LaibacherWMtlmg. Ztr. 48. Pränu,merationSpreie: Im Comptoir gauzj. fl. il. balbi. fl. 5,5,0. Für dic Zustellung iüs Haii^ halbj. 5>!> l> ülilt der Post ganzi. fl.,.'., ^,a!l'j. f>. ?.5>,>, Dienst^, 2«. FebrulN' ^m. «O lr., »m. ,fl.;c. t. und k. Apostolische Majcslät haben mit Allerhöchster Entschließung vom ^. Februar d. I. über An trag dcs Reichslauzlers, Ministers des taiscil. Hauses und des Äeußcrn, die Erhebung der bisheriqcu Consnlar-ageillien in Swansea und Newport zu Houorar-Vicc^ Konsulaten alle,gnädigst zu grnehmigcn und die derzeit an den gedachten beiden Ollen bestellten l. und t, Cow sularagentcn Tom. P. Richards in Swansea und A. Homfray in Newport zn unbcsoldclen Viccconsuln daselbst mit dc»! Nechlc zum Aczugc der tarifmäßigen Consulargedührcn huldreichst zu ernennen geruht. Se. k. und t. Apostolische Majestät haben mit Aller^ l>llchster Entschließung voni 25>. Februar d. I. den Archi-wandrittn nnd bischöflichen Consisloiialrulh in Zara ^erasim P c t r a n o o i c z»ni gricchisch-olientalischen Äi ! Glaz Leopold Kam merl ander zuu, Obcrslaats-""waltsstellverttctcr daselbst ernannt, ^ Der Iustizminislcr hat den Rathesecrclär Veoftolo ^cherri, uon K ü h l l> c r g über sein Ansuchen vom ^ ^^gcrichlc in Wicner-^'cnsladt zu dem ^andeSgerichtc w '^nz übersetzt und den Gcrichtöadjnntten Ludwig i,/!/, >n Wels zuiu Rathsscerctär bei dem sircisgerichtc Diener-Neustadt cruannt. ^ Der Insti^minister hat den Äezirlsgerichtsadjunclen ^°',^h Thal Hammer in gleicher Eigenschaft vo,i °'^berg „ach Kniltelfcld übersetzt. », Der Minister sür Cultus und Unterricht hat dem i/l°? ^ "" ^^' griechisch-orientalischen Oberrcalschulc ^ ^cruowitz ^^^ Leinweber eine Lehrstelle an der ' ^ ^berrealschulc in Klagenfurt verliehen. ^, . ^er Ministe- sür Cultus und Unterricht hat den Dr ö^ .°" bcr t. t. Obcrrcalschulc auf der Bandstraße s^>^ ^ldinand Volhciscn zum Milgliede der wissen ^an' ^ealschul-PrüsungScommission in Wien als Daue "^ ^'^ ^°^ französische Sftrachfach auf die lr des laufenden Studienjahres ernannt. Neals^" Minister sür Cultus nnd Unterricht hat den h '^ullchrer in Hcrnals Franz 9t o Ii i t s ch zum dun ^"' °" ber l, k. Lehrerbildungsanstalt in Mar-^ ernannt. V ^" M'nistcr für Cultus und Unterricht hat über ori-,. ."a. dcs bischöflichen Ordinariates den griechisch-,vi" l^'" Polksschnllalccheteu Nestor Woroblic^ (Ä»i.^ ?"'" Neligionslchrcr am striechisch-oricntalischcn "^N'wslnm zn Suczawa ernannt. Aü! ^<> sselininr t«7l wliro^ iü dl'r l. l. Hos- lind Slaalö-dl'llctcrei das V! Stück drö Nrich^schlilallcil ailsgrgebi,'!! mid vrr- ! scndct. ! Daojl'llil- cillhäll lulln Ol'stttlcich-Uiissavü. ;»8!>-ich i„ Vlrllcliiiiq siir ^icchiriistci», Bairn, lind dür Schnei; iil'l'r di? H.lsl.'ilü».^ riüN' Eis^ü dahn umi ^indml >,dc>, ^!^^l'»; nach ^i!>!'!l, s.wl»' von ^cldtiicl, »ach Vxchö ^abgeschlossn! ^i Birar»', um :^7. Anlinst !«?<). l'vi, >^r. t. »,!d t. Ap0sl Ma->chäl lalisicirl ;» Of>,'!l ani 1l. ^«'^in^r Ii>/»: di>' A»>>: wcchi'lli»!'; di,r Ratiftcalioü oisolgtr z» ^)se!i a>» 21. ^niinn' l^?t)! Nr. l'j die zliiüdmachiliili dl>? ^!!!>ui;!»!!l!sl^il!!ll^ vl,nii N.F^ninu 1«?l, drtt'csfciid die El!!!ä.!,i!gn»cl dr^i t, t. Än^cüzolla»!!^' lrsll>r Classr ,» Vilbcm iu P^'üft/» ;»v Ail^triltodrhllndliul^ V0II gt'dvaüü!»'!! g!'!s!'cil'!> ^lilssi^lt'ilc». (Wr. Ztg. i»ir. 5!l von, 25,. Frbl'mn.) Nichtaintlicher Tbcil. Wieu, 2s>. Februar. Die ruhige und stcunsmänüischc Haltung, »vclchc Seine Cz-ccllenz der Minislcr Graf Hohcnwarl in seinem bisherigen parlamentarischen Auftreten an dcn Tag ge-lcgt hat, bildete einen grcllcn Contrast zn den uou glo^ ßer ^cid^nschafllichleit und persönliche» Ausfällen strömenden Reden, die von der vinten an die Adresse der Regierung gerichtet wurden. Nlcht wir sind eö, die diese Thatsache constatilcn: diesc^ Anfgadc entheben nnS die Organe jener Pa'.tei, w^i^c sich in schioffsm Opposilion gcgcl, die 9ügi ruiig bcfiü^el und durch l^ic Schärsc, mit der sie dicselbe geltend U!llch,)N wollle, ihre eigene Schwäche in cinpfindlichslcr Wcise dloßlcglr. Diese Schwäche — so eonilatircn die Parteiorgane ..... liegt in dem persönlichen Charakter der negen dk' Regierung gelichteten Ausfälle, sie liegt iu der zu Tagc getretenen Unklarheit dcs Wollcns auf jener Seite, welche sich im Gegensatze zu der „nüpall^nientalischeu" Regierung als ..parlamcntalisch-lcgicllll^ofähili" dünlt. Nur ciuc'ii, sich geschlossene, ihles Zieles vollkommen bewußte, mit einem tl^re:l bekannten Programme versehene parlameu larische Majorität lönntc die absolute Rcgicrungsfähig-lcit für fich in Anspruch nehmen in Staaten, in denen sich blos politische. aber nicht, wie in Oesterreich, auch nationale Parteien feindlich gegenüberstehen. Aber selbst von den nationalen Parteien abgesehen, ucr-fügt der Rcichörath über eine solche, mit dcn Attributen eines parlamentarischen Regimes ausgestattete Majorität? Oic Antwort hicranf ertheilt das ..N W. Tgbl.," ei» Organ, dem man wohl keine Voreingenommenheit für die Regierung zum Vorwürfe machen wird, mit folgenden Gttnelknngen: „Die Majorität muß wisfen, was sie will, nnd das cdcn ist das Betrübende, daß die Majorität unseres Abgeordnetenhauses sich nicht iu dieser ^agc befindet. Die gestrige Sitzung hat cS gezeigt. Der eine Worlfühlcl', Herr Dr. Llurm, weicht sehr wcscnt-lich von dem andern Wmlführcr. Herrn u. Vasscr, ab. Herr Dr. Oiskra ertheilt sofort dem Minislclinm das fulminanteste Mißlrancnovolnm; Heir v. Vasser fi»dcl, es sei nicht „opportun," dies jch! zu thun. Or. Stnrm erklärt feicllich, daß der Faden der Verständigung zwi> schc» dcn Polen uud dcr Vcisassungspartci abgerissen sei. Herr Dr. Rcch^aucr dagegen möchte dies nicht zn-lcissen. Wohl stehen Alle auf dem Vodcu dcS Verfas-sungsrcchleS nnd Alle bekämpfen daö Hiinislerinm. V>cr damit ,st n»r schr wenig gethan. Dcr gröhle Thell dcssen, waö gestern in dics.in Hanse gesprochen wnrde, ist in dcn l() Jahren, seitdem es besteht, oft schon gehört worden. Als wenn man nichts vergessen und nicht? gelernt hätte in dicscn 1(1 Jahren, so gcdcrdclcn sich Majorität nnd Minorität, und gcht cö noch einige Sitzungen so fort, dann l^iln dn' für dieses Ministerium sehr augcnchmc Fall cmtrclen, daß das Abgeordneten-haus fich freiwillig auflöst, Ist das etwa dic Adsich! dcr Majorität, die sich gestern mit 77 Stimmen beziffert hat? Glaubt mau dadmch etwa die Verfassung zu befestigen, sie vor offcnm und vcrsttcklcn A»grisfen zn bewahren, indem man noch nach dem Vorbilde des Herrn Dr. Sturm dic Polen aus dem Tempel jagt? Ja, et-ist Rccht, daß dic Majorität auf dic Einsetzung eines parlamentarischen Miinsl.iiumö dringt. Aber die Aufstellung dcS Sahes, daß die Vcrfcissnng aufrecht blcibcn müsse, ist noch lange lein Programm. Wenn dic Majorität, was sic auch soll. wirklich regieren will, dann muß sie sich zu einem wirklichen NegieruilgSftrogramm einigen. So langc dies nicht geschieht, hat das Ministerinn» Hohcnwart, wenn cs sich cnich nur dcn Anschein gibt, ein Programm zu besitzen, dein Abgcordnctcuhausc , gegenüber rin vcrhä'ltnißmähig leichtes Spiel; es wird ^ so.jar, trotz aller oratorischcn Angriffe, eine gewisse Ucvcr' lcgcnhm dchanplen, wie das anch gestern dcr Fc,ll war. was U'lU», so imangl'mhm cii'. solchcs Zügestündniß fallen mag, nicht versckweigcn darf." Diese '.'!cns^rnugcn find so deutlich, daß wir ihnen nc>,> ni'scrcill ^taüdpii'ikte nichts b.'i^nsetzen brauchen. lUs höchstens die cmc Frage: Wo^u d^nn dcr Vliriu übci ».in „ul,p^.'!limc!',lai'isch<'S Minislcrinln?" Die öffentliche Mcmnng hat sich tarübcr bereits ihr Urlhcil gcluldct. als sie dcr Ruhe und Schlagfer-li^lcit des Grafen Hohenwart ihrc Aturkennnng in eincal lolchc» UmslN'qe ;n Theil norden ließ, daß selbst die c>bitte,tslcn Oppositionsorgane sich zu gleich anerkennen, dcm Urtheile bestimmt fanden. Ä,ußtc doch selbst die „N. Fr. Prcssc" im Hiublickc auf die Rede dcs Hcrru Dr. Giskra erklären : „Ä,ch> iiältc ist einem so ruhigen, übn legten Dcbattcr gcgcuüdcr, als welcher sich Gi af HohciNvart heute neuerdings docnmcnlirtc, besser angebracht." Dcr ..Wanderet" fai,d, Graf Hohenwart hal'e sich wie „ein im Dienste ergrauter Parlamcntsmaun" benommen, während „Vorsladtzcitnng" erklärt, „Graf Huhcnwart mußte ^um erstenmale improoisircu und es mißlang ihm das in rednerischer Acziehnng nicht ganz." nnd „N. W. Tagblalt" unter Constalirnng der „impo-uireudcu Ruhe," mit der Graf Hohcnwart sprach, findet, der Minister habe seine Sachc in einer Weise vertrete», die ihn als einen nicht nngewandtcn Parlamentsuninn elscheincn läßt. Das „östc>r. Journal" bemerkt sehr lrcfstl'd: ..Dcr widerspruchsvollen Gegnerschaft gegcnüler steht die einfache gerade Crtlärnng des Ätinislerpräfidcu-tcn, die da lantct: „Wir bcaülprnchcn noch kein Vertrauen, wir verwahren uns gegen das Mißtrancn; das Wenige, was wir bisher gethan, rechtfertigt ein Mißtrauen nicht; was wir jetzt begehren, ist nicht politische Vcrtranenssache, ist Sachc administrativer Nothwendigkeit, mindestens Zweckmäßigkeit." Diese einfache gerade ! Erklärung steht da wie cin moralischer Sieg. Geben wir dauelien iwch zu, daß das Auftreten des Minister-präsidcntcn r>om Standpunkte der pallamentarischcn De' ^ battc geschickt, uiaßvoll, im besten Sinnc l'cscheiden nnd ! selbstbewußt zugleich war, so luciucu wir, was anzuer-, kennen ist, anerkannt zu habcn." PoUMie Uebersicht. Vaibach, 27. Februar. Ucber dic brennende Frage dcö TageS, die Frie-! de ns u u tc rha n d l uu g cn zwischen Frankreich und dcn deutschen Mächten habcn wir bis znr Stunde noch leine cutscheidendc Nachricht. Das Neueste, das hierüber vorliegt, stellen wir in Folgendem zusammen nnd ver« weisen zur Crgäuzuug auf dcu Artilcl „Aus Aordcaux" wo die Vescr fäiumtlichc vom Sitze der ^lationalverfamm-lnng komuiendc ^iachrichleil finden. Officiellc Mittheilungen aus Vcrfailles mcl« den: Thiers uud dic anderen französischen Unterhändler werden um Montag oder Dienstag aus Bordeaux in !Pa,is zurückerwartet, um daselbst die mit Vorbehalt der Zustimmung dcr NalionallVcrslimmlnng in Versailles vereinbarten Friedenspräliminarien zu unterzeichnen. Die Friedcusbcdiü.iullgcn sind: Abtrclnng von Elsaß mit Bclfort und Dcu,sch Lothringen mit Metz und Thion-villc, Bezahlung oon anderthalb Milliarden Thaler Kriegsentschädigung mit Eiuicchlning dcr deutschen Bar-Reguisilioncn währe,id dcs ganzen Fcldznges und gcgcu-sciligc Ancrlellnnng dcr politischen ^icugcstaltung. Zwischen Thiers und Äismarck wurde auch ciu Schutzbund Trutzbüi'dniß Deutschlands mit dcr Republik Frankreich besprochen. Als ausgemacht gilt, daß wcdcr ei» Orleans noch dcr Graf Chambord zu einer Throncandidatur zu-gelasscn wird; die Wahl der Printen Ioiooillc und Au^ male iu die NalionalVcrsammluug wird nicht vcrifieirt. sondern dcren Verbannnng vorläufig anfrccht erhalten werden. Auch gcgcu dic Familie Äonapartc I'calisichtigt dic Nalionalocrsainmlung die Acht zu ertlmen. Die einzige Feierlichkeit dcs Einzugs der Deutschen in Paris wird eine Revue iu den Champs ElysccS bilden. Der Kaiser lehrt nnmittclbar nach Unterzeichnung der Friedenspräliminarien in Begleitung dcs Königs von Würt» lemberg und dcs Prinzen Kail, Albrecht Vater nnd des Admirals Prinz Adalbert nach Deutschland zurück; er wiro in Karlsruhe eine Entrevue mit den deutschen Fürsten habe» und dann nach Äcrlin kommen wo ein großartiger Empfang vorbereitet wird. Graf Vismalck. uicht dcr Ka>fcr, wic cS anfänglich hieß. wird am 12. Versailles verlassen und am 15. in Vcllin eintreffen. 348 um dem vom Kaiser eröffneten Reichstag anzuwohnen. Nach der feierlichen Einholung der Truppen wi,o eine vierwöchentliche Landestrauer für die gefallenen Krieger angeordnet werden. Die in Nordfrantreich befindlichen deutschen Truppen werden auf der Sce heimkehren, i^as Riesengeschütz „Valerie" vom Mont Valerien ist bereits unterwegs nach Berlin, wo es im Kastanienwäldchen aufgestellt wird. Die „Times" meldet aus Paris, der ^,ie5cns-tractat ist noch nicht unterzeichnet, in Folge der Einwände, welche die Franzosen mehr gegen die Folm als den Inhalt einzelner Paragraphen erheben. Die ..Times" spricht die Ansicht auS, Thiers müsse die Abtretung vo» Elsaß und Deutsch-Lothringen mit Äelfort und Metz und 220 Millionen Pfund Sterling Kriegsentschädigung bewilligen. Die „Times" befürchtet, die Nalional-Ver-sammlung werde diese Bedingungen nicht ralisicilen. Der vou achtzehn italienischen Abgeordneten in der Kammer eingebrachte Antrag ans Ausweisung der Jesuiten anö dcm Königreiche Italien gil't dcr offiriösen Florentiner Presse Anlaß zu der Bcmeitung, daß die Antrags'eller sick wie ^cnle bcnchmen. die eine gar nicht ucrspcilc Thüre um jedeu Prci^ >>nr unter Gewaltanwendung öffnen wollen. Das Strafgesetz, das den geistlichen Orden, abgesehen von cimgen i^cnilien Ausnahmen, das Recht zum Gestände als malische Körperschaft entzieht, trifft auch den Icsuitcn-Ordeu, und cs handle sich jetzt nur mehr um scinc Einflchrnng und Durchführung in Rom. Wcnn aber dann der Jesnilcn^ Orden dort auch ii> seilier gegenwärtigen Gcslallnng nicht mchr bestehen lönne, so werde man doch seinen Hiilglicdern nach dcm Grundsatz „Gleiches Recht für Alle" nicht wehren künncn. sich als Vereii» oder Associu tiun zu to^.stltuiren. Als pr^lisches Bcispicl seien in dieser Richlung die in der Schweif stalfindcndci! Vorgänge maßgebend. Der IcsnilcnOidcn als solcher sei dort ebenfalls ausgcwicsen. was aber durchaus nicht hindere, daß eS Jesuiten in dcr Schweiz gebe und daß sie dort Schulen und Scmimii'icn hielten nnd Missionen verüdicn. Aehnlichco komme uuch in Bclgien. ^uglaod, den Vereinigten Slants! vor Man möge dal>c>' ruhig daS Gesetz wallrn losscu »»d nicht d>>rch Pclilionen grundlose, eventuell schädlich lverdrnde Aufregung veranlassen, wie dies bereits in Ron» in d>r in Rede stehen^ den Frage der Fall sei. Das englische B I a u b li ch enthält eine Depesche Granville's, welche sagt, (5n^land wünsche nicht, da« der Papst eine Zuflncht^siälle m britischen Länder» nchmc, England werde ihm lcin Asyl unbieten, weide es aber nicht verweigern, wenn er sich auf ein englisches Schiff begeben will. Die in Brügge erscheinende „Patrie" sagt, die belgische Regierung beabsichtige, das Iahresconlingent der belgischen Armee von 12 000 auf 14 000 bis I.'i.0<>0 zu erhöhen und eine neue Linie detachirtcr Foils um Antwerpen anzulegen. _______ _____ Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wien, 24. Februar. Die Sitzung wird vom Präsidenten Herrn v, Ho-pfen vor halb 12 Uhr eröffnet. Auf dcr Ministervant: Ihre Excellenzen dic Herren Minister: Gras Hohcnwart. Dr. Schacfslc, T r. Habiet inet, Freiherr von Holzgethan, 5r. Iirelel. Vom Finanzministerium wird eine Nachtragsfor-b,.rung von 130.000 st. für den DiSpositionsfm'd eingebracht. Vom Abg. Mende wird eine Interpellation an den Handelsminister gelichtcl, aui, welchen GründiN eine Vorlage über die Salzburgs Gebirgsbahn nach St, Johann bisher nicht erfolgte und ob und bis wann eine solchc Boilagl' zu erwarten sei Das Gcsetz über die Villach - Tarviser Eisenbahn w,rd in dritter Lesung angenommen. Das Gesetz üb?r die Fortcrhebung der steuern und Abgaben gelangt zur Berallmm;. Abg. Franz Groß (Wclv) erstattet dcn Ausschuß-btllcht, welcher die Bewilligung der Steuern bis Ende Mär; beantragt. In der Generaldebatte spricht Dr. Sturm. Er besorgt, daß die parlamentarische Rcich?cinhcit zu Gunsten von siebzehn Landtagscinheiten gelost weid'n könnte. Die Conscqucuz, daß man wcgen Unllarhcit das Budget bewillige, lönne er nicht accevtircn. Die Steuern müssen bewilliget wcrdc.l. nin anch dein H.'.üs^ zn seiner Action Zcit ;u lassen, Eme Sl^nciuerwei^iung könnte Consequcnzen hulic", die il, dilsc,n ^fome.ue sehc unerwünscht wäic", !")^olic! !i,^l!l, die unp.nlamentarische Regierung be iü dies.!!» Hansr ci^cüllich keine feste Partei fm sich, waö lw,> ^l ^tcchlen lm: lebhaften Oho! »Rufen aufgenommen wird. Redner schließt mit der Hoffnung auf Eisolg durch dm Hinweis auf Frankreich, wo hcntc am Jahrestag dcr Elhlbunq von 1K48 wieder das Banner der Freiheit enlfaltct isl. (Unruhe nnd Heilcrlcit rechts), das hoffentlich auch b^ld das dcs FricdenS sein wird. ^lbg. Zyblitiewicz sagt, die MetliuDe, so stück-, monalweise für die Staatsbebürfnisse zu sorgen, sei unerhört und müsse, abgesehen vom Eindruck nach außen, verderblich nach innen willen, wo die Zerklüftung ohne-dics groß gcnng ist. Je bedeutender ein Recht, wie das StcncrvcrsagungSrecht, um sl) schärfcr sei dic Grenze zwi fchcn Gcbllluch nnd Mißbrauch zu ziehen. Es müßten gewaltige Gründe sein, um für die Vcr-sa^ung dcr Stencrn geltend gemacht ^u werden Äinncn drei Wochen könne man nicht Klarheit über alle Details eines Progicnnn',3 verlangen. Redner kündigt für dic 3pecialdcballc den Antrag an. dic Slcncrn für zwei Monalc zu bewilligen. Abg. Vaion Kotz spricht in demselben Sinne, es gebe leine deutsche Sliuicmatie (großer Beifall irchls). Er beschuldigt die Majoriläs, si^ have gegen das Interesse des Neich.ö um ^ Millionen mcniger uoliren wollen, später nachgegeben. (Llurin lints). (Präsident crmahut den Rednci, ähnliche Gc-schlildiffungcn gegen cinc Pavlei nicht vorzubringen. Die Mehrheit Böhmens »nd Mährens sei hicr nicht vellre^ ten, man verwahre sich immer mehr. deutsche Verhältnisse als Basis für uns herzustellen.) Er sei für die längcic Slcuervotiiung, welche auch oielc Unznlömmlichke'ten in dcr Administration beseitig?. Ein Ministerium. ?aö über den Parten steht, werde und lüune den inneren Frieden bringen. ^Beifall.) Dr. Giskra verwahrt sich gcgcn dcn Vorwuif dcs Vorredners. An Loyalität stehen die Delcgirtcn von dieser Seile Niemandem nach in diesem Staate. Die Dculschen wollen nicht dic Herrschaft im Staate, sie haben die Gleichberechtigung aller Nationalilätcn zur W^ihr heil gemacht, sic haben sic nicht verletzt nnd werden sie nicht verletzen. (Untlihc rcchls.) Die Deutschen wollen nur gleiches Rccht, sie wollen nur nicht Parias sein (Rnfc rechts: Wir auch nicht!) Redner gcht an die Besprechung der eigentlichen Frage. Durch das veröffentlichte Programm uud die ge- haltenen Reden habe man nicht die esforderliche Beruhigung erhalten können, und deshalb tonnc die Majorität nicht die Forderung dcr RcMlUüg nsüllen Abg. Freiherr v. Lasscr widerlegt die administra» tioen Olüude, welche der Abg. v. Kotz für die längere Votirung geltend gemacht. Die küizere Votirung sei nicht als Mißtrauensvotum anzusehen, sondern sie solle nur dic reselvirte Haltung dcr Majorität dieser Versammlung constatiren. Abg Dr. Demmel spricht in gleichem Sinne. Abg. GrocholSki erwidert Giölm. Dieser habe gesagt, er wolle den Frieden, die Consolidation. Darin liege ei» Vorwurf gegen diese Scitc. Auch wir, sa^t Red< ncr. wollen den Frieden, der Uülerschied liege nur in dc» Mitteln, wie dieser zu schaffen. Auf dcm Wege solcher Vorwürfe werde man dcn Frieden nicht schaffen. Weil die Negiernnci den Muth hatte, offen zu fagen: „Wir wollen den Frieden," des> lplb werden wir für die Regierung stimmen. Die El'weilernng der Anlonomic vertreten wir bereits seil Iahlen und werden dieselbe stets vertreten. Dlr Fehler lag in der Fälschung deS Diploms, die allc Wirren biachtc. (Beifall rechts.) Das Heilmittel. um zum Frieden zu gelangen, wäre inn', zum Geistc dcs Diploms znli.ckzulchrcn. Ge-schiebt dirs, so kann die Regierung aus die Unlerstüz-;ung dcr qioßcn Mehrheit dcr Bevölkerung zählen. (Lebhafter Bcmill.) Abg. Dr. Sturm: Bisher habe man auf der andcrcn S^.te des Hauses (rechts) es nur immer m t dcr galizischen Resolution zu thnn gehabt, und es gebe Mitglieder auf dieser Seite des Hauses, welche derselben freundlich gesinnt waren. (Rnfc rechts: Oho!) Heute spreche man »icht mchr von dieser Resolution, sondern man belrcte plötzlich dcn Standpnntt dcs Ocloberdiploms, und damil sei jeder Faden der Vereinbarung zerrissen worden, Abg. Dr. Rech bauer vertheidigt dic Thätigkeit dcr dculschen Delegilten. Wcnn ein Vertreter aus Böhmen mit den Arbeiten dcr Delegation nicht zufrieden sei, so wolle er dagegen ein anderes Zeugniß anführen: „Sc. Majestät hat in seiner Schlußrede dcr Delegation gedankt für die auße,-ordentliche Hingebung, mit welcher sie ihre Arbeiten durchgeführt haben." Ncdncr sagt weiter, die deulschc Pallci habc die Gleichberechtigung durchgeführt. Der innere Friede wird von Jedermann als ein lebhaslcs Bedürfniß anLcsehcn, nnd wcnn daher daS neue Ministerium den inneren Frieden auf seine Fahne geschrieben habe, so sci daSeine Fahne, unter der sich Jedermann, die ganze Bevölkerung finden werde. Heute sei von dcr anderen Seitc dieses Hauft^ gesagt worden, es sei das Oel^crdiplom gefälscht wov-den. Das wichtigste Recht, nämlich jenes der Mitwirkung dcr Volksvertretung bei der Gesetzgebung, sci auch im Octoberdiplom enthalten. Indeß will Redner auf diesen Gegenstand nickt weiter eingehen, wenn man aber glaube, heule mit dein Octoberdiplomc den inneren Frieden zn schassen (Rufe rechts: O ja), wenn man glaube, in demselben die cze-chischc Krone odcr das Königreich Slovcnicn zu finden, so sei cr anderer Ansicht; dcnn für das, was von gewissen nationalen Theilen dcs Reiches bcgchrt wcrdc, da^n bictc das Ottodcrdiplom leinen Anhaltspunlt. Man müsse wissen, was angestrebt wcrdc, aber so wenig zwi-schcn Feuer und Wasser sich ein AuSglcich denken lasse, cbcn so wenig werde er im Reich in dcm Sinne statt- 'semssl'lml. Was Ilsarrliaus von Nöddclw. Scenen aus dcm Landleben in Dänemark. (Fortsetzung.) Ich wollte nun auf Andrea Margarethe zueilen, um ihr meine» Arm anzubieten, aber (^oi^l^ .lm'iö war mir bereits zuvorgekommen und ich war genöthigt, ihnen mit Emmy zu folgen, waS mir gar nicht leid that, da ich fast den ganzen Tag nicht mit ihr gesprochen hatle. Der Schnee krachte unter unseren Füßen und es war grausam kalt. aber in dcr Nähe Emmy'S vergaß ich bald dcn Winter nnd all scinc Unannehmlichkeiten. Ihr sanftes und ruhiges Gespräch war ein treucS Pild ihrer Gedanken, die so rein waren, wie die Mondesstrahlen, die in diesem Moment auf uns herniedcr-fielen; es hob uns in eine höhere Wclt empor wo aller Zwist und alle Uneinigkeit verschwand, um einer unveränderlichen Harmonie Platz zu machen. Wenn ich auf sie hörte, so sah ich Dinge, die bisher niemals meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatten, plötzlich in einem ganz anderen Lichte. Einem geschickten Iuw licr ähnlich, der den kostbaren Stein auch da erkennt, wo der Unwissende nur einen gemeinen Kiesel ficht, wußte Emmy bei den Andern liebenswürdige Eigenschaften zu entdecken, die Niemand geahnt hatte. Als daS Gespräch auf den Alten tam, sprach sil' mit cincr Wärme und Zuneigung, die »m so mehr mein Erstaunen erregten, als ich selbst vor ihm stets eine gewisse unwillkürliche Zurückhaltung gefühlt hatte, deren Ursache zu ergründen ich mir niemals die Mühe genommen hatte. Dcr Alte war mein Bruder und ich war ihm sehr anhänglich, aber niemals war mir der Gedanke gekommen, cincn außerordentlichen Menschen in ihm zu schen. Emmy im Gegentheil schien in ihm cin höheres Wesen zu schcn. Sie tonnte seinen hohcn Geist, seine Neigung für alles Große und Schöne, den Adel seiueS Herzens , daS stete Bereitsein. mit dcn Unglücklichen' zu sympathisuen, nicht genug rühmen. Ich antwortete, dnß ich, ohne den Alten herabsetzen zu wollen, doch dcr Wahrheit gemäß sagcn müsse, daß er vorzüglich für sich selbst lebe. und daß er, beständig in seine Träumereien ver-sunlen, sich sehr wenig um scinc Umgebung bekümmere. Und Sie wollen das bchanptcn? sagte Emmy mit einer Lebhaftigkeit, dic ich niemals an ihr gesehen hatte. Sie, dcr heute erst cincn so augenscheinlichen Beweis seiner brüderlichen Sorge erhallen hat? In welcher Beziehung? fragte ich. Haben Sic bereits vergessen, in welcher Angst cr heut Abends Ihretwegen war? Ich wollte. Sie hätten ihn sehen können, als er zurückkam, ohne Sic gefunden zu haben, und wie .... aber Sie haben ja selbst bei seiner Rückkehr gesehen, daß cr einen Fall gethan, sich verwundet hatte, ohne daß er es im mindesten beachtete, so ausschließlich war er mit Ihnen beschäftigt; cr vergaß alles Andere in der Frcudc. Sie wieder zu sehen. Haben dicsc Beweis».' dcr Zuneigung dcnn keincn Werth für sic? O. das war eine beso.,dcrc Veranlassung. erwic^ derte ich. cr glaubte mich erttnnten, man kann sich dar^ über nicht wundern, daß er clfrcnt war, mich lebend wieder zu sehen. Ich hätte an seiner Stclle das Nämliche gethan ohne mir deshalb einzubilden, daß ich Lob verdiene. Aber Sie sollten ihn in scincm Alltagsleben sehen; cr kann so in seinen Gedanken versunken sein, daß cr stundenlang nicht eine Sylbe spricht. Sind dcnn Jene, die am meisten sprechen, die besten Menschen? Glanbcn Sie. daß die Schwätzer mehr Talent huben als Andere? Nein, daö glaube ich eben nicht, aber ich behanple, daß man zuweilen freundschaftlich mit einander sprechen lönnc und daß es keineswegs nothwendig ist, so entsetzlich tief zu sein. weil man dann Gefahr läuft, dcn ganzen Tag lcin Wort zu wechseln; wenn Christoph in der That Alles besitzt, was Sie in ihm zu schcn glau< bcn, warum theilt er daun das Licht seines große» Geistes nicht dcn Andern mit? So lange er cS für sich selbst behalt, ist es ein unnützer Schatz. Haben Sie jemals Fragen an ihn gestellt, die er nicht beantwortet hätte? Und wenn Sie cin Gespräch mit ihm anfangen wollten, hat er Sie hart abge» wiesen? Ich begann fast zu fürchten, daß ich Emmy bclei-digt hätte, und doch halle ich anfangs nicht die gering!" Absicht gehabt, den Altcn so lebhaft anzugreifen. Abcr cS lebt cin folchcr Widerspruchsgeist in uns. daß nm' niemals unscrcn Nächsten zu den Wolken erhoben sehen können, ohne uns getrieben zn fühlen, scine unvorlhcÜ" haftcn Seiten an das Tageslicht zu ziehen und nur gehen dann oft weiter, als es nnsere Absicht gewesen. So halten wir im Eiser dcs Gesprächs zwei oder drei' mal dcn Fricdhof nml'cist, ohne es gewahr zn werden und näherten nns nun der Thüre. Ich blieb plötzlich 349 finden können, wie er von jener Seite des Hauses (rechts) angestrebt werden soll. Man habe ja ganz deutlich und entschieden in böhmischen Blättern gelesen, daß für die Ezechcn leine Verfassung, lein Neichsralh bestehe, daß für sie nur das böhmische Staatsrecht eristire. Wo auf der einen Seite solche Forderungen gestellt weldcn, und wo auf der anderen Scite die Verfassung als der einzige gesetzliche Boden angesehen werde, da sei die Herstellung des inneren Friedens auch mit Herbei' ziehung des Octobcrdiploms unmöglich. Abg. Ritter v. Grocholsti antwortet auf den vom Abg. Dr. Sturm gemachten Vorwurf, daß die ga-lizischm Abgeordneten gegenwärtig einen anderen Standpunkt einnehmen, als bisher, und verweist diesbezüglich auf die stenographischen Protokolle der vergangenen Jahre. Nie hätten die galizischen Abgeordneten den Standpunkt vertreten, daß sie nur für sich allein dächten und sich nicht um dic übrigen Theile der Monarchie bekümmerten, im Gegentheile, immer wo sie sich in der ttage befunden Hütten, über allgemeine Zustände und Verhält nisse deS Reiches zu sprechen, hätten sie eine Verständigung, eine Versöhnung mit allen Völkern des Reichs angestrebt. Was die galizische Resolution anbelange, so sei sie ja im galizischen Landtage beschlossen worden, und dieser könne doch nur Wünsche fassen, die Galizicn betreffen. Es sei gesagt worden, daß, wenn man sich auf den Standpunkt des Octoberdiploms stelle, der Faden der Verständigung abgeschnitten sei. Ich schmeichle mir, daß dies doch nicht aanz richtig sein dürste. Der Faden der Verständigung ist zwischen u»s noch nicht abgeschnitten. (Schlich folgt.) Jus Dordcaur. Bordeaux. 24. Februar, 10 Uhr 15 Minuten Vormittags. Eine osficielle Note sagt: Die Regierung hat Nachrichten erhalten, daß die Unterhandlungen mit Preußen thätig fortgesetzt werden- bis jetzt aber sind ihr keinerlei Nachrichten über den Charakter dieser Unterhandlungen übermittelt wordcn. — 6 Uhr Nachmittags. Die Republik ist von allen Staaten anerkannt, mit Ansnahmc Griechenlands, dessen Anerkennung demnächst erwartet wird. - General Bheridan isl gestern von Marseille nach Bordeaux abgereist. Man erwartet für Sonntag eine Sitzung dcr Na« ^nal Versammlung, um Mittheilungen über die Frie-bensbedingungen zu empfangen. Der Herzog von Anmale und Prinz von Ioinuille hallen sich beim Herzog Decazes im Arrondissemcnt ^ibourne, Departement Gironde, aus. Das „Journal dc Bordeaux" meldet, daß sie anfänglich die Absicht hatten, nach Bordeaux zu kommen. Thiers, uou ihrer Absicht benuchrichtiat. tadelte dies höchlichst. indem er sagte, daß das Gesetz, welches sie proscridire , bestehe. „Ich." sagte Tl'ierS. „habe die Pflicht, dasselbe in Auwendung zu bringen, Es sagt mir nicht zu, es auszuführen, aber diese Sachlage schafft für mich eine andere Pflicht, diejenige nämlich, mich meiner Functioncn zu entledigen, was ich auch thun werde, wcnn sie sich feigen." Ein Freund der Prinzen ist ihnen, die sich Bretts auf dein Wege befanden, entgegcnMcist, und veranlaßte sie, in Libournc zu blcibeu. In der Umgegend von Bordeaux befinden sich gc-^»wärtig 100.000 Manu. Die Legitimisten in der National»Versammlung haben einm Club gebildet, welcher regelmäßig znsam« mentritt, Es haben sich ungefähr 220 Deputirtc ein geschrieben. Die Orleanisten haben noch leine Organisation festgestellt. Man versichert, daß sich zwei Gruppen in dkser Partei gebildet haben. Das ..Journal dc Bordeaux" meldet noch, sobald der Friede unterzeichnet sei, weide Bazaine mit seinem Generalstabc nach Bordeaux lohnen, um über seine Haltung Rechenschaft zu g^n, Bordeaux, 25. Februar, 9 Uhr Vormittags. Der „Monitcur" meldet: Im Hinblick auf die vollständige Rnhc hier, in Pari« und in den anderen Van-deslheilcn dürfen die Telegraphenämter von morgen an wieder in allen nicht occupirlcn Departements Privatdepeschen zur Beförderung aunehmen. — 2 Uhr Nachmittags. Der Graf von Paris, Chef der Familie Orleans, hat an einen Freund in Bordeaux ein Schreiben gerichtet, in welchem er sagt: „Ich habe keinen persönlichen Ehrgeiz; ich werde loyal an der Lösung des Problems mitarbeiten, wie Frank» reich am besten eine freie, stabile und redliche Regierung, deren es so sehr bedarf, gesichert werden kann. Das Wichtigste ist, daß diejenigen Elasscn triumphiren, die unö den liberalen Pact garantiren. Persönliche Fragen können und dürfen nicht in den Vordergrund lrclcn." — 3 Uhr Nachmittags. Der „Monitcnr" meldet: Man spricht ernstlich davon, dic jetzt in Paris befindlichen Mobilgurdcn aus den Departements nach Algier zu schicken, für so lange, bis die Reorganisation der Armee beendet ist. — Nach dem „Journal dc Bordeaux" hat das ueue Eabinet bereits die Gruudlagcn d^r neuen Armceorganisation festgesetzt. Die Armee wird ganz und gar entlassen; blos die Officiere werden, nachdem sie ein Examen abgelegt, i» ihren Stellungen belassen. Die Altersklasse 1871 wird den Kern der neuen Armee bilden. Das Avancement wird nach der Anciennctät stattfinden. Die Mililärspccialschulcu sollen vermehrt und in die Lager versetzt werden. Die „Gazette de France schreibt: ,.De.' Friedens vertrag wird ohne Zweifel hart sein, aber mehr denn je muß die Vernunft, nicht das Gcfühl uns bestimmen. Die Nation muß für ihre Irrthümer, ihre Schwachheiten büßen; nicht das Ausland hat uns besiegt, wir selbst haben uns inS Verderben gestürzt. Wenn wir dies einsehen, werden wir gerettet sein." Bordca nx, 25. Februar. Louis Blanc will beantragen, daß Napoleon in Aullagestand versetzt werde. Victor Hugo, Rochefort und 150 Deputirte wollen diesen Antrag unterstützen. Bordeaux, 25. Februar, Nachmittags. Da die Abreise Thiers' und Favre's von Paris noch nicht signa» lisirt ist. glaubt mau, die Nationalversammlung werde morgen keine Sitzung halten. Wahrscheinlich wird nm 4« Stunden der Waffen stillst and verlängert werden. Englisches Parlament. V ondou , 24. Februar, Nachts. (Sitzung dcö Unterhauses.) Disraeli sagte bei der Debatte über dic Ponlus-Confcrcnz: Die britische Rcgicrnng entrirtc die Eonfcrcnz mit einem vorgefaßten Entschluß, welcher der Ehre Englands zuwiderlief. Gladstone vertheidigte die Politik der Regierung; er sagte, Russell habe nicht behauptet, England sei mit oder ohne Bundesgenossen kriegsbereit zur Aufrechterhaltung der Neutralität des Schwarze« Meeres; dic Regierung cntrirtc die Eonfercnz, um etwaige Vorstellung gen Rußlands billig, offenherzig und völkerrechtlich durch. zuberathen. Ueber eine Interpellation Moores verneinte Gladstone, daß die Königin Hozier mit Glückwünschen wegen der Kriegscrsolgc an orn Kronprinzen von Deutschland abgesendet habe, obwohl Hozier freundschaftliche Botschaften an Verwandte der Königin Victoria in Versailles übermittelte. — Dull legte das ostindischc Budget vor. Der vorjährige Uebelschuß beträgt hundcrtzwanzig tausend, der muthmaßliche diesjährige Uebelschuß eine Million Pfund Sterling. Zur Ausführung des «ehrgesehrs hat aus Anlaß von vorgekommenen Anfragen die Mi nisterialinstanz die nachfolgende Erläuterung zu geben befunden: Nach den Heeresergänzungsvorschriften, die vor dem Erscheinen der Instruction zur Ausführung des Wchr-gesetzes in Wirksamkeit bestanden, konnte bei einem Ver-säumniß der Reclamation dcS jüngeren Sohnes, beziehungsweise Bruders, nachträglich nur immer wieder dicser, nicht aber der ältere, im Heere länger dienende Sohn, beziehungsweise Bruder rcclamirl und, die Er-füllum! der übrigen Bedingungen vorausgesetzt, nach den sür die Entlassung ans dein Titel der gesetzwidrige!, ölellnug bestandenen Vorschriften aus dem HeereSver-bandc entlasse» werden, wenn derselbe schon zur Zeit sei' ncr Stellung in dem die Befreiung begründenden Ver' hättnissc gestanden war. Wurde hingegen von zweien oder mehreren im Heere dienenden Söhnen, beziehungsweise Brüdern — bei nach deren Asfcntirnng eingetretener Hilfsbedürftig« teit ihrer Angehörigen — einer rcclamirt, fo konnte immer nur der ältere, länger dienende Sohn, be zichungSwcifc Bruder aus dem Heeresvcrbandc entlassen werden, w.'im auch von Seite der Rcclamantcn die Militärcntlassung dcS jüngeren Sohnes oder Bruders angestrebt wnrde. Da eine solche Beschränkung in der Wahl eines der zur Unterstützung der hilfsbedürftigen Angehörigen veruftichtcten Söhne, beziehungsweise Brüder der h>,< manen Tendenz dcS tz 17 des Wehrgcsctzes nicht ent» spricht, so wurde d:n hilfsbedürftigen Angehörigen in beiden vorgcdachten Fällen freigestellt, von ihren im Heere oder in der Kriegsmarine dienenden Söhnen, beziehungsweise Brüdern die Entlassung des Einen oder des Andern und auch dann anzusprechen, wenn der Befreiungs» anspruch für den ^ctztasscntirten schon vor dessen Assen-liruug vorhanden war. Wird demnach der zur Stellung berufene Sohn, beziehungsweise Bruder, entweder weil die hilfsbedürfti» gen Angehörigen die ergiebigere Unterstützung des bereits dienenden Zohnes oder Brude»« in Anspruch zu nehmen beabsichtigen, oder aus einem andern gehörig nachzuweisende» haltbaren Glundc, nicht reclamirt, sondern nach dessen Einreihnng die Militärcntlassung des dienen^ den älteren Sohnes, beziehungsweise Bruders nachgesucht, so ist der letztere — die Erfüllung aller übrigen dies-falls vorgeschriebenen Bedingungen vorausgesetzt - zu dem Ansprüche hierauf berechtigt; seine Militärentlassung kann jedoch bei dem Abgänge des Merkmals einer gesetzwidrigen Stellung nur aus dem Titel des § 40 o des Wchrgesctzcs erfolgen. Die hiedurch sich ergebenden Slaudesausfällc sind in den bei der EontingcntSfcststcllung mit 4 pCt. jähr-lich angenommenen natürlichen Abzug cinbczogcn. In jenen Fällen hingegen, in denen der Eingereihte ^hn, und blickte um mich. Emmy, dic wahrscheinlich H,^tetc. zu heftig gewesen zu sein. that ebenso. Die ^lchc, dic hei Tage !o unbedeutend aussieht, schien im ^'e des Mondes, dcsscn blasse Strahlen auf den wci-l^ Stauern dcS Gebäudes sich brachen nnd ihr ein crn-se- u„d feierliches Aussehen verliehen, gewachsen zu G^' T>ie schneebedeckten Gräber licßcu leinen einzigen s< ^l)alin schen; lein Vogelgesang ließ sich hören; der ktige Tod herrschte da als Souverän ; alles war schwei-h' und erstarrt. Ich jühltc ciuc unangenehme Empsin-^^ als ich plötzlich in lmsercr Nähe ziemlich laut sprc-^ und lachen hörte; es waren Andrea Margarethe z» (>'orpu8 ^ml8 die auf uns zukamen. Sie diöcntir-s^ lehr lebhaft, aber in ganz freundschaftlicher und ^zhaftcr Weise, was wir immer deutlicher hörten, je "h" sie uns kamen. . Sie hatte vollkommen Recht, sagte Andrea Mar-"" Ul,c in bestimmtem Tone. Ich hätte es eben so l>„« ^"6 denn? fragte ich, in dem Moment, wo sie 's erreichten. ,^ , Friedrich erzählte mir soeben, daß ein Ritter, der lebt^-" "!^" Schlosse auf der andern Seite des Fjord, e. eine junge und schöne Tochter halle, die zu sieben derbern nein sagte. Aus welchem Grunde? stil <^"uben Sie denn, daß man so ohne alle Um» ^e zu dem nächsten Besten Ja sagt? Was mich be- '>l< so holte ich an il'rcr Stelle ebenso gehandelt, s^ Wirklich? sagte ich und blieb eine Heit lang Ja; sollten Sie vielleicht zufällig das ^icd vom armen Peter kennen? Nein, ich kenne es nicht. Nun wohl, so werde ich es Ihnen singen, sagte sie, und begann sogleich: Dcr Hans und dir Oretc tcmzcu herunl Und iallchzcli vor lauter Freude. D«' Pcttr stcht so still und stumm Und ist so lilaß wie Krcidc Der Hauö mid dic Grctc siud Bräutigam nnd Brcntt Und lilitzm im Hochzcttsgüschmeidl,'. Drr arme Pctcr dic Nägel kaul Und geht i»i Wcrltagtttlcidc. Nun wohl, sagte sie, sich zu mir wendend, als sie geendigt halte. Was denken Sie vom armen Peter? Ich habe leine hohe Idee von ihm. Geben Sie Acht, daß es Ihucn nicht ebenso geht. Und nun gchcn wir nach Hause, sagte sie, sich an ^01-^m« <1m-'l8 wendend, und ^cidc verließen unS Plötzlich und gingen eiligen Schrilles dem Psarrhosc zn Ich blieb wie eingewurzelt auf meinem Platze stehen und dachte über dic Worte nach. welche Andrea Margarethe zu mir gcsvvuchen halte. Was mochte ihre Absicht dabei gewesen sein? Wollte sie mich aufmerksam machen, daß ich nicht z» lühn vorwärts gehen solle, oder war eS eine Aufmunterung, mich zu erklären, so lange eS noch nicht zu spät dazu sei? Das war ein Rälhscl. das ich nicht auflösen konnte, und iu diesem Augenblicke hatte ich eine gute Dosis Groll gegen Andrea Margarethe auf dem Herzen. Bisher hatte sie sich stets so offen und wahr gezeigt, und nun schien sie sich nur um die Gesellschaft Derjenigen zu kümmern, deren Conversation in Schmeicheleien bestand. Würden wir nicht besser thun, nach Hause zurück« zukehren, sagte Emmy; und ihre süße Stimme beruhigte den Aufruhr in meinem Innern. Ach, dachte ich. während wir zusammen weiter gingen, diese wenigstens ist aufrichtig, und ihre Worte sind so wahr, wie ihre Gefühle. Sie sehen nuu. daß Sie auch in Ihre Gedanken nnd Träume versinken können, erwiderte Emmy; und doch hatten Sie eben das Nämliche Ehristoph vorge» worsen! Konnte der Alte so viel Grund haben, wie ich, über Gedanken zu brüten? Er hat nicht, wie ich, ein unmögliches Räthsel zu lösen. Bei mir war es nicht zu wundern, daß ich nachdachte, bis ich fast zu Stein wurde. Wenn dieses Unglück mir nicht widerfuhr, so habe ich es der sanfteu Ucbcrrednng Emmy's zu danken. Als wir uns dem Pfarrhause näherten, erblickten wir Andrea Margarethe uud (^orpuä .luri«, die von Außen durch das Fenster in das Innere des Salons schauten. Wir folgten ihnen dahin und sahen den Pastor, seine Frau und dm Alten um eine große Punsch-bowlc herum sitzen. ,Miw, didito, ^0i1uFiiUo8" sang der Pastor, als er uns erblickte und, sein volles Glas hebend, rief er uns zu: — Scheu Sie, was die yutm Kinder bekommen, wenn sie ruhig zu Hause bleiben. Sie haben Punsch, während die Unfolgsamen eine trockene Kehle haben. Armer Nikolaus! Wie unglücklich er aussieht! AllonS. kommen Sie herein, wir wollen Mitleid mit Ihnen haben und Ihnen auch von den guten Dingen deS Landes zu kosten geben. Wir traten ein und setzten uns »m die Punsch' bowlc herum. (Fortsetzung folgt.) 350 zur Zeit seiner Assentirung bereits in dem die Befreiung begründenden Verhältnisse «and und von feinen hilfsbedürftigen Angehörigen nachträglich leclamirt odir >hm über Berufung der Anspruch uuf die Befreiung zuerkannt, wird. ist bei der Militilrentlassung deSselbcn nach dcn Vorschriften des tz 159 der Instruction zur Ausführung der Wehrgesetze zu verfahren. . Mgesnemgkeiten. — Bei Ihrer k. Hoheit der durchlauchtigsten Frau Erzherzogin Maria Annunziata macht der höchst beunruhigende Verfall der Kraft? traurige Fortschritt?. — Die „Oesterr. Corr." meldet: Am 2.1. t>iben Ee. Erc. Graf Hohenwarl als geheimer Na'»!om»neuen Friedens bcdin^nusseu bekannt: 'Abtretung des (^lsaft vhne Brlfort. Deutschlothrinssen ,n«t Vtetz. Fünf Milliarden Kriessscntschädigunss. Theile Frankreichs bleiben bis zur Abzahluu« der Kriegsentschädigung besetzt, Paris wird theil weise besetzt. Versailles, 2tt Februar. (Tr. Z.) ^Ojficiell.I Der Kaiser an die Kaiserin: Tiefbewegten Herons, mil Dankbarkeit gegen Goltcö Gnadc zeige ich Dir an, daß soeben die Friedenspräliminarien unterzeichnet sind. Nur ifl noch die Einwilligung der Nationalversammlung in Bordeaux abzuwarten. Telegraphischer Wechselcour« vom 27, Februar. 5perc. MetalliaueS 59 40, 5pcrc Mrtallique« mit Mai-lind November-Zillsc» 59,40 - 5perc, Vlational-Auleheu 68.35 - 1860er Staats-Anleheu 94.70, — Vanlacliru 724 — Credit-Ncticu 254. . - London 123 90. ^ Silber 121.85. — K. l Mllnz-Ducaten 5.83. — Napoleoud'or 9.87. Handel und Golkswirthschastliches. Vahn Villach-Tarvis. Der Vericht dcs Eisenbahn«Nusschusses Über die Herstellung dcr Eisenbahn von Tarvis nach Villach liegt nun Ivor. Das vom Ausschüsse vorgeschlagene Gesetz bestimmt im Art. I, daß die Negierung zu ermächtigen ist, der Kronprinz Nudulfsbahn'Gefellschaft die Concession zü dieser Bahn unter den flir die Linie Laibach - Tarvis geltenden Vestimmungen und Modalitäten zu erlheilen. Das garan« tirte Neinerträgniß vom Tage der Eröffnung ist mit der Marimalgarantie von 260.000 fl. in Silber limitirt. Die Amortisation des emittirten Capitales erfolgt nach einem von der Regierung zu genehmigenden Plane, demzufolge das für die neue Strecke emitlirle Capital während der Concessionödauer der Laibach-Tarviser Bahn zu tilgen ist. Die Begebung der Bauavbeiten muß im Wege der Offert-ausschreidung erfolgen, und binnen zwei Jahren vom Tage der Concessionserlheilung vollende! sein. Die Linie bildet einen inlegnrenden Theil der Nudolfbahn. Wenn die Verhandlungen mit der Rudolsbahn aus Schwierigkeiten stoßen, so wird die Regierung, der hiezu ein Credit von 2 Millionen für das Jahr 1871 eröffnet wird, den Bau auf Staatskosten in Angriff nehmen, - Dies sind die wesentlichsten Bestimmungen des Gesetzes, zu dessen besserem Verständniß es nöthig ist, auf einige Stellen des Ausschuß-derichles hinzuweisen. Zuvörderst ist hervorzuheben, daß der Ausschuß seinen Berechnungen nicht die von der Äu-dolfsbahu vorgelegte Trace, sonder» jene von Herrn von Prelis in Aussicht gestellte Trace zu Grunde gelegt hat, die um ^"/, ,„ Meilen lUrzer sein und wesentliche Er-sparunge» erzielbar machen soll. Sonach beträgt die Länge der Bahn .i"",<.o Meilen, woflir fl. 1.040 000 für Bau und Betriebsmittel per Meile, flir die ganze Strecke fl. .'i,606 400. Geldbeschaffungskosten und Imercalarzinscn hinzu gerechnet, ergibt sich dem Ausschuß zu Folge ein Gefammlaufwand von st. 5,055,375, den der Ausschuß auf fl, 5,200.000 abzuändern vorschlägt. Der Ausschuß meint jedoch hoffen zu diirsen, daß die Baukosten in Wirtlichkeit nicht so groß sein würden, wenn man den Bau nur im Wege der öffentlichen Concnrrenz Verhandlung gegen Zahlung in effective«« Gelde (nich! in Aclicn und Prioritäten) vergeben wUrde. Ueberhaupt spricht sich der Ausschuß bei dieser Gelegenheit sehr abfällig Über diese Vermischung des Geld und Baugeschäftes aus, welche zur Folge gehabi habe, daß die Ausführung großer Baulen zum Monopole einiger wenigen Geschäftsleute wurde. Erfolg in voltswirth-schaftlicher Beziehung verspricht sich der Ausschuß nur dann, wenn die Concession an die Rudolssbahn ertheilt wird. Angekommene Fremde. Am 26. Februar. « l«s«„«. Die Herren: Giordani. Birlendorf. - Treo, Ue-sitzrv, Uutrrlrain. - Wuchinz, Verwalter. Nasseufnß. - i!euz, ^ustthal, - Weiller, Agram. Muc'uil, Prwat, («raz. Prix-ner, Kaufn,. Cilli. ^ Plauc. Technik, ^ustthal. Dr. Do-lluz. Inuertrain. — Schul, Wiru, Äunsii, t, t. Hauftl manll, («övz. - - Sckonta, Private, Pola. Hitti, Private, punica. ««»»»>«, ^U'l«?„. Die Herren: Htlilovszly. Wien. Tachauer, Kaufm., Kalliscka, Hirschmaon, >lausm,. Kanischa Quo-rin. Fabrikant, Kirchberg. - Dcu, Beamtens Gattin, Nn-dolfswerth. »«!<»«>!»«'>,«',' >««l'. Die Herren: Dobrowat). St. Geor ci/il. — äernac MagazinsAufseber, Littai. Theater. Heute: Fünfte Gastvorstellung der Gesellschaft ^ app u. Vorher - FrUhere Perl,iiltni,'sc. Posse iu 1 Act von Iol,. Nestroy. Htorgeu: Vetztc Gastvurstrllunq drr Grscllschaft R a p p o Vorher: Möbel-Fatalitäten. Schwant in l Act von Anton Bittncr. , Z « " ^ «^ tz2 « ^ L -^v j ^ 6 uH ^Z ^, ! « «^H u ll. Mg, 3o0 „o — I.» O. schwach ' hlllbheiter' 27, 2 .. N. ö29.Hi -s. 6.a SNschwach z.Hälslc bcw. 0<»o 10„ Ab. K26>i4 -s- 4 8 SW.ichwach gau; bew. Morgens dcr Bodm gefroreil, Tagüorr Thauwettrr. D^s Tagesmittel dcr Wärme -s- ii.2". um 2.^" ilbcr dcm ^lormale. Pcraiitworllichcr Redacteur: Igunz u. K l e i n m a y r. '1^1 ^ . -^^ Ü3ien, 25> Februar. Dir Biirsc, welche sich wege» des bestchendeu Oclduderstlisseö lind dcü starten Fehlens der Stücke in ciuer dem Steigen der Curse geueigteu Tenden, ljll1s!^!W"llWI. befand, wurde durch dir auö England gelummenrn ungünstigen vinchlichtcn sinigernillsjen gedrückt, ließ sich alirr nicht so weit uceinflußcn, daß eiu erhedüchcr Rückgang ei'ug.-ten wäre Der Widerstreit der genauilteu beiden, einander auflviegcndcn Factoren erzeugte Stagnation und Lauircu. dci welchem sich dic Eurse nur wenig veränderten. ^. Allgemeine Gtaatoschuld. Für 100 si. Geld ü!1 «tlnhtitliche Staatsschuld zu 5 p zu 250 fl. 89.- 8^.25 „ , 18Ü0 zu 500 si. . . 94.50 94.70 .. „ 1860 zu 100 fl. . . 109.- 109.50 „ „ 1864 zu 100 si. . 123 40 123.60 Htaats»Domiiueu'Pfaudbrief« zu 120 fl. ii,W. in Silber . . 123. 123 50 ». (Hrundentlastuna«- Obligationen. Für 100 si. <9eld W°°rt Vühmr« . . - . ,u5pE< 94- 95.- Oulizieu......5 „ 74.- 74,50 «ieber-Otstecrcich. . « 5 « 96 25 96.75 Ober-Oesterreich . . „ 5 „ 94.— 95 — Slcbenbllrgen ... ,. 5 « 75 - 75,50 s5'. Andere öffentliche Nnlehen Touauregnlirungsluse zu 5 pCt. 9K.25 96.50 Ung. Eisenbllhnanlchen zu 120 si. ü. W. Silber 5"/^ pr. SlUcl 105.70 105.90 Ang Prämieuaulehcn zu 100 fl. o.W.(?5si. Einzahl.) pr.StNcl 92 40 92 70 Wiener Communalaulelien, rilck-zahlbar 5 pLt. filr 100 fl. . . 87.75 88.- «. Actiru von Bankinstituten. Oeld Waare Aualo-östcrr. Balil , . . 216 50 217.^ Baulverein.......225.50 226.50 Voden-(5reditauf!lllt . . . .248- 250.-EreditanNall f Haudel u. Gew . 253 40 25.j 60 Crebitanftalt, allgem. uugar. . 86.- 86 2» Escomple-GescÜschast. n ä. . . 9l8, 922-Franco-Üsterr! VanI . . . .101.99 102.10 Geueralbaul.......87.— 88.— HaudelSbaut.......91.50 92.- Natiuualbllnl.......723 — 724.— Unioubaul.......238 80 239.- VereiuSbaul.......103.2t, 103.50 Vcrlehrsbaul.......169.50 170.- «. Actie« von Tra»Hportu,,trr«el,. munaen. Geld Waare Alfüld-Fiumaner Bahn . , . 170.25 170.75 Vühm, Wcslbahn.....249.-250- Carl-Llldwig-Balm.....247.75 24».- Donau-Dampsschifff. Gesellsch. . 579 — 580 — Elisabeth-Westbahu.....219.50 220.- Elisabeth-Wcstbllhu (Liuz - Bud- weiser Strecke).....189.75 190.25 Feroil^ndS-MlobaljU . . . .2120 2125.— lfIjnf!'r Wan" ^rc>„-^osrv!)«.?»at"' . , . 1«,1.— 19150 ,'cmblrn'E,ern.«Iafst,er-«llt,ii . 187.50 188,— 'loud, üslrrr........345 — 348.— Oefterr. Nordwrslbahn . . . 199— 199 50 NudolsS-Vahn......16150 162.- Siebenbilrgrr Ächu . . . . 167 — 168.— Siaatsbahn.......380.— 381. - Slldbahu.......180.80 181.- Slld-nordd, Verbind. Vahu , . 173.50 173.75 Theiß-Bahn ......229.25 229.50 Ungarische 9lordostbahll . . .155.75 156 25 liligarische Ostbahu .... 83.^ 83.5.0 Tramway........185.75 186.25 5'. Pfandbriefe (fUr 100 st) Mg. üst. Bodui-llredit-Anstalt Geld Waare verlaebar zu 5 pCt. iu Silber 106 30 106 50 0l°.iu33I.rückz.,u5pllt.iniz.W. 87.— 87.50 '1lat,onalb. zu 5 vCt, ä. W. . . 93.10 93.30 Una. Uod.-2red.-Anft. zu 5'/, P Eeli. Waare Siebend. Bahu in Silber verz. . 89.50 89 75 StaatSb. G. 3'/, »5.00Fr...,. Em. 135. - 136. Südb.G. 3'„ i. 500Frc. pr. Stück 112 80 113 20 Slldb.-G.!»200 fl.z. 5"„ fur 100 fl. 89.- 89.20 Glldb.-Vous 6"/.. (18?!. 74) i. 500 FrcS pr. Stück . . 241 - —.— Ung. Ostbahn für 100 fl, . . 83.- 83 20 ». Privatlose (per Stück.) Kreditanstalt s. Handel u.Oew. Geld Waare zu 100 st ö, W......163 25 163.50 Nubolf-Stiftmlg zu 10 si. . . 15.50 16.50 Wechsel (3 Mou) Geld Waare Augsburg fUr 100 fl sildd. W. 103 15 103.50 ssrautsuli a.M. 100 st. detto 103.50 1<»3 ^5 Hamburg, silr 100 Marl H°,:co 91 30 91.40 London, silr 10 Pfund Sterling 123.90 124.^ Paris, filr 100 FrancS . . . —.— —.— <5ours der Geldsorten Geld Waar, it. MiinpDucatn, . 5 fl. 83 tr. 5 fl. 85 lr. Napolconsd'or . . 9 « 8/^ « 9 .. 88 „ Preuß. Easfcuscheine 1 .. 83 . 1 . 83j ^ ^.lbrr . 121 « 75 .. 122 .. 25 '„ fkrainische GrundentlaftungS - Obligation«,, P«« dalu.Uiruna: 86 - Veld. - Waarf. <