Gedruckt mit Edlen von Kleinmay?r'sch:n Schriften. «>—, , „< >---------------------- > > > --—> Fl'eüta den 6. D?c e mber l 8 l 4. Oesierreichische Staaten. Wien. V^e k, k. Maj. b^beu dem k baier. Professor der Pkysick und Cbcmic, Doktor Herrmaün, wel^ü'- m?krcl-e Vol'sssünqc.« über die von ihm erfll'idcne» külisslichcn und üngem?i» ».ützlichcn Ma'^iiun ollbier ssebalteu b^t, und nachdem lerse^'e die Ehre gehabt, selbe auf Verlanaen bei Hofe volzuwelftli, zur Vczejgung Allcrböckst« is'rer Zuftiedenheit/ die große goldene Ehren. V edMe, durch den obe^sien Känliuercr Grafen v. Wrbn^ zustellen lassen. — Den niederöstcrr. Reqieruligssekl'clär Karl v. Cattanei zu Momo, habcn S, k- k. M,ij. zum k. k. wirkl. Gube, ni, alrath und Pol,z?l).Direcktor zu Tl'iest zu er» nennen geruhet. (W. Z.) Se. k. k. Maj. haben in 5iücksicht seines 77 jährigen Alters / und seines .5.^ jäbrzgen Dienstes, den oberstem Landrichter und Präsident der k k. Hofkommission in Iustizgesetzsachen, nne auck der Nikderösterr. Landreckte, Mathias Wilhelm Edlen v. Haan, Großkrcuz des unqar. St. ^sephansordens, und wirk. geh. Ncttk. a»f dessen Gesucl,, nicht nur mit dem ganzen Ge» halt, sondern auck, mit noch einer ^ersonalzu- . laqe in Ruhestand versetzt: und den Landrechrs > Vizepräsidenten, des k. k. Niederösterr, Mcrkan« ^ til. und Wechselgerichts - Präses / und Vc-si^er « der Hofkommisslon in Iustt^esr^sachen, Joseph v. Alchen Äittcr o?s k- ur.g. St. Stephansordens, zum »»ersten Landrichter und Niedcrösterr. Land« rcci'tspräsid^nt?!' erhoben. Der König v. Preußen hat den? Vizepräsi» denten der k k. Hofkommisslon in politischen Gesetzsachen, dann Präses der hiesigen k. k Akademie der blld?!ide Künste, von Sonnensels, den rotkcn Adlcr'Orlx'n zweiter Klasse, nebst einem Handschreiben üdersandt. (W Z.) Deutschland. Üeipzig, den iZ Nov Zur Bezeugung des Dankes sür die ausgezeichneten Verdiensie, wel« 6,e sich der Hr. Oberst von Prendel während seiner Commandantschast um unsere Stadt er» worden hat, wurde ihm durch eine Deputazion des hiesigen Wagistrats das Bürgerrecht von Leipzig ertheilt — Folgendes ist das Verzctchniß der bis zur Beendigung der Wiener Negociation provisorisch admiiüstrirten und besetzten Länder in Deutsch, land; l)das Königreich Sachsen, uxd die Länder zwischen dem Rheine, der Maas und der Mosel, unter kön. preuß.; 2) die Länderzwischen der Mosel, dem Meine und der französischen Gren-ze unter kaiserl österreichischer und kön. bairischer; Z) das Großhcrzogthum Frankfurt, mit Aus« nähme des definitiv an Baiern abgetretenen Fürstentums AschaffeMrg, und das Blsthmn Basel unter kaiserl. österreichischer Abministra, ' tion.-(P.Z.) Frankreich. Paris den 6 November. Unter der Aufschrift: Vurgos vom 28. Okt. meldet das Journal des Debats : /,Die a:>.s Madrid eingehenden Nach» ! richten lauten nicht ganz befriedigend. Obgleich ' die öffentliche Ruhe in dieser Hauptstadt keine , Störung erl ttcn hat / so erregen do6) die Maß. , regrln der Strenge/ welche mau fortdauernd l gegen die sogenannten Liberales/ Hreymaurer :c. ! ergreift, in vielen Gemüthern Furcht, und Be» > siürzung. Havanna soll sich für unabhängig , erklärt und Dcputirte nach London gcsands ha. , ben / um den Schutz Großbrittaniens nachzusu» ! chen. Wan spricht auch von dem nahen Austritt l des Herzogs vo» St. Carlos aus dem Ministe« ^ lium. (Nachrichten aus Valladolid vo'n 22. October, gleichfalls in französischen Blattern, ! zufolge, hat dieser Austritt bereits statt ge« habt; die nemlichen Nachrichten nennen Von Gardoqui als Nachfolger des Herzogs von St. Carlos) Zwey Truppe«divisicnen, die in Alt. castilien standen, haben Befehl erhalten, nach Navarra und Aragonien aufzubrechen (Franks) Man sagt, daß zwey Generalossizierc wegen unüberlegten Aeußerungen seyen arretirt wor« den, und nennt hierunter den General Bufour. Einige Kaufer von Nationalgütern sangen an, sich in Güte mit den alten Eigenthümern aus« einanderzusetzen. Die Journale bceifern sich, 1 diese Restitutionen öffentlich bekannt zu ma» chcii/ damtt sie Nachahmer finden möchten. Italiey. ^ Mailand. In der großen ambrossanischen Bibliothek wurde eiu fthr altes Manufcript auf' gefunden, welches einige noch nicht bekannte Theile von (^celo'^ Neden p^o 8^cN^0, 1'nUio und I'^cco und einen Scholii'sien zur Ncde pio 3^2nra' enthält. Von der ersten Rede von der man bisher ^'.:r einige Fragmente hatte, besitzt manuun einen Theil des Exordiums mit der E>n» theilung, und zwey Theile von der Rede selbst. Won der zweyten, von welcher nur einige Zeilen und Worte berannt waren, hat man jetzt auch noch einen Theil des Exordil.ms und der Nar- ration In der dritten wird durch diese Edition eine Lücke ausgefüllt. Rom. Se. päbst. Heil. haben dem Husaren» Negimente.Prinz -Rcgentbon England (ebemass Radezky), welches de,> heil Vater zu empfang?,-, zu begleiten, und hier einzuführen die Eh',e datte, eine Fahne übergeben, wclche Se. Heil. selbst geweiht haden (G. Z ) England General Prevost der die unglückliche Affaire bei Plattvburg gehabt hat, ist ein Amerikaner von Geburt, der sich früher'durch die Erobe, rung v^n Martinique und Guadeloupe aufs. vortheilhaf^sie auözeichncle, Noch immer feh. len seine oniziellen Berichten über d>is Vorge, fallcnc auf dem See Champlain und l^.' ,)latts« bürg. Mehrere Privatbriefe aus n>vntreal lind aus Queöeck enthalten indessen die bittersten Klagen des Nnwillenö über den kommandiren» den General, und beschuldigen ihn geradezu, daß er den gegen Dlattsburg angerückten Trappen ohne alle Ursache die Triumphe des Sicgcs und der Eroberung diefcs Ortes durch seinen Befehl zum Rücfzuge entnoinmen habe. Ein brit, tischer Generalmajor, Power, welcker.inSpanien mit großem Rchm das /9sie Regiment an» führ«, und bey einer Gelegenheit, wo seine Leute alle ih'.e Patronen verschossen hatten, gc, gen,?ine französische Brig.i^e mit dcm Bajonett vorrückte, und dieselbe ubcr den Haufen warf, soll zum General Prcvost nach Erhaltung des Befehls zum Rückzüge geritten seyn, und ihn ssebeten haben, diefen Befehl zurückzunehmen, weil Gen. Brosdane, der gleichfalls unM'Wellington diente, in ein paar Minuten im Vo sitz des Forts feyn würde. erachteten Versamn'^ng von Christen überreicht haben , die sicb vereinigten um die göttlichen Bücher d?r Lehre Jesu, dessen Nak Johannes in Persien bekannt, aber jetzt tst das . ganze neue Testament vollständig und auf das gründlichste übersetzt, welches Ereigntß eine neue Quelle des Wohlgefallens für unser erleuchtetes und erhabenes Gemüth geworden ist. Selbst die früher in unserm Königreiche bekannten vier Evangelisten sind noch n ie auf eme so klare und erleuchtende Art übersetzt worden; wir sind da« her mit dieser reichhaltigen und vollständigen Uebersetzung ganz besonders zufrieden. Hiit. dcr Gnade des Gottes dcö Mitleids werden wir daher unsern Dienern, welche vor unser Anwtz zugelassen sind, anbefehlen, die obenerwähnte Schrift von Anfang bie zu Ende vor nns zu le< sen , damit wir sie mit dem genauesten Nacvden, kcn anhören, und ihre Worte begreifen können, Geruhen Sie die Hcrzcn dieser würdigen gelehrte» und erleuchteten Gesellschaft durch die Versiche« rung unserer hohen Achtung und Aufnahme zu erfreuen, un> diese ausgezeichneten Männer, die eine so edle Pflicht überkommen haben, zu ver» breiten und deutlich zu machen den wahren Sinn und wahren Geist des heiligen Evangeliums und andere Theile der heiligen Schrift, zu be« nachrichtigen, daß sie, wie sie sie es verdienen, mit unserer konigl. Gnade beehrt sind. Sie werden sich verpflichtet finden, diese» meinen kön.Auftrag zu erfüllen Gegeben zu Rebi, im Jahr der Hedschra (Nnterz.) Fateh Ali Schach, Kajar. Norwegen. Ans Seeland, vom >. Nov. Die Zahl der versammelte« DepuNrten zu Christicmia war 3o ; mit einer Majorität von 75 Stimmen ward die Vereinigung Norwegens mit Schweden be» schlössen. Die Art, wie des Prinzen Christian (in der erwähnten) Proklamation an die Nor« wcgiscke Nation gedacht wird, giebt unvcrlcnn» bare Beweise von Anhänglichkeit und Liebe, die dieser Prinz sich in den Herzen dcr Norweger erworben hal. S. k. H. schienen dinck widrige Winde auf. gehallen zu seyn Sic litten sich auf einer Nor« wegischen Brigg ^geschifft: als Sie aber er« suhlen, daß d:e kö>ng! dänische Brigg Pornholm in dcr Nähe und bereit sey Sie äufzunekm.ü, so begaben Sie sich an Borl dieses Echisses. U. Nordamerika. ^ Mir' theilen -msern Lesern hiermit die äußerst lu^kwürdige Botschaft des Präsi/enleu der v?r^ einigten noroa>n?>!kan?schi!: Hsü.iten, Hr^ M,i-disson, nüt, welche derselbe b?: der am 20 S^. l. I stattgefnndene« Eröffnung des Kongresses iu dem zerstörte,, Washington durch ftll.cn Se» trelär vortrug?,, ließ, und woraus sich ergibt, lvie wenig Hoffnung zur W!ede:herst?il:ing l'es Friedens „1 der neuen Wclt vorhaide^i lst: Bür. ger des Senats und der Kammer ter Repressiv tanten! Ob gleich der diesjshrige Sitzungstag nahe ist, so wurde ich doch veranlaßt, sie eher zu versammeln, theils um der Unzulänglichkeit >es Vorraths für den Dienst des Staatsschä. tzes abzuhelfen/ theils weil die Prüfung der mit England angeknüpften Unterhandlung nich^ weiter verschoben werden kann, sey es um Einrichtungen zil treffen, welche tzen Frieden zurückführen mögen, sey es um fernere und wirksamere Anstalten zur Fortsetzung des Krieges zu treffen. Das Resultat der Unterhandlungen ist .noch nichr bekannt. Wenn auf der emen 'Seite die Zurücknahme der Kabinersbcfehle und der allgemeine Friedensznstand Europas, welcher die Gelegenheit benimmt, auf den amerikcunschen Schiffen Matrosen zu pressen, uns zur Hosjnung berechtigen, daß Friede und Freundschaft wieder Hergestellt werden können, so sind wir aus der andern Seite durch die Weigerung der brittischen Regierung, die Vermittelung, welche Rußland «ngeboten hatte, anzunehmen, ferner durch die Zögerungen welche diese Regierung bei der Aus« führung ihres eigenen Anerbietens, unmittelba» re Verhandlungen anknüpfen zu wollen, und vorzüglich durch die Grundsätze, welche sie aus, spricht, und die Art, mit weicher sie jetzt Krieg führr, gezwungen zu schließen, daß ibre Absicht sey, in einem mehr als jemals heftigen Kriegszustande gegen die Rechte und die Wohlfahrt tiefes Landes zu verbleiben. Dieses Zunehmen der Gewaltthätigkeit wird vollkomme« durch zwei wichtige Umstände erklart. Der erste ist, daß der große Streit in Europa, um ein Gleichgewicht, welches alle Staaten gegen den Ehrgeitz Einiger sichere, wieder herzustellen, beendiget wurde, ohne l>aß es der unterdrückenden Gewalt Großbrita» niens auf dem Ozeane etwas gekostet hätte. Der zweite ist, daß diese Beendigung Armeen in der Gewalt dieser Macht gelaffen hat, über welche sie verfügen kann, und vermittelst welcher sie, indem sie die Schwierigkeiten eincs entfernten Krieges, welchen sie gegen ein freies Volk führt, vergißt, und indem sie sich der Trunkenheit des günstigen AusMgcs, dem ein so großes Opfer si^l, dcss'n Bc^pul ro'> vor !^cn Augen lie.)s, überläßt, t^e ^ossi^ng itt^t l^t tlne. schon jeht durch den '^:sl>ra H, welchen si^ davon m^chr so furchtbare, un/ der Rnhe dcrelöillsir. t?n und Handel fühlend'!! Weit so vcr^crbleche Gewalt noch zu vcrgröß,^", Mer welches auch d^e Beweggründe seyn mögen, welche unser« Feinde die gcwalttbättg'n Absichle» , we.'cüe er ankündiget, eingeben, so habcu doch die Na.'he eincs Volkes, welci^s je^c stärker ist ^eme Un, abdä.!g:gkcit zn behaupt?", als es einst war, um dieselbe zu erringen, und defstn Ergebung durch das Gefühl seines Glückes um so inn.ger ist, feinen andern Gegenstand der Berathung, als über die' wirksa>nstcn Mittel; di? aus chweifendcn Maßregeln zu bekämpfen, welch? eine underzeih-l'.cl)? Lcidt,!lschaft, die alleinige Urheberin der Fortdauer des Kriegs ge^en uns, eingab. Unge-acyttt der Vergrößerung seine»- 2'^acht und seines widerrechtlichen Benc5lll?ns, hat der Feind we, nig Grund,.sich zu den Begebenheiten des ge> ge-nvättigen Feldzuges Glück zu wünschen, er müßte sich denn über den Erfolg leincr letzten Unternehmungen gegen diese Hauptstadt und qc« gen die benachbarte Stadt Alexaüdrta freuen, ^>on welchen er sich jedoch mit eb?u so viel Ha« stigkeit zurückzog, als er Kühnheit besasi und Glück katte, da er sie angri^s. Bei seinen übri« gen Einfallen in unser Gebiet von <^?ite des atlantischen Mccrs, wurden s?nie Fyttschrittc oft geheinmt uild er wurde durch die Tapferkeit der ^ciüdesbnrohner dafür bestraft, so daß es lhm besser gelang, Einzelnen zu schaden und seine W.lffc!. zu beschimpfe«, als eine Unternehmung zu beendigen, die eines gesttzluhen Krieges wür. dig gewesen wäre. Bei den zweien obgedachten Vorfällen, welche übrigens für uns schmerzlich seyn nMen, kann er jedoch durch diese vorübergehende Hortheile und durch die augenblickliche Störunq, welche er in der Staatsverwaltung veranlaßte, den Schaden nicht ersetzen, welchen er durch den Verlust seines guten Rufs in den Augen der Welt erlitten hat, inde«, er das Pri« vateigcnthum verletzte und öffentliche Gebäude zerstörte, welche die Gesetze des Krieges zwischen zivilisirtcn Völkern als Denkmäler der Kunst beschützten. (B. v. 3.) (Beschluß folgt.) _________ Wechsel - Cours in Wien am Zo. November -8 »4-Augsb für '00 fl. curr. fl. ^ ^' ^ ^A^. Eonventionsmünze von Hubert 257 »s4 fl.