79. latirgang Eridiemt wöciieuUicb tecbsmiii (mit Ausnahme der Feiertage). Scbriftleitung, VerwaJtung und Buchdnickerei TeL 25-07, 25-68, MB, lUribor, KopdUSk« ul 6. Nr. 290 Mittwoch. ei Zuit^ung 24 Dio, für ;s Austand moDaÜich 35 Din. Einxelnumtner Otn 1*80 nnd 2*-*. Jf»* nuskrlple werden nicht retoumiert Bd Anfraffe» Rückporto beüefen. PoMafna phtaa ▼ totorlaL Pr#l3 OAPI f'90 üHaritom fteiluim Russische Massenangriffe im Süden 2>fe Sinnen Icifttn in 6er larelifdken JSanOenge erfolorefd^n 3IOer|tan^ tDfi(^ren5 im Otor&en Die Staffen liyren 9orniarfAdmiral Graf v. Spee« schilderte. Churchill sagte u. a.: »0!e Nachricht aus Montevideo ist mit Begeisterung und unverfälschter Befriedigung entgegengenommen worden. Das Schiff, das wochenlang im SUdatlantik kreuzte und unsere Schiffahrt gefährdete, Ist versenkt. Das von drei britischen Kreuzern beschädigte feindliche Schiff zog sich in einen neutralen Hafen zurück. In diesem Hafen hatte sich der Feind für eine von zwei Lösungen zu entscheiden: entweder die Intemierung von selten der neutralen Behörde über sich ergehen zu lassen oder aber auszulaufen und versenkt zu werden. Der Feind entschied sich für das Auslaufen und für die Selbstversenkung außerhalb der Territorialgewässer. Das Panzerschiff »Admiral Graf von Spee« wurde von den Kreuzern »Ajax«, »Achilles« und »Cumberland« erwartet, der den beschädigten »Exeter« ersetzte. Wir müssen zugeben, daß auch unsere Verluste nicht gering waren. Wir können jetzt zugeben, daß auf dem Kreuzer »Ajax« zwei Geschütztürme vernichtet wurden, während der Kreuzer »Exeter« 40 bis 50 Tref fer erhielt, und zwar von Granaten, die drei Mal so schwer waren als die Granaten der Geschütze des »Exeter«. Drei Geschütze des Kalibers 20 Zentimeter wurden vernichtet. Mehr als 100 Mann wurden verwundet, zahlreiche von ihnen getötet. Trotz alldem nahmen die britischen Schiffe den Kampf auf und erzwangen den Rückzug des Gegners. Unter den letzten Erfolgen Englands zur See ist die Tat des U-Bootes »Ursula« besonders zu nennen, welches einen deutschen Zerstörer des Köln-Typs versenkte.« Am Schlüsse seiner Rede zählte Churchill noch einige Tauchbooterfoigg sowie die Erfolge der englischen Flugzeuge bei Helgoland auf. Churchill beendigte seine Rede, indem er dem Admiral Sir Charles F Orb es für die Bemühungen dankte, die er auf dem Gebiete der Sicherstelhing der Konvois aufgewendet hatte. Ebenso dankte er der Flotte für den Kampf gegen die Tauchboote und Minen des Gegners. London, 19. Dez. (Avala). Reuter berichtet: Gestern abends wurde im Rund funk amtlich mitgeteilt, daß in einem englischen Hafen eine kanadische Division in Begleit^ung starker Flotteneinhelten eingetroffen ist. Oslo, 19. Dez. (Avala), H a v a s berichtet: Das norwegische Handelsschiff »Gritrefjelt« (2400 Tonnen) ist in der Nordsee auf eine Mine geraten und gesunken. Die Fahrgäste wurden in Schottland ans Land gebracht. Das Schicksal der Bemannung ist noch ungewiß. (SngllfdDrr £uftanorifF auf Oir Drutfcüe ^Ofte WIEDERSPRECHENDE MELDUNGEN DER AMTLICHEN DEUTSCHEN UND ENGUSCHEN STELLEN. (Siehe Bmäclist Seite 2!) London, 19. Dezember. (Avala.) — Reuter berichtet: Das Luftfahrtminl-steriitm meldet: In den Luftkämpfen über Helgoland wurden 12 deutsche Flugzeuge des Typs Messerschmitt abgeschossen, <1* i* rund 50 Prozent der an diesem Kampfe teilivehmenden deutschen Maschinen. Berlin, 19. Dezember. (Avala.) Das Deutsche Nachrichtenbüro berichtet: Die deutsche Mitteilung über den Luftkampf über Helgoland ist gestern seitens des britischen Rundfunks als unrichtig hingestellt worden. An maßgeblicher deutscher Stelle wird aus diesem Anlaß festgestellt, daß die betreffende Mitteilung eine amtliche Mitteilung des Oberkommandos der Wehrmacht ist, und daß 34 englische u. mit 2 deutsche Flugzeuge abgeschossen wurden. Die englische Mitteilung, der zufolge 12 deutsche Kampfmaschinen abgeschossen v/urden, ist zur Gänze erfunden. Berlin, 19. Dezember. (Avala.) Das Deutsche Nachrichtenbüro meldet: Die deutsche Presse feiert den gestrigen großen Siejj der deutschen Luftstreitkräfte im Gebiete der Nordsee, bei welcher Gelegenheit ein britisches Kampfgeschwader zersprengt und 34 Flugzeuge abgeschossen wurden. Die Blätter bringen die Meldung über diesen Luftsieg unter ganzseitigen Schlagzeilen. Die »Deutsche AMgememc Zeltung« schreibt: Die britischen Luftstreltkräfte versuchten gestern eine große Aktion gegen dte deutsche Küste, um den ungünstigen Eindruck der bisherigen Aktionen In dieser Richtung zu verwischen. Indessen erlebten die Engländer bei dieser Gelegenheit >hre bisher größte Niederlage. — Der »Berliner Lokalanzetger« schreibt: »Von 44 Apparaten wurden über 75% abgeschossen. Diese Ziffern führen nicht nuf wir an. Viel wichtiger ist der Erfolg dieses Kampfes im Hinblick auf die Tatsache, daß das britische Geschwader vollkommen zersprengt wurde, eine Katastro- i phe, die in England größten Widerhall | hnden wird.« i London, 19. Dezember. (Avala.) — Reuter meldet: Der Rotterdamer Berichterstatter der »T i in e s« betont, daß der deutsche Beridrt über die gestrigen Luftkämpfe offensichtlich unrichtig sei, da sich Helgoland 40 Meilen von den friesischen Inseln entfernt befinde, von denen es im deutschen Bericht heißt, daß sie von englischen Fliegern überflogen worden seien. Moskau, 19. Dezember. (Avala.) — Stefan! meldet: Stalin hatte gestern abends eine lange Aussprache mit M o -1 0 t o v und den Vertretern der Armee. In hiesigen diplomatischen Kreisen glaubt man, daß die Operationen an der finnischen Front Gegenstand der Beratungen im Kreml gewesen waren. Ankara, 19. Dezember. (Avala.) Reuter teilt mit: Staatspräsident Izmet Inönü ist gestern von seiner Inspektionsreise aus dem Osten zurückgekehrt, wo er in der Umgebung von Erzerum auch einen Teil der türkisch-russischen Grenze am Kaukasu«? besichtigt hatte. Inönü inspizierte in Begleitung des General Orbei insbesondere die Garnisonszentren und die Verkehrslinien. Paris, 19. Dezember. (Avala.) R e u-t e r berichtet: Wie die britische Botschaft in Paris mitteilt, besichtigte Premierminister Chamberlaintn Begleitung des französischen Generalissimus G a -in e 1 i n einige Teile der Maginotllnie. Bei dieser Gelegenheit wurden dem britischen Premierminister die französischen Befehlshaber vorgestellt. Chamberlain sprach dem General Oameltn seine Bewun demng über das Verteidigungssystem aw. für die Sowjets Gelegeahaftao für Masses angriffe. Die Flaoen haben jedoch diesen Sektor sehr stark befestigt. Im gestrigen Bericht des finnischen Oberkommandos heißt es, daß die Sow-jetfavpfiefl in diesem Frontabschnitt 26 Tanks verloren haben. Es scheint, daß die Finiien in Erwartung der Sowjetoffen sive in diesem Gebiete eine größere Anzahl von motorisierten Truppen zusammen gezogen haben. Äurje 9?a(öri(l)tcn Washington, 19. Dezember. (Ava-» la). DNB meldet: Wie die United States Line berichtet, wird der neue Passagler-dampferdlenst zwischen Newyork, Neapel und Genua mit dem Dampfer »Manhattan« am 30. d. von Newyork au« bc-beginnen. Die »Manhattan« kehrt am 15. Jänner aus Genua zurück. Der Dampfer »Washington« wird Newyork am 13. Jänner verlassen. Washington, 19. Dezember. (Avala). Die Seeschiffahrtskommission hat den amerikanischen Reedereien die Bewilligung für die Befahrung einer neuen Verkehrsllntie zwischen Newyork, Genua und Neapel erteilt. Den Dienst werden die Dampfer »Manhattan« und »Washington« besorgen. Die beiden Dampfer können auch Monaco anlaufen. Hydepark, 19. Dezember. (Avala.) berichtet: Präsident Roosevelt hat für heute eine Sitzung des amerikanischen Kabinetts einberufen. Die Sitzung wird sich vornehmlich mit den Folgen der See Schlacht an der La-Plata-Mündung vom panamerikanischen Gesichtspunkt aus befassen. Newyork, 19. Dezember. (Avala.) Stefan! meldet: Der Kapitän des britischen Tankdampfers »British Officer«, der kürzlich bei einem Zusammenstoß beschädigt worden war, hat Selbstmord verübt. Berlin, 19. Dez. DNB meldet: Die Folgen der deutschen Seekriegführung machen sich in England immer mehr bemerkbar. Nach den ztjr Verfügung stehenden Daten ist der englische Export im Monate Oktober um gute 52% zurückgegangen. Im November ist der Ausfuhr-rOckgan.cr noch empfindlicher gewesen. Zürich, 19. Dezember. Devisen; Beograd ID.—, Paris 9.97, London 17.60» Newyork 445 fünf Achtel, Brüssel 74.10, Mailand 22,50 Amsterdam 237.—, Berlin 178.62, Stockholm 106.20, Oslo 101.35, Kopenhagen 86.10, Prag 5.30, Warschau 79_, Budapest 3.35, Athen 3.50, Bukarest 3.30, Helsinki 8.50, Buenos Aires lOI.—. 3ur stfl. iSead^tung! Die geschätzten Leser der »Mariborar Zeftungc, die sich an die Verwaltont oder die Schrlftfeftunc des f^fattes om Informationen, Aufklärunsen, Adressen usw. wenden, worden höflichst ersucht der Anfrage für die Beantwortung 3 DI* nar In Portomarken belzutesen, da ansonsten eine schrlftBche Antwort nlcM erteilt werden kann. >Miriborer Zötifqg« Nontmer 200. « 2 Mtttwoch, d€n 20. Dezember 1939. 75 lahre Rotes Rreoz Eine Botschaft L K. H. Prinzes^ Olga. I. K. H. Prinzessin Olga, Präsidentin des Roten Kreuzes des Königreiches Jugoslawien, hat folgende Botschaft erlassen: >75 Jahre sind bereits seit dem Ab-sdriuß de6 ersten internationalen Abkommens verflossen, das den Grundstein fQr den Schutz ttnd die Betreuung verwun« deter und erkrankter Krieger und fttr die Biiirichtung des Roten Kreuzes legte. Die Täti^eit dieser Einrichtung, die danfc dem edlen Schweizer Dunant auf Grund der von ihm auf dem Schlachtfeld bei Solferino gewonnenen Eindrücke geschaffen wurde, ist in der Hauptsache an die Schlachtfelder geknüi>ft geblieben. Im langen, bhitigen Weltkrieg 1914— 1918 hat das Rote Kreuz der Menschheit große Dienste geleistet, indem es nicht nur Verwundeten und Kranken, sondern auch den anderen Kriegsopfern, Flüchtlingen, Greisen, Kindern, Hilflosen und Verlassenen seine Hilfe bot. Seither genießt das Rote Kreuz in der ganzen Welt allgemeine Achtung und seine Tätigkeit erstreckt sich auch im Frieden auf alle Werke der Wohlfahrt, der Gesundheits-förderung und des sozialen Fortschritts. Mit t)esonderer Aufmerksamkeit habe ich diese Tätigkeit des Roten Kreuzes verfolgt, die in mir den lebhaften Wunsch erweckte, daran auch aktiv teilzunehmen. Mir sind die großen Anstrengungen und patriotische, aufopfernde Tätigkeit unseres Roten Kreuzes bekannt, das ehrenvoll und würdig seine Samariter-pflioht in den Kriegen um die Freiheit, die Unabhängigkeit und die Vereingung unseres Volkes erfüllt hat. Nach dem Kriege haben die Teilnahme an allen Aktionen zur Leistung der ersten Hilfe bei Elemen-tarten Kreuzes einen zahlenimäßig star-Icen, körperlich und geistig gesunden Jjlachwuchs heranzubilden wvd die Bereit-wHligkeit, dem ersten Ruf gehorchend, an 4er Tätigkeit der internationalen Gemein-^aft des Roten Kreuzes teilzunehmen, iinserem Roten Kreuz die verdiente Aner-l^nung im Inland u. im Ausland eingetragen, der ich mich voH und ganz an-i^MeBe. Von diesem Gefühl der Achtung und Lid)e 2U unserem Roten Kreuz be-sfelt, habe ich das schwierige, verant-^vortungfivodle Amt des Präsidenten übernommen, bereit, es aufopferungsvoll und n^it vollem Vertrauen auf die Mitarbeit .i)ler Ausschüsse und Mitglieder des Vereins zu versehen. Die gegenwärtige Weltlage macht uns ausdauernde, angestrengte Arbeit zur [jfücht, damit wir für jeden Fall gerüstet sfrien. Die erhabenen Humanitätsideen des ftoten Kreuzes entsprechen den edlen Charakter Zügen unseres Volkes. Unser ffetes Kreuz macht unserem Land^ Ehre und steüJt ein Element seiner Stärke dar. Deshalb wende ich mich an alle Schichten der Bevölkerung mit der Bitte, durch iien Beitritt zum Rotkreuzverein die Reihen seiner Mitarbeiter zu verstärken ijind durch besondere Geld- und Warenspenden, die nach der Anleitung des Fjauptauschusses sämtliche Ausschüsse des Roten Kreuzes sammeln werden, sei-•iie materiellen Mittel zu steigen. loh begrüße alle Ausschüsse und Mit-sllieder unseres Roten Kreuzes und seines .Vachwusses sowie alle Mitarbeiter, Helfer und Freund^ des Vereins mit den besten Neujabrswünschen und mit der herzlichen Bitte an den Allmächtigen, daß friede und Liebe zwischen den Brüdern, /-wischen den Menschen und den Völkern herrschen möchten.« L' o d o n, 18. Dez. (Avala.) Reuter meldet: Gestern nachmitags gab das englische Motorschiff »S a v e n i t y« (487 Tonnen) SOS-Rufe. Das Motorschiff wur de von zwei deutschen Flugzeugen mit Bomben beworfen und unter Maschinen-ßcwehrfeuer genommen. Eine Bombe war der Haupttreffer, der das Schiff sofort zum Sinken brachte. Die Bemannung konnte sich in die Boote retten. Britische Flugzeuge trafen alsbald ein und griffen die deutschen Bomber an, von denen einer laut Erk!ärunG:on von Auj^enzcugiMi abgeschossen .wurde. Nadi der Uersenkung des „Hdmiral Graf von Spee'* Die (nitfiOe Stmannuno tofrö interniert / ^ie <2nglfin&er berseidDnen 72 Xott unb 2S VerlDunöete / ®er ftreuscr „c |$onaerf4)tff Dot Ine* getarnt 9 tnollftfie 2>antpfer berjentt Montevideo, 19. Dez. Die Behörden der Republik Uruguay haben eine Untersuchung über die Art und Weise der Versenkung des deutschen Panzerschiffes »Admiral Graf von S p e e« angeordnet. Der erste Ingenieur und drei Ma trosen sind bereits einvernommen worden. Alle Matrosen des »Admiral Graf von Spee«, die an Bord des deutschen Tankers »Takoma« nach Montevideo zurückgekehrt sind, werden hi temiert. Wie es sich jetzt herausgestellt hat, verlor bei der Sprengung des deutschen Panzerschiffes kein einziges Mitglied der Bemannung das Leben. Als letzter verließ der Kommandant, Kapitän zur See L a n g s d 0 r f f, das Pan zerschiff. Nach der furchtbaren Explosion ergoß sich ans dem Schiffskörper eine ungeheure Menge von Naphta und Oel, welches das Meer In einem großen Umkreis bedeckt. Da Feuersgefahr besteht, wurden Vorkehrungen getroffen, die Schiffe auf diese Gefahr aufmerksam zu machen. London, 19. Dezember. Reuter berichtet: Die britische Admiralität veröffentlicht nunmehr eine neue Verlustliste aus der Seeschlacht be? Montevideo. Die Verlustliste umfaßt 72 Tote und 28 Verwundete. An Bord des schweren Kreu zers »Exeter« fielen 5 Offiziere und 56 Matrosen. 3 Offiziere und 15 Matrosen wurden verwundet. Am Bord des leichten Kreuzers »Ajax« fielen zehn Mann, während zehn Mann verwundet wurden. Monde Video, 19. Dezember. Der englische schwere Kreuzer »E x e t e r< ist heute auf den Faldklandinseln eingetroffen, Das Schiff konnte nur die halbe Maschinenkraft entwickeln, woraus der Schluß gezogen wird, daß die Havarien, die es in der Schlacht mit dem »Admiral Graf von Spee« erlitt, sehr schwerer Natur sein müssen. Der »Exter« wird so lange auf den Falklandsinseln verbleiben, bis die Schäden repariert sein werden. Die Ersatzteile sind bereits aus England angefordert worden. London, 19. Dezember. (Reuter.) Das deutsche Panzerschiff »Admiral Graf von Spee« versenkte in den zwei Monaten seines Auifenthaltes auf offener See plata l insgesamt 9 englische Dampfer mit einer Gesamttonnage von 48.000 Tonnen. Unter den versenkten Schiffen befinden sich die Dampfer »Clement«, »Newton Beach«, »Huntsman«, »Travenian«, »Af-rica Schelk, »Doric Star«, »Taroga« und »Strenshall«. Montevideo, 19. Dezember. Reuter berichtet: Bei Montevideo wohnten der Versenkung zirka 250.000 Menschen als Zuschauer bef. Alle Dächer in Monte vi deo waren überfüllt mit Neugierigen. Ein amerikanischer Berichterstatter ül>erflog die Versenkungsstellc mehrere Male und berichtete entgegen über die Einzelheiten des Endes des deutschen Kriegsschiffes. B u e n 0 s A i r e s, 19. Dezember. Der Kommandant des »Abmiral Graf von Spee«^, Kapitän zur See Langsdorff und ein hobor Ofizier des Panzerschiffes, sind, wie P e u t e r berichtet, an Bord zweier Rettungsboote nach Buenos Aires gekommen, um sich des Schiffbrüchigen-reohtes bedienen zu können, auf Grund desse'n sie von den argentinischen Behörden freigelassen werden müssen, ohne in-tertiiert zu werden. Berlin, 19. Dez. Die deutsche Regierung hat ihrem Gesandten in Montevideo den Auftrag erteilt, bei der dortigen Regierung energisch dagegen zu protestieren, daß sie dem deutschen Panzerschiff »Admiral Graf von Spee« nicht die Frist verlängert hat, die für die notwendigsten Reparaturen erforderlich war. (SroBc £uflfämpfe ü&rr Orr iJloröfee BERLIN MELDET DEN ABSCHUSS VON 34 ENGLISCHEN KAMPFFLUGZEUGEN _ ENGLAND GIBT 7 ABSCHÜSSE ZU.— DEUTSCHE FLIEGERANGRIFFE AUF ENGLISCHE WACHBOOTE. Berlin, 19. Dezember. Das Deutsche Nachrichtenbüro meldet: Das Oberkommando der deutschen Wehr macht teilte gestern in einer Sondermeldung mit: Heute nachmittag kam es zu heftigen Luftkämpfen über der deutschen Bucht. 44 große englische Kampfflugzeuge versuchten an mehreren Stellen die deutsche Küste anzufliegen. Schon über Helgoland wurden die englischen Flieger-fonnationen zerschlagen, doch gelang es ihnen immerhin bis zur deutschen Bucht vorzudringen. In den Kämpfen, die sich dort zwischen der detitschen Luftwaffe und den Engländern abspielten, wurden 34 englische Flugzeuge abgeschossen. Die Wracks der englischen Flugzeuge wurden gegen Abend an die deutscheil In sein angeschwemmt. Die Bemannung zweier englischer Fhu^zeuue wurde gelangen genommiia. Zwei, deutsche Flui;- zeuge wurden abgeschossen. Die Bemannungen konnten sich durch Fallschirmabsprung retten. Die bis Wilhelmshaven vorgedrungenen englischen Flugzeuge wurden durch konzentrisches Flugabwehr feuer vertrieben. Es ist vorderhand noch nicht bekannt, welche Verluste in den Reihen jener zehn Flugzeuge verzeichnet werden, denen es gelang gegen England zu entkommen, die jedoch längere Zeit von den deutschen .Jägern verfolgt wurden. Bei den Kämpfen über der inneren deutschen Bucht wirkten die Eskadrillen der deutschen Jagdflugzeuge d. Geschwaders »Schuhmacher« mit, welches am 14. Dezember 10 von 20 englischen Flugzeugen abgeschossen hatte, die damals den Versuch unternommen haben, die deutsche Küsten anzuflice:en. London, 10. De/pniber. Reuter ^nit DatuAn vom 18. d. M.: Das Luftfahrt- Die »Berliner N a c h t a u sg a b eonau TRAGISCHES ENDE ZWEIER FLIEGER. — DER MOTOR DES FLUGZEUGES BEIM AUFSCHLAG AUF DAS WASSER EXPLODIERT. Beograd, 19. Dezember. Dieser Tage flog eine Gruppe von neun Flugzeugen aus Paris Ober Mailand und Zemun entlang der Donau in der Richtung nach Bukarest. Der Motor des neunten und letzten Flugzeuges wollte nicht recht funk tlonieren. Ueber der Donau stürzte das Flugzeug ab, wobei der Motor beim Auf-i schlag auf das Wasser explodierte. Die , Bemannung eines Schleppers fand in den ] Wellen nur mehr zwei gräßlich zugerich- jals tief ist. Die Feuerwehr von Turin ■ konnte erst nach vieler Mühe den verunglückten Autobus aus dem Kanal ent-1 fernen. tete Leichen und Teile des Wracks. Nach den Aufzeichnungen und Plänen, die man bei den Leichen fand, handelt es sich um rumänische Flugzeuge. Verschlimmerung der Beziehungen zwischen Moskau und den Westmächten. Rom, 19. Dezember. Wie nach einer von der italienischen Presse aus Genf gemeldeten Information verlautet, ist man in dortigen sowjetrussischen Kreisen der Ansicht, daß die Ausschließung Rußlands aus dem Völkerbund erst den Beginn einer neuen politischen Aktion darstelle, die England und Frankreich f^cgen die Sow-jetunio-n vorbereiten. Aus diesem Grun- de sei die Möglichkeit einer baldigen Verbesserung der Beziehungen zwischen Sow jetrußland auf der einen und England u. Frankreich auf der anderen Seite nach Ansicht eines maßgeblichen Sowjetbeamten vollkommen ausgeschlossen. Der japanische Dampfer »Sanju Maru« unbehindert auf dem Wege nach Japan. London, 19. Dezember. Der japanische Dampfer »S a n j u M a r u«, der kürz lieh Rotterdam mit deutschen Waren an Bord verließ, ist von den englischen Behörden unbehindert freigelassen worden und befindet sich auf der Fahrt nach Japan. tojjfiöaer ermortieteti (MDf Udler Formosa wfrd planmäßig nach Goldadern abgesucht. Eine japanische Bergbaukoinmis sion entdeckte auf Formosa die Gerippe ermordeter europäischer Goldsucher, die von den berüchtigten Kopfjägern Überfall^ worden waren. Di€ berüchtigten Kopfjäger treiben noch immer auf der Insel Formosa ihr Unwesen. Eine japanische Expedition machte kürzlich am Mittellauf des Talc-kirt-Flusses einen grausigen Fund. Sie fand die Gebeine einer Gruppe von Menschen, welche die Opfer der sogenannten »Kopfschneller«, der wilden Kopfjäger, geworden waren. Die Schädel fehlten. — Das war der Beweis dafür, daß die Wilden die Köpfe als Trophäen mit in iltre Dörfer genommen hatten. Einwandfrei wurde festgestellt, daß es sich um die Gebeine von Europäern handelt. In der Nähe lagen verschiedene Werk zeuge verstreut, die von Goldgräbern gewöhnlich benutzt'werden. Man nimmt also an, daß die Europäer sich auf der Goldsuche befanden und von den Kopfjägern überrascht und hingerichtet wurden. Bei diesen wilden Stämmen handelt es sich um oie Urbewohner von Formosa, die im Laufe der letzten Jahrhunderte durch die chinesisch-japanische Besiedlung immer weiter in das Bergland und das Hochgebirge zurückgedrängt wurden. Sie leben in einem ständigen Kampf mit den Dorfbewohnern am Rande des Berglandes. — Dunkle religiöse Vorstellungen von der geheimnisvollen Macht eines Menschenschädels treiben sie immer wieder dazu an, ins Flachland vorzustoßen, um sich ihre Beute zu holen. Diesen wilden Stämmen gilt die Eroberung eines Menschenschädels gleichzeitig als eine Mutprobe, die jeder ablegen muß, wer in seinem Stamme geachtet sein will. Die Versuche, die Kopfjäger zu civilisieren haben zwar gewisse Erfolge gezeitigt, doch Ist es bisher niemals gänzlich gelungen, die grausame Unsitte auszurotten. Die Japaner, die am Takkiri-Fluß d!e Menschengerippe fanden, gehören einer amtlichen Kommission an, die von Tokio aus zu besonderen Zwecken nach Formosa geschickt wurde. Die japanische Regierung will nämlich die Insel systematisch nach Goldadern absuchen lassen. — Seit vielen Jahrzehnten ist Formosa immer ein lockendes Ziel für .Abenteurer u. Goldgräber gewesen. In den Tälern der Insel wuTden häufig große Funde ge- >MarÄ>oreT Zertang« Nommcr 20t. Mittwoch, den 20. Dezember 193i/. Aus SüuU Jikd Oltarfbor, 2)fen0tag, öen 19.2>tsein6er JRoöerne Subertulo'r-hrdandlung VORTMC DES DUtEKTORS DES OOLNIK-SANATORIUMS DR. ROBERT NEU-BAUER IN DER VOKSUNIVERSITÄT. Bib vor wenigen Jahren galt die Tuberkulose als unheilbar. Auch jetzt sind noch einige dieser Meinung, während sich wiederum andere übertriebenen Hoffnungen hingeben und das auf Grund mißverstandener Anpreisungen oder naiver Vor- SKNTlICMff MUSIKALItM b^rrt prompt zu Origüialpreisen Buchbanalung W. HEINZ, Gosposka 26. urteile, als ob die Lunge »nachwachsen« könnte. An eine wirksame Heilung konnte man erst nach der Entdeckung des Krankheitserregers und Erfindung des Röntgenapparates gehen. Zuerst betrachtete man frische Luft, absolute Ruhe und gute Nahrung als hm reichende Heilfakto-rwi, was sich jedoch als unzutreffend erwies. Bei schon zu weit gediehenem Krank heitsprozeß wird nämlich eine etwa vor-haiKleiie Wutidc beim Atmen immer wieder aufgerissen, sie kann nicht heilen. Erst mit Anwendung des Pneumathorax, wobei man zwischen Lunge und Rippenfell Luft hineinläßt, wird eine Schließung imd Heilung der Kaverne erzielt. Ist aber das Rippenfell angewachsen, so wird mit elektrischem Messer eine Trennung beider Häutchen bewirkt, oder durch zeitweilige Lähmung des betreffenden Nervs eine Hüherspannung des Zwerchfells herbeigeführt. Es gibt viele individuelle Kom plikationen, wo man den sog. Oleothorax oder gar eine Paraffinplombe anwenden muß. Das radikalste Mittel stellt aber der chirurgische Eingriff durch Entfernung etlicher Rippen dar. Trotz dieser so vorgeschrittenen Be-handlungsweise sind aber die Aussichten auf vollständige Heilung leider nie hundertprozentig. Ist noch «keine Kaverne vor banden, so kann man mit 05% Heilungs- erfolg rechnen, bei einseitiger Kaverne nur mit etwa 85%, sind aber beide Seiten angegriffen, so sinkt der Prozentsatz gar auf 45.50% herunter. Man sieht also, wie wichtig eine rechtzeitige Diagnose u. ärztliche Behandlung ist, Derti spannenden Vortrage mit vielen Beispielen aus eigener Praxis folgte eine lange Rede aufklärender Lichtbilder. — Reicher Beifall der zahlreichen Zuhörer belohnte den Vortragenden. nach der zollamtlichen Revision können die Pakete am Postamt aufgegeben werden. Die Gebühr für die Postpakete ohne Wertangabe für Deutschland beträgt 22 Dinar bei Sendungen bis zu 1 Kilo und 34 Dinar bis zu 5 Kilo. Kleinpakete Kleinpa'kete sind Briefsendungen, deren Gewicht höchstens 1 Kilo ausmachen darf Solche Pakete dürfen höchstens 45 Zentimeter lang, 20 Zentimeter breit und 10 Zentimeter hoch sein. In der Form einer Rolle darf die Länge 45 und der Durchmesser 15 Zentimeter nicht übersteigen. Die Gebühr beträgt für je 50 Gramm 1.50, mindestens jedoch 7.50 Dinar. Es empfiehlt sich, daß die Parteien die Porto marken in entsprechender Höhe selbst auf die Pakete kleben. Die Sendung ist Naphtha im Werte von rund 8500 Dinar, luden diese auf den Wagen und fuhren nach Manbor zurück, wo der Treibstoff in der Garage Marine untergebracht wurde, um verkauft zu werden. Baumann soll einige Wochen später in Sv. Peter und in Ptuj zwei Fahrräder gestohlen haben. Er wird auch bezichtigt, am 2. April d. J. in Maribor in Ru§ka cesta mit einem Lastauto so ungeschickt gefahren zu sein, daß er an den Straßenrand geriet und dort den vorbeikommenden Rudolf A r e h mit dem Kotflügel so stark an das Geländer drückte, daß der Mann schwere innere Verletzungen am Unterleibe erlitt. Marine gab nur teilweise die Schuld zu und sagte, er sei von Baumann dazu fOR OEM HBRRM schönstc Auswahl von Anzug- u. Mantelstoffen KONFEKTIONSHAUS CVERUN Gosposka 32 arua!ete mit Se&en^mittelii Mitteüuttgeii der Postverwaltung Das Bahnhofpostamt macht das Publikum, das mit Postpaketen Lebensmittel nach dem Ausland versendet, darauf aufmerksam, daß diese verpackt werden müssen, wie dies mit Rücksicht auf den Infialt und die Vorschriften notwendig ist. Olt werden als Muster Fettstoffe versandt, die leicht schmelzen und nicht genü-j^nd macht. Nun soll die Goldausbeute einem festen System unterstellt werden. Zahlreiche Sachverständige suchen die »godver-dächtigen Gebiete« planmäßig ab. — Zunächst soll im Osten der Insel ein 800 Hektar großes Bergland am Takkiri-Fluß durchforscht werden. Die Probeuntersuchungen versprechen einen großen Erfolg. Am Takkiri-Fluß allein hofft man Gold im Werte von einer Milliarde Yen hn Bergbau gewinnen zu können. Außerdem werden weitere 60 Täler nach Gold-vorkommcn abgesucht. Nach der vorläufigen Schätzungen glaubt man mit einem Gesamtgewinn von nicht weniger als vier Milliarden Yen rechnen zu können. Die japanische Regierung wird besondere Vorsichtsmaßnahmen treffen, um wei tere Angriffe der Kopfjäger zu verhindern. Zusammen mit den Goldminenarbeitern werden alle Polizeiikräfte nach Formosa geschickt werden, die in der Umgebung der Bergwerke fitr die nötige Sicherheit sorgen werden. * Als Weihnachtsgeschenk das anerkannt schönste Kunstporzellan, Bleikristalle billigst bei Zlata B r i s n i k, Slo-venska 11. mit der Bezeichnung »Petit paquet« (Kleinpakct) sowie der Adresse des Emp fängers und des Absenders zu versehen. Den Kleinpaketen dürfen Briefe oder andere Schriftstücke, die den Charakter persönlicher Korrespondenz tragen, nicht beigegeben werden. Es darf jedoch die offene Rechnung oder ein Verzeichnis der in der Sendung enthaltenen Gegesntände beigefügt werden. Die Kleinpakete werden wie andere Briefsendimgen rekommandiert, expreß usw. abgefertigt. Vor der Postaufgabe werden die Kleinpakete im Bahnhofpostamt in dem itüf die Parteien bestimmten Raum an Werktagen von 10 bis 11 Uhr zur zollamtlichen Revision aufgegeben. verpackt sind. Der Inhalt solcher Sendungen kann auch andere Pakete beschädigen. Im Interesse der Partei ist es deshalb gelegen, die Pakete richtig zu adjustieren, um dadurch unnötigen Kosten aus dem Wege zu gehen und die Manipulationen der Post nicht zu behindern. Es wird darauf verwiesen, daß als Warenmuster zum ermäßigten Tarif nur Gegenstände versandt \verden dürfen, die wirklich als Mu ster der betreffenden Ware dienen. Waren hingegen (Eßwaren und andere Arti-ke)l, die für den Konsum oder Benützung bestimmt sind, können nur als Pakete, für das Ausland auch als Kleinpakete zum Versand aufgegeben werden. Paketversand Für jedes Postpaket hat die Partei eine Ausland-Postbegleitadresse sowie die Zolldeklaration (für Deutschland nur ein Stück) auszufüllen. Beide Formulare sind an allen Maribore Postämtern am Briefschalter erhältlich und kosten 25 bzw. 10 Para. Das Paket ist samt Postbegleitadresse und Zolldeklaration dem Zollamt vorzulegen, das die Sendungen im Zollpostamt' in der Aleksandrova cesta 54 auf der Per- j ronseite, erste Tür links, an Werktagen von 8 bis 12 Uhr entgegennimmt. Erst :S)a0 Sßetter Wettervorhersage für Mittwoch: Veränderlich, bewölkt. Es ist mit zunehmender Kälte zu rechnen. Dem (SJeriiiit^faal Vor den Richtern standen Samstag vormittags drei Männer, denen Didjstahl von ansehnlichen Mengen Naphtha zur Last gelegt wird. Es sind dies der 27jährige Rollfuhrunternehnier Viktor Marine aus Maribor, der 28jährige Handelsgehilfe Johann B a u m a n n aus Sv. Lovrenc am Draufelde und der 34jährige Arbeiter Ludwig 0 z i m i c aus Studenci bei Maribor. Baumann hatte auch wegen Raddiebstahles und schwerer körperlicher Beschädigung Rede zu stehen. Wie die Anklageschrift ausführt, fuhren die Angeklagten am II. Juli d. J. nachts von Maribor nach Ptuj und ließen das Lastauto etwa 200 Meter vom Magazin der dortigen Firma K e m i n d u-s t r i j a mit gelöschten Lichtern stehen. Dann drangen die drei in das Magazin * Besichtigen Sie unsere Auslagen mit schönen und praktischen Geschenken 1 — SS=S=3BSE OMOamiC fCANC überredet worden, für ihn unversteuertes Naphtha aus Ptuj zu holen. Baumann verneinte den Treibstoffdiebstahl und suchte den Raddiebstahl als Verwechslung der Räder hinzustellen. Oziriiie hingegen will in der kritischen Nacht in Maribor gewesen sein. Baumann und OzimiC erscheinen wegen Betruges und Diebstahles schon wiederholt vorbestraft. In der Verhandlung am vorigen Samstag wurde Viktor M a f i n c zu 8 Monaten strengen Arrest und Johann B a u m a n n zu 2 Jahren und 3 Monaten schweren Kerker verurteilt, während Ludwig 0 z 1 m i c von jeder Schuld und Strafe freigesprochen wurde. * Das passendste Weihnachtsgesch.iwi Briefpapier in schönsten Kasetten und Blocks. Letzte Neuheiten bei Zlata B r i s-n i k, Slovenska 11. m. Todesfälle. Im hiesigen Franziskanerkloster verschied der Senior der Franziskaner Sloweniens, Pater Andreas G 0-1 0 b im hohen Alter von 77 Jahren. — In Maribor starb ferner der Gerichtsbeamte Blasius § k a r a b 0 t im Alter von 65 Jahren. — Friede ihrer Asche! m. Aus dem Bürgerschuldienst. Der Fachlehrer an der Bürgerschule in Slovenska Bistrica Ferdo V f g e 1 e wurde nach Velika Kikinda versetzt. m. In Iglau ist hochbetagt Herr Friedrich E i g 1, Schriftsetzer i. R. und Hausbesitzer, gesto'rben. Der Verblichene, der auch in Maribor einen großen Bekannten- und Freundeskreis besaß, war der Bruder des hier vor Jahren verstorbenen langjährigen Metteurs der »Mariborer Zeitung«! Alois Eißl. — R. i. P.l m. Die Friseur- and Frisiersalons bleiben kommenden S a m s t a g, den 23. d. ununterbrochen den ganzen Tag bis 19 Uhr abends und Sonntag, den 24. d. bis 17 Uhr abends, dagegen mit der Mittagspause, geöffnet, am Christtag dagegen, Montag, den 25. ■ d. (auch der Friseursalon am Hauptbahnhof) geschlossen. Am Stefanitag, Dienstag, den 36. d. sind die Läden vormittags von 8 bis 12 Uhr offen. — In der nächsten W oc h e bleiben die Läden Samstag, den 30. d, ununterbrochen bis 20 Uhr abends und am Silverstertag, Sonntag, den 31. d. bis 20 Uhr abends mit der üblichen Mittagspause geöffnet, wogegen am Neujahrs tag, Montag, den 1. Jänner die Läden den ganzen Tag geschlossen bleiben. — Am D r e i k ö - em und entwendeten afcht Fässer mit n i g s t a g, Samstag, den 6. Jänner, sind Geschmackvolle Geschenke 11830 Gold Silber Uhren O. KIFFMANN Maribor, Aleksandrova cesta 11 fVaa ist // _ Pirofania ? Das PlKj/anlo-foifcUJren ermOo' ücßf (flo I/eberfraguno von Ein* und MeCr/orbendruek 1d elneni eiiudottn >arbetts9aiipe auf roße^ und Dear£>atfe/e3 Kaifon, MARIBOR! Kopalllk« ulk« 4 Jliie, Sioff soatl» feäes andere poroM MatertaL " iMrIanffoa Sie Prospekfe und unverblndJ. Offor/9 MARIBORSKA TISKARNA D.D. fw.nt tHJ, IMt, »41 _ , ^ _ _ . _ , . Wenn man ftaf KGißlG ßütGni lOlfsFC ' so IsS es meisS das Inserat I '^fffvroch, den 20. Dezember !939. »MarJborer Zeitung« Nummer 200. die Friseur- und Frisiersalons von 8 bis 12 Uhr vormittags geöffnet, am darauffolgenden Sonntag, den 7. Jänner dagegen geschlossen, — Diese Bestimmungen gelten sowohl für Maribor, als auch fQr das flache Land. m. Fleischläden und Fleischstfiitde in Maribor bleiben, wie die Fleischer- und Selcherinnutig mitteilt, S o n n i a g, den 24. d. vormittags geöffnet, am Christtag, Montag, den 25. d. jedoch geschlossen, während sie am Stefanitag, Dienstag, den 26. d. vormittags wieder offen bleiben, — Femer wird das Publikum darauf aufmerksam gemacht, daß am S11 v e -s t e r-Sonntag, den 31. d. die Fleischläden und -stände geschlossen, am N e u -1 a h r s t a g, Montag, den 1. Jänner dagegen geöffnet bleiben. m. In Ljttbljafia verschied nach langem schweren Leiden das Mitglied des Jugoslawischen Jouraalistenverbandes Ivan K a Ii n § e k im Alter von 66 Jahren. — Der Dahingeschiedene war mehrere Jahrzehnte Mitarbeiter des »Slovenski narod«. Ehre seinem Angedenken! m. Ein neues Postamtsgebäude wurde dieser Tage in K r a n j in Bau gegeben. Im Gebäude wird die neue automatische Fernsprechzentrale untergebracht werden. Die Gemeinde hat den Baugrund unentgeltlich beigestellt. Die Kosten belaufen sich auf mehr als eine Million Dinar. • Schönster Christbaumschmuck und Weihnachtskarten in reichster Auswahl und zu billigsten Preisen bei Zlata Bri§-n i k| Slövenska 11. m. Weihnachtsfeier der Ruheständler. Mittwoch, den 20. d. um 20 Uhr findet in der Qambrinushalle ein Familienabend und eine-Weihnachtsfeier des Mariborer Pensionistenvereines statt. Die Ruheständler werden eingeladen, recht zahlreich zu erscheinen. m. In der Volkcuniversltät in Studenci spricht am Donnerstag, den 21. d. Prof. Jan S c d i V y über das Thema »Ein Aus-fluz in die bulgarische Kultur«. Anschliessend aktuelle Bilder. m. In den Bäckerbetrletien wird, wie die Mariborer Bäckerinnung mitteilt, kommenden Samstag, den 33. d. gearbeitet, Sonntag und Montag ruht iedooh die Arbeit. Die Brotläden sind Soimtag vormittags geöffnet, Montag u. Dienstag dagegen den ganzen Tag geschlossen. Das Publikum möge diese Bestimmungen berücksichtigen, da sich die Bäckermeister streng an die Vorschriften halten müssen. m. Einen lustigen Bergsteigerabend veranstaltet morgen, Mittwoch, im Saal der »Z^druzna gospodarska banka«; der Slowenische Alpenverein. Die Konzertpunkte leitet der Direktor der »Glasbena Matica« 0. Balde. Jedermann herzlichst eingeladen! m. Zwei Weihnachtsnovitäten bereitet das Mariborer Theater vor. Am ersten Weihnachtstag erfolgt die Uraufführung Paul Rasbergers neuester Operettenschöp fung »Die Verlobung an der A d r i a« und am zweiten Festtag folg\ der Lustspielschlager »Conto X« in der Neubearbeitung Danilo Gorinäeks. m. Schneebertchte. Der »Putnik« erhielt heute, Dienstag, folgende Schiiee-berichte: Sokol-Berghütte: 0 Grad, hoher Nebel. 20 cm Pulver. — Rimski vre-.lec: —3 Grad, ruhig, 20 cm Pulver. — Petzen: —3 Grad, hoher Nebel. 30 cm Pulver auf 40 cm Unterlage. Ausgezeichnete Skifähre. m. Wichtig für Besitzer von Betriebs-oiotoren. Die Polizeivorstehung teilt mit. daß die Formulare für die Anmeldung von Betriebsmoloren für den Stadtbereich bei der StadtDoIizel, Zimmer 4, 1. Stock, erhältlich sind. Die Anmeldung ist bis zum 29. Dezember vorzunehmen. tn. Milchmangel am Markt. Am Marktplatz macht sich in d^n letzten Tagen ein Miichniangel fühlbar. Dagegen wird Milch von Haus zu Haus zu weit höheren Preisen ancebnten. m. Verscheuchte Einbrecher. Im Stiegenhaus Aleksandrova cesta 12 machten sich in der vcrirangencn Nacht zwei unbekannte Männer zu schaffen, die eilend das Wette suchten, als jemand eine Woh-nunzstiir öffnete. m. Wetterbericht vom 19. d., 9 Uhr: Temperatur —2.2 Grad, Luftfeuchtigkeit (9er2rlf adrin in SQDruno DS SIEBENTE RUNDE DES WEIHN ACHTSSCHACHTURNIERS IM CAPfi »CENTRAU. Die gestern ausgetragene siebente Run de des Weihnachtsschachtumiers erreichte mit dem Treffen Gerzelj ' Küster Ihren Höhepunkt. Der französischen Eröffnung Gerieljs hatte Küster zu wenig zugesetzt, sodaß er sich im weiteren Verlauf der Partie in höchster Bedrängnis be fand. Als alle Rettungsversuche scheiterten, gab Küster auf. Gerielj übernahm mit diesem Sieg allehi die Führung in der Tabelle. B a b i c errang gestern einen glatten Sieg über Ke t i S. BakariC vergab einige Chancen gegen R u p a r u. mußte diesem schließlich auch den Sieg überlassen. Zu einem komplizierten Posftlons-spiel kam zwischen M a r o t t i und M a r V i n, in welchem letzterer den Kürzeren zog. N 0 s a n hatte gegen F o r a y sogar einen Turm mehr, verpaßte jedoch den richtigen Augenblick und mußte eine unnötige Niederlage hinnehmen. K u k o-V e c rang G u j z n i k nieder, obwohl dieser abermals ausgezeichnet spielte. Die Ueberraschung des Abends war jedoch die Niederlage M i § u r a s gegen A v -d i 2. Dieser verlor zwar eine Figur, ging aber dann zu einem heftigen Angriff über, der ihm den ganzen Punkt einbrachte. — L u k e s war gestern spielfrei. Der Stand nach der siebenten Runde lautet: Gerzelj 5%%, Babiö 5, Küster, Kulkovec, Marotti, MiSura und Rupar Je 45^, Lu'ke§ 4, Marvin und Foray je 3, Avdi^ und Gujznik je 2, KetiS und Nosan je 1, BakariC 0 Punkte. Die nächste Runde wird am Mittwoch gespielt. Das Weihnachtsinserat als zugkräftigstes Werbemittel Die Verwaltung der »Mariborer Zeitung« erlaubt sich d!e geschätzte Geschäftswelt in Stadt und Land auf das Weihnachtsinserat als zugkräftiges Werbemittel aufmerksam zu machen. Die heurige Weihnachtsnumm r der »Mariborer Zeltung«, die in verstärktem Umfange und stark vermehrter Auflage am Samstag, den 23. d. M. zur üblichen Stunde erscheint, wird vier volle Tope aufliegen und bietet daher eine selten ][ünstige Reklamegelegenheit für jedermann. Wir richten an die P. T. Kaufleute, Gewerbetreibenden, Industriellen usw. die höfliche Bitte, die WeihnachtsInserate so bald als möglich, spätestens jedoch bis Freitag, den 22. d. M, 18 Uhr In der Verwaltung d. BL (KopaliSka uL 6) übergeben zu wollen, da später einlaufende Aufträge aus technischen Gründen leider nicht mehr berücksichtigt werden können. DIE VERWALTUNG DER »MARIBORER ZEITUNO« 93»/o, Barometerstand 744.0, Windstill. Gestern Temperaturmaximum 0, heute Tempraturminimum —4.0 Grad. Schneehöhe 10 Zentimeter. Aus Piui p. Seinen 70. Geburtstag feierte dieser Tage der langjährige und unermüdlich tätige Sekretär des Handelsgremiums Herr Johann O s e n j a k. Der Jubilar, der sich ob seines liebenswürdigen und zuvorkommenden Wesens allseitiger Wertschätzung erfreut, war seinerzeit Obmann des Sportklubs »Ptuj«. Zum schö nen Lebensjubiläum auch unsere herzlich sten Glückwünsche! p. TodesfalL Im Alter von 73 Jahren ist hier nach längerem Siechtum Pater Ber-nadin § a 1 a m u n gestorben. Der verstor bene Minorltenpater wurde am Montag unter großer Anteilnahme der Bevölkerung am Friedhofe in Rogozina beigesetzt. R. i. p.! p. Entrümpelung der Dachböden. In den ersten Tagen nach Weihnachten wird eine besondere Kommission die feuerpolizeiliche Inspektion aller Dachböden im Stadtbreiche vornehmen. Die Bewohnerschaft wird daher im eigenen Interesse darauf aufmerksam gemacht und angewie sen, die Entrümpelung der Dachböden so bald als möglich vorzunehmen. Alle Gegenstände, die leicht brennbar sind, müssen auf jeden Fall entfernt werden. Aus Dtavoßioä g. Trauung, In der hiesigen Propstei-kirche wurde gestern der Ingenieur Milan Kuder aus Slovenjgradec mit Frl. Pi-nica Cas-Komauer getraut. Wir gratulieren! g. Todesfall. In Viö bei Dravograd ist der Großgrundbes'tzerssohn Franz P u n-g e r § e k gestorben. R. i. p.l ( Interstützet die flntituberkulosenliga! An die P. T. Abonnenton der „Mariborer Zeitunq" Die gesch. Abonnenten der ' ^hiriborer Zeitung« werden kofl. ersucht, die rück' ständigen Aljonnement^beträge so bald al$ möglich zu begleichen^ damit die Verwaltung nicht in die unangenehme Loge gebracht wird, in der Zustellung des Blattes eine Unterbrechung eintreten lassen zu müssen. — Die Verwaltung der *M ariborer Zei-t u n g«. Ats Celje „I>ie berfaulte SSrau!" Gastspiel im Stadttheater in Gel je. Eine dankbare Bereicherung des Spielplanes für die Gastspiele des Mariborer Nationaltheaters in Celje bildete die Aufführung von Friedrich Smetanas komischer Oper »Die verkaufte Braut«, die dieser Tage über die Bretter unseres Stadttheaters ging. Der Komponist der »Verkauften Braut«, eines der ganz wenigen Werke der Volksoperngattung, das sich trotz oder vielleicht gerade seines bodenständig-nationalen Charakters wegen alle Bühnen der Welt zu erobern vermochte, schenkte semeni Volke die Nationaloper. Vor Smetana gab es keine tschechische Oper. Er schuf sie. Damit hatte er im reichsten Maße erfüllt, was von jedem Künstler wohl vor allem andern zu fordern ist: seinem Vaterlande zu dienen. Die objektive Bewertung der Kunst Smetanas hat sowohl im Inland wie Ausland erst verhältnismäßig spät eingesetzt. Liszt schrieb einmal, daß Dvofak geerntet, was Smetana gesät habe. Zwar ging dio »Verkaufte Braut« noch zu Lebzeiten ihres Schöpfers über zahlreiche ausländische Bühnen. Wie nachhaltig und tiefgehend aber der Erfolg dieses so völlig aus dem Volksbewußtsein heraus geschaffenen Werks war, das sollte Smetana nicht mehr erleben. Daß Smetana einst Stürmer und Neuerer gewesen, will uns heute kaum glaubhaft erscheinen; wohl aber merkt man gerade der »Verkauften Braut«, d'e 1866 entstanden ist, den Einfluß unserer klassischen und romantischen HUuiliotet TMeaiet REPERTOIRE. . Dienstag, 19. Dezember um 20 Uhr: »Via Mala«. Zugunsten des Pensionsfonds der Schauspielervereinigung. Ermäßigt. Preise. Mittwoch, 20. Dezember: Geschlossen. Donfwstag, 21. Dezember um 20 Uhr: »Lipa Vida«. Ab. C. Zum letzlen Freitag, 21. Dezember: Or'-chlops»»!. lok-Hiita \ •T'riVlaünBaBiitta- w ; y^.ri'rfxai'BOBBHPsyr to.*-:.-. Esplanade-Tonkino. Der große Weli-schlager »Unbekannte Helden« mit dem berühmtesten Charakterdarsteller Vv'al-lace Beery in der Hauptrolle. Eine einprägsame spannende Handlung in meisterhafter Regie und Darstellung. Burg-Tonklno. Der deutsche Groß film »Die Nacht der Entscheidung«. In den HauptroUen Svet. Petrovic u. Pola Negri, Der letzte Film der berühmten Schauspielerin, der größten Tragödie des Fi'nis, die jetzt endgültig dem Film und dem Theater Valet gesagt hat. Zum letzten Ma le hört man ihre weiche und dunkle Stimme in einem eindringlichen Heimatlied . . Es folgt die berühmte Operette »Lum-pazi Vagabandus« mit Paul Hörbiger und Heinz Rühmann. Union-Tonkino. Heute, Dienstag, zum letzten Mal der historisch interessante Oro-ßfilm »Die Perlen der Krone« mit französischen, englischen und italienischen Dialogen. — Ab Mit:v;ocli der my-steriöse Kriminalschlager »Die gehdr-nfsvollc Gasse«. Bis zum 22. Dezember versehen die Mohren-Apotheke (Mag. Pharm. iMaver) in der Gosposka ulica 12, Tel. 28-12, und die Schutzengel-Apotheke (Mag. Pharm, Vaupot) in der Aleksandrova cesta 3^, Tel. 23-13. Nachtdienst. Mittwoch, 20. Dezember. , Ljubljana, 7 Uhr Nachr., PI. 12 Aus Ischech. Opern. 18 Jugendstunde. 19.20 N. St. 20 Opernübertragung. — Beograd, 17.45 Vortrag. 18.05 Tanzmusik. 19.20 N. St. 20 Oper. — Sofia, 18.45 Leichte Musik. 20 Oper. — Beromünster, 19 Vortrag. 20.10 Weihnachtslieder, — Budapest, 17.15 Zigeunermusik. 19.25 Franz. Klaviermusik. 20 Hörspiel. — Reichssender, 16 Zwei Stunden Unterhaltung. 18 Konzert. 20.15 Militärabend. — Bukarest, 17.15 Konzert. 19.15 Kammermusik. 20 Weihnachtsoratorium von J. S. Bach. — Mailand, 19 PI. 20.30 Konzert. 21 Htir-spiel. — Prag, 18 Weihnachtsmusik. 19.15 Vortrag. 20.15 Konzert. — Rom, 19,25 PI. 21 Bunte Musik. — Wien, 12 Konzert. 14 Nachr., PI. 16 Konzert. 18 Lieder. 19,15 Rundschau. 20.15 Konzert. Meister an. Das wirklich formenschöne und auch formenreiche Werk lehnt sich in mancher Hinsicht, wenn auch nur le.sc, an Mozart und Lortzing an. In der Instrumentation pulsiert — so in der Ouvertüre — das frische, bewegte Leben und das übersprudelnde Temperament, das uns etwa den »Figaro« so teuer macht. Auch in den Gesängen herrscht das melodiöse Element vor. Vor allem aber verleiht das musikalisch-nationale Element in dieser tschechischen Bauernkomödie der Oper Reiz und Wert. Sie ist mit ihren lustigen Szenen und ihren melodischen, frischen Tänzen so recht das Werk für die breite Menge. Jelka I g 1 i ö, die Trägerin der Titel* rolle, war, gesanglich und darstellerisch, eine anmutvolle und eroberungskräftige Vertreterin dieser Rolle: locker, schmeichelnd singend, Freude bereitend. Als Heiratsvermittler Kecal entfaltete Paul K 0 V i ö den Reichtum seiner buffonen Begabung. Sein Kecal war beweglich und von einem köstliclicn Hi:mor. Anatol M a-n 0 § e V s k i gab einen vortrefflichen, liebeszärtlichen Hans und wartete mit Mittwoch, den 20. Dezember 1030. PuUälxfLAtM QBodDen&rridDt Drr :Sroorader »erfe Aidagcmarkv Wie zu erwarten war, Irielt zu Beginn der abgelaufenen Woche die flaue Tendenz aucli weiterhiji an, wogegen zu Wochenende eine leichte Reaktion eintrat, die sogar zu einem wenn auch geringfügigen Anziehen der Kurse der Kriegsscha denrente und zur Stabilität der übrigen Börsenpapiere führte. Bei der Kriegsscha denrente ist eine Hausse leicht zu be- werkstelligen, da ein großes Angebot nicht besteht. Bei den anderen Papieren hingegen ist dies nicht so leiclit, weil das Angebot größer ist und keine ernstliche Nachfrage vorliegt. Die weitere Entwicklung der Börsenlage wird sich daher interessant gestalten, besonders zum bevorstehenden Jahreswechsel. Nachstehend ein Vergleich zwischen dem Kursstand zu Ende der beiden abge-, laufenen Wochen. wörtlichen WirtschaftsfUhrer aHe ihre Kräfte zur Beschaffung von Rohmaterialien einsetzen werden, damit die Arbeitslosigkeit von so vielen Menschen auch In Zukunft verhütet werden kann. Neben der Holz-, Leder- und Bergbauindustrie beschäftigt und efnährt die Textilfabrikation einen GrpßteÜ der Bewohner Sloweniens. Deshalb ist es auch nur richtig und verständlich, wenn ihr stets größte Aufmerksamkeit zugewendet und ihren aufbauenden Bestrebungen volles Verständnis entgegen gebracht wird. —«ch. 8. xn. 15.X1L 2)^% Kriegschadenrenie 424.50 418.— — 5S 1% Investitionsanleihe 98.50 97.50 — 1 4% Agraobllgatlonen 52.— 52.— — Beglukobligationen 76.50 75.— — IK 6% dahnat. Agrarobligationen 68.75 67^ — \% 6% Forstobligationen 69.— 65.— — 4 7% Blairanleihe 87.50 86.50 — 1 S% Blairanleihe 93Ä) 92.— — l 7% Seligmananleihe 99.— 100.— -h 1 7% Stabilisationsanleihe 94.50 95.— Umgesetzt wurden in Obligationen 5,339.216 Dinar, um 14.770 Dmar weniger als vor einer Woche. Aktienmarkt Für die Aktien der Nationalbank bestand auch in der abgelaufenen Woche eine sehr lebhafte Nachfrage. Zu Wochen beginn notierte dieses Papier in der Nach frage 7600, stieg aber dann und schied zu Wochenende zu 7850 Dinar aus dem Verkehr. Für die Aktien der Agrarbank war kein Interesse vorhanden. Devisenmarkt Im Privatclearing notierte die Mark weiterhin zu stabilen Kurs von 14.30. Ter minabschlüsse wurden zu Wochenmitte zum Kurs von 14.45 getätigt. Die Saloniki bons ließen um 2 Punkte nach. Zu Beginn der Woche notierten sie 37, bröckelten aber dann auf 36—36.50 ab und schie den zu Wochenende zu 35 aus dem Verkehr. Sofia wurd« in der ganzen Woche in der Nachfrage zu 90 gehandelt. Der Gesamtumsatz in Devisen belief sich auf 51,958 632 Dinar, um 1,886.697 Dinar weniger als eine Woche zuvor. S>lr XrrtilinDuftrie eioloenirnd 42 FABRIKEN BESCHAPTIOEN ÜBER 17.000 ARBEITER. 2>ie geplante eteuemform Schon einige Wochen trägt man sich im Schöße der Regierung mit dem Oedanken, das gegenwärtige Steuerwesen zu reformieren. Hiebei wird nicht so sehr an eine grundlegende Aenderung des Systems gedacht, als vielmehr daran, die gegenwärt. Praxis der Steuerelnb^bung einer Aenderung zu unterzielren, £s waren Nachrichten verbreitet, daß man ar etae gänzliche Befreiung der kleinen Laiv /wWe und der kleinen Gewerbetreibendtrt von am Lande von der Bodensteuer plane. Wie jetzt aus Beograd berichtet wird, dürfte es sich nur um eine Senkung der staatlichen und Selbstverwaltungsabga-ben handeln. Andrerseits sollen einige andere Steuerarten derart modifiziert werden, daß dem Staat größere Einkünfte verbürgt werden, damit er die durch den Krieg in Europa bedingten außerordentlichen Ausgaben decken kann. Vor allem sollen durch eine strengere Eintreibung der Erwerbs- und Gesellschaftsstener dem Staate größere Mittel zufließen. Konkrete Beschlüsse wurden noch nicht gefaßt, doch ist dies für die allernächste Zeit zti erwarten. ^Mariborw Zefftmgv Nmmr 200. (Absehen Tenortönen auf. Angel Jarc spannte über den albernen Wenzel alle ü^oUlgkeit eines läppischen MuttersOhn-cbens. Auch die Elternpaare Vida Z a m e- J i Ö-K o V i e (Ludmilla) und Karl K a -rn u 5 ö i ß (KruSina) sowie Ljuba C e p i <5 (Katinka) und Vladimir SkrbinSek (Micha) boten famose Typen und trugen auch zum Gelingen des herrlichen Sextetts im dritten Akt verdienstlich l>ei, das durch die Eigenart seiner musikalischen Struktur fesselt. Ein Einzellob gebührt dem immer guten Paul Rasberger mit seinen urkomischen Einfällen als Direktor eines Wanderzirkusses. Ihm zur Seite standen, beschwingt und liebreizend, Ma-rica Brumen-Lubej als Esmeralda und Edo Verdoniks Indianer. Für einen stimmungsvollen Rahmen sorgte als Leiter der Szene Vladimir Skrblngek mit scharfem Bühnenblick; er versteht es, mit einfachen Mitteln schöne Wirkungen zu erzielen. Die Aufführung hatte Form und Linie. Auf der Bühne herrschte Spielfreudigkeit. Auch der musikalischen Leitung der Aufführung durch Lojze Herzog, der das singende, wiegende Lächeln Smetanas hervorzauberte, haben wir Anerkennung zu zollen. Er erwies sich als inspirativer Anwalt der Partitur, indem er alle Schönheiten behutsam und mit Zärtlichkeit hegte und das Äußerste an Wohllaut hervorholte. Ehrende Erwähnung verdient auch die Arbeit des Tanzleiters A. HarastoviC. Das Theater war trotz der Weihnachts-nusverkauft, der Beifall groß. HeUfried Patz. c. Evangetiscbe Klrchengemeinde. Die l.cbensbewegung in der hiesigen evangelischen Kirchengemeinde vom 1. Mai bis I. Dezember d. J. zeigt folgendes Bild: Getauft wurde Bernt Lutz, Sohn des Herrn Ferdinand Wusser und seiner Gattin Walpurga. Getraut wurden Herr Erich Dunker und Fräulein Waltraut Winkle aus Sevnica sowie Herr Ignaz Nosan und Fräulein Philippine Charlotte Bauer. Beerdigt wurden: Herr Hans Zottel, Kaufmann in Konjice, 35 Jahre alt; Herr Franz Lebitsch, Kaufmann, 62 Jahre; Herr Dr. Fritz Zangger, Rechtsanwalt, 62 Jahre; Herr Dr. Martin Wolf in Sevnica, 84 Jah re; Herr Thomas Sommeregger, Vorarbeiter, 69 Jahre. Konfirmiert wurden: Ida Bandek, Kurt Grohmann, Wilhelm Grö-Kcr, Herta Hotschewar, Udo Hotko, Franz Siokan, Hermann Rakusch, Auguste Reit-ter, Martha Sager, Paul Gerhardt Schwan der, Mathilde Jager und Erich Thörnich. c. Aus dem Stadtrate. Zu Mitgliedern des Bauausschusses wurden folgende Herren ernannt: Primarius Dr. F 1 a ] s, fng. K 0 m e 1 und Dr. Georg S k o -b e r n e, zu deren Stellvertretern Direk-lor B r i n a r, Dr. P 0 d p e 2 a n mnd Ing. S te f a n i. c. Vom Stadtfriedhof. Auf der letzten Ratsherrensitzung wurde beschlossen, im Stadtfriedhofe 200 junge Zypressen an-nrpflanzen. c. Junggesellenausstand. Trotz des naskalten Wetters, das am vergangenen Sonntag herrschte, fand sich eine große Anzahl Wintersporttreibender Kameraden im behaglichen Skizimmer des Gasthofes Petrul ein, um mit Toni F e r n b a c h, dem wackeren Schwaben aus Gakove, den Ausstand aus seinem nun zu Ende gehenden JunggcsellendaseiTi zu feiern. Nach einer zwar kurzen, aber würzigen Redeschlacht zwischen Anhängern und Gegnern der Ehe begrüßte Skikamerad F e r y den scheidenden Junggesellen, gab ihm gute Ratschläge für den neuen, schweren Beruf und überreichte dem mutig zuhörenden Toni al« Gemeinschaftsgeschenk den Prachtband »Die Bibel der Kamerad-«Nchaft«. Nach dieser feierlich-ernsten Angelegenheit erschienen drei vermummte Fehmerichter, die im frischgefallenen Schnee den zukünftigen Ehemann aller Schlacken und Junggesellensünden reinig ten, worauf ihm in heiteren Worten die Insi'gnien der Ehe, als da sind: Haustor-schl'üsstl, Pantoffel und Kette; als besonderes Labsal für schwere Tage auch eine Flasche Bier überreicht wurde. Der fröhliche, aber doch gehaltvolle Abend schloß mit einigen Liedern und einer tollen Heimfahrt im stiebenden Neuschnee. c. Kino Union. Heute, Dienstag, zum letztenmal Buster Crabbe im sensationellen Weltrauinfilm •>Das Raketenschiff im Weltalk, ein phantastisclier Film iibor die Eroberunc des Planeten Mars. Einer der wichtigsten Faktoren im | Wirtschaftsleben des Draubanats ist die Textilindustrie. Obwohl Slowenien auch heute noch ein ausgesprochenes Agrarland ist, hat die fortschreitende Industrialisierung doch erhebliche Umschichtungen in der Bevölkerung hervorgerufen, aber damit auch neue und leichtere Ver-dienstmöglichkeiten geschaffen. Die zu Ende des 19. Jahrhunderts planmäßig einsetzende maschinelle Ausbeutung der Wirtschaft und die damit verbundene Industrialisierung machte der damals noch in unseren Gegenden patria-chalisch ausgeübten Heimindustrie den Garaus. Gewerbe und Handel erlebten dadurch ungeahnten Aufschwung. Die ersten Fabriken entstanden. Die heimische Erzeugung von Kleiderloden und Hausleinen ging immer mehr zugunsten der fabriksmäßig hergestellten Stoffe und Wirkwaren zurück. Allerdings wurden diese nicht im Bereiche des heutigen Draubanats erzeugt, sondern mußten eingeführt werden. Lediglich Ljubljana hatte schon im 18. Jahrhundert in seinen Mauern ein größeres Unternehmen zur Herstellung von Textilwaren, aber auch dieses konnte mit seiner Erzeugung kaum den heimischen Bedarf decken. Erst nach dem Weltkriege, als in Mitteleuropa neue Staaten entstanden, begann sich die Textilindustrie im Bereiche des Draubanats anzusiedeln und auszubreiten. Da alle Vorbedingungen, wie Schutzzölle und billige Arbeitskräfte, zu einem raschen, erfolgreichen Aufblühen der Fabriken gegeben waren, floß den Neugründungen dauernd helmisches und ausländisches Kapital zu. Besonders letzteres ist gerade in der Textilindustrie sehr stark vertreten und zieht enorme Gewinne aus den eingelegten Geldern, So entstanden im Laufe der vergangenen 20 Jahre unsere Textilindustriezentren Maribor, Celje. Ljubljana, Kranj, Trziö und Litija. Auch in einigen Orten von Oberkrain arbeiten kleinere Fabriken, so daß heute 42 nn^crnehnicr im »Arbeitgeberverband der Text'ilbranche« ver- einigt sind. Diese Zahl ist aber nicht vollständig, da einige kleinere Unternehmungen aus unbekannten Gründen außerhalb dieses Verbandes stehen. In den angeführten 42 Textilfabriken erhalten 17.000 Arbeiter lohnenden Verdienst. Sie sind vorzüglich organisiert und besitzen mit den Arbeitgebern seit dem Jahre 1937 einen sehr günstigen Kollektivvertrag. Dieser wurde heuer im November erneuert und gleichzeitig die Löhne um 10% erhöht. Der Großteil unserer Textilfabriken befaßt sich mit der Verarbeitung von Baumwolle. Diese Unternehmen allein beschäftigen 11.000 Menschen. Sehr minimal sind die Fabriken, die Wolle, Hanf und Flachs verarbeiten. Kunstseide wird im Lande überhaupt nicht erzeugt. Sicherlich wäre aber auch die Erzeugung von Kunstseide sehr lohnend, weil gerade Kunstseide in besonders großen Mengen eingeführt wird. Zu den größten Textilfabriken in Slowenien können heute Hutter in Maribor, Bergmann und H. Weinberger in Celje, »Jugobruna« und »JugoöeSka« in Kranj, Mauthner in Litija sowie Glanzmann und Gaßner in TriiC gezählt ^werden. Aber auch viele andere, kleinere Fabriken sind bereits im erweiterten Umbau begriffen und haben die günstige Möglichkeit zur rentablen Vergrößerung schnellstens erfaßt. Ständig sind auch Neugründungen von Textilfabriken zu verzeichnen, und es ist nicht abzusehen, wann diese Aufwärtsentwicklung der Textilerzeugung im Draubanat beendet sein wird. Die zwischoistaatlichen Verwicklungen der letzten Zelt und die momentane Kriegslage gefährden in erheblichem Maße die Beschaffung von Rohstoffen und die Unternehmer sind wahrlich nicht auf Rosen gebettet. Noch härter würden wohl die Arbeiter eine Stillegung der Betriebe empfinden, von denen ja gut ein Drittel der Bevölkerung des Draubanats lebt. Diese Möglichkeit muß heute wohl ins Auge gefaßt werden, allein es besteht ^uter Grund zu hoffen, daß die verant- 3$örfeiil>rrfrlffier drd jui^oflatoi-fcDen :0iampia-^u6f(Duf{ed .n feierlicher Weise beging am Sonntag Jugoslawiens Olympia-Ausschuß sein 20-jihriges Bestandesjubiläum. Unter den ' Festgästen befand sich auch der Vertreter des Obersten Schirmherrn des Olympia-Ausschusses Seiner Majestät König Peter II. Oberst P e i d, femer die Vertreter des Kriegsministers und des Banus von Kroatien, der Vertreter des Ministeriums für Körperertüchtigung Ing. Ara-c i 6 sowie zahlreiche andere illustre Vertreter des öffentlichen Lebens. Herbeige-eitl kamen auch die meisten Mitbegründer und ersten Mitglieder des Olympia-Ausschusses, darunter Dr. 2 i z e k und Joso Gorec aus Ljubljana, die Vertreter einzelner Sportverbände und Organisationen, unter ihnen der Delegierte des Mari borer Olympia-Ausschusses Sekretär Eugen B e r g a n t. Den Vorsitz führte Doktor Hadzi, während Dr. Pavlin aus Ljubljana und Edo Funk als seine Stellvertreter fungierten, Dr. B u £ a r vertrat dagegen das Internationale Olympische Komitee. Telegraphische Grüße übersand ten u. a. Ministerpräsident Cvetkovld, Vizepräsident Dr. M a C e k, der mehrfache Olympiasieger Kreisgerichtsrichter Stukelj (Maribor), Betetto, Ing. B10 u d ek, Dr. M u r n i k und Dr. P i r c (alle aus Ljubljana) und andere hervorragende Repräsentanten des jugoslawischen Sportlebcns. Dr. Hadzi hieß alle herzlichst willkommen und sprach dann Uber den Charakter der Aufbauarbeit des Jugoslawischen Olympia-Auschusses. Einen Rückblick auf die bisherige Tätigkeit d€s Ausschusses warf Prof. Dr. B u 5 a r, dem ein Vortrag des Schriftführers Miroslav Dobrin über die zukünftigen Aufgaben des Ausschusses folgte. Einen aufschlußreichen Bericht legte anschließend der Ehrenberater des Ausschusses Joso Gorec über das erfolgreiche Wir ken der Slowenen im jugoslawischen Olymplasport vor. Slowenien, das kaum 8.5 Prozent der Gesamtbevölkerung Jugo slawiens beherbergt, hatte bisher 74 olym pische Wettkämpfer, d. s. 37 Prozent aller jugoslawischen Olympia-Teilnehmer gestellt, die mit drei Gold-, zwei Silberund zehn Bronzemedaillen 85 Prozent aller jugoslawischen Olympiaerfolge erzielten. Ein Erfolg, der wohl ganz vereinzelt im jugoslawischen Sport dasteht. Das Wort ergriff noch der Sektionschef im Ministerium für Körperertüchtigung Prof. U1 a g a, der sich in tiefschürfenden Ausführungen mit dem Thema »Der Olympiagedanke in der Krise« beschäftigte. Anschließend wurden die Gäste zu einem Festbankett eingeladen, bei dem herzliche Trinksprüche gewechselt wurden, U. a. sprachen Dr. Had2i, Dr. Pavlin aus Ljubljana, Dr. BuCar, der finnische Konsul Berkes und Dr. LipovSöak aus Su-§ak. eubotfco mn im tennM Jugoslawiens Mannschaftmefsterschaften. — »Herme8<( aus Ljubljatia an zweiter Stelle. Samstag und Sonntag wurden in Zagreb die Tischtennismeisterschaften von Jugoslawien zur Entscheidung gebracht. In die Finalkämpfe hatten sich 13 Mannschaften placiert, von denen II als Gegner auftraten. Als Endsieger ging der TTC S u b 0 t i c a hervor,, dessen Vertreter somit ihre schon im Vorjahre aufgezeigte Form neuerdings unter Beweis stellten. An zweiter Stelle postierte sich »Hermes« aus Ljubljana, dessen Team im Kampfe gegen den TTC Subotica mit 5:1 überraschend unterlegen war. Die einzelnen Ergebnisse der zeitweise recht Interessanten Begegnungen waren: Urania (Zagreb) — CTTC (Beograd) 5:0, TTC (Subotica) — Rok (Novi Sad) m 5ag' 5oci) ja 3U mir ROMAN VON GERT ROTHBERG Urheber'Rech tsschatz durch Verlas Oskar Meisten Werdau. 19 »Martin--und der Vater--der denkt — — daß du dich besinnst — — daß du--die-- daß ich die Anka heiratet Das hofft er. Ich tu's aber nicht. Es wäre schade um die Anka, so ein Leben, so eine Ehe führen zu müssen, wo sich alles nur um eine andere dreht. Sei nicht böse, Tora, ich hätte schweigen sollen.f Sie sah ihn angstvoll an: »Sag's sonst niemand, Martin.« »Nein, bloß du weißt nun, wie lieb ich dich habe.« Der Tanz ist zu Ende, Martin bringt Tora zum Tisch zurück. Das Mädchen aber empfindet nun etwas wie Schlad gegen Michael. Müßte sie ihm nicht alles sagen? Als er die nächste Runde mit ihr tanzt, fühlt sie selber, daß ihre Füße schwer wie Blei sind. Michael fragt: »Ist dir nicht gut, Tora?« »Ich hab's im linken Fuß«, weicht sie aus. »Dann wollen wir nicht mehr tanzen.« Ein Bruder des alten Forke ist aus dem Oldenburgischen zur Kirchweih gekommen. Er findet sich jedes Jahr ein, bringt immer wieder gute Laune mit und ist voll eines witzigen Humors, der alle mitreißt. Der alte Mann wird so an die achtzig heran sein. Voll Stolz erzählt er, daß er vor zwei Jahren noch mit der Schwägerin getanzt hätte nun ginge es aber nicht mehr, er bekäme zuweilen plötzlich die Mauke in beide Beine. Sonst fühle er sich noch ganz jung, am liebsten würde er noch mal heiraten; aber cia möchten seine Kinder schön gucken und die Leute ringsum daheim möchten die Mäuler aufreißen, daß man meine, sie wollen einen Ochsen verschlingen. Der alte Mann hat ein ganz zerknittertes braunledernes Gesicht. Und aus diesem Gesicht springt scharf eine große Nase hervor und leuchten jung und hell ein paar schöne blaue Augen. Es ist immerzu ein Lechen am Tisch, das die Nachbartische mit ansteckt. So fällt es nicht weiter auf, daß Tora still dasitzt. Der Bürgermeister tanzt mit seiner Frau und kriegt gleich einen Tusch. Allgemeine Freude 1 Nun muß er den Musikern eine Runde Bier bezahlen. Er läßt sich nicht lumpen und gibt noch Zigarren aus. Es geht immer lustig und lustiger zu und immer später wird es — aber keiner denkt ans nach Hause gehen. Gegen zwei Uhr bringt Michael seine Braut, deren Eltern und den alten fidelen Onkel nach Hause, Seme Mutter hat sich bereits gegen zehn Uhr heimbegeben. Der junge Forke bleibt noch mit seinen Freunden im Gasthof. Seine Braut ist nämlich schon gegen Abend mit ihren Eltern wieder fortgefahren, da sie weit wegwohnen. Der Onkel Forke hält sich an Michael fest und prahlt: »jung fühl ich niichl Jung! Heiraten werde ich nochmal, mögen sie gucken und die Mäuler aufreißen. Wenn ich mich selber jung fühle, ist's ja gutl« Aber er wackelt bedenklich und Michael stüzt ihn lachend. Weit hinter ihnen geht ein einzelner, Tora weiß, daß es der Martin istl« Vor dem Gehöft umarmt der Onkel Forke den Michael immer wieder und versichert ihn seiner ewigen Freundschaft. 5:0, Makabi (Zagreb) — Kriiari (Stari Befej) 5:0 Makabi (Osijek) — Rok (Novi Sad) 5:2, TTC (Subotica) _ Hermes (Ljubljana) 5:1. TTC (Subotica) — Rok (Novi Sad) 5:1, Urania _ Rok 5:2, Hermes — Makabi (Osijek) 5:0, Makabi (Zagreb) — Rok (Novi Sad) 5:0, Krizari (Stari Becej) — Makabi (Osijek 5:0, TTC (Subotica) — Krizari (Stari Beöej) 5;0, HaJk — MIadlka (Ljubljana) 5:0, Ha§k — Rok 5:0, TTC CTTC (Beograd) 5:0, Urania — Rok (Novi Sad) 5:1, Urania — Mladika 5:1, Rok (Novi Sad) — CTTC (Beograd) 5:1, Urania CTTC 5:0, Makabi (Zagreb) — CTTC 5:0, Ha§k _ Makabi (Osijek) 5:0. Xif(Otennf0t>er6än&e Der Jugoslawische Tischtennisverband, der heuer sein lOjähriges Bestandesjubiläum begeht, hielt am Samstag in Zagreb seine Jahreshauptversammlung ab, in der wichtige Organisationsfragen gelöst wurden. Es wurde beschlossen einen Obersten Verband und vier nationale Verbände zu gründen und zwar einen Ser bischen, Kroatischen und Slowenischen Verband sowie einen Verband für die Vojvodina, deren Spieler nicht unter die Kompetenz dfes Beograder Verbandes kom men wollen. Allerdings muß diese Neu-einteilung noch vom Ministerium bestätigt werden. An der Spitze des Obersten Verbandes, dessen Sitz in Zagreb verblieb, steht nach wie vor Dr. Z a h r a d-ka. Slowenien vertreten im Ausschuß O g o r e l e c und M a r i n k o, beide aus Ljubljana. : Intematkmaler Elslauf-Pokal. Als Ersatz für die ausfallende Europameisterschaft im Eisschnelläufen, die die Schweiz organisieren sollte, weil Lettland für den kommenden Winter einen internationalen Eislauf-Pokal ausschreiben. Die besten Eisschnelläufer aus Norwegen, Schweden, Finnland und Estland sollen eingeladen werden, sich mit Europameister Alfons Bersinsch (Lettland) und seinen besten Landsleuten zu messen. : Zwei Weltmeisterschaften In einem 'Ring. Gleich zwei Weltimeister?o!^-'ften werden am 9. Feber im Ring des Madl-son Square Garden in Newyork entschieden. Die Titelhalter in den beiden schwer sten Gewichtsklassen setzen ihre Meisterwürden aufs Spiel; Joe Louis verteidigt Dann bittet er ihn, morgen schon beizeiten herzukommen, da könnte man weiterfeiern, er führe ja erst am Mittwoch wieder heim. »Ein Lotterbub bin ich, ich hab ja kein Weib, das daheim auf mich wartet und schimpft, wenn ich endlich komme. Ich bin ein Lotterbub — ich sauf gerne einen.« Michael setzt ihn auf die Bank am Hoftor. Von dort werden sie ihn dann schon noch bis in sein Bett bringen, seine Verwandten. Michael küßt Tora: »Also heute mittag bei uns auf dem Brandtnerhof. Und bring ja den Onkel mit.« »Gute Nacht, Michael.« Tora steht noch eine Weile am Tor und sieht Ihm nach, indes ihre Eltern am Onkel herumzerren, um ihn endlich ins Haus zu lotsen. Tora fühlt, wie all ihre Liebe Michael gehört und daß das, was für Martin in ihr lebt, nur Mitleid ist, ein gutes, großes Mitleid mit seiner Not um sie. » Michael ist am Haldenhof angekommen Von hier aus führt sein Weg am Gehöft der Anka vorbei, beim Krauer vorüber, und biegt dann links zum Brandtnerhof ab, der schmale Fahrweg, den sie hier alle benutzen; denn die Landstraße macht einen Bogen, und man spart Zeit, läuft man hier. Der Haldenhof liegt im Dunkel, Die Bauersleute sind auch im Dorfkrug gewesen. Nun schlafen sie wohl schon fest. Sind zeitig weggegangen, weil die Großmutter sehr krank ist. Michael kommt jezt am Gehöft der Anka vorüber. Plötzlich verhält er seinen Schritt. Die Anka läßt einen Mann aus dem Hause. Der sieht sich nach allen Seiten um und schwingt sich dann über den niederen Zaun. Eilig läuft er den Weg hin, den Michael soeben gekommen ist. Der junge Bauer ist ganz in den Schatten der großen Linde getreten.Der mächtige Stamm des alten Baumes deckt ihn völlig. Im Hause ist alles dunkel. Michael ^''Mariborer Zeitung'-' Vimmer 200. seinen Titel den Südamerikaner Arthur Godcy und im Halbschwergewicht erhält Qer aufstrebende Gus Lesnevich die Chance, gegen Weltmeister Billy Conn um den Titel zu boxen. Exweltmeister Can-zoneri trifft erneut auf Davis, von dcw er kürzlich k. o. geschlagen wurdo. : Hannes Kohlemalnen 50 Jahre. Der bekannte finnische Langstreckenläufer Hannes Kohlemalnen hat sein 50. Lebensjahr vollendet. Er ist vierfacher Olympioniker, denn er gewann bei den Olympischen Spielen 1912 in Stockholm die Li?u-fe über 5000 und 10.000 Meter und den 8-Kilometer-Geländelauf sowie bei den Spielen 1020 in Antwerpen den Marathonlauf. : Auch FIS-Wettkämpfe abgesagt? Angesichts der kriegerischen Verwicklungen im Norden wollen die Norweger die FIS-Wettkämpfe 1940, die von 24. Feber bis 3. März in Holmenkollen vor sich gehen sollten, absagen. : Giller mußte spielen. Der ehemalige jugoslawische Fußballinternationale Giller, der gegenwärtig als Trainer der Beograder »Jugoslavija« wirkt, mußte in Istanbul selbst spielen, da die meisten Spieler Verletzungen abbekommen hatten. : Podupskl leitete am Sonntag in Budapest das dortige Derby zwischen Fe» rencvaros und Ujpest zur vollsten Zufriedenheit beider Mannschaften, Ujpest siegte mit 1:0, Hellere Ecke »Wo ist denn die reiche Erbin, mit der Sie sieh verlobt haben?« »Sehen Sie das junge Mädchen in Rosa da am Ende des Saales?« »Donnerwetter! Das ist ja ein ganz entzückendes, graziöses Creschöpf!« »Ja. Die dicke Gelbe, die neben ihr sitzt, das ist meine Braut.« ♦ »Sieh mal den Herrn d'orf! Den bene.-de ich. Und, merkwürdig, er beneidet mich auch.« »Das erscheint mir widersinnig.« »Ist es aber nicht. Wir waren vor Jahren beide hinter demselben Mädchen her, und ich habe es geheiratet. Verstehst du nun?« starrt darauf hin. Dann sagt er müde: »So also bist du in Wirklichkeit, Anka! So also —!« Und geht weiter. Heim, auf seinen Hof. In ihm ist das Letzte gestorben, das ihn noch im Herzen mit Anka verband. * » « Anka ist allein im Haus geblieben, obwohl die Okmanns sie gebeten hatten, das Kind in ihr Häuschen zu bringen und dann mit ihnen zusammen in den Krug zu gehen. »Brauchst ja nicht zu tanzen, Anka«, hat Fritz gutmütig gesagt, »aber was anderes muß der Mensch auch mal haben, so ein bißchen Freude und Trubel. Zur Kirchweih ist's immer schön gewesen. — Komm mit! Und unsere Große ist zuverlässig, dein Peter ist derweile bei ihr gut aufgehoben.« Anka hat den Kopf geschüttelt, hat im Geiste Michael gesehen, ;barung billig zu vergeben. Adr. Verw. 11811 Der Welhna€M$mann kault bei uns! w Modehaus los Sraj Maribor, Palais der ■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■Ii Banovlnska hranilnico Besichtigen Sie untere Scha utemter! üuterliaHenc Nübniuscbinei Marke »Köhler«, tür Schneider, billig ru verkaufen, eben so Motorrad »Puch«. 350 ccm. 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