Amts -MÄMf N l a t t. >ssro <)l. DonnerN/lg den 3<». Zluli 1^36. «^ubernial- Verlautbarungen. Z. toiI. (2) sil. I/^5Z. Kundmachung. In Betreff der öffentlichen Kun stund Industrial - Auestellung >n Wien. — Die Landesstelle finder fich veranlaßt, die näheren Modalitäten über die auf Anordnung Gr. k. k. Majettat im Monate September o. I. m der k. k. Haurt- und Residenzstadt We vorthellhafte und geschmackuclll Aufstelluna d?r einzusendenden Gewerbsproducte schon lmVoraus die erforderlichen V.^bereltungen treffen zu können, werden sämmtliche Fabnks l, Ma- nufactur » und Gewerbsinhaber ersucht, ihr Vorhaben, an dcr Auestellung Theil wh« men zu wollen, der zur Leitung dieser Ausstellung aufgestellten Commission, untkr dct Adresse der k. k. medcrösieireichischen landlsregie« runa, unve»zügl,ch eröffnen zu wollen, und zugleich auch d,e Galtung und beiläufige ^uan-lllat oer Gewe,b^producle anzuacben, welche sie einzusenden geneigt sind. Man wünscht dltse vorläufige Anzeige lnkbesondere von den» jenlgen Fabrlks», Manufactur - ulid Ve-wcrbklsihabern, welcke zur Aufstellung ihrer Erzeugnisse emen größern Raum zu bedürfen glauben, und wird die in dem, der Commis« fion entweder unmittelbar , oder durch die l'or-g,sehten Behörden zukommenden Einlagen ausc gedrückten dicßfall'gen Wünsche nach Möglichkeit zu befriedigen suchen. — 5.) Für die Ausstellung sind alle Erzeuamsse der inländischen Industrie geeignet, welche im täglichen Verkehre vorkommen. — Selbst die Erzeug, Nisse dcr einfachsten Fabr>fal>on sind hicvon nicht ausgeschlossen. Auch Producte, welche der einen oder der andern Provinz aaliz eigenthümlich sind, verdlMM schon deßhalb einen Platz ,n der Ausste5ung, die e,nhe,mischen-zur Fabrikation di/nlichen Urfi^ffe, als z. B.: Flachs, Hanf, Schafwolle, Seide, Farbe-' stcffe u. dgl., die sich in chrer wellern Verar-be,tunq zu wichligen Zweigen dcr National» ^es^afl'gunst und eines ausgebreiteten'Hslsi' delsveikebres bilden, sind eben so geeignet, ei- i lien Platz in der Vußsttllung einjutichmen, a!s dieses auch bei Gegenständen vom größee ren Umfange, als Wa^n, Maschinen, Modellen u. dgl., dcr Fast l>>n kann. — 6.) Die «ll^rhöchst angeordneten Ausstellungen sollen p^rl».d.sch eine Uebersicht drr verschiedenen, für den Verkehr bestimmten Erzeugnisse des ge» sammten inländischen Gewelbsbetrlcbes dar« biethen. — E^ verstcht sich dabcr, daß unter den ein^uscndmden Meisterstücken diser '^g, brikale nicbt kleine Proben, wie man sie allen» falls für Musterkarttn anwendet, sondern vollständige Waarenartikel gemeint sind, wie si« zum wirklichen Verbrauche dienen, oder im großen Verehre vorkommen. Also z. D. von 6l0 Geweben ganze Stücke, oder doch Kleider, Tücheln odtr Schawl^, oder von Meubeln gar>, ze Slühl- und Hopha'ö - Ueberzüg?; dessen lligeachlel wird die Aufnahme von Muster» karien solcher GewerbSinhaber, welchen vielleicht je>lwe>llge Verhältnisse die Einsendung vollständiger Gegenstand? nicht aestatlen dürf, ten, auch nicht aufgeschlossen. Ferner genügt es, von großen oder schweren Gegenständen des Maichlnenbaues, deren Transport aus weiter Entfernung dem Elfinder oder E g Kelten gleichlautenden Verzeichnissen zu beglel, ten, wor»n der Name und Wohnort des Er, jtugers, der Name ihres ln Wl?n bestellten Co,nm'lsg der all-yemtinen AußstelllMg der Gewerbs, Producte heaufiraqte Commission mit der Correspondent wit einzelnen Fabrlks», Manufactur - und ^esverdSlNl)abern, so w»e mit der Sorge der Abholung und Rücksendung der aufzustellen» den Erzeugnisse um^gl.ch befassen kann, so wird es nothwendig, dab i'ider Emsender, der ,1'cht selbst wahrend der Ausstillunqs-Zelt m Wien anw?send sein kann, einen Kommissionär be'nnnl, und d?r Commission anzcigk, 'endec?n Ärtlkel ihrem angegebenen Werthe ,^ach versichern, und lei einer et>va uorkom-wenden Beurtheilung dieser Erzeugn,sse auch »hre PcelsiDÜchl^keit zi» berücksichtigen uermö-ge. Die angegebenen Preise werden jedoch nur auf ausdrückliches Verlangen deS Einsenders bekannt gegeben werden. Dos eine dieser Ver« ziichnisse wird uon der Nebernohms - Commission mit der Emftfanqs-Biliatigung versehen, dem Emsender zurückgestellt, das andere aber zur Bedeckung der Commission zurückbehalten warden. Nach Beendigung der Ausstellung aber werden die eingesendeten Artikel dem Ei-aenlhümer, oder seinem Comm>ss«onär gegen Rückstellung der gedachten Empfangs - Bestätigung wieder ausgefolgt werden. — 8.) Er-schemt es als sehr erwünscht, daß insbesondere die InHader g'öherer Fabnken und Manufactures, den Verzeichnisse ,hrer eingesendeten Ausstell>mgsart»kel, ,ugl?tch eme besondere, mehr oder minder ausführliche Notiz über den Umfang ihrer Fabrikation, über die Zahl »he rer Älb«!iten, die hauptsächlichsten Maschinen» Apparate, oder sonstige Beförderungsmittel »hies Betriebes u. s. w. beschließen, damit man d»e Verdienste, welche sich d,e Fabrlks-, Manufactur- und Oewerds,nhab-r um die ins ländlsche Industrie erworben haben, gehörig zu beurtheilen, darzustellen und der allerhöchsten Aufmeiksamkelt zu empfehlen »m Stande sey. In diesen Notizen waren auch die, von den Fa« driks-, Manufactur- und Gewerbsunterneh» mern auf elgene Erfindungen oder auf die Ein» führung Fremder genommenen Patente, so wit dl« Auszeichnungln anzuführen, die sie etwil bereits bt, frühern Provlnz'al - Ausstellungen, oder be» andern Gel eg« nhelien erhalten haben.—» 9.) D»e Einsendungen von Aksverdfproducten zur Ausstellung vom Jahre i835 haben, auf Kosten der Eigenthümer, eniweder durch sie persönlich, oder durch die aufgestellten Wiene« sommlsslonare, oder endlich durch d,e unten namhaft gemachten Handelsleute an die mit der Leitung der allgemeinen Ausstellung beaufi tragt« Commission, und zwar: vom i.Iuli bls 10. August, zu geschehen. — 10.) D»e Commission lst ermächtiget, die «ingelangten Aus« stellungsartlfel von dem Tage der Uedernahm« an bis zum Tage der Rückstellung, nach gt-schlossener Ausstellung auf Kosten des hohen Aerars bei der ersten österl«ichlschen Brandvev» sicherungs.Gesellschafl nach ihrem angegebenen Werthe gegen Feuergefahr versichern zulassen. — i l.) Es >st zwar kaum möglich, alle Oegen» stände nach einem bestimmten wissenschaftlichen Systeme aufzustellen, jedoch wc,«n suchen. Denje» nigen, welche voraus erklären, daß sie ihr« eingesendeten Artikel selbst «mjuordntn wünschen, 6ii ist diesis freigestellt, und es wird ihnen nur Uon der ieNungk-svmmission der «»forderliche Platz h,ezu angewiesen werden. — 12.) D,e öffentlichen Aue^tllurgks, hn el-gener Person oder durch «hre Lomm»st»orare zu vttkaufen; nur dürfen »lese Alllkel nicht wahrend der Zelt der Dauer der LluksseUung, son? dern «rtt nach dem Schluss, derselben hinweg» genommen werden.— i2.) Nach tem Echlusse der Autssellung haben d,e Eigenthümer oder deren aufgestellte Ccmmissionare d»c von «hnen «umgestellten Gegenflänte gegen Zurüctstcllulig des oben gedachten Emsfangichelnee binnen i^ Tagen zutückjunlhmen, und scnoch längstens bis i5. Ociobcr d. I. aus tem llusstellurigsj Vocale h,nlreg^uschaffe«i. — ;H,) Uebtrda^ Re, sultat der Aufstellung wird dle 1ill!ung5-Clm-wlss'on elnen autfüh'lichtn, »n dao <3»n^llne gehenden, zur öffentlichen Kundmachung ge, eigneten Bericht erstatten, und h>ebe» dxjenl-gen Fablcks-, Manufc,ctur-und ^t elner yrößern An« z«hl von Gewcrbelnhabc'n auß allen 2t)e,len der Monarchie rrählcnd lhrer Dauerzelt Veranlassung geben. — Tie Lettunas Commission Wird i,un dicseli gü^N.aen llmss«,.id benutzen, UNd die ktNlitnlßrclchstcn Fabliks ,Manufactur-und Gcn'evbß« InHader aus allcn Provinzen zur Thellrühme an dcr ^eurthe'.lul'gs.- Ecmncs in jedem besondern ^ewcrbefc>che elr.laden, um l>ei Abfassung »hree Geseralberichiks nicht nur t»e mögl,ch^e Unpalihllllchtett zu elreichen, sondern hiebe» ouch m»l der bezahltesten und speziellsten Eachfenntniß uorachen ;u könner.— Nermög allerhöchflkr snlschllcßunq vom iZ. /^?^ I" h«de^ Eeine k. k. Ma,cf!at für d,e "-'Nk,z'auf d»n Motial Srvlem^er d. I. in der ^ofre»tsch,.le ,n der k. k. Bu»g ,n Wien flst-f^^e I^dustllül-Auosiellunq auch emeflye,, N«h«lVerlh,lluna fi°!dlti.r, fllderncr undbror» z«n«r Vhr«n,Mldallltn all«»gnäd,gsi zu bl«il- lig-n a»ruhef, um jene Fabriks^, Manufactur, und ^ »rerbeunltllel'Mtl aufzumuntern u»d zu l>llchs«n, Nllche sch rocb d^m yenissenhof-tep 3-lflildl dcr, aue oücn 2hc,ltn dn Oefill-r,,ctlschkr V rr«llt,e gcnohllen, zur Zelt d<< Ausstcllul'a ,r W'tp «»'ilrts'l den E act.ve,ständigen lurch »hre ^ln?chen. — T^esn Ruf H rv>rd run durch d>e Picduclen-Liu^l^ellung aus dtm enaern K'else der genöh, l>chls> A lahmer eines jeden <5lzcustn,stc5 ricdt nur immer wlw ter und nlücl mlhl >m Iniarde, srsdern auch »m Aukla^de veidrellet, und mit dir Ehre des vatlllardlscten Oewerbtfielßee erntet auch ein jeder The'lnehmer hllvon dle ^lüchts llnlr vlll<» faltigen Nachfrage/ eine? g'ößrrn Absotzes sei« ner Er;eugn,sse. T»ese Nuestellung gibt zu< gleich jedem Fabllks und O«srerb5unle'liehme» Glle^enheli, duß er se»r,e eigenn <3r Zeugnisse mit andern von ylllchcr Arl Vergleichs, daß l» auf dle Fortschritte derselben aufmlvf'am rver» de, daß er aue der großen Vannigfaltlakelt der ausgestellten Product« eine größere slukrvahl seiner Hülfkwelkzeuge erhaüe, oder ssanz neue, ihm noch unbekannt-gewesene Viaichiren zum Behufe seiner Production kennen lespe. Die I^cheifcrung ,m Fleiße, in dcr genauen Aus, führung und Reinhell der Erzeugn,sie, o>< >3r? lelchterung, Velgrößerung und d>e vklm,nder» len Kasten der Erieuaurg nerden d«e ^e,seren günstigen Folgen dieser lehrreichen ^eobschtun-gen seyn. — Um jedoch d,e ^lltulio^^l.mm,s« slon ,n ben Etand zu sstzen, ftnldl do5 Vli, dienst elnc5 jeden VuesilUlrß ,n sonen slztufl? n'ssen ri^llg be^itheilln ;u fö,inen, al^ a^ch Ash^ltkpunkle sür d,e öfft^lllche '^ ürd'gunq derselltn en die Hard geben zu lörren, ,st cb rrünlchc,.slrenh, daß d,e ä?egtr.s.ätdl u» ttn «lfo»t«lliuen 6,2 d)vftss.'n haben sich bereits »n Wien d>e Gi-oßandlcc Joseph Edler v. Wagner und Peter Uurmann, als Kommissionäre füc die Uebernahme und Rücksendling d r W /aren ohne e«ne Pron,sion anzusprechen, dann d:e ?andes< Fabrikanten Eh. G. Horn-boft'l 'lnd Michael soörlin, so w>e der Haüd-lunasaaent kcilcnbersicr zur Erthellung von Aufschlüssen und zur Besorgung der vorläufigen Anzeigen / ebenfalls ohne Entgcld , den aus>vän»g?n Fabr'lk^- und Manufacture Ne-fiyern durch dle öff.'nillch'N Matter angetragen. — Un aber den vlelen mitWien in keiner un- mittelbaren Verbindung siehenden Fabrikan« ten und Manufacruristen noch eine weitere Er-> lelchteru/,g zuzuwenden, haben siiy in Berück-sichiigung deS nützlichen Z'veckes der Industrial- Ausstellung folgende Handelsleute des Iüprlschen Gouvernements - Gebiethes herbeigelassen, die Versendung dcr zur öffentlichen Fabrlks-Producten - Ausstellung nach W>en be< stimmten Gegenstande ohne Anspruch auf Provision zu besorgen, und zwar: 2) im ? aiba- ' cher Krel se, Easpar Oebeuy, Iqnaz Engler, die Gebrüder Gasoerom und Joseph Gchanlel, sämmtlich aus ^aibach; d),m Neustadtler Kreise haben sich die Handelsleute Ignaz Globolschlng oon Gurkfeld und Georg Krenn von Gottschee anheischig gemacht, und. zwar der Erstere d»e Versendung der zur Ausstellung bestimmten Gegenwände nach Wlen, und die Rücksendung derselben an die Fabri-, kanten, und Letzterer die Uebernahme undVer-senbling dcr zum erwähnten Zwecke besslmm-ten GegenHanoe unmittelbar bis Wien gegen bloße Vergütung der Transportkosten Über? nehmen zu wollen; e) im Adelsberger Kr else haben sich die Handelsleute Paul Jess louscheg aus Felstriy, Matthäus Gnesda auS Idria und Johann Dollenz aus Wippach er, klari, diescS Geschäft, 0. ». dle Uebernahme, Versendung und Rückllellung der Industrial-Gegen^ände, und zwar erstere zwei bis Laibach, letztere aber bis W»en, ohne Anspruch auf eine, Provision, zu besoraen; 6) l m V l l l a ct) l r Kre«se hat der zu Vlssach komlzlllrende Han» delsmann I 0 hannEggcr sich heibeigelassen^ die Indussllal- Gegenwände g'gen Vergütung der Frachl,ohne Anspruch auf Speditionsl,kom-mlssl0lls« oder Brlespono« Gebühren, zu übernehmen, naci» W>en zu befördern und sohln an die Eigenthümer wieder zurückzustellen; endlich fer und Georg M'.chunko zur unent-qrltl'chen Uebersendung einkommender Ge-w^ibsproducte fü< die Industrial« Ausstellung, so wie o,edortig?Elsenwcrfsa,esfllschaft,die Baron Herbert'sche Bleiwe>ß ? ^abrlks - Direction und der Gewerk Earl Gtimpst, Proben «hrer Erzeugnisse selbst nach Wien stellen 0 st. ^ Eln Amtöfchrclber mir ei. ner jährlichen Gratification vonZoo st., —und ein Amtsdicner nut einer jährlichen Gratification von l44 fi. — Bemerkt wird: u) Daß alle diese Dienststellen nur provisorisch sind, so zwar, daß deren Verleihung den damit bethell-icn Individuen keine Ansprüche auf definlin'e Anstellung und späterhin auf Pension, i-<^<^-liv^ Provision verschafft. — ^) Daß alle Je, ne, welche um die eine oder dle andere dieser Stellen werben wollen, ihre gehörig documcn-tirtcn Bcwerdungsgcsuche unmtttclbar an das k. k. Krelsamt in Neustadt! und zwar längst bis zum 25. des k. M. August einzusenden haben. — c)hre vorgesehen Bc« Horden an das k. k. Krelsamt zu i)teu,tadtl gelangen zu lassen haben. — cl) Daß zu dicscn Bedicnstungcn vorzugsweise, in so ferne sie dazu geeignet befunden werden, quicscirende öffentliche Beamte berufen sind. — e) Daß sich alle Eompetcnten in ihren Bewerbungsgcsuchen übcr die vollkommene Kenntniß der kramcrlschctl Sprache, übcr Moralität, lhre bisherige Beschäf« llgung und etwaige Dienstleistung, ,hr Alter, ihre Gesundheit, ihre Religion, und ihren Familienstand auszuweisen haben. — i) Daß alle kompetenten daraufgefaßt scpn müssen, falls sie dle eine oder die andere Bedienstung erhalten, un lhrem neuen Dicnstotte schon ln dcn ledern Tagen des Monats October d. I. eintreffen zu können, weil das neue l, f. Bezirks Commissariat zuverlässig mit 1. November i655 seine Amtswirksamkeit beginnen soll. — g) Daß insbesonde« rc dle Bewerber um den Aints^orstchersposten sich üdcr dle gesetzliche Befähigung als Bezirks-Eom« tmssar und Richter übcr jchwere Polljeiübertre-tu^gcn, so wie zum Richteramte über Civiljustize angelegcnhciten, dann übcr das Vermögen aus« zuweisen haben, längst bis 20. October d. I. eine baare oder pupillarmäßig gesicherte Dlcnstes - Caution von 1000 fl. legen zu können. — k) Daß die Bewerberum die Steuer-einnehmcrSstelle sich über ihre Kenntnisse im Rechnungs- und Stcuerfache, dann in politischen Geschäften, so wie über das Vermögen auszuwciscn habcn, ebenfalls bis2c>. Oc< tober d. I. cme baare oder pupillarmäßig gesicherte Eaution von 600 st. legen zu können; ocl übrigeno gleichen Eigenschaften werden dle« jcnigen Bewerber den Vorzug erhalten, welch« eine mehrere und Höhcrc Dienstesbcfähigung/ z.B. die bereits erlangte Befähigung zum Nlch-tcramte übcr Eiviljustlzangelcgenhcttcn, oder überschwere Polizciübertrctungcn, oder als Be-zirks-^ommlßardarzuthun vermögen. —^i)Daß del den Bewerbern um die Amtsschrcibcrsstrlle vorzüglich auf Ncchlschreidung und gute Handschrift gesehen werdcn wird, worüber sich daher dieselben auszuweisen haben; endlich k) daß unter den Bewerbern um die Amtsdienelsstelle Militär-Invaliden, oder ausgediente Capitulan« ten den Vorzug erhalten werdcn, daß sich aber alle auch über cine angemessene Körpnstärke auszuweisen haben. — zlaibach am ,6. Iu-ll iÜ25. — Vom k. k. lllurischen Gubcrliium. Benedict Man suet v. Fr ade nek, k. k. Gubermal-Sccrctar. Z77^!2. (-2) Nr. 126U Kundmachung des k. k. llll) rtschcN Gu^ erniums. — Mit Ende des gegenwärtigen Schuljahres kom'-men füns Stipenoicn jährlicher Achtzig dulden ' E. M. aus dem zur Vetpstegung und Bildung taubstummer Kinder aus Krain und Kärnthen bcnimmtcn Holdhcim'schcn TaubstummemStif-tungöfonde in Erledigung, — Dlcse Stipendien sind für taubstumme in Krain oder Kärn» then gcborne Kinder bestimmt, die von ehelichen Aeltern abstammen, und katholischer Religion sind. Kinder akatholischcr Aettern könncn nur dann an dcr Stiftulig Theil nehmen, wenn sich lctztcrc freiwillig hcrl'cllasscn, ihre Kinder m der katholischen Religion erziehen zu lnssen. > Ferner dürfen die Kmdcr lucht unter 7 und (3. Amtä-Blatt Nr. 91. 0. Io. Juli i325.). 6iä nicht über i^ Jahre alt seyn, und es haben jene hierunter den Vorzug, welche von den Aeltern verwaist, ganz arm und verlassen sind, dann durch eine gute Bildunsfahigkcit und Gesundheit sich auszeichnen. — Nebstdem wird bemerkt, daß nach dem Willen des Stifters taubstumme Kinder männlichen Geschlechts vorzüglich zu berücksichtigen sind. — Uebrigens darf dcr auf die Stiftung Anspruch machende lncht stumpf« oder blödsinnig scyn, und außer dcr Taubheit kcme körperlichen Gebrechen an sich habcn. — Aeltern und Vormünder, wel-cye sich für ihre Kinder oder Pflegebefohlenen VlN emes dieser Stipendien bewerben wollen, werden mit Bezug auf die hicrämtlichen Kundmachungen vom ig. September »828/ Z.20171, und 7. April l632, Z. 6o63, aufgefordert, ihre Gesuche, welche zur Nachweisung obiger Eigenschaften mit dem Taufscheine, dem Im-pfungs « und Armuths - Zeugnisse, dann dem rom Districtsphysikcr auszustellenden, vom Ortspfarrer mttzufcrtigendcn Zeugnisse über die Gesundheit und Nnterrichtsfählgkcit des Kindes documcntirt seyn muß, durch ihre Bc-zuksobrlgkeit und das vorgesetzte Krcisamt bis zum 3i. August l. I. an die Landcsstclle vorzu« lcgcn. — Laibach am 18. Iull ^Ü35. Benedict Mansuet v< Fradeneck, k. k. Gubernial-Secrctär. UrFisämtliche ^Hrlauti)arnngen. Z. !02?. (1) ^ Nr. 969H9164. L i c i t a t i 0 n rl5, Von dem k. k. Stadt - und Landrechtc in Kram wird bekannt gemacht: Es sei über Ansuchen dcs Franz I^onclli im eigenen Namen, und als gesetzlichen Vertreters seiner mim derjährigcn Kinder, dann des Or. I. Albert ?Ä5cwlU. als erklärten Erben, zur Erfor- 6i5 schung der Schuldenlast nach der am 3i. Mai l. I. allhier verstorbenen Antonia ?u8cl^i, die Tagsatzung auf dcn 17. August l. I., Vormittags um 9 Uhr vor diesem k. k. Stadt-und Landrechte bestimmet worden, bei welche« alle Jene, welche an diesen Verlaß aus was immer für einem Rechtsgrunde Anspruch zu stellen vermeinen, solchen so gewiß anmelden und rechtsgeltend darthun sollen, widrigens sie die Folgen des §. Li/, b. G. B. sich selbst zuzuschreiben haben werden. Laibach dcn 14. Juli i835. vermischte Verlautbarungen. Z. iooL. (2) Just. Nl. 1024. Edict. Von dem BeiirlSgerichte Weixelberg wird hiemit kund aemacht: Vs sei über daS Gesuch der Helena Achlin ourch vl-. Baumgarten, wegen schuldigen 22 st. 2» sr. )o,. (5) Nr. 712. Feilbi etungs- Edict. Vom Bezirksgerichte der Herrschaft Wippach wild hiermit öffentlich belannc gemacht: Os sei über Ansuchen des Herrn Iolepd Fredrick 3chmuy von Wippach, wegen ihm schuldigen 296 ft. o tr. c^. «. c., die öffentliche Fcildietuna der, dem An. ton Schandlin zu Slapp ei^entbümlich, daselbst belegenen, und auf 477 ft- M- M. gerichtlich a«. schätzten Realitäten, nämlich: ves Wohnhauses Consc. Nr. 74 in Elapp, und AckergrunoeÜ ,nit Weinplantcn, Kau genannt, ^ud. Stistr. Nr. 981. I-'ü5c, I'o!!,! 53^, der haasdcrgcr Gült dienstbar./ dann des Ackerlandes mit Weinpianten, Ge. MlinL» Aittheil u 8^^nza!i, und ^insackels mit Weinplanten u ölan^ali genannt, beides 5ud. I^i-d. Nr. 5c)ü der herrschest Wlppach dienstdar, im We» fte der Execution geivilligct: auch seien hierzu drei Fcildietungstagsayunqen, nämlich: für den ,5.1«, li, ,5. Juli und i5. August d. I.. jedesmal zu den vo.'mitt^q'qen Amtsstunden, in I^c« der Rca-lltäten zu Slapp mit dem Anbange beräumt »ror« den. daß die Psandrealitäten bei der eisten und zweiten Feildletungstagsahunq nur um oder über cen SchähungZlrerth, dei der dritten aber auch unter demselben hintangegeben werden wülden. - Demnach werden die Kauflustigen hierzu zu erscheinen eingeladen, und können die dichfällige Schätzung, dann Bertaussbedingnisse tägl'ch h»cr. amtö einsehen. ^. ., ^^^. Bemlsaelickt Wippacb am 2/^. Apl,l ,l^b. ^ä I^xl,. Ki um. ,672. Auch bei der am »5. ^u-li d. I. abgehaltenen zweiten ^citation haben sich teine Käufer gemeldet, daher ma^. zur dritten und letzten am i3. August d. I. beraumten Herfieigerungslagsahung schrel» ten wird. Z. l0ö3. (I) Nr. 469. Edict. ?on dem Bezirlsgelichte Pölland in Unter» train wird hiemit aNgemein belannt gemacht: lZs sei üder Anlangen deö Georg Lackner v. Wistlih im eigenen Namen, und als lZessionär der übrigen Michael Lackneiischen Orden, in die erecutive Feil» bietung des, dem Joseph Wioosch von Döblitsch ssehdtigen, mit Pfandrecht belegten, in Döblilsch« ' berge gelegenen, dem Gute Thuinau zehenebaren, und sammt geller gerichtlich auf 35a ft. M. M. abgeschätzten Weingartens, genannt Schustaiilsch, wegen auf dcn wirthschaftsämtlichen Vergleich clclo. 19. Juni 1L2Ü schuldigen 56c» ft. c. 8. c. gerril» liget, und seien die Tagsahungen zur Vornohme dieser Feildietung auf dcn 25. August, 25. Sep« tcmber und 23. October l. 3., jederzeit Vormit« tags i0 — »2 Uhr, inl^occ, der Realitätmitden« Anhange angeordnet worden, daß der obgedachte Weingarten sammt KeNer bei der ersten und zweiten Tagsahung nur um oder über den Schätzungswert!?, bei der dritten ader auch unter dem« selben hintangegeben werden würde. Der Grunobucksextract, die Licitationsbeting» nisie, und das ScdähungsprototoN können zu den gewöhnlichen Anuöstunden hierorts eingesehen wer« den. Bezillögcricht PoNand am »«.Juli »835. Z. 1029. (!) — Anzeige. Mit 26. Juli i3I5 wurde im Posihause zu Loitsch, Schild: „zur Stadt Trie st," das Gasthaus eröffnet. Das verehrte Publicum und die I^. ^. Neiftliden werden hievon mit dec Vcrsicheru,ig in Kenntniß gesetzt, daß in selbem auf die solideste Bedienung m Getränken lmd Speisen sowohl, als auf dte honnttte Unier, kunfl mtt Zuversicht gercchliet werden könne,, Man empfiehlt sich daher um geneigten Zuspruch Z. !Q2ä. (2) Im Hause Nr. 28«/ im zweiten Stocke, nächst dem Bischofhofe, am Hauptplatze, werden dcn 3. August und den darauf folgenden Tagen verschiedene politirtc moderne Kasten, Tische, Stühle, Porzellangcschnr, Jagdgewehre u. n. m. mittelst öffenUlchcr Versteigerung verkauft. 6i6 3. 909. (4) In dem Hause Nr. 187, am Raan, sind zu Michaeli Awei NMsHnunOen zu vermielhen. Die Wohnung im ersten Stocke besteht aus vler schon ausgemahlten Zimmern, davon drei parquetirt sind, Küche, Speisgewölb, Keller, Holzlege und Dachkammer. Die im zweyten Stocke besteht in fünf an einander stoßenden Zun-mern, unter denen zwei parquetlrt und schön ausgemahlt sind, einem Nebenzimmer, Küche, Speisgewölb, Keller, Holzlege und Dachkammer. Das Nähere hierüber erfährt man am Raan Nr. 190, im zweiten Stocke.__________^__«^_^_^. Z. 1^26. (i) Ein practicant wird aufge- n 0 m m e n. In einer Provinzial-Hauptstadt wird ln einer soliden Apotheke ein Practical aufgenommen. Derjenige, welcher aufgenommen werden will, hat sich mit den Zeugnissen, daß er dte vler Grammatical-Claffen gut zurückgelegt hat, und mit der Kenntniß der trainerischen Sprache auszuweisen. Nähere Auskunft ertheilt auf frankltte Briefe das hiesige Zeitungs-Comptoir. Z. 1O23. (i) Anzeige. Zur Chyrurgie wird ein Lehr-llng aufgenommen. Auskunft hierüber ertheilt der Wund- und Ge-burts-Arzt Christoph Maternne in seiner chyrurgischen Officin, Spitalb-^ajse Nr. 272. Z. l025 (I) "" Li t e ra risch e - und Kunst-Anzeige. , Bei Neop. Daternallt, Inhaber einer Buch-, Kunst coloring fl. Porträts ^?r. Majestät des Kaisers und I. M. der Kaiserinn, schwarz und colorirt in verschiedenen Formaten und Preisen. Knecht, allgemeiner musikalischer Katechismus. Wien, br. 1 fl. Strauß, Gedankenstriche, Walzer für das ^illlio-^oi'^ vierhändig ist., zweihändig ä.5 kr. ^ Taffoli'sche ^chreibtinte , Waschmerktinte, Darin, und überspunnene Guitarre» und Violin» Saiten, ^ul'l.e-1^iunc>-Stabl-Sais ten, gute Mahler-, selchen - und Schreib-Materialicn. Trauerettefpapiere uud Eou-vcrte, auch schwarze Oblaten und Siegellack. Ein ncuer vollständiger Catalog über die auszuseihenden Werfe, systematisch geordnet in lc> Rubriken/ worunter auch Bücher in italienischer, fr a njö sl sch e c, e n g « lischer und slavischer Sprache, ist unter der Presse, und wird hoffentlich dem billig-denkenden Leseoublicum in Hinsicht der Wahl und Zahl der Bände/ so wie der Bedingungen entsprechen. I. A. Edlen v. Kleinmayr's Buch-, Kunst«, Musikalien - und Landkanen? hlMdlung in Laibach, ist so eben angekommen: Alithmctisch geordnetes dc r am 29. Juli d. I. in Wien u>itcr Aufsicht der Herren Abgeordneten der k. k. Hofkammer und der k. k. Lottodirectioti gezo, genel' Nummern zweiten Ziehung der großen Lotterie der , Herrschaft Kuntschütz. ! Preis: 6 kr. Conv.-Münze.