Echristleituog: >«cha»»gasse Wr. 5. trldUi Wt. »1. tntrnirtioi. tlit«Ra»»c: Täglich k«« faluttu Mt 6-ci!«- a. K-tci-l|i) wo 11—1* Büt vom. ««mtfibra anten mchl «II, , » fn, noMKUU «>»-■»««gta mat tKTiltfflÄrrtJt litlitlg «n , « » mnl d>< PcrtMltniu Des« hutonmg tn billigt feft-«ßtlini •rtUtin eatgtar». M »uKiIioIiimcti t'jo«-ud>U$. «■.ScsKAe eil An« «-» WitneoiS ant ellll,llngn> Data bit v«st »f|0»ta : MMriWii« . . . X rM «•iMSfcl« . ... K s-U •oiuiilmj . ... K irM #ili « II11 atU Aaste»»»» ml Haa« ! Dtoutlidi ....KIM «rndtiM« $al»l*ll(ig . . . . K #•— ioBUWing . ... K U -jrilt« aa«Ina» krhiche» M «< 0F|ii :*ucMl&r(r aal Mc|ileca 8ciKBlao)t^(klU|ic». «tniclcttcct »Mavmrntl g<[tra bi» ,»> «bbrfttflnaj 38. Jahrgang. cter. Als Arndt, der Freihei tSsänger, daS deut-schc Volk begeistert aufrief, den 18. Oktober hinfort als größten Feieit.ig zu halten, da schrieb er auch, daß Flommenzeichen von allen deutschen Bergen daS gemeinsame Gedenken und die Freudengrüße von einem zum andern ins ganze deutsche Land hinlenchten sollen, vom Rordmeer zur Adria. Heute, uach 100 Jahren, nachdem die Deutschen in rastlosem Schaffen erworben haben, waS die Völker auf der Wahlstatt blutig vererbten, heute machen alle einmal halt uud feiern. Und wir hier vor der Adria wollen und müsien mitfeiern, wie wir gerufen si»?; mit dem Er-h«bcnftrn und Besten, was wir wiedergeben ttm«n aus ollem, daS im Geiste Kraft und ftaib aller Deutschen ist. Doch nicht im befriedigt Steckenbleiben zum fmdivllen Genießen soll daS Zeichen de« Festes sein, bet uuS vor allem nicht, denn die Zeit ist °i uns zu opfern uud zu Taten. Wir wollen Mf im Festjubel sagen, daß wir immer im ssten Eingedenken handeln werden, daß auch wir Nachfahren haben und, wenn einmal später „Hott mit uns!" (Zur Jahrhundertseier der Leipziger Schlacht.) Deutsch-Oesterreich! Wirf ab des Alltags Sorgen; Heut soll dein Aug' die Sonnenweite schaun! Mag immerhin, entrückt dem Gottesmorgen, Die Schar der flauer Turm und Zingel baun: D» Nimm empor, dem ew'gen Quell zu lauschen, Stolz mitzuleben jene große Zeit, Die dich umwebt mit mächt'gem Flügelrauschen llnd ernster Rückschau uns're Seele weiht. Ein Gottesurteil — schaudernd mögt ihr'» sagen — 8tar jeneil Leipzig — blnt'ge Sühne war «, Ein letzte«, glüubig-wildverzweiselnd Wagen, Ein Aufschrei an den Stufen de« Altar«! Der Priester aber, der dort benedeite, Ls war die Heimat, unser stärkster Hort; Vergeltung hieß der Feldherr, der sich reihte Tie Krieger, lauschend einem Losungswort: Dem Worte „Freiheit", da; die VolkSnot prägte, Dem Wort, in Rede, Schrift und Liedern wach, TaS ihn, den Dämon, aus dem Lande fegte, iumzfNirreuder Sklavenketten Erz zerbrach! Bei Jena wähnt' sich Krämergeist verloren; Ein Iahn schaut schmerzerMllt die Schmach der Zeit: Za seinem Zorn, den Preußens Weh geboren, Pulst deutsche« VolkStum, Deutschlands Einigkeit! Es tritt er vor, die Herzen um-uroden, Der Freiheit Saat zu streun ins deutsche Land; Und garbenschwer lohnt der gepflügte Boden Den AcknSmann im grauen Zwilchgewand. llnd ringi, in Flur und Feld und Wald und Wegen, Dem Truggold fern, daS schnöd' um Könige gleist, °lah^ """ bis G eschichte der Dcutschen geschrieben wird, so soll Eilli darin in Ehren stehen. So möge die Feier, möge das Gedenken der großen deutschen Tage uicht bloß Hall und Rauch, mögen sie Kraft bringen! Ein Ansturm grgrn dir unterstririschrn Errichte. ES ist eine durch die Erfahrung vielfach be. stätigte Tatsache, daß die slowenischen Politiker mit dem Geschütze der Entrüstung dann angesahren kom-men, wenn sie etwas Besonderes verdecken wollen. Dies ist auch jetzt der Fall, wo wir in den slowe-nischen Zeitungen maßlos hestige Ausfälle gegen den Oberlandesgerichtspräsidenten Pilreich und gegen den Justizminister Hochenburger finden, und zwar des« wegen, weil angeblich das slowenische Beamtenele-ment bei den Gerichten in gemischtsprachigen Ge-bieten zurückgesetzt und auS dem Justizdienste ge-radezu hinausgeekelt werde. Zwei Rechtspraktikanten de« Eillier Kreis-gerichteS haben sich also sür den Justizdienst nicht geeignet erwiesen. Sie wurden daher trotz langer Praxis zu Auskultanten nicht ernannt, und diese beiden ungeeigneten Praktikanten sind Slowenen und so sind die slowenischen Politiker sofort bei der Hand, um gegen Pitreich und Hochenburger die schärssten Ausfälle loszulassen und ihnen eine vom deutschnationalen Fanatismus diktierte Parteilichkeit Sich herrlich zu entfalten deutscher Geist l Die Lohe, die bei Leipzig stolz verkündet Des Sieges Morgenrot nach dunkler Nacht: Aus tausend Flammen ward sie heiß entzündet, Bon heil'ger Liebe Atem hell entfacht! — Der Regen rieselt nieder! — Bor den Toren Der Lindenstadt wogt der Entscheidungvkampf: Dorf und Gehöft, erobert und verloren, Zerfällt zu Schutt, versinkt in Pulverdampf; Ausleuchtend, zehrt, der Nacht zu Trutz und Höhne, Ein letzter Gluthauch seine Beut« auf: Den Dachfirst, die Lafette der Kanone, Die starre Hand am blanken Säbelknauf. Und die dem Blei, dem Mordstrahl nicht erlagen, Streckt hin deS Schlafes eiserne Gewalt: Und niemand hört die zwölfte Glocke schlagen, Die von Sankt Peter dumpf herüberhallt. .. Doch — Einer folgt dem Schritt der trägen Stunden, Er, der deS Aufstiegs Mühe leicht vollbracht; Er ha« den Druck der Eisensaust empfunden. Die sich den Stärksten, Kecksten dienstbar macht. Des weiten BrachseldS Seufzen, Aechzen, Schweigen Heischt ungestüm den vorenthaltnen Zoll, Verwehte« Laub, des fahlen Nebels Reigen Raunt ihm verächtlich zu: „Dein Maß ist voll!" Ach. ihm erflehn die Rächer, alle, alle, Endlos gereiht, deS Mordes grause« Bild: Der Hoser grüßt voran von Mantua« Walle Und Raben decken Rußlands Schneegesild . .. Und plötzlich fühlt er sich erfaßt, getragen Vom eis'gen Sturmwind, der sein Haar zerwühlt. Zu öden Klippen, die gespenstisch ragen, Einsam und stumm, vom ew'gen Meer umspült. Jäh schrickt er auf, erkennt deS TodeS Fährte laa d,r aus dem Brodem jetzt erwacht: —__ in die Schuhe zu schieben, obgleich daS gleiche Schicksal vor ganz kurzer Zeit auch einen deutschen Rechtspraktikanten getrosfen hat. Es ist doch selbstverständlich, daß, da die An-forderungen an den Richterstand mit dem Fort-schritte der Zeit auch bedeutend höher werden, nur vollkommen qualifizierte Kandidaten zum richtn-liehen Berufe zugelassen werden, Kandidaten, welche nicht nur über das nötige Fachwissen und die SprachkenntniS, sondern auch über einen höheren allgemeinen Bildungsgrad und die für einen Richter erforderlichen Umgangssormen verfügen. Wenn es bei den slowenischen RichteramtSkandidaten an der einen oder anderen dieser Voraussetzungen sehlt, so kann das nicht gerade Wunder nehmen. ES werden rein slowenische Gymnasien geschaffen, an denen naturgemäß der Unterricht in der deutschen Sprache nicht jenes Ausmaß besitzt, welches die Kenntnis derselben in einer sür die Ausübung des Richter-beruseS ausreichenden Weise übermitteln könnte. Und wenn diese slowenischen Gymnasiasten an die Hoch-schule kommen, so gehen sie jetzt mit Vorliebe an eine tschechische oder gar polnische Universität, wo sie nicht nur das bischen Deutsch, das sie erlernt haben, sondern auch noch die Geläufigkeit in ihrer slowenischen Muttersprache einbüßen. Da« eine ist aber sür diesen Bildungsgang zweifellos charakteri-stisch, daß er sich nämlich auf einer doch enger be-schränkten BildnngSlinie bewegt, auf welcher der geistige Blick des jungen Mannes nicht jene Weite gewinnt, die das Studium an einer deutschen Uni-versitit bringt, zumal ja an der tschechischen und polnischen Universität für den jungen slowenische» Musik erschallt! Der Blücher steigt zu Pferde, Dem keines Franzmanns Schwerthieb bange macht! Mehr als ein Schemen ist dein traumhaft Ahnen: Der deutschen Treue weicht die Söldnerschar; Dein Adler sinkt, hoch flattern Preußen« Fahnen Und stolze Kreise zieht der Doppelaar I Der Adler sank .. Seht ihr den Rheinstrom blinken, Der. Deuschlands Heere grüßend, wogt und schänmt. Aus dem Montmarte Helm und Mütze winken? .. Der Traum der Weltherrschaft ist ausgeträumt. Und wieder rufen Leipzig« Kirchenglocken In« deutsche Land: „Nun danket alle Gott!" Und wieder weckt deS Reiches laut Frohlocken Der Ostmark Echo — trotz der FeindeSnot. Befeuernd blicken sieggekrönte Scharen Auf un« jetzt, die wir — Blut aus ihrem Blut — Der Heimat Scholle unentwegt bewahren, Im steten Kamps, der Freiheit Flammenglut. — Nie werden wir, die Enkel, je vergessen. Euch, Hork und Blücher, Scharnhorst, Fichte, Stetig Ench, Schenkendors und Arndt, die sich vermesset» Zutrotz dem Imperator deutsch zu sein. Uud werden, edler Karl, dir ewig danken, Cherub von Aspern. Deutschlands Morgenstraht,. Und ihm, der in den Tod ging ohne Wanken, Dem Bauernkönig ans dem Passertal . . . Gralzauber hellt Luisens Blick den klaren, Au« dem un« Mitleid, Trost und Hoffen quillt Und hoher Sinn, den wir als Kleinod wahren. Bekränzend Tag für Tag ihr teures Bild! Auch jene treuen Helden gilt'S zn loben, Die Oesterreich geführt zum Waffentanz, Und jenes Dreigestirn, daS sich erhoben AuS Nacht und Not zu neuem Ruhmesglanz. — Seite 2 Studierenden die Erlernung der tschechischen oder polnischen Sprache ein« sehr wichtige Sache ist, da fi« ihm ja da» BerstÜndni« der Vorlesungen über-mittelt. Nur so ist es denn auch erklärlich, daß diese slowenischen Rechtspraktikanten, wenn sie bei einem in unserem Gebiete liegenden Kr«i«gerichte eintrete», genötigt sind, den slowenischen Kur» zu besuchen, um wieder volle Sicherheit im juristischen sloweni-schen Sprachgebrauch? zu erlangen. An der tschechischen Universität werden übrigen» unsere jungen Slowenen zu einem sanatischen Pan-slawi«mu« herangezogen, der sie zu dem unpar-teiischen Richteramte ganz und gar untauglich macht. So hat vor einigen Jahren ein solcher slowe-nischer RechtShörer namens Suhac den Mut be» sessen, die Beilagen seines Gesuches um Zulassung zur Rechtspraxis mit dem von der StaatSanwalt-schast beschlagnahmten Stempel „20/IX. 1908* zu versehen. E» ist begreiflich, daß der Geist, der au« solchen Bestrebungen und Aufwallungen sprich», aus unseren Gerichten ausgemerzt werden muß. weil er eine große Gefahr für die Rechtsprechung und für die Rechtssicherheit mit sich brächte. ES ist daher ein« ganz bedeutende Verdrehung und Entstellung, wenn von einer Zurücksetzung der Slowenen bei den untersteirischen Gerichten ge-sprochen und geschrieben wird. Die Slowenen, dir bei den Gerichten angestellt sind, genießen ganz be« deutende Vorzüge, denn eine große Zahl dieser slo> wenischen Beamten hat daS Glück, von der Regie-rung zur weitesten sachlichen Ausbildung an die Universitäten von Graz und Wien, ja auch an reichsdeutsche Universitäten geschickt zu werden, wa» den deutschen richterlichen Beamten unsere» Wissens bisher, von einem einzigen AuSnahmSsalle abgesehen, überhaupt nicht widerfahren ist. ES seien hier nur die Namen Krek, Skerlj, Dolenc, Eberl, Sagadin usw. erwähnt. Auch die Beschwerden der Slowenen über die Zurücksetzung ihrer Sprache bei unseren Gerichten sind ebenso ungerechtfertigt und geradezu bei den Haaren herbeigezogen. Man kann sich da aus einen geradezu erstklassigen Kronzeugen berufen: Der beste slowenische Kenner der untersteirischen Gerichts»«-Hältnisse, Dr. Hrasovec, hat auf dem slowenischen Advokateutage in Laibach bei der Berichterstattung Fürwahr! voll stolzer Freude dürft ihr's sagen: Nicht Herrschermacht, die wankt und auch erliegt, Nich kühle Kriegskunst hat den Streich geschlagen: DaS deutsche Volk, eS hat dem Felnd obsiegt! Das deutsche Volk, von GlnubenSkrast durchdrungen, Die gegen eine Welt verleiht den Schutz, — Da» deutsche Volk hat siegfriedgleich bezwungen Mit Gott dem Herrn den Drachen Eigennutz! Nun eil' uns vor auf Leipzigs Flur, Kamön«, Die Rache fordernd, Körners Schwert enthüll«! Bekränze liebend Deutschland« Heldensöhne, Die, ihrem Schwur getreu, die Pflicht ersüllt! - Ein kühner Bau, sür ew'ge Zeit geschaffen. Strebt seltsam ernst ins helle Blau hinein; Fromm schaut der Enkel Schar in Wehr und Waffen Die» „Gott mit un»! aufleuchtend an» dem Stein. Erkenntnis, sie, die seltenste der Gaben, Waid dir, mein Volk! AuS deutschem Wesen stammt DieS „Gott mit un»I« da» blank in Stein gegraben. Die« „Gott mit un«!" das läutert und entflammt! Da«, läuternd, un« mit Leben»mut durchdringet. Da« unser Schaffen wert macht, stark und frei, — Da« un« entflammt, den Arm mit Kraft beschwinget, Zn Trümmer schmettert Fron und Tyrannei! — Und mag au« West und Ost, auS Nord und Süden Gewitterschwer da« Unheil ziehn heran: Der Herr, dem Ziel und AuSgang bleibt beschieden. Schärst unser Schwert, weist uns de« Sieges Bahn! Feinde ringsum! — O mögen sie nnr kommen In blinder Wut! Der haßerfüllten Schar Wird all die schnöde Habgier doch nichts frommen, Wenn Er un« führt, der auch bei Leipzig war! Karl Lustig, Wien. K^uijche Wacht über die untersteirischen Verhältnisse zugeben müffen, daß die Slowenen im ganzen und großen keinen Grund zu Klagen über die sprachlichen Zustände >abeu. Angesicht« dieser Klagen über die Zurücksetzung »er slowenischen Sprache bei unseren untersteirischen Gerichten ist es in der Tat recht merkwürdig, daß die Krainer Gerichte von den Slowenen geradezu als Strafposten aufgefaßt werden und daß der Hauptort des rein slowenischen Gebiete», RudolsS-wert, trotz seiner Bahnverbindungen von den slo-wenischen Richtern ängstlich gemieden werden. Man merkt auch bei diesen ganz deutlich da» Bestreben, in Orte zu kommen, wo eine deutsche Mehrheit sich befindet. AuS welchen Gründen die« geschieht, da« wollen wir sür heute »«untersucht lassen. • Die österreichisch-ungarischen Armeevorlagen. Die Ergebniffe der letzten gemeinsamen Mi-nisterberatnngen sind folgende: Die Heeresverwaltung hatte 36- bis 40.000 Mann mehr Rekruten gefordert. Davon 18- bis 20.000 Mann für die gemeinsame Armee. Die beiden Regierungen anerkannten nun zwar die Not-wendigkeit dieser Vermehrung, gestanden jedoch mit Rücksicht aus die Finanzen nur zu, daß vorläufig die finanziellen Mittel und die nötigen Mannschaften zur Ausgestaltung dar technischen Truppen bereit-gestellt, für die Infanterie jedoch nur so viel Re-kruten mehr angefordert werden, als znr Erhaltung eines erhöhten FriedenstandeS bei den an den Gren-zen dislozierten Batailloiun notwendig ist. Dagegen wird innerhalb jeder ReichShälste sür jede der bei-den Landwehren eine Erhöhung des Rekrutenkon-tingents erfahren, um die Friedensstärke der Land-wehrkompagnien auf die Höhe der normalen Frie-denSstärke einer Heereskompagnie bringen zu können. Diese Mehreinstellungen verteilen sich folgender-maßen: Der MannfchaftSstand der Jnfanteriekom-pagnie an der Südgrenze (gegenwärtig 124 Mann» schastSpersonen) soll auf 130 bis 154 Mann ver-mehrt werden und gleichzeitig eine Vermehrung der Zadl der aus erhöhtem Friedensstande befindlichen Bataillone eintreten. Außerdem gelangen noch Ma-schinengewehrabteilungen zur Aufstellung. Bei der Kavallerie werden die ErsatzkadreS um 25 Mann (350 bis 500 Rekruten), bei der Ar-tillerie um 1500 Mann, bei der Gebirgsartillerie um rund 1000 Mann, was einem Mehrbedarf? von 1250 Rekruten entspricht. Einige Tausend Mann werden sür die Komplettierung der Sappeurbatail-lone, der Pionierbataillone, der Telegraphenkaders, drahtlosen Stationen, Lustschifferparks, die Sani-tälStruppe, VerpflegSbranche, Gestütsbranche. Mon-turSbranche usw. angefordert. — Der Rekruten-Mehrbedarf für das gemeinsame Heer beträgt 16.000 Mann. Die österreichische Landwehr hitte nach der Organisation 1912 per Kompagnie einen Friedens-stand von 76 MannschastSpersone» und soll nun aus 88 Mann erhöht werde» (gleich 3000 neue Rekruien). Die Landwehreskadron aber von 125 aus 150 Mann erhöht werden. Einschließlich dieser Ausgestaltung und der Vermehrung der Landwehr-artillerie erfährt. die gesamte österreichische Landwehr eine Erhöhung deS Rekrutenkvntingente« um 7300 und die ungarische eine solche von 6000 Mann. Die gegenwärtige Höhe deS MarinebudgetS wird auch in der Zukunft nicht überschritten werden, da nach dem gegenwärtigen Flollenbauprogramm durch seine Erstreckung aber ab 1914 hinaus Iah-reSraten von 55 bis 95 Millionen Kronen zur Schaffung neuer DreadnoughtS verfügbar bleiben. — Der Mannschaflstand der Marine wird um 1500 Mann erhöht. Folgende Ausstellung zeigt die bisherige und die geplante Organisation: 18»9 dil 19»« MI 190» bil >»>» tU 1*14 Hl 1KM HM» Hl» 1»1« «I» Gemeinsames Heer emicklickUch Kriegs marine.......103.100108.100103.100169.600177.500 Oesterreichrsche Landwehr ........ 10.418 15.050 19.840 26.000 35.300 Ungarische Landwehr 12.600 12.500 12.500 25.000 31.000 Gesamtsumme des üHetcutentontin gcntä 126.013130.650135.4 «0 412.500 243.800 Nummer 84 Dazu kommt noch daS von Bosnien und der Herzegowina zn stellend« Rekrutenkontingent fit 17 Infanterie, und Jägerbataillone, ein Pw«a> bataillon und sür Trainabteilungen. Ein neuer Eisenbahn-ulpenübergang Mischen Besterreich und Italien. .Ueber dieses Thema erschien in einem italini> schen Fachblatte (Raffegna dei lavori publ. e dell, strade seriate) kürzlich ein Artikel, der. da in txm> selben der Standpunkt Italien« zum Au»dr»ik kommt und auch Oesterreich mitbeteiligt erschein, volles Jntereffe verdien«. Hervorgerufen war der genannte Artikel durch die Veröffentlichung W Mailänder Sole, die den Bau einer Verbind«, zwischen den Linien Udine—Eividale und Aßling-Klagensurt sordert. Der Inhalt de» ilr-tikels, der stellenweis« einen polemischen Charakter trägt, ist auszugsweise salzender: „Wir sind i» allgemeinen nicht geneigt, die Alpenübergänge sä: Eisenbahnen) zn vermehren. Diese, welche wir be-reitS besitzen, sind mehr wie genügend, um den Bei kehr mit den Nachbarländern zu bewältigen, un» waren mehr oder weniger alle vom kommerzielle» Standpunkte nur Enttäuschungen. Sie haben bei Transitenverkehr nichts genutzt und vom Standpunkte de« Imports und Exports waren alle Alpe»-Übergänge stets unseren Nachbarn vorteilhafter all uns selbst. Wir haben nie auch nur den leiseste» Versuch gemach«, mit solchen Mitteln zu arbeitn, wie selbe unsere Nachbarn seit langem anwende», um die Sorglosigkeit Italiens anläßlich des 3*' standekommenS der kommerziellen Verträge zu ihm» Vorteile auszunutzen." Die Rafftgna findet eS ivei-terS unter solchen Verhältniffen geradezu al» ei« Naivität, wenn jemand daran denkt, den Versuch unternehmen zu wollen, jenen Verkehr, welche» momentan Oesterreich an sich gezogen hat, auf d» Häfen und Bahnen Italiens zu übertragen. „Die Tauern- und Karawankenbahn haben Konkurrent-tariie" — sagt der Artikel weiter — „welche sichtlich den Zweck versolgen, den den italienische« Hahnen zukommenden Verkehr abzulenken . . Bei Besprechung deS Verkehrs mit Oesterreich wird auch angeführt: „In allen Fragen der int«-nationalen Eisenbahnpolitik war unsere Regierviz von einer Kurzsichtigkeit, die schon an Blindheit grenzt. Der verspätete Bau der Verbindung Aas-sano—Primolano hatte zur Folge, daß die Iireck Trient—Primolano nicht der Südbahn überißt» wurde. ES ist klar, daß die Eüdbahn in diese, Falle ein großes Jntereffe gehabt hätte, den Lei. kehr über Venedig und aus die italienischen Bahner zu lenken, waS bei den italienischen Staatsbahiun, welcht» momentan die Strecken gehören, gerade bal Gegenteil ist. Die Strecke S. Giorgio di Rozir»-Cervignano, gebaut nur aus strategischen Rücks«ch> ten, hat vom kommerziellen Standpunkte gering» Wert. Sie verringert nur — gehörig der exten Veneta — den Transitverkehr von Cormon» ux) Pontebba zum Schaden der Staatsbahnen 3!i Muster unserer weisen internationalen Gienbahi-Politik erwähnen wir noch die vor kurzem abgeschlossenen verderblichen italienisch-österreichische» Ij> litt." Auf das eigentlich« Thema des Artikel» iiter-gehend, erläutert wciters die Rassegna, daß Vf. Verbindung zwischen den Strecken Udine—Eividole und Görz—Aßling „wieder nur zum Vorteilt Oesterreich»" ausjallen würde, da Oesterreich e» i» der Hand hätte, den Verkehr so zu leiten, tai immer die größere Strecke aus den eigenen, die Do-nere auf den italienischen Bahnen befahren würde. Bemerkenswert ist, daß bei diesem Projekte die 1« Betracht kommende Strecke Bodenbach—Mestre durch die neue Verbindung über Cividale—Pobtoia— Eanale um 29 Kilometer kürzer wäre al» dlÄer. Der Vorteil, der den italienischen Bahnen erwachei könnte, wäre eine 44 Kilometer längere Jnaospivch-nähme der eigenen Strecken, als es bei der ilssze» Verbindung über Cervignano der Fall ist. Et stql sich nun, ob die daraus sich ergebenden höher?» 2m-nahmen mit den Jttveslition»tosten im Eutloize stehen. Politische ttiinösitmu. Die Reichsratsersatzwahl in Wien-Leopoldstadt. Wa« nach dem ziffernmäßigen Ergebnisse da Hauptwahl vorauszusehen war, ist eingetreten: Bei MM. Blätter zur Unterhaltung und Belehrung für HauS und Familie. der „Deutsche* Macht" in ÄUTt. Nr. 42 .Die Südmark" erscheint jeden Sonnlag al« unmtaellliche Beilage sür die Leser der .Deutschen Wacht". — Einzeln ist „Die Südmark" nicht käuflich. 1913 (Nachdruck verböte»,) Aeim Keröstliurm. Novellette von R. Eeig. Ueber Budapest, der herrlichen Hauptstadt des MagyarenlandeS, raste der Herbststurm hin. Sr fegte die letzten Blätter von den Hainen der Mar-gareteninfel und peitschte die Wellen der Donau, daß sie wie weißgekrönte MeereSwogen dahinschossen. Wie taufende von Glühaugen leuchteten die Lichter des Abends durch die Dunkelheit, bald sich duckend, bald jäh aufflackernd im Windeshauch. Klatschend fiel jetzt der Regen nieder und mischte sein Geräusch in daS SturmgebrauS. Die Tür deS kleinen Wirtshauses in der Nähe des Deal-Monumente» ward ausgestoßen und eine junge fröhliche Männerstimme rief im Wiener Dia-lest: „Grüaß Gott, alle mitanand'! Hier ist» halt besser sein als draußen! Heda, Herr Wirt, heda KovatS Jstvan, auftischt, waS Ihr habt, i bring an Wolfshunger mit! Steinbrucher Bier und Gu-lasch, von Eurem famosen Gulasch, KovatS Jstvan, mir san halt net in Wien, mir san im Paprika« land, ha, haha!" Der muntere Ankömmling ward sofort von den anwesenden Gästen, Ungarn, Wallachen und einigen Juden umringt. Der Franz Ringbacher, ein lustiges Wiener Blut, der hier in Budapest eine Anstellung gefunden, war nämlich allabendlich Gast im Wirts-hause von KovatS Jstvan, und bei den Gästen da-selbst sehr beliebt. Während der Wirt, ein ansehnlicher, jugendlicher Mann von ungarischem TypnS, der hier mit seiner Mutter hauste, mit dampfenden Schüsseln herbeieilte, war an die letztere, eine rüstige Matrone, die am Schenktisch hantierte, ein alter Mann her-angetreten. Sein langer, abwärts gedrehter Schnurr-bart war schneeweiß, wie sein Haupthaar; lebhast kontrastierten damit die brennend dunklen Augen, die jetzt im Eifer blitzten. — «Heiraten soll der KovatS, heiraten soll er, Schwägerin, sage ich!" trumpfte der Alte. „Wie — was, er liebt keine!? Ist auch nicht nötig. Die Liebe kommt nach und unsere braunen Mädchen können sich sehen lassen, denk' ich! Hab' in meiner Jugend die Jlonka geküßt und die Jduna geherzt und der schönen Plony süße Augen gemacht. War auS anderem Holx, als der Junge, der kovat«, hab' mein Leben genossen. Nur eine», daS hab ich versäumt — daS Heiraten. Kann'S mir noch nicht verzeihen." „Und meinen Jungen wollt Ihr durchaus fest, bekommen, Schwager?" drohte dann scherzend die Matrone. „Bewahren will ich ihn vor einem einsamen Alter. DaS taugt nicht, sage ich. Seinen Buben will ich noch aus meinen Knieen reiten lassen — wills noch erleben, hört Ihr, Schwägerin? Und darum soll der KovatS zumachen, denn ich eil' dem Westen zu. Nach meinem Tode aber soll er die Wirtschaft hier ausgeben und mein Dominium, drau-ßen an der Pußta, übernehmen, denn er ist ja doch mein Erbe —" Ein polterndes Geräusch ließ den Sprecher, so-wie alle übrigen herumfahren — „Bei allen Heiligen, der HauSspruch ist von der Wand gestürzt!" rief der jugendliche Wirt, setzte den Krug mit Steinbrucher Bier nieder und eilte, den Flüchtling aufzulesen. „Der HauSspruch?" sragte Franz Ringbacher verwundert, indes er mit vollen Backen sich'» schmek-ken ließ. Hab' gar net g'wußt, daß hier einer g'hangen. Ja, wie lautet denn aber eigentlich der Spruch?" KovatS Jstvan wischte den Staub sort, der auf der Umrahmung lag. Dann las er, wa» hinter dem Glas in goldgepreßten Lettern z« lesen stand: Sei freundlich beflissen. In deinem Hause den Pilger zu laben: Weil, ohne eS zu wissen, Schon manche so Engel bewirtet haben. Si " rief der Wiener und hob sein «ln». „da« "ist ' ein trefflicher Spruch, der paßt hatt gut auf die Gastfreundschaft der Ungarn! Und daß Ko> vatS Jstvan der allerbeste Gastsreund ist, ist wohl-bekannt? Trinken wir halt drauf. d«ß ihm so a Engerl begegne! Eljen! Und „Eljen! Eljen!" durchbrauste e« den Raum. Schier begeistert klang e«, so daß der junge Wirt sich verlegen davon machte. Die anderen aber jubelten weiter. Die Worte de« Wiener« über die einheimische Gastfreundschaft hatten alle gerne ge-hört. Run. und daß Kovats Jstvan sie übte, wie nur einer, das wußten ste alle. „Recht haben sie", nickte die Matrone zu dem Alten hm, der schmunzelnd den Vorgang mit an« hörte, „der Kovat« hat ein gutes Herz, der läßt keinen darbend von seiner Schwelle" — „Mag er eS später auch aus meinem Domi-mum fortsetzen, denn ich hab'S danach . . ." «widerte dieser. __ Franz Ringbacher, der fesch«! Wiener, aber hatte das Thema bereits gewechselt. Er erzählte von seiner Liebe zu der hübschen Resi daheim und sang dazu: „A frischer Bua bin i, Tu gern a waS wag'n, Tua glei um a Lußl An Purzelbam schlag'«." Heulend fiel draußen der Herbststqrm in den munteren Gesang ein, daß die Fensterscheiben ganz leise erklirrten. Gleichzeitig wurde es im Hausflur laut. Eine scheltende Männerstimme, zu der sich eine Weiberstimme dazugesellte und dazwischen Kin derweinen. Jetzt ging die Tür der Gaststube auf und ein Zigeunerpaar, ein etwa neunjähriges Mädchen mit sich ziehend, trat ein. Ihre Kleidung war eine Sammlung der schlechtesten Lumpen. Trotzdem be hauptete da« Weib sofort, sie würden alle« bezah len und der Zigeuner setzte diese Behauptung auch sogleich in die Tat um. Er warf einige Silber wünzen hin und sagte, sie wünschten zu essen etwas Warmes —. Während der junge Gastwirt eine dampjende Schüssel mit Kuttelfleck in saurer Tunke für die un liebsame Gesellschaft austrug, erfolgte ein dumpfer Fall. Die Zigeunerin schrie auf, alle Gäste fuhren herum und die Matrone, die Mutter des Wirten, eilte erschrocken herbei, — da« Zigeunerkind war zu Boden gestürzt nnd lag dort regungSlo«, mit ge schlossenen Augen. — Jetzt brach da« Zigeunerweib in laute« Jam mern au«. Mit vielen Worten erzählte es, sie seien auf der Meise I« die t»arpa,l,»n und nun sei der Wurm, Minko genannt, krank geworden, ja schwer krank. Schon dreimal sei sie heute zusammengebro-chen, dazu daS Sturmwetter, — ob'« erlaubt sei, daß da« Ki«d hier eine Stunde raste — auf der Bank am Ofen, Aller Augen hatten sich aus da« Kind geheftet und in aller Augen spiegelte sich der gleiche ®e< danke: So nichtswürdig die Mienen der Eltern — so wunderschön war daS Gesicht deS Kinde«, da« noch immer wachsbleich »nd ohne sich zu regen dalag. Einige kleine Münzen wurden der Jammern-den zugeworfen; die Geber standen unter dem Bann dieses schönen Mädchengesichie«. Der warmherzig« Wiener und Kovat« Jstvan aber hoben jetzt die Kleine behutsam aus und betteten sie aus der Ösen-dank, und der letztere breitete noch eine wollene Decke i'ber die kleine Kranke au«, die auch jetzt sich nicht geregt. Dabei geschah es, daß er den Blick nicht loszureißen vermochte von dem wundervollen Gesicht, und als jetzt der Alte, sein Oheim, heran, trat und sagte: „Wenn an dec jetzt der Tod vor» übergeht, so wird sie 'mal die schönste Rose wer. den/ da nickte Kovats Jstvan stumm. Inzwischen aber waren die Zigeunereltern über das dampsende Mahl hergefallen; ihr krankes Kind schien sür den Augenblick au« ihren Gedanken ver-drängt. Während sie schmausten, klopfte es plötzlich von draußen an der Fensterscheibe. „DaS ist der Janos; dem wird uämlich da« Warten zu lange. Geh' und sa^', daß die Minka hier wie tot liegt," sagte die Zigeunerin zu ihrem Gefährten. Dieser jedoch brummte etwas in den Bart, verspeiste aber seine Portion vollständig, bevor er hinau« ging. Just als die Zigeunerin sich über den Rest der Schüssel hermachte, drang von draußen ein kurzer, scharser Pfiff. — «Ach." sagte sie daraus laut und ziemlich un-wirsch, „läßt einem das MannSvolk nicht einmal ruhig fertig essen! WaS mag'S denn schon wiedergeben ?" Jetzt wiederholte sich der Pfiff. DaS Weib murmelte einen Fluch, ließ aber da« Essen im Stich und stapfte hinaus. Weder der Wiener, noch die übrigen Gäste, noch der Wirt hatten den Vorgang beachtet. Die er-steren waren bei einem Bierams und mit aller Auf-merksamkeit beim Spiel. Kovat« Jstvan aber sprach tit» ftrlr*ttlicfi mit feiwrtn Olj»im nnb b«e VlAtcoHr gab ihre Meinung dnzn. Keiner von allen beachtete e« daher, daß brau- ßen der Sturm immer heftiger zu mitten begann und daß der Zeiger der Uhr weiter rückte, weiter, immer weiter. Plötzlich kam von der Ofenbank her ein Stöh. nen. Die kleine Kranke war auS ihrer Betäubung erwacht und schlug die Augen auf, große, schwarze, unergründliche Sterne. — ÄotntS Jstvan war der erste, der herzueilte, der erste, auf dem sich diese unergründlichen Kinder-angen hefteten. Erst verwundert, dann in erwachen-der Angst —. .Wo bin ich? Und wo sind meine Eltern?" stieß Minka hervor. Gleichzeitig begann ihre leichte Gestalt in Fiebersrost zu beden. Ja, wo waren die Zigeunereltern? Wie mit einem Schlage hatten sich aller Blicke auf den leeren Platz, aus das im Stich gelassene Essen gerichtet und dann aus die Uhr an der Wand — hinter der glatten Stirn des jungen Wirtes schienen die Gedanken sich zu jagen. — Der Wiener platzte dann zuerst heraus: „Beim heiligen Joseph, dieses Hundegut ist nun auf und davon!" .Der Ringbacher hat recht!" schrieen jetzt alle durcheinander. „Ein Zigeunercoup! Da« war ein abgekartetes Spiel! Sand wollten sie in die Auzen streuen, als sie die Speise vorausbezahlten! Das war ein Geschäft, ein Geschäft, hol' der Teufel die Bande! Für die paar Heller haben sie dem KovatS Jstvan. dem armen, barmherzigen Patron ihr Kind ausgepackt!" Eine tumultarische Erregung entspann sich. Einige wollten die Bersolgung des ZigeunerpaareS ausnehmen, wurden aber von den anderen zurückge-halten. Sine Stunde sei ja bereits danach verflos« sen; die Gauner längst über alle Berge. Die Mutter de« Gastwirtes schrie, den Zigeunerbalg müsse die Polizei nehmen, sie danke dasür. Kopfschüttelnd stand der alte Oheim und fchaute seinem Neffen zu. Der hatte sich über die Minka geneigt und sprach gute, beruhigende Worte, und hielt die braune, unsaubere Kinderhand sest in seiner, bis die Angst sich aus dem holden Gesicht löste und die krankheitimüden Augen wieder zufielen. Da richtete KovatS Jstvan sich aus. seste Entschlossenheit im Gesicht. Mngbacher," sagte er zu dem Wiener, „seid so gut und holt einen Arzt. Bleib» die Minka am Leben und melden sich die Eltern nicht, so bleibt sie hier als — mein Kind." «I» «Blnbflofc («fllr blc nrntlmltm unb liefe ba» Sampmlld)! l>od) aiifflacftrn. (Mrrabe Über den HauSspruch lies der Strahl hin, Nkxr dir Worte, die dort standen: Weil, ohne e» zu vissen, Schon manche so Engel bewirtet haben. Sieben Jahre nun waren seit jenem Sturm-abend verflossen. Wieder fegte der Herbststurm über Budapest hin. In dem kleinen Gasthause in der Nähe des Deak-Monumentes wirtschafteten jetzt andere Leute; KovatS Jstvan hat eben seine Wirtschaft verkaust. Er hat seine Adoptivtochter, die schöne Minka ge» heiratet und daS Erbe seine« OheimS — der un» längst gestorben — da« Dominium. draußen in der tiefen Pußta, angetreten, daS ein richtiger kleiner Herrensitz ist. In diesen sieben Jahren hat sich eben manches im kleinen Kreise verändert. DaS Heidenkind, die Minka, ist eine Christin geworden, die als gute Ka« tholikin jeden Sonntag der heiligen Jungfrau eine Kerze weiht. Und in die Schule ist sie gegangen, gerade wie andere zivilisierte Menschenkinder. Trotz-dem und obwohl sie so sanst und so züchtig, wie eine Lilie im Tal. ist sie für jedermann doch das .Zigeunerkind" geblieben. Erst sür die Schulgesähr-tinnen und später, als sie zur Jungfrau erblühte, da ward die Gaststube von KovatS Jstvan wegen der schönen „Zigeuner-Minka" von Jung und Alt gestürmt. Mit Zinsen ward so dem Jstvan die Barmherzigkeit, die er an der Minka geübt, heim« gezahlt. Ja, ein schwerreicher Mann hätte er aus diesem Wege werden können. Statt dessen schloß er eines Tages die Gasthausstube zu und ging davon. Das war. nachdem er dem sterbenden Oheim ein Bekenntnis abgelegt und noch an dem Adend dieses Tages dasselbe Bekenntnis, wenn auch mit anderen Worten, vor die Ohren seiner jungen Pflegetochter gebracht. Die schwerste Stunde im Leben KovatS Jstvan war diese gewesen. Die Stunde, die er gesürchtet und zugleich ersehnt mit der Glut eines Jünglings. Er war nur ein schlichter Mann, aber ein Held de« Herzens. Mit GiUe und verständigem Sinn hatte er die wilde Blume ausgezogen und auch erzogen, sie streng vor einem jeden etwa unreinen Hauch bewahrt. Seltsam verschlossen war die Minka und nicht sehr freigebig mit ihren LiebeSbezeugungen. Aber wenn eS geschehen, daß sie in auswallender Dank-barkeit die Arme um ihu gelegt und ihn mit dem dunsten VlIS .ingefcfcau». bann hat'r M« «'hnsu-t,, in dem starten Manne geschrien — : Ueber e,n «lei. nes — dann — dann — Ganz allmählich hatte er feine Taktik geändert ganz allmählich feine Werbung begonnen, hatte er oen ersten scheu-erstaunten Blick. daS erste leise Er-glühen aufgefangen — ein seliger Mann. Ja. verschlossen, seltsam verschlossen war die schöne Minka. Lange, lange konnte sie oft in die Ferne starren, ein seltsam verträumte» Feuer in den Augen. Galt ihm, wirklich ihm die Glut, die in diesen schwarzen Sternen träumte? E» schien so, Kovat» Jstvan hätte nicht nötig gehabt, mit gar so heftig klopfenden Herzen das be-deutungsvolle Wort zu sprechen. Gar nicht über-rafcht war die Minka gewesen, nur ein wenig ver-schämt — keck war sie eben nie gewesen — und hatte sich willig küssen lassen — zur Braut. Seit sie des KovatS Pflegetochter war sie nicht au« Bu, dapest herausgekommen. Vielleicht hatte sie daher so selbstvergessen ge. lauscht, al» der glückstrahlende Bräutigam ihr er-zählt, daß e» nun fortginge, an die Pußta, und sie nun bald in dem hübschen Herrensitz, dem Erbe des guten OheimS, als Herrin schalten werde. „An die Pußta . . . hatte sie geflüstert und wieder war das verträumte Leuchten in ihren Augen. Von dieser Stunde an schien neue», köstli-cheres Leben über sie gekommen. Federnd war jetzt ihr Schutt, silbern ihr Lachen. Nur wenn KovatS sie liebebebend in die Arme nahm, hatte auch sie gebebt, hatte leise sich gesträubt, aber schon im nächsten Augenblick ihn, wie in jäher Abbitte, leiden-fchaflüch geküßt. Wie ein Rausch war e» dann dem Kovat» zu Kopfe gestiegen, ja er war ein überaus glücklicher Mann .... Nun war er und sie feit acht Tagen Mann und Frau, feit acht Tagen war die Minka Herrin auf dem hübschen Dominium an der Pußta. Von der Wand dc» traulichen Wohnraume» herab sah der ölte HauSfpruch: Sei freundlich beflissen. In deinem Haufe den Pilger zu laben; Weil, ohne eS zu wissen, Schon manche so Engel bewirtet haben. Draußen aber brauste über die weite, uner« meßliche Ebene der Herbststurm hin. Ohne Fluß, Wald, noch Baum, dehnt sich die wüste Sandfläche. Jetzt im Herbst, wo die Getreidefelder abgeerntet sind verschwimmen die leeren Felder gleichsam mit der Steppe. Dort, wo die Sümpse sich dehnen, tönt da» «eschee« der zahlrelckien Tvafservvgel. 5"" eine lagernde Heerde. der Peitschenknall eine« «fHo« — Vereinzelt sitzt der «aSgeier aus seinem Funde. Ra benschwärme durchziehen die Gegend, über der sich endlos der blaugraue Sttppenhimmel mit seiner wnn« derbaren Luftspiegelung wölbt. Stundenlang starrte Minka über die Einsam-keit hin, gerade, als warte sie auf etwa». Auch heute, wo ihr Gatte zärtlich von ihr Ab-schied genommen, weil er zwecks Uebergabe feiner Gastwirtschaft in die Stadt hatte müssen, schien sich die junge Frau nicht trennen zu können von dem Anblick der weiten Oede. Plötzlich hob sie lauschend den Kopf. Eine heftige Erregung malte sich auf ihrem Gesicht ; sie zitterte. — Währenddes wirbelte in der Ferne Staub auf. Wie ein Bienenschwarm kam es herangezogen, braune Männer, Weiber und Kinder, die Esel und beladenen Karren. Und nun scholl an da» Ohr der atemlos Lauschenden der LicblingSgefang der Zigeuner: „Ja, frei zu zieh'n durch Flur und Feld, Zu ruh'n beim Waldesfeuer, Die Welt alS HauS, den Himmel al« Zelt — Solch' Leben ist uns teuer! Hurra! Solch' Leben ist un» teuer! Ein Fenster klirrte — der wilde Vogel war entflogen. Heulend fuhr der Herbstfturm in da» verlassene Gemach, über den HauSspruch an der Wand hin, daß er hin und her schwankte und nun polternd zu Boden stürzte. KovatS Jstvan war nicht mehr ein glücklicher — er war ein armer Mann .... eutschösterreichischer Prehverein bekämpft den Schund, fördert die Volks-bildung. Mitglieder erhallen jährlich einen reich illustrierten Kalender und noch vier Bücher oder auf Wunsch vorzügliche Jugendschriften mit Bildern. — Jahresbeitrag 2*20 K. Haupt-eitung: Graz, Gradenstraße 38. Deutsche, unterstützt eure Lichutzvereine durch die Verbreitung der von ihnen heran»-gegebenen Wirtschaftsgegenstände (Zündhölzer, Seife n. dgl.) da» euch nicht» kostet und den Vereinen Nutzen bringt! Gebraucht fleißig die Wehrschatzmarken! Gedenket bei Wetten und Spielen der deutschen Schutzvereine! Hieuifche Wachi der Stichwahl im zweiten Wiener Bezirke, Leopold-padt, wurde für den ermordeten sozialdemokratischen Abgeordneten Schuhmeier der christlichsoziale Wahl-werber Dr. Mataja mit 9015 Stimmen gewählt; der sozialdemokratische Gegenkandidat Eldersch blieb mit 8455 Stimmen in der 'Minderheit. Bei der Hauptwahl waren entfallen: Auf den christlich-soziale» Wahlwerber Dr. Mataja 7761 Stimmen, auf den sozialdemokratischen Wahlwerber Eldersch MW4, aus den liberalen Kandidaien Blafel 2535, auf den Deutschnationalen Hafner 467 und aus den tschechischen Zählkandidaten 332 Stimme». Während die Wiener Liberalen und die Tschechen die Stich-wahllosung sür den Sozialdrmokraten ausgegeben hallen, erklärten die Wiener Deutschnationalen sich sür Dr. Mataja, der nun auch gewählt wurde. Dieser Ausgang der Stichwahl bedeutet für die Cozialdemokratie eine große Niederlage. Die Wahl wllzog sich unter großer Erregung; eS kam häufig zu tumultösen Szenen, die nach Bekanntgabt des Wahlergebnisses ihren Höhepunkt erreichten. And StaiU nnii Land. Die Jahrhundertfeier. Für di« Bevölke-rung von Eilli war der 1«. d. ein Festtag Es war »ichl eine von oben hineingetragene FesteSstimmung, sondern ein allgemeines Milseiern im Herzen, das dem 18. d. in unserer Stadt die Signatur aus. drückte. Freitag abends wurde die Feier mit einem Zopfexstreich der MusikvereinSkopelle eingeleitet, welche vor dem Stadlamte, vor der BezirkShauptma»»schast und vor der Wohnung deS Ergänz,>ngSdezirk»?om° mandante» Herrn Oberstleutnant Nechwatal ans-spielte. SamStag vormittags um 9 Uhr fand auf der Festwiese eine Feldmesse statt, an welcher sich auch die Vertreter der Behörden, sowie zahlreiche Reserveoffiziere und viele andere Teilnehmer beteiligten. Während der Messe wurden voai Steuer-kogel Kanonenschüsse ausgeseuert. Zn den Schulen »ar der Tag frei gegeben. Da» StaatSobergymna-fium hielt um 8 Uhr früh im Zeichensaale der Lan-deSbiirgerfchule eine eigene Gedenkfeier ab. Die (ladt ist reich beflaggt. Der steirische Landtag hat in einer ^ständigen Sitzung di« Erhöhung der LandeSbier-auslage von zwei aus vier Kronen, wodurch die Lihrergehaltszulagen mit 1,200.000 Kronen gedeckt werden können, angenommen. Die vier Sozialdemo-traten des Landtages suchten die Annahme dieser Bieraoflagenerhöhung durch Obstruktion unmöglich z» wachen. In diese»! Falle wäie selbstredend auch die Gewährung von Gehaltszulagen für die Lehrer «nwöglich geworden, weil eben die Bedeckung gefehlt hille. So ist die sozialdemokratische Obstruktion letzte» Endes eine Obstruktion gegen die Besserstellung der Lehrerschaft. Dem zähen Aushalten des Landeshauptmannes, dessen Schlagfertigkeit und Sitz-sestigkeil sich wieder glänzend bewährten, sowie der Landtagsabgeordneten ist eS zu danken, daß die fijialdcmokratifche Obstruktion schließlich wirkungslos blieb und die Gewährung der Zulage zu den Leh-rergthallen einstimmig angenommen werden konnte. Nachdem die Miltwochsitzung erst DonaerStag um halb 8 Uhr früh beendet wurde, fand Donnerstag eine Abendsitzung statt, in welcher der Abgeordnete Dr. Negri über eine Abänderung des Realschul, zesetze«, die sich an die gegenwärtigen an den Gym-lasten geltenden PrüsungS- und BorrückungSvor-schristen anlehnt. In der gleichen Sitzung wurde beschlösse», zur Deckung der in den letzten Jahren aufgenommenen schwebenden Schulden «in Anlehen an Betrage von 10,000.000 Kronen aufzunehmen. Di« slowenischliberale Partei sprach sich einstimmig dagegen aus, was jedenfalls daraus zurückzuführen >fl, daß sich in ihrer Reihe zahlreiche FinanzgenieS befinden. In der Sitzung am Freitag kam die Er« richlung einer HauShaltungsschule sür Bauerntöchter «it slowenischer Unterrichtssprache in St. Georgen an der Südbahn zur Verhandlung, wozu die Regie-rrnig bekanntlich eine einmalige Widmung von *0.000 Kronen und eine jährliche Dotation von 4000 Kronen leistet. Abgeordneter Wc.stian sprach sich entschieden gegen die Annahme dieser Vorlage auS und verwies aus den schlechten Besuch der Ackerbauschule in St. Georgen. Er wendete sich gegen die Errichtung dieser Schule hauptsächlich aus dein Grunde, weil dadurch die deutschen Siedlungen deS Unterlandes gefährdet werden. Die »culschen Städte und Märkte deS steirischen Unterlandes, sagte er, sind geichichllich entstandene Gebilde. Sie habe» eine feste Wurzel in der Vergangenheit und in der wirtschaftlichen Kraft und als Bollwerk« unserer Kultur sind sie nicht nur Stützpunkte unserer Stellung im Lande und im Staate, sondern unserer ge-samten Stellung in Europa. Die Errichtung dieser Schule wurde schließlich mit allen gegen die Slim-men der Abgeordneten Wastian, Ornig, Neger, Langer, Seidler und der Sozialdemokratin angenommen. Um daS Arbeitsprogramm bewältigen zu können, wurde beschlossen, auch noch Montag eine Sitzung abzuhalten. In der Obmännerkonserenz wurde der Beschluß gefaßt, die verschiedenen Anträge der Sozialdemokraten, so auch jene auf Abänderung der Wahlordnungen der autonomen Slädte, aus di« Tagesordnung dieser Sitzung zu stelle». Promotion. Heute um 12 Uhr mittags wurde an der Karl-FranzenS-Universität der RechtSprak-tikant Herr Justus v. Garzaiolli zum Doktor der Rechte promoviert. Staatsangestellten- und Lehrerver-sammlung in Eilli. Die bis zur Unerträglich keit gesteigerte», wahrhaft unwürdigen Verhältnisse, unter denen die Slaatsangestelllen und Lehrer zu leiden haben, zwingen dieselben, in öffentliche» Ve» fammlungen ihrer ungeheuren Erregung Ausdruck zu geben. Wie in allen größeren Städten, so findet auch in Eilli am Sonnlag den 19. d. um halb 11 Uhr vormittag? im Deutschen Hanse eine vom Vereine der dcutjchcn StaatsangesteUten einberufene Versammlung statt, in welcher sowohl Herr Reichs-raisibgeordneler Richard Marckhl wie auch Herr Landtagsabgeordneter Dr. Eugen Negri (wenn nicht verhindert) daS Wort ergreifen werden. Bei der vorhandenen erbitterten Stimmung ist «in Massen-besuch zu erwarten. Dom steiermärkischen Landesschul rat. Der steiermärkifchc Landesschnlrat hat in seiner Sitzung am 11. d. ernannt: Den definitiven Lehrer in Prevorj«, Johann Jordan, zum Lehrer und Schulleiter in Wirrstem; den provisorischen Lehrer in Sauritsch, Hermann Kriz, zum definitiven Leh-rer; den provisorische» Lehrer in Windischgraz (Stadt), Siegfried Reß, zum definitive» Lehrer; de« provisorischen Lehrer in Pettau, Karl Kram-berger, zum definitiven Lehrer. Versetzt wurde die definitive Lehrerin in fische», Amalie Orehek, nach St. Georgen W.-B. In den dauernden Ruhestand wurde versetzt die definitive Lehrerin in Tüsser-Umgebung, Franziska Rcrzerschütz. Stadttheater in Cilli. Mittwoch den 22. d. findet als zweites Enfemble-Gastfpiel des Kaiser Franz Joses-JudiläumStheaterS in Laibach die Aus-sührung deS neuesten Werkes AuernheimerS „DaS Paar nach der Mode" statt. DieseS Werk, ein Wie-ner Lustspiel, hatte am Hosburgtheater in Wien einen großen und nachhaltigen Ei folg zn verzeichnen und wurde auch bei der Erstaufführung in Laibach mit ungeteilten Beisall aufgenommen. Auszeichnung. Herr E. G. Hoppe, Zahn-techniker in Eilli, wurde aus der dritten internatio-nalen pharmazeutischen und hygienischen Ausstellung in Wien für seine Arbeiten auf dem Gebiete der Zahntechnik mit dem Ehrendiplom und der großen goldenen Medaille ausgezeichnet. Evangelische Gemeinde. Morgen Sonn-tag findet in der Christuskirche im Rahmen eines Gottesdienstes eine Jahrhundertseier statt. Am Mon-tag treffen sich Glaubensgenossen im Sonderzioimer de< Hotel Erzherzog Johann. Die Laubstreuversteigerung im Stadt-parke findet morgen Sonntag den 19. d. um ll Uhr vormittags statt. Zusammenkunft ist beim Wetterhäuschen. Hauptversammlung des Hrastnigger Schützenvereines. Am 11. d. fand im Schüyen-heime di« Hauptversammlung des Hrastnigger Lchüt-zenvereines statt. ttuS dem Berichte über die Tä« tigkeit ist zu entnehmen, daß der Berein nun in sein 14. Bestandsjahr tritt und die Beteiligung trotz verschiedener ungünstiger Verhältnisse eine sehr rege war, was wir auch in Znkunst hoffen wollen. Z»S- ' gesamt wurden und zwar in den Sommermonaten aus der dem Bereine gehörigen Schai fschießflütte 2000 und in den Wiutermoaal«n im V«r«i»Sheime beim «apsklfchicßen 2700 Schüsse abgegeben. Lau» Rechnungsabschluß betrugen die Einnahmen im abge-laufenen Vereinsjahre 930 51 K, darunter eine Sud« vention des LandeSverteidigungSministeriums von 100 K. die Ausgaben .'»32-15 K, mithin ein Ba» soldo von 398-36 K verblieb, welcher aus neue Rrchnung vorgetragen wurde. DaS gesamte Bermi-gen betrug am Schlüsse deS VereinSjahreS 2234 K. Die hieraus vorgenommen Neuwahlen hatten nach-stehendes Ergebnis und zwar: Oberschützenmeister Johann Killer. Schützeiimeister Franz Wieltschnigg, Schristsührer Bruno Diermayr, Zahlmeister Ferdi-nand Guerra, 1. Zeugwart Felix Brinner, zweiter Zeugwalt Michael Xodale, 1 Verwalter Adolf Ammer, 2. Verwalter Jng. Lad. Wendt, Revisoren August Rückl, Franz Petschnigg. Schließlich wurde zur Erin»e»u»g an die Schlacht bei Leipzig die Ab-Haltung einer Gedenkfeier deschloffe». Slowenische Demonstrationen gegen die militärische Leipzig Feier in Laibacb Zur Erinnerung an die Völkerschlacht bei Leipzig fand Freitag in Laibach ein militärischer Zapfen-streich statt, bei dem es wieder von slowenischer Seite zu den in Laibach üblichen Kundgebungen kam. Dieselben waren noch den letzten slowenischen Zei-tungSartikeln, in denen die Franzosen und die Fran-zosenherrschasl gepriesen wurden, zn erwarten. Die Militärmusik spielte während des Zapfenstreiche« vor dem Radetzkydenkmal das Kaiser lied. Wurden schon während pes Abspielens desselben einige Pfiffe laut, so brachten die Slowenen ihre Gesühl« nach den letzten Klängen deS Kaiserliedes dadurch offensichtlich zum Ausdrucke, daß sie daS Hetzlied „Hej Slovane" anstimmten. Bewegung unter den Versicherung» angestellten Oesterreichs. Die ungünstigen Ansteliungsverhältnisse in der Versicherun gSbranche und die damit verbundene Unsicherheit, beziehungS-weise Bedrohung der Existenz zahlreicher Familien, haben in den Kreisen der Angestellte» der Verficht« rungsinstitute die Forderung nach einer Regelung des AnstellungsverhiltnisseS (Dienstpragmatiken) gezeitigt. Das Interesse sür die Durchsetzung dieser für die Gesamtheit der Angestellten so wichtigen Verbesserung des Dienstverhältnisses ist begreiflicherweise »in allgemeines und eS ist ein Ersolg durch die be-stehende gute Organisation dieser Angestelltengruppe, der die Durchsührung auf der letzten, in Graz ab-gehaltenen Reichskonferenz der Bersicherungsangestell-te» Oesterreichs in die Hände gelegt wurde, voraus-sichtlich. von einem Radfahrer überfahren. AuS Rohitsch wird gemeldet: Der in Lafcheiidol wohnende KenichlerSsohn Vinzenz Hajnschek fuhr am 9. d. mit seinem Fahrrad« durch Sauerbrunn. Da-bei überfuhr er die Keuschlerin Josesa HernauS aus Negau, wodurch dieselbe mehrfache schwere Riß« qnetschwunden davontrug. Auch wurden ihr die Ober-und Unterlippe zerrissen und sämtliche Zähne einge-schlage». Gegen den unvorsichtigen Radfahrer, der die Greisin hilflos liegen ließ, wurde die Anzeige erstattet. Dom Zuge gestürzt. Am 13. d. wollte eine Frau aus den bereit» in. Fahren begriffenen Personenzug ausspringen, stürzte jedoch kopfüber auf daS Aeleise. Die Verunglückte, die sich durch den Sturz mehrsache Verletzungen zuzog, ist die in Eilli wohnhafte Josefine Plenicar. Aus Unvorsichtigkeit Hab und Gut verloren. Bor ungesähr drei Jahren hatte sich der Besitzer Joses Lednik das Hans Nr. 8 in Forst« wald käuflich erworben, das in letzter Zeit von den Eheleuten MatiaS und Marie Kodella bewohnt wurde. Da Lednik auch Maurer ist, nahm er vor kurzem Renovieruugsarbeiten an dem genannten Hanse vor und erneuerte unter anderem auch den Rauchsang. Trotzdem aber dieser noch nicht ganz fertiggestellt war, bewilligte er der Mieterin Marie Kodella am 13. d., in dem Backofen einzuheizen und Brot zu backen. Am Dachboden befanden sich in der Nähe deS halbfertigen RauchsangeS Kleider, Strohsäcke, Matratzen nnd Einrichtungsstücke. Da aus dem Rauchsange die Funken gerade aus diese Gegenstände sielen und diese allmählich zu glühen begannen, entstand plötzlich in der Nacht vom 13. aus den 14. d. ein Brand, dem das ganze Hau« samt dem Inhalte zum Opfer fiel. Der Hausbesitzer sowie der Mieter erleiden einen beträchtlichen Scha-den. Außerdem aber werden sie sich wegen ihrer Unvorsichtigkeit auch noch gerichtlich zu verantworte» haben. Serie 4 Deutsche u>au,l ^umma 44 mm Ein Bierflaschen. Bierfässer- und Steinbombardement. Am Sonntag den 12. d. zechten im Gasthause der Josesa Belenschek in Forst-wald bei Eilli mehrere Besitzer auS der Umgebung mit ihren Familien, sowie andere Besitzerssöhne. Sie unterhielten sich sehr gut und ein Harmonika-spiel« spielte flott zum Tanz. Gegen 9 Uhr abends kamen in dieses Gasthaus auch andere Burschen, die sich alle zu einem Tische setzten. Als nun der Musikant wieder ein Stückchen zum Besten gab, gingen von den neuesten Gästen Anton Kandolf und Franz Cozej zu der Besitzerstochter Marie Velen-sehet und baten sie um einen Tanz. Diese jedoch entschuldigte sich mit Fußschmerzen und wies beide ab. Dies machte unter den Burschen böses Blut und da sie auch erfuhren, daß die Genannte schon vorher mit einem Infanteristen getanzt habe» soll, begannen sie sofort zu stänkern. Nach einem Worl-Wechsel schlug plötzlich Anton Kandolf mit einer Bierflasche aus die Zimmerlampe, so daß sie zer-brach und das Gastzimmer nicht mehr beleuchtete. Diesen Augenblick benützten die Burschen und erösf-neten mit Bierflaschen, die ungesähr 20 an der Zahl im Borhause standen, ein Bombardement auf du: übrigen Gäste. Hiedurch entstand eine schreckliche Verwirrung. Die Gäste suchten sich nach allen Seilen zu flüchten, die «inen sprangen beim Fenster hinaus, die anderen verkrochen sich unter die Bänke und Tische und die dritten suchten in der Küche ein Bersteck und die Flaschen zersprangen an den Wän> den. daß die Splitter wie Hagel auseinander flogen. D«r Besitzeratochler Franziska Nova! flog eine Flasche mit solcher Wucht an den Kopf, daß sie schw-rgve» letzt fortgetragen werden mußte und schwerlich aus-kommen dürfte. Ebenso trugen auch noch andere Gäste leichtere und schwere Verletzungen davon. Nun gelang eS dem Besitz« Johann Zolnir, wieder ein Licht anzuzünden, und die Brüder Franz und Josef Knez sowie Anton Mak kamen aus ihren Berstecken und wollten daS Gasthaus verlassen. Da aber sprang Franz Cozej aus Zoluir und schlug ihm daS Licht aus der Hand.. Abermals in der Finsternis begannen nun Franz'und Johann Cozej und Anlon und Martin Kandolf mit Messer» auf Franz Knez loSzustechen, so daß dieser sich bald kampfunfähig entfernen mußte, und Anlon Mak erhielt einen starken Messerstich in die rechte Brustseite. Auch der Fabriksarbeiter Johann Kantschitsch, der hinzukam, erhielt einen Messerstich in die rechte Hand und erlitt eine klaffende Schnittwunde. Die Besitzer Belenschek und Zoluir versuchten nun die Ruhe da> durch wieder herzustellen, daß sie die rauflustigen Burschen bei der Haustür hinausdrängten und die Tür dann versperrten. Die Burschen aber verlang-ten abermals gewaltsam Einlaß und schlugen mit Prügeln aus die Tür, um diese zu zertrümmern und an den noch im Gasthause befindlichen Gästen weitere Gewalltaten auszuüben. Franz Cozej drang auch mit offenem Messer beim Fenster in» Gast-haus ein, er wurde jedoch sofort wieder an die Luft gesetzt. Als die Burschen schon nicht mehr wußten, waS sie tun sollten, um Einlaß zu bekom-me», schleuderten sie leere Bierfäsier, die vor dem Hause lagen, mit derartiger Gewalt gegen die Tür, daß die Türplatten einfielen, die Türscheiben zer-brachen und die Türschnalle abbrach. Auch der Tür-stock wurde arg beschädigt. Da nun wußte sich die Wirtin nicht mehr anders zu helfen, als mit einem Revolver drei Schreckschüsse abfeuern zu lassen, was auch insoserne Wirkung halte, daß sich die Burschen aus der nächsten Nähe deS Hauses entfernten. Dann aber bewarfe» sie von weitem das Haus mit Stei-nen. Anlon, Franz und Johann Cozej. Martin und Anton Kandolf sowie Franz Sevsek, die alle bei diesem Borsalle beteiligt waren, wurden dem Kreis« gerichte Eilli eingeliefert. Schaubühne. Prinzeß Gret l. Der erste Abend der neuen Spielzeit: ein ablehnende» Erwarlen geht durch den Zuschauerraum, der vorsichtshalber nicht ausverkauft ist Man ist noch nicht recht eingewöhnt in dem freundlichen, hellen Raume unseres ThealerS, man sucht und nimml Platz wie bei einem Änlriltsbesuch« und veihält sich ebenso zurückhaltend. Endlich er-scheint auf dem Dirigentensitz ein junger Mann der sogar bis aus die goldene B-iUe Gustav Mahler überraschend ähnlich steht, und dann wiegen Melo-dien durch daS Haus, die wir scho» oft und oft gehört haben in dieser oder jener Operette. Nichts NeueS also, nur gule Erinnerung, geschickt zuiam-mengekillet in verschiedentlichen Takren und zu an-deren Worten. Und endlich rauscht der Vorhang in die Höh«. Bei jedem Neuaustreten recken sich die Hälse, rascheln die Theaterzetteln, man sucht schnell Prin* und Prinzessin, Student und Professor zu-sammen, um sich die „Lieblinge" gleich zu merken. Inzwischen geht der Rummel aus der Bühue weiter, Melodien flattern auf, wiegen so heimisch in wohl-lustiges, längstgekanntes Behagen und verhallen un-gemerkt: denn die ganze Prinzeß Gretl hat feinen einzigen Schlager, man nehme denn daS Lindenwirt-lieb im Anfange des zweiten Aktes aus, das so schön verstaubt an den alten Baumbach erinnert und frisch in der ganzen Berhonigelung des Studenten-lebens, das sich aus der Bühue breit macht, allein warmes Leben hat. Dem Paradechristen der Wirk-lichkeit wird in der Operette ein Paradejud entge-gengestellt, ein ganz prächtiger Kerl, der wa« vom Leben und Lebenlassen versteht. Und darum ist auch die einzig wirklich komische Figur der ganzen Operette falsch eingestellt. Aber sie wirkt. Und sie wirkte auch besonder» im Spiele des Herrn Viktor Torelly. Und das ist schließlich bei der Operette maßgebend. Denn aus daS wirkliche Leben achtet sie ja nicht. Prinzeß Gretl ist ja auch nichts anderes als ein in den Walzertraum übersetzte» Allheidelberg, ein süßliches Mischmasch unwahrscheinlichsten Lebens mit einem echte», unrichtigen Theaterschluß. — Gespielt wurde sehr flott, obwohl von den Spielern hier nur Fräu-lein Hardl hervorgehoben zu werden verdient, eine anmutige Sängerin mit ernsten künstlerische» Stimm-eigenschasten. Das Urteil über die übrige» Spieler muß »och ausgeschoben werden. Denn zu frühe» Lod nnd zu früher Tadel hieße an den Spielern uud an uns unrecht sein. Die Vorstellung an und für sich war vollkommen zufriedenstellend. Und wenn die kommende Spielzeit das hält, was unS am Mittwoch versp ochen trurle, haben wir eine Reihe von ge-nußreichen Abenden vor uns. Da» Spiel klappte im Allgemeinen, nur war hie und da unsere sonst brave Musik nicht immer mit den Sängern in voller Ueber-einstimmung und wackeile ab und zu. wenn auch nur unmerklich. Das wird sich aber mit der Zeit bessern. Denn das will alles bei einem ganz neuen Schauipielerensemble erst gelernt sei» Der Ansang war also gut. Im Uebrige» heißt es aber: abwar-ten 1 Nun — wa» denn haben Sie geglaubt? W. ®. Wermiichtes. Auch ein Lied von der Arbeit. Und zog ich die Straßen der Stadt entlang Und sah ich die wa»del»den Leute, So hab' ich'» noch immer herausgekannt: Hier findet die Not ihre Beute. Sah Krankende wanken und Heimlose geh'» Und hungernde Männer am Bettelplatz steh'». Und hört' ich sie sprechen, war'S immer nur einS, War'S immer das nämliche Klagen? „Ich habe ein Weib und hab' Kinder daheim Und kann keine Arbeit erfragen. Ach, fände ich Arbeit! Wie griffe ich zu! Wie griffe ich zu und ich gönnt' mir nicht Ruh!" So ist's in den Städten. Doch draußen am Land, Da fehlen die tätigen Hände. Da schaut sich der Bauer die Augen heraus: „Ach, wenn ich nur Arbeiter fände I" Und ob er vom Guten das Beste verspricht. Ob goldene Berge, er findet sie nicht. ES füllt in de» Städten das hungernde Volk Erwerbs- und verdienstlos die Gassen, Und draußen am Lande die Fluren verwaist Und Aecker und Wiesen verlassen. So ziehen die Jahre deS Elends herum I Und muß eS denn sei»? Wer erklärt mir, warum? Lui» (Deutscher Bauernfreund). Raufende Geistliche in der Peters-k! r ch e z u R o m. In der Peterskirche kam es, einer Meldung deS BlatNS „Messaggero" zufolge, zwischen zwei Prälaten zu einer unerhörten Szene. Der Ber-weser der Choikapelle, Lcapettini, halte im Auftrag seiner Vorgesetzten eine Anzahl Pilger, die e» sich auf den Chorstühlen bequem gemacht hatten, aus dem Chor entlernt. Zufällig kam nun der Vizepfarrer der Peterskirche, Viola, dazu, der seinen Amtsbruder wegen der Maßregelung der Pilger zur Rede stellte. Als Scapeltini sich die Einmischung in fe ne Amtspflichten verbat, versetzte ihm Viola eine derbe Maul-schelle und warf ihn noch mit solcher Wucht zu Bo-den, daß daS Gesicht Scapellini» mit Blut bedeckt war. Mit großer Mühe gelang eS de« herbeieilenden Priestern und Kirchendienern, den rasenden Prälaten von feinem Opfer zu trennen. Die SiegeSkunde von Leipzig. Wir. daS Geschlecht von heute, daS im Zeichen des Fern« sprecherS, der drahtlosen Telegraphie und deS Luft-flugeS steht — wir können uns nur schwer eine« Begriss davon bilden, daß vor einem Jahrhundert nicht Stunden, sondern« lange Tage vergingen, bevor die Nachrichten vom Schauplatz des Befreiung»-kriegeS in Berlin bekannt wurden. AIS in drei-tägigem, blutigem Ringen aus der Ebene von Leipzig der Sieg zugunsten der Berbündelen entschieden war und daS Wajsenglück sich von dem korsischen Im-perator auf immer abgewandt hatte, auchten in der Hauptstadt Preußen zunächst nur ganz dunkle Ge> rüchte auf, daß eine große allgemeine Schlacht ge-schlagen worden sei. Am 18. Oktober hörte man, daß Blücher einen glorreichen Sieg über die Frau-zosen gefeiert habe, daß aber die entscheidend« Schlacht noch bevorstehe. Endlich am 21. Oktober kam die offizielle Nachricht, am Nachmittag brachte sie der als Kurier abgesandte Generaladjutant und Rittmeister von Auer vom Leibhusarenregiment. Feierlich wurde er von den Militärbehörden ringe-holt. Eine Abteilung reitender Polizei und 23 blasende Postillone mit vier reitenden Postsekretären an der Spitze begleiteten den Kurier; durch da« Potsdamertor, da» von nun an das Leipzigertor genannt wurde, ging der seierliche Zug die Wil-Helmstraße und die Straße Unter den Linden entlang, während alle Glocken von den Türmen Ber-lins erklangen, die Menge sich in unermeßlichem Jubel aus seinem Wege drängte und die Kirchen zur Bet- und Dankstnnde geöffnet waren. ^..Ke» Auge war trocken," so schreibt die Gräfin Sophie Schwerin in ihren Auszeichnungen, „keine Miene war gleichgiltig. Die Bekannten suchlen sich im Ge-dränge und scheuten die Unbekannten nicht; eine« jeden Anteil war für alle geheiligt. Kein einzelne« Interesse war heute dem allgemeinen fremd." A» 24. Oktober kam der König Friedrich Wilhelm III, dessen erstes Ziel das Grabmal der Königin Luise in Charlottenburg gewesen war, nach Berlin, fuhr zum Dom, wo die Prinzessinnen ihn empfingen und er niederkniend der himmlische» Vorsehung dankte. „Napoleon flieht," so liest man in dem Tagebuche der Gräfin Voß, „und der König wird mehr wie j« im ganzen Lande angebetet Die Junggesellensteuer. Ein besonderes Kapitel der Einkommensteuer bildet nach dem neue», gegenwärtig in parlamentarischer Verhandlung stehen-den Gesetzentwurf die vielgenannte und oft beipit-teile Jmiggesellensteuer. Dieselbe stellt sich als ei» perzentueller Zuschlag zu der Einkommeni euer dar, die Personen ohne oder mit kleinem Haushalt nach der normalen Steuerskala zu entrichten hätten. Die bezügliche Bestimmung lautet im neuen Gesetzentwürfe: Für Steuerpflichtige, zu deren Haushalt keine gemeinsam zu veianlagend« Person gehört, er-höht sich die Steuer um 15 Prozent, sur Steuer-Pflichtige, zu deren Haushalt nicht mehr als ein« Person gehört, um 10 Prozent des im Sinne der vorstehenden Bestimmungen vorzuschreibenden öe« träges. Stehen in der Versorgung eines Haushal-tungSvorstandeS. dessen Einkommen 4000 Kronen »icht übersteigt, abgesehen von seinem Ehegallei, mehr als zwei Familienmitglieder, die kein selbstäi« digeo Einkomme» beziehen, so wird sür jede» der« artige Einkommen des HauShaltungsvorstande» ei» Zwanzigstel in Abzug gebracht. Hiebei hat jedoch ohne Rücksicht auf die Höhe des Abzuges die Sr-Mäßigung des Steuersatzes um mindestens eine Stufe einzutreten. Erübrigt infolge der vorstehenden u«e-mierlen Abzüge ein anrechenbare» Einkomme» vo» nicht mehr al» 1200 Kronen, so entfällt di« üi»-kvmmtnsteuer Pflicht. Ein merkwürdiges Brautpaar. Aus-sehen erregte jüngst in einem Dorfe b«i Cardiss (Wale») die Trauung eines 75 jährigen Geistliche» mit einem bildhübschen Mädchen von 20 Jahr«. Obwohl das ungleiche Paar sich bemüht datte, und Stunde der Zeremonie geheim zu halten, dies« auch nicht in dem Heimatsdorf der aus Llandasf bei Cardiff stammenden Braut stattfand, mußte der pünktlich erscheinende Bräutigam es sich doch ge-fallen lassen, daß er von zahlreichen Neugierig» angegasst, von Reportern gemustert und von Photographen „geknipst" wurde. Sein Verdruß ver-wandelte sich jedoch in Bestürzung, als Minute in Minute verstrich und die Braut nicht eintraf, 9hche» loS wanderte der Wartende vor dem Altar auf und nieder und wagte kaum noch, feinen Blick aus die in der Kirche versammelte Menge zu richten, die im Flüsterton halb spöttische, halb bedauernde Lewa-kungen tauschte. Schließlich mußte der Vikar des OrteS, der die Trauung vollziehen sollte, da« Publikum auffordern, sich ruhig zu verhalten. Euie Nummer 84 öenisdie ZV acht Seite & volle Stunde wird in englischen Kirchen aus eine säumige Braut, aus einen unpünktlichen Bräutigam gewartet. DaS heißt, innerhalb der festgesetzten Etnnde muß deS neuvermählte Paar seinen Namen in daS Trauregister eingetragen haben. Drei Mi-nuten fehlten noch an der vollen Stunde, als Miß Dilys Wynne RobcrtS ihren Verlobten endlich von feinen qualvollen Zweifeln befreite. In aller Eile wurden an das Paar nur die bedeutsamen Fragen gerichtet, die beide mit kaum hörbarem „Ja" be-antworteten, um sich dann sofort in die Sakristei ju begeben. Zugleich mit dem letzten Stunden schlag legte der glückstrahlende, greife Bräutigam die Feder aus der Hand. Arm in Arm schritt das Paar in die Kirche zurück und ließ nun nachträglich die lraurede über sich ergehen. Trotz der Drohungen des Brautvater», er werde die zudringlichen Photo-graphen verklagen, wenn sie Bilder von den Neu« vermählten verössentlichten, wurde das seltsame Ehe-Pärchen von allen Seiten „ausgenommen". Ein be-sonders kühner Kamerahelv sprang sogar aus den lritt des Wagens, der den Geistlichen Josef Miller mit feiner um k»5 Jahre jüngeren Gattin entführte, und sah sich genötigt, zu ihnen hineinzukletter», um licht bei der rascnden Fahrt abzustürzen. Miß RobcrtS lernte den Geistlichen kennen, während sie als Lehrerin in dessen Pfarrdorf in Shropshire tätig war. Ein neues Mittel gegen Zahnschmerzen. Im Dorse Oslrowki war eiueS Abends — so wird in einer Petersburger Zeitung er ählt — die Lehrerin der Eparchialschule mit dem Lesen von modernen Gedichten beichästigt, die sie so laut dekla-«inte, daß man eS bis in die Küche hörte. Von dort aus lauschte eine alte Bäumn, die Auiwarte-trau, die au heftigem Zahnschmerz litt, dem seltsamen Wditgefüge moderner lussischer Lyrik. Die hervo'ge stoßenen, geheimnisvoll klingenden einzelnen Worte klangen der alten Fcau wie Beschwirungssormeln, nnd sie war bald davon überzeugt, daß die Lehrerin, der sie kurz zuvor ihr Leid geklagt hatte, auf diese Weise ihr Zahnweh .beschwöre". Zum größten Er-ftauv.eu der Lehrerin kam die Alte bald daraus inS Zimmer gestinzt und dankte ihr unter Tränen sür die gelungene Kur: da» Zahnweh war vergangen. €c 'ehr die Lehrerin auch Einspiuch erhob, ließ sich die Bäuerin von ihum Glauben nicht abbiingen: M hat geholfen, liebes Fräulein, es hat geholfen! Mein ganzes Leben lang werde ich sür Sie beten!" rief die alte Frau und bald wußte es das ganze toif, über welch wirksame Beschwörungskünst« die kehrerm versügte. Seitdem hatte diese keinen ruhigen Tag; immer wieder erscheinen bei ihr die Weiber des Doises und flehen die Lehrerin an, sie möge doch die Heilkraft an ihnen versuchen. Das Leben im Urwald. Der amerika-nische Tiermaler Josef KnowleS, der sich vor einem Monat vollständig nackt in enen Urwald im Slaate Maiae zuiückgezogen hat. um dort länge, e Zeit als «odcrner Robinson zu leden und alle Beziehungen zur neuzeitlichen Kultur abzubrechen, hat vor einigen Tagen etwas von sich hören lassen. Er lichtete an den Piäsidenten Wilson einen kuriosen Brief, der mit einem „angekohlten" Banmzweig aus Baumrinde geschrieben ist und also lauiet: „Sende Ihnen hoch-«chiungsvoll ergeben st herzliche Gi üße mit den llr-hoffen, die die Natur mir zur Verfügung gestellt " SnowleS gibt dann eine ziemlich ausführliche und vergnügliche Schilderung des Lebens, da» er am Bu!cn der Natur sührt. Er hat sich eine sehr pij. »itive Hütte gebaut und zündet täglich in etivaS um ftivdlicher Weise ein Herdfeuer an, indem er zwei Holjstückcheu aneinonderreibi; seine Hauptnahrung», »itiel bilden Fische und Waldbeeren. Trotz dieser richt sehr verlockenden Lebensweise ist er glücklich, den» er freut sich, beweisen zu können, daß auch der «»deine. durch die Zivilisation durch und durch verdorbene Mensa genau so einfach und bescheiden leben kon», wie die Urahnen, als sie noch auf den Bau» wen herumkrochen und zwischen den Zweigen schliefen. Die seltsame Botschaft au» dem Urwald wurve von einem Freunde des übe, spannten MaleiS zu-. Post gekracht und als eingeschriebener Biief an den Piä slbcnlm gesandt. Eine etwaige Antwort wird ttnow« Irt erst Mute diese» Monates in Empsang genommen haben, denn er will immer nur einmal im Monat. <0 um den Fünfzehnten herum feinen lieben Wald «ilaffen. Die ganze Welt ist zum verzweifeln traurig. Au» der Seele ge!p»ot Mmd unb unter taufend Qualen nach der eri.hnien tlleWerung späht. Körper und Geist leiden gleicher» «sße», wenn die tägliche gründliche Abführung ver säumt wird. SaxlehnerS Hunyadi JänoS Bitterwasser ist der wahre Freund und Helfer in solchen Aengsten und Nöten. Besonder« hervorgehoben wird von ärzt-licher Seite seine prompte und milde Wirkung, sowie der Umstand, daß auch bei längerem Gebrauche keine Störung der Verdauung eintritt, vielmehr der Appetit sich hebt und dadurch die Ernährung de« gesamten Or-ganiSmuS gehoben und in »v.iterer Fot e die körper-liche und geistige Leistungsfähigkeit gestärkt und ge-mehrt wird. Hertchtsfaaf. Die Iigeunerplage. Am 16. September kam die 17 jährige Zigeu-nerin Therefe Nofenfeld, die bisher noch unbescholten war, zum Gemeindeamte Schwarzenbach in Kärnien und verlangt« unter dem falschen Namen Therese Roj ein Arbeitsbuch, das sie auch erhielt. Damit wanderte sie nach Eilli und gelangte unterwegs auch nach St. Best bei Schönstein. Al» sie daS HauS der Ehelente Karnicnik offen sah, trat sie hinein, sperrte einen Wandschrank mittels des aus demselben liegenden Schlüssels aus und entwendete daraus einen Geldbetrag von 40 Kronen, die sich in zwei Geldschalen besanden. Eben als sie noch die dritte Schale mit einem Inhalte vo» 38 K.onen entleeren wollte, kam Marie Karnicnik, woraus die Zigeunerin die Flucht ergriff. Sie wurde jedoch bald festgenom-men un» zur Verantwortung gezogen. Therese Rosen« seld erhielt nun vom KreisgeiicHte Eilli eine Kerkerstrafe von zwei Monaten, mit einer Faste olle vier« zehn Tage. Der untreu gewordene Liebhaber. Der 27 jährige Kellner Johann Feick aus Gnigl bei Salzburg war in München als Oberkellner bei der internationalen Schlaswagengesellschajt bedienstet und lernte zu Beginn deS Jahres 19152 die Marie Neumaier kennen, welche daselbst im Gasthose zum grünen Hof als Stubenmädchen bedienstet war. Es entspann sich zwischen beiden sofort ein Liebesver-hältniS, in dessen Verlause Johann Feick, wie er selbst zugab, von Marie Neumaier wiederholt grö> ßere und kleine Geldbeträge erhielt. Bald nach der Abreise des Feick vo» München ersuhr jedoch Neu-maier, daß sich Feick verehelicht habe, was in ihr derartige Erbitterung ei regte, daß sie gegen Feick die Anzeige erstattete, er habe sich bet ihr als Re-dakteurssoh» ausgegeben, ihr das Heiraten ver-sprachen und ihr durch derartige Vorspiegelungen Geldbeträge entlockt, die eine Höhe von 774 Maik oder 910.22 Kronen erreichten. Feick leugnete aus da» entschiedenste die Angaben der Neumaier und erklärte, daß diese ihm sletS freiwillig das Geld ge-gebe» habe, wenn er keines halte. Nur bei feiner Abreise habe er sie um ein Darlehen von 300 Mark gebeten, wovon er tatsächlich 200 Mark erhalten habe. Die Neumaier gab auch an, daß sie ihm auch bei der Abreise einen Koffer geliehen habe, ohne ihn wieder zu sehen. Nach der Abreise lj;be Feick auch telegraphisch noch Geld von ihr verlangt und ihr die Versicherung gegeben, daß er alles vergüten werde; er ließ jedoch später nichts mehr von sich hören. Die Behauptung des Feick er sei von ver-mögenden Eltern, erwies sich durch die Gendarmerie-e» Hebungen als unwahr. Der Gerichtshof verurteilte nun Feick bei der am 14. d. beim Kreisgerichtc Eilli stattgesnndenen Strasverhandlung zu einem Monate Kerkers mit einer Faste alle l4 Tage. Schrifttum. Der Scherer. Herausgegeben von Ottokar Staus von der March. Inhalt des 17. HesleS: Gedichte vgn Josef Fr. Ofner, E. A K'auS, K. E. . nodt, Großaner, Falkenberg. Roland, Kuttenkehrer, Gwölbwachier; einen eizählenben Beitrag steuert Wilhelm v. Hannenheim bei. Wie imm,r sind auch die stehenden Abteilungen: .Aus dem Narrenhause der Zeit" und „Pseile aus der Ebernburg", und zwar in vortresslicher Weise, vertreten. Eine Bücher-schau, voll anregender Kritiken — diesmal vo» K. M. Klob, Elfe Ascher, E Uellenberg und dem Herausgeber — beschließt das Heft Im 18. Heste vergleicht Helge in einem schön empfundenen Aufsatz „Jnpuer und Wodan", die heidnisch - antike uud heidnisch'germanischc Religion einerseits und letztere mit der christlichen anderseits. BuroniuS berichtet urdolle Geschichten von der klerikalen Prüderie, während Kielfeder in „Rekurs" bureaukratische Ge> flogenheiten durchhechelt und Ferd. Grüner eine flotte Wanderburschengeschichle .Die Uhr" zum besten gibt. Weiter enthält das Heft Gedichte von Hans Jungwirth, Johanna Bellhorn. Knodt. Krau«, Roland Hammer, Ernst Troll und dem Heraus-geber. Der „Schern" ist zum Betrage von drei Kronen für ein Bierteljahr sowohl durch jede Post-anstalt, Buchhandlung und Tabaktrasik, wie auch durch die Verwaltung s:lbst, Wien 7., Neustift-gasse 78, zu beziehen. Der Nachdruck ist aus das Wort „*3coU" zu legen. 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Vernaletunt von Wleherheluaehranh-riehern (Hase*.) Annahme von Geldern zur Verzinsung Im Hanlo-Morrenl «der auf Rlnlam-MikeHer. de» Kre«lltl> riefe auf sämtliche Haupt- und Nebenplätze In- and Auslandes. r Ich endesgefertigter Michael Kodritsch, Schuhmachermeister in Cilli, habe gegen Herrn Johann Cvetanowitsch, Tapezierer and Mübelhändler in Cilli, ehrenrührige Bestha'digungen erhoben. leb erkläre hieroit dass ich zn den-Bflben gar kiinen Grund hatte, ich be-danre sie deshalb aufrichtig, nehme sie YoUiBhalÜich zurück and bitt« Herrn Cvetanowitsch deshalb um Entschuldigung. Auch dank« ich ihm, dass er Ton der gerichtlichen Verfolgung Abstand genommen hat, Ich verpflichte mich, «Amtliche auf-gelaufenen Kosten des Vertre'ers sowie der Veröffentlichung dieser Erklärung zu tragen. Cilli, am 16. Oktober 1913. Michael Kodritsch. Brennholz Hartes Buchenholz (Leistenabfallholz) '«ine prosse zweispännige Fuhre K 26, eine halbe zweispännige Fuhre K 14, zum Haus gestellt Weiches, zerkleinertes Brennholz »ine grosse zweispännige Fuhre K 16, •ine halbe zweispännige Fuhre K zum Haus gestellt. Weiches Unterzündholz sogenanntes Spreisselholz, in zirka 1 Meter langen Bunden A 40 Heller per Bund ab Lagerplatz. Weniger als 10 Bunde werden nicht abgegeben. Grö-sere Partien ron 50 Bunde an, werden zum gleichen Preise anch ran Haus gestellt. Solange der Vorrat reicht zu haben bei Josef Jarmer, Dampff&gewerk, Bau-und Schnittholz-Handlung, Cilli. Geschäftszahl: A 1 246/13/9 Y ersteigerungs- Edikt. Am 24. Oktober 1913 vor-mittags 9 Uhr werden in Cilli, Hauptplatz Nr. 8, folgende Gegenstände: verschiedene Einrichtungsstacke,Kleider und Wäschestücke fslr Frauen, Kslchengeschirr etc. freiwillig öffentlich versteigert. Mit der Aufforderung zum Bieten wird erst e;ne halbe Stunde nach dem vorstehend angeordneten Termine begonnen ; während dieser Zeit können die Gegenstände besichtigt werden. K.k. Bezirksgericht Cilli, Abteilung VIII, 10. Oktober 1913. Trifailer Koble (Stiles-, Mittel», Nuss- und lvttrfelkohle). — Bundholz, weiches Unterzündholz, zer-kleinertes Buchenbrennholz stets billigst zu haben bei Aarl Teppey steiermärkische Holzindustrie-Gesellschaft m. b. £)., <£illi. Kundmachung. Fstr die gefertigte Verwaltung gelangen für das Jahr 1914 die Lieferungen von Fleisch, Gebäck, Vollmilch, Spezerei- und Kolonialwaren und des Heizungsmateriales zur Vergebung. Die Bewerber für Fleisch, Gebäck- und Mahlerzeugnisse dürfen nur die hiezu bestimmten bei der Verwaltung erhältlichen Anbotsdrucksorten verwenden. Für Speaerei- und Kolonialwaren gelte« die jeweiligen Tagespreise nnd haben daher die Anbotsleller nur den Einlass (Skonto) anzugeben. Sämtliche Anbote, welche durchwegs mit einem Kronenstempel versehen sein müssen, sind in «inem geschlossenen Umschlage (Kouverte), • »nf welchem der Name des Offerenten und der offerierte Artikel zu stehen haben, bis längstens 31. Oktober 1. J. bei der Verwaltung abzugeben. Nähere Auskünfte erteilt während der Amtsstunden die Krankenhaus-Verwaltung Cilli. Tüchtige Verkäuferin der deutschen und slowenischen Sprache mächtig, wird für ein Schankgeschäft gesucht. Offerte eventuell mit Photographie nebst Angabe des Alters an Sebastian Stroh Klagenfurt. Soeben eingetroffen Neuheiten in Damenuiänteli), Kostümen, Schossen, Binsen, aller Art Wirkwaren, Wäsche, Schürzen etc. bei Cili Rozic Hauptplatz Nr. 3. Bringt iiiiü die Schuppli-Gesellschaft mehr Vieh? mehr Fleisch? mehr Milch, mehr Geld ? Zeitgemässe Fragen, beantwortet von Friedrich Waldeek, Gutsinspektor a. D. 84 Seiten 8°. Zu beziehen im Buchhandel oder vom Verfasser, tiraz, Jakominigasse 81. Preis 1 K 50 h. Ein guter Rat! Wenn Sie auf ein gutes Tröpfl Wert legen, so lassen Sie sich von der neueingeführten Wein • Niederlage Gasthoff zum Hirschen Grazerstrasse Nr. 37 bedienen. Machen Sie eine Probe, Sie werden zufrieden sein. Braves wird aufgenommen in der Dampf-wäscherei, Cilli, Herrengasse ilO. Eine tüchtige erste die auch slowenisch spricht und im schriftlichen Geschäftsverkehr kundig ist, wird aufgenommen. Selbstgeschriebene Offerte an Johann Straschill, Branntweingeschäft in Pettau. Eine an*ttndige Bürgersköchin in mittleren Jahren, alleinstehend, in allen Hausarbeiten gut bewandert, wflnscht in ein gut gehendes Geschäft oder Gasthaus u. dergl zu kommen, eventuell sich mit Witwer (auch mit Kinder) baldigst zu verehelichen. Geht auch als Wirtschafterin zn alleinstehenden anständigen Herrn, wo sie alle Hausarbeiten selbst verrichten kann. Briefe bis 21. Oktober erbeten nnt«<-„Nr. SB", pustlagernd Cilli. 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