Nr. ti. N. ll, halbz. N. 5 50, >>ui Üe ZustlNung ln» H«>,- Donnerstag, 15. Jänner. I»<«rl»o»»,«bül: Kü» ll«l»e Hnl«a«, »!» j» ^ .^«ilen !i^, l»,, grtijtil pel Ztll« »! !l , bei ökt,7,r l885. Aintlicher Theil. Se. ?. und k. Apostolische Majestät habe» mil Allerhöchst unterzeichnet»'!,, Diplome dem General» consul in Skulari F,i drich Lippich als Ritter drs Ordens der eisernen Krone dritter Classe in Gemäß» heit der Ordensstatulen den Nilterstand mit dem Prä« dicate «Lind bury" allergnädigst zu verleihen geruht. Se. k. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 10. Jänner d. I. allera.nadia.st zu gestatten geruht, dnss dem Hofrathe extl^ «dtttum des Obersten Gerichtshofes Alois Ritter von Hackher zu Hart anlässlich der erbetenen Ver. sehung in den dauernden Ruhestand fiir seine mchr als fünfzigjährige, ausgezeichnete und hingebungsvolle Dienstleistung neuerlich die Allerhöchste Änerkenming bekanntgegeben werde. Se. k. und f. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 2. Jänner d. I. in Anerkennung vi<-ljährigen/ bernsseifrigen nnd verdienst-licheu Wirkens dem Dechante und Pfarrer in Raabs Mathias Dimmel und dem Dechante »nd Pfarrer in Waidhofen an der Ibbs Franz Schmidinger das Ritterkreuz des Franz.Joseph.Ordens, feiner dem Pfarrer in Haag Medard Seeland das goldene Verdmlstkreuz mit der Krone allergnädigst zu ver-leihen geruht. Se. k. und t. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 10. Jänner d. I. die M'nisterial.Vicesecretäre Wenzel Kasche. Adolph Freiherrn von Iorkasch.Koch. Dr. Wilhelm Frei. Herrn Von Ko l b e n st e i n e r, Gedeon Riller von Fro schau er und Dr. Moriz Rubinstein zu Ministerial Secrelären im Finanzministerium allergnä' distst zu ernennen sseruht. Duuajewsli m. p. Vlm 13. Jänner 1885 wurde das II.Stück des Lande«, gesehes für das Herzogthum Krain ausgegeben und versendet. Dasselbe enthält unter Hr. A; Kundmachunst dcr f. l. Landesreqierunn. in Krain vom 1,5, Dezember 1884, Z. 11 IllN. wumit der Vorspanns, preis in Nrnin für die gell vom 1. Jänner bis 81. Dc« zembcr, 1885 scstgcscht wird' Nr. 4: Kundmachung des l. l. Landcspräsidcntcn in ttrain vom 29. Dezember 1884, Z. 3463 r»r,. betreffend den zur Deckunss des Landcsbritrast.es zum Erfordernisse des Wrnnd» cntlastunnsfundes für da« Jahr 1885 cinzühcbenbcn gu» schlag von 20 pCt. znr Verzelirunqsstcuer^ Nr 5: Knndmachunss des l l, Landespräsidenten in Krain vl»m 12. Jänner I88l>. Z 117/m.. betreffend die Vedeclunc; dcs Erfordernisses des Landcsfondcs für das Jahr 1885 -. und Nr. l»: Kundinachling des l. l, Landesprasideiiten in strain vom 12. Jänner 1885. bllreffcnd die Emhebnnn, der LandcS» aufläge auf den Verbrauch von gelnannlen geistigen Ge» tränken im ssronlande Krain im Jahre 1835, Laibach ain 14, Jänner 1885. Von der Nedaetion des Landesgcschblalles für daS Herzogthnm Kratn. Nichtamtlicher Theil. Der südslavische Club. Von einem Slovenen erhält die „Prm Neichs-rathe. Die Gründe, welche der Verfasser gegen die Viloung eines solchen Elubs ins Tllffen siihrt, sind so triftig und überzeugend, dass w>r nicht umhin können, die bezogene Zuschrift unsrlen Lesern zum eingehenden Studium zu empfehlen. Dieselbe hat folgenden Wortlaut: Merkwürdig, wie viel mehr oder weniger inter-essanle Neuigkeiten uns in jüngster Zeit von dem sonst so stillen Völkchen zwischen drr Drave und der Adria zugeflogen sind! Die merkwürdigste kommt uns aber aus Marburg zu, eine Nachricht, welche ai« politischem Interesse alle sonstigen Neuigkeiten ans „Slo-venienü" Gauen weit hinter sich lä'sit. Von der Generalversammlung des „LlovoukllO politico dru^vo" wurde nämlich allmäuniglich bekanntgegeben, die Herren dort hätten beschlossen, dass bei den künftigen Reichs« lathswahlen die Slovene« nur auf solche Candidate» ihre Stimme vereinigen, die sich im vorhinein ver> pflichten, im Vereine mit den dalmatinischen und istriauischen Kroate» einen südslavischen Club zu bil-den, selbstverständlich bei sonstige, Uhndlina und uatilinalem Vann. Sollte das P,oj nützen Ballast über Bord zu Welsen und durch zu-verlässigere. in der Wolle gefärbte extremnationale Parteigänger zu ersehen?! Und was geschieht in dem Falle der siealisierung des unlc,steierische,, Kriegilmanifestes mit der bisherigen ,Rkchtipa,lei"? Offenbar hätte dem Hohenwarl'schen Club das Slerbestündchen geschlagen. Seine Auflösung wäre unvermeidlich, die deutschen Mitglieder desselben müssten sich mit der Fraction Liechtenstein in einem deulschconsflvativen Reichsrathsclub zusammenfinden, Feuilleton. Ein glücklicher Gatte. Fragment eines sicsnnbenen Vriefes. .....Wie gesagt, licber Freund, mcilie Frau ist k'n Engel, Sie veimag alles über mich. Was ich bin und was ich habe,' daute ich ihr. Was wäre ich. wenn ich sie nicht halte! Vor meiner Verheiratung hielt ich meine Comptoir» stunden ein. arbeitete so ruhig mein Pensum heiunter und dachte Wunder, was ich gethan hatte, wenn ich einmal eine halbe Stunde länger blieb als meine jungen Commis. Ich hatte meiu solides Auskommen und dachte, damit eine Frau standesgemäß ernähren zu lüunen. Jetzt aber, lieber F'eund, sollten Sie meinen Hausslaud sehen! Partriug, ersten Stock, sechs Zim« wer und einen Salon; meine Frau konnte nämlich dru Lärm und da« Geräusch in der Mariahilferstrahe mcht veltragen. und fo habe ich die Räumlichkeiten dort sämmtlich in Geschästslocaliläten umgewandelt und mir eine Plivalwohnung am Ring gemietet. Und die Equipage! Wo hätte ich früher daran aeoacht, mir eine Equipage zu kaufen; aber meine nrau meint, es wäre billiger als die langweiligen Nn'sftiwner. Ganz recht hat sie freilich nicht, aber M'ch Hal's gefreut. dass sie doch auch ans Sparen oenlt. Und arbeiten kann ich jetzt — ich sage Ihnen. °>e doppelle Arbeitskraft von früher, und Sie wissen. ,^ lounte lmmer etwas leisten. Aber das war gar MHts gegen j,ht. Meine Frau hat mich eigentlich darauf gebracht, noch ein zweites Geschäft einzurichten und Verbindungen mit England anzuknüpfen — der Kopf. lieber Freund, ich sage Ihnen, wenn ich den ttl'pf hätte! Grandiose Ideen ost! Zwar nichl immel leicht durchzuführen, über doch zu bewuildein, Ma» ist ja selbst nuch nicht von geswn, aber ich hätte oft so kühn nichl speculielt.- Und sie schüttelt sich alles nin aus dem Aermel, so „Ik!" Sie verstehen mich, nur so hineingeworfen. Anfangs war ich bedenklich. Ich sollte kaufen. doch ich wollte nicht. — Das ist Hazard, meine Theure, sagte ich zu ihr. — Wohl, sagte sie, morgen ist Ziehung der 04er Lose; ich werd? ein Loi nehmen; gewmne ich, so laufst du. S>e gr, wann nicht, aber wissen Sie, was sie nun sagte? Mein Lieber, sagte sie. das ist ja ganz in dcr Ordnung; du hättest das Los haben müssen. Du wirst — ich wilde nie Glück im Epiel haben! - Glück im Spiel — Sie wissen, licher Freund, was meine Frau damit s^gcn wollte. — O, sle ist zu bescheiden, ein Muster von Bescheidenheit, lieber Freund; ich hab' sie noch nie renommiere», gehört! Ich denke noch immer daran, wie sie mir die erste große Idee eingab, ich mochte wollen oder nicht, sie weiß es immer durchzusetzen, und sie hat recht. Liebes Kind, sagte ich ihr eines Tages, wir brauchen zu viel; mein Geschäft kann das nicht erschwingen! — So richte dir ein zweites ein, sagte sie so ruh'g, als handelte es sich darum, ein zweites Seidtl zu trinken. Ich s"gc Ih»en, ich war paff. Aber »hre Ruhe »nd Gelafsenheit imponierten mir. Ich überlegte und grü" belle, denn es fieng wi'klich un, nöthig zu werdoi; doch rndlich hlbe ich's zustande gebiachl, und es gehl nun auch. Gott sei Dank. Wenn nur Mayer und Comp. feststehen wollten! Da« arme Weib dauert mich eigentlich. Sie hat fist gar nich!« von mir. Den ganzen Tag über bin ich im Geschäft und bis spät in die Nacht hinein b.'. sorge ich die Correspondenz. Und dabei will sie mich nicht merken lassen, was sie entbehrt; — edles Ge« müth! Trete ich nacht« um lü Uhr leise bei ihr ein. da erhebt sie müde da« süße Köpfchen und sagt: .Bist du schon da. Maxe»!? Ich habe dich eigentlich noch ncht erwartet. Du entziehst dich doch auch nicht dem Geschäft?" — Das flüsteit sie so matt und gebrochen, ich fürchte, sie wird ernstlich krank. Z»m Sommer will ich sie nach Wiesbaden schicken. Agent-lich müsste ich wohl auch ins Bad. fühle mich mcht ganz auf dem Posten, aber meine Frau meint, Wiesbaden wäre nicht« für mich. ich müsste nach Nor« dcrney. Da ich nun gern mit meiner Frau zufammen sein möchte, wenn ich schon einmal da« Geschäft in, Stiche lasse, bleibe ich lieber hier. Ich weiß. es wird ihr schwer, allein zu fahren, doch sie hat ja Bekannte dort vom letztenmal. , . _. Die arme Frau opfert sich wirklich auf. D>e Ball', die ew'gen Feste. Iourfix u. s. w.. w,r muffen nämlich repräsentieren. Vielleicht besuchen Sle m.ch einmal, lieber Freund, um meine Frau kennen zu lernen ich glaube, in ganz Wlen glbt es leine folche Frau! Es ist j'tzt nobel bei uns. Die« Gelaufe! Der "me Tanbenschlag! Künstler. Gelehrte. Diplomaten. Relchsrathslibgeoronete und Lieutenants! Wenn sie in Gala kommen — fein, sage ich Ihnen. Alle sind ent< zückt von meimr Frau; sie kommen größtemheils nur Lalbacher Zeitung Nr. N ________ 86____________________________________________15. Jänner 1885. und Graf Hohenwart selbst, der Lenker der Rechten, wäre genöthigt, seine Anlehnung als Hospitant bei dem neuen Parteigebilde anzustreben. Den Schaden von dieser Verschiebung der bisherigen Parteiverhältnisse trügen natürlich nur die Slovene«. Der eiserne Ring, zu dem die Majorität bis nun zusammengeschweißt ist, erführe eine bedenkliche Lockerung; die Anschauungen Lienbachers bekämen allmählich die Ober. Hand und müssten sie bekommen; die Vertreter der conservative« deutschen Alpenländer, losgelöst von all den innigen persönlichen Beziehungen, welche naturgemäß aus dem eingeledten Cluboerbande sich ergeben, wären sehr bald überdrüssig der wenig ersprießlichen Aufgabe, für die Forderungen ihrer undankbaren slovenischen Bundesgenossen sich zu exponieren — und aus dem Ganzen ergäbe sich die unausbleibliche Folge, dass die wirklichen Petita der Slovenen als schätz» bares Material in das Reichsrathsarchiv wandern würden. So sieht sich die Sache an, wenn wir sie selbst vom slovenisch'nationalen Standpunkte betrachten! Und welches Gewicht vermöchte der neue, in dem Gehirn einiger Kirchthurmpolitiker ausgebrütete süd-slavische Club in die parlamentarische Wagschale zu werfen? Allerdings könnte die Zahl seiner Mitglieder unter Umständen 20 bis 22 Köpfe betragen, doch auch von ihnen gilt der Satz: pouäsrentur, no numersutur. Per Abgeordnete, wenn er seinen Ideen Geltung ver» schaffen soll, muss deren zunächst haben und darf nicht lediglich als Stimmaschine fungieren; er muss durch seine sachlichen und geschäftlichen Kenntnisse in den Ausschüssen, durch seine oratorische Gewandtheit im Plenum sowohl der Minifterbank als den College« gegenüber Eindruck machen. Sprechen nun die bis« herigen Erfahrungen, welche man mit den slovenischen Abgeordneten erlebt hat, für die Wahrscheinlichkeit einer derartigen Stellung ihrerseits? Gegenwärtig haben sie Bedeutung als pars aäusxa der Hohen» warl'schen Rechtspartei; es deckt sie der weithin schal» lende Name ihres gleichfalls dem Lande Kram angehörenden Herrn und Meisters Grafen Hohenwart. Las würde nun mit einemmale anders werden. Aller« dings zählen sie in ihien Reihen vereinzelte Männer, denen man gesunden Blick und praktischen Sinn nicht absprechen kann — wir zählen unter sie in erster Reihe Dr. Poklukar und einige seiner Genossen aus Kram —, allein eine hervorragendere Rolle im Parlamente zu spielen, wird von ihnen selbst nicht ambi« tioniert und sie wären derselben vermuthlich auch kaum gewachsen. Zu der Vereinzelung im Hause müsste sich deshalb die geistige Infenorität gesellen, welche sich als natürliche Folge aus dem Umstände ergibt, dass einem Agitator von der Straße die Füh« rung einer parlamentarischen Partei zufallen soll! Doch wir haben den Teufel an die Wand gemalt, indes es hat noch geraume Weile damit, dass er seinen Rachen aufsperre und mit Haut und Haar nns verschlinge. Das Programm der untersteierischen slovenischen Exaltado« ist vorderhand, wenigstens was die beabsichtigte Gründung eines südslavischen Reichs-rathsclubs betrifft, nichts anderes als eine schillernde Seifenblase, mit welcher eine gewisse Sorte Hand« werlsmüßiger Politiker ihre naiven Bewunderer zu ergötzen pflegt. Die praktische Durchführung derfelben wird an der Nüchternheit der flovenischen Bevölkerung zerschellen, ebenso wie wir mit Bestimmtheit den Niedergang der Vcinjal'schen Herrlichkeit bereits jetzt prognosticieren können. Und ein solcher politischer «Krach" wird zuversichtlich weder den Staalsinteressen noch dem wohlverstandenen nationalen Nutzen des slovenischen Volkes zuwiderlaufen! Inland. (Auf demGebiete der inneren Politik) herrscht noch immer vollständige Windstille. Mit Ausnahme einiger Nachrichten über die im Zuge befindlichen Handllskammerwahlen enthalten die uns heute vorliegenden Wiener Blätter l-ine Meldung von irgend welchem Belang. Wie aus Brunn mitgetheilt Wirt», hat das czechische Wahlcomite für die Kammer-wahlen am Freitag den Beschluss gefasst, eine Ve< schwerde an den Verwaltungsgerichtshof gegen die Annullierung der Kammerwahlen zu richten und gleichzeitig die Regierung zu ersuchen, mit der muen Wahl-ausschreibung bis zur Entscheidung des Verwaltungs-gerichtshofes zu warten. Es soll übrigens sicher sein, dass die Vrünner Wahlaffaire im Abgeordnetenhause sofort bei dessen Wiederzusammentritt seitens d»r deutsch-liberalen Partei zur Sprache kommt. Auch die czechischen Abgeordneten sollen beabsichtigen, die Nn-gelegenheit, und zwar in Form einer Interpellation vorzubringen. (Parlamentarisches.) Einer Prager Meldung zufolge wird dem Nbgeordnelenhause alsbald nach seinem Wiederzusammentlitt cine Vorlage zugehen, in Welcher die Frage der Steue»Einhebuna.epflicht der Gemeinden geregelt werden soll. Der V-rwallungs-gerichtshof hat bekanntlich in einzelnen Fällen ent< schieden, dass die Gemeinden durch die bisheiigen Ge« sehe zur Sleuereinhebung nicht verpflichtet seien. Die Negierung hat aber diese Wicht als bestehend erachtet und demgemäß die Gemeinden zur Erfüllung dieser Function verhalten. Durch das Vllenntnis des Ver« waltungsgerichtshofes wurde der ganze bisherige Steuereinhebungs'Apparat in Frage gestellt, und den bestehenden Apparat außer Frage zu stellen, das soll der Zweck der zu gewärtigenden Vorlage s?i. (Trieft oder Genua?) Unter außerordentlich zahlreicher Betheiligung verhandelte am 12. d. M. die Tnester Handelskammer die schwebende Schiffahrts-frage. Die Aörfendeputation beantragte, die von ihr bereits unternommenen Schrille zur Wahrung der In« teresstn Triests zu unterstützen und an das Handels« Ministerium ein Memorandum zu richten, bittend, sich mit aller Kraft für die Realisierung des Projectes, Trieft zur Kopfstation zu machen, zu verwenden. Kam« merrath Venezian bedauerte, dass die Deputation sich nicht veranlasst sah, in so wichtiger Sache gleich die Kammer einzuberufen, sonder» auf eigene Faust zu handeln. Redner anerkannte, dass die Frage für Trieft nicht unwichtig sei, würde aber wiilischen, dass der Handel Triests und damit Oesterreichs sich im Oriente unter eigener Flagge hin geltend mache und nicht den Schutz einer fremden brauche, er stellt daher den An-trag, im Memorandum gleichzeitig um Erhöhung der Subvention des Lloyd oder um sofortige Gründung einer österreichischen Schiffahrtslinie von Trieft aus zu bitten. Der Antrag wird von Basevi und Teuschl bekämpft. Basevi hebt die immensen Vortheile der Linie für Trieft hervor, wenn es auch nur eine Secundärlinie würde. Bei Vorhandensein von Schiffen ergebe sich der Warenverkehr von selbst, wenn er auch ursprünglich nur für Post und Passagiere bestimmt wäre. Nachdem Venezian gegen die Auslassungen des Wiener Gewerbevereines protestierte, dass der Triester Han-delsstand indolent sei, wird der Antrag der Deputation einstimmig angenommen. (Baron Walterslirchen.) Wie die «Presse« vernimmt, wird unmittelbar vor der Eröffnung des Reichsrathes Baron Robert Walterskirchen, der seit zwei Jahren nicht mehr in die Oeffentlichleit getreten ist, in einem Wiener politifchen Verein eine Rede über die gegenwärtige Situation halten. (Ungarn.) Im ungarischen Abgeordnetenhause wurde vorgestern die Debatte über das Budget des Ministeriums für Agricullur, Handel und Gewerbe fortgesetzt. Graf Stephan Keglevich entwickelte fein Programm über die Sanierung der Uebelstände, an welchen unsere Landwirtschaft krankt. Er verur-theilte die früher betriebene Raubwirtschaft, betonte haupsächlich die Nothwendigkeit der Boden^" Graf. "och Fürst, noch Prinz, noch iUM mlnbesttn e,n Collegienrath aus der Rechlsschule, ^on von Angesicht und voll Orden! Anna Andrejewna "" keme Freundin von halben Wünschen! «Man lobt ihn — dachte sie —, wofür aber. da« weiß keiner zu sagen. Ein Literal, ein Poet . . . Wa« ift denn ein Literal?" VI. Ich las ihnen meinen Roman in em?m Zuge bis zu Ende. Wir hatten uns nach dem Nbendlhee hingesetzt und waren bis 2 Uhr nachts zusammenge« blieben. Der alte Ichmenew schien anfangs ein wenig enttäufcht. Er halte etwas unendlich Hochtrabendes erwartet, Was er vielleicht selbst nicht verstanden hätte — das kam jedoch nicht in Betracht; und nun — vernahm er etwas ganz Alltägliches, ganz Bekanntes, genau dasselbe, was Tag um Tag um ihn her geschieht. Und wem, der Held doch nur irgend ein ungewöhnlicher und interessanter Mensch gewesen wäre, vielleicht mit historischem Geptäge, etwa wie Roslaw-lew oder Juri Miloslawsli; aber ein niederer, vom Schicksal arg mitgenommener, sogar etwas tölpelhafter Beamter, bei dem die Knöpfe am Unisormsrock fehlen, und alles so einfach beschrieben, wie man alltäglich spricht.... Seltsam! Anna Nndrejewna blickte ihren Mann fragend an und machte gleichfalls eine verdutzte Miene, als ob man sie beleidigt hätte: ..Lohnt es sich denn. so dummes Zeug zu drucken und anzuhören und noch Geld dafür zu zahlen!" — war auf ihrem Ant-lih zu lesen. Natascha war dagegen ganz Ohr, hörte mit gespannter Aufmerksamkeit zu, konnte die Augen nicht von mir wenden, sah mir die Worte von den Lippen ab und bewegte selbst ihre hübschen Lippen. Und ich war noch nicht bis zur Hälfte des Romans gekommen, da standen allen Thränen in den Augen. Anna Andrejewna weinte innig, beklagte meinen Helden von ganzem Herzen und äußerte, so weit ich aus ihren Ausrufungen schließen konnte, den naiven Wunfch. ihm irgendwie in seinem Unglück helfen zu können. Der alte Ichmenew begann sich damit auszusöhnen, dass in der Erzählung nichts „Erhabenes" war: «Man sieht ja schon bei den ersten Woilen, dass die Schwingen noch lange nicht gewachsen; es ist eine einfache kleine Erzählung; aber dafür greift sie tief ins Herz — fagte er —. man versteht, was rund umher vorgeht, und es prägt sich der Seele ein; man erkennt, das« auch der dürftigste, niedrigste, durch die Noth des Lebens darniedergewor» fene Menfch auch ein Mensch ift, den'man Bruder nennt!" Nalascha horchte aus jedes Wort, das sie ver-nahm, weinte und drückte mir unler d?m Tisch verstohlen die Hand. Die Erzählung war zu Ende. Na-tascha erhob sich; ihre Wangen glühten, eine Thräne glänz'e in ihrem Auge; plötzlich ergriff fie meme Hand. lüslte sie und stürzte aus dem Zimmer. Vater und Mutier wechselte,, einen bed'utungsvollen Bl'ck. — Hm! welch' lebhafte Begeisterung m dem Mädchen steck«! - fagte der Alle, erstaunt über d,e Handlungsweise der Tochter - ab" " »st »"'. " war eine edle Aufwallung.' Sie 'ft em gutes Mad-chen. . . murmelte er. während ft.n W.ck balo auf Anna Andrej'wna fiel, als wollte er Natascha rech -fertiaen bald auf mich. Seine Frau aber machte ,etzt. trotzdem daf« sie selbst sehr gerührt war. eine Mie.„, als wollte sie o,e Worte Gogols wiederholen: Alexander von Macedonien war natürlich ein Held, aber woz>« ift's denn nöthig, die Stühle zu brechen?" (Fortsetzung solgt.) Laibacher Zeitung Nr. N 88_________________________15. Illnner 1885. hysterischem Irrsinn leidende Dame wieder rückein« geliefert, ein'an epileptischem Irrsinn leidender Kranler, der aus der'Anstalt enfloh, wurde wieder eingeliefert. Neu aufgenommen wurde ein junges verrücktes Bauern-Mädchen und ein an hallminatorischer Verrücktheit leidender Arbeiter. Ein Kranler (Med.-Dr.) wurde ungeheilt in die fteiermärlische Irrenanstalt in Feldhof abgegeben, eine demente Kranke in die Laibacher Irrenanstalt transferiert. o) Gebärhaus und gynäkologische Abtheilung: Die Abtheilung sanitärwidrig überfüllt. Auffällig waren Späterkranlungen der Wöchnerinnen. V. Aus dem k. k. Garnisonsspitale gieng für den Monat November folgender Bericht ein: Mit Ende Oktober sind verblieben 51 Kranke, Seither sind zugewachsen .... 71 „ Summe sammt Zuwachs . . 122 Kranke. Genese» (diensttauglich) . . 64 Kranke, erholungsbedürftig beurlaubt. 1 „ superarbitriert oder überprüft . 4 „ vor Ablauf des Kranlheitspro- cesse«.......1 , transferiert in andere Sanitäls- a„stalten...... 1 „ gestorben...... . 0 „ Summe des Abganges . 71 ., Verblieben mit Ende November 1884 51 Kranke. — (., Matica Slovene!«,") Eine Deputation des slovenischen literarischen Vereines „Matica Slo-venbla". bestehend aus dem Prases Herrn Grasselli und den NuLschussmitgliedern Herren Dr. Zupanec und Professor Märn, erschien gestern beim hochwürdigsten Herrn Fürstbischof Dr. Miss ia, um ihm die Editionen des Vereines für das Jahr 1884 in Pracht, vollem Einbande zu überreichen. Der hochwürdigste Herr Fürstbischof nahm die überreichten Bücher freundlichst entgegen und versprach, den Verein nach Kräften unterstützen zu wollen. — (Generalmajor Karl Pölz Edler von Ruttersheim.) Commandant der 33. Infanterie.Brigade. Ritter des Ordens der eisernen Krone III. Classe m. d, K. D. lc lc. ist. wie wir bereits mitgetheilt haben, am 11. Jänner nachts nach kurzem Leiden in seiner Garnison Grohwardein verschieden. General Pölz wurde zu Raunach in Innerkrain im Jahre 1318 geboren und trat im Jahre 1830 in das damalige l. k. Eiziehungs« haus in Laibach als Zögling ein; am 19. Oktober 1836 daselbst ausgemustert und als Cadet in da» damalige Infanterie-Regiment Prinz Hohenlohe-Langenburg Nr. l7. jetzt Freiherr von Kühn. assentiert, avancierte er 1846 zum Lieutenant und verblieb in diesem Regimente. mit welchem er in den Felbzilgen 1848 und 1849 in Italien focht, bis zur Erlangung der Hauptmans-Charge. 1852 zum Infanteiie»Regimente Erzherzog Franz-Karl Nr. 52. jetzt Erzherzog Friedrich, transferiert, bewährte er seine Tapferkeit und Kriegstüchtigleit in den Feldzügen 1859. 1866 und 1878. wurde 1876 Oberst und Commandant dieses Regimentes und befehligte bei der Occupation Bosniens als interimistischer Brigadier die 1. Gebirgs» brigade der 6. Division bis zum Einmärsche in Sarajevo. Nnlässlich der Heimkehr des Regimentes Nr. 52 aus Bosnien in die Wiener Garnison wurde dasselbe mit seinem Commandanten Oberst Pölz seitens der Wiener Bevölkerung durch Ovationen ausgezeichnet. Nm 2. Mai 1881 wurde Pölz zum Generalmajor und Commandanten der 33 Infanterie Brigade in Grohwarbein befördert, in welcher Stellung ihn der unerbittliche Tod infolge einer Lungenentzündung nach kaum dreitägigem Krankenlager viel zu früh seiner Familie und seinen Kameraden entriss. Mit General Pölz scheidet ein hochverdienter Osficier aus der Armee — ein Mann voll Cbelmuth und biederen, ritterlichen Charakters aus dem Leben l Gegen sich selbst streng in feiner Pflichterfüllung, for-derte er dieselbe i„ gleichem Maße von seinen Untergebenen, war jedoch stets von Humanität und Gerechtig, keitsgefühl beseelt. Er lieble seinen Stand über alles und hielt unverbrüchlich fest an der Devise: «Für Kaiser und Vaterland!" Pölz wurde im Jahre 1850 ob seiner Tapferkeit im italienischen Feldzuge 1848/49 als Lieute» nant mit dem Militär-Verdienstlreuze mit der Kriegs, decoration. 1879 mit dem Orden der eisernen Krone III. Classe mit der Kriegsdecoration und 1881 anläss-lich der Vollendung seines fünfzigjährigen Dienstjubi. läums von Sr. Majestät mit dem Ritterkreuze des österreichischen Leopoldordens in Würdigung seiner ver« dienstvollen, eminenten Kriegerlaufbahn ausgezeichnet und feiner hervorragenden Leistungen wegen wiederholt der Huld des obersten Kriegsherrn persönlich versichert. Auch die Stadt Fünslirchen ernannte ihn zu ihrem Ehren, bürger Dem Verblichenen war es noch gegönnt, seinen ältesten Sohn. einen HSchft begabten jungen Officier. und den zweitälteften als Officlers'Stellvertreter in sei. nem Regimente Nr. 52, welchem er selbst nahezu 30 Jahre angehörte, eingereiht zu sehen, während se,n dritter Sohn für seine in Bosnien bewiesene Kriegstüch. ligkeit in einer k. k. Militäranstalt seiner Ausmusterung entgegensieht. Dem wackeren Soldaten, dem Muster von Verufstreue mvge die Erde leicht sein! — (Störungen im Zugsverkehr) Von allen Bahnlinien laufen Berichte über starke Schneefälle und hieraus resultierende Störungen im Hugsverlehre ein. Gestern sind die Züge mit nachstehenden Ver« spätungen in Lalbach eingetroffen: In der Richtung WieN'Triest Postzug Nr. 10 mit 20 Minuten. Postzug Nr. 8 mit 55 Minuten. Courierzug Nr. 2 mit zwei Stunden 20 Minuten; in der Richtung Triest-Wien: Postzug Nr. 7 mit 22 Minuten, Poftzug Nr. 9 mit 55 Minuten. Courierzug Nr. 1 mit 30 Minuten; in der Richtung Tarvis.Laibach: Postzug Nr. 2015 mit 34 Minuten. Postzug Nr. 2013 mit 55 Minuten und Poftzug Nr. 2017 mit 3 Stunden Verspätung. Reisende. Welche mittelst der Köflacher Bahn in Graz ankamen, erzählen, dass der Personenzug, welcher Montag abends nach Wies verkehrte, auf der Strecke zwischen Deutsch-landöberg im Schnee stecken blieb; der Schneepflug konnte dem Zuge die Bahn nicht mehr frei machln und er musste sammt dem Zugbpersouale und den Passagieren im Freien bleiben. Vorgestern morgens 3 Uhr gieng von Graz aus ein Hilfszug mit Arbeitern ab. welche endlich den steckengebliebenen Train wieder frei machten. — (Verhaftung besDr. Neminar.) Sonntag abends wurde in Marburg ein junger Mann verhaftet, welcher schon seit circa zwei Monaten sich daselbst aufgehalten hatte. Er trug sich sehr elegant, war mehr klein, doch eine hübsche Erscheinung, und bekleidete sich meist mit einem ganz angeschlossenen, aschgrauen Ueber-zieher. Angeblich schrieb er sich Cduard Friedrich, seine bei ihm gewesene Geliebte, mit der er jedoch außer dem Hause nur wie zufällig zusammengekommen ist, nannte sich Nloisia Warga aus Trentschin. Dieser Herr Friedrich machte in Marburg mehrere Betrügereien, indem er Geschäftsleuten Waren auf Nimmerzahlen abschwindelte. Bei der Arretierung musste er jedoch seine Mutzte ab-legen und die Richtigkeit seines Namens nachweisen. Es stellt sich herauS, dass Herr Friedrich der aus einem langen Criminalprocess v. I bekannte Universitäts« Professor Dr. Ed. Neminar ist, welcher mit sechs Monate schweren Kerkers wegen großartiger Betrügereien ab' gestraft und seiner Professur verlustig wurde. Er war durch lange Zeit in Wien, besah stets die schönsten Pferde. eine überaus elegante Wohnung und bewegte sich nur in den elegantesten Zirkeln. Aunst und Aiteratur. — (Landschaftliches Theater.) Die schon seit langem angesagte Premlüre der Karl Millöcler'schen Operette „Ga> sparone" wurde gestern zusiiedeustcllendst vom Stapel qe> iassen. Daul den häufigen Proben war den Darstellern das Sujet iu Fleisch und Nlnt übergegangen; über ausfallende Un> ebenheiten und Härten in der Ausführung konnte sich selbst der verwöhnteste Provinzialgcschmacl nicht beklagen, ja es wurden die Lücken des hie und da mangelhaften Ensembles durch eine ssewisse erhöhte Verve der Darstellenden ausgeglichen, welche sie in dm sonstigen Aufführungen Millöclci'scher Werte nicht beobachten. Wir behalten uns vor. noch ausführlich auf die im ganzen sür unsere Verhältnisse gelungene Ausführung zurückzukommen, und sprechen sür heute nur die Anertennnng sür die durchaus wackeren Leistungen des Chores auS, obzwar wir uns einen sicilianischen Tanz lebhafter executlert denlcn müssen, nls dies gestern der Fall war; freilich hatte das Orchester unter der sichern Leitung des Herrn M. Karpa glcichfam den Cadre für das einträchtige Wirken der Chöre abgegeben. Am meisten hat uns Frl. Peters (Sora) sowohl durch ihre Treffsicherheit als lebhaftes Spiel angemuthet. wiewohl auch andrerseits Frl. Heinrich als Carlotta Gräfin dc Santa Croce äußerst zufriedenstellend ihren Part, namentlich in den Cantilenen und Duetts, bewältigt hat. Herr Schönau (Conte Erminio) hatte eiuen entschieden schönen Abend; allerdings hätte sich die Rolle mit sonst gün-stigercn Stimmitteln noch erfolgreicher präsentieren können. Herr Straffer (Venozzo) hat seinen Part in der Art der Spielopcr oder Spielopercttc etwas nonchalant aufgcfnsst, in dieser Hinsicht jedoch allerdings befriedigt. Wenn wir noch dem Gesagten beifügen, dass dle übrigen Darsteller in schauspielerischer und gesanglicher Wirkung ihr Möglichstes geleistet haben, so können wir diesen Bericht nur mit dem Wunsche schlichen, dass sich kein Kunstfreund den sel-tenen Genuss einer in Anbetracht der hiesigen theatralischen Verhältnisse guten Aufführung des Millöcler'fchen „Gafparone" entgehen lassen sollte. ^lc. - (Für Jäger.) Vor uns liegt die focben erschienene erste Nummer des V. Jahrganges der illustrierten Zeitschrift „Waidmanns Heil". Dieses ebenso belehrende als unterhaltende Blatt erscheint zum Schutze des Wildes, dessen Pflege und waidmännischer Behandlung, und hat sich die Ausgabe gestellt, die Interessen der Jagd, der Fischerei und des Schiihcnwesens in Oesterreich in theoretischer und praktischer Richtung zu ver-treten. Der reiche Inhalt dieser hübsch ausgestatteten illustrierten Zeitschrift, der außerordentlich dilligc Preis von nur 1 fl. per Quartal wird diesem in Oesterreich-Ungarn fehr verbreiteten und beliebten Blatte noch viele Freunde und Abonnenten zu» führen, weil jeder Jäger vom Fache. jeder Freund der Jagd sowohl als der Naturfreund. der Scheibenschützc und Fischer in derselben den mannigfachsten Stoss zur Belehrung und Unter» Haltung findet. - Probenummern versendet gratis und franco die Expedition in Kl«genfmt. NeuefteIoftI Original.Telegramme der Laib. Zeitung. Wien, 14. Jänner. Die Erhebungen in der Affaire des verhafteten Noderer ergaben, das« derselbe schon seil Jahren insolvent ist. Neuestens meldeten sich auch Wechselgläubiger. Der Stand der Activen ist so gering, dass die Gläubiger nichts erhalten dülften. Gestern sollte die Pfändung Novells wegen Steuernickständen stattfinden. Nach den bisher erstatteten Anzeigen be< ttiigt die Schadensumme bereits über 50 000 fl. Berlin, 14. Jänner. Die „Post" hört. es handle sich um eine Verdreifachung der Zölle für Weizen, Hafer und Gerste und eine Verdoppelung des Roggenzolles. Frankfurt a. M.. 14. Jänner. Der Polizeirath Rumpfs, aus Socialisteüprocessen bekannt, wurde gestern abends vor seinem Hliuse mittelst zweier Dolchstiche ermordet aufgefunden. Die Thäter sind noch nicht ermittelt. Paris, 14. Jänner. Einer Depesche des ..Temps" aus Kairo zufolge acceptierte der Mahdi die Bedingungen Wolsrleyz; die Engländer marschieren ungehindert nach Chartum. Anlässlich der Interpellation hinsichtlich Ton-lings nahm die Kammer mit 294 gegen 234 Stimmen die vom Ministelpräsidenten verlangte einfache Tagesordnung an, nachdem de>selbe erllä'rt hatte, dass die Regierung die vollständige Occupation Toolings nur infolge des Kammerootums vom 27. November v. I. beschloss, und der Kriegsminister Lewal dargelegt, dass die Operationen in Tonking eine Mobilisation nicht compromittieren können. Die Kammer vertagte sich dann bis zum 27. Iänxer. Rom, 14. Jänner. Gestern waren die niedrig gelegenen Stadttheile von der Ueberschwemmung bedroht, so dass die V?wohner der am meisten bedrohten Häuser delogiert werden mussten. Nunmehr ist die ernste Ueber-fchwemmungsgefahr momentan beseitigt, da der Nordwind zu wehen begonnen hat. London, 14. Jänner. Gestern herrschte ein furchtbarer Schneefturm über ganz England. Viele Schifss-unfälle werden gemeldet, bei denen 50 Personen umgekommen sein sollen. Wlkswirtschaftl'iches. Oesterreichisch'ungarische Vank. Stand vom 7, Jänner: Nanlnotcn.Umlauf 371.773 000 sl. (- 3 952 000 fl). Silber 126623000 fl. (> 55000 fl,). Gold 78822 000 fl. (unverändert), Devisen »39 000 fl. (unverändert). Portefeuille 161841000 fl. (— 5871000 fl,). Lombard 34383000 fl. (4- 163000 sl). hypo« thelar.Darlehen 86712 000 fl. (—54000 fl.). Pfandbriefumlauf 84 382 000 st. (> 384 000 st.) Laibach, 14. Jänner. Auf dem heutigen Marlte sind erschienen: 4 Wagen mit Getreide und 12 Wage», mit Holz. Durchschnitts» Preise. Vllt.» Mn,,- Ml«,. M«,7. fi,Ilr. ff. li' fl,,ll, N,!l^. Weizen pr. heltoli». 650 ?>18 Butter pr. Kilo . -84-,-Korn . 5> 4 5,75 Eier pr. Stück . . - 3> ,— Gerste „ 4 55 5^17 Milch pr. Liter . -> 8 ^ Hafer , 2 92 3>10 Nlndflelsch pr.ssilo 64 -- halbfrucht .------6 30 Kalbfleisch , -74____ Helden „ 4 55 5 17! Schweinefleisch „— 52------ Hirse . 5 69 5 60 Schöpsenfleisch ,, .36------- Kukuruz . 5 40 5 39 tziihndel pr. Stuck - 50 Erdäpfel 100 «Ilo 2 86------Tauben . - 18 - Linsen pr. heltoM. 8----------Heu 100 Kllo . . 1 69 Erbsen , 8----------Stroh „ . . 1 51 — Fisolen . 8 50------holz. hartes, pr. >------ Nindsschmalz Kilo - 94------ Klafter 7 80------ Schweineschmalz » - 84------ - weiches. „ 5 20------ Vpeck. frisch „ 54-------Wein. roth,, lOOLlt, — 24 - — aeräuchert« — 72------— welker . 20 - Verstorbene. «f'.s^"m^i?m":"5^^^'"'°^^ar' Arbeiterin. 67. I.. VH^s?. '^^^^lrah. - Sebastian Iuran. Schuster. 37 I. Castcllgasse Nr^Lungcntuberculose. Landschaftliches Theater. A/5!'.^(hcr°o" Tag) zum zweitenmalc: Gasvarone (^iooltat). Operette in drei Acten von F. gell mid Niched Gcnae, Musil von Carl Millöclcr. In Srenc gescht von Hlrector Mondheim-Schreiner. Die Lostüme sind nach den Figurinen des f, l. priv, Theater« an der Wien angcsertiqt. Meteorologische Beobachtungen in «aibachl 7 u. Mg. 721.36 -0.8 windstill Nebel ., m 14. 2 , N. 723.84 ^1.8 Q schwach bewölkt ^/.., » . Ab. 727.12 > 0.4 windstill bewölkt ^"" Morgens li Uhr lebhaftes Älihc», dann Nebel; tagsüber trübe, öfters Schncefall, Das Tagesmlttcl der Wärme -j. 0,5", um 2,0" über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: I. Naglli. W Fnr die zahlreichen Beweise der herzlichsten W « Anthcilnahme während der Krankheit und liei dem W M herben Verluste meiner innigstgelirbteii. miveracss- W M lichen Gattin M > Frau Mary Zlreinitsch V W sowie für die große Nelhelligmlg an dem Leiche». M « bcgängmsfc u»d für die fchö'nen. der thclnrn Todten W ^ gewidmeten Nlumenspcüdcn statte ich l,iemit aus W « vollem herzen meinen und meiner flindcr n,masts» W ^ Danl ab. ^ W Etudenz. 14. Jänner 1685. W > Dr. Preiuitsch. > 89 Course an der Wiener sörse vom 14. Mnner 1N84. N^ d«« °Melien Cour«bi°tte Geld Ware Staats-Unlehen. LNN .' '--------^5 «1''° ""« 4°/, Staatslose 25» fi' 127 2° 127-75 1N«^?N c>F"^e 5.«n „ 187—137 50 ,»^ U" ... punftel wu ., 143— 143-50 1884e ^l""lose . . 1UU „ 171 25. 17, 75 somo-Ment'enscheine' .'per Si. 43 — '45 — ^°/n Ocst. Golbrente, steuerfrei . 105 40 105 55 "«sterr. Noteurcnte, steuerfrei . 98-20 98-45 Nn«. Goldrtnte e °/„ . . . .12330,2345 " Papierrente k«/„ . . . . »220 92 45 » E!senb..Nnl. I20N. ö.W.S. 1« 75 147 — " ^>lbahn°Pvior!täten . . 98-30 »8 no -. «taats-Obl. (Una.. Ostb,) 121------------- " », u ". Vow I. 1«?l! W580 10«! — 2A.,W>N'cN'?lnl, i^ lonfi, i>.W. II« 75 117 — ^«U°l»eg.-Lose4°/<,100fi. . .118 25 118 75 G'undtntl.. Obligationen Mr 100 ft. L.-M.). 5/" «Mlsche......loi-«o i°2'80 ^°/« frisch«......105,75 _.^ 5«," "^?oflerie!Hische . . . 1u5— 10«25 l»/ n ?^sw"M"? slavonische . ,N0— 102 -0 /° sicbenbülgilche.....iui-50 i«, _ Geld Ware 5 n/n Temesvarer-Vanatei , , ini-ub 101 75 5,«/„ ungarische......101 4« ioi»o Andere öffentl. Nnlehen. DonauMta,-Vesc >>-.«/„ 100 fi. . ,1« 50 117 — dlo. Nnlcihc i«7«, stcuersrci . ,u<-?s> ,05-25 Nnlcbe» b.Sladlgcmcindc wlcn 102-50 10325 Nnlebcn d. Stadtsscmeinde wicn (Silber unb Gold) . . , . —-— —-— Plämicn-Anl, d, Etablgem.Mcn »25 — 125-25 Pfandbriefe (fttr 100 fl,) Vodcrcr,allg.ös!crr,4 >/,"/„Golb, 12275 123 25 blo. in 50 „ „<>/,"/„ »7 «0 !»u i<» dto. in 5« „ „ 4"/>> . »!i-50 !»3 — dto. PlämicN'Schuldvn-sch.I"/« »«'50 »7 — vcst. Hypothclcnbanl 10j. »>/,"/« 100 — ino-^5 Ocst,-una. Van! veil. 5 '>/„ , . >o2-»0 1U3-20 bto. „ <'/»"/» , !0I'30'IU1-50 blo. „ 4°/c> . . v?'-. »7-25 Una, alla. Nodcncrcdit"Actienacs. in Pcst in 1,183!» vcrl. 5'/,"/« 101-75 102-50 Prioritäts - Obligationen (für ion fl.) ElisabcthoWeftbabll 1. Emission 112 50ili3 — Fcrbinands-Nardbahn in Silb. 105-50 i<>5>-?5 ssvanz-3oscf-Vahn.....«050 «n-8u Oalizischc Korl -> Lubwia»Vahn Em, l»8I 3(1" fi. S. 4 fi...... 5«-^ 5«-50 St.-Genois-Losc 40 fi. . . . 5075 5,-50 Valdflcm-Vl'sc 20 st..... 27 75 2»-25. Wi»tischgrä^-i.'osc 20 fi. , . . 3U-75 3725 Vanl-Actien (per Stllck) Nnglo-Ocstni. Van! 200 fi. , . 9850 »9 — Äanl Gcsclljchasl, W>cncl2(»U fi. —-— —-— Vanlvcrcm, Wicucr, 100 fi, , „ lai—'01-50 Vd!!cl,'Nnst., Ocst.20l)fl,S. 4»'/. 22350 224-50 (irdt,-A»ft, s Hand. u. (^, ,ol»st. 2«4-«l> 2»s> — 2-5o Escomptc Mcs,, Niedcröst, 50« fl, «5u — «eo — Hyp°tbclcn!».,— uo — 5/äüdcil'anl, öst,, 200ss. G.5«"/„0«fl. EVl. — —------- slit. I!) »cx, fl. . —— ^.^ Donau «Dampfschiffahrt« - Ges. Oestcrr. 500 fl, 2M. . . . 53l» — 5«L — D»a,!-Lis.lVat,.Db.-Z.)«00fi.S. —-— — — Duf-VodenbacherE.'». «0Nfl.S. —-— — — Elisabclb'Balm M> fl. EM. . .235 — 285-50 ,, Lin^Vu^rci« 200 fi. . , . 207-5« 208'— ,,Valb,'Iirl,l.IiI.L.1'<78L00fi.S. 1»U »5 19875 sscrdinanbO.Norbb, loon fl, CM. 241« 24iu ssranz-Ioses-Vahn 200 fl, Silb, 208 2l. 20U-75 ssUnff«rchcr>.»arcser bahn-Gcscll. L'»« °, w. . , 20« 25 20075 Moyb, kst.-unz,,Tricst.M)fi, 25 ,72 — dto. slit,. Il> «00 fi. Silber . i?l> — 175^0 Prag-Duxcr ()fl.°tt ,W N. . __/l ^11 Nnss.-naliz. Lisenb. 200fi o '. ^.1, ,^,_ Salno-Tcir«. Eisenraff. ,(,!> '. . ,au _ i/w-5» Waffcns.W.. OcN in W. 100 s. II H „„ Trifallcr Kohlenw.Ges. i»o fi. . ^.^ ^ .^ Devise«. Deutsche Plätze ...... «« 4^ «y,^ London.........12» »5 1l»4 2» Van?.........«-»?> 4»-l»5. Petersburg.......— —. ^ _ »«lnten. Ducaien........ hgy 5.,, z0'yranc«-Stü