleren und nördlichen Frontabschnitt wurden eigene Stoßtruppuntprnehmungen durchgeführt und einige feindliche Vorstöfie abgewiesen. Kampf- und Sturzkampfflieger setzten ihre Angriffe gegen Truppenbereitstellungen und Bahnanlagen fort An der ägyptischen Front nehmen die beabsichtigten Bewegungen der deutschen und Italienischen Truppen, die in erfolgreichen Gefechten zwölf feindliche Panzer zerstörten, ihren Porlfjang. Die britische Luftwnffe verlor vier Flugzeuge. Deutsche und italienische Jagdflieger schössen in Luftkämpfen gegen (ibqrlegene feindliche Luftstreitkräfte vom 5. November bis 10. November 27 feindliche Flugzsuge ab. Deutsch-italienische LuftstreitkrAfte bekämpften weiterhin die amerlkanlscii-britische Landuagsflotie an der Küste Nordafri-kas. Ein FUigzeugtrüger und ein großes Han> delsschiff erhielten Treffer. Kampfflieger schössen drei feindliche Jagdflugzeuge ab. In der Nacht zum IG. November stieben Schnellboote gegen den feindlichen Geleltverkehr an der britischen Ostküste vor. versenkten unter heftigen Kämpfen gegen britische Zerstörer vier Schiffe mit 11 000 brt und beschädigten zwei Schiffe sowie ein Sicherungsfabrzeug durch Torpedotreffer. Alle Boote sind zurückgekehrt. Ein Us Kampf beschädigtes eigenes Schnellbeet wurde in einem deutschen Stützpunkt eingeschleppt. An der Küste der besetzten Westgebiete wurden vier britische Bomber abgascUossen. Im Nordatlantik traf ein deutsches Unterseeboot ein britisches Schlachtschiff der Queen-Blisabeth-Kiasse durch Torpedo, eine schwere Explosion wurde beobachtet. Feindlictier Kreozer versenkt Rom, 11. November Der Italienische Wehrmachtfcericht gibt bekannt; An der ägyptiechen Front gingen die vorgesehenen Bewegungen der italienischen und der deutschen Truppen welter, die im günstig verlaufenden Gefechten ungefähr zehn Panzerfahrzeuge zeirstörten. Die Luftwaffe der Achse war stark eingesetzt tind schoß vier britische Fhigzeuge ab. In der Zelt vom 5. bis 10. November einschließlich hat die feindliche Luftwaffe, wie aiw verspätet noch eingelaufenen Meldimgon hervorgeht, im ganzen in Luftkämpfen Ul>er Nordafrika 27 Flugzeuge verloren. Staffeln uneerer Torpodoflugzeus:e führten erneut Angriffe gegen die englisoh-amerika-niflchen FlottenverbÄnde in den algerischen Gewissem durch. Ein feindlicher Kreuzer erhielt drei Torpedotre^fer, die ihn auasin-andertrieben. Der Kreuzer ging schnell unter. Ein weiterer wurde beschädigt Ein 15 000 brt-Dampfer wurde getroffen und erhielt, wie beobachtet wurde, Schlagseite. Mit seinem Untergang let zu rechnen. Zahlreichen weiteren Einheiten der Kriegs-und Handelsmarine wurden von deutschen Fliegern Ti-effer beigebracht, die in Luftkämpfen mit den britischen Jägern eine Hurricane abschössen. Einer unserer Verbände führte mit großem Erfolg einen Bombenangriff gegen den Flugplatz von Algier durch, bei dem große Brknde entstandaa. Rechenfehler der Piraten Marburg, 11. November Seit heute früh marschieren deutsch« und italleniache Truppen der sUdfranzÖet-schen Küste m. Es gilt, B>anlMarburgef ZeitünR« 12. Novembfr 1942 Nummer 5!ö und piutokratlachen Brauch der Völk®r-und Länd«rau«plünderung überall dort steh« l^n und rauben, wo ea möglichat leicht und gefahrlos feschehen konnte. So kamen Churchill und Rooaevelt achJleß-lif.h auf den Cedanken, die franzöalachen Kolonien in Woßt. und Nordafrika zu überfallen. Schon vor geraumer 25eit war dieser feige Überfall beachlosaen worden. Das geht auÄ einer amtlichen Verlautbarung des nun-mt'hr rusammengestellten »alliierten Hauptquartiers« hervor, in der es wörtlich heißt: ♦Vor einigen Monaten wurde in London ein piliiertp.i Hauptquartier errichtet. Generalleutnant Eiaenhower wurde zum Obcibe-fpJilahabcr für die alliierten Streitkräfte ernannt und ein Stab von britischen und ame-rikanlÄChen Offizieren gebildet. Dieser Bln-heilslxifehl umfaßt alle britischen und am»'*-rikanischen Land-, See- und Luftstreitkräfte, die jetzt in den afrikanischen Operationen pingc.setzt sind.« Und diese Verlanthanine flchliertt — natürlich — mit einer Lüge: infolge der Achsendrohung gegen Französisch-Nordafrika habe man schon damals begonnen. dip Pläne für die jetzt eingeleiteten Operationen au.szuarbeiten ... Da« beweist «•indeutig und klar, dali Roosevelt und Churchill diesen Ihren neuesten Völkorrecht.s-bruch bereits .seit langem vorbereitet hatten. Daß Deutschland und Italien einen Einmarsch in die afrikanischen Besitzungen Frankreichs nie l^eabsichtig^ten, geht schon darau.s hrrvor. daß sie bisher nicht einmarschiert sind. Denn Zeit und schließlich auch flolcgeiiheit wären dazu hinlänglich gegeben gewesen. Nach den Angriffen und "Über-ffillen der Briten und Amerikaner auf Fran-zö.si.sch-Äquatorial- und Nordostafrika und auf Madagaskar hätten Deutschland und Italien jedenfalls auch mehr Berechtigung gehabt, flabei auf drohende Alxsichten der Gegner hinzuweisen. Von der engliach-amerikaaißchen Pres-sn mit Vorschußlorbeeren überhäuft und begleitet von einem frenetischen Beifallsge-heul ohnegleichen wurde nun der neue Pira-tonstreich in Szene gesetzt. Er mußte ja .sjtielend gelingen: denn daß das schwache Frankreich seine Kolonien nicht schützen konnte, d^us hatten Ja die bisherigen ähnlichen »Unternehmungen« hinlänglich dargetan. Und Deutschland und Italien würden — so kalkulierte niaii in London und Washington händereibend und vergnügt — nichts We-.sentliches dagegen tun können. Die Achsenmächte waren ja so weit! Fast 1000 Kilometer trennen Algier von Sizilien, ebensoviel die iranzösi.sch-spanlÄChe Grenze von Oran, 1600 Kilometer Casablanca von Sardinien. Und außerdem kam man als wohlerfahrener Dieb und Einbrecher bei Nacht und Nebel! Hier aber lag der große Rechenfehler der Piraten. Trotz der vernichtenden Schläge, die sie bisher von den Achsenmächten Uberall hinnehmen mußten, hatten die Briten und Amerikajier anscheinend noch Immer nicht die richtige Vorstellung von ihren Geg. nern. Und .so wurde denn auch den Piraten s.n der nordafrikanischen Küste,ein Empfang zuteil, den .sie nicht erwartet hatten. Bomben- und Torpedo-Flugzeuge ließen ohne Un-'claR ihre verdorljenbringejiden Lasten auf rlie Landungsflotte, auf Truppentransporter, Munitionsfrachter und Krieg.«anach hat die argentinische Regierung an-(Zeordnet, daß aus den USA so lange kein Zeitungspapier mehr nach Argentinien eingc-hihrt werden darf, bis sichergestellt ißt, daß dieses P.npier RPr.Tht atif alle argcnlin'«;!,he'i Zeitungen verteilt wird. Scharfer Protest Spaniens gegeD anglo-amerikanische VerleumdutiKea Die spanische Botschaft in Buenos Aires gibt laut einer Cfe-Meldun« In einer Note folgendes bekannt: »Das in Montevideo tagende »Coniite Con-sultivo de Qudadania« versucht, eine Kampagne gcisen das An.seiien und die Ehre Spa-, niens durchzuführen, indem es fingierte jchiffiierte Telegranmie bekanntnibt. aus deren Übersetzung man entnehmen will, daß ■ das spanische Kuriergepäck zu Splonage-1 zwecke verwandt werde Die spanische Bot-j cliaft in [Buenos Aires ist durch das Außen-, ministeriuni in Madrid autorisiert worden, j die.sc Machenschaften, die in kindlicher Form I auf vollkommen trei erfundenen Dokumenten basieren und angebliche Telegramme zitie-I ren, die niemals existiert haben, energisch i 7u dementieren. Kommunistische Partei in Kanada weiter verboten . Die Zeitung »Pueblo« veröffentlicht auch ; eine Stellungnahme des kanadischen Justiz-jUiinisters Shini Laurent zur kommunistischen j Präge. Danach erklärte Laurent. Kanada könne unter keinen Umständen eine kommu-, nistische Tätickelt im Lande gestatten. Die I Unterschiede zNx i.schen dem internationalen 1 Kommunismus und der christlichen Zivilisa-i üop seien zu einschneidend und bedoutrn-l. .Die kntnniuni^'ti'chp Partei bleibe dahe-'auch in Kanada weiterhin verboten. ' Hatktickteu Feldmarschall-Leutnatit von Dainok Chef der ungarischen Mifitärkanzlei. Die ungarischen Morgenblätter veröffentlichen am Mittwoch die Handschreiben des Reichsverweaers, durch die der General-Adjutant und Chef der Militärkanzlei des Reichsverweaers Ludwig Kereaztes-Fischer seines Amtes auf eigenen Wunsch enthöbe* wird und zu seinem Nachfolger der Feldmarschall-Leutnant Miklos von Dainok ernannt wird. Feldmarechall-Leutnant Miklos war Kommandeur der gegen Sowjetrußland eingesetzten ungarischen Truppen im Jahre 1041. Zum Befehlsempfang nach Washington, Das USA-Außenministerium gab bekannt, daß der Präsident von Ecuador, Carlos Arroyo de! Rio, am 23. November als »Gast Roosevelts* in Washington eintreffen wird. ^ Großfeuer in Kalkutta fordert Iw Todes-opter. Wie Reuter aus Kalkutta meldet, brach am Sonntagnachmittag ein großer Elrand im Nordteil der Stadt aus. 119 Tote und 100 Verletzte seien zu beklagen. Britisches Flugzeug am Strand von Barce* lona abgestürzt. In der Nähe des Strandes von Cabanal bei Barcelona stürzte ein viermotoriges britisches Flugzeug ins Wasser. Sieben Mitglieder der Besatzung konnten mit dem Fallschirm abspringen, drei weitere wurden von der spanischen Küstenwacht mit Verlct7ungen geborgen r^nick und Vcrlai; M3ihur«pt Vrrlae*- inid Druckerei-Oc» m. b, H. — X'frlaC'IcituiiK: P.^nii naiimcnrtner; 'l.ii,nt.sctir (tiellpr Aninn flor^chack. utif in Varburp a d Dr-iu Rüdemtr ft Tur Zfii tUr Anzeirfti die N.. 2 vr>tn !. 'uH 1942 .'ultis,;. Ausfiill drr l.ieferui\K dru Blattei bei höherer . Mfirich^M'^rutiK nht krlnrn AnMimeh «nl des Brrns'cM«'« Nummer 316 »Marburg^r Zeitung« 12 November 1942 Seite 3 £Mas .iMet Dramatisches Duell Im Schein der Magnesiumlichter — Die fliegende U Boot-Falle Sekunden schwerster Entscheidung Von Oberleutnant Ing. Hansen, leitender Ingenieur eines U-Bootee Bei der KriegsnuLrine, im November Dm Flug^zeiig ist hier am Mittelmeer un-aer gefährlichster Gegner, überrajschend ist es bei Tag oder Schlechtwetter da, und wehe, wer nicht aufpaßt, der bekommt im Tauchen die Bomben aufs Boot geknallt Heute sollen die Rollen vertauscht werden. Es ist sternenklare dunkle Nacht. Da zwischen den Sternen Lichter; grilne, rote. Sie wandern aus. Flugzeug I Die Maschine fliegt uns an, aber sie kann uns nicht gesehen haben. Warte Tommy, dir brennen wir einen Uber* MG klar! Beide Maschinen Höchstfahrt. Das Boot saugt sich hinten tiefer, als die Motoren losheulen. Im Zick-Zack laufen wir ab. Die Maschine fliegt stur durch. Auf wenige hundert Meter ist sie heran. Feuer frei! Das »Zwo-Zentlmeter« bellt loa Einen Augenblick sucht die Leuchtspur, dann liegen die Schlisse deckend, die Leucht-apuren enden in dem breiten Rumpf des Tommy's. Haargenau schießt unser kielner Bootsmaat. Jetzt dreht die Maschine. Sie ist getroffen. Alarm! Die Klingeln gellen. Alle Mann sind im Boot Noch ist das Turmluk nicht ganz zu, da werden die Tauchzellen geflutet und mit hoher B'ahrt schießt das schlanke Boot in die Tiefe. Schnell wandern die Zeiger auf meinem Manometer: 10, 20, 30..! Der Bombenwurf bleibt aus. Vielleicht hat er genug?! Auftauchen! Beide Tiefenruder hart oben. Anblasen. Der Turm läuft voll Wasser Schon ist das Boot wieder raus. Kommandant und BrUckenwache stürzen aus dem Turmluk. Kurze Sekunden, um sich an die Dunkelheit zu gewöhnen. Vom Feind nichts zu sehen. Friedliche Stille ringsum. Die Tauchzellen werden endgültig ausgeblasen. Wieder mahlen die Schrauben auf der Suche nach dem Feinde. Eine Stunde später. Der Ausguck meldet: »Flugzeug!« Ks ist im Schutze der Dunkelheit schon nah herangekommen. Alarm! Wieder gellt die Klingel in aUen Räumen, Meldelampen flackern. Der Ruf geht von Mann zu Mann. Blitzschnell werden die BordverschlUsse zugedreht. 'Mit einem Griff stehen die Motoren. Die Schalter der elektrischen Maschinen werden reingeknalit, fast ohne Unterbrechung drehen die Propeller mit Höchstzahl. Ich verfolge das alles auf meinen Instrumenten. Jetzt ist das Boot tauchklar. Ich rufe in den Turm »Klar!« »Fluten!« Die Luft entweicht fauchend aus den Tauchzellen. Schon ist das Vorschiff unter Wasser. Da, Rufen im Turm! Der Wachoffizier, dessen Bomben dem ganzen Boot mit Vernichtung drohen. Wii müssen unsere Männer retten! Anblasen mit Höchstdruck. Das Boot rangt Bich. Viel zu langsam steigt es mit dem Turm voll Wasser. Jeder Nerv ist gespannt. Endlich ist der Tvutti raus. Ich lasse die Ventile aufreißen und den Turm entwässern. Der Kommandant ruft die Namen in den dunklen Turm. Sie melden sich beide! E3in Stein fällt vom Herzen. Sie haben bis zur Bniat im Wasser gestanden, den Kopf in der Luftblase, die sich oben gefangen hatte. Der Kommandant springt an diw MG Nun geht alles blitzschnell. Es Lst wie eine Reaktion auf die Ohnmacht der letzten Mi- Alarml Inzwischen ist das Turmluk in Ordnung gebracht, die Wasserschäden beseitigt. Zu schnell ging alles, um dds eingebrochene Wasser lenken zu können. Steil schießen wir hinab in sichere Tiefen. Ein U-Boot-Jagdverband sitzt uns auf den Fersen IZine halbe Stunde später. Wir marschieren unter Wasser mit hoher Fahrt, um von dem Gefechtsort wegzukommen. Da meldet der Funker am Horchgerät Schraubengeräusche, Schnelläufer. Es sind zwei Einheiten, die schnell näher kommen. In der unheimlichen Stille der Meerestiefe überträgt sich der Schall besser als in der nuten. Der Kommandant springt selbst ans 1 Luft. Bald können wir mit bloßem Ohr das MG. Das Flugzeug wirft an Steuerbordacito eine Kette von Leuchtbomben. Taghell ist es ringsum. Das Magazin angesetzt. Die Ma- ,,lschip, tschip . . scheiden. Es sind zwei Zerstörer. der Schrauben unter- Wettbild-OKW Im Wehrmachtberlcht genannt Ein deutscher Verband unter Führung des Generalmajors Ramcke, der vorübergehend abgeschnitten war, hat dem Feinde in dreitägigen Kämpfen schwere Verluste zugefügt, eine größere Anzahl von Kraftfahrzeugen erbeutet, sich mit ihrer Hilfe beweglich gemacht und den Anschuß an die Hauptkräfte wieder gewonnen. eine und schmeißt seine Wasserbomben. Jedesmal 10 bis 15 Stück, jeder hat einige hundert Kilogramm Sprengstoff! Das ohrenbetäubende Donnern der Wasserbomben zerreißt nun in Abständen die Stille. "Das Boot bebt und federt. Durch Sprachrohre bin ich mit allen Räumen verbunden, Die gemeldeten Ausfälle sind nicht schwer, sie lasäpn sich mit Bordmitteln beheben. Wir sitzen in ' der Zentrale im Wasser. Es steht hoch über den Flurplatten. Ein Lenzen ist jetzt un-i möglich. Das Arbeiten der Pumpe würde un-I seren Standort verraten, „KuddeMaddeIdu", ein stämmiger Hamburger Junge, den nichts erschüttern knnn, gießt mit einer Pütz in aller Seelenruhe das Wasser aus der Zentrale in den sowieso halb vollen Soerohrschacht j Er strahlte dabei übers ganze Gesic/it. Funkspruch an Kommandant: Heute nacht Vater geworden I Stunden um Stunden geht die Jagd. Immer wieder laufen sie an. Unser Horcher meldet das Anlaufen der Zerstörer, und wenn sie stoppen. Jetzt wiec'er ühp lauf, bisweilen ^ hört man dris Gluckern der fallenden Rom-WoltbilJ i M'Tnche Nase wird blaß. Kurz dirauf zerreißen d;e Explosionen die Totenstille. Man wird auf dem Sitz hochgcworfen. Farbe und Glas splittern aber unser I3oot halt. schinc hat gedreht, fliegt jetzt an Packbord. ) Donnerwetter, 'jetzt wird es ernst. Die Nach Stuiulen tauchen wir auf. Welches Die große Kiste ist hell erlcuchtet von den Vennutuiig bestätigt sich, waium das erste diesem Augentilirk das Sonnen- eigenen Magnesiumboniben. Etwas vorgchal- , Flugzeug nur Leuchtbomben warf. Es sollte wiederriiseben und mit tiefen Zü;ien ten. Der erste Schuß bellt. Ladehemmung, unseren Oit markieren für die Zerstörer. Ein frische l utt zu atmen. Eine tiefe Dt^nk-Ijadegriff. Das Flugzeug schießt zurück. U-iloot-Jugiivcrband v/urdo durch das erste erfüllt uns alle für die Männer, die Wirkungslos prallt die MG-Garbe nm Di'Uck- Mug/.oug heiheigciulen. i Bootn hauen. Körper ab. Unser MG i.st wieder klar. Nun j Wir (ifhen soiort auf Horchfahrt. Alles ist ' Noch sind wir keine Stunde aufgetiucht, flitzt das ganze Magazin auf kürze.ste Ent- abgestellt, was nicht unbedingt erforderlich da kommt der Funkmaat nanz erregt vu mir femung dem Tommy in den plumpen Leib. ist. Die Mtinner hocken aul ihren Gefechts- mit dem Funkspruch, daß unser Komm uidant Da, eine schwarze Rauchfahne. Er löst di.i Stationen, das Not-Atemgerät vor der Brust. ' in dieser harten Nacht Vater geworden ist Bomben zum Notwurf. Hau^holie, weiß- im Flüsterton werden die Be fehle weiter-| Wer kann das nachempfinden: Uns svar es schwarze Sprengböume stehen wie hingezau- ' gegeben Es begaint eui iiiuileicher Kampf, das große Wunder. m Der Führer bei seinen Marschierern von 1023 Im Löwenbräukeller hielt der Führer am Vorabend des 9. November seine von stärksten Siegesbewulitsein getiageno licde. er es zu. Es schließt nicht Der Turm schneidet gleich unter. Jetzt, das Wasser stürzt über das Turmkleid in das offene Luk. Meterdick ergießt sich das Wasser ins Boot. Soll das Boot nicht verloren sein, muß das Zentraleluk zu. Der Kommandant reißt es von unten zu. Sekunden schwerster Entscheidung. Im Turm sind jetzt zwei Mann, der Wachoffizier und der Rudergänger. Der Turm Ist vollgelaufen. Über uns ein Flugzeug im Anflug, flPS- im- der ais letzter eingestiegen ist, bekommt das bert. Zwei Mann springen im Fallschirm ab. . Wir unten auf unser gutes Boot und unser | Diese schweren Stunden sind bald va' Tuj^luk nicht zu! Mit aller Wucht schlägt Die Maschine brennt von ihnen heraus. In Glück vertrauend. Die oben in aller Ruhe sen. Stolz sind wir auf den Wimpel, tler o. m. den gespenstischen Schein .starrt alles ge- peilen uns ein und bestimmen aus der ter dem 7000 Tonner und 12 000 Tonrler 'ustig bannt. Plöti-Jich der Ruf: »Flugzeug achter- Kreu/pclung unseran Ort. Haben sie unseren I flattert und von dem abgeschossenen Fiuq-aus!« Noch eine Maschine! Die Tommys ^ Staudort bestimmt, dann uberlauft uns der boot kündet. fliegen uns nicht an. Sic haben das Scli'ck- sal der anderen Maacliine verfolgt. Das Flng-b{jot IcticlUet ni!l e'nein Schein^- e'-fer auf die Stelle, Wo die Fall.tchirme im Wasser liegen. Ve: dämmt, das muß eine U-Bootsfalle sein Da stockt noch was dahintor. Jetzt aber weg. in Stadt mit zwei (icsichtcrn — Gröüter Hafen zwischen I.issahoii ifhd dem Kao — Siaiiimtisch auf dem Place de France — Die Spitzel des Kaisers von Amerika Der _ — . v-yTüT 'MO. ^ NSClJ4r»i(J ' r (KLUIS ROURöES J\ j IBOUPNE-Cff>^ SPANIEN Karte; Archiv Die im deutsch-französischen Waffenstillstandsverlraq festgesetzte Linie, die den be seiiten leil Frankreichs von dem nichtbesetzten sch'ed, begann Im Osten an der französisch schweizerischen Grenze bei Genf und verlief dann übet die Orte Dole, Paray le Monial und Bourges bis etwa zwanzig Kilometei östlich von Tours. Von hier ginn sie in einer Entfernung von zwanzig Kilometern ostwärts der Bahnlinie Tours— Angoul6me—Libourne sowie weiter über Moni de Marian und Orthez bis zur spanischen Grenze Sic sa^jcii »Ca*-;! . wenn sie im Scfiattcn der Marki.se des llotel.^ »F.xccisior« sit/,cii, den zittcrnJcn Sp.e^cl des .Aptritif.itlascs und dc!i jicräusolivoiicii T'lace Je l'raiice vor sicii. l 'ii wenii: /ärti cii kliti.;;t das. ein weniir verliebt in die.se dunstv'erliäiiKlc. in sciiwüler Treibhausluft eiiiporice ciiossene afrikanische ijrnl'stadt. Vor 4(1 Jahren war der Place de France noch nicht, felilten die vielstöcki;;en (ila.s-fronteii der H.icliliiiuser, die Krell tronipo-ttiulen roten \utohusse uiul die glitzernden Pariser Revuen. Sand weihe sich, von den fv.SNvinden des Attas, vom (iluthaiicli der S.i-hara zu aniiiienk'etravjener, stetig rieselnder Sand, und verschlafen träumte IKir el-Haida. die i'itnjeboreneiistadt mit den sclilatikeii Minaretten und dem schimmernden Sultanspa-last. I)ann sclintllte die Trikolore am Fahnenmast hoch urul ebenso sprun.i,'Iiaft wuchs die neue Stadt, anfanvcs orientalisch drapiert, aber schlieülicli sachlich, nüchtern, amerikanisch: Casablanca — der «röLtte Hafen zwischen Lissabon und dem Kap. N'oip Place de France saste eiiniial jemand, er ?lcichc einer orientalischen Mandoline: atlf ihm spiele das Leben Casablancas sein seltsam nnermiidlichcs IJed Has literarisch diiftende Honniot st''mnt! Nirgends äußert sicfi Casablanca lärmeiuier und scliäniiiender als auf diesem Platz der darüber hinaus die Slailt deutlich in zwei Hälften scheidet; links Hoclihäuscr, Villen Kirchen. Schulen. Fabriken lind rechts Rasare, Mo cheen, Ghettos. W'ohithicher. links: L^OOImi Furonäer nnd "echts 270 000 Araber und 49(UM) .luden. sogar ein paar Stüfile nielir hinstellen müssen, seit der Marsclitritt deutscher Soldaten über die Place de la Concorde in Paris hallte, liin paar Stühle? Die doppelte \iizahl. denn Casablanca wimmelte von frankreich-müden F'raruosen nnd von krausköpfigen FmiRranten. die allerdings nicht an die Tore der schmutzigen (ilietto-; pochlen. Uott bewahre! Im »F.\celsior« lebte sich's aiiKeneli-mcr. Lind ein weiterer Amerika aiif-Die runden Tische am Place de France 'tauchten, mit ciscn^peiendcn Breitseiten ulier-warcii immer dicht umlagert. Der Garcon hat dings-- »Marburger Zeitung« 12. November 1942 NummeiOlO Voäk (md JCutitu Srai IMrt m Tm Mr Unnasik In diesem Jihf wird der Tau der deutschen rlau«iijiasi|i, dieser KraftqucU für jeden Deut- Carmen Eine Betrachtung von George Bizets Oper im Stadttheater Marburg Wer am X Marz 187^ in der Opera comi- ein. Bizets Muffersprache ist auch im Musi- K j - - — ------ ----- ,q>'P zu Pflri» Zeuge der Uraufführung der kaiischen das Französische. Anderseita haben scncn, der mit seiner Besinnun« fiekenntnis , Oper „Carmen" gewesen ist, hat sicher nicht hier spanische Tanzweisen wie Hahanera hesten deutschen UbenswiMens »t. im Zei-1d.iß sie einst zu den beliebtesten r'Die Liebe von Ziqeunern Btammt"), Seoue- tnen Johann Sebastian Hachs stehen, iJie, i'nd moistaufqeführten Bühnenstücken gehö- «ilia („Draußen am Wall von Sevilla"), Ifin in einer Bild dessen gab, was der Phaiüasie des Ton-Zigarettenfabrik, des Abends TSn7erin in der dichters vorgeschwebt hat. etwas anrüchigen Vorstadtkneipe des Lill.is Damit bezeichnen wir die gefährlichste Fasti^, nachts aber Mifjliöi einer Schmugg- Klippe für die Wiedergabe, die Spielleiter, :erbande. Weit und breit hes/-,iSert sie die Dirigent, Sänger und alle übrigen Ausfüh- Männer durch Ihro dämonischö Sf'hÖnheit, renden nur durch immer erneutes sorgsames und manchem schon hat sie ihre Gunst ge- Studium der musikalischen und szenischen w^ährf. „Die Uebe hat bunte Flügel", singt Vorschriften umfahren können. Eine „Car- siö „solch einen Vogel ?;ähmt man srhwe:!" men"-Einstudierung gehört daher zu den Übel den Chariikter der Carmen ist schon mühevollsten Aufgaben, die sich eine Bühne viel gesagt und geschriihen worden. Fiied-1 stellen kann, zumal trotz dieser Präzislons- rich Nietzsche sah In ihr d!a Verkörperung arbeit mit jenem Temperament gestaltet jenes „Bros, wie die Alten ihn empfanden -- werden muß, das dem In der Oper qeschil- verführeriscli. spielend, boshaft, dämonisch, - -unhezwinglich. Die Liebe als Patum, als trütlt, synisch, unschuldig, gi tiis im -- und eben darin Naturl" Carmen ist als) weder ein raffinifertfer Vamp, noch ein weiblicher Casanova oder Don Juan. Soicha Liebo neigt sich gern starken, verwegenen Männern zu, wj« Carmen wohl der junge Sergeant erscheinen muß. Jo*Ä Ist ein „reiner Tor". Heimat, Soldn- steirischer Künstler und Kunstfreunde haben für die Veranstaltung In der OauhauptstaJt in (lemeinschaftsarbelt ein schönes Pro-Rramm für den 1.1. und 14. November zusam-men«estcllt. hcn Auftakt hierzu bildet eiti fiausmusikjbend Im Kün.stlerkameradschafts-heitn am PreitsK mit Werken von Johann Sebastian liach, wobei auch alte Instrumente unter bewährten Händen erklinzen werden. Am Samstac» den H. November, niusizicren um 16 Uhr Gruppen der Mochsciiule für Mu-sikerzichunn in Schloß Kgjieiibere für die Verwundeten und ueladenen Oäste. Um 19 Uhr findet ein Mau.smusikabcnd in der kunstiie-hendcn »Villa Neumanni statt.'^ Pür 20 Uhr ist fm f'eslf»aal der Staatsliiiusclinle eine Musizierstunde der Kreissin^schat der Frau-enschaft angesetzt. Auch Schüler des Stei-rischen Muslkschulwerks und der Landes-musikschule wcrdcr hierbei auftreten. So ist in dem weitgespannten Rahmen des Tages der deutschen Hausmusik, an dem auch 'n vielen privaten Famillfeiikrelsen edler Musik ffchuldifft werden wird, eine Anzahl festlicher Stunden gesichert. ' T Weitere Ehrung; Max MtWu. Die Gnll-parzfr-rie?ien^cliaft hat Alax Meli aus AnlaÜ semcs 60. f jciiiirtstA^es zu ihn m Klirei'ini-gried ernamit. Relchsleiter Baidur von Schi-räch hat dem Dichter Max Meli, dem Sohn ^r Draustadt Marburg, anläßlich seines tiO.' lenberuf, die Mutter, die sanfte blonde Ju- Begegnung mit Carmen entscheidet jedoch sein Schicksal. Seine plötzlich entflammte Liehe zu Ihr verleitet ihn zu Pflichtverlet Zungen, ja zur Fahnenflucht und führt Ihn ♦ deburtstapifs den Öirtnring der Stadt Wien | gendfreundin Mica«'« «Ind »eine Welt. Die verliehen. Im Rahmen einer Feier im Roten Saal des Rathauses überreichte Bürgermeister Jung dem Plichter die Aufzeichnung und bfj-^dOekwiin.schte ihn namens der Stadtverwal-tunß. + Deuticlies OehirKsiäxerorchester auf Konxtrtrtisf durch flnnlind. l'ln deutsches Oebir^sjajjcrorchester von iS Mann traf in Helsinki ein. wo e-: zusainmen mit einer finnischen Militärkapelle in der iMesschaUe einen Mililärrnusikabend zugunsten der finnisciien Kriejjswitwen und \Naisen Rehen wird. Das Orchester, das sicli auf Vcranla.ssuMK von Cienerafoherst IHetl auf einer längeren Kon-'■ertrefse durch Finnland befindet, wird heute von der gesamten Presse im Zeiclicn der dctitsch-finri'scher Waifcnbriiderscliaft aufs herzlichste hegrüßt. 4 über 160 000 Benucher in der Schönerer-AussteUunj;, Die Ausstellunjj ^Georg Ritter von Schönerer, Kiinder und Woßherciter de?! CiroRi(eiitsc'""'n P'^-chcs-r im Wiener Messepalast wurde Sonnt.if; geschlossrn. Sic wurde in der Zeit vom 2fi. September bis f. November von insfjesamt Ifi! 842 Personen be«jjch^. derten Volkstum und den dargestellten Bc-gebenhoiten gerecht wird: Temperament von den ersten Takten des kurzen Vorspiels bis zum letzten Vorhang nach der Schlußszene bis zum Sieden gesteigert, Temperament auf der Bühne auch beim letiten Chorsänger, Temperament tm Orchester auch bei der unscheinbarsten Begleilfigur. Und bei den Marburger Theaterbes\ichern — so hoffen wir — auch Temperament des Beifallal C. v. K. ^Btidk Hocft Südosten o. Ein Sbtnä für deutiche und rumänische Verwundete In Buktrest. Im Rahmen der Wehrbetreuiinpf durch die Auslands-Organisation der NSDAP, Landesgruppe-in Rumänien, fand Im größten Filmtheater in Bukarest eine firoßveranstaitung statt, an der rumänische und deutsche Verwundete teilnahmen. Für die Veranstaltimg hatten sich namhafta dt'ut^che und rumänische Künstler zur Verfügung gestellt. Die [)arbietungen wurden von den Verwundeten mit allergrößtem Beifall aufgenommen. Die Veranstaltung trug in hervorragendem Maße dazu bei, die Kampfka-mcMdschaft beider Nationen weiter zu festigen und zu stärken. o. Auszeichnungen als Zeichen kroatiwh-ungarischer Kreundschaft. Im Rahmen eines Empfanges überreichte der kroatische Gesandte in Budapest, Ivo Gay, dem ehemaligen _ Ministerpräsidenten Stephan Bethlen und dem' außerordentlichen Gesandten und bevollm<1ch-tigten Minister Pressechef Anton Ullein Re-viczky das Großkreuz des Zvonimlr-Orden». In einer .Ansprache sprach der kroatische Gesandte die DtTnkbarlft'it der kroatischen Nation für die Unterstützung, mit der Ungarn stets an der Seile des kroatischen Volkes gestanden hat. Die hohen Auszeichnungen sollen ein Unterpfand für das Weiterleben der jahrhundertealten Freundschaft sein. 0, Uudapefiter Kommunistenprozeß. Vor dem Budapester Strafgerichtshof stehen zur Zeit 50 Kommunisten, die feindliche Flup-sclniften verbreiteten, Zusammenkünfte abhielten und aufreizende Schlagworte auf Mauern und Zäune malten. o. Kampf dem ^ekulnntentum In der Türkei. Das Überhandnehmen der Spekulationen mit Olivenftl. Reis und Hülsenfrüchien ver-anlaßte die Stadtverwaltung von Istanbul, In Zukunft die Namen dieser Spekulanteti in der Tagespresse zu veröffentlichen und sie aucii nach anderer Seite hin anzuprangern. Tag d«r d«uttch«n Hausmusik in Marburg Wie ja weitesten Bevölkerungskrcisen aus der Schmiigglerbande zu. Für dieses aben-' Presse und aus den zahlrciclien Mlttei- teuerliche Handwefk taugt er nun freilich schlecht: immer wieder erfaßt ihn die Sehnsucht nach dem, was er aufs Spiel gesetzt und verloren hat. Gerade dieses Schwankende in seiner Haltung und in seinem Charakter muß aber Carmen bald wieder von ihm abstoßen. Welch anderen Schlages ist dagegen Escamillo, der Held der Stierkampfarena von Sevilla! Er läuft ihr nicht nach: „Wer mich liebt, der ist dort!" Einer, den sie bewundern kann, furchtlos, dabei schön, galant und fjberlegenl ITat Carmen bislang alle Männer durch Verführung gewonnen, hier ist sie es, die von einer ihr bis dahin noch unbekannten Liebe ergriffen wird. Während d^r Stierkampf tobt, hat sie eine letzte Auseinandersetzung mit Jose, aber auch mit ihrer Vergangenheit. Vor der Arena sühnt sie diese mit rlem Tode. Noch einmal bekennt sie sich zu Escamillo; „Er nur ist all tncin Glückl", dann stirbt sie von dem Dolch^i Joses. Einen Vollblutmusiker wie Bizet mußte solch ein Stoff unwiderstehbar Anziehen: Spanien, Militär, Stierkampf {.,Auf in den Wieder Marschalk«Musik für »Pippa tanzt«. Bei dem im Stadtthealer Regenshurg aus Anlaß des 80. Geburtstages Gerhart Mntiplrriyin, M,r A'jfllllm.nK 8t;»''8''ndcn! dlTg^TeimnlVwlie freihen / Srhrougriler dio tdine Welt Mlc«<>U. die von M.1« Marsch,ilk fOscIiJiHenc R01incn-'| „„j hi« ah..i,i»n^rnrh.v<.rfühtpri«fh» rtor jnu«ik der Berliner L'rnufführung des Jahres IW7 wieder zu F.hren. 4- »Unter dem Joch« in kroatischer Sprache. De kroatische Schriftsteller Josa Jiv-kovi hat den Roman des bulgarischen Dichters Ivan Vasoff »Unter dem .loch«, der immer noch als der bete bulgarische Roman eilt, in die kroatische Sprache übersetzt. Das fiuch wird im Verlag der »Matica Ilrvatska^» erscheinen. lind die abenteuerlich-verführerische der Carmen, das alles regte seine Eingebung zu faszinierenden Klängen an. Mit sparsamsten MHteln erzielt er starke bühnenmusikalische Wirkungen. Nicht nur ist das Orchester mit höchster Feinsinnigkeit behandelt, die ganze Oper steht beinahe vorwiegend in Piano und Pianissimo. Auf dramatischen Höhepunkten, oder wo es gilt, den glänzenden Aufzug der Stierkämpfer tu schildern, setzt Bizet dann umso betonender alle instrumentalen Kräfte lungen der Kulturämter bereits bekannt sein dürfte, wird auch in diesem Jahr wieder in ganz Deutschland der »Tag der deutschen Hau^muÄik« in würdiger Weise begangen werden. Rs ist selbstverständlich, daß daran auch die wicderheimgckcbrtc, seit eh und je im Rufe besonderer Musikliebe und Begabung stehende Untcrsteierinark aktivsten .^^teil nehrfien wird. Denn es dürfte ja wohl auch bei iins kaum sinen Menschen geben, der sich der tiefen Bedeutung dieses seit nuntnehr zehn .lahren geilbten, schönen deutschen Brauches verschließen wollte. Gäbe es aber einen, dem seien als Mahnung die Worte des I.eitcrs des Mauptkulturanites In der Rciclispropagandaabteilung der NSI'AP und des NS Volkskulturwerkes Karl Cerff in Erinnerung gebracht, der unlängst schrieb: »Wie alle Kultur bei uns sclb.st. bei der Familie beginnt, so ist die Hausmusik eine der lebendigsten Ausdrucksformen der häuslichen Kulturpflege. Die nationalsozialistische Bewegung .sieht in ihr nicht eine Individuelle oder gar gemeinscliaftsfremde Betätigung unseres Musiklebens, wie manchmal irrtümlich behauptet wird, nein, sie erkennt in ihr die be^te Voraussetzung zur f^rziehung «sprechende Literatur oder die^ leistungsmS-ßigen Voraussetzungen der Spieler fehlen» auch dem Schaffen anderer Meister und We'-kcn anderer Besetzungsarten gewidmet sein. Im Kreise Marburg-Stadt werden aus Anlaß des »Tages der deutschen Hausmu«:ik< sämtliche bestehenden leistungsfähigen Mu-siziergruppen und Kammermusikvcreinlgim-gen ganz besonders freudige Regsamkeit entfalten. Fast in jeder Schulc. vor allem in den hiesigen Lehrerbildungsanstalten, def Lehrerinnenbiidungsanstalt, in den Oberschulen und in der Musikschule für Jugend una Volk werden die aus den Lehrkörpern odcf den Kreisen besonders begabter Schüler ge-bildeten Kammermusikgruppen Feierstunden veranstalten und in edlem Wettstreite u»ti das Verständnis der Jugend für die höchsten Kulturwerte unserer Nation werben. Die?^eiil Wettstreite wird'sich auch als besonders berufener Mitkämpfer das bekannte Trio Dr, Roman Klasinz, Taras Poljanetz und Ott® Baide anschließen. Der Marburger Öffentlichkeit aber wird sich Im Rahmen eines von der Marbuigef Musikgemeinschaft im Amte Volkbildung veranstalteten Kammermusikabends das Qrazcr Fiauenstreichquartelt. (Lotte Krisoer-Leipcrt, liella von Königsbrunn. Margret Wessel' jener Menschen, die unserem Qemeiiischafts-^ Spring und Grete Pelikan), das trotz der kur leben erst Inhalt und Gehalt geben.« j zen Zeit seines Bestehens auf große Enolgta Der Tag der Hausmusik steht heuer im' zurückblickt, erstniali;; vorstellen. Der Haus Zeichen eines der größten Altmeister deutscher Tonkunst, des herrlichen Thoniaskan-tors Johann Seba'-tian Bach und soll besonders das Streichinstrument herausstellen, dessen Pflege ja für die Aufrechterhaltung der großen Tradition deutscher Hausmusik von grundlegender Bedeutung ist. Selbstverständlich aber kann er dort, wo etwa ent- musikabend. über den wir noch au«führHcil berichten werden, wird am Montag, den 1^4 November, um 20 Uhr, im He'matbundsji«! veranstaltet. Kmtrltt«karten sind, wie immer. in der Verkauf.'idicnststelle des Amtei Volkbildung (Pcke Tegettlioffstraf^e—Oe-» richtshofgasse) zum Prei'^e von RM 1,— bis RM 3,— erhältlich DIE iSCHÜLb to INGE TOLMAIN ■OMAN VON M. •IROEMANN li'rlieber-RecliUMhoU: Drei Oueileo-VerUg, König^brOcU „Du siebst übrigens recht blaß aus, Inge. Du solltest mehr an die Luft gehen. Oder lühNt du dich nicht wohl?' Sie lächelte nervös. „Wo denkst du hin, Onkel. Ich war in den letzten Wochen etwas erkältet. Das hängt mir noch ein bißchen an." Sie sah nach der Uhr. „Aber ich glaube, ich muß nun doch (lehen. Ich habe noch einige Besorgungen zu machen." „Wann fährst du zurück?" „Mit dem Abendiuft." Als sie sich kurz darauf von dem alten Herrn verabschiedete, sagte dieser mit war-ner Stimme; ,,Aof Wiedersehen, Inge! Und laft bald ein-fial etwas von dir hören." Siebeales Kapitel Während Inge Fcrchland durch die stark-belebten Straßen der Innenstadt zuging, überlegte sie, was sie tun sollte. Wenn sie sich beeilte, konnte sie den ^ug nach Lübeck loch erreichen, wo sie sofort Anschluß nach Warnemünde bekam. Aber nein — es hatte wenig Sinn. Was wollte sie in der Nacht dort? In den späten Abendstunden konnte sie doch nichts mehr ■nternehmen. Um nur ein Hotel aufzusnchi.a ind dort ?u überryachten, brauchte sie sich licht die halbe Nacht um die Obren zu ichlagen. Dann konnte sie ebensogut in ilaiüburg bleiben und erst den Frühzug be- nutzen. Mit diesem Entschluß rief sie oin i^ufo an und ließ sich zu einem Hotel fahren. Als sie am nächsten Vormittag den Zug bestieg und in einem Zweiterklasse-Wagen Platz nahm, ff^l ihr ein^n ihrem Abteil sitzender Herr auf, der sein Gesicht hinter einer aufgeschlagenen Zeitung zu verschanzen suchte. Da sie ihn am Abend zuvor schon im „Adlon-Hotel" gesehen hatte, kam ihr die erneute Begegnung etwas seltsam vor. Konnte das Zufall sein? Oder war der Mann absichtlich in ihr Abteil gestiegen, um sie zu beobachten? In diesem Falle mußte er von der Polizei seinl Aber das war wohl nur eine leere, völlig unbegründete Vermutung von ihr, weil sie kein reines Gewissen halle. Wer kannte sie denn hier schon? Kein Mensch. Er sah übrigens auch gar nicht wie ein Kriminalbeamter aus. Er machte viel eher den Eindruck, als wenn er zu irgendeinem Rennplatz unterwegs war. Seine ganze Aufmachung deutete darauf hin. Aber soviel sie sich auch selbst xu beruhigen versuchte, immer wieder flogen ihre Blicke zu dem Herrn mit der Zeltung hinüber. War er wirklich ein harmloser Reisender? Das würde sich ja leicht feststellen lassen. Sie brauchte nur darauf zu achten, wo er ausstieg. Wenn er aber bis Warnemünde mitfuhr, so stand es unzweifelhaft fest, daß ihre Vermutung zutraf. Und sie traf zu. Ls war wirklich Hartmann, der In ihrem Abteil saß und mit anscheinend großem Interesse das „Hamburger Fiemdenblatt" studierte. In Lübeck stiegen zwei weitere Herren hinzu, die sich angeregt miteinander unterhielten, was der Inspektor zum Anlaß nahm, seine Zeitung zu verstauen und sieb an dem Gesyräch zu boteiligen. Als der Zug kurz nach einhalb zehn Uhr in Warnemünde einlief, wartete er ruhig, bis Frau Ferchland das Abteil verlassen hatte. I)ann schlenderte er, mit exakter Ge-wandltfeit seinen Ebenholzstock schwingend, langsam über den Bahnsteig. Er halte es mit einem Male gar nicht mehr so eilig. Weshalb auch? Hier in Warnemünde konnte die Frau ihm nicht mehr entgehen. Er sah, wie sie auf eine vor dem Bahnhof stehende Autodroschke zuschritt und den Chauffeur otwas fragte. Doch mietete sie nicht auk Auto, wie er zuerst annahm, sondern dankte dem Manne nur und ging dann zu Fuß weiter. Hartraann, der ihr ständig folgte, bemerkte zwar, daß sie sich einige Mahle umdrehte, doch störte ihn das nicht weiter. Bei dem starken Verkehr bedurfte es keiner besonderen Gewandtheit, jemand unbemerkt zu folgen. Schwieriger wurde es, als sie die Stadt varließ und zum Strand hinunterging. Sie beabsichtigt doch nicht etwa, mit der Dampffähre nach Gedser überzusetzen? schoß et dem Inspektor durch den Kopf. Ausgeschlossen war das nicht. Wo sollte sie sonst auch hingehen? Vielleicht hatte sie sich vorhin bei dem Chauffeur nach den Abfahrtszelten Jer Fähro erkundigt? Ein Glück, daß er^einen Paß mit sich führte, sonst hätte er unter Umständen in große Schwierigkeiten geraten können. Aber auch jetzt stellte sich seine Annahme als falsch heraus. Sie ging nicht zur Fähranlegestelle hinunter, sondern bog plötzlich nach halb rechts ab und steuerte geradewegs auf ein dicht am Strande stehendes rotes Backsteingebäude zu, das von gepflegten Gartenanlagen umsäumt wurde. Vor der ^ Nordseite des Hauses, in einer kleinen Bucht, s-^h mar ein gutes Dut/ond Segel-boote in allen Größen verankert lie^on. ' Das kann doch unmöglich oin Hot?l fein, dachte der Inspektor und verließ die Straße, um besser sehen zu können, Jetzt hemorkta er auch das große Schild vor dem Hause. Segelschule Nörting u. Co. las er verwundert. Was halte die junga Frau denn dort zu suchen? Wollte sie sich etwa im Segeln ausbilden las?:en? Warum auch nicht? Gar kein so übler Sport. Er segelte auch für sein lobon gern und hatta durchaus nichts dagegen, wenn sie jetzt ein Boot besteigen und davon gondeln würde. Er wollte es ihr schon zeigen, was es hieß, mit dem ,,harten Mann" um die Wette zu segeln. Um vom Hause aus nicht gesehen /u wer' den, trat er etwas hinter den hohen Garien-zaun zurück. Im selben Augenblick hörte er hinter sich Schritte. Als er schnell den Kopf wandte, blickte er in das lächclnde Gesicht seines Kameraden Persing, der höflich grüßend, aber ohne stehen zu bleiben, aa ihm vorbei ging. „Was machen Sie denn hier, Persing?" „Ich will mir die Segelschule mal etwas näher ansehen", antwortete Persing, ohne den Kopf zu wenden und ging weiter. Harfmann brumn3te etwas vor sich hin und sah »einem Kollegen nach. Was mußte da in» Gange sein? Vielleicht traf er Persing im Laufe des Tages noch einmal. Dann mußta er Farbe bekennen. Kopfschüttelnd wanderte er an der hohen Umzäunung entlann, immer die Tür im Auqa behaltend, in der die junge Frau verschwunden war. • Seine Geduld wurde auf keine harte Probe gestellt Schon nach kaum^ zehn Minuten erschien die junge Frau wieder und ging den Weg zur Stadt zuvO'^k. Von Henner Porsing war nichts mehr zu bemeiken. Nummer äl6 »Aiafburger Zeitung* 12. November 1^2 Seite 5 # Aus Stadt und £and Das SchluMlIcht So ein Schlußlicht ist eine niitiliche Ein-riclitung. leder weiß, was es im Verkciir lu bedeuten hat und daß es an keinem Ücfähri fehlen darf. Nicht heim Autobus und nicht heim modernen Kindcrroller. Nur daß ei vom f-ahrrad ab nicht mehr Schlußlicht, sondern Katzenauge heißt. Jedenfalls ein auf^rordeiit-lieh passender Verttleich und bei weitem sinn-Semäßer als der mit andern Tieraugen, Man denke nur an das Hühnerauge! Kürzlich habe ich pelesen, daß neuerdings sogar die Elefanten in Indien, die auf den t nndstraßcn mit ihrer Lastenbcforderung den «lüterzug ersetzen, ein Schlußlicht haben müssen. E.^ wird ihnen irgendwo in der Nähe des Schwanzes befestigt, und dann haben indische Elefanten pKitzlich Katzenaugen. So hat das Schlußlicht also eine ziemlich vielseitige Verwendung. E« gibt aber sogir .^^en8chcn, die sozusagen schicksalsmäßig, längere oder kürzere Zeit, ein — Schlußlicht sind. Aus meiner längst verflossenen Schiil-•/cit fällt mir dabei der leidige allmorgenii-liche Schuhvcg ein. Die Schule lag nur fünf Minuten von meinem elterlichen Mause entfernt, aber nntürüch. »die, die am nächsten wohnen, kommen immer zu spät!« So behauptete jedenfalls mein Klassenlehrer. Wenn 'ch nun allninrgendlich, pünktlich wie eine Uhr immer zehn Minuten zu spät durch die kic'ne Straße, die zur Schule führte, rannle, war ich zuverlässig immer der letzte Schüler, der um diese Zeit überhaupt noch auf der Straße zu sehen war. Natürlich war ich bald nei sämtlichen Ladeninhabern bekannt, die gerade ihre Läden öffneten, wenn ich keuchend im Langstreckenlauf um die Ecke bog. Und dann war es eines Tages aufgetaucht, das drollige, kleine Wort. Der Friseur hatte es geprägt. Als er morgens kurz nacii acht die schwarzweiß gestreifte Markise herunterließ, hatte er es dem Zigarrenmann zugerufen, der gähnend unter seiner Ladentür stand; »Ist denn eigentlich unser kleines Schlußlicht schon durch?« Das Wort war gefallen. Das Wort blieb. Und ich wurde es bis zur Oberprima nicht wiec^er los. Z. VoIhMIdungnlflne Marburg iiegiflndet, TrelUg f«lerlich« Eröffnung durch Krela-fUhrer Strebt Dem Beispiel anderer untorsteirischei SlädtG folqcnd, wurde nun auch in Marburq eine Volkbüdungsstätle ins Leben gerulen, die Freitag, den 13. November, mit einem Vortragsabrnd im Heimatbundsaal eröffnet wird. Nach der Eröffnungsrede des Krels-führers Pg. Mlchl Strobl spricht Studienrat Dr. Fritz Endres über den Kampf um den firoßdeutsrhen Gedanken. Die Eröffnunrjsfeier imirahmen musikalische Darbletunqen de» Streichquartetts df^r Marburqe» Lehrerinnenbildungsanstalt (Jerebek, Ruß, Stangl, Zeilinger), die die ersten Sätze von Josef Haydns op. 76 und 64 bringen worden. 40 Versammlungen in Marburg Der Auftakt der vierten Vcrsammlungswelle des Steirischen Heimatbundes m. Todosfall. In der Josefstraße in Mar-b*irg vcrsrhierl die SattlermeistersgatLin Maria Egffer geb. Saarkovitz im Alter von 89 Jahren. m. Fahrrodsturz. Der 39j!thrlgc Faßbinder Faustin Frescher au« Seidorf 24, Gemeinde OberpuLsgau, erlitt bei einem Fahrradsturz Kopf, und Handvertetzwingen. — Die 66Jfih-rlge Fnima Bayer aus Tüeherndorf bei Lem-baeh zog sieh bei einem Fall einen Rippenbruch ru. Samstag, den 14. November, wird ganz Marburg zu den VcrMmmliingen des Steirischen fieimatbundes erscheinen. In 40 Sälen werden die Männer des Steirischen Heimatbundes mit Bundesführer Steindl an der Spitze zur Marburger Bevölkerung sprechen und zu allen gesamtdeutschen Fragen sowie zu den Problemen der Untersteiermark ausführlich Stellung nehmen. »Deutschland hat alle Trümpfe in seiner Hand, Deutschland ist unbesiegbar gewordene, lautet der Leitsatz der vierten Ver-sammlungswelle, eine Feststellung, die sich aus der Betrachtung der militärischen, politischen tmd wirtschaftlichen Lage des Reiches eindeutig ergibt. Die llnterstciurmark ist auf alle Zeiten deutsch und auf ewig ein Teil des Großdeutschen Reichcs. Feindliche Agitation und gewissenlose Störungsverstiche, die auch vor Mord und 'lotschlag, Ratib und Brand nicht haltmachen, können den unerschütterlichen Glauben der untersteirischen Bevölkerung nicht ins Wanken bringen. Das in den Früh-jahrstagen des Vorjahres abgelegte Lippenbekenntnis haben die Untersteirer unzählige Male mit dem Bekenntnis der Tat besiegelt. Ihr Vertrauen zur deutschen Führung und ihre feste Zuversicht In den deutschen Endsieg wird auch diese Versammlungswelle wieder weiter stärken. Die 450 Versammlungen, die in der Zeit vom M bis 20. November in! ^er Aktion. Wie bei den bisherigen Öiei Vc:' allen Ortsgruppen des Stcirischen Heimatbundes zur Durchführung gelangen, werden ein weiterer Baustein sein, um das tausendjährige deutsche Land untrennbar mit dem Reich zu vereinigen. Marburg gibt Samstag den Auftakt zu die- ?animlung?wellen wird auch diesmal gan^ .Nürburg daran teilnehmen und das gewonnene Gedankengut weiter In das Volk tragen, so daß e» keinen Merburger geben kann, der nicht genau Bescheid wüßte über alle ai' -i inn berührenden Fragen der Gegenwart. Vor dem Marburger Handwerlcer-Wettkampf Appell der Handwerker dei Stadtkreises Dienstag, den 10. November, wurde ein Appell aller Gewerbetreibenden von Marburg-Stadt im Helmatbundsnnl durchgeführt. Einieitend spielte ein Musik7Aig der Webr-mannschaft Märsche. Kreifiamtsleiter Pg. Nieder eröffnete den Appell. Dundeaamts-leiter Pg. Hackl schilderte die Schwierigkeiten, die dem Handwerk im Kriege entgegentreten. Trotzdem soll rs seine Arbeit erfüllen. Vor allem sollen nur kriegswichtige Produkte erzeugt und diese mit aller Sorgfalt ausgeführt werden. Aufgabe dfs Meisters ist es, fachlich und haltungsmäßig seiner Gefolgschaft Führet zu sein. Er muß zugleich Erzieher und Freund sein und dem Lehrling exakte Fachkenntnisse beibringen, denn nach dem Kriege werden Fachkräfte jedes Gewerbezweige» notwendig gebraucht werden. Di« handwerklichen Produkte sollen so hochwertig sein, daß sie durch Industrie- produkte nicht ersetzt werden kötinr-. Exaktes und präzises Arbeiten beeinf t den Charakter im positiven Sinn. Für den Menschen ist es nicht wichtin, Haß er arbeitet und auf welchem Platz or steht, sondern wichtig Ist es, wie er arbeitet. Der Handwerker ist nicht wie früher selbständiger Arbeitgeber, sondern Unternehmer. Der Arbeitgeber ist der Staat. Er verpflichtet alle Volksgenossen zur Arbeit, um dadurch für das Wohl der Gemalnsrhaft 7U sorgen. Der Handwerker soll durch treue Pflicht* crfüllung der Fiont einen kleinen Beitrag leisten, er ist ein ."Soldat der Arbeit. In wenigen Wochen findet der Hand-werkerwettkampf in Marburg statt. Er soll zeigen, daß das untersteirische Handwer': dem steirischen ebenbürtig und der untersteirische Handwerker der deutschen Reich«;-angehörigkelt würdig ist. HScliönheit der Arbelt" - Marburg beste PflegestStte Ein vorbildlicher Gemein Mühaftiabend Im RAW Von der Betriebsgemelnachaft des Reichsbahn - AuBbewerungawerkes Marburg a. d. Drau \vurde ein GemeinichaftKabend mit einer reichhaltigen Vortragafolge veranataltot, dem neben anderen Ehrongtüiten auch der Krelaftihrer Pg. Strobl beiwohnte. In der mit Fahnen, Flaggen und bunten Lampions fe-it-llch geHchmticUten weiten Halle waren Be-trleWifUhrung und Gefolgschaft zu unge-zwungenem Beisammensein vereinigt. Nach der Eröffnung und einer «inngemäßen Ansprache seitens des Betrlebaführers, Oberreichsbahnrat Rachle, folgten unter der Leitung der Kapellmeister Ätax 53chönherr tind Eduard Holntanrr, Vorträge der Werk-lFtir dich sl-leln«, »Ich bin nur ein armer Wandergesell« und >Gern hab' Ich die Frau'n geküßt«. Im Duett vereinigten sich die beiden Künstler in Fchönem Zusammenklang zu dem stiurm'ich applaudl«! ten >Nlcmand liebt dich so wie ich«. Mit Hildegard Hansen und Traute Queck stellten sieh zwei entzllckenac* THnzerlnnen vor, die Im Einzel tanz sowohl - eine Pizzic-cato-Polka, bei der die graziöse FuRspltzen-technlk auffiel, ein temperamentvoller Spanischer Tanz — wie auch als Tanzpaar inii dem anmutig beschwingten »Gold- und Silber-Walzer«, dem brillanten CisAida-s und dem heiteren >Holzschuh-Tanz« aus Lort* zlngs »Zar und Zimmcrmaim<< außerordentlich Erfolg hatten. Josef KepKnger belustigte mit pikanten und amii.'wnten Liedern: die berühmte Wiener »Mehlspeis« von Be-natzky und das nicht minder witzige »Was hast du schon davon, wenn ich dich liebe?«. Als Glanznummer in diesem bunten Pro-granm) erschienen die »Zwei Loisln« aus Mürzzuschlag, die, von der Zupfgeige beg"l6i-tet. mit G'stanzln und .Jodlern aufwarteten, daß c.s eine Freud' war. Kernig und lustig klangen >I bin a Steirerbua« und >Im grünen Steirerland«, sehr gefühlvoll »Met Glück is a Hiltterl«. Und — um die Abv/echslung voll zu gestalten; es gab auch einen .lorg'eur. i Was Meister Rafaello Im Spiel mit Blllten, Reifen tmd Kugeln zeigte, was er im Balan-zieren, EquiUbrieren und Jonglieren bot, war große Klasse, die sich Uberall sehen la.s.=:en rtann. Allen diesen so verschiedongestaltigen Darbietuinren war Kapellmeister Haas ein verdienstvoller Bofilelter, auch er iJt In Marburg längst kein Unbekannter. Nach diMem Vom Publikum mit starkem Beifall bedankten Vorträgen ging der Ab«n4 in den »Gemütlichen Töil« über, der durch das Eisenbahn-Orchester mit dem unterhaltenden »AnHalkohollker-Muslker-Kongreß« eingeleitet \^Tjrde. Noöh viele künstlerische Kräfte trugen dazu bei, gute Laune zu verbreiten. sich damit In den Dienst der guten Sache stellend: den Werktätigen und Schaffenden einige frohe Stunden der Entspan-.lung von Ihrem schweren und verantwortungsvollen Dienst zu bringen. Marlanne von Veiicneclc Der RreKs Lniienlierg im Zeicken des g. UlAvember Im Kreis Luttenberg wurde in allen OrLs-grupprn der 9. November feierlich be^ujigen. In Gedenkstimden Wurde def Toten der Bewegung «nrt aller god.'icht. die für Deutitch-lands Zukunft ihr lieben hergegeben haben. Besonderfl eindrucksvoll war die Feier in Abstal, Wo sich die Bevölkerung überaus zahlreich zur Feier eingefimden hatte. Der Festplatz hint»»r dem Ortsgruppenheim war dicht besetzt, als (icr Ortagruppenführer di« Gedenkrede hielt, in der er besonders Jener Abstaler gedachte, die als Freiwillige an der Front In den Reihen der Waffen-^^ oder in den VerbMjiden des Heeres ihre Treue vi Führer und Volk mit dorn Leben besiegelten. m. fihe«K>hlM)uii|;ni in Anderbnrg. Vor dem Standesamt in Anderburg schlassen Johann Kristan \md Maria Arch, beide sii« Jarmowetz, Stanislaus Jager und Anna Wo-duschek, beide aus Schedlna, Franz Sehumel »md Maria Pepplnik, beide aus Proschln torf bei Tüchern, ferner Johann Scharlach und Ida Wouk, beide aus Ponigl, den Bund für.t Leben. UNTBRSTBItlEli t Die Untersteiermark bleibt lür immer deutsch! Deine Pflicht ist es, immer nur deutsch zu sprechen! mmmmm im m i¥ir-ii it: lüMi-* Neun Schuss durch den Nebel Von Wolfgang Weyrauch Ts war in einem frühen Winter des Mittei-iiiiurs, zu jener Zeit, da die Städte von Mau-i'r.i tin:<;(.bcn waren, mit Wehrgang, Wasscr-grnbci,, f'fahlzaun und. Tor. Die Nacht hatte schon vor Stunden begonnen, und ein dicker Nebel ließ die Hand nicht vor d'jn Augen teilen. I^IötiilicI'. liefen ein Mann und eine Frau aus dem dichtesten Nebel zum Fluß hinun-tor. Der Mann lief voran, die Frau, ein Mädchen notli, zog er hinter sich her. Kaum aus uen Schwaden aufgetaucht, verschwanden sis wieder in ihnen, und kaum waren S'e verschwunden, kam ein Haufe Mfinner und fTaiien aus dem Nebel gerannt, jenen beiden nach. :^Har!« befahl der Anführer den übrigen ind horchte. In der f-ernc tappte es. »Zum l luß!« riet dei Mann und eilte davon. Der Haute folgte. L'nteroesM'n hatte das Paar den Fluß erreicht und rief leise nach dem Fährmann. I k'r f^InMia.in kam rasch, sie stiegen ein, und der Nachen stieß ab. »Wenn wir nur recht gehandelt haben!« seuf^'ie das Mädchen. • »Recht cdtr unrecht«, antwortete der junge Mann, js» gmp's nicht weiter! Du siehst ja, wie sie uns verfolgen, als ob wir Diebe wä-r''nf« >U'ir si.id aber auch gegen alles Recht ge-fr-jlK-n., meinte das Mttdchen. »Das. was die intern betcl.'en, solkm die Kinder tun. ob.« richtig ist oder falsch.« sH.ltlest ja nicht mitzukommen brauchen!« murrte dei Jlmgling »wir können ja wieder umkehren 1 (nb dich doch in die liände der Hartherzigen zurück!« >Du sprichst von deinen Eltern, Johan-nest. mahnU' das Mädchen. »■Schune Eltern!« klagte Johannes, »die dem <'in/ißen Sohn verbieten, das ,N\Sdclicn, das er iicbt, zu heiraten, nur weil sie eine arme Waise ist!« Der Nachen stieß an das andere Ufer. Jo-fianncs entlohnte den Fährmann, und die beiden eilten zum Stadttor. Schon aber hörten sie die Verfolger, dio in der A'iitte des Flusses rudern n ochten. Johannes schlug gegen diis 1 orgebälk. iWas gibt's?« fragte der Posten. »Wir müssen in die Stadt«, fUi.stertc Jo-liannts. »Nrin. es ist fast Mitternacht, das Tor ^st t^tschlossen«, entgegnete der Stadtsoldat und wandte sich. Johannes, der den Soldaten nicht erkannte — f.uth das Mädchen sah im dichten Nebel nicht, wer vor ihr ging —, trat auf ihn zu und wellte ihm die Hellebarde entreißen. Zwar fiel das Mädchen ihrem Freund in den Arm, doch, konnte sie nicht mehr verhindern, daß Johannes und der Posten ms Handgemenge gerieten. j'iharmes wuchsen übermenschliche Kräfte zu, er entwand dem Soldaten die Waffe und fließ ihn nieaer. Der Einlaß war frei, schien ts. Die fast ohnmächtige Hrtiul auf den Armen, kam Johannes in die Stadt hinein, doch fiel er alsbald otn Kameraden des Toten n d»« Hände, die ihn und das Mädchen gefan-pti nahmen und in den Turm warfen. Die Verfolger aber kehrten vor dem Stadttor um und kOgen ab. L>ie StaJtväter saßen zu Geiicht. Johannes wurde z»im Tode verurteilt. Einige Tage darauf sollte der Mörder hingerichtet werden. Doch die Richter hatten ihren Spruch gefällt, ohne das treue, die Liebe der Wahl über die Liebe des Blutes stellende Mädchen anzuhören, denn der Stadtsoldat war des Mäd- chens Drudcr gewesen. Agnes rief die edlo tjcr.innung ihres Br.liitigams und seinen Echmerzlich bereuten Irrtum in allen Straßen ati.'^, der f^at untersagte ihr, Unruhe zu stiften. Agnes ging von Haus zu Haus, die Städter für ihren Johannes zu gewinnen. Die Städter hörten ihr zu, aber sie schüllelten die Köpfe. War es nicht unorhtirt, den Mann, der iliren Bruder getötet hatte, noch zu verteidigen, w'e sehr sie ihn auch liebte? f)er Tag der Hinrichtung kam. Schon stand Johannes auf dem Ocriist, schon standen .Männer und Frauen in dichten Haufen, die Vollstreckung des l.^rteils zu sehen. Schon neigte Johannes den Kopt, da stürzte Agnes di-rch die Reihen, warf sich vor den f^ats-herren in den Schnee und schrie: Rettet :hn. ach, rettet ihnl« »I^r ist unschuldig! Hört mich endlich an! Er hat in dem Soldaten meinen Bruder nicit erk.Tnnt. l'nd er hat ihn nicht f/'ifcn wollen auch wenn es mein Rrudpr nicht gewesen wäre' Der Haufen der Verfolger war hinter ihm her, um ihn zu töten und uns beide auf, ewig zu trennen!" ^Fort!« rief der l^ürgermeister. | >Laßt mich!« schrie Agnes den Stadtsol-, daten an, die sie ergreiten wollten. >F.r Ist, iinscluildig! Mein Joha'^nes ist unschuldig! Wollt ihr dio innigsie Liebe vernichten? Da? wollt ihr sicher n'cht! Hnd er ist ja auch unschuldig!« jammerte sie. ^Und wer hat schuld?« fragte tier Biirger-nioifiter. x-r>cr NcbeU. erwiderte Agnes, die die Antwort fies fiilrgermeisters beflügelte, und alle, die im Kreis standen, erstaunten sehr, ♦«dc'r Nebi-I, er hat ihn ganz irrsinnig gemacht. Ihn verurteilt, er ist der Mörder!« >Nun . sagte der Rilrgermeister und deutete auf den runden, wogenden Nebel, der schon die Häuser des Marktplatzes verhüllte, ■so soll der Nebel, der deinen Bräutigam verdammt hat, ihn auch wieder befreien'- Agnes war stumm, Johannes aber hob den Kopf. ;»Ja, diir, rief der Bürgermeister. Mu'mm deine Hakenbüchse und schieße mit neun Schuß in die l'nrmfahne eine 0, und du bist frei! Agnes sank ohnmächtig 7.\i Boden, Johannes aber ließ sith eine Büchse reichen und begann in die Richtung zu zielen, wo er die Turmfahne vermutete. Ja, yermulen konnte er nur, wo sich da^ Fähnlein befand, denn zu sehen verm«>chtc or es nicht. Dann krümmte er den Finger. Da gcschah es; Der Nebel zerriß, ein winziges S'ück zerteilte er sich, und gerade in diesem Loch erblickte der Schützc das Fähnlein. Er s(hoß, er schoß neunmal, und als er neunmal geschosscn hatte, war da« Fäl-nlein neunmal durclilöchert. So hatte der Nebel, der Johannes, wie Agnes glaubte, verdammt hafte, ihn gerettet. a Die Lachpftanze. Eine der merkwürdigsten Pflanzen der Welt ist zweifellos die \b Arabien heimische Lachpflanze, die ihren Na-men einer sonderbaren Eigenschaft verdankt. Die nur mittelgroße Pflanze trägt hellgelbe F^Ii'ten, aus denen sich ie 2wei bis drei Samenkörner entwickeln Diese Körner werden \on den Arabern getrocknet, zu einem feinen Pulver zerrieben und dann wie der bekannte Schnupftabak geschnupft. Wer eine Prisi' dieses Pulvers nimmt, emplindet die gleiche Wirkung, als ob er l.achgas eingeatmet hätte. Fr muß dauernd lachen, beginnt zu t.inzen und zeigt auf jede Weise, daß er sich in sehr gehobener Stintmwng befindet. Nach kurzer Zelt allerdings folgt den übertriebenen Hei-terkeitsausbrüchcn eine starke Reaktion, di« zu tlefom Schlaf führt. Seife ft »Marburger Zdhifyp;« 12. November 1942 Musterbeispiele handwerldicliei) Sciiaffens Weiler großer Besuch der Cllllör Ausstellung Wie nicht andrrs zu erwdrten, ist die | bar und zielsicher wird das Ziel verfolgt, Ausstellunq der Handwerkerschaft des Krei- dem Handwerk durch Erfüllung der hohen ses Cilli weiterhin zahlreich besucht und gestel)ft>n Aufgaben, durch präzise, hoch-immer wieder sind die anerkennenden Worte i wertige Arbeit, die Mittel zu verschaffen Uber diese Meisterarbeiten zu hören, die ein Zukunft wirtschaftlich stark Beweis für die Ffaltung sind, die sich das gewiß, daß auch die Cillier Handwerk dos Unterlandes selbst in der Zeit ! der Fremdherrbchatt bcwdhrt h.t, Deutsches 'J"" P"" . 1 . u r-. -n . . . . sonlichen Geschmack geleiteten hochwerti- Können, deutscher rie.B und deutsche Grund- ^ Leistung für qute handwerkliche Arbeit lichkeit hahen auch im Unterland den guten bearbeiten und Ihn, wenn der Zeltpunkt Klang behalten und mit berechtigtem Stolz gp|,„mraen ist, wieder aulnahmelähig zu können Meister und Gesellen auf ihr Werk ' „lachen. Ausstellungen, wie sie das Cillier blicken, das Zeugnis ist für den unbedingten Handwerk zur Durchführung bringt, dienen Auffjtiuwillen auch des handwerklich schaf- diesem Ziel. Diesen Weg für das gesamte fenden Manschen der Unlersteiermark. In eindeutiger Weise zeigt dieso Schau, die am Tage der Eröffnung auch Bundesführer Steindl Kocw»,»;..f« ,i = a ,1 KT u u » aufgedrückt ist und die auf breitoitcr Grund- tiesirhtujte, daß auch die Nachwuchsfraqe , . ^ » i ? • , , .. Ifiqe schönstes Zeugnis ablegt von dem Lei- im untersteirisrhen Handwerk durch Zuverlässigkeit, gediegenes Wissen und Können nach jeder Seite gewährleistet ist. Unbeirr- ^^tlfnmer 31Ö untersteirische Handwerk anzuzeigen und ihn auszubauen ist der Stempel, welcher im Hinblick auf die Untersteiermark der Schau stungswillen des Handwerks im Unterland. R. K. Aiifti«hmen: Pelikan (2), PerissicJi (1) i Der Bundesführer trägt sich in das Buch .■y- .v.-rvww.iM: 4t-A Handwerks ein. Bundesiührer Steindl und die weiteren Ehrengäste bei der Eröfinung.ifeler Jedes Ausstellungsstück — ein Meisterwerk handwerklicher Kunst Prinz Eugen siegte - diesmal bei Wlndenau Die große Marburger Pimpfenfehde rekonstruierte die Schlacht bei Belgrad Wildes Kriogsgeschrei tönte am Samstag ' halten, Eure Kadaver zu -verzehren. Dies' draht umwundenen Baum zu erklettern ver- abend über den Adolf-Hitlor-Platz in Mar- wurde beschlossen am 7. November anno bürg, Der unbelangeno Zuschauer mochte 1942. Folgt die Unterschrift. — Hellebarde, glauben, daß es ganz einfach Pimpfe waren, der Adler und ein grinsender Totenschädel, d'o h'er eine Meinungsverschiedenheit aus- flas Zeichen der Vernichtung „schmücken" zutragen hallen. Aber mitnichten! Er sah sich dieses von geschickter Jungenhand geschaf-Wüschechten lürken und Kriogern des Prinz fene Schriftstück. Eugen gegenüber. Beim Njherkomm«?n er- j Der Kampf beginnt wies sich dann das Kriogsgeschrei auch nicht' ^m Sonntag sollte dann die Entscheidung edighch als irgendwelche unartikulieite fieberhaft hatten die Türken in der I." tT die hier mit f^a^ht und am Morgen ihre Festung Belgrad, aller Inbrunst gebrüllt wurden: „Prinz Eugen, jes Schlosses Windenau, mit der edle Ritter wird basiert durchs Fenster- 9,1^^ Schikanen und Stacheldraht befestigt, gitter! — Wir stürmen den Haufen, die ^in Wassergraben erhöhte den Festungs-Turken werden laufen! Nachdem sich nuf choiakter. Und mitten in der Festung hatten diesG und ähnliche Weise der Kamptcse-fer ^io Pimpfe eine Wagenburg gebaut, die bis aufs letzte gesteigert hatte, wurde feier- Landsknecht Ehre gemacht hätte -hchst der Fehdebrief verlesen m dem den daß sie damals wahrscheinlich nicht mit v! 'li'^runstigen Worten ein „er- Stacheldraht befestigt war. Aber so ganz ge-schrockliches Ende angekündigt wurde. t^eu nach der Geschichte ging es überhaupt Der Fehdebrief nicht zu. Nachdem die Truppen des Prinzen Diese» „Dokument", das Produkt einer Eugen um zehn Uhr über die Draubrücke romantischen, blühenden Jugendphantasie, gezogen waren, hatten sie mit dem Entsatzauf Pergament gearbeitet und mit schwerem heer der Türken, das zum Lager durchbre-Siegel versehen, hatte folgenden Wortlaut: chen sollte, das erste Gemetzel. Prinz Eugen „Ihr wilden Wüstenhunde! Wir können es wäre sicher im Gra'be routiert, wenn er ge-nithl länger dulden, daß unsere schöne Stadt sehen hätte, daß den Türken entgegen durch Euren Gestank verpestet wird. Da ihr jeder historischen Überlieferung der Durchstinkenden Wüstenschakale Eure tierischcn bruch tatsächlich gelang. Instinkte nicht zurückhalten konntet, haben ' Doch diese kleine Geschichtsfälschung wir beschlossen, Euch ein grausames Ende konnte die Krieger des Prinzen Eugen bei- zu bereiten. Morgen bereits werden Eure j leihe nicht erschüttern. Erfüllt von Sieges- Knorhen in der Sonne bleichen, und selbst Zuversicht zogen sie gen „Belgrad", um sich (•ip werden es imtor ihi-or Würde angesichts der Türken, deren Nervosität durch das lange Warten sich immer mehr steigerte, mit einem Mittagessen zu stärken. Ein wildes SchlachtgetOmmel Dann rückten sie in hellen Scharen gegen das Lager, in dem sich die Türken in Übermacht befanden. Vor dem Graben ordneten sie sich in Sturmreihen und überwanden dann spielend das kleine Häuflein, das die Türken hier zur Sicherung aufgestellt hatten. Im Sturm ging es dann zur Wagenburg, wo "in heftiger Kampf entbrannte. Mit wech-elndem Erfolg wurde auf beiden Seiten ' ipfer gekämpft. Der Schlachtengott zeigte nch als unbeständig und neigte sich bald Icn Türken, bald den Eugeniorn zu. Doch schließlich gelang es den letzteren, eine Brcscho in dio Befestigungsanlagen zu schlagen, und nun hob im Inneren der Burg ein wildes Kampfesgelümmel an. Knäuel von Pimpfen wälzten sich im Kampfeseifpr inein-'Tndergeklnmmort am Boden. Und manchem kostet es seinen Lebensfaden und einige Schrammen. Der Eroberer der Fahne Immer mehr gewannen die Angreifer ober-land. Doch noch war der Kampf nicht ent-'hieden, noch flattert hoch oben über der iurg im Gipfel eines nach unten astlosen laumes die Fahne, .leren Besitz den Knmpf ^•ntscheiden BOllte. Da sprang aus den .. I e Cilli-Forstwald einen Elternnachmittag, den ersten in Cilli. Der Saal der Kreisbandwerkerschaft, in dem die schöne Heimstunde abgehalten wurde, war stimmungsvoll geschmücl^t. Viele Mütter waren mit ihren Kindern der Einladung gefolgt. Außerdem war auch die Leiterin des Amtes Frauen in der Kreisführung und der Ortsgruppenführer anwesend. Mit einem fröhlichen Lied und einigen Begrüßungsworten der Ortsfrauenamtsleiterin begann die Veranstaltung. Nach mehreren lustigen Kinderspielen sprach die Leiterin der Kindergruppen im Kreis Cilli über den Zweck der Kindergruppen. Den Höhepunkt des Nachmittags aber bildete das Märchen „Schneewittchen", das von den Kindern allerliebst dargestellt wurde. Für jung und alt war es eine Freude, zuzuschauen, mit welch großer Freude die Kleinen bei der Sache waren. Ein Lied bildete den Abschluß der Heimstunde. Der Nachmittag hat vor allem den Müttern gezeigt, daß die Kindergruppe die kleine Welt In fröhlicher Kameradschaft eint und ihnen bei Lied und Spiel auch den schönen, deutschen Märrhenschatz erschließt. Wohl Jedes Kind wird davon etwas Wertvolles mit hinausnehmen in das Leben. Die Mütter aber, die sich ihren Kindern jetzt nicht so sehr widmen können, werden mit Dankbarkeit empfinden, daß die Kindergruppe ihre Kleinen so liebevoll in ihre Obhut nimmt und 'hnen das gibt, was zu einer frohen und glücklichen Kindheit gehört. m. Vortrag fttr Kunstfreunde In Cini. Die Volksblldungsatätte Cilli veranstaltet eine Reihe von Vorträgen über das Thema »Wege zur Kunst und Kunstfreude-r. Die Vortragsreihe beginnt heute, Donnerstag, mit dem Vortrag »Was ist Kunst?«. Vortragender ist der bekannte akademische Maler Anton Klinger. m. Von einem Ciüterzug überfahren. Der 61jährige Bauarbeiter Joachim Dümberger aus St. Leonhard im Lavanttal, der in Judenburg becchü^iigt war, wurde von einem Gilterzug überfahren, dem er erst im letzten Augenblick ausweichen wollte. Er war auf der Stelle tot. m. Liebliaberi|i von Hasen und HUbnem. Die 45 Jahre alte Magdalena Pirker aus St. Rupprecht a. Raab ist im Kreis Weiz als Haaen- und Hühnerentführerin bei den Landwirten bekannt. Jetzt wurde ihr der Diebstahl von fünf Haaen zur Last gelegt. Bei einem Bauern stahl sie weiters eine Bruthenne samt Eiern. Sie wurde dabei ertappt und hatte sich vor dem Landgericht Graz ziu verantworten. Die Frau erhielt ein Jahr Zuchthaus. m. Diirrii Srhilsse der Festnohnio entzo-zo^en. Im Kreis Judenburg wurde ein Mann, der mit einem Schworverbrecher aus Kärnten identi?ch sein soll, festgehalten. Der Mann gab jedoch drei Schlisse aus einer Pistole ab und entkam. Glücklicherweise gingen die Schlisse fehl. Er wird als 4fi- bis ^jähriger, 170 cm groß, meliert, schlank, mit braunkariertem Janker und langer brauner Hf>se beschrieben. eisenbahniäober vor dem Sondürceriiht Todesstrafe gegen die Haupttäter Vor dem Sondergericht Salzburg hatten sich 19 Bdhncingo«ilellte zu verantworten, die in Bisrhofshofen Olsenhahnzüge beraubt und sich dabei Lebensmittel, Rauchwaren, Getränke, Seife und Spinnstoffwaren angeeignet hatten. Das Gericht verurteilte fünf von ihnen zum Tode, die übrigen erhielten Zuchthausstrafen von vier bis acht Jahren, einige dagegen Gefängnisstrafen. SoMimiiteiliingeg an Lteiainelo z« WelhnwIiKniKRUtCHEN-tALZ Die Emährungsiage des deutschen Valke» auf breii(>Ater Bosta gesichert Die Versorgungslage gestattet es, entspre- 4ie Sonderrationen für Normalverbraucher* chend der Ankündigung des Reichsmar- über 18 Jahre. sch&lla, dem deutschen Volk zu Weflinach- Die gleichzeitig erlassenen Durchführungs-ten neben den laufenden Lebensmlttelratlo- I. astimmungen regeln die Verteilung der nen Sonderzuteilungen zu gewähren. Die 3onderz;uWeisungen. Es werden besondere Mengen der dabei zur Verteilung golangen- Weilmachtssonderkarten auagegeben, die den Lebensmittel sind Im Reichsanzeiger n-^eh den verschiedenen Verbrauchergruppen vom 10. November d. J. veröffentlicht wor- WS 1, WS 2. WS 3 und WS 4 bezeichnet werden. Sie werden zusammen mit den Lebensmittelkarten der 44. Zuteilungsperlode verteilt. Sie bestehen aus einem Stammabachnitt und Einzelabschnitten und sind vom 14. Dezember 1Ö42 bis zum 31. Jänner 1943 gültig. Die Einzelabschnitte werden von den Klelnverteilern abgetrermt und sind gemäß den für telnzelabschnitte geltenden allgemeinen Bestimmungen zu behandeln. Für die Versorgungaborechtigten, die sich in Gemeinschaftsverpflegung befinden, stellen die Ernährungsämter den Anstalten oder Lagerleitungen auf der Grundlage von Bedarfsmeldungen Bezugscheine über die je den. Danach erhalten Normalverbraucher und nichUandwirtachaftliche Selbstversorger fGruppe B) über 18 Jahre: 500 Gramm Weizenmehl Type 1050, 200 Gramm Fleisch, 125 Granun Butter, 62,5 Gramm Käae, 250 Gramm Zucker, 125 Gramm Hülsenfrüchte, 125 Gramm Zuckerwaren, 50 Gramm Bohnenkaffee, % Flasche (0,35 Liter) Trinkbranntwein. Kinder und Jugendliche bla zu 1® Jahren sowie nichtlandwirtschaftliche Selbstversor- j Kopf angeführten Menge aus, wobei natür- ä, lieh diejenigen Verbraucher unberücksichtigt bleiben, die die Sonderkarten schon vor Aufnahme in die Gemctnschaft.sverpflegung erhalten haben. Den Verbrauchern wird empfohlen, die Waren der ' Sonderzuteilung möglichst bei den Verteilern zu beziehen, bei denen sie ihre regelmäßigen Einkäufe auch sonst tfi- ger (Gruppe B) dieser Altersstufe erhalten dieselben Rationen, aber keinen Bohnenkaffee und keinen Trinkbranntwein, dafür jedoch 125 Gramm Zuckerwaren mehr als die Normalverbraucher über 18 Jahre. Landwirtschaftliche Selbstversorger (Gruppe A) über 18 Jahre erhalten: 500 Gramm Weizenmehl (Type 1050), 250 Gramm Zucker, j25 Granrun Zuekerwaren, 50 Gramm Bohnenkaffee, Flasche (0,35 Liter) Trinkbranntwein. ie Jugendlichen unter den landwirtschaftlichen Selbstversorgern bis zu 18 Jahren er- _____________________ h^ten ebenso wie die städtischen Jugendli- Reichsmarschall in seiner großen Rede vor chen 126 Gramm Zuckerwaren mehr als die j Landvolk hat In der Bevölkerung sel-landwlrtschafUlchen Selbstversorger über 18 i nerzeit große Freude und Erwartung ausJahre, dafür aber keinen ' Bohnenkaffee i gelöst, aber wohl kaum einer dürfte damals und keinen Trinkbr^ntwein. ^ damit gerechnet haben, daß diese Zutellun- Außerdem erhalten alle Inhaber von , open in so großem Umfange erfolgen würden. ReichSCTerkwten im Laufe des Dezember i Verteilung dieser gewaltigen Lebensmit-1W2 vier bis se^ Eier. 1 telmengen sind der beste Beweis dafür, daß Ferner erhalten alle Lang-, Nacht-, ■ durch die Siege der deutschen Wehrmacht Schwer- und Schwerstarbeiter je eine Fla- landwirtschaftlich genuteten sehe Wein und alle Verbraucher über 18 i Raum im Osten erkämpft hat. die Ernäh- Nehmen Sie es dauernd ein und Sie nützen Ihrer Gesundheit 10671 Erhältlich In Apotheken und Drogerien. Aus atiee Welt a. Keltischer BkKkhausbau bei Salzbitf|; entdeckt. Bei Arbeiten in der Nähe von Anif unweit Salzburg kamen vorpeschichtliche Siedlungshinde zutage: zwei Hausböden, einer aus der urgermanischen Zelt (Bronzezeit), der analere aus großgermanischer Zeit (jüngere Eisenzeit). Der hronzezeitliche Bau war in Holz (Blockwandbau) errichtet und hatte 2,5 mal 3,8 m Grundfläche. Dieser Bau, der voraussichtlich wirtschaftlichen Zwecken gedient hat, dürfte aus der Zeit um 1400 v. d. Z. stammen. Das zweite Haus, ein keltisches Wohnhaus, das ein Flächenmaß von 3,45 mal 2,5 ni auf^veist, enthielt zahlreiche Funde aus Bronze, Eisen, Stein und Bein. Etwa 26 ücfäße konnten aus Scherben ergänzt werden. Das Haus war in festem Block-verband gebaut, gut gedacht und mit einem Herde ausgestattet. Meißel, Pfriemen, Messer, Schleif- und Wetzstein sowie eine Schwertkette und an fraulichen Geräten Nähnadel und Mahlstein und zahlreicher Schmuck konnten ausgegraben werden. a. C'n seltsames Stundenglas. Kaum hatte der Mensch sich der Taschenuhr bemächtigt, Störungen der Vertellungsabwicklungen vermieden werden. ♦ Schon die Ankündigung der Sonderzuweisungen zum Welhnachtsfcst durch den Jahre in den stark luftgefährdeten Gebieten eine ganze Flasche Trinkbranntwein anstelle der oben vorgesehenen halben Flasche, über die VerteUung erg3hen besondere reichseinhelUlche Bestimmungen: die Abgabe der weiteren halben Flasche Trink-branntweln wird von den Emöhrungsämtem der bedachten Gebiete geregelt. Die Sonderzuteilungen werden auch allen Versorgungsberechtigten gewährt, die sich in der Gemeinschaftsverpflegung, Schutzgliederungen außerhalb der Wehrmacht, Reichsarbeitsdlenst, Krankenanstalten usw. befinden- WehrmachtÄurlauber, die mindestens eüie Woche Urlaub haben, der in die Zelt der 44. Zuteilungsperiode fällt, erhalten ebenfalls IlllllinilllllllllUltllilllllilllllillllliniilllltllllllllllllllllll lllllllllllllll Sßoel und. Ojuttim tlgen, damit unliebsame Verschiebungen und [ als er der Phantasie und Laune die Zügel ' schießen ließ und seinem Geschmack ent- sprechende Uhren gebaut seilen wollte. Maria Stuart, ständig von düsteren Eindrücken umgeben, bestellte bei Caniers Blois eine »Totenkopfuhr«, sie sollte die Kurze der Zeit und des menschlichen Lebens andeuten. Das Uhrwerk erhielt die Größe eines Totenschä-dels, es bestand aus vergoldetem Silber. Man sah auf der Stirn des Schädels die Sinnbilder des Todes, die Sense und das Stundenglas, zwischen einem Palaste und einer Hütte angebracht. Das eigentliche Werk der Uhr war eine Nachbildung des Gehirns, von einem silbernen Gehäuse umschlossen, es arbeitete zugleich als musikalisch abgestimmtes Glok-kenspicl, während das Zifferblatt den Gaumen darstellte. Auf dem Hinterkopf war die Zeit als Alleszerstörerin dargestellt. rungslage des deutschen Volkes auf eine breitere Basis gestellt Ist Weitere Paarungen zur DDtersieirisdien FaHballmeisiersdiall Die untersteirlsche Fußhallmeisterschaft, die unter den Sportgemeinschaften Marburg. Abt. Reichspo.st, Mahrenberg, VVindischfei-stritz, Trifail, Edlingen, Eichtal, Pettau und der BSG Westen, Cilli, ausgetragen wird, findet laut dem Spielplan am nächsten Sonntag ihren Abschluß. Wohl sind noch einige verlegte Spiele auszutragwi, die aber am S4and der Dinge nicht mehr viel ändern können. Als sicheren Sieger in der Herbstrunde können wir schon heute die SG Trifail nennen, die bisher ohne Spielverlust an dsr Spitze steht, gefolgt von der Reichsnost Marburg und SÜ Pettau. Wer von diesen beiden Mannschaften den zweiten Platz behaupten wird, werden die restlichen Spiele klären.' So kommen also am Sonntag interessante' und gewiß sportlich hochstehende Spiele zur Austragung. j Es spielen: SG Marburg, Abt. Reichspost— i SO Pettau: SO Mahrenberg—SG Trifail; SG KdMngen—SO Windischfeistritz; BSG We- i sten, Cilli—SG Eichtal. . j Sporlgemelnsdialt Pelfau erlolgreidi Die Sportgemeinschaft Pettau hat wieder Cinen neuen Erfolg zu buchen. Am 8. November wurde das wichtige Meisterschafts- | sple^ gegen die Sportgemeinschaft Elchtal in Pettau ausgetragen und endete mit 3:2 | für die Sportgemeinschaft Pettau. Obwohl ' es ein hartes Spiel war, konnte es unter der | Führung des Schiedsrichters Pg. Samuda ordnungsgemäß durchgeführt werden. Der Sieg Pettaus ist vor allem dem ausgezeichneten Tormarm Welßenstehi zu danken. : FuBballwettkampi Gymnasium gegen Wirtschafts-Oberschule Marburg (0:1). Die Wirtschafts-Oberschule Marburg brachte gestern gegen eine Elf des Gymnasiums Marburg einen Fußballwettkampf zum Austrag, der einen spannenden Verlauf nahm. Beide Mannschaften zeigten bereits zu Beginn des Treffens ein schönes, au.sgeglichenes Zu.sam-menspiel, das zu einem Halbzeitstand von 0:0 führte. In der zweiten Halbzeit gelang es der Mannschaft dfer Wirtschafts-Oberschule, sich langsam durchzusetzen und einen Ent-»cheidungstreffer im Gegnertcr zu landen. Das Spiel war ein Zeichen dafür, daß der Euß-ballsport auch an diesen beiden Anstalten eine Pflegestätte gefunden hat und es Ist sieher noch maiicJies schöne Spiel zu erwarten. Autnahmeuntersuehunaen lür die WaMen-jy Die Ergänzungsstelle Alpenland (XVIII) der Waffen-führt in den nachstehend angeführten*Orten eine Annahmeuntersuchung für die Waffen-^^ durch: 12. November 1942 11 Uhr Steinberg, RAD-Lager K 6/360 15 Uhr Graz, ff-Abschnitt XXXV, Leechgasse 34 13. November 1942 8 Uhr Lang, RAD-Lager K 4/365 11 Uhr Hengsberg, RAD-Lager K 2/^365 16 Uhr Preding, RAD-Lager K 4/360 14. November 1942 8 Uhr Leibnitz, RAD-Lager K 6/365 r 14 Uhr Dietersdorf, RAD-Lager K 3/364 17 Uhr Jennersdorf, RAD-Lager K 5/364 15. November 1942 8 Uhr Gillersdorf, RAD-Lager K 4/364 14 Uhr Marburg/Drau, Gend. Posten, Dr.-E.-Gugel-G, 81 16. Novemfer 1942 | 8 Uhr Clin, Deutsches Haus, Bismarckplatz 18. November 1942 * 17 Uhr St. Peter a. K., RAD-Lager K 5/363 19. November 1942 9 Uhr Leoben, Hotel >Schwarzer Adler« 16 Uhr Büschendorf, RAD-Lager K 4/364 20. November 1942 8 Uhr Weißenbach b. L., RAD-Lager K 2/363 Feiwüllge können sich bei der Annahmeuntersuchungskommission melden. Wehrpaß und Arbeitsbuch (wenn vorhanden) sind mitzubringen. Nähere Einstellungsbedingungen bn Textteil der Zeitung. Ergönzungsstelle Alpenland (XVUI) der Waffen-ff Salzburg-Aigen, Gylenstormstraße 8. 11585 Garant guur Annei-Präparat* - Mit 1893 - Ch««B. Ftknk Kreuiel-Leuffen C.m-k. H. Kilm 8997 Anläßlich des schweren Verlustes unserer lieben Tochter, Schwester und Schwägerin danken wir aut diesem Wege für die herzliche und warme Anteilnahme. Besonderer Dank den Arbeitskameradinnen der Firma >Zora« sowie den Hansbewohneni und allen für die vielen Kranz- und Blunienspenden, Die tieftrauernden Familien: Klemcntschitsch und Lobe. 11709 Heinnch tgger gibt im eigenen sowie im Namen seiner Tochter Maria Ermenz, geb. Egger, seines Schwiegersohnes Ing. Karl Ermenz, sowie der Familien Ing. Szarkovitz und Rainer die traurige Nachricht, daß unsere liebe Gattin bzw. Mutter, Schwester, Schwägerin und Tante, Frau Maria Egger geb. Szarkovitz Sattlermeistersgattin Mittwoch, den 11. November 1042, um '/jll Uhr. nach schwerem Leiden im 59. Lebensjahre uns für immer verlassen hat. Das Leichenbegängnis findet Freitag, den 13. November 1942, um Valti Uhr, vom städt. Friedhofe in Drauweiler aus statt. 11726 Marburg a. d. Drau, Agram, Villach, Salzburg, den II. November 1942. 3« Jonghuia-Ilat I>r*h«a tl« die Krea« UagtAin und xttgif 4vek, w*nn Sie Ihre laagkaBi» Tu«hMi- oder Annb«odikf aulileheii So «lUiii «nid dl« VtrMhouag 4« ffctdieal. Oat UnguiM AuiutKw vwhOM miA dM Übardr^bm. Bradiaa uad Am-b4s0«n der Zuol^lir, •ihahl tUo 4t« Ubwedeuw Uirtr Uhi. '% jünghaiü •diont und pflegt bat sie noch l&nger 10319 Für die Anteilnahme an dem schweren Verluste, danken wir bestens. insbesondere der Wehrniannschaft und dem Musikzug. Roßbach, 12. 11. 42. Familie Ogrisek. 11693 Seffe 8 »Wertiorgfr rs. Wowmfcw 1Gesellschait (vorm. Südbahn-Qeaellschaft), die gemäß RunderlaB des Reichswirtschaftaministers Nr. 105/40 R. St/-— R. St vom 5. Dezember 1940 ausländische Wertpapiere Im Sinne dea Gesetzes über die Devisenbewirtschaftung vom 12. Dezember 1938 (Reichsgesetxblatt 1 S. 1733) sind und somit der Anbietungspflicht unterliegen, werden, soweit sie a) Eigen' tum von Personen «nd, die nach den devisenrechtiichen Bestimmungen Inländer sind, b) durch Inländer unmittelbar oder mittelbar verwahrt werden und Eigentum von Personen sind, die nach den devisenrechtlichen Bestimmungen Auswanderer sind, hiermit auf Qrilhd der zweiten Durchführungsverordnung zum Gesetze über die Devisenbewirtschaftung vom 16. A^rz 1939 (Reichsgesetzblatt 1 S. 502) und der §§ 51 und 60 des Gesetzes über die Devisenbewirtschaftung zur EJnlitferung bei der Deutschen Reichsbank abgefordert. Die Stücke sind mit Zinsscheinen Nr. 16 Erg./Nr. 17 ff. bei der Deutschen Reichsbank, Wertpapierabteilung, Berlin C 111^ oder, soweit sich die Stücke im Depot bei Wiener Kreditinstituten befinden, bei der Reichsbankhauptstelle Wien einzuliefern. Die Einlieferung hat bis spätestens 30. November 1942 zu erfolgen. Soweit die Schuldverschreibungen bei einem inländischen Kreditinstitut verwahrt sind, hat dieses die Eh)lieferung vorzunehmen; die Eigentümer haben in diesem Falle nichts zu veranlassen. Stücke, die sich im Eigenverwahr der Eigentümer befinden oder von diesen in einem Schließfach verwahrt werden, sind entweder durch Vermittlun|[ einer Devisenbank AI« rtertteller von GX^oliiöfserzeuqni&^en bekonr^ oder unmittelbar bei der zuständigen Reichsbankanstalt ein- lr% Oeutschkand urd vielen StaaMn der Weit« zuliefern. 11716 Metropol •Lichtspiele Cllli Oer Strom s Tür Jugendliche anter 14 Jahren nicht zugelassen! Z T OMaiCHTSPIEUE PETTAU Bis einschließlich Donnerstag I Das Recht auf Liebe ^ Für Jugendliche nicht zugelassen! DER CHEF DER «VILVERWALTUNO IN DER STE1ER>1ARK. ~ DIENSTSTELLE MARBVRQ/DRAÜ«^'^ Vm Beaoftaecte für dU ZIvUiMklapfleg«. 9 Get I 36 Anzeigen (auch amtliche) für du Samstag-Sonntag-Ausgabe werden aar bk Frehag, 16 Uhr, aufgenommen. Aoinahmca können gemaeht werden tu« teobniteheo GrÜDdco sieht Marburg^r Zeitung Anaeif(en-Abteilung Elntfa§im§ minar OanotimiuhaH Eingetragen wurde ia das GenossenacbeftBreglster am 5. November 1942: Wortlaut der Firmai Raiffeisenkasse Benedikten, registrierte Genossenschaft mit unbeschränkter Haltung. Gegenstand des Uaternehmens ist der Betrieb einer Spar-und Darlehenskasse: i. xur Pflege des Geld- und Kreditverkebra und sur Förderung des Sparsinns; X sur POege des Warenverkehrs (Beiug landwirtschaftlicher Bedarfsartikel und Absatz laodwlrt« schaftlicher Erzeugnisse)! 3. sur Förderung der Maschinenbenutsung. Genossenschaftsvertrag (Statut) vom 5. August 1042. Die Haftung ist eine unbeschränkte. Die von der Genossenschaft ausgehenden öffentlichen Bekanntmachungen erfolgen im Wochenblatt der Landesbauernschaft Steiermark. Der Vorstand besteht aus dem Obmann, seinem Stellvertreter und weiteren 1 bis 4 Mitgliedern« Vorstandsmitglieder sindt Franz Suppe, Besitzer, l^edikteo, Obmann; Franz Perke, DesUser, Benedikten, Obmannstellvertretcr, Vorstandsmitglieder: Johann Eibl, Besitser, Tronkau, Franz Fekonia, Besitzer, Stangelberg, Franz Reisp d. J., Besitzer, Triebein. Vertretungsbefu^is und Firmazeichnung: Zwei Vorstandsmitglieder, darunter der Obmann oder sein Stellvertreter, können rechtsverbindlich für die Genossenschaft zeichnen und Erklärungen abgeben. Die Zeichnung geschieht In der Weise, daß die Zeichnenden zu der Firma der GÄnossen» Schaft ihre Namensunterschrift beifügen. 11660 R.l^ufe Ke FMirinin dienst bi Gebrauchte KÄhenkredenz oder Kasten kauft Hans Silli, Marburg-Drau, Brunndorf-Josefstraße lOO. 11698-4 Suche schon benutztes Schlaf* Zimmer, Speisezimmer und Küchc zu kaufen. 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