^U 27tt. Dillstnss ain ti. De.'Mtier 1864. Die „Laibllch» Zeitung" erscheint, mit Ausnahnit der Sonn- und Feiertage, täglich, und lostet sammt den Veilagnl tm Comptotr ganzjährig II fi., halb» jiihrtg b si. ÜO kr., mit Kreuzband im Comptoir g«yj. 12 fi., halbt. 6 si. Für die Zustellung in'« Hau« find halb). 60 tr. mehr zu entrichten. Mit der Post portofrei ganzj., unter Kreuzband und 8«« drnckter Adresse 10 fl., halbj. 7 fi. 00 fr. lnlertlonsgebllhr für cii:» Gannonb - Vpastnl;eik ober den Raum derselben, ist filr Imelige Einschal« wng«lr., fttr 2malige8!r., für 3malige iO?r. n. s. ». Zn diesen Gcblihren ist noch ds? Insertion? - Etnnpfl per 30 lr. fllr eine jedesmalige Einschaltung hinzu zn rechnen. Inserate bis 10 Zeilm loftcn 1 fl. 90 lr. t«r 3 Vlal, 1 fi. 40 kr. stir 2 V?al nud V0 lr. ftr l «lal smit Inbegriff b^ Inssrtionsifinnpel«). ^aibacher Zeitung. Amtlicher Theil. v^c. k. l. Apostolische Majestät haben mit Aller» höchster Entschließung vom 20. November d. I. die Frriiu Elisabeth Elcmcntinc von Adelst ein zur Stiftsdamc im herzoglich fnvoy'fchcu Dcuncnstiftc aller-gnädigst zu ernennen geruht. Sc. f. ?. Apostolische Majestät haben mit Aller, höchster Entschließung vom 20. Iuui d. I. die Errichtung einer Estomptc' Gesellschaft in Warnedorf (Böhmen) zu bewilligen und dic Statuten der letzte, ren allcrgnädigst zu genehmigen geruht. Da«» Staatsmiuistcrium hat ans Antrag des Gc» 'uciudcralhcs dcu Pictro Gaspari zum Podcslu der Stadt Eologna in dcr Provinz Viccnza ernannt. K u ndma ch « n g. Das mit dcr Kundmachung vom 2. Mai 1864 eröffnete Alilchcu zur Beschaffung von 70,000.000 Guldeu ö. W. iu Silber würdc sich zum Emissions-lursc von 771 fl. ö. W. in Silber für 1000 fl. in Obligationen auf U0,701.000 fl. ö. W. iu Obligationen beziffert haben. In Folgc dcr laut dcr Kundmachung vom 8. November d. I. beschlossenen Verminderung dieser Schuld ist der Nomi„nlbctran des Silber» Aul eh ens auf 02,5(X).00() fl. ö. W. (zwciund-sechszin Millionen fünfhuudcrttaufcud Gulden östcrr. Währung) festgesetzt worden, wonach die in Folge dcr Gestimmung dcs §. 3 der Kuudmachuug vom 2. Mai d. I. jährlich einzulösende Quote berechnet werden wird. Wicn am .'i. Dezember 1804. v. Plcucr, t. k. Finanzministcr. Wchwntlichel Theil. Vaibach, 5>. Dezember. Die Krisis iu Dculschland scheint cincu fiicdli' chcn Verlauf zu nehme»; Preußen hat sich Mäßigung auferlegt und dcr Bundestag wild iu dcr Efclutious« frage cntschcidcu. Abcr ciu gefährliches Symptom, ein Vcwcis. daß dic Krisis nur ilbcrllcislcrl nud früher odcr spätcr wicdcr hervorbrechen loird, das sind die Hcgcmouicgclüstc Prcußcns, die immer mäch. tigcr hcrvorlrctcu. Dic Ucbcrzcuguug vou dcu prcu. ßischcn Auncxious« Plaucn bcfcsligt sich immcr mchr, und immcr zahlrcichcr wcrdcu dic Slimmeu, welche behaupten, daß Plcußcu zu Kompcnsalioncn gcncigl wäre, wcun Frantlcich bei Durchführung dieser Plane c>" Auge zudrückte. Dic „N. F. Z." bringt nach dem „Ilidustlicl Alsacicu" vom 27. November fol^ Mdc Millhciluug: „Es scheint, daß dcr Plan drs Abtrctcus ciucs iu Dculschlnud gclcgciicu Stciulohlcu» bassiilS an Franlrcich schr ernst gemeint ist Nach Aufschlnsscu, wclchc man für genau halten darf, besitzt oicscr Plan cbcusvlvohl ciu großes iudustricllcö Iutcr» cssc, als cine gcwissc polilischc Wichliglcil. Die Grnbcn, um dic cö sich haudclt, haben cinc bcdcu' llndc Ausdehnung, ungefähr 40 ililvmclcr <<äugc aus Ui Kilomctcr Breite. DaS jährliche Prodult wild «'if ^'00 Millionen Zcnlncr geschätzt", und bcuicrlt dazu: „Ucbcr dai« Kohlcubassiu, wclchcö dcr ^^. fasscr im Auge hat. taun lciu Zwciscl sciu, cö ist bas vou Saarblückcu. <äö< wird unt< bci dicscr Gelegenheit bcmcrlt: dcr „Industricl Alsacicu" ist dai« bcstc fionzosischc Blatt scincr Art, und er ist durch seine Bcrbiudliuss mit den ersten Geschäftshäusern, uamcullich des (5lsaß, wohl im Halle, eine solche Nachricht zuerst zur Veröffentlichung zu bekommen/'! Preußen ist daS deutsche Picmont, für die Vc. fricdignng feiner Vcrgrdßerungsgicr isl es bereit, ahn» liche Opfcr zu bringen wie — Nizza und Savoyeu. Zur Frage des Nelasterungszustandes in (Halizien. Dic Differenz iu dcr Anschanuug dcr Regierung und dcr Majorität dcS Abgcordnctcnhauscs über die galizischc Angelegenheit, welche durch die Abstimmung iu dcr Samstag< lizicu, suudcru, ob er uach ^. I^ der Verfassung zu rcchtfcrligcu fei? Dic Regierung erlcunt au, daß die Vcrhäuguug eines Äusnahmezuslaudce! vou so ciu« schucidcndcr Bedeutung für daS Berfasfuiigeleben sci, daß dauon dcm Parlamente Mittheilung gemacht, dic Grüildc uud Crfolgc vorgelegt uud die Maßregel ge» rechtfertigt wcrdcu muß. Eic crllärt, daß hicr einc ^ückc im Bcrfassungs' uud Gcsctzgcbung^wcscn be« stchc; allcin, sic crteunt im Recht dcr Bcrhängung dcs Ausuahmtizustandcs ciu MajcstälSrccht, nämlich dae Nccht dcö KricgcS im Iuucru, das Recht bcwaffuctcr Verhütung dcö Aürgcrtricgc^. Die Ncgicrmig ist jcdoch dauou überzeugt, daß eine gesetzliche Regelung nothwendig sci nud ist bereit, dcr loiupctcutcn Vcr-lrellma ciuc Grsctzuorlagc drßhalli zu luachcu. DaS Al'acorduclcnhalis scinerscitö ucllcunt nicht, daß iu acwisscu Fällen dcr Auisä)cn Verhaudlungcu nur dan» günstige Erfolge haben, wcuu ciuc paffende Anzahl von Bajonucten hinter ihr strht. Was die allgemeine Sehnsucht nach Entwafsuuna aubclmlgt, glaube ich dic ganze Welt ciuig, daß Oesterreich gcruc dic Hand dazu bictcn wl'ndc, daß cs lciue aggressive Tcudcuz verfolge, baß Oesterreich abcr cbcn so sicher dcn lctzlcn Maun — vom lrtzten Thaler will ich nicht rcdcu -- daran sctzen wird, um scinc Ehre zn erhalten und sich nicht freiwillig berau« l'en zu lassen. Ich möchte, da dic Entwaffnn na, «franc kngsrcgt wurde, auch mit ciucm Zitate schließen.- es lommt mir da nnwillsührlich der Ansspruch cineS franzö« fischen Schriftstcllcrs iu das Gedächtniß, drr sagte, cr sci mit dcr Abschaffung der Todesstrafe einver» standen, cs möchten ader dic Hcrren Mörder erst damit dcn Anfang machen. (Vravo!) Präsident zicht zunlcich die Alinca I I uub 12 in Pcrhaudluug, wrlchc sich auf die Hcrzogthümcr-fiage und die Buudcsgcnossciischaft mit Prcußcl» beziehen. — Zu dicsc Alineas sind ciugcschricbru: Sa« dil grgcu, iluianda und Briuz für dicsc Alineas. Dcr Berichterstatter betont dic errungenen Erfolge dcr Armee, fowohl auf dein Schlachlfclde als in dcn Syiupalhicn dcr Bewohner Schleswig «Hol-stcius. Das gute Rccht dcr Herzoglhümer habe ge» siegt, sagt dcr Bcrichtc,flatter lvcilcr, aber Prcußcn bcmühc sich Rcchtc auf dieselben geltend zu machen, wclchc ihn au die Ansprüche clinnciu, die Pn ' > cinsl auf die fchlcfifchcn Hcrzoglhümcr gellend ni Aufgabe dcr Regierung sci cs, bicscu Bemühungen energisch cujn.ca.cu zu trclru. Tic Adießkolüiuission habe dic Bundesgeuosseüschasl mit Preußen nicht gering angeschlagen, abcr dic „Erfolge" derselben seien biohcr »och mrgruoS zu findru. Durch die gauze Geschichte Dculschlands zichc sich wic ein rolhcr Faden dic Bcmühuug Prcußcus, sich aus jioslcu Dcutsch» lands nud Ocstcncichs zu rriglößeru. Die Berliner stammcrvcrhaildluugcn vom Jahre 155/.', dic Auf« fassuug bcr prcußischcn Prcssc, wclchc in ihrem Cyuis-inns so wcil gehe, mit italienische», Verwicklungen zu drohcn, wcnu Ocstcrrcich für Deulfchlauds Rccht ciutrclcn zu wolicu gcdcnl^. All' dieß zeige, daß Plcußcu sciuc Bcmühuugcn nicht aufgcgcbcn habe. Abg. Sadil, wclchcr in dcr Gcncraldrbalte für dcu Austritt Oesterreichs auS dcm deutschen Bunde plaidirlc, llimmt auf dicsc Idcc zurück. Er sieht m dcm Bcrhulluisse Ocslcrrcichs zu Deutschland nur Nachtheile und Vcrpflichtuugcu abcr nirgends Vor. thcilc. Als Bcwcis hicfür führt er den Kampf in Schlcswig'Holsteil» an. Abg. Brinz: Dic kurzen, mit Fesliglcit ge. sprochcucn Worte dcs Ministers dcr Auswärtigen hu. ben chm, cr vcleunc dieß, sein Konzept etwas ver« rückt. In der Thronrede sei von einer ruhmvollen viel, kapitalerer L^cise als dcr König von Dänemark. So lange der Gedanke an ein einiges Dcntschland cxistirc, dürfe man kein Glied desselben beleidigen, am allerwenigsten ein Haus, das, wie das Haus Haboburg, im Besitze dcr ältesten, besten deutschen Traditionen ist. Lebhafter Beifall.) Er möchte wissen, ob Oesterreich sich in die Zurückweisung dcr Anndes» truppen gefügt hat, ob die Erbfolgcfragc sehr bald geregelt sein wcrdc, ob die Truppen ganz zurückge« zogen würden. Sciuc Seite l.dic Linke) werde die erste sein, welche die Erfolge anerkennen werden, aber dazu gehöre Sprache, eine offene, ehrliche Sprache. Unseren Truppen in Schleswig solle die Devise go schrieben werden: Die Freiheit dcr ^crzogthümcr! (Lebhafter Beifall.) Abg. Kuvanda: Die Zustimmnug, welche die Rcdc dcö Ministers des Auswärtigen erhielt, bezicht sich auf einige allgemeine Sätze, denen jeder zustim-men müsse. Aber als Sc. Exzellenz von dcr Noth« lvendigkcit dcr Fortdauer der preußischen Allianz sprach, habe lautlose Stille geherrscht. Er wolle die Gefahren dicscr Alliauz ausführen. Die preußische Allianz, wcnn sie ein politisches System dcr Zukunft sein soll, was ist sie? Man ruft, Oesterreich und Preußen könne die Welt in die Schranken fordern; er wünsche, die preußische Allianz möchte auf reellerer Basis beruhen. In dicscr Richtung czistirt schon cinc Grundvcrschiedcnhcit, Prcnßcn sei agrcssiu gemäß seiner Geschichte, Oesterreich konservativ nach sciucu Traditionen, wie können diese Staaten znsammcn« gehen? Wir wollten Preußen hemmen, indessen hat cs uns mitgeschleppt. Man sagte, die prcnßischc Allianz wcrdc in Zukunft uützlich sein. Aber er sehe die Konstellation nicht derart an, daß uns im Süden Gefahr droht. Brennend sei die Gefahr nicht, die nnS Prcnßcn bannen helfen will. Brennend aber ist der Preis, dcn wir bezahlen. (Bravo.) Wir sind neun Monate mit Preußen gegangen und in dieser Zeit sollte man sich doch kennen lernen. Verfolgen wir diese Frist. Zuerst das Oberkommando. Mit Freuden begrüßte man die Einigung über das Oberkommando, lvas war aber die Folge davon? Nachdem die österreichischen Truppen dcn Weg bahnten, sollte man glaubcu, daß sie auch an dcr Schlnßthat thciluchmcn sollten. Es kam bekanntlich anders. Unbegreiflich aber für Alle sei, daß in demselben Augenblicke Oeslcr« reich aus dem Zollverein geschasst wcrdcu konnte, (Bravo.) Mit diesem Freunde sind wir gegangen. (5s ist ein Ehrcnpnnkt für Oesterreich, daß es „nie" Frankreich ahnen ließ, cS wolle anf Kosten dcS dent-schcn Vaterlandes cinc französische Allianz erhalten. Aber wir kennen eine solche Allianz zwischen Preußen nnd Frankreich. Wcnn Herr v. Bismarck die Verfassung in Oesterreich zn nntcrgrabcn gedachte, so ist ihm dics nicht gelungen, aber er hat alle Vortheile dcr Allianz eingeheimst. Abg. Mnhlfcld: Eö sei ihm im Vorjahre nicht gegönnt gewesen, an dcr Schleswig-Holstein« Debatte lheilznnchmcn. Hente wolle er einen Rückblick »uf diese Frage werfen. Die Politik dcr österreichisch in Regierung in dicscr Frage charaltcrisirc sich da» hin, daß dcr Vorgang Irrsal sei, daß die Ergebnisse unfertig sind und das; die Folgen Nachtheil nnd Gefahr sei. — In Holstein wurde die Bun'oesexclulion geführt, in Schleswig Krieg, wo Oesterreich als euro« päischc Macht eintrat. In Jutland wnrdc das Lon> Loner Protokoll erobert. Mau sagte, dcr erste Schuß von Scitc Däuennuls zerreiße das Londoner Proto-kell, aber dicö wäre nicht geschehen, wäre dic Lon« doncr Konferenz nicht rcsultattoS geworden. Das Ergebniß der Exekution sci unfertig, Holstein wurde txeqnut, durch die Abtretung der Herzogtümer an die Miirten sei bcm Excqucnten das Objekt dcr Exe» kntion entrilckt worden. Dcntschland habe das Resultat des Krieges offenbar zu beklagen. Oesterreich hätte dcn deutschen Bund agircu lassen sollen nnd die Resultate wäreu dieselben gewesen nnd in einer zweckmäßigeren Weise erreicht worden. Wäre damals Oestcr« reich nnd Preußen zusammen nut deutschen Truppen im Rainen des Bundes in dcn Krieg gezogen, fo wären heute dic Hcrzogthüiticr im Besitz des Bundes und dcr Bund wärc jetzt im Besitze dcr Herzog-thümcr. Um dic Unfcrtigkeit der Zustände zn beseitigen, müsse Friedrich von Angnstenburg in seine Rechte als Herrscher einycsctzt werden. Die Folgen der Politik jeien in Hinblick auf Deutschland uud dcn Bund Nachtheil uud Gefahr. Wenn dcr deutsche Bund bisher nicht znr Kraft gelangte, so sei dico dic Schuld der deutschen Ncgiernngcn. Aber er hatte anch noch kciue Gelegenheit sciuc Kraft zu zeigen. Als mit dcr Hcrzoglhilmcrfraiic dicsc Gclcgcuhcit kam, hinderten Oesterreich uud Preußen dcn Bund an dcr Enlfal« lung seiner Kraft, wodurch er für immer lahm gelegt wurde. Wcnn Oesterreich dcn Sondcrbcstrcbnngen Preußens nicht zustimmt, dauu müsse diesen entgegen» gewirkt werden, dies könne nur durch dcn Buud go jchchcu, abcr dicscr sei durch die befolgte Politik gelähmt worden nnd darin liege ein großer Nachtheil. Oesterreich müsse bemüht sein, dcn deutschen Bund wieder in jene Stellung zu bringen, welche ihm die nöthige Macht verleiht. Wcnn das Wort, welches dcr Kaiser im Vorjahre über die Eiuhcit Deutsch-lauds sprach, an dem Widerstand Preußens zerschellte, so möge dcr Kaiser als Vorstand dcS deutschen Bun« dcS jetzt dcn Sondcrbcstrebungcn Preußens entgegentreten nnd die That wcrdc bewirken, was das Wort nicht vermochte und die Einheit Deutschlands wcrdc das Resultat dicscr Bcmühnngcn scin. lebhafter Beifall.) Abg. Tom an betrachtet dic Frage vom slavisch» österreichischen Standpunkte und verwahrt sich gegen die Tendenz, als sollte Oesterreich in Deutschland aufgehen. Es gäbe außer dcr deutschen noch andctc Nationalitäten in Oesterreich, deren Interessen ganz auderc seicu, als die Deutschlands. Wenn man dic vorhergegangenen Reden hört, müßte man glauben, in einer deutschen Bundcotagssitznug uud uicht in dem österreichischen Parlamente zn scin. Abg. Enpr polcmisilt gegen den Berichterstatter, dcr gesagt habe, Oesterreich lönuc uicht aus Deutsch, land matteten. Dic gcsamnitc slawische Bevöllcrung in Oesterreich, dic Majontäl (Ohu!), protcstirc gcgcn cinc Allianz mit Deutschland. Der Schutz dcr deut-scheu Staaten sci zu kostspielig. Wcun je etwas Oesterreich kompromillirt hat, so waren cs dicsc llci-ncn Staaten. Oesterreich solle jcinc Bevölkerung, die Slaven nnd die Uugaru, befriedigen, das seien die besten Allianzen. Graf Kuenbnrg erklärt sich gcgcn den I. Absatz der Alinea 11 und stellt folgendes Amende» mcnt: „der Kampf gcgcn Dänemark hat den östcrr. Trnppcn uud dcr Mariuc neue Lorbcrn gebracht", dann folge der Absatz der Adresse. (Wird nicht unterstützt.) Abg. Kromer spricht gcgcn cinc Allian; mit Frankreich. Er sieht keine Gefahr in dcr Allianz mit Prcnßen. Deutschland habe die 600jährigen Rechte Habsburgs noch nicht vergessen nnd Prcnßcn sci nicht so »nächtig, als daß in dcr nächsten Zeit Gefahr von ihm drohe. Diese komme von Franlrcich für Oesterreich in Italien, für Prcnßcn am Rhein. Könnte ganz Oesterreich iu dcn Bund aufgcnoinmcn werden, so wäre er für die Allianz. Abcr das ist uicht dcr Fall. Oesterreich sollte nicht mehr auf cigcncn Füssen stehen können, sollte dcr dcnlschcn Nation bedürfen? Er glaube das nicht. So mttcrgrabc man bei nnö das Vertrauen jedes einzelnen Stammes in Oesterreich. Lassen wir ab von dein unzcitigcn Streben nach auswärtigen Allianzen. Minister des Acnßcrn Graf Mcnsdorff: Es ist das ernste Streben dcr Rcgicrnug, dic Erbfolge-Frage in einem Sinne ansznlragcn, welcher dcr Würde Oesterreichs entspricht nud den Interessen und Rechten des deutschen Bnndcs Rcchnnug trägt. Ich be« dauere, daß dcr dcrmaligc Stand dcr Verhandlungen cs mir leider nicht möglich macht, heute weiter darauf einzugehen. Dann erlaube ich mir noch die Be» mcrkung zn machen, die durch eiucn dcr gcchrtcn Herren Vorredner hcrvorgcrnfcn ist. Es wnrdc erwähnt, daß Oesterreich auS Liebhaberei einen Krieg geführt habe. Ich glaube, daß, abgesehen von dcr Stellung Oesterreichs in Dcntschland, auch die europäische Machtstcllnng es verpflichtete, sich an einer so wich' tigcn Aktion zn bcthciligcn. Ich wcisc dcn Vorwurf, daß Oesterreich in irgend einer Zeit aus Liebhaberei Krieg geführt lwbc, cntschicdc:i i.u Namen dcr Rcgic-rnng zurück. Berichterstatter Dr. G i 6 kra: Er könne mir bedauern, daß iu die politische Seitc dcr Frage die nationale gemengt worden sci. Daranf wollc er nicht antworten, daß hicr vom politischen Schwindel gesprochen worden, dieses fallc auf jene, die den FSde- ralismns in Oesterreich befürworten. Gcgcn den ?lbg. Toman sci bemerkt, daß er die Adresse nicht genau gelesen haben könne, wcnn er darin das Aufgehen Oesterreichs in Deutschland ausgedrückt findet. Toman beantragt dic Trcnnnng des Absatzes 11 bei der Abstiminnng. (Wird abgelehnt.) Bei der Abstimmnna. werden die Absätze 10 uud l i fast einstimmig uud Absah 12 mit großer Majorität angenommen. Schluß dcr Sitzung 2 Uhr. Nächste Sitzung morgen. Tagesordnung: Fortsetzung dcr Adrcß-dcbatte. 12. S'ihung des Abgeordnetenhauses vom 3. Dezember. Auf dcr Minislerbauk: Schmerling, Mcesery, Lasser, Plcncr, Hcin, Burger, Frank, ScftionSchef Kalchbcrg, spälcr Mcnsdorff. Nach Verlesung rinigcr cingclanfcncr Petitionen wird znr Fortsetzung dcr Adrcßdcbalte uud zwar zu Alinea 13 ldic Ausnahmszustäudc in Galizicn be« trcsfcnd) geschritten. Berichterstatter Dr. GiSkr a: Die Frage dcS Ansnahmszustandcs habe cinc matcricllc Seite, näm-lich in wie wcit die Einführnng dicscr AusuahmS-znständc nothwendig war und eine formelle Seile vom Gesichtspunkte dcr Vcrfassnng und Legislation aus betrachtet. Alle Mitglieder dcr Adrcßkommission seien darüber einig gewesen, daß dcr Fall uutcr dcu §. Ul dcr Verfassung substituirt wcrdcu müsse. Dem' Gc-sammtrcichsrathc könne cs nicht gleichgillig scin, daß ein Landtag nicht in dcr Lage ist, scinc Thätigkeit fortzusetzen nnd daß dcr Rcichsrath selbst nicht durch die nöthigen Nachwahlen komplctirt werden kann. Die Kommission war dcr Ansicht, daß dic Nichlciu-haltnng dcS tz. l'>. in dicscm ftallc mit dcr Verfassung vollkommen nüvercinbar sei. Polizciministcr v. Mccscry: Ec. Majestät dcr Kaiscr hat in dcr Thronrcdc mit Bedauern dcr Ereignisse gedacht, welche die Nothwendigkeit herbei-führten, in Galizien uud dein Krakauer Gcbictc Aus-nahmsmaßregeln zu verhängen. Schon in dicscn Worten der Thronrcdc liegt dic Andeutung, daß dic Rcgicrnng cs für ihre Pflicht halle, dein Rcichsia^ über die Gründe, warum sie dicsc Maßregeln 2 ist abcr in Paris mii cincm „Avgcoldnctcn deS oslgalizischcn Zentral-Eomitü's", wie er sich nannte, ein Vertrag abgeschlossen worden, welcher zur Aufgabe hatte, einen Bund zn stiften, dcr gleichfalls dicsclbcn Tcndcnzcn verfolgte. Dcr Vcrtrag sclbst licgt bei den Alten. Die Mitglieder dieses Bundes schwören „im Angesicht dcs Vaterlandes, cincS ganzen nngcthcillcn Po-lc»S, die Erfüllung dcr übcrnommcncn Vcrpflichtun-gcn nnd die Gchciuihallilng dcö Bundes." Dic nächsten Folgen einer solchen Bewegung nnd Agitation waren die Demonstrationen, wclchc allcnthalbcn anftauchten. Anch Galizicn blieb nicht verschont von dicscr Strömung nud cs habcn die Akten dcs Landes-gcrichtcö in Kralan dai'gclhan, daß übcr hnudcrt Personen wcgcn Störung dcr öffentlichen Ruhe in dieser Richtung in Untcrslichung gczogcu und davon 70 vcrnrlhcilt worden sind. Dic weiteren Phasen, in welche diese Bewegung getreten ist, haben jedesmal den entsprechenden Rückschlag anf Galizicn geübt. Die Einsetzung vou Emma's in Warschau halle äh"-lichc Institutionen in Galizicn zur Folgc. Die verschiedenen Phasen und dcr Kampf nm dic Macht dcr Nationalrcgicruug hatte jedesmal scincn Wicdcrhall in Galizicn nnd je nachdem die cinc odcr dic andere Partei ans Ruder kam nud das Ucbcrgcwicht erhielt, wareu axch die Eischcinungcn in Galizicn wesentlich verschieden. Ich übergehe die Diktatur Langicwicz's, dcn Kampf zwischen Microslawsti nnd ihm und komme zur eigentlichen dritten Organisation, wie sie genannt wmVc, wclchc iu Galizicn die bedeutendste Ausbildung erhielt, Es ist die Organisation nach dem Statute dcr Na«ionalrcgicru»g vom 10. Juli 18i'.3. In dicscm Statntc wird Ost- nnd West-Galizien geschaffen, cö wird an die Spitze der bcldeil pandcsrcgicnmgcn, wie sie genannt iverbcn, cm Na-tionalrath von fünf Mitgliedern gesetzt, die Regle" rungögeschäftc in Departeinents eingetheilt, sür dic «HK5 innere Verwaltung, für dcn Krieg, fur die Vcschaf-schaffung dcr Kriegsbedürfnisse, fur die Finanzen, für die Polizei nud für die Prcffe. An der Spitze dcr Krcifc standen Krcischefs mid Krcisräthc allS ^ Hiit> gliedern, an dcr Spitze dcr Bezirke ^^ezirlovoistcher; dic Städte salbst hallen ihrc Stadlvorständc, sic hatten ihre Playtomiliandeu, ihre E,nthcilung in Be» zirke, diesc Bcziite ihrc Eiillheilnug in Seftionen nnd so bis hinab ein förinlich organisch gegliedertes Netz der Vcrivl,lllil!g in allen Zweige» des staatlichen ^client«. Nur bis in die Dorfgemeinden hinab scheint es wegen dcr ualüvlichcn i» Galizicn bestehenden Gc« gensätzc dcr Bevölkerung beim Projekte geblicbcii zu sein, weil sich nicht überall die Gemeindevorsländc zu diesen Institutionen bereit fanden. Es sind üämlich die Instruklioueu flir dicsc Gemcindcuorslcwdc in rincl großen Anzahl vou Exeiüvlarcn noch uuverlhcilt vor» nefundcn worden, wahischeinlich, wcil sic leinen Ab« satz gefunden habe». Der Mmislcr verliest einige Daten ans ciucm Gcsliousprotololl nud sieht dann auf die Allion dcr einzelnen Deparlcmcuts übcr, uud zwnr nur insofcrnc, als cS prägnante Thatsachen sind. — Die erste nnd wesentlichste Aufgabe war natürlich, Geld zn schaffe». Für die Slcncrciuhcbnng besteht eine Juslrliklioll vom ^l). November 1^6.!. Die Organisa«ion war nnch dieser Inslrultion die, das; die Slcncrciunehmcr in jedem Bezirke ihre Ans' ssadc besorgten, die Gelder an dcn Bezirlsvorstchcr abführlcn nnd die Steuer dann in die Kassen dcr nationalen Organisation geleitet wnrdc. Fiir die Slenerbelnessiing selbst bestand eine Eteiiertominission mit einer eigenen Iüstrnltiou. Die Elcncr wnrdc nicht nach cincin bcstimmtcn Prozent bemesscu, son» dcru. wie dic Daten vorliegen, nach dein Ermessen dcr Kommission. Um cincn Einblick in die beiläufige Höhe dcr geforderten nnd bezahlten Stcncr zn geben, dürfte cS genügen, von den 10 Sektionen in Kraka», welche beiläufig ein 3ri«hcil dcr inneren Stadt nm. fassen, die Sninmc dcr cingchobcncn Stencr zn kcn« ncn. Es ist nämlich in N» iröcheullichen Ralcu uoiu I. >)l0vcmbcr 166.'» bis zum ^. Jänner I8l!4 ciugc» hoben wordcn in diesc» Theile» ^I> 0^7 fl. tts> kr. nnd dcr Rückstand hat ill den, Bezirke 24.418 fl. bctra« gen. Ei« zeigt dieß nebst einzelnen anderen Daten, daß die Stencr nicht sehr unbeträchtlich »rar. Dic Stcliclcinlrciblüig geschah dnrch die Stcucreiuuehunr nnd durch verschiedene noch eigens zn diesem Zwecke bestimmte Organe. Diejenigen, welche sich säumig zeigten, wurden gemahn!, bedroht; mir selbst ist eine Anzahl von solchen Mahnungen zugekommen mit dcr Biltc, davon leinen amtlichen Gebrauch zn machen, weil bei jedem durch die Mahnung Betroffenen die Furcht herrschte, auf ii^end eine Art, cnlwcdcr in seinem Eigenthiinl oder in feiner Person geschädigt zn wcldcn, dic aber ganz in derselben Form gchal» ten waren nnd jedesmal mit dcr Drohung endeten, daß die verhängte Strafe bei einem längeren Säumen nachfolgen wcrde. Thalsächlich habcn anch mehrere solche Mißhandlungen stallgcfuudcu, in einem Falle wurde sie gerichtlich nntcrsncht, in dcn andcrcn Fällen ist anf die anSdrücklichc Billc deS Betroffenen jeder weitere Vchritt imlcrblicbc», wcil sie nnlcr dem all« gemeinen Terrorisinus die Folgen ciucs solchen Schrilles für ihre Person sürchtcleu. Die Organe, »velchc dcr revolutionären Exccn» tiuc zn Gebote standen, waren dic Gendarmerie, deren Iustrnltion gleichfalls vorliegt, es war endlich die Nationalwachc, zn welcher nach dem Ctatntc Jedermann vom ltt. ^cbeusjahre bis zum Alter dcr Gebrechlichkeit emzutrelen verpflichtet war. Bis znu, 45». Jahre war er verpflichtet, in die mobile Abtheilung einzutreten nnd sich nolhigcnfallö mich auswärts z»m .Kampfe verwenden zn lassen. Die Natioualwachc liber» Haupt hatte die Aufgabe, als Erckntivorgan der Rc< gicrnng zn dieueii, Polizeidieusle zn leisten, lurz sie war l)"'? Insttuuunt, lvclchcS nach dem Belieben der bettchcndcn Ehrfs gchaudhabt wurde. Eiuc vor-^gliche Aufgabe dicscs Organes war nach dcr In. strnition, das; cö die besondere Aufgabe dcr National-wache sci, dnrch fortgesetzten Wachtdicnst mit rcgcl< mäßigcr Abwechslung dic Schrille dcr laiscrlichcu Be-l)mdcn zu überwachen und darüber Napport zn er-stallen, jcdell zn dcuuuziren, dcr mit dcn laiscrlichcu Achürdcn in cincn Bcrlehr tritt und überhaupt dic Miltcl zu liefern? um deu allfälligen Auorduimgeu dcr taiscrlichen Ncgicrnng begegnen zu löiinen. ^cap-Porte, die in dcr Nichtimg erstatlet wurden, liegen gleichfalls vor. Eharatlcristisch ist dcr Eid, den dic Nationalwachc zn leisten hattc.- „Wir schwören Treue dcr ^tationalregiernna, und Ausdauer bis zum Er^ kämpfen des ganzen, freien lind unabhällgigcn PolcnS," Zcit nnd Nanm erlauben uns nicht, dcn wci-tcrcn Enthüllnngcli des Herrn MinistrrS über daS Wcscn nnd Treiben der revolutionären geheimen Nc ssicrung zn folgen. Es war, wie dcr Herr Minister deutlich anScinandcrsctztt, ein förmlicher Kampf zwischen bicscr lyiacht und dcr l'aiscrlichcn Negierung um cine sociale Gefahr, da ein großer Theil dcr Bevölkerung bekanntlich gegen bcn Aufstand gesinnt war und sich nicht blos; auf passiven Vidcrstaud beschränkt hätte. Eine bloße Trnpftenvermchrnng im ^ande hätte nicht ausgereicht; eö mnhic ein Mittel geschaffen werden, daS die Negicrung befähigte, die gchcimc Organisation zn brechen, Schuh den Bedrohten, Rückhalt dcn Schwankenden zn bieten, daS war dcr BelagernngS' zustand, in dessen Handhabung nielu lvciter gegangen wurde, als absolut nothwendig war. DaS Gesetz znm Schup der persönlichen Freiheit war längst nur mehr ein Schutz nnd Schirm für jene, die di: pcr<-söulichc Freiheit und das Nauc>recht mn wenigsten achteten Dic Presse nmsttc überwacht, ccnsurirt wcr-den, lim AuSschicilnngcn nnmög^ch zn niachcn. Einzelne Bcslimmnngcn, dic dcr lommandi'.cudc General einführte, betrafen nur Schritte, dic unter solchen Umständen geboten erschienen. Dcr Minister kommt nun auf die Hraqc dcr i^orm nnd fastt vor Allem di> VcrfassnngSbestimmlmgen ins Auge. -.'.',, das Militärstrafgcsctzbnch, N.-G.-B. Nr. 19 sagt im Art. IV: „Den Anordnungen dicscs GcsctzcS über andcrc Bcrbrcchcn und Bcrgchcii" Dämlich als dcr Milit5rvcrgchcn) „sind hingegen nnterworscu: 1. Mllnärpcrsoucn, d. i. Dicjrmgrn, wclchc nach dcm t>. L Uuscres PateutcS von, ^, Dc;enlbcr ^.^I; nud dcr für dic MilitärUcnzc bcftchcnden Inrisdic-tioucn der ordentlichen Strafacricht^barleit dcr Militär-ncrichtc »„terstchen, dniui !^. andcrc Personen, inso. ferne dieselben sich solcher Handlungen oder Untcr-la,piugen fchnldig machen, oder sich in solchcn Bcr-hältn.sscn bcsiudcn, wclchc nach §. 5> des gedachten Pateutes übcr sie außcrordenllichc StrasgcrichtSbarlcit dcr Milltm-Michlc bcgrüudcu." Es ist'also dcr Vc» griff des BclagcruugSzustaudes im Gcsctzc bclaunt und cs ist die ciuc Konscqucuz dcö BelagcrunaSzu-slaudcs, nämlich dcr Ucbcrgc.ug der Jurisdiktion an dic Militärgerichte m Bezug auf gewisse strafbare Handlungen und auch in Bezug anf wiche, wclchc durch bcfondcrc Kundmachuua.cn dahin acwicscn wcr< dcn, cinc gcsetzlich uoriuirtc Sache. Uutcr diesen Nmsläudcn lonntc die Ncgicliina sich nnr dic wcitcrc Frage stellen, ob cö dcnn überhaupt inöglich sei, im legislativen Wege dic Bcrhäugung cincö solchen ZustaudcS nutcr allen Umsläudcu — nnd wenn mau dcu Hciuptgruudsatz anuimml, so mub mau cs anch nussprcchcu: nutcr allcu Umständen —zu vcr> fügcn und da musttc dic Regierung sich gleichfalls mit Nein antworten. Der Minister bespricht »un die Erfolge, wclche dnrch d.c verhängte Mangel hcrbcigcführt wnrdcn. ^cr cr,tc dcr Erfolge war, daß die groß Masse von Ausländern, welche daS Ucbcl / z,,m''gwßm Theile wculgstcuö, ,n daS Wld hiucingetragen halten, theils durch dic Bcriüguugcu dcr Vchördcn, theils auö Fnrcht vor dcn Folgen dcs Belagerungszustandes sich aus dcm Kaudc cutfcrnlcn. Es wurden glcich bci Beginn deS Bclagcrungszustaudcö bci ^05>7 Frcmdc iu dicscr Art entfernt. Nach und uach habcu fich dic lhochgchcudcn Vogcn der Bewegung gc> cbuct, cS habcu sich dic malcricllcu Interessen gc-hobcn. ES wnrde dcr Landeskultur cinc großc Zahl von Arbcilcrll zurüägcgcbeu, welche cS bisher ganz beqncm gefunden halten, auf Kostcn dcr National-rcgicrung anf Wartcgcld gestellt zn werden; cS wntt.'n dcm gewerblichen Betriebe Arbeiter zurückgegeben, cb hat sich cin normaler, jcdoch gegcu die frühcrc Pcriodc bcdcn-tend gcsteigrrterGeschäftsverkehr hergestellt. WcnnZiffern sprechen sollcn,so crini!crc ich uur, daß derZollcrlrag sich gchobcn hat, dcr Eiscubahntransport, welcher im Iahrc 'i."(;''. vom März bis Oktober ^,451.0^5 Zollzcnlncr betrug, hat in dcr glcichcn Pcriodc dcS Belagcrlüi^S-zustandes 5,0^'.0?^ Zollzrntucr brtragcu Dcr Ncvo^ lniiouSorganismnS, wic ich ihn vorhin bczcichnct hattc, wnrdc gestört — ich gebrauche, das Wort aus dcm Grunde, wcil ich leider niclit in der i^age bin, zn sagen, daß er zerstört wurde — allein er wurde so weit gestört, daß die Sicherheit der Person nnd die Sicherheit des Eigenthums wieder hergestellt wurde. Dab sind die Erfolge, welche durch dic Vcrhängung dcS BclagcrungSznstlmdcö crziclt wvrdcn sind, und wcnn man in dem ^andc felbst ciuc Umfrage pflegt, fo glaube ich dic fcslc Ucbcrzcugunc, aussprcchcn zu dürfen, daß man dort für dicsc Mcißrrgcl frhr dank« bar feiu wird ., Als Ncdnrr siud cingetiagcn: Pratobevcra'und Grocholsli für dcn Entwurf. ,< » " '^bg. Pratobcocra: Obwohl dnrchaus nicht dcr Mann, der der Regierung nur Bcrlegeuhcitcll z» bereiten sucht, müsse, er doch alle Freundschaft für daS Mir.isterium bei Scite setzen, nm für das Recht ciii-zutietcn. So fafsc cr das gelcistctc Angclöbniß auf. Ihm sei die Bersassn-ig daS höchste Gesetz. Der 55. 13 der Verfassung stimme volllommcn mit einem ähnlichen Paragraphc der Mnrzvcrfassnug vom Jahre ^ 1K4'.» übcrcin. Dieser Paragraph müßlc auf den hcute vorliegenden Fall angew^ndcl wcrdcn, dcnn co sci unmöglich, die Suspcndiruug von Gesehen und die Einführung v?n Auönnhlnsznständcll nuter den Begriff von Verwaltnnasmaßrcgeln zn subfimircn. Er habc sich bemüht nachzuforschen, ob in unserer Gesctzac« bung fich Handballen vorfinden, um dicsen Akt als Erctntion auffassen zu tonnen nub dabei fei cr auch auf die vom Minister zitirtcn Stellen des N .(Y -B ül^r dic Komp^cn; dcr Militärgerichte gekommen ^Itcdncr zitlrt nllc übcr AnSnahmSmahrcgcln rrlafsene Patente nnd Kundmachunglu, um nachzuweisen, daß cs gar lcin Gcsctz über den Belagerungszustand gebe uud daß jede Einführung des ÄclagcrnugSznstandes cinc Reihe von Kundmachungen nach sich ziehe, wclche legislative Altc sind. Was dic politische Seite der Frage betrifft, so glaubt cr, daß, wo cs sich wirtlich nm ciuc rettende That handelt, dic Regierung dem Hanse nicht mit Mißtrauen bcgcgncn sollte. Even, tncll stehe ja dcr Regierung die Auflösung dcS Hau-scs zn Gebote. Er findc leinen Grund, warum d,c Rcgicruug so zähc an ihren Anschauungen fcft< halte. Da cr keinen geschlichen Auhaltspimll für den Vorgang der Regierung finde ,md auch ,M. wM'e, wclche Gründe sic dazu bewogrn, so müsse er darauf bcftchcu, daß das Haus von cincr Darleänim dcr Gründe nud Erfolge auf dcm Bodcn dcr Bcr-fassung nicht absehcn löunc nnd cr wcrde für die Adresse stimmen, so wahr cr dcm Kaiser Gehorsam und dem Gesetze Trcuc gelobt habc. lBravo') Abg. Grocholsti lGalizicn): Die Ertläm„ll des Ministers sei leine Rechtfertigung, sie fti cinc Beschuldigung des Landes, dem cr angchörc Es l>abc ihn mmngcnchm berührt, daft Sc. Exzellenz der ^oli. zcimi.chter es w«r, welcher dic Rechtfertigung /lbcr. uahm, daß die ordentlichen Gerichte snsvendirt nnd Militärgerichlc cingcsührt wnrdcn. Solltc es nicht wahr scin, daß Ocstcrrcich nnfhörtc ein Polizeist^at zn scin? Ist dcr BclagcrnngSznstand nicht ein M dcr Nothwehr, so ist cr ein Angriff Ans der Erklä-rnna, des Ministers habe er nicht culnehmcn könne,, daß Gefahr vorhanden war. Redner sucht ziffermi^ fng nachzuweisen, das; dic Hälfte dcr iu Untersnchlmc, gezogenen selbst von dcn Militärgerichten schuldlos crtnnut wurden, nnd daß nntcr den 8l)(X) in Unter« snchnng gezogenen „nnr" ^4 Hochveriathsfälle vor, gekommen. Darin ficht Redner leine Gefahr nnd deßhalb ist ihm dcr Belagerungszustand ein Anarift Dcr Abg. läugnct, daß Erprcssungen von Seite der Nationalrcgicruug staltgcfuudcn haben, gesteht aber zu, daß Galizicn den Aufstand in Russisch.Polcn nn« tcrstnhtc nud zn diesem Zwecke sci die Organisation iu Galizicu vorhanden gcwescu. Oesterreich habc wic Graf Rcchbcrg selbst rinmal erklärte, bezüglich GalizicnS gar nichts zu fürchten gehabt. Wenn er daS Alles überdenke, müssc er au dic Gerüchte glati-bc», daß dic Regierungen, welche Polen getheilt^ sich neuerdings verbündet. DaS Borgchen der Regierung iu Galizien diene ;um Deckmantel für das grausame Borgehen Rußlands iu Polen, jede Bcrnr-lhcilnna. in Galizien rechtfertige cinc Grausamlcit Ruß-lauds. Galizien habe zn sühnen, was die kaiserliche NcgicilMg an Nußland verschuldete, nur Nusilmid ^ll ^iebc sci dieser BclagcrimnSzustcmd eingeführt wordcn Solltc cs ihm nicht gelungen scin nachzuwcism das; dic Einführung dcs BclagcrungSznswndcs sich ciacnt. lich gar nicht bcgründcn lasse, so sei doch kein >iwci. fel, daß dcr Fortbestand desselben gar nicht :n reckt, fcrtigcn sci. Dic gewährte Erlcichtcruna sci t>mc l3r. leichtcruna Dic Verwaltung des Bandes s n°H llnnler m dcn Hmidcu von Äiil^ärpcrsoncn Durck dic gewährten Erlcichtcrnngcn hadc d eRea.?nm« und ^.emll «igi„, Verzll für de„ Adlchl„t«ulf. «ll«O Abg, KuziemSti: Die Geschichte Polens bringe es mit sich, daß Galizicn Elemente enthalte, welche sich mit dcr Gegenwart nicht befrcnudcn können. Das , fei nicht zu verwundern, daß jede Bewegung in einem Theile des Reiches alle Glieder demselben in conuul- l sivische Zuckungen versetze. Redner weist ans die Bor« gängc im Landtage vom Jahre 1861 bin, um zn zeigen, daß die polnische Bevölkerung Galiziens die Vcrfasfuug für sich in Anspruch nahm und die Ruthcneu in die Zeiten dcs Mittclaltcrs versetzen lvollte. Alö der zweite Landtag zusammentrat, war der Tcrro-rismus der Polen schon so weit gegangen, daß die Rnthcncn überlegten, ob es nicht gerathener wäre, in dcn Landtag gar nicht einzutreten nnd cinc poli^ tische nnd administrative Thcilnng Galizicns nach dcn beiden Nationalitäten anstreben sollten, inzwischen brach der polnische Anfstand los, nnd der Landtag wurde vertagt. Es ist traurig, aber wahr, daß die Ruthcncn oicsc Maßregel mit Inbcl begrüßten. Die Agitation im Lande nahm immer mehr zn. In Polen wußte jedes Kind, daß es sich nm eine Herstellung des PrleurcichcS in seinen alten Grenzen handle. Die Folgen waren, daß die Geschäfte und der Handel stockten, die Unsicherheit immer zunahm, so daß jeder Gutgesinnte schließlich die Vcrhängnng dcö Belagerungszustandes als einziges Rcttungsmittcl betrachtete. Die Frage, ob die Regierung zn der Vcrhängung berechtigt war, beantwortet Redner mit dem Hinweis, daß jetzt Ruhe. Ordnung und Sicherheit zurückgekehrt sind, so daß erst im Belagerungszustände daS Land sich frei von Tcrrorismuö sah. Dennoch wün» schen auch selbst die Ruthcncn, daß dieser krankhafte Zustand bald aufhöre und der normale wieder hcr< gestellt werde. Redner schließt mit der Versicherung, daß die Rnthcnen sich nicht eher beruhigen können, als bis Galizien nach dcn beiden Nationalitäten in zwei abgesonderte Theile getrennt würde, denn nur dann werde Ostgalizicn sich einer ungestörten Ruhe erfreuen können. Abg. Berg er: Daß es in das Gebiet der Gesetzgebung gehöre, wenn die bestehenden Gesetze suspcn-dirt nnd die Unterthanen anderen als den kompetenten Gerichten zugewiesen werden, sei außer Zweifel. (3s lväre demnach der richtige Vorgang von Seite der Regierung gewesen, wenn sie anf Grund des tz, 13 ein provisorisches Gesetz erlassen hätte. Dann hätte sie eben nur dcn Inhalt dieses Gesetzes zu rcchtfcr« tigcn gehabt. Redner beruft sich anf die englische Verfassung und auf dcn §. 429ccduzirung zuschreiten. Der Kaiser betont seinen Wunsch, jede Störung dcö europäischen Friedens zu verhindern, uud da gegenwärtig Italien im Verdachte stche, dics:n Frieden stören zu wollen, so wäre cs an dcr Zeit, dcr Welt ciucn Be« weis dcS Gegentheils zu geben und die vou dcn Finanzen Italiens dringend verlangten Armee-Reduzi rungcn gründlich durchzuführen. Später hatte der französische Gesandte eine lau« gcre Unterredung mit dcm Mimsttrpräsidcntcn La^ marmora üher dasselbe Thema und laS ihm hier« i über eine sehr lange Depesche des Ministers Drouyn de Lhnys vor, worin dieser die Amchammgcn seines kaiserlichen Herrn eines Breiteren anseinandcrsetzt. > In dieser Depesche hob Herr Drouyn dc Lhuys auch die eminente Friedensliebe Oesterreichs hervor, welche? nichts Besseres wünsch.-, als dcm Beispiele Picmonls — Pardon Italiens — folgm ;n können nnd auch seinerseits die Rcduziruug seiner Armee zu vollenden, mit welcher bereits trotz dcr drohenden Haltung Ita« liens begonnen worden sei. Sowohl dcr Brief dcS Kaisers als auch die Depesche Dronnn dc Lhuys sind in sehr festem Tone gehalten und cs wird dem widcrsuäustigcn Schützlinge endlich nichts Anderes übrig bleiben, als sich dem Befehle dcs Schutzhcrrn zu fügen. Warschau, 2<>. November. In der Nacht vom 2l>. anf dcn 27. November kam an die St^lthallcrei in Warschau auf telegraphischem Wege txer Befehl, alle zur Auflösung nolirlcu illuster aufzuheben und zu dem Zwecke nöthigcnfalls auch Gewalt anzuwcn. dcn, daher wahrjchcinlich der auffällige Zusatz; „die Stadt ist ruhig" in dcn Telegrammen zu lcscn war. Dcn Mönchen, deren Zahl sich auf beiläufig 200 be« läuft, ist cs übrigens freigestellt, im In« oder AuS> lande die ihnen von dcr Regierung angewiesenen klci« ncn Pensionen zu verzehren. Viele Priester zogen jedoch dcn gefahrvollen Aufenthalt in Polen einer siche« rcn Existenz im Auslande vor; zu verzeichnen ist je« doch die Thatsache, daß fünfzehn auf dcr Warschan« Thorncr Bahn über die RcichSarenzc gewissen wnr. dcn. ViS jetzt wurden 100 Klöster geschlossen daruu« ter 30 wegen Betheiligung am Ausstände. Mal- uud VrovWal-Uachrichtcn. Laibach, U. Dezember. Gestern Vormittag um II Uhr fand im Siz> zungssaale dcr l. k. Fiuanzdirclliou die feierliche Ueber« reichuug dcs dcm Hcrru k. t. Olicramtöoircltor Hcin< rich Costa bti seinem Ucbertrittc in dcn Ruhestand von Sr. Majestät huldvollst verliehenen Ritterkreuzes dcS Franz Joseph-Ordens durch dcn Herrn Finanz« Direktor Karl Fontaine v Felsen brunn in Gc« genwart Sr. Exzellenz des Herrn Statthalters Baron u. Schloißnigg, dcs Herrn Statlhaltcrcirathcs Bosizio, dcr nächsten Angehörigen dcS Jubilars und sämmtlicher Beamten dcr k. t. Finanzdircltion nnd ihrer untergeordneten Stellen Statt. Herr Finanz« Direktor u. Fclsenbrum» ucvlaö dcn cms die Berlci« huug Bezug habenden Erlaß deö huhcu l. k. Finanz, miuistcrinms nnd hielt sodann cinc Anrede an dcn Gefeierten, worin er dessen Laufbahn sowohl als Staalöbcalnte (seit Jänner 1814, somit seil mehr als 5)0 Jahren), als auch als loyaler, alles Gemein« nützigc, und insbesondere die vaterländische Wissenschaft pflegender Staatsbürger übersichtlich im Detail schildcrtc und mit einem Hoch auf dcn jcdcs Verdienst hochherzig ehrenden Monarchen, unsern allcrgnädigstcn Kaiser Franz Ioscf schloß, in welches alle Anwesenden einstimmten, woranf er dem Jubilar dcn Orden au die Brust heftete. Hcrr Direktor Eosta dankte in bewegten Worten für die ihm dnrch die Gnade dcS Monarchen gewordene Anszcichnnug und brachte ein Hoch auf Sc. Majestät aus. Sc. Exzellenz dcr Hcrr Statthalter Baron o. Schloißnigg beglückwünschte den Inbilar, wclcher anch mit Vielen aus dcn An< wcscndcn, worunter das Personale dcS durch 22 Jahre von ihm gclcitctcn l. l, Hanptzollamtcs, Hände-drücken anstauschte. — Von Scitc dcr Direktion dcr philharmoni« schcn Gesellschaft ist Herrn Direktor E o ft a cin Be« glückwünschungsfchrcibcn überreicht worden. Dr. E o st a war eine längere Zeit hindurch Direktor der philharmonischen Gesellschaft. — Die Abrcifc des dritten Transports vom mexikanischen Freiwilligen, welche gestern Abends unter dcn Klängen eines von dcr Musikkapelle des R» gimcuts Erzherzog Ludwig cxckutirtcn Marsches auf dcn Bahnhof zogen, woselbst während des Einsteigend in die Waggons die Musikkapelle dcr Artillerie spielte, lockte wieder cinc große Zahl der Bevölkerung herbei, welche dcu Scheidenden ihre Sympathien durch lcb hafte Zurufe kundgab. Die Abreise dcs nächsten Transports ist uoch unbestimmt. Wiener Nachrichten. Wien, 5. Dezember. Se. k. k. Apostol. Majestät haben die über Franz Ku6cra wegen Meuchelmordes an seiner Schwicgcr« mutter vom Ehrudimcr KrciSacricht verhängte Todes« strafe dcm Vcrnrthciltcn aUcrgnädigst nachznschcn gc« ruht. In Folge dessen hat dcr Oberste Gerichtshof auf eine 20jährige schwere Kcrkcrstrafc erkannt. — Sc. Exzellenz dcr Herr StaalSminister v. ^chmerling wurde in der lctztcn Sitzung dcs AusschnsscS deS Prager bürgerlichen G renadicrlorpS zum Protektor dieses Korps gewählt. — Dcn Haupttreffer der l«64er Loose hat Hcrr Toifcl, Besitzer einer kleinen Spinnerei und Tnch-walke in Obrovitz (Brunn), gemacht. Neueste Nachrichten und CclcMlmnc. Original - Telegramm. Wien, tt. Dezember. In dcr AdreH» debatte wurden Alinea »t biS «» unver< ändert angenommen. Aus Frankfurt wird ssemeldet: der austro-preuftische Äutraa. auf Orlöschen der Vundesexekntion wurde anssenommen. Prass, 4. Dezember. Eine große militärische Serenade ward dcr Fürstin Eollorcdo und dcr Gräfin Wallmodcn gebracht. Während drei Musilbandcn fpicltcn, daultc einer jeden Dame cinc Offizicrsdepu» tatiou für die Sorgfalt für die Verwundeten. Flensburss, 4. Dezember. Die hiesige „Nordd. Ztg." hört, die Bundcstommissäre hätten daS Ent-lassungögesuch dcr holstcin'schcn Landesregierung an-genommen nud die Abscndnng dcr fraglichen Ueber-schüsse direkt verfügt. Turin, 3. Dezember. In der hcntigcn Senats-sitznng lehnt General ^amarmora ab, Erklärungen über die Existenz ncncr, auf die Konvention bczügli« chcr Doknlncntc zn geben. Graf San Martino bekämpft die Konveutiou nnd sagt, die vcnctianische Frage sollte dcr römischen vorausgehen. Massimo d'Azclio läßt, durch Unpäßlichkeit verhindert, cinc dcm Gcsetzentwnrfc günstige Rede verlesen; er zweifelt, daß die Protlamirnng Roms als Hauptstadt den Interessen Italien« gedient habe, und will, daß Rom eine italienische Stadt, aber nicht die Hauptstadt Ita> liens sei. Rom solle nicht aufhören, der Sitz dcS Papstthums zu sein. Dcr Augenblick der Versöhnung möge kommen. Paris, 4. Dezember. (Pr.) Persigny ist trotz dcr ihm zu Theil gewordenen Verwarnuug in dcr vierten Scric dcr Gäste von Eompiögnc geblieben. Dcr berühmte Historiker Martin ist schwer ertrankt. Hier geht in politischen Kreisen die Sage, Oesterreich wolle die Sndslcwcn all sich ziehen, und verfolge AuncxionS.Gcdantcn im Osten, In diplomatischen Kreisen wird versichert. Frankreich sei geneigt, Prcußcn dcn Besitz dcr Herzogthümcr zn gestatten, wofern cS anf NordschlcOwig Bcrzicht lcislcn wollc. A»S Sud» amcrila wird berichtet, dic gesetzgebende' Versammlung dcs Staates Panama habe am 3. September cmstim» mig cin Dekret angenommen, womit die entschiedenste Sympathie für Peru, und daS höchste Mißtrauen gegen Spaniens Absichten ausgesprochen wird. Ätew'Aork, 24. November. General Sherman rückt gegen Macon vor, welches l'nr schwach be« festigt ist. Brcckcnridgc bereitet cine Invasion Kentucky's vor. Hood rückt gcgcn Pulasky vor. — Die Nachricht, daß Lincoln Fricdenstommissarc nach Rich-mond senden werde, wird gcläugnct. Markt- und Geschäftsbericht. H'raiuburss, 5. Dezember. Auf dcm heutigen Markte sind erschienen: 00 Wagen mit Getreide, 10 Wagen mit Holz, und 32 Wagen mit Speck zn 25 bis 20 fl. dcr Zentner. Schweine, fette, 120 Stück, zu 12 bis 14 fl. dcr Zeutucr, nnd magere zu 15 bis bis 16 fl. das Slück. (W ochcnmartt - Preisc.) Weizen pr. Mchen fl. 3.<»5; Korn fl. 3.— ; Gerste fl. —.—; Hafer fl. I.W; Halbflucht fl. —.—; Hcidcn fl. 2.5)0; ftirse fl. 3.30; Kukurutz fl. 3.20; Erdäpfel fl. 1.50; Lmscn fl. 3.20; Erbsen fl.—.— ; Fisolen fl. 3.20; RindS-schmalz pr. Pfund kr. 5»0; Schweineschmalz kr. 44; Spcck, frisch kr. 30, dctto geräuchert kr. 40; Auttcr kr. 38; Eier ftr. Stück kr. 2.^; Milch pr. Maß kr. 10; Rindfleisch pr. Pfund kr. 17; Kalbfleisch kr. 24; Schweinefleisch kr. 20; Schöpsenfleisch kr. 14; Häh«-dcl pr. Stück kr. 25: Tauben kr. 12; Hm pr. Htr. fl. 1.40, Stroh kr. 80; Holz hartes/pr. Klafter fl. 5.10, dctto wcichcS, fl. 3.50; Wein, weißcr, pr. Eimer fl. 7. Cheater. Heute Dinstag: Der Dorfbarbier, komische Oper in 2 Auszügen von Wcidtmann, Mnsit von I. Schenk. Diesem geht vor: Gin junsser Gelehrter, 5'nstspicl in 1 Anfzug, von A. Vergcn. Morgcn Mittwoch: Der Majoratserbe/ Lustspiel in 4 Anfzügcn, von Prinzeß Amalic voll wachsen. Verantwortlicher Redakteur: Ignaz v. «leinwayr. Druck und Verlag von Ignaz v. Kleinmayr st Fedor Na«b«rg in Laibach. Hiezu ein halber Bogen Amts- und Intelligenzblatt.