Laibiichkr Taablatt. Redaction und Expedition: Bahnhofgasse Nr. 15. SräuumerationSpreise Snsertionspreise: Ein- Nr. 239. Donnerstag, 17.Oktober 1878.—Morgen: Lukas Ev. 11. Jahrg. Mit der Post: Ganzjäbr. fl. 12. ^ zeigen bis 5 Zeilen 20 kr. Zur Ministerkrisis. Dr. Herbst soll, wie der „P. Lloyd" aus Wien erfährt, dem Vorschläge, das künftige österreichische Kabinett um die Person des Freiherrn v. Pretis zu gruppieren, nicht ganz ferne stehen. Die „Budap. Korr." meldet: „Die Unterhandlungen, welche Minister Baron Pretis mit einzelnen politischen Persönlichkeiten führt, berechtigen immer mehr zur Voraussetzung, daß es gelingen werde, ein wirklich parlamentarisches, politisches Kabinett zu bilden. An allerhöchster Stelle wird großes Gewicht darauf gelegt, daß eiuige Mitglieder des bisherigen Ministeriums auch im neuen Kabinett bleiben, damit sie sür die äußere Politik im Reichsrathe einstehen, andererseits aber sollen solche neue Mitglieder gewonnen werden, die in der Verfassungspartei auf eine größere Anzahl Freunde, das heißt auf eine kräftigere Unterstützung rechnen können. Die größte Schwierigkeit bereitete bisher die Vergebung des Finanzportefeuilles, welches Baron Pretis nicht behalten wollte; findet sich aber ein geeigneter Minister des Innern, wozu begründete Aussicht vorhanden ist, so behält er wahrscheinlich doch das Finanzministerium zusammen mit dem Ministerpräsidium. Eine endgiltige Entscheidung ist erst in einigen Tagen zu erwarten." Freiherr v. Pretis soll, wie dem „N. Wr. Tgbl." mitgetheilt wird, den Auftrag, das Kabinett zu bilden, mit der Bedingung übernommen haben, sich vorerst die Gewißheit darüber zu verschaffen, daß er in allen wesentlichen Dingen auf die Verfassungspartei, auf die Majorität im Abgeordnetenhause werde zählen können. Demzufolge wird also am 22. Oktober das Abgeordnetenhaus noch dem jetzt geschäftsführendeil Ministerium sich gegenüber finden, und erst dann, wenn in den ersten Tagen nach dem Zusammentritte des Parlaments die Klubversammlungen das Programm, das ihnen Herr v. Pretis vorlegen wird, gebilligt haben sollten, wird dieser mit Constitnieruug des Ministeriums Vorgehen, im gegentheiligen Falle aber, wenn eine feste Majorität nicht formiert werden könnte, die ihm ertheilte Mission zur Kabinettsbildung in die Hände des Monarchen zurücklegen. Eine Competenzfrage. „Pesti Naplo" ventiliert die Frage, ob die Angelegenheit Bosniens und der Herzegowina vor das Forum der Delegationen gehört, in folgendem Artikel: „Was ist die Delegation? Der Ausschuß des Reichstages, welchen Ausschuß das Gesetz für einzelne, streng fixierte Fragen mit gesetzgeberischer Gewalt bekleidet hat. Dieser Ausschuß ist daher keine gesetzgebende Körperschaft, kein Parlament, er ist ein Mandatar, der den Kreis der ihm übertragenen Rechte schlechterdings nicht übertreten darf. Ueberschreitet er ihn gleichwol, so ist sein Vorgehen ein ungesetzliches, das keinerlei Verbindlichkeit involviert und das durch den Reichstag aufgehoben werden kann. Was ist ferner die gemeinsame Regierung? Eine Regierung zur Leitung der gemeinsamen Angelegenheiten, eine Regierung Oesterreichs und Ungarns, welche den Rechtskreis ihrer Macht durch das von beiden Staaten angenommene Ausgleichsgesetz fixiert findet und darüber hinaus — ohne ein neues Gesetz — nichts verfügen darf, weder aus eigener Initiative, noch im Aufträge der Krone, noch in Bevollmächtigung der Delegationen. Betrachten wir nun, ob die bosnische Frage unter irgend einem Vorwande der Competenz des Reichstages entzogen und den Delegationen zugewiesen werden könne, und ob die zur Verwaltung Bosniens erforderlichen Summen durch die Delegationen votiert werden dürfen? Gesetzlich ist dies unmöglich. Zuerst ist Bosnien keine gemeinsame Angelegenheit; zum zweiten ist die gemeinsame Regierung weder zur Regierung noch zur Verwaltung irgend eines Landes berechtigt; zum dritten, weil die Delegation uur für die gemeinsamen auswärtigen Angelegenheiten und für das gemeinsame Heerwesen, sowie für die gemeinsame Verwaltung des Heeresbudgets das Geld votieren darf; und zum vierten, weil das Gesetz vom Jahre 1867 den gesetzgebenden Körpern der beiden Reichshälften ausdrücklich das Recht vorbehält, daß ihre Zustimmung zu jeder Veränderung der Verfassung, sowie zur Jnarticulierung internationaler Verträge eingeholt werden müsse." Vom Occupationsschauplatze. Wie die „Deutsche Ztg." vernimmt, ist die Meldung, daß das Oberkommando der zweiten Armee ausgelöst werden soll, unrichtig. Im Gegen-theil wird'dieses Oberkommando aufrechterhalten, und FZM. Philippovich bleibt nach wie vor kommandierender General der zweiten Armee. Er wird in einer von der Lage der bosnischen Verhältnisse abhängigen Frist wieder auf seinen ihm von Sr. Majestät reservierten Posten nach Prag zurückkehren. Im Armeekommando zu Serajewo wird dann Herzog Wilhelm von Württemberg der Stellvertreter des Baron Joses Philippovich sein, der, wenn es die Verhältnisse erheischen, wieder an die Spitze der zweiten Armee treten soll. Dagegen werden die Generalkommanden der ausgestellt gewesenen Corps, nämlich des dritten, vierten, fünften und dreizehnten Armeecorps, aufgelöst, und wird das Oberkommando der zweiten Armee künftighin direkt mit den Divisionen und Divisionären verkehren (ähnlich dem Oberkommando der preußischen ersten Armee Minz Friedrich Karh im Feldzuge von 1866). Durch die Auflösung der vier separaten Corpskommanden wird ein bedeutendes Ersparnis erzielt. Ueber die künftige Verwendung der Generale v. Ramberg, Szapary und Bienerth verlautet noch nichts. Der Prager Korrespondent des „N. Wiener Tagbl." berichtet, daß der Oberkommandant der Occupationsarmee, FZM. Baron Philippovich, in Prag erwartet werde. FZM. Philippovich' Aufenthalt in der böhmischen Hauptstadt solle kein blos vorübergehender sein, Herr v. Philippovich vielmehr entschlossen sein, das Kommando der Occupationsarmee zurückzulegen und wieder an die Spitze des Prager Landeskommandos zu treten. Dieser Entschluß des FZM. Philippovich hänge unmittelbar mit den eben getroffenen Demobili- sierungsmaßregeln zusammen, welchen General Philippovich nicht zustimme. Der Oberkommandant der Occupationsarmee erklärte vielmehr, sür die Verminderung der Armee die Verantwortung nicht übernehmen zn können. Mit dieser Anschauung steht FZM. Philippovich keineswegs allein, und noch mehrere andere Persönlichkeiten, welche in unserm Heerwesen eine entscheidende Rolle spielen, unterstützen den FZM. Philippovich in dieser Anschauung so energisch, daß wir insbesondere noch auf eine andere Demissionierung hinzudeuten vermögen, welche sich eben vorbereitet und die ebenfalls durch die Demobilisierungsmaßregeln erklärt wird. Reformen. Die „Pol/Korr." versichert, daß die Hohe Pforte keineswegs darauf verzichtet habe, mit einem eigenen Reformprojekte hervorzutreten, dessen Grundlagen dem englischen Botschafter Mr. La-yard bereits mitgetheilt worden seien, und die ganz geeignet wären, eine Verständigung mit England erwarten zu lassen. Ein Einvernehmen wurde über folgende vier Hauptpunkte erzielt: 1.) In Asien wird eine Gendarmerie creiert, welche aus Christen und Muselmanen besteht und von englischen Offizieren befehligt wird. 2.) Bei jedem Appellhofe in den Vilajets-Hauptorten wird ein englischer Beisitzer bestellt. 3.) Die Gouverneure werden mit Zustimmung Englands auf fünf Jahre ernannt. Die Absetzung eines Gouverneurs erfolgt gleichfalls mit Zustimmung Englands. 4.) Ein Desterdat (Generaleinnehmer) für die Steuereinhebung wird mit englischer Zustimmung sür jedes Vilajet ernannt, und der Zehent wird durch eine Grundsteuer ersetzt. Tagesneuitzkriten. — Zum Kapitel „Handelsverträge." In den Verhandlungen wegen Abschlusses des österreichisch-italienischen Handelsvertrages ist infolge der Kabinettskrisis in Wien eine Unterbrechung ein-getreten, und müssen deshalb die italienischen Delegierten in Wien ihre Zeit unthätig zubringen. Es ist nicht einmal abzusehen, wann die Ursachen der Unterbrechung beseitigt sein werden, da auch die äußere Politik Oesterreich-UngarnS sich immer verwickelter gestaltet. — Zu den Demonstrationen in Triest. Die „Perseveranza" bringt einen Bericht aus Rom, der sich mit den Vorfällen in Triest beschäftigt und seine Pointe unzweifelhaft gegen Oesterreich richtet. Der Regierung, sagt das Mailänder Blatt, seien noch keine offiziellen Berichte über diese Vorfälle zugekommen, gelegentlich welcher slavische Matrosen „beleidigende Ausrufe gegen Italien" (?) gebraucht haben sollen; doch erwarte man, daß die österreichische Regierung der italienischen dieselbe Genug-thuung geben werde, wie dies seinerzeit bei ähnlichen Anlässen seitens des römischen Kabinetts der Fall gewesen wäre. Die Sache steht unserer bescheidenen Ansicht nach etwaS anders, da, so viel wir wissen, Roheiten, wie sie in Venedig gegen dar österreichisch-ungarische Generalkonsulat verübt wurden, in Triest nicht vorgekommen sind. — Ueber den Spitalsbrand inTriest berichtet die „Triester Ztg." unterm 14. d. M. folgendes: Heute nach 4 Uhr morgens haben Soldaten in einem Kamine des hiesigen Garnisons-Spitales Feuer bemerkt und bemühten sich, dasselbe zu löschen. Dieselben konnten jedoch das Feuer nicht bewältigen, und gegen 6 Uhr schlugen die Flammen bereits beim Dachstuhl heraus und wurde die Feuerwehr avisiert, welche alsbald auf dem Brandplatze erschien. Kurz nach 6 Uhr stand bereits der ganze Dachstuhl des weitläufigen Gebändes in Brand. Es wurde den Kranken, von welchen sich 147 im Spitale befanden, selbstverständlich die erste Hilfe geleistet; dieselben wurden theils mit Tragbahren, theils mit Broughams und Omnibussen in die große Kaserne, in die dermalen als Filialspital dienende Ex-Gendarmeriekaserne, theils in die benachbarten Privathäuser, die Offiziere in die bereitwilligst zur Verfügung gestellte Campagna Ara gebracht. Aus dem Hafenkastelle wurden drei Kanonenschüsse zur Benachrichtigung der Garnison gelöst, welche auch allsogleich starke Abtheilungen zur Hilfeleistung entsendete. Der Feuerwehr, welche im Anfänge mit großem Wassermangel zu kämpfen hatte, gelang es nach angestrengter Arbeit, um 9 Uhr des Feuers Herr zu werden. Ans dem Brandplatze erschienen auch von dem hier vor Anker liegenden Kriegsschiffe „Marion" im Lauftritte zwei Offiziere mit einem Detachement Matrosen, welche sich zur Verfügung stellten. Unfälle sind glücklicherweise keine zu beklagen, wenn man davon absieht, daß ein Feuerwehrmann durch seine eigene Unvorsichtigkeit, als er mit einem Wasserwagen an einen Prellstein ansnhr, sich mit der Deichsel mehrere Zähne einschlug und das Kinn verletzte. Ein Infanterist des Infanterie-Regiments Graf Nobili, welcher schon bei Ausbruch des Brandes im Sterben war, ist in der Campagna Mnsatti, wohin man ihn gebracht hatte, im Lanfe des Vormittags verschieden. Der angerichtete Schaden konnte bisher nicht constatiert werden, doch ist er sehr bedeutend, denn abgesehen davon, daß der ganze Dachstuhl abgebrannt ist, verbrannten auch die auf dem Dachboden untergebrachten beträchtlichen Vorräthe des Spitals, die Kriegsvorräthe des Feld-spitals Nr. 17, der Sanitätsabtheilung Nr. 7 und die Monturen und Rüstungen der im Spitale untergebrachten Soldaten u. s. w. Ein beträchtlicher Schaden wurde auch dadurch angerichtet, daß aus den Stockwerken, welche dnrchgehends gewölbt sind, auch aus dem ersten Stocke, die Einrichtungsgegenstände, selbst eiserne Oesen, hinausgeworfen wurden, um sie zu retten. — Eisenbahnbauten. An der Herstellung der Broder Eisenbahn wird fleißig gearbeitet. Die Schotterzüge verkehren bereits zwischen Türkisch-Brod und Dervent. Die Eisenbahnbrücke über die Save nach Bosnisch-Brod soll bis 10. Dezember fertig fein. Zum Straßenbau werden ausschließlich unsere Genietruppeu verwendet. Lokal- und PromnMl-Angelegenheiten. Landtagsschlnsr. Der neugewählte Kramer Landtag hat gestern unter den Fittigen einer verfassungstreuen Landtagsmajorität seine erste Session abgeschlossen. In der gestrigen 14. Sitzung hatten die Vertreter des Landes Krain noch 22 Vorlagen zu erledigen, die Abgeordneten wurden ihrer Unfgabe gerecht, keine einzige der Vorlagen blieb unerledigt. ,luf der gestrigen Tagesordnung standen folgende Berathungspuukte: Wahl der Lan-desausschußimtglieder; Festsetzung einer Landes-umlage vom Bier- und Branntweinverschleiße in Krain pro 1879: Antrag auf Erwirkung eines Gesetzes zur Verhütung vou Viehseuchen; Antrag wegen Herstellung von Zufahrtsstraßen zu den Bahnhöfen; Antrag, betreffend die Herstellung mehrerer Straßenzüge; Antrag wegen Einführung einer einfachen, minder kostspieligen und gleichförmigen Amtierung bei der Administration und Gebarung des Landesausschusses und seiner Hilfsämter; Antrag auf Constituieruug der Hauptgemeinden ; Antrag auf Überreichung einer neuerlichen Petition wegen Baues der Unterkrainer Bahn; Antrag wegen Steuerabschreibungen in den Bezirken Gottschee, Großlaschiz und Reifniz; Antrag auf Ablehnung der Petition wegen Abtrennung von Gemeinden; Antrag auf Erlassung bessernder Maßregeln im Straßenwesen Krains; Verisieation der Wahl des Abg. Schannik; Antrag auf Überreichung einer Petition wegen Belastung des Kraiuburger Gymnasiums; Genehmigung des Gebarungsresultates des Landesfondes pro 1877; Beschluß wegen Umlegung der Straße über den Auersperger Berg und Bestreitung der diesfälligen Kosten; Antrag auf Zustandekommen eines Gesetzes wegen Hntweidenvertheilnng und Regelung der Miteigenthumsverhältnisse; Antrag wegen Einrechnung des Drittelzuschlages in den Wahleensus; Anträge, betreffend die Petitionen um Subvention der Fabriksschule in Gottschee, um Lehrer-Gehalts-anfbesserung in Gurkfeld und um Bewilligung zur Einhebung einer 32perzentigen Gemeinde-Umlage in Zirkniz, schließlich Antrag wegen Umlegung der Möttlinger Straße. Nach Abwicklung dieser voluminösen Tagesordnung schließt der Landeshauptmann die heurige Session mit einer längeren Rede, deren Inhalt, kurz zusammengefaßt, lautet wie folgt: Der hohe Landtag arbeitete Heuer mit angestrengter Thätigkeit, überdies waren die sieben Ausschüsse des Hauses mit der Berathnng und Bearbeitung von 97 Borlagen und 70 Einläufen beschäftigt. Der Landtag hat zur Verbesserung des Volksschulwesens eingreifende Hand angelegt, es wurden den Gemeinden nach mehreren Richtungen hin Direktiven an die Hand gegeben, es wurde die Förderung der heimischen Rmdviehzucht und die Verbesserung des Straßenwesens im Auge gehalten, es wurde den Wünschen der Landeshauptstadt Laibach Rechnung getragen, es wurde eine nothwendige zweite technische Kraft beigestellt, das hohe Haus sorgte für die Familien der zum Waffendienste einberufenen landschaftlichen Beamten und Lehrer, gedachte der Waisen und wies zu Cultus- uud Unterrichtszwecken bedeutende Subventionen an. Die Mitglieder des hohen Hauses legten den redlichen Willen an den Tag, den Landeshaushalt minder kostspielig zu gestalten, es gab sich in allen Punkten ein empfänglicher Sinn kund. Dem Herrn Landespräfideuten wird für seine erfolgreiche freundliche Unterstützung der Dank des hohen Hauses ausgedrückt. Es kamen im Verlaufe der heurigen Session Szenen vor, wo es besser gewesen wäre, wenn sie weggeblieben wären, aber am Ziele fanden sich alle wieder ein. Dem Landes-ausschusse obliegen große Aufgaben, er hat den Wünschen, die an die Landesvertretung herantraten, gerecht zu werden, er hat aber auch das Landesvermögen zu schonen. Landtag und Landesausschuß streben nur ein Ziel an: das Wohl des Landes! In nationaler Beziehung wird der Laudesausschuß den Weg des Rechtes gehen. Der Kramer Landtag wünscht, daß Oesterreich der heißersehnte Friede zutheil werde. Der hohe Landtag hat den heutigen Tag durch einen hochpatriotischen Act — durch die Spende eines Betrages von 2000 fl. für die verwundeten Krieger und die hinterlasfenen Familien der gefallenen Soldaten gefeiert. Der Landeshauptmann bringt Sr. Majestät ein dreimaliges Hoch, in welche Hoch- und Slavarufe das gauze Haus eiustimmt. Abg. Freiherr v. Apfaltrern ergreift das Wort: „Im Namen aller Landtagsabgeordneten danke ich dem allverehrten Herrn Landeshaupt-> manne für seine rastlose Thätigkeit und bewunderungswürdige Ausdauer, mit welcher er die Ver- handlungen in diesem Hause in der heurigen Session geleitet, für die eminente Sach- und Gesetzkenntnis, die er bei allen Pnnkten der Tagesordnung zum Wohle des Landes Krain an den Tag gelegt hat. Möge der hochgeachtete Herr Landeshauptmann den Ausdruck des wärmsten Dankes aller Krainer freundlichst aufnehmen. (Beifall von allen Seiten des Hauses.) Der Herr Laudespräsident R. v. Kallina dankte den Mitgliedern des hohen Hauses für ihre Mühe, für ihr Streben, das Wohl des Landes Krain herbeizuführen. Das Streben beider im Hause vertretenen Parteien hat sich in einem guten Endziele geeinigt. Der Herr Landeschef betont schließlich, daß er die Hoffnung nicht aufgebe, daß die Versöhnung beider Parteien erfolgen werde zum Wohle des Landes. Möge das hohe Haus auch in Zukunft Vertrauen zur Regieruag haben! (Bravorufe.) Der Landeshauptmann schließt nun formell die heurige Landtagssession. — '(Ernennungen.) Die Herren Gerichts-auseultanten Josef Sen ca r und Adolf P f eff e rer wurden zu Bezirksgerichtsadjuncten, elfterer für Gottschee, letzterer für Möttling ernannt. — (Vierte Schwurgerichtssession.) Beim Laibacher Landesgerichte wurden die Herren: L. G. Pr. Anton Gertscher als Vorsitzender, O. L. G. R. Johann Kapretz und L. G. R. Raimund v. Zhnoer als dessen Stellvertreter; beim Kreisgerichte Rn-dolsswerth der Kr. G. Pr. Vincenz Jeuuiker als Vorsitzender und der L. G. R. Andreas VojSka als dessen Stellvertreter berufen. — (Die lange eiserne Kette), welche während der Sitzungen des Landtages den Fahrweg zum Jakobsplatze absperrt, hätte vorgestern bald ein großes Unglück angerichtet. Um 7 Uhr abends, spät nach Schluß der Sitzung, war diese Kette noch gespannt, ein Fiaker sprengte des Weges einher, nahm die noch hängende Kette nicht wahr, das Pferd fiel über die Kette, sprang sofort hoch auf und schlug rasenden Galopp ein. Durch den Anprall riß die starke Kette ab, und Pferd m'd Kutscher entgingen nnr durch Zufall der beiden drohenden Lebensgefahr. — (Selbstmord.) Gestern wurde im Hause Nr. 39 in der Bahnhofstraße der 53 Jahre alte, nach Tolmein zuständige Arbeiter Barthl Gollio er-hengt aufgcfunden. Derselbe soll dem Vernehmen nach die Absicht, sich selbst zu tödten, kurz vorher laut mitgetheilt haben. — (Verpachtung.) Die städtische Kolesia-mühle wird am 25. d. M. beim hiesigen Magistrate verpachtet werden. — (Aus dem slavischen Lager.) Der Grazer „Tagespost" wird aus Triest geschrieben: „Im Morgenblatte der „Tagespost" vom 9. Juli d. I. meldete ich, daß der slavisch-politische Verein für das Küstenland hauptsächlich auf das darniederliegende Istrien sein Augenmerk richten und dort sich den Bestrebungen der Jtalianissimi entgegenstellen und zu diesem Zwecke einen Tabor veranstalten werde. Nach dem eben gefaßten Beschlüsse des besagten Vereines (Edinost) wird dieses Meeting nun am 27. d. M. zu Dolina in Istrien mit nachstehender Tagesordnung stattfinden: 1) Protest gegen die Demonstrationen der Jtalianissimi im Küstenlande. 2.) Wie könnte die geistige nnd materielle Lage der Slovenen gehoben werden? 3.) Wie wäre das Schulwesen im Küstenlande, namentlich im arg vernachlässigten Istrien auf eiue erfreulichere Stufe zu bringen? 4.) Auf welche Art könnten die vielen kahlen Höhen in Istrien, und überhaupt im Karstgebirge am schnellsten bewaldet werden? — Am Tabor werden auch die Gesangvereine der Umgebung Triests theilnehinen. Der Ausschuß ladet alle Anhänger des Slaventhnms, namentlich die Redner, zum Tabor ein, der mit einer großen Volksbelustigung geschlossen werden wird. — (Landschaftliches Theater.) Inden zuletzt abgewichenen Tagen standen Wiederholungen auf der Tagesordnung, die mittelgut besucht waren. Heute gelangt eine Novität, Rosens prächtiges Lustspiel „Der Schutzgeist", worin dem Frl. Solvey die Hauptrolle zufällt, zur ersten Aufführung. Samstag, den 19. d., wird auch auf dem Gebiete der Operette eine Novität in Szene gesetzt, betitelt „Schönröschen", für deren splendide Darstellung Herr Direktor Ludwig eifrig Sorge trägt. — (Aus den Nachbarprovinzen.) Am 15. d. um 10 Uhr vormittags ist auf der Werfte St. Rocco in Triest das Casemattschisf „Tegetthoff" im Beisein des Erzherzogs Albrecht, des Vizeadmir als v. Pöckh, des Statthalters Baron Pino, des Ver-waltnngsrathes des „ Stabilimento tecnico", sowie eines zahlreichen eleganten Publikums bestens vom Stapel gelaufen. — Der Herr Statthalter in Steiermark hat an die Bezirkshauptmannschaften einen Erlaß gerichtet, Reservistenfamilien bei der Steuereinhebung möglich zu schonen. — Im steierischen Landtage wurde der Beschluß gefaßt, das Pettauer Realgymnasium in ein reines Gymnasium, jedoch mit Bcibehalt deS Zeichenunterrichtes als obligaten Gegenstand, nmznwandelu. — Infolge des andauernden heftigen Regenwetters der letzten Tage ist nach Bericht der „Cillier Ztg." die Sann an mehreren Orten ausgetreten, und hat dadurch eine großer Theil der Späternten großen Schaden erlitten. Ebenso haben die Zuflüsse der Sann ihre Ufergebiete überschwemmt und theilweise sogar den Straßenverkehr behindert. Krainer Landtag. (l3. Sitzung.) Laibach, 15. Oktober. (Schluß.) Abg. Freiherr v. Apsaltrern erstattet namens des Finanzausschusses Bericht über die Voranschläge des Kranken-, Gebär-, Findel- und Jrrenhaussondes pro 1879 und stellt folgende Anträge: 1.) Der Voranschlag des Krankenhans-fondes für das Jahr 1879 werde uach den in der Landesausschußvorlage (Beilage 12 6) enthaltenen Ansätzen mit den zu den Rubriken VII und XIII des Erfordernisses beantragten Abänderungen, und zwar im Gesammterfordernifse mit 58,472 Gulden 61 */z kr. und in der Gesammtbedecknng mit 11,294 st. 93 kr., sonach mit einem Abgange per 47,177 fl. 68*/z kr.; die (bereits in unserem Blatte mitge-theilten) Voranschläge des Gebär Findel - nnd Jrrenhaussondes werden im Erfordernisse und in der Bedeckung sowie in den sich daraus ergebenden Abgängen nach den in der Lcmdesausschußvor-lage (Beilage 12 6) enthaltenen Ansätzen genehmigt. 2.) Der Landesausschuß werde beaustragt, dafür zu sorgen, daß die Verzinsung des dem Kran-kenhaussonde gehörigen Privatkapitals per 735 fl. im Sinne der bestehenden Landtagsbeschlüsse künftig von 5 auf 6 Perzent erhöht werde. Der Landtag gibt zu diesen Anträgen ohne Debatte seine Zustimmung. Abg. Dr. R. v. Besten eck erstattet namens des Finanzausschusses Bericht über den Voranschlag des krainischen Landessondes pro 1879. Nach vom Finanzausschüsse vollzogener Richtigstellung ergibt sich ein Gesammtersordernis von 369,940 st. 16-/z kr,, eine Gesammtbedecknng von 115,863 st. 98'/z kr. und ein Abgang von 254,076 fl. 18 kr. Der Finanzausschuß stellt folgende Anträge: 1.) Der hohe Landtag wolle diese Ergebnisse genehmigen. 2.) Zur Bedeckung des Abganges ist: k) ein 20perz. Zuschlag auf alle direkten Steuern mit Ausschluß des Kriegszuschlages; d) ein 20perzen-t'ger Zuschlag auf die Verzehrungssteuer vom Wein, Wein- und Obstmoste und vom Fleische einznheben. , 3.) Ans dem schließlichen Ueberschusse per 43,312 fl. 82 kr. wird das bereits bewilligte Kosten- erfordernis für den Jrrenhausbau theilweise zu bedecken sein. 4.) Die mit allerhöchster Entschließung vom 25. November 1858 (Ministerialverordnung vom 27. November 1858, R. G. Bl. Nr. 220) ausgesprochene Befreiung der Amtsbezüge und Ruhegenüsse der Staats- und Fondsbeamten von den Landeszuschlägen zu der Einkommensteuer hat auch auf die der Einkommensteuer unterliegenden Bezüge der Volksschullehrer Anwendung zu finden. 5.) Der Landesausschuß wird beauftragt, die allerhöchste Genehmigung der sub 2 und 4 beantragten Beschlüsse zu erwirken. Abg. Dr. Vosnjak zieht bei der Rubrik „Be-amtensbesoldnngen" eine Parallele zwischen Graz und Laibach nnd erklärt die Gebarung der abgetretenen national-klerikalen Laudtagsmajorität mit den Landesfondsgeldern als eine günstige. Abg. Defchmann beglückwünscht den Vorredner für das günstige Bild, welches derselbe über die geordnete Finanzlage des Landes Krain entworfen hat, kann jedoch diesen rosigen Anschauungen nicht beistimmeu, die Auslagen des Landessondes sind in der letzten Periode zu einer enormen Höhe angewachsen. Abg. Dr. v. Schrey bedauert, daß der Abg. Dr. Vosnjak die so überaus segensreichen Erfolge der abgetretenen Landtagsmajorität so spät zur Kenntnis des hohen Hauses bringt. Abg. v. Schrey betont eben auch, daß der Aufwand im Landeshaushalte in den abgewichenen Jahren ein bedeutender war und große Schulden gemacht wurden; er erblickt in dem Gebarungsresultate das Gegenbild zu dem vom Abg. Dr. Vosnjak präsentierten günstigen Bilde. Abg. Dr. Poklukar vertheidigt eben auch das alte Regime. Der Berichterstatter Dr. v. Vesteneck bemerkt : Der Abg. Dr. BoZnjak hätte die Kritik über die Gebarung mit den Landesfondsgeldern in der abgelaufenen Periode der jetzigen Majorität überlassen sollen. Daß die Gebarung keine günstige war, erhellt aus der Thatsache, daß die Totalgeba-rung im Empfange mit 369,000 fl. eine Administrationsauslage im Betrage von 50,000 fl. in Anspruch genommen hat. Nach Schluß der Debatte genehmigt der Landtag die vom Finanzausschüsse gestellten fünf Anträge nnd die nachfolgenden vier Resolutionen: 1.) Der Landesausschuß wird mit Bezug auf den Landtagsbeschluß vom 15. April 1861, mit welchem die den Abgeordneten gebürenden Diäten festgestellt wurden, beauftragt, die Frage der Einstellung der Diäten für jene Abgeordneten, welchen geniäß § 5 der Geschäftsordnung ein Urlaub ertheilt oder deren Abwesenheit bei den Landtagsverhandlungen eonstatiert wird, in Erwägung zu ziehen und hierüber in der nächsten Session Bericht und Antrag zn erstatten. 2.) Der Landesausschuß wird beauftragt, zum Zwecke der Erzielung der möglichsten Ersparnisse die Reorganisierung der Landesämter zu berathen, dabei einerseits die Verminderung der Zahl der Beamtenstellen, andererseits die volle Ausnützung der Arbeitskraft der Landesbeamten bei gleichzeitiger Ausgleichung und entsprechender Feststellung der Höhe der Beamtengehalte ins Auge zu fassen und dem Landtage in der nächsten Session diesbezüglich detaillierte Vorschläge zu erstatten. 3.) a) Der Landesausschuß wird ermächtigt, im Falle die Besetzung des Postens eines technischen Hilfsbeamten im Jahre 1879 nicht durchführbar wäre, aus dem für den letzteren präliminierten Betrage per 1000 fl. das Dinrnum eines stabilen Dinrnisten beim Landesbauamte mit 1 fl. 50 kr. täglich zu bestreiten; b) der Landesausschuß wird beauftragt, bei Gewährung von Remunerationen und Aushilfen unter genauer Beobachtung der diesfalls bestehenden Normen vorzugehen und auf die thnn-lichste Verminderung dieser Ausgabspost hinzuwirken. 4.) Der Landesausschuß wird ermächtigt, im Verwaltungsjahre 1879 innerhalb des Kredits von 25,000 fl. für solche Straßenbauten und Objekte, deren baldige Ausführung geboten ist, gegen nachträgliche Rechtfertigung beim hohen Landtage und unter entsprechender Berücksichtigung der Verkehrsverhältnisse im Lande Subventionen an einzelne Straßenausschüsse in einem 1000 fl. übersteigenden Betrage zu gewähren. Der Abg. Freiherr v. Apsaltrern stellt vor Schluß der Sitzung den Antrag: Der Landesausschuß sei zu beauftragen, den Inhalt der demselben zugekommenen Instruction für die Steuer-exeentoren zu prüfen und bei der Regierung die Ausscheidung der allenfalls zu harten Bestimmungen aus derselben anzusuchen. Der Herr Landespräsident betont: Der Regierung sei bei Einführung des Institutes der Steuerexecutoren jede Härte gegen die Steuerträger ferne gelegen. Der Herr Laudeschef bemerkt, daß dieses Institut nicht nur in Krain, sondern in sämmtlichen Provinzen Oesterreichs eingeführt wurde und eine Besorgnis wegen allzufühlbarer Bedrückung der Steuerträger nicht gegründet sei. Der Antrag Apsaltrern wird vom hohen Hause angenommen, und erfolgt nach achtstündiger Berathnng der Schluß der heutigen Sitzung. Witterung. Laibach, 17. Oktober. Morgens dichter Nebel, dann theilweise heiter, Sonnenschein, windstill. Wärme: morgens 7 Uhr -s- 80°, nachmittags 2 Uhr 4-13-4° 0. (1877 -f- 9 0°; 1876 -f- 17-2° 0.) Barometer im Fallen, 737 36 mio. Das gestrige Tagesmittel der Wärme -f- 106«, um 11° unter dem Normale. Angekommene Fremde am 16. Oktober. Hotel Stadt Wien. Saxinger, Linz. — Globoknik, Ge-werksbesitzer, Eisnern. — Dr. Stavvl, Prag. — Majer, Kohn, Rüger, Kflte., und Fried, Fabrikant, Wien. Hotel Elefant. Presern Amalia, Krainburg. — Presern Katharina, Agram. — Deisinger Antonia und Gerbetz Berta, Lack. — Jaschke, Kfm, Trisail. Majer, Kfm., Graz. — Spatz, Kfm., Mainz. — Dr. Bendorf, Professor an der Universität, Wien. — Graf Attems, k. k. Kämmerer, Lustthal. — Theodora Baronin Jovanovik, Spalato. Hotel Europa. Clement, Kaufmannsgattin, Budapest. — Baron v. Pilat, Generalkonsul, Venedig. — Posch Maria und Holzl Konstantine, Graz. Lebensmittel-Preise in Laibach am 16. Oktober. Weizen 6 fl. 83 kr., Korn 4 fl. 70 kr., Gerste 4 fl. 23 kr., Hafer 2 fl. 60 kr., Buchweizen 4 fl. 40 kr., Hirse 4 fl. 40 kr., Kukurutz 5 fl. 60 kr. per Hektoliter; Erdäpfel 2 fl. 86 kr. per 100 Kilogramm; Fisolen 8 fl. — kr. per Hektoliter; Rindschmalz 90 kr., Schweinfett 80 kr., Speck frischer 64 kr., geselchter 75 kr., Butter 80 kr. per Kilogramm; Eier 2'/, kr. per Stuck; Milch 7 kr. per Liter; Rindfleisch 54 kr., Kalbfleisch 58 kr., Schweinfleisch 64 kr. Schöpsenfleisch 30 kr. per Kilogramm; Hen 1 fl. 78 kr., Stroh 1 fl. 42 kr. per 100 Kilogramm; hartes Holz 6 fl. 50 kr., weiches Holz 4 fl. 50 kr. per vier C.-Meter; Wein, rother 24 fl., weißer 20 fl. per 100 Liter. Gedenktafel über die am 21. Oktober 1878 stattfindenden Licitationen. 3. Feilb., Marn'sche Real., Verh, BG. Nassenfnß — 3.Feilb KoroM'sche Real, Lepence, BG. Radmannsdorf. — 8. Feilb., Novak'sche Real., Laibach, LG. Laibach. — 2. Feilb., Barnik'sche Real., Dernovo, BG. Gurkfeld. — 2. Feilb., Zakrajsek'fche Real., Mitterarto, BG. Gurkfeld. Leuz'sche Real., Laibach, LG. Laibach. -1. Feilb., Cervan'sche Real., Weißkirchen, BG. Rudolfswerth. — 1. Feilb., Hren'sche Real., Leiten, BG. Teisenberg. Theater. Heute (gerader Tag): Zum ersten male: Ein Schutzgeist. Lustspiel in 3 Acten von I. Rosen. Telegramme. Wien, 16. Oktober. Die „Wiener Abendpost" veröffentlicht die Antwort Andrassy's vom 14. d. M. auf die türkische Depesche vom 8. Oktober. Die Antwort, entrüstet die unwahren Anklagen zurückweisend, findet es auffällig, daß die Pforte sich nicht früher an die kaiserliche Regierung um Aufklärung wandte, constatiert, daß kein Fall von Plünderung vorkam, vergleicht die huniane österreichische Occupation mit der grausamen Kriegführung Omar Paschas in den Jahren 1851 und 1852, und das humane Verhalten unserer Truppen mit der Niedermetzluug und Verstümmelung unserer Soldaten. Die kaiserliche Armee hielt es für Ehrensache, trotz der hinterlistigen Uebersälle ihre Mission im Geiste ihres europäischen Mandates auszuführen. Rom, 16. Oktober. Cairoli hielt in Pavia vor seinen Wählern eine Rede, worin er die innere und äußere Politik darlegte und erklärte, Italien stehe mit allen Mächten in herzlicher Freundschaft und wird an der festen, würdigen, ;eder gewagten Velleität fremden Politik festhalten. London, 16.Oktober. „DailyNews" melden: Der Vizekönig von Indien bestehe darauf, daß Schir Ali nach Peschawer komme; eine einfache Abbitte sei ungenügend. „Jur 8cknalke!" Ich erlaube mir höflichst anzuzeigen, daß ich das wohlbekannte Gasthaus Laibaik, 8>kekkenburggasse, gegenüber äer k. k. Post, übernommen habe. Ich empfehle diese auch zu geselligen Bercinsabenden geeigneten Lokalitäten einem recht zahlreichen Besuche und gebe die Versicherung ab, für gute Küche und gute Getränke — bestes Kosler Bier — und prompte Bedienung eifrigst Sorge zu tragen. (477) 2—1 Ergebenster Vorläufige Innige. kll. die unübertroffene Hcrkulcfin, trifft in nächster Zeit hier ein und wird knrze Zeit in ihrer eigens erbauten transportablen Schaubude Vorstellungen geben. Alles nähere die Anschlagzettel. (473) Achtungsvoll äec Ge^llst^ükrer. Philharmonische Gesellschaft. Die Plenarversammlung findet Sonntag deu 3. November d. I., 10 Uhr vorm., in den Vereinslokalitäten: Herrengasse, Mrstenhos, 2. Stock, statt. Tagesordnung: 1.) Bericht des Gesellschaftsdirektors über das abgelaufene Vereiusjahr. 2.) Revisionsbericht über die Vereinsrechnung pro 1876/77. 3.) Vorlage der Vereinsrechnung pro 1877/78. 4.) Antrag auf Genehmigung einer Gehaltserhöhung. 5.) Präliminare für das Vereinsjahr 1878/79. 6.) Wahl des Gesellschaftsdirektors und der Directions-Mitglieder. 7.) Allfällige, gcmätz § 24 der Statuten auzumeldende Anträge der Mitglieder. Laibach den 15. Oktober 1878. (472) 3-1 Die Direktion. ttaulö Kouveaulk lik ?3k-i8 lik !'5x-p08i1ivn UN>V6I-86Ü6 >878. Laibacker TomptoirLakenöer pro 1879 mit Notizen, elegant ausge stattet, auf Pappe gespannt nur 25 kr. Jg. v. Kleinmaijr L Feä. Kambsrg» Buchhandlung, Laibach, Congreßplatz Nr. 2. Die Crinoline, welche schon vor Jahrzehnten epochemachend in der Welt ausgetreten ist und sich durch eine Reihe von Jahren siegreich behauptete, taucht abermals mit erneuerter Kraft, praktischer als s? zuvor, am Sternhimmel der Mode auf und bald wieder wird überall die Parole sein: die Crinoline, da die Vor-theile derselben von der Damenwelt anerkannt sind. Um meinen P. T. Kunden zu beweisen, daß ich stets bemüht bin, nur das Neueste zu bringen, habe ich von Paris, wo die Crinoline schon ganz ou vOZ-uo, selbe kommen lassen nnd nun in verschiedenen Variationen auf Lager. Die neue Crinoline, der jetzigen Mode vollkommen an-passend, besteht aus einem mit fünf Stahlreifen versehenen Nacktheit und ist derart beschaffen, daß cs jeder Dame möglich ist, dieselbe nach Belieben weiter oder enger her-zustellen. (475) Ä. I. FMer, - Wm - UMlMINIlt, Laibach, Preschernplatz. Lieferscheine aus Fünftel 1839er Lose per -ll 5. Dezember d. I. L ö. W. ^1. Lieferscheine auf effectiv fl. 10,000 Silber H Pr. 1. Monat „momentan" ü, ö. W. ^1. Lose der großen Staatslotterie (Haupttreffer LI tt ö. W. 80,000) L jl. ^ kiMk riuck, Mm,A'l'?"' _____________________________ (468) 3-2 Herren-Wäsche, eigenes Erzeugnis, solideste Arbeit, bester Stoff und zu möglichst billigem Preise empfiehlt k. .Z. Hamann, Hauptplah Ur. 17. Auch wird Wäsche genau nach Maß und Wunsch an-gefertigt und nur beschaffende Hemden verabfolgt. (23) 82 Priiyessen-Wasser, echt, per Flacon 84 kr., stets frisch vorhanden bei Larl Larinxer. (266)21 Drei tüchtige »chuhMchergelMn für Herrenarbcit, die gute, verdeckt genähte Böden machen können, als auch einer für genagelte Knabenarbeit, finden dauernde Beschäftigung nebst guten Lohn bei H- Triest, Corso. WS" Reisespesen werden vergütet. (476) 2-1 Zutkkails. Ich bin mit dem Ankaufe eines schönen landtäflichen Gutes in schöner Lage beauftragt. Offerte ersuche ich franco nach Wien, I., Nibelungengasse Nr. 8. 6. Lck Itisusmg, (460) 3—3 Güterdirektor uud Wirthfchaftsrath. 7 . (469) 3 -2 Für de» Fall als Wie» Sic in zu besorgen hätten, LL?" fei.es was von immer brauchen würden, wollen Sie gütigst zur Kenntnis nehmen: KM Nct. M, besorgt den Kauf wie Verkauf von Waren aller Art, ~ und Rommis'slonen aller Art!!! (Einfache Kommissionen, deren Ausführung nicht mehr als einc halbe Stunde Zeit beansprucht, 50 kr., für sehr häufige Kommissionen billiges Monatspanschale). Rasche—c,e wissen hafte — billige nnd verschwiegene Ausführung. Für meine P. T. Comittenten: elegante Brieftaschen mit Kalender dl'gnä 1878 uud Karten von Bosnien " Wiener Börse vom 16. Oktober. Allgemein« 8taat,- Papierrente........... Silberrente........... Goldrente............. Staatslose, 1839. . . 1854... „ 1860. . . 1860(5tel) 1864. . LruaäeatkaftuagA- Gbkigativnea. Galizien.............. Siebenbürgen . . . Temeser Banat . . . Ungarn................ Anäeee üffentkicke Aakekea. Donau-Regul.-Lose Ung. Prämienanlehen Wiener Anlehen . . Aetien v. Lanken. Kreditanstalt f.H.u.G EScomPte-Ges.,n.ö. Nationalbank. . . . Aetien v. Teaarport Anternekmange». «lföld-Bahn.......... Donau - Dampfschiff. Elisabeth-Westbahu . Ferdinands-Nordb. . Franz-Äoseph-Bahn. Galiz. Karl-Ludwigb. Lembera - Czernowitz -Lloyd-Äesellschaft . . Geld Ware 60-65 6245 70 70 330-— 106 25 11075 121-25 139-50 60 75 62'55 70 80 332 — 106 75 111 — 121-75 139 75 82 50 73— 74 75 78 50 83— 73 50 75 50 79 — 104 90 77 50 88 75 105 30 77-75 89 — 220 50 220 75 784-— 786 - 116— 494 -157 25 1995 128 — 226 25 125 50 558 — 116 50 495 — 157 75 2000 128 50 226 50 126 — 559 — Nordwestbahn ... Rudolfs-Bahn . . . Staatsbahn .... Südbahn............. Ung. Nordostbahn . Psanäbriefe. Bodenkreditanstalt in Gold........... in österr. Währ. . Nationalbank.... Ungar. Bodenkredit- Prioritatz-Obkig. Elisabethbahn, l.Em. Ferd.-Nordb. i. Silber ^ranz-Ioseph-Bahn. -aliz.K-Ludwigb,l.E. Oest. Nordwest-Bahn Siebenbürger Bahn Staatsbahn, 1. Em. Südbahn L 3 Perz. » ^ 5 „ . Privatkose. Kreditlose.......... Rudolfsstiftung. . . Devisen. London Hekäsorten. Dukaten............ 20 Francs .... 100 d. Reichsmark Silber............. Geld 108-50 116 50 250 75 66 25 11275 108 25 92 50 97 20 92 75 92— 103 — 85 — 100 — 85 75 64 20 158 50 110 60 94 — 160 25 14-. 118 05 5 62 9 46 58 45 100- Ware 109 — 117— 251-25 66 75 113 »5 108 50 93 — 97 40 93— 92 50 103 50 85-25 100 50 86 — 64 50 159'— 111— 94-25 160 50 1450 :181V 5 64^ 9-47 58 55 100 — Telegrafischer Kursbericht am 17. Oktober. Papier-Rente 60 80. — Silber-Rente 62 60. — Gold» Rente 71 35. — 1860er StaatS-Anlehen 111°—. — Bankaktien 782. — Kreditaetien 222 75. — London 11810. — Silber 100—. — K. k. Münzdukaten 5 62°/,,. — 20-Francs-Stücke S 46. —100 Reichsmark 58 40. Dr»ck »,« Jg. V. Kleinmatzr L'F e d. Bamberg. Verleger: Lttomar Bamberg. Für die Redaction verantwortlich: Franz Müller.