^Nr. 181. Donnerstag, 11. August 1887. 106. Jahrgang. Mibllcher Zeitung. «an.UA ?."°"s"l«: Mit Pofiveislnbun«: ganzlähll« fl. ib, halbiährl« sl. 7,50. Im « ° mptoir: el,,.^ ."' y'lbjähiig «,.f..»o. still die Zustellung tn« Hau« ganMri« fl, l. - I»,tlt,°n««b»r: Fiil ^ >l>u« .iii^iat« bi« zu 4 Zellen 2» tl., größere ver Zeile « li.i bei öfteren Wieberholunnen pr Zeile 3 lr. Die „i!all>achtl Ztltun«^' erscheint täglich mll Ausnahme bei Vonn» und YeltN«gl D!« «»»l»iftrnt!o« befindet fich Vahnyo5, die «edactlo« wlenerstioße lü — NnftauNerte »il^l werben nichl .ingenonimen und Vianuscriple nichl z»rtl5.. dem Landmarschall in Galizien Johann Grafen ^arn 0 wsli, dem Landeshauptmanne in Mähren Felix grasen Vetter von der Lilie und dem Sections« Ms im k. k. Ministerium des Innern Rudolph Freien von Brei sky die Würde eines geheimen Rathe« "Me, allergnädigst zu verleihen geruht. y.„ Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit "uerhöchster Entschließung vom :!1. Juli d. I. dem den m ?^"balterei in Brunn in Verwendung stehen, den Aä"kbhauptmanne Robert Freiherrn von Hein Nn4.^ und Charakter eines Statthaltereirathes mit "cyjlcht der Taxe allergnädigst zu verleihen geruht. ^ Taaffe m. p. Nichtamtlicher Hheil, Bulgarien. lllln ^'"^ Ferdinand von Eoburg geht nach Vul' alle 9/ "^ ^" Fiirstenthron z.l besteigen. Das heißt, k. f."ze,chen Eliten darauf hin, dass dieses Ereignis Vil'n's! ' ^"" ^ "'^ bereits eingetreten ist. Die berei« ^^ ""'^ beneidenswerten Fürsten haben den Ac ""k uns gestern telegraphisch gemeldet wurde, um ? . ^ "halten, sich nach Rustschuk zn begeben, Tel? ^" Prinzen zn erwarten; einem anderen blan, ?" ^'^^^ ^"' auch die Mitglieder des So-ftnk/n ^ Eiuladuug erhalten, sich in Tirnovo einzu-äew«^^ sie offenbar der Eidesleistung des von ihnen ei,?^en Fasten assistieren sollen; und endlich liegt aufVm "lderer Nachrichten vor. welche ebenfalls K' °" "wskdispositionen des Prinzen Vezng nehmen, sich m ^ ^""s '^ be« Wartens müde, und er sagt sind Schauspieldirector im «Faust»: Der Worte M^knug gewechselt — worauf ihm der Chor der endlA^en ^chsatz zuzurufen scheint: Lasst mich auch im N ^"m seh'n. Nun denn, diese That ist eben dürs^rden begriffen, und heute oder morgen schon . ^e u„z ^,^ Depefche das Eintreffen des Fürsten '" Aulganen melden. zebn ^"p^uliert man die Vorgänge der letzten vier-zu >, rV' ^ '^ es unmöglich, sich der Ueberzeugung din° Mttßen, has« dieser Cntschluss des Prinzen Fer--^° tne euniae Möglichkeit darstellt, den Knoten der bulgarischen Frage zu durchhauen.« Einstimmig zum Fürsten erwählt, hat Prinz Ferdinand allerdings der bulgarischen Deputation, welche ihm das Resultat der Wahl überbrachte, die Erklärung abgegeben, dass er die Verträge zu achten und den Thron nur mit Ein-willigung der Pforte, als der suzeränen Macht, und unter Bestätigung der Signatarmächte des Berliner Vertrages zu besteigen gewillt ist. Nun haben sich aber in den letzten vierzehn Tagen die Verhältnisse insoferne geändert, als weder die eine noch die andere Vorbedin» gung zu erfüllen ist. denn weder kann sich die Pforte entschließen, die Wahl des Prinzen zu bestätigen, noch können sich die Signatarmächte entschließen, die Wahl abzulehnen. Die Frage droht vielmehr zu versumpfen; die Pforte verschanzt sich hinter nichtssagende Rundschreiben, in welchen sie die Mächte bittet, doch um Gotteswillen Ja oder Nein zu sagen — sie hütet sich aber, selbst entschieden Stellung zu nehmen, obschon sie in erster Reihe dabei belheiligt und dazu berufe« ist. Die Mächte dagegen — mit Ausnahme Russlands und Frankreichs — sagen: uns ist jede Lösung recht, wenn die Frage nur schon einmal aus der Welt geschafft wird. Russland endlich, und ihm schließt sich die französische Republik willenlos an. sagt: Ich prote-stiere gegen alles, was in Bulgarien geschieht, weil alles daselbst in ungesetzlicher Weise vor sich geht. So ist die Situation beschaffen, vor welche sich der Prinz Ferdinand gestellt sieht, und da gab es nur zwei Möglichkeiten : abzutreten oder abzureisen. Der Prinz muss den Bulgaren entweder sagen: Ich sehe die Unmöglichkeit ein, unter deu obwaltenden Umständen aus Grund der Verträge den Thron Bulgariens zu besteigen — ich lehne daher die auf mich gefällte Wahl ab; oder er muss sagen: Ich habe mein Möglichste« gethan, die Einwilligung der Mächte zu erlangen, die jedoch der» zeit nicht zu erreichen ist. Ich besteige also den Thron in der Hoffnung, dass sich Europa der vollzogenen Thatsache gegenüber freuudlicher stellen wird! Die Brust von dieser Hoffnung geschwellt, begibt sich also der Prinz — vielleicht zur Stunde schon — in das arme. vielgeplagte Land. das ihm eine Krone angeboten. Er hat zweifellos ein großes Wagnis unter» nommen, aber die Geschichte weist zahlreiche Beispiele dasür auf, welche bezeigen, das« Fürsten unter ähnlichen Verhältnissen ebenso gehandelt haben wie Prinz Ferdinand. Der Prinz ist offenbar von der edlen Ambition beseelt, seinen Namen in der Geschichte zu verewigen, und man kann sein Beginnen nicht anders, denn mit den wärmsten Sympathien begleiten. Er wird schwer zu kämpfen haben, um sich auf dem schwankenden Throne de« russischen Einflüssen au», gesetzten Fürstenthumes zu behaupten; er wird großer Klugheit und Umsicht bedürfen, um sich den vielfachen Netzen, welche die Intriguen der russischen Diplomatie um ihu herumspinnen werden, zu entziehen, und der Erfolg hängt nicht nur von ihm, von seiner Energie und feiner Thatkraft allein ab. Denn hienge e« bloß davon ab. Prinz Alexander von Vattenberg fuße noch heute auf dem Throne Bulgariens. Dass er zur Un« thätigkeit verurtheilt, dass Bulgarien seither zur Beute und zum Spielball dev Launen Russlands geworden ist. das hat es ausschließlich jenen Verräthern zu danken, die sich inmitten de« bulgarischen Volles selbst zu einer der schändlichsten Thaten unseres Jahrhundert« hergegeben. Bulgarien hat nun seither eine heilsame Ersah, rung gemacht; es hat die Folgen dieses treulosen Ver. rathes schwer genug zu büßen gehabt. Hält e« nun-mehr treu und unentwegt zu seinem neuen Fürsten, dem das Vertrauen des gesehgebenden Körpers so ein» stimmig entgegenkam, so ist auch mit großer Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass seine Festigkeit schließlich obsiegen werde. Denn Prinz Ferdinand, dem es nicht gelungen ist. sich das Vertrauen Russlands von vornherein zu erringen, wird es bei einigem Geschick leicht dahin bringen können, wenn auch erst nach Ablauf einiger Zeit. sich dieses Vertrauens nachträglich würdig zu erweisen. Er wird gewiss nichts unternehmen, was die berechtigte Empfindlichkeit des nordischen Reiches, dem ja Bulgarien schließlich seine Frei-heit und seine staatliche Existenz zu verdanken hat. verletzen könnte; er wird vielmehr eine der wesentlich« sten Aufgaben seiner Mission darin erblicken müssen, zwischen Bulgarien und Russland einen moäu» vlvt'mil herzustellen, der den Interessen wie den Empfindungen beider gerecht wird. Ist ihm das nach Jahr und Tag gelungen, so wird es ihm an der Anerkennung von Seite Russlands ebensowenig fehlen, wie an dem Danke Europa's. Ais dahin ist es freilich noch lange, und manche Zwischenfälle können auch dieses Vorhaben vereiteln. Allein, indem Prinz Ferdinand nach Bulgarien geht, zeigt er zumindest den guten Willen, Europa nützlich zu sein und es von der bulgarischen Wunde zu heilen. Das allein schon gibt ihm Anspruch auf unsere Sym-pathien und die besten Wünsche für das Velingen seines schwierigen, ja selbst gefahrvollen Unternehmens. Feuilleton. Sommersprossen. Wie wir auch an unseren Men Frauen ja entdecken, Immer nur bei Sommeralutell ^, Ihre Sommerslecken. Wun? Q-. ^""t die Sonne auf die Erde nieder. Wind«. "°H l"ÜM uns Mohnblume und Acker-Wilde w'c ""' Felsrande leuchtet die Königskerze, die EoyN°>e knospet am Hag — lauter Sprossen des zen w; ?' . ^ freudig begrüßen, die wir zu Kran slides sl"' ^e der fromme Laudmann in die Kräuter-werde! '^eckt, die am Tage der Wurzweihe gesegnet diese !' pflücken hier eine Blüte, dort wieder eiue. Wir k c""^ ^ene noch, das kleine Sträußchen wollen Nerin ^t>l°"oen Netti bringen, die im Dorfe als Kell-""Mtet und waltet. Mals s" ^"gsten ^"lku wir eingekehrt bei ihr, da-lllch n « ^ lins angelacht wie der schönste Maientag A'iarn""s den Krug zugeschwenkt mit schelmischem Nachens "' "A"« wiederkommen!» hatte sie uns ^ da n^"' "^ '"" endlich Abschied nahmen, und heißt- " "" wieder, obwohl's im Schnaderhüpfl In Eunm im Schnit Hz« n, °a ' loa Diandl nit. NeM entsch^igte eine Ausnahme. "!« Luennat Müller anno 15W für den Herzog Wilhelm V. von Baietn die «Befehle und Anordnungen für die hohe Frohnleichnams-Procession» zusammenschrieb, da prägte er vor allem den «taiglichen» Jungfrauen ein. .dass sie sich bis auf den Vmgang so viel Inen zuelässig vnd thunlich der Sunnen enthalten.» Müller kannte den Einfluss des Taggestirns alls die Haut der Schönheiten, welche seinen frommen Festzug schmücken sollten. Bei der Netti schien das nicht der Fall gewesen zu sein. ihr hatte die Sonne gar schlimm zugesc'tzt und das prächtige Gesichtchen mit rothen Punkten übersäet; die Sommersvwssen schienen einander den Platz streitig zu machen, und lmr beide, Freuud Maler, der die' Netti auf die nächste Ausstellung bciugen wollte, und ich, waren im ersten Moment so verblüfft, dass uus die vorbereitete Ansprache in der Kehle stecken blieb. Netti merkte es und brach in ein so lustiges Lachen aus, dass auch wir in dasselbe eiustimmten. «'s is halt ein Krenz um's Blondsein,» sagte die Netti, nachdem sie uns unsere Kruge gebracht und gewohnterweise an unserem Tische Platz genommen hatte; «kaum dass das Frühjahr kommt und der Kuckuck schreit, kommen auch die saggrischen Tupfen und verschandeln einem das Bisserl G'sicht, das einem der Herrgott geschenkt. So ein Stadtmadcl, das hat's leicht, bleibt fein z'Haus, so lang die Sonne scheint, tragt einen großen Strohhut und ein schönes Parasol, und dann gibt's noch Mittel, die man gar nit aussprecheu, noch weniger laufen kann. Aber unsereins! Die heilige Magdalena! No, ich tröst mich halt damit, dass der Herrgott auf's Herz schaut und nit auf's Gesicht, wie 's g'wisse Stadtherrn gern thun. Sogar die Sonne hat Flecken, in der Zeitung steht's, jetzt braucht sich unsereins schon gar nimmer zu genieren!» Was die Sommersprossen oder Sommerstecken sind. braucht wohl nicht gesagt zu werden. Sie bilden sich meist unter dem Einflüsse der Sonnenstrahlen in der Schleimschichte der Oberhaut, in den Epidermiszellen, und kommen gewöhnlich nur an unbedeckten Hautstellen vor. Sie erscheinen mit dem Sommer und verschwinden meistens gänzlich mit demselben. Rückert gedenkt dieser Erscheinung in einem Sonett seines Liebesfrühlings. Im Sommer draußen, als durch Busch und Hecken Aus deinen Fußtritt meiner sich erpichte. Vellagt' ich deiur Schönheit, dass zunichte Daran ein Theilch?n ward durch Sommerfleclei». Jetzt, wie dich die Erinnerungen wecken Vor meinem Geiste, staun' ich, wie im Lichte Du dastehst mit jo reinen» Angesichte, Dass ich lein einz'ges sslrclchen lann entdecken. Was ist das? Ist es wohl der lcuschc Winter, Der mit dem Schne^lanz drine sslecken sauber «Aemacht hat, dass du strahlst als wie die «llien / O nein ! Ein Quell ist das, aus Himmeln rinnt er, Der trägt von Ewigleil in sich den Zauber, Dass er lann ird'scher Schönheit Flecken tilgen. Die populäre Heilkunde hat eine Menge Mittel gegen die Sommersprossen erfunden; der Aberglaube that ebenfalls ein Uebriges, und die Welt, welche um jeden Preis betrogen fein will. verschleudert lein ge-ringes Geld an marktschreierische Quacksalber, welche Xaibachcr Zeitung Nr. 181. ____________1496 11. August 1«U?. Politische Ueberlicht. (Maßregeln zur Besserung derSani-tätspflege.) Die mangelhafte Leistungsfähigkeit der galizischcn Landgemeinden in dcr Handhabung der sanitätspolizeilichen Agenden des selbständigen nnd übertragenen Wirkungskreises gestaltet sich zu einer umso empfindlicheren öffentlichen Calamität. als bei dem notorischen Mangel an Aerzten und der gleichfalls no» torischeu Sorglosigkeit des Landvolke« inbetreff der Sanitälspflege dem Uebel durchaus freie Vahn gelassen wird. Bei so bewandten Umständen, deren traurige Folgen in den überaus ungünstigen Daten der galizischcn Sanitäts - Statistik alljährlich einen beredten Ausdruck finden, wird den letzthin von der Regierung znm Zwecke der gründlichen Abhilfe diesbezüglich unternommenen Schritten ein allseitiges lebhaftes Interesse entgegengebracht. Vor nicht langer Zeit wurde den politischen Aezirksbehörden und durch dieselben den Gemeindevorständen die strict? Handhabung der bestehenden Vorschriften inbetreff des Vorgehens beim Ausbruche der epidemischen Krankheiten in der nachdrücklichsten Weise eingeschärft und gleichzeitig die Vornahme der einleitenden Schritte zur Activierung des Grmeinde-Sanitätöoienstes angeordnet. Ueber Auftrag des Mini» steriums des Innern wird nunmehr in der Lemberger Statthaltern an der Vorbereitung eines in der nächstfolgenden Landtagsfession als Regierungsvorlage einzubringenden Gesetzentwurfs, betreffend die Eintheilung des Landes in Eanitätsbezirke mit selbständigen Gemeinde-Aerzten, gearbeitet. Da Galizien bislang über eine nur ungenügende Anzahl von privatärztlichen Kräften verfügt und die Sprachvrrhältnifse des Landes die Ansiedlung von Aerzten aus anderen Provinzen nicht in Aussicht nehmen lassen, so dürfte den galizischen Sanitätsbezirken vorläufig ein bedeutend größerer Umfang angewiesen werden, als dies in anderen mit dem Institute der Gemeinde-Aerzte bereits ausgestatteten Provinzen der Fall ist. Auch eine Vermehrung der Zahl der Bezirksärzte in der Weise, dass für jeden politischen Bezirk ein landesfürstliches Sanitätsorgan bestellt werde, dürfte in nicht mehr ferner Aussicht stehen. (Oesterreichische überseeische Han< delsgesellschaft.) Der in Wien bestehende öster» reichisch'ungarische Exportverein hat der Regierung eine Denkschrift unterbreitet, in welcher die Unter» slützung der Regierung in der Richtung in Anspruch genommen wird, dass die hervorragendsten Wiener Bankinstitute zur Betheiligung an einer zu gründenden österreichischen überseeischen Handelsgesellschaft ver-aulasst werden mögen. Die Gründung dieser Gesell» schaft würde den Zweck verfolgen, die Entwicklung des österreichischen Ausfuhrhandels zu fördern und zur Befreiung vom ausländischen Zw schenhandel beizu« tragen. (Landtagswahlen in Böhmen.) Das deutsche Central'Wahlcomitö in Prag candidiert in Uebereinstimmung mit dem Bezirts-Wahlcomite' für den Städtebezirk Krumau an Slelle Nitsche's den Bürgermeister und Notar in Krumau. Doctor Kraus, für den Reichsrath. Zur Candidatur für den Landtag erklärte sich Dr. Nitsche bereit, weshalb er vom Bezirks» Wahlcomit^ wieder aufgestellt wurde. Für die Stadt Budweis wurde der bisherige Abgeordnete Schier vom BezirksWahlcomite' wieder als Landtagscandidat nominiert. (Das Staatsgymnasium inFreuden-thal) Da das Slaats'Untergymnasium in Freuden« thal infolge der Verfügung des Unterrichtsministeriums aufgehoben werden soll. hat der dortige Gemeinde-ausschuss für diesen Fall in seiner letzten Sitzung die Aufrechterhaltung der ersten Classe auf Gemeindelosten einstimmig beschlossen. (Kroatien.) Die Anhänger der Starc. V^-Partei haben das von der Regierungspartei als unrichtig be» zeichnete Gerücht ausgestreut, letztere habe den Star-ceuieiauern W Landtagsmandate zugesichert, wenn diese bei den Wahlen sich mit ihr gegen die anderen oppositionellen Parteien verbinden wolle. Zufolge der mehr» fachen, in dieser Affaire abgegebenen Erklärungen beschloss die gemäßigte Opposition in einer vorgestern unter Vorsib des Grafen Draskovic abgehalteneu Con-feienz die Veröffentlichung der Z.lschrift Folnegouic an den Grafen Draskovic. Dieselbe lautet wörtlich: «Zu« folge der geehrten Anfrage kanu ich mit Ehrenwort versichern, dass mir Herr Aovocal Nikolaus von Cern-kovic am 10. Mai in feinem Hause Folgendes sagte: ,Ich habe bereits Dr. Zerjavic gesagt und sage auch Ihnen: Wir, die Regieruugipattei, garantieren Ihnen 80 Mandate für den nächsten Landtag, wenn die Rechts» Partei sich mit uns gegen die anderen Oppositionen vereinigt/ Diese Worte hat mir nachträglich auch Dr. Zerjavic persönlich bestätigt. Agram. 7. Juni 1887. Dr. Folnegovic.» (Oesterreich und Serbien.) Nicht uninteressant ist. wie sich die Belgrader Blätter zum Tode Katkovs verhalten. «Videlo», das Organ der Fortschritts» Partei, beschränkt sich auf eine kurze biographische Notiz, dagegen ruft die liberale «Ustavnost» nach einer längeren Lamentation aus, dass die Serben «doch noch den vollständigen Sieg der Ideen des Verstorbenen» erleben werden. Der radicale «Odjek» lässt sich über den Tod Katkovs aus. als ob das Blatt in Moskau erschiene und als ob die Serben wirklich nichts Gescheiteres zu thun hätten, als jedem russischen Losungsworte Folge zu leisten und sich endlich russisicicren zu lassen. Doch das ist Geschmacksache der Belgrader Socialisten. Für uns ist nur jene Stelle des «Odjek» interessant, wo er sagt, dass in außergewöhnlichen Fällen Serbien sich nicht an Oesterreich-Ungarn, sondern an Rllssland anschließen werde. — Freilich wird das nicht geschehen, aber dieses Bekenntnis ist jedenfalls in einem officiöfen Belgrader Blatte unter den heutigen Verhältnissen sehr bemerkenswert. (Italien.) Einer Zuschrift der «Pol. Corr.» aus Rom zufolge ist man auch in den dortigen diplo-malischen Kreisen überzeugt, dass Crispi, falls er das Ministerium des Aeußern übernimmt, die von Depre-tis inaugurierte Politik des engen Anschlusses Italiens an Deutschland und Oesterreich-Ungarn fortfetzen werde. Crisfti bringe für den Ressort der autwärtigeu An qeleqenheiten volle Eignung. Sachkenntnis und Energie mit, und er genieße unter den Mitgliedern des diplomatischen Corps in Rom allgemeine Sympathien. (Pariser Weltausstellung.) Nach einer Meldung aus Paris hat der Minister des Auswärtigen, Flourens. an die diplomatischen Vertreter im Auslande Instructions gesendet, welche bezwecken, die Theilnahme der fremden Industriellen an der Pariser Weltausstellung zu erleichtern. Zu diesem Behufe soll auf Bildung von privaten Central«Commissionen in jedem Staate hingewirkt werden, welche sich die Vertretung der Interessen der Aussteller zur Aufgabe zu machen hätten. (Aus Central-Asien.) Der von Russland aufs eifrigste betriebene Bau der transkaspischen E'seN' bahn zwischen Tschardschui und Samarkand macht M befriedigende Fortschritte; in technischer Beziehmig u"' dient erwähnt zu werden, dass dieselbe den Amu-Larja nicht mittels einer Brücke, sondern mittels eines- Tra« jects übersetzen wird. Tagesneuiglciten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie das "^ garische Amtsblatt meldet, den griech. - kath. Kirchengemeinden in Alsö'Sebes und Poklostelek je 15l) !^ den gricch -tath. Kirchengemeinden in Agyaqos, Fel^ patat uud Rogoz, ferner den griech.-orient. Kirche gemeinden in Vakamezö und Omor, der evaug. Kirche gemeinde in Tapoly Izsip. der röm.'lath. Kirclic i" Nagy-Szlatina, dem Kronstädter Frauciscaner - Kloster und der Magyar-Zsakoder unitarischen Kirchengemeinde je 100 st. zu spenden geruht. — (Die Kaiserin als Zitherspielerin) Kaiserin Elisabeth, welche sich bekanntlich mit ihrer Mutter einige Wochen in Bad Kreuth aufhalten >i>llb, hat den Befehl gegeben, dass man dorthin ihre Zithet mitnehme. Die greise Herzogin Ludovica findet das gröhle Vergnügen daran, die einfachen Weisen der Heimat von ihrer Tochter vortragen zu hören. Die Kaiserin erhielt den ersten Zitherunterricht von ihrem Vater, nach ihrel Vermählung nahm sie bei den ersten Wiener Meistern Lectiunen. Obgleich sie nun das Instrument in letzterer Zeit vernachlässigt hatte, holte sie es doch jetzt wieder hervor, um ihrer Mutter damit eine Freude zu bereite»' — (Eine verweigerte Ehebelvilli gu »a.) In militärischen Kreisen macht eine verweigerte E^ bewilligung Aufsehen. Ein junger Oberlieutenant war bei seinem Regiments-Commando um die Vewilligling zur Ehe mit der Tochter eines reichen Haus- und Grundbesitzers eingeschritten. Die Beilagen des Heiratsgesuches machten ersichlich, dass die Araut, beziehungsweise dere" Vater bereit war, durch den Erlag von 3« «00 Gulden Silberrente als Heiratscaution das für den erst achtui'd' zwanzigjährigen Oberlieutenant erforderliche Nebeneinlon»' men von 1500 Gulden jährlich sicherzustellen. TrohdB wurde dem Officier, bevor überhaupt noch sein OeW im gewöhnlichen Instanzenzuge an das Kriegsministeriul" gelangte, bedeutet, dass ihm die Heirat nicht bewilligt werden könne, da die Familie der Vraut nicht j^ moralischen Eigenschaften besitzt, welche die neue Heirat^ Vorschrift zur Bedingung macht. Das Regiments-CoN'' mando hatte nämlich in Erfüllung der von den ne»^ «Vorschriften über die Heiraten im l. k. Heere» lie^ langten Erhebungen über die Familie der Braut co»' staticrt, dass der Vater des Mädchens durch lauge Iah" ein «Vielpercentiger» war, der sich ".' Zum Troste möge hier eine italienische Si» ciliane in der Uebersetzung Rückerts folgen: Du zürnst, in deinem Spiegel zu entdecken, Dass auch auf deiner Wange Frühlingsflur, Der Summer schon — wie durft' er sich erlccken ^ In leichtm Fleckchen zeichnet seine Spur. O lass den Flor der Nacht den Spiegel decken Und sieh hinauf zum leuchtenden Azur! Dort sind mehr Stern', als auf der Wange Flecken, Und jeder Stern ist eine Iierde «ur. Nach dem Glauben des Volles beginnt die Som« mersprossenqefahr schon gleich nach der Geburt. In der Wetterau heißt es. das Kind bekomme Sommer/ flecken, wenn ihm im ersten Iahle Regen aufs Oest.O falle; Schwaben, Mecklenburger. Schlesier und Rh^ länder dehnen die Gefahr aufs zweite Jahr a,.s. ".^ Norwegen legt man das Kind am Tauftage in b" Sonne, damit cs keine Sommerfprossen bekommt. . Eine Legion von Mitteln hat Charlatanerie l«M Aberglaube geschaffen; dieselben sind nicht immer d«e appetitlichsten. Schon die alten Römerinnen beinM" pulverisierten Krotodilmist aus Egypten. In Pforzli^'. nimmt man Maithau, anderweitig nur den am l.^ gefallenen; in Schwaben muss der Thau von Ko^ ähren abgestreift sein. in der Neumart wäscht ma» ^ mit Ostecwasser, in Südtnol mit den Thränen, nicl^ die Rebe weint; in Schwaben siedet man drei O"l^ . lröten in dem zum Waschen bestimmten Wasser, in ," , Wetterau nimmt mau eine Todtenhand und vestry sich mit derselben; der Schweizer hält das Wasser l" probat, das sich auf einem Lrichenslein sammelte: " Schlesier waschen sich beim Erblicken der eril»l«n!in will >' mand verwenden. N v. ^- ^ache^Zeitunn Ni. IXl. 1497 ' 1l. August lii«?. ° Wahrscheinlichkeit eines baldigen Endes des Streikes ^?"' ° Elchen dem Lloyd und den Heizern Verdungen zur Anbahnung einer Verständigung ein Meitet wurden. Die Abfahrt sämmtlicher fahrplanmäßiger s^ ^ "folgt in bester Ordnung. Dem Lloyd wurde ",.7" ^edarfsfall eine große Anzahl Heizer aus deu 'roanlmlfchen und norddeutschen Häfen zur Verfügung gestellt. Ll°^ "^ pikante Statistik.) Der «Pester c,s -s^" "" ""^ ^'""' bisherigen Gängen in die mnarl,chen Schatzkammern der magyarischen Esswaren-^nou,tr,e so getreulich folgten, beschäftigt sich nun auch N^?s/ " H" Erbringungen des Schwesterlandes, u? ^"'^vlerung des volksthümlichen Paprika Gewürzes no der demokratischen Salami wendet sich das Blatt "cr Mmlertercn Ganslebcr zu und gibt uns schähens ^./ulschlüsse über die Mengen, welche von diesem lrmillM Artikel im Lanfe der Jahre exportiert worden, ""e aus den statistischen Aufstellungen hervorgeht, scheint r!k ""^"^^ Gansleber allmählich das Mouopol der be-l? ? ^^aßburger Leber zu brechen und auch außer-M» ihres Mutterlandes zur allgemeineren Gellung zu «gen. Die Anerkennung, deren fich das delicwfe Ge-!u ^" "freuen hat, nimmt seit dem Jahre 1««3 stetig «u. ^n den vier Jahren 1883 bis 188tt wurde nämlich °n Ganslebern der Menge und dem Werte nach aus .6"" ausgeführt, und zwar: 1883 42li Mctcrcentner >" -Uierte von 70 748 fl., 1884 6l4 Mctercentner im "ere von 140 057 ., 1885 585 Metcrceutuer im "«e von 120 115 st., 188« 749 Meterccntuer im "we von 15«N85 fl. Der Export dieses fo unschein-del 'n ^ '^ "lso ein recht starter; die Richtung l>ä>s' , ^ '^ zunächst Wien, wo derlei Consumartilel aesu ! ^^" ""^ °"ch entsprechend bezahlt werden. Der Hal 's! ^"^^"n?' ben die Leberindustrie genommen Svm! .^" ""^ '" ""berer Beziehung geeignet, unsere M? ?" wachzurufen, da sie nach uufereu bescheidenen dal/l" ""sk" indirect auch der Entfaltung einer andern » """dlfchen Industrie erheblich zugute kommt. Wir die!ä ? "°"'^^ "'^' dafs mit dem Wachsen des Exports 'f '^bildenden Genussmittels eine Hebung des Mi-^ ""''"""sums Hand in Hand gehen uud dass sich ten s?z ^"^" Karlsbad allgemach mit Lcberiuteresseu-^/'°zum Zerplatzen füllen wird. Aber das sind un-Lek,. ^ bulunftsbetrachtungen, die uns die Freude an "vern nicht verderben sollen. To^",(Vertauf des Südbahn-Hotels in ToblV^ - ^'^ Südbahn'Direction hat das Hotel selben c-"" ^"^rlhale an den bisherigen Pächter des-buch,' H"ln Ueberbacher, um beu dem grund-verta f! ^"^ entsprechenden Preis von 120 000 sl, die <2-'!^^ ^^^^ '^ ""^ ^ener Etablissements, welche l^ bahn-Direction zur Förderung des Fremdenvcr zehn 3 l "nzelnen Linien der Nahn im Laufe der letzten Direrl' "bauen ließ. Im Besitze der Südbahn Merin " bleiben nuu noch die Hotels auf dem Sem von 1'/"^. '" ^lbbazia, welche zusammen einen Wert /^ Millionen Gulden repräsentieren. Ärüsspf ./kroßer Waldbrand.) Wie uns aus »orlck/ /.^glaph'ert wird, ist im GrohHertogenwald, ^>>>,», "°" ^"'""ä „ach Aachen hinzieht, ein Brand zum Ausbruche gekommen. Seit 48 Stunden steht der ganze Complex in hellen Flammen. Das Feuermeer erstreckt sich bereits zwei Kilometer weit. Mehrere Ortschaften, welche au den Wald angrenzen, find eingeäschert worden, andere werden von demselben Schicksal bedroht, Visher waren alle Lüschversuche vergebens, und nimmt der Waldbrand immer größere Dimensionen an. Der! Schaden ist ungeheuer. — (TriftigeEhefcheidungsgrüude.) Eine amerikanifche Dame, Madame Slade, hat, wie aus Newyort gefchrieben wird, einen Ehcscheidungsprocess gegen ihren Gatten aus folgenden Grüuden eiugcleitet: 1)weil sie, als mit Kurzsichtigkeit behastet, nicht genau habe wissen können, was für ein Manu Herr Slade sei, und dass sie erst nach der Heirat gesehen habe, dass ihr Gemahl eine Warze auf der Nafe habe; 2) weil er während feines Schlafes schnarche, was sie am Schlafen hindere; 3.) weil Herr Slade seit dem Tage. als sie heirateten, ihr leine Zärtlichkeit erwiesen, und 4.) weil sie einen anderen Mann heiraten wolle. Der Advocat der Klägerin versichert, dass er ihre ganze Aussage bestätigen könne, mit Ausnahme der negativen, nicht zu beweisenden Thatsache, dass ihr unempfindlicher Gatte sie nie umarmt habe. - (Eisenbahnunglück.) Diesertage entgleiste, wie aus Rostov am Don berichtet wird, zwischen den Stationen Pavlovsl und Krylovo der Vladilavtaz-Eiscn-bahn ein Güterzug, indem er in eine auf dem Geleise befindliche Viehherde hineinfuhr, wobei elf Ochsen von den Rädern zermalmt wurden. Aus dem Zuge befand sich eiue größere Anzahl in die Heimat zurückkehrender Schnitter, von denen viele Verletzungen erlitten. An deu Ort der Katastrophe wurde ein Hilfszug geschickt; das mit demselben abgereiste Medicinalpersonal hatte schwere Arbeit, um den Hilfsbedürftigen gerecht zu werden. Der Extrazug lehrte spät abends mit fünf Schwerverwundeten nach Rostov zurück. Die Gesammtzahl der Verunglückten ist noch nicht genau bestimmt. — (Hohes Alter.) Oberschlesischen Blättern zufolge lebt im Kreise Pless in der Gemeinde Wyrow eiue im Alter von über 120 Jahren stehende Frau, die unverehelichte Fabian. Dieselbe ist seit 25 Jahren blind, befindet sich aber sonst noch verhältnismäßig wohl. — (Gegen die Cholera.) Das Handelsministerium hat gegen Provenienzen aus Malta eine siebentägige Neobachtungs-Reserve und Desinfection der Gebrauchseffecten angeordnet. — (Aus der Instruction sstuude.) «Einjähriger, was werden Sie thun, wenn Sie im Kriegsfalle den Auftrag bekommen, mit einer größeren Abthei' lung deu Bahnkörper für den Feind unsahrbar zu machen?» — «Ich werde die Fahrbillets vernichten.» Local- und Provinzial-Nachrichtcn. - (Erzherzog Albrecht in Laib ach.) Seine laif. Hoheit Erzherzog Albrecht ist gestern um li Uhr abends in Laibach angekommen und im «Hotel Elefant» abgestiegen. Heute sindct die Inspicierung der Truppen der hiesigen Garnison statt. — (Böhmische Gäste in Laibach.) Gestern morgens unternahmen die böhmischen Gäste vereint mit den Laibachern, insgesammt wohl über 600 Personen, einen Ausflug auf den Rofenbacherberg. Auf dem Plateau wurde eine einstündige Rast gestalten, welche dem Besuche des lieblichen Marienkirchleins und dem einzunehmenden Frühstück gewidmet war. Es war ein förmliches Lager, welches da aufgeschlagen wurde. Von dort gieng es zur Drenit-Höhe, welche der Besitzer zu Ehren der Gaste am gestrigen Tage in «Böhmische Höhe» umtaufte, was seitens der anwesenden Böhmen freudigst begrüßt wurde. Die Gäste wurden durch die Liebenswürdigkeit des Herrn I. C. Iuvancic und seiner Gemahlin mit vorzüglichen Dessertweinen und vom Herrn Jean Schrey mil Kipfeln bewirtet. Nachdem der Besitzer die Gäste aus Böhmen freundlichst begrüßt, traten dieselben durch den mit Flaggen geschmückten Schischlaer Wald den Weg zum Geburtshause des ersten slovenischen Dichters, Valentin Vodnil, zum Hibert an. Die Gäste wurden mit Pöllerschüssen begrüßt und auf dem ganzen Wege der Bevölkerung der benachbarten Ortschaften herzlich acclamiert. An der hübschen Triumphpforte erwarteten der Gesangsverein der Schischkaer Citalnica mit seiner Fahne, die Bürgermeister von Ober- und Unterschischla und die Mädchen aus diesen beiden Orten, welche, in nationale Tracht mit der Peca gekleidet, den böhmischen Gästen Salz und Brot reichten und selbe unter großer Begeisterung begrüßten. Die Festrede hielt Oberlehrer Go velar; im Garte., war die Büste des Dichters Valentin Vodnik aufgestellt und mit exotischen Blumen und einem Lorbeertrauze geschmückt. Auch Vodnils Gedenk« tafel war mit Blumen bekränzt. Der gefammte Ort Unterschischka war ebenfalls reich decoriert. Um halb 12 Uhr zogen die böhmischen Festgäste unter Pöllerschüssen aus Schischta nach Laibach. Um 1 Uhr fand sodann in der Citalnica-Restauration ein Festbankett statt, an welchem über 400 Gäste uud zahlreiche hiesige Bürger theilnahmen, so Vicebürgermeister V. Petricic. lais. Rath Murnil, die Reichsraths-Abgeordneten Canonicus Klun, Dr. Ferjancic, die Landtags-Abgeordneten Dr. Voönjak, Lucas Svetec und mehrere angesehen« Bürger der Landeshauptstadt. Die Musik besorgte die Kapelle des 17. Infanterieregiments. Den ersten Toast brachte kaiserlicher Rath Landesausschuss Murnil auf Seine Majestät den Kaiser, wobei die Musikkapelle die Voltshymne intonierte, die von den Anwesenden unter jubelnden Beifallsrufen stehend angehört wurde. Gemeinderath Hribar toastierte aus die böhmischen Gäste, der Obmann des Reisecomites, Dr. Schmaus, aus die slo< venische Nation, Vicebürgermeister Vaso Petricic m Abwesenheit des Bürgermeisters auf Prag und dessen Bewohner, Redacteur Srb auf die Slovenen, Landes' ausschuss Dr, Vosnjat auf die böhmische Nation. Sodann theilte der Obmann des hiesigen Festcomiles, Ge meiuderath Hribar, mit, dass die böhmischen Gäste zum Andenken an ihren Besuch in Laibach auch ein Geschenk mitgebracht, nämlich 500 fl. sür den «Narodni Dom», welche Mittheilung mit großem Beifall zur Kenntnis genommen wurde. Paler Elert toastierte in böhmischer Sprache auf die Einigkeit der Böhmen und Slovenen, Reichs- (Nachbiull verboten,) 3<3s Mild im Spiegel'. Roman von Nietorie« Dnval. ("8. Forlsehuna.) "tn ^"si ""^'^ ö'""sel. der ihn quälte, drehte sich Vertrat?^ '^ intriganten Mutter Helferin und Iraae^lseudmal ^te Harry sich diese inhaltsschwere Etm,^"'" ^ ^"" dachte, wie sie ihn zu nächtlicher dara,s c"?^ lenem Pavillon gelockt und sich dann der bm k l^"oe" Ereignisse erinnerte, dann wollte das wied,r !^"' bleiben in der Brust, und er fragte sich w, «'? w"ber. ob denn solche Augen lügen tonn-'hm ein Himmel in heiligster Reine ent- einzur^ "^, Selbstüberwindung versuchte er es. sich NM. ?! b°ss fllr Mrs, Livingston nicht die mindeste Geh'""'?la.keit ^lag. ihre Tochter in ihre dunklen teress c -'^ einzuweihen; dass es uur in ihrem In-zirlr 's ^"Me. s^. »Mg unwissend über die End« allen !w^ ^l6"e z», lassen, wie ebenso Fausta gleich hlena ^chm ihies Alters innig an ihrer Mutter zu nl, ""^ blindlings that, was diese verlangte, ohne N !.' ""^ Zwecke dieselbe damit verfolgte, floss 's. ^ '""t ln seinen Betrachtungen gelaugt. Mdck ^ ^ Herz über in Mitgefühl mit dem >lH« -'l ^lch"" er alles hätte sein mögen und s«r>l f.. '^ durch die Macht der Verhältnisse doch so »ltid it, ' ^ ^"^ ^ "" Weltenall zwischen ihr wn^' b" Processverhcmdümg war Harry nicht lvilhrH 3"' aufgerufen worden'; es geschah seiner ^hm'ng "°"^" Sitzungen nicht die mindeste Er- F'sk. Gould k Co.. wie auch die anderen Ver- sicherungsgesellschaften, die dem endgiltiqen Richter» spruche entgegensahen, wiegten sich in den besten Hoffnungen über den Ausgang; sie zweifelten nicht an einem Urtheil zu ihren Gunsten. Umsomehr waren sie überrascht und enttäuscht, als dann der Wahr spruch des Gerichts dennoch zugunsten der klägerischen Partei fiel. Mrs. Livingston gewann den Process, dessen Gegenstand die Summe von 400000 Dollar — ein fürstliches Vermögen — war. Mr. Gcrald ssist traf dicfel Urtheilsspruch wie ein Schlag ins Gesicht. Er verfocht nach seiner heilig-slen Ueberzeugung sein gutcs Recht. Der der Verkündigung der gerichtlichen Entschei« dung folgende Tag überraschte Mrs. Livingston mit der Nachricht, dass die Firma Fisk. Gould r. Ferjancic auf die wackere böhmische Nation, der Obmann des Clubs der sloveuischen Landtags-Abgeordneten Krains, Landtags-Abgeordneter Sue tec, auf «die Slaven als treue Freunde und Stützen des österreichischen Staates, dem die Slaven Oesterreichs stets treu ergeben waren und bleiben werden» Dr, Hudnit wastierte auf die böhmische Damenwelt, für welchen Toast die böhmischen Damen Anna Dunkovsta und die böhmische Schriftstellerin Gabriele Weiß mit ebenso beredten als herzlichen Worten dank-ten. Reichsraths-Abgeordneter Domcapitular Klu« gab seinen Sympathien namens des gesammten slovenischen Clerus für die böhmische Nation Ausdruck, was beifälligst aufgenommen wurde. Landesingenieur Hrasly brachte einen herzlichen Gruß namens der in Kram lebenden Böhmen; Handelsmann Slabrne begrüßte die böhmische Kaufmannschaft namens der trainischen Handelsmelt, worauf Fabrikbesitzer Pitrdle aus den Königlichen Weinbergen bei Prag dankte; Landtags-Abgeordneter Stegnar begrüßte die böhmischen Gäste namens der Vollsschullehrer Krams, wofür ihm Johann Vadnjera, Voltsschullehrer aus Böhmen, dankte. Nach dem Bankett begaben sich die böhmischen Gäste in Begleitung der slovenischen Vereine, welche sämmtlich mit ihren Fahnen erschienen waren, auf den Friedhof zu St. Christoph, um auf die Gräber des Dr. Bleiweis, Josef Inrcic und ihres in Chrudim in Böhmen geborenen Landsmanns Nessel, des Erfinders der Dampfschiffschraube, prachtvolle Kränze niederzulegen. Auch an den Gräbern wurden begeisterte Ansprachen gehalten. Abends fand im Kosler'schen Garten eine gemüthliche Unterhaltung statt, bei welcher eine Zigeuner-Musikkapelle, der Oesangsverem «Slavec» und der Gcsangsverein der Citalnica von Schischta mitwirkten. Ein gegen Abend niedergegangener Regen vertrieb die größte Anzahl der Gäste, der Rest aber harrte muthig aus. Heute früh begaben sich die böhmischen Gäste nach Veldes — (Priester-Jubiläum.) Aus Adelsberg schreibt man uns: Ein seltenes Fest — ein Fest so recht herzlich und weihevoll — gieng am 8. d, M. in unserm Markte vor sich: der hiesige Ehrendomherr Hohann Hofstet t er feierte mit seinen Schulcollegen das 4s)jährige Priester-Jubiläum. Das imposante, harmonische Geläute unserer Decanats-Pfarrkirche verkündete schon tagsvorher dem Markte und der Umgegend das Herannahen des sehnlichst erwarteten Tages. Ein reiner, wolkenloser Him« mel begrüßte den lieblichen Festtag, die Pfarrkirche harrte der Ankommenden in reichlichem Blumenschmucke, vor der Kirche und dem Pfarrhause standen mit sinnigen Aufschriften und Fahnen decorierte Triumphpfortcn. Nachdem bereits in früher Morgenstunde Ehrendomherr Zitz das hl. Messopfer für die verstorbenen Mitschüler dargebracht, chritten Schlag 9 Uhr vormittags 12 ergraute, aber meist noch rüstige Priester, unter denen wir drei Ehren-domhcrren: Hofstetter, Jan, Zih, erblickten, zur Kirche, um da gemeinschaftlich das Dankgebet Gott dem Herrn zu sprechen. In wohldurchdachter, zum Herzen sprechender Rede bezeichnete unser gewesene Kaplan, nun Pfarrer in Kropp, Herr Johann Kapus, die Bedeutung und Wichtigkeit des Festes vor einem zahlreichen, alle Räume der Kirche füllenden Auditorium, worauf Ehren-domhcrr Hofstctter das Hochamt celebrierte und am Ende das Tedeum anstimmte. Nach kurzer Rast besuchten die Iubilanten unsere weltberühmte, mit elektrischem Lichte und bengalischem Feuer feenhaft beleuchtetele Grotte; der Nachmittag aber war mit Ausnahme einer kurzen Pause, während welcher Photograph Müller die Iubilanten-gruppc aufgenommen, dem gemüthlichen, collegialen Austausche über die vielseitigen interessanten Erlebnisse gewidmet, und verlief derselbe in heiterer Stimmung nur zu bald. Was aber die Stimmung unter den Collegen am meisten gehoben, das waren die vielen von hohen Persönlichkeiten und Freunden eingelaufenen Telegramme, woruuter ganz vorzüglich jenes, welches Se. fürstbischöflichen Gnaden aus Üaibach in liebevoller Fassung abzugeben geruhten. Der Triester Abendpostzug führte die Gäste wieder fort. Ein kräftiger Händedruck, ein heißer Abschiedstuss, eine Empfehluug ins Memento — und die treuen Schulcollegen zerstreuten sich wieder nach allen Richtungen der Windrose. -(DieThränen des heil. Laurentius) Um die Zeit des 10. bis 12. August schießen die Licht-faden, die wir Sternschnuppen nennen, in solcher Menge durch unseren Luftkreis, dass bereits unsere Vorfahren vor tausend Jahren dieser prächtigen Himmelserscheinung ihre volle Aufmerksamkeit widmeten. Nicht alle Jahre entfaltet sich dic Erscheinung in gleicher Großartigkeit, wohl aber ist sie jedes Jahr so auffällig, dass sie einem halbwegs aufmerksamen Beobachter nicht entgehen kann. Leider haben wir heuer noch ziemlich vollen Mond, so dass das Phänomen nicht mit so großer Deutlichkeit auftreten tcmn, wie um die Zeit des Neumondes. Der Höhepunkt des Schauspiels fällt zwischen den 10. und 12. August, und erst an dem letztgenannten Tage tritt der Mond in sein letztes Viertel. Wenn aber am dunklen Himmelsgewölbe nur die kleinen flimmernden Sternchen blinken und in dem ganzen uns sichtbaren Weltraume nur der Glanz des schwachen Dämmerlichtes liegt, dann ist siir das brillante Feuerwerk die richtige Situation geschaffen. Da und dort zwischen den Sternen oder in sternenlosen Räumen blitzt es magisch auf. Keine Secunde hat's gedauert, und schon ist ein anderes da, und da wieder eines . . . viele, immer mehr, manchmal ein ganzer Regen von Licht. — (Arbeiterhäuser in Laibach.) Der Verein zur Herstellung von Arbeiterwohnungen in Laibach hat nun den Bau zweier Häuser an die krainische Baugesellschaft übertragen, welche die Arbeiten bereits in Angriff genommen hat. Diese beiden Häuser werden alls je einem Parterre und einem ersten Stock mit je vier Wohnungen per Geschoss bestehen und somit im ganzen 16 Wohnungen enthalten. Dieselben müssen heuer unter Dach gebracht und im nächsten Jahre bewohnbar hergestellt werden. — (Aus Stein) berichtet man uns: Am 8ten August wurde die 79 Jahre alte, durch ihre Herzensgüte und Frömmigkeit allgemein verehrte Mutter des hochw. Dechantes Herrn Johann Oblak zur Erde bestattet. Den Conduct führte Eanonicus Dr. Klofutar, welchem zehn andere Weltftriester assistierten. Dem Leichenzuge, welchen die sämmtlichen Mitglieder des ehrwürdigen Franciscaner-Conventes eröffneten, folgte aus allen Ständen eine sehr zahlreiche Menge von Gläubigen, welche durch die große Betheiligung beim Leichenbegängnisse dem Herrn Dechanten ihre Verehrung bezeigten. — (Promenade-Concert.) Heute um halb 7 Uhr abends findet in der Stcrnallee ein Promenade-Concert mit nachfolgendem Programm statt: 1) Marsch; 2.) Ouvertüre zur Oper «Zampa» von Herold; 3.) «Ball-Promessen», Walzer von Strauß; 4.) Duett aus der Oper «Norma» von Bellini; 5.) «Tausendschön», Polka franhaise von Kafka; 6.) «Herztöne», Quadrille von Horny. — (Militärisches.) Das 97. Infanterieregiment König Milan I von Serbien ist gestern in Laibach eingerückt, ebenso zwei Escadronen des Uhlanen-regiments König Franz beider Sicilien aus Klagenfurt. Die Brigade-Uebungen in der Umgebung Laibachs werden morgen beginnen. — (Plötzlicher Tod.) Der in den Baumschulen der Karoline Fritz bei Graz bedienstete, aus Krain-burg gebürtige 72jährige Kunstgärtner Marcus Go-velar stürzte vorgestern früh, als er eben sein Morgenbrot im Garten verzehrte, zusammen und blieb auf der Stelle todt. Ein Schlagfluss hatte seine,« Leben ein Ende gemacht. — (Postalisches.) Zu Senosetsch in Kram ist vorgestern eine postcombinierte Telegraphenstation mit beschränktem Tagdienste eröffnet worden. — (Schadenfeuer.) Am 4. d. M. nachmittags ist in Loze bei Wippach in der Stallung des Besitzers Anton Natlacen auf bisher unermittelte Weife Feuer zum Ausbruche gekommen, welches das auf 800 fl. asse-curierte Wohn- und Wirtschaftsgebäude sammt allen im letzteren aufbewahrten Futtervorräthen einäscherte und einen Gesammtschaden von 1200 fl. verursachte. An den Löscharbeiten betheiligten sich die Feuerwehr von Wippach, die Löschmannschaft von St. Veit mit einer Spritze, die t. k. Gendarmerie von Wippach und die Einwohner von Loze. — (Gegen Sonnenstich.) Als ein probates Mittel gegen den Sonnenstich sHitzschlag) wird krystallisierte Citronensäure bezeichnet. Dieselbe wird in Deutschland beim Militär mit günstigem Erfolge angewendet und auf allen größeren Felddienst- und Marschübungen mitgenommen. 5. Verzeichnis der beim k l. Landespräsidium eingegangenen Spenden für die durch Hagelschlag geschädigten Gemeinden von Unterlrain. (Fortsetzung.) Uebertrag . . 904 43 Sammlung des Pfarramtes St. Marein...... 20 — Sammlung des Pfarramtes Cernuce....... 5 — Sammlung des Pfarramtes Iesca........ 7 «0 Durch die l. l. Nczirkshauptmannschaft Stein sind nachstehende Beträge eingegangen, und zwar von den Herren: Gottfried Friedrich, l. l. Regierungssecretär in Stein. 2 fl.; Leopold Ritter Roth von Rothen« horst, l. l. Negieruugsconcipist, 1 fl.; Dr. Anton Vinter, l. t. Bezirlsarzt, 1 fl.; August v. Fladung, l. k. Conceptspraltilant. 1 fl.; Josef Potolar, l. l. Steuereinnehmer, 1 fl.; Emil Ianezic, l. l. Steuer-amtscontrolor. 50 lr.; Alois Podboj. l. l. Steuer-amtsadjunct, 50 lr.; Karl Pirc, l. l. Steueramts-adjunct, 50 kr.; Johann Edcr, Pf.irrer in Müulen-dorf, 10 st.; — die Pfarrämter: Münlendorf 16 fl. 41 tr.. Stranje 8 sl., Obertuchein 10 fl., Glogowih 4 fl. 50 lr., Teinih 4 fl. 40 lr.. Selo bei Stein N fl,. Commcnda St. Peter 34 st. 60 lr. — zu» sammen..................106 41 Durch die l. l. Vezirtshauptmannschast Gottschee sind nachstehende Beträge eingegangen, und zwar: vom Pfarramt? Reifnih 60 fl.; durch das Gemeindeamt Nesselthal: Herr Andreas Röthel 1 sl. 50 lr., Mar garetha Kosar 42 lr., Johann Kump 20 lr., Maria Stonitsch 15 lr.. Gertraud Medih 20 lr., M.Tschinlrl 50 tr.. Maria Lalner 50 lr.. Schmalzet 30 lr.. Ionle 50 lr., I. Erler 20 lr.. I, Lalner 50 lr,, Math. Mcdih 40 lr,. I. Roschitsch 1 fl.. Wüchse 50 lr.. A. Medih 10 lr.. M, Stalzer 50 lr,, Maria Stalzer 50 lr.. Ioh. Äreser 50 lr., Math. Schneller 30 lr.. Ioh. Gramer 1 fl. M. Stolzer 20 lr.. Ios. Köstner 60 lr,. Maria Stonilsch 33 lr.. Ioh, Bresar 50 lr., Ioh. Stonitsch 20 lr.. Josef Tschinlel 20 lr., Math. Gramer 20 tr.. Mich. Stunitsch 30 lr. — zusammen................. 52 30 Furtrag . . 1095 74 Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.' Wien, 10.Auaust. Der Prinz von Cobulg ist heute 9'< Uhr vormittags von Mar< chegg aus mit dem Expresszuge bel Staatsoahn nachTurn-Seoerinabgereibt. Das «Fremdeublatt. betont, dass der Entschluss ohne Ermnthigung durch die Mächte und ohne VestätiaM durch die Pforte erfolgt sei; sein Regimr ist mit de» noch vor Wochen von ihm nachdrücklich betonte» A?' stimmungen des Berliner Vertrages nicht in Einlla>»1 zu bringen. Vorläufig stehe mau nur einem inter' essanten Wagestück»', dem bulgarische!, Abenteuer dks Fürsten von Coburg. gegenüber. Lcccc, 10. August. Im l'^iachbart^l Martina g^ rieth der Hochaltar der von Andächtigen erfüllten Kirch' in Vrand. Infolge dessen brach eine furchtbare P^ nik aus. Ein Mann wurde lodtgedrückt, mehr als 40 Personen wurden verniüntn't. Das Feuer soll a/lestt worden sein. Assram, 10. August. Der Abgeordnete Crntomc hat den Starcevicianer Foll^nouic znm Dnrll gefordert. ^)lsova, 10. August. ' Minister Nac^ic und da« Gefolge des Prinzen Ferdinand von Sachsen Cubulg sind hier eingetroffen und erwarten die bevorstehende Ankunft des Prinzen. Derselbe wird sich auf rinen> gemieteten Dampfer der DonaN'Dampfschiffahrts-GeseÜ' schaft einschiffen und in allen bulgarischen Häfen bis Rnstschuk ans Land steigen. Sofia, 10. August. Die Regenten sind in Low« Palanka eingetroffen und fahren heute nach Orsova z"l Begrüßung des Prinzen von Coburg. Volkswirtschaftliches. Lllidach, 10. August. Auf dem heutigen Marltr sind er< schienen: 7 Wagen mit Getreide, 7 Wagen mit Heu und Stroh, 9 Wagen und 3 Schiffe mit Holz. Durchschnittspreise. -Uilt,' Hl«,,. ^ii^. 'Ml^ ft. !ll, n,!lr, fl'^ l^!L: Weizen pr. Hettolit. 5 «5 ? 75 Butter pr. Kilo , . - 90 — ^" Korn . 4 6 5 75 Eier ftr. Stück . . — 2 — ^ Gerste . 3 25 4 60 Milch pr. Liter . . - 8 - ^ baser . 2 92 3 — Rindfleisch pr. Kilo — 64 — ^ Halbfrucht .-------6 25 Kalbfleisch . —50-^ Heiden . 4 6 4 65 Schweinefleisch . - 60 — -" Hirse . 4 22 4 60 Schöpsenfleisch , —36 — ^ Kukuruz , 5 20 5 10 ^ Händel pr. Stück . — 40 - ^ Erdäpfel 100 Kilo 2^14—!— Tauben . — ,5 —^ Linsen pr. Heltolit. 13----------- Heu pr. M.M,. . 1 69 — - Erbsen , 13----------- Stroh » . . 169 — ^ Fisolen » 11----------- Holz, hartes, pr. Rindsschmalz Kilo 1----------- Klafter 6 40 — -" Schweineschmalz» -66 — — —weiches, » 4! 10-^"^ Speck, frisch, , — 60-------Wein,roth.,100Lit.-------24 -^ — geräuchert > —64-------— weißer, »-------28^ Angekommene Fremde. Am 9. August. Hlltll Stadt Wien. Nrune, Ingenieur, Herlisheim. — K^' Alfred, Nobilschel, Kohn und Fillnaschn, Kaufleute, Wien. "" 3rd, Nyba, Leipa, Kauba und Kosina. Privatiers, MhMl"' — Kalligarich, Nechnungs-Official; Gallo und Liebmann, ^ sitzer, sammt Frauen, Trieft. — Graf Etrasoldo. Privatier, worz. Hotel Elefant. Hauffe, Kaufmann, Dresden. — Wasserbau^, Privatier, sammt Frau, und Menls. Reisender, Wien, "" Ritsch, Noval und Dr. Scherl, Privatiers, Prng. Kralupcl' Kaufmann, Budapest. — Kuch Wilhelm und Heinrich, Lloyd' beamte, und Giulizzi, Director, sammt Familie, Trieft. ^ Prcgel, Hauptmann, und Hofmann, Secrelär, Pola. -^ ^ vrencic, VrsilM, sammt Frau, St. Peter. Hotel Vllirischer Hof. Znidaröic. Prosessor, Sarajevo. Verstorbene. Den 9. Augu st. Iosefa Lenassi, Private, 20 I., Bah"' Hofgasse 31, Tuberculose. — Theresia Vovl, Jungfrau, 33 3' Kuhthal 11, lako» äorgali». — Ludniilla Kapus, Beam""«' Tochter, 24 I., Vegagasse 8, Tuberculose. Im Spitale: Den «. August. Francisca Pirc, Mherin, 19 I' Beinfrah. Meteorologische Booblicktmlllcll in ^aibach^ 'I? ü. Ng. "MM" W0 "" O7Mv'ac^ ""^Nter' ! 26 I>a 10.2 » N. 72N.2? 30.4 SW. mäkig heite, Mge" '.Ad. 727.49 21.4 SW. mäßig bewollt ' Vormittags heiter, heiß; nachmittags zunehmende Vew^ lung, seit 7 Uhr lelihastc Vlihe in S. und SW. mit ferne," ^0' ner, lim halb 10 Uhr Gewitter über Laibach ziehend, mit al> gicbigem Regen, nachts sich wiederholend. DaS Tagesmittsl Wärme 23,9". um 4,0° über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: I. Na a. l < t. !)tWt«n owen« «°ur«bi°tte. ^, «eld Wai, Tta°ts.«nlehen. bilbnllnt........ "'" 81-55. >»^er 4°/^.'.«,'. ... 8« s>0 8» «n >»«« " "°le . . loo . ,83 »5,«5.7b «°m°.lNen.?n,che.ne , ve^t. '-^'^" Ä«/^^"'""' ftrutllt«, . >12e»il9 8b '"l°n««tt, sieuersre! . «6 45 ?6« °? 3.°3""° <°/° ' ' ' ."<>'"'<",-«<> »,.?'?"!'« ^>« ... »7 35 87 bs, ' Qf^ .!!'"" Uö,!lU,V. 1«.i«l«,.. ' «"a°l»..Obl,(Un8.Ofibahn) -,-------«- '"» Me»,.^ 4«, ,00 !I, . . »«»«bile»?? ^r°nd«.l.. 0bli°a.l°nen '° N'H^ - '««?5'««75 "°"^' loii -K°^» ungarlsche......,«<.oc»05- Nndere öffentl. Nnlehen. Donau-Mes..kolc 5°/„ ,00 fl. . 1li«'2« l,z» ?b d<°, »Inleihe 187», fieuerllei . I0«00I07'- «nlehen b, etabtgemeinbt wilN l0L» — li,8 50 Pfandbtiefe (<
  • I«» xs> b/, °/° »013«l0l 7l< No in Ü0 , « 4V« . »7 ^ »7 85 dto. Plämien-echulbvnschl.»°/„ I02!l5l02?5 Qcfl Hypolbctenbanl ,«j. b>/,°/° loi - i»2 — Oll' 'UNg, Ban! vlll s.°/„ . . t«'5^l04 — dlo. ^ 4'/,°/» . »»-70!«,'— l!<0 „ <«/<, . . »9Vl!l0l>- Nr,« alia, VodoiclebiloNctienges. Priolicl.li8ati,ne» (sill N>« fi,,, »ll>ab«,h llvlfibahn ,, »tmlsfton — — — — Neld>»<»nb«»3ividba^!! >>> iällber ioox;l<»i — ^la»z»I«>ief'L: Vudu,,^» <>ahn /,»„ . lOI'—lOI'bO Vtftell, V!l>ldweftd<>bn . , , lO«-k!) l0? — «cld «Wai, G»a»t»»»hn l. Vmlsfton . . »l.0'Kl> «Nl — Gübbahn k 8«/».....,41 »s. >41 75 , l» 3°/°.....l« ?5i»z — Nnn.ssali,, Vclhn.....99 40 100- Diverse Lose (pei Stüs), t 4« s!..... 48— 4» — Palffh.Vole 40 N..... 47 «0 <8-.. Violhen ifreuz, «ft, <^cs,r, lu ft ,t'L0 i« 80 Mut>ol!.i,'oje 1!) ft..... ,0 ,5 — — Sa!m»i!ose 40 sl..... gy — «i— Sl'Grnois.tlole 40 jl, , . 5» — K9 70 walbstcin.i,'ole 20 fl, , , 5« zb z» ?5 »Linbllchglatz^ose z« il. , ?b ««9b «anl.Nctie» (per Et«ck) «nglo-Oefterl, «anl »00 and,u.w,!euj!,,80 9c.z«i — «lledildanl, «III,, Ulig, ^uo ft. . l8«,«z»8k 1» ^^osNenl'ant, Nlia, «00 ft ,17, — i?z -oujl. W.l.0«,,, ».«(»>»»,<) 50 ceflell.Uüg. Vanl . . . 884 —,88«— Umonbanl «>« fl. . . >zo7— »«?»«> Gelb «Ware Netten von Transport» llnt^rnehwnngen. spei «til«), lllbltchl'Vahn «00 sl. Gilbet , —--------— »lf«ld-ssium,»V»hn «00 sl. Silb, ,82 —!»82 bo «lulfig'Tfpl. «llenb, «>c»sl,09 50 Donau » Dampfschiffahrt» . Ges. Ocstcrr, 50« ft, «Vl. . . , »93 — »9b — DraU'Vis, (V»t..Db..»j.)«)0fI.«. —,------------ Duf-Vodcnbach« «,,V,«»0sl,G, —-—------ «l!lal»t«h.««hn »0U fl. «Vt. . —'--------— . ^inz»Vut<»n« «,o sl. . — » ^ ^ ,Vlzb.»Tir.lII.«k. ,87»»0!>fl,S — — —'-lerdlnanbs'Nordb. 100« fl, ofl,G —,----------- »alizllarl.i'llbwig.Ulool! «i — oto, (!>l U) xuu i»7-«»!l»» — Pra«-Ü»ul« «isrnb, 1.^0 fl. Silb., ,l bl»! ,«.-«ubols»>»',!! ^00 il, ö. >lv , »«8 «»^zti, ßl «ei» ! »«»« Sübbahn »00 ft. «ilber ... 81 b<^ »» — S«d«Norbb,.«erb..>».«o0sl. t»? il — Tlan»pol<»Ve<«ll Ung, «orlostbahll »00 fl. Silber 1«^ ?»1»» «5 N»«,WeNb,(«»»b.«ra,)»00sl V, »8ü 75 K» >! IndnftrleNrtlen (pel Vtiick), Ggddi unb Kinbberg, Vlfen« unb Slahl'Inb in Wien 100 sl, . — — —— »llenbabnw.-Vtib!,. I 80 sl,40»/<, — - «'-» ^tlbemühl". Papiers, u «.«. 0» ,5 «?l> »lonlan«Gtlelllch., «fieri.alpine «1 — «l'bl» Prag« Lisen.Inb-Gel. X0l» fl , «oloo»«» »b Salgo.Tarj. «tiseniaff. >0u sl , — —------- trisail« »llhlen».»«»e<, 70 sl. . —>— -'-«Vaffeus.»«., Oeft, in »v I0V fl, «5 — »» ^ Devise» Deutsche PUltz«......«1 ,0 N « Lonbon.........l«l5i>««' Pari« .........«»,»""7. Valute». Ducalen........ b»» b»? »O-Franc«.Vtch<»bansno',>' . Sl 77 «» » Italieniicht »anlnolen (100 i?ire> 4» »V 4» «« Papiei.Rub«! per TtUck . . . l Il^ l »0.«