3ö]&r 81 Wr Erscheint wöchentlich sechsmal (mit Ausnahme der Feiertatje) Schriftleitung, Verwaltung und Buchdruckerei, Tel. 25-67, 25-6rt 25-69, Marburg, Badgasse Nr. 6, Oltarl^urg o. 6. ®rou, ^fn " t Qlprfl I04t hiscraicn- und Abouueiuciits-Aiiiiuliinc in der \ crwiiliunji.' ljczuui^^rcl^ Abholen oder durch die Post monatlich Din 26.—. bei Zustellunit Dln 27.— für dus Ausland monatlich Din 40^—. Einzelnummer Din und Dln 2.— Manuskripte werden nicht retoumlert. Bei Anfraijen Rückporto beileKni Prejs Oifi 1*50 snaiburatr ätitung Englands Sorgen wachsen london spricht offen von den Misserfolgen auf den Kriegsschauplätzen im Nahen Osten Und Mm Aegypten Die englischen Versuche, den siegreichen VormiaTsoh der Panzerabteilungen des Generals Rommel bei Tobruk auizu-halten, sind längst gescheitert. Nun ist die englische Besatzung in Tobruk ehnr-gcschk>ssen und SoHum von deutschen Truppen besetzt. Die Engländer aber kündigten an, daß sie versuchen würden auf ägyptischen Boden die Linie Mersa-Matruk zu halten. Der Verlust von Solltim wurde in London lange nicht eingestanden, es wurde aber nach und nach zugegeben, daß die Kämipfe jetzt die ägyptische Grenze erreicht und überschritten 2>tr aDa|d-)Sarl(i rttOrt fi(0 Rom, 22. April Nach kalietiisoben Mekkingen wird die Sltuatioa In Kairo sesenwärtig durch die Mehmngsverscbiedenhetten zwl^clien den engHschen Mltttärbehörden und den Anhängern des Waid gekennzeiohnet. Die britische Anmassting, daß nuiuiiehr auch die Ägypter sich lUr die verlorene Sache Englands schlagen und die Behörden Ihre Machtbefumiisse an England abtreten sollteiu habe schwere Beunruhigung In Ranz Xgypien ausgelöst. Bezeichnend Ist, daß seH>st die »Times« die Unruhe ein-gesteht, die in allen Kreisen ta Kairo herrscht. S>ie SlucDt der 3$riten SOnf englijcl&e Xruppentrani^poritr berfentt Berlin, 22. April. Ehiheiten der deutschen Luttwalfe griffen gestern zwischen den Inseln Eu-böa und Kreta englische Transportzüge an, wobei die Schiffe schwere Verluste erlittoiu Fünf britische Transporter mit aus Griechenland fliehenden Truppen wurden versenkt. Zwei Schiffe mit rund nOOO lonnen, ebenfalls mit englischen Truppen beladen, wurden schwer beschädigt und blieben mit starker Schlagselte liegen. Außerdem wurde» zwei Transporter mit zusammen 12.000 Bruttoreglsterionnen stark beschädigt. Ferner versenliten deutsche Flugzeuge aus einem gut gesicherten Qeleitzug westlich von Kreta ein feindliches Handelsschiff von etwa 3000 Bruttore<*istertonnen. ailpeniän&Hctii-' :9it)lfiontn immtr borait Berlin, 22. April. Die deutschen Truppen sind den lUehenden britischen Abteilungen In Griechenland stets hart auf den Fersen. In den Gebirgstälern wurden zahlreiche englische Abtelhuigen von den deutschen Verfolgern überrascht, zCTStreut oder gefaaigengenoinMiieiL Hiebe! zeichneten sich besonders alpenländische Divisionen aus, die sich schon bei der Besetzung des Olymp unvergängÜ-chen Ruhm erworben hatten, aiuftrolien Dorf bluten Berlin, 22. April. Im britischen Hauptquartier sind zwischen deni Chef der Opera-tionsabteilung und den Kommandanten der australischen Divisionen starke Meinungsverschiedenheiten zu verzeichnen. Die australischen Offiziere beschweren sich, daß ihre Truppen in das schwerste Feuer geschickt würdet^, während die britischen Divisionen dem Kampfe mit den deutschen Ko!ontc Anzahl von Fliegertruppen zu unterhalten. Die Besetzung von Landcsteilen des Irak durch britische Landtruppen war in dem Abkommen nicht vorgesehen, ßs hand*'!' sich offenkundig um eine Verj^cwaltiguiiK des Irak durch England. Es ist bezeicli. nend für das englische Oberkommando in Kairo, daß die Truppenlandung in Basra in einem .Augenblick vorgenonnnen wird, wo die Engländer in Nordafrika und in Griechenland jeden Mann benötigen. Die Engländer scheinen die Vcrbindungswegt' nach Indien als Rückzugsstraßen in Aus. sieht genommen zu haben, wenn sich die britischen Posi'tionen in Nordafrika weiter verschlechtern sollten. haben. Der Nachdruck wurde dabei auf die Versicherung gelegt, daß die englischen Streitkräfte in Ägypten in der letzten Zeit noch bedeutend verstärkt worden seien und daß auch die Flotte zum Eingreifen bereitstehe. Die englischen Besorgnisse um den deutschen Angriff von Libyen her v/ach-sen stündlich. Sie sind der allgemeine G'e-sprächsstoff in England. Zum ersten Mal seit Beginn der deutschen Frühjahrsof-fensive, so meldet ein Londoner Telegramm der schwedischen Zeitung »Da-gens Nyheter«, sei 'ein Umschwung in der englischen Beurteilung der Kriegsla2:e festzustellen, in dem Sinne, daß die Ereignisse in Nordafrika vom englischen Standpunkt wichtiger seien als alles, wis auf dem Balkan geschehen könnte. Ägypten müsse um jeden Preis verteidigt werden. Englands ganze Position rings um das östliche Mittelmeer un^d auch alle Möglichkeiten, den Alliierten Englands zu helfen, seien abhängig von der Sicherheit des Suezgebietes. Der »Preis«, für den England unter allen Umständen Ägypten halten will, ist der Welt inzwischen bekannt geworden: es Ist das verratene Griechenland, das nun wie einst Norwegen, Belgien, Holland und Frankreich die selbstlose »Treue« seines »Waffenbruders« zu spüren bekommt. Während Englands Balkanarmee nach den' Muster von Dünkirchcn das verratene Griechenland überstür'/f zu verlassen sucl:i, verheimlicht London diese feige Flucht naliirlich noch immer vor oer Welt. M)er die Londoner Presse schlügt df' ') r.chnn TJine an, die 7um Teil alar-mieiend klingen und bezeichnetulerwi^ise stark an ieno Auseinandersetzungen erinnern, wie sie während des ungllick'iolien SiiQlanö brrqetDaltiot öen 3rat daci:.. oo Anril HriAni iitvi »iicH in Aeffvoten t)eträchtli- Berlin, 22. April. Nach hiesigen Informationen sind bri. tische Empiretnippen in der irakischen Hafenstadt Basra eingedrungen und nach Bagdad vorgerückt. Diese Maßnah me General Wavells hat im mittleren Orient und auch In Aegypten beträchtliches Aufsehen erregt. Sie wird von englischer Seite mit dem Hinweis darauf begründet, daß es notwendig sei, die Ver. bindung mit dem Osten zu sichern. Zwischen England und dem Irak be- di gärt fn C2Itf)tn Die Folgen der Ermordung des Ministerpräsidenten Koritzis. — Demonstrationen gegen die Engländer in Piräus, Ankara, 22. April. Einer Nachricht zufolge, die aus neutraler diplomatischer Quelle aus Athen stammt, ist es in der griechischen Hauptstadt nach Bekanntwerden der Ermordung des Ministerpräsidenten Koritzis zu Demonstrationen für den F r i e de n g e k o m m e n. Trotz des Terrors der griechischen Behörden wächst die anti'britische Stimmung, die besonders in Piräus zum Ausbruch gekommen ist. Dort kam es während der Einschiffung einer englischen Brigade zu schweren Zwischenfällen. Die griechische Bevölkerung war über die Flucht der Briten derart empört, daß sie die englischen Soldaten mit einem wüsten P f c i f k o n-z e r t empfing. Die Stimmung der Meng»^ wurde so bedrohlich, daß griechische Polizei eingreifen mußte, um die Massen vom Kai abzudrängen. Nonvegen-Feldzuges und später vor dem iranzösischen Zusanmienbruch u.id vor Dünkirchen stattfanden. Zweifellos sollen diese Auslassungen dazu l>eitragjn, die Welt auf die Notwendigkeit des englischen Rückzuges aus Griechenland langsam vorzubereiten. Die »Daily Mail«, die ja schon seit einigen Tagen versteckt für den Abbruch des Griechenlandabenteucrs eingetreten war, entdeckte plötzlich, daß Nordafrika nicht mehr das zweitrangige Kriegstheater darstelle, das man noch vor kaum drei Wochen dort zu sehen geglaubt habe, sondern den Schauplatz für einen Feldzug in großem Rahmen und von der größten Bedeutung sei. Der »Daily Herald« richtet gleichzeitig einen bitteren Angriff gegen die Taktik »jeden alliierten Erfolg als großen Triumph und jeden feindlichen Sieg als eine Nebensache hinzustellen«. Das Blatt d';r englischen Arbeitenpartei schreibt u. a.i »Natürlich wird der wichtigste und — wenn wir Hitler nicht andersvv« besic-gen(!) — schließlich entscheidende K.impf auf dem Atlantik und rings um Englands Küste ausgel'ochten werden. Aber wir wollen doch die kindliche und idiotische Vorstellung beseitigen, als ob der Kriegsausgang in Afrika und auf (.om Balkan nicht in entscheidender Weise den ganzen Krieg beeinflussen würde, hs ist vernünftig und richtig, den Krl:g als Ganzes zu betrachten, a'ber es ist U.isinn, jeden abgesonderten Kriegsschauiplatz so zu behandeln, als ob er den Ausgang des Ganzen nicht doch vital beeinflussen könnte. Das englische Volk wird umso härter für den Sieg arbeiten, wenn es die Konsequenzen jedes Rückschlages voll öegreitt und wenn das Volk offen über alle alliierten Niederlagen genau so wie über Siege unterrichtet wird. Die Regierung wünscht die Schwierigkeiten des Kampfes nicht zu bagatellisieren, aber die Regierung muß auch dafür sorgon, daß ihre realistische Einstellung von denen verstanden wird, die offiziöse Nachrichten an die Nation herausgeben.« Diese Kritik,' so erläutert der Londoner Vertreter von »Dagens Nyheter«, beziehe sich vor allem atif die afrikanischen Ereignisse und richte sich dagegen, daß die englischen Propagandainstanzen der Presse allzu optimistische Darstellung2n hinsichtlich der Tageslage gege'bcn hätten unter Vertuschung vor allem der ungünstigen Nachrichten aus Nordafrika. Die v\nfmcrksamkeii werde sich jetzt mehr und mehr auf die nordafrikanischcn Kämpfe konzentrieren. Man glaube, daF» hier immerhin noch keine unersetzlichen Werte verloren gegc ngen und daß die Aussichten für eine England günstige Korrektur der Lage noch immer »überwiegend« seien. Die Besorgnisse hinsichtlich der deutschen Erfolge an der lit)ysch-ägyptischcn Grenze t^eschränken sich aber keineswegs auf die Engländer allein. Diese Ereignis-i-üben eine nachhaltige "Wirkung offenbar im ganzen Nahen Osten aus. Auch in Ägypten ist erhebliche Unruhe zu beobachten. Die ägyptische Kammer hielt am Ostermontag eine Geheimsitzung ab mit ausführlicher Berichterstattung dc^ Ministerpräsidenten. Es wurde englischen Berichten zufolge u. a. die Frage behandelt: Welche Schritte sind zu ergreifen gegenüber der Anwe«ienheit feindliche Streitkräfte an der Grenze Ägyptens? Die bisher nicht bekanntgegebene antwortung dieser Frage durch die ägyp tischen Volk'"crtreter scheint nicht ga:v' den Wünschen der Fngländi^r 7U cntspri-chen. Ihre /unehmeiule NervoMng an. In Nordafrika wurden erneute mit L'nterstü(ziing von panzern geführte feindliche Vorstöfk auf Solluni und aus Tobruk heraus ibsiCwiesen. Deutsche Jä-Äer schössen hier Im Luftkampf vier Jagdflugzeuge vom Muster Hnrricnne ab. Flakartillerie brachte ein britisches Kampfflugzeug zum Absturz. Vor der briüschen Ostküste erhielt ein Handelsschiff von 3PflO brt. einen Hom-bentreffer; mit seinem Verlust kann gerechnet werden, fn Ncirdost-Sehottlind wurde eine Ffbrik^anlage im Tiefflug mit Bomben belegt. Bei LuftkSmpfen über dem Kanal und vor der Themsenmündung verlor der Feind zwei Jagdflugzeuge vom Muster Spitfire, über der britischen Südwestküste ein Kampfflugzeug. Marineartillerie nahm feindliche Handelsschiffe vor Dover unter Feuer. Der Feind warf in der letzten Nacht mit schwächeren Kräften an mehreren Orten Nordwest, und Westdeutschlands Bomben, die lediglich Wohngebäude beschädigten und einige Opfer unter der Zivilbevölkerung forderten. Flakartillorie 5choß eines der angreifenden Flugzeuge ab. In den Kämpfen nördlich Agram hat sich Rittmeister Sachenbacher am 13. April d?{durch ausgezeichnet, daß er mit i'ciner Rpdfrhrschwadron durch ent-fiCh'ossencs Zufassen einen feindfichen njvisionsstrb gofangennnlim und dadurch die Dbergabo der Mass« dic-ser Division, etwa 12.000 Mann, herbeiführte.« rnuiiü i;ej?en den in tritt der USA in den Krieij bemerkb.ir. Die amerikanische Bevölkerung will eben nicht, daß die Vereinigten St:iaten in einen Waffengang gegen die Achsenmächte verwickelt würden, weil sie den Krieg gegen Deutschland, Italien jnd Japan als ho f f n-un gslos erachten. »Ein zum Scheitern verurteiltes Abenteuer« Rom, 22. April. Der Vertreter der italienischen Nach, richtenagentur Stefan! meldet aus Wa. shington, das Gefühl, die Vereinigten Stas ten hätten sich zu stark in ein zum Scheitern verurteiltes Abenteuer eingelassen, nehme in USA immer mehr überhand. Trotz der Hilferufe von Halifax und der englischen Lügenpropaganda werde in zahlreichen und» namhaften Kreisen bereits der Wunsch geäußert, den Rück, wärtsgang einzuschalten, falls es noch Zeit ist. Dieser bezeichnenden Kundge. bung sei auch sicher der weinerliche Ton der .Ansprache von Lord Halifax zu. zuschreiben, der die Vereinigten Staaten erneut dringend um ihre Hilfe anflehte. Auch WiUkie zieht sich zurück Newyofk, 22. April. Wendeil W i 11 k i e gab bekannt, er werde sich ab 1. Mai wieder als Rechtsanwalt betätigen und seinem politischen Interesse nur noch durch gelegentliche Ar tikel und Reden frönen. Sie wollten mit den Serben nichts ztt tnn haben Mit deutschen und bulgarischen Fahnen kamen die in Südserbien wohnenden Bulgaren den deutschen Soldaten entgegen. (PK. Bauer, Scherl, M.) onatfuola auf &er Moskau, 22. .^pnl. I>eT jafpanische Aoißentninisitcr Mat-s u 0 k a richtete beim Verlassen sowjetrussischen Bodens an Stalin tmd Außen-komniissar Mok>tow [)epeschen, in denen er noch einmal für die herzliche Auf-nahtne dankt, die ihm und seiner Begleitung in der Sowjetunion zuteil geworden war. Besonders dankte er Stalin für dessen Erscheinen am Bahnof bei der Abfahrt aus Mosikau. Er bezeiciinet diese Geste als einen Beweis guten Willens. SrfOitig ISeter fn 3erufalm Berlin, 22. April Der Knabe Peter, der 17 Tage König von Jugoslawien war, ist a«f semer Flucht aus Belgrad in Jerusalem eingetroffen. Auf seiner Flucht begleitet ihn der ehemalige jugoslawische Ministerpräsident General Simowitsch mit mehreren Mitgliedern der jugoslawischen Verschwörerregiorung. Auf dem Flug von Jugoslawien wurde das Flugzeug angegriffen, wobei ein Minister den Tod fand. Eitglischo Schiffbrüchige Mad'rid. 22. April. Fin spanischer Minensucher nahm bei Santa Cruz 4S S'^hiffbrüchige" von eng-ii'-'chen Schificn, die in den letzten Ta-ücu versenkt worden waren, an Bord. Slldanieii qefguif>prt GRIECHISCHER WIDERSTAND AN DER ALBANISCH - GRIECHISCHEN GRENZE GEBROCHEN Rom, 22. \pril l)cr itiilicnisclic Wclirmarhlsboridil xom Montag hat foIjTciuloii Wortlauf: «\ni m'slrige" i iiabrii TrupiKMi (lic },'riiTliis Ikmi rruppt-n, dir in (liMi hek's(igten Siolkmgon an der ai-hanisduMi C.reiize Witlorsland leisJelen, /um lliiik/uy: g<'/>suMij[eii. ILs fanden erbitterte Käniple statt, in deren \'erlau( sitli besonders das 4. liersaglieriregimeiU iUis/ei( linete. T.s vurden «die Orlseliaf-len liinjis der Küste iles .loniseluMi Mee-veb bis /u der allen (Irenze Ix'set/t. l nsere Lult\erl)ände lialieii in aufeinanderfolgenden Wonibar{lier(. Ilali<>nis( iu" und deutselic kanipfflic-gervcrbände liabtMi in der letzten Nadit \xi Valetta (.Malta) heftig angegriffen. — I'ines unserer Flugzeuge ist nieht zurückgekehrt. Weitere Abteilungen unserer l'iug>vaf-le lialw^n viederholt den l-uftstützpunkt \on Iraklion (Kreta- und die in der N'älie der Snda-Buelit vor Anker iic-uenden Sdiitfe ixnnbardicrt. In Iraklin \\urden an den Anlagen des Mugliafens ^diuere Schäden >erur.sadit. In Suda ist ein feiiidlirlier Zerstörer in Urand ge-sanJvt Morden. Ein tlurdi sdnscrkalibri-'ie Bondjen getroffener Dampfer ist ge-^unkf-n. i orpedo>erl)ände lial)en wiederholt im (istiidien Miltelnieer südli< ii der Insel CJuado einen feindlithen (ielcitzug angegriffen und einen l5.()()0-brt.-Tanker so\\ie einen Hilfskreuzer \on XODO brt. torpediert und >ersenk(. MIe unsere Flug/euge sind trotz liel-(i^er \l)v.ehr der feintilirlien .lagftflie-ger und der feindiieben Flak zu iinen Stützpunkten zurüekjJtekeiu-t. In Nordafrika wurde <*in Landungs^e^-sudi des l Vi Ildes in der Gegend \on Bardia prompt zurückgewiesen. Alle Truppen, denen es gelungen Nsar, an Land /u komnx'n. ^^urdcn 'jj'fangenge-nonuuen. Italienisdu' und de itsclie Flugzeuge haben wiederlioil 'Toljruk bombardiert und die I laiVnanlagen und die >or Anker lieyenden Siliiffe beschädigt. NVeitere deutsche Flugzeuge haben englische Schiffe in der Bucht von Solluni getroffen. I',in 'Transportschiff >vurde versenkt. In Sollum sind vier englisdie Flugzeuge von Jagdfliegern abgeschossen worden. Fiine Blenheim wurde von der Flak zum Absturz ßebracht. Der Feind hat in der Nacht zum 20. April F.inllÜRe auf einige Ortschaften der Cyrenaika durchgeführt. W<*der Opfer nodi Schäden. In Ostafrika sind feindliche Abteilungen im Absciniitt \on Figrai unter un-rereni heftigen Artilleriefeuer in die Flucijt gesdilugon worden. Im (Gebiet \on Calla und Sidamo haben wir auf feindlidie IVuppen, die >ersuclilen, sich unseren Stellungen zu nähern,, sofort einen Gegenangriff durcligeführt und sie mit schweren \erlusten für den Feind abgewiesen. Tin englisdies Fliigzeuj?, das \on der Flak getroffen wurde, war gezwungen, innerhalb unserer Stellungen niederzugehen. Die Besatzuni; wurde gefangenge nonunen.'* 5loo ufiDfüöone !](lone DER »KRIEG DES OBERST DONOVAN« — jUGOSLAWIEN UND GRIECHENLAND ALS OPFER AMERIKANISCHER »WEITSICHTIGKEIT« Rom, 22. April, Mit der schweren Verantwortung, die Rüosevelt an dem Zusammenbruch des Vielvölkerstaates Jugoslawien trägt, befaßt sich die Agenzia Stefani und schreibt dazu u. a., Jugoslawien müßte mit seinem Ruin den Irrtum bezahlen, auf die Finflüsterungen des Weißen Hauses gehört zu haben. Die Verantwortung des berüchtigten Oberst Donovan sei so schwer, daß man den Krieg in Jugoslawien den ifKrieg des Oberst Donovan« nennen könne. Donovan sei in den ver_ schiedetien üalkanstädten im Namen des Engländer auf dem Atlantik gefangen ües.i /imu »'in: - .. .i'nklt'ii ch-ii M ndo': lainpferh kommt an Bord •* nos d:iiU'».'lkn Sciiliicii.btMifes Cf^K. Aiifsl. PrcÄSe-lluffmnnn, AV) Präsidenten Roosevelt und der Vereinigten Staaten aufgetreten und habe verschie denc Balkanstaaten ermuntert, kein Kompromiß mif der Achse zu schließen und sich jedweder Forderung mit den Waffen entgegenzustellen. Auch nach dem Staats streich hätten Vertreter der Vereinigten Staaten die serbischen Verschwörer ermutigt. Die Einflußnahme des Präsidenten Roosevelt auf den Balkan sei wirklich unheilvoll gewesen. Der Präsident habe Jugoslawien und Griechenland die Aufgabe übertragen, sich für seine persönliche unvorsichtige Politik zu opfern. Die Wiederbesetzung der Cyrenaika, die Kata Strophe Jugoslawiens und das englische Fiasko auf dem Balkan seien Dokumente, die den Nordamerikanern die politische »Weitsichiigkeit« ihres Präsidenten bezeugten. Friiürhleruiig in den Vereinigten Staaten N c w y o r k, 22. April Die amerikanische Oeffentlichkeit Ix--spriciit ausführlidi die neue Lage in Südosteuropa und meint, daß sidi England derartige kostspielige Aben-t e u e r wie jetzt am Balkan nicht mehr leisten dürfe. Der Rückzug des englischen Expeditionskorps aus Griedien-land gestalte sich imuKT iK'drohliclier inid werde, zu einer ausgespro( hencn Niederlage der Briten. Noch '^riifk'r sei der Prestigeverlust T. nglands in der Welt. Fngland werde sich^vom Schlag, den sein Prestige liinuehmcn mußte, wohl kaiun erholen kcinnen. Gegen den Eintritt in den Krieg Newyork, 22. Apr.l ! In den Vcreiniglcn Staaten macht s.cli 1 Iii letzter Zeit eine immer stärkere iftini- Wtaiimcr 00 »WaTfwrjfw ZeT^tmj?« 22, AprTl T9«n. 5c*tc 3. Aus Serbiens Geschichte Bis zum Kriege von 1912 war das Königreich Serbien ein Staat mit ungefähr fünf Millionen Einwohnern. Das Kerngc-biet Serbiens i§t eine der unzugänglichsten Gegenden Europas, eine Bergwildnis mit eigen gekrümmten Tälern, die vielfach nur durch Maultiersaunipiadc miteinander verbunden sind. Der Name Serben erscheint in der Geschichte zum ersten Male in der Chronik von Egsinhard. Das seinem Ursprung und seiner Wesensart nach slawische Volk der Serben zerfiel damals in vereinzelte große politische Gruppen, die sich ohne stärkeren Widerstand der Oberherrlichkeit von Konstantinopel fügten, errangen aiber von Stephan Ncmanja geführt, di« Unabhängigkeit. Ncmanja zog sich vor seinem Tode nach dem Berg Athos auf der Halbinsel Chalkidikc, im Aegäischen Meer in ein von ihm gegründetes Kloster zurück, das das Miittefhaus der berühmten Athosklöster war. Im Jahre 1346 nahm Stephan Duschan der Große aus dem Hause Nemanja, das 1192 zur Herrschaft gekommen war, den Namen eines Zaren der Serben und Griechen an; Serbien ■wurde unter ihm die vcrherrschende Macht auf dem Balkan. Stephan Duschan, der die »lateinische Ketzerei« verdammte, gründete eine unabhängige orthodoxe serbische Kirche, Duschans Bruder, der Heilige Sawa, wurde der Schutzpatron Serbiens. Im Jahre 1389 wtirde Serbien, das infolge der den-Slawen eigenen auseinanderstrebenden Tendenzen in mehrere fetrdale Fürstentümer zerfallen war, von den Türken in der Schlacht auf dem Am-sclfolde geschlagen. Die ottomanische Herrschaft, unter die zunächst der größte Teil des Landes kam, dauerte bis 1804. Am 13, August 1806 schlug Georg Petro-witsch, genaiint Karadjordje (»schwarzer 'Ocorg«)y an der Spitze von neuntausend Mann die Türken in der Schlacht von Mi-eher entscheidend. Das Paschatum (Pa~ schaUk) Belgrad wurde ein neues Fürstentum Serbiens. Vorübergehend wurden die Türke!n von neuem die Herren Serbiens, doch hatte das Land eine selbständige ^StoUung. Dio yoüe Unabhängigkeit erlangte Serbien im Berlinef Kongreß 1878. Jm Jahre 1882 nahm Milan Obrenowitsch den Titel »König von Serbien« an. Er dankte sieben Jahre später ab. Sein Sohn Alexander wurde am 11. Juni 1003 ermordet und Peter Karageorgewitsch zum König ausgerufen, der 45 Jahre im Ausland im Exil gelebt haite. Serbien war zu diesem Zeltpunkt ein wirtschaftlich rück', ständiger Staat, Als ungünstig für die politische Entwicklung des Landes hat sich der serbische Volkscharakter erwiesen. Die Serben sind unbeständig, trotzig und geneigt, ohne hinreichende Uobcrlegjing folgenschwere Beschlüsse zu fassen. In ihrem Elfer glauben sie, daß die nachteiligen, ja verhängnisvollen Auswirkungen ihrer Uebereilung und FahrlSssigkelt leicht wieder gutzumachen sind und sind enttäuscht, wenn dies nicht der Fall ist. Große, andauernde Anstrengungen lieben sie nicht, aber sie vertrauen durchaus steh selbst, denken nur an sich selbst und mißtrauen allen, die nicht zu ihnen gehören, V Ihre Auffassung J-ugoslawiens ist pan-sci^isch und nicht föderalistisch. Obgleich das jetzt auseinandergefallene Jugoslawien bevölkerungsmäßig aus verschiedenen Nationalitäten bestand, verstand es die Belgrader Regierung nicht, der Eigenart der in ihrem Staatsgebiet lebenden Volksgruppen Rechnung zu tragen. Der serbische Patriotismus kennt nur die eigenen Belange und ist gegen alles Nicht-sert)ischc äußerst feindlich eingestellt. Ttad^ricDten: coolfdöeut in fert>if(l^er ifnlform Deutsche Panzer mit dem »Engtandlied« empfangen — Im Stabsgebäude der serbischen Morava.D2vi8k>n PK. Als wir in den frühen Morgenstunden im Städtchen an den Ufern der Morava ankamen, war die serbische Zivilbevölkerung bereits damit beschäftigt, die durch den deutschen Luftangriff beschädigten Läden zu plündern. Selbst in das moderne Stabsgebäude der Morava-Division waren die Maradeure bereits eingedrungen und hatten dort Schränke und Schreibtische erbrochen. Der Stab der feindlichen Division, mit £on5on git>t (S^riecDenland auf Sie ensIifdDe Oeffentii^feil toirb boribereitet In London ist man nun nicht mehr krandHbaft bemüht, dio Mißerfolge des britkohen ExpedHlonskorps in Grleclicn-laitd zu vertuschen. Die Heeresleitung erkannte, daß sie die Lage in Griechenland nicht mehr retten könne. Deshalb ist man jetzt bestrebt, die englische Öffentlichkeit auf {e toad^fenOe (SmDfirung 5er ■Uuflraiter Berlin, 22. April Die Unzufriedenheit der australischen Truppentelle mit der britischen Krleg-fühnmg hl Griechenland wächst vo,i Tag zu Tag, Nach MeWnngen aus S i d n e y fragt man sich dort, was die australl. sehen Truppen eigentlich In Grlechenlnnd zu Suchen haben. Es wird hervorgehoben, daß die australischen Truppen nach Afrika entsandt worden seien, um dort zu kämpfen, daß man aber dio kompetenten Stellen in Australien nicht geiragt habe, als man die australischen Kontin- gente nach Griechenland zu entsenden beschloß. Es wird die dringende Forderung gestellt, über dies alles unverzüg-Üch eine Besprechung abzuhalten und entsprechende Maßnahmen zti ergrelleii. ®«r saferer... »Nicht Gold und nicht Dcvisenbesiiin-de, sondern die Arbeit allein ist d.'-Grundlage des Geldes.« (Rede am C). (i. 19,^7) Indien hungert Berlin, 22. April. Nacli der anglü-indischen Zeitung >>Tri_ bune« herrscht in der Provinz Kasch-in i r bereits großer N a h r u n g s ni i t_ t e 1 in a n gel. In Sri ii a g a r kam es bereits zu stiirntischen Kundgebungen der Bevölkerung, die die Entsendung von jJie. [niigenden Kehensniitteln fordert. war. Nun grüßten über WD deut?;i'!" Männer im Alter von 18 bis 21 Jahren in der braungrauen Uniform mit den rnu"i Spiegeln die jungen deutschen Fan/ : Soldaten aus dem Reich. Begeistert hoben sie die Anno /U'-i Gruß, sangen immer wieder, ohne zu " müden, das England-Lied. Sie umarm m uns vor Freude und wollten wissen, ihre Heimat schon von dciilschen T if i prn besetzt sei. Ihr grolkv M'unscfi r ^Ciebt uns Uniformen nnd nehmt u mit«. Sie berichten uns mit noch vor l.r-regung bebender Stimme von den syri schen Protestkundgebungen ge.i^ n Deutschland in den letzten Tagen vm-Kriegsausbruch und den eben unterzeiv't-nctcn Dreimächtejiakt. Sie sprachen v i ilen Drohungen des -^Staatsvolkes« ge^nc Volksdeutsche, Ungarn, Rumänen n- ' Bulgaren, die große Abrechnung koi 'tv nach dem endgültigen serbischen ip-englischen Sieg. Nach Erledigung der ersten Korm.ilii ten rückten die Volksdeutschen in .in Lager ab, bis in wenigen Tn^en die Mö", lichkeit der Heimkehr für sie besleln. Noch während unsere Panzer über d holprige Pflaster zum anderen Ortsan; gang hinausrollen, hüren wir ihr stolze^ Lied: >>0 Deutschland hoch in fihren, J'' lieilig' Land lier Treu . . . * und nehniL' es mit als Dank für unser Kommen. Kriegsberichter Kurt N e Ii e r. <$eneral !7lomroel Der Kommandeur des deuhächeii Afrikakorps Schon immer galt es in 'einschlägigen Kreisen als besonders vornehm, zur Jagd nach Afrika zu fahren. Erstens konnte es sich nicht jeder leisten, und zweitens mag es auch besonderen Spaß niachcn, die Donnerbüchsc auf Elefanten, Löwen, Nilpferde und vieles andere Großwild anzulegen. Der General Rommel ist auch zur Jagd nach Afrika gefahren, und er hat gleich ein '^mzes Panzerkorps mitgenommen, weil es sich h'er um eine Treibjagd größten Stils handelt. Wie er hinübergekommen s'oin *mag, darüber zerbrechen sich die interessierten Kreise des nieore-beherrschenden Britanniens noch heute die Köpfe. Für den General selber mag das iJbcrsetzen nach Afrika kaum ein schwierigeres Unternehmen gewesen ^ein als am vergangenen Pfingstsonntag der Über' iibcr die Maas, die, mit zahllosen Bunkern und Felsenbr.stinnen be-im Trommelfeuer der Granaten und alier Infanteriewaffen, 24 Stunden lang r.u einem feurigen Strom wurd^'. Die deutschen Angreifer kamen dennoch liinüb , und der trste Panzerwagen, der das '• "ndufer erklomm, war der des Generals. Und das ist das Kennzeichen dieses Generals: er war immer an der Spitze. Wenn wir irgendeine Unternehmung bei einem der Flügelregimenter mitgemacht hatten, und wir fragten uns dann auf vielerlei Umwegen zur Division durch, dann hieß es immer; Die ist da vorne! Und wo ist der General? Noch weiter vorne! Belgier, Franzosen, Neger und Männer mit gelber Hautfarbe, alles was ihm vor die Rohre seiner Panzer kam, hat er im Westfeldznge gejagt, daß es kein Halten mehr gab. Als er dann endlich haltmachte, war kein Gegner mehr da, jedenfalls keiner, der eine Waffe trug, aber da stand er schon sjU^er an der Küste und schließ! .'Ii im zertrümmerten Zentnlfort des Kriegshafen-^ Cherbouig, den seine Pa" 'T in einem einzigen dreihundert Kilometer kingen Durchstoß erreicht und im Verein mit Stukas niedergekämpft hattcMi. Diejenigen aber, die als Läufer von sportlicher Weltklasse am meisten ihre Heine in die Hand genommen hatten, das^^waren die En,':!;Iänder gewesen. Von Cnmbrai und Arras an und noch früher hat 'or sie mit seinen Panzern und Schül/.enregimentern gehetzt, daß ihnen Hören und Seh:n ver-gin,-^, bis er sie dort hatte, wohin er sie habei» wollte, oben an der Küste, bei Fe-camp und Saint Valery en Caux. Da war vor ihnen das Wasser, und 'os lagen einige Transpoiter aufnahmebereit, aber die schlugen die deutschen Fliegerbomben und Granaten im letzten .Augenblick leck. Hinter ifmcn aber waren die deutschen Panzer der Division, der iJie Franzosen, von paniselu-m Sehrecken erfaßt, schon vorher den Namen »Gesp:n-slerdiv!sion.s gegeben halten. Noch zögerten die lingländer, ^^icii 2U ergeben. Es war ja nicht ihr Land, ts waren ja nicht ihre Städte, die liier zerstört wurden. Der französische General war, wie wir später erfuhren, längst zur Übergabe bereit gewesen. Die Boxernatur der Engländer in ihrer Arroganz er^varte-te den Ko.-Schlag. Sic wollten durchaus bis zehn zu Boden und ausgezählt werden. S'e wurden es. Insgesamt waren es 25.000 Mann, l-'ngländer und Franzosen, die drei Stunden später in die Gefangenschaft abmarschierten, fünf Generale waren darunter, unii der englische General hieß Fortune, was Glück heißen kann oder auch Schicksal. Das letztere traf zu. Eben hatten wir uns noch mit den Pio-nierstoßtrupps des Schützenbataillons an den Häusern entlang in die VorstadVstM-ßen von St. .Valcry hincingepürscht, aus Kellerluken und Rodenfenstern hänmer-ten Maschini'ngewehre, die ersten Gefangenen wurden nach hinten gesiMiickt, da ließ das Feuer plötzlich nach. Von dtr anderen Seite her waren die deutschen Panzer in die Stadt gedrungen. In offenen Luke de«; ersten Panzers stairl General Romn-cl. lir rief ein paar eni^i' sehe Soldaten an, die vor ihm eilig de:i W?g M/ten, um in irgendeinem lla'jN-eingang zu verschwinden. Einer blieb stehen, kam ziigernd her.in. ^Sag deinem General , rief General Ro i.-me! ihm zu, »er so'! selileuniest .lufhd ren, sonst schieße ich das gan e Nest za-sam; ' Der Englänuer lief pflielit-schuldi^st weg, in der Zwischenzeit trieben weitere Panzer tlie Gefangenen in den Kaistraßen zusammen. Eine Viertelstunde mochte vergangen sein, da kam mit kurzen Abständen Auto auf Auto auf dem zerschossenen Markt platz an. Und den Wagen entstieg immr ein General nach dem andern, Franzos; und Engländer. (iO Kil'-metor tief in einem einzigen Zu gc war General Rcunmel mit seinen Panzern ... eh die verUingerte Maginot-Lin\' gestoßen. An riesenlangen Kolonnen des Feindes, die zum Eins:"t,^ lierboieilten, war der donnernde, gespensterhafte Zug dei ileutsehen Panzer im Morgengrauen vor be'g ^:aust, über Landreejcs auf Le C teau und Cambrai zu, über das gleiclie Gelände hinweg, auf dem im Wcltkrie:;i die ersten gigantisehrn Pan/ersch!ach* getobt hatten. ■^Wir boxen uns dureh!v< Das war de Sportler mit dem Ritterkreuz. Oberftleutnant <$arian6 PK. ... Sommer 1039. In Bcrlin.Wan. See knallen die Büchsen. Die deutsche Wurftaubenschützen trainieren. In wen «en Wochen treten 14 Länder zum Kanipi um die Europa- und Wellnieibtcrschnlt iin. Zur deutschen Kernmannschaft gehört auch Adolf Galland. Als dann die Wettkämpfe begannen, konnte er doch nicht teilnehmen, da ihn, den erprobten Flieger, andere wichtigere Aufgaben rieten: das Vaterland an seinen Grenzen zu verteidigen. Adolf Galland wurde am ly. März 1912 zu Westerholt im Kreise Heckinghausen ; als Sohn eines Rentnieisters geboren. Er | besuchte das humnnistische Gymnaium zu i ^ .*>5- ■iiIW-'- ...... (Bild: NSkL-Prcsscdicnst.) liucr und erhielt dort 1932 das Reifezcu/^ ip. Im Fcbcr 1934 trat er als Schütze in n liiic'in'.cfieregiment em und v.urde am I. Sepleniher 1934 zum Fähnrich ernannt. i935 kam er zum Reichsluftministerium und wurde Leulnant und Fluglehrer bei .iiier Jagdfliegerschule. Hier verblieb er l'is Mai 1937 und erhielt dann seine Vcr-setzung zu einer Jagdgruppe. Als Angehöriger der Legion Condor führte er im ^panijclien Freiheitskampf eine Jagdstaf-iel. Für seine schneidig geflogenen Ein. Sätze zeiclinete Generalissimus France den tapferen deutschen Flieger mit dem goldenen Spnnienkreuz mit Brillanten aus Nachdem er als Oberleutnant vom Sep, teinber 193S an Geschwader-Adjutant war, wurde er am 1. November 1938 Staf felkapitän einer Jagdstaffel. Im Jahre 1938 erhielt er in Anerkennung besonderer Lei itungen ciji vorgerücktes Rangdienstalter und wurde am I, Oktober 1939 zum Haup! mann befcirdert. Am polnischen Feldzug nahm er als Staffelkapitän teil und er-liielt das Eiserne Kreuz II. Klasse. Seine großen Luftsiege errang er ilann im Ein- Gefangene serbische Generäle (PK. Hackl, Atlantic, M.) Vi \ Die KapituHition Serbiens Ein serbischer Parlamentär, der zu den Übergabeverhandlungen eingetroffen Ist (PK. Casper. Scherl Bilderdienst, AI.) Als Satz gegen die Feinde im Westen. Gruppenkoniinandcur eines Jagdgeschwa_ ders zeichneie er s'ch durch ganz beson_ deres Draufgängertum aus. Unter seiner Ftihfung hat er, der als der erfolgreichste Tiefangriff-Flieger gilt, mit seiner Gruppe viele erfolgreiclie Tiefangriffe durchgeführt, wobei es ihm gelang, am 19. Juni 1940 drei Flakbalterien zu vernichten. Am 19. Juli 1940 wurde er außer der Reihe zum Major befördert. Nach seinem 14. Luftsieg 'erhielt er das Ritterkreuz, nach seinem 40. Luftsieg am 20. September das Eichenlaub zum Ritterkreuz, und nach seinem 50. Luftsieg am 22. Oktober 1940 wurde er zum Oberstleutnant befördert. (Kriegsberichter Willy Kahle r't.) Sprichwort des Generals Rommel, des Mtinnes, der schon als junger Oberleutnant der Infanterie sich im Weltkriege den Pour le merite erwarb, der in> Polcn- Idzug Kommandant des Führerliaupt-i|uarticrs gewesen war, der nach dem Weltkriege in der Zeit des Kampfes für innere deutsche Befreiung als SA.-Führer seinen Dienst getan hatte und dem nunmehr im Westfeldzug der Führer das Ritterkreuz verlieh. Inzwischen ist vr, der nunmehr das Deutsche Afrikakorps führt, zum (jeneralleutnant befördert worden, und der Führer hat ihm das Eichenlaub zum Ritterkreuz verliehen. Tag für Tag hört die Heimat von den Leistungen und Erfolgen des Deutsch?n Afri'kakorps, das unter seiner Führung, zusammen mit den Italienern, die Engländer aus der Cyrenaika hinausgejagt hat. Die Männer, die damals wie jetzt in seiner Division fochtcn, kennen ihn, den planenden Führer, den Kämpfer in vorderster Linie, die mitreißende soldatische Persönlichkeit, gegen den kein Kraut oder Unkraut gewachsen ist, ob es nun Magi-not oder Brite heißt: Er wird sich weiter durchboxen! Pforde allein vermochten noch keinen Sieg zu erringen, damals in den großen Reiterrrhlachten vergangener Krieee. Erst d"r r.'hnpfrri-che Geis't de-^ militäri- schen Führers, wie es einst Zielen oder Seydlitz gcwest-n waren, ni;3chle aus den Schwadronen eine Angriffswaffe vi>n durchschlagender Wucht. Und genau so ist es mit den Ranzern, von denen die auf der Gegenseite vielleicht ebenso viele, vielleicht manchmal mehr hatten, ungefüge, für unverwundbar gehaltene rollende Festungen, wie die stolzen Aufschriften an ihren Türmen bewiesen. Sie blieben totes Material, so lange nicht eine wirkliche Führv^rnatur, die dem Weson dieser Waffe gemäß strategisch zu denken vermochte, sie mit ihrem Geiste erfüllte. Dann wurden sie das vern.ichtcnd-stc Instrument eines Krieges, dessen Besonderheit ja gerade die blitzschnellen Operationen sind mit dem einzigen Ziel jeder kriegerischen Handlung, den Gegner nicht nur zu schlagen, sondern ihn zu vernichten, ihn zum Niederbruch zu zwingen. Dieses ^tlirmi^^'che Draufgängertum der Reiterrv'nerale von einst lebt weiter fort £onDon: 6panim ifl unfer (S^egner Ueber die Haltung Spaniens im Krieg von heute haben sich die kämpfenden Parteien wohl von Anbeginn an kaum einem Zweifel hingegeben. Zur Macht gekommen War das Regime der Falange im blutigen Bürgerkrieg nicht zum wenigsten dank der Hilfe, die ihm das Deut_ sehe Reich und Italien gemeinsam gewährt hatten. Die politischen Bestrebun_ gen im Spanien der Gegenwart sind innerlich jenen verwandt, die der Nationalsozialismus und der Faschismus pflegen. Als der europäische Krieg ausbrach, zu dem der spanische Bürgerkrieg gewis. sermaßen ein Auftakt, ein Vorspiel gewesen war, ergab sich zwangsläufig eine spanische Neigung zu den Mächten der Achse Berlin—Rom. Selbstverständlich haben England und I'rankreich in den ersten Abschnitten des Krieges gegen das Deutsche Reich nichts unversucht gelassen, Spanien zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Besonders aussichtsreich erschienen solche Bemühungen, solange Italien zwar nicht als neutral, aber doch als nichtkriegführend bei_ seile stand. Nach englischer und französischer Ansicht war damals eine italienische Entscheidung über die Wahl der Front oder wenigstens über seine Teilnahme am Kampf auf der deutschen Seite noch nicht j[efallen. Durfte man schon in Rom, mit (fem man ursprünglich doch sogar als Gegner Nr. 1 gerechnet hatte und hatte abreclmen wollen, vermeintlich noch auf diplomatische Erfolge rechnen, so war dies in Spanien um so eher möglich. Vgn ihm war ja bekannt, daß es aus dem Bürgerkrieg innerlich erschöpft hervorgegangen und ohne weiteres nicht zu in den Generalen der ueutsrhen Panzer, o-o—-o— —- ------------- ------- - der modernsten Waffe lies F^rdkrieges!Opfern willens und fähig war. von heute. Einer von ihnen ist Generalleutnant Rommel. t )blt. Alfred T s c h ' m p k e. Nun waren die englischen und französischen Spekulationen auf Italien völlig unangebracht, wie die Entwicklung gelehrt hat. Die anlänglichc italienische Zu-; ii' khnlluri,"; i'-iuipptr» «•.•ji nis Teil des Knegsplans > it A'iäi liU' iler Achse Ber_ lin—Rom, wurde als solcher aber in London und Paris erst erkannt, als es zu Ge_ genmaßnahmen zu spät war. Inzwischen hatte sie zu ihrem Teil die gewaltigen deutschen Erfolge der Jahre 1939 u. 1940 günstig vorbeeinflußt. In dem gleichen Zeitraum aber wechselte bemerkenswerter Weise zunächst Italien aus der Nicht-führung in die Kriegführung und Spanien aus der Neutralität in die Nichtkriegfüh. rung. Es durfte diesen Schritt wagen, denn Frankreich war zusammengebrochen und damit der für Spanien vielleicht gefährlichste Gegner beseitigt. Nur noch mit England war zu rechnen. Dieses er_ fuhr, daß es auf eine weitere Fehlfarbe, gesetzt hatte. Spanien bekannte, daß es sich den Mächten der Achse Berlin—Rom verpflichtet wußte. Es zog nicht gleich vom' Leder. Aus der spanischen Lage rechtfertigte sich der Beschluß, das spanische Ziel zunächst weniger kriegerisch anzustreben. Spanien war innerlich stark ausgeblutet. ^ befindet sich in einem in jeder Hinsicht mühsamen Aufbau. Mit einem Recht wie kein zweites Land durfte es vor aller Welt im Frieden England an die . Regelung seines nationalen Wunsches erinnern. Es durfte sogar rechtens noch mehr erhoffen. Der Friedensliebe seiner deutschen und italienischen Freunde stellt es ein gutes Zeugnis aus, daß diese Spanien nicht zur aktiven Teilnahme am Kampf gedrängt oder gezwungen haben, trotz aller Vorteile, die ihnen eine Verfügung über die zum Teil unvergleichlichen spanischen Stellungen verschaffen, würde. ^ kennzeichnet nicht weniger die abgesunkene Macht Englands, daß dieses bisher nicht gewagt hat, die spanische Schwäche seinerseits auszunutzen. ! Der Politik der Nichtkriegführung i dankt Spanien bisher einen großen Er. folg, die Beseitigung der internationalen Aufsicht über Tanger und die mHitäri-sche Besetzung dieses so wicljtigen nordafrikanischen Hafens schräg gegenüber Gibraltar. England hatte ehedem die internationale Verwaltung Öes Platzes selbst veranlaßt mit dem Hintergedanken, ihn zu gegebener Zelt a^s Ergänzung oder Ersattz für Grbraltar in die Hand zu nehmen. Es erjiob Einspruch gegen die •spanische Besetzung, aber er blieb unbeachtet und wurde damit zum GHed in der Kette schwerer, tei'hveise nicht wieder gutzumachender politischer und militärischer Mißerfolge, die England in der Mittte des Jahres 1940 hinnehmen mußte. England klammert sich noch an eine Hoffnung. Eijistens stand Portugal in Spaniens atlantischer Flanke, Aber innerlich ist das Portugal von heute ein anderes als das des Weltkrieges. Im spanischen Bürgerlcrieg stand es bereits der Sache des Caudillo nahe, es haW ihm. Darüber gibt sich auch die englisdie Politik kaum einem Zweifel hin, daß Portugal den auf ihm seit Jahrhunderten lastenden Druck immer als solchen empfunden und versucht hat, ihn erträglicher zu gestalten oder abzuwälzen. Für seine Einbeziehung in den Weltkrieg und die damals gebrachten Opfer, die ihm iMc gedankt wurden, hat das Portugal von heute keinerlei Verständnis mehr. Hingegen erlaubt ihm die Anlegung an Spanien heute, seime Haltung nach Grundsätzen zu bestimmen, die dem ivationalen Fortschritt entsprechen, so wie es ihn selber wünscht. Die Atiswirkung der besonnenen spanischen Haltung auf die iberoamerikani-sche Welt ist kaum lioch genug zu veranschlagen. Sic ist ein ernstes Hinefreiten Stadt für Führer und Reich gestaltete. Festliche Fanfaren eines MJ-Spielmannszuges leiteten den Abend ein. Der Bezirksführer der Volksdeutschen, Dr. Gerhard May, umriß einleitend den Kampf des Deutschtums gegen die serbische Unterdrückung. Er liob hervor, es sei bezeichnend für den deutschen Charakter der alten Sannstadt, daß schon vor dem Weltkrieg hier das Deutschlandlied besser gekomit wurde als das Kaiaerlied, um daß sich liier schon in frühester Zeit eine Gemeinde glühender Bismarck- und Schö-nereranhänger gebildet hatte. Dr. May betonte, daß selten in einer Stadt die Linie zwischen Deutschen und anderen Go klar gezogen war wie hier in CillL Es ist eine bekannte Tatsache« claß bÄ Wahlen die deutsche Liste immer mehr Stimmen erhalten habe, als deutsclie Wähler vorhanden waren. Auch das sei eine geheime Volksabstimmung gewesen. Stürmisch begrüßt spracii nun der politische Kommissar Fg. Dorfmeister zur versammelten Menge. Nach einer einleitenden Würdigung des Kampfes der Deutschen dieser Stadt, die früher deutsch war als Amerika entdeckt wurde, behandelte Fg. Dorfmeister die verheerenden Auswirkungen des demokratischen Einflusses im serbischen, Chau-venLstenstaat und gab die klare Linie der künftigen Führung bekannt. Alle jene, die mitarbeite wollen an der Aufrichtung eines neuen Europa, werden zur Mitarbeit herangezogen. Frei und aufgeschlossenen Wesens werde nun an eine Arbeit geschritten und kein Deutscher werde mehr den Nacken beugen müssen. Unter der jubelnden Zustimmung der Versammelten gedachte abschließend Fg. Dorfmeister des Führers, dem wir die Befreiung des Unter-lan(^ verdanken und dessen Ckiburts-tag zum erstenmal hier festlich begangen werden kann. Wie ein Treuegelöbnis brausten das Sieg-Heil auf den Befreier und die Hymnen der Nation durch das deutsche Haus, das Wahrzeichen deutscher Stand-haftigkeit. Mit einem Weckruf der Wehrmacht und der Jugend wurde am Sonntagmorgen der Geburtstag des Führers eingeleitet. In einer Morgenfeier vor dem Rathaus legte die Jugend ihr Bekenntnis zu dem Manne ab, dessen Namen sie künftig tragen werden. Anschließend fand eine Feierstunde der Wehrmacht und der Polizei statt. Archive der Städte, Märkte und Landge-meiiuieti, Herrschaftsarchive und Klosterarchive. Jede Zerstörung, Veräußer-.ung oder Belastung der angeführten Kuil-tur- und Schriftdenkmale sowie jede Veränderung, die den Bestand, die über-Heferte Erscheinung oder künstlerische Wirkung eines solchen Denkmales beeinflussen könnte, ist untersagt. Die freiwillige Veräußerung solcher Denxmaie ohne Zustimmung des Chefs der Zivil-verwaJtung ist verboten. :ZB&nan friert ÖM <9e6urt6tag Unter zahJreictoer Beteiligung der Volksgenossen aus r^ah und fern fand in Wöllan anläßlich des Geburtstages des Führers eine festliche Kutklgebung statt, bei der in Vertretung des poJitischen Kommissars Pg. Senegatschnig sich an die mehr als zweitausendköpfige Menge wandte. Nach einem 'Jourzen.Überblick über den Kampf des Deutschtums in enimaliiDu6 Der Chef der Ziviilverwaltuing in der Unter Steiermark erließ eine Anordnung, derzufotge sämtliche beweglichen und iinbeweglichen Gegenstände von ge-schichtiicher, künstlerischer oder kultureller Bedeutung sowie auch Gruppen und Sammlungen von Gegenständen, die vermöge ihres geschichtlichen, künstlerischen und kultiureHen Zusammenhanges ein einheitliches Ganzes bilden, mit sofortiger Wirksamkeit unter Denkmalschutz gestellt werden. Dasselbe gilt für Schrift stüdke historischen Charakters, die sich einzeln oder in nicht systematisch angeJegten Gruppen vorfinden und deren Inhalt sich ausschließlich oder vorwiegend auf rechtliche, politische oder wirtschaftliche Angelegenheiten bezieht. Unter Denknialschutz stehen demnach vor allem die Grund- und Urkundenbü-cher bei den Bezirksgerichten, Grundsteuerkataster bei den Finanzbehörden, j>un&rfon(umas Der Chef der Zivilverualtung in der Untersteiermark hat, da mehrfach tollwütige und Mutverdächtigc Hunde beobachtet wurden, eine .Anordnung erlassen, die besagt, daß ül>cr dus giuize Verwahungsgebiet der Untcrsteicrniark die verschärfte Hundekontumaz (Ketten-/wang oder Maulkorb und Ixsine) verhängt wird. In allen Gemeinden ist der Hundeka-tuster (Beschreibung des Hundes sowie Name und Wohnort des Besitzers) sogleich zu überprüfen und richtig zu stellen. Weiters sind Nachforschungen zu pflegen, oh Avutverdächtige Hunde das Gemeindegebiet durchlaufen und hiebei Menschen oder Tiere angefallen oder gebissen haben. Eine Weitergabe ^on Hunden aus dem Sperrgebiet darf nicht erfolgen. Ebenso ist das Mitnehmen von Hunden in öffentliclie Lokale und Geschäfte verboten. Innerhalb von Räumlichkeiten und Gehöften, die fremden Personen zugänglich sincj» müssen Hunde entweder an die Kette gelegt oder mit einem beißsichcren Maulkorb versehen und derart verwahrt werden, daß eine Beschädigung von Personen oder das Entweichen der Hunde ausgeschlossen ist Außerhalb der Räumlichkeiten müssen die Hunde an die Kette gelegt oder mit einem sicheren Maulkorb und einer gültigen Hundemarke verseilen sein und an der Ijcine geführt werden. Das freie Herumlaufenlassen >on Hunden und Katzen ist verboten. Die Gemeinden halx^n in Zwischenräumen >on zehn Tagen Streifungen auf frei herumlaufende und herrenlose Hmi-de und Katzen durchführen zu lassen; die entgegen den vorgeschriebenen Anordnungen angetroffenen Hunde und Katzen sind sofort zu vertilgen. An den Grenzen der CJemeinden sind deutlich sichtbare Tafeln mit der Aufschrift „Verschärfte Hundekontumaz" anzubringen. Jedermann ist verpflichtet, den Ausbruch der Wut oder das Auftreten von vul\ei cla( litigen Erscheinungen l>ei Hunden und Katzen (Unrul>e, I^heue, Drang zum Entweiclien, Unfolgsamkeit, Freßunlust, Abmagerung, Schlingbeschwerden usw.) sogleich anzuzeigen inid für die Tötung oder Absonderung dieser Tiere zu sorgen. Ereignen sich Fälle, daß Menschen oder Tiere von Hunden gebissen werden, dann ist dies sofort anzuzeigen. Uebertretungen dieser Anordnung, die sofort in Kraft tritt, werden strengstens bestraft. Oltarburger Ort^nad^rfct^ten m. Todesfall. Im Allgemeinen Krankenhause ist der Lokomotivheizer Johann S c h o 11 e r, 71_jährig, gestorben. m. Selbstmord. In der Lendgasse Nr. 7 wurde gestern die 36 jährige Arbeitersgattin Therese K o z u h erhängt aufgefunden, Wie die Erhebungen ergaben, hatte die Frau die Tat in einem Anfall von Sinnesverwirrung begangen m. Unfall. Im Hause Weinbaugasse 11 stürzte der achtjährige Schüler Martin Löschnig so unglücklich, daß er sich einen Bruch des Unterschenkels zuzog. Der Junge wurde ins Allgemeine Krankenhaus überführt. Tonfilm Vorführung in Pettau Gestern hate Pettau einen großen Tag. Zum erstenmal kam ein Tonfilmwagen hierher. Gezeigt wurde eine neue Wochen schau und der mit Prädikaten ausgezeich. nete Film »MuWerliebe«. Mehr als 600 Personen konnten diesen deutschen Spitzenfilm sehen, der mit größtem Beifall aufgenommen wurde. SPORT Der Adolf-Httler-Ehrenpreis zur Förderung des mo-torlosen Fluges wur de für das Jahr 1930 dem NSFK.Ober. stunnführer Kurt Schmidt für seinen Zielsegelflug-Weltrekord zuerkannt. Die Vergebung des Preises erfolgte erst jetzt, da die Kriegsgeschehnisse die .Anerkennung des Rekords durch den Internationa len Verband verzögert haben. : In Eger bestritten am Sonntag der GAK und der dortige LSV Eger das Vorrundenspiel um die großdeutsche Hand. balLMeisterschaft, Die Heimischen siegten mit 9:6 (4:3), Der GAK niu&te den Kampf mit zahlreichen Ersatzleuten auf. nehmen. : In Sofia ist der Präsident des bulgarischen Olympischen Komitees Genera' Asoff gestorben. : Am Predjgtstuhl bei Reichenhall wur de ein Riesentorlauf ausgetragen, bei dem Haider bei den Männern und Rosemaric Proxauf bei den Frauen siegreich blie. ben. S>er 3odanni0f»of Erzherzog Jobann und die Untersteiermark Es ist wirklich so, wie Anastasius Grün m seinem schlichten Verslein sagt: »Unvergessen lebt im Volke, der des Volkes nie vergaß!« Der steirische Erzherzog Johann, der gute Geist der Steiermark, ist unvergessen geblieben. Und das dankbare Land, dessen Aufblühen untrennbar mit dem Namen des Erzherzogs verbunden ist, hat sich den Prinzen in Gastalt von Bauwerken und Denkmälern m Erinnerung gehalten. Denken wir an das Jahr 1f^78 zurück, als das Erzherzog-Johann-Denkmal auf dem daiiiaüiicn Grazer Hauptplatz, dem heutigen Adolf-Hitler-Platz, eingeweiht wurde. Tausende und .Abertausende von Steirern waren in die Hanpt'itndt gekoninien, imi Zeuge der Hlirutig ihre^ Wohltäters zu sein. Vier allcgoripcliv? Frnucivc"*'Heu zieren das Denkmal. Sic '^teilen die vier Haiiptflüsse der Sfoiorm.Mrk. die Miir, Enns, Drau und Save dar. Nach s'e uns durch das unselige Friedensdiktat die einzig -chöne Untersteiermark ^fornubt hatten, da ^og wohl kein Steir^r an diMi» Denkmal des Erzherzoges vf>riiber, oline bei diesem .^n-blick in -stiller Wehmiii dos verlor.Mien I nncles zu gedenken. hat dii vom Sclü>p. ler des Henknuils dari^estellte Symbolik wieder ihre Erfüllung gefunden. Deutsches Land kehrte heim zu deutschem I Land. Viel verd-ankt die Steiermark dem , Erzherzog, viel verdankt ihm gerade das Unterland. Er war glücklich, wenn 'er die reine Luft der grünen Mark atmen, und seine schönen Berge und Täler schauen konnte, wenn er sich unter seinem Volk befaiiu, jenem Volk, welches zwar nicht den hochgepriesonen Firnis der großen Welt besitzt, aber redlich, offen, gut und herzlich ist, wo noch ein Rest deutschen Sinnes und deutscher Sitte zu finden ist.ic So schrieb er an den steirischen Dichter un(i r'^-toriker Ritter von Kalchberg. Mit dunklen Wäldern und Forsten be-dekt erhebt sich sanft ansteigend aus dem fruchtbaren Draufeld der langge-strc '-Aq Rückenzug des Bachern. Zu Füßen des Westendes der beinah gipfellosen Kammlinie breitot sich die weinfrohe Hü-gellandschaft mit den» weithin bekannten Ort Pickern. Hier schmiegt sieh Weing'ir-ten neben WeingartLMi an die sanften Häng., hier klappern die Windräder und mächtige Edelkiistünien vnr schelmischen Winzerhäuschen laden zu besinnlicher Rast. In diesem untersteirischen Paradies war Erzherzog Johann Weinbauer. Hier erwarb er den Besitz Johannisberg, den er in kurzer Zeit zu einem Musterbetrieb ausgestaltete, »Johannisiberger« hieR fort-[an der köstliche Tropfen, den er hier zog, Eber" wie er am Seeberg in Oberstcier-iniark eine beispielgebend? Willschaft eingerichtet hatte, war er auch hier eifrig und erfolgreich an der Arbeit. Er ließ Setzlinge edler Sorten vom Rhein kommen und gab allen übrigen Weinbauern das Beispiel eines klugen und sorgfältigen Weinbauern. Auf allen Gebieten des Lebens, der Wirtschaft und der Kultur griff er fördernd und verbessernd ein. Ihm ist es zu danken, daß in kurzer Zeil eine wichtige Brücke über die Sann gebaut wurde. Uns kann es heute nicht wundern, daß der zerstörende slawische Chauvinismus das erzene Standbild des Gönners und Förderers der Untersteiermark stürzte. Wurde doch in den bitteren Leidensjahren des Unterlandes alles Schöne und Edle in den Schmutz gezogen. Auch die Straße, die Windischgraz mit dem Schalltal verbindet, ist ein Werk des Erzherzogs. Auch für diese Tat setzte ihm das dankbare Volk in der berühmten romantischen Felsenenge Huda-Lukna ein Standbild. Gerne hi(Mt sieh der Prinz in Rohitsch-Sauerbrunn auf. Nur mit Sehnsucht erwartete er jedes Jahr die schöne Zeit, um sieh dort zu erfrischen, und er wurdi^ nicht müde, die wohltuende Wirkung des ^Gesundbrunnens zu loben. Eifrig setzte er 'sich für die Hebung des Kurortes ein, genieinsam mit den Kurgästen Hand ans Werk, wenn es galt, einen neuen reiz jvollen Weg im Park anzulegen. Zahllos»^ .Ausflüge führten ihn in das steirische Hügelland. Und überall wurde er mit Liebe aufgenommen und bewirtet. Viele steinerne Tafeln hielten diese Besuche der Nachwelt fest. Niedrige Rohheit hat sie hinweggerissen und zerschlagen. In seiner Eigenschaft als Gründer der Steiennärkischen Landwirtschaftsgesellschaft und als deren erster Präsident bereiste er das ganze Land und errichtete allerorten landwirtschaftliche Filialen. Seine Verdienste um da.s untersteirische Verkehrswesen, die Errichtung von Straßen und Brücken, sein beispielgebendes Wirken im Weinbau und seine Tätigkeit auf allen Gebieten der Landwirtschaft sind der Steiermark unvergeßlich geblieben. Sein vorausschauendes Planen und Schaffen ist das Vermächtnis einer großen edlen Seele und eines lauteren Charakters. Auch die alte Draustadt Marburg hatte in ihrem prächtigen Stadtpark dem Erzherzog ein Standbild gesetzt. Auch dieses haben einst kulturfeindliche rohe Hände beschmutzt, besudelt und verschleppt. Nach mehr als zwanzigjähriger Finsternis breitet sich wieder das Licht der Freiheit über die Unterstciormark und die schöne Stadt Marburg." Und der Gönner und Förderer aus fürstlichem Geblüt, i^des Alpenlandes kaiserlicher Freund« wie Johann Gabriel Seldl sagt, wird nach mehr "i's z\v.in7igi,Ihrigem Schlaf wieder erwachen :Sunfpr&erg 510 ergiC>t f{($) (Setoaltigf, gans moöcrnr grietttlfcDe Sefeftigungoaniage toird oDne Deriuft (inee einsigtn !31tonne0 genommrn (PK.) Als ajn 6, April üi« Sonne sank, war unsere Division durch das Engtal südlich von Makaz vorgedrungen. Hier brachte der vorgelagerte kegelförmige Bunkerberg 510 plötzlich den ganzen Heerbann zum, Stehen. Immer noch lag die enge Talstraße unter schwerem MG. und Granatfeuer. Leider waren hierbei auch Opfer an Toten und Verwundeten zu beklagen. Iji allen Gesichtern war an diesem Abend verbissener Ingrimm über üiese Wahnsinnnstat der Griechen zu lesen. Seither sind kaum 24 Stunden vergangen, Die Griechen sollten es so haben, wie sie es wollten. Schwer und massig kriechen gewaltige Zugm'aschinen der Artillerie mit ihren dicken Brocken über Straßen und Hänge in Sleilung, In kurzer Zeit recken sich drohend etliche Dutzend der langen Rohre gegen den Befestigungs berg. Zahlen fliegen hin und her, Tabellen werden gestellt. Die einzelnen Geschütze melden nach kurzem Punktschi«-ßen »Geschütz feuerbereit«, und dann setzt ein Donnern und Krachen ein, daß die Erde bebt, und die Berge wiederhal-len. Ununterbrochen speien die Stahlrohre Tod und Verderben auf den Buinkerbcrg. Sind die Rohre einer Batterie heiß, dann feuern die Nachbarbatterien mit erhöhter Kraft weiter. Diese unerbittliche Sprache werden sie nun auch dort verstehen, wo die Vernunft nicht reichte. Inzwischen sind Oebirgspioniere * aus den Ostalpcn bis an den Fuß des Fe-stungsberges hcrangekrochen. Bis an die Zähne bewaffnet warten sie auf den Augenblick, in dem das mörderische Feuer der Artillerie aussetzt, um dann ihre Aufgabe durchzuführen. Der Führer des Stoß trupps, ein junger Leutnant, gibt noch kurz die letzten Befehle und dann kennt jeder den Auftrag: von unten her die Bunkerlinie durchstoßen und die Höhe besetzen. Noch immer hageln die schweren CJra-naten auf den Berg nieder. Die ganze Kuppe ist in Raucli in Staub gehüllt, die Luft riecht nach' Schwefel und' Erde. Und nun ganz plötzlich setzt das Artilleriefeuer aus, die Pioniere springen vor und arbeiten sich den Berg hinan, Für die starken Stacheldrahthlndernlsse haben sie gestreckte Ladungen vorbereitet. Eine Detonation und schon ist eine Gasse du'ch das Drahthindernis frei. Ein Maschinengewehr hält den ersten Bunker in Schach, während die Pioniere einzeln durch das Drahthindernis aufwärtsstürmen. Am ersten Bunker zischt ein Flammenwerfer auf und spritzt seine Feuergarben in die Schießscharten. Noch eine geballte Ladung in das Betonmaul und dann ist von diesem Betonklotz nlclits mehr zu fürchten. Ein Bunker n^ch dem anderen wird erledigt und nach knapp einer Stunde schweigt der ganze Berg. An Stelle der griechischen Flagge wird die Hakenkreuz flügge gehißt. Ohne Verlust eines einzigen Mannes wurde dieser Bunkerberg von unseren Soldaten genommen. Einer von den Pionieren zündet sich eine Zigarette an und meint mit seinem Salzburger Dialekt: »Dös hätt' mal« Die gesamte 420 Mann starke Besatzung mit Offizieren wird gefangen genommen. Wir betreten nun den Haupteingang zu den Befestigungsanlagen u. sehen sofort, daß es sich um eine ganz mo- dern ausgebauteBefestigungsanlage handelt. Durch einen schmalen, betonierten Qanig erreichen wir unterirdische Schlafräume, Vorrah- und Munitionskammern, Krankensäle und einen eigenen Operationsraum. Wie in einem Karl May-Roman erreichen wir eine dunkle schmale Steintreppe, die ffteil nach unten führt. Mit einem Kerzei)licht in der Hand iaslen wir nach unten, 92 Stufen, dann sind wir wieder in einem Labyrinth von Kammern und Gängen, die die einzelnen Buiiuer miteinander verbinden. Noch zweimal führt eine Stiege abwärts In • den Berg. Wir müssen ganz vorsichtig vorgehen, da überall in wilder Unordnung Munition und Eierhandgranaten herumliegen. Erst jetzt erkennen wir,.welch gewaltiger Befestigungsanlage wir gegenüberstanden und freuen uns doippelt über den errungenen Sieg. Jetzt ist die Straße frei. Zwar kommen noch gesprengte Straßsn-teile, aber das vermag den Heerbann nicht- mehr wesentlich aufzuhalten. Es geht hinab vom Gebirge in die Ebene und ganz draußen am Horizont glänzt bereits der erste silberne Schimmer des Agä-ischen Meeres. Kriegsberichter Hans W n rni. £on5on0 furcDlbarfte !7la(35t DER SCHADEN NOCH NICHT ZU ÜBERSEHEN — DER STÄRKSTE ANGRIFF SEIT KRIEOSBEOINN — ABERTAUSENDE VON BOMBEN FIELEN Bern, 21. April. Schwere und dichte Rauchwolken ziehen über London hinweg, immer wieder frisch genährt von den gewaltigen Brandherden, welche die deutsche Luftwaffe bei ihrem Angriff auf die.militärischen Ziele Lwidons in der Nacht zum Donnerstag auslöste. Sie künden von furchtbaren Wunden,'die in Londons Körper geschlafen wurden. London erlebte, wie United-Press meldet, in dieser Nacht den stärksten Luftangriff seit Kriegsbeginn über- haupt. Ganze Londoner Viertel waren in dieser Nacht taghell erleuchtet. Das Krachen der Bomben, so wird berichtet, sei einer wahren Hölle gleichgekommen. Die Rettungsarbeiten, so besagt ein andi:rer Bericht, hätten praktisch erst am U(»n-nerstag früh in vollem Umfang aufgemim-men werden können. Es sei vorläufig überhaupt noch nicht möglich, eine Übersicht über den angerichteten Schaden zu bekommen. In den frühen Morgenstunden seien Ktnb, !omm ijcim! ROMAN VON J. SCHNEIDER-FOERSTL Urhet)cr-Rechtsschutz durch Verlag Oskar Meister» Werdau. 54 »Das ist Unsinn,« bemerkte er ärgerlich. »Ja?« meinte sie mit einem überlegenen Lächeln. »Ich muß ja schließlich doch am besten fühlen, wie es um mich steht, nicht wahr? Und zwei Kranke tun nicht gut.« »Zwei, Lenore?« :»Du bist auch krank,« sagte sie und horchte gleichzeitig nach Koltinhaus und Frau Fandor hinüber, die am Fenster stan den und sich lialblaut unterhielten. Ab und zu konnte man aus den Worten, die sie sprachen, den Zusammenhang heraais-finden, wenn man wollte und scharf kombinierte. Aber Lenore wollte nicht. Ihr Gehirn konnte weder scharf denken — dazu war sie viel zu müde — noch wollte sie wissen, um was es ging. Sie hatte soviel mit sich selbst abzumachen, »Hier wird man nicht gesund,« sagte sie zu Joachim Fandor. »Sobald es geht, komme ich nach Hause. Ich hätte nie gedacht, daß ich noch einmal Sehnsucht nach Rottenbuch bekommen könnte, und nun kann ichs nicht er\^'arten, es wiederzusehen. Wenti es ginge, würde ich noch heute fahren--aber jjs geht ja nicht,« seufzte sie. »Wie glücklich bin ich, daß wenigstens du fortkannst, ohne daß dich gebrochene Beine daran hindern. Lieber.« »Und an allem bin ich schuld —1« »Ach,« meinte sie ungeduldig, »fang doch nicht schon wieder damit an. Es war wohl so etwas wie Bestimmung. Ich habe dir doch damals erzählt, daß mich der Novize von oben bis unten in Leinwand gewickelt hat. Nun ist es tatsächlich so gekommen, frll will jetzt nicht -»inmal mehr, dnß er fnrt'^'-bi'T'ht wird. Ich möchte ihn hn Hause wissen. Ich habe nie etwas mit Heiligen zu tun gehabt — aber er soll mein Schutzpatron werden. Er bekommt einen kleinen Altar über seinen Sarkophag, und jeden Sonntag bringe ich ihm Blumen, damit er nicht so allein ist.« Fandor fragte sich, ob das Fieberphantasien wären! Aber ihre Augen schauten klar, und das brennende Rot, das in den ersten Tagen auf ihren Wangen gelegen, war verschwunden. Ihr Lächeln machte ihn verlegen. »Du bist tapferer als ich — « sagte er selbst-anklagend. »Weißt du das nicht,« scherzte sie, »daß der Geschlagene immer tapferer s*:in muß als der Sieger? Wie ertrüge er sonst sein Geschick? _ Du fährst also nach Hause, Achim!« setzte sie in verändertem Tone hinzu. »Sobald ich reisefähig bin, komme ich nach.« »Ich hole dich!« sagte er etwas zu rasch und zu freudig. »Ja, Achim.« Ich habe sie doch lieb, dachte er, als sie ihre Augen so forschend auf sein Gesicht gerichtet hielt, als wollte sie-ihm bis ins Innerste schauen. Er war dankbar, daß Koltinhaus und die Mutter sich eben wieder in die Unterhaltung mischten. »Ich hatte sie mir ganz anders vorgestellt,« bekannte Frau Fandor, als sie nach einer Viertelstunde den linoleumbclegten Gang der Klinik hinunterschritten. »Sic tut mir über die Maßen leid. Man muß gut zu ihr sein!« Er nickte und sah noch einmal nach der weißlackierten Tür zurück, hinter der Le-nnre Spiring lag, die s'ch eben vnn Michael Koltinhaus eine zweite Decke über die Füße breiten ließ. Sie fror jetzt so leicht. »5chlafcn Sie ein bißchen ,Lenorel« bat der besorgte Mann. »Es war doch anstrengend.« »Der Besuch von Frau Fandor?« meinte sie lächelnd. »Ach nein, Sie Guter — anstrengend ist nur das Denken! Das viele Denken, Michaeil Es zerspringt mir noch den Kopf. Wenn ich erst einmal alles entwirrt habe, diesen ganzen Knäuel von Wenn und Aber, dann ist Friede in mir, dann bin ich erst wirklich über den Berg. — Vielleicht ist auf der anderen Seite doch auch noch ein Tal, in dem es sich leben läßt.« »Sicher, Lenore,« sagte er teilnehmend. »Um was sorgen Sie sich denn eigentlich so sehr?« »Um Achim.« »Er ist doch gesund, Lenore.« »Nein, er ist krank, mein Freund, und es kann ihm niemand helfen als ich.« »Wie denn, Nora?« »Ich muß ihm seine Freiheit wiedergeben,« sagte sie mit einer steilen Falte zwischen den Augen. »Er muß wissen, daß er nicht mehr an mich gebunden ist, an die Frau, die ihm keine Erfüllung mehr schcnken kann.« »Lenore!« »Ach,« rief sie gequält, »bleiben wir doch ehrlieh, Koltinhaus! Sic sind es ja immer gewesen, und das habe ich so sehr an Ihnen geschätzt. Das ist das Schwerste für einen Mann, wenn er weiß, daß sich sein Blut nicht mehr vererben läßt. — Sagen Sie nicht nein! Es ist so. Darum habe ich ja auch darauf gedrungen, daß er mit seiner Mutter nach Hause fährt. Allein werde ich viel eher mit allem fertig.« »Glanben Sic, Lenore?« »Ja. Es wäre so lieb, wenn Sie noch ein bißchen bei mir aushalten würden, bis das Aergste überwunden ist. In Rotlen-tbuch habe ich ja dann meinen Novizen/- Er nahm wortlos ihre sclunnlc Hand in >dle seine und umschloß sie fest. »Und Hunderte von Kampfflugzeugen und Stukas, wie man in London am Donnerstag-früh hören konnte, gegen die britische Hauptstadt eingesetzt wo len, meldet UP. Die Quittung für den letzten Angriff auf nichtmilitärische ZieX; in Berlin, das geht aus diesem amerikanischen Agenturbericht deutlich hervor, ist für London geradezu katastrophcnhaft aufgefallen. Die deutschen Bomber, so wlfd berichtet, seien tief unter die Ballonsperren herabgestoßen und trotz des erbitterten Feuers der Flugabwehr dicht über die Dächcr hinweggeflogen. Oft habe man den ohrenbetäubenden Höllenton der Stukas unmittelbar hören können, wenn die Maschinen in Höchstgeschwindigkeit auf ihre Ziele herabgestoßen $eien. Man nehme an, daß an dem Angriff mehrere hundert Flugzeuge beteiligt gewesen se.en. »Es war der längste Luftangriff, den die britische Hauptstadt jemals über sich ergehen lassen mußte. Immer v/ieder wurde die Stadt von den Explosionen der schweren Bomben erschüttert, die vom sternenklaren Himimel herabfielen.' Tausende von Brandbomben, die sich in einem Hagel über die Stadt ergossen, verursachten zahlreiche Brände«, heißt es in einem Londoner Bericht, Brände, die mit Ihrem gewaltigem Feuerschein den Himmel röteten. Unaufhörlich konnte man hören, wie die Wagen der Feuerwehren durch die Straßen rasten, und unzählige Berufstätige, Geschäftsleute, Angastellte und Arbeiter beteiligten sich mit den zivilen Feuerwehren die ganze Nacht hindurch an der Bekämpfung der Brände*, heißt es in einem Londoner Bericht. Immer wieder seien neue Serien von Brandbomben im Laufe der Stunden fibgowor-fen worden, die neue Feuer entfachten, meldet die Agentur dann weiter. Die Feuerwehrmannschaften hätten jedoch ausgehalten und hätten die Bekämpfung der Brände ununterbrochen fortgesetzt. Die Flugabwehr habe ein ohrcnbetäUDen-des Feuer aus schweren und leichten Geschützen eröffnet, während die NacMj^l-ger hoch Über der Stadt veraücht hätten, auf die Angreifer Jagd zu machen. Srfet mt> brr&rritrt Ofe wenn Sie dann frei sind, Lenore—? Was ist dann?« »Dann«, sagte sie mit einem Glänzen im den Augen, »erlöse ich ihn.« , Es war ehrliche Angst in seiner Stimme, als er sie fragte, wie sie das machen wolle. Sie lächelte und erzählte ihm von dem Traum, den sie in Brunnen gehabt hatte. »Ich höre immer noch sein Bitten und wie er mich anflehte; Erbarme dich, meiner! — Würden Sie mir helfen, wenn ich in Rottenbuch ein Kinderheim errichte? Für Kinder, die nichts mehr ihr eigen nennen: keinen Vater, keine Mutter, keine Heimat _ gar nichts! Nur die allerärmsten will ich mir aussuchen. Und diese allerärmsten will ich zu mir nehmen. Dann bin ich auch Mutter! — Oh, Koltinhaus, le'hen Sie mir für den Anfang ein paar tausend Mark. Ich zahle es Ihnen auf Heller und Pfennig zurück —« »Ja, Lenore! Aber nur unter einer Bedingung!« »Unter welcher?« fragte sie verzagt. -—»daß ich der Vater dieser Kinder sein darf.« »Oh, Michael —« Aufweinend barg sie ihr Gesicht an seiner Schulter. 12. Zweite Mahd auf dem Fandorhoft Sensendengeln klingt hell und scharf wie vor Wochen das erste Erntesignal. Die Nächtc sind schwül, und der Schlaf ist kurz und schwer. Arbeit mit der Sense ist Mannesarbeit, wenn sie sich auch verändert und den technischen Errungenschaften der Neuzeit angepaßt hat. Wiesenmahd ist Knechtesstolz Und mitten unter diesen Knechten steht Joachim Fandor und beißt die Zähne aufeinander, läßt mit knappen, energischem Strich den Stahl durch Margueriten, Blutstropfen und Akeleien gehen und hält aus, bis der letzte Schwaden gefallen ist. (Fortsetzung folgt.) Kroaten fämprien gegen ter&ffcDe dnturgenten STURZKAMPFFLIEGER IN KETTEN VERSCHLEPPT, BEORÜSST DEUTSCHEN PANZERSPÄHTRUPP PK, A'af unserem Vormarsch liegt eine Stadt, die ein Panz^rspähtrupp bereits am Vortage passierte. Er hat sich nach kurzen Kampf gegen serbische Uebermachi behauptet und ist m Ausführung seines Erkundungsauftrages nach Süden weitergerollt. Fjötzlich stößt er im Kurvenge. wirr der einzig passierbaren Felsenstraße auf eine Sperre. Aus allen Felslöchen emp fängt ihn wildes MG_ und Gewehrfeuer. Im Rücken ebenfalls starke Kräfte, die eine Umkehr unmöglich machen. Also wird der Kampf aufgenommen und in einem Funkspruch an die Vorausabteilung um Hilfe gefunkt. Der Kommandeur der Panzerverbände, namhafter General und Ritterkeuzträger, leitet sf-lbst das Unternehmen. In unheimlichem Tempo geht es vorwärts. Jede Minute ist kostbar. Den Kameraden muß sofort Hilfe gebracht werden. In den Straßen der Stadt Ist es wieder zu Schießereien -gekommen. Kleine Umgruppierungen in der Marschkolonne, unsere schweren Panzerspähwagen setzen sich nach vorn. Dann geht es in die Stadt hinein. In den Straßen stehen die Serben umher, völlig fassungslos über unser rasches Auftauchen. Sie werfen die Gewehre weg. Plötzlich stehlt in dem großen Menschen knäuel bunt gekleideter Kroaten ein deutscher Fliegerunieroffizier, Flugzeugführer in einem Sturzkampfgeschwader. Von ihm erfahren wir alle Einzelheien über die augenblickliche Lage. Vor ge nau acht Tagen hat er bei einem Angriff auf serbische Marschkolonnen notlanden müssen. Sein Kamerad wurde verwundet in ein Lazarett in Agram übergeführt, während er selbst nach seiner Gefangen nähme stundenlangen Kreuzverhören un_ terworfen wurde. Während die kroatischen Offiziere sich durch äußerste Korrektheit auszeichneten ergingen sich die Serben in wüsten Schimpfereien und drohten mit Gewaltmaßnahmen, wenn der deutsche Flieger nicht die gewünschten Aussagen machen würde. In Ketten gefesselt wurde er mit einem Infanteriekameraden, der bei einem Spähtruppunternehmen in Gefangenschaft geraten war. durch die Straßen von Agram geschleppt. Immer wieder kreuz und quer ging der qualvolle Marsch Ein gefangener Flieger als willkommenes Propagandastück serbischer Kriegshel. den! Beim erneuten Ueberfliegen der Stadt durch deutsche Aufklärer wurden Flieger und Infanterist auf den Agramer Bahnhof geschleppt. An den Boden eines Waggons gefesselt ging es in endlos währender Fahrt erst einmal quer durch Jugoslawien und dann in diesen Ort, woIsie in eine Zelle von Schwerverbrechern geworfen wurden. Was ser und Brot waren die einzige Kost und dazu immer die lähmende Angst, von den Bomben deutscher Stukaverbände getroffen zu werden. Endlich öffnen sich am Os-tersonntag die Gefängnistüren, ein kroaitischer Oberleutnant steht vor ihnen und umarmt sie. Die Truppen der Serben sind abgezogen, die Kroaten haben die Herrschaft übernommen. Gemeinsam miit dem Oberleutnant läßt der deutsche Fliegerunteroffizier alle strategisch wichtigen Punkte durch bewaffnete Freiwillige besetzen. Die Sert)en selbst flüchten oder verstek-ken sich in den Häusern, vertauschen die Uniform mit der Zivilkleidung und warten auf das Eintreffen deutscher Solda-'ten, um so als Insurgenten den Kampf weiterzuführen. Die Kroaten erkennen die Absicht, an einzelnen Stellen kommt es so zu schweren Kämpfen zwischen Kroaten und serbischen Insurgenten. Die letzten Serben werden entwaffnet, der Rest flieht auf Ochsenkarren in die Berge. Noch einmal versuchen letzte Reste von Versprengten Widerstand zu leisten, der von unserem Spähtrupp erttscheldend gebrochen wird. Mit uns zusammen marschiert der Fliegerunteroffizier welter, der als erster deut scher Soldat gemeinsam mit den Kroaten den Kampf gegen die Serben aufnahm, KriegsberichteT Kurt Mittelmann. Der OTtenfcD — eine (Demifd^e CRetorle WIRKSTOFFE HEMMEN DEN KRANKHEITSAUSBRUCH SANTE NEUE THEORIE EINE INTERES- Der bekannte Hormonforscher, Professor Dr. Butenandt, vertritt die Ansicht, daß die sogenannten Wirkstoffe vielfach den Krankheitsausbruch hemmen und bei ihrem Fehlen oder Unwirksamwerden bestimmte Leiden auftreten. Es ist noch gar nicht so lange her, da wußte man überhaupt noch nichts von jenen geheimnisvollen Stoffen, die die Drüsen mit innerer Sekretion in das Blut oder die Lymphe abgeben, wodurch wiederum andere Organe in ihrer Tätigkeit entscheidend beeinflußt werden. Als Hormon wurde erstmals in der Medizin das Sekretin bezeichnet, das in der Wand des Zwölffingerdarms gebildet wird und die Bauchspeicheldrüse zu verstärkter BerKn, Aipril 1941. Absonderung anregt. Heute wendet man die Hormonbehandlung nicht nur bei gewissen Alter&beschwerden, sondern sogar gegen Gelemkrheumatismus, Migräne und Schwerhörigkeit an. Doch sind die Hormone nicht nur im Stoffwechsel des Menschen, sonder auch der Pflanzen von allergrößter Bedeutung. Noch längst nicht gänzlich erforscht scheint auch die Wunderwelt der Vitamine zu sein. Es ergeben sich auf diesem Gebiet immer wieder neue Anwendungsmöglichkelten. Bestimmte Vitamine werden gegen Skorbut, Erkältungskrankheiten und den sogenannten Röntgenkater, andere als Appetitsanregungsmittel, ja selbst gegen übergroße Hitze jeder Art und Nachtblindheit empfohlen und teilweise bereits ärztlich verordnet. Der be- kannte Hormonforscher, Professor Dr. Butenandt, vertritt nun die Ansicht, daß Hormone, Vitamine und die in der einzelnen Zelle vorhandenen Enzyme, die man unter dem Sammelnamen Wirktsoffe zusammenfaßt, vielfach den Kramkheitsaus-bruch hemmen und bei ihrem Fehlen oder Unwirksamwerden bestimmte Ldden auftreten. Man muß sich, um diese interessante neue Theorie begreifen zu können, den Menschen gewissermaßen als eine chemische Retorte vorstellen. In kleinsten Mengen werden darin jene chemischen Verbindungen hergestellt, die wir als Wirkstoffe bezeichnen. Wie neuere Forschungen ergeben haben, Ist die Anfälligkeit des Körpers für Infektionen jeglicher Art abhängig von einer »hannoni-sehen Zusammenarbeit« zwischen Hormonen, Vitaminen und Enzymen. Es darf weder zu viel, noch zu wenig von diesen fast zauberkräftigen Wirkstoffen ?m Stoffwechsel vorhanden sein. Nun ist die Möglichkeit durchaus denkbar, daß bei dieser Ausschaltung durch eine unzweckmäßige Ernährungs- und Lebensweise, sowie sonstige, noch unbe-'kannte Einflüsse Geschwulstkrankheiten, Tuberkulose und andere schwere Leiden zum Ausbruch kommen, die sich anoern-falls vermeiden ließen. Ist dies tatsächlich der Fall, so wäre es die Aufgabe der biologischen Chemie, diese Wirkstoffe im einzelnen festzustellen, bei ihrer »Tätigkeit zu beobachten und dann künstlich zu gewinnen. Damit wären dann endUch die Heilmittel gegen die verderblichen Volksseuchen gefunden, nach denen Generationen von Ärzten und Forschern in all'er Welt vergeblich suchten. Doch ist das vorläufig nur ein schöner Traum — zwischen der Idee und Ihrer Verwirklichung steht noch ein Berg eifrigsten, jahrelangen Studiums und endloser Versuchsreihen an Menschen und Tieren. «Snlgeltlid&e Oftitteilung ^ Hornhaut und Hühneraugen entfernt Schmerzlos »Bata« Marburg. Das Schuh« geschält »Bata« ist von der Tegetthoff-straße 7 (Alexanderstraße) nach der Tegetthoffstraße Nr. 13 übersiedelt. 1781 Srfet unO brrbreitet Ott „Hotliirin ,%itiii|"! Uebcraehmo ÜBERSETZUNQS ARBEITEN besonders Uobersetzungen u. Abschriften von Dokumenten Adr. Vcrw. 1843-1 KAUF. TAUSCH. VERKAUF! Gesucht schöner Besitz Stadt nähe mit Weingarten, event. Tausch mit schöner Parkvil-la. — Kleine Villa» gr. Garten 70C0 Mk. Realitätenbüro »Rapid«, Herrengasse Nr 28, deutsche Firma, übernimmt vorspesenfrei. 1877-2 Kaufe Kut erhaltenen tiefen KLNDERWAQEN Anträge unt. »Kinderwagen« an die Verw. 1845-3 ROSSHAAR oder Roßhaarmatratzen zu kaufen gesucht Adressen erbeten unter vRo(3haar« an d. 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Inhalt Män-ner- u Frauenkleider. Schlüs selbund und Fischereiartikel. Abzugeben gegen Belohnung b. Friseur Maresch, Marburg Herrengasse 15, 1875-9 Eine niattgoldene HALSKETTE verloren. Abzugeben gegen Fiiiderlohn Polizeidienststelle II 1866-9 Amtliche Mitteilungen Verlautbarung der Relchspostdirektioi-. Graz Aiiibi»uste[le Marburg (Drau) Enziehuns iuaoslaw. Pomw ertzeichen Die Poi^twcri/f iclii-'iiversclileij.lstcllcn (Tabaktrafi-kcn) in der Uiilcr^tcicriiKirk werden aufgefordert, Ihren Bestand an .iu^oshiwiscltcii ['ostwcrtzeichcn beim zn-ständlKCii l'o.stunil alsbald unter Ueifügung einer Auf-stellunjf in zweifacher Ausfcrti^unK abzuliefern. Über die abReliefcrten Werte wird eine Rmpfaiig.-^bestätigung erleilt. Die RegelunK der Ansprüche der VerschlelBer bleibt LMnem 'splitcreii Zeitpunkte vorbelinltcn. Geschäf tsübernahme i CJcIk'. tU'.n ^crohrlcn IXimen und 1 Icrmi liöHichsl dali iih dni Horrcn- iind nann-nfrisirrsalon meines \^ilcrs übornonnnon luilx\ Ich ompfrlilc mich für Moderne lit'rmihcdicnun^ llaarfärlM'n DaufTMcllpii Moileriir Ko>nH'lik DurcJi moderne l übrnnfi und or.stklassit;e l.ei.smiig verde U h jederzeit I>estrc1')t MMn, Ihre Zufriedenliell zu erringen untl bitte um Ihren Merten IVsut.li. Marburg, Herrengasse 15 BMIl MARESCH iun. lllillilMlIlilllUliltlillllillllllillllllliiillllllillllllllllllhiiiiiiiii. Die Deutsche ßeichspost stellt ein: 1. Absolventeii einer technischen Fachschule mit Abschlußzeugnis, 2. Feinmechanllter, Elektromechaniker und Schlosser mit Oesellen-oder Lehrzeugnis, 3. Arbeiter, die keine abgeschlossene handwerkliche Vorbildung alb Mechaniker, Elektromechaniker oder Schlosser haben. Die weitere Ausbildung übernimmt die Deutsche Reichspost. 4. Arbeiter für den Telegraphenbau. Dio Einschulung und Ausbildung erfolgt in der Altsteiermark Meldungen werden täglich in der Zeit von 9—11 und 15—17 Uhr im Hauptpostgebäude Marburg, Dcmplatz, in der Schalterhalle, ferner bei den Postämtern Pettau und Cilli entgegengenommen. 1757 Kundmachung Auf ürmid der Verordnung des Cheis der Zivilverwaitutig in der Untersteiermark vom 15. April 1^41 müssen sämtliclic Kraftfahrzeuge, die für düu Straßenverkehr bestimmt sitid (Personcnkraftwaueii, Lastkraflfahr/ciigc, sonstige Nutzkraftfahrzeuge und Krafträder), bis zum 25. April 1941 angetiicidet werden. tliezu ordnen die unterzeichneten Politischen Kotnniissare folgendes an: 1. IDie Anmeldung alier im Stadtgebiet Marburg und im Amtsbereiche der Bezirkshauptmannschaften Marburg linkes Drauufer und Marburg rechtes Drauufer befindlichen Kraftfahrzeuge hat bei nachstehenden Anmeldestellen zu erfolgcTi: a) Für das Stadtgebiet in Marburg, I>07nplatz 1, 2. Stock, Tür Nr. \3. b) Für den Amtsbereich der Bezirkshauptmannschaft Marburg linkes Drauufer beim Amte des Politischen Kommissar in Marburg, Parkstraße I (Gebäude der ehemaligen Bezi'rkshauptmanTischa'ft), 1. Stock rechts, Zimmer Nr. 34. c) Für den Amtsbereich der Bezlrkshauptmamischaft Marburg rechtes Drauufer, Parkstiraße 1 (Gebäude der ehemaligen Bezirkshairptniann-schaft), 1. Stock links, Zimmer Nr. 19. Anzumelden sind auch jene Kraftfahrzeuge, die sich dermalen aus irgend eine-m Grunde nicht in der Verwahrung des Besitzers befinden, unter Angabe an wen das Fahrzeu'g abgegeiben wurde und wo sich das Fahrzeug zur Zeit befindet. 2. Die Anmeldung ist an folgenden Tagen von den Kraftfah'rzeugbesitzem (-Haltern) durchzuführen: Von den Kraftfahrzengbesitzern (-Haltern) mit den Anfangsbu(^hstaihen A — K am 23. April 1941 L — R am 24. April 1941 S — Z am 25. April 1941 3. Zur Anmeldung sind die Kraftfa'lirzeugausweise (Verkehrsibuch — Prometna knjizica) mitzubringen. '4. Gleichzeitig mit der Anmeldung sind die Anträge mi Kennzeichnung jener Kraftfahrzeuge zu stellen, für deren Weitertjemitzung ein öffentliches Interesse im Sinne des § 3 der Verordnung des Chefs der Zivilverwaltung in der Untersteiermark vom 15. Aipril 1941 über die Anme'ldun'g und Weiterl^emit-zuiig von Kraftfahrzeugen besteht. Dieses Öffentliche Interesse ist bei der Anmeldung nachzuweisen. Die Fahr-zeoiffbesitzer (-Halter) aus Landgemeinden haben eine bezügliche Bestätigung "des zuständigen Bürgermeisters beizubrin-gen. 5. Die Niohtanm^ldung von Kraftfahrzeugen wird bestraft: überdies verfallen nichtangenieldete Kraftfahrzeuge ohne jede Entschädigung. Maiturg a.d. Drau, den 21. Aipril ISMl. Der Politische Kommissar Der I>o:litische Komissar Der Politische Kommissar MarbuTg linkes Drauirfer der Stadt Marburg a. d. D. Maräck An die Autgeber von Anzeigen! Die \orHul(ung Ix^lmlt sich Abändor-ungcn des Anzeigentextes, soweit sie auf Grund der bostcliciulrn \<)rs(lirif(tMi nötig sind, vor, ohne daß tlor Anzeigen-Aufgeber hicvon -immer verständiRt werden kann. Dir \T.RW\M IING DER „iMAHBl IKU'R VnWSiV' IM An alle gewerblichen Kohlenverbraucher! Alle Industriebetriebe sowie die größeren Gewerbebetriebe der politischen Bezirke Marburg Stadt, Marburg rechtes und linkes Drauufer, Pettau, iuttcnberg und Wmdlschgraz melden sofort den monatlichen Kohlenbedarf unter Zugrundelegung des Durchschnittsverbrauchea der Monate Jänner bis Mjirz 1941, desgleichen die am Meldetag vorhandenen Vorräte. Die-Angaben sollen in Tonnen erfolgen, u. zw. getrennt nach Braunkohle, Holzkohle, Steinkohle und Koks. Die Korngröße ist ebenfalls mitzuteilen, Z. B. 50 To Glanzkohle, 8 bis 15 mm, oder 23 To Steinkohle 40 bis 80 mm, usw. Hiebei ist der größtmöglichste Spielraum in der Korngröße anzuführen. Die Meldung erfolgt an den Wirtschaftsberater im Stabe des Chefs der Zivilverwaltung, Marburg, Schillerstraße 12, direkt oder im Wege der Dienststelle de-' yiisfändigen politischen Kommissars. 1667 Der Wirtschaftsberater im Stabe des Chefs der Zivilverwaltunfi:. Beka nntmachung Im Anhange zu vorstehender Anordnung gibt der Politische Kommissar der Stadt Marburg noch folgendes bekannt: Industrielle Unternehmungen und Qroßhandelsfirmen haibeu gleichzeitig mit der vorgesehenen Anmeldung anzugeben, welche zusätzlichen Lastkraftwagen für den dringendsten Bedarf benötigt werden. Diesen Bedarf hat jedes Unternehmen, wenn möglich unter genauer Beschreibung und Angaibe der erforderlichen Nutzlast kurz zu begründen. Es werden dann auf Grund dieser Anmeldungen »m Bedarfsfalle mch't niir an jene Industrielle Unternehmungen und Großhandelsfirmen zusätzliche Lastkraftwagen zugeteilt, die solche Wagen hatten, sondern auch an industrielle Untemehmungen und Großhaifdelsfirmen, die bisher Lastlkraftwagen wegen der Irer bestandenen Beschränkungen nlclvt in'Betrieb haben konnten. Marburg a.d. Drau, am 22. April 1941. Der PoHtische Kommissar der Stadt Marburg a.d.Drau Knaus. Die deutsche Reichspost sucht für sofort mehrere UMLäAläiatLuUlOlt 9 mit praktischer Erfahrung und abgeschlossener Fachschulbildung. Bewerbungen schriftlich oder persönlich bei der Hochbauabteilung der Reichspostdirektion Graz, Aufbaustelle Marburg, Domplatz 3 FILME VON HEUTE i^urgplatz I, Ruf 22-19 Heute 16.30, 18.4.% 21 Uhr I'rstuuffüiirung in Marburg! Der große Spionagefilm Jchlung! 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Das Leichenbegängnis des unvergeßlich Dahingeschiedenen findet am Mittwoch, den 23. April 1941 um 15 Uhr, von der Aufbah-rungshalle aus auf den Magdalenen Friedhof statt. Die hl. Seelenmesse wird am 24. April um Vs? Uhr in der IMagdalenen Kirche gelesen werden. Marburg, Graz, W.-Feistritz, 22. April 194i Die tieftrauernde Gattin Johanna Scholler und die übrigen Verwandten. 1870 Separate Parte werden nicht ausgegeben. HauplschrifllciUü* i\iilou (jcrscliackj Slcllvoi'li*eleiuk'r llauiilschriilleiter Udo Kasper — Druck der j^Murbiirgir Uriicivorei"