fV)iffiina pfiSMa v goiov&ri. 78. Jalffgang Erscheint wöchentlich sechsmal (mit Ausrahme der l'ciertage). Schrift-leitong, VerwtHmg tmd BueMrndttrei Tel 25-67, 25-68 und 25-69. Maribor, KopahiHia iiUea 0. Mmutkripto werden nicht retoumlert. Anfragen Rftckittfto beilegen. Nr. 9S Dfensfacf, den 1958 inserateo« und Abonnemcnls-.Miuahnic m Ahuiuor, Kui»aliika uiica ü CVerwaltuBg). Bezugspreise; Abholen monallich 23 Diu, zustellen 24 Dln, dnrch die Post monatlich 23 Din, für das Aiislnnd monatlich 35 Din. Einzelnummer 1.50 und 2 Din. Preis Din 1*50 Prag bleibt ruljig DIE PRÄGER KOMMENTARE DREHEN SICH AUSSCHLIESSLICH UM H£N-LEWS FORDERUNGEN — MAN ERWARTETE NOCH RADIKALERE FORDERUNGEN Slitf in Mt2BrmDfrtf4Hift Von Johannes Butclimann (BerUn). Die Statistischen Monatsberichte des Völicerbundes berechnen fortlaufend einen allgemeinen Index der industriellen Produktion für die einzelnen Länder. Er setzt den Stand von 1920, also des letxten Jahres der Hochkonjunktur vor der Krise, gleich 100. Wenn man von dieser Basis aus die Entwicklung verfolgt, zeigt sich zunächst, daß der Krisenabstieg Überall im Jahre 1932 seinen Tiefpunkt erreichte. Nur in der Tschechoslowakei geht es 1933 noch um ein paar Schritte abwärts. Dann beginnt der Wiederaufstieg, der aber verschiedenes Ausmaß und verschiedenes Tempo annimmt. Unter Zugrundelegung der Jahresmittel ergibt sich folgendes Bild: Von den Industriestaaten mit wenig Landwirtschaft hat Belgien den Stand von 1929 noch lange nicht erreicht. Es steht erst bei 87,2, während das in der wirtschaftlichen Struktur ihm vergleichbare Großbritannien mit einem Index von 124,0 im Jahresmittel 1927 weit über 1929 hinausgelangt ist. Unter den Industriestaaten mit bedeutender Landwirtschaft sind zurückgeblieben Frankreich (sehr crhebiich, denn sein Industrieindex steht im Jahresdurchschnitt 1937 erst bei 82,8), Holland, Tschechoslowakei, Kanada und die Vereinigten Staaten von Amerika, die zwar ein I937cr Jahresmittel von 02,2 aufweisen, die aber Ende 1937 von diesem verhällnismdßiR nicht ungünstigen Stande wieder auf 70,6 zurUckgeglitten sind. Die industrielle Produktion von USA war Ende 1937 um 30.5% geringer als im Der.ombcr 1936 und wir wl- '' 'R sich .seitdem nicht viel geändert hat. Es besteht die Tatsache, daß die Indu^trietfltig-kcit In diesem größten Industrlelande der Erde heute weit unter der Grenze seiner Produktionskapazität bleibt, und das trotz der forcierten Anstrengunßen Roosevelts zur Ankurbelung der amerikanischen Wirtschaft. Deutschlands Industrieindex stand im Jahresmittel 1937 auf 117,2 und Ende 1937 auf 120,0. Seitdem Ist eine weitere Verbesserung erzielt. Abgesehen von dem 1937 ja noch gesondert ausgewiesenen Österreich, das 106,0 meldete, ist Deutschland das einzige Industrieland mit bedeutender Landwirtschaft, das überhaupt über den Stand des Hochkonjunkturjahres 1929 hinausgelangt ist, und zwar recht beträchtlich. In den Agrarstaaten mit bedeutender Industrie ist das allgemeine Konjunkturbild etwas besser. Dänemark erklomm einen Indexstand von 134,0, Norwegen von 127,6, Schweden von 149,0 imd Japan, allerdings stark beeinflußt durch dl(; großen RüstunnsanfträRc des Staates, sogar von 160,3. Abgesehen von Polen, das ja unter einer ausgesprocheneh Agrarkrise leidet, schneiden auch die Agrarstaaten mit wenig Industrie Rut ab. So Ungarn mit einem Index von 138,1, Finnland mit 149,2, Chile mit 131,3. Chile hat namentlich durch den allgemeinen industriellen Aufschwung in der übrigen Well und nicht zuletzt durch die lebhafte Tätigkeit der Rüstungsindustrien Vorteile gehabt. Es konnte /. H. seine Kupler}:;ev innuti/; von 10.'^6 ;uif 1037 iiin 63,7% steigern. überhaupt kommt der Vermehrung der Prag, 25. April. In poUtiachen Kreisen wird heute die gestrige, auf dem Kon greß iler Sodetendeistschen Partei In Karlsbad gehaltene Rede (siehe Seite 3) Konrad H e n I e i n s als ausschileBli-chir Dlskusslonagegenstand lebhaft kommentiert. In Regierungskreisen ist man mit der Rede Konrad Henleins zufrieden, da man noch radikalere Forderungen erwartet hatte. In diesen Kreisen wird bemerkt, daß sich die Kongreßredner am ersten Tage in ungemein scharfen Ausfäl len gegen die Regierung ergingen, welcher der Vorwurf gemacht wurde, in all diesen Jahren für die deutschen Forderun gen taub gewesen zu sein und erst jetzt die Notwendigkeit einer Verständigung erkannt zu haben. In Regierungskreisen werden demgegenüber die Forderungen Henleins als ziemlich gemäßigt betrachtet. Das Wichtigste der Karlsbader Ta-gtmg sei jetzt, daß nicht der Abbruch jeglicher Verhandlungen mit Prag be-aclilossen wurde. Man nhnmt hier an, daß Henlein von gewisser Seite einen Wink erhalten habe, er möge jetzt — In der Zeit anderweitiger Spannungen — den Bogen nicht weiter spannen, wobei ihm jedoch rasche und entscheidende Hilfe zugesagt wurde für den Fall, daß die Verhandlungen mit Prag zu keinem Ergebnis führen sollten oder aber für den Fall, daß die Prager Regierung den Versuch unternehmen würde, die einmal zustandegekommene Einigung zu verletzen. Präsidenten darzulegen, daß es sich um eine Hetze gegen Deutschland handle, welches das Heliumgas nur für den Passagier- und Postflugverkehr hcniitige. Frecher juwelenraub in Paris. Paris, 25. April. Ein besonders dreister Einbruch wurde nni Samstag abend von einer Pariser P>ancle mit einem gestohlenen Kraitwagen verübt. In einer sehr belebten Strnße fuhren i^ie vSunday Expreß« meldet, sind der Sowjetunion 800 Verhaftungen von Personen durchgeführt worden, weil sie die Sendungen des geheimen Anti-Stalin-Senders abgehört haben. Nach einer Verfügung Jeschows, des Chefs der GPU, wird jedermann, der den Anti-Stalin-Sender abhört, für zehn Jahre nach Sibirien deportiert werden. Der Geheimsender hat am Freitag abend dio Nachricht durchgegeben, daß Stalin iip. Lubianka-Gefängnis den General Dyben-ko habe erschießen lassen. Dybenko war früher Kommandierender der Leningracer Garnison gewesen. Grof^cs Schadenfeuer tn Beo^rad. B e o g r a d, 25. April. In dem ju-welierladen Milan P o I d r u g a c im Zentrum der Stadt ist ein Schadenleticr ausgebrochen, durch welches ein Teil des Ladens schwer beschädigt wurde. Trotz raschen Eingreifens der Feuerwehr wurden Juwelen im Werte von 200.000 Dinar vernichtet bezw. unliraiichlir.i macht. t-TC- 3örie Zürich, 25. April. D e v j s v n. Bengrad 10, Paris I.'l-K), London lM.69:iO, Newyork 434.875, Brüssel 73.40, Mailand 22.00, Amsterdam 242.10, Berlin 175.00, Wien 52. Pra^ 1o.l5. Warschau S2,00, Bukarest 3.25. 'i>Qe QQDetter Wettervorhersage fi'r Dienstag; Vorwiegend trüh, zeilwen^e schläge, kühl. Dr. Eckener reist nach den Vereinigten | Staaten. Berlin, 25. April. Dr. Eckener reist im Laufe dieser Woche nacli New- ■ york, um die Frage der Sicherstellung der Heliumslieferungen für die deutschen Zeppeline sicherzustellen. Bekanntlich j wurde vön amerikanischen amtlichen Stellen erklärt, daß die Helium-Ausfuhr j nach Deutschland nicht bewilligt werden • würde, da das H e 1 i u m - G a s auch für Kriegszwecke benützt werden könnte.' Dies ist jedoch nach neuesten Meldungen j keine letzte Entscheidung, da dieselbe bei j Präsident Roosevelt liegt. Dr. Eckencr ROQUETAS TORTOÄ BENIFALLET CHFÄT nt ÖCOLL Si.BARBA lACAVA PO?TA üilDBCON/S SAN JOW VINAR02 BCNICARLO Amtlicherseits werden die Gerüi'hte Über die Verlegung der Regieruni:.: von wird nach Washington reisen, imi dem Der Kampf um To»'tosa militärischen Rüstungen in vielen Staaten der Welt im allgemeinen Konjunkturbilde eine erheblichc Bedeutung zu. Nach dem militärischen Jahrbuch des Vf^kerbundes stiegen die Rüstungsausgaben sämtlicher Staaten der Erde — geschät?! in folgender Welse: 1013 1932 1933 1934 1935 1936 1937 in Milliarden Oolddollars alter Parit^tt 2,5 4.3 4,5 5,1 5,6 5,S 7.1 Die Zahlen sind notwendigerweise ungenau. Sie schließen auch nicht die Ausgaben l'ür mittelbar militärische Anlagen ein. Aber ungefähr wird es stinnnen, daP» sich die Rüstungsausgaben der Welt seit 1913 verdreifacht haben. Daß der breite Strom der .Aufträge für die Industrie, der sieh in Ihnen ausdrückt, konjunkturbelebend wirken mußte, ist klar. Dabei nuiß man berücksichtigen, daß Heeresaus-gaben heute im Zeitalter der Motorisierung und Mechanisierung der Kriegführung sich noch ganz anders als früher in industrieller Beschäftigung niederschlagen. Übrigens entfällt der Großteil der Stelgerung der Rüstungsausgaben auf Europa. Von 1932 auf 1937 erhöhten die europäischen Länder die ihrigen um Mfl%, die außereuropäischen um All diese Angaben spiegeln zunächst nur iimere wirtschaftliche Entwicklungen der einzelnen Länder. Welchen (iewinn hatte der internationale Warenaustausch, der Welthandel, vnn der zum Teil Ja recht erheblichen Steigerung industriellen Produktion? Er stieg \on 1931 auf UOö wertmäßig um 2'"- und von auf 1936 um 7 bis 8*^-. Dann aber ein plötzliches, steiles Ansteigen, von 1936 auf 1937 erhöhte sich der Wert des Ocsamtanßenh.'indels (Einfuhr nn! Ausfuhr zusammengenoiumcn) von 76 Ländern, berechnet in GoUldollars alter Parität, um 23.5^'^. l'nd wenn dabei aucli zu berücksichtigen ist, daß die Warcn- 193.1 kani denn Hvraniwin ZldlBDgii nmBBr w« 2 Dienstag, den 2C. April 1938. oniniff r&rfud^ Im ^udlanö BAUTENMINISTER STOftOVlC IN ITALIEN — ACKERBAUMINISTER ING. STANKOVIC IN BERLIN EINGETROFFEN — FEIERLICHER EMPFANG DER JUGOSLAWISCHEN MARINE ABORDNUNG IN ROM pfme 1937 nm 9 bis 10% höher waren als 1936, so bleibt doch auch mengen« mäßig eine Steigerung um etwa 13^% festzustellen. Allerdings ist auch damit der Stand von 1929 noch nicht errreicht. Unter Berücksichtigung der in Verhältnis zu damals eingetreicnen Preisveraii-derungen wird er nngefäbr iiilfner nodi 2.-5% tffiler dem damaligen Niveau Hegen. Diese an sich nicht erhebliche Differenz wird allerdings schwerwiegender dadurch, daß man trotz der Oberschreitung des industriellen Prodoktionsstandes von 1929, die sich, wie wir oben an Hand der Indexziffern zeigten, in einer ganzen Reibe von Ländern Inzwischen ergd)en hat, im Welthandel nicht weiter kam. Man wird daraus schließen dOrfen, daß sirt die wirtschaftliche Struktur der Welt eben tatsächlich in den letzten beiden Jahrzehnten wandelte. Die alte liberali-stische Auffassung von der natürlichen Arbeitsteihing der Länder, auf der ja hn Grunde das, was wir frflher Weltwirtschaft nannten, beruhte, fhidet hi den heutigen Verhältnissen keine Stütze mehr. Ausgesprochene Agrarländer von einst habm sich in zunehmendem Maße indu-striansiert und dadurch bis zu einem gewissen Grade von der Versorgung ans den großen Industrie-Exportländern un-atfiängig gemacht, und auf der anderen Sefte bemühen sich diese Industrieländer zur Sicherung ihrer wirtschaftlichen und politischen ^ndlungsfreiheit die lange Zeit vernachlässigte landwhtschaftliche Pfodfliction werter zu steigern und auf jeiden Fall ihr Lebensrecht und ihre wlrt-schaftlicire Lebensfähigkeit fest zu be-K»1inden. Die alte Weltwirtschaft als der große anonyme Austauschmarkt ist tot. Was heute neue Entwicklungsmöglichkeiten für den zwischenstaatlichen Warenaustausch ßibt, ist das feinfühlige Abstimmen von Produktion und Handel zwischen Staat und Staat auf die jeweiligen besonderen Bedürfnisse. Sie Oftrrfefertaoe Oer fOnig-Emilie Cetinje, 25. April. S. M. König Peter II., I. M. Königin Maria und die königlichen Prinzen Tomislav und Andreas wohnten gestern dem Ostergottesdienst im Kloster Praskvica bei. Ihre königlichen Majestäten und die königlichen Prinzen erwartete vor dem Kloster zwecks Begrüßung der Banus des Zeta-Banats Peter I v a n i s e v i c. 7)ifumstoang far fiDrrrdd^ auffleOoben Eine amtliche Mitteilung des deutschen Gesandten in Beograd. B e 0 g r a d, 25. April. (Avala.) Die deutsche Gesandtschaft ersucht um die Veröffentlichung folgender Mitteilung: Die Einreisesichtvermcrkpflicht, die bis her im Verkehr zwischen Jugoslawien u. Österreich sowie für Reisen durch Österreich bestanden hatte, ist infolge des Anschlusses Deutschösterreichs an Deutschland erloschen. (Zu dieser Nachricht wäre zu bemerken, daß die diesbezüglichen Durchfüh-ningsbestiinmung noch nicht erschienen «'nd.) 2)06 ;Ea-Xa-^auf()aud in 3u80flatvf(n en&giltig ber&oten B c o g r a d, 25. April. »T rgovskc N o V i n e« berichten in der Osternum-iner, daß der Staatsrat den lintscheid, mit welchem der Ta-Ta-Kaufhaus-A. G. der Betrieb bewilligt wurde, annulliert hat. Das Kaufhausunternehmen, welches .'luf der bekannten Basis der Woolworth, Wertheini, Tictz, KDW und ähniicher Uriternehmungen aufgebaut war, muß nun seine Tore sofort schließen. Polnisches Lob für Jugoslawien. Aus Warschau wird gemeldet: im »Expreß P o r a n n y'< veröffentlicht der polnische Verkehrsminister IJI r y c h einen begeisterten Aufsatz über seine Jugoslawienreise und dankt herzlich für den Empfang. Er lobt besonders die landschaftlichen Schönheiten Jugoslawiens. Nach seiner Feststellung hat lugoslawien alle Voraussetzungen zu einem glücklichen wirtschaftlichen Aufschwung. Sein Aufenthalt in Jugoslawien Habe der herzlichen Ereitndschnft zwischen den beiden Staaten gedient. Beograd,25. AprU. (Avala.) Bautenminister Dobrivojc S t 0 S o v i c ist mit seinem Gehilfen Stanislaus J o s i-p o V i £ und zwei hohen Beamten des Ministeriums nach Italien, in die Schweiz und nach Deutschland abgereist, um sich dort mit den neuzeitlichsten Errungenschaften auf dem Gebiete des Straßenbaues vertraut zu machen. Diese Reise steht im Zusammenhange mit den angekündigten großen öffentlichen Arbeiten sowie Straßenbauten. Der Minister wird zehn Tage im Ausland verbringen. B e r 1 i n, 25. Apri|. Der jugoslawische Ackerbauminister Ing. Stankovid ist in Berlin eingetroffen. Rom, 25. April. Gestern um 7.30 Uhr T i r a n a, 25. April. (Av^la.) Ganz Albanien bereitet sich fieberhaft darauf vor, die Hochzeit KönigZogus mit der ungarischen Gräfin Geraldie A p p o-n y i so würdig wie mögüch zu feiern. Tirana steht bereits im Zeichen der festlichen Tage. Die Hauptstadt ist mit Flaggen reich geschmückt. In den Hauptstraßen stehen große Schwibbogen. Aus allen Ländern strömen Journalisten und Photoreporter zusammen. Die Feier wurde heute vormittags durch eine Ansprache des Bürgermeisters von Tirana am Skanderbeg-Platz eingeleitet. Der Ansprache folgten Volkstänze und das Singen nationaler Lieder. Nach den Feierlich keiten auf dem genannten Platz fand ein großer Umzug der Bevölkerung durch die Stadt statt. Heute nachmittags wird die neue Straße Tirana—Durazzo feierlich eröffnet werden. Abends findet ein feierlicher Empfang am königlichen Hofe statt. Tirana wird heute abends festlich illuminiert sein. Morgen findet die feierliche Trauung von 14 jungen albanischen Hochzeitspaaren vor dem Rathaus statt. Diese Paare stammen aus allen Gauen des Landes. Am gleichen Tage findet die Einweihung des neuen Flugplatzes in Tirana statt. Die Regierung gibt abends ein Festbankett und anschließend daran findet ein Empfang im Offiziersheim statt. i!>ow-35eH!Do über feine UnterreDung mit Oltuffolini England wird das Abkommen mit Italien getreu erfüllen. — Eine Erklärung des englischen Kriegsministers. R 0 m, 25. April. Der englische Kriegs-niinistcr Hore-Belisha ist gestern um 10 Uhr vormittags mit seiner Begleitung im Flugzeug nach Paris abgereist. Der englische Kriegsminister wurde am Samstag vom Ministerpräsidenten Mussolini in Anwesenheit des Außenministers Graf C i a n o zu einer ein-einhalbstündigen Unterredung empfangen, die überaus herzlich verlief, über deren Inhalt jedoch keine Einzelheiten in Erfahrung gebracht werden konnten. Abends gab dann der britische Botschafter Lord P e r t h zu Ehren des Kriegsministers einen großen Empfang, an dem auch Außenministers Graf C i a n o und der französische Geschäftsträger B I o n-d e 1 teilnahmen, denen sich die Gelegenheit bot, bei dieser Gelegenheit Uber die französisch-italienischen Verhandlungen Rücksprache zu pflegen. Nach dem Empfang gab der engüschc Kriegsminister eine Erklärung ab, in der er auf dem Wege der Presse für den herzlichen Empfang dankte, der ihm in Italien überall zuteil wurde. Die Einigung zwischen England und Italien sei ein Werk Chamberlains, der sich für die Idee einer englisch-italienischen Zusammen-rrbeit schon immer eingesetzt habe. England — betonte der Kricgsniinister wurde die unter Führung des Vizeadmirals Marian P o 1 i C stehende jugoslawische Marineoffiziersabordnung vom Aus-senminister Graf C i a n o empfangen. Der jugoslawische Gesandte H r i s t 1 c und seine Gemahlin gaben zu Ehren der jugoslawischen Flottenabordnung einen Empfang auf der jugoslawischen Gesandt Schaft. Anwesend waren italienischer-scits Unterstaatssekretär General P a-r i a n i, Admiral Cavagnari, mehrere Admiräle und Generäle der Flotte, des Landheeres und der Luftwaffe. Am Abend gab Admiral Cavagnari zu Ehren der jugoslawischen Abordnung ein Bankett. Am Mittwoch, den 27. d. um 10.30 Uhr findet die feierliche Trauung des Königs mit der Gräfin Geraldie Apponyi statt. Nach der Trauung findet ein intimes Fest bankett am Hofe statt. Nachmittags wird das Königspaar in Begleitung der Minister, der Vertreter des Parlaments und der Provinzen nach Durazzo reisen, um die Flitterwochen in der dort neu erbauten königlichen Sommervilla zu verleben. Die Hochzeitsfeierlichkeiten wird der Sender Tirana übertragen. Bei dem vorgestrigen großen Empfang im königlichen Schloß waren alle Mitglieder der Regierung und das Offizierskorps versammelt. Um 23 Uhr erschien die künftige Königin Albaniens in einer weißen Toilette mit einem prächtigen Brillantdiadem in den Haaren. Sie war von den Mitgliedern der königlichen Familie begleitet. Die Stadtvertretung von Korda hat beschlossen, die Hauptstraße in Königin-Geraldine-Straße umzutaufen. Am Hochzeitstage werden neue Postwertzeichen mit dem Bildnis des Königspaares und ebensolche Münzen in den Verkehr gebracht werden. R 0 m, 25. April. (Avala.) Außenminister Graf C i a n o ist heute nach Tirana abgereist, um den Hochzeitsfeierlich keiten am albanischen Hofe beizuwohnen. — werde dem Abkommen mit Italien immer die Treue bewahren, und zwar nicht nur dem Buchstaben, sondern auch dem Geiste nach. Die britische Oeffentlichkeit sei von den gleichen Empfindungen beherrscht wie die italienische. Premierminister Chambcrlain freue sich darüber, daß f'S ihm gelungen war, die so lange ersehnte Freundschaft mit Italien durchzusetzen. »Ich werde nach meiner Rückkehr in London meine Freunde über die Herzlichkeit der Gastfreundschaft informieren, die ich in Italien genießen konnte. Besonders erfreut bin ich darüber, mit dem Regierungschef Mussolini gesprochen zu haben. Diese Zusammenkunft wird zu den schönsten Erinnerungen meines Lebens zählen.« Einübe und @taat Osterbotschaft S. H. des Patriarchen Gabriel. Aus Beograd wird gemeldet: Das Oberhaupt der Serbisch-Prawoslawen Kirche, S. H. Patriarch Gabriel, richtete anläßlich der Feiertage eine Osterbotschaft an seine Gläubigen, aus deren Inhalt hervorgeht, daß auch die letzten trennenden Schranken, die zwischen der Kirche und der Staatsführung bestanden hatten, gefallen "ind. Eingedenk der ungeheuren Opfer, die in die Grundfesten des Staates eingefügt sind, so heißt es u. a. in der Osterbotschaft, predigt die Serbisch-Prawoslawe Kirche in der Erkenntnis der hehren Ziele unseres gemeinsamen V;itcrI'ni(if"S, ihrer ruhmreichen Tradition treu bleibend, Brüderlichkeit, gemeinsame Zusammenarbeit, unerschütterliche Einmütigkeit und Einheit, richtig erfaßte Gleichheit und volle Gleichberechtigung für alle Söhne und alle Bürger unseres lieben teuren Vaterlandes und mächtigen Staates. Glanz und Größe unseres Landes hängen lediglich von uns allein ab. Und so hat jeder die heilige Pflicht, das Seinige an dem Aufbau des Staates beizutragen. Hie Osterbotschaft klingt in die Worte aus: Laßt uns beten für König, Volk und Vn • terland! Christ ist erstanden I ?lUlitfirif(Oe TRnilrrtitn in !Zi>ei$ruBlon& W a r s c h a u, 25. April. (Avala.) Das DNB berichtet: Der »Expreß P o r a n n y« berichtete aus Leningrad über eine große Militärverschwörung in Weißrußland. Auf Befehl des obersten politischen Kommissärs im weirussischen Militärkreis wurden bislang 45 Offiziere und 143 Mann wegen Vorbereitungen von Attentaten auf die politischen Kommissäre der Roten Armee verhaftet. Die Beziehungen zwischen den politischen kommunistischen Kommissären und den Offizieren der Roten Armee haben eine zunehmende Verschärfung erfahren, da Stalin, der dem'Offizierskorps nicht traut, die Kompetenzen der politischen Ueber-wachungskommissäre erweitert hat. OMo j^oMburg t»rfaiifl 6en ,j:o0hmtr'S A m s t e r d a m, 24. April. Auf der hiesigen Diamantenbörse hat Otto Habsburg einen der österreichischen Krondiamanten im Werte von zwei Millionen RM zum Kauf angeboten. Es handelt sich um den berühmten »Toskaner«, der früher auch »Florentiner« genannt wurde. Der Stein ist ein Diamant von zitronengelben Farben, den Karl der Kühne von Burgund in Bruegge gekauft hat. Vom burgundischen Hof gelangte der Diamant in den Besitz des Mailänder Her zogs Giangaleazzo Sforza, dessen Erben den Stein dem Papst Julius II. Ii essen. Kaiser Maximilian hat den Stein vom Vatikan gekauft. Der Stein wu von Kaiser Franz Joseph in die österreichische Kaiserkrone eingesetzt. Der Stein wurde von der ehemaligen Kaiserin Zita bei ihrer Emigration aus Oesterreich mitgenommen. XoöMIlttr» Mm 2Btürt(or&-toerfudO Bei einem Versuch, den absoluten Motorrad-Weltrekord zurückzuerobern, ist der englische Meisterfahrer Eric F e r n i-h o u g h bei Budapest auf der Gyoner Rennstrecke tödlich verunglückt. Femi-hough, der eine Brough-Superior-.Maschi ne fuhr, kam im 270-Kilometer-Tompo ins Schleudern. Der Fahrer und seine Maschine wurden 50 Meter weit weggeschleudert. Fernihough erlitt einen Schädelbruch und war auf der Stelle tot. An gleicher Stelle hatte Fernihough voriges Jahr den absoluten Motorrad-Weltrekord aufgestellt, der im Laufe des Jahres zuerst von Teruffi und dann von Henne verbessert worden war. Hennes Leistung stand auf 297.50P) Kilometer-Stunden. Diese Leistung wollte der Engländer überbieten. eenfalionener »i(&(r5i(i^ftal>l London, 24. April. Die gesamte englische öffentlichkeit steht unter dem Eindruck eines überaus frechen Diebstahls, der von einer Reihe von Einbrechern im Schloß Chylham bei Canterbury, das Sir Edmund Davis gehört, verübt wurde und bei dem fünf Meisterwerke der Malerei von größtem künstlerischen und historischen Werte gestohlen wurden. Es handelt sich um folgende fünf weltberühmte Bilder: Rembrandt: Saskia In Morror, Gainsborough: Porträts von Pitt und von der Lady Clarges, Josua Reynolds: Porträt des Earl Suffolk, Van Dyk: Mann mit Hund. Diese Bilder haben zusammen einen Wert von rund 100.000 Pfund Sterling. Der Rembrandt allein Ist 50.000 Pfund wert. Die unerkannt entkommenen Diebe zerschnitten die Fensterscheiben der Bildergalerie des Schlosses und schnitten die Gemälde aus den Rahmen heraus. Alle vrrfügh.ircn Geheim Polizisten von Scotland Yard haben ihre j^ßnlg^Do^sett In Tirana GANZ ALBANIEN IM ZEIGEN DER VER MAHLUNO KÖNIG ZOOUS I. MIT DER GRÄFIN OERALDINE APPONYI DIeiwfag, aen 26. Aprt! 1038. Verfolgung aufgenommen, über sämtliche Flugplätze und Häfen wurde die schärfste Kontrolle verhängt, damit die Kunst-schätze nicht ins Ausland gebracht werden können. jMariborer Zeifunpi« Nummer 13. üHe Tteoierana Otcorin (Kidbtrt noiiift eutf(!^lon5d gr&ften Sllegrrdelfien ■s Die Sudetendeutschen — so formulierte Henlein seine Forderungen — seien ein Rechtskörper, Die Grenzen des Sudetendeutschtums seien festzulegen. Die juristische Persönlichkeit des Sudcten-deutschtums verlange die volle Autüno-mie, die Beseitigung allen Unrechtes seit 1918, die Anstellung ausschließlich deutscher Beamten in deutschen Gebieten und das freie Bekenntnis zur nationalsozialistischen Weltanschauung der Deutschen im Staate. Prag, 25. April. Die Frager Regierung befaßt sich intensiv mit der Ausarbeitung des M i n d e r h e i t e n s t a-t u t s. Die Einzelheiton sind noch nicht bekannt, doch ist eine gründliche Reform des Sprachgesetzes zu erwarten. Ermöglicht wird die Kulturautonomie der Minderheiten. Die deutsche Forderung nach Auflassung des NationaUUaatsprin-zips und die Umformung des Staates in einen Staat, in dem gleichberechtigte Völker leben, wird nicht zur Kenntnis genommen werden. Die Verhandlungen mit der Henlein-Partci über das Minderheits-Statut werden erst nach der Durchführung der Gemeindewahlen beginnen. Ungarn protestiert gegen Trianon. B u d a p e r> t, 25. April, In Budapest fand gestern eine Massenversammlung gegen die Bestimmungen des Vertrages von Trianon statt, an dor nnler frei'.'ni Himmel 50.0CK) .iWciiüLiiCii lL'il}.',eiioinmen laben. Die Redner griffen die Tschccha-;^lo\vakei in schärfcitor \Vei;>(.' an und erklärten, dieses Land t.ei dem Bul^^i'hcwi.s-nius in die Hände ,i;efa(ien und di'jne Mo?;kau als Operation^iiasis in liiirnpa. Die Volkgrupp?ii i'i tlcr Tycticclioslowa-kei seien entrechtet. Wenn Prag den Frieden wolle, dann niii>«c es den an-dcrsnationaien Volk:>grupp€n, in erster Linie den Ungarn und Deutschen, die volle Gleichberechtigung mit dem tsehechi-fchcn Volke gewähren, und zv/ar au!" Grund ihrer Selbstbestimmung. XraK$icontfnenta!-6ri>reB U6Q1 tntgKIft in Japanischer Vorstoß. S c h a n g h a i, 25. April. Die Japaner haben in einer Breite von 17 Kilometer einen Vortsoß in der Richtung auf die Lunghai-Bahn gemacht. Die Offensive dauert unvermindert fort. Die Chinesen wurden gezwungen, nach einem Rückzug in 20 Kilometer Tiefe neue Stellungen zu beziehen. In den Einöden von Nevada (USA) verunglückte der Transcontinental-ExpreB. Infolge Schienenbruchs entgleisten einige Wagen und wurden durch den Schwung umgeworfen. {Associnted-Preß-M), Das Land der Hundertjährigen. Jüngst entdeckte man in Archiven der türkischen Verwaltung eine Statistik, dij die Türkei im wahrsten Sinne des Wortes zum T^and der Hundertjährigen stempelt. Danach leben im Staate Atatürks 624') Menschen, die das wahrhaft biblisrhe Alter von mehr als 100 Jahren erreichen; 3985 Frauen befinden sich darunter. Den Rekord an Langlebigkeit h^ilt ein Mann mit dem geradezu imwahrscheinlichen Alte.* von 157 Jahren, immer nach der Statistik jener türkischen Verwaltungsstellen. Die Mchr/ahl dieser Methusaleme bewohnt den Südosten Kleinasieiis. Der eifrige Zählbeamte gibt sogar die Gründe an, weshalb man dort so steinalt werden kann. Das Klima soll so besonders gc- im Glatten bon ($i6raltor Am 20. Todestag des Freiherrn Manfred von Richthofen begab sich Oeneralfeld-niarschall Görlng vormittags zum Grabe des großen Fliegerhelden auJ den Inva-liden-FriedhüS in Berlin und legte hier einen Kranz nieder. (Scherl-Bllderd.-M.) Die in der Festung Gibraltar stationierten englischen Truppen veranstalteten ?n diesen Tagen Manöver. Hier sieht man englische Soldaten in Schützengrät)en vor dem Gibraltar-Felsen, (Scherl-Bilderdienst-M.) 1 Dienstag, den 29. A(>rn 1938, 6fi5ne fflr 5rn Tlau&morö bon i(>rafl|r BEVARDI UND SAJTEOL VOR DEN RICHTERN. >Mariborer Zeitung« Nummer 95. sund und der Alkohol dort ganz unbekannt sein. Vielleicht ist auch der Rückschluß erlaubt, daß seit 100 Jahren in jenem Teile Kleinasiens nicht nur der Alkohol, sondern auch genau gc— 'ulv: Register einer Gemeindeverwaltung unbekannt sind. »Ein AugenbMck« in der FHegersprache. Was Flieger unter einem Augenblick verstehen, das konnten kürzlich Freunde und Bekannte eines Bekannten englischen Piloten auf dem Flugplatz Tou-quet in drastischer Weise erleben. Der befreundete Pilot kam mit seinem Flugzeug von London, landete nach einem eleganten Sturzflug, stieg aus und schüttelte seinem französischen Kameraden erfreut die Hand. »Du hast ja gar kein Gebäck bei dir,« meinte plötzlich einer der Freunde verwundert. »Na, das ist doch für 24 Stunden wohl nicht nötig,« antwortete der Flieger. »Hör mai,« misch te skh ein anderer ein, »auf dem Ball in Casino wird unbedingt ein Smoking verlangt.« »Na gut, wie ihr meint. Einen Allgenblick, ich bin gleich zurück.« Sprachs, stieg in die Kabine zurück, ließ den Motor an und startete nach Tx^ndon, um sein Gebäck zu vervollständigen. In weniger als zweieinhalb Stunden erschien er erneut über dem Flugplatz, landete wieder nach einem eleganten Sturzflug, stieg aus, Smoking und Smo-kinsweste über dem Arm. ffUfffffjf AMeraaMonoM 0c(kulMurnftr in £fu6l|ana L j u b 1 j a n a, 24. April. In der 12. Runde des Internationalen Schachturniers befleißigten sich die Spieler wieder der größten Vorsicht, sodaß mit einer Ausnahme alle Partien remis ausfielen. Der einzige K o s t i c konnte seinen Gegner Nedeljkovic niattsetzen. Unentschieden blieben die Partien P i r c : Dr. T a r-t a k o w e r, Dr. V i d ni a r : T o t, SteincrrSzabo, Foltys : Dr. A s t a 1 o S, V i d m a r j u n. : F u r-lani, Dr. TrifunoviciBrö-d e r und Prcinfalk : sorli. Weit lebhafter verlief Sonntag die 13. Runde, in der die Spieler anscheinend aus ihrer Reserve traten, da es sich um die letzten Runden des Turniers handelt, immerhin waren auch diesmal einige Remis zu verzeichnen. Unentschieden verliefen die Begegnungen zwischen Piro und Preinfalk, Dr. T a r t a k o-w e r und Dr. AstaIo§, Foltys und Vidmar jun. sowie zwischen Steiner und Nedeljkovic. Dr. V i d m a r gewann gegen Sorli und B r ö d e r gegen Fur-lani. Die Partien S z a b o : Dr. Trifuno-vic und K 0 s t i c : Tot wurden unier-Hrochen. Stand nach der 13. Runde; K o s t i c 9 (2), Dr. Tartakower Szabo 8 (2), Dr. Trifunovic 7 (2), Dr. Vidmar und Dr. Astalo§ je 7 (1), Pirc 7, Steiner (1), Vidmar jun. und Bröder je 6><, Foltys (1), Nedeljkovic 5, Tot 4% (1), Fur-lani 4M, Preinfalk 4 und Sorli 1H- (0 Punkte. In der vorletzten Runde konzentriert sich das Interesse der zahlreichen Zuschauer, die unentwegt die Spicliische belagern, das Hauptinteresse auf die Begegnung zwischen den beiden slowenischen Großmeistern Dr. Vidmar und Pirc. Die Lage hat sich schon ziemlich geklärt und wird K o s t i c kaum mehr aus seiner führenden Stellung verdrängt werden können. Unsere Großmeister wurden in das Mitteltreffen zurückgedrängt. Frage und Antwort. »Haben Sie einen Führerschein, meine Dame?« »Jawohl, Herr Wachtmeister! Müssen Sie ihn sehen?« »Wenn Sic einen haben, ist es nicht nötig. Wenn Sic aber keinen gehabt hätten, hätten Sic ihn vorzeigen müssen!« Versöhnung. Nach einem langen Streit versöhnen sich Max und Moritz. Max: »Also, ich trage dir nichts mehr nach und wünschc dir dasselbe, was du mir wünschst.« Moritz: »Fängstc schon wieder an?« Vor dem Dreiersenat des hiesigen Kreisgerichtes standen Montag vormittags zwei junge Mfinner, die sich abseits des Gesetzes gestellt hatten, um für ihre furchtbare Tat Rede zu stehen und die verdiente Strafe in Empfang zu nehmen. Es sind dies die jungen stellenlosen Arbeiter Johann B e v a r d i und Johann S a j t e g e I, die sich des schwersten Verbrechens schuldig machten, das das Strafgesetz kennt: des vorbedachten und nach einvernehmlich festgesetztem Plan ge meinsam verlibten Mordes an zwei unschuldigen Menschen, um sich in den Besitz ihrer Habseligkeit zu setzen. Das schreckliche Verbrechen wurde, wie schon des öfteren hervorgehoben wurde, nicht etwa begangen, um den Erlös der den Opfern nach der bestialischen Niederstreckung geraubten Habseligkeiten und das bei ihnen vorgefundene Geld für die Bestreitung des Lebensunterhaltes zu verwenden, sondern einzig und allein aus dem Grunde, um sich damit das Leben angenehmer zu gestalten, da die beiden keineswegs Not litten. Erschwerend ist das Verbrechen noch durch die Bestialität, mit der die beiden Burschen ihre Opfer niedermetzelten, ihnen ihre Habseligkeiten raubten und die vorgefundenen Nahrungsmittel an Ort und Stelle verzehrten. Für die moralischen Qualitäten der Täter spricht auch der Umstand, daß sie andere der Schreckenstat bezichtigten und daß Sajtegel aus purer Rache, entdeckt worden zu sein, einen Unschuldigen als den Haupttäter bezeichnet. Ueber die Angelegenheit hat auch unser Blatt ausführlich berichtet, weshalb wir uns hier auf die Wiedergabe der hauptsächlichsten Momente des Verbrechens, dessen die Angeklagten bezichtigt werden, beschränken. B e V a r d i ist ein uneheliches Kind und genoß keine gute Erziehung. Die Mutter kümmerte sich wenig um ihn, weshalb der Junge bald in schlechle Gesellschaft geriet. Er wurde in Krcevina bei Ptuj geboren und besuchte auch einige Gymnasialklassen, doch mußto er wegen verschiedener Diebstähle die Schule verlassen. Er war einige Zeit in Ptuj und dann in Maribor, wohin die Mutter übersiedelt war, als Handelslchr-ling beschäftigt. Seit einigen Jahren hatte Bevardi keinen ständigen Posten und beschäftigte sich lediglich mit Gelegenheitsarbeiten. Er ist arbeitsscheu, verschlagen, verstockt und hinterhaUig. Er wuchs der Mutter über den Kopl und mißhandelte sie oft, wenn sie ihm kein Geld gab oder geben konnte. Im vergangenen Dezember wurde er wegen schwerer körperlichen Verletzung zu zwei Monaten strengen Arrest, bedingt auf zwei Jahre, verurteilt. Aehnliche Charakterzüge besitzt auch Sajtegel, der die Volksschule in Konjice besucht hat. Schon als Junge neigte er zu Diebstählen und Einbrüchen. Schon seit seiner frühesten Jugend lebten die Eltern getrennt, was auf die Erziehung des Kindes jedenfalls nicht günstig einwirken konnte. In Maribor wohnte er mit der Mutter auf der Lend und ihre Wohnung wurde öfters von zweifelhaften Elementen aufgesucht. Auch Sajtegel wird als arbeitsscheu bezeichnet, der auf Kosten anderer gut leben und sich verschiedene Genüsse verschaffen wollte. Er büßte im Vorjahr wegen verschiedener Einbrüche und Diebstähle eine sechsmonatige strenge .^r-reststrafe ab. Die beiden Angeklagten lernten, wie sie selbst anführen, einander orst drei Wochen vor der Tat kennen. Sie wurden, da sie gleiche Charaktereigenschaften besitzen, ra^ich Freunde und schmiedeten Pläne, auf welche Weise sie zu Geld kommen könnten. Sie kamen nun überein, Samstag, den 19. Februar nachmittags einen Ausflügler zu töten und ihn zu berauben. Bevardi nahm daheim eine Axt und einen eisernen Schlägel mit, den er Sajtegel übergab. Sie machten sich gegen Hrastje auf den Weg und lauerten Ausflüglern auf. Ein junger Sportler kam an ihrem Versteck vorbei, doch ließen sie ihn unbehelligt, da er seiner Kleidung nach in dürftigen Verhältnissen leben mußte. Gegen Abend kamen der Bautechniker Stanko D o 1 n i c a r u. die Magistratsbeamtin Milka G o r u p im Skldreß vorbei. Ersteren kannte Sajtegel, da er unter seiner Leitung im Dezember bei der Firma Tönnies, die in der Textllfabrik Doctor & Co. einige Arbeitenjjurchführ-te, einige Zeit beschäftigt war. Bei den beiden vermuteten die Angeklagten eine gute Beute. Sie gingen ihnen nach und überholten zweimal die beiden jungen Leute, um sich zu überzeugen, wclchen Weg sie einschlagen würden. An einer passenden Stelle im Hohlweg legten sich die Täter auf die Lauer und warteten. Bald darauf kamen die beiden Opfer. DolniCar muß vermutet haben, daß die beiden keine guten Absichten hatten, da sie ihm zweimal nachgekommen waren und hatte für alle Fälle ein Messer in der Hand. Dem voranschreitenden Dolni-Car verlegte Bevardi, der die Axt am Rücken verborgen hielt, den Weg und bat ihm um eine Zigarette. Im nächsten Augenblick versetzte er seinem Opfer einen wuchtigen Axthieb auf den Kopf. Trotz der klaffenden Schädelwunde hatte Dolniäar noch soviel Kraft, daß er dem Angreifer zwei Messerstiche in den linken Oberschenke! versetzte, worauf er bewußtlos zusammenbrach. Das Mädchen lief entsetzt einige Schritte zurück und rief um Hilfe, doch war schon Sajtegel rasch zur Stelle und streckte es mit einem Hieb zu Boden. Die beiden Opfer erhielten noch einige Verletzungen, worauf sie von den Mordbuben In den nahen Wald verschleppt wurden. Da sie noch Lebenszeichen von sich gaben, hieben die Täter blindlings auf die beiden ein und fügten ihnen gräßliche Verletzungen zu. Die Gorup wies nicht weniger als 30, zumeist tödliche Verletzungen auf, während DolniCar der Schädel zerschlagen und der Hals halb durchschlagen war. Boden und Gebüsche waren über und über mit Blut bespritzt. Bevardi und Sajtegel nahmen ihren Opfern alle Habseligkeiten und auch die Schuhe und die Reservewäsche samt den Rucksäcken ab. Ein Rucksack wurde später weggeworfen. — Die Angreifer aßen die bei den Opfern vorgefundenen Eßvorräte auf der Stelle auf, worauf sie mit ihrer Beute, unter der sich auch einige Hundert Dinar befanden, entfernten. In Bevardis Haus, wo sie spät-abend anlangten, wurden die Skier, Stök-ke, der Rücksa'ck und andere Ausrü-stungsgegenstände der Ausflügler Im Stalle versteckt und die Mordaxt gesäubert. Der eiserne Schlägel wurde später am Tatorte vorgefunden. Da Bevardi infolge der Stichwunden, die er von seinem Opfer erhalten hatte, sehr geschwächt war und zu verbluten drohte, begab er sich nachts auf die Wachstube in der Frankopanova ulica, wo er angab, von zwei Ausflüglern überfallen worden zu sein. Sajtegel hatte sich inzwischen nach Hause nach Pobrezje begeben. Die Aussage Bevardis erregte gleich den Verdacht der Polizei. Als am nächsten Tag die schrecklich zugerichteten Leichen in Hrastje gefunden wurden, wurde Hevardi festgenommen. Bald wurde auch sein Komplize ausfindig gemacht 3Ro niog. {(n 25.3Iprfl und ebenfalls in Haft genommen. Sajtegel wurde vom Arbeiter Blasius Sega einige Tage vorher in Bevardis Gesellschaft in Radvanje gesehen. Da er annahm, Sega hätte dies der Polizei später mitgeteilt, was ihre Aufmerksamkeit auf ihn gelenkt hätte, beschloß er, sich an Sega zu rächen. Im Verhör erzählte Sajtegel, Sega wäre in die Tat verwickelt und wäre der Hauptanstifter. Seine Aussagen führten zur Festnahme Segas, der längere Zeit als dritter Mordgeselle angesehen wurde. Bald stellte sich jcdoch seine völlige Unschuld heraus. Erschwerend für ihn war der Umstand, daß er am Mordtage gegen die Gesellschaft Tönnies, wo er beschäftigt war, einen ZivilprozeB verloren und gegen Dolni-Car Drohungen ausgesprochen hatte. Man nahm an, es habe sich beim Verbrechen um einen Racheakt gehandelt. Später gestanden beide Angeklagten, die Tat allein und den Mord nur deshalb verübt zu haben, um die Opfer zu berauben. Die beiden Mörder beschuldigen einander der Anstiftung zur Tat und erklärten auch, bei der Teilung der Beate übervorteilt worden zu sein. Das Interesse für die heutige Haapt-verhandlung war begreiflicherweise ausserordentlich groß. Da die Verhandlung, die um 10 Uhr ihren Anfang nahm, geheim durchgeführt wurde, mußte das Au ditorium, das sich am Gang angesammelt hatte, unverrichteter Dinge abziehen, da es nicht in den Saal gelassen wurde. Den Vorsitz des Senats fölirte Kfeis-gerichtsrichter Dr. T o m b a k. Beisitzer waren die Kreisgerichtsrichter L e C n i k und C e m e r. Die Anklage vertrat Staats anwalt Dr. D e v. Bevardi wurde von Rechtsanwalt Dr. S t a j n k o und Sajtegel von Rechtsanwalt Dr. S n u d e r 1 verteidigt. In der Verhandlung gegen dte beiden jugendlichen Raubmörder Johtuin B e-V a r d i und Johann Sajtegel wurde vom Dreiersenat des hiesigen Kreisgerich tes heute nach 11 Uhr das Urteil gefällt. Beide Angeklagte wurden zu je zwanzig Jahren schweren Kerker verurtent. * Starke Esser, die eine sitzende Lebensweise ffihren und daher meistens hartleibig sind, trinken das natürliche »Franz-Joseia-Bitterwasser in Tagesgaben von 1 Glas, in etwas angewärmten Zustande. Das altbewährte Frani-Josel-Wasser zeichnet sich durch sichere Wirk samkeit bei angenehmem Gebrauche aus und ist überall erhältlich. Reg. S. br. 30474/35 _ Xagung !>RoH6or(r CBerbanM 5er ftuNurbereine Im »Narodni dorn« hielt Sonntag vormittags der Mariborer Verband der Kulturvereine seine Jahreshauptversammlung ab, in der Obmann Pirc sowie die Übrigen Funktionäre ihre Rechenschaftsberichte erstatteten. Dem Verband sind gegenwärtig 32ö Mitglieder angegliedert, davon 315 Vereine mit rund 20.000 Personen. Von den Organisationen besitzen 240 eigene Büchereien mit 72.000 Bänden, die auch im Vorjahr eifrig gelesen wurden. Die Vereine besitzen ferner 56 Liebhaberbühnen und 15 Puppentheater, mehrere Dutzend Sängerchöre, Musikkapellen und Tambu* raschenchöre. Bühnenaufführungen gab es gegen 500, dann 80 Vorstellungen der Puppentheater, 350 Vokal- und Musikkonzerte, 1000 Vorträge und gegen 500 andere Kulturveranstaltungen, Überaus agil sind auch die einzelnen Sektionen des Verbandes, deren Tätigkeit desgleichen volle Anerkennung verdient. An der Spitze der neuen Leitung steht wieder Fachlehrer Janko Pirc. Dem Ausschuß gehören ferner an die Herren Fr. Brato§, Fr. Cvetko, Prof. Dr. Dolar, Fr. Golez, Ivan Kejzar, Dr. Fr. Krulc, Schriftleiter Vekoslav Spindler, J. Skilan, Marino Kralj in I. Tomaziö. Aufsichts- Dienstag, den 26. Aprit 193S. »MtfüNMCK Z^Huwg* Nimmrer 98. ausschuß; AI. Bizjak, A. Cotiö und J. Kit-menöiC. Schiedsgericht; Altbürgermefster Dr. Lipoid und Rechtsanwalt Dr. Rosina. m. Innenminister Dr. Korofec weilte Samstag in Begleitung des Banus Dr. Natlaöen zu kurzem Aufenthalt in Ma-ribor. Der Minister verließ Sonntag vormittags im Kraftwagen wieder die Drau-stadt. m. Jankos Gastspiel in Verdis »Troubadour« wird am Samstag, den 30. d. stattfinden. m. Todesfälle. In Zrkovci ist der frühere Gemeindevorsteher und Realitätenbesitzer Albin Rebernak gestorben. Ferner verschieden in Maribor die 73-jährige Private Marie Kapun und die 29-jährige Arbeiterin Therese L e s ii i k. R. i. p.! ni. Kalamitäten des Fala-Werkes. Wegen anhaltenden niedrigen Wasserstandes der Drau im heurigen Frühjahr hat das Kraftwerk in Fala mit großen Schwie rigkeiten zu kämpfen. Die geringe verfügbare Wassermenge brachte eine Verminderung der Stromabgabc mit sich, so-daß zeitweise die als Reserve dienende kalorische Kraftzentrale in Trbovlje das Stromnetz speisen helfen muß. Am schwersten betroffen sind wohl die Stickstoffwerke in R u s e, die von Fala so wenig Strom erhalten, daß der Betrieb eingeschränkt werden mußte. m. Tagung der Jugoslawischen Nationalpartei. Die Mariborer Ortsgruppe der Jugoslawischen Nationalpartei hielt Sams lag abends im Narodni dom ihre jahies-hauptvcrsammlung ab, in der der Prüses Altbürgermeister Dr. L i p o 1 d ausführlich über die politische Lage sprach. Das Wort ergriffen auch die Minister a. D. und Senatoren Dr. Krämer und F u-c e 1 j. Ferner sprach der Abgeordnete L u k a c i c, der seine Ausführungen in erster Linie an die Eisenbahner richtete. m. Umtausch der InvesHtionsanleihe-Obligationen. Personen, die die alten Obligationen der 7%igen Investitionsanleihe aus dem Jahre 1921 bis 7. d. zwecks Umtausches beim Stcueramt für Maribor-Stadt hinterlegt haben, werden eingeladen, die neuen Obligationen gegen Vorweisung der Quittung und der Abgabe der entsprechenden Originalreverse während der Amtsstunden zwischen 8 und 12 Uhr persönlich zu beheben. ni. Unter Betrugsverdacht wurden in Sisak zwei Männer festgenommen» die beschuldigt werden, vor einigen Wochen in Maribor in mehreren Fällen den bekannten Betrug mit den 500-Dinarschei-nen beim Geldwechseln begangen zu haben. Die beiden werden i'.en geschädigten Kassierinnen gegenübergestellt werden. m. Der erste Vortrag der Pädagogischen Woche findet heute, M o n t a g, um 20 Uhr im Saal der Volksuniversiiät (SlomSkov trg) statt und zwar spricht Schul Verwalter Julius K o n 11 e r au« Studenci über den Kindergarten und dessen Bedeutung für die Entwicklung des Kleir'iindes. Mütter und Väter, die Kinder im vorschulpflichtigen Alter haben, werden auf diesen aufschlußreichen Vortrag ganz besonders aufmerksam gemacht. m. Das neue Hotel in Rogafika Slatina, das gegenwärtig seiner Vollendung entgegensieht, wird im Juni seiner Bestimmung übergeben werden. Das Hotel »Ju-goslovenski kralj« ist ein moderner dreistöckiger Bau von 49 Meter Länge und 26 Meter Breite. Es besteht aus zwei Parallel- und einem Verbindungstrakt in aer Mitte. An beiden Enden 1 ^finden eh überdachte offene Verbindungsgänge. Das Hotel wird außer den 'iblichen Nebenräumen 80 Zimmer mit 103 Bc n aufweisen und befindet sich im Zentrum des Kurortes nahe des Hotels »Post«. Die Kosten belaufen sich auf rund 5 Millionen Dinar. ni, 150 Kilogramm Pfeffer gestohlen. Mit einer mysteriösen Diebstahlsaffäre, die sich unter SchmuRßlern zugetragen hatte, beschäftigt sich tre^l:enwärtiß die (leiulnrnierie in Kosaki. Eines Nachts ti'juchtc vor einem Haus in KoSaki ein Auto auf, dem mehrere Männer entstie-Ken, die aus einem Schuppen mehrere Mn'ic^'annten Inhnlts hervorholten und ins Auto schafften, worauf sie ver- (SfiibrfPutnik<< und in der Cirilova knjigarna bereits erhältlich. 36.^2 m. Burschenschlacht. In Frani kam es gestern abends zu einem blutigen Zwischenfall. Melirere betrunkene Burschen ließen sich in ilirem Uebermut zu einer Rauferei verleiten, die alsbald in eine wüste Schlägerei ausartete. Natiirlich mußten auch die Messer in Aktion treten. Die Radauschläger ließen erst dann ab, als der 24-jährige Johann M a 1 i £ mit einem schweren Lungenstich Mutüberströmt zusammengebrochen war. Maliö wurde ins Spital überführt. m. Wetterbericht vom 25. April, 8 Uhr: Temperatur 8, Barometerstand 732, Windrichtung O—W, Niederschlag Regen. m. Sturz auf der Straße. Der 85-jährige August K r a m e r brach gestern in der Meljska cesta, von Schwäche übermannt, zusammen, wobei er sich eine arge Verletzung an der Stirne zuzog. Er wurde ins Krankenhaus überführt. m. Die nächste Grazer Fahrt des »Put-nik« findet am Donnerstag, den 28. d. M. statt. Fahrpreis samt Visum 100 Dinar. ni. Einbruch. In die Wohnung des Lehrers Johann R u t e r in Kotlje bei Gu-Stanj brach zu Ostern ein unbeiuiimter Täter ein und nahm alles mit sich, was ihm unter die Finger geriet, Anzüge, Wäsche, den Radioapparat usw. Der Schaden beläuft sich auf mehrere Tausend Dinar. m. Die Frühlingsfahrt des »Putnik« rund um den Bachem findet wegen des unbeständigen Wetters erst am Sonntag, den 1. Mai statt. Fahrpreis samt Mittagmahl m Dravograd 80 Dinar. ^ iia». BiskUa slb. Minister Dr. Korofec traf gestern vormittags in Begleitung des Banus Dr. N a 11 a c e n in SIov. Bistrica ein und setzte nach kurzem Aufenthalt in der GcnicliK]c!-nn7!ci ilio Fr.hrt wIp-'"!* fort. slb. Theateraufführungen. Der So!col veranstaltet am 30. d. um 20 Uhr im Saal der Bezirkssparkasse eine Theatervorsicl-lung und zwar gelangt die Operette »Die Hopfenprinzessin« zur Aufführung. Am Sonntag, den l. Mai um 15 Uhr wird 'J'e Aufführung wiederholt. Am gleichen Tag findet um 16 Uhr im Saal des Siechen-heinies eine Kinderaufführung »Mütterchen« statt. Aus REPeRTOmE. Moatag, 25. April: Geschlossen. Dienstig, 26. April um 20 Uhr: 'ijsder mnn«. Ab. A. Solf^ttnittcrfttftt Samstag, 30. April: Prof. Dr. Rudolf H o r-vat (Zagreb) spricht über den Märtyrertod Zrinjskis und Frankopans. Tüh-Hkiff Burg-Tonkino. Nur bis einschließlich Dienstag der große Metro-Goldwyn • Mayer-Film »Liebesabenteuer« in deutscher Fassung mit Joan Crawford, Robert Montgomery und William Poveil. — In Vorbereitung der Großfilm »San Fran-cisko«. In den Hauptrollen Jeanette Macdonald und Clark Gable. Union-Tonkino. Wieder ein hervorragender Spitzenfilm »Im siebenten Himmel«, ein großer Liebesroman in deutscher Sprache mit der charmanten Simone Simon und Mady Christians in den Hauptrollen. Eine zarte, rührend leidenschaftliche Liebesgeschichte voll starker Handlung, die zum Herzen spricht. Ausgezeichnete Regie und Darstellung, ein Film, der begeistert und bezaubert. — In Vorbereitung »Mittemachtswalzer« mit Willy Birgel und Brigitte Horney. lu. Todesfälle. In Ljubljana verschieden die Gerichtsoffizialsgattin Frau Maria M i k 1 i ö und der Vizedirektor der Banatssparkasse Josef C e r n e im Alter von 68 Jahren. lu. Festtag in Rakek. Vergangenen Sonntag wurde in Rakek das Denkmal für weiland König Alexander m feierlicher Weise enthüllt. Verbunden war die Feier mit einem großen Sokoltreffen aus allen Teilen des Landes. Anwesend waren viele Tausende Festgäste, darunter gegen 3000 Sokolmitglieder. Die Denkmalenthüllung nahm der Erste Sokolsta-rosta G a n g 1 vor. lu. Saisonschnellzüge in Verkehr gebracht. Wegen des verstärkten Reiseverkehrs sah sich die Bahnverwaltung bemüßigt, ab 16. d. das Saisonschnellzugspaar, das im Sommer zwischen Jesenice und Beograd verkehrt einzuführen. Der Zug verläßt Beograd täglich um 20.55 Uhr und trifft in Zagreb um 4.15, in Ljubljana um 7.32 und in Jesenice um 9.33 Uhr ein. In der Gegenrichtung fährt der Zug von Jesenice um 20.15, von Ljub Ijana um 22.01 tmd von Zagreb um 1.10 Uhr ab und trifft in Beograd um 8.20 Uhr ein. Slpot^efennad^tOStnl Von 23. bis einschließlich 29. April versehen die Hofapotheke »S v. Are Ii (Mag. Pharm. Vidmar) am Hauptplatz 20 (Tel. 20-05) und die Magdalenen-Apotheke (Mag. Pharm. Savost) am Kraija Petra trg 3 (Tel, 22-70) den Nr.cnt-dienst. ÄÄdifl-BefldiiÄidÄAtt Dienstag, 26. April. Ljubljana, 12 Schallpl. 18 Konzert. 18.40 Vortrag. 19 Nachr., Nationalvortrag. 20 Konzert. — Beograd, 18.20 Klavif^r-konzert. 18.50 Schallpl. 19.30 National-Vortrag. 20 Uebertragung aus dem Theater. — Prag, 16.10 Leichte .Musik. 17.'^.) Chorkonzert. 18.10 Deutsche Sendung: R. Wagner in Marienbad. 19.15 Esperanto-Stunde. 20.40 Zigeunermelodien. — Budapest, 18 Zigeunermusik. 18.50 Celio-konzert. 20.30 Jugendchor. — Zürich, l-S Schallpl. 19.05 Vortrag. 20,15 Sinfoniekonzert. — Paris, 18.30 Konzert. Schlager von einst. — Straüburg, 17.13 Violine und Klavier. 19.30 Schallpl. 2n.30 Oper. — London, 19.30 Konzert. 21 Buntes Programm. — Rom, 19.30 Konzert. 21 »Carmen«, Oper. — Mailand, 19.30 Konzert. 21 »Der Messias«, Oratoriuni von Händel (aus Stuttgart). — Deutschlandsender, 18.30 Benzin aus Kohle. Vortrag. 19.10 Schalllp. 20 Abendmusil\. — Berlin, 18 Konzert. 19.10 Schallpl. 20 Aus Operetten. — Breslau, 18 Vortrag. 19.10 Konzert. 20.45 Hörspiel. — Leipzig, 18.20 Kammermusik. 19.15 Volksmusilt. 20 .^us Opern. — München, 18 Schallpl. 19.10 »Lumpazi vagabundus« von Nestroy. 21.10 Solistenabend. — Wien, 18.30 Schallpl. 1? Konzert. 15.30 Schallpl. 16 Konzert. Vortrag. 18.20 Schallpl. 19.10 Volksmusik. 20 Deutsche Tonfilm-Musik. Schule mit Intelligenz-Thermometer. Die Direktorin einer Newyorker Schule hat einen Entschluß gefaßt, den viele gute Schüler von Herzen begrüßen werden. Sie will für alle, die eine überdurchschnittliche Auffassungsgabe besitzen, die Schulzeit täglich verkürzen. Zu diesem Zweck führt sie in jedem jähre eine Intelligenzprüfung durch. Wessen Intelligenz über dem Intelligenzquotienten 100 liegt, der wird »m nächsten Schul jähr der neuen Vorteile teilhaftig, d. h. er braucht täglich nur zwei Stunden am Morgen in die Schule zu gehen, um dort das Pensum zu erlernen, wofür die Dummen und Faulen den ganzen Vormittag nötig haben und das sie dennoch meistens vergessen. Im Anschluß an die 2-stündiße Schulzeit dürfen die auserwählten Mustctkna-ben ihren Lieblingsbeschäftigungen nach gehen, etwa Musik betreiben, Schiffahrts künde oder Astronomie studieren, je nach Lust und Liebe. Auf diese Weise hofft die Newyorker Schuldirektorin die Langeweile aus den Klassen zu verbannen, die immer dann um sich greift, wenn für Schüler mit langer Leitung ein und dasselbe Thema stundenlang «luichge-kaut werden muß, obgleich der größte Teil es längst begriffen hat. Ob die Scheidung in schwar;:e und weiße Schafe durch Messung des Intelligenzquotienten einwandfrei ausMllt, das muß allerdings ernsthaft bezweifelt werden. ►Mariborfr Z^ng« Nummct 93. Dfemtag» den 26. April 1088. ilmfcDtuung auf den QBrijrnrnämni STARKE ENGLISCHE KAUFE. — WIEDER PREISBEWEGUNG NACH OBEN. — OUTE AUSSICHTEN FÜR DIE KOMMENDE ERNTE. zu sprechen, ist es heute noch zu früh. Es sei lediglich erwähnt, daß aus AustrAlien Berichte über eine starke Trockenheit verbreitet worden sind, die Jedoch amtlich als Ubertrieben bezeicjinet werden. In Argentinien, dem zweiten großen Wci* zenland der südlichen Halbkugel, sind letztens gute Regen gefallen, und nach Informationen der Bank of London and South America von ihrer Filiale in Buenos Aires machen die Pflügarbeiten in allen Provinzen des Landes gute Fortschritte. Der internationale Weizenmarkt Ist jetzt in ein Stadium eingetreten, in dem die Wctterentwickiung und die Aussichten der kommenden Ernte der nördlichen Erdhalbkuget ihre Schatten über die Preisbewegungen werfen. Selbst eine leichte Verschlechterung der heutigen Ernteaussichten würde einen ansehnlichen AngebotüberschuB in der 193d/3der Saison sichern, und da der Übertrag aus der laufenden Saison gegen über dem Vorjahr mehr als doppelt, so groß sein wird, ist in den kommenden Monaten mit einer Aul den Weizenmärkten erfuhren die Preise, die sich seit Anfang März schrittweise gesenkt hatten, in den letzten Ta-.ijen einen plötzlichen starken Ruck nach oben. Anlaß iiiczu war ein überraschendes Aufleben der englischen Nachfrage, vor allem seitens der Mühlen. In wenigen Tagen wurden rund 200.000 Tonnen Welzen aus dem Markt genommen, eine Aktion, hinter der man am Markt die britische Regierung zu finden glaubte. Es ist wohl seit Monaten bekannt, daß die britische Regierung eine Ansammlung von großen Mengen Weizens als Kriegsreserve plant. Ob aber für die jüngste Kaufwelle die I.a-ßcrungspolitik der britischen Regierung verantwortlich gemacht werden kann, erscheint zweifelhaft. Es handelte sich bei flen KMiifen vornehmlich i:m Terminlieferungen für das letzte Vierteljahr vor 1938. Wenn diese Käufe für Lagerungszwecke durch-;:;cführt worden wären, hätten sie ohne Nachteil über einige Tage oder gar Wochen verteilt werden können, ohne daß Markt und Preise dadurch beeinflußt worden wären. Tatsächlich wird denn auch die Begründung einer neuen großen britischen Regierungskaufaktion von den meisten gut informierten Weizenhändlem I.ondons und Liverpools abgelehnt. \or einem Jahr herrschte die Auffas-' ^iing, daß die internationale Weizenver-| sorgung einer entscheidenden Verknappung entgegengehen wUrde. Heute ist allo W.ihrscheinlichkeit vorhanden, daß der Überschuß an Weizen wieder einen i größeren Umfang | .Jiinimmt, als es dem Markt erwünscht ^cin kann. Wie gemeldet, wird sich laut, fkricht lies Internationalen Landwirt-i schaftsinstituts der exportierende über-! Schuß der Erde 1037/38 auf 736 Miil.' Bushcl belaufen. Dies sind zwar .14 Mül.l Bushel weniger als die Voraussage vom' letzten Oktober, aber gleichzeitig 35 Mill. Bushcl mehr als der Überschuß von 1036 37. D;i sich js'lcielizeitig der j Weltimportbedarf 1 an Weizen vf)n 002 A^ill. Bushol auf 520i Mill. Bushel gesenkt hat, wird die Saison' mit finem Überschuß von 216 Alill. Bu-I stiel absohlielien. I sind ;jlle Aussichten vorhanden, daß' die l'onimetide Welternte gut ausfällt. ! Auf der nördlichen Erdhalbkugel hat die mit \\'interweizen bewirtschaftete Anbau-tläche gegenüber dem Vorjahr, das das bisherige Rekordjahr war, kaum abgenommen. Darüber hinaus hat die Saat überall ,r;ut überwintert. Nach den jüng-?-trn F.rmiftlungen sind.die Ernteaussich-tcM in Europa einschließlich Rußlands durchaus gut, obwohl die jüngste Trocken hoit die Situation in einigen Ländern verschlechtert hat. Auch in den USA. ist die Ernteaiissicht zufriedenstellend. Danoben unterstützt das günstige Wetter {k*r letzten Wochen die Fruhjahrs-weizenaussaat. In diesem Zusammenhang verdient besonders die Tatsache Beachtung. daß Kanada, das fast ausschließlich F-rühjahrsweizen erzeugt und normalerweise das gr(')ßte Weizenexportland der Erde ist, in diesem Jahr erstmals Aussichten hat, die Trockenheit der letzten fünf Jahre zu umgehen. Sollten die näch-.^ten drei bis vier Monate keine starke Verschlechterung der Situation zeigen, so wird Kanada in diesem Jahr erstmals seit 1032 wieder mit einer Normal weizenernte rechnen können. Bei dieser Sachlage sielit es so aus, als ob der Weltweizenmarkt in diesem Jahr weniger von den Ernten der südlichen Halbkugel abhängifi sein sollte als in den \'orl:iIiren. Über die Bodenverhältnisse der südlichen Halbkugel ausreichenden Weizen Versorgung 7U rechnen. Die Möglichkeiten für eine nachhaltige Weizenpreissteigerung, wie sie in den letzten Tagen verschiedentlich vorausgesagt wurden, erscheinen somit "Icht bedeutend. Der jugoslawische Weizenmarkt hat vorderhand noch keine wesentliche Änderung aufzuweisen. Bei uns beträgt die E,\portparität gegenüber dem Maltermin in Liverpool 113, gegenüber Rotterdam 119 und für Effektivware 128 Din. lDfeöerauf6ou öer £oiiO-tDii^dyaft onirrrridy« Von unserem Dr. Fa.-Mitarbeiter. Berlin, April 1938. Auf Veranlassung des Reichsniinisters D a r r ö und auf Grund eines Programms des österreichischen Staatsministers für Land- und Fortswirfschaft, Landesbauern führer R e i n t h a 1 e r, hat die Relchs-regierung großzügige Hilfsmaßnahmen für den Wiederaufbau der österreichischen Landwirtschaft angeordnet. Als erstes wurde die Im alten Reichsgebiet 1937 durchgeführte Preissenkungsaktion der Stickstoff- und KalidUngemit* tel auf das Land Österreich ausgedehnt. Da diese Preissenkung durch eine von der Deutschen Reichsbahn durchgeführte Frachtverbilligung für nach Österreich gehende Düngemittel unterstüzt wird, ergibt sich insgesamt gegenüber den bisherigen Preisen für Kalidünger in Österreich eine Ermäßigung um etwa 45%. Diese Preissenkung wird sich auf 55% erhöhen, sobald die im alten Reichsgebiet durchgeführte Frachtsenkung auch auf die österreichischen Bahnen ausgedehnt worden ist. Nach Aufhebung des hohen Einfuhrzolles beträgt die Preissenkung für deutsche Stickstoff-Ütlngemittel durch schnittlich 32%. Zur Sicherung der Düngeniittelvcrsor-.liung notleidender landwirtschaftlicher Betriebe, die sonst keinen Kredit erhalten würden, werden 1,200.000 Schilling Rfiichskredite zur Verfügung gestellt. Für den Bau von Futtereinsäuerungsbehältern (Silos) werden Reichsbeihilfen in Höhe von rund 75% der Baukosten bei einem Beihilfehöchstsatz von 12 RM. je cbm gewährt. Zur Förderung des Flachs- und Hanfanbaues werden nach denselben Grundsätzen wie im alten Reichsgebiet Anbauprämien in der Höhe von RM. 4.— je dz Stroh gewährt. Für das Jahr 1938 stellt das Reich erstmalig einen Betrag von 9,500.000 Schilling zur VerfüRunj;, um die ErrichUing von Rinderställen und von Senn- und Hirtenhütteii auf etwa lOOO bedeutenderen Almen zu ermöglichen. Mit Hilfe dieser Mittel sollen Autfahrts«-und, Auftriebswege sowie Wasserversörgungsanlagen hergestellt werden. Es wird dabei jeweils die Hälfte der Kosten zur Verfügung gestellt, die andere Hälfte muß durch Gemeinschaftsarbeit aufgebracht werden. Für die Besitzfestigung landwirtschaftlicher Betriebe in Österreich ist ein Betrag von etwa 16 Millionen Schilling zur Verfügung gestellt worden. Um tüchtigen Erwerbern heruntergewirtschafteter Höfe die rasche Wiederinstandsetzung zu ermöglichen, hat das Reich einen Betrag von 7 Millionen Schilling für das Jahr 1038 ausgeworfen. 2t Millionen Schilling wurden für Maßnahmen auf dem Gebiet der I.andeskultur zur Verfügung gestellt. Das Reich hat sich ferner bereit erklärt, unverzüglich Maßnähmen zur Entschuldung der österreichischen Landwirtschaft vorzubereiten. Für die Zwischenzeit sind alle Zwangsversteigerungen landwirtschaftlicher Grundstücke bis zum 30. JutI 1938 aufgeschoben worden. Außerdem werden Reichsbeihilfen gewährt zum Bau von Dungstätten, Jauchegruben und Oülleanlagen, zur Beschaffung von Kartoffeldämpfanlagen, für Grünlandumbruch und Grünlandverbe^^e-rung, für Errichtung von Grünfuitertrock-nungsanlagen, zur Beschaffung von Saatgutreinigungsanlagen einschließlich Beizmaschinen, zur Beschaffung von Landmaschinen und zur Beschaffung von Rü-benblattwäschen. Es handelt sich hierbei um die gleichen Zwecke, die auch im alten Reichsgebiet zur Intensivierung der Erzeugungsschlacht im Rahmen des Vier-jahresplans gefördert werden. Im Hinblick auf die außerordentliche Not der österreichischen Landwirtscli^ft sind jedoch die Beihilfesätze für das Land Österreich erheblich höher als im alten Reichsgebiet festgesetzt, teilwelij sogar mehr als verdoppelt worden. und Treue ihre frühe Vollendung fand. Alle diese Verwandelten, Menschen in der Blüte und Reinheit ihrer Jugend, haben innerlich den Tod überwunden und sind mit ihrem Schicksal eins geworden im Glauben nn die Auferstehung ihres Vaterlandes. b.' Mach Dir das Leben leicht. Von Walter B. Pitkin. Vorhut-Verlag. Otto Schlegel, Berlin. Pitkins Buch Ist für alle Menschen geschrieben, die zu angestrengt arbeiten; für Leute, die sich Sorgen machen; für Leute, die nachts wach liegen und in die Dunkelheit starren; für Leute, die frühzeitig am Tage milde werden usw. X Anscheinende Ausverkäufe. Das Handelsministerium macht die untergeordneten Behörden darauf aufmerksam, daß das Annoncieren des Warenverkaufes weit unter dem Tagespreis zwecks Hervorrufung des Eindruckes, als ob es sich um einen Ausverkauf handeln würde, nach dem Handelsgesetz streng verboten ist und bestraft wird. Es sind nämlich Fälle vorgekommen, daß Kaufleute in ihren Anzeigen darauf verweisen, daß sich die Preise ihrer Waren um 10, 15 und selbst um 20% unter dem Tagespreis befinden, X Ein Banatsfond zur Unterstützung der Viehzucht wurde im Sinne eines eben erschienenen Reglements im Schöße der Banatsverwaltung Ins Leben gerufen. Dein Fond fließt u. a. die Hälfte der Gebühren für die Ausstellung, Verlängerung, Übertragung usw., der Vichpässe und den Gemeinden entrichteten Gebühren. X Das Kraftwerk Fala hat für das Vorjahr einen Bruttogewinn von 30.77 Millionen Dinar aufzuweisen, um 3.1 Millionen mehr als im Jahre 1936. Nach reichlichen Abschreibungen resultiert ein Verlust von 25.081 Dinar, sodaß sich die Verluste der letzten Jahre auf eine halbe Million Dinar erhöht hal>en. Der Konsum stieg von 138.97 auf 175.5 Millionen Kilowattstunden; die stärksten Abnehmer sind die Stickstoffwerke in Ruäe, deren Strom-verrbauch auf 98.26 Millionen Kwh angestiegen ist. Die Anlagen werden bei einem Aktienkapital von 5 Millionen Dinar auf 114 Millionen Dinar bzw. 30.14 Millionen Schweizerfranken bewertet. Die Gläubiger machen 129.8 Millionen Dinar bzw. 31.8 Millionen Franken aus. Buikitsiiuui b. Paul AI Verdes, »Die Verwandeltemc. Erzählungen. Verlag Albert Langen— Georg Müller in München. Der Geist, der aus diesem Buche spricht, ist der Geist der Jugend und Kameradschaft, die in den Stürmen der Kriegs- und Nachkriegs-jähre der Prüfung ihres Menschentums standhielt und in opfcrmUtiger Hingabe c. Von der Glasindustrie. Die Vereinigten Glasfabriken der Brüder Ing. Wilhelm und Richard Abel haben dieser Tage vom Industriellen Teslic den ganzen Besitzstand der Glasfabrik in Sisak angekauft und ihn auf die Glasfabriken in Hrastnik, Sv. KrÜ, Straza und ParaÖin aufgeteilt. Der Betrieb in Sisak wurde somit zur Gänze eingestellt. c. Dia Verkehrsbüro «Putnik« sowie die Städtische Einfuhrgebührenstelle amtieren ab heute, Montag, bis auf weiteres im Hotel »Union«. Diese zeitweise Übersiedlung war notwendig geworden, weil der »Putnik«-Pavillon auf dem Balinhof-platz umgebaut wird. c. (Mfentlkhe Kinder-Impfung. Die Rathauskorrespondenz teilt mit: D'- diesjährige öffentliche Kinderimpfung (erste? Impfung) findet in Celje am 2. und 3. Mai zwischen 2 und 4 Uhr nachmittag.s Im Sitzungssaale des Rathauses (1. St.) statt. Die ärztliche Untersuchung der Impflinge und Impfung jener Kinder, die an diesen beiden Tagen der Impfung fern geblieben waren, wird ebendort eins Woche später, also am 10. Mai, zur selben Zeit vorgenommen. Impfpflichtigc sind alle im Jahre 1937 geborenen Kinder sowie alle jene, die bei der vorjährigen oder einer früheren Impfung aus irgendwelchen Gründen nicht zugegen waren. Entschuldigungen für das Fernbleiben von der Impfung sowie Bestätlgunge für jene Kinder, die bereits von Privatärzten geimpft wuiden, nimmt der Amtsarzt in den impfungstagen und an den Tagen der Nachuntersuchung im Sitzungssaal des Rathauses entgegen. c. AHeisendlebstähle. Kleine und grössere Alteisendiebstählc mehren sich in Celje und Umgebung jetzt derart, daß man sie gar nicht mehr einzeln aufzählen kann. Nur beispielsweise: von mehreren Grabstätten auf dem Stadtfriedhof wurden Eisenkreuze und Eisengitter fortgerissen und entwendet. Aus dem Eisenwerk in Store wurde eine Menge Alteisen gestohlen und nach Celje verkauft, von wo es wieder an das Eisenwerk Store zurückverkauft werden sollte. Aus der chemischen Fabrik in Gaberjc wurden Eisen siebe und dem Industriellen Cater in Sp. Hudinja die Eisenräder eines Huntes gestohlen. So ließe sich diese Serie weiterentwickeln, doch fehlt der Raum dafür. Der Verdacht der Täterschaft richtet sich gegen zwei Burschen aus Ptuj bzw. aus Ljutomer. Sie wurden hier verhaftet. c. Die eraten Schwalben. Erst jetzt, vier Wochen nach dem volkstümlichen Wiederkehrtermin Mariä Verkündigung, ließen sich die ersten Schwalben in Celje sehen. Trotz der großen Verspätung aber sind sie heuer noch früh daran. Denn die erste Vorhut traf am 21. April ein, als noch Neuschnee auf den umliegenden Bergen lag und unfreundlicher kalter Wind durch die Straßen der Stadt fegte. Drei oder vier müde Tierchen waren es, die am Nachmittag des 21. April, erschöpft, tief im Bett der Sann, fast in unmittelbarer Berührung mit der Wasseroberfläche, auf- und abhuschten, um hungrig nach einem Imbiß zu suchen. c. Khio Metropol. Heute, Montag, der spannende Abenteuerfüm »Liebe gelit seltsame Wege« mit Karl Ludwig Diehl, Olga Tschechowa und Karin Hardt. c. Kino Union. Heute, Montag, das ^Mädchen Ju-Ju«, ein Füni der innero.i Leidenschaften mit AIhrocht Schönhals unci M. Andergast, in deutscher Sprache. Dienstac:, rlen 26. April 1038. »Mariborer Zeitung« Nummer 95. 3tori OHari&orer SuBbaHfiese in öer TReiflerfd^aft »2ELEZNieAR<( ÜBERTRUMPFT »HER MES« MIT 7 ; 3 UND »MARIBOR« FERTIGT »CELJE« MIT 3 : 0 AB. — CAKOVEC« SCHLÄGT »KRANJ« 6 : 0 Nacli den letzten unliebsamen Vorfällen konnten sich nun unsere Fußbäller wiederum glattweg durchsetzen und für Maribor nicht weniger als vier Meister-i-chaftspunktc einheimsen. In Maribor weilte gestern der Sportklub »H e r m e s« aus Ljubijana und mußte, nach einem aufregenden Gefecht mit 7 ; 3 (2 ; 1) Reschlagen, vollauf die Ueberlegenheit der »2 e 1 e z n i c a r«-Mannschaft anerkennen, die sich auch diesmal in bester Form und Verfassung präsentierte. Das Spiel war nur in der ersten Halbzeit offen, doch war auch hier das bessere Können der Mariborer Eisenbahner unverkennbar, die es schon bis zur Pause zu einer 2 : 1-Führung gebracht hatte. In der zweiten Halbzeit brachte dann der »2eleznißar«-Sturm das Kunststück fertig, innerhalb von sechs Minuten vier einwandfreie Treffer einzuschießen. Im Sturm stellte sich diesmal Eferl als gewiegter AngriffsfUhrer vor. Pau-I i n und L e § n i k waren zwei schußfertige Verbinder und auch die beiden Flügelmänner taten erfolgreich mit. Den Tormannposien bezog nach langer Zeit wieder M a h a j n c, der mit einigen schönen Paraden aufwartete, aber immerhin drei Treffer der Gäste nicht verhindern konnte. Jedenfalls haben die Eisenbahner mit dem gestrigen großen Punktesieg bewiesen, daß sie wiederum ihre alte Meisterforni zurückgefunden haben. Schiedsrichter V e b l e hatte den fair geführten Kampf jederzeit in der Hand. Tn Celje erfochten »M a r i b o r s« Fuß-ballkämpen einen großartigen Punktesieg. Die Mannschaft lief alsbald zur Bestform auf und war den »C e 1 j e«-Spielern in allen Belangen überlegen. Als ganz erstrangiger Scharfschütze stellte sich diesmal Vesnaver vor, der allein alle drei Treffer schoß. Bei »Celjec agierte das Hinterspiel noch am besten, dagegen fielen die übrigen Formationen stark ab. Als Spielleiter stellte sich Schiedsrichter C a m e r n i k vor. Das dritte Match der gestrigen Meister schaftsrunde ging in Cakovec vor sich, wo der SK. Cakovec die Vertreter des SK. Kran] mit 6:0 abfertigte und sich damit einen weiteren Vorsprung in der Tabelle sicherte. Spielleiter war Schiedsrichter Kopie aus Maribor. V i j a« und »L c n d a v a« das letzte Punktespiel der Fußballmeisterschaft der zweiten Klasse. »Slavija« behielt mit 10: die Oberhand und holte sich damit den Meistertitel. etraftenrninen ötr Tta^al^rer Auf der bekannten Kreisstrecke in Po-dutik bei Ljubijana fand gestern ein Fahrradrennen statt. In der Hauptkategorie über 64 Kilometer trug der Zagreber pTOsinek in 2:05 den Sieg davon. Zweiter wurde Lavrih (Fortuna, Beo-grad) in 2:0.31. Der vierte Platz fiel an S u n k o vom SK. Zelezntdar, der die Stecke in der ausgezeichneten Zeit von 2:6.14 zurücklegte. Bei den Junioren über 32 Kilometer siegte P o d ni i l § 2 a k (Edinstvo) in 1:01. Sodec (Marathon, Maribor) wurde in 1:5 Fünfter, 3u0ofIalDleii—Ungarn 3:i JUGOSLAWISCHE SIEGE IN DEN DOPPELSPIELEN. — HEUTE, MONTAG, FOLGEN DIE RESTLICHEN EINZELSPIELE. Wegen des plötzlichen Regens konnten am Samstag die weiteren Kämpfe der Tennis-Mitropa-Cup-Begegnung zwischen Jugoslawien und Ungarn nicht abgehalten werden, sodaß sie erst gestern zur Entscheidung gelangten. Punöec* Schicksal teilt nun auch der Ungar Dal-los, der wegen einer Sehnenzerrung von den weiteren Spielen zurücktreten gezwungen war. Im Doppel spielten infolgedessen G a b o r y und Ferenczy zusammen, die sich von P a 11 a d a und R a d o v a n o V i c, der Punöec vertritt, eine glatte Niederlage gefallen lassen mußten. Das jugoslawische Paar siegte in drei glatten Sätzen 6 : 2, 6 : 2, 6 : 4. Auch K u k u ! j e V i ö und M i t 1 d benötigten im folgenden zweiten Doppelspiel gegen A s z b o t h und S z i g e-t h i nur drei Sätze, um die beiden Ungarn mit 7 : 5, 6 : 2, 6 : 4 niederzuringen. Jugoslawien fielen somit beide Punk te aus den Doppelspielen zu, sodaß der Stand der Begegnung gegenwärtig 3 : 1 zugunsten Jugoslawiens lautet. Heute, Montag, werden die Kämpfe mit den beiden restlichen Einzelspielen zum Abschluß gebracht. Die Gegner sind R a d o v a-n 0 V i c und F e r e c z y einerseits und anderseits M i t i c und S z i g e t h y. Budapest—Wien 5:3. Im Wiener Stadion ging gestern ein Städtespiel Wien—Budapest vor sich, das eine Art Fortsetzung der Länderkämpfe Oesterreich—Ungarn darstellte. Obwohl die Wiener als haushohe Favo-rits galten, entrissen ihnen dennoch die ungarischen Gäste den Sieg. Das Resultat lautete 5:3 zugunsten der Budapester Auswahl. Den zeitweise recht spannenden Kampf leitete der Beograder Schieds richter Mika P o p o v i c. Sofioter »Slavija« in Banjaluka. In Banjaluka weilte gestern die »Sla-vija« aus Sofia zu Gast. Den Gegner stellte der heimische SK. KrajiSnik, der diesmal eine glänzende Leistung vollbrachte, indem er das Spiel mit 2:2 unentschieden beenden konnte. Das Gastspiel der Bulgaren bedeutete für Banjaluka eine wahre Sensation. Silvilcrin die natürliche Haarnahrung. Verhütet und bekämpft Haarauefall, fördert den Haarwuchs und hält die Kopfhaut gesund. Es beseitigt Schuppen fastüber Nacht. Stellen Sie noeh heute eine Flasche auf Ihren Waschtlaeh Silvlkrln, di» Erfindung dM b«rOhmt«n ilolo-g«n Dr. Waldnvr, iat datneusPrlparatidat durch iularlleha Zufuhr organiaeher Haar-bauatoffa dia haarbiU dandan Gawabe wirksam amlhrt und zu nauam,gaaundem Haarwucht bringt. SUvikrln-Lotioii Diu 9T. -J ErMmieh la allaa almlilliiy« ttnMfton Sorgen Sia fOr Ihre Kopihaut, dann wird Ihre Kopn^aut für Ihren Haarwuchs aorgen. 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Dieser Tage gelanß es durch einen /raphic zu entdecke«. Um 1888 zeigte der Chicagoer Zahnirzt !)r. Herbert Franklin in seinem Bekaiin-tonkreise Aufnahmen hcruin, die durch ihre naturgetreue Farbcngebung auffielen. Zuerst glaubte man an einen Scherz, aber CS gelang dem Zahnarzt, immer wieder seine Freunde mit neuen Aufnahmen zu überraschen. Vor allem gelangen Ihm Portrülaufnahmen, die jeden Farbenton wiedergaben. Das Qeheimnis, bunte Bilder herzustellen, kannte Dr. Franklra damals schon einige Jahre. Er war alt eifriger Phofoamateur von alletfi durch einen Zufall hinter diese geheimnisvolle Ftrben-gebung gekommen. Doch die Zusammen« Stellung, die Art der Chemikalien verriet Dr. Franklin nicht. Seine Freunde, die ein Dollarmillionengeschäft witterten, rieten ihm, seine Praxis aufzugeben. Sie richteten ihm ein Laboratorium ein. Doch schon in den ersten Tagen geschah ein Unglück. Dr. Franklin hatte eines Abends Platten mit seinen Chemikalien entwickelt und zum Trock -tien ein Holzkohlenfeuer be?hitzt. In der Arbeit vergaß er den Ventilator zu öffnen und nm Morgen fanden ihn seine Angestellten tot. Er war an einer Kohlenoxyd-gasvergiftung gestorben. Nun suchten seine Freunde, die das Tjeld für das Laboratorium gegeben hatten, nach dem Farbenrezept, aber Franklin hatte dieses Geheimnis mit in sein Grab genommen. Nirgends fand sich eine schriftliche Niederlegung der Chemikalien /usammenstcllung. Trotzdem notierte man .'ilic im Vcrsuchsraum befindlichen Chemikalien und lieB einen Chemiker mit dem vorhandenen Material Versuche anstellen. f>iese fielen aber alle schlecht aus, 2. T. sogar so, daß bisher gute und seltene Aufnahmen vollkommen vernichtet wurden. Vor einigen Wochen nun bemerkte in der Stadtbibliothek in Chicago ein Photo*-amateur ,der sich zufällig mit Fafbenait* nahmen beschäftigt, in einem alhMi Buch über Entwickler und deren Zusammen-stefhing anf dem Deckel des Boclics und auf einigen klehien Zetteln Notizen, die sich ihm als ein Farbenrezept entpuppten. Jones, der Finder der Rezepte, machte Versuche mit diesen neuen Rezepten und «8 stellte Bich im Verlaufe vieler Nachforschungen heraus, daß diese Bücher aus dem Nachlaß von Dr. Herbert Franklin stammten und die BOcher dann von sei- Miäkitt Auuiut KUIn« Anc«la«n koaton SO Pars pro Wort. In dai* RiibHk „Korr*-•pondans" 1 DInap / Dta Inaaratanatauar O bla 40 Werta, barachnat / Ola tHHdlOmnap r PtelAaZ«t- 7'S0Dlw<' Wi ti B—f> Afiaaliia« «Huri----^----- Mln^aaltaKa fBr alna Maina Anaalge MIHHd W Mnap i ___ •anduAs van ehtffisBHafan lat eine wbtihr van lO Olnep lu artepan 4 Anfre^n Meine Oabähr veiiSOliwr lw1^>tii*whawbatfcuaciMlaa»aii Diu. 28M— notwendig, um mcNifttlicli Dln. lOOO'— als Helmarbeit zu verdienen» Zu schritten: »Anos«. Maribor, Oroinova 6. —Retourmarke bcfschllefien. S393 Schttner WeiofarttnbetUx# knapp Maribor* sehr ertrass-reich. Herrenhaus, 5 möblierte Zimmert Preaae« Keller mit 150 h Faßfceschlrr. Winzerhaus. Wirtschaftsgebäude, elektr. Licht, eigene Wosser-leltunc und Bad, eroBer Obst garten* Ober 700 Obstbäume, 6 Stück Viehstand Ist wegen hohen Alters wie es liegt und stellt samt reichem fundua in-jstmctus günstig zu vetkau-fen. Zuschriften unter »Pracht besitze an die Verw. 370ft Zweifamilienhaus zu verkaufen. 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Wie verlautet, sind bereits großzügige Versuche mit der neuen Farbenphotogra-phie im Gange und auch verschiedene wertvolle Angebot ean Jones erfolgt. Unter diesen Angeboten befinden sich Vertrage der bekanntesten Filmproduktionsfirmen, die sich auf diese Weise in den Besitz der Rezepte setzen wollen. Von den Enkeln Franklins und den Erben der Freünde des Erfinders werden -'Icichfalls Rechst- und Erbansprüche geltend gemacht. Wie.diese ausgehen werden, ist zweifelhaft. Wichtig ist, daß die Erfin-dung des Chicagoer Zahnarztes noch der heutigen Welt auf dem Gebiete der Far-benphotographie Anregungen zu bieten vermag, die mit Geld aufgewogen werden. Telephonzentrale fOr Oesandheitspflege. Die italienischen Aerzte haben bei der Post einen bemerkenswerten Vorschlag durchgesetzt, der sicher Nachahmung finden wird, wenn er sich bewährt. Danach wird In Kürze in jeder größeren italienischen Stadt ein ^ndertelephon-amt' eingerichtet, das den Namen »Tele-phonzentrale für Gesundheit« führt. Der Zweck dieser Zentrale ist es, dem Publikum unverzüglich alles Wissenswerte Ober Krankenhäuser, Kliniken, Hilfsstationen und Handreichungen für die erste Hilfe bei Unglücksfällen mitzuteilen. Man verspricht sich von diesen Telephonzentralen für Gesundheitsdienst eine bedeutende Beschleunigung Im Rettungswesen und hofft manchem Verunglückten und manchem Kranken viel überflüssige Schmerzen, manche vermeidbare Operatton zti ersparen, ja, ihnen sogar das Leben zu erhalten. Die polnische Regierung plant, die Zitronen, für deren Einfuhr jährlich sechs Millionen Zloty ausgegeben werden, durch Moosbeerenextrakt zu ersetzen. Der französische »Sou« (im Werte vun fünf Centhnes) wird abgeschafft. Im hohen Norden fand man Stechmük-ken, die In einer Kälte von bis 32 Grad Überwinterten und bei 28 Grad noch um.^ herkrochen. BSBeäSI mm Akkiiäü^ 9t0man oon $aul ^atn Urbeber*Kecbtsschutt: Dentscber Roosui-Verltg vorm. C. UBferriclit, Bad Seehaa. 4/ Mallr hat inzwischen wieder frisches Bier gebracht, Schmidt wartet, bis er diskret die Tür von außen geschlossen hat, lind heginnt dann, während ihm die Au-ucn heinahe zuzufallen scheinen. Vergangenheit steht auf. Viele Jahre .schnimpfun zusammen, und ein Menschen Schicksal läuft noch einmal ab, das schon längst abgerollt ist. Wilhelm Schmidt hat nach dem großen Kriu^c verhältnismäßig spät geheiratet, (janz plötzlich ist diese leidenschaftliche Liebe zu einem jungen, bildschönen Geschöpf über Ihn gekommen, die er als Süingcrin auf einer kleinen Gesellschaft kennenlernte, Es war wohl beiderseitig '.gleich von Anfang an sehr viel Zimci» .LTung, die sich rasch zu einer starken Leidenschaft steigerte. Lilian Gisander war Waise, und Verwandte hatten ihr das Mtifikstudiuni ermöglicht. Auch sie starben bald, und Lilian Gisander mußte last hon, doli sie bald selbst Geld zu ver-dK'fieii begann. Sic war von cngelhaKer Schönheit, Barone, sagt Wilhelm SchmhJt leise, »so banal das auch klingen mag. Und ^ hatte eine wundervolle Stimme. AH die erwähnten Umstände brachten es wohl auch mit sich, daß sie meiner stürmischen Werbung so schnell Gehör schenkte. Ich verdiente damals sehr gut bei einer großen industriellen Firma und konn-le ihr so jede weitere Ausbildung im Gesanglichen ermöglichen. Ihr Traum war ratiirlich die Bühne. Und ich hoffte, daß dieser Traum schon in der Ehe bald verblassen würde. Es würden ja andere Pflichten kommen — für sie.« Sclimidts Stimme wird spröder und härter, als er weitererzählt. »Lilian erhält wirklich ihr erstes Engagement und hat Erfolg mit ihrer Anmut, ihrer bestrickenden Erscheinung und auch mit ihrer Gesangskunst. Kleinere Rollen werden ihr anvertraut — an guten Berliner Bühnen. Auch ich war froh darOber, denn das Werk, an dem ich tätig war, schloß seinen Betrieb infolge der allgemeinen mißlichen Wirtschafts-vcrhältnisse, ich saß auf dem Trockenen 1 Meine mannigfaltigen Patente, auf die ich große Hoffnungen gesetzt hatte, waren entweder Nieten oder wurden in einer Zeit geschäftlicher Rücksichtslosigkeit und Demoralisation von anderen aus gebeutet. Für Prozesse war kein Oeld da. Ein Glück in dieser sorgenvollen Zelt: Lilian bekam ein Kind, ein Mädchen. Sie erholte sich schnell, so daß sie neue Engagements annehmen konnte. Trotzdem, Herr von Trautenau — war das für mich eine verdammt zermürbende Zelt. Wir Mngen beide an unserm Mftdel, das sich von Monat zu Monat reizvoller entwickelte. Aber Ich? Ich lag da auf der Bärenhaat, kein Gedanke daran, eine neue, meinen Können entsprechende Stellung zu finden. Ich war in einer dauernden scheuBiichen Stimmung, wie Sie sich denken kOnnen. War ja auch kein Wunder. Die Frau feierte Triumphe und legte allmonatlich ein schönes Stück Oeld hin. Pfui Deibel? Sie hat ihr schönstes Lächeln dabei gehabt — aber kann so ein Lächeln bei einem Mann das Gefühl auslöschen, daß er mir vom Verdienst seiner Frau lebt? No — nein^c »Nein«, sagt auch Trautenau. Wilhelm Schmidt hat die Augen groß geöffnet und trommelt mit den Finger-knöchehi gegen die Tischplatte. »Ein Ende machen mit diesem Zustand 1 Ein ehemaliger Freund schrieb mir aus Amerika, daß dort Chancen wären. Amerika — ein Zauberwort! Dort konnte man tüchtige Ingenieure gebrauchen. Also hinfahren 1 Um so eher* als auch das Verhältnis zu Lilian im Laufe der letzten Zelt gespannter wurde. Sie war kaum noch zu Hause — sie hatte Proben — sie hatte Einladun gen zu befolgen — gesellschaftliche Verpflichtungen aller Art warteten auf sie, denen sie nur zu gern folgte. An Verehrern ihrer Kunst — und ihrer Schönheit fehlte es nicht. Und sie war noch so jung. Ich fuhr nach Amerika. Der Abschied war kühl. Ein Bild von Lilian nahm ich mit — und als besonderen Talisman ein Löckchen von dem goldenen Haar der Kleinen, das ja bei der Mutter bleiben mußte, so winzig wie es noch war. Geld machen hieß die Parole. Schon nach einem Jahr bekam ich ein Schreiben meiner Frau, ich möchte sie freigeben. Wutanfall I Damals arbeitete ich als Wagenwä-j scher auf dem Broadway* Baron* und verdiente dreißig Dollars die Woche. Ein Dreck für drüben. Antwort also: niemals. Und die Tragödie rollte ab. Lilian hat wohl zu früh sich in den sicheren Hafen einer Ehe retten wollen, als sie mich heiratete, erst jetzt, mit den Erfolgen, den Triumphen erwachte auch die große Lust am Leben. Der Rausch der großen, bunten Welt überfiel sie. Und sie riß dieses bunte Leben mit einer rasenden Begierde an sich. Ihre Engagements wechselten schnell, es war etwas Abenteuerliches in ihr Let>en gekommen. Ich will Sic nicht mit Einzelheiten lang weilen, Baron. Genug, ich kam hoch aus dem Hexenkessel Neuyork. Eiserner Wille tmd etwas Qlück. Ich bin heute einige Millionen schwer, Baron — das so nebenbei.« Trautenau zuckt ztisannien. Er hat bisher mit höchstem Interesse zugehört. »Gratuliere«, murmelt er, da ihm im Augenblick nichts anderes einfällt. »Ja, Ich habe in jenen ersten Jahren oft nach Hause an Lilian geschrieben, es kam keine Antwort. Umso verbissener afbeitete Ich. Dann konnte ich es mir leisten, einen der besten amerikanischen Detektive zu beauftragen, nach Lilian und dem Kind zu forschen. Es war eine sehr schwere und langwierige Arbeit. Lilian war unter einem Künstlernamen aufgetreten und hatte diesen später sogar gewechselt, das erschwerte die Nachforschungen ungemein. Verwandte besaß sie nicht. Nun, wir ha-ben's doch geschafft. Wir haben endlich festgestellt, daß sie in Hamburg begraben liegt. Das große, bunte Leben, in allzu hastigen Zügen getrunken, hatte sie getötet. Viel zu früh, viel zu früh. Wer sollte da Richter sein? Ich hab' diese Nachricht verwunden, Baron, und weiter nach dem Kind suchen lassen. Eine goldene Locke von Ihr und ihre Personalpapiere, das war alles, was ich von ihr hatte. Und wie viele Schmidts gibt's in Deutschland? Es hat jahrelang gedauert, bis mein Beauftragter auch diese Nuß knackte.« Herr von Trautenau springt beinahe vor Spannung vom Stuhl auf. »Sie haben Ihr Mädel wiedergefunden? Nach —« »Nach siebzehn Jahren etwa, ja. Und sie hat keine Ahnung davon, daß sie einen Vater hat, der Wilhelm Schmidt heißt. Ich hörte auch davon, daß sie die Stimme ihrer toten Mutter geerbt hat und wie eine Lerche singen kann. Beinahe hätte ich die Dummheit begangen, als Deus ex machina aufzutauchen und diese ihre Stimme ausbilden zu lassen. Gott sei Dank hörte ich, daß sie verloht Ist, hörte es noch rechtzeitig genug.« Chefredakteur und für die Redaktion verantwortlich: UDO KASPER. — Druck der »Mariborska tiskama« in Maribor«« — Für den Herausgeber und den Druck verantwortlich Direktor STANKO DJETfiLA, — Bslde wohnhaft in Matit>oi<